Johanna Adonaj eine starke Person Jes sie sie ihr sie
Schönheit Jes
Bibelübersetzung
von Orphea Joanna Heutling
Die Bibel zeichnet ein vielfältiges Bild der menschlichen
Existenz: sie erzählt von jungen, alten, armen, reichen, mächtigen und machtlosen, gebildeten und ungebildeten, gesunden und kranken, von heldenhaften und charakterschwachen Menschen. Aber fast alle diese Menschen sind Männer. In dieser Neufassung des Lukasevangeliums möchte ich den Bibeltext so umschreiben, dass die Erzählung eine größere Vielfalt der Geschlechter abbildet, wie wir sie heute erleben. Auch die sexuelle Orientierung der Menschen wird im Lukasevangelium zu einseitig thematisiert und soll in der Neufassung vielfältiger dargestellt werden. Über dieses Thema wird aber im Ausgangstext kaum gesprochen und wird auch hier nicht im Vordergrund stehen.
Gottes Wort?
Die Bibel ist ein Buch, in dem ich viel Gutes, Schönes und Wahres finde, aber auch Dinge, denen ich nicht zustimme, zum Beispiel der eklatanten Ungleichheit der Geschlechter, die selbst in den schönsten Geschichten immer präsent ist. Auf der einen Seite enthält die Bibel Ideen, die selbst heute noch revolutionär scheinen: die bedingungslose Vergebung besonders gegenüber denen, die es nicht verdient haben; der radikale Verzicht auf Gewalt; eine Liebe und Zuwendung, die selbst das größte Versagen, den hässlichsten Gedanken einschließt. Auf der anderen Seite waren die Akteur:innen und Autor:innen der Bibel auch Kinder ihrer Zeit; einer Zeit, in der die Zeuginnenaussagen von Frauen rechtlich nicht gültig waren,1 Frauen sich nicht scheiden lassen durften,2 und innerhalb der Ehe nicht mehr Rechte hatten, als eine Sklavin; 2 einer Zeit, in der der gleichgeschlechtliche Akt nur als Form der Erniedrigung innerhalb eines Machtgefälles bekannt war und das Konzept einer gleichgeschlechtlichen Liebe auf Augenhöhe, sowie anderer Beziehungsmodelle, nicht existierte.3
Aber Wertschätzung für die Bibel und Kritik an der Bibel schließen sich ja nicht gegenseitig aus. Das ist keine neue Idee, und doch scheinen die Fronten bei diesem Thema oft verhärtet. Die historisch-kritische Methode, die Quellen, Historizität, Autor:innenschaft, Redaktionsgeschichte etc. der Bibeltexte untersucht, gibt es schon seit dem 18. Jahrhundert, und ist inzwischen in den evangelischen und katholischen Landeskirchen etabliert.4 Tatsächlich ist der Glaube an eine absolute, wortwörtliche Wahrheit der Bibel eine neue Bewegung aus dem 20. Jahrhundert, die erst als Reaktion auf die historisch-kritische Methode entstanden ist.5
Aber auch schon vor der Aufklärung setzten sich Menschen mit einem gewissen Loslassen der sogenannten Heiligen Schrift auseinander. Die große Mystikerin Teresa von Avila (1515-1582) sagte einmal als Verteidigung gegen den Klerus, der sie (als Frau) immer wieder in ihre Schranken wies: »Sag ihnen, dass sie nicht nur auf einem Text der Schrift herumreiten, sondern auch andere anschauen sollen, und ob sie mir denn die Hände binden könnten«. Was sie damit meint, ist: Verfangt euch nicht in einzelnen Worten, schaut den größeren Kontext an! 6 Ein anderes Zitat von ihr lautet: »Ich möchte, dass ihr nur dieses eine begreift: Es geht auf diesem geistlichen Wege nicht darum, viel zu denken, sondern viel zu leben. Was am meisten Liebe in euch weckt, das tut.« 7 Die Bearbeitung des Textes ist ein Experiment: Hilft mir das, mehr zu leben und zu lieben?
Fehlende Diversität in der Bibel
Eine Analyse mit ChatGPT ergibt einen Frauenanteil in der Bibel von 14–20 %, der Anteil der Menschen zwischen der Binärität von Mann und Frau geht erwartungsgemäß gegen Null. Im Lukasevangelium, das ich in dieser Arbeit genauer analysiert habe, machen die weiblichen Personen nur 15 % aus (schauen wir die Redezeit an, ist der Unterschied noch drastischer) und das, obwohl Lukas in der tra-
ditionellen Exegese als der Evangelist der Frauen gilt.8
Das ist aber nicht nur ein Problem der Bibel, sondern der gesamten Literatur, die nämlich auch nur einen Frauenanteil von im Schnitt 25 % aufweist.9 In der realen Welt leben etwa gleich viele Frauen wie Männer 10 und bis zu 4 % der Menschen bezeichnen sich als non-binär (junge Menschen eher als ältere).11
Sexuelle Orientierung wird im Lukasevangelium nicht direkt besprochen. Aber es gibt acht heterosexuelle Paare; hier habe ich die Möglichkeit, durch die Änderung des Geschlechts einiger Charaktere andere Beziehungsmodelle zumindest ins Blickfeld zu rücken. Die einzige Andeutung einer homosexuellen Beziehung ist die des Hauptmanns zu seinem Diener, die ich in meiner Bearbeitung explizit mache.
Die Bibel als Held:innengeschichte
Die fehlende Diversität in der Bibel wird besonders dann zu einem Problem, wenn wir sie als eine Art von Held:innengeschichte betrachten. Die Religionswissenschaftlerin Karen Armstrong sagt: »Der Mythos des Helden zum Beispiel, der in fast allen kulturellen Traditionen dieselbe Form aufweist, lehrte die Menschen, was zu tun war, um das eigene heldenhafte Potential freizusetzen. Später wurden, diesem Muster entsprechend, die Erzählungen von Buddha, Jesus oder Mohammed geschaffen, so dass sie zu dem wurden, was die Rabbis ›Miqra‹, eine Aufforderung zum Handeln, nannten.« 12 Der Theologe Daniel Marguerat schreibt: »Das literarische Genre ›Evangelium‹ ist keine reine Erfindung des Markus; es ist verwandt mit der griechisch-römischen Biografie, einem Typus von Heldenerzählungen mit moralischer Zielsetzung. Es geht […] darum, mit der gläubigen Erzählung des Lebens Jesu den Glauben der Hörerinnen, der Leser zu nähren.« 13 Auch für mich ist der Sinn davon, eine Religion zu praktizieren, letztlich, dass der Glaube an das
Gute in uns und in der Welt real wird. Aber funktioniert das wirklich? Können Held:innengeschichten, fiktiv oder wahr, uns dazu bringen, über uns hinaus zu wachsen? Tatsächlich zeigen Studien, dass Held:innengeschichten die Sicht auf das Selbst verändern können. »Die Identifikation mit einer fiktiven Figur kann dazu führen, dass sich die eigenen Einstellungen und Selbstüberzeugungen während der Erzählung so verändern, dass sie denen der Figur ähnlicher werden.« Je stärker die Identifikation, desto stärker ist dieser Effekt.14 Wichtig für die Identifikation ist, wie sehr wir die Figur mögen und wie ähnlich sie uns ist. Hierbei scheint die Ähnlichkeit im Bezug auf Charakter, Aussehen und Geschlecht besonders wichtig zu sein.15, 16 Verändert sich die Sicht auf das Selbst, wird auch das Verhalten sich ändern: »Es [unser Selbstkonzept] ist oft der treibende Faktor dafür, wie wir Entscheidungen treffen und wie wir uns verhalten.« 17
Wenn wir in der Bibel Identifikationsfiguren für mehr Menschen schaffen, wie würde sich das auswirken auf deren Interesse, würden sie sich mehr angesprochen fühlen, sich selbst mehr in den Figuren sehen? Könnte die Bibel als Handlungsaufforderung dann mehr Wirkung zeigen?
Anpassung der Bibel an ein Zielpublikum Bibelübersetzungen, die sich an ein Publikum richten, an das sich der Urtext nicht speziell richtete, nennen sich adressvariante Bearbeitungen.18 Ein Beispiel dafür ist die in Jugendsprache geschriebene »Volxbibel« von 2004.
Aber der Ansatz, biblische Geschichten an ein Publikum anzupassen findet sich schon in der Bibel selbst, denn die inhaltlichen, strukturellen und sprachlichen Unterschiede zwischen den Evangelien ergeben sich daraus, dass die Evangelisten ihre Texte über mehrere Jahrzehnte hinweg geschrieben und jeweils den Bedürfnissen ihrer Zeit und ihrer Gemeinde angepasst haben. Matthäus zum Beispiel übernimmt den Text von Markus und erweitert ihn
inhaltlich mit mündlichen Überlieferungen, die in seiner Gemeinde zirkulieren. Dann strukturiert er das Evangelium neu mit der Absicht, die Judenchrist:innen seiner Gemeinde möglichst davon überzeugen zu können, dass Jesus der Messias Israels ist.19 Besonders plakativ wird der theologische Unterschied dort, wo Jesus drei verschiedene letzte Worte in den Mund gelegt werden: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen« (Mk und Mt), »Vater, ich lege mein Leben in deine Hand« (Lk) »Es ist alles vollbracht« (Joh). Eine noch größere Vielfalt gibt es bei den apokryphen Schriften, die die Leerstellen der kanonischen Evangelien nach ihren Bedürfnissen ausfüllen oder sogar überlagern und verfälschen: 20 Um die fünfzehn verschiedene Evangelien kursierten im pluralen Christentum der ersten zwei Jahrhunderte, bevor die Kirchenväter sich auf den Kanon der vier Evangelien festlegten.21
Im Zeichen der Pluralität des Glaubens und Unglaubens soll auch diese Übersetzung stehen, in der nun 99 Männer, 80 Frauen und 21 nicht-binäre Personen vorkommen.
Da die Hauptfigur der Geschichte jetzt weiblich ist (Jes anstatt Jesus) und sehr viel Platz einnimmt, gibt es auch hier anzahlmäßig etwas mehr männlicher Figuren. Gemäß meines Anliegens habe ich die Basisbibel (2006) als Grundlage benutzt, eine sogenannte kommunikative Bibelübersetzung, bei der das Verständnis der Rezipient:innen bzw. die »Wirkungstreue« wichtig ist, nicht primär die Treue zur Sprache des Urtextes.22
1 Brooten, B. J. (1981). Jüdinnen zur Zeit Jesu: ein Plädoyer für Differenzierung. https://ixtheo.de/Record/1623933455?sid=127299504 2 Wichern, L. M. (2019). Frauen in jüdischen und römischen Rechtstexten im römischen Reich des zweiten und dritten Jahrhunderts [Inauguraldissertation, Johann Wolfgang Goethe-Universität zu Frankfurt am Main]. https://publikation en.ub.uni-frankfurt.de/frontdoor/index/index/year/2019/docId/50582 3 Homosexualität (AT) – www.die-bibel.de. (o. D.). https://www.die-bibel.de/ ressourcen/wibilex/altes-testament/homosexualitaet-at
4 Wikipedia-Autor:innen. (2003a, August 1). Historisch-kritische Methode (Theologie). https://de.wikipedia.org/wiki/Historisch-kritische_Methode_(Theo logie)#Entwicklung
6 Dr. Stefan Koch. (o. D.). https://dr-stefan-koch.de/teresa-von-avila/ 7 Kuric, J. (o. D.). Freundin Gottes: Teresa von Ávila und die Liebe | Sonntags. Sonntagsblatt. https://www.sonntagsblatt.de/artikel/spiritualitaet-mystik/ freundin-gottes-teresa-von-avila-und-die-liebe 8 Universitätsverlag; Vandenhoeck & Ruprecht. (o. D.). KU.edoc: Verschwiegene Jüngerinnen – vergessene Zeuginnen: gebrochene Konzepte im Lukasevangelium. https://edoc.ku.de/id/eprint/5493/ 9 Shaffi, S. (2022, 27. April). Four times more male characters in literature than female, research suggests. The Guardian. https://www.theguardian.com/ books/2022/apr/27/four-times-more-male-characters-in-literature-than-female-re search-suggests
10 Weltbevölkerung, D. S. & Rauch, J. (2023, 9. Juni). Gibt es mehr Frauen oder Männer auf der Welt? gesundheit.de. https://www.gesundheit.de/gesund heit/wissen/frauen-maenner-welt-id215683/#:~:text=Nach%20Angaben%20 der%20Vereinten%20Nationen,und%20M%C3%A4dchen%20auf%20der %20Welt.
12 Armstrong, K. (2010). Plädoyer für Gott. Mohr Siebeck. S. 29 13 Marguerat, D. (2022). Jesus aus Nazaret: Heimatloser, Heiler, Poet des Gottesreichs. Theologischer Verlag Zürich AG, S. 31. 14 Broom, Timothy & Chavez, Robert & Wagner, Dylan. (2021). Becoming the King in the North: Identification with Fictional Characters is Associated with Greater Self-Other Neural Overlap. Social Cognitive and Affective Neuroscience. 16. 10.1093/scan/nsab021. https://www.researchgate.net/publication/3494 11362_Becoming_the_King_in_the_North_Identification_with_Fictional_Charac ters_is_Associated_with_Greater_Self-Other_Neural_Overlap 15 Steinke, Jocelyn & Applegate, Brooks & Lapinski, Maria & Ryan, Lisa & Long, Marilee. (2012). Gender Differences in Adolescents’ Wishful Identification With Scientist Characters on Television. Science Communication. 34. 163-199. 10.1177/1075547011410250. https://www.researchgate.net/publication/258 186560_Gender_Differences_in_Adolescents‘_Wishful_Identification_With_Scien tist_Characters_on_Television
16 Wong, K. (2008). Towards Understanding the Process of Identification with Fictional Characters: The Interplay of Positive Affect, Demographic Similarity, and Personality Similarity. https://ecommons.cornell.edu/items/60aadd8e-9f8 a-4e37-837d-73e354607ea5
17 Self-Concept and Behavior: Impact & Examples | StudySmarter. (o. D.). StudySmarter UK. https://www.studysmarter.co.uk/explanations/psychology/ social-psychology/self-concept-and-behavior/
22 Wikipedia-Autor:innen. (2007b, Mai 5). Kommunikative Bibelübersetzung. https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunikative_Bibel%C3%BCbersetzung
Der
Von
Die Geschichte vom reichen Mann und dem armen Lazarus
Jes
Jes
Woher hat Jes ihre Vollmacht?
Das Gleichnis von den pachtenden Personen des Weinbergs
Steuern für den Kaiser?
sagt das Versagen von Petrus voraus
Von jetzt an wird für die Jüngerinnen und Jünger alles anders
Das LukaEvangelium
Die Vorgeschichte und der des Wirkens von Jesus Lukas Jesus
Lukas
Herodes König
Priestergruppe des Herrn
Die Vorgeschichte und der Beginn des Wirkens von Jes
Luka 1, 1–4, 13
Die Geburt und Kindheit von Johannes dem Täufer und von Jes
Luka 1, 1–2, 52
Vorwort des Evangeliums
1 Schon viele haben es versucht, die Ereignisse im Zusammenhang aufzuschreiben, die Gott unter uns geschehen ließ – 2 und zwar so, wie es uns von den Augenzeuginnen und Augenzeugen überliefert wurde. Die waren von Anfang an dabei und erhielten den Auftrag, das Wort zu verkünden. 3 Auch ich bin all dem bis zu den Anfängen noch einmal sorgfältig nachgegangen. Dann habe ich mich dazu entschlossen, für dich, verehrte Theophilia, verehrter Theophilus, alles in der richtigen Reihenfolge aufzuschreiben. 4 So kannst du dich davon überzeugen, wie zuverlässig die Lehre ist, in der du unterrichtet wurdest.
Die Geburt von Johannes dem Täufer wird angekündigt
5 Zu der Zeit, als Herodias Königin von Judäa war, lebte ein Priester mit Namen Zacharias. Er gehörte zur Geistlichengruppe des Abija. Seine Frau stammte von Aaron ab und hieß Elisabet. 6 Beide lebten gerecht vor Gott: Sie hielten sich in allem genau an die Gebote und Vorschriften Adonajs. 7 Aber sie hatten keine Kinder. Denn Elisabet konnte keine Kinder bekommen, und beide waren schon alt.
8 Einmal hatte Zacharias im Tempel Gottesdienst zu hal-
der Engel
Priestergruppe Priester
des Herrn
des Herrn
Der Herr dem Heiligen Geist
zum Herrn dem Herrn der Prophet Väter
zum Herrn
ten, weil seine Geistlichengruppe an der Reihe war. 9 Es war üblich, die Aufgaben der Geistlichen durch das Los zu verteilen. Zacharias fiel das Räucheropfer zu, deshalb ging er in den Tempel Adonajs hinein. 10 Die ganze Volksmenge betete draußen, während er das Räucheropfer darbrachte. 11 Da erschien ihm ein Engel Adonajs. Der stand auf der rechten Seite des Räucheraltars. 12 Als Zacharias ihn sah, erschrak er, und große Furcht überkam ihn. 13 Aber die Gestalt sagte zu ihm: »Fürchte dich nicht, Zacharias! Dein Gebet ist erhört worden. Deine Frau Elisabet wird dir einen Sohn schenken. Dem sollst du den Namen Johannes geben. 14 Du wirst dich freuen und jubeln. Ja, viele werden sich über seine Geburt freuen. 15 Adonaj hat ihn zu Großem bestimmt: Er wird auf Wein und Bier verzichten. Schon im Mutterleib wird Gott ihn mit der heiligen Geistkraft erfüllen. 16 Viele aus dem Volk Israel wird er zurückbringen zu Adonaj, ihrem Gott. 17 Er wird Adonaj als Bote vorausgehen – im gleichen Geist und mit der gleichen Kraft wie die prophetische Person Elija. Die Herzen der Eltern wird er den Kindern zuwenden. Ungehorsame wird er dazu bringen, vor Gott gerecht zu handeln und zu denken. So wird er ein Volk zu Adonaj bringen, das für ihn bereit ist.« 18 Da sagte Zacharias zu dem Engel: »Woran kann ich erkennen, dass es so kommt? Denn ich bin ein alter Mann, und auch meine Frau ist schon alt.« 19 Der Engel antwortete: »Ich bin Gabriel, der vor Gott steht. Gott hat mich gesandt, um mit dir zu reden und dir diese gute Nachricht zu bringen. 20 Doch nun höre: Du wirst stumm sein und nicht reden können bis zu dem Tag, an dem das eintrifft. Denn du hast meinen Worten nicht geglaubt. Sie werden
Priesterdienstes der Herr
Jesus Jungfrau einem Mann der Josef ein Nachkomme Jungfrau
Der Herr
einen Sohn
Dem Jesus Er
Sohn
der Herr ihm seines Er König sein
Seine
aber in Erfüllung gehen, wenn die Zeit dafür gekommen ist.« 21 Das Volk wartete auf Zacharias. Es wunderte sich, weil er so lange im Tempel blieb. 22 Als er dann herauskam, konnte er nicht zu ihnen sprechen. Da erkannten sie, dass er im Tempel eine Erscheinung gehabt hatte. Er gab ihnen Zeichen, blieb aber stumm. 23 Als die Zeit seines Geistlichendienstes vorüber war, kehrte er nach Hause zurück.
24 Bald darauf wurde seine Frau Elisabet schwanger. Sie zog sich fünf Monate lang völlig zurück. Sie sagte: 25 »Das hat Adonaj an mir getan. Jetzt hat er sich um mich gekümmert und mich von der Verachtung der Menschen befreit.«
Die Geburt von Jes wird angekündigt
26 Elisabet war im sechsten Monat schwanger. Da schickte Gott den Engel Gabriel zu einer Frau in die Stadt Nazaret in Galiläa. 27 Sie war mit einer Frau verlobt, die Josefa hieß und eine Nachfahrin Davids war. Die Frau hieß Maria. 28 Der Engel trat bei ihr ein und sagte: »Sei gegrüßt! Gott hat dir seine Gnade geschenkt. Adonaj ist mit dir.«
29 Maria erschrak über diese Worte und fragte sich: »Was hat dieser Gruß zu bedeuten?« 30 Da sagte Gabriel zu ihr: »Fürchte dich nicht, Maria. Gott schenkt dir Gnade: 31 Du wirst schwanger werden und eine Tochter zur Welt bringen. Der sollst du den Namen Jes geben. 32 Sie ist zu Großem bestimmt und wird ›Tochter des Höchsten‹ genannt werden. Gott, Adonaj, wird ihr den Thron ihres Vorfahrens David geben. 33 Sie wird für immer Königin sein über die Nachkommen Jakobs. Ihre Herrschaft wird niemals aufhören.« 34 Da sagte Maria zu Gabriel: »Wie soll das möglich sein? Ich habe doch noch nie mit einem Mann geschlafen!«
Wie soll das möglich
sein? Ich habe doch noch nie mit einem Mann geschlafen!
Luka 1, 34
Der Heilige Geist
Sohn
dem Herrn vom Heiligen Geist meines
Herrn der Herr
den Herrn meinen Retter. er
35 Der Engel antwortete: »Die Heilige Geistkraft wird auf dich kommen. Die Kraft des Höchsten wird dieses Wunder in dir bewirken. Deshalb wird das Kind, das du erwartest, heilig sein und ›Tochter Gottes‹ genannt werden. 36 Sieh doch: Auch Elisabet, deine Verwandte, erwartet einen Sohn trotz ihres hohen Alters. Sie ist jetzt im sechsten Monat schwanger, und dabei hieß es: Sie kann keine Kinder bekommen. 37 Für Gott ist nichts unmöglich.« 38 Da sagte Maria: »Ich diene Adonaj. Es soll an mir geschehen, was du gesagt hast.« Da verließ sie der Engel.
Maria besucht Elisabet
39 Bald danach machte sich Maria auf den Weg. So schnell sie konnte, wanderte sie zu einer Stadt im Bergland von Judäa. 40 Dort ging sie in das Haus von Zacharias und Elisabeth und begrüßte Elisabet. 41 Als Elisabet den Gruß von Maria hörte, sprang das Kind vor Freude in ihrem Bauch. Elisabet wurde von der Heiligen Geistkraft erfüllt 42 und rief mit lauter Stimme: »Gesegnet bist du unter allen Frauen und gesegnet ist das Kind in deinem Bauch!
43 Wie komme ich zu der Ehre, dass die Mutter meiner Meisterin mich besucht? 44 Als ich deinen Gruß hörte, sprang das Kind vor Freude in meinem Bauch. 45 Glückselig bist du, denn du hast geglaubt: Was Adonaj versprochen hat, geht in Erfüllung.«
Maria lobt Gott
46 Da sagte Maria: »Ich lobe Adonaj aus tiefstem Herzen.
47 Alles in mir jubelt vor Freude über Gott, meine Rettung.
48 Denn Gott wendet sich mir zu, obwohl ich nur seine un-
Machthaber
Diener
Nachbarn Verwandten hörten der Herr
bedeutende Dienerin bin. Von jetzt an werden mich alle Generationen glückselig preisen. 49 Denn Gott, der mächtig ist, hat Großes an mir getan. Sein Name ist heilig. 50 Er ist barmherzig zu denen, die ihm Ehre erweisen – von Generation zu Generation. 51 Er hebt seinen starken Arm und fegt die Überheblichen hinweg. 52 Er stürzt die Mächtigen vom Thron und hebt die Unbedeutenden empor. 53 Er füllt den Hungernden die Hände mit guten Gaben und schickt die Reichen mit leeren Händen fort. 54 Er kommt seinem Bediensteten Israel zu Hilfe und erinnert sich an seine Barmherzigkeit. 55 So hat er es unseren Vorfahren versprochen: Abraham und seinen Nachkommen für alle Zeit!«
56 Maria blieb etwa drei Monate bei Elisabet. Dann kehrte sie nach Hause zurück.
Johannes wird geboren
57 Für Elisabet kam die Zeit der Geburt, und sie brachte einen Sohn zur Welt. 58 Ihre Nachbarschaft und Verwandschaft hörte, dass Adonaj ihr so große Barmherzigkeit erwiesen hatte. Sie freuten sich mit ihr. 59 Als das Kind acht Tage alt war, kamen sie zur Beschneidung. Sie wollten ihm den Namen seines Vaters Zacharias geben. 60 Aber seine Mutter widersprach: »Nein, er soll Johannes heißen!« 61 Sie hielten ihr entgegen: »Es gibt niemanden in deiner Verwandtschaft, der so heißt.« 62 Da fragten sie seinen Vater durch Zeichen: »Wie soll er heißen?« 63 Er verlangte ein Wachstäfelchen und schrieb: »Er heißt Johannes.« Darüber wunderten sich alle. 64 Im selben Augenblick konnte Zacharias wieder sprechen. Da begann er, Gott zu loben. 65 Große Furcht überkam alle, die aus der Nachbar-
des Herrn vom
Heiligen Geist ein Prophet der Herr
er seinem Er einen starken Retter seines seiner Propheten einen Retter der unseren Feinden seine Er er er er unseren Feinden seiner des dem Herrn ihn seinem der Herr
schaft gekommen waren. Im ganzen Bergland von Judäa sprach sich herum, was geschehen war. 66 Alle, die davon hörten, fragten sich: »Was wird aus diesem Kind einmal werden?« Denn offensichtlich stand es unter dem besonderen Schutz Adonajs.
Zacharias lobt Gott
67 Da wurde Zacharias, der Vater von Johannes, von der Heiligen Geistkraft erfüllt. Er begann wie eine prophetische Person zu reden: 68 »Gelobt sei Adonaj, Gott Israels! Denn sie ist ihrem Volk zu Hilfe gekommen und hat es erlöst. 69 Sie hat uns eine starke Retterin gesandt, einen Nachkommen ihres Dieners David. 70 So hat Gott es von jeher angekündigt durch den Mund ihrer heiligen prophetischen Menschen – 71 eine Retterin, die uns befreit von den uns verfeindeten Personen und aus der Gewalt aller, die uns hassen. 72 Damit hat Gott auch unseren Vorfahren ihre Barmherzigkeit erwiesen. Sie hat an den heiligen Bund gedacht, den sie mit ihnen geschlossen hat. 73 Ja, sie hat an den Eid gedacht, den sie unserem Vater Abraham geschworen hat: 74 uns aus der Hand von den uns Verfeindeten zu retten. Dann können wir ohne Angst Gott dienen 75 unser Leben lang – in ihrer Gegenwart als Menschen, die heilig und gerecht sind. 76 Und du, Kind, wirst ein Prophet der Höchsten genannt werden. Du wirst Adonaj vorangehen und den Weg für sie bereit machen. 77 Du schenkst ihrem Volk die Erkenntnis, dass Adonaj es retten will und ihm die Schuld vergibt. 78 Unser Gott hat ein Herz voll Erbarmen. Darum kommt uns das Licht aus der Höhe zur Hilfe. 79 Es leuchtet denen, die im Dunkel und im Schatten des
Todes leben. Es lenkt unsere Füße auf den Weg des Friedens.« 80 Johannes wuchs heran und wurde zu einem verständigen Menschen. Er lebte in der Wüste bis zu dem Tag, an dem er öffentlich in Israel auftrat.
Heimatstadt Josef
Quirinius
jeder seine
Sein er er seiner ihren ersten Sohn ihn ihn
Jesus des Herrn
Herrlichkeit des Herrn
der Retter Er Christus, der Herr
Jes wird geboren
1 Zu derselben Zeit befahl Kaiser Augustus, im ganzen Römischen Reich eine Volkszählung durchzuführen. 2 Es war die erste Volkszählung. Sie fand statt, als Quirinia römische Statthalterin in Syrien war. 3 Da machten sich alle auf, um sich in die Steuerlisten eintragen zu lassen – alle in ihre Heimatstädte. 4 Auch Josefa ging von der Stadt Nazaret in Galiläa nach Judäa. Ihr Ziel war die Stadt Betlehem, aus der David kam. Denn sie stammte von David ab. 5 In Betlehem wollte sie sich eintragen lassen zusammen mit Maria, ihrer Verlobten. Maria war schwanger. 6 Während sie dort waren, kam die Zeit der Geburt. 7 Maria brachte ihre erste Tochter zur Welt. Sie wickelte sie in Windeln und legte sie in eine Futterkrippe. Denn sie hatten in der Herberge keinen Platz gefunden.
Die Engel verkünden die Geburt von Jes 8 In der Gegend von Betlehem waren Hirtinnen und Hirten draußen auf den Feldern. Sie hielten in der Nacht Wache bei ihrer Herde. 9 Auf einmal trat ein Engel Adonajs zu ihnen, und die Schönheit Adonajs umstrahlte sie. Die Hirtinnen und Hirten erschraken und große Furcht erfasste sie. 10 Der Engel sagte zu ihnen: »Fürchtet euch nicht! Hört doch: Ich bringe euch eine gute Nachricht, die dem ganzen Volk große Freude bereiten wird. 11 Denn heute ist in der Stadt Davids für euch die Retterin geboren worden: Sie ist die Königingesalbte Adonajs. 12 Und dies ist das Zeichen, an dem ihr das alles erkennt: Ihr werdet ein neugeborenes Kind finden. Es ist in Windeln gewickelt und liegt in einer Futterkrippe.« 13 Plötzlich war der Engel umgeben
Sein er Jesus der Herr
Josef
der Engel hatte
Jesus
war es Zeit, das Kind zu beschneiden. Es bekam den Namen »Jesus« Jesus
des Mose Josef Jesus zum Herrn des Herrn jeden Sohn der erster
vom ganzen himmlischen Heer der Himmelsbotinnen und Engel. Die lobten Gott und riefen: 14 »Gottes Erhabenheit erfüllt die Himmelshöhe! Ihr Frieden kommt auf die Erde zu den Menschen, denen sie sich in Liebe zuwendet!«
Die Hirtinnen und Hirten kommen zu Jes
15 Die Engel verließen die Hirtinnen und Hirten und kehrten in den Himmel zurück. Da sagten die Hirtinnen und Hirten zueinander: »Kommt, wir gehen nach Betlehem! Wir wollen sehen, was da geschehen ist und was Adonaj uns mitgeteilt hat!« 16 Sie liefen hin, so schnell sie konnten. Sie fanden Maria und Josefa und das neugeborene Kind, das in der Futterkrippe lag. 17 Als sie das sahen, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war. 18 Alle, die es hörten, staunten über das, was ihnen die Hirtinnen und Hirten berichteten. 19 Aber Maria merkte sich alle ihre Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. 20 Die Hirtinnen und Hirten kehrten wieder zurück. Sie priesen und lobten Gott für das, was sie gehört und gesehen hatten. Es war alles genau so, wie es ihnen der Engel gesagt hatte.
Jes wird in den Tempel gebracht
21 Nach acht Tagen bekam das Kind den Namen »Jes«. So hatte es der Engel bestimmt, noch bevor Jes im Mutterleib empfangen wurde. 22 Die Zeit ihrer Reinigung war vorbei, so wie sie im Gesetz der Moesha festgelegt ist. Da gingen Maria und Josefa mit Jes nach Jerusalem. Sie wollten das Kind im Tempel zu Adonaj bringen. 23 So schreibt es das Gesetz Adonajs vor: »Alle Erstgeborenen sind mir heilig! Deshalb sollt ihr mir jedes Kind übergeben, das als erstes
des Herrn
Jesus den Retter Der Heilige Geist den Heiligen Geist
den Christus des Herrn der Heilige Geist
Jesus Herr
deine Herrlichkeit Der Vater und die Mutter Jesus
Jesus
geboren wird.« 24 Zugleich brachten sie das Reinigungsopfer dar, wie es im Gesetz Adonajs vorgeschrieben ist: ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.
