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Österreichische Touristenzeitung ÖTZ

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2/2013 märz/april

berge

erleben

• Eberhard Klaura • Julius Meurer • Taschenlampen • Sektionen • Infos • Termine • Buchtipps


nr2/2013

inhalt/impressum

Inhalt: Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 Nachruf Eberhard Klaura . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4–5 Schöner klettern, Teil 1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6–7 Fotowettbewerb 2013 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 Kinder, Jugend . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8–9 Guglhupf mit Panorama . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10–12 Julius Meurer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 Taschenlampen-Test . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14–15 Elektro-Schneemobil „Snowbird” . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 On the road again . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 Buchtipps . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18–19 Sektionen: Eisenstadt, Kienthaler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20–21 Klosterneuburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 Langenlois, Oberdrauburg, Rosalia . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Waldheimat Wienerwald . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23–24 Wiener Neustadt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 Zentrale Wien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25

Titelseite: Blick auf den Torstein vom Rötelstein Foto: Christa Pfarr

Redaktionsschluss ÖTK-Magazin:

Sektions-Infos, Termine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26–29 Zentrale-Infos, Termine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

Ausgabe Mai/Juni 2013: 25. März 2013 Ausgabe Juli/August 2013: 27. Mai 2013 Ausgabe September/Oktober 2013: 29. Juli 2013 Ausgabe November/Dezember 2013: 30. Sept. 2013

Der Hüttenwirt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31 Vorteile der ÖTK-Mitgliedschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32

Hochauflösende Bilder sind unabdingbar für eine gute Druckqualität. Senden Sie uns Ihre Fotos gerne über WeTransfer.com. Das ist kostenlos, bequem und transportiert mehr Daten als eine E-Mail.

Offenlegung nach § 25 des Mediengesetzes:

Impressum:

ÖTK-Magazin – Österreichische Touristenzeitung 126. Jahrgang, Heft 2, März/April 2013 Medieninhaber und Herausgeber: Österreichischer Touristenklub, Bäckerstraße 16, 1010 Wien Telefon 01/512 38 44, Fax 01/512 16 57/DW 74 ZVR-Zahl: 407915695 DVR-Nr.: 0486281 Homepage: www.oetk.at E-Mail: zentrale@oetk.at Redaktion: Barbara Mayerl (Chefredaktion), Dipl.-Päd. Barbara Fuchs, Josef Fuchs, DI Franz Lehner. Lektorat: Brigitta Scherzer, Andreas Jurenda. Mitarbeit an dieser Ausgabe: Roland Ladik, Gernot Resch Texte an: redaktion@oetk.at Grafik: www.hiasl.at Herstellung: AV+Astoria Druckzentrum GmbH, Faradaygasse 6, 1030 Wien UZ24 „Schadstoffarme Druckerzeugnisse“ UW 734

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Grundlegende Richtung der „Österreichischen Touristenzeitung“: Unabhängige Zeitschrift für alpine Belange und Mitteilungsorgan für Vereinsmitglieder laut Satzung. Eigentumsverhältnisse: Österreichischer Touristenklub, 1010 Wien, Bäckerstraße 16: 100 %

Geschäftsführung: Dipl.-Päd. Ing. Franz Zehetmayer (Präsident), Mag. Peter Huber (2. Präsident), Dr. Gerald Kranawetter (3. Präsident) und Ing. Hannes Resch (Klubsekretär) Alle: 1010 Wien, Bäckerstraße 16 Bankverbindung: BAWAG, BLZ 14000, Kto.-Nr. 02010-607-666 BIC: BAWAATWW IBAN: AT411400002010607666


vorwort

nr.2/2013

nr.10/2010

Liebe Klubmitglieder! Die Wetterkapriolen bescheren uns heuer einen äußerst wechselhaften Winter. Wieder einmal! Fest in unser Gedächtnis eingeprägt haben sich die schneereichen Winter von früher, als wir im Tal noch ohne Probleme Schneeburgen bauen konnten. Allzu gern wiesen wir die Vorzeichen eines Klimawandels in der Vergangenheit zurück – der Schnee war ja immer gekommen, wenn auch später und nicht verteilt über die Saison, sondern stoßartig und unterbrochen durch zunehmende Tauwetterperioden. Dabei hatten gerade wir Bergsteiger eines der deutlichsten Vorzeichen längst vor der Nase: Die schrumpfenden Eiswände. Als unser berühmter Steileisspezialist Erich Vanis im Jahr 1964 erstmals sein Buch über die 50 berühmtesten Eiswände in den Alpen herausbrachte, war die Welt scheinbar noch in Ordnung. In der Auflage von 1980 wurden sogar noch 80 wichtige Eiswände vorgestellt. Damals fuhren unsere extremeren Mitglieder noch die Fuscherkarkopf-Nordwand und die Pallavicini-Rinne mit Skiern hinab – heute undenkbar und teilweise unmöglich: keine Eisbedeckung mehr da. Die Null-Grad-Grenze kletterte weit hinauf in die Gletscherregion. Selbst der Dachsteingletscher bekam riesige Spalten. Die berühmte Firnschneide des Kaindlgrates am Wiesbachhorn ist heute nur mehr in Fragmenten vorhanden, und der einst imposante Biancograt bedeckt den Piz Bernina nur mehr als dünne weiße Linie.

Wasser

Richtig hohe Wellen in den Medien schlug ab Ende Jänner ein EU-Thema. Brüssel wollte eine Richtlinie zur „WasserPrivatisierung“ erlassen, und das ließ die Emotionen nicht nur in Österreich hochgehen. Bankensanierungen und Rettungsschirme scheinen die Politik so zu beschäftigen, dass die Schutzmaßnahmen für dieses lebenswichtige Gut aus den Förderschwerpunkten der Politik zu verschwinden drohen. Sehr bedauerlich. Dazu kommt die jüngst beschlossene Reduktion von Förderungen der alpinen Infrastruktur, Schutzhütten sowie Weg- und Steiganlagen. Das stellt den nötigen politischen Weitblick hinsichtlich der Wertigkeit für den Tourismus in Österreich in Frage. Die alpinen Vereine leisten durch die kostspielige Errichtung von Abwasserreinigungsanlagen auf den Hütten einen wichtigen Anteil zum Schutz unserer Wasserressourcen. Das Bewirtschaften dieser alpinen Infrastruktur wird immer schwieriger. Ohne ausreichende Förderungen ist es kaum abzuwenden, dass manche Hüttenstandorte, Wege und Steige aufgelassen werden.

Unterstützt haben das Zustandekommen der Vereinbarung mit dem PZS auch unser Chronist und Archivar Walter Wenzel und der Altpräsident des PZS Franc Ekar. ÖTK-Mitglieder genießen auf den Hütten des PZS Mitgliederkonditionen – und vice versa. Nutzen Sie diese neuen Möglichkeiten in den slowenischen Alpen, die eine Reise wirklich wert sind. Die beiden Vereine werden sich künftig auch bei der umweltgerechten Schutzhüttensanierung und am Jugendsektor austauschen. 2013 haben wir wieder zwei Jubiläen zu feiern: 125 Jahre besteht schon unsere Habsburgwarte am Hermannskogel, dem höchsten „Berg“ Wiens, und ebenso alt ist das Brunnenkogelschutzhaus im Ötztal, das 2006 von Martin Gstrein aus Sölden neu errichtet wurde und wie ein Adlerhorst auf der Spitze des Brunnenkogels thront. Mehr dazu in den kommenden Ausgaben und auf unserer Website. Einen unfallfreien schönen Rest-Winter wünsche ich Ihnen, egal ob Sie sich in der Kletterhalle schon für den Sommer warmklettern oder bei den letzten Skitouren (wir bieten Lawinen-Kurse!) Sonnenstrahlen tanken. Herzlichst Ihr

Dipl.-Päd. Ing. Franz Zehetmayer

PS: Noch eine erfreuliche Mitteilung in eigener Sache: Unser ehrenamtliches Redaktionsteam bekommt Verstärkung von echten Profis. Ab dieser Ausgabe bieten wir Ihnen in Kooperation mit Österreichs führendem Outdoor-Magazin „Land der Berge“ ausgesuchte Beiträge, die Ihnen Entscheidungshilfe sein werden – beim Finden der passenden Routen oder bei der Auswahl der richtigen Ausrüstung. Sie finden diese Beiträge im Inhaltsverzeichnis (links) speziell gekennzeichnet. Liebe Land-der-Berge-Redaktion – herzlich willkommen beim ÖTK!

Partnerschaft

Es gibt aber auch „good news“. Am 9. Dezember 2012 durfte ich das Gegenrechtsabkommen mit dem Slowenischen Alpenverein – Planinska zveza Slovenije (PZS) (58.000 Mitglieder, 176 Hütten/Biwaks) – unterzeichnen. Das Zustandekommen dieses historischen Vertrags verdanken wir vor allem unserem Ehrenmitglied Architekt Eberhard Klaura aus Eisenkappel, der sich seit Jahrzehnten für die Intensivierung der zwischenstaatlichen Beziehungen „über die Berge“ stark gemacht hat. Mit Klaura hat uns am 12. Jänner ein äußerst engagierter Unterstützer für immer verlassen – einen Nachruf finden Sie auf den Folgeseiten.

ÖTK-Präsident Franz Zehetmayer und PZS-Präsident Bojan Rotovnik unterzeichnen im Alpinmuseum des PZS Mojstrana das Gegenrechtsabkommen.

Von links: PZS-Altpräsident Franc Ekar, PZS-Präsident Bojan Rotovnik, ÖTK-Präsident Franz Zehetmayer und Museumsleiter Miro Eržen.

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nachruf

Einer, der Grenzen überschritt, um Menschen zu verbinden Ein Nachruf auf Architekt Mag. Eberhard Klaura Der trübe Jännertag erschien noch grauer, als die Nachricht kam, dass uns wieder ein Spitzenfunktionär verlassen hat. Am 12. Jänner 2013 ist Eberhard Klaura im 83. Lebensjahr verstorben. Im ÖTK hat er seine Naturverbundenheit mit Verantwortung gelebt, und das fast fünf Jahrzehnte lang. In der Politik interessierten ihn nur die Sachthemen, diese auch nur lösungsorientiert und – wie man heute sagt – nachhaltig.

In seinem Beruf war er ein stiller Pionier. Das Holz wurde ihm in die Wiege gelegt und er hat nach dem frühen Tod des Vaters neben seinem Architekturbüro mit Hilfe seiner Gattin Irmi den elterlichen Zimmereibetrieb in die Hände genommen. Sein berufliches Vermächtnis ist in über 300 Projekten umgesetzt, welche ihre hohe Qualität durch Ruhe und Gelassenheit zum Ausdruck bringen. Zwei Betriebe, zwei Berufe, 30 Mitarbeiter, die Führung eines alpinen Vereines, die Agenden im Gemeindevorstand und nicht zuletzt die Familie waren über Jahrzehnte sein Leben.

Eberhard Klaura suchte immer den Kontakt zu den slowenischen Nachbarn, wie hier im intensiven Gespräch mit Jože Meško aus Jezersko.

Von Projekt zu Projekt 1960 trat Eberhard Klaura in die ÖTK-Sektion Südkärnten mit Sitz in Bad Eisenkappel als Mitglied ein. Schon 1964 bildete er

die Skigruppe und trat sofort in intensiven Kontakt mit den Alpinklubs in Slowenien. Gemeinsam mit Andrej Karničar entwickelte Eberhard Klaura 1966 die Idee skifahrerischer „Vergleichskämpfe“.

1972 wurde er zum Sektionsvorstand gewählt. Seit damals war er durchgehend bis zu seinem Tod als Obmann der ÖTKSektion Südkärnten tätig. Es begann eine unglaublich aktive Ära der Sanierungsarbeiten und Planungen für einen Hüttenzubau zur Eisenkappler Hütte am Hochobir sowie anderer für die Entwicklung der Sektion wichtiger Aktivitäten, etwa die Fertigstellung der Forststraße mit öffentlichem Fahrrecht bis zur Hütte, die 100-Jahr-Feier des ÖTK in Eisenkappel, der Ausbau des Markierwesens für die 200 km Wanderwege der Sektion, neue Wege durch die Trögerner Klamm und im Bereich um Trögern, Aufstellung zweisprachiger Weghinweistafeln. Er setzte sich für den Neubau und schließlich die Übernahme des Klettersteiges auf den Koschutnikturm ein, wirkte am Projekt der länderübergreifenden Wegprojekte in der Koschuta mit, gestaltete die Wanderkarte in der Region Eisenkappel/Vellach und Zell-Pfarre tatkräftig mit, führte Erhebungsarbeiten für die kartographischen Institute im Zuge der alpinen Wanderwege und Klettersteige aus, intensivierte die Beziehungen zu anderen alpinen Vereinen, arbeitete in der ARGE alpiner Vereine in Kärnten und leistete durch sein Fachwissen mannigfaltige Hilfestellung bei der Renovierung und beim Umbau von Hütten anderer Sektionen des ÖTK, aber auch bei Sektionen des Alpenvereins in Slowenien (PZS), was den ÖTK immer wieder ins alpine Rampenlicht der gesamten Region rückte.

Eberhard kam nicht als Bergsteiger, sondern als Skiläufer in die Berge. In den 1950er Jahren war er unter Kärntens Skiassen zu finden und so war es logisch eine Skimannschaft aufzubauen. Die Kinderskikurse waren eines seiner Steckenpferde.

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nachruf

Der „ÖTK-Steig“ in der Koschuta wurde neu angelegt, mit einer tollen Brücke versehen und wieder in die Betreuung des ÖTK übergeben.

Ein überzeugter „Grenzgänger“

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Die Hannwarte, einst höchstgelegene Wetterstation der k. u. k. Monarchie wurde Ende der 1940er ein Raub der Flammen. Der Gipfel und die Ruine sind im Besitz des ÖTK. Seit einigen Jahren werden wieder Wetterdaten vom Obir gemeldet, welche unter www.lawine.ktn.gv.at/144498_DE- zu finden sind.

Ende 2012 konnte das von ihm über Jahre angestrebte Ziel eines Gegenrechtsabkommens zwischen dem ÖTK und dem Slowenischen Alpenverein, nicht zuletzt auch durch das Engagement des neuen ÖTK-Präsidenten Franz Zehetmayer, endlich verwirklicht werden.

Die Eisenkappler Hütte (1553 m) am Hochobir ist ein zentraler Punkt des Klublebens der Sektion und eines von den Aushängeschildern von Eberhard Klaura.

Ebenfalls Ende 2012 wurde bei der Eisenkappler Hütte die Grundstücksfrage, eines seiner größten Sorgenkinder, für viele Jahrzehnte zufriedenstellend geregelt.

Selbst im hohen Alter nahm Eberhard noch an den Skirennen bei der Tschechischen Hütte – Češka Koča in Slowenien teil.

Eberhard Klaura versuchte immer ausgleichend zu wirken. Einerseits zwischen den Volksgruppen in Kärnten und andererseits auch in den Beziehungen zu unseren Nachbarn. Dabei überwand er territoriale Grenzen und lockerte diese auch in den Köpfen der Menschen. Der ÖTK verliert mit Eberhard Klaura einen großen Freund und hervorragenden Funktionär, der in vielen anderen Projekten der Region ein ständig kritischer Beobachter der Entwicklung und ein Mahner war, wenn es einmal in die ökologische Sackgasse ging, einen tatkräftigen und meinungsbildenden Menschen, wie er nur schwer zu ersetzen sein wird, der aber zugleich auch als Vorbild in der Tätigkeit eines alpinen Vereinsfunktionärs gelten kann: willensstark und überzeugungskräftig, beseelt von starken bergkameradschaftlichen Gedanken für den ÖTK, was in der Generalversammlung 2012 mit der Ehrenmitgliedschaft gewürdigt wurde.

Mit Freunden bei der Tschechischen Hütte – Češka Koča. Links Davo Karničar, rechts Eberhard Klaura

Unser Mitgefühl gilt seiner Gattin Irmi, die ihm in all den vielen Jahren stets aufopfernd zur Seite stand, sowie seinen Kindern mit ihren Familien.

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klettern

Schöner klettern, Teil 1 „Warum soll ich trainieren?“, fragte der französische Kletterer Marc le Menestrel in einem Interview. Für die meisten, die diesen Sport ausüben, geht es nicht darum, möglichst schnell in hohe Schwierigkeitsgrade zu gelangen. Sie genießen die Freiheit abseits von fix vorgegebenen Spielregeln, was man tun und lassen darf. Diese Bewegung abseits fixer Regeln war es auch, die die Faszination der Freikletterbewegung zu Beginn in den 1960er und 1970er Jahren ausmachte. Sie war es auch, die Kletterer und Bergsteiger wie Hermann Buhl, Reinhard Karl oder Reinhold Messner dazu brachte, den heimatlichen Hof zu verlassen und auszubrechen aus den engen Tälern und streng vorgegebenen Lebensabläufen. Hinaus, hinauf in die Berge und auf die Felsen wollten sie. Dorthin wollen auch die heutigen Kletterer und Bergsteiger. In all den Jahrzehnten hat diese sportliche Freizeitbeschäftigung nichts an Anziehungskraft verloren. Vom Genießen der Natur im Klettergarten über ausgesetzte Mehrseillängentouren in den Bergen bis zur Verbindung zwischen Klettern und Reisen – die Möglichkeiten, abseits von fix vorgegebenen, überlaufenen Klettersteigen seinen eigenen Weg zu finden, sind mannigfaltig. Das „Sichverbessern“ in dem, was man tut, macht auch einen großen Teil der Faszination aus. Man schöpft Energie aus dem Erleben dieses Prozesses. Mit etwas Erfahrung und Übung gelingt vieles einfacher, kraftsparender, eleganter. Bewegungen, die noch vor einigen Wochen komplett unmöglich schienen, gelingen nach einigen Wiederholungen viel einfacher; war die Kraft nach der Hälfte der Route aus, kann man sie ein paar Versuche später bereits durchsteigen.

