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€ 1,90 P.b.b Verlagspostamt A-1110 Wien 02Z031052M

N° 3 | 2013

N° 3 | 2013 Juli | august

Österreichische Seen | Steiermark: Sulmtal | Osttirol: Villgratental | München | Elba | Silversea-Kreuzfahrt

Reise – Kultur – Genuss – Lebenslust

Sulmtal Von Hühnern und Hüten

Osttirol Bei Schafen und Adlern

Kreuzfahrt Durch die Straße von Malakka

Italien Elba von allen Seiten

München Die Szene im Sommer

Auf zum See! Wohnen am Wasser, von Kärnten bis ins Salzkammergut

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Vormittag: Strand von Djerba Nachmittag: Besuch eines Ksar in Tataouine

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Editorial Nachrichten aus der Redaktion

f otos : cl audia jörg–Brosche , jess ic a p erl | coverf oto: pl ainpict ure/We st e nd61

E

s ist gar nicht so einfach, ein Heft ohne Katastrophen unter Dach und Fach zu bringen. Und damit sind jetzt nicht ver­ schollene Manuskripte, der spinnende Getränkeautomat in der Teeküche und unfall­ bedingte Ausfälle in der Chefredaktion gemeint (ein Meniskus kann übrigens mit einem gut hörbaren Schnalzer reißen, haben Sie das ge­ wusst?). Nein, damit sind echte Gemeinheiten wie Hochwasser, Felsstürze und Waldbrände gemeint. Alles nicht so lustig, aber alles (oder zumindest das Meiste davon) mit ameisenhaf­ ter Betriebsamkeit der Betroffenen, unzähliger freiwilliger Helfer und professioneller Einsatz­ trupps wieder in den Griff zu kriegen. Kaum hatten Lorenzo Morelli und Carola Hin­ terer ihren vom Hochwasser etwas in Mitleiden­ schaft gezogenen Campingplatz am Hallstätter See in zweiwöchiger Knochenarbeit wieder auf Vordermann gebracht, trat nach einem Unwet­ ter der Mühlbach über seine Ufer und verwüs­ tete den historischen Ortskern von Hallstatt. Und mit ihm das Wohnhaus der Familie. Bilder zeigten schlammige Sturzfluten, die sich quer durchs Gebäude wälzten und zur Vordertür wieder raussprudelten. Als alles vorbei war, griff man gottergeben zu Schaufel und Fetzen und machte sich erneut an die Arbeit. onrail-Autor Martin Swoboda, der kurz zuvor den bezaubernden Campingplatz der Familie besucht hatte, um ihn in dieser Ausgabe als besonderen Tipp in unserer Coverstory vorzu­ stellen (Seite 22), litt mit den Besitzern: „Grad waren sie auf der einen Seite mit dem Aufräu­ men fertig, da ging’s auf der anderen los.“

Einen Schreck bekam auch onrail-Autorin Jes­ sica Perl im ersten Moment, als sie von dem großen Felssturz auf der Felbertauernstraße hörte: „Heißt das, meine Osttirol-Geschichte ist jetzt gestorben, weil man da bis auf Weiteres eh nimmer hinkommt?“ Nein, ganz so dramatisch ist es nicht. Es ist glücklicherweise niemand zu Schaden gekommen, und auch Perls Story hat den Weg heil ins Heft gefunden (ab Seite 28), denn darin geht es ums Villgratental – und für das ist die voraussichtlich noch bis Ende Juli dauernde Sperre der Felbertauernstraße nicht von Bedeutung, denn dorthin gelangt man z.  B. über die Drautal-Bundesstraße. Wobei unser Tipp sowieso die Bahnanreise wäre: Von Wien etwa mit dem railjet nach Sillian (entweder über Villach oder über Salzburg nach Spittal an der Drau und Lienz), Fahrzeit ca. 6,5 Stunden. Inner­ villgraten ist rund zwölf Kilometer entfernt, man nimmt den Bus 8513, ein Taxi oder lässt sich vom Quartiergeber abholen. Die Anreise lohnt so oder so, denn dieses Seitental des Osttiroler Pustertals zählt zu den ursprünglichs­ ten Natur- und Kulturlandschaften der Alpen. Angenehmer Nebeneffekt: Dort kann man sich vor den Imponderabilien des Lebens einiger­ maßen sicher fühlen – sofern man nicht gerade ein Murmeltier ist, Stichwort Steinadler.

Napoleon Bonaparte war vielleicht anderer Meinung, aber wir finden: Auf Elba lässt es sich durchaus aushalten! Seite 60

Wie lange, glauben Sie, dauert es, ein Schaf auszuziehen? Mit etwas Routine geht das überraschend flott. Seite 28

Chefredakteurin

Impressum

Chefredaktion: Christina Dany  Redaktion: Mag. Christine Sicher, Mag. Claudia Süß  Mitarbeiter dieser Ausgabe: Dr. Claudia JörgBrosche, Dr. Silvia Matras, Jessica Perl, Mag. Karl Riffert, Evelyn Rois & Bruno Stubenrauch, Martin Swoboda  Visuelle Konzeption/Art Direktion: Tom Thörmer/Creativwerk  Layout: Claudia Fritzenwanker  Bildagenturen: APA Picturedesk, Bildagentur Huber, Buenas Dias, Corbis, fototeca 9 x12, Getty Images, iStockphoto.com, Laif, Look-Foto, Superstock Anzeigenverkauf: Marianne Kostandinovic (Leitung, Dw. 486), Tatjana Harrer (Dw. 117)  Team-Assistenz: Christa Fuchs (Dw. 535)  Vertrieb & Aboverwaltung: Angelika Stola (Dw. 462)  Herausgeber, Medieninhaber: Bohmann Druck und Verlag GmbH & Co. KG, 1110 Wien  Geschäfts führung: Dr. Gabriele S. Ambros, Gerhard Milletich  Verlagsleitung: Mag. (FH) Patrick Lenhart  Verlag, Redaktion & Anzeigen: 1110 Wien, Leberstr. 122, Tel.: 01/740 95535, Fax-Dw. 538  Produktion: Repro-Media Druck GmbH Hfg KG, 1110 Wien, Leberstr.122  Druck: Nieder­österreichisches Pressehaus, Gutenbergstr. 12, 3100 St. Pölten  Website: www.onrail.at  E-Mail: redaktion@onrail.at

Abonnement

onrail erscheint 6 x jährlich. Einzelverkaufspreis: € 1,90; Jahresabo (6 Hefte): € 9,90 inkl. Porto; Zweijahresabo (12 Hefte): € 14,90 inkl. Porto; Einzelverkaufspreis Ausland: € 4,75; Jahresabo Ausland: € 27,–  Abo-Kontakt: Tel.: 01/740 95-466, Fax-Dw. 477, abo@bohmann.at

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Inhalt

Der Blick über Elbas Nordküste und Portoferraio auf der anderen Seite lohnt den steilen Aufstieg zur Festung Falcone!

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9 Österreich Nah & gut. Frühstücken am See, Höhenwandern den Tiroler Bergen, Traditionelle Europäische Medizin bei den Marienschwestern in Oberösterreich und Bio-Urlaub für Feinspitze

49 Europa Tipps & Termine. Wo Wagner sich wohlfühlte, wo man van Gogh huldigt oder wo Sie schnitzen lernen können – wo zieht es Sie hin?

54 München 16 Auf zum See! Wohnen am Wasser. Traumhafte Hotels, liebe Pensionen, geschmackvolle Apartments und ein unvergleichlicher Campingplatz: Wir präsentieren eine Handvoll ausgesuchter Tipps für Urlaub an neun der schönsten heimischen Seen.

24 Steiermark Von Hühnern und Menschen. Es heißt das Sulmtal und der Sausal, das ist schon einmal wichtig zu wissen. Dann gibt es Sulmtaler, die man essen und Sulmtaler, die man aufsetzen kann. Sie sind leicht zu unterscheiden.

28 Osttirol Wo ist das Wotscha? Über das Villgratental zu schreiben, fällt bei eifersüchtigen Kennern unter Geheimnisverrat. Dabei sorgt man dort ohnehin sehr nachhaltig dafür, dass nicht die Falschen in das beschauliche Tal einfallen.

High Life an der Isar. Abseits von Oktoberfest und Hofbräuhaus existiert eine lebendige junge Szene, die ein ganzes Viertel vereinnahmt.

60 Elba Kleine Insel, ganz groß. Schöne Wanderpfade, Dörfer wie aus dem Italienurlaub der Kindheit, und Taucher können auch nicht meckern.

65 Fernreise Weit & weg. DomRep für Individualisten, Costa Rica für Naturfreunde, Abu Dhabi für Angeber

70 Kreuzfahrt Fertig zum Entern! Mit der „Silver Shadow“ durch die Straße von Malakka. Ohne Piraten, mit Butler.

74 Gewinnspiel Glück & Preise. Kuschelurlaub für zwei, Theaterkarten und Tickets für „Afrika! Afrika!“

33 Kultur Sehen & hören. Linda McCartney im Kunsthaus Wien, Familienporträts im Jüdischen Museum Hohenems, Neue Musik bei den Klangspuren Schwaz und Roger Waters mit „The Wall“ auf Tournee

F oto: cl aud ia jörg-bros che, illustr at ion: dor is sc hamp/l a r azz ia

41 Bahnwelt Hin & retour. Brot und Wein bei der NÖ Landesausstellung, ein Kombiticket für den Drauradweg, Tipps für Familienausflüge und Joesi Prokopetz über den Spaß beim Bahnfahren

44 Italien Nachtzug zum Gardasee. In Wien, Leoben oder Klagenfurt am Abend einsteigen – am nächsten Morgen ausgeruht in Desenzano aussteigen! Ein Zwischenstopp in Verona ist natürlich auch immer überlegenswert.

46 Vorarlberg Bregenzerwald. Moderne Architektur und traditionelle Bauernhäuser harmonieren dort ganz vorzüglich – und guten Käse gibt’s auch!

Cartoon aus dem Band „Trotzphase“ von La Razzia Holzbaum Verlag, 48 Seiten, € 8,95, überall wo es Bücher gibt und auf www.holzbaumverlag.at Ausstellung in der Galerie der Komischen Künste im MuseumsQuartier in Wien bis 31.7.2013, www.komischekuenste.com

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DAS Thermenresort der Alpen!

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Redaktion: Christine sicher

Österreich Romantischer Start in den Tag: ein Plätt’nFrühstück am Grundlsee

Kaffee am See Ü

ber die Salzkammergutseen gleiten ganz besondere Boote. Sie heißen Plätten und erinnern entfernt an venezianische Gondeln. Die flachen Boote aus Lärchen- oder Fichtenholz laufen am Bug in einen schnabelartigen Spitz, den „Gransel“, aus. Plätten werden stehend gerudert, was eine spezielle Technik erfordert, damit sich das Schinakel nicht im Kreis dreht. Früher wurden Heu oder Brennholz damit transportiert – heute kann man da-

rauf fürstlich frühstücken. Das Wirtshaus „Max’s im Seewirt“ am Altausseer See und das Seehotel Grundlsee bieten morgend­ liche Ausfahren mit weichem Ei und allem Drum und Dran um € 120,– für zwei Personen an (www.hotelamsee.at, www.seehotelgrundlsee.at). Damit der Kaffee nicht überschwappt, manövriert ein erfahrener Ausseer die Plätt’n ruhig über den See. Am Weissensee in Kärnten muss man hingegen selber paddeln oder schwimmen, um

F otos : Winz arei/ Olive r Wol f, Stadt r adle r, Ste ie rmark Tourismus/Ikarus. cc, TV S chl ad mi ng -Dac hstei n

Bett im Wein Als großes Winzertalent ist Manfred Tement aus Berghausen in der Südsteiermark schon lange ein Begriff. Jetzt beweist er auch als Hotelier ein gutes Händchen: Winzarei heißt sein neuestes Projekt. Zwei alte Steinhäuser am höchsten Punkt der Riede Zieregg wurden liebevoll renoviert und mit sechs heimeligen Apartments im Landhausstil eingerichtet. Vom Garten hat man einen wunderschönen Blick auf die Weinberge. Eine Nacht in der Winzarei kostet von Mai bis Oktober € 190,– pro Zimmer. www.winzarei.at

Fichtenzimmer in der Winzarei

auf das beliebte „Genussfloß“ zu gelangen, das im Sommer auf dem idyllischen See kreuzt. Das Floß legt nämlich nirgends an. Wer’s schafft, es zu erklimmen, wird mit Sekt und Kärntner Schmankerln belohnt. Weniger Ambitionierte buchen die eintägige Genusstour mit einem Wildtierspezialisten: Man beobachtet den Lebensraum von Bär, Luchs und Gänsegeier und verkostet danach Weissensee-Fisch auf dem Floß (€ 49,–). www.weissensee.com

See auf der Reiteralm

Klingeling! Radwege sind die neuen Laufstege, da muss auch die Glocke Stil haben. Dieses Exemplar mit Eule von electra ist im Stadtradler erhältlich. Der Shop führt gemütliche Hollandräder der Marken Azor und Gazelle und ist neu in Wien, gleich bei der Karlskirche. www.stadtradler.at

Berg im Bild Herbert Raffalt, Bergführer und „National Geografic“Fotograf, weiß, wie man den mächtigen Dachstein ins richtige Licht rückt. Während der Fotoerlebnistage im Natur- und Wellness-Hotel Höflehner bei Schladming kann man von ihm eine Menge lernen. Der fünftägige Kurs beinhaltet Fototechnik, drei Fotowanderungen, Bildbearbeitung am Computer, Diashow und findet von 21. bis 25.7. und von 20. bis 24.10. statt. Ab € 397,– inklusive vier Nächtigungen, Gourmetpension und Schladming-Dachstein-Card. www.hoeflehner.com 9

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Unterwegs im Rofangebirge am Achensee

Gut gefüllt Genießen geht nicht nebenbei, da-­ von ist Haubenkoch Roman Steger überzeugt. Vor einigen Jahren hat er die „Genussschule“ gegründet, vor wenigen Monaten sein eigenes Restaurant eröffnet. Die Speisekammer in Wien (8., Tigergasse 31) bietet drei Menüs, darunter ein Überraschungsmenü (€ 45,–), bei dem nur die Zutaten bekannt sind. www.speisekammer.at

Speisekammer

Aufsteiger Ein Sommer in den Tiroler Bergen sorgt für Hochgefühle. Man möcht’ gar nicht mehr runterkommen!

W

andern und bergsteigen, das ist für Sie das höchste Glück? Dann auf nach Tirol! Dort warten 573 Dreitausender, 15.000 m­arkierte Wanderpfade und der famose Adlerweg (1480 Kilometer lang, insgesamt 87.000 Höhenmeter). 1200 Wanderführer und 700 Top-Bergführer stehen zur Verfügung. Die Wildspitze ist mit 3768 Meter der höchste Berg Nordtirols, aber nur für erfahrene Alpinisten geeignet. Ungeübte marschieren lieber auf das Kellerjoch, den 2344 Meter hohen Hausberg von Schwaz in Tirol mit seinem um-

werfenden 360-Grad-Panoramablick. Besonders intensiv ist das Bergerlebnis bei einer mehrtägigen Höhenwanderung. Das bedeutet, für einige Zeit gar nicht ins Tal zurückzukehren. Die spektakulärsten Routen: Der grandiose Ötztal-Trek (400 Kilometer lang, 30.000 Höhenmeter) führt mehrmals über die 3000-MeterGrenze. Und die schöne Peter-Habeler-Runde im Zillertal, die voriges Jahr zum 70. Geburtstag des Extrem­ bergsteigers eröffnet wurde, führt auf 60 Kilometern zu sieben Hütten. www.tirol.at/wandern

Ins Grüne

Kittenberger Erlebnisgärten

Wer keinen Garten sein Eigen nennt, spart sich immerhin viel Arbeit und kann bei akuter Sehnsucht woanders schnuppern gehen: In Niederösterreich laden heuer 70 Betriebe zum „Gartensommer“. Zum Beispiel die Kittenberger Erlebnisgärten bei Langenlois mit der weltgrößten Kräuterspirale. Oder der bunte Bauerngarten der Familie Parbus in Wolfpassing. Dort kann man es sich mit dem schönen Angebot „Tagessommerfrische“ (€ 35,–) im Liegestuhl bequem machen. www.gartensommer.info

Einzigartig in Wien: Chez Cliché bietet acht geräumige Apartments in bester Lage, die nach den Vorlieben fiktiver Besitzer eingerichtet sind. Bei Bella, der Flugbegleiterin etwa, stehen Andenken aus aller Welt in den Regalen. Marie Therese liebt es imperial und Koloman, der Kulturmensch, kann die Nähe zum Theater nicht verhehlen. Zwischen 40 und 92 m², Preise ab € 169,–, www.chezcliche.com

Apartment „Marie Therese“

Dufte! Was blüht da? Mithilfe der iPhone-App „Alpenblumen Finder“ lassen sich 148 Wildblumen anhand von Blütenfarbe, Blattform und Blütezeit bestimmen. Ein Lernspiel hilft beim Namenmerken. € 5,49

10 Persönliches Exemplar von t.harrer@bohmann.at, alle Rechte vorbehalten. Nutzungsbedingungen unter www.kiosk.at

Hoch motiviert Paradox: Bienen geht’s in der Stadt viel besser als am Neonicotinoidverseuchten Land. In Wien leben 5300 Bienenvölker, betreut von 600 Imkern. So auch auf dem Dach der Oper, des Burgtheaters oder des Hotel Daniel, das mit dem USHonig-Label „Bee Local“ kooperiert. Bei den Stadtimkern, einem Verein, der sich um die urbanen Bienen­ völker bemüht, kann man den wohlschmeckenden Stadthonig kaufen. www.stadtimker.at

Im Anflug auf Wien

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Nett möbliert


Chalets für vier bis acht Personen

THE SHOW REVOLUTION

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min.

Vollgas! NY 1 News

Moderner Holzbau Erstaunlich, was gute Architektur leisten kann: Das schlichte Hoteldorf Gradonna in Kals am Großglockner hat eine Kapazität von 500 Betten (weshalb der Österreichische Alpenverein Kals den Titel „Bergsteigerdorf“ kurzerhand aberkannte), trotzdem sind der verglaste Hotelturm und die 41 Chalets samt Riesen-Spa perfekt in die Berglandschaft integriert. Alles aus Holz gebaut und mit Schindeln verkleidet. Toller GlocknerBlick! Zimmer ab € 95,–, Chalet ab € 445,–. www.gradonna.at

Saftige Vielfalt Immer nur Golden Delicious, das wird auf die Dauer fad. Im Obstparadies Burgenland in Neuhaus am Klausenbach können Sie aus 260 alten Streuobstsorten wählen! Naturparkbegleiter führen Besucher durch einen der größten Sortenerhaltungsgärten Österreichs. Eine Mostothek gibt’s auch. www.obstparadies.at

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Reisen wie ein Kaiser HOFSALON ZUG

Sokrates im Rucksack Pilgern ist en vogue. Eine neue Variante ist die philosophische Pilgerreise, zu der Manfred Rühl, Trainer für integrative Outdoor-Aktivitäten, heuer noch zweimal lädt: „Unterwegs mit Sokrates“ heißt sein Programm, das sich mit den großen Fragen des Lebens im Rahmen einer viertägigen Wanderung von Kaumberg nach Mariazell entlang der Via Sacra beschäftigt. Ein Originaltext von Sokrates gibt das jeweilige Tagesthema vor. Termine: 25. bis 17.7. und 17. bis 20.10., Preis € 439,– pro Person, Tel.: 07412/521 91, www.viasacra.at F otos : Wein f r anz.at, WWW. Istockp hoto.com, Sc hultz

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Einkehren

Hier wird dem Küchenchef von Bad Mühllacken in die Töpfe geschaut.

Männer, die gern mal das Angebot „Kloster auf Zeit“ von Stift Admont ausprobieren möchten, können sich in einem der spartanischen Gästezimmer einquartieren. Allen anderen steht auf Stiftsgrund das neue 4-Sterne-Hotel Spirodom zur Verfügung. 67 moderne Doppelzimmer, großes Spa, Rundumblick im Panoramarestaurant, ab € 63,– pro Person. www.spirodom.at

Blick auf das Stift

Rückbesinnung Muss es denn immer Ayurveda sein? In Oberösterreich setzt man auf Traditionelle Europäische Medizin. s geht um die Einheit von Körper, Geist und Seele. Das ist nicht nur im indischen Ayurveda und in der Traditionellen Chinesischen Medizin so – auch die jahrtausendealte Naturmedizin Europas setzt auf die ganzheitliche Lehre. Bloß, dass bei uns das Wissen von Hippokrates, Paracelsus, Sebastian Kneipp und Hildegard von Bingen beinahe verloren gegangen ist. Die Kneipp Tradi­ tionshäuser der Marienschwestern in Oberösterreich haben einige Jahre in Forschungsarbeit i­ nvestiert, um das erste Zentrum für Traditionelle Europäische Medizin (TEM) in Bad Kreuzen eröffnen zu können. Wer hier eincheckt, wird zunächst Im Kneippgarten von Bad Kreuzen

mal auf seinen Archetypus getestet. Sanguiniker, Choleriker, Melancho­ liker oder Phlegmatiker? Dann werden dem Temperament entsprechend Ernährung, Tees, Therapien, Güsse und Massagen abgestimmt. „Dafür braucht man Zeit. Eine Untersuchung dauert bei uns mindestens 45 Minuten“, erklärt Martin Spinka, ärztlicher Leiter der Kurbetriebe, der kein alternativer Naturheiler sein will, sondern die TEM-Heilverfahren mit moderner Schulmedizin kombiniert. Ein Aufenthalt in Bad Kreuzen sollte idealerweise zwei Wochen dauern. Gesamtpaket um € 1599,– inkl. 13 Nächte im Komfortzimmer. www.tem-badkreuzen.at

Es gibt Umwege, die sich bezahlt machen. Etwa jener mit Schiff und Rad nach Schloss Hof im Marchfeld. Zuerst geht’s mit der MS Kaiserin Elisabeth von Wien-Nussdorf nach Devín, dann mit dem Rad über die neue Marchbrücke neun Kilometer zum Schloss. Schöner Tagesausflug, fairer Preis: € 51,– inkl. Schiff, Leihrad, Frühstück, Imbiss, 4-GangMenü und Eintritt Schloss Hof. www.donaureisen.at Schloss Hof

Insgesamt gibt es drei Kneipp Traditions­ häuser: Bad Kreuzen ist auf TEM spezialisiert, Bad Mühl­ lacken auf Fasten und bewusste Ernährung, Aspach auf Burn-out. www.kneippen.at

Draufstehen Immer häufiger sieht man sie über die heimischen Gewässer ziehen: Stand-up-Paddler, die sich wie Gondolieri auf dem Surfbrett fortbewegen. An der Alten Donau bietet das Arcotel Kaiserwasser (eigener Steg) passende Angebote kombiniert mit anschließendem Grillen auf der Terrasse. Von 4. Juli bis 29. August jeden Donnerstag, € 38,60 inklusive Grillbuffet. www.arcotelhotels.com

Auf der Alten Donau 12 Persönliches Exemplar von t.harrer@bohmann.at, alle Rechte vorbehalten. Nutzungsbedingungen unter www.kiosk.at

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Umschiffen


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Liebestoll Ach was, Paris! Die Hochsteiermark ist das neue angesagte Urlaubsziel für Frisch- und Langverliebte. Dort, wo schon Kaiser Franz Joseph und seine Sisi ihre Flitterwochen verbracht haben, setzt man mit Romantikunterkünften, Flirtbankerln zum Händchenhalten und Herzschlossplatzerln auf große Gefühle. Spezielle „sommerfrisch verliebt“-Packages (ab € 95,–) bieten ein unterhaltsames Programm, u.  a. gilt es eine Reihe von Liebesabenteuern zu bestehen, um danach sogar ein Liebesdiplom überreicht zu bekommen. Wie wär’s mit der gemeinsamen Zubereitung eines Liebesmahls? Haubenkoch Yves Weisang im Panoramarestaurant Stuhleck weiß z.  B. über die aphrodisierende Wirkung von Ingwer und Lavendel gut Bescheid. Der Rest ist privat. www.hochsteiermark.at

Spritzig Der Nino aus Wien, Austrofred, Ernst Molden, Mieze Medusa – sie alle gehen gerne einen heben. Wo, das verraten sie in „Wien schön trinken“. Ein amüsanter Lokalführer der anderen Art. Milena Verlag, € 19,90

Junges Glück in der Hochsteiermark

Nichts für schwache Nerven

Wagemutig Unerschrockene Urlauber fliegen drauf: In Saalfelden Leogang kann man mit dem rasanten Flying Fox XXL mit bis zu 130 km/h ins Tal rauschen. Ausgangspunkt ist in der Nähe der Mittelstation der Asitzbahn. Der Flying Fox XXL ist mit 1600 Meter Länge eine der schnellsten und längsten Stahlseilrutschen der Welt. Falsch machen kann man nichts, man wird in einen ge­polsterten Liegegurt geschnallt und sicher in ein Seilsystem eingeklinkt. Das Bremsen erfolgt automatisch. Ja, dann! Für Erwachsene ab € 59,–, Kinder ab € 39,–. Die Kids müssen mindestens 10 Jahre alt und 35 Kilogramm schwer sein. www.flying-fox-xxl.at

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Die Stadt gehört Dir.