Simeon und Hanna erkennen in Jes die Retterin 25 Damals lebte in Jerusalem ein Mann namens Simeon. Er lebte gerecht vor Gott und vertraute ganz auf ihn. So wartete er auf den Trost, den Gott Israel schickt. Die Heilige Geistkraft leitete ihn. 26 Durch die Heilige Geistkraft hatte Gott ihn wissen lassen: »Du wirst nicht sterben, bevor du die Königingesalbte Adonajs gesehen hast.« 27 Jetzt drängte ihn die Heilige Geistkraft, in den Tempel zu gehen. Gerade brachten auch die Eltern ihr Kind Jes dorthin. Sie wollten die Vorschriften erfüllen, die im Gesetz für ihr Kind vorgesehen sind. 28 Simeon nahm das Kind auf den Arm. Er lobte Gott und sagte: 29 »Adonaj, jetzt kann dein Diener in Frieden sterben, wie du es versprochen hast. 30 Denn mit eigenen Augen habe ich gesehen: Von dir kommt die Rettung. 31 Alle Welt soll sie sehen – 32 ein Licht, das für die Völker leuchtet und Glanz aufscheinen lässt über deinem Volk Israel.« 33 Die Eltern von Jes staunten über das, was Simeon über das Kind sagte. 34 Simeon segnete sie und sagte zu Maria, der Mutter von Jes: »Dieses Kind ist dazu bestimmt, in Israel viele zu Fall zu bringen und viele aufzurichten. Es wird ein Zeichen Gottes sein, dem viele sich widersetzen. 35 So soll ans Licht kommen, was viele im Innersten denken. Und für dich, Maria, wird es sein, als ob ein Schwert deine Seele durchbohrt.« 36 Es war auch eine Prophetin im Tempel. Sie hieß Hanna und war eine Tochter Penuels aus dem Stamm Ascher. Hanna war schon
Jesus seine Josef des Herrn
Ihr Sohn Jesus seine
sehr alt. Nach ihrer Hochzeit war sie sieben Jahre mit ihrem Mann verheiratet gewesen. 37 Seitdem war sie Witwe und nun vierundachtzig Jahre alt. Sie verließ den Tempel nicht mehr und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten. 38 Jetzt kam sie dazu und lobte Gott. Dann erzählte sie allen von dem Kind, die auf die Rettung Jerusalems warteten.
Jes und ihre Eltern kehren nach Nazaret zurück
39 Josefa und Maria erfüllten im Tempel alle Vorschriften, die das Gesetz Adonajs vorsieht. Dann kehrten sie nach Galiläa zurück in ihre Heimatstadt Nazaret. 40 Jes wuchs heran. Sie war ein kräftiges Kind. Gott schenkte ihr immer mehr Weisheit, und ihre Gnade begleitete sie.
Die zwölfjährige Jes im Tempel
41 Jedes Jahr zogen die Eltern von Jes zum Passafest nach Jerusalem. 42 Als Jes zwölf Jahre alt war, gingen sie mit ihr für das Fest dorthin – so wie es üblich war. 43 Als das Fest vorüber war, machten sie sich wieder auf den Heimweg. Ihre Tochter Jes blieb in Jerusalem zurück, aber ihre Eltern merkten es nicht. 44 Sie dachten: »Sie ist bei den anderen Reisenden«, und wanderten den ganzen Tag weiter. Am Abend suchten sie sie bei den Verwandten und Bekannten. 45 Doch sie konnten sie nicht finden. Da kehrten sie nach Jerusalem zurück und suchten sie dort. 46 Am dritten Tag entdeckten sie sie endlich im Tempel. Dort saß sie mitten unter den Lehrpersonen. Sie hörte ihnen zu und stellte ihnen Fragen. 47 Alle, die sie hörten, waren sehr erstaunt über ihre klugen Antworten. 48 Ihre Eltern waren fassungs-
ihn
Seine Mutter ihn
Dein Vater
Er er Jesus seinen
Seine
Mutter Jesus
Er ihm
los, als sie sie dort fanden. Maria fragte sie: »Kind, warum hast du uns das angetan? Deine Mutter und ich haben dich verzweifelt gesucht!« 49 Sie antwortete: »Wieso habt ihr mich gesucht? Habt ihr denn nicht gewusst, dass ich im Haus meines Vaters sein muss?« 50 Aber sie begriffen nicht, was sie da zu ihnen sagte. 51 Jes kehrte mit ihren Eltern nach Nazaret zurück und war ihnen gehorsam. Maria bewahrte diese Worte in ihrem Herzen. 52 Jes wuchs heran. Sie wurde älter und weiser. Gott und die Menschen hatten ihre Freude an ihr.
Lukas
Landesfürst sein
Herodes
Lysanias
Landesfürst Hohepriester
Hannas
Herrn ihm
des Propheten Jesaja den
Das Auftreten von Jes wird vorbereitet Luka 3, 1–4, 13
Johannes der Täufer
1 Es war im 15. Regierungsjahr des Kaisers Tiberius. Pontius Pilatus war römischer Statthalter in Judäa. Herodias regierte als Landesfürstin in Galiläa, ihr Bruder Philippus als Landesfürst in Ituräa und Trachonitis. Und Lysania war Landesfürstin in Abilene. 2 Die Hohepriester:innen waren Hanna und Kaiphas. Da rief Gott Johannes in seinen
Dienst. Johannes war der Sohn des Zacharias und lebte in der Wüste. 3 Nun zog er durch die ganze Gegend am Jordan und verkündete den Menschen: »Lasst euch taufen und ändert euer Leben! Gott will euch eure Schuld vergeben.« 4 So steht es im Buch der Prophetin Jesajah: »Eine Stimme ruft in der Wüste: ›Macht den Weg bereit für die Königingesalbte, ebnet ihr die Straße. 5 Jede Schlucht soll aufgefüllt werden und jeder Berg und jeder Hügel abgetragen. Was krumm ist, muss gerade werden und die unebenen Wege eben. 6 Alle Welt soll sehen, dass Gott die Rettung bringt.‹«
Johannes fordert dazu auf, das Leben zu ändern
7 Die Menschen kamen in Scharen zu Johannes heraus, um sich von ihm taufen zu lassen. Er sagte zu ihnen: »Ihr Schlangenbrut! Wer hat euch auf den Gedanken gebracht, dass ihr dem bevorstehenden Gericht Gottes entgeht?
8 Zeigt durch euer Verhalten, dass ihr euer Leben wirklich ändern wollt! Redet euch nicht ein: ›Abraham ist unser Vater!‹ Denn ich sage euch: Gott kann diese Steine
Christus
der Christus
einer der ihm seiner
Er Heiligem Geist
Er seiner er sein er seine er
den Landesfürsten Herodes Herodes Herodias die Frau seines Bruders
Soldaten
hier zu Kindern Abrahams machen. 9 Die Axt ist schon an die Baumwurzel gesetzt: Jeder Baum, der keine gute Frucht bringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.« 10 Die Leute fragten Johannes: »Was sollen wir denn tun?« 11 Er antwortete: »Wer zwei Hemden hat, soll dem eins geben, der keines hat. Wer etwas zu essen hat, soll auf die gleiche Weise handeln.« 12 Es kamen aber auch Zolleinnehmerinnen und Zolleinnehmer, um sich taufen zu lassen. Die fragten Johannes: »Lehrer, was sollen wir tun?« 13 Er antwortete: »Verlangt nicht mehr, als in euren Vorschriften steht!« 14 Es fragten ihn aber auch Streitkräfte: »Und wir, was sollen wir tun?« Er antwortete: »Misshandelt und erpresst niemanden, sondern gebt euch mit eurem Sold zufrieden!«
Johannes weist auf die Königingesalbte hin
15 Das Volk setzte große Erwartungen in Johannes. Alle fragten sich: »Ist er vielleicht der Königsgesalbte?« 16 Johannes erklärte ihnen: »Ich taufe euch mit Wasser. Aber es kommt eine, die ist mächtiger als ich. Ich bin es nicht einmal wert, ihr die Riemen ihrer Sandalen aufzuschnüren. Sie wird euch mit Heiliger Geistkraft und mit Feuer taufen. 17 Sie hat die Worfschaufel in ihrer Hand. Damit wird sie ihr Getreide gründlich aussieben. Den Weizen wird sie in ihre Scheune bringen. Aber das Stroh wird sie in einem Feuer verbrennen, das nicht ausgeht.« 18 Mit diesen und vielen anderen Worten rüttelte Johannes das Volk auf. So verkündete er die Gute Nachricht. 19 Johannes tadelte auch die Landesfürstin Herodias. Denn Herodias hatte Herodes geheiratet, den Mann ihrer Schwester, und darüber hin-
ihn Er
Der Heilige Geist
mein geliebter Sohn
Jesus Jesus er sein Er
Sohn Josefs Josef der Sohn Enkel Urenkel
der Sohn Enkel Urenkel der Sohn Enkel Urenkel Kind Enkel Urenkel der Sohn Enkel Urenkel der Sohn Enkel Urenkel
aus viel Unrecht getan. 20 Zusätzlich zu all dem Unrecht ließ Herodias auch noch Johannes ins Gefängnis werfen.
Jes wird getauft
21 Das ganze Volk ließ sich von Johannes taufen. Auch Jes wurde von ihm getauft. Auf einmal, während Jes noch betete, öffnete sich der Himmel. 22 Die Heilige Geistkraft kam auf sie herab. Sie sah aus wie eine Taube. Dazu erklang eine Stimme aus dem Himmel: »Du bist mein geliebtes Kind, an dir habe ich Freude.«
Der Stammbaum von Jes 23 Jes war etwa 30 Jahre alt, als sie ihr Werk begann. Sie galt als Kind Josefas. Josefa war das Kind von Eli, 24 Enkelkind von Mattat und Urenkelkind von Levi. Die Linie lässt sich zurückverfolgen über Melchi bis zu Jannai. Jannai war das Kind von Josef, Enkelkind von 25 Mattitja und Urenkelkind von Amos. Die Linie lässt sich zurückverfolgen über Nahum, Hesli und Naggai bis zu 26 Mahat. Mahat war das Kind von Mattitja, Enkelkind von Schimi und Urenkelkind von Josech. Die Linie lässt sich zurückverfolgen über Joda, 27 Johanan und Resa bis zu Serubbabel. Serubbabel war Kind von Schealtiel, Enkelkind von Neri und Urenkelkind von Melchi. Die Linie lässt sich zurückverfolgen 28 über Melchi, Addi, Kosam und Elmadam bis zu Er. Er war das Kind von 29 Joschua, Enkelkind von Elieser und Urenkelkind von Jorim. Die Linie lässt sich zurückverfolgen über Mattat, Levi und 30 Simeon bis zu Juda. Juda war das Kind von Josef, Enkelkind von Jonam und Urenkelkind von Eljakim. Die Linie lässt sich zurückverfolgen 31 über Me-
der Sohn
Enkel Urenkel der Sohn
Enkel Urenkel der Sohn
Enkel Urenkel der Sohn Enkel Urenkel der Sohn
Enkel Urenkel
lea, Menna und Mattata zu Natan. Natan war das Kind von David, Enkelkind von 32 Isai und Urenkelkind von Obed. Die Linie lässt sich zurückverfolgen über Boas, Salmon und Nachschon zu 33 Amminadab. Amminadab war das Kind von Admin, Enkelkind von Arni und Urenkelkind von Hezron. Die Linie lässt sich zurückverfolgen über Perez, Juda und 34 Jakob bis zu Isaak. Isaak war das Kind von Abraham, Enkelkind von Terach und Urenkelkind von Nahor. Die Linie lässt sich zurückverfolgen 35 über Serug, Regu und Peleg bis zu Eber. Eber war das Kind von Schelach, Enkelkind von 36 Kenan und Urenkelkind von Arpachschad. Die Linie lässt sich zurückverfolgen über Sem, Noah und Lamech bis 37 zu Metuschelach. Metuschelach war das Kind von Henoch, Enkelkind von Jered und Urenkelkind von Mahalalel. Die Linie lässt sich zurückverfolgen über Kenan, 38 Enosch und Set bis zu Adam. Adam stammte von Gott.
Jesus
Vom Heiligen Geist
Jesus
Er vom Geist er Teufel er er der Teufel ihm der Sohn
Jesus der Teufel Jesus er ihm Königreiche der Teufel Jesus
Herrlichkeit
Jesus den Herrn der Teufel Jesus Er ihn ihm der Sohn
Jesus den Herrn der Teufel Jesus Er ihn
Jes wird auf die Probe gestellt
1 Von der Heiligen Geistkraft erfüllt, ging Jes vom Jordan weg. Sie wurde von der Kraft in der Wüste umhergeführt, 2 40 Tage lang. Dabei wurde sie vom Bösen auf die Probe gestellt. Die ganze Zeit über aß sie nichts. Am Ende war sie sehr hungrig. 3 Da sagte das Böse zu ihr: »Du bist doch die Tochter Gottes! Dann kannst du diesem Stein hier befehlen, dass er zu Brot wird.« 4 Jes antwortete: »In der Heiligen Schrift steht: ›Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.‹« 5 Da führte das Böse Jes zu einer hochgelegenen Stelle. In einem einzigen Augenblick zeigte es ihr alle Länder der Welt. 6 Dabei sagte das Böse zu Jes: »Ich will dir die Macht geben über alle diese Reiche in ihrer ganzen Schönheit. Denn Gott hat sie mir übertragen, und ich gebe sie, wem ich will. 7 Wenn du mich nun anbetest, wird alles dir gehören.« 8 Jes antwortete: »In der Heiligen Schrift steht: ›Du sollst Adonaj, deinen Gott, anbeten und ihn allein verehren.‹« 9 Da brachte das Böse Jes nach Jerusalem. Es stellte sie auf den höchsten Punkt des Tempels und sagte zu ihr: »Wenn du die Tochter bist, spring von hier hinunter!
10 Denn in der Heiligen Schrift steht: ›Er wird seinen Engeln befehlen, dich zu beschützen.‹ 11 Und: ›Auf ihren Händen sollen sie dich tragen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt.‹« 12 Jes antwortete: »Es heißt aber auch: ›Du sollst Adonaj, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen!‹«
13 Damit hatte das Böse alles versucht, um Jes auf die Probe zu stellen. Es verließ sie eine Zeit lang.
Alle, die sie hörten, waren sehr erstaunt über ihre klugen Antworten.
Luka 2,47
Jesus
Jesus er Sein Er ihm
Jesus
Jesus er er Er
ihm dem Propheten Jesaja Jesus des Herrn der Herr gesalbt der Herr
Jesus ihn er ihm
Das Wirken von Jes in Wort und Tat Luka 4, 14–9, 50
Das erste Auftreten von Jes Luka 4, 14–44
Jes beginnt zu predigen
14 Jes war erfüllt von der Kraft des Geistes. So kehrte sie nach Galiläa zurück. Ihr Ruf verbreitete sich in der ganzen Gegend. 15 Sie lehrte in den Synagogen und alle redeten mit Hochachtung von ihr.
Jes wird in Nazaret abgelehnt
16 Jes kam auch nach Nazaret, wo sie aufgewachsen war. Am Sabbat ging sie wie gewohnt in die Synagoge. Sie stand auf, um aus der Heiligen Schrift vorzulesen. 17 Man reichte ihr die Schriftrolle mit der Prophetin Jesajah. Jes rollte sie auf und fand die Stelle, wo geschrieben steht: 18 »Der Geist Adonajs ruht auf mir, denn Adonaj hat mich ausgewählt. Er hat mich gesandt, den Armen gute Nachricht zu verkünden. Den Gefangenen soll ich zurufen, dass sie frei sind, und den Blinden, dass sie sehen werden. Den Unterdrückten soll ich die Freiheit bringen. 19 Ich soll verkünden: Jetzt beginnt das Jahr, in dem Adonaj Gnade schenkt.«
20 Jes rollte die Schriftrolle wieder zusammen, gab sie dem Synagogendiener zurück und setzte sich. Alle Augen in der Synagoge waren gespannt auf sie gerichtet. 21 Da sagte sie zu den Anwesenden: »Heute ist diese Stelle in der Heiligen Schrift in eurer Gegenwart in Erfüllung gegangen.«
22 Alle stimmten ihr zu. Sie staunten über die Botschaft
Luka 4, 14–22
der Sohn Josefs Jesus
er Kein Prophet seiner
des Elija Witwen
keiner einer Witwe
keinen den Syrer Naaman
Jesus ihn
Jesus
Jesus seine
Jesus er Die Zuhörer waren seiner seinen ein Mann der einem bösen Geist beherrscht einem Dämon Der Jesus
von der Gnade, die sie verkündete. Doch dann sagten sie: »Ist das nicht die Tochter Josefas?« 23 Jes antwortete: »Sicher werdet ihr mir jetzt das Sprichwort vorhalten: ›Ärztin, hilf dir selbst! Wir haben von den großen Taten gehört, die du in Kapernaum vollbracht hast. Vollbringe doch solche Wunder auch hier in deiner Heimatstadt!‹« 24 Weiter sagte sie: »Amen, das sage ich euch: Keine Prophetin wird in ihrer Heimatstadt anerkannt! 25 Ich sage euch, wie es wirklich ist: Zur Zeit Elijas gab es viele Verwitwete in Israel. Damals regnete es drei Jahre und sechs Monate nicht. Große Hungersnot herrschte im ganzen Land. 26 Trotzdem wurde Elija zu niemandem von ihnen geschickt – sondern nur zu einem Witwer in Sarepta im Gebiet von Sidon. 27 Ebenso gab es zur Zeit des Propheten Elischa viele Aussätzige in Israel. Aber Elischa hat niemanden von ihnen geheilt, sondern nur die Syrerin Naama.« 28 Alle in der Synagoge wurden wütend, als sie das hörten. 29 Sie sprangen auf und trieben Jes aus Nazaret hinaus – bis an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt gebaut war. Dort wollten sie sie hinunterstürzen. 30 Aber Jes ging mitten durch die Menge hindurch und zog weiter.
Jes zeigt ihre Vollmacht in Kapernaum 31 Jes ging nach Kapernaum, einer Stadt in Galiläa. Am Sabbat lehrte sie immer in der Synagoge. 32 Das Publikum war von ihrer Lehre tief beeindruckt, denn in ihren Worten erkannten sie Gottes Macht. 33 In der Synagoge war eine Frau, die von einer bösen Geistkraft besessen wurde – einer dämonischen Macht. Die schrie laut auf: 34 »He! Was willst du von uns, Jes aus Nazaret? Bist du gekommen, um
den Mann der Dämon den Mann er ihn ihm
sein Er Geistern
Jesus
Jesus die Schwiegermutter
Jesus Schwiegermutter
Jesus ihr Jesus sie sie
Jesus Jesus
Jesus jedem von ihnen
der Sohn Jesus er der Christus
Jesus
Jesus ihn ihn ihn
Jesus
uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: Du bist die Heilige Gottes.« 35 Jes befahl der dämonischen Macht streng: »Sei still und gib die Frau frei!« Da schleuderte die dämonische Macht die Frau mitten in die Synagoge. Dann gab sie sie frei, ohne ihr Schaden zuzufügen. 36 Alle erschraken und fragten sich gegenseitig: »Welche Vollmacht und Kraft hat Jes's Wort? Sie gibt den bösen Geistkräften einen Befehl, und sie fliehen!« 37 Die Berichte über Jes verbreiteten sich überall in der Gegend.
Jes heilt den Schwiegervater des Petrus und viele andere Menschen
38 Jes verließ die Synagoge und ging in das Haus von Simon. Dessen Schwiegervater hatte hohes Fieber. Sie baten Jes, ihm zu helfen. 39 Jes beugte sich über ihn und bedrohte das Fieber. Da verschwand es. Sofort stand er auf und sorgte für Jes und die Jüngerinnen und Jünger. 40 Als die Sonne untergegangen war, brachten die Leute alle Kranken zu Jes. Sie litten an unterschiedlichsten Krankheiten.
Jes legte allen die Hände auf und heilte sie. 41 Aus vielen Kranken fuhren Dämonen aus. Dabei schrien sie laut und riefen: »Du bist die Tochter Gottes!« Jes bedrohte sie und ließ sie nicht zu Wort kommen. Denn sie wussten, dass sie die Königingesalbte war.
Jes verkündet die Gute Nachricht im ganzen Land
42 Bei Tagesanbruch verließ Jes Kapernaum und ging an einen einsamen Ort. Die Leute suchten sie, bis sie sie fanden. Sie wollten sie daran hindern, von ihnen wegzugehen. 43 Da sagte Jes zu ihnen: »Ich muss auch den anderen
Städten die Gute Nachricht vom Reich Gottes verkünden. Denn dazu hat Gott mich gesandt.« 44 Und sie verkündete die Gute Nachricht in den Synagogen überall in Judäa.
Jes lehrt und handelt in Vollmacht Luka 5, 1–6, 16
Die ersten Jüngerinnen und Jünger
1 Einmal drängte sich die Volksmenge um Jes und wollte hören, wie sie Gottes Wort verkündete. Jes stand am See Gennesaret. 2 Da sah sie zwei Boote am Ufer liegen. Die Fischerinnen und Fischer waren ausgestiegen und reinigten die Netze. 3 Jes stieg in das Boot, das Simon gehörte. Sie bat Simon, ein Stück vom Ufer wegzufahren. Dann setzte sie sich und lehrte die Leute vom Boot aus. 4 Als Jes ihre Rede beendet hatte, sagte sie zu Simon: »Fahre hinaus in tieferes Wasser! Dort sollt ihr eure Netze zum Fang auswerfen.« 5 Simon antwortete: »Meisterin, wir haben die ganze Nacht hart gearbeitet und nichts gefangen. Aber weil du es sagst, will ich die Netze auswerfen.« 6 Simon und seine Leute warfen die Netze aus. Sie fingen so viele Fische, dass ihre Netze zu reißen drohten. 7 Sie winkten die Fischerinnen und Fischer im anderen Boot herbei. Sie sollten kommen und ihnen helfen. Zusammen beluden sie beide Boote, bis sie fast untergingen. 8 Als Simon Petrus das sah, fiel er vor Jes auf die Knie und sagte: »Meisterin, geh fort von mir! Ich bin ein Mensch, der voller Schuld ist!« 9 Denn er und die anderen, die dabei waren, waren sehr erschrocken. So riesig war der Fang, den sie gemacht hatten. 10 Jascha und Johanna, deren Vater Zebedäus war, erging es ebenso. Die beiden arbeiteten eng mit Simon zusammen. Jes sagte zu Simon: »Hab keine Angst! Von jetzt an wirst du ein Menschenfischer sein!« 11 Da zogen sie die Boote an Land, ließen alles zurück und folgten ihr.
Jesus Jesus er Jesus ihm ihn Herr
Jesus
Jesus dem Priester
Mose
Jesus ihn
Jesus Jesus
Jesus
Zuhörern Pharisäer des Herrn
Jesus er einen Gelähmten ihn
Jesus ihn den Gelähmten
Jesus Jesus
Jes heilt einen Mann vom Aussatz
12 Einmal war Jes in einer Stadt. Dort traf sie einen Mann, der am ganzen Körper Aussatz hatte. Als der Jes sah, warf er sich vor ihr nieder und bat sie: »Meisterin, wenn du willst, kannst du mich rein machen.« 13 Da streckte Jes die Hand aus, berührte ihn und sagte: »Ich will. Sei rein!« Im selben Augenblick verschwand der Aussatz bei dem Mann.
14 Jes befahl ihm: »Erzähle niemandem davon. Geh, zeige dich den Geistlichen und bring die Opfer, um deine Reinheit wiederherzustellen. So hat Moesha es vorgeschrieben. Dadurch sollen alle erfahren, dass du geheilt worden bist.«
15 Darauf verbreitete sich die Nachricht von Jes noch weiter. Die Leute strömten in Scharen herbei, um sie zu hören und von ihren Krankheiten geheilt zu werden. 16 Aber Jes zog sich immer wieder in einsame Gegenden zurück und betete dort.
Jes vergibt Sünden und heilt
17 Einmal in diesen Tagen, als Jes lehrte, saßen unter den Zuhörenden auch pharisäische Leute und Schriftgelehrte. Aus allen Dörfern in Galiläa und Judäa und auch aus Jerusalem waren sie gekommen. Die Kraft Adonajs war mit Jes, sodass sie Kranke heilte. 18 Da brachten Männer eine gelähmte Person auf einer Trage herbei. Sie wollten sie in das Haus bringen und vor Jes niederlegen. 19 Aber wegen der Volksmenge fanden sie keine Möglichkeit, sie hineinzutragen. Deshalb stiegen sie auf das Dach und deckten einige Ziegel ab. Dann ließen sie die gelähmte Person auf der Trage hinunter – mitten in den Raum, genau vor Jes. 20 Jes sah, wie groß ihr Glaube war, und sagte: »Du
Pharisäer er
Jesus Er der Menschensohn hat er er dem Gelähmten er Er seine er er
Jesus
Levi
Zolleinnehmern
Jesus er einen Zolleinnehmer
ihm
Levi Der seiner Jesus
Levi ihm
Levi seinem Jesus Zolleinnehmer
Gäste Pharisäer
Jesus Zolleinnehmern Sündern Jesus
Mensch, deine Sünden sind dir vergeben.« 21 Da überlegten die Schriftgelehrten und pharisäischen Leute: »Wer ist das eigentlich? Was sie da sagt, ist Gotteslästerung! Nur Gott allein kann Sünden vergeben.« 22 Doch Jes wusste, was sie dachten. Sie sagte zu ihnen: »Warum habt ihr solche Gedanken? 23 Was ist einfacher? Zu sagen: ›Deine Sünden sind dir vergeben‹, oder ›Steh auf und geh umher‹? 24 Aber ihr sollt sehen, dass Menschen von Gott Vollmacht bekommen haben. So kann ich hier auf der Erde den Menschen ihre Sünden vergeben.« Deshalb sagte sie zu der gelähmten Person: »Ich sage dir: Steh auf, nimm deine Trage und geh nach Hause.« 25 Sofort stand sie auf – vor ihren Augen. Sie nahm ihre Trage, auf der sie gelegen hatte, und ging nach Hause. Dabei lobte sie Gott. 26 Alle Anwesenden gerieten außer sich. Auch sie lobten Gott. Furcht erfüllte sie, und sie sagten: »Was für unglaubliche Dinge haben wir heute gesehen!«
Jes beruft Levia und isst mit Leuten, die am Zoll arbeiten 27 Danach verließ Jes das Haus. Da sah sie eine Zolleinnehmerin mit Namen Levia. Die saß an ihrer Zollstation. Jes sagte zu ihr: »Komm, folge mir!« 28 Da ließ Levia alles zurück, stand auf und folgte ihr. 29 Später gab Levia in ihrem Haus ein großes Festessen für Jes. Viele Menschen, die am Zoll arbeiteten, und andere aßen mit ihnen. 30 Da beschwerten sich die pharisäischen Leute und die Schriftgelehrten unter ihnen bei den Jüngerinnen und Jüngern von Jes: »Warum esst und trinkt ihr mit denen, die am Zoll arbeiten, und mit denen, die sündigen?« 31 Jes ant-
Sünder
Pharisäer
Jesus
unsere Jünger deine Jünger
Jesus
Hochzeitsgäste der Bräutigam
der Bräutigam
Jesus
niemand der er
wortete: »Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt, sondern die Kranken. 32 Ich bin nicht gekommen, um die Gerechten aufzurufen, ihr Leben zu ändern, sondern die, die Fehler machen.«
Es ist nicht die Zeit zu fasten 33 Darauf sagten die pharisäischen Leute und Schriftgelehrten zu Jes: »Die Jüngerinnen und Jünger von Johannes fasten regelmäßig und sprechen ihre Gebete. Genauso machen es unsere Leute. Aber die, die mit dir sind, essen und trinken.« 34 Jes antwortete ihnen: »Wollt ihr etwa die Hochzeitsleute fasten lassen, solange die Braut bei ihnen ist? 35 Es wird aber eine Zeit kommen, da wird ihnen die Braut weggenommen. In dieser Zeit werden sie fasten.« 36 Jes erzählte ihnen noch ein Gleichnis: »Niemand schneidet Stoff von einem neuen Mantel ab und näht ihn auf einen alten. Sonst zerschneidet er den neuen Mantel, aber der Flicken passt nicht zu dem alten. 37 Und niemand füllt neuen Wein in alte Weinschläuche. Sonst bringt der neue Wein die alten Schläuche zum Platzen. Der Wein läuft aus, und die Schläuche werden unbrauchbar. 38 Nein: Neuer Wein gehört in neue Schläuche. 39 Und keine Person, die alten Wein getrunken hat, will neuen Wein haben. Denn sie sagt: ›Der alte ist besser.‹«
Jesus
Jesus Seine
Jesus
Männer
Männern
Priester
den Pharisäern Menschensohn
Jesus
Jesus
Pharisäer
Jesus ihn
Er
Jesus Pharisäern
Jesus
Jesus
Soll man
Jesus er
Pharisäer
Hunger stillen auch am Sabbat 1 Einmal ging Jes am Sabbat durch die Felder. Ihre Jüngerinnen und Jünger rissen Ähren von den Halmen, rieben die Hülsen ab und aßen die Körner. 2 Da sagten einige der Pharisäerinnen und Pharisäer: »Was tut ihr da? Das ist am Sabbat verboten!« 3 Jes antwortete: »Habt ihr denn nicht gelesen, was David getan hat? Er und seine Leute hatten Hunger. 4 Da ging er in das Haus Gottes, nahm die Schaubrote und aß sie. Er gab auch seinen Leuten von den Broten. Dabei durften nur die Geistlichen davon essen.« 5 Jes sagte zu ihnen: »Der Mensch kann bestimmen, was am Sabbat erlaubt ist.«
Jes heilt einen Mann am Sabbat 6 An einem anderen Sabbat ging Jes in die Synagoge und lehrte. Dort war ein Mann, dessen rechte Hand gelähmt war. 7 Die Schriftgelehrten und pharisäischen Leute beobachteten genau, ob Jes am Sabbat heilen würde. Sie suchten einen Grund, um sie anzuklagen. 8 Doch Jes wusste, was sie dachten. Sie sagte zu dem Mann mit der gelähmten Hand: »Steh auf und stell dich in die Mitte!« Da stand er auf und stellte sich hin. 9 Jes sagte zu den Schriftgelehrten und pharisäischen Leuten: »Ich frage euch: Was ist am Sabbat erlaubt – Gutes tun oder Böses? Sollen wir einem Menschen das Leben retten oder ihn umkommen lassen?« 10 Jes blickte sie alle an. Dann sagte sie zu dem Mann: »Streck deine Hand aus!« Er tat es, und seine Hand wurde geheilt. 11 Aber die Schriftgelehrten und pharisäischen Leute berieten in ihrem Unverstand, was sie gegen Jes unternehmen konnten.
