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Passeirer Blatt

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Spedizione in a.p. – 70%S.I.A.P. – FilialeGR. di Bolzano IV 70%

MITIEILUNGEN UND UND NACHRICHTEN NACHRICHTEN AUS MOOS, ST. SI LEONHARD UND ST. SI MARTIN MITTEILUNGEN

März 2002 1996 September

15. Jahrgang- –Nr. Nr.935 9. Jahrgang

Information: Müll Mit dem 1. Januar 1994 sind die Gemeinden des Passeiertales, Moos, St. Leonhard und St. Martin das Wagnis eines neuen Müllkonzeptes, ausgerichtet nach dem Verursacherprinzip, eingegangen, um dem Ziel der Vermeidung, Verringerung und Trennung näherzukommen. Diese Umstellung hatte eine große Auswirkung auf die Restmüllmenge:

DDD - 40%

Daten zur Restmüllmenge im St. Leonhard St. Martin 1994 300.565 kg 265.160 kg 1995 256.190 kg 262.000 kg

- 0 - 5%

Passeiertal: Moos 110.000 kg 102.000 kg

Restmüll sind jene Abfälle, die derzeit keiner Wiederverwertung zugeführt werden können. Vor allem handelt es sich um verschiedene Arten von Kunststoffen und Verbundstoffen (Tetra-Pack, Nahrungsmittelverpackungen) Hauskehricht, Staubsaugerbeutel, versehrnutzte Kartone und Papier... Restmüll gehört in die von den Gemeinden zur Verfügung gestellten durchsichtigen Restmüllsäcke oder Container Was ist zu beachten und was ist verboten? (Verwaltungsstrafen laut Verordnung der Gemeiden)

In die Säcke sollten keine flüssigen Stoffe und keine Wertstoffe gegeben werden Einhaltung des Sammelzeitplanes (20.000 - 200.000 Lire) Einhaltung der Sammelstellen (20.000 - 200.000 Lire) Abfälle nicht in andere Säcke geben (10.000 - 100.000 Lire) Restmüll nicht über die Kanalisation entsorgen (50.000 - 1.000.000 Lire) Restmüll nicht wild ablagern (50.000 - 2.000.000 Lire) Restmüll nicht verbrennen (50.000 - 2.000.000 Lire) Verbrennung von Restmüll Mit der Einführung des neuen Abfallentsorgungssystems ist die Verbrennung von Restmüll stark angestiegen. Dies bedeutet eine noch viel stärkere Verschmutzung der Luft. Beim Verbrennen von Abfall oder ähnlichen Stoffen entstehen hochgiftige Gase. Die Folgen sind besonders an Kaminen und Rauchabzügen in Form von Reizungen der Atemwege bemerkbar. Da die Entsorgung des Abfalls durch den Kamin strengstens verboten ist,

sieht sich der Kaminkehrer verpflichtet, alle Abfallverbrenner bei der Gemeinde zu melden. In allen Feuerungsanlagen darf ausschließlich Brennstoff verbrannt werden. Als Brennstoff gelten unbehandeltes Holz, getrocknetes Holz, Heizöl und die verschiedenen im Handel erhältlichen Gassorten. Auch Papier und Karton, besonders aber Tetrapaks (Milchpakkungen) und Windeln sind Abfall und dürfen nicht verbrannt werden. Bei der Verbrennung von Restmüll werden verschiedene Abgase frei (Schwefeldioxide, Stickoxide, Kohlendioxid, Kohlenstoffmonoxid, Staub usw.). Die Schadstoffe, die sich in der Luft umwandeln können, wirken nicht nur schädlich auf Pflanzen, Tiere, Boden und Materialien, sondern gefährden auch in starkem Maße die Gesundheit der Menschen. Neben der Reizung der Schleimhäute in Augen und Atemwegen, können sie auch verschiedene Mutationen und gefährliche Reaktionen im Körper auslösen. Gefährdet sind vorallem Kleinkinder und ältere Menschen. Informationen bezüglich Müll erhalten Sie bei den Assessoren für die Müllentsorgung (in St. Martin Rosemarie Pamer, in St. Leonhard Hans Baumann, in Moos Pichler Luis).


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Raiffeisenkasse St. Martin ehrt Direktor Der Vorstand hat in der Weihnachtswoche zum traditionellen Weihnachtsessen eingeladen. Obmann Albert Pichler hielt Rückblick auf die Tätigkeit im Geschäftsjahr 1995. Er hob hervor, daß das gegenseitige Verständnis und die gegenseitige Achtung Grundlage ist für die stete Aufbauarbeit in der Raiffeisenkasse, um die gemeinsam gesteckten Ziele zu erreichen. Die ständigen Veränderungen haben von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viel Einsatz abverlangt, und dafür dankte er ihnen besonders. Im Rahmen der Feier ehrte der Vorstand Herrn Walter Pichler für seinen 25-jäh-

denheit fest, daß die Zusammenarbeit zwischen Gemeindeverwaltung und Raiffeisenkasse ausgezeichnet ist. Er

•

Obmann Albert Pichier mit Obmannstellvertreter

dankte im Namen aller Vereine für die Unterstützung durch die Raiffeisenkasse. Direktor Walter Pichler dankte dem Vorstand und Aufsichtsrat für die konstruktive Zusammenarbeit und allen Mitarbeitern für den Fleiß und Einsatz.

Anton Pichier

Seniorenclub St. Martin verliert Führungskraft

Obmann Albert Pichier mit Direktor Walter Pichier

rigen fachkundigen und verantwortungsvollen Einsatz als Direktor der Raiffeisenkasse St. Martin in Passeier, sowie seiner 3D-jährigen treuen Mitarbeit in der Raiffeisen-Geldorganisation. Der Obmann überreichte Frau Martha Fleischmann eine Holzfigur der hl. Martha als Dank für das Schreiben des Leitbildes der Raiffeisenkasse auf Pergamentpapier. Das Leitbild hängt im Schalterraum und im Sitzungssaal aus. Dank sprach er dem Reinigungsunternehmen Josef Pixner aus, welches zum Jahresende, aus Pensionsgründen, die Arbeiten nicht mehr durchführen wird. Schließlich gratulierte er Herrn Anton Pircher, Obmannstellvertreter, zu seinem 60. Geburtstag und dankte ihm für die rund 20-jährige Mitarbeit im Vorstand der Raiffeisenkasse. Bürgermeister Hermann Pirpamer hob die Verdienste der Raiffeisenkasse für die einheimische Wirtschaft hervor und stellte mit Zufrie-

Am 16. Februar traf unser Dorf die traurige Nachricht vom plötzlichen Tod der Frau Maria Hofer .Eiserer Maria", Gründerin und Vorsitzende des Seniorenclubs St. Martin. Wir wußten von ihren gesundheitlichen Problemen, ihr Ableben kam aber doch ganz unerwartet, zumal Frau Hofer noch zwei Tage vorher, wie jeden Mittwoch, die Seniorenrunde in gewohnter Manier leitete. Kei-

Maria Hofer. 2 Tage vor ihrem Tod

ne Spur von Müdigkeit. Mit aufgekrempelten Ärmeln dirigierte sie Küche und Saal und legte überall selbst Hand an. Es war ihr zu wenig, die jeweiligen Feiern gut zu organisieren, als gute Köchin ließ sie es sich nicht nehmen, für ihre Leute persönlich das Beste auf den Tisch zu bringen. Früh hat die Gemeindeverwaltung von St. Martin die Notwendigkeit einer AI-


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tenbetreuung gesehen und dazu 1975 Maria Hofer in den Dienst genommen. 9 Jahre hat sie als Altenhelferin in St. Martin gearbeitet und dabei bald erkannt, daß es unbedingt notwendig ist, die Senioren zusammenzuführen, sie aus ihrem Alltag herauszuholen. All diese Überlegungen haben die Maria dazu gebracht, gemeinsam mit Gleichgesinnten in St. Martin einen der ersten Seniorenclubs des Landes zu gründen. Die Mitglieder dieses seit 1976 bestehenden Vereins waren mitten in der Vorbereitung zur Zwanzigjahrfeier, bei der sie heuer im April besonders ihrer Maria danken wollten, danken für die lange Zeit, in der sie Zerstreuung, Beratung und Unterstützung gefunden hatten. Man merkte es den Leuten an, daß sie sich jedesmal auf den Mittwoch freuten, um mit Gleichgesinnten über die alltäglichen Dinge des Lebens zu "ratschen". Heute hat fast jeder Senior mit einer kleinen Rente sein Auskommen, auch die ärztliche Betreuung ist gesichert, aber viele andere Dinge, z. B. die Einsamkeit, Schwierigkeiten in der Familie, körperliche Gebrechen sind für unsere älteren Mitmenschen belastend. Die Maria hat den Leuten die Möglichkeit gegeben, in den wöchentlichen Treffen über all diese Dinge mit anderen Senioren zu reden. Man hat sich gegenseitig beraten, getröstet und oft allein durch das Zuhören den anderen geholfen. "Blindwatten" ist im Verein zu einer Leidenschaft geworden, dadurch ist die Vielfältigkeit des Vereinslebens aber nicht verloren gegangen, denn in den Tätigkeitsberichten findet man die unterschiedlichsten Vorträge, Seminare, Ausstellungen, Ausflüge, Feste und Bewegungsangebote, die zum großen Teil der Organisation ihrer Vorsitzenden zu verdanken sind. Die große Beteiligung der Bevölkerung an der Beerdigung der Maria war Bestätigung für 20jährige Tätigkeit und Einsatz im Dienste der älteren Leute. Se pp Raich brachte in seinen Abschiedsworten am offenen Grab, stellvertretend für alle Mitglieder des Seniorenclubs, die große Wertschätzung und Anerkennung zum Ausdruck. Ich bedanke mich im Namen der Gemeindeverwaltung für 20 Jahre Dienst an der Dorfgemeinschaft, der sicher nicht immer leicht gewesen ist. Der Bürgermeister Hermann Pirpamer

Kläranlage Passeier Die Passeirer Bürger haben das neue Müllentsorgungsystem "angenommen" und in Folge davon, ist auch der Rechengutanfall auf der Kläranlage im Laufe des letzten Jahres kontinuierlich zurückgegangen. Die Kosten für einen Müllsack sind allemal erträglicher, als die für die Behebung einer Verstopfung des Ablaufkanals. Es gibt jedoch noch immer Haushalte, die die Essensreste am "Stillen Örtchen" entsorgen. Noch größere Umweltsünder sind diejenigen, die beim Schlachten Blut und Eingeweide durch die Kanalisation entsorgen. Dann gibt es immer noch einige, die immer noch in Versuchung geraten, die Jauche in die Kanalisation einzuleiten oder sonst irgendwo kostenlos zu entsorgen. Da es heutzutage einfache Lösungen gibt, die Jauche problemlos und geruchslos zu verarbeiten, können sich Interessierte kostenlos Unterlagen bei den Klärwärtern besorgen. Wir möchten auch darauf aufmerksam machen, daß die sogenannten WCoder Beckensteine nicht verwendet werden sollen, da es sich bei diesen Produkten nur um parfümierten Sondermüll handelt. Diese Produkte belasteten den Klärschlamm, der auf unserer Kläranlage wiederverwertet wird. Zudem besteht Lebensgefahr, wenn diese Produkte mit flüssigen WC-Reinigern in Verbindung kommen. Durch die daraus entstehende chemische Reaktion bilden sich giftige Gase, die beim Einatmen zum Tode führen können. Allein in Deutschland werden derzeit 15 - 20 Todesfälle pro Jahr durch derartige Unfälle registriert. Wir möchten weiters darauf hinweisen, daß weder Bratfette noch Öle in den Abwasserkanal gehören. Sie sollten bei Sondermüllsammlungen abgegeben oder den Recyclinghöfen überlassen werden. 1995 wurden auf der Kläranlage ca. 500.000 m3 Abwasser gereinigt. Das entspricht einem täglichen Wasseranfall von ca. 1,3 Millionen Litern. 1993 und 1994 waren es noch rund 600.000

m3. Inzwischen wurden einige Regenund Weißwasser aus dem Kanalnetz entfernt. Der hohe Sandanteil im Regenwasser sorgt für hohen Verschleiß an Rechen und den Sandpumpen. Pumpengehäuse und Laufräder müssen jährlich ersetzt werden. Die Abwassermenge könnte noch deutlich reduziert werden, doch müssen vorerst noch einige Straßen- und Dachabwässer vom Kanalnetz "entfernt" werden. Dabei könnte man auch erheblich Strom sparen, denn sauberes Wasser zu belüften ist unwirtschaftlich und nutzlos. Der aktuelle Stromverbrauch pro m3 Abwasser beträgt zur Zeit 200 Lire. Der Regenwasseranteil der Kläranlage beträgt ca. 60.000 m3, dazu kommt noch 50.000 m3 Mischwasser, das über den Regenüberlauf ungeklärt in die Passer eingeleitet werden muß, da die Kapazität der Kläranlage bei hohen Regenwasseranfall zu klein ist. Aus den dargelegten Gründen möchten wir alle Bürger im Einzugsgebiet der Kläranlage auffordern, nach Möglichkeit die Regenwasser vom Abwasserkanal zu trennen. Wir finden es nicht richtig, daß Bürger mit getrenntem Kanalnetz die Mehrkosten mitbezahlen müssen. Die Kohlenstoffabbauleistung der Kläranlage ist sehr gut. Der biologische Abbau beträgt zwischen 90 - 95 % und der chemische zwischen 80 - 90 %. Der Stickstoffabbau funktioniert zur Zeit nur bei hohen Abwassertemperaturen und ist deshalb nur in den Sommermonaten möglich. In den nächsten Jahren muß auch diese Anlage - wie vom Gesetz vorgeschrieben - auf Stickstoffund Phosphorabbau umgerüstet werden. Abschließend möchten wir noch darauf hinweisen, daß Besichtigungen der Kläranlage mit Führung möglich sind. Allerdings sollten es mindestens 4 und maximal 20 Personen sein. Terminvereinbarung nach Absprache mit einem Klärwärter. Auf eine gute Zusammenarbeit, der Umwelt zuliebe, hoffen die Klärwärter.

