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@ftpn Christian Genard

+1 Wanderung Fahrradtour

Das Maastal

und seine romantischen Relikte aus vergangenen Zeiten


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27/03/19

15:05

© WBT – Pierre Pauquay

CARTE VOITURE Anhee (OK !).pdf

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Das Maastal und seine romantischen Relikte aus vergangenen Zeiten Das Maastal hält für seine Besucher eine geschichtsträchtige Region mit reichem Erbe bereit. Mit der Entstehung von Städten wie Dinant oder Bouvignes wurde der Fluss zu einem kulturell bedeutenden und beliebten Ort. Hie und da bieten sich uns romantische Überbleibsel von Festungen, die einst den Flussverkehr überwachten. Burg von Poilvache

Montaigle

N932

21 km

La Meuse

Anhée N961

3

Maredsous

N92

Montaigle N96

Crêvecoeur

2

N948 1

Poilvache Dinant N96

N915

N57

Freÿr

Waulsort La Meuse 2

Hastière

N936


© ftpn C.GENARD

Die Burg Thierry Lianen und Efeu verbergen eine im Laufe der Geschichte in Vergessenheit geratene Festung. Dabei gehörte die Burg Thierry im Mittelalter zu den mächtigsten der Region! Auf einem Felsvorsprung thronend, wachte die Burg über das Maastal und seinen Handel. Die Burgherren schreckten keineswegs davor zurück, die Händler zu erpressen und ihnen Wegerechte aufzuerlegen. Die Burg Thierry diente außerdem dem Schutz der Abtei Waulsort, die an ihrem Fuße lag. Somit standen geistliche und herrschaftliche Mächte Seite an Seite.

1. Die Burg Poilvache

© ftpn Aerialmedia

Diese Burg ist von der Maas aus sichtbar und erstreckt sich über 300 m. Die Ruinen von Poilvache zeugen von der damaligen Macht der Stadt, als diese noch vollständig befestigt war. Der Graf von Luxemburg ließ im 13. Jahrhundert zum Schutz seiner Länder eine Festung erbauen. Er stellte sich damit einer großen Herausforderung, lag seine Burg doch gegenüber der Festung Bouvignes, die zur mächtigen Grafschaft Namur gehörte. Er stattete sich mit den notwendigen Mitteln aus, schloss die Stadt ein und ließ ringsherum Mauern errichten. Poilvache galt als wahrhaftige „Staatsfestung“. Sie hatte eine solch große Bedeutung, dass sie sogar eigene Münzen prägte. Diese Phase dauerte jedoch nicht lange an. Die Ansprüche des Grafen von Luxemburg missfielen in jeder Hinsicht dem Fürstbischof von Lüttich. 1430 belagerten die Lütticher und Dinanter Poilvache: Um unentdeckt in die Burg zu gelangen, sollen sich die Männer unter einer Kuhhaut versteckt und unter die Truppen gemischt haben, die in ihre Festung marschierten. Das Trojanische Pferd hatte Nachahmer gefunden... Die Burg wurde ausgeraubt und geplündert. Die Mauern wurden zerstört und dienten fortan als Steinbruch – welch unheilvolles Schicksal für eine Festung, die es im Mittelalter vermocht hatte, alle Grafschaften zum Zittern zu bringen.

Von Anfang April bis Ende Oktober am Wochenende und an Feiertagen von 10:30-18 Uhr geöffnet. Im Juli und August täglich von 10:30-18 Uhr geöffnet.

Chemin de Poilvache - 5530 Yvoir +32 (0)82 61 36 82 www.poilvache.be

Der Bergfried von Crupet reiht sich in die Landschaft eines der schönsten Dörfer der Wallonie ein. Dieses trutzige Gebäude bildet eine kleine Insel, umgeben von Sümpfen, die die Yerve gebildet hat. Seit dem 14. Jahrhundert hat die Burg ihr Antlitz kaum verändert.

