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MITTEILUNGEN UND NACHRICHTEN AUS MOOS, ST. LEONHARD UND ST. MARTIN Nr.2 MITTEILUNGEN UND NACHRICHTEN AUS 15. Jahrgang – Nr. 35 MOOS, ST. LEONHARD UND ST. MARTIN
ENEL-Umspannwerk in Betrieb
Am 3. Juni wurde das neue primäre Umspannwerk des ENEL oberhalb des Rennwieshofes in der Gemeinde St. Leonhard offiziell seiner Bestimmung übergeben und von Dekan P. Dr. Ulrich Gasser gesegnet. Wie hohe ENEL Vertreter, darunter der Vizedirektor des ENEL-Gebietes Venedig, Ottavio Palin, sowie der Direktor des Bezirkes Trentino-Südtirol, Maurizio Chemolli erklärten, ist das Umspannwerk mit den neuesten technischen Geräten sowie einer vollautomatisierten Schaltzentrale ausgestattet und versorgt die Gemeinden Sc henna, Riffian, St. Martin, St. Leon-
hard und Moos. Das Werk liegt direkt unter der 132 kV Leitung der Edison, aus der Strom auf das Mittelspannungsnetz
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September 2002 8. Jahrgang umgespannt wird. Unser Strom kommt also nicht mehr ausschließlich über die 20 KV-Leitung aus Riffian, sodaß es, wie Bürgermeister Dr. Konrad Pfitscher betonte, in Zukunft zu wesentlich weniger Stromausfällen kommen wird. Auch ist das Mittelspannungsnetz nun in mehrere voneinander unabhängige Abschnitte getrennt, sodaß eine eventuelle Störung nicht mehr das ganze Tal betrifft. Der zweite Vorteil besteht darin, daß die örtlichen Kleinkraftwerke, unter anderem von St. auch das Gemeinde-E-Werk Leonhard, die überschüssige Energie zur Gänze an das ENEL verkaufen können, was bisher aufgrund der geringen Leitungskapazität der Leitungen nicht möglich war. Wie die ENEL-Vertreter im Beisein von Landesrat Michl Laimer betonten, wurde bei der Projektierung großer Wert auf eine umweltschonende Bauweise gelegt, um das Landschaftsbild möglichst wenig zu beeinträchtigen. Die Kosten der Anlage beliefen sich auf stolze 4,6 Milliarden Lire, wovon allein die elektrischen Einrichtungen 2,6 Milliarden Lire verschlangen. 20 % der Gesamtkosten trägt die Gemeinde St. Leonhard. Voll in Funktion ist die Anlage ab Anfang Juli. Albin Pixner
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Umweltfest an der Grundschule Platt unter dem Motto »Gemeinsam können wir viel bewegen« An der Grundschule in Platt in Passeier veranstalteten die Kinder und Lehrer in Zusammenarbeit mit der Umweltgruppe Moos in Passeier am 8. Juni 1994 ein Umweltfestl unter dem Motto »Einfälle statt Abfälie«. An meheren Ständen konnten die Schulkinder gemeinsam mit Lehrern und Umweltberatern den zahlreich erschienenen und sehr interessierten EItern zu verschiedensten Themen und Fragen nützliche Informationen, Tips und Rezepte geben. Zu den jeweiligen Themenbereichen wurden von den Kindern Plakate, Schaubilder und Zeichnungen angefertigt. Einen besonderen Schwerpunkt stellte die Kompostierung dar. Am »Kornpoststand- erklärte die Kompostberaterin der Gemeinde Moos, Frau Egger Waltraud, Kindern, Eltern und anderen Anwesenden, daß die Natur keinen Abfall produziert und in einer Vielfalt von Kreisläufen für ständige Erneuerung und Wiedergebrauch sorgt. Anschließend führte sie in die »Kunst des richtigen Kompostierens- ein. Vorher hatten Kinder einen Kompostbehälter zusammengebastelt und Abfälle aus Küche und Gartenn zusammengetragen. Höhepunkt für viele Kinder war zweifelsohne die Vorstellung des neuen Häckselgerätes, das die Gemeinde Moos für die Bürger angekauft hatte. Begeistert zeigten sich die Kinder über den Häcksler, der in Windeseile den dicksten Ast in kleinste Holzschnitzel zerlegte. Das benötigte Häckselmaterial wie Heckenschnitt, Astwerk, Reisig und dergleichen hatten die Kinder vorher gesammelt undn mitgebracht. Bei Bedarf können nun die Eltern das feingehäckselte Material als Kompostzubehör vewenden. Da sich die Schüler von Platt während des vergangenen Schuljahres immer wieder mit der Thematik Müllvermeidung und Mülltrennung beschäftigten, hatten
Das neue Häckselgerät im Einsatz.
sie auch keine Mühe an einem anderen Stand vor den Augen der Eltern einen kleinen wilden Müllberg nach Wertstoffen zu sortieren. Auf viele spezifische Detaillfagen der Eltern zur Thematik »Abfall vermeiden, vermindern und wieder verwenden- gab Frau Inge Orehek, Umweltberaterin des Passeier und der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt nützliche und praktische Auskünfte und Anregungen. Sondermüll müsse nach Möglichkeit völlig vermieden werden. Mit besonderer Neugier verfolgten die Eltern wie an einem anderen Ständchen von Schülern unter fachkundiger Anleitung umweltfreundliche Wasch- und Putzmittel hergestellt wurden. Fleißig nahmen die Eltern die mitgeschriebenen Rezepte mit nach Hause. Daß Spielen auch ohne teure und aufwendige Spielzeuge und Einrichtungen spannend sein kann, zeigten die Schüler der 4. Klasse Volksschule mit vielen aus Abfall gebastelten Arbeiten an einem weiteren Strand. Zentrale und wiederholte AnlaufsteIle für Schüler und Eltern war das Ständchen, das die Schüler der 1. und 2. Klasse betreuten. Selbstgebackene Vollkornhäppchen mit Quarkaufstrich und frisch gepreßte Säfte standen im Mittelpunkt der vielen Köstlichkeiten. Ein abschließendes Quiz, das Staunen über die Farbenpracht der von den Kindern bemalten, ansonsten trostlos grau wirkenden Asphaltfläche des Schulhofes und die Freude über die erfolgten Aktivitäten bildeten den Abschluß eines gelungenen Vormittags. Dieses Umweltfest sollte einmal zum Ausdruck bringen, daß Abfall vermeiden, vermindern und wieder verwenden, weniger eine Sache der Machbarkeit ist, als eine Herausforderung an unsere Kreativität, unseren Willen und unseren gesunden Menschenverstand. Arnold Rinner
Ehrendes Gedenken an Dr. Gerald Fleischmann
Im Alter von 53 Jahren ist Dr. Gerald Fleischmann nach längerer Krankheit gestorben. Gerald Fleischmann wurde am 22. Dezember 1940 in Wien als Sohn eines Österreichers und einer Südtirolerin geboren. Seine ersten Lebensjahre waren durch den Zweiten Weltkrieg geprägt. Mehrere Versuch seiner Mutter sich mit ihrer Tochter und ihrem Sohn nach Südtirol durchzuschlagen schlugen fehl. Nach 1945 gelang es dann schließlich nach Dorf Tirol zu kommen, wo Gerald Fleischmann die Schule besuchte. Nach Abschluß der Oberschule kehrte er nach Wien zurück, um zunächst an der Universität Welthandel zu studieren. Als er jedoch bemerkte, daß dies nicht seinen Neigungen entsprach, entschloß er sich auf Publizistik umzusteigen. Sein Studium mußte er sich durch Arbeit, vorallem in den frühen Morgenstunden, selbst finanzieren, was zu einer starken Belastung führte. Trotzdem zeigte er großes Interesse auch über sein eigenes Studium hinaus und eignete sich in zahlreichen Sprachen, aber auch auf anderen Gebieten, Kenntnisse an. Dies war mit ein Grund für seine große Allgemeinbildung, die ihm in seiner späteren Arbeit oft von Nutzen war. Nach Abschluß des Studiums kehrte er wieder nach Südtirol zurück und heiratete seine heutige Frau, die er bereits in seiner Jugend kennen und lieben gelernt hatte. Gerald Fleischmann konnte seine Journalistenlaufbahn nicht sofort beginnen, da er die österreichische Staatsbürgerschaft hatte. Er arbeitete bei der Tageszeitung Dolomiten ohne jedoch gemeldet zu sein, was bei Kontrollen durch die Behörden dazu führte, daß er sich verstecken und das Redaktionsgebäude teilweise sogar heimlich durch den Hinterausgang verlassen mußte. Erst mit der italienischen Staatsbürgerschaft konnte er regulär angemeldet werden und die Journalistenprüfung in Rom ablegen. Bis 1977 die ersten Privatsender gegründet wurden, leitete er die politische Redaktion der Dolomiten. Zunächst war er bei der neugegründeten Freien Welle FSW im redaktionellen Bereich federführend, bevor er im Herbst 1977 bei den Dolomiten kündigte und zusammen mit einigen Gleichgesinnten aus Dorf Tirol den Sender »Hadio Tirol- gründete. Auf der Brunnenburg als »Küchenradlo- geführt, entschloß er sich bald den Sender auszubauen. Um dieses Vorhaben zu finanzieren betreute Gerald Fleischmann nebenbei auch die deutschen Nachrichten des Trentiner Fernsehsenders TV Alpi. Entscheidend war sicher auch der große persönliche Einsatz, mit dem Gerald Fleischmann hinter »Radio Tirol- stand sowie die Fügung
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des Schicksals, daß 1979 Kommerzialrat Josef Stephan Moser, der Begründer und Inhaber der Tiroler Tageszeitung, gewonnen werden konnte, sich am Sender zu beteiligen. Bei der Arbeit oder privat, Gerald Fleischmann wies niemanden ab, der sich hilfesuchend an ihn wandte. Bei unzähligen Gesuchen und Anträgen war er Mitmenschen behilflich und kümmerte sich um die verschiedensten Probleme.
Im Sommer des vergangenen Jahres würdigte ihn sein Heimatland Tirol mit der Verleihung des Verdienstkreuzes des Landes Tirol, das er als Anerkennung für seine mühevolle Arbeit mit sichtlicher Freude entgegennahm. Dr. Gerald Fleischmann war seit Beginn presserechtlich für das Passeirerblatt verantwortlich. Das Redationskomitee bedankt sich im nachhinein für seine Offenheit und Behilflichkeit.
