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MITTEILUNGEN UND NACHRICHTEN NACHRICHTEN AUS AUS MOOS, MOOS, SI ST. LEONHARD LEONHARD UND UND SI ST. MARTIN MARTIN MITIEILUNGEN UND 15. Nr. 20 35 11 . Jahrgang Jahrgang -– Nr.

September 2002 Dezem ber 1998

Gedanken zum Weihnachtsfest

Transeamus usque Bethlehem, "auf laßt uns hinübergehen nach Bethlehem", so beginnt ein schönes altes Weihnachtslied. Ich glaube, dieses traseamus usque Bethlehem, dieses Hirtenwort, hat gerade bei uns in Südtirol einen großen Anklang gefunden, wie kaum ein anderes biblisches Wort. In unzähligen Krippen- und Hirtenliedern gelangt dieses Wort der Hirten warm und lebendig bis in unsere Gegenwart. In diesem Wort: "Auf laßt uns nach Bethlehem gehen!" fühlten sich unsere Vorfahren persönlich angesprochen. Es war gen au die Stelle, wo sie sich in das Geschehen in Bethlehem einreihen konnten. Sie waren nicht imstande, große Betrachtungen über den dreifaltigen Gott anzustellen und große wissenschaftliche Werke zu lesen. Aber mit den Hirten konnten sie sich identifizieren, das waren sie selbst; zu dem Gott hin, den sie lieben konnten, weil er in die Welt eingetreten und somit ihnen nahe geworden war. Wir tun uns da heute schon schwerer, auch wenn wir die Lieder immer wieder nachsingen. Von der Einfachheit der Hirten und ihrer Welt sind wir oft noch weit entfernt. Trösten kann uns da vielleicht, daß schließlich auch die Weisen aus dem Morgenland den Weg zur Krippe gefunden haben, in denen sozusagen dann auch wohl wir vertreten sind. "Bitten wir also", so schreibt der Schriftsteller H. Maier, "daß auch wir heikle Seelen den Stern sehen, die Stimme des Engels vernehmen und den Weg nach Bethlehem finden." Wo verläuft er eigentlich? Schauen wir hinein ins Evangelium der Heiligen Nacht von der

Verkündigung der Geburt des Erlösers der Engel an die Hirten: Die Überlieferung hat hier 2 Teile für wichtig gehalten: Die Hirten lagerten auf freiem Feld und sie waren wach. Die Menschen in den Palästen und Häusern schliefen und hörten die Engel nicht. Auf die Wach-

heit des Herzens, die Fähigkeit sich von Gott ansprechen zu lassen wird Wert gelegt. Sind wir wach und empfänglich? Sind wir nicht oft krank an Snobismus, Halbgebildetheit, Rechthaberei, Neid, Aufgeblähtheit und Egozentrik? Werden wir nicht oft durch fehlende Demut unfähig von unserem hohem Sockel herabzusteigen um die tieferen Wirklichkeiten zu verstehen, ja um den Weg zur Krippe zu finden? Unser Herz ist oft vollgestopft mit Vorurteilen und Besserwisserei. Es ist betäubt durch Geschäftigkeit und Pflichten, gelähmt durch die Hektik. Und deshalb sollten wir die Weihnachtstage nutzen als eine Zeit des Abschaltens und Freiwerdens, des Sin-

gens und Betens, des Feierns in gläubiger Gemeinschaft, damit das Herz wieder sehen, hören und froh sein lernt. Noch ein weiterer Hinweis ist den Kirchenvätern wichtig. Sie legten Wert darauf, daß die Hirten zur Krippe eilen, um den Messias anzubeten: Dabei kommt mir eine jüdische Geschichte in den Sinn. Hier wird erzählt, daß ein Gelehrter, der fürchtete, den Glauben zu verlieren, zu einem Frommen ging, um Rat zu holen. Der Fromme aber ließ sich auf keine philosophische Diskussion ein, er betete nur mehrmals mit diesem gelehrten Zweifelnden und zwar die Gebete, die er in seiner Kindheit auswendig gelernt hatte. Das war alles. Er diskutierte nicht mit dem Zweifelnden, er betete mit ihm. Er betete mit ihm die Gebete seiner Kindheit, in denen das Herz wach geworden war für Gott. Er stärkt das Herz. Genau das möchte die Kirche Weihnachten mit uns tun, was jener Fromme mit dem Zweifelnden tat. Sie betet mit uns, um unser Herz zu stärken, um uns und unsere Familie gesund zu machen an Leib und Seele. Transeamus usque Bethlehem - "auf, kommt nach Bethlehem" und bittet dort den Herrn, daß er uns hilft auf diesem Weg nach Bethlehem zu unserer Gesundung und dass er so eine glückselige Weihnacht schenken möge. Die wäre mein Weihnachtswunsch für uns alle. Pater Theo


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Abschied nach fast 25 Jahren Tätigkeit als Gemeindesekretär

Herr Josef Gufler hat 1973 die Stelle des Gemeindesekretärs in St. Martin übernommen. Er ist damals, am 4. Oktober, mit seiner Familie nach St. Martin gezogen und hat bis zu seiner Pensionierung am 5. September 1997 als Gemeindesekretär und anschließend bis zum 30. Mai 1998 als freiberuflicher

Mitarbeiter seinen Dienst in St. Martin ausgeübt. Die Gemeindeverwaltung hat heuer, anläßlich seiner Abschiedes, seine Tätigkeit in Anwesenheit verschiedener Behördenvertreter anerkannt und gewürdigt. Dabei wurde auch Rückschau auf ein Vierteljahrhundert St. Martiner Gemeindegeschichte gehalten. In der Dienstzeit des Herrn Josef Gufler waren nicht weniger als vier verschiedene Bürgermeister im Amt. Mit den ersten Gemeindeausschußbeschlüssen unter Sekretär Gufler wurden die Anschlagetafeln für die Regionalratswahlen, für 1430 Einwohner in St. Martin und für 195 Einwohner in Saltaus genehmigt, eine Heizölrechnung für 390.000.- Lire bezahlt und eine Geschirrspülmaschine um 489.000.- Lire für den Kindergarten angekauft. Anhand solcher Zahlen kann man die Bevölkerungsentwicklung und die wirtschaftlichen Veränderungen in unserer Gemeinde in den letzten 25 Jahren ablesen. Es galt immer mehr Dienste zu übernehmen, und die dazu notwendigen "Infrastrukturen" mußten gebaut werden. Die "besondere" politische Situation in der Gemeinde St. Martin und

Umfahrung St. Leonhard Am Dienstag, 24. November1998, wurden im Amt des Landesrates Dr. Alois Kofler die Angebote für den Bau der Umfahrungsstraße St. Leonhard geöffnet. Nicht weniger als 52 Angebote waren eingereicht worden. Im Sinne des neuen Landesgesetzes zur Vergabe öffentlicher Arbeiten wurde der Zuschlag nicht dem billigsten Anbieter erteilt, sondern jenem Anbieter, der dem Durchschnitt der Angebote am nächsten kam. Es ist dies die Firma Fratelli Ghigliazza aus Finale Ligure / Savona, welche die Umfahrung zum Preis von 8,4 Milliarden in etwa 550 KaIendertagen bauen will. Dazu kommen Mehrwertsteuer und technische Spesen. Mit dem Bau wird im Frühjahr 1999 begonnen. Leider ist kein einheimisches Unternehmen zum Zuge gekommen. Wie sieht das Projekt aus? Die Umfahrung hat eine Gesamtlänge von 600 mund verläuft am Südrand des Dorfes, ent-

dazu die raschen Veränderungen der immer schnelllebigeren Zeit sind für einen Gemeindesekretär sicher nicht immer einfach gewesen. Herr Josef Gufler hat sich auch außerhalb seiner beruflichen Tätigkeit in die Dorfgemeinschaft eingebracht und sich für die verschiedensten Anliegen, wie die Errichtung der Mittelschule, der Musikschule, die Gründung des Seniorenclubs und des Jugendchores eingesetzt. Die Mitgliedschaft im Kirchenchor und im Krippenverein waren ihm ein Anliegen. Am 4. Oktober dieses Jahres, genau 25 Jahre nach seinem Dienstantritt, hat die Gemeindeverwaltung von St. Martin Herrn Josef Gufler in einer Feierstunde gedankt. Ein besonderer Dank ging dabei auch an seine Frau Hedwig, die ihrem Mann immer beigestanden und ihn unterstützt hat. Die Mitarbeiter, der Gemeinderat, der Gemeindeausschuß und ganz besonders der Bürgermeister der Gemeinde St. Martin wünschen der Familie Gufler weiterhin alles Gute und dem ehemaligen Gemeindesekretär Gesundheit und viel Freude in seinem Ruhestand. Hermann Pirpamer

ein Traum wird wahr


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lang der Passer, wobei ein positives hydraulisches Gutachten der Wildbachverbauung vorliegt. Nach dem Gasthaus Wiesen hof zweigt die Umfahrung von der Taistraße ab und wird auf einer Länge von 314 m als Aufschüttung geführt. Auf dieser Strecke wird der Gandellenweg, welcher eine Zufahrt und ein wichtiger Fußgängerweg ist, überquert. Beginnend bei der Gärtnerei Reiterer verläuft die Umfahrung teilweise im Bachbett der Passer. Da die Passer in diesem Bereich eine scharfe Außenkurve bildet, wird in Absprache mit der Wildbachverbauung die Passer nach Westen verlegt und damit eine weniger scharfe Kurvenführung erreicht, was gerade bei Hochwasser eine große Verbesserung darstellen müßte. Im Passerbereich ist auf einer Länge von 310 m die Umfahrung als Viadukt ausgebildet, wobei zur Dorfseite ein Gehsteig und eine Lärmschutzwand vorgesehen ist. Grundsätzlich soll auf der Umfahrung eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h vorgesehen werden, außerdem werden parallel zur Straße Bäume gepflanzt, soweit dies möglich ist. Das Viadukt steigt mit etwa 5% bis auf

die Höhe bei der Kreuzung mit der Höllenbrücke. Hier soll ein Rondell entstehen, da in diesem Bereich 5 Straßen und Wege zusammentreffen. Der Gehsteig zum Sportplatz und Schwimmbad wird unter die Umfahrung verlegt. Die Straßen breite ist mit einer Fahrbahn von 7 m vorgesehen dazu kommen Seitenstreifen und ein Arbeitsgehsteig. Jahrelang hatte die Gemeindeverwaltung an diesem Projekt gearbeitet. 1992 war die Umfahrung in den Bauleitplan eingetragen worden, und im Jahre darauf war es gelungen, den damaligen Landesrat für öffentliche Arbeiten, Franz Alber, zu bewegen, ein Projekt in Auftrag zu geben. Von 1993 bis 1998 wurde daran gearbeitet, und jeder Schritt mit Land und ANAS abgesprochen. Nicht weniger als 250 Schreiben wurden von der Gemeinde verfaßt. Man hatte immer gehofft, daß die ANAS die Straße finanzieren würde, und diese Hoffnung hat dazu beigetragen, die Projektierung voranzutreiben. Dabei war besonders der Straßen meister Karl Righi ein wichtiger Vermittler. Als im Juli 1998 die Straßen auf das Land übergingen, war die Umfahrung zwar nicht

vergeben, aber es lag ein fertiges Projekt vor und damit kam St. Leonhard zum Zug. Anderen fehlten die fertigen Projekte. In der Zeit von Juli bis November 1998 wurden alle notwendigen Schritte unternommen, um die Umfahrung "auszuschreiben und vergeben zu können. Dies ist nun geschehen. Am Freitag 28. Oktober stellte Landesrat Dr. Alois Kofler das Projekt der Öffentlichkeit und den Gemeindeverwaltern des Passeiertales vor. Der Projektant und die verantwortlichen Ingenieure des Landes erläuterten Projekt und Bauphasen. Ein besonderes Augenmerk soll auf die landschafliche Einbindung und den Lärmschutz gelegt werden. Im Frühjahr soll der Bau beginnen. Damit öffnet sich für St. Leonhard, sein verkehrsgeplagtes Zentrum und seine Bürger ein neues Kapitel. Ebenso aber gilt es, bereits jetzt daran zu denken, weitere Verkehrsberuhigungsmaßnahmen durchzuführen, die Einfahrten attraktiv zu gestalten und das beruhigte Dorfzentrum durch Verschönerung und Veranstaltungen aufzuwerten. Konrad Pfitscher

Trink- und Löschwasserversorgung "Mörre" Nach Prantach und Schweinsteg ist nun auch der Mörrerberg mit einer neuen zeitgemässen Trink- und Löschwasserleitung versorgt worden. Das Projekt von Ing. Klotzner, ein 5-B Förderungsprogramm der EU, wurde über die Bezirksgemeinschaft an die Gemeinde vergeben. Diese wiederum gab die Aufsicht und die Organisation der Ausführungsarbeiten an das Bodenverbesserungskonsortium Schweinsteg-Mörre weiter. Die Strecke, ausgehend unterhalb der Schießgrubenalm bis zum Sixhof im Tal ist 6,5 km lang, und es wurden 12 km Rohrleitung verlegt. Die Quellfassung wurde neu errichtet sowie ein großes Speicherbecken oberhalb der Strohmairhöfe gebaut. Die Arbeiten führte die Fa. Mair aus Kortsch bzw. die Fa. Gufler Bau aus St. Leonhard durch. Mit diesem Projekt wurden insgesamt 20 Bauern und Haushalte mit Trink- und Löschwasser versorgt. Die Finanzierung der Kosten von 640 Millionen Lire teilten sich die EU 40% das Land 40% die Gemeinde 20% Mit den Bauarbeiten wurde im Herbst 1997 begonnen, und am 24. September des heurigen Jahres wurde unter großer Beteiligung der Mörrer Bürger die neue Anlage vom Pfarrer von Schweinsteg und Tall feierlich einge-

weiht. Obmann Hans Gilg konnte bei der Einweihung in der Mörre neben vie-

Freiwilligen Feuerwehr von St. Martin mit dem Hauptmann Franz Gufler, die

len Behörden- und Firmenvertretern auch den Landeshauptmann Luis Durnwalder und Landesrat Michl Laimer begrüßen. Der Landeshauptmann und der Bürgermeister Konrad Pfitscher bedankten sich bei ihrer Festansprache beim Obmann Hans Gilg, sowie beim Ausschuss des Konsortiums für den unermüdlichen Einsatz bei den Ausführungsarbeiten. Ihr Dank galt auch der

die Einweihung mit einer interessanten Löschprobe "verschönerte" und die Löschwasserhydranten auf ihr Tauglichkeit prüften. Nach dem offiziellen Teil trafen sich die Ehrengäste beim Torgglerhof zum obligatorischen Watten - Pfarrer gegen Landeshauptmann - und zu einem guten Abendessen. Oswald Tschäl!