Dieses Wiederholen von Bewegungen und das damit verbundene Einstudieren machen einen guten Teil des Kletterns aus. Keine Route gleicht der anderen, jede Bewegung ist einzigartig. Ob man eine Route oder einen Boulder klettern kann, hängt einerseits von der dazu notwendigen Kraft ab, andererseits vom Bewegungsrepertoire. Macht man eine Bewegung zum ersten Mal und wiederholt sie danach, so wird sie damit erlernt, ist dann dem Körper geläufig und kann bei Bedarf wieder abgerufen werden. Die Wiederholung ist also eines der grundlegenden Trainingsprinzipien. Wenn man eine Route nicht schafft, heißt dies noch lange nicht, dass man nicht stark genug ist und noch mehr Kraft trainieren muss. Viel einfacher und interessanter ist es, mit den vorhandenen Kräften die Route zu schaffen. Kraft einteilen, zielgerichteter bewegen, entspannter sein und Energie sparen. Dies lernt man nicht in der Kraftkammer, sondern nur durch das Klettern selbst. Es ist wichtig, dieses Üben, dieses Verbessern zu mögen.

Wie kann man sich ohne langes Krafttraining verbessern? Die Antwort lautet: durch Technik und ein paar Tricks

Wichtig ist eine gute Raumwahrnehmung: Klettern findet nicht zwei-, sondern dreidimensional statt. Der Fels und Kletterwände in Hallen sind nicht flach, sondern strukturiert, geneigt, überhängend, mit einer Vielzahl an Möglich-

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Stefan Glowacz beim Klettern in Patagonien

keiten zur Fortbewegung versehen. Als spannende Übung zur Stärkung bietet sich das Klettern mit verbundenen Augen an, oder einfach nur mit geschlossenen Augen. Oft ist es einfacher, den Fuß seitlich wegzustrecken und gegen eine Seitenwand zu drücken, als sich mit viel Kraft hochzuziehen.

„Die besten Kletterer sind die, die den meisten Spaß haben“ (Udo Neumann). Stimmt. Jedoch sind die besten Kletterer auch die mit dem größten Bewegungsrepertoire. Nicht der mit den meisten Klimmzügen ist der beste Kletterer, sondern derjenige, der sich mit allen möglichen Tricks durch die Route schwindeln kann, seine Schwächen möglichst gut umgeht und am Ende glücklich oben ankommt. Fortbewegung am Fels bzw. in der Kletterwand sollte möglichst kraftsparend und energieeffizient sein. Die richtige Positionierung und Verlagerung des Körperschwerpunktes ist eine der wichtigsten Fähigkeiten, die sich ein Kletterer aneignen sollte. Möglichst viel Gewicht muss auf die Füße. Dies dient der Entlastung der Hände und ermöglicht erst das Weitergreifen zum nächsten Griff.

Schulterzug

Die Ausgangsposition (Abb. 1) ist entspannt, es wird möglichst viel Gewicht auf die Füße gebracht. Um den nächsten Kletterzug einzuleiten, wird eine neue Fußposition eingenommen (Abb. 2 und 3). Zuerst wird der Schwerpunkt auf den linken Fuß verlagert, um den rechten zu entlasten und neu zu positionieren. Nun wird der rechte Fuß belastet, um den linken zu entlasten und neu positionieren zu können. Die Vorbereitungsphase ist nun abgeschlossen.

Abb. 4 zeigt den Beginn der Hauptphase: die Verschiebung des Schwerpunktes in Richtung des Zielgriffes mit unterstützendem Ziehen des linken Fußes. Die Hauptarbeit verrichtet hier der linke Fuß, während die Hände anfangs nur unterstützend wirken. Sobald der Schwerpunkt über dem linken Tritt ist (Abb. 7), kann man die linke Hand lösen und zum Zielgriff greifen (Abb. 8). Falls dieser noch nicht erreicht werden kann, benützt man eventuell einen kleinen Zwischengriff und setzt die Füße nach. Die Nachbereitungsphase (Abb. 9 und 10) mit einer weiteren Schwerpunktverschiebung über den linken Tritt dient dazu, wieder eine stabile, entspannte Position einzunehmen und die nächste Vorbereitungsphase einzuleiten. Gernot Resch


klettern

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Der Schulterzug

Die Siegerfotos des letzten Fotowettbewerbes!

Fotowettbewerb 2013 Es gibt viele gute Fotografen unter den ÖTK-Mitgliedern. Deren Leistungen wollen wir auch heuer wieder vor den Vorhang holen, den Lesern präsentieren und mit Preisen belohnen. In den kommenden Ausgaben wird jeweils eine Fotostrecke erscheinen – mit den besten Bildern der Leser. Jede Ausgabe wird ein anderes Leitthema haben. Für die Mai/Juni-Ausgabe sind starke Bilder zum Thema KLETTERSTEIG gefragt. Pro Leser/Mitglied bitte maximal fünf Aufnahmen einsenden. Verwendet werden können nur Bilder in Druckauflösung (300 dpi). Die Bilder bitte über WeTransfer an die Adresse redaktion@oetk.at mailen. Dieser Dienst ist kostenlos und bequem für hohe Datenmengen. Die Redaktion freut sich auf starke Bilder.

Einsendeschluss ist der 25. März 2013 !

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kinder•jugend

Hallo, liebe Kids!

Heute habe ich wieder etwas für drinnen und draußen für euch vorbereitet sowie Wissens­wertes rund um Ostern und über den Osterhasen. Wenn auch du gute Ideen hast - schreib mir ein Mail an: redaktion@oetk.at. Vielleicht ist dann das nächste Mal etwas von dir in der Zeitung – selbstverständlich mit deinem Namen! Melden werde ich mich auf jeden Fall bei dir. Ich freue mich schon, wenn ich etwas von dir höre!  Eure Babsi

Ostern

Christliches Fest – Symbole – Bräuche rund um Ostern

Hast du gewusst, dass die Menschen, die vor mehr als 15 Jahrhunderten in den Gebieten des heutigen Österreich und Deutschland wohnten, an viele verschiedene Götter geglaubt haben? Sie brachten ihnen Opfer dar und verehrten sie mit Riten und Bräuchen. Als dann die ersten Christen ihren Glauben in unsere Gegend brachten, wurden viele unserer heidnischen Vorfahren zu Christen. Sie wollten aber ihre alten Bräuche nicht aufgeben und so begannen sie diese Bräuche mit dem christlichen Glauben zu vermischen. Ein Beispiel dafür ist unser Osterfest.

Das Licht siegt über die Dunkelheit

Die Germanen feierten jeden Frühlingsbeginn mit einem großen Fest, da es nach dem langen Winter endlich wärmer wurde und die Pflanzen wieder sprossen. In diesen Zeitraum fiel auch das christliche Osterfest. Im Jahre 325 n. Chr. wurde festgelegt, dass es immer am ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond stattfindet. Als Frühlingsanfang gilt für die Berechnung der 21. März, ab da sind die Tage wieder länger als die Nächte. Damit liegt Ostern immer zwischen dem 22. März und dem 25. April. Die Menschen glaubten, dass die Sonne über den Winter und die Dunkelheit siegt, so wie Jesus über den Tod. Die weiteren christlichen Feiertage vor und nach Ostern, der Aschermittwoch (40 Tage + 6 Sonntage vor Ostern), Christi Himmelfahrt (39 Tage nach Ostern), Pfingsten (49 Tage nach Ostern) und Fronleichnam (60 Tage nach Ostern), werden immer vom Ostersonntag aus gezählt. So kannst du sie dir jedes Jahr leicht ausrechnen.

„Sag, Opa, wieso auf dem hast du so wenige Haare s kommt da , du ißt Kopf?“ – „Tja, we hast du m ru wa nd „U – vom Alter!“ as kommt keine Zähne mehr?“ – „D t du, Opa, ich eiß auch vom Alter!“ – „W üderchen Br n ine kle glaub, mit dem ert, das hat haben sie uns angeschmi ine Zähne, auch keine Haare und ke u!“ ne ht nic das ist bestimmt

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OSTERHASEN fangen!

Ein Spiel für drinnen und draußen Was du dazu brauchst:

• einen großen alten dicken Socken • weiches Material zum Ausstopfen • und Platz zum Herumlaufen (drinnen oder draußen)

So geht das Spiel

Der Hasenfänger steht in der Mitte und um ihn herum haben sich viele Hasen versammelt. Jetzt wirft der Jäger sein Sockenwurfding in die Höhe und alle Hasen versuchen so schnell wie möglich weit wegzuhoppeln. Sobald der Jäger sein Sockending wieder gefangen hat, ruft er laut Stopp! und alle Häschen müssen wie angewurzelt stehen bleiben. Nun hat der Jäger Zeit, sich einmal im Kreis zu drehen und zu schauen, welches Häschen er sich aussucht. Hat er ein Häschen ausgewählt, versucht er jetzt, es mit seinem Sockenwurfding zu treffen. Gelingt ihm das, so tauscht er nun mit dem Häschen den Platz. Das Häschen wird der neue Jäger und der Jäger darf als Häschen mit den anderen mithoppeln. Auf in die neue Spielrunde!

Mama und Papa n, weil ihr Hase machen sich Sorge hen will. rec sp ht Sohn einfach nic sagt das kleisen Es im be s Eines Tage den Möhren ne Häschen: „Mama, an ist zu viel Salz.“ kannst ja Jubelt Mama Hase: „Du st du denn doch reden – warum ha t?“ bisher nichts gesag a, bisher Da sagt das Häschen: „N ung.“ war ja auch alles in Ordn Gott?“, will die „Wo, glaubt ihr, wohnt en Schülern Religionslehrerin von ihr antworr“, wissen. „Im Badezimme . „Ja, wie rn ge zö tet Bastian, ohne zu fragt die , f?“ rau da nn kommst du de a jeden Lehrerin verwundert. „N aufsteht, ter Va Morgen, wenn mein Badezimmerhämmert er gegen die tt, bist du tür und schreit: „Mein Go “ in? dr denn immer noch da


kinder •jugend

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nr.10/2010

Wer versteckt die Eier?

Am Ostersonntag dürfen die Kinder nach den Eiern suchen, die der Osterhase versteckt hat. Seit dem 16. Jahrhundert nennt man den Osterhasen als Eierbringer. Früher galten auch andere Tiere wie der Fuchs oder der Hahn als mit dieser Aufgabe beschäftigt. Hier noch ein paar Beispiele: • • • • • • •

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Tirol spricht man von der Ostereier legenden „Osterhenneˮ. Oberbayern, Österreich, Thüringen und Schleswig-Holstein war es der Hahn. Hannover der Fuchs, an der holländischen Grenze der Ostervogel oder Kranich. Thüringen heißt es, der Storch sei es gewesen. Oberbayern wurde vereinzelt das Osterlamm als Eierbringer bezeichnet. manchen Gegenden der Schweiz bringt der Kuckuck die Ostereier. Italien dagegen - kennt man keinen Osterhasen.

Der Hase gilt jedoch aufgrund seiner vielen Nachkommen als Symbol der Fruchtbarkeit und des Lebens. Da im Frühjahr überall junge Hasen auftauchen, wurde den Kindern erzählt, dass diese die bunten Eier verstecken.

OSTERHASEN backen!

Was brauchst du für den Teig? • • • • • • • • • •

250g Mehl 200 g 20%igen Topfen 6 EL Milch 10 EL Öl 80 g Staubzucker 1 Prise Salz 1 Packerl Vanillezucker geriebene Schale einer unbehandelten Zitrone 1 Packerl Backpulver 1 Bogen Backpapier und ein Backblech

Zum Bestreichen und Verzieren: • • • •

1 Ei 2 EL Schlagobers 12 Rosinen 50 g Schokolade

Und so wird dein Osterhase gemacht:

1. Du legst das Backblech mit Backpapier aus und heizt den Backofen auf 150° C Ober- und Unterhitze vor. 2. Mehl und Backpulver mischen. 3. Topfen, Milch, Öl, Staubzucker, Salz, Vanillezucker und die geriebene Zitronenschale verrühren. 4. Nun das Mehl mit dem Backpulver dazugeben und den Teig kneten, bis er glatt und weich ist. 5. Jetzt formst du auf einer bemehlten Unterlage eine Rolle, die du in 4 Stücke zerteilst. Von jedem der Stücke nimmst du ein Viertel weg und formst die Ohren deines Hasen. Aus den größeren Stücken machst du die Köpfe. 6. Damit du alles gut zusammenfügen kannst, trennst du das Ei in Eidotter und Eiklar und bestreichst mit dem Eiklar die unteren Teile der Hasenohren. Jetzt kannst du sie unter den Hasenkopf schieben und festdrücken. 7. Als Nächstes braucht dein Hase Augen, die machst du mit den Rosinen. 8. Damit dein Hase schön glänzt, bestreichst du ihn mit dem Eidotter, das du mit dem Schlagobers vermischt hast. 9. Jetzt dürfen die Hasen für 20 Minuten ins Backrohr. 10. Wenn du sie herausnimmst, denk daran: Das Backblech ist sehr heiß, lass dir von einem Erwachsenen helfen. 11. Nach dem Auskühlen kannst du deine Hasen mit der Schokolade und mit anderen Dingen (je nachdem worauf du Lust hast) verzieren.

Farben sammeln

Material: • Karteikarten (DIN A6), • Doppelklebeband

Und los geht es:

Die kalte Winterzeit ist schon fast vorbei, jetzt kommen langsam die ersten Frühlingsblumen und alles beginnt wieder bunt zu werden. ➜ Bevor du hinausgehst, bereitest du dir deine Karteikarten vor. Jede Karte wird mit zweiseitigem Klebeband beklebt. ➜ So, jetzt ist alles bereit: Wenn du um Erlaubnis gefragt hast, kannst du im Garten, auf der Wiese, im Wald oder im Park Farben sammeln. Die verschieden gefärbten Blätter, Halme und abgefallenen Blütenblätter kannst du dann entweder geordnet, durcheinander oder wie ein Bild auf deine Karte kleben. Auf diese Weise kannst du viele schöne Frühlingsfarbenkarten basteln und als kleine Frühlingsgrüße verschenken! Gutes Gelingen und viel Spaß!

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wandern

Guglhupf mit Panorama Den Dachsteinwänden vorgelagert, ist der Rötelstein zwar keine spektakuläre Erscheinung, aber eine Aussichtsloge erster Güte. Von Theo Pfarr (Text, Fotos) und Christa Pfarr (Fotos)

Das Abendessen: ein Gedicht! Ein wahrhaft imperialer Kaiserschmarren mit einem Kompott selbstgepflückter Heidelbeeren. Satt, blauzähnig und lilazüngig verfolgen wir nun die meteorologische Verheißung für den kommenden Tag: Bestes Bergwetter, nördlich des Alpenhauptkamms nur geringe Bewölkung, Fernsicht bis 100 Kilometer. Auf Kaiserschmarren folgt Kaiserwetter. „Und welchen Spitz raufen wir morgen nieder?“ „Vorschlag: den Rötelstein!“ Ratlosigkeit, gepaart mit Skepsis auf den Gesichtern meiner Begleiterinnen. Ich fische ein Kalenderblatt mit Anstiegsbeschreibung aus meinem Ordner. „Der zerdatschte Guglhupf? Das soll ein gscheiter Berg sein?“ „IQ-Wert war keiner zu ermitteln, aber er ist ein absoluter Lug-ins-Land! Direkt vor den Dachstein-Südwänden und ein unverstellter Blick zum Hochgolling, zum Glockner, sogar zum Venediger …“ Die Nennung der edlen Häupter leistet Überzeugungsarbeit, die gemeinsame Erstürmung des „Zdatschtn Guglhupfs“ wird beschlossen. Im Stillen hoffe ich, dass der Rötelstein meine Versprechungen einhalten wird, sonst gerät meine gewachsene alpine Autorität ins Wanken.

Geriesel und Gerödel

„Wenn mi des Reisebüro net vermittelt hätt’ …“ Travniceks klassische Worte machen mit vorwurfsvollem Unterton die Runde. Der Anfang war ja noch durchaus voller Versprechen für den jungen Tag. Von der Sulzenalm wandert man, die Bischofsmützen im Rücken, den dolchmäßig zum Himmel stoßenden Torstein vor

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Der Torstein sticht ins tiefblaue Firmament und wird seinen Besuchern einen traumhaften Panorama-Blick bieten.

sich, zum Rasensattel am Sulzenhals, wendet sich gen Süden und – wird immer mehr zum Gefangenen des Gerölls, strampelt und stolpert durch graues und rotes Geriesel bergan. Die Sonne meint es gut an diesem Tag, sogar sehr gut, hat wohl auch den Wetterbericht gesehen. Zum Glück kann man sich auf dieser Nordseite des öfteren in den Schatten flüchten. Aber die Steigerei durch die steile Kokshalde zermürbt die Moral. Auf halbem Weg durch die rieselfreudige Flanke unterbricht eine kurze Passage mit einfacher Blockkletterei das eintönige Gerölltreten – ein wahres Labsal. Weil aber auch noch andere Masochisten an der Lockerfront unterwegs sind, darf


wandern

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man haftelmacherisch aufpassen, denen nichts auf die Birne oder auch nur aufs Knie zu befördern. Entgegenkommende erkundigen sich besorgt, ob denn das so weitergehe? Auch ihnen scheint Travnicek aus dem Herzen zu sprechen. Schließlich hat der Berg ein Einsehen, legt sich nach einer Geländekante etwas zurück und belohnt seine Besteiger für die ausgestandene Mühe mit einem grünen Teppich, dem man bis zum Gipfelkreuz folgen darf. Beim Näherkommen bemerkt man dort am Platz rotierende menschliche Gestalten mit ausgestreckten Armen – Gipfel-Yoga? Des Rätsels Lösung: Die erfolgreichen Rötelsteinerinnen und -steiner versuchen, ihren Digitalkameras 360-Grad-Panoramen abzuringen.

