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Schweizer Magazin für Ergonomie am Arbeitsplatz und zu Hause

ar l p m e x E G ra ti s n e h m e n

Ausgabe 2010/2011

z u m Mit

...kaum Zeit zum Sitzen Promitalk mit dem Reporter und «Tagesschau»-Moderator Franz Fischlin Report Denz – Innovation und Ergonomie

Medizin & Rücken

Trends & Wissen

Fitness unter der Lupe

Swiss – Ergonomie im Flugzeug


Gesundheit durch intelligente Bewegung Im Med Center

Trainieren statt operieren Informieren Sie sich kostenlos an einer Info-Veranstaltung im Med Center Bern, Basel oder Zürich über: ▶ ▶ ▶ ▶

Was ist Spiraldynamik? Zweitmeinungen für anstehende Operationen Neue Präventionsstrategien Trainingsprogramm

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07/2010/2011 · gesundsitzen

Inhaltsverzeichnis

5 Editorial 6 Lifestyle Denz – eine Firma setzt auf Innovation und Ergonomie

9 Promitalk Franz Fischlini

13 Glosse Sitz grad!

14 Medizin & Rücken Fitness uner der Lupe

14 Medizin & Rücken Fitness unter der Lupe

17 Medizin & Rücken Unser Rücken: Stärken und Schwächen

19 Report Plädoyer für den Lendenwirbelentlaster

22 Medizin & Rücken Ein Tag im Leben von Dr. Tobias Klarer, Chiropraktor

27 Richtig sitzen Der Ratgeber für richtiges Sitzen

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28 Publireportage

Report:

26 Trend & Wissen Sitzen bleiben?

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60 Report Der Nabel der (Gitarren-)Welt liegt in Steffisburg

62 Trends & Wissen Ergonomie – auch bei der Swiss ein Thema

62 Lifestyle Ergonomie – auch bei der Swiss ein Thema

66 Medizin & Rücken

62 Lifestyle Ergonomie – auch bei der Swiss ein Thema

IMPRESSUM gesundsitzen • CH-Magazin für Ergonomie am Arbeitsplatz und zu Hause • Erscheint 1x jährlich • Ausgabe 7 • Auflage 150 000 Exemplare • Erscheinung: Sommer 2010 • Herausgeber/Anzeigenverkauf: Arbeitsgemeinschaft Gesundes Sitzen (AGeS), Kurt Schneider (Ergonomische Beratungen), Postfach 252, CH-3612 Steffisburg, Mobile 079 651 67 61 • kurt.schneider@anatom.ch • Mitarbeit Redaktion: Dr. Christine Harte, Zürich / Kurt Mürset, Basel / Kurt Schneider, Steffisburg / René Buri, Bern / Miriam Lenz, Bern • Grafische Gestaltung: Schnittstelle PrePress Service AG, Bern • Nachdruck nur mit schriftlicher Genehmigung

Spiraldynanmik – Die eigene Bewegungsintelligenz fördern

69 Wettbewerb Attraktive Preise gewinnen!

Gewinner des Leserwettbewerbs (09/10) 1 Planet 1 Futu 1 Paar MBT-Schuhe 1 Silya Standard 1 Swopper Wellness-Weekend

Inhalt

Der Nabel der (Gitarren-)Welt liegt in Steffisburg

Tiefschlaf macht klug

Frau Katja Andres, Lyss Frau Therese Lüthi, Moosseedorf Frau Annemarie Federspiel, Samnaun Frau Trudi Muster, Aarwangen Frau Corinne Mischler, Bern Frau Susanna Guetg, Savognin


GenieĂ&#x;en Sie das ultimative GefĂźhl aktiven Sitzens: Setzen Sie sich ans Steuer. Egal, ob Sie E-Mails in der KĂźche empfangen oder sich während des FrĂźhstĂźcks am Telefon dem Multitasking widmen: Der wendige, hĂśhenverstellbare Move gibt Ihrem KĂśrper die Bewegungsfreiheit, die er braucht.

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Liebe Leserinnen Liebe Leser

Wenn Sie das Interview mit Franz Fischlin lesen, merken Sie schnell, wie vielseitig ein Mensch, der Ihnen oft nur in einem bestimmten Zusammenhang begegnet, sein kann. Ähnlich wird es Ihnen beim Lesen dieses Magazins ergehen. Natürlich geht es um «gesund sitzen». Aber das verstehen wir erst richtig, wenn wir uns auch mit Stehen, Gehen und Laufen – mit Ruhe und Bewegung, Anstrengung und Erholung – richtig auseinander setzen. Sie können das im Beitrag «Fitness unter der Lupe» sehr gut selbst nachvollziehen. Wir wollen durchaus nicht verschweigen, dass unser Körper auch Probleme verursachen kann, aber wir lassen es nicht dabei bewenden. So zu sehen am «Tagesablauf eines Chiropraktors», der uns aufzeigt, wie sich ein Fachmann täglich um das Wohl seiner Patienten bemüht. Nun sind Ihnen die Anwendungen eines Chiropraktors möglicherweise vertraut. Es gibt jedoch auch Therapien, die etwas weniger bekannt sind, wie beispielsweise die Spiraldynamik – das wird Sie bestimmt interessieren.

Sie werden bei der Lektüre feststellen, dass «gesund sitzen» ein weites Feld ist, dem sich viele Menschen mit enorm viel Engagement verschrieben haben. Erkennen können Sie das am Plädoyer für den Lendenwirbelentlaster, aber auch am Portrait über die Firma Denz mit ihren Innovationen. Ergonomie ist auch dort ein Thema, wo Sie es nicht unbedingt erwarten: in den Flugzeugen der Swiss beispielsweise. Wenn Sie diesen Artikel lesen, werden Sie auf Ihrem nächsten Flug ganz anders sitzen. Gute Nachrichten übers gesunde Sitzen – das ist unser Thema: Neuigkeiten von Firmen, Entwicklungen, Trends und diee humorvolle o o e Erinnerung, e g, dass ss ges gesundes Sitzen keine Erfindung unseres Jahrhu Jahrhunderts ist – im Beitrag «Sitz grad». Und sc schliesslich machen wir Sie im Mittelteil dieser Ausgabe auf das Geheimnis der guten Wahl von ergonom ergonomischen Sitzmöbeln aufmerksam. Nach der Tag Tagesschau mit Franz Fischlin kom kommt ja bekanntlich Meteo. Bei uns u der Wunsch für gute Ges Gesundheit, Erfolg und viel Spass beim Lesen!

Kurt Schneider Arbeitsgemeinschaft Gesundes Sitzen (AGeS)

Editorial

Der Tagesschau-Moderator Franz Fischlin gehört zu den Menschen, die Ihnen etwas mitzuteilen haben. Tag für Tag. Deshalb ziert er unser Titelbild. Und deshalb halten Sie jetzt dieses Magazin in Händen. Denn auch wir haben Ihnen etwas mitzuteilen. Während er öfters auch mal schlechte Nachrichten bringt, beschränken wir uns auf die guten. Unser Anliegen ist die optimale Gestaltung Ihres Umfeldes nach den Bedürfnissen Ihres Körpers – kurz: die Ergonomie.

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Denz – eine Firma setzt auf Innovation und Ergonomie

Lifestyle

Die Denz AG hat sich in der Schweizer Büromöbel- und Objekteinrichtungsszene mit dem Modulprogramm Denz D3 einen Namen gemacht. Das durchdachte Baukastenprinzip hat sich die beiden Charakteristika «Flexibilität» und «Gestaltungsfreiheit» auf die Fahne geschrieben. Und mit Weiterentwicklungen und neuen Produktlinien wird Denz auch künftig überraschende Perspektiven eröffnen. – «gesundsitzen» sprach mit dem Geschäftsführer Jürg Winterberg. Text: Christine Harte; Fotos: Kurt Schneider

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«Mein Ziel ist, dass wir in raschem Rhythmus neue Produkte lancieren. Das ist der Takt, den auch die Unternehmen, die sich ja heute rasant verändern, vorgeben!» Das sagt Jürg Winterberg, der seit März 2010 die Geschäfte des Schweizer Büromöbelherstellers Denz in Nänikon bei Zürich leitet. Genauer gesagt: wieder leitet. Der gebürtige Berner mit jahrzehntelanger Erfahrung im Büro-Einrichtungsgeschäft war unter anderem Geschäftsführer bei Belux AG und Vitra AG sowie Verkaufsleiter Schweiz bei der Girsberger AG – und von 2001 bis 2004 schon einmal CEO der damaligen Denz & Co AG.

ten, Designern und Planern Ausstellungsräume und Anlaufstellen für Beratung und Verkauf. Ergänzend zum Direktverkauf vertreibt Denz seine Produkte in einem sorgfältig ausgewählten Netz spezialisierter Fachhändler.

Man erfährt in kurzer Zeit viel, wenn er eine Einführung in das Möbelprogramm von Denz gibt: Die Denz AG gehört zur Schweizer Unternehmensgruppe Lienhard Office Group – dem umsatzstärksten Anbieter im Schweizer Büromöbelmarkt – und beschäftigt 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Alle Denz-Produkte werden am Hauptsitz in Nänikon bei Zürich sowohl entwickelt als auch in bester Schweizer Handwerksqualität und soliden Materialien gefertigt. Mit dem Designcenter Zürich bietet Denz seinen Kunden und Architekten, Innenarchitek-

Den Veränderungen gerecht werden Seit der Gründung 1968 machte sich Denz sukzessive einen Namen in den Reihen der Büromöbelsysteme-Anbieter. Der Markt verlangte immer stärker nach flexiblen und raumeffizienten Büro-Lösungen und Leanoffice, Desksharing und Konzepte für sich ständig wandelnde Grossraumbüros wurden – und sind auch heute noch – die Herausforderungen für Anbieter von Büromöbelprogrammen. Denz schlug damals genau die richtige Richtung ein, als sie 1996 als Pionier das modulare Büroeinrichtungssystem

«D3» in Zusammenarbeit mit dem Designerpaar Greutmann Bolzern entwickelte – ein System, das die Anforderungen an Design, Ergonomie, Flexibilität, Dauerhaftigkeit, Ökonomie und Ökologie in sich vereint; durch die geradlinige, klassische Produktgestaltung wurde das Profil der Marke weiter geschärft. Die beiden Schlüsselwörter des Konzeptes heissen Flexibilität und Gestaltungsfreiheit: So machen zum Beispiel die Raumaufteilungselemente von D3 ein konzentriertes, organisiertes Arbeiten möglich. Durch die gute Mischung von Privatraum und Offenheit fühlt sich der Mitarbeiter einerseits geborgen und hat anderseits auf relativ wenig Platz viel Bewegungsfreiheit, denn die Arbeitsplatzgestaltung mit D3 löst Raumtrennung und Ablage mit einem Element.


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Caddys sowie Elemente zur Innenorganisation von Schrank und Boardmodulen folgen genauso dem Ziel, ganz individuell auf Gegebenheiten und Ansprüche einzugehen: Mit den Caddys, bei denen sich Denz von den SWISS-Caddys inspirieren liess, kann man etwa die Bildschirme leicht umplatzieren; die Kabel verschwinden hinter der einfach zu demontierenden Rückwand. Und der DesksharingCaddy kommt der Arbeitsweise und der hohen Mobilität vieler Berufsleute von heute entgegen: Mitarbeiter, die nur zeitweise im Büro arbeiten, teilen sich eine Tischformation und können ihre persön-

Denz charakteristisch: Matt eloxiertes Aluminium wird mit einer Vielzahl von lackierten MDF-Kunstharz- und EchtholzOberflächen kombiniert, die zudem für eine optimale Schallabsorption sorgen. Eine besondere Option und ein Exklusivangebot von Denz ist die Farbpalette der Polychromie Le Corbusier, die mit natürlichen Farbpigmenten arbeitet.

Die Stärke erfahrener Designer Le Corbusier ist nicht der einzige grosse Name, der bei Jürg Winterbergs Ausführungen fällt. Er spricht auch von Matteo Thun, Naoto Fukasawa, Frank Gehry, Hella Longerius oder von Künstlern wie Yves Klein. Mit hochklassiVon SWISS inspiriert: der Caddy, der auch ergonomisch besticht – muss sich doch der Mitarbeitende nicht mehr wie an so manchem gen Designern dieses Formates Arbeitsplatz förmlich zusammenklappen, um sich unter dem Tisch

nimmt und diesen versucht zu erfüllen. Ein guter Verkäufer hört zu, fragt nach dem Umfeld, in das der Kunde die gewünschten Möbel stellen möchte, stellt sich vor, wie das aussehen und wirken könnte. Und lenkt und leitet mit seiner Erfahrung, seiner Fachkenntnis den Kunden in die richtige Richtung. Er hat ein sicheres Gefühl für Wohnräume, Funktionalitäten, Farben, aber auch Menschenkenntnis und Einfühlungsvermögen, die ihn die richtige Farbe, das passende Objekt auswählen lassen. Für mich heisst hier der goldene Schlüssel ‹Aufmerksamkeit›.» Diese Aufmerksamkeit fängt bei Jürg Winterberg schon lange vor dem Ge-

Lifestyle

etwas aus dem Korpus zu holen.