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Feuchtbiotop Gandellen

Zurück zur Natur

Wie aus alten Aufzeichnungen und Fotos hervorgeht, war die Passer im Berich der Gandellen von Überschwemmungsbuchten gesäumt. Im Zuge der Verbauung der Passer wurden diese

heutigen Biotops. Als von mehreren Seiten, unter anderem vom SVP - Ortsausschuß von St. Leonhard, der Vorschlag gemacht wurde, ein Feuchtbiotop zu errichten, wurde dieser Vorschlag

Ausbuchtungen trockengelegt und landwirtschaftlich genutzt oder als Lagerfläche verwendet wie im Bereich des

sofort vom Sonderbetrieb für die Wildbachverbauung aufgegriffen. Wie konnte man aber die Bevölkerung für dieses

Naturschutzprojekt sensibilisieren? In Absprache zwischen Landesrat Dr. Michi Laimer, Wildbachverbauung und Gemeinde wurde die Mittelschule kontaktiert, um Schüler für die Mitarbeit zu gewinnen. Im Jahr 1995 haben Schüler/innen die Projektierung durchgeführt. Das Ergebnis wurde vor 3 Jahren in Form eines Modells, welches von den Schülern gebaut wurde, der Öffentlichkeit vorgestellt. Heute noch sind die verschiedenen Projektvarianten als Modelle in der Mittelschule St. Leonhard zu besichtigen. Weiters haben sich Schüler im letzten Jahr und heuer an der Pflanzung von den Sträuchern beteiligt und das Projekt begleitet und betreut, immer unter der Anleitung von Direktor Dr. Alois Gufler sowie der Proffessorinnen Dr. Elisabeth Gufler, Dr. Irene Wegleiter, Siglinda Jaitner Wilhelm und Dr. Albin Pixner. Schlußendlich wurde von Projektant Dr. Roland Schweitzer ein Projekt ausgewählt, das folgendes vorsieht: • Die Errichtung eines Lehmteiches als Feuchtbiotop mit dazugehörigem Schilf- und Sumpfgürtel. • Eine Trockenzone, wie sie früher an

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der wildfließenden Passer in Form von Schotterbänken vorkam. Eine Abgrenzung der gesamten Fläche mit bepflanzten Erddämmen und Holzlattenzäunen . Eine 500 m lange Rohrleitung von einer Fassung am Waltnerbach zu einem offenen Wasserwaal. Dieser Waal führt das Wasser zum Teich. Im Biotop wird der Waal mittels Holzbrücken überquert. Einen Aussichtshügel, der über einen kleinen Pfad erreichbar ist. Die Bepflanzung mit heimischen Sträuchern und Bäumen wie etwa die Deutsche Tamariske, Sanddorn, Holunder, Schlehdorn, Weißdorn, Kreuzdorn, Wolliger Schneeball, Birke und Schwarzerle.

Bei den Aushubarbeiten ist man auf eine alte, wilde Mülldeponie gestoßen, die vom Sonderbetrieb für Bodenschutz, Wildbach- und Lawinenverbau-

ler der jetztigen 3 C haben ihre Arbeit folgendermaßen beschrieben: Die erste Besichtigung des Geländes bei den Gandellen erfolgte im Herbst 1997. Zuerst war das Biotop ein riesiger Erdhaufen, doch dann wurde mit ein oder zwei Bagger der See ausgehoben. Im Frühjahr 1998 haben wir, die Klasse 3C, mit den Arbeiten begonnen: Steine getragen Zaun gemacht Pflanzen gesetzt Hecken geschnitten Die Klasse wurde in verschiedene Gruppen aufgeteilt und jede Gruppe bekam den Auftrag einen Teil des Biotopes zu zeichnen und zu gestalten. Wir mussten das Biotop in verschiedene Zonen einteilen. Meistens sind wir zweimal die Woche hinunter gegangen für jeweils eine Stunde.

kelte. Mitte Juni war das Biotop dann fertig. Die Schüler der 3B haben ihre Gedanken in ein Gedicht gekleidet.

Biotop Bios heißt "Leben" topos der Ort zusammengesetzt ein weises Wort. Umgeben von Pflanzen, Büschen und Hecken, ein Ort wo sich Tiere gerne verstecken. Kein See zum Baden, kein Strand und Palmen. Nein! Eine Landschaft mit Gräsern und Halmen Im Frühling der Schnee, er schmilzt schnell dahin. Aus dem Boden ersprießt das erste Grün. Das plätschernde Wasser voll Freude erweckt Kaulquappen, Frösche im Schlamme versteckt. Lebendig wird alles, am Halm nur schau ! Eine Heuschrecke klein, verkleidet in Grau Sommerhitze, der Duft der Hecken Eidechsen sich in der Sonne strecken Ich mache mit meinem Fahrrad hier Rast Ein ruhiges Plätzchen in einer Zeit voller Hast So viele Vögel es gibt sie noch heute Nur Nistplätze braucht es, liebe Leute!

ung ordentlich entsorgt wurde. Außer der Rohrleitung von der Wasserfassung bis in den offenen Wasserwaal wurden bei der Bauausführung keine künstlichen Materialien verwendet. Bei der Bepflanzung des Biotops waren wieder Schüler der Mittelschule St. Leonhard beteiligt genauso wie Arbeiter der Wildbachverbauung unter Leitung der Vorarbeiten Manfred Tschöll und des Bauleiters Dr. Hanspeter StaffIer. Mit diesem Projekt ist ein Lebensraum für Pflanzen und Tiere geschaffen worden, die in der Vergangenheit durch die Flußregulierung immer mehr verdrängt wurden. Feuchtbiotope sind heute seiten geworden. Für die Schüler soll dieses Feuchtbiotop ein Objekt zum Beobachten werden, für den vorbeigehenden Wanderer eine Abwechslung in der Landschaft. Besonders hervozuheben ist die Mitarbeit der Mittelschüler. Schü-

Manchmal kam auch der Turnwart Hans um uns zu filmen wie wir gearbeitet haben und wie sich das Biotop entwikErscheint dreimonatlich. - Eingetragen beim Landesgericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87 vom 29.05.1987. Eigentümer und Herausgeber: Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin in Passeier. Vertreten durch den Bürgermeister von St. Leonhard, Dr. Konrad Pfitscher. Redaktionskomitee: Kurt Gufler (K.G.), Robert Haniger (R.H.), Tanja Pamer (T.P.), Josef Kofler (J.K.), Karl Lanthaler (K.L.), Dr. Albin Pixner (A.P), Dr. Karl Spergser (K.S.),Sepp Öttl (S.O.),Gottfried Zagler (G.z.). Druck: Hauger-Fritz, Schlanders-Meran Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Pressegesetzes: Oswald Waldner

Nun hat der Herbst die Blätter geschüttelt Kräftig Halmen und Gräsern gerüttelt Die klirrende Kälte, das Schützende Eis Darunter verschlafen nun Lurche ganz leis Den kommenden Winter, sie warten darauf Bis alles erwacht im jährlichen Lauf Am Dienstag 17. November fand die offizielle Einweihung statt, woran sich Gemeinde und Wildbachverbauung sowie Landesrat Dr. Michl Laimer sowie Schüler der Mittelschule beteiligten. Am Ende segnete Pater Georg Feichter das Biotop und sprach die Hoffnung aus, daß viele Insekten, Kleintiere und Pflanzen, die anderswo ihren Lebensraum verloren haben, sich hier wieder ansiedeln. Konrad Pfitscher


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Einweihung des Sanitätssprengels Passeier Am Sonntag 20. September fand sich eine riesige Menschenmenge auf dem Raiffeisenplatz ein, um die Feier mit einer Messe zu beginnen. Vielen setzte die Kälte sichtlich zu, ihnen waren die

führung der Arbeiten. Schüler der Mittelschule St. Martin und St. Leonhard beschrieben in lustigen Liedern und Gedichten den Bau sowie die einzelnen Dienste, die im Sprengel angeboten

ersten Sonnenstrahlen willkommen. Auf die beeindruckende Messe, die Pater Theo Neuking in der großen Schar der Mitzelebranten und Ministranten, umrahmt von der Musikkapelle Andreas Hofer feierte, folgten die Grußworte. Nach den jeweiligen Einleitungsworten des Sozialassessors Dr. Albin Pixner hießen der Bürgermeister Dr. Konrad Pfitscher, der Sozialassessor der Bezirksgemeinschaft Robert Schönweger, der Generaldirektor der Sanitätseinheit West Dr. Andreas Fabi und der Landesrat für Gesundheit und Sozialwesen Dr. Otto Saurer die Ehrengäste und alle Bürgerinnen und Bürger willkommen. Alle Redner unterstrichen die Bedeutung des Sprengels für die gesundheitliche Vorsorge der Bevölkerung und lobten den Bau, der nach langer Planung an dieser schwierigen Stelle errichtet worden war. Besonders gedankt wurde den Planern, Bauleitern und beteiligten Firmen, viele davon aus Passeier, für die gründliche und termingerechte Aus-

werden. Am Ende machte sich ein nicht enden wollender Zug Menschen auf, um den Sprengel zu besichtigen. Am Eingang wurde das traditionelle Band

des Sprengels hatten Plakate über ihre Arbeit gestaltet und informierten meist persönlich die interessierten Bürger, und dies an einem arbeitsfreien Sonntag, was auch nicht selbstverständlich ist! Die Besichtigung machte hungrig und durstig, sodaß sich bald lange Schlangen vor den Getränken und dem Buffet bildeten und lange Zeit kein Weiterkommen war. Trotzdem, am Ende fiel für alle etwas ab. Am Ende waren alle überzeugt, daß Passeier durch diese Einrichtung sicher nur gewonnen hat. Am Tag darauf haben die Sprengeldienste offiziell ihre Arbeit begonnen. Das Gebäude geht in den Besitz des Landes über, die Verwaltung hat die Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt übernommen. In ihrem Auftrag verwaltet Herr Benedikt Pamer den Sprengel. Herzlichen Dank für die umsichtige Leitung! Sämtliche Dienste haben ihre Tätigkeit aufgenommen, vor kurzem auch der Frauenarzt. Bald wird auch der Zahnarzt folgen. Dieser Zeitpunkt wird über die Mitteilungsblätter bekanntgegeben werden. Mit diesem Sprengel beginnt der Wunsch des Landesrates Dr. Otto Saurer Wirklichkeit zu werden, "daß die

unter den Klängen der Musikkapelle durchgeschnitten. Bei der Besichtigung fielen vor allem die hellen großzügigen Räume auf und die warme Einrichtung, meist in Holz ausgeführt. Alle Dienste

Arbeit im Sprengel einen Beitrag leiste zur Verbesserung der Lebensqualität vieler Mitbürger/innen und damit ein Stück gesündere Heimat verwirklicht werde." Konrad Pfitscher

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Sprengel Passeiertal

Ergebnisse der präventiven Blutdruck -, Blutzucker und Cholesterinmessungen im Rahmen der Gesundheitstage '98 Ambulatorium Zeitraum Anzahl Personen

St. Leonhard

Moos

St. Martin

Insgesamt

02.10.98

Frauen

bis

Männer

16.10.98 Gesamt

19.10.98

Frauen

bis

Männer

05.11.98 Gesamt

178 60

Anzahlder Messwerteaußerhalbdes Normbereichs Blutdruck

Blutzucker

Cholessterin

27

5

31

71

8

106

238

98

13

137

38

12

2

29

120

35

158

47

21

198

1

3

85

114

114

87

11

136

10.11.98

Frauen

bis

Männer

27.11.98 Gesamt

51

249

108

14

02.10.98 Frauen

496

193

20

305

149

60

10

82

645

253

30

387

bis

Männer

27.11.98 Gesamt

3

22

(verein:ileben) KVW-Ausflug nach Salzburg Zu den interessantesten Veranstaltungen des KVW-Platt gehörte heuer eine Fahrt nach Salzburg am 23. April 1998. Nach etlichen Stunden Autofahrt kamen wir am späten Vormittag in Salzburg an. Der erste Gang führte uns ins Kloster Herrnau, zu den "Schwestern der hl. Eucharistie." Unser Besuch galt vorallem Sr. Anzilla, vom Rauchegghof in Ulfas. Sie war schon zum dritten Mal zur Oberin des Klosters gewählt worden. Nach der Besichtigung des Klosters führte uns Sr. Anzilla durch die schöne Stadt Salzburg. Wir bewunderten unter anderem die Kirche des Benediktinerinnenkloster auf dem Nonberg und den Dom der Stadt, in dessen Gruft einer der größten Söhne des Passeiertales, Kardinal Johannes Evangelist Haller, seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Er war von 1890 bis 1900 Fürsterzbischof von Salzburg. Am Nachmittag fuhren wir nach Lofer weiter. Dort erwartete uns die Sr. Hildegard Raffl, die ebenfalls vom Rauchegghof in Ulfas stammt und dort die Bezugsperson für die Pfarrei ist. Da kein Pfarrer mehr ständig im Ort wohnt, leitet sie praktisch die Pfarrei. Das heißt, daß sie mit ihren Mitarbeiterinnen die ganze seelsorgliche

Gewinner des Quiz zur Einweihung des Gesundheitssprengels

Am Tag der Einweihung des Sozial- und Gesundheitssprengels Passeier, am 20. September 1998, haben nur 16 von 98 Teilnehmern alle 26 Quizfragen richtig beantwortet Nr. Name des Gewinners Wohnort Preis 1. Brunner Berta St.Leonhard Inhaliergerät 2. Mahlknecht Wolfgang Meran Verbandskasten 3. Fauner Ronald St.Leonhard Verbandskasten 4. Tschöll Theresia St.Uonhard Verbandskasten 5. Ratschiller Reinhard Gargazon Verbandskasten 6. Fauner Günther St.Leonhard Gymnastikball 7. Hofer Anna Maria St.Leonhard Gymnastikball 8. Hofer Petra St.Leonhard Gymnastikball 9. Pircher Ottilia Lana Buchpreis 10. Hofer Waltraud St. Leonhard Buchpreis 11. Tribus Hilde Meran Buchpreis 12. Hofer Anton St.Leonhard Buchpreis 13. Gamper Ida Meran Buchpreis 14. Fauner Elisabeth St.Leonhard CD - Ukulele (Die Psayrer) 15. Gufler Brunhilde stuis CD - Ukulele (Die Psayrer) 16. Barbara Hofer St.Leonhard CD - Ukulele (Die Psayrer) Achtung: Das Quiz mit den richtigen Lösungen wird in der nächsten Ausgabe veröffentlicht.

Der übergroße in Salzburg

Herrgott

Tätigkeit mitorganisiert. Tief beeindruckt von Sehenwürdigkeiten und den Gesprächen, traten wir nach einer guten Marende die Heimreise an. Die Ob frau des KVW-Platt Agnes PichIer


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SERVICE-DIENSTE

ORGANISATION

VERWALTUNGSTECHNISCHE AUFGABEN

BETRIEBSORGANISATION UND MANAGEMENT

• Schwachstellen im Betrieb aufzeigen,

• Erhebungen und Anforderungen

analysieren und diese, durch gezielte Management-Maßnahmen Zusammenarbeit,

Dokumenten bei jeglichen Ämtern

und intensive

wie z.B. Handelskammer,

schrittweise, aber

• Abfassen von Verträgen, Berichten, Texten,

Ziel (Verbesserung des

Betriebsergebnisses)

Innungen, NISF,

Sanitätseinheit, Behörden, usw.

kontinuirlich zu bearbeiten um das vorherbesfimmte

von

Beschreibungen,

zu erreichen.

sowie allgemeine

Schreibarbeiten

usw .

• Übersetzungen und/oder Korrekturen von Texten in Deutsch, Italienisch, Englisch und

VERANSTALTUNGEN

Französisch für z.B. Briefe, Prospekte, Medienartikel,

• Kultur- und Musikveranstaltungen,

Einladungen usw. .

• Beratung Soft- und Hardware im Bereich

Betriebsfeiern, Eröffnungen,

von PC sowie individuelle EDV-Lösungen.

Ausstellungen, Workshops usw.

WERBUNG

ERARBEITUNG VON WERBEKONZEPTEN, DRUCKUNTERLAGEN UND WERBESPOTS - Werbung die man sieht:

• Organisation, Koordination, Konzeption und graphische Gestaltung von Werbeunterlagen,

Drucksachen und Prospekten

für Büro, Geschäft, Firma, Hotel, Veranstaltungen

• Erstellen von Firmen- oder Vereins logos

usw.

