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Offenblatt 10/2026

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Ausgabe Nr. 10

+++ Oberbürgermeister

Marco Steffens nimmt

Stellung zum Ergebnis des Bürgerentscheids: Seite 2 +++ Podiumsdiskussion zur

Prostitution – ein Interview: Seite 8 +++ Wissenswertes rund um die Messe Forst live: Seite 11 +++

Für Vielfalt und Menschenwürde

Veranstaltungen

OFFENE STADT ges Für Vielfalt. Für Menschenwürde. Gegen Rassismus: Diese drei Leitbegriffe prägen das Programm der diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus (IWgR) in Offenburg. Rund zwei Wochen lang finden rund 30 Veranstaltungen statt, darunter Ausstellungen, Lesungen, Workshops und Fortbildungen, Filmabende und ein Pub-Quiz.

„Wir leben in einer paradoxen Situation“, sagt Christoph Heimel, der städtische Teamleiter Integration. Auf der einen Seite sei Deutschland auf Zuwanderung angewiesen, allein der Arbeitsmarkt würde ohne Unterstützung von Menschen aus anderen Ländern nicht funktionieren. Auf der anderen Seite nehmen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus zu. Mit der Teilnahme an den IWgR will Offenburg deutlich machen: „Unsere Stadtgesellschaft lebt von der Vielfalt.“ Es gehe darum, gegen Fremdenfeindlichkeit eine klare Haltung zu beziehen. Rund 45 Institutionen, Vereine und Initiativen stemmen gemeinsam die Veranstaltungen und setzen damit ein sichtbares Zeichen für Menschenwürde und gegen Rassismus.

Nach der Eröffnung am vergangenen Samstag erfolgt am Montag, 16. März, der offizielle Start. So berichten Schutzsuchende an Offenburger Schulen über die Gründe ihrer Flucht, ihren Weg nach Deutschland, die Ankunft und die Zeit danach (organisiert von der Flüchtlingshilfe

Rebland). „Heimat suchen –Heimat finden“ heißt ein Gemeinschaftsprojekt der Evangelischen Erwachsenenbildung mit Netzwerkpartner*innen. Das Institut für deutsche Sprache (IdS) und das Integrations-

büro bieten am Nachmittag des 20. März Kreativangebote. Die Beiträge werden in einer öffentlichen Ausstellung im Herbst vorgestellt. Der Kreativ-Nachmittag im SFZ Uffhofen richtet sich an Kinder, der Mal- und der Schreibworkshop im IdS an Erwachsene. Halit Yilmaz und

Manvendra Rathore werben für das Café der Kulturen, zu dem die Ehrenamtsgruppe Wir lernen Deutsch (WilD) einlädt. In gemütlicher Atmosphäre treffen Menschen aus verschiedenen Kulturen zusammen, kommen miteinander ins Gespräch und erleben Vielfalt. Treffpunkt ist am 20. März um 15 Uhr in der Info-Tanke, Okenstraße 30a. Miteinander heimisch werden heißt es bereits zum vierten Mal, wenn am 27. März in der Villa Bauer zum Abend für Frauen aller Nationen geladen wird. Akteurin Hellen Bolig-Soarte gerät ins Schwärmen und bezeichnet das kreative Miteinander als „richtig schön“. Sie selbst bietet Tanzen an, damit lasse sich wunderbar Druck abbauen. Für Kinderbetreuung ist gesorgt. Eine interne Fortbildung für städtische Mitarbeitende findet

am 23. März statt: Die Teilnehmenden lernen rassismuskritische Perspektiven kennen und erhalten Tipps im Umgang mit diskriminierenden Situationen. Die Bank gegen Rassismus, die vor dem Rathaus und bei den Werres-Vögeln steht, kann wieder über beide Aktionswochen genutzt werden. Am 21. März feiert die Regionalgruppe Offenburg „Aufstehen gegen Rassismus“ ihren zehnten Geburtstag (10 – 17 Uhr, Glaserstraße 8). Bis 21. April läuft die Ausstellung „Was ihr nicht seht!“ im Salmen: Dabei geht es um Alltagsrassismus, den Schwarze Menschen und People of Color in Deutschland erleben.

Weitere Infos: www.offenburg. de/wochen-gegen-rassismus

Andreas Fanz SchuhmacherMeister

Bis 29. März laufen die Internationalen Wochen gegen Rassismus in Offenburg/30
Gegen Rassismus (v.l.): Christoph Heimel, Annalena Bürk, Anne Stolle, Hellen Bolig-Soarte, Halit Yilmaz und Manvendra Rathore. Foto: Siefke
Natur nah dran geht weiter: Seite 3
Baustellenbesichtigung im Anna-von-Heimburghaus: Seite 2 Foto: Siefke

Anna-von-Heimburg-Haus

Zwei Führungen gibt es am 20. März.

Nach fast zehn Jahren intensiver Planung, Sanierung und Weiterentwicklung des Anna-vonHeimburg-Hauses lädt die Stadt am Freitag, 20. März, von 16 bis 18 Uhr zu einer Vorbesichtigung ein. Die Bevölkerung kann sich vom Stand der Bauarbeiten vor Ort ein Bild machen – ehe im Sommer das Haus dann offiziell wiedereröffnet wird. Mit dem „Pre-Opening“ ist die feierliche Verkündigung des neuen Namenszusatzes nebst Logo verbunden. Baubürgermeister

Notdienste

• 15.3. Weingarten-Apotheke Moltkestraße 50

• 16.3. Apotheke im E-Center Wilhelm-Röntgen-Str.1

• 17.3. Apotheke am Ebertplatz Ebertplatz 12

• 18.3. Stadt-Apotheke Hauptstraße 43

• 19.3. Hilda-Apotheke Hildastraße 69

• 20.3. Schwarzwald-Apotheke Gartenstraße 16 77723 Gengenbach

• 21.3. Rössle-Apotheke Franckensteinstraße 30 77749 Hohberg

• 22.3. Ried-Apotheke Kehler Straße 48 77743 Neuried

Oliver Martini wird die Zeremonie mit Vertreter*innen der Stadtverwaltung, insbesondere des Teams der Abteilung Bürgerschaftliches Engagement, Ehrenamt und Beratung, vornehmen. Für die Baustellenführungen (16 und 17.15 Uhr) ist festes und geschlossenes Schuhwerk ebenso erforderlich wie sicheres Gehen; der Aufzug steht nicht zur Verfügung. Die Hausbesichtigung ist mit architektonischen und inhaltlichen Erläuterungen verbunden.

Wegen einer internen Fortbildungsmaßnahme bleibt das Bürgerbüro am Mittwoch, 18. März, ganztägig geschlossen. Bürgerbüro zu

Bürgerentscheid

Der Gemeindewahlausschuss hat das endgültige Ergebnis des Bürgerentscheids festgestellt: mit 15.656 Nein-Stimmen und 11.872 Ja-Stimmen wurde das 20-Prozent-Quorum von 9.328 Stimmen deutlich erreicht. Ein bindender Bürgerentscheid ist somit zustande gekommen.

OB-Sprechstunde

„Die Botschaft ist eindeutig“
OB Steffens zum Ergebnis des Bürgerentscheids

Das Ergebnis des Bürgerentscheids steht fest (siehe Meldung unten): Auf die Frage, „sind Sie für die Entwicklung des Sonderlandeplatzes zu einem Gewerbegebiet auf Offenburger Gemarkung?“ haben 43,1 Prozent mit Ja und 56,9 mit Nein gestimmt. Die Abstimmungsbeteiligung lag bei 60,3 Prozent. Dazu OB Steffens:

„Das Ergebnis ist deutlich. Eine klare Mehrheit der Offenburgerinnen und Offenburger hat am Sonntag Nein gesagt zur Entwicklung des Sonderlandeplatzes zu einem Gewerbegebiet. Diese Botschaft ist eindeutig, und ich nehme sie selbstverständlich an. Ohne Wenn und Aber. Sie wissen alle, dass ich in den vergangenen Wochen für ein Ja geworben habe. Und ich will auch heute Abend ehrlich zu Ihnen sein: Ich bin natürlich ein bisschen enttäuscht. Einfach deshalb, weil ich die Entwicklung des Sonderlandeplatzes nach wie vor für den besten Weg halte, um unseren Unternehmen dringend benötigte Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Für die Wirtschaft, für die Arbeitsplätze und letztlich

Impressum

Herausgeberin: Stadt Offenburg

Verantwortlich: Fabian Fallert

für die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt. Aber die Bürgerinnen und Bürger haben eine klare Entscheidung getroffen. Und ich habe in den letzten Wochen auch gespürt, dass es für viele Menschen eben nicht nur um die wirtschaftlichen Argumente ging, sondern auch um ein Gefühl. Ein Gefühl, dass da etwas verloren gehen könnte, das ihnen wichtig ist. Die Deutlichkeit des Ergebnisses zeigt mir: Hier ging es für viele um mehr als eine Sachfrage. Was heißt das jetzt? Der Sonderlandeplatz bleibt. Die wirtschaftlichen Herausforderungen, die bleiben allerdings auch. Der Gewerbeflächenmangel in Offenburg ist ein reales Problem. Und wir haben in den vergangenen Wochen nicht ohne Grund darauf hingewiesen, dass es keine einfachen Alternativen gibt. An dieser Einschätzung hat sich nichts geändert. Aber es ist die Aufgabe der Verwaltung, mit der Realität zu arbeiten, die die Bürgerinnen und Bürger uns heute gegeben haben. Das wird nicht leicht. Aber wir werden uns dieser Aufgabe stellen. Ich danke allen, die sich an dieser Debatte beteiligt haben.“

Redaktion: Gertrude Siefke (Leitung, ges), Telefon 0781/82-2572

Anja Walz (stv. Leitung, aw), Telefon 0781/82-2666

Marie-Christine Gabriel (mcg), Telefon 0781/82-2333

Mark Gregotsch (gr), Telefon 0781/82-2102

Christoph Lötsch (cl), Telefon 0781/82-2200

Simone Niedick (sni), Telefon 0781/82-2636

E-Mail: offenblatt@offenburg.de Organisationseinheit Marketing und Kommunikation

Hauptstraße 90, 77652 Offenburg

Veranstaltungskalender: offenblatt@offenburg.de

Austräger-Reklamation: Telefon 0781/9340-925

E-Mail: zustellung.offenblatt@der-guller.de www.offenblatt-zustellung.de

Verantwortlich für Anzeigen u. Beilagen: Christian Kaufeisen

Ansprechpartnerin: Maritta Herrmann, Telefon 0781/9340-162

E-Mail: werbung.offenblatt@der-guller.de

Mediadaten: www.der-guller.de/mediadaten-offenblatt

16.3. Gemeinderat, 17 Uhr, Salmen

Download unter ratsinfo.offenburg.de/buergerinfo/infobi.php.