Jesus er er seine Er
er Apostel er sein Bruder Andreas Jakobus Johannes Matthäus
Simon, der Zelot Judas der zum Verräter Jesus Lukas Jesus
Jes beruft zwölf Jüngerinnen und Jünger zu Apostelinnen und Aposteln
12 Einmal in diesen Tagen stieg Jes auf einen Berg, um zu beten. Die ganze Nacht betete sie zu Gott. 13 Als es Tag wurde, rief sie ihre Jüngerinnen und Jünger zu sich. Sie wählte zwölf von ihnen aus, die sie auch Apostelinnen und Apostel nannte. 14 Es waren: Simon, den sie auch Petrus nannte, und seine Schwester Andrea, dazu Jascha, Johanna, Philippus, Bartholomäus, 15 Mattea, Thomas, Jakobus, der Sohn von Alphäus, Simone, die Zelotin genannt wurde, 16 Judas, der Sohn von Jakobus, und Jude Iskariot, die zur Verräterin wurde.
Jes predigt auf einem Feld
Luka 6, 17–49
Viele Menschen kommen zu Jes
17 Jes stieg mit den Apostelinnen und Aposteln vom Berg hinab bis zu einem ebenen Platz. Dort hatten sich viele Menschen versammelt: eine große Schar ihrer Jüngerinnen und Jünger, Leute aus ganz Judäa, aus Jerusalem und aus dem Küstengebiet von Tyros und Sidon. 18 Sie waren gekommen, um Jes zu hören und von ihren Krankheiten geheilt zu werden. Menschen, die unter bösen Geistern litten, wurden von ihnen befreit. 19 Die ganze Volksmenge wollte Jes berühren. Denn heilende Kraft ging von ihr aus und machte alle gesund.
Luka 6, 12–19
Jesus seine
zum Menschensohn
Propheten
Propheten den eure Feinde. einer ihm einer ihm
Wer glückselig ist (Die Seligpreisungen)
20 Jes blickte auf ihre Jüngerinnen und Jünger und sagte:
»Glückselig seid ihr, die ihr arm seid. Denn euch gehört das Reich Gottes. 21 Glückselig seid ihr, die ihr jetzt hungert. Denn ihr werdet satt werden. Glückselig seid ihr, die ihr jetzt weint. Denn ihr werdet lachen. 22 Glückselig seid ihr, wenn die Menschen euch hassen, aus ihrer Gemeinschaft ausschließen, beschimpfen oder euren Namen in den Schmutz ziehen. Sie tun das, weil ihr zu mir gehört. 23 Ja, freut euch, wenn das geschieht. Springt vor Freude!
Denn euer Lohn im Himmel ist groß. Genauso haben es die Vorfahren dieser Leute auch schon mit den prophetischen Menschen gemacht.«
Wem Unheil droht
24 »Wehe euch, ihr Reichen! Denn ihr habt euren Trost bereits erhalten. 25 Wehe euch, die ihr jetzt satt seid, denn ihr werdet hungern. Wehe euch, die ihr jetzt lacht, denn ihr werdet weinen und klagen. 26 Wehe euch, wenn ihr von allen Menschen gelobt werdet. Denn genauso haben es die Vorfahren dieser Leute mit den falschen prophetischen Menschen gemacht.«
Das Gebot, die Mitmenschen zu lieben 27 »Aber euch, die ihr mir zuhört, sage ich: Liebt die Menschen, die euch feindselig gegenüber stehen. Tut denen Gutes, die euch hassen. 28 Segnet die, die euch verfluchen. Betet für die, die euch beschimpfen. 29 Schlägt dich jemand auf die Backe, halte auch die andere Backe hin. Und nimmt dir eine Person den Mantel weg, überlasse ihr auch das
Sünder
jedem er bittet
Sünder
Sünder
Hemd. 30 Gib allen das, worum sie dich bitten. Und wenn dir jemand etwas wegnimmt, das dir gehört, dann fordere es nicht zurück. 31 Behandelt andere Menschen genauso, wie ihr selbst behandelt werden wollt. 32 Wenn ihr nur die liebt, die euch auch lieben: Welchen besonderen Dank erwartet ihr von Gott? Sogar die sündigen Menschen lieben ja die, von denen sie geliebt werden. 33 Wenn ihr nur denen Gutes tut, die euch Gutes tun: Welchen besonderen Dank erwartet ihr von Gott? Sogar die von Gott getrennten Menschen handeln so. 34 Wenn ihr nur denen etwas leiht, von denen ihr es wieder zurückerwarten könnt: Welchen besonderen Dank erwartet ihr von Gott? Sogar die sündigen Menschen leihen sich gegenseitig Geld, um den gleichen Betrag zurückzubekommen. 35 Nein! Liebt eure Feindinnen und Feinde. Tut Gutes und verleiht, ohne etwas dafür zu erhoffen. Dann werdet ihr großen Lohn erhalten und Kinder des Höchsten sein. Denn Gott selbst ist gut zu den undankbaren und schlechten Menschen.«
Andere nicht verurteilen
36 »Seid barmherzig, so wie euer Vater barmherzig ist. 37 Ihr sollt andere nicht verurteilen, dann wird auch Gott euch nicht verurteilen. Sitzt über niemanden zu Gericht, dann wird Gott auch über euch nicht zu Gericht sitzen. Vergebt anderen, dann wird Gott auch euch vergeben. 38 Schenkt, dann wird Gott auch euch beschenken: Ein gutes Maß wird euch in den Schoß geschüttet – festgedrückt, geschüttelt und voll bis an den Rand. Denn der Maßstab, den ihr an andere anlegt, wird auch für euch gelten.«
geliebter
Sohn
Du bist mein geliebtes
Kind, an dir habe ich Freude.
Luka 3, 22
Blinder einen Blinden
seinem Lehrer er ist ist er sein Lehrer
Scheinheiliger
kann man kann man
Ein guter Mensch holt in seinem Herzen
Ein schlechter Mensch holt seiner
sein
Herr Herr Wer kommt
Nicht überheblich sein
39 Jes erzählte ihnen auch ein Gleichnis: »Kann etwa eine blinde Person eine andere blinde Person führen? Werden sie nicht beide in die Grube fallen? 40 Keine Jüngerin, kein Jünger steht über seiner Lehrperson. Auch wenn sie fertig ausgebildet sind, sind sie nur wie ihre Lehrperson. 41 Du siehst den Splitter im Auge deines Bruders oder deiner Schwester. Bemerkst du nicht den Balken in deinem eigenen Auge? 42 Wie kannst du zu deinem Bruder oder zu deiner Schwester sagen: ›Komm her! Ich zieh dir den Splitter aus deinem Auge.‹ Siehst du nicht den Balken in deinem eigenen Auge? Du Scheinheilige! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge! Dann hast du den Blick frei, um den Splitter aus dem Auge deines Bruders oder deiner Schwester zu ziehen.«
Der Baum und die Früchte
43 »Ein guter Baum trägt keine schlechten Früchte. Genauso trägt ein schlechter Baum keine guten Früchte. 44 Jeden Baum können wir an seinen Früchten erkennen: Von einem Dornbusch können wir keine Feigen pflücken und von Gestrüpp keine Trauben ernten. 45 Gute Menschen holen aus der guten Schatzkammer ihres Herzens nur Gutes hervor. Schlechte Menschen holen aus ihrer schlechten Schatzkammer nur Schlechtes hervor. Denn wovon das Herz voll ist, davon redet auch der Mund.«
Das Gleichnis vom Hausbau
46 »Warum nennt ihr mich ›Meisterin, Meisterin‹, und tut doch nicht, was ich sage? 47 Alle, die zu mir kommen, und
hört befolgt er gleicht Er ist wie ein Mensch, der ein Haus baute. Er hob eine tiefe Grube aus und legte das Fundament auf felsigem Boden. wer hört befolgt der ist ein Mensch der sein baute
meine Worte hören und sie befolgen – ich will euch zeigen, wem sie gleichen: 48 Sie sind wie Menschen, die beim Bauen eines Hauses eine tiefe Grube aushoben und das Fundament auf felsigem Boden legten. Als es nun Hochwasser gab, prallten die Wassermassen gegen das Haus. Doch sie konnten es nicht erschüttern – so gut war es gebaut. 49 Aber alle, die meine Worte hören und sie nicht befolgen: sie sind wie Menschen, die ihr Haus ohne Fundament direkt auf die Erde bauten. Als die Wassermassen dagegenprallten, stürzte es sofort ein und wurde völlig zerstört.«
Lukas
Jesus seine er
Diener schätzte
Jesus ihm ihn
Diener
Jesus ihn
Jesus er ihm ihm
Herr
Diener
Soldaten einem er meinem Diener Tu
tut er Jesus er Er ihm
Diener
Wer ist Jes? Luka 7, 1–50
Der Hauptmann von Kapernaum 1 Nachdem Jes ihre Rede vor dem Volk beendet hatte, ging sie nach Kapernaum. 2 Ein römischer Hauptmann hatte einen Mann, den er sehr liebte. Der war schwer krank und lag im Sterben. 3 Der Hauptmann hörte von Jes und schickte einige jüdische Älteste zu ihr. Sie sollten sie bitten, zu kommen und seinen Mann zu retten. 4 So gingen die Ältesten zu Jes und baten sie nachdrücklich: »Der Hauptmann ist es wert, dass du ihm hilfst. 5 Denn er liebt unser Volk. Er hat uns sogar die Synagoge gebaut.« 6 Da ging Jes mit ihnen. Aber als sie nicht mehr weit vom Haus entfernt war, schickte der Hauptmann Freunde zu ihr. Er ließ ihr ausrichten: »Meisterin, bemühe dich nicht. Denn ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst. 7 Deshalb hielt ich mich auch nicht für würdig, selbst zu dir zu kommen. Aber sprich ein Wort, und mein Mann wird gesund. 8 Denn auch bei mir ist es so, dass ich höheren Befehlen gehorchen muss. Und ich selbst habe Streitkräfte, die mir unterstehen. Wenn ich zu einer sage: ›Geh!‹, dann geht sie. Und wenn ich zu einem anderen sage: ›Komm!‹, dann kommt er. Und wenn ich zu meinen Bediensteten sage: ›Tut das!‹, dann tun sie es.« 9 Als Jes das hörte, staunte sie über ihn. Sie drehte sich um und sagte zu der Volksmenge, die ihr folgte: »Das sage ich euch: Nicht einmal in Israel habe ich so einen Glauben gefunden!« 10 Die Boten des Hauptmanns kehrten in das Haus zurück. Da sahen sie, dass der Mann gesund war.
Jesus Jesus Seine
ihm
Jesus einer Witwe sie der Herr die Witwe er ihr er
Jesus
Jesus seiner Mutter Ein großer Prophet seinem
Jesus
Jesus zum Herrn ihn der der einen anderen Männer Jesus der der einen anderen Jesus er Er Männern
Jes macht einen Toten lebendig 11 Danach zog Jes weiter zu der Stadt Nain. Ihre Jüngerinnen und Jünger und eine große Volksmenge zogen mit ihr. 12 Als Jes sich dem Stadttor näherte, wurde gerade ein Toter herausgetragen. Er war der einzige Sohn eines Witwers. Viele Leute aus der Stadt begleiteten ihn. 13 Als die Meisterin den Witwer sah, bekam sie Mitleid mit ihm und sagte: »Hör auf zu weinen!« 14 Dann trat sie näher heran und berührte die Bahre. Die Trägerinnen und Träger blieben stehen. Jes sagte: »Junger Mann, ich befehle dir: Steh auf!« 15 Da richtete der Tote sich auf und fing an zu reden. Und Jes gab ihn seinem Vater zurück. 16 Alle wurden von Furcht erfasst. Sie lobten Gott und riefen: »Eine große Prophetin tritt unter uns auf! Gott ist ihrem Volk zu Hilfe gekommen.« 17 Die Nachricht darüber, was Jes getan hatte, verbreitete sich überall in Judäa und in der ganzen Umgebung.
Johannes fragt – Jes gibt Antwort
18 Auch Johannes erfuhr durch seine Jüngerinnen und Jünger von all diesen Ereignissen. Da rief er zwei von ihnen zu sich 19 und schickte sie zur Meisterin. Sie sollten sie fragen: »Bist du die, die kommen soll, oder müssen wir auf jemand anderen warten?« 20 Als die Leute zu Jes kamen, sagten sie: »Johannes der Täufer schickt uns zu dir und lässt dich fragen: ›Bist du die, die kommen soll, oder müssen wir auf jemand anderen warten?‹« 21 Jes heilte gerade viele Menschen von Krankheiten, schlimmen Leiden und bösen Geistern. Vielen Blinden schenkte sie, dass sie wieder sehen konnten. 22 Sie antwortete den Gesandten: »Geht und berichtet Johannes, was ihr gesehen und ge-
Boten Jesus der Unbedeutendste ist
Pharisäer Gesetzeslehrer
hört habt: Blinde sehen und Lahme gehen. Menschen mit Aussatz werden rein. Taube hören, Tote werden zum Leben erweckt, und Armen wird die Gute Nachricht verkündet. 23 Glückselig ist, wer mich nicht ablehnt.«
Was Jes über Johannes sagt 24 Die Gesandten von Johannes gingen wieder weg. Jes begann, zu der Volksmenge über Johannes zu sprechen: »Was habt ihr erwartet zu sehen, als ihr zu Johannes in die Wüste gegangen seid? Etwa ein Schilfrohr, das sich im Wind bewegt? 25 Oder was sonst habt ihr erwartet, dort draußen zu sehen? Einen Menschen in vornehmer Kleidung? Ihr wisst doch: Leute, die prächtige Kleider tragen und im Luxus leben, wohnen in Palästen! 26 Oder was sonst habt ihr erwartet, dort draußen zu sehen? Einen Propheten? Ja, ich sage euch: Ihr habt sogar mehr gesehen als einen Propheten! 27 Johannes ist derjenige, von dem es in der Heiligen Schrift heißt: ›Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her. Der wird dir den Weg bereiten.‹ 28 Das sage ich euch: Kein Mensch, der je von einer Frau geboren wurde, war bedeutender als Johannes. Aber selbst die Unbedeutendsten im Reich Gottes sind bedeutender als er. 29 Alle aus dem Volk und sogar die Zolleinnehmerinnen und Zolleinnehmer haben Johannes zugehört. Sie haben geglaubt, dass seine Botschaft von Gott kommt. Deshalb haben sie sich von Johannes taufen lassen. 30 Aber die pharisäischen Leute und Gesetzeslehrenden haben für sich die Rettung abgelehnt, die Gott vorgesehen hatte. Deshalb haben sie sich nicht von Johannes taufen lassen. 31 Womit soll ich die Menschen dieser Generation vergleichen? Welches Bild
von einem Dämon der Menschensohn ist er ihn
Dieser Mensch ein Säufer Er Zolleinnehmern
Der Pharisäer die Sünderin
Einer Pharisäer Jesus Jesus des Pharisäers eine Frau die Sünderin Sie Jesus des Pharisäers sie
Die Frau Jesus Sie seine ihren ihrem sie ihm
Der Pharisäer der Jesus Jesus ein Prophet er eine Frau ihn sie eine Sünderin Jesus ihn Simon Er Lehrer Jesus Männer einem Geldverleiher
passt auf sie? 32 Sie sind wie Kinder, die auf dem Marktplatz sitzen und sich beschweren: ›Ihr seid Spielverderber! Wir haben Tanzmusik für euch gespielt, aber ihr habt nicht getanzt. Wir haben Trauermusik für euch gespielt, aber ihr habt nicht geweint.‹ 33 Als Johannes der Täufer gekommen ist, aß er kein Brot und trank keinen Wein. Deshalb sagt ihr über ihn: ›Er ist besessen.‹ 34 Als aber ich gekommen bin, aß und trank ich. Deshalb sagt ihr über mich: ›Seht nur: Diese Person ist ein Vielfraß und eine Säuferin. Sie ist befreundet mit denen, die am Zoll arbeiten, Sünderinnen und Sündern.‹ 35 Doch die Weisheit Gottes ist immer im Recht – das zeigt sich durch alle ihre Kinder.«
Die Pharisäerin und der Sünder
36 Eine der pharisäischen Leute lud Jes zum Essen ein. Jes ging in das Haus der Pharisäerin und legte sich zu Tisch.
37 In der Stadt lebte ein Mann, der als Sünder bekannt war. Er erfuhr, dass Jes im Haus der Pharisäerin zu Gast war. Mit einem Fläschchen voll kostbarem Salböl ging er dorthin. 38 Der Mann trat von hinten an das Fußende des Polsters heran, auf dem Jes lag. Er weinte so sehr, dass ihre Füße von seinen Tränen nass wurden. Mit seinem Haar trocknete er ihr die Füße, küsste sie und salbte sie mit dem Öl. 39 Die Pharisäerin, die Jes eingeladen hatte, beobachtete das alles und sagte sich: »Wenn Jes eine Prophetin wäre, müsste sie doch wissen, was für ein Mann sie da berührt – dass er ein Sünder ist.« 40 Da wandte sich Jes an sie und sagte: »Simone, ich habe dir etwas zu sagen.« Sie antwortete: »Lehrerin, sprich!« 41 Jes sagte: »Zwei Leute hatten Schulden bei einer Geldverleiherin: Der eine schul-
ihm er
Welcher den Geldverleiher Simon der Geldverleiher
Jesus er der Frau Simon diese Frau sie ihren ihren sie sie Ihre ihr sie
Jesus der Frau Gäste dieser Mann der Jesus der Frau
dete ihr fünfhundert Silberstücke, der andere fünfzig. 42 Da sie es nicht zurückzahlen konnten, schenkte sie beiden das Geld. Wer von den beiden wird die Geldverleiherin dafür wohl mehr lieben?« 43 Simone antwortete: »Ich nehme an der, dem die Geldverleiherin mehr geschenkt hat.« Da sagte Jes zu ihm: »Du hast recht.« 44 Dann drehte sie sich zu dem Mann um und sagte zu Simone: »Siehst du diesen Mann? Ich kam in dein Haus, und du hast mir kein Wasser für die Füße gebracht. Aber er hat meine Füße mit seinen Tränen nass gemacht und mit seinen Haaren getrocknet. 45 Du hast mir keinen Kuss zur Begrüßung gegeben. Aber er hat nicht aufgehört, mir die Füße zu küssen, seit ich hier bin. 46 Du hast meinen Kopf nicht mit Öl gesalbt. Aber er hat meine Füße mit kostbarem Öl gesalbt. 47 Deshalb sage ich dir: Seine vielen Sünden sind ihm vergeben. Darum hat er so viel Liebe gezeigt. Wem aber wenig vergeben wird, der zeigt auch nur wenig Liebe.« 48 Dann sagte Jes zu dem Mann: »Deine Sünden sind dir vergeben.« 49 Die anderen am Tisch fragten sich: »Wer ist diese Frau, die sogar Sünden vergibt?« 50 Aber Jes sagte zu dem Mann: »Dein Glaube hat dich gerettet. Geh in Frieden.«
Lukas
Frauen Jesus Jesus er ihn
Frauen Jesus er des Herodes Jesus
Jesus ihm er
Ein Bauer seine er Jesus
Gottes Wort hören und tun
Luka 8, 1–21
Die Zwölf und viele Menschen begleiten Jes
1 In der folgenden Zeit zog Jes von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf. Überall verkündete sie die Gute Nachricht vom Reich Gottes. Die Zwölf begleiteten sie. 2 Es waren auch einige Menschen dabei, die Jes von bösen Geistern und Krankheiten geheilt hatte: Maria aus Magdala, die sie von sieben Dämonen befreit hatte; 3 Johanna, die Frau von Chuza, einem Verwalter im Dienst der Herodias; Susanna und viele andere. Sie alle unterstützten Jes und die Jüngerinnen und Jünger mit dem, was sie besaßen.
Das Gleichnis vom Säen auf verschiedenen Böden
4 Eine große Volksmenge versammelte sich um Jes, und aus allen Orten strömten die Leute zu ihr. Da erzählte sie ihnen ein Gleichnis: 5 »Eine Bäuerin ging aufs Feld, um ihre Saat auszusäen. Während sie die Körner auswarf, fiel ein Teil davon auf den Weg. Die Körner wurden zertreten, und die Vögel pickten sie auf. 6 Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden. Die Körner gingen auf und vertrockneten schnell wieder, weil sie keine Feuchtigkeit hatten. 7 Ein weiterer Teil fiel zwischen die Disteln. Die Disteln gingen mit auf und erstickten die junge Saat. 8 Aber ein anderer Teil fiel auf guten Boden. Die Körner gingen auf und brachten hundertfachen Ertrag.« Dann rief Jes noch: »Wer Ohren zum Hören hat, soll gut zuhören.«
Jesus
Aber Jes zog sich immer wieder in einsame Gegenden zurück und betete dort.
Luka 5,16
Jesus seine
Er
der Teufel Er
Jesus stellt man
Jes erklärt das Gleichnis vom Säen auf verschiedenen Böden
9 Da fragten ihre Jüngerinnen und Jünger: »Was bedeutet dieses Gleichnis?« 10 Sie antwortete: »Euch ist es geschenkt, das Geheimnis vom Reich Gottes zu verstehen. Aber die anderen Menschen erfahren davon nur in Gleichnissen. Denn sie sollen sehen, ohne etwas zu erkennen, und hören, ohne etwas zu verstehen. 11 Dies ist die Bedeutung des Gleichnisses: Die Saat ist das Wort Gottes. 12 Was auf den Weg fällt, steht für die Menschen, die das Wort hören. Aber dann kommt das Böse. Es nimmt es wieder weg aus ihren Herzen, damit sie nicht glauben und gerettet werden. 13 Ein anderer Teil fällt auf felsigen Boden. Er steht für die Menschen, die das Wort hören und gleich mit Freude in sich aufnehmen. Aber es schlägt keine Wurzeln. Eine Zeit lang glauben sie. Doch sobald sie auf die Probe gestellt werden, wenden sie sich wieder ab. 14 Noch ein anderer Teil fällt zwischen die Disteln. Er steht für die Menschen, die das Wort zunächst hören. Doch dann gehen sie fort. Sie ersticken in Sorgen, in Reichtum und den Freuden, die das Leben bietet. Daher bringen sie keinen Ertrag. 15 Aber ein Teil fällt auch auf guten Boden. Er steht für die Menschen, die das Wort mit offenem und bereitwilligem Herzen hören. Sie bewahren es und halten durch – und so bringen sie viel Ertrag.«
Das Gleichnis von der Lampe 16 Weiter sagte Jes: »Niemand zündet eine Öllampe an und deckt sie mit einem Gefäß zu oder stellt sie unter ein Bett. Vielmehr stellen wir sie auf einen Ständer. So können
wer hat dem Wer hat dem er meint
alle, die hereinkommen, das Licht sehen. 17 Es gibt nichts Verborgenes, das nicht zutage kommen wird. Und es gibt nichts Geheimes, das nicht bekannt wird und ans Licht kommt. 18 Achtet darauf, dass ihr gut zuhört. Denn die etwas haben, denen wird noch mehr gegeben. Die nichts haben, denen wird auch das noch weggenommen, was sie meinen zu haben.«
Wer zur Familie von Jes gehört
19 Da kamen die Mutter und die Geschwister von Jes zu ihr. Doch wegen der Volksmenge konnten sie nicht zu ihr durchkommen. 20 Jes wurde mitgeteilt: »Deine Mutter und deine Geschwister stehen draußen. Sie wollen dich sehen.« 21 Aber Jes antwortete: »Meine Eltern und meine Geschwister sind alle, die das Wort Gottes hören und danach handeln.«
Jes tut Wunder Luka 8, 22–56
Im Sturm auf die Probe gestellt 22 Eines Tages stieg Jes mit ihren Jüngerinnen und Jüngern in ein Boot. Sie sagte zu ihnen: »Wir wollen ans andere Ufer des Sees fahren.« So legten sie vom Land ab. 23 Unterwegs schlief Jes ein. Plötzlich wühlte ein Sturm den See auf, ein Fallwind von den Bergen. Wasser schlug in das Boot, und sie waren in großer Gefahr. 24 Die Jüngerinnen und Jünger gingen zu Jes und weckten sie. Sie riefen: »Meisterin, Meisterin! Wir gehen unter!« Jes stand auf und bedrohte den Wind und die Wellen. Da hörten
Luka 8, 17–24
er Er ihm
Jesus beherrscht
Jesus seine
Jesus ihm
Jesus ihm
Jesus Sohn
Jesus hatte man hatte man
Der Dämon
Jesus
Dämonen
Dämonen Jesus
Die Dämonen Jesus er
sie auf zu toben, und es wurde ganz still. 25 Jes fragte die Jüngerinnen und Jünger: »Wo ist euer Glaube geblieben?« Da fürchteten sie sich und staunten zugleich. Sie fragten sich: »Wer ist sie eigentlich? Sie befiehlt dem Wind und den Wellen, und sie gehorchen ihr.«
Jes befreit einen Mann, der von Dämonen besessen wird
26 Jes und ihre Jüngerinnen und Jünger fuhren mit dem Boot in das Gebiet der Stadt Gerasa. Das liegt gegenüber von Galiläa. 27 Als Jes an Land ging, kam ihr aus der Stadt ein Mann entgegen. Er war von Dämonen besessen. Schon lange trug er keine Kleider mehr. Er lebte auch nicht in einem Haus, sondern in den Grabkammern. 28 Als er Jes sah, schrie er auf und warf sich vor ihr nieder. Mit lauter Stimme rief er: »Was willst du von mir, Jes, Tochter des Höchsten Gottes? Ich flehe dich an: Quäl mich nicht!«
29 Denn Jes hatte dem bösen Geist befohlen: »Gib diesen Menschen frei!« Der Geist hatte den Mann schon lange in seiner Gewalt. Schon oft hatten die Leute dem Mann Ketten und Fußfesseln angelegt. So hatten sie versucht, ihn in sicherem Gewahrsam zu halten. Doch er hatte die Fesseln immer wieder zerrissen. Die dämonische Kraft hatte ihn dann immer wieder in einsame Gegenden getrieben. 30 Jes fragte ihn: »Wie heißt du?« Er antwortete: »Legion.« Denn viele dämonische Kräfte waren in den Mann gefahren. 31 Die dämonischen Kräfte baten Jes: »Verbanne uns nicht in die Unterwelt!« 32 Auf dem Berg in der Nähe weidete eine große Schweineherde. Sie baten Jes: »Erlaube uns, in die Schweine hineinzufahren.« Und sie
Jesus
Dämonen
Dämonen
Jesus Jesus Jesus
Jesus
Jesus er ihn ihm
Jesus ihn
erlaubte es ihnen. 33 Da verließen die dämonischen Kräfte den Mann und fuhren in die Schweine. Die Herde stürzte sich den Abhang hinab in den See und ertrank. 34 Als die Schweinehirtinnen und -hirten das sahen, ergriffen sie die Flucht. Sie erzählten davon in der Stadt und in den Dörfern. 35 Die Leute kamen herbei, um selbst zu sehen, was geschehen war. Sie kamen zu Jes und fanden den Mann, aus dem die dämonischen Kräfte ausgefahren waren. Er saß Jes zu Füßen, war angezogen und ganz vernünftig. Da fürchteten sich die Leute. 36 Einige hatten aber gesehen, wie der Mann geheilt worden war. Diese berichteten den anderen davon. 37 Die ganze Bevölkerung von Gerasa und aus der Umgebung forderte Jes daraufhin auf, von ihnen wegzugehen. Denn große Furcht hatte sie erfasst. Da stieg Jes ins Boot, um zurückzufahren. 38 Aber der Mann, aus dem die dämonischen Kräfte ausgefahren waren, bat Jes: »Ich möchte bei dir bleiben.« Doch Jes schickte ihn fort und sagte: 39 »Geh zurück nach Hause und erzähle, was Gott für dich getan hat.« Da kehrte der Mann zurück. Er verkündete in der ganzen Stadt, was Jes für ihn getan hatte.
Jes heilt eine Frau und weckt ein Mädchen vom Tod auf
40 Jes kehrte auf die andere Seite des Sees zurück. Dort empfing sie die Volksmenge. Alle hatten auf sie gewartet. 41 Da kam ein Mann namens Jairus zu ihr. Er war der Leiter der Synagoge. Der warf sich vor Jes nieder und flehte sie an: »Komm in mein Haus! 42 Meine Tochter liegt im Sterben! Sie ist mein einziges Kind und gerade einmal
keiner hatte
Jesus seines
Jesus
Keiner
Meister
Jesus
Jesus ihn
Jesus
Jesus
den Lehrer
Jesus er
Jesus er Johannes Jakobus
Jesus ihn
Jesus
zwölf Jahre alt.« Unterwegs wurde Jes von der Volksmenge fast erdrückt. 43 Unter den Leuten war auch eine Frau, die seit zwölf Jahren an Blutungen litt. Sie hatte ihr ganzes Vermögen für Ärztinnen und Ärzte ausgegeben, aber die hatten sie nicht heilen können. 44 Sie drängte sich von hinten an Jes heran und berührte einen Zipfel ihres Mantels. Im selben Augenblick hörte ihre Blutung auf. 45 Jes fragte: »Wer hat mich berührt?« Niemand wollte es gewesen sein. Petrus sagte: »Meisterin, all die Leute umringen und bedrängen dich.« 46 Aber Jes erwiderte: »Jemand hat mich berührt. Ich habe doch gemerkt, dass Kraft von mir ausgegangen ist.« 47 Da wusste die Frau, dass sie es nicht verheimlichen konnte. Zitternd trat sie vor und warf sich vor Jes nieder. Vor dem ganzen Volk erklärte sie, warum sie sie berührt hatte. Und sie erzählte, wie sie im selben Augenblick geheilt worden war. 48 Jes aber sagte zu ihr: »Tochter, dein Glaube hat dich gerettet. Geh in Frieden.« 49 Während Jes noch redete, kam jemand aus dem Haus des Synagogenleiters. Er sagte: »Deine Tochter ist gestorben. Bemühe die Lehrerin nicht mehr.« 50 Als Jes das hörte, sagte sie zu Jairus: »Hab keine Angst! Glaube nur, dann wird sie gerettet.« 51 Als Jes zum Haus von Jairus kam, ließ sie niemanden mit hineingehen – nur Petrus, Johanna und Jascha sowie den Vater und die Mutter des Kindes. 52 Alle weinten und trauerten um das Mädchen. Aber Jes sagte: »Hört auf zu weinen! Denn das Mädchen ist nicht tot, es schläft nur.« 53 Da lachten sie sie aus. Sie wussten ja, dass es gestorben war. 54 Aber Jes nahm seine Hand und rief laut: »Mädchen, steh auf!« 55 Da kehrte das Leben in das Mädchen zurück, und es stand sofort
auf. Jes ordnete an: »Gebt ihr etwas zu essen!« 56 Ihre Eltern gerieten außer sich. Jes aber befahl ihnen: »Erzählt niemandem, was geschehen ist.«
Jesus seine
Herodes Jesus
Der Landesfürst Herodes
Er Jesus Er
Einer Propheten Herodes der den er Jesus
Nachfolge auf dem Weg des Leidens Luka 9, 1–50
Jes sendet ihre Jüngerinnen und Jünger aus
1 Jes rief die Zwölf zusammen. Sie gab ihnen Kraft und Vollmacht, alle Dämonen auszutreiben und Krankheiten zu heilen. 2 Sie sandte sie aus, um das Reich Gottes zu verkünden und die Kranken gesund zu machen. 3 Sie sagte zu ihnen: »Nehmt nichts mit auf den Weg: keinen Wanderstock, keine Vorratstasche, kein Brot, kein Geld und kein zusätzliches Hemd. 4 Wenn ihr in einem Haus aufgenommen werdet, bleibt dort und zieht von dort aus weiter. 5 Wenn euch die Leute nicht aufnehmen: Verlasst die Stadt und schüttelt den Staub von euren Füßen. Dadurch sollen die Leute erkennen, dass ihr Verhalten Folgen haben wird.« 6 Die Jüngerinnen und Jünger zogen los und wanderten von Dorf zu Dorf. Überall verkündeten sie die Gute Nachricht und heilten die Kranken.
