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medizinpress.de Ausgabe 02/ 2013

LED-Licht

STUDIE Fraunhofer-Institut

Therapie NanophotonenTherapie Was ist die LED-Lichttherapie?

Zellbiologische-Studie des Fraunhofer-Institutes Dresden

Luxxamed HD1000

Kybernetische Schmerztherapie wissenschaftlich nachgewiesen „Made in Germany“

Entzündungen Erfolgreich behandeln

Wie wirkt Blaues + rotes Licht WIRKLICH? Wo liegen die Grenzen dieser Therapie? Ausbildung und Schulung


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Anwendungen

Inhalt

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Intro

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Mikro-Energie

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Richtlinien

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Hersteller

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Beinl채ngendifferenz

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Was ist Mikrostrom? Seit wann gibt es diese Therapie? Seit 2000 in Deutschland und Europa

Studien

wissenschaftliche Arbeiten

Studien 03

Biologische Energie

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Basische Wickel

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Kosmetik

Mikro-Energie-Therapie

Entschlacken und Entgiften

Faltenbehandlung mit Mikrostrom, Kosmetika

Herausgeber, Kontaktdaten

Welche EU-Richtlienen sind wichtig f체r Mikrostromger채te? Was steckt dahinter?


intro/ Medizinpress.de liefert Berichte und Neuigkeiten rund um den Bereich der Medizin und des Gesundheitswesens. Dabei Fokussierung wir uns speziell auf das Metier der komplementärmedizinischen Anwendungen. Wir möchten Ihnen mit Erfahrungsberichten von Anwendern und Patienten einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten bieten. Die positiven Resonanzen auf unsere Internetseite haben uns dazu ermutigt, auch ein Printmedium herauszubringen. In diesem Magazin geht es speziell um die Mikrostromtherapie. Diese spezielle Form der komplementären Medizin gewinnt in Europa mehr und mehr an Interesse. In Deutschland wird diese Therapieform seit dem Jahr 2000 eingesetzt. In vielen Bereichen wird die Mikrostromtherapie nach wie vor mit den klassischen elektrotherapeutischen Verfahren verwechselt und/oder verglichen. In einem Wirrwarr von Aussagen von Vertriebsorganisationen, bis hin zur teilweise Fehlinterpretation von Studien und wissenschaftlichen Arbeiten, wird es dem Interessierten Arzt oder Therapeuten nicht leicht gemacht, die für ihn konkreten Informationen herauszufiltern.

Durch die nicht seltenen verblüffenden Therapieergebnisse der Anwendung mit Mikroströmen, haben sich auch teils unseriöse Vertriebsgesellschaften auf dieses „Produkt“ gestürzt. Was dazu führte, dass der immer transparenter werdende Gesundheitsmarkt verunsichert wird und gerade die (Wissenschaftler und Hersteller), die versuchen diese Therapieform auf wissenschaftlich fundierte Beine zu stellen, in einer Informationsflut untergehen. Wir möchten in dieser Ausgabe diejenigen in den Fokus rücken, welche dafür gesorgt haben und nach wie vor dafür sorgen, die Aussagen rund um die Mikrostromtherapie mit wissenschaftlichen Studien zu untermauern. Gerade die immer schärfer werdenden Richtlinien der EU (z.B. 93/42/EWG) schreiben mittlerweile vor, dass Aussagen und auch Indikationen, die mit einem Medizinprodukt beworben werden, auch bewiesen sein müssen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Entdecken und kennenlernen der Mikrostromtherapie und ihren facettenreichen Anwendungsmöglichkeiten.

Patrick Walitschek

editor&creative director

MEDIZINPRESS.DE

impressum/ Verlag und Druck epubli GmbH Berlin www.epubli.de ©2013 Patrick Walitschek ISBN 978-3-8442-6209-4

Editor / Herausgeber Patrick Walitschek

Fragen und feedback:

Fotos istockphoto.com Patrick Walitschek

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Das Nutzen der Texte und Bilder auch auszugsweise ist nicht gestattet.

Email: info@medizinpress.de www.medizinpress.de


licht ist leben /

Bis zu 500% mehr ATP = Energie.

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Ohne Licht wäre kein Leben möglich und erst das Licht hat Voraussetzungen für eine kulturelle Entwicklung geschaffen, an deren vorläufigem Endpunkt die Kultur der heutigen Gesellschaft steht. Für lange Zeit war die Sonne die wesentliche Lichtquelle des Menschen. Das änderte sich mit der immer weiter fortschreitenden Nutzbarmachung des Feuers als Quelle für Wärme und Licht. Schon früh in der menschlichen Entwicklungsgeschichte gelang es den Menschen, das Licht des Feuers auch mobil nutzbar zu machen. Auf wirklich revolutionäre, neue Möglichkeiten dafür musste die Menschheit jedoch bis zum Jahre 1783 warten, als Aime Argand den Rundbrenner erfand. Mit dieser neuen Technologie war es möglich, Gaslaternen zu betreiben, die Licht effizienter und effektiver als mit den vorher üblichen Methoden zu erzeugen. Das Zeitalter der elektrischen Beleuchtung begann im Jahre 1879, als Thomas Edison die Glühlampe entwickelte (Zilinski 1998). Das quasi künstlich erzeugte Licht wurde zu einem der bedeutendsten Bausteine für die gesamte, dann folgende industrielle Entwicklung. Obwohl sich die Menschen mit ihrem Erfindungsreichtum durch Nutzung von immer mehr künstlichem Licht technisch weitgehend vom Sonnenlichts unabhängig machten, behielt die Sonne jedoch als Taktgeber für den Rhythmus von Tag und Nacht bis in die technisierten Neuzeit Ihren Einfluss auf Mensch und Natur. Aus evolutionärer Sicht ist die Sonne deshalb bis heute der bestimmende Faktor für die biologische Entwicklung des Lebens auf der Erde und ist auch für das gegenwärtige Überleben von Pflanzen, Tieren und Menschen weiterhin essentiell.

Aber auch der Mensch ist direkt abhängig vom Vorhandensein von Licht. Licht ist die physikalische Voraussetzung zur Stimulation der visuellen Sinnesreize, es steuert den Stoffwechsel, den Hormonhaushalt, das Immunsystem und zahlreiche Kommunikationsprozesse im menschlichen Organismus. Deshalb kann Lichtmangel das menschliche Wohlbefinden stark beeinträchtigen. So kann die geringe Tageslichtmenge im Winter zu einer sogenannten Winterdepression (Lewy, et al. 2006) führen. Genau so wirkt die Beleuchtung von Büros mit nicht dem Sonnenlicht entsprechendem Kunstlicht durch Freisetzung von Stresshormonen, welche die Arbeitsleistung beeinträchtigen. Ist der Mensch zu wenig dem Licht ausgesetzt, reduziert sich auch die Synthese des essentiellen Vitamin D in der menschlichen Haut (Holick 1995).


Die biologische Energie in unserem Kรถrper


Bis zu 500% mehr ATP = Energie.

Allerdings besitzt das Sonnenlicht nicht nur positive, sondern unter ungünstigen Umständen auch direkt schädigende Wirkungen auf den Menschen. Schädlich ist insbesondere die UltraviolettStrahlung, die bei entsprechender Intensität zunächst die Haut bräunt und dann zu Sonnenbrand bzw. sogar zur Krebsbildung führen kann. Die Krebs Behandlung erfolgt dann oft durch operative Entfernung kranken Gewebes, durch Medikamente und/oder Bestrahlung. Bei letzterer Methode werden oft auch Laser als Strahlungsquelle verwendet. Die Lasertechnologie wird ebenfalls in der alternativmedizinischen Behandlung von Akne und anderen Hautkrankheiten wie zum Beispiel Schuppenflechte als sogenannte laserbasierte Lichttherapie eingesetzt. Bis heute wurden schon zahlreiche Untersuchungen über den biochemischen Mechanismus durchgeführt, den eine Laserbehandlung auslöst. So wurde die Laserwirkung zum Beispiel auf Mäuse, aber auch innerhalb von InVitro-Modellen in Abhängigkeit von der Wellenlänge, der Frequenz und anderen strahlungstypischen Parametern untersucht. Die wichtigsten Ergebnisse dieser Forschungsarbeit zeigten, dass Laserlicht bei einigen der verwendeten Testorganismen eine vermehrte Zellproliferation bewirkte sowie entzündungshemmende, antiödematöse und analgetische Effekte (Hamblin und Demidova 2006), (Tafur und Mills 2008), (Posten, et al. 2005) auslöst.

