IV 70% Spedizione in a.p. – 70%S.I.A.P. – FilialeGR. di Bolzano
MITIEILUNGEN UND UND NACHRICHTEN NACHRICHTEN AUS AUS MOOS, MOOS, ST. ST. LEONHARD LEONHARD UND UND ST. ST. MARTIN MARTIN MITTEILUNGEN
Oktober 2002 1995 September
9. Jahrgang 15. Jahrgang- –Nr. Nr.735
800 Jahre Benediktinerseelsorge Mit dem Jahr 1995 endet die segensreiche Tätigkeit der Benediktinermönche vom Kloster Marienberg in Platt. Ursprünglich wurde Ulfas-Platt von St. Martin aus seelsorglich betreut, so daß man ohne Übertreibung von einer 800jährigen Seelsorge der Patres von Marienberg in Platt sprechen kann. Der weite und beschwerliche Fußweg von St. Martin über die Zwölf-Apostel-Kapelle in Hinteregg nach Platt, den die Priester zur Betreuung der Gläubigen von Platt zurücklegen mußten, sowie die dadurch bedingte mangelhafte Sterbehilfe seitens der weit entfernten Priester waren die Hauptgründe, warum die Gemeindevorstehung von Platt die Regierung in Innsbruck und den Bischof von Chur um die Errichtung einer eigenen Kuratie mit Recht auf einen eigenen Friedhof ersuchte, die 1712 gewährt wurde. 1919 wurde die Kuratie eine eigene Pfarrei. Der von der Bevölkerung schmerzlich empfundene Abschied der Mönche aus Platt und damit aus dem Passeiertal ist ein Anlaß, um uns - wenn auch nur in Kurzform - auf das verdienstvolle Wirken Marienbergs in Platt zu besinnen und dadurch der Ordensgemeinschaft der Benediktinerpatres und besonders dem scheidenden Pfarrer P. Sebastian Kuenrath unseren Dank und unsere Anerkennung auszusprechen. Die Urkunden sprechen von einer St.Ursula-Kapelle "auf dem heiligen Bü-
hel" von Platt, erbaut bereits zwischen 1180 und 1200, die bereits von 1460 bis 1468 zu einer gotischen Kirche umgebaut wurde. 1470 wurde ein Turm, ebenfalls in gotischem Stil, dazugebaut. Im 19. Jahrhundert war das Gotteshaus baufällig, so daß der damalige Kurat P. Romuald Hochenegger die verantwortlichen Stellen auf die Gefahr eines Kirchenbesuches hinwies. Allerdings umsonst, so daß der Himmel selbst am 17. August 1863 mit einem Blitzstrahl dreinfahren mußte, um das Gotteshaus unbenutzbar zu machen und dadurch die notwendige Sanierung zu erzwin-
gen. P. Romuald verstand es vorzüglich, durch ausgedehnte Spenden aktionen in Tirol und im kaiserlichen Wien (Kaiser Franz Josef ist an erster Stelle zu nennen) der armen Pfarrgemeinde von Platt die benötigten Gulden zum Umbau der Kirche zukommen zu lassen. Ingenieur Stern aus Meran erhielt den Auftrag, eine neuromanische Kirche zu zeichnen. Das Langschiff blieb noch wie vor dem Brand bestehen, das Presby-
in Platt
terium wurde durch einen Brand zerstört und neu aufgebaut. Der Turm mit den drei bestehenden Glocken wurde großteils zerstört, die Glocken schmolzen und mußten neu bestellt werden. Die Sakristei, ursprünglich im Parterre des Turms untergebracht, rückte nun bündig mit dem Turm gegen Osten vor. Die teils kostbare Einrichtung wurde ebenso durch Spenden und Beiträge ermöglicht: Die Altäre zeichnete der Bildhauer Stolz, Innsbruck, das qualitative Hochaltarbild mit der Sixtinischen Madonna und den beiden Ortspatronen St. Ursula und St. Sebastian malte der Schweizer Paul Deschwanden. Der Glockengießer Chiappani aus Trient lieferte vier Glocken, die ein gutes Geläute garantierten. Die Turmuhr baute Wendelin Jäger, und die Orgel ist ein Meisterwerk von Josef Aigner aus Schwaz. Seit der Erbauung des neuen Gotteshauses haben sich die meisten Kuraten und Pfarrer vorbildlich um die Instandsetzung desselben gekümmert. Einige von ihnen seien stellvertretend für alle, die in Platt gewirkt haben, genannt. Daß
Passeirer Blatt / Oktober 1995
Seite 2 / Nr. 7
auch zünftige versteht sich ten Kuraten-, renreihe von
Originale vertreten waren, bei einer jahrhundertealPfarrer- und Kooperatoselbst.
P. Plazidus Hebenstreit konnte am 20. Dezember 1712 als erster Kurat in Platt einziehen, wobei er bis 1717 auch die Seelsorge von Pfelders übernehmen mußte. P. Josef Tolpeit (1782 bis 1855) aus Wengen in Enneberg war Kurat in Platt von 1824 bis 1855. Ihm wird die humorvolle und noch erhaltene "Platterpredigt" zugeschrieben. Er ließ die Friedhofskapelle, die Friedhofmauer und das Brevierwegeie am Kirchhügel errichten und noch in der alten Kirche die Orgel und die Kirchenstühle einbauen. Er war auch der Begründer des Platter Armenfonds. P. Sebastian Heinz (1815 bis 1895) kam 1856 als Kurat nach Platt und
P. Ambros Thuille (1844 bis 1931) war Kurat vom 23. Oktober 1885 bis zum 4. Februar 1886. Er war ein frommer Priester und geschichtskundiger Gelehrter. P. Meinrad Astfäller (1834 bis 1914) war Kurat vom 5. Februar 1886 bis Ende Juli 1887. Es war die Zeit des Widumumbaues (Zu bau des obersten Stockwerks). Die Jugend und die Kranken lagen dem P. Meinrad besonders am Herzen. Er wurde wegen eines andauernden Streites um den Kirchenchor von Platt abberufen. P. Ambros Thuille war vom 4. August bis zum 30. Juni 1897 erneut Kurat von Platt. Zu dieser Zeit wurde der Widumstadel erbaut; bis dorthin hatten das Wirts-, Martl- und Mesnergut einen gemeinsamen Stadel. P. Lorenz Rapp (1852 bis 1914) war ab Juli 1897 kurz in Platt. P. Florin Salutt (1852 bis 1931) kam am 8. August 1897 nach Platt. Unter P.
SI. Martin, nach Schenna und Kuens die vermutlich älteste Seelsorgestation im Passeiertal, wurde
bereits um 1150 dem Kloster Marienberg inkorporiert. Foto: H. Hofer
wurde der Begründer der wertvollen "Chronik der Curatie Platt". P. Columban Obex (1800 bis 1871) war Kurat vom 10. September 1858 bis Ende Juli 1859. P. Gregor Hauser (1807 bis 1868) war Kurat vom 1. August 1859 bis Ende Juli 1860. P. Romuald Hochenegger (1810 bis 1882) war Kurat von 1860 bis 1882 und energischer Erbauer der neuen Kirche. Er war ein tüchtiger Seelsorger und ein geschickter Verwalter. P. Bruno Winkler (geb. 1826 in St. Martin in Passeier, gestorben als Prior 1897) war Kurat vom 11. November 1870 bis zum 22. Oktober 1885.
Florin wurde die Kuratie durch das bischöfliche Dekret vom 30. November 1919 zur Pfarrei erhoben. Der Chronist erzählt, daß P. Florin "ein gutes Herz in rau her Schale" hatte, er war "scharf in den Predigten" und zeigte großen Eifer für die Kirche. Am 26. August 1926 verließ P. Florin die Pfarrgemeinde Platt. Für seine Verdienste wurde P. Florin Ehrenbürger der Gemeinde Platt. P. Matthias Nachbaur O.T. betreute in Ermangelung eigener Mönche - die Pfarrgemeinde Platt von 1926 bis zum 30. Jänner 1931. Er führte das 40stündige Gebet ein, förderte den Dritten Orden und die Herz-Jesu-Verehrung. P. Peter Aigner (1867 bis 1931) war
vom 30. Jänner 1931 bis zum 17. März 1931 in Platt und wollte seine Seelsorge nach den Grundsätzen der Marianischen Kongregation ausrichten, doch eine tod bringende Lungenentzündung machte ihm einen Strich durch die Rechnung. P. Wolfgang Pöll (1885 bis 1966) war Pfarrer von Platt vom 31. März 1931 bis zu seiner Abberufung am 1. Juli 1940. Die Feier der Liturgie hatte bei ihm einen hohen Stellenwert, ebenso war er ein tüchtiger Prediger. Politisch stand er auf der Seite der Nazionalsozialisten und stellte seine Pfarrkanzlei für die Abwanderer aus ganz Hinterpasseier zur Verfügung (ADO-Kanzlei = Arbeitsgemeinschaft Deutsche Optanten). P. Josef Joos, Chronist des Klosters Marienberg, erzählt: "Noch gut ist mir in Erinnerung, wie Michael Gamper vor der Auswanderung in Platt die Leute für das Dableiben gewinnen wollte, aber fliehen mußte, um des Lebens sicher zu sein. Ich war damals Kooperator in St. Martin." P. Othmar Seirer (1882 bis 1968) war Pfarrprovisor von Platt vom 1. Juli 1940 bis 1943. P. Othmar hatte als Dableiber in Platt einen sehr schweren Stand und wurde zeitweise sabotiert. P. Stefan Pamer (geboren 1909 in Platt, 1957 Abt von Marienberg) war vom 1. Oktober 1943 bis zum 12. August 1949 Pfarrer in Platt. Er war Pfarrer in einer schwierigen Zeit nach erfolgter Option, nach den Qualen des Faschismus und während und nach einem sittenverderbenden Krieg. 1948 baute er im Widum einen Pfarrsaal aus (heute Bibliothek). P. Franz Patscheider (1920 bis 1994) war vom 14. August 1949 bis 1957 in Platt. Ein Pfarrer des Aufbruchs, der die Seelsorge von P. Stefan fortsetzte und zugleich Zeit und Kraft fand, die beginnenden Ideen der inneren Erneuerung für die Pfarrgemeinde umzusetzen. P. Cölestin Kusstatscher (geboren 1916) war vom 1. September 1957 bis zum 5. September 1986 in Platt. Der leutselige Pfarrer mit den vielseitigen Interessen fand auch für jede Krankheit das passende Kräutlein. Sehr volksnah, war ihm die Jugend- und Erwachsenenbildung ein stetes Anliegen. P. Sebastian Kuenrath (geboren 1935) war vom 6. September 1986 bis zum 27. August 1995 Pfarrer in Platt. P. Sebastian hat deutliche spirituelle Akzente gesetzt. Er vollendete das Sanierungswerk seiner Vorgänger in der Pfarrkirche zur Heiligen Ursula, in der
Seite 3 / Nr. 7
Passeirer Blatt / Oktober 1995
P. Gearg Gärtner (geb. 1933) war Exkurrens von 1968 bis 1978 und hat sich in das Gedächtnis der Platter eingeprägt.
Ergänzend zur Seelsorgerliste von Platt sei eine Pfarrerliste von St. Martin erwähnt, soweit sie nicht bereits veröffentlicht worden ist (1868): P. Sebastian Heinz 1858 - 1885 1885 - 1889 P. Bruna Winkler P. Banifaz aParta 1889 - 1902 P. Ambras Thuille 1902 - 26.09.1924 P. Martin Adam 27.09.1924 - 01.01.1949 P. Stephan
Bürgermeister Franz Raich dankt dem scheidenden Pfarrer P. Sebastian Kuenrath und verabschiedet ihn feierlich. In der Bildmitte PGR-Präsident Johann Gögele mit Geschenken für den verehrten Pfarrer. Foto: H. Hofer
Kirche in Ulfas und im Pfarrhaus Platt. P. Sebastian, von den Pfarrkindern sehr geschätzt, kann seinen Vorgesetzten einen wohlgeordneten Seelsorgesitz übergeben, um sich selbst im benediktinischen Gehorsam dem Kloster Marienberg als Prior zur Verfügung zu steI-
P. Othmar war ein loyaler Mitarbeiter seiner jeweiligen Pfarrherren, ein großer Missionsfreund, ein gewissenhafter Verwalter, ein langjähriger Wetterbeobachter von Platt und ein fleißiger Chronist. P. Othmar ist Ehrenbürger der Gemeinde Moos.
Pamer 01.08.1949
- 07.02.1957
P. Anselm Köfler 01.09.1957 - 14.09.1973 Alais Wallnöfer (Weltpriester) 14.09.1973 - 1989 Michael Pirpamer (Weltpriester) ist Pfarrer von 1989 bis heute. P. Pius Rabensteiner war Kooperator vom 7. September 1968 bis zum Herbst 1977 und somit der letzte Seelsorger aus Marienberg in der ehrwürdigen Pfarrei St. Martin. Heinrich Hafer
len.
Der Rückblick auf die Seelsorge in Platt soll nicht abgeschlossen werden, ohne auf das verdienstvolle Wirken der Kooperatoren hinzuweisen. Bereits im Jahre 1767 beantragte die Gemeinde Platt die Stiftung eines zweiten Priesterpostens als Frühmesser. Bischof Dionysius von Chur bestätigte am 30. September 1780 die Stiftung, die jedoch zum Unterhalt eines zweiten Priesters nicht ausreichte, so daß ein neuer Stiftbrief ausgestellt werden mußte. Von den 77 verbrieften Frühmessern und Kooperatoren seien genannt: P. Pius Zingerle, Orientalist aus Meran, von 1824 bis 1827 und von 1831
bis 1832. P. Albert Jäger, Universitätsprofessor in Wien, Tirolischer Landtagsund Reichratsabgeordneter; Kooperator von 1830 bis 1831; Ehrenbürger der Ge-
meinde Platt. P. Cölestin Stampfer, Professor am Gymnasium und Stadtchronist von Meran; Kooperator von 1850 bis 1852. P. Othmar Seirer war Kooperator vom 9. November 1909 bis zum 1. Juli 1940, dann wie schon erwähnt Pfarrprovisor und ab 1943 wieder Kooperator bis zu seinem Tod am 8. Februar 1968.
Hüttenlager in der Egghof-Kaser Nach der aufregenden Bergtour zur Müllerhütte verbrachte die AVS-Jugendgruppe ihre Ferien in der EgghofKaser, und zwar vom 13. bis 16. August . Dort lud die AVS-Jugend
am Montag,
den 14. August, die Partnergemeinde Fuchsmühl, die in dieser Zeit in St. Leonhard zu Besuch war, zu einem gemütlichen Grillnachmittag ein. Anwesend waren auch Vertreter des Gemeindeausschusses und des AVS-Haupt-
ten die Jugendlichen zum .Kirchtiq" auf dem Schneeberg. Die .Pseirer Mountainboys" sorgten für den musikalischen Rahmen. Am Schneeberg trafen sich AVS-Jugendliche aus ganz Südtirol, mit denen sie sich unterhielten.
Doch die schlechte Witterung ließ sie leider schon sehr früh wieder zur Hütte
zurückkehren. Am Mittwoch schließlich
unterzogen.
wurde die Egghof-Kaser
einer gründlichen
Reinigung
AVS-Jugend Passeier Christine Tschöl!
ausschusses. Am Dienstag, den 15. August, wander-
lIbonnement des Passetrerblatres Für Heimatferne
und auswärts wohnende Passeirer besteht die Möglichkeit, das Passeirerblatt zu abonnieren. Abonnementpreise einschließlich Inland L. 10.000.-; Ausland L. 15.000.-
Versand:
Bitte Adresse im Gemeindeamt von St. Leonhard telefonisch bekanntgeben. Tel. (0473) 65 61 13
Passeirer Blatt / Oktober 1995
Seite 4 / Nr. 7
Handwerkerausflug auf die Tallneralm zum 50jährigen Jubiläum des LVH
Ollerhailign
Ollrsealn
Groaße Toge sains olle beade lai die Natur wert longsum eade Stingl und Storin strogglt
dr Raifn.