15.01.13 16:08


Möglicherweise wär’ ihr eine Biopizza lieber, aber hier beißt sie brav in ihren Apfel.

Null Abgase Billig war dieses leuchtend grüne Gefährt nicht: 5000 Euro hat Georg Bacher dafür bezahlt. Nun kutschiert er mit seinem Fahrrad-Taxi von April bis Oktober Gäste durch Wien. Für die Einzelfahrt verlangt er ab € 5,–. Man kann bei ihm auch individuelle Stadtrundfahrten buchen – Bacher weiß als Historiker sehr viel über Wien zu erzählen (ab € 29,–). www.wienerradtaxi.at

Wiener Rad-Taxi

Gewissenhaft Die Vorsilbe Bio wird auch im Urlaub immer wichtiger. Aber wie bettet man sich ökologisch korrekt?

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er daheim ein Gemüsekisterl abonniert hat, auf artgerechte Tierhaltung achtet, sich mit Naturkosmetik pflegt und ernsthaft ums Klima sorgt, will auch guten Gewissens urlauben. Das geht bedeutend einfacher, seit sich Österreichs Ökourlaubsanbieter zum Buchungsportal www.bioferien.at zusammengetan haben. 79 Betriebe sind dabei, vom schicken 4-Sterne-Hotel über die Almhütte bis zum Ausflugsziel. Das Bioferien-Netzwerk ist eine gemeinsame Initiative von Bio Austria, AMA, der Gruppe der Bio-Hotels und

Bestes Futter, gute Milch

der Österreich-Werbung und soll in den nächsten Jahren sukzessive ausgebaut werden. Es ist nicht nur im Internet präsent, sondern hat auch einen hübsch gestalteten Bioferien-Katalog herausgegeben. Bioaffine Urlauber sind eher keine Schnäppchenjäger, trotzdem freuen sie sich über günstige Preise. Beispiel: Ein Zimmer im Naturhotel Steinschalerhof im Pielachtal, einem typischen Mostviertler Vierkanthof, kostet nur € 43,50 die Nacht. Und die Anreise klappt mit der Mariazellerbahn auch ganz ohne Auto.

Vorbildlich Sie liebäugeln mit einem SalzburgUrlaub, wünschen aber Bioqualität bei der Verpflegung in Ihrer Unterkunft? Käse aus Heumilch und Erdäpfel aus eigenem Anbau sind das Mindeste? Stöbern Sie doch mal auf www.bioparadies.salzburger­land. com. Dort sind 26 Betriebe gelistet, die einen Aufenthalt ganz nach Ihrem Geschmack garantieren, allesamt streng kontrolliert und zertifiziert. Tipp: In Seeham am Obertrumer See befindet sich Österreichs 1. Biodorf (75 Prozent Biobauern!).

Nach einem gründlichen Umbau hat das Landhotel Rupertus in Leogang seit Ende Juni wieder geöffnet. Die Biozimmer wurden mit Zirbenholzmöbeln, Wollstoffen und Villgrater-Natur-Schafwollbetten eingerichtet, die Betten sind metallfrei, alle vom Ortstischler gezimmert. Und im Spa duftet es nach selbstgemixten Ölen und Essenzen. Sieben Nächte mit allen Extras ab € 588,–. www.rupertus.at

Sauber Die Mode des Öko-Labels „Göttin des Glücks“ wird umweltschonend und ohne Arbeiterinnen auszubeuten hergestellt. Kürzlich hat der fünfte Shop in Innsbruck eröffnet. Kleid um € 119,–, www.goettindesgluecks.at

14 Persönliches Exemplar von t.harrer@bohmann.at, alle Rechte vorbehalten. Nutzungsbedingungen unter www.kiosk.at

Landhotel Rupertus

Ohne Pestizide „Vom Spinner zum Winner“ – so beschreibt Johannes Gutmann seinen Lebensweg. Vor 25 Jahren, als sich noch kein Mensch für Bio interessierte, gründete er die Kräuterfirma „Sonnentor“. Heute macht er 25 Millionen Euro Umsatz und beschäftigt in Sprögnitz im Waldviertel 170 Mitarbeiter. Das dortige Kräuterdorf ist einen Besuch wert, besonders am 15.8. zum Jubiläumsfest. www.sonnentor.com

Johannes Gutmann

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Keine Kompromisse


Ein Service des Finanzministeriums.

Wussten Sie, dass ... aus EU-Staaten grundsätzlich Waren aller Art zum persönlichen Gebrauch abgabenfrei eingeführt werden können, aber eine generelle Ausnahme für neue Fahrzeuge besteht? es besondere Einfuhrbestimmungen für Tiere, Pflanzen, Arzneimittel und mehr auch bei der Einreise aus EU-Staaten gibt?

die Einfuhr von Barmitteln ab € 10.000 jedenfalls anmeldepflichtig ist? aus Nicht-EU-Staaten bis zu 16 Liter Bier, 4 Liter nicht schäumende Weine und 1 Liter Schnaps (Alkoholgehalt über 22 % vol) bzw. 2 Liter Likör (max. 22 % vol) zollfrei eingeführt werden können?

Sie aus Nicht-EU-Staaten bis zu 200 Zigaretten zum persönlichen Gebrauch zollfrei einführen dürfen?

Wichtige Informationen erhalten Sie gerne persönlich, auf www.bmf.gv.at oder mittels der neuen BMF-Zoll-App.

Weitere Informationen zu den Zollbestimmungen: bmf.gv.at/publikationen, facebook.com/finanzministerium Zentrale Auskunftsstelle Zoll: +43 (0)1 51433 564053 Persönliches Exemplar von t.harrer@bohmann.at, alle Rechte vorbehalten. Nutzungsbedingungen unter www.kiosk.at

Entgeltliche Einschaltung

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Dürfen Ihre Souvenirs problemlos nach Hause? Wir informieren Sie gern!


Kärnten

Das blaue Wunder Der Karnerhof am Faaker See bietet Badefreuden fast wie in der Karibik – und nebenbei wird man in die Geheimnisse des Aceto Balsamico eingeweiht.

F oto: Kärnte n Werbung/ f r anz Ge r dl

Text  Christine Sicher

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Hier steht das pure Badevergügen im Vordergrund! Und im Hintergrund der Mittagskogel, markantester Gipfel der Karawanken.

I

m Sommer schimmert der Faaker See in reinstem Azurblau und wird angenehme 27 Grad warm. Feinste Kalkpartikel, die im Wasser schweben, reflektieren das Licht und lassen den See so schön leuchten. Fast wie das Meer um Mauritius! Einfach mal spontan ins Wasser hüpfen ist am zehn Kilometer südlich von Villach gelegenen Gewässer aber gar nicht so einfach. Kosten-

pflichtige Strandbäder sind die einzige Möglichkeit, ans Ufer heranzukommen. Ansonsten ermahnen zahlreiche Tafeln: „Betreten verboten!“ Die meisten Grundstücke am See sind – so wie der ganze See selbst – in Privatbesitz. Einige Flächen wurden mit Luxusapartments für wohlhabende Zweitwohnbesitzer verbaut, sehr zum Unmut der einheimischen Bevölkerung. 17

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Faaker See

Junior Suite, Karnerhof

Das Hotel Karnerhof bietet schöne neue Zimmer mit viel Platz sowie geräumige Familienapartments mit getrennten Schlafzimmern, manche mit zwei Bädern (ab € 401,– für 4 Pers. pro Tag, inkl. aller Kulinarik-, Sport- und Wellness-Leistungen). Im Sommer Erlebnisprogramm für Kinder und Jugendliche. www.karnerhof.com Auswärts essen: Der Gasthof Tschebull in Egg ist seit Jahrzehnten ein Vorzeigebetrieb der Kärntner Gastronomie. Wirt Hans Tschemernjak hat eine Nase für beste regionale Produkte und werkt gemeinsam mit seinem Sohn Hannes in der Küche. Ergebnis: köstliche Schmankerln aus der Alpe-Adria-Küche! www.tschebull.com

Sauer macht lustig.

Ausflugstipp: In Egg am Faaker See pflegt Michael Ceron Österreichs größten Zitrusgarten. Auf 2000 Bäumen kultiviert er 240 Sorten! Es gibt hausgemachten Zitroneneistee und köstliche Zitronenlimonade. www.zitrusgarten.com

Karnerhof-Seniorchef Hans Melcher ganz in seinem Element: beim Salatabmischen mit allerfeinstem Balsamico

Wörthersee

Urlauber haben am Faaker See die weitaus besseren Karten. Unser Tipp: Checken Sie im Karnerhof ein, der leicht erhöht in Egg am Nordufer des fünftgrößten Kärntner Sees liegt. Von hier aus genießt man einen herrlichen Blick auf die Landschaft: vorne der See samt bewaldeter Insel, hinten die Karawanken mit dem markanten Mittagskogel. Der ist übrigens auch Privateigentum. Der Villacher Bauunternehmer Robert Rogner hat den 2145 Meter hohen Gipfel 1981, damals noch ohne viel Aufsehen damit zu erregen, kurzerhand als Geschenk für seine Frau gekauft. Schon seit 1930 stellt Familie Melcher ihr parkähnliches, zehn Hektar großes Seegrundstück zahlenden Gästen zur Verfügung. Im Schatten alter Bäume findet man dort immer ein ruhiges Plätzchen. Es gibt naturbelassene Blumenwiesen, einen verträumten Badestrand samt historischem Badehaus, eine Seesauna, eine Badelandschaft mit Innen- und Außenpool, eine eigene Surf- und Segelschule direkt am Hotelgrundstück und eine lauschige Seeterrasse mit Logenblick. Und, auch nicht unwichtig: eine vorzügliche Alpe-AdriaKüche. Der Karnerhof will mehr Zuhause

Wörthersee-Architekt Viktor Fuchs hätte wohl eine große Freude damit gehabt: Sein Badehaus aus dem Jahre 1895 wurde vorbildlich restauriert. Mit Seesaunen, Ruheräumen und einem 30 Grad warmen Außenpool soll Werzer’s Badehaus nun den Ganzjahrestourismus am Wörthersee ankurbeln. Das Beste: die tolle „Sunset Suite“ im ersten Stock (36 m²), mit Schlafzimmer, Wohnzimmer, 10 m² großer Seeterrasse, buchbar ab € 178,– pro Nacht. www.werzers.at

Millstätter See Die Bootshaus-Suite „Riva“ entstand diesen Frühling auf dem Dach des Bootshauses von Kollers 4-Sterne-Hotel in Seeboden: ein 52 m² großes Luxusdomizil mit Eichenholzboden, offenem Kamin, Wohn- und Schlafbereich, Kinderschlafkoje mit Stockbetten und großer Fensterfront zum See. Man glaubt förmlich über dem See zu schweben! Das beheizte Seebad bietet das ganze Jahr über angenehme 28 Grad. Buchbar ab € 175,– pro Person, www.kollers.at Lieblingsplatzerl

Der Faaker See wird von Quellwasser aus den Karawanken gespeist. Im Sommer wird er trotzdem schön warm.

18 Persönliches Exemplar von t.harrer@bohmann.at, alle Rechte vorbehalten. Nutzungsbedingungen unter www.kiosk.at

F otos : k arnerho f ( 2), Kärnte n Werbung/ Ge r dl, W erze rs, Kolle rs, Z it rus garte n

Altes Badehaus in neu erstandener Pracht


Einer der schönsten Plätze am Faaker See: die KarnerhofTerrasse

als Hotel sein. Wahrscheinlich ist es hier deshalb so gemütlich, weil alles Familiensache ist. Eigentümer und Seniorchef Hans Melcher hat die Geschäftsführung an Tochter Ursula abgegeben, kümmert sich aber ebenso wie Sohn Andreas und Gattin Adi zwölf Stunden am Tag rührend um die Hotelgäste. Gern setzt er sich auf sein italienisches Vintage-Rennrad, Marke Pinarello, Baujahr 1987, radelt mit den

F oto: Karn erho f

Wenn’s mit dem Urlaub Essig ist, muss das noch nichts Schlechtes bedeuten. Leuten um den See, erzählt von den Zeiten, als noch Kühe um den See weideten. Abends mischt er persönlich für jeden Gast den Salat ab. „Das ist mein Hobby und die beste Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen“, sagt Melcher, einer der wenigen heimischen Aceto-Balsamico-Spezialisten. Zweimal im Jahr fährt der Hotelier nach Modena, um mit je 200 Kilogramm an den Faaker See zurückzukehren. Kilo? „Ja, Aceto wird in Kilogramm gemessen, er

hat ein sehr hohes Gewicht.“ Mit im Gepäck hat er dann auch 25 Jahre gereiften „Aceto Balsamico Tradizionale“. 100 Milliliter davon kosten rund 100 Euro. Das exquisite Gebräu kommt nur im Zwei-Hauben-Restaurant „Götzlstube“ zum Einsatz, und dort auch nur mit der Pipette geträufelt. Die übrigen Glasballons lagern erst einmal auf dem Balkon, um in bester Modena-Tradition bei Wind und Wetter zu reifen. Melchers Balsamico-Cuvée ist ein

ganz anderes Elixier als der braune Billigessig, der mit Zucker versetzt in den Supermärkten landet. Nach zwei Wochen Karnerhof mag niemand mehr so einen „Industriale“ auf seinem Salat dulden – im Hotelshop gibt es den Melcher’schen Balsamico daher zum Mitnehmen. Achtung, Suchtgefahr! Einige Gäste sollen sogar schon ihren Urlaub vorverlegt haben, weil die Bestände zu Hause schneller als erwartet zur Neige gingen.

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Salzburg

Logenplatz Prominenz aller Art ist dem Fuschlsee nicht abgeneigt – aber auch kochbegeisterte Kinder sind dort bestens aufgehoben.

D

er Fuschlsee kommt dem Sehnsuchtsideal der Sommerfrische sehr nahe. Grün glitzert das Wasser zwischen den bewaldeten Hängen, höchstens ein paar Fischerboote treiben auf dem See, nur ein einziger Ort liegt an seinem Ufer: Fuschl am See. Am gegenüberliegenden Ufer schließlich der Gipfel der Idylle: Schloss Fuschl. Das vermutlich schönste Schlosshotel Europas wurde vor ein paar Jahren um etliche Millionen komplett renoviert. Die Prominenz verkehrt hier buchstäblich seit Jahrhunderten. Clark Gable, Ave Gardner, Nikita Chruschtschow, Prinz Charles und Anna Netrebko sind dem Charme des 1450 erstmals erwähnten Jagdschlosses bereits verfallen, in den 1950er-Jahren diente das Hotel als Kulisse für die Sissi-Filme mit der blutjungen Romy Schneider. Um das Essen kümmert sich Thomas M. Walkensteiner, der für seine revolutionäre „Anti-Aging-Küche“ bekannt ist. Zimmer und Gänge schmücken rund 150 Werke aus der hochkarätigen Sammlung alter Meister des 17. bis 19. Jahrhunderts. Besonders exklusiv und trotz absurd hoher Preise ständig ausgebucht sind die

sechs stilvollen „Seehäusln“ mit Terrasse, eigenem Seezugang, offenem Kamin und Sauna. Wer sich das exklusive 5-Sterne-Haus nicht leisten mag: Für einen Kaffee mit Apfelstrudel auf der wunderbaren Seeterrasse muss man nicht hier nächtigen – das geht zum Beispiel gleich um die Ecke im ebenfalls zu den SchlossFuschl-Betrieben gehörenden Hotel Jagdhof günstiger. Für die glasklaren Fluten des Fuschlsees sind nicht nur Schwimmer dankbar, auch Schloss-Fuschl-Fischer Gerhard Langmaier weiß die Wasserqualität sehr zu schätzen. Mehrmals pro Woche holt er prächtige Renken und Saiblinge, Forellen und Schleien, Karpfen und Barsche aus dem See. Ein Teil landet auf der Tageskarte des Restaurants, der andere wird geräuchert, direkt in der Fischerei zum Verkauf angeboten und ganz ungezwungen auf Holzbänken am Ufer verzehrt. Ein leistbarer Genuss. „Wäh, Fisch!“ quäkt das Kind angewidert? Dann sollten Sie sich mit dem Ableger schleunigst auf die „Via Culinaria 4 Kids“ rund um den Fuschlsee begeben. Wenn man Kinder selbst den Kochlöffel schwingen lässt, schmeckt ihnen unter Umständen sogar

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F oto: F TG /ERBER

Text  Christine Sicher


Fuschlsee

Schlosshotel Fuschl

Im noblen Schlosshotel Fuschl kostet ein DZ mit Seeblick je nach Saison € 270,– bis 750,–. Der Name klingt bescheiden, die Preise sind es nicht: Für ein „Seehäusl“ mit eigenem Strand muss man zu zweit zwischen €1320,– und 2700,– pro Nacht berappen. www.schlossfuschlsalzburg.com Ausweichquartier: Das Sheraton Fuschlsee-Salzburg Hotel Jagdhof gehört auch zu den Schloss Fuschl-Betrieben und liegt oberhalb des Schlosses. DZ zwischen € 155,– und € 290,–. Eine Suite mit Seeblick und Terrasse kostet zwischen € 475,– und 745,–. Kinder bis fünf Jahre frei, bis 12 Jahre €10,–. www.sheratonfuschlseesalzburg.com Gut umrühren!

Familientipp: Von 1.7. bis 30.9. steigt in der Region Fuschlsee die „Via Culinaria 4 Kids“. FamilienPackage „GourMini“: 7 Nächte im Familienzimmer für 2 Erw. und 2 Kinder bis 12 Jahre inkl. Programm ab € 699,– in einer Pension, oder ab € 1105,– im 4-SterneHotel. www.fuschlseeregion.at

Goldegger See

F otos : Stank iewicz /LOOK-f oto, Se e hof, Gr and Hot e l Z ell a. Se e, Salzb. L and Tourismus

Kräftiges Kerlchen, trotzdem würde er jetzt gerne mal sie ranlassen.

der Fisch. Sportfischer Reinhold Friedl lässt die Kleinen Steckerl­ fisch zubereiten – immer ein Bringer. Er macht vor, wie man den Fisch auf den Spieß steckt, am offenen Feuer grillt und danach erst mit Olivenöl und Limettensaft würzt. Insgesamt gibt es sechs Stationen, die Kinder zum Selberkochen animieren und spielerisch aufzeigen, dass da mehr ist als Pommes und Pizza. „Grias di!“ Besonders herzlich empfängt Biobauer Werner Matieschek die Nachwuchs-Gourmets auf der Gruberalm. Er geht mit den Kindern Almkräuter für ein Nudelpesto sammeln. Frauenmantel, wilder Majoran, Spitzwegerich und Brennessel landen im Körberl. Das würzige Grün wird geschnitten, mit Öl, Salz und Parmesan vermischt – und später auch tapfer verkostet. Die sattgrünen, üppigen Blumenwiesen rund um den Fuschlsee legen den Verdacht nahe: Mit Regen ist gelegentlich zu rechnen. „Na und?“ sagt Werner Matieschek und rät zu einer Regenwanderung, natürlich in entsprechender Adjustierung. „Bei Regen hört man andere Geräusche, man sieht andere Tiere, alles riecht viel intensiver – die reinste Meditation!“

Der kleine verträumte Moorsee, 60 km von Salzburg entfernt, hat es schon zu einiger Berühmtheit gebracht. Schauspieler Ben Becker hat z. B. hier geheiratet und schwärmt vom See in höchsten Tönen. Der Ruhm ist auch dem Seehof Goldegg zu verdanken, einem feinen 28-Zimmer-Landhotel mit vorzüglicher Küche und einer derzeit etwa 1000 Werke umfassenden Suhrkamp-Bibliothek, die regelmäßig mit Neuerscheinungen ergänzt wird. Faire Seehof Goldegg Preise: Seehof-Zimmer ab € 79,– p. P. inkl. Frühstück und Menü! www.derseehof.at. Kulturtipp: Vom 19. bis 22. September findet im Seehof zum zweiten Mal das Thomas-Bernhard-Festival „Verstörungen“ statt. Thema: „Heldenplatz“. Mit Ben Becker, Tobias Moretti, Claus Peymann und Josef Winkler.

Zeller See Das Grand Hotel Zell am See ist eine majestätische Erscheinung. Weithin sichtbar thront das schneeweiße Fin-de-Siécle-Hotel in bester Lage auf einer kleinen Halbinsel im See. Geboten wird altöster­reichisches Flair mit privatem Badestrand und eleganter Seeterrasse. DZ im Sommer ab € 80,– pro Person. Ein Tipp für künstlerisch Ambitionierte: Bis 28. September werden Malreisen angeboten, 6 Nächte inkl. Gourmet-HP und 25 Kurseinheiten ab € 740,– pro Person. www.grandhotel-zellamsee.at Wahrlich ein Grandhotel!

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Blick über den Traunsee auf die Johannesbergkapelle, Traunkirchen

Salzkammergut

Erfrischend! Die Seen des Salzkammergutes zählen zweifellos zu den schönsten des Landes, da sind sich Aristokraten, Künstler und Industrielle seit jeher einig.

