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Mitteilungen und Nachrichten aus Moos, St. Leonhard und St. Martin Dezember 2008

Dezember 2008 nr. 91 · 22. jahrgang

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Hochaltar der Pfarrkirche von St. Leonhard Foto: Bernadette Pfeifer

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inhalt kultur & gesellschaft natur & umwelt vereine & verbände gesundheit & soziales schulen & bibliotheken kinderseite gratulationen sport vorankündigungen

Auf dem Weg zur Krippe

m Hochaltar der Pfarrkirche von St. Leonhard ist das Weihnachtsereignis recht schön dargestellt. Maria hält Jesus in ihren Händen und will ihn den Hirten, Königen und allen Gläubigen zeigen, die gekommen sind, um ihn anzubeten. Dieses Kind feiern wir zu Weihnachten als den Sohn Gottes, der Mensch geworden ist, um der Retter für alle zu sein. Aber gerade das ist die große Herausforderung: Erkennen wir in Jesus wirklich Gott oder ist er auch für uns nur noch ein besonderer Mensch, der zwar viel Gutes getan und Großartiges gesagt hat, aber im Letzten doch nicht Gott ist? Und sind wir noch bereit, uns auf den Weg zu machen wie die Hirten und Könige, um ihn, den Gott mit uns, zu suchen? Wenn wir uns zu Jesus Christus als Sohn Gottes bekennen, dann geht diese Botschaft alle Menschen an, auch die, die einer anderen Religion angehören. Die Weisen aus dem Morgenland gehörten nicht zum Volk der Juden. Mit ihnen hat die Wallfahrt aller Völker ihren Anfang genommen, die ihre Religionen aufgaben, weil sie erkannt hatten, dieses Kind alleine ist Gott. Heute sind wir versucht, uns dieser großen Frage nicht zu stellen: Wer ist dieser Jesus aus Nazaret? Wenn er nicht Gott ist, dann hätten sich die Weisen aus dem Morgenland den Weg nach Betlehem sparen können. Dann hätten sie lieber zu Hause bleiben sollen. Doch ihr Herz und ihr Verstand war noch neugierig und unruhig genug für die große Frage: Wer ist Gott? Sie waren noch bereit, sich als Suchende auf den Weg zu machen, um Gott zu finden. Und sie finden in Betlehem >

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> in dem Kind Jesus den Gott, der schon immer den Menschen gesucht hat, der sich auf den Weg zu uns Menschen aufgemacht hat, weil dieser Weg zu Gott für uns Menschen zu weit, ja unmöglich war. Hier entdecken sie das Gegenteil, was die vielen Religionen sein wollen: Ein Weg des Menschen zu Gott. In Betlehem finden sie das Gegenteil: Gott sucht den Menschen, Gott hat sich einen Weg zum Menschen hin gebahnt, indem er selber wahrer Mensch geworden ist und gleichzeitig nicht aufgehört hat, wahrer Gott zu sein. Was waren das für großartige Zeiten des Christentums, als noch aus Südtirol und gerade auch aus dem Passeier Frauen und Männer in die Welt hinausgezogen sind vom letzten Hof im Passeier bis nach Afrika, nicht, weil sie in erster Linie diesen armen Menschen Entwicklungshilfe leisten wollten, sondern weil sie innerlich getrieben wurden von der Liebe zu Jesus Christus. Diese Liebe konnten sie nicht für sich behalten, sondern sie wollten gerade denen erzählen, die noch nichts von ihm gehört hatten. Dabei ging es ihnen nicht darum, den Glauben an Jesus, den Sohn Gottes, den anderen Religionen aufzuzwingen, wohl aber mit ihnen ins Gespräch zu kommen, ob dieses Kind in der Krippe nicht doch der ist, nach dem sie sich sehnen. Ob dieser Jesus Christus nicht doch der wahre Gott ist, der sich als die Liebe gezeigt hat, nach der sich jeder Mensch sehnt. Das Geschenk des Glaubens wollten diese Missionare weiterschenken. Weihnachten will eine Einladung sein, uns wieder auf den Weg zu machen mit den Hirten und Weisen, um Jesus Christus zu suchen und ihn anzubeten als den Sohn Gottes, den Retter aller Menschen. Wer müde geworden ist vom sinnlosen Aufenthalt im Palast des Königs Herodes, wo es die Frage nach Gott nicht gibt, sondern

Impressum Erscheint dreimonatlich. Eingetragen beim Landesgericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87 vom 29. 5. 1987. Eigentümer und Herausgeber: Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin in Passeier; vertreten durch den Bürgermeister von St. Leonhard, Konrad Pfitscher. Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes: Oswald Waldner. Redaktion: Elfriede Gufler, Kurt Gufler, Heinrich Hofer, Siglinde Jaitner, Karl Lanthaler, Rosmarie Pamer, Arnold Rinner, Josefine Schwarz, Brigitta Schweigl. Korrektur: Ernst Rinner, Kurt Gufler. Produktion und Druck: verlag.Passeier Text- und Bildbeiträge können bei allen Redaktionsmitgliedern und bei design.buero in St. Leonhard (Kohlstatt 55, Ex-Kaserne) abgegeben werden und müssen vom Verfasser mit Name und Telefonnummer versehen sein. Werbebeiträge nur bei Arnold Marth, Papier Profi, St. Leonhard.

höchstens die Angst vor ihm, wo man sich nur noch mit sich selber beschäftigt und mit dieser Welt, wo man den Himmel aus den Augen verloren hat, den ladet das Weihnachtsfest ein, aufzubrechen und dem Stern der inneren Sehnsucht zu folgen, der hinausführt zur Wahrheit nach Betlehem. Verlassen wir unsere Bequemlichkeiten, unsere religiöse Gleichgültigkeit und Oberflächlichkeit, die uns keinen Halt geben kann und beginnen wir wieder Gott zu suchen in diesem Kind in der Krippe. Und selbst wenn uns vorkommt, es ist zu spät eine Freundschaft mit Jesus Christus zu beginnen, dann soll es uns ein Trost sein, dass die Weisen aus dem Mor-

genlande auch spät dran waren. Vor ihnen waren schon die Hirten da, ja selbst die Tiere waren schneller bei der Krippe. So möchte ich schließen mit einer Bitte an die Heiligen Drei Könige: „Spät seid ihr gekommen, ihr Weisen und Gelehrten, ihr feinen und heiklen Seelen. Spät seid ihr gekommen, aber ihr habt doch noch euer Ziel erreicht. Seid Fürsprecher für alle, die erst spät beginnen, Gott zu suchen und zu lieben. Betet für uns, wenn uns andere auf der Suche nach dem Kind in der Krippe überholen, dass auch wir noch rechtzeitig ankommen bei Jesus, dem Sohn Gottes, der unser Heiland ist.“ P. Christian Stuefer

beschlüsse Aus dem Rathaus von St. Martin (vom 7. 10. bis 28. 11. 2008) > Beiträge: Dem AVS St. Martin wurde für die 50-JahrFeier ein außerordentlicher Beitrag in Höhe von 3.000 Euro gewährt; die Weginteressentschaft Außerriederberg erhielt einen außerordentlichen Beitrag von 30.000 Euro für die Sanierung der Riederbergstraße; der Gemeindeausschuss hat außerdem die Auszahlung der Beiträge an die Vereine beschlossen. > Öffentliche Arbeiten: Anlässlich der Errichtung eines neuen Gerätehauses für die Freiwillige Feuerwehr und eines neuen Musikprobelokals in Saltaus wurden folgende Arbeiten ausgeschrieben: Zimmermann- und Spenglerarbeiten sowie Abschlüsse in Holz und Aluminium; für dasselbe Projekt wurde die Weitervergabe der Baggerarbeiten genehmigt sowie Ing. Dr. Giovanni Cicala mit der Abnahme während der Bauphase beauftragt; weiters ist Ing. Walter Malleier für das o.g. Projekt als Fachbauleiter für die Gewerke „Elektround Beleuchtungsanlage“ und „Heizungs-, Sanitärund Lüftungsanlagen“ sowie Ing. Wolfgang Helfer vom Ingenieurbüro v. Pföstl & Helfer als Sicherheitskoordinator und Techniker für die Berechnung und Bauleitung der Statik ernannt worden. > Schulen/Kindergarten: Für den Bereich der Mittelschule ist der Ankauf einer Videoüberwachungsanlage beschlossen worden; verschiedene Ankäufe in Höhe von 3.493,90 Euro wurden für die Kindergärten von Saltaus und St. Martin sowie für die Mittelschule getätigt. > Sportanlagen: Die Gemeindeverwaltung hat die Lieferung, nach vorheriger – zeitlich beschränkter – Miete, einer Kunsteisbahn ausgeschrieben sowie die entsprechende Rangordnung genehmigt. > Straßenwesen: Die Firma Mair Josef & Co. KG aus Prad am Stilfser Joch wurde mit Asphaltierungsarbeiten auf verschiedenen Straßen beauftragt, so z. B. im Anger- und Ritterweg, im Feldbauernweg und auf der Matatzer Straße; die Pflasterungsarbeiten in der Dorfstraße wurden von der Firma Groff Fabiano aus Piazze di Bedollo (TN) durchgeführt; die öffentliche Beleuchtung in Saltaus konnte von der Gewerbezone Schweinsteg bis zur Passerbar erweitert werden; die Firma Prünster Christoph aus Riffian wurde mit der Errichtung einer Natursteinmauer im Ritterweg – oberhalb der Wohnbauzone „Untergereut“ – beauftragt; der Gemeindeausschuss hat den Schneeräumungsdienst für den Winter 2008/2009 vergeben. > Trinkwasserversorgung: Das Ingenieurbüro von Pföstl & Helfer GmbH aus Lana wurde mit der Abän-

derung der Gefahrenzonen Riederberg, Kehlbach, Seilbahn Hirzer und der Trinkwasserhochbehälter im Flächenwidmungsplan und Infrastrukturenplan des Bauleitplanes dieser Gemeinde sowie mit der strategischen Umweltprüfung derselben beauftragt. > Urbanistik: Der Gemeinderat hat die Überarbeitung der Durchführungspläne der E.Z. „Hien“, sowie der E.Z. „Wiedn-Ruen“ in Anpassung an den Bauleitplan genehmigt; anlässlich der Neugestaltung des Dorfplatzes wurde eine Abänderung des Bauleitplanes der Gemeinde St. Martin durchgeführt; Arch. Dr. Christoph Vinatzer aus Terlan ist mit der Überarbeitung des Durchführungsplanes der Wohnbauzone „Widum-Anger“ beauftragt worden; der Gemeinderat hat die „Verordnung über die Zuweisung der Flächen für den geförderten Wohnbau sowie über die Beteiligung an den Kosten für die Erschließung von Bauzonen“ abgeändert. Die Erschließungsgebühr wird demnach ab 1. Jänner 2009 von 8% auf 5% reduziert; die Weginteressentschaft „Floner-Berg-Matatz“ wurde anlässlich von Sicherungsarbeiten an der Flon-Matatz-Straße zur Überquerung der Gemeindewege auf verschiedenen Grundparzellen ermächtigt; es wurde außerdem die Ermächtigung zur Verbreiterung des bestehenden Fuß- und Wiesenweges auf Gp. 2582 K.G. St. Martin (Gemeindeweg) und zur Sanierung der bestehenden Trockenmauern erteilt; der Geologe Dr. Konrad Messner ist mit der Erstellung eines geologischen Gutachtens bezüglich einer Bauleitplanänderung beauftragt worden. > Allgemeines: Der Wirtschaftsberater Dr. Markus Stocker ist für die Fünfjahresperiode 2009 bis 2013 erneut als Rechnungsprüfer der Gemeinde ernannt worden; der Gemeinderat hat das Schema der Konvention, welche die Übertragung der Erdgasversorgung in 17 Gemeinden des Burggrafenamtes, darunter auch in der Gemeinde St. Martin, regelt, genehmigt; der Gemeindeausschuss hat das Verzeichnis der Vertrauenstechniker für Planungsaufträge und sonstige freiberufliche Leistungen unter EU-Schwelle genehmigt; für das Gemeindeamt wurden aufgrund der Einführung des digitalen Dokumenten-Verwaltungssystems ein Farblaser-Multifunktionsgerät und ein Thermodrucker angekauft; die Haushaltsvoranschläge 2009 der Freiwilligen Feuerwehren von St. Martin und Saltaus konnten genehmigt werden; für die Gemeindeimmobiliensteuer für das Jahr 2009 wurde ein einziger ordentlicher Hebesatz von 4,0 Promille festgelegt.

E-Mail: passeirerblatt@passeier.it

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kultur & gesellschaft

buchvorstellung

Skitouren und Schneeschuhwandern in Passeier

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Überlegungen für ihn eine handlungsleitende Rolle spielten. Ab 1992 begann er sich schrittweise aus dem Tagesgeschäft zurückzuziehen und die Verantwortung in die Hände seiner beiden Söhne, Wolf und Christoph Hoppe, zu legen, wirkte dabei aber beispielsweise noch beim Aufbau des Werkes in Chomutov (Tschechien) 1996 entscheidend mit. Der Übergang auf die zweite Generation fand seinen formalen Abschluss im März 2003, als der Seniorchef das Amt des Verwaltungsrats-Präsidenten der Hoppe Holding AG an die Söhne abgab. Als Ehrenpräsident blieb er dem Unternehmen weiterhin verbunden und konnte so erleben, dass die von ihm gelegten Strukturen auch und gerade im für die Baubranche schwierigen Umfeld tragen. Friedrich Hoppe war ein typischer PionierUnternehmer: gradlinig, willensstark, dynamisch, weitsichtig, innovativ, mutig und ausdauernd, mit Ecken und Kanten. Kombiniert mit seinen menschlichen Qualitäten führte das dazu, dass er als Chef geschätzt, geachtet und bewundert wurde. Nicht nur im eigenen Unternehmen war er anerkannt und beliebt, sondern auch bei den Geschäftspartnern und im regionalen Umfeld. Letzteres belegen zahlreiche Ehrenbürgerschaften sowie die Auszeichnung mit dem Tiroler AdlerOrden in Gold und dem Großen Verdienstorden des Landes Südtirol. Er hat mit seinem Wirken die Schlossund Beschlagindustrie in Deutschland und Europa maßgeblich geprägt. In der Branche war er zwar als nicht immer bequemer, wohl aber konsequenter und zuverlässiger Gesprächspartner hoch angesehen und geachtet. Hoppe Holding AG

Der neue Skitouren- und Schneeschuhwanderführer .....

† Friedrich Hoppe

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Er wurde am 28. November 1921 in Klarenwald (Kreis Breslau/Schlesien) geboren. Der ursprüngliche Plan, das elterliche Fuhrgeschäft zu übernehmen, wurde durch den Krieg verhindert: Im 2. Weltkrieg war er Soldat in Russland und kam als solcher in Kriegsgefangenschaft in Sibirien. Nach der Entlassung war seine Heimatadresse Heiligenhaus bei Düsseldorf. Hier, im Zentrum der Schloss- und Beschlagindustrie, lernte er die BeschlägeHerstellung von Grund auf kennen und machte sich bereits nach gut drei Jahren selbstständig: Am 5. November 1952 gründete er, unterstützt zunächst vor allem von seiner Frau Agnes und seinem Bruder Herbert, den ersten Hoppe-Betrieb. Diesen Betrieb verlagerte er, seinem Leitsatz „Kreativität ist sinnvolles Denken gegen die Regel“ entsprechend, 1954 nach Stadtallendorf (damals noch Allendorf). Nur zwei Jahre später gründete er in Bromskirchen das erste Zweigwerk. Dabei folgte er bereits einer Philosophie, die später immer wieder eine Rolle spielen sollte: Die Arbeit zu den Menschen bringen zu wollen. Und der Grundstein wurde gelegt für die Konzentration auf die Großserie, die noch heute das Unternehmen prägt. 1963 begannen die Überlegungen, in Südtirol eine Produktion aufzubauen. Mit dem „Schritt über die deutschen Grenzen“ 1964/65, der in der Branche zunächst mitleidig belächelt wurde, legte er weitsichtig die Grundlage für die heute internationale Struktur der Hoppe-Gruppe. Der Standort in Müstair (Schweiz) folgte als Nächstes, dann der Aufbau von weiteren Werken in Südtirol und Deutschland sowie die Etablierung von Vertriebsgesellschaften in England und den USA. Unermüdlicher Einsatz war bezeichnend für den Pionier, der alle Arbeiten, die anfielen, selbst beherrschte. Gleichzeitig war sein Handeln von Vision und Realitätssinn geprägt, was Hoppe zum Marktführer seiner Branche in Europa gemacht hat. Ein besonderes Anliegen war ihm der Aufbau des Werkes in Crottendorf (Erzgebirge), bei dem nicht nur unternehmerische, sondern auch staatsbürgerliche

Über glitzernde Schneefelder emporzusteigen und anschließend durch traumhaften Pulverschnee seine Spur ins Tal zu ziehen, für viele Naturliebhaber gibt es nichts Schöneres, als die Skitouren im Winter. Aber auch das Schneeschuhwandern abseits von ausgetretenen Pfaden erfährt immer mehr Zuspruch. Der verlag.Passeier kam mit seinem neuen Wanderführer einem von vielen lang gehegten Wunsch nach, dass man all die tollen Touren, die es in unserem Heimattal gibt, in einem Buch zusammenfassen möge. Dazu gilt es zu erwähnen, dass Passeier als eines der schönsten Skitourengebiete weitum gilt und in den Wintermonaten viele Skitourenbegeisterte von weit her anreisen, um bei uns die unterschiedlichsten Touren zu unternehmen. Allerdings war viel mühevolle Kleinarbeit und die Mitarbeit mehrerer sachkundiger Experten erforderlich, um letztendlich diesen Führer herauszubringen. Die Berg- und Skiführer Robert Ciatti, Erwin Mairginter und Vigil Kuprian leisteten bei der Gestaltung dieses Buches entscheidende Hilfe und Siegi Augscheller brachte die Tourenvorschläge für das Waltner Gebiet mit ein. Einen großen Beitrag leisteten Isidor und Kassian Plangger, die größtenteils für das Bildmaterial verantwortlich waren, aber auch viele Skitouren beschrieben. Der Jagdaufseher Anton Ploner gibt in seinem Vorwort Tipps für richtiges und vor allem tiergerechtes Verhalten in der freien Natur. Die Texte wurden von Kurt Gufler >

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Friedrich Hoppe verstarb im Alter von fast 87 Jahren

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gestorben am 20. oktober 2008

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5 °. r 36

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Skitouren in Passeier und Schneeschuhwandern

verlag.Passeier

isidor und kassian plangger kurt gufler + Karten + Sicherheitstipps + Einkehrmöglichkeiten + Fotos: Isidor und Kassian Plangger

