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Nr. 22, 14. Juni 2014

Ihre Bürgerzeitung

Arena auf dem Marktplatz

www.offenburg.de LITERATUR

Alle WM-Spiele mit deutscher Beteilung auf 28 Quadratmeter großer LED-Wand Seit Donnerstag rollt der Ball in Brasilien, am Montag steht der erste Auftritt der deutschen Elf bei der Fußball-Weltmeisterschaft an. Die Stadt ist für das sportliche Top-Ereignis des Jahres gerüstet: Alle Auftritte von Löws Jungs werden auf dem Marktplatz zu sehen sein. Rudelgucken ist angesagt – und Daumen drücken: Denn sollte sich unsere Nationalmannschaft vorzeitig aus dem Wettbewerb verabschieden, ist Schluss mit der „Volksbank-Offenburg-Arena“ und der 28QuadratmetergroßenLED-Wand. „Das ist so mit den Anwohnern vereinbart“, erklärt der städtische Marketing-Chef Stefan Schürlein. „Daran gibt es nichts zu rütteln.“ Um die Bewohner rund um den Marktplatz mit möglichst wenig Lärm zu konfrontieren, werden nur die Spiele der Deutschen übertragen. Schürlein, selbst Fußballer mit Leib und Seele, geht von vier Spielen aus. Das hieße, dass nach der Achtelfinalpartie Schluss sein wird. Eine ernüchternde Einschätzung, wobei Schürlein insgeheim natürlich auf ein Weiterkommen hofft. Schon aus finanzieller Sicht. Denn jede Übertragung bringt Geld in die Stadtkasse. Ob unterm

Strich sogar ein Plus möglich sein wird, will Schürlein offen lassen. Zu viele Faktoren spielten eine Rolle. Fest steht: Die Miete der 1,8 Tonnen schweren LED-Wand beläuft sich auf rund 40 000 Euro. Hinzu kommen die Honorare fürs Kassenpersonal und für den Sicherheitsdienst. Außerdem muss der Strom bezahlt werden. Apropos: Sollte es zu einem flächendeckenden Stromausfall kommen, würde ein mit Diesel betriebenes Notstromaggregat dafür sorgen, dass die Fußballfans sicher vom Marktplatz geleitet werden. Schürlein: „Eine Massenpanik können wir ausschließen.“

Sicherheit In dem provisorischen Stadion wird es alkoholfreie Getränke geben, außerdem Bier, Wein und Caipirinha als Hommage an die Gastgeber unter dem Zuckerhut. Auch muss niemand mit Magenknurren die Duelle auf dem grünen Rasen verfolgen. 25 Sicherheitsleute bewachen das Areal, die Polizei will von oben für Recht und Ordnung sorgen. Im Vorfeld liefen zudem Gespräche mit der Feuerwehr und dem Ordnungsamt.

Einlass ist stets zwei Stunden vor Anpfiff. Die Besucher erhalten ein Bändel, mehr als 6000 Fans werden nicht eingelassen. Kinder unter zwölf Jahren müssen die Sicherheitsgebühr von zwei Euro nicht bezahlen (Schürlein: „Wir sind eine familienfreundliche Stadt“), sie dürfen sich jedoch nur in Begleitung von Erwachsenen oder – das ist neu – ausgestattet mit einem entsprechenden Begleitschein das Spektakel anschauen. Grund für die neue Regelung: Public Viewing gilt nicht mehr als Filmvorführung, sondern fällt unter das Gaststättenrecht. Seit 2006 gibt es Übertragungen auf Großbildleinwand in Offenburg. Was mit der Fußball-WM im eigenen Land als Sommermärchen begann, wurde 2008 bei der Europameisterschaft, bei der WM 2010 in Südafrika, der Frauen-WM 2011 und der EM 2012 fortgesetzt. Los geht’s auf dem Marktplatz am Montag, 16. Juni, um 18 Uhr gegen Portugal. Am Samstag, 21. Juni, läuft Deutschland gegen Ghana um 21 Uhr auf und am Donnerstag, 26. Juni, tritt die deutsche Mannschaft um 18 Uhr gegen die USA an. Das Mitbringen von Waffen, pyrotechnischen Artikeln, Flaschen und alkoholischen Getränken verbietet die Platzordnung.

Die VHS und die Kunstschule Offenburg beteiligen sich am Literatursommer Baden-Württemberg 2014: „Starke Kinder – Freie Menschen“. ❚ Seite 4 EUROPA

Der Rat des Eurodistrikts traf sich vergangene Woche im Sitzungssaal des Hubert Burda Media Towers hoch über der Stadt. ❚ Seite 6 WIRTSCHAFT Im Rahmen ihrer Firmenbesuche schaute Oberbürgermeisterin Edith Schreiner kürzlich bei Hermann Asal im Industriegebiet West vorbei – einem Spezialisten für Eisenwaren. ❚ Seite 5

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Die Zeit ist reif – für Ihre erste bulthaup!

Die Fanmeile in Offenburg war schon bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 sehr beliebt.

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2 14.6.2014 ALLES GUTE ZUM GEBURTSTAG

In dieser Woche gratuliert Oberbürgermeisterin Edith Schreiner folgenden Jubilaren: Den 90. Geburtstag feiert Else Pfaff (19. Juni). Auf 91 Lebensjahre kann Hildegard Uesbeck (15. Juni) aus Elgersweier zurückblicken. Ida Salzer (17. Juni), Peter Weiß und Paul Walter (beide 20. Juni) aus Zunsweier begehen das 92. Wiegenfest. Vor 94 Jahren erblickte Karolina Zink (16. Juni) das Licht der Welt. Herzlichen Glückwunsch!

Papier-Macher Am Dienstag, 17. Juni, können Kinder zwischen neun und zwölf Jahren ab 15 Uhr den Kurs „Wir machen Papier! “ im Museum im Ritterhaus besuchen. Die Papierherstellung war eine Erfindung, die die Welt veränderte. Heute kann man sich ein Leben ohne Zeitungen, Bücher und Toilettenpapier nicht mehr vorstellen. In Deutschland wurde erstmals vor 700 Jahren Papier hergestellt, damals wurde das Papier per Hand geschöpft. Die Museumspädagogin Maya Malz erläutert anschaulich die Geschichte der Papierherstellung. Im praktischen Teil lernen die Kinder die verschiedenen Arbeitsgänge kennen und dürfen selbst Papier schöpfen. Die Kosten betragen 4,50 Euro. Eine Anmeldung ist unter der Rufnummer 07 81/82-25 77 möglich. SONNTAGS- UND NACHTDIENST DER APOTHEKEN 14.6. 15.6. 16.6. 17.6. 18.6. 19.6. 20.6. 21.6. 22.6.