E

inst reiste die vornehme Gesellschaft jeden Sommer ins Ausseer Land und in die Gegend um Gmunden, um dort, vorzugsweise in eigenen Villen und Schlösschen, die Schönheit der Landschaft und die kühle Ruhe der Seen zu genießen, und ein wenig unter sich zu sein. Die landschaftlichen Attraktionen sind die gleichen geblieben – doch kaum ein Normalsterblicher kann sich heutzutage noch einen Sommersitz leisten. Doch dafür findet man in der Gegend mittlerweile ja gottlob das eine oder andere Gästebett. Besonders beliebt sind natürlich Domizile möglichst nah am Wasser, auf dass man der Sommerhitze mit einem spontanen Bad Paroli bieten und an regnerischen Tagen wenigstens kontemplativ auf den See starren kann. Wie entspannt André Heller seinerzeit im Ausseer Land war, ist schwer zu sagen, er hat dort jedenfalls, wie übrigens auch Jochen Rindt und andere Buben aus gutem Haus, doch noch

Lorenzo Morelli und Carola Hinterer – zwei Genussmenschen mit Geschmack

Elfenhaus-Apartments am Grundlsee

die Matura geschafft. Jenes Haus am Grundlsee, das die Familie Heller damals bewohnte, erstand 2006 das Ehepaar Gaiswinkler. Das angeschlossene alte Atelier wurde mit viel Fingerspitzengefühl zur Ferienwohnung umgestaltet, daneben zwei neue Apartments im gleichen Stil dazugebaut. Insgesamt kann man nun in vier Wohnungen direkt am See Urlaub in privater Atmosphäre verleben. Von der Sauna hüpft man direkt in den See, im Bootshaus wartet ein historisches Ruderboot auf seinen Einsatz – viel mehr braucht man hier nicht, um glücklich zu sein. Eine ganz andere Möglichkeit, am Ufer eines Sees zu logieren, bietet die Familie Hinterer am Hallstätter See. Durch eine wildromantische Schlucht bahnt sich die Koppentraun ihren Weg hinunter zum See, in der Aulandschaft ihrer Mündung versteckt liegt der Campingplatz der Familie. „Camping am See“ ist aber ganz und gar nicht die schlichte Angelegenheit, die man sich darunter vielleicht vorstellt, sondern etwas ganz Besonderes. Natürlich trifft man dort auch auf so manchen Stammgast im eigenen Wohnwagen, doch was Carola Hinterer und Lorenzo Morelli im Laufe der Zeit an Antiquitäten und Sammlerstücken zu einem einzigartigen Ensemble zusammengefügt haben, überrascht und ent-

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F otos : Oberöst e rreich Touris mus /Röbl, Elf enhaus, martin swoboda/Homolka.c c

Text  Martin Swoboda


zückt jeden Neuankömmling. In der französisch anmutenden Parklandschaft wartet eine stets wachsende Schar von Roulottes, historischen Zigeunerwagen, auf Gäste mit Geschmack. Jeder Wagen ist liebevoll renoviert, bietet reichlich Platz und sein eigenes geschichtsträchtiges Flair. „Django“ zum Beispiel beherbergte früher die Familie von Django Reinhardt – diesen Sommer könnte er Ihnen als inspirative Behausung dienen. Zur letzten Station im Salzkammergut hat’s die Traun dann noch etwas weiter – Bad Ischl ist ja seelos, scheidet somit aus, erst in Ebensee gibt es wieder was zu se(e)hen. Nämlich das atemberaubende Panorama des Traunsees mit dem mächtigen Traunstein, dessen Westwand sich zwölfhundert Meter nahezu senkrecht aus dem Wasser erhebt. Den schönsten Blick hat man

foto: marti n s wob oda/ Hom olk a.c c

Die ganze Welt ist himmelblau, wenn ich in deine Augen schau’! von Traunkirchen aus. Das ehemalige Jesuitenkloster thront wie ein Wächter auf der Halbinsel, davor wartet der Steg auf das Dampfschiff. Am malerischen Hauptplatz direkt am Ufer liegt die urige Seepension Hofstätter. Mit dem Elektroboot legt man am hauseigenen Steg an, wagemutige Gäste könnten aus dem Zimmer „Sonnsteinblick“ direkt in den See hechten. Die kleine Familienpension ist ideal für einen einfachen, nostalgischen Urlaub wie anno dazumal, als Peter Alexander noch den Saisonier im „Weissen Rössl“ gab und das Salzkammergut ein Jet-Set-Treffpunkt war. Ein bisschen hat es sich seit damals schon verändert. Aber das, worauf’s wirklich ankommt, ist geblieben.

Grundlsee Eva-Maria und Bernd Gaiswinkler führen das Elfenhaus direkt am Seeufer: vier moderne Seeapartments mit Küche, Bade­ zimmer, ein oder zwei Schlafzimmern, seeseitig gelegenem Wohnzimmer mit Seeterrasse, finnischer Sauna, Softdampfbad. Wochenendpaket für vier Personen (3 Nächte) € 850,–, für zwei Personen € 770,–. www.elfenhaus.at

Hallstätter See Carola Hinterer und Lorenzo Morelli haben mit ihrem „Camping am See“ in einer sorgfältig gepflegten Park­ anlage am südlichen Ufer des Hallstätter Sees den vielleicht Romantische Roulotte schönsten Campingplatz Österreichs geschaffen. 70 Stellplätze, 200 Meter privater Naturstrand, Bar-Lounge mit Modern Jazz, einzigartige Atmosphäre! Die nahezu glamourös ausgestatteten Roulottes (ehemalige „Zigeunerwägen“ aus Holz, mit äußerst bequemen Matratzen bestückt) kosten für zwei Personen € 90,– die Nacht. Geöffnet bis 30. September. Reizende Adresse: Winkl 77. www.camping-am-see.at

Traunsee Die kleine, familiäre Pension Hofstätter direkt am Seeufer empfing schon Generationen von Gästen. Aktuell wird sie von Martina Hofstätter geführt. Sie hat nur wenige Zimmer, alle mit Seebalkon, außerdem gibt es eine schöne Seeterrasse mit Sonnenliegen. Je nach Aufenthaltsdauer ab € 34,– die Nacht (im Sommer muss man mindestens sechs Nächte lang bleiben). www.oberösterreich.at/seepension.hofstaetter

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Steiermark

Idealtypische Steiermark-Ansicht: Blick über die Weingärten auf das Dorf Kitzeck. Ein Klapotetz darf da natürlich auch nicht fehlen.

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Ein Huhn mit Hut Was lebt ihr so dumm? Diese Frage stellte einst der Dichter Ernst Jandl. Wer sich angesprochen fühlt, sollte mal ins Sulmtal fahren. Dort kann man klüger werden. Text  Silvia Matras

F oto: Gü n ter Stan d l / l ai f

D

as Sulmtal ist unten, dort, wo die Sulm fließt. Der Sausal ist oben, dort, wo die Kirchtürme weit ins Land schauen. Da­ zwischen geht es steil hinauf und steil hinunter. Hänge, zu akkuraten Weinrebenreihen gekämmt. Einmal längs, dann wieder quer. Dazwi­ schen dichter, dunkler Wald. Und Wiesen! Wiesen mit Kuckuckslichtnelken und Kornblumen, Hah­ nenfuß und rotem Klee, zwischen Waldsaum und Wiesenrand Schachtelhalm und Mädesüß. An der Sulm, ein Sommerbad. Ein Kind lernt schwimmen. Später produziert es Bauchflecke, dann lernt es doch noch köpfeln. Das Kind rennt barfuß durch die Wiese und den Wald. An der Sulm, wo die feinen Damen ihre Damenhaftigkeit ablegen. Wo Pappelschneeflocken ins Haar flie­ gen. Wo Blitze die Nacht erhellen, Donner Mensch und Tier erzittern lässt und die Welt am nächsten Morgen wie gewaschen im Sonnenschein blitzt. Wo Katzenkinder sich unter blühenden Büschen

verstecken. Wo das Heu auf Holzständern zum Trocknen ausliegt. Wo Gärten und Fenster von Blumen überquellen. Wo die Dörfer Pistorf und Petzles, Großklein und Kleinklein heißen. An der Sulm und auf dem Sausal lebt es sich anders, sagen die Menschen dort. „Natürlicher, besser, g’scheiter als in der Welt sonst“, sagt Anton Koschak, Fleischhauer und Hendlbauer. Ernst Jandls provokante Frage „Was lebt ihr so dumm?“ hat er auf seine Geschäftskarten drucken lassen. Mit „ihr“ meint er alle, die gegen die Natur leben, Fleisch aus Hühnerfabriken kaufen, den Sinn des Lebens in Geldvermehrung sehen. Und was hat es nun mit den berühmten Sulm­ taler Hühnern auf sich? „Das Sulmtaler Huhn ist über die Seidenstraße zu uns in die Steiermark gekommen. Christoph Kolumbus hat aus Amerika den Mais mitgebracht. Und wo wächst der Mais am besten? – Na, bei uns natürlich“, triumphiert Koschak. Die Karriere des Sulmtaler Huhnes war

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Theresia Heigl vor ihrem Haus in Wunsum

vorprogrammiert. Um das Jahr 1850 soll ein gewisser Armin Arbeiter dem Sulmtaler das kecke Schopferl und die hübsche Halskrause angezüchtet haben. Das derart verschönte Geflügel trat seinen Siegeszug nach Wien an (man sieht: Das Sulmtaler Huhn ist immer auf Reisen) und gelangte bis auf die Tafel des Kaisers Franz Joseph. Immer Tafelspitz ist ja auch fad. Nach dem Krieg, während der Weltwirtschaftskrise, brach der Bestand zusammen, so Anton Koschak. In den letzten Jahren ist aus dem Hobbyzuchthuhn wieder ein Verkaufsschlager ge­ worden. Sulmtaler Hennen leben fürstlich, bekommen nur feinstes Futter und werden von mehreren Hähnen gleichzeitig hofiert, die sich für das Wohlergehen ihrer gackernden und pickenden Schar verantwortlich fühlen. Bevor die Junghähne streit- und paarungslustig werden, werden sie zu Kapaunen kastriert. Damit ihnen kein Trauma zurückbleibt und Kämme und Bartlappen nicht verkümmern, werden sie während der Operation in Trance versetzt. Ein baldiges Ende in der Röhre ist ihnen gewiss, deshalb sollen sie ihr kurzes Leben wenigstens in voller Pracht inmitten ihrer Damenschar genießen. Hähne in Trance! Wunderlichkeiten sind im Sulmtal und auf dem Sausal an der Tagesordnung. Mit dem Unterschied, dass sich hier niemand wundert. Etwa, wenn Michael Löscher Him­

Stolzer Sulmtaler mit Gattin

Martin Koschak (kernig in Leder­ hosen) und eine aufg’setzte Henn’ mit Kümmel-Erd­ äpfeln (knusprig im Reindl)

Hutmodels Mirija und Malina

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beer- und Holunderbier braut, „einfach aus Gaudi“. Ein wunderliches Hobby hat auch die Bäuerin Maria Lierzer. Sie fertigt Sulm­ taler Hüte an. Das kleine Kopfteil und das riesige Hutwagenrad stehen in einem abso­ lut unpraktischen Missverhältnis. Mirija und Malina, die beiden pausbäckigen E­nkelinnen, finden es bedingt lustig, mit Omas Kreatio­ nen auf dem Kopf Modell stehen zu müssen. Es ist gar nicht so einfach, einen solchen Hut, wie ihn einst die Postmeisterstochter Anna Plochl (bestens bekannt als Ehefrau von Erzherzog Johann) getragen hat, herzu­ stellen. Was ein ordentlicher Sulmtaler Hut ist, für den wurden Strohborten in aufwän­ diger Handarbeit aneinandergenäht, innen hat er ein gefälteltes Seidenfutter und außen zwei lange Bänder, mit denen man das Un­ getüm am Davonfliegen hindert. Praktisch hin oder her, manche Frauen tragen ihn an Festtagen stolz zum Sulmtaler Dirndl. Und was hat die Architektin Theresia Heigl aus Tirol ins verwunschene Wunsum, ganz oben auf dem Sausal, verschlagen? Gemein­ sam mit ihrem Mann leitet sie in Graz ein Büro für Raumplanung. Am Wochenende erntet sie weitab von Hektik und Arbeits­ stress Lavendel, produziert Öle, Seifen und allerhand Duftköstlichkeiten. Heigl hat sich trotz ihres technischen Berufes den Hang zur Schwärmerei erhalten: „Der Ort ist voller Magie. Schon der Name Wunsum klingt nach Wunder, nach Märchen. Als mein Mann und ich diesen Hof aus dem 12. Jahrhundert sahen, wussten wir: Wir sind angekommen. Dass wir hier ganz oben sind, ist uns wich­ tig. Nicht von Bergen umgeben, sondern auf der Spitze des Berges sehen wir hinunter ins

F oto s: Silvia Matr a s , Woll st ube Lierz er, TV Sulmtal-Sausal, Gr and Tour/Corb is , M arkl Michael /Gusto/ pi ctu red esk. com

Reifende Trauben in einem Weingarten bei Kitzeck


Land.“ Mit viel Liebe und Fachwissen haben die Heigls das Anwe­ sen restauriert, den Garten mit Blumen und Obstbäumen zum Leben erweckt und rundum Lavendelfelder angelegt. Immer mit­ ten im Geschehen ist Samuel, der quirlige weiße Terrier. Ganz oben auf dem Sausalrücken liegt das Dorf Kitzeck, das für sich reklamiert, der höchstgelegene Weinbauort Mitteleuropas zu sein. „Wir sind auf dem Sausal, nicht im Sausal, wie viele sa­ gen“, betont Helene Kappel. Ihr kleines Hotel liegt am äußersten Spitzel der Spitze, nicht weit von der Kirche. Von den Terrassen blickt man über steil abfallende Weinberge ins Tal und auf die nächsten Hügel. Dietmar Kappel werkt hochkonzentriert in der Küche. Wenn er gerade einen Kapaun im Rohr hat, ist er nicht zum

F oto s : W ei ngu t Schn n eeb erger, W e i n h of K appe l

Sulmtaler sind wetterharte, vierschrötige Landhühner mit schräger Frisur. Reden aufgelegt, dieser Braten verlangt seine ganze Aufmerk­ samkeit. Am besten entspannt sich der passionierte Koch bei der Arbeit im Weingarten. Da gibt es immer etwas zu tun, Sommer wie Winter. Dem Wein schmeckt man die Sorgfalt an. Bei einem Glas Morillon oder Sauvignon Blanc geht die Sonne über diesem wunderlichen Land gleich dreimal so schön unter. Wenn Helene Kappel nicht gerade mit Marmeladeeinkochen, Katzenbabysversorgen, Tischedekorieren oder Gartenpflege zu­ gange ist, setzt sie sich gern zu ihren Gästen und erzählt. Wie es ist, hier oben zu leben, mit der Furcht vor Unwettern, mit der schweren Arbeit im Weinberg, wo Maschinen kaum einsetzbar sind. Aber wegziehen, das könnten sich die Kappels trotzdem nicht vorstellen. Denn hier leben sie nicht dumm.

Unterkunft Im Weinhof Kappel in Kitzeck schwebt man über den Nebelschwaden, die des öfteren morgens und abends über dem Tal liegen. Für die ausgezeichnete Küche ist Dietmar Kappel verantwortlich, für das tolle Frühstück und das allgemeine Wohlergehen der Gäste (und Tiere) sorgt Helene Kappel. www.wein-wellness-hotel.at

Dietmar Kappel

Einkehr

Weingut Schneeberger

Die Auswahl an Buschenschanken ist groß (www.sulmtal-sausal.at). onrail-Tipp: Beim Schneeberger geht’s an den speziellen Abenden mit steirischen Spezialitäten und Schmankerln besonders hoch her. Reservierung unbedingt nötig! www.weingut-schneeberger.at

Hühnerhof & Hutwerkstatt Sulmtaler Hühner: Anton Koschak, www.koschak.at. Wo Sulmtaler Hendln auf den Tisch kommen, weiß am besten Gertrude Strohmaier, Tel.: 0664/431 46 86. Sulmtaler Hüte: Lierzer Wollstube in Neurath, Tel.: 0676/88 77 66 90, www.lierzer.info Extratipp: Wussten Sie, dass der Klapotetz ursprünglich nicht (nur) als Vogelscheuche diente, wie viele meinen, sondern das Zustandekommen eines Vertrages zwischen Bauer und Winzer „beklapperte“? Und dass ein Winzer ein armer Schlucker war, der die harte Arbeit im Weinberg für den Weinbauer erledigte? Das alles und viel mehr erfahren Sie von Fritz Zink, der durch das liebevoll gestaltete Weinbaumuseum in Kitzeck führt. www.kitzeck-sausal.at (Stichwortsuche: Weinmuseum)

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Osttirol

Stur und eigenwillig sind sie, die Bewohner des Villgratentals. Behauptet man zumindest im Rest von Osttirol. Text  Jessica Perl

S

eit Jahrzehnten wehren sich die Einwohner des zehn Kilometer langen Seitentals in den Hohen Tauern gegen alles Neue und Moderne. Oder sagen wir so: gegen das Neue und Moderne, das sie für entbehrlich halten. Bis heute mit Erfolg. Keine protzigen Hotels, keine monströsen Liftanlagen, keine riesigen Parkplätze, keine Touristenramschläden. Nichts, was auf einen typischen Fremdenverkehrsort schließen lässt. Und die Kirche ist am Sonntag auch noch gut besucht. Josef Schett ist Schäfer und erfolgreicher Unternehmer. Mitte der 1980er-Jahre hat der

gelernte Bankkaufmann den elterlichen Hof übernommen und sich entschlossen, Schafe zu züchten. Ziemlich mutig in einer Gegend, wo Kühe praktisch heilig sind und Schafe höchstens mal nebenbei am Hof mitliefen. Doch angesichts der Steilhänge der Hohen Tauern ist Schafzucht kein dummer Einfall. Die wolligen Paarhufer sind wesentlich geländegängiger als die schweren Kühe. Dadurch sind sie nicht so absturzgefährdet und erreichen auch unwegsamere Ecken der kostbaren Wiesenflächen im Gebirge. Die ersten Maschinen, die zur Wollverarbeitung notwendig waren, kaufte Schett ge-

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F oto: T VB Villgr at ental

Der Clan der Unbeugsamen


braucht und ließ sie aus Deutschland heranschaffen. In mühseliger Kleinarbeit mussten die Gerätschaften, die eindeutig schon bessere Zeiten gesehen hatten, erst einmal wieder instand gesetzt werden. „Schraubenzieher und Landwirte gehen nicht so gut zusammen“, behauptet Sepp Schett. Aber all die Anstrengung und Überzeugungsarbeit der Anfangszeit haben sich gelohnt. Heute gewinnt er gemeinsam mit 40 Vertragsbauern aus der Umgebung 150 Tonnen Schafwolle pro Jahr – ein Drittel der österreichischen Produktion. „Wotscha, Wotscha, Leck, Leck, Leck!“ schallt es Ende August bis Mitte September lautstark von den Bergen. „Wotscha“ werden die Schafe hier umgangssprachlich gerufen, und „Leck“ steht für Kraftfutter. Das Wort kennen die Wotscha genau. Die Aussicht auf diesen Leckerbissen lockt die Tiere von den Steil-

Bei einem Almurlaub zählen bekanntlich ganz einfache Dinge. Holz vor der Hütte zum Beispiel.

hängen hinunter ins Tal. Dort werden sie geschoren und anschließend zum Überwintern in die Ställe auf den Höfen getrieben. Mit einer modernen Maschine benötigt ein guter Scherer zirka eineinhalb Minuten, um das Tier vollständig „auszuziehen“. Mit der altmodischen Variante – der Schere – dauert es gut dreimal so lange. Im Sommer begleiten oft Wanderer die Tiere ein Stück des Weges. Vorwiegend sind es übrigens Tiroler Steinschafe, dazwischen sieht man weiße und braune Berg- und ein paar versprengte Merinoschafe. Wer im Herbst beim Abtrieb und bei der anschlie29

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Schafe sind zwar genügsam, aber aromatische Almkräuter wissen sie sehr wohl zu schätzen.

ßenden Schur dabei sein will, kann sich auch selbst in der Schafschur versuchen. Die Bandscheiben sollten dafür allerdings gut erhalten sein, denn die Prozedur, bei der man die nicht übermäßig begeisterten Tiere in gebückter Haltung zwischen den Schenkeln einklemmt und möglichst flott ihres Wollkleids beraubt, ist eine durchaus anstrengende, schweißtreibende Angelegenheit. Im rustikalen Ambiente von Josef Schetts Hütte, einer Art Schafmittelstation, steht nach dem Abtrieb und der anschließenden Segnung der Tiere durch den Pfarrer eine Stärkung am Programm. Nur die ganz Zartbesaiteten schlucken kurz, wenn sie entdecken, dass es sich dabei um Berglamm handelt. Vor dem Essen wird als Appetitanreger noch ein Pregler kredenzt. Diese Osttiroler Spezialität ist ein hochwertiger Edelbrand aus Äpfeln und Birnen, aus rein vergorener Maische ohne jede Zusätze. Die Küche ist einfach, die Köchin versteht ihr Handwerk. Es duftet wunderbar. Das langsam gegarte Fleisch wird mit einer im Kern noch leicht knackigen Polenta serviert und ist exakt so, wie es sein soll – butterweich und absolut köstlich. Am Himmel über den Schafen, die sich den ganzen Sommer über durch das Weiden auf saftigen Kräuterwiesen quasi selbst würzen, ziehen in den Hohen Tauern noch ausreichend streng geschützte Steinadler ihre weiten Kreise. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus putzigen Murmeltieren, deren Population sie so auf natürliche Art eindämmen. Schafe werden zum Glück eher selten gerissen. Adlerhorste sind nicht nur olfaktorisch eine

Steinadlerküken sehen nicht süß aus und kennen keine Gnade.

Josef Schett mit seinen Wotscha, im Kübel das heißbegehrte Leck. Hoch über der Idylle kreist vielleicht ein Bartgeier, aber der kriegt hier sicher nichts ab.

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tot und wirft es kurzerhand aus dem Nest. Ornithologen bezeichnen das als Kainismus. Wer ein wenig in der Bibel bewandert ist, kennt sich sofort aus. Keine Angst müssen Murmeltiere vor den wesentlich selteneren Bartgeiern haben. Diese Vögel mit einer beeindruckenden Flügelspannweite bis zu drei Metern ernähren sich vorwiegend von Aas. Bisweilen kommt es vor, dass sie ein verendetes Schaf finden. Eine ganze Keule samt Haut und Knochen zu verschlingen, ist für Bartgeier nicht wirklich ein Problem. Ihre extrem aggressive Magensäure erledigt den Rest – im unwegsamen Gelände eine biologisch ideale Müllabfuhr.

F otos : J udith K unz, T VB Villgr ate ntal, T V B Ost t irol

Oberstalleralm, Villgratental

recht grausige Angelegenheit – von den im Geäst herumhängenden und verwesenden Teilen sind manche als Reste erlegter Hauskatzen erkennbar. Definitiv nichts für empfindliche Gemüter. Adler erreichen eine Flügelspannweite von zirka zwei Metern. Die Auslese ist hart. Der Nachwuchs muss auswandern und sich ein eigenes Revier suchen. Oder er hat Glück: Wenn gerade ein altes Tier gestorben ist, kann der Jungvogel bleiben. In der Regel legen Steinadler zwei Eier – ein biologischer Sicherheitsfaktor: Sofern sich das als Erstes geschlüpfte Küken bester Gesundheit erfreut, hackt es das zweite


Dass im Villgratental nur traditionelle, teils hunderte Jahre alte Häuser herumstehen, die ausschließlich im Besitz von Einheimischen sind, hat einen guten Grund. Betuchte Ausländer, die hier liebend gern ein Urlaubsdomizil erwerben oder bauen würden, beißen knirschend auf Kristallin-Gestein und Schiefer, beides ganz typisch für die Hohen Tauern. Lästerer behaupten, dass für die Villgratener das restliche Osttirol auch schon zum Ausland zählt. Eines steht jedenfalls fest: Die alte Weisheit „Liebe vergeht – Hektar besteht!“ steht bei den Leuten hier nach wie vor hoch im Kurs. Eine naive Frage sei erlaubt, lässig ans Schafgatter gelehnt: Es könnte doch zum Beispiel passieren, dass ein Hiesiger der Liebe wegen abwandern und deswegen Hab und Gut verkaufen möchte – am End’ gar an einen „Ausländer“? Josef Schett schüttelt entschieden den Kopf: „Das wird nicht passieren.“ Hier ergibt sich die konkrete Chance, investigativen Journalismus zu betreiben, also bohrt die onrail-Reporterin beinhart nach: „Und wenn doch?“ „Dann hänge ich den eigenhändig auf!“, erwidert der Schäfer mit unbewegter Miene und zieht dabei genüsslich an seinem Zigarillo. Jetzt wird den Besuchern auch langsam klar, warum manche hier das Villgratental hinter vorgehaltener Hand „Schettland“ nennen.