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> betreut und überarbeitet, wobei es oft sehr schwierig war, die Touren exakt zu beschreiben, da im Gegensatz zum Sommer natürlich keine markierten Wanderwege zur Verfügung stehen. Auch das möglichst genaue Einzeichnen der Routen auf den jeweiligen Wanderkarten war mitunter alles andere als einfach und erforderte minutiöse Kleinarbeit. Letztendlich beinhaltet dieser Wanderführer 32 Skitouren und 12 Schneeschuhwanderungen, wobei sowohl für den Könner als auch für den gemütlichen Genusswanderer etwas dabei sein dürfte. Damit jeder die geeignete Tour für sich selbst herausfinden kann, wurden diese je nach Schwierigkeitsgrad von „leicht“ bis „schwierig“ eingestuft, zudem sind die ungefähren Wanderzeiten sowie die zu bewältigenden Höhenmeter angeführt. Das Buch ist in diesen Tagen im Handel erschienen und die Autoren wünschen allen damit viel Freude und tolle, gefahrenfreie Touren im Winter! Kurt Gufler

platt

Platter Gotteshaus in neuem Glanz In Scharen strömten die Gläubigen von Platt am Sonntag, den 26. Oktober 2008, zum Festgottesdienst. Angesagt waren an diesem Freudentag für die Pfarrei die Gedenkfeier der heiligen Ursula als erste Pfarrpatronin, das Erntedankfest und schließlich galt es in besonderer Weise zu danken für die durchgeführten, umfangreichen Restaurierungsarbeiten, um, an und in der Pfarrkirche. Nach einem musikalischen Auftakt, vorgetragen von einer Bläsergruppe der Musikkapelle Platt, begrüßte Pfarrer Siegfried Pfitscher Gläubige und viele Ehrengäste aus nah und fern. Anstelle der Predigt dokumentierte Benedikt Pamer vom Vermögensverwaltungsrat mit modernster PowerPoint-Technik die etappenweise vollzogenen Sanierungsarbeiten an der Pfarrkirche in den vergangenen Jahren. In einem ersten Arbeitsschritt erfolgte die Eindeckung des Kirchendaches und der Friedhofskapelle mit Lärchenschindeln. Der Spitzhelm des Kirchturmes wurde neu gestrichen. Ein weiterer wichtiger Arbeitsschritt war die Erneuerung der gesamten Elektro- und Glockenläutanlage. Die Renovierung der wertvollen Aigner Orgel erfolgte im Sommer 2006. Im selben Jahr malten Kunstmaler den Innenraum der

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Kirche aus. Viel Arbeitsaufwand erforderte das Entfeuchten der Kirchenmauern. Nach und nach führten viele geschickte Hände wertvolle kleinere Arbeiten wie die Auspolsterung des Tabernakels, die Erneuerung des Bodens im Chorraum, die Neuvermessung der Kirche, den Einbau neuer Wasseranschlüsse in der Sakristei und am Friedhof durch. Ebenso erfolgten im Ulfaser Kirchlein kleinere Sanierungsarbeiten. Als letztes großes Ziel stand im heurigen Sommer der Bau eines behindertengerechten Zuganges zur Kirche auf dem Programm. Endgültiger Abschluss der Arbeiten wird mit der Auspflasterung des neuen Weges zur Kirche im Jahr 2009 sein. Die Gesamtkosten der Restaurierungsarbeiten belaufen sich auf etwa 350.000 Euro. Den Platter Kirchgängern bietet sich damit eine rundum erneuerte Pfarrkirche. Die gelungenen mehrjährigen Sanierungsarbeiten sind in erster Linie dem Eifer und dem Einsatz von Ortspfarrer Siegfried Pfitscher zu verdanken. Dieser wiederum bedankte sich bei den Gläubigen, ganz besonders bei Benedikt Pamer, für die wertvolle Unterstützung und Mithilfe. Aufrichtige Dankesworte richtete er an das Landesdenkmalamt, die italienische Bischofskonferenz, die Gemeinde Moos sowie an die Sponsoren für die großzügige finanzielle Unterstützung. Nicht zuletzt ergingen Dankesworte an die verschiedenen Baufirmen für die hervorragend getätigten Arbeiten. „Insgesamt hat die Platter Kirche durch die vielen Arbeiten eine deutliche Aufwertung erfahren. Noch wichtiger aber als das äußere Bauwerk einer Kirche ist die eigentliche Kirche Christi, die aus lebendigen Bausteinen besteht“, resümierte abschließend Pfarrer Siegfried. Die Freude über das in neuem Glanz erstrahlende Gotteshaus und über den gut in die Landschaft integrierten Weg zur Kirche stand den Plattern an diesem Tag ins Gesicht geschrieben. Die Bevölkerung möchte auf diesem Wege Pfarrer Siegfried Pfitscher für seinen großen Einsatz Dank und Anerkennung aussprechen. Im Anschluss an den Festgottesdienst lud die Pfarrgemeinde alle Gläubigen, sowie Sponsoren und Firmenvertreter in den Vereinssaal. Bei einem schmackhaften Mittagsmenü, zubereitet und serviert von vielen freiwilligen Händen, klangen die Feierlichkeiten im Laufe des Nachmittags aus. Arnold Rinner

Die rundum erneuerte und sanierte Pfarrkirche von Platt ist eine Zierde der Landschaft Foto: Arnold Rinner

passeirer geschichte

Joseph Ennemoser im Schloss Tirol In Schützen- und Arztkreisen war der aus dem Hinterpasseier stammende Patriot, Arzt und Gelehrte Joseph Ennemoser (1787 – 1854) seit jeher bekannt. Nun hat sich auch die Geschichtswissenschaft des vielfältigen Gelehrten aus Rabenstein angenommen. Anlass war die Vorbereitung zum Gedenkjahr 2009, in der auf Schloss Tirol Bezug genommen werden sollte. Direktor Dr. Siegfried de Rachewiltz erarbeitete in Ergänzung zu den offiziellen Gedenk-Veranstaltungen des Landes Südtirol ein erlesenes hauseigenes Programm, das die Behandlung der beiden hervorstechenden Tiroler Persönlichkeiten des frühen 19. Jahrhunderts – Joseph Ennemoser und Jakob Philipp Fallmerayer (Orientalist) – zum Inhalt haben sollte. Die faszinierende Figur des Dr. Joseph Ennemoser wurde nicht zuletzt auf Anregung des Vereins für Kultur und Heimatpflege Passeier in das Programm aufgenommen. Dr. de Rachewiltz konnte namhafte Dozenten und Professoren der Universitäten Bozen, Innsbruck, Zürich, München, Eichstätt und Bonn zur Teilnahme an einem Symposion im November 2008 gewinnen, die ein umfassendes Bild des

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Gelehrten aus dem Passeiertal entwarfen. Dr. Martin Urmann und Dr. Peter Goller folgten Ennemosers Studienweg von Rabenstein über Innsbruck nach Berlin, wo er 1816 mit dem Doktorat in Medizin abschloss; Dr. Andreas Oberhofer suchte Spuren Ennemosers im Umfeld von Andreas Hofer, dessen Geheimschreiber er nach eigenen Angaben war; Dr. Helmut Reinalter zeichnete Ennemoser als frühen liberalen Streiter in den Auseinandersetzungen des Tiroler Kulturkampfs; Dr. Maria Heidegger beleuchtete Ennemosers Verdienst in der Forderung nach Heilanstalten für psychisch Kranke, die damals wie Tiere in so genannten Irrenanstalten hausten; Dr. Helmut Alexander ging Ennemosers Verdiensten im Bemühen um eine Verbesserung der Tiroler Landwirtschaft nach. Nicht genug damit: Die Professoren Dr. Walter Bruchhausen und Dr. Christian Scharfetter wagten sich an die Deutung der mystischen Welt Ennemosers und seiner damals mutigen Stellungnahme zum Fall der stigmatisierten Edeldame Maria von Mörl aus Kaltern. Es wird hier bewusst auf eine ausgiebigere Berichterstattung über das Symposion verzichtet, weil Dr. de Rachewiltz eine Publikation aller Beiträge in Aussicht gestellt hat.

Zudem ist für den Juni 2009 auf Schloss Tirol eine Ausstellung zu Ennemoser und Fallmerayer geplant, zu der die interessierte Öffentlichkeit eingeladen wird. Dr. Siegfried de Rachewiltz und seinen Mitarbeitern fällt betreffend Joseph Ennemoser das Verdienst zu, eine in der Wissenschaft allzu lang vergessene Persönlichkeit des Vormärz gewürdigt zu haben. Es sei noch erwähnt, dass der Verein für Kultur und Heimatpflege Passeier in Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung Moos zum 200. Geburtstag Ennemosers im Jahre 1987 auf dem Raiffeisenplatz in Moos ein Denkmal errichten ließ, das der akademische Bildhauer Ulrich Egger aus Meran gestaltet hatte. Heinrich Hofer

Dr. Siegfried de Rachewiltz (links) mit Univ. Professor Dr. Helmut Reinalter, Innsbruck, anlässlich des Symposions über Dr. Joseph Ennemoser und Jakob Philipp Fallmerayer auf Schloss Tirol

Wir danken unseren Gästen sten für f r ihre Treue und wünschen w nschen allen ein

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erweiterung im museumpasseier

„Helden & Hofer“ Ein spannender Parcours durch die Geschichte um 1809 Kein „Vitrinenmuseum“ Das MuseumPasseier baut derzeit in Hinblick auf das Gedenkjahr 2009 an einer neuen Dauerausstellung mit dem Titel „Helden & Hofer“. Dazu wurde ein unterirdischer Zubau von 400 Quadratmetern errichtet und auch der bisherige AndreasHofer-Bereich hier angebunden. In einem abwechslungsreich gestalteten Parcours, der die Geschichte um Andreas Hofer und die Zeit um 1809 zum Inhalt hat, wird hier eine Attraktion für Einheimische und Gäste weit über das Gedenkjahr hinaus geschaffen. Dabei wagen sich die Autoren unter der Federführung von Drehbuchautor Josef Rohrer (beruhend auf Forschungen mehrerer Historiker) an eine neue Interpretation von Andreas Hofer und der Rebellion. Die Ausstellung zeigt die Ereignisse vor 200 Jahren einerseits aus einem außergewöhnlichen Blickwinkel, der Sicht von außen auf das Tirol zu Hofers Zeiten, und hinterfragt andererseits anhand der Geschichte von Andreas Hofer ohne den gewohnten Tiroler Patriotismus das Thema „Helden“. Der Parcours ist lebendig inszeniert, den heutigen Sehgewohnheiten angepasst und spielt mit wechselnden Perspektiven, mit Filmen und Hörerlebnissen. Auch an eine „Kinderschiene“ wurde gedacht. Inhalte des Parcours Die Besucher treffen gleich zu Beginn auf viele bekannte Helden aus der griechischen Mythologie, auf Kriegshelden, Roman- und Sporthelden, auf Helden des Tages und solche, die alle Zeiten überdauern. Andreas Hofer ist einer von ihnen. Ein 15-minütiger Dokumentarfilm zeigt Der neue Parcours „Helden & Hofer“

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Illustration der neuen Dauerausstellung

nun in einem Filmraum die wichtigsten Stationen im Leben des unscheinbaren Andreas Hofer, eingebettet in die damalige „Weltgeschichte“. Von dort geht es direkt ins Zentrum der großen europäischen Politik. Napoleon zeichnet die Landkarte Europas neu, Tirol kommt unter die Herrschaft Bayerns. Ohne Patriotismus und aus wechselnder Perspektive wird nun gezeigt, was die Bayern bewogen hat, tief greifende Reformen einzuführen und was die Tiroler – aufgestachelt von Österreich – dazu bewogen hat, gegen die Fremdherrschaft einen offenen Aufstand zu wagen. Im direkten Kriegsgeschehen stehen nun die ungeordnet drauflosstürmenden Haufen von Tiroler Kämpfern den in Reih und Glied vorrückenden, aber in der Enge der Landschaft völlig überforderten Bayern, Franzosen und Sachsen gegenüber. Dieses Kriegsgeschehen, teilweise auch aus der Sicht der ehemaligen Feinde, wird in zwei weiteren Räumen dargestellt. Nun begibt sich der Besucher direkt in die Kulisse der Hofburg in Innsbruck, wo Andreas Hofer für zweieinhalb Monate Landesregent ist. Der Parcours führt darauf in eine Art Labyrinth, wo man nach-

vollziehen kann, wie Andreas Hofer die letzten Monate seines Lebens in einer bereits aussichtslosen Lage immer noch an den Beistand des Himmels glaubt, zwischen Aufgeben und Weiterkämpfen schwankt, widersprüchliche Befehle gibt und so das Leiden verlängert. Unter dem Einfluss Radikaler kann er offenbar nicht anders. Er ist gefangen in der Geschichte, lässt sich ohne Widerstand gefangen nehmen und wird schließlich in Mantua erschossen. Erst nach Hofers Tod wird das Scheitern der Tiroler Rebellion zu einer Heldengeschichte umgedeutet. Die Besucher erleben nun, wie Denkmäler, Gedichte und Gemälde einen vielseitig verwendbaren Helden erschaffen. Nach ähnlichem Muster erfolgt die Herstellung aller Helden, auch in der heutigen Zeit. Viele Helden sind bald vergessen. Aber einige schaffen den Sprung in den Heldenhimmel, in die Unsterblichkeit. Hier finden die Besucher mögliche Antworten auf die Frage, warum jede Gesellschaft und jede Zeit ihre Helden braucht. Die Eröffnung der neuen Dauerausstellung ist für 21. Februar 2009 geplant und alle Interessierten sind dann eingeladen, sich diesen spannenden Abschnitt der Tiroler und Passeirer Geschichte vor Augen zu führen. Albin Pixner

andreas-hofer-volksschauspiel 2009

Gemeinsam Tiroler Geschichte gestalten und erleben Das größte Volksschauspiel im Alpenraum mit rund 600 Mitwirkenden aus dem Burggrafenamt und Passeier Nach genau 25 Jahren wird anlässlich des großen Andreas-Hofer-Jubiläums 1809 – 2009 zum zweiten Mal das Volksschauspiel „Andreas Hofer“ von Carl Wolf in Algund aufgeführt. Dieses größte Volksschauspiel Südtirols ist zugleich eine der größten Freilichtaufführungen im gesamten Alpenraum, die 15 Aufführungen finden vom 15. Mai bis zum 28. Juni 2009 statt. Im Rahmen dieses Schauspiels treten bis zu 400 Laienschauspieler aus dem Burggrafenamt, Passeier und Ulten und dem Vinschgau auf. Auch die Musikkapelle Algund, die Feuerwehr von Algund und verschiedene Vereine runden die Anzahl der Mitwirkenden auf 600 Perso> nen auf.

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> Besonders Passeier – das ja engstens mit der historischen Persönlichkeit von Andreas Hofer verbunden ist – hat bereits bei den Aufführungen 1959 und 1984 wesentlich zum guten Gelingen des Volksschauspiels beigetragen. Denn der wichtigste Teil des gesamten Volksschauspiels ist das Volk und gerade hier ist die Teilnahme von möglichst vielen Personen eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg der Aufführungen. Auch für die 15 Aufführungen im nächsten Jahr werden noch Mitwirkende – Männer, Frauen und Jugendliche – gesucht, die als Laienschauspieler Teil dieses einmaligen Projektes sein können. Interessierte können sich bitte beim Schützenhauptmann von St. Leonhard oder per E-Mail melden: info@andreashofer2009.info. Auch alte Trachten und Requisiten werden noch leihweise benötigt. Im Rahmen einer Pressekonferenz wurden am 25. September erstmals folgende Schauspieler bekanntgegeben: > Andreas Hofer: Theo Hendrich > „Hoferin“: Barbara Unterweger-Moser > Pater Haspinger: Andreas Geier > Kohlenbrenner: Theo Rufinatscha Es wird jedoch betont, dass es sich um ein Volksschauspiel handelt, bei dem die über 400 Laiendarsteller die eigentliche „Hauptrolle“ in den szenischen Bildern des Freiheitskampfes von 1809 spielen. Organisatoren sind der Südtiroler Schützenbund, Bezirk Burggrafenamt Passeier gemeinsam mit dem Südtiroler Theaterverband, Bezirk Burggrafenamt. Träger des gesamten Projektes ist der Verein „Meraner Volksschauspiel Andreas Hofer 2009“, der am 15. Juli dieses Jahres in Algund gegründet wurde.

Eigenhändiges Schreiben Andreas Hofers, dat. 1800 März 16 Foto: Bernadette Pfeifer

Anlässlich dieses besonderen 200-jährigen Jubiläums wird auch eine AndreasHofer-Gedenkmünze herausgegeben. Für die Gestaltung dieser einmaligen Silber-Münze konnte der bekannte Künstler Friedrich Gurschler gewonnen werden. Unter www.andreashofer2009.info können Informationen zum Stück, zum Autor, zur Kartenreservierung und zur Gedenkmünze eingeholt werden. Kontakt:St. Martin, Florian Krezdorn, Telefon 340 4121980 – St. Leonhard, HansPeter Auer, Telefon 348 8535488 – Walten, Wolfram Klotz, Telefon 348 5540355 – Moos, Albert Pirpamer, Telefon 340 5808498 – Platt, Peter Prugger, Telefon 349 5539066 Nikolaus Pichler

geschichtliches treffen Volksschauspiel: Plakat

Andreas Hofers Geburtstagsfeier Anlässlich des heurigen 241. Geburtstags Andreas Hofers lud der Pfarrer von St. Leonhard, Pater Christian Stuefer, am 23. November 2008, zu einer sympathischen Feier. Der Tag begann mit einem feierlichen Hochamt mit Kanonikus Johann Kollmann – Kaplan von Schloss Tirol – als Gedenkmesse für Andreas Hofer und seine Gattin Anna Ladurner, gemäß einer Stiftung der ehemaligen Sandwirtin. Daraufhin trafen sich Interessierte aus der Pfarrgemeinde im Pfarrhaus, wo Christine Roilo, die Direktorin des Landesarchivs Bozen, den Aufbau und die Aufgaben der Archive im Allgemeinen und der Pfarrarchive im Besonderen erläuterte.