© Mark Rossignol

Crupet

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© ftpn C.GENARD

Die Abtei von Maredret Von Sippenaeken kommend erkennen wir in der Ferne die majestätische Silhouette des Schlosses Beusdael. Sein imposanter Hauptturm mit einer Breite von 12 m und einer Höhe von 28 m stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist mit einer Turmspitze versehen. Im 16. Jahrhundert wurde an das Schloss ein Corps de Logis in L-Form angebaut, was das Antlitz des Gebäudes änderte. Es war der Brüsseler Architekt Janlet, der diese und weitere Veränderungen vornahm. So sah er beispielsweise auch eine neue neogotische Kapelle vor.

2. Die Burg Crèvecœur und das Haus des mittelalterlichen Kulturguts In Bouvignes ist bis heute das Mittelalter lebendig. Ein bisschen Vorstellungskraft genügt, um den Klang der Pferdehufe auf dem Kopfsteinpflaster der engen Gassen zu hören, die von der Porte Chevalier hinabführen. Im 12. Jahrhundert erreichte Bouvignes den Höhepunkt seiner Macht. Pferde prägten in den Anhöhen das Bild und der Burgherr übte großen Einfluss auf die gesamte Grafschaft von Namur aus. Am Fuße der Burg befindet sich das im 17. Jahrhundert unter spanischer Herrschaft erbaute Haus des mittelalterlichen Kulturguts, das Ihnen die Geschichte der Maas näherzubringen weiß. Ein Museumsbesuch erweist sich als spannend, und die Ausstellung befasst sich u. a. mit der mittelalterlichen Gesellschaft. Dabei werden keine Anekdoten ausgelassen.

© ftpn C.GENARD

Place du Bailliage, 16 - 5500 Bouvignes +32 (0)82 22 36 16 www.mpmm.be Täglich außer montags geöffnet. Vom 1. April bis zum 31. Oktober von 10-18 Uhr geöffnet. Vom 1. November bis zum 31. März von 10-17 Uhr geöffnet.

Seit nunmehr 140 Jahren erstrahlt die Abtei von Maredsous im Herzen des Tals der Molignée. Ihre beeindruckende Bauweise entspricht der der Abteien von Aulne und Villers-la-Ville und schenkt uns einen Einblick in die Bedeutung von Abteien zu ihren Glanzzeiten. Die Abtei befindet sich im Herzen der üppigen Weidelandschaft der Hochebene von Namur und hat durch ihre Lage Mönche dazu inspiriert, hier seit über 50 Jahren den Käse Maredsous herzustellen. Das Besucherzentrum Saint-Joseph bietet seinen Besuchern die traditionellen Köstlichkeiten der Abtei wie Brot, Käse, Bier und andere regionale Produkte an. 4

© WBT - S. Wittenbol

Maredsous


Die Abtei van Hastière… In Givet entschleunigt die Maas und fließt gemütlich in die Flussaue, bevor sie sich durch die Ausläufer des Kalksteinmassivs schlängelt. Die hier stärkere Strömung ermöglicht ein Überqueren nur am Mäander von Hastière. Hier wurde im Zeitalter der Merowinger ein religiöser Ort begründet. Von der benediktinischen Abteikirche aus dem 11. Jahrhundert ist lediglich das romanische Schiff aus Stein von Notre-Dame d’Hastière übrig geblieben.

© WBT – J.L Flemal

... Und die Abtei von Waulsort 4 Kilometer flussaufwärts dient eine Insel im Fluss als Anlegestelle. So lag es also nahe, hier eine weitere Abtei zu errichten. Eilbert von Florennes brachte 12 irische Mönche zur Evangelisierung in die Region. Diese Männer aus dem Norden legten unter der Führung von Maccalan die ersten Steine der benediktinischen Abtei von Waulsort. Diese Abtei wird eine bedeutende Geschichte schreiben und ihre Macht über die Grenzen des Condroz hinaus ausüben. Im Gegensatz zu den in den Ardenner Wald eingerückten Abteien, die ihre Existenz mit Holzarbeit sicherten, verschafften sich jene am Maasufer gelegenen Abteien üppige Vorteile, indem sie Wegerechte am Fluss erhoben. Von der ursprünglichen benediktinischen Abtei sind lediglich die Klostermauern und der Abteipalais übrig- geblieben. Das Gebäude wurde zum Vergnügungsschloss umfunktioniert.

