Wenn ich an der Krippe stehe
INHALT 2
AUS DEN GEMEINDESTUBEN
7
PASSEIER
8
KULTUR
VOR 100 JAHREN & GESELLSCHAFT
24
VEREINE
34
GESUNDHEIT&SOZIALES
& VERBÄNDE
36
AUS DEN SCHULEN & BIBLIOTHEKEN
42
M USI KPORTRAIT
43
GRATULATIONEN
47
PSEIRER
SO
SPORT
LEIT
Weihnachten ist das Fest des jahres mit dem größten Zauber und der stärksten Ausstrahlung. Erinnerungen, Erwartungen, Wünsche und Hoffnungen verbinden sich. Doch auch schlechte Erfahrungen, Einsamkeit, das Gefühl der Heimatlosigkeit und Ungeborgenheit. Gemischte Gefühle. Geht es nicht vielen so? Trotz aller Hektik und der vorweihnachtlichen Stresssituationen. trotz der mitunter als belastend empfundenen Vorbereitungen zu diesem Fest, wirft es doch auch leuchtende Strahlen voraus. Soll man sich diesem Zauber entziehen? Entziehen wollen? Verliert dieses Fest damit nicht bereits im Vorhinein etwas von seiner Anziehungskraft? Sich nicht zu entziehen, schafft man nur, wenn man mindestens ein Stück weit davon überzeugt ist, dass Weihnachten nicht nur wegen der Geschenke und Feierlichkeiten, sondern wegen seines geistlichen Gehaltes auch für den Menschen von heute wichtig ist.
Weiter muss man überzeugt sein, dass Weihnachten die Welt wenigstens für kurze Zeit verändert. Wer aufmerksam beobachtet und es auch tatsächlich sehen will, dem bleibt das nicht verborgen. Wie kritisch man dem Weihnachtsfest und dem Drumherum - sei es das egoistische Konsumdenken, die Hektik, die Geschenkpflichten und -erwartungen bzw. die Vermaterialisierung und Verweltlichung des geistlichen Festes - gegenüberstehen mag, unbestritten ist allemal, dass dieses Fest nicht nur wegen seiner so wertvollen Botschaft, sondern auch aufgrund der langen Tradition im mitteleuropäischen Raum und weit darüber hinaus eine Ausstrahlung ungeahnten Ausmaßes entfaltet. Wie kaum ein anderes Fest bewegt Weihnachten die Gemüter. Unzählige Hoffnungen, Sehnsüchte, Erinnerungen, Wünsche und Erwartungen werden damit verbunden. Die Menschen sind um Weihnachten herum einfach anders, menschlicher, aufgeschlossener. Kaum sonst im jahr versuchen so viele Menschen so intensiv, sich von ihrer besseren Seite zu zeigen. Kaum sonst im jahr wird so viel gespendet, richten sich so viele Blicke auf die Not anderer. Kurzum, die Menschen sind in dieser Zeit sensibler für das Menschliche, für das Gute, für Werte über die alltäglichen Interessen hinaus, für den Frieden, für den Kontakt von Mensch zu Mensch. Und dies gerade auch in der Familie. Und das hat mit dem Kind von Bethlehem zu tun. Es hat damit zu tun, dass in der weihnachtlichen Zeit mehr als sonst davon gesprochen wird, mehr darauf verwiesen und dazu ermutigt wird ein besserer Mensch zu sein, Gott ernster zu nehmen und ihm im eigenen Leben wieder mehr Raum und Liebe zu geben. P. Anton Dosenberger
2
AUS DEN GEMEINDESTUBEN MOOS
Sanierung der Holzbrücke Die alte Holzbrücke über die Passer, weIche bis vor ca. 20 jahren die Fraktionen Moos und Platt miteinander verbunden 'hat, wird saniert und stellt damit die
Erhaltung eines architektonischen Baukörpers dar, welcher in seiner Art im Passeiertal wohl einzigartig ist. Errichtet wurde diese Brücke von einem gewissen Herrn Pföstl, Zimmermann aus Schenna, in den jahren 1948 - 1949. Als Lehrling war an diesem Bau der bereits verstorbene Alois Ennemoser ("Seppn tuis") aus Moos beteiligt. Zu einigen technischen Details: Die Brücke besteht aus einer
Konstruktion vor Abnützung durch Witterungseinflüsse zu schützen, wurden die Hauptträger mit einer Lärchenschalung verkleidet. Die Sanierungsarbeiten bestehen nunmehr in der Erneuerung des Schindeldachs, der Holzdielen, welche die Fahrbahn der Brücke bilden, sowie einiger weiterer Elemente, welche morsch sind. Mit Ende der Arbeiten soll die Brücke nicht mehr einen Fahrweg, sondern Teilstück eines Gehsteiges bilden, der von Moos in die Handwerkerzone, zum Busparkplatz und zum Beginn des in den letzten jahren neu errichteten "Stiaber-wasserfall-weg" führt. Ziel dieses Gesamtprojekts soll sein, einerseits ein Baudenkmal zu erhalten und anderseits einen kleinen Teil beizutragen, die Fraktion Moos für die Bürgerinnen und die Gäste lebenswerter zu gestalten. Die Gemeindeuerwaltung
ULFAS
Verkabelung der Stromleitung Impressum Erscheint dreimonatlich. - Eingetragen beim Landesgericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87vom 29.05· 1987. Eigentümer und Herausgeber: Gemeinden Moos, St. Leonhard und St, Martin in Passeier.Vertreten durch den Bürgermeister von St. Leonhard, Dr. Konrad Pfitscher. Redaktionskomitee: Arnold Marth, [osefine Schwarz, Heinrich Hofer, Tanya Pamer, Siglinde [aitner, Arnold Rinner, Elfriede Cufler, Karl Lanthaler, Rosmarie Pamer, Gottfried Zagler, Kurt Gufler, Brigitte Schweigl, Vigil Rafft Korrektur: Ernst Rinner Druck: Hauger-Fritz, Schlanders-Meran Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Pressegesetzes:Oswald Waldner Redaktionsschluss für die März-Ausgabe ist: Samstag, 14. Februar 2004 Später eingereichte Texte werden in Zukunft nicht mehr berücksichtigt! Text- und Bildbeiträge können bei den Redaktionsmitgliedern oder in den Bibliotheken St, Leonhard und St. Martin abgegeben werden. Werbebeiträge müssen bei Arnold Marth, Papierprofi - St. Leonhard, abgegeben werden. Die Redaktion
Tragstruktur aus Holz und besitzt eine Gesamtspannweite von ca. 23 rn, weIche nochmals in fünf Felder unterteilt wird. Diese werden mit untereinander verdübelten Holzbalken überbrückt. An den Endauflagern der Holzbalkenfelder wurden diese mittels Stahlschuhen an Druckstäben angeschlossen, welche die Brückenlasten schräg in das nächstgelegene Brückenauflager tragen. Um die
Die Stromversorgung in der Fraktion Ulfas und im Weiler Magdfeld konnte durch die bestehende Freileitung nicht mehr ausreichend garantiert werden. Immer wieder kam es zu Stromausfällen und Stromschwankungen. Verschlimmert wurde die Situation dadurch, dass bei einem Windwurf im jahre 1999 zusammen mit sechs Masten ca. 260 m Strom leitung umgerissen wurden. Die
3 PasseirerBlatt-NR.
beschädigte Leitung wurde zwar provisorisch repariert, die Lösung des Problems konnte jedoch nur eine unterirdische Verlegung der Strom leitung sein. Um dies zu verwirklichen wurde die alte und auch unterdimensionierte Niederspannungs-Freileitung durch ca. 60400 m Niederspannungs-Kabel ersetzt. Realisiert wurde das Projekt durch die Elektriker des gemeindeeigenen E-Werks, welche unter Zuhilfenahme eines Kleinbaggers die Arbeiten in Rekordzeit von ca. einem jahr abgeschlossen haben. Des Weiteren konnte das Projekt zur Errichtung der Mittelspannungskabine "Sportzone" in Moos fertig gestellt werden. Mit dem Bau dieser neuen Umspannkabine in der Sportzone wird ein neuer leistungsfähiger Verteilerpunkt geschaffen, an den die bestehende Freileitung nach St. Leonhard angeschlossen wird. Außerdem kann mit der Realisierung dieses Projekts ein Teil der Freileitung, welche durch das Dorf führt, abgetragen werden. Zudem konnte endlich ein Mast in der Nähe des Gemeindehauses und einiger Wohnhäuser entfernt werden, der nicht den Sicherheitsabständen entsprach.
Die Gemeindeverwaltung
GEMEINDE
ST. MARTIN
Seit 50 Jahren wieder eigenständig In der Zeit des Faschismus sind mehrere Gebiete zu Großgemeinden zusammengeschlossen worden. Auch in Passeier wurde 1927 die Gemeinde St. Martin aufgelöst und der Großgemeinde St. Leonhard einverleibt. Der Bürgermeister josef Gufler - Moar am Flonerberg und die Räte johann Haller - Hoferbauer in Ried, johann Schwarz - Mitterwirt, Martin Ennemoser - Brischer, josef Haller - Hosler, Ignaz pfitscher - Wanser, Alois Pirpamer - Kaufmann, Alois Gufler - Kuntner, johann Ennemoser - Muchnbauer in Christi, josef Raich - Aicher in Matatz, josef pfitscher - Mittertal in Matatz und josef Prünster - Oberbach in Kalmtal, wurden ihres Amtes enthoben. Ignaz Auer, der später bei der Wiedergründung der Gemeinde St. Martin großen Einfluss hatte, schreibt: "Die Bezirkshauptmann-
schaft entlässt die Gemeinderäte von St, Martin, weil einfache Bauern unfähig wären eine Gemeinde zu verwalten." Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs in einigen dieser künstlichen Großgemein-
den der Wunsch in größeren Ortschaften wieder eine eigenständige Verwaltung zu haben. So auch in St. Martin. Bis dahin war St. Martin schon mit acht Räten im Gemeinderat von St. Leonhard vertreten. Der Gedanke der Unabhängigkeit reizte aber doch eine Neugründung anzustreben. Da es in dieser Zeit mehrere Ortschaften in Südtirol und im Trentino mit dem gleichem Ziel gab, wuchs der politische Druck auf den Regionalrat. Dieser schuf dann die Möglichkeit, Gemeinden neu zu gründen. Die große Frage war jetzt natürlich, wo die neue Gemeindegrenze verlaufen solle. Die Passer, eine sehr alte Bistumsgrenze, diente auch bis 1927 als politische Grenze zwischen St. Leonhard und St. Martin. Die praktische Überlegung eine neue Gemeindegrenze quer zur Passer zu verlegen, sorgte für hitzige Diskussionen. Die politischen Wogen waren aber gleichzeitig ein Zeichen der neuen Zeit, welche Meinungsfreiheit und Eigenverantwortung wieder möglich machte. Schließlich haben alle Bürger durch eine demokratische Volksabstimmung die alte Gemeindegrenze bestätigt. Seit 1953 ist also St. Martin durch ein Regionalgesetz wieder eine eigenständige Gemeinde. Da 1952 die ersten Gemeinderatswahlen nach dem Zweiten Weltkrieg stattgefunden haben und die Neugründung innerhalb einer Amtsperiode fiel, wurde Ignaz Auer - Hausfelderer Natz, Zimmermann und Mühlenbauer, auf Vorschlag der Gemeinderäte von St. Martin am 3. Dezember 1953 zum kommissarischen Verwalter ernannt. Die Räte waren josef Ennemoser - Lehrer, Ignaz Auer - Handwerker, josef Pichler - Unterwirt, johann Ennemoser - Menig, Anton Pichler - Pirpam, Martin Auer - Pirch, Doktorhaus untergebracht
- dort wurde ab 1954 die Gemeinde
Ignaz Auer, Kommissär
65, DEZEMBER
2003
der Gemeinde
uon 1953 bis 1956 - Bürgermeister uon 1964 bis 1974
josef Lanthaler - Möltlechn und Alois Braunhofer - Ebner. Erster Gemeindesekretär wird Bernhard Hölzl aus Meran. Die Amtshandlungen mit allen Registern im Standesamt und Meldeamt der neuen Gemeinde beginnen im jänner 1954 mit 1801 Einwohnern und einem Bevölkerungszuwachs von 41 Personen im ersten jahr. Mit Beschluss Nr. 1 beschließt der Kommissär Ignaz Auer eine Trinkwasserleitung im Dorfzentrum von St. Martin zu verlegen. Gesamtausgabe: 8.257.000.- Lire. Am 25. März 1954 wurde zwischen johann Delucca, Bürgermeister von St. Leonhard und Ignaz Auer, Kommissär von St. Martin, im Beisein der Gemeindesekretäre Giovanni
>
4
>
Rizzo und Bernhard Hölzl die Regelung der Vermögens- und Finanzverhältnisse zwischen den Gemeinden St. Martin und St. Leonhard vereinbart. Darin wird festgelegt, dass alle verfügbaren unbeweglichen Güter "die von Natur aus oder
durch Bestimmung öffentlich sind und in
St, Martin liegen," in das Eigentum der
neuen Gemeinde übergehen. Unbewegliche Güter, Grundstücke und Almen, welche früher zum Gericht Passeier gehörten, bleiben ungeteilt. Das Miteigentum wird im Verhältnis zur Bevölkerung 58% St. Leonhard zu 42% St. Martin festgelegt und soll nach jeder Volkszählung aufgrund der Bevölkerungszahlen neu berechnet werden. Das Armenhaus in St. Martin wird bis zur Einsetzung des Gemeinderates von St. Martin vom Armenfond E.C.A. St. Leonhard weitergeführt. Als bewegliche Güter wird eine Kanzleieinrichtung, bestehend aus einer Schreibmaschine, einem Schreibmaschinentischehen, ein Stockerl, zwei Tische, ein Stuhl, ein Kasten und eine Fahne - "alles gebraucht" - übergeben. Die verbleibenden Möbel in der Gemeinde St. Leonhard werden geschätzt und bei Notwendigkeit mit 42 % der Gemeinde St. Martin abgelöst. Der Ärztesprengel und der tierärztliche Dienst werden neu eingeteilt und geregelt. Beim Personal übernimmt die Gemeinde St. Martin die Beamtin Anna Danai und die Hebamme Luise Stricker. Der Waldaufseher Siegfried Marth bleibt weiterhin im Dienst, wobei die Gemeinde St. Leonhard seinen Lohn bei den Waldbesitzern einheben wird. Die Abschlussrechnung von 1953 in St. Leonhard weist einen Verwaltungsüberschuss von 4.339.329.- Lire Bargeld auf. Die Aufteilung im Verhältnis 58:42 bringt der Gemeinde St. Martin 1.848.198.- Lire Startkapital. Auch die Kosten übergemeindlicher Bauvorhaben werden im selben Verhältnis geregelt. Zum Beispiel: Als Mitbesitzer der Alpe Lazins übernimmt die Gemeinde St. Martin für die Brücke nach Platt 433.728.Lire. Es gab auch einige Punkte, die nicht klar geregelt werden konnten. So gestattete Bürgermeister Delucca dem Kommissär Auer Einsicht in alle Rechnungslegungen der Gemeinde St. Leonhard von 1928 bis 1953. Die Vereinbarung schließt ab mit dem Zusatz: "allenfalsige
Rechte und Pflichten der Gemeinden, die hier nicht bereinigt wurden, können auch in Zukunft geltend gemacht werden und werden auf gütlichem Wege und mit gegenseitigem Verständnis gelöst."
Die Gemeindeverwaltung begann seine Tätigkeit wieder im sogenannten Doktorhaus, das vom Gemeindearzt Dr. [ohan-
nes Maximilian Hilleprandt, Ehrenbürger der Gemeinde, erbaut worden ist und nach seinem Tod 1886 von der Gemeinde erworden wurde. 1971-72 wurde das Doktorhaus zum heutigen Gemeindehaus umgebaut, wobei ein Teil des alten Gebäudes in den heutigen Vereinssaal eingebaut worden ist. Bei den ersten Gemeinderatswahlen in der neuen Geschichte unserer Gemeinde wurden johann Ennemoser als Bürgermeister, josef Ennemoser als Vizebürgermeister, johann Verdorfer, Eduard Dorfer und Alois Marth zu Assessoren, sowie Ignaz Auer, Martin Ennemoser, Anton Pichier, Alois Braunhofer, Martin Auer, josef Platter, Alois Gufler, johann Pichier, Benjamin Fiegl und Angelo Ciatti als Gemeinderäte gewählt. Der Bürgermeister johann Ennemoser, Handwerker, Musikant und jäger sowie sein Stellvertreter josef Ennemoser, Lehrer, wurden bei der nächsten Gemeinderatswahl 1960 wiedergewählt und haben damit in den ersten zwei Amtsperioden die Verantwortung in St. Martin getragen. Ignaz Auer wurde dann 1964 zum Bürgermeister gewählt. Er ist gemeinsam mit seinem Vizebürgermeister Ernst Pirpamer zehn jahre im Amt geblieben und hat viele handschriftliche Aufzeichnungen hinterlassen, in denen er seine persönlichen Eindrücke aus einer längeren Zeitperiode unserer Gemeinde festgehalten hat.
Bürgermeister Hermann Pirpamer
GEMEINDE
ST. LEONHARD
Mülldeponie Kellerlahn saniert Der im Passeiertal anfallende Restmüll wird heute zum Müllumladezentrum des Bezirkes in Lana gebracht, von dort zum Müllverbrennungsofen nach Bozen, wo er schließlich verbrannt wird. Wer aber denkt noch daran, dass der Müll noch vor wenigen jahren auf der Mülldeponie Kellerlahn deponiert wurde? Bereits vor der Mülldeponie Kellerlahn hatte es Müll-Ablagerungsflächen gegeben, mit allen Problemen, die solche provisorische Deponien schufen. Manchmal geriet der Müll in Brand und stinkender Rauch überzog das Tal. Noch früher, in den soer jahren, hat es in St. Leonhard bei der Zegg-Kurve einen der ersten Müllverbrennungsöfen Südtirols gegeben. 1964 war der Gemeinde unter Bürgermeister Sepp Tschöll die Finanzierung
dieses Pilotprojektes angeboten worden und die Verwaltung war darauf eingegangen. In einem Gebäude mit großem Einfahrtstor und hohem Kamin wurde durch eine Einwurföffnung der Müll in den Ofen geworfen und verbrannt, wobei der Rauch durch den erwähnten Kamin entwich. Damals gab es natürlich keine Filter und Einhausungen wie heute. Selbstverständlich führte dies zu Geruchsproblemen und als der Ofen ausgebrannt war, wurde er nicht mehr saniert. Damals steckte diese Technik erst in den Kinderschuhen, heute kosten allein die Filter im Verbrennungsofen von Bozen 18 Mio. Euro. In den Folgejahren wurde wieder deponiert, seit 1979 in der Kellerlahn. Zu jener Zeit wies der Bezirk Burggrafenamt große Engpässe an Deponieflächen auf, so deponierte z.B. Sehen na in der Masulschlucht, Dorf Tirol im Fineletal. Als die Deponie dort in Brand geriet und zusätzlich immer wieder ins Rutschen geriet, musste ein Ersatzlager gefunden werden. Die Kellerlahn wurde dafür zur Verfügung gestellt, als Gegenleistung aber musste das Land die Deponie 1988 regulär ausbauen. Die Deponie wurde daraufhin ausgehoben, eingezäunt und Drainagen wurden gelegt, wobei laut Grundwasseruntersuchungen die Fläche nach unten wasserundurchlässige Schichten aufwies, sodass damit nicht die Gefahr einer Grundwasserverunreinigung bestand. Dies haben regelmäßige Untersuchungen bestätigt. Angrenzend wurde auf asphaltierter Fläche der Recyclinghof errichtet. Die Deponie in der Kellerlahn wurde bis 1999 genutzt, bis der Müll der Passeirer Gemeinden wie der gesamte Müll des Bezirkes Burggrafenamt nach Bozen zur Verbrennung gebracht werden musste. Was sollte nun mit der Deponie geschehen? Eine Sanierung war unumgänglich und es gelang, die Finanzierung durch das Land zu sichern. Die Arbeiten führte das Firmenkonsortium Maier Anton Erben Goller durch. Ziel der Sanierung war es, den Müllkörper abzukapseln. Deshalb wurde der Müll eingeebnet und mit einem Vlies abgedeckt. Darauf wurde eine Schicht Trisoplast aufgewalzt, ein Material aus Holland, welches eine hermetische Abdichtung gegen Wasser bildet. Darauf kamen wieder ein Vlies, Schotter, ein weiteres Wurzelvlies und Aushubmaterial, damit abgesichert war, dass kein Wasser in den Müll eindringen kann. Zugleich sollten eingebaute Rohre freiwerdende Gase aus dem Müll entweichen lassen. Die gesamten Arbeiten kosteten über 600.000 Euro. Am Ende aber konnte die
5 PasseirerBlatt-NR.
gesamte Fläche wieder der Natur zurückgegeben werden, wobei sie heute Teil des neuen Golfplatzes ist und aufgrund der Geländemodeliierungen nicht mehr als Mülldeponie zu erkennen ist.
Konrad Pfitscher
HINTERPASSEIER
Neues Skigebiet im Seebertal? Ende Oktober ließ eine Nachricht aufhorchen: Im Seebertal sei ein neues Skigebiet mit mehreren Liftanlagen und einem 5-Sterne-Hotel im Bereich der früheren Essener Hütte geplant; zum Paradies für Skifahrer und Snowboarder würde das Seebertal durch die Skischaukel werden, die an den 3.000 m hohen Festkogel und Wurmkogel vorbei ins Gurgltal führt. Hinter dem Vorhaben stehe ein gewisser Paul Vorsteher, ein gebürtiger Wiener, der in der Schweiz lebt, und Eigentümer eines Unternehmens ist, welches auf die Entwicklung und den Bau von Niedrigenergiehäusern spezialisiert ist. Um aber sein Produkt im großen Stil bekannt zu machen, brauche er ein Vorzeigemodell, etwa ein Hotel wie jenes im Seebertal, wo der Gast sozusagen "probewohnen" könne, um die Vorteile eines Niedrigenergiehauses kennen zu lernen. Was aber ist mit den Schutzbestimmungen durch den Naturpark TexeIgruppe? Kein Problem, man tausche das Seebertal gegen das Timmelstal. Und die Straßenverbindung? Das Land solle die Straße von Moos wintersicher machen und ab Schönau würde eine Gondelbahn, ausgehend von der Straße zwischen Saltnuss und Hochfirst, ins Seebertal führen. Geht man nur von wirtschaftlichen Überlegungen aus, hat der Plan viel Verlockendes, doch wer das Gebiet besser kennt, stellt sich viele Fragen. Spielt es eine Rolle, dass das Seebertal im oberen Teil so steil ist, dass niemals Skipisten errichtet werden können? Welche Folgen hätte die Verbauung des unberührten Seebertales für den Sommertourismus? Welche Überlebenschance hätte pfelders gegenüber dem neuen größeren Skigebiet? Würde am Ende nur die Anbindung an das Ötztal bleiben - mit allen negativen Folgen durch die Verkehrsbelastung, ohne erkennbaren Vorteil für Passeier? Wer hat die Meinung der Eigentümer eingeholt? Und der Naturparkgedanke - auch kein Problem?
65, DEZEMBER
2003
Die Bürgermeister des Passeiertales, der Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin, haben nach einer Besprechung und nach Rücksprache mit dem Landesrat für Umwelt, Dr. Michl Laimer; die folgende Pressemitteilung verfasst: "In einem Presseartikel (Südtiroler Wochen magazin ff vom 30.10.2003) wird bezugnehmend auf die neue Skischaukel im Seebertal erklärt, die Reaktionen auf die Projektvorstellung waren durchwegs positiv. Der Landesrat für Umwelt und die Gemeindeverwalter stellen dazu klar; dass diese Aussage jeder Wahrheit entbehrt. Das Vorhaben fand und findet keine Unterstützung und dies wurde von Anfang an klargestellt. Ein neues Skigebiet im Seebertal ist mit dem Naturpark Texelgruppe und vor allem dem Natura-zooo-cebiet inkompatibel, ein großräumiger Flächenaustausch mit angrenzenden Bergtälern wird abgelehnt, außerdem ist das Vorhaben im Widerspruch zum Skipistenplan. Der Landesrat für Umwelt und die Passeirer Gemeinden lehnen es kategorisch ab, das Seebertal zu verbauen, gerade solche unberührte Gebiete werden in Zukunft die Basis für einen langfristigen und dauerhaften Tourismus darstellen. Außerdem herrscht die Überzeugung vor; dass ein eigenständiges Skigebiet im Seebertal auf Grund der Steilheit und der Südexposition keine Zukunft hat und die Anbindung an das Ötztalletztendlich für das Passeiertal nur Belastungen durch den Durchzugsverkehr ohne wirtschaftlichen Aufschwung und Mehrwert bringen würde. Zugleich würde dieses Projekt den naturnahen Sommertourismus in Passeier und vor allem das Skigebiet in Pfelders gefährden. Dessen Erhalt und qualitativer Ausbau hingegen ist ein gemeinsames Anliegen. Auch die Möglichkeit, die Timmelsjochstraße zu bemauten, zielt nicht auf die Nutzung für den Winter; sondern bezweckt ausschließlich einen Teil der ordentlichen und außerordentlichen Instandhaltung über die Maut abzudecken und das Timmelsjoch qualitativ aufzuwerten. Es ist nicht weiter tragbar; dass auf österreichischer Seite Gewinne erzielt werden und der Südtiroler Seite, die baulich viel aufwendiger ist, nur die Kosten bleiben. Ein neues Skigebiet im Seebertal hat nie unsere Unterstützung gefunden und jede anderslautende Behauptung ist falsch." Die Gemeindeverwaltungen des Tales AVS PASSEIER
- PRESSEAUSSENDUNG
Neuer Skizirkus im Seebertal Zu verschiedenen Medienberichten über Pläne für die Errichtung eines Schigebietes im Seebertal in der Gemeinde Moos
in Passeier im Naturpark Texelgruppe hat der AVS Passeier in seiner jüngsten Sitzung am 5.11.2003 Stellung bezogen und folgende Resolution einstimmig verabschiedet: Der AVS Passeier lehnt die Errichtung eines Skikarussells im Seebertal kategorisch ab. Dieses Vorhaben wäre naturschutzpolitisch fehl am Platz, rechtlich
>
6
>
unhaltbar und demokratiepolitisch unverantwortl ich. Das Seebertal im Naturpark Texelgruppe ist geprägt von einzigartigen Natur- und Kulturlandschaften. Es verfügt über einen außergewöhnlichen Reichtum an intakten Pflanzen - und Tiergesellschaften und bietet ein atemberaubendes Landschaftsbild. Unter der Bevölkerung des Tales erfreut sich diese alpine Landschaft größter Beliebtheit und zählt zum beliebtesten Ausflugs- und Wanderziel für Familien aus ganz Passeier und dem Burggrafenamt. Ebenso bietet dieses Tal Tausenden von wanderfreudigen Gästen Erholung, gilt in Mineraliensucherkreisen als wahres Eldorado, ist für die örtliche jägerschaft das mit Abstand wildreichste und schönste jagdgebiet ... Aufgrund seiner landschaftlichen und naturkundlichen Bedeutung stellt das Seebertal heute einen unverzichtbaren Bestandteil des im jahre 1976 gegründeten Naturpark Texelgruppe dar. Dieser wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen einzigartige Naturschöpfungen in ihrer Ursprünglichkeit zu belassen und um großtechnische Projekte zu verhindern. Zudem ist diese Landschaft wegen seines hohen biologischen und naturkundlichen Wertes als Natura 2000 Gebiet geschützt. Der Erhalt dieses faszinierenden Stückes Heimat ist dem AVS Passeier Verpflichtung und Auftrag! Unmissverständlich möchten wir zum Ausdruck bringen: Das Seebertal muss mit allen Mitteln vor seiner Zermalmung im Sog der wirtschaftlichen Wachstumsspirale geschützt werden.
Nordpolexpedition
1872 - 1874: Vor 130 [ahren nahmen die beiden Passeirer
Bergführer johann Haller (links) und Alexander Klotz (rechts) an der Nordpol-
Expedition des julius von Payer (Wien) teil. Haller verfasste ein Tagebuch, das uns
St. Leonhard, den 5. 11. 2003 Der Vorsitzende des AVS Passeier Dr.Siegfried Innerhofer Der Naturschutzreferent der Sektion Passeier - Dr.Arnold Rinner
JOit. usiinschen. a~~en
Trachten Lederhosen Junge Mode Mode für die Frau
einen 9uten ins neue
Rutsck ;}akt!