Af die Gröibr Liachtr zuckn die Augn die Zachrn niamr drschluckn tropfnin ochn af die Chrysanthemin. Anna Lanthaler
Das Kreuz allein Meßfeier auf der Tallneralm
Am Samstag,
An der staubigen. Straße,
den 15. Juli, unternah-
men die Handwerker
von St. Leonhard
12.00 Uhr konnte der Ortsvertrauens-
mann Karl Hofer ca. 90 Teilnehmer aller
einen Familienausflug auf die Tallneralm.
Altersstufen
bei der Hirzerhütte an. Den Abend ver-
Besonders
Kartenspielen,
Landtagsabgeordneten
In verschiedenen
Gruppen
kamen wir
brachten wir in gemütlicher
Runde mit
Frohsinn und Plauderei-
en; der Hüttenwirt spielte mit der Ziehharmonika auf.
Zu später Stunde begaben wir uns in
die Lager. Einige
Frühaufsteher
erlebten
herrlichen Sonnenaufgang
einen
auf dem Hir-
begrüßen.
freuten
Erscheinen
des
LVH-Direktors
und
Hanspeter
,
Munter, Exekutivausschußmitglied
Obfrau der Maßschneider,
galdier, Pressereferentin
und
Annie Rung-
des LVH, Mar-
gareth Bernard, und einiger LVH-Funk-
aufbrachen.
Wanderungen
innen mit ihren Familien ein, und gegen
Auf dem Dortptetz,
"Christ sein im Alltag - leben und leben
unter der Leitung
von Anna Hofer verschönerte
mit Gesang und Gitarrenspiel.
Redaktionskomitee: Kurt Gutler, Robert Haniger, Greti Khuen, Joset Kotler, Karl Lanthaler, Dr. Albin Pixner, Dr. Arnold Rinner, Dr. Karl Spergser, Sepp Öttl, Gotttried Zagler.
Druck: Hauger-Fritz,
Schlanders-Meran
Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Pressegesetzes: Oswald Waldner.
geselliges
an der Scheunen wand,
am blauen See,
im weichen Sand,
die Bedienung
Eigentümer und Herausgeber: Gemeinden Moos, S1. Leonhard und St. Martin in Passeier. Vertreten durch den Bürgermeister von St. l.eonhard, Dr. Konrad Ptitscher.
beim großen Stein,
Der Pfarrer von Tall, Hochw. Luis Raffl,
die Feier
war freundlich.
Beisammensein
musik ließ den Nachmittag
vorbeigehen.
da steht das Kreuz allein.
Unser
bei Hütten-
allzu schnell
am Gartentor, auf hohem Berg, im Sternen flor,
am kühlen Grab aus Marmorstein,
Bald wurde aufgebrochen:
tion oder zur Mittelstation der Hirzerseilbahn
beim Mondenschein,
Im Ährenfeld,
Das Mittagessen schmeckte vorzüglich,
Erscheint dreimonatlich. - Eingetragen beim Landesgericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87 vom 29.05.1987.
auf steilem Weg,
feierte mit uns in dieser freien Bergwelt
Eine Mädchengruppe
Inzwischen trafen weitere Handwerker/
am Bauernhaus,
Steg,
da steht das Kreuz allein.
lassen".
und
In finsterer Schlucht, beim schmalen
tionäre aus anderen Landesteilen.
später zu verschiedenen
genossen
am Wiesen rain,
da steht das Kreuz allein.
zer, während die anderen ein köstlich Frühstück
im dunklen Wald,
wir uns über das
die hl. Messe mit dem Grundgedanken:
zubereitetes
im grünen Hain,
zur Bergsta-
und dann mit
zurück ins Tal.
Für unsere Arbeit konnten wir viel Freu-
de mit nach Hause nehmen. Oie Handwerker
von St. Leonhard
da steht das Kreuz allein. Gedichtet
von Anna Schwarz
("Eiserer Anne"), +1992
Seite 5 / Nr. 7
Passeirer Blatt / Oktober 1995
AVS-Bergtour zur Müllerhütte (3145 m) Am Samstag, den 12. August, startete die AVS-Jugendgruppe von St. Leonhard zu ihrer gemeinsamen Bergtour. Trotz der schlechten Witterungsverhält-
nisse gingen die zehn Jugendlichen von der Timmelsbrücke Richtung Schwarzsee los. Nach einer kleinen Mittagspause oberhalb des Schwarzsees wanderten die Bergbegeisterten weiter bis zur Schwarzwandscharte. Dort, am Anfang des Gletschers, teilte sich die Gruppe in zwei Seilschaften zu je fünf Personen. Handschuhe, Mützen, Windjacken, Gletscherbrillen und dicke Hosen wurden aus den Rucksäcken ausgepackt und angezogen, um für den Gletscher gerüstet zu sein. Da es ziemlich schwarz und nebelig wurde, mußten sie sich beeilen. End-
lich, nach insgesamt sechs Stunden Gehzeit, kamen die AVS-Jugendlichen etwas erschöpft an ihrem Ziel an. Das Schlaflager wurde aufgesucht, um sich etwas auszuruhen und für das Abendessen wieder fit zu sein.
Am späten Abend kamen noch drei AVS-Mitglieder zur Gruppe hinzu. Bis spät in die Nacht hinein wurde über den anstrengenden, aber erlebnisreichen
Jugendlichen die Sonnklarspitze vor. Doch auch dort erlaubte das Wetter ihnen keinen längeren Aufenthalt.
AVS-Jugend Passeier Christine Tschö/l
Aufstieg gesprochen. Für den folgenden Tag nahmen sich die
140 Jahre Musikkapelle St. Leonhard Gründungsurkunde gibt es zwar keine, aber Kirchenrechnungen aus dem Widum von St. Leonhard beweisen es: Die Musikkapelle St. Leonhard darf auf über 140 Jahre ihres Bestehens zurückblikken. Im Jahre 1857 ist erstmals wörtlich von einem "Kapellmeister der hiesigen Kapelle" die Rede, aber bereits in den Jahren 1842-1853 sind Entschädi-
gungen an sogenannte .Kirchenrnusikanten" ausbezahlt worden. Inwieweit diese Kirchenmusikanten, wie vielfach üblich, auch bei weltlichen Ereignissen auftraten, läßt sich nicht feststellen. Jedenfalls ist das Bestehen einer Musikkapelle in St. Leonhard mit Sicherheit vor 1857 anzusiedeln. Und die Verantwortlichen der Musikkapelle An-
P Theo Neuking segnet die neue Vereinsfahne der Musikkapelle SI. Leonhard zum 140jährigen Bestand (mit Fahnenpatin Brunhild Hofer)
dreas Hofer unter Obmann Karl Hofer sorgten dafür, daß dieser Jubeltermin nicht ohne gebührende Feiern verstrich. Bereits am Samstag, den 02.09., leitete ein feierlicher Einzug und ein anschließender Ball im Vereinshaus die Festlichkeiten ein. Den Höhepunkt bildeten dann am Sonntag die Dankesmesse vor dem Vereinshaus und die anschließenden Konzerte. Bereits beim feierlichen Gottesdienst wies Pfarrer Theo Neuking in einer entsprechenden Predigt auf den tieferen Sinn und den Zweck einer Musikkapelle im Gemeinschaftsleben hin. Um die gemeinschaftlichen Bindungen auch über die Dorfgemeinschaft hinaus zu unterstreichen, wurden anschließend Erinnerungsschleifen an die anwesenden Vertretungen aus dem ganzen Tal überreicht. Bei der feierlichen Fahnenweihe konnten die Anwesenden die Malereien auf der neuen Fahne bestaunen, welche der Hobbymaler Konrad Heel aus St. Leonhard entworfen und gemalt hatte. Auch die Ansprachen der Ehrengäste wie Bürgermeister Konrad Pfitscher, Landesrat Michl Laimer, Landeskapellmeister Gottfried Veit und Bezirksobmann Hermann Wenter hoben die Bedeutung der
Passeirer Blatt / Oktober 1995
Seite 6 / Nr. 7
Musikkapellen für die Dorfgemeinschaft hervor. Als passender Anlaß wurden nun Ehrungen verdienter Musikanten vorgenommen (Franz Ennemoser - 40 Jahre; Matthias Verdorfer - 40 Jahre; Engelbert Frank - 15 Jahre), bevor die Jubelkapelle in einem Festkonzert ihr Können unter Beweis stellte. Als Höhepunkt der musikalischen Darbietung galt der von Florian Pedarnig eigens zum Jubiläumsanlaß komponierte "Jubiläumsmarsch", wobei die Anwesenheit des Komponisten den Wert noch unterstrich. Mit nachmittägigen Festlichkeiten, die einen feierlichen Umzug sowie Konzerte der Musikkapellen Walten und Pfelders beinhalteten, und einem abschließenden Ball mit den .Passeirer Nachtschwärmern" klang die 140-Jahr-Feier schließlich aus. Als bleibende Erinnerung an die Feier wurde von der Musikkapelle eine Festbroschüre in Auftrag gegeben. Im geschichtlichen Rückblick ist vor allem die Entwicklung zwischen den Weltkriegen interessant: Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Jahr 1914 wurde das offensichtlich rege Vereinsleben jäh unterbrochen. Ein Großteil der Musikanten wurde eingezogen. Daß die .Blechrnusiq" in St. Leonhard auch in jenen schweren Jahren nicht völlig zum Erliegen kam, ist das Verdienst des Organisten und Lehrers Stefan Wurzer sen. Er hielt die Kapelle auch nach Kriegsende und nach der Machtergreifung des Faschismus so schlecht und recht auf den Beinen. Ende der 20er Jahre gab es offensichtlich Unstimmigkeiten mit den faschistischen Machthabern. Die Kapelle mußte sich an den sogenannten Nationalfeiern, die eine Fahnenbegrüßung sowie italienische Reden und Lieder auf dem Dorfplatz vorsahen, beteiligen. Weil die Mannschaft vom Podesta (Amtsbürgermeister) immer wieder willkürlich und ohne Rücksicht auf Zeit und Arbeitsverpflichtungen zu Auftritten bei politischen Anlässen herangezogen wurde, löste sie sich (wie bereits vorher die Feuerwehr) 1927 auf. Zwei Jahre später fand beim .Brühwirt" eine Versammlung statt, um über einen Neuaufbau zu beraten. Dabei übernahm der Elektriker Vinzenz Mader die Führung der Kapelle, bis er im Jahre 1933 von Pater Albuin Unterhofer, damals Kooperator in St. Leonhard, abgelöst wurde.
Unterhofer führte die Musikkapelle, laut Stempel im vorbildlich geführten Protokeltbuch nun .Banda Musicale di San Leonardo Passiria" genannt, auf ein beachtliches Niveau. Bei den Platzkonzerten, die zwischendurch auch auf der Strobl- bzw. Frickterrasse stattfanden, standen neben deutschen Märschen und Walzern auch anspruchsvolle Stükke wie "Dreimäderlhaus-Operette", "Waldmärchen-Overtüre", "Orpheus in der Unterwelt-Overtüre" oder "Fantasie aus der Oper Traviata" auf dem Programm. Die Musikanten traten bei diesen Anlässen weiterhin in der Passeirer Tracht (kurze Hosen) auf, während bei Gratulationen und ähnlichen Veranstaltungen im Schützen rock gespielt wurde. Geprobt wurde bis 1933 im Gemeindehaus in der Kohlstatt (heute tiefergesetzter Büroraum), später mußte man in die Veranda des Gasthauses .Brühwirt" ausweichen, während die Teilproben häufig im "Garber-Häusl"
ter den Umständen, wie sie im laufenden Jahr waren, ist ein Fortbestand aussichtslos. Die Subvention der Gemeinde wurde untersagt." Offensichtlich waren neben faschistischen Zwangsmaßnahmen auch finanzielle Probleme dafür ausschlaggebend. Trotzdem steilte man die Kapelle bereits 1936 mit einem neuen Kapellmeister, dem Buchhalter Holzner, der aus dem Pustertal hierhergezogen war, wieder auf die Beine. Sie mußte allerdings der Freizeitorganisation .Dopolavoro" beitreten und als sogenannte .Dopolavoro-Kapelle" auftreten. Das Konzertprogramm war nun völlig vom Gutdünken des Podesta abhängig, österreichische Märsche wurden verboten, ebenso wie das Tragen der Federn auf den Hüten. Allerdings durften kirchliche Feierlichkeiten, wie Prozessionen, weiterhin musikalisch umrahmt werden, ebenso waren Passeirer Tracht und Schützenrock erlaubt.
(heute Garberweg Nr. 8) abgehalten wurden. Um das für damalige Verhältnisse recht anspruchsvolle und reichhaltige Programm abwickeln zu können, traf man sich teilweise wöchentlich zweimal zu Vollproben. Im Jahr 1935 umfaßte das vorgetragene Programm immer mehr italienische Stücke (Marcia Reale, Giovinezza, Serenada ...), und im Mai gab es nach Zwischenfällen am Nationalfeiertag Aussprachen mit dem Podesta und Rücktritte. Im September wurde nach einer hitzigen Diskussion die Auflösung der Kapelle für das Spieljahr 1935 beschlossen, wobei die Begründung folgendermaßen lautete: "Un-
Mit dem Abschluß des Umsiedlungsabkommens im Jahr 1939 und den daraus entstandenen Meinungsverschiedenheiten zwischen Dableibern und Optanten löste sich die Kapelle endgültig auf. Auch auf den Aufbau der Kapelle in den entbehrungsreichen Nachkriegsjahren soll im folgenden noch eingegangen werden: Im Jahr 1946 nahm die Musikkapelle unter der Leitung des Lehrers Stefan Wurzer jun. wieder ihre Tätigkeit auf und beteiligte sich rege an verschiedenen Musikfesten im Lande. Für die Proben mußte man sich mit dem Schullokal im
Seite 7/ Nr. 7
Passeirer Blatt / Oktober 1995
oberen Stockwerk beim "Schuster" (heute Schuhgeschäft .Pfitscher" im St.-Barbara-Weg) zufriedengeben. Im Jahre 1950 löste Albin Hofer, ebenfalls Lehrer, seinen Vorgänger als Kapellmeister ab und baute die damals 14 Mann starke Kapelle zusammen mit Obmann Josef Haller in mühevoller Kleinarbeit zu einem ansehnlichen Klangkörper aus. Dies stellte er 1960 beim Wertungsspiel anläßlich des Landesmusikfestes in Meran unter Beweis, als er mit seinen damals bereits 36 Musikanten in der Mittelstufe einen ersten Rang mit Auszeichnung erreichte. Während zu Beginn der 50er Jahre noch Begleitinstrumente wie Es-Trompeten und Waldhörner weitgehend fehlten, entsprach die Besetzung nun langsam den heutigen Vorstellungen. Viel Zeit mußte der Kapellmeister dafür aufwenden, mit wasserfester Tinte Notenkopien für die Musikanten zu fertigen. Geprobt wurde zunächst in den ebenerdigen Räumen im Gemeindehaus (bisher Werkstätte, heute Büroraum), ab 1967 stellte die Gemeindeverwaltung die Kellerräume dafür zur Verfügung. Hauptsächlich waren es Märsche und einfache Walzer, die bei den Konzerten auf der alten Strobl-
Terrasse, aber auch bei größeren Feierlichkeiten, wie 1959 bei den Umzügen zum Gedenkjahr 1809 in Innsbruck und Meran oder anläßlich des Besuches des Französischen Konsuls von Mailand am Franzosenfriedhof, dargeboten wurden. Eine unvergeßliche Erinnerung für viele Musikanten bildete 1960 die achttägige Reise nach Fallersleben, wo man neben interessanten Besichtigungen bei den Konzerten das nötige Geld einnahm, um die Musikkapelle mit neuen Instrumenten tiefer Stimmung ausstatten zu können. Weitere Höhepunkte waren die Eröffnung des Grenzübergangs am Timmelsjoch 1968, die 100-Jahr-Feier im Jahr 1969, anläßlich der eine neue Fahne angekauft wurde, und eine viertägige Reise nach Coburg im Jahre 1972. Das Amt des Obmannes bekleidete von 1968 bis 1972 Rudolf Bacher, der dann von Hans Hofer abgelöst wurde. Die damaligen Aufzeichnungen im Protokollbuch sprechen von einer regen Tätigkeit: 37 Ausrückungen und 42 Voliproben sind im Jahre 1968 verzeichnet, und 1970 ist erstmals von einem Musiklehrer die Rede, der den Nachwuchspielern ein Instrument lehrte. Vorher war diese zeitraubende Arbeit ausschließlich dem Kapellmeister und einigen älteren
Musikanten übertragen. In diesem Jahr fand auch erstmals ein Passeirer Musikkapellentreffen statt, das als regelmäßiger Erfahrungsaustausch fortan alle drei bis vier Jahre (abwechselnd in St. Leonhard und St. Martin) zu einer festen Einrichtung wurde. Die darauffolgenden Jahre sollen nur mehr an hand einer Aufstellung der Obmänner und Kapellmeister gestreift werden. Näheres ist der Festbroschüre, die auch in der Öffentlichen Bibliothek aufliegt, zu entnehmen. Kapellmeister Albin Hofer Alois Gögele Johann Lanthaler Alois Pamer Alois Gögele Roland Schwarz Alfons Raich Michael Gumpold
1950-1974 1974-1981 1981 1981-1985 1985-1986 1986-1989 1989-1993 1993-heute
Obmann' Hans Hofer Rudolf Bacher Franz Haller Thomas Pichler Karl Hofer
1972-1974 1974-1981 1981-1992 1992-1994 1994-heute
A.p.
