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MITIEILUNGEN UND UND NACHRICHTEN NACHRICHTEN AUS AUS MOOS, MOOS, ST. sr LEONHARD LEONHARD UND UND ST. sr MARTIN MARTIN MITTEILUNGEN

September 2002 2000 September

15. 13. Jahrgang Jahrgang –- Nr. Nr. 35 27

NEUN ERBHOFURKUNDEN •• UBERREICHT Wird in Südtirol ein Hof 200 Jahre lang in ununterbrochener Erbfolge, das heißt von der sei ben Familie bewirtschaftet, gilt er als Erbhof. Die gegenwärtigen Besitzer erhalten als Anerkennung eine .Erbhofurkunde" , welche einerseits einen Dank für das .freue Festhalten an ererbtem bäuerlichen Besitz über sechs Generationen" ausdrückt und die Bergbauem andererseits zum Weitermachen aufmuntert. Im Rahmen eines Gottesdienstes und einer kleinen Feier, zu der Gemeindeverwaltung und Bauernbund geladen hatten, wurden am Sonntag, den 18. Juni neun verdiente Bergbauem aus der Gemeinde St. Leonhard in den Kreis der Erbhofbauern aufgenommen. Die wich-

Feier genaue Erläuterungen zum Werdegang eines jeden Hofes im Lichte der Urkunden. Der Ortsobmann des Bauernbundes Josef Pichler konnte im Vereinshaus von St. Leonhard neben den geehrten

Gruppenbild der geehrten Familien mit Ehrengästen tigste yoraussetzung, nämlich die Familien den Landesrat für Landwirtgeschichtliche Erforschung der Höfe, schaft Hans Berger, Landesrat Michl wurde im Zuge der Herausgabe des Laimer, Bauembund-Bezirksobmann Dorfbuches von St. Leonhard, geschafSeppl Lamprecht und Vertreter der Gefen. Werner Graf, der darin die Häusermeindeverwaltung begrüßen. Sie alle und Höfegeschichte bearbeitete, hat gingen in ihren Festreden auf Probleme diese neun Höfe besonders gut dokuVerantwortung, Geschichte und Zukunft mentiert und gab auch im Zuge der

der Bergbauem ein. Bereits die Festpredigt widmete Pater Theo Neuking dem Thema .Traditlon'iund stellte fest, dass dieses Wort, das bei der jüngeren Generation oft den Beigeschmack von Asche hat, eigentlich das Gegenteil, nämlich etwas Lebendiges, Feuriges ist (tradere- weitergeben). Landesrat Berger schnitt die wechselvolle und teilweise auch leidvolle Geschichte der in Landwirtschaft den vergangenen 200 Jahren von der Zeit Andreas Hofers über die schwere Zeit des Faschismus bis hin zur EU an und munterte die Bauern zum Weitermachen auf. "Unser aller Ursprung ist letztlich die Landwirtschaft. Wir haben die Höfe von unseren Vorfahren nur gepachtet, um sie zu erhalten und weiterzugeben". Auch Bürgermeister Konrad Pfitscher unterstrich die Verdienste der Bergbauern und betonte anhand der Geschichte vom Affenbrotbaum, dass es ohne die Mühen unserer Vorfahren kein Heute gäbe und auch Fortsetzung auf Seite 2


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Fortsetzung von Seite 1 das Denken der heutigen Bergbauern auf das Morgen ausgerichtet sein müsse. Unter den Klängen der Musikkapelle St. Leonhard überreichten die Ehrengäste den neuen Erbhofbauem eine Urkunde, eine Chronik und eine Erbhoftafel. In seinen Schlussworten unterstrich der Assessor für Landwirtschaft der Gemeinde St. Leonhard, Luis Moosmair , selbst Bewirtschafter eines Bergbauernhofes, die Mühen eines Bergbauern und gab dem Wunsche Ausdruck, dass die Urkunden als Ansporn zur Weiterführung der Höfe einen würdevollen Platz einnehmen mögen. Die neuen Erbhöfe sind: Unterbichl zu Gomion (erste Erwähnung 1357), seit 1980 im Besitz der Familie Hermann Eschgfäller; Niederstein zu Schlattach (1357), auch Hangstein genannt, seit 1972 im Besitz der Familie Johann Moosmair; Hinterstauden zu Schweinsteg (1288), seit 1993 im Besitz der Familie Heinrich Steifler; Mittlerer Strohmair zu Mörre (1418), seit 1982 im Besitz von Familie Josefine Lanthaler-Pichler; Valtengut auf Egg zu Walten (1357), seit 1961 im Besitz von Familie Alois Hal-

Eine der geehrten Ortsbauernobmann

Familien mit Urkunde Josef Pichler

und Erbhofschild.

ler; Schnitzer zu Platzerberg (1394), seit 1978 im Besitz der Familie Josef Raffl; Oberhof zu Glaiten (1357), seit 1993 im Besitz der Familie Franz Auer; Wiedler zu Schlattach (1357), seit

Links Landesrat

Berger, rechts

1981 im Besitz von Familie Matthias Kofler; Hiesergut in Aicha (1288), seit 1982 im Besitz von Johann Gufler mit Neffen Manfred A.p.

.

Kinderfest In Saltaus Am 4. Juni veranstaltete die Ortsstelle des Katholischen Familienverbandes St. Martin gemeinsam mit der Kath. Jung-

schar-Jugend und dem VKE ein großes Kinderfest auf dem Sportplatz in Saltaus.

Alle Familien waren dazu eingeladen und so manche Kinderaugen strahlten, als sie das große, bunte Angebot des VKE-Spielbusses mit Hüpfkissen, Riesenwurm, Bastel-, Holz-, Schmink-, Mal-, und Spielecken, Riesenmemorie, Rollräder u.v.m. sahen. Sofort stürzten sich die kleinen Gäste mit Begeisterung auf die Spiele. Betreut wurden die verschiedenen Stationen, welche über den ganzen Sportplatz verteilt waren, vom VKE- Team, der Katholischen Jungschar und einigen Eltern. Für Speis und Trank, Kaffee, hausgemachte Kuchen, Eis, Pommes usw. sorgte der Familienverband. Leider spielte uns das Wetter einen Streich, sodass bereits nach kurzer Zeit dem schönen Treiben ein Ende gesetzt werden musste. Die Ortsstelle St. Martin des KFS möchte an dieser Stelle dem VKE- Team, der Katholischen Jungschar-Jugend, dem Jugendservice, der F.F. Saltaus, der Tischlereigenossenschaft Passeier, dem Freizeitclub Saltaus, der Raika St. Martin, dem Alpenhof Saltaus, S. Raich, R. Kofler, der Fam. Pichler Torgglerhof, der Gemeinde St. Martin und allen freiwilli-

gen Helfern danken. Aufgrund des großen Zuspruches wird der Katholische Familienverband sicherlich im kommenden Jahr versuchen, ein ähnliches Fest zu organisieren. Die Ortsstelle des Katholischen Familienverbandes St. Martin


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50jähriges Wiedergründungsjubiläum der Schützenkompanie "Major Georg Klotz" Walten Es war ein herrlicher Sommertag, dieser 30. Juli 2000, an dem die Schützenkompanie "Major Georg Klotz", Walten, unter dem rührigen Hauptmann

Schützenhauptmann

ner, hat gezeigt, welchen ideellen Stellenwert jener Schützenmajor und Freiheitskämpfer der 60er Jahre im Tirol der Schützen genießt, den Fritz Molden in

Wolfram Klotz (links) mit Fritz Maiden,

Wolfram Klotz die Marketenderinnen, Jungschützen, Schützenkameraden, Musikanten, Ehrengäste, Freunde und Gönner sowie die Bürger von Walten und Umgebung zu einem außerordentlich gelungenen Schützenfest lud. Bereits die Vorbereitung des Wiedergründungsjubiläums war sorgfältig und von bleibendem Wert: Wolfram Klotz verfasste eine sorgfältig erforschte Chronik des Passeirer Schützenwesens, der Schützenfahnen von Walten und besonders der Schützenkompanie Walten. Zudem versah er die Festschrift mit wertvollen Fotos. Erst die Lektüre der Festschrift ließ den Außenstehenden verstehen, warum sich zahlreiche Schützenoffiziere und Fahnenabordnungen aus dem ganzen Tirolerland in Walten einfanden, angeführt von einem Großen der österreich ischen Zeitgeschichte, dem Verleger und Wicjerstandskämpfer Fritz Molden aus Wien: es ging um ein Fest der Kameradschaft, um ein Fest des gegenseitigen Verstehens und wohl vor allem um ein Fest der Tiroler Gesinnung, wie die Kompanie Walten in ihr Programmheft schrieb. Dieses Fest mit seinen tausend Teilnehmern, unter ihnen die drei Bürgermeister des Tales und die Landtagsabgeordneten Eva Klotz und Pius Leit-

Wien, am Rednerpult.

seiner Festrede in einem Atemzug mit der Symbolfigur Andreas Hofer nannte. Molden stellte den Freiheitsbegriff weit über den Begriff des sorglosen kleinbürgerlichen Lebens in Abhängigkeit. Er· wäre auch gerne auf den heute gras-

Ein Blick auf die Ehrengäste

sierenden Begriff der Unverbindlichkeit eingegangen, wenn nicht bereits P. Georg Feichter in seiner Predigt zur Feldmesse diesen Begriff in gekonnter Weise zur zentralen Aussage seiner Frohbotschaftsauslegung erkoren hätte. Schützenhauptmann Wolfram Klotz hat diesen Gedanken in seiner Grußansprache nochmals aufgegriffen und hat unverblümt gesagt, dass noch viele weitere Festteilnehmer gekommen wären, wenn sie nicht Angst vor der Verbindlichkeit gehabt hätten. Neben den offenen Worten der Ansprachen fesselte der "unbeschreiblich" festliche Anblick der Fahnenabordnungen, der Schützenverbände, der Marketenderinnen und der Musikkapelle Walten, die den Feldgottesdienst auf der Festwiese musikalisch umrahmte. In besonders schmucken Trachten erschienen die Welschtiroler Schützenoffiziere mit ihren Fahnenabordnungen. Die Ehrenkompanie Partschins sorgte mit ihren Salutschüssen für eine Premiere. Die Heldenehrung nahm Major Stefan Gutweniger vor. Nach dem Abspielen der Landeshymne erfolgte der Abmarsch zum Festzeit mit Defilee, worauf ein urgemütliches Schützenfest mit Tanz und Unterhaltung folgte. Das historische und brandaktuelle Tirol hat wieder einmal nach Herzenslust gefeiert, von den vielen freiwilligen Helfern aus Walten und Umgebung bestens Heinrich Hofer betreut.


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Segnung des neuen Kleinrüstfahrzeuges der Freiwilligen Feuerwehr Walten

Pater Georg Feichter bei der Einsegung

des neuen Fahrzeuges

Am 9. Juli wurde das neue Kleinrüstfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Walten im Rahmen einer Feier offiziell seiner Bestimmung übergeben. Nach dem Einzug der Wehr, der geladenen Ehrengäste und der zahlreich erschienenen Waltner Bevölkerung, zelebrierte Pater Georg auf dem Sportplatz den Festgottesdienst, der von der Musikkapelle Walten umrahmt wurde. Im Anschluss nahm Pater Georg die Segnung des neuen Fahrzeuges vor. Die Patenschaft übernahmen Margareth Oberprantacher und Anna Haller. Der Feuerwehrkommandant Albert Oberprantacher begrüßte in seiner Ansprache den Bürgermeister Konrad Pfitscher, seinen Stellvertreter Josef Gögele, den Gemeindesekretär Siegfried Pfeifer, den Feuerwehrbezirkspräsidenten Hubert Eisendie, den Bezirksinspektor Max Pollinger, den ehemaligen bzw. jetzigen Abschnittsinspektor Anton Plat-

ter und Michael Schwarz, sowie die Kommandanten und ihre Stellvertreter der Nachbarwehren des Tales. Er erläuterte die technischen Merkmale des neuen Fahrzeuges vom Typ Sprinter, das von der Firma Rosenbauer Brandschutz fachgerecht ausgebaut wurde. Es ersetzt einen VW-Mannschaftswagen, der nach 28-jähriger Dienstzeit nicht mehr den heutigen Erfordernissen entspricht. Das neue Kleinrüstfahrzeug ist mit hydraulischer Schere und Spreize, Strom-

masten, Hebekissen und anderen Einsatzgeräten ausgestattet und bietet zudem als Mannschaftsfahrzeug 8 Wehrmännern Platz. Es soll vor allem für rasche technische Einsätze bei Verkehrsunfällen an der immer stärker befahrenen Jaufenstraße dienen. Das 116 Millionen teure Fahrzeug wurde zu 60 % von der Gemeinde St. Leonhard finanziert. Der Rest wurde vom Feuerwehrbezirksverband, der Raiffeisenkasse und nicht zuletzt durch die großzügigen Spenden der Bevölkerung sowie Eigenmitteln der Wehr abgedeckt. Der Bürgermeister Konrad Pfitscher und der Bezirkspräsident Hubert Eisendie hoben in ihren Ausführungen den selbstlosen Einsatz der Wehr zum Wohle der Bevölkerung hervor und wiesen darauf hin, dass sich die Art der Einsätze und deren Ansprüche an die Wehr verändert haben. Deshalb sei es wichtig, dass die Feuerwehrmänner in sicheren und entsprechend ausgerüsteten Fahrzeugen zu den Einsätzen gelangten. Nach der Ansprache der verschiedenen Ehrengäste wurden alle Anwesenden zur Besichtigung des neuen Fahrzeuges eingeladen. Die Feier klang mit einem gemeinsamen Mittagessen für die Geladenen und der musikalischen Unterhaltung im Hof des Ferienheimes der Caritas aus. Freiwillige Feuerwehr Walten