Der Einsatz von Lasern für die Lichttherapie hat jedoch nicht nur Vorteile. Laser verursachen durch ihren hohen Stromverbrauch relativ hohe Energiekosten und auch die intensive Wärmeabstrahlung ist nachteilig. Hinzu kommen nicht unerhebliche Kosten für den Einsatz der zur Behandlung notwendigen Filter. Darüber hinaus kann man einen Laser nicht großflächig, sondern nur punktuell anwenden. Nicht zuletzt ist Apparatur sehr komplex (Yeh, Wu und Cheng 2010). Als Alternative zur Laserbehandlung rückt daher zumindest bei der Behandlung von Wunden und Hautkrankheiten beim Menschen die Applikation von sichtbarer Strahlung mittels Licht emittierender Dioden immer mehr in den Vordergrund (Barolet 2008).


was ist licht ? / Aus physikalischer Sicht ist Licht eine elektromagnetische Strahlung. Der für den Menschen sichtbare Teil des Lichtes befindet sich in einem Spektrum von 380nm bis 780nm Wellenlange. Die Grenzen zur Nichtsichtbarkeit sind jedoch allmählich, sodass die Werte geringfügig variieren können. An diesen Bereich des sichtbaren Lichts grenzen die Ultraviolettstrahlung und die Infrarotstrahlung an. (Thomas Walther, Herbert Walther: Was ist Licht? Von der klassischen Optik zu Quantenoptik. Beck. München. 1999) Bei dem Licht handelt es sich um eine Transversalwelle, deren Amplitude durch den Vektor des elektrischen Feldes bestimmt ist. Die Polarisation des Lichtes ist im Grunde eine Orientierung der elektrischen Feldvektoren im Raum. Ein reflektiertes Licht und auch das Licht des blauen Himmels sind zum Teil linear polarisiert. Licht von Glühlampen und der Sonne haben keine bestimmte Richtung in der Polarisation. (George H. Rieke: Detection of Light From the Ultraviolet to the Submillimeter. Cambridge Univ. Press, Cambridge 2003)

Licht kann gebrochen werden

Licht kann auch gebrochen werden. Dies geschieht am Übergang zwischen zwei Medien. Voraussetzung dazu ist, dass diese beiden Medien verschiedene optische Dichten aufweisen. Bei der Brechung kommt es zu einer Richtungsänderung des Lichtstrahls. Gleichzeitig findet auch eine Reflexion statt. (Klaus Hentschel: Einstein und die Lichtquantenhypothese. In: Naturwissenschaftliche Rundschau. 58, 6, 2005)

Weißes Licht kann in seine Bestandteile zerlegt werden, indem es auf ein Prisma geworfen wird, sodass es zweimal gebrochen wird. Dann zeigen sich alle Regenbogenfarben. Dazu gehören Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau und Violett. Diese Art der Brechung wird auch Dispersion genannt. Rot wird dabei am schwächsten gebrochen und violett am stärksten. (Völcker, Diethelm: Physik, Mittelstufe. Mentor Verlag. Munchen.1998. S. 25f.) Schon kleine Materialien schaffen es das Licht zu brechen. Dies kann auch durch Luft und Wasser geschehen. Dabei wird das Licht gestreut. Die Ausbreitung von Licht findet geradlinig statt. Pro Sekunde absolviert das Licht eine Strecke von 300.000 Kilometer. (Völcker, Diethelm: Physik, Mittelstufe. Mentor Verlag. Munchen.1998. S. 14f.)


load up your life - wie licht unser leben bestimmt

die led / Licht-Emitierende-Dioden LED-Lampen sind Licht emitierende Dioden. Im Gegensatz zur herkömmlichen und mittlerweile verbotenen Glühbirne, bei der ein Wolfrahmfaden zum Glühen gebracht wird, handelt es sich bei Dioden um ein Halbleiter-Bauelement. Dioden lassen den Strom in einer Richtung durch und senden dabei sichtbares, unzusammenhängendes Licht aus, Energie in Form von infraroter und ultravioletter Strahlung. Die Intensität und Farbe des Lichts ist abhängig vom Material und der Dotierung.

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Unsere Zellen arbeiten mit spezifischen lichtimpulsen

Im Grunde ist eine Leuchtdiode ein Kristall, entweder ein so genannter Halbleiterkristall, der pn-dotiert ist und meist aus Silizium, Germanium oder Galliumarsenid besteht, oder ein Metall-Halbleiter-Übergang. Licht entsteht durch eine Rekombination des mit positiver Ladung ausgestatteten Kristalls und den negativen Elektronen. Rekombination ist die Vereinigung positiver und negativer Ladungsträger. Da der Kristall eine sehr dünne, leitende Halbleiterschicht darstellt, strahlt das Licht durch. Eine Verstärkung des entweichenden Lichts erfolgt durch die Streuung des halbkugelförmigen Metalls und die Bündelung am Gehäuse.

Die Intensität ist aber abhängig von der Temperatur und erfolgt im gleichen Verhältnis zur Stromstärke. Leuchtdioden werden auch als elektronische Ventile bezeichnet und sind heute aus der Industrie und aus dem Haushalt nicht mehr wegzudenken. Ob in der Fernbedienung, beim CD-Player oder im Smartphone, überall stecken LED`s.

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led´s in der medizin / Welche Mikrostromgeräte sind nach den Richtlinien der EU klinisch bewertet?

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Ein Mikrostromgerät zeichnet sich durch die Eigenschaft aus „Ströme“ zu produzieren, welche unterhalb von 1 mA liegen. So weit so gut, diese Eigenschaft besitzen viele elektrotherapeutische Geräte. Das eigentliche „Geheimnis“ liegt jedoch in dem sogenannten Protokoll bzw. der Vorprogrammierung der entsprechenden Indikationen. Eines der ersten in Deutschland professionell auf den Markt gebrachten Mikrostromgeräte ist der sogenannte Clinic-Master MSG1200, produziert von der Firma Walitschek Medizintechnik. Der Clinic-Master MSG1200 besaß zehn fest programmierte Indikationen. Erweiterbar war dieses Gerät durch entsprechende ProgrammChipkarten. Aufgrund der seinerzeit ausgelösten Erfolgswelle, gerade beim Einsatz in physiotherapeutischen Praxen, sprangen einige Freelancer im Medizinmarkt auf diesen Zug auf. Bis zum März 2010 war das Inverkehrbringen bzw. Vermarkten von medizinischen Geräten im Vergleich zu anderen Ländern dieser Welt „relativ“ einfach und mit wenigen Hürden versehen.

Nun ist es jedoch grundsätzlich vorgeschrieben, dass bei Medizinprodukten, zu denen die Mikrostromgeräte zählen, eine sogenannte „klinische Bewertung“ durchgeführt werden muss. Dies gilt nicht nur für neue Medizinprodukte, welche nach 2010 in Verkehr gebracht werden, sondern auch für alle bereits auf dem Markt befindlichen Medizinprodukte. Diese klinische Bewertung muss auf Basis von klinischen Daten erstellt werden. Hierzu zählen im Besonderen entsprechende Studien. Gemäß der Risikoklassifizierung des Produktes (die meisten Mikrostromgeräte sind in der Risikoklasse 2A beheimatet) muss klar aus den Studien bzw. der klinischen Bewertung hervorgehen, Relevanz die jeweilige wissenschaftliche Arbeit in Bezug auf das Medizinprodukt hat. Geregelt sind diese Vorschriften in der EU-RL 93/42/EWG welche gleichzeitig die Basis für das deutsche Medizinproduktegesetz bildet. Weiter muss im Zusammenhang mit einem medizinischen Mikrostromgerät auch klar definiert sein, welches der entsprechende Einsatzbereich ist. Auch hier muss wiederum die Wirksamkeit durch klinische Studien bewiesen sein.


ermittlung des einflusses der eanophotonentechnologie® auf in vitro-Zellkulturen/ 1. Einleitung