Hoteltipp

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Pirglerstube

Der Strasserwirt ist ein schönes 4-Sterne-Landhotel mit Haubenküche, nur 4 km vom Villgratental entfernt. Trotz der Größe sehr gemütlich. Die Zimmer im neu ausgebauten Teil sind ein gelungener Mix aus Tradition und Moderne. Anständiger Wellnessbereich. DZ ab 50,– pro Person. www.strasserwirt.com

Almütten Zu kaufen sind sie zwar nicht, aber zu mieten: Almhütten wurden von den Bauernfamilien im Sommer genutzt, um ihre Tiere auf der Sommerweide zu betreuen. Auf der Oberstaller­alm bilden 15 dieser wunderschönen Holzhäuser eine Art Dorf mit eigener Kapelle. Die meisten anderen befinden sich in Einzellage. Manche können auch im Winter gemietet werden. Ab € 40,– pro Tag/Hütte. www.hochpustertal.com

F otos : je ssi c a Pe rl, St r asse rwirt, T VB Villgr atental

Filzpatschen

Einkaufen Im Betrieb von Josef Schett in Untervillgraten werden nützliche Dinge wie wärmende Hauspatschen und hochwertige Matratzen hergestellt, bis hin zur Wärmedämmung für Passivhäuser. Im Schauraum findet man neben schöner Bettwäsche auch edle Filzwaren (kein Touristentrachtenschnickschnack). www.villgraternatur.at

Extratipp: Von 15. August bis 13. Oktober wird das „Osttiroler­ Herbst-Genuss-Paket“ angeboten. Drei Übernachtungen, ein kulinarischer Gutschein im Wert von € 25,– (einzulösen bei den „Osttiroler Genusswirten“), SchafPräsent. Preis pro Person im PrivatLammspieß zimmer ab € 99,–, im Gasthof ab € 153,–, im 3-Sterne-Hotel ab € 183,–, im 4-Sterne-Hotel ab € 213,– und im 5-Sterne-Hotel ab € 330,–. Info: Tourismusverband Osttirol, www.osttirol.com

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21.06.13 14:32


GRAFENEGG 2013 20. JUNI - 08. SEPTEMBER

Schlossareal Grafenegg © Alexander Haiden

Anne-Sophie Mutter · Lorin Maazel Rudolf Buchbinder · Wiener Philharmoniker Königliches Concertgebouworchester Amsterdam Tonkünstler-Orchester · u.v.m.

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Brian Jones und Mick Jagger in New York, 1966

Redaktion: Christine sicher

Kultur

Verdammt cool F otos : 1966 Paul Mc C art ne y/Fotogr af in: Linda Mc C art ney, Salz burg M us eum , LUCKY COM ICS 2013, Kik i Kog el n ik F ou n dati on , W i en /New Yor k, 2013

M

it dieser Ausstellung hat das Kunsthaus Wien einen echten Coup gelandet: Paul McCartney ist eigens nach Wien gereist, um die weltweit größte Linda McCartney-Retrospektive zu eröffnen. Die 1998 an Brustkrebs verstorbene Frau des Ex-Beatle schuf ikonenhafte Porträts von Musikstars der 1960er-Jahre. Sie knipste die Stones, Frank Zappa, Jimi Hendrix, Janis Joplin und schaffte es mit einem Foto von Eric Clapton als erste Fotografin auf

das Cover der Zeitschrift „Rolling Stone“. Ihre Arbeiten sind das Ergebnis eines untrüglichen Gespürs für den richtigen Moment. Paul McCartney erinnert sich: „Von ihr fotografiert zu werden, fühlte sich angenehm und locker an. Sie drückte auf den Auslöser, wenn man es am wenigsten erwartete, und dann hatte sie ihr Foto im Kasten. Ihr trockener Humor schimmerte bei allem durch, was sie tat.“ Die Familie McCartney, die gemeinsam mit Andreas

Schillernd Kiki Kogelnik (1935–1997) ist für ihre dekorativen Köpfe aus Muranoglas wohlbekannt. Weniger beachtet ist das radikale Frühwerk der extravaganten PopArt-Künstlerin. Anfang der 1960er-Jahre geht die Kärntnerin nach New York, freundet sich mit Warhol, Lichtenstein und Oldenburg an. Ihre liebstes Werkzeug war die Schere. „Hangings“ heißen ihre bunten, lebensgroßen Schablonen, die sie über Kleiderhaken hängte. Die Kunsthalle Krems zeigt von 14.7. bis 6.10. eine Retrospektive. www.kunsthalle.at

Kiki Kogelnik, Selbstporträt, 1964

Lonesome Lucky Luke reitet in Krems! Das Karikaturmuseum huldigt dem anständigen Cowboy mit einer großen Ausstellung. Im Mittelpunkt steht die Arbeit des Zeichners Achdé, der 2001 nach dem Tod von Erfinder Morris einsprang (bis 17.11.).

Hirsch kuratiert hat, stellte für die Ausstellung aber auch weit weniger bekannte Werke zur Verfügung: Fotos aus dem Familienleben mit den insgesamt vier Kindern, Bilder von Tieren, Pflanzen, Landschaften, Stillleben, soziale Studien. Interessant: Die engagierte Tierschützerin und Vegetarierin experimentierte gern mit Techniken aus den Anfängen der Fotografie, etwa Sonnen- oder Blaudruck. Bis 6.10., täglich 10 bis 19 Uhr, www.kunsthauswien.com.

Die tausend Inseln im St. LorenzStrom in Kanada, 1856

Imaginär Reisen, das war im 19. Jahrhundert eine elitäre Angelegenheit. Kaum jemand hatte Geld dafür. Man holte sich die weite Welt lieber ins Wohnzimmer: Reisemaler präsentierten „optische Zimmerreisen“ nach dem Guckkastenprinzip. Einer ihrer erfolgreichsten Vertreter war Hubert Sattler, der die Daheimgebliebenen mit „Kosmoramen“, riesigen Landschafts- und Stadtansichten, beeindruckte. Unter dem Titel „Sattlers Kosmorama“ zeigt die Wiener Hermesvilla bis 3.11. 40 Gemälde des Weitgereisten. www.wienmuseum.at 33

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Plastisch Vom weiten sind sie nur als feines Muster wahrnehmbar, die 16.656 „Blüten“, die das soeben eröffnete Vorarlberg Museum in Bregenz zieren. Erst aus der Nähe sieht man, dass es sich um Abdrücke von PETFlaschenböden handelt. Fabelhaft: der von Florian Pumhösl gestaltete Panoramaraum im Dachgeschoß! www.vorarlbergmuseum.at Vorarlberg Museum

Die gläubige Familie KanotofsyVubeh

In Frieden

Typisch

Z

ehn Jahre lang waren Reli und Avner Avrahami in Israel unterwegs, fotografierten Familien und fragten sie nach ihrem Alltag, nach ihren Träumen und Beziehungen, ihrer Sicht auf die Welt. Von den hunderten Familien, deren Fotos und persönliche Geschichten in den Wochenend-Magazinen der Zeitungen „Haaretz“ und „Maariv“ erschienen sind, wurden nun 80 für die Ausstellung „Familienaufstellung. Israelische Porträts“ im Jüdischen Museum Hohenems ausgewählt. Zusammen bilden sie eine Art Grup-

Bad Gastein

penbild Israels zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Die Autoren ziehen ein pointiertes, humorvolles Résümee: „Israelis lassen sich in Massen zu Therapeuten ausbilden. Viele von ihnen sind hilflos bei der Platzierung von drei Gegenständen in ihrem Wohnzimmer. Kinder aus religiösen Familien sind aufmerksamer. Viele Menschen arbeiten von Sonnenaufgang bis zum Zusammenbrechen (oder sagen es zumindest), und fast alle schließen Frieden bei Nacht (im Streit geht man nicht zu Bett).“ Bis 6.10., www.jm-hohenems.at

Belebend In Bad Gastein verfallen mitten im Zentrum die schönsten Gebäude der Belle Époque. Aber rundherum blüht der traditionsreiche Kurort mit dem wilden Wasserfall. Das innovative Sommerfestival „sommer.frische. kunst“ beglückt bis 23. September mit offenen Ateliers, internationaler Gegenwartskunst, Konzerten, Kreativworkshops, Sommertheater und Lichtinstallationen. Neu: Das Festival „Schubert in Gastein“, 12. bis 15.9. mit der Camerata Salzburg. www.sommerfrischekunst.de

Göttlich Das Museum für Völkerkunde heißt neuerdings Weltmuseum Wien und zeigt bis 30.9. die Ausstellung „Getanzte Schöpfung“ mit 500 Exponaten, darunter diese indische Marmorfigur des Gottes Krishna.

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Blumenfrauen, 1903

Wienerisch Zum zehnjährigen Jubiläum von Adi Hirschals „Wiener Lustspielhaus“ verleiht Autor Franzobel dem ehrwürdigen „Jedermann“ hintergründigen Wiener Schmäh. Seine Posse „Jedermann oder der Tod steht ihm gut“ rund um einen abgeklärten Wiener Jung-Couturier ist von 18. Juli bis 30. August Am Hof zu sehen. Hirschal mimt den Tod, den Jedermann spielt Ben Marecek. www.wienerlustspielhaus.at

Wiener Lustspielhaus

F otos : Wien Museu m, Ad ol f B ere ute r, K HM mit MVK und ÖTM , R eli Avr aham i, T VB Bad G aste in, www.wi en erl u stsp i el hau s.at/ K. sc hi ffl

Alltag in Israel. Wie sieht der aus? Ganz normal, erzählen israelische Familien im Jüdischen Museum Hohenems.

Wäschermädel, Pülcher, Fetzentandler – das Wien Museum präsentiert „Wiener Typen“, die zum Teil heute noch imagebildend für die Stadt sind. Man denke nur an Fiaker, Kellner, Heurigenmusiker. Die Ausstellung erzählt gleichzeitig die aufschlussreiche Geschichte längst verschwundener Berufe (bis 6.10.). www.wienmuseum.at


Schaut mich an! Gesichter faszinieren. Johann Feilacher, Leiter des Museums Gugging: „Gesichter sind die Landkarte des Menschen, weisen auf Alter und Erlebtes hin, auf Stimmung und Emotion.“ Mehrere Künstler beschäftigen sich in Gugging mit dem Jahresthema „faces“. Die großformatigen Exponate des Schweizer Fotografenpaares Mathias Braschler und Monika Fischer zeigen berühmte Fußballer, chinesische Bauern oder amerikanische Anwälte, die Aufnahmen stammen aus der ganzen Welt. Parallel dazu sind die Mädchenbilder der italienischen Malerin Adria Sartore und Gesichter der Gugginger Maler zu sehen, etwa Rudolf Horaceks meisterhafte „analytische Porträts“, die zerlegte und mit Schrift gezeichnete Gesichter zeigen. Bis 6. Oktober, www.gugging.at

F otos: Son y, Mat h i as B r asc hl e r/ Mo n i k a Fi sc he r

„Two Indian Brothers“, Braschler/ Fischer

Weltreise Graffitis sind ein beliebtes Mittel, um auf Missstände hinzuweisen. Der Bildband „Whispering Walls“ zeigt politische Wand­ malereien aus aller Welt. Manche sind Touristenattraktion, wie die Mauerbilder von Belfast. Verlag Edel, € 39,90 (mit drei Musik-CDs)

Ein Hallelujah auf den Weltschmerz

Abgeklärt Im hohen Alter macht sich Leonard Cohen noch mal ernsthaft ans Geldverdienen und erfreut damit seine Fans. Zwischen 2008 und 2010 gab er 247 ausverkaufte Konzerte in 31 Ländern, vor zwei Millionen Zuhörern. Ein Sir im eleganten Anzug, weise, immer noch melancholisch, manchmal auch durchaus vergnügt. Im September feiert der legendäre Singer-Songwriter seinen 79. Geburtstag. Davor gastiert er am 27.7. in der Wiener Stadthalle, am 25.7. in Ljubljana und am 2.8. in Pula. Tickets bei www.oeticket.com

sommerarena[bühnebaden] Spielzeit 21.6.–7.9.2013

Die schöne Helena

Operette von Jacques Offenbach

Der Opernball

Operette von Richard Heuberger

Jesus Christ Superstar

Musical von Andrew Lloyd Webber Gesangstexte von Tim Rice

Einen Jux will er sich machen EINE KOPRODUKTION DES LANDESTHEATERS NIEDERÖSTERREICH MIT DER BÜHNE BADEN

Revue nach Johann Nestroy

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Bühne Baden • Theater Baden Betriebs GmbH • Theaterplatz 7 • A - 2500 Baden

Wiener Lokalbahnen

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Hohe Kunst Eher etwas für Profis als für unbedarfte Urlaubskünstler: Die Inter­ nationale Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg feiert ihr 60-jähriges Jubiläum. Sie ist die älteste ihrer Art in Europa. 1953 von Oskar Kokoschka als „Schule des Sehens“ gegründet, besuchen heuer 300 Teilnehmer aus aller Welt 21 Kurse (22.7. bis 31.8.) www.summeracademy.at

Klangspuren mobil: ein Bus voller kleiner Musikanten

Kreativ in Salzburg

Schräge Töne

Scharfe Bilder

D

ie Neue Musik ist Ihnen zu anstrengend, zu sperrig? Dann versuchen Sie es doch mal mit den Klangspuren Schwaz, einem Festival in Tirol, das gar nicht elitär und abgehoben daherkommt. Zum 20. Jubiläum wird es richtig volksnah: Es gibt besonders viele Konzerte im öffentlichen Raum und mit reger Beteiligung von Einheimischen. Um 30 Euro kann man sich heuer sogar Klangspuren-Musiker ins Wohnzimmer einladen. „Rent a Musician“ nennt sich der Programmpunkt am 8.9., der Appetit auf das Festival machen soll. Auch das „Traktorenkonzert“ zur Eröffnung „für ein Orchester historischer Ein- bis Vierzylinder“

klingt alles andere als spröde. Regen Zuspruch findet die traditionelle ganztägige Pilgerwanderung – heuer geht’s am 22.9. im Inntal von Stams nach Karres – mit vielseitiger musikalischer Begleitung. Natürlich kommen auch versierte Enthusiasten der zeitgenössischen Musik auf ihre Kosten. Zum thematischen Schwerpunkt „Neue Musik und romantisches Erbe“ spielen zum Beispiel auf: das Ensemble Phoenix Basel, das Ensemble Modern, das Hugo Wolf Quartett, das Klangforum Wien und das Diotima Quartett. Composer in residence ist der deutsche Komponist Hans Zender. 12. bis 28. September, www.klangspuren.at.

Andere Saiten Es heißt Joe, stammt aus dem 18. Jahrhundert, und seine Besitzerin entlockt ihm die ungewöhnlichsten Töne. Oder haben Sie schon mal von einem Cello gehört, das Dudelsack und Flamenco kann? Die britische Cellistin Rebecca Carrington, die ganz seriös bei den Londoner Symphonikern angefangen hat, kann außerdem wunderbar singen und begeistert mit viel Selbstironie. Gemeinsam mit ihrem Mann und Bühnenpartner Colin Brown tourt sie von 13. bis 18.9. durch Österreich. „Mit Schirm, Charme & Cellone“ heißt das Programm. Tickets: www.hoanzl.at

Rebecca Carrington mit Cello Joe und Partner Colin Brown.

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Lindsay Lohan, 2007

Keine Schönheit Gepuderte Perücke, roter Rock, akkurates Schleifchen. Sah Mozart wirklich so aus, wie er von jeder Mozartkugel blickt? Eher nicht. Eine Porträtausstellung der Stiftung Mozarteum im Mozart Wohnhaus in Salzburg räumt mit Klischees auf. Historische Bildnisse zeigen uns: Er war klein, höchstens 1,50 Meter, hatte einen großen Kopf und eine bemerkenswerte Nase. Bis 31.10., www.mozarteum.at

F otos : Bryan Ada ms, Rut h Eh rmann, Mozart eu m , C l aus C . Pilz/ Sal am derphoto.com , K l angsp ure n

Normalerweise begeistert die Neue Musik nur eine Minderheit. In Schwaz in Tirol ist das seit 20 Jahren anders.

Als Rockmusiker ist Bryan Adams weltberühmt, als Fotograf wird er auch immer bekannter. Die Galerie Ostlicht würdigt sein Werk erstmals umfassend in Österreich. Mit perfekten Promifotos (Amy Winehouse, Mickey Rourke, Sting, Ben Kingsley) und erschütternden Bildern englischer Kriegsveteranen. Bis 22.9., www.ostlicht.at


Aonum my nibh euis Iggy Pop und die Stooges

Was auf die Ohren

28.6.–22.9.2013

Er verwandle sich langsam in ein Reptil, sagt Iggy Pop: „Ich öffne meinen Mund, und wenn du deinen Fuß reinhältst, beiße ich zu.“ Mit 66 Jahren will der Punkveteran noch immer nicht nett zu Kindern sein, dafür lieber laute Musik machen. Bester Beweis: das Album „Ready to die“ von Iggy und den Stooges. „Eine verdammt echte Band kann auch Alben aufnehmen, wenn sie eine verdammt alte Band geworden ist!“ Da hat er völlig recht. 9. August, Arena Wien, € 73,90 bei www.wien-ticket.at

Ungesüßt Kurz, stark, belebend – das feine Kurzfilmfestival „espressofilm“ ist wie ein kleiner Schwarzer. Im sommerlichen Garten des Palais Schönborn in Wien sind Filme zu sehen, die inhaltlich und formal etwas wagen. Kurzfilmkino auf höchstem Niveau – und das bei freiem Eintritt und mit Rahmenprogramm. 5. Juli bis 30. August, Donnerstag und Freitag, 21.30 Uhr; die Kantine lädt schon ab 18 Uhr zum perfekten Espresso. www.espressofilm.at

Was fürs Gemüt

F otos : Bühne Baden, Istock Photo.com, AL-X Conce rts

Gar nicht so leicht, mit Operetten junges Publikum anzulocken. „Frechheit muss hinein, Sentimentalität hinaus“, sagt Robert Herzl, künstlerischer Leiter der Bühne Baden, und präsentiert im Sommer zwei Operetten: Jacques Offenbachs „Die schöne Helena“ und „Der Opernball“ von Richard Heuberger. Wer noch zögert: Die Sommerarena zeigt auch das tolle Musical „Jesus Christ Superstar“ und Nestroys „Einen Jux will er sich machen“. Bis 7. September, www.buehnebaden.at

SEHNSUCHT NACH DEM WILDEN WESTEN 100 JAHRE MÜNCHNER COWBOY CLUB

21. JUNI BIS 15. SEPTEMBER 2013 MÜNCHNER STADTMUSEUM Sommerarena Bühne Baden

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www.muenchner-stadtmuseum.de

Sua fogueira cósmica (Your cosmic campfire), 2011, Installation view at SESC Belenzinho, Sao Paulo, 2011, Courtesy of the artist; neugerriemschneider, Berlin; Tanya Bonakdar Gallery, New York, © 2011 Olafur Eliasson

OLAFUR ELIASSON Your Cosmic Campfire


Gut kombiniert In der Sammlung Essl hängen bis 29. September „Sommerbilder“ von Sigmar Polke, Max Weiler und Alex Katz. Passend zum Thema stehen im Ausstellungsbereich und im Garten Sonnenliegen bereit. Das hat wiederum Spitzenköche inspiriert: Christian Petz und viele andere haben zu den Bildern Drinks und Sommersnacks kreiert, zu verkosten im Restaurant. www.essl.museum

Roger Waters ruft zum Aufstand.

Another Brick

Jim Dine: Kouros Figure, 1989

E

s wird wohl das meistverkaufte Doppelalbum aller Zeiten bleiben: „The Wall“ von Pink Floyd, erschienen am 30. November 1979. Weniger gut funktionierte damals die spektakuläre Bühnenshow, mangels geeigneter Hallen wurde sie weltweit nur 30-mal aufgeführt. Seit 2010 ist Roger Waters, Bassist, Sänger und Mitbegründer von Pink Floyd, mit einer modernen Version von „The Wall“ auf Welttournee. Er ist Schöpfer, Hauptdarsteller und erster Sänger dieses monumentalen Stücks um Verzweiflung, Isolation

und Angst. Allein die Mauer, die aus über tausend Steinen zuerst aufgebaut und am Ende der Aufführung donnernd zerstört wird, ist 150 Meter breit und drei Stockwerke hoch. Dazu gibt’s Monster-Marionetten, aufwendige Laser- und Pyrotechnik, ein in die Mauer krachendes Flugzeug und das legendäre schwebende Schwein. Am 23. August im Ernst-Happel-Stadion in Wien zu bestaunen. Muss man sich freilich leisten können: Die billigsten Karten kosten € 92,–, Premium-Karten € 235,–. www.stadthalle.com

Tocotronic in Feldkirch

Ab ins Bad! Keine Ausreden! Diesen Sommer ist der Weg nach Feldkirch nicht zu lang. Von 3.7. bis 15.8. feiert das feine Pop-Festival Poolbar sein 20. Jubiläum. Jede Menge Kultbands werden im stillgelegten Alten Hallenbad, das jedes Jahr von Architekten neu gestaltet wird, groß aufspielen, zum Beispiel die britischen Bands James und My Bloody Valentine, Tocotronic, Monster Magnet und Bad Religion. Heuer etwas weniger schweißtreibend: Es gibt eine neue Lüftungsanlage! www.poolbar.at

Heiß begehrt Seit Michael Niavarani bei den Festspielen Berndorf werkt, muss man flott sein, um Karten zu ergattern. Für seine neue Komödie „Reset. Alles auf Anfang!“ – es geht um den totalen Gedächtnisverlust – von 16.9. bis 12.10. wird das jetzt schon schwierig. Am besten gleich für 2014 reservieren!

Komplex Das Wiener Mumok zeigt erstmals in Österreich eine Werkschau des deutschen Malerstars Albert Oehlen. Seine Bilder sind schwer zuordenbar, er kombiniert Malerei, Installation und Collage. Bis 20.10., www. mumok.at

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Michael Niavarani

Flott unterwegs „Lady Dragon“ heißt dieser Schuh von Vivienne Westwood. Er wurde für das brasilianische Plastik-Schuhlabel Melissa designt und ist umgehend zum Kunstwerk avanciert: Ausstellung „Ihr Auftritt! Schuhe mit Geschichten“ im Museum im Palais in Graz. www.museumjoanneum.at High Heels aus recyclebarem Gummi

F otos : UMJ/ N. L ac kner, Albert Oehle n/foto: L. Sc hne pf, P et r a Be novs ky, vBK, Wi en, 2012, LS Konz erte, Un iv ersal Mu si c

Im Sommer geht Roger Waters mit „The Wall“ auf Tour. Zum letzten Mal! Wien hat auch die Ehre.


Hieronymus Bosch, Das Weltgericht, The Last Judgement, Detail ©Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien

Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien The Paintings Gallery of the Academy of Fine Arts Vienna 1010 Wien, Schillerplatz 3, Di – So 10.00 – 18.00 1010 Vienna, Schillerplatz 3, Tue – Sun 10.00 am – 6 pm www.akademiegalerie.at

Hieronymus Bosch | Botticelli | Tizian | Rubens | Rembrandt Persönliches Exemplar von t.harrer@bohmann.at, alle Rechte vorbehalten. Nutzungsbedingungen unter www.kiosk.at


Neusiedler See Nur 40 Bahn-Minuten von Wien

– Radtramper „Neusiedler See“ 8:32 Uhr ab Wien Hauptbahnhof täglich vom 30. März bis 27. Oktober 2013 – Weitere Züge im Stundentakt WOCHENEND-TIPP: Einfach-Raus-(Rad)Ticket* für 2 – 5 Personen um insgesamt € 32,– oder € 39,– inkl. Fahrradtransport burgenland.oebb.at | ÖBB-Kundenservice 05-1717

Information: Neusiedler See Tourismus GmbH T: 02167/8600 oder info@neusiedlersee.com www.neusiedlersee.com

* Gültig von Montag bis Freitag 9:00 bis 3:00 Uhr des Folgetages; Samstag, Sonntag und Feiertag 0:00 bis 3:00 Uhr des Folgetages in allen Zügen des Nah- und Regionalverkehrs * der ÖBB (R- und REX-Züge bzw. S-Bahn) und der Raaberbahn. Ausgenommen saisonale Touristikzüge der ÖBB-ErlebnisBahn (RadExpress Donau und NostalgieExpress Leiser Berge).