Auf einem grünen Teppich geht´s hinauf zum Rötelstein. Hinten festungsgleich das Tennengebirge.

Rund zweieinhalb Stunden braucht es für die knapp 900 Höhenmeter.

King Glockner Und es ist ja auch wirklich der schiere Luxus, der einem hier geboten wird, ein optisches Festmahl: Im Norden ist der Torstein zu einem atemberaubenden Kolossal-Bauwerk angewachsen, an das östlich Mitterspitz und Dachstein anschließen, Letzterer aus dieser Perspektive ein keckes Hörndl. Die

Kalkfront zieht sich weiter bis zu den Koppenkarsteinen. Im Süden ein unglaubliches Gewimmel von dunklen Pusteln und Warzen aller Größen und Formen: die Niederen Tauern, aus denen Hochwildstelle und Hochgolling hervorstechen. Blinkende Firngipfel schließen gegen Westen an: Hochalmspitze, Ankogel, Sonnblick. Ein dunkles Horn: der Scheff, His Majesty King Glockner himself, rechts neben ihm ein silbrig gleißendes Dach: der Venediger. Um die Runde fortführend zu schließen: Hochkönig, Tennengebirge, die Bischofsmützen und neben dem Torstein der Hochkesselkopf mit seiner klassischen Verschneidung. „Hab ich euch zu viel versprochen?“ Kopfschütteln und fortgesetztes Blicken in die Runde. Man kommt sich richtig wie ein Tempelschänder vor, sich in Anwesenheit so vieler alpiner „Celebrities“ niederzulassen und ein profanes Wurstweckerl zu verzwicken, aber schließlich verlangen die Energiespeicher nach Ergänzung des im Gerödel Abgearbeiteten. Und außerdem wartet ja nach dem Abstieg auch noch ein Gegenanstieg. Aber alles der Reihe nach …

„Man kommt sich wie ein Tempelschänder vor, in Anwesenheit so vieler alpiner ˎCelebrities � ein profanes Wurstweckerl zu verzwicken.“

Spätestens am Gipfel ist klar: Der Rötelstein ist ein alpines Aussichtswunder.

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wandern

nr.2/2013 Die meisten Rötelstein-Besteiger nehmen für den Aufstieg den Weg über den Westgrat und steigen durch die Geröllflanke zum Sulzenhals ab. Unser Vorhaben ist gegenläufiger Natur: Wir haben uns den schöneren Teil für den Abstieg aufgehoben. Da ist zuerst einmal ein sich mählich senkender Gipfelrücken im Angesicht der Nachmittagssonne sowie der Zacken des Tennengebirges. Wo sich der Rücken neigt und in Geschröf auflöst, leitet die Markierung über kurze, knusprige Wändchen, die mit Genuss abgeklettert werden können und auch für ImponierFotos bestens geeignet sind: „Bleib so, die linke Hand noch ein bissl höher! Der rechte Fuß in der Luft, nach einem Tritt tastend, bestens!“ – Dass die kühne unangeseilte Kletterin maximal fünf Dezimeter „Luft unter den Sohlen“ hat, darf das Bild verschweigen.

Zollkontrolle und Charme-Offensive

Am Fuß der Schrofenflanke teilt sich dann bei der Ahorneggalm der Pfad. Nachdem unser roter Japaner bei der Sulzenalm wartet, schlagen wir die Nordrichtung ein. Schon unterhalb der Baumgrenze, stoßen wir bei der Reitalm auf charmante Wegelagerer, die uns mimisch (und unter gelegentlichem Gewieher) zu verstehen geben, dass unsere Rucksäcke dringend einer Inspektion bedürfen. Dabei entdeckte Vollkornkekse werden als wegezollrechtlich beschlagnahmt deklariert und konfisziert. Mit etwas Mühe und Hinterlist gelingt es uns, ein paar Müsliriegel an der hippologischen Kontrolle vorbeizuschmuggeln. Die sind dringend nötig, denn immerhin erwartet uns, als wir am Fuße einer Almstraße angelangt sind, ein Wiederanstieg von stattlichen 170 Höhenmetern, der abgedient werden will.

Es wird ein Wettlauf mit der Dämmerung. Wir haben uns oben auf der Höhe dem beliebten Sport des Gipfel-Ratens eine Spur zu lange gewidmet. Im letzten Büchsenlicht langen wir bei der Kralehenhütte ein, der unteren der beiden Sulzenalmen, wo die Wirtschafterin gerade Feierabend machen will. Die für die späten Rötelstein-Wanderer aufgetischten Köstlichkeiten würden so mancher berühmten Konditorei im Tale zur Ehre gereichen. Nicht verschwiegen werden darf auch das sechswöchige Töchterlein der Hüttenkatze, ein wahres Charme-Bömbchen, eine feline Lolita, die bei uns dreien dringende Streichel-Reflexe auslöst.

Auf halbem Weg durch die Flanke wartet eine einfache Blockkletterei.

Rötelstein 2247 m; Dachsteingebirge Herausforderung: 3 Highlights am Weg: 1 Einsamkeitsfaktor: 3 Familientauglich: 4 Kost und Logis: 2 Ausgangspunkt: Kralehenhütte (1550 m). Von Filzmoos (1057 m) über die Mautstraße nördlich Richtung Hofalm, bei Abzweigung rechts (östlich) Richtung Sulzenalm. Parken am besten bei der Kralehenhütte, der unteren der beiden Hütten-Jausenstationen auf der Sulzenalm. Aufstieg: Von der Kralehenhütte auf Almstraße zur Wallehenhütte (1612), dann auf schönem Wanderweg Nr. 638 zum Sulzenhals (1827 m). Hier südwärts auf Steig Nr. 639 in die geröllige Nordflanke des Rötelsteins. Unangenehm durch steiles Geröll und über eine kurze Kletterpassage (20 Hm, I) zum sanften Gipfeldach und in südwestlicher Richtung zum höchsten Punkt. (Von Kralehen ca. 2 ½ Std.) Abstieg: Vom Gipfel folgt man in westlicher Richtung dem Steig Nr. 670, der in schrofiges Gelände führt. Einige kurze, kaum ausgesetzte Kletterstufen (I) sind zu bewältigen. Beim Lutzerriedl (ca. 1620 m) nimmt man die nordwärts Richtung Reitalm (1487 m) führende Abzweigung. Von dort kurz südwestlich absteigend bis etwa 1380 m, dann in spitzem Winkel nördlich, später westlich auf Steig 638 über 170 Höhenmeter ansteigend zurück zur Kralehenhütte. (Vom Gipfel 2 ¾ Std.)

Autor Theo Pfarr: höhlenkundlicher Alpinist aus Wien, Katzenfreund und ein Meister der feinen BergFeder

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Höhenunterschied: insgesamt ca. 870 Hm Karten: Österreichische Karte 1 : 25.000 V, Blatt 3217 Ost (Hoher Dachstein); Kompass-Wanderkarte 031 (Der Dachstein), 1 : 25.000


vereinsgeschichte

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Ein Berg-Mann und Feuergeist 

Zum 90. Todestag von Julius Meurer Von Gerhard Schirmer

Wer erinnert sich heute noch an Julius Meurer, der am 13. Jänner 1838 in Leipzig geboren wurde und am 19. März 1923 in Wels gestorben ist? Dabei war Meurer gerade für die Geschichte unseres Klubs, aber auch darüber hinaus, von großer Bedeutung. Julius Meurer wurde in eine recht begüterte gutbürgerliche Familie hineingeboren. Er studierte Land- und Forstwirtschaft, nahm 1866 am Italien-Feldzug teil und trat danach in den Dienst eines Bergwerksunternehmens, in dem er es bald bis zum Direktionsrat brachte. Doch dieser Tätigkeit konnte er kaum etwas abgewinnen. In dieser Zeit aber kam er erstmals mit den Bergen in Berührung, die ihn bald völlig in ihren Bann schlugen. Er zog sich nun ganz ins Privatleben zurück, kehrte Leipzig den Rücken und zog nach Wien, wo er 1876 dem ÖTK beitrat. Damals konzentrierte sich die alpine Erschließungstätigkeit unseres Vereins hauptsächlich auf die östliche Hälfte des heutigen Bundesgebiets, vor allem auf die Wiener Hausberge Rax, Schneeberg, die Hohe Wand, die restlichen Gutensteiner Alpen und die übrigen Voralpen. In der Folge wandte Julius Meurer sich dem Österreichischen Alpenverein zu, dessen Zielsetzung ihn jedoch gleichfalls nicht überzeugen konnte, da dieser sich in erster Linie mit wissenschaftlichen Problemen beschäftigte, wobei das rein Bergsteigerische in den Hintergrund gedrängt wurde.

Stark im Fels und stark in der Argumentation

Meurer hatte sich zu einem der besten Kletterer seiner Zeit entwickelt und verfügte über einen enormen Tatendrang. Er trat für die Gründung eines elitären alpinen Vereins nach dem Muster des britischen Alpine Club ein, und tatsächlich wurde am 6. Dezember 1878 in Wien der „Alpenklub Österreich“ ins Leben gerufen. Diesem Verein, der sich schon bald danach „Österreichischer Alpenklub“ nannte, stand Julius Meurer als dessen Präsident von 1880 bis 1887 vor, nachdem er 1879 die „Österr. Alpenzeitung“ (ÖAZ) begründet hatte. Schon 1880 wurde die Erzherzog-Johann-Hütte errichtet, die – einem Beschluss des Präsidiums folgend – die einzige Schutzhütte des Klubs bleiben sollte. Auch Meurer hatte ursprünglich dieser Entscheidung seine Zustimmung gegeben, doch schon bald änderte er seine Meinung. Er schlug die Gründung von Sektionen sowie den Bau diverser Schutzhütten vor. Mehrere turbulente Sitzungen waren die Folge. Zwar konnte Meurer einige Gleichgesinnte um sich scharen, die Mehrheit war jedoch für die Beibehaltung des ursprünglichen Zustands, weil eine Verwässerung der strengen alpinen Ausrichtung des Vereins befürchtet wurde. Julius Meurer war zutiefst gekränkt, er kehrte dem Alpenklub den Rücken, wandte sich wieder dem ÖTK zu und übernahm hier die Schriftleitung der Österreichischen Touristenzeitung (ÖTZ). Von 1891 bis 1896 war er Präsident des ÖTK. Er entfaltete eine rege organisatorische Tätigkeit, in seiner Ära entstanden zahlreiche Schutzhütten wie beispielsweise die Dümlerhütte am Warscheneck oder das Proslschutzhaus auf der Muglkuppe bei Leoben. Doch auch in unserem Verein war er bald sehr umstritten, er beschäftigte sich mit zahlreichen hochtrabenden Plänen, mit denen die überwiegend konservativ eingestellten Ausschussmitglieder nichts anzufangen wussten. Die Gegensätze eskalierten schließlich und Meurer – zutiefst verbittert – legte 1896 sein Amt nieder und trat aus

dem Verein aus. Selbst der Stadt Wien kehrte er 1900 den Rücken und zog nach Meran. Nun wurde es allmählich ruhig um ihn, er unternahm mehrere Reisen, betätigte sich als Schriftsteller, doch in den Reihen der alpinen Vereine erinnerten sich nur mehr wenige an ihn. Erst als er 1923 starb, beschäftigte man sich wieder mit diesem Feuergeist, der so viel Unruhe verbreitet hatte, und selbst die hoch angesehene Neue Freie Presse widmete ihm einen ausführlichen Nachruf.

Als überaus talentierter Bergsteiger, der nicht nur im Fels, sondern auch im Eis zu Hause war, hat Meurer zahlreiche Erstbegehungen durchgeführt. Aus der Liste seiner Erstbesteigungen sei hier bloß jene der Pala di San Martino im Jahr 1888 erwähnt. Seine literarischen Fähigkeiten bewies er mit der Herausgabe des „Handbuchs des alpinen Sports“ (1882) sowie des „Katechismus für Bergsteiger“ (1892), Schließlich sei noch auf das 1893 erschienene Buch „Der Bergsteiger im Hochgebirge“ verwiesen, das er gemeinsam mit J. Rabl geschrieben hat und das um die Jahrhundertwende zu den bekanntesten alpinen Werken im deutschen Sprachraum zählte.

Die Werke Meurers können in unserer Klubbibliothek eingesehen werden.

Die Schriften von Julius Meurer: • Katechismus für Bergsteiger, Gebirgstouristen, Alpenreisende …, Leipzig 1892; • Handbuch des alpinen Sports, Wien-Pest-Leipzig, 1892; • Illustrierter Führer auf den k. k. Österr. Staatsbahnen Linz – Salzburg, Wien o. J.; • Illustrierter Führer auf den k. k. Österr. Staatsbahnen Bregenz – Innsbruck …, Wien o. J.; • Illustrierter Führer auf den k. k. Österr. Staatsbahnen Selzthal – Villach …, Wien o. J.; • Dolomiten, Wien-Pest-Leipzig 1890 und 1893; • Österreich, Wien-Pest-Leipzig 1888; • Ortler-Alpen, Wien-Pest-Leipzig 1884; • Ortler-Gruppe, Wien-Pest-Leipzig 1896; • Ostalpen, 1. Teil, Wien-Pest-Leipzig 1892; • Ostalpen, 2. Teil, Wien-Pest-Leipzig 1893; • Salzburg, Salzkammergut und Berchtesgaden-Land, WienPest-Leipzig 1897; • Tirol, 1. Teil, Wien-Pest-Leipzig 1885; • Tirol, 2. Teil, Wien-Pest-Leipzig 1886; • Durch ganz Tirol und Vorarlberg, Wien-Pest-Leipzig 1902; • Vienna and Environs, Wien und Leipzig 1906; • Wien und Umgebung, Wien und Leipzig 1907; • Touristenführer Madonna di Campiglio, Arco, Riva, Gardasee, Wien 1889; • Der Mont-Blanc, Wien 1880; • Julius Meurer und Josef Rabl, Der Bergsteiger im Hochgebirge, Wien-Pest-Leipzig 1893.

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nr.2/2013 Ihr Lichtkegel weist den Outdoor-Profis den Weg durch die dunkle Wildnis und lässt im Zelt oder in Notsituationen die Umgebung einigermaßen hell erstrahlen. Sieben kompakte Taschenlampen in näherer Durchleuchtung. Worauf es ankommt: Die Taschenlampen müssen vor allem genügend Licht erzeugen, und das möglichst lange. Dabei sollen sie ein geringes Gewicht haben und sehr leicht bedienbar sein. Der Überblick bietet in diesem Fall Marken-Lichtquellen mit echter Scheinwerferstärke bis hin zum Notfalllämpchen.

Varta Palm Light 3R12 Optisch erinnert die Allzweckleuchte aus Metall ein wenig an Großmutters Zeiten. Ihre Lichtquelle ist ein Glühbirnchen, die Batterie ein großer 4,5 Volt Kraftspender. Laut Hersteller soll das für eine durchgehende Leuchtdauer von 3,5 Stunden reichen. Der Aufhängeclip ist praktisch, das Gewicht von knapp 200 Gramm erweist sich als eher hoch und mit 11 cm Länge braucht die Lampe viel Platz. Die Gesamt-Lichtstärke liegt bei 15 Lumen und einer Leuchtweite von 75 Metern, und das ist absolut praxistauglich. www.varta.at Funktion: Gut Leuchtkraft: Ausreichend Preis: € 7,10

test

Taschenlampen Von Martin Grabner

Die Kriterien: 1. Die Funktion: Die Leuchtdauer der Lampe ist das wichtigste Kriterium, natürlich abhängig von einer vollen Batterie. Daneben bieten manche Produkte verschiedene Einstellungen zur Änderung des Lichtkegels, also mehr Punktoder Streulicht und sogar eine Blinkfunktion. Die Art der Lampe ist ein weiteres Kriterium und wie kompliziert ist es, Batterie und Lämpchen zu tauschen. 2. Die Leuchtkraft: Bei den meisten Herstellern ist die Lichtstärke in Lumen angegeben, im praktischen Test wurde die Strahlkraft der Lampe zusätzlich in einem völlig abgedunkelten Raum getestet und bewertet. 3. Der Preis, das Gewicht, die Abmessungen und ein dadurch möglichst platzsparendes Verstauen im Rucksack bilden die weiteren Eckdaten des Überblicks. Die Redaktion bedankt sich bei Bergsport Schwanda für die zur Verfügung gestellten Produkte. www.schwanda.at

Relags LED-Pocket Als sehr kompakt erweist sich das Modell von Relags in Form eines Schlüssel-Anhängers, Gewicht und Größe sind dadurch vernachlässigbar. Die Lampe ist eine echte Hochleistungs-LED, die Pocket leuchtet im praktischen Versuch den ganzen Raum locker aus. Die beiden CR2016 3V Flachbatterien können ausgewechselt werden, ebenso die LED-Lampe. Die Leuchtdauer beträgt 12 bis 14 Stunden und das ergibt insgesamt eine tolle Mini-Taschenlampe, die viel mehr ist als nur eine Notfallleuchte. www.relags.de Funktion: Ausreichend

Mag-Lite Mini Maglite AAA

Leuchtkraft: Ausreichend

Diese sehr formschöne und kompakte LED-Taschenlampe passt in jede Jackentasche. Zusätzlich im Set gibt es dazu einen praktischen Taschenclip. Ein weiterer interessanter Zusatz ist die Kerzenfunktion. Lampenkopf abschrauben, ans Lampenende stecken und es gibt gleichmäßiges Licht rundum. Die technischen Daten sind in Ordnung: Die Leuchtweite beträgt 31 Meter, die beiden Microzellen bieten 2,5 Stunden lang Licht und die Leistung beträgt 9 Lumen, das ist nicht allzu viel, aber besser als volle Dunkelheit.