Erscheint dreimonatlich. - Eingetragen beim Landesgericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87 vom 29.05.1987. Eigentümer und Herausgeber: Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin in Passeier. Vertreten durch den Bürgermeistervon St. Leonhard, Dr. Konrad Pfitscher. Redaktionskomitee: Kurt Gufler (K.G.), Robert Haniger (R.H.),Tanja Pamer (T.P.), Josef Kofler (J.K.), Karl Lanthaler (K.L.), Dr. Albin Pixner (A.P), Dr. Karl Spergser (K.S.), Sepp Öttl (S.O.), Gottfried Zagler (G.Z.). Druck: Hauger-Fritz, Schlanders-Meran Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Pressegesetzes: Oswald Waldner

Im Bild von links: Kommandant Albert Oberprantacher, Margareth ler (Fahrzeugpatinnen), Kommandant Stellvertr. Karl Haller

Oberprantacher,

Anna Hal-


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Die KVW-Ortsgruppe St. Martin stellt sich vor Bereits seit 47 Jahren gibt es die KVWOrtsgruppe St. Martin, die zur Zeit 450 Mitglieder (272 Frauen und 178 Männer) zählt. Der KVW übt eine unterstüt-

zende Funktion aus und dabei stehen seit jeher Sozialleistungen für die Allgemeinheit im Vordergrund; auch Fortbildung, Unterhaltung und religiöse Veranstaltungen werden groß geschrieben. In diesem Jahr vollzog sich innerhalb der Ortsgruppe ein Führungswechsel. Der langjährige Obmann Sepp Öttl trat nach verdienstvoller Tätigkeit, während der er sich auch im Bezirk stark engagiert hatte, zurück. Die zum Teil lang gedienten Führungsmitglieder Helmut

Weiss, Waltraud Pixner, Hubert Gufler (Buecher) und Reinhard Wohlfahrter standen auch nicht mehr zur Verfügung. Diesen fünf scheidenden Aus-

schussmitgliedern sei hiermit für ihren Einsatz für den KVW herzlich gedankt. Die neu gewählte Obfrau Eisa Niederkofler setzte sich vorerst folgende Ziele: Eingehen auf Schwerpunkte, die sich im Dorfleben ergeben, Betreuung der älteren Mitglieder, unkonventionelle Hilfe bei sozialen Härtefällen, Förderung der Gemeinschaft sowie "bunt gemischte" Programmpunkte, die alle Mitglieder ansprechen. Demzufolge versucht der KVW St. Martin seine Ange-

bote breit zu fächern. Das Spektrum reicht von der Hilfe bei der Steuererklärung über Computerkurse, Preiswatten, Italienischkurse, Törggelefahrten, Gemüse- und Kaffeeaktionen bis hin zu Farb- und Stilberatung und Anfertigung von Grabgestecken. Besonders am Herzen liegen dem KVW die älteren Mitglieder, für die alljährlich eine "Fahrt der alten Leute" organisiert wird. Freiwillige Fahrer nehmen in ihrem Auto 3 Mitglieder über 70 Jahren mit und der "Valtele Kari" spielt zur Freude aller gratis und gekonnt auf. Die neugewählte Führung des KVW setzt sich aus folgenden Personen zusammen: Obfrau: Eisa Niederkofler; ObfrauStellvertreter: Oswald Zwischenbrugger; Frauenvertreterin: Johanna Pixner Haller; Frauenstellvertreterin: Afra Zöggeier Widmann; Schriftführerin: Roswitha Tschenett Lamprecht; Kassier: Martha Haller Marth; Vertretung Heimatferne: Martina Pichler Marth, Helma Pischi Schweigl; Witwenverteterin: Maria Platter Gufler; Vertretung Bildungsausschuss: Josef Pichler; Beiräte: Georg Mair, Christine Vantsch Kofler; Ortsseelsorger: Pfarrer Michael Pirpamer Der KVW St. Martin hofft, dass er mit seiner Programmgestaltung die Mitglieder anspricht und ist für Anregungen stets dankbar. Zuletzt möchte man sich noch bei allen freiwilligen Helfern und den vielen "Unterstützenden" herzlich bedanken. K. G.

Gründung des Grauviehjungzüchterlnnenvereins Das Grauvieh ist eine weidegewandte und widerstandsfähige Rinderrasse, die für das Berggebiet bestens geeignet ist. Der Ausspruch: "Gäbe es diese Rasse nicht, man müsste sie erfinden", gilt immer noch. Das Grauvieh ist durch seine Milch- und Fleischleistung eine Doppelnutzungsrasse. Zur Geschichte: Im Passeiertal wurden bereits vor dem 1. Weltkrieg die ersten Grauviehzuchtgenossenschaften gegründet. Der Passeirerschlag dieser Rasse war schon seit jeher bekannt und wurde besonders geschätzt. Doch insbesondere während der Faschistenzeit wurde dem Grauvieh arg zugesetzt. Im Jahre 1933 wurde der Einsatz von Reinzuchtstieren der Grauviehrasse unter Strafe gesetzt. Die Grauviehrinder durf-

ten nur mit Braunviehstieren belegt werden. Mutige Bauern aus dem Passeier- und dem Sarntal haben zum Glück "widerrechtlich" Grauviehkühe mit Grauviehstieren belegt und somit die Reinzucht erhalten. Nach dem 2. Weltkrieg war in Südtirol das Grauvieh wegen seiner Bodenständigkeit und seiner Genügsamkeit sehr gefragt, und zum Aufbau der Zuchtherden wurden Tiere aus dem Passeiertal und aus Nordtirol zugekauft. Im Jahre 1949 kam es zur Gründung des Verbandes der Südtiroler Grauviehzuchtgenossenschaften in Bozen, der sich die organisierte Grauviehzucht zum Programm machte. 1981 wurde schließlich das Herdebuch für die Grauviehrasse per Dekret des Landwirtschaftsministeriums

Passeier

staatlich anerkannt. Heute stehen in Südtirols Ställen über 8.000 Stück Kontrollkühe und insgesamt 16.000 Stück Grauvieh, das von über 1.000 Grauviehzüchtern gehalten wird. Die "Hochburgen" der Grauviehzüchtung sind das Passeiertal, das Eggental, das Sarntal, das Schierngebiet, der Tschögglberg sowie das Ulten- und Sehnalstal. Die durchschnittliche Milchleistung liegt bei 4.719 kg in 290 Melktagen mit 3,8% Fett und 3,3% Eiweiß. Zur Förderung der Interessen der Grauviehzucht auf lokaler Ebene, für die Weiterbildung und den Austausch von Erfahrungen für Grauviehzüchter wurde die Gründung eines Vereins in Erwägung gezogen. Damit sollte die Finanzierung des Tätiqkeitsproqrarnrns er-


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leichtert werden, welches durch Beiträge von öffentlichen Körperschaften, durch Spenden und Mitgliedsbeiträge gewährleistet ist. Am 9. Juni versammelten sich im Gasthof Tirolerhof in St. Leonhard engagierte Burschen und Mädchen aus dem Passeiertal und Vernuer, um die Gründung des "Grauviehzüchterlnnen Vereines Passeier" vorzunehmen. Die Beteiligung an der Versammlung war groß. Nach der Erläuterung der Statuten folgte eine rege Diskussion. Die Wahl zum Vorstand ergab folgendes Ergebnis: Obmann: Gufler Josef (Saldern, Platt); Obmannstellvertreter:Pixner Paul (Hinterbrugg, St. Martin); Schriftführer: Prugger Peter (Oberwies, Platt); Kassier: Pixner Ursula (Hinterbrugg, St. Martin): Vorstandsmitglieder: Gufler Klaus (Oberprisch, Rabenstein), Heel Hansjörg (Walten), Gögele Ulrich (Walten); Rechnungsprüfer: Gufler Helmuth (Tierarzt, Pfelders), Prünster Stefan (Außerpircher, Vernuer). Der Verein hat sich am Lazinser AImabtrieb beteiligt und plant in naher Zu-

Der Ausschuss v.l. Hansjörg Heel, Guf/er Klaus, Pixner Paul, Guf/er Josef, Gögele Ulrich, Pixner Ursula, Prünster Ursula

kunft ein Treffen mit dem Jungzüchterverein aus Nordtirol und eine Kalbinnenschau am 25. April 2001, die jedes Jahr durchgeführt werden soll. Neue Mitglieder mit innovativen Ideen sind stets willkommen. Aufgenommen werden all

aller Ruhe die Köstlichkeiten zu genießen. Das Programm des Tages war vor allem auf die Familien abgestimmt. Wir wollten den Kindern die Faszination Klet-

Peter,

jene aus dem Passeiertal und Vernuer, die sich für die Grauviehrasse interessieren und sich jung fühlen. Bitte meiden bei Josef Gufler, Tel.: 0473649091. Der Ausschuss

Klettertest des AVS

Die Alpenvereine von St. Leonhard und St. Martin haben gemeinsam am 20. August zum Klettertest nach Bergkristall geladen, und viele sind der Einladung gefolgt. Zum Auftakt dieses Alpenvereinsfestes feierten wir gemeinsam eine Feldmesse. Die Platter Böhmische gab der Messfeier einen würdigen Rahmen und der Pfarrer von Platt, Siegfried Pfitscher, verdeutlichte sehr anschaulich die Wichtigkeit der "richtigen Ausrüstung" für die Wander-, aber auch für die verschiedenen Lebenswege. Bei strahlendem Sonnenschein vor der herrlichen Bergkulisse wurde gemeinsam innegehalten und dem Schöpfer gedankt. Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Meister Eberhard am Grill sowie Maria und Marianne haben alle Anwesenden gekonnt verwöhnt. Jeder fand noch ein passendes Plätzchen, um in

Prugger

tern "spielerisch" näherbringen und gleichzeitig den Eltern zeigen, dass richtiges Klettern unterhaltsam und ungefährlich ist. Die Kleinsten waren die Eifrigsten und verlangten den Helfern und Betreuern einen ganzen Nachmittag lang viel Ausdauer und Kraft ab. Aber auch die Mittelschüler und Jugendlichen gingen bis an die Grenzen ihres Könnens, während die geübten Kletterer Kostproben ihrer Technik zum Besten gaben. Der besondere "Gag", den sich die Veranstalter ausgedacht hatten, eine Seilbahn über den Pfelderer Bach, wurde pausenlos in Anspruch genommen und nicht nur Kinder spielten die "Iebende Gondel". Zum Abschluss stand noch die Begehung eines Klettersteiges auf dem Programm. Alles in allem ein wirklich gelungenes Fest! AVS St. Leonhard und St. Martin


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Der Seniorenclub von Moos Am 19. Juli machte der Seniorenciub von Moos einen Halbtagesausflug nach Stuls. Bei der Pension am Kofl sollte gekartet und Mensch-ärgere-dich-nicht

ster, die Anna, sollte in 9 Tagen 85 werden. Und das wollten wir feiern, weil diese zwei Frauen zu unseren fleißigsten und treuesten Klubmitgliedern zäh-

gespielt werden. Auch eine gute Marende sollte es geben. Der eigentliche Grund des Ausfluges war aber in Wirklichkeit ein anderer. Da war die Tondelemutter vor ein paar Tagen 90 Jahre alt geworden, und ihre behinderte Schwe-

len und bei jedem Wetter zu unseren geselligen Nachmittagen kommen. Aber es sollte eben eine Überraschung werden. Unsere Mundartdichterin, die Lanthaler Anna, hatte auch etwas Lustiges vorbereitet und gratulierte den Jubila-

ren im Namen von verschiedenen hohen Persönlichkeiten, wie dem Durnwalder, dem Laimer, dem Saurer und vielen anderen. Dabei hatte sie von jedem von ihnen ein kleines Geschenk zu überreichen. Auch unser Herr Pfarrer war gekommen, um den Jubilaren zu gratulieren. Die Wirtin hatte eine Überraschung parat; sie hatte Richard Prünster mit seiner Ziehharmonika "engagiert". Dieser spielte den Senioren "ordentlich" auf. Natürlich wurde auch fleißig gekartet und Mensch-ärgere-dich-nicht gespielt. Nach langem Zureden brachte man schließlich auch die Jubilarin dazu, einen Tanz mit dem Obmann zu wagen. Nachher sagte sie jedoch, lieber wäre sie auf einen Eschenbaum hinaufgestiegen! Man muss wissen, dass sie noch jeden Herbst auf die Eschen hinaufsteigt, um nach altem Brauch Laub für das Vieh zu "brocken" (pflücken). Die Senioren wurden immer lustiger, und es wurde auch gesungen. Einige vergnügten sich sogar mit einem Spiel, das sie als Kinder so gern gespielt hatten, nämlich dem .Derwischelus", wobei die Jubilarin mit ihren 90 Jahren noch immer die Schnellste war. Gegen 19 Uhr ging auch dieser Senioren nachmittag zu Ende und alle traten fröhlich den Heimweg an. Roman Koffer