Tagesordnung auf Seite 13. Sitzungsplan

Die nächste Bürgersprechstunde mit OB Marco Steffens findet am Montag, 23. März, statt. Die Anmeldung ist ab Montag, 16. März, unter der Telefonnummer 0781/82-2473 möglich. Da die einzelnen Termine immer sehr schnell vergeben sind, ist nur eine telefonische Anmeldung möglich. Eine Anmeldung per E-Mail geht nicht.

Herstellung: STADTANZEIGER Verlags-GmbH & Co. KG, Scheffelstraße 21, 77654 Offenburg

Vertrieb: STAZ + GULLER Vertriebsgesellschaft mbH, Luisenstraße 22, 7764 Offenburg

Druck: Reiff Zeitungsdruck GmbH, Marlener Straße 9, 77656 Offenburg

Redaktionsschluss: Montag, 17 Uhr

Erscheinungsweise: wöchentlich, jeweils sonntags, kostenlose Verteilung in alle Haushalte

Anzeigenschluss: Dienstag, 17 Uhr

Auflage: 30 500 www.offenblatt.de

Foto: Siefke

Überlebenswichtig für Insekten

Auf den Offenburger „Natur nah dran“-Flächen zeigen sich die ersten Farbtupfer/Webinar-Reihe

GRÜNFLÄCHEN Noch wirkt vieles grau und winterlich, doch auf einigen „Natur nah dran“-Flächen in Offenburg zeigen sich bereits die ersten Farbtupfer, die den Frühling einläuten. Die frühen Blühpflanzen sind nicht nur schön anzusehen. Sie sind überlebenswichtig für die ersten Insekten des Jahres, die sich ab Mitte Februar auf die Suche nach Nektar und Pollen machen.

Hummelköniginnen zählen zu den auffälligsten Frühstarterinnen. Deutlich größer als ihre später schlüpfenden Arbeiterinnen sind die Königinnen schon früh im Jahr auf der Suche nach Nahrung und geeigneten Nistplätzen. Nach dem Winter benötigen sie nun dringend Nektar und Pollen, um genügend Kraft für die Gründung eines neuen Volkes zu sammeln. Neben ihnen sind auch Mauerbienen und andere Wildbienenarten früh im Jahr aktiv.

Damit Frühblüher zum Nahrungsangebot der Insekten beitragen, dürfen sie nicht zu stark züchterisch verändert sein. Gefüllte Blüten oder eine unnatürliche Farbgebung führen häufig dazu, dass Blütenbesucher nicht an den begehrten Pollen gelangen oder die Blüte gar nicht erst als potenzielle Nahrungsquelle erkennen.

Im Rahmen des NABU-Projekts „Natur nah dran“ hat die Stadt Offenburg 2025 an fünf Orten im Siedlungsgebiet naturnahe Flächen angelegt. Die Flächen am Freizeitbad Stegermatt,

Schillergymnasium, Kindertagesstätte Ölberg, Im Böschmättle und Südring/Ahornallee erwachen nach und nach aus ihrer Winterruhe und beherbergen eine Vielzahl von Wildpflanzen, darunter auch wichtige Frühblüher. Hier können Bürgerinnen und Bürger entdecken, welche Arten jetzt schon blühen – und dabei Spannendes über ihre besondere Rolle im Naturhaushalt erfahren. Diese Frühblüher blühen jetzt auf unseren „Natur nah dran“-Flächen: Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) blühen weiß von Februar bis März. Ihre Blüten sind so konstruiert, dass sie Nektar und Pollen auch bei kühlem Wetter geschützt anbieten – eine wichtige Anpassung an die frühe Blütezeit.

Infoveranstaltung

NATUR & UMWELT Das Landratsamt Ortenaukreis lädt am Montag, 23. März, zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Asiatische Hornisse“ ein. Sie findet von 16 Uhr bis 18.30 Uhr im Großen Sitzungssaal des Landratsamts, Badstraße 20, statt. Zudem ist eine OnlineTeilnahme möglich.

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) breitet sich rasch in Europa aus und bringt erhebliche ökologische und wirtschaftliche Probleme mit sich. Besonders betroffen sind Honigbienen, da sie eine wichtige

Winterlinge (Eranthis hyemalis) blühen von Januar bis März und gehören damit zu den allerersten Blühpflanzen. Ihre offenen, schalenförmigen gelben Blüten sind gut zugänglich und werden von zahlreichen Wildbienenarten besucht, darunter auch die gut erkennbare Blauschwarze Holzbiene.

Kleine Traubenhyazinthe (Muscari botryoides) blüht blau von April bis Mai. Die nach unten geöffneten Glöckchen schützen das Innere der Blüten vor Feuchtigkeit. Außerdem haben sie eine spezielle Ausbreitungsstrategie: Fallen Regentropfen auf die Glöckchen oder werden sie vom Wind in Bewegung versetzt, werden die Samen herausgeschleudert und mit dem Wasser weitertransportiert.

über die asiatische Hornisse

Nahrungsquelle darstellen und gezielt von der Hornisse bejagt werden. Dadurch wird nicht nur die Imkerei wirtschaftlich geschädigt, sondern auch die Bestäubung vieler Kultur- und Wildpflanzen gefährdet. Darüber hinaus beeinflusst die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse das ökologische Gleichgewicht, weil sie heimische Insektenarten verdrängt und bestehende Nahrungsnetze in der Natur stört. Nach einer Begrüßung durch Landrat Thorsten Erny erwarten die Teilnehmer der

Informationsveranstaltung Beiträge und Fachvorträge von Michael Großer (Dezernent Ländlicher Raum Ortenaukreis), Erik Tebbe-Simmendinger (Regierungspräsidium Freiburg) und Carolin Rein (Leiterin Bienengesundheit Landesanstalt für Bienenkunde) sowie Diskussion und fachlicher Austausch. Nestbekämpfer Bernd Hogenmüller ist mit einem Stand vor Ort. Die Teilnahme ist kostenfrei, es wird um Anmeldung gebeten. Infos und der Link zur Veranstaltung unter www.ortenaukreis.de/AsiatischeHornisse.

Hintergrund

Offenburg wurde 2025 im Projekt „Natur nah dran“ gefördert. Die Förderung umfasst neben finanzieller Unterstützung unter anderem Schulungen für kommunale Mitarbeitende. Das Kooperationsprojekt „Natur nah dran“ von NABU und dem Land Baden-Württemberg wird gefördert durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Ziel ist es, Städte und Gemeinden dabei zu unterstützen, Grünflächen im Sinne der Biodiversität umzugestalten. Bis 2027 werden jährlich 15 Städte und Gemeinden gefördert. Seit 2016 wandelten 121 Kommunen bereits über 290.000 Quadratmeter naturnah um.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es im Internet unter www.naturnahdran.de

Thematische Webinar-Reihe

Frühblüher gedeihen nicht nur auf öffentlichen Flächen, sondern sind auch eine ökologische Bereicherung für den Privatgarten. Wer im eigenen Garten die Artenvielfalt unterstützen möchte, kann sich in der achtteiligen NABU-Webinar-Reihe „Ein Jahr im Naturgarten“ informieren. Der Einstieg ist zu jedem Termin möglich.

Kostenfreie Anmeldung ist unter www.MenschNatur.org/webinar möglich.

Kreisputzete

Die 8. Ortenauer Kreisputzete findet in der Aktionswoche von Montag, 23. März, bis Samstag, 28. März, statt. Bei der Kreisputzete ist jede helfende Hand willkommen. Teilnehmen können private Gruppen, Kindergartengruppen, Schulklassen, Vereine oder Firmen. Die teilnehmenden Gruppen wählen selbst einen geeigneten Termin im Aktionszeitraum, bei der Flächeneinteilung ist die Gemeinde behilflich. In Offenburg sind die Technischen Betriebe Ansprechpartnerinnen – E-MailAdresse: technische.dienste@ tbo-offenburg.de

Frühblüher wie Krokusse kommen jetzt zum Vorschein. Foto: Marquardt

Politisches Meinungsforum

Wahlnachlese

Bauen mit Maß und Ziel

Zuerst freut es mich ganz besonders, dass unser CDU-Kandidat Volker Schebesta so ein großartiges Wahlergebnis bei den Erststimmen erreicht hat und mit dem Direktmandat unseren Wahlkreis weiter im Landtag erfolgreich vertreten wird. Auch gratuliere ich unserer Gemeinderats-Kollegin Maren Seifert von den Grünen zu ihrem Ersteinzug in den Landtag. Sehr gut ist, dass wir nun wieder durch zwei Abgeordnete von Offenburg im Landtag vertreten sein werden. Die CDU hat mit dem Spitzenkandidaten Manuel Hagel respektable Zugewinne vorzuweisen. Mit einem Abstand von nur 0,5 Prozent hat Cem Özdemir diese Landtagswahl für die Grünen gewonnen. Als gute Demokraten respektieren wir den Wählerwillen und erwarten, dass eine positive Weichenstellung für unser Land vorangebracht wird. Die Stärkung unserer Wirtschaft sehe ich als die vordringlichste Aufgabe der neuen Landesregierung. Der Arbeitsplatzverlust, die Schwäche bei der Wettbewerbsfähigkeit, muss mit zielgerichteten Instrumenten zügig gestoppt werden. Sehr enttäuscht hat mich der Ausgang des Bürgerentscheids, wo 57 Prozent der Bürger mit «Nein» für ein neues Gewerbegebiet abgestimmt haben. Es sind wohl die gleichen Bürger, die auch Erwartungen gegenüber der Stadt haben, die Geld kosten. Es sind auch Bürger, die einen Arbeitsplatz haben oder suchen, deren Kinder oder Enkelkinder später einen Ausbildungsplatz benötigen, aber die nun mit ihrem Votum ein wirtschaftliches Wachstum ihrer Heimatstadt verhindert haben.

Das abgesperrte Sonderlandeplatz-Gebiet war doch nie ein öffentliches Naherholungsgebiet. Magerwiesen, Biotope mit vergleichbarer Flora & Fauna gibt es noch zu Hauf im Raum Offenburg.

Diese widersprüchliche Allianz von 200 Fliegern, die viel Fläche für ihr Hobby brauchen, die mit klimaschädlichem Treibstoff, mit entsprechendem Lärm tagsüber fliegen und dem Naturschutzbund sowie u.a. einer Bürgerinitiative hat es mit cleverem Online-Marketing und Verbreiten von Nostalgiegefühl geschafft, die Emotionen der Bürger anzusprechen um dieses nicht zukunftsfähige Ergebnis zu erreichen. Damit wurde klar ein STOP-Schild für unsere Wirtschaft aufgestellt !

Werner Maier

Seit Oktober 2025 waren es für mich als NeuStadträtin aufregende Monate: erst die alten Bäume schützen zu wollen und dann kam –hoppla – das Gewerbegebiet am Flugplatz auf die Tagesordnung. Obwohl die Studie dazu noch nicht mal abgeschlossen war, sollte mit der Landtagswahl das 20 Hektar große Gewerbegebiet gesichert werden. Wir Grünen fragten, warum diese Eile? Warum einen überstürzten Bürgerentscheid zu einer so weitreichenden Frage, die auch zukünftige Generationen betrifft?