Passeirer Blatt / Oktober 1995
Seite 8 / Nr. 7
(
vel'gangenen Keilen)
aUS
bracht werden konnte. Die Kaser war
eine rohgezimmerte,
Herd befand. Gekocht wurde auf einem
Bei der Kaser Vor vielen Jahren, als es die Timmels-
überdachte Hütte,
darin sich ein aus Steinen gemauerter Dreifuß.
in einen mit einem Leintuch umspann-
le. Da die Hütte keinen Rauchabzug
hatte, war sie manchmal - je nach Luft-
jochstraße noch nicht gab und das Alm-
ten Korb gesteckt
der Schennaer
der "Grunznikel" im Stalle dran. Auch er mußte aus seinem Lager geholt und
daß die Sennerin immer wieder mit trä-
Doch er schien
freier
vieh der Seeberalm, geralbl
der Timmelsalm,
Alm, vom Hinterbrug-
und vom Glanegg
Grenzgänger
noch durch
sowie
die
Rabenstein
ziehen mußten, kam ein müder Wanderer den Stocker-Bichl
wohl gehofft,
herauf. Er hatte
im Hofe am Weg einen
Schluck Milch zu erhalten und sich ein
aufgetragen.
und den Berg hin-
Ein einfacher Tisch stand im
Raum; Baumstöcke ersetzten die Stüh-
Als Allerletzter
in die Sommerfrische
kam auch
gebracht werden.
von dieser Begünsti-
gung wenig zu halten, denn es bedurfte
aller Lockkunst der Bäuerin, ihn auf den
Weg zu bringen.
Doch endlich
ließ er
druck - ganz dicht in Rauch gehüllt, so nenden Augen das Weite suchte.
Lustig war es schon bei der Kaser in Höhe.
Keine Nachrichten
Politik und Weltgeschehen
aus
kamen hin.
Bei schlechtem Wetter wurde gesungen
und gespielt, und die Mädchen häkel-
sich mit einem "Lackl" Milch und auf das vertraute .Notsch, Notsch" der
ten oder stickten. Zum Essen gab es
konnte er rasten, aber statt der Bäuerin
de Hausbrunnen
locken. Aber bald schon traute er der
und zur Marende aß man, alle aus einer
wenig ausrasten zu können. Nun, wohl mit der Milch lud ihn nur der plätschern-
ein, seinen Durst zu
Bäuerin aus seinem
bequemen
Lager
zweimal Mus, Ribl, Knödel und manchmal auch ein Rahmmus. Zu Halbmittag
stillen und rastend bei ihm zu verwei-
len. Es war nämlich die Zeit, da alle bei
der Kaser waren. Denn früher, wenn das Heu von den Wiesen eingebracht
war,
zog die ganze Familie mit Kind und Kegel zur Kaser auf die Bergwiesen.
Zuerst stiegen die Männer hinauf, einen "Leger" zu mähen, das heißt, das nötige Heu zum Schlafen. Nachher ging's
ans "Plündern".
Jeder
mußte
dabei
helfen. Es wurde das nötige Geschirr in Körbe gepackt: die Muspfanne,
die Ri-
bl pfanne, ein Kessel für die Knödel und
die Schmelzpfanne,
eine geschnitzte
hölzerne Gabel zum Musrühren, ein bis
zwei Schüsseln, Löffel und Gabeln. Teiler brauchte
es keine, denn alle aßen
das Mus und den Ribl aus der Pfanne
und die Suppe und die Knödel aus der großen
Suppenschüssel.
In weißen
Stoffsäcken hat die Bäuerin auch schon
das
Mehl
abgepackt:
schwarzplentenes
Weizenmehl
Musmehl,
Mehl für den Ribl,
für die Knödel,
mehl für die Brennsuppe
Roggen-
und etwas
walsches Plentenmehl. Daneben wurde
ein Korb mit hartem Brot, das der Bauer selber gebacken
hatte, verstaut. Ein
ganzen Sache nicht mehr und lief unter zornigem wurde
Grunzen
jedoch
wieder
aufgehalten
zurück.
Er
und zum
Weitergehen gezwungen: Endlich gab er seinen Widerstand
auf und trottete der
Bäuerin nach. Stunden später erreichte
auch er die Höhe der Bergwiesen,
und
Schaff, Seife und Wasch mehl durften
- mit wunden Füßen und schweißgeba-
wohl noch eine "Gemeinschaftstricken-
sche machte
Zuhause aus. Sehr dürftig und einfach war das Leben
Auch etwas Kleidung zum Wechseln bei
ten ihre Sensen und mähten dann das
die Hennen? Ja, auch sie mußten zur
Schwaden ab. Die Mädchen rechten es
gacker und Angstgeschrei
hernach
nicht fehlen.
huder"
Die tägliche
Morgenwä-
man am Bache, wobei
(Handtuch)
verwendet
wurde.
schlechtem Wetter nahm man mit. Und
Kaser gebracht werden. Unter viel Ge-
wurden sie
Kanne, die rahmige Goaßmilch, in die
man das harte, selbstgebackene Brot brockte,
welches man vorher mit der
Brotgrammel
melt"
hatte.
Menschen
rücksichtigt.
zerkleinert, "aufgegram-
So wurden auch ältere
mit schlechten Zähnen be-
det - streckte er sich in seinem neuen
Nicht
auf luftiger Höhe. Die Männer dengel-
sche Zeit. Der Ort war wie ausgestor-
blumen-
in
schrei, kein Hennengackern, kein Bum-
es
am Abend, kein Peitschenknallen des
und
in "Scheiben"
kräuterreiche zusammen,
schneller
Gras
damit
und leichter
einge-
so wohl aber fühlten sich die
Leute unten, die nicht zur Kaser gehen konnten. Für sie war es eine nostalgi-
ben. Kein Kinderlachen, kein Hahnen-
meln der Kuhschellen am Morgen und
Goaßers!
Und das von Juli bis zum
Seite 9 / Nr. 7
Passeirer Blatt / Oktober 1995
Schutzengelsamstag
(1. Samstag
im
September). Oh, wie wohl wurde einem ums Herz,
als man die so lange vermißten Nachbarsleute
- als ein wiedergewonnenes
Stück Dorfleben - mit ihren beladenen Kraxen und Ruckkörben
zurückkom-
men sah. Heute geht niemand mehr zur Kaser. Man steigt jeden Tag von zu Hause auf
die Bergwiesen und kehrt abends wie-
der heim. Die Milch für Halbmittag und Marende wird gleich am Morgen mitgenommen.
Goaßmilch
Freilich
ist es auch keine
mehr, denn niemand
hält
Das oben gewonnene
Heu
Ziegen. Das Mittagessen wird hinauf-
getragen.
Heinrich Schweigl zum ehrenden Gedenken Heinrich Schweigl, "GraßI Haindl", wie er im Tale genannt wurde, ist schon seit einigen Monaten nicht mehr unter uns. Das soll aber nicht heißen, daß er vergessen ist. Heinrich Schweigl wurde am 23.07.1931 auf dem Graßlhof in
Lechn Pill geboren. Er war der Jüngste von neun Geschwistern. Der Haindl besuchte die Volksschule in Moos. Als 1944 seine Eltern inhaftiert wurden, da zwei seiner
wird in .Traqeln" gebunden und gleich mit Schießschalen
oder Radien zum
So gibt es auch, im Gegensatz zu früdas Heuziehen
nicht
mehr. Da bestellte der Bauer mehrere
Heuzieher, die bei Mondschein
Verein alle Ehre. Als durch das Mißgeschick eines Hirten ein Benzin-Karnister, der in
und
oben auf der schon bereiteten "Fahrtstatt" das Heu auf ihr Heuzeug luden und unter großer Gefahr ihr Heubührl
zu Tal brachten. Unten gab es dann Tee mit Schnaps und Speck und Brot.
Da es aber noch früh an der Zeit war,
wurde ein zweites Mal hinaufgestiegen
und meistens dann der Rest des Heues
geholt. Das letzte Bührl nannte man das
Fackl. Wieder unten angekommen,
hatte die
Bäuerin dann schon ein richtiges orts-
bräuchliches
Heuziehermahl
bereitet.
Da gab es Speckknödel, Schweinernes
mit Kraut, und natürlich
durften
die
Krapfen nicht fehlen. Und weil auch
eine Hetz sein mußte, wurde unter den Krapfen ein Spitzelkrapfen
versteckt.
Der hatte etwas Besonderes an sich: Er
war nämlich nicht mit Mohn- oder Kastanienfülle
oder Marmelade
gefüllt,
sondern mit Schuhnägeln, Glassplittern oder sonstigem Unrat. Der Spitzelkrap-
fen wurde dann dem, der das schönste
Heubührl hatte oder der im Verdacht
stand, mit der Tochter oder mit der
Großdirn ein Gspusi zu haben, zuge-
schoben. Der Tag klang dann gemütlich aus mit Heimgarten
oder beim
Kartenspielen bis spät in die Nacht. War
doch wieder ein gutes Stück Arbeit getan!
Rosa Gufler
sagte einmal: "I muan, es gipp eppr woll kuane Hitte, wou i nit dinnin giwesen bin!" Das mag auch stim-
aktives ~itglied bei der Mooser Feuerwehr war, machte dort seinem
schon
um drei Uhr morgens losstapften
de selbständig. Im Jahre 1970 stieg er als Maurer in der Firma Anton Raich ein. So kam er im ganzen Tal herum und
men. Als auf der Timmelsalm der Stall neu errichtet wurde, half auch der Haindl als Maurer mit. Er, der auch
Stadel hinuntergeschossen. her, im Winter
erfüllte der Haindl seine Pflicht. Beim Militär wurde er zum Koch gradiert. Da ihn aber das Maurerhandwerk freute, ging er zuerst mit dem Mangger Sepp und später mit Alfons Raich mauern. Er bestand dann die Meisterprüfung und wur-
Heinrich Schweigt, + 10.12.1994
Brüder desertiert waren, bedeutete dies ein einschneidendes Ereignis in seinem Leben. Damals zählte der Haindl 13 Jahre. Es gingen Gerüchte um: Die Eltern werden vergast, erschossen, umgebracht - jedenfalls werden sie nie die Heimat wiedersehen. Dies veranlaßte seine Schwester Maria, mit dem Haindl von Moos zu Fuß über den Jaufen
bis nach Gossensaß zu gehen, da die Mutter dort stationiert war. Als die Geschwister - müde von dem langen Fußmarsch - in Gossensaß ankamen, hieß es, Rosa Schweigl sei nach Bozen abgeführt worden. So traten sie traurigen Herzens wieder den langen Rückweg über den Jaufen an. Gott sei Dank kamen die Eltern am 2. Mai 1945 wieder zurück. Als der Haindl der Schule entwachsen war, wurde er Hirte auf der Seeberalm, welche sein Schwager und seine Schwester Anna lange Zeit führten. Auch als Knecht bei seinem Bruder, dem Flirler in Pill,
einem Raum hinter der Küche stand, Feuer fing, war es der Haindl, der die Sennerin - die Frick Mena - ins Freie zerrte. Im Jahre 1989 mußte er sich einer Hüftoperation unterziehen und konnte in der Folge sein Handwerk nicht mehr ausüben. In seinem Heim in Lechn, in das er an dem Tag seiner Vermählung mit Regina Gufler im Jahre 1960 eingezogen war, mußte sich der Haindl zur Ruhe setzen. Er wurde Vater von sieben Kindern, von denen ihm eines als Kleinkind
in die Ewigkeit vorausgegangen ist. Heinrich Schweigl wurde auf einem Spazierweg am 10.12.1994 von Gott heimgerufen und unter großer Beteiligung in Moos zu Grabe geleitet. Um ihn trauern seine Gattin Regina, seine sechs Kinder, elf Enkelkinder, die Schwester Maria und der Bruder Anton. Bei der Beerdigung sagte der Pfarrer: "Der Haindl wird uns bei der heiligen Messe fehlen, er war ein eifriger
Kirchgänger. " Gott möge ihm seinen wohlverdien-
ten Lohn zuteil werden lassen! Anna Lanthaler
Passeirer Blatt / Oktober 1995
Seite 10 / Nr. 7
Computerclub Passeier gegründet Das Arbeiten an und mit Computern in
den
letzten
Passeirer(lnnen)
lichkeit
Jahren
für
ist
viele
eine Selbstverständ-
geworden.
Genützt
wird
der
ebene
organisiert
unbedingt
werden
sollte
einen Raum benötigt.
mehrmaligen
und
Nach
Treffen und Vorsprachen
gelang es tatsächlich,
einen Raum im
bei uns vor allem in der öf-
Jugendtreff
schaft, noch eher vereinzelt kommt er
aufnehmen.
im Gegensatz zu den USA, aber auch
Ziel und Zweck des Clubs ist die För-
% der Haushalte sich einen Computer
biete der EDV für alle jene, die sich
Computer
fentlichen
Verwaltung
und in der Wirt-
im privaten Bereich zum Einsatz. Ganz
zu Deutschland, angeschafft
wo schon mehr als 25
haben.
Dienst der Sanitätsassistentinnen des Sprengels Passeier
in St. Martin
zu finden.
