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Eine Gruppe Passeirer besteigt den Kilimandscharo und besucht Missionare in Afrika
"Afrika hat uns tief beeindruckt" "
dem Pfarrhaus in Kipini, u.l.n.r. Andreas Raff/, Missionar Adolf Pöll, Helmut Planer, Luis Pfitscher, Rudolf Schaff/er und Pfarrer Siegfried Pfitscher
INHALT 3 7
AUS DEN GEMEINDESTUBEN KULTUR
& GESELLSCHAFT
17
GESUNDHEIT
20
PASSEIER VOR 100 JAHREN
& SOZIALES
22
VEREINE
38
AUS DEN SCHULEN
& VERBÄNDE
& BIBLIOTHEKEN 44
GRATULATIONEN
49
PSEIRER
50
MUSIKPORTRAIT
51
SPORT
LEIT
Schon seit Generationen sind aus dem Passeiertal Missionare und Missionsschwestern in die weite Welt gezogen, um den Menschen das Evangelium zu verkünden und wertvolle Entwicklungsarbeit zu leisten. Auch heute noch sind nicht weniger als 12 Passeirer(innen) in der Missionsarbeit aktiv. Obwohl die Missionare und Schwestern oft viele Jahre von zu Hause weg waren, riss die Verbindung mit der Heimat nicht ab. Viele Briefe gingen hin und her und die Pfarrgemeinde, insbesondere jedoch die engsten Verwandten, nahmen regen Anteil an ihrem Leben und unterstützten sie nach Kräften. Das Leben, von dem die Missionare berichteten, blieb für die
Daheimgebliebenen jedoch eine fremde Welt und niemand wäre früher auf die Idee gekommen, ihnen einen Besuch abzustatten. Die heutigen Flugmöglichkeiten haben jedoch Tausende Kilometer Entfernu ng auf wenige FIugstu nden zusammenschrumpfen lassen und da nimmt es nicht Wunder, dass sich einige wagemutige Passeirer und Vinschger zusammenfanden, um in Richtung Afrika aufzubrechen. Wie es dazu kam und was sie dabei erlebten, davon erzählt uns einer der Teilnehmer, der Pfarrer von Platt und Pfelders, Siegfried Ptitscher:
"Ein wenig Reiselust, Neugierde und vor allem die Einladung von Missionar Adolf Pöll aus Ulfas, beschäftigte einige von uns immer wieder. Bei seinen Heimaturlauben hat er mit Begeisterung von Afrika und Mission erzählt und gemeint, dass wir uns am besten davon vor Ort ein Bild machen sollten. So reifte in uns der Entschluss, es tatsächlich zu wagen. Freilich reizte uns noch eine zweite Sache. Als passionierte Berggeher wollten wir uns auch einen .oloinisuscnen Leckerbissen" genehmigen, die Besteigung des Kilimandscharo. Dass wir nicht mit leeren Händen in der Mission auftauchen wollten, verstand sich von selbst. Schon im Adventspfarrbrief hatten wir die Passeirer Bevölkerung gebeten, uns Spenden für Missionar Adolf Pöll und Sr. Ivanna Ennemoser anzuvertrauen. Am 5. Januar flogen wir von München ab und über Amsterdam ging es nach Arusha in Tansania, dem Airport des Kilimandscharo. Den Gipfel dieses höchsten Berges von Afrika wollten wir nämlich schon im ersten Teil unserer Reise erobern. >
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> Wir übernachteten im Hotel in Marangu und bereiteten uns auf die Besteigung des Kilimandscharo vor. Dazu benötigten wir die Hilfe von einheimischen Trägern. Am Eingang des Nationalparks des Kilimandscharo nahmen diese ihre Sachen, die gesamte Küchenausrüstung und was wir für mehrere Tage an Verpflegung brauchten, auf den Kopf und schon ging es im
Urwald bergauf Am Montag, den 6. januar, erreichten wir am Nachmittag unsere erste Bleibe. Noch im Urwald übernachteten wir in einer der eigens für Bergsteiger eingerichteten Hütten. Von den "MandaraImpressum Erscheint dreimonatlich. - Eingetragen beim Landesgericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87 vom 29.05· 1987.
Eigentümerund Herausgeber:
Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin in Passeier. Vertreten durch den Bürgermeister von St. Leonhard, Dr. Konrad Ptitscher.
Redaktionskomitee:
Kurt Gufler (kg), Arnold Marth (am), Tanja Pamer (tp), Karl Lanthaler (kl), [osef Wilhelm (jw), Brigitte Spergser (bs), Vigil Rafft (vr), Gottfried Zagler (gz), Siglinde jaitner (sj), Dr. Heinrich Hofer (hh) Korrektur:Ernst Rinner Druck:Hauger-Fritz, Schlanders-Meran Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Pressegesetzes: Oswald Waldner Redaktionsschluss für die juni-Ausgabe ist: Samstag, 24. Mai 2003 Später eingereichte Texte werden in Zukunft nicht mehr berücksichtigt! Text- und Bildbeiträge können bei den Redaktionsmitgliedern oder in den Bibliotheken St, Leonhard und St. Martin abgegeben werden. Werbebeiträge müssen bei Arnold Marth, Papierproti - St. Leonhard, abgegeben werden.
DieRedaktion
hiitten" (2,J00 m) ging es am nächsten Tag hinauf zu den "Horombohütten" (3.800 m). Die Hütten erreicht man nach einer Marschzeit von ca. 5 - 6 Stunden. Der Gipfel des Kilimandscharo rückte immer näher. Bei traumhaft schönem Wetter stiegen wir unter der warmen Sonne Afrikas zu unserem nächsten Schlaflager, der "Kibohütte" auf 4,J00 m, auf Der Weg dorthin führte
uns durch eine wilde, urtümliche Vulkanlandschaft. Auf der "Kibohütte" gönnten wir uns noch einige Stunden Ruhe, bevor wir dann um Mitternacht den Aufstieg zum Kilimandscharogipfel wagten. Unter dem Sternenzelt Afrikas ging es langsam Schritt für Schritt bergauf Am Kraterrand, dem so genannten "Gilman's Point" (5.680 m), begann es vom Osten her langsam heller zu werden. Von dort ging es auf dem Kraterrand ca. eine Stunde weiter zum Bei Sr. luanna Ennemoser in Nairobi
Kilimandscharo (Uhuru Peak) auf 5.895 m. Während um ca. 6 Uhr die Sonne aufging, erfüllte sich für uns ein Bergsteigertraum. Toni Stocker, unser Bergführer aus Prad im Vinschgau, hatte uns wirklich nicht zu viel versprochen. Der zweitägige Abstieg zu unserem Hotel in Marangu ging ganz problemlos vor sich. Dort angekommen, gönnten wir uns keine Ruhepause. Mit jeep und Kleinbus fuhren wir über die tansanisch-kenianisehe Grenze. Auf dieser Fahrt ahnten wir etwas von der Größe dieses Kontinents: Endlose Ebenen so weit das Auge reichte. Nach einer abenteuerlichen Tagesetappe erreichten wir unser Hotel .BamburiBeach" an der Küste nördlich von Mombasa. Nach einem kurzen Aufenthalt begann der zweite Teil unserer Reise. Wie ausgemacht, holte uns Missionar Adolf Pöll in Mombasa ab. Es war für uns alle ein bewegender Moment, ihn wiederzusehen. Braungebrannt und gut gelaunt hieß er uns alle herzlich willkommen. In seinem jeep fuhren wir über Malindi einen Tag lang an Witu vorbei zu seiner Missionsstation nach Kipini. Zwei Tage konnten wir mit ihm und seinen Mitarbeitern leben. Was wir dort erlebt und gesehen haben, hat viele unserer Vorstellungen über die Mission in Afrika über den Haufen geworfen. Kipini ist ein Dorf im Busch mit ca. 3.000 Einwohnern, ohne Strom und Telefon. Lediglich Wasser aus einem Tiefbrunnen ist vorhanden. Was uns sogleich erstaunte, war die Tatsache, dass drei Meter von Adolf Pöll's Haus entfernt eine Moschee, das Bethaus für die Muslime, steht. Die große Mehrheit in diesem Dorf sind nämlich Muslime. Die Christen, ca. 16 an der Zahl, sind eine verschwindend kleine Minderheit.
3 PasseirerBlatt-NR.
Lake Nakuru Nationalpark. Viele exotische Tiere konnten wir in unberührter Natur erleben: Zebras, Flamingo-Kolonien am See, Pelikane, Nashörner, Giraffen, Löwen, Affen und viele andere mehr. Der Sonntag, der letzte Tag unseres Aufenthaltes in Kenia, versprach noch einmal interessant zu werden. Sr. tuanna Ennemoser (die Gorgis Berta von st. Leonhard) hatte uns zu einem Besuch eingeladen. Sie arbeitet am Rande dieser Großstadt, dort wo die Ärmsten der Armen ihr Zuhause haben. Mit zwei Schwestern und vielen Mitarbeitern führt sie ein Altersheim. Dreimal in der Woche bekommen über 100 Menschen der umliegenden Slums eine warme Mahlzeit und was sie sonst noch an Notwendigem zum Leben brauchen. Wir waren tief beeindruckt von der Energie und von dem Einsatz dieser Frau zum Wohle der Armen.
Mit europäischen Augen betrachtet sind die Menschen hier sehr arm und rückständig. Trotzdem haben sie uns außerordentlich beeindruckt. Die Freundlichkeit, mit der wir aufgenommen wurden und die wir in den nächsten Tagen immer wieder draußen bei den Bauern im Busch erleben und erfahren durften, hat uns tief berührt. Die Menschen hier haben noch einen ganz anderen Lebensrhythmus. sie hetzen nicht und nehmen sich Zeit für das Leben. Draußen im Busch, wo gerodet wurde und sich Menschen aus dem Inneren des Landes eine neue Heimat aufzubauen versuchen, gibt es mehr Christen. Ihnen gilt die Aufmerksamkeit des Missionars. Er hilft ihnen, wo er nur kann . .,Father Adolf" wird er von den Seinen liebevoll genannt. Durch seine Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft genießt er hohes Ansehen. Bald wird Missionar Adolf ein besseres Zuhause bekommen. Das neue Pfarrhaus, das in der Nähe von Witu errichtet wurde, wird bald bezugsfertig sein. Dort wird er mit seinen Mitbewohnern Michael, einem ausgezeichneten Koch, der Priester werden möchte und bei ihm praktiziert, und Richard, dem Englischlehrer, das neue Pfarrhaus beziehen. Nach zwei Tagen im Busch begleitete uns Adolf zurück nach Mombasa. Der Abschied von ihm fiel uns schwer, doch wir mussten weiter nach Nairobi. Nach einer ie-stiuidiqen Fahrt kamen wir in der Hauptstadt Kenias an und wurden im Missionshaus Mill Hili der St. josefs Missionare freundlich aufgenommen. Auf dem Programm stand eine eintägige Safari in einem der schönsten Nationalparks, dem
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Gemeinsam mit ihr nahmen wir an einem Gottesdienst in der nahe gelegenen Pfarrkirche teil. Zu unserem Erstaunen dauerte er ganze eindreiviertel Stunden. Trotzdem wurde uns dank der afrikanischen Liturgiegestaltung nicht langweilig. Im Altersheim wurde uns mit Gesängen und Tänzen ein überaus herzlicher Empfang bereitet. Es war der krönende Abschluss unseres Aufenthaltes in Kenia. Von vielen unvergesslichen Erlebnissen und Erfahrungen bereichert, traten wir am späten Abend des 19· januar die Heimreise an. Von Nairobi ging es über Amsterdam nach Innsbruck. Etwas müde von den Strapazen, doch gesund und zufrieden, betraten wir am übernächsten Tag wieder das heimatliche Passeierta/':
Passeirer Missionare in aller Welt Ennemoser Sr. Imelda (Maria), Rabenstein, Krankenschwester in PassoFondo/Brasilien Gufler Sr. Maria Luise (Martina), Rabenstein, Weiterbildungswerkstatt, Nelspruit/Süd Afrika Graf Sr.Alberta (Marianne), Moos, Bildungszentrum Lydenburg/Süd Afrika Graf P.Anton, Moos, betreut deutschspr. Pfarrei und farbige Studenten, Pretoria/Süd Afrika Pöll, Adolf, Ulfas, pastorales u. soziales Engagement in Witu/Kenia Pöll, Br. Rochus(Walter), Ulfas, Tischler-Handwerk in Anapolis/Brasilien Öttl Sr. Boniselde (Maria), Platt, Pastoralarbeit in Außenstationen von La Paz/Bolivien Pircher Sr. Ingeborg (josefine), St. Leonhard, Cath. Sec.School, Malala/Papua Neu Guinea Gufler Sr. M. Elisabeth (Rosa),St. Leonhard, Djottin/Kamerun, zurzeit in Brixen Ennemoser Sr. M. Ivanna (Berta), St. Leonhard, Altersheim Nairobi/Kenia Platter Sr. M. Agueda (Theresia), St. Martin, Lehrerin, zurzeit Altersheim Esperanza/ Argentinien Pichier josef, St. Martin, Borneo (Katechistenschule), England/Absam, (Exerzitienleiter), zurzeit in Brixen
GEMEINDESTUBEN u./.n.r. Bürgermeister
ST. MARTIN
Vize-Bürgermeisterin
Abschied von Sekretär Messmer Der Gemeindeausschuss von 5t. Martin verabschiedete kürzlich in einer kleinen Feier Gemeindesekretär Christian Messmer. Herr Messmer stand der Gemeindeverwaltung von 5t. Martin eineinhalb jahre mit viel Einsatz und Engagement zur Seite. Unter seiner Führung konnten einige wesentliche Neuerungen in den verschiedenen Ämtern eingeführt werden. Obwohl ihm der Abschied von 5t. Martin nicht leicht gefallen ist, bietet ihm die neue Stelle als Gemeindesekretär in Latsch, die er Ende des jahres 2002 angetreten hat, mehrere Vorteile.
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Hermann Pirpamer,
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Zum einen wohnt er in nächster Nähe zum neuen Arbeitsplatz und muss nicht täglich den weiten Weg ins Passeiertal auf sich nehmen, zum anderen ist Latsch eine Gemeinde höherer Kategorie mit mehr Einwohnern. Bis zur Neubesetzung der Stelle hat dankenswerterweise Alexander Hofer, Gemeindesekretär in Moos, die provisorische Amtsführung in der Gemeinde St. Martin übernommen. Ab 1. März wird dann der neue Sekretär, Paolo Dalmonego aus Meran, provisorisch und ab 1. [uni definitiv die Stelle in St. Martin antreten. Herr Dalmonego ist Abteilungsdirektor im Steuer- und Lizenzamt der Gemeinde Meran und hat sicherlich sehr gute Voraussetzungen für das wichtige Amt des Gemeindesekretärs. Die Gemeindeverwaltung bedankt sich beim scheidenden Sekretär für seine gewissenhafte Arbeit und wünscht dem neuen Sekretär einen guten Start bei der Übernahme dieser neuen Aufgabe.
der besonderen Art gaben dem Essen die Anwesenheit des Landeshauptmannes Luis Durnwalder und jene von Landesrat Michl Laimer. Bürgermeister Wilhelm Klotz und die Vertreter des Landes ließen es sich nicht nehmen, allen geladenen Gästen für ihren Einsatz, welchen sie zum Wohle der gesamten Bürger an den Tag gelegt hatten, zu danken. Es wurde bei den Ansprachen mehrmals darauf hingewiesen, dass es gerade heutzutage keineswegs selbstverständlich geworden ist, dass Menschen ihre Freizeit opfern, um für andere in verschiedensten Belangen da zu sein. Dies geschieht täglich in den Sozialverbänden, in der ständigen Bereitschaft, für andere in Notsituationen bereit zu stehen oder in der Weitererhaltung und Pflege von Traditionen und Bräuchen.
Hermann Pirpamer
GEMEINDE
GEMEINDE
MOOS
Feier mit Vereinsvertretern Am 17- januar lud die Gemeindeverwaltung von Moos wiederum zu einem gemeinsamen Essen mit knapp hundert Vereinsvertretern ein. Der Gemeindeverwaltung von Moos ging es hauptsächlich darum, ein herzliches Vergelt's Gott an die vielen ehrenamtlich tätigen Vereinsvorstände zu sagen. Einen Beigeschmack
Die Gemeindeuerwaltung
Moos
ST. MARTIN
Kurzzeitpflege im Altersheim St. Benedikt Das Altersheim St. Benedikt in St. Martin bietet ganzjährig die Möglichkeit, ältere und pflegebedürftige Personen für einige Wochen in Kurzzeitpflege zu geben. Dadurch können sich die Angehörigen für einige Wochen erholen, in Urlaub gehen oder einfach neue Kräfte für die verantwortungsvolle Aufgabe der Pflege sammeln. Auch können sich ältere Menschen nach einem Krankenhausauf-
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enthalt im Heim so weit erholen, dass sie wieder selbstständig wohnen können. Für Informationen oder Anmeldungen stehen die Heimleiterin johanna Oberprantacher oder die Präsidentin Dr. Rosmarie Pamer zur Verfügung. Tel. "Haus St. Benedikt" 0473/641208. Rosmarie Pamer
GEMEINDE
ST. LEONHARD
Küchelberg und Eurac-Studie Die Durchfahrt durch Meran ist ein leidiges Problem, das seit jahren einer Lösung harrt. Bisher hat Meran wenig oder nichts unternommen, um die Durchfahrt zu erleichtern, da dazu der Wille und die politische Durchsetzungskraft fehlten. Es hat in der Vergangenheit insgesamt fast 200 Lösungsvorschläge gegeben, ohne dass eine Lösung die allgemeine Zustimmung gefunden hätte. Um die Vorschläge objektiv zu bewerten und einen gangbaren Weg aufzuzeigen, hat die Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt die Europäische Akademie (Eurac) mit einer Studie beauftragt, wobei der Auftrag lautete, die bisherigen Vorschläge in verkehrstechnischer Hinsicht und in ihrer Auswirkung auf die Umwelt zu untersuchen. Im November wurde das Ergebnis vorgestellt. Zum Ersten haben Verkehrszählungen ergeben, dass der Anteil des Durchzugsverkehrs stark angestiegen ist und in Obermais 40% beträgt. Damit ist die bisherige Annahme, der Durchzugsverkehr stelle eine zu vernachlässigende Größe dar, widerlegt. Zum Zweiten wurde ein ganzes Maßnahmenpaket vorgeschlagen: Verkehrsberuhigung, Auffangparkplätze, mehr öffentlicher Verkehr und eine Mobilitätszentrale auf der einen Seite, die Planung für den Küchelbergtunnel (NordwestUmfahrung) auf der anderen Seite. Dabei ist gedacht, nach zwei jahren zu untersuchen, ob die Verkehrsberuhigung in der Stadt Wirkung zeigt. Wenn nicht, soll sofort mit dem Bau des Tunnels begonnen werden. Man ist dabei aber der Ansicht, dass ein Tunnel in Meran nur eine Chance hat, wenn er kein Wohngebiet unterquert. Und deshalb wird vorgeschlagen, den Tunnel als Unterflurtrasse am Stadtrand, d.h. etwa in der Nähe des Krankenhauses unter die Algunder und Gratscher Wiesen zu bauen und durch > den Küchelberg hindurch.
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Nicht begeistert ist natürlich Algund, während die Passeirer Gemeinden sowie Riffian, Kuens, Schenna und Dorf Tirol auf Gemeindeebene einverstanden sind. Wie aber wird Meran entscheiden? Merans Stadtrat wird endlich Farbe bekennen müssen. Inzwischen geht die Planung weiter. Mit der Studie der Varianten ist Ing. Konrad Bergmeister beauftragt worden und die Vorarbeit im Bezirk geht weiter, um die ausgewählte Trasse in den Bauleitplan eintragen zu lassen. Damit hat sich ein neuer Weg eröffnet und es ist nur zu hoffen, dass dieser endlich zum Ziel führt.
vom Gemeinderat genehmigten Durchführungsplan sollen ein Einzelgebäude und ein Häuserblock für den freien Wohnbau sowie 5+3 Reihenhäuser für den geförderten Wohnbau entstehen. Durch den Ausbau des bestehenden Gemeindeweges zur Aue auf insgesamt 5,7m Breite soll die Zonenerschließung realisiert werden. In der Zwischenzeit konnten sechs Baulose im geförderten Teil an verschiedene Bauwillige zugewiesen werden. Diese dürften auch in den nächsten Monaten mit der Errichtung ihrer Reihenhäuser beginnen.
Konrad Pfitscher
Die Gemeindeuerwaltung
GEMEINDE
GEMEINDE
MOOS
Neue Wohnbauzone Nach längerer Zeit der Planung konnten im September des letzten jahres die Arbeiten für die Errichtung der Infrastrukturen für die neue Wohnbauzone in Moos übergeben werden. Die ausgewiesene Fläche für diese Zone beträgt 3.948m2, wobei ca. 55% dem geförderten Wohnbau vorbehalten sind. Gemäß Baumassendichte von l,6m3/m2 steht nunmehr ein verbaubares Gesamtvolumen von 6.317m3 zur Verfügung. Gemäß dem
Moos
ST. LEONHARD
Unwetter und Muren im November Das ganze jahr 2002 über war das Passeiertal von größeren Unwettern verschont. Doch am 14. November letzten jahres bildete sich ein ausgedehntes Tiefdruckgebiet vor der Atlantikküste, welches von Skandinavien bis nach Marokko reichte und dort bis zum 17· November liegen blieb. Um dieses Tief herum wurde kalte Luft vom Norden
zur Sahara geführt, drehte wieder nach Norden, nahm warme Luft und vor allem über dem Mittelmeer viel Feuchtigkeit auf und staute sich an den Alpen. Hauptsächlich betroffen waren die Staugebiete Ulten - Passeier - Ratschings. Die Spitze erreichten die gemessenen Niederschläge in Platt, in 4 Tagen wurden 400 m Niederschlag gemessen. Warum gerade Ulten und Passeier? Laut Klimareport sind beide Gebiete im Westen von hohen Gebirgsgruppen benachbart (Ortlergruppe im Falle des Ultentales und Ötztaler Alpen im Falle Passeier). Diese Gebirge leiten die von Süden ankommenden Luftmassen um und drängen sie nach Osten ab, wodurch der Staueffekt zusätzlich verstärkt wird. Zur gleichen Zeit fielen etwa im Hochpustertal nicht einmal 50 m Regen. Verstärkt wurde die Wirkung durch die hohe Schneefallgrenze, welche weit über 2.000 m lag, verursacht durch die mit gelbem Sand angereicherten Saharawinde. Wie im Herbst 2000 führten die hohen Niederschläge zu unzähligen Murenabgängen, welche in der Landwirtschaft große Schäden anrichteten. Viele Seitenstraßen wurden verlegt, so in Walten, Karlegg oder Schweinsteg, besonders aber in Matatz. Stark betroffen war die Staatsstraße im Riffianer Wald, zwischen Saltaus und Quellenhof, sowie zwischen Gomion und Moos. Zwischenzeitlich war die Verbindung zur Außenwelt abgebrochen, nur über den jaufenpass gab es einen Fluchtweg. Die Feuerwehren des Tales und die Straßenverwaltung arbeiteten Tag und Nacht daran, Schäden abzuwenden und Umleitungen frei zu machen. Beim Wolfer Knotten ging die Mure ab, während die Bagger arbeiteten, und beim Grainwalder wurden der Hang abgetragen und Schutzdämme errichtet, bis endlich die Staatsstraße wieder geöffnet werden konnte. Zu dieser Zeit bestand eine Umleitung über die Schweinsteger Brücke und die dahinter liegende Holzbrücke. Tag und Nacht sorgten Straßenarbeiter und Feuerwehrleute für die notwendigen Kontrollen, oft von genervten Autofahrern für ihren teilweise freiwilligen Dienst mit Schimpf belohnt. Inzwischen sind viele Schäden behoben, für das kommende Frühjahr bleibt jioch viel zu tun. Zu danken bleibt allen Freiwilligen wie den Feuerwehren oder den Straßenarbeitern, die sich alle weit über ihre Berufsverpflichtung hinaus bemüht haben, Schäden abzuwenden und Hilfe zu leisten.
Konrad Pfitscher
7 PasseirerBlatt-NR.
KULTUR ZUM
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& GESELLSCHAFT
GEDENKEN
Lehrer Franz Kofler, Riffian Der am 14. November letzten jahres verstorbene Sixtn Franz wurde am 24. Dezember 1923 auf dem Högger-Hof in Vernuer geboren. Anfang der Dreißigerjahre übernahm sein Vater den Sixtn-Hof in St. Leonhard. Franz besuchte zunächst das johanneum in Dorf Tirol und dann das Franziskaner-Gymnasium in Bozen.