Anstatt im Vorfeld Konsens herzustellen (z.B. NABU, BUND, KfUTD, Fliegergruppe, Anrainer und auch uns) wurde der Bürgerentscheid im Gemeinderat schnell auf den Weg gebracht. Wir Offenburger*innen wurden mit aufgehübschten, grünleuchtenden Hochglanzbroschüren überzogen.

Die Entscheidung der Offenburger*innen ist seit dem letzten Wochenende bekannt! Jetzt kann es weitergehen: 10 Hektar im Norden des Flugplatzes sind für Gewerbegebiete nutzbar. Die Nachverdichtung im Stadtraum bleibt eine Notwendigkeit.

Wir Grüne schauen weiter darauf, dass Offenburg ein attraktiver Wirtschaftsstandort bleibt und sich nachhaltig entwickelt. Wir fordern von der Stadt eine zukunftsfähige Planung für Mensch, Wirtschaft und Natur. Nur überzeugende Lösungen – z.B. unseres Wohnungsproblems – können verhindern, dass in Zukunft noch mehr Bürger*innen ihr Heil in einfachen und demokratiefeindlichen Angeboten suchen.

Der Entwurf des Doppelhaushaltes 2026/2027 ist gerechnet. Auch ohne das «ungewollte» Gewerbegebiet wird keine Kita geschlossen und die Stadt kann die angestrebten Großprojekte finanzieren. Die Mitarbeiter*innen der Stadt Offenburg machen gute Arbeit und sind motiviert.

Wir bedanken uns bei den Offenburger*innen für die Zustimmung als stärkste Kraft mit 31,6 Prozent. Das spornt uns an, weiter mit Maß und Ziel Lösungen für unsere zukünftige Stadtentwicklung zu suchen.

Wir gratulieren Maren Seifert zu ihrem Einzug in den Landtag und wünschen ihr viel Erfolg. Für ihre engagierte Fraktionsleitung danken wir ihr sehr.

Benigna Bacher

Nachlese Bürgerentscheid

Enttäuscht nehmen wir das Ergebnis des Bürgerentscheids zur Entwicklung eines Gewerbegebiets auf dem Sonderlandeplatz zur Kenntnis. Wir haben uns als kommunalpolitischer Verein gemeinsam mit CDU, FDP und SPD mit großer Überzeugung für dieses Projekt eingesetzt, weil wir darin eine wichtige Chance für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt gesehen haben. Ein neues Gewerbegebiet hätte erhebliche Möglichkeiten eröffnet: neue Arbeitsplätze, zusätzliche Einnahmen für den kommunalen Haushalt und langfristige Perspektiven für Unternehmen vor Ort. Vor diesem Hintergrund fällt es uns schwer nachzuvollziehen, dass sich die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger gegen diesen Weg entschieden hat.

Gleichzeitig respektieren wir selbstverständlich das Ergebnis des Bürgerentscheids. Bürgerbeteiligung ist ein zentraler Bestandteil unserer kommunalen

Demokratie und die Entscheidung der Wählerinnen und Wähler ist verbindlich. Unser Engagement in der Debatte war stets von der Überzeugung getragen, dass unterschiedliche Positionen offen diskutiert werden müssen, um gemeinsam die besten Lösungen für Offenburg zu finden.

Der Ausgang des Bürgerentscheids bedeutet jedoch nicht, dass die grundlegenden Herausforderungen verschwunden sind. Die Frage, wie unsere Stadt wirtschaftlich stark bleibt, hiesige Unternehmen am Standort Offenburg expandieren können, neue Arbeitsplätze entstehen und die kommunalen Finanzen langfristig gesichert werden können, bleibt weiterhin aktuell.

Wir werden uns deshalb auch weiterhin konstruktiv in die kommunalpolitische Diskussion einbringen. Unser Ziel bleibt es, tragfähige Perspektiven für die Zukunft unserer Stadt zu entwickeln und gemeinsam mit Bürgerschaft, Politik und Wirtschaft Lösungen zu finden, die Wohlstand, Lebensqualität und Nachhaltigkeit miteinander verbinden.

Wir danken allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich sachlich und engagiert an der Diskussion beteiligt haben und von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht haben.

Stefan Konprecht

Benigna Bacher
Stefan Konprecht
Werner Maier

Die Beiträge für das Politische Meinungsforum auf den beiden Seiten 4 und 5 werden inhaltlich von den Fraktionen im Gemeinderat verantwortet.

Lassen Sie Kinder Kinder sein!

Es ist ja nicht das erste Mal, dass ich auf den für Lehrer zur Neutralität verpflichtenden §38 Schulgesetz Baden-Württemberg verweisen muss. Zudem hat der Beutelsbacher Konsens nach wie vor Gültigkeit. In den vergangenen Monaten, insbesondere im Landtagswahlkampf, haben mich immer wieder Kinder aus Offenburger Schulen angesprochen und mir ein Bild der politischen Indoktrination an mehreren Schulen gezeichnet. Ich nenne keine Schulen und Lehrer, gleichwohl sind uns diese bekannt. Das muss aufhören!

Um die kommunale Jugendarbeit scheint es keinen Deut besser bestellt zu sein. Vor geraumer Zeit war das schon deutlich geworden, als damals das Sommerferienprogramm nach einem Hinweis der CDU-Fraktion auf linksextreme Angebote eingestampft und überarbeitet werden musste. Aufmerksam auf das Thema wurden wir kürzlich erneut, als es in der Beschlussvorlage 007/26 um die Kenntnisnahme «Sachstandsbericht zur kommunalen Jugendarbeit in Offenburg» ging. Dank des Nachhakens meines Kollegen Michael Fey konnten wir in Erfahrung bringen, welche Organisationen hier auf Jugendliche losgelassen werden. Wir fordern auch hier strikte Neutralität. Das kostet ja sicher Steuergeld. Wie stark der warme Geldregen ist, werden wir gesondert im Detail nachfragen. Bei der Jugendarbeit darf es weder Einflussnahmen gegen Linke, SPD, CDU oder Grüne geben, aber ebenso wenig gegen die AfD. Bei der Durchsicht der Organisationen sind uns einige ins Auge gestochen, die explizit massiv Stimmung gegen die AfD machen. Darunter der linksextreme Haufen «Aufstehen gegen Rassismus» von Jenny Haas und Konsorten. Wir fordern, dass künftig bei Organisationen, die sich in der städtischen Jugendarbeit engagieren, strikt Neutralität und das Aussparen politischer Indoktrination eingefordert werden. Sollte das innerhalb der Stadtverwaltung nicht funktionieren, wollen wir künftig keinen Sachstandsbericht zur Kenntnisnahme, sondern Mitbestimmung. Über die Einhaltung der Neutralitätspflicht können wir gerne einen Bürgerentscheid initiieren. Ich denke, es ist im Interesse aller, dass Kinder und Jugendliche nicht mehr im Stile der DDR bearbeitet werden. Lassen Sie die Kinder Kinder sein! Taras Maygutiak

Gemeinsam neue Lösungen finden

Eine Mehrheit der Offenburger Bevölkerung hat sich gegen die Entwicklung des Sonderlandeplatzes zu einem Gewerbegebiet ausgesprochen. Dieses Ergebnis respektieren wir selbstverständlich. Ein Bürgerentscheid ist ein starkes Instrument der direkten Demokratie und seine Entscheidung gilt. Wir sind dennoch enttäuscht über dieses Ergebnis. Wir haben uns in den vergangenen Monaten gemeinsam mit CDU/FDP und den Freien Wählern Offenburg in Verantwortung für die Stadt für die Entwicklung der Fläche eingesetzt, weil wir darin eine wichtige Chance für die wirtschaftliche Zukunft unserer Stadt gesehen haben. Offenburg ist eine Stadt mit einem starken Mittelstand. Viele unserer Unternehmen sind hier gewachsen, schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze und prägen die wirtschaftliche Stabilität unserer Region. Gleichzeitig gibt es in Offenburg keine größeren zusammenhängenden Gewerbeflächen, die Betrieben Entwicklungsmöglichkeiten bieten können.

David gegen Goliath

Unser gemeinsames Anliegen war es deshalb, Perspektiven für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt zu sichern. Denn wirtschaftliche Stärke bildet auch die Grundlage dafür, dass wir als Kommune unsere sozialen und gesellschaftlichen Aufgaben erfüllen können: Gute Betreuungsangebote in Kindergärten und Schulen, eine starke Feuerwehr, Unterstützung für Vereine, Kulturund Sportangebote, sichere öffentliche Räume durch den Kommunalen Ordnungsdienst, Stärkung der Ortschaften, Familien,- Senioren- und Sozialpass und vieles mehr.

Ein großer Teil dieser Leistungen wird durch Gewerbesteuereinnahmen ermöglicht.

Wir fürchten nun, dass die kurzfristig getroffene Entscheidung gegen weitere Gewerbeflächen mittel- und langfristig den Handlungsspielraum der Stadt auch für kommende Generationen einschränken wird und dies die Bürgerinnen und Bürger spüren werden. Gleichzeitig bleibt auch für die SPD die Aufgabe bestehen, Lösungen zu finden, damit Offenburg auch künftig stark bleibt und seine sozialen und gesellschaftlichen Aufgaben erfüllen kann.

Martina Bregler

G. Zampolli

Wir bedanken uns herzlich bei ALLEN Offenburgern, die sich am Bürgerentscheid beteiligt haben. Das hohe Quorum der Beteiligung mit 60,5 Prozent verdeutlicht, wie wichtig vielen Bürgern das Potenzial unseres Flugplatzes und unserer Stadt ist. Wir, von der FBO, haben in unserem Antrag «Erhalt des Offenburger Flugplatzes» im August 2025 klar angekündigt, dass wir einen Bürgerentscheid herbeiführen werden, sofern der Gemeinderat unserem Antrag nicht folgen sollte. Mit dieser klaren Ankündigung sah sich die Stadtverwaltung wohl genötigt, den Bürgerentscheid selbst zu initiieren. Der nun vorliegende Erfolg bestärkt uns als kleinste Fraktion, künftig weiterhin basisdemokratische Mittel einzufordern. Das Ergebnis zeigt eine klare Mehrheit gegen die Transformierung des «Sonderlandeplatzes» zu einem Gewerbegebiet. Wir freuen und begrüßen dieses basisdemokratische Votum: Nach uns vorliegender Rechnung haben von 60 Wahlbezirken 3 PRO Gewerbegebiet und 57 PRO Flugplatzerhalt gestimmt. Unser besonderer Dank gilt allen ehrenamtlichen und wohlgemerkt unbezahlten Unterstützern, allen voran Rolf Leonhardt PRO FLUGPLATZ (in 2003 mit 7016 Unterschriften) in Zusammenarbeit mit der Fliegergruppe, den Bürgervereinen Hildboltsweier, Uffhofen, Albersbösch, Ralph Fröhlich, Nabu, Anglerverein Hohberg, Hagelfliegern, sowie der Arbeitsgruppe V0 Hohberg um Helmut Isen, u.a., die bereits jahrelang mit ihrem Engagement und vielen Gesprächen gegen professionell engagierte Verwaltungs-Aktivisten dieses Ergebnis ermöglicht haben. Das Quorum zeigt: Die Menschen in Offenburg wollen bei wichtigen Entscheidungen über ihre Stadt mitbestimmen und nicht ausschließlich den Vorgaben von Stadtseite folgen. Bürgerschaftliches Engagement ist zwar mühselig, aber lohnt sich! Die vortrefflich gesteuerte Kampagne der Stadtverwaltung mit horrenden Steuergeldern ist kläglich gescheitert. Das ist ein Signal – gegen Machtarroganz und Geldsäckel – das allen Beteiligten eine Lehre sein sollte! Wir schlagen nun vor, zeitnah mit der Bahn hinsichtlich ihres enormen brachliegenden Areals Gespräche zu führen. Vielen Dank für dieses Ergebnis.