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Der Vortrag war eine eindringliche Einladung an die Kulturverantwortlichen im Dorf, die einmaligen Kulturschätze unserer Archive zu hegen und zu pflegen. Sie sind das wertvolle Gedächtnis der Dorfgemeinschaften. Der Historiker Andreas Oberhofer von der Universität Innsbruck erzählte aus dem Leben Andreas Hofers als Händler und zeigte einen neu entdeckten AndreasHofer-Brief im Pfarrarchiv St. Leonhard, der sich ausgerechnet mit Pferdehandel beschäftigt. Weiters ging der Redner auf die Eigenheiten der Pässe Timmels und Jaufen ein und betonte besonders die Nach der überraschend gut besuchten Pfarrarchiv-Vorstellung blieben am Ende die Fachleute, bis auf einige Ausnahmen, unter sich: 1. Stuhlreihe: Kanonikus Dr. Johann Kollmann, PfarrarchivExperte, Dr. Christine Roilo vom Südtiroler Landesarchiv, Dr. Andreas Oberhofer – Historiker und Ethnologe – Universität Innsbruck – Dahinter: Dr. Heinrich Hofer – Bezirks-Chronist des Passeiertales und Vorsitzender des Heimatpflegevereins, Dr. Albin Pixner – Obmann des MuseumPassseier, Vigil Kuprian – Heimatpflegeverein, Manfred Schwarz, Franz Graf Spiegelfeld – Schloss Schenna, Dr. Werner Graf, Dr. Monika Mader – Arichvarin des Pfarrarchivs, Valerian Mader, P. Christian Stuefer OT Foto: Bernadette Pfeifer

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Wichtigkeit des Jaufenhandels für die spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Wirtschaft des Passeiertales. Monika Mader, Betreuerin der Pfarrarchive im Passeier, stellte die übrigen Archivalien aus der Zeit Andreas Hofers vor und konnte mit einigen Raritäten aufwarten. Albin Pixner, Präsident des MuseumPasseier, bot einen Überblick über die Initiativen anlässlich des bevorstehenden Gedenkjahres 2009. Das neu erweiterte Museum wird ab dem 20. Februar 2009 die Geschichte der Tiroler Freiheitskämpfe in ein europäisches Umfeld betten und daher das historische Tirol auch aus dem Blickwinkel der Nachbarländer Italien, Frankreich, Bayern und Österreich sowie England beleuchten. Ebenso ist der Einsatz eines „AndreasHofer-Busses“ geplant, der alle an die Freiheitskämpfe erinnernden Orte zwischen Mantua und München und zwischen dem Arlberg und Wien anfahren und die Geschehnisse um 1809 in zeitgemäßer Form vermitteln wird. Magdalena und Valentina Haller besorgten die musikalische Umrahmung der begeistert aufgenommenen und geglückten Begegnung zwischen der Pfarrgemeinde und den örtlichen Archivbetreuern. Pater Christian und seine Mitarbeiter haben somit einen eindrucksvollen und nachhaltigen Beitrag zum beginnenden Tirol-Gedenkjahr 2009 geleistet und das oft nur klischeehafte Wissen um die Belange Andreas Hofers bereichert. Heinrich Hofer

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pfelders

Chorsänger geehrt Am Pfelderer Erntedank-Sonntag, am 9. November, wurden im schönen Kirchlein von Pfelders die besonderen Jubilare Gottfried Schweigl (Baurner) und Luis Hofer (Steiner) gefeiert und ihnen für ihre Tätigkeit und ihren Fleiß im Kirchenchor Pfelders gedankt. Zu diesem Anlass fanden sich zahlreiche Gratulanten im Kirchlein von Pfelders ein. Unter ihnen begrüßte der Präsident der Pfarrgemeinde Pfelders, Vigil Kuprian, ganz besonders Pfarrer Siegfried Pfitscher sowie Wolfgang Niederbacher als Vertreter des Verbandes der Südtiroler Kirchenchöre und den Bürgermeister der Gemeinde Moos, Willi Klotz. Vier Jahrzehnte haben Gottfried und Luis dem Kirchenchor Pfelders die Treue gehalten, ganz so wie es sich bei einem Tiroler gehört. Gottfried Schweigl als Organist und Sänger sowie Luis Hofer als talentierter Sänger. Beide haben Sie vor 40 Jahren aus ihrer Leidenschaft zum Gesang heraus den Kirchenchor Pfelders wiedergegründet, wobei Gottfried die Aufgabe des Organisten übernahm. In den Jahren von 1963 bis 1968 gab es nämlich keinen Organist in Pfelders. Als junge Hirten trafen sich die beiden oftmals zum Gesang und zum Musizieren auf den Pfelderer Almwiesen, woraus die Idee entstand, den Pfelderer Chor wieder aufleben zu lassen. So haben sie beide, Gottfried und Luis, vielen jungen Pfelderern das Singen beigebracht. Auch jene, die schon früher im Kirchenchor waren, wie Albert Hofer (Steiner) und Josef Gufler (Thomashof), sind alsbald dem wiedergegründeten Chor mit Eifer und großer Freude beigetreten. Die lobenswerte Arbeit der Jubilare, die Wiedergründung des Kirchenchores Pfelders, der Gesang, die Musik hat der gesamten Dorfbevölkerung Pfelders und dem

An Luis Hofer und Gottfried Schweigl wurde für ihre Tätigkeit im Kirchenchor Pfelders eine Ehrenurkunde überreicht

gesamten Tal viel Frucht, Freude und Gottes Segen gebracht! In seiner Ansprache betonte der Präsident der Pfarrgemeinde Pfelders, dass das Kirchliche zur Verbundenheit der Heimat gehört, der Kirchenchor fördert die Gemeinschaft und das Heimatgefühl. Anschließend überbrachte der Geschäftsführer Wolfgang Niederbacher in Vertretung des Vorsitzenden Pater Urban Sillhard OSB die Grüße und Glückwünsche des Verbandes der Südtiroler Kirchenchöre. Im feierlichen Rahmen wurden den erfreuten Jubilaren schließlich die Ehrenurkunden überreicht. Pfarrer Siegfried Pfitscher bedankte sich nach dem Gottesdienst ganz herzlich im Namen der Pfarrgemeinde Pfelders und hofft weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit und dass im Kirchenchor Pfelders noch viele weitere Jahre erfolgreich gesungen wird, mit Gottes Segen, mit viel Freude und Kraft. Vigil Kuprian

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ein besonderes jubiläum

10 Jahre Werkstatt für Menschen mit Behinderung Ein runder Geburtstag ist immer ein Grund zu feiern, ein bisschen Bilanz zu ziehen und mögliche Perspektiven aufzuzeigen. Das 10-jährige Bestehen der Werkstatt für Menschen mit Behinderung in St. Leonhard ist heuer so ein Grund. Am 7. Januar 1998 konnten fünf behinderte Menschen des Passeiertales ihre neue Werkstatt im Erdgeschoss der Volksschule am Kirchweg beziehen. Einige von ihnen hatten bis dahin Einrichtungen in Meran besucht, für die anderen war der Besuch einer „Behindertenwerkstatt“ ein völlig neuer Schritt. Leo und Ferdinand, Stefan, Sonja und Hubert waren zusammen mit drei Betreuerinnen diejenigen, die die neuen Räumlichkeiten einrichteten und dort Leben und Beschäftigung hineinbrachten. Dank der guten und bereits erprobten Zusammenarbeit mit der Firma Hoppe in St. Martin war es möglich, sofort mit dem Arbeitsbereich der Serien- und Verpackungsarbeiten zu beginnen und diesen auch den neuen Mitarbeitern bekannt und schmackhaft zu machen. Damit wurde ein Hauptanliegen der neuen Einrichtung erfüllt, behinderten Menschen eine Beschäftigung mit Arbeitscharakter anzubieten mit der Möglichkeit, ein bisschen Geld dazu zu verdienen. Die korrekte Ausführung der Arbeiten sowie das Geldverdienen waren zwei wichtige Aspekte, die die Motivation der betreuten Mitarbeiter stärkten und ihnen bis heute viel Selbstvertrauen vermitteln. In den folgenden Jahren kamen zwei weitere Menschen mit Behinderung dazu und es wurden zwei weitere Arbeitsbereiche eingerichtet: Die Schafwollweberei und -knüpferei sowie die Papierwerkstatt, die dann nach der personalbedingten Stilllegung des Textilbereiches zum zweiten wichtigen Beschäftigungsangebot für die betreuten Mitarbeiter wurde. Beim gemeinsamen Arbeiten und Lernen mit und am Werkstoff Papier entdeckten wir die vielfältigen kreativen und handwerklichen Möglichkeiten dieses faszinierenden Materials und konnten es zu ansprechenden und erfreulicherweise auch begehrten Produkten wie z. B. Fotoalben, Mappen, Kochbüchern, Glückwunschkarten, auch nach den speziellen Wünschen unserer Kunden, verarbeiten. Bei den zahlreichen Verkaufs- und Aus-

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stellungsveranstaltungen konnten wir uns einen treuen Kundenstamm und ansehnliche Einnahmen erarbeiten. Auch dies war natürlich für unsere betreuten Mitarbeiter ein großer Erfolg und eine Bestätigung ihrer erworbenen Fertigkeiten und ihres Könnens. Gleichzeitig erleichterten uns unsere Arbeit und der Erfolg unserer Produkte auch wichtige Schritte in Richtung Akzeptanz und Integration: Wir wurden bekannt, von vielen Menschen des Tales und unseres Dorfes besucht und geschätzt, immer wieder zu den verschiedensten Anlässen und Aktivitäten eingeladen und sind heute, zum 10-jährigen Bestehen der WfB St. Leonhard wohl eine „fixe Größe“ im Dorfgeschehen. An dieser Stelle ein großes, aufrichtiges Dankeschön an alle Menschen, die uns in dieser Zeit geholfen und uns ihre Wertschätzung und ihr Wohlwollen haben spüren lassen … es waren viele! Die Werkstatt war aber nicht nur ein Ort fürs Arbeiten und Geldverdienen, wir haben auch viele schöne Feste gefeiert, Sommerurlaube und Freizeiten organisiert und im Herbst 2005, als absolutes „Highlight“ unseres Schaffens eine dreitägige Ausstellung auf der Jaufenburg zum Thema „Licht, Papier, Wolle“ mit wunderschönen Arbeiten von jedem einzelnen unserer betreuten Mitarbeiter und unter Mithilfe von kompetenten Fachleuten in Szene gesetzt. Aktuell im Jubiläumsjahr werden Sonja und Hubert, Stefan und Brigitte, Edi und Silvia, Günther und Stefanie von Gerda, Marlene und Stefan in der Werkstatt mit großem Einsatz begleitet und unterstützt. Einer unserer Betreuten, der von allen geliebte und geschätzte Leo, ist inzwischen im Altersheim St. Barbara verstorben. Ferdinand hat über die Arbeitseingliederung eine Stelle in der Bibliothek gefunden, Brigitte konnte gerade heuer ein Praktikum in der Wäscherei des Altersheims absolvieren, zwei ehemalige Besucher der Werkstatt leben und arbeiten wieder zu Hause. Die Frage, wie es uns heute in der Werkstatt geht, welche Zukunftsvorstellungen wir haben und wie wir unser 10-jähriges Bestehen feiern wollen, haben wir gemeinsam besprochen und sind zu folgendem Ergebnis gekommen: Gaby Ploner

Brigitte hat in den Jahren ihres Aufenthaltes in der Werkstatt wichtige Dinge für sich gelernt: In der Werkstatt für behinderte Menschen bin ich mir sicher, dass mir nichts passieren kann, da fühle ich mich sicher, da ist die Gruppe und und da sind die Betreuer, da geht es mir gut. Bei fremden Leuten, die ich nicht kenne, fühle ich mich nicht wohl und möchte dort nicht sein, weil ich mich nicht sicher fühle. Ich möchte auch mit der Gruppe der WfB ans Meer fahren und in Urlaub, weil ich weiß, dass es mir gut geht bei den Betreuern. Wenn es nicht zu streng für mich wäre, wäre es mein Wunsch, in einer Küche zu arbeiten. Das möchte ich mal ausprobieren in einem Praktikum wie bei der Rosina in der Wäscherei im Altersheim, da ging es mir gut bei der Arbeit. Auch in der Firma Hoppe in St. Martin möchte ich gerne einmal probieren, ob ich das kann. Brigitte Maier

Silvia hat folgende Meinung zu ihrem Aufenthalt in der Werkstatt: Mir gefällt die Arbeit in der Behindertenwerkstatt und ich bin froh, in der Werkstatt einen geschützten Rahmen gefunden zu haben. Am allerliebsten arbeite ich für die Hoppe, weil es eine feine Arbeit ist und ich bei dieser Arbeit Erfolgserlebnisse habe und man Geld dabei verdient. Wichtig ist für mich auch, dass man gebraucht wird. In der Papierwerkstatt arbeite ich nicht so gerne, weil ich nicht gerne male und zeichne und auch sonst nicht besonders

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Gruppenfoto mit neuem Werkstatt-Schild

kreativ bin. Am liebsten stupfe ich aber Motive aus und knüpfe kleine Polster. Die Produkte aus der Papierwerkstatt wie z. B. Fotoalben und Hochzeitsalben bringen wir auf verschiedenen Märkten unter die Leute und machen damit Öffentlichkeitsarbeit. Das gefällt mir sehr gut, weil es mir

Spaß macht, unsere Produkte anzupreisen und mit den Leuten so in Kontakt zu kommen. Unser wichtigster Markt ist der Weihnachtsmarkt, dafür lassen wir uns immer etwas Neues einfallen, z. B. SternzeichenSeifen.

Diese Märkte zeigen mir auch, was wir alles leisten und wir haben schon einen beträchtlichen Kundenstock, viele Kunden sind uns wohlgesonnen und kommen immer wieder. Unsere Entlohnung ergibt sich aus unseren Einkünften von der Hoppe-Arbeit und den Verkäufen. Unser größtes Projekt war die Ausstellung auf der Jaufenburg 2005. Es war eine tolle Erfahrung, wenn auch mit Höhen und Tiefen, weil ich Rollstuhlfahrerin bin und die vielen Stiegen auf der Burg für mich nicht ideal waren. Ansonsten feiern wir gerne Feste, sie sind ein fixer Bestandteil in der Werkstatt und geben uns ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl. Wir haben auch Urlaub gemacht, unser Hollandurlaub war sehr schön, weil ich da Bungee-Springen durfte. Das Essen in der Werkstatt ist sehr gut und auch ein Grund in die Werkstatt zu kommen. Im Herbst mache ich ein Praktikum in der Bibliothek in Riffian, darauf freue ich mich sehr. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass viel mehr Menschen ein positives Bild von der Werkstatt bekommen und sie als Wegbegleiter für ihre behinderten Angehörigen sehen. Silvia Gamper

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Jugendweinverkostung

Mundartdichter-Treffen Foto: Traudi Gruber

jugendbüro passeier

„Pit Stop“ aus Bozen zu Partys und Festen eingeladen. An diesem mobilen Stand konnten sich Jugendliche mit ausgebildeten Jugendarbeitern unterhalten und Tipps und Informationen zu Alkohol und Risikoverhalten einholen. Eine dreiteilige Vortragsreihe in den Gemeinden Moos und St. Leonhard zu den Themen „Alkohol, Drogen und Straßenverkehr“ sind ab Januar 2009 geplant. Gemeinsam mit dem Forum Prävention aus Bozen wird am 28. Januar im Vereinssaal von St. Leonhard ein Informationsund Diskussionsabend mit dem Inhalt „Über Alkohol reden“ veranstaltet. In diesem Vortrag werden hilfreiche Informationen gegeben, wie das Thema „Alkohol“ sachlich und möglichst konfliktfrei besprochen werden kann. Im Kulturhaus von Moos wird am 14. Februar Konrad Fissneider einen Vortrag zum Thema „Drogenmissbrauch“ abhalten, bei dem er über den Alptraum seiner eigenen Drogenabhängigkeit erzählt. Den Abschluss bildet am 5. März ein Film- und Vortragsabend im Vereinshaus von St. Leonhard. Der Filmvortrag von Polizeikommissar Jürgen Hildenbeutel aus Deutschland mit dem Titel „Die letzten Sekunden deines Lebens“ schildert in dramatischen Bildern den Verlauf von Autounfällen durch unvorsichtiges und zu schnelles Fahren. Präventionsarbeit ist nicht nur Aufgabe der Schule, Gemeinden und Vereine, sondern eine Anforderung an die ganze Gesellschaft und besonders an die Familie. Offene Gespräche in der Familie über Alkohol oder andere Suchtmittel und die damit verbundenen Gefahren bewirken meist mehr als jede Aufklärungskampagne. Manuel Lanthaler

Präventionsprojekt In Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen und Vereinen des Tales hat das Jugendbüro Passeier das Präventionsprojekt „Alkohol, Drogen, Straßenverkehr“ ins Leben gerufen. Ziel dieses Projektes ist es Jugendliche, aber auch Erwachsene über die Folgen von Alkohol- und Drogenkonsum besonders in Hinblick auf die daraus folgenden Risiken im Straßenverkehr aufzuklären und zu sensibilisieren. Gemeinsam mit der Mittelschule von St. Leonhard wurde bereits Mitte Oktober ein Wettbewerb zum Thema „kein Alkohol unter 16 Jahren“ gestartet. Schüler der zweiten und dritten Klassen gestalteten Plakate, die auf das Ausschankverbot von Alkohol an unter 16-Jährige hinweisen. Einige dieser Bilder werden in Druck gegeben und an die örtlichen Gastbetriebe und Geschäfte zum Aufhängen ausgeteilt. Teil des Präventionsprojektes bildete eine Jugendweinverkostung, welche am 21. November in der Pizzeria „Passeirer Weinstube“ gemeinsam mit dem HGV Ortsgruppe St. Leonhard veranstaltet wurde. Das Anliegen der Weinverkostung war es, Jugendlichen einen vernünftigen und gesunden Umgang mit Alkohol zu vermitteln. Alkohol ist ein Bestandteil unserer Gesellschaft und Kultur und eine große Mehrheit der Erwachsenen pflegt einen geradezu selbstverständlichen Umgang damit. Der Umgang mit Alkohol muss jedoch gelernt werden. Besonders für junge Erwachsene bildet der richtige Umgang mit Alkohol eine große Herausforderung und die damit verbundenen möglichen Konsequenzen sind den meisten nicht bewusst. Daher ist es wichtig, Jugendliche in ihrem Erwachsenwerden zu begleiten und ihr Bewusstsein für die Risiken von Alkoholmissbrauch zu schärfen. Im Sommer wurde dafür das