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Jaufenstraße und Umfahrung zwei wichtige Vorhaben Komme ich gefahrlos über den Jaufen? Diese Frage stellen sich viele Gäste und Einheimische, wenn sie über den Jau-

weitert. Die Arbeiten wurden durch die Felsen und den Glaitnerbach erschwert. Dieses Teilstück erinnert jetzt etwas an die vielgerühmten Schweizer Paßstraßen. Die Bevölkerung, die Gäste und die Gemeindeverwaltung wissen es zu schätzen und honorieren den Ausbau auf diese Regelbreite mit Dank und Anerkennung. Auch Fußgänger, welche besonders im Frühjahr und Herbst wegen der Südlage diese Strecke begehen, sind erfreut darüber. Mit dem Dank an die Landesstraßenverwaltung verbindet sich die Hoffnung, daß weitere Engstellen in Richtung Walten entfernt werden. Auf jeden Fall nimmt jeder gerne die Verkehrsbehinderung in der Bauphase in Kauf, wenn das Ergebnis stimmt, wie in diesem Fall. Die systematische Planung trägt jetzt Früchte und zeigt beste Ergebnisse, wobei am Ende eine Straße mit Normbreite zu erwarten ist, die ohne Gefahr befahren werden kann.

ster des Tales, Willi Klotz, Hermann Pirpamer und Dr. Konrad Pfitscher, der Vertreter der Gemeindeverwaltungen des Tales und vieler Anrainer von Hinteregg wurde die kürze Bauzeit und die vorzügliche Ausführung der Arbeiten hervorgehoben. In nur drei Monaten wurde die alte Brücke abgetragen und mit dieser neuen ersetzt. Der Neubau war erforderlich, denn die alte Marienbrücke entsprach nicht mehr den Sicherheitsbestimmungen, So hatte die alte Brücke keinen Gehsteig, die Widerlager der Brücke waren auszutauschen und auch die Pfeiler aus Natursteinen wären zu sanieren gewesen. Die Kostenüberprüfung hat ergeben, daß ein Neubau nur wenig teurer war als eine Sanierung. Das war für den Neubau ausschlaggebend. Die neue Brükke ist 66 m lang und hat eine Höhe von 13 m. Sie hat zwei Widerlager und liegt auf zwei Betonpfeilern auf. Die Brücke hat eine Fahrbahnbreite von 6 mund

Jaufenstrasse

fen fahren. Ob als Ausflug gedacht oder aus Arbeitsgründen, oft gehen Autospiegel zu Bruch oder streifen sich Autos, weil die Straße einfach zu schmal ist. Seit der Eröffnung der Straße 1912 ist die Breite unverändert geblieben, die ANAS hat wohl einige Engstellen entfernt, aber gerade zwischen St. Leonhard und Walten sind lange schmale Streckenabschnitte geblieben. Besonders gefährlich waren die Übergänge von den ausgebauten Teilstrecken auf die Engstelien. Es ist verwunderlich, daß bislang keine Autos in den Abgrund gestürzt sind. Nun ist die Landesstraßenverwaltung daran gegangen, systematisch, von St. Leonhard beginnend, die Straße auf eine Breite zu bringen, daß Auto ohne Halt aneinander vorbeikommen. Dafür wurde eine genaue Vermessung durchgeführt, ein durchgehendes Projekt erstellt und die Arbeit in Teilbereiche aufgeteilt. Das erste Teilstück beginnt am Ortsende von St. Leonhard Richtung Jaufen. Auf einer Strecke von etwa 1 Kilometer oberhalb St. Leonhard wurden talseitig Bankette errichtet, Leitplanken angebracht und die Straße auf eine Breite von 6 m er-

Alte Marienbrücke

Ebenfalls große Fortschritte hat die Umfahrung gemacht. Am 19. Juli konnte die neue Marienbrücke beim Brükkenwirt ihrer Bestimmung übergeben werden. Zu einer kleinen Feier in Anwesenheit des zuständigen Landesrates Dr. Alois Kofler, des Bauleiters Dr. Ing. Karl Heinz Blasinger, vieler Landesbeamten und Techniker, der 3 Bürgermei-

einen Gehsteig, der 1,5 m breit ist. Im Gehsteig sind Rohre für Wasser, Abwasser, Strom und Telekommunikation untergebracht. Während der Bauphase wurde der Verkehr nach Breiteben auf eine provisorisch errichtete Behelfsbrücke nördlich der Baustelle umgeleitet. Mit dem Neubau konnte auch der Kreisverkehr an der Nord-Seite der Um-


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fahrungsstraße aufs Beste gelöst werden. An diesem Rondell laufen fünf Straßen zusammen, die neue Umfahrungsstraße, die Timmelsjochstraße, die Straße nach Breiteben, die Zufahrten zum Dorf und zur Sportzone. Bei der Umfahrungsstraße schreiten die Arbeiten zügig voran. Alle Träger sind montiert und z.Z. wird an der Decke für die Einmündung zur neuen Brücke gearbeitet. Parallel dazu wird auch der Viadukt der Umfahrungsstraße ausbetoniert. Für die Kreisverkehrsinsel wurde die Pfahlwand bereits begonnen und im Herbst d. J. wird die dazugehörige Ufermauer erstellt. Bereits Ende November 2000 wird die gesamte Umfahrungsstraße so weit fertiggestellt sein, dass sie befahren werden kann. Dann wird der Verkehr umgeleitet, um den Bau der bergseitigen Stützmauer zu ermöglichen. Ostern 2001 dürfte die Umfahrung endgültig und offiziell ihrer Bestimmung übergeben werden. Konrad Pfitscher

Neue Marienbrücke

Land verbaut Kehlmure und Pfistrad Als sich Ende Juni 1998 ein Wolkenbruch über der Plattenspitze entlud, schob die Kehlmure schätzungsweise 150.000 m3 Material zu Tale, versperrte den Lauf der Passer und bildete einen See. Kurzzeitig floß die Passer durch die Handwerkerzone, bis sie wieder in ihr altes Bett zurückfand. Nur um Haa-

dern. In der Zwischenzeit hat die Wildbachverbauung den unteren Teil der Kehlmure verbaut und nun diese Arbeiten abgeschlossen. Dabei hat sie 3 Ziele verfolgt: das abgegangene Material zu entfernen, die Handwerkerzone und die Firma Hoppe zu sichern und die Kehlmure landschaftsgerecht zu ver-

Die Kehlmure

resbreite entging die Handwerkerzone und die Firma Hoppe einer Katastrophe. Die Feuerwehren des Tales, Baggerfirmen vor Ort und die Wildbachverbauung konnten das Schlimmste verhin-

bauen. Nach Ansicht der Gemeindeverwaltung von St. Leonhard sind alle Ziele erreicht worden und dafür möchte diese ihren Dank aussprechen. Das überschüssige Material wurde in einer

angrenzenden Wiese abgelagert und der Rest als Aufschüttung für die Umfahrungsstraße St. Leonhard verwendet. Kein Schaden also, wo nicht auch ein Nutzen ist, wie hätte wohl sonst der Materialbedarf für die Umfahrung gedeckt werden können? Weiters wurden Sicherungsarbeiten durchgeführt. An der Mündung der Kehlmure in die Passer wurde ein etwa 300 m langes und 15 bis 60 m breites Becken angelegt, an dem sich heute wasserliebende Tiere und Menschen tummeln. Gegen die Handwerkerzone hin wurde eine hohe Böschung aus in Beton gelegte Zyklopensteinen errichtet und der Passerdamm tiefergesetzt. Bei Hochwasser hat die Passer damit ein Ausgleichsbecken und das Hochwasser kann wieder in die Passer abfließen. Schließlich wurde der Unterlauf der Kehlmure mit Quersperren verfestigt, um für die Mure ein festes Bett zu schaffen. Die angrenzenden Wiesen wurden abgeräumt und eingesät. Abschließend kann man feststellen, daß ein Maximum an Sicherheit erreicht wurde, auf Landschaft und Natur aber größtmögliche Rücksicht genommen wurden. Kein Meter Beton ist zu sehen, nur Quersperren in Naturstein, Wiesen und ein neuer See, der als Biotop die Natur bereichert und für die Spaziergänger und Radfahrer eine Attraktion darstellt. Ende Augsut dieses Jahres überzeugten sich der zuständige Landesrat Dr. Alois Kofler, der Leiter der Wildbachverbauung Ing. Rudolf


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Pollinger, sowie Ing. Mauro Spagnolo und die Leiter der Arbeitsgruppe, Manfred Tschöll und Gottfried Gufler sowie die Gemeindeverwaltung von St. Leonhard vom Fortgang der Arbeiten. Ein weiterer Lokalaugenschein wurde in Pfistrad vorgenommen. Das Unwetter hatte 1998 auch dort getobt, die Sperren beim "Schleigeisen" größtenteils zerstört und mit dem Murenmaterial die

Rückhaltesperre hinter St. Leonhard aufgefüllt. Um weitere Vermurungen zu verhindern, werden zur Zeit die Sperren erneuert, wobei zuerst ein Betonkern errichtet wird und dieser mit Natursteinen verkleidet wird. Die Schultern der Sperren reichen jetzt seitlich weit in den Hang hinein, damit wird die Haltbarkeit stark erhöht. Die Gemeindeverwalter sprachen der Wildbachverbauung und

besonders Landesrat Dr. Alois Kofler ihren Dank für die umfangreiche Arbeiten im Gemeindegebiet von St. Leonhard aus. Wirklich zu schätzen weiß man die Vorsorge erst, wenn das nächste Unwetter hereinbricht und die Schutzbauten der Wildbachverbauung das Schlimmste verhindern. Konrad Pfitscher

Zuständigkeiten der Gemeindeassessoren und ihre Sprechstunden Bürgermeister Hermann Pirpamer Öffentliche Sicherheit, Zivilschutz, Soziales - Senioren, Öffentliche Bauten, Finanzen - Steuern, Personal, Kläranlage Sprechstunden: Dienstag von 8.00 bis 19.00 Uhr Donnerstag von 8.00 bis 10.00 Uhr

Vizebürgermeisterin Rosmarie Pamer Schule - Kindergarten, Altersheim, Jugend - Familie, Spielplätze, Kultur: Bibliothek - Dorfbuch, Dorfgestaltung, Umwelt - Müll Sprechstunden: Donnerstag von 8.30 bis 09.30 Uhr

Heinrich Dorfer Wirtschaft - Tourismus, Handel Handwerk, Lizenzen, Sport, Sportplätze - Tennis, Verkehrskonzept Gehsteige, Dorf - Polizei Sprechstunden: Donnerstag von 18.00 bis 19.00 Uhr

Rudolf Gögele Bauamt, Landwirtschaft, Berg Forststraßen - Hofzufahrten Sprechstunden: Mittwoch von 8.00 bis 10.00 Uhr Freitag von 8.00 bis 9.00 Uhr

Adolf Unterthurner Öffentliche Arbeiten, Bauhof, Strasseninstandhaltung, Trinkwasser Abwasser, Schwimmbad, Vereinssaal Sprechstunden: Montag von 18.00 bis 19.00 Uhr

MARKTGEMEINDE ST. LEONHARD IN PASSEIER

GEMEINDE MOOS IN PASSEIER

Bürgermeister Dr. Konrad Pfitscher Allgemeine Angelegenheiten, Bauwesen, öffentliche Arbeiten, Finanzen, Soziales und alle nicht anderen Assessoren zugeteilte Bereiche Montag von 17.00 bis 19.00 Uhr Donnerstag von 8.00 bis 10.00 Uhr

Bürgermeister Wilhelm Matthias Klotz Fraktionen, öffentliche Arbeiten, Urbanistik, Handel, Verkehr, Zivilschutz, Tourismus Sprechstunden: Montag von 14.00 bis 16.00 Uhr Mittwoch von 8.00 bis 10.00 Uhr Freitag von 8.00 bis 10.00 Uhr

Josef Gögele Vize bürgermeister Gomion, Schlattach, Glaiten, Walten und Karlegg Sprechstunden: Montag von 9.00 bis 10.00 Uhr Assessor Johann Haller Gemeindedienste, Gemeindegüter und Handwerk Sprechstunden: Mittwoch von 8.00 bis 9.00 Uhr Assessor Alois Moosmair Landwirtschaft, Sport, Vereinshaus und Kindergarten Sprechstunden: Montag von 11.00 bis 12.00 Uhr Assessor Josef Wilhelm Schule, Kultur und Jugend Sprechstunden: Donnerstag von 15.00 bis 16.00 Uhr Assessor Oswald Tschöll Windegg, Prantach, Mörre und Schweinsteg, sowie Umwelt Sprechstunden: Montag von 10.00 bis 11.00 Uhr Assessor Alfred Schiefer Handel, Tourismus, Lizenzen und Verkehr Sprechstunden: Mittwoch von 9.00 bis 10.00 Uhr Alle Sprechstunden finden im Büro des Bürgermeisters statt.