• Erarbeitung von CI-Konzepten (einheitliches Erscheinungsbild einer Firma von der Visitenkarte, über Papiere und Formulare bis hin zu Aufschriften, Schildern und Werbeeinschaltungen

und vieles mehr)

- Werbung die man hört:

• Organisation und Gestaltung von Werbespots für Rundfunk und Fernsehen - Werbung zum Anfassen:

• die gesamte Palette der Werbegeschenke

mit ihrem persönlichen Aufdruck.

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Seite 9 / Nr. 20

Passeirer Blatt / Dezember 1998

Gemeinschaftsübung der Passeirer Feuerwehren Am Samstag, dem 17. Oktober, lud die Freiwillige Feuerwehr Platt zu einer Gemeinschaftsübung aller Passeirer Feuerwehren. Als Übungsobjekt diente das Wirtschaftsgebäude des Grasslhofes in ChristI. Um 14 Uhr wurde laut Übungsplan die Wehr Platt über den "Brand" verständigt. Da man wußte, daß die Wasserversorgung am Brandort unzureichend war, wurden die FF Moos und die FF St.Leonhard mit je einem Tanklöschfahrzeug (TLF) über die Zentrale 2 alarmiert. Nach dem Eintreffen der FF Platt am Einsatzort wurde ein Atemschutztrupp mit der Rettung der Tiere beauftragt. Das TLF Moos konnte von einem C-Anschluß an der Beregnungsleitung gespeist werden. Für das TLF St. Leonhard mußte eine ca. 2100 Meter lange Zubringerleitung verlegt werden. Dafür wurden die Feuerwehren von Rabenstein, St.Martin, Saltaus und

Walten alarmiert. Für die Anfahrt und den Aufbau der Leitung benötigten die Wehren ca. 35 Minuten. Um 15,15 wurde der Befehl "Wasser halt und Geräte aufnehmen!" erteilt. Kurze Zeit später trafen sich alle Wehren zur Aufstellung und Übungsbesprechung. Der Bezirksfeuerwehrinspektor betonte in seinem Bericht die Zweckmäßigkeit der einfachen Übungen und gratulierte der Wehr Platt zur gelungenen Talschaftsprobe. Mit einem kleinen Imbiß fand die Feuerwehrübung ihren Abschluß. Insgesamt hatten sich an der Übung 7 Feuerwehren mit 92 Mann, 17 Fahrzeugen und 6 Pumpen beteiligt. Ebenfalls anwesend war 1 WeißesKreuz-Fahrzeug mit Besatzung der Sektion Passeier. FF Platt

Feier für Sozialfürsorger Roman Kofler Überall im Lande ist der 50. Geburtstag des Verbandes der Werktätigen Südtirols (KVW) gefeiert worden. Eine besondere Feier gab es jedoch in Moos. Dafür gibt es gewichtige Gründe: Monsignore Plus Holzknecht, ein Mitbegründer des KVW, stammte aus Moos und hat das soziale Gesicht der Kirche Südtirols in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wesentlich mitgeprägt. Sozialfürsorger Roman Kofler, langjähriger Koordinator der sozialen Belange im Geburtsort von Pius Holzknecht, war dessen praktische Hand. Der KVW-Ortsausschuß von Moos und viele Festgäste dankten dem Roman dafür, daß er seit 1952 als Sozialfürsorger und KVW-Funktionär für seine Mooser Mitbürger da war. Daß das Treffen ein Volltreffer wurde, dafür garantierten

diejenigen, die in Moos schon seit jeher Feste zu feiern wissen: die Theater-

schreiberinnen, die Spieler und die aktiven Statisten. Die Ehrengäste, Sebastian Wieland von der KVW-Zentrale, Helmuth Wahlmüller vom Bezirk und Bürgermeister Franz Raich, freuten sich über die familiäre und lustige Atmosphäre des Abends. Tags darauf feierte die ganze Pfarrgemeinde mit einem Festgottesdienst und anschließender Agape auf\dem Dorfplatz. Der nachmittägige Festakt im Kultursaal bot dem Festredner Msgr. Michaeler Gelegenheit, die Geschichte des KVW in Südtirol zu vergegenwärtigen. Dann ergriff das Festkind Roman Kofler selbst das Wort, und erzählte aus der Geschichte des KVW in Moos. Eine Sterbebildchenschau erinnerte zum Schluß an alle toten KVW-Mitglieder.


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Neues Spezialfahrzeug

für Behinderte

Im Rahmen einer schlichten Feier erhielt die Arbeitsgemeinschaft für Behin-

geworden. Im Beisein von Passeirer Mitgliedern der Gemeinschaft, von Ver-

derte, Gruppe Passeier, im Oktober einen neuen Bus. Der alte war nämlich mit seinen 350.000 Tachokilometern schon sehr klapprig

tretern der Gemeinden und Raiffeisenkassen des Tales sowie Vorstandsmitgliedern der Arbeitsgemeinschaft für Behinderte, segnete Kooperator P. Ge-

100 Jahre STROM Am Samstag, den 24. Oktober 1998, wurde das neue Elektrizitätswerk Hofer-Delucca feierlich eingeweiht. Diesem Werk ist es zu verdanken, daß es schon seit ca. 100 Jahren Strom in St. Leonhard gibt. Begonnen hat es damit, daß der vielseitig begabte und weitblickende Tischlermeister von St. Leonhard, Vinzenz Mader, gebürtig aus Rabenstein, die Idee zu einem E-Werk in St. Leohard hatte. Er sah in der Metzmühle mit zwei Gängen die Möglichkeit, sein Vorhaben verwirklichen zu können, und aus diesem Grunde kaufte er gemeinsam mit dem damaligen Frickwirt Johann Gufler das Mühllokal und baute es zu einem Elektrizitätswerk um. Als Wasserzufuhr benutzte er die uralte Zuleitung für die Mühle aus dem Waltnerbach (in diesem Abschnitt damals auch Rasimbach genannt, der aus dem Pfistradtal führte), welche ihm die Wassermenge von 325 1/s lieferte. Bei einem Gefälle von 5,30 m erbrachte das Werk eine Leistung von 16,928 kW (=23 PS) Gleichstrom, welchen Mader Vinzenz und Johann Gufler für die Beleuchtung in der Ortschaft und zur Kraftabgabe nutzen wollten. Am Sams-

.

In Passeier

org den neuen Wagen. Gruppenleiter Franz Platter hob in seiner kurzen Ansprache die Notwendigkeit dieses Fahrzeuges hervor, das für Fahrten in die Behindertenwerkstätten, Schulen, Therapien U.S.W. unerläßlich ist. Weiters hätten damit Menschen mit schweren Behinderungen auch die Möglichkeit ab und zu einen Ausflug zu unternehmen. Franz Platter dankte Gemeindeverwaltern und Bankinstituten des Passeiertales für ihre finanzielle und ideelle Unterstützung. Der Vizepräsident der Arbeitsgemeinschaft für Behinderte, Andreas Mayr, führte allen die Wichtigkeit dieser Spezialfahrzeuge vor Augen, da es immer noch die einzigen bequemen Fortbewegungsmittel für Behinderte im Nahverkehr sind. Sozial assessor Dr. Albin Pixner gratulierte uns zu unserem neuen Bus und wünschte uns frohe Stunden bei Ausflügen und Treffen. Bei einer Marende, die fleißige Hände unserer Gruppe zubereitet hatten, klang diese kleine aber frohe Feier aus. Franz Platter

IN ST. LEONHARD

tag, den 18. Mai 1901, fand beim Theiswirt eine starkbesuchte Versammlung der Leonharder Bürger statt, um die Einführung des elektrischen Lichts zu besprechen. Damals planten die Elektrizitätswerkbetreiber ,,200 Flammen" zu verkaufen, um jährlich etwas von den Baukosten abzahlen zu können. Am Montag, den 28. Oktober 1901, war es endlich soweit: am Abend wurde beim Frickwirt das erste Mal elektrisches Licht entzündet. Nun hatte man auch vor, ,,1000 Flammen" zu verkaufen, wohl auch deswegen, weil das Elektrizitätswerk zur vollen Zufriedenheit funktionierte. Zu den "Abnehmern des Lichtes" zählten damals die Pfarrkirche, der Brühwirt, Geschäftshaus und Bäkkerei Delucca, die mechanische Schmiede des Alois Praxmarer, die Bäckerei Pirpamer und das Bräuhaus. Auch noch mehrere andere planten damals, sich dieses bequeme Licht anzuschaffen, so daß bis zum Ende des Jahres 1901 in den meisten Gast- und Handlungshäuser, sowie in der Kirche und im Widum elektrisches Licht war. Vor vier Häusern in der Ortschaft brann-

ten Lampen zur Beleuchtung der Plätze und Wege. Aus dem schneereichen Winter des Jahres 1902 berichtet uns ein Zeitgenosse im Tiroler Volksboten vom 8. Jänner 1903 folgendes: "Um Nuijohr hot der Schnea ban ins a schiech geton, viel Bam umg'rissen und die lektrischen Drahter niederbog'n und die Draht, die aufanonder kemmen sein, hob'n's z'blitz'n g'mocht, krod wie im Summer, und die lektrischen Liechter sein in d' Häuser und Kirch'n ausgelöscht, af Nocht ist's Liecht schun wieder kemmen. So stiet's in Pseier." Zwischen den Betreibern des Elektrizitätswerkes und verschiedenen Betriebsbesitzern wurden Stromverträge abgeschlossen, so auch jener mit dem damaligen Theiswirt" Alois Pixner, aus welchem hervorgeht, daß sich das Elektrizitätswerk verpflichtete, genügend Strom bei Tag und Nacht zu liefern. Als Ausnahme dafür wurden nur Hochwasser und Feuerschäden akzeptiert. Der gelieferte Strom wurde nach der Anzahl der Glühkerzen, die in einem Betrieb brannten, abgerechnet. So verpflichtete sich Alois Pixner, 37 Lampen zu neh-


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men, wofür er vierteljährlich 15 Lampen mit einer Krone pro Kerze, und 22 Lampen mit 50 Heller pro Kerze bezahlte. Im März des Jahres 1911 übernahm Vinzenz Mader, der in einer Urkunde von 1905 als "Monteur in St. Leonhard" bezeichnet wird, das Elektrizitätswerk und die darauf haftenden Schulden in sein Alleineigentum. Das Werk lief ziemlich gut und es fanden sich immer mehr Stromabnehmer, so daß Vinzenz Mader seine Elektrozentrale erneuern und ausbauen mußte, auch weil sie durch einen Brand arg in Mitleidenschaft gezogen wurde. Im Jahre 1926 reichte er dazu das Projekt ein: Um das leidige Problem des immer wieder durch allerlei Unrat verstopften, alten Wasserzulaufes besser in den Griff zu bekommen, schlug er einen Stollen in den Felsen und führte durch diesen seinem Elektrizitätswerk die nötige Wassermenge von immer gleichbleibenden 325 1/ s zu. Jedoch war von der Wasserfassung im Waltnerbach bis zum Stollen und vom Stollen bis zum Werk immer noch eine "Wiere" nötig, welche eine selbstgefertigte Rinne aus Brettern war, um das Wasser zuzuleiten. Durch den Bau eines neuen Wasserreservates oberhalb des Elektrizitätswerkes konnte Mader das Gefälle von 5,30 m auf 8,50 m erhöhen. In selbstgenieteten, im Durchmesser 63 cm großen, 12-13 m langen Rohren ließ er das Wasser auf die neue Francis-Turbine fließen und sein Werk brachte es auf eine Leistung von 27,232 kW (=37 PS). Am 08. Juli 1933 verkaufte Vinzenz Mader sein Pionierwerk in St. Leonhard um 25.686 Lire und 50 Centesimi an Pirpamer Josef, welcher bei ihm schon

Die Betreiber

des Elektrawerkes

Einige Bürger von St. Leonhard taten sich im Jahre 1947 zusammen und gründeten unter dem Namen "Firma Anton Haller" ein Konsortium, welches zum Ziel hatte, ein völlig neues Elektri-

trizitätswerk dann doch ins Stocken: zum ersten schnellte der Kupferpreis so sehr in die Höhe, daß die Finanzierbarkeit des Werkes in Frage stand und zum zweiten wanderte der Obmann und die

zitätswerk in St. Leonhard zu bauen. Diesem Konsortium gehörten folgende Leute an: Haller Anton (Kassier Toni) als Obmann, Haller Josef (Kassier Sepp), Haller Anton (Baumann Toni), Fauner Anton (Fauner Toni), Hofer Eduard (Frick Edl), Delucca Johann (Luckner Hans), Lamprecht Franz (Hoiser Franz), Tschöll Johann (Unteregger Hans) und Bacher Johann (Stickler Hans). Ihr Plan war, beim Einfluß des Pfistradbaches in den Waltnerbach das Wasser zu fassen (534 I/s), es mit einem Höhenunterschied von nur 2,5 m in ein Reservoir zu leiten, weiches etwas außerhalb des Stocker-

treibende Kraft dieses Unternehmens, Anton Haller, nach Mayor Buratovick (Buenos Aires, Argentinien) aus. Ganz wurde der Plan jedoch von Johann Delucca und Hofer Eduard nicht fallen gelassen. Im Jahre 1955 fragten sie per Brief bei Haller Anton an, ob er bereit sei, das von ihm eingereichte Konzessionsansuchen an sie abzutreten, was er über das italienische Konsulat in Argentinien auch tat. In einem Brief an Johann Delucca schrieb er dazu: .Fuer das kostenlose Abtreten eines Wasserrechtes meinerseits beanspruche ich eine Halbe vom Besten, wenn ich einmal heimkomme". Johann Delucca und Eduard Hofer, obgleich nun im Besitze des Konzessionsansuchens für ein neues Elektrizitätswerk, hatten zugleich aber auch Interesse am schon bestehenden Werk. Am 3. März 1955 schließlich kauften diese beiden das sogenannte "MaderWerk", welches heute noch im Besitz dieser zwei Familien ist. Johann Delucca und Eduard Hofer stellten ihr Werk von Gleichstrom auf Wechselstrom um, womit die Firma .Kartnaller" aus Algund beauftragt wurde. Als Verstärkung für den Generator, um mehr Strom erzeugen zu können, wurde Anfang der 60er Jahre im Maschinenraum des Werkes ein Dieselmotor eingebaut. Mit der technischen Umsetzung dieses Unterfangens wurde ebenfalls die Firma Kartnaller beauftragt. Wegen des fürchterlichen Lärms des Dieselmotors beschwerte sich jedoch der Besitzer und Bewohner der darüberliegenden Wohnung aufs heftigste und drohte mit einer gerichtlichen Anzeige. Große Schwierigkeiten gab es immer wieder, wenn starke Unwetter waren und der

Hafer - Delucca in ihrem neuen Werk.

zu Tischlerzeiten als Lehrjunge gearbeitet, inzwischen Elektriker gelernt hatte und bei ihm nun angestellt war. Im Dorf war dieser als .Mader Pepi" bekannt. Er führte das Werk über 20 Jahre lang.

häusls gebaut werden sollte, um von dort bei einem Gefälle von 38,28 m die mittlere Nominalleistung von 201,66 kW (274 PS) zu erzeugen. Aus zwei Gründen geriet der Plan für das neue Elek-


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Waltnerbach Hochwasser führte. Die "Wiere", welche von der Wasserfassung bis zum Stollen führte, wurde dabei jedesmal in Mitleidenschaft gezogen oder ganz mitgerissen und zerstört, wie in den Jahren 1965 und 1966. Nach dem Ableben von Johann Delucca fiel sein Anteil am Werk im Jahre 1974 erbweise an seine Kinder. Nachdem sein Sohn Lothar Delucca diesen Anteil des Werkes in sein Alleineigentum übernommen-, und Eduard Hofer seinen Besitzanteil an seine Söhne Peppi, Andreas und Walter Hofer abgetreten hatte, waren die Voraussetzungen für eine neue, erfolgreiche Zukunft des Elektrizitätswerkes geschaffen. Da dieses baufällig war und nicht mehr den heutigen Erfordernissen entsprach, wurde der Neubau des Elektrowerkes beschlossen. Dazu wurde im Oktober 1996 die Gesellschaft .Elektrowerk Hofer Delucca G.m.b.H." gegründet und Lothar Delucca zum Präsidenten gewählt. Die ober dem Werk gelegene

