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Spiritueller Tiefgang war sein Markenzeichen

I N HALT 5

AUS DEN GEMEINDESTUBEN

10

DAS BESON DERE BI LD

10

AUSVERGANGENEN

l3

KULTUR

ZEITEN

& GESELLSCHAFT

22

GESUNDHEIT

25

VEREINE

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GRATULATIONEN

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ZUM

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MIT SPITZER

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AUS DEN BIBLIOTHEKEN

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UND

SOZIALES

UND VERBÄNDE

SCHMUNZELN FEDER

MUSIKGRUPPEN AUS DEM PASSEIERTAL

41

PSEIRER

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SPORT

LEIT

Als er sich im Sommer 1980 entschieden hatte, für immer nach Südtirol zu gehen, war er hierzulande ein Fremder. Als man ihn am 2.juli 2002 in St. Leonhard in Passeier zu Grabe trug, war er einer von uns. Die Rede geht vom Deutschordenspriester P.Theo Neuking, der am Hochfest der Apostelfürsten Peter und Paul einer bösartigen Krankheit erlag. Geboren am 10. November 1949 in Kohlscheid bei Aachen als Sohn des Tierarztes Theodor Neuking und seiner Frau Maria, absolvierte (Paul Wilhelm) Theodor Neuking nach dem Besuch des Gymnasiums von Herzogenrat eine Lehre als Drogist, die er im jahre 1970 mit der Fachprüfung abschloss und arbeitete daraufhin einige jahre in einer Apotheke in Aachen. Erst in der zweiten Hälfte der zcer jahre verspürte er in sich den Drang zur Theologie und in Verbindung dazu seine Berufung zum Priester, woraufihn seine Heimatdiözese Aachen zum Studium ans Canisianum nach Innsbruck schickte. Hier kam der Endzwanziger u.a. auch mit vielen Studenten aus Südtirol in Kontakt, über die all mählich eine engere Verbindung zum Deutschen Orden in Lana entstand. In weiterer Folge besuchte ervon Innsbruck aus des öfteren Südtirol und kehrte dabei vornehmlich im Deutsch-Ordens. Konvent in Lana ein, von wo aus er bei zahllosen Ausflügen und Wanderungen unser Land und seine Bevölkerung kennen und schätzen und im Laufe der Zeit auch lieben lernte, sodass er mit 31jahren, nachdem erdas Studium der Theologie in Innsbruck und einige Semester lang auch in Sant'Anselmo in Rom bereits weitgehend absolviert hatte, den Beschluss fasste, Mitglied des Deutschen Ordens zu werden und in seine Südtiroler Provinz einzutreten.

Zum 16. August 1980, da in der HeiligKreuz-Kirche zu Lana gemeinsam mit drei anderen Aspiranten seine Einkleidung und Aufnahme in das Noviziat des Deutschen Ordens erfolgte, schrieb die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift des Ordens: "Wir wissen nicht, was uns die nächste Zukunft bringt; genau so schwer ist es zu sagen, was wir der Zu kunft bringen werden". Und als er am 13. September des darauffolgenden jahres von Weihbischof Heinrich Forer in der Deutschhauskirche von Bozen zum Diakon geweiht wurde, heißtes in derselben Zeitschrift: "Reisen ist Leben, wie auch umgekehrt das Leben eine Reise ist". Vorderhand führte die Lebensreise Theo Neuking nach Rom, wo er am 6. juni 1982 in der Basilika zu St. Peterdurch Papst johannes Pauill. die Priesterweihe empfing, und wo er am Tag daraufin der alten Titelkirche Sta. Maria in Domnica, die einigejahrhunderte lang im Besitz des Deutschen Ordens gestanden hatte, im Kreise seinerVerwandten und vieler Brüder, Schwestern, Familiaren und Freunde seine Primiz feierte. Für den knapp 32jährigen, der zu m Zeitpunkt seiner Priesterweihe sei bstredend alle vorgeschriebenen Voraussetzungen dazu erfüllt hatte, der als "Quereinsteiger" in den Deutschen Orden aber noch nicht die Feierliche Profess abgelegt hatte - dies erfolgte am 14. September 1985 -, weshalb er auch nicht auf den Titel des Deutschen Ordens geweiht werden konnte, sondern entgegenkommenderweise auf den Titel von Diözesanbischof joseph Gargitter geweiht werden durfte, machte sich nun im Sinne der Erkenntnis, wonach "das Leben eine Reise ist", aufden Weg, ohne zu ahnen, was "die nächste Zu kunft bringt" bzw. was er selbst "der

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> Zukunft bringen werde()". In seinem ersten Priesterjahr wirkte Theo als Erzieher im ordenseigenen Schülerheim St. Georg in Bozen, hieraufvon 1983 bis 1991 als Kooperator in Lana mit schwerpunktmäßigem Arbeitsa uftrag fü rN iederla na, von 1991 bis 1995 als Spiritual am bischöflichen Knabenseminar "johanneum" in DorfTirol und ab 1995 bis zu seinem frühen Tod als Pfarrer von St. Leonhard in Passeier.ln all diesen Einsatzfeldern entwickelte der engagierte Priester eine weitverzweigte, nicht minder aber auch eine sehr differenzierte und individuelle pastorale Arbeit, wobei er dank seines gewinnenden Wesens und seiner charismatischen Fähigkeit im Umgang mit Menschen sehrviele von ihnen, auch und vornehmlich solche, die kein besonderes Nahverhältnis zur Kirche und zum katholischen Glauben auszeichnet, erfolgreich anzusprechen vermochte. Er baute diesbezüglich überzeugt und überzeugend auf die Heilige Schrift, verwendete darüber hinaus aber bewusst und in selten gekonnter Manier viele "Hilfs"mittel, um die sich der kulturell interessierte und hoch gebildete Priester durch eine intensive Beschäftigung mit der bildenden Kunst, mit dem geschriebenen Wort, mit der Musik, mit der Natur, mit der Geschichte, laufend mühte. So wurde beispielsweise in Bezug auf letztere jedermann bald klar, dass er es bei Pater Theo mit einem Gesprächspartner zu tun hat(te), dessen Wiege im Schatten der Pfalz Karls des Großen stand. Was dagegen die Kunst in allen ihren ernsthaften Erscheinungsformen betrifft, so verstand es PaterTheo meisterlich, an ausgewählten Beispielen transzendentes Wirken durch die Hand der einzelnen Meister zu verdeutlichen und gleichzeitig daraus die Stimme Gottes hörbar zu machen. So strahlte Theo Neuking weit über den herkömmlichen Einzugsbereich der Ortsseelsorge hinein in die Schule, wo er ein äu ßerst bel iebter Religionsleh rer wa r, davon jahrelang in der Kindergärtnerinnenschule von Bozen, hinein in bestimmte Gruppierungen mit besonderen Interessensschwerpunkten, in der Hauptsache in den Pfarren von Lana und von St. Leonhard i.P.,mit denen er regelmäßig Wallfahrten unternahm, häufig nach Rom, nach Santiago de Compostela, und nach Kevelaer, hinein in die Gemeinschaft der Familiaren des Deutschen Ordens, die er seit Herbst 1989 seelsorglich mit viel geistigem Tiefgang betreute, hinein in die große Schar der Ministranten von Deutschhaus in Bozen, von Niederlana und von Passeier, hinein in die allgemeine jugendszene, der er sich besonders zuge-

zogen fühlte und für die er keine Mühen scheute, was zahlreiche von ihm geleitete Veranstaltungen in Lana, am Ritten, im Sarntal und in Passeiereindrucksvoll belegen, hinein in den Kreis der studierenden jugendlichen im Georgsheim von Bozen und im johanneum von DorfTirol, unter denen er überdurchschnittlich viele Lichter zu entzünden vermochte, von denen heute einige im pastoralen Dienst des Deutschen Ordens brennen oder darin in absehbarer Zeit zu leuchten beginnen, hinein in die verzweigtesten Verästelungen gesellschaftlicher Strukturen, die P. Theo als Vortragenden, als Prediger, als Leitervon Einkehrtagen und, in religiösen Gemeinschaften, als Exerzitienleiter, erleben konnten. "Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen". Dieses Wort aus dem Matthäus-Evangelium (4,19) scheint sich an PaterTheo in besonderer Weise verwirklicht zu haben. Denn in derTat: erverstand es wie seiten jemand, die verschiedensten Typen von Zeitgenossen für die Idee Christi zu begeistern. Darunter auch solche, von denen man dies am wenigsten erwartet hätte. Insofern erlitt die Kirche in unserem Land, die Gemeinschaft des Deutschen Ordens, die Pfarre St. Leonhard i.P., nicht minder aber auch die Ortskirche von Bozen-Brixen, durch P.Theos frühen Tod einen herben Schlag. Viele fühlen sich dadurch vereinsamt und verunsichert, nicht wenige empfinden seinen Abgang als argen persönlichen Verlust, ein guter Freund, eine charismatische Integrationsfigur ist nicht mehr. P.Theo, der sich, wie oben angesprochen, über eine vertiefte spirituelle Beschäftigung mit den verschiedensten Ausdrucksformen menschlichen Geistes hinaus auch an den schönen Dingen des alltäglichen Lebens sehr freute, zumal er auch daraus nicht zu unterschätzende Kräfte schöpfte, und der im Einklang damit all das, was uns das irdische Leben bietet - ein erlesenes Gläschen Wein, ein gutes Essen, einen schönen Ausflug, eine frohe Gemeinschaft unter Gleichgesinnten - sehr zu schätzen wusste, war sich der außergewöhnlichen Würde eines jeden Lebensweges immer und ausnahmslos bewusst. Dieses Bewusstsein zog sich nicht nurwie ein roter Faden durch alle seine liturgischen Handlungen, Predigten und außerkirchlichen Auftritte, sondern ist auch in vielen Gästebüchern von Familien unseres Landes, bei denen er zu Gast war, anhand seiner sinnigen Eintragungen festzustellen. Für sein Verständnis ist damit untrennbar verbunden, dass der Mensch diesen seinen Lebensweg auch

dann in Würde geht, wenn sich dieser dem Ende zuneigt. Er selbst hat diesbezüglich eindrucksvoll vorgelebt, was es heißt, den eigenen Lebensweg würdig (zu Ende) zu gehen, auch und vornehmlich dann, als er um die Chancenlosigkeit seines Zustandes bereits genauestens Bescheid wusste und seine Krankheit bereits so weit fortgesch ritten wa r, dass er die Anzahl seiner irdischen Tage nahezu an einer Hand abzählen konnte. Dennoch saß er in seinen letzten Lebenswochen öfters in einem windgeschützten Plätzchen im Garten des von ihm mustergültig restaurierten Pfarrhauses von St. Leonhard, das er manchmal, wenn ihm das Herz voll wurde und darum der Mund überlief, als das schönste Haus von St. Leonhard bezeichnete, und blickte, wie auch in früheren, gesunden Tagen, taIauswärts. Und freute sich an der blühenden Umgebung, am Vogelgezwitscher, und an jedem Freund, der ihn besuchte. Als er dann ahnte, in die Zielgerade gekommen zu sein und dass sein Lebensweg zu Ende ging, setzte er zur großen Verabschiedung an. Weniger als zwei Wochen vor seinem Tod fuhr er nach Hause, um seine verstorbene Mutter zu begraben und um Abschied zu nehmen von seiner Heimat, die ihn geprägt hat. Weniger als eine Woche vor seinem Tod ließ er sich nach Innsbruck bringen, wo er studiert hatte, um sich auch hier zu verabschieden. Nur zwei Tage vor seinem Tod war es sein Wunsch, noch einmal Rom zu sehen, das er so sehr geliebt hat. Auch dieser Wunsch ging dank der Opferbereitschaft einiger treuer Begleitpersonen in Erfüllung, wenngleich aus dieser Rom-Fahrt praktisch nur eine Hin- und Rückreise wurde, ehe er einige Stunden nach seiner Rückkehr von dort die Augen schloss. Verabschiedung gehörte für Theo eben auch zum Selbstverständnis von der Würde des Lebensweges. Und er ging denselben ohne die geringste innere Schwankung bis zum letzten Augenblick voll Würde! Seitdem 2.juli dieses jahres liegt P.Theo Neuking, wie er das gewünscht hatte, im Pfarrfriedhofvon St. Leonhard i.P.Sein Grab befindet sich an der Innenseite der südlichen Friedhofsmauer, genau an der Stelle, wo sich der Stiegenabgang ins Pfarrhaus, in dem er sich so wohl gefühlt hatte, mit dem Seiteneingang in die Pfarrkirche, in der er so uneigennützig tätig gewesen ist, kreuzen.

(Veröffentlicht in den "Dolomiten" vom 13.114.7.2002, Seite 11)


3 PasseirerBlatt-NR.

Im Gedenken an Pater Theo! In Windeseile verbreitete sich am letzten [u niwochenende die traurige Nachricht vom Tod unseres geliebten und geschätzten Pfarrers PaterTheo. Kein Ereignis des Sommers hat uns wohl mehr berührt, und so sind ihm, der sie selber oft geschrieben hat, die ersten Seiten dieser Sommerausgabe des Passeirer Blattes gewidmet. Beeindruckend war die Menge von Geistlichen, von Freunden und Gläubigen, die ihn zur letzten Ruhe begleitet haben. Der Bürgermeister und der Präsident des Pfarrgemeinderates haben ihn bei der Begräbnisfeier im Vereinshaus von St. Leonhard feierlich verabschiedet, genauso beeindruckend war der Brief eines .Liertners", der an seinem Grab stand. Der ungekürzt abgedruckte Nachruf aus den Dolomiten von Dr. Parteli (Familiare des Deutschen Ordens) stellt den Werdegang und die Spiritualität unseres P. Theo in den Vordergrund. Der Präsident des Pfarrgemeinderates hat in seiner Abschiedsrede über Pater Theos Vorliebe zum Kochen gesprochen. Ich möchte über einen weiteren Ausgangspunkt versuchen, Pater Theo aus der ganzheitlichen Sicht vorzustellen. Als einen der imstande war, das Leben mit allen Sinnen wahrzunehmen und daraufzu reagieren. Anfangs August vor sieben jahren kam er zu uns: PaterTheo. Wir kannten ihn nur vom Hörensagen. Er kam zu einer Zeit der Unruhe und er musste sich in seiner neuen Heimat im Pfarrhaus erst einmal zurechtfinden. jede Schublade war neu, musste auf Inhalt und Brauchbarkeit hin überprüft werden. Alle wollten ihn sehen und jeder, der ihm begegnete, wollte ihm seine Position darlegen und Zustimmung finden. Und er? Erscheute die Begegnungen nicht, stellte sich ihnen und fand wohl die richtigen "Zutaten". Wir haben uns recht schnell an unseren neuen Pfarrer und an sein Bild gelebter Kirche gewöhnt und er hat uns immer wieder zum Staunen gebracht. Seine Wortgewandtheit bei den Predigten, die vielen großen und kleinen Ministranten, sein Gefühl, die Messfeiern würdig zu gestalten, seine Stimmgewalt, sein begeistertes Mitsingen, sein kulturelles Interesse und sein scharferVerstand haben ihn ausgezeichnet. So gab es für uns Kirchengänger immer wieder neue Gesichter im Altarraum, Priester, Prediger, Kantoren ... Menschen, die er für sich als wertvoll betrachtete und sie auch uns nahe brachte, immerwieder.

Pater Theo, der Menschenfischer, der es geschafft hat, in vielen Menschen, denen er begegnet ist, Fähigkeiten nicht nur wachzurufen, sondern sie auch für seine Idee einzusetzen. Seine Begeisterungsfähigkeit soll hier nicht unerwähnt bleiben: Die Welt lebt von Menschen, die mehr tun, als sie müssen, hat eine seiner großen Wegbegleiterinnen gesagt und er hat für die Welt gelebt. PaterTheo, der Kunstliebhaber: Erwar immerwieder bereit, uns an seinem großen Kunstverständnis teilhaben zu lassen, sei es bei Pfarrausstellungen anlässlich des Patroziniums oder bei Wallfahrten oder bei einem Konzert, ... Ein gutes Buch und die Musik vom Choral über die Klassik bis zum Volkliedgut bereiteten ihm gleichermaßen Freude wie ein gutes Essen (wohl auch eine Kunst).

3S, SEPTEMBER

2002

Pater Theo, der Pfarrer, der sein Pfarrhaus fürviele Begegnungen öffnete, dessen tiefgründiger Glaube immer spürbar war, der uns das Kirchenjahr intensiverleben ließ, der uns immer wieder "Leckerbissen" bot, der noch einige Vorhaben mit uns als Pfarrgemeinde angeplant hat. PaterTheo, der seine Schäflein mit ihren Fähigkeiten und Schwächen kannte und sie so anzunehmen wusste, derfür alle Menschen mit Problemen ein offenes Ohr hatte und sich Zeit nahm, auch noch zu der Zeit, in der er den Kampf gegen seine Krankheit schon aufgeben musste, ... Pater Theo, der Freund, der er für viele geworden ist. Wir danken für die Zeit, die wir ihn haben durften .• sj

Was wollte uns aber PaterTheo damit sagen? Ich habe den Text dieses Liedesgesucht und (- Sur le Pont d'Avignon) festgestellt, dass nicht der Text der Grund sein kann, warum PaterTheo in seiner Predigt die Brücke erwähnt hat. Ich habe lange nachIch war zwar nicht immer in der Kirche, wenn gedacht und bin mir heute fast sicher, dass Pater Theo gepredigt hat, aber jede seiner er den schweren Weg, den er seit Ausbruch Predigt, die ich gehört habe, hat mich beeinseiner Krankheit gehen musste, wohl mit druckt und zum Nachdenken gebracht! dieser bekannten Brücke vergleichen wollte. Soauch die Predigt bei der Christmette 2001, Er hat mit der ganzen Kraft versucht, diesen in der Kirche von St, Leonhard. PaterTheo Weg über die Brücke zu gehen, hat gebetet begann ungefähr mit diesen Worten: " ... ich und gekämpft und nie aufgeben wollen. Wie habe nicht geglaubt, wenn mir meine Diagnose gestellt wurde, dass ich heute noch diese soll man aber das andere Ufer erreichen, wenn kein Endein Sicht ist und wenn die BrüChristmette hier feiern kann!..." cke, die einst als längste und schönste Brücke Was ist wohl damals in seinem Kopfvorgegalt, entzwei gebrochen ist? gangen?Ob er schon geahnt hatte, dass er Lieber Pater Theo, erlaube mir den Vergleich nicht mehr lange bei uns sein würde? - genau wie diese Brücke einst, so standest du Ich zitiere einen zweiten Satz aus dieser noch vor kurzer Zeit vor uns: gesund, stark, obgenannten Predigt: "Wer kennt nicht das bekannte Lied" Sur le Pont d'Avignon"? Man aufrecht und überzeugend. Mit lauter Stimme muss wissen, dass diese Brücke 1187über die hast du bestimmt so manchen Kirchgänger - oder auch nicht - zum Nachdenken und ÜberRhoneerrichtet wurde und 1665nach einem legen gebracht. Wie vielen Leuten hast du heftigen Hochwasser blieben nur noch drei Bögen, mit der kleinen romantisch gotischen geholfen, ihnen Mut zugesprochen, in ihrer Brückenkapelle, stehen. Der Legendenach Krankheit, Verzweiflung oder Trauer! baute ein Schafhirte namens Benezet auf Du bist nicht mehr bei uns - Gott hat es so gewollt. jeder, der dich kannte, wird dich Gottes Geheiß diese Brücke, deshalb wird sie auch "Pont St, Benezet" genannt! Siewar vermissen. einst die schönste und längste Brücke des Was uns aber bleibt, sind Erinnerungen und Mittelalters, heute steht sie da, zerstört und dein Grab auf unserem Friedhof. gebrochen. Keiner hat sieje wieder aufgebaut, obwohl sie das Wahrzeichen von Avignon ist..." Heidi Schiefer

Erinnerungen

an PaterTheo


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5 PasseirerBlatt-NR.

35,

SEPTEMBER 2002

Für Pater Theo

Untn hosche nor an groaßn Tisch augstellt, an guatn "Weißn" olm schun hergerichtet ghobt, hosch ba dir jo a lebendige Gemeinde geweIltund mit an guatn Essn oft .yerqett's Gott" gsogt.

Gonz plötzlich und still bische kemmen gonz schnell und still bische gongen. Hot dr Herrgott grod di ins gimiat nemmen? Wos solln mir iatz onfongen?

DieSchüler hobn di a richtig verehrt, worsch du a streng und genau mit deiner Autorität hosch sou monchn bekehrt, hosch ghobt a guat's Wort für jedn drau.

Insre Kirche hosche fesch tl ich hergerichtet, hosch Weirauch - an Haufn spendiert. Bin Oltor ovoure af viele Leit nie verzichtet und mit ins sigor s'lateinische "Credo" probiert.

Deine Ministrontn hosche a mit strenger Hond gführt, de hobn sich bold zi benemmen gewissthosch imile drfür oft für Herz und Mogn spendiert und de schianen Fohrtn noch Rom sicher kuaner vergisst-

Die Feschttoge sein richtig feierlich gewortn, die Vespern mit gsungenen Psolmen augeblüht und Bluamen, Kerzen und KranzIer an olle Ortn drfür dir a groaßer Donk gebührt.

Mit deinem tiefn Glabn und mit deiner lebendigen Frömmigkeit, do hosch di als Vorbild in viele Herzn innengsetzt, hosch jede kirchliche Aktivität ongenommen mit Freid und a guats Gspräch - a am oll a Hetz - olm gschätzt-

Deine Worte sein aus tiefschtn Herzn kemmen deine Stimme bis zr Brüh auchn geklungen, hosch jedn, sou wia er isch, derrichtet onzinemmen, und vor Freid bis zin Widn ochn oft gsungen.

Und iatz - afamoll olls aus und vorbei? Na! Mir orbitn weiter - dr Kooperator sowieso ohne Ruah hosch's insjoa vorgelebt mit Freidund vin Himml oar lochsch du ins zua!

von einer Religionslehrerin

AUS

DEN

GEMEINDESTUBEN 17. September, 15. Oktober, 19. November, 17. Dezember

Termine des Energieberaters Berthold Prünster: Gemeinde St. Martin Jeden dritten Mittwoch im Monat von 810 Uhr in der Gemeinde 18. September, 16. Oktober, 20 November, 18. Dezember Gemeinde St. Leonhard Jeden dritten Dienstag im Monatvon Uhr in der Gemeinde

8-10

Dort werden all Ihre Fragen zum Thema Bau- und Energieeinsparung beantwortet, z.B. Dämmung, Wärmebrücken, Schimmelbildung, Solaranlage zum Heizen, Regenwassernutzung, natürliches Bauen, Lüftungswärmerückgewinnung; das Holzhaus, seine Vorteile und Nachteile, Auswahl der Materialien, Beiträge, Wirtschaftlichkeit der einzelnen Investitionen, Kostenvermeidung, ....

Rosmarie Pamer

Götseh Konfektion

St. Martin in Passeier beim Rathaus

Tel. 0473 64 16 72

ENERGIE

PASSEIER

2002

Messe und Tagung zum Thema Energie rund ums Haus Die Energiemesse wird zum fünften Mal veranstaltet und findet heuer vom 11.-13. Oktober in der neuen Sporthalle in St. Martin statt. Dortsollen alle Südtiroler Bauwilligen, Interessierten und in dieser Branche Tätigen Informationen überverschiedene Bauarten und Bausysteme zur Energieeinsparung bekommen.

Trachten- und Lederhosen, Hemden~ Hosen,

Pullover, Jeans~ Unterwäsche

und Lodenhüte

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6

zum Thema Energie rund ums Haus

FREITAG

SAMSTAG SONNTAG

St. Martin in Passeier in der neuen Sporthalle

>

Da in Südtirol nun Wärmedämmung etwas mehr in den Vordergrund gestellt wird. was unsere Nachbarländer schon seit ca. 12-15Jahren fördern. wird die Messe auch diesen Sektor hervorheben. Ausstellerwerden aus allen Branchen erwartet. z.B. Dämmungen verschiedenster Art. Solaranlagen fü r Warmwasser. aber auch zum Mitheizen. Holzheizungen von der Ganzhausheizung bis zur Pelletanlage. Wand- und Bodenheizungen. Regenwasseranlagen für Garten und klospülung, natürliche Materialien wie Farben. Lehmputze und Holz. Standardfenster bis zum Passivhausfenster. Gasbrennwerttechnik. Lüftungswärmerückgewinnung. kleine Wasserkraftwerke. Holzhäuser aus Holzbausteinen. Fertigteilen und Vollholzhäuser. Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung • .... Weiters wird sehrviel an Information angeboten. Direkt bei der Messe stehen Ihnen Energieberater und Baubiologen für Kurzberatungen zurVerfügung und auch das Amt für Energieeinsparung wird Ihnen über Beiträge und Ansuchen Auskunft geben.

Holzhaus in Endbauphase. Vorarlberg. Errechneter Energieuerbrauch 3-4m3 Holz. Solaranlage am Dach und senkrecht auf dem Geräteschuppen.

Reihenhaus. 3 Familien. Vorarlberg. Energieuerbrauch pro Jahr ca. 150 Euro/Familie. Preis pro Wohneinheit 175.000 ¤. ohne Grund- und Infrastruktur.