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Sommer-Bildung Angebot der Volkshochschule Offenburg im elften Jahr Wer im Sommer zuhause bleibt, kann sich mit den drei „Bs“ bei Laune halten: Baggersee, Balkonien und Bildung – im weitesten Sinne. Für letztgenanntes Urlaubsziel macht sich die Volkshochschule Offenburg mit rund 40 Angeboten in der SommerVHS stark, die in diesem Jahr vom 1. Juli bis Mitte September läuft. Was sich genau dahinter verbirgt, erzählt Manuel Yupanqui im OFFENBLATT-Interview. Der 45-Jährige leitet die Fachbereiche Entspannung, Allgemeinbildung und Keramik. Herr Yupanqui, das Angebot der Sommer-VHS findet sich im Internet unter der Rubrik „Außergewöhnlich Lernen“ . Was ist daran so außergewöhnlich? Manuel Yupanqui: Früher hat sich die Volkshochschule mit ihrem Angebot sehr stark an den Schulzeiten orientiert. Das heißt, es gab in den Ferien kein Programm. Das haben viele unserer Teilnehmenden bedauert. Daher haben wir beschlossen, dieses Konzept zu lockern und den Zeitraum auszufüllen. Inzwischen läuft die Sommer-VHS in ihrem elften Jahr. Manuel Yupanqui: „Die Seele baumelt im anregenden Austausch.“ Foto: Siefke

Für das Seele-baumeln-lassen in den Ferien bleibt damit aber keine Zeit mehr. Yupanqui: Doch gerade! Die Seele baumelt nämlich nicht im Nichtstun, sondern dann, wenn man sich trifft und austauscht, wenn es den geistig anregenden Austausch gibt. Die Volkshochschule steht ja vor allem für das gemeinsame Lernen in der Gruppe. Wir haben viele Angebote in den Bereichen Bewegung und Entspannung: Da kann man etwas für den Körper tun, damit die Seele auch baumeln kann …

Hat sich am Konzept der Sommer-VHS seit ihrem Bestehen etwas geändert? Yupanqui: Wir setzen immer wieder unterschiedliche Akzente, orientieren uns am Semesterschwerpunkt oder greifen ein zentrales Ereignis heraus. Seit einigen Jahren gibt es spezielle Angebote für Schüler, 2014 wird für Acht- bis Zwölfjährige ein dreitägiger Campus Englisch veranstaltet, der mit einem gemeinsamen Frühstück beginnt. Das praktische Lernen soll auf diese Weise ermöglicht werden. Weitere Höhepunkte? Yupanqui: Es gibt einen Filmworkshop für Schülerinnen und Schüler aus Lons-le-Saunier und Offenburg in Zusammenarbeit mit dem Verein „Die Brücke“. Der Soziologe Maurice Blanc aus Straßburg sowie Politikwissenschaftler Axel Eberhardt wollen sich zusammen mit den jungen Leute mit Filmen über den 1. Weltkrieg auseinandersetzen. Beide Seiten sollen beleuchtet werden. Es soll nicht nur um einen theoretischen Austausch gehen, sondern um ganz konkrete Fragen und Erfahrungen. Wie wurde in den vergangenen 100 Jahren mit der viel zitierten „Erbfeindschaft“ umgegangen – und wie beeinflusst dieses Verhältnis die Zukunft? Wird eine Personengruppe bei der Sommer-VHS besonders in den Blick gerückt? Yupanqui: Ich denke, dass für jeden etwas dabei ist. Es gibt Mode und Fitness, Sprachkurse und Inhalte zur beruflichen Bildung. Besonders beliebt sind die Koch- und Grillkurse. Einige Angebote sind heute bereits gut gebucht. Davon sollte sich aber niemand abschrecken lassen: Wenn sich genügend Leute finden, richten wir gerne Zusatzkurse aus. Interessant ist auch: Immer wieder finden Teilnehmer an der Sommer-VHS auf diesem Wege zu den langfristiger angelegten Kursen im regulären Semester. Die Sommer-VHS ist ein guter Einstieg. www.vhs-offenburg.de

Gute Qualität „Im Ortenaukreis kann auch in diesem Jahr wieder bedenkenlos ins kühle Nass gesprungen werden“, teilt das Landratsamt mit. Thomas Wolf vom Gesundheitsamt: „Alle der 21 untersuchten Badegewässer entsprechen den strengen EURichtwerten und weisen eine sehr gute Badewasserqualität auf.“ Zu den untersuchten Gewässern gehören auch die beiden Offenburger Badeseen, das Strandbad Gifiz sowie der Burgerwaldsee. Die Überwachung der Badegewässer umfasst die Entnahme und Untersuchung von Wasserproben. Außerdem wird die hygienische Gesamtsituation vor Ort überprüft. Dazu gehört auch ein Blick auf die sanitären Einrichtungen, Kioske und Geschäfte vor Ort.

Amtsblatt der Stadt Offenburg

Impressum Herausgeberin: Stadt Offenburg Verantwortlich: Wolfgang Reinbold Redaktion: Natalie Butz, Telefon 07 81/82 25 72 Wolfgang Reinbold, Telefon 07 81/82 22 00 Sandra Schoch, Telefon 07 81/82 23 33 Anja Walz, Telefon 07 81/82 26 66 offenblatt@offenburg.de Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Hauptstraße 90, 77652 Offenburg Veranstaltungskalender und Austräger-Reklamation: Telefon 07 81/82 23 33, Telefax 07 81/82 75 82 sandra.schoch@offenburg.de Verantwortlich für Anzeigen: Kresse & Discher GmbH Marlener Straße 2, 77656 Offenburg Anzeigenverkauf: Barbara Wagner Telefon 07 81/95 50 45 Telefax 07 81/95 50 545 anzeigen.offenblatt@kresse-discher.de Herstellung: Kresse & Discher GmbH Marlener Straße 2, 77656 Offenburg Druck: Druckzentrum Südwest GmbH Auf Herdenen 44 78052 VS-Villingen Vertrieb: PSV Presseservice- & Vertrieb-GmbH Im Oberwald 27a, 79359 Riegel a.K. Telefon 076 42/91 08 -0 Telefax 076 42/91 08 40 inforiegel@psv-gmbh.de Redaktionsschluss: Montag, 17 Uhr Erscheinungsweise: wöchentlich, jeweils samstags kostenlose Verteilung in alle Haushalte Anzeigenschluss: jeweils Di., 17 Uhr Auflage: 29 674

www.offenblatt.de


14.6.2014 3

Politisches Meinungsforum Urlaub ... kann so schön sein! Auf jeden Fall kann er dazu dienen, neue Erkenntnisse zu sammeln und Erfahrungen zu machen: Albert Glatt: „Der Trend zu E-Bikes ist enorm!“

1. Die Tatsache, überall via Internet, Mail usw. erreichbar zu sein, hat Vor- und Nachteile. FürdengeneigtenLeserdieser Spalte, dass sie gefüllt ist. Für den Verfasser dieser Spalte, dass er dies aus dem Mountainbike-Urlaub vom Gardasee aus schreiben durfte. 2. Auch in einem vermeintlichen Fahrradparadies (für Mountainbiker, Rennradler, E-Biker, Urlaubsradler) gibt‘s ähnlich wie in Offenburg noch viel für den Ausbau der Fahrradinfrastuktur zu tun. 3. Fehlende gegenseitige Rücksichtnahme ist kein rein deutsches Problem, sondern offensichtlich in anderen Ländern auch zu erleben. Das gilt nicht nur für die Autofahrer, sondern auch für die Biker untereinander und für ihr Verhalten gegenüber Fußgängern. 4. Der Trend zu E-Bikes ist enorm! Wir müssen Angebote machen für ein freiwilliges Umsteigen oder eine häufige Nutzung dieses Verkehrsmittels, weil‘s ökonomisch und ökologisch ist und zudem noch Spaß macht. Albert Glatt