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mundartdichter-treffen

Und wenns herbischtlin tuat Hobns nit lai di Jagr gineatig, aa di Dialektschraibr vin Burgrgrofnomp und Psair sain wiedr in Aktion gitretn. In 26. Oktoubr hobnse wiedr in Goschthaus Pfandlr Olbe af St. Mortin gilesn. Sie holtn dr Muatrsproche di Traie, sell hot ’s Publikum schun vrschtontn. Und de Vielfolt vi dr Muatrsproche hot gfolln, sell hot min bin Applaus vrschtontn. De Dialektschraibr hobn nor aa a Marende bikemmin. Wer de spendiart hot, sollitn lai olle wissn. In Sponsor tats fraidn, wenns di Lait drfrogn tatn. Obr do ischis asou: Di Tenge will nit wissen, wos di Rechte tuat. Anna Lanthaler

leonhardsausstellung 2008

Eine Ausstellung der besonderen Art Der Pfarrgemeinderat und die Gemeindeverwaltung von St. Leonhard haben auch in diesem Jahr wieder zur traditionellen Leonhardsausstellung eingeladen. Es sollte dies eine Ausstellung der besonderen Art werden und schon der Titel „Die Passeirer Kunstschule – Religiöse Kunst vor Ort“ weckte das Interesse so mancher Kunstliebhaber. Zweck dieser Ausstellung war es, die sogenannte „Passeirer Malerschule“ den Einheimischen näher zu bringen und aufmerksam zu machen, welch große Kunstschätze in unserem Tal geschaffen wurden und heute noch zu bewundern sind. Die Passeirer Schnitz- und Malerschule bestimmte über 100 Jahre lang das Kunst-

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leben in Passeier. Der kunstbegeisterte Kurat Michael Winnebacher aus Moos erbte 1719 ein Bauernhaus in St. Martin – das Außermoar Höfl – und gründete dort mit dem aus Meran stammenden Nikolaus Auer eine Maler- und Bildhauerschule. Das mit Fresken geschmückte Haus nahe der Pfarrkirche wird von der Bevölkerung heute noch „Malerhaus“ genannt. Die Schule in St. Martin gehört zur Kunstrichtung des Spätbarock und des Rokoko. Die Künstler arbeiteten teilweise auf einem hohen Niveau und machten sich nicht nur im Passeiertal einen Namen. Einige von ihnen zogen nach ihrer Lehrzeit in die Kunstzentren Augsburg und Venedig. Ihre Bilder und Fresken sind heute in ganz Tirol bis in den süddeutschen Raum zu finden. Die bekanntesten Künstler der Malerschule waren Johann Evangelist Holzer, Josef Haller, Nikolaus Auer der Ältere, Josef Auer, Benedikt Auer der Ältere, Nikolaus Auer der Jüngere, Benedikt Auer der Jüngere und Sebastian Haid sowie die Bildhauer Johann Pichler und Anton Ferner sowie dessen Sohn Michael. Da man in zahlreichen Kirchen und Kapellen des Passeiertales Spuren dieser Kunstschule findet, beschloss der Pfarrgemeinderat, die Leonhardsausstellung diesmal nicht nur auf das Vereinshaus zu beschränken, sondern bot Besichtigungsfahrten an, um die Kunstwerke vor Ort bewundern zu können. Im Vereinshaus selbst wurden der vom Rai Sender Bozen gedrehte Film „Der Maler Josef Haller und die barocke Passeirer Kunstschule“ vorgeführt und einige ausgewählte Werke ausgestellt. Darunter war das Hl. Grab aus Moos, welches von Josef Haller angefertigt, jedoch unvollendet blieb. Die Besichtigungsfahrten führten einmal nach St. Martin, wo Johann Raich den Besuchern sein profundes Wissen zur Kunstschule weitergab und insbesondere auf die Kunstwerke auf den Häusern, in der Kirche sowie am Malerhaus aufmerk-

Ausstellung „Die Passeirer Kunstschule – Religiöse Kunst vor Ort“ Foto: Bernadette Pfeifer

sam machte. Im MuseumPasseier zeigte Judith Schwarz den Teilnehmern jene Werke der Malerschule, die im Museum ausgestellt sind und wies auf deren Besonderheiten hin, wie u. a. auf das Original des bekannten Himmel-Hölle-Bildes aus dem Heilig-Kreuz-Kirchlein. Bei der Besichtigungsfahrt ins Hinterpassseier wies Karl Lanthaler die Besucher in der Kirche von Moos auf die Besonderheiten und Kunstwerke der Malerschule hin. In Platt konnte Arnold Rinner den Besuchern die Werke in der Pfarrkirche sowie im Widum präsentieren. Wir bedanken uns auf diesem Wege bei allen, die wieder tatkräftig zum Gelingen dieser Leonhardsausstellung beigetragen haben. Ein besonderer Dank geht an die großzügigen Sponsoren, welche die Fahrten ermöglichten. Iris Karnutsch Zipperle

jugendtreff st. martin

Elternvollversammlung Am Donnerstag, den 6. November 2008, sind zahlreiche Eltern, denen die Zukunft der Jugendarbeit und des Jugendtreffs am Herzen liegen, dem Aufruf des Jugendtreffleiters, Thomas Schwarz und des angehenden Vorsitzenden des Trägervereins, Erich Kofler, zu einer zweiten Elternvollversammlung gefolgt. Nach einer herzlichen Begrüßung wurden die Ergebnisse einer ersten Zusammenkunft den anwesenden Eltern präsentiert, daraus schlussfolgernd mögliche Varianten bezüglich Öffnungszeiten und Alkoholaufschank erstellt und zur Diskussion gestellt. Breite Zustimmung fand der Vorschlag, Öffnungszeiten für Mittelschüler und Oberschüler an bestimmten Tagen in der Woche zu trennen. Kontroverser wurde hingegen die Auseinandersetzung mit dem heißen Eisen Alkoholaufschank. Einsichtig erschienen die Argumente, dass Alkohol zu unserer Lebenswelt dazu- >

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> gehört und dass gerade hier im Jugendtreff unter der Beaufsichtigung eines qualifizierten hauptamtlichen Mitarbeiters auf den Umgang mit Alkohol pädagogisch eingewirkt werden kann. Zudem soll durch tolle Attraktionen und Spieleangebote das Hauptaugenmerk vom Alkohol als einzigen Zeitvertreiber und Stimmungsmacher weggelenkt werden. Das berechtigte Bedenken der Eltern, 14- und 15-jährige Jugendliche vor unerlaubtem Alkoholkonsum zu schützen, kann nur durch die Mitarbeit zusätzlicher verlässlicher Hilfskräfte, welche bereit sind, Barund Ordnungsdienste während der Öffnungszeiten zu übernehmen, ausreichend gewährleistet werden. Am Ende der Diskussion konnten die Eltern ihr Votum für die verschiedenen Varianten abgeben. Die gesammelten Ergebnisse werden in die definitiven Beschlüsse des Trägervereins des Jugendtreffs einfließen. Neben dem angehenden Vorsitzenden des Jugendtreffs, Erich Kofler, haben sich zudem Maria Gufler, Hertha Lanthaler, Margareth Schweigl und Zita Ennemoser für die Mitarbeit im Trägerausschuss als Vertreter der Elternschaft bereit erklärt. Ihnen sei an dieser Stelle für ihren unentgeltlichen Einsatz gedankt. Thomas Schwarz

st. martin

1. Passeirer Seifenkistenrennen ein voller Erfolg Am 25. Oktober dieses Jahres lud der Bildungsausschuss St. Martin in Zusammenarbeit mit dem Jugendtreff alle wagemutigen RennfahrerInnen und solche, die ihre Rennkünste bei dieser Gelegenheit erstmals unter Beweis stellen wollten, zum ersten Passeirer Seifenkistenrennen ins Dorfzentrum von St. Martin. Bereits in aller Frühe begann man unter der Mithilfe zahlreicher Freiwilliger mit den verschiedensten Vorbereitungsarbeiten. Nachdem die Piste mit Strohballen verlegt, die technischen Anlagen eingestellt und der Verpflegungsstand aufgestellt war, gönnte man sich vor dem großen Ansturm eine kurze Mittagspause. Bereits gegen 12.30 Uhr trudelten dann die ersten FahrerInnen mit ihren Rennmobilen im Startbereich beim Brischer Hof zur Abnahme der Seifenkisten ein. Die Mitglieder einer ausgewählten Jury nahmen die Kisten dort genauestens unter die Lupe und bewerteten die Originalität des

Gefährtes. Preise waren für die TeilnehmerInnen nämlich in zwei Kategorien zu ergattern. Zum einen bezüglich der originellen Bauweise der Seifenkiste und zum anderen bei der Zeitnehmung. Bei der Zeitnehmung ging derjenige als GewinnerInnen hervor, der den kürzesten Abstand zur Durchschnittszeit erzielte. Mit ein wenig Verspätung eröffnete sodann der Bürgermeister von St. Martin, Hermann Pirpamer, offiziell gegen 14.15 Uhr das 1. Passeirer Seifenkistenrennen. Vom Garberweg führte der Streckenverlauf die Teilnehmer über die vollbesetzte Kulisse des Dorfplatzes bis zur Zieleinfahrt beim Martiner Hof. Das Rennen selbst wurde für die beiden Hauptverantwortlichen der Veranstaltung, Hansjörg Alber und Erich Kofler, ein regelrechter Genuss. Hier konnten sie nun die Früchte ihrer unzähligen Stunden der Vorbereitungsarbeiten ernten. Und die Ernte viel großzügig aus: Über 60 TeilnehmerInnen aller Altersstufen, 27 Seifenkisten, die größtenteils in mühevoller Arbeit mit Eltern, Kindern, Kollegen und Gleichaltrigen konstruiert wurden, an die tausend Schaulustige und rundum zufriedene Gesichter bei der Preisverteilung. Die Begeisterung für das beeindruckende Spektakel schwappte zudem von der Rennbahn direkt auf die

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Seifenkisten: Auf Originalität kommt es an!

Zuschauer über. Bei dem einen oder anderen reifte der Entschluss heran, bei einer erneuten Auflage auch dabei zu sein. Nicht das Gewinnen von Preisen stand bei dieser Veranstaltung im Vordergrund, sondern die Bestrebung, Gruppen von Kindern und Jugendlichen in Zusammenarbeit mit ihren Eltern und anderen Erwachsenen dazu zu bewegen, eine eigene Seifenkiste zu bauen. Das gesamte Veranstaltungsprogramm des Bildungsausschusses von St. Martin steht auch heuer wieder unter dem Motto „Familie stärken“. Mit Stolz kann das Gremium behaupten, dass mit dieser tollen Aktion dieses Anliegen erreicht wurde. Thomas Schwarz

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St. Martin ehrt seinen Dorfpatron und läuft für einen guten Zweck Der heilige Martin genießt nicht nur bei seinen Schützlingen in St. Martin, sondern darüber hinaus im gesamten Tal hohes Ansehen. Dies bewies zum wiederholten Male die große Zahl an Gläubigen, die sich am Vormittag zum Hochamt in der Pfarrkirche von St. Martin eingefunden hatte. Neben der festlichen Mitgestaltung des Gottesdienstes durch die Volksschüler und den Kirchenchor von St. Martin, unterstrich Pater Basilius Schlögl in seiner Festpredigt die ungebrochene Bedeutung dieses faszinierenden Heiligen. Die christliche Lebensform des heiligen Martin löse Verehrung und Bewunderung aus und

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bewege den Menschen auch heute noch dazu, dem Beispiel dieses mutigen Heiligen zu folgen. Passend zum Martinstag verteilten die Volksschüler anschließend an den Gottesdienst unter den Klängen der Musikkapelle von St. Martin auf dem Dorfplatz Brote an die Kirchgänger und Passanten. Die Missionsgruppe des Dorfes bot zur Unterstützung eines Projektes in der dritten Welt Geschenksartikel zum Kauf an. Am frühen Nachmittag waren sodann alle Eltern mit ihren Kleinsten zum traditionellen Kindersegen in die Kirche eingeladen. Danach ging es beim Martinilauf so richtig zur Sache. Nach einer zweijährigen Verschnaufpause, meldete sich der Martinilauf am diesjährigen Martinstag wieder zurück. Zugpferd war wie bei so zahlreichen anderen Veranstaltungen auch dieses Mal Kofler Erich von den Kaufleuten St. Martin. Der Martinilauf bildet dabei den Auftakt zur diesjährigen Weihnachtsaktion. Unter dem Motto „Ein Laufen für die Aktion „Ein bisschen Freude“

bisschen Freude“ steht auch heuer der karitative Grundgedanke im Vordergrund. Für jeden Teilnehmer, der es in seiner jeweiligen Kategorie schaffte, das vorgegebene Zeitlimit zu unterbieten, gingen 3 Euro an die Aktion „Ein bisschen Freude“. Mitgetragen wurde die Aktion vom Kindergarten, der Grundschule und Mittelschule St. Martin sowie der Grundschule Saltaus. Bei einer beachtlichen Teilnehmerzahl von über 300 Läufern konnte durch die Veranstaltung eine Gesamtsumme von 876 Euro gesammelt werden. Unter der Obhut des Bürgermeisters, Hermann Pirpamer, kommt der Reinerlös einer hilfebedürftigen Familie im Tale zu Gute. Gedankt sei an dieser Stelle den Sponsoren für ihre Unterstützung. In der Abenddämmerung versammelten sich zum Abschluss eines großen Festtages die Kindergartenkinder und Grundschüler der 1. und 2. Klasse mit ihren Eltern, Kindergartenbetreuerinnen und Lehrern um die Martinskapelle beim Gasthof „Jager Hans“. Nach einer kurzen Lichtersegnung durch Dekan Michael Pirpamer zog eine große Schar von Kindern mit ihren leuchtenden Laternen begleitet von der Musikkapelle, den Fackelträgern der Schützenkompanie und natürlich auch dem heiligen Martin hoch zu Ross durch die Gassen des Dorfes. Die Kinder sangen zur Freude aller Schaulustigen ihre Lieder und trugen ihre Gedichte vor. Am Ende der stimmungsvollen Lichterprozession und eines ereignisreichen Tages wurde der versammelten Menschenmenge durch zwei Erwachsene die Mantelszene des heiligen Martin dargeboten. Thomas Schwarz

verkehr

Mobilität in Passeier Auf Einladung der Gemeindesozialausschüsse und der Bildungsausschüsse von St. Martin und Riffian fand am 24. November 2008 im Vereinssaal von St. Martin ein Informations- und Diskussionsabend zum Thema „Mobilität im Passeier“ statt. Ziel dieses Abends war es, die Bevölkerung zu informieren und eine Plattform der Diskussion mit Experten und Politikern anzubieten. Dass der Bevölkerung das Thema Verkehr ein starkes Anliegen ist, sah man an der zahlreichen Teilnahme an der Veranstaltung. Nach der Begrüßung führte Heidi Kessler als Moderatorin durch den Abend. Der bekannte Verkehrsexperte Prof. Hermann Knoflacher aus Wien referierte über die rasante Entwicklung der Fortbewegung in den letzten Jahren. Der Mensch ist >

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handwerk und gastronomie

Großer Erfolg für PasseirerInnen

Das Podium des Informations- und Diskussionsabends zum Thema „Mobilität im Passeier“

> nicht mehr imstande diese Geschwindigkeit zu verstehen. Er warnte davor das Problem Verkehr durch immer schnellere und breitere Straßen zu lösen, dadurch wird nur noch mehr Verkehr angezogen. Ein Umdenken müsse unbedingt stattfinden. Eine Alternative um den Verkehr ins Passeiertal zu reduzieren wäre eine Tram. Dazu stellte Ing. Walter Bernard das bereits existierende Tram-Projekt vor. Bis dato war zu diesem Projekt noch keine echte Diskussion zustande gekommen und man hofft durch diese Veranstaltung eine Diskussion in Gang zu bringen. Über den Ist-Zustand der Verkehrssituation im Passeiertal berichtete Ing. Manfred Ebner. Schwer- und Wirtschaftsverkehr, Motorradtourismus, die große Verkehrsbelastung der Ortskerne, besonders in Riffian und Saltaus, der Stau an der Einfahrt nach Meran sind die großen Probleme. Durch den Bau des Küchelbergtunnels (Baubeginn 2009) wird das „Nadelöhr“ nach Meran verschwinden. Ing. Rudolf Pollinger von der Wildbachverbauung warnte vor den Gefahren durch die Passer und ihrer Nebenflüsse. Eine neue Straße entlang der Passer wäre sowohl für Ing. Ebner als auch für Ing. Pollinger aus gefahrentechnischer und ökologischer Sicht nicht vertretbar. Zudem müssten die Folgekosten für zwei Straßen berücksichtigt werden. An der anschließenden Podiumsdiskussion beteiligten sich Landesrat Thomas Widmann und als Vertreter für den Tourismus und die Wirtschaft, Heinrich Dorfer und Karl Hofer. Eine Straße entlang der Passer war für alle Beteiligten kein Thema. Unbedingt entlastet werden müssen die Ortskerne, dazu wurden Lösungsvorschläge angedacht. Von Seiten der Wirtschaft wurde daran erinnert, dass eine florierende Wirtschaft von gut ausgebauten Verkehrswegen abhängig ist.