Preis: € 17,90

www.maglite.de Funktion: Gut Leuchtkraft: Schwach Preis: € 19,90

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Taschenlampentest


test

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Petzl Zipka 2

Led Lenser P 7

Die LED-Leuchte von Petzl ist Stirn- und Taschenlampe zugleich. Sie liegt sehr kompakt in der Hand und lässt sich mit Hilfe des ausziehbaren dünnen Bandes auch halbwegs bequem am Kopf tragen. Die drei Microzellen und die vier LED-Leuchten bieten dabei echte Strahlkraft. Mit einer Leistung von 40 Lumen leuchtet die Zipka bis zu 29 Meter weit. Es gibt drei Einstellungen, eine davon bietet Blinklicht für Notsituationen. Bei vollen Batterien gibt es bis zu 120 Stunden starke Helligkeit.

Diese Taschenlampe ist ein echtes Schwergewicht, und das in jeder Hinsicht. Die 192 Gramm bei einer Länge von 13 Zentimetern liegen gut in der Hand und ihre Leistung von 200 Lumen bietet nahezu tageslichtähnliche Bedingungen. Die LED-Lampe lässt durch Verschieben des Kopfes scharf fokussiertes Punkt- oder breites Streulicht zu, mittels Switch-Knopf gibt es zwei Helligkeitsstufen. 4 Microzellen liefern die notwendige Power, bis zu 64 Stunden und bei entsprechender Einstellung bis zu 210 Meter weit.

www.petzl.com

www.ledlenser.at Funktion: Super! Leuchtkraft: Stark

Funktion: Gut

Preis: € 43,90

Leuchtkraft: Extrem stark Preis: € 69,90

Mammut Burny Die kleine Lampe aus der Schweizer Outdoorschmiede ist eigentlich als Notfallleuchte gedacht, nebenbei erweist sie sich im Praxistest auch als ausreichende Lichtquelle. Zwei weiße LED-Leuchten und eine rote Lampe bieten wahlweise Helligkeit oder bis zu 500 Meter reichendes rotes Blinklicht. Die Leistung beträgt 12 Lumen, das weiße Licht leuchtet 12 Meter weit. Die leicht wechselbaren flachen Batterien bieten Power bis zu 60 Stunden. Nebenbei verfügt die Burny über ein praktisches Band und einen Gürtelclip. www.mammut.ch

Philips Dynamo Multi LED Etwas ganz Besonderes bietet die Taschenlampe von Philips. Sie benötigt keine Batterien, sondern kann mit Hilfe des eingebauten Dynamos und der praktisch versenkbaren Kurbel aufgeladen werden (zwei Kurbelrichtungen sind möglich). Die drei LED-Lampen bieten damit superhelles Licht, und das quasi ohne Ablaufdatum. Die drei Lämpchen haben nämlich bis zu 50.000 Stunden Lebensdauer und der eingebaute Lithium-Akku kann unter normalen Betriebsbedingungen bis zu 500 Mal aufgeladen werden. Tolle Sache! www.philips.at

Funktion: Sehr gut Leuchtkraft: Ausreichend

Funktion: Super!

Preis: € 15,-

Leuchtkraft: Gut Preis: € 19,90

Sind Sie sicher? Beim ÖTK schon! Was die bestehenden Versicherungen für Sektionen, Mitarbeiter und Funktionäre leisten – zusätzlich zur Bergungs- und Rückholkostenversicherung. 1. Haftpflichtversicherung – Haftungssumme für Personen- und Sachschäden je Versicherungsfall bis max. 1,5 Mio. Euro – Versicherer: Allianz Versichert ist – bei Auslandsdeckung für die gesamte Erde (inkl. USA, Kanada, Australien) – die gesamte Vereinstätigkeit des ÖTK inkl. aller seiner Sektionen und Klubgesellschaften lt. Satzungen (Bergsteigen, Wandern, Klettern, Skitouren, Höhlenforschen, Skifahren, Snowboarden, Paddeln bis SG 3, Mountainbiken usw. – außer Rafting, Canyoning und BungeeJumping). Mitversichert sind sämtliche Risken der Mitglieder in Ausübung ihrer vereinsmäßigen Tätigkeit auch im privaten Umfeld. Besteht für die versicherten Risken Versicherungsschutz aus anderen Verträgen, so wird aufgrund der Subsidiarität keine Leistung erbracht. Mitversichert sind auch die ÖTK-Mitglieder als vereinsmäßige Führer derartiger Touren, wie z. B. ÖTK-Mitglieder als Führer von Jugendgruppen. Achtung: Sollten Personen, die nicht Mitglieder des ÖTK sind, als Führer herangezogen werden, so liegt für sie kein Versicherungsschutz vor!! Dazu ist die Haftpflicht aus der Betreuung und Bezeichnung von Wegen, Klettersteigen und Gebäuden, der Anbringung

von Sicherungen sowie die Anlage von Brücken, Stegen und sonstigen Werken inkludiert. Darüber hinaus gilt die „Wegerandhaftung“ gem. Forstgesetz (subsidiär zu anderweitig bestehenden Verträgen) als versichert. Dies ist vor allem für Grundbesitzer wichtig, über deren Grund ein ÖTK-Weg führt. Dazu sind noch der Betrieb von Kletterhallen oder künstlichen Wänden durch ÖTK-Sektionen in Scheibbs, Klosterneuburg, Dölsach und Langenlois (Volksschule) haftungsmäßig abgesichert. 2. Rechtsschutzversicherung – Versicherungssumme 75.000 Euro – Versicherer: Roland Strafkaution 7.500 Euro, Selbstbehalt von 10% der Schadensleistung, jedoch mind. 150 Euro. Kein Selbstbehalt bei Beratungsrechtsschutz. Bei Annahme des vom Versicherer vorgeschlagenen Rechtsanwalts trägt der Versicherer die vollen Kosten gem. Art 6 der ARB. Führungstätigkeit von Jugendführern: Grundsätzlich darf jeder, der von den jeweiligen Vereinsverantwortlichen dafür befugt wird, innerhalb des ÖTK bei vollem Versicherungsschutz Aktivitäten mit Jugendlichen und Erwachsenen unternehmen; bei alpinen Ausbildungs- und Hallenkursen vor allem am Sektor Klettern sollen aber nur geeignete Mitglieder mit Ausbildung eingesetzt werden.

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reportage

Eine Alpin-Katze auf Samtpfoten Die Elektromobilität erobert den alpinen Raum. Der Schnee in Schladming bot die perfekte Kulisse für eine besondere Präsentation. Am Rande der Ski-WM 2013 wurde im Februar eine Innovation vorgestellt, die vielleicht schon bald den „Verkehr“ im hochalpinen Raum verändern wird: Das erste voll elektrische Schneemobil Mitteleuropas absolvierte seine Premiere im Rahmen des Events. Der „Snowbird“ wurde von den Schladminger Bergrettern getestet, und die waren von dem Prototyp durchaus angetan. Die Idee zu dem fast lautlosen und emissionsfreien Schnee­ mobil kam ursprünglich von den Schladminger Seilbahnen und wurde von fünf Instituten der FH Joanneum interdisziplinär entwickelt. Wie ist das Gegenteil eines lauten, stinkenden Motorschlittens bestückt? Mit einem 25-kW-Induktionsmotor und einer 10,5-kWh-Batterie. Ausgelegt ist der Snowbird nicht auf hohes Tempo in der Ebene, sondern auf steigungsintensive, kurze Distanzen. Der Snowbird hat ein hohes Drehmoment, hohe Steigfähigkeit und gute Zuladungsmöglichkeiten bei kurzen Distanzen und Einsatzzeiten, ist also ideal für die Bedürfnisse der Bergrettung in sensiblen und abgegrenzten Bereichen abgestimmt. Der Einsatz zur WM war denn auch gleich als Echt-Test für die Batterieleistung gedacht. Wie viele Einsätze schafft der Vogel im Gelände tatsächlich, bis er wieder zur E-Tankstelle muss? Wie sieht es mit den Betriebskosten tatsächlich aus?

Das stolze Projektteam der FH Joanneum, die Studiengänge Produktionstechnik/Organisation, Luftfahrt, Elektronik/Technologiemanagement, Fahrzeugtechnik/Automotive Engineering sowie Industrial Design waren involviert.

Die Entwicklungskosten von 100.000 Euro wurden zur einen Hälfte von der FH bestritten, zur anderen vom Land, Energie Steiermark und den lokalen Bergbahnen. Noch gibt es den Snowbird erst als Prototyp, doch das Interesse der Industrie konnte in Schladming geweckt werden. Eine halbe Million Euro an Investitionen wird noch nötig sein, um den Schlitten marktreif zu machen, schätzen die Projektbetreiber. In der Anschaffung wäre der Schneevogel noch um 10.000 Euro teurer als herkömmliche Geräte, doch mit den richtigen Partnern ist eine Serienfertigung mit besseren Preisen in ein bis drei Jahren machbar. Der Markt ist definitiv vorhanden. 2,3 Millionen Schneemobile sind weltweit registriert. Umweltfreundliche und nachhaltige Mobilität ist ein großes Thema – und das nicht Barbara Mayerl nur am Asphalt.

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On the road again Die Biker-Gruppe des ÖTK unternimmt Panorama-Touren, die sportlich fordern, historisch bilden und kulinarisch verwöhnen Im Herbst 2012 tourten wir drei Tage durch die Weststeiermark. Zum Aufwärmen gab es eine kleine Abendtour auf die Burg Ligist. Zehn Minuten bergauf, und schon hatten wir einen prächtigen Ausblick auf die nördlichsten Weinhügel der Schilchergegend. Die ganze West- bis Südsteiermark ist reich an Hügelgräbern (rund 500 Stück, teils mit großartigen Beigaben) und Funden aus der Urgeschichte bis in die Römerzeit. Die Tour führte uns durch Kastanienwälder steil hinauf zum Wartenstein, vorbei an romantischen Einzelhöfen. Flach ist hier gar nichts – wir kommen ganz schön ins Schwitzen. Belohnt werden wir mit einer sausenden Abfahrt über Serpentinen hinunter in ein Nebental und hinaus nach Ligist. Beim Buschenschank Windisch in Gundersdorf kehrten wir ein.

Oberhalb von Eibiswald mit Blick auf die Koralpe

Am nächsten Tag ging’s mit dem Auto entlang der Schilcherweinstraße zum nächsten Ziel – dem Sulmtal. Durch Zufall kommen wir nach St. Martin im Sulmtal und beginnen dort unsere 2-Flüsse-Tour entlang von Sulm und Sausal. Aber dieser Strecke folgen wir nur bedingt. Ganz begierig auf neue Entdeckungen fahren wir den archäologischen Wanderweg entlang und kommen zu endlos erscheinenden, einsamst gelegenen Fischteichen. Über den Taborberg nach St. Peter, über den Kreuzberg (Radweg R4) nach Bergla – ständig auf und ab – und stehen plötzlich vor einer riesigen Fabrik mitten im einsamen Tal.

Am Smartphone kurz gegoogelt, lesen wir über den Wolframverarbeitungsbetrieb, der hier als Ersatz für ein Kohlebergwerk gebaut worden war, über ein Fischsterben, das das Werk verursacht hat. Und wir wissen jetzt, wofür Wolfram bzw. Wolframkarbid benötigt wird – für die Beschichtung von Schneidwerkzeugen und die Stahlveredelung.

Abends entdeckten wir den Karpfenwirt im Ort, der diesen Fisch in sensationellen Zubereitungsvariationen kredenzt. Der nächste Tag führte uns kurz nach Süden Richtung Slowenien, in die Region Wies-Eibiswald. Die Radltour DL 3 bringt uns nach mäßigem Anstieg über 400 Hm zur Buschenschank Glirsch mit Bauernmuseum. Der Blick ins Tal sucht seinesgleichen. Über Großradl entlang der Schilcherweinstraße vorbei beim Kräutergarten Pratter machen wir Station beim Hofjäger und sonnen uns auf der Terrasse. Diesmal geht der Traumblick nach Süden zur slowenischen Grenze.

Weiter führt die Route – oft auf asphaltierten, aber schmalen und einsamen Güterwegen – über den Lateinberg hinunter zur Sausal und dann entlang des Flusses wieder nach Eibiswald. Dort gab es im 19. Jahrhundert das größte Stahlwerk Österreichs, das bis 1905 existierte. Noch eine der vielen Überraschungen, abgesehen von den tollen Routen, Panoramablicken, kulinarischen Genüssen … Andrea Zacherl

Oberhalb von Eibiswald

Weitere Radtouren Wer 2013 an einer Radtour teilnehmen möchte (kleine Gruppen): Bitte rechtzeitig über die ÖTK-Website oder das Büro anmelden. Stichwort: Rad- und Mountainbike. Ein kleiner Vorgeschmack auf die heurigen SamstagsTouren ... Am 6. April gibt es eine Rad-Technik-Tour im Wiener Prater, 3 Stunden, Treffpunkt: 9.50 Uhr beim Planetarium neben dem Riesenrad. Am 4. Mai wartet eine Wiental-Tour über Baunzen, 5 Stunden, Treffpunkt: 9.50 Uhr bei der U4-Station Hietzing. Am 8. Juni lockt die Erdöl-Tour, 5 Stunden, Treffpunkt: 9.50 Uhr bei der Nordbahn-Station Strasshof. Mehr Termine in den kommenden Ausgaben.

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buchtipps

Die Höhle – Zeitschrift für Karst- und Höhlenkunde, Heft 1–4/2012 (63. Jg.)

Evamaria Wecker

140 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, Skizzen, Tabellen, Grafiken in SW und Farbe, A4-Format, Hrsg.: Verband Österreichischer Höhlenforscher, Wien. – Jahresbezugspreis (exkl. Versand): 12 €.

(mit Varianten und Gipfeln) – 176 Seiten mit 130 Farbabbildungen, 45 Höhenprofilen, 14 Wanderkärtchen, zwei Übersichtskarten, ISBN 978-3-7633-4404-8, Bergverlag Rother, München 2012: 15,40 €.

Soeben ist der Jahrgang 2012 der legendären Zeitschrift „Die Höhle“ erschienen, die sich nicht nur an Fachleute, sondern alle Höhleninteressierten richtet. Das aktuelle Heft beschäf­ tigt sich mit Fledermausfunden in Höhlen im Bundesland Salz­burg und liefert einen Beitrag zur Erforschungsgeschichte der Paläotraun in der Dachstein-Mammuthöhle (der von unserem Mitglied Prof. Dr. Hubert Trimmel stammt). Ent­ halten sind auch Forschungsberichte über die Hirlatzhöhle im Dachsteinmassiv und die französische Grotte des Chamois. Die zahlreichen Farbfotos sind beeindruckend.

Der Karnische Höhenweg zählt sicher zu den meistbegangenen Weitwanderrouten in Österreich. Er führt durchwegs durch faszinierende Landschaften, wird großteils durch hochalpines Gelände geprägt, berührt so manchen Kriegs­ schauplatz aus dem Ersten Weltkrieg und weist zahlreiche gut geführte Stützpunkte auf, die dem Bergsteiger eine sichere Unterkunft gewähren. Die alten Kriegssteige wurden instand gesetzt und sind als „Via della Pace“ („Friedensweg“) zu fried­ lichen Begegnungsstätten geworden. Der Höhenweg selbst verläuft fast immer oben auf dem Kamm, sodass während der gesamten Tour großartige Ausblicke über die Sextener Dolomiten und die Julischen Alpen die Wandertage bestimmen. Bemerkenswert an diesem neuen Führerwerk sind auch die Beschreibungen verschiedener Gipfelanstiege, die uns beispielsweise auf den Hochweißstein, den Rauchkofel, aber auch auf den Trogkofel und auf die Porze führen. Sehr gutes Bildmaterial, die bereits erwähnten Wanderkärt­ chen mit eingezeichnetem Tourenverlauf, aber auch die Höhenprofile ergänzen die Beschreibungen vorzüglich. Selbst­verständlich muss nicht der gesamte Höhenweg in „einem Aufwaschen“ begangen werden, das Büchlein wurde vielmehr so gestaltet, dass jede einzelne Etappe als selbständiges Unternehmen in Angriff genommen werden kann. – Wieder ein sehr ansprechender Rother-Wanderführer, der allen Interessenten bestens zu empfehlen ist.

Gerlinde Kaltenbrunner und Ralf Dujmovits

2 x 14 Achttausender 160 Seiten mit 120 meist färbigen Abbildungen, ISBN 978-3-76546093-7, Bruckmann Verlag 2012: 39,95 €. Es handelt sich hier um einen sehr schönen Bildband, der dem Betrachter in eindrucksvollen Farbbildern die wilde Schönheit der höchsten Berge unserer Erde vor Augen führt. Von den gewaltigen Herausforderungen dieser überwältigenden Bergwelt erzählt das berühmte Bergsteigerpaar in einpräg­ samen Worten. Atemberaubende Bilder von Expeditionen zum Mount Everest, zum K2 und zum Nanga Parbat ergänzen die sehr persönlichen Texte der Verfasser.

