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Februar 2013 | Nr. 145

paraplegie Das Magazin der Gönner-Vereinigung der Schweizer Paraplegiker-Stiftung

Einmal Artistin, immer Künstlerin Silke Pan bleibt ihrer Lebensart auch im Rollstuhl treu 35 Jahre GöV | Männer in die Pflege | Ein Tag mit Peter Hochreutener


Der neue JahrhundertJahrgang ist da.

«Der DON PASCUAL 2010 ist für mich auch ein Olympiasieger.» Heinz Frei Mehrfacher Paralympics-Sieger Leichtathletik

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Editorial

Liebe Leserinnen und Leser

I

n der Auseinandersetzung um das zweite Massnahmenpaket der 6. IV-Revision haben die Behindertenorganisationen jüngst eine wichtige Etappe gewonnen. Der Nationalrat

stimmte sowohl einem Teilungsantrag als auch einem Vorschlag zum neuen stufenlosen

Rentensystem zu. Das bedeutet: die Kürzung der Kinderrenten, die Streichung von Reise­­kosten-, Verpflegungskosten- und der Übernachtungskosten-Entschädigungen sowie die Neuregelung des Rentenzugangs werden in eine dritte Vorlage eingebracht. Zudem wird das neue stufenlose Rentensystem haushaltsneutral ausgestaltet. Vor allem gibt es eine ganze Rente weiterhin ab einem Invaliditätsgrad von 70%, und nicht erst ab 80%. Abgelehnt hat der Nationalrat hingegen die von Bundes- und Ständerat beschlossene Schuldenbremse. Man erkannte den «Konstruktionsfehler»: Einmal drin, kommt man nicht mehr raus. Dies hätte zu einem Auseinanderdriften der AHV- und IV-Renten und zur unsinnigen Situation geführt, dass ein IV-Rentenbezüger bei Erreichen des AHV-Alters mehr bekäme als vorher. Die erwähnten Verbesserungen verdanken die Menschen mit einer Behinderung einem erfolgreichen Lobbying ihrer Interessen-Vertreter sowie der Unterstützung von Sozialminister Alain Berset. Er hatte die Splittung der Vorlage im Bundesrat durchgebracht. Hilfreich in der gesamten Debatte waren auch positive Finanzperspektiven. Die IV wird demgemäss auch nach dem Wegfall der Zusatzfinanzierung nie mehr unter Null fallen. Ebenso können die Schulden beim AHV-Fonds bis 2027 vollständig getilgt werden. Die nächste Runde eines langen Kampfes findet im Ständerat statt. Deren Ausgang ist ungewiss. Die Schweizer Paraplegiker-Stiftung wird sich jedoch weiterhin mit ganzer Kraft für eine vernünftige Lösung einsetzen. Andernfalls bliebe uns nur der Umweg über ein Referendum!

Daniel Joggi Präsident Schweizer Paraplegiker-Stiftung

IMPRESSUM: Paraplegie. Das Magazin der Gönner-Vereinigung der Schweizer Paraplegiker-Stiftung, www.paraplegie.ch 37. Jahrgang | Ausgabe: Februar 2013 / Nr. 145 | Erscheinungsweise: vierteljährlich in Deutsch, Fran­zösisch und Italienisch | Gesamtauflage: 1’042’000 Exemplare | Auflage Deutsch: 926‘000 Exemplare | Copyright: Abdruck nur mit Genehmigung der Herausgeberin und der Redaktion. Herausgeberin: Gönner-Vereinigung der Schweizer Paraplegiker-Stiftung, 6207 Nottwil, sps@paraplegie.ch | Verantwortlich: Schweizer Paraplegiker-Stiftung, Unternehmenskommunikation, 6207 Nottwil | Redaktion: Roland Spengler (Leitung), Christine Zwygart | Bild: Walter Eggenberger, Beatrice Felder, Astrid Zimmermann-Boog, redaktion@ para­plegie.ch  | Layout /Vorstufe: Regina Lips, Karin Distel, Michael Kling | Anzeigen: Fachmedien Axel Springer Schweiz AG, 8021 Zürich, info@fachmedien.ch | Vorstufe/Druck: Swissprinters AG, 4800 Zofingen

Paraplegie, Februar 2013 |

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Inhalt

Bild Swiss Paralympic

 7 News Verdienter Lohn: Edith Wolf-Hunkeler und Tobias Fankhauser (Bild links mit Bundesrat Ueli Maurer) wurden für ihre Erfolge bei den Paralympics 2012 speziell ausgezeichnet.

10 porträt Silke Pan bezauberte einst in ganz Europa als Akrobatin – bis sie vom Trapez stürzte und querschnittgelähmt liegen blieb. Ihre Kreativität lebt die zierliche Frau aus der Westschweiz nun als Ballonkünstlerin und Komödiantin aus.

14 Reportage – Handeln statt abwarten

I m Schweizer Gesundheitswesen zeichnen sich Engpässe beim Pflegepersonal ab. Was tun? Abwarten, im Ausland rekrutieren oder selber die Initiative ergreifen? Das SPZ Nottwil handelt, mit dem Plan, mehr Männer einzubinden. Die Vorzüge liegen auf der Hand. Stellen in der Pflege sind krisensicher, Karrierechancen gut und die Arbeitsbedin­ gungen können familienfreundlich gestaltet werden.

22 Zur Sache

 or 35 Jahren wurde die Gönner-Vereinigung V der Schweizer Paraplegiker-Stiftung gegründet. Heute ist sie wichtigster Pfeiler des Leistungs­netzes für die ganzheitliche Rehabilitation querschnittgelähmter Menschen.

Mitgliederausweis

80.999.999

Herr Max Mustermann

2013

28 Praxis Von kleinsten Erregern können in Spitälern grösste Gefahren ausgehen. Im SPZ Nottwil gibt es daher konsequente Hygiene-Massnahmen, die Patienten und Mitarbeitende vor Infektionen schützen.

32 Mein Tag im Rollstuhl

Peter Hochreutener ist passionierter Musiker. Der 64-Jährige aus Goldach SG sieht darin eine Therapie für sich, aber auch für seine Schüler.

34 Finale

Ansichten zum Thema «Zusammenarbeit unter Medizinern» von Martin Senn.

Paraplegie, Februar 2013 |

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Vorbeugen ist besser. Druckstellen (Dekubitus) treten bei Menschen mit Querschnitt­ lähmung häufig auf. Umso wichtiger ist ihre Verhinderung oder frühzeitige Behandlung.

Fortschritte im Kampf gegen Dekubitus Die Empa – Swiss Federal Laboratories for Materials Science and Technology (Dübendorf ZH), die Firma Schöller Medical AG (Sevelen SG) und das Schweizer Paraplegiker-Zentrum (SPZ) Nottwil haben gemeinsam ein neues Bettlaken zur Bekämpfung von Druckgeschwüren (Dekubitus) entwickelt. Von dieser Krank­ heit häufig betroffen sind ältere, immobile Menschen sowie auch Querschnittgelähmte. Ihr Hautgewebe ist wegen fehlender Bewegung nicht ausreichend durchblutet. Dadurch erhöht sich das Risiko der Bildung von Geschwüren, die im schlimmsten Falle zu lebensbedrohlichen Situationen führen können. Mediziner und einschlägige Industrie beschäftigen sich schon länger mit Fragen der Verhinderung von Dekubitus bzw. dessen Linderung. Nebst spezialisierter Pflege und plastischer Chirurgie helfen dabei auch Matratzen mit wechselnden Druckverhältnissen.

Positive Effekte verspricht nun auch – vergleichsweise günstige – Bettwäsche. Sie besteht aus HightechKunstfasern mit einer neuartigen Punktrasteroberfläche. Deren Vorteil liegt in geringerer Kontaktfläche, d.h. weniger Berührungspunkten mit der Haut sowie mehr Leerräumen für die Aufnahme von Feuchtigkeit. Nach ausgiebigen Labortests folgte die klinische Erprobung, für die sich 20 Patienten im SPZ Nottwil zur Verfügung stellten. Während rund 18 Monaten wurden bei ihnen regelmässig Durchblutung, Rötungen, Elastizität und Feuchtigkeit betroffener Hautpartien kontrolliert. Die Ergebnisse fielen erfreulich aus: Die Testpersonen schwitzten weniger, die Durchblutung ihrer Haut verbesserte sich und sie fühlten sich zudem wohler als auf herkömmlichen Laken.

Antreibende Ideen Tauchen im Rollstuhl Experten hielten Tauchen im Rollstuhl bis dato für unmöglich. Nun sind sie von der britischen Künstlerin Susan Austin des Gegenteils belehrt worden. Nach langem Tüfteln mit Hilfe von Ingenieuren und Tauchkollegen ist ein geeigneter Unterwasser-Rollstuhl entstanden. Angetrieben von zwei Propellern verfügt dieser auch über eine Flosse, die Stabilität verleiht und unkontrollierte Drehungen verhindert.