Was Herodias über Jes denkt
7 Die Landesfürstin Herodias hörte von all diesen Vorgängen. Sie war beunruhigt, denn einige sagten über Jes: »Sie ist Johannes, der von den Toten auferstanden ist.« 8 Andere sagten: »Elija ist aus dem Himmel zurückgekommen.« Wieder andere behaupteten: »Eine der alten Prophetinnen ist auferstanden.« 9 Aber Herodias sagte: »Ich selber habe Johannes den Kopf abschlagen lassen. Wer ist dann die, über die ich solche Dinge höre?« Deshalb wollte sie Jes kennenlernen.
Jes macht 5000 Menschen satt 10 Die Apostelinnen und Apostel kehrten zu Jes zurück. Sie berichteten ihr, was sie alles getan hatten. Dann nahm sie sie mit sich. Sie brachte sie in die Gegend bei der Stadt Betsaida, um mit ihnen allein zu sein. 11 Als die Leute davon erfuhren, folgten sie ihr. Jes ließ sie zu sich. Sie erzählte ihnen vom Reich Gottes und machte alle gesund, die Heilung brauchten. 12 Als es Abend wurde, kamen die Zwölf zu Jes und sagten: »Schick doch die Leute weg. Dann können sie zu den umliegenden Dörfern und Höfen ziehen. Dort finden sie eine Unterkunft und etwas zu essen, denn wir sind hier in einer einsamen Gegend.« 13 Jes antwortete: »Gebt doch ihr ihnen etwas zu essen!« Da sagten sie: »Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische. Oder sollen wir etwa losgehen und für das ganze Volk etwas zu essen kaufen?« 14 Es waren nämlich ungefähr 5000 Leute. Da sagte Jes zu ihren Jüngerinnen und Jüngern: »Sorgt dafür, dass sich die Leute zum Essen niederlassen – in Gruppen zu etwa fünfzig.« 15 So machten es die Jüngerinnen und Jünger, und alle ließen sich nieder. 16 Dann nahm Jes die fünf Brote und die zwei Fische. Sie blickte zum Himmel auf und dankte Gott dafür.
Dann brach sie sie in Stücke und gab sie den Jüngerinnen und Jüngern. Die sollten sie an die Volksmenge austeilen. 17 Die Leute aßen, und alle wurden satt. Dann wurden die Reste eingesammelt, die sie übrig gelassen hatten – zwölf Körbe voll.
Propheten er
den Christus den Jesus
Jesus seinen
Jesus Der Menschensohn wird
Priester ihn Verbrecher ihn wird er
Jesus Wer will darf seinem
Er muss sein sich Wer sein will wird Wer bekennt sein verliert der wird wenn er die ganze Welt gewinnt sich aber selbst verliert nimmt
Menschensohn
Petrus spricht aus, wer Jes ist
18 Einmal hatte Jes sich zurückgezogen, um allein zu beten. Nur die Jüngerinnen und Jünger waren bei ihr. Da fragte sie sie: »Für wen halten mich eigentlich die Leute?«
19 Sie antworteten: »Manche halten dich für Johannes den Täufer, andere für Elija. Wieder andere meinen, dass eine der anderen Prophetinnen von früher auferstanden ist.«
20 Da fragte sie sie: »Und ihr, für wen haltet ihr mich?«
Petrus antwortete: »Für die Königingesalbte, die Gott gesandt hat.« 21 Aber Jes schärfte ihnen mit aller Strenge ein: »Sagt das niemandem weiter!«
Jes kündigt zum ersten Mal ihren Tod an
22 Dann sagte Jes: »Ich werde viel leiden müssen. Die Ratsältesten, die führenden Geistlichen und die Schriftgelehrten werden mich als Verbrecherin behandeln. Sie werden mich hinrichten lassen. Aber am dritten Tag werde ich vom Tod auferweckt werden.«
Das Kreuz auf sich nehmen
23 Dann sagte Jes zu allen Jüngerinnen und Jüngern: »Wenn ihr zu mir gehören wollt, düft ihr nicht an eurem Leben hängen. Ihr müsst jeden Tag euer Kreuz auf euch nehmen und mir auf meinem Weg folgen. 24 Die ihr Leben retten wollen, werden es verlieren. Die sich aber zu mir bekennen und deshalb ihr Leben verlieren, die werden es retten.
25 Was nützt es einem Menschen, die ganze Welt zu gewinnen – aber sich selbst zu verlieren oder schweren Schaden zu nehmen? 26 Denn wer sich nicht zu mir und meinen Worten bekennt, muss wissen: Der Mensch wird sich
seiner Herrlichkeit
Herrlichkeit
Jünger
Herrlichkeit
Jesus
Jesus er Johannes Jakobus Er er sein seine Männer ihm
Mose in Herrlichkeit
Jesus ihm
Jesus seiner Herrlichkeit Männer ihm
Jesus ihm Meister
Mose
mein Sohn ihn ihn
Jesus Jünger
auch nicht zu ihm bekennen, wenn er wiederkommt – in seinem Glanz und in der Schönheit des Vaters und der heiligen Engel. 27 Das sage ich euch, und es ist wahr: Hier stehen einige, die werden nicht sterben, sondern das Reich Gottes erleben.«
Drei Jünger:innen sehen Jes in der Schönheit Gottes
28 Etwa acht Tage nachdem Jes das gesagt hatte, nahm sie Petrus, Johanna und Jascha mit sich. Sie stieg auf einen Berg, um zu beten. 29 Während sie betete, sah ihr Gesicht auf einmal ganz verändert aus, und ihre Kleidung glänzte strahlend weiß. 30 Da redeten zwei Menschen mit ihr. Es waren Moesha und Elija, 31 die strahlend erschienen. Sie sprachen mit Jes über den Tod, der ihr nach Gottes Plan in Jerusalem bevorstand. 32 Aber Petrus und die anderen waren fast eingeschlafen. Trotzdem hielten sie sich wach. So sahen sie Jes in ihrer Schönheit und die zwei Menschen, die bei ihr standen. 33 Als die beiden sich von Jes trennen wollten, sagte Petrus zu ihr: »Meisterin, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Zelte aufschlagen: eins für dich, eins für Moesha und eins für Elija.« Aber er wusste nicht, was er da sagte. 34 Während Petrus noch redete, zog eine Wolke auf, und ihr Schatten legte sich über sie. Die Wolke hüllte sie ganz ein, und sie fürchteten sich. 35 Eine Stimme erklang aus der Wolke: »Das ist meine Tochter, sie habe ich erwählt. Hört auf sie!« 36 Während die Stimme noch erklang, war Jes plötzlich wieder allein. Die Jünger:innen behielten das alles für sich. Sie erzählten damals niemandem, was sie gesehen hatten.
Jesus Jünger
Jesus Lehrer
ein böser Geist
Der Geist
Er den Geist
Jesus Jesus der Dämon
Jesus ihn Er
Jesus seinen
Jesus er seinen
Menschensohn
Jesus ihn
Jes heilt ein Kind und fordert zum Vertrauen auf 37 Am folgenden Tag stiegen Jes und die drei Jünger:innen vom Berg herab. Eine große Volksmenge kam Jes entgegen. 38 Da schrie ein Mann aus der Volksmenge: »Lehrerin, ich bitte dich: Schau nach meinem Sohn! Er ist mein einziges Kind. 39 Immer wieder packt ihn eine böse Geistkraft, sodass er plötzlich aufschreit. Die böse Kraft zerrt ihn hin und her, bis er Schaum vor dem Mund hat. Sie lässt ihn kaum wieder los und richtet ihn noch zugrunde. 40 Ich habe deine Jüngerinnen und Jünger gebeten, die böse Kraft auszutreiben, aber sie konnten es nicht.« 41 Da antwortete Jes: »Was seid ihr nur für eine ungläubige und verkehrte Generation! Wie lange soll ich noch bei euch bleiben und euch ertragen? Bring deinen Sohn her!« 42 Als der Junge sich Jes näherte, riss die dämonische Kraft ihn zu Boden und zerrte ihn hin und her. Aber Jes bedrohte sie. Sie machte den Jungen gesund und gab ihn seinem Vater zurück. 43 Da gerieten alle außer sich, so sehr staunten sie über die Macht und Größe Gottes.
Jes kündigt zum zweiten Mal ihren Tod an Alle waren tief beeindruckt von dem, was Jes tat. Da sagte sie zu ihren Jüngerinnen und Jüngern: 44 »Merkt euch gut, was ich jetzt sage: Der Mensch wird ausgeliefert werden in die Hände der Menschen.« 45 Aber die Jüngerinnen und Jünger verstanden nicht, was Jes sagen wollte. Die Bedeutung war ihnen verhüllt, sodass sie es nicht begreifen konnten. Und sie scheuten sich, sie danach zu fragen.
der Wichtigste
den der der Geringste
Johannes Jesus Meister
Dämonen
Jesus wer ist der ist
Jesus Lukas Jesus Lukas
Wer ist bei Gott wichtig?
46 Die Jüngerinnen und Jünger stritten darüber, wer von ihnen am wichtigsten war. 47 Jes wusste, was in ihnen vorging. Sie nahm ein Kind, stellte es neben sich 48 und sagte zu ihnen: »Wer dieses Kind aufnimmt und sich dabei auf mich beruft, der nimmt mich auf. Und wer mich aufnimmt, nimmt die auf, die mich gesandt hat. Denn wer unter euch allen am geringsten ist, ist in Wirklichkeit groß.«
Wer nicht gegen euch ist, ist für euch
49 Johanna sagte zu Jes: »Meisterin, wir haben gesehen, wie jemand deinen Namen dazu benutzt hat, dämonische Kräfte auszutreiben. Wir wollten ihn davon abhalten, denn er gehört nicht zu uns.« 50 Aber Jes antwortete: »Hindert ihn nicht daran! Denn alle, die nicht gegen euch sind, sind für euch.«
Jes auf dem Weg nach Jerusalem
Luka 9, 51–19, 27
Was es bedeutet, Jes nachzufolgen
Luka 9, 51–10, 24
Jes wird in einem Dorf in Samarien abgewiesen 51 Dann war es so weit: Die Tage kamen näher, an denen Jes die Welt verlassen und in den Himmel aufgenommen werden sollte. Jes machte sich fest entschlossen auf den Weg nach Jerusalem. 52 Sie schickte Boten und Botinnen voraus. Die kamen in ein Dorf der Samariter und wollten dort für sie eine Unterkunft suchen. 53 Doch die Dorfbe-
Luka 9, 46–53
er
Jünger
Jesus sein
Jakobus Johannes Herr
Jesus
Jesus
Jesus der Menschensohn er sich kann Einen anderen
Jesus der Herr
Jesus
Jesus Herr
Jesus
wohner nahmen Jes nicht auf, weil Jerusalem ihr Ziel war.
54 Als die Jünger:innen Jascha und Johanna das erfuhren, sagten sie: »Meisterin, wenn du willst, befehlen wir: ›Feuer soll vom Himmel fallen und sie vernichten!‹« 55 Da drehte sie sich zu ihnen um und wies sie streng zurecht. [...]
56 Dann zogen sie weiter in ein anderes Dorf.
Sich ganz auf Jes einlassen
57 Unterwegs sagte jemand zu Jes: »Ich will dir folgen, wohin du auch gehst!« 58 Jes antwortete: »Die Füchse haben ihren Bau und die Vögel ihr Nest. Aber wir haben keinen Ort, an dem wir uns ausruhen können.« 59 Eine andere forderte Jes auf: »Folge mir!« Aber die sagte: »Meisterin, erlaube mir, zuerst noch einmal nach Hause zu gehen und meinen Vater zu begraben.« 60 Aber Jes antwortete: »Überlass es den Toten, ihre Toten zu begraben. Du aber geh los und verkünde das Reich Gottes!« 61 Wieder ein anderer sagte zu Jes: »Ich will dir folgen, Meisterin! Doch erlaube mir, zuerst von meiner Familie Abschied zu nehmen.«
62 Aber Jes antwortete: »Wer die Hand an den Pflug legt und zurückschaut, eignet sich nicht für das Reich Gottes.«
der Herr seinen er Er
Erntearbeiter den Herrn er Arbeiter sein wer arbeitet hat die Bewohner euch aufnehmen die Bewohner euch nicht aufnehmen
Jes sendet 72 Jüngerinnen und Jünger aus 1 Danach bestimmte die Meisterin weitere 72 von ihren Jüngerinnen und Jüngern. Sie sandte sie jeweils zu zweit vor sich her. Sie sollten in alle Städte und Orte vorausgehen, in die sie selbst gehen wollte. 2 Sie sagte zu ihnen: »Hier ist eine große Ernte, aber es gibt nur wenige Erntearbeitskräfte. Bittet also die Herrin dieser Ernte, dass sie Arbeitskräfte auf ihr Erntefeld schickt. 3 Macht euch auf den Weg! Denkt daran: Ich sende euch wie Lämmer mitten unter die Wölfe. 4 Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Sandalen. Und haltet euch nicht damit auf, unterwegs jemanden zu grüßen. 5 Wenn ihr in ein Haus kommt, dann sagt als Erstes: ›Ich wünsche den Bewohnerinnen und Bewohnern dieses Hauses Frieden!‹ 6 Wenn dort ein Kind des Friedens wohnt, wird dieser Frieden bei ihm einkehren. Sonst wird euer Gruß ohne Wirkung bleiben. 7 Bleibt in diesem Haus. Esst und trinkt, was euch angeboten wird. Denn alle, die arbeiten, haben ein Anrecht auf Lohn. Zieht nicht von Haus zu Haus. 8 Wenn ihr in eine Stadt kommt und aufgenommen werdet: Esst, was euch vorgesetzt wird. 9 Heilt die Kranken, die dort leben. Verkündet den Leuten: ›Das Reich Gottes kommt euch jetzt nahe!‹ 10 Aber wenn ihr in eine Stadt kommt und ihr nicht aufgenommen werdet: Geht hinaus auf die Straßen der Stadt und ruft: 11 ›Sogar den Staub aus eurer Stadt, der an unseren Füßen klebt, schütteln wir ab. Doch das sollt ihr wissen: Das Reich Gottes kommt jetzt nahe!‹ 12 Das sage ich euch: Für die Leute von Sodom wird es am Tag des Gerichts erträglicher sein als für diese Stadt.«
Menschensohn
Der Mensch kann bestimmen, was am Sabbat erlaubt ist.
Luka 6, 5
Herr Dämonen
Jesus den Satan ganze Macht des Feindes
Jesus
Jesus vom Heiligen Geist du Herr über den
Das Urteil über die Städte in Galiläa 13 »Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Betsaida! Wären in Tyros und Sidon die Wunder passiert, die ich bei euch vollbracht habe: Die Menschen hätten schon längst den Sack angelegt. Sie hätten sich hingesetzt, sich Asche auf den Kopf gestreut und ihr Leben geändert. 14 Aber wenn das Gericht kommt, wird es für Tyros und Sidon erträglicher sein als für euch. 15 Und du, Kapernaum, meinst du, du wirst in den Himmel erhoben? In die Hölle wirst du hinabgestoßen! 16 Wer auf euch hört, hört auf mich. Und wer euch ablehnt, lehnt mich ab. Aber wer mich ablehnt, lehnt die Macht ab, die mich gesandt hat.«
Die Rückkehr der 72 Jüngerinnen und Jünger
17 Die 72 Jüngerinnen und Jünger kehrten zurück und berichteten voller Freude: »Meisterin, sogar die dämonischen Mächte gehorchen uns, wenn wir uns auf deinen Namen berufen.« 18 Jes sagte zu ihnen: »Ich sah das Böse wie einen Blitz aus dem Himmel hinabstürzen. 19 Ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten. Die ganze feindliche Macht könnt ihr überwinden! Nichts, aber auch gar nichts davon kann euch etwas anhaben. 20 Aber ihr sollt euch nicht darüber freuen, dass euch die Geister gehorchen. Freut euch vielmehr darüber, dass eure Namen im Himmel aufgeschrieben sind.«
Jes und der Vater
21 Im selben Augenblick wurde Jes von der Heiligen Geistkraft erfüllt und jubelte: »Ich preise dich, Vater, in deiner Hand sind Himmel und Erde! Denn du hast das alles vor
der Sohn der Sohn der Sohn
ihn Lehrer
den Herrn
den Weisen und Klugen verborgen. Aber den einfachen Leuten hast du es offenbart. Ja, Vater, so hast du es gewollt! 22 Alles hat mir mein Vater übergeben. Niemand weiß, wer die Tochter ist, nur der Vater. Und niemand weiß, wer der Vater ist, nur die Tochter – und die Menschen, denen die Tochter den Vater zeigen will.« 23 Dann wandte sich Jes allein an die Jüngerinnen und Jünger und sagte: »Glückselig sind die Augen, die sehen, was ihr seht. 24 Das sage ich euch: Viele prophetische Menschen, Königinnen und Könige wollten sehen, was ihr seht – aber sie sahen es nicht. Und sie wollten hören, was ihr hört – aber sie hörten es nicht.«
Jes als Lehrerin
Luka 10, 25–11, 54
Die Frage nach dem ewigen Leben
25 Da kam ein Schriftgelehrter und wollte Jes auf die Probe stellen. Er fragte sie: »Lehrerin, was soll ich tun, damit ich das ewige Leben bekomme?« 26 Jes fragte zurück: »Was steht im Gesetz? Was liest du da?« 27 Der Schriftgelehrte antwortete: »Du sollst Adonaj, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Denken.« Und: »Liebe deine Mitmenschen wie dich selbst.« 28 Jes sagte zu ihm: »Du hast richtig geantwortet. Halte dich daran und du wirst leben.«
Das Beispiel des barmherzigen Samariters
29 Aber der Schriftgelehrte wollte sich verteidigen. Deshalb sagte er zu Jes: »Wer ist denn mein Mitmensch?« 30 Jes er-
Luka 10, 22–30
Räubern
ein Levit er Er
Jesus
Jesus
Jesus seinen er ihn
Gast des Herrn ihm
Jesus Herr
widerte: »Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho. Unterwegs wurde er von räuberischen Menschen überfallen. Sie plünderten ihn bis aufs Hemd aus und schlugen ihn zusammen. Dann machten sie sich davon und ließen ihn halb tot liegen. 31 Nun kam zufällig ein Priester denselben Weg herab. Er sah den Verwundeten und ging vorbei. 32 Genauso machte es eine Levitin, als sie zu der Stelle kam: Sie sah den Verwundeten und ging vorbei. 33 Aber dann kam ein Samariter dorthin, der auf der Reise war. Als er den Verwundeten sah, hatte er Mitleid mit ihm. 34 Er ging zu ihm hin, behandelte seine Wunden mit Öl und Wein und verband sie. Dann setzte er ihn auf sein eigenes Reittier, brachte ihn in ein Gasthaus und pflegte ihn. 35 Am nächsten Tag holte er zwei Silberstücke hervor, gab sie dem Wirt und sagte: ›Pflege den Verwundeten! Wenn es mehr kostet, werde ich es dir geben, wenn ich wiederkomme.‹ 36 Was meinst du: Wer von den dreien ist dem Mann, der überfallen wurde, als Mitmensch begegnet?« 37 Der Schriftgelehrte antwortete: »Der Mitleid hatte und sich um ihn gekümmert hat.« Da sagte Jes zu ihm: »Dann geh und mach es ebenso.«
Jes bei Maria und Marta
38 Als Jes mit ihren Jüngerinnen und Jüngern weiterzog, kam sie in ein Dorf. Dort nahm sie eine Frau als Besuch bei sich auf. Ihr Name war Marta. 39 Sie hatte eine Schwester, die Maria hieß. Die setzte sich zu Füßen der Meisterin nieder und hörte ihr zu. 40 Aber Marta war ganz davon in Anspruch genommen, sie zu bewirten. Schließlich stellte sie sich vor Jes hin und sagte: »Meisterin, macht es dir
nichts aus, dass meine Schwester mich alles allein machen lässt? Sag ihr doch, dass sie mir helfen soll!« 41 Aber die Meisterin antwortete: »Marta, Marta! Du bist so besorgt und machst dir Gedanken um so vieles. 42 Aber nur eines ist notwendig: Maria hat das Bessere gewählt, das wird ihr niemand mehr wegnehmen.«
er sein ihn seiner
Herr Jesus Vater
Jesus seinen
Einer er Ein Freund seiner
ihm ihm er seiner wer bittet, der bekommt wer sucht, der findet Und wer anklopft, dem Welcher Vater unter euch gibt seinem
Über das Beten (Das Vater und Mutter unser)
1 Einmal hatte sich Jes zurückgezogen, um zu beten. Als sie ihr Gebet beendet hatte, bat sie einer ihrer Jünger und Jüngerinnen: »Meisterin, sag uns, wie wir beten sollen. Auch Johannes hat seine Jüngerinnen und Jünger beten gelehrt.« 2 Da sagte Jes zu ihnen: »Wenn ihr betet, dann so: Vater und Mutter, dein Name soll geheiligt werden. Dein Reich soll kommen. 3 Gib uns heute unser tägliches Brot. 4 Und vergib uns unsere Schuld – denn auch wir vergeben allen, die an uns schuldig werden. Stell uns nicht auf die Probe.« 5 Dann sagte Jes zu ihren Jüngerinnen und Jüngern: »Stellt euch vor: Eine von euch hat einen Freund. Mitten in der Nacht geht sie zu ihm und sagt: ›Mein Freund, leih mir doch drei Brote! 6 Eine Freundin hat auf ihrer Reise bei mir haltgemacht. Ich habe nichts im Haus, was ich ihr anbieten kann.‹ 7 Aber von drinnen kommt die Antwort: ›Lass mich in Ruhe! Die Tür ist schon zugeschlossen, und meine Kinder liegen bei mir im Bett. Ich kann jetzt nicht aufstehen und dir etwas geben.‹
8 Das sage ich euch: Schließlich wird er doch aufstehen und ihr geben, was sie braucht – wenn schon nicht aus Freundschaft, dann doch wegen ihrer Unverschämtheit.
9 Ich sage euch: Bittet und es wird euch gegeben! Sucht und ihr werdet finden! Klopft an und es wird euch aufgemacht! 10 Denn alle, die bitten, die bekommen. Und die suchen, werden finden. Die anklopfen, denen wird aufgemacht. 11 Oder ist unter euch ein Vater oder eine Mutter, die ihrem Kind eine Schlange gibt, wenn es um einen Fisch bittet? 12 Oder einen Skorpion, wenn es um ein Ei bittet?
13 Ihr Menschen seid böse. Trotzdem wisst ihr, was euren
Jesus
den Heiligen Geist
Beelzebul der Dämonen ihn ihm
Jesus der Satan sein
Beelzebul
Beelzebul
eure Richter sein
der Starke seinen sein ein Stärkerer ihn der ihn Der Stärkere ihm er er
Kindern guttut, und gebt es ihnen. Wie viel mehr wird der Vater im Himmel die Heilige Geistkraft denen geben, die ihn darum bitten.«
Gefährliche Vorwürfe gegen Jes 14 Jes trieb einen Dämon aus, der stumm war. Als der Dämon ihn freigab, konnte der Mann sprechen. Die Volksmenge staunte. 15 Einige der Leute sagten: »Das Böse, das Oberste der dämonischen Mächte, hilft ihm, andere Dämonen auszutreiben.« 16 Andere wollten sie auf die Probe stellen. Sie verlangten von ihr ein Zeichen vom Himmel. 17 Aber Jes wusste, was sie dachten, und sagte: »Wenn ein Staat in sich zerstritten ist, bricht er zusammen. Dann bleibt kein Stein auf dem anderen. 18 Wenn nun die satanische Macht mit sich selbst im Streit liegt: Wie soll dann ihr Reich bestehen? Ihr behauptet ja, das Böse hilft mir, die Dämonen auszutreiben. 19 Aber wenn das Böse mir hilft, die Dämonen auszutreiben: Wer hilft dann eigentlich euren Anhängerinnen und Anhängern, sie auszutreiben? Deshalb werden eure eigenen Leute euch richten. 20 Wenn mir aber der Finger Gottes hilft, Dämonen auszutreiben, dann ist das Reich Gottes schon zu euch gekommen! 21 Solange eine starke Person gut bewaffnet ihren Palast bewacht, ist ihr Besitz in Sicherheit. 22 Aber wenn eine stärkere Person sie angreift, wird diese sie besiegen. Die stärkere Person wird ihr alle Waffen wegnehmen, auf die sie sich verlassen hat. Dann wird sie die Beute verteilen. 23 Wer nicht für mich ist, ist gegen mich. Und wer nicht mit mir sammelt, treibt auseinander!«
Ausgetriebene Geister können zurückkehren
24 »Wenn eine böse Kraft einen Menschen verlässt, irrt sie in trockenen Steppen umher. Sie sucht nach Ruhe, aber findet sie nicht. Dann sagt sie sich: ›Ich will in mein altes Haus zurückkehren, aus dem ich ausgezogen bin.‹ 25 Sie geht zurück und findet es sauber und aufgeräumt vor. 26 Da macht sie sich auf und bringt noch sieben weitere böse Kräfte mit. Die sind sogar schlimmer als sie selbst. Sie ziehen ein und wohnen dort. Am Ende geht es diesem Menschen noch schlechter als am Anfang.«
Wer sich freuen darf
27 Als Jes das sagte, rief eine Frau aus der Volksmenge ihr zu: »Glückselig ist der Leib, der dich zur Welt gebracht hat. Und glückselig sind die Brüste, die dich gestillt haben!«
28 Aber Jes antwortete: »Glückselig sind vielmehr die, die das Wort Gottes hören und danach leben.«
Die Gegnerinnen und Gegner fordern von Jes einen Beweis
29 Immer mehr Leute strömten bei Jes zusammen. Da sagte sie: »Die Menschen dieser Generation sind böse. Sie verlangen ein Zeichen. Aber sie werden keines bekommen außer dem Zeichen des Propheten Jona. 30 Denn Jona wurde für die Leute von Ninive zu einem Zeichen Gottes. Genauso werde ich für diese Generation zu einem Zeichen Gottes. 31 Am Tag des Gerichts wird die Königin von Saba auftreten, zusammen mit den Menschen dieser Generation. Sie wird diese Menschen verurteilen. Denn sie kam vom äußersten Ende der Welt herbei, um die weisen Leh-
Salomos ein Größerer
ein Größerer
stellt
Gesetzeslehrern
Jesus seine ihn
Jesus
Pharisäer
Jesus der Herr
Pharisäer
Man
ren Saloms zu hören. Seht doch: Hier steht eine Größere als Salom! 32 Am Tag des Gerichts werden die Menschen von Ninive auferstehen zusammen mit dieser Generation. Sie werden diese Generation verurteilen. Denn sie änderten ihr Leben, als Jona sie warnte. Seht doch: Hier steht eine Größere als Jona!«
Vom Licht, das alles hell macht
33 »Niemand zündet eine Öllampe an, um sie in eine Ecke zu stellen oder unter einen Tontopf. Im Gegenteil: Wir stellen sie auf den Lampenständer. So können alle, die das Haus betreten, das Licht sehen. 34 Die Lampe des Körpers ist dein Auge. Wenn dein Auge klar ist, ist dein ganzer Körper voller Licht. Ist es aber trübe, ist auch dein Körper voller Finsternis. 35 Achte deshalb darauf, dass das Licht in dir nicht Finsternis ist. 36 Wenn nun dein Körper ganz voller Licht und nichts an ihm finster ist: dann wird alles voller Licht sein – als ob eine Lampe dich hell erleuchtet.«
Wehe den Gesetzeslehrenden!
37 Jes beendete ihre Rede. Da lud sie ein Pharisäer zum Essen ein. Jes ging in sein Haus und legte sich zu Tisch.
38 Der Pharisäer wunderte sich, dass Jes sich vor dem Essen nicht zuerst wusch. 39 Da sagte die Meisterin zu ihm: »So seid ihr pharisäischen Leute: Becher und Schüsseln haltet ihr von außen sauber. Aber in euerm Innern seid ihr voller Gier und Bosheit. 40 Ihr Narren! Hat Gott nicht beides geschaffen, das Äußere und das Innere? 41 Gebt doch den Armen das, was euch zur Verfügung steht. Dann ist bei euch alles rein! 42 Doch wehe euch, ihr pharisäischen
Pharisäer man
nicht mehr erkennt einer Gesetzesleh-
rer Jesus Lehrer
Jesus Gesetzeslehrer
Propheten
Propheten
Apostel
Propheten
Secharja Der Gesetzeslehrer
Leute! Denn ihr gebt Gott sogar den zehnten Teil von Gewürzen wie Minze, Raute und jedem anderen Gartengewächs. Gleichzeitig beachtet ihr nicht die Gerechtigkeit und die Liebe zu Gott. Das solltet ihr aber tun, ohne das andere zu lassen. 43 Wehe euch, ihr pharisäischen Leute! In den Synagogen ist es euch wichtig, die Ehrenplätze zu bekommen. Und auf den Marktplätzen wollt ihr gegrüßt werden. 44 Wehe euch! Denn ihr seid wie Gräber, die nicht mehr erkennbar sind. Die Leute gehen über sie hinweg, ohne es zu merken.« 45 Da sagte eine der Gesetzeslehrenden zu Jes: »Lehrerin! Mit diesen Worten beleidigst du auch uns.« 46 Jes antwortete: »Wehe auch euch, ihr Gesetzeslehrenden! Denn ihr legt den Leuten Lasten auf, die sie kaum tragen können. Aber ihr selbst macht keinen Finger krumm, um sie zu tragen. 47 Wehe euch! Denn ihr errichtet Grabmäler für die prophetischen Menschen, die von euren Vorfahren umgebracht worden sind. 48 Damit bezeugt ihr öffentlich: Ihr seid einverstanden mit den Taten eurer Vorfahren. Sie haben die prophetischen Menschen umgebracht, und ihr baut ihnen Grabmäler. 49 Deshalb hat die Weisheit Gottes gesagt: ›Ich schicke Propheten und Apostelinnen zu ihnen. Einige von ihnen werden sie töten und verfolgen.‹ 50 So wird diese Generation zur Rechenschaft gezogen: für das Blut aller prophetischen Menschen, das vergossen wurde seit der Erschaffung der Welt – 51 angefangen bei Abel bis hin zu Secharjah. Die wurde im Hof des Tempels ermordet, zwischen Altar und Tempelhaus. Ja, ich sage euch: Diese Generation wird dafür zur Rechenschaft gezogen! 52 Wehe euch, ihr Gesetzeslehrenden! Ihr habt den Schlüssel weggenommen, der die Tür zur Erkennt-
Pharisäer ihn
seinem
ihn
nis aufschließt. Ihr seid selbst nicht hineingegangen und habt alle abgehalten, die hineingehen wollten.« 53 Jes verließ das Haus des Pharisäers. Die Schriftgelehrten und pharisäischen Leute gerieten in Wut. Sie bedrängten sie hartnäckig mit immer neuen Fragen. 54 Denn sie warteten darauf, aus ihrem Mund etwas zu hören, das sie gegen sie verwenden konnten.