ltbonnement des Passetrerblattes Für Heimatferne und auswärts wohnende Passeirer besteht die Möglichkeit, das Passeirerblatt zu abonnieren. Abonnementpreise einschließlich Inland L. 10.000.-; Ausland L. 15.000.-

Versand:

Bitte Adresse im Gemeindeamt von St. Leonhard telefonisch bekanntgeben. Tel. (0473) 65 61 13


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11.Gesamtpasseirer Schlagzeugtreffen Die Schlagzeugkollegen Sepp Raich, Albert Pamer, Leo Zipperle und Ulrich Raich, hatten vor einigen Jahren die Idee, in Pfelders ein Musikantentreffen mit allen Schlagzeugspielern der Passeirer Musikkapellen zu veranstalten. Man dachte an eine gesellige, lustige und nach Möglichkeit musikalische Veranstaltung. Aber nur mit vielen Cinellen, großen und kleinen Trommeln, kann man zwar laute, aber nicht unbedingt

schneite Bergdorf zu dieser Jahreszeit, waren für Feriengäste und Einheimische ein ungewöhnliches Erlebnis und wurden positiv aufgenommen. Es schien, als ob Pfelders für kurze Zeit den Atem anhalten würde, um im ganzen Dorf der eigenartigen Musik zu lauschen. Sogar die Skifahrer auf der Piste blieben stehen und erfreuten sich an diesem Sonntagskonzert. Alle 65 Teilnehmer wanderten dann mit großem "Hallo" nach Zep-

gen. Er dankte den Ehrengästen, VSMBez. Obmann Hermann Wenter und seinem Stellvertreter Paul DeBastiani für Ihr Kommen und Mitwirken, den Mitgliedern des Firn-Gleiter-Clubs, ohne deren Arbeit eine solche Organisation nicht möglich gewesen wäre, allen Sponsoren, den Pfelderer-Gastwirten für die freundliche Aufnahme und allen Anwesenden für die Teilnahme. Die Bezirksvertreter unterstrichen in Ihren Ansprachen die Kameradschaft, die Freundschaft und die Zusammenarbeit unter den Musikkapellen des Passeiertales, die immer wieder bei verschiedensten übergemeindlichen Veranstaltungen zum Ausdruck kommen und Vorbildcharakter für andere Gebiete haben. Sie dankten den Veranstaltern für die Idee und die Verwirklichung dieses einzigartigen Treffens. Beim Abschied fragte sich wohl jeder, ob es in ein paar Jahren wieder ein so außergewöhnliches Konzert in Pfelders geben wird? Hermann Pirpamer

Vorankündigung

für alle Zuhörer "verständliche" Musik machen. Die Organisatoren wußten sich zu helfen und erweiterten die Einladung auf alle Kapellmeister, Obmänner, Musikantinnen und Marketenderinnen, damit war die Musikalität, die Geselligkeit, und mit so vielen Mädchen auch das optische Erscheinungsbild gerettet. Das extra für diese Veranstaltung ins Leben gerufene Organisationskomitee traute sich längere Zeit nicht so recht an dieses unbekannte Abenteuer, aber das Drängen der Musikkameraden aus dem ganzen Tal wurde immer stärker, so daß 1994 das ,,1. Gesamtpasseirer-Schlagzeugtreffen" in Pfelders über die Bühne ging. Die große Beteiligung gab dem "Schlagzeugausschuß" Mut, diese etwas ungewöhnliche Idee heuer zum zweiten Mal in die Tat umzusetzen. Am Sonntag, dem 14. Januar war es dann wieder soweit. Schon ab 9.00 Uhr trudelten die Musikanten aus allen Ortschaften beim .Fontana Leo", Bar Stern, in Moos, ein. Der Klaus aus Stuls begrüßte alle recht freundlich mit seiner Ziehharmonika und sorgte den ganzen Tag für die musikalische Umrahmung. Gemeinsam ging die Fahrt nach Pfelders. Das anschließende Begrüßungskonzert und der Einmarsch in das ver-

pichl zum Mittagessen. Auch beim Rodelrennen am Nachmittag war Humor wichtiger als sportlicher Ehrgeiz. Den Höhepunkt des Tages bildete dann der große Einmarsch von Zeppichl nach Pfelders. Die vielen Skifahrer, Langläufer, Rodler, Eisläufer und Wanderer, die den schönen Tag für einen Ausflug ins Hinterpasseier genutzt hatten, standen am Straßenrand und applaudierten. Die Gäste kamen aus den Häusern und auf die Balkone und freuten sich. Diese Begeisterung übertrug sich auf die Musikanten, die dann bis nach Sonnenuntergang, unter der sicheren Stabführung vom Sepp, marschierten und musizierten. Daß ein solches "Orchester" nicht gerade leise sein würde, damit hatten die Veranstalter gerechnet und wohlweislich die bei den Stücke: "Mein Heimatland" von Sepp Thaler und "dem Land Tirol die Treue" von Pedarnig, ins Programm genommen. Der zweite Teil dieser bei den Stücke wird ja bekanntlich gesungen, damit kamen auch die vielen Marketenderinnen zum Zuge und das ganze wurde für die Zuhörer noch interessanter. Bei der anschließenden Preisverteilung applaudierte die fröhliche Runde dem talentierten Moderator Leo zu seinen humorvollen Ausführun-

Mitte/Ende März erscheint das Buch "Der Wendi" , verfaßt von Ubald Pichler, Unterwirt in St. Martin. Darin wird in humorvoller Weise das Leben und Wirken des vor 30 Jahren verstorbenen "Unterwirts Wendi" in Form von Anekdoten wiedergegeben. Seine weit über die Talgrenzen hinaus noch heute gerne zitierten Sprüche finden darin ihren Niederschlag. Das Buch erscheint in DINA-5-Format, umfaßt an die 180 Seiten und ca. 30 SchwarzweißAbbildungen und einige Zeichnungen eines bekannten Südtiroler Karikaturisten. Erhältlich wird es beim Autor selbst sein und in einigen Passeirer Geschäften, welche noch rechtzeitig bekanntgegeben werden. Das Buch wird voraussichtlich 34.000 Lire kosten. Ubald Pichler Erscheint drei monatlich. - Eingetragen beim Landesgericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87 vom 29.05.1987. Eigentümer und Herausgeber: Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin in Passeier. Vertreten durch den Bürgermeister von St. Leonhard, Dr. Konrad Plitscher. Redaktionskomitee: Kurt Gufler, Robert Haniger, Greti Khuen, Josel Koller, Karl Lanthaler, Dr. Albin Pixner, Dr. Karl Spergser, Sepp Öltl, Gottlried Zagler Druck: Hauger-Fritz,

Schlanders-Meran

Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Pressegesetzes: Oswald Waldner


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Jahresabschlußbericht der Freiwilligen Feuerwehr St. Martin Am 20. Jänner '96 hielt die Freiwillige Feuerwehr von St. Martin im gemeindeeigenen Vereinssaal ihre diesjährige Vollversammlung ab, zu der Kommandant Franz Gufler 42 Wehrmänner und die beiden Ehrengäste, Abschnittsinspektor Anton Platter und Bürgermeister Hermann Pirpamer, begrüßen konnte. Zu Beginn wurde in einer Schweigeminute der Verstorbenen gedacht. Natür-

Wichtigste Punkte daraus: Einsatzstatistik: - 7x Brandbekämpfung - 26x Technische Nothilfe (verschiedenster Art) - 3x Katastropheneinsatz - 4x Rettungseinsatz - Insgesamt 40 Einsatzmeldungen den Verband - 300 Mann leisteten 416 Einsatzstunden

- 1439 km wurden mit den Einsatzfahrzeugen zurückgelegt Lehrgangsteilnehmer Feuerwehrschule: - 2 Mann (1 Grund-LG und 1 Gruppenkommandant -LG) Versammlungen: - Jahreshauptversammlung mit Neuwahl - 9 Ausschußsitzungen - diverse Besprechungen an

27. Juli 1995 Unterbrunner-Stadl Prantach

lich stand dabei der schmerzliche Verlust unseres Kommandant-Stellvertreters Ernst Pirpamer im Vordergrund. Seine Fähigkeit, auf lockere und doch zielgerichtete Art mit Menschen umzugehen, war sicherlich einzigartig. Daher rührt wohl auch seine große Beliebtheit bei allen Kameraden und Bürgern von

St. Martin. Im Anschluß daran ging der Kommandant zur Tagesordnung über. Der Verlesung des Protokolls der letztjährigen Hauptversammlung folgte der überaus erfreuliche Kassabericht - Bankguthaben am 31.12.95 beträgt L. 92.000.000.-, wobei besonders der Reingewinn beim Dorffest und bei der Kalenderaktion sehr positiv ins Gewicht fielen, und der umfangreiche Tätigkeitsbericht.

Brandverhütungsdienst/Ordnungs-

dienst: - 12x bei Veranstaltungen (5x Theater, 7x Ballveranstaltung) - 27 Mann leisteten 158 Dienststunden Monats-Bereitschaftsdienst (Piepsgerät): - je Monat 1 Gruppe/10 Aktive Übungen/Schulungen: - 24 Gruppenproben - 4 Zugsproben - 4 Hauptproben - 1 Talgemeinschaftsübung - 4 Theorieübungen - 4 Funkübungen -' 4 Atemschutzübungen - 4 Maschinistenübungen - 1 Heuwehrübung - 2 Übungen mit Weißen Kreuz - 780 Mann absolvierten 1020 Übungsstunden Gesamtzahlen: - 1107 Mann leisteten 1594 Arbeitsstunden

Veranstaltungen: -

Kameradschaftsabend Florianifeier 1 Wiesenfest/Festwiese Dorffest (über 2 Tage) Kalenderaktion Teilgenommen: - Bezirksfeuerwehrtagung - 3 Prozessionen - 3 Wintersportveranstaltungen (Talmeisterschaft: Rodel u. Ski; Bezirksmeisterschaft: Rodel) Todesfälle: - Kdt. Stellvertreter Ernst Pirpamer - ehem. Kamerad Schwarz Alois Mitgliederstand am 31.12.1995: - 47 aktive Wehrmänner (davon 1 Probefeuerwehrmann) - 9 Wehrmänner außer Dienst In bezug auf Einsätze war das letzte ein eher ruhiges Jahr, aber man ist sich darin einig, weiterhin fleißig zu proben und zu üben, um im Gefahrenfall stets bestmöglich gerüstet zu sein. Das umfangreiche Programm bei den Frühlings- und Herbstproben sowie der Besuch mehrerer Lehrgänge beweisen, daß in dieser Richtung gezielt vorgegangen wird. Aus den Worten von Bürgermeister Pirpamer und Abschnittsinspektor Platter ging hervor, daß die Freiwillige Feuerwehr in der Martiner Dorfgemeinschaft einen sehr hohen Stellenwert einnimmt und die beiden Ehrengäste es als ihre Pflicht ansehen, unsere Wehr weiterhin konkret zu unterstützen (Bau Feuerwehrhalle und Ankauf Einsatzfahrzeug). Es folgte die erforderliche Neuwahl: Vizekommandant Plangger Isidor und Gruppenkommandant Gufler Kurt. Für 15 Dienstjahre wurden Marth Karl und Ciatti Hugo geehrt. Mit dem Punkt Allfälliges endete die Vollversammlung. Nicht versäumen möchte es die Freiwillige Feuerwehr von St. Martin, allen Unterstützenden und bereitwillig Mithelfenden ausdrücklich zu danken. Freiwillige Feuerwehr St. Martin in Pass. K.G./C.H.


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GEDENKTAFEL ERNST PIRPAMER

"Unterwirts Ernst" "Es ist schwer, einen guten Kameraden zu verlieren".

Plötzlich und unerwartet verstarb am Silvesterabend 1995 unser geschätzter Kommandant-Stellvertreter Ernst Pirpamer im Alter von 63 Jahren. Sein allzu früher Tod rief vor allem bei seiner Familie, bei der Bevölkerung von St. Martin, aber auch weit darüber hinaus Bestürzung und Trauer hervor. Das Wort Kameradschaft wurde in unserer Wehr wohl selten so gelebt und geprägt, wie von unserem Ernst. Es gelang ihm mit seiner humorvollen, jugendlichen, aber auch zielgerichteten Art, viele Menschen zu führen und zu begeistern. Unvergeßlich sind die Stunden, an denen er lustige Episoden aus der Vergangenheit erzählte. Ein besonders positives Charaktermerkmal war wohl seine Ausgewogenheit, denn er machte keinen Unterschied zwischen alt und jung oder reich und arm. Er war mit Leib und Seele Feuerwehrmann und setzte sich unermüdlich für die Belange unseres Vereins ein, ohne die eigene Person in den Vordergrund zu stellen. Ernst trat im Jahre 1956 der Wehr bei und wurde 1964 zum Gruppenkommandanten gewählt. Seine große Leidenschaft waren die Einsatzgeräte und fahrzeuge. 1968 wurde er zum KdtStellvertreter bestellt und bekleidete dieses Amt ununterbrochen bis zu seinem Abschied. Leider durfte er sein 40. Dienstjubiläum, das heuer angestanden wäre, nicht mehr erleben. Neben seinem arbeitsreichen Leben als Familienvater und Kaufmann, bereiteten ihm auch der Sport - Rodeln und Fischen - sowie seine Hobbys - Bienen und Kartenspielen - viel Freude und Erfolg. Auch im politischen Bereich, als ehemaliger Vizebürgermeister und Friedensrichter, und in anderen Vereinen stand Ernst an der Spitze der Dorfgemeinschaft. Seine große Beliebtheit wurde durch die überaus zahlreiche Beteiligung anläßlich seines letzten Ganges offenkundig. Lieber Vizekommandant Ernst, wir werden Dich stets als vorbildlichen Feuerwehrkameraden und Menschen in unvergeßlicher Erinnerung bewahren. K.G./C.H