Freitag und Samstag werden zu verschiedenen Themen stündlich Vorträge angeboten. für die anerkannte Referenten gewonnen werden konnten. Dabei können Sie auch Ihre speziellen Fragen stellen und darüber diskutieren. Fürjeden. der noch mehr Informationen will. wird eine Fachtagung angeboten. gedacht für Planer. Interessierte und Hausbauer. die wissen wollen. was bei Planung und Bau ihres Hauses genau passiert und wie viele verschiedene Möglichkeiten es gibt. Energie einzusparen. Für diese Fachtagung konnten vier Referenten aus Österreich und Deutschland verpflichtet werden. die für energiesparendes Bauen im Standardpreis stehen: Dipl.lng. PeterXaver. Energiebeauftragter vom Land Vorarlberg und Staatspreisträger. wird Häuservorstellen. die bis zu 100% mit der Sonne beheizt sind. Er verwendet einfache. für den Bauherrn

verständliche Systeme und sein nächstes Ziel ist es solche Häuserfür jedermann bezahlbar zu machen. Franz Freundorfervom Entwicklungsbüro Innovationszentrum Fensterbau. wird über das Thema" Das Fenster ..... vom größten Wärmeloch bis zur passiven Solarenergienutzung" referieren. Da heute bei Gebäuden mit guter Dämmung das Fenster energetisch gesehen der schlechteste Teil des Hauses ist. sollte man hieraufein besonderes Augenmerk werfen. Dipl.lng. Wolfgang Holzleitnerwird den Tagungsteilnehmern praxisnah erzählen. wie es sich in einem Gebäude lebt. das zu 100 % mit der Sonne beheizt wird. Er lebt mit seiner Familie seit 1997 in so einem Haus und wird überdieTechnik und die Aufzeichnungen der Messdaten im Gebäude keine Antwort schuldig bleiben. Weiters konnte noch ein in Südtirol schon bekannter Referent gewonnen werden. der erst vor kurzem ein dreistöckiges Hotel auf der Seiser Alm in seinem Holzhaussystem baute. Gemeint ist Ing. Erwin Thema, Förster und Buchautor, (... dich sah ich wachsen- über das uralte und neue Leben mit Holz. Wald und Mond und ...und du begleitest mich -wie Bäume und Hölzer dem Menschen nützen) wird über den Umgang mit Holz. die Schlägerung nach Mondphasen und übersein "Holz ioo't-Holzhaussystern berichten. Für drei Tage wird die Messe im Bereich Energieeinsparung alles nur mögliche bieten. Für Interessierte und Leute. die in nächster Zeit einen Neubau oder Umbau planen. ist der Besuch dieser Veranstaltung ein Muss. Besuchen Sie die Veranstaltung wenn möglich schon am Freitag. dann können Sie sich mit den einzelnen Ausstellern noch ruhig unterhalten. Bei der Messe werden sich nämlich 40-50 Aussteller beteiligen und man erwartet ca. 5000 Besucher.

Berthold Prünster


7 PasseirerBlatt-NR.

Untertunnelung beim Quellenhof in St. Martin DerVerkehr auf der Passeirer Straße hat in den letzten jahren stark zugenommen. Aus diesem Grunde und auf Grund der dadurch entstandenen Gefahrfürdie Gäste, hat die QuellenhofGmbH versucht, die Situation durch den Bau eines Tunnels zu entschärfen. Nach vielen Gesprächen mit der Landesstraßenverwaltung hat diese sich bereiterklärt, dieses Vorhaben

selbst auszuführen. Trotzdem hat es jahre gedauert, bis das Projekt in all seinen Einzelheiten feststand und die Genehmigung durch alle Distanzen vorlag. Nun liegen alle Gutachten vor und derTunnel kann gebaut werden, wobei er ungefähr der heutigen Straßentrasse folgt, die Kurven aber abgeschwächt werden. Laut Zeitplan wird mit den Bauarbeiten im Oktober 2002 begonnen. Zuerst wird unterhalb der heutigen Straße zum Golfplatz hin eine Behelfsstraße errichtet, welche 6 m breit und etwa 300 Meter lang sein wird. Damit wird garantiert, dass während des Baues des Tunnels der Verkehr nicht behindert wird und dass

35, SEPTEMBER 2002

es auch zu keinen Wartezeiten kommt. Nach Allerheiligen soll der Verkehr auf diese Behelfsstraße umgeleitet werden. Anschließend starten die Bauarbeiten für den eigentlichen Tunnel. Dieser wird nicht etwa gebohrt, sondern ausgehoben, eingeschachtet, betoniert und wieder zugedeckt. Erweist eine Länge von 217 Metern auf, eine Fahrbahnbreite von 7 Metern plus Notgehsteig und eine Höhe von 5,10 Metern. DerTunnel wird ständig künstlich beleuchtet, womit sichergestellt ist, dass einfahrende Autos nicht ins Dunkel fahren und bei der Ausfahrt geblendet werden. Für die Fußgänger bleibt auch nach Fertigstellung des Tunnels der Durchgang an der Oberfläche garantiert. Bereits im Februar 2003 soll derTunnel für den Verkehrfreigegeben werden. In der Folge werden noch die Restarbeiten an der Oberfläche ausgeführt und für Ostern 2003 und damit für die erste Hauptreisezeit im Frühjahr ist der endgültige Abschluss der Arbeiten vorgesehen. Wie schon eingangs erklärt, ist derTräger dieses Bauvorhabens die Quellenhof GmbH, welche auch für die gesamte Finanzieru ng des Projektes sorgt und sich um die reibungslose Abwicklung bemühen wird. Heinrich Dorfer

GEMEINDE

ST. MARTIN

Geförderter Wohnbau Erweiterungszone Kalm

Bearbeitete Bilder aus dem Werbeprospekt der Quellenhof GmbH

Der Bürgermeister der Gemeinde St. Martin gibt bekannt, dass alle Interessierten (die im Besitz derVoraussetzungen sind: u.a. Wohnsitz oder Arbeitsplatz in St. Martin) innerhalb 04. Oktober um die Zuweisung einer Fläche für den geförderten Wohnbau in der Erweiterungszone "Kalm" (Trifterweg) ansuchen können. Die Ansuchen müssen auf einem eigenen Formblatt, das im Bauamt der Gemeinde St. Martin erhältlich ist, abgefasst werden. jede/r Interessierte muss neu ansuchen, da frü her vorgelegte Ansuchen bei dieser Rangordnung nicht mehr berücksichtigt werden können! Nähere Auskünfte erteilt der Bürgermeister. Hermann Pirpamer


8

DIE NEUE

HANDWERKERZONE

IN MOOS

Ein Meilenstein für die Wirtschaft im Hinterpasseier Ungefähr ein jahr ist vergangen seit die letzte freie Grundparzelle in der neuen Handwerkerzone einem einheimischen Betrieb zugewiesen wurde. Insgesamt acht Betriebe: Beton Passeier, Christian Gufler, Martin Ennemoser, Norbert Ennemoser, Mietwagen Gufler, Stefan Öttl, De.Co Bau und Roland Gufler haben dort eine neue Betriebsstätte gefunden. Inzwischen sind auch die von der Firma josef Pföstl aus Schenna ausgeführten Erschließu ngsarbeiten so gut wie abgeschlossen und die Mehrzahl der Betriebe ist bereits dabei, ihre Betriebsgebäude zu errichten, bzw. haben sie Techniker beauftragt, Projekte dafü r zu erstellen. Diese Handwerksbetriebe haben nun ausreichend Platz, um Produktion, Kundenbetreuung und Logistik nach ihren Bedürfnissen auszurichten. Die Zeit, als Unternehmen nicht wussten, wo sie ihre Betriebsfahrzeuge unterbringen oder warten sollten, dürfte nun endgültig vorbei sein.

ST. MARTIN

Wildbachverbauung durch das Dorf jeder kennt die Straßensenke bei den "Plottn" auf der Dorfstrasse in St. Martin, wenige aber können sich an deren Funktion erinnern. Diese .Plcttn" dienten Wildbach arbeiten beim Malerweg - Rohre

uerlegen im Frühjahr und Herbst 2001

Für die gewerbliche Wirtschaft des Hinterpasseier ist damit ein neues dynam isches Zentrum geschaffen worden. Von hier aus sollen Impulse für die gesamte Wirtschaft des Gemeindegebietes ausgehen. Immerhin wird mit dieser neuen Handwerkerzone acht Betrieben die Möglichkeitgeboten, sich definitiv niederzulassen und knapp hundertArbeitsplätze werden damit langfristig abgesichert. Für Moos ist

es sehr wichtig, genügend Arbeitsplätze im eigenen Gemeindegebietzu haben. Eine weitere Aufwertung der Handwerkerzone wird auch der Bau des Busparkplatzes mit Gemeindebau- und Recyclinghof darstellen, der in unmittelbarer Nähe zur Handwerkerzone demnächst in Angriffgenommen werden soll.

ursprünglich als Bachbettfürdas Hiental, im Verzeieh nis fü r öffentliche Gewässer als Steinhausbach eingetragen. Auf beiden Seiten der Senke gab es Vorrichtungen, Bretter einzuschieben, damit das Wasser bei starken Regenfällen nicht in das Dorffließt. Mitdergroßen Bautätigkeit der letzten jahrzehnte hat man das Hiental im unteren Teil verbaut, den oberen Teil als Strasse genutzt und das Was-

ser über eine zu kleine Leitung abgeleitet. Dadurch entstanden bei jedem größeren Gewitter Probleme im Dorf. Die Feuerwehr musste jedes jah r öfters ausrücken, um Häuservor Überflutungen zu schür-

Gemeindeuerwaltung

Wildbacharbeiten

Moos

- Rohre

uerlegen beim Prantacherweg in St. Martin Frühjahr 2002


9 PasseirerBlatt-NR.

zen und Keller auszupumpen. Dorfstraße und Malerweg waren öfters nicht passierbar. Angesichts dieser wiederkehrenden Schwierigkeiten hat sich das Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung bereit erklärt, eine dauerhafte Lösung für den Steinhausbach zu finden. In den Wintermonaten 2001 und 2002 wurde auf der Stecke von Hien bis zur Prantachbrücke ein Betonrohr mit einem Durchmesservon 1000 mm verlegt, um das ganze Regenwasser aus dem Steinhausbach ableiten zu können. Die Arbeiten waren recht schwierig durchzufü hren, denn auf dieser Straße waren sämtliche Infrastrukturen verlegt worden, so Trinkwasser, Abwasser, Strom, Telefon, öffentliche Beleuchtung und Gasleitungen. Es musste die Dorf- und die Landesstraße überquert werden. Die Grabungsarbeiten für den neuen Kanal mussten sehr vorsichtig erfolgen, um angrenzende Gebäude nicht zu beschädigen. Nach Abschluss der Arbeiten im heurigem Frühjahr kann man sagen, dass die Techniker und Arbeitervom Amt für Wildbachverbauung mit viel Geduld und Erfahrung das Problem Hiental bestmöglichstgelöst und die Arbeiten ausgezeichnetdurchgeführt haben. Die Gemeindeverwaltung bedankt sich auf diesem Wege bei allen, die an diesem Projekt mitgewirkt haben. Ein besonderer Dank gilt dem Bauleiter Dr. Mauro Spagnolo; ein Dank auch der Landesverwaltung für die Finanzierung; ein Dank auch den Anrainern für ihr Verständnis während der Bauphase.

Hermann Pirpamer

Südtirols Almen im Wandel

35,

2002

Schneegleitphänomene und Erosionen sind in diesem Fall selten.

Extensive Weidennutzung:

Vorteile der Weidenwirtschaft sind hohe Landschafts- und Artenvielfalt. "Viehganglen" verhindern ein Abrutschen der Schneedecke und verringern die Bildung von Erosionsanrissen.

Im Rahmen des EU - Forschungsprojektes auf den Waltner Mahdern bemühte man sich auffolgende Fragen eine Antwort zu finden: 1. Wie wirken sich Bewirtschaftungsveränderungen aufdieVegetation und Wiederbewaldung aus? 2. Welche Rückkoppelung ist für die Wildbach- und Erosionsdynamik zu erwarten? 3. Wirken sich Bewirtschaftungsveränderungen auf das Entstehen von Gletscherlawinen aus? 4. Welche Folgen ergeben sich für den Wasserhaushalt? Die Ergebnisse, in kurzer Form zusammengefasst:

Intensive Mahdnutzung in Hochlagen mit ein bis zwei Schnitten, Düngung und maschineller Bewirtschaftung bringt dem Bauern ohne Zweifel Vorteile, schädigt auf lange Sicht jedoch die Durchwurzelung des Bodens und verschuldet das Verschwinden zahlreicher Arten von Gräsern, Blumen und Kräutern. Erschließungswege brechen die geschlossene Bodendecke an, so dass sich der Oberflächenabfluss und der Bodenabtrag erhöhen.

Extensive Wiesennutzung

Auflassung der Bewirtschaftung:

Durch die Untersuchungen zeigt sich eines ganz klar: Die beste Bewirtschaftungsvariante auf hochgelegenen Wiesen ist kaum Düngung und ein Schnitt pro jahr; was die Pflanzenvielfalt fördert, das Heu schmackhafter und medizinisch wirksamer macht und nebenbei einen optimalen Lebensrau m für zahlreiche Insekten bietet.

Wiederbewaldung

Die Wiederbewaldung von Flächen verbessert vor allem den Gebietswasserhaushalt, da der Baumbestand einen abgefederten Abfluss des Wassers garantiert und somit die Gewalt der Wildbäche dämpft.

Intensive Wiesennutzung:

Das unüberlegte Brachlegen von Flächen ist aus ökologischer Sicht die ungünstigste Nutzungsform.Artenund Lebensraumvielfalt nehmen anfangs zwar deutlich zu,jedoch profitieren im Laufe der Zeit vor allem Zwergstrauchbestände von den neuen Bedingungen. Vereinzelt kommen Bäume auf,jedoch vergehen bis zum dichten Wald, meistens jahrzehnte wenn nicht jahrhunderte. Während dieses Zeitraums nimmt die Gefahrvon Erosionen und Lawinen zu, auch für die im Tal liegenden Ortschaften steigt das Risiko um ein Vielfaches. Detailliertere

Ergebnisse im Buch:

AfSch/ot oubn A schiener Herbischtbam in Geignliecht a Kamin, der ganz gemietlich riecht an altr Stodl, der steaht teiflisch schelch und dr Wermt do ba die Knottn zuachn, isch a schun welch. Die Natur schlieft fürn Wintr zomm obwoul dr Schnea, hebb do nia lang kommin recht fein, es gonze johr spaziern mit Hund und Poppnwogn promeniern und wenn se die Sunninstrohln, nar hintm Gompn entn duckn keahrt min hOlt zua, bleibb ba dr .Kuch! Threse" nou a pißI huckn. Bacher Hansjörg

SEPTEMBER

Erhältlich bei: Papier Prop,

St. Leonhard.


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DAS BESONDERE

BILD

Zum Jahr der Berge: Die Passeirer Schmuggler gehören zum Berge wie Schnee und Eis. jahrhundertlang verkörperten sie Abenteuerlust, Kühnheit und Überlebenswillen im Herzen der Alpenwelt.

AUS VERGANGENEN

ZEITEN

Im Gedenken an Forcher Aloisia Tante Luise Geboren wurde sie am 08.03.1910 in Partschins als drittes von sechs Kindern. Ihr Vater johann verdiente sich das Geld als Metzgerund Landwirt. Ihre Mutterverstarb bereits 1930, als Luise gerade mal zwanzigjahre alt war, an einer harmlosen Blinddarmoperation und so hieß es für die siebenköpfige Familie fest zusammenzuhalten.

Luise schloss in Partschins die 8jährige Pflichtschule ab und arbeitete anschließend bei sich zu Hause. Nebenbei verdiente sie ein wenig Geld beim Kronhof in Partschins als Telefonistin. Von 1930-31 besuchte sie heimlich die Ausbildung zur Katakombenlehrerin im Marieninternat in Bozen und unterrichtete anschließend bis 1935 in verschiedenen Geheimschulen. Sie zählte zu einer der ca. 150 ausgebildeten Katakombenlehrerinnen Südtirols. Nach ihrer Anstellu ng als Lehrerin begann Luise eine regelrechte Laufbahn als Kellnerin. Sie wechselte von einem Gasthaus ins andere und landete schließlich beim Gasthaus Mooserwirt in Moos, wo ihre Schwester Susanne verheiratet und nun im zweiten Wochenbett lag. Susannes Mann war zum Kriegsdienst bestellt worden, also hieß es für Luise kräftig Hand anlegen. In Moos blieb sie dann seit diesem Ereignis .Jiuckn'' Im Optionsjahr1939 wollte sie mit ihrer Schwester und deren Familie .Jiinaus't-optieren, wurde jedoch durch das Eintreten eines neuen Faschistengesetzes und den Kriegsausbruch daran gehindert. Nach Kriegsende wandte sich Luise an den zuständigen Schulbezirksleiter Mali in Bozen, da sie wieder unterrichten wollte. Sie bekam aufgrund ihrer Unterrichtserfahrungen sofort eine Anstellung und begann somit ihre 29jährige Unterrichtszeit (von 1946-1975). Die ersten fünf

jahre blieb Luise in Moos. Dann folgten die Fraktionen Rabenstein (sie musste den Weg meistens zu Fuß bewältigen) und schließlich Stuls. Zwischendurch besuchte sie immer wieder Fortbildungskurse und schaffte 1970 auch die Stammrollenprüfung. Mit 65 jahren ging sie schließlich in Pension. Seitdem wohnte sie bei ihrer Nichte johanna und unterstützte diese im Haushalt und bei der Kinderbetreuung. Mit großer Liebe und Sorgfalt pflegte sie den Gemüsegarten. Am Herzen lagen ihr auch die Hühner. Die Sommerferien verbrachte sie viele jahre in der Seeber Alm mit ihren Großnichten und Neffen. Durch ihre Leutseligkeit wurde sie von den meisten Dorfbewohnern und Bekannten Tant'Luise gerufen. Sie erfreute sich bis ins hohe Alter recht guter Gesundheit, musste jedoch in den letzten jahren von ihrer Nichte gepflegt werden. Das letzte Lebensjahrverbrachte sie im Altersheim von St. Leonhard, wo sie am 20. Dezember im 92. Lebensjahrverstarb.

Die Großnichten Brunhilde Brunner und}udith Raich

Kleinanzeiger Gelbe Schlafcouch günstig abzugeben, Tel.347/62 86 802


11 PasseirerBlatt-NR.

2002

zu sein und man hofft vom neuen Pächter das Allerbeste .... Herr Götsch wird also in der Erkenntnis, dass kein zweites Gasthaus in Tirol existiert, das vom In- und Ausland mit mehr Ehrfurcht betrachtet wird, wie das Sandwirtshaus, selbes würdig führen und sich dadurch die Sympathie nicht nur aller Besucher, sondern auch die Anerkennung sehr hoher Kreise erwerben. Die Hoferrelikte sollen im Sandwirtshause verbleiben." Die "Meraner Zeitung" wusste zu berichten, dass "die Witwe Tschöll, welche über zehn jahre Gasthaus und Hof mit fremden Leuten geführt hatte, und dabei manchen Schicksalsschlag hinnehmen mußte, sich mit ihrem Pachtherrn, dem Tiroler Adelsmatrikel in Innsbruck, darauf geeinigt hatte zurückzutreten, und sie wird in Zukunft Bad Sand in Platt, das ihr Eigentum ist, führen."

S100r dr Berge DiEssener-Hitte untm opm Frwall isch 46 ogibrunnin Obr - s opre Frwall isch olm nou und wous isch wertsblaibn. DiHittnwirtslait sain aa giwesn DiLait sie kemmin und gian. Laidr Berg blaib wourisch ihn bliant aniadr Summr. Sellepöign isch s Joor drBerge mitn huirign Joor nitummr.

"Meraner Zeitung" vom

Anna Lanthaler

Passeier vor 100 Jahren Interessante und kuriose Zeitungsnotizen aus dem Passeiertal vor 100 Jahren. "Aufgelesen" und kommentiert von Gottfried Zagler

Entscheidung bezüglich Jaufenstraße gefallen In dem sich schon lange hinziehenden Streit über den Bau der jaufenstraße meldeten die .Jnnsbrucker Nachrichten", dass nun die Würfel zugunsten der Glaitner Variante gefallen seien. "Die Straßenbaukommission hat nun endgültig entschieden", hieß es darin, "daß die jaufenstraße gegen Glaiten und Walten hin, also Sonnenseite und nicht an der schattigen Karleggerlage, wie es von gewisser Seite gefordert worden war, ihre Richtung nehmen sollte. Nächsten Frühjahrwird diesseits und jenseits des jaufens an diesem imposanten Werk begonnen!" Die "Meraner Zeitung" gab diese Meldung kommentarlos weiter.

"Meraner Zeitung" vom

3S, SEPTEMBER

16. 11. 1902

St. Leonhard wird verschönert "Die Gemeindevorstehung, Anrainer und derVerschönerungsverein hier, der bis jetzt noch wenig geleistet hat, sind entschlossen, den schönsten Platz, die schönste Straße unseres Dorfes, die sogenannte Kohlstatt, von unten herauf

nächst dem Bräuhaus bis hinaufzur Dorfbrücke neu zu pflastern. Ausführen sollten diese Arbeiten italienische Arbeiter aus Italien, die auch die Pflastersteine herbeischaffen müssen. Die Gesamtkosten belaufen sich aufnoo Kronen."

"Meraner Zeitung" vom

14.12. 1902

Neuer Pächter für den Sand hof Der Name Andreas Hofer besaß vor 100 jahren vor allem in Tirol, aber auch in Deutsch-Österreich und Deutschland einen enormen Bekanntheitsgrad. Hofer, Sandwi rtsha us und Passeier wa ren Begriffe, denen man großen Respekt zollte, und es nimmt daher nicht wunder, dass die Presse allen Ereignissen, die mit diesen Namen in Verbindung standen, stets große Aufmerksamkeit zuteil werden ließ. So war ein Pächterwechsel im Sandwirtshoffür viele österreichische und "reichsdeutsche" Zeitungen allemal eine Notiz wert. Die .Jnnsbrucker Nachrichten" berichten: "Vor einigen Tagen wurde das altehrwürdige und historisch berühmte Gastwirtshaus und Anwesen zum Sand in Passeier, einem neuen Pächter in der Person des vorteilhaft bekannten Anton Götsch von Meran, dessen Vorfahren sich an der Seite Andreas Hofers im jahre 1809 tapfer hervorgehoben haben, weiter verpachtet. Die bisherige Pächterin Witwe Tschöll schien, obgleich sie sonst sehr kampffähiger und tapferer Natur ist, dem großen Anwesen nicht gewachsen

22.

und

23.11.1902

Lebensmüderwill sich im Sandhof erschießen Schon immer suchten Lebensmüde prominente Orte auf, um dort aus dem Leben zu scheiden. Auch der Sandhof bliebt von solchen Ereignissen nicht verschont. Die .Jnnsbrucker Nachrichten" wussten zu berichten: "Am 7. Dezember wurde im Geburtshaus Andrä Hofers ein Mann in dem Moment verhaftet, als er sich erschießen wollte. Er hatte zwei Briefe geschrieben, worin erdies kundgibt und behauptet es auch der Gendarmerie gegenüber. In seinem Besitz fanden sich ein geladener Revolver und 15 Stück Patronen, sowie einige Heller Bargeld. Er gibt an, Petzow zu heißen und Privatbeamter in Wien zu sein."

"Meraner Zeitung" vom

1412.1902

Neues von der Essener Hütte im Seewertal- verschiedene Besteigungen "Die Essenerhütte hat letzte Woche ein Dach erhalten. Am 15. August wurde der Hohe Firstvon der Hütte aus durch Herrn G. Ihßen aus Hannover in Begleitung einiger Herren der akademischen Sektion Leipzig über den Westgrat in 14 Stunden erstiegen. Am 23. August gelang es dem Herrn Professor Arnold aus Hannover und Direktor Baum aus Essen, einen neuen, kürzeren Weg zu finden, welcher über den Ostgrat fü hrt. Nach Vollendung eines Wegbaues auf dieser Route wird im nächsten Sommer der Hohe First, ein Aussichtspunkt ersten Ranges, für Geübte in 4-5 Stunden von der Hütte aus erreichbar sein. Vorläufig sind alle Anstiege von der Essener Hütte aus sehr schwer."