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lichen Utensilien und Arbeitsmaterialien im Caddy versorgen. Auf gesunde Haltung bedacht Um auch in Sachen Ergonomie Vorbildcharakter auszuweisen, gehören zum D3-Programm automatische und stufenlos höhenverstellbare Sitz-Steh-Tische. Sie sorgen für eine gesunde Haltung, indem sie sich dem häufigen Wechsel von sitzenden und stehenden Tätigkeiten je nach Arbeitssituationen problemlos anpassen lassen. Die Denz AG ist hier Generalimporteur für die innovative schwedische Firma swedstyle, die auf dem Gebiet der Höhenverstellmechanismen führend ist. Unbeschränkter Fundus Die Auswahl an speziellen Materia lien, Oberflächen- und Farbkonzepten ist für

strebt er in der künftigen Entwicklungsarbeit von Denz eine intensive Zusammenarbeit an: «Wissen Sie, ich schätze an erfahrenen Designern auch ihre Effizienz! Sie hören sich wohl die Wünsche und Ideen der Kunden an; aber sie reagieren darauf dezidiert und zuweilen radikal. Ich erinnere mich, als ein Kunde einmal Naoto Fukasawa fragte, ob er sein Modell in Blau sehen könne, antwortete dieser ‹Blau? Keine Chance. Schwarz oder Weiss!›» Was macht einen guten Verkäufer aus? Diese Art aufzutreten sucht Jürg Winterberg auch bei seinen Kundenberatern und Verkäufern. «Ein guter Verkäufer ist für mich nicht, wer dem Kunden die komplette Palette vorführt und dann wartet, wofür der Kunde sich entscheidet. Oder lediglich den Wunsch des Kunden auf-

spräch mit dem Kunden an: Über viele Jahre verfolgt er schon die Geschichte des Designs, interessiert sich für viele weitere Themen, und seine Kenntnisse über geschichtliche Zusammenhänge, Architektur, Gesellschaftsentwicklungen, Lichtführung, Farbgebung oder Ergonomie schaffen eine solide Basis für das Gespräch mit den Kunden. Dort doziert er nicht, sondern stellt Fragen, versucht sich ein Bild zu machen über die Situation, die Rahmenbedingungen – kurz: kann dem Gegenüber, das – manchmal sehr unsicher – nach dem passenden Objekt sucht, profunde Bratung bieten. Und so werden wohl zu den zahlreichen Firmen, die sich schon für Denz und insbesondere für das D3-Programm entschieden haben, weitere dazukommen.


Der Wohlfühlschreibtisch mit stufenloser Höhenverstellung Produkt: Sitz-Steh-Tisch Typ B Werkstoffe: Holz, Weissaluminium Ausführungen: Kunstharz, Decor, Vollkern, Echtholzfurniere Höhe: stufenlos verstellbar von 63 bis 128 cm Referenzen: Die Schweizerische Post, Radio DRS, Schweizer Fernsehen, Stadt Zürich, siehe auch denz.ch

128

63

New Designcenter Nänikon, T +41 (0)44 905 55 55


Promitalk

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Zu Hause in der Medienwelt Ein Treffen mit Reporter und «Tagesschau»Moderator Franz Fischlin

Interview/Text: Miriam Lenz; Fotos: Lea Moser, zvg

Im Alltag bleibt dem Familienvater und Medienprofi kaum Zeit zum Sitzen. Für ein Gespräch mit «gesundsitzen» hat es sich der Newsmann aber ausnahmsweise in einem Sessel bequem gemacht. Und bewiesen, dass öffentliche Personen nicht zwingend über ihr Privatleben sprechen müssen, um interessant zu werden. Ein Gespräch mit «Tagesschau»-Moderator Franz Fischlin.


Promitalk 10

Kaum ein Schweizer ist so oft in unseren Wohnzimmern zu Gast wie Franz Fischlin. Als Moderator der «Tagesschau»Hauptausgabe im Schweizer Fernsehen beliefert er die Zuschauer allwöchentlich mit Nachrichten, Hintergrundberichten und spannenden Stories aus aller Welt. Nun kennen wir durch diese regelmässigen Bildschirmbesuche zwar sein Gesicht, seinen Moderationsstil und seine Gestik. Die Persönlichkeit, die hinter «Mr. Tagesschau» Franz Fischlin steckt, bleibt uns durch die Mattscheibe allerdings verborgen. Dies zu ändern, ist kein leichtes Unterfangen. Vergeblich sucht man im Internet und in Zeitungsarchiven nach persönlichen Informationen über Franz Fischlin. Wird er zitiert, dann meistens mit der Aussage, dass sein Privatleben und insbesondere die Ehe mit «10vor10»Moderatorin Susanne Wille ein Tabuthema sei. Herauszufinden ist einzig, dass das SF-Traumpaar zwei Söhne hat – Enea Lovis Aaron und Yannis. Und dass Franz Fischlin zudem Vater zweier Töchter aus erster Ehe ist.

Privatleben ist tabu Im Wissen, dass es über Franz Fischlin nicht viel mehr zu wissen gibt, geht es auf ins Zürcher «Leutschenbach», zum Arbeitsplatz des Moderators. Schon die erste Begegnung zeigt: Der Newsmann kommt in Natura mindestens ebenso sympathisch, entspannt und aufgeschlossen daher wie auf dem Bildschirm. Da wagt man glatt zu hoffen, dass der gebürtige Berner im Bezug auf sein Privatleben vielleicht doch nicht so verschwiegen ist, wie er immer sagt. Falsch gedacht: «Meine Frau und ich haben uns von Anfang an dafür entschieden, unser Privatleben zu schützen», sagt Franz Fischlin gleich zu Beginn. Und: «Obwohl das öffentliche Interesse an uns dadurch noch stärker geworden ist, bleiben wir konsequent.» Aber klar, für die Neugier der Journalisten habe er Verständnis, sei er doch

selber ein Mann vom Fach. Deshalb blockt Franz Fischlin nicht grundsätzlich ab, sondern sagt: «Fragen können Sie mich alles, ich kann nicht mehr als Nein sagen.»

Schlussstrich nach Feierabend Wie es denn sei, mit der Ehefrau nicht nur das Zuhause, sondern auch die Arbeitswelt zu teilen, lautet die erste Frage. Franz Fischlin antwortet ohne zu zögern. «Wir haben dadurch den Vorteil, gleiche Strukturen und ähnliche Belastungen zu haben», sagt er. «Das bringt ein grosses gegenseitiges Verständnis mit sich.» Ebenso wichtig wie die Feierabendgespräche über den Job sei dann aber auch der Themenwechsel. «Irgendwann müssen wir einen Schlussstrich unter den Arbeitstag ziehen und ins Familienleben übergehen.» In solchen Fällen, so Fischlin, spreche er mit Susanne Wille über ganz alltägliche Themen – über gemeinsame Pläne, anstehende Familienausflüge oder die Erziehung. «Wie Sie sehen,

geht es bei uns nicht anders zu und her wie in anderen Familien.» So gibt es auch in Fischlins Leben Tage, an denen ihm der Rückweg zur Arbeit schwer fällt. «Wenn ich einen anspruchsvollen Vorlauf hatte, wie ihn das Familienleben zuweilen mit sich bringt, ist der Schritt ins Büro und vor die Kamera nicht immer leicht.» In solchen Fällen sei er froh, durch und durch Journalist zu sein. «Das aktuelle Tagesgeschehen interessiert mich so sehr, dass das Engagement und die Leidenschaft für den Beruf ganz automatisch zurückkehren.»

Journalist auf allen Ebenen Dass Franz Fischlin in seinem aktuellen Metier aufgeht, ist deutlich zu spüren. Er sei sehr glücklich mit diesem «Traumjob», sagt er. «Und trotzdem glaube ich nicht, dass ich bei der ‹Tagesschau› pensioniert werde», sagt Fischlin. Zu vielseitig seien seine Interessen, viel zu gross die Leidenschaft für den Journalismus in all seinen Facetten. Tatsächlich gibt es nichts, was Franz


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Fischlin im Journalismus unversucht gelassen hat. Schon als Teenager schrieb er Artikel für die «Solothurner Zeitung» und später für die «Berner Zeitung». Er schloss eine Fotografenausbildung ab, studierte Journalistik und Kommunikationswissenschaft, moderierte beim Radio und gibt seine Erfahrungen mittlerweile an der Schweizer Journalistenschule MAZ in Luzern weiter. Und auch beim Schweizer Fernsehen bringt sich Franz Fischlin viel mehr ein, als der Zuschauer erkennt. «Ich bin nicht nur Moderator, sondern auch Reporter», sagt er. Und erzählt mit seiner glaubwürdigen Berufseuphorie, wie gerne er das Fernsehpublikum mit seinen Beiträgen überrasche. «Es ist unglaublich, wie viel man in einem zweiminütigen Einspieler gestalten kann.» Man könne Bilder schneller laufen lassen, mit Musik oder grafischen Elementen arbeiten oder zwei Handlungen parallel laufen lassen. «Ich will in meiner Arbeit das ganze Spektrum ausschöpfen», sagt Fischlin. Und lacht: «Die Cutter wissen längst, dass meine Beiträge immer wieder anders daherkommen.»

Promitalk

Franz Fischlin ist 1962 in Bern geboren und in Solothurn aufgewachsen. Vor seinem Studium an der Universität Freiburg lernte er Fotograf. Danach arbeitete er unter anderem bei Radio extraBERN, beim Schweizer Radio DRS und beim ehemaligen Schweizer Privatsender TV3. Im Jahr 2000 kam Franz Fischlin zum Schweizer Fernsehen, wo er 2004 als Nachfolger von Charles Clerc die Moderation der «Tagesschau»-Hauptausgabe übernahm.

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Journalismus als Berufung Gemäss Internetrecherche soll Franz Fischlin zudem ein talentierter Hobbymusiker sein. Der Moderator selber kann sich die Herkunft dieser Meldung nicht erklären. Er lacht: «Ich komme zwar aus einer Musikerfamilie und mein Vater, ein Cellolehrer, hätte es wahrlich gerne gesehen, wenn seine Söhne ebenfalls Musiker geworden wären.» Stattdessen verstaube sein Cello nun aber seit Jahren im Estrich. «Für mich ist nie

etwas anderes als Journalismus in Frage gekommen.» Obwohl wir nach dem Besuch mit Franz Fischlin über keine Zweitkarriere berichten oder private News breitschlagen können, verlassen wir das «Leutschenbach» in vollster Zufriedenheit. Welche Farbe sein Sofa hat und wie viele Kleider seine Frau, wollen wir auf einmal gar nicht mehr wissen.


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Sitz grad! Wenn ich als kleiner Bub bei meiner Oma in den Ferien war, gab es an Regentagen nichts Grösseres für mich, als in ihrem Bücherschrank zu stöbern. Allein schon der Geruch dieser verstaubten Regale hatte etwas absolut Einmaliges. Und was man da alles finden konnte. Karl May selbstverständlich. Reisebeschreibungen von Sven Hedin im Himalaya bis zu Livingstone in Afrika. Wenn da das Sommergewitter in einen ausdauernden Landregen überging, war das für mich überhaupt kein Problem. Ein Problem war höchstens die Grossmutter selber. Mit ihren dauernden Ermahnungen. Von «mach’s Licht an, du verdirbst dir die Augen» bis «sitz grade, du bist doch kein Nussgipfel». Ersteres verdarb nun mal definitiv die Stimmung. Oder können Sie sich vorstellen, dass sich Winnetou bei gleissendem Lampenlicht an die Komantschen anschleicht? Letzteres war genauso ein Spasstöter. Wer wie ich auf dem Sofa fläzte, kam blendend mit der einen Hand ans Glas mit dem Holundersirup oder den Teller mit den Plätzchen und konnte trotzdem mit der andern noch das Buch halten. «Gerade» ging da gar nichts. Die ganze Welt der Erwachsenen schien damals nicht viel anderes im Kopf zu haben, als dieses ewige «Sitz gerade» und «Steh gerade». Das ging nämlich so weiter. Von Omas Sofa zur Schulbank. Obwohl mir nie ganz klar wurde, wie man in diesem Folterinstrument, wo Tisch und Bank zusammengeschraubt waren, wo man schon in der ersten Klasse mit den Knien am Fach unter der schrägen Tischplatte anschlug, wo bei jeder Bewegung die Tinte aus dem eingelassenen Fässchen schwappte, wo die sogenannte

Rückenlehne dauernd «Hände hoch» zu sagen schien – kurz: wie überhaupt jemand in so einem Ding schmerzfrei gerade sitzen konnte. Also ich jedenfalls nicht. Die Retourkutsche kam in Form einer massiven Drohung. Die nannte sich – pädagogisch geschickt – «Buggeliturnen». Dieser Begriff war irgendwo zwischen Vorhölle und Strafkolonie anzusiedeln. Alle wussten von jemandem zu berichten, der nie mehr von dort zurückgekehrt war. Nun, ich habe meinen Nussgipfel locker durch die Schulzeit getragen. In der Rekrutenschule habe ich ihn dann kurzfristig gegen einen verschluckten Besenstiel eingetauscht. Da war ja auch nichts zu machen, schliesslich zog einen das Gewicht des Rucksacks automatisch nach hinten. In früheren Zeiten – und damit bin ich wieder am Bücherschrank meiner Grossmutter angelangt – war der Weg zur guten Haltung wohl noch dorniger. Meine Oma hatte da gebundene Ausgaben ei-

Von Kurt Mürset, Basel

ner illustrierten Wochenschrift aus dem Jahre 1889. Ich habe diese gerne durchgeblättert. Vornehmlich wegen der Inserate. Da wurden Dinge angeboten, die schon die Fantasie anregen konnten. Da gab es ölbetriebene Taschenlampen, Binden, mit denen ein strammer Schnurrbart auch über Nacht in Form gehalten werden konnte, und allerhand Korsetts und Stützbandagen, mit denen sich jedes menschliche Wesen, ob gross oder klein, in jene ach so erstrebenswerte «gerade Haltung» quetschen liess. Gott sei Dank haben sich die Zeiten geändert. Später, bei genauerer Betrachtung viel zu spät, als es um einen neuen Bürostuhl ging und Ergonomie keinen so exotischen Klang mehr für mich hatte, habe ich dann am eigenen Leib erfahren, erlebt und gespürt, was es mit dem «Geradesitzen» auch noch auf sich haben kann. Weder Folter noch Qual, weder Nörgelei noch Befehl, sondern Entlastung und Entspannung, also schlichte Wohltat.

Glosse

Wenn «Sitz!» als Befehl für Hunde gilt, dann war «Sitz grad!» ein Befehl für Kinder. Die einen folgten meistens, die andern eher weniger. Ein Blick zurück in eine Zeit, in der Ergonomie noch ein Fremdwort war.