Wie viele andere Optantenkinder, deren Eltern Wert auf eine höhere Schulbildung legten, wurde er im Herbst 1940 auf die "Oberschule für Volksdeutsche" nach Rufach im Elsass geschickt. Von dort aus musste er 1943 einrücken, wurde der 6. Gebirgsjägerdivision zugeteilt und im nördlichen Skandinavien eingesetzt. Nach Kriegsende geriet er in englische Gefangenschaft. Im Lager "Lalle" (Norwegen) arbeitete er als Sanitäter. Die drei jahre des Kriegsdienstes end der Gefangenschaft bezeichnete er später als die "bittersten und leidvollsten [ahre" seines Lebens. Die Heimkehr gestaltete sich langwierig und dauerte über zwei Monate. Sie führte von der norwegischen Hafenstadt Tromsö über Norddeutschland nach Innsbruck ins Lager Reichenau. Nach der Entlassung fuhr Franz mit seinen Kriegskameraden Albert Hofer, St. Leonhard, Luis Platter, Platt, und Bernhard Donat, Walten, ins
Ötztal, überquerte am 26. jänner in einem sehr beschwerlichen Fußmarsch das Timmelsjoch und erreichte erst in der Nacht den Sixtn-Hof, wo er - bärtig und abgemagert - auf Anhieb nicht erkannt wurde. Seit Herbst 1946 unterrichtete er zwei jahre als Hilfslehrer in Stuls, besuchte dann im Schuljahr 1948/49 die vierte Klasse der LBA und schloss sie im juli 1949 mit der Matura ab. Nach zwei [ahren Schuldienst in Moos bekam er im Schuljahr 19S1/52 die Planstelle in Riffian und hatte diese 17 jahre lang inne. Gleichzeitig war er ein tüchtiger und einsatzfreudiger Schulleiter. Nachdem er für drei [ahre nach Meran übergewechselt war und u. a. im Büro des Bezirksinspektorates gearbeitet hatte, kehrte er für zwei weitere Schuljahre nach Riffian zurück und trat mit 1. Dezember 1973 in den Ruhestand. Ehemalige Schüler beschreiben Franz als guten und beliebten Lehrer, der es verstand, den Unterrricht interessant zu gestalten und der sich bemühte, alle Schüler zu fördern. Im Ruhestand unterrichtete er ein jahr an der Mittelschule St. Leonhard und erteilte über zwei Winter DeutschUnterricht an Italiener. Auch betätigte er sich gelegentlich als Reiseführer. Am 20. Oktober 1955 heiratete er Paula Kuen, führte mit ihr eine harmonische Ehe und sorgte sich sehr um seine Familie. Franz verfolgte aufmerksam das Geschehen im Dorf, im Land und in der Welt und diskutierte gerne darüber. Auch las er viel und war einem gelegentlichen Kartenspiel nicht abgeneigt. Am 7. November 2001 erlitt er einen Schlaganfall, von dem er sich nicht mehr erholte. In diesem letzten jahr wurde er von seiner Gattin Paula und der Schwiegertochter josi in vorbildlicher Weise gepflegt. Gott, der Herr über Leben und Tod, hat mit dem "Sixtn Franz" einen lieben, rechtschaffenen und wertvollen Menschen aus der Mitte seiner Lieben zu sich heimgerufen. Möge er ihm nun die letzte Geborgenheit schenken, welche die Welt trotz aller Schönheit und Wunder nicht geben kann! Die trauernden Angehörigen aber mögen Trost finden in dem Wort des hl. Augustinus: "Der Mensch, den wir lieben, ist nicht mehr da, wo er war. Aber er ist überall, wo wir sind und seiner gedenken."
Sepp Pircher
ZUM
GEDENKEN
Die Seppele Mutter "Zu Anfang des Advents hat uns die Seppele Muatr verlassen. Für sie hat sich Advent erfüllt': schrieb Pfarrer Lamba-
cher im Mitteilungsblatt "Pfarrnachrichten für Moos/P.". Mehr als 88 jahre sind vergangen, seit das Moidele als zweites Kind vom Graßlhof in Lechn/Pill das Licht der Welt erblickte. Im August 1914 wurde sie geboren. Kurz darauf musste ihr Vater in den Ersten Weltkrieg. Die Mutter kämpfte für sich und die zwei Kleinen auf dem Hof ums Überleben. Vier [ahre hatte die Familie den Vater nicht gesehen. Die Befürchtungen waren groß, dass der Krieg ihn niemals wieder freigeben würde. "Muater, muater", riefen der Luis und die Moide "do kimp a fremder Monn zin ins': als der Vater nach Krieg und Gefangenschaft Richtung Heimathaus kam. Seine Kinder hatten ihn nicht wieder erkannt. Und wie sollte es damals anders sein, schon bald stellte sich neuer Kindersegen ein. Immer mehr Nachkommen mussten ernährt werden. Als Achtjährige arbeitete die Moide bereits auf dem Greiterhof in Pill. Der Graßlhof gab nicht viel ab. So traf es auch die Moide, dass sie bereits als Kind, 12 jahre war sie alt, verdingt wurde. Kräftig wie sie war, musste sie im Sommer beim Schramerhof in Gomion die harte Arbeit einer Dirn verrichten. Der karge Lohn wurde notwendig für den Lebensunterhalt ihrer Familie gebraucht Während der ganzen acht Schuljahre hatte sie dieselbe Banknachbarin: die Plottermuater, die zeit ihres Lebens eine gute Freundin blieb. Der Gesang und der Katechismus, ihre bevorzugten Lernfäeher, prägten ihr Lebensbild. Sie sang viel und gerne. Noch in ihrem hohen Alter sang sie ihren Enkeln italienische Lieder vor, die sie in der Faschistenzeit erlernen musste. Wohl so mancher Pfarrer hätte aufmerksam ihren "Predigten" zugehorcht, denn nicht umsonst hat es oft geheißen: "An der Grasl Moide ist ein Bußprediger verloren gegangen." Kaum aus der Schule musste die kräftige Moide wiederum auf fremden Dienststellen hart anpacken. So arbeitete sie in Ulten und in Plars/Algund bei Bauern. Mitunter traf es sie, sogar einen Knecht zu ersetzen. Sobald die Moide nun etwas älter geworden war, übte sie sich im Grampln. Mit ihrem Fahrrad beförderte sie Eier und Schmalz nach Meran. Dort
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voll Liebe und wärmenden Lichtes auf sie wartet. Im Advent 2002 wurde sie unter Anteilnahme einer großen Menschenmenge in Moos zu Grabe getragen. Ihren Kindern, Enkeln und Urenkeln wird sie stets ein großes Vorbild bleiben. Edith Lanthaler
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wurde die Ware verkauft. jeder erwirtschaftete Centesime "durfte" den Eltern abgegeben werden. Im jahre 1939 heiratete sie den Bauer Lanthaler Ignaz. Der Seppelehof zu Ilmach in Rabenstein wurde ihr neues Zuhause. Die Moide hatte in der Zwischenzeit viel Erfahrung gesammelt, um dem harten und mühsamen Leben auf dem Bauernhof gewachsen zu sein. Und es wurde hart. Eine große Hilfe war dem jungen Ehepaar das damals achtjährige Waisenkind Moidele. 1940 meldete sich der erste Nachkomme, der Hans. Ihm sollten noch weitere elf Kinder folgen. Nachdem der Zweite Weltkrieg ausgebrochen war, wurde der Mann eingezogen; zwei Brüder, die desertierten, versteckte die Moide zwischen dem Gebälk des Hofstadels eine Zeit lang und versorgte sie. Sie war Mutter, Bäuerin und Bauer zugleich. Nicht nur das Vieh sollte sie alleine versorgen, auch die Wiesen mähte sie. Die Zeit nach dem Krieg war nicht minder einfach. jedes zweite jahr kam ein Kind dazu. Als man sich 19S1 entschloss, den Handlhof auf Rain zu kaufen, war die Familie auf 10 Mitglieder angewachsen. jeder Tag war voller Mühe und Arbeit. Der Mann hatte in der Zwischenzeit am Schneeberg Arbeit gefunden. Die Arbeit am Hof verrichtete sie alleine mit den Kindern. Der Hof musste ohne Maschinen bewirtschaftet und die ganze Wäsche von Hand gewaschen werden. Oftmals kam es vor, dass die Moide abends, nachdem alle Kinder zu Bett gebracht worden waren, die große Wäsche wusch. In solchen Nächten fand die Mutter nur mehr wenige Stunden Schlaf. Tagsüber holte sie etwas an Schlaf nach, währenddessen die Zwillinge, die erst einige Monate alt waren,
auf ihr herumkrabbelten. Trotz aller Arbeit besuchte sie sonntags immer die Messe. Nun also wuchsen die Kinder heran und wurden älter. Die Ziehtochter hatte sich entschlossen, als Missionsschwester ihren Weg zu gehen. Ihr Weggang hinterließ eine große Lücke in der Familie. Nachdem die älteren Kinder nach und nach einen Beruf erlernt oder eine eigene Familie gegründet hatten, verließen sie ihr Elternhaus. Der Entschluss nach Moos zu übersiedeln fiel der Moide sicher nicht leicht. Sie war gerne Bäuerin und liebte den Hof. Die harte Arbeit hatte jedoch das ihrige getan. Die Moide konnte nur noch unter Schmerzen gehen. Ihre Knie mussten operiert werden. Obwohl die Wohnung in Moos viel zu klein war, nahm die Moide ihre Mutter, inzwischen pflegebedürftig, zu sich und betreute sie bis zu deren Tod. Auch ihren Mann Ignaz, welcher vor seinem Tod lange krank war, pflegte sie sehr liebevoll, bis sie im jahre 1988 Witwe wurde. Danach, inzwischen 74-jährig, erlebte die Moide einen ganz neuen Lebensabschnitt. Sie machte vielen Menschen Mut. In dem kleinen Häuschen war jeder als Gast willkommen. Ihre humorvolle, geistreiche und angenehme Art, Geschichten von früher zu erzählen, bewirkte, dass Menschen gerne und oft ihre Gesellschaft suchten. Obwohl ihr Leben geprägt war von Arbeit, Mühen, Sorgen und Leid (drei erwachsene Kinder mussten allzu früh sterben), verlor sie nie ihr Vertrauen zu Gott und der Gottesmutter Maria. Im Gegenteil, ihre LebenseinsteIlung lautete: Der Herrgott ladet mir nur soviel Leid auf, wie ich imstande bin, zu ertragen. Sie war überzeugt, dass nach diesem Leben nicht alles zu Ende sein wird, sondern eine neue, schöne Zeit
Nicht nur ihre Kinder, sondern auch viele Mooser und manche andere haben eine Mutter verloren. Denn niemand, der die Seppele Muatr in ihrem Stübele aufsuchte, ging ohne Stärkung an Leib und Seele fort. Mit jedem Problem konnte man zu ihr kommen, sie hatte Verständnis für alles. Nicht vergebens betete sie immer um die sieben Gaben des Heiligen Geistes. Die Seppele Mutter hat auch einige jahre den Mooser Friedhof liebevoll gepflegt. Den Lohn dafür spendete sie der Mission. Sie war auch ein eifriges Mitglied unserer Franziskanischen Gemeinschaft und ihr Heimgang hinterließ eine Lücke in der Pfarrkirche von Moos. Die Seppele Mutter, eine kernige Tirolerin, hat auch, als sie die Hochzeitsreise im Heiligen jahr 1939 nach Rom führte, auf dem Petersplatz einen juchzer erschallen lassen, dass der ganze Vatikan wackelte. Auch "Herzblatt" mit den Senioren hat sie gespielt. Nun wird sie wohl in des Himmels heiligen Hallen mit den Engeln jubilieren. Guter Gott, für all das Gute, das sie für uns getan und das Beispiel, das sie uns im Kreuztragen gegeben, lass sie schauen dein Angesicht; von Trübsal und Erdennot befreit, lass leuchten ihr dein ewig Licht! Anna Lanthaler
Di Freihait des Odlrs In Andreas Houfr isch niamr zi woul. Zin zwaitnmol hotr gimiaßt sogn: "Ade, ade, ade main Lond Tiroul!" I wollt i warit nia gibourn. Wail iatz honne s' Onsechn di Ehre olls honn i vrlourn!" Anna Lanthaler
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ST. MARTIN
Spiel und Spaß mit dem Kinderzirkus Vom November bis März trafen sich Kinder zwischen 6 und 8 jahren wöchentlich zur Kinderzirkus - Spielgruppe.
len und ihnen eine Stimme zu geben. Ein Nachmittag stand unter dem Motto "Clown" und jeder konnte sich nach Herzenslust in einen Clown "verwandeln". jedes Kind durfte sich verschiedene zur Verfügung gestellte Kleider anziehen. Die Clown nase, als wichtigste und kleinste Maskierung des Clowns, durfte dabei natürlich auch nicht fehlen.
auch ein Zaubertrick verraten. Mit Hilfe der Zauberei kann die Vorstellungskraft von Kindern angeregt werden. Die Kinder hatten in dieser Gruppe die Gelegenheit, ihre eigene Beweglichkeit kennen zu lernen, miteinander Spaß zu haben, Geschicklichkeitsspiele und Gleichgewichtsübungen zu machen, zu tanzen, zu lachen und sich einfach auszutoben. Durch das Erfahren mit allen Sinnen und das kreative Spiel wurden individuelle Fähigkeiten und soziales Miteinander gefördert. Die Kinderzirkus - Spielgruppe mit ihren Bewegungs- und Darstellungsformen schaffte positive Erlebnisräume für die Kinder. Die Kinderzirkus - Spielgruppe fand bei den teilnehmenden Kindern großen Anklang. Im Herbst 2003 wird voraussichtlich wieder eine Kinderzirkus-Spielgruppe organisiert. Carmen Kofler
Dort begaben sie sich gemeinsam auf eine Reise durch die Zirkuswelt und begegneten Clowns, Zauberern, [ongleuren und vielen anderen Akrobaten. Die Kinder konnten unter anderem auch ausprobieren, wie es ist auf Stelzen zu gehen, sich mit dem Pedalo fortzubewegen, Teller zu drehen, mit Tüchern zu jonglieren, Menschenpyramiden zu bauen usw. Immer wieder wurde den Kindern auch die Möglichkeit geboten, in verschiedene Rollen zu schlüpfen. Es wurden viele Spiele gemacht, wo Tiere vorkamen. Die Kinder versuchten diese pantomimisch darzustel-
Anhand diverser Spiele und Übungen versuchten die Kinder sich gegenseitig zum Lachen zu bringen. Die kleinen Clowns probierten aus, sich in verschiedene Stimmungen wie Traurigkeit, Zorn, Angst, Dummheit, Freude usw. hineinzuversetzen. Der Clown ist nämlich eine Figur, die mit allen Gefühlen vertraut ist, sie zu zeigen vermag und schlussendlich damit spielt. Bei der Zaubervorstellung hatten die Kinder großen Spaß und versuchten jeden Zaubertrick zu verstehen. Zwischendurch wurde den Kindern deshalb
PASSEIERTAL
Projekt: Zukunftsentwicklung Das Passeiertal hat, auf Grund seiner geografischen Ausdehnung und der damit zusammenhängenden Verteilung der Bevölkerung auf viele Ortschaften und Weiler, vermehrt mit Standortnachteilen gegenüber den übrigen Gebieten des Landes zu rechnen. Aus diesem Grund muss es Ziel sein, das Passeiertal
11 PasseirerBlatt-NR.
Präsentation
der Ergebnisse
durch ein sinnvolles Zusammenwirken der Bereiche Gesellschaft, Wirtschaft, Ökologie und Kultur als einen wertvollen Lebensraum und ein starkes Tal für zukünftige Generationen zu erhalten und weiterzuentwickeln. Wir suchen eine Möglichkeit, gemeinsam neue und nachhaltige Entwicklungsperspektiven zu finden, in denen die sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekte harmonisch integriert sind. Unter nachhaltiger Entwicklung versteht man den bewussten und schonenden Umgang mit den Ressourcen, so dass zukünftige Generationen wieder dieselbe Lebensgrundlage haben und nutzen können. "Die Zukunftsentwicklung ins Rollen zu bringen", das sehen die Organisatoren als Ziel ihres Projekts. Für das Passeiertal muss dabei ein ganz eigenständiges Konzept erarbeitet werden und zwar von der Bevölkerung. Dieser Vorgang kann nur aus den eigenen Reihen wachsen und darf nicht vorgegeben werden. Im Herbst 2000 hat eine Gruppe engagierter Personen aus dem Passeiertal begonnen, die mögliche Zukunftsentwicklung ihrer Heimat zu diskutieren. Am 12.09.2001 wurden von ELASManagement in einem halbtägigen Workshop gemeinsam mit einer Personengruppe Grundlagen der Regionalentwicklung diskutiert. Im juli 2002 hat sich Franz Schwienbacher und Andreas Kofler Gedanken zur Weiterführung des Projektes gemacht und der ESF-Dienststelle (Europäischer Sozialfond) ein entsprechendes Ansuchen vorgelegt, welches am 16.12.2002 von der Landesregierung genehmigt worden ist. Das Projekt wird organisatorisch von Herrn Schwienbacher und Herrn Kofler koordiniert. Den Lenkungsausschuss bilden die drei Bürgermeister; umge-
setzt wird das Projekt von engagierten Arbeitsgruppen im Tal. Am Samstag, den 01. Februar 2003, luden die drei Bürgermeister des Passeiertales alle Passeirerinnen zur Eröffnungsveranstaltung nach St. Leonhard. Ungefähr hundert Personen folgten der Einladung. Geleitet wurde die Veranstaltung von Herrn Franz Schwienbacher / Projektleiter. Als mögliche Themen wurden von den Organisatoren die erarbeiteten Schwerpunkte des vorangegangenen Workshops vorgeschlagen. Im Anschluss haben sich die Gruppen zusammengesetzt, um an der Präzisierung folgender Themen zu arbeiten: Gemeinsames Auftreten der Wirtschaft nach innen und außen Schwächen und Stärken des Tourismus Wertschätzung der kulturellen Werte Bildung, Berufswahl - Bildungsangebot Landwirtschaft - Vermarktung einheimischer Produkte Erneuerbare Energien Am Samstag, den 15. Februar 2003, trafen sich in St. Martin die Arbeitsgruppen wieder. Bei dieser Tagung galt es die Themen zu konkretisieren, die Arbeitsgruppen zu definieren und die Moderatoren zu benennen. Für das Strukturieren eines gedanklichen Prozesses ist es hilfreich, wenn sich ein Gruppenmitglied dessen annimmt - also die Prozessgestaltung übernimmt - und die Gruppe den Prozess nicht nur "sich selbst überlässt". Aus diesem Grund werden in einer viertägigen Moderatorenausbildung 13 - 14 interessierte Personen eine fundierte Ausbildung zum Moderator erhalten. Nach der Ausbildung der Moderatoren können die Arbeitsgruppen die Arbeit aufnehmen. Die ersten Gruppenergebnisse erwarten wir um Ostern. Weitere Arbeitsgruppen sind möglich, wir sind für jede Anregung dankbar. Mitmachen kann bei den Arbeitsgruppen jeder und wir würden uns freuen, wenn die Beziehung der Passeirerinnen zum Tal durch Engagement zum Ausdruck käme. Sie können sicher sein, dass die in den Arbeitsgruppen geleistete Arbeit von den Gemeindevertretern wahrgenommen und bei den Entscheidungen berücksichtigt wi rd. Es würde uns freuen, wenn das Projekt auf großes Interesse stieße und der Prozess für eine nachhaltige Entwicklung des Passeiertales mit der Begleitung und Unterstützung vieler Passeirerinnen rechnen könnte. Für weitere Informationen stehen Herr Franz Schwienbacher, Tel. 0473 650012 und Herr Andreas Kofler, Tel. 0473 641183 zur Verfügung.
Andreas Kofler
ZUM
37, MÄRZ 2003
GEDENKEN
Ehrenblatt für Beckn Katl, St. Martin Katharina Pfitscher, vulgo Beckn Katl, wurde vor 79 jahren am 18. jänner 1924 in St. Martin als älteste von fünf weiteren Geschwistern geboren. Früh hat sie die Mutter verloren und so musste sie an verschiedenen Orten bei Bauern fest anpacken. Während des 2. Weltkrieges war sie auf einer Dienststelle in Rom und erlebte dort bei Bombenangriffen bange Stunden und Zeiten. Nach dem Krieg arbeitete sie in St. Martin in der Bäckerei und lernte dort ihren späteren Mann
Karl Kofler kennen. Neun Kindern haben die Eltern das Leben geschenkt. Schwer hat es Katharina getroffen, als innerhalb von anderthalb jahren die Söhne Artur und Florian und der Gatte Karl starben. "Der Herrgott wird sie schon haben wollen", hat sie zum geistlichen Neffen Albert gesagt, wie er ihr tröstend entgegengegangen ist. Katl sorgte für die Familie: Wie viel hat sie gestrickt, wie oft stand sie hinterm Ladentisch, wie oft war sie mit ihrem Korb voll Brot unterwegs, welch weite Wege machte sie über die Bauernhöfe in die Fraktionen. Ich erlebte Katl auch oft, wie sie zur Schmerzhaften Muttergottes in der Ederkapelle unterwegs war: Ihr vertraute sie ihre Sorgen und Nöte an; dort betete sie auch oft für ihre Kinder und Enkelkinder. Katl hat auch vielen Mitmenschen Gutes
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13 PasseirerBlatt-NR.
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37,
MÄRZ 2003
getan, ohne viel Aufhebens zu machen. Sie konnte sich auf einer Wanderung oder einer Fahrt gut entspannen. Mit dem Linienbus fuhr sie nach Pfelders, Stuls oder zum jaufenpass. In der Natur schöpfte sie Kraft und ging wieder gestärkt an die Arbeit. Als vor einigen jahren das Augenlicht nachließ, da nahmen auch nach und nach ihre Kräfte ab. Ein gutes [ahr brauchte sie ständige Hilfe, diese fand sie im nahen Altersheim. Nun hat Gott sie erlöst und heimgerufen. Ihr Leben hat durch Höhen und Tiefen geführt. Sie lässt die Angehörigen zurück, die sich auf diesem Wege bei allen bedanken möchten, welche die Mutter auf ihrem letzten Weg in Gebet und Hilfeleistung begleitet haben. Dekan Albert Pixner
VEREIN
FÜR
KULTUR
UND
HEIMATPFLEGE
Erlebnisfahrt durch Tirol Am Sonntag, 30. März 2003, setzen wir unsere Fahrtenfolge durch die Landschaften des historischen Tirol fort: Diesmal führt uns der Weg über den Gampenpass zum deutschen Nonsberg, durch das Nonstal hinein in die eigentümliche Landschaft der äußeren judikarien nach Ballino, wo der junge Andreas Hofer Italienisch gelernt und sich auf seinen Beruf als Gastwirt vorbereitet hat. Gemeinsames Mittagessen im historischen Gast-
/
.I
Bal/ino, auf der Strecke zwischen Nonsberg und Riua am Gardasee, Aufenthaltsort Andreas Hafers haus. Am Nachmittag unternehmen wir noch einen kleinen Ausflug zum nahen Gardasee. Alle Interessierten sind zur Teilnahme herzlich eingeladen. Abfahrt von Platt um 6.30 Uhr mit Zusteigemöglichkeit bei den Haltestellen der Linienbusse. Reisekosten 18 Euro; Information beim Tourismusbüro St. Leonhard, Tel. 0473656188
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ANDREA HOFER
IN DIESEM DORF LEBTE 0 TIROLER VOLKSHELD. AN HOFER ZWISCHEN 1785 UN
LANDESHYMNE
"zu MANTUA
IN BANDEN"
zoojahre Dichter [ullus Mosen julius Mosen stammt aus dem sächsischen Vogtland und wurde am 8. juli 1803 in Marieney geboren. Er stand mit der geistigen Elite, mit bildenden Künstlern, mit Komponisten, Schriftstellern, Theaterintendanten, Herausgebern und Verlegern in regem geistigen Austausch. Bekannt geworden war Mosen in der ersten Hälfte des 19. jahrhunderts mit seiner politischen Lyrik und seinen dramatischen Werken, die in Dresden und Weimar aufgeführt worden sind. Deutsches Allgemeingut wurde das Polenlied und das Andreas-Hofer-Lied "Zu Mantua in Banden". Der junge Student wanderte um 1824 durch Tirol und besuchte die Kampfstätten am Bergisel und das Passeiertal. Im jahre 1831 schrieb er das ergreifende Gedicht über den Sandwirt. Mosen wurde Armeeadvokat in Dresden und betätigte sich weiterhin als Dichter und Schriftsteller. Er wurde 1844 Dramaturg am Hoftheater in Oldenburg. Neben den genannten Gedichten schrieb Mosen historische Romane und Novellen. julius Mosen wird in seinem Heimatdorf durch die Gedenktafel am Geburtshaus, durch ein Ortsschild und durch ein Bronze-Standbild bei der Dorfkirche geehrt. Die Kreisstadt Plauen ehrt ihn durch ein Standbild mit einer Bronzeplastik und das Vogtland ehrt ihn mit
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14 MUSIK
cAnbreas ~ofer
Elvis lebt!
c:ßu cmantua in <t3anben <;Dertreue ~ofer war. an cmantua zum <eot>e ,süfjrt ifjn Ser ,seinbe EPcfjar; <Ss 6futete ber <t3rüber ~erz. <Banz <;Deutscfjeanb. acfj. in EPcfjmacfj unb EPcfjmcrz! cmit ifjm ocs .,;t:anb <eirof. <;Die~änt>e auf öem 9RÜCRen o'\nbreas ~ofer ging cmit rufjig festen EPcfjritten. afjm scfjien oer <eob gering; <;Der<eob ben er so mancfjesmaf <}i)omasee6crg gesCfjicRt ins <efja( am fjeiCgen ;.eanb <eirof.
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IIl7
dem Mosen-Aussichtsturm bei jocketa. Das Lied "Zu Mantua in Banden", vertont von Leopold Knebelsberger aus Klosterneustift, bekannt im ganzen deutschen Sprachraum, wurde vom Tiroler Landtag am 02. juni 1948 per Gesetz zur Tiroler Landeshymne erhoben. julius Mosen erlebt zur Zeit in seinem Heimatland eine nennenswerte Renaissance. 1998 wurde in seinem Heimatort Marieney die "julius-Mosen-Gesellschaft" gegründet, die sich in drei Arbeitskreisen die Schwerpunkte Forschung, Öffentlichkeit und Schule/jugend gesetzt hat. Die von dieser Gesellschaft herausgegebenen "Mosenblätter" wollen das Anliegen der Gesellschaft einem breiteren Publikum näher bringen. Fünfzig Mitglieder der Gesellschaft werden Ende April, den Spuren Mosens folgend, für eine Woche in das Passeiertal kommen. Herzlich willkommen!