St. Martin beim Rathaus Tel. 0473641 672
7 PasseirerBlatt-NR.
PASSE/ER
65, DEZEMBER2003
VOR 100 JAHREN
Interessante und kuriose Zeitungsnotizen aus dem Passeiertal vor 100 Jahren. Aufgelesen und kommentiert von Gottfried Zagler Übers Wetter: Jänner: Am 1., 2. und 3. ist es schön und kalt. Am 4. gibt's Schnee (10 cm), danach ist es vier Tage schön. Ab 9. trübe Witterung mit Nebel. Am 14. wieder Schnee (6 cm). Nach einem schönen Tag wird's stürmisch mit warmem Westwind. Ab 18. ist es schön, wenn auch zuweilen noch kalt (Gesamtniederschlag 16 mm ). Februar: 1. Schön. 2. bis 6. regnerisches Wetter. Ab 7. veränderlich, in den folgenden Nächten Regen im Tal und Schnee auf den Höhen. Am 12. und 13. ist es schön. Am 14. kommt wieder Regen und Schnee. Am 15., 16. und 17.ist es teilweise schön. Am 18. kommt wieder Regen und Schnee. Die nachfolgenden Tage sind rau mit Nordwind. Insgesamt gab es 10 mal Regen, (94 mm Gesamtniederschlag) und nur 2 wirklich schöne Tage. März: Am 1. Schneefall, danach ist es schön. Am 8. Regen und in der Folge trüb. Ab 11. ist es schön, manchmal etwas windig. Ab dem 22. März ist es bewölkt. Die letzten 2 Tage ist es sonnig. Passeirer nimmt an Skikurs teil Der Bergführer Paul pfitscher aus Rabenstein dürfte wohl der erste Passeirer sein, der "richtig" Skifahren gelernt hat. laut "Meraner Zeitung" hatte er im Februar in Igels an einem Skikurs für Bergführer teilgenommen. MZ 9. 3· 1904 Enkelin Andreas Hofers gestorben
"Vorgestern ist in Wien die letzte Enkelin Andreas Hofers, Fräulein Adele von Hofer;die jüngste Tochter von Sohn Franz, qestorben. Sie stand im 62. Lebensjahr und war völlig mittellos, sodass nicht einmal Geld für die Krankenkosten und Beerdigung vorhanden ist. Im September
hatte sie Gelegenheit, sich an der feierlichen Einweihung der Andreas-Hofer-Kapelle zu beteiligen und wurde hiebei auch dem Kaiser vorgestellt. Es war übrigens das etstemal, dass sie Tiroler Boden betreten hatte': 1899
MZ 17.1.1904
Reliquie für die Kirche in Ulfas
"Die neue Kirche in Vlfas erhielt dieser Tage weitere Zierden. Einerseits wurde sie mit einem schönen gotischen Altar geschmückt - ein Geschenk der Geschwister Punt aus Burgeis - anderseits erhielt sie durch Pfarrer und Schuldistriktsinspektor Kirchdorf in Schlehdorf in Bayern, eine bedeutende Reliquie des hl. Korbinian. Sie war von der Krypta in Freising entnommen worden und hernach am Ostertag in Platt zur Verehrung und zum Kusse ausgesetzt. Am Nachmittag wurde sie in feierlicher Prozession unter zahlreicher Beteiligung der Ortsbevölkerung in die Kirche von Vlfas übertragen." BG 9. 4.1904
Friedlicher Ehetaiding in St. Leonhard
"Am ersten Fastenmontag fand in st. Leonhard wieder der traditionelle Ehetaiding statt. An diesem Tag wurden die Schulden und Zinsen bezahlt, und wer das nicht konnte, mußte wenigstens erscheinen und halt ums Warten ersuchen. Zu staunen ist, dass alles so friedlich ablief und es nicht so wie früher Raufereien und größere Streitigkeiten ab." BG 27. 2. 1904
Tod des "langen Posters"
"Am 11. Februar verschied josef Tschöll, in ganz Passeier auch langer Poster genannt. Der bei allen bekannte Postbote hatte zwanzig jahre lang dreimal die Woche den beschwerlichen und miserablen Weg von st. Leonhard bis Meran, meist wie ein Lasttier beladen, begangen. Der Lohn für 8 Stunden hin- und zurück war miserabei, und doch konnte sich jeder auf ihn verlassen. 1899 als die Fahrstraße kam und der Postwagen das Frechten übernahm, übernahm er die Instandhaltung
der Straße vom Sandwirt bis Sr, Leonhard." BG 20.2.1904
Hundertjahrfeier 1809 - Protest der Passeirer Neben der italienischen Universitätsfrage beschäftigte damals kurzzeitig kein Ereignis so sehr die Tiroler Öffentlichkeit, wie die Hundertjahrfeier des Aufstandes von 1809. Im Januar 1904 hatte sich ein Landeskomitee konstituiert, das als erste Maßnahme vorschlug auf dem Berg Isel ein neues Denkmal zu errichten. Kaum wurde der Beschluss bekannt, gab es heftigen Protest, vor allem die Meraner Pressewar arg verschnupft. Innsbruck hieß es, habe schon ein Denkmal, und für ein solches komme nur Meran in Frage, da ja die Burggräfler am meisten beim Befreiungskampf geleistet hatten. Am meisten erregt waren aber die Passeirer. "Es sei': schrieb der Passeirer Korrespondent des Burggräflers,
"eine verletzende Zurücksetzung. Dem Tal gebühre mehr; als bei der Hundertjahrfeier ihres engeren Landsmannes Andreas Hofer mittun zu dürfen. Das Passeiertal fordere eine praktische Begünstigung': Was damit gemeint sei, hielt er nicht hinterm Berg. "Man übernehme die Schuld und die Erhaltung der Passeirerstraße und erkläre, dass der Bau der jaufenstraße ein Geschenk der Huld und Anerkennung zur Ehrung Andreas Hofers und seiner mitkämpfenden Passeirer Partisanen sei.""Ansonsten': drohte der Korrespondent, ,,/aufe man Gefahr;dass von Passeier eine Agitation ausgehe, um die jahrhundertfeier zu boykottieren." Bei der am 13. Februar
abgehaltenen Versammlung der Passeirerstraßenkonkurrenz, an der alle Gemeindevorsteher und die meisten Gemeinderäte anwesend waren, trug der Sprecher der Passeirer diese Forderung erneut vor. Alle Passeirer Gemeindevorsteher bekräftigten diese Meinung und trugen dem Meraner Bürgermeister Weinberger auf, diese Willensäußerung dem landeskomitee gegenüber zu vertreten. Viel Gehör scheint man aber damit nicht gefunden zu haben. Die in
Innsbruck erscheinenden .Neuen Tiroler Stimmen" - damals das Blatt mit dem größten politischen Einfluss - empfand diese Forderungen als übertrieben, sie hätte rein gar nichts mit der Landesfeier zu tun. Der "Burggräfler" reagierte darauf in heftiger Form. Am 16. März erschien unter der Bezeichnung .Passeier und die Landesfeier" eine Titelgeschichte, die sich ganz hinter die Passeirer stellte. "Es hat nur einen Hofer gegeben': hieß es darin, "ohne ihn gab es keinen
organisierten Aufstand ... Hofers Garde und treuesten Helfer waren seine nächsten Landsleute und Verwandten, die Passeirer; und heute erwarten sie auf Grund der Verdienste ihres Oberkommandanten und ihrer hervorragenden Wehrha{tigkeit und außerordentlichen Vnterstützung, daß das Landesjubiläum gerade an ihnen nicht spurlos vorüberrauschen darf, sondern dass man in den Enkeln die Taten der Ahnen ehrt ..." Die Hef-
tigkeit der Auseinandersetzung lässt jedoch ahnen, dass es um mehr ging als um die Passeirer. Die Schulden der Passeirerstraße drückten auch Meran und seine Nachbargemeinden und ein Überwälzen dieser auf staatliche Schultern wäre höchst willkommen gewesen. Im Übrigen war man in letzter Zeit im Kampf um Landes- und Staatssubventionen mit Innsbruck heftig aneinandergeraten, und so war eine willkommene Gelegenheit gekommen, der Landeshauptstadt eins auszuwischen. BG 20. 2., 16.3., 13.4. 1904; MZ 28.1., 31.l., 5.2., 18.3. 1904 Amtstag der Bezirkshauptmannschaft beim Theis "Am 24. April hält die Bezirks-
hauptmannscha{t Meran beim Theis in St. Leonhard einen Amtstag ab. jeder ist aufgefordert mit seinen Anliegen ohne Vorladung zu erscheinen, vor allem natürlich die Gemeindevorsteher des Tales." BG 6,4.1904
BG = "Burggräfler" MZ = "Meraner Zeitung"
8
KULTUR
& GESELLSCHAFT
LANDESBEITRÄGE
Bäuerliche Kleindenkmäler Schindeldächer, Zäune und Kleindenkmäler erhalten eine Landesförderung, wenn es sich um Beträge über 200 Euro
Beitrag gemacht. In unserem Bereich geht es vorwiegend um Renovierungen und Instandhaltungen. Das Versetzen von Kapellen, Mühlen und Backöfen muss begründet und mit der Geschäftsstelle in Bozen abgeklärt werden. In jedem Fall muss die Zweckbestimmung in traditioneller Weise erhalten bleiben. Bei der Förderung für Wegkreuze han-
delt es sich nicht um das Holzgehäuse, sondern die Christusfigur muss eine bestimmte Größe haben. Scharschindeln sind nur bei Kapellen und Bildstöcken erlaubt, bei allen anderen Dächern müssen gespaltene Schindeln verwendet werden. Neue Zäune haben Vorrang, wenn zugleich Stacheldrahtzäune abgebaut werden. Auch für diesen Abbau gibt es einen Zuschuss. Objekte im Naturpark Texelgruppe werden vom Amt für Naturparke bearbeitet. Eigenrechnungen sind nicht mehr erlaubt. Die Landesämter machen Stichproben betreffs Kollaudierungen. Auskünfte erteilt der Sachbearbeiter im Landesverband für Heimatpflege, Herr johann Raich, St. Martin, Tel. 0473 641 006, zuständig für das Passeiertal einschließlich Riffian/Kuens und Schenna. Verein tür Kultur und Heimatpf/ege Passeier
ST. MARTI
N/LAH
N
Käserei im Entstehen
hintersten Passeiertal - ein Kulturdenkmal unserer Berglandschaft. Fotojohann Raich handelt. Bei Kollaudierungen durch den Sachbearbeiter muss das Objekt fertig sein. Wenn das Objekt von den Richtlinien abweicht oder Positionen des Kostenvoranschlags nicht ausgeführt wurden, werden entsprechende Abzüge vom
Bio
PSAIR..ER.. ßER..GK~SER..EI
Dieser Bildstock musste versetzt werden, da durch ständiges Grundwasser eine Entfeuchtung
Vorderpasseier wurde mustergültig
15 Biobauern aus dem Tal haben sich zusammengeschlossen, um eine bessere Wertschätzung ihrer Produkte zu erreichen und dabei am 4. September 2003 die Psairer Bergkäserei Bio GmbH gegründet. Bei der Gründungsversammlung wurde Hans Hofer (Stuber) aus Vernuer zum Obmann und Ingo Fauner aus St. Leonhard zum Obmannstellvertreter gewählt. josef Pixner (Hienerer), josef Gufler (Salderner) und Andreas Birkner Winkler (Gögelehof) wurden in den Ausschuss gewählt. In der Lahn (oberhalb der Hoppe) wurde eine Halle angekauft, die zu einer Schau käserei mit Detailgeschäft ausgebaut werden soll. Albert Pixner, der langjährige Erfahrung als Senner auf Schweizer Almen gesammelt hat, wird die Milch von den Passeirer Biobauern zu Frischmilch, joghurt, Topfen, Frischkäse, Hartkäse, Weichkäse, Sahne und Butter verarbeiten. Die Sennerei ist für
9 PasseirerBlatt-
die Verarbeitung von bis 5000 Liter Milch täglich ausgerichtet. Sollte noch jemand Interesse haben der Genossenschaft beizutreten, kann er sich bei einem der Ausschussmitglieder melden. Die Inbetriebnahme der Käserei ist für das Frühjahr 2004 geplant. Das genaue Datum der Eröffnung wird noch bekannt gegeben. Ingo Fauner
VOLKSBEGEHREN
FÜR DIREKTE
DEMOKRATIE
Zwischenstand Nach erfolgter Überprüfung der Unterschriften im Landtagspräsidium sind es 6186 Bürgerinnen und Bürger, die den Gesetzentwurf zur Regelung der Direkten Demokratie in Südtirol im Landtag eingebracht haben - dreimal mehr als nötig. Das Präsidium des Landtages hat mittlerweile auch schon die Zu lässigkeit des Gesetzentwurfes im Rahmen der italienischen Verfassung, des Autonomiestatutes und der einschlägigen gesetzlichen Regelung festgestellt. Somit steht dieser als erster Punkt auf der Tagesordnung des neu gewählten Landtages und seiner Behandlung nichts entgegen. Diese wird voraussichtlich im Frühjahr beginnen, sobald nach der Regierungsbildung die Gesetzgebungskommissionen ernannt sein werden und diese ihre Arbeit aufnehmen. Die Promotoren des Volksbegehrens werden bei der Behandlung in der Gesetzgebungskommission vertreten sein. An den Arbeiten wird Ersteinbringer Stephan Lausch sowie der Promotor Anwalt Gianni Lanzinger als Rechtsexperte teilnehmen. Für alle Bürgerinnen und Bürger, die interessiert sind Näheres über den Volksbegehrensgesetzentwurf zu erfahren und darüber zu diskutieren, bietet die Initiative für mehr Demokratie in Zusammenarbeit mit lokalen Vereinen und Ortsgruppen Informationsabende an. Wer an einem solchen interessiert ist, ist eingeladen sich mit der Initiative in Verbindung zu setzen (0471324987, info@dirdemdi.org).
ST. MARTIN
Jahrgang 1978 feiert Wir Mortiner, jahrgang 1978, trafen uns am 6. September vor der Kirche von St. Martin zum traditionellen jahrgangstreffen. Die Messe wurde von Herrn Dissertori gehalten, der uns schon in der Mittelschule betreut hat. Bei Höllenbräu, Weißwürsten und Brezeln verriet uns anschließend der "Bruggenwirt Flour" so einige Geheimnisse des Bierbrauens. Zum Abendessen ging es schließlich noch auf die Gompn Alm, wo bei Spiel und Spaß bis in die frühen Morgenstunden gefeiert wurde. Das Organisationsteam bedankt sich bei allen Teilnehmerinnen für das zahlreiche Erscheinen und freut sich über das gelungene Treffen. Michael, Renate, Katja, Roland, Andreas, Karin, Manuela und Marlies
FAM I LI E N PORTRAIT
Die Zeit der Option in persönlichen Lebensbildern Die Optionszeit hat auch im Passeiertal manche Familie getroffen. Besonders Kinder mussten schmerzhaft erfahren, was frühe Entwurzelung und Fremde für den Einzelnen bedeutet. Wie die Geschwister Pixner aus Moos die Auswanderungszeit der 40er jahre erlebt haben, soll in einer kurzen Beschreibung festgehalten werden.
NR. 65, DEZEMBER
2003
Einführend erzählen die Geschwister, wie es zur Auswanderung der Taglöhnerfamilie johann und Notburga Pixner gekommen ist. Angefangen hat alles mit der Tatsache, dass Vater johann Pixner, auch im Schmuggel handwerk zu Hause, von der faschistischen Polizei gefasst, überführt und mit einer dreimonatigen Gefängnisstrafe bedroht worden ist. Das war das auslösende Moment, sich 1940 für die Auswanderung zu entscheiden, wobei es aus innerfamiliären Gründen zweckmäßig war, nicht nur die zwei Kinder Hermann (zwei jahre alt) und Marianne (zweieinhalb Monate alt), sondern auch noch den Großvater Andreas mitzunehmen. Ziel der Reise war St. Peter am Wimberg/Mühlviertel in Oberösterreich; der Grund der Anpeilung dieses Ziels ist heute nicht mehr auszumachen. Auf die Familie wartete eine kleine, feuchte Wohnung über einer Waschküche. Im Winter setzte sich an den Schlafzimmerwänden Raureif an.
Vater johann fand bald eine Anstellung bei der örtlichen Postverwaltung als Briefträger. Somit war ein - wenn auch bescheidenes - Einkommen gewährleistet, mit dem sich die Familie gerade über Wasser halten konnte. Im August 1941 stellte sich das Töchterchen Margaret ein. Plötzlich kam der Einrückungsbefehl für Vater johann: bestimmt für Stalingrad. Schneestürme haben eine verspätete Zubringerfahrt zum Transportzug bedingt, sodass johann - allerdings mit schlechtem Gewissen - wieder nach St. Peter zurückkehrte. Aus Angst vor einer Strafe hat sich Vater johann freiwillig der Kriegsbehörde gestellt und ist daraufhin nach Kroatien geschickt worden, um
>
10
sich am Kampf gegen Titos Partisanen zu beteiligen. Dort hatte johann großes Glück, nicht in direkte Kampfhandlungen verwickelt worden zu sein, währenddem sich im Oktober 1943 zu Hause wieder Nachwuchs einstellte: das vierte Kind Hedwig. Beim Zusammenbruch im Mai 1945 zogen zuerst amerikanische, dann russische Soldaten durch St. Peter und der Familie Pixner wurde geraten, sich in einer nahen alten Mühle zu verstecken. Gefahr lag in der Luft, untertags musste
.44·
\.
.
der Eltern, dass es sich um eine ausländische, eben Südtiroler Familie, handle, garantierte eine unbehelligte Weiterfahrt. Im Salzburgischen Dienten am Hochkönig angekommen, musste nun die Familie Pixner das ganze Elend der österreichischen Nachkriegszeit erleben. Für den in der Nähe von Mutters ausgewanderten Bruder Martin (Klotzmartl) folgten schlimme Monate des Hungers und der Entbehrungen. Die Geschwister Pixner können sich noch gut an
--n~ "
Vor 60 jahren stoppte die deutsche Besatzung in Südtirol den Auswandererfluss ins großdeutsche Reich. Der Druck der Propaganda und Arbeitsmangel in den Tälern Südtirols waren der sogenannten Option förderlich. Das Beispiel der Pixner-Familie aus Moos kann auf jedes Südtiroler Tal übertragen werden. man in Deckung bleiben; das benötigte Brennholz aus dem Wald durfte nur abends im Schutz der Dunkelheit geholt werden. Die Bauern der Umgebung versteckten bäuerliches Gerät und Maschinen in den umliegenden Wäldern; die Pixner-Kinder litten unter dem Waffen lärm der durchziehenden Militärs und Hermann kann sich noch gut an die versteckten Tränen des Großvaters Andreas erinnern, wenn er still am nahen Wasserspeicher saß und an die verlorene Heimat Südtirol dachte. Freunde rieten der Familie Pixner, sich so schnell wie möglich nach Südtirol zu begeben. Gesagt, getan. Mit einem geliehenen Leiterwagen ging es von St. Peter nach Linz/Urfahr zur Eisenbahn, welche die Familie vorläufig zu Verwandten ins Salzburgische bringen sollte. Auf dem Fluchtweg waren schon die Besatzungsmächte da, welche der Fahrt ein jähes Ende bereiten wollten. Nur der Hinweis
die kärgliche Erbsensuppe und an das magenverderbende eklige "Brot" mit meist schlimmen Folgen für den Darm erinnern; zur Sommerzeit ergänzten die in den Wäldern reichlich vorhandenen Pfifferlinge den kargen Speisezettel. Die Familie wohnte im Dachraum eines Gasthofes, der Vater war arbeitslos. Im Winter gelang es ihm zeitweilig Holzarbeit oder beim Wirt Gelegenheitsarbeit zu finden - mit meist leerem Magen. Gut im Gedächtnis sind noch die ausgekochten Kohlstängel des Gasthauses, die, der Wirtin abgebettelt, als einzige Suppeneinlage dienen mussten. Mutter gelang es mit der Zeit, beim Nachbarbauern Gelegenheitsarbeiten zu verrichten. Das Weihnachtsfest war alles eher als ein Fest der Freude. Für den Großvater waren 1946 die Leiden aus: Er durfte sterben. Dem Vater gelang es später in der nahen Säge Arbeit und für die Familie einen Wohnraum zu ergattern. Zweimal machte sich Vater johann heimlich auf den Weg nach Südtirol, um dringend benötigten Hausrat und essbare Sachen zu holen. Die Grenzwachen haben aber dem armen Mann das Wenige abgenommen und so ist Vater jeweils mit leeren
Händen zu seiner Familie zurückgekehrt. Hermann kann sich noch daran erinnern, wie er aus Mehl und Wasser Laibe formte und auf der Herdplatte buk und sie als Leckerbissen verzehrte. An einem Schlachttag stahl er mit einem Freund ein rohes Fleischstück. Flugs kletterten sie auf das Dach des Wohnhauses, hängten das Fleischstück in den rauchenden Kamin, um es selchen zu lassen; doch der riesige Hunger hatte dafür gesorgt, dass das Fleisch schon am nächsten Tag verzehrt war. Mutter habe in dieser Lage täglich zu den Armen Seelen und zu allen Heiligen gebetet, dass dieses Hundeleben doch mal bald ein Ende haben möge und dass es eine Wiederkehr nach Moos gäbe. Zusätzliche Lockrufe der Verwandten aus dem Passeiertal haben es bewirkt, dass die Familie Pixner 1947 an die Rückkehr nach Moos dachte. Eine abenteuerliche Fahrt ins innere Ötztal war die Einleitung einer Heimkehr, die den Kindern ein Leben lang in Erinnerung bleiben sollte: Nach einer fast schlaflosen Nacht in einem Stadel in Obergurgl sollte aufgebrochen werden, gemeinsam mit der Familie des zufällig eingetroffenen Tomeie Franz. Doch ein überraschender Besuch der örtlichen Gendarmen vor Tagesanbruch brachte die Wanderung zum Grenzkamm ins Stocken: Die beiden Männer johann und Franz wurden kurzerhand mit dem Dienstauto nach Zwieselstein gebracht und einem Verhör unterzogen. Nach Klärung der Situation durften die beiden Männer wieder zu ihren Familien nach Obergurgl zurückkehren und ihre geplante Wanderung durch das Königstal zum Königsjoch beginnen. Glücklich am Königsjoch angekommen, traute man sich nicht den normalen Touristenweg zur Essener Hütte abzusteigen, sondern man entschloss sich, den schwierigen Schmugglersteig über den sogenannten Kamin zu benützen, um etwaigen italienischen Finanzern (Wachbeamten) auszuweichen. Die Kinder wurden an Seilen befestigt und geführt, Klein Hedwig wurde in den Buckelkorb des Vaters gelegt und schon begann der nicht ungefährliche Abstieg. Eine erste Pause gönnte man sich bei der Seeberkaser, die Eltern immerzu nach Finanzern Ausschau haltend. Und schon näherte sich eine der gefürchteten Streifen. Der Vater rief: "Die Finanzer kommen, versteckt euch!" Und schon waren beide Familien im Heustadel der Kaser verschwunden und verhielten sich mäuschenstill, bis die Gefahr vorüber war. Nach einer Weile wurden die sieben Kinder beider Familien der Tante Caneva anvertraut,
11 welche die Kleinen unversehrt auf dem Talweg bis nach Moos brachte, während die beiden Elternpaare den beschwerlichen, aber sichereren Weg über die Rabensteiner und Prischer Mahder nach Moos vorzogen, wo sie spät in der Nacht voller Erwartung ankamen. Doch in Moos warteten erneut Hunger und Entbehrung auf die allerdings nicht verwöhnte Familie. Es fehlte eine geeignete Wohnung für die siebenköpfige Familie, es fehlte die Arbeit für den Vater und der Futtertrog für die hungrige Kinderschar. Die dringend benötigte italienische Staatsbürgerschaft ließ - auch aus Verschulden taleigener Verantwortungsträger - auf sich warten. Vater johann konnte der mühsam gefundenen Gelegenheitsarbeit demzufolge nur heimlich nachgehen. Die Kinder wurden auf Betteltour zu den umliegenden Bauernhöfen geschickt: Milch von den Pillerhöfen, Kartoffeln und Wolle für Stricksachen von den Bäuerinnen aus Rabenstein, Obst aus Gomion ... Und schließlich kam es zur zeitweiligen Zerreißung der Familie: Die Kinder wurden ausgelöhnt und mussten bei Bauern der Umgebung gegen harte Arbeit ihr Brot verdienen: Hermann zog mit seinen zarten jahren als Knecht auf die Wiese nach Stuls.
Ofenbauer:
Josef Prünster
Marianne arbeitete beim Locherhof in Pill, den nächsten Sommer (1949) auf der Stieraim/Pill und ab 1950 bei weiteren verschiedenen Bauern der Umgebung. Margaret geriet zum Greiter/Pill, wo sie vor Heimweh fast zugrunde ging. Vater gelang es, beim Mooserwirt in die Holzarbeit einzusteigen, wo Hermann mit seinen zwölf jahren tüchtig mithelfen musste. Überhaupt waren die Pixnerkinder sehr fündig im Aufspüren von Verdienstmöglichkeiten: um 100 Lire (5 Cent) brachte Marianne während der Schul-Mittagspause den Waldarbeitern am Gamsberg das Essen; Waldbeeren wurden gepflückt und verkauft und dergleichen mehr. Vater johann trug zeitweise Brot der Bäckerei Moos aus. Hermann half als Bub dem Vater, mit schweren Brotkörben zu den Kundschaften nach pfelders zu gehen, vertröstet mit dem Versprechen, nach der Rückkehr von der Mooserwirtin eine tüchtige Ladung Krapfen zu ergattern, die er abends vor lauter Müdigkeit nicht mehr beanspruchen konnte. 1949 stellte sich ein Nachzügler ein - Rudolf, für den es nun auch zu sorgen galt. Die Kinder entwuchsen der Pflichtschule und wollten Berufe erlernen, Hermann und Hedwig träumten vom Besuch einer
PasseirerBlatt-NR.
65, DEZEMBER 2003
Oberschule, Marianne wollte Köchin werden, doch das benötigte Geld zur Ausbildung war nicht vorhanden; der Vater brauchte die Kinder für die Arbeit. So blieben nur Dienstbotenplätze in näherer und weiterer Umgebung. Hermann brachte es in seinem Leben auf ganze zehn Wohnstätten. Die Familie Pixner zog für einige Zeit auf das Klotzmahd in der Nähe von Moos. Erst mit der Pacht des Locherhofes rechts des pfeldererbaches konnten die Mägen der hungrigen Familie einigermaßen gefüllt werden. Vom Locherhof aus begann der arbeitsreiche Bau des Waldhäusls in Lechn (1958), das der Familie ein - wenn auch spätes - Zuhause schenkte. Rückblickend sagen alle Kinder, dass sie zwar eine harte und entbehrungsreiche Kindheit und jugend erlebt haben, dass sie aber für das Leben gut vorbereitet worden seien. Das Gefühl, sich nicht unterkriegen gelassen zu haben und es im Leben zu etwas gebracht zu haben, gibt den inzwischen zu Eltern und Großeltern gewordenen Pixnerkindern die Zufriedenheit und die innere Harmonie, die es braucht, den dritten Lebensabschnitt gut zu bewältigen. Heinrich Hofer
12
St. Martin in Passeier • Dorfstrasse 26 Tel. 0473 641734 • Fax 0473650829 E-mail: info@sportschweigl.com
13 PasseirerBlatt-NR.
M USEU M PASSEt ER/AUSSENSTE
LLE
JAUFENBURG
Ein besonderes Fundstück Ein Marmortrog, der im Keller des Baumannhofes zum "Einkalken" von Eiern gedient hat, aufgrund der eingemeißelten Wappen der Herren von Passeier aber fast sicher aus der jaufenburg stammt, konnte kürzlich an den ursprünglichen Herkunftsort zurückgebracht werden. Mit einem Kranwagen der Firma Proftlbau wurde der schwere Trog aus dem Keller des Baumannhauses gehoben. Nachdem er mit heißem Wasser gespült wurde, konnte man jetzt deutlich das Wappen der Herren von Passeier und die jahreszahl 1528 erkennen. Nun wurde der Fund auf einem Wagenheber festgeschnallt vom Lastwagen gehoben, mit der Absicht ihn zur Burg zu transportieren. Das Unterfangen erwies sich jedoch schwieriger als vermutet. Der ca. 400 kg schwere Stein drückte die Räder des Wagenhebers derart in die Erde, dass er trotz vierfaIm Bild Albin Pixner, joset Wilhelm und Luis Haller (Baumann) beim Abladen des
cher Manneskraft kaum vom Fleck kam. So wurde jetzt der .Braesele Hias" mit seinem Traktor zu Hilfe gerufen. Dieser zog die schwere Last in den Innenhof der Burg. Dort war aufgrund der einbrechenden Dunkelheit zunächst Feierabend. Am Tag darauf wurde das wertvolle Stück mit einem .Tlrfort" zur Burg hinaufgezogen, indem immer wieder dicke Bretter als Fahrspur untergelegt wurden. Für die letzten Meter war zudem ein Hebegerät erforderlich. jetzt steht er im Erdgeschoss des Turmes, wo er von den Besuchern bewundert werden kann (die Burg ist ab Ostern 2004 zu den üblichen Zeiten wieder geöffnet). Der vermutlich aus Passeirer Marmor gehauene Trog hat den Grafen Fuchs wahrscheinlich zur Aufbewahrung von Schriftstücken oder anderen Objekten gedient, die vor Feuer geschützt werden mussten. Ein Dank gilt in erster Linie dem Besitzer und Burgherrn Luis Haller (Baumann), dem die Wappen am Trog schon früher aufgefallen waren, der mit der "Übersiedelung" einverstanden war und auch selbst tatkräftig Hand angelegt hat. Die jaufenburg ist jedenfalls um ein wertvolles Originalstück reicher.