Die Nanophotonentechnologie® ist eine Methode der Lichttherapie. Sie wird in der Akupunktur, bei der Behandlung von Narben und Wunden sowie bei der Behandlung von Muskeln bzw. Triggerpunkten eingesetzt. Die Wirksamkeit resultiert aus der gleichzeitigen Stimulation vieler inter- und intrazellulärer Prozesse. Die applizierten Photonen sollen den Zellmetabolismus steigern, den Antioxidschutz erhöhen sowie die Bildung von DNA und RNA fördern. In der Biomedizinischen Laboreinheit des Fraunhofer FEP sollte im Rahmen einer Masterarbeit der Einfluss der Nanophotonentechnologie® speziell auf zellbiologische Vorgänge untersucht werden. Realisiert wurde dies durch in vitro-Tests mit Zellkulturen und der Bestimmung definierter, zellbiologischer Parameter. Darüber hinaus sollten durch eine schwache Zellschädigung weitere Untersuchungen zur Optimierung der angewandten Nanophotonentechnologie® beitragen. Nach Absprache mit dem Auftraggeber wurden zusätzliche Untersuchungen bezüglich des Einsatzes der Nanophotonentechnologie® zur Entzündungshemmung durchgeführt. Die Nanophotonentechnologie® ist äußere Anwendung. D.h. frequenzbelegte Lichtimpulse, sogenannte Nanopho1 tonen, werden in der Praxis über LEDs auf die Haut des Menschen appliziert. Aufgrund dessen wurden als in vitroModellsysteme für die Untersuchungen zwei Zellarten ausgewählt, die im Bereich der menschlichen Haut lokalisiert sind. Zum einen wurde der Einfluss des Lichtes bestimmter Wellenlängen und vorgegebener Frequenzen auf die humanen Fibroblasten (dermale Bindegewebszellen; Zelllinie: AG01522D) näher analysiert, zum anderen wurde der Effekt auf die humanen Keratinocyten (epitheliale Zellen; Zelllinie: HaCaT) eingehender betrachtet. 1. Licht emittierende Dioden

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2. Vorgehensweise Testzyklen und Versuchaufbau

Versuchs¬gruppe Kontrolle ungeschädigt Behandelt ungeschädigt Kontrolle vorgeschädigt Behandelt vorgeschädigt

Alle Untersuchungen wurden an in vitro-Kulturen von humanen Fibroblasten (AG01522D) und humanen Keratinocyten (HaCaT) durchgeführt. Diese in vitro-Kulturen wurden einmal ohne und einmal mit vorhergehender schwacher Zellschädigung durch Cycloheximid einer Nanophotonen- LEDBehandlung unterzogen. Alle verwendeten Analysemethoden sind ausgewählte sensitive Methoden, die dem Stand der Technik entsprechen. Eine Matrix der Testzyklen wurde im Angebot unterbreitet und als Untersuchungsgrundlage akzeptiert. Tabelle 1 zeigt zusammenfassend einen Überblick über das Testregime und die Analysemethoden. Zellen

Vorschädigung

Behandlung

Behandlungszahl und Testverfahren

Fibroblasten

ohne Vorschädigung

keine

T1 - T7

ohne Vorschädigung

rotes LED-Licht, blaues LED-Licht

10 Behandlungen je 20 min T1 - T7

mit Vorschädigung (24 h 1 pM Cycloheximid)

keine

T1 - T7

mit Vorschädigung (24 h 1 pM Cycloheximid)

rotes LED-Licht, blaues LED-Licht

10 Behandlungen je 20 min T1 - T7

Keratinocyten Fibroblasten Keratinocyten Fibroblasten Keratinocyten Fibroblasten Keratinocyten

Zellbiologisches Testverfahren (T1): Analyse der Zellmorphologie mittels Lichtund Fluoreszezsmikroskopie

Zellbiologisches Testverfahren (T5): Analyse der Zellstoffwechselaktivität mittels Resazurin- Reduktionstest

Zellbiologisches Testverfahren (T2): Analyse des intrazellulären ATP-Gehalts

Zellbiologisches Testverfahren (T6): Analyse des Zellwachstums

Zellbiologisches Testverfahren (T3): Analyse der Zellvitalität mit der Durchflusszytometrie (FACS)

Zellbiologisches Testverfahren (T7): Analyse der Entzündungsparameter IL-6 und IL-8

Zellbiologisches Testverfahren (T4): Analyse des Zellzyklus mit der Durchflusszytometrie (FACS) 12 medizinpress.de

Das Programm für die Nanophotonentechnologie® wurde so modifiziert, dlass der Einfluss des roten und blauen LED-Lichtes separat voneinander untersucht werden konnte. Des Weiteren wurde die Programmdauer auf 3 h 20 min erhöht, was in der Praxis zehn Behandlungen je 20 min entspricht. Um einer gegenseitigen Beeinflussung sowie der Einwirkung äußerer ungewollter Einflüsse entgegenzuwirken, wurden die in den Experimentiergefäßen beinhalteten Zellen während der Nanophotonen-LED-Behandlung innerhalb des Brutschrankes durch lichtundurchlässige Platten voneinander abgeschirmt.


Theorie zum intrazellulären ATP-Gehalt und der Stoffwechselaktivität einer humanen Zelle

Die Gesamtheit der zur Aufrechterhaltung der Lebensvorgänge notwendigen Stoffwechselprozesse in einer Zelle wird als Zellstoffwechsel bzw. Zellmetabolismus bezeichnet. Eine Differenzierung der Stoffwechselreaktionen erfolgt in Katabolismus und Anabolismus. Katabole Stoffwechselwege sind charakterisiert durch den energieliefernden Abbau komplexer Moleküle, wohingegen bei anabolen Reaktionen unter Energieverbrauch körpereigene Stoffe aus einfachen Bausteinen aufgebaut werden.

Stoffwechselaktivität Aufschluss über die metabolische Gesamtaktivität von Zellen gibt der häufig genutzte Resazurin- Reduktionstest. Dabei wird Resazurin in die Zelle aufgenommen und in Abhängigkeit der Stoffwechselaktivität irreversibel zum rosafarbenen, fluoreszierenden Resorufin reduziert. Als unmittelbare Reaktionsmediatoren dienen die bei zellmetabolischen Prozessen gebildeten Reduktionsäquivalente. Dabei ist jedoch noch nicht geklärt, ob der Umsatz nur in den Mitochondrien oder auch im Cytoplasma stattfindet. Die Anregungswellenlänge für das Resorufin beträgt 560 nm, die Emimissionswellenlänge 590 nm. Die ermittelten Fluoreszenzintensitäten wurden als relative Fluoreszenzeinheiten (RFU) ausgegeben. Zur Gewährleistung der Vergleichbarkeit erfolgte die Auswertung der Probendaten als relative Stoffwechselaktivität prozentual bezogen auf die mitgeführte Kontrolle.

Resazurin

Resorufin Abbildung 1: Chemische Struktur von Resazurin und Resorufin

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Adenosintriphosphat Eine zentrale Rolle im Zellmetabolismus spielt dabei das Adenosintriphosphat (ATP). Es ist das energiereichste Molekül, was der menschliche Organismus selbst synthetisieren kann, und fungiert als Regulator bzw. Signalmolekül vieler energieliefernder Prozesse. Wie in Abbildung 2 dargestellt, setzt sich die Grundstruktur Moleküls zusammen aus einem Adeninrest, dem Zucker Ribose und drei Phosphatresten.

Eine zentrale Rolle im Zellmetabolismus spielt dabei das Adenosintriphosphat (ATP). Es ist das energiereichste Molekül, was der menschliche Organismus selbst synthetisieren kann, und fungiert als Regulator bzw. Signalmolekül vieler energieliefernder Prozesse. Wie in Abbildung 2 dargestellt, setzt sich die Grundstruktur Moleküls zusammen aus einem Adeninrest, dem Zucker Ribose und drei Phosphatresten. Fast die gesamte Zellarbeit hängt von der Aktivierung anderer Moleküle durch ATP ab. Zum Beispiel ist es als essentieller Faktor am aktiven Stofftransport durch semipermeable Biomembranen, der Synthese von organischen Molekülen und bei Muskelkontraktionen beteiligt. Eine etablierte Methode zur Ermittlung des ATP-Gehaltes innerhalb der Zelle ist das Luciferin-Luciferase-System. Dabei wird ATP über die Luciferase-katalysierte Oxidation von D- Luciferin nachgewiesen. Der Gehalt an ATP korreliert mit der Intensität des emittierten Lichtes, welches bei einer Wellenlänge von 560 nm vermessen wird.

D — Luciferin + ATP + 02 ^ Oxyluciferin + AMP + PPt + COz +Licht Die Kenntnis der intrazellulären ATP-Konzentration gibt einen spezifischen und direkten Einblick in den Energiehaushalt der Zelle, der in Korrelation mit anderen zellbiologischen Parametern noch spezifiziert werden kann.

