UNSER AMTSBLATT
Ausgabe Nr. 39
17. November 2024
Foto: IdS
Foto: Klinikum
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Neue Ausstellung im Institut für deutsche Sprache: Seite 3
Angebot Spurensicherung: Seite 5
+++ Martina Braun sitzt für die AfD im Gemeinderat: Seite 2 +++ In diesem Winter gibt es wieder eine richtige Eislaufsaison: Seite 4 +++ Die Stadt fördert die Biodiversität – auch private Eigentümer*innen können profitieren: Seite 12 +++
Gut für die Sprachentwicklung
Bürgerstiftung St. Andreas und der Verein Lesewelt investieren ins Vorlesen an Offenburger Kitas SPRACHFÖRDERUNG ges Vorlesen
„Wir wollen ein Zeichen setzen“, betont Armin Fink, der Sprecher des Vorstandes der Bürgerstiftung. Insgesamt sollen Mitglieder der „Lesewelt“ in den kommenden Jahren in jeder städtischen und kirchlichen Kindertagesstätte vorlesen. Und damit vor allem diejenigen erreichen, in deren Elternhäusern es kaum oder gar keine Bücher gibt. Denn wie aus der Internationalen IGLU-Studie zur Lesefähigkeit von Grundschüler*innen hervorgeht, haben Kinder aus bildungsorientierten Familien mit drei Jahren 30 Millionen Wörter mehr gehört als Kinder mit bildungsfernem Hintergrund. Wenn die Mädchen und Jungen mit sechs Jahren in die Schule kommen, sind damit im Fach Deutsch die wesentlichen Weichen bereits gestellt. Am Ende der vierten Klasse haben die Kinder aus den bildungsorientierten Familien einen Leistungsvorsprung von anderthalb Lernjahren. Um diese Kluft zu verringern, hat es sich die Bürgerstiftung zu einem
Foto: Siefke
fördert Sprachentwicklung und Lesekompetenz – eine Grundvoraussetzung, um in unserer Gesellschaft zu bestehen und zugleich eine Schlüsselqualifikation für den späteren Berufsweg. Die Bürgerstiftung St. Andreas will deshalb in allen Offenburger Kitas das Vorlesen unterstützen und kooperiert dabei mit dem Verein Lesewelt Ortenau. Gesucht werden weitere ehrenamtlich Vorlesende.
Die Vorleserinnen Marianne Kellmer (l.) und Lucia Reinbold mit ihren begeisterten Zuhörer*innen in der Kita des SFZ Uffhofen.
ihrer Herzensprojekte gemacht, bereits in den ersten Lebensjahren für Förderung zu sorgen. Denn nicht nur Fink ist davon überzeugt: „Regelmäßiges Vorlesen und die dazugehörige Kommunikation über das Gelesene sind essenziell für den Spracherwerb.“
Schlüssel der Zukunft Im Rahmen des Projekts „Sprache - der Schlüssel der Zukunft“ soll das Vorlesen in allen Offenburger Kitas systematisiert und gestärkt werden. Der Verein Lesewelt als Partner ist in der Lage, für eine qualitativ hochwertige Umsetzung zu sorgen. Wer sich engagieren will: Freude am Lesen und Freude an der Zusammenarbeit mit Kindern sollten mitgebracht werden – sowie
eine Stunde Zeit pro Woche. Die Lesewelt bietet Schulungen an, zum Beispiel im grenzachtenden Umgang mit den Jungen und Mädchen, stellt Literatur zur Verfügung und organisiert die Einteilung. „Niemand wird allein gelassen“, unterstreicht die Vorstandsvorsitzende Carmen Stürzel, die sich auf das bislang größte gemeinsame Projekt mit der Bürgerstiftung freut. Die Bürgerstiftung und die Sponsoren bringen insgesamt rund 30.000 Euro für die Anschubfinanzierung bis zum Ende des Sprachprojekts am 31. August 2027 auf. Viele Offenburger Unternehmen haben sich beteiligt, freut sich Fink. Denn qualitativ und quantitativ gut aufgestellte Kindertagesstätten sind mittlerweile auch
ein Standortvorteil für den Zuzug neuer Mitarbeitenden. Aktuell seien viele Firmen bereits gezwungen, auf den niedrigen Sprachstand ihrer Auszubildenden zu reagieren, indem sie Zusatzunterricht im Bereich Sprache erteilen. Stellvertretend für viele Unternehmen und Vereinigungen nennt Fink als Sponsoren den Lions Club Offenburg, die Unternehmen Hobart, Meiko Maschinenbau, Markant, Peter Huber Kältemaschinenbau, Edeka Südwest Stiftung sowie den Mildenberger Verlag. Kontakt Lesewelt Ortenau e.V.: Telefon 0781/93603690, E-Mail: i n fo @ l e s e w e l t - o r t e n a u .o r g , www.lesewelt-ortenau.org.
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