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Fitness unter der Lupe Nichts gegen gesunde Bewegung – im Gegenteil. Ihr Wert ist unbestritten. Trotzdem gibt es gute Gründe, dem Mythos Fitness mit etwas Skepsis zu begegnen.

Medizin & Rücken

Text: Urs Geiger, physioswiss GYM medico, Basel; Bilder: zvg Für physioswiss, Komm. Prävention, Ergonomie und Gesundheitsförderung

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Je einfacher der Zusammenhang ist zwischen Verhalten und versprochenem Effekt, desto mehr Menschen lassen sich dadurch beeinflussen. Wir folgen gerne einfachen Mustern. Die Fitness- und Wellnessbranche weiss dies mit immer neuen Angeboten zu nutzen. Dazu kommt eine weitere menschliche Eigenschaft: Ist eine Aussage lange genug verbreitet worden, wird sie zum festen Gedankengut. So halten sich hartnäckig Irrtümer. Schliesslich gibt das Festhalten an alten Slogans Sicherheit und erspart eine Verhaltensänderung. Die Annahme, dass jeder Mensch durch sportliches Training in jedem gewünschten Ausmass fit werden kann, ist irreführend, weil die individuellen Erbanlagen sehr unterschiedlich sind. Genetisch vorgegeben und damit nicht veränderbar sind z.B. Muskelfaseranzahl, -typ, Ort und Art der Fettspeicherung, dazu kom-

men weitere limitierende Faktoren für eine Zunahme des Muskelquerschnittes (vgl. Abb:1). So können die einen in kurzer Zeit hohe Leistungsverbesserungen erzielen, während bei andern das Gegenteil der Fall ist. Dementsprechend unterschiedlich ist der individuelle Nutzen bezogen auf Risikofaktoren wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Übergewicht. Die Fitnessindustrie nimmt für sich in Anspruch, die Bevölkerung gesünder zu machen. Statistisch lässt sich das nicht bestätigen. So wurde der Anteil derjenigen mit einem Body-Mass-Index* unter 25 um 1,5 Prozent kleiner, während der Anteil derjenigen mit einem BMI von über 25 um 1,6 Prozent zunahm. (Gesundheitsbericht der deutschen Bundesregierung 2004)

Entwicklung der sportlichen Leistungsfähigkeit Für den Breitensport sind Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit motorische Grundeigenschaften, welche die körperliche Leistungsfähigkeit bestimmen. Hier erfahren Sie Grundsätzliches zu den Konditionsfaktoren Ausdauer und Kraft.

Abb.1: Die drei Konstitutionstypen ektomorph, mesomorph und endomorph (von links nach rechts).

* Masszahl für das Verhältnis von Körpergrösse zu Gewicht (bei Werten über 25 spricht man von Übergewicht)

Was kann ich von Ausdauertraining erwarten? Ausdauer drückt sich im Dauerleistungsvermögen aus. Damit sind das HerzKreislauf-System und die Lungen angesprochen. Daneben werden aber auch das Immunsystem, das vegetative Nervensystem und das humorale System beansprucht und zu positiven Anpassungen (Stärkung) veranlasst. So erklären sich die zahlreichen Gesundheitswirkungen des Ausdauertrainings. Medizinisch nachgewiesen sind Senkung des Blutdruckes und der Blutfette, Anstieg des guten Cholesterins im Blut (Gefässschutz), Optimierung des Körpergewichts (Verbesserung der fettabbauenden Stoffwechselsysteme), Verbesserung der Glukosetoleranz, Hebung der Stimmungslage sowie Reduktion depressiver Verstimmungen und Angstzustände. Mit einem Ausdauertraining wird die Fähigkeit des Organismus verbessert, möglichst viel Sauerstoff zur Energiegewinnung zu verbrauchen. Dieser zusätzlich «metabolischen» Fitnesskomponente kommt aus präventiver Sicht eine eigenständige Bedeutung zu (vgl. Abb.2). Ausgehend von den Empfehlungen des Bundesamts für Sport lässt sich der Grundsatz ableiten, dass eine halbe Stunde Bewegung pro Tag mit mittlerer Intensität ausreicht, um Gesundheit,


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Lebensqualität und Leistungsfähigkeit günstig zu beeinflussen. Wer diese Basisempfehlung bereits erreicht, kann noch mehr für Gesundheit und Leistungsfähigkeit tun, indem er Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit gezielt trainiert. Ausdauersport ist gerade für ältere Personen, Übergewichtige und Gestresste sinnvoll und zu empfehlen. Geeignet sind Sportarten, bei denen grosse Muskelgruppen beansprucht werden (z.B. Laufen, Velo fahren, Skilanglauf oder Schwimmen). Wer über 40 Jahre alt ist und mit Ausdauertraining beginnen will, sollte sich vor Beginn vom Arzt untersuchen lassen.

Als Orientierungshilfe kann das regelmässige Messen von Ruhepuls (am Morgen im Bett), Tagespuls (während des Tages), Leistungspuls (während oder unmittelbar nach der Belastung) und Erholungspuls (3 Minuten nach der Leistung) hilfreich sein. Jede Abnahme der aufgeführten Pulsarten steht für eine Verbesserung der persönlichen Ausdauer.

Ziel-Beispiel: Nach 12 Wochen ohne Unterbruch 15 Minuten Dauerlauf

Mit einem Pulsmessgerät lässt sich das Training über den Belastungspuls noch genauer steuern. Verwenden Sie dazu die Formel: Puls 170 minus ½ Lebensalter. Diese Formel ist eine Faustregel. Individuelle Abweichungen sind möglich. Vergleichen Sie deshalb das Resultat der Formel mit den Vorgaben Ihrer subjektiven Empfindung. Diese darf höchstens als «etwas schwer» empfunden werden.

Alter

½ Alter

Trainingspuls

20

10

160

30

15

155

40

20

150

50

25

145

60

30

140

70

35

135

Woche

Training

Totalzeit

1

5 x 1’ Bel. Pausen 2’

15 Minuten

2

8 x 1’ Bel. Pausen 1’

16 Minuten

3

4 x 2’ Bel. Pausen 2’

16 Minuten

4

5 x 2’ Bel. Pausen 1’

15 Minuten

5

2’ 3’ 2’ 3’ Pausen 2’

16 Minuten

6

3’ 3’ 3’ Pausen 2’

15 Minuten

7

3’ 3’ 3’ 3’ Pausen 1’

15 Minuten

8

4’ 4’ 4’ 2’ 1’

15 Minuten

9

5’ 5’ 3’ 1’ 1’

15 Minuten

Was kann ich von Krafttraining erwarten?

10

7’ 7’ 2’

16 Minuten

11

10’ 5’ 1’

16 Minuten

12

15’ ohne Pause

15 Minuten

Krafttraining trägt in jedem Alter zur Gesundheit und Lebensqualität bei. Besonders wichtig wird es etwa ab dem 50. Lebensjahr. Damit erhöht sich die Chance, auch mit zunehmendem Alter den Alltag selbständig bewältigen zu können. Letztlich bedeutet mehr Kraft eine relative Reduktion der Gewichtslast.

Der 12-Wochen-Effekt Bereits nach 12 Wochen werden Sie entscheidende Verbesserungen Ihrer Leistungsfähigkeit feststellen können. Ihr Ruhepuls sinkt, für die gleiche Leistungsanforderung brauchen Sie weniger Zeit, Sie fühlen sich psychisch besser und Sie haben durch die gesteigerte Leistungsfähigkeit mehr Möglichkeiten, das Leben positiv anzugehen. Für Anfänger ist es wichtig, das 2- bis 3-mal wöchentliche Training fest in der Agenda einzuplanen. Versuchen Sie Freude an der körperlichen Belastung zu bekommen. Training in der Gruppe ist da vorteilhaft. Das Tempo und damit die Intensität der Belastung ist dann richtig, wenn Sie sich mit dem Partner oder der Partnerin noch unterhalten können. Der Umfang (Minuten und/oder Kilometer) eines Ausdauertrainings richtet sich

Bei richtiger Intensität führen die 20bis 60-minütigen Trainingseinheiten zu leichtem Schwitzen und beschleunigtem Atmen. Die subjektive Belastungsempfindung kann mit leicht, mässig bis etwas schwer beschrieben werden.

Tab.1: Trainingsplan für die ersten 12 Wochen mit Belastungsdauer, Anzahl der Belastungsintervalle und der jeweiligen Pausendauer.

Abb.2: Empfohlener Trainingspuls gemäss Formel.

Merke • Ausdauerleistung kann nicht erzwungen, sondern muss «erdauert» werden • Ihr Körper wird gefördert, wenn Sie ihn fordern – aber überfordern Sie ihn nicht! • Erfolg messen Sie daran, dass der Umfang (Distanz) in einer bestimmten Zeit grösser geworden ist und nicht die Bestzeit für eine bestimmte Strecke

Medizin & Rücken

Abb.2: Erhöhte Fettverbrennung nach Ausdauertraining (aus: Horowitz, J.F., 2000): die Summe der drei Balken ergibt den gesamten Energieverbrauch.

nach der persönlichen Leistungsfähigkeit. Anzustreben ist je nach Sportart eine langsame Steigerung der Belastungsdauer von 15 über 30 bis 60 Minuten. Das Zeitsystem hat den Vorteil, dass auf die persönliche Disposition Rücksicht genommen wird.

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Kraft (Rekonditionierung)

Medizin & Rücken

Krafttraining dient der Entwicklung und/ oder Erhaltung der Muskelmasse. Schwache und einseitig ausgebildete Muskeln können Ursache häufiger Beschwerden werden, die von einfachen Kopfschmerzen über Arthrose bis Bandscheibenvorfällen reichen (vgl. Abb.4). Ein muskuläres Ungleichgewicht ergibt sich aus der physiologischen Tatsache, dass starke Muskeln im Gegensatz zu schwachen Muskeln eine höhere Ruhespannung aufweisen. Der betroffene Körperabschnitt wird dadurch solange in eine Fehlstellung gezogen, bis die passiven Zugkräfte der entsprechenden Muskelgruppen wieder ausgeglichen sind.

Abb.4: Zusammenhang zwischen Kraft und Beschwerden. Mit Zunahme der Kraftreserve (grün) wird die Entfernung zur Beschwerde-Grenzlinie (oranger Pfeil) grösser und damit auch die Schmerzresistenz.

Beschwerden (Dekonditionierung)

Unterschiede der Muskulatur Für den Kraftunterschied zwischen Mann und Frau ist primär der anabole Effekt des männlichen Geschlechtshormons Testosteron verantwortlich. Daher verfügt die Frau normalerweise über weniger Muskelmasse, was sich in einer um ca. 35% geringeren absoluten Gesamtkraft ausdrückt. Der Unterschied ist dabei im Bereich der Beine geringer als im Oberkörperbereich. Die prozentuale Steigerung der Kraft bei Krafttrainings ist aber bei Männern und Frauen vergleichbar. Die Trainingsprogramme sind deshalb grundsätzlich identisch.

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Psychologie des Krafttrainings Abb.3: Der Einfluss zunehmender Muskelschwäche auf Haltung, Bewegungsdynamik und Gangsicherheit. Gangbild einer älteren Person (links) und einer jungen Person (rechts).

Gelingt es durch Training, diese Fehlbelastungen zu reduzieren oder gar zu eliminieren, können überlastungsbedingte Schmerzen gelindert oder zum Verschwinden gebracht werden. Falsche Haltung ist also nicht nur schlechte Gewohnheit, sondern das Resultat einseitiger Muskelschwäche. Fehlbelastung, Muskelschwäche und Schmerzen sind komplex, deshalb gibt es hier keine allgemeingültigen Trainingsempfehlungen. Wenn eine medizinische Indikation die Aufnahme eines Krafttrainings erforderlich macht, dann wenden Sie sich an eine PhysiotherapieInstitution mit Spezialisierung «Medizinische Trainingstherapie».

Krafttraining ist «innerer Einsatz», der sich mit präziser und konzentrierter Bewegungsführung still vollzieht. Die Bewegungswiederholungen während einer Übung bedeuten nicht Langeweile, sondern Intensivierung und Vertiefung. Die

anschliessende Befriedigung liegt im zunehmenden Durchbruch zu einem neuen Körpergefühl und in der Sensibilisierung für die eigene maximale Leistungsfähigkeit. Die mentale Stärke äussert sich in einem präsenten Geist, der Achtsamkeit, Bewusstsein und Konzentration gleichermassen voraussetzt. Ein Krafttraining sollte 2-mal wöchentlich durchgeführt werden. Die Belastung wird idealerweise so gewählt, dass 8- bis 12 Wiederholungen möglich sind. Bitte beachten Sie, dass die Wiederholungen innerhalb von 25 bis 35 Sekunden und bis zur lokalen Muskelermüdung durchgeführt werden sollten. Mit einer Erhöhung der Wiederholungszahl sinkt die Wirksamkeit. Das subjektive Belastungsempfinden entspricht daher der Bezeichnung «ziemlich schwer» bis «schwer». Literaturangabe: Villiger, B.: «3. Ausdauer», Georg Thieme Verlag, 1991/ Groll, M.: «Die 50 grössten Fitness-Lügen», Krenn Verlag, 2004/Geiger, U.: Muskeltraining mit dem Thera-Band, BLV Buchverlag, München 2009

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07/2010/2011 · gesundsitzen

Unser Rücken: Stärken und Schwächen

Wir unterscheiden im Wesentlichen vier Abschnitte: Der beweglichste Abschnitt ist oben die Halswirbelsäule, dann folgt die Brustwirbelsäule, beim Erwachsenen ein sehr wenig beweglicher Abschnitt, unter anderem durch seine direkte Verbindung mit dem Brustkorb, speziell mit den Rippen. Der nächste bewegliche Abschnitt, im Alltag stark belastet, ist die Lendenwirbelsäule. Das darunter liegende Kreuzbein stellt eigentlich einen unbeweglichen Abschnitt von fünf, in einem Stück verschmolzenen Wirbeln dar, welcher die Verbindung zum Beckenring gewährleistet. Unsere einzelnen Wirbel sind miteinander durch ein System von Gelenken und einer Bandscheibe verbunden. Diese Bewegungseinheit besteht hinten aus zwei links und rechts angelegten Gelenken. Vorne, zwischen den Wirbelkörpern, erfolgt die Verbindung, ausser in den obersten Abschnitten der Halswirbelsäule, durch eine Bandscheibe, die ein disco-elastisches System darstellt. Der passive Zusammenhalt all dieser gelenkigen Verbindungen ist durch Bänder gesichert, so dass die Beweglichkeit neben den geometrischen Bedingungen in ihrem Ausmass auch durch dieses komplexe Bandsystem eingeschränkt ist. Die 7 Halswirbel, 12 Brustwirbel und 5 Lendenwirbel sind somit durch 24 bewegliche Abschnitte miteinander verbunden.