Silvano G. Zampolli

Silvano
Taras Maygutiak

Wie digital ist Offenburg?

Bis 30. April Umfrage zur Nutzerfreundlichkeit

Ob Online-Terminvergabe oder Kita-Anmeldung – digitale Dienste sind auch in Offenburg längst Teil des Alltags. Damit sie das Leben wirklich erleichtern, müssen sie nutzerfreundlich sein. Hier setzt der erste bundesweite Nutzerklima-Test 2026 an: Der gemeinnützige Verein UIG e. V. will herausfinden, wie nutzerfreundlich digitale Angebote in deutschen Städten sind.

Bürgerinnen und Bürger aus deutschen Städten (ab 5.000 Einwohner*innen) sind bis 30. April 2026 aufgerufen, ihre Erfahrungen mit städtischen digitalen Services zu teilen. Welche Services funktionieren reibungslos, wo besteht Nachholbedarf? Die Umfrage erfasst genau diese Fragen und gibt Städten konkrete Hinweise, wo ihre digitalen Angebote verbessert werden können. Durch die Teilnahme wird nicht nur die Nutzerfreundlichkeit der digitalen Services transparent, sondern auch der digitale Wandel in den Städten aktiv mitgestaltet. Die Auswertung erfolgt anonym. Städte, in denen die Umfrage genügend Teilnehmende erreicht (je nach Einwohnerzahl mindestens 50 bis 100 Teilnehmende) werden in einem öffentlichen Ranking zur Nutzerfreundlichkeit gelistet. Dieses Ranking schafft Transparenz über den Stand der nutzerfreundlichen

Digitalisierung in den Kommunen und motiviert die Städte, ihre Bürgerinnen und Bürger aktiv zur Teilnahme zu ermuntern. Alle Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahren, die die digitalen Angebote der Stadt Offenburg nutzen, können mitmachen. Die Umfrage dauert etwa sieben Minuten, alle Antworten werden anonym ausgewertet.

Alltagstauglich

Der Nutzerklima-Test wird vom UIG e.V. durchgeführt. Der gemeinnützige Verein bringt Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis zusammen. Er stellt ein Netzwerk, Wissen und Services zur Unterstützung der Nutzerfreundlichkeit von Organisationen bereit und bietet nutzerfreundliche digitale Services für das alltägliche Leben von Menschen im städtischen Kontext an.

Zur Umfrage: www.offenburg. link/nutzerklima

Der Heimat ein Stück näher

Brasilianische Frauen in der Ortenau

Seit Dezember 2025 trifft sich die ehrenamtlich organisierte Selbsthilfegruppe „Brasilianische Frauen in der Ortenau“ in der Abteilung Bürgerschaftliches Engagement, Ehrenamt und Beratung, Am Marktplatz 5. Ziel des Projekts ist, brasilianischen Frauen bei der Integration in Offenburg und Umgebung behilflich zu sein. Denn der Alltag in der Ferne kann mitunter herausfordernd sein. Dieser Weg müsse allerdings nicht alleine gegangen werden, davon ist Projektleiterin Daniela Siebert überzeugt. Sie lädt zu den zweimonatlichen Treffen ein – die Zusammenkünfte sollen sich „wie ein Stück Heimat“ anfühlen.

An erster Stelle steht das Acolhimento, das herzliche Willkommenheißen. Es geht darum, einen geschützten Raum zu schaffen, in dem jede Frau gehört wird. Siebert weiter: „Wir tauschen Erfahrungen aus, unterstützen uns gegenseitig bei

der Integration und schöpfen gemeinsam Kraft für die Herausforderungen des Lebens fern der Heimat.“ Für die gemeinsame Kaffeepause werden die Teilnehmerinnen gebeten, eine Kleinigkeit mitzubringen – ob Kuchen oder herzhafte Snacks. Auf diese Weise wird nicht nur das Essen geteilt, sondern auch Zuneigung, Unterstützung und Gemeinschaft. Es findet eine Reflexionsrunde mit Impulsen statt, die dabei hilft, gemeinsam zu wachsen und die Hürden der Migration mit neuer Energie zu meistern.

Die Treffen finden an jedem dritten Sonntag von 10 bis 13 Uhr in den ungeraden Monaten (Januar, März, Mai, Juli, September und November) statt.

Bei Interesse: Sekretariat der Abteilung Bürgerschaftliches Engagement, Ehrenamt und Beratung, Telefon 0781/82 2222 oder E-Mail engagement@offenburg.de

Psychothriller von Lydia Barzyk

Wie gut kennen wir die Menschen, die uns am nächsten stehen? Mit dieser zentralen Frage eröffnet die 33-jährige Autorin Lydia Barzyk aus Kehl ihren Psychothriller „Die andere Seite“, erschienen im Pink Voss Verlag. Am Mittwoch, 18. März, um 20 Uhr ist die Juristin im Schillersaal zu Gast. Die Lesung findet im Rahmen einer Benefizveranstaltung des Zonta-Club Offenburg-Ortenau statt. Mit psychologischer Raffinesse und feinem

Gespür für Spannung entwickelt die Autorin eine Geschichte über Macht, Manipulation und die dunklen Seiten zwischenmenschlicher Beziehungen. Die Benefizlesung verbindet literarische Hochspannung mit gesellschaftlichem Engagement: Der Erlös des Abends kommt sozialen Projekten in der Region zugute. Vorverkauf bei der Parfümerie Weber. Und Abendkasse. www.benefizlesungzonta. eventbrite.de.

Frauenpower auf Brasilianisch.
Foto: privat

Start für Neugestaltung

Klimahain auf dem Marktplatz wird angelegt

STADTENTWICKLUNG Die umfangreichen Bauarbeiten zur Neugestaltung des Offenburger Marktplatzes beginnen am Montag, 16. März. Im Mittelpunkt steht der neue Klimahain mit 21 neu gepflanzten Bäumen, darunter Feldahorn, Rotahorn, Späths Erle und Amberbaum. Die Bäume werden bei der Pflanzung bereits eine Höhe von 3,5 bis vier Metern aufweisen und sorgen langfristig für mehr Schatten und ein besseres Stadtklima. Die vier bestehenden Bäume auf dem Platz bleiben erhalten.

Die Arbeiten sind besonders komplex, da sie auf einer weiterhin genutzten Tiefgarage stattfinden. Trotz der Baustelle bleibt die Tiefgarage am Marktplatz während der gesamten Bauzeit durchgehend geöffnet und nutzbar. Auch alle umliegenden Geschäfte sind jederzeit fußläufig erreichbar. Die Platzmitte wird während der Bauphase gesperrt, die Randbereiche bleiben für Fußgänger*innen frei zugänglich. Im ersten Schritt werden ca. 550 m² der gepflasterten Platzoberfläche zusammen mit dem kompletten Aufbau auf der

Tiefgaragendecke entfernt. Dann werden das Wasserspiel und die Verankerungen der Zeltkonstruktion demontiert.

Im Anschluss kommt dann eine zusätzliche Abdichtung unter den gesamten Bereich des Klimahains. Diese Arbeiten dauern voraussichtlich 8 bis 10 Wochen. Später wird der Einbau des Pflanzensubstrats erfolgen, das für die Pflanzung der Bäume notwendig ist. Die weiteren Schritte umfassen die Pflanzung der Bäume, den Einbau eines Bewässerungssystems inklusive eines neuen Wasserspiels sowie die Installation von Sitzbänken rund um den Klimahain.

Nach Abschluss der Bauarbeiten im Oktober 2026 wird der Marktplatz durch den neuen Klimahain, barrierefreie Zugänge, Sitzmöglichkeiten, Wasserspiele und moderne Schattenspender deutlich aufgewertet. Der südliche Bereich bleibt flexibel für Veranstaltungen nutzbar. Mit dem Umbau setzt Offenburg ein Zeichen für eine klimafreundliche, lebenswerte und attraktive Innenstadt. Der Klimahain wird gefördert durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.

So soll es künftig auf dem Marktplatz aussehen. Entwurf: Stadt

Pflegestützpunkt unterwegs

Der Pflegestützpunkt Ortenaukreis, Zentrale Offenburg, bietet von 9 bis 12 Uhr Außensprechstunden an. Interessierte können ohne Anmeldung vorbeikommen.

Die Außensprechstunden finden in der kommenden Woche an folgenden Terminen statt: am Montag, 16. März, im Bürgerhaus Bühl, Ortsverwaltung, Bühler Straße 50; am Dienstag, 17. März, im Bürgerservice Gengenbach, Adlergasse 1; am

Benefizkonzert. Der Rock-Pop Chor Unerhört unter der Leitung von Petra Rosenberg-Dufner präsentiert am Samstag, 21. März, um 19 Uhr in der Herz-Jesu-Kirche in Rammersweier ein Benefizkonzert zugunsten des Kinder- und Familienhospizdienstes Ortenau e.V. Der Eintritt ist frei, Spenden erbeten. Der Chor präsentiert mit Unterstützung des Vocalensembles Sweet Dreams und den Gesangssolisten Alexander Boschert, Stephanie Müller und Armin Dufner sowie drei Instrumentalisten aus der Region englische und deutsche Rock-Pop Songs. Die Chorleitung und Gesamtorganisation dieses Benefizkonzertes liegt in den Händen von Petra Rosenberg-Dufner. Sie ist dafür bekannt, sehr individuelle Programme zu erstellen.