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<;Docfj aiS aus ~erRergittern am festen cmantua <;Dietreuen <}a}affen6rüber <;Die~änb' er strecRen safj. <;Da rief er aus: ..<Bott sei mit eucfj, cmit oem oerratnen oeurscljen 9Reicfj 'linb mit t>cm .,;t:anb <eiroO" <;Dem<eam6ur wH[ oer <}a}ir6e( Qflicfjt unterm EPcfjCegeCoor, o'\iS nun o'\nbreas ~ofer EPcfjritt burcfj bas finstre <efjor; o'\n&reas nocf in <t3anben (Tei. <;Dort stant> er fest auf Ser CBastei. <;Dercmann oom .,;t:anb <eirof. <;Dort so« er nieöerfinieen, <Sr spracfj: ..<;Das tfju' icfj nit! <}a}i« sterfen, wie icfj stefje. <}a}i« sterben, wie icfj stritt, EPo wie icfj stefj' auf oteser EPcfjanz'! <es (e6' mein guter ~aiser ,sranz. cmit ifjm sein .,;t:anb <eiroO" 'linb eon ber ~anb bie <t3inbe Qflimmt ifjm Ser ~orpora(; o'\n&reas ~ofer betet o'\«fjier zum fetztenma( <;Dann ruft er: ..Qflun so trefft micfj recfjt! <Be6t ,seuer. acfj. wie scfjießt ifjr scfjCecfjt! o'\&e. mein .,;t:anb <eiro{1"
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Diesen Eindruck jedenfalls mussten die zahlreichen Fans gewinnen, die am 22. Dezember 2002 im Pub Forelle zu Gast waren. Aber der Reihe nach! Als Forellenbach Luis, der umtriebige Wirt des ln-Lokals Pub Forelle auf Gran Canaria im Urlaub weilte, trat dort ein Elvis-Double auf. Schnell wurde klar, dass dieser Mann nicht nur äußerlich Elvis Presley, dem King of Rock'n Roll, ähnelte, sondern auch musikalisch einiges drauf hatte. Beim Billardspielen kam man ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass der Elvis-Imitator namens Rusty eigentlich aus Salzburg stammt, aber bereits seit 10 jahren in Kalifornien lebt. Unter 1000 Mitbewerbern war er in Memphis von einer Fachjury zum zweitbesten Elvis-Double weltweit gewählt worden und ist unter anderem auch schon im berühmten Hotel Plaza in Las Vegas aufgetreten. Auf die Anfrage von Luis, ob er nicht einmal in Südtirol ein Gastspiel geben könnte, erklärte Rusty, dass er leider schon total ausgebucht sei, sich aber auf jeden Fall melden wolle, falls ein Termin frei werden würde. So geschah es, dass das Elvis-Double bei einem Abstecher nach Salzburg genau für den "Goldenen Sonntag" Zeit für einen Abstecher nach Südtirol fand. Bei leichtem Schneefall fuhr man über den jaufenpass und Rustys Managerin lenkte ihre Limousine bei ungewohnten Straßenverhältnissen mit 4 km/h nach St. Martin. Der Tausendsassa Forellenbach Luis hatte natürlich schon eine kleine Überraschung geplant und so fuhr der Passerblick Manni das Elvis-Double mit seiner Harley-Davidson durchs Dorf. Für Aufsehen war logischerweise gesorgt,
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15 PasseirerBlatt-NR.
nach München weiterreisen. Das Passeiertal hat dem Künstler sehr gut gefallen und es scheint möglich, dass dieses bisher einmalige Ereignis, zur Freude aller Elvis-Fans, eine Wiederholung findet.
PASSEIRER
SING-
UND
MUSIZIERGRUPPEN
Konzert im Waltherhaus denn Rusty trug ein auffälliges Kostüm, das Elvis in den Siebzigern bei seinen Auftritten getragen hatte und das ca. 10 kg wiegt. In der Grillstube Königsrainer musste Rusty für Elvis-Fans eine kleine Showeinlage geben, die zu Beifallsstürmen hinriss. Zurück im Pub Forelle wurde er bereits von Anhängern aus ganz Südtirol erwartet. Das Elvis-Double beeindruckte das Publikum mit Hits von "In The Ghetto" bis "Jailhouse Rock". Die Stimmung war natürlich super und während des go-minütigen Auftrittes ließen es sich einige besonders begeisterte Fans auch nicht nehmen, zumindest einen Teil der Hits mit Rusty mitzusingen. Auch absolute Insider der Elvis-Szene wie Manni Rafft, Georg Raich und Erwin Königsrainer waren vom Können des Elvis-Doubles beeindruckt. Zudem gelang es Rusty, laut Aussagen von Forellenbach Luis, bei Liedern wie "My way" der Damenwelt sogar Tränen zu entlocken. Überhaupt entpuppte sich das Elvis-Double als freundlicher, bescheidener Mensch, der von sich seiber sagt: "Ich will nicht besser sein als Elvis, sondern ich möchte nur, dass Elvis in den Herzen der Menschen weiterlebt!". Gleich nach seinem Auftritt im Pub Forelle musste Rusty zu einem Konzert
Der Kaufmann Heini Oberrauch aus Bozen, seines Zeichens Wahl - Platter und mit seiner Gattin großer Freund des Hinterpasseirer Kulturlebens, organisiert als Präsident des Seniorenclubs Bozen die alljährliche Weihnachtsfeier im großen Saal des Waltherhauses. Er hatte den Wunsch, dass auch mal "seine Passeirer" den besinnlichen Nachmittag, den Samstag vor dem Goldenen Sonntag, gestalten möchten. Es konnten die Direktorin der Passeirer Musikschule, Frau Luise Pamer, mit ihrem Jugendchor, Herr Albin Hofer mit dem Männerchor St. Leonhard und Herr Adolf Augscheller mit der Waltner Böhmischen gewonnen werden. Der Erfolg vor voll besetztem Haus war gewaltig. Im Dankesschreiben drückt sich Präsident Oberrauch wie folgt aus: "ist die heurige Weihnachtsfeier der Bozner Senioren zu einem Höhepunkt geworden. Es war noch nie so schön - hörte man immer wieder. Auch Landeshauptmann Durnwalder und Bischof Egger waren begeistert und voll des Lobes. Dir und den ganzen Gruppen ein aufrichtiges Vergelt's Gott für die große Freude, die Ihr so vielen Einsamen geschenkt habt. Heini Oberrauch"
Bromft zwengit augitaglt Maggn töiwilin ummergelmin Haschpln klinschtern gfruintit goal
37,
MÄRZ
2003
Rand schiefe, krumme Beine herausgeputzt (Frau) Beule modrig riechen herumtoben Beine, Füße murren, uerstimmt sein, nicht passen verwandt geschmacklos, hantig
Für die Mithilfe bei der Suche nach Passeirer Dialektwörtern möchte ich mich bedanken. Alle die Lust haben mitzuhelfen, bitte ich, mir weiterhin Wörter zuzusenden oder persönlich in der Bibliothek St, Martin abzugeben. Adresse: 39010 St. Martin - Öffentliche Bibliothek, Oorfstraße 6 Tel.0473/64 1676 Gottfried Zagler - Bibliothek
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SCHNAPPSCHÜSSE
Jahr der Behinderten 2003
Passeier bei einem Ausflug ins Schnalstal.
fehlender
Sitzgelegenheiten
Bei herrlichem
Trotz
macht das Picknick
BESONDERE
BILD
Bier wurde im "Bräuhaus"
uon St. Leonhard bereits um 1891 gebraut.
in St. Leonhard diese gute, alte Tradition fortgesetzt
diese durstigen
macht die
Passeier eine Wallfahrt
den Heiligen drei Brunnen
auf der Wiese allen Spaß·
DAS
Wetter
Behindertengruppe
Ab April wird beim Brückenwirt
und das "Höllen bräu" gebraut.
Zecher (Foto: 17-5-1933) darauf schon mit Ungeduld warten!
Keine Frage, dass
im Vinschgau.
zu
17 PosseirerBlatt-
GESUNDHEIT
UND
GESUNDHEITSSPRENGEl
SOZIALES EVENT
PASSEIER
Hebammendienst Mit März 2003 nimmt die Hebamme Katherina Pichler ihre Arbeit im Sprengel Passeier wieder auf. Jeweils am Mittwochnachmittag werden von 14.00 - 16.00 Uhr Geb u rtsvorbereitu ngsku rse 16.30 - 18.00 Uhr Beckenbodengym nasti k für Frauen jeden Alters angeboten. Bei Bedarf und genügender Nachfrage bietet die Hebamme von 18.00 - 19· 00 Uhr eine persönliche Sprechstunde an. Informationen erhalten Sie im Sprengelsitz unter der Telefonnummer 0473/ 659510 oder in Meran unter der Telefonnummer 0473/ 2511 64·
KURZ
NR. 37, MÄRZ 2003
NOTIERT
Die erste Psairer Millionenshow Der zweite Event der Psairer Millionenshow fand am 29.11.2002 in der Sportbar bei Nadia und Günther Kneissl in Moos
statt. Rückblickend möchten wir berichten, dass der "Showabend" in Moos sowie auch in Stuls etwas Unvergleichliches war. Aufgrund der sehr gut vorbereiteten Kandidaten in Moos konnte der Hauptgewinn, die 1000 EURO - Marke des Millionenspiels, geknackt werden. Der Gemeinde Moos möchten wir an dieser Stelle ein herzliches Vergelt's Gott sagen. Bei der Millionenshow in Moos hat uns vor allem das Publikum überrascht, das durch sein Mitraten, Mitdenken und aktives Dabei sein zur tollen Stimmung beigetragen hat. Doch genug der Worte, seht selbst:
Die überraschenden
Gewinner
>
mit Hubert (Kron pub Stuls)
Weitere Sozialdienste Telefon bzw. Vormerkung
Sitz
Dienst
Ansprechpartner
Sprengel leiterin
Dr. Alessandra Ockl
6S9264
Sprengel St. Leonhard
Sozia Ipädagogische Grundbetreuung
Siglinde Jaitner Sonja Halbeisen
659263 6S9264
Sprengel St. Leonhard Mo - Do 8.30-12-30/14-16.30 Fr 8.30-12.30 Uhr
Finanzielle
Benedikt Pamer
659018 641236 64353S
Sprengel St. Leonhard Mo, Di, Do 8.30-12/14-16 Uhr St. Martin, Dorfstraße 6, Mi 10-12 Uhr Moos, Dorfstraße 78, Mi 14-16 Uhr
659019
Sprengel, Mo - Fr 10-11 Uhr
Dr. Sabina Sbarufatti Brigitte Ennemoser
443299 659523
Sprengel, Di 13.30-17 Uhr
Dr. Verena Perwanger Dr. Giorgio Valazza
247700
Sprengel, Do 10-12 Uhr
Dr. Verena Kofler
222226
Sprengel, Di 9-12/14-17 Uhr Sprengel, Do 14-17 Uhr
Sozialhilfe
Waltraud
ASOD - Hauspflege Dienst für Abhä ngigkeitserkran Psychiatrischer
ku ngen
Dienst
Psychologischer
Dienst
Brugger
Uhr
Physiotherapie
- Kinder
Monika Höller
659532
Sprengel, Di, Do 9-12/13-17 Uhr
Physiotherapie
- Erwachsene
Andreas Garber Evi Ambach
659533 659531
Sprengel, Mo - Fr 8-12/13-16 Uhr Sprengel, Mo, Mi, Fr 8-12/13-16 Uhr
Logopädie
Alexandra Schönweger Evi Alber
659 S36 659537
Sprengel, Di, Do 9-12/13-17 Uhr Sprengel, Di 15.30-16.30 Uhr
Ergotherapie
Margit Engl
659537
Sprengel, Do 9-12.30/13.30- 17 Uhr
659265
Sprengel, Di 14.30-16 Uhr
Tierärztlicher
Dienst
Dr. Matthias
Verbraucher-
und Budgetberatung
Birgit Kienzl
659018
Sprengel, 2.+4. Di/Monat
Walter Pichler
659265
Sprengel, 1.+3. Mo/Monat
Karin Pirpamer
659265
Sprengel, Di 8-10 Uhr
Bauernbund
Patronat
Patronat KVW
Pamer
1S-16 Uhr 10.30 - 11.30
18 VER BRAUCH
ER BERATU
NGSSTE
LLE M ERAN
Kündigungsfristen bei Versicherungen Rund ein Drittel aller Verbraucher und Verbraucherinnen, die sich an die Beratungsstelle in Meran wenden, holen sich Informationen zum Thema Versicherun-
Mit Spaß dabei: Hansjörg und Armin (Kronpub Stuls)
gen. Eine Frage, die immer wieder gestellt wird, ist jene nach den Kündigungsfristen. Wer von einer Versicherung zur anderen wechseln will, weil bei Letzterer die Leistungen besser und die Prämien günstiger sind, der/die sollte auf jeden Fall einen Blick in die allgemeinen Versicherungsbedingungen werfen. Sie werden den Versicherten gemeinsam mit der Polizze ausgehändigt und sind sorgfältig durchzulesen und aufzubewahren. Sie enthalten nämlich alle wichtigen Rechte und Pflichten des Versicherers und der Versicherten und eben auch Angaben zur fristgerechten Kündigung. Ob es sich um die KFZ - Haftpflichtversicherung (in der Umgangssprache "Autoversicherung") mit einjähriger Laufzeit oder um die "Feuerversicherung" mit re-jähriger Laufzeit handelt, jeder Versicherungsvertrag muss vor Ende der Laufzeit schriftlich per Einschreiben mit Rückantwort gekündigt werden. Die einzige Ausnahme bildet die Ablebensversicherung. Hier genügt es, ab dem zweiten Jahr Laufzeit die Prämie nicht mehr zu bezahlen. Bei den "Autoversicherungen" beträgt die Frist normalerweise 30 Tage, bei allen anderen Verträgen liegt sie bei zwei bis sechs Monaten. Wird der Vertrag nicht fristgerecht gekündigt, verlängert er sich stillschweigend um jeweils ein bis zwei Jahre - je nach Art des Vertrages. Weitere Informationen zu Versicherungsfragen erhalten Interessierte bei der Verbraucher- und Budgetberatungsstelle in Meran, Freiheitsstraße Nr. 62 unter der Tel. 04731270204. Öffnungszeiten: Mo-Fr og.oo bis 12· 30 Uhr und Mittwoch von 16.00 bis 18.00 Uhr.
Gedankensplitter
Die glücklichen Gewinner mit Günther und Nadia (Sportbar Moos)
Humor funktioniert wie ein umgedrehtes Fernglas. Mit Humor betrachtet, sieht jedes Problem viel kleiner aus.
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BEZIRKSGEMEINSCHAFT
BURGGRAFENAMT
Neue Einrichtungen der Sozialdienste Die rechtlichen Grundlagen der zwei neuen Einrichtungen Second-Hand-Shop "Gekko" und Berufstrainingszentrum Gratsch-Gärtnerei bilden der Landessozial- sowie der Landespsychiatrieplan. Diese sehen in der Begleitung von Personen mit psychischen Erkrankungen Einrichtungen vor, welche die Wiedereingliederung der betroffenen Personen in die Arbeitswelt zum Ziel haben. Die Sozialdienste der BZG Burggrafenamt bieten in Meran diesbezüglich zwei Möglichkeiten an. In dem im Dezember 2001 eröffneten Geschäft für Gebrauchtkleider und Zubehör für Erwachsene (= Second-HandShop "Gekko") wird Folgendes gemacht: Annahme guterhaltener Kleider und Zubehör von Privatpersonen; diese werden sortiert, für den Verkauf vorbereitet und letztlich im Geschäft verkauft. Die Abgabe guter Kleidungsstücke von Privatpersonen trägt dazu bei, diese sinnvoll wiederzuverwerten und das Ver-
kaufsangebot für interessierte Kunden zu steigern. Die Personen mit psychischen Erkrankungen haben durch die verschiedenen Tätigkeiten in der Kleiderannahme und im Geschäft die Möglichkeit, ihre persönlichen Arbeitsfähigkeiten zu entwickeln und auf diesem Wege einen Wiedereinstieg in die Arbeitswelt zu beginnen. Eine weitere Einrichtung dieser Art ist die Gärtnerei, welche sich gegenüber der Klinik Martinsbrunn in Gratsch befindet. Die Gärtnerei führt vorwiegend Produkte aus biologischem Anbau. Saisongemüse, Kräuter, Gemüsepflanzen und Zier- und Zimmerpflanzen werden produziert und zum Verkauf angeboten. In der Vorweihnachtszeit gibt es dort auch Adventskränze, Weihnachtsgestecke, Türkränze u.Ä. Wie im Second Hand Shop "Gekko" besteht auch in dieser sozialen Einrichtung das Hauptziel darin, Personen mit psychischen Problemen über diese Arbeitstätigkeiten eine Beschäftigung zu bieten, soziale Kontakte zu ermöglichen und sie für weitere Schritte in Richtung Arbeitseingliederung vorzubereiten. Dabei werden die betroffenen Personen in beiden Einrichtungen von fachlich geschulten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen begleitet. Die Personen im Training und die Mitarbeiterinnen freuen sich auf Ihren Besuch und geben Ihnen dabei nach Wunsch weitere Informationen zu den beiden Einrichtungen.
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Berufstrainingszentrum Cratsch-Cärtnerei Meran/Gratsch - Laurinstraße, Tel. Nr: 0473-200076 Fax Nr: 0473-209259
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20 PASSE/ER
VOR 100 JAHREN
Interessante und kuriose leitungsnotizen aus dem Passeiertal vor 100 Jahren. "Aufgelesen" und kommentiert von Gottfried lagler Wetter April: Die erste Woche sehr schönes Wetter, in der nächsten Woche war es sehr windig, in Nordtirol gab es sogar Schnee. Ab 21.wurde es wieder kalt und es gab Schneefall bis ins Tal hinab. Ab 24. wurde es dann warm und schön. Mai: Der Mai begann mit Regenwetter und die ganze erste Monatshälfte war es kühl mit Regen und wenig Sonne. Ab der Monatsmitte stieg die Temperatur merklich an und es gab herrlich schöne Tage. juni: Mit dem Mai endete auch das schöne Wetter und bis 20. juni blieb es veränderlich. Trübe Tage, Regen, Wind und nur wenig Sonne wechselten einander ab. Die Temperaturen waren vergleichsweise niedrig. Ab 20. gab es dann schönes warmes Sommerwetter. "Meraner Zeitung" und "Burggräfler" vom 1.April bis 30. juni 1903 Tod eines Veteranen von 1848
"Heute früh ist in st. Martin der lljährige verwitwete kinderlose Anton Prünster, Oberwirt, nach längerem Leiden gestorben. Prünster hatte den Feldzug 1848 mit der Martiner Schützen kompanie am Tonale mitgemacht. Von dieser Kompanie leben noch 3 Veteranen, ein 93-, ein 86- und ein 73jähriger."
Korrespondent der Zeitung vermeiden, "ist das Telefon st. teon-
hard - Meran dem öffentlichen Verkehr übergeben worden."
"Meraner Zeitung" vom 24.6.1903
Geldschatulle Andreas Hofers in Innsbruck aufgetaucht Aus Meran berichteten Innsbrucker Blätter: "Vor einiger Zeit
brachte ein Bergknappe aus Passeier eine kleine, alte Ho/zschatulle zu einem hiesigen Antiquar; der dieselbe kaufte. Auf der Vorderseite der Schatulle ist in einfaeher, etwas roher Technik: "Andre Hafer 1802" in Relief ausqestoehen ... Das Kästchen stammt aus einem Bauernhaus in Passeier. wo die Besitzer sich seit 100 jahren niemals Hofer geschrieben haben. Allen Umständen nach zu urteilen, handelt es sich um die Geldschatulle resp. Kasse Andreas Hofers': "Meraner Zeitung" vom 17.5.1903 Beda Webers Buch über das Passeiertal neu aufgelegt
"Im Verlag von jandls Buchhandlung erschien soeben Beda Webers bekanntes Buch "Das Tal Passeier und seine Bewohner" in zweiter Auflage, bearbeitet von Prof. P. Adelgott Schatz." "Meraner Zeitung" vom 11.6.1903
Von Bauernnot und Blutsteuer Die drei jahre dauernde Verpflichtung zum Militärdienst, die sogenannte Blutsteuer, war bei vielen Bauern, die auf dem Hof jede Hand gebrauchen konnten, nicht gerade beliebt. Ganz schwer hatte es aber einen Bauern aus St. Martin getroffen: "Ein hiesiger
Bauer mit größerem Anwesen, welches ihm, wenn er dasselbe "Meraner Zeitung" vom 24.6.1903 mit seinen erwachsenen Kindern bearbeiten könnte, ein gutes Telefonlinie Meran - St. LeonEinkommen abwirft, hat gegenhard eröffnet wärtig von seinen drei Söhnen, Eine wichtige technische Neuzwei gleichzeitig aktiv. Der dritte erung erreichte im jahre 1903 Sohn kehrte gerade zurück, als die das Passeiertal: das Telefon. Die Meraner Zeitung berichtete: "Ein beiden anderen einrückten ... Heuer wurde nun dieser dritte Sohn am Ingenieur weilt mit zwei Mann 14. Mai zur Waffenübung auf 28 hier zum Zweck der Markierung Tage einberufen ... Dieser Bauer; für die Telefonleitung. Die Einschon alt und kränklich hat jetzt setzung der Leitungsstangen hat keine männliche Stütze zu Hause. begonnen." "Meraner Zeitung" vom 21.6.1903 Selbstverständlich wurde gegen diese neuerliche Einberufung ein Am 21.juni war es dann so weit: "Gestern Abend': konnte stolz der Befreiungsgesuch eingereicht. das
von der Bezirkshauptmannschaft wärmstens befürwortet wurde, aber von der Mi/itärverwaltung mit der Begründung, dass sich solche Gesuche in der letzten Zeit häuften, abgelehnt." In einem
Kommentar zu diesem Fall fordert das konservative Blatt von Reichsrat und Militärbehörden bezüglich Erleichterung der Militärlasten für die Bauern endlich etwas zu tun. "Burggräfler" vom 27.5.1903
Bau der Jaufenstraße - Aufteilung der Kosten für die Gemeinden Am 28. April fand im "Quellen hof' eine Versammlung der Gemeinden statt, die sich finanziell am Bau der jaufenstraße beteiligen sollten. Von den auf 1.180.000 Kronen veranschlagten Kosten sollen 55% der Staat, 35% das Land Tirol und 10% (110.880 Kronen) die interessierten Gemeinden beitragen. Von diesen 10% sollten laut Vorschlag des Landesausschusses die diesseitigen Gemeinden (Passeier und Burggrafenamt) die Hälfte (55-400 Kronen) tragen. Folgender Schlüssei sollte zur Anwendung kornmen: St. Leonhard 25%, 5t. Martin 10%, Platt 2%, Moos 2%, Meran 25%, Obermais 8%, Untermais 8%, Schenna 3%, Riffian 6%, Kuens 1%, Tirol 6%, Gratsch 1%,Aigund 3%. Die Gemeinde Rabenstein war von jeder Beitragsleistung ausgenommen, da sie zu klein war. Ergebnis der Versammlung: Bis auf Oberund Untermais, Riffian, Tirol und Aigund waren alle mit dem Auftellungsschlüssel einverstanden. "Burggräfler" vom 2.5.1903 Versteigerung des Schild- und Gasthofes Saltaus
"Am 21. April gelangt der Schi/dhof Saltaus zur Versteigerung. Das Gasthaus ist im Bestzustand und enthält viele schöne Räume. Dazu gehören auch Wirtschaftsgebäude, Schmiede, Brettersäge usw. Das Gasthaus kann mit den zwei dazugekauften Bauernhöfen einen großen Viehstand ernähren. Weitere bedeutende Einnahmen sind die Holzausländung und Holzniederlage, die Fischerei ... Die Versteigerung ist in 9 Partien aufgeteilt und der Schätzwert beläuft sich auf 164.064 Kronen':
"Meraner Zeitung" vom 19-4.1903
"Die erste Versteigerung erbrachte folgendes Ergebnis: Partie IGasthof und nächste Umgebung erstand die Stadt Meran für 81.000 Kronen, desgleichen Partie IV.die soqenannte Lend um 11.450 Kronen. Die Partie 111. (Acker, Weidegrund und Wald) kaufte ein Passeirer Bauer um 13.000 Kronen. Die sechs weiteren Partien blieben unuersteiqert"
"Meraner Zeitung" vom 13.5.1903 Da nach dieser Versteigerung Überangebote eingingen, musste die Stadt in Anwendung ihres Rechtes als Vorversteigerin für das Gasthaus 105.000 Kronen ausgeben. "Meraner Zeitung" vom 27.5.1903 Besuchszahlen der neu eröffneten lwickauerhütte Einem Bericht der Sektion Zwickau des D.u.OeAlpenvereines können wir entnehmen, dass im [ahre 1899 105 , im jahre 1900 79, im jahre 1901132 und im jahre 1902 147 Touristen die Zwickauerhütte besuchten. "Meraner Zeitung" vom 1. 7.1903
Bezirksfeuerwehrtag in St. Leonhard "Am 31. juni findet in st. Leon-
hard beim Strobel wirt der diesjährige Delegiertentag der Feuerwehr des Bezirkes statt': "Meraner Zeitung" vom 24.6.1903
Aprilschicken Dass man seine Leser am 1. April schon vor 100 jahren gerne in den April schickte, beweist folgende kleine Notiz in der Meraner Zeitung. "Eine große
Neuerung für den Fremdenverkehr zwischen Meran und den Spronserseen bis hin nach Pfelders steht noch diesen Sommer an. Der Nachbarort Dorf Tirol hat in aller Heimlichkeit beschlossen, als erste Gemeinde unseres Vaterlandes eine Luftballon-Omnibuslinie durch das Spronsertal zu eröffnen ....Morgen sollen schon die Vorarbeiten beginnen und am 31. April die erste Probefahrt stattfinden."
