Stadt Offenburg ∙ Unser Amtsblatt
Nr. 8, 4. März 2023
www.offenburg.de SWR-Herzenssache unterstützt bis 2025 den Verein Lesewelt. Es werden weitere Vorleserinnen und Vorleser gesucht.
Am Internationalen Frauentag, dem 8. März, wartet auch in Offenburg ein vielfältiges Veranstaltungsangebot auf Interessierte.
Die ersten Ergebnisse zum Masterplan Verkehr OG 2035 werden im Rahmen eines Bürgerforums am 14. März vorgestellt.
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Salmen mit offener Tür
Edeka-Arena wird eröffnet
Menschenwürde im Fokus/OB wendet sich gegen menschenverachtende Ideologie
Nach rund zwei Jahren Bauzeit wird am 9. März die Edeka-Arena eingeweiht. Nach dem offiziellen Teil werden die Gäste und Interessierte von Star-Komiker Bülent Ceylan unterhalten. Die 22,5 Millionen Euro teure Messehalle beeindruckt mit einer lichten Höhe von 14 Metern, 80 Metern Länge, 60 Meter Breite und einer Fläche von 6650 Quadratmetern; sie ist damit die größte Halle in der Region. Die Teleskop-Tribüne hält 1750 Sitzplätze bereit, bei Bedarf können 4800 Menschen Platz nehmen, alternativ stehen 8800 Stehplätze zur Verfügung. Im Süden des Areals gelegen, erhält die EdekaArena eine direkte Anbindung an die Baden-Arena.
Unter dem Motto „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ startet der Salmen in die Saison. Bei einem Wochenende der Offenen Tür am heutigen Samstag und am morgigen Sonntag ist der Eintritt frei. Schirmherr ist Oberbürgermeister Marco Steffens. Er erinnerte in der Auftaktpressekonferenz an die Bedeutung des Gebäudes als Mahnmal. Mit der Verabschiedung der „13 Forderungen des Volkes in Baden“ beschlossen die „Entschiedenen Freunde der Verfassung“ am 12. September 1847 hier den ersten Grundrechtekatalog in deutscher Sprache. Zahlreiche der damals verabschiedeten Punkte seien als unveräußerliche Grundrechte zum Fundament des Grundgesetzes geworden, so Steffens. Der Eckstein sei die unantastbare Menschenwürde. Steffens erinnerte daran, dass der Salmen auch einer von vielen Schauplätzen der deutschlandweiten Pogrome vom 9. und 10. November 1938 gegen die jüdische Bevölkerung war. Ein nationalsozialistischer Mob hatte damals die im
Denkmal. Der Offenburger Salmen repräsentiert die besten und die schlimmsten Seiten der deutschen Geschichte. Foto: Fichtner
Gebäude befindliche Synagoge geschändet und verwüstet. Steffens: „Die Pogromnacht war der Auftakt zur systematischen Ermordung von Millionen Menschen. In dieser Novembernacht 1938 wurde der Vernichtungswille entfesselt. Das darf nie wieder passieren!“ Verabscheuungswürdig sei es, die NS-Verbrechen als „Vogelschiss“, die Erinnerung daran als
Ort der Demokratiegeschichte Der Salmen erinnert mit einer Multi-Media-Präsentation und mehreren Ausstellungen an die besten und schlimmsten Seiten der deutschen Geschichte. Öffnungszeiten: Di., Do., Fr., 14-20 Uhr; Sa., So., 11-17 Uhr. Eintritt 3,50 bis 7 Euro. Freier Eintritt für Kinder bis elf Jahre sowie an Freitagen für alle. Ausführliche Infos gibt es unter www.der-salmen.de.
„Schuldkult“ zu diffamieren, nichtdeutschen, behinderten oder armen Menschen das Menschsein abzusprechen. Zahlreiche Belege der jüngeren Zeit bezeugten eine Entgrenzung bestimmter politischer Milieus. Steffens weiter: „Eine menschenverachtende Ideologie ist in Offenburg NICHT willkommen! Dafür stehe ich. Und dafür steht die große Mehrheit in Offenburg. Und genau DAS wollen wir mit den Tagen der Offenen Tür im Salmen in Erinnerung rufen.“ (Der komplette Wortlaut der Erklärung unter www.offenburg.de.) Das Saison-Programm stellte Salmen-Chefin Katerina Ankerhold vor, siehe Seite 7.
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