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Landesrat Widmann plädierte für die Bewusstseinsbildung der Menschen und wies auf die gut funktionierenden öffentlichen Verkehrsmittel in ganz Südtirol und auch im Passeier hin. Das Projekt Tram wurde von allen begrüßt, ist jedoch eine Frage der finanziellen Verwirklichung. Auch das Publikum stellte zahlreiche Fragen an die Referenten und Diskussionsteilnehmer. Über das rege Interesse und den Verlauf des Abends freuen sich die Organisatoren. Johanna Pinggera

Vom 27. bis 29. November fand in Bozen die Landesmeisterschaft des Handwerks und der Gastronomie statt. 220 Lehrlinge und Gesellen aus dem ganzen Land haben in den Hallen der Messe Bozen gehobelt, gefeilt und gerührt. 29 Berufe standen im Wettbewerb. Die Tischlergesellen fertigten ein Möbelstück nach vorgegebenen Maßen an, während die jungen FriseurInnen schwierige Haarschnitte meisterten. Eine Jury hat die Arbeitsstücke der jungen TeilnehmerInnen anschließend bewertet und die SiegerInnen ermittelt. Dabei waren die Passeirer TeilnehmerInnen überaus erfolgreich. Veronika Kuen aus Schweinsteg erzielte bei den Konditoren und Armin Karlegger aus St. Martin bei der Kategorie Tiefbau den ersten Platz und somit die Goldmedaille. Beim Wettbewerb der Elektrotechniker konnte Kevin Auer aus St. Leonhard Silber gewinnen. „Die Landesmeisterschaft hat gezeigt, welche dynamischen und kreativen Berufe es im Handwerk gibt“, lobte Schullandesrat Otto Saurer. An den drei Wettbewerbstagen haben insgesamt 8000 Besucher, darunter 5000 MittelschülerInnen, teilgenommen. Die SchülerInnen konnten den TeilnehmerInnen beim Arbeiten zusehen und sich bei Berufsexperten über die Ausbildungsmöglichkeiten informieren. Rosmarie Pamer

GoldmedaillengewinnerInnen: Armin Karlegger, Veronika Kuen Foto: Helmuth Rier

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Sterbebild: Anna Schweigl, geb. Holzknecht, Michael, Maria, Barbara und Rosa Schweigl

rabenstein

Lawinen – Lahnfeiertage Alle Wintersportgebiete warten schon im Spätherbst sehnsüchtig auf Schnee. Früher waren es die Bauern, die auf den Schnee angewiesen waren um im Winter viele Arbeiten erledigen zu können, Arbeiten, die heute durch Maschinen und neue Technik einfacher und leichter zu erledigen sind. Der Schnee brachte und bringt auch Gefahren mit sich, besonders durch die Lawinen im steilen Hinterpasseier. Man unterscheidet Windlahnen, die aus Pulverschnee bestehen und durch große Geschwindigkeit und Luftdruck zerstörerisch wirken und die Kronlahnen oder Grundlahnen, die aus Nassschnee bestehen und alles wegschieben, was ihnen im Wege steht. In Aufzeichnungen im Landesmuseum Ferdinandeum in Innsbruck und den Nachforschungen von Hans Haid (Mythos Lawinen) gibt es Berichte über Lawinenunglücke im Hinterpasseier. Genaue Nachrichten gibt es über „Lawinenstürze“ am Schneeberg in den Jahren 1500, 1580 und 1693 mit jeweils mehreren Toten. Eine Gedenktafel vom Unglück von 1693 ist in der Kirche von Moos. In Rabenstein gab es öfters schwere Lawinenunglücke, aber eine genaue Chronik dazu gibt es nicht. Im Jahre 1810 wurde von der Trauslahne das Dach vom Seewirtshaus weggewirbelt und ein Todesopfer war zu beklagen. Im selben Jahr wurde der Innhaber des Obergaststeigergutes samt seinem Vieh durch die Gasteigerlahne über Felsen hinausgeschleudert. 1886 zerstörte die Hütter-

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Sterbebild: Josef und Franziska Gufler, Rosa Pfitscher

lahne das Josimenhaus des Johann Lanthaler auf Hütt, wobei ein Kind ums Leben kam. Auch wurde der Pfandler Stall beschädigt und auf Rain entstanden Schäden an mehreren Gebäuden. Auf Ess (Saltnuss) ist Scheune und Stall des Johann Lanthaler verlahnt, wobei 12 Schafe umkamen. Besonders lahngefährdet war in Rabenstein der Widum und die Kirche (standen wo heute der Parkplatz ist). Beda Weber schreibt: „Einmal (1812?) sprang die Lawine über den Widum hinaus in die Kirche, sprengte die Tür auf, verschob die Bänke und blieb mit ihrer letzten Kraft vor dem Altar stehen.“ Schlimmer war es dann 1888. In der Karwoche drückte eine Lawine Dach und Gewölbe ein und füllte den Kirchraum mit Schnee und Geröll. Das Haus des Valentin Gufler oberhalb der Kirche wurde eingedrückt, wobei dessen Frau den Tod fand. Ein besonders tragisches Jahr für Rabenstein war 1916. Am 13. März wurden durch die Hütterlahne fast alle Gebäude auf Hütt zum Teil fast vollkommen zerstört, im Pfandler Stall überlebte eine Kuh. Menschen kamen zum Glück nicht zum Schaden. Am 13. Dezember wurden die Wirtschaftsgebäude in Hütt vom Josimengut auf Kitzgarten, vom Handl zu Gaden und in Unterrabenstein vom Jogglander, Samer und Schmied zerstört. Besonders schlimm war es in Schönau. Der Holzerhof wurde durch die Windlahne aus den Schönauer Mahdern regelrecht weggeblasen sowie der Egghof (Anneler) zerstört. Dabei kamen elf Menschen ums Leben, und zwar beim Holzer: Josef Gufler (69), Franziska (19), Maximilian (3) und Rosa Pfitscher; beim Anneler: Anna Schweigl (55) und deren Kinder Michael (20), Maria (19),

Barbara (16) und Rosa (14), dazu Josef Kofler von Oberwand (59) und August Weber (15). Am Moos wurde Stadel und Stall des Franz Brunner verlahnt und der Fütterer wurde am Kaserpichl von Schneemassen erdrückt. Das letzte große Lawinenunglück in Rabenstein war am 21. Jänner 1951, wo um 2 Uhr in der Nacht die Roßgrubenlahne die Ess Kaser eindrückte und die Familie Reinstadler und Heinrich Lanthaler begrub. Die Kinder Siegfried, Luis und Theresia konnten nur mehr tot geborgen werden. 1975 gab es Ende März noch einmal viel Schnee. Am 14. April ging die Gaststeigerlahne als gewaltige Windlahne ab und riss den Fröhlich-Stadel weg. Der Besitzer stand an einer Säule auf der Tenne und blieb wie durch ein großes Wunder unverletzt. Hermann Holzmann, ein ausgezeichneter Kenner Tirols, hat mir vor vielen Jahren gesagt, dass Rabenstein der lawinengefährdetste Ort von ganz Tirol ist. Daher ist es nicht verwunderlich, wenn vor langer Zeit in der Pfarre Rabenstein Schneeämter bzw. Lahnfeiertage mit der Bitte um Verschonung vor Lawinengefahr gelobt wurden. Lahnfeiertage halten Hütt (17. November), Rain (21. November), Saltnuss seit 1952 (25. November), Unterrabenstein (8. Jänner), Oberrabenstein (2. Februar) und Schönau (17. Jänner). Jeder Ortsteil bzw. jede Häusergruppe hält streng seinen Lahnfeiertag. Karl Lanthaler

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natur & umwelt eiszeitrelikt

Alpenschneehuhn „In engen Serpentinen stieg ich durch harstig gefrorenen Schnee den Gipfelhang zum Rauhjoch hinauf. Plötzlich der knarrende Ruf eines Schneehahnes – ganz in meiner Nähe! Zwei-, dreimal ertönte in die einsame Bergstille das unverwechselbare „Arr, arr“! Ich schaute mir die Augen aus dem Kopf und suchte dann mit dem Fernglas das steinige Gelände Meter um Meter ab. Ich meinte, ich müsste das Schneehuhn irgendwo entdecken. Aber nichts regte sich in der Landschaft! Vorsichtig, Schritt für Schritt, pirschte ich weiter. Da! Keine vierzig Meter entfernt flatterten plötzlich in einer Bodenmulde drei Schneehühner auf und segelten im Gleitflug davon“. Jeder Jäger, Bergsteiger oder Skitourengeher kann über ähnliche Erlebnisse berichten. Typisch für das Alpenschneehuhn ist die vollkommene Tarnung, die dem wehrlosen Hühnervogel das Überleben im deckungsarmen Gelände über der Waldgrenze sichert. Dreimal im Jahr ist Gefiederwechsel angesagt. Im Winter sind Schneehühner weiß. Der Hahn hat im Gegensatz zur Henne einen schwarzen Überaugenstreifen. Im Sommer trägt dieser ungewöhnliche Verwandlungskünstler ein grünlich braunes und im Herbst ein graubraun und weiß gesprenkeltes Federkleid. Das Alpenschneehuhn ist im Passeier neben dem Auer-, Birk- und Haselhuhn das häufigste Raufußhuhn. Im Bereich zwischen der Baum- und Schneegrenze bewohnt es mit Vorliebe alpine Grasfluren und Zwergstrauchheiden, die durch Felsblöcke, Kuppen und Mulden Deckung bieten. Schneehahn und Schneehenne sind im Aussehen und in der Größe fast gleich. Zeitig im Bergfrühling, wenn die ersten Stellen ausapern, grenzen die Hähne ihre Reviere gegen Konkurrenten ab. Mit lauten knarrenden Rufreihen und beeindruckenden Flattersprüngen beginnen sie um die Hennen zu werben. Das unscheinbare Nest wird unter Steinen oder Zwergsträuchern in Bodenmulden angelegt. In etwa 22 bis 23 Tagen brütet die Henne sechs bis neun rahmfarbene Eier aus. Der Schneehahn bleibt in dieser Zeit noch bei der Henne und kann oft in der Nähe des Nestes „Wache stehend“ beobachtet werden. Außerhalb der Brutzeit schließen sich Schneehühner zu Trupps zusammen. Schneehühner ernähren sich von jungen Trieben, Blättern, Knospen von Zwerg-

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Typisch für das Alpenschneehuhn ist die vollkommene Tarnung Foto: Manfred Schweigl

sträuchern, im Herbst auch von Beeren. Im Winter graben sie oft Löcher in die Schneedecke um an die Nahrung zu kommen. Die Eiszeit hat das in der Arktis beheimatete Schneehuhn bis in die eisfreien Bereiche Mitteleuropas zurückgedrängt. Mit dem Zurückweichen der Gletschermassen wanderte auch das Alpenschneehuhn wieder gegen Norden. Einige blieben in der alpinen Region zurück und siedelten sich hier an. Als Überbleibsel aus der Eiszeit sind Schneehühner bestens an den Winter angepasst. Das Daunengefieder des Gebirgsvogels lässt Temperaturen von minus 40 Grad schadlos überstehen. Sogar Nasenlöcher und Beine sind mit Federn geschützt. Zum Winterkleid gehören auch „Schneeschuhe“. Ihre Füße sind im Winter bis zu den Krallen pelzartig befiedert. Die dadurch vergrößerte Oberfläche der Füße verhindert ein Einsinken im Schnee. Um möglichst viel Energie sparen zu können und Räubern zu entgehen, graben sich Schneehühner in den Wintermonaten während der Nachtzeit und während der Mittagszeit mit Vorliebe in Schneehöhlen ein. Die biwakierenden Hühner nutzen so die Isolationswirkung der Schneedecke aus. Morgens, bei Tagesanbruch, verlassen sie die Höhlen, um den Kropf mit Nahrung zu füllen. Gefährlichste Feinde dieses weit verbreiteten Brutvogels sind Steinadler, Uhu und Wanderfalke. Am Boden sind Fuchs und Wiesel die am meisten gefürchteten Feinde des Schneehuhns. Die größten durch den Menschen verursachten Störungen sind auf die zunehmende Erschließung des Gebirgsraumes durch den Bau von Seilbahnen und Liftanlagen zurückzuführen. Besonders negativ auf die Schneehuhnbestände hat sich laut Experten die Klimaveränderung in den letzten Jahren, der damit einhergehende Rückgang der Gletscher und die Abnahme der

jährlichen Schneefälle ausgewirkt. Viele Zeichen sprechen dafür, dass auch in Südtirol die Bestandsdichten deutlich abgenommen haben. Das Schneehuhn ist in der Provinz Bozen in einer beschränkten Stückzahl vom 1. Oktober bis zum 15. Dezember jagdbar. Die Jagdstrecke betrug in Südtirol im Jahr 1990 insgesamt 1091 Stück, im Jahr 2007 erlegte man 315 Schneehühner. Im Jagdrevier Moos sind im letzten Jahr 22 von 30, in St. Leonhard vier von fünf und in St. Martin alle fünf bewilligten Schneehühner abgeschossen worden. Arnold Rinner

Liabe Lait Zin nuin Joor zem bring i enk di beschtn Winsche ols Gschenk, i winsch, dass bis zin Joorisend dr Heargott olls zen Guatn wend. Er soll enk in Jännr und in Februar wenn di Sunne nou recht rar dechtr mit Sunninschtuntn biglickn fir olle Toge worme Schtrooln schickn. In Merz und in April oone Teggn und Tiesl ans Ziel. Gsuntr solltis in Mai innin gian wia a Braut nebn di Vrgismainnicht schtian. In Juni, Juli und Auguscht juchzn und joudlin aus vollr Bruscht. In Setembr und in Oktoubr nou a Staißl bintn hintrn Zaun und droubr. Dr Novembr soll nit triabe sain nor wert ös in Dezembr 2009 bin Kerznschain zifriedn und glicklich singin: „Christkindl, a selle Jaarl tua ins wiedr bringin.“ Anna Lanthaler

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vereine & verbände jubiläum

100-jähriges Bestehen der Musikkapelle Moos Am 7. und 8. Juni 2008 feierte die Musikkapelle Moos ihr 100-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses runden Jubiläums organisierte die Kapelle ein großes Fest mit Dankgottesdienst und vielen verschiedenen musikalischen Beiträgen. Zahlreiche Besucher aus nah und fern erfreuten sich am bunten Programm. Im Rahmen der Feierlichkeiten hat die Musikkapelle Moos eine Festschrift herausgegeben. Es handelt sich dabei um eine Art Chronik, in der alle wichtigen Stationen der Kapelle erwähnt werden. Das reich bebilderte Heftchen gibt auch Nichtmusikanten einen umfassenden Überblick über die vergangenen hundert Jahre. Auch eine CD unter dem Titel „Mein schönes Südtirol“ wurde von der Jubelkapelle zu diesem besonderen Anlass zusammengestellt. Sie beinhaltet eine Auswahl von Live-Mitschnitten seit 1992. Der Beginn der Musikkapelle Moos kann

Die Musikkapelle Moos im Jahre 2008

im Jahr 1908 angesetzt werden. Damals waren Pfarrer Ignaz Resch und Kooperator Josef Peer Seelsorger in Moos, beide große Musikliebhaber. Der Kooperator selbst gründete die Musikkapelle und lernte die Männer an. Beachtliche 19 Musikanten zählte die Kapelle unter der Leitung des damaligen Bäckermeisters Josef Prossliner. Der von Kooperator Peer gewählte Wahlspruch „Gott zur Ehr, uns und anderen zur

Freud“ hat sich bis heute bewahrheitet. Durch das Neujahranspielen, die Umrahmung von Prozessionen, Gottesdiensten u. a. bereicherte die Kapelle das Dorfleben. Historisch erwähnenswert ist wohl das „Stille-Nacht-Blasen“ bei der Christmette 1947. Durch das vielfältige Festprogramm ist es den Organisatoren gelungen, ein breites Publikum anzusprechen. Musikalisch gesehen war für jeden Geschmack etwas

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Ortsobmann Albert Gögele, Jubilarin Maria Mangger, Bürgermeister Konrad Pfitscher, Bezirksvorsitzender Herbert Schatzer

Historische Aufnahme der Musikkapelle Moos

dabei. Darüber hinaus wurden eine Lotterie, ein Kinderprogramm u.a.m. angeboten. Für einen schwungvollen Auftakt der Feierlichkeiten sorgten am Samstagabend die Psairer Tanzlmusig und die Gruppe „die Hallers“. Der Sonntag begann mit einem Dankgottesdienst mit feierlichem Einzug der Jubelkapelle, der Ehrengäste und der Gastkapellen. Ortspfarrer Oswald Holzer zelebrierte die heilige Messe. Durch geschickte Vergleiche mit der Musik gelang es ihm in seiner Predigt, die Verbindung zum Leben in den verschiedenen Altersstufen und in der Gemeinschaft herzustellen. Musikalisch umrahmt wurde die heilige Messe von der Musikkapelle Rabenstein. Anschließend folgte der Festakt, der eigentliche Höhepunkt der Feierlichkeiten. Der Obmann gab einen kurzen historischen Überblick, dann folgten die Ansprachen des Bürgermeisters, Willi Klotz, des Obmanns des Verbandes Südtiroler Musikkapellen, Peppi Fauster, und des Bezirksobmanns Albert Klotzner.

Im weiteren Tagesverlauf boten sich dem Besucher Konzerte verschiedener Gastkapellen: St. Martin, Obermais und Völlan. Auch die Musikkapelle „Groß St. Florian“ aus der Steiermark gab ihre Stücke zum Besten. Für einen „verrückten“ Abschluss sorgte die Gruppe „da Blechhauf’n“. Die sieben Bläser aus dem Burgenland „spielten“ gewissermaßen mit musikalischen Effekten und sorgten für herzliches Lachen, wohl auch durch die gekonnte Vereinigung musikalischer und schauspielerischer Elemente. Schließlich trug Michael Gufler mit seiner musikalischen Darbietung zu einem schwungvollen Ausklang des Festes bei. Durch die bereitwillige Mithilfe vieler Freiwilliger ist das Fest nicht nur musikalisch gesehen gelungen, es wird der Dorfbevölkerung sicher auch in guter Erinnerung bleiben. An dieser Stelle sei allen gedankt, die durch ihren Einsatz zum Gelingen der Feierlichkeiten beigetragen haben. Angelika Ennemoser

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jubiläumsfeier

60 Jahre KVW-Ortsgruppe St. Leonhard 60 Jahre „Katholischer Verband der Werktätigen“, kurz KVW, Ortsgruppe St. Leonhard, gaben uns Anlass am Patronatssonntag mit Mitgliedern, Ehrengästen und Freunden dieses Jubiläum festlich zu begehen. Zuerst trafen wir uns in der Pfarrkirche, wo Pater Christian einen festlichen Gottesdienst für alle lebenden und verstorbenen Mitglieder des KVW zelebrierte. Nachher begaben wir uns ins Vereinshaus, wo der Ortsvorsitzende Albert Gögele alle Anwesenden begrüßte, namentlich den Bezirkssekretär Stefan Frötscher, den Bezirksvorsitzenden Herbert Schatzer, den Bürgermeister Konrad Pfitscher sowie Pater Christian Stuefer. Ein besonders herzliches Grüß Gott richtete er an die langjährigen Mitglieder. Es folgten die Grußansprachen der Gäste. >

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> Der Bezirksvorsitzende Herbert Schatzer ließ in einem interessanten Referat die vergangenen Jahre Revue passieren. An Stelle einer Zusammenfassung übernehmen wir die Worte der ehemaligen deutschen Bundesministerin Renate Schmidt, mit einem Auszug aus ihrer Festansprache bei der 60-Jahrfeier des KVW-Landesverbandes: „In diesen 60 Jahren hat sich die Welt verändert, in diesen 60 Jahren haben sich auch die Aufgaben des Katholischen Verbandes der Werktätigen geändert. Standen bei der Gründung noch die Auswirkungen der Schrecken der faschistischen Diktatur und des 2. Weltkrieges im Vordergrund, ist es heute die Verunsicherung vieler Menschen in der Zeit der Globalisierung, des zunehmenden Tempos der Veränderungen und der Mobilitätsund Flexibilitätsanforderungen an den und die Einzelne. Geblieben ist in diesen 60 Jahren aber der rote Faden des KVW: Der Einsatz für soziale Gerechtigkeit, gegründet auf ein christliches Menschenbild, der Einsatz für die bestmögliche Bildung und Ausbildung für Junge aber auch Ältere, durch die Menschen überhaupt erst in die Lage versetzt werden, ihr Leben so zu gestalten, wie sie es wollen. Geblieben ist: Der Einsatz für den Zusammenhalt der Gesellschaft und damit für das Ehrenamt und für die Familie.“ Die Damen aus dem Ortsausschuss und Adolf servierten uns ein schmackhaftes Mittagsmahl. Danach wurden die langjährigen Mitglieder geehrt. Ganz besonders hat es uns gefreut, dass wir fünf Damen ehren konnten, die dem KVW von der ersten Stunde an die Treue gehalten haben: Balbina Gufler Gufler, Notburga Hofer Walzl, Maria Mangger, Josefa Mangger Marth, Marianne Zipperle Prugger. Wir durften uns auch bei fünf Mitgliedern für ihre 50- bis 55-jährige Mitgliedschaft, bei einem für 40- und bei sieben für 30jährige Treue bedanken.