3. Liertner Dorffest
Samstag, 30. Juli 94 und Sonntag, 31. Juli 1994. 12 Vereine mit fast 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erwarten die Passeirer, Gäste und viele aus der näheren und weiteren Umgebung zum 3. Liertner Dorftest. Am Samstag, 30. Juli ist um 17 Uhr 30 der Auftakt mit einem Festumzug, ausgehend von der Bushaltestelle. Goaßlschnölier und Schuhplattler sowie die Volkstanzgruppe und die Musikkapelle von Walten begleiten die Ehrengäste und Festbesucher zu den Unterhaltungsständen. Von der mitfahrenden Kutsche aus wird Freibier verteilt und der Bürgermeister wird nach der offiziellen Eröffnungsrede das erste Faß anzapfen. Bis zum Zapfenstreich um 1 Uhr werden sich die Mitarbeiter der Vereine bemühen, die Festbesucher zufriedenzustellen und das Beste aus Keller und Küche servieren. Für jeden Geschmack wird etwas zubereitet; Ochs und Wildschwein im ganzen und vom Spieß, Schweinsschopf, Fischund Wildgerichte, Huhn und Koteletten, Knödel und Pfifferlinge, Hot Dogs und Würste jeder Art, gekocht oder gebraten. Nicht zu vergessen die schmackhaften Eigenprodukte der Bäuerinnen, die Almkäse, Bauernbrot mit Butter, Zeiten, Strudel, Strauben und natürlich auch die Passeirer Krapfen auftischen
werden. Was wohl unter der »LiertnerDorftest-Staffette« gemeint ist, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden, muß aber mit Geschenken und Preisen in Verbindung gebracht werden. Teilnahmekarten werden an allen Ständen kostenlos verteilt. Spiele für Kinder und Jugendliche, Frauen und Männer, warten auf ihre Gewinner. Die Raiffeisenkasse Passeier lädt wiederum in die
Passeier singt und musiziert
Abschlußkonzert der Musikkurse Passeier Der Vereinssaal von St. Leonhard platzte aus allen Nähten, als am 4. Juni die Lehrer und Schüler der Musikschule Passeier, getragen vom Institut für Musikerziehung, ihr Können einem breiteren Publikum vorstellten. Dem Abschlußkonzert waren bereits gutbesuchte Vortragsabende in der Mittelschule vorangegangen, wo die Jüngsten der insgesamt 220 Musikschüler ihr Können dem Eltern- und Familienkreis bewiesen. Nun waren die fortgeschritteneren, leistungsstärkeren Jahrgänge an der Reihe: Den Musikreigen leitete eine Blechbläsergruppe ein, worauf in gekonnter Reihenfolge alle übrigen Instrumente, die im abgelaufenen Schuljahr unter-
richtet wurden, an die Reihe kamen: Klavier, Gitarre, Blockflöten, Querflöte, Klarinette, Schlagzeug und natürlich ein Kinderchor und ein Jugendchor. Kinder der 2. Klasse Grundschule waren ebenso vertreten wie erwachsene Solisten, welche die Kontinuität der Kurse über das Mittelschulalter hinaus unterstrichen, und das Repertoire reichte von einfachen Volksweisen bis hin zu anspruchsvollen Kompositionen. Besonderen Anklang bei der einheimischen Bevölkerung fand die -Passeirer Stubenmusig« mit Zither, Harfe, Hackbrett und Gitarre, die viele Zuhörer an gemütlichere, fernseh lose Zeiten zurückerinnerte. Angenehm und belebend wirkte zudem das Zusammenspiel von Instru-
Hüpfburg ein. Dort finden Kinder und EItern großen Spaß. Auch die musikalischen Darbietungen lassen sich sehen und hören: Musikgruppen aus Passeier, Südtirol und dem Ausland sind mit dabei und werden für Unterhaltung und Schwung sorgen. Die Kaufleute von St. Leonhard richten einen Bahnhof ein und organisieren Zugfahrten durch das Dorf. Am Sonntag geht das Dorftest ab 10 Uhr weiter und endet um Punkt Mitternacht. Es ist schon bewundernswert, wieviele Personen von der ersten Planungsphase und Besprechnung bis hin zur Durchführung des Dorftestes ehrenamtlich arbeiten und ausharren und für einen geordneten Ablauf sorgen. Man kann sie als gute Geister gezeichnen, die durch ihren selbstlosen Einsatz viel Mühe und Risiko auf sich nehmen und somit die Abhaltung des Dorftestes ermöglichen. Den veranstaltenden Vereinen sei dafür herzlich gedankt und ein großer Erfolg zum Wohle einer intakten Dorfgemeinschaft neidlos vergönnt.
RH
menten, auf das mehrere Darbietungen aufgebaut waren. Dieses Gemeinschaftmusizieren zu fördern war auch der Sinn des Schulblasorchesters, das den Abend krönte und abschloß. "Musiziert man gemeinsam mit anderen, so multipliziert sich die Freude an der Musik«, sagte der Leiter der Musikschule, Alexander Veit, in seinen Begrüßungsworten. 43 Musikanten gaben diese Freude mit Darbietungen von John Higgins und Jan Hadermann an das begeisterte Publikum weiter. Abschließend bedankte sich die Vertreterin des Institutes für Musikerziehung, Maria Bertolini, im Beisein von Prof. Ute Platter sowie der Bürgermeister und Kulturassessoren des Tales beim Leiter der Musikschule für die Arbeit im Dienste der Kinder und Jugendlichen und bei den Musiklehrern für die gelungene Vorstellung. A. P.
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Freiwillige Feuerwehr St. Martin zieht Bilanz
Am 14. Jänner 94 hielt die Freiwillige Feuerwehr St. Martin ihre 107. Jahreshauptversammlung ab. Kommandant Franz Gufler konnte zu diesem Anlaß 44 aktive Wehrmänner, 2 Probefeuerwehrmänner und 3 Wehrmänner außer Dienst begrüßen. Als Ehrengäste waren Bezirksfeuerwehrpräsident Eisendie Hubert und Bürgermeister Pirpamer Hermann anwesend. Wie üblich verlasen einleitend der Schriftführer den Protokollbericht der letztjährigen Jahreshauptversammlung und der Kassier die Rechnungslegung des Jahres 93. Hierzu vermerkte Kdt. Gufler, daß der Kassastand zwar sehr positiv sei (Einnahmen insgesamt L. 43.000.000.-, Ausgaben insgesamt L. 28.600.000.- und somit ein Guthaben von L. 14.400.000.-), in nächster Zeit jedoch hohe Kosten für den Neubau der Feuerwehrhalle anstehen würden. Es folgte der Bericht von der Bezirksfeuerwehrtagung 1993 in St. Leonhard/Pass., in welchem die Tätigkeit des Verbandes und der angehörenden Vereinen mitgeteilt wurde. Kommandant Franz Gufler behandelte nun in wesentlichen Punkten die Bilanz des Jahres 93: Einsatzstatistik: - 9x Brandbekämpfung - 20x Technische Nothilfe (größtenteils bei Unfällen im Straßenverkehr) - 7x Katastropheneinsatz - 1x Rettungseinsatz Insgesamt also 37 Einsatzmeldungen an den Verband, wobei 239 Mann ganze 395 Einsatzstunden leisteten. Hierzu gilt es anzumerken, daß die Bergung eines tödlich abgestürzten jungen Mädchens beim »Passeirer-wasserfallheuer sicherlich den unangenehmsten, ergreifendsten Einsatz darstellte. Einen unauffälligen, aber verantwortungsvollen und wichtigen Dienst in je-
der Wehr erfüllt der Bereitschaftsdienst, der sehr gut organisiert war und wobei einigen Kameraden viel Lob für Fleiß und Umsicht gebührt. Brandverhütungsdienst/Ordnungsdienst: - 8x bei diversen Veranstaltungen Dabei leisteten 18 Mann immerhin 54 Dienststunden. Unerläßlich und letztendlich wohl entscheidend für die Effizienz einer jeden Feuerwehr sind gezielte Schulungen sowie zielorientierte Weiterbildung. Um den erhöhten Ansprüchen der heutigen Zeit gerecht werden zu können, legte man Wert auf praxisnahe, vielfältige Übungsformen, damit man für alle Fälle gerüstet ist. Ubungen/Schulungen: - 24 Gruppenproben - 4 Zugsproben
- 4 Hauptproben - 1 Talgemeinschaftsübung - 5 Funkübungen - 2 Atemschutzübungen - 1 Maschinistenübung - 1 Übung mit Weißem Kreuz Dabei absolvierten 579 Mann diszipliniert und konzentriert 647 Übungsstunden. Lehrgangsteilnehmer Feuerwehrschule: - 8 Mann (4 Grund-LG und 4 Funk-LG) An Neuinvestitionen wurden unter anderem getätigt: Piepsgerät, Batterie-Ladegeräte, Dampfstrahler, Uniformen sowie Ergänzung von Einsatz-Kleinmaterial. Der Zusammenhalt und die Geschlossenheit der F. F. St. Martin zeigte sich erneut, als es um das Organisieren und Durchführen von Veranstaltungen ging. Gewinnbringend in jeder Hinsicht war hierbei wieder das Dorftest. In diesem Zusammenhang sei insbesondere allen freiwilligen Mithelfern, finanziellen Gönnern und stillen Spendern gedankt, durch deren großzügige Unterstützung vieles leichter fiel. Seinen Beitrag leistete man zudem auch bei sportlichen Wettkämpfen und kulturellen Veranstaltungen. Versammlungen: - 1 Jahreshauptversammlung - 8 Ausschuß-Sitzungen Veranstaltungen: - Kameradschaftsabend - Florianifeier - Dorftest (über 2 Tage) Teilgenommen: - Bezirksfeuerwehrtagung - 3 Prozessionen - 4 Wintersportveranstaltungen Die Freiwillige Feuerwehr St. Martin ist auch in Zukunft stets darauf bedacht, tüchtige junge Burschen aufzunehmen, da letztendlich sie den Fortbestand der Freiwilligen Feuerwehr garantieren. Als wesentliche Ziele stehen weiterhin
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Kameradschaft und Disziplin an erster Stelle. Nicht unerwähnt ließ Kdt. Gufler einige unauffällige aber nichtsdestotrotz notwendige Arbeiten, so zum Beispiel: Vorstandsführung, Geräte- und Maschinenreinigung, Pressedienst, Verfassen von diversen Mitteilungen und Chroniken. Sein Dank gebührte besonders den Ausführenden dieser oft außerordentlichen Tätigkeit, aber auch allen restlichen Mitgliedern, die uneigennützig und pflichtbewußt ihren Dienst leisten. Im Anschluß legten 3 neue Kameraden nach einem Probejahr das Gelöbnis ab und wurden somit effektiv in die Feuerwehr aufgenommen: Gufler Norbert, Migliorini Alessio, Pfitscher Alois und Pichler Franz. Bürgermeister Pirpamer bedankte sich für die Einladung und ging vorallem auf die langwierigen Verhandlungs- und Planungsarbeiten der neuen Feuerwehrhalle ein. Weiters brachte er zum Ausdruck, daß dazu die Unterstützung der Gemeinde- und Landesverwaltung voll gewährleistet sei. Er hoffe, daß weiterhin oft und lange »die Lichter- in der Feuewehrhalle brennen, denn dies zeuge von Einsatzbereitschaft
rund um die Uhr für die Sicherheit der Bürger. Bezirksfeuerwehrpräsident Eisendie überbrachte die Glückwünsche des Verbandes. Nachdem er der Gemeindeverwaltung von St. Martin großes Lob für die Unterstützung beim Bau des neuen Gerätehauses gezollt hatte, gab er der Hoffnung Ausdruck, daß dieses Projekt schnellstmöglich durchgezogen werden möge. Daraufhin trug der Präsident sein Hauptanliegen vor, nämlich in Zukunft einen Jahresinvestitionsplan zu erstellen. In einem Allgemeinbericht informierte er über Neuigkeiten in den Bereichen: Funktätigkeit (Landesnachrichtenzentrale 115), Alarmpläne, Ankauf Fahrzeuge, verbesserte Uniformierung, Pressearbeit und Atemschutztätigkeit. Abschließend dankte er der gesamten Wehr für hohes, professionelles Denken und verlieh dem Wunsch Ausdruck, daß auf dieser Basis weitergearbeitet werden möge. Todesfall: - ehemaliger Kamerad Fiegl Albert Mitgliederstand am 31.12.93: - 44 aktive Wehrmänner - 4 Probefeuerwehrmänner - 8 Wehrmänner außer Dienst