AVS St. Martin - Tätigkeitsbericht

1995

Am 20. Jänner 1996 hielt der AVS St. Martin seine ordentliche' Jahreshauptversammlung ab. Der Vorsitzende Hansjörg Götsch begrüßte die Anwesenden herzlich und ging sogleich auf die umfangreiche Tagesordnung über. Im folgenden seien die wichtigsten behandelten Punkte kurz dargelegt: - Dem AVS St. Martin gehören derzeit 216 Mitglieder an. - Der Markierungsreferent Plangger Kassian berichtet über durchgeführte Markierungen und Wegeausbesserungsarbeiten. Dabei war sicherlich die Markierung vom Grubenjoch ins Fartleistal die wichtigste Arbeit und müßte vor allem für Wanderer, die aus dem Tallneralm-Gebiet kommen, Erleichterung und Hilfe beim Abstieg Richtung St. Martin bieten. Da er bei seinen Arbeiten immer wieder auf viel Müll stößt, bittet der Markierungsreferent die AVS-Mitglieder, beispielgebend in Sachen Umweltbewußtsein zu sein. - Der Tourenleiter Plangger Isidor konnte auch heuer wieder mit einem gut gelungenen Veranstaltungsprogramm aufwarten. Insgesamt waren 141 Personen bei den 11 durchgeführten Veranstaltungen dabei. Höhepunkte waren sicherlich die Sommertouren auf den Similaun und auf die Langtauferer Spitze. - Der BRD St. Martin hatte 1995 eine rege Tätigkeit zu verzeichnen. Es wurden 4 Übungen durchgeführt, wobei vor allem der Hubschrauberlehrgang von großer Bedeutung war. Großen Anklang fand wieder die beim Dorftest aufgestellte Kletterwand, welche durch die BRD-Männer betreut wurde Der Mitgliedsbeitrag ist für 1996 gleich geblieben und beträgt derzeit 25.000 Lit. Folgende Mitglieder wurden für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt: Für 40 Jahre Mitgliedschaft: Pichler

26. Jänner 1996: Ehrung 40 Jahre AVS Mitglieder

Wendelin, Haller Sepp, Pichler Albert. Pinggera Für 25 Jahre Mitgliedschaft: Anna, Pichler Karl, Schiefer Kari. Nachstehend der derzeitige Vorstand des AVS St. Martin: Obmann: Hansjörg Götsch Stellvertreter: Tschöll Hans Kassier: Ubald Karlegger Schriftführer: Vigil Raffl Wegereferent : Kassian Plangger Tourenleiter: Isidor Plangger BRD-Leiter: Pfitscher Heinrich Auf diesem Weg möchte es die AVSSektion St. Martin in Passeier nicht versäumen, allen Spendern, Helfern und Unterstützenden mit einem kräftigen "Berg Heil" zu danken! Isidor Plangger Kurt Guf/er

AVS Veranstaltungsprogramm für das Jahr 1996 April

Sonntag

21.04.96

Frühlingswanderung

Mai

Sonntag

19.05.96

Bergwandern-Kofelraster

Juni

Sonntag

02.06.96

Bergwanderung auf das Rittnerhorn

Juni

Sonntag

16.06.96

200 Jahr Gedenkfeier Herz Jesu Feuer

Juli

Samstag 13.07.96 Sonntag

August

14.07.96

Samstag 17.08,96 Sonntag

Seen-Ulten

Gletschertour auf die Ötztaler Wild spitz -3772m Bergtour auf dem Schnebigen Nock3358m "Rieserfernergruppe"

September

Sonntag

08.09.96

Bergtour auf die Schöntaufspitze

Oktober

Sonntag

06.10.96

Wanderung zum Puntleiter See - Eisacktal

November

Sonntag

03.11.96

Herbstwanderung


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Bibliothek St. Martin zieht Bilanz 30 Jahre Bibliothek Als Uraniabücherei wurde die Bibliothek 1966 aus der Taufe gehoben. Anfangs verfügte sie nur über 75 geschenkte Bücher. Inzwischen ist der Bestand beachtlich. Knapp 6600 Werke umfaßt der Buchbestand, und mit 40 Zeitungen und Zeitschriften sowie 700 Tonträgern, Spielen und Videos kann sich auch das übrige Angebot sehen lassen. Nicht nur viele St. Martiner Bürger, sondern auch eine erhebliche Anzahl von Feriengästen schätzen inzwischen das Angebot der Bibliothek.

besucher. Platz eins bei den Entlehnungen nehmen die Frauen ab 20 ein, die 6.163 mal ein Buch/Medium ausgeliehen haben. Auf Platz zwei folgen die Mädchen bis 11 Jahre, die es auf 4.364 Entlehnungen brachten. Auf den dritten Platz kommen die Buben im Alter bis 11 Jahre mit 3.305 Entlehnungen. Erfreulich zugenommen haben die Entlehnungen der Männer ab 20 Jahre. Für diese Altersgruppe scheinen 2.030 Entlehnungen auf. Wie auf der ganzen Welt haben die männlichen Jugendlichen im

organisiert. Vorträge, Autorenlesungen, Bücherausstellungen, Kinderkino, Ferienprogramme im Sommer und sogar Internet- und Multimediavorführungen haben im Laufe des Jahres viele Besucher angelockt. Auch für das heurige Jahr sind wieder eine Reihe von Aktionen geplant. Neben Autorenlesungen, Diavorträgen, und Bücherausstellungen gibt es am 13./14. April eine Spielzeugausstellung und voraussichtlich im Mai ein Leserfest. Darüber hinaus sollen noch eine Reihe weiterer Veranstaltungen das kulturelle Angebot des Ortes aufwerten.

G.z.

Talschaftsrennen der Passeirer Feuerwehren Am Sonntag dem 17. Februar veranstaltete die Freiwillige Feuerwehr Platt in Pfelders das schon zur Tradition gewordene Schi- und Rodelrennen der Passeirer Feuerwehren. Heuer wurde das Rennen in Form eines Stafettenlaufes ausgetragen. Bei nicht gerade optimalen Bedingungen (starker Wind und Schneefall) gingen rund 120 Wehrmänner an den Start. Als Sieger aus den Rennen gingen hervor: 1) Schi Stafette Fontana Andreas (Moos) Rodel Stafette Siegfried Hofer (St. Leonhard)

Konzert in der Bibliothek St. Martin

Ein absolutes Kriterium für den Stellenwert einer Bibliothek sind die Ziffern über die jährlichen Ausleihungen zwar nicht, aber als ernstzunehmendes Echo zum eingeschlagenen Weg können sie durchaus gelten. Die 20.430 Entlehnungen bedeuteten nicht nur ein großes Plus im Vergleich zum Vorjahr, sondern auch den mit Abstand höchsten Wert seit der Eröffnung. Insgesamt ausgeliehen wurden 11.371 erzählende Bücher, 4055 Sachbücher, 1015 Zeitungen/Zeitschriften und 3.989 Compact-Discs/Musikkassetten/Spiele. Am stärksten Gebrauch von der breiten Palette an Büchern/Medien machten die Frauen und Kinder. Sie sind in jeder Altersgruppe die fleißigeren Bibliotheks-

Alter von 15 bis 19 Jahren das geringste Interesse an der Bibliothek; 481 Entlehnungen gehen auf ihr Konto. Erfreulich zugenommen hat letztes Jahr auch die Ausleihe der Feriengäste. 700 Bücher wurden von dieser Benützergruppe ausgeliehen. Viele Feriengäste kamen aber nur in die Bibliothek um Zeitungen zu lesen, Informationen einzuholen und in Sachbüchern zu "schmökern" . Um die Freude am Lesen zu fördern, hat sich die Bibliothek St. Martin bemüht, durch verschiedene Aktionen noch mehr Besucher anzulocken. So wurden Konzerte abgehalten, "Offenes Singen" für Familien veranstaltet, Bastei- und Schminkstunden für Kinder

2) Schi Stafette Hubert Gufler (Rabenstein) Rodel Stafette Ferdinand Pixner (Walten) 3) Schi Stafette Anton Gufler (Platt) Rodel Stafette Karl Pajonk (Moos) Ältester Schifahrer Johann Hofer (Jahrgang 1930 - FF Platt) Ältester Rodler Hermann Gufler (Jahrgang 1930 FF Rabenstein) Als Mannschaft mit den meisten Teilnehmern wurde die Freiw. Feuerwehr Moos (34 Teilnehmer) prämiert.


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(liUS den Gemeindestuben ) Offentliehe Bauvorhaben in St. Leonhard 14 Milliarden umfaßt der Haushalt der Marktgemeinde St. Leonhard, eine scheinbar riesige Summe, für die es aber nicht schwer war, einen Verwendungszweck zu finden. Im Anteil der laufenden Ausgaben erreichen die Personalausgaben die höchsten Kosten, trotzdem sind diese im Vergleich zu anderen Gemeinden eher niedrig. Weiters gibt es eine Unsumme von kleinen Posten, Gelder für die ordentliche Instandhaltung und Einrichtung der Gemeindegebäude, Beiträge für Vereine und Verbände, Ausgaben für Schulen, Straßen und Wege, für Wasser, Abwasser und Müll, kurz, am Ende bleibt für Investitionen eine Summe von Lire 7,2 Milliarden. Das größte Vorhaben ist der Bau der Sanitäts- und Sozialsprengels an der Kreuzung Mooserstraße - Jaufenstraße. Die Hangsicherung und der Aushub stehen vor dem Abschluß, die Maurerarbeiten sind ausgeschrieben und sollen sobald wie möglich begonnen werden. Ein weiteres Vorhaben ist die Sicherung des Gemeindeschwimmbades, wo der Umbau des Beckens im Gange ist, sodaß Ende Juni mit der Fertigstellung zu rechnen ist. Ebenso wird mit voller Kraft an der Sanierung der Grundschule St. Leonhard gearbeitet, wo das Hauptgebäude vollkommen erneuert, ein Zu bau erstellt und im Erdgeschoß eine Behindertenwerkstatt errichtet wird. Letzteres ist ein Vorhaben, auf das die Eltern Behinderter und ihre Kinder schon lange warten und das von Bezirk und Land unterstützt wird. Vor dem Abschluß steht die Erneuerung der Grundschule Walten, wo noch die Einrichtung des Mehrzwecksaales und die letzte Feinarbeiten fehlen. Gelder bereitgestellt hat der Gemeinderat für das Ausführungsprojekt der Carabinierikaserne, für das Projekt des neuen Gemeindegebäudes, das Heizschnitzelwerk für die Gemeindegebäude, die Wasseraufbereitung in Pfistrad, das Talschaftsmuseum am Sand hof und für die Erweiterung des Fußballplatzes und der Umkleidekabinen. Es sind scheinbar etwas viele Projekte

auf einem Haufen, andererseits ist der Weg, den diese Projekte bis zur Genehmigung und Finanzierung gehen, derart lang und steinig, daß man so früh wie möglich damit beginnen muß, um nicht die Gelegenheit zu verpassen, wenn Geldmittel zur Verfügung gestellt werden. Erweitert wird in nächster Zeit das Arztambulatorium im Altersheim, welches ursprünglich im neuen Gemeindegebäude untergebracht werden sollte, auf Wunsch der Altersheimverwaltung aber dort bleibt, um das Altersheim und seine Bewohner enger ins Dorfleben einzubinden. Mehrere Vorhaben sind im Bereich der Straßen und Wege geplant, so die Erneuerung der Brücke in Wans, die Errichtung eines Parkplatzes vor dem Gasthaus Alpenrose in Walten, der Weiterbau der Straße beim Stadeier und der Bau von Gehsteigen beim Gor-Egg, beim Passeirer-Hof und in Gomion. Diese drei Vorhaben sind mit der ANASStraßenverwaltung abgesprochen. Sobald diese die Straßenbereiche verbreitert und talseitige Mauern errichtet haben, läßt die Gemeinde terrassenförmige Gehsteige errichten, wobei die Gemeinde große Kosten spart. Dafür sei der Straßenverwaltung mit dem Straßenmeister Righi Karl herzlich gedankt. Ohne die Hilfe der ANAS wären diese Gehsteige nicht finanzierbar, vorallem müßte die Straße zuerst auf die Regelbreite von 7 m verbreitert werden, bevor ein Gehsteig errichtet werden könnte. Ein undurchführbares Vorhaben! Im Bereich des Wohnbaues soll die Wohnbauzone Walten und Gomion erschlossen werden, damit der Bau der Wohnhäuser begonnen oder fortgesetzt werden kann. Ebenso soll der Erschließungsplan für Schweinsteg vorgelegt werden. Nach einer langen Anlaufphase liegen auch die Projekte für den freien Teil der Wohnbauzone Stickl vor und ebenso für ein Wohngebäude in der Kohlstatt, wobei insgesamt 30 Wohnungen gebaut werden können. Damit besteht in baldiger Zukunft die Möglichkeit Wohnungen auf dem freien Markt zu erwerben. Im kulturellen Bereich ist einiges geplant,

so die Sanierung der Jaufenburg mit der Sicherung des Turmes und der Errichtung einer Innenstiege, weiters die Unterstützung des Heimatpflegevereines, der zur 500-jährigen Wiederkehr der Verleihung des Talschaftswappens Passeier eine Festschrift plant und in Saltaus einen Gedenkstein aufstellen wird. Wie man sieht, hat die Gemeindeverwaltung sehr viel vor, was nur möglich ist dank der guten Zusammenarbeit im Gemeinderat und dank des vollen Einsatzes des gesamten Ausschusses, der sich mit neuer Kraft in die neue Verwaltungsperiode gestürzt hat. Mit diesem Vorhaben sollen große Teile des Programmes verwirklicht werden, welches vor den Wahlen vorgelegt worden ist, und dem die meisten Bürger ihr Vertrauen geschenkt haben. Im übrigen wird der neue Gemeindeausschuß, bestehend aus dem Bürgermeister Konrad Pfitscher, dem Vizebürgermeister Josef Gögele und den Assessoren Ennemoser Franz, Haller Hans, Albin Pixner, Alfred Schiefer und Tschöll Oswald bei der Bürgerversammlung am 23. März den Haushalt genauer erläutern. Außerdem werden weitere Vorhaben, auch jene der ANAS, der Wildbachverbaung und der Forstbehörde vorgestellt werden und die wichtigsten Projekte ausgehängt. Wir hoffen auf die Unterstützung aller und auf Hinweise, die auch in schriftlicher Form vor der Bürgerversammlung eingeworfen werden können. Konrad Pfitscher