"Meraner Zeitung" vom 1-4.1903
21 PasseirerBlatt-NR.
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VEREINE MUSIKKAPELLE
& VERBÄNDE SALTAUS
Einmal Bronze, achtmal Silber, dreimal Gold Am Samstag, dem 25. jänner, hielt die Musikkapelle Saltaus ihre 25. [ahreshauptversammlung ab. Der Obmann Ladurner Christian begrüßte die Musikanten und die Musikantin, den Kapellmeister Gamper Erich, die Marketenderinnen, den Stabführer Egger Siegfried, den Bürgermeister Hermann Pirpamer, sowie den Bezirksobmannstellvertreter Paul De Bastiani. Neben der Verlesung des Protokolls, des Tätigkeits- und Kasseberichts, stellte die Verleihung der Ehrenzeichen für langjährige Mitgliedschaft an zahlreiche Musikanten den Höhepunkt des Abends dar. Das Verbandszeichen in Bronze für 15jährige Tätigkeit erhielt Elmar Ladurner. Das Verbandszeichen in Silber für 25jährige Tätigkeit erhielten johann Hofer, Walter Königsrainer, Karl Kofler, Rudolf
Kofler, Florian Ladurner, Erich Pircher, Norbert Pircher und Franz Kofler. Das Verbandszeichen in Gold für 40-jährige Tätigkeit erhielten Siegfried Egger, Anton Pircher und Alois Platter. Die Ehrungen wurden vom Obmann,
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Kapellmeister, Bürgermeister und Bezirksobmannstellvertreter vorgenommen. Die Musikkapelle Saltaus wurde 1960 gegründet, damals bestand die Kapelle aus zwölf Mann. Trotz des Bemühens, junge Musiker anzulernen, kam es in
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23 PasseirerBlattden siebziger jahren durch den Austritt vieler Musikanten zu einem derartigen Rückgang, dass ohne Aushilfe von Nachbarkapellen nicht mehr gespielt werden konnte. Im Februar 1978 wagte man einen Neuanfang. Alois Platter, im Dorf besser bekannt als .Haupolter Luis", war es ein besonderes Anliegen, das Blasmusikwesen im Dorf wieder zu beleben. Von den Altmusikanten waren nur mehr drei dabei. Acht sehr junge Burschen wurden von ihm und dem Kapellmeister ausgebildet. Von den damals acht eingetretenen Musikanten konnte allen die Ehrung für 25-jährige Tätigkeit verliehen werden. Heute besteht die Musikkapelle Saltaus aus 22 aktiven Musikanten, einer Musikantin, dem Stabführer und 2 Marketenderinnen. Die Leitung der Kapelle hat bereits seit 1988 der Kapellmeister Erich Gamper inne. Man hofft auch in Zukunft wieder junge Leute für die Blasmusik begeistern zu können, denn die Musikkapelle ist eine Bereicherung für das Dorf, welche nicht verloren gehen sollte. Seit 2002 ist die Musikkapelle Saltaus auch im Internet unter www.musikkapelle.it vertreten.
Musikkapelle
Sa/taus
SKJ PASSEIER
Preiswatten für einen guten Zweck Im Passeiertal .watteten" am Sonntag, 9. Februar 2003, mehr als l28 Paare im Vereinshaus 5t. Leonhard für einen guten Zweck. Das von der SKj Passeier und dem jugendservice Passeier organisierte Preiswatten lockte viele spielfreudige Kartenspieler an. Aufgrund des nicht zu hohen Einsatzes konnten sich außer Profis auch einige Amateure dazu überwinden, ihr Glück beim Kartenspielen zu versuchen. Durch den fleißigen Einsatz der Ortsgruppen konnte man den Beteiligten mit Kuchen, Leckereien, Brötchen usw. den langen Nachmittag etwas versüßen. Letztendlich standen um 01.00 Uhr die Gewinner fest. Ennemoser Albin und Raff] Vigil konnten den ersten Preis mit nach Hause nehmen, den zweiten Preis erlangten Gufler Klaus und Ennemoser 5epp, den dritten Preis Eschgfäller Franz und Hauser Hans und den vierten Preis Ennemoser Sepp und Gufler Klaus.
Da der Andrang zum Spiel sehr groß war, wurde noch ein Zusatzspiel mit 64 Spielern begonnen, bei dem den ersten Platz Kofler Rudolf und Lanthaler Heinrich, den zweiten Eschgfäller Peter und Oberprantacher Agnes, den dritten Pöhl Helmut und Kienzl Franz und den vierten Gufler Albert und Karlegger Hans belegten. Das Preiswatten war ein großer Erfolg; der Reinerlös des Abends kommt sozialen Zwecken in unserem Lande zugute.
SKJPasseier
HAFLINGER
PFERDEZUCHTVEREIN
PASSEIER
Jahresrückblick Am 1. Februar hat der Haflinger Pferdezuchtverein Passeier seine jahreshauptversammlung abgehalten, wozu alle 72 Mitglieder herzlich eingeladen waren. Gemeinsam unterhielt man sich in gemütlicher Runde über die Geschehnisse des letzten jahres und blickte motiviert in die Zukunft. Anhand dieses hier veröffentlichten Berichtes möchte der Verein all jenen, die nicht Mitglied sind, u.l.n.r. Raika-Direktor Walter Pichler, VizeObmann Anton Pircher, Bürgermeister Hermann Pirpamer, Norbert Waldner, Obmann des Haflinger Pferdezuchtuereines, und Stefan PichIer,
NR. 37, MÄRZ 2003
sich aber dennoch für die .Rössler" interessieren, einen kleinen Einblick in die Vereinstätigkeit, die Pferde-Zucht und den Pferde-Sport gewähren: Bei der Stammbuchaufnahme, dem sog. "Brennen" der dreijährigen jungstuten in Bozen, erhielten Herbert Holzknecht (Tirolerhof) und Hubert Pöhl (Flaggeler) die Spitzen bewertung I B für ihre Pferde. Eine weitere Stute wurde mit II B aufgenommen, eine vierte wurde leider nicht gebrannt. An unser 50-jähriges jubiläum mit Ausstellung und Hengstauftrieb am Sand hof können sich bestimmt noch viele Passeirer erinnern. Das zahlreiche Erscheinen zu diesem Fest hat das große Interesse der Einheimischen und Gäste an unseren Haflingern gezeigt. Der Umzug mit den Pferden in Begleitung der Musikkapelle von Rabenstein war für alle eine Augenweide. Spannend waren dann die Ergebnisse in den einzelnen Kategorien, wo auch die Bewertungskommission Schwierigkeiten hatte, unter der Fülle schöner Pferde das Schönste auszuwählen. Schlussendlich konnte sich dann die fünfjährige, trächtige Stute .Anni", aus dem Besitz von Alois Brunner aus Pfelders, als Gesamtsiegerin der Ausstellung behaupten. Der Reservesieg ging an die um ein [ahr ältere Stute "Zandora" der Petra Rieder vom Sand hof. Im Herbst, nachdem der Großteil der Pferde aus der Sommerfrische zurückge-
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25 Passeirer
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kehrt war, fand am 16. September 2002 das Fohlenbrennen auf dem Festplatz beim Sandwirt statt. Von den 16 Fohlen wurden acht Stutfohlen und sieben Hengstfohlen gebrannt. Am 6. November 2002 fand der erste Leonardiritt in St. Leonhard statt, an dem sich die Reiter des Vereins beteiligten. Man ritt gemeinsam durch das Dorf bis zum Sonnen hof, wo die Pferdesegnung stattfand. Der nun schon traditionelle Martiniritt in St. Martin wurde wiederum am 11. November abgehalten. Ausgehend vom Gasthof "jager Hans" wurde der "Heilige Martin" auf seinem Pferd von einer großen Reitergruppe und den vielen anwesenden Kindern und Erwachsenen zum Dorfplatz begleitet, wo er gemäß der Überlieferung seinen Mantel mit einem Bettler teilte. Der bei dieser Veranstaltung gewonnene Reinerlös von Euro 312,96 wurde - wie schon in den letzten jahren - von der Raiffeisenkasse St. Martin in Passeier verdoppelt. Anlässlich einer kleinen Feier übergaben Vertreter des Haflinger Pferdezuchtvereines und der Raiffeisenkasse St. Martin die Spende an Bürgermeister Hermann Pirpamer. Mit dem Geld wird eine in Not geratene Familie unterstützt. Auf der bekannten Pferdemesse "Fieracavalli", die im November in Verona stattfand, beteiligte sich das Ausschussmitglied josef Flarer mit seiner zweieinhalbjährigen Stute "Darma". Am 29. Dezember 2002 fanden das Pferdeschlittenrennen und Skijöring in pfelders statt. Es war wieder einmal eine schöne Veranstaltung für Einheimische und Gäste aus nah und fern. Das traumhafte Winterwetter gab der Veranstaltung einen ganz besonderen Reiz. An dieser Stelle möchte der Verein einen Dank an alle großzügigen Sponsoren aussprechen, die die verschiedenen Veranstaltungen des Pferdezuchtvereines jedes jahr aufs Neue überhaupt erst möglich machen. Die Ergebnisse der einzelnen Rennen: Trabrennen .Babsy" des Walter Hofer (Fahrer Daniel Pichler) "Mize" des Richard Raffl (Fahrer Richard Raffl) "Susi" aus dem Reitbetrieb Steinerhof (Fahrer Karl Hofer) Skijöring .zussr' des Harry Kobler .Binie" des Richard Raffl "Belinda" des Daniel Pichler Auch an Sportveranstaltungen außerhalb des Passeiertales wie das Galopprennen
am Ostermontag, verschiedene Landesmeisterschaften und dergleichen mehr nehmen unsere Mitglieder mit ihren flinken Stuten teil und können stets gute Resultate erzielen. Der Haflinger Pferdezuchtverein Passeier hofft weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit und dankt für das entgegengebrachte Verständnis und Interesse. Auch in Zukunft wird der Verein Veranstaltungen mit Pferden organisieren, die Spaß machen und Unterhaltung bieten sollen und bei denen jeder Einzelne herzlich willkommen ist.
Der Haflinger Pferdezuchtuerein
RABENSTEl
Passeier
N
Gaudirodeln Ein Rodeln der besonderen Art organisierten die Bäuerinnen von Rabenstein heuer am 9. Februar, bei angenehmen Winterwetter. Nicht die Zeit, sondern der Spaß sollten bei diesem Gaudirodeln ausschlaggebend sein. Ob Kleinkind oder Oma und Opa - jeder sollte die gleichen Gewinnchancen haben. Gerodelt wurde im Doppelsitz, beim Start musste der eine Partner einen Luftballon aufblasen, während der andere versuchte eine Sechs zu würfeln. Erst dann durfte es losgehen. Auf halber Strecke wartete dann die nächste Hürde auf die Teilnehmer und es hieß bremsen und absteigen. Die Kleinkinder mussten Blechdosen mit einem Ball abschießen, während jugendliche und Erwachsene Fragen beantworten mussten. Wer nicht schnell genug war, der musste warten und gegen andere Gegner antreten. Erst dann konnte es weitergehen. Im Ziel warteten viele Schaulustige auf die Gaudi-Athleten. Man war sich einig, dass dieses Gaudirodeln jung und Alt Spaß gemacht hatte.
Waltraud Gufler
BÄUERI N NEN-ORGAN
ISATION
HINTERPASSEIER
Die Bäuerinnen und das Jahrhundertwetter Bei der jahreshauptversammlung der Bäuerinnen von Platt und pfelders stieg man nach dem gut besuchten Gottesdienst in der Pfarrkirche von Platt in die
Blatt-
N R.
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2003
Privatautos, um zum gemeinsamen Mittagessen nach Breiteben zu fahren. Doch es wurde nur eine kurze Fahrt! Schon am Dorfausgang war die Fahrt zu Ende, da ein Trupp der Straßenarbeiter die Autos am Weiterfahren hinderte, weil Schlamm und Geröllmassen die Straße beim Eistal und der Saldernerbahn verschüttet hatten. Einige Bäuerinnen gingen heim, die Übriggebliebenen warteten im Gasthof .Tannenhof" auf die Freilegung der Straße, während Ortsbäuerin Anna Gufler die Wirtsleute im Gasthof "Breiteben" telefonisch verständigte und darum bat, das Mittagessen warm zu halten. Bei strömendem Regen arbeiteten Straßenarbeiter und Feuerwehr emsig mit Bagger, Pickel und Schaufel und hatten innerhalb einer Stunde alles Geröll und Gestein weggeschafft. Anschließend halfen sie den Bäuerinnen die beschädigten Straßenstücke zu passieren, so dass diese zwar mit Verspätung aber glücklich in der gemütlichen Stube des Gasthofes "Breiteben" ihr spätes Mittagessen genießen konnten. Stunden später, auf der Heimfahrt, konnten die Bäuerinnen feststellen, dass sämtliche Straßensteilen sauber geräumt waren. Den Straßenarbeitern und der Feuerwehr Platt ein großes Lob für die gute Arbeit und Anerkennung für die bewiesene Hilfsbereitschaft gegenüber den Anrainern, deren Grund und Boden durch die großen Wassermassen in Gefahr war. Erwähnenswert ist auch der Einsatz von Straßenchef Ulrich, der ohne Rücksicht auf Kälte, Nässe und Zeit selbst in vorbildlicher Weise im Einsatz war.
Anna Gufler
FREIWILLIGE
FEUERWEHR
ST. LEONHARD
Jahresrückblick
2002
Auch wenn die Alarmsirene im Arbeitsjahr 2002 nie zu Einsätzen rief und ihre Töne nur an Samstagen zum Probealarm verlauten ließ, war das vergangene jahr für die Freiwillige Feuerwehr St. Leonhard ein sehr arbeitsreiches. Bei der jahreshauptversammlung im jänner 2003 wurden alle Tätigkeiten und geleisteten Arbeitsstunden in einem jahresrückblick mit verschiedensten Statistiken aufgezeigt. So war die Feuerwehr zu 71 Einsätzen mittels Personenrufempfänger (Piepser) oder Telefon gerufen worden. Die Einsätze reichten von technischen Hilfeleis-
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tungen bei Unfällen bis Suchaktionen oder sonstigen Einsätzen. Die starken Regenfälle im Herbst verlangten der Freiwilligen einiges ab. Unentgeltlich waren manche Männer rund um die Uhr und unter schwierigsten Bedingungen im Einsatz, um Wiesen, Straßen und Gebäude vor drohenden Gefahren zu sichern. Um auf verschiedene Ernstfälle vorbereitet zu sein, wurden in S3 Übungen realitätsnahe Situationen nachgestellt. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Rettungsorganisationen wurde in solchen Übungen noch weiter vertieft und ve rbesse rt. Den Höhepunkt bildete mit Sicherheit die von unserer Wehr abgehaltene Talschaftsübung. Daran nahmen insgesamt 8 Wehren mit 140 Mann und 21 Fahrzeugen teil und übten den Ernstfall. Als Brandobjekt wurde das Hotel Stroblhof angenommen, was in technischer und organisatorischer Hinsicht eine Herausforderung war. Auch vergangenes jahr wurde das theoretische Wissen erweitert und aufgefrischt: 13 Mann besuchten Weiterbildungskurse an der Landesfeuerwehrschule in Vilpian. Weiters wurden die Atemschutzträger vom Abschnittsin-
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Einsätze
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Übungen
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Brandverhütungsdienste
~
Schulungen/Kurse
D Verwaltung/Organisation spektor Michael Schwarz im SchulungsKonferenzraum der HOPPE AG St. Martin über die neuesten Einsatztechniken in einer talschaftsweiten Schulung infor-
miert. Die aktive Mannschaft wurde im vergangenen jahr durch die Neuaufnahme von acht jungwehrmännern aus der jugendgruppe verstärkt. Die Feuerwehr ist stolz auf ihre jugendgruppe und deren Betreuer, welche die jugendlichen schon im Vorfeld vorbild haft zu geschulten Wehrmännern ausbilden. Im Frühjahr sind 11 Buben neu in die jugendgruppe aufgenommen worden und haben damit begonnen sich auf zahlreiche Wissenstests, Orientierungsmärsche und Zeltlager vorzubereiten. Die aktive Feuerwehr hingegen zählt derzeit 68 Mann. Bei verschiedenen Veranstaltungen im Ver-
einshaus, auf dem Raiffeisenplatz oder am Festplatz beim Sandwirt versehen Wehrmänner stets Brandwache, um bei eventuellen Gefahren sofort eingreifen zu können. Bei Festlichkeiten wie bei der Florianifeier dankte man geschlossen dem Schutzpatron für seinen Beistand. Auch bei der Christophorus-Feier im juli war die Kameradschaft und der Arbeitsgeist der Wehrmänner gefordert, um zum guten Gelingen der Veranstaltung beizutragen. Weiters wurde ein Preiswatten und die traditionelle Christbaumaktion durchgeführt. Um die Leistungen der Feuerwehr auch in Zahlen auszudrücken: 1418 Mann haben insgesamt 3662 Stunden geleistet. FF 5t. Leonhard
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Talschaftsübung der Feuerwehren
Abschnitt 7
Am 9. November ertönte die Sirene und rief die FF St. Leonhard zum "Einsatz". Um 13.30 Uhr wurde die Ortswehr über die Zentrale 2 in Meran zum angenommenen Brandobjekt "Hotel Stroblhof"
gerufen. Angesicht der Gefahren für Mensch und Gut wurde laut Alarmplan Alarmstufe 3 ausgelöst. Somit wurden alle sechs Nachbarwehren sowie die FF Meran mit Drehleiter zu Hilfe gerufen. Vom Brand betroffen waren zwei Zimmer in der zweiten Etage des Hotels, wo man weitere 25 Personen vermutete. Vorrangig war die Rettung der Personen, weiche von insgesamt 12 Atemschutztrupps zu je drei Mann über das Treppenhaus, die Rutsche bzw. die Drehleiter gerettet wurden. Die .Löscharbeiten" erforderten viel Einsatz, da es primär um die Brandbekämpfung der betroffenen Zimmer, sowie der umliegenden Räumlichkeiten ging. In zweiter Linie galt es mit Hilfe der herbeigeeilten Wehren die umliegenden Gebäude vor Strahlungswärme und vor dem Übergreifen der Flammen zu schützen. Unter der Leitung des Orts-Kommandanten Werner Ennemoser standen rund 140 Wehrmänner mit insgesamt 21 Fahrzeugen im "Übungseinsatz". Das Weiße Kreuz Passeier versorgte die "Verletzten" in der errichteten Sammelstelle, wo man unter einem Zelt auf zahlreiche Feldbetten zurückgreifen konnte. Um die Arbeiten der Einsatzkräfte im Gefahrenbereich zu erleichtern, wurden alle
umliegenden Straßen von den Ordnungshütern gesperrt. Die Übung zog viele Beobachter an; so waren neben Bezirksvertretern der Feuerwehr, Gemeindevertretern, Vertretern der Forstbehörde und der Straßenverwaltung auch andere Rettu ngsorga n isationen wie Bergrettu ng und Hundestaffel und eine große Anzahl von Schaulustigen anwesend. Anschließend an die Übung sind alle Beteiligten Einsatzkräfte auf dem Delucca-Parkplatz zur Übungsbesprechung angetreten. Zu der vorangegan-
genen Übung gaben Abschnittsinspektor Michael Schwarz, Bezirksfeuerwhrinspektor Max Pollinger, Bürgermeister Dr. Konrad Ptitscher und Kommandant Werner Ennemoser Erklärungen und Erläuterungen. FF St. Leonhard
SVP ORTSGRUPPE
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MÄRZ 2003
ST. LEONHARD
Vollversammlung in Walten Am 28. November letzten jahres kam Landeshauptmann Luis Durnwalder auf Einladung der SVP Ortsgruppe St. Leonhard zur Vollversammlung nach Walten. Bei seinem Eintreffen im voll besetzten Vereinssaal spielte die "Waltner Böhmische". Gut gelaunt gab er vielen Bürgen die Hand, bevor er sich ans Podium setzte. Der Ortsobmann [osef Wilhelm eröffnete die Versammlung, während der Ortsstellen leiter Anton Gufler die Begrüßung vornahm. Grußworte an die Versammlung richteten auch der Bürgermeister Konrad Ptitscher und der erst später eingetroffene Bezirksobmann Norbert Schnitzer. Dieser lobte die Initiative und hob die Notwendigkeit hervor in Walten weiterhin eine starke SVP-Gruppe zu erhalten. In seinem Bericht begann der Landeshauptmann bei der EU, ging weiter zur römischen Politik und leitete schließlich zur Landespolitik über. Mit seinen Aussagen und Darlegungen konnte er die Anwesenden begeistern. Der Landeshauptmann teilte unter anderem auch mit, dass die Landesverwaltung für den Bau der neuen Feuerwehrhalle für Walten bereits einen Beitrag von 653.000 ¤uro gewährt hat, und dass die Gemeinde daher ab dem Frühjahr 2003 mit dem Bau der Feuerwehrhalle beginnen kann. Er befürwortete auch den weiteren Ausbau der jaufenstraße und verwies auf die bereits durchgeführten Arbeiten an der Lawinenverbauung am jaufenpass.
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In der regen Diskussion beantwortete der Landeshauptmann dann die Fragen der Waltner Bürger in gewohnt klarer und prägnanter Form. Nach Ende der Versammlung bot er die Möglichkeit mit ihm persönliche Anliegen zu erörtern. Dieses Angebot wurde dann auch von vielen genutzt. Mit einem kleinen Imbiss und einem gemütlichen Beisammensein endete die Versammlung, wobei der Ortsvertreter der SVP,Anton Gufler, allen, die zum Gelingen dieser Versammlung beigetragen haben, ausdrücklich dankte und der Landeshauptmann sich noch bei einem Watterle entspannen konnte.
Anton Gufler
FREIWILLIGE
FEUERWEHR
ST. MARTIN
11sJahre im Dienst des Nächsten Im September 1987 feierte die FF St. Martin ihr ioo-jähriges offizielles Beste-
hen. Die damalige Feier bestand aus Feldmesse, Feuerwehreinmarsch, Unterhaltungsabend, Festumzug, sowie Festansprachen. Dieser jubiläumsfeier ging ein Großeinsatz voraus, welcher am 18. juli 1987 durch extreme Regenfälle den ganzen Alpenraum in teilweise katastrophale Situationen brachte. 300 Wehrmänner des Tales waren über Tage im Einsatz um zu retten, schützen und weiteres Unheil zu vermeiden.
Seit diesem Ereignis und der damals erschienenen Broschüre sind inzwischen 15 jahre vergangen und die FF St. Martin möchte hier diese 15 Dienstjahre noch einmal Revue passieren lassen. Zum 115-jährigen Bestehen wollen wir jener Männer gedenken, welche die Freiwillige Feuerwehr St. Martin gegründet haben, aber auch all jenen Respekt, Hochachtung und Dank zollen, die mitgeholfen haben, diese unsere Freiwillige Feuerwehr St. Martin zu erhalten und auszubauen. Anbei einige besondere Daten (Oktober Ig87 - Dezember 2002) 1987 Schwerer Autounfall bei Ortseinfahrt, 1 Toter 1988 Brand Moarhof - Flon; Waldbrand Fartleis; Brand E-Werk Marth & Pichler OHG
1989 Autounfall bei Quellenhof mit eingeklemmter schwer verletzter Person; Autounfall bei Baumkircher Säge - 3 Schwerverletzte 1990 Autounfall Passeirer Straße - 2 Schwerverletzte; Waldbrand auf dem Pfarrer, Christi, mit Einsatz von Hubschraubern; Waldbrand durch Blitzschlag auf dem Hitzenpichl 1991 Einweihung Rüstfahrzeug - Fahrzeugpatin Barbara Raich; Verkehrsunfall, Eggensteiner Gerade, mit eingeklemmten Personen; Gerätewart Heinrich Gufler stirbt bei einem Arbeitsunfall; Autounfall mit eingeklemmten Personen 1992 Brand im Haus der jugend mit Einsatz von Atemschutzgerät; Heuwehreinsatz Keldererhof - Dorf; Heuwehreinsatz Gattererhof - Prantach
29 PasseirerBlatt-NR.
1993 Küchenbrand Krusterhof - Matatz; Heuwehreinsatz Walten; Vermurung auf Braunlechn; Kaminbrand Untergatterer Hof 1994 Wohnungsbrand Garberhäusl; Sturmschäden Handwerkerzone 1995 Stadelbrand Unterbrunn - Prantach; Herbst '95, Baubeginn der neuen Feuerwehrhalle; Kaminbrand Lanthaler Hof - Kalbe; Kommandantstellvertreter Ernst Pirpamer verstirbt 1996 Stadelbrand Gosser Hof - Flon; Autounfall mit Brand, Kalbe; Heuwehreinsatz Unterhaslhof - Flarer; verschiedene Murabgänge Matatz - Flon 1997 Dachstuhlbrand Turmhaus; Kaminbrand Bucherkeller; Waldbrand Mörre - Stauden; schwerer Autounfall Passeirer Straße - Kalbe; Vollbrand des Festplatzes St. Martin; schwerer Autounfall auf Schweinsteg; Umzug in die neue Feuerwehrhalle; Schriftführer Hugo Ciatti erliegt seiner Krankheit; Fahrzeugpatin Edeltraud Pirpamer verstirbt 1998 Brand Lackieranlage Ptitscher Türen; Einweihung der neuen Feuerwehrhalle und des neuen KLF-A Daily; Fahrzeugpatin Gisela Schiefer; Murabgang Kehlmure; Heuwehreinsatz, josele Hof - Außerhütt 1999 Wohnungsbrand Garberhäusl mit Einsatz von Atemschutz; Kaminbrand Kalbe - Trifterweg; Silobrand Tischlereigenossenschaft Passeier 2000 Kdt. Franz Gufler tritt nach 26 [ahren Kommandantschaft vom aktiven Dienst zurück; Sturmschäden Grube, Flon, Matatz; Heuwehreinsatz; Autounfall mit eingeklemmter Person, jaufenstraße Quellenhof; Herbst: Hochwasser und Murenabgänge 2001 Kaminbrand Ebionerhof Mörre; schwerer Autounfall - in der Passer; Dachschäden durch Erdbeben; Maschinenbrand Hoppe; tödlicher Autounfall beim Stegerhof, Saltaus 2002 Garagenbrand, Haller Hof; Brand eines Holzstapels am Wohnhaus - Matatz; Brand Arbeiterbaracke Wohnanlage King; Containerbrand Hoppe; Herbst: Wasser- und Mureneinsätze FF st. Martin
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MÄRZ
2003
Passeirer Schützen in Mantua am 20.2.03
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Andreas-HoferGedenkfeier Der Schützen bezirk Burggrafenamt/ Passeier veranstaltete zum 193. Todestag von Andreas Hofer die traditionelle und beeindruckende Gedenkfeier in Mantua. Im Bild das Schützenbattaillon Passeier mit Kommandant Florian Kretzdorn vor dem Gedenkstein in der Zitadelle. Die Stadtbehörden waren aufmerksame Gastgeber und lauschten interessiert den Worten von P. Martin Steiner OT. und von Festredner Landtagsabgeordneten Andreas Pöder, der seine Anliegen klar und engagiert vortrug.