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Theorie zur Analyse des Zellzyklus einer humanen Zelle

Der Zellzyklus beschreibt den periodischen Ablauf von Ereignissen in einer eukaryotischen Zelle von einer Zellteilung zur nächsten. Dieser zyklische Vorgang nimmt einen maximalen Zeitraum von 24 Stunden ein und wird dabei in verschiedene Phasen eingeteilt: der Mitosephase, in der die Kernteilung und die schlussendliche Zellteilung stattfindet, und der Interphase, die das Wachstum der Zelle an sich und die Synthese von essentiellen Zellbestandteilen umfasst. Der Zyklus beginnt mit der G1-Phase (Wachstumsphase). Die Zelle synthetisiert essentielle Proteine, Zellorganellen und RNA und nimmt an Größe zu. Darauf folgt die Synthesephase, in der unter hohem Energieaufwand die DNA

Abbildung 3: Zellzyklus2 einer humanen Zelle

Theorie zur Entzündung

Eine Entzündung ist eine komplexe Antwort des menschlichen Organismus auf innere sowie äußere physikalische, biologische oder chemische Reize mit dem Sinn, diese zu beseitigen, zu unterbinden oder daraus resultierende Schäden zu reparieren. Als wichtige Signalmoleküle und Mediatoren stehen die Zytokine im Vordergrund. Für die Untersuchungen wurden zwei proinflammatorische3 Zytokine erwählt, die

repliziert wird. In der G2-Phase bereitet sich die Zelle auf die Zellteilung vor, indem sie sich durch Lösung der Zell-Zell-Kontakte von den Nachbarzellen abgrenzt und abrundet. Dann findet die eigentliche Zellteilungsphase, genauer die Mitosephase statt. In der G1-Phase befindet sich ein wichtiger Kontrollpunkt des Zellzyklus. An diesem wird entschieden, ob die Zelle sich ausdifferenziert, somit spezifische Aufgaben im Körper übernimmt und den Zellzyklus nicht mehr durchläuft, d.h. in der sogenannten GO-Phase (Ruhephase) verweilt, oder ob der Zellzyklus fortgesetzt wird. Eine Rückkehr in die G1-Phase ist aber für bestimmte Zelltypen möglich. Abbildung 3 zeigt den Ablauf eines Zellzyklus.

an der Einleitung und Vermittlung von Entzündungen beteiligt sind: Interleukin-6 (kurz: IL-6) und Interleukin-8 (IL-8). Das IL-6 fungiert dabei als direkter Regulator einer Entzündungsreaktion und das IL-8 dient als Entzündungsmediator. Die Quantifizierung dieser Interleukin erfolgte mit dem solid phase sandwich ELISA (Enzyme-linked Immunosorbent Assay), bei dem die Konzentration an IL-6 bzw. IL-8 im Zellkulturüberstand detektiert wurde. 2. MURRAY, Andrew. The cell cycle. New York : Oxford University Press, 1993. S. 8. 3. Entzündungsreaktion einleitend

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Abbildung 4: Fluoreszenzmikroskopische Aufnahme der unbehandelten Fibroblasten (links), der mit rotem Licht behandelten Fibroblasten (Mitte) und der mit blauem Licht behandelten Fibroblasten (rechts) in 200- facher Vergrößerung

Abbildung 5: Fluoreszenzmikroskopische Aufnahme der unbehandelten Keratinocyten (links), der mit rotem Licht behandelten Keratinocyten (Mitte) und der mit blauem Licht behandelten Keratinocyten (rechts) in 200-facher Vergrößerung

3. Diskussion der Ergebnisse In Vorversuchen wurde untersucht, welche Zellkonzentration für die Folgeversuche und welche Substanz für eine schwache Zellschädigung geeignet waren. Diese Ergebnisse dienten als Grundlage für den weiteren Ablauf der Untersuchungen zur Nanophotonentechnologie®.

Reaktionsverhalten der humanen Hautzellen : Zellmorphologie

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Sowohl bei der Lichtmikroskopie, als auch bei der Fluoreszenzmikroskopie (siehe Abbildung 4 und Abbildung 5) konnten keine Unterschiede im Aussehen zwischen behandelten Zellen und den Kontrollgruppen festgestellt werden. Nicht behandelte sowie behandelte Zellen zeigten eine gute Anhaftung und Ausbreitung, was für eine gesunde Population spricht. Eine schädigende Wirkung der Nanophotonen-LED- Behandlung wird somit ausgeschlossen.


Reaktionsverhalten der humanen Hautzellen : Intrazellulärer ATP-Gehalt und Stoffwechselaktivität

Abbildung 6: Relativer intrazellulärer ATP-Gehalt der Fibroblasten (links) und Keratinocyten (rechts) und nach der Nanophotonen-LED-Behandlung als prozentuale Abweichung von der unbehandelten Kontrolle

zellulären ATP-Gehalt und somit den Energiehaushalt der Hautzellen positiv. D.h. es steht mehr Energie für energieverbrauchende wie die Zellteilung oder Synthese essentieller Bestandteile der menschlichen Zelle zur Verfügung.

Bei den Fibroblasten führte die Anwendung der Nanophotonentechnologie® zu einer tendenziellen Zunahme der Konzentration an intrazellulärem ATP im Vergleich zur Kontrollgruppe. Vor allem die Applikation des roten Lichtes auf die Zellen regte die Produktion des wichtigsten zellulären Energielieferantens an. Die Keratinocyten zeigten ein abweichendes Reaktionsverhalten durch die Nanophotonen-LED-Behandlung. Hier führte die Bestrahlung mit blauem Licht zu einer tendenziellen Steigerung der ATP-Synthese um 6,3 % an. Der Einsatz der Nanophotonentechnologie® beeinflusst den intra-

Durch die Applikation von rotem Licht auf die Hautzellen stieg die Gesamtstoffwechselaktivität um ca. 6 %. Eine deutlichere Erhöhung der Stoffwechselaktivität um 8 bis 9 % konnte nach der Behandlung der Fibroblasten sowie der Keratinocyten mit blauem Licht festgestellt werden. Demnach übt die Nanophotonentechnologie® einen positiven Einfluss auf die metabolische Aktivität der humanen Zellen aus. Eine gesteigerte Stoffwechselaktivität bedeutet, dass die gesunden, vitalen Zellen mehr Energie z.B. zur Zellteilung und -vermehrung zur Verfügung haben.

Abbildung 6: Relativer intrazellulärer ATP-Gehalt der Fibroblasten (links) und Keratinocyten (rechts) und nach der Nanophotonen-LED-Behandlung als prozentuale Abweichung von der unbehandelten Kontrolle

Reaktionsverhalten der humanen Hautzellen : Zellzyklus

Abbildung 7: Relative Stoffwechselaktivität der Fibroblasten (links) und Keratinocyten (rechts) und nach der Nanophotonen-LED-Behandlung als prozentuale Abweichung von der unbehandelten Kontrolle

Die Fibroblasten tendierten nach der Nanophotonen-LED-Behandlung in Richtung Ruhephase, erkennbar an der prozentualen Zunahme in der G0/ G1-Phase im Vergleich zur Kontrollgruppe. Dieses Ergebnis war nach der Bestrahlung mit rotem Licht umso deutlicher ausgeprägt (+ 3,7 %). Bei den Keratinocyten hingegen kam es vor allem durch die Applikation des blauen Lichtes zur

Erhöhung des prozentualen Anteils der Zellen in der G2/M-Phase (+ 2,0 %), was für eine Tendenz in Richtung Zellteilung spricht.

Abbildung 8: Anteile der Fibroblasten (links) und Keratinocyten (rechts) in den jeweiligen Zellzyklusphasen und nach der Nanophotonen-LED-Behandlung als prozentuale Abweichung von der unbehandelten Kontrolle

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Modell des Ausheileffektes : Zellmorphologie der vorgeschädigten Hautzellen

Modell des Ausheileffektes : Intrazellulärer ATP-Gehalt und Stoffwechselaktivität der vorgeschädigten Hautzellen

Die mit* gekennzeichneten Beschriftungen innerhalb der folgenden Abbildungen beziehen sich auf die schwache Vorschädigung der Zellen mit Cycloheximid. Analog der Ergebnisse zu den ungeschädigten Hautzellen zeigten auch die mit Cycloheximid vorgeschädigten Zellen durch die NanophotonenLED-Behandlung keine zellmorphologischen Unterschiede im Vergleich zur Kontrollgruppe. Die vorgeschädigten Zellen wiesen - wie zu erwarten - eine geringere Zelldichte als die ungeschädigten Zellen auf. Eine schädigende Wirkung der Nanophotonen-LED-Behandlung wird somit ausgeschlossen.