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Passeirer Blatt / März 1996

30-jähriges Hochzeitsjubiläum in Moos

Am 5. November 1995 wurde in der Pfarrkirche von Moos eine ganz besondere Sonntagsmesse gefeiert. Sie war für zehn Ehepaare, welche bereits dreißig Jahre verheiratet sind, gedacht. Die Jubelmesse wurde von den Kindern der Eheleute organisiert und gestaltet. Es sollte ein kleines Dankeschön für all die Mühe, die Opfer und den Verzicht, den all diese Mütter und Väter all die Jahre auf sich genommen haben, sein. In den Texten und Liedern wurde von Glück und Freude, von Dank für all die Liebe,

das Verständnis, von Sorgen und Kummer, von Geborgenheit und ein Zuhause zu haben, in einer Familie aufwachsen zu dürfen, vom Vorbild und gutem Beispiel und vom Gefühl immer verstanden, angenommen zu werden, sowie immer heimkommen zu dürfen, gesprochen. Als um 10.00 Uhr die Glocken zu unserer Jubelmesse erklangen, war es für uns die gleiche freudige Überraschung wie vor dreißig Jahren, als wir zehn Ehepaare am Kirchenportal empfangen

wurden und in die ersten Reihen der Bänke vor den Altar begleitet wurden. Beim Erklingen des Eingangsliedes ergriff uns alle eine leise Wehmut, unsere Gedanken eilten zurück in all die verflossenen Jahre, an die Höhen und Tiefen, und bald erhellten sich die Gesichter und man konnte daraus die Dankbarkeit lesen, diese Jahre erlebt zu haben. Der Hochw. Herr Pfarrer Hans Lanbacher sprach in seiner Predigt vom Wert einer christlichen Ehe und daß es auch heute noch möglich sei, dreißig Jahre lang durch den Segen der Kirche in Liebe verbunden zu sein und Freud und Leid miteinander zu teilen. Er verglich die Ehe mit einer Kerze, die angezündet wird, um das Dunkel mancher Tage zu erhellen. Eine Kerze, die sich langsam verzehrt, die erlischt und den Schein der Liebe in die kalte Welt hineinleuchten läßt. Begleitet von den schönen Liedern eines Jugendchores aus Moos und Stuls schloß die gemeinsame Dankesmesse für alle Jubelpaare und Anwesenden. Dem Schlußsegen war die Bitte eingefügt, daß die Paare gemeinsam ihrem Lebensende zugehen und viele frohe Stunden mit ihren Familien verbringen möchten. Die Feier klang mit einer gemeinsam Feier im Gasthof Moos aus. Sie hat viel dazu beigetragen, die Gemeinschaft im Dorfleben zu stärken und sie sollte auch in anderen Dörfern Nachahmung finden. Eine dankbare Jubilarin

Winterausflug der SKJ St. Martin Auch heuer veranstaltete der SKJ wieder einen Winterausflug, diesmal ging es nach Ratschings. Am Sonntag, 28. Jänner, fuhren wir Jugendliche im Bus gemeinsam auf den Jaufen. Bei herrlichem Wetter und guten Schneeverhältnissen konnten sich alle schon am Vormittag so richtig sportlich "austoben". Um 12 Uhr trafen wir uns dann in einer Hütte, um gemeinsam das Mittagessen einzunehmen. So gestärkt schnallten wir wieder unsere Bretteln an und unermüdlich wurde gefahren, bis die Skilifte ihren Betrieb einstellten. Müde und abgekämpft kehrten wir schließlich wieder im Bus nach St. Martin zurück. Allen, hatte der Ausflug viel Spaß gemacht und wir hoffen daher, daß nächstes Jahr wiederum ein solch schöner Ausflug zustande kommt. Carmen Kofler


Passeirer Blatt / März 1996

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Erinnerung an eine tapfere Bergbäuerin Wie kurz wird eine langes Leben, wenn es mit wenigen Daten beschrieben wird. Wer kann ermessen, was ihr Leben als

Bergbäurin gewesen ist? - In Worte kann man es nicht fassen, denn das Wesentliche trug sie im Herzen. Die Hiasmutter Magdalena Gufler, die im November 1995 in St. Leonhard zu Grabe getragen wurde und der der Scheoterjochwind als Abschiedsgruß viele Schneeflocken auf den letzten Weg streute, wurde am 17. Mai 1907 auf dem Graßlhof in Walten als vorletztes von neun Kindern der Kreszenzia Girtler und des Johann Gufler geboren. Als die Lene 12 Jahre zählte, starb ihr Vater, und sie mußte ihr Ränzlein schnüren und als junge Magd ihr Brot selbst verdienen. Mit 19 Jahren folgte sie Hans Gufler als Bäuerin auf den Hiaserhof. Sie schenkte ihm 11 Kinder, 3 davon starben schon bald. Aber was sie an Not, Krankheit der Kinder, in schlaflosen Nächten gebetet und gerungen hat, das ist nur dort "OBEN" vermerkt. Ohne Selbstmitleid und ohne Murren ging sie den Weg einer Bergbäuerin, mit beiden Füßen im Leben stehend. Sie holte sich die Kraft am Sonntag in der Kirche. Ob sie nach St. Leonhard oder nach Stuls ging, es war immer ein langer, mühevoller Weg. Als sie schon über 80 war, ging sie am Sonntags immer noch zum Gottesdienst nach Stuls. Heimzu war ein prallgefüllter Rucksack

auf ihrem Rücken. Sie kaufte in Stuls ein, was sie für die ganze Woche benötigte. Im Sommer brannte die Sonne unbarmherzig auf sie nieder, im Winter spurte sie im oft knietiefen Schnee, und das Eis war auch nicht immer ungefährlich. Einmal stürzte sie so unglücklich, daß sie sich die Achsel ausrenkte. Auch die Füße erfror sie sich, daß sie lange daran zu leiden hattte. Als die Straße noch nicht war und der Weg am Hiaserhof vorbei führte, machte die Lene gerne ein Ratscherle auf der Bank vor dem Haus. Ein Hauch Wärme ging von der Hiasmutter aus, und die Zufriedenheit, die sie ausstrahlte, war wie ein herbstlicher Sonnenstrahl auf reifigen Boden. Sie erzählte gerne, wieviele Kinder einst Schlattach belebten. 60 waren es. .Zuaqonqin ischis wia in an Roßhimml. Und iatz? Af Schlote brauchits Bairinnen, obr, obr, laidr, laidr .... " Als Graf Otto von Habsburg im Jahre 1991 der Marktgemeinde St. Leonhard einen Besuch abstattete, wollte man ihm auch einen extremen Berghof vor

Augen führen. Man wählte den Hiaserhof. Dort wurde ihm Speck, Brot und Wein kredenzt. Aber da der Graf dauernd erzählte und nicht richtig zugriff, sagte die Hiasmutter zu ihm: "Grof, sie miaßn essn aa, nit lai röidn!" Im Jahre 1977 starb ihr Mann, mit dem sie 51 Jahre Freud und Leid geteilt. Eine Schwiegertochter, erst 30 Jahre alt, verlor sie 1978. 1994 verlor sie innerhalb von drei Monaten zwei ihrer Söhne. Das waren für die Haismutter große Schicksalsschläge, aber ihr gesundes Gottvertrauen ließ sie den Mut nicht verlieren. Nun ist die Hiasmutter eingegangen in den ewigen Morgen. Ihr plötzlicher Tod hat eine große Lücke hinterlassen, bei all ihren Lieben. Besonders ihr Sohn Hans hat viel verloren, da die Mutter ihm mit ihren 88 Jahren noch immer den Haushalt geführt hat. Sie hatte aber nicht nur für ihre Kinder eine helfende Hand und ein offenes Ohr, sondern für jeden Notleidenden, von dem sie wußte. Diese gute Mutter und tapfere Bergbäurin verdient unsere Hochachtung. Gott wird ihr alle Mühen und Sorgen vergelten. Er lasse sie ruhen im ewigen Frieden.! Anna Lanthaler

Herzlichen Glückwunsch! Do schaugs her, es isch nit wor, hobs gsechn in dr Dolomitn, es isch dechter inzr Trainer der Beckn Christian isch decht klor. Er hots Diplom zr Ausbilding gekriag und iats weart ersch recht trainiert. Zu Deiner bestandenen Tennis- Trainerausbildung gratuliert Dir die TC Damenmannschaft St. Leonhard und wünscht Dir weiterhin viel Freude und Erfolg in der Tenniswelt.

Der VSS-Referent für Tennis, Franz Messner, überreicht Christian Kofler das Diplom


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Passeirer Blatt / März 1996

Der Tote am Totenstein Schneereich waren einst die Winter, aber die Bewohner unseres Tales arm an Verdienstmöglichkeiten. Es gab keinen Nebenverdienst außer dem Schmuggel. Darum blühte er in der Abgeschiedenheit, trotz der vielen Gefahren abzustürzen, von einer Lawine verschüttet oder von den Finanzern erwischt zu werden. Im Jahre 1916 wurde der Holzerhof in Schön au von einer Lawine zerstört. 6 Menschen fanden dabei den Tod, 9 Rinder, 22 Ziegen und 10 Schafe gingen elendiglich zugrunde. Im Jahre 1917 kaufte Engelbert Etschmann (Jouseppn Engl) den zerstörten Holzerhof. Er baute an den verbliebenen Resten der Gebäude notdürftig etwas hinzu, sodaß er und seine Frau Agatha Buchschwenter vom Ganderberg, mit der er 1918 zum Traualtar geschritten war, ein Dach über den Kopf hatten. 1933 wurde das neunte Kind am Holzerhof geboren. Der Engl hatte unterdessen Haus und Stadel wieder aufgebaut und daneben das tägliche Brot für neun hungrige Mäuler zu beschaffen. Das ließ auch den Holzerbauern zum Schmuggler werden. Geschmuggelt wurde so allerhand. Einmal mußte der Engl für einen Geschäftsmann in St. Leonhard in Zwieselstein ein Grammophon bestellen. Als das gewünschte Stück dann dort angekommen war, konnte der Holzerbauer nicht gleich hinüber, um es zu holen und so hat man das Grammophon zurückgeschickt, und der Engl mußte es neu bestellen. Im Jänner 1935 war es dann soweit. Das Gewünschte war in Zwieselstein eingetroffen und der Holzerbauer machte sich am 25. Jänner 1935 auf den Weg ins Ötztal, dieses Stück herüber zu schmuggeln. Er hat sich das Grammophon auf eine Kraxe geladen und marschierte los. Aber es fing schon in Zwieselstein an zu schneien und je höher er kam, um so mehr Flocken fielen. Als er zu den Gaden kam, wo die Heuzieher Heu aufluden, rieten sie ihm ernstlich ab weiter zu gehen. Der Holzerbauer aber ließ sich von seinem Heimweg nicht abbringen. Er zog frohen Mutes mit seiner Last Richtung Timmelsjoch. Als er zum großen Stein kam, den man den Totenstein nennt, legte er sich die Schneereifen an. Doch

dort übermannte ihn die Müdigkeit, und er schlief ein. Eine weiße Decke deckte ihn zu und für den Holzerbauern gab es kein Erwachen mehr. Daheim in Schönau auf dem Holzerhof wartete seine Frau kummervoll auf ihren Mann, und die neun Kinder, das jüngste zählte erst eineinhalb Jahre, auf den sorgenden Vater. Minuten wurden zu Stunden und Stunden zu Tagen. Aber der Vater kehrte nicht wieder. Das Militär suchte zwar nach dem Holzerbauern auf Südtiroler Seite, aber der Engl lag ja tief unterm Schnee auf österreichischer Seite. Nach einer langen, schweren Woche schickte die Holzerbäuerin ihre älteste Tochter nach St. Leonhard zu dem Geschäftsmann, für den das Grammophon bestimmt war, mit der Bitte, er möge in Zwieselstein nachfragen, ob der Engl überhaupt angekommen sei. Der Geschäftsmann schrieb einen Einschreibebrief und als die Rückantwort kam, hatte die Holzerbäuerin die Gewißheit, daß ihre neun Kinder Waisen geworden waren. In dem Brief stand nämlich geschrieben: Der Engl ist am 25. Jänner um 11 Uhr angekommen und um 14 Uhr mit der bestellten Ware aufgebrochen. Als der Frühling zur Neige ging und langsam dem Sommer Platz zu machen begann, kam auch die Zeit für den Schafauftrieb der Passeirer über den

Timmels. Bei diesem Auftrieb zogen Schaftreiber und Schafe beim Holzerhof vorbei. Da sagte die Holzerbäurin zu einem der Schaftreiber, dem Gostner Tondi auf Stuls, er möge so gut sein und sich ein bißchen umsehen, vielleicht finde er eine Spur vom Engl. Der Tondi schaute wohl nach links und nach rechts, aber vom Holzer war keine Spur zu sehen. Als der Tondi aber am 17. Juni auf dem Rückweg war, bot sich ihm beim Totenstein ein erschreckendes Bild. Der Engl saß dort mit der Schmuggelware auf dem Rücken, sein Oberkörper war ausgeapert. Der Tondi brachte der Holzerbäurin die traurige Nachricht, aber sie konnte ihren Mann, Vater von neun Kindern, nicht in die Heimaterde betten. Der Schmuggler durfte auch als Toter nicht die Grenze passieren. Und die Holzerbäuerin erhielt keinen Grenzschein, um ihren Engl, als er in Sölden zu Grabe geleitet wurde, die letzte Ehre zu erweisen. Nur der fünfzehnjährige Sohn Sepp und die vierzehnjährige Tochter Maria, die bei Nacht und Nebel über die Grenze schlichen, legten dem Vater zum Abschied ein paar Alpenrosen auf das Grab. Nun da die Straße über das Timmelsjoch geht und die Verdienstmöglichkeiten hier und dort gegeben sind, erinnert der 'Totenstein immer noch an schwere, vergangene Zeiten, an den Kampf ums tägliche Brot und an den Kampf gegen die Naturgewalten. Anna Lanthaler