Marianne Mayr war lange Jahre unsere Ortsvorsitzende, dafür zeigten wir uns mit einem kleinen Präsent erkenntlich. „Vergelts Gott“ an alle Jubilare und auch an jedes einzelne Mitglied. Nur durch ihren Beitrag ist die Arbeit des KVW möglich. Anschließend an die Ehrungen ließen wir die Feier bei Kaffee und Kuchen ausklingen und dabei wurde so manche Erinnerung aufgefrischt: „Weißt du noch …?“ Sepp Thaler

avs – ortsstelle platt

Segnung Wetterkreuz Strizon Schon längere Zeit befasste sich der Ausschuss des AVS – Ortsstelle Platt – mit der Erneuerung des Wetterkreuzes auf dem Strizon. Begonnen wurde im Jahr 2007 mit einer „Ausschreibung“, bei der alle Interessier-

ten ihre Vorschläge für einen Entwurf des neuen Wetterkreuzes abgeben konnten. Dabei beteiligten sich hauptsächlich Kinder und Jugendliche der Ortsstelle Platt. Ausgewählt wurde der Vorschlag von Michaela Pöll, Ulfas, welcher auch mit einem kleinen Preis prämiert wurde. Das Holz für das Kreuz wurde dankenswerterweise von Michael Prugger, Farmazon, zur Verfügung gestellt und von den Ausschussmitgliedern Alban und Pius aufgrund der Vorlage von Michaela fertig gestellt. Am Herz-Jesu-Sonntag wurden die Einzelteile von freiwilligen HelferInnen auf den Strizon getragen und das Kreuz zusammengebaut. Die Segnung fand am Sonntag, den 19. Oktober, im Rahmen einer Bergmesse mit Pfarrer Siegfried Pfitscher unter der Beteiligung einer Bläsergruppe und zahlreicher AVS-Mitglieder bei herrlichem Herbstwetter statt. Der Tag ging beim gemeinsamen Törggelen beim Rauchegghof in Ulfas zu Ende. Miriam Pamer Das neue Wetterkreuz auf dem Strizon

Jausenstation

Flecknerhütte

am Jaufenpass

Wir eröffnen die Wintersaison am 13. Dezember > Verbindung für Schifahrer zum Schigebiet Ratschings > Geräumter Spazierweg zur Hütte > Ganztägig warme Küche > Kaffee und Kuchen > Silvesteressen (auf Vorbestellung) Wir wünschen ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr Auf Ihr kommen freut sich Familie Pixner mit Team – Telefon 340 3805160

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Teilnehmer an der grenzüberschreitenden Großübung

passeirer rettungsorganisationen

Grenzüberschreitende Großübung Am 31. Mai dieses Jahres fand am Timmelsjoch (2.500 m ü.d.M.) eine Großübung, organisiert und geleitet von der Freiwilligen Feuerwehr Moos, sowie eine Besichtigung des neuen Zivilschutzzentrums in Sölden (A) statt. Die Notfallannahme umfasste einen Verkehrsunfall mit zwei PKW und sechs Verletzten im langen Tunnel sowie einen Folgeunfall mit zwei PKW und vier Verletzten am „Scheibkopf“. Primäres Ziel dieser Übung war der Ablauf nach dem sogenannten MANV-Konzept (Großschadensereignis mit Massenanfall an Verletzten) und entsprechend groß war daher auch die Anzahl der beteiligten Rettungsorganisationen bzw. Personen. Neben der Freiwilligen Feuerwehr Moos mit Zug Stuls waren die Feuerwehren von Rabenstein, Platt, St. Leonhard und St. Martin sowie jene von Obergurgl und Sölden im Ötztal und die Freiwilligen Feuerwehr Lana mit dem Einsatzleitfahrzeug beteiligt. Dem Weißen Kreuz Passeier oblag mit einem großen Team die Versorgung der Verletzten und sie wurden dabei

vom Roten Kreuz aus Sölden unterstützt. Bei der Bergung und Versorgung der Verletzten war außerdem die Mithilfe des Bergrettungsdienstes notwendig, welcher sich mit den Ortsstellen Moos, Rabenstein, Platt, Pfelders und Stuls an der Übung beteiligte. Mit dabei waren auch zwei Disponenten der Landesnotrufzentrale. Einschließlich der Personen, welche die Verletztenrolle spielten bzw. für die täuschend echte Präparierung und Schminke derselben zuständig waren, die als neutrale Beobachter fungierten, die für die Verpflegung sorgten und die in der Funktion als Behörden- oder Pressevertreter anwesend waren, beteiligten sich somit insgesamt 174 Personen an dieser einzigartigen Übung. Ein dreiköpfiges Team hat den gesamten Übungsablauf mit Videokameras dokumentarisch festgehalten. Einige Tage später hat unter den Verantwortlichen der verschiedenen Rettungsorganisationen zudem eine umfangreiche Nachbesprechung zur Übung stattgefunden, welche auch wesentlich zum gestellten Lernziel beigetragen hat. Der durch diese grenzüberschreitende Übung geknüpfte Kontakt mit den Rettungsorganisationen des Ötztales wurde in der Folge von der Freiwilligen Feuer-

Bestattung Hofer

wehr Moos mit den Feuerwehren Sölden und Obergurgl fortgeführt und intensiviert. So traf man sich am 2. August im Gasthaus „Hochfirst“ zu einem weiteren Gedankenaustausch, wobei auch gemeinsame Probleme erörtert und die Erstellung von Alarmplänen für den Grenzbereich mit dem Ziel einer schnelleren und besseren Zusammenarbeit diskutiert wurden. Gleichzeitig wurde auch die Idee zu einem regelmäßigen, kameradschaftlichen Austausch geboren und in der Folge ein Besuch der Passeirer Rettungsorganisationen im neuen Zivilschutzzentrum in Sölden vereinbart. Am Samstag, den 18. Oktober, war es nun soweit. 14 Männer in Vertretung von Feuerwehren, Bergrettungsdiensten und Weißem Kreuz begaben sich bei herrlichem Wetter auf eine beeindruckende Fahrt ins Ötztal. In Sölden wurden wir vom Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Sölden, Georg Schöpf, dessen Stellvertreter Stefan Klotz sowie vom Ortsstellenleiter des Roten Kreuzes, Michael Gstrein, herzlich empfangen. Bei einem gemeinsamen Mittagessen wurden dienstliche und kameradschaftliche Gedanken ausgetauscht. Anschließend erfolgte die eindrucksvolle Führung durch das neue Zivilschutzzentrum, welches im Juni 2007 eingeweiht wurde. Nacheinander wurden wir unter fachmännischer Anleitung von Vertretern der verschiedenen Vereine und Behörden durch die Räumlichkeiten des Bergrettungsdienstes, des Roten Kreuzes, der Polizei und der Freiwilligen Feuerwehr geführt. Das Gebäude ist nach außen trotz seiner Größe bestens in das Landschaftsbild eingefügt und besticht im Innern durch ein sehr großes Raumangebot, welches durch Nüchternheit, Zweckmäßigkeit und eine gediegene Ausstattung optimale Bedingungen für die Arbeits- und Einsatztätigkeit bietet. Großer Wert wurde dabei auch auf angemessene Räumlichkeiten für Ruhepausen und >

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> kameradschaftliche Stunden gelegt. Zum Schluss versammelten wir uns im gemeinsamen Schulungsraum des Zivilschutzzentrums, wo uns der Bürgermeister von Sölden, Ernst Schöpf, herzlich willkommen hieß und seiner Genugtuung und Freude über den Kontakt und das gemeinsame Bestreben um Zusammenarbeit und Kameradschaft zwischen den Rettungsorganisationen dies- und jenseits des Timmelsjoch Ausdruck verlieh. Der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Moos bedankte sich seinerseits für die Gastfreundschaft und die eindrucksvolle Führung und brachte als Überraschung und Gastgeschenk einen 30-minütigen Film über die gemeinsame Großübung mit. Der Film ist aus den dokumentarischen Aufnahmen zur Übung entstanden und ist auch als Lehrfilm zum MANV-Konzept gedacht. Die Anwesenden folgten gespannt der Vorführung und zeigten sich beeindruckt von der Übung und den daraus erfolgten Aufnahmen. Gestärkt durch eine zünftige Marende konnten wir mit vielen tollen Eindrücken und Ideen wieder die Heimreise ins Passeiertal antreten. Josef Kofler

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vollversammlung

SKJ St. Martin startet durch Mit großer Vorfreude und Spannung erwartete der SKJ-Vorstand bei der diesjährigen Vollversammlung und gleichzeitigem Start ins neue Arbeitsjahr am Samstag, den 8. November 2008, viele Jugendliche. Die Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen. Viele neue interessierte und motivierte Gesichter konnte der Vorsitzende der SKJ, Peter Ilmer, nach einem auflockernden Begrüßungsspiel im Medienraum des Jugendtreffs willkommen heißen. Mit Hilfe einer PowerPoint-Präsentation führte Peter die aufmerksamen Zuhörer in die Struktur, Aufbau, Grundsätze und Zielsetzungen der SKJ ein. Daran anschließend konnten die Jugendlichen auf Plakaten ihre eigenen Interessen, Wünsche und Vorschläge für gemeinsame Aktionen im geselligen, religiösen und karitativen Bereich auflisten oder für vorgegebene Ideen ihre Zustimmung bekunden. Nachdem die Jungs und

Mädels ihrer Phantasie und Kreativität freien Lauf ließen, galt es dann noch, bei einer gemütlichen „Këschtnpartie“ die rauchenden Köpfe wieder abzukühlen. Unter Berücksichtigung der vielfältigen, anregenden, gesammelten Informationen wird sich der Ausschuss nun darum bemühen, ein tolles und abwechslungsreiches Programm für die über 30 Mitglieder starke Truppe zu erstellen. Thomas Schwarz

bauernjugend passeier

Für andere da sein Freiwilliges Engagement und Einsatz für andere ist in unserer Zeit keineswegs eine Selbstverständlichkeit. Sie ist aber in vielen Situationen unverzichtbar. So organisiert die Bauernjugend Passeier schon seit einigen Jahren freiwillige Arbeitseinsätze auf verschiedenen Bergbauernhöfen in Passeier. Das freiwillige Wirken und Helfen der Bauernjugend Passeier kommt Menschen auf Bergbauernhöfen zugute, die durch einen Schicksalsschlag, einen Unfall oder eine Krankheit plötzlich

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arbeitsunfähig werden. In solchen Fällen vermittelt die Bauernjugend Passeier freiwillige Helfer, um den Bauern bei der Heuernte, bei der Betreuung von Kindern oder im Haushalt zu unterstützen. In diesem Sommer wurden drei Arbeitseinsätze auf Höfen im Raum Passeier geleistet. Dabei half man den Landwirten beim Mähen der Wiesen und beim Einbringen der Heuernte. Durch die Mitarbeit auf den verschiedenen Höfen möchte die Bauernjugend Passeier den Bauersleuten in ihren schwierigen Situationen helfen und somit ein Zeichen der Solidarität setzen. Der Dienst am Nächsten ist stets eine persönliche Bereicherung für jeden Helfer und veranlasst die Mitglieder der Bauernjugend Passeier auch zukünftig weitere Arbeitseinsätze zu starten. Ursula Pixner

wurde das Referat Jugend im AVS gegründet. Dazu wurde eine tolle Zeitung herausgegeben, die die letzten 50 Jahre Jugendarbeit im AVS Revue passieren lässt und passend zur Vollversammlung ausgeteilt wurde. Als Highlight der diesjährigen Versammlung wurde nach Abschluss des offiziellen Teiles für die Jugendführer eine Musikgruppe organisiert, wo alle mitsingen, das Tanzbein schwingen konnten uns sich noch köstlich amüsierten. Die AVS-Jugend St. Leonhard sorgte neben vielen organisatorischen Angelegenheiten bei der Versammlung auch für das leibliche Wohl. Hiermit sei allen Jugendführern gedankt, die so tatkräftig mitgearbeitet haben und somit zum erfolgreichen Ablauf dieser Veranstaltung beigetragen haben. Ursula Pixner

avs-jugend

Vollversammlung der LandesjugendführerInnen Mitte November fand im Vereinshaus von St. Leonhard die Vollversammlung der LandesjugendführerInnen der AVS-Jugend statt. Dies ist das oberste Organ der AVS-Jugend und setzt sich aus allen JugendführerInnen und JugendführeranwärterInnen in Südtirol zusammen. Zurzeit zählt die AVSJugend auf Landesebene cirka 7500 Mitglieder. Über 300 Jugendführer organisieren in fast allen der über 90 Sektionen Hüttenlager, Wanderungen und verschiedene andere Aktionen für Kinder und Jugendliche. Dabei ist die Aus- und Weiterbildung der Jugendführer von großer Bedeutung. Eine gute und qualitativ hochwertige Ausbildung im erlebnispädagogischen und alpintechnischen Bereich ist Voraussetzung, um als Jugendführer mit Kindern und Jugendlichen in unseren Bergen unterwegs zu sein. So stand im Mittelpunkt der Veranstaltung die Vorstellung der geplanten Kurse und Projekte fürs Bergjahr 2009, der Tätigkeitsrückblick, Verleihung der Jugendführerabzeichen und Ehrungen und die Abstimmung zur Einführung der Bezirke. Durch das neueingeführte Bezirksgremium der AVSJugend sollten unter anderem die einzelnen Jugendgruppen auf Bezirksebene besser vernetzt werden und die Anliegen der einzelnen Ortsgruppen an die Landesjugendführung weiterleitet werden. Grund zum Feiern hatte die AVS-Jugend auch im Jahr 2008, denn vor 50 Jahren

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Gutes Gelingen!

bäuerinnen

Festtagstorte Wir Bäuerinnen backen viele verschiedene Süßigkeiten und dass wir uns auch mit Malen und Zeichnen weiterbilden, ist kein Geheimnis. Wir malen nicht auf Papier oder Leinwand, sondern auf Torten, mit Schokolade und Zuckerglasur. Beim Tortenverzierkurs im November, lernten wir die Technik kennen. Unter der Anleitung von Anna Pichler wurden verschiedene Motive ausgearbeitet. Die Teilnehmerinnen waren mit großem Interesse dabei. In Gedanken sah jede ihre Lieblingstorte schön verziert auf dem Weihnachtstisch stehen. Martha Raffl

„A ondre Onsicht“ Joe, de guetn oltn Zeitn, ach, i betrocht se liabr vi weitn. I bin recht frohe, dass i in mein isilierten Haisl do sitz, dass i nit zi kolt hon und vour Hitze nit schwitz; des isch frieher gonz ondrt giwesn, wenn min hot in Bett drin Reimmichl gilesn zem hots dr in Winter afn Bett inner gschniebm und vin Buach heibm Frostpingl außergetriebm. Bi di Fenster hot der Wind inner giblosn, die Beidne sein kolt giwesn wie a gfrourner Wosn. Es mog schun recht nett sein de oltn Haisler heint onzischaugn, obr dass de eper a nou zin drin wohn sollitn taugn, sell wert holt a frommer Wunsch vi a Poor bleibm, außer man will mit Giwolt in Fortschritt meidn. Wer sich lei mit spitzige Dachler onfreintn konn, der isch heintzitogs wirklich uanseitig dron. Zwui soll mir in de Haiser nit amol a nuie Form gebm, sie umbauen und planin, dass sie a passn zi an modernin Lebm. Es wert heint schun oft hektischer und lauter sein, obr decht dunkn de Nuiheitn foscht an jedn fein. Wer tat eper nou af an guatn Essen verzichtn, stott togtäglich Brennsuppe und Muas onzirichtn. Wer tat liaber vi Honte waschn, kuen Fernseh, kuen Fohrzuig, zi Fueß uminondr latschn. Und Doktr und Spitol, i dorf gor nit dron denkn, kuene Weiß’n, de uan Erste Hilfe zualenkn. Mit Wehen sein de Mammin oft Kilimeter weit gongin und hobn nor nou gemiast um in Poppile bongin. Sou viele sein gstorbn, weils foscht kuane Doktr hot gebm, nor sog mr nou uaner: „Joe sou isch holt’s Lebm“. I tat holt um kuen Geld der Welt tauschn, liebr tue i in de friehern Gschichtn lei lauschn und hoffn, dass galing a Umdenkn kimp, und min die Jugend und in Fortschritt, nit olm sou kritisch untr die Lupe nimp. Man dorf holt nit lei schimpfn und wettern und vi de guatn oltn Zeitn tettern. Man konn heint a nou’s Glick in Leben findn, und di Nuiheitn gschickt in sein Leben inbindn. Selleweign losmer se ruhen in Frieden, de guetn oltn Zeitn, mir leben heint und ietz; i betrochtse holt liabr vi weitn. Gertraud Pamer

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gesundheit & soziales

hilfsaktion

Weihnachten im Schuhkarton „Weihnachten im Schuhkarton“ ist die größte christliche Kinderhilfsaktion weltweit, die heuer bereits zum achten Mal in Südtirol stattfindet und mit eurer Mithilfe auch dieses Jahr wieder zu einem großen Erfolg wurde. Ein riesengroßes Vergelts Gott an jeden einzelnen Passeirer „Packtlpacker“, der sich die Mühe machte einen Schuhkarton mit Spielsachen, Hygieneartikeln, Schulsachen, Bekleidung, Süßigkeiten und anderen schönen Dingen zu füllen, um Kindern, denen es nicht so gut geht wie uns, eine unvergessliche Weihnachtsüberraschung zu bereiten. In Passeier wurden insgesamt 481 Schuhkartons und über 1.200 Euro Spendengelder für den Transport der Weihnachtspakete gesammelt! Ein toller Erfolg, denn hinter jedem Schuhkarton steht ein glückliches, lachendes Kind, das die Alltagssorgen für einen kurzen Moment vergessen und sich unbeschwert freuen kann. Ein besonderes Dankeschön gilt allen, die sich tatkräftig am Gelingen der

Weihnachtspakete für Armenien

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Die Firmenleitung und ihre Mitarbeiter bedanken sich bei allen Kunden für die gute Zusammenarbeit und das erwiesene Vertrauen. Wir wünschen allen ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Familie Gufler

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Geschenksaktion beteiligt haben. Besonders erwähnen möchte ich Kathrin Rassler und all ihre fleißigen Mithelfer, die zahlreiche schöne Weihnachtsgeschenke gekauft und verpackt haben. Ebenso hilfsbereit war Gaby Winkler, die eine große Auswahl an Kleidungsstücken aus ihrem Warenbestand bereitgestellt hat. Ein großes Dankeschön geht auch an Isabella Lanthaler, die die Aktion im Hinterpasseier bekannt machte und dort viele Geschenke und Spendengelder sammeln konnte. In ganz Südtirol konnten heuer ungefähr 2.600 Pakete gesammelt werden. Diese gehen zusammen mit den Schuhkartons aus Österreich nach Armenien. Armenien ist ein sehr armes Land; ein Binnenstaat im Kaukasusgebirge, das im Westen an die Türkei, im Norden an Georgien, im Osten an Aserbaidschan und im Süden an den Iran grenzt. Im Winter wird es dort sehr kalt und das Leben der armen Bevölkerung wird noch härter. Den meisten fehlt es sogar an den lebensnotwendigen Grundbedürfnissen und besonders die Kinder leiden Not, da ihre Kleidung unzureichend ist, das Essen minderwertig und die Behausungen nicht ausreichend warm sind. Für die zahlreichen Waisenkinder ist es noch schlimmer: Ihnen fehlt darüber hinaus auch noch die Wärme und Liebe einer eigenen Familie. Für diese Kinder ist „Weihnachten im Schuhkarton“ ein Zeichen der gelebten Nächstenliebe, da ein Mensch irgendwo auf der Erde an sie denkt und ihnen neue Hoffnung schenkt. Weihnachten wird im orthodoxen Christentum, dem die Mehrheit der Armenier angehört, am 6. Januar gefeiert. Oftmals ist dieser liebevoll gefüllte und verpackte Schuhkarton das erste und einzige Weihnachtsgeschenk, das die Kinder in ihrem Leben erhalten. Gut vorstellbar, wie groß ihre Freude ist und wie glänzend ihre Augen strahlen, beim Auspacken des lang ersehnten Geschenks.