ÖTK-BIBLIOTHEK PUBLIKATIONSVERKAUF Folgende Broschüren können in der Bibliothek unseres Klubs in Wien 1, Bäckerstraße 16, 2. Stock, an jedem Donnerstag (ausgenommen an Feiertagen) zwischen 16 und 19 Uhr erworben werden: Aussichtswarten im südlichen Waldviertel 2,– Aussichtswarten im Industrieviertel 3,– Semmeringbahn – UNESCO-Welterbe 2,50 Gesicherte Klettersteige der Hohen Wand 2,50 Klammen und Schluchten in Niederösterreich 3,– Österr. Himalaya-Gesellschaft 1953–2011 20,– Darüber hinaus verweisen wir auf unseren Dublettenverkauf (ein Verzeichnis liegt in der Bibliothek auf) sowie auf unseren Bücherflohmarkt. Der Erlös ist zweckgebunden und dient ausschließlich dem Ankauf neuer Werke für unsere Klubbibliothek.

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Karnischer Höhenweg Von Sillian nach Thörl-Maglern

SONDERMARKEN DES ÖTK Der ÖTK hat anlässlich von im Jahr 2012 stattgefundenen Hüttenjubiläen drei personalisierte Briefmarken herausgegeben. Die Auflage beträgt jeweils 100 Stück, die Marken sind zum Stückpreis von € 3,– in der Klubkanzlei erhältlich.

125 Jahre Ötscher-Schutzhaus, Bogennummer: 8100580

125 Jahre Defreggerhaus, Bogennummer: 8100581

100 Jahre Tuxer-Joch-Haus, Bogennummer: 8100582


buchtipps

Bernd Wurlitzer und Kerstin Sucher

Reiseführer WUNDERvolles Thüringen 299 Seiten mit zahlreichen färbigen Abbildungen, Steffen Verlag, Friedland 2012: 14,95 €. Dieser neue Reiseführer stellt uns eine der abwechslungsreichsten Landschaften Deutschlands vor. Das Buch ist handlich, übersichtlich und hebt sich durch seine reiche Bebilderung deutlich von anderen Führerwerken über dieses Gebiet ab. Auf Landschaft, Städte, Dörfer, bemerkenswerte Gebäude, Museen, Höhlen und vieles mehr wird eingegangen. Wer also das Land um Gotha, Erfurt, Weimar oder Jena näher kennenlernen möchte, wer etwa den Harz, den Kyffhäuser, den Thüringer Wald oder das Vogtland durchstreifen will, dem ist dieser Band sehr zu empfehlen. Die beiden Autoren sind „gestandene“ Journalisten, die sich als sehr ortskundig erweisen und die den Benützer zu insgesamt 190 Zielen führen, wobei ein Orts- bzw. Personenregister am Ende des Buches wertvolle Dienste leistet.

Pit Schubert

nr.2/2013

nr.10/2010

Joachim Rau

Reise-Handbuch Südkorea 456 Seiten mit vielen Farbabbildungen, Ortsplänen, Wanderkarten-Ausschnitten sowie einer Straßenkarte, DuMont Verlag Ostfildern 2013: 24,99 €. Dieser neue Führer vermittelt neben allgemeinen Informationen über Land und Leute auch einen Beitrag zur Geschichte. Architektur, Kunst und Kultur sind Thema; Essen, Trinken und der Alltag der Koreaner kommen nicht zu kurz. Ganz wichtig ist der Abschnitt „Wissenswertes für die Reise“, den vor allem der Individualtourist aufmerksam lesen sollte. Das Werk gliedert sich in sechs Kapitel, die den verschiedenen Regionen – allen voran die Hauptstadt Seoul – gewidmet sind. Bereits bei einer ersten, flüchtigen Durchsicht erkennt man, wie abwechslungs­reich Südkorea ist. Gebirgslandschaften mit dichten Wäldern und steilen Felswänden wechseln einander mit den verschiedensten Siedlungsformen ab und einige Nationalparks laden zu Spaziergängen und Wanderungen ein. Mit diesem Führerwerk erschließt uns der DuMont-Verlag eines der interessantesten Länder in Fernost, dessen Besuch sich jederzeit lohnt.

Im Himalaya ist vieles anders 224 Seiten mit 500 Farbbildern, ISBN 978-3-7633-7032-0, Bergverlag Rother München 2013: 41,10 €. Pit Schubert wurde mit den Ratgebern „Sicherheit und Risiko“, „Alpine Seiltechnik“ und „Klettersteiggehen“ bekannt und er hat die AV-Führer für das Kaisergebirge verfasst. Humor bewies er mit „Anekdoten vom Berg“. Im vorliegenden Bildband tritt er uns als erfahrener Himalaya-Spezialist (Jahrgang 1935) entgegen, der ab 1969 mehr als 70 Reisen dorthin unternommen hat. Er berichtet über die Menschen dieser Region, erzählt unterhaltsame Begebenheiten, vergisst aber auch nicht auf die verschiedenen Aspekte des Bergsteigens im Himalaya. Zusammengerechnet waren es rund fünf Jahre, die Schubert in dieser Gebirgs­gegend verbracht hat. Er kam nach Nepal, als dieses Land dem normalen Reisenden noch verschlossen war. Auf diese Weise konnte er einen riesigen Schatz an Erfahrungen sammeln, die er dem Leser zugänglich macht. Dass das Bildmaterial von sehr guter Qualität ist und einige Aufnahmen Seltenheitswert haben, muss ausdrücklich erwähnt werden. Himalaya-Trekking ist heutzutage modern. Wer das vorhat, dem sei dieses Buch als Einstiegslektüre dringend empfohlen. Ein spannendes, großartiges Buch.

Markus Stadler

Skitouren. Ausrüstung – Technik – Sicherheit. 160 Seiten mit 100 Farbabbildungen, ISBN 978-3-7633-6033-8, Bergverlag Rother München 2012: 20,50 €. Dieses neue Fachbuch steht in der Reihe „Wissen & Praxis“. Sein Autor ist ein anerkannter Experte, der auf mehr als zwanzig Jahre Skibergsteigen zurückblicken kann und seine Erfahrung auch in Kursen vermittelt. Als aktuelle Informationsquelle gibt es die Website www.stadlermarkus.de. Der Skitourengeher sollte über ein umfang­reiches Wissen verfügen, das alle Bereiche des Bergsteigens, vor allem aber die Fortbewegung im winterlich verschneiten Gelände umfasst. Die Einschätzung der Lawinengefahr und das richtige Handeln im Unglücksfall gehören ebenso dazu wie die Orientierung mit Karte, Kompass und GPS-Gerät. Der Autor informiert über die richtige Ausrüstung, Aufstieg und Abfahrt, Kameradenrettung, Lawinen- und Wetterkunde, Orientierung und Tourenplanung. Sehr informative Fotos und Grafiken ergänzen den Text vorbildlich. Alles in allem: ein Muss für jeden Skibergsteiger! Autor der Buchrezensionen ist Gerhard Schirmer

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sektionen•berichte

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sektion eisenstadt ÖTK-Kinderskikurs 2012, Annaberg Der Weihnachtsskikurs des ÖTK Eisenstadt fand vom 27. bis 30. Dezember 2012 am Annaberg statt. Gemeinsam mit den zwei Skiinstruktorinnen Doris und Ulrike Windisch wagten sich heuer sechs Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren auf die Skipisten. Egal ob bei Schneefall oder Sonnenschein, die Kinder und ihre Skilehrerinnen hatten Freude am gemeinsamen Skifahren. Den beiden jungen Skilehrerinnen und den Skikids stand Andrea Paunger zur Seite, die tatkräftig half, und auch die fleißigen Papas und Mamas unterstützten beim Liftfahren und beim Wiederaufstehen nach Stürzen. Als gemeinsamer Abschluss der Skitage wurden ein paar Geschicklichkeitsspiele am Ski und ein Menschenslalom, bei dem die Eltern als Torstangen zur Verfügung standen, durchgeführt. Text und Foto: Ulrike Windisch

sektion kienthaler Die Bilanz der „Glatzerten Tiger“ Die „Glatzerten Tiger“ sind die Seniorengruppe der Alp. Ges. Kienthaler, die sich „jeden“ Donnerstag zu einer gemeinsamen Wanderung trifft. Mit 52 Touren war 2012 ein Rekordjahr, mit 374 Teilnehmern ebenfalls. Gemeinsam wurden 33.250 Höhenmeter bewältigt, pro Tour also rund 650. Die „Basismannschaft“ umfasst 13 Personen, sechs davon sind über 70 Jahre. Die Touren führten uns im vergangenen Jahr in die Bucklige Welt (6x), die Fischbacher Alpen (2x), auf den Gahns (7x), die Hohe Wand (6x), in die Karnischen Alpen (1x), das Leithagebirge (2x), die Mariazeller Alpen (3x), auf den Pogusch (1x), die Rax (4x), in die Schladminger Tauern (1x), auf die Schneealpe (1x), den Schneeberg (6x), den Semmering (3x), in die Türnitzer Alpen (1x), ins Wechselgebiet (7x) und in den Wienerwald (1x). Höhepunkte dieses Bergjahres waren die beiden mehrtägigen Touren in die Schladminger und in die Karnischen Alpen.

hebung des Schiedeckes (2339 m). Über Schneefelder führte uns der Weg vorbei an den kühn geformten Kammzähnen der Kammspitze zu einem Steilhang und über viele Serpentinen hinunter zur Ignaz-Mattis-Hütte (1986 m), wo wir unser Nachtlager aufschlugen. Da am Nachmittag eine Gewitterfront aufgezogen war und Düsi an diesem Tag einige Probleme mit dem Kreislauf und der Luft hatte, hatte er am Hochfeld beschlossen, zur Ursprungalm abzusteigen und dann von dort zur Hütte aufzusteigen. Zwischen zwei Gewittern erreichte er die Hütte ebenfalls am späten Abend. Am 21. Juni gingen wir gemeinsam entlang des Giglachsees und über den Znachsattel zur Akarscharte (2315 m) und stiegen von hier zur Steirischen Kalkspitze (2459 m) auf. Gerhard nahm im Vorbeigehen auch noch die Lungauer Spitze (2471 m) „mit“. Während Düsi und Heinz über die Giglachseehütte zur Ursprungalm abstiegen, ging der Rest der Gruppe über den Oberhüttensattel zur Oberhütte und über den steilen Brotrinn-Aufstieg zur Kranzlhöhe und weiter zur Ursprungalm, wo die Gruppe sich wieder vereinigte. Nach der Rast auf der Alm fuhren wir zum Parkplatz auf der Wurzenhöhe zurück. Zu diesem Zeitpunkt ging ein Unwetter nieder, das zu einer Katastrophe mit Überschwemmungen und Muren in diesem Gebiet führte.

Karnischer Höhenweg (17. bis 19. September)

Schladminger Höhenweg

Am 20. Juni fuhren Gerhard, Hans sowie Fritz, Andi, Wallisch und Düsi nach Schladming. Nach der Auffahrt mit der Gondel zur Hochwurzenhütte gingen wir über den Hüttecksattel auf das Rossfeld und weiter über den Leiterfußsattel auf die Guschen (1983 m). Weiter über Schneidergipfel und über die Westflanke des Hochfeldes (2093 m) und zur markanten Er-

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Die günstige Wettervorhersage ausnützend fuhren wir zwei Tage früher als geplant bis zur Unteren Valentinalm. Nach einer kurzen Rast begannen wir mit dem Aufstieg zur Oberen Valentinalm (1540 m, 1 Std.) und über schöne Wiesen weiter durch das sogenannte Hochtal ständig an Höhe gewinnend bis aufs Valentinstörl (2138 m, ca. 900 Hm Aufstieg). Von dort


Abstieg zu der am Wolayer See liegenden Wolayerseehütte. Gerhard hat vom Valentinstörl auch noch die Überschreitung des Rauchkofel (2400 m) durchgeführt. Bei allerschönstem Tourenwetter wurde am nächsten Tag die Strecke Wolayerseehütte–Hochweißsteinhaus (900 Hm, 13 km) in Angriff genommen. Von der Wolayerseehütte folgt man dem Karnischen Höhenweg abwärts zur Oberen Wolayeralm (1709 m), wo eine Abzweigung erreicht wird. Hier geht es nach links (Westen) in die Südhänge des Biegengebirges, das man in weiterer Folge nach Norden quert. Schließlich führt der Steig über den sogenannten Lahner steil ca. 350 Hm aufwärts zum Giramondopass (1969 m). Über herrliche Wiesen wandert man nun auf der Höhe entlang Nr. 403 nach Westen. Unterhalb der Kreuzen wird ein steiles Schuttfeld gequert, ehe man wieder saftige Almwiesen durchwandert, bis man zu einem schönen Sattel gelangt. Der Karnische Höhenweg führt von hier weg hinunter zur Creta Floens di sotto (1550 m) und dann wieder aufwärts zum Öfner Joch (2011 m) und von dort die letzten Meter zum Hochweißsteinhaus, wo wir uns am späten Nachmittag trafen und dann auch übernachteten. Am nächsten Tag, bei schlechter werdendem Wetter, Abstieg zur Ingridalm, von dort mit dem Taxi über St. Lorenzen zurück zum Plöckenpass und von dort (im Regen) nach Neunkirchen. Helmut Dittler

sektion klosterneuburg Sektion Klosterneuburg – Jahreshauptversammlung 2013 Hauptversammlung des ÖTK Klosterneuburg am 26. 1. 2013: ein neues Ereignis für mich als jungen Obmann der Sektion Klosterneuburg. Dank tatkräftiger Unterstützung des gesamten Vorstandes war die Hauptversammlung jedoch rasch vorbereitet. Die meiste Zeit auf dieser Hauptversammlung nahmen die Tourenberichte und der Markierungsbericht in Anspruch. 150 Touren, 350 Tourentage und 9 wöchentliche Aktivitäten sowie über 500 km Wegenetz sorgten für einiges an Information, kurzweilig wurde darüber berichtet. Insbesondere unsere Wege, die wir von Klosterneuburg bis Purkersdorf im Großraum Wien betreuen, machen uns heuer viel Arbeit und sind so nebenbei die Infrastruktur für die vielen Rundwanderwege, Stadtwanderwege etc. der umliegenden Gemeinden und Tourismusverbände. Es freut uns, dass unsere Arbeit hier wertgeschätzt wird, auch wenn man leider nicht viel öffentlich darüber spricht.

Aber hier möchte ich vielmehr über unseren Schwerpunkt 2013 „Jugend RAUS“ berichten, für den wir viele Touren zusammengestellt haben, um Kindern und Jugendlichen den Bergsport in der Natur näherzubringen: Klettergarten, Bergwoche, Hüttenwanderung, Markierungswanderung und unser jährliches Jugendfest sind hier einige Eckpunkte – mehr auf unserer Vereinswebseite. Besonders hat mich in diesem Bezug auch unsere Sektionsstatistik gefreut: An sich eher trocken und uninteressant, zeigt sie aber auch, dass unsere Mitglieder ca. zu je einem Drittel den Kategorien Jugend, Erwachsene und Senioren zuzuordnen sind. Dies finde ich sehr positiv, da sie den Zulauf und die Attraktivität für alle Altersgruppen zeigt. Das zweite, wovon ich kurz berichten möchte, sind die Ehrungen: Obwohl vielleicht von einigen als Alterserscheinung abgetan, finde ich, dass sie die Begeisterung unserer Mitglieder zeigen. Beispielhaft: 70 Jahre Mitgliedschaft und noch immer bei der Sache, gehört erwähnt. Letztendlich wurden auch die formalen Aspekte wie Entlastung der Klubleitung durch die Rechnungsprüfer, Budgetvoranschlag etc. alle positiv erledigt. Alles in allem eine gelun-

nr.2/2013 gene, gut besuchte Hauptversammlung. Ich möchte hiermit allen Mitgliedern ein erfülltes und unfallfreies Bergjahr 2013 wünschen. Ich freue mich schon darauf. Albert Treytl

ÖTK Klosterneuburg – Lawinenunfallübung

Fotos: Georg Svoboda

sektionen•berichte

Wie jeder Skitourengeher weiß, entscheiden bei einem Lawinenunfall die ersten 15 Minuten über Leben und Tod. Innerhalb dieser Zeit kann nur selten eine professionelle Rettungsorganisation vor Ort sein. Die Kameradenrettung ist daher die einzig sinnvolle Möglichkeit, Lawinenopfer zu bergen. Der ÖTK Klosterneuburg übt jedes Jahr im Jänner den Ernstfall – so auch dieses Jahr am 13. Jänner auf der Rax mit über 20 Teilnehmern. Nach Übungen mit LawinenverschüttetenSuchgerät (LVS), Schaufel und Sonde in kleineren Gruppen wurde ein Unfall simuliert. Beginnend mit der Meldung/ Kenntnisnahme des Unfalles wurde die Rettungskette in Gang gesetzt: Organisation des Einsatzes, Alarmierung der Einsatzkräfte, Suchbereich festlegen und Oberflächensuche, Grob-/Feinsuche mit LVS, Sondieren, Schaufeln und Bergen.

Obwohl von Seiten der Ausbilder nicht mit Schwierigkeiten gespart wurde (6 Verschüttete, davon einer mind. 1,5 m tief) wurden alle „Opfer“ weit unter 15 Minuten geortet und ausgegraben. Die Geschwindigkeit, mit der selbst Anfänger nach der Übung erfolgreich waren, überraschte die meisten Teilnehmer und zeigte, wie wichtig die Übung mit der eigenen Ausrüstung unter professioneller Anleitung ist.

Eine solche Übung wird vom ÖTK Klosterneuburg jedes Jahr im Jänner abgehalten. Näheres auf www.oetk-klosterneuburg.at.