3. Die Burg von Montaigle

Rue du Marteau, 10 5520 Onhaye +32 (0)82 69 95 85 www.montaigle.be

Die Burg von Spontin

© ftpn C.GENARD

De

Von April bis Oktober am Wochenende und an Feiertagen von 11-18 Uhr geöffnet. Im Juli und August täglich von 11-18 Uhr geöffnet.

© ftpn Aerialmedia

Die Burg Montaigle im hübschen Tal der Molignée befindet sich auf einem schroffen Felsvorsprung und bietet dem Besucher eines der schönsten Bilder einer mittelalterlichen Burg, die für Romantiker ein echter Hingucker ist. Zu ihrem Unglück unterlag die Burg den Herzogen von Bourgogne. 1554 wurde sie durch Truppen Heinrichs II. zerstört. Zwar wurde sie nicht wiederaufgebaut, jedoch bewahren ihre Ruinen bis heute ihre majestätische Präsenz.

Die etliche Male belagerte Burg von Spontin hat bis heute ihre mächtige Ausstrahlung bewahrt. Während sich die Lütticher an ihr die Zähne ausbissen, vermochten es 1465 die Dinanter mit ihrem Anführer Wilhelm (Guillaume), die Mauern zu durchdringen und die Burg zu verwüsten. Im 16. Jahrhundert wurde sie wiederaufgebaut und erzählt uns heute die bewegte Geschichte der Grafschaft Namur. Die Burg ist in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden. 5


© WBT – Pierre Pauquay

Die Wanderung geht nun durch wunderschönes, mit Blumen übersätes Unterholz, in das man sich am liebsten hineinlegen würde. Dem lichtdurchfluteten Bach Floyon folgend gelangen wir zum Bauernhof des alten Herrensitzes. Unterdessen führt eine Wegbiegung nach Falaën, wo sich uns der 1672 erbaute Burgbauernhof darbietet. Er hat dank seiner Vierkanthof-Form, den drei hohen Türmen und der Zugbrücke, die allesamt erstaunlich gut erhalten sind, die richtige Balance zwischen Landwirtschaft und Verteidigung gefunden.

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© WBT – Pierre Pauquay

Von Falaën, einem der „schönsten Dörfer der Wallonie“, führt eine kurvige Straße durch die Niederungen der Region Condroz in der Region Namur. Ein Stück weiter sehen wir einen Wald, der durch La Héronnière führt. Wir folgen einem Steinweg und erspähen plötzlich in der Höhe die Ruinen der Burg Montaigle.

© WBT – Pierre Pauquay

Zu Fuß nach Montaigle


Platz von Falaën

La Molignée

3h

9 km

Montaigle

Foy

La Héronnière Le Floyon Ferme du Montaigle

Falaën

Les Hayettes

Graphique pied Falaën 216 m

216 m 130 m

Mittel

Montaigle

Falaën

• Tipp: Machen Sie diese Wanderung im Frühling, wenn das Unterholz mit Blumen übersät ist. • Schwierigkeitsgrad: Auf dem Weg nach Montaigle begehen Sie einen steinigen Weg. Zum Hof von Montaigle führt ein wunderschöner Pfad.

Falaën

• Start: Machen Sie sich von der Place de Falaën

Graphique Falaen Sosoye und gehen Sie rechts in auf in velo Richtung die Rue des Hayettes, 5522 Falaën. 140 m

216 m

140 m

• Parken: Im Dorf gibt es Parkmöglichkeiten. • Markierung: Rotes Rechteck.