Tischkegeln der Arbeitsgemeinschaft für Behinderte, (A. f. B.) Gruppe Passeier, beim Torgglerhof in Saltaus Insgesamt 67 Mitglieder der A.f.B. aus fast allen Teilen Südtirols trafen sich am 7. Mai beim Torgglerhof zum bereits traditionellen Tischkegeln um die -Hubert Torggler Trophäe«. Hubert Torggler war der Gründer der AJ.B., ist aber leider schon bald darauf verstorben. Zur Erinnerung an ihn, wurde ein Wanderpokal gestiftet, um den jetzt schon seit 12 Jahren in den 7 Gruppen der A.f.B. gewetteifert wird. Jede Gruppe innerhalb der AJ.B. organisiert im Laufe des Jahres ein Spiel und am Ende des Jahres werden alle Ergebnisse jeder Gruppe zusammengezählt, wobei dann die erfolgreichste für ein Jahr den Wanderpokal erhält. Obwohl die Gruppe Passeier die kleinste Gruppe ist, haben wir den Pokal in den 12 Jahren schon 4 Mal gewonnen. Gruppenleiter Augustin Heel und Vizebürgermeister Harald Haller gratulierten den Gewinnern und konnten folgenden Teilnehmern die Preise überreichen. 1. Alfons Seppi (Bozen) 2. Brigitte Kaserer (Passeier) 3. Marianne Margesin (Vinschgau) 4. Egon Zipperle (Passeier) 5. Filomena Tschurtschentaler (Pustertal) 6. Maria Prugger (Passeier) 7. Hilde Gatscher (Bozen) 8. Susi Tumler (Burggrafenamt)
Die Gruppenwertung gewann Passeier vor Bozen und dem Burggrafenamt. Natürlich dienen diese Spieltage besonders dazu, sich untereinander wieder einmal zu treffen, um dem oft einsamen Alltagstrott zu entrinnen und Gedanken auszutauschen. Bei dieser Gelegenheit möchten wir auch wieder einmal allen unseren Gönnern und freiwilligen Helfern herzlich danken. Namen anzu-
KVW
Walten
Am 19. März des Vorjahres fand im Vereinshaus die Neuwahl des Ortsausschusses statt. Folgende Mitglieder wurden in dieses Gremium gewählt: Tschöll Paula Klotz, Oberprantacher Margareth Marth, Haller Elisabeth, Gufler Maria Heel, Pfitscher Katharina Haller und Oberprantacher Rosa. Während bei dieser Versammlung Frau Renate Ambach zum Thema: »Ziele und Aufgaben des KVW in den Ortsgruppen« sprach, stand heuer, nach einem Jahr erfolgreicher Arbeit, ein Vortrag über »Gesundes Wohnen und Bauen- von Werner Außerer auf dem Programm. Bei dieser Gelegenheit überreichte Frau Edith Lanthaler, welche zusammen mit dem Ausschuß die Leitung des Vereins innehat, 16 langjährigen Mitgliedern einen Ehrenurkunde für ihre treue Mitgliedschaft. Der Abend klang mit einem kleinen Imbiß und einem gemütlichen Beisammensein aus.
führen würde hier zuviel werden, deswegen sollte sich jeder, der uns irgendwie, sei es durch Spenden oder sonstige freiwillige Dienste unterstützt, mit diesem Dank angesprochen fühlen. Nur durch die Mitarbeit vieler, sei es durch Spenden oder direkte Mitarbeit, kann eine soziale Einrichtung, (Selbsthilfegruppe), wie es auch die AJ.B. ist, am Leben erhalten werden. Wer bei uns mitarbeiten möchte, »qesund« oder behindert, kann sich bei Gruppenleiter Heel Augustin, P. Mitterhoferstraße, St. Martin, Tel. 64 1636 melden. Patter Franz
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St. Martin hat gespielt ... Der Fortschritt hat uns um den Schulweg betrogen, daheim der Bildschirm dauernd und unverfroren! Kein Ventil für den Drang, kaum Zeit fürs Spiel, Dem Wesen von uns Kindern wird's einfach zuviel! (Kindergedicht) Beinahe eine Woche lang stand ein ganzes Dorf unter dem Motto "Spielen". Kinder und Jugendliche nahmen regen Anteil an den verschiedensten Aktivitäten, sie entdeckten einen alten Spielplatz wieder: das Dorfzentrum. War es früher gang und gäbe, mitten im Dorf zu wohnen, zu arbeiten und auch zu spielen, so wurden gerade die Jugendlichen mit ihrem Spielbedürfnis immer mehr an den Rand gedrängt. Der Bildungsausschuß St. Martin setzte sich zum Ziel, das Zentrum für verschiedene Veranstaltungen und Tätigkeiten zurückzuerobern. Aber auch für die ältere Generation ist der Dorfplatz von besonderer
Wichtigkeit, er ist mehr als nur ein Treffpunkt. So waren es dann beim Abschlußfest auch die älteren Leute, die den jungen Interessierten mit viel Geduld alte Spiele in Erinnerung riefen und beibrachten. Für einige Tage kehrten die Kinder auf den Dorfplatz zurück, sie ließen ihre Luftballonpost steigen, spielten Schach, malten, jonglierten mit Bällen und Tüchern und ließen sich von den älteren Leuten längst vergessene Spiele zeigen. Alt und jung erfuhren gemeinsam, wie wertvoll das Dorfzentrum für die Gemeinschaft sein kann, wenn man den Raum nicht ausschließlich für den Verkehr nutzt. Verschiedene Vereine von St. Martin unterstützten den Bildungsausschuß bei seinem Bestreben, eine Veranstaltungsreihe ganz ohne kommerzielle Ausrichtung zu organisieren. So waren dann auch alle Attraktionen und Angebote unentgeltlich und wurden dementsprechend rege genutzt. Zu hoffen bleibt, daß die einzelnen Aktionen eine Fortset-
zung finden. So ist für den kommenden Herbst eine Zirkus- und Jongliergruppe geplant, weiters sollen die bestehenden Kinderspielplätze verbessert und erweitert werden. Und wer weiß, vielleicht kehrt auch das eine oder andere Spiel auf den Dorfplatz zurück. Zurückgekehrt sind jedenfalls schon etliche Luftpostkarten, ein gutes Dutzend fand sein Ziel in Ober- u. Niederösterreich und auch in Osttirol und Kärnten. Nicht zu vergessen sind natürlich die vielen Antworten aus der näheren Umgebung wie Wipptal, Eisacktal und auch das Pustertal. Die Veranstalter warten noch bis Anfang Oktober auf weitere Antworten, um dann in einer kleinen Feier aus den vielen zurückgeschickten Luftpostkarten die glücklichen Gewinner zu ermitteln. Einen Gewinner jedoch hat die Aktionswoche bereits: die Dorfgemeinschaft. Allen Mitwirkenden und Gönnern, Vereinen und Institutionen sei hier für ihre Mitarbeit ganz besonders gedankt, ohne ihre Hilfe wäre eine Veranstaltungsreihe dieser Art nicht möglich gewesen.
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Schulhofgestaltung in Eigenregie In St. Martin entsteht ein neuer Schulhof
Schule und Spiel muß kein Gegensatz sein. Oft ist jedoch der Schulhof eher Kasernenhof oder Behelfsparkplatz als ein Ort der Entspannung, des Spiels oder des spielerischen Lernens. Armin (10 Jahre), Schüler der Grundschule St. Martin, meint zum alten Schulhof: "Er war voller Steine. Alles war nur eben, sehr eintönig. Das Schönste im alten Schulhof waren die Bäume. Am schönsten Platz im ganzen Schulhof parkten die Autos. Aber die Lehrer/Innen dachten ja nicht nach, warum sie ausgerechnet im Schulhof parken mußten. Jetzt sind alle Steine weg. Drei Hügel befinden sich nun auf dem Schulhof; nun gibt es eine Sitzecke, eine Sprunggrube und Platz zum "Spickerspielen".Die Förster halfen mit und setzten Bäume und Sträucher, wir durften mithelfen, die Schüler der 5. Klassen bauten eine Kräuterschnecke. "
Nicht nur die Lehrer sollten bestimmen, wie der Schulhof werden sollte. Deshalb gestalteten wir am Projekttag Plakate
Passeirer Lehrer im olympischen Wettstreit Schon zum dritten mal veranstaltete die Passeirer Lehrerschaft einen sportlichen Mehrkampf für Mannschaften ganz nach dem olympischen Motto: »Dabeisein ist alles«. Im Herbst '93 meldeten sich 11 Teams zu jeweils 6 Personen beim Organisationskomitee und so konnte die Auseinandersetzung, die sich über das ganze Schuljahr hinwegzog, beginnen. In den 12 Disziplinen: Kegeln, Pfeilwurf, Schießen, Juxlauf, Ratespiel, Langlauf, Eisstock, Winterstaffette, Boccia, Radfahren, »Rattinq- und Wasserspielerei wechselten sich, wie schon die Namen der einzelnen Wettbewerbe verraten, sportlicher Ernst und Jux ab, so daß jeder auf seine
Kosten kam. Überaus groß war heuer die Teilnehmerzahl bei den einzelnen Disziplinen: Es waren immer 50 und mehr Personen am Start. Wichtig für jede Mannschaft war eine möglichst zahlreiche Anwesenheit bei den jeweiligen Veranstaltungen, um viele Punkte zu sammeln. Die heurige Siegermannschaft »tengge&straggo« der Mittelschule von St.Leonhard hatte aber nicht nur diesbezüglich sehr wenige »Absenzen- zu verzeichnen, sondern hat sich in jeder Hinsicht die Note »ausqezeichnetverdient.Die nächstplazierten Mannschaften: Nachzügler, Guzzler, Plattläuse und die Wogholsign. Bei der Abschlußfeier in der Volksschule Stuls
und ein Modell. Wir werden noch lange an unserem Schulhof arbeiten und immer wieder unsere neuen Ideen verwirklichen können." Deshalb wurde ein Anfang gewagt und als erste Maßnahme der Schulhof vom Parkplatz in einen SpielplatziSchulgarten umgewidmet. Nach ersten Beratungen ging es relativ rasch an die Ausführung des Projektes und an dieser Stelle sei der Gemeindeverwaltung für ihre schnelle und unkomplizierte Hilfe besonders gedankt. Neben der Umgestaltung der Bodenfläche, Hügel und unebenes Gelände verringern auch die Unfallgefahr, wurde der Schulhof in mehrere Bereiche aufgegliedert: Ruhezone mit Sitzmöglichkeiten, Bereich für Lauf- und Bodenspiele, Gartenbereich mit Kompostplatz. Die vielfältigen Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten wurden von den Schülern mit großer Freude angenommen, wenn auch die Umgestaltung des Schulhofes noch nicht abgeschlossen ist und gar mancher Schüler mit einem erdigen Hosenboden nach Hause ging.
konnte, dank der Spendenfreudigkeit sehr vieler Betriebe aus ganz Passeier, unter dem starken Applaus der vielen Lehrpersonen allen Mannschaften ein Preis überreicht werden. Daher sei an dieser Stelle allen Gönnern ein aufrichtiger Dank ausgesprochen. Damit die sportlich ganz Ehrgeizigen nicht zu kurz kamen, wurde heuer zum ersten Mal auch eine Einzelwertung eingeführt, die von Gufler Edith gewonnen wurde, gefolgt von.Schwarz Hans, Egger Brigitte, Haller Harald und PederivaTschöll Carla. Ein ganz besonderer Dank sei hier auch dem Organisationskomitee gesagt, das in einigen Sitzungen und »Probeläufenden Mehrkampf vorbereitete, sowie Frl.Egger Waltraud und Herrn Gufler Daniel, die als Zeitnehmer immer zuverlässig zur Stelle waren.