Damit konnte der Club seine Tätigkeit
derung der Weiterbildung
auf dem Ge-
sowohl beruflich wie in der Freizeit da-
Krankheitsvorbeugung, Schutz und Förderung der Gesundheit sind die Bereiche, in denen die Sanitätsassistentinnen hauptsächlich eingesetzt werden. Die Ausbildung zur Sanitätsassistentin ist praktisch eine Zusatzausbildung bzw. Spezialisierung für die Berufskrankenpflegerin und erfolgt in einem einjährigen Kurs, der durch eine Staatsprüfung abgeschlossen wird. Der Tätigkeitsbereich der Sanitätsassistentinnen umfaßt folgende Dienste: - Dienst für Hygiene und öffentliche
Gesundheit - Dienst für Präventivmedizin im Entwicklungsalter (Mütterberatung und
Schulmedizin) - Zentrum für Pneumophthiseologie - Frauenberatungsstelle Genetische Beratungsstelle -
Tumorzentrum Dienst für KrankenhaushygienE Dienst für Rechtsmedizin Dienst für Sport- und Altersmedizin
Im Sprengel Passeier werden zur Zeit folgende dieser Dienste angeboten:
Acht von neun Gründungsmitgliedern
des Computerclub
Ganz hat das in den letzten ausgebrochene auch
Jahren
"Computerfiber"
das geographisch
jedoch
abgelegene
Passeiertal nicht ausgespart. Die Faszi-
nation der EDV, die mögliche
Kommu-
nikation via Internet mit Computern
der ganzen Welt, hat inzwischen
Jugendliche und Junggebliebene steckt.
in
viele
ange-
Für einige ist die Computerei
zum bevorzugten
Hobby geworden.
Gleichgesinnten
ungleich
mehr Spaß macht als alleine, lag die Idee, einen Computerclub
in der Luft.
zu gründen,
Am 17. Mai 1995 trafen sich in einem Gasthaus "Freaks"
in St. Martin
einige dieser
zu einem ersten Gedanken-
austausch.
Man war sich sogleich
für interessieren.
Mitglieder
und Inter-
essierte sollten bei regelmäßig
organi-
sierten Treffen die Möglichkeit danken-
des Ge-
und Erfahrungsaustausches
erhalten. Aber auch das Gesellige soll-
te bei diesen Treffen natürlich nicht zu kurz kommen. Vor allem will man natürlich die Jugend
der Jugendliche
Computersystem
ansprechen.
Nicht je-
kann sich ein teures
leisten, und hier kann
der Club vielen den Einstieg in ein fas-
Und da die Ausübung eines Hobbys im Kreis von
Präventivmedizin im Entwicklungsalter (Mütterberatung und Schulmedi-
Passeier
ei-
nig, daß der neue Verein auf Talschafts-
zinierendes
Hobby ermöglichen.
eine Mailbox (elektroni-
scher Brietkasten) einzurichten. Als Mitglied ist jeder erwünscht,
am Computer
Anmeldungen
hat.
bitte
Uhr im Jugendtreff.
der Interesse
mittwochs
tungskurse) - Mithilfe bei kinderärztlichen Visiten - bei Bedarf Hausbesuche bei Säuglin-
gen - Kontrolle und Hilfeleistung bei ärztlichen Untersuchungen im Vorschulund Schulalter (Wachstums- und Zahn kontrollen sowie Kontrolle der Kopfläuse)
Für die nahe Zukunft hat sich der Club
vorgenommen,
zin) - Pflegerische, ernährungsbezogene und gesundheitserzieherische Beratung für Mutter und Kind bzw. für werdende Eltern (Geburtsvorberei-
ab 18 G.
Z.
Frauenberatungsstelle Gesundheitserzieherische Beratung und allgemeine anamnestische Datenerhebung der Frau und Durchführung der zum Pflegebereich gehörenden Kontrollen bei Schwangeren (Blutdruck, Gewicht, Glukose- und Eiweißbestimmung im Harn mittels Teststreifen)
Seite 11 / Nr. 7
Passeirer Blatt / Oktober 1995
Nimm Dir Zeit zum Leben... sonst versäumst Du es!
Mithilfe bei Impfungen Mitarbeit bei Gesundheitserziehungsprogramm im Schulbereich Im Bedarfsfall
Mithilfe
Herbsttagung der Bezirksjugend Passeier
beim territo-
rialen Krankenpflegedienst - Krankenpflegerische Maßnahmen und Techniken sowohl im Bereich der zugewiesenen Dienststelle als auch am Wohnort des Patienten - Hilfeleistung in den verschiedenen Ambulatorien des Sprengels
Bisher wurden von der Kinderkranken-
pflegerin Maria Frasnelli, die in der Funktion einer Sanitätsassistentin arbeitet, schon verschiedene Aufgabenbereiche ausgeführt, wie Mütterberatung, Mithilfe beim Kinderarzt, Hausbesuche bei Säuglingen, Vorschulkontrollen, Kariesprophylaxe in den Kindergärten und Geburtsvorbereitungskurse. Von Maria Frasnelli, die der Passeirer Bevölkerung bereits bekannt ist, wurden innerhalb ihrer neunjährigen Tätigkeit im Sprengel Passeier diese Dienste immer weiter ausgebaut.
Seit März 1994 arbeitet auch die diplomierte Sanitätsassistentin Elke Caminada im Sprengel Passeier. Ihre Hauptaufgaben lagen bisher vor allem im schulmedizinischen Dienst, den auch sie sprengelweit ausgebaut hat (dazu zählen: Visiten mit Kinder- und Basisarzt, Kariesprophylaxe in den Schulen und Läusekontrollen) sowie Mithilfe bei Impfungen, beim Frauenarzt und in dringenden Fällen bei den Berufskrankenpflegerinnen des Sprengels Passeier. Im Urlaub haben sich die Sanitätsassi-
stentinnen gegenseitig vertreten. An dieser Stelle möchten wir die neue Sanitätsassistentin der Passeirer Bevölkerung vorstellen:
Am 16.09.-17.09.1995 treffen sich einige Mitarbeiter aus den verschiedenen Ortsgruppen der SKJ zur Herbsttagung der Bezirksjugend Passeier in der EggElke Caminada
Mit 1. Januar 1996 werden die Aufgabengebiete der Sanitätsassistentinnen nach Dienstsitzen aufgeteilt. Da Maria Frasnelli, von Meran kommend, ihren Dienstsitz in St. Martin hat, werden von ihr die Aufgabenbereiche und Tätigkeiten in der Gemeinde St. Martin ausgeführt. Elke Caminada, mit Dienstsitz in St. Leonhard, wird die Aufgabenbereiche und Tätigkeiten in der Gemeinde St. Leonhard übernehmen. Hinterpasseier wird von bei den Sanitätsassisten-
tinnen gemeinsam betreut. Es kommt somit zu einer Rationalisierung der Arbeit, wie Reduzierung der Fahrzeiten und gleiche Beratungsperson der Kinder von 0 bis 14 Jahren. Die Bürgernähe bleibt weiterhin garantiert, und auch der Kinderarzt Dr. Herbert BoneIl führt seine Arbeiten in allen drei
hofkaser am Timmels. Im ersten Teil dieses
Wochenendes
beschäftigen sich die Jugendlichen mit einer Diskussion, bei der man aus dem Arbeitsjahr 1994/95 Bilanz zieht: Man fragt sich, wie es in den einzelnen Ortsgruppen in der Jugendarbeit ergangen ist, welche Schwierigkeiten aufgetaucht sind, welche Alternativen zur Anwendung gelangen könnten usw. Man setzt sich z.B. auch mit dem allseits bekannten Problem des hohen Alkoholkonsums der Jugendlichen auf Parties auseinander, für welches es anscheinend keine befriedigende Lösung gibt.
Gemeinden weiter. Der Bevölkerung bleibt auch in Zukunft die Wahl der Mütterberatungsstellen
freigestellt, sei es bezüglich der Nähe oder der Öffnungszeiten. Man hofft, den Dienst der Sanitätsassistenten noch weiter ausbauen und beispielsweise mit einer dritten Sanitätsassistentin eine zusätzliche Mütterberatunqsstelle in Moos eröffnen zu können.
Öffnungszeiten
der Mütterberatung:
St. Leonhard: Dienstag 8.00 - 12.00 Uhr
Neben
dem
vielen
Diskutieren
Musizieren wird am Samstag noch ein schöner Gottesdienst
und
abend gestal-
tet. Am zweiten Tag dreht sich alles ums
neue Jahresthema: Nimm Dir Zeit zum Leben ... sonst ver-
Hochzeit in Lana und nun in Walten. Sie besuchte die zweijährige Frauen-
St. Martin: Montag 14.00 - 16.00 Uhr (NEU!) Mittwoch 8.30 - 11.00 Uhr Platt: jeden 2. Mittwoch im Monat
säumst Du es! Die Referentin Martina Perkmann aus Mölten versucht, den Teilnehmern dieses Motto näherzubringen, indem Klein-
Jahre 1992/93 besuchte sie die Sanitätsassistentenschule in Bozen und ist seit März 1994 als diplomierte Sanitätsassistentin im Sprengel Passeier tätig.
Mitteilung des Frauenarztes: Der Frauenarzt hält jeden Donnerstag von 9.00 - 11.30 Uhr in St. Martin seine Sprechstunde. Vormerkung unter der Telefonnummer 232443 in Meran. Die Sanitätsassistentin Der Sprenge/koordinator
wir?" Mit diesen und noch vielen anderen Fragen wird sich die SKJ im kommenden Arbeitsjahr beschäftigen. Carmen Kof/er
Elke Caminada Augscheller, geboren 1970 in Tscherms, wohnte bis zu ihrer
fachschule in Tschötsch bei Brixen, dann die dreijährige Berufskrankenpflegeschule in Bozen, arbeitete vier Jahre auf der Orthopädie und Unfallchirurgie des Bozner Regionalkrankenhauses. Im
14.00 - 16.00 Uhr
gruppen gebildet werden, die sich dann intensiver mit diesem Thema befassen. Fragen tauchen auf wie "Was ist überhaupt Leben?" oder "Was versäumen
Seite 12/ Nr. 7
Passeirer Blatt / Oktober 1995
Ausleihrenner in unseren Bibliotheken (Juli 1994 - Juli 1995)
Kennst Du Deine Bibliothek?
Bibliothek St. Martin: Romane für Erwachsene Titel
Autor
Bei unserem Sommerquiz
wurden fol-
gende Gewinner durch das Los ermittelt:
1. Hoeg, Peter
Fräulein Smillas Gespür für Schnee
2. Noah, Gordon
Der Schamane
3. Noah, Gordon
Der Medikus
4. Follet, Ken
Die Säulen der Erde
5. Hellmann, Diana
Zwei Frauen
Jahrgang
1984: Angelika Rier
6. NolI, Ingrid
Die Häupter meiner Lieben
Jahrgang
1983: Doris Gufler
7. Lanthaler, Kurt
Grobes Foul
Jahrgang
1982: Günther Demetz
8. Mahmoody,
Nicht ohne meine Tochter
Betty
9. Azadi, Sousan
Flucht aus Iran
10. Heller, Eva
Beim nächsten Mann wird alles besser
11. Hellmann, Diana
Laras Geschichte
12. Venturi, Maria
Nur aus Liebe
13. Casati-Modigliani,
S.
Jadie
15. Cardella, Lara
Ich wollte Hosen
Bibliothek St. Leonhard: Sachbücher
1. Schmidt,
. Jahrgang
1985: Margit Kofler
Herzlichen
Glückwunsch!
Öffnungszeiten
für Erwachsene
der Bibliothek
St. Martin:
Titel Sigrid
1986: Vera Schwarz
Donna d'onore
14. Hayden, Torey
Autor
Jahrgang
Durch Bachblüten
zu Wohlbefinden
und Harmonie
Montag:
9.00-12.00
Endlich Nichtraucher!
Dienstag:
Seidenmalen
Mittwoch:
4. Baumg./Mayr/Mumelter
Feuernacht
Donnerstag:
17.00-19.00
5. Paungger/Poppe
Vom richtigen Zeitpunkt
Freitag:
15.00-18.00
6. Spindler, Konrad
Der Mann im Eis
Samstag:
7. Obermaiser
Unser Kochbuch
2. Carr, Allen 3. Zurbrüggen,
lIonka
Frauen
9.00-12.00
Autogenes
9. Olbricht, Ingrid
Alles psychisch? Der Einfluß der Seele auf die Gesundheit
Training für jeden
15.00-18.00
9.00 - 12.00
Öffnungszeiten
8. Langen, Dietrich
10. Grießmair/KompatscherVielgeliebter
14.00-16.00
der Bibliothek
St. Leonhard:
Bauerngarten
11. Gookin, Dan
PC's für Dumme/Anfänger
Montag:
13.30-18.00
12. Fischer, Käthe
Brigitte Neues Nähen
Dienstag:
13.30-18.00
Mittwoch: 13. Paungger/Poppe
Aus eigener Kraft
14. Jenny, Esther
Yoga
15. Breindl, Ellen
Das große Gesundheitsbuch
9.00-12.00 13.30-18.00
Donnerstag:
13.30-18.00
Freitag: der HI. Hildegard
Sonntag:
9.45-10.45
Seite 13/ Nr. 7
Passeirer Blatt / Oktober 1995
Rückblick der SKJ St. Martin auf das Arbeitsjahr 1994/95 Wieder ist ein Arbeitsjahr zu Ende.
Auch im Winter war bei der SKJ immer
jahr 1994/95 mit einer Bergwanderung:
Skiausflug ins Ultental zur Schwemm-
Die SKJ St. Martin startete das ArbeitsBegeisterte
Saltaus
Jugendliche
fuhren
mit der Hirzerseilbahn
Klammeben,
um von dort
von
nach
aus zum
.Rifft" und schließlich über die Pfandler
Alm nach St. Martin zu wandern.
etwas los: So organisierte man einen
alm oder fuhr zum Montiggler See zum Eislaufen. Die im Februar angebotenen
malabende
fanden
großen
Seiden-
Anklang,
sogar bei vielen Erwachsenen, worauf-
den kirchlichen Vereinen von St. Martin
im Jugendtreff statt, um über das The-
ma "Jugend" zu diskutieren.
Auch mit anderen Vereinen arbeitete die SKJ zusammen; so wurden beispielsweise einige Aktionen in Zusammenarbeit mit dem Jugendservice
Passeier
angeboten.
Die Sommerpause ist nun um - die SKJ
versucht jetzt wieder, den Jugendlichen ein vielfältiges
Freizeitangebot
zu lie-
fern: So fanden bereits ein Dia-Abend
und eine Wanderung zum Erensee statt.
Wie schon im letzten Jahr möchte die SKJ alle Interessierten zum wöchentli-
chen Mädchenturnen
in der Turnhalle
von St. Martin, und zwar freitags von
17.30 bis 19.00 Uhr, einladen. Auch bei
den Jugendmessen, welche heuer einmal pro Monat von der SKJ gestaltet
werden, sind alle herzlich willkommen.
Carmen Koffer
Raika St. Martin unterstützt die Mittelschule
Wanderung zum Erensee
Alles, was heute mit Verwaltung Der "Tag der Jugend"am 6.11.95, wur-
hin man in der Raiffeisenkasse St. Mar-
im
weitesten Sinne zu tun hat, wird nicht mehr mit Schreibmaschine
und schon
de in St. Martin wie folgt abgehalten:
tin einige Bilder ausstellte.
se gestaltet. Tags darauf gab es eine
nicht fehlen.
es braucht den Computer. Durch sei-
lung und anschließendes Törggelen.
Jugendliche auf den Weg nach Slowe-
schneller, übersichtlicher
nen Täumen treu!" wurden vom 11.-12.
Tage in Ljiubljana.