Maredsous

Falaën

Maredsous

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© WBT – Pierre Pauquay

Mit dem Fahrrad durch das romantische

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© WBT – Pierre Pauquay

Der Ausflug startet an der Abtei von Maredsous und führt ins Tal der Molignée. Wir begnügen uns dabei nicht mit einem einzigen Fortbewegungsmittel, sondern nutzen auch die Draisine der Molignée, für die wir auch in die Pedale treten müssen. Über die grüne Route gelangen wir ins Dorf Sosoye unterhalb der imposanten Abtei. Wir verlassen die Heimat der „Montagnards“ (Bergbewohner), deren Name auf die markanten Kalksteinfelsen zurückzuführen ist und befahren eine hübsche Route, die am Bach Biert entlangführt. So erreichen wir Falaën, ein weiteres Dorf, das als eines der „schönsten Dörfer der Wallonie“ eingestuft wurde. Kurz nach dem schönen Abschnitt zum Bach Floyon durchläuft die Route die ländliche Region Condroz und Namur. Nun geht es auf ruhigen Landstraßen nach Fler und dem Bauernhof Bois de Couvert – diese Idylle erfüllt uns mit Glück. Eine Abfahrt führt uns auf einen der schönsten Abschnitte des RAVeL, dem RAVeL der Molignée. Auf Höhe eines Tunnels fahren wir nach rechts und entdecken die Abteien von Mardesous und Maredret. Wieder einmal staunen wir vor der Vielzahl an Entdeckungen, die dieses vielseitige Tal für uns bereithält.

© WBT – Pierre Pauquay

Tal der Molignée


Abtei Maredsous

3h

27 km

N932

N951

RAVeL

N961

Maredret

RAVeL

N961

Ab. Maredsous

Ab. Maredret

RAVeL

La Molignée Sosoye

N951

Montaigle RAVeL

Falaën

Le Floyon

Graphique pied Falaën 216 m

216 m 130 m

Fter

Montaigle

Falaën

Falaën

Graphique velo Falaen 140 m

Mittel

ATB

• Routentyp: RAVeL und Landstraßen.

Maredsous

216 m

140 m

Falaën

Maredsous

• Fahrradtyp: Mountainbike.

•P  arken: Besucherzentrum Saint-Vincent in der Abtei von Maredsous.

•S  chwierigkeitsgrad: Diese Route ist 27 km lang. Von Sosoye nach Falaën geht es bergauf.

•M  arkierung: Folgen Sie den roten Dreiecken und Kreisen.

•S  tart: Abtei von Maredsous (Rue de Maredsous, 11 in 5537 Denée). 9


Eine Publikation von Belgien-Tourismus Wallonie (WBT) asbl – Produktabteilung. Verantwortlicher Herausgeber : M. Vankeerberghen, geschäftsführender Direktor WBT, Rue Marché aux Herbes 25-27 – 1000 Bruxelles. Koordination : A. Robert. Konzeption und Pre-Press : Lielens. Alle Informationen in dieser Broschüre wurden mit größter Sorgfalt zusammengestellt. Sie sind ohne Gewähr. Der Herausgeber ist durch diese Broschüre in keiner Weise vertraglich gebunden und kann nicht zur Haftung herangezogen werden. Haftungsausschlussklausel für die Tourentipps: Wir lehnen jede Haftung für die Korrektheit der Informationen zu Öffnungszeiten und Empfangsmodalitäten der verschiedenen in dieser Broschüre genannten Produzenten ab. Für Fehler, versehentliche Unvollständigkeit oder nachträgliche Änderungen kann Wallonie Belgien-Tourismus (WBT) asbl nicht haftbar gemacht werden. Umschlagfoto : Crupet - Château des Carondelet - © WBT - SPRL Cernix - Pierre Pauquay

belgien-tourismus-wallonie.de

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