Bürgermeisterstellvertreter Hubert Brunner Jugend, Energie, Steuern, Finanzen und Vermögen, Umwelt, Müllentsorgung, Abwasserreinigung und Trinkwasserversorgung. Sprechstunden: Donnerstag von 9.00 bis 10.00 Uhr

Assessor Benedikt Pamer Kultur, Schule und Sozialwesen Sprechstunden: Mittwoch von 14.00 bis 15.00 Uhr

Assessor Alois Pichier Sport, Handwerk und Instandhaltung, Infrastrukturen Sprechstunden: Donnerstag von 11.00 bis 12.00 Uhr

Assessor Alois Pöhl Landwirtschaft, Schneeräumung und Naturpark Sprechstunden: Montag von 9.00 bis 10.00 Uhr


Passeirer

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Passeter vor 100 ltlhren

Interessante

und kuriose Zeitungsnotizen aus dem Passeiertal vor 100 Jahren. "Aufgelesen" und kommentiert von Gottfried Zagler

Trockenes Wetter Nach einer monatelang andauernden Sommerhitze gab es Anfang Oktober kühles Herbstwetter. Mitte Oktober wurde es wieder warm und trocken. Erst Ende November kam etwas Regen. Es blieb weiterhin abnormal warm. Zu Weihnachten wurden bis zu 20 Wärmegrade gemessen. Nur über 1500 m war etwas Schnee gefallen. Das warme Wetter hielt bis Mitte Februar an. "MERANER ZEITUNG" vom 1.10.1900 bis 15.2.1901

Nach praktisch viermonatiger Trockenheit war das Wasser auf manchen Passeirer Bauernhöfen für Haus und Vieh ganz ausgeblieben, in manchen Orten tröpfelte das Wasser nur mehr. Ein Mahlen auf den Bergmühlen war schon längere Zeit eine Unmöglichkeit. Die Bauern, die im letzten Herbst nachlässig waren, genügend Getreide für den Winter auf der eigenen Mühle einzumahlen, mussten es jetzt ins Tal herunter auf die Metzmühle tragen, damit sie etwas zu essen hatten. "MERANER ZEITUNG" vom 10.2.1901

Alte Passeirerin gestorben Am 2. Oktober verschied im Gerichtsspital in St. Martin (Bundeshaus) Katharina Rohrer im 90. Lebensjahr. Sie stammte aus einer sehr alt werdenden Familie. Von ihren Geschwistern wurden 2 über neunzig, (der älteste 96 Jahre) und drei über 80. "MERANER ZEITUNG" vom 5.10.1900

Einbruch in Zwickauer Hütte - gesuchter Mörder gefasst? Im Oktober hat ein Individuum namens Emil Szeget in die Zwickauer Hütte eingebrochen, der dann später von der Gendarmerie in der Karlsbader Hütte im Matschertal festgenommen werden konnte. Der Festgenommene hat sich mehrere Tage in der Hütte aufgehalten und von den vorhandenen Konserven gelebt. Er steht im Verdacht, mit dem Bäkkergesellen names Will identisch zu sein, der vor fünf Jahren in Wertingen bei Augsburg die Bäckerleute Braun ermordet hat. "MERANER ZEITUNG" vom 16.12.1900 und "MERANER ZEITUNG" vom 10.2.1901

Neue Straße in Moos Die neue Straße, welche von den Höfen in der Au bis zum Kirchplatz von Moos führt und beinahe fertig gestellt ist, ist 2,5 m breit und über einen km lang. Sie macht einen ganz prächtigen Eindruck, so dass es nicht verwundert, wenn man hört, dass von den

20.000 Kronen der ersten Baurate nicht mehr

viel Geld übrig ist. "MERANER ZEITUNG" vom 21.12.1900

Übers gute Klima in Moos Es dürfte in gleicher Seehöhe in ganz Tirol und noch weiter kein so mildes Klima geben wie dort. Moos ist im Norden und Westen durch hohe Berge ganz abgeschlossen und verspürt keinen Nord- oder Westwind. Die Sonne geht am kürzesten Tag um 8.30 Uhr auf und um 15.45 Uhr unter, während sie auch am längsten Sommertag erst um 8 Uhr erscheint und um 16.00 Uhr untergeht. Das Trinkwasser ist gut. Spazierwege ließen sich mit kleinen Kosten anlegen. Es wären schöne Baugründe zu haben. Die landschaftliche Aussicht ist allerdings schlecht. Gegen Süden liegt die Platter Gemeinde, die ist schön; sonst sieht man nur himmelhohe Felsen, Berge und darüber das Firmament, unten den wilden Bach und den schönen Pfelderer Wasserfall. "MERANER ZEITUNG" vom 21.12.1900

Erinnerungstafel an napoleonischen Russlandfeldzug An einem Bauernhaus in St. Martin findet sich eine Erinnerungstafel mit folgenden Zeilen: "Da ich 1813 als baierischer Soldat den Russischen Krieg mitziehen mußte, so hab ich mein verthrauen zu den Wunderthätigen HI. Blut und zu seligsten Jungfrau Maria genom ben, und bin also durch den Verdienst und fürbitt, nach vielen Gefahren und überstandenen Leiden doch noch Glücklich nach Haus komen zur Danksagung hab ich dieses Denkzeichen aufgehengt." Das Bild zeigt hoch oben eine Monstranz mit dem Allerhöchsten, welche Engel umgeben. Rechts darunter steht die seligste Jungfrau Maria mit einer Lilie in der Hand, ihr zur Linken der hl. Sebastian. Zu Füßen befindet sich der Soldat, ein schmucker Mann, einen Tschako auf dem Kopf, das Gewehr bei Fuß, in der rechten Hand den Säbel und das Gewehr am Riemen haltend, ein Kreuz über der Brust; er trägt blauschwarzen Waffenrock mit roten Aufschlägen, weißen Hosen in engen Rohrstiefeln. "MERANER ZEITUNG" vom 21.12.1900 Über die Nachfahren von Andreas Hofer Ein Verwandter von Andreas Hofer gibt Auskunft über die Nachfahren von Andreas Hofer: Andreas Hofer hinterließ fünf Kinder, Johann, Maria, Anna, Rosa und Gertraud. Der Sohn Johann und die Tochter Maria kamen in ihrer Jugend zur Ausbildung nach Wien. Wer für diese zwei die Kosten zur Ausbildung bezahlt hat, konnte man in Passeier nie erfragen, die Witwe Hofers gewiss nicht, weil die Vermögensverhältnisse nach

seinem Tod keine glänzenden waren, so sagte mir mein Vater und Großvater. Der Sohn Johann tiat vermutlich bei seiner Großjährigkeit in Wien einen Groß- Tabakverschleiß erhalten, hat geheiratet und fünf Söhne hinterlassen; von diesen Söhnen wurden drei Offiziere. Im Frühjahr 1848 kamen die zwei Älteren in Zivilkleidern von Sterzing über den Jaufen nach Passeier und hielten sich im Sandhof und in St. Leonhard etliche Tage auf. Bei ihrer Abreise begleitete sie ihr Onkel, mein Vater, bis Meran (ich als 9-jähriger durfte mitgehen); sie haben nach Italien einrücken müssen. Josef, ein großer, schöner Mann und bei der Armee sehr beliebter Offizier, ist in der Schlacht bei Mageno, von einer Kugel getroffen, gefallen. Den zweiten Offizier trat in der Schlacht von Solferino das gleiche Los. Der dritte Offizier, Johann, hat krankheitshalber den Militärdienst aufgeben müssen. Er genießt hier in Passeier, wo er sich längere Zeit aufhielt, nicht den besten Ruf. Als in den 30iger Jahren das Sandwirtsanwesen für die Lehenskammer angekauft wurde, ward zugleich die Familie Hofer in den Adelsstand erhoben. Andre, der jüngste Sohn des Johann Hofer, wurde Lehenträger des Sandwirtsanwesens. Es stand ihm frei, das Geschäft selbst zu betreiben oder zu verpachten. Die Einkünfte waren sein Eigentum (auch ich hatte den Sandhof samt allem sechs Jahre, von 1868 bis 1874, von Andre in Pacht). Andre wurde nach seinem vollendeten Studium k.k. Notar in Amstätten, Niederösterreich, Reichsratsabgeordneter und Lehensträger des Sandhofes. Er war verheiratet, ist aber Ende der 70iger oder Anfang der 80iger Jahre kinderlos gestorben. Nach seinem Tod erbte den Lehenhof Sand sein Bruder Karl, Edler von Hofer, k.k. Archiv Offizial in Wien. Karl war mit einer Engländerin verheiratet und hat nach seinem Tod Kinder hinterlassen. Ebenso der Sohn Leopold, welcher den Sand hof von seinem Vater geerbt und dann der Tiroler Adelsmatrikel verkauft hatte. Die älteste Tochter kam auch zur Ausbildung nach Wien, kam später krank nach Pass eier zurück und starb ledig im Sandwirtshaus. Die zweite, Anna, hat einen gewissen Andre Erb aus Platt geheiratet; aus dieser Ehe entsprossen drei Töchter. Die dritte Tochter, Rosa, heiratete den Josef Holzkecht, Brühwirth in St. Leonhard, der zuletzt bei der "Pietät" in Meran in Diensten stand. Die vierte Tochter, Gertrud, heiratete den Johann Haller, Pfarrmessner in St. Leonhard; diese hinterließ zwei Kinder, Georg und Anna. Georg Haller war langjähriger Postmeister in St. Leonhard. Er lebt noch als einziger Enkel Hofers und ist ungefähr 67 Jahre alt. "MERANER ZEITUNG" vom 10.2.1991


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Rundwanderweg - Platter Urlärche Wegverlauf Kulturgeschichtliche und naturkundliche Eindrücke auffällige Pflanzen wie Geschlängelte Den Spuren einer hier bemerkenswerSchmiele, Goldrute und Hasenlattich. ten Symbiose zwischen Mensch und Aber auch Himbeeren, Preiselbeeren Natur folgt der Tourismusverein Hinterund Schwarzbeeren wachsen hier. passeier mit einem neu konzipierten Auf diesem heute noch mit einem SteinRundwanderweg, der fast durchwegs pflaster befestigten Almweg trieb man bereits bestehenden und markierten über Jahrhunderte das .außere" WeiWegen folgt. devieh auf die Almen im Pfelderertal. Von der Bushaltestelle in Platt folgt man "Das gesamte Passeirer Vieh ab Riffian ca. 100 m der Straße Richtung Pfelwanderte auf diesem Weg zu den AIders. Nach einer kleinen Brücke zweigt links der bezeichnete Rundwanderweg ab. Dieser Weg führt gut markiert anfangs durch eine blumenreiche Wiese hinauf zur Ulfaserstraße und überquert dieselbe bei einem Wegkreuz. Nun steigt man ca. 5 Minuten durch lockeren Wald bereich zum Fahrweg hinauf, der nach Tassach führt. Nach einem kurzen Stück auf diesem asphaltierten Weg zweigt links eine Gasse ab. Dieselbe führt entlang einer Steinschichtmauer hinauf zum nahegelegenen Schafga- Erholsame Rast beim Zwöflerlarchn dengütl. Ungewöhnmen nach Lazins, Valtschnal und Valtlich ist, dass Wohnteil, Stallteil und mar. Der richtige Almweg verlief damals Scheune sich bei diesem Gebäude etwas oberhalb des Saldernhofes herunter einem Dach befinden. Der sogeein nach Scharteben, beim Schafganannte Einhof ist quergeteilt, der Wirtdengut hinauf zu den Schaner Löchern, schaftsteil ist hinten in Verlängerung des weiter zur Kollgrube, oberhalb der KosWohnhauses angebaut. Keller, Küche per Säge vorbei bis zum Unterwaldhof, und Stall sind gemauert. Der Wohnbevon dort weiter nach Varmazon, Hütt reich ist in Vierkantblockbau, der Stabis nach Pfelders. Ich kann mich noch del in luftigem Rundholzblockbau geerinnern wie ich im Jahr 1923, als ich zimmert. beim Hienerhof als Knecht arbeitete, Vom Schafgadengütl führt der Weg nun das Vieh auf diesem Weg zur Lazinsalm südwestwärts, mäßig ansteigend durch trieb. Die weiter draußen im Tal wohnaufgelichtete Fichten- und Lärchenbeten, wie die Riffianer oder die Saltauser stände. Eine riesige, mit Flechten, MooBauern, trieben das Vieh an zwei Tagen sen und Farnen überwachsene Steinzu ihren Almen. Die Riffianer kamen am blockhalde (Schaner Löcher), die von ersten Tag mit den Weidetieren bis zum einem nacheiszeitlichen Bergsturz herGasthof Innerhütt. Das Vieh wurde hier rührt, säumt den Weg. Auf den nun während der Nacht in einen großen folgenden Waldlichtungen gedeihen

Steinkog getrieben. Die Bauern übernachteten im Gasthaus oder im Stadel und zogen am nächsten Tag zur Alm. Auch unterhalb des Varmazonhofes befand sich ein solcher Steinkog, in welchem das Vieh .auüerer" Bauern übernachtete. Mit dem Bau der Straße Platt - Pfelders im Jahr 1932 hatte der Almweg mehr oder weniger ausgedient." erzählt der im Jahr 1908 geborene Gögele Hichard. Gut 100 Meter hinter einem kleinen, mit Brunnenkresse, Knotenfuß und Geflecktem Knabenkraut bewachsenen Bach verlassen wir bei einer Weggabelung den alten Almweg. Links führt hier nun ein Holzziehweg in einer kurzen Windung durch Fichtenwald weiter. Auf diesem Holzziehweg brachte man in den Wintermonaten auf Ziehschlitten Werkholz und Bauholz aus dem Wald zur darunterliegenden .Kospersäqe", Dieselbe war bis vor 50 Jahren in Betrieb, ehe im schneereichen Winter 1950/51 die gewaltigen Schneemassen das Dach der Säge eindrückten. Die Mühle wurde daraufhin nicht mehr in Betrieb gesetzt. Auf den Ziehwegen führte man in den Wintermonaten aber nicht nur Baumstämme, sondern mit großem Fleiß auch Mengen von Brennholz und Bodenstreu für den Stall, zu den Gehöften. Vorbei am zerfallenen .Buecher StalleIe" wird der Weg nun allmählich flacher und zusehends lichter. Mit etwas Glück kann man hier auch dem scheuen Haselhuhn oder Rehen begegnen. Landschaftlich wunderschön, wandert man am Waldrand hinein zum sogenannten