"Meraner Zeitung" vom

12. 9.1902

>


12

> Tod des Postmullis

Aus dem Hinterpasseier berichtet der Korrespondent der Meraner Zeitung: "Gestern Nachmittag passierte unserem wackeren Postbriefträger Alois Pflug das Unglück, daß sein Mulli, den er zur Beförderung der Paketpost und als Quelle von Nebeneinnahmen immer mit sich führte, auf dem Wege von Rabenstein nach Moos an einer gefährlichen Stelle stürzte und bis zum Talbache hinauskollerte. Wer den Weg außerhalb des Gasthauses am See, bei den sog. Seemuren kennt, wird das begreiflich finden, daß der Poster den Esel nicht mehr lebend antraf. Für ihn bedeutet dieses Unglück gewiß einen großen Verlust ..." "Meraner Zeitung" vom 17.12. 1902

Das erste Automobil im Passeirertal - Unglück auf der Breitebnerstrasse Ab dem Jahre 1900 tauchten in Meran über den Brenner kommend immer häufiger Automobile auf. Diesen Automobilisten war jedes Mal ein Menschenauflauf gewiss. Esdauertejedoch einige Zeit, bis sich die mutigsten Pioniere auch in die Seitentäler hineintrauten. Der Grund dafür warwohl, dass sie mit den damals noch

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sehr reparaturanfälligen Gefährten immer befürchten mussten, stecken zu bleiben und Hilfe dort nicht zu erwarten stand. Dass das erste Auftauchen eines Automobils im Passeier eine große Aufregung im Tal verursachte, davon berichtet uns die "Meraner Zeitung": "Vor 2 Tagen kam das erste Automobil nach St. Leonhard. Es bildete das Tagesgespräch der Leute. Die älteren Leute sprechen sogar von einem Hexenwerk, was die jüngeren, die schon manches Moderne gesehen odervon demselben gelesen haben, in Abrede stellen. St. Martin passierte das Automobil mit zwei Insassen um 15.30 Uhr; von da bis zum Stroblwirt, wo kurzer Aufenthalt gemacht wurde, und wieder heraus brauchte das Gefährt 1 Stunde 15 Minuten - eine für ein Automobil wohl vorsichtig langsame Fahrt. Letzten Samstag fuhr der Frickwirt, [ohann Gufler, mit seinem Einspänner auf der neuen Platterstraße durch den Bruggerberg nach Breiteben. Er kam mit einem Ochsengespann in Kollision und sein Wagen wurde umgeworfen. Frick hatte sich ziemlich verletzt, so daß man ihn bis zum ersten Bauernhof, dem Kuntner, befördern mußte, wo er längere Zeit zu verbleiben gezwungen war." "Meraner Zeitung" vom 3.10.1902

Übers Wetter September: Schöne Tage und dazwischen immer wieden bis 2 Regentage wechselten einander ab. Anfang des Monats war es sehr warm, ab 25. in der Früh sehr kühl. Die Weintrauben und das Obst sind so schön wie schon lange nicht mehr. Oktober: Anfang Oktober eher kühl, ab 8. prachtvolles Herbstwetter. Ab 20. ist es trüb und

regnerisch. November: Anfangs trüb und regnerisch, in der Mitte des Monats sehr schön mit bis zu 10 Grad Wärme untertags. Am 18. gibt's den ersten

Schnee. Darauffolgt eine große Kälte in ganz Europa mit Spitzen von minus 21 Grad in Petersburg und minus 10 in Wien. Auch Ende November etwas Schnee. Dezember: Anfang des Monats trüb und auf den Bergen Schneegestöber. Vom 5. bis 9. Dezember ist es wieder schön mit angenehmen Temperaturen. Ab 19. wird es windig, das Wetter bleibt aber schön. Auch Ende Dezember ist es warm (bis 10 Grad untertags) "Meraner Zeitung" und "Burggräfler" vom September bis Ende Dezember 1902

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Führertag des Alpenvereins in Passeier "Kürzlich fand fü r sämtliche Führer des Passeier- und des Pfelderer-Tales in St. Leonhard ein Führertag statt. Der Führerreferent der AI penvereinssektion Meran, Herr Dr. Hans Prünster, war hiezu erschienen und es nahm dieser die Prüfung der Führerausrüstungsgegenstände, namentlich auch Belastungsproben, mit den Gletscherseilen vor. Einige sich zeigende Mängel werden in Bälde behoben sein. Die Durchsicht der Führerbücher ergab durchwegs gute und beste Zeugnisse. Leider ist der Besuch des Aufsichtsgebietes Passeier durch fremde Touristen noch lange nicht ein solcher, wie es sowohl das vortreffliche, zuverlässige Führermaterial, als auch die ideal schöne Umgebung verdienen. Doch auch hier ist merkliche Besserung zu verzeichnen, wozu die Weg- und Hüttenbauten der letzten jahre, sowie bessere Unterkunftsverhältnisse beigetragen haben. Die Stettiner Hütte am Eisjöchl, die Zwickauer Hütte am Planferner und die im Bau begriffene Essener Hütte im Seewertal, im Verein mit der Lodnerhütte sind geeignet, mit der Zeit einen wesentlichen Teil des durchs Ötztal über das Hochjoch kommenden Fremdenstromes abzulenken und dem Passeiertal zuzuführen ..." "Meraner Zeitung" vom 5.11.1902

In Pseier sogmen sou Liggilas Kumpare Schremme Rougais Tschoch Mosl Gschtottl Ingiraisch Schelfn Schnarfer

Nikolaus Anzahlung, vom ital. Caparra, Verletzung, Wunde vereisendes Bachbett Mühe Narbe, Wundmal Schatulle Innereien, Eingeweide Schalen Rucksack fü r jäger

Für die Mithilfe bei der Suche nach Passeirer Dialektwörtern möchte ich mich diesmal besonders bei Frau Brunner bedanken. Alle, die Lust haben mitzuhelfen, bitte ich, mir weiterhin Wörter zuzusenden oder persönlich in der Bibliothek St. Martin abzugeben. Adresse: 39010 St. Martin - Öffentliche Bibliothek Dorfstr. 6, Tel. 0473/6416 76

KULTUR

PasseirerBlatt-NR.

35,

SEPTEMBER

2002

& GESELLSCHAFT

Ein erster Vorbericht zur Kirchengrabung in der Pfarrkirche von St. Leonhard im Juli 2002 Fürden Einbau der Bodenheizung im Haupt- und Seitenschiff wurden am 17. juni die Kirchenbänke und der Bankspiegel entfernt, am za.juni die Bodenplatten herausgenommen. Dann trauerte St. Leonhard um den hochwürdigen Herrn Pfarrer, P.Theo Neuking OT.Auch ich war betroffen, kannte ich P.Theo doch seit der Grabung in Säben. Einige Tage später brachte der aufgerissene Kirchenboden alle wieder zur Besinnung. Unter dem Kommando des Mesners Franz wurde weiter abgetieft. Mit Zustimmung der Pfarrgemeinde unter Pr��sident Ulrich Königsrainer und Kooperator P.Benedikt OT konnten in zwei Wochen die Abtiefung beobachtet und die Befunde teilweise freigelegt und gezeichnet werden. Die Ergebnisse lassen sich grob zusammenfassen: drei ältere Böden angetroffen, die oberen im Westen und im Seitenschiff durch die Arbeit des Minibaggers bereits gestört, die Lage der Grüfte der Grafen Fuchs von jaufenburg und der Herren von Passeier ermittelt, die romanische Süd- und Westmauer dokumentiert, dazu einige Kleinfunde. Der Plattenboden des 19.Jahrhunderts Der Boden aus weißen- und schwarzen Marmorplatten stammt aus dem jahre 1846. Der damalige Pfarrer Michael Geiger sammelte mit viel Einsatz die dafür notwendigen 700 Gulden. Die Überlieferung erzählt, dass die Platten aus der Gegend von Sterzingvon den PasseirerWallfahrern auf dem Rücken nach St. Leonhard getragen worden sind. Diese Platten wurden sorgfältig herausgenommen. Sie sollen wieder verwendet werden, obwohl sie verschiedene Stärken aufweisen. Der Boden liegt direkt auf dem vorausgehenden älteren Boden. Vor dem Triumphbogen fanden wir eine ältere Stufe, daran anschließend große unförmige Steinplatten als Abdeckung des Treppenzugangs zur Gruft der Grafen Fuchs, die zur Gänze im Chorraum liegt. Die einst hier ruhende Grabplatte mit stark abgetretenem Wappen fand sich an derWestmauer knapp unter dem Boden. Die Platte ist 1846 bei Verlegung des neuen Bodens abgenommen und zum Niveauausgleich entlang der Westmauer verwendet worden. Die Erinnerung an die Lage der Gruft ging damit verloren, aber dass sie existierte,

wusste man. Um die Mitte des 19.jh. war die Existenz der Gruft für die Pfarrbevölkerung ohne Belang. Man hob einige Sargdeckel und füllte 3.5 m3 Bauschutt ein. Als man in den soer jahren die Stufe in den Chor von der früheren Stelle vor dem Triumphbogen hinterden Bogen verlegte, brach man durch das Gewölbe derGruft. Damals wurde auch der Barbaraaltar in der Südostecke des Schiffes abgetragen und die Altarplatte im Boden versenkt. Der barocke Schieferplattenboden Unmittelbarunterdem heutigen Boden kam ein Schieferplattenboden zum Vorschein. Die Platten zeigen eine Länge bis zu zwei Metern. Sie sind durchgehend polygonal verlegt, die Zwischenräume sorgfältig mit Kalk ausgegossen. Die unterschiedliche Stärke ist mit Erde ausgeglichen.ln dieserfanden sich vereinzelt menschliche Knochen und kleinste Freskenbruchstücke in Rosa und Gelb. Dieser

Pfarrkirche

Plattenboden,

St. Leonhard in Passeier. Der barocke der ursprünglich

Haupt- und Seitenschiff Treppenzugang

das ganze

bedeckte,

und der

zur Gruft der Grafen Fuchs.

(Plan mit Fehlern behaftet).

>


14

]

schließen, dass die Gruft ab 1534 nicht mehr als Grablege für die angesehenen Grafen Fuchs benutzt wurde und dass der Wappenstein, anlässlich eines Kirchenumbaues und der damit verbundenen Einbringung des Estrichbodens, nur noch zur ehrwürdigen Erinnerung an die Vorfahren der Grafen diente. Die größere Gruft der Grafen Fuchs von der jaufenburg liegt zur Gänze unter dem Chorund ist jünger. Denn fürden Zugang musste der Estrich aufgebrochen werden. Dreizehn Stufen führen von Westen in den tonnengewölbten Raum hinunter. Er ist durch eine kleine Mauer in einen Vorraum und den eigentlichen Gruftraum geteilt. In diesem liegt eine nicht bekannte Zahl von Särgen, die teils übereinander und verrutscht, zum Teil eingebrochen sind. Der in der Mitte stehende Sarg wurde durch neugierige Arbeiter etwas zerstört, und so wurden einige Deckel hochgehoben. Der Bauschutt aus dem 19.jh. und aus den soer jahren wurde vom Mesner Franz Haller, freiwilligen Helfern und zuletzt von Monika Mader ausgeräumt. Schon frühere Generationen erwiesen den hier liegenden Toten nur wenig Anerkennung. Einige Särge wurden zerbrochen und die Gebeine sowie Kleidungsreste in den zuoberst in der Mitte der Gruft stehenden Sarg geworfen. In diesem Sarg finden sich Skelettteile von mindestens 4 männlichen, adeligen Personen. Einer dieser Männer, welcher eine Körpergröße von 177cm hatte, litt an einer schweren, schmerzhaften Arthrose am linken Oberschenkel, an deren Folgen erwahrscheinlich auch gestorben ist (Aussagen der Anthropologin Silvia Renhart). In dieser Gruft haben die Grafen Fuchs wohl ihre Familienmitglieder aus der Zeit des 17.jh. bestattet.

Pfarrkirche St. Leonhard in Passeier. Der gatische Estrich mit dem Treppenzugang zur Gruft der Grafen Fuchs und mit der Abdeckung der Gruft der Herren uon Passeier und der Grafen Fuchs.

Ein älterer Boden und die romanische Süd- und Westmauer Der gotische Estrich lag bereits tief genug für den Einbau der Bodenheizung, deshalb wurde nicht mehr tiefer gegraben. Aber wo der Estrich fehlt, wurde darunterein Boden aus kleineren, rechteckigen Platten sichtbar (auf dem der nachfolgende Estrich ohne Unterfütterung gegossen ist). Der Plan mit den wenigen angetroffenen Resten dieses Bodens, der nicht mehrfreigelegt wurde, ist noch nicht ausgewertet. Es dürfte ein romanischer Boden sein, aber kaum der älteste. In den Fehlstellen konnten wir keine Spuren eines älteren Bodens finden, der sich mit dem Weihedatum von 1116verbinden ließe. Sehr wohl aber passt das Fundament der Südmauer des Schiffes, mit Vorfundament, in das 12. jahrhundert. Das Fundament wurde nicht bis auf den unberührten Grund freigelegt,

Barocker Fußboden aus dem 11.Jh.

>

Boden stammt wohl aus der Mitte des 17.jh., als die Leonhardkirche anlässlich eines großen Umbaues das neue Hauptund Seitenschiff mit einem Tonnengewölbe in der heutigen Form erhielt. Die Fehlstelle des Bodens im Südostbereich geht auf das Abtragen des Barbaraaltars zurück. Die große rechteckige Fehlstelle an der Südmauer des Schiffes ist mit großen Steinen eingefasst. Eine Erklärung fand sich auch in tieferen Schichten nicht. Der Plattenboden bindet an die zwei Pilaster zum Seitenschiff lückenlos an und greift in dieses aus. Im Westen zieht der Boden über die abgebrochene ca. 1,10 m starke Westmauer, von derTeile zwischen den Emporepfeilern erhalten sind. Demnach waren die westliche Verlängerung und das nördliche Seitenschiffbereits vorhanden. Zentral vor der Chorstufe war in diesen Boden die Grabplatte der Grafen Fuchs von der jaufenburg eingebunden und sichtbar. Der gotische Estrich und die Grüfte Unterdem barocken Plattenboden trat ein dicker und hart gegossener Mörtelboden zutage. Er liegt ohne Steinrollierung oder Steinfutter direkt auf einem wiederum älteren Plattenboden. Wo dieserfehlt, bilden Erde und Bauschutt die Unterlage. Der Boden muss an diesen Stellen eingebrochen sein. Dies erklärt zum Teil die zahlreichen Fehlstellen. Der Boden schließt an die Südmauer und im Osten an die alte Chorstufe an, er bindet nicht an die Nordpilaster an, zieht aber in das nördliche Seitenschiff hinein. Im Westen könnte noch die alte Mauer die Begrenzung gebildet haben, denn der Estrich reicht nicht an die Emporepfeiler. Vorne im Schiff, zum Barbaraaltar hin, liegt der Zugang zur älteren Gruft der Herren von Passeier und der Grafen Fuchs.

Die Abdeckung ist lückenlos in den Estrich eingebunden. Sie besteht aus weißen Randsteinen mit Bodenfalz und dem darin eingelassenen Wappenstein mit der jahrzahl1534. Die Gruft reicht bis an die Chorstufe. Die Särge liegen noch intakt. Als letzte Bestattungen stehen zwei Kindersärge nebeneinander. Die Gruftöffnung ist so klein, dass kein Sarg durch sie eingeschoben werden könnte. Dies lässt darauf


15 PasseirerBlatt-NR.

Freigelegte Grufteingänge

aber der sichtbare Teil von über irn Höhe ist über die gesamte Länge gezeichnet und muss noch interpretiert werden. Das gilt auch für die Westmauer, die zwischen der Südmauer und dem südlichem Emporepfeiler ca. 1 m hoch frei lag.

das 11.jahrhundert datieren. Übertragen auf das gesamte Schiff, sind uns wohl mehrere hundert Münzen verloren gegangen, wie vielleicht auch weitere Bronzebleche und andere Gegenstände. Man hätte die gesamte Erde sieben müssen.

3S, SEPTEMBER

2002

Norden angestellte Turm, dessen Mauertechnik im unteren Teil in die Zeit der Erstnennung weist. Das Schiff erhielt wohl im 13./14.jahrhundertden Boden aus kleinen Rechteckplatten. Im 15. und is.jahrhundert, wurde die Kirche durch Anbau des Seitenschiffes erweitert. Haupt- und Seitenschiff erhielten eine Flachdecke und den Estrichboden, in den die Abdeckung der Gruft der Herren von Passeier und der Grafen Fuchs mit dem Wappenstein und der jahrzahl1534 eingebunden ist. Zudem entstand der langgestreckte Chor (Altarraum) mit DreiachtelAbschluss, die Chorstufe blieb weiterhin westlich des Triumphbogens. Das Weitere ist aufgrund der Quellenlage bekannt. In das 17.jahrhundert datiert das Tonnengewölbe von Haupt- und Seitenschiff. Mit der Einwölbung sind die Verlängerung nach Westen und der Boden aus großen Sch ieferplatten zu verbinden. Der Zugang zur Gruft der Grafen Fuchs wurde zu dieser Zeit durch die Grabplatte gekennzeichnet. Der Zugang zur älteren Gruft der Herren von Passeier und der Grafen Fuchs verschwand unter dem Boden. Mit dem Boden des 19. jahrhunderts wurde auch die Lage der Gruft der Grafen Fuchs vergessen. Erst im 20. jahrhundert empfand man die Chorstufe vor dem Triumphbogen als störend und verlegte sie nach innen. Von Dr. Hans Nothdurfter Archeologe am Denkmalamt - Bozen und Zoneninspektor tür Passeier mit Ergänzungen uon Dr. Monika Mader

Knochen- und Kleidungsreste

aus dem mittleren jüngeren,

Kindersarg in der älteren, kleineren Gruft

Kleinfunde In einer kleinen Fläche von weniger als 2X2 m am Südeingang untersuchten wir die Erdschichten bis unter den ältesten Plattenboden besonders sorgfältig. Hier fanden wir sieben Münzen, die jüngste stammt aus dem 13.jahrhundert, wohl ein Meraner Zwanziger der Zeit Meinhards 11. Essind silberne Kleinmünzen, die zwischen den Steinen und in den Bruchstellen verloren gingen, Klingelbeutelgeld, auf das die Münzfachleute ganz besonders Wert legen, da dieses Kleingeld in den größeren Münzschätzen nicht vertreten ist. In der gleichen Fläche fanden sich auch kleine Messing- oder Kupferbleche und Häkchen, die nach vergleichbaren Funden wohl in

Indizien zur Baugeschichte Die Untersuchung am Schiffhat den Heizungseinbau um zwei Wochen verzögert, aber die Geschichte der Kirche erkennbarer gemacht. Zumindest bis zur romanischen Kirche sind wir pun ktuell vorgedrungen. Freilich dürften eine karolingische Kirche des g./lO.jahrhunderts und einefrühmittelalterliche Kirche des 7./ 8. jahrhunderts vorausgehen. Die romanische Kirche, aufdie sich die Weihe von 1116 bezieht, hatte die Breite des Hauptschiffes, reichte im Westen aber nur bis zu der angeschnittenen Mauer zwischen den Emporepfeilern und besaß wohl eine eingezogene Rundapsis. Gegen eine Rundapsis spricht allerdings der im

Sarg der

großen Gruft


16

Gipfelkreuzeinweihung aufdem Scheiberkogel (3.133 m) Vom 19. bis 21.Juli besuchten uns zahlreiche Gäste aus der Stadt Zwickau, Vertreter des Steinkohlebergbauvereins Zwickau und der Oberbürgermeister, Herr Vettermann mit Frau. Insgesamt waren dies ca. 200 Personen, welche die Bettenauslastung im Hinterpasseier merklich ansteigen ließen. Sie alle waren gekommen, um mit dabei zu sein, bei derGipfelkreuzeinweihung aufdem Scheiberkogel und dem anschließenden Fest auf der Zwickauer Hütte. Während dieses dreitägigen Aufenthalts verweilten sie in verschiedenen Betrieben im Hinterpasseier, wo sich alle sehr wohl fühlten. Am Freitag wurden sie durch den Bürgermeister der Gemeinde Moos, Herrn Wilhelm Klotz, den Präsidenten des Tourismusvereins Hinterpasseier und von zahlreichen Gastwirten herzlich willkommen geheißen. Zum Auftakt spielte die Musikkapelle Platt in der original "Passeirer Tracht" und mit einem kleinen Umtrunk wurden alle herzlich empfangen. Am Samstag war für alle guten und trainierten Wanderer eine Führung, mit Besichtigung des Schauraums, der Knappensiedlung und eine kurze Stollenbegehung durch das höchstgelegenste Bergwerk Europas, den "Schneeberg" (2.3SSrn), geplant. Leider musste dieserTagesausflug abgesagt werden, da die Zwickauer auf der engen Schneebergbrücke nicht zurecht kamen und deshalb gezwungen waren wieder umzukehren. Alle geschichtlich Interessierten fuhren am Samstag gemeinsam zum MuseumPasseier - Andreas Hofer. Dort wurde ihnen eine spannende zweistündige Führung geboten und anschließend besuchten und besichtigten sie St. Leonhard verbunden mit

••

einem Einkaufsbummel. Am Abend fand in pfelders ein Konzert der Musikkapelle Rabenstein und ein Einzug des Chors des Steinkohlebergbauvereins Zwickau statt. Beim anschließenden Dämmerschoppen wurde noch lange zusammengesessen und über die Erfahrungen und Ereignisse des Tages diskutiert. Am Sonntag trafen sich alle früh morgens zum ca. dreistündigen Aufstieg zur Zwickauer Hütte auf 2.989 m, wo so manch einerseine letzten Kraftreserven aufgebraucht hat. Auch zahlreiche Gäste aus dem Ötztal kamen in Begleitung einiger Bergführer aus Obergurgi, um gemeinsam mit den Gästen aus Zwickau und vielen Einheimischen diesen Feierlichkeiten beizuwohnen. Um 14.00 Uhrfand aufdem Scheiberkogel oberhalb der Zwickauer Hütte der Gottesdienst mit Pfarrer Florian Tammer aus Zwickau und einem weiteren Pfarrer aus dem Osten Deutschlands, welcher mit den Obergurglern angereist war, statt. Für beide Geistlichen war es ein besonderes Erlebnis, die Heilige Messe, umrahmtvom imposanten Bergpanorama, feiern zu dürfen. Musikalisch begleitet wurde die Messe durch die Im Bild die feierliche Segnung des Gipfelkreuzes

Rabensteiner Böhmische. Anschließend wurde das Gipfelkreuz, finanziert von der Stadt Zwickau, gesegnet. Alle bestaunten und bewunderten die schöne Handwerkskunst, mit welcher das Gipfelkreuz von Passeirern hergestellt worden war. Auf der Zwickauer Hütte lud derTourismusverein Hinterpasseier im Anschluss zu einem reichhaltigen Buffet mit echten Südtiroler Qualitätsprodukten und einem kleinem Umtrunk ein. Ein großer Dank gilt hierbei der Familie Fontana, die sich redlich bemüht hat, den Weg zum Scheiberkogel herzurichten, das Gipfelkreuz aufzustellen und das Fest auf der Zwickauer Hütte zu organisieren. All jene, die in pfelders verweilen wollten, konnten um 08.00 Uhr an der Heiligen Messe mit darauffolgender Prozession, begleitet durch die Musikkapelle Moos, teilnehmen. Diese Feierlichkeit mitTradition wurde von allen Anwesenden als sehr schön empfunden. Ab 10.30 Uhr wurde zum Frühschoppen in pfelders geladen. An dieser Stelle möchten wir auch der Bergrettung pfelders für ihren fleißigen Einsatz bei der Organisation der Früh- und Dämmerschoppen danken und für die Begleitung zum Scheiberkogel. Am frühen Nachmittag unternahmen die Zwickauer einen erholsamen Spaziergang über den Panoramaweg zur Faltschnalalm ins wunderschöne Lazinsertal mit Besichtigung der atemberaubenden Naturlandschaft, den vielen Bergflüssen und der vielfältigen hiesigen Flora. Nach diesem erlebnisreichen Wochenende im Hinterpasseier kehrten die Zwickauer, um viele Eindrücke und Erfahrungen reicher, am Montag Vormittag wieder heim. Sie nahmen viel Prospektmaterial mit nach Hause, um Verwandten und Bekannten vom unvergesslichen Passeiertal berichten zu können. Alle Beteiligten waren außerordentlich zufrieden mit dem gebotenen Programm und versprachen, so bald als möglich wieder ins Passeiertal zu kommen.

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Fax 0472 802668


17 PasseirerBlatt-NR.

Die Go-Jährigen der Gemeinden Moos und St. Leonhard feiern Am 19. Mai trafen sich über 30 jubilare am Sandhofund feierten gemeinsam mit P. Benedikt mit Beginn um 14.00 Uhr in der Herzjesu - Kapelle die heilige Messe. Der Kooperatorvon St. Leonhard verstand es in dieser geschichtsträchtigen Kapelle zu einer würdevollen Mitgestaltung anzuregen. Im GasthofSandwirtwarteten Leckerbissen aufalle. Danach führte Konrad Heel die Gruppe durch das Heimatmuseum - ein beeindruckendes Erlebnis, besonders für die vielen, die zum ersten Mal dort waren. Gegen 18.00 Uhr brachte ein Bus die 1942er nach Walten ins Gasthaus Innerwalten. Dort wurde ein reichhaltiges und schmackhaftes Abendessen serviert. Alle hatten sich viel zu erzählen, es wurde mit Ziehharmonika und Gitarre aufgespielt und so mancher schwang das Tanzbein wie vor 40 jahren. Gegen Mitternacht löste sich die Gesellschaft nach einer gelungenen Feier auf, mit der Hoffnung sich bald gesund und vollzählig wiederzutreffen.

