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Märchen­schlösser vom Tal der Lesse bis zur Maas

© WBT - Denis Erroyaux

+1 Wanderung Fahrradtour


©WBT - S. Wittenbol

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Märchenschlösser vom Tal der Lesse bis zur Maas Wir gehen auf Entdeckungsreise durch prächtige, märchenhafte Schlösser. Sie ragen über das Lesse- und Maastal inmitten einer Landschaft, die zu den malerischsten und romantischsten der Wallonie gehört.

Lavaux-Sainte-Anne

50 km

Freÿr

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Dinant

N94

Anseremme

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Vêves Freÿr

4

La Meuse

La Lesse

Houyet

Lavaux-Sainte-Anne

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Han-sur-Lesse E411 Beauraing Wellin

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1. Das Schloss Lavaux-Sainte-Anne

Rue du Château, 8 5580 Lavaux-Sainte-Anne +32 (0)84 38 83 62 www.chateau-lavaux.com

De

Vom 1. Juni bis zum 30. September täglich von 10-18 Uhr geöffnet. Ganzjährig mittwochs bis sonntags geöffnet.

©WBT - P. Pauquay

Das Schloss Lavaux-Sainte-Anne wurde zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert erbaut und gehört zu den prächtigsten Wasserschlössern der Wallonie. Die Wassergräben, Rundtürme und Scharten aus dem Mittelalter ergänzen harmonisch die Zwiebeldächer, Gesimse und Pilaster aus der Renaissance. Zu Beginn sollte das Schloss die Landesgrenze zum Territorium des Herzogs von Luxemburg bewachen. Dies änderte sich jedoch ab dem 17. Jahrhundert, als es zu einem Vergnügungsschloss wurde. Heutzutage lädt es kleine und große Besucher dazu ein, in das Leben der einstigen Schlossherren einzutauchen. Die drei Museen werden Sie nicht nur in die Keller und den Bergfried des Schlosses entführen, sondern Ihnen auch die Natur und die ländlichen Aktivitäten nahebringen, die zum Alltag der Region Famenne gehörten. Ein didaktischer Parcours erläutert zudem die natürliche, für diese Region typische Feuchtzonen-Umgebung.

2. Das Schloss Vêves Dieses im 7. Jahrhundert von Pépin de Herstal erbaute Schloss besticht durch ideale Proportionen und scheint wie aus dem Bilderbuch. Beim Besuch im Inneren der symmetrischen Türme und des Wehrgangs hört man beinahe noch das Waffengeklirr der Soldaten der Nachtwache. Seit nunmehr acht Jahrhunderten – historisch betrachtet ein ungewöhnlich langer Zeitraum – ist das Schloss in Händen der Familie LiedekerkeBeaufort. Es wurde im Jahr 1969 umfänglich restauriert, und doch ist dank des prächtigen Waffensaals und der großen Küche bis heute das Mittelalter in den Schlosswänden zu spüren.

© WBT - I. Monfort

Rue de Furfooz, 3 5561 Celles +32 (0)82 66 63 95 www.chateau-de-veves.be

De

Während der Schulferien täglich von 10-17 Uhr geöffnet. Außerhalb der Ferien an Wochenenden und Feiertagen von 10-17 Uhr geöffnet. 3


Dinant, Kind der Maas

©WBT - S. Wittenbol

Dinant liegt, so wie Lüttich, an der Maas und band ihr Schicksal auf Gedeih und Verderb an das Fürstbistum... Im Mittelalter schaffte es Dinant zu großem Wohlstand: Jährlich fand hier eine Messe statt, Märkte etablierten sich, und es wurde Messing gehämmert. Eines Tages im Jahr 1466 jedoch wurde diesem Wohlstand jäh ein Ende gesetzt... Karl der Kühne (Charles le Téméraire), Erzfeind der Stadt Lüttich und folglich auch von Dinant, legte das Städtchen in Schutt und Asche. Es wird sich nie davon erholen. Die mittelalterliche Stadt existiert heute nicht mehr, jedoch zeugen das Herzstück und das Querschiff der Stiftskirche NotreDame von den vergangenen Glanzzeiten von Dinant. Die Taufkirche aus dem 12. Jahrhundert ist Zeugnis der bemerkenswerten Arbeit der Steinmetze aus dieser Zeit.

3. Die Zitadelle von Dinant Von der im 12. Jahrhundert durch den Fürstbischof von Lüttich errichteten Burg ist nichts übriggeblieben. An ihrer Stelle thront heute die von Vauban entworfene Festung. Ein Besuch der Festung nimmt uns mit in die militärische Vergangenheit des Landes, als Belgien noch unter holländischer Herrschaft und des Hauses Oranien stand, von Karl dem Kühnen (Charles le Téméraire) geplündert wurde oder vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs stand. Diese Zeitreise hält viele Überraschungen für Sie bereit... Allein der Ausblick dort oben ist einen Umweg wert.