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Passeirer Blatt / März 1996

Seite 12/ Nr. 9

Viele Hexen in Rabenstein An zwei Tagen in der Faschingszeit tobten die Grundschüler und die Lehrer von Rabenstein. Im Anschluß an den Unterricht durften die Schüler im Schul-

wurde durch Haus gelockt. für die Hexen ging es weiter

das Geschrei aus dem Aber der Schulplatz war zu klein. Mit viel Geschrei durchs Dorf. Ganz ermü-

Die Rabensteiner Hexen

gelände bleiben. Die einen spielten, rauften, liefen herum, einige wenige waren dabei, Liegestätten herzurichten. Alle waren aufgeregt, denn heute hieß es: in der Schule übernachten. Nach dem gemeinsamen Abendessen verkleideten sich alle als Hexen. Vielen mußte geholfen werden, da die Kleider etwas ungewohnt waren. Nun ging es raus ins Freie. Am Schulplatz loderte inzwischen ein Feuer. Viele der Hexen hatten auch einen Besen dabei. Nun ging es los. Es wurde geschrien, gelaufen, getanzt, gelacht, gehüpft... Manch einer im Dorf

det kehrten alle, manche auch mit kalten Füßen, ins Schulhaus zurück. Dort aber war noch nichts mit schlafen. Die

Kleider mußten gewechselt werden. Nun gab es "Hexen-Mix-Getränke" die von einigen Schülern am Nachmittag zubereitet worden waren. Manch einer lobte diese, während andere gar nichts davon hielten. Mit ruhigen Brettspielen verbrachten nun die Schüler und Lehrer den Abend bis gegen Mitternacht. Dann wurde das Licht ausgeschaltet. Daß jetzt nicht völlige Ruhe herrschte, verstand sich von selbst. Immerhin mußten über 20 Personen in einem einzigen Raum schlafen. Nach eher kurzem Schlaf wurde es Morgen und mit voller Begeisterung, wenn auch mit sehr müden Augen, krochen alle recht langsam aus dem Bett. Nach dem Frühstück war etwas Wichtiges dran. Die Schüler wurden geschminkt. Dazu ließen sich alle überreden. Die Hexenkleider wurden wieder angezogen und weiter ging das Hexentreiben. Es war ja der Unsinnige Donnerstag. Begeistert, aber ermüdet kamen die Hexen zu Hause an. Es war ein schönes Erlebnis für alle. Bei dieser Gelegenheit möchten sich die Schüler und Lehrer bei jenen Eltern bedanken, die bei der Vorbereitung und Durchführung des Hexentreibens so fleißig mitgeholfen haben. Vielleicht glückt so etwas noch einmal. Waltraud Gufler

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Passeirer Blatt / März 1996

SC Passeier - Sektion Volleyball

Rückblick auf einen erfreulichen Jahresausklang 1995 Kurz vor Jahresabschluß wurde es für die Sektion Volleyball noch einmal richtig feierlich und zwar aus einem einfa-

Der Obmann der Raiffeisenkasse Passeier, Dr. reicht die Trainingsanzüge und Taschen

dieses Vorhabens, das bis zum guten Schluß eine schöne Stange Geld gekostet hat und ohne öffentliche Beiträge finanziert werden mußte. Im Vereinshaus wurde der Abend mit einer kleinen Feier fortgesetzt. Zum Gelingen derselben haben zum einen einige hilfsbereite EIternvertreter und zum anderen die Raiffeisenkasse Passeier beigetraInnerhofer Siegfried, übergen. Diese hat sich nämlich heuer bereit erklärt, zwei Mannschaften mit Trainingsanzügen und die restlichen Spieler mit Sporttaschen auszurüsten. So war die Freude entsprechend groß, als jeder Spieler aus den Händen des Obmannes Siegfried Innerhofer diese Geschenke entgegennehmen konnte.

chen Grund: Erstens konnte in Anwesenheit des Bürgermeisters Konrad Pfitscher, des Sportassessors Franz Ennemoser, des Sportclubpräsidenten Ulrich Heel und des Direktors der Mittelschule Heinrich Hofer die neugebaute Zuschauertribüne im Rahmen eines Blitzturniers offiziell ihrer Bestimmung überDer Sektionsleiter dankte ihm, der Vergeben werden. Damit wurde das leidiwaltung und der Geschäftsführung für ge Zuschauerproblem ein für allemal diese außerordentliche Unterstützung aus der Welt geschafft. Der in relativ und wünschte allen nach diesem schökurzer Zeit vom Architekten Ing. Alois nen Jahresausklang ein gesundes und Gufler entworfene und von der Fa. Anerfolgreiches Jahr 1996. ton Maier ausgeführte Bau bietet ca. A.p. 100 Zuschauern Platz, paßt sich nahtlos an den bereits besteh end e n Schulkomplex an und wurde von vielen Besuchern als sehr gelungen bezeichnet. Der Sektionsleiter Anton Haller dankte dem Bürgermeister und der Gemeindeverwaltung für die VerDie Zuschauer auf der neuen Tribüne bei der Eröffungsfeier wirklichung

9. Andreas-HoferSchießen In St. Leonhard in Passeier Am Sonntag, 11. Februar 1996, hatten die Sportschützen von St. Leonhard in Passeier die Ehre, den Altlandeshauptmann Silvius Magnago, Ehrenlandesoberstschützenmeister des Südtiroler Sportschützenverbandes, zum 9. Andreas-Hofer-Schießen willkommen heißen zu können. Der Ehrengast, ein begeisterter Sportschütze, wurde von Landesoberschützenmeister Karl Gasser aus Eppan begleitet. Begrüßt wurden die Ehrengäste vom Bezirksoberschützenmeister Manfred Kofler aus

St. Martin und vom Oberschützenmeister Reinhard Fauner aus St. Leonhard. Weitere herzliche Grußworte kamen vom Bürgermeister der Gemeinde St. Leonhard, Konrad Pfitscher, und vom Gemeindeassessor Oswald Tschöll. Altlandeshauptmann Magnago wurde am Stand von einem jungen Schützen vorbildlich betreut und so war es unserem Ehrenlandesoberstschützenmeister vergönnt, das begehrte goldene Abzeichen zu erlangen. Mit ein wenig Enttäuschung, aber trotzdem humorvoll lächelnd, meinte Magnago: "Lieber hätte ich schon das Eichenlaub gehabt!" Anschließend erzählte er bei einer Passeirer Marende einer begeisterten Zuhörerschaft von früheren Zeiten. Bei dieser Gelegenheit wurde dem hohen Gast vom Oberschützenmeister Reinhard Fauner eine Schießscheibe überreicht. Diese wurde anläßlich des achtzigsten Geburtstages von Altlandeshauptmann Magnago vom Schießsportverein St. Leonhard angefertigt, und sie wurde vom Beschenkten mit Begeisterung entgegengenommen. Bald darauf verabschiedeten sich die Gäste und traten die Heimfahrt an. Die Sportschützen von St. Leonhard


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Passeirer Blatt / März 1996

~ ~ fO~!~~A Bald ist es soweit Die Eröffnung unseres Büros steht fest:

30. März 1996

Unser Team hat sich zur Aufgabe gestellt, unserer Talgemeinschaft wieder die Dienstleistungen eines Reisebüros anzubieten. Jeder von uns kennt die kostbare Freizeit und im Besonderen die langersehnte Urlaubszeit, die Sie für sich persönlich einmalig und fruchtbringend gestalten möchten. Was suchen Sie schon lange? Erlebnisse und Abenteuer fremde Länder, fremde Kulturen faszinierende Natureriebnisse oder einfach ein bißchen Erholung, Ruhe und Zeit für sich, Familie und liebe Freunde. Unsere unverbindliche Beratung hilft Ihnen, daß der Urlaub Ihren Vorstellungen entspricht und Sie daraus neue Kraft und Energie schöpfen können. Planen Sie einen Ausflug mit Ihren Vereinskollegen, Arbeitskollegen, Mitareitern, Geschäftspartnern .....? Wir organisieren für Sie Gruppenreisen, in denen das gemeinsame Interesse gepflegt und gefördert wird und die freie Entfaltung des einzelnen Teilnehmers gewahrt wird. Mit unseren dynamischen Reisebusunternehmungen stehen wir zur Verfügung und können felxibel auf Ihre Wünsche eingehen. Nicht zuletzt haben wir uns zum Ziel gesetzt, endlich Bürgern und Gästen eine 24 stündigen Taxiservice anzubieten. Unser Büro ist die neue Taxizentrale für Passeier, an welche die Taxiunternehmer Gufler, (Rabenstein), Gufler (St. Martin), Klotzner (Kuens), Obertegger (Riffian), Obertegger (Meran, Pichler (Platt), Plankl (St. Leonhard), Schölzhorn (Moos) und Theiner (St. Leonhard) angeschlossen sind. Unser Streben nach einer langfristig tragfähigen Vertrauensbasis unseren Kunden garantiert Ihnen

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Passeirer Blatt / März 1996

So macht man es in Rabenstein Vor ein paar Jahren standen die Mädchen von Rabenstein nicht "gut ausgerüstet da", als sie bei Prozessionen ihren Dienst versahen. Die Tracht mußte von überall her zusammengeliehen werden, und das machte ein schlechtes Bild. Dem einen

ihre Trägerinnen nieder, wenn sie bei der Prozession um die Stockerbühel getragen wird. Aber Barbara Pfandler hat beobachtet, daß der Schutzengl als Statue und als Bild auf der Burschenfahne ganz verdrießlich" auf seine Träger schaut. Dem müßte Abhilfe geschaffen werden, dachte Barbara. So fertigte sie für die Burschen, die bei der Prozession einen Dienst zu versehen haben, die Krawat-

ten in Stoff und Stickerei wie die Schürzen der Mädchen sind. Nun ist das Bild vollständig und die Heiligen sind zufrieden. Ein großes Vergelts Gott im Namen der Rabensteiner Mädchen und Burschen sei der Initiatorin und Gönnerin Barbara Pfandler gesagt, sowie allen anderen Helfern und Spendern. Nicht zu vergessen Berta Pfitscher, die die Trachten verwahrt, wäscht und bügelt. "Ein kleines Dorf ein großes Beispiel", wie man mit selbstlosen Einsatz Probleme lösen kann. Anna Lanthaler

Jugendleiterlehrgang der Bezirksjugend Passeier in Walten

Die Trachtennäherin Barbara Pfandler mit den Trägerinnen der Muttergottesstatue

Mädchen war der Kittel zu lang, dem anderen zu kurz, dem einen war der Schurz zu weit, dem anderen zu eng. Das war der Pfandlerbäurin Barbara Pfandler, die mit der Berta Pfitscher den Mädchen beim Tracht anziehen half, ein Dorn im Auge. Sie machte den Vorschlag sie würde den Mädchen die komplette Tracht gratis nähen, wenn der Stoff zur Verfügung gestellt würde. Es fanden sich, Gott sei Dank, edle Spender (Die Rabensteiner sind ja als freigebig bekannt). Der fehlende Betrag konnte aus der Kasse des Mädchenbundes entnommen werden, und so kaufte Berta Pfitscher den Stoff ein und Barbara Pfandler ging mit Eifer ans Nähen und Sticken. Daß sie viele Stunden geopfert und unzählige Stiche gemacht hat, das kann man sich wohl denken, und daß ein großer Idealismus dahinter steckt, ist auch klar. An den Spitzen der Hemdsärmel kann man die Häkelkunst der Martina Pfitscher bewundern. Für die Wachskränze der Mädchen hatte Elisabeth Gufler von der Pension Traunsberg eine offene Hand. Die Mädchen haben nun dank so vieler Helfer ihre schöne Tracht, und die Gottesmutter sieht mit Freude auf

Der Jugendleiterlehrgang der Bezirksjugend Passeier gehört nun schon zur Tradition. Zum 10. Mal fanden sich 21 Jugendliche aus den Ortsgruppen St. Martin, St. Leonhard, Walten, Pfelders, Platt, Moos und Stuls im Gasthaus "Jägerhof" in Walten ein, um dort gemeinsam 3 Tage, vom 07.12. - 10. 12. 1995, zu verbringen, die neben einem lehrreichen Programm auch zu viel Spaß beigetragen haben; neue Bekanntschaften wurden geschlossen, und es war erstaunlich, wie gut eine Gruppe mit Jugendlichen im Alter von 14 bis 24 Jahren zusammenarbeiten konnte. Der Kurs bot die Gelegenheit, untereinander Erfahrungen in der Jugendarbeit auszutauschen. Gemeinsam wurden anhand von Rollenspielen und Gruppenarbeiten Probleme in den einzelnen Jugendgruppen erörtert. In einem Teil des Lehrganges beschäftigten sich die

Teilnehmer mit dem Jahresthema "Laß dir Zeit zum Leben ... sonst versäumst du es!". Jeder hatte viel Zeit zur Verfügung, um einmal über sein Leben nachzudenken. Zum Thema Glauben folgten dann lange Diskussionen. Ein weiterer Teil des Seminars war dem Thema Sexualität gewidmet. Zwischendurch ging es natürlich auch lustig zu, spannende und lustige Spiele durften deshalb nicht fehlen. Am Abend wurde musiziert und gespielt, Spaziergänge bei Vollmond lockten viele Jugendliche aus dem Haus. Am Sonntag gestalteten die Teilnehmer die Bezirksjugendmesse in Walten. Irgendwie traurig, weil das Wochenende so schnell vorüber war, aber doch wieder neu motiviert, kehrten die Jugendlichen in ihre Ortsgruppen zurück. Carmen Koffer