Sowohl bei den Fibroblasten, als auch den Keratinocyten resultierte die Nanophotonen-LED- Behandlung in einer tendenziellen Steigerung des intrazellulären ATP-Gehaltes. Die Applikation des roten Lichtes auf die Zellen führte bei beiden Zellarten zu einer deutlicheren Stimulation der ATP-Produktion. Der Einsatz der Nanophotonentechnologie® unterstützt den Ausheileffekt der Zellen dahingehend, dass mehr Energie für den Regenerationsprozess zur Verfügung steht.

Abbildung 9: Relativer intrazellulärer ATP-Gehalt der vorgeschädigten Fibroblasten (links) und der vorgeschädigten Keratinocyten (rechts) und nach der Nanophotonen-LED-Behandlung als prozentuale Abweichung von der unbehandelten, vorgeschädigten Kontrolle

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Durch die Bestrahlung mit rotem Licht ging eine Stimulation der Stoffwechselaktivität der Fibroblasten sowie der Keratinocyten hervor. Die Applikation von blauem Licht auf die Hautzellen steigerte die Gesamtstoffwechselaktivität signifikant um 10,9 % (Fibroblasten) bzw. 9,6 % (Keratinocyten). Die Nanophotonentechnologie® übt einen positiven Einfluss auf die metabolische Aktivität der humanen Zellen aus. Bei diesen vorgeschädigten Zellen bedeutet eine Zunahme der metabolischen Aktivität, dass mehr Energie für den Regenerationsprozess zur Verfügung.

Abbildung 10: Relative Stoffwechselaktivität der vorgeschädigten Fibroblasten (links) und der vorgeschädigten Keratinocyten (rechts) und nach der Nanophotonen-LED-Behandlung als prozentuale Abweichung von der unbehandelten, vorgeschädigten Kontrolle


Modell des Ausheileffektes : Zellzyklus der vorgeschädigten Hautzellen

Die Fibroblasten sowie die Keratinocyten zeigten ein ähnliches Reaktionsverhalten auf die Nanophotonen-LED-Behandlung. Durch die Applikation des blauen Lichtes auf die humanen Hautzellen zeigte sich eine Erhöhung des prozentualen Anteils der Zellen in der G2/M-Phase (+ 1,3 % bei den Fibroblasten; + 2,9 %bei den Keratinocyten). Dies spricht bei beiden Zellarten für eine Tendenz in Richtung Zellteilung. Damit verbunden ist die Erkenntnis, dass der Ausheileffekt durch die stimulierte Zellteilungstendenz begünstigt wird. Ein positiver Effekt der Nanophotonentechnologie® auf die Regeneration der Zellen ist anhand dieses zellbiologischen Parameters auch somit erkennbar. Abbildung 11: Prozentuale Anteile der jeweiligen Zellzyklusphasen der vorgeschädigten Fibroblasten (links) und der vorgeschädigten Keratinocyten (rechts) und nach der Nanophotonen-LED-Behandlung als prozentuale Abweichung von der unbehandelten vorgeschädigten Kontrolle

Modell des Ausheileffektes : Zellvitalität der vorgeschädigten Hautzellen

Abbildung 12: Prozentuale Anteile an vitalen, apoptotischen und nekrotischen Zellen der vorgeschädigten Fibroblasten (links) und der vorgeschädigten Keratinocyten (rechts) und nach der Nanophotonen-LED- Behandlung als Abweichung von der unbehandelten, vorgeschädigten Kontrolle

Apoptose und Nekrose sind zwei Formen des Zelltodes. Eine Erhöhung der Anteile apoptotischer und/oder nekrotischer Zellen spräche für einen schädigenden Einfluss, eine Abnahme hingegen spricht für einen heilenden, stimulierenden Einfluss, welcher dem Zellstress entgegenwirkt. In den Versuchen konnten bei den Fibroblasten keine signifikanten Veränderungen der Anteile an vitalen, apoptotischen und nekrotischen Zellen nach der Nanophotonen-LED-Behandlung festgestellt werden. Nach Applikation der Nanophotonen auf die Keratinocyten hingegen war durch rotes eine tendenzielle und durch blaues Licht eine signifikante Verbesserung der Zellvitalität erkennbar. Dies spiegelt sich in der prozentualen Zunahme der vitalen Keratinocyten (+ 2,7 %) und der Abnahme der apoptotischen Zellen (- 2,9 %) nach der Behandlung mit blauem Licht wider. Eine unterstützende Wirkung der Nanophotonentechnologie® bei der Verringerung des Zellstresses und der Regeneration der Keratinocyten ist anhand dieses zellbiologischen Parameters auch somit absehbar.

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Entzündungshemmung : Humane Fibroblasten

Abbildung 13: Relativer IL-6-Gehalt (links) und IL-8-Gehalt (rechts) der Fibroblasten nach LPS-Zugabe zur Modellierung einer Entzündungsreaktion und nach der Nanophotonen-LED-Behandlung als prozentuale Abweichung von der Kontrolle

Wie bei den Fibroblasten konnte auch bei den Keratinocyten die Nanophotonen-LED- Behandlung der Konzentrationserhöhung von IL-6 und IL-8 durch das bakterielle Toxin LPS (Lipopolysaccharide) entgegenwirken. Insbesondere die Bestrahlung mit blauem Licht führt zu einer Verringerung des Gehaltes an IL-6 um 17,8 % und des Gehaltes an IL-8 um 21,3 %. Da diese beiden Zytokine proinflammatorisch sind, bedeutet dies, dass die Entzündungsreaktion partiell unterbunden wird. Somit wurde eine entzündungshemmende Wirkung der Nanophotonentechnologie® auf die menschlichen Keratinocyten festgestellt. Abbildung 14: Relativer IL-6-Gehalt (links) und IL8-Gehalt (rechts) der Keratinocyten nach LPS-Zugabe zur Modellierung einer Entzündungsreaktion und nach der Nanophotonen-LED-Behandlung als prozentuale Abweichung von der Kontrolle

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Entzündungshemmung : Humane Keratinocyten

Die mit # gekennzeichneten Beschriftungen innerhalb der folgenden Abbildungen beziehen sich auf die Modellierung einer Entzündungsreaktion der Zellen mit bakteriellem Lipopolysaccharid. Im Anhang befinden sich die dazugehörigen Daten für diese Versuche (Abbildung 16, Abbildung 17). Bei den Fibroblasten konnte die Nanophotonen-LED-Behandlung der Konzentrationserhöhung von IL-6 und IL-8 durch das bakterielle Toxin LPS entgegenwirken. Insbesondere die Bestrahlung mit blauem Licht führt zu einer Verringerung des Gehaltes an IL-6 um 12,5 % und des Gehaltes an IL-8 um 17,3 %. Da diese beiden Zytokine proinflammatorisch sind, bedeutet dies, dass die Entzündungsreaktion partiell unterbunden wird. Somit wurde eine entzündungshemmende Wirkung der Nanophotonentechnologie® auf die menschlichen Bindegewebszellen festgestellt.


4. Zusammenfassung und Ausblick Wirkung der Nanophotonentechnologie® auf die humanen Hautzellen •

durch licht- und fluoreszenzmikroskopische Untersuchungen keine Unterschiede im Aussehen der Zellen zwischen den mit rotem oder blauem Licht behandelten Hautzellen zu den Kontrollgruppen erkennbar keine signifikanten Veränderungen der Anteile an apoptotischen und nekrotischen Fibroblasten oder Keratinocyten nach der Nanophotonen-LED-Behandlung keine signifikante Abweichung des Zellwachstums im Vergleich zur Kontrolle

Bestrahlung der Keratinocyten mit rotem Licht regte nur den Stoffwechsel an (+ 5,6 %)

Applikation des blauen Lichtes auf die Fibroblasten resultierte in einer tendenziell positiven Beeinflussung der ATP-Synthese (+ 2,1 %), der metabolischen Aktivität (+ 7,8 %) und der Erholung

Behandlung der Keratinocyten mit blauem Licht spiegelte sich in einem erhöhten intrazellulären ATP-Gehalt (+ 6,3 %), der gesteigerten Stoffwechselaktivität (+ 8,8 %) und der Tendenz in Richtung Zellteilung wider Fazit: Den gesunden, vitalen Zellen steht aufgrund der positiven Wirkung der Nanophotonen- LEDBehandlung mehr Energie z.B. zur Zellteilung und -vermehrung zur Verfügung.

