Stadt Offenburg ∙ Unser Amtsblatt
Nr. 4, 4. Februar 2023
www.offenburg.de Die Eintrittspreise fürs Freizeitbad Stegermatt werden erhöht – die Stadt muss dennoch ein hohes Defizit ausgleichen.
Nils Schulze wird neuer Kommandant der Offenburger Feuerwehr. Er ist Nachfolger von Peter Schwinn, der in den Ruhestand geht.
Das neue Semesterprogramm der Offenburger Volkshochschule liegt vor. Im Blick hat die Einrichtung diesmal Lateinamerika.
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Der Startknopf ist gedrückt
Gemeinderat gab am Montag grünes Licht für Kita-Weiterentwicklung/Malteser Hilfsdienst als neuer Träger
„Wichtig ist, heute den Startknopf zu drücken“: OB Marco Steffens hat in der jüngsten Gemeinderatssitzung am Montag auf die Dringlichkeit verwiesen, so rasch wie möglich mit der Kita-Weiterentwicklung zu beginnen. Mit großer Mehrheit gab das Gremium grünes Licht. Als Träger für die Betreuung am Nachmittag wurde das Malteser Hilfswerk gewonnen. „Wir werden mit der Umsetzung diese Woche starten“, versicherte Martina Köllner. Die Fachbereichsleiterin Familien, Schulen und Soziales hatte in den vergangenen Monaten mit Abteilungsleiterin Tatjana Ritzenthaler umfassend für das neue Modell geworben, das unter anderem eine Kombination der Betreuungsformen vorsieht, um Verlässlichkeit und wirksame pädagogische Arbeit der Erzieher*innen zu gewährleisten. 1,7 Millionen Euro sollen zusätzlich pro Jahr investiert werden, um die Personalsituation zu verbessern, indem u.a. mehr Stellen für Auszubildende geschaffen werden. Für Kinder unter drei Jahren werden die Ganztagsplätze auf 60 reduziert (derzeit 120), zudem wird in den städtischen Einrichtungen eine Betreuung von 50 Wochenstunden nicht mehr angeboten. Die Gebühren werden in zwei Stufen erhöht. Wie Bürgermeister Hans-Peter Kopp eingangs betonte, sei der
Weiter geht‘s. Die Fahrt an den Kitas wird wieder aufgenommen.
Fachkräftemangel Auslöser für das neue Modell: „Der Arbeitsmarkt ist abgegrast.“ Das Niveau in Offenburg sei hoch, einfache Lösungen gebe es nicht. Kopp unterstrich, dass eine Pilotphase beschlossen werde: „Sie entscheiden, diesen neuen Weg zu testen.“ In der Fraktionsrunde kritisierte Karin Jacobsen (Grüne), dass es „keine echte Einbeziehung der Eltern“ gegeben habe und ihre Fraktion eine Evaluation nach drei Monaten erwarte. Die Forderung nach genauer Feststellung der Buchungszeiten wurde mehrheitlich abgelehnt. Regina Heilig (CDU) erklärte: „Wir müssen heute handeln.“ Dass Angebote gestrichen würden, sei „Anpassung an die Realität“. Mit den Maltesern habe die Stadt eine
Foto: Stadt
gute Wahl getroffen: „Können tun die das.“ Johannes Vetter (FWO) stellte fest: „Es geht um das Wohl unserer Kinder und deren Anspruch auf professionelle Betreuung.“ Der Verwaltungsvorschlag sei eine „Chance“ und habe die „volle Unterstützung“ seiner Fraktion. Für Nicole Kränkel-Schwarz (SPD) ist die „Trennung von Bildung und Betreuung ein wichtiger Schritt“. In Sachen Trägerauswahl habe die Verwaltung das Vertrauen ihrer Partei. Roland Müller (FDP) begrüßte den Entwurf ebenfalls. Alternative sei eine Basisbetreuung. In drei Monaten soll das Thema erneut in den Gemeinderat, da der Fachausschuss keine Entscheidungsbefugnis habe. Der von Michael Fey (AfD) formulierte Antrag, im U3-Bereich
denjenigen ein Familiengeld zu bezahlen, die ihre Kinder zuhause betreuen, wurde abgelehnt. Martina Köllner verwies auf das bereits vorhandene Kommunikations- und Beteiligungskonzept. Kopp erklärte, dass der Träger keinen Cent an dem Betreuungsmodell verdiene; es handele sich lediglich um eine Defizitabdeckung. „Das Ding ist unbequem.“ Mit dem Malteser Hilfsdienst habe die Stadt einen hoch professionellen Partner mit hohem Qualitätsanspruch gewinnen können. Offene Fragen werden sich in der Umsetzung ergeben – und dann entsprechend angegangen.
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