HA
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AVS-Jugend am Gardasee Am Pfingstwochenende fuhr die AVSJugend von St. Leonhard nach Lazise am Gardasee. Die Teilnehmer starteten am Samstag, den 21.05.94, und fuhren gemeinsam mit dem Bus bis zum Campingplatz. Dort angekommen, stellten sie die Zelte auf und grillten die ersten Würste und Hähnchen. Danach machten die 19 AVS-Mitglieder den Campingplatz unsicher. Es wurden Freundschaften mit anderen Artgenossen geschlossen, Karten gespielt, Witze erzählt und gesungen. So verging die erste kurze Nacht sehr schnell. Da das Wetter nicht besonders war, beschlossen sie am Sonntag, den Freizeitpark »Gardalandzu besuchen. Zuerst wurde ein Besuch im Geisterhaus gemacht, danach ging's mit der Achterbahn weiter. Dort ausgestiegen, brauchten »viele« eine Verschnaufpause. Es gab viel Neues, sodaß die Zeit schnell vorüberging und die jungen Passeirer erst abends das große Spiel paradies verließen. Am späten Abend besuchten sie das kleine Touristendorf Lazise. Da die Jugendlichen die vorherige Nacht nicht
viel geschlafen hatten, mußten sie Schlaf nachholen, und so war die Bettruhe sehr früh angesagt. Am Montag war dann leider die vorgesehene Abreise. Die AVS-Mitglieder wollten den Gardasee noch nicht verlas-
Kunstbetrachtung und Kunstunterricht in der Grundschule St. Martin - Eine Ausstellung in der öffentlichen Bibliothek vom 3.-8. Juni 1994
sen, sodaß sie erst nach längerem Bitten ihre Zelte abbrachen. Doch schon im Juli ist wieder ein Zeltlager geplant. Dieses Mal will die AVS-Jugend nach Fuchsmühl, in die Partnergemeinde von St. Leonhard. AVS-Passeier Christine Tschöll
Die Schüler der vierten Klassen der Grundschule St. Martin hatten sich im vergangenen Schuljahr mit dem Werk des zeitgenössischen, österreichischen Künstler Friedensreich Hundertwasser ausei nandergesetzt. Ein häufig wiederkehrendes Motiv in seinen Bildern ist die Spirale. Die Spirale ist für Hundertwasser das Symbol des Lebens und des Todes, von Entwicklung schlechthin. Das typische der Spirale ist, daß sie ein scheinbarer Kreis ist, der sich aber nie schließt. Die Auseinandersetzung mit Werken der Malerei, Bildhauerei, Architektur ist ein wichtiger Teilbereich des Faches "Bildnerisches Gestalten". Durch Kunstbetrachtung soll das Kind einerseits zu bewußtem Schauen und Betrachten angeleitet werden und andererseits durch Gespräche und persönliche Auseinandersetzung seinen Sinn für Ästhetik weiterentwickeln. Dem muß aber noch eine nächster Schritt folgen: das selbsttätige Schaffen bei dem die Kinder ihre schöpferischen, kreativen Kräfte zum Einsatz bringen und neue Gestaltungsmöglichkeiten und Ausdrucksmittel erproben und anwenden. Der Bildungsauftrag der Schule ist sehr vielfältig. Die Schule fördert durch Erziehung und Unterricht die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes möglichst ganzheitlich. Es geht nicht nur um die Vermittlung von Kulturtechniken sondern auch um Erziehung zu Kreativität, Spontaneität, Ausdrucksfähigkeit usw. Diese Erziehungsziele sind für die Per-
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sönlichkeitsentwicklung des Kindes äußerst wichtig und unterstützen sein Selbstwertgefühl und seine Ich-Findung. Die Ausstellung der Schülerarbeiten in der öffentlichen Bibliothek von St. Martin gab beredtes Zeugnis von den Mög-
lichkeiten eines zeitgemäßen Kunstunterrichtes. Zahlreiche Gäste, Gemeindeund Schulvertreter sowie die vielen EItern und Schüler konnten sich anläßlich der Eröffnungsfeier von der Ausdrucksfähigkeit der Kinder überzeugen.
Raiffeisenkasse St. Martin in Passeier Mitgliederversammlung Am 24. April fand im Vereinssaal von St. Martin in Passeier die Mitgliederversammlung der örtlichen Raiffeisenkasse statt. Von 404 eingeschriebenen Mitgliedern waren 201 Mitglieder anwesend. Nach den Grußworten des Obmannes Sepp Öttl und des Bürgermeisters Hermann Pirpamer behandelte die Versammlung die acht Punkte umfassende Tagesordnung. Die Raika verwaltete zum Jahresende (31.12.1993) rund 42,5 Mrd. Lire (+6,27%) an Einlagen und andere Sparformen; die Ausleihungen an Kunden betrugen rund 14 Mrd. Lire (+9,26%). Der erwirtschaftete Reingewinn wurde zum Großteil den Reserven, zur Aufstockung des Eigenkapitals, zu-
geführt. Dieses beträgt nun rund 7,8 Mrd. Lire. Ein Teil des Reingewinns wurde von der Versammlung für wohltätige Zwecke zur Verfügung gestellt. Im Jahr 1993 sind an Vereine und Institutionen Beiträge in Höhe von 91 Mill. Lire vergeben worden. Mit dem Abschluß eines Sponsorvertrages erfuhr der Sportclub St. Martin eine große finanzielle Hilfe. Der Vorstand wurde neu bestellt und setzt sich wie folgt zusammen: Obmann Albert Pichler, Obmannstellvertreter Anton Pircher, Vorstandsmitglieder Michael Verdorfer - Walter Fleischmann - Karl Heel. Mitglied des Aufsichtsrates sind Dr. Rudolf Raich (Präsident), Alois Stolz und Arthur Pabst.
24. Internationaler Raiffeisen-Jugendwettbewerb
In enger Zusammenarbeit mit den Direktoren und dem Lehrerkollegium konnte die Raiffeisenkasse Passeier mit Jahresbeginn 1994, den 24. internationalen Raiffeisen-Jugendwettbewerb starten. Das Thema lautete Verkehr: Tempo: Umdenken - Umlenken. Der Wettbewerb, bestehend aus einem Quiz- und
einem Malwettbewerb, sollte die Jugendlichen nachdenklich stimmen und mit den Ereignissen im Straßen-, Schiffund Luftverkehr konfrontieren.
Am Quizwettbewerb, der allgemeine Regeln im Straßenverkehr und Möglichkeiten der Fortbewegung zum Thema hatte, nahmen ca. 700 Schüler teil. Unter allen richtigen Einsendungen wurden 70 schöne Sachpreise verlost.
Schwierig gestaltete sich die Ermittlung der Sieger des Malwettbewerbes. Alle Klassen der Grundschule und Mittelschule von St. Leonhard und Hinterpasseier nahmen daran teil. Unter allen Zeichnungen trafen die Klassenlehrer bereits eine Vorentscheidung. Aus diesen Bildern ermittelte eine Jury, bestehend aus Direktoren und Lehrern, jeweils die beste Zeichnung pro Altersklasse. Als Sieger gekürt wurden dabei: 1. Klasse Grundschule Barbara Pixner, A. - Hoferstr. 15
2. Klasse Grundschule Andreas Platter, Wegerhof, Stuls
3. Klasse Grundschule Monika Königsrainer, Platzerbergweg 1DIA
4. Klasse Grundschule Thomas Schweigl, Stuls Nr. 7/H 5. Klasse Grundschule Kathrin Gumpold, Walten 24 1. Klasse Mittelschule Hannes Gufler, Walten 74
2. Klasse Mittelschule Martin Kneissl, Platt 106
3. Klasse Mittelschule Rosa Gumpold, Walten 24
Diese fleißigen Zeichner wurden am 19. Mai 1994 im Rahmen einer kleinen Veranstaltung in der Raika Passeier prämiert und konnten jeweils ein schönes Mountain-Bike in Empfang nehmen. Die Siegerbilder wurden zudem nach Bozen weitergeleitet, wo die besten Zeichnungen auf Landesebene ermittelt wurden. Dabei wurde das Bild von Gumpold Rosa mit dem 2. Preis ausgezeichnet. Vor allem die Idee, aber auch die künstlerische Gestaltung hatte es den Juroren (Kunstlehrer, Künstler und Prominente) angetan. Rosa erhielt bei einer tollen Feier in Bozen viel Applaus und als Preis ein Zelt.