6 | Paraplegie, Februar 2013

Das iHomeLab der Hochschule Luzern (Technik und Architektur) ist an einem internationalen Forschungspro­ jekt mit dem Titel «iWalkActive» beteiligt. Mit einem Aufwand von drei Millionen Euro sowie in Zusammen­ arbeit mit Partnern in der Schweiz, Österreich und Schweden soll der «Rollator der Zukunft» entwickelt werden. Basis bilden ein Elektroantrieb sowie moderne Kommunikations-Technologien. Das Gefährt soll so geländegängig sein und – via integrierten Tabletcomputer – leichten Zugriff auf Navigationshilfen, Infor­ma­tionen unterwegs, Notfallsysteme und Ähnliches gestatten.


News

Blick in die Zukunft Die Fondation Suisse des Téléthèses (FST) begab sich anlässlich ihres 30-jährigen Bestehens auf eine kleine Tournee. Letzte Station war das SPZ Nottwil, wo über 150 Teilnehmer auch einen Blick in die Zukunft der Kommunikationstechnologie für Menschen mit Behinderungen werfen konnten. Prof. Roger Gassert (ETH Zürich) präsentierte dabei wahrhaft fantastische Möglichkeiten in der Anwendung von Brain Computer Interfaces. Gemeint sind damit Schnitt- und Schaltstellen zwischen Hirn und Computer. Den abschliessenden Höhepunkt bildete der Auftritt der AphaSingers (Basel). In dem kleinen Chor singen Menschen, die an Aphasie – cere­ bral bedingten Sprachstörungen – leiden. Die in Neuenburg ansässige FST wird seit Gründung von der Schweizer Paraple­giker-Stiftung (SPS) unterstützt und verfügt landes­weit über mehrere Beratungsstellen; eine davon in Nottwil.

Bild Photopress/Alexandra Wey

Krönung eines Erfolgsjahres Bei der Verleihung der Credit Suisse Sports Awards 2012 stand neben vielen anderen auch Edith Wolf-Hunkeler (Dagmersellen LU) im Rampenlicht. Die 40-jährige Rollstuhl-Leichtathletin wurde für ihre herausragenden Leistungen bei den Sommer-Paralympics in London – Gewinn von vier Medaillen, davon eine goldene, zwei silberne und eine bronzene – mit der Auszeichnung «Schweizer Behindertensportlerin des Jahres» belohnt. Die Ehrenplätze belegten Heinz Frei (Etziken SO) und Marcel Hug (Nottwil LU), wogegen Sandra Graf (Gais AR), obschon Paralympics-Siegerin im Handbike-Zeit­fahren, zum Erstaunen vieler nicht einmal nominiert worden war. Für Edith Wolf-Hunkeler (Bild), die vorher schon, während der Swiss Tennis Indoors in Basel, eine Trophäe als «Behindertensportlerin des Jahrhunderts» bekommen hatte, war es der siebte Titel dieser Art seit 2001. Dass 2012 das bisher beste Jahr in ihrer Laufbahn werden könnte, hatte sich so allerdings nicht abgezeichnet. Denn die Luzernerin, inzwischen auch Ehefrau und Mutter, musste auf dem Weg zurück an die Weltspitze in verschiedene Rollen schlüpfen und litt zudem an lästigen Verletzungen. Tobias Fankhauser prämiert Die zu den Schweizer Teams an den Olympischen Spielen und an den Paralympics gehörenden Athleten wurden bei einer Abschlussfeier im Beisein von Sportminister Ueli Maurer geehrt. Dabei wurde dem jungen Handbikefahrer Tobias Fankhauser (Hölstein BL) der Swiss Paralympic Newcomer Award überreicht. Die Anerkennung galt dem 2. Platz des Tetraplegikers im Strassenrennen der Klasse H1 in London und seinem nie nachlassenden Trainingseifer.

Splitter Die Mitglieder des Swiss Paralympic Ski-Teams unter Chefcoach Björn Bruhin stecken der­zeit in den letzten Vorbereitungen für die in La Molina (Spanien) stattfindenden Alpin-Welt­ meisterschaften. Im Vorfeld des wichtigsten Wettkampfes der Saison 2012/2013 schürten ihre Leistungen im Weltcup teils berechtigte Hoffnungen auf den Gewinn von Medaillen. Als einer der derzeit stärksten Fahrer in der Klasse Sitting bewies sich Christoph Kunz (Reichen­ bach BE). Der Paralympics-Sieger 2010 in der Abfahrt glänzte in Sestriere (Italien) mit zwei Erfolgen im Riesenslalom und feierte danach – bei den ersten Weltcup-Rennen für Behinderte in St. Moritz – einen weiteren Sieg sowie einen zweiten Platz in der gleichen Disziplin. Der 30-Jährige gehört damit auch zu den Anwär­tern auf einen Spitzenrang im Gesamtweltcup. Rollstuhlsport Schweiz (RSS) hat einen neuen Nationaltrainer für Rollstuhl-Leichtathletik. Er heisst Beat Fäh, ist Theaterregisseur wie auch diplomierter Spitzensport-Trainer. Vorgänger Roland Giger hatte nach vier Jahren demissio­ niert, arbeitet aber, in anderer Funktion, weiterhin für RSS. Zum dritten Mal in Serie gewann Marcel Hug den Rollstuhl-Marathon in Oita (Japan). Der Schweizer distanzierte die Einheimischen Yamamoto und Hokinoue um fünf Minuten und mehr. Vierter wurde Heinz Frei. Dieselbe Plat­zie­rung erreichte Patricia Keller (Waltenschwil AG) im Rennen der Frauen, das Wakako Tsuchida (Japan) für sich entschied.

Paraplegie, Februar 2013 |

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News

Aussergewöhnliches geleistet Zum 20. Mal bereits ehrte die Schweizer Paraplegi­ ker-Stiftung (SPS) Ende des vergangenen Jahres zwei Menschen im Rollstuhl für besondere Lebensleistun­ gen. Eine fünfköpfige Jury vergab die Auszeichnung für 2012 an Jean-Marc Berset (Bulle FR) und Walter Mehr (Schenkon LU). Gemeinsamkeiten trotz Unterschieden Die beiden Preisträger sind Persönlichkeiten mit ganz unterschiedlicher Biografie, gemeinsam sind ihnen aber Lebensfreude, Zuversicht und der starke Wille, aus einer schwierigen Situation das Beste zu machen. «Er ist eifrig und ein richtiger Kämpfer. Wenn er et­ was im Kopf hat, dann hält ihn nichts davon ab.» Mit diesen Worten charakterisierte Stiftungsratspräsident Daniel Joggi den 52-jährigen Paraplegiker Jean-Marc Berset. Wie wahr. Der Freiburger, seit 1983 nach einem Autounfall im Rollstuhl, ist Inhaber einer Bäckerei-Konditorei, in der er und seine Frau tagtäglich selber anpacken, er ist Ehemann, Vater zweier Söhne und seit je ein leidenschaftlicher Sportler, der ganz nebenbei immer wieder Zeit gefunden hat, Weltmeister und Paralympics-Medaillengewinner, zuletzt in der Disziplin Handbike, zu werden. Jean-Marc Berset freute sich sichtlich über die Würdigung: «Dieser Augenblick bedeutet mir viel und ist sehr bewegend.» Walter Mehr war ob der unverhofften Ehre genauso gerührt: «Ich bin fast sprach­ los und freue mich sehr!», sagte der 58-jährige Tetraplegiker, bevor er sich bei vielen und ganz besonders seiner Frau Rita bedankte. Sie hatte schon zwei Söhne geboren und war erneut schwanger, als ihr Mann 1983 auf einer Baustelle schwer verunglückte. Das Leben des gelernten Zimmermannes und seiner Familie änderte sich danach komplett. Der stille, geduldige, bescheidene Luzerner liess sich von vielen Hindernissen im Alltag jedoch nie entmutigen. Mit Schreibarbeiten stieg er wieder ins Erwerbsleben ein. Heute ist Walter Mehr in der Abteilung Kultur und Freizeit der Schweizer Paraplegiker-Vereinigung (SPV) tätig und gilt als Experte für Tetra-Entlastungswochen, die er mehrmals pro Jahr begleitet.

Vorbilder im Rollstuhl. Walter Mehr (links) und Jean-Marc Berset (rechts) wurden als «Querschnittgelähmte des Jahres» 2012 ausgezeichnet. In der Mitte: Daniel Joggi, Präsident der Schweizer Paraplegiker-Stiftung.

Agenda 2013 16. – 23. Februar WM Rollstuhl-Curling, Sotschi (Russland) 18. – 28. Februar WM Ski Alpin, La Molina (Spanien)

Neuer Erlebnis-Park In Luzern sollen bald die Arbeiten zum Bau eines hindernisfreien Natur- und Abenteuer-Parks für Menschen im Rollstuhl beginnen. Auf rund 2500 Quadratmetern sind eine Hängebrücke, ein Karussell, eine Baumkronenplattform usw. geplant, um Kindern und Jugendlichen mit Behinderung, auf spielerische Art, belebende Erfahrungen zu ermöglichen und unverkrampfte Begegnungen unter allen zu fördern. Initiantin des Projekts ist die Stiftung Rodtegg. Die Kosten werden auf rund eine Million Franken veranschlagt, je zur Hälfte von der Stiftung und privaten Geldgebern getragen. Die Eröffnung der neuar­tigen Freizeiteinrichtung ist für 2014 vorgesehen.