Am Vorabend wurde eine JugendmesSchatzsuche, die Jugendvollversamm-
Aufgrund des Jahresmottos "Bleib Dei-
Auch eine Faschingsfeier durfte heuer In den Semesterferien machten sich 20
nien und verbrachten
einige schöne
gar nicht mit Handschrift erledigt, nein, nen
vielseitigen
Einsatz
geht
alles
und gründli-
cher. Von dieser Erkenntnis ließ sich der Vor-
November 1994 einige Referentinnen
Im April fand wieder das alljährliche
stand der Raiffeisenkasse
den, damit sich der SKJ-Ausschuß mit
statt. Im Mai startete man die MitteIschulak-
schule eine handliche und leistungsfä-
die Mittelschulabgänger
herzlichst für die Großzügigkeit
von der Jugendstelle in Bozen eingeladiesem Thema intensiver auseinandersetzen konnte. In der Vorweihnachtszeit
hatten
die
Jugendlichen Gelegenheit, bei einigen Bastelabenden
Geschenke
anzufertigen. Die Adventskalender-Aktion
aus Ton
lief in die-
Preiswatten "Jugend gegen Senioren"
hige Anlage zur Verfügung stellte.
tion, welche mit einer Abschlußparty für
Der Mittelschuldirektor
beendet wurde.
Vorstand und beim Direktor der Raika
im Jugendtreff
Den Ausklang des Arbeitsjahres bildete
einmal mehr das Herz-Jesu-Feuer, bei dem sich über 50 Jugendliche beteilig-
vergangenen Jahren, dafür freuten sich
ten. Neben den geselligen Aktivitäten wur-
auf den Besuch, den die SKJ ihnen in
einige Jugendmessen
sem Jahr leider nicht so gut wie in den
St. Martin
leiten, als er der Direktion der Mittel-
die Senioren im Altersheim urnso mehr
den noch eine Kreuzwegandacht sowie
der Adventszeit abgestattet hat.
Im Frühjahr fanden Treffen zwischen
abgehalten.
bedankte sich
beim
St. Martin. Diese ist auch das kassen-
führende Institut für die Mittelschule St. Martin seit ihrer Gründung.
Die Raika St. Martin wollte mit dieser
Geste ein Zeichen der Verbundenheit
mit der Mittelschule setzen.
Raika St. Martin
Passeirer Blatt 1 Oktober 1995
Seite 141 Nr. 7
(
)
Gratulationen Geburten: Gemeinde
Moos
Öttl Melanie, Platt 31
16.06.95
Kuen Michael, Stuls 51/B
21.06.95
Pixner Christian, Platt 40
28.06.95
Ennemoser Claudia, Rabenstein 4/H
19.07.95
Hofer Katharina, Platt 9
19.07.95
Ennemoser Michael, Pill 143
06.08.95
Widmann Florian, Stuls 55
19.09.95
Geburten: Gemeinde Königsrainer
St. Leonhard
Maria, Karlegg 12
06.06.95
Kofler Natalie, Im Steinanger
3
15.06.95
Fauner Manuel, Happergweg
34
21.06.95
Enz Simon, Walten 63
05.07.95
Wilhelm Lara, Happergweg
25
14.07.95
Klotz Michael, Walten 39
15.07.95
Gufler Andreas, Passeirerstr. 3
19.07.95
Gufler Michael, Walten 74
19.07.95
Pichler Thomas, Gomion 18
25.07.95
Pircher Hannes, Kirchweg 8
02.08.95
Larch Julian, Schloßweg
16.08.95
37
Haller Katja, Stickl 13
18.08.95
Gufler Christoph,
31.08.95
In der Kellerlahn 2
Ennemoser Michael, Walten 16
07.09.95
Auer Martin, Glaiten 7
19.09.95
Geburten: Gemeinde
St. Martin 7/B
10.06.95
Pichler Francesco Joachim, Angerweg Feldbauernweg
Pfitscher Stefan, Steinhausweg
30
14
Gufler Florian Franz, Flon-Matatz-Str. Pfitscher Manuel, Steinhausweg
15.06.95 16.06.95
23
19.06.95
5
20.06.95
5
20.06.95
Auer Stefanie, Riederbergstr.
8/C
25.06.95
Kuen Oswald, Riederbergstr.
6
04.07.95
Pircher Stefan, Saltaus Oberprantacher
08.07.95
Mirjam, Riederbergstr.
8/N
12.07.95
Schweigl Mara, Kalmtal, Pseirerstr. 24/C
06.08.95
Platter Erwin, Pseirerstr. 51
12.08.95
Innerhofer Lukas, Dorfstr. 6 Ennemoser Andre, Prantacherweg Folie Armin, Garberweg
Die Südtiroler Krebshilfe wurde im Dezember 1981 von einer Gruppe von 15 Personen in Bozen gegründet. Promotoren waren Frau Waltraud Gebert-Deeg und Frau Irma Trojer-Maier, die auch bis 1989 Präsidentin der Organisation war. Hauptziel der Initiative war es, die Krebskranken in der postoperativen Phase zu betreuen. Im Laufe der Jahre hat sich die Südti. roler Krebshilfe auf das gesamte Land
ausgeweitet, so daß nun außer dem Hauptsitz in Bozen AußensteIlen bzw. Sektionen in Meran, Schlanders, Neumarkt, Brixen, Bruneck und Toblach
eingerichtet wurden. Besondere Aufgabe der Südtiroler Krebshilfe ist es, sich einzusetzen, daß jene Bedingungen geschaffen werden, welche für die Südtiroler Bevölkerung eine bessere und wirksamere Behandlung im Bereich der Vorsorge, der Therapie und der Nachsorge ermöglichen. Folgende kostenlose Dienstleistungen werden angeboten: * Ärztliche
Beratung Einzel- und Gruppen-
* Psychologische
therapie
* Manuelle
Lymphdrainage Turnen und Schwim-
* Therapeutisches
men
* Hilfe bei der Erledigung
Kaserer Daniel, Schießstandweg Pircher Maximilian,
Südtiroler Krebshilfe
22.08.95 27
03.09.95
7
Heel Florian, Kalmtal, P.-Mitterhofer-Str.
20.09.95 6
23.09.95
von bürokratischen Angelegenheiten wie Gesuche für Zivilinvalidität, Brustprothesen, Perücken usw.
* unbürokratische,
fen
finanzielle
Soforthil-
* Vergabe von sanitären * Erholungswochen
und am Berg
* Informations-
Hilfsmitteln am Meer, an Seen
und Aufklärungstätigkeit usw.
* Selbsthilfegruppen,
Zur Zeit hat die Südtiroler Krebshilfe insgesamt etwa 3.200 Mitglieder, wovon über 900 Tumorbetroffene sind. Auf Landesebene verfügt sie über fünf Büroangestellte und neun Massophysiotherapeuten, die mit manueller Lymphdrainage im Jahr 1994 über 400 Betrof-
fene behandelt haben. Die Kosten der Südtiroler Krebshilfe werden getragen durch Beiträge der Sanitätseinheiten und des Landes,
Seite 15/ Nr. 7
Passeirer Blatt / Oktober 1995
durch Spendengelder, Mitgliedsbeiträge und Erlöse aus Veranstaltungen, die zum Zwecke der Eigenfinanzierung or-
ganisiert werden.
Seit Beginn dieses Jahres wird die Sektion Burggrafenamt von einem neuen, rül:lrigen Bezirksvorstand geleitet. Dieser ist bemüht, in den einzelnen Dörfern im Burggrafenamt Kontakt- und Vertrauenspersonen zu finden, um mit Aktivitäten, Veranstaltungen und infor-
Drei Jahrzehnte Partnerschaft Die Einladung zur Jubiläumsfeier anläßlich der 30jährigen Partnerschaft zwischen dem VdH des Ortverbandes Kitzingen und der Ortsgruppe des Südtiroler Kriegsopfer- und Frontkämpferver-
bandes (SKFV) von St. Leonhard in Passeier war Grund genug, mit einer Abordnung von zehn Personen am 19. Mai nach Kitzingen zu fahren.
Ehrungen vorgenommen. Die Festansprache hielt Altoberbürgermeister Rudolf Schardt, ein guter Freund und Kenner Südtirols. In seinen Ausführungen sprach er von der Anfängen der Partnerschaft und deren Bedeutung für Menschen, die oft das gleiche Schicksal, das gleiche Leid und Elend nicht nur erlebt, sondern durchlebt haben. Es
mativer Betreuung zu starten. Auch im Passeiertal, zusammen mit Riffian-Kuens, haben sich Frauen bereiterklärt, dieses Programm zu unterstützen, und sie werden ihrerseits ab Herbst dieses Jahres mit eigenen Aktivitäten starten. So ist für den 24. November um 20.00 Uhr ein Vortrag über Hautkrebs unter dem Motto "Vorbeugen ist besser als Heilen" im Vereinssaal von St. Martin geplant. Die Bezugspersonen sind jederzeit bereit, nähere Auskünfte zu erteilen. Die Sektion Burggrafenamt der Südtiroler Krebshilfe ist bereits in der Lage, alle oben angeführten Dienstleistungen anzubieten. Das Bezirksbüro in Meran, Petrarcastr. 15, Tel. 212112, steht täglich von 9.00 - 12.30 Uhr für weitere Informationen
zur Verfügung.
Wenn auch Du diese Initiativen
unter-
stützen möchtest, dann werde Mitglied der Südtiroler Krebshilfe! Mit einem Beitrag von 10.000 Lire kannst Du uns helfen zu helfen.
Rita Graf Reinstadler
Kontaktpersonen: * Lora Raffl, Breiterweg
2, Kuens,
* Maria Kuen-Gurschler,
Jaufenstr. 42,
Tel. 241124
Riffian, Tel. 241130
* Martha Gamper-Fleischmann,
Pseirerstr. 10, Saltaus, Tel. 645454
* Dora Zöschg-Lamprecht,
P.-TheinerStr. 8, St. Martin, Tel. 641064
* Margareth Gögele, Schloßweg
Leonhard, Tel. 656156
1, St.
* Waltraud
Prünster, Jaufenstr. 9, St. Leonhard, Tel. 656108
* Rita Reinstadler,
Tel. 643613
Platt 56, Moos,
Kranzniederlegung vor dem Gefallenendenkmal
Der Empfang in Kitzingen war herzlich und die Unterbringung im Schützen-
haus bestens vorbereitet. Am nächsten Tag wurde uns bei einem Bummel durch die alte Wein- und Handelsstadt, die heuer ihre 1250-Jahr-Feier begeht, viel von ihrer bewegten Geschichte und ihrer Kultur erzählt. Zu einem Erlebnis wurde für beide Verbände der Empfang im historischen Rathaussaal bei Oberbürgermeister Dr. Erwin Rumpel, der in seiner Ansprache an die schweren Zeiten der Stadt nach einem verheerenden Luftangriff im Februar 1945 erinnerte. Nebenbei wurde zu einem Imbiß ausgezeichneter Frankenwein serviert. Johannes Hufnagel, Vorsitzender des VdH im Ortsverband, bedankt sich auch im Namen der Südtiroler für den netten Empfang. Den Höhepunkt der Partnerschaftsfeier bildete der Kameradschaftsabend im Deutschen Haus. Zahlreiche Ehrengäste waren erschienen. Rolf Troll, Kreisund Bezirksvorsitzender des VdH, hat nach den Begrüßungsworten mehrere
galt eben, Brücken zu schlagen über Grenzen hinweg - mit dem Wunsch nach Frieden und Freundschaft zwischen den Völkern. Musikalisch wurde die Feier von einem Mandolinen- und
Gitarrenorchester umrahmt. Am Sonntag legten die Vorsitzenden aller Verbände unter Teilnahme zahlreicher Mitglieder am Gefallenendenkmal gemeinsam einen Kranz nieder, während ein Trompeter das Lied vom guten Kameraden spielte. Bald nach dieser würdigen Gedenkfeier hieß es Abschied nehmen von unseren lieben Freunden in Kitzingen. Die Stunden mit ihnen werden uns lange in guter Erinnerung bleiben.
Aus dem Leben der Ortsgruppe des Südtiroler Kriegsopferund Frontkämpferverbandes
(SKFV)
Am 1. Oktober 1995 unternahm die Ortsgruppe St. Leonhard des SKFV einen Ausflug in Richtung Kastelruth und Gröden. Nach dem Mittagessen im
Passeirer Blatt / Oktober 1995
Seite 16 / Nr. 7
Gasthof St. Anton erweckten die vielen Menschen in Kastelruth, die in ihren bekannten Trachten zur Kirche strömten, unsere Aufmerksamkeit. Bald erfuhren wir, daß um 14.30 Uhr die große Erntedank-Prozession durchs Dorf ziehen würde. Zusammen mit vielen anderen Schaulustigen säumten wir den Straßenrand, und unser Warten lohnte sich reichlich. Derart zahlreiche und schön geschmückte Trachtengruppen,
dazu sieben große Fahnen, werden in Südtirol wohl kaum noch zu bewundern sein. Aufgefallen ist uns auch das disziplinierte Verhalten der vielen Zaungä-
ste. Ausgezahlt hat sich aber auch ein Abstecher nach Lajen; das Dorf hatten die meisten von uns nur dem Namen nach gekannt. Bei unserer Ankunft war gerade der große Almabtrieb zu Ende. Auf dem Dorfplatz war noch allerhand los:
Sprengel-Stützmauer in St. Leonhard vorbei-
fahren,
sich,
fragen
willen hier gebaut
ausgehoben
was um Gottes
wird.
ist so ungewohnt,
stöckigen
dend
normal.
Sie verweisen
Bodenbeschaffenheit
gelegt.
Beispiele von Hang- und Straßen bau-
Abstand
~i
.11610 .1'5
ss
aus
dem
ersichtlich
abgebildeten ist, werden im
von etwa 30 cm sogenannte
Mikropfähle aus Stahl mit einem Durch-
wo zwischen
___
~::::::= ~
Wie
Querschnitt
- oder von U-Bahn-
~
zu erforschen.
stung errechnet und die Pfahlwand fest-
auf unzählige
schächten in Großstädten,
TERRAPIENO
r~"""
:1
....i _..L_
:
;
t !
Der Obmann
~
'.10860
In der Dezember-Ausgabe "Passeirerblatt" beweise
für
besteht
des pro-
Privatpersonen
die Möglichkeit,
.iQS 00
unentgeltlich
Verkaufsangebote
und Kauf-
~,
gesuche (Rubrik "Biete an - Zu kaufen
gesucht")
gen. Entsprechende
einzubrinAngebote .'--r----....__
bzw. Anfragen sind in schriftlicher Form bis spätestens
lichen Bibliotheken
ehen.
Moos
einzurei-
""
~~
'--- ,
r~JO'" --:.!!_{~ ':-L__
ir-
rosoo sc. va
St. Martin
oder St. Leonhard oder im Gemeindeamt
"~~'J ;j-
24.
November 1995 in den öftent-
Stellen bis
Aufgrund dieser Daten wurde die Bela-
ganz
ten - etwa in Mühlwald im Pustertal, in Sölden im Ötztal
zur Vorberei-
zu 60 m tiefe Löcher gebohrt, um die
Was für Laien so befremFachleuten
abgesichert.
wurden
tung an drei verschiedenen
und zusehen, wie Bohr-
ist, erscheint
Tiefgarage
In St. Leonhard
maschinen und Bagger am steilen Hang manövrieren.
So hat die Spe-
therplatz in Bozen für den Bau der vier-
auch Gäste und Besucher - verwundert stehenbleiben
für die U-Bahn
werden.
zialfirma, welche hier arbeitet, den Wal-
Die Absiche-
daß so manche
oft 30 und noch mehr
Meter tiefe Schächte
rung des Hanges mit einer Pfahlwand
Die Goaßlschnölier zeigten ihr Können, die Musikkapelle spielte auf, und einige Stände sorgten für das leibliche Wohl der zahllosen Menschen. Es schien fast aussichtslos, zum Stand der .Türtlan und Straubn" vorzudringen; aber geschmeckt haben sie letztendlich doch. Somit wurde dieser Herbstausflug nicht nur landschaftlich und kulturell, sondern auch in kulinarischer Hinsicht zu einem schönen Erlebnis.