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An olte Leahrerin derzeihlt I bin Leahrerin gewesn an a Bergschuele weit drin in Tol. Jede Woche hobn mer gemiaßt außer gian zur Konferenz. Do sein die Hilfslehrer wieder für a Woche gschuelt gewortn. Die Konferenzen sein olm Samstigs gewesn. Man isch do olm gearn gongen, wenn a der Weg oftramol nicht guet, jo sogor lebensgefährlich ischs gewesen. Überhaup im Winter. Bis von obn bis ochn zen Bach. Und übern Bach? Do sein runde Lotten gelegt gwesn ohne Glander. Do drüber ze gian hon i mi die gonze Woche schun gsorgg. Do hon i mer amol s'Herz in der Hand genommen und hon die Zuestände in Bürgermoaster derzeihlt. Oh, wenn dös eppes nutzet, seil war a Freide! I brauchet niemer af alle Viere über die Lotte onnen zu kroblen und Todesängste ausholten. Der Bürgermoaster heart mein Lamento on und sogg nocher: "Wern mer schun schauqen«, Des - »Wern mer schun schauqn- hat mier schun a groaße Hoffnung gemocht. Snägste Mal wia i wieder zu der Stelle kim, wos siech i do? An ordentlicher Steg mit an Glander ischt do vor mir. Dös hon iden Bürgermoaschter heit nou für Guet. Joa a siebnamol tuet a Bürgermoaschter schun a eppes Guets. A joa, i bin joa afn Weg zu der Konferenz. Leichtn Fuesses hupf i über Stock und Stuan und früher as sischt kimm i heit un. I gea in Konferenzzimmer innen. Do sein heit lauter hoache Hearn ve der Stodt inner drinnen. Der Tolleiter ischt a derbei. Alle hobn se recht nationalsozialistisch geredt. Vorn isch a Tofl af der Wand in Weg gewesen, weil die Broatvermeahrung dran ischt gewesn. Der Tolleiter hot si gebrüstet, weil olleweil meahr »Freiwillige« sich meldn und vor olln, weilolleweil meahr Burschen erklären, daß sie von der Kirche austreten wölln. Du, do hon i lei a sou gloust. All de ganze Freid übern Steg ischt mer vergongen. Af uenmol frogg mi uener, wia i in Unterricht onfong. I sog reasch: Noch Südtiroler Brauch mit an Vaterunser. 0 je, 0 je, dös ischt woll ganz daneben gongen. A Kollegin hot do besser Bescheid gewißt und hot die richtige Antwort gsogg: »Mit einem Spruch und der Spruch dieser Woche lautet: ... Mit nationalsozialistischer Ondocht hat sie den Spruch augsogg. Dös -Buech der Sprüche- hat i woll a ghobb, ober i han nicht davon Gebrauch gemocht. Als Ersatz fürs Gebet hats mer holt decht nit getaugt. A sou langsom kimp die Katz ausn Sock. A Weileie dran hot man ins bedeitet, mier solln in Heargott aus der Klasse ausn tien. Des war woll a Verlan-
gen. Dös hot mi ober nit org beruehrt. Do hat i nia an Finger gerieahrt. Wia Earnst ihnenen damit wor, seil hon i nocher spater derfohrn. Af uenmol geat amol nachmittog die Schueltür au und inner kimmp die Zonenleahrerein. Zerscht bin i woll amol a bisl derschrockn. Mier hobn sie gegrießt und i hon weitergemocht. Sie hot die Orbetn oneschaug, hat do und dört a Kind ausgfrogg und hot af die Wännde umanonder gschaugg. Endlich ischt Zeit gewesn, die Kinder zu entlossn. Do sogg sie zu mier: »Du warscht schun a guete Lehrerin, ober i woaß nit, ob man dir dös duldet, wenn du in Heargott nicht au sn tuescht.« I hon gsogg. »I derglong en nit«, Meine Ontwort mueß sie woll wortstaat gemocht hobn. Sie hat kuen Wörtl drau gsogg. Der Weg zu der Schuele bis zu ihr derhuem ischt long. Es ischt Langes. Die Sunne ischt nou long an. Bliemler bliehen nebmen Weg. Nebnen Boch die .Harmeler unter die Stuene innen huschn, und die Luft ischt würzig ve lauter Kreiter und Buschn. Do tuet sie die Zonenleahrerin amol niederhuckn. Die Wörter tien ihr olleweil in Kopf umanonderspukn. Und die Kinder? Joa die wissn heit eppes Nuis zu derzähln. Sie derzähln, daß die Leahrerin sollet in Heargott aus der Schuele ausntian. Daß sie
hot gsogg, sie derlonggn nit, sei findn die Eltern schian. Ober, bald dernoch bin i in Meuterschoftsurlaub gongen. Mit an Urlaub hot zem nou niamat gewißt eppes onzufongen. Dös hot sich niamet gelott nemmen: Die Leahrerin ischt um ihre Stelle kemmen. Sogor nou an Tog vor der Niederkunft ischt an Urlauber zu mier kemmen und hot gsogg, i sei entlossn gwortn, seil hot er in sein Dienschtort, in Pflearsch entn derfrogg. Und i? I hon mer in wienigschtn drausgmocht Joa es war wirklich nit uonfoch gewesn. 3 Kinder und der Monn orbetslos infolge der Option. Gott sei Donk, hobn insere Leitier die vom Nationalsozialismus geblendet sein gewesn, nou viel Zeit ghobb in Irrtum inzesechn. Und sie sein a wieder als reuige Schafler in den Schoß der Kirche zrugggekehrt. Mier wissen olle, daß die deitschen Leahrpersonen unterm Faschismus entweder entlossn, oder in die olten Provinzen versetzt sein gewortn. Eppes sein ausgewondert und ondere hobn holt sischt irgendwie in Lebensunterholt verdienen gemiet. Wenn nocher 1940 die deitschen Sprochkurse hobn ongfongen, hat's wieder a Verdienstmöglichkeit gebn und - wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe. Ondert wars natürlich gewesn, wenn das tausendjährige Reich war Wirklichkeit gewortn. Zem warn woll epper viele auf der schwarzn Lischte gstonden. R.G.
Mühle in Stuls!
Diese Mühle in Stuls Passeier ist eine von den wenigen die noch mit Wasser betrieben werden und wo auch wieder gemahlen wird. Sie wurde von Grund auf mit dem alten Holz aufgebaut und das morsche durch neues ersetzt. Dach und Rinne, Wellbaum , Lagerung, Wasserrad und Schußrinne sind gänzlich neu. Auch das Innere mußte zum
Teil neu ausgestattet werden. Raich Johann, Sachbearbeiter im Landesverband für Heimatpflege in Passeier, dankte dem Besitzer für die Erhaltung dieses Kulturgutes. Ohne Hilfe des Mühlenfonds im Landesverband für Heimatpflege aus Landesmitteln wäre die Instandsetzung wohl nicht möglich gewesen.
Aufnahme:
Raich Johann
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Passeirer Blatt / Juni 1994
Autorenbegegnung in der Bibliothek St. Martin
Am 21. April hatte unsere Klasse - die 3 A der Mittelschule St. Martin - eine besondere Ehre. Für uns alle war es ein tolles Erlebnis, die Jugendbuchautorin Renate Welsh, die schon über 60 Bücher geschrieben hat, persönlich kennenzulernen. Die Öffentliche Bibliothek St. Martin hatte uns dazu eingeladen. Zuerst waren wir natürlich etwas gehemmt und verlegen, doch Frau Welsh gelang es sogleich, uns aus der Reserve zu locken. Im Mittelpunkt standen natürlich ihre Bücher, z. B. Johanna, Drachenflügel, Zwischenwände usw., die ja wahre Bestseller geworden waren und die die Jugendlichen aus dem ganzen deutschen Sprachraum kennen.
Wir hatten aber auch Gelegenheit, über ihr Leben und ihren Beruf zu sprechen. Frau Welsh bemühte sich wirklich, ehrlich und unermüdlich auf unsere vielen Fragen einzugehen. Schon sehr früh, erzählte sie uns, hatte sie Geschichten zu schreiben begonnen, die allerdings nicht veröffentlicht wurden. Eine dieser Geschichten las sie uns vor, und sie hat uns wirklich sehr gut gefallen. Am Schluß ihrer Vorlesung verteilte sie fleißig Autogramme und Autogrammkarten. Wir allewaren sehr beeindruckt von ihrer Persön~ichkeitund ihren Büchem und würden uns sehr freuen, wenn sie wieder einmal Station in St. Martin machen würde.
Bibliothek St. Martin Ferienprogramm für Kinder
In den Monaten Juli und August gibt's für Kinder von 5 bis 10 Jahren wiederum ein Ferienprogramm. Es wird gespielt, gesungen, gebastelt, gemalen ... Beginn immer um 17 Uhr Termine: Mittwoch 06. Juli Mittwoch 03. August 13. Juli Mittwoch Mittwoch 10. August Mittwoch 20. Jul Mittwoch 27. Juli
Die Sommeröffnungszeiten der Bibliothek St. Martin gültig, bis zum 12. September Montag Dienstag
Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag
Die Schüler der 3 A - Mittelschule St. Martin.
Seit Jahren hört man die Forderung: Straßen zum Land! Gemeint ist dabei auch unsere Passeirer Straße. Unklar ist bis heute jedoch, was unter dieser Forderung genau gemeint ist. Es gibt nämlich drei Interpretationsmöglichkeiten: 1. »Straße zum l.and« soll vielleicht bedeuten, daß man auf der Passeirer Straße in Richtung Süden ohne größeren Schaden das Tal verlassen und das Land erreichen sollte. Dies wäre jedoch verkehrstechnisch und volkstumspolitisch eine gefährliche Entwicklung und vor allem eine arge Vernachlässigung der bereits bestehenden Verkehrswege, welche da wären: der Fahrradweg auf dem Passerdamm, der Cross- und Saumpfad übern Jaufen, offiziell gesponsert von der Girobank, weiters die Timmelsjoch-Hochalpenstaße, der Mi-
litär- und Wanderweg übers Eisjöchl, schließlich die Ausweichrouten über die Schwarzwandscharte, das Wanserjoch und durch den Karisstollen. Nicht zu vergessen sind noch die Verkehrsmittel zu Wasser (Kanu) und in der Luft (Hubschrauber und Drachen). Also im Ernst, bei einem so dichten Verkehrsnetz in einem so engen Tal ist eine neumodische Straße zum Land hinaus doch zuviel des Luxus. 2. »Straße zum Land- klingt zwar unschuldig und verlockend, verbirgt aber vielleicht etwas ganz Hintertückisches: Die Großbauern auf dem Land draußen haben's jetzt auch noch auf unsere Straße abgesehen. Nachdem diese Landler bereits unsere schönsten Höfe, Almen, Blockhütten und Weiderechte aufgekauft haben, möchten sie sich jetzt
9.00-12.00 9.00-12.00 16.00-18.00 9.00-12.00 18.00-20.30 9.00-12.00 17.00-19.00 9.00-12.00
Uhr Uhr Uhr Uhr Uhr Uhr Uhr Uhr
auch noch unsere Straße aneignen, einen der letzten Streifen fast unberührter Natur sozusagen. Nein, ein Ausverkauf unserer Heimat kommt nicht in Frage! 3. »Straße zum Land- läßt schließlich den Verdacht aufkommen, daß das Land (Landesregierung) unsere Straße haben möchte. Dies brächte neben Scheinvorteilen eine Reihe ungeahnter Gefahren mit sich: Die Landesräte könnten dann beliebig und unkontrolliert bei uns aufkreuzen. Dann müßten die Gernsen aus Angst vor der Ausrottung auswandern; die Bergbauern erhielten zwangsweise zwei Zufahrten; Bürgermeister kämen ihre Bandscheibenleiden im Halswirbelbereich nicht mehr los; der Schmiermittelkonsum würde steigen, man müßte wieder auf das ungesunde Schweinefett zurückgreifen; die Bäche würden nicht nur seitlich verbaut, sondern vielleicht sogar überdacht werden; altehrwürdige Bräuche, wie der Bachsegen, die Murfeiertage oder die Johannesprozession in Walten, würden dann verschwinden; der Import von Pseirer Speck aus Holland würde sich verdreifachen. Was auch immer unter »Land- zu verstehen ist, die Zukunft bringt nicht viel Gutes; daher müssen wir Pseirer vorsichtig und mißtrauisch bleiben. Zum Glück gibt da andererseits das politische Tempo in unserem Land keinen Grund zu besonderer Panik oder zu überstürzten Protestmaßnahmen und Unterschriftenaktionen. Also nur nichts überhaspeln, Mander, es isch Zeit! JS
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SC Passeier / Sektion Ski im Aufwind 4. Rang bei der Italienmeisterschaft Wer im letzten Winter in Pfelders Ski gefahren ist, konnte sie beobachten, unsere jungen Rennläufer. In ihren neuen pinkfarbigen Skianzügen sausten sie eng hintereinander die Skipiste hinunter oder drückten die Kippstangen nieder und kämpften sich durch die Tore ins Ziel. Täglich fuhr der Ski- Sportclubbus von St. Martin nach Pfelders und brachte die jungen Athleten zum Training. Mit Hilfe ihrer Ski-Trainer. Mit Hilfe ihrer Trainer Gufler Gotthard und Gufler Thomas und der Konditionstrainer Ciatti Hugo und Robert und persönlichem Einsatz und Fleiß haben einige Athleten große Erfolge erzielt. In der Gruppe Baby-Sprint hat Haller Magdalena, Jahrgang 86, aus St. Martin, sehr viele 1. Plätze errungen. Bei der VSS-Kindermeisterschaft kehrte die Mannschaft meist mit Pokalen von den Rennen heim. Erreicht wurden folgende Plazierungen: 2 mal ein 1. Platz, 5 mal ein 2.Platz und 4mal ein 3. Platz. Besonders ausgezeichnet haben sich in dieser Gruppe:
Andreas Haller, Jahrgang 1983 aus St. Martin Sonja Moos
Brunner,
Jahrgang
1983
aus
Alex Stolz, Jahrgang 1983 aus St. Martin
Peter Gufler, Jahrgang ders
1984 aus Pfel-
In der Kategorie der Jahrgänge 79/80 und 81/82 haben sich folgende Athleten für die Landesmeisterschaft qualifiziert: Silvia Raffl, St. Leonhard Werner Heel, Walten Sandra Heel, Walten
Matthias Platter, Platt Michael Gufler, Pfelders Stefan Ennemoser, St. Leonhard Wie bereits in der letzten Ausgabe des Passeirer Blattes berichtet, wurde Stefan Ennemoser Landesmeister im Slalom. Zu den Italien meisterschaften am 17. März in Spiazzi in Gromo (Bg) fuhren Stefan Ennemoser, Matthias Platter und Gufler Michael. Im Slalom erzielte Ennemoser Stefan den 4. Platz und wurde so bester Südtiroler, Gufler Michael belegte den 15. Rang, Matthias Platter schied leider aus. Bei der Vollversammlung des Skiclubs Ende April wurde dem jungen Rennläufer Stefan Ennemoser eine Urkunde überreicht. Der Sektionsleiter Hubert Brunner dankte dem Ausschuß, den
Trainern, den Eltern und jungen Athleten für ihren Einsatz und für die Ausdauer.