65, DEZEMBER
2003
ST. LEONHARD
Pseirer HerbstStimmung Diese Überschrift mit Leben zu erfüllen, hatten sich verschiedene gemeinnützige Vereine, Betriebe, Handwerker und Bauern vorgenommen und luden deshalb am 11. Oktober zu einem gemütlichen Herbstfestl auf dem Raiffeisenplatz in St. Leonhard ein.
Albin Pixnerl loser Wilhelm
Den Besucherinnen wurde ein vielfältiges Programm geboten, so konnten sie z.B. den Weg der Wolle von der Schafschur über die Verarbeitung bis hin zum Endprodukt, seien es Socken oder ein "Sarnerjangger", verfolgen und sich ein Bild über den Arbeitsaufwand machen. Auch das Spinnen und Filzen der Schafwolle wurde gezeigt. Wertvolle Naturprodukte aus dem Bienenvolk (Honig, Wachs, Propolis und Blütenpollen) konnte man beim Stand des Imkervereins St. Leonhard - Moos bewundern, verkosten und natürlich auch kaufen. A "Stamperle" Honigschnaps durfte dabei natürlich nicht fehlen. Auch Äpfel und daraus frischgepresster Saft, Speck und Wurstwaren von einheimischem Vieh und Wildbestand wurden angeboten und der Genießer konnte auch einen guten Tropfen Wein verkosten. Vor den Augen der Zuschauer entstanden zauberhafte Blumengestecke, große und kleine Körbe. Außerdem war die Werkstatt der Behinderten mit einigen Mitarbeitern vertreten, welche zahlrei-
>
14
>
che handgefertigte Arbeiten zum Verkauf anboten. Dass die "Goaßln", die von geschickter Hand angefertigt wurden, auch wirklich funktionierten, konnte man anschließend sehen bzw. hören. Während man zwei Freizeitmalern bei ihrer Betätigung über die Schulter schauen durfte, sorgten die Mitglieder der Musikkapelle St. Leonhard mit "Scheppsernem" für das leibliche Wohl. Weitere kulinarische Köstlichkeiten konnte man beim Stand der Bäuerinnen genießen, die vor den Augen der Gäste Krapfen, gebratene Kastanien, Paarler und Erdäpfel "in der pfoate" zu bereiteten. Beim Schauen, Staunen, Verkosten und Kaufen von heimischen Produkten wurden die zahlreichen Besucher von Hausmusikanten musikalisch unterhalten. Insgesamt war das Echo auf das Herbstfestl sowohl vom Publikum als auch von den Veranstaltern äußerst positiv, sodass für das kommende jahr sogar schon der Tag dieser Veranstaltung für Samstag, den 9. Oktober 2004, festgelegt worden ist.
Hansjörg Bacher/Manfred Prünster
INTERESSANTES
AUS DER VOGELWELT
Der Sumpfrohrsänger Mehr zufällig als gewollt bemerkte Frau Waltraud Gufler am 3. September 2003 vor dem Schulhaus in Rabenstein einen verendeten Vogel. Das Besondere daran war, dass der gefiederte Sänger um den Fuß einen silbrig glänzenden Ring trug. Auf diesem standen verschiedene Symbole, Nummern und Buchstaben geschrieben. Der auffällige Fund wurde in der Folge dem Vogelspezialisten Oskar Niederfriniger zur Auswertung der Beringungsdaten nach Meran überbracht. Das Entziffern derselben erbrachte ein verblüffendes Ergebnis: Beim zierlichen Singvogel handelt es sich um einen Sumpfrohrsänger. Dieser wurde am 23August 2003 in Belgien in der Nähe von Brüssel beringt. Innerhalb von nur neun Tagen flog der Vogel exakt 679 km (Luftlinie), ehe er am 3- September 2003 morgens in Rabenstein entdeckt wurde. Für den Vogelkundler Oskar Niederfriniger ist dies: " ...eine der interessantesten Rückmel-
dungen, die ich in Ausübung dieser Tätigkeit je erhalten habe!"
Kennzeichnend für den Sumpfrohrsänger, der nur schwer vom Teichrohrsänger zu unterscheiden ist, sind neben dem Gesang, die Körpergröße von etwa
12,5 cm, eine olivbraune Oberseite und gelblich-fleischfarbene Beine. Diese Vogelart hat seine Hauptverbreitung in Mittel- und Osteuropa. In Südtirol findet der Sänger wegen seiner besonderen Ansprüche an seine Umgebung nur an wenigen Orten, z.B. am Kalterer See, ideale Brutbed i ngu ngen. Als Langstreckenzieher überwintert der Vogel mit seinem bemerkenswert wohltönenden Gesang in Afrika, südlich des Äquators. Um den Geheimnissen des Vogelzuges auf die Spur zu kommen, werden von Forschern jährlich Tausende von Singvögeln in Netzen eingefangen, bekommen um ein Bein einen kleinen Ring gehängt, der eine eigene Codenummer hat, werden gewogen, abgemessen, nach Fettreserven untersucht und dann wieder in die Freiheit entlassen. "In der Regel sind es pure Zufälle': weiß Oskar Niederfriniger zu berichten, "dass Rückmeldungen
über den Fund eines beringten Vogels gemacht werden. Aber nur auf diese Art und Weise können Informationen über das Zuguerhalten bestimmter Vogelarten gesammelt werden."
Mitteilungen über das Auffinden von beringten Singvögeln können direkt bei Herrn Oskar Niederfriniger unter der Telefonnummer 0473/232386 getätigt werden. Arnold Rinner
IN
ERINNERUNG
Barbara Schweigl gebe Pamer (Mortis Barbe) Als jüngstes von drei Kindern erblickte Barbara am 7. Dezember 1914 beim Obermagfeldhof in Platt das Licht der Welt. Im Alter von zwei jahren verlor sie ihren Vater im Krieg. Der zweiten Ehe der Mutter entsprossen abermals vier Kinder. Um die hungrigen Mäuler zu füttern, brauchte die Familie Geld. Deshalb suchte ihre Mutter ein zusätzliches Einkommen als "Gramplerin" (Wanderhändlerin), wobei ihr Barbara nach dem Schulaustritt kräftig unter die Arme griff. Zweimal wöchentlich, bei jedem Wetter und zu jeder [ahreszeit, zog Barbara mit einem vollbeladenen Brotkorb zu den Gehöften von Ulfas und verteilte die bestellten "Weggen". Am Samstagnachmittag hieß es dann Eier und Schmalz einsammeln, welche von ihrer Mutter am Montag in Meran verkauft wurden. Bis 1936 blieb Barbara als Arbeitskraft am elterlichen Hof. Ab dem 22. Lebensjahr leistete sie bei verschiedenen Bauersleuten Dienste. Die ersten zwei jahre beim Oberprischhof in Platt, während der Kriegsjahre beim Unterplatthof und danach beim Gögelehof. Etwas mehr als ein jahr verbrachte sie als Haushälterin in der Schweiz, ehe sie vom Heimweh geplagt wieder nach Platt zurückkehrte. Im jahre 1948 heiratete sie den in Ulfas wohnhaften Schweigl josef (Mortiser), mit dem sie das Gehöft mit acht bis zehn Stück Vieh bewirtschaftete. Der Ehe entsprangen fünf Kinder. Die Mortis Barbe war mit Leib und Seele Bäuerin. Die Arbeit im Stall, der Umgang mit dem Vieh, das Bestellen von Acker und Feld waren ihr Freude und Lebensinhalt. Von
A hailige Nocht Olm wiedr a KaisrAugustus olm wiedr zwoa Lait oone Doch. Olm wiedr di Macht und die Oonmocht olm wiedra Hailige Nacht. Anna Lanthaler
15 PasseirerBlatt-NR.
UNO
2003:
JAHR
DES WASSERS
Der Matatzer Waal
jugend an Hartes gewöhnt, schreckte sie bis ins hohe Alter vor keiner Arbeit zurück. Barbara war eine hilfsbereite und fröhliche Frau. In besonderer Weise liebte sie den Gesang. Mit 14 jahren trat sie dem Kirchenchor Platt bei. Als eifrige Sopransängerin, die bei Bedarf aber auch Alt singen konnte, besuchte sie jeden Gottesdienst und fehlte bei keiner Probe. Ihre Freude am Gesang kam auch darin zum Ausdruck, dass sie in ihrer jugendzeit keinen Festtag versäumte, an dem sie nach dem Rosenkranz entweder nach Untermagfeld, zum joselehof in Hütt oder nach Brisch marschierte, um im Freundeskreis zu singen und zu musizieren. Als sie im jahre 1948 heiratete, war ihre Sängerkarriere vorerst vorbei, denn in Platt war es üblich, dass verheiratete Frauen nicht mehr beim Kirchenchor singen durften. Die Freude am Singen ließ sie sich aber nicht nehmen, trat Anfang der Achtzigerjahre wieder dem Kirchenchor bei und sang für etliche jahre zur Ehre Gottes. Ein Herzensanliegen waren der Mortis Barbe die Enkelkinder, denen sie viel Zeit und Liebe schenkte. Getragen wurde sie in ihrem Leben von einem starken Glauben. Beim Gottesdienstbesuch, beim täglichen Rosenkranzgebet und in besonderer Weise bei der nahegelegenen Armen-Seelen-Kapelle, zu der sie sonntäglich hinpilgerte, schöpfte sie Kraft und fand Trost in ihren alltäglichen Sorgen und Anliegen. Am Aschermittwoch (5. März 2003) hat sie der Herr über Leben und Tod nach kurzer Krankheit zu sich genommen.
Arnold Rinner
Im Raum Passeier, wo die Niederschlagsmenge im Sommer, also gerade dann, wenn Äcker und Felder am meisten Wasser brauchen würden, gering ist, legten die Bauern im Laufe von jahrhunderten eine Vielzahl von Bewässerungskanälen an, um das Wasser der Bergbäche auf ihre Felder zu leiten. Da wurden Kanäle in den Fels gehauen, Rinnen aus Blech und Holz verlegt und sogar Tunnels gegraben. Im jahr 1960 sollen es noch über 50 Waale im Passeier gewesen sein. Heute sind von diesem weitverzweigten Bewässerungssystem im Tale nur mehr wenige in Betrieb, der Großteil wurde durch Kunststoffröhren ersetzt oder teilweise aufgelassen. Unter den noch zugänglichen Waalwegen des Passeier übt der Matatzerwaal sicherlich den größten Reiz aus. In seiner Einzigartigkeit ist er heute lebendiger Zeuge uralter Bewässerungstradition und von besonderem kulturgeschichtlichem Wert. Erbaut wurde dieser künstliche Wasserkanal in den jahren 1862 bis 1865. Der ca. fünf Kilometer lange Wasserwaal speist sich aus den Gewässern des Saldernbaches auf 1615 rn, ein Stück hinter der Ulfaser Alm. Der Waal verläuft bis zur Waalerhütte vorwiegend als Bodenkanal mit teilweise trockengemauertem Damm oder schuppenförmiger Steinplattenfassung. Ein kaum begehbares sehr abschüssiges Teilstück ist verrohrt, an einzelnen Abschnitten finden wir "Kandeln". Kurz nach der Waalerhütte verläuft der Waal südostseitig rund einen Im Bild der Waaler Joset Pichler mit
seiner Frau und dem schneidigen Jager Helmut
>
65, DEZEMBER
2003
16
>
Kilometer durch sehr steile Hänge in Form eines steingefassten und gepflasterten Bodenkanals mehrere hundert Höhenmeter bergab zu den Wiesen von Matatz. Wie überlebenswichtig das kostbare Nass für die bäuerliche Bevölkerung von Matatz und dem Flonerberg war, kann daraus ersehen werden, dass im [ahre 1908 der Plan gefasst wurde vom Pfeldererbach einen Waal abzuleiten und bis nach Flon zu führen, weil der Matatzer und der Flonerwaal zu wenig Wasser lieferten. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges verhinderte die Fortführung der bereits begonnenen Arbeiten. Seit der Erbauung des Matatzer Waales obliegt der .Jnteressentschaft Matatzer Waal", die heute aus zehn Mitgliedern besteht, die Pflege dieses künstlichen Wassersystems. Aus den Reihen der Interessentschaft wird der Waalschaffer bestellt, der für alle organisatorischen Belange zuständig ist. Dieser wiederum beauftragt jahr für jahr den Waaler, weicher dann von [uni bis zum Michaelstag für die Pflege des Waales zuständig ist. Seit zehn jahren betreut Herr josef Pichler (Birpamer Sepp), der von [uni bis Allerheiligen in der Waalerhütte wohnt, gemeinsam mit seiner Frau mit viel
Umsicht und großer Gewissenhaftigkeit den Matatzer Waal. "Täglich': so erzählt der Sepp, "muss die gesamte Waalstrecke
abgegangen werden und angeschwemmte Äste und Zweige, Steine, Rasenstücke und anderer Unrat von den Rechen entfernt werden. Diese Dinge müssen unverzüglich entfernt werden, um einen geregelten Wasserf7uss zu gewährleisten und den ohnehin schon starken Wasserverlust möglichst gering zu halten. Im heurigen Sommer hatten wir wegen der allgemeinen Trockenheit und Hitze viel Mühe, den enormen Wasserverlust immer wieder wettzumachen. Eine wichtige Funktion kommt der Waalschelle zu, die vor der Waalerhütte in gleichmäßigem Takt schlägt. Dieses gleichmäßige Schlagen des Hammers ist man als Waaler derart gewöhnt, dass man in der Nacht sofort erwacht, wenn das monotone Läuten nicht mehr zu hören ist. Dann ist es höchst an der Zeit nach dem Rechten zu sehen." Bis vor wenigen jahrzehnten erhielt der Waaler keinen Lohn für seinen Dienst. Vielmehr erfolgte die Bezahlung über Naturalien. Das, was der Waaler zum Lebensunterhalt brauchte, wie z.B. Butter, Eier, Korn, Polenta, Mehl und dergleichen, erhielt er von den Interessent-
schaftsmitgliedern zugestellt. Auch drei Ziegen durfte er halten, damit er Milch hatte. Mit dem Ausbau des Waalweges von Seiten des Naturparks Texelgruppe im vergangenen jahrzehnt erfolgt auch die Bezahlung des Waalerdienstes über dieses Amt. Die Verteilung des Waalwassers bei den einzelnen Matatzer Höfen ist genauestens geregelt. je nach Größe der Hofstelle kann in der Woche für gewisse Stunden das Wasser genutzt werden: So hat z. B. der Groll für 32 Stunden das Wasser, der Birpamer 24 Stunden, der Hausfelder 10 Stunden, der Mucher 5 Stunden usw ... Im Herbst legt der Waalschaffer den Mitgliedern die Waalrechnung mit allen übers [ahr angefallenen Spesen vor. je nach Größe des Hofes werden dann die Ausgaben beglichen. Benötigten früher die Matatzer Bauern im Herbst länger als die vereinbarte Zeit das Waalwasser, um z. B. in den Mühlen das Getreide zu mahlen, so musste dies dem Waaler extra in Form von zusätzlichen Naturalien abgegolten werden. Heute bietet der idyllische Wasserlauf des Matatzwaales unzähligen Einheimischen und Gästen während der Sommermonate eine äußerst lohnende
Ein besinnliches Weihnachtsfest
sOwie
einjesondes ond e{"fo~eiches
vanr-
~OO~ wönsc.ht
Fif"lY\a kaf"ossef"ie
~olane!
une! Mitaf"beitef" - MEISTER FACHBETRIEB - BERATUNG - KOSTENVORANSCHlÄGE - REIFENSERVICE -LEIHWAGENSERVICE - AUTOHANDEl - ABSCHLEPPDIENST IM IN- UND AUSlAND
KAROSSERIE ROlAND des Holler Rolond 39015 Sr. LEONHARD in Posseier Holzländestroße 20/0 - Hondwerkerzone Tel. 0473 641 724 - Fox 0473 650 794 Mobil 348 2 936 709 www.outohous.it
>
Gewinnnummern unter www.aktiv.it
18
>
Wandermöglichkeit. Denn was kann es Schöneres geben als beim Wandern dem leisen Gurgeln, munteren Plätschern und Murmeln dieses ruhig dahinfließenden Wasserlaufs zu folgen. Bleibt zu hoffen, dass der längste, schönste und einzige noch voll intakte Waal des mittleren Passeiertales erhalten bleibt und weiterhin von der Geschichte unserer Heimat, vom Fleiß, vom Können und vom jahrhundertelangen Kampf seiner Bewohner, erzählt.
Arnold Rinner
REISEBERICHT
Fangruppe auf Kreuzfahrt Einige haben im letzten Jahr die Prospekte der "Klosterjäger, Pseirer Spatzen & Marc Tanner - Kreuzfahrt" gesehen. Eine kleine Gruppe aus dem Passeiertal hat an dieser Kreuzfahrt teilgenommen. Zu dieser Gruppe gehörten Erna Storz, Sabrina Storz, Stefanie Storz, Evi Hofer, Bernadette Gufler, Annelies Kofler, Karl Storz, Christian Tammerle, Hannes Wiedmer, Benno Felderer, Guido Pichler, Dieter Marth und Günther Marth. Über die spannende Woche auf See weiß einer der Teilnehmer zu berichten:
. Los ging's am 19. Oktober 2003 um 6 Uhr morgens! Wir wurden mit dem Bus zum Hafen nach Venedig gebracht, wo wir schon von den Reiseleitern der Profi-Tour
empfangen wurden und wo wir auch die Fangruppen der Klosterjäger und des Marc Tanner trafen. Unser Gepäck wurde sofort auf die Explorer, das schnellste Kreuzfahrtschiff der Welt, gebracht. Pünktlich um 18.30 Uhr legten wir ab und die Fahrt begann. Wir Kinder der Berge waren schon ein wenig nervös eine Woche auf hoher See zu verbringen, doch schon nach kurzer Zeit hatten wir uns auf dem Schiff eingelebt. Am nächsten Tag legte das Schiff in Kroatien, in der Stadt Dubrovnik, an. Hier erlebten wir den einzigen verregneten Tag unserer Reise, was uns jedoch von einem Landgang nicht abhielt. Denn unser Motto lautete: So viel erleben und erkunden wie nur möglich! Nach einigen Stunden mussten wir jedoch wieder an Bord sein, um erstens unsere Fahrt fortzuführen und zweitens das ausgiebige und schmackhafte Essen nicht zu versäumen. Nach der zweiten Nacht an Bord erreichten wir Katakolon, ein kleines Fischerdorf an der Nordküste des Peloponnes. Von hier aus wurde man mit Bussen ins Landesinnere gebracht, um in Olympia die Ursprünge der Olympischen Spiele zu besichtigen. So wurde der Leitspruch "Dabei ist alles" von uns tatkräftig umgesetzt. Auf dem Schiff konnte man in der Disco tanzen, sowie an den Heimatabenden bzw. Frühschoppen mit den Musikanten der Klosterjäger, den Pseirer Spatzen und Marc Tanner ausgiebig feiern. Außerdem hatte man die Gelegenheit im Bordcasino sein Kapital zu vermehren oder zu verlieren . Am dritten Tag erreichte das Schiff nach einem zünftigen Frühschoppen die Weltstadt Istanbul. Hier unternahmen wir eine
Besichtigungsfahrt von einer Moschee zur anderen - bis hin zum Basar, wo wir handeln und feilschen und billige Schnäppchen erstehen konnten. Diese Tour war schon ein wenig anstrengend, was uns jedoch nicht vom Feiern am Abend abhielt. Mit einigen neuen Bekanntschaften wurde durchgefeiert bis zum Morgengrauen und zur Belohnung konnte man einen herrlichen Sonnenaufgang erleben. Nächster Anlegehafen war Piräus, von wo aus wir in die griechische Hauptstadt Athen gelangten. In der Hauptstadt bemerkten wir vor allem an den zahlreichen Baustellen die Vorbereitungen für die Olympischen Spiele 2004. Dies hielt uns jedoch nicht davon ab, die Akropolis zu besichtigen und sie fotografisch festzuhalten. Es ist nicht gelogen, dass man von der Akropolis aus einen guten Aussichtspunkt über Athen hat. Nach den fotografischen Pflichtterminen und Besichtigungen begab man sich wieder auf das "Traumschiff': wo man sich immer wieder traf Weitere Ziele waren nun die Inseln "Mykonos" und .Santorini", die beide in ihrer Eigenart sehenswert und schön sind. Auf beiden Inseln hielten wir uns nur kurz auf, kamen jedoch zu einem traditionellen Eselritt und sahen viele Schönheiten der Inseln. Wir wurden mit traditionellen Speisen bewirtet und mussten uns auch in den griechischen Farben (blau-weiß) kleiden. Richtig in unserem Element waren wir aber nachher, als wir uns die Lederhosen anzogen und mit den Klosterjägern, Pseirer Spatzen und Marc Tanner auf Deck bis in die frühen Morgenstunden feierten. Einen Leckerbissen bekamen wir noch von zwei Schuhplattlerinnen der Gruppe "Pseirer Herzplattler" zu sehen, die uns ihre Künste zeigten. Letztes Ziel unser Kreuzfahrt, bevor es heim ging nach Venedig, war die Insel Korfu. Hier genossen wir noch mal die Sonne, Land und Leute. Wie überall verging auch hier die Zeit viel zu schnell und man musste wieder pünktlich an Bord sein, um nicht zurückzubleiben. Am Abend wurden wir mit einem großzügigen GalaDiner bewirtet, doch trotz schlechten Gewissens, dass wir die ganze Woche schon zu viel gegessen hatten, wurde nochmals richtig zugelangt. Anschließend vertrieben sich einige ihre restliche Zeit in der Disco oder im' Spielcasino und waren ein wenig traurig gestimmt, dass die Kreuzfahrt am nächsten Tag schon zu Ende sein würde. Und trotzdem freuten wir uns auf Zuhause, denn was ist ein echter Pseirer ohne seine Berge und seinen Kirchturm? .. Guido Pichler
19 PasseirerBlatt-NR.
ST. MARTIN
Historischer Grabstein restauriert Fast 500 jahre ist er alt, der Grabstein der adeligen Dame Anna vom Thurn. Daher brauchte er eine kosmetische Behandlung, die ihm Steinmetz Peter Hillebrand Abler aus Dorf Tirol zukommen ließ (rechts im Bild). Die Grab-
steinenthüllung zum Abschluss der Restaurierung bot dem Verein für Kultur und Heimatpflege Passeier Gelegenheit, dem Hauptsponsor - Stiftung Sparkasse -, der Gemeindeverwaltung von St. Martin und dem Dekan Michael Pirpamer (links im Bild), für die gute Zusammenarbeit zu danken. Die koordinierenden Arbeiten erledigte johann Raich, ObmannsteIlvertreter des Heimatpflegevereins.
KURZ
65, DEZEMBER
NOTIERT
2003
•
Ortler Erstbesteigung
Heinrich Hofer
2004 feiern wir das zoo-jährige
Gedenken an den Erstbesteiger des Ortler, josef Pichler, genannt Pseirer joseie. Zu diesem Anlass wollen Alpenverein und Heimatpflegeverein das 1884 vom Österreichischen Alpen Club errichtete Denkmal am Weißen Knott in Trafoi restaurieren. Foto: Heinrich Hafer .
••
U
•
C
Wir übernehmen für Sie • Buchhaltung • Steuerwesen • Schriftverkehr • Verwaltungsarbeiten
Setzen Sie sich mit unserem Mitarbeiter, Herrn Vigil Rafft, in Verbindung. Direkt-Telefon 0473 650 512 - Telefonzentrale 0473 641 267 Unsere Bürozeiten sind: Montag bis Freitag von 8.00 bis 13.00 Uhr und von 15.00 bis 16.30 Uhr
® Raiffeisenkasse St. Martin
20
OHRER IMMOBiliEN
T
I R 0
l
BAU
OHRER ST. lEONHARD
/ PASSEIER
MAIRHOF
Wohnanlage
- Dreizimmerwohnung - Garagen und Magazine - Wohnanlage .Greiter" - in St. Martin, Jaufenstr. - Einfamilienhaus - Zweifamilienhaus - 1/2/3/4 Zimmerwohnung - Wohnanlage .Feldbauer" - in St. Martin, Ritterweg
BAU UND VERKAUF VON: - EINFAMILIENHAUS - ZWEIFAMILIENHÄUSERN - 1/2/3/4 ZIMMERWOHNUNGEN
Feldbauer
Bau und Verkauf von Immobilien Tel. 0473210422/335608 8080
._-
Information: Robert Haniger / St. Leonhard Pass. Tel. 348 7752 629 / Email: robert@hani.it
21 PosseirerBlatt-NR.
65, DEZEMBER 2003
BENEFIZPARTY
Für einen guten Zweck Zum Abschluss einer erfolgreichen Saison fand am 9. November 2003 in der "Pizzeria Alpenhof" in Saltaus eine Benefizparty statt, bei der sich das Publikum mit Musik von Dj Fill und einer mitternächtlichen Einlage von Bauchtänzerin Christine bestens amüsierte. Der Reinerlös der Benefizparty wird für Radio Tirol zu Gunsten der Weihnachtsaktion "Menschen helfen" gespendet. In diesem Sinne bedanken wir uns bei allen Helfern, die ehrenamtlich gearbeitet haben, bei allen Sponsoren, die uns großzügig unterstützt haben und bei Taxi Lampe, der alle Partyfans wieder heil nach Hause gebracht hat. Danke für Euer Kommen und unter dem Motto "Leben ist Geben" einen Gruß an alle Passeirer!
Gerda Kofler Bauchtänzerin Christine
sorgte
für gute
S· · KURZ
NOTIERT
..hl
agemu
.
e restauriert
Die Sägemühle in Vernuer dürfte im Burggrafenamt wohl ein einmaliges Bau-
werk sein. In unzähligen Arbeitsstunden hat der Brunnerwirt, josef Hofer, die Anlage renoviert und funktionstüchtig gemacht. An der Mühle (Überbau über dem Güterweg) sind noch Arbeiten zu tätigen. Kürzlich haben einige Ausschussmitglieder des Heimatpflegevereins Passeier dem hochinteressanten Bau einen Besuch abgestattet und dem Besitzer zur Sanierung gratuliert.