Häuserreihen
Viele, die an der Kreuzung Mooserstraße-Jaufenstraße
im Bau
nr 111 HICRDPAlI Ou""'D\.6 ,_10." 1&0,60 .. l.14.30.
••
~:~
Seite 17/ Nr. 7
Passeirer Blatt / Oktober 1995
messer von etwa 10 cm in den Boden gebohrt und mit Ankern waagrecht Hang verankert.
den
Diese Ankerseile
in verschiedenen
durchschnittlich tief
im
wer-
Abständen
-
alle 3 m - bis zu 27 m
im Hang
befestigt,
wobei
jeder
Anker bis zu 120 Tonnen halten kann. Als erstes wurde mit einer ebenfalls verankerten
Stahlbetonmauer
richtsweg abgesichert.
der
Ge-
Nun wurde eine
erste Reihe von waagrechten
angebracht, die davorliegende fenweise weggebaggert
Ankern
Erde stu-
und die Pfähle
neu verankert. Auf diese Weise entsteht eine senkrechte
Wand, die insgesamt
52 m lang und zwischen
5 und 25 m
hoch
der Aushub
sein
wird.
durchgeführt
Wenn
ist, kann hier ein Sprengel
entstehen, den die Gemeinde St. Leonhard im Auftrag des Landes baut und
Der Sprenge/sitz im Modell
wo jene sozialen und sanitären Dienste untergebracht
werden,
welche
heute
überall verstreut sind, wie Grundfürsorge, Hebamme, Mütterberatung, arzt, Sanitätsassistentin, onsdienst, Logopädie, tin, Psychologe, assistentin,
Kinder-
RehabilitatiPhysiotherapeu-
Krankenkasse,
Sozial-
Zahnart und Amtsarzt.
Gegen diesen Standort spricht die aufwendige
Verbauung,
dafür spricht
vor
allem die zentrale Lage und der Mangel an anderen Standorten. Trotz intensiver Suche
war
es der
Gemeinde
nicht
möglich, ein anderes, zentral gelegenes Grundstück
ausfindig
zu machen, das
dieses Bauwerk von 7000 m3 mit etwa 45 m Länge und 12 m Höhe bei einer Breite von 13 m hätte aufnehmen können. Andererseits
kann kein Gebäude
zentraler liegen; es ist von überallher zu Fuß erreichbar, Unterführung parkplatz
vor allem
vom großen
aus. Außerdem
über eine Raiffeisenverbessert
sich die Lage radikal, wenn durch die Umfahrung der Verkehr an dieser Stelle stark zurückgehen
wird. Etwas ausge-
glichener
die hohen
werden
Kosten
weiters dadurch, daß die Gemeinde St. Leonhard den Grund kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Noch vor Weihnachten
soll
die
Hangverbauung
abge-
schlossen sein und im neuen Jahr mit dem eigentlichen den.
Bau begonnen
wer-
Konrad Pfitscher
.Passelrer Almabtrieb" oder "Laß die Kuh in Ruh" Es war Samstag, am 16. September
Passeiertal, da veränderte
im
sich das Leben der Kuh
.Nelle" radikal. Vor zwei Tagen erst von der Alm zurückgekommen, stand sie im Stall - noch immer halb
benommen. Träumte von saftigen Weiden, Sonne und internationalem Flair, doch die triste Gegenwart holte sie ein, denn der Bauer kam daher. Trieb sie auf den Anhänger mit Gefluch und Geschrei, doch die .Nelle"
blieb cool, ihr war's
einerlei. Nach kurzer Fahrt war der Leonharder
Sportplatz erreicht, die "Nelle" wurde kurzerhand vom Wagen gescheucht. Erstaunt sah sie sich umgeben von Kühen und Rindern, von deutschen Gästen und mehreren Kindern. Einige Kühe sah man verzweifelt zum Sportplatz schielen, die Frage in den Augen: Wir müssen
doch nicht für Touristen Fußball spielen? Doch weit gefehlt, das ist doch klar,
die "Nelle" avancierte stehenden Fußes zum Superstar. Denn sie wurde behängt mit Glocken, Lametta und goldenen Bändern, man sah sie entzückt Richtung Martin schlendern.
St.
Begleitet von "Blume", .Laura" und dem flotten Rindertrupp, angefeuert von Applaus und Schlachtgesängen durch den deutschen Fanclub. Die .Nelle", eigentlich von bescheidener Art und keineswegs adelig gebo-
ren, hat durch die Lobeshymnen und das Gegröle total den Verstand verloren. Sie zog aus dem Stall, der Bauer war perplex, "Nelle" spielt nun im ORF mit Kommis-
sar Rex. Und nun die logische
Geschicht': Zuviel Hochjubeln
seirer Kühen nicht.
Moral von der
bekommt
den PasK.G.
Passeirer Blatt / Oktober 1995
Seite 18 / Nr. 7
Wasserfassung Pfistrad erneuert Als im Juli 1991 ein Wolkenbruch über das Wanser-, Sailer- und Pfistradgebiet niederging, wurden große Schäden angerichtet, unter anderem wurde dabei die Quellfassung der Leonharder Wasserleitung in Pfistrad überschüttet und teilweise zerstört. Seither sickerte Oberflächenwasser ein. Die Feuerwehr versuchte damals, das Dorf mit dem Tank-
wagen mit Wasser zu versorgen, doch erst durch die Mithilfe des Milchtankwagens reichte die Wassermenge, bis
die Wasserleitung provisorisch wieder in Betrieb genommen werden konnte. Im heurigen Sommer konnte die Quellfassung fast vollständig erneuert werden.
Sie besteht aus einem Reservoir mit Entsander und zwei getrennten Quellfassungen. Die Bauarbeiten erwiesen sich als sehr schwierig, weil die Wasserversorgung von St. Leonhard aufrecht bleiben mußte, andererseits die Quellen an den vielen Stellen aus dem Berghang austraten und man versuchen mußte, so
Zur Talchronik Passeier Die Chronik hält Menschen, Architektur und Ereignisse eines bestimmten Gebietes in zeitlicher Reihenfolge fest. Der Chronist benützt dazu die Schrift, das Bild und die Tonträger sowie alle weiteren verfügbaren Instru-
mente. Das Tirolerland verfügt über ausgezeichnete Chroniken, die über Städte, Dörfer und Landschaften aussagen. Das Zentrum der Tiroler Chronisten ist das Landesmuseum Ferdinandeum und das Tiroler Landesarchiv, beide in Innsbruck. Das Chronikwesen im Bundesland Tirol ist sehr gut ausgebaut, während in Südtirol erst ab 1990 systematisch am Aufbau des Chronikwesens gearbeitet wird. Dies besorgten die Mitarbeiter des Tiroler l.andesinstitutes, die ab 1994 in das Südtiroler Landesar-
viel Quellwasser wie möglich und so tief wie möglich zu fassen. Die Wassermenge in den Quellfassungen reicht auf jeden Fall bei weitem für eine sichere Versorgung, nur im Frühjahr geht die Schüttung zurück. Inzwischen sind die Fassungen wieder mit Erde zugedeckt, zwei Schächte ragen noch 20 m aus dem Boden, und das Quellgebiet wird noch eingezäunt. In einem zweiten Schritt soll nun eine Entsäuerungsanlage gebaut werden, um jeden Einsatz von Chemikalien in unserem Trinkwasser in Zukunft zu vermeiden. Konrad Pfitscher
Die Stettinerhütte einst und jetzt Am 10. September wurde die neuerbaute Stettinerhütte (2875m) feierlich eingeweiht. Den Namen hat die Hütte von der Stadt Stettin an der Odermündung, einstmals Hauptstadt der Provinz Pommern, eine reiche Hafen- und Handelsstadt. Seit 1945 ist Stettin (Szczecin)
unter polnischer Herrschaft. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nahm der Alpinismus einen großen Aufschwung. 1869 wurde der Deutsche und Österreichische Alpenverein mit Sitz in Innsbruck gegründet. Innerhalb von wenigen Jahren entstanden in vielen Städten Deutschlands und Österreichs Zweigvereine, Sektionen genannt. Am 29. November 1886 wurde auch die
Der Ortschronist kennt den Herrn im weißen Kleid. Kennen Sie ihn auch?
chiv integriert wurden. Südtirol wird demnach in 14 Bezirke eingeteilt, wobei für jeden Bezirk ein Bezirkschronist ernannt wurde. Passeier gilt als eigener Chronistenbezirk. Der Bezirkschronist bemüht sich, für jedes Dorf zumindest einen Ortschronisten zu suchen und die bereits bestehenden Sammlungen (privat) und Archive (öffentlich) zu betreuen und den Ortschronisten mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
Im Passeiertal besteht ein Archiv des Vereins für Kultur und Heimatpflege Passeier, welches Schrifttum und Fo-
tos zum Tal sammelt. Interessierte Bürger können sich mit dem Bezirkschronisten in Verbindung setzen (Tel. 656162 und 656182), um Näheres zum Archiv- und Chronistenwesen unseres Tales zu erfahren oder um Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dr. Heinrich Hofer beauftragter Bezirkschronist
Sektion Stettin des DÖAV gegründet. Gründer und erster Vorsitzender war Dr. med. A. W. Schultze, Oberarzt am städtischen Krankenhaus, ein großer Naturfreund und begeisterter Bergsteiger. In der Sitzung der Sektion Stettin vom 25. Dezember 1894 wurde der Bau einer Schutzhütte beschlossen, wobei als Baugrund eine Stelle östlich vom Eisjöchl an einem nach Südosten hervorziehenden Ausläufer der Hochwilde im oberen Pfelderertal gewählt wurde. Der Grund und Boden, auf dem die Hütte steht, wurde von der Sektion Stettin käuflich erworben. Der Hüttenbau war eine mühsame Arbeit. Die Steine für das Mauerwerk wur-
den durch Sprengungen an Ort und Steile gewonnen. Sand fand sich in der Nähe der Baustelle, und der Kalk wurde in einem extra dafür erbauten Kalkofen in Pfelders gebrannt und durch Träger hinaufgeschleppt. Das erforder-
Seite 19/ Nr. 7
Passeirer Blatt / Oktober 1995
liehe Bauholz wurde mit großen Unkosten in der Nähe von Pfelders erworben und im Winter 1896 durch Träger zum Hüttenbauplatz geschleppt. Bereits im Sommer 1895 ist ein Weg von der Lazinseralm zum Hüttenbauplatz gebaut worden. 1896 entstand der Rohbau der Hütte. Wegen schlechter Witterung konnten die Arbeiten nicht abgeschlossen werden. Mitte Juli des darauffolgenden Jahres konnte der Bau weitergeführt werden, und am 24. August 1897 fand die feierliche Einweihung statt, zu der 33 Personen erschienen. Bereits am 8. September wurde die Hütte geschlossen. Bis dahin waren zwölf Herren und zwei Damen als Gäste oben gewesen. Die Gesamtkosten der Hütte einschließlich Hütteneinrichtung und Wegebau beliefen sich auf 10.136,60 Mark.
Zunächst war die Hütte als Proviantde-
pot gedacht. Der Bergführer Josef Dandler aus St. Leonhard hatte bis auf weiteres die Verpflichtung zur Instandhaltung der Hütte übernommen. Nach zwei Jahren aber zeigte sich die Notwendigkeit, die Hütte zu bewirtschaften, was Josef Dandler übernahm. Während des Ersten Weltkrieges (ab 31.07.1914) war die Hütte geschlossen. Nach Kriegsende wurden bekanntlich alle DÖAV-Hütten südlich des Alpenhauptkammes von Italien beschlagnahmt. So erhielt die Sektion Stettin am 21. Juli 1921 die offizielle Mitteilung, daß die italienische Militärbehörde die deutschen und österreichischen Alpenvereinshütten beschlagnahmt und dem italienischen Alpenverein - Club Alpino Italiano (CAI) - übergeben hätte. Aus der Stettinerhütte wurde nun "Rifugio Petrarca" der CAI-Sektion Meran. Doch ist und bleibt der alte Name erhalten -
vom Militär besetzt, das auch eine Blechbaracke aufstellte, die später als Schlafraum gute Dienste leistete. Am 9. August 1972 übernahm Adolf Gögele aus Platt mit seiner Familie die Bewirtschaftung der Hütte; es erforder-
te viel Mut und Unternehmungsgeist, die total verwahrlosten Räume soweit her- und einzurichten, daß Bergsteiger einkehren konnten. Ab 1976 war Josef Hofer - Werfer Sepp - mit seiner Familie als Hüttenwirt oben. 1979 wurde eine Materialseilbahn von der Lazinseralm zur Hütte gebaut, was für die Bewirtschafter eine große Erleichterung war, mußte doch bis dahin alles hinaufge-
auch für die neue Hütte. Viele Jahre war die Hütte nicht bewirtschaftet. In den 60er Jahren war sie
Stettin anwesend.
Für die Errichtung dieses schönen und vor allem auch für das Passeiertal wichtigen alpinen Stützpunktes gebühren der CAI-Sektion Meran unter der Leitung von Geom. Claudio Canini und vor allem auch Leo Fontana für seinen Unternehmungsgeist und seinen Einsatz beim Bau herzlicher Dank. K.L.
tragen werden. Im Jahre 1988 wurde vom CAI die Hütte an Leo Fontana aus Moos zur Führung übergeben.
Angesichts des zunehmenden Tourismus entsprach die Hütte schon lange
nicht mehr den Anforderungen, und so dachte man an einen Neubau. Es hatten schon früher Pläne zur Erweiterung der Hütte bestanden, die aber aus verschiedenen Gründen nie verwirklicht wurden. Hinter der Idee des Neubaus stand vor allem Leo Fontana, der bereits in den Jahren zuvor für den CAI Meran die Zwickauerhütte neu gebaut hatte.
Am 27. Juni 1990 wurde von der Bau-
kommission der Gemeinde Moos das von Arch. Paul Gamper erstellte Projekt genehmigt und Ende August zwischen CAI und Leo Fontana der Vertrag für den Hüttenbau abgeschlossen. Vordringlich war nun der Umbau der Seilbahn für den Transport des Baumateri-
als. Ein großes Problem stellte der Bauplatz dar, da man während der Aufführung des Rohbaus die alte Hütte als Unterkunft und zur Führung der Wirt-
schaft benötigte. Trotzdem gelang es in vier Jahren - was aber nur elf Monate Bauzeit sind - den prächtigen Bau fer-
Die Stettinerhütte einst ...
Die Einweihungsfeier am 10. September mit einem Festgottesdienst und mehreren Ansprachen war ein Treffen von vielen Bergbegeisterten und Bergfreunden beider Sprachgruppen. Leider war kein offizieller Vertreter der Sektion
Blaibmr bin Antonius
Eheinstitut,
Partnerring
a pißI riskant olls zomm des Ding. Aa nit grod a wolfline Ongilegnhait und an Partnr drwischn wia an Oufnschait. Blaibmr gschaidr bin Antonius
a Kerze, an Roasnkronz und Schiaß. Obr a Manndl, a Waibile
tigzustellen.
mit Garantie,
Das neue Schutzhaus hat neben der gut eingerichteten Küche zwei schön getäfelte Stuben und über 100 Schlafplätze. Als Winterraum wurde die Militärbarakke ausgebaut. Die Hütte kann über mehrere Zugänge erreicht werden und ist so ein wichtiger Stützpunkt für viele Bergwanderer und Hochalpinisten nicht nur aus dem Passeier- und Sehnalstal.
nit lai schian herschaugn af dr Fotografie.