Stressfreie Feste feiern

Die Phantasie Für mehr der Kampfradler Sitzbänke

Sommer und Sonne ist Festivalzeit. An Pfingsten wurde im Ortenaukreis heftig gefeiert: Ausgelassene Partystimmung beim KamehamehaFestival für ElektromusikFans auf dem Flugplatz in Offenburg; auch in Oppenau beim Deutschen Popfestival „rock2beats“. Hier gastierte unter anderem Madeline Juno, die junge Singer-/Songwriterin aus Griesheim; und auch beim heißesten Weinfest in Durbach gab es einen Besucherandrang. Die Fußball-WM mit Public Viewing bietet in den nächste Wochen Anlass zum Feiern, deshalb hat das Landratsamt Ortenaukreis eine Initiative zur Neuen Festkultur gestartet. Das Papier mit den Eckpunkten wurde mit der Polizeidirektion Offenburg erstellt und ist eine Selbstverpflichtung für stressfreiere Feste. Ein Ansatz, der wünschenswert, vermutlich aber nicht immer umsetzbar ist, da ver-

Wie unterscheidet die Verkehrswissenschaft den Kampfradler (lateinisch: miles rotarum) vom gewöhnlichen Radfahrer (cyclistes vulgaris – weibliche Sprachform stets mitgedacht)? Ganz einfach: Der gewöhnliche Radfahrer verfügt über Phantasien, etwa, dass der Radweg an der Spardabank beim Forum ausnahmsweise nicht „nur ganz kurz“ zugeparkt ist; dass Autofahrer ganz biblisch den Zweiradfahrer lieben wie sich selbst; dass es einem auf hop-

Loretta Bös: „Deshalb ist die Erziehung der Jugend wichtig.“

schiedene Faktoren eine Rolle spielen. Deshalb ist die Erziehung der Jugend wichtig, damit ein ordentliches Sozialverhalten selbstverständlich wird. Ich freue mich, nach meiner Wiederwahl in den Gemeinderat, dass ich mich wieder für kulturelle und soziale Themen einbringen kann. Loretta Bös www.spd-offenburg.de

Stefan Böhm: „Der gewöhnliche Radfahrer verfügt über Phantasien.“

peligen Radwegen nicht den Lenker aus der Hand haut; dass das Rad vor dem Bahnhof keine Füße kriegt; dass man zu Schulbeginn am Schillerplatz nicht gegen hektisch geöffnete Autotüren kracht; dass der Regionalexpress am Sonntag alle Räder mitnimmt. Der Kampfradler dagegen hat weder Phantasie noch Vorstellungskraft. Er kann sich nicht vorstellen, dass manches seiner schnittigen Manöver bei Autofahrern für unfallträchtige Verwirrung sorgt. Dass er mit seinem Slalom durch die Fußgängerzone ältere Leute erschreckt und verunsichert – dafür fehlt ihm das Einfühlungsvermögen. Deshalb muss Rücksichtnahme vor allem gegenüber Senioren mit Nachdruck eingefordert werden. Außerdem: Warum soll die Werbung für das ökologisch wertvolle Verkehrsmittel Rad unter einigen schwarzen Schafen leiden? Stefan Böhm

Die Reaktion auf meine Frage nach den Sitzbänken in der Fußgängerzone (Gemeinderatssitzung vom 2.6.2014) hat Angi Morstadt: „Wir wollen in unserer Innenstadt ein Angebot zum Flanieren.“

mich doch ein wenig überrascht: Obwohl in der Presse nur kurz erwähnt, haben sich viele Bürger schriftlich, telefonisch und persönlich gemeldet, die die Sitzbänke vermissen. Wir wollen in unserer Innenstadt ein Angebot zum Flanieren. Dazu gehört neben guten Geschäften, guter Gastronomie und guter Verkehrsanbindung Bequemlichkeit, Sauberkeit und Sicherheit. Wir hatten früher gut verteilte Sitzgelegenheiten in der Fußgängerzone, die spontan gerne angenommen wurden. So schildert eine Bürgerin, dass sie mit ihrer 87-jährigen Freundin die Innenstadt nicht mehr besuchen kann, weil die Sitzgelegeheiten fehlen. Das kann ich gut nachvollziehen. Wer nicht selbst einkauft, sondern nur begleitet, freut sich, wenn er in kurzen Abständen eine unbewirtete Sitzgelegenheit als Unterbrechung findet. Für die Zukunft ist eine Modernisierung des Möblierungskonzepts in der Fußgängerzone geplant. Bis das umgesetzt ist, dauert es aber zu lange. Als Übergang genügen die bisherigen Bänke jederzeit. Deshalb nochmals meine Bitte an die TBO: Stellen Sie die Bänke so schnell wie möglich wieder auf. Die Besucher unserer Stadt freuen sich. Angi Morstadt

Denkmalschutz … ist ein Dauerthema in Offenburg. Schaut man sich die freigeräumten Flächen auf dem Burdaareal oder rund um die Spinnerei an, könnte man zu der Auffassung kommen, dass der Denkmalschutz unter die Räder gekommen ist. Immerhin bleibt der denkmalgeschützte Verwaltungsbau von Burda mit dem markanten Turm erhalten und auf dem Spinnereigelände wird auch ein Rest der Industriearchitektur Offenburgs bestehen bleiben. So wird Raum geschaffen für neue Investitionen auf dem Burdagelände, eine Mischung aus gewerblichem Bauen und qualitativ anspruchsvollem Wohnen. Auf dem Spinnereigelände sollen die alten Mietkasernen zu neuem Glanz gelangen, aber auch hier wird mit Neubauten ein neues Wohngebiet für Offenburg erschlossen.WieesmitdemGefängnis weiter geht, ist derzeit eine interessante Frage. Die ursprünglich vorgesehene Nutzung als „Boarding-House“ war jedenfalls nicht durchzuhalten. Vom Gefängnis, in dem die Freiheitskämpfer einst schmoren mussten, zum schicken Hotel – ein weiter Weg. Der neue Gemeinderat wird sich um den Bahnhof kümmern, dessen Erhalt Thema der FDP-Fraktion ist. Hoffentlich bieten sich die Möglichkeiten, die die Stadtverwaltung im Rahmen der Umgestaltung großer Flächen nicht ohne Eigeninteresse eröffnet, auch privaten Eigentümern. Offenburg täte gut daran, sich als innovative Stadt, auch durch die Unterstützung des privaten Investments in kleinerem Rahmen zu präsentieren. Aber jetzt kommt ja erst einmal der Kahlschlag an der nördlichen Hauptstraße. Sibylle Laurischk