PASSEIRER
MISSIONARE
IN ALLER
WELT
Rückblick Sr. Elisabeth Gufler, die bekannte Passeirer Missionarin und Autorin des Buches "Yaah. Eine Südtirolerin wird afrikanische Stammeskönigin", hat bei einem kurzen Urlaub in St. Leonhard einen Brief wiedergefunden, den sie vor langer Zeit geschrieben hat, und der sie für einige Stunden zurück ins geliebte Kamerun entführte. Die Freude, die sie beim Lesen der dreißig jahre alten Zeilen empfand, möchte sie nun mit ihren Passeirer Landsleuten teilen:
Bodenverlegung und Verkauf
Christian Pichler
~esinntiche
0fJesttafje
untJ !j-esuntJheit im neuem @)akc
• Parkett, Plastikböden, Kork, Teppich und Verlegerplatten • Abschleifen von Altböden und Versiegeln auch mit biologischen Ölen • "Perlite" - Trockenaufbau Unterböden • Reinigung von Teppichen und Polstermöbeln Weilll{artwel(.5 • .1901.5 SI. Leonliard in Passeier . Tel. 047.'J 6.56 747 • Fax 0473 6.56 844 • HOlI(ly 348 4 411 290
>
22
Endlich ist es still geworden und ich kann mit Ruhe heim schreiben, was während der letzten zehn Tage unmöglich gewesen wäre. Seit meiner Ankunft in Djottin, am 10. januar um 13 Uhr, gab es ein ständiges Kommen und Gehen zum Kloster. Einzeln und in Gruppen, mit oder ohne Geschenk kamen die Neger um ihr .yvetcome" (Willkommen) auszudrücken. Sie musterten mich von oben bis unten und sprachen untereinander einheimisch: "Sie hat ein neues Gesicht." Am Sonntag, den 14. jänner, wurde ich von den Schullehrern mit Kindern und Musikkapelle vom Kloster abgeholt und in den Pfarrsaal geführt, eine öffentliche Begrüßung mit Gesang und Rede war organisiert worden. Auch der Häuptling machte seine Bemerkung dazu. Nachher begleitete mich die Katholische Frauenbewegung mit vielen Geschenken zum Kloster zurück. Vor der Pforte wurden alle Gaben, Hühner, Mais, Bohnen, Eier, Zuckerrohr etc. in Behältern auf den Boden gestellt. Im Gesang und Tanz brachten die Frauen ihre Freude zum Ausdruck. Schließlich übergaben sie mir eine Einladung zum Theater. Noch am selben Abend führten sie einige nette Stücke aus ihren Volksbräuchen auf. Am Dienstag, 16. jänner, wurde ein Dankgottesdienst in der Pfarre abgehalten, veranstaltet von den
Lehrern und Schulkindern. Die Fürbitten wurden von sechs Kindern vorgetragen. Hunderte kommunizierten und sie dankten Gott für meine Rückkehr bzw. gute Fahrt zurück nach Djottin. Aufregend aber doch glücklich gelungen war mein Flug von Rom nach Douala, Kamerun. Nachdem wir die ganze Nacht von Brixen aus unterwegs gewesen waren, trafen wir am Sonntag, 7. jänner, gegen 8 Uhr morgens in Rom ein. In S.Maria Maggiore feierten wir die Heilige Messe und nachher begaben wir uns zu den Dominikanerinnen, wo wir zu Gast waren. Kurz vor Mittag telefonierte Bischof Awa, Weihbischof der Diözese Buea in Kamerun und zur Zeit bei den Mill Hili Missionaren in Rom und lud uns zum Mittagessen ein. Eine Stunde später saßen wir zu Tisch und der Bischof erzählte uns von Kamerun. Als wir in das Kloster zurückkamen, musste noch richtig gepackt werden. Ein Koffer mit 20 Kilo Gewicht und zwei Stück Handgepäck wären erlaubt, sagte man mir. Nun, als ich gepackt hatte, war die Aufregung da, denn der Koffer wog ganze 26 Kilo. Eine Handtasche war vollgestopft mit Wäsche und Kleidern und eine zweite konnte die vielen Schachteln und kleinen Geschenke für meine Mitschwestern bei weitem nicht fassen. Was nun: Entweder die Geschenke für die Schwestern zurücklassen oder alle meine Kleider anziehen, um so anderen Dingen Platz zu machen? Schließlich entschied ich mich für Letzteres, obwohl ich, als ich kurz darauf vor dem Spiegel stand, erschrak. Sr.julie begleitete mich zum Flughafen. Bei der Gepäckkontrolle hatte ich Glück. Bald darauf stand ich im Flugzeug mit Sitzplatzkarte Nr. 10 F, neben dem Fenster. Inzwischen hatten sich auch die anderen Passagiere eingefunden und es hieß Platz nehmen. Aufgeregt stellte ich fest, dass der Sitzplatz für meine dicht bekleidete Person nicht reichte. Wieder
hatte ich Glück, denn meine Nachbarin, eine junge, federleichte Dame schlug die Sitzabteilung zurück und erlaubte mir, auch die Hälfte ihres Sitzes in Anspruch zu nehmen. Um 10.20 Uhr bewegte sich das Flugzeug und begann zu steigen bis zu 10.000 Höhenmetern. Mit einer Geschwindigkeit von 950 km/h raste das Luftschiff vorwärts, während meine Gedanken zurückflogen, heim zu den vielen guten Menschen, denen ich während meines Urlaubes wieder begegnet war. Wie gerne hätte ich nochmals jedem einzelnen Dank gesagt, für die guten Worte, für die geistliche und finanzielle Hilfe, die man mir mit Großzügigkeit zukommen ließ. Schließlich waren die fünf Stunden um und der Lautsprecher kündigte den Abstieg zur Zwischenlandung in Lagos, Nigeria, an. Kochende Hitze! Mein Gesicht, das daheim in der Winterkälte gefroren hatte, erwehrte sich nun nicht mehr vom triefenden Schweiß. Nach einer Stunde Aufenthalt ging es weiter nach Douala, wo wir um 18.10 glücklich landeten. Als ich ausstieg, winkten mir schon meine Mitschwestern Sr. Hilda und Sr. Bianca fröhlich zu. War das ein frohes Wiedersehen! Den nächsten Tag verbrachte ich im Auto auf der Landstraße zum Norden. Abends kamen wir in Shisong (Hauptstation unserer Schwestern) an. Das Wiedersehen mit den Schwestern, das Austeilen der Geschenke und das Ablegen von vielen Wäsche- und Kleiderschichten, die nass am Leibe klebten, war schließlich ein dreifaches Glück. Am Mittwoch ging es noch eine Stunde weiter nach Djottin, meiner Endstation. - Nun gut für heute. Hoffentlich kommt dieser Brief an und bringt Freude.
Gedankensplitter WeiseLebensführunggelingt keinem Menschendurch Zufall. Man muss,solange man lebt, lernen, wie man leben soll. Fangalles an, nur mit Bedacht;führ alles mit Bestand; was darüber dir begegnenmag, da nimm Geduldzur Hand. Nur wer den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft·
23 PasseirerBlatt-NR.
FRÖHLICHES
65, DEZEMBER 2003
50-JÄHRIGES
Jahrgang 1953 feiert
JAHRGANG
zu erzählen, bis wir uns zu später Stunde gemeinsam auf den Heimweg machten und müde, aber zufrieden, auf einen gelungen Tag zurückblickten.
1943
Gelungener Jahrgangsausflug Am Samstag, den 11. Oktober, unternahm der jahrgang 1943 von St. Martin den jahrgangsausflug nach Vernuer. Eine Teilnehmerin berichtet:
jahrgang 1943
Am 11. Oktober traf sich der jahrgang 1953 zur Feier der ersten 50 jahre ihres Lebensga nges. Die Feier begann um 15.30 Uhr mit einer Messe in der Pfarrkirche von St. Martin, welche von Hochwürden Dissertori aus Dorf Tirol in sehr besinnlicher Weise gestaltet wurde. In Erinnerung an die verstorbenen Kameraden Arthur Kofler, Franz Haller, Ubald Hofer, Annemarie Monauni Pichler, Erich Rainer und Alfred Theiner wurde für jeden eine Kerze gesegnet und auf dem jeweiligen Grab angezündet. Anschließend traf man sich im Martinerhof zu einem Umtrunk. Zum Abendessen mit geselligem Beisammensein fand man sich dann beim Sandwirt ein, wo es viel zu erzählen gab und sich die Teilnehmerinnen trotz ihrer 50 jahre vom Feiern und Tanzen bis in die späten Morgenstunden nicht abhalten ließen.
Walter Raffl
Wir fuhren gemeinsam von st. Martin nach Vernuer, wo uns Pfarrer Luis Pirpamer eine schöne Dankesmesse hielt und auch unsererjahrgangskollegen gedachte, die nicht mehr unter uns sind. Für die schöne Messe möchten wir uns an dieser Stelle noch einmal recht herzlich bedanken! Nach einem kurzen Fototermin ging es zum Gasthof Brunner, wo wir im gemütlichem Beisammensein eine schmackhafte Marende mit Köstn und Suser genossen. Auch für die musikalische Umrahmung war bestens gesorgt - zur Hausmusik des Gasthaus Brunner wurde herzhaft getanzt und gelacht. Nach einem köstlichen Abendessen gab es noch vieles
toi,. mceltt¤n uns 6¤i alle» /(un~¤n
-.,
r'
chmiedewerkstätte Gnterthumer
d. Unterthurner Armin & Co. KG Prantacherweg Nr. 25 - St. Martin in Passeier Tel. Werkstatt 0473641 493 Tel./Fax Büro 0473641222
6ü" ~as
¤n~¤u¤nu¤6,.aeltt¤
7J¤,.t,.au¤n 6¤~anle.¤n un~ wünselt¤n alle«
¤in U¤S¤Un¤t¤S neues !Jalt,..
24
STULS
Herbstfest Durch die gute Organisation der Vereinsgemeinschaft war das Stuller Herbstfest am 21. September ein voller Erfolg. Traditionelle Tätigkeiten wie das Schindelkleabm, Schustern, Korben und Goaßlschnöllen wurden gezeigt und auch alte Ausrüstungen der Feuerwehr und der Bergrettung wurden präsentiert. Stärken konnte man sich mit Tiroler Spezialitäten wie Schöpsernes mit Knödeln, Schwarzplentenem Riebl, Gerstsuppe und Süßspeisen wie Krapfen und selbst gebackenem Kuchen, die von den Bäuerinnen serviert wurden. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Musikkapelle sowie die Ziachorglspieler von Stuls. Die Veranstaltung fand beim Publikum großen Anklang, so dass sie nun traditionsmäßig jedes Jahr durchgeführt werden soll.
Vereinsgemeinschaft
VEREINE FREIWILLIGE
Stuls
& VERBÄNDE
FEUERWEHR
SALTAUS
Waldbrandübung in Schweinsteg Am Samstag, 18. Oktober 2003, organisierte die Freiwillige Feuerwehr Saltaus eine Gemeinschaftsübung in Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren und mit Hubschrau beru nterstützu ng. Sim uliert wurde ein Waldbrand in felsigem Gelände zwischen den Höfen Unterstein und Almutz in Schweinsteg. Kommandant Kuen Martin übernahm die Einsatzleitung und um 13.30 Uhr wurden über Funk die Feuerwehren von St. Leonhard, St. Martin, Riffian-Tschenn und Tall alarmiert, sowie ein Hubschrauber der Firma AI RWAY aus
Laas angefordert. Es wurde versucht, den Waldbrand von vier Seiten aus zu bekämpfen. Die Feuerwehren Tall und St. Leonhard bauten von den Pfitscherhöfen aus eine 1.200 Meter lange Zubringerleitung auf, von wo aus das Brandobjekt von der Nordseite nur mit Eigendruck bekämpft wurde. Von den Almutzhöfen aus bauten die Feuerwehren Saltaus und St. Martin inzwischen eine 600 Meter lange Zubringerleitung auf, um die Feuerstelle vom Süden her ebenso mit Eigendruck einzugrenzen. Die Feuerwehr Meran lieferte ein Faltbecken, das auf der Wiese unterhalb des Untersteinhofes errichtet wurde, und welches von der Feuerwehr Saltaus aus dem in der Nähe stehenden Hydranten gespeist wurde. Die Feuerwehr Tall (Gruppe Untertali) über-
nahm noch einen Angriff vom TLF Saltaus und löschte die Brandsteile vom Untersteinhof aus talabwärts. Nach Eintreffen des Hubschraubers unternahm man einen Erkundungsflug mit der Einsatzleitung und begann anschließend mit der Löscharbeit aus der Luft. Das Löschmaterial der Feuerwehr Riffian-Tschenn wurde mittels Hubschrauber zur Brandsteile geflogen und diese startete dann vom Verteiler der Feuerwehr St. Leonhard aus einen Angriff. Als Beobachter anwesend waren die Abschnittsinspektoren Michael Schwarz und Jakob Pichier, Oswald Tschöll als Vertreter der Forstbehörde, sowie der Kommandant der FF Kuens Michael Kuen und dessen Stellvertreter Günther Platter. Um 15 Uhr hieß es "Übung beendet, Geräte aufnehmen". Anschließend wurde zum Torgglerhof geladen, wo alle Wehren Aufstellung nahmen. Der Kommandant erklärte in kurzen Worten den Ablauf der Übung und Abschnittsinspektor Michael Schwarz lobte die gelungene Organisation dieser Übung. Beide dankten allen Beteiligten für den geopferten Zeitaufwand und besonders der Firma AI RWAY für die kostenlose Bereitstellung des Hubschraubers. Zum Schluss ließ man den Nachmittag bei Kraut und Fleisch gemütlich ausklingen.
Der Schriftführer }osef Pircher
25 PasseirerBlatt-NR.
FEUERWEHREN
DES PASSEIERTALES
Gemeinschaftsübung Am Samstag, 4. Oktober 2003, hielten die Feuerwehren des Passeiertales ihre jährliche Gemeinschaftsübung ab, die in diesem jahr von der Freiwilligen Feuerwehr Walten organisiert wurde.
Als Übungsobjekt diente die Moseralm im Wannsertal auf 1.840 m Meereshöhe. Die Alarmierung erfolgte um 13.30 Uhr durch die Bezirksalarmzentrale Meran, worauf die Feuerwehr Walten mit ihrem Kleinlöschfahrzeug zum Brandobjekt fuhr und die Lage erkundete. Nachdem vermutet wurde, dass sich eine Person im brennenden Stall befinde, wurden sofort Atemschutztrupps der Feuerwehr Walten und der inzwischen eingetroffenen FF St. Leonhard eingesetzt. Die Einsatzleitung übernahm der Kommandant der Feuerwehr Walten. Mittlerweile waren auch die Nachbarwehren St. Martin, Saltaus, Moos, Platt und Rabenstein mit ihren Fahrzeugen eingetroffen und von mehreren ortskundigen Lotsen der örtlichen Wehr eingewiesen worden. Es galt eine ca. 450 m lange B-Leitung bei einem Höhenunterschied von 240 m im steilen Gelände zu verlegen, wofü r sechs Tragkraftspritzen eingesetzt werden mussten. Als Wasserentnahmesteile diente der Waltnerbach nahe der Wannsera1m, da in der Nähe des Brandobjektes nicht genügend Wasser vorhanden war. An der Gemeinschaftsübung waren insgesamt 91 Wehrmänner mit 16 Fahrzeugen beteiligt. Anwesend waren auch Bezirkspräsident Hubert Eisendie, Abschnittsinspektor Michael Schwarz sowie Bürgermeister Konrad Pfitscher. Bei der anschließenden Aufstellung und Übungsbesprechung bei der Wannseralm dankten der Bezirkspräsident und der Abschnittsinspektor den Wehrmän-
nern für ihren Einsatz und betonten die Wichtigkeit solcher Gemeinschaftsübungen, um für den Ernstfall gerüstet zu sein und nicht zuletzt auch um die Kameradschaft zu pflegen. Mit einer gemeinsamen Marende fand die Übung ihren Ausklang. Freiwillige Feuerwehr Walten
ALPENVE
RE I NS-J UG EN D
Sternfahrt 2003 Unter dem Motto .Plitsch -Wasser ... Platsch - Spaß" trafen sich rund 320 Kinder, jugendliche und Erwachsene aus allen Landesteilen Südtirols am 7. September 2003 auf der Fartleisalm zur 40. Sternfahrt der AVS-jugend. Das Thema Wasser war der Mittelpunkt, auf dem sich alle Spiele aufbauten und mit welchem das von der UNO ausgerufene jahr des Süßwassers in Erinnerung gebracht wurde. Nach einer eineinhalbstündigen Wanderung erreichten die Gruppen die Fart-
65,
DEZEMBER 2003
leisalm. Dort wurden sie vom Sektionsvorstand des AVS St. Martin, Vigil Raffi, und dessen jugendführern willkommen geheißen und in den Spielbetrieb eingewiesen. Bei zehn Spielstationen - alle zum Thema Wasser - konnten alle Teilnehmer Geschicklichkeit, Schnelligkeit, Teamgeist und Kreativität unter Beweis stellen. Bei der um 14 Uhr stattfindenden Bergmesse wies Pfarrer johann tanbacher aus Moos darauf hin, wie wichtig das Wasser in der heutigen Zeit sei und forderte dazu auf mit dem Wasser und der Natur sorgsam umzugehen, da in diesem Sommer ein jeder miterleben konnte, dass viele Quellen unter der anhaltenden Sommerhitze versickerten und die Bergwiesen verdorrten. Pfarrer Lanbacher rief außerdem in Erinnerung, dass auch die Gletscher, das schönste Naturgut eines Bergsteigers, immer mehr schmelzen würden. Mit der Bergmesse endete die Sternfahrt; die Gruppen traten gegen 15 Uhr die Heimreise an. Die Sternfahrt ist das jährliche Großereignis der Alpenvereinsjugend, bei dem sich jugendgruppen und Familien aus ganz Südtirol treffen, um gemeinsam zu wandern, zu spielen und ein paar gemeinsame Stunden zu verbringen. jedes jahr findet das Ereignis an einem anderen Ort statt. Den AVS-jugendführern sei für ihre Organisation und ihren Dienst an den jugendlichen herzliehst gedankt. Den großartigen Erfolg, den sie mittlerweile in der AVS-jugend von St. Martin verzeichnen können, ist der Beweis, dass die jugendlichen für viele Tätigkeiten bewegt und aktiv in der Gesellschaft eingeschlossen werden können. Rosmarie Pamer
26
KFS ST. LEONHARD
Kinderfest im MuseumPasseier Bei herrlichem Wetter fanden sich zum traditionellen Kinderfest des Katholischen Familienverbandes St. Leonhard über 100 Kinder aus dem ganzen Passeiertal mit ihren Eltern und anderen Begleitpersonen im Freigelände des MuseumPasseier ein. Vielleicht hat das Motto dieses Kinderfestes zu diesem Andrang beigetragen, vielleicht auch die Gelegenheit für viele Passeirer, das Museum einmal von innen zu sehen und zu erleben. Das Motto lautete "Spiele wie zu Großmutters Zeiten" und viele staunten, wie mit einfachen Mitteln bei Spielen wie Zielwerfen, "Spickern", Seilhüpfen, "Tschurschlenwerfen", "rumpeln" (Vorläuferspiel des heutigen Flipper) sinnvolle Unterhaltung und Abwechslung geboten werden kann. Zum Erstaunen vieler Erwachsener nahmen die Kinder diese Angebote mit Begeisterung an. Dass es neben der üblichen Verköstigung auch eine Kartoffelsuppe aus Großmutters Küche (von Kindern im alten Bauernhaus selbst zubereitet) gab, war eine kleine Besonderheit. Zweigstellen leiter Daniel Gufler und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedankten sich zum Schluss mit vielen kleinen Sachpreisen, die vom MuseumPasseier, der Raiffeisenkasse Passeier und der Volksbank St. Leonhard dankenswer-
terweise zur Verfügung gestellt wurden, bei allen kleinen und großen Kindern. Die Initiative verfolgte den Grundgedanken den Kindern einfache alte Spiele wieder näher zu bringen und Alternativen zu den heutigen modernen und teuren technischen Spielen aufzuzeigen. Vielleicht findet diese Art von Kinderfest im kommenden Jahr eine Fortsetzung?
Der KFS - Ausschuss St. Leonhard
Er ist der Messias, der Herr Der zur Weihnacht geboren wurde, hat nicht auf Probe mit uns gelebt, ist nicht auf Probe für uns gestorben, hat uns nicht auf Probe geliebt. Er ist das Ja und sagt das Ja ein ganzes, unwiderrufliches göttliches Ja zu uns, zur Menschheit, zur Welt. Dieses Ja kann uns tragen, kann uns herausreißen aus Vorläu{1gkeiten, Unsicherheiten, Vergeblichkeiten. Es will uns begleiten und so befähigen, selber Ja zu sein nicht auf Probe, nicht nur zur Hälfte, nicht nur als ,Ja aber': Mögen wir sein Ja erfahren in uns, über uns, um uns. Und mögen andere es erfahren durch uns Klaus Hemmerle
27 PasseirerBlatt-NR.
WINTERSPIELER P'SEIRER
TANZLMUSIG
65, DEZEMBER
2003
UND
VIELSAITIG'N
Jubiläums-Huangort Am 31. jänner 2004 findet im Vereinshaus von St. Leonhard ein jubiläums-Huangort statt, der alle Kenner der echten, unverfälschten Volksmusik erfreuen dürfte: Die Winterspieler Tanzlmusig feiert nämlich an diesem Abend ihr lO-jähriges und die Pseierer Vielsaitig'n ihr 5-jähriges Bestehen. Alle Freunde und Liebhaber der bodenständigen Klänge sind herzlich zur jubiläums-Huangort eingeladen! Die Winterspieler Tanzlmusig: "Kemmp's lei einer in die Stubm, kemmp's lei einer in's Haus.:" nach diesem Grundsatz handelten wohl das Ehepaar Toni Fauner und seine Frau Christine, als sie anfangs der 90er jahre, aus Freude zur echten, bodenständigen Volksmusik, eine Tanzlmusig-Gruppe gründeten. Der anfänglichen Kleinbesetzung mit Toni, Christine und Tochter Dorothea gesellten sich bald Hans Ladurner aus Gratsch mit seinem Flügelhorn und Martin Ennemoser aus Moos mit dem Horn hinzu. Nach gelegentlichen, unterhaltsamen und abwechslungsreichen Proben kam es schließlich zum ersten Huangort im "Sonter Bod" in Platt am 29. November 1994. Seitdem wurde regelmäßig zweimal im Monat geprobt; Helene Heel aus Walten am Hackbrett und ihr Bruder Florian an der Steirischen stießen etwas später zur Gruppe dazu. Mittlerweile ist Bernhard Pixner an Florians Stelle getreten. Die Winterspieler Tanzlmusig hat in den letzten jahren bei zahlreichen Huangort mitgewirkt und sorgt immer noch für stimmungsvolle Abende, wobei der Erhalt und die Verbreitung alter Volkskultur stets ein wichtiges Ziel geblieben ist.
Die p'seirer Vielsaitig'n: Sie heißen so, weil sie über 150 Musiksaiten zum Klingen bringen, darunter Hackbrett, Zither, Gitarre und Kontrabass. Musiziert, getanzt und gesungen haben sie schon immer gern und sich so bei volksmusikalischen Veranstaltungen kennen gelernt. Maria Ennemoser Alber aus St. Martin in Passeier ist die Leiterin der Gruppe und spielt die Zither, Relindis Oberthaler Waldner aus Riffian sitzt am Hackbrett, Christine Pabst Fauner spielt auf der Gitarre auf und Toni Fauner ist der Mann am Kontrabass. Seit fünf jahren trifft sich die Gruppe regelmäßig fast jede Woche zum Musizieren. Die vier Musikanten pflegen und lieben die echte, bodenständige Volksmusik und spielen gerne bei Huangort, Musikantentreffen, Hochzeiten und Geburtstagen, ihre besondere Vorliebe aber gilt den besinnlichen "Sticklen", mit denen der Musikant versucht, die Funken in die Herzen der Zuhörer überspringen zu lassen. Christine Papst Fauner
HINTERPASSEIER
Archäologie im Gebirge Den meisten von uns erscheint das Hochgebirge als lebens- und wirtschaftsfeindlicher Raum. Viele fühlen sich dennoch angezogen - von seinen landschaftlichen Reizen, der entspannenden Ruhe, vom Gebirge als Erholungsgebiet - manche auch von einer historischen Kulturlandschaft, die in vielerlei Hinsicht noch unerforscht ist. Vor allem ist die Geschichte der Erschließung dieses Naturraums ein wissenschaftlich weitgehend unbeackertes Feld. jenen wiederum, die dort leben und wirtschaften ist ihre Umwelt Teil des Alltags - mit ihrer Abgeschiedenheit, den Gefahren für Mensch und Gut, aber auch seiner Schönheit. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Wie war es früher? Im Rahmen eines EU-geförderten Projekts unter finanzieller Beteiligung der Kulturabteilungen von Nord- und Südtirol sowie der Gemeinden St. Martin, St. Leonhard und Moos haben das MuseumPasseier und das Institut für Hochgebirgsforschung der Universität Innsbruck eine Kooperation zur Erforschung dieses Gebietes geschlossen. Der Titel "Almen im Ötztaler Gebirgsraum" sagt schon, dass es in erster Linie um die Frage der landwirtschaftlichen Inwertsetzung des Hochgebirgsraumes geht. Wann beginnen sich Menschen in diesen Höhen aufzuhalten? Wie wird das Hochgebirge zu bestimmten Zeiten für die Bestreitung des Lebensunterhaltes genutzt? Welche Kulturmaßnahmen wurden ergriffen, um diese Ziele zu erreichen? Viele weitere Fragen knüpfen sich an und Antworten darauf ergeben neue Fragen, wie es sich
>
28
Ausgrabungen auf der Obergostalm: moderne Technik zur Dokumentation uorgeschichtlicher Verhältnisse. Foto: Stadtarchäologie Hall in Tirol.
>
in der Wissenschaft eben gehört. Die systematische, vor allem archäologische Erforschung von Almstellen und AImgebieten ist in unserem Bereich jedenfalls ein Novum. Begonnen wurde im jahr 2002 mit Untersuchungen des "Beilsteins" auf 2.120 m Seehöhe in der Nähe von Obergurgl. Hier wurden bislang Hinweise auf die Anwesenheit des Menschen ab dem 6. jahrtausend v. Chr. gefunden. Mit Unterbrechungen war dieser Platz bis in das 20. jahrhundert immer ein wichtiger Aufenthaltsort, zunächst für jäger- und Sammlergruppen, aber schon bald (5. jh. v. Chr.) auch für eine Landwirtschaft betreibende Bevölkerung. Besonderes Augenmerk wurde hier auf die noch erhaltenen Reste eines Almgebäudes Schmiedhof: Das Schmied hof-Ensemble im Hinterpasseier ist seit seiner Aufgabe uor etwa 40 Jahren weitgehend unuerändert geblieben und bedarf zur Erhaltung geeigneter
gelegt. Die ältesten Funde daraus datieren in das 16. jh. n. Chr. Vieles weist darauf hin, dass es sich hierbei zeitweise um eine ganzjährig genutzte Siedelstelle handelte. Das Leben an und über der Waldgrenze war bei günstigen Wetterund Klimabedingungen nicht mühsamer als jenes im Tal. Im heurigen jahr konnte erstmals auch im Hinterpasseier systematisch geforscht werden. Zwei Teams aus Nord- und Südtirol unternahmen Prospektionen über größere Gebiete ebenso wie mehr oder weniger ausgedehnte archäologische Grabungen. Die Begehung der Region durch Mag. Hanns Oberrauch und Günther Niederwanger ergab bereits zahlreiche Belege für die Anwesenheit von Menschen bereits in der Mittleren Steinzeit (ca. 8. bis 6. jh. v. Chr.) und später. Dazu zählen vor allem verschiedene Artefakte wie Gerätschaften und Abfälle ihrer Herstellung aus Silex, Kalksilikatgesteinen mit besonderen physikalischmechanischen Eigenschaften. Aus solchen Materialien konnten mit scharfer Schneide zu versehende Werkzeuge gefertigt werden.