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nr.2/2013

sektion langenlois Jahresabschluss 2012 Am vorletzten Tag des Jahres 2012 fand wieder unsere traditionelle Abschlussfeier auf der Kamptalwarte statt.

Insgesamt rund 50 Personen fanden sich ein – Mitglieder des ÖTK Langenlois und der Wandergruppe des Langenloiser Seniorenbundes. Bei Glühwein und mitgebrachten Mehlspeisen konnten wir wieder auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken und natürlich auch gleich Pläne für das Jahr 2013 schmieden. Es wurde gemütlich geplaudert und wir ließen unsere „runden“ Jubilare mit einer exklusiven Flasche „Wartenwein“ hochleben.

wurden Fackeln entzündet und Anna-Lena las uns eine Nikolausgeschichte vor. Auf dem Rückweg kamen wir beim neu errichteten Feuerwehrhaus in Gobelsburg vorbei, wo wir zufällig auch Herrn Berner trafen, der uns noch durch die neuen Räumlichkeiten führte und uns auch die Feuerwehrautos besichtigen ließ. Zurück im Gasthaus besuchte uns dann natürlich auch der Nikolaus. Nach einem Begrüßungslied für den Nikolaus hat er sowohl unsere jungen Mitglieder wie auch unsere älteren Semester mit seinen milden Gaben bedacht. Bei Speis und Trank ließen wir den Abend gemütlich ausklingen – schön war’s.

sektion oberdrauburg NACHRUF auf unseren Schriftführer Herrn Herbert Krieghofer, Bauer und Gastwirt, Gasthof Zur Linde in Ötting/Oberdrauburg Viele Wege führen zu Gott, einer über Acker und Flur!

Obmann Franz Lehner und zwei Jubilare

Als Obmann der Sektion Langenlois bedanke ich mich ganz herzlich bei allen, die den ÖTK Langenlois durch ihre Mitarbeit bei der Erhaltung der Wege und unserer Heiligensteinwarte sowie bei der Durchführung unserer Veranstaltungen so tatkräftig unterstützt haben, und wünsche mir für 2013, dass wir diesen gemeinsamen Weg fortsetzen können.

Alle waren sprachlos – niemand konnte es fassen, als uns die Todesnachricht von unserem allseits beliebten Gastwirt und ÖTK-Schriftführer Herbert Krieghofer erreichte. Gott hatte ihn in seinem 49. Lebensjahr ganz unerwartet zu sich gerufen. Herberts Leben war geprägt von fleißiger Arbeit für die Familie und seinen Hof, von intensiver sozialer Hilfsbereitschaft und beispielhafter Bescheidenheit. Seine Frau Burgi und seine Familie haben das Wertvollste, das sie hatten, verloren. Eine überaus große Teilnahme am Begräbnis am Öttinger Friedhof bewies die Beliebtheit des Verstorbenen. Seine Leistungen für die Öffentlichkeit und in den vielen Vereinen waren in den Grabreden wahre Anerkennung für unseren Herbert! Ruhe in Frieden, wir werden deiner stets gedenken!  Renate Matschnig

Franz Lehner

Für unsere traditionelle Nikolausfeier am 2. 12. 2012 fanden wir wieder im Gasthaus Schneider in Gobelsburg Herberge. Bei nicht allzu kaltem Wetter trafen wir um 16.30 Uhr am Parkplatz vor dem Gasthaus zusammen und machten uns dann auf eine kurze Rundwanderung in die Gobelsburger Weinberge. Durch dunkle Hohlwege gelangten wir schließlich auf die Riede Spiegel, von wo wir einen wunderbaren Ausblick auf das nächtliche Langenlois hatten. Dort oben

sektion rosalia Silvesterwanderung 2012

Fotos: Josef Wiesinger

Nikolausfeier

Vor der Annakapelle

Nikolaus mit seinen Gaben

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An unserer traditionellen Silvesterwanderung nahmen 46 Wanderfreudige teil. Wir starteten beim Gasthaus Lore Schreiner und wanderten durch den Wald und später auf Güterwegen nach Wiesen, wo wir gemütlich einkehrten. Zurück ging es im Schein von Taschenlampen auf kleinen Nebenstraßen wieder zum Ausgangspunkt, wo einige im Gasthaus Lore Schreiner das Jahr gemütlich ausklingen ließen.


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nr.2/2013 Silvester auf der Hauereckhütte

Schneeschuhwanderung im Jänner 2013

Zuerst war es ja nur so eine Idee von Michaela Schneider, entstanden zwischen Sonnwendfeier und Herbstmarkierungstour: „Könnte man da auf der Hauereckhütte nicht einmal gemeinsam den Silvesterabend verbringen?“ Nun ja, ich wusste, man kann.

Im verschneiten Rosaliengebirge

Auch im Winter eignet sich unser schönes Rosaliengebirge gut für Aktivitäten. Beste Bedingungen mit einem halben Meter Pulverschnee gab es für unsere erste Schneeschuhwanderung am 20. Jänner 2013. Nach 4 Stunden Wanderung durch die wunderbare Schneelandschaft hatten wir genug Kalorien verbraucht, um uns bei einem Heurigen in Forchtenstein zu stärken. Wir hoffen, dass bei unseren weiteren geplanten Terminen wieder so gute Bedingungen herrschen.

Aber die Frage der Vorbereitung war und blieb bis zuletzt: Wer kommt und wer kommt auch wirklich bei der Almbauersäge den Berg hinauf und dann bis zum Parkplatz ganz nah zur Hütte? Zumindest ein Mal war so viel Schnee, dass wir den Skidoo des Almbauern benötigten, um uns und das Gepäck bis zur Hütte zu bringen. Aber diesmal war das Wetter freundlich, mäßig bis wenig Schnee bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, und so waren wir dann schließlich auch zehn Erwachsene und fünf Kinder von 4 bis 15; das Alter der Erwachsenen muss nicht ausdrücklich erwähnt werden, man könnte das als „sportlich-jugendlich um die Lebensmitte“ beschreiben.

Brigitte Wiesinger

sektion waldheimat 67. Hauptversammlung der Sektion Waldheimat Am 23. November 2012 fand in unserem Vereinslokal, Café Wild, die 67. ordentliche Hauptversammlung der Sektion Waldheimat statt. Der Vorstand Friedrich Schiller konnte als Vertreter der Zentrale Helmut Müntzer und immerhin 12 Mitglieder begrüßen. Neben den ausführlichen Berichten der Ausschussmitglieder wurde auch über die finanziellen Aspekte der Sektionsarbeit berichtet. Ebenso standen auch turnusmäßige Neuwahlen auf der Tagesordnung. Obmann Schiller kann aus gesundheitlichen Gründen keine weitere Funktionsperiode zur Verfügung stehen, ebenso musste die Position des Stellvertretenden Obmannes neu besetzt werden. Mit Dr. Kurt Marhardt als Obmann und Martin Rinder als Stellvertreter fanden sich sehr engagierte Mitglieder, die sich den Herausforderungen der Zukunft stellen wollen. Die scheidenden Obmänner wurden mit viel Lob und Dank verabschiedet. Der Ausschuss der Sektion Waldheimat setzt sich nun wie folgt zusammen: Obmann: Dr. Kurt Marhardt; Stellvertreter: Martin Rinder; 1. Kassier: Elisabeth Ball; 2. Kassier: Werner Ball; 1. Schriftführerin: Valerie Schmölz; 2. Schriftführerin: Eva Paul. Beisitzer: Ferry Drahoss; Josef Zetl und Robert Schmölz.

(v.l.n.r.) Ferry Drahoss, Fritz Schiller, Dr. Kurt Marhardt, Martin Rinder

Fröhlicher Jahresausklang bei der Hauereckhütte

Der Beginn war perfekt: Prosecco und Speck als Winterstehparty vor der Hütte. Dann eine Vorstellungsrunde unter dem Motto: „Wer ist der/die mir unbekannte Sitznachbar/in“? Gleich gefolgt vom nächsten kulinarischen Höhepunkt: 2 (!) Raclette-Platten im Parallelbetrieb, mit allem was dazugehört. Um nur ja keine Langeweile aufkommen zu lassen, gab es dann ein dramatisches Rollenspiel mit unschuldigen Bürgern, Werwölfen, Hexen und Sehern und Spielleitern, „die einem das Spiel-Lebenslicht ausbliesen“. Das hat uns derartig in den Bann gezogen, dass es rasch Mitternacht wurde: Pummeringeläute aus dem Radio, aber dazu Raketensalven, Sektanstoßen, selbstgebackene (!) Glückskekse und Schneewalzer (Walzer im Schnee) bescherten uns einen fröhlichen Jahresausklang. Gerne wieder und zur Nachahmung empfohlen!

Kurt Marhardt – 33 Jahre Waldheimat Der neue Obmann stellt sich vor

Mein erster Kontakt mit dem ÖTK, Sektion „Waldheimat“, erfolgte mit 19 Jahren durch Inge Veit, Gabi Hajduk und Emmi, die mich zu Silvester auf die Hauereckhütte mitgenommen haben. Bei der ersten Sonnwendfeier fragte ich Fritz Schiller dann, ob ich Mitglied werden dürfte – und es folgten viele weitere. Immer das blaue Zelt am selben Platz, Tischtuch am Campingtisch, aber im Lauf der Jahre wechselnde Begleiterinnen, so war das. Irgendwann wurde mir von Vally Schmölz der Ehrenrufname: „Dr. Kurti“ verliehen. Viele weitere Sonnwendfeiern, Markierungstouren und Skiopenings folgten. Angesichts meiner Touren, Wanderungen und Märsche würde ich mich selbst als „Freund der Berge und der Weite“ bezeichnen.

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nr.2/2013 Meine Lieblingsberge sind die Hohe und die Dürre Wand, Rax, Schneeberg, Veitsch, Hochschwab, Schafberg, Sparber, Zirbitzkogel, Hochreichart, Preber, Lackenkogel, Röthelstein, Hochgolling, Hochkönig, Hochwildstelle, Mosermandl, Serles, Ankogel, Großglockner, Pico del Teide (Spanien) und ein unbekannter Gipfel mit 3880 m im Eiger-Mönch-Gebiet beim Aletschgletscher in der Schweiz im Rahmen einer Skitour – mein „Höchster“. Auch in der „Ferne“ war ich viel unterwegs, bei den sogenannten Leistungsmärschen des Bundesheeres – mehrere Marc-Aurel-Märsche mit 60 und 100 km und Mehrtagesmärsche in Dänemark und Luxemburg mit Streckenlängen von 80 bis 120  km stehen in meinem Tourenbuch. Meine Ziele für den Verein als neugewählter Obmann: • Bewahrung des Erreichten: Traditionen – Hütten • Ein Freizeit-, Berg und Sportangebot für Jung und Alt • Nachwuchsförderung: Ohne Junge keine Vereinszukunft! Jeder soll das tun und beitragen, was er gut kann und gerne tut. Ziel ist es, bei Jugendveranstaltungen den Freundeskreis unserer „Vereinskinder und -enkel“ anzusprechen, für die Sektion und deren Ziele zu interessieren und zu begeistern und eine neue Jungmann/frauenschaft aufzubauen – da hoffe ich auf starke Unterstützung durch Benjamin, Thomas und Lukas Schmölz. Ich bin Allgemeinmediziner, seit 20 Jahren in der Pharmaindustrie und beruflich viel auf Reisen. Ich bin mit Gabriele verheiratet und mein zwölfjähriger Sohn Paul ist bei allen Veranstaltungen mit dabei. Kontaktieren Sie mich über die neue E-Mail-Adresse waldheimat@oetk.at.

sektion wr. neustadt

136. Jahreshauptversammlung der Sektion Wr. Neustadt Am 25. Jänner 2013 wurde in Anwesenheit des 3. Präsidenten des ÖTK, Dr. Gerald Kranawetter, sowie zahlreicher Ehrengäste im Hotel Corvinus die 136. Jahreshauptversammlung der Sektion Wr. Neustadt abgehalten. In diesem Rahmen fanden auch zahlreiche Ehrungen für langjährige Klubmitgliedschaft statt. 25-jährige Mitgliedschaft: Gertrude Mollay, Michael Seper 40-jährige Mitgliedschaft: Dieter Fink, Mag. Nikolaus Zvonarich 50-jährige Mitgliedschaft: Johann Kornfeld 60-jährige Mitgliedschaft: Ing. Franz Blüml, Edith Täuber 65-jährige Mitgliedschaft: Max Fanto, Prof. Heribert Gebauer, Margarethe Koihser, Willi Lackner, Josef Schwarz 70-jährige Mitgliedschaft: Gertrude Woltran 75-jährige Mitgliedschaft: Rudolf Salamon, Otto Wimmer

Jene Jubilarinnen und Jubilare, die nicht persönlich anwesend sein konnten, erhalten ihre ÖTK-Anstecknadeln nachträglich.

Neben den für Jahreshauptversammlungen üblichen Berichten des Vorstandes und des Kassiers, in denen über das abgelaufene Vereinsjahr Bilanz gezogen wurde, wurde über einen Antrag von Ehrenmitglied Johann Wöhrer auf Änderung der Vereinsstatuten abgestimmt. Die Statuten der Sektion Wr. Neustadt sollten laut Antrag dahingehend abgeändert werden, als die Bezeichnung für die Vereinsorgane statt Vorstand nunmehr Obmann und statt Ausschuss nunmehr Vorstand lauten. Damit sollte einem langjährigen Wunsch des gesamten Vorstandsteams Rechnung getragen werden. Der Antrag wurde von der Jahreshauptversammlung einstimmig angenommen und die neuen Bezeichnungen fanden bereits

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sektionen•berichte bei der anschließenden Neuwahl ihre Anwendung. Die Neuwahl wurde mittels Stimmzettel, getrennt nach Obmann und Vorstand, durchgeführt. Das Wahlergebnis wurde von Präsident Dr. Kranawetter bekanntgegeben und stützt sich auf eine große Mehrheit.

Das Ergebnis im Einzelnen: Obmann: Mag. Josef Zwickl Obmann-Stv.: Dr. Johannes Kropf Schriftführer: Karl Szigethy Schriftführer-Stv.: Christine Camus Kassier: Mag. Hans Lahoda Kassier-Stv.: Martina Holczer Alpinreferent und Zeugwart: Robert Strobl Hüttenwarte: Elisabeth und Hans Peter Fritz Hüttenwarte-Stv.: Daniela Jermann und Ing. Andreas Schödlbauer Markierungswarte: Werner Holczer, Gerhard Jakoblich und Heinz Albert Beiräte: Leopold Scheibenreif und Johann Wöhrer

Martina Holczer schied aus ihrer vormaligen Funktion als Vorstand-Stellvertreterin freiwillig aus, bleibt dem Vorstandsteam aber weiterhin als stellvertretende Kassierin erhalten. Ehrenmitglied Leopold Scheibenreif legte seine Funktion als Markierungswart aus freien Stücken zurück, bleibt aber dem Vorstandsteam als Beirat (mit Schwergewicht auf Kultur und Markierungsarbeit) erhalten. Ehrenmitglied Horst Hansch, früher Wanderwart und zuletzt Beirat, legte auf eigenen Wunsch nach jahrzehntelanger Tätigkeit für unseren Verein seine Funktion zurück. Als früherer Vorstand und nunmehriger Obmann der Sektion Wr. Neustadt muss ich die Rücktritts- bzw. Änderungsentscheidungen akzeptieren, aber ich möchte mich auf diesem Wege noch einmal allerherzlichst für die ausgezeichnete Zusammenarbeit bedanken und wünsche vor allem Horst Hansch, der dem neuen Vorstand nicht mehr angehört, für seinen weiteren Lebensweg alles Gute. Mag. Josef Zwickl

Der ÖTK ist für Sie da! Schauen Sie vorbei. Lassen Sie sich beraten im hauseigenen Shop und in der Geschäftsstelle. • Öffnungszeiten Geschäftsstelle & Shop: Montag: 10.30 bis 17 Uhr, Dienstag: 9–19 Uhr, Mittwoch: 9–17 Uhr, Donnerstag: 9–19 Uhr, Freitag: 9–15 Uhr. • Bücherei und Archiv sind am Donnerstag von 16 bis 19 Uhr geöffnet. • Öffnungszeiten der Kletterhalle in der Bäckerstraße 16, 1010 Wien: Montag: 10.30–22 Uhr, Dienstag bis Freitag: 9–22 Uhr, Samstag, Sonn- und Feiertag: 13–20 Uhr. • Der ÖTK hat die günstigsten Eintrittspreise aller Wiener Kletterhallen: z. B. 3 Stunden für ÖTK-Mitglieder: 4,90 €, Kinder und Jugendliche des ÖTK: 2,90 €. Unser umfangreiches Kurs- und Ausbildungsangebot entnehmen Sie bitte unserem Jahresprogramm sowie unserer Website unter www.oetk.at.


zentrale•infos Hurra, die Zwillinge Laura und Paula sind da! Mit Freude hat uns die Nachricht erreicht, dass unser Hüttenwart Baumeister DI Peter Speil und seine Lebensgefährtin Mag. Astrid Lefenda mit Zwillingen beschenkt wurden. Die Mutter lächelt und der Papa Laura und Paula Lefenda , die jüngsten Mitstrahlt, endlich glieder im Österreichischen Touristenklub haben die beiden Zwillinge Laura und Paula am 5. Dezember 2012 das Licht der Welt erblickt. Mit so einem Pärchen gibt’s auch an Arbeit mehr, doppelt muss gekauft werden, doppelt so viel ist zu tun, wo nehmt ihr nur die Windeln her? Das macht viel Stress! Aber die beiden Mädchen sind ja so kess. Doch die beiden müssen ja auch mal raus. So hat der Papa jetzt seine einfache Scheibtruhe gegen eine TandemScheibtruhe getauscht, um den beiden Kleinen die neue Welt zu zeigen. Auch der Bergopa Roland bereitet sich schon vor, trainiert bereits mit einem Doppel-Tragegestell, um den Kleinsten später die Berge zeigen zu können. Liebe Astrid, lieber Peter! Wir kommen zu dem Schluss, dass man auch doppelt gratulieren muss. Herzliche Glückwünsche zur Geburt eurer Zwillinge vom Bau- und Hüttenreferat des Österreichischen Touristenklubs Helmut Horak, Günter Gabitzer, Manfred Moravez, Helmut Müntzer, Hannes Resch, Roland Ladik

zentrale squaredance – vienna swingers TOP-KOMBI: Squaredance und Klettern Großer Auftritt in der Stadthalle

nr.2/2013 gehen, ist natürlich auch zu empfehlen. Interessenten sind montags zwischen 18 und 21.20 Uhr willkommen. Sobald ausreichend Einsteiger in die „Droge Squaredance“ beisammen sind, starten wir einen Kurs.