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Neue Verbraucherrechte in Kraft Am gestrigen Freitag sind in Deutschland neue Verbraucherrechte in Kraft getreten. Sie sind auf die europäische Verbraucherrechterichtlinie zurückzuführen und sorgen in vielen Bereichen für einheitliche Regelungen in der EU. Beim Einkauf im Super- oder Baumarkt müssen Verbraucher seit 13. Juni auf klare und verständliche Weise, beispielsweise über einen Aushang oder in der Quittung, über verschiedene Punkte informiert werden, unter anderem die Identität und Anschrift des Händlers und die wesentlichen Eigenschaften von Ware oder Dienstleistung. Ausgenommen hiervon sind Käufe von Produkten des täglichen Bedarfs. Dazu gilt für Verbraucher in der EU ein weitgehend einheitlicher Schutz vor „Überrumpelungen“ und psychologischem Druck. Für Käufe, die außerhalb von Geschäftsräumen (also an der Haustür, in der Fußgängerzone, auf „Kaffeefahrten“ etc.) getätigt wer-

den, gilt ein Widerrufsrecht, auf das die Verbraucher ebenfalls vom Händler aufmerksam gemacht werden müssen. Dies gilt im Gegensatz zu früher auch bei vielen Käufen, die auf Messen getätigt werden. Ein weiterer großer Vorteil für Verbraucher: der Wegfall von „Hotline-Gebühren“. Andererseits müssen die Kunden aber auch vorsichtiger sein. Denn ihnen können ab sofort die Kosten für die Rücksendung bestellter Ware auferlegt werden, wenn sie von ihrem Widerrufsrecht Gebrauch gemacht haben. Allerdings haben viele große Online-Händler bereits angekündigt, diese Kosten auch weiterhin selbst tragen zu wollen. Alle wichtigen Informationen zur neuen VerbraucherrechteRichtlinie sind in einem Flyer des Europäischen Verbraucherzentrums (EVZ) Deutschland zusammengefasst. Download unter der Adresse: www.eu-verbraucher.de/ de/publikationen/broschueren/

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Bücher-Helden Literatursommer 2014 mit Kunstschule und VHS

Unterstützung für Bücher-Helden: (v. l.) Benjamin Köhler (VHS), Heinrich Bröckelmann (Kunstschule), Martina Wörner (VHS), Almut von Koenen (Jugendkunstschule) und Anthea Götz (E-Werk Mittelbaden). Foto: Marx

Die Volkshochschule Offenburg und die Kunstschule Offenburg beteiligen sich am Literatursommer Baden-Württemberg 2014. Zum 25. Geburtstag der UN-Kinderrechte lautet das Motto der Aktion „Starke Kinder – Freie Menschen“. „Bei unseren beiden Projekten stehen Kinder- und Jugendbücher mit starken Kindern oder Phantasiehelden im Mittelpunkt“, erzählt Heinrich Bröckelmann, Leiter der Kunstschule. „Von Bücherhelden und Heldentaten“ lautet der Titel des viertägigen Kunstprojekts für Vorschulkinder (29. Juli bis 2. August), bei dem die Kinder ihren Helden aus mitgebrachten Lieblingsbüchern Form und Gestalt verleihen. Bröckelmann: „Neben dem Vorlesen stehen hier Bauen, kreatives Gestalten, Bewegen und Spielen auf dem Programm, sodass am Ende jedes Kind eigene Bücherhelden als Spielfiguren mit nach Hause nehmen kann und gleichzeitig noch viele neue Helden und Heldinnen kennengelernt hat.“ Im Schulkinderprojekt (4. bis 7. August) können die Kinder ihre Lieblingshelden aus den Geschichten herauslösen und zu neuen Gruppen zusammenschließen, die dann selbst erfundene neue Abenteuer bestehen. „Aus den daraus

entstehenden Geschichten machen die Kinder Drehbücher, die dann in Storyboards gezeichnet werden – zu Filmvorlagen für Trickfilme“, verrät Bröckelmann. Und auch die Trickfilme werden die Kinder in den Workshops selbst produzieren. Im Projekt „Literatur bewegt – Mit dem Film das Buch entdecken!“ der VHS können sich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7 mit Literaturverfilmungen auseinandersetzen (15. bis 18. Juli). „Die Jugendlichen bringen im Workshop die Hauptaussagen auf den Punkt und bewerten sie“, beschreibt Benjamin Köhler von der VHS. „Dafür schneiden und vertonen sie einen kurzen Trailer zum Film, selbst produzierte Kommentare inklusive.“ Auch die ausgewählten Filme des VHS-Projekts setzen sich auf unterschiedliche Art mit Menschen- und Kinderrechten auseinander. Gefördert werden alle Aktionen von der Baden-Württemberg Stiftung, dem E-Werk Mittelbaden sowie der Kulturstiftung Offenburg. Freie Plätze gibt es noch in allen Projekten des Literatursommers 2014. Informationen und Anmeldemöglichkeiten über die Einrichtungen (www.kunstschule-offenburg.de und www.vhs-offenburg.de).


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Praktisches, Nützliches und Schönes Oberbürgermeisterin Edith Schreiner zu Besuch bei Hermann Asal / Rückblick auf ein positives erstes Quartal In unregelmäßigen Abständen be­ sucht Oberbürgermeisterin Edith Schreiner Offenburgs Unterneh­ men – für einen Blick hinter die Kulissen und persönliche Gesprä­ che. Zuletzt schaute das Stadt­ oberhaupt bei Hermann Asal im Industriegebiet West in Walters­ weier vorbei, wo es im neuen Hochregallager hoch hinaus ging. „Inzwischen haben wir beinahe das komplette Grundstück mit unseren Bauten ausgenutzt“, erzählt Geschäftsführer Philipp Stier beim Termin mit Schreiner und den beiden Wirtschaftsförderern Hans-Joachim Fomferra und Ralf Grundheber. „Etwa 900 Quadratmeter Fläche bleiben uns noch als stille Reserve, die wir derzeit als Mitarbeiterparkplatz nutzen.“ Seit exakt 30 Jahren hat der Großhändler mit angeschlossenem Einzelhandel seinen Standort im Drachenacker. Aktuell beschäftigt er 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die jüngste Erweiterung, ein 16 Meter hohes und 35 Meter langes Hochregallager, ist seit knapp anderthalb Jahren in Betrieb. Rund 2,5 Millionen Euro hat Familie Stier in die moderne Anlage laut eigenen Angaben investiert. Seit Januar leuchtet der weiße Schriftzug „Asal“ von dem im Firmenblau gestrichenen Turm deutlich sichtbar über die Grenzen des Industriegebiets hinaus. Weitere Wachstumspläne gibt es auch schon, verrät Stier: „Wir möchten unsere Fachmarktfläche noch um rund 200 Quadratmeter vergrößern und die Lagertechnik unseres Langgutlagers automatisieren.“

Milder Winter Dem Spezialisten für Baubeschläge und Eisenwaren geht es gut. Der milde Winter hat sich bemerkbar gemacht. Geschäftsführerin Stephanie Stier: „Wir haben ein zweistelliges Umsatzplus verbucht. Für gewöhnlich ist im ersten Quartal des Jahres nicht so viel los.“ Zu den Kunden des Fachhandelsunternehmens gehören neben Handwerksbetrieben auch Privatpersonen. „Etwa zehn Prozent der

Firmenbesuch. Wirtschaftsförderer Ralf Grundheber, OB Edith Schreiner, Philipp Stier, Stephanie Stier und Bernd Stier von Asal sowie Wirtschaftsförderer Hans-Joachim Fomferra (v. l.) in den Ausstellungsräumen des Betriebs. Foto: Butz