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Gute Laune in einem Weinviertler Gastgarten

Redaktion: Christine sicher

Bahn

Resch und würzig W

F otos : Ac tomic/ Istoc k photo. com, Ost tirol We rbung/ Böhm, Ö ste rreic h We rbung/ Pe ter Bu rgsta ll er, OÖ Tou ri smu s/ Röb l

elcher Brottyp sind Sie? Der „I-amfrom-Austria-Typ“, der auf Reisen ständig den heimatlichen Brotgenuss vermisst? Oder der „Luftig-süße-butterweichTyp“, der gern nach Plunderteig Ausschau hält? Und wie schmeckt eigentlich Brot, wie es in der Steinzeit gebacken wurde? Aufschluss geben interaktive Stationen der Niederösterreichischen Landesausstellung, die sich heuer im Weinviertel dem Thema „Brot und Wein“ widmet. Die

8000-jährige Geschichte des Brotes wird im Urgeschichte-Museum in Asparn an der Zaya dokumentiert, die des Weines im ehemaligen Bürgerspital in Poysdorf. In beiden Fällen keine staubtrockene Angelegenheit, sondern sinnlich in Szene gesetzt von Bühnenbildner Christof Cremer. Auch wenn das Riechen, Schmecken und Kosten in der Ausstellung nicht zu kurz kommt, sollte man genug Zeit einplanen und den Tag in einer Kellergasse bei einem

Glaserl Weinviertler DAC ausklingen lassen. Klugerweise ist man ja nicht mit dem Auto da, sondern mit dem Kombiticket „NÖ Landesausstellung“ von ÖBB Rail Tours. Das Package inkludiert die Bahnfahrt mit den ÖBB nach Mistelbach und zurück, den Shuttlebus von den ÖBB nach Asparn bzw. Poysdorf und den Eintritt zur NÖ Landesausstellung und ist bereits ab € 19,90 mit der ÖBB VORTEILScard erhältlich (bis 3. November). railtours.oebb.at

Neben dem Fluss Hin mit dem Zug, zurück mit dem Fahrrad. Die umweltfreundliche Kombination Rad und Bahn ergänzt sich am Drauradweg in Osttirol einfach perfekt. Die Folge: ein regelrechter Ansturm von Radtouristen. Schon 110.000 Fahrgäste nutzen die Doppelstockund Fahrradzüge zwischen Lienz und Innichen während der Sommermonate. Kleiner Tipp: Für die Strecke Lienz–San Candido/Innichen gibt es bis September ein eigenes Fahrrad-Kombiticket Osttirol (€ 13,30 für Erwachsene, € 9,20 für Kinder). tirol.oebb.at

Unterwegs am Drauradweg

Ans Meer Bis 31.8. geht’s mit den ÖBB täglich an den Strand von Jesolo! Man reist zuerst mit dem Nachtzug ab Wien oder dem EuroCity ab Innsbruck nach Venezia Mestre und steigt dort in den ÖBB-Intercitybus nach Lido di Jesolo um. Bustickets an jeder ÖBB-Personenkasse!

Schloss Ort in Gmunden

Über den See Das macht im Sommer glücklich: Mit einem Boot über Österreichs smaragdgrüne und türkisblau schimmernde Seen zu gleiten. Genügend Angebote dazu finden Sie im Folder „Kombitickets Sommerträume“ von ÖBB Rail Tours, wo die schönsten Seen des Landes (Traunsee, Wolfgangsee, Ossiacher See oder Achensee) mit günstigen Bahn-Schiff-Kombinationen vertreten sind. „Sommerträume“-Packages sind übrigens schon ab € 16,– für Erwachsene mit ÖBB-VORTEILScard erhältlich. railtours.oebb.at 41

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Dunkles Kapitel Die ÖBB haben sich der eigenen Vergangenheit kritisch gestellt: Die Ausstellung „Verdrängte Jahre“ thematisiert ihre Rolle während des Nazi-Regimes. Ohne die Logistik der Bahn wäre das systematische Morden nicht möglich gewesen. Nach Wien und Linz ist die sehr empfehlenswerte Ausstellung derzeit in Salzburg (bis 23.8., Lok-Schuppen der ÖBB-Produktion) und dann in Graz (3.9.–17.10., GrazMuseum) zu sehen. konzern.oebb.at/de/verdraengtejahre

So cool wird der neue Grazer Hauptbahnhof.

Der Umbau des Grazer Hauptbahnhofs schreitet zügig voran. Ende 2015 soll alles planmäßig fertig sein.

S

eit 2009 wird am Grazer Hauptbahnhof fleißig gebaggert und geschaufelt, gehämmert und gebohrt. Die Bauarbeiten liegen voll im Zeitplan, noch bis Ende 2015 wird es dauern, dann hat die steirische Landeshauptstadt einen Verkehrsknotenpunkt von internationalem Format. Einzelne Teilbereiche sind jetzt schon fertig, zum Beispiel die Nahverkehrsdrehscheibe mit unterirdischer Straßenbahntrasse oder der 150 Meter lange neue Personentunnel, der eine Anbindung an die westlichen Bezirke ermöglicht. Markanter Blickpunkt am Bahnhofsvorplatz: Das goldene ringförmige Dach, von den Grazern „Golden Eye“ genannt. Der Bahnverkehr blieb bisher von sämtlichen Bauarbeiten unbe-

einträchtigt. Insgesamt investieren die ÖBB, die Stadt Graz und das Land Steiermark rund 260 Millionen Euro, um den Hauptbahnhof für das voll ausgebaute S-Bahn-Konzept und die neue Südbahn fit zu machen. Statt bisher 500 Züge werden dann täglich 1000 Züge fahren, die Zahl der Passagiere wird von 30.000 auf 40.000 pro Tag ansteigen. Wer mehr wissen will: In der „infobox“ in der Bahnhofshalle gibt es Wissenswertes rund um die einzelnen Baumaßnahmen. Noch persönlicher: Die GrazGuides führen dienstags und donnerstags kenntnisreich durch die Baustelle und erzählen alles über Geschichte und Zukunft des Bahnhofs. Infos unter www.grazhbf2020.at

Wussten Sie, dass …

… 36.045 ÖBB-Fahrzeuge ständig auf Achse sind? Insgesamt verfügen die

ÖBB über 1069 Loks, die 2086 Personenwagen und rund 30.000 Güterwaggons bewegen. Dazu kommen noch 2200 Busse des ÖBB-Postbusses. Mit diesem Equipment haben die ÖBB letztes Jahr 464 Millionen Personen (224 Millionen mit der Bahn und 240 Millionen mit dem Bus) und 113 Millionen Tonnen Güter transportiert.

42 Persönliches Exemplar von t.harrer@bohmann.at, alle Rechte vorbehalten. Nutzungsbedingungen unter www.kiosk.at

Erhabener Anblick Keine Sorge, der Tauernradweg geht fast ohne Schweiß. Die Hohen Tauern sind ja bloß die imposante Kulisse für diesen herrlichen Radwanderweg entlang der Flüsse Salzach, Saalach und Inn. Wer mal pausieren will: Der Tauernradweg lässt sich prächtig mit der Bahn kombinieren. Preishit: Mit dem Einfach-Raus-Ticket können Gruppen bis fünf Personen um € 39,– inkl. Radtransport anreisen. oebb.at/einfachraus Am Tauernradweg

Bemalte Haut Nackt kann man auch sehr farbenprächtig daherkommen. Das beweisen die besten Bodypainter der Welt, die sich im Juli zum World Body Painting Festival in Pörtschach am Wörthersee treffen. ÖBB Rail Tours bietet zum bunten Treiben ein Kombi­ticket inkl. Bahnfahrt und 3-Tages-Festivalpass (5. bis 7.7.) ab € 46,–. Tipp für Kärntner Nacht­ vögel: Von 29.6. bis 8.9. fährt die S1 Nightline am Wochenende bis drei Uhr morgens im Stundentakt. kaernten.oebb.at

Körperkunst am Wörthersee

F otos : www.isoc hrom.com , ÖBB/Har ald E is enberge r, Pe te r Ke mp, STG/Leo Himsl , F otoarc hiv R ei nhol d Ka i n b recht

Auf Schiene

Zwangsarbeiter in Knittelfeld


Höhenpromenade auf der Schmitten

Erstklassig Eine Bahnfahrt liefert mitunter die heitersten Anekdoten.

J

Familienausflug Für Kinder ist Bahnfahren wesentlich lustiger als Autofahren. Sie müssen nicht still sitzen und können sich im Zug frei bewegen. Im neuen Folder „Kombitickets Familienspaß“ von ÖBB Rail Tours finden Sie supergünstige Angebote für Familienausflüge in ganz Österreich. Zum Beispiel in den Tiergarten Schönbrunn, ins Ars Electronica Center oder auf die Schmitten, den Hausberg von Zell am See. Das Package beinhaltet die Bahnfahrt und das Ticket für eine Attraktion gleich dazu. Ab € 22,–, railtours.oebb.at

Genießbar

F otos : ÖBB / Har ald Eise nbe rge r, T sok ur/Istock p hoto.com , Sc hmit te nhöhebahn AG, Monik a Löff

Schon probiert? Die neue Speise­ karte von „Henry am Zug“ bringt Sommerflair in die Bordrestaurants aller railjets und vieler IC- und EC-Züge. Zum Beispiel mit einem Salat Caprese (€ 6,90) oder einer Spargelcremesuppe (€ 3,90). Weinkenner können neuerdings einen Riesling Federspiel der Domäne Wachau oder eine Cuvée Grand Voyageur vom Rotweingut Iby verkosten. Immer gut: Schmankerln aus der österreichischen Küche, etwa Schinkenfleckerln (€ 6,90) oder ein hausgemachter Kaiserschmarren (€ 5,90).

Rechenbeispiel Beachtlich: An einem Werktag befördern die neun S-Bahnlinien in Wien und im Wiener Umland über 300.000 Fahrgäste. Um auch eingefleischte Autofahrer zum Umsteigen zu bewegen, haben die ÖBB zwei Millionen Parkscheine mit Werbebotschaften wie „Eine Stunde Parken. In der Zeit fährt die S-Bahn schon rund um Wien“ bedrucken lassen. Geldersparnis ist auch ein starkes Argument, rechnen Sie sich mal auf oebb.at/fahrtkostenrechner Ihren persönlichen Vorteil aus – und staunen Sie über das Ergebnis! Kurz warten, viel sparen!

oesi Prokopetz liebt die Bahn. Und zwar uneingeschränkt. „Es gibt einfach nix, worüber ich mich ärgere“, sagt der Kabarettist und Musiker. Wann immer es geht, fährt er zu seinen Auftritten mit dem Zug. „Außer ich muss nach St. Nowotny am Sessellift. Zwei Stunden auf einen Bus zu warten, ist mir dann doch zu mühsam.“ Aus seiner Feder stammen nicht nur die WolfgangAmbros-Hits „Da Hofa“ und „Es lebe der Zentralfriedhof“, auch für die ÖBB hat er vor Jahren einen Werbeslogan erfunden: „Die Bahn kommt an!“ Derzeit genießt der 61-jährige Professor (der Ehrentitel wurde ihm 2008 verliehen) den großen Jubel für sein neues Programm „Die Schöpfung. Eine Beschwerde“, mit dem er gerade fleißig durch Österreich tingelt. Kostprobe: „Ich hab mal auf Facebook gepostet: ,Habe Brechdurchfall.‘ Was war? 456 Leuten gefällt das.“ Termine: www.prokopetz.at Joesi Prokopetz macht sich über vieles lustig. Die Bahn gehört nicht dazu.

onrail: Wie verbringen Sie Ihre Zeit im Zug am liebsten? Prokopetz: Zeitung lesen und eines meiner vielen Hörbucher am iPod anhören. Am allerliebsten aber gehe ich in den Speisewagen. Ich esse vorher extra nichts, damit ich genug Hunger mitbringe, für Ham and Eggs oder ein Wiener Schnitzerl. onrail: Reisen Sie 1. oder 2. Klasse? Prokopetz: Immer 1. Klasse. Das muss sein. Aus Bequemlichkeit und wohl ein bisschen aus Eitelkeit. Man sagt sich: „Ich bin ein erstklassiger Mensch.“ Ein wenig auch aus Berührungsängsten. onrail: Dann lassen Sie sich wohl nicht so gerne auf Gespräche mit neugierigen Mitreisenden ein? Prokopetz: Ich sitze lieber alleine und habe meine Ruhe. Ich brauche keine Reiseunterhaltung. Die Zeiten, wo man im Zug jemanden aufg’rissen hat, sind ja längst vorbei. Beobachten und Leute belauschen, das mache ich aber schon liebend gerne. onrail: Und was hören Sie da so? Prokopetz: Ich bin einmal hinter zwei glatzköpfigen Muskelprotzen gesessen, die darüber rätselten, wie breit wohl der Äquator sei. Schließlich meinte der eine: „Wos was i, aber vierspurig wird er scho sein.“ So was kann man nicht erfinden! Das ungekürzte Interview lesen Sie auf www.onrail.at! 43

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Italien

Der Traum

vom Süden Mit dem ÖBB-Nachtreisezug düsen Sie direttissimo an den Gardasee. Ein kleiner Zwischenstopp in Verona ist übrigens immer eine gute Idee. Die Opernfestspiele in der berühmten Arena feiern heuer ihr 100-jähriges Jubiläum.

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ante, Goethe, D’Annunzio, Franz Kafka, Thomas Mann, André Gide. Nicht nur Dichter und Denker vergangener Jahrhunderte schwärmten für den Gardasee. Auch für André Heller ist der ausgedehnte und bis zu 346 Meter tiefe See ein „Vorbote des Glücks“. Wie einst Gabriele d’Annunzio hat Heller in der Ortschaft Gardone Riviera seine Wahlheimat gefunden. 1988 kaufte der vielseitige Künstler die Villa und den Botanischen Garten von Dr. Arthur Hruska, dem Zahnarzt des letzten Zaren. In Hellers öffentlich zugänglichem Paradies sprießen unzählige Pflanzen aus allen Erdteilen. Dazwischen sind effektvoll Skulpturen von Roy Lichtenstein und Keith Haring platziert (bis Oktober täglich 9 bis 19 Uhr, € 10,–, www.hellergarden.com). „Und wie ertragen Sie eigentlich die Hochsaison?“ Diese Frage bekommt der deutsche Schriftsteller Bodo Kirchhoff, der sich ebenfalls vor etlichen Jahren am größten See Italiens niedergelassen hat, ständig zu hören. Er begegnet den wenigen Wochen des Trubels mit Gleichmut, empfiehlt als beste Reisezeit aber den „Sommer nach dem Sommer“. In der Hochsaison ist wirklich viel los, wenn’s irgendwie geht, sollte man besonders die Tage um Fer-

Die Piazza delle Erbe in Verona, ein quirliger, von Palazzi und Restaurants umsäumter Marktplatz

44 Persönliches Exemplar von t.harrer@bohmann.at, alle Rechte vorbehalten. Nutzungsbedingungen unter www.kiosk.at

ragosto, den 15. August, meiden. Denn auch die Italiener lieben den Gardasee! Im Sommer öffnet Kirchhoff sein Haus in Torri del Benaco für Schreibseminare. Die Kraft, die vom See ausgeht, könne helfen, die eigene Sprachfähigkeit zu steigern, davon ist der Dichter überzeugt (Termine im Juli, August und September, www.bodokirchhoff.de). Die Gardasee-Sehnsucht packt 2,5 Millionen Reisende pro Jahr, davon kommen knapp zwei Drittel aus Deutschland. Und die können sich hier sogar „Wurst con Krauti“ schmecken lassen. Wem der Touristenrummel an den Uferstraßen zu viel wird, weicht am besten auf die kleinen Dörfer oberhalb des Sees aus. Oder setzt sich in ein Linienschiff. Vom Wasser aus genießt man den besten

F otos : Tobias Ge rber/l aif, Age Fotostoc k /Look -F oto

Text  Christine sicher


F oto: huber-im ages .de /D utton Colin

Malcesine liegt am Ostufer des Gardasees. Oberhalb der Altstadt thront die mächtige Scaligerburg.

Blick auf die Villen und die Orte am Seeufer, auf die bis zu 2200 Meter hohen Berge im Norden und die von Zypressen und Olivenbäumen geprägte Landschaft im Süden. Hier gefällt es auch jugendlichen Nachtschwärmern: Rund um Desenzano gibt’s die besten Discos. Ältere Semester sind vermutlich eher für Plácido Domingo zu begeistern. Der Startenor wurde zum 100-Jahr-Jubiläum des Opernfestivals im nur 30 Kilometer vom Gardasee entfernten Verona als künstlerischer Ehrenleiter, Dirigent und Interpret engagiert. Die antike Arena gilt als schönster Freiluft-Konzertsaal der Welt und bietet Platz für 22.000 Menschen. Heuer ist Verdis „Aida“ in der historischen Inszenierung von 1913 zu sehen (bis 8.9., www.arena.it).

Im Schlaf an den Lago

Unter dem JuliaBalkon in Verona drängeln sich mehr Touristen als Verliebte.

Der ÖBB-Nachtreisezug EN 60235/481 bringt Sie täglich von Wien, Leoben oder Klagenfurt direkt nach Verona, Peschiera und Desenzano del Garda. So erreichen Sie bereits ab € 49,– (Liegeplatz inkl. Frühstück) ausgeruht den Süden des Gardasees. Ab Tirol fahren die DB-ÖBB-EuroCity-Züge fünfmal täglich von München über Kufstein und Innsbruck direkt nach Rovereto und Verona. SparSchiene-Tickets sind ab € 29,– erhältlich. Kinder oder Enkelkinder unter 15 fahren gratis mit. Ab Rovereto bestehen gute Busverbindungen zu den schönsten Seeorten, etwa Wien–Verona–Gardasee nach Riva del Garda. Wer weiter in den Süden möchte, EN 60235 EN 481 fährt bis Verona und von dort 19:30 Wien Meidling 08:33 mit den öffentlichen Ver21:40 Leoben 06:25 kehrsmitteln an das Südufer. 23:38 Klagenfurt 04:39 Tipp: Viele Hoteliers holen 07:22 Verona P. Nuova 22:58 Bahnreisende gerne kosten07:40 Peschiera del Garda 22:44 los oder gegen einen kleinen 07:59 Desenzano 22:36 Aufpreis vom Bahnhof ab. Züge verkehren täglich. sparschiene.oebb.at 45

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Die sanften grünen Wellen des vorderen Bregenzerwaldes

Vorarlberg

Vier Länder Mit der Tageskarte EURegio-Bodensee können Sie einen ganzen Tag lang die vier Bodensee-Staaten Österreich, Deutschland, Schweiz und Liechtenstein bereisen – per Bahn, Bus und mit der Fähre. Eine Zone kostet € 17,50, alle drei Zonen kommen auf € 29,50. Kursschiffe geben 25 Prozent Rabatt, auch viele Sehenswürdigkeiten sind ermäßigt. www.euregiokarte.com

Steg in Bregenz

Bildschön Der Bregenzerwald wartet mit einigen Überraschungen auf. Diese Wäldler sind ein innovatives Völkchen!

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arum schaut es eigentlich im Rest von Österreich nicht so aus? So ganz ohne hässliche Großmärkte, kitschige Bettenburgen und überdimensionierte Straßenknoten? Die Bregenzerwälder haben den Dreh raus. Getreu ihrem Leitspruch „Wir ehren das Alte und begrüßen das Neue“ stehen uralte, holzgeschindelte Bauernhöfe neben modernen, puristischen Holzwürfeln – und harmonieren perfekt miteinander. Am 5. Juli eröffnet eine neue Architektur-Attraktion: Das „Werkraum Haus“ von Peter Zumthor, ein Schaufenster für die innovative Handwerkerszene des Bregenzerwaldes. Kulinarisches Vorzeigeprodukt ist der Käse. 16 Dorf-Sennereien produzieren den vorzüglichen handgeschöpften Bregenzerwälder Berg- und Alpkäse, selbstverständlich aus Heumilch. Auch die Gasthöfe und Hotels, wie der „Hirschen“ und der „Adler“ in Schwarzenberg, das „Schiff“ und die „Krone“

in Hittisau, begeistern uneingeschränkt. „Hm, klingt gut, aber die Fahrt in den Bregenzerwald ist mühsam“, werden sich jetzt manche Leser aus Ostösterreich denken. Nicht, wenn man den ÖBB-Nachtreisezug nimmt. Ab Wien, Graz oder Villach reisen Sie täglich im Schlaf nach Vorarlberg. SparSchiene-Tickets gibt es bereits ab € 29,–. Im Liegewagen kostet die Fahrt ab € 39,–, im Schlafwagen ab € 69,–, Frühstück ist im Preis inkludiert. Wer lieber am Tag fährt, nimmt den alle zwei Stunden verkehrenden railjet. Rechtzeitig buchen! Dann stehen die Chancen gut, ein günstiges SparSchiene-Österreich-Ticket ab € 9,– zu ergattern. Von den Bahnhöfen Dornbirn oder Bregenz geht’s mit dem Bus problemlos in den Bregenzerwald. Alle 22 Bregenzerwälder Dörfer sind öffentlich bestens erreichbar. Fahrpläne unter www.vmobil.at. Weitere Informationen: oebb.at und www.bregenzerwald.at

Stärkung in Sicht!

Jeder Käse ein Kunstwerk 46 Persönliches Exemplar von t.harrer@bohmann.at, alle Rechte vorbehalten. Nutzungsbedingungen unter www.kiosk.at

Die Rosen blühen, schnell nach Mainau, wo über 1200 Arten gedeihen! Zum Lustwandeln durch das Blumenparadies lädt das Kombi­ ticket „Bodenseeschifffahrt und Insel Mainau“ von ÖBB Rail Tours. Ab Wien kostet das Package € 116,–, ab Innsbruck € 76,–, es inkludiert die Bahnfahrt nach Bregenz und retour, die Fahrt mit der Bodenseeschiffahrt und das Ticket für die Insel Mainau. railtours.oebb.at

Schloss Mainau

Eine Legende Das „Wälderbähnle“ ist eine sorgsam gepflegte Nostalgiebahn, die zwischen dem Bahnhof Schwarzenberg und Bezau fährt. Das Bähnle mit den urigen Holzbänken wird von Diesel- oder Dampflokomotiven gezogen und verkehrt zwischen 19. Mai und 6. Oktober an Wochenenden, vom 25. Juli bis 29. August auch an Donnerstagen. Ticket für Erwachsene € 6,50, für Kinder € 3,–. www.waelderbaehnle.at

Wälderbähnle

F otos : Adol f Be reut er, Andre as Rie dmiller/ Bre ge nzer wa ld Tourismus, P opp & Hack ner/Vor arlberg Tou ri smu s, Cu rt Hu b er/ Breg en z Tou ri smu s, In sel Mai nau , Wäl d erbäh n l e

1000 Rosen


* Mit ÖBB VORTEILScard < 26 um EUR 39,- (< 20 Jahre) bzw. EUR 69,- (< 26 Jahre). Gültig in der 2. Klasse auf allen Strecken der ÖBB und der Raaberbahn (ausgenommen weitere Privatbahnen, Zahnradbahnstecken und Sonderverkehre) sowie im ÖBB Intercitybus zwischen Graz und Klagenfurt von 29.06. bis 08.09.2013; Sa, So und Feiertag 0-24h, werktags ab 8h; österreichweit. Der Vorverkauf startet am 17.6.2013. Gewinnspiel-Teilnahme für alle < 26 Jahre möglich. Alle Informationen auf oebb.at/sommerticket

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Jetzt einschalten! Schau auf schau TV â&#x20AC;&#x201C; dem neuen Sender in der Ostregion

Zu sehen via Satellit, Antenne, Kabel Plus und in den Kabelnetzen von A1 TV.

www.facebook.com/schautv

www.schaumedia.at

PersĂśnliches Exemplar von t.harrer@bohmann.at, alle Rechte vorbehalten. Nutzungsbedingungen unter www.kiosk.at


Jetzt müsste man malen können. Oder dichten. Oder komponieren.