5. – 12. März Weltcup-Final Ski Alpin, Sotschi (Russland) 24. Mai 8. Nottwiler Wundforum SKINTACT SPZ Nottwil 2. Juni Rollstuhl-Marathon und Handbike-Rennen Oensingen 5. – 7. Juni ESCIF-Kongress , GZI Nottwil 15./16. Juni Kids Camp, SPZ Nottwil


PortrÄt

Kunst aus Luft, Latex und viel Liebe Silke Pan fesselte ihr Publikum einst als Akrobatin, Schlangenfrau und Luftkünstlerin. Doch dann stürzte das zierliche Kraftpaket aus der Romandie bei einer Trapeznummer ab – seither sitzt sie im Rollstuhl. Heute lebt die Künstlerin ihre Kreativität und Fantasie in Dekorationen aus Ballons aus. Text: Christine Zwygart | Bilder: Beatrice Felder

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I

hre Hände gleiten dem schlangenförmigen Ballon entlang, an der richtigen Stelle klemmt sie ihn ab und dreht den Latexschlauch dann so lange um die eigene Achse, bis der Sektor dicht ist. Silke Pan formt aus dem apfelgrünen Schlauch in Windeseile eine Hand für die ausserirdische Dame, die da vor ihr auf dem Tisch liegt. «Ein gutes Augenmass hilft, die richtigen Proportionen zu finden. Der Rest ist Fantasie», sagt die Künstlerin. Das Geschäftshaus Littoral Centre in Allaman VD verwandelt sich nach und nach in ein Universum: von der Decke hängen Astronauten, ein Geschwader Ufos greift an, im Hinter-

grund pulsiert ein Raumschiff und ein Alien mit langen Tentakeln schlängelt sich um die Verkaufsstände. 45’000 Ballons verarbeitet die 40-Jährige mit ihrem Team zu einem begehbaren Weltraum. Die Ideen zu den Figuren hat sie gemeinsam mit ihrem Lebens- und Geschäftspartner Didier Dvorak, 50, entworfen. Wie immer, wenn eine so grosse Dekoration im Entstehen ist, geht’s hektisch zu und her. «Gewisse Ballons kamen zu spät, andere in schlechter Qua­ lität», erzählt Didier. Egal – das Kunstwerk muss termingerecht fertig sein. Die Kompresser laufen auf Hochtouren, pressen Luft in die

Bunte Welt. Silke Pan arrangiert das Jupe einer ausserirdischen Dame im Einkaufszentrum Littoral. Immer an ihrer Seite: Chizu-Hündchen Wendy (Bild links). Zeichnungen helfen beim Formen der gewünschten Figuren (Bild oben).

Latexschläuche, aus denen die zehn Ballonkünstler dann die vorgegebenen Figuren formen. Zeichnungen helfen, damit die Kons­ truktionen am Schluss so aussehen, wie sie das Chef-Duo gerne hätte. Silke und Didier sind ein starkes Gespann. Gemeinsam sind sie früher als Artisten durch die Welt gereist, haben Trapez- und Akrobatiknummern in Freizeitparks und Zirkussen vorgeführt. Bis zu jenem Tag im Herbst 2007. Hoffnungsvolle Karriere Schon als Mädchen liebte Silke das Turnen, Tanzen und Trampolinspringen. «Alles was mit Körperbeherrschung zu tun hatte, fiel mir leicht.» So absolvierte sie bereits früh Lehrgänge an Zirkusschulen. Aufgewachsen ist die gebürtige Deutsche in der Westschweiz, mit 18 Jahren zog sie dann nach Berlin, wo sie die staatliche Ballettschule und Schule für Artistik besuchte. «Ein Lebenstraum ging für mich in Erfüllung.» Mit dem Diplom im Sack reiste Silke Pan samt Wohnwagen durch ganz Europa, arbeitete im Zirkus, Freizeitpark, bei Modeshows, Openair-Festivals oder im Variété-Theater. «Ich war auf dem aufsteigenden Ast», erinnert sie sich. Das Glück schien perfekt, als sie während eines Engagements auf den Artisten Didier Dvorak traf. Die beiden passten gut zusammen; beruflich wie privat. Viele neue Duo-Nummern entstanden, das Paar genoss hohes Ansehen. In der Saison 2007 arbeiteten die beiden in einem Freizeitpark in Rimini, Italien, und zeigten dort ihre Luftnummer. «Wir fühlten uns in Hochform und unsere Zukunft war mit interessanten Angeboten gesichert», erzählt Silke. Nach dem Ende der Saison passten die beiden ihre Darbietung auf die Wünsche des nächsten Auftraggebers an. Die Kostüme waren fertig, die Proben fast beendet. Dann passierte der fatale Unfall: «Beim Üben einer Trapez­

Paraplegie, Februar 2013 |

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Porträt Andere Kunstform. Silke Pan und ihr Partner leben noch heute in einem Wohnwagen – wie früher, als sie noch als Akrobaten in ganz Europa unterwegs waren (Bilder oben). Gemeinsam mit Didier Dvorak formt sie heute Figuren und Gebilde aus Ballonen, wie beispielsweise eine Bar samt ausserirdischer Bedienung (Bilder unten).

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«Ich fühlte mich nackt und verloren» figur rutschten wir, Didier konnte mich nicht mehr auffangen und ich stürzte auf den Steinboden.» Silke Pan brach sich dabei Rücken und Schädel. Nach einer ersten Operation in Italien wurde sie ins Schweizer ParaplegikerZentrum (SPZ) nach Nottwil gebracht. «Als ich nach Tagen wieder zu Bewusstsein kam, überfiel mich die grausame Wahrheit.» Die Jahre harter Arbeit, die Träume – alles war weg. «Ich konnte nicht mehr gehen, fühlte mich nackt und verloren.» Zerplatzte Träume «Akrobatik war unsere Leidenschaft», sagt Silke Pan noch heute und montiert der ausserirdischen Dame einen Jupe aus Ballons. Damit sie besser arbeiten kann, lässt sich ihr Rollstuhl in eine stehende Position aufrichten. Gute drei Monate vor der Ausstellung haben Didier und sie begonnen, Ideen für Figuren und Skulpturen zu sammeln. Sind diese Pläne umsetzbar? Wenn ja: Wie viele Ballons von welcher Farbe und Grösse müssen bestellt werden? Rund 600 Stunden Arbeit sind nötig, bis die Fantasiewelt steht. Zerplatzt sind manche ihrer Träume – doch etwas aus dem Artistenleben hat sich das Duo Pan-Dvorak bewahrt: die beiden leben noch heute in einem Wohnwagen. «Wir kennen nichts anderes», sagt Silke. Der neue Caravan ist etwas grösser, damit sie sich mit dem Rollstuhl darin bewegen kann. An ihren «neuen Körper» hat sich Silke aber bis heute nicht gewöhnt. «Er vollbrachte einst wundervolle Kunststücke, war mein Freund. Heute ist er mir fremd.» Über sechs Monate verbrachte sie in der Rehabilitation in Nottwil, haderte mit ihrem Schicksal, fragte sich das Unvermeidliche: Wieso war das passiert? Was habe ich falsch gemacht? Die Antworten fand sie nicht, aber jahrelanges, hartes Training hat seine Spuren hinterlassen. So gab

es nur eine Devise für die Akrobatin: Weitermachen! Lächeln, auch wenn es innerlich schmerzt. Nicht loslassen, auch wenn die Kräfte schwinden. Kopf hoch, stolz bleiben. «Dies war das Einzige, was ich aus meinem vorigen Leben mitnehmen konnte.» Neue Perspektiven Nach dem Klinik-Austritt war das Paar ratlos. «Wir mussten ein neues Leben aufbauen, einen Beruf finden, uns irgendwo niederlassen», erzählt Silke. Doch darauf waren die beiden nicht vorbereitet. Und so taten sie, was sie am besten konnten: eine neue Nummer entwickeln. Didier, der Artist und Ballonkünstler, entwarf einen Rollstuhl mit Flügeln, verzierte die Show mit Ballons. Die Saison 2009 arbeitete das Duo in einem Freizeitpark in Italien. «Die Vorstellung war erfolgreich, aber für mich war es nicht mehr dasselbe», umschreibt Silke diese Auftritte. Diese Künstlerin im Rollstuhl hatte nichts mehr mit der strahlenden Artistin von einst zu tun. «So wollte ich mich nicht verwirklichen.» Deshalb entschloss sich Silke, eine Ausbildung als Ballonkünstlerin zu absolvieren. Inzwischen hat sich das Duo in der Szene einen Namen gemacht. «Als Artisten haben wir das Kreative in uns. Das passt», meint sie. In Aigle VD hat das Paar eine Halle gekauft, die als Werkstätte dient. Und Silke kann sich sogar vorstellen, in der Nähe eine Wohnung zu suchen. «Das wäre das erste Mal seit 17 Jahren, dass ich einen festen Wohnsitz hätte.» Das Duo tritt auch wieder auf – in einer humoristischen Nummer als Mini-Tell und seine Frau Taglia Tell, samt Elektromobil und Plüsch-Bernhardiner. Die zwei können für Anlässe engagiert werden. «Diese Auftritte mag ich sehr. Wenn ich in diesem

Starkes Duo. Silke und Didier haben ihrem Leben neuen Sinn und Inhalt gegeben.

kleinen Auto sitze, sieht niemand, dass ich querschnittgelähmt bin.» Und Silke macht auch wieder Sport, fährt erfolgreich Handbike. In der letzten Saison nahm sie an zwölf nationalen und internationalen Rennen teil und erreichte jedes Mal einen Platz auf dem Podest, neun Mal sogar Gold. «Irgendwie kann ich so mit dem Rollstuhl sogar Frieden schliessen.» Die Arbeiten am Ballon-Weltall sind im Endspurt. Noch ist das Raumschiff nicht fertig und dem Oktopus-ähnlichen Wesen fehlt das zweite Auge. «Das wird schon», meint Didier gelassen. Silke nickt und weiss, am Schluss ist alles so, wie es sein muss. Wenn die Scheinwerfer angehen und sich alle Augen auf das Duo richten, sind die zwei parat. Wie früher im Rampenlicht. Gelernt ist eben gelernt.