Neun Fotofreund*innen. Für sechs Monate sind die Arbeiten der „Sieben Fotofreunde“, die inzwischen

neun Fotofreund*innen geworden sind, in den Räumen der Praxis Carsten Döring, Berthavon-Suttner-Straße 3, zu sehen. Es stellen aus: Mona Cristescu, Eli Pfaff, Christian Daumann, Jürgen Kliebenstein, Peter Link, Christina Döring, Raphael Jung, Ronja Renko und Annegret Götz. Zu sehen während der Praxiszeiten und nach Vereinbarung.

Offenes Nähen. Jeden Mittwoch von 18 bis 21 Uhr findet im „Treff im Park“, Stegermattstraße 22, ein offenes Nähen statt. Teilnehmende können an eigenen Projekten arbeiten, Reparaturen durchführen oder nach Schnittvorlagen nähen. Es wird eine Teilnahmegebühr erhoben. Nähutensilien, eine Schere, Stoff und, falls gewünscht, die eigene Nähmaschine sind mitzubringen. Informationen gibt es unter Telefon 01515/3741574 oder www.sfz-offenburg.de/ innenstadt.

Mittwoch, 18. März, im Stadtteil- und Familienzentrum Albersbösch, Außenstelle Haus Rabe, Drosselweg 2 – und am Donnerstag, 19. März, in der Ortsverwaltung Niederschopfheim, Hauptstraße 63. Bei Fragen: Pflegestützpunkt Ortenaukreis, Zentrale Offenburg, Telefon: 0781/82-2337, -2531 oder -2593; psp-ortenaukreis@offenburg.de oder www. pflegestuetzpunkt-ortenaukreis.de.

Jetzt einsteigen!

JOB-TICKET

Mit Bus und Bahn zur Arbeit

Das Fahrkarten-Abo ab 44,40 € mtl. für alle Berufspendler im Ortenaukreis.

Mehr Informationen per Telefon unter 0781 / 966 789 910 oder im Web www.ortenaulinie.de/jobticket

Kurz notiert
Mehr Infos

Perspektivwechsel gefordert

Ein Podiumsgespräch zu „Prostitution in Deutschland – Perspektivwechsel für eine menschenwürdige Politik“ findet am Freitag, 20. März, 19 Uhr, im Salmen, Lange Straße 52, statt. Der Eintritt ist frei. Unter der Moderation von Zarah-Louise Roth werden miteinander sprechen: Jörg Kuebart, Vorsitzender von Zeromacho Deutschland e.V. -Männer sagen NEIN zu Prostitution (siehe nebenstehendes Interview), Brigitte Schmid-Hagenmeyer, Psychologische Psychotherapeutin, Traumatherapeutin, Manuela Schon, Fachreferentin lokale Umsetzung

Istanbul-Konvention, kommunales Frauenreferat Wiesbaden, Autorin und Iris Janke, Leitende Oberstaatsanwältin, Staatsanwaltschaft Offenburg. Es geht bei der Diskussion um die Frage: Welche Optionen für eine menschenwürdige Politik bestehen bzgl. Prostitution und Sexkauf in Deutschland? Es tauschen sich Fachleute aus Justiz, Verwaltung, Gesundheitswesen und Zivilgesellschaft dazu aus. Diese Veranstaltung begleitet die Sonderausstellung „gesichtslos“, die noch bis zum 22. März im Museum im Ritterhaus gezeigt wird.

Achtsam mit Kindern

Wie gelingt ein liebevoller und achtsamer Umgang mit Kindern – auch in stressigen Situationen? Die Evangelische Erwachsenenbildung Ortenau lädt am Samstag, 21. März, von 13 bis 18 Uhr zum Workshop: „Die Kunst, Kinder empathisch und gelassen zu begleiten – Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg“ein. Die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) bietet eine wertschätzende Methode, um das Verhalten von Kindern besser zu verstehen und hinter scheinbar „herausforderndem Verhalten“ ihre wahren Bedürfnisse zu erkennen. Statt

Machtkämpfe zu führen, steht ein respektvoller, verbindender Dialog im Mittelpunkt – für eine tragfähige Beziehung und mehr Leichtigkeit im Miteinander. Der Workshop bietet Raum für Austausch und praktische Übungen. Referentin ist Ulrike Braunstein, Erzieherin, Mediatorin und Begleiterin in Gewaltfreier Kommunikation. Anmeldeschluss ist der 16. März.

Infos und Anmeldung unter Telefon 0781 93222930, per E-Mail an eeb.ortenau@kbz.ekiba.de oder www.eeb-ortenau.de

Interview

„Männer sind in der Pflicht“

Podiumsdiskussion über Prostitution

Im Rahmen der Ausstellung „gesichtslos - Frauen in der Prostitution“ findet am 20. März ein Podiumsgespräch mit dem Titel „Prostitution in Deutschland - Perspektivwechsel für eine menschenwürdige Politik“ statt. Auf dem Podium wird auch Jörg Kuebart sprechen. Er ist Vorsitzender von „Zeromacho Deutschland e.V. - Männer sagen NEIN zu Prostitution“. Zeromacho ist Teil eines internationalen Netzwerks, in dem Männer gegen Sexkauf und für echte Gleichberechtigung eintreten.

Herr Kuebart, warum engagieren Sie sich bei Zeromacho Deutschland e.V.? Jörg Kuebart: Über den Verein SISTERS e.V. habe ich von dem Leid der vielen Frauen erfahren, die in der Prostitution arbeiten, meistens unter Zwang und z. T. als Sklavinnen, die für irgendwelche Profiteure arbeiten, selbst dabei schwere psychische und physische Schäden davontragen. Deshalb habe ich das Zeromacho-Manifest unterzeichnet, das unter anderem fordert, dass auch die Männer weiter an einer allgemeinen Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau arbeiten müssen, dazu gehört auch eine selbstbestimmte Sexualität auf Augenhöhe. Keine Frau darf käuflich sein, dafür kämpfe ich.

Warum ist es Ihnen und Ihrem Verein wichtig, dass Männer sich für ein Sexkaufverbot aussprechen?

Kuebart: Im System Prostitution sind vor allem Männer die Täter, als Loverboys, Zuhälter, Bordellbesitzer oder eben als

Freier. Als Männer, die Prostitution und die Käuflichkeit von Frauen klar ablehnen, dürfen und können wir das nicht hinnehmen. Gleichzeitig ist es leider immer noch Realität, dass männliche Stimmen in Politik und Öffentlichkeit oft mehr Gewicht haben. Gerade deshalb sind wir in der Pflicht, unsere Stimme zu erheben und dem Thema zusätzliche Sichtbarkeit und politische Relevanz zu geben. Nach wie vor wird das Thema Prostitution in einem gesellschaftlichen Dunkelfeld gehalten, da die Mehrheit der Bevölkerung die bestehenden Zustände ablehnen würde, wenn sie mehr darüber wissen würden. Daher wollen wir aufklären, informieren, sensibilisieren und vor allem mobilisieren für eine Einführung des Nordischen Modells – siehe meine Antwort auf die dritte Frage.

Was wünschen Sie sich mit Blick auf die Themen Sexkauf und Prostitution zukünftig für Deutschland?

Kuebart: Wir brauchen eine radikale Veränderung der Prostitutionsgesetzgebung in Richtung Nordisches Modell nach dem skandinavischen oder französischen Vorbild, also ein Sexkaufverbot mit Kriminalisierung der Freier, Entkriminalisierung der Frauen in der Prostitution, Ausstiegshilfen und Aufklärung der Bevölkerung über die Folgen der Prostitution. Der Mythos vom „ältesten Gewerbe der Welt“ verharmlost die realen Zustände in der Prostitution und verdeckt Gewalt und Ausbeutung. In einer Welt, die Frauen zur Ware degradiert, wollen wir nicht leben.

Sagt deutlich JA zum Sexkaufverbot: Jörg Kuebart. Foto: Andrea Fabry

Effiziente Infrastruktur schaffen

Projekt mit der Hochschule will Betreiber von Lkw-Flotten und Wasserstofftankstellen vernetzen

HOCHSCHULE Die politischen Kohlenstoffdioxid-AusstoßMinderungsziele für den Mobilitätsektor stellen den Schwerlastverkehr aktuell vor große Herausforderungen. Unter den für emissionsfreie Fernfahrten in Frage kommenden CO2-neutralen Energieträgern gilt der „grüne“, mittels Elektrolyse aus erneuerbaren Energien gewonnene Wasserstoff (H2) als wichtiges Element.

Der Hochlauf der Wasserstoffmobilität im Schwerlastverkehr hängt jedoch maßgeblich von einer effizienten Infrastruktur ab. Damit Logistikunternehmen verlässlich planen können, müssen Daten über H2-Verfügbarkeiten, Tankstellen-Standorte und Preise in Echtzeit fließen. Dies scheitert bisher aber oft noch an inkompatiblen IT-Systemen. Doch wie kommunizieren Transportmanagementsysteme (TMS) und TankstellenSoftware optimal miteinander?

Genau das will das Verbundprojekt HyConnect, an dem auch die Hochschule Offenburg beteiligt ist, herausfinden und eine digitale Plattform, die Logistiker und Tankstellenbetreiber nahtlos vernetzt, entwickeln. Die Forschungsgruppe Digital Supply Chain (DSC) der

Hochschule Offenburg verantwortet dabei zwei zentrale technologische Säulen des Projekts und wendet modernste KI-Methoden an, um die technologischen Hürden zu überwinden. Zum einen wollen die DSC-Mitglieder die Anbindung der Vielzahl unterschiedlicher Datenaustauschschnittstellen von Logistik-TMS und Tankstellen-Software an die HyConnect-Plattform KI-basiert automatisieren. Dafür nutzen sie Large Language Models (LLMs), die automatisiert den benötigten Softwarecode generieren sollen. Dieser innovative Weg soll die manuelle, zeitaufwendige Programmierung zur Anbindung einzelner Schnittstellen überflüssig machen. Zum zweiten entwickeln die Forschenden

einen KI-basierten Ansatz, der eine marktgerechte Preisgestaltung ermöglicht. Dies schafft Transparenz und ökonomische Anreize für Spediteure und Tankstellenbetreibende. „Derzeit evaluieren wir, welche TMS bei den Logistikunternehmen und welche Software bei den Tankstellenbetreibenden im Einsatz sind, und welche Daten diese nutzen, um genauer zu verstehen, welche Daten über die Plattform ausgetauscht werden müssen“, erklärt DSCLeiter Theo Lutz. Anschließend geht es an die Entwicklung der Plattform, die das Wasserstofftanken durch eine intelligente Reservierungsfunktion und dynamische Preismodelle so effizient und planbar wie möglich gestaltet. Ein besonderes

Beratung über Übernachtungssteuer

Die Planungen zur Einführung einer Übernachtungssteuer in Offenburg nehmen konkrete Formen an. Der Haupt- und Bauausschuss befasst sich am 23. März erstmals mit einem von der Verwaltung erarbeiteten Satzungsentwurf. Dies geschah im Auftrag des Gemeinderats und geht zurück auf eine Initiative der Gemeinderatsfraktion der Freien Wähler Offenburg (FWO) im Sommer 2025. Die Grundidee des Fraktionsantrags damals: Übernachtungsgäste über eine Gästepauschale an den Kosten der städtischen Infrastruktur zu beteiligen.