Archäologische Ausgrabungen wurden heuer im Bereich der Obergostalm unternommen, wo noch immer Ruinen eines Almgebäudes aus dem 17./18. jh. zu sehen sind, und im Schmiedhof, einer der höchstgelegenen Hofsteilen im Hinterpasseier. Bei der Obergostalm konnten nachdem bereits aus C14-Daten Brandereignisse, vermutlich Rodungen aus dem 7. jahrtausend v. Chr. , - mehrere mauerartige Strukturen freigelegt werden, die vorerst aber noch keiner Epoche genauer zuzuweisen sind. Für den Schmied hof benötigte man Entscheidungsgrundlagen zur Überführung des Gebäudes in den Freilichtbereich des Museums Passeier. Dieser als Ensemble bemerkenswerte Hof besitzt einige Besonderheiten, etwa einen mit Zyklopenmauern begrenzten Stall im Untergeschoss und zahlreiche Um- und Zubauten im Wohn- und Tennenbereich. Mit diesen Untersuchungen sind nun erste Schritte gesetzt für die historischarchäologische Erforschung der Almen im hinteren Passeiertal und seiner Randgebiete. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck und anderen Institutionen bestehen die besten Voraussetzungen, um diese Arbeiten auf eine breite, fächerübergreifende und damit zukunftsträchtige Basis zu stellen. So übernimmt auch das MuseumPasseier wiederum einen wesentlichen Part in der Erforschung, Dokumentation und Erhaltung von Kulturgütern in diesem Raum. Alexander Zanesco
MUSEUMPASSEIER
Grabungen im Hinterpasseier Bisher gab es in Passeier keine wissenschaftlichen archäologischen Grabungen, einige urzeitliche Oberflächenfunde - wie zum Beispiel von der SilberhüttHeache in Stuls oder vom Tratlegg in St. Martin - ließen jedoch ein lohnenswertes Forschungsfeld vermuten. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Hochgebirgsforschung der Universität Innsbruck und dem Landesdenkmalamt in Bozen ist es dem MuseumPasseier gelungen, ein grenzüberschreitendes Projekt ins Leben zu rufen: Archäologische Untersuchungen im Hinterpasseier sollen belegen, dass bestimmte Almen bereits seit Urzeiten genutzt wurden. Im Sommer 2003 wurden von hochqualifizierten Archäologen aus Südtirol und
29 PasseirerBlatt-NR.
Österreich das Gebiet zwischen Pfelders und jaufenkamm "begangen" und innerhalb von sechs Wochen konnten über 300 interessante Oberflächenfunde gemacht werden. Die zahlreichen Werkzeuge und Waffensplitter aus Feuerstein und Bergkristall stammen großteils aus der Zeit um 3000 vor Christus, also der Zeit "Ötzis". Besonders interessant sind zwei Pfeilspitzen aus der Mittel- bzw. jungsteinzeit, weiche bei Krumpwasser und auf der Stuller Mut gefunden wurden. Die Fundstücke werden in der kommenden Saison im Museum ausgestellt und einem breiteren Publikum zugänglich gemacht. Das Projekt erstreckt sich über drei jahre: Für das kommende jahr sind hauptsächlich Grabungen an vielversprechenden Plätzen vorgesehen, im jahr 2005 sollen Auswertung und museale Aufarbeitung im Vordergrund stehen. Die Spesen des grenzüberschreitenden Interreg-III-Projekts werden zu 80% mit einem Landesbeitrag von rund 18.600 Euro abgedeckt.
ehester und Kirchenchor St. Leonhard präsentiert. Im Mai konnte die jaufenburg als Außensteile eröffnet und in einer Broschüre (siehe Buchvorstellung) vorgestellt werden; etwa 800 Besucher haben seitdem die Ausstellung im Bergfried besichtigt. Die Eröffnung der Sonderausstellung zum Andreas-Hofer-Lied "Zu Mantua in Banden" und die julius-Mosen-Ehrung mit Vorträgen wurden im juli abgehalten. Im August fand die Premiere des Filmes Andreas Hafer - Ein Mythos im Freilichtkino des Museums statt, weiters wurden im Museum für die Filme/Sendungen "Kein schöner Land", "Die Salzstraße" und "Auf den Spuren von Andreas Hofer" Filmaufnahmen gemacht. Insgesamt sind in den Sommermonaten neun Brotbacktage abgehalten worden
65.
DEZEMBER 2003
sowie sechs Aktionstage mit den Schwerpunkten Wollverarbeitung, Korbherstellung, Schmieden und Honiggewinnung aus alter Zeit. Für das Interreg-Projekt "Almen im Ötztaler Gebirgsraum" wurden äußerst erfolgreich erste Oberflächenfunde im Hinterpasseier gemacht (siehe Artikel Grabungen im Hinterpasseier). Für den Winter stehen umfangreiche Bauarbeiten an: Die Landesstraßenverwaltung verlegt die Landesstraße an den äußeren Rand des Parkplatzes, Park und Parkplätze vor dem Museum werden mit Landes- und Gemeindefinanzierung neu gestaltet. Außerdem wird der Freilichtbereich durch eine Lodenwalke und eine historische Kegelbahn ergänzt. Albin Pixner
Albin Pixner
MUSEUMPASSEIER
Bericht zur Saison 2003 Das MuseumPasseier
hatte heuer vom geöffnet. Es haben - ebenso wie im Vorjahr - rund 26.000 Besucher das Museum besichtigt: ein im Hinblick auf das schöne Sommerwetter durchaus gutes Ergebnis. Es wurden eine Reihe von gut gelungenen Veranstaltungen und Aktivitäten durchgeführt: Bereits im Februar wurde die vom Museum herausgegebene CD Andreas Hafer Musik 2003 im Rahmen eines Konzertes vom Passeirer Blasor18. März bis 2. November
f'J"J'~Htannl.ann,m sc"~n a6
Frisch geschnittene Nordmanntanne aus biologischer Anbaukultur vom Eggerhof im Passeiertal Tel. 0473 641 129
ab 13.12.03 bis 23.12.03 am Festplatz in St. Martin Ein frohes Fest wünscht Fam. Halter
30 H EIMATPFLEG
EVE RE I N
Wo ist das Pustertal? Diese Frage stellten sich fünfzig Passeirer, als sie auf Einladung des Heimatpflegevereins das grüne Tal abfuhren und nicht schlecht staunten, erst unmittelbar vor den Stadttoren von Lienz dieses Tal zu verlassen. Die Fahrt war gespickt mit Hinweisen auf die große historische Vergangenheit dieses prächtigen Tales. In Olang war das fein herausgeputzte Tharerwirtshaus des Peter Sigmair - heute noch von seinen Nachkommen bewirtschaftet - unsere Rast. Auf Osttiroler Seite interessierte uns die Pustertaler Sonnenstraße hoch über der Drau, wo uns das alte Gericht Anras mit seinen großartigen Bauten in seinen Bann zog. An der Lienzer Klause vorbei besuchten wir das sympathische Städtchen Lienz und genossen seinen einmaligen Charme. Auf der Rückfahrt waren die Lienzer-, Sextner- und Pragser Dolomiten in feines Abendrot getaucht. Unser nächstes Ziel war das Wirtshaus des Peter Mayr an der Mahr bei Brixen, das bei den Tiroler Freiheitskämpfen 1809 ebenfalls eine wichtige Rolle spielte und heute ein viel besuchtes Restaurant bietet. Beim Klang froher Heimatlieder trafen wir wieder zufrieden im Passeiertal ein. Vorschau: Die nächste heimatkundliche Fahrt bringt uns am Sonntag, 2S. April 2004, In Olang interessierte die Teilnehmer der Pustertal-Fahrt die Hinrichtungsstätte des Tharerwirtes Peter Sigmair am sogenannten
mit Abfahrt um 6.30 Uhr von Platt über Bozen nach Innsbruck/Berg Isel und weiter in das Tiroler Oberland mit Schwerpunkt Telfs, Stams, Mieminger Plateau und zur Friedensglocke nach Mösern.
Heinrich Hofer
ST. MARTIN
Neuwahl SVP-Ortsausschuss Ende September wurde nach vierjähriger Amtsdauer der SVP-Ortsausschuss von St. Martin neu gewählt. An der Wahl nahmen 212 der 455 Mitglieder teil. Die Stimmen verteilten sich wie folgt: 101 Franz Ennemoser 80 Rosmarie Pamer 63 Heinrich Dorfer 55 Vigil Raff! 46 Erwin Pirpamer 45 Franz Schwienbacher 44 Oswald Zwischenbrugger 40 Rudolf Gögele 29 Thomas Pircher 27 Sebastian Öttl 27 Hans Theiner 20 jörg Perwanger 14 Anton Öttl 11 Martin IImer In der Franz mann marie
konstituierenden Sitzung wurde Ennemoser zum neuen Ortsobgewählt und löst damit Dr. RosPamer als Ortsobfrau ab. Heinrich
Ortsobmann Franz Ennemoser Dorfer wurde zum Obmannstellvertreter gewählt und Dr. Rosmarie Pamer übernimmt das Amt der Schriftführerin und der Kassierin. Der neue SVP- Ortsausschuss hat sich für seine Arbeit einige Ziele gesteckt, so z.B. die enge Zusammenarbeit mit den Politikerinnen auf Bezirks- und Landesebene sowie die Vorbereitung der Gemeinderatswahlen 2005. Weiters nimmt er sich vor das politische Geschehen auf Ortsebene zu beeinflussen und alle Interessensgruppen und Richtungen gleichermaßen zu vertreten.
Vigil Raff7
Weihnacht an der Krippe Wenn du dich sattgesehen hast an dem schönen Kind in der Krippe, geh noch nicht fort. Mach erst seine Augen zu deinen Augen, seine Ohren zu deinen Ohren und seinen Mund zu deinem Mund. Mach seine Hände zu deinen Händen, sein Lächeln zu deinem Lächeln und seinen Gruß zu deinem Gruß. Daran erkennst du in jedem Menschen deinen Bruder, deine Schwester. Wenn du ihre Tränen trocknest und ihre Freude teilst, dann ist Gottes Sohn wahrhaftig geboren: Und du darfst dich freuen. Maria Roos
31 PasseirerBlatt-NR.
ST. MARTIN
Dorffest wieder ein voller Erfolg Das Mortiner Dorffest hat auch heuer wieder gezeigt, dass sich Einsatz und Mühe der Mortiner Vereine nach wie vor lohnen und dass die Zielsetzung der Veranstalter, Quantität und vor allem Qualität der Angebote zu verbessern, augenscheinlich Früchte trägt. So wird zum
Beispiel verstärkt versucht die gesamten Stände für das Dorffest in Holzbauweise zu errichten, das Angebot an guten Musikgruppen für alle Ansprüche beizubehalten, die Vielfalt der kulinarischen Köstlichkeiten zu erweitern und die Unterhaltungsmöglichkeiten speziell für Kinder zu verbessern. Nicht zuletzt zu erwähnen sind die heuer neu dazu gekommene Fotogalerie des Schachklubs St. Martin, die Aufschlussreiches über die Vergangenheit des Passeiertales zeigt, oder die Öffnung des Kellers in der Bäckerei Kofler. Die Vereinsgemeinschaft möchte bei dieser Gelegenheit der ganzen Bevölkerung von St. Martin, besonders den Grundbesitzern für ihre Toleranz, der Gemeindeverwaltung, den Sponsoren und den einzelnen Vereinen für ihr Mitwirken danken. Um auch bei den Kommunikationsmitteln auf dem neuesten Stand zu bleiben, hat sich das Dorffestkomitee dazu entschlossen, eine eigene Internetseite für das Dorffest zu gestalten. Diese neue Art von Werbung hat sich heuer bereits im Tourismusbüro positiv bemerkbar gemacht: Immer mehr Gäste wählen das zweite Septemberwochenende als ihren Urlaubstermin, um beim Mortiner Dorffest dabei zu sein. Unter www.mortinerdorffest.com wird über die einzelnen Stände und deren Angebote, die Vereine,
das Programm, die Anfahrt zum Dorffest, die Musikgruppen, Parkmöglichkeiten, Taxidienste und vieles mehr informiert. Weiters können aktuelle Bilder des vergangenen Dorffestes abgerufen werden und bereits ab Jänner 2004 wird das neue Unterhaltungsprogramm veröffentlicht. Es wäre wünschenswert und für die Tourismusbetriebe sicher auch interessant in ihrer Homepage ein Link auf unser Dorffest einzurichten. loset Pircher
SENIORENVEREINIGUNG
ST. MARTIN
VVerrastet,derrostet Dass die Senioren von St. Martin sehr unternehmungslustig sind und eine nette Gemeinschaft bilden, das hat sich wohl schon im ganzen Tale herumgesprochen. Der Obmann Hans Pichler "Holzer" in seiner kameradschaftlichen Art, mit seinen Mitarbeitern und seiner Frau Agathe als guten Geist im Hintergrund,
65, DEZEMBER 2003
sorgen immer für Abwechslung. Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder, der zum 10-jährigen Bestehen der bäuerlichen Seniorenvereinigung in St. Martin geladen war, äußerte sich lobenswert über den guten Zusammenhalt und die aktive Mitarbeit der Senioren. Auch die Präsidentin der Südtiroler Seniorenvereinigung war erfreut, dass die alten Menschen aufeinander zugehen, die Gesellschaft suchen und der Einzelne sich nicht in seinem Schneckenhaus verkriecht. Dass die Senioren sich nicht nur im Winter bei einem wöchentlichen .Karterle" geistig fit halten, sondern auch körperlich aktiv sind, beweisen die zahlreichen Wanderungen im letzten Sommer. Unter der umsichtigen und ortskundigen Führung von Alois Tschöll und Anna Pinggera rückten die Senioren im letzten Sommer 13-mal aus. Ungefähr drei bis fünf Stunden wurde teilweise gewandert, wobei sich zwischen 1S-25 Teilnehmer im Alter von 60 bis 77 Jahren beteiligten. Am steten Schritt von Luis kam niemand vorbei und Nont Hubert folgte ihm mit dem Regenschirm auf Schritt und Tritt. Manche Wanderungen waren ganz schön anstrengend, sodass sogar junge Leute oft staunten, wie ausdauernd wir Senioren sind. So waren wir zum Beispiel bei strahlendem Wetter am Schwarzsee oder am Hochganghaus, auf der Eggergrubalm und auf der Sesvennahütte, um nur einige Almen und Hütten zu nennen. Es wurde geplaudert und im Freien gegessen und zum Abschluss ein "Karterle" nicht vergessen. Wir hoffen, dass wir auch weiterhin gesund bleiben, um uns an der schönen Heimat erfreuen zu können. Alt zu werden in körperlicher und geistiger Frische ist wohl der Wunsch eines jeden Menschen und ein großes Geschenk Gottes. Mathilde Zöggeler Pichler
32
Wau, Wau Mit der Woolproppegande: wos sollmr mit der tian? Konnsch drmit nit in Hert inhn, odr Oufnloch zuagian. Des Popiar will nit brinnin, uin stinkn röidmr gor nitte, /iabe Woolproppegande-Vrschickr iatz hatmr holt di Bitte: .Nemp enkrn Traktr und legg ollszomm au und tiatn richtig entsorgn Den gonzn Wau, Wau!" Anna Lanthaler
V.1.n.r.Architekt Bernhard Lösch, Verbandsgeschäftsführer josef Oberhofer, Bezirksobmann Georg Hörwarter, Gemeinderat Erich Kofler, Rosa Pircher - Vereinsschriftführerin, johann Raich - Obmannstelluertreter, Klaus Gufler - Feuerwehrkommandant, Bürgermeister Hermann Pirpamer, Michael Verdorfer Baukommission, Bauassessor Rudolf Gögele. Foto: Heinrich Hofer HEl MATPFLEG
EVER EIN
Neugier aufSt. Martin Am 22. Oktober erfolgte in St. Martin eine Dorfbegehung mit Architekt Bernhard Lösch, Innichen, gerufen vom örtlichen Heimatpflegeverein. Die Gemeindeverwalter mit Bürgermeister Hermann Pirpamer, die Gemeindebaukommission und Gemeinderatsmitglieder nahmen an dem interessanten und aufschlussreichen Rundgang durchs Dorf teil. Von auswärts kamen der Geschäftsführer des Heimatpflegeverbandes, josef Oberhofer, und der Bezirksobmann Georg Hörwarter. Der Schwerpunkt des Interesses galt den Identifikationspunkten des aufstrebenden Dorfes im Zentrum des Passeiertales. Der zu erwartende Ensembleschutz dürfte auch für St. Martins Dorfbild namhafte Vorteile bringen.
Heinrich Hafer
Vorankündigung 25. April 2004 Tirolfahrt des Heimatpflegevereins: Tiroler Oberland mit Telfs und Mösern
STULS
30 Jahre
Pfarrgemeinderat
Beim Festgottesdienst in der Pfarre zum hl. josef in Stuls, den der Kirchenchor von Stuls feierlich umrahmte, wurden am Kirchweihsonntag fünf langjährige Mitglieder des Stuller Pfarrgemeinderates geehrt, die zum Teil seit dem Tag der Gründung tatkräftig mitarbeiten. Pfarrer johann Lanbacher erwähnte in seiner Predigt wie wichtig und wertvoll die Mithilfe aller sei, die bereit sind, sich für die Kirche und den Glauben einzusetzen. Er dankte allen Mitarbeiterinnen und Ver-
bänden recht herzlich für die geleistete Arbeit. Geehrt wurden Alois Gufler, Messner, für 30 jahre Mitgliedschaft, davon 23 jahre als Pfarrgemeindepräsident, Alois Gufler, Bar Flora, für 28 jahre Mitgliedschaft, Rosa Raich Pöhl für 20 jahre Mitgliedschaft, davon 5 jahre als Pfarrgemeindepräsidentin, Heinrich Lanthaler für 18 jahre und Alfred Graffür 17 jahre Mitgliedschaft. Luise Pamer überreichte den langjährigen Mitarbeiterinnen eine Urkunde und dankte für ihre Arbeit. Nach dem Gottesdienst lud der Pfarrgemeinderat die Bevölkerung auf dem Kirchplatz zu einem kleinen Umtrunk ein. Ein aufrichtiges Vergelt's Gott an alle Helferinnen sagen Pfarrer und Pfarrgemeinderat!
Pfarrgemeinderat
Stuls
33 PasseirerBlatt-NR.
65, DEZEMBER 2003
Die schöne Gegend und der Beginn des "Indian Summer" entschädigten die Musikanten für die lange Fahrt zum Ontario-See mit seinen 1000 Inseln. Zehn Tage Fast Food, Erdnüsse essen und das nicht so streng genommene Alkoholverbot reichten vielen, sie sehnten sich nach guter hausmännischer Kost, und so kehrten die meisten wieder gerne nach Hause zurück.
Brigitte Schweigl
Segen zu neuem Mut auf dem Boden halten, weil auf dem Diwan kein Platz mehr war! RINDERSCHAU
IN MOOS
Des Züchters Fleiß Im heurigen Frühjahr fand in Moos eine Rinderschau der Grauviehrasse statt. Erstklassige Tiere aus dem gesamten Passeiertal wurden dabei vorgeführt und prämiert. Oswald Pixner, Egarter-Bauer aus Pill, war mit zehn Tieren erfolgreich, wovon zwei seiner Rinder den ersten Preis errangen. Besonders viel Freude machte dem Grauviehzüchter die Kuh "Amsel", die als Tagessiegerin heimkehrte.
Gotthard Gufler
HOCHWI
LDE-BÖH
MISCH
E
Kanada-Tour Die Bekanntschaft mit Stephen Ruf, einem Deutschlandauswanderer, der
schon über 50 Jahre in Toronto St. Catharines lebt, ergab für die Mitglieder der Hochwilde-Böhmischen die Möglichkeit, eine Tournee nach Kanada zu starten. Stephen kontaktierte den Obmann nochmals durch Zusendungen von CDs und Plakaten, dann wurde der Aufenthalt in St. Catharines fixiert und ein Zeitplan erstellt. Die Hochwilde-Böhmische spielte auf verschiedenen Festen und Veranstaltungen, in Clubs ehemaliger deutscher und österreichischer Auswanderer, gestaltete eine Messe in der Kirche von St. Catharines mit und gab in dieser ein Konzert. Bei der großen Niagara-Weinfestival-Parade belegte die Hochwilde -Böhmische den zweiten Platz für die Attraktion aus dem Ausland. Neben der Musik blieb noch Zeit für die Besichtigung der Niagara-Wasserfälle; und obwohl keiner der Musikanten trocken dem wunderbaren Schauspiel entkommen konnte, gehörte dieses Erlebnis zum Höhepunkt der Reise. Auf dem höchsten Turm der Welt, dem CN-Tower mit 550 Metern Höhe, wurden einige der standhaften Männer von Schwindelgefühlen übermannt.
Ich wünsche euch gute Schuhe die euch sicheren Tritt geben auch in neuem, unwegsamen Gelände, die euch hinausgehen lassen aus den engen Stuben, fort uon den Filzpantoffeln der bequem-frommen Denkungsart. Ich wünsche euch den Mut unbe-dacht zu sein in eurer Zu-neigung, Freundschaft und Liebe. Ich wünsche euch die Demut, Mauern zu erklettern, Berge zu bezwingen, Schluchten zu überspringen und Täler zu durchwandern in der Lebendigkeit, die Gott euch schenkt. Ich wünsche euch die Anmut einer Kirschblüte, die zur süßen Frucht wird, durch Sonne und Regen und Wind in der wachsenden Geduld eines weisen Baumes und dem summenden Liebestanz unzähliger Bienen. Ich wünsche euch die Armut, mit leeren Händen bereit zu sein, sich beschenken zu lassen und eine offene Hand zu drücken. Zeugnis uon Zartheit und Zärtlichkeit so zu ersinnen. Ich wünsche euch Segen. Segen Gottes Mutteruater Bruderfreund und Heilige Ruh. Segen uns und aller Welt. Karin E. Leiter
34
GESUNDHEIT VERBRAUCHER
& SOZIALES
- UND
BUDGETBERATUNGSSTELLE
MERAN
Gebrauchtwagen? Welche Garantie gilt wirklich? Seit gut einem jahr ist das neue Gesetz zur Regelung der Garantieleistungen in Kraft. Beim Kauf von Gebrauchtwagen allerdings herrscht der reinste Wildwuchs. Über die Anwendung der Garantiebestimmungen hat jeder Händler seine eigene Meinung - Konsumentinnen bleiben mit ihren verbrieften Rechten allzu oft auf der Strecke. Die wichtigsten Regeln zur korrekten Anwendung der Garantie bei Gebrauchtwagen sind folgende: 1. Die gesetzliche Garantie gilt auch für Gebrauchtwagen! Das Garantierecht, welches für alle Konsumgüter gilt, ist ohne Abstriche auch auf den Kauf von Gebrauchtwagen anzuwenden, die bei Konzessionären oder Autohändlern erstanden werden. 2. Die Mindestdauer für die gesetzliche Garantie liegt bei Gebrauchtwagen bei einem jahr ab Kauf. Der Konzessionär kann auch eine längere Garantie anbieten. 3. Die Garantie ist Pflicht und nicht verhandelbar! Alle anderslautenden Verträge, Abkommen, Einschränkungen oder Ausschlüsse von Seiten des Händlers sind nichtig! 4. Die gesetzliche Garantie ist kostenlos! Für diese Leistungen darf nichts verrechnet werden! 5. Wenn der Händler eine andere Garantieleistung anbieten will, so kann diese höchstens als Zusatz zur gesetzlichen Garantie gelten. Diese zusätzlichen Leistungen können auf keinen Fall die vom Gesetz vorgesehenen Leistungen schmälern, sondern höchstens erweitern. Wenn der Händler für zusätzliche Garantieleistungen ein Entgelt verlangt, dann ist zu entscheiden, ob dieses Angebot angenommen werden soll. Die gesetzliche Garantie bleibt von dieser Vereinbarung unbeeinflusst. 6. Haben Sie Ihr Auto von einer Privatperson gekauft? Die neue Regelung betrifft nicht den Verkauf eines Gebrauchtwagens zwischen Privatpersonen. Hier gelten die Regeln der "alten Garantie" (Art. 1490 und ff. des Zivilgesetzbuchs): Das Auto darf keine versteckten Mängel haben bzw. dürfen
Ihnen keine besonderen Umstände verschwiegen werden (z.B. dass es sich um einen Unfallwagen handelt). Achtung: Nicht jeder Schaden fällt automatisch unter das Garantierecht! Im Falle von Gebrauchtwagen muss man immer den vergangenen üblichen Gebrauch des Autos berücksichtigen. Es liegt auf der Hand, dass ein Auto mit 150.000 km mehr Verschleißerscheinungen aufweist, als eines mit 50.000 km. Das Recht darauf, eventuell auftretende Schäden "unter Garantie" zu reparieren, ist bei einem Fahrzeug mit vielen gefahrenen Kilometern schwerer einzufordern, als bei einem mit wenigen! • Mündliche Aussagen des Händlers, dass das Fahrzeug "garantiert" ist: Diese mündlichen Versprechungen sollte man sich auch immer schriftlich bestätigen lassen. Nur so kann man eine Reparatur eventuell auftretender Schäden unabhängig von Alter und Kilometerzahl unter Garantie, d.h. kostenlos, einfordern. • Alle schwerwiegenden Defekte (etwa ein manipulierter Kilometerstand oder ein nicht deklarierter Unfall), oder das Fehlen von wichtigen Funktionen, welche dem Händler beim Verkauf bekannt waren, geben dem/der Käufer/in das Recht, auf einen Ersatz des Fahrzeugs oder auf die Auflösung des Vertrags zu bestehen! In der Außensteile der Verbraucherzentrale Meran, Freiheitsstraße 62, Öffnungszeiten: Mo - Fr von 9 - 12.30 Uhr und mittwochs auch nachmittags von 16 - 18 Uhr, Tel. 0473 270 204, liegen Musterbriefe für eventuelle Reklamationen auf.
Was du kannst, ist unbezahlbar Zeit ist wertvoll. Schenke diesen Wert. In der freiwilligen, sozialen Arbeit ist geschenkte Zeit gewonnene Erfahrung. Geschenkte Stunden können bereichernde Erlebnisse bringen, geschenkte Augenblicke unbezahlbar sein. Zeit ist wertvoll. Keiner hat viel überflüssige freie Zeit. Schenke nur ein wenig davon! Viele brauchen genau dich und deine Unterstützung und sind dankbar dafür: Freiwilliges Engagement bringt Zufriedenheit und Anerkennung, Sinnerfüllung und Selbstverwirklichung, und die Möglichkeiten sich freiwillig zu engagieren sind vielfältig. Der Sozialsprengel Passeier hat es sich in diesem Sinne zum Ziel gesetzt, freiwilliges Engagement aufzuwerten und die Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Tun zu verbessern, um dem Volontariat den Stellenwert zu geben, den es sich verdient. Ansprechpartner im Sozialsprengel sind Siglinde jaitner im Sozialsekretariat, Tel 0473659 263 bzw. die Einsatzleiterin des ASOD Wally Brugger Kuen, Tel. 0473 659 019
""'4i";ii'Rit~"*'H'_• •" suandln Umrelle Oofl
Schöibe Höitsche Legge Wandl kriwis krawis oschloapf tschellwenget obilaip
langsam arbeiten Regenschirm Eiter Viehhautkrankheit Kröte Holzhaufen Wasserbehälter beim Herd drunter und drüber knapp, zu klein, zu kurz verdreht da hast du nicht recht, das muss nicht sein, stimmt nicht
Für die Mithilfe bei der Suche nach Passeirer Dialektwörtern möchte ich mich bedanken. Alle die Lust haben mitzuhelfen, bitte ich, mir weiterhin Wörter zuzusenden oder persönlich in der Bibliothek st. Martin abzugeben. Adresse: 39010 St. Martin - Öffentliche Bibliothek, Dorfstraße 6 - Tel.0473 64 1676 Gottfried Zagler - Bibliothek
st.