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14 | Paraplegie, Februar 2013


Reportage

Für Männer auch geeignet Die Pflege ist eine weibliche Domäne. Doch der sich verschärfende Personalmangel im Gesundheitswesen verlangt nach mehr Förderung von Männern in diesen Berufen. Das Schweizer Paraplegiker-Zentrum (SPZ) Nottwil setzt sich intensiv mit dieser Thematik auseinander und ergreift konkrete Massnahmen. Zwei Männer – ein erfahrener Pflegefachmann und ein Lernender – erzählen aus dem Klinik­alltag. Und wie es ist, in einem Frauenberuf Fuss zu fassen.

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Reportage

Text: Christine Zwygart | Bilder: Walter Eggenberger

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ie Pflege ist fest in Frauenhand. Rund 85 Prozent der Angestellten in diesen Berufen sind weiblich; das ist im Schweizer Paraplegiker-Zentrum (SPZ) Nottwil nicht anders. In der Pflege-Strategie steht, dass das SPZ für genug Berufsnachwuchs sorgen will. Dazu gehört, Lernende auszubilden, aber auch neue Segmente zu bearbeiten, wie beispielsweise vermehrt Männer für diesen Job zu gewinnen. Für viele Patienten ist es eine neue Erfahrung, wenn ein Pflegefachmann die Betreuung übernimmt – aber keine unangenehme. Fast nur gute Erfahrungen hat André Harre gesammelt, der seit knapp drei Jahren im SPZ arbeitet: «Nach der ersten Begegnung ist mein Mannsein kein Thema mehr. Da zählt vielmehr das Vertrauen zwischen den Patienten und mir.» Ähnlich tönt es in den Stationszimmern. Männer sind gut für den Teamgeist. Die Zusammenarbeit gestaltet sich konstruktiv. Oder wie der 26-jährige Deutsche es ausdrückt: «Wir Männer bilden einen ruhenden Pol unter den vielen Frauen.» Mangel an Pflegenden zeichnet sich ab In den nächsten Jahren kommt ein massiver Engpass beim Fachpersonal auf Spitäler und Heime zu. Die Menschen werden immer älter, im Gegenzug ist die Anzahl Geburten stagnierend. Dies hat zur Folge, dass immer weniger junge Menschen in der Pflege auf immer mehr pflegebedürftige Patienten treffen. Gemäss Schätzungen von Experten benötigt die Schweiz im Jahr 2020 rund 13 Prozent mehr Pflegende als heute. Deshalb befasst sich die Pflegeleitung im SPZ intensiv mit der Frage, wie sie dem sich abzeichnenden Mangel entgegentreten kann. Eine Idee ist bestechend einfach: mehr Männer für diesen Beruf begeistern. Anders als in vielen Spitälern sind die Patienten in Nottwil grösstenteils Männer – nämlich 75 Prozent, davon viele junge Sportler.

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Abwechslungsreicher Job. Pflegefachmann André Harre (l.) nimmt Tetraplegiker Mathias Studer Blut ab. Mit seinen Arbeitskolleginnen bespricht er den Einsatzplan und die anstehenden Arbeiten (Bilder rechts).

Gerade da liegt die Chance, auch Männern in der Pflege eine sinnstiftende Arbeit zu bieten. «Wir wünschen uns in den Teams einen guten Mix aus Frauen und Männern», umschreibt Reto Schmitz, Leiter Berufsbildung Pflege, das Konzept. Vermehrt sollen Jugendliche angesprochen werden, um ihnen eine Ausbildung im SPZ vorzustellen. «Rekruten sind dazu in einem idealen Alter. Nach dem Militärdienst überlegen sich viele, was sie nun Sinnvolles mit ihrem Leben anfangen sollen.» Genau da möchte die Pflegeleitung einhaken, Hemmschwellen abbauen, die Vor-

züge aufzeigen. Schliesslich sind Jobs in der Pflege krisensicher, die Karrierechancen stehen gut, die Arbeitsbedingungen können familienfreundlich gestaltet werden. Männer, die schon länger in diesem Beruf arbeiten, schätzen genau diese Vorzüge. Ein Wunsch an die Männer Für André Harre war schon immer klar, dass er dereinst mit Menschen arbeiten möchte. Drei seiner Jugendfreunde absolvierten die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger vor ihm. «Durch sie hatte ich Einblick


in den Berufsalltag. Und in Deutschland ist es nichts Besonderes, wenn Männer in der Pflege arbeiten.» An seinem Job gefällt ihm der Kompromiss, den er ständig suchen muss: Dem Patienten gegenüber Einfühlungsvermögen zeigen, ihn aber auch fordern und dazu anleiten, den aufgezeigten Weg zur Genesung anzupacken. «Anfangs war ich oft nervös, da man an viele Sachen gleichzeitig denken muss.» Heute geht André Harre alles viel leichter von der Hand. Er nimmt bei Tetraplegiker Mathias Studer ein Röhrchen Blut ab, wirft gleichzeitig einen Blick auf den Zim-

mernachbarn, prüft anschliessend dessen fast leere Infusionsflasche und schaut beim Verlassen des Zimmers, ob beim Lavabo Ordnung herrscht. «Dieses vernetzte Denken kommt mit der Zeit ganz automatisch.» Eine gute Organisation sei wichtig, sonst laufe er der Arbeit den ganzen Tag hinterher. Im Kopf legt sich der Pflegefachmann einen Plan zurecht, nach dem er dann vorgeht. Einen Wunsch hätte André Harre an die Männer in der Pflege: Sie sollten sich nicht verstecken. Tun sie das? «Ja, irgendwie schon.» In der allgemeinen Wahrnehmung der Gesell-

schaft würden sie kaum existieren, und auch nicht öffentlich auftreten. Woran das liegt? «Vielleicht haben wir noch immer zu grosse Hemmungen, da die Pflege im Allgemeinen als Frauenberuf wahrgenommen wird.» Breite Ausbildungspalette im SPZ SPZ-Ausbildungsleiter Reto Schmitz kennt diese Problematik und den Zwiespalt, der damit verbunden ist. «Mit 16 Jahren ist es spannender zu erzählen, wie man ein Auto aufmotzt, statt aus dem Alltag auf einer Pflege­ station zu plaudern.» Die Gründe, wieso sich

Paraplegie, Februar 2013 |

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Reportage

Solidarität der Generationen Neue Arbeitskräfte gewinnen und bestehendes Personal behalten – nur so lässt sich der drohende Mangel an Pflegefachleuten verhindern. Basierend auf den Zielen einer entsprechenden Strategie, hat sich im Schweizer Paraplegiker-Zentrum (SPZ) eine Arbeitsgruppe intensiv mit der Frage befasst, wie die Mitarbeitenden in der Pflege und in den Therapiebereichen gesund und motiviert bis ins Pensionsalter in ihrem Job verbleiben können. Denn der Alltag in der Betreuung von Querschnittgelähmten bedeutet Schwerstarbeit. Um für die Zukunft gewappnet zu sein, ist im SPZ ein «Generationenmanagement mit Fokus 50Plus» erarbeitet worden. In diesem Konzept sind Ideen enthalten, die es ermöglichen, im Pflegeberuf alt zu werden. So ist beispielsweise denkbar, dass eine Person statt Früh-, Spät- und Nachtschicht nur noch zwei dieser Dienste leistet. «Dadurch verbessert sich die Erholung zwischen den Schichtwechseln», erklärt Christine Schneider Käslin, Leiterin der Arbeitsgruppe. Zudem kann die effektive Pflegearbeit am Bett reduziert, und stattdessen das Weitergeben von Wissen gefördert werden. Die Arbeit in solchen Generationen-Teams ist ein Gewinn für alle: Die unterschiedlichen Kompetenzen von Alt und Jung können so optimal genutzt werden. Ein Drittel der Pflegenden im SPZ sind 45 Jahre und älter. Ihnen soll auf Wunsch die Möglichkeit eingeräumt werden, neue Aufgaben zu übernehmen; beispielsweise Gotte oder Götti für neue Mitarbeitende zu sein, sie zu begleiten, ihnen Wissen weiterzugeben und Erfahrung zu teilen. Mit all diesen Massnahmen hofft die Klinikleitung, die älteren Mitarbeitenden aus Therapie und Pflege bis zur Pensionierung, motiviert und gesund, im Job behalten zu können.