©WBT - P. Pauquay

Chemin de la Citadelle, 1 5500 Dinant +32 (0)82 22 36 70 www.citadellededinant.be

De

Vom 1. April bis zum 30. September täglich von 10-18 Uhr geöffnet. Vom 1. Oktober bis zum 15. November von 10-17:30 Uhr geöffnet. Vom 15. November bis zum 30. März täglich (außer freitags) von 10-16:30 Uhr geöffnet. Im Januar am Wochenende und während der Schulferien geöffnet.

Im Mittelalter war die Maas im Gegensatz zu den Wegen durch die Ardennen das sicherste und günstigste Fortbewegungsmittel. Auf Kähnen mit geringem Tiefgang (Teil des Schiffs, der sich unter Wasser befindet) wurden die Reichtümer aus den Städten der Maas in alle Welt exportiert. Ihre Profile ermöglichten eine Strandung und machten somit Kais oder Anlegestellen überflüssig. Von der Strömung getragen, legten sie mehr als 100 km pro Tag zurück.

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©WBT - P. Pauquay

Schifffahrt auf der Maas


©WBT - P. Pauquay

Während die meisten Festungen des Maastals auf Felsvorsprüngen errichtet wurden, galt das Schloss Freÿr am Maasufer als Schutz bei der Überquerung des Flusses, der die Grenze zwischen zwei Erzfeinden ausmachte: dem Fürstbistum Lüttich und der Grafschaft von Namur. Das Schloss wurde im 16. Jahrhundert durch die Franzosen zerstört. Im 16. und 17. Jahrhundert beschlossen die kriegsmüden Schlossherren, fortan ein „edles“ Leben anzustreben. Das beeinflusste auch die Architektur der Festungen. Die Fenster wurden geöffnet, und Mauern wurden durch Vergnügungsgärten ersetzt. Freÿr blieb keine Ausnahme und wurde 1571 zur Wohnresidenz umgebaut. Seit nunmehr 400 Jahren strahlt im Tal und am Ufer der Maas das Schloss Freÿr im Renaissance-Stil. Sein Garten ist eine Ode an den französischen Klassizismus. Die klaren Linien kontrastieren mit der wilden Landschaft der Umgebung. Über 250 Jahre alte Orangenbäume schmücken die Alleen des geometrischen Gartens und tragen im Sommer prächtige Früchte. Ein Besuch des Schlosses Freÿr ist ein Genuss für alle Sinne.

©WBT-JL Flémal

4. Das Schloss Freÿr

Freÿr, 12 5540 Hastière +32 (0)82 22 22 00 www.freyr.be

De

Vom 1. April bis zum 30. Juni und vom 1. September bis zum 15. November an den Wochenenden von 11-17 Uhr geöffnet. Vom 1. Juli bis zum 31. August täglich (außer montags) von 11-17 Uhr geöffnet.

©WBT - P. Pauquay

Das Dorf Celles Celles stand einst unter der Herrschaft des Fürstbistums Lüttich und hat es vermocht, seinen alten Charme zu erhalten, um heute zu den schönsten Dörfern der Wallonie zu zählen. Dieses Dorf mit Bauten aus bläulichem Kalkstein und natürlichem Schiefer birgt zahlreiche Details, die einem neugierigen und klugen Beobachter zweifellos gefallen werden (Originalschlösser, Ornamente, ...). Die Stiftskirche Saint-Hadelin gehört zu den emblematischsten Beispielen der Maas-Architektur und ist eine Zeitreise ins Mittelalter. Die Kirche, ein echtes Juwel der Romanik, ist in intaktem Zustand.

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© WBT - I. Monfort

Von Celles aus haben Sie die Möglichkeit, zu Fuß bei einer angenehmen Wanderung (Markierung: rote Raute) zum Schloss Vêves zu gehen. Sie starten im Dorf und erklimmen zunächst die Stufen des Chemin de Croix (Kreuzweg) zur Einsiedelei. Hier bietet sich Ihnen ein Ausblick über Celles, einem der schönsten Dörfer der Wallonie. Der Weg führt erst über den Kamm und dann hinunter ins kleine Tal an den Fuß des Schlosses. Die Route führt anschließend nach Boisseilles, bevor es über einen Kalksteinweg nach Celles zurückgeht.

© WBT - P Pauquay

Zu Fuß um das Schloss Vêves

© WBT - P Pauquay

Es macht Spaß, sich zwischen den Steinhauswänden und den Blumenfassaden treiben zu lassen.