Offenburg verzeichnet seit Jahren kontinuierlich steigende Übernachtungszahlen. 2024 stellte die Kinzigstadt mit 217.218 Übernachtungen abermals eine neue Bestmarke auf.

Eine Übernachtungssteuer würde dafür sorgen, dass Tourist*innen und Geschäftsreisende, welche die städtische Infrastruktur während ihre Aufenthalts mitnutzen, auch anteilig an deren Finanzierung beteiligt werden. Der von der Stadt erarbeitete Satzungsentwurf sieht eine pauschale Steuer von 3,50 Euro pro Übernachtung vor, erläutert Katharina Schubert, kommissarische Fachbereichsleiterin Finanzen der Stadt Offenburg. „Die pauschale Abrechnung ist für unsere Beherbergungsbetriebe die unbürokratischste Lösung.“ Kinder und Jugendliche sind laut Vorlage von der Erhebung ausgenommen. Die Kämmerin ergänzt: „Für die Beherbergungsbetriebe ist die Übernachtungssteuer ein durchlaufender Posten“, denn:

Augenmerk liegt dabei auf der Praxisnähe: Nach der Entwicklungsphase wird der Prototyp der Plattform im Live-Betrieb mit den beteiligten Partnern getestet. Die Ergebnisse von HyConnect sollen maßgeblich dazu beitragen, die digitale Infrastruktur für alternative Antriebe im Schwerlastverkehr zu professionalisieren und den Ausbau nachhaltiger Mobilitätslösungen zu beschleunigen.

Projektlaufzeit

Die Projektlaufzeit endet am 30. Juni 2028. Zum Projektkonsortium gehören neben der Forschungsgruppe Digital Supply Chain der Hochschule Offenburg der Lehrstuhl Production Engineering of E-Mobility Components (PEM) der RWTH Aachen, die H2 MOBILITY Deutschland GmbH & Co. KG, die H2 Green Power & Logistics AG und die MANSIO GmbH. Assoziierte Partner sind die Post CH AG, die Hermes Germany GmbH, die ELVIS AG und der DSLV Bundesverband Spedition und Logistik. Gefördert wird das Vorhaben durch die Europäische Union sowie das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.

Vorlesestunde

„Steuerschuldner und zahlungspflichtig ist der Übernachtungsgast.“ Die Stadt rechnet im Falle einer Verabschiedung durch den Gemeinderat mit jährlichen Mehreinnahmen in Höhe von einer halben Million Euro.

Hintergrund

Übernachtungs- und Bettensteuern sind bereits in zahlreichen Kommunen in BadenWürttemberg auf den Weg gebracht worden. So existieren entsprechende Regelungen beispielsweise in Karlsruhe, Heidelberg und Freiburg. Auch in der Landeshauptstadt Stuttgart wurde Ende Februar eine entsprechende Satzung beschlossen. In der Ortenau haben die Nachbarkommunen Kehl und Neuried kürzlich die Einführung einer Bettensteuer auf den Weg gebracht.

Im Rahmen der Wochen gegen Rassismus lädt die Stadtbibliothek Offenburg am Freitag, den 20. März, um 15 Uhr zur Vorlesestunde in die Kinderabteilung ein. Im Mittelpunkt steht das Bilderbuch „Wir alle“ von Daniela Kunkel. Ein WIR entsteht überall, wo Menschen aufeinandertreffen, Zeit miteinander verbringen und sich mögen. Die Bilderbuchgeschichte erklärt anschaulich, wie ein WIR entsteht. Es zeigt die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede innerhalb unserer großen und vielfältigen Gesellschaft, weist beide als Vorteile aus und bestärkt darin, eigene Vorurteile zu hinterfragen. Im Anschluss an die Geschichte darf noch gebastelt werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei. Die Vorlesestunde wird empfohlen ab vier Jahren.

Einsatz für emissionsfreie Fernfahrten.
Foto: HyConnect

Jüdisches Erbe erkunden

Mikwe eröffnet wieder mit Ausstellung, Führungen und Sonderterminen

MIKWE sni Die mittelalterliche Mikwe in Offenburg ist ein bedeutendes Zeugnis jüdischen Lebens in der Stadt und gehört als Außenstelle zum Museum im Ritterhaus Offenburg. Nach der Winterpause ist das historische Ritualbad nun wieder regelmäßig für Besucher*innen geöffnet.

Wie bereits im vergangenen Jahr kann die Mikwe einmal im Monat freitagnachmittags sowie einmal im Monat samstags ganztägig besichtigt werden. Während dieser Zeiten ist der Besuch des Baudenkmals und der begleitenden Ausstellung kostenfrei und eigenständig möglich.

Die Öffnungen werden von Aufsichten des Museums sowie von engagierten Ehrenamtlichen unterstützt – insbesondere von der städtischen Abteilung für bürgerschaftliches Engagement und der Initiative „Aufstehen gegen Rassismus“. „Das ist ein ganz großer Schatz und ich bin sehr, sehr dankbar“, freut sich

Museumleiterin Valerie Schoenenberg über das Engagement: „Dadurch können wir zu Zeiten öffnen, zu denen viele Menschen ohnehin in der Innenstadt unterwegs sind.“ Das Angebot werde von Besucher*innen sehr gut angenommen. An den Samstagvormittagen lädt zudem ein kleiner Cafébetrieb von „Aufstehen gegen Rassismus“ zum Verweilen ein. Informationstafeln vor Ort geben einen anschaulichen Überblick über die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Offenburg im Mittelalter und in der frühen Neuzeit. Sie erläutern außerdem die religiösen Reinheitsgebote, die zum Bau einer

Mikwe führten, sowie die architektonischen Besonderheiten des historischen Ritualbads.

Familienfreundlich

Neben den regulären Öffnungszeiten finden auch Führungen statt. Eine Führung ist für Samstag, 21. März, um 10.30 Uhr geplant. Am Internationalen Museumstag, Sonntag, 17. Mai, werden gleich zwei Führungen angeboten – um 12 und 14 Uhr. Die Führungen richten sich besonders an Familien mit Kindern ab 10 Jahren und erklären die Geschichte der Mikwe in verständlicher, kindgerechter Sprache.

Auch im weiteren Jahresverlauf wird die Mikwe zu besonderen Anlässen geöffnet sein – etwa beim Europäischen Tag der jüdischen Kultur am Sonntag, 6. September sowie beim Tag des offenen Denkmals eine Woche später.

Weitere Informationen zu Terminen und Öffnungszeiten: www.offenburg.link/mikwe

Kurz notiert

Vorsorge treffen. In Zusammenarbeit mit dem SkF e.V. Offenburg/Ortenau bietet das DRK KV Ortenau e.V. einen Vortrag zur Vorsorgevollmacht und zur Betreuungsverfügung an. Jeder Mensch kann durch Unfall, Krankheit oder Alter in die Lage kommen, dass er seine Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht mehr selbstständig regeln kann. Als Alternative zur rechtlichen Betreuung ermöglicht die rechtzeitige Einrichtung einer Vorsorgevollmacht ein hohes Maß an Selbstbestimmung. Zu diesem wichtigen Thema für Jung & Alt referiert am Dienstag, 17. März, Barbara Kury vom Betreuungsverein SkF e.V. Offenburg/Ortenau. Sie informiert auch über wesentliche Inhalte der Betreuungsverfügung. Der Vortrag findet von 18 bis 19.30 Uhr kostenfrei im DRK KV Ortenau e.V., Rammersweierstraße 3 statt. Um Anmeldung wird gebeten bei Nathalie Amos unter Telefon 0781/91918938 oder per E-Mail unter nathalie.amos@drk-ortenau.de.

ENERGIE VERBINDET

Wir gestalten mit den Menschen in der Region die Zukunft einer nachhaltigen Energieversorgung

Letzte-Hilfe-Kurs. Wie auch bei der Ersten Hilfe soll die Letzte Hilfe Wissen zur Hilfe in schwierigen Situationen vermitteln. Im Letzten Hilfe-Kurs geht es um die Wissensvermittlung der Themen: Sterben als Teil des Lebens, Vorsorgen und Entscheiden, Leiden lindern und Abschied nehmen. In praktischen Beispielen wird verdeutlicht, was man für Menschen am Ende des Lebens konkret tun kann. Verbindliche Anmeldung unter: nathalie.amos@drk-ortenau.de oder telefonisch 0781/919189-15. Da jeder Teilnehmer/jede Teilnehmerin ein Zertifikat erhält, bitte Vor- und Nachname angeben. Der Letzte Hilfe-Kurs findet am Freitag, 27. März, von 17 bis 21 Uhr im DRK KV Ortenau e.V., Rammersweierstraße 3 statt. Die Kursgebühr von 30 Euro kann direkt vor Ort bezahlt werden. Dozentin ist Nicole Gand (Master of Advanced Studies Palliative Care).

BUND-Werbeteam. Der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.) ist einer der anerkannten Naturschutzverbände in Deutschland. Vom 16. bis 21. März steht ein Infound Werbeteam in der Innenstadt bereit, um über die landesweiten und regionalen Projekte des BUND zu informieren.

In der Mikwe. Foto: A. Bleyer

Live-Erlebnis trifft Wissenschaft

Forstmesse vom 27. bis 29. März erstmals mit Kongress über Herausforderungen der Waldwirtschaft

Die „FORST live 2026“ findet vom 27. bis 29. März auf dem Messegelände statt. Die führende Demoshow für Forsttechnik, erneuerbare Energien und Jagd ist bei den rund 30.000 Besuchenden wegen ihres starken Praxisbezugs besonders beliebt. Neu ist der „FORST live Congress“ am 27. März – das zentrale Fachforum für Fachund Privatbesuchende.

„Bereits seit Ende 2025 waren Hallen und Freigelände durch die rund 360 Ausstellenden aus 16 Nationen ausgebucht“, freut sich Alexander Fritz, neuer Projektleiter der FORST live permanent über Anfragen nach Erweiterung. Als größte jährlich stattfindende Forstmesse Deutschlands gehört die FORST live zu den Top 5 in Europa, steht für einen hochgeschätzten starken Praxisbezug und entwickelt damit Strahlkraft bis ins benachbarte Ausland. Hier können Besuchende die

Interview

neuesten Technologien rund um die Forsttechnik live in Aktion erleben. Von modernen Forst-Spezialmaschinen und Holzbearbeitungstechniken über actionreiche Show-Wettkämpfe mit Axt, Hand- und Motorsäge bis hin zu nachhaltigen Energielösungen sowie einem breiten Angebot an Ausrüstung und moderner Technik im Jagdbereich – die Messe bietet ein

umfassendes Spektrum an Innovationen und Lösungen.