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Transfer. Pascal Moser (l.) hilft Christian Zurbuchen aus dem Bett. Pflegefachmann Stefan Britschgi (r.) unterstützt den Lernenden dabei.

Männer dennoch für diesen Beruf entscheiden, sind vielfältig. So erzählt Adrian Wyss, Leiter Pflegeentwicklung und Bildung im SPZ: Pfarrer, Lehrer oder Arzt sollte er mit der Matura im Sack gemäss seiner Verwandtschaft werden. «Doch ich entschied mich für alle drei auf ein Mal – und lernte Pflegefachmann.» Das SPZ offeriert jedes Jahr verschiedene Ausbildungsplätze in der Pflege. Acht Jugendliche ab 16 Jahren können hier den Beruf als Fachfrau oder Fachmann Gesundheit (FaGe) erlernen. 18 Stellen sind reserviert für Personen, die ein Pflegediplom HF oder FH (Höhere Fachschule oder Fachhochschule) absolvieren möchten. Dazu kommen diverse Plätze für Nachholbildung, Schnuppern und Praktika. Insgesamt sind in der Pflege 75 Lernende und Studierende. Wer nochmals umsatteln möchte, bekommt im SPZ ebenfalls eine Chance. Das gilt auch für jene, die schon im reiferen Alter sind. Voraussetzung sind Interesse an Menschen, arbeiten im Team sowie Belastbarkeit. Ein Job mit Zukunft Einer dieser «Umsattler», allerdings ein junger, ist Pascal Moser. Der 19-Jährige hat seine Schreinerlehre abgebrochen und im Sommer 2012 die Ausbildung zum Fachmann Gesundheit im SPZ begonnen. Er ist begeistert: «Hier habe ich mit Menschen zu tun, nicht nur mit Maschinen.» Der Umgang mit Rollstuhlfahrern ist dem jungen Mann nicht fremd. Sein Grossvater erlitt eine Tetraplegie. Und die Familie bemerkte bald Pascals Talent für die Betreuung. Sein Entscheid, in die Pflege zu gehen, überraschte daher niemanden im Umfeld. Für ihn selber ist wichtig, einen Job mit Zukunft zu erlernen. «Als Mann bin ich in der Klinik, aber auch in der Berufsschule, bestens integriert. Ausserdem profitiere ich von der Erfahrung meines Berufsbildners.» Ein langjähriger Pflegefachmann, der ihm mit


REPORTAGE Michael Steeg ist Dipl. Pflegepädagoge FH und Berufsschullehrer. Im Zentrum für Ausbildung im Gesundheitswesen des Kantons Zürich (ZAG) arbeitet er als Ressortleiter Pflege HF.

Wissen und Können zur Seite steht und ihn durch die Ausbildung begleitet. Fast jeden Tag lernt Pascal etwas Neues dazu. Er wird immer selbstständiger, und die Abwechslung beflügelt ihn. Heute hilft er beim Verteilen des Morgenessens, macht Kaffee, gibt einem Patienten Essen ein. «Manchmal gehen mir die Schicksals-Geschichten schon nahe. Schliesslich verbringen wir viele Stunden mit den Querschnittgelähmten, sprechen auch über ihre Sorgen und Ängste.» Der junge Mann geht einfühlsam ans Werk, betreut Patienten von A bis Z – an der Seite einer ausgelernten Pflegefachperson. Gesunder Personalmix statt Quote Das Pflege-Management ist überzeugt: Wenn es gelingt, vermehrt auch Männer für den Pflegeberuf zu gewinnen, kann dem Personalmangel entgegengewirkt werden. Die Einführung einer Männer-Quote ist im SPZ nicht vorgesehen, gefragt ist ein gut durchmischtes Miteinander. Denn wo Frauen und Männer, Jung und Alt gemeinsam am Werk sind, entstehen die besten Lösungen für Probleme. Und das kommt den Patienten zugute.

«Wie viel ist die Arbeit wert?» Was überzeugt Männer, in den Pflegeberuf einzusteigen? Als Pflegefachmann betreut man Menschen, von Kleinkindern bis zu Hochbetagten; zu Hause, in Psychiatrien, Spitälern oder Langzeiteinrichtungen. Der Beruf ist verantwortungsvoll und man steht eng in Kontakt zu hilfsbedürftigen Menschen. Diese Nähe schafft Beziehung und ermöglicht es tagtäglich, sinn- und wertvolle Arbeit zu leisten. Wie erleben Sie die Integration der Männer in Ihren Klassen? Ich würde sagen, dass es sich hier um eine «Vollintegration» handelt. Die Männer bleiben in den Lern- und Arbeitsgruppen nicht unter sich, sondern arbeiten sehr gerne mit ihren Kolleginnen zusammen. Zum Teil haben sich daraus auch schon gute Beziehungen entwickelt, die über die Ausbildungszeit hinaus halten. Was muss sich ändern, damit mehr Männer in einem Pflegeberuf arbeiten? Das Bild des Berufes in der Gesellschaft.Die demografische Entwicklung wird einen Mehrbedarf an Pflegenden nach sich ziehen. Diese Arbeit muss mehr Ansehen erhalten und höher gewichtet werden. Wichtig ist zudem, Frauen für Kaderpositionen auszubilden und zu gewinnen. Wird der Pflegeberuf in der Gesellchaft generell zu wenig geschätzt und zu schlecht bezahlt? Jeder Beruf wird durch seine Vergütung, aber mehr noch durch sein Ansehen und seine ihm entgegengebrachte Wertschätzung in seiner Attraktivität gesteigert. Grundsätzliche Werte wie die Gesundheit müssen in der Gesellschaft wieder mehr diskutiert werden. Wir alle können davon ausgehen, dass wir nicht nur einmal in unserem Leben auf die professionelle Betreuung durch diplomierte Pflegefachpersonen angewiesen sein werden. Wie viel ist uns diese Arbeit dann wert? Was geben Sie jungen Männern mit auf den Weg, die sich eine Ausbildung oder einen Wechsel in die Pflege vorstellen könnten? Ein Beruf mit Zukunft! Seien Sie mutig und denken Sie daran, dass Sie sehr gefragt sind. In den Pflegeberufen wird es anspruchsvolle und attraktive Arbeitsplätze für Sie geben. Ich persönlich mache rückblickend den Schritt in den Pflegeberuf als entscheidenden Moment in meiner Biographie aus. Ausgehend von dieser Ausbildung habe ich mich persönlich wie beruflich konstant weiterentwickelt. Das ist ein sehr befreiendes und befriedigendes Gefühl.

Theorie. Pflegefachfrau Margrit Jurt erklärt Pascal Moser den Reanimationskoffer.

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Einladung zur

20. Mitglieder-Versammlung Mittwoch, 17. April 2013, 19.00 Uhr Auditorium GZI Seminar- und Kongresshotel, 6207 Nottwil

Traktanden 1. Begrüssung Heinz Frei, Präsident Gönner-Vereinigung 2. Jahresbericht des Präsidenten 3. Informationen der Schweizer Paraplegiker-Stiftung (SPS) Daniel Joggi, Präsident SPS 4. Abnahme der Jahresrechnung 2012 1) 5. Festlegung der Jahresbeiträge 6. Anträge von Vereinsmitgliedern 2) 7. Wahlen in den Vorstand 8. Wahl der Kontrollstelle 9. Informationen 10. Varia 1)

 ie Jahresrechnung 2012 kann ab 30. März 2013 auf www.paraplegie ch/Gönner-Vereinigung/ D Publikationen/Downloads eingesehen oder schriftlich angefordert werden bei: Gönner-Vereinigung der Schweizer Paraplegiker-Stiftung, Guido A. Zäch Strasse 6, 6207 Nottwil

2)

 nträge an die Mitgliederversammlung sind bis 17. März 2013 (Poststempel) einzusenden an: A Gönner-Vereinigung der Schweizer Paraplegiker-Stiftung, Guido A. Zäch Strasse 6, 6207 Nottwil

Anmeldung Mitglieder-Versammlung 2013 Name Vorname Strasse PLZ/Ort Gönnernummer   Ich nehme an der Mitgliederversammlung teil. Bitte senden Sie den Anmeldetalon bis 28. März 2013 an: Gönner-Vereinigung Schweizer Paraplegiker-Stiftung, Guido A. Zäch Strasse 6, 6207 Nottwil. Anmeldung online: www.paraplegie.ch/Gönner-Vereinigung/Mitgliederversammlung.