Redaktion: Claudia süss

Europa

Wagners Wunderland F otos : Yvonne Bruec kner/ Tourismusve rband Sächsische Schweiz e .V., Tobias Ge rber/l aif, pau lrommer/ Istockphoto, B ern d Zol l er/ i mage broker/ Cor bi s

G

ott sei Lob, ich bin wieder auf dem Lande, drei Stunden von Dresden in der reizendsten Gegend von der Sächsischen Schweiz, und fange wieder an, als Mensch und Künstler aufzuatmen.“ Das schrieb Richard Wagner 1846 von seinem elfwöchigen Erholungsaufenthalt in GroßGraupe, dem heutigen Graupa, an einen Berliner Freund. Wer das Elbsandstein­ gebirge sieht, versteht nicht nur Wagners Schwärmerei, sondern auch gleich die

gesamte Epoche der Romantik besser: dunkle Schluchten, bizarre Felsen, dichte Märchenwälder und malerische Sonnenaufgänge überm Morgennebel inspirierten Carl Maria von Weber zu seinem „Freischütz“, Caspar David Friedrich widmete der Landschaft sein Gemälde „Der Wanderer über dem Nebelmeer“. Die Wanderwege und Ausblicke, die Maler, Literaten und Musiker der Romantik so tief bewegten, bilden heute auf insgesamt 112 Kilo-

Ausgedehnt Tausende Gewässer bilden im Nordosten Polens die Masurische Seenplatte. Weil der Oberlandkanal im Westen der Region bis Ende 2014 saniert wird, gibt es jetzt Schiffstouren entlang alternativer Routen. Neu ist z.  B. eine Tagestour von Ostróda (Osterode) nach Iława (Deutsch-Eylau). In dem Ferienort bleibt Zeit für einen Bummel, dann geht’s per Bus retour. Die Strecke ist übrigens nach Papst Johannes Paul II. benannt, der hier Ende der 50er-Jahre mit dem Paddelboot unterwegs war. Preis: ca. € 24,–. www.zegluga.com.pl

Neue Masuren-Touren

metern die Etappen des „Malerwegs Elbsandsteingebirge“. Die Route führt von Graupa durch den Liebethaler Grund, vorbei am weltgrößten Wagnerdenkmal, und durch wunderschöne Landschaften bis an die tschechische Grenze – und auf der anderen Elbseite zurück in die Canalettostadt Pirna. Anlässlich Wagners 200. Geburtstag finden in Graupa eine Reihe von Veranstaltungen statt. www.saechsischeschweiz.de, www.malerweg.de

Prächtiges Exemplar von Ursus arctos arctos.

Hautnah Die Ostseeinsel Fehmarn wartet mit zwei neuen Attraktionen auf: Im Schmetterlingspark flattern hunderte tropische Falter zwischen Palmen, Bananenstauden und Orchideen umher. Und die Galileo-Wissenswelt bietet Mathematik und Technik „zum Anfassen“. www.fehmarn.de

Ausgeschlafen Im Mai sind die letzten Braunbären in Finnland aus ihrer Winterruhe erwacht. Bis August haben Bärenfans die Gelegenheit, die zotteligen Riesen dabei zu beobachten, wie sie durch die Wälder der Wild Taiga an der Grenze zu Russland streifen. Die Chancen, Elche, Wölfe und Vielfraße zu sehen, stehen ebenfalls gut. Etliche Veranstalter bieten Ein- und Mehrtagessafaris mit Übernachtung in Hütten. Eine Tour mit Übernachtung, Führung und Proviant kostet ab € 140,–. www.martinselkonen.fi, wbb.fi, www.viiksimo.fi 49

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In Amsterdam ist alles in Geh- oder Radelweite.

Sonnentage TUI hat zwei neue Puravida Resorts: das Jardin Tropical auf Teneriffa und das Puravida Resort Seno in der türkischen Ägäis. Die Hotelmarke setzt auf entspannte Atmosphäre, Selbstbestimmung und Lifestyle, Motto: „Alles zu meiner Zeit“. Alle Häuser haben einen Adults-onlyBereich, flexible Kulinarikangebote und lange Öffnungszeiten im Fitnessstudio. www.tui.at

Puravida Jardin Tropical

Meisterwerke Amsterdam hat die höchste Museumsdichte der Welt. Man schlendert einfach von einem zum nächsten.

G

roß ist die niederländische Metropole ja nicht, aber am Sektor Kultur kann sie sich allemal mit anderen Städten messen: Im intimen Rahmen der Grachten, Brücken und kleinen Häuser (fast 7000 denkmalgeschützte Bauten!) herrscht die höchste Museumsdichte der Welt. Die berühmtesten Vertreter sind das Van Gogh Museum, das Anne-FrankHaus, die Eremitage Amsterdam und das Rijksmuseum, in dem etwa Rembrandts berühmte „Nachtwache“ zu sehen ist. Nach eingehender Renovierung hat das Van Gogh Museum

Positano ohne Paparazzi

im Mai wieder eröffnet und zeigt in der Jubiläumsausstellung „Van Gogh at work“ anhand von 150 Bildern, Briefen und persönlichem Material die Entwicklung des Malers. Besucher können sich zum Beispiel Farbproben unter dem Mikroskop ansehen (bis 12. Jänner 2014, www. vangoghmuseum.com). Eine Nacht im 3-Sterne-Botel in der niederländischen Hauptstadt ist inklusive Frühstück und 2.-Klasse-Bahnfahrt ab/ bis Salzburg, Kufstein oder Passau schon ab € 54,– pro Person buchbar. www.railtours.at

Nobel, nobel! Von Jackie Kennedy bis Sienna Miller: Die Amalfiküste gehört schon lange zu den beliebtesten Urlaubsregionen von Prominenten, Stars und Sternchen. Unsereins ist am Golf von Neapel ganz zufrieden inkognito unterwegs, z.  B. auf einer siebentägigen Busreise mit Ruefa. Durch die herrliche Landschaft mit türkisblauem Meer und romantischen Buchten führt sie bis nach Capri. Termin: 29.9. bis 5.10. ab/bis Wien. Zwei Personen zahlen € 1198,– inkl. Halbpension. www.ruefa.at

Italiens größtes Opernhaus Teatro Massimo in Palermo begeht das heurige Richard-Wagner-Jahr mit Veranstaltungen im Oktober und November. Als stilvolle Bleibe in der Nähe empfiehlt sich die Villa Tasca, in der der Komponist seinen „Parsifal“ vollendete. Das exquisit eingerichtete Haus hat Platz für bis zu acht Gäste und kann ab € 13.760,– pro Woche gemietet werden. www.thinksicily.com

Villa Tasca

Blubb! Die meisten Kinder sind ohnehin schon schwer genug aus dem Pool rauszukriegen. Mit dem batteriebetriebenen Robo Fish von Piatnik wird’s wohl noch öfter blaue Lippen geben. Clownfisch oder Hai, viele Farben, um € 12,–.

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Unterweltplage Um den Sänger Orpheus ranken sich viele Mythen. Reisende können sich mit der Geschichte des tragischen Helden jetzt auf einer acht­ tägigen Reise durch Bulgarien be­schäftigen, die als Package vom luxuriösen Hotel Villa Gella angeboten wird (€ 8400,– für 12 Pers. mit HP). Wer nicht so viele Bekannte hat, mit denen er urlauben will, kann ab € 200,– pro Nacht ein DZ mit HP buchen. www.villagella.com

Villa Gella

F otos : imagebroke r.net /S up erStoc k, Günte r Gr äfe nhain/fotot e c a9x12, P iat nik , TUI, H uw Beaug ie / theth i n ki ngtr avel l er.com, Vi l l a G el l a

Heldensage


centrope m a g a z i n

Eine Serie in Kooperation mit der

„Junges Mädchen am Fenster mit Blumenstöcken“ von Rosalia Amon

Eine Zeit der Gemütlichkeit Das Biedermeier dient oft als Sinnbild für „Wiens gute alte Zeit“. Bei aller Verklärung: es war eine verblüffend moderne Stil-Epoche. Vor allem in der Malerei und Wohnkultur. Seite 12–17.

Das Centrope magazin lädt mit seinen interessanten Reportagen und Geschichten ein, die schönsten Seiten einer grenzübergreifenden Region im Herzen Europas besser kennenzulernen. Persönliches Exemplar von t.harrer@bohmann.at, alle Rechte vorbehalten. Nutzungsbedingungen unter www.kiosk.at


Mountainbiken im UNESCOWeltnaturerbe Dolomiten

Abhängen Was in einer Kugel mit drei Meter Durchmesser so alles Platz findet: Im „Wohnballon“ Red Kite Tree Tent in Builth Wells, Wales, der an Stahlseilen zwischen Bäumen hängt, gibt es ein Doppelbett, einen kleinen Schreibtisch (mit Steckdose!) und einen Mini-Holzofen. 3 Nächte für zwei im romantischen, mit Schafwolle isolierten Kokon ab € 359,–. www.sheepskinlife.com

Zwischen Bäumen baumeln

Die Sommermonate im Grödental in Südtirol stehen im Zeichen von Brauchtum, Bergen und Bewegung.

C

o vala pa?“ So heißt „Wie geht’s?“ auf Ladinisch. „Bona!“ lautet die Antwort, „gut!“ Die romanische Sprache, einst die verbreitetste der Alpen, war im Laufe der Jahrhunderte öfter vom Verschwinden bedroht. Heute ist sie Pflichtfach für Grödner Schulkinder, es gibt einen ladinischen Radiosender und ladinische Zeitschriften. In Gröden, dem aus den drei Orten St. Ulrich, St. Christina und Wolkenstein bestehenden Dolomitental, wird Althergebrachtes sorgfältig gepflegt. Seit dem 16. Jahrhundert schnitzen die Gröd-

ner Werkzeug, Kinderspielzeug und religiöse Figuren – in St. Christina steht die größte handgeschnitzte Krippe der Welt. Bis Mitte September wird diese Schnitzkunst jede Woche in zweitägigen Kursen Gästen vermittelt. Wer weniger Sitzfleisch hat, unternimmt eine geführte Berwanderung, macht eine anspruchsvolle Klettertour oder erkundet die „wohl schönsten Berge der Welt“ (Reinhold Messner) per Mountainbike. Stärken kann man sich bei Strudelbackkursen oder beim Knödelfest am 15.9. www.valgardena-active.com

Lustvoll Die Ausstellung „SEXperten – Flotte Bienen und tolle Hechte“ im Liechtensteinischen LandesMuseum widmet sich bis 12. Jänner nächsten Jahres dem Motor der Evolution. www.landesmuseum.li

Kein Käse

Eindeutig keine Pollenallergikerinnen

„Familien auf Tour“ heißt die neue Broschüre von Schweiz Tourismus, die kindgerechte Ausflüge in die Berge, in schöne Täler oder zu Seen präsentiert. 23 Ziele führen das Gütesiegel „Familien willkommen“, wofür sie strenge Richt­linien erfüllen müssen – z.  B. braucht’s spannende Themenwege und Seilparks. Neuigkeiten gibt es auch online: Auf www. MySwitzerland.com/familytrips helfen verschiedene Auswahlparameter dabei, die idealen Angebote aus 1500 Erlebnissen zu filtern.

52 Persönliches Exemplar von t.harrer@bohmann.at, alle Rechte vorbehalten. Nutzungsbedingungen unter www.kiosk.at

Runterkommen Die Insel Rügen ist zu jeder Jahreszeit schön. Im Sommer sind der weiche Sand unter den Füßen und das sanfte Rauschen des Meeres im Ohr Balsam für Körper und Seele. Das artepuri Hotel meerSinn bietet ein Package mit fünf Übernachtungen mit Frühstück, einem Abendmenü, Wellnessbehandlung, täglichen Aktivitäten wie Nordic Walking und Yoga u. m. ab € 630,–. www.meersinn.de

artepuri Hotel meerSinn

Losrasen Bis 8. September dauert die Formel1-Saison in Europa, danach geht’s nach Asien. Sportfans finden auf www.fewo-direkt.de/Formel-1 jetzt eine Spezialrubrik mit Feriendomizilen rund um die europäischen Rennstrecken. In jeder Stadt, in der der Formel-1-Zirkus Station macht, gibt es Unterkünfte für jeden Geldbeutel. Ein Ferienhaus für 2 Pers. im belgischen Spa beispielsweise kostet ab € 177,– pro Woche.

Eleganter Boxenstopp

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Tal der Krippen


F otos: M assi mo Li stri , Ni ki d e Sai n t P h al l e / BUS 2013, Fr i e de r B l i c kl e f ü r S ü dt i ro l e r Bau e r nb u n d

Unbeschrieben Die italienische Region Valmarecchia ist ein echter Geheimtipp – eine noch weitgehend unberührte Gegend zwischen der Romagna, den Marken und der Toskana. Nicht einmal einen deutschen oder englischen Wikipedia-Eintrag gibt es dazu. Im mittelalterlichen Dorf Petrella Guidi im Apennin-Vorgebirge haben Galya und Paolo Trento mit viel ästhetischem Gespür ein außergewöhnliches Refugium geschaffen: drei Häuser, eingerichtet mit einem Mix aus Arbeiten regionaler Handwerker, von Reisen mitgebrachten Möbeln und Design-Klassikern. Das Petrella Guidi Historical Hideaway bietet Platz für bis zu acht Personen und wird ab € 1200,– pro Nacht komplett vermietet, Halb- oder Vollpension können dazugebucht werden. www.petrellaguidilodge.com

Der Sandwiesen-Hof: Auch so kann ein Bauernhof aussehen.

Üppig Bis 27.10. zeigt das Moderna Museet in Stockholm in der Ausstellung „Niki de Saint Phalle: The Girl, the Monster and the Goddess“ Arbeiten der Künstlerin aus seinem Bestand, einen neuen Dokumentarfilm und ergänzende Leihgaben. www.modernamuseet.se

Wohnbereich im Haupthaus

Ungewöhnlich Wie man den Spagat zwischen rustikal und stylisch gekonnt bewältigt, etwa unter Einsatz schwerer Vollholzmöbel und großzügiger Glasfronten, zeigen die Südtiroler Design-Bauernhöfe. Der 2011 ressourcen­ schonend erbaute Sandwiesen-Klimabauernhof im Etschtal zum Beispiel bietet puristisch-stilvoll eingerichtete Ferienwohnungen mit gesundem Raumklima. Die hofeigenen Äpfel werden zu erfrischenden Säften, Cidre und Sekt verarbeitet. Eine Nacht für bis zu vier Personen ist ab € 80,– zu haben. www.roterhahn.it

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19.06.13 12:53


Deutschland

Die Ballade vom lustigen Café Die Gegend um den Gärtnerplatz ist Münchens umtriebigstes Szeneviertel. Im Sommer punktet es mit einem coolen Balkon direkt an der Isar. Text und Fotos  Evelyn Rois & Bruno Stubenrauch

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Café Trachtenvogl

öhrende Hirsche in Vitrinen! Nierentische! Dazu ein dichter Geräuschteppich aus angereg­ ten Gesprächen, Lachen und Gläserklirren. Eindeutig ein Szenetreff­ punkt. Das Café Trachtenvogl kann man mit Fug und Recht als Herz des Gärtner­ platzviertels bezeichnen. An den Wän­ den hängen nicht ganz kitschfreie Al­ penpanoramen, den Aufgang zum hin­ teren, mit Sofas und besagten Nieren­ tischen ausgestatteten Raum flankieren geschwungene schmiedeeiserne Gelän­ der. Eine Kaffeemaschine zischt. Das kleine Lokal platzt von früh bis spät aus allen Nähten. Es ist ein unabläs­ siges Grüßen und Gesehenwerden, die begehrten Plätze am schmalen Gehsteig vor den großen Fenstern sind immer besetzt. Die teils recht rustikale und

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ziemlich geweihlastige Einrichtung ist eine nostalgische Hinterlassenschaft des Trachtengeschäftes „Trachten Vogl“, das an dieser Stelle bis vor zehn Jahren noch existierte. Christian Ohlmann ver­ schmolz den Namen, baute Vitrine und Theke ein, und verteilte diverses 50erJahre-Mobiliar vom Trödler darin. Damit bewies er ein gutes Händchen. Mit der Auferstehung des Trachten­ vogls als Café begann der Aufstieg des Stadtteils südlich des Viktualienmark­ tes zu Münchens heißestem Pflaster. An allen Ecken schossen schicke Bars und nette Läden wie Pilze aus dem Boden. Die kleinen Cafés entlang der Straße ha­ ben ein paar Stühle auf dem Gehsteig stehen, in den Vitrinen türmen sich ganz bodenständig Nusstorten, SchokoladeBananen-Kuchen und Zitronentartes.


Der Kulturstrand bei der CorneliusbrĂźcke, im Hintergrund St. Maximilian, die Pfarrkirche der Isarvorstadt

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Hier sitzen Münchens junge Kreative, trinken in entspannter Atmosphäre Kaffee und natür­ lich Paulaner, Pschorr oder Löwenbräu, ganz analog ins Gespräch vertieft – man sieht er­ staunlich wenige Laptops oder Tablets auf den Tischen. Was auffällt: München kommt auch in seinem hippsten Viertel urgemütlich daher. Das Glockenbachviertel und die Gegend rund um den Gärtnerplatz halten viele witzige, char­ mante, verspielte Überraschungen bereit. Zum Beispiel das winzige, bayrisch-vietnamesische Dim-Sum-Restaurant Fei scho. Oder die Eisdiele Jessas Eis mit ihrem knallig bunten 70er-JahreSchriftzug, wo ein versonnener Jesus, der sehr an Dave Grohl von Nirvana erinnert, gütig von der Wand blickt. Gleich daneben lockt das Café Maria, wo man bei Kaffee und Kuchen unter ei­ nem Muttergotteswinkel sitzt, der jeder italieni­ schen Kapelle zur Ehre gereichte. Und richtig: Eine Josef Bar vis-à-vis gibt’s auch. „München wird ja gern als die nördlichste Stadt Italiens bezeichnet“, sagt Astrid Triska, die in der Hans-Sachs-Straße ihre vielgelobte

1 Die Bar Maria, ein Segen fürs Viertel 2 Zwei Näherinnen bei Svenja Jander 3 Caroline Antonetty in ihrer Werkstatt 4 Der Concept Store Kauf Dich Glücklich 5 Das Inlokal Zoozie’s direkt an der Isar 6 Nettes Eckchen im Glockenbachviertel 7 Das bewährte Team der Götterspeise 8 Im Café Fräulein am Viktualienmarkt 9 Altwaren & Designmöbel Delikatessen

Hutwerkstatt betreibt. Wie sie ihren Stil beschreiben würde? „Luftig“, meint sie nach längerem Nachdenken, „München hat so etwas Beschwingtes!“ Was das Glockenbach- und das Gärtnerplatzviertel für Triska besonders auszeichnet, ist die Konstanz. Eisenblätter  &  Triska gibt es schon seit vielen Jahren, die Götterspeise, Münchens unglaubliches Schokoladepa­ radies, feierte kürzlich zehnten Geburtstag, und die Lederwerkstatt Antonetty gegenüber ist seit mehr als 15 Jahren ein Dreh- und Angelpunkt des Quartiers. Wer den speziellen Schwung des Viertels erleben will, braucht nur ein Weilchen in der schönen Werkstatt von Caroline Antonetty am Tresen zu stehen, zwischen all den stylischen Taschen aus buntem Leder, von Rosa über leuchtend Gelb bis Silber. Es herrscht ein reges Kommen und Gehen, Kunden bringen kaputte Taschen zur Reparatur, es wird getratscht, Passanten grüßen. „Wir sind eigentlich ein kleines Dorf“, sagt Susanne Bommer. „Unser Stadtteil wird durch Menschen be­ spielt, die sich für eine Lebensidee einsetzen. Wir sind das Viertel der Individualisten.“ Seit 2006 betreibt die Münchner Modedesignerin ihren edlen Shop in der Rumfordstraße. „Wer hier einen Laden hat, ist beherzt

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und geht an seine Grenzen. Hier macht niemand Dienst nach Vorschrift.“ Bommers Mode ist gleichzeitig ver­ spielt und schlicht, streng, aber mit einem humorvollen Unterton – irgendwie sehr münchnerisch eben. Diese spannende Kombination gibt’s auch noch extre­ mer, etwa bei Svenja Jander, die souverän den Spagat zwischen kunterbunten Dirndln und cooler Designer­ mode schafft, und ihr Atelier mit angeschlossenem Shop ebenfalls hier im Quartier hat.

Ein richtig pfiffiges Dirndl muss man erst mal hinkriegen!

Sommertaugliche, duftige Kreation von Modedesignerin Susanne Bommer in ihrer Boutique in der Rumfordstraße

Das Glockenbach- und das Gärtnerplatzviertel bilden zusammen den Stadtteil Isarvorstadt, und den zeichnet noch eine weitere Besonderheit aus: Man geht ein paar Schritte und schon steht man an den wilden Ufern eines Gebirgsbaches. Seit der allseits als beispielhaft gelob­ ten Renaturierung in den letzten Jahren darf die Isar wieder ungestüm durch München rauschen. An sonni­ gen Tagen trifft sich hier die halbe Stadt – Familien,

Studenten, Omas mit Hündchen. Es wird gepick­ nickt und Bier getrunken, die wirklich Mutigen stürzen sich in die stets eiskalten Fluten. Die Wasserqualität der Isar ist mittlerweile wieder erstklassig. Hin und wieder sieht man Forellen springen auf der Jagd nach Insekten. Am Spitz der Museumsinsel, der wie ein Bal­ kon über die Isar ragt, sind heuer wieder die dicken, roten Sitzschläuche des Kulturstrandes ausgelegt. Den ganzen Sommer über gibt es auf der kleinen Bühne feine Konzerte und DJs, dazu kann man seine Füße im aufgeschütteten Sand vergraben und sich von der Bar mit Bier und Drinks versorgen lassen. Es gibt nicht viele Großstädte auf der Welt, die urbanes Flair und Naturerlebnis auf so engem Raum vereinen. Das In-Viertel mit direktem Isar-Anschluss südlich der Altstadt floriert nun schon seit eini­ gen Jahren. Längst steht die Gegend nicht nur bei Bohemiens, sondern auch bei der gut be­ tuchten Münchner Klientel hoch im Kurs. In der Stadt ist schon viel geschrieben und auch geläs­ tert worden über den Gärtnerplatz, Stichwort 57

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Die Straßen zwischen dem Viktualienmarkt und dem Baldeplatz sind gespickt mit außergewöhnlichen Läden, guten Restaurants und netten Szenecafés. Nicht der schlechteste Weg, Münchens Szene-Hotspots zu erkunden, ist, sich einfach treiben zu lassen. Das Café Trachtenvogl ist freilich Pflicht (ReichenAstrid Triska bachstr. 47, www.trachtenvogl.de), zurzeit schwer angesagt ist auch das Café Pini (Klenzestr. 45, www.cafepini.de). Ein üppiges Frühstück, grandiosen Kaffee und alte Schlager auf der Tonspur gibt’s im Café Fräulein (Frauenstr. 11, www.cafe-fräulein.de). Gute Küche bietet das Kranz (Hans-Sachs-Str. 12, www.daskranz.de), das Zoozie’z hat einen schönen Gastgarten (Wittelsbacherstr. 15, www.zooziez. de) und Jessas das beste Eis (Klenzestr. 97). Gleich nebenan ist das Café Maria (Klenzestr. 97, www.cafemaria. de). Von den Geschäften möchten wir Ihnen die Hutwerkstatt Eisenblätter & Triska besonders ans Herz legen (Hans-Sachs-Str. 13, www.eisenblaetter-triska.de). Quartiertreffpunkt und bevorzugtes Jagdrevier für Schokotiger Antonetty ist die Götterspeise (Jahnstr. 30, www.goetterspeise.info). Umwerfend schöne Taschen und feinste Lederwaren verkauft Antonetty (Klenzestr. 56, www.antonetty.de), exklusive Mode finden Sie bei Susanne Bommer (Rumfordstr. 4, www.susannebommer.com), sehr lässig ist auch der Münchner Ableger von Kauf Dich Glücklich (Reichenbachstr. 14, www.kaufdichgluecklich.de).