Dieses System würde teilweise in sich zusammenfallen, hätten wir nicht zusätzlich Muskeln, welche das aktive System darstellen. Es erhält und stützt unsere Wirbelsäule, was uns erlaubt, den Kopf zu halten, den Blick gezielt auszurichten und unser wichtigstes Werkzeug, die Hand, über den Arm in die exakt gewünschte Position zu bringen. Die Wirbelsäule gibt dem Becken die notwendige Stabilität, so dass auch ein sehr schnelles Laufen möglich ist. Dieses komplexe Muskelsystem, welches sich hinten vom Hinterhaupt bis zum Kreuzbein ausstreckt und auf der Vorder-

seite vom Kinn bis zum Becken läuft, bewegt unsere einzelnen Wirbelabschnitte und bringt sie in die gewünschte Position. Folgerichtig muss diese Muskulatur in einem guten, aber auch trainierten Zustand sein, um ohne schnelle Ermüdung oder sogar Muskelkater die verlangten Aufgaben zu erfüllen. Dank den gelenkigen Verbindungen – besonders dem visco-elastischen-hydraulischen Bandscheibensystem – ist die Wirbelsäule in der Lage, neben dem eigenen auch noch zusätzliches Gewicht zu tragen. Die Form der Wirbelsäule, die von der Seite her gesehen in den meisten Fällen eine ausgewogene Schwingung mit einem leichten Hohlkreuz und einem leichten hohlen Nacken aufweist, erlaubt uns eine gewisse Abfederung, welche bei einer kerzengeraden Wirbelsäule nicht möglich wäre. Unsere Wirbelsäule ist also ein komplexes System, das unseren Bedürfnissen bestens angepasst ist. Seine Stärke liegt in der Vielfältigkeit. Daraus lassen sich aber auch die Schwächen ablesen mit den jeweiligen begleitenden Beschwerden. Beginnen wir bei den knöchernen Elementen der Wirbel: Osteoporose kann die Tragfähigkeit mindern und zu Fraktu ren führen. Sie kann, neben der schmerzhaften Phase, welche jeden Bruch begleitet, zu einer Veränderung der Wirbelsäulenform führen (z. B. deutlich verstärkter

Medizin & Rücken

Unsere Wirbelsäule ist ein komplexes System, welches einerseits knöchern und gelenkig die stabile Achse unseres Organismus darstellt, andererseits auch ein knöcherner Behälter ist, in dem sich geschützt das Rückenmark und die davon abgehenden Nervenwurzeln befinden. Text: Dr. P. Moulin; Fotos: zvg

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sere Muskulatur, sondern schont auch unsere Wirbelsäule. Wir sind grundlegend weder zum Sitzen noch zum Stehen konstruiert.

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Rundrücken). Eine Arthrose der gelenkigen Verbindungen im hinteren Wirbelsäulenabschnitt an der Halswirbelsäule ist sehr häufig, ohne dass sie aber unbedingt zu Symptomen führen muss.

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Im Gegensatz dazu führt die gleiche Arthrose der kleinen Wirbelgelenke im Lendenabschnitt meistens zu den Beschwerden, die jeder von uns bei entsprechenden Belastungen kennt. Die Bandscheibe verliert im Laufe der Jahrzehnte, speziell im Lendenwirbelsäulenbereich, ihre stossdämpfenden Eigenschaften, indem sie austrocknet. Im gleichen Prozess wird das äussere Ringband der Bandscheibe brüchig, so dass durch einen entstehenden Riss der gelartige Kern nach aussen gelangen kann. Geschieht dies in Richtung des Wirbelkanals, spricht man von einem sogenannten Bandscheibenvorfall, der, falls es zu einem Reiz oder Druck auf eine Nervenwurzel kommt, den typi-

Das komplexe Muskelsystem – es erhält und stützt unsere Wirbelsäule.

Regelmässige Bewegung und leichte Belastungen erhalten unsere Gelenke und mindern den Knochenabbau. Wir können so Einfluss nehmen auf die Gesundheit unserer Wirbelsäule und sind nicht ganz den Alterungsprozessen ausgeliefert.

schen Ischias-Schmerz auslösen kann. Solche natürlichen Abnützungsprozesse verlaufen nicht bei jedem gleichförmig und sind meist genetisch vorbestimmt. Unser Alltag und die körperlichen Belastungen, denen wir ausgesetzt sind, spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Unsere Wirbelsäule ist ein Bewegungsorgan und nicht grundlegend als rein statisches System zu beurteilen. Regelmässige Bewegung erhält nicht nur un-

Dr.med. P. Moulin Chefarzt Wirbelsäulenchirurgie, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, SPZ Nottwil.

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07/2010/2011 · gesundsitzen

Plädoyer für den Lendenwirbelentlaster Erfinderstolz.

Report

Jürg Hefti ist von den Vorzügen des von ihm entwickelten Lendenwirbelentlasters überzeugt.

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Er stützt, streckt, schenkt Mobilität und Lebensfreude.

Ein frühzeitig eingesetzter Lendenwirbelentlaster hilft stützen und korrigiert Fehlhaltungen: Jürg Hefti, diplomierter Orthopädietechmeister mit eigenem Orthopädie- und Rückencenter in Bern, über seine guten Erfahrungen mit den von ihm entwickelten stützenden Rückenmassnahmen. Von Karin Hänzi in Zusammenarbeit mit Jürg Hefti

Das Wichtigste gleich vorweg: Wer sich für einen Lendenwirbelentlaster entscheidet, wird nicht zur Bewegungslosigkeit verdammt. Im Gegensatz zum Korsett handelt es sich dabei nämlich nicht um ein starres, sondern um ein bewegliches System. Es besteht aus drei Hauptteilen für Becken, Bauch und Thorax sowie Zylindern, Bändern und einem Metallbügel aus Federstahl. Der Lenden-

wirbelentlaster ist ein loses Gefüge, das zwar ein Halten des Lendenbereiches gewährleistet, nicht aber die Bewegungsfreiheit einschränkt. Die Bewegungen insgesamt werden verlangsamt und gedämpft. Brüske Bewegungen sind dank dem Lendenwirbelentlaster Geschichte. Seine Wirkung entfaltet der überdimensionale Gürtel im Zusammenspiel seiner Bestandteile: Die Beckenspange als Ba-

sis stützt, die Bauchpelotte richtet auf, die Thoraxspange streckt. Allein schon das Anziehen des Entlasters bewirkt ein Gefühl der Erleichterung und Besserung. Zusätzlich kann er über eine Handpumpe mit Luft gefüllt werden, was zu einem verstärkten Druck und somit zu einer nachhaltigen Stützung führt. Das Resultat ist eine Entspannung der Rückenmuskulatur, eine Aufrichtung der Wirbel-


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07/2010/2011 · gesundsitzen

Muskeltraining hat seine Grenzen Trotz allen Erfolgen: Noch immer wird dem Lendenwirbelentlaster häufig mit Skepsis begegnet. Durch das Tragen des Entlasters würden Muskeln geschwächt, so das häufigste Argument. Das lässt Hefti nicht gelten, denn: «Oft sind die Fehlhaltungen, Verkürzungen und Instabilitäten schon derart fortgeschritten, dass auch die betreffende Muskulatur längst verkümmert ist.» Zudem: «Das Problem der Schmerzen liegt meist im knöchernen Bereich und kann ab dem 50. Lebensjahr kaum noch allein durch Muskeltraining behoben werden. Überdies sind bei Schmerzschüben oder anhaltenden Schmerzen Übungen schlicht nicht denkbar und auch nicht sinnvoll.» Der Orthopädiespezialist plädiert deshalb dafür, «einer Ruhigstellung und temporären Versteifung der lädierten, im Gesamtzusammenhang vergleichsweise kleinen Partie den Vorzug zu geben und sich dafür wieder richtig und voller Elan um den restlichen Körper zu kümmern. Beine, Arme, Rumpf, Herz, Lunge, all das kann auch mit einem Lendenwirbelentlaster bestens trainiert werden.» Flexibel anpassbares System Unterstützung erhält Jürg Hefti von seinen Patienten, die dank dem Entlaster allesamt viel Mobilität und Lebensfreude zurückgewonnen haben. Etwa der Informatiker im besten Alter, der wegen Diskushernie, erfolgloser Operation und daraus resultierenden chronischen Schmerzen zwei Jahre lang nicht arbeiten konnte. Ein Monat mit dem Entlaster reichte aus, um ihn wieder arbeitsfähig zu machen. Nachdem er ihn während sechs Monaten täglich getragen hatte, ist er heute so weit, dass er ihn nur noch für strenge Arbeitstage benötigt – für leichte Arbeiten genügt eine Rückenbandage mit festen Stäben. Auch einer 60-jähri-

gen Frau verhalf Jürg Hefti zur Rückkehr in die Arbeitswelt. Ihre seitliche Wirbelsäulenverkrümmung, eine so genannte Skoliose, hob er mit unterschiedlich langen Zylindern auf, so dass die hängende Körperseite stärker korrigiert wird. Bei einer 78-jährigen Patientin hingegen ging es darum, dass sie so lange wie möglich in ihrer eigenen Wohnung bleiben und ihr Generalabonnement weiterhin fleissig nutzen wollte – trotz Altersskoliose und Osteoporose notabene. Heute ist sie dank Fixation durch Entlaster unterwegs wie eh und je. Erleichterung erfuhr auch jener Patient, der wegen Hüftproblemen bereits zwei Rückenversteifungsoperationen hinter sich hatte, wegen einer Verlagerung der Rückenprobleme aber nach wie vor schmerzgeplagt war. «Dieser Patient zeigt, dass Lendenwirbelentlaster selbst nach Operationen eingesetzt werden können.»

Zu langes Warten schadet Es sind jedoch nicht nur die Vorurteile, gegen die Jürg Hefti ankämpfen muss. Auch das in der Regel zu lange Abwarten macht ihm bisweilen Sorgen: «Wegen der Schmerzen kommt es zu Schon- und Fehlhaltungen, die ihrerseits noch mehr Schaden anrichten, je länger gewartet, statt gehandelt wird. Würde stattdessen möglichst früh ein Entlaster eingesetzt, wäre dieser je nach Fall nur temporär nötig.» Orthopädie- und Rückencenter Jürg Hefti dipl. Orthopädie-Techniker Meister mit Bundesfachschulabschluss www.orthopaediehefti.ch

Sonderdruck aus dem Spezialheft «Rheuma-RückenSchmerz» der Gesundheit Sprechstunde vom 15. Oktober 2009 www.gesundheitsprechstunde.ch

Report

säule und – fast noch wichtiger – «eine aktive Korrektur der Wirbelsäule bis in den Schulterbereich», so Jürg Hefti.

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Stützen, strecken, entlasten Durch leichten, angenehmen Druck auf den Bauch versteift sich die Lendenwirbelsäule, was bereits schmerzlindernd sein kann. Die Lendenkrümmung wird verringert, was die Rückenmuskulatur und die kleinen Gelenke der Wirbelsäule entlastet. Diese Korrektur bewirkt auch ein Aufrichten des Oberkörpers, wodurch sich die Statik der gesamtenWirbelsäule verbessert. Der Effekt lässt sich mit dem Lendenwirbelentlaster gezielt variieren.


Ein Tag im Leben von Dr. Tobias Klarer, Chiropraktor Text: Anne Peer; Fotos: zvg

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Seinen Patienten den Schmerz nehmen, ihnen die Beweglichkeit für den Alltag zurückgeben – Chiropraktoren sind Spezialisten für Beschwerden des Bewegungsapparates, insbesondere der Wirbelsäule. Wir begleiten Dr. Tobias Klarer einen Tag lang in seiner Praxis. 07.00 Uhr: Tobias Klarer bespricht sich mit seinem Assistenten und den Arztgehilfinnen: Was erwartet sie heute? Liegen alle Unterlagen und Materialien bereit? Sind Vitamine und Spurenelemente vorbereitet? Patienten müssen sofort damit versorgt werden können.