Auch wenn diese Aktion „nur ein Tropfen auf den heißen Stein“ bedeutet, können wir trotzdem alle zusammen etwas bewirken und den Kindern und auch uns selbst ein gutes Gefühl schenken. Denn … würde ein einzelner Wassertropfen denken, er wäre unnötig, so gäbe es keinen Ozean! In diesem Sinne wünsche ich allen fleißigen, großen und kleinen „Geschenkepackern“, im Namen der Organisation „Geschenke der Hoffnung e.V.“ und all der beschenkten Kinder, ein schönes, besinnliches Weihnachtsfest und bedanke mich vielmals für die große Beteiligung. Dagmar Praxmarer

verbraucherzentrale südtirol

Kondominiumfibel online Welche Aufgaben hat der Verwalter? Welche Mehrheit braucht es, um den nachträglichen Einbau eines Aufzugs beschließen zu können? Kann ich mich einfach von der zentralen Heizanlage abtrennen und autonom heizen? Wann können Streitfälle in Kondominiumsangelegenheiten von der neu eingerichteten Schlichtungsstelle – die erste in Italien – geschlichtet werden? Seit wenigen Wochen können sich die MiteigentümerInnen in Mehrfamilienhäusern – besser bekannt als Kondominien – über ihre Rechte und Pflichten informieren. Der neue Ratgeber der Verbraucherzentrale, der im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Kabinettsangelegenheiten entstanden ist, nennt sich Kondominiumfibel. Die kostenlose Kondominiumfibel ist unter www.verbraucherzentrale.it/ 17v26253d41155.html abrufbar. Es besteht auch die Möglichkeit in den Ratgeber Ein-

sicht zu nehmen: in der Bezirksgemeinschaft und beim Verbrauchermobil zu den unten angeführten Beratungszeiten. Lästige Telefonanrufe – was nun? Die italienische Aufsichtsbehörde für den Datenschutz geht endlich gegen illegal angelegte Datenbanken vor: Seit Jahren ist vom Gesetzgeber anerkannt, dass der Schutz der Privatsphäre es Unternehmen verbietet, Verbraucher ungewollt zu Werbezwecken anzurufen. Bisher ist aber wenig dagegen geschehen. Jetzt wurden eine Reihe von Unternehmen abgemahnt, darunter Wind, Tele 2, Fastweb, Tiscali und Sky. Damit ist ein wichtiger Schritt fürs Abstellen der Belästigungen durch unaufgeforderte Anrufe getan. Aber aufgepasst: Das Aus ist nur gewährleistet, wenn VerbraucherInnen nicht leichtfertig ihre Zustimmung zu Werbeanrufen bei verschiedenen Vertragsabschlüssen geben. Termine: jeweils am letzten Freitag eines jeden 2. Monats in Passeier; St. Martin und St. Leonhard. Zusätzliche Informationen erhalten Sie über die monatliche Informationszeitschrift der Verbraucherzentrale. Edeltraud Kaserer Kiebacher

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vereinigung

Konsortium Seniorendienste Passeier Wainichtn niamr vrschtian Soulong miar nou Muas und Brennsuppe hobn gimegg und ginoglte Schuache und a gflickts Giwont ongilegg. Und wialongmr nou hobn Aufmarialaitn keart und ins ums Kirchngian aanou biteart, zem, Hailond und Rettr, Hear Jesu Chrischt, zem hobmr nou vrschtontn wos „Wainichtn isch“. Anna Lanthaler Foto: Anna Lanthaler

Naserhof

Mit der Unterzeichnung der Gründungsurkunde am 15. Oktober 2008 durch die drei Passeirer Bürgermeister wurde das neue Konsortium „Seniorendienste Passeier“ rechtskräftig. Das bedeutet, dass die Altersheime St. Barbara in St. Leonhard und St. Benedikt in St. Martin jetzt in einem Konsortium zusammengefasst sind und eine gemeinsame Verwaltung und Führung haben. Diesem rechtlichen Schritt gingen viele Überlegungen und Aussprachen zwischen Vertretern der Gemeinden und Altersheimverwaltungen und schließlich einhellige Beschlüsse der drei Gemeinden voraus. Bisher waren beide Heime eigene Körperschaften: St. Barbara war ein Konsortialbetrieb, dem die drei Gemeinden angehörten; St. Benedikt unterstand direkt der Gemeindeverwaltung St. Martin. Zur Zusammenlegung haben sich die drei Gemeinden aus mehreren Gründen entschieden. So können z. B. in den Bereichen Einkäufe, Wartelisten, Personaleinteilung und Weiterbildung Synergien genutzt und Doppel-

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ergänzungen

Hermann Pirpamer, Willi Klotz, Paolo Dalmonego, Konrad Pfitscher und Hans Schwarz bei der Unterzeichnung der Gründungsurkunde am 15. Oktober 2008

gleisigkeiten vermieden werden. Aber auch in der Pflege und Betreuung können gemeinsame Konzepte entwickelt und so das Wohnen und Leben der Senioren optimiert werden. Durch die gemeinsame Leitung lassen sich sicherlich auch die Verwaltungsabläufe verbessern. Daneben sollen aber weiterhin die hauseigenen Merkmale berücksichtigt und beibehalten werden. Das neue Konsortium beschäftigt ca. 75 MitarbeiterInnen und versorgt und pflegt 73 BewohnerInnen. Die Führung obliegt der Vollversammlung, vertreten durch die drei Bürgermeister des Tales, sowie dem Verwaltungsrat, dem Hans Schwarz als Präsident vorsteht, sowie Franz Angerer aus St. Martin und Franz Wieser aus Moos. Die Leitung des Konsortiums hat seit August 2008 der Direktor Erwin Lorenzini aus Lana übernommen. Ihm zur Seite stehen die Pflegedienstleiterinnen Johanna

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Oberprantacher in St. Martin und Petra Mükusch in St. Leonhard. Die Aufgaben des Direktors bestehen vor allem in der Geschäftsführung beider Häuser und in der Umsetzung der vorgegebenen Ziele. Er leitet das Personal und koordiniert deren Tätigkeiten und Dienste, sodass sie auch weiterhin ihre wichtige Arbeit als Lebensbegleiter der älteren Menschen bestmöglich erfüllen können. Für die Zukunft soll das Konsortium Passeier seine Aufgabenbereiche erweitern, z. B. mit der Führung der Seniorenwohnungen, Seniorenmensa, Tagesbetreuung, Kurzzeitpflege usw. und damit Dienste für die Senioren vernetzen. Rosmarie Pamer, Hans Schwarz, Erwin Lorenzini

neeblin 1 Rauch entwickeln 2 (Zigaretten, Pfeife) rauchen nëider|saitig, neader|saitig nordseitig, auf der Schattseite noodblsealig an der Nabelschnur entzündet (von jungen Kälbchen) nou soufl doppelt so viel(e), huire muan i kriëg mer nou soufl Eertëpfl as wië feert nullai doch, nur (als Aufforderung) gea du nullai [geh du nur] Hailig|groob|kuugl, di, -in bunte beleuchtete Glaskugeln am Heiligen Grab zu Ostern oon|håltn sich für einen Arbeitsplatz anbieten oo|sëtzn (die Rosse) ausspannen oo|stuckn ablängen, (Holz) in gleich lange Stücke schneiden Oo|wasch|schissl, di, -in Schüssel für das Wasser zum Gesicht- und Händewaschen Oo|wasch|soafte, di Toilettenseife oo|wendig måchn abspenstig machen Oon|ggfriërn, s das Festbannen (mit magischen Kräften) der Näschtl Haindl håt s Onggfriërn gikinnt [der N. H. hat die magische Kunst des Festbannens beherrscht] Passeirer Wörterbuch, Harald Haller und Franz Lanthaler, verlag.Passeier, 2004

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schulen & bibliotheken

Der Plotter Bibliotheksleiter Seit mear als dreißg Johr gibs die Bibliothek schun in Plott, und mear als zwanzg Johr ischis her, dass der Rinner Arnold die Leiting zem ibernommin hot. Viele hundert Biacher sein seitdem durch seine Hänte gongin, und viele Stundn sein mit inbintn, beschriftn und registriern vergongin. Sou viel zi Lesn gibs, die Auswohl isch groass, iber die Bliamler und Bame, iber die Hennin und die Goass’. Oub iber Gsundheit, Baschglin, Gortn oder ibers Kochn derhuam, der Arnold hot ollm s’Richtige gfundn, fi die Groassn und fi die Kluan. Voll sein die Regale mit Kinderbiacher, Krimis und olle meiglichn Gschichtn, Heimat- und Liebesromane, olls hot er gemiast fi seine Leser richtn. A fi die Mander isch viel Interessants derbei ibern Fischn, Bergsteign und die Jagerei. Noch sou viele Johr zwischen de gonzn Biacher mocht der Arnold niamer weiter, und gib sein Amtl o, als Plotter Bibliotheksleiter. Er werd die Bibliothek niamer weiter verwoltn, ober zin Glick bleib er ins dechtersch als Mitorbeiter erholtn. Die Karin und die Margit hobn sich entschlossn, seine Orbit zi ibernemmin, sie winschn sich, dass a weiterhin sou viele zin Ausleichn kemmin. Mir hoffn, der Arnold hot ollm offene Oarn fi insere Frogn, und mir mechtn ihm fir seine longjährige Orbit uanfoch Danke sogn! Margit Schwarz

SchülerInnen bastelten für die Missionsgruppe

grundschule st. martin

Projekttag „Martinstag“ Der Martinstag stand heuer an unserer Schule unter dem Thema „Helfen und teilen“. Die Schüler der Grundschule St. Martin bastelten fleißig, um ihre Arbeiten dann für die Missionsgruppe zu verkaufen. Der Erlös wurde gespendet, um obdachlosen Kindern zu helfen. Die Schüler der 4. Klassen betreuten den Stand. Die Schüler der 3. Klassen hatten am vorhergehenden Tag Brot gebacken, um es nach der Messe, die von den 5. Klassen gestaltet wurde, auszuteilen. Auch am Nachmittag bemühten sich die Schüler sehr, um zu „helfen“. Sie rannten beim Martinilauf mit und versuchten das vorgegebene Zeitlimit einzuhalten. So konnte jeder Schüler einen Jeton im Wert von 3 Euro „errennen“, der von den Kaufleuten von St. Martin gespendet wurde. Auch diese Summe kommt einer bedürftigen Familie zugute. Den Abend des Martinstages ließen die ersten und zweiten Klassen mit ihren leuchtenden Laternen beim Martinsumzug ausklingen. SchülerInnen der Grundschule St. Martin

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ich wünsche euch ein schönes Christkindl euer Hase Lotti

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In jeder Zeile, in jeder Reihe, in jedes Viereck die Zahlen 1 bis 6 einbauen.

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gratulationen

Geburten vom 27. 9. 2008 bis 26. 11. 2008 Gemeinde St. Martin in Passeier 30. 10. 2008 Matthias Pichler, Dr.-Hillebrandt-Weg 11. 11. 2008 Niklas Waldner, Samerweg 16. 11. 2008 Selma Göller, Garberweg Gemeinde St. Leonhard in Passeier 8. 10. 2008 Marcel Heidegger, Silbergasse 9. 10. 2008 Emma Hofer, Schlattach 23. 10. 2008 Lea Langebner, Schlossweg 10. 10. 2008 David Pabst, Kohlstatt 21. 10. 2008 Lisa Pfitscher, Schweinsteg 21. 10. 2008 Simon Pichler, Weingartweg

Jahrgang 1958

jahrgang 1958

Die Liënrter 58er feiern Ganze 36 „50-Jährige“ aus der Gemeinde St. Leonhard feierten am 15. November gemeinsam ihren runden Geburtstag. Um 18 Uhr gestalteten wir den Abendgottesdienst in Walten mit.

Anschließend gingen wir in die Alpenrose zum gemütlichen Aperitif. Beim Auerhof servierte uns danach die Claudia ein zünftiges Abendessen und wir feierten und tanzten bis in den frühen Morgen. Wir hoffen und wünschen uns, dass wir noch viele solcher gemütlicher Jahrgangstreffen erleben werden. Monika Bacher

Gemeinde Moos in Passeier 27. 9. 2008 Benjamin Graf, Pfelders 17. 10. 2008 Svenja Kofler, Platt 1. 11. 2008 Lia Trompedeller, Dorf 8. 11. 2008 Gabriel Waldner, Am Sand 9. 11. 2008 Anika Ennemoser, Rabenstein 26. 11. 2008 Gabriel Pirpamer, Pill

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sport eröffnung

ranggeln

Langlaufloipe in Innerhütt

Erfolgreiches Saisonende im Ranggeln

Ab Anfang Dezember möchten wir alle Langlauffreunde wieder nach Innerhütt einladen. Der Langlaufsport erfreut sich im Passeiertal immer größerer Beliebtheit und die Verantwortlichen der Sektion SkiLanglauf geben sich große Mühe, dass sich alle Sportsfreunde an bestens präparierten und gepflegten Loipen erfreuen können. Die Piste erstreckt sich heuer wieder über fünf Kilometer und ist ein tolles Freizeitangebot vor allem für Familien mit Kindern und Jugendliche, welche so Freude, frische Luft und Gesundheit in der freien Natur tanken können. Abendliches Langlaufen im Flutlicht der Nachtbeleuchtung bietet die Loipe in Innerhütt jeden Dienstag und Donnerstag von 17.30 bis 21.30 Uhr. Zudem kann im Gasthaus Innerhütt die Langlaufausrüstung ausgeliehen werden. Die Saisonkarte 2008/09 kostet 25 Euro und ist wie üblich im Gasthof Innerhütt und bei den Passeirer Raiffeisenkassen erhältlich. Weiterhin kann die übliche Langlauf-Tageskarte zu einem Preis von 3 Euro im Gasthof Innerhütt erworben werden. Wir wünschen allen viel Spaß beim Langlaufen in Innerhütt! Elisabeth Gögele

Am 20. Oktober fand bei schönstem Herbstwetter auf der Festwiese von St. Martin das 4-Länder-Abschlussranggeln statt. Höhepunkt der Austragung war das Länderrangeln zwischen Salzburg, Tirol, der Schweiz und Südtirol. Im Vergleichskampf konnte Südtirol überraschend hinter Salzburg den 2. Platz belegen. Dieser unerwartete Erfolg ist vor allem den beiden Psairer Spitzenrangglern Siegmar Lamprecht und Gottfried Pichler (Haselstaude) zu verdanken. Siegmar gewann außerdem im anschließenden Preisranggeln den 1. Platz in seiner Klasse. Auch in der Schüler- und Jugendklasse, wo Marcel Haller, Florian Gufler und Valentin Hofer sich spannende Kämpfe lieferten, gab es kleine Überraschungen. Benjamin Pichler konnte am Ende in der Klasse 14 bis 16 Jahre souverän den 1. Preis für sich entscheiden. Auch in der Seniorenklasse gab es ein großes „Comeback“ von Rudolf Kofler, der sich nach längerer Pause wieder in den Ring wagte und prompt den 3. Platz in der 3. Klasse gewann. Zwei Wochen zuvor wurde in Krimml/ Salzburg, bekannt durch seine wunderschönen Wasserfälle, das Alpencupfinale ausgetragen. Hierbei konnte wiederum Benjamin Pichler den 1. Platz erzielen. Stolz präsentierte er daheim seine erste große Trophäe, eine handgefertigte „Kuhschelle“, die in seiner bisherigen Sammlung fehlte.