Anna Lanthaler
Passeirer Blatt / Oktober 1995
Seite 20 / Nr. 7
"Haushalt und Handwerk unter einem Hut" Eine Frauengruppe
Die Frau und das Handwerk - diese Vorstellung ruft bei vielen Menschen immer noch Kopfschütteln hervor. Frauen gelten nämlich in den typischen Handwerksberufen (Tischler, Mechaniker...) immer noch als Ausnahme. Frauen arbeiten jedoch in vielen ver-
schiedenen Formen im Handwerk mit, sei es in der Ausübung der handwerklichen Tätigkeit, der bürokratischen Ver-
waltungsarbeit oder als Stütze des Handwerksbetriebes. Frauen sind meist im Hintergrund tätig und leisten neben Hausarbeit und Kindererziehung noch wertvolle Arbeit im Betrieb. Seit 1986 gibt es auf Bezirksebene Zusammenschlüsse von Frauen, die im Handwerk tätig sind, und zwar im Rahmen des Landesverbandes der Handwerker (LVH). Mit dem Entstehen der "Frauen im LVH" vor drei Jahren gibt es nun in der Südtiroler Wirtschaft auch eine Frauenorganisation. Die "Frauen im LVH" umfassen das gesamte Handwerk und sind zu einem festen Bestandteil
dieser Organisation geworden. Vordergründiges Ziel der Frauen im Handwerk ist es, ihre Arbeit aufzuwerten, ihr Selbstvertrauen zu fördern und das Gefühl der Verbundenheit der Frauen untereinander zu stärken. Die Frauen, die als Co-Pilotinnen im Handwerksbetrieb bezeichnet werden können, halten zwar in den verschiede-
nen Berufssparten ihre Stellung, doch werden sie weitgehend mit ähnlichen Problemen konfrontiert. In zahlreichen Seminaren, Vorträgen und Lehrfahrten werden unterschiedliche Themen, wie etwa Büroorganisation oder Betriebswerbung, behandelt. Die Aktivität der Handwerkerfrauen muß jedoch organisiert und mit Verantwortung verbunden werden. Daher fand kürzlich landesweit die Wahl der Frau-
stellt sich vor
Für St. Martin und Moos muß erst je eine Vertreterin gesucht werden.
wurden bereits durchgeführt: Vinschgau: Burggrafenamt: Bozen Land: Brixen: Unterpustertal: Oberpustertal: Wipptal:
Christine Mayr Gertraud Götsch Herta Trettl Marlies Dabringer
der der
ne gehen wird.
St. Leonhard,
büros Beginn: 20.00 Uhr
14. November 95: Erbrecht und Schenkung, Teil 2 Referent: Dr. Thomas Hager Beginn: 18.00 Uhr
-
en in LVH statt.
Im Passeier wurden folgende Frauen in den Ortsausschuß gewählt: Daniela Hofer Bernhart Ortsobfrau: Stellvertreterin: Luise Pirpamer Ausschuß: Claudia Freitag Massei Dora Maier Luise Hofer Veronika Haller
Beginn: 20.00 Uhr
17. April 96: Finanzkontrollen Referent: Finanzbeamter
13. November 95: Erbrecht und Schenkung, Teil 1 Referent: Dr. Thomas Hager Beginn: 18.00 Uhr
- Produkthaftung
08. November 95: Zeitmanagment Referent: Dr. Christian Harasser
28. Februar 96: Erfolgreiche Werbung Referent: wird bekanntgegeben Beginn: 20.00 Uhr
1995/96:
kleiner Vereinssaal:
27. Februar 96: Konsumentenschutz
Goethestr. 55
11. Oktober 95: Marketing für Handwerker Referent: Dr. Christian Harasser Beginn: 20.00 Uhr
Gruppe "Frauen im LVH" bevor, die voraussichtlich im Herbst über die Büh-
Weiterbildungsprogramm
26. März 96: Handwerk und Familie halten mich auf
Meran, Liebeswerk,
Inge Hellweger Anna Baur Mair Petra Holzer
Nun steht noch die Bestimmung ersten gewählten Landesreferentin
und Gültigkeit des Angebo-
tes Referent: Dr. Thomas Hager Beginn: 18.00 Uhr
Trab Referent: Dr. Markus Bitterli (CH) Beginn: 20.00 Uhr
Auch die Wahlen der Bezirksobfrauen
Bezirk Bezirk Bezirk Bezirk Bezirk Bezirk Bezirk
Erstellung
Die Vertreterinnen der "Frauen im LVH" Passeier
eines Finanz-
08. Mai 96: Die Rentenversicherung und die soziale Absicherung der Frau im Handwerk Referentin: Gabi Tagliabue Beginn: 20.00 Uhr Daniela Hofer
Seite 21 / Nr. 7
Passeirer Blatt / Oktober 1995
Jugendservice Passeier
Jugendtreff St. Martin Auszüge aus den Protokollen
der letzten drei Sitzungen:
- Der Jugendtreffausschuß übernimmt die organisatorische und finanzielle Leitung des .Eisclub St. Martin". - Der Jugendtreff darf ab sofort nach 22.00 Uhr nur mehr für geplante bzw. angemeldete Veranstaltungen geöffnet werden. - Es wird beschlossen, keinem Schulschwänzer den Aufenthalt im Treff zu erlauben.
- Es werden ab sofort fixe Bürozeiten
eingeführt,
und zwar:
Dienstags von 09.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 17.00 Uhr
Der Treff muß während dieser Zeiten geöffnet sein und der Zivildiener und/ oder der Leiter des Jugendservice
anwesend sein. An allen anderen Wochentagen ist es notwendig, an der Tür eine Nachricht anzubringen, falls während der üblichen Bürozeiten niemand im Jugendtreff an-
- Jeden 2. Samstag im Monat findet ab sofort eine Jugendtreffausschußsitzung statt. Diese Sitzungen werden vom Jugendserviceleiter bzw. dem Zivildiener automatisch einberufen. Der Hauptamtliche und der Zivildiener des Jugendservice werden verpflichtet, bei diesen Sitzungen anwesend zu sein. Den Vorsitz übernimmt ab sofort jedesmal ein anderes Ausschußmitglied (im Uhrzeigersinn). Jedes Ausschussmitglied ist aufgefordert, mindestens ein Thema, welches den Jugendtreff bzw. Jugendarbeit im allgemeinen angeht, vorzubereiten.
Neue Mitglieder:
- Die Öffnungszeiten festgelegt:
werden wie folgt
Mittwochs von 19.00 bis 22.00 Uhr (Aufsicht durch den Zivildiener oder den hauptamtlichen Leiter) Sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr und von 17.00 bis 20.00 Uhr (Aufsicht wird von Jugendlichen bzw. Erwachsenen übernommen)
wesend sein sollte.
Mitglieder
• Filmvorführungen
(s. Programm)
muß
a) Die Rechnungslegung des Jugendtreffs soll in Zukunft vom hauptamtlichen Leiter des Jugendservice Passeier durchgeführt werden. b) Dazu wird der Leiter des Jugendservice bei der Bank als Zeichnungsberechtigter bis zu einer EinzeIrechnungssumme von 1.000.000.- Lire und einer monatlichen Höchstsumme von 5.000.000.- Lire eingetragen. c) Der Jugendserviceleiter wird verpflichtet, bei der in Zukunft monatlich stattfindenden Ausschussitzung über die Ausgaben und Einnahmen zu berichten. d) Zusätzlich zum Rechnungsbericht ist es auch erwünscht, einen Arbeitsbericht des vergangenen Monats bzw. Informationen über die nächsten Vorhaben zu erhalten.
ses:
• "Dritte Welt" ist das Thema, das der Jugendservice Passeier im heurigen November aufgreift. Er organisiert in Zusammenarbeit mit der Öffentlichen Bibliothek St. Leonhard und der Gesellschaft für bedrohte Völker:
des Jugendtreffausschus-
Amerinoia im Vereinssaal Moos 06.1 1.95 SI. L. 08.11.95 (mit anschließendem Referat über indigenc Völker) Beginn: 19.00 Uhr
3- welt
Von Pedro Casaldaliga Spielfilrndauer: 60 Min. Ein Querschnitt durch die Seele u. den Widerstand der indigenen Völker Amerikas
Kofler Erich, Oberprantacher Tony, Prünster Heinrich, Haller Martin, Zwick Matthias, Angerer Michael, Kofler Carmen, Verdorfer Judith, Prünster Elisabeth, Wiedmer Tomas, Marth Petra, Öttl Iris, Stolz Dieter, Nieder-
Die Rache oes wolfes
Harald
Die Abenteuer oes :abeza oe Vaca
mair
Joachim
(Ehrenzivi),
Pixner Anja, Schwarz
Andreas, Pabst Martin
Ladurner
Peter, Verdorfer
- Pichier Stefan wird beauftragt, für das Büro des Treffs einen neuen Computer und einen Tintenstrahldrucker an-
im Vereinssaal Moos 13.11.95 SI. L. 15.11.95 SI. M. 16.11.95 Beginn: 19.00 Uhr
im Vereinssaal Moos 27.11.95 SI. L. 29.11.95 SI. M. 30.11.95 Beginn: 19.00 Uhr
Cleorcut, 1992. 99 Min Der härteste Film zum Thema Indianer und Weiße im Cclumbus-Jahr 1992, eine brandaktuelle Geschichte aus den kanadischen Wäldern von heule
1990, Spielfilmdauer 140 Min. Der Film zeigt die Erlebnisse , eines spanischen Abenteurers im 16. Jhdt.. der den Süden der heutigen USA emdeekle
zukaufen
- Verdorfer Andreas ist in Zukunft für die Instandhaltung des Hauses zuständig. - Nächste Programmschwerpunkte: 1) Jugendtreffvollversammlung 2) Elternvollversammlung 3) Vereineversammlung - Die nächste Jugendtreffausschußsitzung findet am 11. November 95 statt. Termine für Veranstaltungen und Sitzungen im Jugendtreff können mit Harald (Jugendserviceleiter) abgesprochen werden!
Tel. 641680
• Referat im Anschluß an den Film .Arnerindia" in St. Leonhard. Thema: Gesamtübersicht über die Geschichte und Kultur der indigenen Völker Amerikas (Indianer) • Buchausstellung in der Öffentlichen Bibliothek St. Leonhard • "Militär- und Zivildienst" Referat für Interessierte Wann? Mittwoch, 6. Dezember 95 Wo? Jugendtreff St. Martin Referentin ist Frau Rauter vom Südtiroler Jugendring
Passeirer Blatt / Oktober 1995
Seite 22 / Nr. 7
(liUS den 6emeindestuben)
Dr Herbist
Aus der Gemeindestube Moos: Hot's ganze Lantl
Ratssitzung
vom 14.07.1995:
* Genehmigung
afn Bantl
der Abschlußrechnung
tungsüberschuß
tantlt mit die Laabr
* Die Gemeinde
ummr.
* Bürgermeister
für das Finanzjahr 1994 mit einem Verwal-
von Lire 320.000.000.-
Moos beteiligt sich an der Skilift Pfelders GmbH durch den Ankauf
von Quoten für den Wert von Lire 50.000.000.Franz Raich und sein Stellvertreter
Heinrich Ennemoser werden zu
den Vertretern der Gemeinde Moos für die Vollversammlung schaft Burggrafenamt Und es ganze Lantl
Ratssitzung
vom 17.08.1995
* Die Grundschulen
isch nit schantl
mögensgut
von Rabenstein/Hütt
klassifiziert
werden.
fiedrn tianse lai
* Für folgende
und Pill werden als veräußerliches
und sollen künftig für Wohnzwecke
der Gemeinden
der Provinz Bozen für das Wassereinzugsge-
biet der Etsch
Anna Lanthaler
- Konsortium
zur Führung des Bezirksaltersheimes
- Konsortium
zur Führung der Mittelschule
- Bibliotheksrat
Moos
- Trinkwasserkonsortium
Noch die Gimuane-Wooln
Moos-St.
Zum neuen Gemeindetechniker
* Folgende
von St. Leonhard
von St. Leonhard
Moos
- Kindergartenbeirat *
Ver-
dienen bzw. verkauft
Gremien werden die Vertreter der Gemeinde ernannt:
- Konsortium
die Hennin.
der Bezirksgemein-
ernannt.
Martin-Riffian-Kuens
wird Geom. Herbert Steiner ernannt
Gemeindekommissionen
werden ernannt:
- Lizenzkommission
für den Handel
- Lizenzkommission
für das Gastgewerbe
- Gemeindebaukommission
* Die Amtsentschädigung
Dr Ausschuß
für den Bürgermeister wird mit 100% des Bruttogehaltes
des Sekretärs dieser Gemeinde nach zehn Dienstjahren (= Lire 5.767.000.- monatlich) festgelegt.
isch ingschassn
* Die Amtsentschädigung
Bürgermeistergehaltes
agschassn
für den Bürgermeisterstellvertreter und jene der Assessoren
haltes festgelegt.
* Für die Bereiche Umwelt und Elektrizitätswerke
wert iaz.
mission eingesetzt.
* Eine weitere
Beteiligung
Lire 50.000.000.-
's Glick an Straifschuß ui kriagn seil hott wall
Ratssitzung
* Ernennung
Außerdem
wird mit 50% des
mit 40% des Bürgermeistergewird jeweils eine ständige Kom-
an der Skilift Pfelders GmbH durch Quotenankauf von
wird beschlossen.
vom 14.09.1995:
der Gemeindebaukommission
hat der Gemeindeausschuß
und des Gemeindezivilschutzkomitees
in den letzten Monaten folgende Arbeiten
vergeben:
aniads.
- Bau eines neuen Trinkwasserspeichers - Außerordentliche
Instandhaltung
- Ausbau der Pilierstraße Anna Lanthaler
- Errichtung
- 111.Teilstück
eines Jugendraumes
- Bau von Schutzmaßnahmen
in Platt
der Trinkwasserleitung
in der Grundschule
in Platt
von Stuls
gegen Eisschlag in Stuls
J.K.