Kundschaft des Hauses sind Privatkunden – sie legen Wert auf Qualität und Beratung“, verrät Stephanie Stier. „Diesen Anteil würden wir gern erhöhen. Doch haben viele Berührungsängste, weil sie denken, wir seien ein reiner Handwerker-Markt.“ Dass Asal unter anderem auch eine große Auswahl an Arbeitskleidung im Sortiment hat, hat sich inzwischen herumgesprochen. Philipp Stier: „Vor dem Ausbildungsstart kommen viele angehende Azubis zusammen mit ihren Eltern zu uns, um sich die nötige Ausrüstung zu kaufen.“ Stephanie Stier freut sich selbst über das große Angebot. „Gerade für Frauen gibt es heute eine schöne Auswahl in attraktiven Designs.“ Den größten Raum der Ausstellungsfläche nimmt das Thema „Wohnen mit Komfort“ ein. Ergonomisch geformte Haltegriffe, absenkbare Oberschränke und höhenverstellbare Arbeitsplatten für die Küche oder Raumspartüren, die sich in beide Richtungen öffnen lassen, sind Beispiele für Helfer im Alltag. Philipp Stier ist überzeugt: „Das ist ein Markt der Zukunft, da die meisten Menschen gern so lange wie möglich in ihren eigenen vier

Wänden bleiben möchten.“ Viele Artikel, die für jeden Komfort und Sicherheit bieten, seien dem Hausund Wohnungsbesitzer unbekannt. „Bei uns kann er sich einen umfassenden Überblick verschaffen.“

Hochregallager Einen Überblick über das Gesamtsortiment von Asal zu behalten, ist dagegen nicht ganz so einfach. Allein im neuen Hochregallager befinden sich 12000 verschiedene Artikel in 8480 Behältern mit einem Lagerwert in Höhe von einer Million Euro, ein Drittel des gesamten bevorrateten Warenwertes. „Platz haben wir hier für 16000 bis 17000 Artikel“, informiert Philipp Stier über die automatische Fördertechnik des Hochregallagers, während er mit der Oberbürgermeisterin und den beiden Wirtschaftsförderern im Herzen des Turms steht. „Nur die EDV weiß, welcher Artikel wo lagert. Fällt sie aus, haben wir ein Problem.“ Vom Industriegebiet West gehen die Artikel mit der eigenen Auslieferungsflotte im Norden bis Mannheim, im Süden bis in die Nordschweiz, im Westen bis ins Elsass

und im Osten bis über den Bodensee hinaus. Stephanie Stier: „Haben wir die Ware auf Lager, bieten wir in der Regel unseren Kunden an, dass sie am Tag nach der Bestellung bei ihnen ist.“ Zweimal in der Woche wird nach Frankreich ausgeliefert, einmal in die Schweiz. 3500 Kilometer legen die Fahrer von Asal zusammen jeden Tag zurück. Bis vor rund 15 Jahren hatte Asal noch zwei weitere Niederlassungen in Rastatt und Freiburg. „Wir haben uns damals entschieden, uns auf unseren Offenburger Standort zu konzentrieren“, sagt Bernd Stier. „Und das war genau die richtige Entscheidung.“ Der Seniorchef hat die Geschäfte 2009 in die Hände seiner Kinder gegeben. Trotzdem ist er noch jeden Tag im Büro, um Sohn und Tochter mit seiner Erfahrung zu unterstützen. Er hatte das Ladengeschäft 1971 von Hermann Asal gekauft. 15 Angestellte hatte der 1936 gegründete Betrieb zu diesem Zeitpunkt und seinen Sitz noch in der Offenburger Innenstadt. Doch der war bald zu klein geworden. – Ob dieser Umstand irgendwann auch für den Drachenacker gilt, wird sich in Zukunft zeigen.


6 14.6.2014

Von Offenburg nach Straßburg Die Präsidentschaft des Eurodistrikts Straßburg-Ortenau kehrt zu Roland Ries zurück / Blick auf Verkehrsstudie

Konferenzsaal des Media Towers. Die Ratsmitglieder arbeiteten eine umfangreiche Tagesordnung ab. Foto: Eurodistrikt

Der Rat des Eurodistrikts Strasbourg-Ortenau hat sich vergangene Woche, 5. Juni, im 15. Stock des Hubert Burda Media Towers in Offenburg versammelt. Hoch über dem Rheintal haben die deutschen und französischen Mandatsträger, darunter in Folge der Kommunalwahlen mehrere neu gewählte Franzosen, den Straßburger Oberbürgermeister

Roland Ries zum Präsidenten des Eurodistrikts gewählt. Dieser nimmt die Zügel über den Euro­ päischen Verbund für territoriale Zusammenarbeit bereits zum zweiten Mal in die Hand, nachdem er von Februar 2010 bis März 2012 dessen erster Präsident war. Roland Ries bekräftigte seinen Einsatz für einen Eurodistrikt mit offenem Ohr im Dienste der Bür­

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ger beiderseits des Rheins und dankte seinem Vorgänger Frank Scherer. „Der Eurodistrikt soll es ermöglichen, den Alltag aller Bür­ ger/innen zu verbessern, insbe­ sondere durch die Umsetzung innovativer Projekte in den Berei­ chen Zweisprachigkeit, Gesund­ heit und Verkehr. Die von Landrat Scherer in diesem Sinne geleistete Arbeit ist beachtenswert“ erklärte Roland Ries. Frank Scherer, dessen Bilanz von den versammelten Ratsmit­ gliedern und den anwesenden Beobachtern gewürdigt wurde, wird nun wieder Vizepräsident. „In diesen letzten zwei Jahren hat der Eurodistrikt Vieles umgesetzt und Neues auf den Weg gebracht. Ich bin fest davon überzeugt, dass unser Eurodistrikt gerade dann tatsächlich eine Erfolgsgeschichte werden kann, wenn es uns gelingt, für ihn eine eigene politische und administrative Kultur zu entwi­ ckeln“, erläutert Frank Scherer. So ist das Handeln des Eurodi­ strikts auf Kontinuität ausgelegt. Die im Jahre 2011 beschlossenen strategischen Leitlinien, insbeson­ dere die Ausweitung der Bürger­ beteiligung, die Förderung der Zweisprachigkeit und der grenz­ überschreitenden Mobilität sowie der einfachere Zugang zu medizi­ nischen Leistungen auf der ande­ ren Seite des Rheins, wurden unter Scherers Präsidentschaft fortge­ setzt und vervollständigt. Diese Ratssitzung bot auch Ge­ legenheit, einen Blick auf den Fortschritt der Machbarkeitsstu­ die zum grenzüberschreitenden Nahverkehr zu werfen. Eine ganz­

heitliche Annäherung an dieses Thema wird es ermöglichen, die Auswirkungen und die Kosten neuer Verbindungen, der Erhö­ hung der Taktung auf den beste­ henden Linien oder auch neuer Tarifgestaltungen beim Europass zu bewerten. Die Ergebnisse wer­ den im Herbst erwartet. Ebenfalls wurde ein Dienstleis­ ter für die Erstellung einer inter­ aktiven Karte ausgewählt. Die neue partizipative Internetseite wird bis zum Ende des Jahres mit einem geographischen Informati­ onssystem vervollständigt. The­ matische Karten ermöglichen es dann, verschiedene Informatio­ nen und Angebote entlang der Grenze anzuzeigen. Registrierte Vereine und Institutionen werden dann auch direkt ihre eigenen Ver­ anstaltungen eintragen können.