ZUR SACHE

«Solidarität unterliegt keinen Modeströmungen» Vor 35 Jahren entstand eine einzigartige Solidargemeinschaft zur Verbesserung der Rehabilitation und Wiedereingliederung von Menschen mit Querschnittlähmung: Die Gönner-Vereinigung der Schweizer Paraplegiker-Stiftung. Heute weist sie rund 1,7 Millionen Mitglieder auf und hat an Sinn sowie Anziehungskraft nichts eingebüsst. Text: Roland Spengler | Bilder: Walter Eggenberger/Archiv SPS

S

oviel steht fest: Ohne die Gönner-Vereinigung (GöV) der Schweizer Paraplegiker-Stiftung (SPS) bzw. ohne die Beiträge ihrer Mitglieder hätten Fortschritte in der Rehabilitation und bei der Wiedereingliederung von querschnittgelähmten Menschen in unserem Lande wohl länger auf sich warten lassen. Das weiss kaum einer besser als Heinz Frei, der seit 1978 selber im Rollstuhl sitzt und 2006 zum Präsidenten der GönnerVereinigung gewählt wurde. «Es ist beeindruckend, was innert relativ kurzer Zeit geschehen ist. Die medizinisch-therapeutische Behandlung hat sich enorm verbessert, ebenso die Akzeptanz der Betroffenen in der Gesellschaft und damit auch deren Wiedereingliederung. Das verdanken wir einerseits der Wissenschaft und der Forschung. Vor allem aber haben Solidarität und dauerhafte Unterstützung durch die Bevölkerung den Weg dahin geebnet.» Anderen helfen – selber vorsorgen Am Anfang einer Erfolgsgeschichte standen ein entschlossener Arzt und eine zündende Idee. 1978, drei Jahre nach Gründung der SPS, rief Guido A. Zäch die Gönner-Vereinigung ins Leben. Die Absicht dahinter war, die Tätigkeit der SPS möglichst breit abzustützen und ein finanziell solides Fundament für die ganzheitliche Rehabilitation von querschnittgelähmten Menschen zu schaffen.

22 | Paraplegie, Februar 2013

Mitglieder sollten nach Zächs Vorstellung aber nicht nur Beiträge entrichten und so anderen helfen, sondern – wenn selber von einem schweren Schicksalsschlag getroffen – eine Gegenleistung erhalten. So wurde der Unterstützungsbeitrag geboren, der sich von Anfang an als starker Magnet erwies. Viele junge Menschen betroffen Gesamthaft wurden bisher rund 63 Mio. Franken an Unterstützungsbeiträgen an fast 500 Gönner ausbezahlt, die unfallbedingt eine Querschnittlähmung erlitten. Die jährlichen Ausgaben hierfür unterliegen Schwankungen; belegt ist jedoch, dass sich die Zahl aller Patienten mit unfallbedingter Querschnittlähmung im Schweizer ParaplegikerZentrum (SPZ) Nottwil im Durchschnitt der letzten Jahre nicht verringert hat. Und dass sich in diesem Segment sehr viele junge Menschen finden, bei denen zudem häufig Tetraplegie diagnostiziert wird. «Gerade für jemanden der, sozusagen noch am Anfang des Lebens, eine schwere Wirbelsäulen- oder Rückenmark-Verletzung mit irreversiblen Folgen erleidet, bricht eine Welt zusammen. In einer derart schwierigen, hoffnungslos erscheinenden Situation ist die Soforthilfe von 200’000 Franken, die bei unfallbedingter Querschnittlähmung mit permanenter Rollstuhlabhängigkeit jedem Mitglied zusteht, sehr viel wert», betont Heinz Frei.

Speziell auf Jugendliche und junge Erwachsene zugeschnitten sind denn auch verschiedene Aktivitäten, die von der SPS und anderen Organisationen der Schweizer Paraplegiker-Gruppe (SPG) durchgeführt werden. Kurse, Vorträge, Führungen usw. dienen der Sensibilisierung für die Bedürfnisse von Menschen im Rollstuhl, der Prävention sowie der persönlichen Vorsorge für den schlimmsten Fall. «Unser Ziel ist es, den jetzigen Mitgliederbestand zu halten und diesen mittelfristig zu erhöhen.» Um dies zu erreichen, werden zwei Stossrichtungen verfolgt. Einerseits betrifft es die aufmerksame Pflege der bisherigen Mitglieder mitsamt einem prompten Service, wenn es um deren Anliegen geht. Anderseits ist es ausserordentlich wichtig, die nachfolgende Generation von Sinn und Zweck einer gemeinnützigen Institution für querschnittgelähmte Menschen zu überzeugen. Hierbei setzt man, nebst klassischer Werbung etwa mit Plakaten und Anzeigen, vorrangig auf moderne Kommunikations-Plattformen und -Kanäle. Einige Online-Aktivitäten, die spezifischen Wünschen junger Leute entgegenkommen, gibt es bereits, andere sind in Entstehung. Gesamte Schweiz erschliessen Der immer härter werdende Wettbewerb um Spenden erfordert zudem Massnahmen zur Erschliessung von Potenzial, das generell Sensibilisierung. Auf Führungen, in Kursen und bei Tagen der offenen Türen erfahren Gönner, wofür ihre Mitgliederbeiträge und Spenden eingesetzt werden.


Paraplegie, Februar 2013 |

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ZUR SACHE

brachliegt. Gemeint sind damit einzelne Landesteile, deren Bevölkerung im MitgliederVerzeichnis zahlenmässig untervertreten ist. Im Tessin sowie in der Romandie ist das der Fall und gibt es folglich Chancen auf Zugewinn. Frei: «Die ‹Schweizer ParaplegikerStiftung› verfügt über ein hervorragendes Image und ist in der Deutschschweiz eine fest etablierte Marke. Gleiches peilen wir auch in den übrigen Sprachregionen an, indem wir unsere öffentliche Präsenz dort erhöhen, Partnerschaften eingehen und

zusätzliche Aktivitäten auf anderen Ebenen entfalten.» Wie und in welchem Umfang wird derzeit diskutiert. Eine andere wichtige Zielgruppe sind Unternehmen, denen die Möglichkeit geboten wird, Mitarbeitende im Kollektiv als Mitglieder eintragen zu lassen, sowie Grossspender. Finanzierung vieler Leistungen Die Mitgliederbeiträge – in einer Bandbreite von 60 bis 65 Mio. Franken pro Jahr – sind zweckbestimmt. Sie werden, ausser für die

Auszahlung von Unterstützungsbeiträgen an verunfallte Gönner, insbesondere zur Aufrechterhaltung des einzigartigen Leistungsnetzes der Schweizer Paraplegiker-Gruppe (SPG) für querschnittgelähmte Menschen verwendet. Darunter fallen Akutversorgung und Rehabilitation im SPZ Nottwil; Direkthilfe für Betroffene (Beiträge an Fahrzeuge-, Wohnungs- und Arbeitsplatz-Umbau, Beschaffung von Hilfsmitteln, Aus- und Weiterbildung) durch die SPS; Dienstleistungen zur Wiedereingliederung, etwa durch die

Fünf aus 1,7 Millionen

Häufig Betroffene. Junge Menschen erleiden vergleichsweise oft eine Querschnittlähmung infolge Unfall.

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Endlich wieder

Levin Jordi, geboren am 24. Oktober 2012, gehört mit zu den neusten Mit­glied­ern der Gönner-Vereinigung (GöV). Zusammen mit seinen älteren Brüdern Joel und Julien sowie seinen Eltern wohnt er in Märstetten TG. Vater Patrick war ebenfalls schon früh beigetreten, weil seine Eltern eine Mitgliedschaft gelöst hatten. Wie selbstverständlich, beschlossen er und seine Frau Cornelia nach der Heirat, sich gemeinsam registrieren zu lassen. Die Kinder kamen seit 2006 in Abständen von jeweils drei Jahren hinzu. Fürs Dabeisein gibt es aus Sicht der Jordis mehrere Gründe: «Es tut uns im Innersten gut, nicht nur an uns selber zu denken, und es macht wirklich Sinn, die Schweizer Paraplegiker-Stiftung zu unterstützen. Denn Menschen, die von einer Sekunde auf die andere von einem harten Schicksalsschlag getroffen werden und mit vielen Problemen konfrontiert sind, brauchen Hilfe von solchen Institutionen. Wir hoffen natürlich, dass niemand von uns diese je selber in Anspruch nehmen muss. Aber es ist gut zu wissen, in einem solchen Falle einen kompetenten Partner an seiner Seite zu haben.»