Passeirer Blatt 1 März 1996

Seite 161 Nr. 9

Neuerbauter Kreuzweg St. Leonhard - Gomion Vor gut einem Jahr, damals noch gemeinsam mit Herrn Dekan Ulrich Gasser und im Hinblick auf das 200 jährige Herz-Jesu-Gelöbnis, kam die Kath. Männerbewegung von Passeier auf die Idee, einen Kreuzweg von St. Leonhard nach Gomion zu errichten. Bei dieser Gelegenheit möchten wir uns beim Herrn Dekan für seine gute Mitarbeit nachträglich herzlich bedanken. Wir möchten alle gläubigen Menschen, seien es Familien, Gäste, Kinder oder Jugendliche, ansprechen, den Kreuz-

weg als Besinnungs- oder Lebensweg mit Jesus gemeinsam ein Stück zu gehen. Mit der Erstellung dieses Kreuzweges wurde bereits im vorigen Jahr begonnen. Die 14 kapellen artigen Stationen wurden aus Granitstein, der Dachstuhl zum Teil aus Fichten- bzw. Lerchenholz gefertigt und dann mit Kupferblech beschlagen; die Bilderreliefs der Stationen sind holzgeschnitzt und bemalt. Die Stationen sollen in Zukunft mit Kleingewächs bepflanzt werden. Die Einweihung des Kreuzweges wird noch bekanntgegeben. Die Kosten werden durch freiwillige Spenden und diverse Aktionen abgedeckt, daher bitten wir die Bevölkerung um finanzielle Unterstützung. Spenden könne in jedem Pfarramt im Passeiertal abgegeben oder auf die jeweiligen Konten bei der Raiffeisenkasse Passeier Nr. 21101/1, sowie bei der Südtiroler Volksbank Nr.04/0203075.4 überwiesen werden. Für die bereits eingegangen Spenden ein herzliches Vergelt's Gott. Die Katholische Männerbewegung

Kreuzwegstationen bauen - Kreuzweg beten - Warum? Man kann feststellen, daß gläubige Menschen in den letzten Jahren wieder eine tiefere Beziehung zum Kreuzweg gefunden haben. Gerade auch viele jüngere Menschen haben diese traditionelle Gebetsform aufgegriffen, freilich in neue Formen gekleidet und in einer für sie aussagekräftigen Sprache vermittelt. Der Kreuzweg berührt existentielle Themen, also solche, die jedem Menschen vertraut sind. Wir finden jene Grunderfahrung von Leid und Kreuz, von Fallen und Aufstehen, von Hilfe und Trost, die unser Leben bestimmen. Gerade das Sterben wird ganz ernst genommen als Wirklichkeit, die Angst macht, durch die aber Auferstehung erst möglich wird. Der Kreuzweg ist eine gute Lebens- und Glaubensschule. Am Beispiel Jesu können wir lernen, wie Leben gelingt trotz äußerer Mißerfolge und Rückschläge.

Wer dieses Grundvertrauen hat, der muß nicht mehr unter seinen Schicksalsschlägen zerbrechen. Er kann auch das aus Gottes Hand annehmen und bejahen, was er nicht versteht und was ihm gerade deswegen so weh tut. Ich denke, für uns Gläubige kommt es heute darauf an, das Leben als ein Geheimnis zu sehen. Es ist wichtig, auch in trüben Stunden gelassen zu bleiben, ja daß wir imstande sind, Fragen auszuhalten, auf die es, menschlich gesehen, keine befriedigende Antwort gibt; ja es kommt darauf an, zu lernen, Spannungen zu ertragen. So will die Botschaft des Kreuzweges nicht nur zu unserem Herzen sprechen und Gefühle wecken, sie will uns zu konkretem Handeln herausfordern und unseren Blick schärfen für das Wesentliche, für das Tiefe, für das, was wirklich zählt und Bestand hat über den Tod hinaus. Der Kreuzweg bleibt so trotz des Negativen, das uns in vielen Stationen begegnet, eine Frohbotschaft, weil er anschaulich macht, wie Gott sich mit den Menschen solidarisiert, wie gut er es mit uns meint. Auf den Tod, den Tiefpunkt menschlicher Erfahrung, antwortet er mit dem Geschenk der Auferstehung. Gerade dieser Osterglaube verklärt jedes - nach außen hin noch so mißlungene - Leben und gibt ihm Wert und Würde. "Das Herz des Erlösers steht offen für alle, damit sie freudig schöpfen aus den Quellen des Heiles", so heißt es in der Herz-Jesu-Präfation. Möge dieser "Gomioner Kreuzweg" errichtet im Herz-Jesu-Jahr 96 - viele Menschen wieder tiefer glauben, stärker hoffen und inniger lieben lassen. Der Seelsorger

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Seite 17/ Nr. 9

Passeirer Blatt / März 1996

Harte Zeiten! Die Zwanziger- und Dreißigerjahre waren für unser Land eine sehr schwere Zeit. Es gab damals keine Renten und keine Familienzulagen, keine Krankenkasse für Bauern und landwirtschaftliche Arbeiter. Die allgemeine Meldepflicht wurde erst mit 1.1. 1957 eingeführt. Nur für .Flrrnenarbeiter" (Schneebergknappen) gab es den sozialen Schutz, wie ihn heute alle Arbeiter genießen. Es gab aber auch kaum Arbeit und wenn, so wurde sie so schlecht bezahlt, daß ein Familienvater von seiner Arbeit Lohn die Familie nicht ernähren konnte. So kamen die Tagwerkerkinder oft schon in Kindesjahren zu Bauern, damit sie vom "Tisch" wegkamen. Auch mußten diese Kinder mit dem .Milchkandele" gehen, oft stundenlang und zu den entlegensten Bauernhöfen, um ein Lackl Milch zu erbetteln. Oft mußten sie bei mehreren Bauern zukehren, bis das Kandele voll war. Manchmal gab eine Bäuerin auch ein nußgroßes Batzl Schmalz dazu, aber das war selten. Manchmal jammerte eine Bäuerin auch, sie hätten selber nicht viel, da sie die Kühe zum Fuhrwerken bräuchten, und sie deshalb arg "gespiechen" wären. Für solche Kinder gehörte das Milchlottern gehen schon zum Tagespensum und sie gingen unaufgefordert diesen schweren Weg. Die Belohnung war ja groß, winkte doch zu Hause eine zufriedene Mutter und eine Milchsuppe oder ein Mus. Ich erinnere mich noch an die blassen, schmalen Gesichtern der Kinder einer kinderreichen Familie. Man sah ihnen den Hunger und die Unterernährung von weitem an. In dieser Notzeit verlegten sich viele Männer aufs Schmuggeln. Es war dies ein gefährliches, wenn auch einträgliches Geschäft. Gefährlich wegen der Schleichwege in unwegsamem Gelände. Gefährlich wegen allzugroßer Gefahr, in die Hände der Gesetzeshüter zu fallen, denn viele Patrouillen lauerten im Grenzgebiet. Da gab es die Finanzwache und die Grenzmiliz. Wurde man erwischt, gab es empfindliche Strafen. Da wurde dann nicht selten vom Manganello (Gummiknüppel) und Rizinusöl Gebrauch gemacht. Die Grenzhüter waren besonders aktiv und vermuteten in jedem einen Schmuggler, auch wenn er nur ein Bauer war und auf irgendeine Alm ging, um nach seinem Vieh zu se-

hen, oder eine hochträchtige Kuh zu holen. Diese wurden dann aufgehalten und in die Kaserne (Pichi Haus) in Rabenstein gebracht und dort festgehalten, bis die nötigen Erkundungen und Bestätigungen seitens der Gemeinde eingeholt waren. Eine dritte Gefahr, und zwar die heimtückischste, war bei Schlechtwettereinbruch die Orientierung zu verlieren. (Siehe gesonderten Bericht) Auf Schleichwegen gingen sie über die Grenze und stiegen ins Ötztal hinunter, wo sie ihre Schmuggelware einkauften: Tabak, Zigaretten, Feuerzeuge und Sacharin. Mit großem Risiko traten sie, Gott befohlen, den Heimweg an. Der Rucksack wurde dann an einem sicheren Ort versteckt und erst bei der Nacht heimgebracht. Man wußte nicht, wer bei dieser Gilde dabei war. Es stand ihnen ja nicht auf der Stirn geschrieben, womit sie sich beschäftigten. Mit der Schmuggelware gingen sie dann ganz unauffällig hausieren und ohne Schwierigkeiten brachten sie die Sachen an den Mann und die Frau. Die Männer kamen zu einem billigen, für sie unentbehrlichen Tabak, und die Frauen kauften gerne Sacharin, denn Zucker war zu teuer und wurde nur in den seltensten Fällen verwendet. Einer der Gilde war allgemein als Schmuggler bekannt und lebte nur davon. Er hieß Josef Hofer und wurde einfach "der Hofer" genannt. Er war der Sohn des Jögglander Bauern in Rabenstein. Er war ledig und hatte für niemanden zu sorgen. Er war immer gut aufgelegt und zu allen Späßen bereit. So brachte er es sogar fertig, daß sein Bruder für ihn die Junggesellensteuer bezahlen mußte. Unter großem Gelächter seiner Kumpane, sagte er einmal im Gasthaus: "Die Junggesellensteuer wird nicht bezahlt". In seiner Freizeit sprach er gerne dem Weine zu und setzte seine übrigen Lirelen in Vierteln und Halben um. Er sorgte stets für Humor und Unterhaltung. Einmal soll er, anstatt den Weg über die Grenze zu nehmen, versucht haben, mit einer List über den Brenner ins Ausland zu gelangen. Er verschaffte sich einen Hammer, begab sich auf die Bahnschienen und wollte sich als Streckenwärter ausgeben. Das ganze Unternehmen ging aber schief, und er wurde geschnappt. Einmal über-

nachtete er im Gasthaus Leiteben. Als er in der Früh ungewohnt lange ausblieb, ging der Wirt nachschauen. Was aber bot sich ihm für ein Anblick! Als er die Tür aufmachte, wimmelte es von Federn und Daunen und ein lachender Hofer steckte im leeren Bettinhalt. Ein anderes Mal soll er irgendwo vor einem Gasthaus auf einen Zierstrauch zugegangen sein und ihn zerpflückt, zerrauft und zerzaust haben. Aber wohlgemerkt! Hofer war ein durch und durch ehrenhafter Mensch und hat den von ihm angerichteten Schaden immer wieder gutgemacht. Einmal soll in St. Leonhard ein Zirkus gastiert haben. Da habe jemand den Hofer "hineingehußt". Dieser ließ sich nicht lange betteln und ging hinein und gaukelte um die Tiere herum und setzte sich endlich auf eines, das ihm aber bald abwarf, weil er schon mit Gleichgewichtsstörungen hineingegangen war. Carabinieri haben ihn herausgeholt und für ein sicheres Nachtquartier gesorgt. Jene Zirkusnummer soll jedenfalls die schönste jenes Abends gewesen sein. Hofer und seine Zechkumpane haben aber nicht nur fröhlich in den Tag hineingelebt, sondern auch an den Tod gedacht. Sie machten untereinander aus, daß derjenige, der zuerst stirbt, zurückkomme und über das Jenseits berichte. Nun, unser Hofer hat sich bei seinem Tode zwar "gemahrt", wie es mehrere tun, aber von einem Zurückkommen ist nichts bekannt. Ich glaube, Hofer hat es bei seinem letzten Grenzgang bewendet sein lassen.

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PasseirerBlatt / März 1996

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Erlebnisbericht der Frau Rosa Pöll-Klotz Teil 2 Die Fortsetzung wurde von der Redaktion in einigen Teilen gekürzt. Mit dieser Folge wird der Erlebnisbericht abgeschlossen. Wir bedanken uns bei der Autorin für die Schilderung der Ereignisse aus ihrer persönlichen Sicht und wünschen ihr weiterhin alles Gute! Die Redaktion. Als erste Lehrstelle im Heimattal Passeier erhielt ich Glaiten. Eine andere Lehrerin, die erst 14 Tage dort unterrichtet hatte, mußte für mich den Platz freimachen. Nun entstand Ärger unter den Bauern. Vorher stand es mit der Schule in Glaiten ganz schlecht. Zwei Bauern gingen nun zum Direktor Anton Pichler und beschwerten sich, daß nun die gute Lehrerin verschwinden müßte, und ich ihre Stelle bekam. Der Direktor hörte sich den ganzen Jammer an und sagte: "Nun geht heim und in zwei Monaten kommt ihr wieder!" Ich war auch nicht glücklich mit Glaiten, denn ich hatte im April geheiratet und wohnte in Walten mit meinem Mann. Es waren rund 30 Schulkinder, die 4. und 5. Klasse unterrichtete ich am Vormittag, die 1. 2. und 3. Klasse wegen Platzmangels am Nachmittag. Das Schulhaus selbst war in einem miserablen Zustand. Der Schulofen roch und fraß eine Menge Holz, das Dach ließ Regen durch, keine Tür schloß richtig und Lehrmittel waren überhaupt nicht vorhanden. Im Schlafzimmer und sogar im Bett war ich vor Mäusen nicht sicher. Mit Plastilin und Glassplitter stopfte ich die Löcher zu, aber im Spätherbst, als es draußen kälter wurde, ging die Plage erst richtig los. Es nahte der schneereiche Winter 1950/51, deshalb diese Mäusepiage. Tag und Nacht schneite es, und die Schneemassen türmten sich meterhoch. Überall krachten die Lawinen zu Tal, und das Schulhaus sah man kaum mehr. Beim Paulner und beim Bärenhofer stand immer jemand auf Wache, denn die Schule stand zwischen zwei Lahnstrichen. Bei Gefahr von oben hätte man fest mit