Die Organisatoren

3S, SEPTEMBER

2002

Vom Pfarrfest in Moos So manches Fest fällt sozusagen ins Wasser wegen des Wetters, nicht aber das Pfarrfestvon Moos. Denn da hatderWettergott über Nacht die Wolken alle ausgequetscht, sodass der Morgen am Sonntag den 25. juni von Minute zu Minute freundlicherund heller wurde. Die Vera nstalter, die kirchlichen Verbände, hatten alle Hände voll zu tun um noch rechtzeitig alles hinzukriegen. Aber wie schon das Sprichwort sagt: Wo vereinte Kräfte walten wird das Schwerste auch vollbracht. Im Nu stand auf dem Festplatz am Sand der Altar mit einem frischen Wiesenblumenstrauß geschmückt und rechtzeitig konnte der Herr Pfarrer mit der Messfeier, zu der sich seine Schäflein zahlreich einfanden, beginnen. In der Predigt wies der Pfarrer, es war ja Dreifaltigkeitssonntag, mit passenden Worten auf die Gemeinschaft hin. Nach dem Gottesdienst gab die Musikkapelle ein Konzert. Für Speise und Trank war reichlich und gut gesorgt. Die Sonne trug zur guten Stimmung bei und so ging es am Nachmittag vergnügt weiter. Die Tanzbeine kamen in Schwung, dafür sorgte der Klaus mit seiner Ziehharmonika. Auch mancher Watter wurde ausgetragen und von den Kindern wurde der Fußballplatz in Beschlag genommen.

Erprobt wurde auch das Scheibenschießen und so mancher Schuss trafins Schwarze. Der Pfarrer hatte einen Quiz überdie Pfarrgeschichte ausgearbeitet, was Kopfzerbrechen verursachte, wollte man einen Preis gewinnen. Alles in allem war es ein gelungenes Fest. Allen, die zum guten Gelingen beigetragen haben, sei im Namen derTeilnehmerein herzliches Vergelt's Gott gesagt.

Anna Lanthaler

Foto- und Chronikausstellung Bäuerliche Kleindenkmälerdes Passeiertales (Kapellen, Bildstöcke, Wegkreuze, Schindeldächer, Holzzäune) werden vom Landesverband für Heimatpflege in Zusammenarbeit mit dem Verein für Kultur und Heimatpflege Passeier betreut. Schon seit zehn jahren ist Herr johann Raich, St. Martin, der beauftragte Sacharbeiter. Das organisierte Chronikwesen im Passeier ist ebenfalls zehn jahre alt geworden. Diese beiden Tatsachen sind dem Verein Grund genug für eine Ausstellung.

>


18

> Vom Freitag, 27. September, 18 Uhr, bis

zum Sonntag, 2g. September, 17 Uhr, können im Vereinshaus von St. Leonhard Fotos bäuerlicher Kleindenkmäler und Sammlungen der Chronisten von allen Interessierten besichtigt werden.

Freitag Samstag (Michismarkt) Sonntag

18-20 Uhr 09-17 Uhr 10-17 Uhr

dem Film über Leben und Arbeiten im Fersental. Nebenbei lernten wir die Talschaft vom Cembra- und Fleimstal kennen. Das Fahrtenprogramm wird mit dem Besuchdes schönen Außerfern/Reutte fortgesetzt. Die landeskundliche Tagesfahrt mit kompetenter ortskundiger Führung nach Nordtirol erfolgt am Sonntag, 6. Oktober 2002 von Platt aus; Abfahrt: 6· 30 Uhr. Zusteigemöglichkeiten längs der Fahrtstrecke. Nähere Informationen und Anmeldungfür alle Interessierten: Tourismusverband St, Leonhard, Tel.0473/65 6188.

Vergelt's Gott, Freisegger Sepp! Hans Raich beim Aufbau der Kassierkapelle Foto: hh

AUF ERKUNDIGUNG

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1991,

IM TIROLERLAND

Wie sieht es bei unseren Nachbarn aus? Diese Frage stellt sich der Verein tür Kultur und Heimatpflege bereits seit jahren. Als Vorbereitung auf das Gedenkjahr 200g (= 200 jahre Tiroler Freiheitskampf) hat

sich derVerein ein Programm erstellt, welches das Kennenlernen des historischen Tiral zum Inhalt hat. 2001 besuchten wir die große Notburga - Ausstellung in Rattenberg und Eben.lm Mai 2002 galt unser Besuch den südlichen Nachbarn im Fersental. Der Kulturreferent Leo Toller (Bildmitte) und seine Mitarbeiterinnen vom Kulturinstitut Bernstol- Lusern führten die Gäste durch das sehenswerte Talmuseum am Filzerhof mit anschließen-

35jahre lang hatjosef Mangger, Bauer auf Freisegg, als Kirchprobst das Höhenkirchlein St. Hippolyt betreut. Er hat weder Zeit, Arbeitsaufwand noch persönliche Spesen gescheut, um das juwel von Glaiten schadlos über die jahrzehnte zu bringen. Nun hat er, der bald Achzigjährige, einem jüngeren das Schicksal des berühmten Kirchleins anvertraut: Peter Auer vom Bichlhofistder neue Kirchprobst.

Im Bilduon links nach rechts: josefManggerund PeterAuer an lässlich des Kirchweihfestes uom 13. August 2001


19 PasseirerBlatt-NR.

Wohl die originellste Talbeschreibung Tirols hat vor genau 150 jah ren der Schriftsteller Beda Weber (geb.1798 in Lienz, gest. 1858 in Frankfurt/Main) den Passeirern gewidmet: "Das Thai Passeier und seine Bewohner", erschienen 1852 in Innsbruck. Beda Weber behandelt darin die Talgeschichte, die Topografie sowie Andreas Hofer und das jahr1809, mit besonderer Rücksicht auf Passeiers Teilnahme am

Ein unvergesslicher Maiausflug mit den Jägern Zu einem Erlebnis der besonderen Art gestaltete sich auch heuer der Maiausflug der 5. Klassen der Grundschule von St. Leonhard. Nachdem der jagdaufseher und ein Försterdie Schüler bereits in der Schule auf dieses Ereignis vorbereitet haben, brachen sie am Samstag, den 25. Mai um 6.30 Uhr in St. Leonhard auf und wurden von sehr vielen Eltern zum eigentlichen Start des Ausflugs, dem Eingang des Sailertales in Walten, gebracht. Dort wurde die ganze Truppe von einigen jägern und dem jagdhund "jäger" in Empfang genommen und über den jägersteig zurWanser-Alm begleitet. Nachdem die Wildbeobachtung leider etwas dürftig ausfiel (trotz ausgezeichneter Ferngläser konnte nur eine Gämse und ein Reh gesichtet werden), bot ein Seilziehwettbewerb, an dem sich Schüler, Eltern und jäger beteiligten, eine willkommene Abwechslung. Über den "jagersteig" ging es dann weiter zur Wanser Alm, wo alle Teilnehmervon den jägern mit allerlei Leckereien, unter anderem mit gegrilltem Wildfleisch, versorgt wurden. Allen jägern und Mitarbeitern sei an dieser Stelle ganz herzlich für diese tolle Initiative gedankt. Sie können versichert sein, dass dieses einmalige Erlebnis allen Teilnehmern in bester Erinnerung bleiben wird. Anton Haller

Kampf. 1903 erfolgte eine zweite, erweiterte Auflage, betreut von P.Adelgott Schatz, Meran. Die dritte Auflage besorgte 1989 derVerein für Kultur und Heimatpflege Passeier und griff dabei auf die Originalausgabe von 1852 zu rück. Inzwischen ist auch die dritte Auflage vergriffen. In einervierten Auflage würden sich die heutigen Passeirerwohl nicht mehr mit den Vorfahren identifizieren können und somit lassen wir den guten Beda Weber als einen Teil unsererTalgeschichte Vergangenheit sein. Trotzdem gilt Beda Webers Werk als der Klassiker für das Passeiertal schlechthin. Unübertrefflich ist die Beschreibung von Land und Leuten - heute weitgehend eine nostalgische Rückblende in eine uns bereits fremde Lebensgemeinschaft.

3S, SEPTEMBER

2002

Mega Open-Air in Passeier Vordreijahren kam dem Bezirksteam die Idee, eine jugendwoche zu organisieren, bei der unter anderem ein geistliches jugendkonzert, eine Diskussionsrunde zum Thema "Glauben", ein Preiswatten und ein Grill- und Spielabend veranstaltet wurden. Mit einem Mega-Event, dem Open-Air auf dem Festplatz in St. Martin, wurde diese jugendwoche abgeschlossen. In Zusammenarbeit mit dem [ugendservice Passeier und dem Tourismusverein St. Martin wurde das Fest ein großer Erfolg. Seit dem Open-Air mit der Band "Down Village" begeistert die Aktion nicht nur die Passeirer jugendlichen. Am 8.juni diesen jahres sorgte die CoverBand "Sonnwend" auf dem Festplatz wieder für Bombenstimung. Hunderte von jugendlichen feierten und tanzten zu den Rhythmen, dass der Boden bebte. Unter den gutgelaunten jugendlichen konnten wir auch unsere Landesleiterin wiederfinden, die auch von dertollen Stimmung mitgerissen wurde. Das gute Gelingen des Festes zeugte von einer guten Planung und Zusammenarbeit der drei Vereine, wobei der Tourismusverein für das leibliche Wohl sorgte. Mitgroßem Einsatz halfen diejugendlichen derverschiedenen Ortsgruppen mit. Das Fest war auch heuer wieder ohne Frage ein unvergessliches Ereignis, dem noch viele folgen sollen. Mit den Einnahmen aus dem Fest können die bereits geplanten Aktionen für das nächste Arbeitsjahr durchgeführt und finanziert werden. Bezirksteam Passeier


20

AUS AKTUELLEM IM PASSEIER

ANLASS,

ERLAUBEN

WIR

UNS EINEN

INTERESSANTEN

ARTIKEL

DER VERBRAUCHERZENTRALE

SÜDTIROL

BLATT ZU VERÖFFENTLICHEN:

Vorsicht vor unseriösen Verkäufern Versicherungsvertreter Nieren prüfen!

auf Herz und

Fragebogenschütztvorunseriösen Geschäftsanbahnern Wenn Konsumentinnen und Konsumenten bei der Arbeit, im Bierlokal oder zu Hause von einem Bekannten angesprochen werden und dieser ihnen eine Versicherung verkaufen will, so sollten sie ihn vor jedem weiteren Schritt auf Herz und Nieren prüfen. Dadurch ersparen sie sich unter Umständen nicht nur viel künftigen Ärger, sondern auch Geld. Denn nicht alles, was sich auf dem Versicherungsmarkt tummelt, ist seriös, weder in Hinblick auf das Produkt, noch in Hinblick auf dessen Verkäufer. Was die Verbraucherschützer in diesem Zusammenhang besonders stört, sind die sogenannten Standardverträge, welche an Herrn und Frau Südtiroler verkauft werden. Diese Standardverträge nehmen keinerlei Rücksicht auf persönliche Bedürfnisse, auf die finanziellen Möglichkeiten des Einzelnen, auf dessen Lebensplanung. Viel zu oft merken die Konsumentl nnen dann hinterher, dass sie vielleicht doch nicht besonders gut beraten waren und möchten aus den Verträgen wieder aussteigen. Doch der liebe Bekannte von damals hat längst den Job gewechselt und ist unauffindbar. Damit sich auf dem Versicherungsmarkt die Spreu vom Weizen trennt und unseriöse Verkäufer schneller entlarvt werden, rät die Verbraucherzentrale daher, die Versicherungsvermittler mit einem Fragebogen zu konfrontieren. Darin werden nicht nur die persönlichen und die Geschäftsdaten festgehalten, sondern auch Fragen nach der beruflichen Qualifikation gestellt. Besonders interessant und wichtig istdie Frage nach einer Berufshaftpflichtversicherung, welche bei falscher Vermögensberatung einspringen kann. Seriöse Versicherungsvermittler werden jedenfalls keine Probleme haben, den Fragebogen auszufüllen ... Und so istder Fragebogen der Verbraucherzentrale Südtirol gestaltet:

Fragebogen Name desVermittlers:

.

Adresse:

Tel.:

Name des Büros:

. ..

Adressedes Büros:

.Tel.:

..

Kontaktadresse bei Problemen:

.

....................................................................................................... Tel.:

.

Umfang der Tätigkeit:

o o o o

hauptberuflich nebenberuflich selbständig angestellt

Fachliche Qualifikation: Versicherungsagent Kodex:

o o o

Versicherungsbroker Kodex:

.

Finanzpromotor Kodex:

.

o

Geschäftsanbahner

.

o Versicherungsberater

o sonstiges (spezifizieren)

..

Umfang der Vertretungsmacht: Beratung und Entgegennahme von Anträgen

DJa

DNein

DJa

DNein

Kassierenvon Erstprämien

DJa

DNein

DJa

0 Nein

DJa

DNein

Aushändigen von Polizzen Kassierenvon Folgeprämien Durchführen von Vertragsänderungen Ich fühle mich ausreichend ausgebildet,

um dem Konsumenten die für ihn bestmöglichste Beratung zu geben und übernehme dafür die volle Verantwortung:

DJa

DNein

Esexistiert eine persönliche Berufshaftpflichtversicherung für evtl. falsche Vermögensberatungen DJa DNein wenn ja, bis zur Höhe von

Euro

DerArbeitgeber hat für seinen Betrieb eine Berufshaftpflichtversicherung für evtl. falsche Ver-mögensberatungen: DJa

DNein

wenn ja, bis zur Höhe von

Euro

Ich erkläre, daß ich die Fragen wahrheitsgemäß beantwortet haben. Datum und Ort:

.

Unterschrift:

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PasseirerBlatt-NR.

3S, SEPTEMBER

2002

Ausflug desJahrganges1937 aus St. Martin Am 3.Juli trafen sich die 6sjährigen aus St. Martin zu einem gemeinsamen Ausflug ins Schnalstal. Von den 52 noch lebenden Teilnehmern nahmen 23 am Treffen teil. Zunächst ging die Fahrt mit dem Busunternehmen Gufler Reisen nach Katharinaberg, wo Herr Dekan Michael Pirpamer - ein Jahrgangskollege - im schöngelegenen Kirchlein eine Andacht hielt. Mit besinnlichen Gedanken, kurzen Gebeten und passenden Fürbitten dankten wir Gott, dass wir in froher Gemeinschaft diesen Lebensabschnitt feiern durften. Weiter ging die Fahrt nach Unsere Liebe Frau in Schnals, wo wir kurz den Friedhof mit den einzigartigen, schmiedeisernen Grabkreuzen besichtigten. Nach einem kurzen Umtrunkwurde uns im Hotel Gerstgras ein reichliches Mittagsessen serviert. Nachmittags ging es weiter bis zum Talschluss Kurzras, wo in den letzten 50 Jahren aus dem 2000 m hoch gelegenen Bergbauernhof eine Hotelanlage entstand. Mit Wehmut und Staunen zugleich

Die 6sjährigen aus St. Martin

umrundeten wir das alte mit Schindeln beblätterte Bauernhäuschen, das sich wie ein Zwerg zwischen den Hotelriesen ausnimmt. Tal auswärts machten wir einen Abstecher nach Kartaus, wo wir den Kreuzgang und die Zellen des alten Klosters der Karthäuser Mönche besichtigten. Zum Ausklang konnten wir uns im Hotel Schnals am überaus reichlichen Aufschnittbuffet genüsslich tu n. Unser Jahrgangskollege Vittorio Girotto sorgte

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Kinderbrillen

mit seiner Ziehharmonika für flotte Tanzmusik,JosefPrünster begleitete ihn mit seiner Gitarre, sang und jodelte dazu, so fehlte es nicht an guter Stimmung. Viele stellten beim Tanzbeinschwingen unter Beweis, wie gut sie noch in Form sind. Ich glaube, es hat allen gut gefallen und so hoffen wir uns mit 70 wieder in voller geistiger und körperlicher Frische zu treffen.

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22

GESUNDHEIT

UND

SOZIALES

Das Krankenpflegeteam im Gesundheitssprengel Passeier:

V.1.n.r.:Andrea Pixner, Maria Oberprantacher, Susann Adler, Si/uia Gufler, Annemarie Stauder, Erika Gumpold und Edith Lahner.

An den Krankenpflegedienst wenden sich Menschen aller Altersstufen. Wir sehen uns als Ansprechpartner in gesundheitsfördernden und pflegerischen Fragen mit dem Ziel, Gesundheit zu erhalten und/oder wieder herzustellen, Heilung zu unterstützen und Leiden zu lindern. Unsere Anliegen sind: • Menschen in ihrervertrauten Umgebung zu betreuen. • Nach Krankenhausaufenthalten zu begleiten und zu unterstützen • Ein würdevolles Sterben daheim zu ermöglichen Dienstleistungen: Sind kostenlos und werden im Ambulatorium und zu Hause angeboten. Füreinige bedarf es einer ärztlichen Verschreibung, welche mit * gekennzeichnet wird. • Krankenpflegerische Betreuung und Pflegeplanung • Unterstützung und Beratungvon pflegenden Angehörigen • Pflegeanleitung bezüglich Lagerung, Mobilisation • Vorsorgemaßnahmen wie Blutdruck-, Puls- und Blutzuckerkontrollen und Harnstix • Körperhygiene, Einreibungen und Umschläge • Wund- und Dekubitusbehandlungen ~ Stoma pflege, Verbände und Bandagen * • Medikamenteneinnahmeüberwachung und Vorbereitung der medikamentösen Therapie in Sets oder der Insulintherapie • Injektionen * und Infusionen * • Blutabnahme ~ Abstriche * und Abgabe von Labormaterial *

• Einläufe, Katheterismus ~ Katheterwechsel • Inhalationen * und bei Bedarf Absaugen der oberen Luftwege • Verleihung oderVergabe von Pflegehilfsmitteln, wie Rollstühle, Betten, Krücken, Gehhilfen, Inhalationsgeräten, Sauerstoffgeräten usw. • Bürokratische Hilfe und Beratung bei Heilbehelfen, wie Windeln für Inkontinente, Verbandsmaterial, Katheter, Stützstrümpfe oder der Organisation eines Hausnotrufgerätes Öffnungszeiten der Ambulatorien St. Leonhard: Sprengelsitz, Tel. 0473/659510 Montag, Dienstag und Freitag 8.00 - 11.00 Uhr Mittwoch und Donnerstag 9.30 - 11.00 Uhr St. Martin: Garberweg 1, Tel. 0473/650780 Dienstags um 8.00 Uhr Neu: Gemeinde Moos: Platt Nr. 28, Tel. 0473/649136 Mittwochs 10.00 - 11.00 Uhr Blutentnahme Mit ärztlicher Verschreibung Vormerkungen Montag bis Freitag 9.00 - 12.00 Uhr Tel. 0473/659502 St. Leonhard, Sprengelsitz, Tel. 0473/659510 Mittwoch 7-30 - 8045 Uhr Donnerstag 7-30 - 8.15 Uhr

"Wiedereinstieg" für Alleinerziehende Die Gesellschaft Chiron aus Bozen veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt und dem Sozialsprengel einen Lehrgang für alleinerziehende Frauen. Dieser beginnt im Oktober 2002 in Meran und soll alleinerziehenden Frauen neue Mögl ich keite nfü rd as Berufsleben e röffn en. Die Schwerpunkte des Lehrganges, dessen Teilnahme übrigens kostenlos ist, sind das Feststellen der eigenen Fähigkeiten, Grundkenntnisse im Umgang mit dem Computer, Erstellen von Bewerbungsunterlagen, Lebenslauf, telefonische Bewerbungsgespräche, schriftliche und mündliche Kommunikation. Der Lehrgang wird in 12 Unterrichtsblöcke zu je drei Tagen eingeteilt. Weiterhin soll ein Praktikum von 160 Stunden den Einstieg ins Berufsleben fördern. Kinderbetreuung wird angeboten. Für die Ausbildung spielen Schulabschluss und/oder berufliche Qualifikation keine Rolle. Information und Anmeldung Chiron, Walterplatz 8, 39100 Bozen - Tel.: 0471/981038 Sozialsprengel Passeier, Passeirerstr. 3, 39015 St. Leonhard, Tel: 0473/659264

Sozialsprengel

Führungswechsel imASODHauspflegedienst Mein Name ist Waltraud Brugger Kuen und ich habe die Einsatzleitung des ASOD - Hauspflegedienstes in Passeier übernommen. Vor 10 jahren habe ich die Ausbildung zum Altenpfleger und Familienhelfer abgeschlossen. Anschließend war ich am Aufbau des HPD in Passeier und Burggrafenamt als Einsatzleitung beteiligt, somit kenne ich den Dienst seit Beginn. Einige jahre widmete ich meinen 2 Kindern. Seit 10. juni dieses jahres koordiniere ich die Einsätze und bin Ansprechperson für Menschen, die sich in Notsituationen befinden, sei es durch Krankheit, Alter, Gebrechlichkeit, Behinderung oder Familien in Notlagen.


23

Ganz wichtig erscheint es mir und meinen Mitarbeitern die Betreuten solange wie möglich zu Hause zu begleiten und zu unterstützen und sie in ihrer Eigenheit und Individualität anzunehmen. Wir befinden uns tagtäglich im Lebensbereich der betreuten Menschen und ihrer Angehörigen. Deren Entlastung zählt genauso zu den Hauptaufgaben des Hauspfleged ienstes. Ein anderer wichtiger Pfeiler ist die Zusammenarbeit mit anderen Diensten und Institutionen. Soweit ich mir eine Beurteilung erlauben kann, funktioniert dieses Miteinander in Passeier gut. Ab 1. September gibt es eine geänderte Öffnungszeit: Montag bis Freitag sind wir von 10.00 - 11.00 Uhr erreichbar. Die Telefonnummer bleibt: 0473/659019. Bei verschiedenen Anliegen und Problemen hoffe ich aufoffene Ohren zu stoßen und Unterstützung von den Institutionen und Diensten zu erhalten. Bei den drei Gemeinden des Passeirertales möchte ich mich für die Zusammenarbeit bedanken, ganz besonders bei der Gemeinde St. Martin, die mir und dem Team zum gemeinsamen Start eine erfreuliche Aufmerksamkeit zukommen ließ.

Seit einigen Wochen gibt es nun neue verschärfte Regelungen im Zusammenhang mit Alkohol im Verkehr. Das Herabsetzen der Promillegrenze auf 0,5 hat die Thematik neu belebt. Eine Südtiroler Wochenzeitung findet einige Mitarbeiter und andere Freiwillige die sich an diese neue Grenze herantasten und danach ihren Alkoholgehalt messen lassen und macht eine Titelstory daraus. Die Meldungen aus den Tageszeitungen sind anders. Wir lesen von verstärkten Alkoholkontrollen nach Abendveranstaltungen und Festen und von mehr als 1600 entzogenen Führerscheinen wegen Alkohol im laufenden jahr, ... Und ich lese auch: Ein alkoholisierter Geisterfahrer verursacht einen Unfall auf der Autobahn. An einem juniwochenende stirbt ein jugendlicher auf dem Heimweg nach St. Martin bei einem Unfall. In mir wächst die Hoffnung, dass das Wissen um die herabgesetzte Promillegrenze das Trinkverhalten doch ziemlich verändert.

Waltraud Brugger

Und in mir wächst Betroffenheit

Nachlese

.• sj

PasseirerBlatt-NR.

3S, SEPTEMBER 2002

Vier Wochen Kindersommer vier Wochen Spaß Schwimmen, Wandern, Spielen und vieles andere mehrdurften die teilnehmenden Kinder im Rahmen der Kinderferien in Passeier. Das Projekt wurde im Rahmen der Projekttätigkeit vom Sozialsprengel organisiert und durchgeführt. Der Treffpunkt war drei Wochen lang der jungscharraum in St. Leonhard und eine Woche das Haus der jugend (Jugendtreff) in St. Martin. Die Betreuung erstreckte sich über einen Zeitraum von vier Wochen vom 8.juli bis zum 2. August. Die Kinder zwischen 4 und n jahren stammten aus St. Leonhard und aus dem Hinterpasseier. Viele von ihnen machten mehrere Wochen mit. Die Betreuerinnen waren Margaret Kobler, Ludmilla Platter und Elisabeth Graf; geleitet wurde das Projekt von Siglinde jaitner. Den Kindern wurde ein vielfältiges Programm angeboten: Schwimmausflüge, kleine und größere Wanderungen, Exkur-

ELEKTRO-FACHGESCHÄFT

• TV - VIDEO - HI-FI

OSKAR HOFER

• CAR HI-FI • HAUSHALTSGERÄTE • ELEKTROMATERIAL

E LE KTRO I N STALLATI

0 NEN

Neueröffnung b_Lektrofachgeschäft Oskar Uofer Oskar Hofer ist bereits seit 1988, als er den Betrieb von seinem Vater Alois übernommen tätig und hat die Firma seitdem

kontinuierlich

ausgebaut.

erbauten Bräuhaus in der Kohlstatt hat sich ihm die Möglichkeit sein Angebot

Am Samstag eröffnete

auch auf den Verkaufsbereich

mit einem Ständchen

im neu

auszuweiten.

die Einweihungsfeier

Nachdem

Pater Benedikt

des neuen

die Segnung

hatte, konnten die neuen Räumlichkeiten

werden.

Viele treue Kunden,

Freunde und auch Passanten

nehmen, einen Blick in den großzügig

zu werfen. Zum Angebot

gehören TV-Geräte

Art - vom Staubsauger

kann.