22 07.30 Uhr: Der erste Patient trifft ein. Der 40-Jährige wurde gestern wegen starker Schmerzen und einer akuten Blockierung der Lendenwirbelsäule behandelt. Sein Gang zeigt, dass es ihm bereits besser geht. Nach einer vergleichenden Kontrolle bittet Dr. Klarer ihn, sich in Seitenlage auf den Behandlungstisch zu legen. Der wieder leicht blockierte Wirbel wird ertastet – ein feines knackendes Geräusch und das Gelenk ist mobilisiert. Der Patient erhält Anweisungen, wie er sich in den nächsten Tagen schonen soll, sowie einen Kühlbeutel. Geduldig erträgt er auf einer Ruheliege die Kälte. Er weiss, dass es ihm hinterher besser gehen wird. 08.00 Uhr: Eine junge Patientin leidet an einer Diskushernie. Glücklicherweise sind keine Nerven beschädigt. Vor vier Wochen war noch alles schmerzhaft: Gehen, Aufstehen und Liegen. Sogar an

eine Operation wurde gedacht. Diese ist nach einer Reihe von Behandlungen unnötig. Nach der fein dosierten Behandlung wird der Patientin gezeigt, wie sie mit Gymnastik den Heilungsprozess unterstützen kann. 08.30 Uhr: Die Arztgehilfin meldet, ein Patient bitte dringend um einen Termin wegen Schmerzen in der Brustwirbelsäule und Atembeschwerden. Klarer nickt; für solch dringende Fälle ist immer irgendwo Zeit. 08.35 Uhr: Der nächste Patient hat wegen fortgeschrittener Arthrose starke Hüftschmerzen. Immerhin hat sich die Beweglichkeit seit der ersten Konsulation verbessert. Bei der zehnminütigen manuellen Behandlung der Hüftmuskulatur kommen Chiropraktor und Patient ganz schön ins Schwitzen. Eine Kältepackung beruhigt die bearbeitete Zone. Zudem erhält der Patient ein weiches Fersenkissen für die Schuhe, das die Belastung des Hüftgelenkes vermindern wird. 09.00 Uhr: Die steife Kopfhaltung des nächsten Patienten verrät eine Störung in der Halswirbelsäule. Bei der Untersu-

chung werden die ganze Wirbelsäule und die Nervenfunktion manuell geprüft. Beim Abtasten findet Tobias Klarer die Stelle, die für den Schmerz verantwortlich ist. Da der Patient schon öfter einen «steifen Nacken» gehabt hat, folgen Röntgenaufnahmen der Halswirbelsäule. Sie zeigen einen Bandscheibenschaden. Der Chiropraktor erklärt die Behandlung und den möglichen Verlauf der Beschwerden. Danach werden Hals- und Brustwirbelsäule chiropraktisch behandelt. 09.30 Uhr: Eine gut gelaunte junge Frau kommt zu ihrem vorläufig letzten Termin. Sie war zwei Monate lang wegen einer blockierten Schulter regelmässig in Behandlung gewesen. Der Chiropraktor behandelt sie mit Triggerpunkttherapie und zeigt ihr, wie sie zu Hause ihren Arm trainieren kann. 10.00 Uhr: Der von Atembeschwerden geplagte Notfallpatient erscheint. Er muss kurz warten. Ein Telefonat mit einem Versicherungsagenten über die Folgen eines Unfalls will erst erledigt sein. – Er habe Schmerzen in der Brust und beim Atmen und Angst, dass er etwas am Herzen habe, erklärt der junge Mann


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10.45 Uhr: Im Laufe des Morgens erscheinen zahlreiche weitere Patienten, so auch eine über 80-jährige Dame mit verschiedenen chronischen Problemen, Kniearthrose und einer beginnenden Parkinsonschen Erkrankung. Dank der regelmässigen Behandlung kann sie ihren Haushalt immer noch selbständig führen. Dr. Klarer nimmt sich Zeit für ein Gespräch – Körper und Geist sind schliesslich nicht zu trennen. Fühlt sich die Patientin gut aufgehoben, hat das auch Auswirkungen auf ihr körperliches Befinden. Gleich anschliessend empfängt Tobias Klarer einen älteren Patienten mit mehreren schmerzenden Stellen an der Wirbelsäule. Wegen des erhöhten Osteoporoserisikos wendet er bei diesem Patienten nur sehr feine Mobilisationen ohne Impuls zur Erhöhung der Wirbelsäulenbeweglichkeit an. Zur weiteren Entspannung erhält der Patient eine Elektrotherapie. 12.00 Uhr: Kurz vor der Mittagspause erscheinen zwei gestresste Patienten. Die erste Patientin hat Verspannungen und Schmerzen. Falsches Sitzen und Einklemmen des Telefonhörers zwischen Schultern und Kopf sind die Ursachen. Dr. Klarer überprüft die ganze Wirbelsäule, behandelt diese in allen verspannten Bereichen und stellt ein Zeugnis aus, damit die Patientin einen Telefon-Kopfhörer erhält. Der zweite Patient schwingt in der Freizeit Golf- und Tennisschläger. Er hat Schmerzen im rechten Ellenbogen.

Tobias Klarer verschiebt seine Mittagspause und nimmt sich Zeit für die Untersuchung. Er stellt einen sogenannten Tennisarm und eine Schleimbeutelentzündung der Unterarmsehnen fest. Chiropraktische Behandlung, gezielte Massage, Kälteanwendung und Ultraschalltherapie sollen zur schnellen Besserung beitragen. Der Patient muss den

des Kindes hat ihrem Rücken zugesetzt. Der regelmässige Schlaf fehlt ihr, und Dr. Klarer fällt auf, dass sie Fieberblasen am Mund hat. Also erhält sie Tipps zur Ernährung sowie Mineralien und Vitamine zur Ergänzung. Dann misst er die Beinlängen der Patientin und manipuliert gezielt von zwei Seiten die Iliosakralgelenke im Beckenbereich. Bei der an-

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später. Nach einer sorgfältigen Untersuchung und der Aufnahme der Krankengeschichte kann er sich beruhigen. Es handelt sich um eine Rippenblockierung in der Brustwirbelsäule – sehr schmerzhaft, aber ungefährlich. An einem Kunststoffskelett erklärt ihm der Chiropraktor die Behandlung. Kurz danach erhebt sich der Patient vom Behandlungstisch und bemerkt erstaunt, dass er bereits viel leichter atmet.

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Unterarm zwei Wochen schonen. Er erhält eine Armschiene und bekommt zwei spezielle Dehnübungen für zu Hause gezeigt. 13.00 Uhr: Ein Vollkorn-Sandwich, ein Blick in die Zeitung, ein paar Worte mit dem Team. Ein kurzer Spaziergang und ein schneller Espresso im Café um die Ecke – schon ist die Mittagspause vorbei. 14.00 Uhr: Es gilt, Papierkram zu erledigen und Berichte an eine Unfallversicherung und einen Hausarzt zu diktieren. Dann folgt eine Besprechung mit dem Assistenten über die Beschwerden der Patienten, die dieser am Nachmittag behandeln wird. 14.20 Uhr: Die erste Nachmittagspatientin ist eine Mutter mit Baby. Das Tragen

schliessenden Kontrolle stellt er bereits einen Ausgleich fest. Die Schmerzen sollten nun verschwinden. Die Mutter ist zufrieden, auch wegen der ausführlichen Ernährungsberatung. 15.00 Uhr: Gar nicht zufrieden ist dagegen der nächste Patient. Nach anfänglicher leichter Besserung habe er wieder stärkere Schmerzen. Zudem verspüre er ein schmerzendes Ziehen im linken Bein. Sogar Husten und Niesen seien schmerzhaft. Dieser neue Befund stimmt nicht mit dem Röntgenbild vom ersten Besuch überein. Tobias Klarer erklärt die wahrscheinliche Ursache für die veränderten Beschwerden. Man kommt überein, sich vor einer weiteren Behandlung mit einer Magnetresonanzuntersuchung mehr Gewissheit zu verschaffen.


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15.30 Uhr: Der nächste Patient ist wegen seiner Diskushernie mit Nervenwurzelkompression kaum bewegungsfähig. Dr. Klarer fährt zum Hausbesuch. Zu seiner Überraschung öffnet der Patient selbst die Tür. Er habe erstmals eine Nacht durchschlafen können und sei heute viel beweglicher als vor zwei Tagen. Die Untersuchung bestätigt den Erfolg. Klarer mobilisiert den Patienten am gleichen Wirbelabschnitt wie beim vorherigen Besuch und gibt dem Patienten einen neuen Termin – in seiner Praxis. 17.00 Uhr: Dr. Klarer ist der Mediensprecher der Chiropraktorengesellschaft. Er spricht am Telefon mit einem Journalisten, der fundierte Auskünfte über Rücken schonende Sportarten braucht. Gleich danach telefoniert er mit dem Trainer eines Handballclubs, der einen Chiroprak-

tor für die Sportlerbetreuung benötigt. Mit Chiropraktik die Leistung zu steigern und gleichzeitig die Verletzungsgefahren zu senken, ist eine faszinierende Aufgabe. Ein Treffen wird vereinbart. 17.30 Uhr: Ein neunjähriges Kind kommt in die Praxis. Gestern war es hier mit einer starken Torticollis, einer Halskehre. Es konnte nur mit Hilfe aufstehen. Heute geht es ihm schon viel besser. Dr. Klarer behandelt die noch knorpeligen Wirbelkörper mit besonderer Sorgfalt. Danach lässt sich der Hals normal bewegen. Das Kind muss in fünf Tagen nochmals kommen und dann in einem Monat. Ergeben sich bis dahin keine Bewegungssperren mehr, kann man davon ausgehen, dass das Problem behoben ist. Zufrieden verabschieden sich Kind und Mutter.

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Lendenwirbel-Entlaster nach Jürg Hefti

Damit Sie das Leben wieder geniessen können ! Mit dem Lendenwirbel-Entlaster können viele Menschen trotz unterschiedlichsten Rückenproblemen ihren Alltag wieder bewältigen. Im Gegensatz zum Korsett handelt es sich beim Lendenwirbel-Entlaster nicht um ein starres, sondern um ein bewegliches System. Wer sich also für einen Lendenwirbel-Entlaster entscheidet, wird nicht zur Bewegungslosigkeit verdammt.

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Bethlehemstrasse 116 3018 Bern Tel. +41 31 991 94 35 Fax +41 31 991 94 36 info@orthopaediehefti.ch www.orthopaediehefti.ch

18.00 Uhr: Der letzte für heute angekündigte Patient erscheint: Ein Marathonwettkämpfer mit schmerzhaften Verspannungen. Er ist verärgert über seine Beschwerden, die sein Training behindern. Bei der eingehenden Untersuchung erkennt Dr. Klarer muskuläre Ungleichgewichte. Er kann den Sportler beruhigen: Mit gezielter Gymnastik und wenigen Behandlungen wird das Problem behoben sein. 18.30 Uhr: Tobias Klarer packt seine Sachen zusammen. Im nahe gelegenen Spital findet eine Weiterbildung statt – ein Vortrag über Rückenoperationen. «Zum Glück lassen sich mit Chiropraktik viele dieser Operationen vermeiden», denkt er und macht sich auf den Weg zum Spital, bevor er spät am Abend nach Hause kommt.


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07/2010/2011 · gesundsitzen

Verschaffen Sie sich Selbständigkeit und Mobilität!

Exma VISION

Jeder Mensch war wohl schon einmal behindert. Vielleicht nur vorübergehend nach einem Misstritt oder einer Sportverletzung. Da wir Menschen heute älter werden, müssen wir auch damit rechnen, mit Einschränkungen und Beeinträchtigungen zu leben, die wir in unserer Jugend nicht kannten. Möglicherweise sind wir auch auf einen Rollstuhl angewiesen. – In allen Fällen ist es wichtig zu wissen, wie unser Leben zu gestalten ist, damit wir nicht auf Annehmlichkeiten verzichten müssen, damit wir trotz körperlicher Einschränkung mobil und selbständig bleiben, beziehungsweise es wieder werden.

findet, erfolgt die individuelle Beratung völlig unabhängig und neutral. Dazu sind diese Beratungen auch kostenlos.

Ein körperliches Defizit lässt sich heute vielfach mit etwas Technik kompensieren. Die Ideen dafür sind vorhanden, die Techniken sind erprobt, die Geräte und Hilfsmittel verfügbar. Mehr noch: Sie sind in solcher Zahl verfügbar, dass einem oft die Transparenz fehlt. Die Exma VISION vermittelt diese in konzentrierter Form. Da in der Ausstellung kein Verkauf statt-

Hier finden sich Hunderte von Produkten und Ideen wie Gehhilfen, manuelle und elektrische Rollstühle, Treppenlifte und Treppensteighilfen, aber auch kleine, wichtige Hilfsmittel zur Bewältigung täglicher Tätigkeiten im Haushalt. Dazu kommen vielfältige Ideen für die Pflege zu Hause wie auch zur grösstmöglichen Selbständigkeit. Präsentiert werden

praktische, moderne Badezimmerausstattungen und ergonomische Kücheneinrichtungen. Sie erhalten Hinweise und Tipps zur Vermeidung von Hindernissen bei der Planung, Gestaltung und Einrichtungen von Wohnräumen. Sogar zu Fragen rund ums Auto können Sie sich beraten lassen: bei Umbauten für Selbstfahrer wie bei Anpassungen für den Transport von Rollstühlen. Hilfsmittel aller Art – auch zum Beispiel ein Sessel mit Aufstehhilfe – die helfen, den Alltag zu bewältigen, finden Sie in unserer Ausstellung.

In jedem Fall erhalten Sie wertvolle Antworten und Informationen zu allen wichtigen Fragen rund um Mobilität und Selbständigkeit.

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Die Exma VISION ist die grösste und umfangreichste permanente Hilfsmittelausstellung für Behinderte, Betagte und Senioren. Aber vor allem ist sie eine Ausstellung für Selbständigkeit, Mobilität und hindernisfreies Wohnen.

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Exma VISION – Schweizerische Hilfsmittelausstellung Industrie Süd, Dünnernstrasse 32, 4702 Oensingen Tel: 062 388 20 20, www.exma.ch / exma@sahb.ch Montag – Freitag, 9.00 – 12.00 Uhr und 14.00 – 17.00 Uhr. Für eine umfangreiche Beratung empfehlen wir Ihnen die vorherige Vereinbarung eines Termins.


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Joya beflügelt Speziell für Junggebliebene: Joya – der weichste Schuh der Welt. Ein Komfortschuh, der entlastet, Gelenke schont, sich jeder Fussform anpasst und für neues Ge(h)fühl sorgt.

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Beim Joya läuft man direkt auf der weichen Innensohle. Der besonders leichte und ausgeklügelte Sohlenaufbau ermög-

Joya setzt neue Massstäbe im Bereich Gesundheitsschuhe «Mein Anliegen war es, Schuhe zu entwickeln, die das natürliche Gehen unterstützen, bequem in der Passform und schön im Design sind», erklärt Joya-Entwickler Karl Müller. Als Sohn des bekannten gleichnamigen MBTErfinders tritt er in grosse Fussstapfen.

licht ein Gehen wie auf Wolken. Das Herzstück der innovativen Schuhneuheit ist die aus mehreren Teilen bestehende Sohle. Mit jedem Schritt wird Luft in den Innenraum gepumpt und sorgt so jederzeit für ein angenehmes, frisches Fussklima. «Das Tragen von Joya-Schuhen kann Linderung bei Rückenschmerzen, strapazierten Beinen und Bandscheibenvorfällen verschaffen. Unser Motto: Reinsteigen, loslaufen und geniessen». sagt JoyaKommunikationsleiter Claudio Minder.