Ausbildungsoffensive

Die tänzerische Weiterbildung der Mitglieder unserer Gruppe liegt uns am Herzen. Mitte Jänner haben wir unser Tanzprogramm am Clubabend daher insofern geändert, dass nun mehr Möglichkeit zum Tanzen im Basis-Level Mainstream besteht, aber auch Mainstream-Tänzer in einer Class zum nächsthöheren Level Plus aufschließen können. Außerdem haben wir schon seit Herbst an Dienstagabenden einen personellen Zuwachs beim Tanzen in A1, was vielen das Aufschließen in diesen dritthöchsten Level ermöglicht hat.

Zahlreiche Gast-Caller

Unsere Club-Caller Heinz und Jirka sind gut, Abwechslung schadet aber auch nicht. Daher haben wir im Herbst eine Initiative gestartet, um ab und zu auch andere Caller nach Wien zu bringen. Im Herbst haben der Bayer Chris Kiendl und der Schwede Reine Hjärtström den Anfang gemacht, für Ende April ist US-Caller Wade Driver (Foto) für gleich zwei Tage angekündigt. Außerdem hat es Kiendl so gut bei Wade Driver uns gefallen, dass er im Frühjahr wiederkommen will. Und unser australischer Freund Brian Hotchkies wird Anfang Juli bei uns callen. Darüber hinaus werden Kontakte mit anderen Callern geknüpft, weitere Engagements sind daher nicht ausgeschlossen und sogar erwünscht.

Intensive Vorbereitungen auf Jubiläumsevent

Seit Jänner laufen die Intensiv-Vorbereitungen auf unser internationales Tanzfest „Ferris Wheel Party“. Zum 10. Mal laden wir Tänzer aus dem In- und Ausland zu Pfingsten ein. Heuer vom 18. bis 20. Mai wird dieses „Special“ wie in den vergangenen Jahren im Bundessport- und Freizeitzentrum Südstadt bei Maria Enzersdorf stattfinden. Wir arbeiten akribisch daran, dass die Jubiläumsveranstaltung besonders gut gelingt. Speziell freuen wir uns auf unsere Gast-Caller Hanna Tenenbaum aus Schweden und Nasser Shukayr aus den USA. Thomas Blaschke

Mitte Dezember hatten wir vor mehreren hundert Leuten einen großen Tanz-Auftritt in der Wiener Stadthalle. Bei der Weihnachtsfeier der Bäckerei Ströck waren wir mit zwei Squares und Ersatzpaar vertreten, also 18 Tänzer. Wie immer beim Squaredance fehlte auch der Caller nicht, diesmal stand unser Clubcaller Jirka hinter dem Mikrofon. Erfreulich, dass viele unserer jungen Tänzer mit dabei waren (Foto mit einem Großteil unserer Auftrittsgruppe). Sie sind mittlerweile auch immer wieder in der ÖTK-Kletterhalle zu sehen. Den umgekehrten Weg vom Klettern zum Squaredance zu

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nr.2/2013

sektion alpine gesellschaft d’bergwanderer Vorstand: Josef Wittich, Hauffgasse 25/1, 1110 Wien, josef.wittich@hotmail.com Nach der Wintersperre ist unsere Gauermannhütte ab Ostern vom 30. März bis 24. November 2013 an den Wochenenden und Feiertagen geöffnet. Bei den Terminen in den Monaten März/April sowie November unbedingt anfragen, ob die Hütte geöffnet ist. Dies ist abhängig von der Wetterlage vor Ort!!! Auskunft und Anmeldung bei Hüttenwart Müller (Tel. 0664/84 17 355) Neumitglied: Ilse Zanyat Geburtstage: Franziska Kirchmayer (70), Karin Pelikan (40) Verspätete Glückwünsche für unsere Bewirtschafter: Bernd Fischer (40), Inge Fischer (70)

sektion alpine gesellschaft kienthaler Vorstand: Gerhard Komenda, 2620 Neunkirchen, Vogelweg 11, office@kienthaler.at, www.kienthaler.at Geburtstage: Tina Saumwald (10), Sebastian Bele (20), Ruth Stoll (60), Walter Luger (70) Aktivitäten: Fr., 01.03.2013: Hüttendiensteinteilung; Brauhaus, Neunkirchen Sa., 02.03., bis So., 03.03.2013: Skibus + Skitour; Donnersbachwald Fr., 08.03.2013: Monatsversammlung So., 10.03., bis Sa., 16.03.2013: Skitourenwoche Tuxer Alpen; Gerhard Komenda Sa., 23.03., bis So., 24.03.2013: Hüttenreinigung Kienthalerhütte; bitte um zahlreiche Teilnahme! Fr., 05.04.2013: Monatsversammlung Sa., 13.04., bis So., 14.04.2013: Skitour Maltatal; Bernhard Wallisch So., 21.04.2013: Wipfelwanderweg; Jugend – Michaela Janisch, Doris Spielbichler Fr., 26.04., bis So., 28.04.2013: 1. Auftransport Kienthalerhütte. Bitte um zahlreiche Teilnahme! Fr., 10.05.2013: Monatsversammlung

sektion dresden e. v. Vorstand: DI (FH) Eckhard Schippers, D-01809 Heidenau, Sporbitzer Str. 33, Tel. 0049(0)3529/523375, eschippers@gmx.de Aktivitäten: Sa., 09.03.2013: Über die Weifaer Höhe nach Sohland; ca. 15 km; Treffpunkt: 10.00 Uhr, Bhf. Wilthen; Leitung: Gudrun Böhme So., 24.03.2013: 34. Sektionsbergtest bei Wehlen; ca. 12–33 km; Treffpunkt: 8.02 Uhr, Bhf. Wehlen; Leitung: Rainer Strohbach So., 31.03.2013: Wanderung durch den Tharandter Wald und Rabenauer Grund; ca. 15  km; Treffpunkt: 8.54 Uhr, Bhf. Tharandt; Leitung: Eckhard Schippers So., 31.03.2013: Anmeldung zur Wanderwoche in die Hanauer Hütte So., 07.04.2013: Durch die Junge Heide über Wahnsdorf nach Radebeul; ca. 18 km; Treffpunkt: 9.30 Uhr, Wilder Mann, Linie 3; Leitung: Rainer Strohbach

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sektionen•infos Sa., 20.04.2013: Durch die steile Prutzelschlucht; ca. 15 km; Treffpunkt: 7.51 Uhr, Hbhf. DD; Leitung: Walter Luft So., 28.04.2013: Vom Bahnhof Arnsdorf über Wallroda nach Radeberg, ca. 15 km; Treffpunkt: 9.09 Uhr, Bhf. Arnsdorf; Leitung: Dietmar Knebel

sektion eisenstadt Vorstand: Otto Kropf, 7000 Eisenstadt, Redlriedweg 24, eisenstadt@oetk.at, www.oetk-eisenstadt.at, Post: Silvia Terdy, 7000 Eisenstadt, J.-S.-Bach-Gasse 5/4/16 Geburtstag: Stefan Werschlein (80) Aktivitäten: Jeden Donnerstag: Gymnastik, 18–19 Uhr, Hauptschule Rosental, Gymnastiksaal So., 10.03., bis Do., 14.03.2013: „Ski-Ending“ Schladming; Auskunft und Anmeldung bei Silvia Terdy (Tel. 0699/11353095 oder eisenstadt@oetk.at) Sa., 06.04.2013: „Anradln“ der Saison 2013; Treffpunkt: 10 Uhr, Penny Markt Mo., 15.04.2013: Mitgliederabend; Bildervortrag von Fam. Krasny: „Neuseeland“, Teil 1, Beginn: 19.30 Uhr, GH. Silberfuchs, Fam. Haas, Kalvarienbergplatz 5 Ab Do., 11.04.2013: jeden Donnerstag Radfahren, Treffpunkt: 17.30 Uhr, Penny Markt Mi., 24.04.2013: Vogelzug, Illmitz; Auskunft und Anmeldung: bis 17.04. bei Franz Kalaschek (Tel. 65139 oder f.kalaschek@aon.at) Markierungswanderungen werden kurzfristig bekanntgegeben, Treffpunkt: 9 Uhr bei Wilfling. Skirennen-Termine Sa., 02.03.2013 SL Kukmirn U 08 – U 12 So., 03.03.2013 RSL Teichalm U 08 – AK IV Sa., 09.03.2013 RSL Teichalm AK III – AK IV Sa., 09.03.2013 RSL (Finale) Langenwang U 08 – AK IV Mo., 13.05.2013: Mitgliederabend; Bildervortrag „Neuseeland“, Teil 2, Beginn: 19.30 Uhr, GH. Silberfuchs, Fam. Haas, Kalvarienbergplatz 5

sektion graz Vorstand: Gerd Sitzenfrey 8042 Graz, Köglerweg 33, gerd.sitzenfrey@gmx.at Aktivitäten: Fr., 08.03.2013: Klubabend; 19 Uhr, Klublokal So., 10.03.2013: „Sie und Er“ Lauf am Reinischkogel; Treffpunkt: 10 Uhr, Reinischkogelhütte Mi., 20.03.2013: Thalersee – Plabutsch – Thalersee; Treffpunkt: 9 Uhr, Thalersee-Parkplatz Fr., 22.03.2013: Klubabend; 19 Uhr, Klublokal Fr., 05.04.2013: „Krokuswanderung“ Hebalm; Treffpunkt: 8 Uhr, Grete Edler, Fuchsenfeldweg 18, 9 Uhr Rehbockhütte Fr., 12.04.2013: Klubabend; 19 Uhr, Klublokal Fr., 26.04.2013: Klubabend; 19 Uhr, Klublokal Info und Anmeldung: Sophi Schelischansky, 0664/4937538 Hütteninformationen: Hochmölbinghütte Sa., 16.03.2013: Raidling-Skitourenlauf Auch heuer findet wieder der allseits beliebte Raidling-Skitourenlauf statt. Gegen Mittag geht’s los mit dem „Aufwärmen“ in der Hütte.


sektionen•infos Gern könnt ihr auch schon am Freitag kommen! Informationen bei Edgar Gritsch und Petra Schuster (Tel. 0676/9003909, info@hochmoelbinghuette.at, www.hochmoelbinghuette.at) Reinischkogelhütte (Selbstversorger): Die Hütte steht sowohl Mitgliedern als auch Gästen für Wochenenden und natürlich auch für längere Aufenthalte zur Verfügung. Die Hütte ist gut eingerichtet und es bieten sich in der Umgebung sehr schöne Wandermöglichkeiten, die auch für Kleinkinder bestens geeignet sind. Bei guter Schneelage bietet sich die Möglichkeit des Langlaufens. Auch zur Durchführung diverser Feiern ist die Hütte bestens geeignet. Anfragen und Anmeldungen bei Hüttenwart Grete Edler (0316/409709 oder bei Ludmilla Exler).

sektion hainfeld Vorstand: Richard Jägersberger, 3170 Hainfeld, Kirchengasse 1, Tel. 0664 303 93 93, www.hainfelderhuette.at Hüttendienste Hainfelderhütte: Sa., 02.03., bis So., 03.03.2013: Schweiger/Führer Sa., 09.03., bis So., 10.03.2013: Lechner/Nachförg Sa., 16.03., bis So., 17.03.2013: Lechner/Nachförg Sa., 23.03., bis So., 24.03.2013: Jägersberger/Müllner Sa., 30.03., bis Mo., 01.04.2013: Zeller Sa., 06.04., bis So., 07.04.2013: Koupilek/Mayr Sa., 13.04., bis So., 14.04.2013: Marhold-Wallner/Mirwald Sa., 20.04., bis So., 21.04.2013: Weißenböck/Vrzal Sa., 27.04., bis So., 28.04.2013: Skarohlid/Schauderer

sektion klosterneuburg Vorstand: DI Albert Treytl, 3400 Klosterneuburg, Albrechtstraße 25. Geschäftsstelle: Blumen Schittenkopf, 3400 Klosterneuburg, Rathausplatz 15, Tel./Fax: 02243/322 69 office@oetk-klosterneuburg.at, www.oetk-klosterneuburg.at Geburtstage: Mag. Isolde Rist, Klaus Schindler, Renate Maskowan, Edwin Zamecnik, Maria Zach, Christine Krauter, Dr. Helmut Tötzmüller, Ingrid Kammerer, Hilde Gawanda, Heidemarie Löbl, Dr. Reinhard Eder, Petra Ramsauer, Karl Stropek, Ulrike Sartorius, Hans Peter Grimm. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! Neumitglieder: Johann, Raphael und Katharina Sauermann, Rose-Marie Hettich, Raphael Haberl, René Mayerhofer, Valerie Gmoser, DI Wolfgang Hoschek, Karin Lotterauer, Klaus Kronsteiner, Angela und Laetitia Schönbäck – viel Freude bei unseren Aktivitäten! Aktivitäten: Jeden Dienstag Wander-Jour fixe, Paul Schabner Jeden Dienstag Gymnastik, Ing. Franz Zehetmayer Jeden Mittwoch Nordic Walking, Helga Bauer Jeden Mittwoch Laufen, Erich Bauer Jeden Mittwoch Indoor-Klettern für Kinder, Walter Vonach Jeden Donnerstag Indoor-Klettern für Eltern-Kind-Gruppe, Heidi Heinrich Jeden Donnerstag Indoor-Klettern, Albert Treytl Jeden Donnerstag (ab 18. April) Mountainbiken, Bernd Schittenkopf Jeden Freitag Indoor-Klettern, Ernst Löbl Jeden 2. Freitag „Fit durch den Winter“ (1./15. März, 5./19. April) Fr., 08.03.2013: Orchideenausstellung; Helga Bauer

nr.2/2013 Fr., 08.03.2013: Skitour Lungau (bis 10. März); Ingrid Engelbrechtslehner Sa., 09.03.2013: Skitour Wiener Hausberge; Johannes Plessl Do., 14.03,2013: Klettern mit Bergschuhen in Kletterhalle; Albert Treytl Fr., 15.03.2013: Skitouren (bis 17. März); Ernst Löbl Fr., 22.03.2013: Wanderung Sonnenberg; Lucia Prank Sa., 23.03.2013: Klettergruppe 5+, Wachau; Christian Prehsler Sa., 23.03.2013: Variantenskifahren im Engadin (bis 31. März); Herbert Steiner Fr., 29.03.2013: Ski-Osterhochtour (bis 1. April); Georg Svoboda Do., 04.03.2013: Klettern mit Bergschuhen in Kletterhalle; (Wiederholung), Albert Treytl Sa., 06.04.2013: Mödlinger Klettersteig; Erich Bauer Sa., 13.04.2013: Wanderung Kieneck; Helga Bauer So., 14.04.2013: Skitour Schneeberg; Ingrid Engelbrechtslehner Mo., 15.04.2013: Besichtigung des Österreichischen Parlaments; Helga Bauer Mi., 17.04.2013: Klettertraining für Klosterneuburger Schülermeisterschaft; Walter Vonach, Klaus Kronsteiner Sa., 20.04.2013: Climbers Outdoor – Klettergarten; Walter Vonach So., 21.04.2013: Erste Hilfe am Berg; NMS Langstögergasse Fr., 26.04.2013: Wanderung Stierberg, Lucia Prank Sa., 27.04.2013: Klettersteig Schneeberg; Erich Bauer Details auf unserer Homepage www.oetk-klosterneuburg.at und im aktuellen Sektions-Programmheft. Auch Mitglieder anderer Sektionen sind bei unseren Touren herzlich willkommen. Anmeldungen bitte jeweils beim Tourenführer vorname. name@oetk-klosterneuburg.at

sektion langenlois Vorstand: Franz Lehner, 3550 Langenlois, Birkenweg 3, fralehner@aon.at, www.oetk-langenlois.at.tf Neumitglieder: Brigitte Senz, Alois Pfaller, Walter Karl Eggerth – herzlich willkommen beim ÖTK Langenlois! Aktivitäten: Sa., 9. März: Klettern in der Kletterhalle Krems; Treffpunkt: 9 Uhr am Holzplatz in Langenlois, Anreise mit Fahrgemeinschaften So., 7. April: Markierungswanderung – von Stiefern über den Manhartsberg zur Heiligensteinwarte; Treffpunkt: 9.50 Uhr beim Bahnhof in Zöbing Sa., 13. April: Klettern in der Kletterhalle Weinburg; Treffpunkt: 13 Uhr am Holzplatz in Langenlois, Anreise mit Fahrgemeinschaften Sa., 20. April: Warteputz; Treffpunkt: 8 Uhr bei der Heiligensteinwarte Sa., 27. April: Frühlingsfest auf der Heiligensteinwarte; Beginn: 14 Uhr Sa., 4. Mai: Klettergarten Dürnstein; Treffpunkt: 9 Uhr am Holzplatz in Langenlois, Anreise mit Fahrgemeinschaften Details und alle weiteren Aktivitäten sind auf unserer Homepage www.oetk-langenlois.at.tf bzw. in unserem Schaukasten am Holzplatz ersichtlich. Anmeldungen zu unseren Veranstaltungen bitte bei Franz Lehner (0664/5066868) bzw. per E-Mail an fralehner@aon.at.