Hin zum Wasser

Kulturstrand

Die Isar bietet seit ihrer beispielhaften und vielgelobten Renaturierung wildes Flussflair mit Sandbänken und schönen Liegewiesen. Beim legendären Kiosk an der Reichenbachbrücke kann man sich 23 Stunden am Tag mit Proviant und Getränken eindecken. Am Kulturstrand auf der Corneliusbrücke gibt es noch bis 11. August feine Konzerte und eine fesche Bar (www.kulturstrand.org).

Im Sommer sind die renaturierten Ufer der Isar ein beliebtes Ziel für Alt und Jung. Ganz Mutige gehen sogar ins Wasser.

Ab ins Bettchen Ein sehr sympathisches Hotel mit tollem Design in guter Lage ist das Cocoon (Lindwurmstr. 35, DZ ab € 79,– ohne Frühstück, www.hotel-cocoon.de). Das Motel One Deutsches Museum bietet preiswerte Übernachtungen im Designzimmer (Rablstr. 2, DZ ab €  69,– ohne Frühstück, www.motel-one.com). Mitten im Geschehen ist man in der kleinen Pension Gärtnerplatz (Klenzestr. 45, DZ ab € 120,– inklusive Frühstück, www.pensiongaertnerplatz.de).

Sündiger Schokoladekuchen, sehr verlockend präsentiert in der reizenden Bar Maria

Extratipp: Mit den ÖBB ist man mittlerweile von Wien aus in knapp vier Stunden an der Isar. (Täglich sechs Verbindungen mit dem railjet, SparSchiene-Ticket schon ab € 29,–!) Wer da mit dem Auto fährt und sich dann noch den Münchner Stadtverkehr antut, ist selbst schuld. ÖBB Rail Tours, Spezialist für Kurz­ urlaube mit der Bahn, hat diesen Sommer wieder supergünstige Angebote u. a. auch für München im Programm: „BahnCity-HIT Sommer“ von 1.7. bis 31.8. ab € 115,– (Zugtickets + 1 N/F). Info & Buchung: Tel. 01/899 30-80, railtours.oebb.at 58 Persönliches Exemplar von t.harrer@bohmann.at, alle Rechte vorbehalten. Nutzungsbedingungen unter www.kiosk.at

Gentrifizierung, bis hin zum verfrühten Abgesang auf das Szeneviertel. Durchaus abfällig ist da schon mal von den „Grün­ walder Blondinen, die ihre Schranzen im Panzerauto in den Kindergarten fahren“ die Rede. Vor Dünkeln ist offenbar keine Seite gefeit, weder die mit den SUVs noch die mit den Fahrrädern. An der Stelle eines ehemaligen Heiz­ kraftwerks entstehen gerade unter dem leicht blasierten Namen „The Seven“ (ab­ geleitet von der Adresse Müllerstraße 7) Münchens exklusivste Wohnungen, stol­ zer Quadratmeterpreis: 23.000 Euro. Da wirkt es doch recht erfrischend, dass die Stadt München ein wenig dagegenhält und im Gebäude direkt gegenüber, das der Stadt gehört, kürzlich das Schwule Kom­ munikations- und Kulturzentrum „Sub“ seine großzügigen neuen Räumlichkeiten beziehen durfte – der Stadtteil hat schließ­ lich auch als Schwulenviertel, in dem sich schon Größen wie Rainer Werner Fassbin­ der oder Farrokh Bulsara (besser bekannt als Freddie Mercury) verlustierten, eine lange Tradition. Vielleicht ist das Viertel auch einfach mit seinen Bewohnern zusammen erwachsen geworden, wie die „Süddeutsche Zeitung“ schreibt. Unvoreingenommen von außen betrachtet ist die Gegend rund um den Gärtnerplatz und die Reichenbach- und Klenzestraße trotz aller Umbrüche noch immer Münchens kreativstes und aufre­ gendstes Grätzel. Und wenn’s mal zu heiß hergehen sollte, ist Abkühlung immer nur einen Katzensprung entfernt.

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Seiten

München

Die Szene im

Sommer

Auf zum See!

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Italien

Dieser Ausblick bietet sich den HobbyOrnithologen rechts im Bild, wenn sie nicht gerade die Sichtung einer SardengrasmĂźcke (Sylvia sarda) diskutieren.

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Kleine Insel, viel zu tun Der größte Meeresschutzpark Europas, Bergdörfer wie aus dem Bilderbuch und eine leicht größenwahnsinnige Inselhauptstadt: Elba ist für einen überraschend abwechslungsreichen Urlaub gut. Text  Claudia Jörg-Brosche

f otos : mart in swoboda/homol ka. cc

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as dottergelbe SchlauchbootDingi knattert in flotter Fahrt dahin, entlang der imposanten, mit ihren bizarren Felsformationen die Phantasie anregenden Steilküste im Nordwesten Elbas. Die Bucht von Sant’ Andrea glitzert in allen Türkisschattierungen, der Sandstrand leuchtet hell. Weiter draußen wechselt die Farbe des Meeres zu tiefem Ultramarinblau. Der Wind weht um die Nase, Salz prickelt auf der Haut. Bootsführer Andrea Romoli zeigt auf Teppiche aus Neptungras im kristallklaren Wasser unter dem Boot. Diese grüne Lunge des Meeres ist Grundlage für ein intaktes maritimes Ökosystem und ein Zeichen besonders guter Wasserqualität. Andrea sieht mit seinen feuerroten Haaren zwar nicht wie ein typischer Italiener aus, aber vor allem wenn es um Naturschutz und die Reinhaltung des Meeres geht, ist er glühender Patriot. Andrea ist nämlich nicht nur Inhaber der Tauchschule „Il Careno – Diving Philosophy“ im beschaulichen Ferienort Sant’ Andrea, sondern auch Greenpeace-Aktivist. Als solcher tauchte er auch als einer der Ersten beim im Jänner 2012 gesunkenen Kreuzfahrtschiff Costa Concordia vor der nahen Insel Giglio auf – und gleich eilig unter, um die Wasserqualität zu messen.

„Da ist ja quasi eine Kleinstadt mit 5000 Einwohnern samt Haushaltsmist und allen Putzmitteln im Meer versunken“, gibt Andrea zu bedenken. Glücklicherweise scheint die Meeresverschmutzung durch das Unglück weit geringer zu sein als ursprünglich befürchtet. Mit einem so öko-sensiblen Menschen stürzt man sich natürlich vertrauensvoll ins Meeresabenteuer: Wrackschnorcheln ist angesagt. Andrea schwärmt vom Fischreichtum der Gewässer rund um Elba und erzählt begeistert von Walen und Delphinen, die man hier vor allem in der kalten Jahreszeit häufig sieht. Zu verdanken ist dieser intakte Bestand dem „Parco Nazionale Arcipelago Toscano“ (Nationalpark Toskanischer Archipel), dem größten Meerespark Europas. Zu ihm gehören maritime Naturschutzgebiete rund um Elba, die Nachbarinseln Giglio und Capraia sowie die winzigen Eilande Giannutri, Montecristo, Pianosa und Gorgona. Unser Boot erreicht sein Ziel bei Pomonte. „Ich war zuletzt auf den Malediven tauchen“, lässt eine Sportskameradin die Runde beiläufig wissen. Doch wir lassen uns das Mittelmeer nicht vermiesen, stülpen die Tauchermaske übers Gesicht, plumpsen ins Meer und ziehen mit geschmeidigem Flossenschlag dem

Am Monte Capanne

Am Strand von Procchio 61

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Essen Angeblich hinterließen die raffinierten Gourmet­ schulen der Medici, der Lothringer und des napoleonischen Hofes ihre Spuren in der Küche La Botte Gaia Elbas. Dennoch findet man typische, eigenständige Inselgerichte leider nur sehr selten (dafür an allen Ecken einfallslose Touristenmenüs). Zwei Lokaltipps, von onrail getestet und für gut befunden: Die Osteria La Botte Gaia in Porto Azzurro liegt zwar nicht rasend attraktiv, bietet aber eine sehr gute, originelle Küche (www.labottegaia.com). Das Ristorante Da Giacomino in Viticcio liegt direkt am Meer, von der Terrasse genießt man einen Traumblick über die Klippen und das Essen ist vor­ züglich (www.ristorantedagiacomino.it).

Stadtbummel in Porto Azzurro

Baden

Wrack aus den 1930er-Jahren entgegen. Und was sich hier abspielt, steht den Korallenriffen der Malediven überraschenderweise tatsächlich kaum nach: Das Getümmel rund um das rostige Wrack, das in nur 3,5 bis zwölf Meter Tiefe im Wasser liegt, ist gewaltig. Wir tauchen zwischen dichten Schwärmen von Zahn- und Brandbrassen, auch Goldstriemen, Meerjunker, Meerpfauen und anderes mediterranes Meeres­getier lassen sich bewundern.

Elba hat zahlreiche wunderschöne Sand- und Kiesbuchten, eingebettet zwischen Steilküste und dichter Macchia, meist malerisch gerahmt von rund geschliffenen Granitfelsen. Da die Insel sehr mineralienreich ist (Geologen sind hier im Glück), leuchten die Sandstrände in allen Farbschattierungen, von Weiß über rötlich bis Schwarz. Der (Nord-)Westen der Insel ist touristisch weniger erschlossen, hier findet man aber die schönsten Buchten, z. B. Sant’ Andrea, Fetovaia, Cotoncello, Procchio, Biodola und Scaglieri. Sonnenanbeter am Strand von Sant’ Andrea

Hoteltipp Das Hotel Ilio in Sant’ Andrea im Nordwesten Elbas ist das erste Boutique-Hotel der Insel. Das „albergo diffuso“ („ver­ streutes Hotel“) besteht aus mehreren Häuschen, Terrassen und Gärten. Der Besitzer Maurizio Testa übernahm die Anlage von seinen Eltern und gestaltete 20 unterschiedliche Zimmertypen. Im Zimmer „Mare“ beispielsweise fand viel Schwemmholz aus dem Meer Verwen­ Im Garten des dung. Zu Fuß ist man Hotels Ilio in drei Minuten am schönen Sandstrand von Sant’ Andrea, das Hotel hat für seine Gäste ein Abkommen mit den Liegen­vermietern.

Feuerrote Haare und ein für den Umweltschutz brennendes Herz: Andrea führt die Gäste seiner Tauchschule zu lohnenden Plätzchen.

Extratipp: Das Hotel Ilio bietet sensationell günstige KombiPackages inkl. Fluganreise mit Intersky an, für Direktflüge ab München, Friedrichshafen, Altenrhein und Zürich: Flug schon ab € 91,–, DZ mit Frühstück ab € 120,– die Nacht! Nur Flug: € 198,– (hier auch mit den Umsteigeverbindungen ab Graz und Salzburg). www.hotelilio.com, www.intersky.biz 62 Persönliches Exemplar von t.harrer@bohmann.at, alle Rechte vorbehalten. Nutzungsbedingungen unter www.kiosk.at

Intakte Natur zählt zu den größten Stärken Elbas – nicht nur zu Wasser, sondern auch zu Lande. Die Bergwelt rund um den höchsten Berg, den Monte Capanne, unterliegt ebenfalls dem Schutz des Nationalparks Toskanischer Archipel. Im Bergdörfchen Marciana Alta wartet neben der Fortezza (Festung) die Casa del Parco Nazionale auf interessierte Besucher: Eine gut gemachte Ausstellung erklärt Geologie, Fauna und Flora des Nationalparks. Wenn man schon mal da ist, sollte man unbedingt auch durch die Gassen dieses verträumten Bergdörfchens schlendern: Marciana, inmitten steiler Esskastanienwälder gelegen, ist ein typischer Vertreter von Elbas mittelalterlicher (Siedlungs-) Geschichte. Die Insel war bis ins 19. Jahrhundert nur im bergigen Inneren besiedelt: Wehrdörfer mit trutzigen Mauern rundherum waren leichter zu verteidigen als Ansiedlungen an der Küste. In Marciana scheint das Rad der Zeit seit Jahrzehnten stillzustehen. Die Nostalgiker in unserer Reisegruppe finden sich unvermutet in den Italienurlauben ihrer

f otos : C l aud ia jörg- Brosche

Man unterschätze nicht das Mittelmeer! Hier tummelt sich so allerhand.


f oto: Cl au d ia j örg - Brosche

Kindheit wieder: Autofreie, verwinkelte, blumengeschmückte Gässchen und Treppen führen zu alten Patrizierhäusern, Kirchen und kleinen Plätzen, dazwischen geben sie immer wieder Ausblicke auf das Blau des Meeres frei. Hier findet man entzückende Läden, die zum Teil noch nach alter Tradition Kunsthandwerk und Lederwaren herstellen. Sein adrettes Erscheinungsbild verdankt das Dörfchen einem so strengen wie weitblickenden Bürgermeister: Er erließ vor geraumer Zeit eine Gemeindeverordnung, die die Bewohner Marcianas zu einem Restaurierungsprogramm verpflichtete – notfalls sogar unter Androhung von Geldstrafen. Marciana eignet sich nicht nur für einen nostalgischen Bummel, sondern auch als Ausgangspunkt für Wandertouren in den dicht bewaldeten Westen der Insel. Die Bezwingung des Monte Capanne erfordert dabei weniger Kondition als Nervenstärke: Die Kabinen der antik anmutenden Seilbahn ähneln eher Drahtkäfigen als Gondeln. Hat man das luftige Gebaumel überstanden, wird man auf 1019 Meter Seehöhe mit einer grandiosen Aussicht über die Insel belohnt. Nicht nur Natur, auch Kultur lockt auf Elba. Die Inselhauptstadt Portoferraio ist

ein städtebauliches Kleinod mit bewegter Geschichte. Man schreibt das Jahr 1548. Cosimo I., Spross des Florentiner Geschlechts der Medici und Herzog von Florenz, ist seit wenigen Tagen wenig stolzer Besitzer des betrüblich unherrschaftlichen elbanischen Hafens. Unverzüglich erteilt er den berühmtesten Bauherren der Zeit (und damit tausenden Arbeitern) den Befehl, behände ans Werk zu gehen und aus dem mickrigen Flecken eine ansehn­ liche und uneinnehmbare Festung, mehr

Idyllisches Gässchen in Marciana Alta

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noch, eine perfekt geplante Militärstadt zu machen. Wenige Jahre später ist Cosi­mo bei der Einweihung seiner „Cosmopoli“ („Weltstadt“) stolz zur Stelle. Der Name wurde jedoch später verworfen und die Stadt in „Portoferraio“ (Eisenhafen) umbenannt. Was dank der tatsächlichen Erzreichtümer der Insel doch etwas mehr der Wahrheit entsprach. Portoferraio blieb in seiner ganzen Geschichte tatsächlich ein uneinnehmbares Bollwerk. Flankiert von den beiden Festungsanlagen Forte Stella und Forte Falcone schmiegt sich die Altstadt wie ein Amphitheater in die Landschaft. Das Hafenbecken ist die Bühne, der Golf und die Berge dienen als dramatische Kulissen. Es ist eine prima Idee, die steile Straße zum frisch renovierten Forte Falcone hinaufzuspazieren: Unten liegt tiefblau das Meer, die Altstadt strahlt in verschiedenen Schattierungen von Ocker, Zinnoberrot und Gold. Der Ginster blüht leuchtend gelb, und die hellen Sandstrände der Stadt bilden einen schönen Kontrast zum Dunkelgrün der Berghänge. Strahlend weiße Yachten durchschneiden den Stadthafen. Weltstadt ist Portoferraio zwar keine geworden, aber Cosimo I. wäre heute wohl trotzdem ganz zufrieden.

20/06/13 15.09


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Hundstage in der Dominikanischen Republik, auf der Halbinsel Samaná

Redaktion: Claudia süss

Fernreise

Andere Seiten D

ie Dominikanische Republik ist für viele der Inbegriff der Karibik: Sonne, Sand und Meer, das Ganze malerisch garniert mit Kokospalmen und Schirmchendrinks. Wegen des hektischen Treibens in einigen wenigen Touristenhochburgen hatte die ganze Insel eine Zeit lang den zweifelhaften Ruf als All-inclusive-Ballermann-Fernreiseziel. Zu Unrecht, denn die „Domrep“ kann auch ganz anders. Kürzlich hat das Tourismusamt eine Broschüre

mit kleinen, feinen Luxushotels für Individualreisende herausgegeben. Diese Unter­ künfte liegen inmitten intakter tropischer Natur, bieten sehr persönlichen Service, ansprechende Architektur und À-la-carteKüche. Auf der gerade erst vom Tourismus entdeckten Halbinsel Samaná liegt zum Beispiel das Hotel Vista Mare mit 87 Apartments mit ein bis vier Schlafzimmern und Küche. Die Umgebung ist ideal zum Windsurfen, Segeln, Schnorcheln, Tauchen, An-

geln, Mountainbiken, Reiten und für Seilbahnfahrten durch den Nationalpark Los Haitises. (Die Broschüre kann man auf www.godominicanrepublic.com herunterladen.) Der Aufenthalt im Paradies mag individuell sein, hinkommen muss man aber erst einmal gemeinsam mit anderen. Tipp: Ab November fliegt Condor einmal wöchentlich ab Wien und (ganz neu!) zweimal wöchentlich auch ab München nonstop nach Punta Cana. www.condor.com

F otos : Michael Hanson/ Corbis, Tobias He lbig/Get ty Image s, Dak ine , Tourism Que e nsl and

Auf die Kamele Jahrmillionen altes Plankton bildet die bizarren KalkMonolithen der Weißen Wüste, die im ägyptischen Teil der Libyschen Wüste liegt. In dieses Wunderland führt eine 12-tägige Reise von ARR (Termine von Oktober bis Dezember). Fünf Tage ist man mit Beduinen unterwegs. Und weil für den einen der wiegende Gang der Kamele angenehm ist, während sich der andere im Sattel unwohl fühlt, kann man sich aussuchen, ob man zu Fuß geht oder auf dem Höcker Platz nimmt. Mit Flug und Verpflegung ab € 1590,–. www.arr.at Kamel-Trekking in der Weißen Wüste

Zur See Die hawaiianische Surf-, Skate-, Bikeund SnowboardModemarke Dakine hat schicke Taschen und Rucksäcke für den Sommer im Sortiment. Der zart bedruckte Seesack Sadie kostet € 35,–. www.dakine.com

Unterwegs in Brisbane

In die Pedale Bei Australien denken die meisten an Kängurus und Outback-Abenteuer. Dabei sind auch die Großstädte von Down Under sehenswert, und zwar nicht nur Sydney. Die Hauptstadt von Queensland kann man neuerdings auf geführten Fahrradrunden kennen­ lernen. Die Brisbane Bicycle Tours führen zu Sehenswürdigkeiten wie dem altehrwürdigen Queensland Parliament, der berühmten Story Bridge und den Felsen am Kangaroo Cliff Point. Inkl. Fahrrad, Helm und Guide ab € 38,–. www.brisbanebicycletours.com.au 65

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Ein prachtvoller GelbbrustAra lässt sein Gefieder bewundern.

Verzaubert Im 5-Sterne-Hotel Kasbah Tamadot am Fuße des marokkanischen Atlasgebirges werden für Kinder die schönsten Märchen aus 1001 Nacht wahr. Junge Gäste können auf Eseln oder Kamelen reiten, auf Schatz­ suche gehen und mehr über lokale Produkte wie Pfefferminze, Erdnüsse und Paprika lernen. DZ mit Frühstück ab ca. € 415,–. www.kasbahtamadot.virgin.com

Kasbah Tamadot

Gar nicht faul Kolibris, Frösche, Nasenbären, Gürteltiere, Leguane! In Costa Rica gibt’s viel zu sehen und wenig zu streicheln.

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in Hausvulkan kann Scherereien machen, hat aber auch seine Vorteile, zum Beispiel sorgt er für heiße Quellen. Allzu viel Zeit für ein Thermalbad ist auf der 18-tägigen Rundreise „Naturerlebnis Costa Rica“ von Kneissl Tourismus allerdings nicht eingeplant – zu verführerisch sind Fauna und Flora in den Nationalparks. Spektakuläre Blicke in die Regen- und Nebelwälder genießt man von Hängebrücken in 15 Meter Höhe. Klingt wackelig, ist es aber nicht – sie sind so fest gespannt, dass sie praktisch kaum schwanken. Überall

kreucht und fleucht es, bei so viel Schönheit und Possierlichkeit fällt es nicht leicht, den persönlichen Favoriten unter all dem Getier zu finden. Wir versuchen es trotzdem: In Puerto Viejo de Limón steht eine optionale Exkursion zu einer Faultierstation auf dem Programm, wo verletzte oder verwaiste Zahnarme (so heißt die biologische Ordnung tatsächlich) aufgepäppelt werden. Wer Faultieren bisher nicht komplett verfallen war, ist es danach bestimmt. Mit Flug und HP ab € 3190,–. www.kneissltouristik.at

Mittendrin

Schau, da wohnt jemand!

Der Etosha Nationalpark im Norden von Namibia ist Heimat einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt und eines der beliebtesten Safariziele des Landes. Für Kinder ist das Naturparadies ein einziger Abenteuerspielplatz – allerdings besser unter Aufsicht. Die Familienprogramme der beiden Wilderness Lodges Little Kulala Camp und Andersson’s Camp vermitteln Afrika hautnah, und das sogar kleinkindertauglich. Nacht im Familienzelt ab € 140,– pro Person. www.wilderness-safaris.com

Eine 13-tägige Nepal-Rundreise von Dertour ab/bis Kathmandu liefert interessante Einblicke in das Land am Himalaya. Highlights: gewaltige Bergmassive, fruchtbare Täler, unzählige Kulturschätze, Bengalische Tiger und Panzernashörner im Bardia-Nationalpark, traditionelle Dörfer. Es gibt zwei Unter-­ bringungskategorien zur Auswahl, Preis inkl. Frühstück ab € 1635,– bzw. € 2219,–. www.dertour.at

Schamane in Rasuwa

Klack! Der Rotaugenlaubfrosch lebt in den Regenwäldern Costa Ricas – und zwar oben in den Baumkronen. Er quakt nicht, sondern gibt je nach Stimmung eine Art Trällern oder ein scharfes Klacken von sich.

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Entspannt Die 61 Suiten und Villen des Shanti Maurice Resort liegen an der naturbelassenen Südküste von Mauritius, umgeben von weißen Sandstränden, türkisblauem Meer und üppigen Zuckerrohrplantagen. Bis 30. September gibt es auf alle Junior Suites Ocean View 50 Prozent Preisnachlass – eine Nacht für zwei kostet nun inklusive Frühstück € 150,–. Mindestaufenthalt: drei Nächte. shantimaurice.com Shanti Maurice

F otos : R adius Im ages /Corbis, Dana Allen, Sasc ha Burkar d/istock p hoto, K asbah Tam ad ot, Bruno Mor an di / Hemi s/ Corb i s, Sh an ti Mau ri ce – A Ni r a Resort

Bewandert


halbe hoch 2013 87_5x255 21.06.13 11:47 Seite 1

Park Hyatt Maldives Hadahaa

Höchster Luxus

FOTO: CORBIS

Im Huvadhoo Atoll, einem der tiefsten und größten natürlichen Atolle der Welt, 400 Kilometer südlich von Malé, liegt auf der Insel Hadahaa das Park Hyatt Maldives. Die Luxusherberge ist das neueste Juwel der exklusiven Lobster-Experience-HotelKollektion. Im Resort ist man nach Kräften um Einklang mit der Natur bemüht, wofür sogar eine inseleigene „EarthCheck“-Koordinatorin beschäftigt wird. Das kostet natürlich. DZ pro Nacht ab USD 884,– inkl. Frühstück. www.hyatt.com

Champagnerlaune

F otos : K l aus Lork e/No L im it Fotodes ign, Evgeny K ar andaev /istock photo, A aron B l ac k /Ge tty Imag es

Spätestens seitdem Leonardo di Caprio als „The Great Gatsby“ durch die heimischen Kinos wandelt, ist der wieder einmal neu ausgerufene 20er-Jahre-Trend auch bei uns angekommen. The Plaza Hotel in New York zollt F. Scott Fitzgerald, dem Autor des Romans, mit einer neuen Suite Tribut: Eine Nacht für zwei in der im Art déco-Stil eingerichteten und mit Fotos von ihm und seiner Frau Zelda geschmückten Fitzgerald-Suite ist ab rund € 2100,– buchbar. www.theplazany.com

Muntermacher Nicht nur in Asien und in Nordafrika gibt es Teezeremonien. In Argentinien wird Mate-Tee in mehreren Aufgüssen zubereitet und traditionell mit einem Trinkhalm aus Metallbechern genossen. Auf der Tour „Viva Argentina“ von Miller Reisen ergibt sich gewiss eine Gelegenheit, den belebenden Trunk zu probieren. Die 15-tägige Reise zeigt die Vielfältigkeit des Landes: Buenos Aires, die Iguazú-Wasserfälle, die Hochanden und Gletscher. Mit Flug ab € 4345,–. www.miller-reisen.de

Business Destination Europa Business Destination Global Hotels & Resorts Airlines & Airports Business & Privates Leisure & Pleasure

Mate-Tee fährt richtig ein.

executive world im neuen Look und Format Ausgabe 3/2013 ET: 5. Oktober 2013

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Abgeschlagen Kapstadt ist Südafrikas Golfdestination Nummer eins. Die spektakuläre Landschaft mit den wilden Stränden und der schroffen Bergformation der „Zwölf Apostel“ ist die perfekte Kulisse für den Sport: Bis 19. Dezember bietet The Twelve Apostles Hotel and Spa ein GolfPackage: 6 Tage für zwei inkl. Abschlag auf drei Plätzen ab € 2485,–. www.12apostleshotel.com Twelve Apostles Hotel

Über edle Rennkamele können die Scheichs endlos fachsimpeln.