Online-Buchung

Neu in diesem Jahr ist der „FORST live Congress“ am 27. März ab 9.30 Uhr im großen Saal der Oberrheinhalle. „Die Teilnahme ist mit gültigem Tagesticket kostenlos möglich“, rät Fritz zu einer Online-Buchung für

„Schon immer fasziniert“

einen Sitzplatz. Unter dem Motto „Zukunft im Forst – Wissen trifft Praxis“ diskutieren Experten, darunter Landwirtschaftsminister Peter Hauk, Landrat Thorsten Erny und Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber, über die wichtigsten Herausforderungen der Waldwirtschaft. Nach der erfolgreichen Premiere in 2025 lädt der Arbeitskreis „Klimapositive Waldwirtschaft – Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft“ wieder zur Tagung „Wald.Dialog.Zukunft. – Mach(t) Wald und Holz sichtbar!“ in der EDEKAArena ein. Die Messe bietet ein buntes Rahmenprogramm mit dem 8. Forst Forum am 29. März, der Krönung der Waldkönigin, dem 2. Landes-Stadtjäger-Tag, der Jagd-Bühne mit Vorträgen und Live-Demonstrationen, dem beliebten Jagdhornbläsertreffen und einem vielfältigen Exkursionsangebot am 28. März. Täglich von 9 bis 17.30 Uhr geöffnet; www.forst-live.de

Neuer Projektleiter stellt sich vor und wirbt für 1. wissenschaftlichen Kongress der FORST live

Neu in diesem Jahr auf der „FORST live“ ist der „FORST live Congress“ am 27. März – das neue zentrale Fachforum der Messe für Fach- und Privatbesuchende – und ein Wechsel in der Projektleitung. Fortan wird Alexander Fritz als Nachfolger von Volker Matern die Fachmesse koordinieren. Das OFFENBLATT im Gespräch mit dem neuen Projektleiter.

Herr Fritz, als jahrelanger Projektleiter der „Oberrhein Messe“ und der „Berufsinfomesse“ fällt Ihnen jetzt auch die Projektleitung der „FORST live“ zu. Wie kam es dazu?

Alexander Fritz: Die FORST live hat mich schon immer fasziniert – nicht zuletzt, weil wir in der Schwarzwaldregion leben und der Wald hier ganz selbstverständlich zum Alltag gehört. Gerade im Kontext des Klimawandels gewinnt er zunehmend an Bedeutung. Als durch den Weggang meines Vorgängers

die Position frei wurde, hat mich die Aufgabe sofort gereizt. Für mich ist es ein neues Themenfeld und zugleich eine große internationale Messe –mit einer beeindruckenden, zugleich sehr bodenständigen Community unter den Ausstellern. Diese Mischung hat mich überzeugt. Ich freue mich sehr,

Neuer Projektleiter der FORST live: Alexander Fritz. Foto: Messe

dass mir die Projektleitung übertragen wurde. Im Gegenzug habe ich die Verantwortung für die BAUEN WOHNEN

Garten & Genuss abgegeben – denn jede Veranstaltung verdient volle Aufmerksamkeit und ausreichend Energie. Was reizt Sie besonders an dieser Aufgabe?

Fritz: Die FORST live ist eine außergewöhnliche Messe. Große Maschinen live und im realen Einsatz zu erleben, ist eindrucksvoll. Gleichzeitig zeigt sich hier die enorme Bandbreite der Wald- und Forstwirtschaft. Besonders spannend finde ich das Zusammenspiel von Tradition und Innovation: Auf der FORST live begegnen sich Rückepferd und hochmoderner Holzvollernter, klassische Forstpraxis und KIgestützte Pflanzplanung. Natürlich war es auch mein Anspruch, an die bisherigen Erfolge anzuknüpfen. Umso mehr freut es mich, dass uns das gelungen ist: Das Messegelände ist vollständig ausgebucht, und das Rahmenprogramm ist so umfangreich wie nie zuvor.

Neu in diesem Jahr ist der „FORST live Congress“ am 27. März. Was bietet er den Besuchenden?

Fritz: Der „FORST live Congress“ ist der erste wissenschaftliche Kongress im Rahmen der Messe. Unter dem Motto „Zukunft im Forst – Wissen trifft Praxis“ rücken wir zentrale Zukunftsthemen der Waldwirtschaft in den Fokus – sowohl mit Blick auf aktuelle Herausforderungen als auch auf langfristige Entwicklungen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem: Bodenmonitoring und Walderneuerung, Digitalisierung und KI in der Forstpraxis sowie nachhaltige Bewirtschaftung und Klimaanpassung. Wir erwarten hochkarätige, praxisnahe Vorträge von Expertinnen und Experten und spannende Diskussionen. Damit ergänzen wir das bewährte Live-Erlebnis der Messe gezielt um wissenschaftliche Perspektiven und fundiertes Fachwissen.

Rund 360 Ausstellende hoffen wieder auf gutes Wetter. Foto: Messe

Stadtkapelle in der Kirche

Am Sonntag, 22. März, um 17 Uhr lädt die Stadtkapelle Offenburg zu ihrem Kirchenkonzert in die Dreifaltigkeitskirche ein. Der Eintritt ist frei. Mit dem Kirchenkonzert eröffnen die Musikerinnen und Musiker ihr großes Jubiläumsjahr „200 Jahre Stadtkapelle Offenburg“. Das Konzert ist für die Musikerinnen und Musiker unter der Leitung von Stadtmusikdirektor Axel Berger etwas ganz Besonderes, denn das letzte Konzert in der Dreifaltigkeitskirche liegt schon über 15 Jahre zurück. Festlich eröffnet wird das Konzert mit „The Walled City Suite“. Christoph Walter hat in diesem Stück die bekannte, eher ruhige Londonderry-Air-Melodie in ein mitreißendes Eröffnungswerk

Angebote des SFZ Ost

Fahrt nach Oberkirch. Die Bürger*innen-Initiativgruppe „Gemeinsam leben im Seidenfaden/ Südoststadt“ lädt Interessierte

Bürger*innen am Samstag, 21. März zu einer Bus- und Bahnfahrt nach Oberkirch ein, um Ungeübten und älteren Menschen den Umgang mit öffentlichen Verkehrsmitteln näher zu bringen. Start ist um 13:15 Uhr am Stadtteil-und Familienzentrum Oststadt, Grimmelshausenstraße 30. Von dort geht es zu Fuß in wenigen Minuten zur Bushaltestelle Brachfeldstraße. Der Bus bringt die Gruppe zum Bahnhof, dort steigt die Gruppe um in den Zug nach Oberkirch. In Oberkirch erwartet die Gruppe ein kleiner Rundgang durch die Stadt mit anschließendem gemeinsamen Kaffeetrinken im Café Meyer.

Die Rückfahrt ist spätestens um 17.45 Uhr mit dem Zug geplant. Kosten: 5 Euro. Interessierte können sich bis 18. März anmelden unter: seidenfaden.vernetzt@ outlook.de unbedingt mit der Angabe, ob ein Fahrschein benötigt wird!

Mit-Bring-Brunch. Eine ehrenamtliche Gruppe von Südoststadtbewohner*innen sowie das Stadtteil- und Familienzentrum Oststadt laden die Nachbarschaft zum Mit-Bring-Brunch ein. Der sechste Mit-Bring-Brunch findet am Sonntag, 22. März, um 11 Uhr im großen Saal des Stadtteil- und Familienzentrums Oststadt, Grimmelshausenstraße 30 statt. Wenn alle Teilnehmenden eine Leckerei

verwandelt. Nach Dietrich Bonhoeffers „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ folgen die schönsten Melodien aus den Kinofilmen „Jenseits von Afrika“ und „Forrest Gump“. Wie beim letzten Kirchenkonzert ist Andrea Möschle mit dabei. Sie singt „Gabriellas Sang“ aus dem schwedischen Film „Wie im Himmel“. Anschließend spielt Beni Litterst das Solo-Flügelhorn in „Someone Like You“ aus dem Musical „Jekyll & Hyde“. Mit dem weltberühmten Lied „Gloria in Excelsis Deo“, gesungen von Andrea Möschle und Emily Müller, verabschiedet sich die Stadtkapelle von ihrem Publikum. Am Ausgang bittet die Stadtkapelle um eine Spende für den „Pflasterstube Ortenau e.V.“.

Früchte in der Kunstgeschichte

mitbringen, ist für eine Essensvielfalt gesorgt, der Hunger gestillt und der Vormittag kann bei Plausch und Geselligkeit für schöne Begegnungen und Gespräche sorgen. Kalte und warme Getränke werden verkauft. Weitere Sonntage sind bereits in Planung. Die Gruppe freut sich auf alle Teilnehmenden, die mit ihrer Vielfalt die Morgenstunden „würzen“. Kontakt: E-Mail: sfz.oststadt@offenburg.de; Telefon 0781/9329211. Es ist keine Anmeldung nötig.

Kreativ-Workshop. Die ehrenamtlich engagierte Stadtteilbewohnerin Ulrike Samperi lädt im Rahmen der Gemeinwesenarbeit zu einem Kreativ-Workshop im Stadtteil- und Familienzentrum Oststadt, Grimmelshausenstraße 30, ein. Der Workshop findet am Sonntag, 22. März, statt und beginnt um 14 Uhr. Der Workshop wird für Kinder ab vier Jahren und Erwachsene angeboten. Es entstehen keine Kosten.

Gestaltet werden von den Erwachsenen Styropor-Eier mit Pailletten. Die Kinder gestalten eine Osterdekoration aus Krepppapierkügelchen in Begleitung ihrer Eltern.

Der Workshop bieten neben der kreativen Arbeit auch eine wunderbare Gelegenheit, sich mit anderen Stadtteilbewohner*innen auszutauschen, heißt es in der Pressemitteilung. Anmeldung bis 20. März unter E-Mail: sfz.oststadt@offenburg.de oder telefonisch unter 0781/9329211.

Der Bananenzyklus von Cony Theis aus dem Jahre 1992 ist Teil der Ausstellung.

KULTUR Zu einem kunstgeschichtlichen Vortrag in der aktuellen Ausstellung fruchtig! wird am Donnerstag, 19. März, um 18.30 Uhr in die Städtische Galerie eingeladen. Unter dem Titel „Von Trauben, Äpfeln und Zitronen: Früchte in der Kunstgeschichte“ wird die wissenschaftliche Volontärin Jenny Kohler ausgewählte Beispiele von Künstlerinnen und Künstlern aus den vergangenen Jahrhunderten beleuchten. Von barocken Prunkstillleben über zarte Naturstudien bis hin zu expressiven Obstdarstellungen – Früchte sind in fast allen Epochen und Genres der Kunst zu finden. Der bildreiche

Foto: Siefke

Vortrag lädt dazu ein, in die faszinierende Symbolwelt einzelner Früchte einzutauchen und zu entdecken, welche Bedeutung sie haben und welche Geschichten sie in der Kunst bis heute erzählen.