Martin
•
35 PasseirerBlatt-NR.
VORTRAG
Frauen in Bewegung - Frauenbewegung Frauen aktiv - eine Gruppe von Frauen aus verschiedenen Vereinen und Verbänden aus St. Leonhard - organisierte einen Vortrag mit Frau Dr. Martha Verdorfer. Im Anhang die originale Kurzfassung der Referenti n: Wenn man immer dann, wenn Frauen in Bewegung sind, von Frauenbewegung sprechen wollte, dann wäre unsere gesamte Geschichte eine Geschichte der Frauenbewegung. Dass das nicht so ist, hängt mit der gesellschaftlichen Wahrnehmung zusammen: Die Handlungen und Erfahrungen der Frauen galten lange Zeit als nicht wichtig genug, um in die Geschichtsbücher aufgenommen zu werden. Die erste Frauenbewegung Sie hat ihre Wurzeln in den großen Umbrüchen des späten 18. jahrhunderts, der französischen und der industriellen Revolution, und machte sich im deutschen Sprachraum um die Mitte des 19. jahrhunderts stärker bemerkbar. Um 1848 begannen sich die Frauen erstmals breiter zu organisieren. Sie gründeten Vereine und Frauenzeitschriften und schafften sich damit eine Öffentlichkeit für ihre Forderungen. Obwohl es innerhalb der ersten Frauenbewegung bürgerliche, proletarische und radikale Frauenvereine gab, lassen sich doch zwei zentrale Forderungen nennen, die mehr oder weniger von allen Frauen vertreten wurden, und zwar das Recht auf Bildung und das Recht auf politische Mitbestimmung. Ein wichtiges Thema der ersten Frauenbewegung stellten außerdem die Bedingungen der weiblichen Erwerbsarbeit dar, die durch die Industrialisierung eine neue Dimension bekommen hatte. Die Frauen haben durch die Aktivitäten und Aktionen auch eine Reihe von Erfolgen erzielt: Um die jahrhundertwende gelang es den Frauen Zugang zu den Universitäten zu erhalten, das Recht auf Vereinsbildung und arbeitsrechtliche Schutzbestimmungen durchzusetzen. Der Erste Weltkrieg bedeutete den Anfang vom Ende der ersten Frauenbewegung, denn während des Krieges wurde die Forderung der Frauen nach politischer Partizipation instrumentalisiert. Die Epoche des europäischen Faschismus markiert dann den endgültigen Bruch mit jedem Gedanken der (weiblichen) Emanzipation.
Die zweite Frauenbewegung Diese hat ihre Anfänge in den späten soer jahren und entstand parallel zu den neuen sozialen Bewegungen wie etwa der Studentenbewegung. In allen europäischen Ländern wiesen Frauen auf den Widerspruch zwischen einer weitgehenden formalen rechtlichen Gleichstellung und der erlebten Unterordnung bzw. Benachteiligung in vielen Bereichen hin. Vor allem in Italien erreichte diese Frauenbewegung eine große Breitenwirkung. Zum wichtigen Schlagwort der Bewegung wurde der Begriff der Selbstbestimmung. Frauen forderten die Selbstbestimmung auf unterschiedlichen Ebenen. Wesentlich war vor allem die Forderung nach der Selbstbestimmung über den eigenen Körper. In diesem Zusammenhang markierte zu Beginn der zoer jahre die Forderung nach einer Legalisierung des Schwangerschaftsabbruches in vielen Ländern den eigentlichen Beginn der zweiten Frauenbewegung. In Selbsterfahrungsgruppen begannen sich Frauen mehr Wissen über ihren Körper anzueignen, über Empfängnisverhütung zu sprechen oder sexuelle Gewalt gegen Frauen (in und außerhalb der Familie) zu thematisieren. Ein weiteres Kennzeichen war die Kritik am traditionellen Politikbegriff. Mit dem Slogan "Das Private ist politisch" wiesen Frauen darauf hin, dass wesentliche Lebensbereiche der Frauen aus dem Augenmerk der Politik ausgeklammert blieben. Auch in Südtirol haben sich in diesen jahren Gruppen gegründet, die sich mit diesen Themen beschäftigt haben und die es auch heute noch gibt. So z.B. die Frauen- und Familienberatungsstelle AIED, die 1973 von Frauen in Bozen gegründet wurde und bis heute Frauen medizinische und soziale Betreuung anbietet. Wo stehen wir heute? Seit Mitte der Boer jahre hat die Frauenbewegung an Breitenwirkung verloren bzw. sie hat ihre Aktionsformen verändert. Nicht mehr Demonstrationen und spektakuläre Aktionen stehen im Vordergrund, sondern es hat ein Prozess der Institutiona Iisieru ng stattgefu nden. Ein Ausdruck dafür ist etwa der Landesbeirat für Chancengleichheit, der 1990 eingerichtet worden ist. Manchen Frauen erscheint es heute selbstverständlich, dass Frauen die gleichen Rechte haben wie Männer. Allerdings glaube ich, dass es sehr wichtig ist zu sehen, dass diese Rechte auch von Frauen mühsam durch-
65, DEZEMBER
2003
gesetzt worden sind und dass es nach wie vor aufmerksam zu sein gilt, ob diese Rechte nicht nur auf dem Papier stehen, sondern auch in die Realität umgesetzt werden. Martha
Verdorfer
PASSEIER /
Neue Öffnungszeiten im Sozialsprengel Sozial-Pädagogische Grundbetreuung: Dr. Alessandra Ockl Tel. 0473 659 264 Montag - Donnerstag 8.30 - 12.30 Uhr und 14 - 16.30 Uhr Freitag 8.30 - 12.30 Uhr Siglinde ioitner Tel. 0473 659 263 Montag - Freitag 8.30 - 12.30 Uhr Maria Zimmerhafer Tel. 0473 659 264 Montag - Freitag 8.30 - 12 Uhr
Finanzielle
Sozialhilfe
Benedikt Pamer Tel 0473 659 018 Montag, Dienstag, Donnerstag 8.30 - 12 Uhr Montag bis Donnerstag 14 - 16 Uhr Mittwoch in Moos 8 - 9.30 Uhr in St. Martin 10 - 12 Uhr
36
AUS DEN SCHULEN ÖFFENTLICHE
BIBLIOTHEK
& BIBLIOTHEKEN
ST. LEONHARD
Lesen zahlt sich aus! Mit einem großen Leserinnenfest, endete die heurige Sommerleseaktion der Öffentlichen Bibliothek St. Leonhard, die in enger Zusammenarbeit mit engagierten Lehrpersonen der Grundschule
St. Leonhard durchgeführt worden war. Wieder hatte man mit einer spannenden Leseaktion versucht, das Interesse der Kinder am Lesen in den schulfreien Monaten zu fördern - mit einem Ergebnis, das sich sehen lassen kann: Rund 80 Kinder im Alter von 6 - 11 Jahren haben bei der Leseaktion mitgemacht und verblüffenden Leseeifer an den Tag gelegt. So haben die Schüler der Klassen 4 A und 4 B zum Beispiel in den Ferien zusammen knapp zweihundert Bücher verschlungen. Spaß, der sich auszahlt, denn so sind die Kinder bestens für das kommende Schuljahr gerüstet, wenn es in der Grundschule St. Leonhard heißt "Schnapp dir ein Buch" und das Lesen mit verschiedenen Initiativen in den Vordergrund gerückt wird. Auch das Leserinnenfest am 22. Oktober stand ganz im Zeichen des Buches und war von Schülerinnen und Lehrerinnen mit viel Liebe und Aufwand vorbereitet worden. Einen ganzen Vormittag lang wurde gemeinsam gefeiert: Eine Märchenerzählerin (Carmen Kofler) war eingeladen und erzählte bei Kerzenlicht die schönsten Geschichten, von den Kindern selbst wurden verschiedene Lieder und kleine Theaterstücke aufgeführt, es gab lustige Bücher-Rätsel-Spiele, die eine oder andere süße Überraschung und nicht
zu vergessen, am Schluss der Veranstaltung die große Preisverteilung, bei der die Gewinner des Mal-Wettbewerbes bekannt gegeben wurden. "Mal dein Lieblingsbuch" hatte die Devise gelautet und mit ihren Bildern haben die 40 Teilnehmerinnen gezeigt, wie vielfältig der Lesegeschmack auch in jungen Jahren schon sein kann - von
Comic über Sachbuch bis Mädchenkrimi war alles dabei. Die Siegerbilder des Malwettbewerbes waren in den letzten beiden Novemberwochen in der Raiffeisenkasse St. Leonhard ausgestellt, worüber sich die kleinen Künstler und Künstlerinnen natürlich sehr freuten:
Thomas schölzhorn
Klasse 2 A, GS "Das Piratenschiff" Thomas Ennemoser Klasse 2 A, GS "Der kleine Ritter Kuni" Patrick Kofler Klasse 2 B, GS "Die Dinosaurier" Klasse 2 B, GS Dominik Hofer "Die Piraten" Lara Wilhelm Klasse 3 B, GS "Billys Babysitter" Evelyn Pichler Klasse 3 B, GS .Florian findet neue Freunde" Valentina Falbo Klasse 3 A, GS "Lese löwe n- Rätsel gesch ichte n" Michael Öttl Klasse 4 A, GS "Die Dinosaurier" Marilena Pöhl Klasse 4 A, GS "Alles was ich wissen will" Andrea Hofer Klasse 4 B, GS "Die kleine Hexe" Lucas Pichler Klasse 4 B, GS .Asterix und Obelix" Verena Hofer Klasse 5 A, GS "Sternschnuppe sucht ein Zuhause" Priska Ennemoser Klasse 5 A, GS "Hilfe, ich hab ein Pferd" Verena Bacher Klasse 5 B, GS .Arne will nicht schwimmen" Verena Gufler Klasse 5 B, GS "Leselöwen-Delfingeschichten" Nadia Ennemoser Klasse 1A, MS "Das Schönste überhaupt Der Bibliothekarin war es eine große Freude, den 16 Gewinnern ihre Preise überreichen zu können, die teils von der Grundschule, teils mit Unterstützung der
37 PasseirerBlatt-NR.
Raiffeisenkasse Passeier - St. Leonhard angekauft werden konnten. Dass auch die Direktorin der Grundschule, die Kulturassessorin der Gemeinde und ein Vertreter der Raiffeisenkasse bei der Feier anwesend waren, freute die Kinder und bewies den Veranstaltern, dass lesefördernde Aktionen durchaus ihre Wichtigkeit haben, wobei die nächste Leseaktion bestimmt nicht lange auf sich warten lassen wird. Tanya Pamer
GRUNDSCHULE
ST. LEONHARD
Verkehrserziehung Fahrradfü hre rschei n Schulkinder sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Sie sind oft den vielen Anforderungen entwicklungsbedingt noch nicht gewachsen. Für Kinder
lauern auf der Straße besonders viele Gefahren, da sie oft spontan handeln und Situationen nicht immer richtig einschätzen können. In diesem Zusammenhang spielt die Verkehrserziehung eine grundlegende Rolle sowohl zur Weitergabe der erforderlichen technischen Kenntnisse als auch zur Vermittlung eines verantwortungsvollen Verhaltens auf Straßen und Gehwegen. In diesem Zusammenhang lernen bereits seit jahren die Schulanfänger unter Anleitung der Lehrpersonen und der Gemeindepolizei mit den Gefahren und Risiken im heutigen Straßenverkehr umzugehen. Auch die Schülerlotsen sorgen für die Sicherheit auf dem Schulweg. Kinder sind aber auch mit Fahrrädern auf Straßen unterwegs. Um die tägliche Herausforderung im Straßenverkehr bewältigen zu können, sind das Kennen von Straßenschildern und deren Beachtung sowie ein verkehrsgerechtes Verhalten lebenswichtig.
65, DEZEMBER 2003
So wurde in der Tennishalle in St. Leonhard in Zusammenarbeit mit dem Assessorat für Transportwesen und der Gemeindepolizei von St. Leonhard und St. Martin ein Fahrrad-Übungsplatz aufgebaut. In der Woche vom 13. bis 17. Oktober 2003 durften alle Grundschüler/ -innen der 4. und 5. Klassen des Schulsprengels St. Martin und St. Leonhard die Fahrradprüfung ablegen. Trotz guter Vorbereitung machten manche Schüler und Schülerinnen beim Befahren des Übungsplatzes grobe Fehler und schafften die Prüfung nicht. Dies zeigt nochmals deutlich, dass Kinder im Straßenverkehr auf die Hilfe, die Vorsicht und das Vorbild von uns Erwachsenen angewiesen sind, und wie wichtig die Verkehrserziehung ist. Die Grundschulen bedanken sich in diesem Zusammenhang für die Zusammenarbeit bei den Schülerlotsen, bei den Dorfpolizisten, beim Assessorat für Transportwesen und bei den Pächtern der Tennishalle St. Leonhard, welche die Tennishalle für die Prüfung bereitstellten. Karin Rainer/josef Wilhelm
WIR
STELLEN
VOR:
Neue Bücher und COs MuseumPasseier (Hrsg.): Die Jaufenburg. Broschüre jeder Passeirer kennt die imposante MII,~"mj>'Ufltl
'!''''f,.l'~~~:~
MuU'OPns!n.
1k."",,'I'C
Die jaufenburg
Ruine der jaufenburg oberhalb von St. Leonhard. Doch wie sah die prachtvolle Burganlage der jaufenburg einst aus? Welche Bedeutung hatte die Burg für das Tal Passeier? Wer waren die Herren von Passeier und die Grafen Fuchs? Wie weit reichte ihre Macht und was passierte nach ihrem > Aussterben?
38
>
Das MuseumPasseier hat eine Büchlein zur [aufenburg herausgegeben mit den Kapiteln Architektur und Baugeschichte (Martin Laimer), Die Bewohner der Burg (Albin Pixner), Die Malereien des BartIme Dill Riemenschneider (Landeskonservator Helmuth Stampfer) und Das Heilig-KreuzKirchlein (Judith Schwarz). Die Publikation und die Ausstellung im Bergfried der [aufenburg sollen allen Interessierten ein Stück Passeirer Geschichte anschaulich vor Augen führen. Die Broschüre ist im MuseumPasseier, beim Papierprofi in St. Leonhard und in den Buchhandlungen Athesia und Pötzelberger zu 7,50 Euro erhältlich.
BIBLIOTHEKEN UND
Ludwig. Wir waren die ersten Schüler in Südtirol, mit denen sie gearbeitet hat. Sabine Ludwig kommt aus Berlin und hat schon 18 Bücher geschrieben. 1989 ist ihr erstes Buch erschienen und sie schreibt etwa zwei Bücher im jahr. Einige ihrer Bücher sind: "Ein Haufen Ärger': "Fische haben keinen Po': "Viermal Pizza Napoti", "Weihnachtsmänner küsst man nicht" und das neueste ist "Der Mädchentausch': Bei der Autorenlesung hat sie uns aus dem Buch "Die große Suppenverschwörung" vorgelesen. In diesem Buch wird von der Hexe Serafina, dem Kater Lucifer und dem Suppenfabrikanten Zwickelmann erzählt. Zwischendrin hat sie uns von sich erzählt, Fragen gestellt und Fragen beantwortet. Zum Schluss hat noch jeder Schüler und jede Schülerin ein Autogramm bekommen."
ST. LEONHARD
ST. MARTIN
Autorenlesung Einen besonderen Gast hatte die Öffentliche Bibliothek St. Leonhard am 20. Oktober: Die bekannte Kinderbuchautorin Sabine Ludwig war eingeladen und las für die 4. Klassen der Grundschule St, Leonhard aus ihrem Kinderbuch "Der Mädchentausch': Auch in der Öffentlichen Bibliothek St. Martin war die Autorin zu Besuch. Schüler/-innen der 4. Klasse, Grundschule St. Martin, berichten:
"Die 4. A und B der Grundschule St. Martin in Passeier waren am Montag, den 20. Oktober, in der Bibliothek zu Besuch. Dort war eine Autorenlesung mit Sabine
ÖFFENTLICHE
BIBLIOTHEK
ST. MARTIN
Leserfest für die Grundschüler "Die Fähigkeit und Gelegenheit gute Bücher zu lesen ist im Leben eines Kindes von einzigartiger Bedeutung': schrieb der wohl berühmteste Kinderpsychologe Bruno Bettelheim. Wer jedoch einen Blick auf den Alltag in gar einigen Familien wirft, dem wird schnell offenbar, dass nicht Bücher, sondern Fernsehen und Computer den Medienhaushalt bestimmen. Um der Anziehungskraft dieser Medien entgegenzuwirken, bedarf es verstärkter Bemühungen von Schule und Bibliothe-
ken. In diesem Sinne bemühte sich die Bibliothek St. Martin immer wieder die Kinder zum Lesen zu animieren. Über eine dieser Aktionen berichten die Schülerlnnen der 5 B in St. Martin:
"Der Bibliothekar Gottfried veranstaltete im Sommer einen Lesewettbewerb. Dieser war dazu da, die Kinder anzuregen, Bücher zu lesen und das Lesen interessant zu machen. Gottfried war erstaunt, dass so viele Kinder Interesse gezeigt haben: 66 Kinder haben 1665 Bücher gelesen. Beim Malwettbewerb, der auch dazugehörte, machten 26 Kinder mit. Als Belohnung für die fleißigen Leser veranstaltete der Bibliothekar am 7. November in der Mittelschule für die gesamte Grundschule ein Leserfest. Wir freuten uns sehr darauf. Die lIIustratorin und Autorin Maria Blazejovsky hat uns eine spannende Geschichte erzählt und dazu schöne Bilder gezeichnet. Das hat allen Kindern sehr gut gefallen. Danach haben wir von der 5 B noch zwei Sketches vorgeführt. Nachher wartete noch für alle fleißigen Leser ein Preis. Gottfried hat die einzelnen Kinder aufgerufen und sie durften sich ein Geschenk aussuchen, z. B. Bücher, Videokassetten, CDs und Spiele. Zum Abschluss des Lesefestes bekamen wir alle Getränke, Torten und Kekse. Es war eine sehr schöne Feier. Das Lesen hat sich also ausgezahlt!" Sonja, julia, jenni, Anna, Patrizia, Verena, Peter und Nora - 5 B St. Martin Dem Bericht der Kinder hinzuzufügen ist noch, dass die Raika St. Martin dankenswerterweise den Kauf der Leserpreise ermöglicht hat. Ein großer Dank gilt auch den Grundschullehrerinnen, die mit viel Engagement die Kinder für dieses Fest vorbereitet haben.
Gottfried Zagler
Irischer Segenswunsch Du mögest immer Arbeit haben, für deine Hände etwas zu tun Immer Geld in der Tasche, eine Münze oder auch zwei Das Sonnenlicht möge immer auf deinem Fenstersims schimmern und die Gewissheit in deinem Herzen, dass ein Regenbogen dem Regenfolgt. Die gute Hand eines Freundes möge dir immer nahe sein, und Gott möge dir dein Herz erfüllen und dich mit Freude ermuntern.
39 PasseirerBlatt-NR.
LESETIPPS ZUM
ARGE
AUS DEN
ALP LESERPREIS
In diesem [ahr findet zum dritten Mal unter dem Motto "Lesen kennt keine Grenzen" der Lesewettbewerb der ARGE ALP statt. Öffentliche Bibliotheken in den Mitgliedsregionen Bayern, BadenWürttemberg, Graubünden, St. Gallen, Tessin, Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Lombardei, Trentino und Südtirol bieten ihren Lesern zehn ausgewählte Titel zur Lektüre an. Die Leser können das Buch, das ihnen am besten gefällt, für den Leserpreis vorschlagen. Der Autor des Buches, das die meisten Stimmen erhält, bekommt den Leserpreis bei der großen Schlussveranstaltung in Trient im Frühjahr 2004 überreicht. Für die teilnehmenden Leser gibt es zahlreiche Preise - meist mehrtägige Urlaubsaufenthalte - zu gewinnen. Unter allen Südtiroler Teilnehmern werden sogar 96 zusätzliche Preise verlost. In Passeier beteiligen sich die Bibliotheken St. Martin, St. Leonhard und Platt an dieser Aktion. Dort können sie vom 15. November 2003 bis 15. April 2004 die hier kurz vorgestellten Bücher ausleihen und ihren ganz persönlichen Favoriten bestimmen. Brussig, Thomas: Am kürzeren Endeder Sonnen allee. 156 Seiten.
Micha, die Hauptperson des Buches, lebt am kürzeren Ende der Sonnenallee. Er und seine Freunde wehren sich gegen das
65, DEZEMBER 2003
BIBLIOTHEKEN
System der DDR, indem sie unter anderem verbotene Rock & Pop Musik aus dem Westen hören. Michas "Liebe" Miriam, die DDRSchönheit, ist für viele "Ossis" unerreichbar, aber Micha gibt nicht auf. Ein "ironisches" Buch, das tiefe Einblicke in das Leben der DDR-Bürger gibt. Oswald, Georg M.: Alles was zählt. Roman, 198 Seiten
GIUSEPPE
ZWEI
ROl\-tA,N
PONTIGGIA
LEBEN
HANSER
dtv
Georg M. Oswald Alles was zählt Roman
Thomas Schwarz arbeitet in einer Bank, wo er stellvertretender Leiter einer Abteilung ist und vor hat auf der Karriereleiter ganz nach oben zu klettern. Schwarz wird nervös, als ein anderer Abteilungsleiter wird. Sein beruflicher Abstieg scheint unabwendbar: Er zählt jetzt zu den Erfolglosen, er ist draußen. Draußen aber zählt genau das gleiche wie drinnen: Ein paar Scheine abends am Tresen, ein paar zweifelhafte Freunde, die mit zweifelhaften Medikamenten handeln, ein Geldkoffer, den der bekommt, der am schnellsten ist. Schwarz ist schnell und am nächsten Tag mit der süßen Sabine auf dem Weg nach Monte Carlo, Ein Buch über Tragik, Sein und Schein der neuen Business-Welt. Pontiggia, Giuseppe: Zwei Leben. Roman, 224 Seiten Mit ungewohnter Offenheit geht Pontiggia mit der Behinderung seines Sohnes und allen damit verbundenen Problemen um: Ärger mit der Frau ob der unter-
schiedlichen Auffassung von Erziehung, hoffnungsvolle und -lose Besuche bei Ärzten, das Leben mit einem dominanten Schwiegervater, familiäre Schwierigkeiten . Der Autor versteht es dabei, aus seinem Herzen keine Mördergrube zu machen - er geht mit einer Behinderung um, wie nur wenige es tun: völlig ungehemmt. Ein empfehlenswertes Buch, das Eltern "gesunder Kinder" so manches Mal die Augen öffnet.
Töchter, so dicht und fein, dass jeder Haarteppichknüpfer nur einen einzigen Teppich in seinem ganzen Leben vollendet. Die Kunst wird vom Vater an den Sohn vererbt, seit jahrtausenden, seit dem Anbeginn der Zeit. Doch eines Tages wird alles anders: Das Reich der Gottkaiser zerfällt, und die Fremden von den Sternen kommen, um der Spur der Haarteppiche zu folgen. Und sie stoßen auf ein Geheimnis jenseits aller Vorstellungskraft ... Ein Sience-Fiction-Roman mit völlig neuem Thema, geheimnisvoll, aufwühlend. Schmitter, Elke: Frau Sartoris. Roman, 159 Seiten
Eschenbach, Andreas: Die Haarteppichknüpfer. Roman, 323 Seiten
In einer anderen Welt, in einer anderen Zeit ... Seit undenklichen Zeiten knüpfen sie Teppiche für den Hof des Kaisers - Teppiche aus dem Haar ihrer Frauen und
Frau Sartoris führt das Leben vieler Frauen: Eingeengt zwischen Kindererziehung, einkaufen, Mahlzeiten auf den Tisch stellen und hin und wieder ein geselliger Vereinsabend. Für die Abwechslung in ihrem Dasein sind die Männer zuständig. Ihre erste große Liebe endet unglücklich und in ihrer Verletzung gibt sie Ernst, einem Sparkassenangestellten, ihr ja-wert. Bald beginnt sie jedoch eine leidenschaftliche Affäre mit einem anderen Mann ... Immer mehr verdichtet sich für den Leser die Gewissheit, um ein Geheimnis im Leben der Frau Sartoris. Gibt es einen Toten? War da ein Autounfall mit Fahrerflucht? Ein Mord? Spannendes lesevergnügen! >
40
>
Pisani, Liaty: Die Nacht der Macht. Der Spion und der Präsident. Roman, 384 Seiten
PAOLA
MASTROCOLA
Das fliegende Huhn
Lial\ Pisani /)i(' !V{l('111 der ;JI(I('1I1 IIl1d
t icr
.... /Ji(J!I
der I'rii.... idrn!
NU/lU/li
IJiot!.('/I('S
Die italienische Erfolgsautorin Liaty Pisani wählt den Untergang des russischen u-Boots "Charkow" in der Barentssee als Ausgangspunkt ihres neuen Spionagethrillers. Der "Dienst", eine weltweit agierende private Spionageorganisation, soll im Auftrag des russischen Staatspräsidenten die mutmaßlichen Drahtzieher liquidieren. Staatspräsident Sablin - hinter dieser Romanfigur kann jeder den realen russischen Staatspräsidenten Putin wiedererkennen - vermutet, dass es sich beim Untergang der "Charkow" um einen Versuch der russischen Mafia handelt, den Staat zu destabilisieren. Mit der Russenmafia jedoch steht dem "Dienst" ein nahezu ebenbürtiger Gegner gegenüber. Mazzantini, Margaret: Geh nicht fort. Roman, 318 Seiten
Kleine Sünden straft der liebe Gott sofort. Bei den großen lässt er sich Zeit: 15jahre ist es her, dass der Chirurg Timoteo seine Geliebte im Stich ließ, als sie von ihm schwanger war. Sie hat das Kind abgetrieben. jetzt sitzt der erfolgreiche Arzt, 55jahre alt und Ich-Erzähler auf der Wartebank vor einem Operationssaal, in dem seine eheliche Tochter Angela nach einem Unfall notoperiert wird. Timoteo legt Rechenschaft ab über eine leidenschaftliche, verbotene Liebe zu einer Frau, die nicht Angelas Mutter ist.
Sprache und Literatur näher zu bringen. Eine verschmitzte Satire und ein anspruchsvoller Lesegenuss für ehemalige Schüler (und Lehrer), für alle, die sich Gedanken über die Rolle von Bildung und Kultur in der Welt von heute machen, und natürlich für jeden, der gerne lacht.
Der Stiftsbibliothekar hat während eines langen Sommers seinen Neffen zu Besuch. Um den kostbaren Boden des barocken Büchersaals zu schützen, soll er an die Besucher Filzpantoffeln austeilen. Der junge merkt bald, dass sich ihm hier neue Welten öffnen - die Welt der Bücher und die des anderen Geschlechts. Fasziniert beginnt er zu lesen und wagt es, scheue Blicke unter die Röckeder Besucherinnen zu werfen, die bei ihm in die Pantoffeln schlüpfen müssen. Fräulein Stark, die Haushälterin des Stiftsbibliothekars, misstraut dem Fleiß des jungen. So entsteht zwischen ihr und dem jungen ein leiser Kampf, der sich zum Sommerende hin in eine heimliche Liebe verwandelt. Eine wunderbare Dreieckskonstellation mit vielen Szenen zum Lachen und Schmunzeln. Ammaniti, Niccolo: Die Herren des Hügels. Roman, 252 S.
Hürlimann, Thomas: Fräulein Stark. Novelle, 191Seiten
Mastrocola, Paola: Das fliegende Huhn. Roman, 223 Seiten Carla - eine Lehrerin in der italienischen Provinz - hat sich in den Kopf gesetzt, einem ihrer Hühner das Fliegen beizubringen. Ein unmögliches Vorhaben, aber das ist für Carla nichts Außergewöhnliches, denn tagtäglich versucht sie aufs Neue, das Unmögliche möglich zu machen und ihren trägen Schülern die Liebe zu
•
•
Th om as Hürlimann
•
Stark
•
Friiulein M.,.,OI
... "oI
•
~ r ~\:".,
AMMANN
•
•
12108
•
erierren desHügels
•
"
..C. Bertelsrnann
Vorgestellt in der letzten Ausgabe des Passeirer Blattes. Gottfried Zagler Bibliothek Sr, Martin
• Elektroinstallationen • Heizungssteuerungen Raich Rainer
39013 Moos in Pass. - Platt 88 Tel. 333 3 633 948 - Fax 0473643544 etec@dnetit MwSt.-Nr.: 02366120216
• Automatisierung • Instabus EIB-Systeme • Netzwerkverkabelungen
41
PasseirerBlatt-NR.