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Tiefschlaf macht klug 56

DUXIANA erweitert Ihre Speicher über Nacht «Schlaf ist keine vertane Zeit.» Diese zentrale Erkenntnis jüngster Grundlagenforschung ist eine schöne Botschaft. Und eine wichtige dazu. Für den nachgewiesenen Zusammenhang zwischen Schlaf und Gedächtnisbildung erhielt der Schlafforscher und Neuroendokrinologe Jan Born im März dieses Jahres den hoch dotierten und renommierten Leibniz-Preis. Im Schlaf werden Informationen ins Langzeitgedächtnis übertragen. Im Schlaf werden die Gehirnfunktionen gefördert und das Gehirn ausgebildet. Insbesondere der Tiefschlaf, den die Neurophysiologen Deltaschlaf nennen, ist wichtig für das Gedächtnis. Ohne ihn, so vermuten die Forscher heute, gäbe es keine langfristige Verfestigung von Erfahrungen und Wissen. Dabei hat der sogenannte Deltaschlaf zwei Funktionen: Um das Gedächtnis zu konsolidieren, werden Inhalte aus einem Zwischenspeicher herausgenommen und ins Langzeitgedächtnis übertragen. Ausserdem räu-

men hohe Deltawellen den temporären Speicher frei, damit wir wieder Informationen aufnehmen können, wenn wir das nächste Mal wach sind. Nun ist es also amtlich: Schlafen bedeutet nicht nur gesunde und unverzichtbare Erholung, Schlafen ist unentbehrlich für den Erhalt und die Förderung unserer geistigen Fähigkeiten. Und weil ein DUX-Bett 10% mehr Tiefschlaf möglich macht, bleibt in den Köpfen der über 9 Millionen DUX-Schläfer weltweit 10% mehr Zeit für diese wichtige nächtliche Aufgabe. Warum das so ist? Nun, wer schon einmal in einem DUXBett gelegen hat, weiss, dass es kaum zu toppen ist. Aus hochwertigen Naturmaterialien mit einem einzigartigen Durchlüftungsprinzip und bis zu 2500 Stützpunkten, sucht das DUX-Bett weltweit seinesgleichen. Seit drei Generationen beschäftigt sich das Familienunternehmen DUXIANA damit, die Erkenntnisse

der Schlafforschung mit Luxus und Komfort zu vereinen. Konsequent körpergerecht passt sich das DUX-Bett jedem Körper in jeder Lage optimal an, stützt und entlastet dort, wo es notwendig ist. Nur so kann man Rückenproblemen wirksam vorbeugen. Nur so können sich die Muskeln vollständig entspannen. Und genau so lassen sich aus einer Nacht 10% mehr Tiefschlaf herausholen. Und weil das DUX-Bett sich nicht nur dem Körper, sondern auch den eigenen vier Wänden optimal anpassen soll, sind die individuellen Dekorationsmöglichkeiten nahezu unbegrenzt. Wer die optimale Verbindung von körpergerechtem Liegekomfort und edlem Design kennenlernen möchte, kann in einem der exklusiven DUXIANA-Geschäfte gerne Probe liegen. Mehr noch: 14 Tage Probeschlafen zu Hause gehört zum selbstverständlichen Service von DUXIANA.


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Sitzen bleiben? Langes Sitzen lässt sich im heutigen Alltag nicht mehr vermeiden. Damit verbunden ist ein erhöhtes Risiko für die Gesundheit. Ob sportlich oder unsportlich – dagegen lässt sich mit wenig Aufwand etwas tun.

Trends & Wissen

Nach einem Text von: Dominic Reinle & Thomas Wyss, Eidgenössische Hochschule für Sport Magglingen, 2010

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Am Arbeitsplatz, im Verkehr und in der Freizeit findet man sich oft in einer sitzenden Position wieder. Technik und Wandel im Lebensstil ermöglichen es dem modernen Menschen, den grössten Teil des Alltags sitzend zu bewältigen. Vom Bundesamt für Sport (BASPO) werden pro Tag 30 Minuten körperlicher Aktivität von mittlerer Intensität empfohlen. Laut einer Befragung erfüllen 59% der Schweizer Bevölkerung diese Empfehlung nicht. Davon gibt knapp ein Drittel an, im täglichen Alltag körperlich überhaupt nicht aktiv zu sein (1). Aktiv – inaktiv – beides wirkt auf die Gesundheit Der positive Effekt regelmässiger körperlicher Aktivität auf die Gesundheit ist durch viele Studien belegt. Neusten Untersuchungen zufolge wird die Gesundheit jedoch nicht nur durch die körperliche Aktivitätszeit beeinflusst, sondern auch durch die Zeit, die in völliger Inaktivität verbracht wird. Täglich länger andauernde, völlig inaktive Phasen, vor allem Sitzen, erhöhen das Risiko für chronische Krankheiten (2). Hinzu kommt, dass negative Folgen von regelmässig lang andauernden Phasen völliger Inaktivität nur bedingt durch körperliche Aktivität kompensiert werden können (3).

Körperliche Aktivität – neue Definition Bis vor kurzem wurde in der Forschung hauptsächlich zwischen drei Aktivitätskategorien unterschieden: Aktivitäten hoher Intensität, mittlerer Intensität und inaktives Verhalten. Die Zeit, welche man weder in hoher noch in moderater Intensität verbrachte, wurde der Kategorie «inaktiv» zugeordnet (4). Eine genauere Differenzierung der Inaktivitätszeit erfolgte erstmals in einer umfangreichen, in Australien durchgeführten Studie (5); diese unterschied zwischen völliger Inaktivität und leichter körperlicher Aktivität. Demzufolge verbringt der durch-

schnittliche Erwachsene mehr als die Hälfte des Tages inaktiv (9,3 h/Tag), einen grossen Teil mit leichten körperlichen Aktivitäten (6,5 h/Tag) und nur sehr wenig Zeit mit moderaten bis hohen Intensitäten (0,7 h/Tag). Im Durchschnitt wird also der grösste Teil des Tages entweder inaktiv oder mit Aktivitäten leichter Intensität verbracht. Inaktivität birgt Risiken Im Jahr 2005 wurden die Auswirkungen von langem Sitzen vor dem Fernseher auf die Gesundheit untersucht. Dabei wurde herausgefunden, dass jede zu-

Das Sitzen zur Bewegung machen Langes Sitzen lässt sich oft nicht vermeiden. Trotzdem muss Sitzen nicht automatisch in die Kategorie «Inaktivität» gehören. Aktives Sitzen ist heute mit einer Vielzahl von Sitzmöbeln möglich, die einen ständigen Haltungswechsel verlangen, einen im Stehen sitzen resp. im Sitzen stehen lassen und so wesentlich dazu beitragen, dass auch sogenannte bewegungsarme Phasen deutlich aktiver gestaltet werden können.


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Kleiner Aufwand – grosse Wirkung Da der heutige Alltag vieler Menschen hauptsächlich aus sitzenden Tätigkeiten besteht, sind diese Erkenntnisse von grosser Bedeutung. Es empfiehlt sich also, länger andauernde bewegungsarme Phasen häufig mit kurzen, aktiven Pausen zu unterbrechen − im Arbeitsalltag oder im Verkehr, wie auch zu Hause vor dem Fernseher. Dies kann für den Büroalltag bedeuten, sitzende Tätigkeiten mit Stehmöglichkeiten zu erweitern, einen entfernten Drucker zu benützen, stehend zu telefonieren, oder Kollegen im benachbarten Büro aufzusuchen anstatt anzurufen. Man könnte unterwegs generell auf Rolltreppe und Lift verzichten, stattdessen Treppen steigen, im Bus oder Tram stehen bleiben, oder kurze

Strecken ganz zu Fuss zurücklegen. Zu Hause kann man während Fernsehwerbungen kurz aufstehen und das Fenster aufmachen, oder sich etwas zu trinken holen. Wie man sieht, gibt es vielfältige

Möglichkeiten, Phasen des langen Sitzens zu unterbrechen. Mit kleinem Aufwand lässt sich für die Gesundheit schon Grosses bewirken!

Referenzen (1) Lamprecht, M., H. Stamm. (2010). «Observatorium Sport und Bewegung Schweiz. Laufend aktualisierte Indikatoren.» Zugriff am 10. Mai 2010 auf http://www.sportobs.ch/fileadmin/ sportobs-dateien/Indikatoren–PDF/SPORTOBS–Updated.pdf (2) Hamilton, M. T., D. G. Hamilton, et al. (2007). «The role of low energy expenditure and sitting on obesity, metabolic syndrome, type 2 diabetes, and cardiovascular disease.» Diabetes 56: 2655–2667. (3) Owen, N., A. Bauman, et al. (2009). «Too much sitting: a novel and important predictor of chronic disease risk?» British Journal of Sports Medicine 43: 81–83. (4) Ekblom-Bak, E., M.-L. Hellénius, et al. (2010). «Are we facing a new paradigm of inactivity physiology?» British Journal of Sports Medicine: 1–2. (5) Healy, G. N., K. Wijndaele, et al. (2008). «Objectively Measured Sedentary Time, Physical Activity, and Metabolic Risk. The Australian Diabetes, Obesity and Lifestyle Study (AusDiab).» Diabetes Care 31: 369–371. (6) Dunstan, D. W., J. Salmon, et al. (2005). «Associations of TV viewing and physical activity with the metabolic syndrome in Australian adults.» Diabetologia 48: 2254–2261.

Trends & Wissen

(7) Healy, G. N., D. W. Dunstan, et al. (2008). «Breaks in Sedentary Time.» Diabetes Care 31: 661–666.

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Kindersitze / Systèmes de sécurité pour enfants

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sätzliche Stunde, die täglich vor dem Fernseher verbracht wird, das Risiko für chronische Krankheiten bei Frauen um 26% und bei Männern um 12% erhöht (5). Eine Untersuchung von Zusammenhängen zwischen täglicher Dauer in körperlicher Inaktivität und Hüftumfang zeigt, dass der Hüftumfang durchschnittlich um 3,1 cm zunimmt, wenn die täglich inaktive Zeit um 10% verlängert wird (6). Interessanterweise konnte in einer anderen Studie belegt werden, dass der Hüftumfang signifikant mit der Anzahl an aktiven Pausen, mit denen täglich länger andauernde körperliche Inaktivitätsphasen unterbrochen werden, zusammenhängt. Dies sogar unabhängig von der Gesamtdauer der Inaktivitätszeit. Zusätzlich zeigten diese Unterbrüche einen positiven Einfluss auf den Stoffwechsel. Auch hier war die Anzahl aktiver Pausen für die positive Wirkung ausschlaggebend (7). Um chronischen Krankheiten und einer Körpergewichtszunahme vorzubeugen, empfiehlt es sich also, nicht nur die Gesamtdauer bewegungsarmer Phasen zu verkürzen, sondern auch diese Zeiten der völligen Inaktivität häufig mit aktiven Pausen zu unterbrechen.


Report

Report

Der Nabel der (Gitarren-)Welt liegt in Steffisburg 60

Wer’s nicht glaubt, muss selber hinfahren. Ein Besuch überzeugt auch den letzten Zweifler. Das «unisono» ist ein Bienenhaus, das in allen Tonlagen summt. Der Chef ein Tausendsassa. Und wer hier nicht vom Musikvirus gepackt wird, dem ist nirgends mehr zu helfen. Text: Kurt Mürset, Basel; Fotos: zvg

Steffisburg ist definitiv nicht der Nabel der Welt. Hier ist nicht London, Nashville oder New York. Steffisburg ist nicht die Geburtsstätte des Blues, die Urheimat der Gitarrenbands und weder Elvis, noch die Sex Pistols stammen von hier. Aber wer gleich vis-à-vis der Kirche nach dem Hinweisschild «unisono» den kleinen Laden betritt, wird weggebeamt in eine andere Dimension. Dabei begann das alles ganz anders. Mit einem kleinen Jungen nämlich, der vor vielen Jahren im benachbarten Thun in einem traditionellen Musikhaus stand und sich nichts sehnlicher wünschte, als mal so eine richtige Gitarre in den Händen zu halten. Alles, was er bekam, war die barsche Abfuhr: «Wer nichts kauft, hat hier nichts zu suchen.»

Dabei mit Leib und Seele Wahre Hingabe und Begeisterung lässt sich indes auch von solchen Kindheitserlebnissen nicht entmutigen. Wer sich der Musik verschrieben hat, findet zu ihr. Als Schallplattenverkäufer zum Beispiel. Als Musiker von eigenen Gnaden. Als Organisator, Katalysator, Lehrer und als Ermutiger von Kindern und Jugendlichen, aber auch von gestandenen Musikern, Kollegen und Freunden. Und damit sind wir nicht nur mitten im «unisono» gelandet, sondern auch bei der Seele dieses Betriebs, bei «Zäppu». Bürgerlich heisst er Res Grossniklaus, aber alle Welt kennt ihn unter dem Namen «Zäppu». Und so wird er auch von allen begrüsst, die zu ihm kommen. Er wiederum begrüsst alle Besucher mit

Handschlag. Anonymität ist ihm ein Graus. Hier kennt man sich – und wenn man sich noch nicht kennt, dann lernt man sich ganz rasch kennen. Der Gesprächsstoff hängt rundum an den Wänden. Er tönt aus allen Lautsprechern und er flimmert auf den Bildschirmen: Musik.

Kein Geschäft wie jedes andere Bei Lichte betrachtet ist das «unisono» ein Geschäft, das in der Hauptsache Gitarren verkauft mit allem, was dazu gehört. Angegliedert ist die Musikschule für Gitarre, Klavier und Keyboard, in der man das Spielen auf dem erworbenen Instrument auch gleich erlernen kann. So gesehen ist Zäppus Reich durchaus von dieser Welt, und es gibt wohl noch ein paar mehr davon in der Schweiz.