Geschäftsraum

der neuesten

Generation

sowie Haushaltsgeräte

bis zur Pop-Corn-Maschine.

Das Geschäft wird fachkundig

einem Mitarbeiter,

besichtigt

ließen es sich nicht

ausgestatteten

ebenso wie HI-FI- und Car HI-FI-Anlagen,

vorweisen

und Magazines

geboten,

20.07.02 war es dann soweit. Die Waltner Bömische

Elektrofachgeschäftes.

vorgenommen

hat, im Bereich Elektroinstallationen

Mit dem Erwerb eines Geschäftsraumes

und kompetent

der bereits langjährige

jeder

geführt von Gufler Johann,

Erfahrung

in diesem

Bereich

Vorne v.1.n.r.:Maria Ennemoser, Johann Gufler, Oskar Hofer, Karin Hofer; hinten v.l.n.r.: Lorenz Zipperle, Hansjörg Öttt, Thomas Hochgruber, Philipp Holzknecht.

>


24

> sionen in die nähere Umgebung, kreatives

Arbeiten mit verschiedenen Materialien, Beschäftigung mit alten und neuen Spielsachen und viel Bewegung. Alte und neue Gesellschaftsspiele gehörten genauso dazu wie der wöchentliche Ganztagesausflug und das wöchentliche Abschlussgrillen. Zu den Zielen dieses Sommerangebotes im Rahmen der Projekttätigkeit -freizeit kreativ- gehören die Entlastung der Familien, die Förderung der individuellen Fähigkeiten der Kinder und das Erwerben sozialer Kompetenzen. Das Projekt wurde heuer zum zweiten Mal durchgeführt. Mitgespielt hat heuer auch das Wetter, sodass nur einmal in der ganzen Zeit anstelle des geplanten Schwimmbadbesuches ein Alternativprogramm durchgeführtwerden musste .• sj

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Das 1. Psayrer Millionenquiz

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ein Euent tür die Jugendlichen des Passeirertales ab Mitte September

Anmeldung:

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Die Veranstalter:

Jugendservice Passeier - Sozialsprengel

Wissenschaftliche Beratung:

Dr Ulrich Gutweniger

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25 PosseirerBlatt-

VEREINE

UND

VERBÄNDE

AVS-PFELDERSVeranstaltung Mit dem Wunsch, den Kindern des AVS etwas Neues zu bieten, ist es uns nach langem Überlegen gelungen, den Zauberer Sertan in die Grundschule pfelders zu bringen. Die einstündige Vorführung, die mit einer großzügigen Spende der Raiffeisenkasse Passeierunterstütztwurde, fand am 24. März 2002 statt. Viele Kinder nahmen an dieser Zaubershow teil, zwei der kleinen Zuschauer

durften sogar auf die Bühne kommen, um ein paarTricks vom Künstler zu lernen. So verzauberte Zauberer Sertan unter anderem seine kleine Assistentin Verena in eine Pythonschlange namens "FizzCaraldo". Zum Abschl uss der erfolgreichen Veranstaltung durften die begeisterten Kinder noch Fragen zur zwei Meter langen Schlange stellen. Karin Hofer

Innerhofer, Alois Ennemoser, Eduard Hofer, Florian Pixner, Luis Vonmetz,

MarkusAmplatz,

Michl Laimer,

judith Bacher, Dr. Alois Spögler.

2002

und einen Plan erstellen zu lassen. Bis das Vorhaben von der Gemeinde genehmigt worden war, war wieder ein jahrvergangen. Mit der Baugenehmigung konnte dann begonnen werden, das alte Gebäude zu renovieren und einen Zubau zu errichten. Nach einigen weiteren jahren konnte auch der obere Stock ausgebaut und in einen Schlafsaal umgewandelt werden. Alle AVS-Mitglieder halfen zusammen und erledigten die Arbeiten tatkräftig und fast gänzlich selbst - denn es stand nur ein minimaler finanzieller Beitrag (3 Millionen Lire) bereit. Die AVS-Hütte wurde für etliche Feiern und Versammlungen genutzt. Als später das Matratzenlager errichtet war, wurde sie auch an alle Interessierten vermietet. 1997 hat man überlegt, eine neue Hütte zu bauen, da an der alten Hütte zahlreiche Schäden sichtbar wurden. 1998 wurde ein Ansuchen an Gemeinde und Land gestellt, eine neue Hütte anstelle der bestehenden zu errichten. Im jahr 2000 bekam der AVS pfelders die Genehmigung dazu - mit dem Abbruch des alten und dem Aufbau des neuen Gebäudes konnte nun begonnen werden. Am 2. juni 2002 wurde das neue "Bergheim" eingeweiht. Nach einer kleinen Andachtsfeier von Pfarrer Siegfried wurden einige Dankesreden gehalten. Anschließend bot der AVS gegrillte Würstchen an. Sabine Thuile Brunhilde Hofer

Zauberer Sertan mit Assistentin Ariane

Im Bild u.l.n.r.: Alois Pichler, Siegfried

NR. 35, SEPTEMBER

AVS-PFELDERS

INITIATIVGRUPPE

HINTERPASSEIER:

Einweihung des neuen "Bergheims"

Mit Schwung und Elan in die Zukunft

Zur Geschichte des "Bergheims": Vor Beginn des 2. Weltkrieges galt die Hütte als offizieller Schießstand, der den Pfelderern selbst gehörte. Im jahre 1948/49 jedoch wurde das Gebäude vom Militär in Beschlag genommen (das seinerzeit einen großen Stall hinzugebaut hatte, der später wieder abgebrochen wurde), dann aberwieder aufgelassen und vom Land übernommen, bis Herr Hofer Eduard begann, sich für den Bau einer AVS-H ütte einzusetzen, was allerdings ein langwieriges Verfahren war. Es dauerte drei jahre, bis der pfelderer den Leihvertrag schließlich in den Händen hielt. Doch wares damit längst nicht getan. Nun galt es, ein Ansuchen an die Gemeinde einzureichen

"Zusammen kommen ist der Anfang. Zusammen Arbeiten der Erfolg"(Henry Ford). Unter diesem Motto lud die im April diesen jahres neu gebildete Initiativgruppe des Tourismusvereins Hinterpasseier im juni zu Ihrer ersten Diskussionsvera nsta Itu ng mit den Hotel iers, Gastwirten und Touristikern des hinteren Passeierta les. Die Initiativgruppe begann ihre Tätigkeit mit grundsätzlichen Überlegungen zur Zukunft des Tourismus in Hinterpasseier sowie zur Rolle und Funktion des Tourismusvereines in diesem Zukunftsbild. Dabei war das junge Team sogleich überzeugt von der Notwendigkeit der Erar-


26

Besichtigung der Mühlen in Platt

>

beitung eines Leitbildes für die Gemeinde Moos, welches die gesamte Bevölkerung sowie alle Branchen miteinbeziehen und Visionen und Ziele für eine gemeinsame Zukunft festlegen soll. Dieser Wunsch wurde Bürgermeister Wilhelm Klotz nahegelegt, welcher versprach, dies vielleicht im Zuge eines EU-Leader-Programmes zu realisieren. Neben der Planung dieser längerfristigen Projekte, setzte die Initiativgruppe bereits in der heurigen Sommersaison einige Akzente. Die einmal wöchentlich stattfindenden Kindertage sollen unseren Gästekindern einen erlebnisreichen Tag garantieren. Beim Butter machen, Brot backen oder Knödel zubereiten auf der Im Bild u.l.n.r.: Claudia Fister, Maria Gufler,

Dagmar Praxmarer, Gatthard Hafer und Edith Gufler.

Alm können die Kinder Einblicke in die hiesigen Bräuche und Traditionen nehmen.ln Ausarbeitung istein MurmeltierMaskottchen, welches das Erscheinungsbild des Tourismusvereins aufwerten und zudem eine lebendige Geschichte über all unsere Attraktionen und Bräuche weitergeben soll. Der Naturpark als möglicher Attraktionspu nkt unserer Tou rism usdestination soll touristisch besser genutzt werden, ohne natürlich nachhaltig vertretbare Belastungsgrenzen zu überschreiten. Um zunächst das Vorhandensein eines Schutzgebietes in den Köpfen unserer Gäste und der einheimischen Bevölkerung zu verankern, sind bedruckte Servietten

sowie Bierdeckel in Ausarbeitung. Um die Bedürfnisse und Wünsche der "Naturparkbesucher" besser kennenzulernen, läuft derzeit in Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck eine Befragung von 400 Besuchern auf dem Parkplatz in Pfelders. Die Ergebnisse dieser Marktforschung fließen in die Arbeit der Initiativgruppe ein. Manche ausgearbeitete Ideen wie z.B. ein Gästebus für Hinterpasseier, Spezialwochen, Themenveranstaltungen, Kulturinitiativen bedürfen einer längeren Planungsphase und sind deshalb erst für die kommende Winter- und Sommersaison realisierbar, ebenso das in Angriffgenommene Marketingkonzept. Ein großes Anliegen der Arbeitsgruppe ist die Mithilfe und das Mittun aller, denn nur gemeinsam können wir erfolgreich sein. Deshalb freute sich die Gruppe sehr, dass bei ihrer ersten Diskussionsveranstaltung zahlreiche Ideen aus dem Publikum kamen und eine rege und produktive Diskussion unter den Anwesenden für tolle Anregungen für die weitere Vorgehensweise sorgten. Auf diesem Wege möchte sich die Initiativgruppe deshalb noch einmal bei allen Teilnehmern und Mithelfern bedanken und zu einer nächsten Diskussionsveranstaltung im Herbst einladen, wo weitere Ideen und anstehende Projekte diskutiert werden. Mit dem Bewusstsein der enormen Wichtigkeit von Kooperationen gerade in der heutigen Zeit, ist es ein weiteres großes Anliegen des Tourismusvereins Hinterpasseier, den Zusammenschluss der drei PasseiererTourismusvereine zu realisieren und mit gebündelten Kräften den immer stärker werdenden Konkurrenzdruck entgegenzutreten.

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27 PasseirerBlatt-NR.

3S, SEPTEMBER

2002

Gratulation an eine Passeirer Schützenmannschaft Im laufenden Jahr 2002 traf es wieder einmal die Schützenkompanie von St. Leonhard, in ihrem Schießstand das heurige, 17. Bezirksschießen des Bezirks Burggrafenamt und Passeierdurchzuführen. Vom 18. bis zum 26. Mai fanden die Wettkämpfe im Kleinkalibergewehrschießen und für die Jungschützen bis zum 13Lebensjahr im Luftgewehrschießen statt. Schützen-Tafel

Die Schützen (u.l.n.r.): Alexander Gufler, Florian Krezdorn,josefVerdorfer,

Peter Egon Zipperle,

RudolfBrunner, Martin Ennemoser, Manfred Kofler und Markus Prünster (knieend)

Es beteiligten sich 23 Kompanien mit insgesamt 227 Schützen. Neben mehreren erwähnenswerten Platzierungen einiger Passeirer Schützen in den verschiedenen Kategorien, zeichnete sich besonders die Schützengruppe St. Martin aus. In der Mannschaftswertung, bei welcher jeweils die 10 besten Schützen einer Kompanie gewertet wu rden, siegte die Ma rti ner Gruppe mit insgesamt 906 Ringen, dicht gefolgt von Schenna (905 Ringe) und Algund (899 Ringe) und Obermais (844 Ringe).

[J1.ch.JH nii:d't ClEixl! c/I!1o'tgn hot mein d-ton1. sslri §ifru'tt1.tog! ~ou k'tiag i lez [Ei 9 1.ch.windnou EppÜ §UEt' 1. zin auti1-ch.nha? c/fn EmhEimi1-ch.n~PEck, a ~UHch.t und a !}(aminWU'tZE, und an g' 1-ch.mach.ign!}(a1-,0111. fEin hE'gi'ti.chtit, wiE' 1. hold mein d-ton1- gw'tn hot?

Zu r Siegermannschaft St. Martin zählen folgende Teilnehmern: 1. Sabrina Brunner (Luftgewehr) - 97 Ringe 2. Manfred Kofler- 93 Ringe 3. Alois Pichler (Luftgewehr) - 93 Ringe 4. Peter Egon Zipperle - 92 Ringe 5. RudolfBrunner92 Ringe 6. Albert Platter - 89 Ringe 7. Markus Prünster (Luftgewehr) - 88 Ringe 8. Sepp Verdorfer - 88 Ringe 9. Alexander Gufler - 87 Ringe 10. Evelyn Oberprantacher (Luftgewehr) - 87 Ringe Allen weiterhin Sepp Haller

Gut-Schuss wünscht

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SENIORENGRUPPE

ST. MARTIN

Frühlingsfahrt ins Martelltal Wie in den vergangenen jahren auch, veranstaltete die Seniorenvereinigung St. Martin auch heuer eine Frühlingsfahrt, an der insgesamt 90 Senioren teil nahmen. Ausflugsziel wardieses Mal das Martelltal, wo der ehemalige Martiner Pfarrer, Hochwürden Alois Wallnäfer, derzeit sein Priesteramt ausübt. Unser erster Halt war also die Marteller Kirche, wo Hochwürden Wallnäfer uns Ausflüglern einen feierlichen Empfang bereitete und dann mit zur nächsten Station, dem Stausee, fuhr.Außerdem begleitet wurden wirvon dergebürtigen Martinerin und seit etlichen jahren in Gand lebenden Regina Marth, Witwe Gardetto, Obfrau der dortigen Senioren, die uns während der Fahrt in lebhaften Erzählungen von den dramatischen Ereignissen rund um die Staudamm-Katastrophe VOrl5 jahren berichtete. Übel mitgespielt wurde uns vom Wetter. Dem Dauerregen ausweichend verschanzten wir uns deshalb um die Mittagszeit im Martellerhofund machten so aus der Not zweierlei Tugenden: Zu nächst stärkten wir uns mit einem ausgezeichneten Mittagsmahl, danach wurde - da die Wolken die Ausflugslaune auch weiterhin trübten - ein paar Stunden lang gewattet, so dass viele Teil nehmer trotz des widrigen Wetters dennoch aufihre Kosten kamen. Auf dem Heimweg machten wir schließlich noch einen kurzen Abstecher in die Marteller Erdbeer-Kooperative, wo wir vom begehrtesten Anbauprodukt des Martelltals Kostproben erwerben konnten. Alle Teilnehmer waren gut gelaunt und das Wetter nur noch Nebensache. Anna Buchschwenter

Ein kleiner Teil der 90 Ausflügler schart sich um den Pfarrer

Kinderfest in Walten Schon seit längerer Zeit plante die KVW Ortsgruppe Walten einen besonderen Nachmittag für Kinder. Am Sonntag, 2.juni fand dann in Zusammenarbeit mit dem VKE (Verein für Kinderspielplätze und Erholung) ein Kinderfest statt. Die Kinder und auch so mancher Erwachsene waren überrascht und bunten vom abwechslungsreichen Angebot des Spiel busses, das sich ihnen bot, als sie gegen 14.00 Uhr beim .Prant!" eintrafen. In der Mal-, Schmink- und Modellierecke ließen sie ihrer Phantasie und Kreativität freien Lauf. Die entstandenen Kunstwerke wurden anschließend stolz den Eltern präsentiert. Regen Andrang fand die Werkbank, wo so mancher Nachwuchstischler sein handwerkliches Talent unter Beweis stellte. Außerdem unterhielten sich die kleinen Festbesucher auf der Rollrutsche, beim Stelzengehen, beim Hockey und bei anderen Spielen. Natürlich wurde von der KVW-Ortsgruppe auch bestens für das leibliche Wohl gesorgt, sodass niemand das Fest mit knurrendem Magen verlassen musste.

An dieser Stelle gebührt allen Helfern, die mit ihrem Einsatz zum Gelingen des Nachmittags beigetragen haben, ein herzliches Vergelt's Gott. Der Kommentar der Kinder am Ende des Festes lautete: "Des isch cool giwes'n!". Dieses Kompliment ist für die Ortsgruppe Ansporn, das Kinderfest im nächsten jahr zu wiederholen. KVW-OG Walten

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29 PasseirerBlatt-NR.

3S, SEPTEMBER

2002

Ein Knappenfest für Felix Lanthaler Im Passeiertal wird die soojährige Knappentradition auf dem Schneeberg durch den Knappenverein lebendig gehalten. DerVerein wurde vOrI8 jahren von johann Prünster und seinen engsten Mitarbeitern begründet. In den letzten 15 jahren wurde ervon Felix Lanthaler aus Moos gewissenhaft und fleißig geführt. Dafür hat ihm der neue Obmann Franz Pixner und sein Ausschuss eine würdige Dan kesfeier vera nsta Itet. Einige Dutzend Knappen, Marketenderinnen und Fahnenpatinnen und trafen sich kürzlich beim Sandwirt, um dem Felix und weiteren verdienten Knappen ein schönes Fest zu bereiten. Pfarrer Luis Raffl, Tall, feierte die heilige Messe in der AndreasHofer-Gedächtniskirche. Dann folgte der obligate Fototreff. Während dervon Landeshauptmann Luis Durnwalder und Landesrat Michl Laimer spendierten Marende erfolgte die Mitgliederehrung durch die Bürgermeistervon Moos und von St. Martin, Wilhelm Klotz und Hermann Pirpamer. Die Bürgermeister, der neue Obmann Franz Pixner und der Vorsitzende des Schneeberg-Komitees-Passeier, Karl Lanthaler, fanden Worte der Anerkennung

Freuten sich über die gelungene Knappenehrung: Bürgermeister Wilhelm Klotz aus Moos, Obmann

Franz Pixner und Altobmann Fe/ix Lanthaler (u.l.n.r.)

und des Dankes für die Marketenderinnen, Fahnenpatinnen und Knappen, die ein vielseitiges jahresprogramm vorzuweisen haben: Gestaltung eigener Feiern, Teilnahme an den bürgerlichen und religiösen Festen des Tales und ehrenamtlicher Einsatz auf der Knappensiedlung St. Martin im Gemeindegebietvon Moos.

Schneeberger Knappettuerein-Passeier mit neuem Obmann Franz Pixner, den Marketenderinnen den Fahnenpatinnen. Bild: Fotostudio Hofer

und

Besondere Erwähnungfanden die Verdienste von Altobmann Felix Lanthaler und von Knappe Viktor Caneva, der mit Anton Raich aus Moos und anderen immer zur Stelle ist, wenn am Schneeberg Not am Mann ist.


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Yoga einmal anders! Dass man Yoga nicht nur im warmen Indien praktizieren kann, bewies einmal mehr die Yogagruppe St. Martin - Saltaus. Im juli scheuten die Yoga-Begeisterten keine Mühe und Strapazen und wanderten mit Yogalehrerin Christiana Bortolotti auf den Hitzenbühel (1.800 m) um dort gemeinsam die im Winter erlernten Yogaübungen zu praktizieren. Trotz des kühlen Abends machten die Passeirer Bergkulisse und Bergluft den Ausflug zu einem unvergesslichen Erlebnis. Nach fleißigem Üben zeigt die Gruppe, dass es ihnen auch beim Feiern nicht an Übung fehlt. Der Bortolotti Heini erwartete die "Yogis" bereits mit einem warmen Tee und das Mus wurde sogleich a ngerü h rt. Ein Kompliment an die Teilnehmer: Indische und PasseirerTradition lassen sich gutvereinen! Info: Im Septembergehen dieYogakurse in St. Martin mit Neueinsteigern und Fortgeschrittenen wieder los. Anmeldungen bei Christiana Bortolotti, Tel. 348/35 00 106

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Bäriges Hüttenlager der Jungschar St. Martin Wie jedes jahr, so verbrachte die jungschar St. Martin auch dieses jahre einige spannende Tage in der Egghof Kaser oberhalb von Rabenstein. Auf dem Programm stand vor allem das "Wandern": es ging vom Schneeberg zum Schwarzsee, von Rabenstein zur Egghofkaser und eine Schatzsuche zurTimmelsalm durfte natürlich auch nicht fehlen. Es wurde dabei bei gemütlichen Plätzchen Rastgemacht; Dann wurden entweder der Volleyball ausgepackt oder auch nur die warmen Sonnenstrahlen genossen. Mit lustigen Spielen wurden die Abende interessant und aufregend gestaltet, sodass für jedes Kind etwas dabei war, so z.B. die "Modeschau": bei der die Kinder selber ihre Kleider erfinden

und basteln mussten. Vor der anwesenden jury wurden die außergewöhnlichen Kleidervorgeführt. Bewertet wurde dabei der Einfallsreichtum und das Auftreten der Kids. In der Nacht durften natürlich die Geister nichtfehlen, um den Kindern und den Betreuern ein wen ig Angst einzujagen ... Leider geht auch das schönste Hüttenlager einmal zu Ende und jeder muss seine Sachen packen. Was bleibt sind Erinnerungen an aufregende, spannende und gemeinsam verbrachte Tage inder Egghof Kaser. Aber keine Sorge das nächste HüttenlagerderjungscharSt. Martin kommt bestimmt.


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35, SEPTEMBER

2002

"Sun & Fun" Eine Jugendgruppe in Kroatien Um die Sommermonate fürjugendliche etwas interessanter zu gestalten wurde vom jugendservice Passeier eine Erlebniswoche nach Kroatien organisiert. Es haben sich dafür neun jugendliche aus dem ganzen Passeiertal gemeldet, um gemeinsam einige flotte Tage in Istrien zu verbringen. In Begleitung zweiervolljähriger Personen startete die elfköpfige Gruppe munter am Samstag den 27.juli 2002 mit dem Zug Richtung Südosten ... Aufgrund der langen Fahrtzeit in den überfüllten Zügen kamen alle müde und geschafft am Abend in Kroatien an. Doch trotz der Müdigkeit setzten sich alle noch auf der Terrasse des gebuchten Ferienhauses in gemütlicher Runde zusammen und besprachen die Wünsche und Anliegen für die kommende Woche. Besonders Schwimmen, Schnorcheln und Ausspannen standen an erster Stelle der persönlichen Wunschlisten. Und aufgrund des schönen Wetters und des traumhaften Meeres konnten diese Aktivitäten auch

bestens ausgeführt werden. Abends wurde die Stadt besichtigt und vom Hafen aus der Sonnenuntergang genossen, natürlich durfte eine Tour durch die Diskotheken und Strandbars nicht fehlen, wo das Tanzbein geschwungen werden konnte. Aberdiejugendlichen mussten auch die anstehenden Arbeiten in der Ferienwohnung (Frühstück vorbereiten, Einkauf, abspülen ...) gemeinsa m erledigen, und

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so kam es, dass das Gemeinschaftsgefühl und der Zusammenhalt wuchsen. Am Ende der Woche war die Gruppe zu einem Team zusammengewachsen, das kleinere Probleme geschickt meisterte. Aber trotz der unterhaltsamen Tage war jeder einzelne von ihnen auch wieder froh das Passeiertal zu erblicken und endlich wieder "drhuam" zu sein. jugendseruice

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KRIPPENVEREIN

ST. MARTIN

Schnitzkurs Großer Beliebtheit erfreut sich der Hobbyschnitzkurs, der alljährlich vom Krippenverein St. Martin angeboten wird. Kursleiter Gustl Senoner versteht es, die Fähigkeiten und Interessen derTeilnehmer zu wecken. Natürlich geht es hierbei nicht allein um Krippenfiguren, sondern es werden auch verschiedene Reliefs, Masken, Knospen zum Stecken von Bouquets für Trockenblumen, Familienwappen und mehrfach sogar schon ein Heiliger Geist, geschnitzt. Man kann nicht erwarten, dass Anfänger im ersten Kurs schon größere Leistungen erbringen, aber kennt man die richtige Schärfe der Werkzeuge und die Qualität des Holzes erst einmal, kann eine erste kleine Figur, wie zum Beispiel ein Schaf, geschnitzt werden. Manche Teilnehmer sind schon drei- und viermal bei diesem Kurs dabei und haben unterfachmännischer Anleitung schon Meisterwerke fertiggestellt. Der Kurs beinhaltet zehn Abende, die von Teilnehmern und Kursleiter gemeinsam festgelegt werden. Der Kurs beginnt Mitte Februar und dauert bis Ende März. Vormerkungen beim Obmann des Krippenvereins, johann Raich, Tel: 0473/6410 06.

DerAVS auf allen Gipfeln 21. Juli 2002 Die Alpenvereinssektionen von St. Martin und Passeier mit den Ortsstellen St. Leonhard, Walten, Moos, Stuls, Platt und pfelders haben in einergemeinsamen Aktion alle Mitglieder und Bergfreunde in die Stu Iier Mahder eingeladen. Eswar unser Beitrag zur landesweiten Aktion "Der AVS auf allen Gipfeln" anlässlich des Internationalen jahres der Berge. An die 200 Bergbegeisterte haben der Einladung Folge geleistet. Der jaufenkamm ist zwar kein Berggipfel, bildet fü r Passeier jedoch eine alpine

Besonderheit, die die Verantwortlichen dazu bewogen hat, ihn als Ziel für diese Aktion auszuwählen. Einmal fühlt man sich wie auf einem riesigen Balkon, von dem aus man ganzjährig die Sonne und das Panorama genießen kann, zugleich ist der jaufenkamm aber auch Verbindung zwischen Norden und Süden und bildet einen Schutzschild gegen das raue Klima des Nordens. Die gemeinsame Wanderung führte vom jaufenpass nach Stuls. Einige gingen die Strecke in umgekehrter Richtung oder wählten eine weitere Variante. Allgemeiner Treffpunkt waren die Stuller Mahder. Sie waren an diesem Tage nicht nur den anspruchsvollen Bergsteigern sondern auch vielen Familien mit Kindern und Seniorenbergsteigern ein lohnendes Ziel. Mit Pfarrer

johann Raich

Im Bild zu sehen, Teilnehmer mit Kursleiter und den gefertigten Objekten, beim Kursabschluss 2002.