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Auftritt bei Weihnachtsmarkt in Leipzig Vom 26. November bis 22. Dezember 2003 präsentierte sich der Tourismusverein von St. Leonhard mit 11 massiven Holzhütten (von Firma Zimmerei Marth Raimund) und Produktpartnern aus Südtirol und Italien auf dem Weihnachtsmarkt in Leipzig. Seit einigen jahren schon arbeitet das Europahaus Leipzig mit Ländern aus ganz Europa zusammen und organisiert
auf dem Augustusplatz ein Dorf aus einem europäischen Land. In diesem jahr war Italien das Gastland, wobei Südtirol - Passeiertal/St. Leonhard den Hauptkern bildeten. Durch die Organisation des Tourismusvereines St. Leonhard kam natürlich auch die Werbung nicht zu kurz. Es wurden in einem Monat ca. 160.000 Folder von St. Leonhard und dem Meraner Land verteilt und zusätzlich konnte jeder Hotelier seine eigenen Hausprospekte auf dem Weihnachtsmarkt verteilen. Zusätzliche Südtirol - Stimmung verbreiteten die verschiedenen Kulturgruppen, wie Schuhplattler, Böhmische und Goaßlschnöller, die dieses Projekt mit
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ihren Auftritten umrahmten. Für den Tourismusverein St. Leonhard war der Auftritt auf dem Weihnachtsmarkt ein touristischer Erfolg. Der Tourismusverein hat großes nationales und internationales Medieninteresse erfahren. Verschiedene Medien wie BildZeitung und die LVZ, Fernsehanstalten wie ZDF, MDR und Sachsen berichteten vom Gastland "Italien-StüdtirolPasseiertal/St. Leonhard. Es wurde eine Pressekonferenz mit 27 teilnehmenden Journalisten organisiert. Nach einer Podiumsdiskussion zum Thema "Warum brauchen wir Europa" organisierte der Tourismusverein einen "Südtiroler Abend" mit reichhaltigem Rahmenprogramm und 120 geladenen Gästen. Unter anderem waren auch Prominente wie ZDF - Chef Dr. Nikolaus Brender, der polnische Generalkonsul Dr. [an Granat, der italienische Präsident der internationalen Föderation von 130 Europahäusern Dr. Antonio Muolo, die Europaabgeordnete Dr. Constanze Krehl, der Europaabgeordnete Friedrich Magirius und der Vorstandsvorsitzende des Europahauses Leipzig Dr. Frieder Schäuble (Bruder von Dr. Wolfgang Schäuble), anwesend. Durch die Organisation des "Europäischen Weihnachtsdorfes" konnten viele
neue Kontakte geknüpft werden, wobei die Stadt Hannover bereits das Angebot machte, das Südtirol-Dorf auf dem Weihnachtsmarkt 2004 in Hannover zu präsentieren. Zum Ende des Weihnachtsmarktes wurde dem Tourismusverein St.
Leonhard eine Ehrenurkunde der Stadt Leipzig vom Bürgermeister Herrn Tiefensee und dem Marktamtchef Herbert Unglaub überreicht. Tourismusuerein
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Leonhard
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Vorstellung der neuen Brauerei Erste Verkostung des Höllenbraüs Ab 19.00 Uhr
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31 PasseirerBlatt-
NR. 37, MÄRZ 2003
AVS PASSEIER
Gelungener Dia-VVettbevverb
Schon über 10 jahre ist es her, dass der AVS Passeier einen Fotowettbewerb organisiert hat. "Das jahr der Berge" war der richtige Zeitpunkt, wieder einen ähnlichen Wettbewerb - diesmal mit DIAS - zu verwirklichen. Unter dem Motto .Passeirer Berge in den jahreszeiten" gingen über 60 Dias ein. Die vielen Teilnehmer (passeirer und Gäste) machten es der jury wahrlich nicht leicht, die drei besten für die Hauptpreise und die 10 weiteren preisgekrönten Dias herauszufiltern. Die Preise wurden von der Raiffeisenkasse Passeier, Foto/Juwelier Stasehitz und Papier Profi in dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt. Anlässlich der jahreshauptversammlung des AVS St.Leonhard
Das abgebildete Dia wurde uon Peter Müermann geknipst
Hier die Preisträger Die drei Hauptpreise:
Andreas Ennemoser josef Lanthaler Albert Zipperle
Die
10 weiteren
Preisträger:
Peter Müermann Albin Lanthaler Erwin Egger Karlegger Erwin Egger Karlegger Maria Lanthaler Willi Stricker Hanspeter Pixner Hanspeter Pixner Emil Königsrainer Martin u. Wilfried pfitscher
Verlosungspreis: Bernd Allnach
Kurztitel des Dias
Bruneck Stuls St. Leonhard
Mondland Herbstlandschaft Sonnenaufgang Kitzkogl
Netphen Platt St. Leonhard St. Leonhard St. Leonhard Stuls St. Leonhard St. Leonhard St. Leonhard Platt
Sonn klar Schneeberger See Stuanmandl Stuller Wasserfälle Sonnenaufgang Morgen über Hochwart Morgendämmerung jaufen Sonne überm Wanserjoch Sonnenuntergang Rauhjoch Gampen
wurden die Dias gezeigt und die Preise übergeben. Die Fotoabzüge der prämierten Dias werden vom 15. bis 24. April in der Raiffeisenkasse St.Leonhard und vom 29. April bis 9. Mai in der Raiffeisenkasse Moos ausgestellt.
Siegfried Innerhafer
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HEIMATBÜHNE
ST. MARTIN
Ein Leben für das Theater Weiterhin mit Tendenz nach oben hat sich die Heimatbühne St. Martin entwickelt. Man zählt mittlerweile 30 Mitglieder und schafft es, als einer der wenigen
Theatervereine Südtirols, zweimal im jahr mit einem neuen Stück auf die Bühne zu treten. Diese Leistung wird erst dann deutlich, wenn man bedenkt, dass alle Darsteller berufstätig sind und für ein neues Stück zwei Monate lang dreimal wöchentlich jeweils zwei Stunden proben.Dabei hat man das Glück bei den Aufführungen auf eine ausgebildete Friseurin (Elisabeth Raffl) und Kosmetikerin (Judith Pichler Verdorfer) zurückgreifen zu können. Neu zur Heimatbühne St. Martin gestoßen sind in den letzten jahren Michael Angerer, julia Theiner, Nadia Kofler, Daniel Marth, Betty Brentegani, Angelika Ilmer, Michael Papst (Techniker), Alexander Pecoraro, Silvia Raich, Hans Schwarz und Karoline Schweigl. Die meisten Menschen haben Hemmungen freiwillig vor ein Publikum zu treten. Ein Theaterspieler dagegen fühlt sich auf der Bühne in seinem Element: Er liebt es in die Haut eines anderen zu schlüpfen und in seiner Rolle aufzugehen, geheime Sehnsüchte auszuleben. Ein gewisser Hang zum Exhibitionismus ist dabei nicht zu leugnen, obwohl es immer wieder Selbstüberwindung kostet, vor ein Publikum zu treten. Der lohn eines The-
aterspielers ist der Applaus, der ihn trägt. Die Heimatbühne St. Martin freut sich immer wieder aufs Neue über die treuen Zuschauer. Die Vorführungen sind prinzipiell ausverkauft und einige Stammzuschauer kommen sogar aus dem Bozner Unterland und aus St. Felix angereist. Der Theaterverein weiß die hohe Anerkennung durch die Bevölkerung sehr zu schätzen und möchte sich auf diesem
Wege auch bei der Gemeindeverwaltung von St. Martin bedanken, die sich bezüglich Saal und Probelokal immer sehr entgegenkommend zeigt. Die Heimatbühne St. Martin harmoniert intern sehr gut und das Gesellige, die Kameradschaft Ausflug nach 5tresa, Lago Maggiore, 25· 5· 02
und das Zusammengehörigkeitsgefühl werden groß geschrieben. Bezeichnenderweise hat es sich auch zur Tradition entwickelt, dass abwechselnd jeder zu den Proben etwas zum Essen mitbringt. Äußerer Ausdruck der starken Verbundenheit untereinander sind sicherlich auch die überaus beliebten Ausflüge, die regelmäßig alle zwei jahre durchgeführt und gerne mit dem Element Wasser (z.B. Königssee, Lago Maggiore usw.) verbunden werden. Regie bei den diversen Aufführungen führt seit 1998 - bis auf zwei bis drei Ausnahmen - Marianne Abler, wobei sie durch ihre positive Ausstrahlung und ihr engagiertes Wesen wohl für die gesamte Heimatbühne St. Martin eine Art Vorbildfunktion einnimmt. Marianne besucht fleißig Seminare im Bereich Theater und liest jährlich an die 100 Theaterstücke, aus denen sie letztendlich zwei oder drei Skripte in die Endauswahl aufnimmt, um dann gemeinsam mit dem Friseur Fahrner Sepp zu entscheiden, welches Stück als nächstes aufgeführt werden soll. Dabei hat sie auch schon die Idealbesetzung der Rollen im Kopf. Für Marianne ist es ein Anliegen lustige Stücke aufzuführen, bei denen der Zuschauer wenigstens während der Vorführung abschalten und Alltagsprobleme zur Seite legen kann. Seit dem 23. März steht als derzeit aktuelles Stück das Lustspiel "Drei sind zwei zuviel" auf dem Programm, wozu die Heimatbühne St. Martin alle recht herzlich einlädt und sich über jeden Besucher freut!
33 PasseirerBlatt-NR.
SÄUERINNENORGANISATION
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ORTSGRUPPE
ST. LEONHARD
20 Jahr
- Feier
Im November 2002 feierte die Südtiroler Bäuerinnenorganisation - Ortsgruppe St. Leonhard in Passeier - ihr zo-jähriges Bestehen. Die Feier begann mit einem feierlichen Dankgottesdienst in der Pfarrkirche, musikalisch umrahmt vom Frauenchor St. Martin. Im Vereinshaus erwartete die vielen Festgäste, Bäuerinnen und Ehrengäste, eine mit viel Arbeit und Fleiß aufgebaute Ausstellung sowie ein festlich geschmückter Saal. Gezeigt wurden Schaustücke, welche in zwanzig jahren Bäuerinnenarbeit angefertigt wurden: Trachten, Trachtenhemden und -strümpfe. Ebenso zeugten die Ausstellungsstücke von den vielen Fortbildungsveranstaltungen, die in 20 jahren durchgeführt wurden. Die ausgestellten Fotos weckten neben vielen freudigen, auch traurige Erinnerungen. Im offiziellen Teil der Feier hielt die Ortsbäuerin Pamer Martha Rückschau auf 20 jahre Bäuerinnenorganisation in St. Leonhard. Diese wurde im November 1982 unter der Leitung von Landessekretär Georg Viehweider und Bezirksbäuerin Anni Haller gegründet. Geschult wurde der erste Ausschuss in der Hauswirtschaftsschule Frankenberg. Durch viel Mut und Fleiß ist aus dieser im Stillen gegründeten Organisation nunmehr eine Gruppe von selbstbewussten Frauen geworden, die immer mehr in das Dorfgeschehen eingreift. Gruß- und Dankesworte überbrachten der Bürgermeister von St. Leonhard, Konrad Pfrtscher, und die Bezirksbäuerin Anni Haller. Gedankt wurde vor allem den Gründungsmitgliedern Raff] Veronika, Gumpold Gertraud, Moosmair Theresia, ätti Luise und Pichler Anna, sowie weiteren vier fleißigen Ausschussmitgliedern mit einem Für 20 jahre Mitgliedschaft
geehrt: Theresia
37, MÄRZ 2003
Blumenstrauß. Nach dem offiziellen Teil der Feier konnten sich die Gäste an einem reichhaltigen Buffet erfreuen und der Nachmittag klang mit Musik und Tanz aus und jede Bäuerin konnte einen Weihnachtsstern mit nach Hause nehmen.
Neuwahlen Im Dezember 2002 stand die Vollversammlung der Bäuerinnen von St. Leonhard und Walten mit Neuwahlen auf dem Programm. Der neue Ausschuss setzt sich folgendermaßen zusammen: Pamer Martha, Unterort - Ortsbäuerin; ätti Marianne, Unterleite - Stellvertreterin; Pixner Annemarie, Steinhof - Kassierin; Zipperle Iris, Oberschram - Schriftführerin; ätti Petra, Gander; Grassl Maria, Krustn; Königsrainer Brigitte, Molt; Fauner Paula, Schildhof Happerg; Grasl Marianne, Oberleite. Zwei langjährige Ausschussmitglieder stellten sich leider nicht mehr der Wahl: Frau Moosmair Theresia, Stern hof und Frau Gumpold Gertraud, Egghof, beide Gründungsmitglieder der Ortsgruppe St. Leonhard. Vom neuen Ausschuss wurde ihnen bei einem geselligen Beisammensein noch einmal für die viele Arbeit, die sie in 20 jahren für die Bäuerinnenorganisation geleistet haben, gedankt. Es wurde ihnen eine Urkunde sowie ein Geschenk überreicht. Eines der Ausschussmitglieder erwies sich als wahre Dichterin und erinnerte in Gedichtform an so manche lustige Begebenheit, die sich in den zwanzig [ahren mit .Jraudl und Thresl" ereignet hat. Die Ortsgruppe St. Leonhard wünscht der .Jraudl" und der .Thres!" alles Gute und hofft bei so manchem Ereignis noch auf ihre Mitarbeit.
Bäuerinnenorganisation St. Leonhard
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AVS ST. MARTIN
Jahresrückblick Ehrungen - Kletterhalle Kürzlich hielt die Alpenvereinsektion St. Martin ihre 45. Hauptversammlung im Vereinssaal der Gemeinde St. Martin ab. An die 90 Mitglieder nahmen daran teil. Anwesend waren auch der Bürgermeister Hermann Pirpamer, Vize-Bürgermeisterin Rosmarie Pamer und der Obmann der Raiffeisenkasse Albert Pichler.
im Alpenuerein
Im jahr der Berge 2002 hat sich in der Sektion sehr viel bewegt. Fast alle im jahresprogramm vorgesehenen Veranstaltungen konnten durchgeführt werden. Höhepunkte waren die Bergtour zum Cevedale, die dreitägige Wanderung im Karwendel von Scharnitz nach Pertisau und nicht zuletzt die gemeinsame Wanderung mit der Sektion Passeier über den jaufenkamm zu den Stuller Mahdern mit anschließender Messe. Erfreulich ist der starke Zuwachs an Mitgliedern. Mit 39 Neuzugängen zählt unsere Sektion nun 325 Mitglieder. Das ist der Höchststand an Mitgliedern in unserer Vereinsgeschichte. Auch die jugendgruppe hat in zahlreichen Veranstaltungen viel geleistet und 15 neue Mitglieder dazu gewonnen. Vier jugendliche haben die Aufgabe des jugendwartes übernommen. An Sepp Haller, Albert Pichler, Martin Pichler und Karl Lanthaler wurde die Ehrung für 50-jährige Mitgliedschaft, an Owald Pinggera die Ehrung für ac-jährige Mitgliedschaft und an weitere 14 Mitglieder die Ehrung für 25-jährige Mitgliedschaft überreicht. Der Vorsitzende
Vigil Raff] dankte den Mitgliedern für ihre Treue, der Gemeindeverwaltung und der Raiffeisenkasse für die Unterstützung. Besonders stolz äußerte er sich über die lang ersehnte Verwirklichung der neuen Kletterhalle, die an die Sporthalle angebaut ist. Anfang jänner konnte die neue Kletterhalle, die von der Firma Pantarai aus Fügen im Zillertal errichtet wurde, ihrer Bestimmung übergeben werden. Sie ist dreimal wöchentlich für die Kletterer zugänglich; die Öffnungszeiten wurden auf die Nachbarsektion Passeier abgestimmt. Unser besonderer Dank gilt Landeshauptmann Luis Durnwalder und seinem Assessorat für die Unterstützung. Dank auch der Gemeindeverwaltung von St. Martin mit Bürgermeister Hermann Pirpamer, welcher sich stets hinter das Projekt gestellt und sich für dessen Verwirklichung eingesetzt hat. Besondere Erwähnung verdienen die Sportfreunde der Sektion, die ungefähr 800 freiwillige Arbeitsstunden geleistet haben. In seinen Worten bedankte sich Bürgermeister Pirpamer bei der Sektionsleitung für die gute Vereinsarbeit und betonte, dass er die Errichtung der neuen Kletterhalle für eine gute Investition halte, die jungen Menschen neue Möglichkeiten erschließt. Auch der Freizeitgestaltung solle es ein Ort der Begegnung alle Bergfreunde werden. Besondere Wertschätzung zollte er der Bergrettung, die ihren Einsatz für die Mitmenschen und die Bergsteiger freiwillig und mit viel Idealismus leistet. Die Neuwahl der Sektionsleitung brachte folgendes Ergebnis: Vigil Raff] wurde als
erster Vorsitzender bestätigt, Georg Mair zum zweiten Vorsitzenden bestimmt. Charlotte Pichler als Schriftführerin und Roswitha Unterthurner als Kassierin vervollständigen den Ausschuss. Rechnungsrevisoren sind Waltraud Haller, Walter Pichler und josef Fahrner. Öffnungszeiten der Kletterhalle: Dienstag und Donnerstag von 18.00 bis 21.00 Uhr Sonntags von 15.00 bis 19.00 Uhr
Alpenverein Sektion
Sr,
Martin
Loubn Tian mer ins amol selber frogn, tian mer an ondern a oftramolloubn? Tian mer liaber gor nicht sogn, oder gor kritisiern, as wos mit an guatn Wort probiern? Tuat nicht wea und kostit nicht und decht geats oft nit auer, des kluane Wort, fein, nett guat schian, tuat sich zem jeder selber in Weg stian? Nimm an oltn Mensch ba der Hont und sog" hosch du feine wormine Hänte." Der kluane Sotz lot des Gsichtl fa die johr gezaichnt, wia a wormer Schein aulaichtn. Und wos tian mir oft mit insere eiskoltn Hänte?
Teresa Hofer Schaff/er
35 PasseirerBlatt-NR.
VEREIN
FÜR KULTUR
UND
HEIMATPFLEGE
Bewährten Werten verpflichtet Der Verein für Kultur und Heimatpflege Passeier hat auf seiner jahresversammlung Bilanz über ein reiches Arbeitsjahr gezogen. Pflege der Kleindenkmäler zur Erhaltung unserer Kulturlandschaft und Mitarbeit in den Gemeindebaukommissionen scheinen im Tätigkeitsbericht gleich auf wie intensive Arbeit im Pressewesen und in der Talchronik. Beliebt waren die tirolkundlichen Vereinsfahrten, die auch für alle Interessierten offen waren. Einige Mitglieder arbeiten auch das ganze jahr über in der Betreuung unserer Feriengäste und vermitteln ihnen dadurch die Liebe zum Passeiertal. Der Verein muss auch manchmal auf die Gefährdung unserer einmaligen Kulturlandschaft hinweisen und den Verantwortlichen ins Gewissen reden. Für das [ahr 2003 stehen wieder viele
"DER
SCHUTZ
DER NATUR-
KULTURLANDSCHAFT
UND
PASSEIER
IST UNSER
ANLIEGEN"
Ein Gespräch mit Heinrich Hofer, Präsident des Heimatpflegevereins Passeier
Aktionen im Programm: Neben den traditionellen Tätigkeiten will der Verein die Freunde der julius-Mosen-Gesellschaft betreuen, die Ende April vom Vogtland/ Sachsen nach St. Leonhard kommen werden. Es soll den Spuren des Dichters Mosen nachgegangen werden, der als Dichter der Tiroler Nationalhymne jahresuersammlung des Vereines für Kultur und HeimatPflege.jahr;2~OO~3~.
..r
Passeirerblatt: Herr Hofer, sie sind seit zwei Jahren wieder Obmann des Heimatpflegeuereins Passeier. Welches sind ihre Arbeitsschwerpunkte?
Heinrich Hofer: An erster Stelle steht wohl die Heimatpflege. Sie beinhaltet die Erhaltung der Kulturlandschaft, der bäuerlichen Kleindenkmäler und der Kirchen. Ein weiteres Anliegen ist der Umweltschutz. Aber auch kulturelle Aktionen und Projekte (Dorfchronik, Kulturfahrten) sollten nicht zu kurz kommen.
Passeirerblatt: Wie steht es mit der Mitgliederzahl und gibt es genug Leute, die aktiu mitarbeiten?
Heinrich Hofer: Wir rühmen uns einer der wenigen Vereine zu sein, die ihre Tätigkeit talweit ausüben. Dadurch haben wir mehr Schlagkraft und können die Entscheidungsträger in allen drei Gemeindenfür unsere Anliegen sensibilisieren. Die Mitgliederanzahl hält sich konstant zwischen 70/80. Erfreulicherweise kann ich auf sehr arbeitswillige Mitarbeiter im Vereinsausschussund in den einzelnen Ortsstellen bauen.
Passeirerblatt: Ist auch die Jugend uertretent
Heinrich Hofer: Esgibt einzelne jugendliche, die sich für unsere Anliegen interessieren, leider lassen sich die meisten nicht in das Vereinslebeneinbinden. Daswäre aber notwendig, da ein Verein sehr viel mehr als ein Einzelner erreichen kann. Die jugend kritisiert zwar gern und vielfach auch mit Recht,wenn
37,
MÄRZ 2003
(Andreas-Hofer-Lied) vor 200 jahren geboren wurde. Ferner soll der historische Grabstein der Anna vom Thurn in St. Martin restauriert werden. Schließlich werden zwei heimatkundliche Fahrten durch das historische Tiral angeboten.
"l
es aber nur beim Schimpfen bleibt, ist das vollkommen wirkungslos.
Passeirerblatt: Der Verein hat in letzter Zeit durch kritische Stellungnahmen aufhorchen lassen?
Heinrich Hofer: Uns ist schon bewusst, dass wir uns damit nicht überall Freundeschaffen. Solangewir Kapellen restaurieren und für Schindeldächer Beiträge vermitteln, finden wir allerorten Beifall. Wir möchten jedoch das Gewissenfür die bleibenden Werte von Landschaft und Gesellschaft sein und das können wir nur, wenn wir immer wieder unsere warnende Stimme erheben. Die Natur- und Kulturlandschaft hat keine Lobby und schweigt auch, wenn man ihr Gewalt antut.
Passeirerblatt: Der Heimatpflegeuerein hat sich z. B. auch gegen das Erweiterungsprojekt in Pfelders ausgesprochen?
Heinrich Hofer: Pfelders befindet sich im Nahbereich des hochsensiblen Naturparks TexeIgruppe. Ein Naturpark ist Allgemeingut und muss vorrangig geschont werden. Eine Erweiterung bedeutet zusätzliche Beanspruchung technischer Hilfsmittel, wie Strom, Skikanonen usw. Wir befürchten auch, dass pfelders zum Präzedenzfall wird. Wenn einmal ein Stück Naturpark herausgenommen wird, dann brechen auch anderswo die Dämme. Wer sich ein bissehenin Südtirol umschaut, kann unsere Sorgenverstehen.
Das Interuiew führte Gottfried Zagler
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..S pfeldererbachl Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde und nochr; , s pfeldererbachl. Und wails souvl schian und urig isch sellipöign hotmins in dr Hachl. Gott Votr gfollts er bitrochtits olm er druckt kuan Aigl zua und dessoll hoaßnös liabe Lait; lot ' s Pfeldererbachl in Rua!"
LANDESVERBAND
DER HANDWERKER
Jahresversammlung der Tiefbauer mit Neuwahlen Rund 60 Tiefbauunternehmer hatten sich am 15. Februar 2003 im Haus des Handwerks versammelt, um aus ihren Reihen einen neuen Berufsbeirat zu wählen. Als Obmann der Tiefbauer im LVH wurde
Gesetzesänderungen in Sachen Ausschreibung von öffentlichen Bauaufträgen standen im Mittelpunkt der [ahresversammlung. "Keine Ausschreibung ohne heimisches Handwerk" verlangten LVH-Direktor Hanspeter Munter und Landesrat Mussner, die die Tiefbauer aufriefen, sich verstärkt an öffentlichen Ausschreibungen zu beteiligen und auch in den Nachbarprovinzen ihre Leistungen anzubieten. LVH Passeier
Daß die Fische bodn kennin in an saubrn sunnign Ploudr. Waitr avoure isch nicht zi tian zem isch lai mear Dröick und Schoudr!"
Anno Lanthaler
ABGELICHTET
Schützen kompanie Platt
Die Schützen kompanie Platt möchte sich recht herzlich bei der Gemeindeverwaltung Moos, der Südtiroler Volksbank, Filiale St. Leonhard und den vielen Privatpersonen für die großzügigen Spenden an lässlich der Wiederanschaffung der historischen Waffen bedanken.
im LVH mit Landesrat Florion Mussner und LVH· Direktor Hanspeter Munter.