65. DEZEMBER 2003
Große Ideen
1.
für das kleine Bad
Frontalternativen · ']1..11:
Möbelhaus
Bortolotti
Sie finden uns in den Räumlichkeiten der Sozietät RST! Gewerbezone Lahne 9/h 1-39010 5t. Martin in P.IBZj Tel.: +39 0473 650132 info@konzept.it Fax: +39 0473 650913 www.konzept.it
42
M USI KPORTRAIT KIRCHENCHOR
ST. MARTIN
Ein Chor mit Geschichte Dass St. Martin einen der ältesten dokumentierten Kirchenchöre Tirols hat, dürfte nur wenigen bekannt sein. Seine erste Erwähnung jedenfalls datiert schon
aus dem jahre 1597. Ob der Chor aus jenem fernen jahr ohne Unterbrechung bis heute existiert hat, ist aber noch nicht erforscht. Seit vielen jahrzehnten gehört er zu den festen Größen im Vereinsleben des Dorfes und seine Aufgabe, die liturgischen Feiern der Pfarrgemeinde mitzugestalten und musikalisch zu verschönern, erfüllt er in vorbildlicher Weise. jeden zweiten Sonntag wird in der Messe gesungen und an hohen Festtagen der Gottesdienst mit lateinischen oder deutschen Messen besonders feierlich gestaltet. Bei dieser Gelegenheit greift man auch gerne auf Bläser zurück. Zuweilen rückt der Chor auch bei Beerdigungen, Hochzeiten und privaten Feiern aus. Insgesamt 24 Aufführungen kommen so im Laufe des jahres zusammen. Da man ohne Organisten auskommen muss, hat man sich auf A-cappella-Gesänge spezialisiert. Der Chor hat gegenwärtig 29 Mitglieder - 18 Frauen und 11 Männer, mit einem Durchschnittsalter von 35 jahren - und wird seit 1998 von der jungen Martinerin Petra Marth geleitet. Sie hat eine Blasmusik-Kapellmeister-Ausbildung absol-
viert und musste mit 17 jahre als wohl jüngste Kirchenchorleiterin des Landes den Chor übernehmen, als dieser plötzlich ohne Leitung dastand. jede Woche, immer freitags, wird mit viel Engagement geprobt und nur im Sommer gönnt man sich eine Verschnaufpause. Man pflegt die Tradition und verschließt sich auch nicht dem Neuen, so wagt man sich durchaus auch an moderne geist-
liche Chorliteratur. Diese Mischung hat sich bewährt und trotz umfangreicher Programme kann sich die Chorleiterin stets auf die Begeisterung der Sänger und Sängerinnen, die sich immer wieder freiwillig in Seminaren fortbilden, verlassen. Zur Abwechslung singt der Chor
auch traditionelle Volkslieder, doch dazu ist zeitbedingt nur wenig Gelegenheit. Nach dem Proben kommt bei den Sängern natürlich die Geselligkeit nicht zu kurz. Alt und jung sitzen gerne am Stammtisch zusammen und zuweilen laden Gönner zu Umtrunk oder Essen. Cäcilienfeier, Törggelen und jahresausflug gehören zu den Fixpunkten des Chorlebens. Wer gesellig ist und gerne singt, dem bringt der Beitritt zum Kirchenchor sicherlich großen persönlichen Gewinn. Der Obmann Hans Angerer möchte alle Interessierten - besonders auch junge Leute - dazu animieren. Notenkenntnisse sind keine zwingenden Voraussetzungen, nur müsste man halt bereit sein, Zeit zu "investieren". Die Bilanz der letzten jahre kann sich durchaus sehen lassen. Der Chor hat musikalische Akzente gesetzt und erfreulicherweise ist auch die Anzahl der Sänger und Sängerinnen gestiegen. Dies ist nicht zuletzt der Chorleiterin Pet ra Marth zu verdanken, die neben ihrer musikalischen Begabung das richtige Gespür im Umgang mit Menschen hat. Die Wertschätzung der Dorfbevölkerung ist dem Chor gewiss, doch möchte man sich durchaus in der Öffentlichkeit noch stärker profilieren. Für den 8. Mai 2004 ist deshalb ein geistliches Abendkonzert in der Pfarrkirche St. Martin geplant, weiters die Herausgabe einer Chronik und die feierliche Verleihung der Palestrinamedaille.
Gottfried Zag/er
43
PasseirerBlatt-NR.
65, DEZEMBER 2003
G RAT U LA TI 0 N E N PFELDERS
GEBURTEN
Ältester Bürger und älteste Bürgerin
BIS 1. NOVEMBER
Rosa Hofer, vom Unterstein-Hof in Pfelders, konnte heuer am 5. September ihren 90sten Geburtstag feiern und ist damit die älteste Bürgerin von Pfelders. Die jubilarin kann auf ein langes und bewegtes Leben zurückblicken: 1913 erblickte die Rosa auf dem UntersteinHof in Pfelders, wo sie auch aufgewachsen ist, das Licht der Welt. Im [ahre 1936 verehelichte sie sich mit johann Dandler vom Eschbaumhof. Eine der vielen Erfahrungen, die sie in ihrem Leben gemacht hat, war, dass sich bei ihr der Kinderwunsch nicht erfüllen wollte. So kam es, dass sie und ihr Mann einem fremden Kind ein Zuhause schenkten. In den 30er jahren war es nämlich üblich, dass sogenannte "Fürsorgerinnen" von Haus zu Haus gingen, mit der Bitte, dass man doch ein Kind annehmen möge.
"Daraufhin kam eine Frau, gebar ihr Kind, schenkte es mir und ging wieder': berich-
tet Rosa Hofer. Kurze Zeit später wurde sie selbst schwanger, jedoch währte das Glück nicht lange, da das Kind nach einem Monat starb. Zu ihrem 90sten Geburtstag wurden der Rosa unter anderem vom Pfarrgemeinderatspräsidenten Vigil Kuprian und von der Gemeindeverwaltung, vertreten durch den Bürgermeister Willi Klotz und die Assessoren Benedikt Pamer und Alois Pichler, herzliche Glückwünsche überbracht. Die Redaktion schließt sich diesen an - auf dass für die jubilarin noch viele gesunde und glückliche [ahre folgen mögen!
VOM
1. JUNI
2003
Wir gratulieren unseren Kleinsten und ihren Eltern! Der 31. Oktober war ein weiterer Anlass einem pfelderer Bürger zu gratulieren. An diesem Tag feierte nämlich [osef Pixner (Dicktn Sepp) seinen 81. Geburtstag. [osef Pixner ist damit der älteste Bürger des Dorfes, Grund genug, um ihn ein wenig vorzustellen. Viele in Hinterpasseier kennen ihn recht gut. josefwurde am 31.10.1922als jüngstes Kind auf dem Dicktner-Hof auf Zeppichl in pfelders geboren. Er verlor schon sehr früh seinen Vater. Aufgewachsen ist er auf dem Dicktnerhof. Im Krieg traf es ihn hart, er hatte einen Lungenschuss, war in Gefangenschaft und kam erst 1946 in einem erbärmlichen Zustand nach Hause zurück. Anfangs der 50er [ahre war er Hüttenwirt auf der Zwickauer Hütte, anschließend war er viele jahre in der Schweiz als Holzarbeiter oder als Knecht tätig. In pfelders baute er sich schließlich ein Haus und machte dort das erste Sportgeschäft auf. Er war Mitbegründer der Liftgesellschaft Pfelders, war im Pfarrgemeinderat und dessen Vorsitzender. Der josef ist einer, der seine Heimat immer schätzte und liebte. Weiterhin Zufriedenheit, Gesundheit und Wohlergehen wünscht im Namen der Pfarrgemeinde von Pfelders, Vigil Kuprian.
Der Pfarrgemeinderat von Pfelders
St. Leonhard 28.7.2003 2.8.2003 4· 8.2003 17.8.2003 17· 8.2003 7· 9· 2003 25· 9· 2003 26· 9· 2003 29· 9· 2003 6.10.2003 10.10.2003 16.10.2003
Daniel Pixner, Walten Felix Pixner, Walten Leoni Pirhofer, Schweinsteg julian Haller, Happergweg Leonie Haslinger, Schweinsteg Adrian Gufler, Im Schaffeid Saskia Platter, Kohlstatt Rafael Gumpold, Happergweg [ulia Oberhofer, Kammerland Lukas Brugger, Stickl [akob Fauner, Thurnfeld Maria Hofer, Schlossweg
St. Martin 3-7.2003
22.7.2003 23.].2003
12.8.2003 3.9.2003 6· 9· 2003 6.9.2003 6.10.2003 25.10.2003 26.10.2003
Lisa Psaier, Malerweg Marcel Lamprecht, Kalmtal - Kalmtalerstraße Vanessa Marth, Malerweg Lorenz Pichler, Schießstandweg Anja Pöll, Steinachweg Lukas Pixner, Saltaus - Saltnerweg Silvia Raich, Ferner-Weg jarno Hofer, Kalmtal - Gruber-Straße Deborah Kofler, Saltaus - Passeirerstraße Manuel Aster, Kalmtal Peter Mitterhofer-Straße
Gemeinde Moos 7.6.2003 17· 8.2003 20.8.2003 28.8.2003
Daniel Lanthaler, Stuls Manuel Öttl, Ulfas Lorena Gufler, Moos-Dorf jonas Gufler, Rabenstein
44
JOit Jallkell affell
<;famifiell UIlJ Bettiehell,
Jie UIlS im vetf}all!fellell ;)ß_lu wieJet iht Vettrauell
f}<!sclulIlkthaben.
:JllIlell aMell eine f}esef}llete JOeihllacht ,.&esullJheit ullJ vief ~IICk
im netten ::Jalu,
Jas uuinscht
danken
Wir unseren Gästen für ihre Treue und wünschen allen ein
frohes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr 2004 Ab 5. Dezember 2003 von 17.00 bis 23.00 Uhr geöffnet Pizzeria ..Hotel Jager Hans Dorfstraße 3 .. St. Martin Tel. 0473/641253 Dienstag Ruhetag
45
85 JAHRE
UND
ÄLTER
Wir gratulieren unseren ältesten Bürgern! (Nachnamen
in alphabetischer
Reihenfolge)
St. Leonhard Maria Auer Magdalena Augscheller Franz Delucca Magdalena Eschgfäller Margaretha Fauner Elisabeth Förch Maria Gitterle Katharina Gögele Magdalena Gufler josef Haller Maria Haller Notburga Heel Elisabeth Hofer Georgina Hofer Notburga Hofer Filomena Ilmer johann Klotz Aloisia Kofler Ludwig Kofler Maria Kofler Maria Königsrainer Agnes Lahner Maria Lanthaler Anna Marth Monika Pichler Notburga Pichler Franz Pirpamer Anna Pixner Rosa Pixner [osef Pöhl Ch risti na Raff! Rosa Reiterer Hedwig Rettl johann Rudig Irma Sartori Friderika Schwarz Martha Schwarz Anna Schweigl Filomena Schweigl Maria Spörr Max Tschöll Biagio Urso Maria Weithaler
27· 8.1907 19.8.1912 15.9.1915 9.2.1912 9· 11.1917 21.12.1914 6.11.1915 22.11.1912 25· 1.1917 20.1.1916 17-4.1918 25.2.1917 7.6.1911 24.10.1915 25· 1.1912 4.6.1913 5· 2.1908 9· 10.1911 10.6.1918 8.9· 1918 7.12.1917 17.5-1914 27· 11.1912 24· 3-1914 1-4.1911 17.2.1913 5.1.1915 9.2.1908 25-4· 1909 16· 3· 1913 2.2.1915 15.9.1914 641911 25.1.1908 21.6.1904 9.12.1914 10.5.1912 1.3-1914 11.6.1915 16.10.1914 19-4.1914 3.1.1912 23· 11.1917
Im Schaffeid Walten St. Barbara-Weg Kohlstatt Schlossweg Passeirer Straße Silbergasse Am Kaserer Egg Walten Kohlstatt Prantach Walten Kammerveiter Straße Kohlstatt Kirchweg In der Kellerlahn Kirchweg Happergweg Kirchweg Passeirer Straße Mooserstraße Prantach Im Schaffeid Mooserstraße Kirchweg Schweinsteg Kirchweg Mörre Kirchweg Schweinsteg Kirchweg Kirchweg Kirchweg jaufenstraße Kohlstatt Am Kaserer Egg Kohlstatt Gänsboden Kirchweg Gerichtsweg Walten Im Schaffeid Kirchweg
PasseirerBlatt-NR.
65,
DEZEMBER 2003
St. Martin Rosa Abarth Karl Amorth johanna Berger Carla Burkl Franz Ennemoser Zäzilia Gögele Aloisia Gufler Notburga Gufler Maria Ilmer Albert Karlegger Rosina Kofler Anton Larch Alois Lorenz johann Moser Maria Oberhöller Filomena Pichler Antonia Pixner Rosa Pixner Maria Plangger Kreszenz Platter Christine Scherer Anna Schiefer Maria Schwarz Rosa Wegleiter
Garberweg Garberweg Dorfstraße Garberweg Christi - Christlerstraße Garberweg Garberweg Garberweg Malerweg Quellenhof Passeirer Straße 15.3-1917 Quellenhof Kardinal j. Haller Weg Mühlgasse 7· 3-1917 Dorfstraße 5-4.1915 Garberweg 5· 8.1917 28.11.1914 Garberweg 9· 10.1918 Feldbauernweg Christi 30.9.1914 Hi ntereggerstraße Garberweg 24.6.1918 Pra ntacherweg 8.12.1916 Saltaus - Riederbergstraße 7.1.1910 19.12.1914 Dorfstraße Ried - Riederbergstraße 7-4.1912 Quellenhof 31.1.1915 Kardinal j. Haller Weg Garberweg 1141911 18-4.1914 20.12.1911 17.10.1917 18.2.1913 9.11.1914 26.10.1917 23.5.1912 13· 9· 1912 15.2.1917 17· 7-1918
Gemeinde Moos Hildegard Garber Barbara Kofler Felix Lanthaler Heinrich Lanthaler Anna Raich Anna Brugger Anna Vantsch Maria Vantsch Cäcilia Augscheller Albert Gögele Maria Kreidl Alois Wilhelm Rosa Hofer Maria Kofler josef Georg Dax Anna Ptitscher Franz Pflug Maria Santer
341917 23· 2.1914 13· 10.1915 19· 10.1917 28.8.1914 1· 5· 1914 29.7.1915 14· 7-1910 3.6.1916 18.2.1914 9.1.1916 27.5-1916 5.9.1913 24.3-1916 30· 7· 1912 20· 5· 1917 7.3-1918 8.9.1912
Gedankensplitter Alle Gelegenheit glücklich zu werden, hilft nichts, wer den Verstand nicht hat, sie zu benutzen. Ein Leben ohne Freunde ist eine weite Reise ohne Gasthäuser. Die Umgebung, in der sich der Mensch den größten Teildes Tages aufhält, bestimmt seinen Charakter.
Moos-Dorf Moos-Dorf Moos-Dorf Moos-Dorf Moos-Dorf Pill Pill Pill Platt Platt Platt Platt pfelders Rabenstein Stuls Stuls Stuls Stuls
46
85 JAHRE
- WIR
GRATULIEREN:
Maria Kofler - Lehrerin und Arzthelferin Maria Kofler hat als zweites Kind derTirolerhof Hanna und des Zegg Lianrt am 8. September 1918 im Tirolerhof-Häusl das Licht der Welt erblickt. Da an dem Tag gerade Maria Geburt ist, wurde das Mädchen auf den Namen Maria getauft. DerVater war Abgeordneter im Tiroler Landtag, aber auch Besitzer des Zegghofes, so kam Maria auf den Zegghof und lernte die Bauernarbeit sowie deren Sorgen und Nöte kennen. Als der Vater den Zegghofverkaufte, wurde das "Moidele", wie es die Einheimischen nannten, "Kindsdiarn" am Tirolerhof. Später stieg die jubilarin in das Gastgewerbe ein und lernte so Land und Leute kennen. Sie hat dem Beruf als Serviererin alle Ehre gemacht. Maria musste in ihrem Leben auf vieles verzichten, sie hatte es nicht gerade leicht. DerVaterstarb sehr früh, die Mutter aber hatte an Maria eine treusorgende Tochter. 1941 besuchte die jubilarin die Sprach kurse im Hotel Bristol in Meran und bestand die Aufnahmeprüfung als Hilfslehrerin. Glaiten war ihre erste Stelle. Drei
• TV - VIDEO - HI-FI
.CAR HI-FI .HAUSHALTSGERÄTE • ELEKTROMATERIAL
jahre unterrichtete sie in der Schule neben dem St. Hippolyt-Kirchlein hoch über St. Leonhard. Dann wurde sie und auch ihre Freundin Anna Pirpamer nach Platt versetzt. Beim Unterwirtfanden sie Unterschlupf, später dann im Schießstand. Der Abt Pater Stefan Pamererteilte ihnen Latein-Unterricht, was der Maria später sehr zugute kam. Damals waren die Lehrerinnen sehr sportlich.jeder Weg wurde zu Fuß bewältigt. Im Winter gings mit der Rodel den Pruggerberg hinunter. Sogar von Platt nach Moos und von Moos nach St. Leonhard hatten sie das Vergnügen mit der Rodel. Vom Verkehr war
keine Rede, nur ein einziges Fahrzeug kam ihnen in die Quere, das war der Frächter "Stubr". Von Platt übersiedelte Maria auf die gegenüberliegende Seite nach Stuls, von Stuls nach Gomion, von Gomion in das Heimatdörflein St. Leonhard, wo sie bis zu ihrer Pensionierung unterrichtete. Maria hatte inzwischen ja matu riert. Als Deutschlehrerin machte sie sich einen Namen. Sie war auch lange als gute Sängerin am Kirchenchorvon St. Leonhard. Gesellig wie sie war, war es nie langweilig. Sie besuchte gerne Konzerte, Opern und Operetten und sehr kunstinteressiert war sie schon immer. Nach ihrer Pensionierung setzte sie sich aber nicht in den Schaukelstuhl, sondern wurde Arzthelferin bei Dr. Harald Mair-Egg, dem sie noch immer die Wirtschaft führt und hilfreich zur Seite steht. An ihrem hohen Geburtstag war der Tisch im Gasthof Hochfirst gedeckt und nachher gings bei strahlendem Sonnenschein noch übers Timmelsjoch ins Ötztal hinüber. Dass ihr noch viele harmonische, musische Stunden, sowie eine gute Gesundheit für die kommenden jahre beschieden seien, das wünschen ihre ehemaligen, weit verstreuten Schüler sowie alle, die die [ubilarin kennen! Anna Lanthaler
ELEKTRO-FACHGESCHÄFT
OSKAR HOFER ELEKTROINSTALLATIONEN
ST. LEONHARD IN PASSEIER - KOHLSTATT 84 - TEL. 0473656816
OV1r wünschen unseren c;J{un8en ot»fröhlIches ~/hnachtgest un8 alles c2Jute im nae» cfJahr
47 PasseirerBlatt-NR.
PSEIRER LEHRER
ALBIN
65, DEZEMBER 2003
LEIT HOFER
"Die Musik ist mein Leben" Wenn man in Stuls, "im sunnigstn Loch von ganz Psair" geboren wird, wie treffend
einer seiner Schüler im Aufsatz schrieb, dann kann es nicht verwundern, dass dieser jemand ein geselliges Wesen hat und in auffälliger Weise den schönen Künsten zugeneigt ist. Auf den Albin Hofer jedenfalls trifft dies ganz und gar zu.
Der Tonigerhof, wo er in den späten zcer jahren aufwuchs, war ein typischer Passeirer Bauernhof. Vater und Mutter mussten sich schon arg bemühen, um elf hungrige Kindermäuler zu stopfen und für die Kinder hieß es schon früh auf dem Hof mit anpacken. Den Schulbesuch in der damals rein italienischen Schule empfand der aufgeweckte Albin als Bereicherung, die enge bäuerliche Welt bot ja wenig Abwechslung. Er lernte gut und leicht und mit einer Empfehlung des Dorfpfarrers konnte er nach der 5. Klasse in das bischöfliche Knabenseminar "johanneum" in Tirol eintreten. Das Heimleben war streng, doch - daran erinnert er sich mit Dankbarkeit - hatte er gute Lehrer. Der bekannte Musiklehrer AdolfVeit förderte sein musikalisches Talent und ließ ihn das Harmoniumspiel erlernen. Er sang auch fleißig im Anstaltschor mit und durfte ab der 5. Klasse Messfeiern mit der Orgel begleiten. Als er im Herbst 1943 - er stand ein jahr vor der Matura - die Einberufung zur deutschen Wehrmacht erhielt, war es allerdings mit der jugendzeit abrupt vorbei. Ohne lang gefragt zu werden, wurde er als Freiwilliger der Eliteeinheit "Die
Brandenburger" zugeteilt. Nach einer Ausbildung in Neuhaus bei Wien und in Admont kam seine Einheit im März 1944 in der Hohen Tatra zum ersten Einsatz. Die Partisanenbekämpfung im Kosovo - wo er an Malaria erkrankte -, Einsätze in Imola (Italien) und in Ostpreußen waren weitere Stationen. Im jänner 1945 nach Polen verlegt, war die Einheit dauernd vor den anrückenden Russen im Rückzug. Im Mai gerieten sie bei Tabor (Tschechei) endgültig in russische Gefangenschaft. Sie wurden in Eisenbahnwaggons verfrachtet und in wochenlanger Fahrt ging es durch den Ural nach Tscheliabinsk in Sibirien. Dort erwartete sie schwere Arbeit im Straßen- und Häuserbau bei miserabler Verpflegung. Viele körperlich geschwächte Kriegsgefangene überlebten die Strapazen nicht. Albin erlitt einen Malariarückfall und erkrankte an Drüsentuberkulose. Er war nun völlig arbeitsunfähig und das rettete ihm vielleicht das Leben. Als im November 1945 ein Transport arbeitsunfähiger Gefangener zusammengestellt wurde, meldete er sich und hatte das große Glück mitgenommen zu werden. Nach dreiwöchiger Fahrt kam er in Deutschland an, wo er völlig geschwächt - er wog nur mehr 46 Kilo - in das Lazarett eingeliefert wurde. Am 14. April 1946 konnte er völlig ausgeheilt die Uniklinik Marburg verlassen. Zu Fuß über den Timmels betrat der nun Zwanzigjährige glücklich - aber gezeichnet von drei schweren jahren - kurz darauf wieder heimatlichen Boden. Ihm war nur eine kleine Verschnaufpause gegönnt. Alle "Gstudierten" wurden dringend für die im Aufbau befindliche deutsche Schule gebraucht. Vorher sollte er allerdings noch die Matura ablegen. Im Schnellverfahren maturierte er noch im Sommer und am 1. November wartete auf ihn schon die neue LehrersteIle in Prantach. 16 Schüler unterrichtete er dort in der kleinen Stube der Lehrerwohnung. Am Vormittag die Großen der letzten vier Schuljahre, am Nachmittag die Kleinen. Da er ohne Lehrerfahrung und ohne Lehrmittel dastand, hieß es stark improvisieren. Die Anhänglichkeit der Kinder und besonders der Musikunterricht machten ihm sehr viel Spaß. Seine musikalischen Kenntnisse waren hauptsächlich für seine weitere berufliche Laufbahn ausschlaggebend. Ein Lehrer, der Orgelspielen konnte, war damals äußerst begehrt. Schon im nächsten Schuljahr rief man ihn nach St. Pankraz. Die Passeirer wollten jedoch auf ihren musikalischen Lehrer auch nicht
verzichten und so ging sein Gastspiel im Ultental schon nach zwei jahren zu Ende. St. Leonhard hatte im "Rennen" um den begehrten Lehrer die Martiner ausgebootet, und Hofer ließ sich dauerhaft im _Passeirer Hauptort nieder. Von 1949 bis 1964 war er dort als einer von vier Volksschullehrern tätig. "Es war eine schöne Zeit': erinnert er sich zurück. "Wir hatten Ganztagsschule und 36 Schüler in Doppelklas-
sen waren damals ganz normal. Die Kinder hatten es damals noch leichter. Sie waren nicht so abgelenkt, und der Leistungsdruck war auch viel geringer. Allerdings mussten manche zu Hause noch tüchtig mithelfen. Viele von den älteren sind erst zu Allerheiligen in die Schule gekommen und Mitte Mai schon wieder weggeblieben."
Für ihn war es die schönste Zeit seines Lebens. Die Bezahlung war zwar gering für einen Monatslohn hat er sich gerade ein Paar Schuhe leisten können - doch wusste er sich einzuschränken. Auch privat hatte er sein Glück gefunden. 1952 heiratete er seine Traudl, die ihm im Laufe der jahre nicht weniger als acht Kinder schenkte und ihm den Rücken frei hielt für seine große Leidenschaft, die Musik. 1950 hatte er nämlich nicht nur den Organistendienst und den Chor übernommen, sondern war auch zum Kapellmeister von St. Leonhard ernannt worden. Ein Glücksgriff wie sich schon bald herausstellte. Die nur vierzehnköpfige Kapelle brauchte nämlich dringend Nachwuchs und für den Lehrer boten sich ideale Rekrutierungsmöglichkeiten. Im Musikunterricht konnte er musikalische Talente fördern und zum Beitritt in die Musikkapelle ermutigen. Die Anzahl der Musikanten stieg so im Laufe der jahre kontinuierlich an. Albin, der sich im Selbststudium das Spiel auf einigen Blasinstrumenten beigebracht hatte, bildete die Buben selbst aus und führte neue Literatur ein. Als 1960 die Leonharder Kapelle beim Wertungsspiel in der Mittelstufe den ersten Rang erspielte, konnte Albin Hofer stolz auf seine gelungene Aufbauarbeit zurückblicken. Nach 25 jahren gab er die Leitung der Kapelle ab und wurde mit dem goldenen Verdienstzeichen des Landesverbandes ausgezeichnet. Seine besondere Liebe galt aber von jeher dem Kirchenchor. Er sorgte auch hier für steten Nachwuchs aus der Schule, und unter seiner Leitung wuchs dieser zu einem der besten Landchöre Südtirols heran. Der Zeitaufwand für diese vielfältige musikalische Arbeit war
>
48
>
"Zuhause war er abends nur selten anzutreffen': weiß sein Frau natürlich
enorm.
zu berichten. Damals wurde ja noch fast jeden Sonntag in der Kirche gesungen und die vielen kirchlichen Festtage wurden besonders festlich begangen. Mit dem Chor und einheimischen Streichern führte Albin wunderschöne Orchestermessen auf. 1998, nach 48 jahren, legte er die Leitung seines Chores in jüngere Hände. Dass dieser Wechsel so plötzlich und unter etwas unschönen Begleiterscheinungen ablief, ist bedauerlich und den Verdiensten dieses Mannes sicherlich nicht angemessen. Beruflich hatte sich für den Albin schon 1964 eine Veränderung ergeben. Er hatte sich aus der Lehrtätigkeit zurückgezogen und bis zu seiner Pensionierung im jahre 1979 die Schulsekretärsteile übernommen. Es kann uns heute nur verwundern, dass es für diesen außergewöhnlichen Einsatz früher keine - und später nur eine geringe - finanzielle Entschädigung gab. Ebenso erstaunlich ist die Tatsache, dass der schon vielbeschäftigte Albin noch Zeit fand, weitere "Amtln" zu übernehmen, so beim Theater, wo er sogar zweimal Regie führte, bei der Bauernkrankenkasse, wo er vielen Leuten im Tal zu einer Rente verholfen hat, beim
Frontkämpferverband, wo er nach wie vor als Obmann fungiert und beim Heimatpflegeverband. Ganz aufgegeben hat er seine Musik auch heute noch nicht. Er leitet den Männerchor von St. Leonhard und spielt die Orgel in den Kirchen des Tales. Die Pfarrer wissen: auf den Albin ist Verlass. Für seinen selbstlosen Einsatz erhielt Lehrer Albin vielfache Auszeichnungen. Er wurde Träger der Verdienstmedaille und des Verdienstkreuzes des Landes Tirol, ihm wurden das Goldene Ehrenzeichen vom Verband der Kirchen-
chöre und die Ehrenurkunde der Marktgemeinde St. Leonhard verliehen, weiters die Ehrenurkunde des Sängerbundes und der Gemeinde St. Leonhard für 50 jahre Organist und Chorleiter. Alle diese Ehrungen haben ihn sehr gefreut, doch besonders stolz ist er über den Umstand, dass nicht weniger als drei Söhne in seine Fußstapfen als Musiker getreten sind. Lehrer Albin kann wahrlich mit Stolz auf ein erfülltes Leben zurückblicken.
Gottfried Zagler
13./14. Dezember Offizielle Eröffnung Wintersaison - Internationaler FIS Slalom Obere Böden Schi- und Snowboard-Festival mit Nacht Schi- und Snowboardrennen mit Discofete ................................................................................................... Ab 26. Dezember GRATIS SCHI - BUS (siehe Fahrplan) b 26. Dezember bis 6. Jänner + 11./ 18./ 25. Jänner und 1. Februar Gratis Schi-Bus für Rabenstein und Stuls (Info: Gufler Reisen) ........................................................................................................ TRADITIONELLEGRATISKINDER- SGHNUPPERKURSEmit der Schischule am 11./ 18./ 25. Jänner mit Abschlussfest am 1. Februar 11-13 Uhr Skilift Gampen ......................................................................................