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Pharisäer
man muss
dem der kann hat dem Kann man
Menschensohn
Worauf es in den letzten Tagen ankommt Luka 12, 1–13, 35
Warnung vor Scheinheiligkeit
1 Inzwischen hatten sich Tausende von Menschen versammelt. Es waren so viele, dass sie sich gegenseitig auf die Füße traten. Da begann Jes zu sprechen, zuerst nur zu ihren Jüngerinnen und Jüngern: »Hütet euch vor dem Sauerteig der pharisäischen Leute, das heißt: vor ihrer Scheinheiligkeit! 2 Es gibt nichts Verborgenes, das nicht sichtbar wird, und nichts Geheimes, das nicht bekannt wird. 3 Deshalb wird alles, was ihr im Dunkeln sagt, am hellen Tag zu hören sein. Und was ihr euch hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, wird von den Dächern gerufen.«
Wen wir fürchten müssen
4 »Das sage ich euch, meine Freundinnen und Freunde: Habt keine Angst vor denen, die nur den Körper töten können. Darüber hinaus können sie euch nichts anhaben.
5 Ich will euch sagen, vor wem ihr wirklich Angst haben sollt: Habt Angst vor denen, die euch töten können und die Macht haben, euch dann in die Hölle zu werfen. Ja, das sage ich euch: Vor denen sollt ihr Angst haben! 6 Können wir nicht fünf Spatzen für zwei Kupfermünzen kaufen? Und doch übersieht Gott keinen einzigen von ihnen. 7 Aber bei euch ist sogar jedes Haar auf dem Kopf gezählt! Habt keine Angst! Ihr seid mehr wert als ein ganzer Schwarm Spatzen. 8 Das sage ich euch: Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem wird sich auch der Mensch bekennen vor den Engeln Gottes. 9 Wer mich aber vor den
Menschensohn Wer
Menschensohn sagt dem Wer den Heiligen Geist lästert dem Machthaber
der Heilige Geist vom Grundbesitzer Jesus Lehrer meinem Bruder er
Jesus zum Richter Vermittler
Jesus Jesus eines Grundbesitzers er er
ihm Narr
Menschen nicht kennen will, den wird auch der Mensch nicht kennen vor den Engeln Gottes. 10 Alle, die etwas gegen den Menschen sagen, denen kann vergeben werden. Denen aber, die die Heilige Geistkraft lästern, denen kann nicht vergeben werden. 11 Wenn sie euch vor die Gerichte schleppen, die in den Synagogen tagen, oder vor die Behörden und Mächtigen – dann macht euch vorher keine Sorgen darüber, wie ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt. 12 Denn die Heilige Geistkraft wird euch in dem Augenblick eingeben, was ihr sagen müsst.«
Das Gleichnis von der reichen Grundbesitzerin 13 Einer aus der Volksmenge sagte zu Jes: »Lehrerin, sag doch meiner Schwester, dass sie das Erbe mit mir teilen soll.« 14 Aber Jes antwortete: »Guter Mann, wer hat mich zur Richterin oder Vermittlerin in eurem Erbstreit gemacht?«
15 Dann sagte Jes zu allen: »Gebt acht! Hütet euch vor jeder Art von Habgier. Denn auch wenn jemand im Überfluss lebt, so hängt sein Leben nicht von seinem Besitz ab.« 16 Dazu erzählte Jes ihnen ein Gleichnis: »Die Felder einer reichen Grundbesitzerin brachten eine besonders gute Ernte. 17 Da überlegte sie: ›Was soll ich tun? Ich habe nicht genug Platz, um meine Ernte zu lagern.‹ 18 Schließlich sagte sie sich: ›So will ich es machen: Ich reiße meine Scheunen ab und baue größere. Dort werde ich dann das ganze Getreide und alle meine Vorräte lagern. 19 Dann kann ich mir sagen: Nun hast du riesige Vorräte, die für viele Jahre reichen. Gönn dir Ruhe. Iss, trink und genieße das Leben!‹ 20 Aber Gott sagte zu ihr: ›Du Närrin! Noch in dieser Nacht werde ich dein Leben von dir zurückfordern. Wem gehört dann das, was du
dem der anhäuft besitzt
man sich soll Jesus seinen dadurch, dass er sich Sorgen macht, sein
Salomo seiner Herrlichkeit
Euer Vater seinem euer Vater sein
angesammelt hast?‹ 21 So geht es denen, die für sich selbst Schätze anhäufen, aber bei Gott nichts besitzen.«
Worum wir uns sorgen sollen 22 Dann sagte Jes zu ihren Jüngerinnen und Jüngern: »Darum sage ich euch: Macht euch keine Sorgen um euer Leben – was ihr essen sollt, oder um euren Körper – was ihr anziehen sollt. 23 Denn das Leben ist mehr als Essen und Trinken. Und der Körper ist mehr als Kleidung. 24 Seht euch die Raben an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie haben keine Vorratskammer oder Scheune. Trotzdem ernährt Gott sie. Wie viel mehr seid ihr wert als die Vögel! 25 Wer von euch kann durch Sorgen machen das eigene Leben nur um eine Stunde verlängern? 26 Nicht einmal so eine Kleinigkeit bringt ihr fertig. Warum macht ihr euch Sorgen um all die anderen Dinge? 27 Seht euch die Blumen an: Sie wachsen, ohne zu arbeiten und ohne sich Kleider zu machen. Ich sage euch: Nicht einmal Salom in all Saloms Reichtum war so schön gekleidet wie eine von ihnen. 28 So schön macht Gott die Wiesenblumen. Dabei gehen sie an einem Tag auf und werden am nächsten Tag im Ofen verbrannt. Wird er sich dann nicht viel mehr um euch kümmern? Ihr habt zu wenig Vertrauen! 29 Macht euch keine Gedanken darüber, was ihr essen und trinken sollt. Lasst euch davon nicht beunruhigen. 30 Um all diese Dinge dreht sich das Leben bei den Völkern der Welt. Eure Mutter weiß doch, dass ihr das braucht. 31 Strebt vielmehr nach ihrem Reich – dann wird Gott euch auch das alles schenken. 32 Hab keine Angst, du kleine Herde! Denn eure Mutter hat beschlossen, euch ihr Reich zu schenken.«
Dienern
der Dieb
Diener
Herr
Menschensohn
Diener
Der Herr
Wo wir Schätze sammeln sollen 33 »Verkauft euren Besitz, und gebt das Geld den Armen! Legt euch Geldbeutel zu, die keine Löcher bekommen. Sammelt euch einen Schatz im Himmel, der nie aufgebraucht werden kann. Dort kann kein Dieb an ihn herankommen und keine Motte ihn zerfressen. 34 Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.«
Von den Bediensteten, die wach bleiben 35 »Haltet euch bereit und sorgt dafür, dass eure Öllampen brennen! 36 Seid wie Leute, die darauf warten, dass ihr Herr von einem Hochzeitsfest zurückkehrt. Wenn er dann kommt und anklopft, können sie ihm sofort aufmachen. 37 Glückselig sind die Bediensteten, die der Herr wach vorfindet, wenn er nach Hause kommt! Amen, das sage ich euch: Er wird sich eine Schürze umbinden und sie zu Tisch bitten. Dann wird er hinzutreten und sie bewirten. 38 Aber vielleicht kommt der Herr erst in der zweiten oder dritten Nachtwache. Wenn er dann seine Bediensteten wach vorfindet, gilt erst recht: Glückselig sind sie! 39 Macht euch bewusst: Wenn der Hausherr wüsste, zu welcher Stunde die Diebin kommt – er würde es nicht zulassen, dass in sein Haus eingebrochen wird. 40 Und auch ihr sollt jederzeit bereit sein. Denn der Mensch kommt zu einer Stunde, in der ihr ihn nicht erwartet.«
Der zuverlässige Diener
41 Da fragte Petrus: »Meisterin, gilt dieses Gleichnis nur für uns oder auch für alle anderen?« 42 Die Meisterin antwortete: »Wer ist denn der zuverlässige und kluge Verwal-
Wem dem wem dem
ter? Ihm wird sein Herr den Auftrag geben, die übrigen Bediensteten zu beaufsichtigen. Außerdem soll er ihnen zur rechten Zeit die tägliche Verpflegung austeilen. 43 Glückselig ist er, wenn der Herr bei seiner Rückkehr sieht, dass er seinen Auftrag gewissenhaft erfüllt. 44 Wirklich, das sage ich euch: Der Herr wird ihm die Verantwortung für seinen ganzen Besitz übertragen. 45 Vielleicht sagt sich aber der Diener: ›Mein Herr kommt noch lange nicht zurück! ‹Er fängt an, die anderen Diener und Dienerinnen zu schlagen, maßlos zu essen und sich zu betrinken. 46 Dann kommt sein Herr zurück. Er kommt an einem Tag, an dem der Diener es nicht erwartet –und zu einer Stunde, in der er nicht damit rechnet. Der Herr wird ihn in Stücke hauen und dorthin bringen lassen, wo die Treulosen bestraft werden. 47 Der Diener kannte den Auftrag seines Herrn. Aber er kümmerte sich nicht darum und führte ihn nicht aus. Deshalb wird er hart bestraft werden. 48 Im Gegensatz dazu gilt für einen Diener, der den Auftrag seines Herrn nicht kannte: Wenn er etwas getan hat, das Strafe verdient, wird er weniger hart bestraft werden. Denen viel gegeben wurde, von denen wird viel verlangt. Und denen viel anvertraut wurde, von denen wird umso mehr gefordert.«
Nachfolge im Leiden
49 »Ich bin gekommen, um auf der Erde ein Feuer zu entzünden. Und ich wäre froh, wenn es schon brennen würde!
50 Aber zuvor muss ich mich taufen lassen – mit einer Taufe, die mich schwer bedrückt, bis sie vollzogen ist! 51 Meint ihr, dass ich gekommen bin, um Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, sondern Streit. 52 Denn so
einer ihm ihm er den Richter der
wird es von nun an sein: Wenn fünf Menschen in einer Familie leben, dann werden sich drei gegen zwei stellen und zwei gegen drei. 53 Alle werden im Streit liegen: der Vater mit dem Sohn und der Sohn mit dem Vater; die Mutter mit der Tochter und die Tochter mit der Mutter; die Schwiegermutter mit ihrer Schwiegertochter und die Schwiegertochter mit der Schwiegermutter.«
Letzte Gelegenheit, das eigene Leben in Ordnung zu bringen
54 Dann sagte Jes zu den Leuten: »Wenn ihr seht, dass im Westen eine Wolke aufzieht, sagt ihr gleich: ›Es gibt Regen.‹ Und so kommt es auch. 55 Und wenn der Südwind weht, sagt ihr: ›Es wird heiß.‹ Und so kommt es auch.
56 Ihr Scheinheiligen! Das Aussehen von Erde und Himmel könnt ihr einschätzen. Wieso könnt ihr die Ereignisse dieser Zeit nicht genauso gut einschätzen? 57 Könnt ihr denn nicht von selbst erkennen, was Gott jetzt von euch will? 58 Wenn eine Person mit dir vor Gericht zieht, weil du ihr etwas schuldest: Dann gib dir Mühe, dich noch unterwegs mit ihr zu einigen. Sonst schleppt sie dich vor die Richterin, und die übergibt dich dem Gerichtsdiener. Und der Gerichtsdiener wirft dich dann ins Gefängnis. 59 Das sage ich dir: Du wirst dort nicht wieder herauskommen, bis du die letzte kleine Münze zurückbezahlt hast.«
Männer
Jesus Männern
Jesus Männer
Einwohner Jerusalems
Jesus
seinem Weingärtner der Weingärtner
Die getöteten Menschen aus Galiläa und das Unglück am Teich Schiloach
1 Einige von den Anwesenden ergriffen die Gelegenheit und erzählten Jes von Menschen aus Galiläa: »Pilatus ließ sie töten, als sie im Tempel Opfer darbrachten. Ihr Blut vermischte sich mit dem der Opfertiere.« 2 Jes sagte zu ihnen: »Meint ihr etwa, diese Menschen hatten größere Schuld auf sich geladen als alle anderen in Galiläa? Und das wäre der Grund, warum sie einen so schrecklichen Tod erlitten haben? 3 Bestimmt nicht! Das sage ich euch: Wenn ihr euer Leben nicht ändert, werdet ihr alle genauso umkommen. 4 Oder denkt an die achtzehn Menschen, die getötet wurden, als der Turm bei Schiloach einstürzte. Meint ihr etwa, sie hatten größere Schuld auf sich geladen als alle anderen, die in Jerusalem wohnen? 5 Bestimmt nicht! Das sage ich euch: Wenn ihr euer Leben nicht ändert, werdet ihr alle genauso umkommen.«
Eine Gnadenfrist für den Feigenbaum
6 Dann erzählte Jes den Leuten dieses Gleichnis: »Ein Mann hatte in seinem Weinberg einen Feigenbaum gepflanzt. Er kam und schaute nach, ob Früchte daran waren – aber er fand keine. 7 Da sagte er zu seiner Weingärtnerin: ›Seit drei Jahren komme ich schon und schaue nach, ob an diesem Feigenbaum Früchte sind – aber ich finde keine. Jetzt hau ihn um! Wozu soll er dem Boden noch weiter seine Kraft nehmen?‹ 8 Aber die Weingärtnerin antwortete: ›Herr, lass ihn noch dieses Jahr stehen. Ich will die Erde um ihn herum noch einmal umgraben und düngen. 9 Vielleicht trägt der Baum im nächsten Jahr doch noch Früchte. Wenn nicht, hau ihn dann um.‹«
eure Feinde
Liebt die Menschen, die euch feindselig gegenüber stehen.
Luka 6, 27
Jes heilt eine Frau am Sabbat 10 Als Jes einmal am Sabbat in einer der Synagogen lehrte, 11 war dort eine Frau. Seit achtzehn Jahren wurde sie von einem Geist geplagt, der sie krank machte. Sie war verkrümmt und konnte sich nicht mehr gerade aufrichten. 12 Als Jes sie sah, rief sie sie zu sich und sagte zu ihr: »Frau, du bist von deiner Krankheit befreit!« 13 Und sie legte ihr die Hände auf. Sofort richtete sie sich auf und lobte Gott. 14 Aber die Leiterin der Synagoge ärgerte sich darüber, dass Jes die Frau an einem Sabbat heilte. Deshalb sagte sie zu der Volksmenge: »Es gibt sechs Tage, die zum Arbeiten da sind. Also kommt an einem dieser Tage, um euch heilen zu lassen – und nicht am Sabbat!« 15 Doch die Meisterin sagte zu ihr: »Ihr Scheinheiligen! Bindet nicht jede und jeder von euch am Sabbat den eigenen Ochsen oder Esel von der Futterkrippe los und führt ihn zur Tränke? 16 Aber diese Frau hier, die doch eine Tochter Abrahams ist, hielt die satanische Macht gefesselt – volle achtzehn Jahre lang! Und sie darf am Sabbat nicht von dieser Fessel befreit werden?« 17 Als Jes das sagte, schämten sich alle, die gegen sie waren. Doch die ganze Volksmenge freute sich über die wunderbaren Taten, die Jes vollbrachte.
Das Gleichnis vom Senfkorn und vom Sauerteig 18 Dann sagte Jes: »Wie ist es mit dem Reich Gottes? Womit soll ich es vergleichen? 19 Es gleicht einem Senfkorn: Ein Mann nahm es und säte es in seinem Garten ein. Es ging auf und wurde zu einem Baum. Und die Vögel bauten ihr Nest in seinen Zweigen.« 20 Noch einmal fragte
Jesus seinen Er er ihn Herr
Jesus der Hausherr Herr er der Hausherr
Jakob Propheten
Jes: »Womit soll ich das Reich Gottes vergleichen? 21 Es gleicht einem Sauerteig: Eine Frau mengte ihn unter drei Säckchen Mehl. Am Ende war der ganze Teig durchsäuert.«
Die enge Tür – die verschlossene Tür 22 Jes setzte ihren Weg nach Jerusalem fort. Sie zog von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf. Überall lehrte sie die Menschen. 23 Einmal fragte sie jemand: »Meisterin, werden nur wenige gerettet?« Da sagte Jes zu den Leuten: 24 »Ihr müsst euch anstrengen, um durch die enge Tür hineinzukommen. Das sage ich euch: Viele werden hineinwollen, es aber nicht schaffen. 25 Wenn die Hausherrin aufsteht und die Tür verschließt, dann werdet ihr draußen stehen. Dort werdet ihr an die Tür klopfen und rufen: ›Herrin, mach uns auf!‹ Aber sie wird euch antworten: ›Ich kenne euch nicht. Wo kommt ihr her?‹ 26 Dann werdet ihr sicher sagen: ›Wir haben doch mit dir gegessen und getrunken! Du hast auf den Straßen unserer Stadt gelehrt.‹ 27 Aber die Hausherrin wird euch antworten: ›Ich kenne euch nicht. Wo kommt ihr her? Macht, dass ihr alle fortkommt! Ihr alle tut, was gegen Gottes Willen ist!‹ 28 Da draußen gibt es nur Heulen und Zähneklappern! Denn ihr werdet alle im Reich Gottes sehen: Abraham, Isaak, Jakobea und sämtliche prophetische Menschen. Aber ihr selbst werdet ausgeschlossen sein. 29 Viele werden kommen aus Ost und West und aus Nord und Süd. Sie werden im Reich Gottes zu Tisch liegen. 30 Ihr werdet sehen: Die jetzt bei den Letzten sind, werden dann die Ersten sein. Und die jetzt bei den Ersten sind, werden dann die Letzten sein.«
Pharisäer
Jesus Herodes Jesus diesem Fuchs Dämonen
ein Prophet Jesus
des Herrn
Propheten
Jes muss bis nach Jerusalem kommen
31 Zur selben Zeit kamen einige pharisäische Leute und warnten Jes: »Geh weg und zieh fort von hier! Denn Herodias will dich töten lassen.« 32 Jes sagte zu ihnen: »Geht und sagt dieser Füchsin: ›Ich treibe dämonische Kräfte aus und heile Kranke – heute und morgen. Und am dritten Tag werde ich am Ziel sein.‹ 33 Doch heute, morgen und übermorgen muss ich meinen Weg fortsetzen. Denn es ist unmöglich, dass eine Prophetin außerhalb von Jerusalem ums Leben kommt.«
Jes klagt über Jerusalem
34 »Jerusalem, Jerusalem! Du tötest die prophetischen Menschen und steinigst die Botinnen und Boten, die Gott zu dir sendet. Wie oft wollte ich deine Kinder um mich versammeln – wie eine Henne ihre Küken unter ihren Flügeln beschützt. Aber ihr habt nicht gewollt. 35 Seht euch vor: Euer Tempel wird von Gott verlassen. Das sage ich euch: Ihr werdet mich nicht mehr sehen, bis ihr einst ausruft: ›Gesegnet ist, wer im Namen Adonajs kommt!‹«
Jesus Lukas
Jesus einen wassersüchtigen Mann
Jesus Pharisäer er ihn ein Mann
seiner der Jesus
Gesetzeslehrer Pharisäer
Jesus den Kranken ihn ihn er
Jesus er du bis such dir ein Gast der du dir Mach ihm musst du du bist geh wähle dir Lieber Freund rück wirst du wer macht den
Jes lehrt beim Gastmahl eines Pharisäers Luka 14, 1–24
Jes heilt am Sabbat eine wassersüchtige Frau
1 Einmal ging Jes an einem Sabbat in das Haus einem der führenden pharisäischen Leute. Dort nahm sie am Mahl teil. Alle beobachteten sie genau. 2 Da war eine Frau in ihrer Nähe, die an Wassersucht litt. 3 Jes wandte sich an die Gesetzesgelehrten und pharisäischen Leute und fragte: »Ist es erlaubt, am Sabbat zu heilen, oder nicht?«
4 Sie aber schwiegen. Da berührte Jes die Kranke, heilte sie und ließ sie gehen. 5 Dann sagte sie zu ihnen: »Wenn einem von euch ein Kind in den Brunnen fällt oder nur ein Rind: Wer wird es nicht sofort herausziehen – auch wenn Sabbat ist?« 6 Sie wussten nicht, was sie darauf antworten sollten.
Den richtigen Platz finden
7 Jes beobachtete, wie sich die Gäste die Ehrenplätze am Tisch aussuchten. Da erzählte sie ihnen ein Gleichnis: 8 »Wenn ihr zu einer Hochzeit eingeladen seid, sucht euch nicht den Ehrenplatz aus. Denn es könnte eine Person eingeladen sein, die vornehmer ist als ihr. 9 Sonst wird euer Gastgeber kommen und euch sagen: ›Macht ihr bitte Platz!‹ Dann müsst ihr beschämt auf den entferntesten Platz wechseln. 10 Nein! Wenn ihr eingeladen seid, geht hin und wählt den entferntesten Platz. Dann wird der Gastgeber kommen und zu euch sagen: ›Liebe Leute, rückt doch näher zu mir.‹ So werdet ihr vor allen anderen Gästen geehrt. 11 Denn alle, die sich selbst groß machen, die wird
Die Gäste Jesus
Brüder Verwandten reichen Nachbarn
Gäste Jesus
Ein Mann er seinen Diener Gästen einer nach dem anderen entschuldigte sich ihm
Ein anderer
Der Diener
Gott niedrig und klein machen. Aber wer sich selbst niedrig und klein macht, wird Gott groß machen.«
Den richtigen Besuch einladen
12 Dann sagte Jes zu dem Gastgeber: »Wenn du ein Mittagoder Abendessen gibst, lade keine Leute ein, die wiederum dich einladen – deine Freundinnen und Freunde, deine Geschwister, deine Verwandtschaft oder reiche Nachbarschaft. Sonst ist deren Einladung dein ganzer Lohn. 13 Wenn du zu einem Mahl einlädst, lade vielmehr Arme, Verkrüppelte, Gelähmte und Blinde ein. 14 Glückselig wirst du sein, denn sie können dir nichts zurückgeben! Du wirst aber deinen Lohn bekommen, wenn Gott die Gerechten vom Tod auferweckt.«
Das Gleichnis vom großen Festmahl
15 Als einer der Eingeladenen das hörte, sagte er zu Jes: »Glückselig ist, wer im Reich Gottes am Mahl teilnehmen darf!« 16 Jes antwortete: »Eine Frau veranstaltete ein großes Festessen und lud viele ein. 17 Als das Fest beginnen sollte, schickte sie ihre Dienerin los und ließ den Eingeladenen sagen: ›Kommt, jetzt ist alles bereit!‹ 18 Aber auf einmal fingen alle an, sich zu entschuldigen. Der erste sagte zu ihr: ›Ich habe einen Acker gekauft. Jetzt muss ich unbedingt gehen und ihn begutachten. Bitte, entschuldige mich!‹ 19 Eine andere sagte: ›Ich habe fünf Ochsengespanne gekauft und bin gerade unterwegs, um sie genauer zu prüfen. Bitte, entschuldige mich!‹ 20 Und wieder ein anderer sagte: ›Ich habe gerade erst geheiratet und kann deshalb nicht kommen.‹ 21 Die Dienerin kam zurück und be-
seinem Herrn der Hausherr seinem Diener
der Diener Herr
der Herr
ihm Keiner der Gäste
Jesus Lukas
Jesus ihm
Jesus seinem er Wer dem sein
Vater und seine Mutter Frau Brüder und Schwestern er nicht mein Jünger sein sein
Einer er sein er ihn
Dieser Mensch er
richtete alles ihrer Herrin. Da wurde die Hausherrin zornig und sagte zu ihrer Dienerin: ›Lauf schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt. Bring die Armen, Verkrüppelten, Blinden und Gelähmten hierher.‹ 22 Bald darauf meldete die Dienerin: ›Herrin, dein Befehl ist ausgeführt, aber es ist immer noch Platz.‹ 23 Da sagte die Herrin zu ihr: ›Geh hinaus aus der Stadt auf die Landstraßen und an die Zäune. Dränge die Leute dort herzukommen, damit mein Haus voll wird!‹ 24 Denn das sage ich euch: Niemand von denen, die zuerst eingeladen waren, wird an meinem Festessen teilnehmen!«
Jes lehrt unterwegs Luka 14, 25–17, 10
Was Jes von denen verlangt, die ihr folgen wollen 25 Viele Leute begleiteten Jes auf ihrem Weg. Da drehte sie sich um und sagte zu ihnen: 26 »Einer Person, die zu mir kommt, muss alles andere unwichtig werden: Eltern, Partnerschaft und Kinder, Geschwister, ja sogar das eigene Leben: Sonst kann die Person mir nicht nachfolgen. 27 Wer nicht das eigene Kreuz trägt und mir auf meinem Weg folgt, kann nicht mein Jünger oder meine Jüngerin sein. 28 Stellt euch vor: Jemand von euch will einen Turm bauen. Setzt die Person sich dann nicht als Erstes hin, berechnet die Kosten und prüft, ob ihr Geld reicht?
29 Sonst passiert es, dass sie das Fundament legt, aber den Bau nicht fertigstellen kann. Alle, die das sehen, lachen sie aus 30 und sagen: ›Diese Person wollte einen Turm bauen – aber sie konnte ihn nicht fertigstellen.‹ 31 Oder stellt
Luka 14, 22–31
Unterhändler der Gegner
Wer von euch aufgibt er hat der kann nicht mein Jünger sein
wirft man
euch vor: Ein König will gegen einen anderen König in den Krieg ziehen. Setzt er sich dann nicht als Erstes hin und überlegt: Sind zehntausend Leute stark genug, um gegen einen Feind anzutreten, der mit zwanzigtausend Leuten anrückt? 32 Wenn nicht, dann schickt er besser eine Gesandtschaft, solange die gegnerische Partei noch weit weg ist. Die sollen Friedensverhandlungen führen. 33 So gilt auch: Wenn ihr nicht alles aufgebt, was ihr habt, könnt ihr mir nicht nachfolgen.«
Von der Kraft des Salzes 34 »Salz ist etwas Gutes: Aber wenn das Salz nicht mehr salzt, wie kann es wieder salzig werden? 35 Es ist weder für den Acker noch für den Misthaufen zu gebrauchen. Also werfen wir es weg. Wer Ohren zum Hören hat, soll gut zuhören!«
Zolleinnehmer
Pharisäer
er Jesus
Nachbarn
einen Sünder der sein
einen Sünder der sein
Das Gleichnis vom verlorenen Schaf 1 Alle, die beim Zoll arbeiteten, und andere Leute, die als Sünderinnen und Sünder galten, kamen zu Jes, um ihr zuzuhören. 2 Die pharisäischen Leute und Schriftgelehrten ärgerten sich darüber. Sie sagten: »Mit solchen Menschen gibt sie sich ab und isst sogar mit ihnen!« 3 Da erzählte ihnen Jes dieses Gleichnis: 4 »Was meint ihr: Einer von euch hat hundert Schafe und verliert eines davon. Wird er dann nicht die neunundneunzig Schafe in der Wüste zurücklassen? Wird er nicht das verlorene Schaf suchen, bis er es findet? 5 Wenn er es gefunden hat, freut er sich sehr. Er nimmt es auf seine Schultern 6 und trägt es nach Hause. Dann ruft er seine Freundinnen und Freunde und seine Nachbarschaft zusammen und sagt zu ihnen: ›Freut euch mit mir! Ich habe das Schaf wiedergefunden, das ich verloren hatte.‹ 7 Das sage ich euch: Genauso freut sich Gott im Himmel über eine sündige Person, die ihr Leben ändert. Er freut sich mehr als über neunundneunzig Gerechte, die es nicht nötig haben, ihr Leben zu ändern.«
Das Gleichnis vom verlorenen Geldstück 8 »Oder wie ist es, wenn eine Frau zehn Silbermünzen hat und eine davon verliert? Wird sie da nicht eine Öllampe anzünden, das Haus fegen und in allen Ecken suchen – solange, bis sie das Geldstück findet? 9 Und wenn sie es gefunden hat, ruft sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen zusammen und sagt: ›Freut euch mit mir! Ich habe die Silbermünze wiedergefunden, die ich verloren hatte.‹ 10 Das sage ich euch: Genauso freuen sich die Engel Gottes über eine sündige Person, die ihr Leben ändert.«
Wer ist sie eigentlich?
Sie befiehlt dem Wind und den Wellen, und sie gehorchen ihr
.
Luka 8, 25
Söhnen
Jesus Söhne Der Söhnen der jüngere Sohn seinen er er sein er er er Einwohner des Landes ihn Er seinen er der Sohn Arbeiter
dein
Sohn Arbeiter er seinem Sein ihn ihm seinem Sohn ihm ihn sein Sohn dein Sohn Dienern
Das Gleichnis vom Vater und seinen beiden Töchtern
11 Jes erzählte weiter: »Ein Mann hatte zwei Töchter. 12 Die jüngere sagte zum Vater: ›Vater, gib mir meinen Anteil am Erbe!‹ Da teilte der Vater seinen Besitz unter den Töchtern auf. 13 Ein paar Tage später machte die jüngere Tochter ihren Anteil zu Geld. Dann zog sie in ein fernes Land. Dort führte sie ein verschwenderisches Leben und verschleuderte ihr ganzes Vermögen. 14 Als sie alles ausgegeben hatte, brach in dem Land eine große Hungersnot aus. Auch sie begann zu hungern. 15 Da bat sie einen der Menschen, die in dem Land wohnten, um Hilfe. Der schickte sie aufs Feld zum Schweinehüten. 16 Sie wollte ihren Hunger mit dem Schweinefutter stillen, das die Schweine fraßen. Aber sie bekam nichts davon. 17 Da ging die Tochter in sich und dachte: ›Wie viele Arbeitskräfte hat mein Vater, und sie alle haben mehr als genug Brot. Aber ich komme hier vor Hunger um. 18 Ich will zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich bin vor Gott und vor dir schuldig geworden. 19 Ich bin es nicht mehr wert, deine Tochter genannt zu werden. Nimm mich als Arbeitskraft in deinen Dienst.‹ 20 So machte sie sich auf den Weg zu ihrem Vater. Ihr Vater sah sie schon von Weitem kommen und hatte Mitleid mit ihr. Er lief seiner Tochter entgegen, fiel ihr um den Hals und küsste sie. 21 Aber seine Tochter sagte zu ihm: ›Vater, ich bin vor Gott und vor dir schuldig geworden. Ich bin es nicht mehr wert, deine Tochter genannt zu werden.‹ 22 Doch der Vater befahl seinen Bediensteten: ›Holt schnell das schönste Gewand aus dem Haus und zieht es ihr an. Steckt ihr einen Ring an den Finger
mein Sohn Er
Der ältere Sohn er er Er einen Diener Der
Dein Bruder ihn
der ältere Sohn Er sein ihm ihm er seinem
der dein Sohn Huren er
ihn ihm Mein lieber Junge
dein Bruder Er
15, 23–32 und bringt ihr Sandalen für die Füße. 23 Dann holt das gemästete Kalb her und schlachtet es: Wir wollen essen und feiern! 24 Denn meine Tochter hier war tot und ist wieder lebendig. Sie war verloren und ist wiedergefunden.‹ Und sie begannen zu feiern. 25 Die ältere Tochter war noch auf dem Feld. Als sie zurückkam und sich dem Haus näherte, hörte sie Musik und Tanz. 26 Sie rief eine der Bediensteten zu sich und fragte: ›Was ist denn da los?‹ 27 Die antwortete: ›Deine Schwester ist zurückgekommen! Dein Vater hat das gemästete Kalb schlachten lassen, weil er sie gesund wiederhat.‹ 28 Da wurde die ältere Tochter zornig. Sie wollte nicht ins Haus gehen. Doch ihr Vater kam zu ihr heraus und redete ihr gut zu. 29 Aber sie sagte zu ihrem Vater: ›So viele Jahre arbeite ich jetzt schon für dich! Nie war ich dir ungehorsam. Aber mir hast du noch nie einen Ziegenbock geschenkt, damit ich mit meinen Freundinnen und Freunden feiern konnte. 30 Aber die da, deine Tochter, hat dein Vermögen mit Prostituierten vergeudet. Jetzt kommt sie nach Hause, und du lässt gleich das gemästete Kalb für sie schlachten.‹ 31 Da sagte der Vater zu ihr: ›Meine liebe Tochter, du bist immer bei mir. Und alles, was mir gehört, gehört dir. 32 Aber jetzt mussten wir doch feiern und uns freuen: Denn deine Schwester hier war tot und ist wieder lebendig. Sie war verloren und ist wiedergefunden.‹«
einen Verwalter Den ihm den Verwalter ihm
mein Verwalter der Verwalter
Verwalter er seinem Er er er einen anderen Der Der Verwalter den betrügerischen Verwalter er euch Freunde machen
Vom schlauen Umgang mit Geld 1 Dann sagte Jes zu den Jüngerinnen und Jüngern: »Ein reicher Mann hatte eine verwaltende Person. Die beschuldigte man, das ihr anvertraute Vermögen zu verschleudern. 2 Deshalb rief der Mann die verwaltende Person zu sich und sagte zu ihr: ›Was muss ich über dich hören? Leg deine Abrechnung vor! Du kannst nicht länger bei mir angestellt sein.‹ 3 Da überlegte die Person: ›Was soll ich nur tun? Mein Herr entzieht mir die Verwaltung. Für schwere Arbeit bin ich nicht geeignet. Und ich schäme mich, betteln zu gehen. 4 Aber ich weiß, was ich tun muss, damit mich die Leute in ihre Häuser aufnehmen – dann, wenn ich als verwaltende Person abgesetzt bin.‹ 5 Und sie rief alle einzeln zu sich, die bei ihrem Herrn Schulden hatten. Sie fragte den Ersten: ›Wie viel schuldest du meinem Herrn?‹ 6 Der antwortete: ›Hundert Fässer Olivenöl.‹ Da sagte sie zu ihm: ›Hier ist dein Schuldschein. Setz dich hin und schreib schnell fünfzig!‹ 7 Dann fragte sie eine andere: ›Und du, wie viel bist du schuldig?‹ Die antwortete: ›Hundert Sack Weizen.‹ Die verwaltende Person sagte: ›Hier ist dein Schuldschein, schreib achtzig!‹« 8 Der Herr lobte die betrügerische verwaltende Person, weil sie so schlau gehandelt hatte: »Die Kinder dieser Welt sind schlauer im Umgang mit ihren Mitmenschen als die Kinder des Lichts. 9 Ich sage euch: Nutzt das Geld, an dem so viel Unrecht haftet, um Freundschaften zu knüpfen! Dann werdet ihr in die ewigen Wohnungen aufgenommen, wenn diese Welt zu Ende geht.«
Einer Prophe-
Eine der alten Prophetinnen ist auferstanden.