Anton Maier aus St. Leonhard/Passeier bestätigt. Wiedergewählt wurden ebenso alle Mitglieder des Berufsbeirates. Georg Goller, Alexander Götsch, Roman Hohenegger, josef Klapfer, [osef Rass und Alois Schenk stehen Anton Maier auch in den kommenden fünf jahren zur Seite. Die Forderungen und anstehenden
SÜDTIROLS
KATHOLISCHE
JUGEND
Motivationswochenende in Walten Das Motivationswochenende in Walten hat schon eine jahrelange Tradition. jedes jahr treffen sich jugendliche der SKj im jagerhof, um sich Ideen und Inputs zur Gestaltung der Gruppenstunden zu holen und über den Standpunkt der SKj zu diskutieren. Am 07/08. November nahmen sich 22 Gruppenleiter und jugendliche die Zeit beim Wochenende dabei zu sein. Man staunte nicht schlecht, als man bemerkte, dass aus fast jeder Ortsgruppe des Tales junge Leute vertreten waren. Um das Wochenende interessant zu gestalten, wurden in den zwei Tagen hauptsächlich erlebnispädagogische Spiele erklärt, gezeigt und ausprobiert. So kam es, dass alle 22 Kids nachts mit
37 PasseirerBlatt-NR.
JUGENDSERVICE
37,
MÄRZ 2003
PASSEIER
Esoterikabende in St. Leonhard
verbundenen Augen, sich gegenseitig festhaltend, einem Seil entlang in den Wald geführt wurden. Einigen war es nicht sehr wohl dabei über Stock und Stein zu tappen. Doch gemeinsam schafften sie es locker und es war für alle ein eher außergewöhnliches und spannendes Spiel. Solche und andere Spielideen konnten die Anwesenden mitnehmen und dann auch selbst bei den Gruppenstunden ausprobieren. Wie dann auch zu erwarten war, konnte der größte Teil der SKJ-Jugend nicht schlafen und hat die Nacht zum Tag gemacht, sodass am nächsten Tag nicht mehr alle so motiviert und ausgeschlafen waren. Aber wie man weiß, gehört das zum Motivationswochenende dazu, da man sich kennen lernt und Spaß hat, was dann auch bei späterer Zusammenarbeit Früchte tragen wird. SKJ
LANDESSKIRENNEN
WEISSES
KREUZ
Sektion Passeier stellt Landesmeister Am 25. Jänner fand in Corvara das alljährliche Landesskirennen der 30 Sektionen des Weißen Kreuzes statt. Der Start war für 10 Uhr vormittags angesetzt. Das Weiße Kreuz Passeier nahm mit 18 Personen am Rennen teil, zwei treue
Fans begleiteten die Teilnehmergruppe. Gestartet wurde in verschiedenen Kategorien und Disziplinen. In der Mannschaftswertung belegte unsere Sektion den zweiten Rang. Besonders hervorzuheben sind hierbei die zwei Landesmeister Manuel Kofler (Skifahren) und Norbert Öttl (Snowboard), die in ihren jeweiligen Disziplinen die Tagesbestzeit erreichten. Das Weiße Kreuz Passeier gratuliert allen recht herzlich!
Weißes Kreuz Passeier
Was wollen uns unsere Träume sagen? Was sagt das Horoskop zu den eigenen Charaktereigenschaften? Wie kann man den Aszendent ermitteln? Wie legt man Tarotkarten richtig? Diese und andere Fragen konnten Jugendliche und Erwachsene bei drei Esoterikabenden der aus St. Martin stammenden Referentin Maya Walder stellen. Am ersten Abend ging es um die Geschichte des Traumes und um die Bedeutung von Bildern und Symbolen. Aufgrund von Beispielen der Teilnehmer/ innen wurde eine Traumdeutung vorgenommen. Am zweiten Abend wurde das mit den Geburtsdaten jedes Einzelnen ermittelte Geburtshoroskop mitgebracht. Es wurde dabei die Bedeutung des Sternzeichens, des Aszendenten und weiterer wichtiger Merkmale des Horoskops erklärt und besprochen. Anhand der erhaltenen Zusatzinformationen konnten die Charaktereigenschaften hinterfragt werden. Und schließlich wurden am letzten Abend verschiedene Tarotkarten vorgestellt und die Vielfalt der Möglichkeiten, die Tarotkarten bieten, aufgezeigt. Die wichtigsten Legeformen und Arten wurden erklärt und ausprobiert. Auch diese Methoden dienten vor allem der Reflexion der eigenen Persönlichkeit.
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Es ging keineswegs um zukunftsvorhersagen; es war der Referentin wichtig, das Selbstbild der Anwesenden zu verbessern, daher baute sie persönlichkeitsbildende Inhalte ein. An diesen Abenden konnten die Anwesenden sich also mit Themen auseinandersetzen, die einen Einblick ins Ungewöhnliche und Mystische gaben und genau deshalb faszinierend und interessant waren.
jugendseruice
DRITTER
rinnen in Bernried mit Messfeier und ein Besuch des Heiligen Berges von Andechs standen auf dem Programm. Die Klosterkirche von Andechs war zwar eine unzugängliche Baustelle, dafür schmeckte das von den Patres vorzüglich gebraute Bier wunderbar. Auf der anschließenden Heimfahrt besuchte die Reisegruppe
Passeier
ORDEN
ST. LEONHARD
Wallfahrt nach Bayern Mitglieder des Dritten Ordens von St. Leonhard, angeführt von Frau Zita Königsrainer, haben im vergangenen Herbst eine Wallfahrt nach Bayern unternommen. Die Fahrt führte über das Au ßerfern nach Füssen. Die geführte Besichtigung des Märchenschlosses Hohenschwanstein wird allen Teilnehmern in angenehmer Erinnerung bleiben. Weiter ging die Fahrt zum Marienheiligtum Ettal, wo Kooperator P. Benedikt Hochkofler mit dem spirituellen Reiseleiter Frater Basilius Schlögl und mit der Gruppe eine erhebende Messe feierte. Dann ging die Fahrt bis Andechs. Ein gemeinsames Abendessen, der Besuch eines Klosters der Missionsbenediktine-
AUS DEN SCHULEN HOTELIERS-
UND
& BIBLIOTHEKEN
GASTWIRTEJUGEND
Berufskampagne an den Mittelschulen im Passeiertal Im Rahmen der Berufskampagne der Hoteliers- und Gastwirtejugend (HGJ), welche zur Zeit in den Südtiroler Mittelschulen läuft, werden die Berufe im Hotel- und Gastgewerbe vorgestellt. Die Mittelschule St. Leonhard hatte die HGJ am 14. Januar zu Gast. HGJKoordinatorin Karin Lorefice zeigte den Jugendlichen die Vielfalt der Berufe im Hotel- und Gastgewerbe auf, wobei die Schüler vor allem von der Power-PointPräsentation begeistert waren. HGJ-Mitglied Evi Parth berichtete den Schülern über ihre Motivation im Gastgewerbe zu
Abschluss-Schüler
an der Mittelschule
St. Leonhard
noch die paradiesisch schöne Kirche von Wies, wo zufällig ein Kunsthistoriker seine Überlegungen auf interessante Weise darbrachte. Die reisefreudige Ordensgemeinschaft will ihr Fahrtenprogramm in Süditalien fortsetzen.
Rasi Hafer
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jedenfalls freuen wir uns alle schon riesig auf unser neues jugend-Musical. 31.03.03 - 09· 04· 03 Aufführungstermine: im Vereinshaus von St. Martin, jeweils um 20.15 Uhr
HOTELIERS-
UND
GASTWIRTEVERBAND
Sommerjobs im Gastgewerbe sind gesichert der Mittelschule St. Martin arbeiten, und versuchte, die Schüler für diese Berufssparte zu begeistern. Am 15. januar 2002 stellte die HGj rund 60 Schülern an der Mittelschule St. Martin die Berufe im Gastgewerbe vor. Auch der HGV-Ortsobmann Heinrich Dorfer und HGj-Mitglied Matthias Laimer berichteten den Schülern über ihren Ausbildungsweg und ihre Motivation im Gastgewerbe zu arbeiten. Zudem haben die Schüler der Mittelschulen im Passeiertal noch bis zum 31. März die Möglichkeit, am großen OnlineGewinnspiel unter www.hgj.it mitzumachen. Dabei müssen die jugendlichen 10 Fragen zum Hotel- und Gastgewerbe beantworten. Wer von den MitteIschülern diese Fragen richtig beantwortet, nimmt automatisch an der Verlosung von tollen Sachpreisen teil. Das Ziel der HGj ist es, alle Abschlussklassen in den Mittelschulen anzusprechen und zu informieren. In diesem Schuljahr konnte dieses Ziel fast erreicht werden. Von 63 Mittelschulen landesweit greifen 55 auf das Berufsbildungsangebot der HGj zurück. HGV
MITTELSCHULE
ST. MARTIN
Musical: "Amalie Zeugin der Gewalt" Nach den großen Erfolgen der letzten Schuljahre ("DJ's Baum" - 1999, "Der Träumer" - 2000, "Abgerutscht" - 2001) wird auch in diesem Schuljahr an unse-
rer Schule ein Musical aufgeführt. Das vom Musiklehrer Ilmer Oskar geschriebene Stück setzt sich mit dem Thema "Gewalt - Konfliktlösung" auseinander und soll somit eine Brücke schlagen zwischen der Welt der jugendlichen und jener der Erwachsenen. Das Musical handelt von dem Mädchen Amalie, das Opfer eines Überfalls von jungen Skinheads wird. Dem Überfall folgen die Untersuchungen der Polizei, wobei einige überraschende Umstände aus dem Leben des Mädchens ans Tageslicht kommen. Amalie versucht ihre Geschichte aufzuarbeiten, doch der Schmerz sitzt tief und eine Rückkehr ins "normale" Leben gelingt deswegen nur schrittweise. Die Proben zum Musical laufen bereits auf Hochtouren: zum Teil während der Unterrichtsstunden im Fach Musikerziehung (Chor- und Sologesang), großteils am Nachmittag mit den Deutschlehrern Rinner Ernst und Haller Alfred, welche den theatralischen Teil (Szenenabläufe, Mimik, Gestik, Sprechübungen) übernehmen. Den musikalisch-instrumentalen Teil übernimmt unsere "Lehrer-Band" (Prof. Ilmer: Schlagzeug, Prof. Haller: EPiano, Prof. Oberprantacher: Bass, Prof. Margreiter: E-Gitarre). An den Kulissen wird fleißig gearbeitet, private "Gönner" haben uns ihre Mithilfe beim Druck der Broschüren und Plakate angeboten. Wir haben uns hohe Ziele gesetzt: Viele auswärtige Mittelschulen haben schon jetzt ihr Kommen zugesagt, es gibt wieder zwei Abendvorstellungen für die Erwachsenen, und vor allem: Das Stück soll uns helfen, die Thematik "Gewalt" im Unterricht besser verstehen und vertiefen zu können.
Am 21. Februar fand in der Landesberufsschule "Savoy" in Meran ein Treffen zwischen den lokalen Gewerkschaften und dem Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) statt, bei dem die entsprechenden Ferialverträge unterzeichnet wurden. Damit steht fest, dass auch heuer im Servicebereich Studenten, welche keine fachbezogenen Schulen besuchen, beschäftigt werden können. Das Abkommen sieht weiters vor, dass mit Schülern der Oberschulen und mit den Universitätsstudenten für die Monate juni bis Oktober Ferialverträge abgeschlossen werden können. Diese Verträge müssen für mindestens sechs Wochen abgeschlossen werden, dürfen aber höchstens vierzehn Wochen dauern. Die Entlohnung beträgt auch heuer zwischen 55 und 85 Prozent des Lohnes eines qualifizierten Mitarbeiters im Gastgewerbe. Infos im HGV-Büro in Meran
MUSIKSCHULE
PASSEIER
Rückschau auf
Adventkonzert
Für viele Passeirer war der dritte Adventsonntag Anlass sich in der Pfarrkirche von St. Leonhard einzufinden und sich auf Weihnachten einstimmen zu lassen. In der vollbesetzten Kirche begrüßte Pater Georg Feichter alle Anwesenden und leitete mit seinen besinnlichen Worten das Adventkonzert ein. Mit Ehrgeiz und Hingabe trugen die Schüler und Schülerinnen der Musikschule Passeier ihre Gesangsund Instrumentaldarbietungen vor. Für das Konzert hatte man unter anderem Werke von Händel, Schneider und Stamitz ausgewählt. Durch die besinnlichen Texte, >
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vorgetragen vom ehemaligen sessor josef Wilhelm, wurden angeregt, über den wirklichen Weihnachten nachzudenken. Mit Adventweisen sorgte der chor von St. Martin für einen Abschluss des Konzertes.
Kulturasdie Zuhörer Sinn von Kirchenklangvollen
Musikschule Passeier Information: Adresse: Musikschule Passeier, Kirchweg 32 (im Gebäude der Mittelschule St. Leonhard)
Telefon: 0473 65 67 17 Kontakt: Luisa Pamer Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch: 9.00 - 11.00 und 14.00 - 18.00 Uhr Donnerstag bis Freitag: 14.00 - 17.00· Uhr
Veranstaltungen: Interne Vorspielabende in der Aula der Mittelschule, mit Beginn jeweils um 17.30 Uhr, am: Montag, 14. April, Mittwoch.o, Mai und Freitag, 23 Mai. Am Freitag, 6. [uni, findet das große Abschlusskonzert im Vereinshaus St. Leonhard mit Beginn um 20.00 Uhr statt. Alle Musikfreunde und Interessierten sind herzlich eingeladen!
WIR
STELLEN
VOR:
NEUE
CDs
The Quarrymen: "Get up and dance" Wie schon angekündigt hat die Passeirer Band "The Quarrymen" zum 20. Bestandsjubiläum ihre zweite CD mit dem Titel "Get up and dance" veröffentlicht. Das Besondere daran ist, dass alle Titel Eigenkompositionen (von Walter Marth und Martin Prünster) sind, die zwischen Oktober 2001 und Mai 2002 im KM Studio in Wörgl/Nordtirol aufgenommen wurden. Für alle Fans der Quarrymen und Liebhaber der Musik der soer und zoer jahre ist der Kauf dieser CD ein Muss.
Andreas Hofer Musik
2003
Passtirtrf/It:J5orchesterund I(irrhfflchorSr.teonhordinPa~~r L'orchestrodifioridel/oVolPassinot
ilcorodellochiesodiSonLeonordoin
Ponirio
MuseumPasseier Andreas Hofer "Andreas Hafer Musik 2003"
Das MuseumPasseier hat in Zusammenarbeit mit dem Passeirer Blasorchester, dem Kirchenchor von St. Leonhard und insbesondere dem Landeskapellmeister Gottfried Veit eine CD mit Andreas-Hofer-Kompositionen und Andreas-Hofer-Liedern herausgegeben. Die Idee dazu wurde anlässlich eines Besuchs des Verbandes Südtiroler Musikkapellen (VSM) im MuseumPasseier geboren. Einerseits stand hierbei die Nachfrage von Seiten der Besucher des Museums Pate, andererseits die Begeisterung des Landeskapellmeisters Gottfried Veit für den Anführer der Tiroler Freiheitskämpfe sowie die Idee, dazu ein eigenes Blasorchester aus dem Heimattal Andreas Hofers zu gründen. Durch die geschickte Vermittlung von Paul De Bastiani, Obmann-Stellvertreter des Bezirkes Meran im VSM, gelang es, eine Auswahl aus sieben Musikkapellen des Tales für dieses Vorhaben zu gewinnen und in kürzester Zeit als Klangeinheit zusammen zu führen. Um auch das überlieferte Liedgut einfließen zu lassen, fand sich im Kirchenchor von St. Leonhard unter der Leitung von Roland Moosmair ein geeigneter Klangkörper. Am Samstag, den 22. Februar 2003, wurde die neue CD im Vereinshaus von St. Leonhard vorgestellt; sie ist im MuseumPasseier und in größeren Musikgeschäften erhältlich.
41 Passeirer BlattGRUNDSCHULE
N R. 37, MÄRZ 2003
SALTAUS
Tolle Gesundheitswoche Unlängst führten wir an unserer Schule ein Projekt zum Bereich" Gesundheit, Ernährung und Bewegung" durch. Der erste Projekttag begann damit, dass alle Schüler und Lehrpersonen gemeinsam frühstückten. Dabei kamen nur gesunde Speisen auf den Tisch: Honig, selbstgemachte Marmeladen, Jogurts .Käse, Wurst, Müsli, Kakao, Tee und eigens für diesen Anlass gebackenes Vollkornbrot. Dazu hatte uns der Bäcker unterschiedlichste Körner, Brotgewürze und Mehlsorten mitgeschickt, die wir nun auf ihren Geschmack untersuchten und prüften. Am Dienstag war Obst- und Gemüsetag. Viele Obst- und Gemüsesorten - auch einige exotische, die wir zuvor noch nie gesehen hatten - lagen für uns bereit. Zuerst mussten wir in Form eines Quizes allen Früchten und dem Gemüse die passende Sortenbezeichnung zuordnen. Hernach sollten wir im Tastkino mit verbundenen Augen erfühlen, welches Obst oder Gemüse wir gerade in den Händen hielten. Zu guter Letzt konnten wir die leckeren Früchte verkosten. Wir hatten an allen Projekttagen die Möglichkeit die behandelten Themenbereiche mit Hilfe von Videos weiter zu vertiefen. Am Mittwoch war der Physiotherapeut Michael Vieider bei uns zu Gast und gab zuerst unseren Eltern Hinweise zur richtigen Haltung. Im Anschluss kam Michael in jede Klasse, kontrollierte unsere Bänke und Stühle, erteilte uns Tipps für die richtige Sitzhaltung beim Schreiben und erklärte uns Übungen für die Wirbelsäule. Am Donnerstag durften wir die Bäckerei .Erbbrot" in Meran besuchen. Der freundliche Juniorchef zeigte uns Schritt für Schritt wie Brot
hergestellt wird. Anschließend konnten wir selber Teig kneten und rollen und versuchen, Brezeln und Brotzöpfe zu formen. Diese kamen nun in den Backofen und waren bald darauf fertig. Oh, wie herrlich unsere Brötchen dufteten! Als Erinnerung erhielt jeder von uns vom freundlichen Bäckermeister fünf leckere, ofenfrische Brötchen. Darüber freuten sich natürlich auch unsere Eltern! Der Freitag war unser Bewegungstag. Eigentlich wollten wir einige Bewegungsspiele im Wald durchführen, aber das regnerische Wetter schien uns einen Strich durch die Rechnung zu machen. Unverdrossen nahmen wir unsere Regenschirme zur Hand und marschierten nach Riffian und retour. Dabei machten wir die Erfahrung, dass mit der richtigen Ausrüstung auch eine Regenwanderung Spaß machen kann! Am Samstag aber folgte der Höhepunkt, denn nun durften wir selber kochen. Dabei konnten wir uns je nach Neigung zu einer Gruppe melden. Die 1. Gruppe buk gesundes Vollkornbrot, andere Schüler stellten Brotaufstriche her. Eine weitere Gruppe bereitete gesunde Rohsalate zu, andere Kinder kochten eine Gemüse-
E~~st P~LÄ~ste~
Uhrmacher
suppe und die letzte Gruppe sorgte für eine vorzügliche Nachspeise, einen Obstsalat aus frischen Früchten. Um 11 Uhr trafen wir uns schließlich zum gemeinsamen Mittagessen, was natürlich sehr cool war. Wir haben in dieser Woche viel über die Zusammenhänge zwischen Gesundheit, Ernährung und Bewegung gelernt, aber vor allem viel Spaß gehabt!
5. Klasse Saltaus
Der Unnütze Baum Eswar einmal ein alter Baum, der stand dort hinterm Gartenzaun. Er wirkt gigantisch, fast unsterblich, doch leider ist auch er verderblich. Er trägt schon länger keine Früchte, und bald schon mehren sich Gerüchte: Dass es letztendlich besser wäre, weil er nun "so" ja eh nur störe. Ihn einfach ganz schnell umzuhauen, dann könnt man dort an "Pool" hinbauen!
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MITTELSCHULE
ST. MARTIN
Schulprojekt: English-day Mittelschule St. Martin - Am Mittwoch, den 15. jänner 2002, veranstalteten wir, die Klasse 2A, einen außergewöhnlichen Projekttag. Zusammen mit unserer Englischlehrerin Charlotte Ranigler und unserem Deutschlehrer Alfred Haller entdeckten wir - in unserer selbst zusammengestellten School-Uniform! - viel Neues und vor allem Spannendes zum Thema "Britische Inseln". Uns standen unterschiedliche Arbeitsaufträge bevor: Im Klassenzimmer gestalteten wir Plakate zu England, Schottland und Wales, füllten Arbeitsblätter mit Hilfe des Atlas oder des Erdkundebuches aus und kämpften mit englischsprachigen Texten. Im Computerraum arbeiteten wir mit dem Programm "Encarta': vervollständigten Diagramme und suchten nach wichtigen Infos. Zwischendurch konnten wir in einem eigenen .Lernzirnrner" bei Hintergrundmusik neue englische Begriffe lernen oder gemeinsam mit den Lehrpersonen einen "englischen Schwarztee mit Milch" genießen. Wir alle hatten eine Menge Spaß - und wir eigneten uns im Laufe dieses Tages viel Wissen an. janina, Andrea, Elisabeth
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Neues Internetmagazin für Jugendliche YoungNet ist ein Internetmagazin gemacht von Südtiroler jugendlichen für Südtiroler jugendliche in Zusammenarbeit mit dem Amt für jugendarbeit und jugendorganisationen aus dem ganzen Land. Ein für Südtirol ganz neues Konzept. Mit YoungNet wurde Südtirols jugendlichen erstmals eine virtuelle Plattform zur Verfügung gestellt, die eine breite
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eklatanter:
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Lebensversicherung,
einem Einkommen
beträgt sogar ¤ 2.324,05.
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G RA TU LA TI 0 N E N NEUNZIGSTER
GEBURTSTAG
Maria Santer-Kuprian, Stuls Als am 8. September 1912 die Schwalben am Diktnerhof in Zwieselstein im Ötztal abflogen, kam der Storch mit einem Mädchen an, der kleinen Marie. Die Marie hatte zwei Brüder, aber Schwester
hatte sie keine. Deshalb musste sie bald einmal im Haus, Hof und auf dem Feld tüchtig zupacken. Marie hatte außerdem zwei ganz geschickte Hände, sodass sie neben der Arbeit am Hof nähen und stricken sowie auch häkeln lernte. Das kam ihr zugute, denn später konnte sie einige jahre an der Schule in Zwieselstein Handarbeit unterrichten. In den vierziger jahren lernte sie Heinrich Kuprian vom Grondlhof in Stuls kennen, mit dem sie am Silvestertag 1947 in St. Leonhard zum Traualtar schritt. Nachher ging es zu Fuß durch viel Neuschnee und Schneegestöber dem Waldhäusl in Stuls zu, wo das junge Paar sich einquartierte. 1948 wurde Marie Mutter eines Mädchens, das nach nur neun Tagen wieder zu den Engeln flog. 1950 lachte Helmut aus der Wiege. Im schneereichen Winter 1951 hatte die junge Familie großes Glück im Unglück. Marie war in der. Küche beschäftigt. Heindl, ihr Mann, befand sich mit dem Kind in der Stube. Es war wohl Befehl von oben, dass Heindl den Buben nahm und zu Marie in die Küche ging. Kaum hatte er die Tür zur Küche geschlossen, donnerte eine Lawine zu Tal und riss die Stube mit. Die Familie blieb verschont, Gott sei Dank, aber ihre Unterkunft war
zerstört. So zogen sie im Februar nach Ridnaun, wo sie den zum Hotel Sonnenklar gehörenden Hof bewirtschafteten. Marie war nun Bäuerin, sie schaukelte alles bestens. Das Praktikum vom elterlichen Hof konnte sie nun gut gebrauchen. Nach fünf jahren zogen sie nach Neustift bei Brixen zum Hintereggerhof. Von Neustift wieder nach Stuls, diesmal ins Koflerhäusl, vom Koflerhäusl dann ins Häusl beim Bass und vom Bass ins Geadele Häusl; ein ständiges Auf und Ab, ein Umzug nach dem anderen. Fünf Kinder hingen ihr nun am Kittel. Schmalhans war meistens Küchenmeister. Aber Marie war nie verzagt. Ötztaler haben eine zähe Natur, ein starkes Gottvertrauen, Humor und einen unbändigen Arbeitswillen, darum war der Marie auch nicht "higge". Denn es war nicht nur der Umzug von einem Häusl ins andere zu bewältigen. Zudem war sie im Sommer Sennerin. Zuerst einmal auf der Alm am Schneeberg, dann fünf Sommer auf Unterprisch, im Sailertal auf Walten und zuletzt jahrelang auf einer Alm in Welschnofen. Im Winter betätigte sich Marie als Schneiderin. Sie nähte alles: von der Unterwäsche bis zum Trachtenkleid, Mäntel, sowie für die Herren das Steirergewand. Und wohl fast jede Stullerin hat bei Marie nähen gelernt. Die Geschicklichkeit ihrer Hände war ein Zusatzverdienst, denn ihr Mann hätte es mit dem Lohn eines Knechtes nicht geschafft, dass die Familie 1968 in das Eigenheim Fernblick in Stuls einziehen konnte. Ihrem Mann Heindl war es aber nur kurze Zeit vergönnt, sich des eigenen Daches zu freuen, denn schon 1971 wurde Marie Witwe. Nun lag die Schuldenlast ganz auf ihren Schultern. Leicht hatte sie es nicht. Doch sie trug ihr Los beispielhaft. Ein schwerer Schlag war es für sie, als ihr Sohn Helmut im jahre 1998 plötzlich verstarb. Marie hat wohl zwei Hüftoperationen hinter sich, ist aber dennoch eine rüstige Ötztalerin, die ihrer alten Heimat Zwieseistein alle Ehre macht. Ihren Haushalt führt sie noch ganz allein. Auch häkelt sie noch auf Bestellung und mit Kartenspielen beim Seniorentreff übertrumpft Marie so manchen auch ohne Trumpf. Als sie am 8. September ihr neunzigstes Lebensjahr vollendete, fanden sich ihre Familie, sowie Patenkinder, zu einem feierlichen Dankgottesdienst in der Stullerkirche ein. Nachher wurde die jubilarin im Hotel-Alpenland gebührend gefeiert.