Seite 23 / Nr. 7
Passeirer Blatt / Oktober 1995
ASSESSOREN Gemeinde
- AUFTEILUNG
DER ZUSTÄNDIGKEITEN
Moos Assessorate
Raich Franz (Bürgermeister)
öffentliche
Arbeiten,
private Bauten, Kontakte
mit Vertretern der Fraktionen,
Personal, Haushalt, Finanzen, Energie, soziale Dienste, Sanitätsdienste Sprechstunden: Ennemoser
Heinrich
(Bürgermeisterstellvertreter)
Mo, Mi, Fr: 10.00-12.00
Landwirtschaft
und ländliche Wege in Moos, Stuls und Rabenstein,
der Wasserleitungen
und Straßen sowie Koordinierung
Stuls und Rabenstein, Brunner Hubert
Uhr Überwachung
der Schneeräumung
in Moos,
Fremdenverkehr
Schule, Kultur, Belange des Hauptortes,
Jugendarbeit,
Bibliotheken,
Kultursaal,
Vereine Pamer Josef
Landwirtschaft
und ländliche Wege in Platt und Ptelders, Überwachung
Wasserleitungen
und Straßen sowie Koordinierung
der Schneeräumung
Pfelders Pichler Alois
Gemeinde Pirpamer
Sport, Umwelt, Handwerk,
St. Martin Hermann
(Bürgermeister)
Finanzwesen,
öffentliche
Gögele Rudolf
Bauwesen,
(Bürgermeisterstellverteter)
Sprechstunden:
Öttl Sepp
Uhr
18.00-19.00
Uhr
8.00-10.00
Uhr
Mi
8.00-10.00
Uhr
Fr
8.00-9.00
Uhr
Verkehr, öffentliche
Arbeiten Di
18.00-20.00
Uhr
Mi
10.00-12.00
Uhr
Kultur, Schule, Kindergarten, Sprechstunden:
Mo 00
Theiner Hans
Wirtschaft,
Juli '95
Jugend
18.00-19.00
Uhr
10.00-12.00
Uhr
Fremdenverkehr,
Sprechstunden:
St. Leonhard s. Passeirerblatt
Personal, Soziales
Land- und Forstwirtschaft
Sprechstunden:
Pamer Kofler Rosmarie
Arbeiten,
8.00-10.00
Di
Sprechstunden:
00
Gemeinde
Handel, Lizenzen
Mo
Handel und Handwerk,
7.30-8.30
Uhr
18.00-19.00
Uhr
Sport
der in Platt und
Passeirer Blatt / Oktober 1995
Seite 24 / Nr. 7
DIE KOMMISSIONEN
SIND ERNANNT:
Kommission
St. Leonhard
St. Martin
Moos
Gemeindewahlkommission: Vorsitzender und effektive Mitglieder
Konrad Pfitscher, Hans Gufler, Albin Ilmer, Josefine Schwarz, Karl Winkler
Hermann Pirpamer, Rudolf Gögele, Rosmarie Pamer Kofler, Hans Theiner
Franz Raich, Hubert Brunner, Heinrich Ennemoser, Josef Pamer, Alois Pichler
Gemeindekommission für den Handel: Vorsitzender und effektive Mitglieder
Hubert Verdorfer, Martin Gufler, Markus Haller, Heinrich Hofer, Johann Haller (Weingart). Andreas Hofer (Frick), Andreas Hofer (Felseneck). Erich Theiner, Franz Haller, Albin Pfitscher
Hans Theiner, Johann Georg Götsch, Erwin Pirpamer, Arch. Karl Bauer, Adolf Unterthurner, Marialuise Haller, Johann Raich
Franz Raich, Markus Volgger, Kurt Hofer, Andreas Lanthaler, Helmuth PIoner, Andreas Schwarz
Gemeindekommission für das Gastgewerbe: Vorsitzender und effektive Mitglieder
Hubert Verdorfer, Nikolaus Gurschier (Pension Gurschler) Alois Mair (Fallenbach), Siegfried Augscheller, Johann Haller (Weingart), Adolf Pirpamer (Im Schaffeid), Anton Oberbichler, Ing. Vinzenz Zeiger
Hans Theiner, Robert Ennemoser, Heinrich Dorfer, Rosa Moosmair, Franz Marth, Geom. Franz Mitterhofer, Erwin Pichler
Franz Raich, Alois Kuprian, Gotthard Hofer, Annelies Halbeisen, Anna Rita Gufler, Alois Hofer, Geom. Herbert Steiner
Gemeindebaukommission: Vorsitzender und effektive Mitglieder
Konrad Pfitscher, Arch. Erich Theiner, Anton Oberbichler, Manfred von Sölder, Michael Schwarz, Sieglinde Wilhelm, Josef Gögele, Johann Hofer, Alois Mair
Rudolf Gögele, Arch. Karl Bauer, Geom. Josef Mitterhofer, Franz Gufler, Harald Haller, Heinrich Dorfer, Siegfried Egger
Franz Raich, Thomas Schenk, Arch. Dieter Vinatzer, Geom. Herbert Steiner, Franz Haller, Michael Ennemoser, Alois Kuprian, Vigil Kuprian, Albin Pöll, Heinrich Ennemoser, Anton Raich
Vertreter in der Vollversammlung der Bezirksgemeinschaft
Konrad Pfitscher, Ulrich Heel
Norbert Gufler, Florian Waldner
Franz Raich, Heinrich Ennemoser
Vertreter in der Vollversammlung Wassereinzugsgebiet der Etsch
Konrad Pfitscher, Josef Gögele
Vertreter im Führungskonsortium des Bezirksaltersheimes
Daniel Gufler, Albin Pixner
Hermann Pirpamer, Rosmarie Pamer Kofler
Franz Raich, Hubert Brunner
Vertreter im Mittelschulkonsortium
Konrad Pfitscher, Albin Pixner, Wolfram Klotz
Hermann Pirpamer, Sepp Öttl, Rosmarie Pamer Kofler
Franz Raich, Hubert Brunner
Vertreter im Bibliotheksrat
Albin Pixner, Alois Moosmair
Harald Haller, Rosmarie Pamer Kofler, Sepp Öttl
Hubert Brunner
Vertreter im Kindergartenbeirat
Hubert Verdorfer
Rosmarie Pamer Kofler, Siegfried Egger
Hubert Brunner
Hermann Pirpamer, Rudolf Gögele, Josef Pixner
Franz Raich
Vertreter für das Trinkwasserkonsortium MoosSt. Martin-Riffian-Kuens Vertreter im Abwasserverband
Konrad Pfitscher, Alfred Schiefer, Carlo Righi
Franz Raich, Heinrich Ennemoser
Franz Schwienbacher, Hermann Pirpamer, Adolf Unterthurner
Seite 25 / Nr. 7
Passeirer Blatt / Oktober 1995
großen Erfolg zu verzeichnen, und zwar durch Alexander Krezdorn, der sich den Titel des Landesmeisters nicht entgehen ließ. Berta Kofler belegte bei den Juniorinnen den hervorragenden 2.
Passeirer Wettmäher auf Erfolgskurs Das Mähen mit der Sense an sich hat in Südtirol eine jahrhundertelange Tradition und diente in alter Zeit dem Brot-
erwerb. Diese schwere Arbeit wurde nicht nur von Männern, sondern auch von Frauen verrichtet. Um so interessanter ist es festzustel-
len, daß daraus ein Sportwettbewerb im eigentlichen Sinn entstanden ist. Viele gute Wettmäher können heute den Großteil ihrer Felder mit Maschinen bewirtschaften und betreiben das Mähen mit der Sense nur hobbymäßig. Das beim Wettkampf abzumähende Feld ist bei den Burschen 10m x 10m,
bei den Mädchen seit heuer 5m x 7m (früher 5m x 5m) groß. Bei den Burschen gibt es zwei Kategorien, Junioren (bis 21 Jahre) und Senioren (über 21 Jahre). Das zulässige Höchstalter beträgt normalerweise 35 Jahre, bei internationalen Bewerben 30 Jahre. Die Wertung, wofür Schiedsrichter zustän-
dig sind, erfolgt nach Schnelligkeit und Sauberkeit des Schnittes. Neben einer guten Kondition, die durch das Training erworben wird, braucht es eine schnittige Sense, die im Normalfall 1,20m lang ist. Bei einigen Bewerben gibt es auch eine eigene Kategorie für kurze
Sensen (unter 90 cm). Um eine gute Schneid zu erhalten, wird nach altem Brauch von Hand gedengelt. Die Passeirer Mäher nahmen heuer an folgenden· Wettbewerben teil: Bezirksmeisterschaft, Landesmeisterschaft, Europameisterschaft und zahlreichen kleineren Meisterschaften. Die guten Plazierungen bewiesen, daß die Passeirer international mithalten können. Bei der Bezirksmeisterschaft am 6. August in Ulten holte sich Hubert Pamer den Titel, Meinrad Pamer wurde Dritter und Hermann Pichler Vierter. In
der Kategorie "Sensenlänge unter 90 crn" belegte Hans Gufler Rang 1. Bei den Junioren kam Helmut Kofler auf Platz 2. Bei den Mädchen erreichte Berta Kofler den achtbaren dritten Platz. Bei den Landesmeisterschaften am 13. August in Pens (Sarntal) belegten die Passeirer Mäher Platz 5 (Hubert Pamer), Platz 6 (Hermann Pichler) und Platz 7 (Meinrad Pamer). Hierzu gibt es zu bemerken, daß einige Schiedsrichterentscheidungen zu Ungunsten unserer Mäher sehr umstritten waren, so daß bessere Plazierungen verhindert wurden. Bei den Junioren gab es einen
Platz. Höhepunkt der Saison stellte naturgemäß die Europameisterschaft dar, die nur alle zwei Jahre ausgetragen wird und heuer am 3. September in Österreich stattfand. Hierbei zeigte sich Hu-
bert Pamer von seiner besten Seite und errang verdientermaßen die Bronzeme-
daille.
Obwohl diese naturverbundene Sportart nicht so sehr im Mittelpunkt steht, verlangt sie doch viel Fleiß und Idealismus. In diesem Sinne möchten wir unserer Mähmannschaft weiterhin viel Freude und Erfolg bei der Ausübung ihrer Sportart wünschen.
R.P./K.G.
Die "Schwarzen Männer" der Sektion Fußball In den Passeirer Gemeinden gibt es zur Zeit drei geprüfte und aktive Fußball-
schiedsrichter. Nach dem Besuch von Seminaren und Vorbereitungskursen
haben sie eine Prüfung abgelegt und wurden in den Kreis der Schiedsrichter im VSS aufgenommen. Durch regelmäßigen Besuch von Weiterbildungslehrgängen erweitern sie ihr Fachwissen und sind als souveräne Sportler geschätzt. Mindestens einmal pro Woche
leitet jeder der "Schwarzen Männer" auf einem der vielen Plätze Südtirols ein Meisterschaftsspiel in den Jugendklassen A-B-C-D-E nach den internationalen Regeln der FIFA. Dazu kommen Einsätze bei Vorbereitungsspielen für Meisterschaften, und auch bei den Freundschaftsspielen und Turnieren vieler Freizeitmannschaften sind die hei-
Die Passeirer Mäher, die bei der Bezirksmeisterschaft teilnahmen: Oben v.I.n.r.: Alexander Krezdorn, Hermann Pichier, Hubert Pamer, Hans Gufler Unten v.l.n.r.: Helga Pichier, Franz Pichier, Michaela Gufler, Meinrad Pamer
mischen Schiedsrichter gern gesehene Spielleiter. Die Spielsaisonen reichen von September bis November und von März bis Juni; dann geht's zu den Finalspielen, denn in jeder Jugendklasse werden Ausscheidungsspiele und End-
spiel bestritten. Adolf Pirpamer, seit 1988 tätig und so-
Passeirer Blatt / Oktober 1995
Seite 26 / Nr. 7
mit der dienstälteste im Tal, leitete am 11. Juni 95 das Finalspiel der A-Jugend in St. Christina in Gröden, Dabei stand ihm Daniel Gufler als Linienrichter bei.
Einen Rollentausch gab es beim Ausscheidungsspiel der B-Jugend am 03. Juni 95 in St. Lorenzen im Pustertal, das Daniel Gufler leitete und dem Adolf
Pirpamer und der Bezirksobmann der Schiedsrichter als Linienrichter beistanden. Beiden Schiedsrichtern aus St. Leonhard soll auf diesem Wege Anerkennung und Dank für die nicht immer leichte Aufgabe ausgesprochen werden. Der Jüngste im Bunde ist Reinhard Graf aus Rabenstein. Er hat heuer im Herbst die ersten Spiele mit viel Übersicht dirigiert und erfüllt alle Voraussetzungen, eine große Schiedsrichterlaufbahn einschlagen zu können.
Als besonderes Ereignis zu werten ist der gemeinsame Ausflug der Südtiroler Schiedsrichter nach Deutschland zu
einem Bundesligaspiel,
wo sie anschlie-
ßend von ihrem Kollegen, der gerade das Spiel leitete, zu einem einstündigen Informationsaustausch
eingeladen
wurden.
wünscht
Der
Sportklub
Pass eier
ihnen weiterhin viel Freude im
Dienste der Jugend.
R.H
Ha"o Kinderl Was habt Ihr in den 50mmerferien
getrieben? Hoffentlich
hattet Ihr viele spannende und ILI'5tigef age, die al'5schöne Erlebnisse in Euren Köpfen oder in Papas Fotoapparat ge-
speichert sind! Ich habe wieder einige nette Beiträge von Euch bekommen; bitte habt aber ein wenig Geduld, wenn
Ihr Eure Rätsel, Witze, Zeichnungen, fips ...nicht sofort wie-
derfindet - in einer der nächsten "Kinderseiten" haben sie bestimmt Platz! 5tellt Euch vor: Diesmal hätten sie sogar
MICH beinahe aL1'5der 5eite geworfen, weil ich angeblich zu breit bin, aber da hab ich mich schnell ganz dünn ge-
macht ...Wäre doch schade gewesen, wenn wir uns diesmal
nicht gesehen hätten, oder?! Ich wünscbe Euch noch einen fröhlich-bunten Herbst und freu mich auf ein Wiederlesen!
Elter Kfexi
Seite 27 / Nr. 7
Passeirer Blatt / Oktober 1995
W 0
E
R
r E
R B U C
H
E
A R B N B B
D
G
P
V
r
C
r
I
H P
E
Z
0 K
C M A
V U
R C
r
E
L
H
P
D
L
E
N A B
G
I
V
W
E
0
P
5 K
r
5 0 I L
E
I
M U 5 G N R
D D
G I B
P
L
E
r
r 5
F
E
N A M 0 R
E
A C M G
X
U
F
r
E
R
r
R
H
N 0 A I
D Z
R I
E E
L
E
I
P
5 0
E
F
K N N 5 C
H P
5 M W
wörterbuch Computer Kassetten Märchen Romane Video 5pie\e 5agen Bibe\ Ä
Ö
= AE
=
Wos man in der BibUothek so alles findet ... In diesem Buchstabensalat verstecken sich die rechts angegebenen Wörter Dieses 5uchrätsel hat sich Magdalena Platter (11)aus öt. leonhard f(.jr Euch ausgedacht
OE
•••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••
i
'i
Diese nette Zeichnung hat uns Stefanie Kofler (7) aus öt.Leonhord geschickt
Passeirer Blatt / Oktober 1995
Seite 28 / Nr. 7
K [J n ~7er lSel i uD~
••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••
•• •• •• •• •• •• • •• • • • •• • • • •
Mein LiebUngsbltch
Brigitte
Btobei: "P\ötz lich ist alles anders: Geschichte einer Mädchenfreundsc.hoft" . Verlag F. 5chneider 5eit einigen Jahren sind Nadine und Ada unzertrennlich. Wenn Ada nicht Nadines beste Freundin wäre, wLirde sie sie um ihre 5chönheit beneiden. Als Ada eines f ages krank wird, verliebt sich Nadine in einen Jungen ... Uns hat dieses spannende Buch aus der Reihe "GefLihlssachen" sehr gut gefaUen! Wir haben es in der Bibliothek aufgestöbert und empfehlen es aUen Jugendlichen. Und: Wir wünscben uns noch mehr BLicher von Brigitte B\obe\!
• • •
von Marglt Kofler (10) und Monika Königsrainer
(10) aus ör. Leonhard
• •••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••
Einband selbst gestalten Absprengpapier
Material: Dec.kfarben, I lI5c.he, Pin-
Karlheinz, Du siehst heute so blaß aus! ,,.c=:::::_-
sel, Papier
Ja, Frau Lehrerin, melne Mutter hat mich gewaschen~
Und so wirdis gemac.ht: Zeic.hne auf ein Blatt Papier irgendein Muster und male dieses mit Dec.kfarbe an. laß die Farbe troc.knen und Gberstreic.he nac.hher das ganze Blatt
mit IlI5c.he.
Sobald
diese
troc.ken ist, hält man das Blatt unter Wasser. Dort, wo sic.h das Muster
befindet,
geht
die IlI5c.he
weg. Und sc.hon ist das Absprenqpapier fertig! Eine einfac.he, aber wirkungsvolle I ec.hnik, vorgestellt
von Mlc.haela
Righl (11)all5 st. leonhard.
von Rosmarie I<ofler (7) ous
öt. leonhard
•