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Die Kirche von Celles

2h

6,5 km

Boisseilles

Le Tchafor Celles

Hubermont

Ermitage

Croix de Lavis Vêves

Graphique pied Celles 199 m

199 m 155 m

Leicht

Vêves

Celles

• Start: Von der Rue de la Cachette in

• Tipp: Der Spaziergang führt am Schloss Vêves entlang – ein Besuch ist ein absolutes Muss!

Graphique Rochefort 5561velo Celles führt eine Treppe zur Einsiedelei.

• Schwierigkeitsgrad: Diese ländliche Wanderung ist – abgesehen vom Aufstieg am Hang auf der

Celles

• Parken: Im Dorfzentrum Celles. 170 m

160 m • Markierung: Rotes Dreieck.

154 m

154 m

Höhe des Schlosses Vêves – nicht schwer. Han-sur-Lesse

Wanlin

Lavaux-Ste-Anne

Han-sur-Lesse

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© WBT - Denis Erroyaux

Mit dem Fahrrad um das Schloss

Lavaux-Sainte-Anne

In Wanlin verlassen wir den grünen Weg und fahren bergauf zum Kamm. Kurz vor der Nationalstraße führt der Weg nach links und zurück zum Schloss Lavaux-Sainte-Anne. Am höchsten Punkt des Hügels biegen wir rechts ab und erreichen so das Schloss von seiner westlichen Seite. Im Dorf führt ein kleiner Weg links in die wunderschöne Region Calestienne mit vereinzelten Hügeln, die zu Naturschutzgebieten erklärt wurden.

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Von Han-sur-Lesse aus durchzieht eine schöne Wegstrecke die Eprave-Ebene, die von durch die Lesse geformten Hügeln umgeben ist. Anschließend gehen Sie auf den RAVeL, wo das Lokal Li p’tit bambou Kaltgetränke in grüner Umgebung anbietet.

© WBT - P Pauquay

Bei der Abfahrt auf gewundenen Pfaden nach Lessive und Eprave verwöhnt Tannenduft die Sinne.

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Die Kirche von Han-sur-Lesse

2:30 h

37 km

40

N911

39

Rochefort

RAVeL

Wanlin

RAVeL

Villers-sur-Lesse 170

RAVeL N911

N86

Éprave

Lessive

172

N94

E411

158

Graphique pied Celles

Han-sur-Lesse

N955

174

159

199 m

Lavaux-Sainte-Anne Celles

199 m

155 m

N86 Vêves

Celles

Ave-et-Au e

Belvaux

Graphique velo Rochefort 170 m 154 m

Leicht

ATB

•R  outentyp: RAVeL und Landstraßen. Kurze Abschnitte auf Steinwegen. • Fahrradtyp: Mountainbike •S  chwierigkeitsgrad: Zum höchsten Punkt der Focant-Ebene geht es bergauf. Steiniger Weg oberhalb von Ave-et-Auffe. •S  tart: Kirche von Han-sur-Lesse, Platz Théo Lannoy, 5580 Han-sur-Lesse.

Han-sur-Lesse

160 m

154 m

Wanlin

Lavaux-Ste-Anne

Han-sur-Lesse

•P  arken: Im Zentrum von Han-sur-Lesse und auf der Höhe des Fußballplatzes gibt es zahlreiche Parkmöglichkeiten. • Markierung: Folgen Sie den Knotenpunkten 158 , 170 , 39 , 40 , 174 , 173 , 172 , 159 und 158 . Achtung: Vorübergehend fehlende

Markierungen zwischen den Punkten 40 und 174 sowie zwischen 174 und 173 .

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Eine Publikation von Belgien-Tourismus Wallonie (WBT) asbl – Produktabteilung. Verantwortlicher Herausgeber : M. Vankeerberghen, geschäftsführender Direktor WBT, Rue Marché aux Herbes 25-27 – 1000 Bruxelles. Koordination : A. Robert. Konzeption und Pre-Press : Lielens. Alle Informationen in dieser Broschüre wurden mit größter Sorgfalt zusammengestellt. Sie sind ohne Gewähr. Der Herausgeber ist durch diese Broschüre in keiner Weise vertraglich gebunden und kann nicht zur Haftung herangezogen werden. Haftungsausschlussklausel für die Tourentipps: Wir lehnen jede Haftung für die Korrektheit der Informationen zu Öffnungszeiten und Empfangsmodalitäten der verschiedenen in dieser Broschüre genannten Produzenten ab. Für Fehler, versehentliche Unvollständigkeit oder nachträgliche Änderungen kann Wallonie Belgien-Tourismus (WBT) asbl nicht haftbar gemacht werden. Umschlagfoto : Château de Freyr - © WBT - S.Wittenbol

belgien-tourismus-wallonie.de

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Entdecken Sie mit dieser Broschüre die Märchenschlösser vom Tal der Lesse bis zur Maas – auf einer Wanderung, einer Radtour oder einer Sprit...

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