Gott möge ihr einen schönen Lebensabend schenken und ihr den unbeugsamen Optimismus und die Gesundheit erhalten, das wünschen die vier Kinder, die Schwiegerkinder, die acht Enkel und die zwei Urenkel von Herzen. Ihr großer Bekanntenkreis schließt sich den Wünschen an! Anna Lanthaler
NEUNZIGSTER
GEBURTSTAG
Sepp Theiner, St. Martin
Ein besonderes jubiläum beging vor kurzem die Familie Theiner in St. Martin, konnte doch der Theiner Vater im Kreise seiner Angehörigen sein neunzigstes Wiegenfest feiern. Der Sepp wurde am 24. Februar 1913 in Riffian geboren, wuchs aber gemeinsam mit seinem Bruder Karl beim Hofer in der Nähe von Quellenhof auf. Dass damals die Zeiten hart und entbehrungsreich waren, ist allgemein bekannt. Zudem hieß es alsbald, bedingt durch den 2. Weltkrieg, als Soldat seinen Mann stehen. In den Wirren des Krieges verschlug es Sepp an das Schwarze Meer, nach einem Steckschuss im Knie kam er in ein Lazarett im Balkan und landete letztendlich in Afrika in Gefangenschaft. Nachdem die Schrecken des Krieges einigermaßen überstanden waren und Sepp wieder zu Hause war, heiratete er 1949 Rosa Gufler (Bartl Rosa). Der Ehe entsprangen drei Söhne: Hans, Luis und Hubert. Nachdem eine Familie gegründet war, galt es selbstredend auch, sich beruflich
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umzusehen. Zuerst arbeitete der Theiner Sepp in Sigmundskron als Saltner (Wächter über die Weingüter). Als Hundeliebhaber hatte er natürlich einen Hund, der ihm bei seiner Arbeit zur Seite stand. Nachdem der Sepp diesen [ob bereits ein jahr zuvor aufgegeben hatte, stand dieser treue Hund eines Tages vor seiner Haustür. In der Folgezeit arbeitete er in den Laaser Marmorwerken, war im Pfossental beim Verlegen von Rohrleitungen beschäftigt, und für ein jahr am Schneeberg tätig. Auch beim Bau der Martiner Hauptstraße war der Sepp dabei. Leider blieben die Unfälle nicht aus. Beim Asphaltieren fiel er in einen Teerkessel, wobei dieses Missgeschick noch glimpflich endete. Weitaus ernster war die Lage, als er in Bozen in einen Stromkreis geriet und längere Zeit auf der Intensivstation lag. Wiederum genesen, konnte der Theiner Sepp keine körperlich schwere Arbeiten mehr verrichten und war von da an rund 15 jahre als Hausmeister im Hotel Bristol in Meran beschäftigt. Dabei sorgte er auch dafür, dass sein Sohn Luis dort die Kochausbildung absolvierte und Hubert als Liftboy engagiert wurde. Der Theiner Sepp war stets ein fleißiger, spar- und arbeitsamer Mensch, sodass er bereits in den Sechzigern das Garberhaus kaufen konnte. Gemeinsam mit seiner resoluten Frau Rosa, mit der er sehr gut harmonierte, erwarb er ein weiteres Grundstück und erbaute in den Siebzigern die Villa Theiner. Nachdem er das Rentenalter erreicht hatte, waren vor allem die Bienen und die Imkerei sein größtes Hobby. Auch die Haltung von Kleinvieh bereitete ihm viel Freude. Nebenbei sorgte er auch oft dafür, dass seine Söhne aber auch die jungs aus der Nachbarschaft nicht mit allzu langen Haaren umherliefen. Hoffen wir, dass dem Theiner-Vater noch eine schöne Zeit im Kreise seiner Familie
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vergönnt sei und dass er, der selbst seit jeher gerne gelesen hat, sich über diese Zeilen freut!
ACHZIGSTER
GEBURTSTAG
Maria Schwarz, St. Leonhard
Ein schönes Fest konnte jüngst die Schwarz Oma - Gotterer Moide aus St. Leonhard - erleben. Zu ihrem Bo-jährigen Geburtstag verbrachte sie im Kreise ihrer großen Familie einen schönen Sonntag. Am Vormittag traf sich die Großfamilie beim feierlichen Gottesdienst - gestaltet von der Musikschule Passeier - in der Pfarrkirche St. Leonhard und anschließend erfreuten sich die Angehörigen beim gemeinsamen Mittagessen und geselligen Beisammensein im Gasthaus Innerwalten, wo aus Enkelmund Lebenserinnerung und herzlicher Dank vorgebracht wurde. Die Schwarz Oma schaut auf ein hartes und abwechslungsreiches Leben zurück. Nach acht jahren italienischer Volksschule in Pill musste sie als Magd an verschiedenen Bauernhöfen Dienst leisten. 1940 kam sie zum Au ßergotter nach Prantach, wo sie 1943 den Michl Schwarz (Buecher Michl) heiratete. Aus dieser Verbindung entsprossen fünf Töchter und sechs Söhne, die alle einen Beruf erlernen durften. Zusätzlich hat die Schwarz Oma noch einige Ziehkinder großgezogen und drei alte Verwandte gepflegt. 1979 übersiedelte die Familie nach St. Leonhard, wo der Vater Michl aber bereits 1989 verstarb. Alle Angehörigen, Verwandten und Bekannten wünschen der rüstigen jubilarin weiterhin Gesundheit, Glück und Freude am Leben.
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GEDICHTET,
GEREIMT
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Nachwuchsschreiber aus dem Talstellen sich uor Dr Gerichtskreizgong Mein erstn Kreizgong noch Mous konn i nie vergessn wenn's a schun uour souviel johr ischt giwesn. Olle sein nou zi Fuess gongin, kuaner hot gidenkt af an Fohrn, decht sein die Leit überoll her kemmin, gonzine Schoorn. Hinter Sankt Liart in Gänsboudn isch mittlt durch de schiane Wiesn lei gonz aschmols Wegi/e innin gongin, ooer a Brökl ausern Huli hot schun wieder de groube Schouderstroße ongfongin. Mier zwoa Madi/er sein wie die Groaßn marschiert, erst nocher im Tunnel drin hobm mier ins schun teiglisch blamiert, wenn souvl Leit laut gibetit hobm, hot's girauscht und an sellan Wiederholl gimocht, desweign hobm mier Tummin ollewei/ ins Schneitztiechele innin gi/ocht. In Mous drin ischis in der Kirche sou voll giwesn VOUf der Tiere hobm a nettline gimiast stian. Lei inser a poor hobn nou gikennt nebm in Beichtstuehl onnin gien. Nochn Kirchn hobmer ummer gsuecht und anonder kepp ba der Hont ob min in den Dörf! do nit a bissl eppis zi kafn fand. Endlichobm afn Plotz isch uan uanziges lei gonz a kluans Ladile gewesn. A Muater kimp zi ins her: Wos bat': denn gern des letze Madile? I gonz verzogg: Ins hobm se lei zwuanzg Centesime mitgebm, igitrau miers fellig nit zi sogn! . Die Muater locht: Seil siech i selber. I gib enk a poor Stollwerk, nocher kenntis longine Zeit dron kuin und nogn. Miar sain wieder zir Kirche ochn schpaziert und hobm nebnbei de guatn Würfiler autranciert. Die Tresa sog af uanmol: Hon decht i· an Durseht. Dess holt i nit olleweil aus. Gea kimm gien mier innin in den Haus! Drinn ischis gonz schien giwesn und souvl sauber uour olim, dass mier do im Widn sein, ischt ins erst weign de Heilign Taftleraugfolln. Die Tresa sogg zir Frau: Mier tatn lei um an Schalile Wosser bittn. Seil kriegis gern. lem entn ischt a Bankl könntis a a bissl roschtn und sitzn. Bolt dernoch kimp fi Sonkt Liart a guete Bekonnte af Bsuach,
Ban jochkreiz! I honns iatz erreicht, döß wos i will i bin ietz oin joch do und dös isch mein Ziel. I steah ban jochkreiz do; heint gonz alluan und bin do ahoubn a lei gonz kluan. Uanzelne Nebl giahn am Himml dahin es woas woll niemit wie froha i bin. Vour mir isch die Felswont a sou grau, do sein souf! Bliemler und der Himmel isch a sou blau. Und do ahoubn isch a guate Luft, und mir gfollt a in der Felsnwont do de Kluft. Es gibt souvl zi sechn do ban der Wont
na scnreit'se: jetz muess i decht amol zrugg gebn des längscht schun geliechene Buach. Wie sie ins do sigg, sogse: Du in dedn haschte a gikennt a Brökl Broat gebn, der Pforrer tuat sellebeign nit brottlin und dier brings a lei in Segno Nocher hot'se nou an groassn Wunder: Fi wou seitis denn herkemmin, vielleicht tat i gor enkern Voter oder Mueter kennin. Die Tresa sogg: Mier kemmin fi Sonkt Mortin. I kear in Brischer Ander; es sein ins a schibl Kinder; ober die Greasern helfn schun ba die gueten Leit ummanonder. A sogse der Ander; der Zimmermann, dasis der Heiter ohne Orbit lei olleweil derreckt ku an Haus wert gibaut und kamm amol af an Stodl an nuis Doch gideckt, es ischt schun a groasse Noat af der Welt, die Leit miessn sou ormselig hausn, obr eppis zi bauin hot nit uander a Lire übrigs Geld. Oe zwoa Frauen hobn nou viel kopp zi sogn, sogor ollerhont Ziwiders anonder zi klogn, de ft Sonkt Liart hot lieber ongfongin zi rearn, Ach, sog die Tresa, mier Kinder brauchn sella Sochn nou long nit zi hearn! Mier sein nocher augschtontn, hobm fest gidonkt und sein wieder gongin a Bröckl oubern Haus hot die Tresa zi staunin ongfongin: Du Rousa mier hobm heint decht a Glück ghop, dass Sie lei mi noch der Herkunft hot gfrogg, seil hobm beade nit giwisst, dass mir kuane Schweschtern sein und du a Bauernmadl bischt, zem hattn miar amennt nit a sella Butterschnitte drwischt. Und a Rue ischt giwesn gor überoll lei a Roppe ischt afn Bam onin gf!ottert, ober nindert hat a Motour oder a Maschine geklappert. Des sein nou Zeiten giwesn uour sou viele johr uanfoch 0115 gonz gonz ondert, und mier zwoa sein wieder huamwerts noch Sonkt Mortin giwondert. Rosa
veraorier Pöll
i muaß tei besser schaugn, nor fint i ollerhond und ischis a lei a Bliaml und ischis a lei gonz kluan, i trogs ober decht voll Stolz und mitr an Freide huam. I muaß iez denkn oll de Procht, de hot der Herrgott für ins gimocht. Man sig a s'Schiane nit olm gleich, ober wenn min viel empfindit nor isch min reich. Oder hot min schwar zi trogn an uaner Loscht i muan grot doahoubn fand min a Roscht. Es isch do a soa a Sunnenstrohl der scheint mittn ins Herz, man vergisst do seine Sorgn
und wars a a groaßer Schmerz. Ban Wegrond steaht a Kreiz des hot mi nit betrogn, es isch nit lei a Wetterkreiz do isch der Herrgott obn. Es war woll nit zuviel für den wunderschianen Tog dem Herrgott zi donkn für seine Liabe und seine Gob. Reich und schian war noar mein Lebn wenn i a bissl von der Freide a nou kannt weiter gebn! Matthi/de Haller
Anmerkung der Redaktion: Wer Freude an der Sprache hat und vielleicht schon das eine oder andere in seiner Schreibtischschublade hortet, ist herzlich eingeladen, seine Texte bzw. Gedichte der Redaktion zukommen zu lassen. Nach Ermessen der Redaktion und nach Verfügbarkeit des Platzes können diese Texte veröffentlicht werden. Wer lieber anonym bleiben möchte, kann dies der Redaktion bekannt geben.
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Die liebe Schule Eswär' das Leben halb so schwer; wenn montags schon mal Sonntag wär: Fünf Tage in der Woche - oft auch mehr; das kostet Nerven - und das sehr. Esist bestimmt nicht immer schön, ganz vorne bei der Tafel steh'n; um die Braven und die Wilden, in Mathe, HUK und Deutsch zu bilden. Doch geht es gar zu lustig zu, hört man ein lautes: ,Jetzt ist Ruh!"
und siehe da, wer hätt's gedacht, gar keiner mehr "an Muggser" macht. Auch diese Stille trügt der Schein und geht in die Geschichte ein. Dann geht es wieder munter weiter; die Stund ist aus - der Lehrer heiser. Beherrscht dann jeder die Materien, dann sind sie da, die großen Ferien. Es wird mitunter Zeiten geben, da hasst man dieses Lehrerleben. Doch übermorgen kann es sein, herrscht wieder eitel Sonnenschein.
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MÄRZ 2003
So ist der Lauf der Dinge eben, mal läuft es gut - mal was daneben. Es war so mancher große Mann, des Lobes voll, und was er kann; hätt'er der Schule zu verdanken, und den Lehrern die dort wanken. Moral hat die Geschichte keine, denn Noten sprechen von alleine. Wir danken Euch schon jetzt dafür; nicht nur für Pflicht, auch für die Kür
Erz
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LESETIPPS
AUS DEN
Schwazer, Heinrich: Der Zingerle. Geschichte eines Frauenmörders. Raetia, 2002. 157 S. Im August 1950 wurde der zweifache Frauenmörder Guido Zingerle auf einer Almhütte bei Vals gefasst. Damit ging eine beispiellose Hetzjagd zu Ende, die die Bevölkerung von Nord- und Südtirol über Wochen in ihren Bann gezogen hatte. lingerie war zum sprichwörtlichen Schreckgespenst geworden, und die Erinnerung an seine Untaten ist auch bei älteren Leuten in Passeier noch lebendig. Heinrich Schwazer erzählt die Lebensgeschichte dieses Mannes von seiner bitteren Kindheit bis zu seinem Tod im Gefängnis.
Das Thema dürfte viele interessieren, wer jedoch das Buch in die Hand nimmt, wird etwas enttäuscht sein. Aufmachung, Fotoqualität und ein Autor - er ist Journalist - der bei Recherche und Niederschrift offenbar unter Zeitdruck gestanden hat, können nicht überzeugen. Schade.
BIBLIOTHEKEN
Freund, Peter: Laura und das Geheimnis von Aventerra Millionen von Kindern und Erwachsenen sind vom HarryPotter-Fieber infiziert und warten schon ungeduldig auf den fünften Band. Dieses Buch hat das Format, ihnen ihre Wartezeit zu verkürzen. Manche behaupten gar, es sei besser ... Die Geschichte von Laura, die an ihrem 13, Geburtstag erfährt, dass sie dazu bestimmt ist, die Welt vor dem schwarzen Fürsten Borboron und der Herrschaft des ewigen Nichts zu bewahren, könnte spannender kaum sein. Es wird geritten, gefochten, gezaubert, verfolgt, gezittert und vieles mehr. Aber auch Freundschaft, Selbstvertrauen und Liebe sind wichtige Themen. Schon bald wird Lauras Geschichte in den Kinos gezeigt. Eine dichte Fantasy-Geschichte, die alle Harry-Potter-Fans begeistern wird. Ein Buch, das auch den typischen Lese-Muffel auf den Geschmack bringen kann. Für Leser ab 13 und Erwachsene.
Moore, Michael: Stupid White Men. Eine Abrechnung mit dem Amerika unter George W. Bush Der Regisseur Michael Moore hat eine intelligente Satire über die Verhältnisse in den USA geschrieben. Alle, die sich über die zunehmende Amerikanisierung der Welt, insbesondere aber über die gegenwärtige Politik der USA-Regierung ärgern, kommen garantiert auf ihre Kosten. So wird G. W. Bush als trotteliger Ignorant vorgeführt, der sich bereitwillig zum Hanswurst einer Altherrenriege aus Reagans und Vater Bushs leiten macht. Moore nimmt nicht nur die pol itischen Missstände aufs Korn, sondern auch Wirtschaftskollaps, Umweltkrise, Rassismus und den bedrohten Weltfrieden.
Das Buch beinhaltet quasi alle Kritik, die man an den USAhaben kann. Natürlich wird dabei überzeichnet und nicht alles darf für bare Münze genommen werden. Ein herrlich unkorrektes Buch.
Sebold, Alice: In meinem Himmel. Susie Salmon führt das ganz normale Leben eines Teenagers in einer amerikanischen Kleinstadt - bis zu jenem Tag im Dezember, als sie allein durch ein Feld nach Hause geht. Dort lauert ihr ein Nachbar auf, der sie vergewaltigt, tötet und ihre Leiche verschwinden lässt. Aber Susies Existenz ist damit nicht ausgelöscht. Von "ihrem Himmel" aus verfolgt sie das Leben auf der Erde, beobachtet, wie ihre Geschwister, Eltern und Freunde mühevoll nach Wegen suchen, um den Verlust zu verarbeiten und ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen.
Das Buch, das zum Teil autobiografischen Charakter hat, erregte in den USAgroßes Aufsehen. Monatelang in den internationalen Bestsellerlisten ganz oben, konnte der Roman sowohl Leser als auch Kritik begeistern. Wer die Mischung aus Krimi und amerikanischen Kitsch mag, wird dieses Buch lieben. vorgestellt von: Gottfried Zagler, Öffentliche Bibliothek st. Martin
Gedankensplitter Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben. (Marie von Ebner-Eschenbach, Dichterin) Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben. (Friedrich Hebbel, Dichter) Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte. (Gustav Heinemann, ehemaliger Bundespräsident)
PSEIRER DER MUTIGSTE
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Die beiden Preisträger
Siegfried
LEIT MANN
DER SCHWEIZ
Siegfried Gufler aus Stuls ausgezeichnet Man muss schon etwas Besonderes leisten, damit man in einer großen Schweizer Illustrierten zu Titelblattehren kommt. Letztes jahr widerfuhr dies dem Stuller Siegfried Gufler, der seit 1998 als Gemeindearbeiter in Arosa im Kanton Graubünden beschäftigt ist. Er wurde für eine selbstlose Rettungstat als mutigster S~hweizer mit dem Prix Courage ausgezeichnet und brachte es zu landesweiter Berühmtheit. Da Südtiroler Medien bedauerlicherweise von den Ereignissen in der Schweiz kaum Notiz nehmen und auch der Siegfried als bescheidener Mensch kein Aufhebens von seiner Auszeichnung machte, können wir vom Passeirerblatt erst jetzt davon berichten. Der 2. Februar 2002 in Zürich wird für
"Darauf, dass meine Auszeichnung bekannt wird, habe ich keinen Wert gelegt"
Siegfried Gufler im Gespräch
Siegfried Gufler sicherlich unvergesslich bleiben. Die Illustrierte "Der Beobachter" lud anlässlich ihres 7s-jahr-jubiläums zur Galafeier im Volkshaus von Zürich ein. Alt-Bundesrat otto Stich sollte zum fünften Mal den Prix Courage, den Preis für die couragierteste Tat eines Schweizers im letzten jahr, verleihen. Geladen waren dazu rund 400 illustre Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien. Die Festansprache hielt keine Geringere als Bundesrätin (Schweizer Regierungschefin und zugleich Staatspräsidentin) Ruth Dreifuss. Schauspieler Dietmar Schön herr und die Walliser Sängerin Sina mit Band sorgten für Nachdenklichkeit und Kurzweil. Gekommen waren auch die von der Redaktion des "Beobachter" nominierten 10 Kandidatinnen und Kandidaten. Ihre mutige Tat wurde noch einmal kurz vorgestellt und natürlich warteten alle gespannt darauf, wer denn den Preis der jury und den mit 10.000 Franken dotierten Bindung. Mindestens alle paar Monate fahre ich in die alte Heimat.
Passeirerblatt: In den Südtiroler Medien, aber auch im Passeiertal, sind Ihre Tat und die Preisverleihung nicht bekannt geworden. Wie kommt das?
Siegfried Gufler: Ich habe darauf keinen großen Wert gelegt. Nachdem in Südtirol sowieso die Pressekeine Notiz davon nimmt, was in der Schweiz passiert, wurde ich auch nicht darauf angesprochen. In Passeierhaben nur meine nächsten Verwandten von dem Preis gewusst.
Passeirerblatt: Inwieweit hat der Preis Ihr Leben verändert?
Siegfried Gufler: Ich habe viel Post von Leuten bekommen, die ich vorher nicht gekannt habe. Alle haben mir gratuliert, vor allem natürlich die Leute in Arosa selbst. Schuld daran sind die Presseund das Radio,denen ich ein paar Mal Redeund Antwort stehen musste.
Passeirerblatt: Herr Gufler, können Sie sich für das Passeirerblatt kurz vorstellen?
SiegfriedGufler: Ich bin der Siegfried Gufler, 4SJahre alt und komme aus Stuls. Schon seit längerer Zeit arbeite ich in der Schweiz, zuerst bei einem Holzunternehmen, seit 1998als Gemeindearbeiter in Arosa.Zu Passeierhabe ich nach wie vor eine starke
Passeirerblatt: Inzwischen sind Sie auch mit einer zweiten hohen Auszeichnung geehrt worden? Siegfried Gufler: Am 23. Mai wurde ich anlässlich einer Feier in Bern mit der silbernen Ehrenmedaille der Carnegie-Stiftung für Lebensretter ausgezeichnet.
Passeirerblatt: Die Medien hat auch Ihr Verhalten nach Ihrer Rettungsaktion verblüfft?
Gufler und
Malica Skrijelj
Publikumspreis verliehen bekommen würde. Während der jurypreis von einem Siegfried Gufler: ja, weil ich sofort nach der Rettung der kleinen Sophie nach Hausegefahren bin, mir die nassen Kleider gewechselt habe und wieder arbeiten gegangen bin.
Passeirerblatt: Ihr Chef hat dann von der mutigen Tat seines Angestellten erst aus der Presse erfahren. Siegfried Gufler: Das stimmt! (lacht)
Passeirerblatt: Ein Teil des Preisgeldes haben Sie laut Schweizer Presseberichten inzwischen für einen Schwimmkurs ausgegeben?
Siegfried Gufler: Das habe ich scherzhalber schon bei der Preisverleihung angekündigt. Eigentlich zieht es mich ja in die Berge und nicht ins Wasser.Ich wäre jetzt aber sicherer, wenn ich jemandem wieder helfen müsste.
Passeirerblatt: Sie fühlen sich in der Schweiz wohl?
Siegfried Gufler: ja, ganz sicher. Wir Südtiroler sind dort wohl gelitten. Langsam,wenn man sich auch im Dialekt anpasst, wird man zum Einheimischen. Der Verdienst ist hier gut, allerdings verbraucht man auch mehr. Ich könnte mir aber schon vorstellen, auch wieder nach Südtirol zurückzukommen.
Das Interview führte Gottfried Zagler
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hochkarätig besetzten Kreis Prominenter vergeben wurde, hatten 11.000 Leser und Leserinnen per Telefon und Internet abgestimmt. Als um 21 Uhr der bekannte Moderator Röbi Koller um Ruhe bat, verkündete er ein eindeutiges Ergebnis. Siegfried Gufler wurde für seinen außerordentlichen Mut, als Nichtschwimmer die gehörlose neunjährige Sophie aus dem vereisten Aroser obersee gerettet zu haben, zum Sieger des erstmals verliehenen Prix-Cou rage-Pu bl iku mspreises ausgerufen (siehe nebenstehender Bericht). Die ganze Aufmerksamkeit richtet sich plötzlich auf ihn. Siegfried lässt sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Ein kurzes Kopfnicken, dann steht er auf und geht auf die Bühne. Die Zuhörer spüren, dass da ein Mann ausgezeichnet wird, der nicht all zu viel Aufhebens von seiner Tat macht und nicht als Held gelten will. Die Frage des Moderators, wie er denn als Nichtschwimmer die Angst überwunden habe, beantwortet er ohne Zögern: "Ich habe nicht lange überlegt; wenn es darum geht, ein Menschenleben
ISIEGFRIED GUFLERI
WaCJtesich für ein Kind aufs einbrechende Eis
emeindearbeiter Siegfried Guflcr ist mit dem KehG richrwagcn unterwegs, als er
vom Aroser Obersee her aufgeregte Rufe hört. Er rennt sofort zum Ufer. Es ist April. in Arosa lieg. noch Schnee. doch die fri.ihlingshaften Temperaturen lassen die Eisdecke auf dem Sec schmelzen. Mehrere Personen stehen um Ufer und starren auf die Seemitte. Dort häh sich die neunjährige Sophia verzweifelt an einer Eisscholle fest. Sie ist auf dem Eis eingebrochen. Nur Siegfried Guflcr reagiert. Er steigt in den See. Unter seinem Gewicht bricht das Eis. Als ihm das kalte \'(I.sser bis zu den Knien reicht. zögert cr kurz. Der 4'· Jährige kann nicht schwimmen. «Ich dachte an meinen Kollegen, der im letzten Jahr beinahe in diesem See ertrunken wiire». erinnert ersieh. Gufler überwindet seine Angst und bewegt sich auf das Kind zu. «Ich rief ihm zu, es solle mir die Hand reichen, doch es wimmerte nur. Seine Augen waren voller Angst», crzahlr er. \'('as Gufler damals
nicht wusste: Sophia ist taubstumm und konnte nicht auf die Zurufe reagieren. Plötzlich lös. sich die Eisscholle. auf der sich das Kind festkrall t, und rreibt fort. Siegfried Geflcr SIeh. das Wasser bereits bis zur Brust, als er das Mädchen zu fassen kriegt; S04 fort trägt er es ans Ufer. Erst da greifen weitere Helfer ein. Sie kümmern sich um die durchfrorene Sophia, bis Polizei und Sanität eintreffen. Gufler fahrt im Kehrichtwagen nach Hause, wechselt seine nassen Kleider und geht zurück zur Arbeit. Die Folgen des kühlen Bads: eine Erkaltung mit Augenentzündung. Sophias Eltern und der Polizeichef bedanken sich beim Retter. Doch dieser sieht sich nicht als Helden: .für mich war das selbstverstandlich.» Acht Monate sind seither vergangen. Der zugefrorene See lockt nun wieder Spaziergänger aufs Eis. Siegtried Gufler kann das Gesicht des verängstigten Kindes nicht vergessen. Er sinniert: «Vielleicht sollte ich schwimmen lemcn.» URSULA
zu retten, darf man nicht zögern." Er habe sich eine Holzlatte geschnappt und sei dem Mädchen entgegengepaddelt. "Ich würde es jederzeit wieder tun", so Siegfried Gufler. Der rauschende Beifall und die ungeteilte Sympathie des Publikums sind ihm gewiss. Als anschließend die Serbin Malica Skrijelj den Preis der jury entgegennimmt, hält Frau Bundesrätin Ruth Dreifuss eine bewegende Dankesrede an die beiden Gewinner. Ein ganzer Pulk von Schweizer Medienvertretern stürzt sich auf die beiden Preisträger. Ein sichtlich bewegter Siegfried gibt - umringt von zahlreichen journalisten - zu verstehen, dass dies wohl der schönste Tag seines Lebens sei. Er sei gerührt und stolz, von so vielen Menschen gewählt worden zu sein. "Dennoch wird der Preis mich nicht verändern", verspricht er. Auf solch einen "Helden ohne Heldenallüren" - so Bundesrätin Ruth Dreifuss wörtlich - kann das Passeiertal wahrlich stolz sein.