Luka 9, 8
Kein Diener
Herren
er den den er dem den
Pharisäer
Pharisäer
Propheten
Jesus Jesus
Vom zuverlässigen Umgang mit Geld 10 »Wer in den kleinsten Dingen zuverlässig ist, ist es auch in den großen. Und wer in den kleinsten Dingen unzuverlässig ist, ist es auch in den großen. 11 Wenn ihr mit dem Geld, an dem so viel Unrecht haftet, nicht zuverlässig umgeht – wer wird euch dann das wirklich Wertvolle anvertrauen? 12 Und wenn ihr mit dem nicht zuverlässig umgeht, was euch gar nicht gehört – wer wird euch dann schenken, was eigentlich euer Eigentum ist? 13 Keine bedienstete Person kann gleichzeitig zwei Herrschaften dienen! Entweder wird sie die einen hassen und die anderen lieben. Oder sie wird den einen treu sein und die anderen verachten. Ihr könnt nicht gleichzeitig Gott und dem Geld dienen.«
Der Spott der geldgierigen pharisäischen Leute
14 Das alles hörten die pharisäischen Leute. Sie waren geldgierig und lachten Jes aus. 15 Jes sagte zu ihnen: »Vor den Menschen tut ihr so, als ob ihr vor Gott gerecht lebt. Aber Gott kennt eure Herzen! Was bei den Menschen Eindruck macht, das verabscheut Gott.«
Von der Gültigkeit des Gesetzes und von der Ehe 16 »Das Gesetz und die prophetischen Menschen galten bis zu Johannes. Seitdem wird die Gute Nachricht vom Reich Gottes verkündet – und alle drängen hinein. 17 Aber eher vergehen Himmel und Erde, als dass auch nur ein Strichlein vom Gesetz ungültig wird. 18 Jeder, der sich von seiner Frau scheiden lässt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch. Und wer eine geschiedene Frau heiratet, begeht ebenso Ehebruch.«
Luka 16, 10–18
Brüder Mose Propheten
Die Geschichte vom reichen Mann und dem armen Lazarus 19 »Einst lebte ein reicher Mann. Er trug einen Purpurmantel und Kleider aus feinstem Leinen. Tag für Tag genoss er das Leben in vollen Zügen. 20 Aber vor dem Tor seines Hauses lag ein armer Mann, der Lazarus hieß. Sein Körper war voller Geschwüre. 21 Er wollte seinen Hunger mit den Resten vom Tisch des Reichen stillen. Aber es kamen nur die Hunde und leckten an seinen Geschwüren. 22 Dann starb der arme Mann, und die Engel trugen ihn in Abrahams Schoß. Auch der Reiche starb und wurde begraben. 23 Im Totenreich litt er große Qualen. Als er aufblickte, sah er in weiter Ferne Abraham und Lazarus an seiner Seite. 24 Da schrie er: ›Vater Abraham, hab Erbarmen mit mir! Bitte schick Lazarus, damit er seine Fingerspitze ins Wasser taucht und meine Zunge kühlt. Ich leide schrecklich in diesem Feuer!‹ 25 Doch Abraham antwortete: ›Kind, erinnere dich: Du hast deinen Anteil an Gutem schon im Leben bekommen – genauso wie Lazarus seinen Anteil an Schlimmem. Dafür findet er jetzt hier Trost, du aber leidest. 26 Außerdem liegt zwischen uns und euch ein tiefer Abgrund. Selbst wenn jemand wollte, könnte er von hier nicht zu euch hinübergehen. Genauso kann keiner von dort zu uns herüberkommen.‹ 27 Da sagte der Reiche: ›So bitte ich dich, Vater: Schick Lazarus doch wenigstens zu meiner Familie. 28 Ich habe fünf Geschwister. Lazarus soll sie warnen, damit sie nicht auch an diesen Ort der Qual kommen!‹ 29 Aber Abraham antwortete: ›Sie haben doch Moesha und die prophetischen Menschen: Auf die sollen sie hören!‹ 30 Der Reiche erwiderte: ›Nein, Vater
Mose Propheten
Abraham! Nur wenn einer von den Toten zu ihnen kommt, werden sie ihr Leben ändern.‹ 31 Doch Abraham antwortete: ›Wenn sie auf Moesha und die prophetischen Menschen nicht hören – dann wird es sie auch nicht überzeugen, wenn jemand von den Toten aufersteht.‹«
Jesus seinen
den Herrn der Herr Einer
Warnung vor Verführung und Regeln für den Streitfall
1 Jes sagte zu ihren Jüngerinnen und Jüngern: »Das ist unvermeidlich: Es werden Dinge geschehen, die Menschen von mir abbringen. Aber wehe dem Menschen, der dazu beiträgt. 2 Es wäre besser für ihn, mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer geworfen zu werden – jedenfalls besser, als einen von diesen Geringsten von mir abzubringen.
3 Nehmt euch in Acht! Wenn dein Bruder – und das gilt entsprechend für deine Schwester – dir Unrecht tut, weise ihn zurecht! Wenn er sich dann ändert, vergib ihm! 4 Vielleicht tut er dir siebenmal am Tag Unrecht und kommt siebenmal zu dir und sagt: ›Ich will mich ändern!‹ Dann sollst du ihm jedes Mal vergeben.«
Aufforderung zum Vertrauen
5 Die Apostelinnen und Apostel baten die Meisterin: »Stärke unseren Glauben.« 6 Aber die Meisterin sagte: »Wenn euer Glaube nur so groß ist wie ein Senfkorn, könnt ihr diesem Maulbeerbaum befehlen: ›Zieh deine Wurzeln aus der Erde und verpflanze dich ins Meer!‹ – und er wird euch gehorchen.«
Kein Anspruch auf besondere Anerkennung
7 »Stellt euch vor: Eine von euch hat einen Knecht, der den Acker pflügt oder das Vieh hütet. Der kommt vom Feld zurück. Wer von euch wird zu ihm sagen: ›Komm gleich her und leg dich zu Tisch‹? 8 Im Gegenteil! Sie wird zu ihm sagen: ›Mach mir etwas zu essen! Binde dir eine Schürze um und bediene mich, solange ich esse und trinke. Danach
Knechte
Lukas
seinem Jesus Er
ihm Männer
Jesus Meister
Jesus Priestern
Jesus ihm
Jesus Männer
Jesus
keiner
seine Herrschaft
Pharisäer Jesus
Jesus
kannst auch du essen und trinken.‹ 9 Bedankt sie sich etwa bei ihrem Knecht, weil der seinen Auftrag erledigt hat? 10 So soll es auch bei euch sein: Wenn ihr alles getan habt, womit euch Gott beauftragt hat, dann sagt: ›Wir sind Bedienstete, weiter nichts. Wir haben nur unsere Pflicht getan.‹«
Wer in das Reich Gottes kommt
Luka 17, 11–19, 27
Der dankbare Samariter
11 Auf ihrem Weg nach Jerusalem zog Jes auch durch das Grenzgebiet von Samarien und Galiläa. 12 Sie kam in ein Dorf. Dort begegneten ihr zehn Menschen, die an Aussatz erkrankt waren. Sie blieben in einiger Entfernung stehen 13 und riefen laut: »Jes, Meisterin, hab Erbarmen mit uns!« 14 Jes sah sie an und sagte zu ihnen: »Geht und zeigt euch den Geistlichen!« Noch während sie unterwegs waren, wurden sie geheilt und rein. 15 Einer von ihnen kehrte wieder zurück, als er merkte, dass er geheilt war. Er lobte Gott mit lauter Stimme, 16 warf sich vor Jes zu Boden und dankte ihr. Und dieser Mann war ein Samariter! 17 Da fragte Jes ihn: »Sind nicht zehn Personen rein geworden? Wo sind denn die anderen neun? 18 Ist sonst keine zurückgekommen, um Gott die Ehre zu geben – nur dieser Fremde hier?« 19 Und Jes sagte zu ihm: »Steh auf, du kannst gehen! Dein Glaube hat dich gerettet.«
Wann richtet Gott sein Reich auf?
20 Die pharisäischen Leute fragten Jes: »Wann kommt das Reich Gottes?« Jes antwortete: »Das Reich Gottes kommt
Luka 17, 9–20
Menschensohn
Jesus
Herrschaft Menschensohns
Menschensohn er
ihn Verbrecher
Menschensohns
Lots
Lot
Wer seine er
Menschensohn
nicht so, dass ihr es an äußeren Anzeichen erkennen könnt. 21 Ihr werdet auch nicht sagen: ›Schau her, hier ist es!‹, oder: ›Dort ist es!‹ Nein, das Reich Gottes ist schon da –mitten unter euch.«
Wenn der Mensch kommt
22 Dann sagte Jes zu den Jüngerinnen und Jüngern: »Die Zeit wird kommen, in der ihr euch danach sehnt, unter der Macht des kommenden Menschens zu leben – nur einen einzigen Tag lang, aber ihr werdet ihn nicht erleben. 23 Die Leute werden zu euch sagen: ›Seht doch, dort!‹, oder: ›Seht doch, hier!‹ Dann geht nicht hin, lauft ihnen nicht nach. 24 Denn wenn der kommende Mensch an seinem Tag kommt, wird es sein wie bei einem Blitz: Unübersehbar leuchtet er auf, von einem Ende des Himmels bis zum anderen. 25 Aber vorher wird sie viel leiden müssen. Diese Generation wird sie als Verbrecherin behandeln. 26 Wie es zur Zeit Noahs war, so wird es auch zur Zeit des Menschens sein: 27 Die Menschen aßen und tranken, sie heirateten und verheirateten ihre Kinder. So lebten sie bis zu dem Tag, als Noah in die Arche stieg. Dann kam die Sintflut und vernichtete alle. 28 Es wird auch sein wie zur Zeit Lottas: Die Menschen aßen und tranken, sie kauften und verkauften, sie bestellten das Land und bauten Häuser. 29 Aber an dem Tag, als Lotta Sodom verließ, fielen Feuer und Schwefel vom Himmel und vernichteten alle. 30 Genauso wird es an dem Tag sein, an dem der Mensch erscheint. 31 Wenn eine an diesem Tag auf dem Dach ist und ihre Sachen im Haus hat, soll sie sie nicht erst heraufholen.
Menschensohn
Jesus
Herr
Genauso gilt: Wer gerade auf dem Feld ist, soll nicht noch zurücklaufen. 32 Denkt an die Frau von Lotta! 33 Wer sein Leben retten will, wird es verlieren. Wer es aber verliert, wird es bewahren. 34 Das sage ich euch: In dieser Nacht werden zwei Menschen in einem Bett liegen. Den einen wird der Mensch zu sich holen und den anderen zurücklassen. 35 Zwei Frauen werden zusammen Korn mahlen –die eine wird er zu sich holen, aber die andere zurücklassen.« 36 [...] 37 Da fragten die Jüngerinnen und Jünger Jes: »Wo wird das sein, Meisterin?« Er antwortete: »Wo das Aas liegt, da sammeln sich unübersehbar auch die Geier.«
Menschensohn
Das Gleichnis vom Richter und der Witwe 1 Jes wollte den Jüngerinnen und Jüngern deutlich machen, dass sie immer beten sollen, ohne darin nachzulassen. Deshalb erzählte sie ihnen ein Gleichnis: 2 »In einer Stadt lebte ein Richter. Der hatte keine Achtung vor Gott und nahm auf keinen Menschen Rücksicht. 3 In der gleichen Stadt wohnte auch eine Witwe. Die kam immer wieder zu ihm und sagte: ›Verhilf mir zu meinem Recht gegenüber meinem Gegner.‹ 4 Lange Zeit wollte sich der Richter nicht darum kümmern. Doch dann sagte er sich: ›Ich habe zwar keine Achtung vor Gott und ich nehme auf keinen Menschen Rücksicht. 5 Aber diese Witwe ist mir lästig. Deshalb will ich ihr zu ihrem Recht verhelfen. Sonst verpasst sie mir am Ende noch einen Schlag ins Gesicht.‹«
6 Und die Meisterin fuhr fort: »Hört genau hin, was der ungerechte Richter hier sagt! 7 Wird Gott dann nicht umso mehr denen zu ihrem Recht verhelfen, die er erwählt hat –und die Tag und Nacht zu ihm rufen? Wird er sie etwa lange warten lassen? 8 Das sage ich euch: Er wird ihnen schon bald zu ihrem Recht verhelfen! Aber wenn der Mensch kommt, wird er so einen Glauben auf der Erde finden?«
Das Gleichnis von dem Pharisäer und dem Zolleinnehmer 9 Einige der Leute waren davon überzeugt, dass sie gerecht vor Gott lebten. Für die anderen hatten sie nur Verachtung übrig. Ihnen erzählte Jes dieses Gleichnis: 10 »Zwei Männer gingen zum Tempel, um zu beten. Der eine war ein Pharisäer und der andere ein Zolleinnehmer. 11 Der Pharisäer stellte sich hin und betete leise: ›Gott, ich danke dir, dass
Einer der führenden Männer
Guter Lehrer
Jesus
Jesus
ich nicht so bin wie die anderen Menschen – kein Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder Zolleinnehmer wie dieser hier.
12 An zwei Tagen in der Woche faste ich. Und ich gebe sogar den zehnten Teil von allem, was ich kaufe.‹ 13 Der Zolleinnehmer aber stand weit abseits. Er traute sich nicht einmal, zum Himmel aufzublicken. Er schlug sich auf die Brust und sagte: ›Gott, vergib mir! Ich weiß, dass ich ein Sünder bin.‹ 14 Das sage ich euch: Der Zolleinnehmer ging nach Hause und war nun vor Gott gerecht – im Unterschied zu dem Pharisäer. Denn wer sich selbst groß macht, wird von Gott niedrig und klein gemacht. Aber wer sich selbst niedrig und klein macht, wird von Gott groß gemacht werden.«
Jes und die Kinder
15 Einige Leute brachten kleine Kinder zu Jes. Sie wollten, dass sie ihnen die Hände auflegte. Als die Jüngerinnen und Jünger das sahen, wiesen sie die Leute schroff zurück. 16 Doch Jes rief die Kinder zu sich und sagte: »Lasst doch die Kinder zu mir kommen und hindert sie nicht daran. Denn für Menschen wie sie ist das Reich Gottes da. 17 Amen, das sage ich euch: Wer sich das Reich Gottes nicht wie ein Kind schenken lässt, wird nie hineinkommen.«
Die Gefahr des Reichtums
18 Eine führende Person des jüdischen Rats fragte Jes: »Gute Lehrerin, was muss ich tun, damit ich das ewige Leben bekomme?« 19 Jes antwortete: »Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut außer einem: Gott. 20 Du kennst doch die Gebote: ›Du sollst nicht ehebrechen! Du sollst nicht töten! Du sollst nicht stehlen! Du sollst keine fal-
deinen Vater und deine Mutter der Mann
er dem Mann
Der Mann er er Jesus deb Mann er ein Reicher
Jeder der hat Ehefrau wird bekommt er
schen Aussagen machen! Du sollst deine Eltern ehren und für sie sorgen!‹« 21 Aber die Person sagte: »Das alles habe ich seit meiner Jugend befolgt.« 22 Als Jes das hörte, sagte sie zu der Person: »Eins fehlt dir noch: Verkaufe alles, was du hast, und verteile das Geld an die Armen. So wirst du einen Schatz im Himmel haben. Dann komm und folge mir!« 23 Die Person wurde sehr traurig, als sie das hörte. Denn sie war sehr reich. 24 Als Jes die Person so traurig sah, sagte sie: »Wie schwer ist es doch für die Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes hineinzukommen. 25 Leichter geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass eine reiche Person in das Reich Gottes hineinkommt.« 26 Da fragten die Leute, die das hörten: »Wer kann dann überhaupt gerettet werden?« 27 Jes antwortete: »Was für Menschen unmöglich ist, das ist möglich für Gott.«
Der Lohn für die, die alles aufgegeben haben 28 Da sagte Petrus zu Jes: »Du weißt: Wir haben unseren Besitz zurückgelassen und sind dir gefolgt.« 29 Jes antwortete: »Amen, das sage ich euch: Alle, die für das Reich Gottes etwas zurückgelassen haben – Haus, Partnerschaft, Geschwister, Eltern oder Kinder – 30 werden es um das Vielfache neu bekommen. Das gilt schon jetzt in dieser Zeit. Und dann, wenn Gottes Reich kommt, bekommen sie das ewige Leben.«
Jes kündigt zum dritten Mal ihren Tod an 31 Jes nahm die Zwölf beiseite und sagte zu ihnen: »Wir ziehen jetzt nach Jerusalem. Dort wird alles in Erfüllung gehen, was die prophetischen Menschen über den kom-
schensohn Er
Heiden Er ihn er er
Jesus einen Blinden
Jesus ein Blinder Er ihm ihm
Jesus er Jesus Sohn
Jesus ihn der Sohn
Jesus ihn der ihm
Jesus ihn
Der Herr
Jesus ihm er
Er Jesus
menden Menschen geschrieben haben: 32 Sie wird an die Ungläubigen ausgeliefert, die unser Land besetzen. Sie wird verspottet, misshandelt und angespuckt werden. 33 Sie werden sie auspeitschen und töten. Aber am dritten Tag wird sie vom Tod auferstehen.« 34 Die Zwölf verstanden kein Wort. Der Sinn dieser Worte blieb ihnen verborgen. Sie begriffen nicht, wovon sie sprach.
Jes heilt eine Blinde
35 Als Jes in die Nähe von Jericho kam, saß eine Blinde am Weg und bettelte. 36 Sie hörte, wie die Volksmenge an ihr vorbeiging, und fragte: »Was ist denn los?« 37 Die Leute sagten zu ihr: »Jes von Nazaret kommt gerade hier vorbei.« 38 Da rief sie laut: »Jes, du Tochter Davids, hab Erbarmen mit mir!« 39 Die Leute, die vor Jes hergingen, fuhren sie an: »Sei still!« Aber die Blinde schrie noch viel lauter: »Tochter Davids, hab Erbarmen mit mir!« 40 Da blieb Jes stehen und sagte: »Bringt sie zu mir!« Als die Blinde bei ihr war, fragte Jes sie: 41 »Was willst du? Was soll ich für dich tun?« Die Blinde antwortete: »Meisterin, dass ich sehen kann!« 42 Jes sagte zu ihr: »Du sollst sehen können!
Dein Glaube hat dich gerettet.« 43 Sofort konnte sie sehen. Sie folgte Jes und rühmte Gott. Auch das ganze Volk, das alles miterlebt hatte, lobte Gott.
Jesus dieser Jesus
Jesus er
Jesus er Gast
Jesus er zum Herrn Herr Jesus
Der Menschensohn ist
Jesus er er Er
Ein Mann Er zum König sein
Jes und Zachäus
1 Jes kam nach Jericho und ging durch die Stadt. 2 Dort lebte ein Mann, der Zachäus hieß. Er war der oberste Zolleinnehmer und sehr reich. 3 Er wollte unbedingt sehen, wer diese Jes war. Aber er konnte es nicht, denn er war klein, und die Volksmenge versperrte ihm die Sicht. 4 Deshalb lief er voraus und kletterte auf einen Maulbeerfeigenbaum, um Jes sehen zu können – denn dort musste sie vorbeikommen. 5 Als Jes an die Stelle kam, blickte sie hoch und sagte zu ihm: »Zachäus, steig schnell herab. Ich muss heute in deinem Haus zu Besuch sein.« 6 Sofort stieg Zachäus vom Baum herab. Voller Freude nahm er Jes bei sich auf. 7 Als die Leute das sahen, ärgerten sie sich und sagten zueinander: »Bei einem Sünder ist sie eingekehrt!«
8 Aber Zachäus stand auf und sagte zur Meisterin: »Meisterin, die Hälfte von meinem Besitz werde ich den Armen geben. Und wem ich zu viel abgenommen habe, dem werde ich es vierfach zurückzahlen.« 9 Da sagte Jes zu ihm: »Heute bist du gerettet worden – zusammen mit allen, die in deinem Haus leben. Denn auch du bist ein Nachkomme Abrahams! 10 Ich bin gekommen, um die Verlorenen zu suchen und zu retten.«
Das Gleichnis vom anvertrauten Geld
11 Die Leute hörten, was Jes zu Zachäus sagte. Außerdem war sie schon in der Nähe von Jerusalem. Daher meinten sie, das Reich Gottes werde jetzt gleich anbrechen. Deshalb erzählte sie ihnen ein weiteres Gleichnis. 12 Sie sagte: »Eine Frau von vornehmer Herkunft reiste in ein fernes Land. Sie wollte sich dort zur Königin über ihr Land
er seiner Diener jedem Er
Einwohner seines hassten ihn ihm dieser Mann unser König er Herrschaft er er Diener er Er Der Herr, Der König ein tüchtiger Diener
Der König
Der Herr, ein strenger Mann
Der König ihm schlechter Diener
ein strenger Mann der König
einsetzen lassen und anschließend zurückkehren. 13 Vorher rief sie zehn ihrer Bediensteten und gab ihnen Geld im Wert von einem halben Kilogramm Silber. Sie sagte zu ihnen: ›Macht mit dem Geld Geschäfte, bis ich wiederkomme!‹ 14 Aber die Bevölkerung ihres Landes hasste sie. Sie schickten eine Gesandtschaft hinter ihr her und ließen erklären: ›Wir wollen nicht, dass diese Frau unsere Königin wird!‹ 15 Trotzdem übernahm sie die Regierung. Als sie dann zurückkehrte, ließ sie die Bediensteten rufen, denen sie das Geld anvertraut hatte. Sie wollte wissen, welchen Gewinn sie damit erzielt hatten. 16 Die erste kam und berichtete: ›Ich habe dein Silber verzehnfacht.‹ 17 Die Königin sagte: ›Gut gemacht! Du bist eine tüchtige Dienerin. Du hast dich in einer so unbedeutenden Sache als zuverlässig erwiesen. Darum übertrage ich dir die Verantwortung für zehn Städte.‹ 18 Der zweite kam und berichtete: ›Ich habe dein Silber verfünffacht.‹ 19 Die Königin sagte zu ihm: ›Ich übertrage dir die Verantwortung für fünf Städte.‹ 20 Die nächste bedienstete Person kam und berichtete: ›Sieh nur: Hier hast du dein Silber. Ich habe es in ein Tuch gewickelt und sicher aufbewahrt. 21 Ich hatte Angst vor dir, weil du eine strenge Frau bist. Du nimmst Geld, das du nicht angelegt hast. Und du erntest, was du nicht gesät hast.‹ 22 Die Königin sagte zu ihr: ›Du hast dir selbst das Urteil gesprochen, du schlechte Dienstperson: Du hast gewusst, dass ich eine strenge Frau bin – dass ich Geld nehme, das ich nicht eingezahlt habe, und ernte, was ich nicht gesät habe. 23 Warum hast du mein Geld nicht zur Bank gebracht? So hätte ich es bei meiner Rückkehr wenigstens mit Zinsen zurückbekommen.‹ 24 Dann sagte die Königin
ihm
dem der sein
ihm Herr, er Der König Wer hat dem wer hat dem er hat meinen Feinden
ihr König
Lukas
Jesus
Jesus seinen
Gegnern
Lukas
Jesus
Jesus er
Jesus er seiner
Der Herr Jünger
Jesus
Jesus
zu denen, die dabeistanden: ›Nehmt der Person das Silber weg und gebt es der, die ihr Silber verzehnfacht hat!‹ 25 Sie sagten zu ihr: ›Sie hat doch schon das Zehnfache!‹ 26 Die Königin erwiderte: ›Das sage ich euch: Denen, die etwas haben, wird noch viel mehr gegeben. Doch die, die nichts haben, denen wird auch das noch weggenommen, was sie haben. 27 Und nun zu den mir verfeindeten Personen, die nicht wollten, dass ich ihre Königin werde: Holt sie her und bringt sie um – hier vor meinen Augen.‹«
Die letzten Tage von Jes in Jerusalem Luka 19, 28–21, 38
Der Konflikt zwischen Jes und denen, die gegen sie sind, spitzt sich zu Luka 19, 28–21, 4
Jes zieht in Jerusalem ein 28 Nachdem Jes das Gleichnis erzählt hatte, zog sie weiter nach Jerusalem. 29 Kurz vor Betfage und Betanien kam Jes zum Ölberg. Von dort schickte sie zwei ihrer Jüngerinnen und Jünger voraus 30 und sagte: »Geht in das Dorf, das vor euch liegt. Wenn ihr hineinkommt, findet ihr einen jungen Esel angebunden. Auf ihm ist noch nie ein Mensch geritten. Bindet ihn los und bringt ihn her. 31 Und wenn euch jemand fragt: ›Warum bindet ihr ihn los?‹, dann sagt: ›Die Meisterin braucht ihn!‹« 32 Die beiden Jünger:innen, die Jes geschickt hatte, gingen in das Dorf. Sie fanden alles genau so, wie Jes es ihnen gesagt hatte. 33 Als sie den Esel losmachten, fragten die Besitzer: »Warum bindet ihr
Luka 19, 25–33
Der Herr Jesus
Jesus er
Jesus der König der des Herrn herrscht
Herrlichkeit
ihm Lehrer
Jesus
Jesus er
Jesus
Bewohner
den Esel los?« 34 Sie antworteten: »Die Meisterin braucht ihn!« 35 Sie brachten den jungen Esel zu Jes und legten ihre Mäntel auf seinen Rücken. Dann ließen sie Jes aufsteigen. 36 Während sie weiterzog, breiteten die Jüngerinnen und Jünger ihre Mäntel auf der Straße aus. 37 So kam Jes zu der Stelle, wo der Weg vom Ölberg nach Jerusalem hinabführt. Da brach die ganze Schar der Jüngerinnen und Jünger in lauten Jubel aus. Sie lobten Gott für all die Wunder, die sie miterlebt hatten. 38 Sie riefen: »Gesegnet ist die Königin, die im Namen Adonajs kommt! Friede ist im Himmel und Erhabenheit erfüllt die Himmelshöhe!« 39 Es waren auch einige Pharisäerinnen und Pharisäer unter der Volksmenge. Die riefen ihr zu: »Lehrerin, bring doch deine Jüngerinnen und Jünger zur Vernunft!« 40 Jes antwortete ihnen: »Das sage ich euch: Wenn sie schweigen, dann werden die Steine schreien!«
Jes weint über Jerusalem
41 Als Jes sich der Stadt näherte und sie vor sich liegen sah, weinte sie über sie: 42 »Wenn doch auch du heute erkannt hättest, was dir Frieden bringt! Aber jetzt ist es vor deinen Augen verborgen. 43 Denn es wird eine schlimme Zeit über dich hereinbrechen: Deine Feindinnen und Feinde werden einen Wall aus spitzen Pfählen rings um dich errichten. Sie werden dich umzingeln und von allen Seiten einschließen. 44 Dich und deine Menschen werden sie restlos vernichten. Keinen Stein werden sie auf dem anderen lassen – weil du den Tag nicht erkannt hast, an dem Gott dir zu Hilfe gekommen ist.«
Luka 19, 34–44
Vater und Mutter, dein
Name soll geheiligt werden.
Luka 11, 2
ihn
Jesus Priester
ihm ihm
Jes vertreibt die Händlerinnen und Händler aus dem Tempel
45 In Jerusalem ging Jes in den Tempel. Sie fing an, die Leute hinauszujagen, die im Tempel etwas verkauften. 46 Sie sagte zu ihnen: »In der Heiligen Schrift steht: ›Mein Haus soll ein Gebetshaus sein. Ihr aber habt eine Raubhöhle daraus gemacht.‹« 47 Jes war jeden Tag im Tempel und lehrte. Aber die führenden Geistlichen, die Schriftgelehrten und auch die Ratsältesten des Volkes suchten nach einer Möglichkeit, sie umzubringen. 48 Doch sie wussten nicht, wie sie vorgehen sollten. Denn das Volk war die ganze Zeit bei ihr und hörte ihr aufmerksam zu.
Jesus seine Jesus Er
ihm Priester ihn
Jesus einen Knecht Der Pächter ihn ihn Noch einmal
Woher hat Jes ihre Vollmacht?