Kuhschellen geläutet und Wir In der Schule wären gewarnt gewesen, um schnell auf den Kirchbichl zu rennen. Einmal in der Nacht krachte der alte Pichlstadel zusammen. Das langgezogene, morsche Schindeldach konnte diese ungeheuren Schneemassen nicht mehr tragen. Das Licht ging aus und es schneite und schneite und die Gefahr und die Angst wuchsen. Die 14-jährigen Buben waren zu schwach, um diese Schneemassen wegzuschaufeln. Und wohin, fragte ich mich, soll man den Schnee schieben, denn die Vortür steckte schon im Schnee und zur Schule führte ein schmaler ausgeschaufelter Schneegraben, damit die Kinder nicht stecken blieben. Besonders gefährdet waren die Schüler, die von Schlattach kamen, und es waren nicht wenige. Doch alles ging gut. Die Kinder waren sehr willig und fleißig. Als die großen Schüler aus hatten, standen die anderen schon da. Fürs Mittagkochen blieb keine Zeit, denn der Herd war total ausgebrannt, erst später erbat ich mir einen Gasherd von der Gemeinde. Oft brachten mir die Kinder Knödel mit, sonst begnügte ich mich mit Butterbrot und Milch. In der Früh mußte ich eine Stielpfanne in das Feuer halten, damit die Milch wenigstens warm wurde. Als über Sonntag einmal Tauwetter einfiel, krachten die Lawinen ins Tal und in Glaiten waren vor und hinter dem Schulhaus Massen von Schnee, Bäumen und Steinen niedergedonnert. Bei "Oache" war kein Übergehen möglich, denn die Kronlahne hatte diese Waldschneise spiegelglatt gefegt. Die Bäume waren samt Wurzeln mitgerissen worden. Als ich im Begriff war, mich auf den Weg nach Glaiten zu begeben, schaute ich beim Fenster hinaus und sah wie die Bäume von der Lawine wie Zünd hölzchen in die Höhe gehoben wurden und zu Tale stürzten. Als ich nach zwei Tagen diese gefährliche Stelle mit meinem Mann mit Steigeisen überqueren konnte, sahen wir, wie es in Glaiten aussah. Als ich dem Direktor bei der Konferenz den Grund des Unterrichts-

ausfalls berichtete, meinte er:" Der Lehrer müßte auch dann noch im Schulhaus sein, wenn ihn die Lawine mitnimmt!" Nach der Lehrstelle in Glaiten erhielt ich für einige Jahre eine Lehrstelle in Walten. Drei Lehrer waren dort angestellt, plus ein Italienisch lehrer. In der 5. Klasse in Walten erschien zwei Mal der Inspektor Mali. Er war gefürchtet bei den Lehrern und jeder war seinen Launen ausgesetzt. Am Vorabend kam er an und schlief auf einem harten Strohsack, so erzählte es die Wirtin. Alle Hefte der dort wohnhaften Schülerin Berta Lanthaler von der 5. Klasse studierte er aufs genaueste und war damit bestens im Bild, was in der Schule geleistet wurde. Nach der Feuernacht 1961 hatte ich keine Ruhe mehr. Ich wurde in Walten nicht mehr geduldet und nur mehr von einem Ort zum anderen versetzt. In Ulfas hatte ich ganztägigen Unterricht, Abteilungsunterricht von der 1. bis zur 5. Klasse. Die Schule war überfüllt und in manchen Bänken saßen 4 Schüler. Die Italienischstunde nutzte ich aus, um die 1. Klasse in der Schulwohnung zu unterrichten. Dort hatte ich eine eigene Methode gefunden, wie man auf einfache Weise einige Klassen indirekt beschäftigen konnte, während ich mit der anderen direkt arbeitete. Als im darauffolgenden Herbst wieder Ulfas zugewiesen bekam, konnte ich nur bis Allerheiligen unterrichten und mußte mit Kind, Sack und Pack nach Riffian ziehen. Zum Glück bekam ich dort eine Dienstwohnung zugewiesen. Allein in diesem Schuljahr hatte ich 4 Mal Lehrstelle wechseln müssen. Mein letzter und anstrengendster Schulort im Passeiertal war Mörre. Fast jeden Tag fuhr ich heim, weil ich nur ein junges Mädchen bei den Kindern hatte. Der steile Weg von der Baumkirchsäge bis in die Mörre war sehr anstrengend. Im 2. Jahr konnte ich nur noch bis zum 12. Oktober 1966 unterrichten, dann wurde ich von den Carabinieri verhaftet und 14 Monate und 9 Tage lang eingesperrt. Zehn Jahre lang durfte ich nach meiner Entlassung aus der Haft nicht mehr unterrichten. Erst als mein Mann tot war, bekam ich in Bozen wieder eine Lehrstelle. Ich führte die Schüler der Goetheschule 2 Mal von der 1. bis zur 5. Klasse. Rosa Klotz Pöll


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Jahreshauptversammlung des Bergrettungsdienstes St. Leonhard Anfang Februar wurde die jährliche Jahreshauptversammlung des Bergrettungsdienstes St. Leonhard im AVSLokal in Walten abgehalten. Dabei konnte der Ortsstellenleiter, Oberprantacher Hans Georg, neben den aktiven Mitgliedern auch den Landesleiter Sepp Hölzl und den Bezirksleiter Winkler Ernst begrüßen. Nach einer kurzen Begrüßung wurde der umfangreiche Tätigkeitsbericht vorgetragen. 1995 wurden 5 Einsätze, darunter 2 mit dem Hubschrauber, durchgeführt. Das Hauptaugenmerk wurde wiederum auf den Besuch der verschiedenen Weiterbildungskurse auf Landesund Talschaftsebene gelegt. Dabei wurden Hubschrauber, Fels- und Eiskurse besucht. Bei den monatlichen Treffen werden praktische Übungen durchgeführt. Zwei junge BRD-Mitglieder konnten im Frühjahr die Anwärterprüfung erfolgreich abschließen. Im vergangenen Jahr wurde erstmals der Bereitschaftsdienst an Wochenenden eingeführt. So ist an allen Wochenenden und Feiertagen mindestens ein BRD-Mann für eventuelle Rettungsein-

sätze bereit und mittels Pieps sofort erreichbar. Bei dieser Gelegenheit bedankte sich Herr Oberprantacher für die gute Zusammenarbeit mit dem Weißen Kreuz und mit der Feuerwehr. Weiters dankte der Ortsstellenleiter der Gemeinde St. Leonhard und der Raiffeisenkasse Passeier für die großzügige finanzielle Unterstützung. Anschließend richteten Herr Sepp Hölzl und Herr Ernst Winkler Grußworte an die Versammlung. Höhepunkte dieser Vollversammlung war die Ehrung des langjährigen Mitgliedes Fritz Haller, wobei ihm eine Ehrenurkunde und ein Geschenk überreicht wurden. Herr Haller ist seit 1968 aktiver BRD Mann. Er führte die Bergrettung von 1970 bis 1985 als Ortsstellenleiter und war stets ein Vorbild bezüglich Einsatz und Opferbereitschaft. Abschließend erfolgten die Neuwahlen, bei welchen der bisherige Ausschuß zum Großteil wiedergewählt wurde: Ortsstellenleiter: Hans Georg Oberprantacher Vize-Ortstellenleiter: Albert Zipperle Kassier u. Schriftführer:

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Der Rotzenfocher vi St. Martin Nach der Weihnachtsgeschichte 1994 wird heuer den Passeirer Kindern wieder die Möglichkeit geboten, unter Anleitung von Fachkräften Theater zu spielen. Ein altbekanntes Märchen wurde in Passeier angesiedelt:

~ ~~n~t~.~o~1. M~~ \r,~

~-\Jl~

~?

Spielort: Der Dorfplatz von St. Martin Mitwirkende: Institut für Musikerziehung Passeier (Chor und Orchester) 30 spielende Kinder Organisation: Die drei schüsse in Passeier

Bildungsaus-

Der große Kinderchor bereitet das Publikum auf das Geschehen vor. Einige Dorfbewohner beklagen sich über Zerstörungen und Verluste, für die es zunächst keine Erklärung gibt. Der Nachtwärter aber weiß bereits, daß es sich um eine Rattenplage handelt. Nun schreiten die Behörden ein. Mittels dreier Maßnahmen versuchen sie die Ratten loszuwerden. Alles vergebens. Da tritt ein Spielmann auf den Plan. Er ist liebenswürdig. Die Kinder lieben seine Musik und sein Wesen. Mit seiner Flöte kann er die Ungeheuer bezwingen. Der große Chor singt das Jubellied von der Rattenbefreiung. Dafür fordert er in Passeier ein Heimatrecht. Als man ihm das verweigert, ihn sogar verhöhnt und wieder verstößt, beschließen die Kinder, ihm die Treue zu halten und gemeinsam anderswo ein neues "ehrliches" Leben zu beginnen. Der große Chor singt am Schluß vom Verlust der "entführten" Kinder. K. S.


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SWetter und die Mousr Senioren lem in 22 Juni isch a Wetter giwesn, wia die Metrologn nia uans vin Barometr gilesn. Dr liabe Gott isch in Peatrus gong in frogn: "A seile norrit schians Wettr, wos hot denn des zi sogn?" "Joa, hot dr Peatrus gsogg, wenn die Mousr Senioren haint welln in Ultn innin foorn, zem isch mit schantl Wetter sahr nicht giton, zum kemminse schun sierigr afn Dorfplotz on". "Joa, joa hot dr liabe Gott gsogg, Peatrus hosche schun recht, schantl Wetter fi die Mousr Senioren, seil war ungirecht." Nor sainse zi weg marschiart mit jugindlichn Schwung, lai di Moide hot gsogg "Entschuldigung! I, hotse gsogg, bin laidr nit drbai, i bin in Oubrplanitzing untn bin Hai!" Sie in d'oltn Tag e wert als Bairin nou aktiv, di Epflbame und die Weinrebn, olls hotse in Griff. Obr die Burgl hot vi lautr wortn zem Plottfiaße bekemmin, wouher hatse eppr zem an Stual gsollt nemmin? Af Lanin entn af dr Ultnerstroße, oubr ihr des Firmament, des wolknlouse. De Plottfieaße a seile Gstraaf, obr de, hotse gsogg, nimme gearn in Kaaf; weil sie hot an Spiel kontakt, am wundrborn mit de watterischn Mousr Seniorn. Nor isch der Korrn entl augitaucht, sischt hat die Burgl drgaling die earte Hilfe gibraucht. Nor sainse holt Ultn zua bi den norrit schian Wettr und folgendes Programm hot der Kassir gsogg geat ibr die Brettr: .Außr St. Gertraud, schaugit, zem oubn, zem steat eppis Olts, des isch giwieß zu loubn. Do stian wunddrbor schiane dicke Larchn, aus uan drbauit dr Noe schun zwoa Archn. Obr a toal Senioren hot um de Bame nicht giwundrt, sie sain ibr dr Brugge und hobn sich gipsundrt.

Hobn a Spieleie gimocht untr a Bam in Schootn, sie hobn vrstontn: "Sie lossnse nit Vormittog schun vi dr Ultnr Sunne brotn."

ibrnemmin!" Nor sain die Museumsbsuachr wiedr Wolburg zuagirattrt, gschwitzt hobnse, gilocht und fraile a toule gschnattrt.

Dia uan sain ausn, hobn die Larchn inspiziert, a toal hattn sich in liabstn in an sellin Riesn inquartiert, ibr nain Metr hobn de Ungetimr gimessn, obr Hitte isch laidr wait und broat kuane giwesn. Sellepöign sain di Waibrlait auchn oubr die Larchn und sain zem oubn gongin a fetzile marchn. Drgaling sain Spielr und Larchnbitrochtr wiedr instiegn in Bus, mit an mords Appetit, seil isch ain Genuß.

Die Mensch ärgere dich nicht Spielr sain Loch zua giwesn, die Wattr hobn fraile s'Auhearn vrgessn. Nor hot dr Schoffer vrkindit "um finfe isch dr Start!" die Durschting nou resch eppis Lautrs in Hols ochn gilaart.

Bin an Wirt in St. Wolburg hobn se nor schnabiliert, dr Wirt und die Kellerin sain gonz labilit aumarschiert. Obr vielleicht hobn die Ultnr a seile Temperament, die Tondile-Muatr, die Ältigste, hat den Wirt laicht ibrrennt. Obr drgaling hot dechtr aniads eppis bikemmin, a toal zin Schluß nou haiße Liebe gongin nemmin. Dr Kassier hot gsogg fir seil kimp er nit au, er zoolt die Fohrt, sischt legg er kuane Lire drau! Obr nor hotr wiedr s' Programm präsentiert, aniads torf noch St. Nikolaus mit, gonz ungeniert! Und wer bin Wirt will blaibn konn spieln und und rostrn, um zwoa hoasts holt instaingn in den vierrädring Kostn. In den Museum hobn die Ultnr nau haufn Giraffl, vi die Knoschpn bis zi dr Wiage, vi dr Sahnekelle bis zin SchaffI. Obr dr Grindr vin Museum hot lai hearisch giret, seil paßt nit drzua zi den oltrtimlichn Gfrett. Die Frau vi dr Gilf hot obr nau leltnzuig gikaft in St. Nikolaus "Joa hot ihr Franz gsogg, isch des eppr eppis Schlaus?" "Wos muansche hot sie drau gsogg, bis miar af Mouse innin kemmin zem möign mr haint lai mear s'Bett

.Ultn leb woul hobnse gsogg die Mousr Seniorn, kannt sain, daß miar nouamol zi diar inner foorn. Bisch a schians Tol, hosch haufn Urtimlichs nou, obr dr Kassier sogg gell und nicht hou. "A luggrle megg ös nou, hotr gsogg, gell? Des sain di leschtn, tiats zuagrein schnell?" In Schwitz hots in olle lacknweis hergitriebn und die Burgl isch schwitzitr af Lanin gibliebn. A pißI gsungn und gibetit hobn die Seniorn nor aa, heilige Muatrgottis und tralilala. Obr olls geat ummr und ols geat vorbei, die Moide bin Loch inin mitn leschtn Fuadr Hai. Und dr Bus mit die Seniorn in Mous wiedr gstontn, wöignin Durst hobnse olle in a Bar gimiaßt londn. Obr kuan Wölkl afn Himml, asoui wiase zumorgits sain gfoorn, hobnse znochts gikennt in Hoatrn auchn schaugn, die Mousr Seniorn. Wenn a Nebile hot giwellt autauchn not hots dr Peatrus drdruckt, in gonzn Tog ischr wöign de Seniorn af dr Wettrstation kuckt. Sie hobn ihn a Donkgibet gschickt, seil isch amoll fix, wail umesischt tuat haint zu Tog a a Hailgr nix. Sellepöing wertr an ondrsmol wiedr schian Wettr herstelln, kuen Nebile afn Himmel, wias die Mousr Seniorn holt welln. A hoaters Firmament, an uanmolige Sicht, do isch fraile laichts Ausfliagn, bin an sellin Wettrbericht. A.L.