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Den Unterschied macht ganz klar der Chef, wobei Chef das falsche Wort ist, denn Zäppu stellt sich als Person nicht über, sondern neben die andern Menschen – ob das einer von rund 200 Schülerinnen und Schülern, einer seiner vierzehn Musiklehrer – darunter viele bekannte Musiker – ist oder Schweizermeister Gölä, ein Freund seit vielen Jahren.

Nun ist es nicht so, dass Gölä oder einer der andern Profi-Musiker jeden Tag eine neue Gitarre bestellen, vielmehr ist Zäppus Rat gefragt, seine Erfahrung und auch sein grosser Freundes- und Kundenkreis. Denn wer so lange dabei ist wie er und dazu noch ein so kommunikativer Typ, der kann öfters mal weiter helfen oder zumindest weiss er jemanden, der’s kann. Selbstverständlich weiss er auch etwas über Ergonomie zu sagen. Gerade beim Musikunterricht kommt dem richtigen Sitzen enorme Bedeutung zu. Eine falsche Haltung wirkt sich nicht nur auf den Körper, sondern auch auf das Spiel aus. Und wie beim Sport verlangt er auch erst einmal Lockerungsübungen, bevor mit Spielen losgelegt wird. Also testet er – oder besser lässt testen – neue Hocker, die neben den klassischen Schlagzeughockern zum Einsatz kommen.

sagt nicht mehr mein Rücken, wann ich eine Pause machen soll, sondern ein Blick auf die Uhr.» Steff

Unisono auf vielen Schienen

Sitzpraxis beim Unterricht

Statt «uni» müsste es eigentlich «multisono» heissen, denn Zäppu ist im Museum für Kommunikation bei der Ausstellung «Stromgitarren» genauso beteiligt gewesen wie beim Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde, als er 239 Gitarristen für einen Blues zusammenbrachte. Und wenn der legendäre Gitarrenbauer Gibson seine Tore öffnet, ist Zäppu auch in den USA mit dabei. Die Ideen gehen ihm nicht aus und die Energie, diese umzusetzen, ebenso wenig. Und so steht am Anfang und am Schluss das Wort eines Freundes: «We mir ihn nid hätte, de müesste mer dä Cheib erfinde!»

Die Musikschule Unisono hat ihre Unterrichtsräume mit Stühlen und Hockern ausgerüstet, die den neuesten Erkenntnissen über das «Gesund Sitzen» entsprechen. Das Rückenzentrum Bern konnte dabei seine Erfahrung einbringen und aus seinem Angebot die passenden Stühle bereitstellen. Die untenstehenden Zitate stammen aus einer Umfrage, die einen Monat nach Einführung der neuen Stühle gemacht wurde. Lehrerstimmen «Seit ich diese ‹Gesundheitsstühle›, zum Unterrichten und Üben brauche,

«Für uns Gitarristen ist eine korrekte Körperhaltung der Schlüssel zum Erfolg. Meist beschäftigen wir uns mit der perfekten Haltung der Hände und Finger, vergessen dabei aber, welch wichtigen Faktor unsere gesamte Körperhaltung darstellt. Der richtige Stuhl oder Sessel hilft mir, entspannter und gesund zu sitzen, und fördert somit meine Ausdauer, Leistungsfähigkeit und schlussendlich meine Kreativität.» Rafi Schülerstimmen «Cool, die Stühle, die können ganz schnell verstellt werden.» «Da kann man sogar gigampfen.» «Die sind hundertmal besser, als die früheren Drum-Stühle.» «Einfach genial ...» «Schön i de Farbe.» «Man sitzt extrem bequem, aber die Zeit vergeht jetzt fast zu schnell...!»

Report

Talentschmied und Netzwerker

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Ergonomie – auch bei SWISS ein zentrales Thema

Lifestyle

Langes Sitzen ist bei Flugreisen normal – ergonomisch betrachtet aber ungünstig. Die Passagiere empfinden das auch, indem es ihnen unbequem wird. SWISS überlegt sich deshalb, wie das Sitzen für ihre Gäste bequemer gemacht werden kann. Keine leichte Aufgabe angesichts der komplexen Rahmenbedingungen. Text: Christine Harte; Bilder: Swiss, zvg.

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Wenn ein Reisender in ein Flugzeug steigt, dann hat er eine ganze Reihe von Erwartungen, Bedürfnissen und Ansprüchen. Eine Fluggesellschaft muss diese kennen und wissen, wie sie diese erfüllen kann. Sie setzt sich intensiv mit dem Flugpassagier auseinander, um zu erforschen, wie ihre Flugzeuge gestaltet sein müssen, damit sich ihre Kunden in jeder Hinsicht wohlfühlen.– Wenn eine Airline ein neues Flugzeug kauft, dann hat es noch keine Innenausstattung. Um diese kümmern sich bei SWISS-Mitarbeiter aus dem Bereich «Cabin Interior Development & Infotainment». «gesundsitzen» sprach mit den Kabinentwicklern Paul Estoppey und Alexa Luppi von SWISS. Sie befassen sich schon über 10 Jahre mit den besonderen Anforderungen, die das Innere eines Flugzeuges stellt: «Da gibt es eine ganze Reihe von Kriterien, und viele Rahmenbedingungen müssen berücksichtigt werden», führt Paul Estoppey aus. «Erstens sind da die verschiedenen Klassen First, Business und Economy, die Frage, ob Kurz- oder Langstreckenflug und die Standardpositionen im Flugzeugsitz, also die Start- und Landeposition, die Loungeund die Liegeposition. Zweitens gehen wir auf die verschiedenen Reisetypen, den Ferien- und den Geschäftsreisenden, ein: Der Ferienreisende stellt weniger Anforderungen an die Innenausstattung der Kabine, er hat viel Gepäck, jedoch meist wenig Handgepäck, und der Flug wird als Teil des Ferienerlebnisses gesehen. Der Geschäftsreisende hingegen hat oft viel

Handgepäck, hohe Komfort- und Serviceansprüche, möchte die Zeit an Bord so effizient wie möglich nutzen, also so wenig wie möglich gestört werden, und er erwartet zudem hinreichende Kommunikationsmöglichkeiten an Bord.» Das sind die psychologischen Anforderungen. Die physiologischen fallen aber ebenso stark ins Gewicht; denn wenn es um das physische Wohlbefinden der Passagiere geht, spielt die Ergonomie eine grosse Rolle. Und da der Fluggast die meiste Zeit seiner Reise in seinem Sitz verbringt, steht der Sitz im Zentrum der ergonomischen Überlegungen.

Der Flugzeugsitz im MIttelpunkt Beim Design eines Flugzeugsitzes müssen die Kabinenentwickler zahlreiche Auflagen und Ansprüche unter einen Hut bringen. Alexa Luppi zählt auf, welche Hürden bei der Entwicklung noch besserer Sitze zu nehmen sind: «Zum einen kämpfen wir um jedes Gramm, befassen uns also damit, wie man das Gewicht der Einrichtungen nach unten treiben kann; denn weniger Gewicht bedeutet weniger Treibstoff – ein riesiger Kostenfaktor, und mit den steigenden Treibstoffpreisen erhöht sich auch der Kostendruck bei den Airlines. Zum andern will jede Fluggesellschaft die Sitze in einer effizienten Anordnung haben, um – bei gleich bleibendem oder gar gesteigertem Komfort – Platz für mehr Reihen zu gewinnen. Wir tüfteln also an Fragen herum wie ‹Was kann man bei einem Sitz weglassen, wel-

che leichteren Materialien kann man einsetzen, wie kann man die Sitze anders konstruieren, so dass das Gewicht runter geht?›» Alexa Luppi führt weiter aus, dass sie bei allen Neueinführungen sowohl den hohen Sicherheitsauflagen der Aufsichtsbehören (EASA Europäische Agentur für Flugsicherheit für Europa, FAA für die USA) genügen, als auch den Bedenken der Techniker Rechnung tragen müssen, was die Wartbarkeit der Sitze im Dauereinsatz angeht. Und bei all dem haben die Entwickler stets eines vor Augen: alles dafür zu tun, dass die Passagiere selbst nirgends den Eindruck gewinnen, ihre Bewegungsfreiheit oder ihr Sitzkomfort nehme ab. Ganz im Gegenteil: Ihr Gefühl, mehr Bewegungsfreiheit zu haben und sich während des Flugs sehr individuell einrichten zu können, soll sogar noch zunehmen. Da ist auch eine Steuerung gefragt, mit der der Sitz einerseits in für jeden Körper passende Positionen gebracht werden kann und anderseits auch noch einfach in der Bedienung ist. Im Übrigen spielt auch das Bordunterhaltungs-Programm für das Wohlbefinden eine wichtige Rolle, denn gute Unterhaltung macht die Reise kurzweilig. und das lange Verharren im Sitz geht vergessen.

Ergonomie-Spezialisten im Hintergrund Schon 2006 berichtete «gesundsitzen» im Artikel «Sitzen wie auf Wolken – dank neuer Technologie aus Langenthal» vom


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Schweizer Textilhersteller und Luftfahrtzulieferer Lantal Textiles, der mit der Entwicklung eines pneumatischen Kissenkonzepts einen grossen Schritt in Richtung ergonomisches Sitzen im Flugzeug gemacht hatte. 2004 stellte Lantal Textiles zusammen mit dem deutschen Flugzeugsitzhersteller Recaro einen voll funktionierenden Prototyp vor, der für grosses Aufsehen sorgte. Der entscheidende Vorteil im Vergleich zu den herkömmlichen Schaumstoff-Polsterungen lag darin, dass die Sitzfüllung durch Variation des Luftdruckes angepasst werden kann. Damit wird eine gute Stützung beim aufrecht Sitzen erreicht, ein ent-

Testsitzen-Happenings mit Vielfliegern Nebst dem hohen ergonomischen Niveau, für das die Spezialisten sorgen, holt sich SWISS aber noch von anderer Seite regelmässig Informationen, ob sie mit ihren Sitzkonzepten auf dem richtigen Weg ist: von den Vielfliegern. Aus ihren Kundendatenbanken ermitteln sie jene, die mindestens zehn Langstreckenflüge pro Jahr in der Business oder First Class machen. So wurden bei der Entwicklung eines neuen Sitz-Protoyps schon bis zu 400 solcher Vielflieger zu einem Test-Sitzen eingeladen. Für die Befragungen werden die Gäste auf den Flughafen bestellt, wo sie in entspannter Atmosphäre über ihre Erfahrungen berichten und – weil sie es sehr schätzen, so involviert zu werden – viel preisgeben, das weit über die Fra-

Die Interviewpartner von SWISS: Paul Estoppey, Head of Cabin Interior Development & Infotainment, und Alexa Luppi, Manager Cabin Interior Development.

gen zum Flugzeugsitz hinausgeht. Die Befragung dreht sich um alles, was das Sitzen im Flugzeug betrifft: Wie bequem ist der Flugzeugsitz – in der Start-, der Lande-, Lounge- und Liegeposition? Beim Sitzkomfort werden Details wie Form, Härte, Sitzstrukturen und Luftkissenfunktion angesprochen. Dabei werden Rücken- und Armlehne, Fussstütze, Esstisch unter die Lupe genommen: sind sie gut verstellbar, einfach zu bedienen? Aber auch: wie gefallen das Design und die Farbgebung des Sitzes? Auch der Kopf- oder Ellenbogenfreiraum ist ein Thema. Und schliesslich geht es auch um die Sicht und die Bedienung des In-FlightEntertainments: Ausführung, Erreichbarkeit und die Frage, wie einfach die Handhabung ist. Die beiden SWISS-Mitarbeiter von «Cabin Interior Development & Infotainment» scheinen die vielen Auflagen oder Einschränkungen vor allem anzuspornen. Von Entmutigung oder Frustration ist hier nichts zu spüren: «Wir betrachten die vielen Auflagen und Grenzen nur als scheinbar unüberwindlich und konzentrieren uns viel mehr auf die Frage ‹Könnte man einen Flugzeugsitz nicht ganz anders designen?›, ‹Gibt es etwas, das wir bis jetzt übersehen haben und das nur scheinbar zwingend ist?›», erklärt Paul Estoppey. Diese Denk- und Arbeitsweise macht ihnen sichtlich Spass. Genauso wie der Austausch mit anderen Entwicklern, sei es auf der HerstellerSeite, sei es auf Seite der «Konkurrenz»: So zum Beispiel an der jährlich stattfindenden Aircraft Interiors Expo in Hamburg. Ergonnomie pur: Die aktuellsten Sitze der SWISS.

Lifestyle

Der 95.-Perzentil-Mensch als Vorlage Beim Typus Flugpassagier ist die Bandbreite an Eigenschaften, Bedürfnissen und Beanspruchung riesig – beide Geschlechter, alle Bevölkerungsgruppen, Nationalitäten, Kulturen, Altersstufen müssen berücksichtigt werden. Daneben befasst sich die Anthropometrie, also die Körpermesskunde, mit der Erfassung, Anwendung und Auswertung der Körpermasse, der biomechanischen Daten und sämtlicher physiologischen Eigenschaften des Menschen. Den Körpermassen ordnet sie Perzentile zu. Ein Perzentil gibt also an, wie viel Prozent einer Messreihe ein Körpermass unterschritten hat. Für die Konstruktionsarbeit wichtig ist unter anderem das 95. Perzentil Mann, das heisst, bei 95% der vermessenen Männer ist das Körpermass kleiner als das Angegebene.

spannendes Sitzen beim Relaxen oder Lesen und ein komfortables, weicheres Bett beim Liegen. Eine spezielle, individuell einstellbare Kreuzstütze bietet zusätzlichen Komfort und ermöglicht so eine ergonomisch optimale Sitzhaltung sowie eine zusätzliche Massagefunktion. Die Frage, ob die Luftkissen von Lantal Textiles sich seit damals bewährt haben, bestätigen die Einrichter von SWISS: Als erste Fluglinie liess SWISS 2009 ihre neuen Langstreckenjets vom Typ Airbus A330-300 mit den Luftpolstersitzen in der First und der Business Class ausstatten und sparte dadurch bei einem Langstreckenflieger bis zu 200 Kilogramm Gewicht ein. Die Entwicklungs-Zusammenarbeit mit Lantal Textiles und ausgewählten Sitzherstellern ist über die Jahre immer enger geworden, und dadurch kann SWISS auch dafür bürgen, dass sie ihre Passagiere stets auf dem neusten Stand in Sachen ergonomische Flugzeugsitze bedient.