.
«
Ab 10. Jänner 8 Samstage Kinderschikurse ab 14.30 Uhr mit der Schischule für Anfänger und Fortgeschrittene inklusive Mittelschulalter. Preis Lift + Schischule 50 ¤. - Information bei Pöhl Gertrud 3403447586 LADY'S SCHI - TAG ZUM HALBEN PREIS Jeweils dienstags Nachmittag ab 14 Uhr - Beginn 13. Jänner Verleih von Schi - Schuhen - Stöcken in einem unserer 3 Schiverleihe inklusive Schischule + Liftkarte für 5 Dienstage Gesamtpreis nur 90 ¤ inklusive ein Apres Schi-Getränk - Information Steiner Luis 348 6616050
.......................................................................................
17. - 24. Jänner Orig. Südtiroler Spitzbuam-Woche 18. Jänner Grosses Eröffnungskonzert ab 13 Uhr auf dem Dorfplatz Jeden Tag + Nacht Stimmung und Gaudi mit verschiedenen Musikgruppen
................................................................................................
Weiters Eislaufplatz, Pferdeschlitten, Winterreiten, Rodeln, Wandern Jeden Donnerstag Nachtskifahren mit Beleuchtung ab 20.30 Uhr am Schilift "Gampen" mit Disco und Glühweinparty Langlaufen in Lazins und Innerhütt Verschiedene Restaurants und Cafes laden Sie herzlichst zum Verweilen ein und ab 6. Dezember Pfelderer Krippele Schaug'n im Pfeldererhof mit Rahmenprogramm! Info Tel 0473 646706 ........................................................................................ Saison-Abschlussfest am 17./ 18. April 2004 Auf Ihren Besuch freut sich die Liftgesellschaft
11
50
SPORT BAUERNJUGEND
PASSEIER
Passeirer Wettmäher in Spanien Am 13. juli 2003 fand in Luttach im Ahrntal der Landesentscheid im Handmähen statt. Rund 50 Mäher aus allen Landesteilen stellten ihr Können unter Beweis. Natürlich waren bei diesem Wettmähen nicht nur Schnelligkeit und Schneid gefragt, sondern vor allem die Sauberkeit.
Die Ergebnisse: Kategorie Senioren (10XlO Meter) Georg Spiess (Sarntal) - 2,25 Hubert Pamer (Passeier) - 2,30 Walter Lechner (St. johann) - 2,41 Kategorie Seniorinnen (5x7 Meter) Irmgard Baumgartner (Lajen) - 1,18 Andrea Staffier (St. Walburg) -- 1,45 Petra Mair (Sarntal) - 1,47 Kategorie junioren (7X10 Meter) Reinhard Gögele (Passeier) - 2,15 Arthur Mauroner (Kastelruth) - 3,41 Roland Fill (Kastelruth) - 3,48 Kategorie Oldies Herren (10XlO Meter) Simon Oberrauch (Latzfons) - 2,42 Ferdinand Penn (Latzfons) - 3,09 Karl Mulser (Kastelruth) - 3,11 Für die besten Wettmäher des Landes hieß es dann im September "ab nach Spanien" zum internationalen Wettbewerb im Handmähen. Neben dem Gastgeber Baskenland, der Schweiz, Österreich, Deutschland und Slowenien
beteiligten sich auch eine zo-köpfige Mannschaft aus Südtirol an diesem Wettbewerb. Aus dem Passeiertal nahmen Hubert Pamer, Ulrich Gögele und Reinhard Gögele an diesem Wettbewerb teil. Leider verlief es für die Südtiroler in Spanien nicht so gut wie vor zwei jahren, als sie die Mannschaftswertung für sich entschieden. Die jeweils drei Erstplatzierten Kategorie:
je
Burschen: 6. Hubert Pamer, Passeier - 3,13 13. Georg Spiess, Sarntal - 3,29 15. Hansjörg Egger, Vöran - 3.34 Mädchen:
5. Irmgard
Baumgartner, Lajen - 1,18 Enneberg - 1,25 10. Andrea Staffier, St. Walburg - 1,31 8. Rita Willeit,
Die Bauernjugend Passeier gratuliert unseren Wettmähern recht herzlich zu diesen Leistungen. Bauernjugend Passeier
Die Kaufleute von St. Martin laden alle Ihre verehrten Kunden zum Shoppen in der Vorweihnachtszeit ein. Am 6.12. um 16 Uhr zieht der Nikolaus
durchs Dorf.
Am Samstag, den 20.12. und am Goldenen Sonntag ist viel los in St. Martin: Kinderkutschenfahrten, 2 Stände mit warmen Getränken und Weihnachtsgebäck, eine Bläsergruppe gibt weihnachtliche Weisen zum Besten und als Abschluss findet die Verlosung der Weihnachtsgeschenke statt. Die Fachgeschäfte halten im Dezember auch am Samstagnachmittag offen. Am Goldenen Sonntag öffnen die Geschäfte von 9 -12 und von 14 - 18 Uhr und am Heiligen
Abend
von 8 - 13 Uhr.
Die Kaufleute von St. Martin wünschen allen Ihren Kunden frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr.
51
SPORTCLUB
PASSEIER
Sport-Gala
Am IS. September 1968 beim GasthofTheis in St. Leonhard gegründet, feierte der Sportclub Passeier am 18. Oktober 2003 im Vereinshaus von St. Leonhard sein 3s-jähriges Bestehen. Unter den zahlreichen Ehrengästen aus Sport und Politik begrüßte Sportclub-Präsident Karl Winkler unter anderem Landeshauptmann Luis Durnwalder, Landesrat Michl Laimer, die Landtagsabgeordneten Martina Ladurner, Veronika Stirner-Brantsch und Seppl Lamprecht, die Bürgermeister und Sportassessoren des Passeiertales, den Präsidenten des VSS Günther Andergassen, den Obmann der Raiffeisenkasse Passeier Siegfried Innerhofer und Miss Südtirol 2003 Katrin Morandell. Im Mittelpunkt der Sport-Gala stand ein multimedialer Rückblick zur Vereinsgeschichte: die Tätigkeiten der nunmehr elf Sektionen im Zeitverlauf, sportliche Höhepunkte und Highlights, neue Sportstätten und Freizeitanlagen.
Aufgelockert wurde die Rückschau durch unterhaltende Einlagen der Theatergruppe St. Leonhard, welche die Sportgeschichte auf witzige Weise kommentierte, schwungvolle Darbietungen der Turngruppen St. Leonhard und Moos und ein Publikumsspiel, wo es galt, das Ausmaß der Sportflächen in Passeier zu schätzen. Vor dem großen Finale der Rückschau sollte an die dunkleren Seiten des Sports erinnert und gedacht werden: Niederlagen, Verletzungen, Abstiege. Gleichzeitig wurde all jenen gedankt, welche in aufopferungsvoller und unermüdlicher Weise die Tätigkeit der Sektionen unterstützen: Funktionäre, Betreuer, Sponsoren. Der Höhepunkt des Abends war aber schließlich die Vorstellung von über 40 Passeirer Sportlern mit Italienmeister-,
PasseirerBlatt-NR.
65, DEZEMBER
2003
Europameister- und Weltmeistertitel in verschiedensten Sportarten (siehe nächste Seite). Die geladenen Spitzensportler Denise Karbon (Vize-Weltmeisterin im Riesentorlauf) und Freddy Schwienbacher (Italiens erfolgreichster Langlauf-Sprinter) gaben den Sportlern noch einige Tipps mit auf den steilen und steinigen Weg einer Sportlerkarriere. Nach dem Sportlermenü wurden von den Gemeinden erfolgreiche Sportler geehrt und vom Verein der Südtiroler Sportvereine (VSS) erhielten Hans Augscheller, Sepp Brunner, Vittorio Girotto, Anton Haller, Albin Lanthaler, Alois Pichler, Brigitte Pixner, Gustav Senoner, Alois Stolz und Anton Zipperle für ihre über zo-jährige ehrenamtliche Tätigkeit ein Diplom und ein Abzeichen. Bei der anschließenden Verlosung ermittelte Glücksfee Katrin Morandell die Gewinner von fünf Geschenkskörben und des Hauptpreises, eines Wellnesswochenendes im Ahrntal. Der Gala-Abend mit den Condors wurde nun eröffnet und versprach Tanz und Unterhaltung bis in die Morgenstunden. Sportclub
Passeier
c o >
o o N
o
C ..;0
.= C
(lJ
a; "0
2
\.9
N'
o o N
.~ l1l
.±:
"0
2
\.9
E l1l (lJ
E
s: ro c
'-
QJ .QJ V) V)
ro
c..
• •
c...J
t'"
.....:::J l1l
..0 C!:! :::J
u...
"0 :::J
0::
~ (lJ
s:
v
0,
« :::J
Q. Q. (lJ
'"w
a; s:
~ Cl « :::J
=
l1l
~
Cl C
"0 :::J
0:: '"
C l1l
I
(lJ
l1l ..c v .-
~ ~ (lJ
~
Cl (lJ Cl..c :::J v
~
to
.~
u...
(lJ
l1l
u...
u...
x: .~
~
"0 C l1l X
E o
«
s:
(lJ
I-
W
'+= :::J
\.9
l1l
I
l1l
I
l1l
I
l1l
..0 C!:!
W
l1l '"
l1l
..0 C!:! :::J
l1l
-'
o
.....wo I
:::J
a;
~ l1l
\.9
.....W
o
I
"El1l ..c
.....
15 0 ~ .~ ~ -' W Qj W ............... 000 :::J
'M
'-'
I
I
I
.., N
ro
c
0:
o o M
sx Q)
~-
N
N
s: .., Q)
00
"0
c
s:
(TI
.~ U
::J
Q)
N
o o
\.9
E
N
Gi ..,
o o
~
N
....
Q;
Q)
.~
.~
Q)
Q)
..,E
E c
.~
~
c5 o o
V>
Q; :32
N
'+-
Q)
Vl •
c
E
"-
.... Q)
er::
t:
'(jj
E
'"
e
Cl. ::J
LU (TI(TI (TI
Q;
.~ Q)
E c Q)
'"
0=
+" u
"0
.., '"
c
::J
c o
N
00
U
(TI
::J
u,
\-
QJ .QJ V) V)
t't)
c,
• •
'-J
ti c GiU "0=
o er::
..,'" c 0 ::J
u,
c c c
Q)
Q)
c Gi
er:: er::
er::
Q)
"0 "0 "0
000
tx:
"0
o
.., u 2 c
c
c 0 Gi U "0= o ::J er:: u..
Q)
"0
o
er::
>. "0 "0
~
u,
w w
'+-
o
I
'+-
0 I
~ '"E ..,o c
ro
Vl
Q; s:
....
~ Q)
s:
u
Vl
....
'"E
LU
....
u
~
N C
c
"0
u,
.a '"
Q)
Gi Q)
.~
Cl.
u
t=
s:
Vl
E o
e
56
RAD-WM
waren angereist und verliehen der Veranstaltung internationalen Flair. Dabei konnten natürlich auch neue Bekanntschaften geknüpft werden, wobei die
FÜR FEUERWEHREN
Zwei Passeirer .am Start Bereits zum 21. Mal wurden heuer die Fahrradweltmeisterschaften für Feuerwehrmänner ausgetragen. Durch den Umstand, dass besagte WM im relativ nahegelegenen Fleimstal stattfand, motiviert, beschlossen Marth Blasius und Zipperle Helmut von der FF St. Martin daran teilzunehmen. Sie betrachteten dieses Rennen als einmalige Gelegenheit, besonders wenn man bedenkt, dass die nächste WM in zwei Jahren in Kanada und die übernächste in Australien ausgetragen wi rd! Bereits frühzeitig begannen die beiden radbegeisterten Florianijünger sich gezielt auf diese WM vorzubereiten und absolvierten im Training zirka 1000 Kilometer. Am 19. September reisten Blasius und Helli schließlich nach Cava lese, wo sie hervorragend untergebracht wurden. Überhaupt war die gesamte Veranstaltung mustergültig organisiert und auch die Rennstrecken waren dem Anlass entsprechend neu geteert worden. Feuerwehrmänner aus aller Herren Länder
GUFLER
Kurt Gufler
KOmmERZ
BI=IUSTOFFE
Radleidenschaft bzw. das Feuerwehrwesen im Mittelpunkt der Diskussionen standen. Am Samstag, den 20. September, wurde es aber ernst, denn ab 8.30 Uhr wurden die Straßenrennen in den acht Kategorien gestartet. Blasius war in der Kategorie über 40 am Start, wobei eine Strecke von 17,5 km dreimal zu bewältigen war, während Helli in seiner Altersklasse denselben Abschnitt viermal zurücklegen musste. Von Beginn des Rennens an war klar, dass man es mit sehr starken Konkurrenten zu tun hatte, denn einige Fahrer legten bereits am Start los wie die sprichwörtliche Feuerwehr. Blasius und Helli kämpften bravourös und fuhren absolut am persönlichen Leistungslimit, sodass Blasius letztendlich in seiner Kategorie den 38. Platz erreichte, und Helli den 5I. Rang belegte. Die Platzierungen waren aber in diesem Fall absolut zweitrangig, denn im Vordergrund stand das unvergessliche Erlebnis bei so einer Weltmeisterschaft dabei sein zu können. Als bleibende Erinnerung an dieses WM-Rennen konnten Helli und Blasius ein Weltmeisterschafts-Trikot und eine Urkunde mit nach Hause nehmen!
GUFLER BAUI
GmBH
Mikropfähle Tiefbau - Infrastrukturen
- FERTIGBETOn
39015 St. Leonhard/Pass. - Handwerkerzone 29 Tel. 0473 659 072 Fax 0473 657 700
Tel. 0473641 101 Fax 0473 641 193
und ~ 65~~ &damkn :Jioi da' aI!&n Jbunckn
ißwcS3~t/nfl
j!Mc die fI/fb{e
~~
eVn f~
und da:J eseoeeoeneW~cauen und wWMcIien cS3eJt und al!te6 j!Mc da:J J7ak 2004.
c!Jute
03amukc!}~
57 PasseirerBlatt-NR.
65,
DEZEMBER 2003
Gasthaus - Pizzeria
Gasthaus Appartements- Pension
ALPfNHOF in Saltaus • • i•mmer einen Besuch wert:
Wir wünschen unseren Kunden und Freunden frohe Weihnachten. ein gutes neues Jahr und freuen uns auf euren Besuch. Gerda und Walter
• Pizza aus dem Holzofen • Wir haben ab 4. Dezember unsere Pizzeria wieder geöffnet
vom 4.12. bis 21.12 (von Donnerstag bis Sonntag)
ab 26.12. täglich geöffnet (Montag Ruhetag) • Reservieren Sie rechtzeitig Ihre Familienfeiern im Frühjahr
Tel. 0413 645 425
In St. Leonhard
i. P. gibt's jatzt die große
AKTION
Kohlstatt 22 - St. Leonhard i. P. - Tel/FAX 0473 659108
@[JY[fj]@
58
RANGGLERVEREIN
PASSEIER
Erfolgreiche Saison 2003 Der Rangglerverein Passeier kann wieder einmal auf eine unfallfreie und erfolgreiche Saison zurückblicken, in der sich
artig sein dürfte: Er holte sich sämtliche Titel, die es heuer zu erkämpfen galt und wurde Passeirer-, Südtiroler- und Alpenländermeister, Hundsteinsieger und Alpenländerkönig. Der Obmann des Vereines Gottfried Pichler wurde mit seinen 40 jahren heuer noch Alpenländermeister beim Wettkampf in Leogang (Salzburg).
Meister Siegmar Lamprecht Vize Hubert Prünster Beim Vier-Länder-Abschlussranggeln am 26. Oktober in St. Martin hat sich die Südtiroler Mannschaft mit Martin Wolfsgruber (Vintl), Michael Falk (Terenten), Hubert Prünster, Siegmar Lamprecht und Gottfried Pichler (alle aus Passeier) hinter Salzburg und vor Bayern und Tirol den zweiten Platz erkämpft. So sei nun nach einer erfolgreichen Saison allen Rangglern eine Ruhepause bis Mitte jänner vergönnt. Bei den Trainern, Eltern und Sponsoren bedankt sich der Verein recht herzlich und hofft, dass auch 2004 für den schönen, traditionellen Ranggelsport ein gutes, erfolgreiches jahr wird. Senioren:
Ranggleruerein Passeier
SPORT-
UND
FITNESSVEREIN
PASSEIER
Wellness auf der Gampenalm vor allem die Ranggierjugend mit besonderen Leistungen hervorgetan hat. Bei insgesamt 22 internationalen Ranggeln holten die jugendranggier 68 und die Senioren 22 Preise. Bei acht kleineren Ranggel-Wettkämpfen in Südtirol konnten die jugend zusätzlich 70 und die Senioren 19 Preise holen. Sehen lassen kann sich auch der Kilometerstand, der für die Wettkämpfe zurückgelegt wurde: 9.086 km Fahrkilometer waren dies insgesamt. jugendranggier Florian Haspinger schaffte dabei etwas, was in der Südtiroler Ranggler-Geschichte wohl einzig-
Bei der Südtiroler Meisterschaft in Terenten konnten sich die Passeirer Ranggier sechs der sieben Titel erkämpfen: 6 - 8 jahre: Vize Marco Hofer Meister 8 - 10 jahre: Benjamin Pichler Meister 10 - 12 jahre: Klaus Raff] Meister 12 - 14 jahre: Florian Haspinger Meister 14 - 16 jahre: Peter Öttl Meister 16 - 18 jahre: Christof Pichler
E~~st P~LÄ~ste~
Uhrmacher
Wellness bedeutet soviel wie Entspannung, Wohlbefinden, sich selbst verwöhnen oder sich in speziellen Hotels und Einrichtungen verwöhnen zu lassen.
'Bei uns finden Sie Ihr passendes Weilinaclitsgesclien!(_ für Jung und Jllt yroße 5'Luswali{an Si{6ersclimucl0 'Uhren und :Jotozu6efWr zu günstigen Preisen. Dorfstraße 30 39010 St. Martin in Passeier Tel.+Fax 0473 641 838 E-Mail: ernst@dnet.it PASSBILDER - BILDERRAHMEN
59 PasseirerBlatt-NR.
Massagen, Öl-Bäder, Ayurveda-Behandlungen, Fitness- und meditative Übungen sind Bestandteile dieser Bewegung, die heutzutage einer der großen Trends in der Tourismusbranche darstellt. Das haben inzwischen auch viele Hotels in Südtirol erkannt und ihr Angebot auf diese neue Attraktion ausgerichtet. Dass man Wellness aber nicht nur in engen Hotelhallen, sondern auch in herrlicher Bergwelt praktizieren kann, diese tolle Idee hatte der Sport- und Fitnessverein Passeier. Am 21. September stand die auf 1800 m Höhe gelegene Gampenalm am Hirzer ganz im Zeichen des Wellness. Bei herrlichem Wetter und unter der bewährten Leitung von Luis Schwienbacher konnte eine erwartungsvolle Teilnehmerschar ein umfangreiches Programm ausprobieren. Bei Nordic Walking, Kickboxing, Fitness, Klettern, Shiatsu, joga, Massage und Sauna konnte sich jeder nach Lust und Laune austoben und entspannen. Hüttenwirt Helli mit Team verwöhnte anschließend die hungrige Schar mit kulinarischen Köstlichkeiten.
Die Teilnehmer waren vom Gebotenen begeistert und deshalb möchte der Sport- und Fitnessverein dieses Wellnessfest auch im nächsten jahr wieder anbieten.
Gottfried Zag/er
Fe SALTAUS/APRES
Kleinfeldturnier
Am 7. juni 2003 veranstaltete einer der ältesten Fußballfreizeitclubs des Tales, der FC saltaus/Apres, sein traditionelles Kleinfeldturnier. 16 Mannschaften aus ganz Südtirol kämpften um den Turniersieg. Das Finale gewannen die Pseirer Lokalmatadoren vom FC Platt gegen "Mayastaff" aus Meran. Die weitesten Anreisen hatten die Mannschaften "Team BIasi" aus Gsies, die "Wikinger" aus Truden sowie die Mannschaft des "SV josko Pufels" aus
65, DEZEMBER
2003
Kastelruth. josko Pufels hatte einen prominenten Spieler in ihren Reihen: Skiass Peter Fill. Dieser zeigte, dass er nicht nur auf der Skipiste, sondern auch auf dem Rasen eine gute Figur abgibt. Doch an diesem Tag fehlte wohl ein wenig das Glück, um ins Finale zu kommen. Die Zuschauer bekamen auf jeden Fall einige erstklassige Partien zu sehen und nach dem Turnier waren viele Spieler und Fans noch im Pub Forelle und beim Brückenwirt anzutreffen, wo sie den Abend ausklingen ließen. Dort gesellte sich auch der Pseirer Skiweltcupfahrer Michael Gufler zu den Fußballern, um ein bisschen zu fachsimpeln. . Sind wir schon gespannt auf das nächste Turnier, denn die meisten Mannschaften haben verlauten lassen, wieder an den Start zu gehen. Es gingen Gerüchte um, dass dann auch der dieses jahr wegen Hausbau verhinderte Michael Gufler antreten wird, um gegen Nationalmannschaftskollege Peter Fill ein paar Dribblings zu wagen.
Fe Soltaus/sores
PR-INFO COMPUTER-FIRMA KONZEPT
IT-Lösungen auch in Passeier Die seit kurzem auch in Passeier ansässige Computerlirma KONZEPT realisierte in Zusammenarbeit mit der Steuerberatungs-Sozietät RST im Rahmen der Büroeröffnung ein zukunftsweisendes EDV-Projekt. Dabei wurden neueste Damit die Rationalisierungsuorteile Bürotechnik
moderner
uoll zum Tragen kommen
können,
braucht es neben guter Hard- und Software
auch
Technologien eingesetzt, um ein perfektes Zusammenspiel mit dem Hauptsitz in Sterzing zu ermöglichen. Mussten bisher Firmen, die eine Rundum-Betreuung für ihre EDV-Anlage suchten, nach Meran ausweichen, können Sie nun auf einen kompetenten örtlichen Partner zurückgreifen und sparen sich dadurch Zeit und Anreisespesen. Seit kurzem wird Ihnen nämlich dieser Service von der Firma KONZEPT "ITLösungen mit System" angeboten. In Zusammenarbeit mit der Steuerberatungs-Sozietät RST ist es gelungen, in kürzester Zeit eine Filiale in Passeier mit einem schlagkräftigen Team zu formen.
Dabei reichen die Serviceleistungen von der klassischen Computerproblem-Behebung bis hin zu komplexen Netzwerkkonzepten. Weiters finden Sie bei KONZEPT das Richtige im Bereich Hard- und Software. Falls Sie neugierig geworden sind: Werfen Sie doch einen Blick auf www.konzept.it oder sprechen Sie mit Hr. Michael Rainer über Ihre IT-Pläne.
a
la KONZEPT: Webdesign Sie spielen mit dem Gedanken, Ihre Webpräsenz zu optimieren oder wollen zum ersten Mal im WWW mit einer eigenen Homepage präsent sein? Die gute Nachricht: Ihre Chancen, zu einem vernünftigen Preis eine erstklassige Website zu bekommen, stehen deutlich besser als noch vor ein paar jahren, also in den Zeiten des sogenannten .Jntemet-Hypes" Was Sie aber auf jeden Fall beachten sollten: Zum gelungenen Webauftritt gehören mehr als bloß ein paar .verlinkte" Seiten. Der Internet-User erwartet heute nicht nur ansprechendes Design, sondern auch einwandfreie Bedienbarkeit (Usability). KONZEPT hat es sich zur Devise gemacht, diesen beiden Bereichen besonderes Augenmerk zu schenken, denn auch im Internet gilt: Der erste Eindruck zählt. Angeboten werden übrigens auch Contentmanagementund Online-Shop-Systeme. Alles Weitere unter www.konzept.it
Aus den Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin Termine & Veranstaltungen
- Öffnungszeiten Das Gemeindeamt ist Montag bis Freitagvon 8 bis 12 Uhr geöffnet, Samstag von 9 bis 12 Uhr und montags außerdem von 14 bis 16 Uhr. Die Arztpraxis von Dr. Mair ist Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 8 bis 12 Uhr geöffnet und mittwochs von 15 bis 18 Uhr. Das Krankenpflegeambulatorium, Sitz Platt Nr. 28, ist immer mittwochs von 10 bis 11 Uhr geöffnet. Die Mütterberatung, Sitz Platt Nr. 28, ist jeden 2. Mittwoch im Monat von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Die Bibliothek in Platt ist immer sonntags nach dem Hauptgottesdienst geöffnet und freitags nach der Schülermesse.
Das Gemeindeamt ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 und von 15 bis 16 Uhr geöffnet, Freitag von 8 bis 12.30Uhr und Samstag von 9 bis 12 Uhr. Die Öffentliche Bibliothek ist Montag von 9 -12 und von 15 -18 Uhr, Dienstag von 15-18 Uhr, Mittwoch von 9 -12 Uhr, Donnerstag von 15-18 Uhr und Freitag von 9 -12 und von 15 -18 Uhr geöffnet. Die Arztpraxis von Dr. Sölder ist Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 8 bis 12Uhr und Dienstagvon 15bis 19 Uhr. Die Arztpraxis von Dr. Zuegg ist Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr und mitVormerkung Montag bis Freitag nachmittags von 15 bis 16 Uhr geöffnet.
Das Gemeindeamt ist von Montag bis Freitag von 8 bis 13Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Die Öffentliche Bibliothek ist Montag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag von 14 bis 16 Uhr, Mittwoch von 9 bis 12 und 15 bis 18 .Uhr, Donnerstagvon 17bis 19 Uhr, Freitag von 15 bis 18 Uhr und Samstag von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Die Arztpraxis von Dr.lnnerhofer ist von Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Das Krankenpflegeambulatorium, Garberweg 1, ist Dienstag ab 8 Uhr geöffnet. Die Mütterberatung, Sitz Garberweg 1, ist donnerstags von 8 -12 Uhr geöffnet. Der Diätdienst, Sitz Garberweg 1, ist nur mit Vormerkung (Mi und 00 von 9 -12 Uhr, Tel: 0473/659620) geöffnet. SPRENGELSITZ
PASSEIER
Der Verwaltungsdienst ist Montag bis Freitag von 7.30bis 12.30 und Dienstag von 14.30 bis 16 Uhr geöffnet. Die Blutentnahme ist Mittwoch und Donnerstag von 7.30bis 8-45 Uhr geöffnet. Ohne Vormerkung. Das Krankenpflegeambulatorium ist Montag, Dienstag und Freitag von 8 bis 11 Uhr und Mittwoch und Donnerstagvon 9.30 bis 11 Uhr geöffnet. Die Mütterberatung ist am Dienstag von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Der Diätdienst ist Mittwoch von 9 bis 12 und von 13bis 15 Uhr geöffnet, donnerstags von 9 -12.30 Uhr. Das Zahnarztambulatorium ist Mittwoch von 9 bis 12.30 Uhr und Donnerstag von 9 bis 12.30und 13-30-16.30 Uhr geöffnet. Vormerkung unterTel. 0473/65 95 02, von 7.30- 9.00 Uhr, montags.
21. WeihnachtSVei"IOSlifig,VereinshausSf.leOntiäi-d, 18 Uhr, St. Leonhard Aktiv 22. Beginn Schulferien 26.-Step.hansliall, Vereinshi!!-!~_Su~(:mhard,20 Uhr. RodelvereinPasseier
30. Kreativ-Nachmittag für Frauen, VereinshausStMartin, 13.-18 Uhr, Kath. Frauenbewegl!!}g 31. volksmusikalischerjiJbiläums-Huangort; Vereinshaus st, Leonhard, 20 Uhr, SüdtirolerVolksmusikkreis
24. 28. Preiswatten, Vereinshaus (-g')'\"IIIII.15'>VCJII,
"~Il,;.III~llg",~
'-"''-'11''',''''', "'"'"VIII,
st. Martin, • u• • •
!"'.....~ I
"' .......... "".
13.:.19Uhr, KVW
6. 14· 14. 20. Theateraufführung, Vereinshaus St. Martin, Heimatbüh 21. Theateraufführung, Vereinshaus St. Martin, Heimatb'iihne Illca\.lIi:laUII~11I
U11Ö' VII:III:III~llaU;)
.)'- • • "la.l.lllll
n;,IIIIOI.VUIIII\;
... ... "~ • •