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1. Treffen Gemeinderat Jugendtreff St. Martin Im neuen Gemeindestatut von St. Martin ist festgelegt, daß jedes Jahr eine gemeinsame Sitzung des Gemeinderates mit Jugendvertretern zum Thema "Jugendarbeit im Dorf" stattfinden muß. Am 14. Dezember 1995 trafen sich der Gemeinderat und der Trägerverein des Jugendtreffs zur .Premieresitzung". Der "geistige Vater" dieses Passus, Gemeinderat Erich Kofler, sieht in diesen jährlichen Sitzungen die Chance, den Dorfverwaltern einen besseren Einblick in Aufbau und Tätigkeit der Jugendvereine zu ermöglichen. Durch direkte Information kann sich jeder Rat seine eigene Meinung bilden und eventuell Kritik gleich zur Sprache bringen. Die beinahe vollständig anwesenden Gemeinderäte wurden schon zu Beginn mit einer regelrechten Flut von Informationen über die rege Jugendarbeit im Dorf bombardiert. Beim anschließenden Rundgang durch das "Haus der Jugend" erfuhren sie vom Vorsitzenden Näheres über die Nutzung. Die "Rechtfertigung" für die sehr gut und modern ausgestatteten Lokale lieferten anschließend die Vertreter von Jungschar, SKJ, Jugendservice und Jugendtreff, als sie von den vielseitigen Veranstaltungen des vergangenen Jahres berichteten. Dabei ging die Rede von Gruppenstunden und Diskussionsabenden, von Jugendmessen und Winterausflügen, von Vorträ-

gen und Filmen, von Sitzungen und Öffentlichkeitsarbeit und nicht zuletzt vom großen Aufwand das alles zu koordinieren und sinnvoll zu verwalten. Mit dieser Aufgabe befaßte sich hauptsächlich der Leiter des Jugendservices Harald Ladurner, der damit allen Vereinen und besonders dem Jugendtreff einen wichtigen Dienst erweist. Daß Jugendarbeit aber nicht nur Veranstaltungen bedeutet, sollte ein "Diskussionsbeispiel" aus einer Sitzung des Jugendtreff- Trägervereins verdeutlichen. Darin wurden erzieherische Maßnahmen bei "Entgleisungen" von Jugendlichen im Treffpunkt besprochen. Der Gemeinderat mußte nun unter Zuhilfenahme der Vereinsstatuten, der Haus- und Schlüsselordnung sich mit dem selben Fall beschäftigen. Der "Spruch" des Gemeinderates ähnelte dem Beschluß der Jugendtrefführung auffallend. Nur wenige Punkte gaben Anlaß zu einer ausführlichen und leidenschaftlichen Diskussion, die noch beim anschließenden Imbiß ihre Fortsetzung fand. Im Namen der Mitarbeiter von Jungschar, SKJ, Jugendservice und Jugendtreff danken wir dem Gemeinderat für Verständnis und Aufgeschlossenheit bei dieser ersten Sitzung und hoffen auf weitere moralische und finanzielle Unterstützung. OFYOU

Interview mit Bürgermeister Hermann Pirpamer Jugend: Glauben Sie, daß die Gemeinderäte durch die gemeinsame Sitzung einen tieferen Einblick in die Jugendarbeit und mehr Verständnis für Jugendprobleme bekommen haben? BM: Für das Amt eines Gemeinderates stellen sich in unserer Gemeinde immer mehr junge Leute zur Verfügung. Das hat dazu geführt, daß in der abgelaufenen Amtsperiode kein Gemeinderatsmitglied älter als 50 Jahre gewesen ist. Dadurch ist im Gemeinderat recht viel Verständnis für die Belange der Jugend vorhanden. Die erste gemeinsame Sitzung hat bei den Gemeinderäten und

auch bei mir einen recht positven Eindruck hinterlassen. Zum ersten Mal ist der ganze Gemeinderat über die vielfältige Tätigkeit in der Jugendarbeit im Ort informiert worden, und ich glaube schon, daß bei künftigen Problemen Verständnis im Gemeinderat zu finden ist.

Jugend: Gerade bei dieser Sitzung ist deutlich geworden, daß aktive Jugendarbeit für die Gemeinde Kosten mit sich bringt. Wie würden Sie diese finanzielle Belastung vor einem Gegner der Jugendarbeit rechtfertigen?

BM: Es ist immer schwer einem Gegner, in diesem Fall der Jugendarbeit, die finanziellen Belastungen der Öffentlichen Hand zu rechtfertigen, weil sie nicht immer mit Ergebnissen zu belegen sind, und oft mit recht unrealistischen Beispielen argumentiert wird. Ein definitive Bilanz glaube ich, wäre erst im nachhinein zu erstellen, dann könnte man Versäumtes in der Jugendarbeit aber nicht mehr rückgängig machen. Die finanziellen Unterstützungen sollen sich im Rahmen der Notwendigkeit halten. Eine gewisse Eigenleistung der Jugendlichen ist unbedingt notwendig um gute Jugendarbeit zu leisten. Jugend: Viele Mitarbeiter von Jugendvereinen haben den Eindruck, daß sich die Bfwölkerung zu wenig für die Jugendarbeit interessiert und daher leider oft falsche Urteile fällt. Wie verhalten Sie sich als Bürgermeister, wenn Sie von einem Anrainer oder Dorfbewohner Klagen hören? BM: Es geht nicht nur den Mitarbeitern der Jugendvereine so, sondern viele Vereinsvertreter fühlen sich oft von der Bevölkerung nicht beachtet oder werden falsch verstanden. Dazu kommt häufig, daß die Tätigkeit der ehrenamtlichen Vereine als selbstverständlich angesehen und recht unsachlich kritisiert wird. Dem kann man nur offene und seriöse Vereinsführung entgegenbringen. Kritiker, mit denen man trotzdem nicht ins Gespräch kommt, sollte man nicht beachten, denn das sind Leute, die keinen Finger für die Dorfgemeinschaft rühren. Jugend: Zum Schluß bitte ich Sie uns eine letzte allgemeine Aussage zum Thema Jugendarbeit zu machen. Zu erwähnen ist, daß die Idee und die Verwirklichung des "Jugendhauses" nichtin meiner Amtszeit als Bürgermeister, sondern schon vorher entstanden ist. Dafür gebührt dem damaligen Bürgermeister Josef Pichier und seinem Gemeindeausschuß ein besonderer Dank. Jugendarbeit ist eine schöne, nie endende Herausforderung, die viel Verständnis und Liebe zu den jungen Menschen erfordert. Sie ist Hilfe in einer modernen Welt, in der alle herkömmlichen Werte, z. B. Familie, in Frage gesteilt werden. Harald Ladurner OFYOU


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Jugendtreff Vollversammlung Da die erste Jugendtreffvollversammlung im Jahre 1994 so erfolgreich verlaufen war, wurde schon im November letzten Jahres mit Eifer an den Vorbereitungen gearbeitet. Zahlreiche Sitzungen des Trägervereins fanden statt und die eigentliche Vollversammlung wurde für den 26. Dezember im Vereinssaal von St. Martin anberaumt. Durch den ungünstigen Termin (Stephanstag), der leider nicht mehr aufschiebbar war, fanden sich nur wenige Interessierte ein. Alle Anwesenden erhielten am Eingang ein kleines Präsent und wurden im Vorraum mit Gebäck und einem alkoholfreien Cocktail willkommen geheißen. Der Vorsitzende Erich Kofler begrüßte besonders herzlich die Ehrengäste Bürgermeister Hermann Pirpamer und

Sieglinde Wilhelm und stellte die Ausschußmitglieder kurz vor. Anschließend wurde der Tätigkeitsbericht des Jugendtreff und des Jugendservice vorgetragen. Der Höhepunkt des Tages war die Neuwahl des Trägervereins. Alle im Einzugsgebiet der Pfarrgemeinde St. Martin wohnhaften Jugendlichen, weiche das 14. Lebensjahr vollendet hatten, konnten daran teilnehmen. Der neugewählte Ausschuß, zusammen mit den kooptierten Mitgliedern sieht folgendermaßen aus: Michael Angerer, Thomas Angerer, Haller Brigitte (Jungschar), Martin Haller, Carmen Kofler (SKJ), Erich Kofler, Haraid Ladurner (Jugendservice). Petra Marth, Joachim Niedermair (Ehrenzivi), Tony Oberprantacher,

Verein für Kultur und Heimatpflege berichtet Im südlichen Teil der Umfriedungsmauer des Friedhofes von St. Leonhard liegt das Grab der Sandwirtin Gertraud von Hofer. Bis 1909 war ein sehr hübsches schmiedeisernes Grabkreuz aufgestellt

gewesen. Zur Jahrhundertfeier der Tiroler Freiheitskämpfe (1909) hat das Land Tirol einen neuen Grabstein setzen lassen. Zur Feier der heurigen 200sten Wiederkehr des Herz Jesu-Gelöbnisses und besonders auch zur Wiederbestätigung des Talschaftswappens ,,500 Jahre Wappen Passeier" hat der Verein für Kultur und Heimatpflege Passei er die Grabstätte würdevoll restaurieren lassen. Das schadhafte Dach wurde von Johann Raich durch ein neues Dach mit Mönch- und NonneZiegeln ersetzt. Oswald Pinggera führte die Malerarbeiten durch und erneuerte

die Schriften. Auch die Grabpflege wird durch den Heimatpflegeverein in Auftrag gegeben und finanziert. Treffend für die Sandwirtin stehen auf der Grabinschrift die Worte der

Bibel:"Ein starkmütiges Weib, wer findet es? Ihr Wert ist Dingen gleich die weither aus fernsten Fernen stammen." Gleichzeitig auch wurde das schadhafte Dach am Bildstock unterhalb Prantleit erneuert, der am Andreas Hofer Rundweg steht. Auch er erinnert mit einer beeindruckenden Tafel an die Franzosenkriege um 1809 samt Inschrift, die in dieser historischen Gegend stattgefunden haben. Sie wurde von Konrad Heel 1980 erneuert. Auch dieses Bildstockes (siehe Foto) hat sich der Heimatpflegeverband angenommen. Johann Raich

Iris Öttl, Martin Papst, Petra Pirpamer (Jungschar), Anja Pixner, Elisabeth Prünster, Heinrich Prünster, Peter Schwarz (SKJ), Peter Thaler (Zivildiener), Andreas Verdorfer, Thomas Wiedmer, Matthias Zwick Schwerpunkte, mit denen sich dieser Ausschuß im neuen Arbeitsjahr vor allem beschäftigen wird, sind: Verbesserung der Öffnungszeiten, regelmäßige und effiziente Instandhaltung des Treffs, vermehrte Öffentlichkeitsarbeit. Vor der Bekanntgabe des Wahlergebnisses wurde als Unterhaltungseinlage eine "Kniehang I-Meisterschaft" ausgetragen. Mit Brötchen und Süßigkeiten fand der Nachmittag sein wohlverdientes Ende. Iris und Petra

Eine Rose für das Leben

In allen Orten des Tales und in Riffian starten verschiedene Vereine eine Aktion zugunsten der Südtiroler Krebshilfe. Vor den Kirchen wird eine Rose für das Leben verkauft; der Reinerlös kommt krebskranken Menschen in Südtirol zugute. Südtiroler Krebshilfe - Sitz Meran Petrarca Str. 15 Tel. 212112


Seite 23 / Nr. 9

Passeirer Blatt / März 1996

Worüber wir uns freuen Uns gefällt es, auf Pferden zu reiten und mit den Skiern über die Pisten zu gleiten.

Hallo Kinder! Wenn es auch eindeutig nach Frühling riecht, geht es bei mir in der Redaktion noch recht winterlich zu: Es sind nämlich wieder viele tolle Beiträge von Euch "hereingeschneit"! Auch heuer wieder bitte ich Euch um ein wenig Geduld - früher oder später werdet Ihr Eure Texte und Zeichnungen an dieser Stelle sicher wiederfinden! Ich wünsche Euch viele sonnige Frühlingserlebnisse - bis zum nächsten Mal, Euer Klexi

Wir freuen uns über ein lobendes Wort und treiben auch sehr gerne Sport. Es bereitet

uns Spaß,

bauen und mit dem Fernglas zu den Sternen zu schauen. Uns macht es Freude, mit den Eltern Karten zu spielen

Rätsel um das Passeiertal

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listig in

Es stimmt uns froh, wenn Weihnachten ist, und wir alle feiern die Geburt unseres Herrn Jesu Christ. Wir freuen uns an netten Geschenken, aber auch über alle, die an Menschen

Ö = OE; Ü = UE U A Q

und dabei

Vaters Blatt zu schielen.

In diesem Buchstabenwirrwarr verstecken sich kreuz und quer folgende geographische Begriffe: Rabenstein - Moos - Stuls - Pfelders - Platt - Ulfas - Timmelsjoch - Pill - Schneeberg - Hütt - St. Leonhard - Walten - Jaufenpass - Mörre - Tall - Gomion - Christi - Breiteben - St. Martin - Saltaus - Riffian - Vernuer - Kuens - Schweinsteg Achtung:

einen Iglu zu

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in Nöten denken! Wir fühlen uns wohl an warmen Sommertagen, man sieht uns aber auch im Winter glücklich Schließlich

umherjagen.

freuen wir uns über Sonne,

Mars, Venus und riesige Sterne, nur über das Unglück

nicht - hoffent-

lich bleibt es uns ferne! Projektgruppe

Stuls

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von Michaela Righi (11) aus St. Leonhard Unser Planet

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Stacheltier Spaßmacher Kopfbedeckung

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Wassertier

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Blume

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erfrischendes Getr. 1 Gebäude

beliebte Süßig keit im Sommer Herbstfrucht

von Georg Haller (11) aus St. Leonhard

Man hört ihn fast brüllen, diesen gefährlichen Tiger, den Hansjörg Gufler (10) aus Stuls für uns gemalt hat (BILD!)


Passeirer Blatt / März 1996

Seite 24/ Nr. 9

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