In der Ausstellung fruchtig! sind Arbeiten zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler zu sehen, die den Bogen zur Gegenwart spannen. Ein Besuch der Ausstellung ist vor dem Vortrag möglich.

Eine Anmeldung ist erforderlich bis Mittwoch, 18. März um 17 Uhr unter Telefon 0781/82 2040 oder per E-Mail an galerie@offenburg. de

Nachhaltiger Mobilfunk

WEtell macht Mobilfunk, um mehr Nachhaltigkeit zu erreichen und nicht Nachhaltigkeit, um Mobilfunk zu verkaufen. Dadurch steht das Gemeinwohl an erster Stelle und hat Einfluss auf jede Entscheidung, die das Unternehmen trifft. WEtell strebt eine Wirtschaft an, die nicht nur Profite maximiert, sondern das Wohl aller fördert und hat jüngst den Deutschen Nachhaltigkeitspreis gewonnen. Doch wie funktioniert dieser nachhaltige Mobilfunk? Und ist dieses Modell wirklich wirtschaftlich? Der Vortrag von

Rahel Paas von WEtell wird Antwort auf diese Fragen und spannende Einblicke ins Unternehmen geben. Die Veranstaltung findet am Montag, 23. März, um 19 Uhr im Katholischen Bildungszentrum Offenburg, Straßburger Straße 39 statt, der Eintritt ist frei.

Es handelt sich dabei um eine Zusammenarbeit des BUNDUmweltzentrums Ortenau mit dem katholischen Bildungszentrum und anderen Kooperationspartnern im Offenburger Netzwerk für Nachhaltigkeit (ONN).

Tauschen statt wegwerfen

Pflanzen tauschen, Raritäten entdecken und in geselliger Runde genießen: Am Sonntag, 29. März, wird das Feuerwehrhaus Elgersweier in der Ziegelstraße 1 (hinter dem Rathaus) zum Treffpunkt für Gartenfreunde, Naturbegeisterte und Genießer*innen. Die Einsatzabteilung Elgersweier der Feuerwehr Offenburg lädt zum Pflanzentauschmarkt mit Dorfhock ein – und verspricht einen erlebnisreichen Tag für die ganze Familie.

Tauschen statt Wegwerfen lautet das Motto. Wer Ableger, Saatgut, zu groß gewordene Kübelpflanzen oder nicht mehr benötigte Gartengeräte übrighat, kann diese mitbringen und vor Ort gegen neue grüne Schätze eintauschen. Von Kräutern über Zimmerpflanzen und winterharte Stauden bis hin zu Gemüsepflanzen ist alles willkommen. Auch seltene Raritäten könnten die Besitzer*innen wechseln. Und wer nichts zum Tauschen mitbringt, darf dennoch stöbern und Pflanzen oder Gartenartikel mitnehmen – ganz unkompliziert.

Der Ablauf: Die Annahme und Sortierung der Pflanzen erfolgen von 11 bis 12 Uhr. Damit die Vielfalt übersichtlich präsentiert werden kann, wird darum gebeten, die mitgebrachten Pflanzen mit einem kleinen Zettel zu versehen – idealerweise mit Pflanzennamen, Blütenfarbe oder besonderen Eigenschaften. Der eigentliche Tausch mit Dorfhock beginnt um 12 Uhr: Freuen Sie sich auf herzhafte Speisen wie Spießbraten im Weck, Grillwurst und Pommes und Getränke. Kaffee und selbst gebackener Kuchen runden das kulinarische Angebot ab.

Der Eintritt ist frei. Spenden kommen der Einsatzabteilung Elgersweier der Feuerwehr Offenburg zugute. Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt.

Weitere Informationen erteilt Marion Sieber unter Telefon 0781/20550082 oder online unter www.einsatzabteilungelgersweier.de/aktuelles. Die Veranstalter freuen sich auf viele Besucher*innen und einen Tag voller Pflanzenfreude, Austausch und nachbarschaftlicher Begegnungen.

Opfer der Gewaltherrschaft

In den letzten Monaten vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der NS-Herrschaft (8. Mai 1945) wurden auf dem historischen Waldbachfriedhof in sechs Massengräbern die sterblichen Überreste vorwiegend osteuropäischer Frauen und Männer beerdigt, die von der deutschen NS-Regierung zwangsrekrutiert worden waren. Darunter befanden sich auch jüdische Häftlinge aus verschiedenen Konzentrationslagern, Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen, darunter auch deren Kleinkinder und Säuglinge sowie ausländische Kriegsgefangene. Sie starben aufgrund von Krankheit, Hunger, Misshandlung oder wurden ermordet. In der etwa einstündigen Führung „Die lange vergessenen Toten“ am Sonntag, 22. März, 11 Uhr, werden Cornelia KaltJopen und Wolfgang Gall über die schrecklichen Ereignisse informieren und an die rund 500 Toten erinnern, die in den Begräbnisstätten der Opfer der Gewaltherrschaft 1933-1945 ruhen. Treffpunkt ist am Platz vor der Friedhofskapelle auf dem historischen Waldbachfriedhof. Die Führung ist kostenlos.

Bücherflohmarkt

Der Bücherflohmarkt zugunsten des Vereins Frauen helfen Frauen findet am kommenden Wochenende statt. Am Freitag, 20. März, werden Bücher von 12 bis 17 Uhr im KiK (Kultur in der Kaserne), Weingartenstraße 34c, angenommen. Am Samstag, 21. März, von 12 bis 22 Uhr und am Sonntag, 22. März,

von 10 bis 16 Uhr werden die Bücher verkauft – zum Kilopreis von drei Euro. Der gesamte Erlös kommt dem Verein Frauen helfen Frauen e.V. zugute, der unter anderem das Frauenhaus und die Fachberatungsstelle Häusliche Gewalt betreibt. Es darf gestöbert werden.

AMTLICHER TEIL

ÖFFENTLICHE BEKANNTMACHUNGEN UND AUSSCHREIBUNGEN

Einladung

Die nächste Sitzung des Gemeinderates der Stadt Offenburg findet am Montag, 16. März, um 17 Uhr im Salmen, Lange Straße 52, statt.

Tagesordnung

Beratung:

1. Fragestunde

2. Verdienstabzeichen des Städtetags Baden-Württemberg für 20 Jahre Gremienmitgliedschaft

3. Änderung bei der Besetzung von Stiftungen

4. Vorbereitung der Wahl des Oberbürgermeisters/der Oberbürgermeisterin

5. Antrag der FWO vom 23.11.2025 «Einladung des Regierungspräsidiums zur Verkehrssituation am Nadelöhr auf dem Streckenabschnitt B3/ B33, Höhe Uffhofen»

6. Bekanntgabe nicht öffentlich gefasster Beschlüsse gemäß § 35 Abs. 1 GemO

Aufruf:

7. Energiezentrale Campus Zell-Weierbach

8. Dammverlegung im Zuge der Umsetzung der Landesgartenschau

9. Schulen Zell-Weierbach – Baubeschluss

10. Kreativkita und Ateliergebäude Canvas und Änderung Planerverträge

11. Sicherheitsaudit 2024 – Ableitung und Umsetzung weiterer Maßnahmen

12. «Bauturbo» gemäß § 246e Baugesetzbuch – Bericht zum neuen gesetzlichen Instrument und künftige Anwendung in Offenburg

13. Vorbereitung des Einleitungsbeschlusses der Vorbereitenden Untersuchungen (VU) zur Durchführung einer Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (SEM) für das Baugebiet «In den Matten II» in Bohlsbach

14. Bebauungsplan Nr. 11 «Ortsmitte Zunsweier» in Zunsweier – 1. Verlängerung der Veränderungssperre im Bereich des Grundstücks Geroldsecker Straße 20 und Umgebung

15. Bebauungsplan Nr. 11 «Ortsmitte Zunsweier» in Zunsweier - Erlass einer Veränderungssperre für den Bereich Geroldsecker Straße 43

16. Masterplan Verkehr, ÖV 2 Taktverdichtung und optimierte Bedienzeiten im Stadtbusverkehr – Vorbereitung Vergabe Stadtbusverkehre – Angebot ab 11/2027

17. Masterplan Verkehr RV.3: Ergebnisse des Mobilitätskonzepts Südstadt

18. Sachstandsbericht zur neuen Eisenbahnbrücke Badstraße und zum Ausbau der Badstraße

19. Sachstandbericht zur kommunalen Jugendarbeit in Offenburg

20. Sachstandsbericht Jugendbeteiligung

Agrarstrukturverbesserungsgesetz

Nach dem Agrarstrukturverbesserungsgesetz ist über die Genehmigung zur Veräußerung nachstehenden Grundeigentums auf Gemarkung Griesheim zu entscheiden: Flstnr. 3335 Landwirtschaftsfläche, mit insgesamt 17317 m². Aufstockungsbedürftige Landwirte können ihr Interesse am Gesamtvertrag, mit Angabe der Kaufpreisvorstellung unter Vorlage eines Finanzierungsnachweises, dem Landratsamt Ortenaukreis – Amt für Landwirtschaft -, Prinz-Eugen-Straße 2, 77654 Offenburg innerhalb von 7 Tagen schriftlich mitteilen und begründen. Interessensmitteilungen ohne konkrete Kaufpreisvorstellungen oder ohne Vorlage eines Finanzierungsnachweises können keine Berücksichtigung finden.

DU MACHST DEN UNTERSCHIED!

Alles, was wir als Mitarbeitende der Stadt Offenburg tun, hinterlässt Spuren bei den 62.000 Bürger*innen, für die wir arbeiten. Damit wir dies auch weiterhin tun können, suchen wir Menschen, die bereit sind, mit uns als Arbeitgeberin zusammen Spuren zu hinterlassen. Denn es macht für die Menschen, die hier leben, einen Unterschied, ob wir unseren Job machen – oder eben nicht.

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 ALS ABTEILUNGSLEITER*IN RECHT UND DATENSCHUTZ IM FACHBEREICH ZENTRALE STEUERUNG UND RECHT, ABTEILUNG RECHT UND DATENSCHUTZ

 ALS WERKSTUDENT*IN FÜR DIE ORGANISATIONSEINHEIT GLEICHSTELLUNG

 ALS PROJEKTINGENIEUR*IN BAULANDBEREITSTELLUNG UND GRUNDSTÜCKSNEUORDNUNG IM FACHBEREICH BAUSERVICE, ABTEILUNG FLÄCHENMANAGEMENT

 ALS ELEKTRONIKER*IN FACHRICHTUNG ENERGIE- UND GEBÄUDETECHNIK FÜR DIE TECHNISCHEN BETRIEBE OFFENBURG

 ALS BESTATTUNGSORDNER*IN DER ABTEILUNG FRIEDHÖFE FÜR DIE TECHNISCHEN BETRIEBE OFFENBURG

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