Siegfried pfitscher feierten wir dort einen Gottesdienst. In seiner naturnahen Bergpredigt gab er uns viele pra ktische Anregungen, wie man die Naturgenießen kann und wie der Reichtum und die Vielfältigkeit der Natur uns einlädt, dankbar zu sein für die Gaben des Lebens. Anschließend gab es - organisiert von der Ortsstelle Stuls - ein Grillfest mit Musik. Goaslschnöller zeigten ihr Können und Kinder und jugendliche ließen beim Seilziehen ihre ganze Kraft aus. Als Auftakt zu diesem Fest wurde am Samstagabend am jaufenkamm eine 200 m lange Lichterkette entzündet, die im ganzen Tale bis nach Meran zu sehen war. Die SektionsleiterVigil Raffi und Siegfried Innerhofer freuten sich über den Erfolg dieser Aktion, die zwar nicht so spektakulär wie anderswo im Lande verlief, dafür aber eine Werbung für das gemeinsame Bergsteigen und Bergwandern war.

Siegfried Innerhofer


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35, SEPTEMBER

2002

Verdientes Jubiläum im "Jahr der Berge" Der Schwäbische Albverein - Ortsstelle Nellingen feierte im Juni sein zojähriges Bestehen zum Bau und der finanziellen Unterstützung des Meraner Höhenweges, Teilstück Ulfas - Matatz.

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Teilnahmereglement: 1) Die Teilnahme ist kostenlos und ALLEN Passeirern und Gästen des Passeiertales offen. 2) jederTeilnehmer kann bis zu 5 Dias einreichen. 3) Die Dias dürfen nicht älter als 2jahre und müssen in einwandfreiem Zustand sein. 4) Die eingereichten Dias werden nicht zurückgegeben. sowie ALLERechte gehen auf den AVS St, Leonhard über. Bei Veröffentlichung des Bildes wird der Name des Fotografen angeführt. Die prämierten Bilder können ausgestellt oderfür Druckunterlagen (z.B. Kalender) verwendet werden. . 5) Die Dias müssen in geschlossenem Kuvert gemeinsam mit dem ausgefüllten Teilnahmeschein eingesandt bzw. eingereicht werden und einzeln mit Kurztitel versehen sein. 6) Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. 7) Die Entscheidung der jury ist nicht anfechtbar. 8) Die Prämien werden ausschließlich in Sachpreisen vergeben. 9) Beispiel für mögliche Motive: Sonnenauf- und Sonnenunterg��nge. Panorama blicke. Wasserfälle. Berg- und Almwiesen. Schneelandschaften. Gipfelkreuze • ...jedoch KEINE Makro und Personenaufnahmen.

Die Idee zur Verwirklichung des Meraner Höhenweges. der den Texelpark umrundet, kam vom früheren und dieses jahr verstorbenen ersten Vorsitzenden der Sektion Meran, Helmut Ellmenreich. Dass die Verwirklichung dieses Vorhabens nicht leicht sein würde. war allen bald klar und man sah sich nach Unterstützung und finanzieller Mithilfe um. Auch beim Schwäbischen Albverein. Ortsstelle Nellingen wurde eine finanzielle Sammelstelle zur Errichtung des Höhenweges eingerichtet. da die Ortsstelle Nellingen schon 1982.100 bei der Sektion Meran eingeschriebene Mitgliederzählte. Dank der großzügigen Unterstützung der Nellinger Bergfreunde. wobei sich vor allem Frau und Herr Riek großen Verdienst erwarben. konnte die Teilstrecke Matatz - U Ifas fast zur Gänze finanziert werden. Am 22. Mai 1982 erfolgte dann in Anwesenheit zahlreicher Mitglieder des Schwä bischen AI bverei ns die Ei nwei h u ng dieses Wegstückes. Inzwischen sind 20 jahre vergangen und die Freundschaft und Verbundenheit zu den Bergfreunden aus Nellingen besteht unverändert weiter. Bereits das 5jährige Bestehen seit 1987 und das iojährige Bestehen seit 1992 konnten mit dem Besuch einer größeren Gruppe von Wanderfreunden begangen werden. Im juni dieses jahres wurde nun das zojährige Bestehen des Meraner Höhenweges Teilstück Matatz - Ulfas mit einem kleinen Festakt gefeiert. An die 50 Mitgliederweilten eine Woche in St. Martin beim ..jager- Hans" und unternahmen. begleitet von Wanderführer Oswald Pinggera. verschiedene Wanderungen im Tal. Am Samstag. den 28.juni. wurde dann in Erinnerung an die Einweihung vor 20 [ahren, das Wegstück Ulfas bis zum Weiherhof bewandert. Einige der anwesenden Mitglieder hatten noch die Ersteinweihung erlebt und konnten feststellen. dass der Weg immer noch sehr gut erhalten ist und der Nellinger Beitrag ohne Frage würdig eingesetzt wurde. Auch Mitglieder der Sektion St. Martin und der Sektion Meran wanderten mit den Freunden aus Nellingen mit und wie vor 20 jahren auch. begleiteten Goasl-Schnöller aus St. Martin die Wan-


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> dergruppe mit ihren kräftigen Schnöller-

Einlagen. Am Abend trafen sich dann alle zur geselligen Abschlussfeier beim .jager-Hans'' In kurzen Ansprachen von Herrn Walter Hermann von der Ortsstelle Nellingen, von Bürgermeister Hermann Pirpamer, vom Vorsitzendem der Sektion St. Martin Vigil Raffl und Herrn Robert Schönweger von der Sektion Meran, wu rde der Wichtigkeit des Weges und der bergsteigerischen Verbindungen gedacht. Die nötigen Instandhaltungsarbeiten und die Wegmarkierung am Teilstück führt seit der Einweihung vor 20 jahren die AVSSektion St. Martin durch und wird dabei tatkräftig von derVerwaltung des Texeiparks unterstützt. Als Dank und Anerkennung dafür wurde der Sektion St. Martin von den Freunden aus Nellingen eine großzügige Spende übergeben. In seinen Abschlussworten erklärte derVorsitzende Raffl, dass dieses jubiläum zur zojährigen Verbindung und Unterstützung einen vorbildlichen Beitrag zum .jahr der Berge" darstelle und, dass den Wanderfreunden aus Nellingen großer Dank für die finanzielle Unterstützung und Anerkennungfür ihr Engagement gebührt.

Erinnerungstafel

am Meraner Höhenweg

"Als blchen der Verbundenheit mit dem Alpenverein Südtirol hat der Schwäbische Albverein, Ortsgruppe Nelllngen, mit Spenden ron Mitbürgern und Mitgliedern die Teilstrecke Mo/atz - UI/ass des Meraner Höhenwegs finanziell unterstützt. Dieser Höhenweg soll Jedem Wanderer Inmitten der Bergwelt Ruhe und Erholung in Frieden und Freiheit bringen." St. Martin, Mai 1982

MERANER

: 24: HÖHENWEG TEILSTÜCK NELLINGER

...

HÖHENWEG

Der Seniorenclub von Moos Der Seniorenclub von Moos zieht jeden Herbst mit Freuden los. Sankt Nikolaus kann's auch nicht lassen uns Senioren zu überraschen. Dann kommt die liebe Weihnachtszeit, da gibt es dann a schiene Feier, wo viele Hände helfen dann mit Flötenspiel und schöner Messe, damit man das nicht schnell vergesse. Bei Kerzentanz und gutem Schmaus klang unsre Feier schließlich aus. Vergnügt und glücklich trat man dann mit einer Blum' den Heimweg an. Dann kommt die Geburtstagsfeier, wo wir gern das Glas erheben, um Gott zu danken, dass wir noch leben. Herr Pfarrer lässt uns nicht allein er möchte ja auch gern dankbar sein. Dabei gibt es Kaffee und Zelten, den haben wir der Stuber Anna zu vergelten. Im Fasching hat man erst entdeckt was in Senioren drinnen steckt. Viel Tränen wurden da gelacht, so gut haben sie's auf der Büh'n gebracht. Olle Mittig tien die Seniorn fest trainieren um beim Preiswattn an Preis zu kriegn. Beim Watten, do sein insre Seniorn nou gonz fit, lei ... die Mander mochn nou nit recht mit. Gea, kernrnt's decht a amol zu insrer Runde, und nemmt'senkZeitfüra poorStunden! Oh, wie würden sich die Frauen freuen und ihrwürdet es sicher auch nicht bereuen wenn es ins und enk selber a bissl Freude schenkts weil ... es isch schun vielspater als man denkt.

Alber Waltraud Senioren preis watten in St. Leonhard am S. März 2002


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PasseirerBlatt-NR.

3S, SEPTEMBER

2002

G RAT U LA TI 0 N E N

"Post Franze" 50 jahre im Gastgewerbe

Sepp Raich 70jahre und überhaupt nicht leise Zu Lichtmess 1950 wurde die Musikkapelle St. Martin wieder ins Leben gerufen. Der Hais Sepp ist seit damals dabei. In den ersten jahrzehnten spielte er Tenorhorn, später hat er zum großen Schlagzeug gewechselt. In den scer jahren unterhielten er und seine Brüder die Leute bei verschiedenen Veranstaltungen mit einer Tanzkapelle. Heuer feierte er seinen 70. Geburtstag und konnte dabei auf gz jahre aktives Musizieren zurückblicken. Seine Familie und viele Freunde waren gekommen, um dem Sepp zu gratulieren. Besonders gefreut hat ihn der Aufmarsch der "Hochwilde-Böhmischen". Bekannt ist der Sepp in vielen Häusern und hinaufaufdie meisten Hütten als "Gasmann". Mit seinem Geländefahrzeug beliefert er die entlegensten Häuser mit Gas und hat auch Verständnis, wenn die Lieferung manchmal schon vor der Bestellung erfolgen soll. Der Sepp ist ein Beispiel, wie man auch mit 70 jahren seine Freizeit sinnvoll gestalten kann, zum Wohle der Allgemeinheit durch sein Hobby und seinerTätigkeit. Seine Freunde wünschen alles Gute zum runden Geburtstag und weiterhin viel Freude mit den "Cinellen". Hermann Pirpamer

Die Post Franze und der Unterwirts

Wendl

johann Stadler johann Stadler ist ein treuer Gast im Hotel Alpenblick in Pfelders. Er liebt die Pfelderer Berge ebenso wie die kleine Kirche des Dorfes, in die stets sein erster Weg bei seinen Besuchen führt. Der Heidelberger ist am IJ.J uni 1922 geboren und feiert seit nun schon 40 jahren seinen Geburtstag in pfelders - inzwischen mit Kindern und Kindeskindern. Der heurige 80. Geburtstag war ein ganz besondererfür Herrn Stadler: derverwitwete Mann hat sich heuer mit seinem stolzen Alter ein zweites Mal vermählt. Sabine Thuile Brunhilde Hafer

Wer kennt sie nicht, die wohl bekannteste Kellnerin des Passeiertales? Seit 1952 ist Franziska Pichler, geboren am 24.02.1936, im Gastgewerbe tätig. Begonnen hat sie ihre Tätigkeit seinerzeit beim Unterwirt, warvon 1953-55 beim alten Schießstand in St. Martin beschäftigt und arbeitete dann im Anschluss 39jahre lang in der Haselstaude, wo sie mit ihrer humorvollen und schlagfertigen Art, einen über unser Tal hinausreichenden Bekanntschaftsgrad erlangte. Am Wochenende half sie, wenn Not am Mann war, auch mal beim Mitterwirt, in der pfandler Alm Bar oder beim Saltauserhof aus. Den Generationen von Gästen, die sie bediente, bleiben ihrfreundliches Wesen, ihre gute Laune und die unterhaltsamen Anekdoten, die sie gerne zum Besten gibt, stets in guter Erinnerung. Seit 1991 arbeitet die Franze nun beim Brückenwirt in St. Leonhard und hilft des öfteren am Naserhofaus.lhre freien Stunden genießt sie in ihrer Eigentumswohnung, die sie in kälteren Monaten - und daraufist sie besonders stolz - mit Holz aus dem eigenen Wald beheizt. Eigentlich wäre die Post Franzeja in Pension, aberda sie mit Leib und Seele Wirtin und zudem ein sehr aktiver Mensch ist, ist sie trotzdem ständig auf Achse. Viel Gesundheit und einen glücklichen Lebensabend wünschen der Franze die fünf Unterwirts-Kusinen und die Redaktion. _ kg


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VOLKSMUSIKANTEN

PFLEGEN

ALTE VOLKSKULTUR

Besondere Feier im Bärengrübl, pfistrad - Passeirer Zitherclub wird 10 Jahre alt Anfang August trafen sich die aktivsten unter den Passeirer Zitherspielern, Maria Alber, Verena Pirpamer, Irene Lahner, alle aus St. Martin, und Thea Gufler aus Stuls, um auf der Bärengrüblalm das re-jährige jubiläum des Passeirer Zitherclubs zu feiern. Bei strahlendem Wetter wurde der Gipfel der Hochwart erklommen und gemeinsam zur Freude der Wanderer musiziert. Zur Zeit sind 10 Mitglieder eingeschrieben - nicht alle konnten bei dieser Feierdabei sein. Maria Alber war schon vor 10 jahren die treibende Kraft und auch heute ist sie bemüht, Interessierten das Zitherspielen beizubringen, alte Musikstücke und Lieder weiterzugeben, die Vol ksmusik zu pflegen und zu beleben, damit das Stuben musikinstrument "Zither" zu schönen Unterhaltungsstunden, bei gemütlichen Abenden und bei feierlichen kirchlichen Anlässen erklingen kann.

ZUM

Wirgratulieren dem PasseirerZitherclub zu diesem jubiläum, danken der Leiterin Maria Alberfür ihren unermüdlichen Ein-

satz in dieser alten Tradition des Sebastian Pamer sen. (auch Grü ndungsmitglied) und wünschen, dass sich noch viele Zitherspielerdiesem Club anschließen (Tel. 0473/641184) um weiterhin gemeinsam viele jahre voll Erfolg und zur Freude aller die Zitherklänge zu verbreiten. Die Passeirer Volksmusikanten

Die Zirhergruppe auf der Bärengrübl-Alm

SCHMUNZELN

Ein Tatsachenbericht zur Eröffnung der Jagdsaison Das ist ja der Hund desjagdaufsehers, dachte sich vor einiger Zeit ein junger Mann, derTal auswärts fuhr und den Waldi am Straßenrand erblickte. Eswar schon nach Mitternacht und der junge Mann war auf dem Heimweg. Der Hund hat sich verlaufen, sagte sich der junge Mann, den muss ich mitnehmen, wer weiß, wo er sonst landet. Er lockte den Waldi und platzierte ihn neben sich auf dem Beifahrersitz. Kontrolle war keine unterwegs und wenn - der Hund und der junge Mann, sie waren ja ohne Promille. So kam derverlaufene Waldi mit seinem Retter bald bei dem zu Hause an. Selbstverständlich schliefen schon alle. Da der junge Mann aber kein jägerwar, brachte er den Hund zu seinem Bruder, der ein jäger war, in die Kammer. Diesererwachte nicht, als derjunge Mann den Hund eintreten ließ und ihm die Lodenjacke des Bruders, die der immer anzog wenn er auf die jagd ging, auf den Boden legte und sich wieder entfernte. Der Waldi legte sich gleich zum Ausruhen hin. Er war sehr müde, er hatte

einen strengen Tag hintersich.jedenfalls träumte er sogleich von Gamsen und Rehböcken. Auch Geisen kamen ihm im Traum in die Quere, deshalb fing er an "schiach zi kraischtn". Davon erwachte der schlafende jäger, wusste das "schiache Gekraische" aber nicht zu deuten. Als es aber immer stärker wurde, trieb es dem jäger den Schweiß aus allen Poren. Ein jäger und fürchten? -Nein, er presste die Hände zu Fäusten, biss die Zähne aufeinander. - Einbrecher im Haus? -Nein, die würden nicht so ein "Gekraische" vollbringen und außerdem war das "Getue" in seiner Nähe. Dem jägerwar nicht zum Lachen. Plötzlich wusste er, was das Unheimliche sein könnte. Es ist jemand zu sterben, der sich .rnaart" So etwas hat er des öfteren schon gehört und da hilft das Beten. Der jäger suchte im Nachtkastl die "Bete" und fing an den schmerzhaften Rosenkranz zu beten. Der Waldi im Traum sah den schönsten Gamsbock, den er je gesehen, er jagte ihm nach und biss ihm in den Kragen. Das verursachte ein wildes "Gewinzle". Der jäger hatte gerade das Gesätzchen "der für uns Blut geschwitzt hat" fertig. Der Hund hatte den Bock erlegt und war nun ruhig: Der jäger glaubte, nun ist derjenige gestorben, der sich bei ihm "gemaart" hat. "Herrgib

ihm die ewige Ruhe!" Erschlüpfte unter das Bett und deckte sich warm zu. Der Hund, nun aber pudelwach und unternehmungslustig, sprang auf die Bettstatt des jägers zu. Das gab einen Krach. Dem jäger stiegen noch einmal die "Gansrupfen" auf. Er schaltete die NachtkastIlampe an und vor ihm stand des jagdaufsehers Hund. Zum Fürchten jedenfalls kein Grund.Aber zum Lachen. Einjägerfürchtetsich in der Kammervoreinem schlafenden Hund. Anna Lanthaler

Kleinanzeiger Der Tourismusverein von St. Leonhard sucht: bis 4 fleißige Mitarbeiter/innen welche beim Projekt Weihnachtsmarkt in Leipzigvom 26.11. bis 22.12.2002 bei einem Produktstand Wareverkaufen, Krapfen und Apfelkiachl backensowie Glühwein aufschenken. Beste Bezahlung und Unterkunft wird garantiert. Informationen beim Tourismusverein St. Leonhard - Tel.0473 656188 Herrn Wernerverlangen

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37 PasseirerBlatt-NR.

MIT

SPITZER

FEDER

Motorradlärm und Rhythmusgefühl Seltsame Dinge geschehen bei mir zu Hause; man redet und versteht das eigene Wort nicht. Nun steht nirgends geschrieben, dass einer das Recht hätte, sein eigenes Wort zu verstehen, und ich werde ein solches Recht besti m mt nicht ei nfordern, sonst lacht sich noch jemand tot und am Ende muss man aufeine Beerdigung gehen. Esgibt ein Recht aufLärm, Gott sei Dank, und unsere Freunde von der Motorradfront nehmen es täglich in Anspruch. Um ehrlich zu sein: ich mag den Lärm, den sie erzeugen. Ein moderner Lärm, kraftvoll, dissonant und grell, wie das Wüten eines absonderlichen Maschinen-Orchesters. Musik, liebe Leute, Musik. Eine fremdartige Musik, gewiss, aber muss man nicht offen sein für das Neue, das Unerhörte? Freilich, mitunter packt mich die Lust, selbst ein wenig Musik zu machen. Nun spiele ich eine klassische Gitarre aus Zedern- und Rosenholz (ganz nach dem Motto: "Spiel niemals Gitarren aus Beton, die machen einen schlechten Ton"), und die fügt sich nicht gut in das eigentümliche Klangspektrum von Kawasaki-Motoren. Das ärgert mich ein wenig. Am Ende ergreife ich die Flucht und das hat allerdings sein Gutes: Der Heilige Antonius im Schintlkastl in Stuls - müde ob des ewigen Gejammers überverlorene Eheringe und verlegte Trauscheine - freut sich über eine kleine, zarte Gitarrenmusik. Am liebsten mag er rasche Tänze mit hüpfenden Achtelnoten. Manche Leute sagen, das Taktschlagen mit dem Fuße sei eine Unart, aber eines dürft Ihrwissen: Ich bin der glücklichste Mensch auf Erden, seit ich gesehen habe, wie der Heilige Antonius mit den Füßen wippt. ZurGitarrenmusik! Ich bin voll des Dankes. Seht Ihr: Da hat man sich eben noch geärgert, dass der Ton der Gitarre leise, jener der Motorräder laut ist, hat sich auch geärgert über die HGV-Knechte in der Politik, die immer nur das Wort "Wirtschaftsfaktor" herunterbeten, Tag und Nacht und im nächsten Augenblick geschehen Wunder! Aber so ist eben die göttliche Vorsehung! Zuletzt fällt mir noch ein: Da sitzt einer auf Mallorca, schreit "Mega-Sauerei" und regt sich ganz furchtbar auf, über die neue

Öko-Steuer, bis er schließlich - Schaum vor dem Mund - eines schrecklichen Todes stirbt: Herzinfarkt. Aberda kann man nur sagen: Selber

AUS

DEN

BUCHVORSTELLU

schuld, warum hast du dir nicht eine Kawasaki zugelegt?!? Ein Antonius-Pilger

BIBLIOTHEKEN Gospel Spiritual

NG:

Georg Klotz "Freiheitskämpfer für die Einheit Tirols" Am Dienstag 1. Oktober stellt die Landtagsabgeordnete Frau Dr. Eva Klotz, die von ihr verfasste Biografie über ihren Vater Georg vor. Ort:

St. Martin Vereinssaal

Beginn:

20 Uhr

Veranstalter:

Bibliothek

WIR

STELLEN

3S, SEPTEMBER 2002

St. Martin

VOR:

Neue COs

1997 - 2001

"Yong voices live in concert" Mit der CD "Young Voices live in Concert" präsentiert der bekannte Passeierer Gospelchoreinen gelungenen Querschnitt seines bisherigen Schaffens aus den jahren 1997 bis 2001. Die Gospel und Spirituals sind Livemitschnitte und geben so Konzertatmosphäre wieder. Die CD wurde im Mai dieses jahres im Vereinshaus von St. Leonhard vorgestellt. Die CD ist nicht im Handel erhältlich. _ gz Eine Bitte: Das Passeirerblatt möchte in Zukunft alle neu erscheinenden CDs und MCs von Passeirer Gruppen, Chören und Musikkapellen kurz vorstellen. Bitte teilen Sie uns das Erscheinen ihrer CD/ MC rechtzeitig mit. Kontakt: Bibliothek St. Martin Tel. 0473 641676

Trio krlstatl: "A Pseirer Geigenmusig" Schon seit 5 jahren gibt es das Passeirer Trio Kristall. Der Helli Prünster, Alex Krezdorn - beide aus St. Martin- und seit kurzem auch Markus Ennemoser aus Stuls, sind begeisterte Musiker und haben nun im juni ihre zweite CD mit dem Titel: "A Pseirer Geigenmusig" vorgelegt. Eigenkompositionen und wiederentdeckte alte Volksweisen wechseln einander ab und jeder Fan der volkstümlichen Musik kommtgarantiertaufseine Kosten.

Klei na nzeiger Wir suchen schöne Motive für Weihnachtskarten! Wer also Dias bzw. Fotos mit verschneiten Winterlandschaften, Panoramablick, Weihnachtsdekoration usw. hat, meldet sich bitte bei Papier Profi, St. Leonhard. Tel.0473 65 65 89.