Wohnung wurde gekauft und das Ingenieurbüro für Elektrotechnik des Dr. Ing. Ernst Troyer, Wiesen-Sterzing, wurde damit betraut, ein Maximalprojekt für den Um- und Ausbau zu erstellen. Nach Klärung verschiedener Fragen und dem Einholen der nötigen Konzessionen wurden die Arbeiten vergeben: die Bauarbeiten und die Rohrverlegung an die Firma .Anton Maier" in St. Leonhard und die Arbeiten im Krafthaus für das Werk an die Firma .Turbinenbau Troyer G.m.b.H." in Wiesen Sterzing. Beim Bau des neuen E-Werkes wurde großes Augenmerk auf die Umweltverträglichkeit gelegt. Es ist ein sogenanntes Kettenwerk, d.h. es wird von einem Teil des Rückgabewassers des Kraftwerkes der Gemeinde St. Leonhard, welches sich unterhalb des Nesslgruberhofes befindet, gespeist. Dadurch wird dem Waltnerbach kein zusätzliches Wasser entnommen. Auch wurde besonders darauf geachtet, durch dieses Werk keine akustischen Belastungen zu

verursachen, um die Anrainer nicht zu stören. Deshalb wurde der gesamte Maschinensatz isoliert vom Gebäude installiert und der Generator mit einem gesch~ossenen Kühlkreislauf ausgestattet. Einige technische Daten zum neuen Werk: • Die mittlere abgeleitete Wassermenge 484 1/s • Das Nenngefälle 78 m • Die hydraulische Leistung 370,1 kW • Die elektrische Leistung 282,3 kW • Der mittlere Turbinenwirkungsgrad 0.86 • Der mittlere Generatorwirkungsgrad 0.91 Nach zügigem Vorankommen und sehr zufriedensteliender Ausführung waren alle Arbeiten im August 1998 abgeschlossen und der Probelauf wurde gestartet. Mit diesem Werk lebt ein Stück St. Leonharder Geschichte weiter. Wemer Graf

Abschiedsfeier für Direktor Dr. Siegfried Innerhofer Am 1. September 1998, dem Beginn des neuen Schuljahres, ging Dr. Innerhofer Siegfried in Pension. Im Schuljahr 1987/88 war die Mittelschule St. Martin eine eigene Direktion geworden, als Zweigstelle bestand sie ja bereits

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Herr und Frau Innerhofer

seit dem Schuljahr 1983/84, und seitdem stand ihr Dr. Innerhofer Siegfried als Direktor vor. Vor allem er prägte die Geschichte der St. Martiner Mittelschule, die nicht nur rosige Zeiten erlebt hat.

mit den Verwaltern der Gemeinde

St. Martin

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Die Raumnot, die provisorischen Unterkünfte, die über das ganze Dorf verstreut waren, das Turnhallenproblem, der ständige Lehrerwechsel und schließlich der Neubau der Mittelschule waren Herausforderungen, denen er sich stellen mußte. Dr. Innerhofer bewies in 11 Jahren als Direktor viel Geduld, aber auch eine "klare Linie". Aufgrund von Sparmaßnahmen des Landes bestand in St. Martin die Gefahr, daß sowohl die Grund- als auch die Mittelschule Außensteilen würden. Deshalb wurde in Absprache mit der Gemeinde, dem Schulamt und den Direktoren eine schulstufenübergreifende Direktion errichtet, die Dr. Innerhofer übernahm und heuer an seine Nachfolgerin Dr. Veronika Rieder weitergab. Für sein langjähriges Engagement für das Wohl der Kinder in den St. Martiner Schulen bedankte sich die Gemeindeverwaltung im Rahmen einer Abschiedsfeier. K.G.


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Wir stellen vor: Frau Direktor Veronika Rieder Nachdem der bisherige Direktor der Pflichtschule St. Martin, Siegfried Innerhofer, nach 35 arbeitsreichen Jahren in den wohlverdienten Ruhestand getreten ist, steht nun Frau Direktor Veronika Rieder der Pflichtschule St. Martin vor. Die Redaktion führte mit der Frau Direktor folgendes Interview: Red.: Schildern Sie uns bitte die wichtigsten Abschnitte ihres Lebenslaufes. V.R.: Nach Abschluß meines Universitätsstudiums unterrichtete ich zunächst in der Mittel-, dann in der Oberschule. In dieser Zeit bildete ich mich besonders auf dem Gebiet Schul- und Öffentliche Bibliothek weiter. Mit der Errichtung des Pädagogischen Institutes bot sich die Gelegenheit, in einem anderen Bereich für die Schule zu arbeiten, ohne meine Lehrstelle aufgeben zu müssen. Am Pädagogischen Institut arbeitete ich in der Lehrerfortbildung, an zwei Lehrplänen für Oberschulen sowie an einigen Veröffentlichungen. Ich wollte aber doch wieder näher an der Schule sein und nahm daher nach einigen Jahren eine Stelle als beauftragte Direktorin an. Inzwischen habe ich zwei Direktorenprüfungen bestanden und werde wohl noch einige Jahre diesen Beruf ausüben, - ob bis zu meiner Pensionierung weiß ich nicht. Red.: Welcher Beweggrund war für Sie ausschlaggebend, die Ptlichtschule St. Martin zu übernehmen und welches sind Ihre ersten Eindrücke vom Passeiertai? V.R.: Die Pflichtschule wählte ich bewußt, weil es die einzige stufenübergreifende deutsche Schule ist. Beide Stufen haben sehr viel gemeinsam, vor allem in ihrem pädagogischen Anliegen und Verständnis, in ihrer Sicht des Lernens und der Kinder. Das reizte mich, ich wollte diese neue Form kennenlernen und damit gleichzeitig die Grundschule, mit der ich vorher noch keine Erfahrung hatte. Meine ersten Eindrükke vom Passeiertal sind gut. Ich bin sehr freundlich aufgenommen worden, sowohl von allen Mitarbeitern an den Schulen, wie auch von der Gemeinde. Red.: Welche Chancen bietet die Pflichtschule, wo liegen für Sie die Probleme? V.R.: Ich sehe verschiedene Vorteile: sie liegen z. B. in der Zusammenarbeit der Lehrer beider Stufen, die durch das gemeinsame Dach erleichtert wird, in den Absprachen, gemeinsamen Zielen. Das kommt vor allem den Schülern zugute, für die sich der Übertritt reibungsloser gestaltet. Lehrerinnen und Lehrer beider Schulstufen lernen sich besser kennen, können ihre pädagogische Arbeit aufeinander abstimmen, eventuelle Vorurteile abbauen. Beide Stufen der

Pflichtstufe verbinden eine ähnliche Sicht des Kindes, gleiche Auffassungen von den Aufgaben der Schule. Das, was man sonst oft unter Mühen und gegenseitigen Vorbehalten aufbauen muß, ist in einer Pflichtschule schon angelegt. Schwierigkeiten gibt es sicherlich, weil Zusammenarbeit nicht durch einen Zusammenschluß verordnet werden kann, sondern gelernt und immer wieder geübt werden muß. Leider ist die Pflichtschule St. Martin vorläufig die einzige, wir betreten Neuland und können mit niemandem Erfahrungen austauschen. Das sehe ich aber auch wieder als Herausforderung für uns an. Red.: An die Schule werden in der heutigen Zeit große Anforderungen gestellt. Worin sehen Sie deren Hauptaufgaben? V.R.: Wichtig ist für mich die Autonomie, die wir "bis zum Schüler" weitergeben müssen. Das bringt Veränderungen in den Lernformen, in den Erziehungsaufgaben, im Umgang mit den Schülern mit sich. Gleichzeitig bedeutet es für uns alle wieder einen wichtigen Lernprozeß, mehr Verantwortung und eine andere Sicht der Schule. Schule steht im Blickpunkt der Gesellschaft. Red.: Wie sehen Sie die Zukunft der Bergschulen? V.R.: Die Zukunft der Bergschulen hängt von der Anzahl der Kinder ab und darauf hat die Schule keinen Einfluß! Für die Kinder selbst ist es nicht angenehm oder sinnvoll, mit nur wenigen Mitschülern lernen und spielen zu können. Die meisten Kinder sind gerne mit anderen Kindern zusammen, das kann ich bereits bei den Kleinen feststellen. - Übrigens kenne ich keine Bergkindergärten! Positiv ist sicherlich, daß Kinder verschiedenen Alters einander helfen, miteinander und voneinander lernen. In Bergschulen geht es familiärer zu als in großen, sie sind beweglicher, flexibler, weil es weniger Organisation braucht, um pädagogische Vorhaben umzusetzen oder etwas Neues zu versuchen. Red.: Wie sind Ihre persönlichen Eindrücke zum Vertragsabkommen "Schule zum Land"? V.R.: "Schule zum Land" erachte ich viel wichtiger als "Straßen zum Land"! Nicht zuletzt für uns als Minderheit stellt es eine große Errungenschaft dar, daß wir nun die Schule selbst gestalten können, wo wir vorher geringe Spielräume besaßen. Wer mehr Möglichkeiten besitzt, trägt auch mehr Verantwortung und kann die Schuld nicht auf andere abschieben. Jeder von uns nimmt die Geschicke seiner Schule in die Hand sie wird nicht automatisch besser, aber wir haben größere Möglichkeiten. Gute

Schule hängt maßgeblich von guten Lehrpersonen ab. Deshalb begrüße ich auch, daß wir mehr Gehalt bekommen. Wir haben eine verantwortungsvolle Aufgabe einerseits - andererseits wird das Ansehen eines Menschen - nicht nur, aber auch, durch die Bezahlung "definiert" . Red.: Welche Erwartungen stellen Sie an Lehrer, Eltern und Schüler? V.R.: Ich hoffe, daß die Lehrpersonen weiterhin mit viel Freude und Einsatz arbeiten. 'Sie sollen Kinder mögen und sich auf sie einlassen. Ich erwarte auch von jedem Lehrer, daß er gerne lernt, mit den Schülern und von ihnen lernt und sich auf Neues einläßt. Wir müssen noch vermehrt nicht nur "meine Klasse", "meine Schüler und Schülerinnen" sagen, sondern dazu auch "unsere Schule", für die wir gemeinsam Verantwortung tragen. So können wir den Schülern auch besser helfen, zu selbständigen, verantwortungsbewußten Menschen heranzuwachsen.Von den Schülerinnen und Schülern erwarte ich mir, daß sie lernen wollen und zunehmend ihr Lernen in die eigene Hand nehmen. Die Eltern sollten unsere Erziehungsarbeit unterstützen und hinter dem Lehrauftrag der Schule stehen, z: B. indem sie eine Atmosphäre schaffen, die die Kinder ermutigt, unterstützt, in der das Lernen als wichtig angesehen wird. Sie sollen aber auch auf Fehler und Einseitigkeiten aufmerksam machen, damit wir die vielen Bereiche der Wirklichkeit nicht aus den Augen verlieren, weil wir uns zu sehr auf die Schule konzentrieren. Das geht nur, wenn wir noch mehr zusammenarbeiten und ofK.G. fen miteinander reden.

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Die Jaufenburg in neue m Glanz Über 60 Jahre hat die Jaufenburg den Angriffen der Natur und des Wetters standgehalten, doch in den letzten Jahrzehnten waren die letzten Reste, der Wehrturm und mehrere Außenmauern

ken und -treppen wurden völlig neu errichtet, da der Altbestand nicht mehr vorhanden war, die ursprünglichen Auflager der Balken wurden wiederverwendet, die Maße nach den Abdrücken im

neuerrichteten Holzböden im Turm zu einer Marende. Trotz der Kälte konnte erst die einbrechende Dunkelheit die letzten Gäste vertreiben. Gespannt aber kann man auf den Augenblick sein, wenn der Turm - dank des Entgegenkommens des Eigentümers, des Schloßbauern Luis Haller wieder öffentlich zugänglich sein wird. Konrad Pfitscher

Neuerrichtung des Pichlkreuzes in Stuls

immer mehr gefährdet. In den 50iger Jahren hatten traditionsbewußte Bürger aus St. Leonhard mit ihren eigenen Geldern das Turmdach saniert, um die Mauern wenigstens vor dem Regen zu schützen. Ohne ihre Rettungsaktion wäre der Turm vielleicht längst eingestürzt. In den letzten Jahren drohte neue Gefahr. Die Fundamente an der Westseite gaben nach, den Ecksteinen fehlte der Halt von unten, und erste Risse traten auf. Es war höchst an der Zeit, Sicherungsarbeiten durchzuführen, wenn der Turm noch gerettet werden sollte. Auf mehrere Interventionen der Gemeindeverwaltung und des Vereins für Kultur und Heimatpflege hin erklärten sich Landesrat Bruno Hosp und das Landesdenkmalamt bereit, die Sanierung durchzuführen. Bei der statischen Sanierung der Jaufenburg wurde versucht, durch Verwendung historischer Materialien und moderner Bautechnik, den Altbestand zu erhalten und die bestehenden Strukturen zu festigen, um ihre ursprüngliche Tragfähigkeit wiederherzustellen. Zuerst hat man das stark geschwächte Mauerwerk durch Kalkmörtelinjektionen und durch stellenweisen Abbruch und Wiederaufbau von besonders gefährdeten Teilen gefestigt, gleichzeitig das gesamte Bauwerk mittels Zuganker aus Stahl gesichert. Die Fundamente wurden mit Naturstein und Kalkmörtel untermauert sowie durch Festigung des Bodens verstärkt. Allein die Holzdek-

Mauerwerk rekonstruiert. Diese Arbeiten führte die Gemeinde durch, um die Fresken im 4. Stock überhaupt erreichen zu können. Nach dem Einbau der Zwischenböden und Treppen werden im kommenden Jahr 1999 die wertvollen Fresken im 4. Stockwerk restauriert. Außerdem werden die noch vorhandenen Außen mauern soweit gesichert, daß sie vor dem Einsturz bewahrt werden. Sie geben einen Aufschluß über die ehemalige beeindruckende Größe dieser Burganlage. Im Zuge der bisherigen Sanierungsarbeiten ist am Südeingang die alte Zugangstreppe zum Vorschein gekommen, die bisher von den Resten eingestürzter Mauern verdeckt war. Es ist ferner geplant, dort archeologische Grabungen durchzuführen, um den Spuren unserer Vorfahren nachzuforschen. Vielleicht kommt der ursprüngliche Turmeingang zum Vorschein. Am Sonntag, 8. November, wurde der Abschluß der Turmsicherung gefeiert. Dazu hatte die Gemeinde geladen und neben Landesrat Bruno Hosp waren eine überraschend große Zahl interessierter Bürger gekommen. Nach den stimmungsvollen Klängen einer Bläsergruppe beschrieb Landesrat Hosp das Sanierungskonzept, und in Vertretung der Gemeinde dankten Kulturassessor Albin Pixner und Bürgermeister Konrad Pfitscher allen Helfern, vor allem dem Land und den Firmen Tecnobase aus Gardolo und Fritz Haller aus St. Leonhard. Anschließend traf man sich auf den 2 ersten

Die Familie Pflug, Eggerhof, hat unlängst das alte Wegkreuz, uralte Totenraststätte, mustergültig restauriert. Das alte Kreuz war bereits umgefallen und zwei Jahre hat sich niemand darum gekümmert. Um so erfreulicher ist es, wenn sich spontan Gönner finden, um dieses wieder instand zu setzen.