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da selben". Beide Höfe mussten zu .Kropfeqqe", Hier weitet sich der Blick Pfingsten 5 pfunt und am Martinstag 6 auf die umliegende Berglandschaft, pfunt, ein geräuchertes Stück Fleisch aber auch auf das Leben seiner Bewohvom Rind und ein halbes Schwein als ner . Direkt unterhalb des AussichtsAbgabe den Grundherren entrichten. Im punktes liegt der Varmazonhof auf 1390 Jahre 1777 haben beide Anwesen "die m Meereshöhe. Gegen Süden hin öffGerechtigkeit Holz und Streb aus der net sich das gleichnamige Varmazonhochen herrschaftlichen Schneeberg tal. Dies ist ein einsames, wunderschönes, v-förmiges Hochtal mit einer einzigen Alm, der Varmazonalm. Eine Besonderheit von ausgesprochener Schönheit ist knapp unterhalb des Aussichtspunktes eine riesige Lärche, im Volksmund "Zwölferlarchn" genannt. Über die Herkunft des Namens "Zwölferlarchn" weiß Prugger Benedikt vom Varmazonhof, dass seine Vorfahren immer sagten, sobald der Schatten (Uhrzeiger) der gro.. ßen Lärche den Vielfalt der Formen. Weggasse zum Schafgadengutl Weidezaun entlang nach außen geht, ist es ungefähr zwölf Uhr. Die bizarre Wuchsform dieses beeindruckenden Baumriesen mag bei manchem den Eindruck eines Urwaldgiganten hervorrufen. Der Umfang an der Stammbasis beträgt stattliche 6,10 m. Vom Kropfegge führt ein steiniger Viehtriebweg durch Lärchenwald mäßig steil hinab auf einen Traktorweg und auf diesem weiter zum Ebenhof und zum benachbarten Unterwaldhof. Beide Höfe wurden bereits im Jahre 1288 im Urbar Meinhards des 11. erwähnt als .hof ze Oberwalde" bzw. als "der mittere hof

Bewaldung herdan zu nehmen" (die gesamten Wälder des Hinterpasseier waren für den Schneeberg reserviert). Der Unterwaldhof war im Zeitraum von 1935 bis Mitte der Sechzigerjahre in geistlichem Besitz. Monsignor Gottlieb Hueber erstand den Hof Mitte der Dreißigerjahre um 50.000 Lire. Derselbe vermachte ihn vor seinem Ableben dem Bischöflichen Seminar (Liebeswerk) von Dorf Tirol. In den Sommermonaten waren hier etliche Priester und Ordensfrauen in der Sommerfrische. Im Obergeschoss, wo die Geistlichen wohnten, wurde ein Zimmer als Kapelle herge-

richtet und an Sonntagen Gottesdienst gefeiert. Beim Unterwaldhof folgt der Rundwanderweg nun einen kurzen Streckenabschnitt bis nach Innerrain einer asphaltierten Straße. Ab hier geht,s dann rechterhand auf einem Seitenweg teils durch bäuerlich geprägte Kulturlandschaft, teils durch den Wald abwärts Richtung Platt. Beim Rainbach in Innertassach kann eine idyllische, am Waldrand gelegene, im Jahr 1999 wieder instandgesetzte Mühle bewundert werden. Die .Taser Mühle", die drei Besitzern gehört, wurde aus Holzbalken auf einem Steinsockel erbaut. Wurde Getreide gemahlen, lenkte man das Wasser vom Rainbach durch ausgehöhlte Lärchenstämme von oben auf das Mühlrad. Vor dem Eingang der Mühle liegt ein ausgedienter Mühlstein, welcher vom bäuerlichen Alltag vergangener Tage berichtet. Unterhalb der Mühle zweigt ein schmaler Seitenweg links ab und führt durch artenreiche Blumenwiesen zum Ausgangspunkt zurück. Für die leichte Wanderung, die einen Höhenunterschied von ca. 300 Metern aufweist, sollten ca. zweieinhalb Stunden Gehzeit eingeplant werden. Der kulturgeschichtlich und naturkundlich interessante Rundweg ist zu allen Jahreszeiten einen Besuch wert. Arnold Rinner

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Moos hat einen Rosenkranzweg Der alte idyllische Fuhrweg führt von Moos zur hl. Kreuz Kapelle in der Aue. Sie wartet zwar schon lange auf den "Maler", wird aber dennoch viel von Menschen besucht, die von Kummer und Sorgen geplagt bei Christus am Kreuz Trost und Hilfe suchen. Anlässlich des hl. Jahres hatte Pfarrer Hans Lanbacher die Idee, auf diesem Weg vier kleine Kapellen zu errichten, die den schmerzhaften Rosenkranz bildlich darstellen sollen. Diesen Vorschlag hat er dem Katholischen Männerbund unterbreitet. Dieser hat das Vorhaben gut geheißen und eine Laternenaktion durchgeführt, um ein wenig Startgeld zu bekommen. Nachdem die Formalitäten erledigt waren und niemand mehr etwas einzuwenden hatte, ging man an die Arbeit. Unter Mithilfe der Männerbewegung, freiwilliger Helfer und edler Spender entstanden vier Kapellen auf dem Weg zur hl. Kreuz Kapelle in der Aue. Es blieb die Frage zu klären, in weicher Ausführung der schmerzhafte Rosenkranz dargestellt werden sollte. Ein "Schnitzwerk" war sehr kostspielig und man einigte sich schließlich darauf, ihn malen zu lassen. Die Rabensteiner Künstlerin Monika Lanthaler erklärte sich dazu bereit. In ihrer kargen Freizeit - sie ist Lehrerin - hat sie die Kunstwerke geschaffen. Am Pfingstmontag konnte Pfarrer Hans Lanbacher die Segnung der Kapellen vornehmen. Im Beisein vieler Gläubiger zog man betend und singend bis zur Kapelle in der Aue, wo das fünfte Geheimnis Christus am Kreuz versinnbildlicht ist. Mit dem Lied "Heiliges Kreuz sei hochverehret" wurde abgeschlossen. Auf dem Rückweg ging es zum Festplatz, wo Helmut und Urban für gute Stimmung und die Katholische Frauenbewegung für das leibliche Wohl sorgten. Die Katholische Frauenbewegung hat sich erfreulicherweise auch bereit erklärt, für die Blumenpflege der Kapellen zu sorgen. Mögen auf diesem Rosenkranzweg viele Rosen erblühen, Rosen des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe und möge dieser Rosenkranzweg eine Oase für die Seele bleiben. Anna Lanthaler

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Pfarrer Lanbacher feiert sein 25-jähriges Priesterjubiläum in seiner kleinsten Pfarrei Es war Herz-Jesu-Sonntag, der 2. Juli. Pfarrer Johann Lanbacher feierte an diesem Tag nicht nur sein 25-jähriges Priesterjubiläum, sondern auch seinen 50. Geburtstag. Die gesamte Dorfgemeinschaft half mit, dem Pfarrer einen schönen Tag zu bereiten. Den Dankgottesdienst gestalteten Kinder, Jugendliche, Männer und Frauen und eine Gruppe von Musikanten mit. Bei angenehmen Wetter beteiligten sich dann alle an der anschließenden Prozession. Die Musikkapelle spielte dem Pfarrer am Schulplatz noch ein Ständchen und 2 Kinder trugen ein Gedicht vor. Auch die Jugend war nicht untätig geblieben und hatte einen kleinen Umtrunk vorbereitet. Wir Rabensteiner wünschen unserem Pfarrer noch viel Freude mit seinen drei Pfarreien. Pfarrgemeinderat Rabenstein

Riesengroßer Spaß im Schwimmbad Am 16. August, bei heißem Sommerwetter, fuhr ein großer Teil der Kinder von Rabenstein mit einem Privatbus ins Schwimmbad von St. Leonhard. Gestartet wurde schon am frühen Vormittag, um das angenehme Wasser zu genießen, insbesondere aber, um den ganzen Tag zusammen mit den Freunden die Wasserrutsche hinabzuflitzen. Zufrieden und müde, einige sogar mit Sonnenbrand, fuhren die Kinder abends wieder mit dem Bus nach Hause. Die Kinder und die Begleitperson bedanken sich bei der Pfarre von Rabenstein, die die Spesen für die Busfahrt übernommen hat. Waltraud Gufler


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Verein "AKTIV-HILFE FUR KINDER" zu Besuch in Rumänien Im vergangenen Juli sind einige Mitglieder unserer Hilfsorganisation gemeinsam nach Temeswar (Westrumänien) gefahren, um sich einen Überblick über die vom Verein unterstützten Pro-

In der Kinderklinik

mit können die caritaseigene Nudelfabrik und die Bäckerei mit guten Rohstoffen beliefert werden, und alle von der Caritas unterstützten Institutionen wie Kinderheime, Ausspeisungen und

bei Dr. Serban

jekte für Straßenkinder und sozial schwache Menschen zu verschaffen. Erste Station war Bacova, 30 km von Temeswar entfernt, wo die Caritas Westrumänien eine Nudelfabrik führt. In diesem Frühjahr wurde mit finanzieller Unterstützung der Autonomen Region Trentino/Südtirol eine neue Maschine und eine Trockenkammer zur Produktion von Teigwaren angekauft. Vom Funktionieren derselben konnten wir uns vor Ort überzeugen. Zur Zeit werden 4 verschiedene Nudelsorten hergestellt, in naher Zukunft sollen es 6 werden. Eine gewisse Hilfestellung bezüglich Qualität , Quantität und Verteilung der Ware ist über einen längeren Zeitraum vorgesehen. Ein weiteres Vorhaben der Caritas Westrumänien nennt sich "Jugendfarm". Aus einem ehemaligen Kolchosebetrieb soll ein landwirtschaftlicher Betrieb mit Ackerbau und Viehzucht entstehen, in dem auch Straßenkinder eine sinnvolle Beschäftigung finden und einen ersten Schritt in Richtung menschenwürdigere Zukunft tun können. Dieses Vorhaben wird von "Aktiv-Hilfe für Kinder" durch den Ankauf einer Getreidemühle unterstützt, deren Finanzierung von der Südtiroler Landesregierung bereits zugesagt wurde. Die Mühle sollte hochwertiges Mehl liefern. Da-

Krankenhäuser mit günstigen Grundnahrungsmitteln versorgt werden. Eine dieser Einrichtungen ist das "Pater Jordan Haus" in Temeswar, wo bis zu 100 Straßenkinder ein Nachtasyl finden. Sie erhalten ein Abendessen, einen Schlafplatz und Frühstück, können duschen und ihre Kleidung waschen, ein Angebot, das bereits jetzt unzählige Straßenkinder nutzen. Es ist auf Initiative des Salvatorianer Pater Berno Rupp in Zusammenarbeit mit der Caritas Westrumänien und anderer Hilfsorganisationen entstanden. Im Mai dieses Jahres fand die Einweihung statt. Unser Verein hat die Küche geliefert, welche uns von der Firma Niederbacher aus Kaltern zur Verfügung gesteilt wurde. "Aktiv-Hilfe für Kinder" wird sich für den Weiterbestand des Hauses tatkräftig einsetzen. Am Pfingstsonntag wurde in St. Leonhard und im Hinterpasseier die Aktion .Fastensuppe" durchgeführt. Mit dem Erlös wurden dem Marius, einem Jungen aus Brasov (ca. 450 km östlich von Temeswar) die Operationskosten und die Anpassung zweier Unterschenkelprothesen finanziert. Wir haben Marius und seine Eltern besucht und konnten erfreut feststellen, wie er bereits mit nur 1 Krücke gut gehen kann, und voll Op-

timismus in die Zukunft schaut. Allen Gönnern dieser Aktion "mögen die Freudentränen in den Gesichtern dieser Familie Dank sagen für ihre Unterstützung". Ein weiteres Projekt in Temeswar, das uns auch sehr am Herzen liegt ist die Kinderklinik, deren medizinische Leiterin Frau Dr. Serban uns im Mai besucht hat. Ein Zubau zur bestehenden Klinik, mit österreichiscben Mitteln finanziert, bringt Platz für 40 Betten und schafft mehr Raum für die kleinen Patienten, die vorwiegend an Tumorerkrankungen, Hämophilie und AIDS leiden. "Aktiv-Hilfe für Kinder" hat sich bereit erklärt, für die Einrichtung dieses Zubaus aufzukommen und möchte der Südtiroler Landesregierung für die erneute finanzielle Unterstützung danken. Im September 2000 wird der Kliniktrakt eingeweiht. Die Überwachung und Weiterbegleitung dieser Projekte ist durch die Anwesenheit von Sr. Rosa Mair (Salvatorianerin und Mitglied von "Aktiv-Hilfe für Kinder" vor Ort) und die überaus gute Zusammenarbeit mit der Caritas Westrumänien und vieler Privatpersonen gesichert. . All diese Vorhaben können nur durch das Zutun vieler Menschen und Institutionen, denen das Wohl anderer am Herzen liegt, in die Tat umgesetzt wer-

Marius kann wieder laufen

den. Rumänien ist ein Land von unglaublicher landschaftlicher Schönheit,


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Passeirer Blatt / September 2000

Nero-, Bero, Euro Dr Nero üch a Kaür giwedn dr Bero insr Hund

dr Euro der iatz nocbr kimp ded üch dr Dritte in Bund,

Dr Nero in Rom bot dchaüch giton

dr Bero untrn Tüch gigrondLt, Projekt "Jugendfarm".