GIt."ATMUL[A
MUSIKPORTRAIT
SEEK
Einejunge Band macht auf sich aufmerksam
Gerade ein jahr zurück liegt die Gründung der Coverband "Seek", die sich inzwischen in Passeier schon einen Namen gemacht hat. Sie besteht aus vier jungen talentierten Musikern, die es satt hatten, ihre Lieblingsmusik nur passiv zu konsumieren. Anspruchsvolle Rock- und Popmusik für Leute zwischen 15 und 3Sjahren soll es sein, lautet ihre Devise, und ihre Musik ist augenscheinlich ihr Lebenselixier. Manuel Thoma, St. Leonhard (Schlagzeug), Markus Kuprian aus Stuls (Gesang), Christian Kofler aus Meran, (Gitarre, Gesang) und Andreas Gschließer aus Meran, (Bass) lieben die Musik der Rockgrößen U2, Lenny Cravitz, Red hot Chili Peppers, und sie sind in Südtirol eine der wenigen Bands, die bisher diesen Musikstil konsequent .xovern" Um dem Sound ihrer großen Vorbilder möglichst nahe zu kommen, wird mindestens einmal wöchentlich im Probelokal in St.
Martin mit viel Enthusiasmus an neuen Songs gefeilt. Dass sie auch schon anderweitig musikalisch Erfahrung gewonnen haben, kommt ihnen dabei zu gute. Manuel ist in der Musikszene ein bekanntes Gesicht, sorgt er doch seit
einiger Zeit bei joung Voices und Chili für guten Rhythmus. Christian und Andreas, beide übrigens Passeirer Abstammung, haben schon in anderen Bands gespielt und widmen sich zurzeit ganz der Rockmusik. Sie
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ee rock & funk
studieren Gitarre und Bassgitarre in München. Dass bei einem derartigen musikalischen Engagement ihr Debüt beim Beachvolley-Turnier in Moos im letzten Sommer überzeugend ausfiel, versteht sich von selbst. Dasjugendliche Publikum war jedenfalls begeistert. "Endlich eine Band, die mit Herz spielt und den Nerv von uns jungen Leuten trifft", lautet der Tenor vieler Zuhörer. Seek hatte auf Anhieb eine ganze Menge neuer Fans gewonnen. Auch bei den Auftritten in Riffian, Meran, Lana, St. Georgen und nicht zuletzt bei der Silvesterparty in St. Martin konnte sich ein breites junges Publikum von den Qualitäten der neuen Band überzeugen. Von Seek, die inzwischen auch schon eine Demo-CD produziert hat, werden wir in nächster Zeit sicherlich viel Positives vernehmen.
"Wir spielen anspruchsuollen Rock für junge Leute" Interview mit Manuel
und Markus
Passeirerblatt: Ihr seid eine musikalisch anspruchsvolle Live-Band. Kann man mit dieser Musik die heutige Jugend noch begeistern?
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Manuel und Markus: Das ist ein wunder Punkt. Wir sind in Südtirol noch wenig bekannt und außerdem fristet unsere Musik doch irgendwie ein Randdasein. Für uns wäre es sicherlich viel einfacher und einträglicher, wenn wir volkstümliche Musik spielen würden. Das kommt für uns jedoch nicht in Frage.
Passeirerblatt: Liegt es vielleicht auch daran, dass es in Passeier so wenig junge Rock/Pop- Bands gibt?
Manuel und Markus: Das glauben wir schon. Unser Publikum sind alle, die live gespielte Rockmusik mögen, und das sind unserer Erfahrung nach immer noch eine Menge junger Leute. Wer allerdings Dj-Musik bevorzugt, den können wir sicherlich nicht überzeugen. Wir spielen konsequent in der klassischen Rockbesetzungmit Gitarre und Schlagzeug und kommen ohne elektronische Hilfsmittel wie Synthesizer aus.
Manuel und Markus: Ohne Zweifel. In einer Rockbandzu spielen heißt Idealist zu sein. Reichwerden kann man damit sicherlich nicht. Esist im Übrigen schwierig, in einem Tal Leute zu finden, die musikalisch auf der gleichen Wellenlänge sind. Wenn man diese Hürde gemeistert hat, geht die aufreibende Suche nach einem Proberaum los. Allein daran scheitern schon viele.
Passeirerblatt: Es fällt auf, dass ihr keine klassischen "alten" Rocklieder spielt?
Passeirerblatt: Was motiviert euch, so viel Zeit in eure Musik zu investieren?
Passeirerblatt: Gibt es für eure Musik genug Auftrittsmöglichkeiten?
Das Interview führte Gottfried Zagler
Manuel und Markus;Dasstimmt. Wir wollen ein junges Publikumansprechen.Ansonstensind wir flexibel, sicher keineWeltverbessererund spielendie Musik,die uns persönlichgefällt. UnserWunschwäre, wenn die Zuhörer nach einem Konzertzufrieden nach Hausegehenund sagen:"Hey,das war einetolle Band."
Manuel und Markus: Musik ist für uns ein wichtiger Lebensinhalt. Unsere Lieblingsmusik zu spielen macht einfach Spaß. Wenn Musik Freude bereitet, ist man bereit, intensiv zu proben und kann sich musikalisch weiterentwickeln. Wichtig ist für uns aber auch das Zwischenmenschliche. Wir vier sind auch privat viel miteinander unterwegs.
SPORT HOBBYKEG
LE R
Passeirermeister-
schaft
2002-2003
Bereits zum s.Mal wurde heuer die Passeirermeisterschaft für Hobbykegler ausgetragen. Gespielt wurde auf der neuen Kegelbahn in St.Martin. Da unser Verein jetzt auch mehr auf jugendarbeit setzt, nahmen heuer viele Kinder an der Passeirermeisterschaft teil, die 25 Schub in die Vollen absolvierten. Bei den Herren nahmen 85 und bei den Damen 14 Mannschaften teil, was beweist, dass der Kegelsport in Passeier sehr beliebt ist. Die [ugend-, Damen- und Herrenklasse mussten 25 Schub in die Vollen spielen und 10 Schub abräumen. Zum Teil wurden sowohl in der Damen - als auch in
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der Herrenklasse hervorragende Leistungen erbracht, was die nachstehenden Ergebnisse belegen: Mannschaft Damen Hirten Damen 605 Holz (Maria Fiegl, Rosalinde Raich, Tresl Raich, Sonja Raich) 2. KC MARA 595 Holz (Monika Schwarz, Anna Platter, Annemarie Holzer, Rosa Hofer) 3. Goaser Damen 584 Holz (Sonja Raich, Theresia Raich, Rosalinde Raich, Traudl Pirpamer) 1.
Kategorie Buben jahrgang 1993 und älter 1. Patrick Mair 2. Markus Prünster 3. Alexander Fontana Kategorie Buben Jahrgang 1994und jünger 1. Hannes Marth 2. Martin Scherer 3. Dominik Ptitscher
Kegel Kegel 87 Kegel
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SÜOAMERIKA
Aconcagua: Ein besonderes Bergerlebnis Zweijunge Passeirer berichten
Mannschaft Herren Packe alle Neune 651 Holz (Erich Hofer, Arnold Praxmarer, Klaus Hofer, Peppi Holzer) 2. KC Kolmtoler I 643 Holz (Hansjörg Fiegl, Manfred Ilmer, Andreas Auer, josef Flegl), 3. FF St.Leonhard 637 Holz (Raimund Marth, Arnold Pixner, Arnold Praxmarer, Michl Schwarz)
In den ersten jännertagen des heurigen jahres haben zwei junge Leonharder, Frank Gasser und Anton Moosmair, den Versuch unternommen, den 6.960 m hohen Aconcagua in Südamerika zu besteigen. Für das Passeirerblatt haben sie sich bereit erklärt, über ihr Abenteuer zu berichten.
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Herren Einzel Blasius Marth 2. josef Scherer 3. Andreas Auer 1.
Damen Einzel 1. Monika Schwarz 2. Rosalinde Raich 3. Sonja Raich junioren 1. Patri k 2. Martin 3. Armi~
,
,
E.inzel p.titscher Pixner Schwienbacher
Kategorie Mädchen 1. jasmin Marth 2. Maria Marth 3. Barbara Ptitscher
Frank und Anton: Nein, überhaupt nicht. Wir gingen alles ziemlich locker an. Am 3l. Dezember 2002 sind wir vollgepackt mit Ausrüstungsgegenständen in Mendoza in Argentinien gelandet. Dort erhielten wir die Genehmigung für die Besteigung, wofür wir allerdings 200 Dollar hinblättern mussten. Auch mussten wir Verpflegung einkaufen und Informationen einholen. Man empfahl uns, wir sollten uns einer Expedition anschließen, doch war es nicht verboten, einen Alleinversuch zu unternehmen. Wir entschieden uns für Letzteres und erreichten schließlich mit dem Bus Puente dei Inka auf 2-700 m Höhe.
Passeirerblatt: Mit dem Bus war auf dieser Höhe wohl Endstation?
Frank und Anton: ja, von dort führte keine Straße mehr weiter. Ein etwa 35 km langes Tal führt bis zum Fuß des Berges. Wir mieteten jeweils einen Muli und luden unser etwa 80 kg schweres Gepäck auf. In zwei Etappen erreichten wir das Basislager, Plaza de Mulas genannt, auf 4.250 m Höhe. Dort blieben wir vier Tage, um uns zu akklimatisieren und begannen unser nächstes Lager einzurichten.
Frank und Anton: Die Vegetation reicht bis etwa 3-500 m. Ab dieser Höhe ist der Berg kahl, fast wüstenartig, mit roter Erde von Steinen durchsetzt und langsam ansteigend. Wir befanden uns an der Nordseite, wo wenig Schnee fällt, und jetzt, im Südäquatorsommer, nur mehr Schneeflecken anzutreffen waren. Die Südseite hingegen ist vergletschert, die 3-000 m hohe, fast 80° - 90° steile Flanke ist fast unbezwingbar und nur Spitzenbergsteiger haben sie durchstiegen.
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Passeirerblatt: Ihr wart in guter körperlicher Verfassung?
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Passeirerblatt: Euer Abenteuer war sicherlich bis ins Detail geplant?
Passeirerblatt: Könnt ihr den Aconcagua beschreiben?
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besteigen. Die Faszination dieser Bergriesen hat uns nicht mehr losgelassen. Der Aconcagua in Argentinien hat es uns besonders angetan, und so reifte der Entschluss eine Besteigung zu wagen. Im Sommer und Herbst haben wir uns konditionell vorbereitet und Ende des jahres ging es dann los.
Der 6.960 m hohe Aconcagua
in Argentinien
Passeirerblatt: Wie seid ihr auf die Idee gekommen, einen Sechstausender zu besteigen? Frank und Anton: Durch unsere Arbeit beim Seilbahnbau hatten wir in den Westalpen öfters Gelegenheit, einen Viertausender zu
Frank und Anton: ja, wir fühlten uns fit und setzten den Marsch, natürlich längst ohne Mulis, zum nächsten Lager, dem Nido de Condores auf 5.300 m, fort. Dort verbrachten wir wieder drei Tage. Ein großes Problem war für uns die Verpflegung. Als Proviant hatten wir hauptsächlich Dosen mitgenommen, viel zu wenig Obst, Gemüse und vitaminreiche Nahrung. Wir litten unter Appetitlosigkeit und Frank konnte kaum schlafen. Trotzdem beschlossen wir, einen Versuch zu unternehmen.
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Passeirerblatt: Und wie ging es weiter?
Anton: Frank stieg auf 4.250 m ab, um endlich wieder schlafen zu können. Ich beschloss, nach einem Tag Pause, einen letzten Versuch zu unternehmen, zumal sich andere Expeditionen ebenfalls in dieser Höhe befanden.
Passeirerblatt: Ist die Besteigung dieses Berges auch eine alpinistische Herausforderung?
Anton: Technisch nicht, man braucht nicht zu klettern, der Berg steigt langsam an, ausgenommen der letzte Teil, die etwa 40° steile Conaletta Rinne. Gefährlich ist vor allem die Höhe. Man weiß nicht, wie man darauf reagiert. Auch die Temperaturunterschiede - nachts zwischen 20 Grad und 40 Grad minus, und tagsüber 20 Grad plus bei Sonnenschein - machen zu schaffen. Viele Bergsteiger sind nicht genügend akklimatisiert, haben Probleme mit dem fremden Essenund leiden unter der extrem trockenen Luft, die die Schleimhäute austrocknet. kurzen Rast
Passeirerblatt: War der Versuch erfolgreich?
Frank und Anton: Wir kamen bis auf 6.500 m. Dann aber begann uns die Höhe zuzusetzen, uns wurde schwindelig. In diesem Zustand kann man den Fuß nicht mehr sicher aufset-
zen, die Reaktion wird langsamer und wenn man nicht rechtzeitig umkehrt, schafft man den Abstieg nicht mehr. Um uns zu regenerieren, stiegen wir wieder auf 5.300 m ab.
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Passeirerblatt: Wie ist der letzte Versuch dann ausgegangen?
Anton: Am nächsten Morgen bin ich wieder aufgestiegen und begegnete dabei anderen Expeditionen. Diesmal ging es mir besser und ich kam trotz Nebel und etwas Schneetreiben gut voran. Obwohl mich jeder Schritt eine >
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große Überwindung kostete, erreichte ich allein den Berggipfel. Ich war natürlich überglücklich, dass ich es trotz allem geschafft habe.
Passeirerblatt: Und der Rückweg?
Anton: Esging besser als erwartet. Ich stieg rasch auf 5.300 m ab. Zusammen mit Frank wurde das Lager abgebaut und der Abstieg auf 4.250 m fortgesetzt. Der Rückmarsch war problemlos.
Passeirerblatt: Zufrieden?
Anton: ja, was den Berg betrifft schon. Schade,dass Frank nicht am Gipfel dabei sein konnte. Aber wir haben aus unseren Fehlern gelernt. In Zukunft werden wir auf die richtige Verpflegung achten und uns genügend Zeit für die Höhenakklimatisierung nehmen. Frank will es auf jeden Fall im nächsten jahr wieder versuchen.
Das Interview führte Konrad Pfitscher
WALTEN
Kinderschirennen Noch bevor sich die ersten Schneeflocken im Herbst letzten jahres angemeldet hatten, traf man die ersten Vorbereitungen für die Inbetriebnahme des Kinderschilifts im "Stockit". Eine nächste Wintersaison stand bevor und die Kinder von Walten freuten sich schon riesig darauf, endlich wieder einmal Schi zu fahren. Nur leider meinte es Frau Holle nicht so gut mit den Kindern. Erst am Ende der Weihnachtsferien, zu Dreikönig, war genug Schnee gefallen, dass die Piste präpariert und der Lift gestartet werden konnte. Umso mehr Training war an der Tagesordnung. Wann immer der Lift in Betrieb war, trafen sich die Waltner Kinder mit ihren "Brettlen" im "Stockit" zum Schi fahren. Die Kleinen ereiferten
sich, ebenso gut zu fahren wie die Großen, und diese wollten es noch besser beherrschen. Erfreulicherweise fanden sich immer wieder Eltern, die gerne und freiwillig den Liftdienst übernahmen. Am Sonntag, 23. Februar, war es dann so weit. Die erlernten Leistungen wollte man gemessen und in Zahlen, sprich Zeiten, niedergeschrieben sehen. Bei herrlichem Winterwetter fanden sich 31 Teilnehmer(innen) zum Schi rennen ein. Die Aufregung war groß und die Spannung zum Greifen nahe, bis man endlich die erste der zwei Disziplinen hinter sich bringen durfte. Die Einteilung erfolgte in acht Kategorien. Vom Kindergarten bis zur 3. Klasse Mittelschule fanden sich begeisterte Wettkämpferinnen. Sogar ein Kameramann wurde engagiert, diese schönen Momente auf Video festzuhalten. Nach dem Rennen ließen es sich die Kinder nicht nehmen, die Siege bei Würstel und Tee ausgiebig zu feiern. Eine freudige Überraschung bereiteten Pater Georg und der Bürgermeister Dr. Konrad Plitscher den Teilnehmern durch
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ihre Anwesenheit am Geschehen. Pater Georg übernahm die längst fällige Einweihung des Lifts. Der Bürgermeister sprach den Organisatoren bezüglich Ausdauer und Durchhaltevermögen für diese Initiative ein Lob aus. Die Preisverteilung übernahmen beide gemeinsam. Alle Läuferlnnen erhielten eine Medaille. Diese Medaillen wurden freundlicherweise von der Volksbank St. Leonhard zur Verfügung gestellt. Dafür sei an dieser Stelle noch herzlich gedankt. Ein aufrichtiger Dank gebührt ebenfalls Herrn Anton Pichler vom Pichlhof für die Abnützung des Grundstücks und dem E-Werk Walten für die bereitwillige Unterstützung. Als schöne Erinnerung dient sicherlich der extra zu diesem Ereignis gedrehte Film. Eine Videokassette kann bereits jetzt beim Verantwortlichen dieser Initiativgruppe, Herrn Paul Widmann, bestellt werden. Das gute Gelingen und die freudige Stimmung haben zweifelsohne dazu beigetragen, dass dieses Rennen für alle beteiligten Kinder ein unvergessliches Erlebnis bleibt.
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Die Sieger der jeweiligen
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Kategorien:
Kindergarten Buben Andreas Widmann jonas Haller Alexander Conicef Kindergarten Mädchen Vanessa Ptitscher Usa Klotz judith Widmann
+ 2. + 3. Klasse Volksschule Buben Philipp Pixner Michael Klotz David Pixner
1.
1. + 2. +3. Klasse Volksschule Mädchen
Petra Widmann Stefanie Heel
4. + 5. Klasse Volksschule Buben Hannes Pixner Manfred Königsrainer Lukas Widmann 4. + 5. Klasse Volksschule Mädchen Karoline Ptitscher Hannah Gögele Verena Pöll Mittelschule Buben Daniel Augscheller Benjamin Haller Luis Widmann Mittelschule Mädchen Gudrun Klotz Barbara Ptitscher Evelin Klotz
DieOrganisatoren (Verantwortliche für den Text: Lanthaler Edith Haller)
LVH LANDESMEISTERSCHAFT
Spitzenleistung der Jugendlichen Wer heute ins Handwerk gehen will und dort eine Karriere mit Lehre vor den Augen hat, der muss einiges leisten. Denn neben den herkömmlichen Fähigkeiten und manuellem Geschick treibt die Entwicklung in allen 80 Handwerksberufen zu ständigem Lernen, hoher Anpassungsfähigkeit und permanenter Einarbeitung in neue Technologien und Arbeitsweisen an. Denn Wirtschaft ist Wettbewerb. Vom 21. bis zum 23. November des letzten jahres ging die Landesmeisterschaft des Handwerks und der Gastronomie
konzentriert an ihrem Kostüm über die Bühne und die Bozner Messer verwandelte sich für drei Tage in die größte Werkstätte Ita liens. Über 3.000 Schüler und Schülerinnen der Mittel-, Ober- und Berufsschulen strömten aus allen Landesteilen nach Bozen, um sich über vielseitige Berufe mit Perspektive zu informieren. Große Spannung und Konzentration herrschten bei den 250 teilnehmenden jugendlichen bis 22 [ahren, die in den 25 perfekt ausgestatteten Werkstätten - ebenso viele Berufe waren vertreten drei Tage lang ihr Bestes gaben. Letztlich ging es um vieles. Erstens um den Meistertitel im jeweiligen Beruf und zweitens um die Freikarte zur Weltmeisterschaft, die juni 2003 in St. Gallen in der Schweiz ausgetragen wird. Die Veranstaltung sorgte für gute Stimmung und stellt für die 250 beteiligten jugendlichen sicherlich eine wertvolle Erfahrung fürs Leben dar, war gleichzeitig aber auch eine sehr Stefan Hofer zeigt sein Können als Karosseriebauer
wirkungsvolle Imagewerbung für das Handwerk in Südtirol. Von den 250 Lehrlingen und Gesellen bis zum jahrgang 1981, die teilgenommen haben, um ihr Können in ihrem jeweiligen Handwerk zu beweisen, konnten auch drei jugendliche aus dem Passeiertal eine Spitzenleistung erbringen: Einen hervorragenden dritten Platz erzielten: für Maßschneider: Karin Gufler aus Moos in Passeier, Lehrbetrieb: MP Tailleur, Meran für Karosseriebauer: Stefan Hofer aus Moos in Passeier, Lehrbetrieb: Karosserie Roland, St. Leonhard und einen sehr guten vierten Platz für Goldschmiede konnte sich Daniel Staschitz aus St. Martin in Passeier, Lehrbetrieb: Kurt Staschitz & Co., Schenna, sichern.
Der Landesuerband der Handwerker
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Aus den Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin Termine & Veranstaltungen
Öffnungszeiten DasCemeindeamt ist Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr geöffnet, Samstag von 9 bis 12 Uhr und montags außerdem
von 14 bis 16 Uhr. Die Arztpraxis von Dr. Mair ist Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 8 bis 12 Uhr geöffnet und mittwochs von 15 bis 18 Uhr. Das Krankenpflegeambulatorium, Sitz Platt Nr. 28, ist immer mittwochs von 10 bis 11 Uhr geöffnet. Die Mütterberatung, Sitz Platt Grundschule, ist jeden 2. Mittwoch im Monat von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Der Diätdienst, Sitz Gemeindehaus, ist jeden 1. Dienstag im Monat vormittags geöffnet. Die Bibliothek in Platt ist immer sonntags nach dem Hauptgottesdienst geöffnet und freitags nach der Schülermesse.
Das Cemeindeamt ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 und von 15 bis 16 Uhr geöffnet, Freitag von 8 bis 12.30 Uhr und
samstag von 9 bis 12 Uhr. Die Öffentliche Bibliothek ist Montag, Mittwoch und Freitag von 9 bis 12 Uhr und von 15 -18 Uhr geöffnet, Dienstag und Donnerstag von 15 -18 Uhr. Die Arztpraxis von Dr. Sölder ist Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 8 bis 12 Uhr und Dienstagvon 15
bis 19 Uhr. Die Arztpraxis von Dr. Zuegg ist Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr und mit Vormerkung Montag bis Freitagnachmittag von 15 bis 16 Uhr geöffnet.
Das Cemeindeamt ist von Montag bis Freitag von 8 bis 13 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Die Öffentliche Bibliothek ist Montag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag von 14 bis 16 Uhr, Mittwoch von 9 bis 12 und 15 bis 18 Uhr, Donnerstag von 17 bis 19 Uhr, Freitag von 15 bis 18 Uhr und Samstag von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Die Arztpraxis von Dr.lnnerhofer ist von Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Das Krankenpflegeambulatorium, Garberweg 1, ist Dienstag ab 8 Uhr geöffnet. Die Mütterberatung,
Garberweg
1,
ist donnerstags von
27.
Konzert, 20.10 U'1[\iereinsllaus St. LeonharCliI&uriSiiiUsVereinst. LeOilharil Konzert 20.00 Uhr, Vereinshaus Sl Martin. Tounsmusverein St. Martin
8 -12
Uhr geöffnet. Der Diätdienst, Garberweg 1, ist Donnerstag von 8 bis 12 Uhr und Dienstag und Donnerstag von 14.30 bis 17 Uhr geöffnet. SPRENGELSITZ
PASSEIER
Der Verwaltungsdienst ist Montag bis Freitag von 7.30 bis 12· 30 und Dienstag von 14.30 bis 16 Uhr geöffnet. Die Blutentnahme ist Mittwoch von 7.30 - 8-45 Uhr und Donnerstag von 7.30 bis 8.15 Uhr geöffnet. Das Krankenpflegeambulatoriu"m ist Montag, Dienstag und Freitag von 8 bis 11 Uhr und Mittwoch und Donnerstag von 9.30 bis 11 Uhr geöffnet. Die Mütterberatung ist am Dienstag von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Der Diätdienst ist Montag und Mittwoch von 8 bis 13 und von 14 bis 17 Uhr geöffnet, freitags von 8 bis 12 Uhr.
Termine für den Veranstaltungskalender können innerhalb Redaktionsschluss in den BibliOtheken St Leonhard und Sl Martin abgegeben bzw. per E-Mail zugeschickt werden: biblio.stleonhard@roImall.net