Der Christus wurde vom Bildschnitzer Gögele Norbert in St. Leonhard restauriert und das Kreuz selber neu errichtet. Der Heimatpflegeverein möchte der Familie Pflug für diese Restaurierung öffentlich danken, um so mehr, da dieses Kreuz nicht Eigentum des Eggerhofes war und somit der "Allgemeinheit" gehörte. In den vergangenen Bittagen wurde das restaurierte Wegkreuz in einer Prozession feierlich gesegnet. Raich Johann, Sachbearbeiter für Heimatpflege Passeier

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28. Internationaler Raiffeisen-Jugendwettbewerb

Teilen wie einst der HI. Martin

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Einige lobenswerte Initiativen haben sich die Grund- und Mittelschüler der Pflichtschule St. Martin einfallen lassen, um den Namenspatron ihres Dorfes gebührend zu feiern. Ein Fest ganz nach dem Vorbild des HI. Martin sollte es werden, und so stand der Projekttag am 11. November auch unter dem Motto "Teilen macht Freude". Begonnen wurde der Tag mit einer gemeinsamen Meßfeier. Ab 10 Uhr verlagerte sich das Geschehen auf den Martiner Dorfplatz. Einige Schüler verkauften dort selbstgefertigte Basteleien für das Projekt .Luqolole". Die Kinder der 3. Klasse hingegen verteilten selbstgebackenes Brot. Auch Malen, Basteln und ein Quiz für alle wurden von einer Schülergruppe angeboten. Anschließend waren die Schüler der 1. und 2. Klasse Grundschule in der Mittelschule zu Gast, wo ihnen eine Martins-Geschichte vorgespielt wurde. Auch die Kindergartenkinder standen nicht abseits und wurden von der Klasse 3 A der Mittelschule mit einem tollen Theater, Gedichten und Mitmachliedern überrascht. Von 14 bis 17 Uhr wurde eine Kleidersammlung für Rußland durchgeführt. Auch an die Senioren des Dorfes wurde gedacht und so trug eine gemischte Singgruppe den sichtlich gerührten Altersheiminsassen mit Ziehharmonika, Zither und Gitarre Heimatlieder und ein Theater vor. Abschluß und Höhepunkt des Tages war der Laternenumzug mit einer kurzen Szenendarstellung und einem Martinslied. Den Lehrpersonen und insbesondere den Schülern gebührt Dank für ihren uneigennützigen Einsatz für das Allgemeinwohl, ganz im Sinne des Namenspatrons unseres Dorfes, des HI. Martin. K.G.

Der diesjährige Raiffeisen-Jugendwettbewerb stand unter dem Motto "Abenteuer Kommunikation - male, auf welche Art und Weise wir Menschen uns verständigen".

kompetenten Jury unter der Leitung von Dir. Heinrich Hofer bewertet. Die Sieger wurden im Rahmen einer kleinen Feier am 28.08.1998 von der Raiffeisenkasse Passeier prämiert. Den stolzen

Bild von der Prämierung

Können sich Kinder und Jugendliche im Multimedia-Zeitalter noch für einen Malwettbewerb begeistern? Die rege Teilnahme am internationalen Jugendwettbewerb der Raiffeisenkassen, der kürzlich zu Ende ging, gibt eine eindeutige Antwort. Er war ein voller Erfolg und die 87 eingereichten Arbeiten der Mittelschule St.Leonhard hatten einen hohen künstlerischen Anspruch. Was war das Ziel des Wettbewerbes? Nun, er sollte zum Nachdenken und zum bewußten Umgang mit allen Medien anregen; er sollte den Jugendlichen ermöglichen, sich mit der Entwicklung der Kommunikation zu beschäftigen und zu erleben, welch variantenreiches Wechselspiel Kommunikation sein kann. Auch heuer wurden die Bilder von einer

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Preisträgern wurde Preis überreicht. Die diesjährigen

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Passeirer Blatt / Dezember 1998

NOTFALLSEELSORGE Notfallsituation: Rettungshelfer werden zu einem "akuten" Schlaganfallpatienten gerufen und beginnen sofort mit den notwendigen Rettungsmaßnahmen. Die Angehörigen sind aufgeregt, ja geschockt. Der Zustand des Patienten ist sehr ernst oder auch schon aussichtslos. Der Einsatzleiter fragt die Angehörigen, ob es ihnen recht sei, einen Seelsorger anzufordern. Er informiert über Funk die Stelle und diese ruft den zuständigen Seelsorger oder, wenn der nicht gerade erreichbar ist, den Nachbar - Pfarrer, der nach einiger Zeit eintrifft und so die Rettungshelfer entlasten kann und den Hinterbliebenen geistigen Beistand leistet. Er spendet dem Patienten die Krankensakramente und spricht mit den Angehörigen ermutigende Worte und Gebete, oder spendet einfach durch sein Dasein Trost und Beistand für den ersten Schock. Oder: Es ist ein schwerer Unfall passiert und den Angehörigen soll die traurige Mitteilung überbracht werden. Die Rettungshelfer und Ordnungshüter tun sich dabei oft sehr schwer, und es ist

In Passeier

meist besser, wenn der zuständige Seelsorger diese Aufgabe übernimmt, zu der betreffenden Familie geht und sie behutsam mit der Nachricht vertraut macht. Kennt er doch diese Familie meistens schon besser, und er doch einigen Vertrauensvorschuß. Angeregt durch die Erfahrungen anderswo, wie zum Beispiel mit dem Pilotprojekt in Brixen, haben sich die Seelsorger des Dekanates von Passeier mit den Leitern unseres Rettungsdienstes zusammengetan und eine .Nottallseelsorge" auch bei uns ins Leben gerufen. Schon seit 6 Monaten läuft sie bei uns versuchsweise, und sie hat auch schon einige Male bewähren können. Der Dienst ist bisher dankbar angenommen worden. Für die Priester des Dekanates ergibt sich so der große Vorteil, sofort von Notfällen, Todesfällen oder Unfällen und Katastrophen in Kenntnis gesetzt zu werden, und den Menschen unmittelbar geistliche Betreuung geben zu können. Der Dienst soll sich so "einpendeln" und kann eventuell auch noch zu einer wei-

Konzert für Lugolole Ein Benefizkonzert der besonderen Art bekamen die Besucher am 7. November im Vereinshaus von St. Leonhard geboten. Die Mädchengruppe .The Other", Kurt Ostbahn, begleitet von der Gruppe "Tadellos" und .Herbert Pixner mit seinen Freunden", boten einen in dieser Kombination selten gehörten, abwechslungsreichen Konzertabend, der von rockigen Klängen über Spirituals bis hin zu echter Volksmusik reichte. Alle Künstler spielten an diesem Abend zum Nulltarif. Organisiert worden war das Ganze vom .forum Passeier" und der "Mission Solidar-Bewegung" aus St. Martin, mit dem Ziel, ein Hilfsprojekt in Uganda zu unterstützen. Bereits seit einigen Jahren wurde von der "Mission Solidar-Bewegung" über die Mittelspersonen Sr. Jvanna Ennemoser und Missionar Luis Helfer ein Schulbau in Lugoioie, einem kleinen Dorf im ostafrikanischen Uganda, finanziell mitgetragen. Die Hälfte des 92 Millionen teuren Projektes steuerte das Land Südtirol bei. Der Restbetrag wurde über Spendenbeiträge abgedeckt und mit Hilfe des Benefizkonzertes sollen nun weitere Projekte ermöglicht werden. 700 Besucher im vollbesetzten Vereinssaal sorgten dafür, daß der Abend ein finanzieller und künstlerischer Erfolg wurde. Die Mädchengruppe .The Other" trug Gospels und Spirituals auf hohem Niveau vor. Anschließend betrat Kurt Ostbahn,

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teren Betreuung von Opfern und Angehörigen ausgebaut werden. Es wäre sicher schön, wenn sich noch weitere Personen, z.B. Religionslehrer oder Krankenpfleger bereit erklären würden, nach einer speziellen Ausbildung, in diese Form der Notfallhilfe, nämlich der geistigen und psychologischen Betreuung, einzusteigen. Der Dienst des Rettungsvereines Weißes Kreuz wird so auf jeden Fall noch besser, sowohl für Unfallopfer und Patienten, als auch für die Angehörigen derselben. Darum möchten wir auch auf diesem Wege die Notfallseelsorge in Passeier bekanntmachen, damit sie allen ein Begriff ist, jenen, die sie vielleicht einmal brauchen, und auch jenen, die eventuell zur Mitarbeit bereit wären, oder mit guten Ideen dazu beitragen könnten. Zusammenarbeit hat viel Gutes an sich - wenn die "WEISSEN" und die "SCHWARZEN" zusammenschauen - und sich in der Arbeit zum Wohle der Menschen ergänzen und unterstützen. Pfarrer Johann Lanbacher

voller Erfolg

alias Willi Resetarits, mit der Passeirer Gruppe "Tadellos" die Bühne. Der Rockstar, der sich für soziale Projekte engagiert, trug bei seinem 2. Passeirer Auftritt selten gespielte Eigenkompositionen vor. Für den heiteren, volkstümlichen Teil des Abends sorgte .Herbert Pixner mit seinen Freunden", wobei vor

kum war begeistert und so ist es nicht weiter verwunderlich, daß ein beträchtlicher Spenden betrag zusammenkam. Insgesamt 13,25 Millionen Lire waren es , die vom Land Südtirol auf 26,5 Millionen verdoppelt werden. Damit können Schulmobiliar, Sanitäranlagen und Lehrerwohnungen finanziert werden.

allem der bayrische "Gstanzelsänger" Wolfi Mayr das Publikum zu Lachsalven hinriß. Zum Abschluß des Konzertabends wurde von allen Interpreten gemeinsam das Passeirer Lied angestimmt und ein Potpourri aus afrikanischen Melodien "serviert". Das Publi-

Die Organisatoren danken den Gemeindeverwaltungen von St. Martin und St. Leonhard, der Raika St. Martin, dem Fotostudio Stasehitz und insbesondere der Tischlereigenossenschaft Passeier für deren Unterstützung und die großzügige Spende. K. G.


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Mitteilungen: Danksagung: Herzlichen Dank für das großartige Wahlergebnis Das wunderbare Ergebnis in Passeier hat mich überaus gefreut - gerade das Vertrauen, welches ich in Passeier erhalten habe, ist für mich wichtig und von großer Bedeutung. Ich danke allen herzlichst für das entgegengebrachte Vertrauen und werde mich bemühen, auch in Zukunft für die Anliegen dieses Tales da zu sein. Michl Laimer Volksbank: Gratisbilder für alle Erstklässler Die Volksbank hat heuer am ersten Schultag alle Erstkläßler von einem Fotografen ablichten lassen. Demnächst werden die Eltern mit einem Gutschein der Südtiroler Volksbank das Bild ihres Kindes in der Volksbankfiliale entgegennehmen können.

Videoclip der Gruppe .Psayrer" im ORF Am Heiligabend, Donnerstag den 24.12.98, wird in der ORF-Sendung "Licht ins Dunkel" unter vielen bekannten Musikvideos und Interviews auch der zweite Videoclip der Psayrer "Leise kommt die Nacht" gesendet. Dieser Titel wurde Mitte November bei Minusgraden am Jaufenpaß eingespielt und ist in diesem Jahr schon das zweite Musikvideo der Psayrer, das im ORF gesendet wird.

Pseirer Nachtschwärmer, Zeitrebell und Timmel -Truck unterwegs. Sie haben ihrem unterschiedlichen Musikschaffen nun einen gemeinsamen "Hut" verpaßt und treten in Zukunft, egal mit welcher .Musikrichtunq" sie unterwegs sind, nur noch als .Psayrer" auf. Von der "Ukulele CD" wurden mittlerweile insgesamt über 3.000 Tonträger verkauft, man darf· gespannt sein, wie weit dieser Titel "marschiert", denn ab

UKULELE, das erste Musikvideo der Psayrer wurde im Mai in Jesolo gedreht, und dieser Titel wurde, nach dem 2. Platz in der ORF Videoclip-Hitparade von Wolfram Pirchner, Sieger in diversen Radiohitparaden in Südtirol und im Ausland, letztendlich der Südtiroler Sommerhit 1998. Auf diesem Wege möchten sich die vier Psayrer bei vielen Passeirern für die unerwartet große, telefonische Unterstützung herzlich bedanken. Über 14.000 Anrufe wurden am Sendeabend registriert und verhalfen Ukulele zum Erfolg. Psayrer sind: Gurschier Klaus und Jonny, Santoni Peter und Ennemoser Josef, die .Chameleions" der Südtiroler Musikszene. Seit 15 Jahren sind sie als

März 1999 läuft das UKULELE Video in allen dritten Fernsehprogrammen Deutschlands, und für Juni 1999 ist der Auftritt im ZDF-Sonntagskonzert bereits fixiert. Die CD der Psayrer ist mit 12 Schlagertiteln (mit vier verschiedenen Sängern) sehr abwechslungsreich, und für jeden Geschmack ist etwas dabei. Ukulele ist ja nicht nur ein Lied, es gehört auch ein eigens dafür kreierter Tanz dazu. Dieser wird bei den Live- Auftritten der Psayrer von den .Llkuleletänzerinnen" auf der Bühne präsentiert. Psayrer und Ukulele sind im Aufwind, man wird sehen, was die nächste Zukunft den beiden bringt. Klaus GurschIer

Raika St. Martin 500. Mitglied Kürzlich ist der Handwerksbetrieb "Zimmerei Haspinger des Haspinger Stefan und Co. OHG" als 500. Mitglied der Raiffeisenkasse St. Martin beigetreten. Die Raika St. Martin freut sich über dieses Ereignis und wünscht der Familie Haspinger viel Erfolg. Raiffeisen Tankomat in St. Martin An der ESSO-Self-Service Tankstelle ist nunmehr das Tanken mittels Bancomatkarte möglich.

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Passeirer Blatt / Dezember 1998

Vor hundert Jahren Eine Pilgerfahrt ins hl. Land Wer heute eine Pilgerfahrt ins hl. Land macht, bucht über ein Reisebüro einen Flug, packt seinen Koffer und ist bald an den heiligen Stätten in Israel. Anders vor hundert Jahren. Vom 5. - 27. Oktober 1898 fand die Papst- und Kaiser- Jubiläumspilgerfahrt nach dem hl. Land statt, an der sich 500 Männer aus allen Landesteilen Tirols beteiligten. Darunter waren auch sechs Passeirer und zwar Alois Gamper (Knecht) und Georg Oberprantacher (Bauer) aus der Pfarre St. Leonhard, Alois Haller, Alois Pichier, Johann Pichier und Martin Steger, Bauern aus der Pfarre St. Martin. Vom .Cornite" des Pilgerzuges wurde ein ausführlicher und sehr detailierter Pilgerführer herausgegeben. Im Grußwort dazu heißt es u.a.: "Hast du nach reichlicher Überlegung den Beschluß gefaßt, dich unserem Pilgerzuge anzuschließen, so schreite mit Ruhe und Überlegung an die Ordnung deiner geistlichen und weltlichen Angelegenheiten". Der Pilgerführer ist in vier Teile gegliedert. Der erste Teil ist der ausführlichste und hat eine Reihe nützlicher Bemerkungen und Winke über die Vorbereitung und Ausrüstung zur Reise wie über die Fahrt selbst zum Inhalt. So wird in alphabetischer Reihenfolge angegeben, was der Pilger während der Reise benötigt oder was ihm nützlich oder angenehm sein könnte z. B. Eßzeug (Löffel, Gabel, Messer), Nähzeug, Fußsocken- oder Lappen, Messer mit Korkenzieher, Rasierzeug nicht nötig, da man mit Vollbart reist, usw." Die sichere Verwahrung des Geldes war auch damals schon wichtig, daher die Empfehlung: "Laß dir von Weibsleuten ein wasserdichtes, ein ganz flaches fingerlanges und breites Taschl nähen, das du an einem fest angenähten Band unter dem Hemd um den Hals hängst."