Aus diesem Gebäude soll eine Getreidemühle

kulturellem und menschlichem Reichtum, welches durch das Versagen der politisch Verantwortlichen in den Jahren vor 1989 in die Armut getrieben wurde. Die Menschen dort brauchen auch unsere Hilfe, um an einer besse-

entstehen

ren Zukunft bauen zu können. Schon Mutter Teresa hat gesagt: "Wir können keine großen Taten vollbringen - nur kleine Taten mit großer Liebe." Die Hilfsorganisation "AKTIV-HILFE FÜR KINDER"

wer woaß eppr WOddr Euro tuat?

wou. der wol! ebrlicb hondLt? Anna Lantbaler

Kleidersammlung für Rumänien Die Vinzenzgemeinschaft von St. Leonhard wird, wie schon im vergangenen Jahr, wieder eine Kleidersammlung für Rumänien durchführen. Angesichts der Not und der Bedürftig-

werden. Auch die Caritas wird im November eine Kleidersammlung durchführen. Die Menschen in Rumänien sind für alles dankbar. Viele Familien dort leben

keit der rumänischen Bevölkerung, die wir mit eigenen Augen gesehen haben, sind wir überzeugt, daß unsere Kleiderspenden dort dringendst gebraucht

unter der Armutsgrenze und sie können die Haushaltskosten und Schulausgaben für die Kinder nicht bezahlen. So bleiben viele Kinder von der Schule weg

und manche sieht man auch auf den Straßen betteln. Da der Winter in Rumänien sehr kalt ist, werden wieder viele Menschen frieren. Wir versuchen mit dieser Kleidersammlung die Nöte etwas zu lindern. Als Christen werden wir aufgefordert, uns der Hoffnungslosigkeit durch gezielte Hilfeleistungen entgegenzustellen. Wir bitten die Passeirer Bevölkerung deshalb uns tatkräftig zu unterstützen. Gesammelt werden gut erhaltene, sauund bere Bekleidung, Bettwäsche Schuhe. Helfer der Vinzenzgemeinschaft werden die Sachen sortieren, und in Eurokartons verpacken. Es ist dies eine mühevolle Arbeit, und deshalb bitten wir, uns die Sachen so gut wie möglich zu übergeben. Einen Teil der Kleidung wird Pater Berno persönlich mit seinem Kleinlaster nach Rumänien bringen, der Rest wird voraussichtlich mit der Bahn nach Rumänien gebracht, da der Transport mit dem LKW sehr teuer und bürokratisch aufwendig ist. Damit alles ordnungsgemäß und übersichtlich gesammelt werden kann, bitten wir Kleidungsstücke, Bettwäsche und Schuhe im Vereinshaus von St. Leonhard, in der Zeit vom 25. September bis einschließlich 13. Oktober, jeweils montags bis freitags von 15 bis 18 Uhr abzugeben. Die Vinzenzgemeinschaft von St.Leonhard


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MUSEUM PASSEIER am Sandhof FREILICHTBEREICH schaft finanziert werden. Die größten DAS "KRANEWIT-HÄUSL" VON PILL. Brocken sind dabei bereits bewältigt. Der Freilichtbereich. Für die Übertragung des .KranewitIm Freilichtbereich des MUSEUM PASHäusls" stellte sich die Raiffeisenkasse SEIER, welcher im vergangenen Jahr Passeier als Sponsor zur Verfügung. Mit hinter dem Sandstadel gegen die Herzihrem Beitrag von fünfzig Millionen Lire Jesu-Kapelle in den Hang gewachsen konnte die fachgerechte Verpflanzung ist, soll laut unserem Museumskonzept des Hauses von PiII zum Sandhof als Ergänzung zur volkskundlichen Ausstellung im Sandstadel die Wohnund Wirtschaftssituation des alten Passeier anhand eines typischen Passeirer Haufenhofes möglichst lebendig und anschaulich dargestellt werden. Geplante und zum Großteil bereits übertragene Objekte sind das • .Kranewit-Häusl" vom Flirler in Pill, (auf das in diesem Beitrag besonders eingegangen wird) • der Stall und Stadel vom "Schnalser- Eschental" in Abbruch des .Krenewit-Heusls" im März 1999 in Pi". Saltnuß, • der Getreide- und durchgeführt werden. Einen herzlichen Schlafkasten vom Pacherhof in PranDank dafür von Seiten des Vereines. tach, • der Backofen vom Pacherhof in PranDas Kranewit-Häusl. tach, Vor 425 Jahren, im fernen 1575 hat ein • die Getreidemühle vom Hofbauer in bislang namentlich noch nicht genau Prantach bekannter Flirler Bauer in Pill (wahr• eine Kapelle (Bildstock) und scheinlich der 1560 genannte .Lip Flü• ein traditioneller Bienenstand. rian") auf dem flachen Boden unterhalb Alle Gebäude werden nach der Fertigder Hofsteile das so genannte "Kranestellung mit den entsprechenden Einwit-Haus" als Nebengebäude für weirichtungsgegenständen und Geräten chende Altbauern oder Geschwisterfaausgestattet und sollen den Besuchern milien aufzimmern lassen. Die gut leseinen authentischen Rundgang in der bare Jahreszahl in spätgotischen arabiVergangenheit bieten. schen Ziffern über der Eingangstür datiert das Gebäude eindeutig und macht Passeirer Betriebe als Sponsoren. es damit für die Passeirer HausforDa das MUSEUM PASSEIER nicht in schung außerordentlich wichtig. Bedie Kategorie der Landesmuseen fällt, dingt durch den außergewöhnlich flasondern in der Hauptsache von den drei chen Standort des Gebäudes hat sich Passeirer Gemeinden, vor allem aber der Holzblock-Bau auf dem niedrigen der Gemeinde St. Leonhard getragen Trockenmauerwerk Sockel bis heute in wird, und daher der Geldregen nicht so der ursprünglichen Form erhalten, wähüppig niedergeht, war es für unseren rend bei den meisten Häusern, die notMuseumsverein unter der Führung des gedrungen in den Hang gebaut waren, Präsidenten Albin Pixner eine existenzidas Holz mit den Jahrhunderten schadelle Notwendigkeit, heimische Betriebe haft wurde. Ist beim Großteil der alten als Sponsoren zu gewinnen. Der gePasseirer Häuser die Küche mit dem samte Freilichtbereich soll durch gröoffenen Herd und Kamin gemauert, so ßere und kleinere Beiträge unserer Wirt-

hat sich beim Kranewit-Haus die älteste Form mit der gezimmerten Rauchküche erhalten. Der Aufbau des Gebäudes entspricht dem klassischen Ecktlur Grundriss. Die am ursprünglichen Standort südseitige Eingangstür führt in den Vorraum, die "Labe". Von dieser sind die Küche und die Stube erschlossen. Hinter der Stube liegt die Stubenkammer. Eine steile Holztreppe führt von der "Labe" ins Obergeschoß mit wiederum einer "Labe" und drei weiteren Kammern. Die Außenmaße des Gebäudes betragen kaum 7 mal 7 Meter. Die Raumhöhen liegen, mit Ausnahme der Küche, in welcher geseicht wurde, bei 190 cm. Die ältesten Fensteröffn ungen, welche aus Gründen der Holzbau-Statik auch im sei ben Raum nicht auf gleicher Höhe ausgeschnitten sind, haben die Maße von höchstens 27 mal 28 cm, drei der späteren Stubenfenster wurden um 1780 auf 38 mal 40 cm vergrößert. Ab diesem Zeitpunkt ist auch erstmals eine Putzen Scheiben Verglasung nachweisbar, vorher taten .Holzlücker" (Bretterschuber) den Dienst. Ebenfalls bis etwa 1780 war die Stube nicht getäfelt. Der 15 cm starke Holzblock mit zwischen den Balken eingelegtem Moos stellte die ausschließliche Wärme Dämmung dar. Der kleine Vorderlader Tonnenofen ohne Züge (befeuert und mit Rauchabzug über die Labe) brachte die Stube im Winter kaum auf eine angenehme Temperatur. In der "Labe" sind noch die Spuren des ursprünglichen hölzernen Kamins gut sichtbar, welcher, auf Drängen der Behörden, erst 1855 durch einen (nur zweiseitig!) gemauerten ersetzt wurde. Der Oberboden der Stube und Stuben kammer ist zugleich der Boden der darüberliegenden Kammern. Die einfachen, gefalzten breiten "Flecken" (Bretter) können bei Bedarf über eine zentrale, konische .Keilflecke" , welche durch den Holzblock ins Freie reicht, zusammengetrieben werden. Die sanitären Bedürfnisse befriedigte


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eine .Hitte" (Plumpsklo) im Freien vor der Stube, ergänzt durch diverse gebohrte .Fetzlöcher'' in verschiedener

Wiederaufbau

im Freilichtgelände

Höhe der Kammern, durch welche sich die männlichen Bewohner ihrer flüssigen Notdurft entledigten. Das gebleich-

te und "haarige" Holz in diesen Bereichen vermittelt noch heute authentische Gerüche. Obwohl das Häusl bis 1971 durchgehend von Familien bewohnt war, hatte es nie einen Wasseranschluss. Das Wasser musste mühsam vom Flirler Trog geholt werden, gewascht wurde ebenfalls dort. Einen provisorischen Stromanschluss gab es ab der Mitte der sechziger Jahre. Aufgrund der typischen Passeirer Proportionen und dem originalen Zustand des Gebäudes kam das .KranewitHäusl" 1982 unter Denkmalschutz. In längeren Verhandlungen, unterstützt von Besitzer Josef Schweigl und verschiederien politischen Vermittlern, erhielt das MUSEUM PASSEIER die Erlaubnis, das historische Schmuckstück ins Freilichtgelände am Sandhof zu übertragen. Ab Ostern 2001 wird das .KranewitHäusl" im Rahmen des neuen .Andreas Hofer Talmuseums" für die Besucher zugänglich sein. Harald Haller

am Sandhof.

30. Internationaler Raiffeisen-Jugendwettbewerb Der diesjährige Raiffeisen-Jugendwettbewerb stand unter dem Motto: Tiere Augenblick mal! Gestalte ein Bild, das zeigt, wie faszinierend Tiere für dich sind. Tiere sind nichts Besonderes? Tiere sind nicht intelligent? Augenblick mal - Finken sprechen Dialekt; Eich-

hörnchen denken strategisch und Wale komponieren Gesänge. Tiere sind ganz erstaunliche Geschöpfe. Von ihren Eigenschaften und Fähigkeiten wussten Schüler der 3. Klasse Mittelschule in St. Leonhard allerhand zu erzählen und künstlerisch darzustellen. Heuer erreich-

te die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen in Südtirol ein neues Rekordergebnis: 12.500 machten bei dem größten Malwettbewerb der Welt mit. Dabei hatten die eingereichten Arbeiten der Mittelschule St. Leonhard einen hohen künstlerischen Anspruch.

Gerade in unserer hektischen Zeit der Computer und Technik nehmen Tiere erst recht einen besonderen Platz als treue Freunde und Spielkameraden, als unentbehrliche Nutztiere, als faszinierende Beobachtungsgeschöpfe und rätselhafte Wesen ein. Sie zeichnen sich

durch Fähigkeiten und Eigenschaften aus, die uns oft ins Staunen versetzen. Ins Staunen versetzten auch die ausgewählten Siegerbilder, welche gen au so bunt und spektakulär waren wie die Tierwelt selbst. Die Sieger wurden im Rahmen einer kleinen Feier am letzten Schultag prämiert. Die Preisträger staunten nicht schlecht, als ihnen ein Handy als Preis überreicht wurde. So konnten sie Eltern und Freunde umgehend vom Gewinn benachrichtigen. Unter allen Teilnehmern wurden noch viele tolle Preise Handys, Bücher, Gutscheine usw. nach dem Motto "dabei sein ist alles", verlost. Die diesjährigen Preisträger sind: Pixner Sarah, Platzerbergweg Nr. 9, St. Leonhard Gögele Karin, Kammerveiterstr. 10, St. Leonhard Haller Valentina, Schlossweg 41, St. Leonhard Spiess Werner, Untertall 65, Schweinsteg Ebnicher Alexandra, Im Schaffeid, St. Leonhard Ihre Meisterwerke können zur Zeit im Schalterraum der Raiffeisenkasse Passeier in St. Leonhard besichtigt werden. Raiffeisenkasse

Passeier


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Elvisfans Im Passeiertal Dass man auch bei uns im Passeiertal den unterschiedlichsten Hobbies nachgeht, ist bekannt; es gibt aber 3 junge Männer, die sich durch eine besondere Leidenschaft von der großen Masse abheben. Sie sind eingefleischte Anhänger von Elvis Presley, des unvergessenen "King of Rock'n Roll", der nicht nur Musikgeschichte schrieb, sondern eine ganze Generation von Jugendlichen weltweit ähnlich wie die Beatles - begeisterte. Die "gewaltige" Popularität Elvis beweisen unglaubliche 1,5 Milliarden verkaufte Tonträger und dies, obwohl .The King" bereits 1977 42jährig an einem Herzversagen starb. 65 wäre Elvis heuer geworden, und in den Herzen seiner Fans lebt er als Kultfigur weiter. Seine wohl treuesten Fans in Südtirol aber sind drei Passeirer. Manfred Raffl und Erwin Königsrainer aus St. Martin, sowie Georg Reich aus Platt. Manfred und Erwin wurden schon in ihrer Kindheit durch Filme vom .Etvis-Virus" infiziert. Georg ist seit 1984 absoluter Elvis-Fan. Auch in diesem Fall war aller Anfang schwer und die drei hatten seinerzeit große Mühe Elvis-Kassetten zu erwerben, da der Südtiroler Markt damals noch nicht allzu viel hergab. Seit 1984 stiegen alle drei auf LPs um, und der große Aufschwung begann, als Erwin und Manfred über die Musikzeitschrift "Bravo" die Adresse von einem Elvis-Fachhandei erhielten. Dessen Besitzer war Mitglied beim deutschen Elvis-Fanclub,

dem Erwin und Manfred im Jahre 1988 beitraten. Nun eröffneten sich neue Möglichkeiten und der Weg war frei zu sämtlichen LPs, Raritäten und sonstigem Material, das über Elvis erschienen war. Seitdem erhalten sie alle zwei Monate die Fachzeitschrift "Graceland", die über Elvis und sein Umfeld, neue