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Auf alle Ihre Fragen bekommen Sie verständliche Antworten. Ihr Chiropraktor erkundigt sich bei Ihnen nach dem Erfolg von Behandlung und Gymnastik. Ihr Hausarzt oder Ihr Spital werden vom Chiropraktor gegebenenfalls über die Behandlung informiert. 2. Entscheidungsfreiheit Ob Sie mit einer vorgeschlagenen Behandlung einverstanden sind, ist Ihre Entscheidung. Der Chiropraktor überlässt sie Ihnen. Sie sollen sich für eine Behandlung entscheiden. Der Chiropraktor lässt Ihnen ausreichende Bedenkzeit. Sie möchten eine zweite Meinung einholen. Ihr Chiropraktor akzeptiert. 3. Kosten Sie erhalten von Ihrem Chiropraktor eine Kostenübersicht. Er weist Sie darauf hin, wenn die Leistungen von der Krankenklasse nicht bezahlt werden.

5. Privatsphäre Sie ziehen sich aus oder um. Ihre Intimsphäre ist jederzeit gewahrt. Patientenakten liegen nicht herum. Unbefugte Personen können sie also nicht lesen. Auf Wunsch erhalten Sie ohne Weiteres Einsicht in Ihre Akten. Befunde werden unter vier Augen besprochen. Andere Patienten sind nicht zugegen. 6. Über die eigene Praxis hinaus Sie benötigen Unterstützung oder Hilfe Dritter, zum Beispiel seitens Ihrer Krankenkasse. Ihr Chiropraktor unterstützt Sie dabei. Ihr Chiropraktor weist darauf hin, wenn er weitere Hilfsangebote für Sie ausserhalb seiner Praxis sinnvoll erachtet.

Ihre Bewertung 18–21 Punkte: In dieser Praxis sind Sie bestens aufgehoben! Die notwenige Kommunikation zwischen Patienten und Chiropraktor ist gegeben – Sie sind zufrieden. 15–17 Punkte: Diese Praxis ist gut, kann aber noch verbessert werden – Helfen Sie dabei mit konstruktiver Kritik! bis 14 Punkte: Ist es möglich, dass Ihr Resultat auf einem einmaligen Eindruck begründet ist? Sprechen Sie Ihren Chiropraktor auf jeden Fall das nächste Mal auf diesen Test an – so hat er die Chance, sich zu verbessern. Testverfasserin: Patientenorganisation Pro Chiropraktik SVPC

Trends & Wissen

1. Beim Behandlungstermin

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Bewegungstherapie «Spiraldynamik»

Die eigene Bewegungsintelligenz fördern Text: Christiane Harte; Fotos: Primo Martinelli

Der Mensch ist als «Bewegungstier» konzipiert. Doch je mehr er sitzt – am Arbeitsplatz, im Auto, vor dem Fernseher –, desto mehr läuft er Gefahr, dass sein Bewegungsspektrum verkümmert. Die Konsequenz: Fehlhaltungen, falsche und ungesunde Bewegungen und schliesslich Schäden am Bewegungsapparat.

Medizin & Rücken

Spiralförmige Bewegungen als Grundprinzip

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Spiraldynamik befasst sich mit dem menschlichen Körper, seiner Haltung und seinen Bewegungsabläufen. Sie folgt dabei dem Grundprinzip, dass vieles in unserem Körper spiralförmig verläuft. Das wird dort deutlich, wo er stabil und beweglich zugleich sein muss: So werden im Knochen Druck- und Zugkräfte durch Spiralstrukturen ideal verteilt, die Kreuzbänder des Knies schlingen sich spiralförmig umeinander, das Bindegewebe der Sehnen besteht aus spiralförmigen Eiweissketten. Spiraldynamik ist keine Neuerfindung. Hier werden einfach die im menschlichen Körper intelligent angelegten Bewegungsmuster sorgfältig beschrieben. Hauptanliegen der Spiraldynamik ist Bewegungsschulung: Schädliche Bewegungsmuster erkennen, in neue intelligente Bewegung umprogrammieren, um diese auch im Alltag wieder zu übernehmen. Das garantiert Nachhaltigkeit.

Eine Methode, die viele andere bestätigt Bea Juchli, Inhaberin eines Trainingsstudios in Richterswil bei Zürich, ist von diesem Konzept überzeugt. Sie hat sich schon mit vielen verschiedenen Bewegungstheorien und -therapien intensiv auseinandergesetzt. Für die Tochter

eines Kunstturners war Bewegung und Training von Kindesbeinen an Teil ihres Lebens. Den Grossteil ihrer Aus- und Weiterbildungen absolvierte Bea Juchli in Halifax und Toronto, Kanada, wo sie auch ein eigenes Health & Wellness Studio führte. Zurück in der Schweiz, vertiefte sie ihre Kompetenzen im Bereich Pilates und auf dem Gebiet der Spiraldynamik. «Alles, was ich aus anderen bewegungstherapeutischen Konzepten kenne, kann ich mit den Aussagen der Spiraldynamik ideal verbinden. Mit ihr gewann ich eine zusätzliche Möglichkeit, um die Rumpfmuskulatur zu stärken, und auch hier wird auf die Beckenboden- und die tiefer liegende Bauchmuskulatur grosses Gewicht gelegt.» Deshalb kombiniert sie viele Übungen

und Prinzipien der Spiraldynamik mit ihren anderen Angeboten aus den Gebieten Pilates, Yoga, Kraft und Konditionstraining und in ihren Einzelbehandlungen. «Es lassen sich aber auch viele andere bewegungsorientierte Disziplinen sehr gut mit der Spiraldynamik kombinieren», holt Bea Juchli aus, «so zum Beispiel Physiotherapie, Shiatsu, Chi Gong, Alexander-Technik, Feldenkrais, aber auch Sport, Tanz und Schulpädagogik. Gerade Kinder sind auf intelligente Bewegungsförderung angewiesen und würden uns diese Art der Prävention danken.»

Eigene «Korrektur-Arbeit» machte Operation überflüssig Sie hat sich schon oft gefreut, dass sie Kundinnen und Kunden, die sich bereits mit der Frage «Rückenoperation – ja oder nein?» befasst hatten, auf eine Alternative brachte. Konkret, dass diese ihr Leiden durch das Arbeiten an ihrem Körper bzw. durch das Lernen einer neuen Haltung lindern und auf einen operativen Eingriff verzichten konnten. «Sobald der Arzt das O.K. gibt, kann der Patient damit beginnen, die schädlichen Bewegungsmuster zu korrigieren und in intelligente «umzuprogrammieren». Nicht nur im akuten Fall, sondern grundsätzlich ist für sie zentral, dass geübte


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Bewegungen in den Alltag integriert werden. «Es hat keinen Sinn, einmal die Woche für ein paar Lektionen eine gute Haltung einzunehmen. Meine Kunden

sollen mit Aufmerksamkeit an sich arbeiten, ihre eigenen Bewegungen präzise beobachten und verstehen, was sie bewirken. Ich bin überzeugt: Wer diese

Prinzipien berücksichtigt und richtig einsetzt, kann Abnutzung auf ein natürliches Minimum reduzieren.»

Ein Einblick in die tägliche Trainingsarbeit mit typischen Haltungsproblemen. 1. «Arbeiten am PC» Fehlhaltung 1 Das Arbeiten am Computer ist heute für viele ein fester Bestandteil ihres Alltags. Dabei konzentriert man sich auf den Bildschirm. Man sitzt leicht in sich zusammengesunken da, die Schultern hängen nach vorne, das Brustbein senkt sich nach unten und der obere Rücken buckelt, der Kopf neigt sich automatisch nach vorne. Um das auszugleichen – man will ja in den Bildschirm schauen – knickt man den Kopf nach hinten und es entsteht ein starker Hohlnacken, auch «Geierhals» genannt. Die Tendenz zur

Verkrampfung ist ganz offensichtlich, die Folgen auch: Verspannungen im oberen Rücken und Nacken, Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, bis hin zu Bandscheibenvorfällen im oberen Rückenund Nackenbereich.

Musterhaltung 1 Die optimale Haltung für entspanntes Arbeiten: Die Schultern nach hinten unten senken. Den Beckenboden anspannen (das Steissbein Richtung Sitzfläche des Stuhls ausrichten). Die Wirbelsäule so aufrichten, dass der Scheitel zur Decke zeigt. Diese Haltung hat zur Folge, dass das Brustbein leicht angehoben wird. Generell ist es wichtig, die Haltung immer wieder einmal zu ändern, zum Beispiel sich zu erheben und ein paar Schritte zu tun, stehend oder auf einem Ball sitzend arbeiten.

2. «Hand hochheben» Fehlhaltung 2 Diese Fehlhaltung ist in zahlreichen Situationen beobachtbar: Beim Händeschütteln, beim Arbeiten am Stehpult, beim Hochheben von Gegenständen – wir neigen so oft dazu, bei diesen AufwärtsBewegungen die Schultern hochzuziehen und uns vor allem im Schulter- und Nackenbereich anzuspannen.

Musterhaltung 2 Wir erreichen die optimale Haltung, wenn wir uns beim Anheben des Armes vorstellen, er funktioniere wie eine Barriere: das Schulterblatt ist das Gewicht, das nach hinten unten zieht, was den Arm vorne nach oben bewegt. Diese «Hebelbewegung» ist umso wichtiger, sobald wir etwas in Händen halten und somit Gewicht mit nach oben heben.

3. «Arbeiten über Kopfhöhe» Fehlhaltung 3 Auch beim Anheben der Arme über den Kopf, wie etwa dem Fenster- oder Spiegelputzen, ist Achtung geboten. Allzu naheliegend ist es, die Schultern in die Höhe zu heben, sich von Kopf bis Fuss zu recken, um möglichst weit hoch zu kommen und sich damit anzuspannen und zu verkrampfen.

Musterhaltung 3 Auch hier gilt, Wirbelsäule und Nacken sanft, aber entschieden lang zu ziehen; sich die Kraft, die es für diese Bewegung braucht, aus dem Rumpf zu holen, von wo man sich auch die Stabilität aufbaut. Sowie sich wiederum vorzustellen, der Arm werde durch das «Gewicht» des sinkenden Schulterblattes nach oben gehoben. Gelangt man am Ende dieser Bewegung nicht ganz bis oben hin, hilft ein Schemel oder eine Leiter.

Medizin & Rücken

Bea Juchli führt Fehlhaltung (links) und gesunde «Musterhaltung» vor (rechts).

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Medizin & Rücken

Bewegungstherapie «Spiraldynamik»

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4. «Telefonieren» Fehlhaltung 4 Im Zeitalter des «Multitasking» wird oft in dieser Haltung – in der das Telefon zwischen Ohr und Schulter eingeklemmt wird – telefoniert, da so die Hände bewegungsfrei sind. Doch diese Freiheit hat ihren Preis: Die Schulter ist nach vorn gerundet und verkrampft. Der Nacken wird in dieser «Quetschstellung» schon nach ein paar Minuten Sprechzeit stark überbelastet.

Musterhaltung 4 Für eine optimale Haltung beim Telefonieren braucht es eine Hand. Daran denken, die Schultern breit aufzuspannen und nach hinten fallen zu lassen, die Wirbelsäule und den Nacken lang zu ziehen (so dass möglichst viel Abstand zwischen Ohr und Schulter entsteht). Wichtig: die Stellung ändern, aufstehen, ein paar Schritte gehen und bewusst tief Luft holen. Wer die Hände frei haben muss, schafft sich ein «Headset» an.

5. «Auto lenken» Fehlhaltung 5 Auch beim Auto lenken, was wir schon fast «nebenbei» betreiben, ist es eine Kunst, auf die Körperhaltung zu achten. Ähnlich wie vor dem PC sinken auch hier viele in sich zusammen. Das Brustbein senkt sich, durch die entstehende Rundung neigt sich der Kopf nach vorne, um dies zu beheben und den Blick auf die Fahrbahn richten zu können, knickt man mit dem Kopf nach hinten, was eine Verkürzung der Nackenmuskulatur bewirkt.

Musterhaltung 5 Der Autositz wird in der geraden Position eingestellt. Beim Platz nehmen sich bewusst aufrichten, also auch hier wieder die Wirbelsäule langziehen und das Becken aufrichten. Die Nackenstütze so einstellen, dass der Hinterkopf sie leicht berührt. Das ist das Erfolgsrezept für eine gesunde Haltung während des Fahrens. Beim Rückwärts-Manövrieren ist es besonders wichtig, sich erst aufzurichten und sich dann zu drehen. Der Effekt ist überzeugend, denn man sieht automatisch viel weiter nach hinten.

Webseiten www.spiraldynamik.com www.pilates-richterswil.ch www.kopfstuetzen.ch

Beratung Med Center Zürich / Basel / Bern www.spiraldynamik.com/medcenter.htm Spiraldynamik Akademie / Zürich www.spiraldynamik.com/akademie.htm

PILATES STUDIO RICHTERSWIL www.pilates-richterswil.ch

Bea Juchli, diplomiert als: Pilates Expert, Personal Trainer, Spiraldynamik© Fachkraft

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Literaturempfehlung Larsen C., Larsen Ch., Hartelt O.: Körperhaltungen analysieren und verbessern. Stuttgart: Trias; 2008

Barbara Rust Schönenbergstrasse 12 8820 Wädenswil Tel /Fax 044 680 13 00 Mobile 076 472 77 93 rustbarbara@bluewin.ch www.massagen-spiraldynamik.ch

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