Rekordhalter Größer, höher, teurer: Eine Rundreise durch die Vereinigten Arabischen Emirate offenbart vor allem Gigantisches.

A

bu Dhabi bedeutet übersetzt „Vater der Gazelle“. Eine solche hatte nämlich einst Beduinen den Weg zu jener Quelle gewiesen, die Grundlage des heute so mächtigen Emirats wurde. In der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate wandelt man als Besucher von einem Superlativ zum nächsten: Hier steht der schiefste Turm der Welt, der Capital Gate Tower. Er kommt auf eine sensationelle Neigung von 18 Grad (der berühmte Schiefe Turm von Pisa schafft nur vier Grad). In der Sheikh Zayed Moschee („nur“ die drittgrößte der Welt) ist der größte handgeknüpfte Teppich der Welt zu bewundern. Neben dem alten Abu Dhabi steht auf einer neuen 13-tägi-

gen Rundreise durch die Vereinigten Arabischen Emirate von Ikarus (Termine ab Oktober) auch die neue Insel Saadiyat Island auf dem Programm, deren Hotels, Villen, Yachthäfen und Golfplätze als ökologisch korrekt vermarktet werden. (Das Investitionsvolumen beträgt übrigens umgerechnet 1,5 Milliarden Euro.) Ein Höhepunkt auf der Öko-Insel ist der Besuch des Falkenhospitals der deutschen Tierärztin Margit Müller. Auf dieser Reise außerdem zu sehen: die Emirate Dubai und Qatar sowie die geheimnisvolle omanische Halbinsel Musandam. Inklusive Flug und Frühstück (teilweise auch mit Halbpension) ab € 2995,– buchbar. www.ikarus-dodo.at Die Skyline von Abu Dhabi

Glückliche Gäste statt gequälter Kreaturen: Herzstück des Hotels Quinta Real Zacatecas in der gleichnamigen mexikanischen Silberstadt ist eine alte Arena, in der bis 1975 Stierkämpfe stattfanden. Die geniale Integration der 49 Suiten in die originalen baulichen Strukturen wurde bereits mehrfach mit Architekturpreisen ausgezeichnet. Nacht für 2 Personen ab USD 180,–. www.quintarealhotels.com

Quinta Real Zacatecas

Abgehoben Gefiedertes Statussymbol: Jagdfalken kosten bis zu € 30.000,–. Die Tiere werden in speziellen Hospitälern aufwändig betreut.

Zwischen Cusco und Machu Picchu, im Heiligen Tal der Inka liegt das Hotel Rio Sagrado am Ufer des Urubamba. Neuerdings kann man das verwunschene Tal von oben aus erkunden: auf einer Ballonfahrt. Das „Sky Adventure“-Paket beinhaltet neben der Fahrt eine Nacht im DZ mit Frühstück sowie ein Glas Champagner. Bis Oktober für zwei Personen ab ca. € 725,– buchbar. www.orient-express.com

Hotel Rio Sagrado 68 Persönliches Exemplar von t.harrer@bohmann.at, alle Rechte vorbehalten. Nutzungsbedingungen unter www.kiosk.at

F otos : George St einmet z/Corbis, Oce an/Corbis, Se rge y Galushko/istoc k photo, The T we lve Apost le s an d S PA, Hotel Qu i n ta Real Z ac atec as, O ri en t-Ex p ress Hotel s Ri o Sag r ad o

Abgekämpft


F otos: K al i m Sal i ba/Getty Imag e s, Pal me rs P2, Ilya Te r e n t yev / G e t t y Imag e s

Ruhige Fahrt Neuengland liegt nicht gerade ums Eck, aber wer die Reise auf sich nimmt (am besten während des Indian Summer im September und Oktober) landet geradewegs im Radfahrer-Paradies – mit charmanten Dörfern entlang ruhiger Landstraßen und einem tollen Panorama aus Bergen, Seen und Meer. Maine ist ideal für Urlaub auf zwei Rädern. Zu den schönsten Routen im Heimatstaat von Horrormeister Stephen King gehört der 600 Kilometer lange East Coast Greenway durch Küstengemeinden und historische Städte (www.greenway.org). In Massachusetts ist die Fahrt entlang des ehemaligen Mohawk Trails ein Erlebnis (www.neu­eng­land­usa.de/ak­ti­vitae­ten/rad­fah­ren). Delta Air Lines fliegt ab Wien via Amsterdam nach Boston und retour ab € 630,–. www.delta.com Ein Fahrrad wartet in Boston.

Bauchfleck Die neuen Bikinis aus der aktuellen Bademodenkollektion von p2 sind fast zu schade fürs Wasser. Am Pool räkeln und dekorativ an der Strandbar lehnen klappt damit auch wunderbar, z. B. mit dem Triangel-Bikini „pink paradise“. € 22,90,– bei Bipa. www.p2.com

Drachen steigen lassen statt Raketen!

Lauter Trubel Chinesen feiern das Neujahrsfest je nach Neumond zwischen 21. Jänner und 21. Februar. Die Erwartungen ausländischer Gäste zum Jahreswechsel werden aber auch bedient, z. B. mit einem großen Gala-Buffet und Kung-Fu-Shows in der Silvesternacht. Das Spektakel ist bei einer einwöchigen Peking-Reise von Geo optional um € 128,– buchbar. Wer das nicht braucht, begnügt sich mit Ausflügen zu den üblichen Knallern: Große Mauer, Sommerpalast und Verbotene Stadt. Ab/bis München ab 999,–. www.geo.at

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20/06/13 15.26


Kreuzfahrt

Luxus auf hoher See: Nach einer Joggingrunde an Deck wartet schon der Steward mit Erfrischungen.

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F oto: Silve r se a C rui ses

Die neuen Piraten Willkommen an Bord der eleganten, schlanken Silver Shadow! Die Reise führt durch die legendäre Straße von Malakka, Hauptschlagader des Welthandels. Text  Karl Riffert

A

lles macht man im Leben irgendwann zum ersten Mal. Vesper hatte ich noch nie. Das Licht ist schummrig und Nancy, die philippinische Barkeeperin, die sicher nicht wirklich so heißt, fragt augenzwinkernd: „Your first time?“ Ich nicke schüchtern. James Bond trinkt das Zeug seit 1953 (seit Ian Fleming ihn erfunden hat), für mich ist der Mix aus Gin, Wodka und einem leicht bitteren Aperitif namens Lillet eine Premiere. Der erste Bond-Drink meines Lebens

wird an Bord eines luxuriösen Kreuzfahrtschiffs namens „Silver Shadow“ für mich geschüttelt, und erfreulicherweise muss ich ihn nicht einmal extra bezahlen: Ob Wein oder Champagner, Cocktails oder Kaffee – auf diesem Schiff ist wirklich alles inklusive. „Ultra all inclusive“ nennen das die Reiseagenten vollmundig. Vesper ist hot stuff, eigentlich nur was für Agenten und Alkoholiker, aber ein guter Start für ein paar Geschichten. Da wäre zum Beispiel jene von Antonio Lefebvre 71

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d’Ovidio. Ein junger Professor für Seerecht in Rom, mit einem Namen wie aus einem Roman, der eines Tages den Sprung ins Unternehmertum wagt und einen Frachtkahn erwirbt. Als er mit 98 Jahren stirbt, ist er ein reicher Reeder. Sein Sohn Manfredi führt heute sein Lebenswerk fort. Der alte Lefebvre hat Silversea Cruises 1994 mit zwei Luxusschiffen gegründet – der „Silver Cloud“ und der „Silver Spirit“. Heute umfasst die Flotte sechs Schiffe. Eine Reederei in Familienhand ist inzwischen eine Rarität. Auch das Rezept der Lefebvres war ungewöhnlich: Sie erfanden all-inclusive für Luxusschiffe. Unter den rund 300 Kreuzfahrtschiffen, die derzeit die Weltmeere befahren, zählen die Handvoll Silversea-Schiffe zu den vielleicht 20 echten Luxuslinern. Luxus heißt in diesem Fall weniger statt mehr: Während die meisten Ferienschiffe immer größer werden (3000, 4000, 5000 Passagiere sind keine Seltenheit mehr), fährt die Oberliga – egal ob Hapag Lloyd, Silverdream, Seaborn, Ponant oder Crystal – mit kleinen Schiffen. Silverseas Paradeschiff, die „Silver Cloud“, ist für weniger als 300 Passagiere ausgelegt. Die „Silver Shadow“, mit der wir soeben von Singapur aus in See stechen, fasst 382 zahlende Kreuzfahrer. Zum Luxusfeeling an Bord tragen persönliche Butler wesentlich bei, die ohne Aufpreis allerlei Sonderwünsche erfüllen. Frühstück in der Kabine, Pardon, in der Suite? Kein Problem.

Badezimmer an Bord

Konsumverweigerer sind in Singapur fehl am Platz, vor allem in Begleitung von bekennenden Shopaholics.

Die Bar wartet auf Besucher.

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Afternoon Tea auf dem Balkon? Aber gerne. Mein Butler ist eine Butlerin und heißt Chantelle. Nein, keine Französin. Chantelle kommt aus Kapstadt und ist so umsichtig und hilfreich, dass man sie am liebsten für zuhause einpacken würde. Gelegentlich seien Passagiere ein wenig, nun ja, anspruchsvoll, sagt Chantelle di­ plomatisch. Aber man lerne damit umzugehen. „Anspruchsvoll“ ist die höfliche Umschreibung für unverschämt. Manche Leute klauen zum Beispiel die BulgariKosmetikprodukte für die Kabinen von den Servicewägen der Zimmermädchen. Manchen ist offenbar auch ultra-inclusive nicht inclusive genug. Die Route dieser Kreuzfahrt ist ungewöhnlich. Die „Silver Shadow“ bewegt sich auf einer Pulsader des Welthandels, genauer auf dem meistbefahrenen Seeweg der Welt. Die legendäre Straße von Malak­ ­ka, die Sumatra von der Malaiischen Halbinsel trennt, ist 805 Kilometer lang und an der schmalsten Stelle nur drei Kilo­meter breit. Durch dieses Nadelöhr fahren über 100.000 Schiffe pro Jahr. Ein Viertel des Welthandels wird hier abgewickelt. Containerschiffe verbinden auf dieser Route unablässig die Weltfabrik Ostasien mit den Ölländern Arabiens und dem riesigen Absatzmarkt Europa. Seit jeher waren die „Malacca Straits“ piratenverseuchte Gewässer. Die endlose Mangrovenküste Sumatras bietet kleinen, wendigen Schiffen hervorragende Unterschlupfe – ein ideales Biotop für Freibeuter. Mitte des 19. Jahrhunderts schienen

F oto s: Sam Antonio P hotogr a p hy / Ge t ty Image s , Signa p ore Tourism, Silver sea Cruise s (2)

Das ArtScience Museum in Singapur ist Teil des Marina Bay SandsKomplexes.


die Seeräuber besiegt. Aber in den 90er-Jahren des 20. Jahrhunderts kehrte die Plage zurück. Manchen bitterarmen Küstenbewohnern schienen die voll beladenen Containerschiffe, die vor ihrer Nase vorbeizogen, wie eine allzu leichte und fette Beute. Seit 2004 ist das Piratenbusiness in der Malakka-Straße freilich wieder so gut wie tot. Wayan, der balinesische Kellner oben am Sonnendeck der „Silver Shadow“, hat eine dramatische Erklärung dafür: „The tsunami killed the pirates!“ Möglich. Vielleicht hat aber so etwas Simples wie die drastische Erhöhung der Risikoprämien durch den Schiffsversicherer Lloyds die Reedereien und die Anrainerstaaten bewogen, mit einem dichten Überwachungsnetz das Piratenproblem effizient zu beseitigen. An Deck der „Silver Shadow“ ist alles friedlich, nur ein paar no­ torische Liegenreservierer sorgen für Unmut (diese Spezies treibt offenbar auch im Luxussegment ihr Unwesen). Von hier aus lässt sich anhand der vorbeiziehenden Schiffe recht eindrücklich die Globalisierung studieren. Am angenehmsten natürlich bei einer nachmittäglichen Tasse Darjeeling, die Wayan mit viel Lächeln und wenig Zucker serviert. Was hätte Marco Polo wohl dafür ge-

F oto s: hube r-image s .d e/ Borchi Massimo, Silve rsea Cruises , Easter & Oriental Hotel , huber-images. de/ Sch mi d Rei n hard, MBS, L ati tudeSto ck - Nad i a Macken z i e/Getty Imag es

Marco Polo hatte mit allerlei Übeln zu kämpfen, aber belegte Sonnenliegen zählten wohl nicht dazu. geben, hätte er damals im Jahre 1292 die Rückreise vom Hof des Kublai Khan durch die Straße von Malakka nach Venedig auf solch einem komfortablen Schiff zurücklegen können? Und Zhen He, der berühmte chinesische Admiral, der im 15. Jahrhundert mit seiner gewaltigen Flotte durch die Meerenge segelte – hätte er den heutigen Luxus auf See für möglich gehalten? Am Horizont taucht Malakka auf. Vor 500 Jahren war die Stadt zwischen der Andamanensee und dem Südchinesischen Meer einer der wichtigsten Häfen der Welt. Malakka entschied über den Reichtum Venedigs, über den gesamten Gewürzhandel Europas. Hunderte Schiffe legten hier an, beladen mit Seide und Porzellan aus China, Gewürzen und Stoffen aus Indien, Gold und Pfeffer aus Sumatra. Malakka war portugiesisch, holländisch, britisch. Heute ist es ein unbedeutendes Kreuzfahrtziel mit einem versandeten Fluss. Die großen Handelsschiffe laufen das nahe, reiche Singapur an. Die „Silver Shadow“ ankert draußen im Meer, Boote bringen die Passagiere an Land. Wer möchte, sitzt wenig später dort, wo man den schönsten Blick auf das historische Malakka hat und wo man die Globalisierung nicht nur studieren, sondern sogar schmecken kann: im lokalen Hard Rock Café bei einem saftigen New York Strip Steak und einem großen Glas Cola. Die Veranda des Raffles Hotel in Singapur

Reise & Preise Die Silver Shadow, italienisches „Ultra all Inclusive“Luxuskreuzfahrtschiff, ist ab Ende September bis zum Die Silver Shadow Frühling wieder in Asien unterwegs. Zwei Preisbeispiele: 13 Tage inkl. Flug ab Wien (9 Nächte an Bord) von Hongkong über Vietnam nach Singapur ab € 5195,–; Schnupperpreis für die Route Shanghai–Südkorea–Japan (10 Nächte an Bord) ab € 3399,– (gesehen bei Gulliver’s Reisen, www.gullivers.at).

Drei Schätze Die letzten Kolonialherren, die in der Straße von Malakka den Ton angaben, waren die Briten, genauer die britische OstindienKompanie. Sie legte entlang der Meeresenge mehrere Stützpunkte an, darunter die Halbinsel Penang, das alte Malakka und ein kleines Inselchen am südlichen Ende der Straits, das der Hydrograf Captain James Horsburgh der East India Company empfahl – heute einer der reichsten und ungewöhnlichsten Flecken Asiens: Singapur. Hier die drei schönsten Sehnsuchtsorte an der Straße von Malakka: 1. Georgetown (Penang) Tipp: das alte Eastern & Oriental Hotel! Dies war das erste Luxushotel Asiens. Hermann Hesse wohnte hier, Rudyard Kipling, Somerset Maugham. Charlie Chaplin tanzte im Ballsaal. Genießen Sie Pinang-Suite die Terrasse, meiden Sie besser den angefügten Neubautrakt. 2. Malakka Tipp: die katholische St. PaulsKirche! Eine magische Ruine hoch über Malakka (mit etwas Glück mit einem Gitarristen bestückt, der hingebungsvoll Bob Dylan spielt). Ein portuStadtzentrum von Malakka giesischer Kapitän ließ das Gotteshaus vor 500 Jahren erbauen. Der heilige Franz Xaver (der die Inquisition nach Indien holte) soll hier gleich etliche Wunder vollbracht haben. Dass die altehrwürdigen Mauern noch stehen, obwohl die Kirche 150 Jahre lang ein Munitionsdepot war, ist jedenfalls gewiss ein Mirakel. Blick vom Dachpool des Marina Bay Sands über ­Singapur

3. Singapur Tipp: das Marina Bay Sands! Singapurs neuestes Wahrzeichen punktet mit dem höchsten Hotel-Swimmingpool der Welt. In 200 Meter Höhe plantscht man mit phantastischem Blick auf die Skyline und die Schiffe draußen in der Straße von Malakka. National Museum

Extratipp: Singapurs National Museum setzt Maßstäbe. So sollte ein modernes Museum sein! Nach der Tour empfiehlt sich ein Besuch im Gourmetrestaurant Novus, das im Museum untergebracht ist. 73

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G

leich vorweg: Familienurlaub kann man im Gams Genießer- und Kuschelhotel keinen verbringen. Das romantische Hotel in Bezau im Bregenzerwald ist strikt Paaren vorbehalten, die sich viel Zeit zu zweit in einem sinnlichen Ambiente nehmen wollen. „Die Liebe kann überall wohnen – aber bei uns spielt sie die Hauptrolle“, sagen die Hotelbesitzer Ellen Nenning und Andreas Mennel stolz. In ihrem 4-Sterne-Superior-Hotel gibt es keine einfachen Zimmer, sondern ausschließlich

Blütenschloss mit Zen-Garten

„Kuschelsuiten“ mit Himmelbett, offenem Kamin und Whirlpool. Im himmlischen „Blütenschloss“ sind sie 45 m2 groß und wurden voriges Jahr neu gestaltet. Höchst romantisch auch der Blick vom privaten Balkon in den Garten mit Herzteich, Pavillon und venezianischer Gondel. Weil Liebe bekanntlich auch durch den Magen geht, serviert man im Gams erstklassige, natürlich aphrodisierende Gerichte. Das hoteleigene Restaurant „Goldstück“ wurde von Gault Millau mit zwei Hauben ausgezeich-

Sommerarena der Bühne Baden

Gewinnfrage Wie lautet die mundartliche Bezeichnung für Schafe im Villgratental? Kleiner Hinweis: Wer es nicht weiß, wird nach Lektüre unserer OsttirolStory ab Seite 28 klüger sein!

Kein Scherz Das Stadttheater Baden kennt keine Sommerpause. In der luftigen Sommerarena und im Stadttheater selbst wird eifrig gespielt: Zwei Operetten („Die schöne Helena“ und Der Opernball“), ein Musical („Jesus Christ Superstar“) und Nestroys Verwechslungskomödie „Einen Jux will er sich machen“, eine Ko-Produktion mit dem Landestheater NÖ, sorgen bis 7. September für vergnügliche Stunden. onrail verlost 3 x 2 Tickets für das Stück „Einen Jux will er sich machen“ (am 6.9.). www.buehnebaden.at

Schicken Sie eine Postkarte mit der richtigen Antwort an onrail, Leberstraße 122, 1110 Wien oder ein E-Mail an gewinnspiel@onrail. at. Vollständigen Absender nicht vergessen! Einsendeschluss ist der 26. August 2013.

net. Kokosöl, Papaya, Honig und Schokolade heißen die Zutaten, die im 2000 m2 großen „Da VinciSpa“ für sinnliche Stunden sorgen. onrail verlost zwei Gutscheine für das Arrangement „Traumtage Zeit zu zweit“ im Wert von je € 1062,–. Folgende Leistungen sind inkludiert: drei oder vier Nächte (je nach Anreisetag) inkl. Frühstück und drei oder vier romantische Abendmenüs für zwei Personen, Champagner und Chocolat d’Amour sowie Wellness im „Da Vinci Spa“. www.hotel-gams.at

Kunstvoll André Heller hat seine Erfolgsshow „Afrika! Afrika!“ neu inszeniert. Sie soll „ganz heutig und sogar noch um einiges exzentrischer und spektakulärer als 2006 werden“, verspricht der Künstler. Von 22.10.2013 bis 23.3.2014 gastiert sein „Glücksprojekt“, wie er es selbst nennt, in Klagenfurt, Innsbruck, Linz, Salzburg, Wien, Bregenz und Graz. onrail verlost 5 x 2 Tickets mit Programmbuch (alle Termine auf www.afrikaafrika.de).

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Afrikanische Akrobatik

Teilnahmebedingungen: Mit der Teilnahme an diesem onrail-Gewinnspiel erklären sich die Absender einverstanden, dass ihre Daten elektronisch gespeichert und für Marketingzwecke der Bohmann Druck und Verlag GmbH & Co.KG sowie jener Firmen, die Reisen oder andere Preise zur Verfügung stellen, weiter verwendet werden dürfen. Die Gewinner werden schriftlich verständigt. Über die Gewinnspiele kann kein Schriftverkehr geführt werden und sie finden unter Ausschluss des Rechtswegs statt.

Kommt zum Kuscheln!

f oto s: G AM S G e n i e SS e r- u n d Ku sc h e l h ot e l , B ü h n e Bade n , Sabi na Sar n i t z

Gewinnspiel


Unter der Patronanz von Youssou Ndour, Ministre du Tourisme et des Loisirs der Republik Senegal

André Hellers legendäre Originalproduktion endlich zurück in Europa

Die Zirkusextravaganz vom Kontinent des Staunens als THEATEREREIGNIS

LE N E I V M IT ATE MN NEUE BENDEN U B E R A CTS A RU N D S T I BE R E LI O N E N L 4 M I I STE RTE BEG E UCH E R BES

«Ein Besuch dieser Show sollte vom Arzt verschrieben werden.» FAZ

«Königreich der Gaukler und Paradies der Lebensfreude.» Der Spiegel

«Zum Niederknien.» Kurier

KLAGENFURT INNSBRUCK LINZ SALZBURG WIEN BREGENZ GRAZ

Kärntner Messe Congress Tipsarena Haus für Mozart Stadthalle Halle F Festspielhaus Stadthalle

22.10. 2013 29.10. 2013 5.11. 2013 4.12. 2013 22.12. 2013 20. 2. 2014 19. 3. 2014

01 253 888 Tourneeveranstalter: AFRIKA! Zirkus- & Veranstaltungs GmbH & Co. KG, Mannheim Örtlicher Veranstalter: Showfactory Entertainment GmbH

www.showfactory.at

27. 10. 2013 3.11. 2013 9.11. 2013 11.12. 2013 16.1. 2014 23. 2. 2014 23. 3. 2014

live dabei! www.ticketmaster.at

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onrail Ausgabe 3/2013  
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