Videos, Bucherscheinungen und CDAusgaben berichtet. 1991 wurde in Südtirol eine Elvis-Ausstellung organisiert, an der sich alle drei beteiligten und wo Georg seine Gesinnungsgenossen aus St. Martin kennen lernte. Seitdem bilden die drei ein Team und treffen sich häufig, um Elvis-Musik zu hören und fachzusimpeln. Mittlerweile verfügen sie über ein gewaltiges Fachwissen und umfangreiches Material. Logischerweise sind auch Georg, Erwin und Manfred auf CDs umgestiegen, aber sie haben ihre originalen LPs behalten und diese bilden den Stolz ihrer Sammelleidenschaft. Sie besitzen aus der großen

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Elvis-Ära von 1956-1977 alle erschienen LPs. Öfters nahmen die drei Passeirer am Treffen der Elvis-Presley-Geseilschaft teil, dem zweitgrößten ElvisFanclub der Welt, von wo sie immer wieder neues Material mitbrachten. Einen besonderen Höhepunkt stellte heuer für alle Elvis-Fans ein Konzert in München dar, bei dem Elvis auf eine riesige Leinwand projiziert wurde, während seine ehemaligen Bandmitglieder und Backgroundsängerinnen, die inzwischen in die Jahre gekommen sind, in alter Frische auftrumpften. Erwin, Manny und Georg bilden logischerweise auch den harten Kern des Burggräfler Fanclubs, dem 10 fixe Mitglieder angehören. Man trifft sich alle 2 Monate und bespricht die Neuigkeiten. Von den drei Passeirer Fans konnte sich bisher nur Manfred den Traum eines jeden Elvis-Fans erfüllen. 1993 flog er nach Memphis Tennessee und besuchte Wohnhaus und Plattenstudio von Elvis Presley, beides Museen mit unvorstellbarem Publikumsandrang. Georg und Erwin möchten in den nächsten Jahren ebenfalls diese Kultstätte der Elvis-Fans aus aller Welt besuchen. Elvis ist für die drei weit mehr als bloß Musik, sondern regelrechte Sammlerleidenschaft. Erwin, Manfred und Georg suchen stets den Kontakt mit Gleichgesinnten und würden sich freuen, wenn sich die ElvisFangemeinde auch im Passeiertal stetig vergrößern würde! K.G.

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Spende der Südtiroler Volksbank für Feuerwehr St. Leonhard Vor kurzem überreichte der Leiter der Volksbank-Filiale St. Leonhard, Roland Scandolera, dem Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr der Marktgemeinde St. Leonhard in Passeier, Werner Ennemoser, eine Sonderspende. Der Kommandant bedankte sich im

Beisein der Kommandantschaft für diese Unterstützung. Die Spende wurde von der Volksbank zur Mitfinanzierung von geplanten dringenden Neuanschaffungen der FF St. Leonhard, u.a. des neuen Mannschaftsfahrzeuges, gewährt.

Vorankündigung Gesundheitstage Passeier Dr. Gudrun Gschwendt (Kastelruth) Vortrag: Allergien: Ursachen und Vorbeugung Montag 11.9., 20 Uhr St. Leonhard, Vereinshaus Armin Bernhard (Schluderns) Spieletag "Zusammenspiel" Gesellschaftsspiele für alle Freitag, 20.10. St. Leonhard, Bibliothek ganztägig Montag, 23.10. St. Martin, Bibliothek ganztägig Donnerstag, 26.10. Moos, kleiner Vereinssaal ganztägig

Im Bild v.l.n.r.: Kdt.-Stv. Siegfried Hafer, Zugs-Kdt. Emil Königsrainer, dalera, Kdt. Werner Ennemaser, Zugs-Kdt.-Stv. Karl Pichler

Filialleiter Raland Scan-

Am Büchertisch Harald Haller Hermann Schölzhorn

SCHNEEBERG in Südtirol

Harald Haller, Hermann Schölzhorn: "Schneeberg in Südtirol - GeschichteGeschichten-Museum" Hrsg. v. Südtiroler Bergbaumuseum, 139 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, Sterzing 2000. Die bei den Schneeberg-Experten Haraid Haller und Hermann Schölzhorn haben einen übersichtlichen Führer geschrieben, in dem sie den derzeitigen Wissensstand zum Bergbau am Schneeberg in interessanter und übersichtlicher Weise präsentieren. Der Leser erfährt nicht nur geschichtliche Fakten über den Bergbau, sondern erhält auch einen guten Einblick in das harte Leben am Schneeberg, über Krankheit und Tod, die Lebensmittelversorgung, über Unglücke u.v.m. Viele Fotos, Skizzen, Erklärungen, geologische Karten und Anmerkungen lockern den Text auf. Der handliche Führer ist ein neues Standardwerk zum Bergbau am Schneeberg und für jeden geschichtlich interessierten Passeirer ein Muß. Das Buch ist für 18.000 Lire im Buchhandel erhältlich. G.z.

Dr. Sonja Bisi (Psychopädagogin) Vortrag: "Heilsames Spiel krankmachendes Spiel" Montag, 30.10., 19.30 Uhr St. Martin, Bibliothek Dr. Rudolf Schöpf (Zentrum f. psych. Gesundheit) und Dr. Erwin Demichiel (Psychologischer Dienst) Vortrag: Depressionen: Entstehung, Behandlung, Hilfen Dienstag, 7.11., 20 Uhr St. Leonhard, Vereinshaus Dr. Oswald Niederegger (Zentralapotheke Meran) Vortrag: Die Haus-, Notund Autoapotheke Dienstag, 21.11., 20 Uhr St. Martin, Vereinshaus Dienstag, 28.11., 20 Uhr Moos, Vereinssaal


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Jubiläumsjahr 2000 für Fernwanderweg E5

Mustergültige

Restaurierungen

Das Passeiertal seit 30 Jahren Herzstück eines beliebten Fernwanderweges

Vor 30 Jahren gründete Dr. Georg Fahrbach, der Präsident des Verbaudes Deutscher Gebirgs- und Wandervereine, in Stuttgart die "Europäische Wandervereinigung e. V." Kern des Programms war die Idee, durch Europa Fernwanderwege zu realisieren. Dadurch sollte den Wanderern, besonders der Jugend, Gelegenheit geboten werden, auf eigens gekennzeichneten Wegen die europäischen Nachbarn zu besuchen und Land und Leute kennen zu lernen. Der alpenüberquerende Wanderweg 5 Bodensee-Adria (E5) ist ein Kind des Sonthofener Alpinisten Hans Schmidt und führte seither viele begeisterte Wanderer und Freunde in unser Land. Der Südtirol-Teil des Gebirgsweges verläuft durch das Passeiertal in seiner ganzen Länge vom Timmelsjoch bis zur Bergwelt des Ifinger im äußeren Talbereich. Vom Timmelsjoch wandern wir zum faszinierenden Bergdorf Rabenstein hinunter und von dort nach Moos. In Moos kann man sich für den orografisch linken oder rechten Wegverlauf bis St. Leonhard entscheiden und. dabei den höchsten Wasserfall Südtirols bewundern. Von St. Leonhard geht es am Sandwirtshaus vorbei auf die Pfandleralm und von dort auf den Hirzer. Unterhalb des Hirzergipfels führt der Weg in das Gebiet der Anteran-Alm und weiter zum Kratzbergersee. Über das Missensteinjoch gelangen wir zur Kirchsteigeralm, wo der Weg über den Saiten weiter nach Bozen und ins Unterland führt. Geübte Wanderer brauchen für die Strecke Bodensee - Venedig einen Monat Gehzeit; die Passeirer Strekke kann in drei Tageswanderungen von Zwieselstein bis zur Kirchsteigeralm bewältigt werden. Die Strekke ist ein Wechselbad grandioser Gebirgsbilder und beeindruckender Naturszenen. Heinrich Hofer

Diese Hofkapelle riert.

hat die Familie Kneiss/, Unterwald

in Platt in mustergültiger

Weise restau-

Hoch über St. Martin wurde dieses Schindeldach am Bauernhaus neu eingedeckt. sitzerfamilie muss hoch angerechnet werden, dass sie diese Tradition weitergibt.

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(

mit spitziger Feder) Der Verkehr macht's uns schwer!

August, es ist unerträglich heiß und die Hitze aufs Pflaster knallt, ich möchte nur noch ins Schwimmbad und das bald! Bleibt nur der Zebrastreifen zu überqueren, welch ein Spaß, dann erwartet mich endlich das erfrischende Nass! Verzückt ich am Straßenrand stehe, im Herzen ein Traum, ein nettes Liegeplätzchen, tolle Bikinis und ein kühlendes Bier mit viel Schaum. Schon will ich loslaufen - noch ganz in Gedanken doch sogleich geraten meine Tagträume ins Wanken. Bremsen quietschen, der Fahrer klopft sich vielsagend an die Stirn und fragt, wo ich Idiot wohl hinwolle mit meinem Spatzenhirn. Ich stottere um Entschuldigung, denn mir wird umgehend klar, Zebrastreifen gelten hierzulande nur als Straßenverschönerung, wie wahr! Ich springe zurück mit leidgeprüfter Miene denn nun geht's erst richtig los mit der Verkehrslawine. Motorräder, Fiats, Audis, Volvos und etliche Volkswagen brausen an mir vorbei, mir wird ganz flau im Magen! Eine geschlagene halbe Stunde stehe ich am Straßenrand, oje, über die Straße komme ich nicht und es tut mir innerlich weh! Doch da, ein Hubschrauber über mir, es knattert dumpf, und eine Idee erhellt mich in meinem Gedankensumpf! Schnell ein Ansuchen ans Land verfassen und alles ist geritzt, schon bald komme auch ich mit dem Helikopter dahergeflitzt! Bewundert und beneidet von den Menschenmassen lande ich mitten im Schwimmbad ganz gelassen. Inzwischen können die Politiker miteinander diskutieren, wie sie den Verkehr zumindestens halbieren. Wegezoll kassieren wie im Mittelalter oder Tunnels bauen, heute fahren nur die Männer, und morgen nur die Frauen. Nur eines darf nicht passieren, dass die alle, so wie ich, Hubschrauber kaufen, denn sonst kann ich bald in der Luft oben auch nicht mehr "schnaufen". Der seil uane

BIBLIOTHEK ST. MARTIN WINTERÖFFNUNGSZEITEN Schulanfang bis Schulende Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag

9.00-12.00 14.00-16.00 9.00-12.00 15.00-18.00 17.00-19.00 15.00-18.00 9.00-12.00

Uhr Uhr Uhr Uhr Uhr Uhr Uhr

BIBLIOTHEK ST. LEONHARD WINTERÖFFNUNGSZEITEN Schulanfang bis Schulende Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag

13.30-18.00 13.30-18.00 9.00-12.00 13.30-18.00 13.30-18.00

Uhr Uhr Uhr Uhr Uhr

Afn StrOßnrOnd 1

...

Afn Stroßnrono 00 bliant nicht mear ed wert [oa daubr oLLJ gimaant, Storfn, StingL unO PüehiLr wem 'ibr 01' Pedehung ocbn gdaant.

Die Stroßnorbitr hObn a Segnd joa a Baur oer miaßit spaibn obr guat geatde afn St-

roßnrono

oLLJWOdqrtan. üeh ziortraibn. Anna Lantbaler

AUSWAHLLISTE

ARGE-ALP LESER PREIS Im Oktober startet die 2. Auflage des ARGE-ALP-Leserpreises. Zielsetzung dieses Leserpreises ist in erster Linie die Leserförderung, aber auch die länderübergreifende Zusammenarbeit und der kulturelle Austausch zwischen den ARGE-ALP Regionen. Den Lesern stehen insgesamt 10 Bücher zur Auswahl, aus welchen sie ihren bevorzugten Titel bestimmen sollen. Dem meistgewählten Autor wird am Ende der Aktion während eines großen Lesefestes der Preis überreicht. Das Abschlussfest findet am 26. Mai 2001 in Chur in Graubünden statt. Den teilnehmenden Lesern winken eine Menge Preise, zu einem guten Teil mehrtägige Ferienaufenthalte.

Abate, Carmine: 8allo Tondo Affini, Eraldo: Ein Weg der Erinnerung Culichia, Giuseppe: Kommt gut Delius, Friedrich Christian: Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus Haslinger, Josef: Opernball Lucarelli,

Carlo: Der grüne Leguan

Maraini, Dacia: Liebe Flavia Naters, Elke: Königinnen Suter, Martin: Small World Vanderbeke, Birgit: Alberta einen Liebhaber

empfängt G. Z.


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Anspruchsvoller Berglauf auf die Zwickauerhütte Schon zum zweiten Mal hat der Bergrettungsverein Moos einen Berglauf zur Zwickauerhütte (2.989 m) organisiert. Am 6. August starteten über 60 Frauen und Männer in Pfelders (1622 m), um einen der schwierigsten Hüttenanstiege im Alpenraum in einer guten Stunde zu bewältigen. Ein Bergsteiger braucht im

Durchschnitt immerhin vier Stunden für den gleichen Weg. Trotz des ausgiebigen Schneefalles auf der Schutzhütte wurde dieser 2. Salewa-Cup dank vieler Helfer ein Erfolg. So ist dieser Tag für die Veranstalter, Teilnehmer und Zuschauer zu einem unvergesslichen Bergerlebnis geworden.

Betreuer Karl Höller (links) mit den schnellsten Herren des Tages: Pio Tomaselli (1.) Paul Innerhofer (2.) und Peter Pfitscher, St. Martin (3.).