Fazit: Eine schädigende Wirkung der Nanophotonentechnologie® auf diese zellbiologischen Parameter wird somit ausgeschlossen •

Nanophotonen-LED-Behandlung der Fibroblasten mit rotem Licht führte zu einer tendenziellen Stimulation der intrazellulären ATP-Produktion (+ 4,6 %), des Stoffwechsels (+ 6,0 %) und der Erholung

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Beurteilung des Ausheileffekt •

licht- und fluoreszenzmikroskopischen Analysen erbrachten keine Veränderungen im Aussehen der vorgeschädigten Zellen zwischen den mit rotem oder blauem Licht behandelten Hautzellen und der dazugehörigen Kontrollen

Nach der Exposition der vorgeschädigten Keratinocyten gegenüber dem roten Licht zeigten diese ein ähnliches Reaktionsverhalten (ATP +3,7 %; Stoffwechsel + 6,9 %, Stimulation der Zellteilung)

Applikation des blauen Lichtes auf die Fibroblasten resultierte in einer tendenziell positiven Beeinflussung der ATP-Synthese (+ 1,7 %), der Zellteilung und der signifikanten Steigerung der metabolischen Aktivität (+ 10,9 %)

Reaktion der Keratinocyten auf die Behandlung mit blauem Licht spiegelte sich in einem gesteigerten intrazellulären ATP-Konzentration (+ 1,6 %), der signifikant erhöhten Stoffwechselaktivität (+ 9,6 %) sowie Zellvitalität und der Tendenz in Richtung Zellteilung wider

Nanophotonen-LED-Behandlung der Zellen führte zu keinen signifikanten unterschieden des Zellwachstums im Vergleich zur Kontrolle

Fazit: Zusammenfassend ist zu sagen, dass aufgrund der Stimulation der ATP-Synthese und der metabolischen Aktivität den Hautzellen mehr Energie für die Verringerung des Zellstresses (ausgelöst durch Cycloheximid) und der daran gekoppelten Regeneration zur Verfügung steht. Des Weiteren wird die Zellteilungstendenz begünstigt, was auch dafür spricht, dass der Ausheileffekt durch die Nanophotonentechnologie® positiv beeinflusst wird.

Fazit: Eine schädigende Wirkung der Nanophotonentechnologie® auf diese zellbiologischen Parameter wird somit ausgeschlossen •

Nanophotonen-LED-Behandlung mit rotem Licht führte bei den mit Cycloheximid vorgeschädigten Fibroblasten zu einer tendenziellen Stimulation der intrazellulären ATP- Produktion (+ 2,1 %), des Stoffwechsels (+ 4,5 %) und der Zellteilung

Beurteilung des Ausheileffekt •

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Eine Entzündungshemmung durch die Nanophotonentechnologie® konnte bezogen auf die proinflammatorischen Zytokine IL-6 und IL-8, die für die Einleitung einer Entzündungsreaktion mitverantwortlich sind, bei den Fibroblasten und den Keratinocyten ermittelt werden

Dabei führte vor allem die Bestrahlung der Hautzellen mit blauem Licht zu einer deutlichen Abnahme der Konzentrationen beider Zytokine (Fibroblasten: : - 12,5 % IL-6, - 17,3 % IL-8; Keratinocyten: - 17,8 % IL-6, - 21,3 % IL-8) Fazit: Eine entzündungshemmende Wirkung der Nanophotonentechnologie® bezüglich dieser untersuchten Parameter ist hervorzuheben.


Zusammenfassung Die gesammelten Ergebnisse zum Einfluss der Nanophotonentechnologie® auf die in vitro-Zellkulturen der humanen Fibroblasten und Keratinocyten sind in Abbildung 15 aufgeführt.

Abbildung 15: Übersicht der Ergebnisse (modifiziert nach: Bährle-Rapp, M., Springer Lexikon - Kosmetik und Körperpflege (3. Auflage). Springer, 2008)

Ausblick Die Nanophotonentechnologie® hat als Form der Lichttherapie zukünftig großes Potential in der alternativmedizinischen und sanften Behandlung verschiedenster Krankheitsbilder noch anerkannter zu werden, da dieser eine positive Beeinflussung des Zellstoffwechsels bis hin zur Entzündungshemmung zugeschrieben werden kann. Als Empfehlung zur Optimierung der Nanophotonentechnologie® ist die Untersuchung folgender Parameter möglich:

Variation in der Beleuchtungsintensität des emittierten Lichtes

Untersuchung der Effekte der einzelnen, in dem Programm vorgegebenen Frequenzen

Variation der Behandlungsdauer bzw. Behandlung in zeitlichen Intervallen durchführen

Erweiterung der Applikationsfelder

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Anhang:

Abbildung 16: Konzentration an IL-6 (links) und IL-8 (rechts) der Fibroblasten nach LPS-Zugabe zur Modellierung einer Entz端ndungsreaktion und nach der Nanophotonen-LED-Behandlung (n = 3)

Abbildung 17: Konzentration an IL-6 (links) und IL-8 (rechts) der Keratinocyten nach LPS-Zugabe zur Modellierung einer Entz端ndungsreaktion und nach der Nanophotonen-LED-Behandlung (n = 3)

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im sport/ Energie a ipsum Mehr Energie, schnellere Regenerationfür viele Spitzensportler unverzichtbar.

Im Bereich des Spitzensports geht es oftmals hoch her. Die Sportler müssen enorme körperliche Belastungen aushalten, was nicht immer ohne Verletzungen bleibt. Hier hat sich die Mikrostromtherapie bereits sehr früh etabliert. Die Geräte der Firma Walitschek Medizintechnik wurden erstmals bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney erfolgreich im Profisport eingesetzt. Der deutsche Fußballbund mit seinem Chef-Therapeuten Klaus Eder setzt ebenfalls auf das effizienten Mikrostromgerät Clinic-Master-Professional. Hierzu wurde im Jahr 2011 eine Schulung zum Einsatz der Mikrostromgeräte im Therapiezentrum von Klaus Eder in Donaustauf durchgeführt.

„Ein Wahnsinnstempo ... “ „Konditionell klar überlegen ... “ , so beschrieb es die Bild-Zeitung zum Weltmeisterschaftssieg von Robert Steglitz im Supermittelgewicht. Robert Stieglitz setzt vor allem auf die sehr stark beschleunigte Regeneration durch die Anwendung des Vital-Masters. „Ich fühle mich nach dem harten Training nicht mehr so müde ..... und kann meine Regenerationszeiten deutlich verkürzen“, sagte Robert Stieglitz. Seine Sportwissenschaftler konnten anhand einer genauen Trainingsanalyse (Firma WESP) den Erfolg vom Zusammenspiel eines speziell konzipierten Trainings und der Mikrostromtherapie klar definieren. Nicht nur in Deutschland wird auf die Mikrostromtherapie mit dem VitalMaster gesetzt, so wird unter anderem auch die Wimbledon-Siegerin aus dem Jahr 2011, Petra Kvitova CZ, regelmäßig mit diesem Gerät behandelt. medizinpress.de

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basische wickel/ Der menschliche Körper ist zwar sehr belastbar, doch wenn das natürliche Gleichgewicht durch schadstoffbedingte Einflüsse aus der Umwelt gestört wird, kann unser Körper dies alleine fast nicht mehr ausgleichen. Gerade weil das menschliche Organsystem auf das basisch korrekte Gleichgewicht angewiesen ist, kann es bei Schwankungen der PHWerte in unserem Blut schnell gesundheitsgefährdend sein. Aber auch die vielen künstlich hergestellten organischen Verbindungen in unserer Nahrung, zu starker Konsum von Genussmitteln sowie generell unausgewogene Ernährung können dazu führen, dass sich in unserem Körper all diese Schadstoffe ablagern und somit das Bindegewebe und das Fettgewebe in der Unterhaut übersäuern. Eine selbstständige Entschlackung und Entgiftung ist daher nahezu unmöglich. Dies führt dazu, dass zunehmend Organgenhaut, Übersäuerung und Verschlackungen innerhalb des Körpers auftreten. 26 medizinpress.de