Als Gepäcksstück wird der Rucksack empfohlen, denn "unter deinen Voreltern waren immer gescheite Leute, aber dein allergescheitester Urahne war wohl der, der den Rucksack erfunden hat. Der Rucksackträger braucht an den Umsteigestationen keinen Gepäcksträger und kann mit freien Händen gehen, was sehr wichtig ist." Sogar der Speiseplan wurde für beide Klassen getrennt angeführt und scheint recht "kräftig" gewesen zu sein. Die zweite Klasse bekam zum Frühstück eingekochte Suppe, zu Halbmittag und Marende je 7 dkg Käse, zu Mittag 1/2 kg Fleisch mit Gemüse, zum Nachtmahl 1/4 kg Fleisch mit Zuspeise und dazu per Tag 1 kg frisches Weizenbrot und 1 Liter Wein. Die Kosten für die ganze Reise beliefen sich je nach Klasse auf 155 bzw. 125 Gulden. Der zweite Teil des Pilgerführers ist ein beschreibender Teil über die gesamte Reise. Der dritte Teil enthält "jene Anleitungen, Mitteilungen und Anmutungen, welche den Pilgern den Ausdruck ihrer frommen Gefühle an hl. Stätten erleichtern und es ermöglichen sollen, daß die Teilnehmer unserer Pilgerfahrt für ihr Seelenheil möglichst reiche Gnadenschätze gewinnen." Der vierte Teil ist ein Gebetsanhang mit passenden Andachten, Gebeten und Liedern. Am 4. Oktober erfolgte im Dom zu Brixen die feierliche Weihe der Pilgerfahneo Und am 5. Oktober um 14,30 Uhr war die Abfahrt vom Bahnhof Franzensfeste. Es ging über das Pustertal nach Marburg, durch die Moorgründe von Laibach und den rauhen, steinigen ~~M~Th~,~imH~~~n~ der schönsten Schiffe der österreichischen Lloyd-Gesellschaft der Pilger harrte. Ein großes Erlebnis war für die Tiroler die mehr als fünftägige Schifffahrt durch die Adria, vorbei an den

jonischen Inseln, an Korfu, an Candia (Kreta), durchs Mittelmeer und die Landung in Jaffa. "Dort wird mit einem brausenden "Te Deum" Gott dem Herrn gedankt, daß er uns glücklich hierhergeführt. " Von Jaffa ging die Reise mit dem Zug durch die Saronebene und das TalSarar in ca. vier Stunden bis vor die Tore Jerusalems. "Mit Sehnsucht und Rührung blicken die Pilger der hl. Stadt Jerusalem, Königin der Städte, entgegen." In Jerusalem wurde zu Fuß in feierlichem Zug laut betend eingezogen. Die acht Tage im hl. Land waren mit einem reichen Programm ausgefüllt, das in fünf Gruppen zu je 100 Mann abgewickelt wurde: Besuch der hl. Stätten, Prozessionen, Messen und Andachten. Neben den Kirchen und hl. Stätten in Jerusalem wurden auch Bethlehem, St. Johann im Gebirge u.a. besucht. In Jerusalem wurden die Pilger auch mit den geschichtlichen Beschreibungen aus der Apostelgeschichte, Eroberungen und Zerstörungen durch die Mohammedaner, Baugeschichten usw., vertraut gemacht. Nach einem "Te Deum" im Grabesdom nahm man Abschied von Jerusalem, um die lange Heimreise anzutreten. "Mit frohem Herzen, getröstet und gestärkt, verläßt der Christ das hl. Grab und preist gehobenen Herzens sein Glück, mit leiblichem Auge die Stätte gesehen zu haben, von der alles Heil und Hoffnung ausging." Am 28. Oktober um 7,48 Uhr früh Ankunft in Franzensfeste: Auflösung des Pilgerzuges. Das von Probst J. Mitterer gedichtete und komponierte Tiroler Jerusalem- Pilgerlied beginnt wie folgt: Wir zieh'n dahin ins heil'ge Land, wo unsres Heiles Wiege stand, wo Gottes eingeborner Sohn herniederstieg vom Himmelsthron. Herr, erbarme dich unser! K.L.

Erinnerung an den Gasteiger Vater, Josef Brunner Vor 7 Jahren hat man in Rabenstein einen Jäger zu Grabe getragen. Es war der Gasteiger Vater, Josef Brunner. Aber was er aus seinem Leben erzählte, ist auch nach sieben Jahren noch lesenswert: .Mene hotse koasn, maine Frau, obr long hotmrse dr Heargott nit gilot. 1941

hobmr kairitit und 76 ische gstorbn. Viel Guats hotse nit kop, a poor Friagiburtn hotse drlep, zwoa Kindr sain kluandr gstorbn, gibliebn isch ins lai mear die Rosine, dr Franz, die Moide und d Anne. D'Anne hot in Haisir kairitit afn Zoogl oubn in Pille und die seil isch joa nor vi 6 Kindr aweck gstorbn.

I bin ban zwaitn Weltkriag zwoa Joor af dr Flucht giwesn, zem hot die Mene schun giwißt zwuise in Gostaigr kairitit hot. Die Noat isch afaniadn SchweIIr oubn kuckt, vi dr Orbit nicht zi röidn, drzua nou die Ängste um miar. Joa wos uan asou bliant adr Welt, seil konnmin nit grod an Puschnstock hoasn.


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Jung giwesn binne woll aa amol und gonz a letzr Schualr, obr iatz konne aa

fing gimocht, seil isch nicht Bsundrs giwesn. A poor Lire zooln und nor hobn-

asviel as dondrn. Und mit 15 Joor honne in eartn Hosn gschossn und a Reach. Galing honne nor woll die Jogdpri-

se an Stempl af an Popiar auchnkaut und schiaßn honne giterft. An etline Joor binne aa Aufsichtsjagr giwesn, vi

zem wißit i holt Gschichtn, zem wursehe lousn, wenne die sem drzöiln tat, obr die sem Gschichtn miaßmr lai lossn. A Fraide kopp honne olm mit aniadn Dröick, und a guatr Tonzr bin i giwesn, giwiß vi die Bestn uandr. Obr olm huaml honne des gimiaßt tian, wail, wos muansehe, dr Votr und die Muatr hattn des gilietn? Und dr Pforrer war dr earte giwesn, der dringebn hat. Amol hobn afn Schneaberg oubn 9 Waibrlait af miar gipaßt, lai mit miar tonzn hobnse giwellt. Moastns honne borfuaßit gitonzt, die Schuache honne gimiaßt sporn, obr dr gsintigste Mentsch binne giwesn wait und broat. Zessn nit in giniagigstn kopp, Dertepfl olm zomp dr Schelfe gfressn, nia kuan Preckl Broat in Wintr, gipochn hobmr lai in Summr. Joa asou ischis giwesn. Inzwischn sain haufn Wintr vrgongin, obr wos as miar giwortn isch, as an sellin Baur, an sellin schorfzielitn Jagr und an sellin guatn Tonzr-umin Fuaß binne kemmin, joa, joa die Welt hepp holt aniadn aus. Anna Lanthaler

Passeier vor 100 lahren

Interessante und kuriose Zeitungsnotizen aus dem Passeiertal vor 100 Jahren. "Aufgelesen" und kommentiert von Gottfried Zagler, MZ = Meraner Zeitung Neue Passeirerstraße

Die Brücke über den Kalbenbach ist fertig, damit können Fuhrwerke bis vor die unfertige Brücke vor St. Martin verkehren. MZ 22. 6. 1898

Passeirer Schützen reisen nach Wien Eine Abordung von Passeirer Schützen nimmt mit 2.000 weiteren Schützen aus ganz Tirol am großen Schützenzug in Wien anläßlich des 50 jährigen Regierungsjubiläum von Kaiser Franz Josef teil. MZ 26. 6. 1898

Tod einer jungen Rabensteinerin

Die 17 Jahre alte Magdalena IImer aus Rabenstein verlor in Kuens auf tragische Weise ihr Leben. Seit einiger Zeit bei einem bekannten Kuenser Bauern als Kindermädchen beschäftigt, befahl ihr dieser zusammen mit 3 Knechten und 3 Mägden auf einem Ochsenwagen über die Ende Juni reißende Pass er zu fahren, um auf einer Insel Schwemmholz aufzuladen. Der Ochsenwagen wurde vom Wasser mitgerissen, und Magdalena IImer ertrank. Die übrigen Insassen konnten sich nur mit Mühe und Not retten. MZ 3. 7. 1898

3 Kälber

Beim Grober Bauern in Flon brachte

eine Kuh 3 Kälber zur Welt, die alle überlebten. Das Gewicht der Kälber betrug 90 - 95 Kilo. Dies war in ganz Passeier ein noch nie dagewesenes Ereignis und dementsprechend Tagesgespräch im ganzen Tal. MZ 17. 7. 1898

Wetter von Juni bis Jahresende

Bis Mitte Juli war es kühl und überhaupt kein Sommer zu spüren, im September gab es wunderschönes Wetter, der Dezember war sehr mild. Der erste Schnee im Tal fiel am 29. Dezember. MZ Juni bis Dezember

Prozeß um Andreas Hofers Fahne

Am k.k. Bezirksgericht Meran fand ein Prozeß um die Kriegsfahne von Andreas Hofer statt. Angestrengt hatte diesen die Passeirer Schützenkompanien, die nicht damit einverstanden waren, daß die Fahne Eigentum des Tiroler Adelsmatrikels sei. Diese Fahne wurde übrigens beim Sandwirt aufbewahrt. MZ 16.9. 1898

Beileidsadresse der Passeirer Gemeinden Die Passeirer Gemeinden schickten an läßlich der Ermordung von Kaiserin Elisabeth in Genf durch einen italienischen Anarchisten, zusammen mit den andrren Gemeinden des politischen

Bezirkes Meran eine Beileidsadresse an Kaiser Franz Josef. MZ 30. 9. 1898

Markttag in St. Leonhard - Schutz der Singvögel

Der St. Leonhardsmarkt war nur flau besucht. Bei der Viehausstellung im Theisanger wurde Vieh aus ganz Passeier aufgetrieben und von einer Jury prämiert.

Die Gemeindeverwaltungen verlangten von den Behörden einen besseren Schutz vor der anscheinend auch in Passeier verbreiteten Singvögelfangjagd mittels Laimruten. MZ 8. 11. 1898

Preis für Passeirer Künstler

Der Zeichner Alois Pfitscher aus Schweinsteg erhielt von der Künstergesellschaft in Wien eine Auszeichnung. Darstellungsmotiv war der Kopf des Passeirer Nationalhelden Andreas Hofer. MZ 16. 11. 1898

Wettlauf eines rüstigen Passeirers Ein 60ig jähriger Passeirer Bauer lief auf der Strecke Meran - St. Martin mit dem Stellwagen um die Wette und es gelang ihm eine halbe Stunde früher als dieser in St. Martin anzukommen. MZ 27. 12. 1898


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Firma MAlER ANTON Einweihung des neuen Betriebsgelände Bei der Einweihungsfeier des neuen Betriebsgeländes am 17. Oktober 1998 in der Handwerkerzone von St. Martin konnte der Inhaber Anton Maier 500 geladene Gäste begrüßen. Erschienen waren auch einige bekannte Persönlichkeiten wie Landeshauptmann Luis Durnwalder, die Landesräte Michl Laimer und Romano Viola, unser Pfarrer Pater Theo Neuking, der Präsident des LVH Herbert Fritz und weitere Ehrengäste aus nah und fern. In seiner Begrüßungsrede erwähnte der Firmeninhaber Hr. Maier Anton, daß es sich zwar um keine Jubiläumsfeier handle, es ihm aber trotzdem gestattet sei, einen Rückblick auf die vergangenen Jahre zu geben. 1951 in Bozen geboren, sei er von seinen, ihm unbekannten, leiblichen Eltern zur Adoption freigegeben worden. Zum Passeirer sei er durch seine neuen Zieheltern aus St. Leonhard geworden, die ihn wie

ein eigenes Kind aufgenommen hätten, wofür er diesen, besonders seiner 92 jährigen Mutter, unendlich dankbar sei. Die Volks- uns Mittelschule habe er in St. Leonhard besucht und bereits als 14jähriger in den Sommermonaten seine ersten beruflichen Erfahrungen gemacht. Nach der Mittelschule sei er für 2 Jahre nach Lana gegangen und habe dort eine Klempnerlehre (Hydrauliker) begonnen. Seit seinem 16. Lebensjahr habe er jedoch seinen Traumberuf Baggerfahrer nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Er war bei der Fa. Gufler Franz Baumaterial in St. Leonhard, bei der Fa. Melchiori Lana und anschließend im Sarntal bei der Fa. Oberkalmsteiner beschäftigt gewesen und habe in dieser Zeit viel Erfahrung gesammelt. Nach dem Militärdienst habe er als Baggerfahrer bei der Fa. Weiss Ernst in Rab-

land und anschließend bei der Fa. Gebrüder Gasser in Eppan gearbeitet. 1975 habe er sich dann selbständig gemacht und seinen ersten Bagger, der Marke SIMIT 90, um 32 Millionen Lire bei der Fa. VEMA gekauft. 1977 wurde der erste Mitarbeiter eingestellt, welchem dann im Laufe der Zeit viele andere folgten. Heute sind nicht weniger als 50 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt. Mit viel Einsatz und Motivation habe er und seine Frau sich den verschiedenen An- und Herausforderungen der Zeit gestellt und das Unternehmen MAlER ANTON ständig ausgebaut. Im Lauf der Zeit wurden dann noch 2 weitere Unternehmen neu gegründet und zwar 1988 die Fa. PASSEIRER BAU GmbH und 1996 das Schotterwerk GOLDEGG in der Sill bei Bozen übernommen. "Einen großen Anteil an diesem Erfolg haben sicherlich auch jene fleißigen und

Sport & Mode "Sportland" -thr ' Sportfachgeschaft im Pseeeiertel,

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Große Auewahl an Sport- und Freizeitl1]o@e, ~ für die ganze Familie. Ski- und "'. v:" Snowboardbekleidung beksnnter Markep: .Nike, O'Niel, Fifa, Quiboe, ...... ko!!,pJette . · ~S~it52urenauSf'üetung, Sno~baarde von f;~ i

. und Wil4dJjI_,c.~r~etto~t{~~Lir Vepü!le, ...... -'-:.:-


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Der wachsende Fuhrpark (16 Lkws, 20 Bagger und 35 sonstige Spezial- und Firmenfahrzeuge) und die damit verbundene Verkehrs- und Lärmbelästigung für

teilweise langjährigen Mitarbeiter, die sich IOO%ig mit dem Unternehmen identifizieren und jederzeit ihre Einsatzfreudigkeit unter Beweis stellen. Dafür

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& Co. OHG " SNC

(v.l.n.r.) Maier Anton, BM. Pfitscher Konrad, Maier Oora, LH. Ournwalder Michl, LR. Viola Romano, BM. Pirpamer Hermann, BM. Raich Franz

möchte ich ihnen ein besonderes Dankeschön aussprechen und sie gleichzeitig auffordern, so weiterzumachen wie bisher", betonte Hr. Maier in seiner Ansprache. Als erstes eigenes Betriebsgelände wurde im Jahre 1986 das alte "Bräuhaus" mit dem angrenzenden Grundstück angekauft und die notwendigen Büroräume, eine Wohnung, sowie ein Lagerplatz für Material und Fuhrpark eingerichtet. Dieses Areal diente von 1986 - 1996 als neuer Firmensitz.