Der Start bei der Häuslerbrücke

Apropos Laufzeit: die schnellste Läuferin war Astrid Renzier vom S.C. Rasen (1.13,00 Stunden), und der schnellste Läufer Pio Tomaselli vom U.S. TeBrunhilde Hafer sero (55,23 Min.)

in Pfelders

Pseirer Radler "on Tour" Bereits zum neunten Mal fand am 13. August die Pseirer Radlrundfahrt statt.

Hobbyradler Richtung Grödental auf und überquerten das Grödnerjoch und

zum Ausgangspunkt nach Klausen zurück. Nach ca. 5 Stunden Fahrzeit hatten die Hobbyradler 117 km mit annähernd 3.000 Höhenmetern zurückgelegt. Im Namen aller Teilnehmer geht ein Dank an Franz Schiefer, welcher die Rundfahrt wieder zur vollsten Zufriedenheit aller Teilnehmer organisiert hat und an den Fahrer des Begleitfahrzeuges, Roland Lanthaler, welcher wesentlich zum guten Gelingen der Rundfahrt beigetragen hat. Reinhard Wohlfarter

..

In diesem Jahr stand die Sellarunde in den Dolomiten auf dem Programm. 15 Teinehmer fanden sich gegen 6.30 Uhr in St. Martin ein und fuhren anschließend mit den Privatautos bis nach Klausen. Nach einem letzten prüfenden Blick auf die Ausrüstung brachen die

anschließend den Campolongopaß. Beim Mittagessen in Arabba (Buchenstein) tankten die Teilnehmer noch ausreichend Kraft um das Prodoijoch und als letzten Berg auch noch das Sellajoch zu bezwingen. Danach führte die Strecke wieder durch das Grödental

Offentlicher Dank

Die Eltern des Fußball nachwuchses von St. Martin möchten dem Jugendtrainer Florian Fontana für seinen großen Einsatz, sein Verständnis und seinen unermüdlichen Eifer ganz herzlich danken. M. Tschöl!


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Schachklub St.Martin weiter auf Erfolgskurs In diesem Sommer hat sich der Schach klub St. Martin viel vorgenommen. Erste Station dieses umfangreichen Programms war die Schach-Itali-

Stefan Ramoser erspielte sich in der Gruppe unter 14 Jahren den 80. Platz. Auch beim Bozner OPEN vom 15. bis zum 22. Juli in der Messehalle von

en-Meisterschaft unter 16 vom 2. bis 7. Juli in Sizilien. Mit 32 Spielern, begleitet von 28 Eltern und Betreuern, flog die Südtiroler Schachjugend am 30. Juni nach Palermo auf Sizilien. Von dort ging die Reise mit dem Bus weiter nach Sciacca im Clubparadies Torre Macauda. Von Sonntag bis Mittwoch wurden nur 9 Runden Schach absolviert und den Kindern blieb genug Zeit um den "Urlaub" zu genießen. Die sportlichen Leistungen auf den Schachbrettern konnten sich sehen lassen! Drei VizeItalienmeistertitel konnte der Südtiroler Schach bund aus Sizilien "mitbringen". Viel hat nicht gefehlt zum Italien meistertitel. Zusätzlich gewann Südtirol, mit Abstand die Provinzen-Trophäe Auch die Schachjugend von St. Martin kann stolz auf ihre Ergebnisse sein. Melanie Kofler erreichte bei den Mädchen unter 10 Jahren den 4. Rang. Es fehlte nicht viel auf die Medaille. Hannes Kofler wurde 5. bei den Buben unter 10 Jahren. Auch ihm fehlte nur ein halber Punkt auf den dritten Platz. Manuel Kofler, unser Jüngster, wurde 7. bei den Buben unter 10 Jahren. Alexander Pfitscher erreichte Platz 12 bei den Buben unter 12 Jahren und war bester Südtiroler in dieser Gruppe. Nadia Pfitscher nahm Platz 16 bei den 12-jährigen Mädchen ein. Birgit Ramoser landete in der Gruppe Mädchen unter 16 Jahren auf dem 10. Platz. Armin Kofler ereichte bei den 16-jährigen den 37. Platz.

Bozen war der Schachclub St. Martin wieder im Einsatz. Nach einer ganzen Woche Schachkampf stand fest, unser Vereinsspieler Josef Kofler (Bäckerei) konnte in "einem Satz" in die zweite nationale Kate-

scher 14. mit 4 Punkten und Manuel Kofler konnte auch noch den 20. Platz erreichen. Einen Mannschaftsvergleichskampf absolvierte der Schachclub am Sonntag, 6. August, in St. Ulrich/Gröden. Von den Südtiroler Landesmeistern eingeladen, zog es die Jugendmannschaft von St. Martin auf die Pilatalm in Gröden zum Vergleichskampf gegen die zwei zur Zeit stärksten Klubs von Südtirol. Bereits am Samstag angereist und gut "akklimatisiert", ließen die sechs Spieler von St.Martin nichts anbrennen. Gegen Merania gewannen sie mit 4,5 zu 1,5 Punkten und gegen Gröden sogar mit 6 zu 0 Punkten. Voller Stolz konnten die St. Martiner die Wandertrophäe wieder mit ins Passeiertal nehmen. Diesen Sieg ermöglichten Hannes Kofler, Alexander Pfitscher, Manuel Kofler, Nadia Pfitscher, Melanie Kofler und Lukas Pichler. Unserem Schach klub ist es dieses Jahr gelungen von der C-Liga in die B-Liga aufzusteigen. Auch die etwas "reifere" Generation vom Schach klub St. Martin hat noch kräftig dazu beigetragen. Wir wünschen Johann Pfitscher (Metzger) und Max Raich (Rennwies),dieses Jahr beide 70 geworden, noch viele schöne Spiele und Siege. Der Schachklub St. Martin möchte sich bei all jenen Kindern und Erwachsenen

gorie aufzusteigen. Damit ist er der bestplatzierte Schachspieler des Vereines. Mitmischen konnten auch unsere Zöglinge. Hannes Kofler wurde mit 5.5 Punkten 4. im Open 0 , Alexander Pfitscher 10. mit 5 Punkten, Nadia Pfit-

bedanken, die sich das ganze Jahr über fleißig am Schachtraining und Schachkurs beteiligt haben. Die guten Ergebnisse zeigen, dass Training und Fleiß sich auszahlen. Siegfried Koffer


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1. Alpenländische Meisterschaft im Goaslschnöllen einen Sonntag, der so manche Wünsche offen ließ. Das Fest, das unter dem Ehrenschutz der Passeirer Abge-

Der Goaslschnöllerklub Passeier organisierte am 23. Juli bei der Kalcheralm am Jaufenpass die 1. Alpenländische

Gruppenbild

des Passeirer Goaslschnöller

Klubs)

Meisterschaft im "Goaslschnölln". Über 130 Schnöller mit Familien und Freunden folgten der Einladung und erlebten

ordneten zum Südtiroler Landtag, Frau Dr. Eva Klotz, und weiterer politischer Vertreter aus Passeier stand, begann

DIE WICHTIGSTEN

bei angenehmen Wetter trocken und nicht zu heiß. Am Nachmittag hingegen drohte die Veranstaltung im Regen zu versinken. Die sieben köpfige Jury hatte die schwierige Aufgabe, die vom strömenden Regen verschluckten Knalleffekte zu orten und die Auftritte der Goaslschnöller auf tiefem, "schwammnassen" Boden zu beurteilen. Schließlich konnte die internationale Veranstaltung doch noch zur Zufriedenheit aller abgeschlossen werden. In der Kategorie 2er Gruppen waren die Passeirer Mannschaften nicht zu schlagen, und auch bei den 3er Gruppen erzielten unsere zum Teil noch sehr jungen Burschen hervorragende Ergebnisse. Der nächste große Wettkampf der Goaslschnöller wird im heurigen September im Passeiertal stattfinden. Bis dahin können die Sportler die Verbesserung ihrer Körperhaltung und den noch exakteren Ablauf der Goaslschnöllerlaute trainieren. Der Obmann

ERGEBNISSE:

2er Gruppe U18

2er Gruppe - Damen

2er Gruppen 1.

Karleggerbuam - Passeier (David Gufler, Ulrich Gögele)

3er Gruppe A 1.

Jochgruppe - Glaiten Passeier (Peter Auer, Manfred Haller, Franz Haller)

2.

die 2 Alten - Passeier (Franz Auer, Josef Hofer) die zwoa Lustigen - Passeier (Daniel Fauner, Konrad Hofer)

2.

Jaufenspitz - Stange (Ferdinand Pixner, Peter Larch, Walter Rainer) die Passeirer mit Anton aus Tirol (Anton Heel, Peter Klotz, Alois Gumpold)

Hiatermander - Walten ( Franz Haller, Alois Haller)

4.

Ortsgruppe St. MartiniPasseier (Karl Lahner, Luis Raffl, Engl Zwischenbrugger)

5.

Hirzer - Passeier (Martin Kuen, Bernhard Kuen, Florian Kofler)

1. 2. 3.

3.

11.

Holzwürme/Längenfeld Jungen Stangener - Stange Ötztaler Spitzbuam - Längenfeld

3er Gruppe B 1. 2. 3.

8.

die drei Ultner - Ulten die 3 Kluegn - Längenfeld die jungen Waltner - Passeier (Andreas Pichler, Hansjörg Heel, Ingemar Pfitscher) Mehlegg - Walten (Florian Hell, Lorenz Hofer, Robert Pixner)

1. 2. 3.

3.

Gemsen - Längenfeld Bergler - Ulten Passeier/Ötztal

3er Gruppen U18 1. 2.

Rittnerhorn - Ritten Traminer Schnöller - Tramin

Bei den 4er Gruppen beteiligte sich keine Gruppe aus Passeier. Den Sieg holte sich Schnauders

vor Taisten und Ritten.


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Prämiierung für den politischen Einsatz

Zum zweiten mal veranstaltete die Bauund Wirtschaftsgruppe des Burggrafenamtes unter dem Präsidenten Attilio Calligione die Prämierung von jungen Mitbürgerinnen und Mitbürgern für den politischen Einsatz. Es ist bereits Tradition, junge Mitarbeiter in den Betrieben für ihren Arbeitseinsatz auszuzeichnen. Die Prämiierung von Jungpolitikern ist ein weiterer "Fixpunkt". Die heurige Auflage war 8 Gemeindeassessoren vorbehalten, die das 35. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Eine der acht Preisträger war Rosmarie Pamer, der die Auszeichnung für ihren Einsatz in Umweltbelangen verliehen wurde. Sie wurde aus 37 Kandidaten(innen) ausgewählt, wobei als Kriterien das Alter, die Anzahl der Legislaturperioden, die Größe der Gemeinde und die Wichtigkeit des verwalteten .Assessorats'' zählten. Der Preis, eine 'Zeichnung des bekannten Künstlers Pepi Tischler, wurde ihr im Rahmen einer Feier im Hotel .Meraner Hof" von Landeshauptmann Luis Durnwalder überreicht.

G.z.

Der olle Eecim. entn afn Egge

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Der alte EJchn entn afn Egge der idch aswia a groaße runde scbiane Hegge. ALLer ool Laper gonz dllnkel grüan k.uan Moler tatn drmoln MOll dchian. Mit dr Sunn«, mit ihre lescbtn Strobln hoterde gedter nou gfreidi{), weil die Wärme bot er gearn, die Kälte er nü drLei()i{). ÜbertlOcht die Kälte inbricbtder idch /jonz bloach der laicbtit nicht. Olle Lapler lot er bonqin, die griiane Farbe bobru« oerlourn, der scbauq aus M war Wintl; der idch gfrorn. Die eartn. Sunnenstrobin lanqeum. kemmen vielleicht fridcht er wieder au. ober na, der [at gleich deine Blattler bdnqin. Lonqsuni fonqt» an zi ridln llnd zi rausehn M wia ba dr Fraa Holle die Federn, MOll tian die Lablcr

Zum Neunzigsten Am 28. Mai feierte Cäcilia Raich, die Pamer Cilli, im Kreise ihrer Nichten und Neffen im Gasthof "Weinberg" in Riffian ihren 90. Geburtstag. Cäcilia Raich hat am 28. Mai 1910 auf dem .Pamerhof" in Pill das Licht der Welt erblickt. Schon sehr jung musste sie von Zuhause fort, um zu arbeiten. Später war sie lange Jahre als Widumhäuserin bei Hochw. Alfons Karner in Tscherms und Algund tätig. Ihren wohl-

. "... verdienten Ruhestand verbringt die immer noch sehr rüstige Cilli nunmehr im Altersheim von Algund. Wir gratulieren ihr auf diesem Wege recht herzlich und wünschen ihr noch viele gesunde und frohe Jahre. Franz Raich

Glückliche Gewinnerin des Euro-Quiz Wettbewerbes

Derflauscbn.

Ad wia die Taler in Märchen follru« [an Bam DM lJch WOI;ober ed idch wia a Tram, hie llnd dO idch a gol()id LabL drbei ed tauert nit lonq, nor idchd Rausehn vorbei. Gonz kohl und nockit steat er dO der olte EJchn entn afn Egge M wia qlotzi: gdchollrn, a pOOl' Reiser nau llnd ruamer a Hegge.

Teresa Hofer SchaJlfer

Im Bild die Gewinnerin des Euro-Quiz Wettbewerbes der Südtiroler Sparkasse anläßlich des Weltspartages 1999, Kathrin Kofler aus St. Martin


Passeirer Blatt / September 2000

Seite 28 / Nr. 27

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Ausgabe 03/2000

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