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38 ÜBER

DAS LESEN

Was das Lesen mit Schulerfolg und Berufschancen zu tun hat und was Eltern tun können, um ihre Kinder zu Lesern zu machen Von Gottfried Zag/er Eltern wollen für ihre Kinder selbstverständlich nur das Beste; dazu gehören eine gediegene Ausbildung und gute Berufschancen. So sind viele Eltern motiviert, ihre Kinderfrühzeitig zu fördern. Das Beste und Neueste für das Kind muss angeschafft werden und das ist heute zweifelsohne der Computer. So sieht man in manch einer Familie schon Fünfjährige stundenlang am Computer sitzen und Eltern haben das gute Gefühl, dass ihre Kinder damit zukunftsfähig sind. Inzwischen ist die von vielen Medien erzeugte Computereuphorie der Neunziger Jahre verflogen und die Erziehungsexperten fordern wieder Altbewährtes. Eltern und Erzieher sollen wieder mehr vorlesen, erzählen und zum Lesen anleiten. Man hat nämlich entdeckt, dass viele Eltern der Computergeneration viel zu wenig mit ihren Kinder reden, und dass ihre Kinder wenig oder kaum lesen. Die Folge davon ist, dass der Lernerfolg dieser Kinder in der Schule gefährdet ist. Computer und Fernseher sollen jedoch nicht pauschal verteufelt werden - es gibt tolle Programme für Kinder - doch gilt es diesen Medien klare Grenzen zu setzen. Verantwortungsbewusste Eltern kommen nicht umhin, den Konsum der Bildmedien auch gegen den Widerstand der Kinder zeitlich einzuschränken. Nur so bleibt den Kindern wieder genügend Zeit, ein Buch in die Hand zu nehmen oder mit anderen Kinder zu spielen. Bücher und das Lesen an sich haben in jüngster Zeit eine enorme Aufwertung erfahren, sie sind plötzlich wieder "in". Einer der Gründe für diese Entwicklung ist die sogenannte Pisa Studie, ein groß angelegter, internationalerVergleich der Schulleistungen. Die Ergebnisse dieser Studie haben klargezeigt, dass Lesen zur wichtigsten Fähigkeit gehört, um in der Schule erfolgreich zu sein. Schlechte Leser sind schwache Schüler und mit solchen kann ein Land in der heutigen Wissensgesellschaft nicht erfolgreich sein. Selbst mit dem Computer können schlecht lesende Schüler nicht umgehen, denn sie sind nicht in der Lage, die einflutenden Informationen sinnvoll zu ordnen und geschweige denn, Texte wirklich zu verstehen. Alle Länder, die der Leseförderung durch Schulen und Bibliotheken einen hohen

Stellenwert einräumen, konnten in der Pisa-Studie hervorragend abschließen. Die Schulen Italiens und Deutschlands landeten übrigens aufhinteren Plätzen, während z. B. Österreich erfolgreicher war. Südtirol, das sich nicht an dem Schulvergleich beteiligte, möchte in den nächsten Jahren dabei sein. In Deutschland hat dieses Ergebnis Politiker, Unternehmer und Eltern alarmiert, und das Land scheint entschlossen, die bisherige Schulpolitik umzukrempeln. "In Zukunft", schreibtdie renommierte FrankfurterAllgemeine Zeitung "kann es nicht mehr so sein, dass hie und da Schulbibliotheken in Computerräume umgewandelt werden, im Gegenteil, Bibliotheken und das Lesen müssen konsequent gefördert werden. Die Schule, besonders die Grundschule, ist gefordert dem Lesen viel mehr Aufmerksamkeit zu schenken". Die Leseförderung ist jedoch keineswegs nur eine Aufgabe der Schule. Gefordert sind in erster Linie die Eltern selbst. Am besten ist es, sie geben ihren Kindern selbst ein gutes Beispiel du rch die Wertschätzung von Büchern, durch Vorlesen und Erzählen. Schon bei Zweijährigen kann damit begonnen werden. Kinder lieben es, wenn sie abends vor dem Schlafengehen noch bei Mutter oder Vater kuscheln und dabei Bilderbücher ansehen können. Ein solch gemeinsames Lesen vermittelt Geborgenheit und gibt dem Kind das Gefühl, dass Lesen Spaß macht. Etwas ältere Kinder sollten erfahren, dass Bücher ein fester Bestandteil des Alltages

sind. Deshalb ist es wichtig, dass sie jederzeit freien Zugang zu Büchern haben und dass sie einen eigenen Platz, ein eigenes Regal haben, wo sie ihre Bücher aufbewahren können. Das Angebot an Bilder-, Vorlese- und Sachbüchern für Kinder ist sehr groß. Es ist nicht einfach, die "Besten" herauszufi nden. Eltern können sich vorerst vom eigenen Geschmack leiten lassen oder auch fachmännische Hilfe in Anspruch nehmen. Ein guter Weg ist es zu beobachten, wofür sich ein Kind gerade interessiert oder welche Probleme es hat. Man sollte die Interessen des Kindes zum Anlass nehmen, um mit ihm ein Buch aus der Bibliothek zu holen oder in der Buchhandlung zu kaufen. Sie können Ihrem Kind beim Aufbau einer eigenen, kleinen Bibliothek helfen, indem sie Verwandte und Bekannte bitten, Bücher oder Bücherschecks zu Weihnachten, zum Geburtstag oder zu anderen Gelegenheiten zu schenken. Wenn sie ihr Kind ermuntern, Bücher mit Freunden auszutauschen und mit ihm oft Bibliotheken und Buchhandlungen besuchen, wird seine Freude am Lesen bestärkt. Sobald Ihr Kind in der Schule lesen gelernt hat, sollte die häusliche Leseförderung nicht aufgegeben werden. Es braucht noch für eine Weile Ihre Anteilnahme an seinen Erfahrungen und Fortschritten, und es braucht die Wärme und Geborgenheit, die es bisher mit dem Vorlesen verbunden hat. Wenn Eltern und Kinder sich beim Lesen abwechseln, kommt keine Langeweile auf. Ist Ihr Kind dann schon älter und besucht die Mittel- oder Oberschule, sollten die Eltern es nicht versäumen, Interesse für die Lektüre des Kindes zu zeigen. Meist ergibt sich dabei eine gute Gelegenheit um mit dem Kind über seine Probleme zu reden.


39 PasseirerBlatt-NR.

MUSIKGRUPPEN

AUS

DEM

Anfang an der musikalische Kopf und hat die richtigen Stimmen aus dem ganzen Passeiertal zusammengebracht. Schon vor der Grü ndung der .Young Voices" hat die ausgebildete Klavierlehrerin in St. Leonhard einen Mädchenjugendchorgeleitet, der bei Messen "moderne" Lieder zu m Besten gab. Die Musik kam sehr gut an und

Die Young Voices beim Konzert am 9.10.1998 im Vereinshaus uon St. Leonhard:

u.l.n.r.,stehend: Peter Burgmann, Wilfried Gufler,

Florian Hofer, Herbert Pixner, Brigitte Heel, Benno Pamer,Elke Pamer, Manuel Thoma

u.l.n.r.,sitzend: Gernot Hofer, Michaela Pamer,

Sabrina Lanthaler, Veronika Haller, Ursula Schwarz, Kathrin Lanthaler, Petra Marth.

konzert mit lauter modernen englischen Liedern wie .Yesterday', "Hey [ud", "Let it be" von den Beatles, aber auch Spirituals wie "Steal away", ,,0 happy day". Man fühltsich zeitweise in den Gottesdienst einer schwarzen Südstaatengemeinde versetzt, wo die Begeisterung vom Chor aufdie Gemeinde überspringt und alle in ihren Bann zieht. Leise Töne wechseln sich mit stimmgewaltigen Solos ab, und kaum jemand kann sich dem Rhythmus und der Kraft des Gospelsgesanges entziehen. Eineinhalb Stunden dauert das Konzert, und von allen Seiten werden die "Young Voices" beglückwünscht und zum Weitermachen aufgefordert. Und das machen sie auch. Die Gruppe "Young Voices" ist lebendiger denn je. Zu verdanken ist das in erster Linie der Chorleiterin Michaela Pamer. Sie warvon

SEPTEMBER 2002

PASSEIERTAL

"Young Voices" - junge Chorstimmen aus dem Passeiertal samstag Abend, 8. November 1997. Schon lange fiebern 1sjunge Leute diesem Abend entgegen. Das Vereinshaus in St. Leonhard ist voll besetzt. Wohl an die 400 Zuhörer sind gekommen um das Premierenkonzert der Gruppe .Young Voices" zu hören. Was da geboten wird ist für Passeier ungewöhnlich. Ein Chor-

35,

im Sommerdaraufwurde die Idee geboren, einen Gospelchor zu gründen. Gospel, derfröhliche und stimmungsvolle Kirchengesang der Schwarzen, hat längst die Musikcharts erobert und ist populär wie noch nie. Man denke nur an Whoopi Goldbergs Nonnenchor im Film "Sister Act". Esgelang, 14junge, talentierte Sängerinnen und Sängerfürdie neue Gruppe zu gewinnen, die wirklich Freude am Singen haben und auch bereit sind, intensive ProbenarbeitvordenAuftritten in Kaufzu nehmen. Zwei ausgezeichnete Musiker, Gernot Hofer am Klavier und Manuel Thoma am

Schlagzeug, geben seitdem den sehr gut harmonierenden Stimmen des Chores den passenden Rahmen. Nun sind schon fast fünf jahre vergangen, und die "Young voices" haben jedes [ahr rund ein Dutzend Auftritte absolviert. Bei Hochzeiten, jubiläumsfeiern, Chorfesten, Taufen,jugendmessen und Weihnachtsfeiern begeisterten sie mit Liedern der Beatles, von Simon &Garfunkel, Reinhard Fendrich, den Prinzen und nicht zuletzt durch Gospelmusikinterpretationen. Mancher Saal und Kirche in Südtirol wurde vom stimmgewaltigen Chor regelrecht zum "Vibrieren" gebracht. Und wenn sich dann nach dem Konzert die Zuhörer- mitden gehörten Songs im Ohr -leise summend aufden Heimweg machten, hatten die .Young Voices" ihr Ziel erreicht. Sie hatten viele neue Freunde fü r ihre Chormusik gefu nden. Um Auftrittsmöglichkeiten brauchte sich die Gruppe nicht zu sorgen, dafür sorgte die Mundpropaganda. Zu den Höhepunkten des jungen Chores zählten neben den fünfgroßen Konzerten im Vereinshaus von St. Leonhard, das Singen bei Messen in der Pfarrkirche Meran und in Partschins, die Teilnahme beim ZDF Sonntagskonzert und dervielbejubelte Auftritt beim jugendfestival in Lindau am Bodensee als Vertreter des Südtiroler Sängerbundes. Eine große Freude machte die Gruppe sich und ihren vielen Fans mitderVorstellung der ersten CD am 11. Mai dieses jahres im Vereinshaus von St. Leonhard. Die CD .Young Voices live in Concert" ist ein Livemitschnitt der besten Konzertauftritte. Sie wurde vom Tonstudio Perpetuum Mobile in Meran aufgenommen und freundlicherweise von der Raika St. Leonhard finanziell unterstützt. Für den Herbst ist wieder ein Konzert in St. Leonhard geplant. Vorher muss natürlich intensiv geprobt werden, doch auf das Ergebnis können wir uns jetzt schon freuen.

.gz

Steckbrief: Chorleiterin: Sänger/Innen: Klavier: Schlagzeug: Gründungsjahr:

Michela Pamer Brigitte Heel, ElkePamer, Ursula Schwarz (Sopran); Petra Marth, Sabrina Lanthaler, Ingrid Heel,Anna Pamer,(Alt); Herbert Pixner,Benno Pamer(Tenor), Florian Hofer, Peter Burgmann, Kandy Burgmann, Wilfried Gufler(Bass) Gernot Hofer Manuel Thoma 1997


40

Interview mit Chorleiterin

ist vor allem, mit welchem Körpereinsatz die Farbigen ihre Musik vortragen. Man wird von der Begeisterung und der Freude der Sänger geradezu mitgerissen und auch wir bekanntlich starren Europäer beginnen mit unserem Körper "mitzuschwingen".

Michaela Pamer

PB:Kommt hier nicht eine gewisse Distanz zur eigenen Musiktradition zum Ausdruck?

Wir empfinden das nicht so. Esist faszinierend sich mit Musik zu beschäftigen, die bei uns nicht beheimatet ist; wir können in eine andere Musikwelt abtauchen. Das heißt aber noch lange nicht, dass wir unsere Volks- und Kirchenmusik ablehnen. Viele unserer Chormitglieder sind parallel zum Gospelchor noch in Musikkapellen oder traditionellen Kirchenchören tätig.

PB:Welche Reaktionen gibt es auf eure Musik?

PB:In Europa schwarze Gospelmusik zu singen galt vorJahren noch als ungewöhnlich. Inzwischen gibt es im deutschen Sprachraum viele Gruppen. Woher glaubst du, kommt diese Faszination für den Gospelgesang ? Man spürt den großen Kontrast zu unserer traditionellen Kirchenmusik. Faszinierend

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Unsere Fansversichern uns immer wieder, dass sie fasziniert sind, welch eindrucksvolle Musik wir ganz ohne Verstärker und Elektronik machen. Am meisten ansteckend, glaube ich, ist unsere Begeisterung. Wenn es uns gelingt, die Zuhörer aus der Reservezu locken, merken wir, was Musik zu bewirken vermag. Zu unseren Konzerten kommt ein gemischtes Publikum, viele jüngere, aber

auch ältere Zuhörer. Die älteren Leute sind in ihren Reaktionen naturgemäß etwas reservierter.

PB: Wie bereitet ihr die Konzerte vor?

Vor den Konzerten wird sehr intensiv geprobt. Als Chorleiterin versuche ich immer einige neue Stücke einzubauen. Neue literatur zu besorgen ist jedoch schwierig.

PB:Gibt es bei euch spezielle Weiterbildung?

In Brixen gibt esjedes Jahr ein spezielles Seminar, das einige von uns besuchen. Heuer waren wir auch zu viert bei einem Weiterbildungsseminar in Eisenstadt im Burgenland.

PB:Musikalische Vorbilder?

Unsere Vorbilder sind sicher die bekannten schwarzen Gospelchöre. Wir bewundern ihr Bewegungsgefühl und versuchen ihnen nachzueifern. Vieles bleibt für uns unerreichbar, doch ihre Freude und Begeisterung motivieren uns.

PB:Zukun{tsprojekte?

Solange zu singen, wie die Begeisterung andauert.

Das Interview führte Gottfried Zag/er

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41 PasseirerBlatt-NR.

PSEIRERLEIT

Schwester Ivanna Berta Ennemosereine Passeirer Ordensschwester in Afrika Ordensfrauen werden geschätzt, vielfach begegnet man ihnen aber mit einer Mischung aus Respekt und Abstand. Ihr Lebensentwurfwiderspricht nämlich dem Lebensgefühl und derGlückserwartung der meisten von uns. Wenn jedoch Schwester Berta Ennemoser aus St. Leonhard,Jahrgang 1938, ihre Lebensgeschichte erzählt, kommt man nicht umhin, diese Frau zu bewundern. Geboren wurde Berta in St. Leonhard am Gratzhof, als siebtes Kind von vierzehn Geschwistern. Man kann sich vorstellen, dass bei so viel Nachwuchs die Mutter alle Hände voll zu tun hatte und die Kinder nicht verwöhnt aufwuchsen. Eswar ein tiefreligiöses Elternhaus, wo dertägliche Rosenkranz und der sonntägliche Messbesuch noch selbstverständlich waren. Die Berta hat schon damals gern gebetet. Im Übrigen war sie ein ruhiges, aber auch fröhliches Mädchen, das gerne sang. Nach dem Besuch der acht Klassen Volksschule wurde Berta zu Hause gebraucht. Etwas älter entsch loss sich Berta, fü r vier Jah re

Afrikanische Frauen, fest mit den Elementen verwurzelt, danken in der Liturgiefeier für Mutter Erde und Wasser

als Hausmädchen in Bozen bei einer wohlhabenden Familie zu arbeiten. In dieser Zeit reifte in der dama Is Neunzehnjährigen der Wunsch, ihr Leben Gott zu weihen. Niemand hatte mit ihrdarüber geredet. "Ich habe", meinte Berta, "tief im Innern gespürt, dass mich etwas zu Gott hindrängt, um ihm im Klosterals Nonne zu dienen. Da ich jedoch kein Kloster kannte und gar nicht wusste, wie man es anstellt, überhaupt aufgenom men zu werden, wandte ich mich an meinen Cousin, den bekannten Missionar Bargyll Pixner." Dieser gab ihr den Tipp, zwei gerade in Brixen weilende irische Missionsschwestern zu fragen, ob siejemanden aufnehmen wollten. Berta wusste nicht, welchem Orden diese Schwestern angehörten und konnte sich zudem auch nur über eine Dolmetscherin notdürftig verständigen. Die Schwestern versprachen ihr aus dem Mutterhaus in Irland Informationen zuzusenden. Eine Begegnung, die sich als Wende in Bertas Leben herausstellen sollte ... Am 1. September 1957 traf dann tatsächlich ein Brief ein, der sie einlud, so schnell

35, SEPTEMBER

2002

wie möglich nach Irland zu kommen. Schon 14 Tage später sollte sie zusammen mit 26 Studenten mit dem Zug nach London fahren und sich dann anschließend allein nach Irland einschiffen. Berta zögerte keinen Moment, diese damals noch recht beschwerliche Fahrt in ein unbekanntes Land anzutreten. Wenn man bedenkt, welch einfaches Passeirer Bauernmädchen sie damals war, das zudem kein Wort Englisch verstand, dann kann man ihren Mut und ihre Entschlossenheit nur bewundern. Am 17.September kam sie in Dundalk im Norden Irlands an. Das Mutterhaus der Franziskanerinnen - Missionsschwestern für Afrika - war ein Orden mit sehr strengen Regeln. Gebet, Arbeit und religiöse Unterweisung wechselten einander ab. Es bestand Schweigepflicht, nurfüreine Stunde am Tag durften Klosteranwärtinnen überhaupt reden. Da Bertajedoch nur wenige Worte Englisch verstand, empfand sie das gar nicht als Mangel. "Ich war glücklich, hatte eigentlich kein Heimweh und erkannte, dass es das Leben war, das ich suchte", weiß sie aus dieser Zeit zu berichten. Ihre von zu Hause mitgebrachten Tugenden wie Selbstdisziplin und Rücksichtnahme halfen ihr sich schnell zurechtzuf nden. Besondere Annehmlichkeiten war man ja damals auf den Passeirer Bauernhöfen auch nicht gewohnt. Die englische Sprache lernte sie nach und nach und zwar aus dem Gebetbuch. Nach einem Jahr, am 3. September 1958, wurde sie eingekleidet und zur Novizin mit dem neuen Namen Ivanna. Nach zwei weiteren Jahren legte sie im September 1960 die Profess (zeitliches Gelübde) ab. Nun begann eine intensive Schulung um in Afrika eingesetzt zu werden. Religiöse Unterweisung, Sprachunterricht, Besuch der Haushaltungsschule in Dublin, Nähstube, Sonntagssammlungen in den Pfarreien für die Mission, Gästebetreuung und Exerzitien ließen wenig Zeit zum Verschnaufen. Einmal im Monat wares ihr erlaubt, nach Hause zu schreiben, ansonsten hatte sie mit niemanden Kontakt. 1963 kam dann der große Moment des Einsatzes in die Mission. Im Mai flog sie von Dublin nach Innsbruck und verbrachte ganze zwölfTage daheim. Von Rom ging es weiter nach Uganda. Sie betrat zum ersten Mal afrikanischen Boden und Afrika sollte sie auch in den kommenden Jahrzehnten nicht mehr loslassen. In [inja übernahm sie eine Haushaltungsschule für Mädchen. Den Mädchen wurde das Nähen und verschiedene andere Handarbeiten beigebracht. Daneben half Schwester Ivanna in der Pfarrei aus.

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42

> Körperlich widerstandsfähig

ertrug sie die Strapazen des afrikanischen Klimas erstaunlich gut. Die Malaria konnte durch gewissenhafte Prophylaxe in Schach gehalten werden. Nachdem die ugandische Regierung 1966 die Schließung aller Privatschulen verfügte, beschloss der Orden sie wieder nach Irland zu schicken, um sie dort als Krankenschwester auszubilden zu lassen. Drei jahre lange besuchte sie einen Krankenpflegekurs und daran anschließend eine einjährige Hebammenausbildung.

Interview

mit Schwester

Ivanna Berta Ennemoser

1970 begann wieder ihr Einsatz in Uganda. Sie wurde nun in verschiedenen Orten als Krankenschwester eingesetzt, hauptsächlich aber in Buluba, 75 km von Kampala entfernt. Dort befanden sich eine Leprastation und dazu noch eine Kinder- und Entbi nd u ngsstation. Die Leprakra nken, die von der gesunden Bevölkerung isoliert und ausgestoßen waren, bekamen vor allem medizinische Hilfe. Das wardringend notwendig, da nur die schlimmsten Fälle gebracht wurden. Daneben bemühte sich die Station auch

um Aufklärung über die Lepra und um Schulbildung für die Kinder der Kranken. Schwester Ivanna war die einzige Krankenschwester und hatte nur zwei ausgebildete Mädchen, die ihr halfen. Eswaren die schrecklichen jahre der Herrschaft des als Ungeheuer von Afrika verschrieenen Idi Amin. Uganda befand sich 20 jahre lang im Bürgerkrieg und die Station Buluba wurde von den kriegerischen Ereignissen nicht verschont. Es gab Überfälle und Einbrüche von marodierenden Soldaten und manche Schreckensnacht

uns. Siesind Hindus, Moslems und Katholiken und bringen uns Essensspendenvorbei und ab und zu auch Geld.Siesehen, dass wir etwas gegen das Elendtun und deshalb vertrauen sie uns. Unterstützung kommt auch aus Deutschland von der christlichen Blindenmission. Die Spende,die wir von dort dreimonatlich erhalten ist allerdings meist schon von vornherein aufgebraucht. Etwas Geld wirft auch die Vermietung unseres Arbeiterwohnheimes ab. Von der Regierung bekommen wir keinerlei Unterstützung. Im Gegenteil, wir Ausländer müssen für Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung, Identitätskarten usw. bezahlen. Sehr willkommen sind uns auch die Spenden aus der Passeirer Heimat von Geschwistern, Verwandten und Bekannten.

für Essen,Schule oder Medikamente aufzubringen. Diese Frauen werden von ihren Männer oft nicht selten schlecht behandelt. Sind ein paar Kinderda, machen sich die Männer davon. Manchen Männern fehlt jedes Verantwortungsbewusstsein.

PB:Bei uns entsteht oft der Eindruck, die Afrikaner, im besonderen die Regierungen, sind am Elend Afrikas mitschuldig?

PB:Schwester luanna, uerstehen Sie sich in Afrika eher als Entwicklungshelfer oder als Missionare? Ich glaube wir sind beides. Mit unserem Altersheimprojekt in Nairobi leisten wir reine Überlebenshilfe für die Ärmsten der Armen. Durch unseren Dienst geben wir Zeugnis für Christus und lehren die Afrikaner, dassalte und arme Menschen Würde besitzen. Viele andere Schwestern unseres Ordens sind jedoch in der religiösen Weiterbildung in den Pfarreien, Gruppen und Familien tätig. Beide Einsatzformen in Afrika sind wichtig und richtig.

PB:Wie finanzieren Sie eigentlich Ihr Altersheimprojekt?

Ich bin auf Spenden angewiesen. Vor allem die Asiaten in Kenia,meist Inder, die als Volksgruppe selbst bedrängt werden, helfen

DieseThese ist nicht ganz unrichtig. Die Verhältnisse in den einzelnen Ländern sind natürlich unterschiedlich. In Uganda z. B. ist es besser,in Kenia ist die Regierung eine echte Landplage. Die Korruption und die Bereicherung der herrschenden Machtclique um den Präsidenten Arab Moi ist unbeschreiblich. Das Landverelendet zusehends und das verspüren vor allem die Armen, aber auch die Mittelklasse. Der Polizei kann man nicht vertrauen, im Gegenteil, viele Frauen müssen vor ihrer Gewalttätigkeit Angst haben. Diesen Regierungen Geld zu geben ist sinnlos, da verschwindet alles. Besserist es, kleine Projekte von Missionaren und Nichtregierungsorganisationen zu unterstützen.

PB:Gilt den afrikanischen Frauen Ihre Bewunderung?

Ohja! Die Frauen tragen die Last des täglichen Lebens.Siesind für die Kinder da und versorgen die Familien. Reicheren Frauen geht es natürlich besser,arme haben nur geringe Chancen Arbeit zu bekommen. Sie müssen sich dann irgendwie durchschlagen, sich manchmal sogar prostituieren, um Geld

PB:In Kenia ist inzwischen auch Aids ein großes Problem geworden?

Für das Land wird es eine Katastrophe. -, Schonjetzt sterben täglich 1000 meist junge Leute an dieser schrecklichen Krankheit. Die Regierung hat das Problem vertuscht und möchte jetzt einfach Kondome verteilen, weil dafür Geld aus dem Ausland da ist. Wir Missionare und die Nichtregierungsorganisationen tun, was wir können, sowohl in medizinischer Hinsicht als auch bei der Aufklärung. Der Katholischen Kirche ist es ein Anliegen, den Menschen auch im sexuellen Bereich, wieder Würde und Verantwortungsbewusstsein, zu lehren.

PB:Ein anders Thema. Wie erleben Sie die Religiosität in Afrika, im Unterschied zu uns?

Sie ist viel offener, die Gläubigen trauen sich von Gott zu reden. Lebhaft ist vor allem die Liturgie. Wenn ich am Sonntag mit 2000 Leuten in der Messe bin, da wird selbstverständlich getanzt und gesungen. Ganze Familien, von den Alten bis zu den kleinsten Babys,sind da. Ein gutes Zeichen ist auch, dass wir genügend einheimischen Priester- und Ordensnachwuchs haben.

PB:Sicherlich erleben Sie oft Hilflosigkeit und Enttäuschung. Was gibt Ihnen die Kraft trotzdem weiterzumachen? Weil ich mein LebenGottgeweiht habe, weiß ich, dass Er hinter mir steht. Dasgibt mir Kraft und Zuversicht. Nurso kann ich die Herausforderungen annehmen.