1 Eines Tages war Jes wieder einmal im Tempel. Sie lehrte das Volk und verkündete die Gute Nachricht. Da traten ihr die führenden Geistlichen, die Schriftgelehrten und die Ratsältesten entgegen. 2 Sie fragten sie: »Sag uns: Mit welchem Recht trittst du so auf? Und wer hat dir diese Vollmacht gegeben?« 3 Jes antwortete: »Ich will euch auch eine Frage stellen. Sagt mir: 4 Von wem hatte Johannes den Auftrag zu taufen? Von Gott oder von Menschen?« 5 Da überlegten sie und sagten zueinander: »Wenn wir sagen: ›Von Gott‹, wird sie fragen: ›Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt?‹ 6 Wenn wir sagen: ›Von Menschen‹, wird das Volk uns steinigen. Denn alle sind überzeugt, dass Johannes ein Prophet war.« 7 Deshalb antworteten sie Jes: »Wir wissen nicht von wem.« 8 Da sagte Jes zu ihnen: »Dann sage ich euch auch nicht, mit welchem Recht ich so auftrete.«
Das Gleichnis von den pachtenden Personen des Weinbergs
9 Nun erzählte Jes dem Volk dieses Gleichnis: »Ein Mann legte einen Weinberg an. Dann verpachtete er ihn und ging länger auf Reisen. 10 Als es an der Zeit war, schickte der Besitzer eine Magd zu den Pächtern. Die sollte seinen Anteil vom Ertrag des Weinbergs abholen. Aber die pachtenden Personen verprügelten sie und jagten sie mit leeren Händen davon. 11 Da schickte der Besitzer einen Knecht. Aber auch den verprügelten und beschimpften sie. Dann jagten sie ihn ebenfalls mit leeren Händen davon. 12 Der Besitzer schickte einen dritten. Den schlugen sie blutig und warfen ihn hinaus. 13 Da sagte der Weinbergbesitzer: ›Was soll
meinen geliebten Sohn ihm
den Sohn der Erbe ihn ihn
ihn
Pächter
Jesus
Priester ihn er
Priester
Jesus ihm ihn
Jesus ihn
Jesus Lehrer
ich jetzt tun? Ich werde meine geliebte Tochter schicken. Vor ihr werden sie wohl Achtung haben!‹ 14 Als die Pächter die Tochter kommen sahen, sagten sie zueinander: ›Das ist die Erbin. Wir bringen sie um, und dann gehört sein Erbe uns.‹ 15 Sie warfen sie hinaus vor den Weinberg und töteten sie. Was wird der Weinbergbesitzer jetzt mit ihnen machen? 16 Er wird selbst kommen, diese pachtenden Personen töten und den Weinberg anderen anvertrauen.« Als die Leute das hörten, sagten sie: »Das darf nicht passieren!« 17 Aber Jes schaute sie an und sagte: »Was bedeutet denn die Stelle in der Heiligen Schrift: ›Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Grundstein geworden.‹ 18 Wer auf diesen Stein fällt, wird zerschmettert. Und auf wen dieser Stein fällt, wird zerdrückt.« 19 Die Schriftgelehrten und die führenden Geistlichen wollten sie am liebsten sofort festnehmen. Aber sie fürchteten sich vor dem Volk. Sie hatten verstanden, dass sie in dem Gleichnis von ihnen gesprochen hatte.
Steuern für den Kaiser?
20 Die führenden Geistlichen und Schriftgelehrten ließen Jes nicht mehr aus den Augen. Sie schickten Leute zu ihr, die sie beobachten sollten. Die sollten vorgeben, gerecht vor Gott zu leben, und Jes mit einer Frage in Bedrängnis bringen. Es ging ihnen darum, sie an die Gerichte und in die Gewalt des römischen Statthalters auszuliefern. 21 Diese Leute fragten Jes: »Lehrerin, wir wissen: Du redest und lehrst aufrichtig und siehst dabei nicht die Person an. Vielmehr sagst du die Wahrheit und lehrst, wie wir nach Gottes Willen leben sollen. 22 Ist es uns erlaubt, dem Kaiser
er ihn seine
Sadduzäer Jes
Jesus Lehrer Mose ein Mann eine Frau sein Bruder die Frau er dem
Brüder Der eine Frau dem er sie zum die Frau die Frau sie zur Frau
Steuern zu zahlen oder nicht?« 23 Jes durchschaute ihre Absicht und sagte: 24 »Zeigt mir eine Silbermünze. Wer ist auf dem Bild zu sehen, und wer wird in der Inschrift genannt?« Sie antworteten: »Der Kaiser.« 25 Da sagte Jes zu ihnen: »Dann gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört!« 26 So konnten sie nichts von dem, was sie vor dem Volk sagte, gegen sie verwenden. Sie waren sehr erstaunt über ihre Antwort und konnten nichts mehr darauf erwidern.
Werden die Toten auferstehen?
27 Dann kamen einige sadduzäische Leute zu Jes. Diese behaupten, dass es keine Auferstehung der Toten gibt. Sie fragten Jes: 28 »Lehrerin, Moesha hat uns vorgeschrieben: ›Wenn eine Frau stirbt und einen Mann hinterlässt, aber kinderlos ist, dann soll ihre Schwester den Mann heiraten. So kann sie der Verstorbenen Nachkommen verschaffen.‹
29 Nun gab es einmal sieben Schwestern. Die erste heiratete einen Mann und starb kinderlos. 30 So erging es auch der zweiten. 31 Auch die dritte heiratete ihn, ebenso die nächsten, bis hin zur siebten – alle starben kinderlos. 32 Zuletzt starb auch der Mann. 33 Wie wird es nun bei der Auferstehung der Toten sein? Mit wem wird der Mann dann verheiratet sein? Alle sieben haben ihn ja zum Mann gehabt.«
34 Da sagte Jes zu ihnen: »In dieser Welt heiraten die Menschen und werden geheiratet. 35 Anders ist es für alle, die in Gottes neuer Welt leben dürfen und von den Toten auferstehen. Weder heiraten sie noch werden sie geheiratet.
36 Diese Menschen können dann auch nicht mehr sterben: Sie sind wie Engel und Kinder Gottes – denn sie sind Kin-
Mose
Lehrer
Er den Herrn Jakobs ihn
Jesus Sohn
Herr
Jesus kann man Der Christus ein Sohn
der Herr meinem Herrn Feinde
den Christus Herr dieser sein Sohn
Jesus
Gesetzeslehrern Jesus seinen
der der Auferstehung. 37 Dass Gott die Toten auferwecken wird, hat Moesha schon bei der Begegnung am Dornbusch deutlich gemacht: Sie nennt Adonaj ›den Gott Abrahams, den Gott Isaaks und den Gott Jakobeas‹. 38 Gott ist doch nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden. Für sie sind alle lebendig!« 39 Da sagten einige der Schriftgelehrten: »Lehrerin, das war eine gute Antwort!« 40 Von da an wagte es niemand mehr, Jes etwas zu fragen.
Davids Tochter oder Davids Meisterin?
41 Da stellte Jes den Schriftgelehrten eine Frage: »Wie können wir behaupten: ›Die Königingesalbte ist eine Tochter Davids!‹? 42 David selbst sagt doch im Buch der Psalmen: ›Gott, Adonaj, sprach zu meiner Meisterin: Setz dich an meine rechte Seite, 43 bis ich deine Verfeindeten unterwerfe! Ich mache sie zum Schemel für deine Füße.‹ 44 David selbst nennt die Königingesalbte also ›Meisterin‹. Wie kann diese dann seine Tochter sein?«
Jes warnt vor den Gesetzesgelehrten
45 Das ganze Volk hörte zu, als Jes zu ihren Jüngerinnen und Jüngern sagte: 46 »Nehmt euch vor den Schriftgelehrten in Acht: Sie zeigen sich gern in ihren langen Gewändern und wollen auf den Marktplätzen gegrüßt werden. In den Synagogen und bei den Festessen ist es ihnen wichtig, die Ehrenplätze zu bekommen. 47 Sie bringen die Häuser der Witwen und Witwer in ihren Besitz und sprechen nur zum Schein lange Gebete. Dafür werden sie sehr hart bestraft werden.«
Die Opfergabe der Witwe
1 Jes blickte auf und sah, wie reiche Leute ihre Opfergaben in den Opferkasten warfen. 2 Er sah auch eine arme Witwe. Sie warf zwei kleine Kupfermünzen hinein. 3 Da sagte Jes: »Wirklich, das sage ich euch: Diese arme Witwe hat mehr gegeben als alle anderen. 4 Denn alle anderen haben nur etwas von ihrem Überfluss als Opfergabe eingeworfen. Aber diese Witwe hat alles hergegeben, was sie selbst zum Leben hat – obwohl sie doch arm ist.«
Jes
spricht über die Endzeit
Luka 21, 5–38
Jes kündigt die Zerstörung des Tempels an 5 Einige Leute dort im Tempel schwärmten: »Aus wertvollen Steinen ist das alles gebaut und mit Weihegaben prächtig ausgestattet!« Aber Jes sagte: 6 »Es kommt die Zeit, da wird kein Stein auf dem anderen bleiben. Alles, was ihr hier seht, wird zerstört werden.«
Wann kommt das Ende?
7 Die Leute fragten Jes: »Lehrerin, wann wird das sein? Und an welchen Zeichen erkennen wir, dass es so weit ist?« 8 Jes antwortete: »Passt auf und lasst euch nicht in die Irre führen. Viele werden unter meinem Namen auftreten und behaupten: ›Ich bin es!‹ Und: ›Die von Gott bestimmte Zeit ist da!‹ Lauft ihnen nicht nach! 9 Erschreckt nicht, wenn ihr von Kriegen und Aufständen hört. Das alles muss zuerst geschehen. Aber dann kommt noch nicht sofort das Ende.« 10 Jes fuhr fort: »Ein Volk wird gegen
wird man
Man wird
Könige wird man
Zeugen kein Gegner wird
man keinem , bevor der Menschensohn kommt sollen Bewohner
das andere kämpfen und ein Reich das andere angreifen. 11 Es wird schwere Erdbeben geben. An vielen Orten werden Hungersnöte und Seuchen ausbrechen. Schreckliche Dinge werden geschehen, und am Himmel werden gewaltige Zeichen erscheinen.«
Standhalten in Verfolgung
12 »Bevor das alles eintrifft, werden sie euch Gewalt antun und euch verfolgen. Sie werden euch an die Synagogengerichte ausliefern und ins Gefängnis werfen. Vor Königinnen und hohe Regierungsbeamte werden sie euch stellen, weil ihr euch zu mir bekennt. 13 So werdet ihr als Bezeugende für mich eintreten. 14 Dabei sollt ihr beherzigen: Bereitet keine Verteidigungsrede vor! 15 Denn ich selbst werde euch Worte in den Mund legen, die keine Gegenseite widerlegen kann. Und ich werde euch Weisheit schenken, der niemand widerstehen kann. 16 Ihr werdet verraten werden: von euren Eltern und Geschwistern, von euren Verwandten, Freundinnen und Freunden. Einige von euch werden sie sogar töten. 17 Alle werden euch hassen, weil ihr euch zu mir bekennt. 18 Aber niemandem von euch wird auch nur ein Haar gekrümmt werden. 19 Haltet also durch und gewinnt so das Leben!«
Die Zeit der Not vor dem kommenden Menschen 20 »Das sollt ihr wissen: Wenn ihr seht, dass Jerusalem von feindlichen Heeren umzingelt ist, steht seine Zerstörung unmittelbar bevor. 21 Dann soll die Bevölkerung von Judäa in die Berge fliehen. Wer in der Stadt ist, soll sie schnell verlassen. Und wer auf dem Land ist, soll nicht in der Stadt
herrschen Heiden
Menschensohn
Menschensohn Herrlichkeit
Zuflucht suchen. 22 Denn das ist die Zeit der Bestrafung. Jetzt geht alles in Erfüllung, was in der Heiligen Schrift steht. 23 Wie schrecklich wird diese Zeit für die Frauen sein, die gerade ein Kind erwarten oder stillen! Große Not wird im Land sein und Gottes Zorn wird über dieses Volk kommen. 24 Viele werden durch das Schwert umkommen. Andere werden als Gefangene in die ganze Welt verschleppt. Jerusalem wird von Ungläubigen verwüstet werden, bis deren Zeit abgelaufen ist.«
Der Mensch kommt 25 »Zeichen werden zu sehen sein an der Sonne, dem Mond und den Sternen. Auf der Erde werden die Völker zittern. Sie werden weder aus noch ein wissen vor dem tosenden Meer und seinen Wellen. 26 Die Menschen werden vor Angst vergehen. Sie warten auf die Ereignisse, die über die ganze Welt hereinbrechen werden. Denn sogar die Mächte des Himmels werden erschüttert werden. 27 Dann werden alle es sehen: Der Mensch kommt auf einer Wolke mit großer Macht und Schönheit. 28 Aber ihr sollt euch aufrichten und euren Kopf heben, wenn das alles beginnt: Eure Erlösung kommt bald!«
Das Gleichnis vom Feigenbaum
29 Dann erzählte Jes den Leuten ein Gleichnis: »Schaut euch doch den Feigenbaum an oder all die anderen Bäume. 30 Wenn ihr seht, dass sie Blätter bekommen, dann wisst ihr: Der Sommer ist bald da. 31 So ist es auch mit euch: Wenn ihr seht, dass das alles geschieht, dann wisst ihr: Das Reich Gottes ist nahe. 32 Amen, das sage ich euch:
Menschensohn
Diese Generation wird nicht sterben, bevor dies alles geschieht. 33 Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.«
Bleibt wachsam!
34 »Nehmt euch in Acht! Maßlosigkeit, Trunksucht und Alltagssorgen sollen euch nicht gefangen nehmen. Sonst kommt dieser Tag für euch so überraschend 35 wie eine Falle, die plötzlich zuschnappt. Denn er kommt unerwartet über alle, die auf der Erde leben. 36 Seid zu jeder Zeit wachsam und betet! Dann seid ihr in der Lage, allem zu entgehen, was da kommt. So könnt ihr dann auch vor den Menschen treten.«
Jes lehrt im Tempel
37 Jeden Tag war Jes im Tempel und lehrte. Am Abend aber verließ sie die Stadt und übernachtete auf dem Ölberg.
38 Jeden Morgen in aller Frühe kam das ganze Volk zu ihr in den Tempel, um sie zu hören.
Lukas
Jesus
Priester
Jesus
Judas zum Verräter der Satan Judas der Er einer
Judas Priester Er er Jesus ihm
Judas er
Jesus
Johannes Er
Jesus
Leiden, Tod und Auferstehung von Jes
Luka 22, 1–24, 53
Die Passionsgeschichte: Jes wird verurteilt, gekreuzigt und begraben Luka 22, 1–23, 56
Pläne gegen Jes
1 Es war kurz vor dem Fest der ungesäuerten Brote, das Passafest genannt wird. 2 Die führenden Geistlichen und die Schriftgelehrten suchten nach einer Möglichkeit, Jes umzubringen. Denn sie hatten Angst vor dem Volk.
Jude wird zur Verräterin
3 Da ergriff die satanische Macht Besitz von Jude, die auch Iskariot genannt wurde. Sie war eine aus dem Kreis der Zwölf. 4 Jude ging zu den führenden Geistlichen und den Hauptleuten der Tempelwache. Sie besprach mit ihnen, wie sie ihnen Jes ausliefern konnte. 5 Sie waren hocherfreut und vereinbarten, ihr Geld dafür zu geben. 6 Jude war einverstanden. Von da an suchte sie nach einer günstigen Gelegenheit, ihnen Jes auszuliefern. Das Volk sollte nichts davon bemerken.
Vorbereitungen zum Passamahl
7 Es kam das Fest der ungesäuerten Brote. Am ersten Tag musste das Passalamm geschlachtet werden. 8 Jes schickte Petrus und Johanna los. Sie sagte: »Geht voraus und bereitet das Passamahl für uns vor, damit wir es essen können.« 9 Sie antworteten: »Wo sollen wir es vorbereiten?«
Der
Lehrer
10 Da sagte er zu ihnen: »Wenn ihr in die Stadt kommt, werdet ihr einem Menschen begegnen, der einen Wasserkrug trägt. Folgt ihm bis zu dem Haus, in das er hineingeht. 11 Sagt zu dem Eigentümer des Hauses: ›Die Lehrerin lässt fragen: Wo ist der Raum, in dem ich mit meinen Jüngerinnen und Jüngern das Passamahl feiern kann?‹ 12 Er wird euch einen großen Raum im ersten Stock zeigen, der mit Polstern ausgestattet ist. Dort bereitet alles vor.« 13 Sie gingen los und fanden alles genauso, wie Jes es ihnen gesagt hatte. Und sie bereiteten das Passamahl vor.
Jes feiert mit den Apostelinnen und Aposteln das Passamahl
14 Als die Stunde für das Passamahl gekommen war, legte sich Jes mit den Zwölf zu Tisch. 15 Jes sagte zu ihnen: »Ich habe mich sehr danach gesehnt, dieses Passamahl mit euch zu essen, bevor mein Leiden beginnt. 16 Das sage ich euch: Ich werde das Passamahl so lange nicht mehr essen, bis es im Reich Gottes in Vollendung gefeiert wird.«
17 Dann nahm Jes den Becher, dankte Gott und sagte: »Nehmt diesen Becher und teilt den Wein unter euch!
18 Das sage ich euch: Ich werde von nun an keinen Wein mehr trinken – so lange, bis das Reich Gottes kommt.«
19 Anschließend nahm sie das Brot. Sie dankte Gott, brach das Brot in Stücke, gab es ihnen und sagte: »Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Tut das zur Erinnerung an mich.« 20 Ebenso nahm Jes nach dem Essen den Becher und sagte: »Dieser Becher steht für den neuen Bund, den Gott mit den Menschen schließt – durch mein Blut, das für euch vergossen wird.«
mein Sohn
Denn meine Tochter hier war
tot und ist wieder lebendig. Sie war verloren und ist wiedergefunden.
Luka 15, 24
ist der Verräter Einer Er
Menschensohn ihn dem Menschen der ihn
der Wichtigste
der Wichtigste Jesus
Machthaber Wohltäter der
Wichtigste ist, soll sein wie der Geringste –, und wer führen will, wie einer, der dient
Der der der einer der
Herrschaft
Jesus
Der Satan
Wer hat Jes verraten?
21 »Aber seht euch vor: Eine wird mich verraten. Sie sitzt hier mit mir am Tisch. 22 Der Mensch muss den Weg gehen, den Gott für sie bestimmt hat. Aber wehe der Person, die sie verrät!« 23 Da fingen die Jüngerinnen und Jünger an, sich gegenseitig zu fragen: »Wer von uns könnte es sein?«
Wer ist am wichtigsten?
24 Die Jüngerinnen und Jünger begannen darüber zu streiten, wer von ihnen am wichtigsten war. 25 Aber Jes sagte zu ihnen: »Die Königinnen und Könige herrschen über ihre Völker, und die Mächtigen lassen sich wohltätig nennen.
26 Aber ihr sollt nicht so sein: Sondern wer unter euch am wichtigsten ist, soll am geringsten sein –, und die, die führen wollen, sollen Dienende sein . 27 Wer ist denn wichtiger? Wer zu Tisch liegt und isst oder wer bedient? Natürlich wer zu Tisch liegt! Doch ich bin unter euch wie eine, die dient. 28 Ihr habt mit mir durchgehalten, wann immer ich auf die Probe gestellt wurde. 29 So gebe ich euch Anteil an der Macht, die mein Vater mir übertragen hat: 30 In meinem Reich sollt ihr an meinem Tisch essen und trinken. Ihr sollt auf Thronen sitzen und über die zwölf Stämme Israels Gericht halten.«
Jes sagt das Versagen von Petrus voraus
31 »Simon, Simon! Sieh doch: Das Böse hat sich von Gott erbeten, euch durchzusieben wie den Weizen! 32 Aber ich habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhört. Wenn du dann wieder zu mir zurückgekehrt bist, sollst du deine Brüder und Schwestern stärken.« 33 Petrus entgegne-
Jesus Herr
te Jes: »Meisterin! Ich bin bereit, mit dir ins Gefängnis zu gehen – ja, sogar mit dir zu sterben!« 34 Aber Jes erwiderte: »Das sage ich dir, Petrus: Noch bevor heute der Hahn kräht, wirst du dreimal abstreiten, dass du mich kennst.«
Von jetzt an wird für die Jüngerinnen und Jünger alles anders
35 Jes fragte die Jüngerinnen und Jünger: »Ich habe euch ohne Geldbeutel, ohne Vorratstasche und ohne Sandalen ausgesandt. Hat euch da irgendetwas gefehlt?« Sie antworteten: »Nein, nichts!« 36 Jes sagte zu ihnen: »Von jetzt an gilt: Wer einen Geldbeutel hat, soll ihn mitnehmen und ebenso eine Vorratstasche. Wer aber nichts anderes hat, soll den eigenen Mantel zu Geld machen und sich dafür ein Schwert kaufen. 37 Das sage ich euch: An mir muss in Erfüllung gehen, was in der Heiligen Schrift steht: ›Sie wurde zu den Schuldigen gezählt.‹ Denn was über mich vorausgesagt ist, trifft jetzt ein.« 38 Die Jüngerinnen und Jünger sagten: »Meisterin, sieh doch: Hier haben wir zwei Schwerter.« Aber sie antwortete: »Genug davon!«
Jes betet im Garten Getsemani 39 Jes verließ die Stadt und ging wie gewohnt zum Ölberg. Die Jüngerinnen und Jünger folgten ihr. 40 Als sie dort ankam, sagte sie zu ihnen: »Betet, damit ihr die kommende Prüfung besteht!« 41 Sie selbst ging noch ein paar Schritte weiter –etwa einen Steinwurf weit. Dann kniete sie nieder und betete. 42 Sie sagte: »Mutter, wenn du willst, nimm diesen Becher weg, damit ich ihn nicht trinken muss! Aber nicht, was ich will, soll geschehen, sondern was du willst!« [ 43 Da er-
ihm ihn ihn er
ihm er Er Er
Judas einer Er Jesus ihn Jesus ihm Judas den Menschensohn verstanden seine Begleiter Herr Männer
Jesus Er er ihn Priester Hauptmänner ein Verbrecher Herrschaft Jesus Männer Jesus ihn ihn
schien ihr ein Engel vom Himmel und stärkte sie. 44 Todesangst überfiel sie, und sie betete noch angespannter. Dabei tropfte ihr Schweiß wie Blut auf den Boden. ] 45 Dann stand sie vom Gebet auf und ging zurück zu den Jüngerinnen und Jüngern. Sie sah, dass sie vor lauter Trauer eingeschlafen waren. 46 Sie fragte sie: »Wie könnt ihr nur schlafen? Steht auf und betet, damit ihr die kommende Prüfung besteht!«
Jes wird verhaftet
47 Noch während Jes das sagte, näherte sich eine Truppe.
Jude, eine der Zwölf, ging an der Spitze. Sie kam auf Jes zu, um sie zu küssen. 48 Aber Jes sagte zu ihr: »Jude, willst du mich wirklich mit einem Kuss verraten?« 49 Da verstand ihre Begleitung, was geschehen sollte. Sie fragten: »Meisterin, sollen wir mit dem Schwert zuschlagen?« 50 Und einer von ihnen schlug nach einem der Leute, die dem Hohepriester unterstanden. Er hieb ihm das rechte Ohr ab.
51 Aber Jes sagte: »Hört auf damit!« Sie berührte das Ohr und heilte den Mann. 52 Dann wandte sie sich an die Leute, die sie festnehmen wollten: die führenden Geistlichen, die Hauptleute der Tempelwache und die Ratsältesten. Sie sagte: »Mit Schwertern und Knüppeln seid ihr hier angerückt! Bin ich denn eine Verbrecherin? 53 Ich war täglich bei euch im Tempel. Aber dort habt ihr keine Hand gegen mich erhoben. Doch jetzt ist eure Stunde gekommen, und die Finsternis tritt ihre Regentschaft an.«
Petrus
verleugnet Jes
54 Die Leute nahmen Jes fest, führten sie ab und brachten sie in das Haus des Hohepriesters. Petrus folgte in ei-
Der Herr der Herr
Jesus Männer Jesus ihn ihm ihn ein Prophet er Jesus
Priestern Jesus
ihm ihn
niger Entfernung. 55 In der Mitte des Hofes brannte ein Feuer, um das sich einige Leute versammelt hatten. Petrus setzte sich mitten unter sie. 56 Ein Dienstmädchen sah Petrus dort im Schein des Feuers sitzen. Sie musterte ihn aufmerksam und sagte: »Der da war auch mit ihr zusammen!« 57 Petrus stritt das ab und sagte: »Ich kenne sie gar nicht, Frau!« 58 Kurz darauf sah ihn jemand anderes und sagte: »Du gehörst auch zu denen!« Aber Petrus erwiderte: »Mensch, ich doch nicht!« 59 Etwa eine Stunde später behauptete ein anderer: »Ganz bestimmt gehört er zu denen! Er kommt doch auch aus Galiläa.« 60 Aber Petrus stritt es wieder ab: »Mensch, ich weiß überhaupt nicht, wovon du sprichst.« Im selben Moment, während er noch redete, krähte ein Hahn. 61 Die Meisterin drehte sich um und blickte Petrus an. Da erinnerte sich Petrus an das, was die Meisterin zu ihm gesagt hatte: »Noch bevor heute der Hahn kräht, wirst du dreimal abstreiten, mich zu kennen.«
62 Und Petrus lief hinaus und weinte heftig.
Jes wird verspottet und geschlagen
63 Die Menschen, die Jes bewachten, verspotteten und schlugen sie. 64 Sie warfen ihr ein Tuch über und forderten sie auf: »Du bist doch eine Prophetin! Sag uns: Wer hat dich geschlagen?« 65 Und noch viele andere Beschimpfungen musste sie über sich ergehen lassen.
Jes vor dem jüdischen Rat
66 Als es Tag wurde, versammelten sich die Ratsältesten des Volkes, dazu die führenden Geistlichen und Schriftgelehrten. Dann ließen sie Jes vor den jüdischen Rat füh-
ihn der Christus Jesus
Menschensohn des allmächtigen der Sohn
Jesus
Zeugenaussagen seinem
ren. 67 Sie forderten sie auf: »Wenn du die Königingesalbte bist, dann sag es uns!« Jes antwortete: »Wenn ich es euch sage, werdet ihr mir nicht glauben! 68 Und wenn ich euch etwas frage, werdet ihr nicht antworten. 69 Aber von jetzt an wird der Mensch an der rechten Seite der Macht Gottes sitzen.« 70 Da riefen alle: »Also bist du die Tochter Gottes?« Jes antwortete: »Ihr sagt es – ich bin es!« 71 Da sagten sie: »Wozu brauchen wir noch weitere Beweise? Wir haben es aus ihrem eigenen Mund gehört!«
Jesus ihn dieser Mann
Er
Christus der König der König der Juden Jesus
Priestern
seiner er
Jesus Herodes dieser Mann er
Herrschaftsgebiet Herodes
Jesus Herodes Herodes Herodes Jesus er
Er ihn er ihm er seiner Herodes ihm
Jesus ihm Priester ihn Herodes seine Soldaten ihn ihn ihm ihn Herodes Freunde Feinde
Jes wird von Pilatus verhört 1 Die ganze Ratsversammlung erhob sich, und sie führten Jes zu Pilatus. 2 Dort brachten sie ihre Anklagepunkte gegen sie vor: »Wir haben festgestellt, dass diese Frau unser Volk aufhetzt. Sie sagt: ›Gebt dem Kaiser keine Steuern!‹, und: ›Ich bin die Gesalbte, die Königin!‹« 3 Pilatus fragte ihn: »Bist du die Königin des jüdischen Volkes?« Jes antwortete: »Du sagst es.« 4 Pilatus sagte zu den führenden Geistlichen und der Volksmenge: »Ich finde keine Schuld an diesem Menschen.« 5 Aber sie bestanden darauf: »Mit ihrer Lehre hetzt sie im ganzen jüdischen Land das Volk auf – angefangen von Galiläa bis hierher!«
Jes wird Herodias Antipas übergeben 6 Als Pilatus das hörte, fragte er: »Kommt diese Frau aus Galiläa?« 7 Die Leute antworteten: »Ja, sie kommt aus dem Regierungsgebiet von Herodias.« Da ließ Pilatus Jes zu Herodias bringen. Herodias hielt sich zu dieser Zeit gerade in Jerusalem auf. 8 Als Herodias Jes sah, freute sie sich sehr. Sie wollte sie schon lange kennenlernen, denn sie hatte viel von ihr gehört. Vor allem hoffte sie, eines ihrer Wunder mitzuerleben. 9 Herodias stellte ihr viele Fragen. Aber Jes gab ihr keine Antwort. 10 Die führenden Geistlichen und Schriftgelehrten standen dabei und beschuldigten sie schwer. 11 Herodias und ihre Streitkräfte hatten nur Verachtung für sie übrig. Um sie lächerlich zu machen, zogen sie ihr ein prächtiges Gewand an. Dann schickten sie sie zu Pilatus zurück. 12 An diesem Tag wurden Herodias und Pilatus Freund:innen – vorher waren sie verfeindet gewesen.
der König
Jesus
»Bist du die Königin des jüdischen Volkes?«
Jes antwortete: »Du sagst es.«
Luka 23, 3
Jesus Priester
diesen Menschen
ihn
Jesus ihn er ihm er ihn ihn ihm
Pilatus stellt die Unschuld von Jes fest 13 Pilatus ließ die führenden Geistlichen zusammenrufen, dazu die anderen Mitglieder des jüdischen Rates und das Volk. 14 Er sagte zu ihnen: »Ihr habt diese Person zu mir gebracht, weil sie angeblich das Volk aufhetzt. Also habe ich sie in eurem Beisein verhört. Keiner eurer Anklagepunkte hat sich bestätigt. 15 Ja sogar Herodias hat sie zu uns zurückgeschickt. Seht doch: Sie hat nichts getan, wofür sie den Tod verdient. 16 Ich lasse sie auspeitschen, dann gebe ich sie frei.« 17 [...]
Jes wird zum Tod verurteilt 18 Da schrien sie alle wie aus einem Mund: »Weg mit ihr! Gib uns Barabbas frei!« 19 Barabbas hatte sich an einem Aufruhr in der Stadt beteiligt und einen Mord begangen – deshalb saß er im Gefängnis. 20 Noch einmal redete Pilatus den Leuten zu, denn er wollte Jes freilassen. 21 Aber die schrien: »Kreuzige, kreuzige sie!« 22 Da wandte er sich zum dritten Mal an sie: »Was hat sie denn verbrochen? Ich kann nichts an ihr finden, wofür sie den Tod verdient. Ich lasse sie auspeitschen, dann gebe ich sie frei.« 23 Aber sie bedrängten ihn weiter und schrien immer lauter: »Ans Kreuz mit ihr!«
Zuletzt hatte ihr Geschrei Erfolg: 24 Pilatus entschied, ihre Forderung zu erfüllen. 25 Er ließ den Mann frei, um den sie gebeten hatten – der wegen Aufruhr und Mord im Gefängnis saß. Aber Jes lieferte er aus, so wie sie es gewollt hatten.