Projektförderung Von dem deutsch­französischen Rat wurden zudem mehrere wei­ tere Projekte genehmigt, darunter eine Ausstellung anlässlich des 100. Jahrestages des Beginns des Ersten Weltkrieges, die Unterstüt­ zung eines Aktionsplans zur Ent­ wicklung der grenzüberschreiten­ den Beschäftigungsfähigkeit von Jugendlichen, ein Workshop zum Thema „Grenzüberschreitender Tourismus“ sowie die Förderung des deutsch­französischen Semi­ nars für Existenzgründer „Geeks on a Farm“. Ebenfalls zugestimmt wurde drei Mikroprojekten. STICHWORT

Eurodistrikt 2.0 Die neue Internetseite des Eurodistrikts ist online gestellt. Unter www.eurodistrict.eu sind viele neue Funktionen zu finden: Ideenbox, grenzüberschreitende Kleinanzeigen und gegenseitige Vernetzung. Der Inhalt ist komplett überarbeitet worden. Bürgern, Vereinen und Institutionen stehen neue Möglichkeiten zur Verfügung. Zugleich verbessert der Eurodistrikt die eigene Sichtbarkeit.


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Renovierung In dieser Woche haben im Museum im Ritterhaus Renovierungsund Umbauarbeiten begonnen. Trotz der Arbeiten bleibt das Museum für Besucherinnen und Besucher geöffnet und kann weiterhin kostenlos besichtigt werden. Grund für die Renovierungsund Umbauarbeiten ist die Entstehung des neuen Kinder- und Familienmuseums Naturkunde, das voraussichtlich im kommenden Frühjahr eröffnen wird. Das gesamte Dachgeschoss wird ausgeräumt und nach 25 Jahren zum ersten Mal renoviert. Die Abteilungen „Reichsstadt“ und „Kolonialgeschichte“ werden jedoch nicht von der Bildfläche verschwinden, sondern ziehen ein Stockwerk tiefer in die Wechselausstellungsräume. Dort werden sie in gestraffter Form neu präsentiert. Ab Mitte Juli wird die ältere Stadtgeschichte in zwei Räumen inszeniert. Der Umzug ermöglicht die Konzentration auf zentrale Aspekte der Geschichte der Reichsstadt Offenburg und zeigt die Ausstellung in neuem Licht. Die wertvollen ethnografischen Exponate der Abteilung Kolonialgeschichte ziehen ebenfalls um. Neu werden dabei großflächige Wandbilder sein, die die Situation in den ehemaligen deutschen Kolonien dokumentieren. Die Jagdtrophäen-Sammlung Cron mit den ausgestopften Löwen, Tigern, Geparden und vielen anderen Wildtieren wird in einem zweiten Raum zu sehen sein. Fotos und Audiosequenzen zu den Safaris von Herrmann und Gretchen Cron werden ergänzt. Vor knapp einem Jahr hatte der Gemeinderat darüber entschieden, dass das Museum im Ritterhaus im Dachgeschoss um ein Kinder- und Familienmuseum Naturkunde ergänzt werden soll. Konzipieren wird die Schau für Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren die promovierte DiplomBiologin Johanna Prinz. Die Expertin ist überzeugt, dass eine naturkundliche Ausstellung auch in Zeiten von Smartphone und Tablet-Computern bei Jungen und Mädchen noch ankommt: „Hier werden die Kinder die Tiere ganz echt und aus nächster Nähe sehen. Und das fasziniert.“

DANKSAGUNG

Blutspender-Ehrung. Im Rahmen einer Feierstunde hat Oberbürgermeisterin Edith Schreiner Anfang Juni im Sitzungssaal des Historischen Rathauses Blutspender für langjähriges und freiwilliges Blutspenden geehrt. 74 Offenburgerinnen und Offenburger leisteten im vergangenen Jahr eine Blutspende, für die sie die Blutspender-Ehrennadel des Deutschen Roten Kreuzes erhielten. An 28 Personen aus der Kernstadt – davon 17 Blutspender/innen für zehnmaliges, sechs

für 25-maliges, drei für 50-maliges, ein Blutspender für 100-maliges Spenden sowie ein Bürger für 125-maliges Blutspenden – überreichte das Stadtoberhaupt Urkunden, Ehrennadeln und Weinpräsente. Die Oberbürgermeisterin würdigte bei der Blutspenderehrung auch den ehrenamtlichen Einsatz von den DRK-Helfern, die die Organisation und Durchführung der Blutspendetermine in Offenburg und dem Umland mit großem Engagement unterstützen. Foto: Bode

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8 14.6.2014

Eine Feier der Buchstaben Lesewelt Ortenau veranstaltet Kinder-Lese-Fest

RICHTFEST

Mitten in der Stadt entsteht derzeit das neue Marienhaus. Vergangene Woche feierte die Bauherrin, die Vinzentiushaus Offenburg GmbH, Richtfest. „Es ist begrüßenswert, dass an diesem Standort wieder etwas Neues entsteht und unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger mitten im Herzen der Stadt ein Zuhause erhalten“, lobte Stadträtin Ingrid Fuchs in Vertretung von Oberbürgermeisterin Edith Schreiner. Dabei hätten die Architekten Baumann und Dürr gleichzeitig für eine gute Einbindung des Komplexes in das gewachsene Umfeld gesorgt. „Und besonders ist nicht nur die Lage des Neubaus, sondern auch die Leistungen und Standards entsprechen einem hohen Niveau.“ Nach Fertigstellung bietet das Haus laut Angaben der Vinzentiushaus Offenburg Platz für insgesamt 93 Bewohnerinnen und Bewohner. Für alle ist ein Einzelzimmer mit eigenem Bad vorgesehen. Auf den drei Stockwerken befinden sich jeweils drei Wohngemeinschaften mit einer Wohnküche und einem gemeinsamen Wohnzimmer. Ein Café im Erdgeschoss soll in Zukunft außerdem Platz zum Verweilen bieten. Foto: Heinzmann

Radtour wird verschoben Die für Freitag, 13. Juni, geplante Radtour „Rund um Offenburg“ des Rad- und Motorsportverein Windschläg im Rahmen des Fahrrad-Sommers 2014 findet nun

am Freitag, 20. Juni, statt. Treffpunkt ist um 18.30 Uhr am Oberrothweg (Vereinsheim) in Windschläg. Die geführte Tour ist für jedes Alter geeignet.

Tombola und Kuchen Vereins. „Neben dem Programmpunkt Vorlesen gibt es am Nachmittag des 29. Junis noch viele weitere Aktivitäten, ob Buchstabenangeln oder Buchstabenweitwurf, Wasserrallye oder Hindernislauf: für alle ist etwas dabei!“ An dem geplanten KinderbuchFlohmarkt darf sich jeder Interessierte beteiligen. Die Standgebühr beträgt einen Kuchen. Bei einer Tombola gibt es außerdem ver-

Lesung im großen Lesezelt beim Kinder-Lese-Fest 2013.

schiedene Preise zu gewinnen. Kaffee, Kuchen und Waffeln am Stiel sollen neben den Attraktionen für den Geist die leiblichen Gelüste der Besucherinnen und Besucher befriedigen. Mehr als 20 Grundschüler werden im großen Lesezelt aus ihren Lieblingsbüchern vorlesen. „Das ist schon mutig von den Kindern“, findet Stürzel. Immerhin würden viele zum ersten Mal vor Publikum lesen. Anmeldungen für den Kinderbuch-Flohmarkt nimmt das LeseweltBüro unter der Telefonnummer 0781/93603690 oder per E-Mail (info@lesewelt-ortenau.org) entgegen.