Ein herzliches »Vergelt's Gott« sagte er allen Sponsoren und Gönnern des Skiclubs, den Gemeinden von St. Leonhard und Moos, ohne deren finanzielle Unterstützung die Ausübung dieses Sports nicht möglich wäre. Ein besonderer Dank gilt auch der SKI AG Pfelders für die gute Zusammenarbeit. Mit der Neuwahl des Ausschusses endete die Jahreshauptversammlung. W.J.
Skilanglauf in Passeier
Passeirermeisterschaft
1994 und Wahl des neuen Vorstandes
Für die wachsende Gruppe von aktiven Langläufern und Langlauffreunden im Sportclub Passeier ist mit der Vollversammlung am 17 .Apri11994 in Moos eine ereignisreiche und von den Wetterund Schneeverhältnissen begünstigte Saison zu Ende gegangen. Präsident AIbin Lanthaler zog in seinem Jahresbericht Resumee über die verschiedenen Aktivitäten: die Konditionsvorbereitung, das Training und die Wettkämpfe innerhalb des Vereines und auf Landesebene. Es kamen auch Probleme zur Sprache, insbesondere die große finanzielle Belastung des Vereines durch den Beitrag für die Präparierung der Loipe von Pfelders zur Lazinseralm; man wird in dieser Hinsicht nach anderen Finanzierungsmöglichkeiten suchen müssen, um die anderen grundlegenden Aktivitäten der Sektion nicht zu vernachlässigen. Bei den anschließenden Neuwahlen des Ausschusses wurde Albin Lanthaler in seinem Amt als Präsident wiederbestätigt, als Stellvertreter steht ihm Heinz Widmann zur Seite, flankiert weiters vom Kassier Elmar Trompedeller, dem Schriftführer Roland Lanthaler, Gerätewart Alexander Schweigl und Beirat Othmar Haller. Als Schwerpunkte der weiteren Tätigkeit wurden vorallem die Jugendförderung sowie die Aufwertung der im letz-
ten Winter ausgezeichnet präparierten Loipe in Walten genannt. Es werden auch wiederum mindestens drei Winterrennen im Passeier durchgeführt, und die Teilnahme an anderen Wettkämpfen oder Volkslangläufen wird wie bisher vom Verein finanziell gefördert werden. Am Langlaufsport Interessierte jeglichen Alters und jeder Leistungsstufe sind herzlich eingeladen, sich bei den Ausschußmitgliedern zu melden, denn der nächste Winter kommt bestimmt. Nachstehend noch die Ergebnisse der Vereinsmeisterschaft 1994, welche bei ausgezeichneten Bedingungen am 20. März in Lazins abgewickelt wurde, wobei auf einer Strecke von 8 km Ennemoser Ludwig mit der Zeit von 21 min. 40 sek. die Tagesbestzeit erzielte. Kinder 1. Dissertori Daniel 2. Trompedeller Stephan 3. Gufler Peter Anwärter 1. Lanthaler Jürgen 2. Fischer Michael
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Junioren 1. Schweigl Alexander 2. Ennemoser Hans-Peter 3. Gufler Gotthard
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Senioren 1 1. Ennemoser Ludwig 2. Haller Harald 3. Widmann Christian
Senioren 2 1. Trompedeller Elmar 2. Widmann Heinz 3. Haller Hans-Luis
SC Passeier / Sektion Volleyball
Rückblick auf eine sehr erfolgreiche Saison Bei der vor kurzem im Gasthaus Theis abgehaltenen Vollversammlung konnte der Sektionsleiter Haller Anton neben sehr vielen Spielern, Elternvertretern und Mitarbeitern auch einige Persönlichkeiten des Dorfes (den Bürgermeister Dr. Konrad Pfitscher, die Assessoren Winkler Karl und Dr.Pixner Albin, sowie den Obmann der Raika Passeier, Herrn Dr. Innerhofer Siegfried und den langjährigen Sektionsleiter Innerhofer Karl) begrüßen. Bei den sportlichen Ergebnissen der 7 Mannschaften, die sich an den Verbandsmeisterschaften beteiligten,wurde die Leistung der Damenmannschaft der ersten Division hervorgehoben, die sich mit einem ausgezeichneten zweiten Platz das Recht auf den Aufstieg in die Serie D (zweithöchste Spielklasse der Region) erworben hat. Aber auch die Leistungen der anderen Mannschaften konnten sich durchwegs sehen lassen. In erster Linie ein Verdienst der 7 Trainer, die mit sehr viel Einsatz und Idealismus bei einer sehr geringen finanziellen Entschädigung ,die Spieler zu begeistern und weiterzubringen versuchten. Drei Anfängergruppen, bestehend aus Schülern der 5.Klassen, beteiligten sich an den vom VSS ausgeschriebenen Turnieren, die den Zweck verfolgen, für die ganz Jungen einen ersten Kontakt zum Volleyballs port herzustellen. Der Sektionsleiter dankte an dieser Stelle ganz besonders dem Lehrer Wilhelm Josef für seinen Einsatz. Ein ganz besonderes Ereignis aber war für die Sektion in der abgelaufenen Saison das Beach-Volleyball-Turnief am Fußball platz. Diese Veranstaltung war der Beitrag der Sektion zu den Feierlichkeiten des Sportclubs zum 25-jährigen
Bestandsjubiläum. Es war ein einmaliges Erlebnis nicht nur im Tal, sondern weit darüber hinaus. Dies wurde der Sektion auch von allen 32 teilnehmenden Teams aus nah und fern bestätigt. Einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen dieser Veranstaltung leistete das Schotterwerk Schiefer Alfred, das den Zu-und Abtransport der 25 Fuhren Sand zur Verfügung stellte. Hervorgehoben wurde weiters die Teilnahme von 3 Personen am Trainerkurs (eine sehr aufwendige Geschichte, mußten doch 15 Fahrten nach Bozen in Kauf genommen werden) sowie die Abhaltung eines Schreiberkurses zusammen mit dem SV Riffian/Kuens in St.Leonhard. In verschiedenen Aussprachen mit Gemeindevertretern wurde nach einer ver-
nünftigen Lösung des Zuschauerproblems gesucht und schlußendlich auch gefunden. Ein diesbezügliches Projekt liegt bereits vor. Die anwesenden Gemeindevertreter wurden höflich ersucht , die Verwirklichung voranzutreiben. Ein Traum würde für die Sektion in Erfüllung gehen, wenn die geplante Großraumturnhalle bei der Mittelschule in St.Martin sobald wie möglich verwirklicht werden könnte. Diese neue Halle wäre Voraussetzung für einen Aufstieg in die nächsthöhere Liga. Bei den Italienmeisterschaften der U-14 Buben am Iseo-See im Juni 93 konnte mit einem Funktionär des Mailänder Spitzenclubs MILAN ein Kontakt hergestellt werden, der einen Vereinsausflug im Jänner 94 zum Spitzenspiel MILAN MODENA zu sehr reduzierten Eintrittspreisen ermöglichte. Ein eindrucksvolles Erlebnis für viele Sektionsmitglieder in der 12.000 Zuschauer fassenden Halle. Für die traditionelle Passeier Meisterschaft im Volleyball, die heuer in hervorragender Weise von der Mannschaft Eigentor aus St.Martin organisiert wurde, und bei der sich nicht weniger als 4 Damen- und 8 Herrenteams beteiligten, wurden 2 schöne Wandertrophäen angekauft. Zum Abschluß der Ausführungen dankte der Sektionsleiter allen Geldgebern und den vielen Mitarbeitern für den unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Jugend. Bei den Neuwahlen wurde der Großteil des alten Ausschusses wieder bestätigt. Die Vollversammlung endete mit der Vorführung eines Videos, das einige Höhepunkte des abgelaufenen Jahres festhielt und mit einer angenehmen Überraschung: Herr Kofler Manfred, Immobilienmakler aus Riffian, hat für die nächste Saison die Bereitschaft bekundet, die Funktion eines Zusatz-Sponsors zu übernehmen. A. P.