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Einzigartiger Verein Die Gönner-Vereinigung (GöV) der Schweizer Paraplegiker-Stiftung (SPS) ist ein in seiner Art, einzigartiger Verein. Er wird von einem neunköpfigen Vorstand geführt, dem Heinz Frei (Präsident), Barbara Moser Blanc, Vreni Stöckli, Hans Jürg Deutsch, Daniel Joggi, Hans Georg Koch, Peter Landis, Pius Segmüller und Stephan Zimmermann angehören. Der Geschäftssitz befindet sich in Nottwil, wo 15 Festangestellte in den Bereichen Marketing, Fundraising und in der Gönner-Betreuung arbeiten. Ende 2012 zählte die GöV 1,7 Mio. Mitglieder, verteilt auf 900‘000 Haushalte im In- und Ausland. Das heisst auch: 20 % der Einwohner der Schweiz sind dabei. Die Entwicklung seit 1978 verlief erst schubweise, dann kontinuierlich. Schon im ersten Jahr nach der Gründung waren mehr als 50‘000 Haushalte registriert. Die Marke von 500‘000 wurde 1991, jene von 800‘000 im Jahre 2006 überschritten. Der Sofort-Unterstützungsbeitrag für Mitglieder, die unfallbedingt eine Querschnittlähmung mit permanenter Rollstuhlabhängigkeit erleiden, wurde 1979 eingeführt. Er belief sich damals auf 100‘000 Franken. 1992 erfolgte eine Erhöhung auf 150‘000; seit 2008 sind es 200‘000 Franken. Parallel dazu wurden jeweils auch die Mitgliederbeiträge moderat angehoben. Weitere Informationen Gönner-Vereinigung Guido A. Zäch Strasse 6, 6207 Nottwil Telefon 041 939 62 62 sps@paraplegie.ch, www.paraplegie.ch

«Soforthilfe ist sehr viel wert. Vor allem für junge Leute.» Schweizer Paraplegiker-Vereinigung (SPV) sowie die Tätigkeit der Schweizer Paraple­ giker-Forschung (SPF). Sinnvolle Verwendung garantiert «Solidarität, das hat die Vergangenheit gezeigt, unterliegt keinen Modeströmungen», stellt Heinz Frei fest. Das ist beruhigend, denn die Gönner-Vereinigung als tragender Pfeiler einer gemeinnützigen Institution wird es weiterhin brauchen, weil die SPG als Ganzes vor etlichen Herausforderungen und Ungewissheiten steht. Es ist schwer abzuschätzen, welche Auswirkungen die laufenden Veränderungen in der Gesundheits- und Sozialpolitik sowie anderswo letztlich haben werden. «Deshalb», versichert der GöVPräsident, «achten wir auf sinnvollen und gezielten Einsatz der uns anvertrauten Mittel. Massgebend ist der Stiftungszweck. Das heisst, den Auftrag einer hochspezialisierten, kompetenten Behandlung und Begleitung aller querschnittgelähmten Menschen bis ans Lebensende erfüllen. Hier darf es keine Abstriche geben.»

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Wichtige Prozedur. Das Waschen und Desinfizieren der Hände ist für alle Angestellten im medizinischen Bereich unerlässlich. So schützen sie die 28 | Paraplegie, Patienten undFebruar sich 2013 selber.


praxis

Die unsichtbaren Gefahren Jeder Mensch trägt unzählige Erreger mit sich herum. Das ist kein Problem, solange der Körper gesund ist. Bei einem geschwächten Patienten können Infektionen jedoch fatale Folgen haben. Im Schweizer Paraplegiker-Zentrum ist das Bewusstsein für Hygiene deshalb enorm hoch. Text: Christine Zwygart | Bilder: Walter Eggenberger

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as Ereignis ist typisch: Ein Patient erkrankt im Spital an Durchfall. Rasch wird abgeklärt, welcher Erreger daran schuld ist. Erleidet der Zimmernachbar das gleiche Schicksal, sind die Pflegenden alarmiert. Und schlägt das Schicksal gar ein drittes Mal zu, tritt die Hygieneberaterin in Aktion. Vittoria La Rocca sorgt im Schweizer ParaplegikerZentrum (SPZ) Nottwil dafür, dass die Mitarbeitenden sensibilisiert sind, die Hygienemassnahmen einhalten und richtig umsetzen. «Es geht nicht darum, Schuld zuzuweisen», erklärt die Fachfrau. Wichtig sei jedoch, den Zusammenhang zwischen den drei Fällen zu finden und entsprechend zu handeln, damit eine mögliche weitere Übertragung gestoppt werden kann. Vielleicht war mit dem Essen etwas nicht in Ordnung, vielleicht hat der Patient die Erkrankung mitgebracht, vielleicht haben Mitarbeitende die Infektion verschleppt. «Liegt der Fehler beim Personal, analysieren wir den Fall, zeichnen den Ansteckungsweg nach und diskutieren präventive Massnahmen.» Das A und O der Spitalhygiene ist das korrekte Desinfizieren der Hände – zum Beispiel vor und nach Kontakt mit Patienten. Die Prozedur, wann und wie die Mitarbeitenden dies tun müssen, hat die Weltgesundheitsorganisation WHO definiert: 20 bis 30 Sekunden lang werden die Hände, inklusive Handgelenke, mit einem alkoholischen Desinfektionsmittel eingerieben. Nationale Studien ha-

ben gezeigt, dass sich das Spitalpersonal nur zu 53 Prozent daran hält. «Im SPZ erreichen wir immerhin eine Quote von 80 Prozent», sagt Vittoria La Rocca. Mit gezielten Aktionen weist sie unermüdlich darauf hin. Mithilfe der Besucher Ein Spital sauber – sprich keimfrei – zu halten, ist unmöglich. Jeder Mensch bringt auf seiner Haut diverse Erreger und Keime mit. Ist der Körper gesund und im Gleichgewicht, passiert nichts. Bei Kranken können jedoch bereits die eigenen Bakterien eine Infektion auslösen. «Deshalb ist es doppelt wichtig, dass wir unsere Patienten schützen», so die Hygienefachfrau. Beispielsweise auch dadurch, dass sich Mitarbeitende gegen Grippe impfen lassen. Und wer Anzeichen eines grippalen Infekts hat, trägt einen Mundschutz. Das

Wohlergehen der Patienten steht an erster Stelle. Deshalb bietet das SPZ neu einen Bildungsgang Hygiene an. Dieser ist für Personen gedacht, die im Gesundheitswesen arbeiten und ihr Fachwissen vertiefen möchten in Themen wie Prävention von Infektionen, Verhütung von übertragbaren Erregern und Qualitäts-Management in Bezug auf Hygiene (mehr Infos siehe Box). Übrigens: Auch Besucher können mithelfen, die Ansteckungsgefahr zu vermindern. In vielen Spitälern steht Desinfektionsmittel zur Verfügung, um vor und nach dem Besuch die Hände zu reinigen. Wer niesen muss, tut dies in die Armbeuge des Ellenbogens. Und wer Anzeichen einer Grippe hat, verzichtet ganz auf Besuche. Oder wie Vittoria La Rocca treffend sagt: «Hygiene hat viel mit gesundem Menschenverstand zu tun.»

Neuer Bildungsgang Hygiene ab August 2013 Der Bildungsgang zur Fachfrau / zum Fachmann für Hygiene ist berufsbegleitend und umfasst insgesamt 16 Kurstage, verteilt auf ein Jahr. Das Ziel ist die Einführung und Umsetzung der praktischen Infektionsprävention und Hygiene für alle Institutionen im Gesundheitswesen. Angesprochen sind alle Pflegefachpersonen (FaGe, HF, FH). Der Start des Lehrgangs ist voraussichtlich am 22. August 2013, die Kurse finden im Schweizer Paraplegiker-Zentrum (SPZ) in Nottwil statt. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Mehr Infos: www.paraplegie.ch/paracademy

Paraplegie, Februar 2013 |

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Mosaik

Namentlich Prof. Dr. med. Gerold Stucki, Direktor der Schweizer Paraplegiker-Forschung (SPF), ist neuer Foreign Associate des weltweit angesehenen Institute of Medicine der National Academy of Sciences (IMNAS) der USA. Seiner Aufnahme liegen u.a. hervorragende Beiträge zur Förderung der Rehabilitation sowie der Entwicklung und Implementierung der WHO-Klassifikation für Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit zu Grunde. Prof. Dr. med. Jan Fridén, Handchirurg im SPZ Nottwil, und zwei Kollegen sind mit einem Kappa-Delta-Preis der American Academy of Orthopaedic Surgeons (AAOS) und der Orthopaedic Research Society (ORS) ausgezeichnet worden. Der Preis gilt als der wichtigste in orthopädischer Chirurgie und würdigt umfangreiche wissenschaftliche Beiträge, die sich auch mit Verbesserung/ Wiederherstellung von Handfunktionen bei Tetraplegikern befassen. Dr. med. Matthias Strupler, Chefarzt Sport­medizin Nottwil, Leiter Swiss Olympic Medical Center und Präsident der Ärztekommission von Anti-Doping Schweiz, ist seit 1. Januar ehrenamtliches Mitglied einer inter­nationalen Expertengruppe der WeltAnti-Doping-Agentur WADA. Sein Mandat ist auf ein Jahr befristet. Prof. Sara Rubinelli, Ph.D, sowie Prof. Armin Gemperli, Ph.D, Gruppenleiter bei der Schweizer Paraplegiker-Forschung (SPF), sind neu auch als Assistenz-Professoren am Seminar für Gesundheits-Wissenschaften und -Politik der Universität Luzern tätig. Die Berufung in ein 50%-Pensum dort erfolgte durch den Senat der Universität Luzern.

Freiwilligenarbeit belohnt Die UBS hat 2012 weltweit 150 Mitarbeitende für gesellschaftliches Engagement mit dem «Volunteer Award» ausgezeichnet. 37 von ihnen stammten aus der Schweiz und leisteten, unter anderem, auch Freiwilligen-Arbeit im SPZ Nottwil. In ihrem Namen überwies die Bank den Betrag von CHF 1500 als Spende an die Schweizer Paraplegiker-Stiftung.