die Anrainer und nicht zuletzt der zunehmende Platzmangel machten es absolut notwendig, sich um einen geeigneten Standort für ein neues entsprechendes Betriebsgelände umzusehen. Nach Rücksprache mit den Verantwortlichen der Gemeindeverwaltungen von St. Leonhard und St. Martin. konnte 1994 ein Grund in der Handwerkerzone gefunden werden. Anschließend wurde sofort mit der Planung dieses Projekts begonnen, weiches noch 1994 der Baukommission

Langlaufloipen Die Tourismusvereine des Passeiertales sind seit vielen Jahren bemüht, Gäste ins Tal zu bringen. Damit diese auch zufriedengestellt werden können, ist es notwendig, daß das "Angebot" für diese Gäste stimmt. Seit einigen Jahren gibt es die Möglichkeit, bei uns den Langlaufsport auszuüben, und viele Gäste lassen sich die Gelegenheit nicht entgehen, zusätzlich zu den Alpin- auch die Langlaufski mitzubringen. Auch viele Einheimische, besonders die Läufer des SC Passeier, freuen sich, wenn die Loipen in gutem Zustand sind. So war es fast unumgänglich, daß zusätzlich zu den Loipen in Pfelders, weiche ja nicht nur von den Langläufen beansprucht werden, sondern auch den Fußgängern und Pferdeschlitten Platz bieten müssen, auch die Loipe in Inner-

Luis, LR. Laimer

.

von St. Martin vorgelegt und von dieser genehmigt wurde. Daraufhin wurde 1995 mit den Aushub- und später mit den Bauarbeiten des neuen Betriebsgeländes begonnen, welche trotz einiger Schwierigkeiten zügig voran geschritten sind und 1996 erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Da man jedoch bereits 1995 davon überzeugt war, daß die vorhandene Betriebsfläche bei weitem nicht ausreichen würde, hat Herr Maier 1996, angrenzend an die von der Gemeinde damals zugewiesene Industriefläche, von einem privaten Grundbesitzer ca. 4000 m2 Grünfläche käuflich erworben, welche dann auch von der Gemeinde St. Martin umgewidmet wurde. Das Unternehmen konnte nun endgültig seinen Betrieb bedarfsgerecht ausbauen. Am Schluß seiner Festrede bedankte sich Firmeninhaber Maier bei allen Firmen und Lieferanten für die gute Zusammenarbeit und für die pünktliche Fertigstellung dieser Gebäude. Sein Dank galt ebenso den Öffentlichen Verwaltungen und sämtlichen Personen, die ihn in seinem Vorhaben unterstützt hatten. Nach den Ansprachen der Ehrengäste, die der Firma Maier zu ihrem Werk gratulierten, folgte die Segnung des Betriebsgeländes und der neuen Kapelle durch Pater Theo Neuking. Anschließend erfreute der Männerchor von St. Leonhard alle mit seinen Liedern. Herr Maier lud zu einer Betriebsbesichtigung ein und eröffnete das reichhaltige Buffet. Mit den Klängen der "Hochwilde Böhmischen" sowie .Franzi u. Hubert" begann der gemütliche Teil der Veranstaltung, welcher bis in die späten Abendstunden andauerte. Firma Maier

In Pfelders und Innerhütt


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hütt wieder ordentlich instandgesetzt wurde. Hierfür wurde ein Pistengerät angekauft, was eine erheblich finanzielle Belastung mit sich brachte; kosten doch solche Loipengeräte schon in gebrauchtem Zustand zwischen 200 und 300 Millionen Lire. Als bei der Vollversammlung des Tourismusvereines Hinterpasseier 1996 beschlossen wurde, diesen Schritt zu wagen, war man sich einig, daß man mit der Unterstützung der Gemeinden die Summe aufbringen könne, da die Tourismusförderung des Landes 70 % der Kosten trug. An den restlichen 30 % beteiligten sich die drei Passeirer Gemeinden Und die Familie Mair vom Gasthof Innerhütt. Im letzten Winter wurden dann verschiedene Geräte in Innerhütt ausprobiert. Man entschloß sich schließlich für ein Gerät der Marke Leitner "LH-

360" von der Firma Herbst in Meran, da diese die besten Konditionen bot. Den drei Passeirer Gemeinden und der Familie Mair sei für ihren Finanzierungbeitrag aufrichtig gedankt. Einen besonderen Dank verdient Herr Mair, der sich auch um die Präparierung der Loipe kümmert, wobei er weder die Arbeitsstunden noch den benötigten Treibstoff in Rechnung stellt. Weiters hat er aus eigenen Mitteln einen wetterfesten Unterstand für das Gerät errichtet. Natürlich kosten auch Wartung und allfällige Reparaturen des Loipengerätes sehr viel Geld. Insgesamt sind es ca. 20 Millionen Lire, die jährlich dafür ausgegeben werden, daß die Loipen in Innerhütt in gutem Zustand sind. Auch die Präparierung der Loipen in Pfelders verschlingt jährlich ca. 25 Millionen Lire. 4 Millionen steuert dabei jährlich der Tourismusver-

ein Hinterpasseier bei, die restlichen 20 Millionen werden bis heute von den Pfelderer Fremdenverkehrsbetrieben , aufgeteilt nach einem bestimmten Zahlungsschlüssel pro Bett, aufgebracht. Um die Präparierungkosten wenigstens zum Teil abzudecken, hat man jetzt beschlossen, Anstecknadeln zum Verkauf anzubieten. All jene, die die Loipen in Anspruch nehmen, sind gebeten, sich an der Aktion zu beteiligen. Es sollte nicht als selbstverständlich angesehen werden, daß die Loipen immer in .Topzustand" sind. Die Präparierung erfordert viel Arbeit und muß regelmäßig gemacht werden. Die Anstecknadeln werden voraussichtlich bei der Skiliftgesellschaft Pfelders, im neuen Skischulbüro Pfelders, beim Gasthof Innerhütt, sowie in den Tourismusbüros und Raiffeisenbanken des Tales zum Verkauf angeboten werden.

Rückschau auf das Fremdenverkehrsjahr 1998 Hinterpasseier Die Tourismussaison 1998 ist im Vergleich zum Vorjahr recht unterschiedlich verlaufen. In einigen Monaten, z.B. im Juli, gab es mehr Nächtigungen, in anderen weniger. Insgesamt wurden von Januar bis Oktober 65.018 Nächtigungen registriert, was im Vergleich zu 1997 (72.793 Nächtigungen) ein Minus von 10,7% bedeutet. Dabei haben weder die gewerblichen (-11.0%) noch die nicht gewerblichen Betriebe (-9,5%) besonderen Anteil daran. Aufschlußreich ist die Statistik der Herkunftsländer. Die Italiener haben im heurigen Jahr wieder etwas aufgeholt und konnten sogar ein Plus von 1 % verbuchen. Spürbar zurückgegangen ist die Zahl der Gäste aus Deutschland (13,2%). Ein auffallender Rückgang mußte bei den Urlaubern aus Luxemburg (-17,7%) und jenen aus den Niederlanden (-46,7%) registriert werden. Mehr als bedenklich ist auch das große Minus von 28,9% bei den Schweizer Gästen. Die Nachbarn aus Österreich legten hingegen um 6,7% zu. Ein Schwerpunkt der Tätigkeit des Tourismusvereins war die Zusammenarbeit mit den beiden anderen Tourismusvereinen des Tales und mit der Werbegemeinschaft "IM HERZEN SÜDTIROLS". Werbeaktionen sind für den Tourismus unerläßlich, doch immer deutlicher kristallisiert sich heraus, daß jeder einzelne Turismustreibende sich persönlich einsetzen muß, wenn er Gäste bekom-

men will. Das heißt, daß er den persönlichen Kontakt in den Vordergrund steilen soll, gute Angebote erstellt und diese dem Gast anbietet. Wir haben im Tal sicher sehr viele "Infrastrukturen" und "Aktivitäten", die man dem Gast anbieten kann (Golfplatz, Schneeberg, naturkundliche Wanderungen usw.). Auch die Wanderwege werden nach Möglichkeit immer auf den besten Stand gebracht, wofür dem Wegewart Roman Pfitscher und den Arbeitern des Naturparkes Texelgurppe an dieser Stelle aufrichtig gedankt sei. An alle Alm- und Hüttenbesitzer geht der Appell, ab und zu den Zustand der Wege in ihrem Einzugsbereich zu kontrollieren und eventuell zu verbessern. Von allergrößter Wichtigkeit ist jedoch die Freundlichkeit im Service. Sie muß sowohl auf den Almen und Hütten, als auch bei den Betrieben im Tal stimmen. Die größten Investitionen im Jahre 1998 galten dem Ankauf des Loipengerätes für Innerhütt und der Installation des TIC (Informationssystem auf Computer). Der Informator konnte aus technischen und finanziellen Gründen leider nicht realisiert werden. Auch die Kalenderaktion verlief wieder erfolgreich. Die Erfassung und der Ausbau der Wanderwege durch Roman Pfitscher wurden abgeschlossen. In Zusammenarbeit mit den Tourismusvereinen St. Leonhard, St. Martin und der Werbegemeinschaft "IM HERZEN DÜDTIROL"

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wurden Seminare veranstaltet und eine Pressefahrt durchgeführt. Im Frühjahr wird der Parkplatz in Ulfas erweitert und mit einem Zaun umgeben. Der Weg zum Stieber Wasserfall wird wieder errichtet und man

freut sich schon auf das 100-Jahr-Jubiläum der Zwickauerhütte oberhalb Pfelders. Die Betriebe werden mittels TIC Datenbank erfaßt und die Informationen können an Interessierte auch außerhalb

Passeier bzw. Südtirol weitergegeben werden. In Zusammenarbeit mit dem Tourismusverein St. Leonhard werden wiederum Tagesseminare für Vermieter angeboten. Dietmar Gufler

dem Nahen Osten und allen Europäischen Ländern waren anwesend. Man konnte heuer wieder beobachten, daß es einigen guten Betrieben gelungen ist, ein besseres Nächtigungsergebnis zu erarbeiten als in den vergangenen Jahren. Der Erfolg ist nicht abhängig von der Größe des Betriebes oder etwa von der Lage, sondern das Angebot und die Gästebetreuung waren ausschlaggebend. Die Bemühungen des Tourismusvereines St. Leonhard gingen dahin, eine ausgewogene und effiziente Zusammenarbeit mit den Nachbarvereinen zu suchen. Sehr wichtige Partner waren die Gemeindeverwaltung und die Raiffeisen kasse. Beide hatten stets ein offenes Ohr, wenn es um die Belange der Tourismuswirtschaft ging. Mit angemessenen Beiträgen und einem sehr guten Einvernehmen konnten alle Hürden genommen werden. Zur Zeit werden die

Initiativen für die Saison 1999 vorbereitet: Realisierung eines ZDF Sonntagskonzertes, Beschilderung von Urwegen in Zusammenarbeit mit dem Ötztal, Druck von neuen Werbemitteln, ein vielfältiges Wanderprogramm und eine EDV-gestützte Zimmervermittlung sind nur einige der Vorhaben, die auch von den drei Gemeinden des Tales und der Raika Passeier unterstützt werden. Ganz besonders schätzt der Vorstand des Tourismusvereines St. Leonhard den Einsatz der Gemeinde für die Sanierung der Jaufenburg und die Errichtung eines zeitgemäßen Talschaftsmuseums beim Sandwirt. Wir sind sicher, daß der Tourismus im Tal mit vereinten Kräften wieder belebt und angekurbelt werden kann. Voraussetzung ist natürlich, daß alle Beteiligten an einem Stricke ziehen und nicht gegeneinander, sondern miteinander arbeiten. R.H.

St. Leonhard Auch in St. Leonhard gabe es keine besonders erfolgreiche Fremdenverkehrssaison. Der Nächtigungsrückgang im Zeitraum Jänner - Oktober betrug 4,1 %. Unterschiedlich war die Bilanz der einzelnen Beherberqunqskategorien. Die Hotels konnten um 18,1 %, die Pensionsbetriebe um 3,3% und die Ferienwohnungen zwischen 2% und 3,3% zulegen. Die Gasthöfe beklagen im Vergleich zu 1997 einen Verlust von über 20% und bei den privaten Zimmervermietern gab es einen noch höheren Rückgang. Die Ankünfte haben sich mit -1,5% nur geringfügig verändert. Als "stärkste Nation" mit 84,92% scheint Deutschland auf, gefolgt von Italien mit 6,54%, Schweiz mit 3,50%, Luxemburg mit 1,56% und Belgien, Österreich und Niederlande mit knapp 1%. Gäste aus 37 Nationen, von Nord- und Südamerika, Afrika, Asien, Australien,

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Passeirer Blatt 1 Dezember 1998

Sektion Snowboard gegründet Ob bei dichtem Nebel und leichtem Schneefall oder bei traumhaftem Sonnenschein: in Pfelders sind Snowboarder nicht mehr zu übersehen. Ganz im Gegenteil! Mittlerweile hat sich aus einem Freizeitclub eine neue Snowbord-Sektion innerhalb des S.G. Passeier mit 60 Mitgliedern gebildet, die schon mehrere Veranstaltungen organisierte.

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Besonders stolz ist der Glub auf das Südtirolcuprennen, das im Februar zum ersten Mal in Pfelders ausgetragen wurde. 110 Snowboardfans, darunter einige Profis, waren am Samstag, 28. Februar, beim Nachttorlauf und am Sonntag, 1. März, beim Paralleltorlauf am Start. Auch der High-Jump-Gontest war Programm des Snowboardwochenendes in

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Die Teilnehmer am letztjährigen

Pfelders und eine Sensation für die Schaulustigen. Letztes Weihnachten wurde ein Snowboard-Schnupperkurs veranstaltet, der großen Erfolg erzielte. Ungefähr 50 Anfänger und Fortgeschrittene nahmen daran teil. Auch heuer wird voraussichtlich ein solcher Kurs angeboten. (Informationen können unter der Telefonnummer 0473/64 67 03 eingeholt werden). Besonders groß geschrieben wird die Jugendförderung. 10 Jugendliche im Alter von 9 bis 16 Jahren wurden den ganzen Winter über trainiert, damit sie für den dreimonatigen Vergleichskampf, der heuer zum zweiten Mal zwischen Magic St. Pankraz, Snow-Devils Burgstall, dem Snowbaordclub Sarntal und dem S.G. Passeier ausgetragen wird, topfit sind. Der Verein hofft, daß die SnowboardBegeisterung im Passeiertal weiter anhält und möchte durch seine Angebote diese faszinierende Sportart für alle noch interessanter machen. Der Ausschuß des S.G. Passeier Sektion Snowboard

Weihnachts-Snowboard-Schnupperkurs

Passeirer Meisterschaft für Freizeitkeglerlinnen Im letzten Winter, wurde zum ersten Mal in Zusammenarbeit der Sportkegler KG St. Martin und KG Burggräfler ein Wettkampf mit 4er Mannschaften für Freizeitkeglerlinnen auf der Kegelbahn in Quellenhof ausgetragen. Daran teilgenommen haben 45 Herrenmannschaften und 7 Damenmannschaften, wobei auch fabelhafte Einzelergebnisse erzielt wurden, welche nachfolgend angeführt sind: Herrenmannschaften

Damenmannschaften PI. Mannschaft

Volle

Abr.

Gesamt

PI.

Mannschaft

Volle

Abr.

Gesamt

1. Goaserverein St. Martin Damen 2. Kegler Damen St. Martin 3. Schule St. Leonhard Damen

357 368 312

111 94 79

468 462 391

1. 2. 3.

Mortiner Eigentor Long Lake St. Leonhard Brückenwirt Spezial St. Leonhard

411 402 395

128 119 119

539 521 514

36 36 34

137 135 125

1. 2. 3.