Sarah Ki. / pixelio.de

erbindet – v S S A P O ! Der EUR n, Länder e n io g e R , Menschen

Vom Vorlesen bis zum Bücherflohmarkt: Beim Kinder-LeseFest der Lesewelt Ortenau am Sonntag, 29. Juni, im Stadtteilund Familienzentrum Innenstadt im Bürgerpark dreht sich von 14 bis 17 Uhr alles um die Welt der Buchstaben. Bereits zum sechsten Mal feiert die Lesewelt Ortenau in diesem Jahr ihr Kinder-Lese-Fest. „Dank der Unterstützung durch die Stadtbibliothek, Jurtenland, das Stadtteil- und Familienzentrum Innenstadt und viele ehrenamtliche Lesewelt-Aktiven haben wir auch 2014 wieder ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt“, verrät Carmen Stürzel, Geschäftsführerin des

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Die Tombola war im vergangenen Jahr eine Attraktion des Kinder-Lese-Fests. Und auch am 29. Juni gibt es wieder eine Verlosung. Archivbilder (2): Lesewelt


14.6.2014 9

Busbahnhof und Drückampel Mit Brief vom 30. Mai antwortet Oberbürgermeisterin Edith Schreiner auf den Antrag von Wolfgang Schrötter, Freie Wähler, zur Verlegung des ZOB und zur Einrichtung einer Drückampel anstatt des Zebrastreifens am Bahnhof Südeingang: „Der Fachbereich Tiefbau und Verkehr hat derzeit ein Gutachten zur Untersuchung der Möglichkeiten zur Signalisierung des Fußgängerüberwegs vor dem Südeingang des Bahnhofs in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse werden voraussichtlich am 16. Juli im Verkehrsausschuss vorgestellt. In diesem Gutachten werden sowohl die Möglichkeiten einer, für die Situation vor dem Bahnhof optimalen,

Signalsteuerung augezeigt, als auch die notwendigen Finanzmittel für eine neue Lichtsignalanlage beziffert. In der gleichen Sitzung des Verkehrsausschusses wird der Fachbereich Tiefbau und Verkehr über das Vorgehen zur Weiterentwicklung des Schlüsselbussystems informieren. Im Rahmen dieses Projekts soll auch die Fragestellung zur zukünftigen Lage des ZOB beantwortet werden. Die Möglichkeit einer Verlegung des ZOB wird maßgeblich vom zukünftigen Betriebskonzept des Busverkehrs in Offenburg abhängen. Von daher kann ich Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Tendenz einer Verlegungsmöglichkeit mitteilen.“

Zubringer Süd: Alternative Trasse Ebenfalls mit Brief vom 30. Mai antwortet OB Edith Schreiner auf den Vorschlag von Norbert Litterst, BUND Offenburg, einer alternativen Trassenführung für den Autobahnzubringer Süd. „Die Stadt Offenburg ist in dem Planverfahren zu dem Südzubringer (...) nicht der Verfahrensführer, sondern das Regierungspräsidium Freiburg im Auftrag des Bundes und Landes. Nach meinem derzeitigen Kenntnisstand steht ein Start der Planung zum Autobahnzubringer Süd beim Regierungspräsidium derzeit nicht an. Zurzeit wird der Bundesverkehrswege-

plan neu aufgestellt und vermutlich Anfang 2016 im Bundestag beschlossen. Frühestens ab diesem Zeitpunkt wird das Regierungspräsidium die Untersuchungen für eine Trasse beginnen. Ich habe aber die Zusicherung des Regierungspräsidiums erhalten, dass es vor dem Start des formalen Planfeststellungsverfahrens zum Autobahnzubringer Süd eine Beteiligung der Gemeinden und Bürger bei der Festlegung der zu untersuchenden Trassenvarianten geben wird. Das wäre dann der Zeitpunkt, Ihren Vorschlag einzubringen.“

Postkartenaktion

Stadtführungen

Derzeit läuft zur Oberrhein Messe Ende September eine SammelPostkartenaktion. Partner der Aktion sind die Kronenbrauerei Offenburg, Hitradio Ohr sowie der Grafiker Moritz Lang. Seit dem 26. April erscheint jede Woche ein neues Motiv, erhältlich in 60 Kronenbrauereigaststätten in und um Offenburg. Die Liste kann unter www.oberrheinmesse.de aufgerufen werden. Ansonsten gibt es die Motive auch bei der Messe Offenburg. Wer bis zum Stichtag am 15. Juli sieben unterschiedliche Motive der Aktion sammelt, kann an der Verlosung von verschiedenen Preisen teilnehmen.

Von März bis Oktober bietet die Stadt Offenburg jeden Samstag, 10 Uhr – von Juni bis Ende August zusätzlich am Mittwochabend um 19 Uhr – kostenlose Stadtführungen an. Eine Teilnahme ist ohne Voranmeldung möglich. Im Juni stehen auf dem Programm: Mittwoch, 18. Juni: Salmen, Treffpunkt am Salmen; Samstag, 21. Juni: Innenstadt, Treffpunkt am Eingang zum Zwingerpark beim Dionysos; Mittwoch, 25. Juni: Kleindenkmäler, Treffpunkt am Historischen Rathaus; Samstag, 28. Juni: Gewölbekeller, Treffpunkt ebenfalls am Historischen Rathaus. Die Führungen dauern etwa zwei Stunden.

INSEKTENHOTEL

Die ersten Gäste sind schon im Anflug. Schüler/innen der beiden Standorte der Sommerfeldschule Windschläg und Weier haben gemeinsam ein Insektenhotel gebaut. Seit einigen Tagen steht die Holzkonstruktion nun auf der Rückseite der Schule in Weier mit Blick auf die umliegenden Wiesen. Inzwischen haben die ersten Gäste – Bienen, Holzwespen und andere Insekten – die neuen Zimmer bezogen. Den hölzernen Rahmen für die Unterkunft hat die achte Klasse in Windschläg mit dem Techniklehrer Clemens Becker hergestellt. Die Arbeitsgemeinschaft „Indoor-Outdoor“ unter der Leitung von Ayse Atas, sozialpädagogische Mitarbeiterin der Schule, baute das Insektenhotel schließlich weiter. Die AG ist eine von vielen, die in der Ganztagsschule jeden Donnerstagnachmittag stattfinden. Die Schüler/innen können sich je nach Interesse an einer der AGs beteiligen. „Die Jugendlichen der AG ,Indoor-Outdoor‘ waren sehr motiviert“, blickt Atas auf die gemeinsame Arbeit zurück. „Sie hatten viele Ideen, wie dieser Lebensraum für Insekten aussehen kann.“ So hätten die Kinder auch Material von daheim mitgebracht. Mit Neugier und Freude beobachten die Schüler nun An- und Abflug der Gäste ihres kleinen Hotels. Atas: „Sie sind sehr stolz auf ihre Arbeit, die sich wirklich sehen lassen kann.“ Foto: Sommerfeldschule


10 14.6.2014 Amtlicher Teil

Öffentliche Bekanntmachungen und Ausschreibungen Stellenausschreibung Die Stadt Offenburg sucht für den Fachbereich Stadtplanung und Baurecht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n teilzeitbeschäftigte/n