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Die besondere Spende

Grosszügige Geste Sehr erfolgreich verlief eine Aktion der Gönner-Vereinigung der SPS in Zusammenarbeit mit Rolf Knie und der Rolf Knie Kunst AG für die Leser des Magazins «Paraplegie». Aus dem Verkauf von Accessoires des bekannten Schweizer Künstlers – er geniesst es, in diverse Rollen zu schlüpfen sowie zwischen der Bühne des Circus Salto Natale und seinem Atelier in Mallorca hin und her zu springen – resultierte eine Spende von CHF 32‘600. Ermöglicht wurde dies durch den Verzicht der erwähnten Partner auf einen wesentlichen Teil ihres Gewinns. Wir danken Rolf Knie (Bild) sowie auch Brigitte Neeser, Geschäfts­leiterin Rolf Knie Kunst AG, herz­lich für die grosszügige Geste zu Gunsten von Menschen mit Querschnittlähmung.

Unterwegs für guten Zweck

Begeisterte Besucher Beim traditionellen Adventskonzert der Schweizer Paraplegiker-Stiftung begeisterte ein aus Sängern und Pianisten gebildetes Ensemble des Internationalen Opernstudios des Opern­ haus Zürich mit hervorragenden Darbietungen. Den Künstlern spendeten die Besucher lang­an­hal­tenden Applaus, den Menschen im Roll­stuhl CHF 6850 bei der anschliessenden Kollekte.

An der Jubiläums-Ausstellung der Auto Birrer AG (Sursee) durften Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Während zwei Tagen pinselten und gestalteten sie voller Freude an einem Modell der Marke Hyundai, das danach als Ersatzwagen genutzt wurde. Dessen Vermietung ergab einen Erlös von CHF 2000, den Andreas Birrer, Inhaber Auto Birrer AG, und Roger Bättig, Verkauf, in Form eines Schecks der Schweizer Paraplegiker-Stiftung übergaben.

Erfolgreiche Sammlung 10 Mitglieder des Motorrad-Clubs March-Höfe aus Tuggen (SZ), der die Schweizer Paraplegiker-Stiftung (SPS) seit Jahrzehnten unterstützt, über­ brachten auch 2012 einen Scheck – diesmal in Höhe von CHF 1700. Die Spende war das Ergebnis einer Sammlung anlässlich der traditionellen Töffsegnung.


mosaik

Briefe an die Stiftung

«Freude kaum in Worte zu fassen» Ich möchte mich von Herzen bedanken für den grosszügigen Beitrag an einen Langlaufschlitten. Nachdem ich letzten Winter den Sport ausprobieren konnte, hat mich das «Langlauffieber» gepackt. An einem sonnigen Tag aus eigener Kraft durch eine glitzernde Winterlandschaft zu gleiten, ist einfach herrlich. Menk Lüthi, Brienz BE

Wir sind überglücklich und froh über das neue Auto. Ohne Ihre Unterstützung hätten wir bei Notfällen mit den Kindern jeweils die Ambulanz rufen müssen. Obwohl Darcy die Farben nicht einordnen oder nennen kann, erkennt er unser

Auto auf dem Parkplatz schon von weitem. Gemeinsam haben wir für Sie ein Geschenk gebastelt – wir bedanken uns von ganzem Herzen. Denise und Hanspeter Maurer mit Alain und Darcy Heutschi, Uetendorf BE

Vielen herzlichen Dank für den finanziellen Beitrag der Stiftung an ein neues Elektro-Handbike. Es ermöglicht mir, mich körperlich zu betätigen und zusammen mit Freunden und Familie Touren zu unter­nehmen. Dank der Elektro-Unterstützung kann ich ihr Tempo mithalten, was enorm Spass macht. Katja Hegelbach, Wil SG

Ganz herzlichen Dank für Ihre wertvolle Unterstützung beim Kauf eines Autos. Das Fahrzeug gibt mir Mobilität und damit enorm viel Freiheit sowie Selbstständigkeit zurück, die ich während vielen Jahren vermisst habe. Ich kann meine Freude kaum in Worte fassen. Maria Loss, Buchrain LU

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Paraplegie, November 2012 |

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Peter Hochreutener Der 64-Jährige ist Vater von vier Kindern und lebt mit seiner Frau Helene in Goldach SG. Er erlernte den Beruf eines Maschinenschlossers und arbeitete später als selbstständiger Garagist. 1987 diagnostizierten die Ärzte bei ihm einen Hirntumor, seit einer Operation 2008 sind seine Beine und der linke Arm sowie die Hand gelähmt. Musik spielte in seinem Leben immer eine zentrale Rolle. Noch heute unterrichtet er. Mehr Infos: www.alphorn-unterricht.ch

32 | Paraplegie, November 2012


Mein Tag im Rollstuhl

Musikatelier. Daheim übt Peter Hochreutener auf seinem «Greenhorn». Er sammelt auch Trompeten, Mundharmonikas und Handörgeli.

«Alphornspielen ist für mich wie Therapie» Musik beherrscht sein Leben. Peter Hochreutener aus Goldach SG spielt alle möglichen Instrumente. Am liebsten unterrichtet der 64-Jährige aber Kinder und Jugendliche. Bei ihm lernen sie, wie das Alphorn richtig erklingt – unentgeltlich. Aufgezeichnet von Christine Zwygart | Bild: Walter Eggenberger

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Jeder Mensch braucht ab und zu eine Oase der Ruhe. Meine finde ich am Möttelischloss-Weiher, hier in Goldach. Mit meinem Teleskop-Alphorn aus Karbon sitze ich dann am Ufer, spiele ein paar Stücke. Und übers Wasser kommt das Echo zu mir zurück. Unschlagbar, diese Stimmung. Früher bin ich als Musiker durch die Welt gereist. Mein kürzestes Ständchen gab ich auf dem Roten Platz in Moskau: Nach gerade mal zwei Minuten wurde ich von der Polizei abgeführt. Mehr Freude an meiner Musik hatten die Australier im Parlamentsgebäude in Canberra. Für mich am speziellsten war aber das Spielen in den USA, am Rande des Grand Canyon. Was für ein Echo! Heute kann ich kaum noch reisen. Seit einer Hirntumor-Operation vor vier Jahren sitze ich im Rollstuhl, meine Beine und der linke Arm sowie die Hand sind gelähmt. Nur dank meiner Frau Helene kann ich überhaupt noch in meinem Elternhaus am Paradiesweg leben. Sie sorgte während meines Klinikaufenthalts dafür, dass der Umbau rechtzeitig fertig wurde und ich heute mit dem Elektrorollstuhl in alle wichtigen Räume gelangen kann. Also das muss jetzt mal gesagt sein: So ein Schicksalsschlag ist auch für die Angehörigen eine

enorme Belastung. Helene braucht im Alltag viel Geduld mit mir, denn ich kann Hilfe schlecht annehmen. Kleinere Arbeiten – wie ein abgebrochenes Füsschen ans Alphorn schrauben – schaffe ich mit viel Anstrengung. Nur im Notfall darf meine Frau eingreifen. Meine Stärke ist der ungebrochene Wille. Training mit der Mundharmonika Es ist nicht immer alles so einfach, wie es von aussen aussieht. Dennoch darf man das Leben nicht allzu ernst nehmen. Oder wie ich immer sage: Operiert ist der Tumor, jetzt hats wieder Platz für Peters Humor. Wenn ich aber einen richtigen Hänger habe, dann flüchte ich in die Musik. Sie eröffnet mir eine ganze eigene Welt, und das Alphornspielen wirkt auf mich wie eine Therapie. Früher nannten mich alle «Trompeten-Peter», doch das Blasinstrument verursacht einen enormen Druck im Kopf – das sollte ich heute wegen meiner Kunststoffplatten im Schädel besser sein lassen. Als ich frisch aus der Klinik kam, hatte ich kaum mehr Kraft im Zwerchfell. Mit der Mundharmonika trainierte ich jeden Tag – heute kann ich wieder problemlos musizieren mit Alphorn, Panflöte und halt doch ab und zu ganz, ganz wenig Trompete.

Am meisten Freude bereitet mir der AlphornUnterricht mit den Kindern. Dank grosszügiger Sponsoren kann ich die Musikstunden für 8- bis 16-Jährige unentgeltlich anbieten. Für mich ist es wunderbar zu sehen, wie die Mädchen und Buben durch das Naturinstrument viel entspannter und gelassener werden. Als «Peters Greenhorn-Jugend-Alphorngruppe» geben wir auch Konzerte, spielen traditionelle Melodien und groovige Blues-Stücke. Dazu Piano und Perkussion – einmalig! Zu mir kommen aber auch Menschen mit einem Burnout oder Depressionen. Der Klang des Alphorns ist erdig und beruhigt. Das wirkt wie eine gute Medizin. Am Nachmittag bin ich meistens mit unserem Hund Bergo an der frischen Luft unterwegs. Brav mache ich mehrmals pro Woche Physio- und Ergotherapie. Oder Menschen aus aller Welt kommen vorbei, um mal ein echtes Alphorn zu hören. Mein Musikatelier ist eben weit herum bekannt. Abends im Bett büffle ich noch etwas Englisch, mit einem Buch und einer CD zum Mithören. Ich möchte meine Kenntnisse auffrischen – als ich noch mehr reiste, sprach ich ganz ordentlich. Doch jetzt bin ich etwas aus der Übung gekommen.

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Paraplegie, Februar 2013 |

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Finale

Alternativ- und Schulmedizin konnen sich erganzen...

Martin Senn ist freischaffender Illustrator.

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