Das Interuiew führte Gottfried Zag/er


43 PasseirerBlatt-NR.

ging gerade noch glimpflich ab. Mit viel Gottvertrauen hat Schwester Ivanna diese unheilvolle Zeit überstanden. In den folgenden jah ren wurde sie zusätzlich in der Leprastation Nyenga eingesetzt und sie pendelte mehrere jahre zwischen verschiedenen Krankenstationen des Ordens in Uganda hin und her, um immer dort auszuhelfen, wo "Not an der Frau" war. Die vielen jahre im afrikanischen Klima hatten der Schwester nun doch zugesetzt. Mehrmals war sie an Malaria erkrankt, besonders häufig in den jahren 1992/93. Darauf nahm sie der Orden aus dem aktiven Dienst und schickte sie zur körperlichen und spirituellen Erholungfürein Sabbatjahr (insgesamt 9 Monate) nach Kent in England.lm darauffolgenden jahr besuchte sie zusätzlich einen neunmonatigen Entwicklungshilfekurs in Irland. Danach wurde sie in Äthiopien eingesetzt. In Arba Minch, ganz im Süden, leitete sie alleine eine Frauenschule (Nähen, Handarbeit, Erste Hilfe). Das Klima dortwarsehrtrocken und heißund im Lande herrschte Hungersnot. Als "afrikaerprobte" Krankenschwester leistete Schwester Ivanna natürlich auch viel-

fältige medizinische Hilfe. Für ihren Einsatz wurde sie geliebt und verehrt. Sehr schweren Herzens verließ sie nach vier jahren die ihr anvertraute Bevölkerung. Im Mai 1999 wurde sie wiederum für zwei Monate zur Erholung nach Hause geschickt. Im juli kam sie nach Nairobi, der Hauptstadt Kenias. Dort führt sie mitten im riesigen Elendsviertel ein Altersheim mit34 alleinstehenden, verwahrlosten alten Leuten und versorgt auch noch 350 Arme aus der Umgebung. Sie bekommen Essen, und auf Wunsch auch Körperpflege (Haare schneiden, Rasieren) und medizinische Betreuung. Nicht zu kurz kommen aber auch gemütliches Zusammensein und das gemeinschaftliche Gebet. Die Verhältnisse, unter denen Schwester Ivanna hier im Elendsviertel Nairobi mit über 700.000 Menschen arbeitet, sind fast nicht zu beschreiben. Es gibt kaum Wasser, die meisten Bewohner hausen unter Bretterverschlägen oder Plastikplanen, es gibt keine Kanalisation und keine Toiletten, und wenn der Regen einsetzt, wird der stinkende Untergrund mitsamt den Hütten einfach weggespült. Die Kriminalität nimmt immer mehr zu und es gilt das Recht des Stärkeren. Dazu

35, SEPTEMBER2002

gibt es Hunderte von religiösen und ethnischen Sekten, von denen einige extrem gewaltbereit sind. Das Heim von Schwester Ivanna ist eine Insel der Menschlichkeit in einem Meer von Elend. Zur Zeit ist Schwester Ivanna aufHeimat-urlaub im geliebten Passeiertal. Hier besucht sie ihre Geschwister und Bekannte, die großen Anteil an ihrem Leben nehmen und sie moralisch und finanziell unterstützen. Am 16. September fliegt Schwester Ivanna, die übrigens eine treue Leserin des Passeirerblattes ist, wieder nach Nairobi, um den Armen in ihrem Kampfums Überleben beizustehen .• gz Wer Schwester Ivanna Ennemoser in ihrer Arbeit in Nairobi (Altersheimprojekt) unterstützen möchte, kann auffolgendes Konto einzahlen: Raika st. Leonhard, ABI: 08998, CAB:58810, K/K: 0300217964 Wer hingegen die Schulprojekte in Uganda Buluba und Logoioie unterstützen möchte, die von der Missionsgruppe "Solidarische Bewegung St. Martin" betreut werden, kann auf das Konto Raika St. Martin ABI 08226 CAB58840 Konto 22170-3 OEW Gruppe einzahlen.


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SPORT JUNGE

NACHWUCHSTALENTE

AUS DEM

PASSEIERTAl:

Skifahrer Michael Gufler, Skifahrer Werner Heel und Rodlerin Sandra Lanthaler Die Skifahrer Michael Gufler aus pfelders und Werner Heel aus Walten sind die zwei Passeirer Sporttalente, die mit der erfolgreichen Platter Rodlerin Sandra Lanthaler am Weißen Sonntag in pfelders im Rahmen einerfestlichen Feierfür ihre herausragenden Leistungen geehrt wurden. Michi hat nach 15jahren intensiven Einsatzes und Trainings den Einstieg in die Nationalmannschaft A geschafft und sich einen Weltcup-Fixstartplatz im Riesenslalom gesichert und tritt somit in die Fußstapfen von Luis Hofer (Steiner-Luis), der in der Saison 1979/80 einen WeltcupFixstartplatz im Slalom hatte. Werner, der 1997 in den Landeskader und 2000 in die Nationalmannschaft C aufgenommen wurde, hat 2002 den Sprung in die Nationalmannschaft B geschafft. Sandra, die 1996 mit dem Rennrodeln auf Naturbahnen begonnen hat, wurde 1997 in den Landeskader aufgenommen und schaffte es 2001 schließlich in die Nationalmannschaft B.

Werdegang

der jungen Athleten: Michael Gufler, am 24.03.1979 geboren, begann 1987 Skirennen zu fahren. Trainiert wurde er von 1987 bis '91 von seinem Bruder Thomas, ab 1991 von Gotthard Gufler Sen. 1996-97 trainierte er im Südtiroler Landeskader. Der junge Passeirer hat bereits zahlreiche sportliche Erfolge zu verzeichnen: Allein in der Saison 96-97 erreichte er den 4. Rang bei den Italien meisterschaften Riesenslalom junioren, den 1. Rang in der Gesamt-jugend-Italienwertung, sowie vier mal den 1. Rang beim Südtirolcup (Sportklassenwertung) in Slalom und Riesenslalom. Des weiteren erreichte er in der genannten Saison die Aufnahme sowohl in die Carabinieri Sportgruppe, als C. auch in die Nationalmannschaft In der Saison 1997-98 erhielt der heute 23-jährige den Titel junioren-Vize-Italienmeister im Riesenslalom in Ceretto Caghi sowie den Titel junioren-Landesmeister im Riesentorlaufin Gitschberg. In der Saison 1998-99 wurde Michi in Certina junioren-Italienmeister im Riesen-

torlauf, [u nioren-Vize-Italienmeister im Slalom und junioren-Vize-Italienmeister in der Kombination. Au ßerdem erzielte er bei der junioren-Italienmeisterschaft in Cortina einen ausgezeichneten 4. Rang bei Super-G und Abfahrt. Außerdem wurde er in derselben Saison Vize-Landesmeister im Slalom in pfelders und aufgrund seinerguten Leistungen in die Nationalmannschaft B aufgenommen. Die Saison 1999-2000 brachte ihm den Titel als Vize-Italien meister im Super-G der Kategorie Assoluti. In der Saison 2001-02 wurde Michael Militärweltmeister im Riesentorlaufin Kranjista Gora (Slowenien) und erreichte zweimal den 1. Rang im Europa-Cup (Riesenslalom), viermal den 4. Rang im Europa-Cup (Riesenslalom und Super-C), den dritten Rang im Europa-Cup (Disziplinenwertung Riesenslalom) sowie den 3. Rang in der Europa-Cup Gesamtwertung. Am 05.01.2002 fuhr Michael sein 1. Weltcuprennen Riesenslalom in Adelboden (Schweiz), erhielt den Weltcup-Fix-Startplatz für die Saison 2002/03 im Riesenslalom und wurde schließlich in die Nationalmannschaft "A" aufgenommen. Michi würde sich am 27. Oktober beim Weltcup-Riesenslalom in Sölden (Ötztal) auf viele Passeirer-Fans freuen! Strahlende

Gesichter bei der Ehrung derjungen

Sportler om Weißen Sonntag

in Pfelders.

Werner Heel, geboren am 23.03.1982, wurde von 1987 bis zur Aufnahme in den Landeskader bzw. Nationalmannschaft von Thomas Gufler aus pfelders trainiert. Seine Erfolge in der Saison 1994-95 waren ein 1. Rang im Riesenslalom und ein 2. Rang im Slalom bei der Kinderweltmeisterschaft in Wisthler Mountain (Canada), wo auch TrainerThomas mit dabei war. Außerdem erzielte er einen 3. Rang im Slalom in Terminillo bei Rom in der Kategorie Schü ler und wurde somit Vize-Italienmeister im Super- G und Landesmeister im Slalom. In der Saison 1995-96 erzielte Werner einen ausgezeichneten 3. Rang bei den Italien meisterschaften im Slalom. In der Saison 1996-97 erzielte er einen 3. Rang bei den Italien meisterschaften in der Kombination, Kategorie Zöglinge, in Pampeago (Trient). Außerdem einen 1. Rang beim Slalom und einen 2. Rang beim Riesenslalom beim Vergleichskam pf Nordtirol-SüdtirolBayern. Werner wurde in dieser Saison Italien meister und Landesmeister im Slalom. In der Saison 1997-98 errang Werner einen 3. Rang bei den Italien meisterschaften, Kategorie Anwärter im Slalom und einen 1. Rang bei der jugendolympiade in Poprad Tatry (Slowakei) im Super-G. In der Saison 1998-99 wurde er in St. Catarina in der Kategorie junioren, VizeItalienmeister im Riesenslalom, Vize-Italienmeister im Super-G, sowie Vize-Italienmeister in der Abfahrt. In der Saison 2000-01 wurde Werner in Bordonecchia (Turin), [u nioren-Vize-Italienmeister sowohl im Super-G als auch in >


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> der Abfahrt. Sein erstes Weltcuprennen

fuhrWerner am 28. Dezember 2001 in Bormio. 2002 schaffte Werner aufgrund seiner herausragenden sportlichen Leistungen schließlich die Aufnahme in die Nationalmannschaft B.

Sandra Lanthaler, am 01.02.1984 geboren, begann 1996 mit dem Rennrodeln. Trainiert wurde sie bis heute von Hubert Folie. Ihre Erfolge in der Saison 1996/97 waren ein 4. Platz bei der Landesmeisterschaft am Kronplatz und ein 3. Platz bei den jugend - Italienmeisterschaften in Gurnmer. In der Saison 1997/98 erreichte sie einen tollen 1. Rang sowohl bei der Landesmeisterschaft in Platt als auch beim Großen Preis von Südtirol in Welschnofen. Au ßerdem einen 2. Rang bei den jugend - Italienmeisterschaften in Arunda Schieiß; zudem einen guten 7. Rang bei den FIL. jugendspielen in Obdach (Österreich). In der Saison 1998/99 errang sie einen 4. Rang beim WM Test in Olang sowie einen 2. Rang bei der Italienmeisterschaft in Deutschnofen. Beim IC-Cup erreichte sie in der Gesamtwertung den 3. Rang. In Laas erreichte sie den hervorragenden 1. Platz bei der Landesmeisterschaft. In der Saison 1999/2000 wurde sie Italienmeisterin in Platt. Bei der junioren-EM in Umhausen (Österreich) landete sie auf einem guten 4. Rang. In der Saison 2000/2001 erzielte sie zweimal einen hervorragenden 1. Rang, sowohl bei der Landesmeisterschaft in St. Walburg als auch bei den Winterspielen in Bad Goisern (Österreich). Au ßerdem landete sie bei den junioren - Europameisterschaften in Tiers auf dem 8., bei den Italienmeisterschaften in Schieiß auf dem 2. Rang und erzielte bei den Weltmeisterschaften in Stein an der Enz (Österreich) einen ausgezeichneten 4. Rang. Wegen ihrer hervorragenden Leistungen wurde sie in die Nationalmannschaft B aufgenommen. In der Saison 2001/2002 schaffte Sandra aufgrund ihrer herausragenden sportlichen Leistungen den Sprung zur Europameisterin in Frantschach (Österreich), Italien meisterin in Völlan, Vize-Landesmeisterin in Tiers und wurde schließlich sogar [unioren-vveltmeisterin in Gsies. Die Passeirergratulieren den jungen Sportlern zu ihren tollen Leistungen und wünschen für die weitere Sportlerkarriere Gesundheit und weiterhin viel Erfolg! Brunhilde Hofer

Der Meraner

Pferderennplatz: Etwas für jung und alt! Für viele ist der Meraner Pferderennplatz einfach nur schön anzusehen. Werden Rennplatz von einem Berg oder einer Anhöhe aus betrachtet, kann erkennen, dass er die "grüne Lunge" unserer Kurstadt ist. Aber die Untermaiser Rennbahn sollte man nicht nur sehen, sondern auch einmal hautnah erleben: Mit Freunden oder Familie dort einen gemütlichen Nachmittag verbringen. Am Vorführring die Pferde vor dem Start bewundern, ihre Nervosität spüren und diese eleganten und sensiblen Tiere studieren, um eventuell den Sieger des Rennens zu ermitteln. Wereinmal vom Wettfieberergriffen wird, kann verstehen, weshalb so mancher jeden Sonntag auf dem Rennplatz steht und jedem Rennen entgegenfiebert. Aber neben den Wetten warten aufdie Besucher noch viele andere Attraktionen: Kleine Stands, an denen Imbisse aus fremden Provinzen angeboten werden oder Informationsstands, wo man sein Wissen über Weine oder Zigarren erweitern kann. Wer einfach nur relaxen will, setzt sich an einen der kleinen Tische inmitten des grünen Rasens und sieht zu, wie die Pferde direkt vor den Augen des Zuschauers durchs Ziel preschen. Auch für die Kinder ist ein Tag auf dem Rennplatz ein wahres Erlebnis: Fürdie Mutigen unter ihnen bietetdie Rennleitung seit einigen jahren das Ponyreiten an. Unter Aufsicht einer geschulten Person können die Kinder auf dem Pony reiten und machen so erste Bekanntschaft mit Pferd und Reitsport. Für die Kleinen, Großer Preis uon Meran

Rennreiterin Claudia Freitag mit ihrem Pferd Careless Dream

die lieber spielen und toben, gibt es einen großen und schattigen Spielplatz. In absehbarer Zeit werden interessante Projekte für die Meraner Rennbahn verwirklicht, so sollen z.B. die längst fälligen Zuschauertribünen komplett renoviert werden und vielleicht ein PanoramaRestaurant angebaut werden. Die Krönung der Sommer-Herbst Saison ist immer der "Große Preis von Meran". Ein jagdrennen über 5000 m, das jedes jahr Ende September ausgetragen wird. Zu diesem Ereignis kommen die Zuschauer aus ganz Norditalien und der Rennplatz wird vom Publikum regelrecht überflutet. Pferde aus allen Nationen Europas nehmen an diesem Rennen teil und nurdie Besten kommen ans Ziel! Ein großartiges Spektakel für die ganze Familie! Claudia Freitag


47 PasseirerBlatt-NR.

Tenniskurs 2002 in pfelders Auf Initiative von Gertrud und Richard Pöhl und dem Tennis Club pfelders wurde auch heuer wieder ein Tenniskurs organisiert. Tennis ist für die Kinder, die im WinterSkisport betreiben, im Sommerein guter Ausgleichsport. Für ein kleines Dorfwie pfelders war die Kursbeteiligung mit 16 Kindern und vier Damen mehr als gut. Als erfahrenen Trainer im jugendbereich konnte Karl Mairginter gewonnen werden, der bei den pfelderer Nachwuchstennisspielern durchwegs Talent für den Tennissport erkennen konnte. Die Kinderselbstwaren mit so viel Begeisterung und Freude bei der Sache, dass es durchaus möglich erscheint, einige von ihnen in den nächsten jahren vielleicht für die Meisterschaft ,,5üdti rol poka I" ei nzusetzen. Auch beim Abschlusstraining haben die Kinder sehr gute Leistungen gezeigt, die Preisverteilung wurde von Sportassessor Luis Pichlervorgenommen und fand in einer Grillparty ihren netten Abschluss.

Tennis Club Pfelders Oben stehend, u.l.n.r.: Deborah, Walther, Alex und Andreas Stehend, u.l.n.r.: Euelyn, Sonja, Rudi und Martin Sitzend, u.l.n.r.: Fabian, Stefanie, Tanja, Ariane und Christof

s.c.

PASSEIER

- RAlFFElSEN

Sektion Volleyball

Am Ende der Saison 2000/01 konnte die Sektion Volleyball im s.c. Passeier auf ein erfolgreiches [ahr zu rückblicken. Bei der jahreshauptversammlung Ende Mai gaben der Sektionsleiter Anton Ha11er und die Trainer Sandro, Robert und Mark, sowie Kurt und Bert, einen detaillierten Überblick über die geleistete Arbeit und die auf Landes- und Regionalebene erzielten hervorragenden Ergebnisse. Zur Sektion Volleyball zählen 85 Spieler/ Innen, die in zwölf Mannschaften von fünf ausgebildeten Trainern betreut werden. Eswurden ca. 400 Trainingseinheiten durchgeführt und insgesamt an die 160 Spiele bestritten. Zur Sektion zählen außerdem sechs jugendschiedsrichter und 17 Schreiber. Drei Mannschaften nahmen an der Meisterschaft der FIPAV(Federazione Italiana Pallavolo) und zehn Mannschaften an den VSSTurnieren teil. Sarah Pixner und Georg Haller spielten sogar mit der Südtirol-Auswahl bei der Italienmeisterschaft. N ur durch den großen Einsatz des Sektionsleiters und seiner Mitarbeiter konnten die Athleten zu solchen Leistungen motiviert werden, wofür die Bürgermeister der drei Passeirer Gemeinden allen Verantwortlichen in der Sektion Volleyball dankten. Ein besonderer Dank galt dabei Herrn

35, SEPTEMBER 2002

Anton Haller, der nun von der Stelle als Sektionsleiter entgültig zurücktritt. Anton Haller war für viele jahre in verschiedenen Funktionen im s.c. Passeiertätig und hat in den letzten jahren besonders die Sektion Volleyball auf Vordermann gebracht. Herr Haller dankte seinerseits allen Mitarbeitern und allen, die in irgendeiner Weise die Arbeit der Sektion gefördert und unterstützt haben und sagte, dass die jugendarbeit und die umfangreiche und erfolgreiche VSS-Arbeit auch im neuen Ausschuss weiter ausgebaut werden müsse, was sicher keine leichte Aufgabe sei. Mit großer Freude wurde die Mitteilung des Bürgermeisters von St. Martin, Hermann Pirpamer aufgenommen, dass die neue Turnhalle in St. Martin zu Beginn der neuen Saison fürVolleyballturniere bespielbar sein wird. _ kl

Impressum Erscheintdreimonatlich. - Eingetragenbeim LandesgerichtBozenmit DekretNr.11/87 vom 29.05.1987.

Eigentümer und Herausgeber:

GemeindenMoos,St. Leonhardund St.Martin in Passeier.Vertreten durch den Bürgermeister von St.Leonhard,Dr.KonradPtitscher.

Redaktionskomitee:

Kurt Gufler(kg),Arnold Marth (am),Tanja Pamer(tp), Karl Lanthaler(kl),JosefWilhelm (jw), Brigitte Spergser(bs),Vigil Raffl(vr), Gottfried Zagler(gz),5iglinde[aitner (si), Dr. Heinrich Hofer(hh)

Druck: Hauger-Fritz, Schlanders-Meran Verantwortlich für den Inhalt im 5inne des Pressegesetzes:OswaldWaldner Redaktionsschluss für die Dezember-Ausgabe desPasseirerBlattes ist: Samstag, 9. November

2002

Spätereingereichte Textewerden in Zukunft nicht mehr berücksichtigt! Text-und Bildbeiträge könnenbei den Redaktionsmitgliedernoder in den Bibliotheken St.Leonhardund 5t. Martin abgegebenwerden. Werbebeiträge MÜSSENBEIMARTHARNOLD,PAPIERPROFI - ST.LEONHARD abgegebenwerden.

Die Redaktion


Aus den Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin Termine und Veranstaltungen

Öffnungszeiten

Start Winteröffnungszeiten Öffentliche Bibliotheken St. Martin und St.leonhard

Das Gemeindeamt ist Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr geöffnet, Samstag von 9 bis 12 Uhr und montags außerdem

von 14 bis 16 Uhr. Die Arztpraxis von Dr. Mair ist Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 8 bis 12 Uhr geöffnet und mittwochs von 15 bis 18 Uhr. Neu! Das Krankenpflegeambulatorium, Sitz Platt Nr. 28, ist immer mittwochs von 10 bis 11 Uhr geöffnet. Die Mütterberatung, Sitz Platt Grundschule, ist jeden 2. Mittwoch im Monat von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Der Diätdienst, Sitz Gemeindehaus, ist jeden 1. Dienstag im Monat vormittags geöffnet.

17. 20.

Sctiulbeginn ~""l'!=== Einke~ im Mariengarten, st. Pauls,lO Uhr, Hildeg'a'rd-GruPlle Passeier Unterhaltungsabend im Vereinshaus St.leonhard, 20 Uhr, ToünSriiUsverein Vortrag: ..Märctien als Seelenheilmittel", Dr. Schönemann aus Österreich,

~Medienrau m.:;~"d~e~r M=;,;:itti"e~ls=c=hui!:il==e ;:St~. ~M~a;;.;rt;;;.;in, Bildu ngsausschuss 22. Fahrt nach Maria Einsiedeln mit Besuch der Pöttmesserkrippe, 2A· 27·

28.+2g.

Ausstellung ..Bäuerliche KleinMnkmäler und Chronistentätigkeit" im Vereinshaus St.leonhard,

ii"i.mif.i;J.·

Das Gemeindeamt ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis und von 15 bis 16 Uhr geöffnet, Freitag von 8 bis 12.30 Uhr und Samstagvon 9 bis 12 Uhr. Die Öffentliche Bibliothek ist Montag, Dienstag und Donnerstag von 14.30 bis 18 Uhr geöffnet, Mittwoch von 9 bis 12 Uhr und Freitag von 9 bis 12 und von 14.30 bis 18 Uhr. Die Arztpraxis von Dr. Sölder ist Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 8 bis 12 Uhr und Dienstag von 15 12

bis 19 Uhr. Die Arztpraxis von Dr. Zuegg ist Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr und mit Vormerkung Montag bis Freitag nachmittags von 15 bis 16 Uhr geöffnet.

ijMUiili}i

Das Gemeindeamt ist von Montag bis Freitag von 8 bis 13 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Die Öffentliche Bibliothek ist Montag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag von 14 bis 16 Uhr, Mittwoch von 9 bis 12 und 15 bis 18 Uhr, Donnerstag von 17 bis 19 Uhr, Freitag von 15 bis 18 Uhr und Samstag von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Die Arztpraxis von Dr.lnnerhofer ist von Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Ab 2. September Sitz des Ambulatoriums im neuen Altersheim, Garberweg 1/B. Das Krankenpflegeambulatorium, Garberweg I, ist Dienstag ab 8 Uhr geöffnet. Die Mütterberatung, Garberweg I, ist Montag von 14 bis 16 Uhr und Mittwoch von 8.30 bis 11 Uhr geöffnet. Der Diätdienst, Garberweg I, ist Donnerstag von 8 bis 12 Uhr und Dienstag und Donnerstag von 14.30 bis 17 Uhr geöffnet. SPRENCElSITZ

ab oktober 5· 6.

8.

s.

11.-13. 12.

15. 22. 26.

1.+2.

Beginn Krippenbaukurs fürAnfänger,KDflpenverein st. Martin Energie Passeier 2002 Messe und T~gung in der neuen Sporthalle von St. Martin Einweihung des neuen Sportplatze~ leonhard Unterhaltungsabend im Vereinshaus St.leonhard, 20 Uhr,Tourismusverein Konzert YoungVoices im Vereinshaus St.leonh~d, 20 Uhr, Bildungsausschuss Kc;;zert im Vereinshaus St.leontiard, 20 Uhr, Tourismusverein Ball im Vereinshaus St.leonhard, 20 Uhr, Bauernjugend Unterhaltungsabend im Vereinshaus st.leonhard, 20 Uhr,Tourismusverein

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8. Chro~ten-werkstättgesE.!:!ich, Vereinshaus St.leonhard, Chronisten g. Ball imvereinshaus St.leOrihard, 20 Uhr, Rettungshundestaffel 13. Malerei de7Näzarener, Vereinshaus St.leonhard, Heimatpfleg~verein 15.-21. Ausstellung mit Werken von Maria Delago im Vereinshaus St.leonhard, pfarrei und Gemeinde 20. Kartenkurs mit der EnliaustikmethOcJe, 19.30 Uhr. Krippenverein St. Martin

22.-24.· -

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26.

PASSEIER

Der Verwaltungsdienst ist Montag bis Freitag von 7.30 bis 12.30' und Dienstag von 14.30 bis 16 Uhr geöffnet. Die Blutentnahme ist Mittwoch von 7.30 - 8-45 Uhr und Donnerstag von 7.30 bis 8.15 Uhr geöffnet. Das Krankenpflegeambulatorium ist Montag, Dienstag und Freitagvon 8 bis 11 Uhr und Mittwoch und Donnerstag von 9· 30 bis 11 Uhrgeöffnet. Die Mütterberatung ist am Dienstag von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Der Diätdienst ist Montag und Mittwoch von 8 bis 13 und von 14 bis 17 Uhr geöffnet, freitags von 8 bis 12 Uhr.

Termine für den Veranstaltungskalender können innerhalb Redaktionsschluss in den Bibliotheken St.leonhard und St. Martin abgegeben bzw. per email zugeschickt werden: biblio.st.leonhard@rolmail.net biblio.stmartin@provinz.bz.it

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Passeirer Blatt