Eine Selbstreinigung des Körpers ist zwar möglich, dafür müsste er aber 100%-ig gesund sein. Dann würde die selbständige Reinigung und Entgiftung über die Haut, die Schleimhäute, die Niere und Lunge oder aber auch über den Darm erfolgen. Wenn diese Ausscheidungsorgane nun nicht mehr die Entschlackung alleine aktivieren können, stehen einige sehr hilfreiche Methoden, wie die basische Wickeltherapie mit der Biostimulation durch Mikrostrom zur Verfügung. Die Form dieser Therapie ist in Deutschland gerade auf dem Vormarsch, weil sich die Anwendungen schon sehr erfolgreich in den USA etabliert und nicht nur zur Entgiftung und Entschlackung eingesetzt werden, sondern auch als ergänzende Form der Schmerztherapie positive Anwendung finden.


entschlacken & entgiften/ Ausleiten mit basischen Wickeln und Mikrostrom Bei einer solch basisch fundierten Wickeltherapie mit unterstützter Biostimulation durch Mikrostrom, wird ein Gel, welches basisch ist, auf die jeweiligen Körperregionen aufgetragen. Dies kann partiell auf Armen, Beinen sowie am Bauch oder aber auch komplett auf dem ganzen Leib erfolgen. Nach dem Auftragen des basisch fundierten Gels oder aber auch Salzen, die basisch aufgebaut sind, werden die lauwarmen Wickel um die entsprechenden Körperstellen gelegt. Die verwendeten Wickel sollten aus Naturfasern, die atmungsaktiv sind, hergestellt sein. In die Wickel werden nun die für den Mikrostrom notwendigen Elektronen platziert. Der Strom, der nunmehr zur Biostimulation, in Kombination mit den basisch fundierten Salze oder Gele, auf den Stoffwechsel durch die säurebindenen Wasserstoffionen im Gewebe einwirkt, lässt das Bindegewebe entsäuern und die Entgiftung kann durch diese Biostimulation starten. Somit wird das komplette Gewebe zur Entschlackung vorbereitet.

Die Anwendung ist auch oft als Bodywrap im Angebot der ausgebildeten Fachkräfte. Die Anwendung der Biostimulation mit dem Mikrostrom ist nicht gesundheitsschädlich, da die zugeführten Strommengen sich im Mikroamperebereich bewegen. Das Einwirken der Anwendung sollte ca. 50 Minuten betragen, damit der Körper vollkommene Entspannung findet und die Entgiftung durch den Stoffwechsel stattfinden lassen kann. Neben den positiven Effekten der basisch gehaltenen Wickel mit dem Mikrostrom als Entschlackung und Entgiftung, wird die Biostimulation auch oft bei chronischen Erkrankungen, allgemeiner Übersäuerung und Gelenkschmerzen erfolgreich eingesetzt.

Durch die Schadstoffe, werden auch automatisch die Organe sehr belastet. Dies hat oftmals zur Folge, dass zwangsläufig auch das Immunsystem des Körpers zusammenbricht und so keine natürlichen Abwehrstoffe mehr gegen Erreger bilden kann. Mit der basischen Wickeltherapie in Verbindung mit dem Mikrostrom sind durch Laboruntersuchungen (Schwermetalltest) ausgeschiedene Schadstoffe im Urin nachgewiesen worden. Zudem wird das Gewebe der Haut verdichtet wird und eine messbare Verringerung des Umfangs aufgrund der Entschlackung erzielt werden kann.

Gesunder Geist - in einem gesunden Körper.

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Wer schรถn sein will muss nicht mehr Leiden

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kosmetik/ Mikrostrom in der Kosmetik Biofacelifting Cellulite Faltenbehandlung Wirkweise Im Bereich von kosmetischen Behandlungen sind die stoffwechselfördernden Eigenschaften der Mikrostromtherapie deutlich von Vorteil. Durch die Anwendung kann die Durchblutung um bis zu 35%-ig, die Lymphdrainage um bis zu 28%-ig, die Elastinfasern um bis zu 45%-ig und der Collagenaufbau um bis zu 10%-ig verbessert werden.

“Verjüngung der Haut” Eine der Hauptgründe für den Verjüngungseffekt der Haut ist, dass die Muskulatur durch die Anwendung schneller aufgebaut wird und die Zellteilung zunimmt. Jedoch nicht nur im Gesicht kommt diese Anwendung zum Tragen, auch andere Körperregionen können hiermit kosmetisch behandelt werden.

Anwendung / Experten Die Heilpraktikerin und Kosmetikerin Radojka Flöer hat zur Anwendung der Mikrostromtherapie im Bereich der Kosmetik ein spezielles Anwendungs- und Schulungsverfahren entwickelt. Hierzu hat sie im Jahr 2012 das Buch „Beauty Wellness mit Biologischer-CellRegulation“ herausgebracht. Erschienen ist das Buch im Windsor Verlag. ISBN (978-1938699-23-8)

Spezielle Kosmetikprodukte ergänzen die Anwendung mit Mikroströmen.

Gerät + Vertrieb Die Firma Partners in Health vermarktet speziell für die kosmetische Anwendung das Mikrostromgerät „Vital-Master BCR-Kosmetik“. Das Gerät hebt sich besonders durch seine Frequenzbandbreite von 0,1-10.000 Hz hervor. Frau Flöer hat nach jahrelanger Forschung spezielle kosmetische Programme auf den Vital-Master abgestimmt.

Kosmetika Die speziell für die kosmetische Anwendung mit Mikroströmen entwickelte Kosmetikserie der Firma VitaCELLnetic ergänzt das Konzept von Frau Flöer und der Firma Partners in Health. Die Produkte enthalten hochdosierte Wirkstoffe wie Gold, Edelsteine und Pflanzenelexiere und sind frei von unerwünschten chemischen Zusätzen. Die Palette umfasst maßgeschneiderte Pflegeprodukte für Gesicht, Körper und Haare. Weitere Informationen hierzu unter http://www.vitacellnetic.ch.

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studien/ Wissenschaftliche Arbeiten, Veröffentlichungen, randomisierte klinische Studien Es gibt bereits einige Veröffentlichungen und Studie zur Mikrostromtherapie, gerade in den USA wurde seit den 1970´er Jahren eine Vielzahl von klinischen Studien erstellt. Doch welche sind tatsächlich repräsentativ für die „digitale“ Mikrostromtherapie?

1 Klinische Studie Dresden Randomisierte klinische Studie zum patientenbezogenen Nutzen der BCRTherapie (Mikrostrom) bei Patienten nach Knie-Total-Endoprothese. – Die Rehabilitation 2010-49. Jahrgang – Seite 173-179; G. Rockstroh, W. Schleicher, F. Krummenauer - Durchgeführt mit Clinic-Master-Professional

2 Klinische Studie Valencia Schmerzlinderung bei Zervikalgien durch Mikrostromtherapie – Fundacion Universidad-Empresa, Universidad de Valencia, Spanien. R. Torres, R. GonzalezPena, F. Arrizabalaga, J. Casana-Granell, Y. Alakhdar-Mohamara und J.C. BenitzMartinez. 18. Februar 2012 – durchgeführt mit Clinic-Master-Professional

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3 MAS Physiotherapie Effekte der biologischen Zellregulationstherapie / BCR (Mikrostrom) bei chronischer Achillodynie - eine doppelblindierte und randomisierte Pilotstudie, zur Erlangung des Titels Master of advanced Studies in Sportsphysiotherapy (MAS). Universität Salzburg, Meggi Mohrbutter, 04.03.2011. Durchgeführt mit Clinic-Master-Professional.

4 Bachelor Physiotherapie Dualer Bachelor-Studiengang Physiotherapie zur Erlangung des Grades “Bachelor of Science” . Mikrostromtherapie bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen. Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf; Erstprüfer: Prof. Dr. Erwin Scherfer; Winifried Backhaus; 30.06.2010 Buxtehude; durchgeführt mit dem Clinic-Master professional.

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Klinische Studie Zytokine Veränderung mit Mikrostrom bei Fibromyalgie verbunden mit einem Halswirbelsäulen-Trauma. - Carolyn R. McMakin; Walter M. Gregory; Terry M. Phillips - Fibromyalgia and Myofascial Pain Clinic of Portland USA, University College London, Portland USA 14.12.2004; Gerät zur Durchführung der Studie ist uns nicht bekannt.