Eine Woche später fand in St. Jakob im Ahrntal das große Kirchtagsranggeln statt. Alle Psairer Teilnehmer konnten sich unter den ersten drei platzieren. Hier die Ergebnisse: 6 – 8 Jahre: 3. Platz Marcel Haller (Prantach) 10 – 12 Jahre: 3. Platz Valentin Hofer (Fartleis) 14 – 16 Jahre: 2. Platz Benjamin Pichler (St. Martin) Senioren 1. Klasse: 1. Platz Siegmar Lamprecht (St. Martin) 2. Platz Gottfried Pichler (Haselstaude) Beim anschließenden Hogmoarrangeln belegte Gottfried Pichler den 3. Platz. Rückblickend kann gesagt werden, dass für die Psairer Ranggler das Jahr 2008 ein erfolgreiches Jahr war. Insgesamt nahmen die Sportler an 25 Ranggelveranstaltungen teil und gewannen über 70 Pokale. Außerdem wurden über 9.000 Fahrtkilometer zu den jeweiligen Veranstaltungen zurückgelegt. Alle Ehre wurde dem Verein durch den Titel des „Alpenländerkönig“ zuteil, den Lamprecht Siegmar in Virgen/ Tirol erkämpfte. Nun gibt es eine Winterpause, damit im Frühjahr wieder mit neuer Kraft und Energie gestartet werden kann. Der Rangglverein Passeier wünscht allen aktiven Rangglern und Mitgliedern einen erholsamen Winter und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Alberich Pichler

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Eisturm Rabenstein vollständig erneuert Vor fünf Jahren haben Florian Lanthaler und Reinhard Graf einen ausgedienten Baukran gekauft und in Rabenstein eingeeist, damit sie ihrer großen Leidenschaft – dem Eisklettern – auch vor der Haustür nachgehen konnten. Jedes Jahr haben die beiden gemeinsam mit den Mitgliedern des in der Zwischenzeit gegründeten Vereins „Eisturm Rabenstein“ die Anlage mit viel Einsatz und Freude erweitert. Im vergangenen Sommer wurde der alte Eisturm abgetragen und eine neue Anlage aus dem Boden gestampft, die zu den modernsten und spektakulärsten Eiskletteranlagen Europas zählt. Neben einem 25 Meter hohen, senkrechten Eisturm gibt es jetzt einen 14 Meter hohen Zylinder, der durch horizontale Kletterpassagen, zahlreiche Überhänge und technisch anspruchsvolle Quergänge ergänzt wird. Bis zu 18 Kletterer können sich gleichzeitig auf den „eisigen Riesen“ wagen. Geöffnet ist der Eisturm jeden Dienstag

und Freitag ab 19 Uhr, sonntags kann ab 14 Uhr eisgeklettert werden. Für Gruppen ab sechs Personen wird die Anlage auch außerhalb der Öffnungszeiten aufgesperrt. Termine können mit Reinhard Graf (348 7562362, info@eisklettern.it) vereinbart werden. Die Ausrüstung, wie Pickel, Klettergurt und Helm, kann vor Ort ausgeliehen werden. Hannes Kröss

wettkampf

Eiskletterelite in Rabenstein Auf der Südtirolkarte ist Rabenstein ein kleiner, bedeutungsloser Punkt. Am 3. und 4. Jänner 2009 wird die 230-Seelen-Ortschaft allerdings für zwei Tage zum Mekka der Eiskletterszene: Beim „Icefight“ kämpfen die 20 besten Eiskletterer der Welt um die Meriten. Eisklettern hat sich in den vergangenen Jahren auch als Wettkampfsportart etabliert. Auf der ganzen Welt werden Wettkämpfe ausgetragen, bei denen sich die Kletterer im Kampf gegen die Stoppuhr

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und die Konkurrenz messen. Erstmals locken auch die Organisatoren vom Verein „Eisturm Rabenstein“ die Crème de la Crème der internationalen Eiskletterszene zu uns ins Passeiertal. Mit Erfolg, denn unter den Teilnehmern wird beispielsweise der Schweizer Extremkletterer Urs Odermatt sein, der seit Jahren zur Weltspitze gehört und bald schon nach dem Weltmeistertitel greifen möchte. Ebenfalls seine Teilnahme angekündigt hat Albert Leichtfried aus Österreich. Er hat mit seiner Erstbegehung „Illuminati“ im Langental in Gröden weltweit für Furore gesorgt – die Route gilt zurzeit als schwerste MehrseillängenMixedroute der Welt. Lange haben die Organisatoren Jakob Gufler und Reinhard Graf vom Verein „Eisturm Rabenstein“ die Top-Eiskletterer nicht überreden müssen, damit sie beim „Icefight“ in Südtirol an den Start gehen werden. Der Eisturm gehört mit seiner Struktur derzeit zu den besten künstlichen Eiskletteranlagen Europas und stellt für die Teilnehmer eine besonders große Herausforderung dar. Neben einem 25 Meter hohen, senkrechten Eisturm gibt es einen 14 Meter hohen Zylinder, der durch horizontale Kletterpassagen, zahlreiche Überhänge und technisch anspruchsvolle Quergänge ergänzt wird. Beim „Icefight“ wird es zwei verschiedene Wettkämpfe geben. Die Königsdisziplin ist das Schwierigkeitsklettern, bei dem jeder Teilnehmer drei Qualifikationsrunden in einer vorgegebenen Zeit klettern muss. Die besten acht Männer und vier Frauen qualifizieren sich für das Finale, das aus einer einzigen Route besteht. Die besten zwei Eiskletterer dieses Finales ermitteln dann im Superfinale den Tagessieger. Als „Schmankerl“ bieten die Organisatoren den Zuschauern den Speedwettbewerb, bei dem es im Vorkampf darum geht, den 25 Meter hohen Eisturm in kürzester Zeit zu bewältigen. Das Finale erreichen die besten 16 Teilnehmer. Im K.o.-System werden die beiden Superfinalisten ermittelt, die um den Tagessieg klettern werden. Hannes Kröss

Vorankündigungen > Weihnachts-Snowboardkurs in Pfelders Der ASC Passeier – Sektion Snowboard veranstaltet vom 26. bis 30. Dezember 2008 einen Weihnachts-Snowboardkurs in Pfelders. Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Anfänger und Fortgeschrittene, sind dazu herzlich eingeladen. Zubringerdienst ist durch den Skibus gewährleistet. Ermäßigter Skipass und Snowboardverleih möglich. Informationen und Anmeldung bei Maria, Telefon 348 0141860. > Sanft-mobil in Pfelders Seit 26. Dezember 2007 ist Pfelders ein verkehrsberuhigter Urlaubsort. Ein Zug und zwei Citybusse sorgen für schnellen und bequemen Transfer zwischen den Parkplätzen, dem Ortskern und den Liften. Skigebiet-Sonderangebote für Talansässige und Kinder: Kinder bis 8 Jahren fahren bei uns kostenlos Ski (geboren nach 1. Dezember 2000), ermäßigte Tageskarten, gestaffelte Preise ab 11 Uhr, 2-Stundenkarte und Vormittagskarte speziell für Passeirer. Nähere Informationen unter www.pfelders.info und www.passeiertal.it > Naturbahnrodel-WM Die Vorbereitungen für die Weltmeisterschaft im Rodeln auf Naturbahn vom 12. bis 15. Februar 2009 auf der neuen Rodelbahn in Bergkristall/Pfelders sind in vollem Gange. Neben den zahlreichen WM-Entscheidungen im Rodeln auf Naturbahn überrascht ein vielfältiges Rahmenprogramm: Eine große Eröffnungsfeier mit Feuerwerk, Nacht-Eisklettern, Langlauf-Sprintrennen und Konzert der bekannten Gruppe „Die Edelseer“; ein Truck mit Videoleinwand, Party-Abend mit den „Highlights“, tolles Shuttle-Angebot für Schulklassen, Prämierung des Malwettbewerbes, WM-VIP-Club und den Versuch für das Guiness-Buch der Rekorde: das Foto mit den meisten Personen mit einer Rodel. Am Samstag, 14. Februar 2009, findet die Verlosung der WM-Lotterie im Zelt statt. Nähere Informationen und laufend aktuelle Beiträge unter www.rvpasseier.com Das OK-Team bedankt sich an dieser Stelle bei allen Sponsoren und freut sich auf zahlreiche BesucherInnen!

> Eröffnung Eislaufplatz St. Martin Am Samstag, den 20. Dezember, lädt die Gemeindeverwaltung von St. Martin alle eislaufbegeisterten Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen zur Eröffnung des neuen Kunsteislaufplatzes auf dem Tennisplatz in St. Martin ein. Um 15 Uhr findet eine kleine Eröffnungsfeier statt, im Anschluss daran Gratis-Eislaufen für alle. Der Eislaufplatz bleibt bis Ende Februar in Betrieb. Öffnungszeiten: Mo/Mi/Do/Fr 14 – 17 Uhr, Sa/So 14 – 18 Uhr, Mi/Fr/Sa 19 – 21 Uhr Saisonkarten Kindergarten/Grundschule: € 20,– Mittelschule/Oberschule: € 25,– Erwachsene: € 30,– Familienkarte: € 60,– Tageskarten Kinder/Jugendliche: € 2,– Erwachsene: € 3,– Schlittschuhverleih! Gemeinde St. Martin > Vorbereitungskurs zur Fischerprüfung Der Landesfischereiverband Südtirol organisiert einen Vorbereitungskurs zur Fischerprüfung. Die Termine der Kurse sind: 7. Februar 2009, 9 – 13 Uhr und 14 – 18 Uhr 12. Februar 2009, 19 – 22.30 Uhr 19. Februar 2009, 19 – 22.30 Uhr Kursort: St. Martin; Referent: Peter Gasser Anmeldung und Information bei Robert Kofler, Telefon 348 5643706 und 0473 645 653 > Leonhardsausstellung 2009 Der Pfarrgemeinderat St. Leonhard beabsichtigt bei der Leonhardsausstellung 2009 eine Fotoausstellung zum Thema „Religiöse Zeichen am Wegesrand“ zu organisieren. Es können dafür Fotos von Wegkreuzen, Gipelkreuzen, „Marterler“, Bildstöcken, Kapellen und anderer religiöser Zeichen aus dem Einzugsgebiet Passeiertal eingereicht werden. Pro Person werden maximal 5 Fotos (nach Möglichkeit in digitaler Form) angenommen. Eine Kommission wird die Auswahl für die Ausstellung treffen. Abgabetermin: Ende September im Widum von St. Leonhard. Der Pfarrgemeinderat St. Leonhard

Die Redaktion des Passeirer Blattes wünscht allen LeserInnen frohe Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr!

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Aus den Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin Öffnungszeiten moos Gemeindeamt: Mo. – Fr., 8 – 12 Uhr; Mo., 14 – 16 Uhr; Sa., 9 – 12 Uhr Minirecyclinghof Moos: Fr., 9 – 10 Uhr; Pfelders: Mi., 14 – 15 Uhr; Platt: Mi., 8 – 9 Uhr; Stuls: Mi., 10 – 11 Uhr; Rabenstein (Dorf): jeden 1. Mo./Monat, 9 – 10 Uhr; Rabenstein (Hütt): jeden 1. Mo./Monat, 10.15 – 11 Uhr Restmüllsammlung: Mittwoch; Rabenstein, Ulfas, jeden 2. Dienstag Biomüllsammlung: Dienstag Arztpraxis Dr. Mair: Mo., Di., Do., Fr., 8 – 12 Uhr; Mi., 15 – 18 Uhr Krankenpflegeambulatorium Platt: Mi., 10.30 – 11 Uhr Elternberatung Platt: Mittwoch, 9 – 10.30 Uhr Bibliothek Moos: Mi. 14.30 – 16.30 Uhr; Do. 17 – 18 Uhr, samstags, sonntags nach Gottesdienst 1 Stunde. Bibliothek Platt: sonntags nach Hauptgottesdienst; Bibliothek Pfelders: Di., 18 – 19 Uhr; Do., 17 – 18 Uhr; Bibliothek Rabenstein: Mi. 9 – 10 Uhr; sonntags nach Gottesdienst; Bibliothek Stuls: sonntags nach Gottesdienst st. leonhard Gemeindeamt: Mo. – Fr., 8 – 12 Uhr; Di., 8 – 12 Uhr, 14.30 – 17.30 Uhr, Sa., 9 – 12 Uhr Minirecyclinghof: Freitag, 8 – 10 Uhr; Samstag, 8 – 11 Uhr; Restmüllsammlung: Di.; Walten, Schweinsteg, Prantach, Mörre, Glaiten, jeden 2. Di.; Biomüllsammlung: Do. Öffentliche Bibliothek: Mo., Mi., Fr., 9 – 12 Uhr, Mo., Di., Do., Fr., 15 – 18 Uhr; Bibliothek Walten: Sa., 17 – 18 Uhr Arztpraxis Dr. v. Sölder: Mo., Mi., Do., Fr., 8 – 12 Uhr; Di., 15 – 19 Uhr Arztpraxis Dr. Zuegg: Mo. – Fr., 8 – 12 Uhr, mit Vormk. Mo. – Fr., 15 – 16 Uhr st. martin Gemeindeamt: Montag – Freitag, 8 – 13 Uhr; Samstag, 9 – 12 Uhr Minirecyclinghof: St. Martin: Freitag, 10 – 12 Uhr; Samstag, 8 – 10 Uhr; Saltaus: Samstag, 8.30 – 9.30 Uhr; Restmüllsammlung: Montag; Matatz, Breiteben, Kalmtal, jeden 2. Montag; Biomüllsammlung: Mittwoch Öffentliche Bibliothek: Mo., Mi., Sa. 9 – 12 Uhr, Do. 17 – 19 Uhr Di. 14 – 16.30 Uhr, Mi., Fr., 15 – 18 Uhr Arztpraxis Dr. Innerhofer: Montag – Freitag, 8 – 12 Uhr Krankenpflegeambulatorium Garber Weg: Di.,Fr., 8 – 10 Uhr Elternberatung Garber Weg: Donnerstag, 8 – 12 Uhr Jugendtreff: Di. – Fr., 11 – 12 Uhr; Di. und Do., 17.30 – 19.30 Uhr; T 0473 641 680 sprengelsitz passeier Verwaltungsdienst: Montag, Freitag, 8 – 12 Uhr; Dienstag, 8 – 12 Uhr, 14.30 – 16.30 Uhr; Mittwoch, Donnerstag, 9 – 12 Uhr Sozialsprengel: Mo. – Do., 8.30 – 12 Uhr, 14.30 – 16.30 Uhr; Fr., 8.30 – 12 Uhr Einstufungsteam Pflegesicherung: Mo. 8 – 10 Uhr, Mi. 14 – 16 Uhr; T 0473 659 272 Blutabnahme: Mittwoch, Donnerstag, 7.15 – 8.45 Uhr, ohne Vormerkung Krankenpflegeambulatorium: Mo., Di., Fr., 8 – 11 Uhr; Mi., Do., 9.30 – 11 Uhr Elternberatung: Dienstag, 8 – 12 Uhr Diätdienst: Vormerk. montags, 10 – 12 Uhr, 14 – 16 Uhr; T 0473 659 520 Dienst für Abhängigkeitserkrankungen: jeden 2. und 4. Di./Monat, 14 – 16.30 Uhr, Vormerkung T 0473 443 299 Zahnarztambulatorium: Mittwoch, 9 – 13 Uhr, 14 – 17 Uhr; Vormerkungen montags, 8 – 12 Uhr; T 0473 264 000 Rehabilitationsdienst: Mo. – Fr., 8 – 12.30 Uhr, 13.30 – 16 Uhr; T 0473 659 533 Hautarzt: jeden 1. + 3. Mi./Monat, 14 – 18 Uhr, Vormerk. Mo. – Fr., 9 – 12 Uhr; T 0473 659 502 Hauspflegedienst: Vormerkungen Mo. – Fr., 8 – 10 Uhr; T 0473 659 019 Jugendbüro Passeier: Mo. – Fr., M 393 0954681

Termine & Veranstaltungen dezember 26. Preiswatten, Vereinssaal Moos, 9 Uhr [FF Moos] 26. Party, Vereinshaus St. Leonhard, 20 Uhr [Rodelverein Passeier] 27. Dia-Abend mit Kassian und Isidor Plangger, Vereinssaal St. Martin 31. Silvesterprogramm: Gaudirodeln – Silvesterfete, St. Martin jänner 3./4. Internationaler Eiskletterwettkampf, Rabenstein [Eisturm Rabenstein] 9. CD-Präsentation Judit Pixner Quartett, Vereinssaal St. Martin [BA St. Martin] 10. Märchenstunde, Eltern-Kind-Treff St. Martin, 15 Uhr [Bibliothek St. Martin] 10. Ball, Vereinssaal St. Martin [Goaßlschnöller] 14. Sparparty, Mittelschule St. Martin, 20 Uhr [BA St. Martin] 17. Ball, Vereinssaal St. Martin [Braunviehzuchtverein] 22. Vortrag: Wie spreche ich mit meinem Kind über Sexualität, Mittelschule St. Martin, 20 Uhr [Schulsprengel, Elternrat St. Martin] 24. Seminar: Fit für eine gelingende Beziehung, Mittelschule St. Martin, 9.30 – 17.30 Uhr [KFS St. Martin] 24. Ball, Vereinssaal St. Martin [Goaßzuchtverein] 25. Preiswatten, Vereinshaus St. Leonhard, 13.30 Uhr [Bäuerinnenorganisation] 28. Sparparty, Mittelschule St. Martin, 20 Uhr [BA St. Martin] 31. Jahreshauptversammlung AVS – Sektion Passeier, Vereinshaus St. Leonhard februar 1. Einkehrtag der Frauen, Vereinshaus St. Leonhard, 14 Uhr [KFB St. Leonhard] 7. Preiswatten, Vereinssaal St. Martin, [Arbeitsgemeinschaft für Menschen mit Behinderung] 11. Vortrag: Mit Bachblüten zu innerer Harmonie, Mittelschule St. Martin, 19.30 Uhr [Bäuerinnenorganisation St. Martin] 12. – 15. Naturbahnrodel-Weltmeisterschaft, Bergkristall 19. Kaffeekränzchen, Vereinshaus St. Leonhard, 14 Uhr [KFB St. Leonhard] 24. Faschingsfeier, Vereinssaal St. Martin, 14 Uhr [KFS, Bibliothek St. Martin] 24. Faschingsball, Vereinshaus St. Leonhard, 20 Uhr [ASC Passeier – Fußball] 28. Märchenfrühstück für die ganze Familie, Vereinssaal St. Martin, 9 – 12 Uhr [BA St. Martin] märz 2. Vortrag: Kreatives Sparen im Haushalt, Mittelschule St. Martin, 20 Uhr [KVW St. Martin] 14. Seminar: Mit Oma und Opa, Mittelschule St. Martin, 14 – 18 Uhr [BA St. Martin]

recyclinghof passeier (mörre) Dienstag, Donnerstag, 14 – 17 Uhr; Samstag, 8 – 11 Uhr

Termine & Veranstaltungen können per Telefon (T 0473 656 239) und per E-Mail (passeirerblatt@passeier.it) mitgeteilt werden

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Passeirer Blatt