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Tourismus im Passeiertal Am 24. März 94 treffen sich die neugewählten Vorstandsmitglieder der Passeirer Tourismusvereine zur ersten gemeinsamen Sitzung in St.Leonhard. Die Geschäftsführer haben Themen ausgearbeitet, und es galt über wichtige Grundsatzfragen zu entscheiden, die nachstehend kurz zusammengefaßt sind: Präsident Reiterer wird einstimmig gewählt, die Tourismusvereine des Passeiertales nach außen hin zu vertreten und in den Gemeinschaftssitzungen und bestellten Kommissionen den Vorsitz zu führen. Die Passeirer Tourismusvereine werden, wie schon seit zwei Jahrzehnten, alle notwendigen Promotionsaktionen gemeinsam durchführen. Zeitungswerbung, Besuch von Ausstellungen und Tourismusmessen, Erstellung von Druck- und Werbeunterlagen, usw. werden koordiniert und nach einem beschlossenen Zahlungsschlüssel finanziert, nach dem der Tourismusverein St. Leonhard 50%, St. Martin 31 % und Hinterpasseier 19% der Kosten tragen.- Der Urlaubsberater ändert seinen Namen und wird unter »Passeiertal INFO« neu herausgebracht.Der Talschaftsprospekt, Ausgabe Sommer, wird in unveränderter Form nachgedruckt.- Es werden auch Vorschläge für Wurfprospekte und Listen eingebracht, damit die Angebote der Betriebe gesammelt und verkauft werden können. Sehr begrüßt werden die Spezialitätenwochen, die von einigen Passeirer Restaurants im Mai/Juni und September/Oktober 94 durchgeführt werden. Weitere Informationen dazu erteilen die Tourismusbüros.- Präsident Reiterer ist der Meinung, daß neue Werbeplakate über das Passeiertal gedruckt werden müssen, damit eventuelle Werbefelder belegt und Messestände wirkungsvoller dekoriert werden können.- Die Tourismusvereine werden ein einheitliches
Briefpapier und einheitliche Versandtaschen erhalten. Diese Ausgaben hat die Druckerei Athesia übernommen. Die Werbemaßnahmen in Zusammenarbeit mit dem Ultental verlaufen sehr erfolgreich und werden, wenn gesetzlich und finanziell möglich, im Jahre 95 weitergeführt. - Heuer war das Passeiertal auf der Messe in Basel, München, Leipzig, Berlin und Dresden mit einem Mitarbeiter bezw. einer Mitarbeiterin vertreten. Drei dieser Veranstaltungen wurden von der STW, Südtirol-Tourismus-werbung getragen. Alle eingehenden Anfragen werden zentral vom Büro in St. Leonhard bearbeitet. Dies ist ein wichtiger Schritt hin zu einer effizienten Arbeitsweise unter den drei Büros. Dem neugegründeten Tourismusverband »Meran und Umqebunq« will man vorerst noch nicht beitreten. Diesbezüglich sind viele Gespräche mit den Geschäftspartnern im Burggrafenamt geführt worden, ohne eine brauchbare Lösung für das Passeiertal zu erzielen. Der Wunsch vieler Vorstandsmitglieder ist, sich zu einem Tourismusverband Passeier zusammenzuschließen, was nach der neuen Tourismusordnung noch nicht möglich ist. Die Anwesenden sind geteilter Meinung, ob der Bildkalender in der üblichen Form beibehalten oder eine Info-Zeitung mit der Bezeichnung »Passeirer Gästepost, Urlaubskurier, Ferienpost oder New's aus Passeier usw.« gedruckt werden soll. Die Zeitung könnte zweckmäßig gestaltet sein und einer wirkungsvolleren Verkaufsstrategie dienen. Nach längerer Diskussion entschließen sich die Vorstandsmitglieder, den neuen Weg zu gehen und für die nächste Saison 95 eine Info-Zeitung auszuarbeiten. Ein Kalendarium als Beilage ist erwünscht. Die finanziellen Kosten müssen sich in Grenzen halten und höchstens den Ausgaben eines Kalenders entsprechen.
Die Tourismusbüros werden Kostenvoranschläge und Ideen sammeln, um Wanderunterlagen vom ganzen Tal in Form von Panorama-Luftaufnahmen, zu erstellen. Die Geschäftsführer informieren über die derzeitige Arbeitsweise und die enge Zusammenarbeit zwischen den Büros. Man sucht nach konsequenten Möglichkeiten, Informationen über freie Zimmer zu sammeln und allen Büro bekanntzugeben. Es wird in Zukunft immer wichtiger werden, freie Zimmer großräumig anzubieten und schnell zu buchen. Jedes Büro muß über den Belegungsstand des ganzen Tales Bescheid wissen und bei Bedarf freie Zimmer, auch im Nachbarort, anbieten und buchen können. Man wird sich auch weiterhin über erprobte und finanzierbare Zimmervermittlungsund -Reservierungssysteme erkundigen. Weiters sind jetzt alle Büros mit PC's und anderen technischen Hilfs- mitteln ausgestattet, sodaß in Zukunft mit gleichen EDV-Programmen gearbeitet und Datensätze bezw.lnformationen austauscht werden können.* Personalstand in den Passeirer Tourismusbüros: St. Martin: 1 Jahresstelle + 1 Saisonsstelle; St. Leonhard: 2 Jahresstellen + 1 Saisonsstelle; Hinterpasseier: 1 JahressteIle; Um alle drei Büros durchgehend zu besetzen und Arbeiten bezw. Urlaube zu koordinieren, müßte aus einer Saisonsstelle eine Jahresstelle werden. Bisher ist in St. Leonhard eine Mitarbeiterin für ca. drei und in St. Martin eine für ca. sechs Monate eingestellt worden. Die Mitarbeiter sollten imstande sein, bei Bedarf in jedem T-Büro alle anfallenden Arbeiten zur Zufriedenheit zu erledigen.* In den einzelnen Vorstandssitzungen soll weiters entschieden werden, ob die Regelung der Beitragszahlungen und die Gästeehrung vereinheitlicht werden sollen. Die Präsidenten und Geschäftsführer werden beauftragt, die gefaßten Beschlüsse durchzuführen und die zuständigen Ausschüsse einzusetzen. Der Wunsch der Präsidenten, mindestens einmal im Jahr zu einer gemeinsamen Vorstandssitzuung und zur Behandlung wichtiger Themen zusammenzukommen, wird von allen Anwesenden begrüßt. Liste der Vorstandsmitglieder Passeirer Tourismusvereine:
der
St. Martin Präsident: Erwin Pichler - Hotel Martinerhof Vizepräsident: Ubald Pichler - Hotel Weißes Kreuz Vertreter HGV: Heinrich Dorfer - Sporthotels Quellenhof Vertreter Kaufleute: Edeltraud Pirpamer - Gemischtwaren Gemei ndevertreter: Hermann Pirpamer - Bürgermeister weitere Mitglieder: Hedwig Schweigl - Garni Grünau
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Passeirer Blatt / Juni 1994
Rosa Egger - Schildhof Granstein Maria Tribus - Pension Erlenbach Johann Raich - Maurermeister Josef Platter - Pension Haupold Präsident des Aufsichtsrates: Robert Ennemoser - Gasthof Jager Hans Geschäftsführer: Walter Raffl St. Leonhard Präsident: Luis Reiterer - Gärtnerei Vizepräsident und Vertreter des HGV: Hans Rudi Holzknecht-Sporthotel Passeirerhof Vertr. Kaufleute: Günter Staschitz - Foto/Juvelier Stasehitz Gemeindevertreter: Karl Winkler - Assessor weitere Mitglieder: Johann Pircher - Hotel Stroblhof Alois Mair - Gasthof Bad Fallenbach Christi ne Holzknecht - Pens. Christophorus Manfred Gufler - Pension Talblick Andreas Hofer - Hotel Frick Sigi Augscheller - Gasthof Jägerhof Ferienaktion
für Kinder und Jugendliche
Kooptiertes Mitglied: Elisabeth Pichler - Gasthof Haselstaude Präsident des Aufsichtsrates: Hermann Klotz - Hotel KlotZ/Panorama Geschäftsführer: Robert Haniger Hinterpasseier: Präsident: Vigil Kuprian - Pension Panorama Vizepräsident: Franz Raich - Tischlerei Raich Gemeindevertreter: Kurt Pöhl - Gemeindeassessor Vertreter des HGV: Alois Kuprian - Hotel Alpenland Vertr. Kaufleute: Andreas Lanthaler - Despar Markt Lanthaler weitere Mitglieder: Johann Lanthaler - Pension Lanthaler Annelies Halbeisen - Hotel Kronhof Alois Gufler - Gasthaus Saltnuss Gilbert Gufler - Gasthof Trausberg Anna Pöhl - Pension Pöhl Präsidentin des Aufsichtsrates: Petra Ennemoser - Pension Bergland Geschäftsführer: Dietmar Gufler zum heurigen
"Jahr
Mach mit uns ein Buch!