6 Klinische Beobachtung Beobachtung bei neurologischen Patienten während der Therapie mit dem Clinic-Master-Professional und VitalMaster. - Im Zeitraum August 2008 bis April 2010 wurden 99 Patienten mit den Diagnosen Mb. Parkinson, Multiple Sklerose, Amyotrophe Lateralsklerose sowie der Restless-Legs-Problematik unter stationären und/oder abulanten klinischen Bedingungen speziell mit dem Clinic-Master-Professional / VitalMaster behandelt. Städtisches Krankenhaus Kiel - Inge Metag, Physiotherapeutin; 04.09.2010


wundheilung/ Im Jahr 1843 hat Dubois-Reymond berichtet, dass in den Wundgebieten auf der Haut des Menschen eine Art Heilungsstrom in einer Intensität von weniger 1-mA messbar ist. Später wurde bekannt, dass im Umfeld von Wunden ein elektromagnetisches Feld besteht, das auch als „Wundheilungs-Strom“ bezeichnet wird. Der Strom breitet sich dabei in einem Radius von 2 -3 mm um die Wunde herum aus. Der Gradingent fällt dabei von 140 mV/mm bis 0 mV/mm. Wood et al. führte eine Doppelblind- Wundheilungsstudie mit der Applikation von Strömen zwischen 300-600 Mikroampere bei 74 Patienten durch. Die Patienten litten an Stadium II und Stadium III Decubitus. Die Patienten wurden randomisiert in 2 Gruppen - die „Treatment-Group (n=43) und die Placebo-Group (n=31), welche die Standardbehandlungen bekamen.

Nach 8 Wochen waren 58%-ig der Ulcera in der „Treatment-Group“ geheilt, während in der Placebo-Group nur 1 Ulcera geheilt war! Die restlichen Ulcera in der Placebogruppe verschlechterten sich. Eine weitere Studie führte Junger et al bei Ulcera an den Beinen von 15 Patienten durch, die über 79 Monate bei der Standardbehandlung keine Verbesserung verspürt hatten. Junger platzierte für 14 Tage die Katode direkt auf der Wunde und für weiter 10 Tage die Anode direkt auf der Wunde. Die Behandlung wurde täglich für 30 Minuten durchgeführt. Mit dem Ergebnis, dass sich die Hauptwunde um 63% (P<.01) reduzierte.

Nach 14 Tagen und täglicher Behandlung waren die Wunden geschlossen!

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anwendungen/ “Viele Wege führen nach Rom.”

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Die Mikrostromtherapie kann in verschiedenen Varianten angewendet werden. Ganz nach dem Motto „viele Wege führen nach Rom“ wird mittels Klebeelektroden, Stabelektroden, basischen Wickeln und verschiedenen anderen Möglichkeiten die Therapie durchgeführt. Die wohl am meisten eingesetzte Methode ist die Anwendung mit Klebeelektroden. Hierbei handelt es sich in der Regel um mehrfach einsetzbare Klebe-Pads, die über ein Elektrodenkabel mit dem Mikrostromgerät verbunden werden. In der Basis-Anwendung wird das Schmerzgebiet mit den Elektroden umzingelt und zusätzlich eine Lymphdrainage angelegt.

Der Vorteil bei den Klebeelektroden ist, dass die Anwendung in den meisten Fällen über den Behandlungszeitraum vollautomatisch abläuft. Gerade im Bereich der Physiotherapie wird allerdings die Anwendung mit den Stabelektroden bevorzugt. Hierbei kann sich der Therapeut ganz individuell auf die Schmerzpunkte, Narben, Sehnen oder die betroffene Muskulatur konzentrieren. Auch eine Kombination der Anwendung mit Klebeelektroden und Stabelektroden ist häufig zu sehen.


Durch den sehr weiten Anwendungsbereich der Mikrostromtherapie und die damit teilweise verbundene Komplexität in der Anwendung, haben sich sogenannte Schulungs–Spezialisten oder auch Fortbildungs-Institute auf die Schulung spezieller Anwendungskonzepte mit der Mikrostromtherapie konzentriert. Hierbei geht es im Speziellen um die Kombination verschiedener komplementärmedizinischer Verfahren, wie beispielsweise die Akupunktur oder manualtherapeutische Verfahren. Die Ausbildung besteht in den meisten Fällen aus aufeinander aufbauenden Schulungsblöcken. Dabei vereinen die meisten Schulungsanbieter die gleiche Vorgehensweise, den Menschen und seine Erkrankung ganzheitlich und als Einheit zu betrachten. An solchen Fortbildungsveranstaltungen Interessierte sollten darauf achten, dass die angebotenen Inhalte auch weitestgehend auf wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen beruhen. Teilweise sind auch Kurse zu finden, welche von Ärzten ausgeführt werden oder zumindest unter einer ärztlichen Leitung stehen.

Eine der bekanntesten Fortbildungseinrichtungen für die Mikrostromtherapie ist die Akademie für biologische Zellregulation, die bereits seit dem Jahr 2004 regelmäßig Schulungen zu diesem Thema anbietet. Mittlerweile werden Fortbildungen und Workshops weltweit (Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Spanien, Vietnam, Malaysia …) durchgeführt. Hierbei wird sich speziell auf den Bereich der myofaszialen Muskelketten konzentriert. Als Vorbild dient den Schulungsleitern das Tensegrity-Modell. Dies ist eine geometrische Form, die den Zusammenhang zwischen Zug- und Spannungskräften bei Berücksichtigung der Schwerkraft beschreibt. Hieraus resultierend wird das Zusammenspiel der verschiedenen Gewebsorgane im Körper erklärt und gezeigt, wie sich die Mikrostromtherapie damit in ein therapeutisches Konzept integrieren lässt. Alle Zellen im menschlichen Körper unterliegen den gleichen biophysikalischen und biochemischen Gesetzmäßigkeiten. Bei Schmerzen zeigt sich dies sehr schnell in der Biomechanik, die das osteo-artikuläre System fixiert und bewegt und damit eine Projektionsfläche für jegliche systemische Störung (chronische Erkrankungen) bietet. Die Biomechanik sollte somit in der Behandlung mit Mikrostrom nicht vernachlässigt werden.

Komplexe TensegrityStukturen ähneln Abbildern der Wirbelsäule und des Brustkorbes. medizinpress.de

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gegen den schmerz/ Viele Patienten setzen heute auf alternative Heilmethoden, die effektiv sind und Organismus schonen. Ein Verfahren, das diesen ansprüchen gerecht wird, ist die bcr-thearpie Hierzulande ist diese Therapie erst wenig bekannt. In den USA wird sie bereits bei vielen orthopädischen Erkrankungen und Sportverletzungen sehr erfolgreich eingesetzt. In Deutschland nutzen Bundesligavereine, Olympia-Stützpunkte, National-M annschaf ten und Reha-Zentren die BCRTherapie. Aber auch immer mehr Ärzte nutzen diese moderne Möglichkeit der sanften Heil- und Schmerzbehandlung in ihrer Praxis, z. B. zur Gelenk und Wirbelsäulentherapie, bei Arthrose, Arthritis, Rheuma, Gicht, Tennisellenbogen, Fibromyalgie, bei Sehnen- und Bandverletzungen und Frakturen.

Wie ist die Wirkungsweise der BCR-Therapie zu erklären? Energie ist Leben. Leben ist Energie. Die Energie (Körperelektrizität) in unseren Zellen, im Blut- und Lungenkreislauf, fließt im Mikroamperebereich. Diese Energie gewinnt der menschliche Organismus aus der Nahrung. So sind Zellerneuerung und die Ernährung der Zellen möglich. Erkranktes Gewebe benötigt deutlich mehr Energie als gesundes. Der lebensnotwendige Stromfluss ist nun aber aus unterschiedlichsten Gründen im Gewebe gestört.

Die BCR-Therapie imitiert den körpereigenen Strom und leitet die Energie in das erkrankte Gewebe, genau dorthin, wo sie benötigt wird. Das erkrankte Gewebe wird jetzt von innen und von außen mit Energie (Heilstrom) versorgt. Der Heilungsprozess wird dadurch erheblich beschleunigt. Vorteile dieser Behandlung sind, dass es zu einer Einsparung von nebenwirkungsreichen Medikamenten kommt und dass es oftmals schon bei einmaliger Behandlung zu einer deutlichen Schmerzreduzierung kommen kann. Zur Stabilisierung des Behandlungserfolges und je nach Beschwerdebild sind jedoch mehrere Sitzungen nötig. Kontraindikation besteht bei Patienten mit elektronischen Herzschrittmachern, Krebskranken und Schwangeren.

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BCR/

F체r Anwender von Mikrostromger채ten und BCR-Therapie Akademie f체r Biologische-Cell-Regulation

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Schulung

Anmeldung / Infos: 0800 01 055 32 / info@bcr-therapie.de / www.bcr-therapie.de


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www.luxxamed.de

ISBN 978-3-8442-6209-4

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