Tschöll Hans Auer Andreas IImer Walter

113 111 114

43 42 35

156 153 149

Herren Einzelwertung

Damen Einzelwertung 1. 2. 3.

IImer Anna Raich Rosalinde IImer Waltraud

101 99 91

Die Passeirer Kegler laden dieses Jahr wieder alle Freizeitkegler/innen zur 2. Passeirer Meisterschaft mit 4er Mannschaften in die neu eröffnete Kegelsportanlage in St. Leonhard/P' ein. Gekegelt werden kann jeden Tag vom 08.01. bis 30.01.1999 Dienstag bis Freitag von 18.00 bis 22.00 Uhr (außer Mittwoch). Samstags von 15.00 bis 20.00 Uhr. Austragungsmodus: 4er Mannschaften Herren und Damen, jeweils 25 Schub in die Vollen, 10 Schub abräumen. Jeder Spieler darf max. in 2 Mannschaften mitspielen, wobei 2 neue Mitspieler kegeln müssen. Austragungsort und Anmeldung: bis spätestens 3. Jänner '99 in der Kegelbahn St. Leonhard, Tel. 0473/656945. Am 30. Jänner '99 findet dann die Preisverteilung mit Abschlußball im Vereinssaal von St. Martin statt. Die Passeirer Kegler hoffen, daß die Passeirer Meisterschaft auch heuer wieder guten Anklang findet und wünschen allen Teilnehmern "gut Holz".


Passeirer Blatt / Dezember 1998

Seite 26 / Nr. 20

Gemeinsame Messfeier zur Silberhochzeit

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(v.l.n.r.): Anna und Sepp Raich, Monika und Karl Gutlet. Notburga und Josef Gutlet. Martina und Sepp Reinstadler, Anna und Martin Schiefer, Monika und Reinhard Folie. Nicht im Bild Regina und Josef Raffl.

Der 27. Oktober 1973 war bestimmt ein besonderer Tag, da ihn 16 junge Menschen im Passeiertal zu ihrem Hochzeitstag ausgewählt haben. Vier Hochzeiten waren in St. Leonhard, eine Doppelhochzeit in Stuls und zwei Trauungen in Platt. Und nun, 25 Jahre danach, nahmen sie dies zum Anlass, gemeinsam einen Dankgottesdienst in St. Leonhard, zelebriert von Pater Georg und mitgestaltet von Kindern der Jubelpaare, zu feiern. Sieben Paare kamen mit ihren Familienangehörigen. Ein besinnliches Dankgebet wurde ihnen mit auf den weiteren Lebensweg gegeben. Nach einem Erinnerungsfoto feierte jede Familie im privaten Kreis weiter . Karf Gufler

Jahrgangsfeier in St. Leonhard Am 17. Oktober trafen sich 21 Kollegen und Kolleginnen des Jahrganges 1948 aus St. Leohard um ihren "runden" Geburtstag gebührend zu feiern. Nach einer Dankesmesse, ging es mit einem Bus nach Wattens in Nordtirol, um die bekannte Kristallwelt der Firma Swarovski zu besichtigen. Die Stimmung war gut und auf Hin- und Rückfahrt wurde ausgiebig gelacht und gesungen. Ihren Ausklang fand dieser wunderschöne Tag bei gutem Essen, Musik und Tanz wiederum in St. Leonhard. Mit 01 01.1999 verpachtet die GASTHOF THEIS d. Pixner 1& Co. OHG die "Theis Bar'" an Frau Heidi Pixner. Der Barbetrieb wird vom übrigen Gebäude getrennt und als autonomer Betrieb von Frau Pixner geführt. Der Hotelbetrieb wird in eine Gästepension ohne Restaurantbetrieb umgewandelt und von unserer Gesellschaft selbst geführt. Wir glauben, daß diese Entscheidung die meisten unserer Bekannten überrascht hat und wohl nur von wenigen verstanden werden kann. Der wichtigste einer Reihe von Gründen, welche uns zu diesem Schritt bewogen haben, ist der Umstand, daß keiner von uns drei Kindern Freude am Beruf eines Gastwirtes hat. Wegen der schwierigen finanziellen Lage nach dem Tod unseres Vaters hatten wir jedoch keine andere Wahl, als den Betrieb selbst zu führen. Dies ist nun nicht mehr notwendig, weshalb wir jetzt unsere eigenen Wege gehen möchten. Trotz allem knüpfen sich viele schönen Erinnerungen an die Jahre als Gastwirtsfamilie in der "Theis Bar". Wir haben viele Menschen unseres Tales und darüber hinaus kennen - und schötzen gelernt und so manche schöne Stunde mit Ihnen geteilt. Ein großes Vergelt's Gott gilt unseren Verwandten und Freunden, die uns auch in schwierigen Zeiten immer unterstützt haben. Ein herzliches Dankeschön auch all jenen, die einfach gerne unsere Göste waren und sich in der "Theis Bar" wohl gefühlt haben. Eure Edith Fontana, Paula Pixner, Armin Pixner, Thomas Pixner


Seite 27 / Nr. 20

Passeirer Blatt / Dezember 1998

Der Riebl Hermann ein rüstiger Rabensteiner

1.

Wem Gott nicht nur ein langes Leben, sondern dazu auch noch ein heiteres Gemüt und die Gesundheit schenkt, der kann frohen Herzens dem 86-igsten entgegen sehen. Und das hat er auch der Jubilar Hermann Gufler, der am 28. Oktober sein 85. Lebensjahr vollendete und im engsten Familienkreise in der Pension Transberg feierte. 1913 wurde er als drittes von zehn Kindern auf dem Rieblhof im Weiler Hütt in Rabenstein geboren. Damals waren die Winter noch schneereich und, daß ein schneereicher Winter seine Tücken hat, mußte der Hermann als dreijähriges .Biabl" schon erfahren. Da wurde nämlich Hütt verlahnt. Menschen kamen Gott sei Dank keine zu Schaden, den Hermann fand man wohlauf im .Pfeatl" in einer Ecke des Hauses. Als der Hermann in die Schule kam, mußte er hinunter nach Rabenstein. In Hütt bestand damals noch keine Schule. Aber .der lange Schulweg schreckte den dritten Rieblbua gar nicht. Jeder Tag war erlebnisreich und der lange Schulweg oft länger als er in Wirklichkeit war. Der Hermann hatte zwei geschickte Hände, die nicht nur die Mistgabel und die Sense zu handhaben wußten, sondern auch den Hobel und den Hammer. Er bastelte und tischlerte so allerhand. 1940 schloß er mit Balbina Reinstadler den Bund fürs Leben. Der harmonischen Ehe entsprossen sieben Kinder, wovon eins im zarten Alter verstarb. Daß zum Glücklichsein auch nur eine Bettstatt genügt, das könnte der Hermann bezeugen denn mehr hatten sie nicht, als sie sich auf Rain einquartierten. Drei Jahre verbrachte der Hermann dann mit seiner Familie auf Ess, im

Sommer auf der Alm am Schneeberg. 1946 zogen sie dann ins Eschental. Das kleine Gehöft hatte der Hermann von seinem Bruder Luis gekauft. Er baute Haus und sie hatten ein eigenes Daheim. Rabenstein war damals noch ohne Strom. Der Hermann und der Fröhlich Franz brachten es zustande, daß das Rabensteinerdörflein im Jahre 1947 den Strom erhielt. Das erste Licht brannte zum Dank in der Mühllocher Kapelle. 1961 hatte es der Hermann aber soweit gebracht, daß er an der Timmelsjochstraße ein Gasthaus eröffnen konnte. Und als der Timmelspaß für den Verkehr geöffnet wurde, stand der Hermann als flotter Wirt hinter der Theke, wenn er nicht mit seinem Leoncino als Rabensteinerfrächter unterwegs war. Der Jubilar war auch der erste Autobesitzer von Rabenstein. Ein Topolino war's, den er damals lenkte. Der Hermann war auch im Gemeinderat und im Ausschuß der Raiffeisenkasse. Aber was sein Herz beglückte, das war die Musik. Er war Mitbegründer der Musikkapelle von Rabenstein, die 1953 ins Leben gerufen wurde. Der Hermann wurde Kapellmeister. Als er den Dirigentenstab ablegte, blieb er als guter Klarinettist bei der Musikkapelle. An seiner Jacke steckt eine goldene Nadel. Es ist die Nadel, die er für 35 Jahre Imkerei vom Imkerbund erhielt. Mit den Bienen hat er sich in jungen Jahren schon angefreundet. Nun hat er diese Völker seinem Enkel, dem Konrad, übergeben. Er genießt mit seiner Frau den wohlverdienten Lebensabend bei seiner Tochter Martina und dem Schwiegersohn Luis, die das Gasthaus mustergültig weiterführen. Der Jubilar ist ein eifriger Leser. Sein Interesse gilt dem Weltgeschehen, der Politik. Und gerne macht er auch ein Karterle. Der Hermann ist kein Unbekannter, ob den Süd- oder den Nordtirolern, den Ötztalern, die den Timmels passieren, um Einkehr zu halten und mit dem Jubilar a pißI zi huangortn. Er ist ein guter Gesellschafter und weiß zu erzählen. Auch den Volant hat er noch gut in seinen Händen. So möge es bleiben, Gott erhalte ihm die Gesundheit und seinen Frohsinn. Dieser Wunsch kommt von seinem großen Verwandten- und Bekanntenkreis, vor allem von seiner Frau, von seinen 6 Kindern, den 15 Enkeln und den 5 Urenkeln sowie von seinen drei Geschwistern und den Schwägerinnen. Anna Lanthaler

Wir

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Passeirer Blatt / Dezember 1998

Seite 28 / Nr. 20

Missionar Josef Pichler feiert sein 40-jähriges Priesterjubiläum Am 8. November feierte Missionär Josef Pichler in der Pfarrkirche von St. Martin sein 40-jähriges Priesterjubiäum. Voll Freude und Dankbarkeit blickte der Jubilar auf sein 40-jähriges Wirken als Missionar und Seelenhirte. Pepi, wie ihn seine Freunde nennen, wurde am 22. März 1929 als Ältester von 6 Kindern im alten Mühlhaus in St. Martin geboren. Sein Vater war der Holzer Naz vom Holzerhof und seine Mutter Anna Vettori, eine gebürtige Boznerin. Er verlebte eine schwere Kind- und Jugendzeit, da die 30iger Jahre allgemein von sozialer Not geprägt waren und die Option und der Krieg "Verwirrungen" brachten. Als sein Vater 1938 an Typhus starb, wurde er bei Verwandten untergebracht. An der italienischen Schule hatte er nicht viel Interesse. Nach Kriegsende verdiente er seinen Unterhalt bei verschiedenen Bauern, bis er dann eine Tischlerlehre antrat. Der Ruf des Herrn durchkreuzte aber seine Pläne und so entschloß er sich nach reiflicher Überlegung in Brixen zu studieren. Mit Fleiß und Eifer mußte er vieles lernen und nachholen, was die damalige Schulausbildung versä mt hatte. Sein Theologiestudium absolvierte er in Mill Hili in England, wo er am 13. Juli 1958 zum Priester geweiht wurde. Am 27. Juli feierte er unter gro-

ßer Anteilnahme der Bevölkerung seine Primiz in St. Martin. Im darauffolgenden

Primiziant Josef Pichler

1958

Jahr wurde der Neugeweihte nach Borneo geschickt, wo er 21 Jahre segensreich wirkte, den Glauben verkündete und eine Katechetenschule errichtete. Das Tropenklima und die Strapazen der Mission haben an seiner Gesundheit gezehrt und so wollte es die Vorsehung Gottes, daß er einen anderen unauffäl-

ligen Dienst in der Kirche übernehmen sollte; nämlich andere Menschen hinzuführen zu tieferem Glauben und stiller Betrachtung. 11 Jahre lang leitete er ein Gebetshaus in England. Geduldig und verständnisvoll tröstete er suchende Menschen und vertraute alle Seelennot dem Herrgott an. Seit 4 Jahren ist er nun im Missionshaus in Absam, betet und meditiert viel und gibt EinzeIexerzitien. Seine Heimatgemeinde hat ihn ständig mit Gebet und Interesse begleitet. Freudig hat er die Einladung angenommen einen Dankgottesdienst in der Pfarre St. Martin zu feiern. Beim feierlichen Einzug in die Kirche hat ihn seine Großnichte mit einem passenden Gedicht empfangen. Der Pfarrgemeinderatspräsident Alois Pfitscher begrüßte den Jubilar und hieß ihn willkommen. In der Festpredigt, die sein Mitbruder Alois Mitterer hielt, durchleuchtete dieser kurz sein Wirken und Schaffen. Der Chor umrahmte den Festgottesdienst feierlich. Auf dem Dorfplatz spielte die Musikkapelle ein Ständchen. Dem Herrn Dekan Michael Pirpamer sei ein herzliches Vergelt's Gott gesagt für die Ermöglichung und Vorbereitung dieser Jubiläumsfeier. Zum Ausklang hatte der Pfarrgemeinderat den Jubilar und einige Festgäste beim Unterwirt zum Essen geladen. Herzlichen Dank dafür! Wir wünschen dem Jubilar Gesundheit, Gottes Kraft und Gnade, daß er weiterhin imstande ist, sein heilsames Wirken auszuüben. Hilde Pichler

Glückwünsche zur Promotion

Am 21. November fanden an der Universität Innsbruck Promotionen und Sponsionen statt. Das Passeiertal war mit zwei Studenten vertreten: mit Sandro Paviolo aus St. Martin und mit Armin Reinstadler aus Platt/Moos. Sandro absolvierte ein Sportstudium mit Psychologie und Pädagogik. Seine Diplomarbeit schrieb er über: "Strukturanalyse des Sportspiels Beachvolleyball der Herren in Österreich". Armins Diplomar-

beit hingegen behandelt "Die Regelung der indirekten Steuern im europäischen Binnenmarkt - Der private Erwerb im europäischen Mehrwert- und Verbrauchssteuerrecht" . Die Diplomarbeit wurde bei Prof. Waldemar Hummer am Insitut für Völkerrecht und Internationale Beziehungen der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck eingereicht. Wir haben noch in Erinnerung, daß Armin erst vor vier Jahren als Aus-

hängeschild der Passeirer Maturanten mit der Höchstpunktezahl von 60/60 vom Landeshauptmann ausgezeichnet worden war. Daß er sein in Innsbruck absolviertes Jusstudium in so kurzer Zeit bewältigen konnte, hat Freunde und Bekannte dann doch überrascht. Wir gratulieren unseren beiden Jungakademikern Sandro und Armin zum Studienabschluß und wünschen ihnen viel Erfolg im Berufsleben! Heinrich Hofer

Rudi's Heimdecor wird größer

UkUDrs heimdecor

39010 Sl MARTINIPASS.

neben Esso Tankstelle - Tel. 0473 641198

Langsam aber sicher nimmt die Baustelle neben der Esso - Tankstelle in St. Martin Gestalt an. Und im März 199 ist es dann endlich soweit. Rudi's Heimdecor siedelt um. Das neue Geschäft umfaßt ca. 320 qm" Verkaufsfläche. Das heißt, die Auswahl wird noch größer, die Ware kann besser präsentiert werden, und das Einkaufen bei Rudi's Heimdecor wird zum Erlebnis. Rudi's Heimdecor wird dann wie immer das neueste an Bett- und Frottewäsche, Vorhängen, Tischwäsche, usw. führen. Man wird eine großzügige Teppichabteilung sehen.

Achtung: TOTALAUSVERKAUF vom 15.02.99 - 08.03.99 - Skonto

auf alle Artikel bis zu

80%

1


Passeirer Blatt  

Ausgabe 04/1998

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