der Familie":
Die Schülerinnen der 2.0 der Mittelschule St. Leonhard haben für Euch eine lustige Familie beschrieben. Allerdings wurde die Erzählung nicht zu Ende geführt, sondern an einem spannenden Punkt abgebrochen ... Mein Name ist Richhilde. Ich bin ein ganz normales 13jähriges Mädchen, das ihr Zimmer nicht aufräumt, zu lange in die Glotze schaut, für Süßigkeiten zu viel Geld ausgibt und in der Schule mehr an die Jungen denkt als ans Lernen. Ich habe noch zwei Geschwister: Vinzenz, 16, ist kämpferischer Natur, auf jeden Fall nervt er unheimlich. Trotz seines eigenartigen Charakters und seines üblen Aussehens (er besitzt nicht sehr viele Zähne, hat fast genausowenig Haare und eine dicke Knollnase) wird er von vielen Verehrerinnen umschwärmt. Meine Schwester Belinda - dünn, zierlich, aber sehr zäh - ist mit ihren knappen zehn Jahren wild wie ein Junge. Sie läßt sich von unseren Eltern nichts vorschreiben. Ab und zu stiehlt sie Autos, und meine Eltern versuchen jedesmal verzweifelt, den Wagen seinem rechtmäßigen Besitzer zurückzubringen. Die meisten Gedanken verschwendet Belinda an ihren Freund Sebastian, merkt allerdings nicht, daß er sie schamlos ausnutzt. Da.sie oft die Schule schwänzt, um mit diesem ekligen Typen beisammen zu sein, hat sie in ihrer Schulkarriere schon so manche "Ehrenrunde" gedreht, und auch in diesem Jahr droht sie "kleben" zu bleiben. Meine Eltern sind ein tolles Paar, außer wenn es um die Erziehung von uns Kindern geht. Oft sind sie ungeduldig, nervös und streiten sich über lächerliche
Keinigkeiten. In einem aber sind sie sich auf jeden Fall einig, nämlich wenn es darum geht, jemandem in der Familie die Schuld in die Schuhe zu schieben: Dann ist mein Typ gefragt, auch wenn ich sonst nicht viel zu melden habe. Mama ist eine schlanke, hochgewachsene Frau und sieht mit ihrem langen schwarzen Haar und ihren dunklen Augen einfach umwerfend aus. Wenn meine Eltern abends ausgehen und meine Mama alle Blicke auf sich zieht, wird Papa herrlich eifersüchtig ... Und weil wir gerade bei Papa sind: Er ist eher rundlich, nicht überdurchschnittlich groß, besitzt einen langen aufgerollten Schnurrbart und etwas schief geratene Zähne. Damit sieht er nicht ganz so attraktiv aus wie Mama, doch als Techniker bei der Telefongesellschaft SIP ist Papa buchstäblich "auf Draht". Das sagt sogar sein Chef. Wir wohnen übrigens in einem großen Haus mit riesigem Garten. Dieser bietet viel Platz zum Spielen und Herumtollen und dient als Auslauf für unsere Tiere. Ach, die hab ich ja noch gar nicht vorgestellt: Unsere Familie ist stolze Besitzerin von zwei Hunden mit Namen Kissme und Flirt -me, die am liebsten Mohrrüben fressen und im Haus nichts zu suchen haben. Nur wenn Kiss-me morgens die Zeitung holt und Flirt-me dem Milchmann entgegenläuft, haben sie Eintritt. Nebenbei besitzen wir noch
fünf Schlangen, sechzehn Fledermäuse, einige Regenwürmer und sonstige niedliche Haustiere, die aber allesamt absolutes Hausverbot haben. Natürlich sind meine Eltern die Erfinder dieser Anweisung; wir Kinder kämen nie auf solch langweilige Ideen. Oh, das Wichtigste hätte ich beinahe vergessen ... na ja ...vielleicht nicht gerade vergessen, sondern nicht sagen wollen... aber ich muß es sagen, denn schließlich wird es bald zu unserer Familie gehören ... Also, meine Mutti bekommt bald ein Baby. Wird es ein Junge (was ich nicht hoffe!!!) nennen wir es Michael, wird es ein Mädchen, soll es Michaela heißen. Du siehst, meine Familie ist sehr phantasievoll. Ein normaler Tag sieht für mich folgendermaßen aus: aufstehen, in die Schule gehen, nach Hause kommen, essen, Hausaufgaben machen, den Eltern auf den Wecker fallen, herumstreunen, essen, fernsehen, schlafen gehen. Doch an jenem Montag, den ich nie vergessen werde, geschah das Unerwartete ... ... und nun würden wir gerne von Euch wissen, wie die Geschichte weitergeht: Was erwartet Richhilde an diesem Tag? Erzähl die Geschichte weiter - bis zum Schluß! Sie kann lustig oder traurig, abenteuerlich, unheimlich, spannend, verrückt oder nachdenklich sein. Es kann eine Geschichte sein, die sich wirklich zugetragen haben könnte - oder eine ausgesprochene Phantasiegeschichte. Wenn Du magst, kannst Du auch ein Bild dazu malen. Wir möchten Eure Geschichten und Zeichnungen sammeln und im Herbst ein Buch daraus machen. Mitmachen kann jeder, der gerne schreibt und/oder malt - was zählt, ist Eure Phantasie! Bitte achtet darauf, daß der Umfang Eurer Werke 2 DIN-A-4-Seiten nicht überschreitet. Das Papier für Eure Reinschrift erhaltet Ihr in den öffentlichen Bibliotheken von St. Leonhard und Stuls, wo wir Euch gerne weitere Fragen beantworten. Natürlich könnt Ihr auch Eure Vorschrift bringen und durchsehen lassen, falls Euch Zweifel an der Rechtschreibung kommen.
Letzter Abgabetermin ist Sonntag, der 11. September '94! Wir sind schon gespannt auf Eure Geschichten!!! Übrigens: Alle Mitarbeiter an unserem Buch bekommen eine kleine Überraschung! Sommer-Öffnungszeiten der Bibliothek St. Leonhard (vom 17.06. bis 11.09.): Montag: 15.30 - 19.30 Uhr Dienstag: 15.30 - 19.30 Uhr Mittwoch: 9.00 - 12.00 Uhr Donnerstag: 15.30 - 19.30 Uhr Freitag: 15.~0 - 19.30 Uhr Sonntag: 9.45 - 10.45 Uhr
Öffnungszeiten der Bibliothek Sonntags jeweils nach dem dienst.
Stuls: Gottes-
Passeirer Blatt / Juni 1994
Seite 16/ Nr. 2
Die Katholische Jungschar von St. Leonhard stellt sich vor
Die Katholische Jungschar von St. Leonhard besteht aus 55 Jungscharmädchen, ca. 30 Ministranten und 12 Führerinnen. Wir treffen uns einmal wöchentlich je zwei Stunden zum gemeinsamen Singen, Spielen, Tanzen, Lachen, Dummheiten machen, das sind unsere Lieblingssachen. Auch das Gebet wird nicht vergessen. Dazu gestalten wir auch Jungscharmessen. Wir machen schöne Handarbeiten und Basteleien, wir besuchen ältere Menschen im Altersheim und gestalten dort die Martinsfeier und die Weihnachtsfeier. Auch den Geburtstag der alten Leute vergessen wir nicht. Im Frühling genossen wir die schöne Natur und wallfahrteten zur Gottesmutter nach Gomion. Natürlich gab es nachher ein gemütliches Besammensein mit Spiel und Spaß. Am 7. Mai ging es in den Sandwald zu einer interessanten und lustigen Quizwanderung, wobei
unsere Gruppe »Sonnenstrahlen« mit einigen »Martinern- als Sieger hervorging. Ein Höhepunkt im Jungscharjahr ist das Jungscharfest. Mit großer Begeisterung und Geduld haben wir uns auf dieses Fest vorbereitet. Mit Liedern, Reigen und Texten begann das Fest. Die einzelnen Gruppen unterhielten und belohnten die zahlreich erschienen' Eltern, die Ehrengäste und alle Interessierten mit Theater, Liedern, Tänzen, PlaybackShows, Herz-Blatt, Bibelquiz und schönen Buchpreisen (hier gilt der Dipl. Bibliothekarin Greti ein besonderer Dank) Im Sommer gibt es für unsere Jungscharmädchen ein tolles Erlebnis. Wir machen ein Hüttenlager in der EgghofKaser, wo wir alle gemeinsam eine Woche mit Wanderungen, Gruppenspielen, Tänzen usw. in den Bergen verbringen werden. Abschließend wünschen wir allen erholsame Ferien. Kathi und Annelies
Wir grDtuli~r~n zur 6~burt St. Leonhard
Cava Daniel, 12. 04., Gomion 25 Ennmoser Judith, 27.04., Kammerveiterstr. 1 Hofer Andrea, 2.05., Platzerberg 1/A Hofer Martin, 17.05, Prantach 8 Mair Tanja, 21.03., Mörre 63 Pfitscher Siegfried, 10.03, Glaiten 4 Pixner Philipp, 10.04, Walten 23 Pöhl Marilena, 19.04, Karlegg 9 Pöhl Stefan, 10.04, Gomion 34 Schaffler Philipp, 10.05, Schweinssteg 6 Schölzhorn Franziska, 16.03, Schloßweg 16 St. Martin
Buchschwenter Michael, 20.02, Christlerweg. 14 Ennemoser Elisa, 22.02., Garberweg 16/C Ennemoser Raphael, 05.03., Garberweg 16 Gufler Josef, 23.02., Flon-Matatz 5 Haller Andreas, 26.02., Dr. Hillebrandtweg 9 Haller Lukas, 05.03., Peter Mitterhoferstr. 6 Haller Manuel, 03.04., Flon-Matatz 35 Hofer Sandra, 03.05., Pseirerstr. 30 IImer Tamara, 09.05., Jaufenstr. 17 Kofler Annalisa, 31.05., Pseirerstr. 17 Marth Armin, 15.03., Feldbauernweg 2/A Marth Maria, 04.05., Feldbauernweg 4/B Pichler Marion, 01.03., Pseirerstr. 59 Pircher Georg, 28.04, Pseirerstr. 31 A Pixner Ramona, 10.04., Breitebenstr. 14 Platter Markus, 10.04., Pseirerstr. 57 Raffl Simon, 24.03., Fernerweg 9 Gemeinde Moos
Schulschlußfest in der Grundschule von St.Leonhard Die Idee eines Schulschlußfestes tauchte schon vor langer Zeit auf, an die konkrete Verwirklichung desselben schritt man allerdings erst vor kurzem. Ein Organisationskomitee, bestehend aus EIternvertretern und Lehrpersonen, wurde ernannt, das Ideen sammelte, ein Programm erstellte und die verschiedenen Vorbereitungsarbeiten wieder an die EItern bzw. einzelnen Klassen delegierte. So setzte in den letzten Schultagen in den einzelnen Klassen ein emsiges Treiben ein, schließlich mußten eine Modeschau, ein KARAOKE-Wettbewerb, ein Schmink-Salon, eine Kinderdisco, eine »Kunstqallerie«, ein Puppenland und ein Autospielplatz vorbereitet werden. Da wurde gemalt, geklebt, gezeichnet, gewerkelt, gesungen und geprobt, daß es nur so eine Freude war. Ja selbst einige
Lehrpersonen besannen sich auf ihre gesanglichen Qualitäten und trugen Hits aus vergangenen Zeiten vor. Einige Väter bauten für die -Stars- und -Mannequlns- eine Bühne auf, und viele fleißige Muttis sorgten für das leibliche Wohl von Jung und Alt. Durch das Zusammenwirken so vieler Hände konnte das Fest nur gut gelingen. Zum Glück kam bald nach Beginn des Festes die Sonne hervor, was wesentlich zur Hebung des Stimmungsbarometers beitrug. Die Stunden verflogen wie im Nu, und so mancher Schüler und Lehrer dachte sich im Stillen: Leider ist die Schule schon zu Ende (oder???). Das Organisationskomitee sagt allen danke für die gute Zusammenarbeit und wünscht schöne und erholsame Ferien. A.H.
Graf Sarah, 29.04., Stuls 7/K Gufler Andrea, 15.03., Pill 171 Gufler Elisa, 11.05., Rabenstein 4/C Gufler Gert, 14.05., Dorf 26/C Hofer Kathia, 14.03, Stuls 14 Hofer Martin, 30.03., Pfelders Lanthaler Daniel, 20.05, Rabenstein 4/E Pichler Florian Josef, 19.03., Ulfas 13 Platter Raphael, 04.03., Platt 119 Raich Andrea, 04.03., Stuls 28 Raich Lisa, 25.02, Platt 81
IMPRESSUM: Erscheint dreimonatlich. - Eingetragen beim landesgericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87 vom 29115.1987.
Eigentümer und Herausgeber: Gemeinden Moos, SI. Leonhard und SI. Martin in Passeier. Vertreten durch den Bürgermeister von SI. Leonhard Dr. Konrad Plitscher. Redaktionskomitee: Dr. Harald Haller, Robert Haniger, Josef Kofler, Karl Lanthaler, Dr. Albin Pixner, Dr. Arnold Rinner, Dr. Hans Schwarz, Dr. Karl Spergser, Sepp Öltl.
Druck: Fliridruck, Meran, Goethestraße 93. Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Pressegesetzes: Günther Telser.