Jes auf dem Weg zur Hinrichtung
26 Die Streitkräfte führten Jes zur Hinrichtung. Unterwegs hielten sie Simon von Kyrene an, der gerade vom Feld zu-
Jesus Jesus
Frauen ihn
Verbrecher
Jesus
Töchter Jesus
Jesus
Jesus
Verbrecher der eine der andere ihm Jesus
Soldaten seine
ihn er er er der Christus den Soldaten ihm Jesus ihm der König der Juden Jesus
rückkam. Sie luden ihm das Kreuz auf, damit er es hinter Jes hertrug. 27 Viele Leute aus dem Volk folgten Jes. Darunter waren Menschen, die sich auf die Brust schlugen und um sie weinten. 28 Aber Jes drehte sich zu ihnen um und sagte: »Ihr Kinder von Jerusalem, weint nicht um mich! Weint vielmehr um euch selbst und um eure Kinder. 29 Denn bald kommt die Zeit, in der die Menschen sagen werden: ›Glückselig sind die Frauen, die keine Kinder bekommen können – der Schoß, der kein Kind geboren hat, und die Brüste, die nie gestillt haben.‹ 30 Dann werden die Leute zu den Bergen sagen: ›Stürzt auf uns!‹, und zu den Hügeln: ›Begrabt uns!‹ 31 Denn wenn schon das grüne Holz angezündet wird, was wird dann erst mit dem trockenen geschehen?« 32 Zusammen mit Jes wurden auch zwei Verbrecherinnen zur Hinrichtung geführt.
Jes wird gekreuzigt 33 So kamen sie zu der Stelle, die »Schädel« genannt wird. Dort kreuzigten sie Jes und die beiden Verbrecherinnen –die eine rechts, die andere links von ihr. 34 [ Aber Jes sagte: »Vater, vergib ihnen. Denn sie wissen nicht, was sie tun.«] Die Streitkräfte verteilten ihre Kleider und losten sie untereinander aus. 35 Das Volk stand dabei und schaute zu. Die Mitglieder des jüdischen Rates verspotteten sie. Sie sagten: »Andere hat sie gerettet. Jetzt soll sie sich selbst retten, wenn sie die Königingesalbte ist, die Gott erwählt hat.« 36 Auch die Streitkräfte trieben ihren Spott mit ihr. Sie gingen zu Jes und reichten ihr Essig. 37 Dabei sagten sie: »Wenn du die Königin des jüdischen Volkes bist, rette dich selbst!« 38 Über Jes war ein
der König der Juden einer Verbrecher ihm
Jesus Er
der Christus der ihn
ihn er
Jesus er Jesus
Jesus
Jesus
Jesus er Dieser Mensch ein Gerechter
Jesus
Jesus er
Schild angebracht: »Das ist die Königin des jüdischen Volkes.« 39 Auch eine der Verbrecherinnen, die mit ihr gekreuzigt worden waren, verspottete Jes. Sie sagte: »Bist du nicht die Königingesalbte? Dann rette doch dich und uns!« 40 Aber die andere wies sie zurecht: »Fürchtest du noch nicht einmal Gott? Dich hat doch dieselbe Strafe getroffen wie sie! 41 Wir werden zu Recht bestraft und bekommen, was wir verdient haben. Aber sie hat nichts Unrechtes getan!« 42 Und zu Jes sagte sie: »Jes, denke an mich, wenn du in dein Reich kommst.« 43 Jes antwortete: »Amen, das sage ich dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein!«
Jes stirbt
44 Es war schon um die sechste Stunde, da breitete sich im ganzen Land Finsternis aus. Das dauerte bis zur neunten Stunde – 45 so lange hatte die Sonne aufgehört zu scheinen. Dann zerriss der Vorhang im Tempel mitten durch. 46 Und Jes schrie laut: »Vater, ich lege mein Leben in deine Hand.« Nach diesen Worten starb sie. 47 Der römische Hauptmann sah genau, was geschah. Da lobte er Gott und sagte: »Diese Person war wirklich gerecht.« 48 Eine große Menge Schaulustiger war gekommen und sah alles, was dort geschah. Da schlugen sie sich auf die Brust und kehrten in die Stadt zurück. 49 In einiger Entfernung standen die beieinander, die Jes kannten. Unter ihnen waren die Frauen, die Jes gefolgt waren, seit sie in Galiläa gewirkt hatte. Auch sie sahen alles mit an.
Jesus ein Mann Josef der er
Josef
Er Gott sein Reich anbrechen lässt
Dieser
Josef
Jesus er ihn ihn er ihn
Jesus
Josef
Jes wird ins Grab gelegt
50 Unter den Ratsältesten war eine Frau namens Josefa, die vorbildlich und gerecht vor Gott lebte. 51 Dem Beschluss und dem Vorgehen des jüdischen Rates hatte sie nicht zugestimmt. Josefa kam aus Arimatäa, einer Stadt in Judäa. Sie wartete darauf, dass Gottes Reich in der Welt anbricht. 52 Diese Josefa ging zu Pilatus und bat ihn um den Leichnam von Jes. 53 Dann nahm sie sie vom Kreuz ab und wickelte sie in ein Leinentuch. Schließlich legte sie sie in eine Grabkammer. Die war in Felsen gehauen, und es hatte noch niemand in ihr gelegen. 54 Das geschah an dem Tag, an dem der Sabbat vorbereitet wurde. 55 Die Frauen, die zusammen mit Jes aus Galiläa gekommen waren, gingen Josefa nach. Sie sahen das Grab und beobachteten, wie der Leichnam hineingelegt wurde. 56 Dann kehrten sie in die Stadt zurück und bereiteten wohlriechende Öle und Salben vor. Aber den Sabbat verbrachten sie in Ruhe, wie das Gesetz es vorschreibt.
Lukas
Jesus dem Herrn
Männer
Männer den Lebenden Er ihn er
Menschensohn der Sünder er
Jesus
Apostel
Die Ostergeschichte: Jes ist auferstanden Luka 24, 1–53
Die Frauen am leeren Grab
1 Am ersten Tag der neuen Woche gingen die Frauen gleich in der Morgendämmerung zum Grab. Sie brachten die wohlriechenden Öle mit, die sie vorbereitet hatten. 2 Da entdeckten sie, dass der Stein vom Grab weggerollt war. 3 Sie gingen in die Grabkammer. Doch den Leichnam von Jes, der Meisterin, konnten sie nicht finden. 4 Sie überlegten noch, was sie von alldem halten sollten. Da traten zwei Gestalten in leuchtenden Gewändern zu ihnen. 5 Die Frauen erschraken und hielten den Blick gesenkt. Die beiden Gestalten sagten zu ihnen: »Warum sucht ihr die Lebende bei den Toten? 6 Sie ist nicht hier: Gott hat sie von den Toten auferweckt! Erinnert euch an das, was sie damals in Galiläa zu euch gesagt hat: 7 ›Der Mensch muss ausgeliefert werden in die Hände gottesferner Menschen und am Kreuz sterben. Aber am dritten Tag wird sie von den Toten auferstehen.‹« 8 Da erinnerten sich die Frauen an das, was Jes gesagt hatte.
Petrus am leeren Grab
9 Die Frauen kehrten vom Grab zurück und berichteten alles den elf Jüngerinnen und Jüngern und den anderen Anwesenden. 10 Es waren Maria aus Magdala, Johanna, Maria, die Mutter von Jakobus, und noch andere, die zu ihnen gehörten. Die Frauen erzählten den Apostelinnen und Aposteln, was sie erlebt hatten. 11 Die Elf hielten ihren Bericht für reine Erfindung und glaubten ihnen nicht. 12 Aber
Luka 24, 1–12
ihn Er der der Jesus ihm
Er ein großer Prophet er sein seine
Priester ihn er der erwartete Retter seinen
Petrus stand auf und rannte zum Grab. Er schaute hinein, sah aber nur die Leinenbinden. So ging er wieder zurück und fragte sich verwundert, was da wohl geschehen war.
Jes begleitet zwei Jünger auf dem Weg nach Emmaus
13 Am selben Tag waren zwei Jünger unterwegs zu dem Dorf Emmaus. Es lag gut zehn Kilometer von Jerusalem entfernt. 14 Sie unterhielten sich über alles, was sie in den letzten Tagen erlebt hatten. 15 Während sie noch redeten und hin und her überlegten, kam Jes selbst dazu und ging mit ihnen. 16 Aber es war, als ob ihnen jemand die Augen zuhielt, und sie erkannten sie nicht. 17 Sie fragte sie: »Worüber unterhaltet ihr euch auf eurem Weg?« Da blieben sie traurig stehen. 18 Einer von ihnen – er hieß Kleopas – antwortete: »Du bist wohl die Einzige in Jerusalem, die nicht weiß, was dort in diesen Tagen passiert ist?« 19 Jes fragte sie: »Was denn?« Sie sagten zu ihr: »Das mit Jes aus Nazaret! Sie war eine große Prophetin. Das hat sie durch ihr Wirken und ihre Worte vor Gott und dem ganzen Volk gezeigt. 20 Unsere führenden Geistlichen und die anderen Mitglieder des jüdischen Rates ließen sie zum Tod verurteilen und kreuzigen. 21 Wir hatten doch gehofft, dass sie die erwartete Rettung Israels ist. Aber nun ist es schon drei Tage her, seit das alles geschehen ist. 22 Und dann haben uns einige Frauen, die zu uns gehören, in Aufregung versetzt: Sie waren frühmorgens am Grab. 23 Aber sie konnten ihren Leichnam nicht finden. Sie kamen zurück und berichteten: ›Wir haben Engel gesehen. Die haben uns gesagt, dass Jes lebt!‹ 24 Einige von uns sind sofort zum Grab
Propheten der Christus die Herrlichkeit seines Jesus ihn
Mose Propheten
Jesus
Jesus er ihn
Er er ihn er er
Der Herr
Er den
Herrn er
24, 25–35 gelaufen. Sie fanden alles so vor, wie die Frauen gesagt haben – aber Jes selbst haben sie nicht gesehen.« 25 Da sagte Jes zu den beiden: »Warum seid ihr so begriffsstutzig? Warum fällt es euch so schwer zu glauben, was die prophetischen Menschen gesagt haben? 26 Musste die Königingesalbte das nicht alles erleiden, um in den Glanz ihres Reiches zu gelangen?« 27 Und Jes erklärte ihnen, was in der Heiligen Schrift über sie gesagt wurde – angefangen bei Moesha bis hin zu allen prophetischen Menschen.
Jes gibt sich den beiden Jüngern zu erkennen 28 So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jes tat so, als wollte sie weiterziehen. 29 Da drängten sie sie: »Bleib doch bei uns! Es ist fast Abend, und der Tag geht zu Ende!« Sie ging mit ihnen ins Haus und blieb dort. 30 Später ließ sie sich mit ihnen zum Essen nieder. Sie nahm das Brot, dankte Gott, brach das Brot in Stücke und gab es ihnen. 31 Da fiel es ihnen wie Schuppen von den Augen, und sie erkannten sie. Im selben Augenblick verschwand sie vor ihnen. 32 Sie sagten zueinander: »Brannte unser Herz nicht vor Begeisterung, als sie unterwegs mit uns redete und uns die Heilige Schrift erklärte?« 33 Sofort brachen sie auf und liefen nach Jerusalem zurück. Dort fanden sie die elf Jüngerinnen und Jünger beieinander, zusammen mit allen anderen, die zu ihnen gehörten. 34 Die Jüngerinnen und Jünger riefen ihnen zu: »Die Meisterin ist wirklich auferstanden! Sie hat sich Simon gezeigt!« 35 Da erzählten die beiden, was sie unterwegs erlebt hatten – und wie sie die Meisterin erkannt hatten, als sie das Brot in Stücke brach.
Jesus seinen
Jesus er er seine er ihm
Der Herr des Mose
Propheten er Er
Der Christus seinem
Zeugen den Geist den
Jes zeigt sich ihren Jüngerinnen und Jüngern
36 Während sie noch redeten, stand die Meisterin plötzlich mitten unter ihnen. Sie sagte: »Friede sei mit euch!« 37 Da erschraken alle und fürchteten sich. Denn sie meinten, einen Geist zu sehen. 38 Jes sagte zu ihnen: »Warum seid ihr so erschrocken? Und warum zweifelt ihr in euren Herzen?
39 Ich bin es wirklich: Seht meine Hände und Füße an. Fasst mich an und überzeugt euch selbst – ein Geist hat weder Fleisch noch Knochen, wie ihr sie bei mir sehen könnt.«
40 Während sie das sagte, zeigte sie ihnen ihre Hände und Füße. 41 Vor lauter Freude konnten sie es immer noch nicht fassen und waren außer sich vor Staunen. Da fragte sie: »Habt ihr etwas zu essen hier?« 42 Sie gaben ihr ein Stück gebratenen Fisch. 43 Sie nahm es und aß es vor ihren Augen.
Der Auftrag an die Jüngerinnen und Jünger
44 Die Meisterin sagte zu ihnen: »Als ich noch bei euch war, habe ich zu euch gesagt: Es muss alles in Erfüllung gehen, was über mich geschrieben steht – im Gesetz der Moesha, bei den prophetischen Menschen und in den Psalmen.«
45 Dann half sie ihnen, die Heilige Schrift richtig zu verstehen. 46 Sie erklärte ihnen: »In der Heiligen Schrift heißt es: Die Königingesalbte muss leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen. 47 Und allen Völkern muss in ihrem Namen verkündet werden: ›Ändert euer Leben! Gott will euch eure Schuld vergeben.‹ Fangt in Jerusalem an! 48 Ihr seid Bezeugende für alles, was geschehen ist. 49 Ich werde die Geistkraft zu euch senden, die mein Vater versprochen hat. Bleibt hier in der Stadt, bis ihr diese Kraft von oben empfangen habt.«
Jes wird in den Himmel aufgenommen 50 Jes führte sie aus der Stadt hinaus bis nach Betanien.
Dann hob sie die Hände und segnete sie. 51 Noch während sie sie segnete, entfernte sie sich von ihnen und wurde zum Himmel emporgehoben. 52 Sie fielen zu Boden und beteten sie an. Dann kehrten sie voller Freude nach Jerusalem zurück. 53 Sie verbrachten die ganze Zeit im Tempel und lobten Gott.
Schriftliche und gestalterische Bachelor-Arbeit von Orphea Joanna Heutling
Beim inhaltlichen Verfassen dieser Arbeit habe ich zur Unterstützung bei Stil, Grammatik und Rechtschreibung gelegentlich dieses KI-gestützte Hilfsmittel verwendet: Chat GPT Version gpt-4o von OpenAI, Aufgerufen zwischen Juli und November 2024. https://chatgpt.com
ihre Jüngerinnen
Jes Luka Jes
Jes sie Ihr die Tochter die Prophetin Jesajah
Jes Jes sie sie Sie ihr sie
Johanna Adonaj eine starke Person Jes sie sie ihr sie
Schönheit Jes
Diese experimentelle Bibelübersetzung bemüht sich, eine gesellschaftliche Realität abzubilden, oder zumindest eine ideale Realität, in der jede gesellschaftliche Rolle von jedem Geschlecht besetzt werden kann. Dabei gehe ich auf historische Tatsachen ein ( Jüngerinnen, Prophetinnen ), ignoriere diese aber auch (Anpassung der Geschlechtsidentität einzelner Personen) und in manchen Fällen kommt unweigerlich meine eigene Theologie ins Spiel ( das Böse statt Teufel, Meisterin statt Herr ). Dieses Glossar soll ein paar meiner Entscheidungen erläutern.
In Studien konnte gezeigt werden, dass beim männlichen Generikum in der Vorstellung der meisten Menschen Männer auftauchen.1 Nun gibt es für einige Wörter gute, genderneutrale Alternativen (Publikum statt Zuhörer, Streitkräfte statt Soldaten, Ungläubige statt Heiden). Ich habe auch Substantivierungen von Tätigkeiten (Gesetzeslehrende, pachtende Personen, Bezeugende) verwendet, die aus sprachwissenschaftlicher Sicht aber kritisiert werden können, denn Gesetzeslehrende impliziert, dass jemand gerade eben dabei ist, Gesetze zu lehren. In den meisten Fällen, in denen keine Alternativen oder Substantivierungen verfügbar waren, habe ich mich für die weibliche und männliche Form (Jüngerinnen und Jünger, Sünderinnen und Sünder) entschieden. Nur bei dieser Formulierung tauchen in den Köpfen der meisten Menschen auch beide Geschlechter auf. 1 So möchte ich die meisten Geschlechtsidentitäten inkludieren, trotzdem gibt es dabei ein Problem, denn diese Form schließt nicht-binäre Menschen aus. Mit einem Gender-Doppelpunkt (-Stern / -Unterstrich) lässt sich das beheben, allerdings stellen sich dann die meisten Menschen eher Frauen vor. 1 Ich habe diese Form für nicht-binäre Personen verwendet, oder um eine zu komplizierte Sprache zu vermeiden. Fest steht jedenfalls, dass es eine vollkommen gendergerechte deutsche Sprache noch nicht gibt.
1 Sonntag, S. (Moderator). (2022, April). Richtig gendern / Corona-Isolation / Wind-kraft-Pläne [Audio-Podcast]. In Quarks Daily. ARD. https://open.spotify.com/ episode/6qeEUoR23p0Lf748Vu3ASy?si=f8e15ac6fb37400c
Beelzebub / Satan / Teufel
Beelzebub / Satan / Teufel
→ Böse, das / satanische Macht
→ Böse, das / satanische Macht
Die böse Macht, Gegenspielerin von Gott, wird in der Bibel mit verschiedenen Namen beschrieben. Ich habe mich auf die beiden geschlechtsneutralen Versionen satanische Macht (wie diabolische Macht, Lk 8, 12) und das Böse festgelegt (wie in Mt 13, 19; in der Vaterunser-Bitte in Mt 6, 13 – »löse uns aus dem Bösen« – ist im Griechischen wie im Deutschen als Nominativ sowohl der Böse als auch das Böse möglich). 2
Die böse Macht, Gegenspielerin von Gott, wird in der Bibel mit verschiedenen Namen beschrieben. Ich habe mich auf die beiden geschlechtsneutralen Versionen satanische Macht (wie diabolische Macht, Lk 8, 12) und das Böse festgelegt (wie in Mt 13, 19; in der Vaterunser-Bitte in Mt 6, 13 – »löse uns aus dem Bösen« – ist im Griechischen wie im Deutschen als Nominativ sowohl der Böse als auch das Böse möglich). 2
Christus / Messias → Königingesalbte
Christus / Messias → Königingesalbte
Christus leitet sich vom altgriechischen Wort khrīstós ( der Gesalbte ) ab, das auf das altgriechische Verb khrī ō für salben zurückgeht. 3 Messias kommt vom althebräischen mashiyach, was ebenfalls gesalbt bedeutet. 3 Die Salbung ist in der Bibel besonders mit der Amtseinführung der israelitischen Könige verbunden.4 Die Bezeichnung Königingesalbte könnte also eine weibliche Form von Christus bzw. Messias sein, die die ursprüngliche Bedeutung des Wortes für die heutigen Leserinnen und Leser auch noch einmal klarer macht.
Christus leitet sich vom altgriechischen Wort khrīstós ( der Gesalbte ) ab, das auf das altgriechische Verb khrī ō für salben zurückgeht. 3 Messias kommt vom althebräischen mashiyach, was ebenfalls gesalbt bedeutet. 3 Die Salbung ist in der Bibel besonders mit der Amtseinführung der israelitischen Könige verbunden.4 Die Bezeichnung Königingesalbte könnte also eine weibliche Form von Christus bzw. Messias sein, die die ursprüngliche Bedeutung des Wortes für die heutigen Leserinnen und Leser auch noch einmal klarer macht.
2 diabolos | Bibel in gerechter Sprache. (o. D.). Bibel in Gerechter Sprache. https://www.bibel-in-gerechter-sprache.de/die-bibel/glossar/?diabolos 3 Christus, Name mit Bedeutung, Herkunft, Beliebtheit & mehr. (2019, 13. Juni). Baby-Vornamen.de. https://www.baby-vornamen.de/Jungen/C/Ch/Christus/ 4 maschach | Bibel in gerechter Sprache. (o. D.). Bibel in Gerechter Sprache. https://www.bibel-in-gerechter-sprache.de/die-bibel/glossar/?maschach
2 diabolos | Bibel in gerechter Sprache. (o. D.). Bibel in Gerechter Sprache. https://www.bibel-in-gerechter-sprache.de/die-bibel/glossar/?diabolos 3 Christus, Name mit Bedeutung, Herkunft, Beliebtheit & mehr. (2019, 13. Juni). Baby-Vornamen.de. https://www.baby-vornamen.de/Jungen/C/Ch/Christus/ 4 maschach | Bibel in gerechter Sprache. (o. D.). Bibel in Gerechter Sprache. https://www.bibel-in-gerechter-sprache.de/die-bibel/glossar/?maschach
Diener des Hauptmanns
→ Mann des Hauptmanns
Für Knecht wird im Urtext hier pais ( Junge, Kind [Mt]) bzw. entimos ( intim, geliebt [Lk]) verwendet. So bezeichneten höher gestellte Römer ihre Lustsklaven. Zusätzlich dazu wird die intensive Bitte des befehlsgewohnten Offiziers um die Heilung seines Dieners heute von einigen Menschen als homosexuelle Liebe gelesen. 5 Meiner Meinung nach ist diese Interpretation nicht aus der Luft gegriffen – so könnte jemand in einer Zeit, in der homosexuelle Liebe auf Augenhöhe ein unbekanntes Konzept war, diese beschrieben haben.
→ Himmelsbotin / dämonische Macht
Hier habe ich mich größtenteils an die Übersetzung der Bibel in gerechter Sprache 6 gehalten. Dämon und Satan kann mit dämonische und satanische Macht ersetzt werden, bei Engel lässt sich nicht so leicht ein geschlechtsneutraler Ersatz finden, doch um einen Bruch mit einer eventuellen männlichen Vorstellung von Engel zu kreieren, lasse ich an der ein oder anderen Stelle auch Himmelsbotinnen und Gestalten auftreten.
5 Wikipedia-Autoren. (2014, 4. Februar). Bibeltexte zur Homosexualität. https://de.wikipedia.org/wiki/Bibeltexte_zur_Homosexualit%C3%A4t 6 Bail, U. (2011). Bibel in gerechter Sprache: Taschenausgabe. Die Bibel in gerechter Sprache.
Ich habe in vielen Fällen Formulierungen aus der Bibel in gerechter Sprache, kurz BigS, übernommen, deren Ziel es ist, dem Urtext möglichst nah zu bleiben, aber auch, unter Anderem, Frauen überall dort, wo sozialgeschichtliche Forschungsergebnisse nahelegen, dass sie mitgemeint sind, ausdrücklich zu benennen (z.B. Jüngerinnen, Pharisäerinnen). Diese Bibelübersetzung bietet gute sprachliche Alternativen an, besonders auch für die vielen Stellen, an denen Jesus von wer, der, einem, jedem oder keinem spricht: »Denn wer etwas hat, dem wird noch mehr gegeben.« (Basisbibel) wird in der BigS zu »Die haben, denen wird noch gegeben.« (Lk 8, 18)
Gott, der / Vater
Gott, der / Vater
→ Gott, der, die / Vater und Mutter
→ Gott, der, die / Vater und Mutter
Da Gott in meiner Theologie weder Menschenform hat und noch weniger ein Geschlecht, verwende ich männliche und weibliche Pronomen, so wie das heute in einigen Kirchen praktiziert wird. Das Bild des Vaters – bzw. der Mutter – möchte ich aber nicht ganz loslassen. Genau diese, vielleicht naiv anmutende, personifizierte Gottesvorstellung gehört für mich zum grundlegenden Charakter des Christentums, in dem einfach greifbare Bilder und Geschichten ohne jeden Anspruch auf Korrektheit einen Hinweis auf etwas Größeres geben wollen. Diese Einfachheit erleichtert uns aber den Zugang zu dem, was wir nicht greifen können. Somit behalte ich das Vater, verwende aber auch Mutter, nicht zuletzt gibt es auch dieses Bild schon in der Bibel, z.B. bei Jesaja 66, 13: »Ich will euch trösten, wie eine Mutter ihr Kind tröstet.«
Da Gott in meiner Theologie weder Menschenform hat und noch weniger ein Geschlecht, verwende ich männliche und weibliche Pronomen, so wie das heute in einigen Kirchen praktiziert wird. Das Bild des Vaters – bzw. der Mutter – möchte ich aber nicht ganz loslassen. Genau diese, vielleicht naiv anmutende, personifizierte Gottesvorstellung gehört für mich zum grundlegenden Charakter des Christentums, in dem einfach greifbare Bilder und Geschichten ohne jeden Anspruch auf Korrektheit einen Hinweis auf etwas Größeres geben wollen. Diese Einfachheit erleichtert uns aber den Zugang zu dem, was wir nicht greifen können. Somit behalte ich das Vater, verwende aber auch Mutter, nicht zuletzt gibt es auch dieses Bild schon in der Bibel, z.B. bei Jesaja 66, 13: »Ich will euch trösten, wie eine Mutter ihr Kind tröstet.«
Heiliger Geist, der → Heilige Geistkraft, die
Heiliger Geist, der → Heilige Geistkraft, die
Der Heilige Geist wird auf die-bibel.de als »Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt« definiert.7 Der Begriff geht auf das hebräische Wort ruach zurück, welches wörtlich übersetzt Wind, Hauch bedeutet , und sowohl für physikalische Aspekte steht ( Wind, Energie, Kraft ) als auch für anthropologische ( Atem, Gemüt, Ausstrahlung ) und theologische ( Geistkraft ). 8 In der nachbiblischen Theologie wurde die Geistkraft Gottes zu einer männlichen Person der göttlichen Trinität, auch wenn ruach im Urtext weit überwiegend weiblich ist . 8 Somit ist die Heilige Geistkraft präziser und ersetzt inzwischen in vielen landeskirchlichen Gottesdiensten den Begriff Heiliger Geist.
Der Heilige Geist wird auf die-bibel.de als »Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt« definiert.7 Der Begriff geht auf das hebräische Wort ruach zurück, welches wörtlich übersetzt Wind, Hauch bedeutet , und sowohl für physikalische Aspekte steht ( Wind, Energie, Kraft ) als auch für anthropologische ( Atem, Gemüt, Ausstrahlung ) und theologische ( Geistkraft ). 8 In der nachbiblischen Theologie wurde die Geistkraft Gottes zu einer männlichen Person der göttlichen Trinität, auch wenn ruach im Urtext weit überwiegend weiblich ist . 8 Somit ist die Heilige Geistkraft präziser und ersetzt inzwischen in vielen landeskirchlichen Gottesdiensten den Begriff Heiliger Geist.
7 Geist Gottes, Heiliger Geist – www.die-bibel.de. (o. D.). https://www.die-bib el.de/ressourcen/basisbibel/glaube-und-religion/geist-gottes-heiliger-geist 8 ruach | Bibel in gerechter Sprache. (o. D.). Bibel in Gerechter Sprache. https://www.bibel-in-gerechter-sprache.de/die-bibel/glossar/?ruach
7 Geist Gottes, Heiliger Geist – www.die-bibel.de. (o. D.). https://www.die-bib el.de/ressourcen/basisbibel/glaube-und-religion/geist-gottes-heiliger-geist 8 ruach | Bibel in gerechter Sprache. (o. D.). Bibel in Gerechter Sprache. https://www.bibel-in-gerechter-sprache.de/die-bibel/glossar/?ruach
Herr (für Jesus)
→ Meisterin
Herrin für die Figur der Jes zu benutzen, empfinde ich aus sprachlicher Sicht als nicht ideal. Dazu ergibt die historische Forschung, dass dieser Hoheitstitel Jesus erst nach seinem Tod verliehen wurde.9 Der historische Jesus wurde von seinen Jüngerinnen und Jüngern wahrscheinlich mit der Höflichkeitsformel Meister angesprochen.
Dieser Begriff betont Jesus’ Funktion als Lehrer, geht aber darüber hinaus, genau wie Jesus sich in seinem Reden und Handeln als mehr als ein Lehrer präsentierte.1 0
Herr (für Gott)
→ Adonaj
Adonaj ist eine der Ausspracheformen des unaussprechlichen Eigennamens Gottes jhwh. Sie hängt mit dem Wort adon zusammen, welches Herr bedeutet. Das ist der Grund, warum adonaj in der griechischen Übersetzung mit dem Wort kyrios wiedergegeben werden kann, und somit auch in den meisten deutschen Bibelübersetzungen mit Herr wiedergegeben wird. Diese Übersetzung verwandelt allerdings einen Eigennamen in eine Rolle und verfestigt eine Männlichkeit Gottes. 11
Jünger
→ Jüngerinnen / Jünger:innen
Historisch gesehen gab es um Jesus herum drei Gruppen: die Zwölf Apostel, die Jüngerinnen und Jünger (die seiner Lehre folgten und sein nomadisches Leben teilten) und schliesslich die Sympathisantinnen und Sympathisanten (die ansässigen Menschen, die die nomadische Gruppe materiell unterstützten). Dass Frauen unter den Jünger:innen und Sympathisierenden waren, ist heute in der Forschung unbestritten,12 nicht zuletzt werden diese in den Evangelien auch namentlich genannt (Lk 8, 2). Und obwohl die Zwölf vermutlich alle Männer waren, entspricht das Klischee der Zwölf als engste Freunde Jesu nicht der historischen Realität – da waren die Grenzen zwischen den Gruppen nämlich fliessender. Die Fixierung auf die Zwölf, die die weibliche Präsenz ausradiert, könnte von der Kirche geprägt worden sein, die darin ihr vorwegnehmendes Abbild sah. Durch die Darstellungen antiker Maler hat sich dieses Bild schliesslich in unser kollektives Gedächtnis eingeprägt.13
9 Christologische Hoheitstitel – www.die-bibel.de. (o. D.). https://www.die-bibel. de/ressourcen/bibelkunde/themenkapitel-nt/christologische-hoheitstitel 10 Marguerat, D. (2022). Jesus aus Nazaret: Heimatloser, Heiler, Poet des Gottesreichs. Theologischer Verlag Zürich AG. S. 186 11 gott | Bibel in gerechter Sprache. (o. D.-b). Bibel in Gerechter Sprache. https://www.bibel-in-gerechter-sprache.de/die-bibel/glossar/?gott#adonaj 12 Schrupp, A. (2023, 18. September). Gab es Jüngerinnen? Evangelisches Frankfurt und Offenbach. https://www.efo-magazin.de/magazin/gott-glauben/g ab-es-j%C3%BCngerinnen/ 13 (Marguerat, 2022, S. 159, 160, 171, 173)
Menschensohn
→ Mensch / ich / kommender Mensch
Hier habe ich die Formulierungen jeweils von der Bibel in gerechter Sprache 6 übernommen. Laut dem Glossar der BigS ist mit Menschensohn von Fall zu Fall etwas anderes gemeint; jeder Mensch, die Zugehörigkeit zur Gattung Mensch, Jesus nachfolgende Menschen, Jesus selbst ( ich ), die eine Rolle, die ausschließlich Jesus zukommt, oder eine zukünftige radikal eingreifende und richtende Gestalt.1 4
Prophet
→ Prophetischer Mensch / Prophetin / Prophet:in
In den meisten deutschen Bibelübersetzungen wird für prophetisch begabte Menschen das männliche Generikum verwendet: die Propheten. Im Alten wie im Neuen Testament wird uns aber auch von Prophetinnen erzählt: Mirjam, Debora, Hulda, Noadja und Hanna. Auch Maria und Elisabet werden in Lk 1 eindeutig als geistbegabt Redende gezeichnet.15
14 ben-adam | Bibel in gerechter Sprache. (o. D.). Bibel in Gerechter Sprache. https://www.bibel-in-gerechter-sprache.de/die-bibel/glossar/?ben-adam 15 Mediendienst, E.S.K. (o. D.). Prophetinnen – die weibliche Stimme Gottes –Bibelwerk. https://www.bibelwerk.ch/d/m67495