Assistent/in der Fachbereichsleitung Ihre wesentlichen Aufgaben sind: • Assistenz der Fachbereichsleitung inklusive allgemeine Sekretariatsaufgaben • Beschwerdemanagement für den Fachbereich Stadtplanung und Baurecht als Qualitätsassistent/in • Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen • Mitarbeit bei der Erstellung von Sitzungsvorlagen Wir erwarten von Ihnen: • Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte/r oder eine vergleichbare Ausbildung mit einschlägiger Berufserfahrung in einer Kommunalverwaltung • sicheres und höfliches Auftreten • gute EDV-Kenntnisse (insbesondere MS-Office und SAP) • soziale Kompetenzen wie Kommunikationsstärke, Konflikt- und Kritikfähigkeit sowie Teamfähigkeit Wir bieten Ihnen: • eine interessante und abwechslungsreiche Tätigkeit • eigenverantwortliche Wahrnehmung der Aufgaben • eine unbefristete Beschäftigung nach den Bestimmungen des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD) mit 50 Prozent der durchschnittlichen regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit einer/s entsprechend Vollbeschäftigten (derzeit 19,5 Wochenstunden) und unter Eingruppierung in Entgeltgruppe 5; eine Bewertung der Stelle erfolgt zeitnah. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Sind Sie interessiert? Dann übersenden Sie bitte bis spätestens 28. Juni 2014 Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen an die Stadt Offenburg, Fachbereich Zentrale Dienste, Abteilung Personalservice, Postfach 24 50, 77614 Offenburg. Weitere Informationen erteilt Bürgermeister Oliver Martini unter Telefon 07 81/82-23 03. Informationen zur Stadt Offenburg: www.offenburg.de

Amtliche Bekanntmachung immissionsschutzrechtlicher Vorhaben Das tesa Werk Offenburg beabsichtigt am Standort Kinzigstraße 5, 77652 Offenburg, eine erdgasbetriebene Verbrennungsmotoranlage mit einer Feuerungswärmeleistung von 4,985 MW mit nachgeschalteter Absorptionskältemaschine zu errichten und in Betrieb zu nehmen. Das Vorhaben bedarf einer immissionsrechtlichen Genehmigung im vereinfachten Verfahren. Die Verbrennungsmotoranlage ist außerdem eine Anlage gemäß Nr. 1.2.3.2 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG), für die die UVP-Pflicht im Einzelfall gemäß § 3, c UVPG zu prüfen ist. Für das Vorhaben wurde eine Vorprüfung zur Feststellung des Erfordernisses einer Umweltverträglichkeitsprüfung gemäß §§ 3a-c des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt. Im Rahmen dieses Verfahrens wurde festgestellt, dass es einer weiteren Umweltverträglichkeitsprüfung als unselbstständiger Teil des Genehmigungsverfahrens nicht bedarf, da u.a. erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen durch das Vorhaben des tesa Werks nicht zu besorgen sind. Diese Feststellung wird hiermit nach § 3a UVPG bekannt gemacht. Hinweis Die getroffene Feststellung der Genehmigungsbehörde über die Umweltverträglichkeitsprüfung ist nicht selbstständig anfechtbar (§ 3a UVPG). Offenburg, 5. Juni 2014 Landratsamt Ortenaukreis, Amt für Gewerbeaufsicht, Immissionsschutz und Abfallrecht, Untere Immissionsschutzbehörde, Badstraße 20, 77652 Offenburg.

Rasche Untersuchung angestrebt Mit Schreiben vom 20. Mai antwortet OB Edith Schreiner auf den Antrag „BAB Offenburg Süd“ von Stadtrat Wolfgang Schrötter vom 22. April. „Ich habe größtes Verständnis“, so das Stadtoberhaupt, „dass Sie und die Bürger/innen, insbesondere in Hildboltsweier, möglichst schnell eine Klärung bzgl. der Linienführung des sogenannten Südzubringers zwischen der B 33 und einer neu zu bauenden Anschlussstelle an der A 5 haben möchten. Ich kann auch sehr gut nachvollziehen und teile Ihre Ansicht, den Südzubringer nicht in der Trassenlage der Variante 4, wie im aktuellen Flächennutzungsplan als Freihaltetrasse ausgewiesen, umzusetzen. Nach den vielen Gesprächen und Stellungnahmen von Stadträten und Bürgern in der letzten Zeit stimmen wir alle darin überein, dass in Offenburg dringend eine verkehrliche Entlastung im Bereich des GRO und der Wohngebiete Hildboltsweier, Albersbösch und Uffhofen benötigt wird.“ Wie schon in der Podiumsdiskussion am 1. April 2014 im „Jergerheim“ in Hildboltsweier von ihr ausgeführt worden sei, liege die Planungshoheit bei dieser Maßnahme aber beim Bund bzw. beim Regierungspräsidium Freiburg als planende Behörde. Das schließe ein, dass die Finanzierungsverantwortung ausschließlich beim Bund und beim Land liegt. Die Stadt Offenburg sei dementsprechend wie die Bürger oder andere Träger öffentlicher Belange bei dieser Planung anzuhören und habe Widerspruchsrechte im Rahmen eines Planfeststellungsverfahrens. Eine Abwägung und Entscheidung bzgl. dieser Einsprüche liege wiederum ausschließlich in der Hand des Bundes bzw. des Regierungspräsidiums Freiburg. Im ak-

tuellen Flächennutzungsplan der Verwaltungsgemeinschaft Offenburg gebe es keine derartige Festlegung auf eine Trasse. Diese Entscheidung wäre auch, wie oben dargestellt, dem Bund vorbehalten. OB Schreiner weiter: „In der Plandarstellung des Flächennutzungsplans ist zwar die Variante 4 als Trasse dargestellt, allerdings nicht als festgelegte, sondern lediglich freizuhaltende Trasse eingetragen. Sie ist im Flächennutzungsplan ausdrücklich eine von mehreren möglichen Trassen (...)“ Es sei davon auszugehen, dass der Südzubringer auch im Bundesverkehrswegeplan 2015 wieder entsprechend hochrangig eingeordnet wird. Für das weitere Planverfahren sei es dann notwendig, die Trasse für die Entwurfsplanung bzw. Genehmigungsplanung endgültig festzulegen. Schreiner weiter: „Für die Aufnahme des Planfeststellungsverfahrens ist es spätestens bei Klagen gegen die Planung notwendig, dass es eine sachgerechte Abwägung zwischen Alternativen gegeben hat. Eine solche Abwägung hat bisher nicht stattgefunden. Die Abwägung von unterschiedlichen Varianten erfolgt fachtechnisch ebenfalls wie bei der Bundesverkehrswegeplanung über eine Nutzen-Kosten-Bewertung, die allerdings feinkörniger ist.“ Oberbürgermeisterin Schreiner: „Das Regierungspräsidium Freiburg hat zugesagt, bei der Linienfindung für den Südzubringer, also noch vor der Durchführung der Entwurfs- oder Genehmigungsplanung, eine Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und betroffenen Gemeinden durchzuführen (...) Ich werde das Regierungspräsidium bitten, so schnell als möglich mit der Variantenuntersuchung zu beginnen.“

Mitgliederversammlung Die nächste ordentliche Mitgliederversammlung des Städtepartnerschaftsvereins „Die Brücke“ findet am Dienstag, 24. Juni 2014, 19.30 Uhr, in der Volkshochschule Offenburg, Kulturforum, Saal 303, statt. Tagesordnung: 1. Satzungsänderung 2. Bericht des Vorstands 3. Vorstandsarbeit mit Bericht aus den Partnerstädten und aktuellen Themen


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14.6.2014 11

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Offenblatt 22 2014