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sektion neunkirchen Vorstand: Gerhard Membier, 2620 Neunkirchen, Brabetzgasse 8, office@oetk-neunkirchen.at, www.oetk-neunkirchen.at Geburtstage: Karl Pietsch, Angela Holzer, Helmut Hanreich, Gerhard Riegler, Franz Dienbauer, Rudolf Zenz, Christina Bürger, Wolfgang Fischer, Brigitte Tisch, Bernhard Grois, Gertraud Maier-Knapek, Herwig Weyer, Monika Hansal, Rudolfine Schrammel Neumitglieder: Andreas und Emma Stangl, Janne Schreier, Elias Feßl, Thomas Pröll, Christiane Ranner Aktivitäten: Mi., 13.03.2013: Pittental; Treffpunkt: 9 Uhr, Neunkirchen, Linke Bahnzeile 41 (Bernhard), Gehzeit: 2,5 Std, Information und Anmeldungen bei O. Kräftner (Tel.: 02627/82 684) oder A. Bernhard (Tel.: 02635/66579) So., 16.03.2013: Dachsteinüberschreitung (Ski-Überquerung); nur bei Schönwetter. Abfahrt mit priv. Pkw, 6 Uhr, Parkplatz Penny-Markt, B 17, Ternitz, Information: Max Haider (Tel.: 0664/73428989) Mi., 10.04.2013: Hohe-Wand-Gebiet; Treffpunkt: 9 Uhr, Neunkirchen, Linke Bahnzeile 41 (Bernhard), Gehzeit 3 Std., Information und Anmeldungen bei O. Kräftner (Tel.: 02627/82 684) oder A. Bernhard (Tel.: 02635/66579) So., 28.04.2013: Wanderung Sonnwendstein; Abfahrt mit privaten Pkw, 9 Uhr, Parkplatz Penny-Markt, B17, Ternitz, Information und Anmeldungen bei Max Haider (Tel.: 0664/73428989) Jugendaktivitäten: Information und Anmeldungen bei Andi Zullus (Tel.: 0650/5582449)

sektion oberdrauburg Vorstand: Stefan Brandstätter, Neu Ötting 36, 9781 Oberdrauburg oberdrauburg@oetk.at, www.hochstadel.at Geburtstage: Ing. Hans Jörg Brandstätter (40), Helga Brandstätter (50), Dietlinde Manhart (60), Christa  Moser (65), Karl  Benigni (65), Alois-Berthold Wallner (65) und Franz Lanzinger zum 80er! Franz Lanzinger, vor dem kein Berg auf der Welt sicher ist und dessen Herz der Hochstadelhütte gehört! Franz, wir danken dir! Die Sektion Oberdrauburg gratuliert den Geburtstags-Jubilaren aufrichtigst und wünscht für die Zukunft das Allerbeste! Jubiläum: 40 Jahre hält nun BERGER Friedrich (Friedl) dem ÖTK Oberdrauburg die Treue! Weiterhin gute Gesundheit und viele Bergerlebnisse! Aktivitäten: Sa., 02.03.2013: Almerhorn (2985 m); 4 Std. 1300 hm, Treffpunkt: 7.00 Uhr Fr., 05.04., bis So., 07.04.2013: 3-Tages-Tour; Ausgangspunkt Faneshütte – Südtirol, Anmeldungen bei Ebner Kurt, Treffpunkt: 7.00 Uhr Sa., 06.04.2013: Hochebenkofel (2904 m); 5 Std. 1400 hm, Treffpunkt: 5.00 Uhr Sa., 04.05.2013: Kleiner Pal (1867 m); Plöckengebiet, Treffpunkt: 7.00 Uhr

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sektionen•infos sektion rosalia Vorstand: Josef Herzog, 7212 Forchtenstein, Hochrieglgasse 13, rosalia@oetk.at Geburtstage: Waltraud Horvath (70), Karl Pichler und Michael Pichler (50) Neumitglied: Karl Kamper Aktivitäten: Fr., 08.03.2013: Mitgliederversammlung; Beginn 19.30 Uhr So., 17.03.2013: Wanderung Mostheuriger; Treffpunkt: Paradies um 9.30 Uhr Mo., 01.04.2013: Osterwanderung; Treffpunkt: Sportplatz um 9.00 Uhr Fr., 12.04.2013: Mitgliederversammlung; Beginn 19.30 Uhr Fr., 26.04.2013: 3-Tages-Wanderung Sa., 27.04.2013: Pöllauberg So., 28.04.2013: Info bei Sepp Herzog So., 05.05.2013: Radtour Triestingtal Fr., 10.05.2013: Mitgliederversammlung; Beginn 19.30 Uhr Sa., 18.05.2013: 2-Tages-Wanderung So., 19.05.2013: Fischbacher Alpen Do., 30.05.2013: Radtour Siegendorfer Puszta

sektion ternitz Vorstand: Ing. Alfred Metzner, Franz-Dinhobl-Straße 61, 2630 Ternitz Hüttendienst am Adolf-Kögler-Haus: Sa., 27.04., und So., 28.04.2013: Franz Haiden Sa., 04.05., und Sa., 05.05.2013: Herbert Zumpf Sa., 11.05., und 12.05.2013: Gertrude Knarr Am Sa., 25.05.2013 und am So., 26.05.2013 ist wieder Hüttenreinigung und Holzpartie! Alle Mitglieder sind zum Mitmachen recht herzlich eingeladen. Die nächsten Ausschusssitzungen finden am 06.03.2013, 03.04.2013 und am 08.05.2013 statt, jeweils um 19 Uhr im Herrenhaus Ternitz.

sektion vindobona Vorstand: Manfred Moravec, 1190 Wien, Saileräckergasse 47/2/20, vindobona@oetk.at Neumitglieder: Ing. Bernd, Ulrike, Maximilian, Clemens und Cornelia Wünschek Geburtstage: Barbara Böck, Markus Freese, Franz Gallei, Egon Hölbl, Erika Kienast, DI Dr. Ulrike Prüfert-Freese, Martha Reeg-Braun, Carola und Mathias Riebenbauer sowie Cornelia Wünschek. Herzlichen Glückwunsch! Aktivitäten: Mi., 06.03.2013, und Mi., 03.04.2013: Kulturnachmittag; Das Programm wird wie gewohnt kurzfristig zusammengestellt. Kein Führungsbeitrag, nur anfallende Eintritte. Interessierte mögen sich bitte bei Manfred Moravec (Tel.: 0699/127 13 484) anmelden. Sa., 16.03.2013: Wanderung oder Tagesskifahrt; Ziel im Nahbereich von Wien. Bei ungenügender Schneelage unternehmen wir eine Wanderung im Bereich der Wiener Hausberge. Auskünfte und Anmeldung: M. Moravec (Tel.: 0699/127 13 484) Sa., 13.04.2013: Wanderung auf den Hochwechsel; Mariensee, 815 m – Wetterkogler Haus, 1743 m, (M) – Mariensee.


sektionen•infos Gehzeit: ca. 6 Stunden; Fb.: 4 Euro; Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben; Mitfahrmöglichkeit gegen Fahrtkostenbeitrag. F.: Manfred Moravec (Tel.: 0699/127 13 484) Fr., 19.04., bis Do., 25.04.2013: Skitage in Ischgl; Wegen Quartierreservierung wird um rasche Anmeldung ersucht. Anmeldeschluss: Do., 21.03.2013; Preis: auf Anfrage. Leitung: Manfred Moravec (Tel.: 0699/127 13 484) Mi., 01.05.2013: Schneebergwanderung; Prigglitz, 635 m – Waldburgangerhütte, 1182 m – Pottschacher Hütte, 914 m – Prigglitz. Gehzeit: ca. 6 Stunden; Fb.: 4 Euro; Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben; Mitfahrgelegenheit gegen Fahrtkostenbeitrag. F.: M. Moravec (Tel.: 0699/127 13 484) Hinweis: Es werden auch neben den hier angekündigten Aktivitäten kurzfristig gemeinsame Wanderungen u. Ähnliches von motivierten Sektionsmitgliedern angeregt und mit diesen gemeinsam geplant, organisiert und durchgeführt. Möchte jemand über diese Aktivitäten per E-Mail oder SMS informiert werden, bitte um entsprechende Nachricht an: Manfred Moravec – E-Mail: manfred.moravec@aon.at oder Mobiltelefon: 0699/127 13 484. Fit & vital = xund: Unsere Gymnastik und Trainingseinheit findet jeden Donnerstag – sofern dieser nicht schulfrei ist – im Turnsaal des BRG Wien 1010, Stubenbastei 6–8 von 18 bis 19.30 Uhr statt; Regiebeitrag pro Einheit: 5 Euro; Duschmöglichkeit; 1x gratis Schnuppern jederzeit möglich; Leitung: Manfred Moravec

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sektion waldheimat Vorstand: Dr. Kurt Marhardt, Bahnstraße 9, A-2213 Bockfließ, waldheimat@oetk.at; Post: Elisabeth Ball, 1190 Wien, Boschstraße 41/4/37, josef.zetl@chello.at oder robert.schoelz@chello.at Geburtstage: Dipl.-Ing. Annemarie Schlager (81), Antonia Ista (87), Karoline Thill (88) Todesfall: Ende November ist unser liebes, langjähriges Mitglied Emma Slezak im 96. Lebensjahr friedlich von uns gegangen. Sie war seit 1965 Mitglied der Sektion, hat die Natur und die Berge sehr geliebt und diese Liebe an ihren Sohn weitergegeben. Wir wollen Robert und seiner Frau auch auf diesem Wege unser aufrichtiges Beileid aussprechen und versichern, die Mutter stets in liebevoller Erinnerung zu halten. Aktivitäten: 16.02.2013: Hallenklettern für Kinder & Jugendliche in der Kletterhalle Nordwandklettern Wolkersdorf, 14.30: Treffpunkt: bei der Halle, Anmeldung bis 15.02.2013 bei Paul & Kurt Marhardt, kurt@marhardt.at oder Tel. 0664 11 83 941 Di., 12.03.2013: Ausschusssitzung; Café Wild, Linke Wienzeile 60, Beginn: 19 Uhr Di., 09.04.2013: Ausschusssitzung; Café Wild, Linke Wienzeile 60, Beginn: 19 Uhr

Leserbriefe zur Kolumne Der Hüttenwirt“ ”

Danke für die Zuschriften der letzten Wochen und Monate an Der-Huettenwirt@gmx.at. Einige haben mich amüsiert, viele bestärkt und manche leider auch etwas traurig gemacht.

Zur Glosse „Kinder sind unsere Zukunft“ Deine Kolumne hat mich derart zum (nachdenklichen) Schmunzeln gebracht, dass ich Dir meine Bewunderung für Deine Ironie aussprechen möchte. Die Treffsicherheit Deiner Beschreibung, mit dem Höhepunkt der „Merkmale“, ist kaum zu übertreffen. Nimms leicht und Berg Heil!  G. L. ... aus unserer Seele gesprochen ... Ein großes Lob für deinen Artikel! Als Eltern einer (nicht perfekt, aber gut) erzogenen Tochter sehen wir das auch so.  Liebe Grüße Familie C. Danke, Herr Hüttenwirt für die Kolumne in der ÖTK-Zeitung. Auch wenn wir selber nur ein paar Mal im Jahr Hüttendienst machen, kommt einem so manches/r unter. Weniger Egoismus, ja das wär sehr schön :-) Freu mich auf die nächste Kolumne, ist jedes Mal zum abhaun.  Christine

Zur Glosse „Eile mit Weile“ Wieder amoi hob i Deine Kolumne mit Genuss und vü Lochn glesen. I kann nur sagen: Du sprichst mir und mein Mann ausn Herzn. Wir san selbst schon, an Bergzeit gmessn, a klane Ewigkeit (mei Mann 20 johr, i derer 14) Hüttnwirt und hobn die von Dir beschriebenen Episoden am eigenen Leib erlebt. Es tuat sooooo guat zu lesen, dass net wir inzwischen den „Bergkoller“ dawischt hobn, sondern auch andere sich mit „anderen“ Gästn rumschlogn müssn […].

Andererseits bin i aber auch froh über solche Gäst, weils a sehr oft besser is wia Kino ...!! I wünsch Dir noch viele nette Gäst und für die andern unendliche Geduld.  Liabe Griaß D. E. Hallo, Hüttenwirt, möchte Dir endlich sagen, dass Deine Beiträge immer ein Genuss sind, inhaltlich, sprachlich und … zum Schmunzeln …  Mit besten Wünschen R. B.

Zur Glosse „Essen ist der Sex der Alten“ Ist es wirklich möglich, dass man in einem Magazin, das auch für Kinder zum Lesen ausgegeben ist, bei so was „lustiger“ Quatsch mitmachen muss? Ich gucke diese seriösen Menschen auf den Fotos an, und kann es nicht verstehen. Für wen ist es geschrieben? Ich melde mich aus dem Verein aus. Will nichts mehr mit damit zu tun haben. Leider. Ich liebe die Berge.  I. M./Schweden Tut uns leid, dass Sie diese Kolumne als Quatsch empfinden. Solche Beiträge haben in österreichischen Magazinen eine lange Tradition. Das ist Satire. Man darf darüber lachen und staunen, muss aber nicht derselben Meinung sein. Diese Kolumne ist nicht als Kinderseite konzipiert. Zum Hintergrund: Der Autor ist kein Spaßmacher, sondern ein echter Hüttenwirt. Und ja: Die zwischenmenschliche Nähe hört am Berg nicht auf.  Die Redaktion

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zentrale bibliothek Leitung: Fritz Krügler, Ludwig Fischhuber Die Bibliothek dankt dem Ehepaar Alessio und Donatella Fabbricatore für die Schenkung von verschiedenen interessanten Publikationen über die Grotta Gigante bei Triest und das umliegende Karstgebiet. Unser Dank gebührt auch Herrn Düringer, der uns einen großformatigen Bildband und ein weiteres Buch über die Alpen geschenkt hat. Das Archiv dankt Josefine Pickert, 60-Jahre-Jubilarin der Zentrale Wien, für die Schenkung von 14 Klubabzeichen, die teilweise von ihr selbst, großteils aber von ihrem verstorbenen Mann Otto Pickert, 80-Jahre-Jubilar und 100-jähriger Klubsenior, stammen.

zentrale alpine runde – bergsteigergruppe Leitung: Fritz Krügler – Josef Schrom Vorträge der Bergsteigergruppe Den Monatsabend am Donnerstag, 14. März – wie immer im Klubhaus, 2. Stock, um 19 Uhr – gestaltet Gerhard Schirmer unter dem Titel „Orient und Okzident“. Anhand zahlreicher Farbdias nimmt uns der Vortragende auf eine Kreuzfahrt mit, die in Dubai beginnt. In weiterer Folge kommen wir in den Oman mit seiner Hauptstadt Maskat und der Hafenstadt Salala, danach machen wir von Aden aus einen Abstecher nach Taiz im Inneren des Jemen, schließlich geht es durch den Suezkanal nach Alexandria. Zurück in Europa besuchen wir noch das „unterirdische“ Neapel. Am Donnerstag, 11. April, gleichfalls im Klubhaus im 2. Stock, 19 Uhr, berichtet Fritz Krügler unter dem Titel „Negev und Sinai“ über eine Gruppenreise in dieses faszinierende Gebiet. Er besuchte u. a. auch das berühmte Katharinenkloster und konnte im Zuge dieser Reise sowohl den Mosesberg (2244 m) als auch den Katharinenberg (2597 m) besteigen. Wer unseren Fritz Krügler kennt, wird sich auf einen überaus interessanten Vortrag freuen dürfen. Zu unseren Vorträgen sind nicht nur all unsere Mitglieder herzlichst eingeladen, auch Freunde unseres Klubs sind uns stets willkommen.

zentrale heimat- & naturkundliche gruppe Günter u. Ingrid Ressel, Manfred u. Elfriede Nikisch, Christine Stepanek; Tel. 02236/34296 od. 0676/5094722, ingrid@ressel-online.com Geburtstag: Herzliche Gratulation zum 100. Geburtstag von Frau Ernestine Pleva. Frau Pleva hat seit Anfang der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts die Aktivitäten ihres Mannes, Herrn OLGR Dr. Pleva, nicht nur unterstützt, sondern sie war immer mit dabei und hat auch selbständig Urlaubsreisen organisiert und betreut. Ich kann mich gut erinnern, dass sie mit uns noch als ca. 90-Jährige zum Anninger-Schutzhaus gewandert ist. Bis vor kurzem nahm sie sehr rege Anteil an den Aktivitäten der Kulturgemeinde Adalbert Stifter und der Heimat- und Naturkundlichen Gruppe des ÖTK. Wir wünschen Frau Pleva alles Gute und noch viele schöne Stunden im Seniorenheim. Aktivitäten: Mi., 27. 2. 2013: „SPIELE DER STADT“, Museum der Stadt Wien, 1040 Wien, Karlsplatz. Sonderausstellung. Treffpunkt: 10.45 Uhr, Führung: 11 Uhr. Eintritt und Führung: 10 Euro. Bitte um Anmeldung unter Tel. 01/5450437, 02236/34296 oder 0676/5094722. Di., 12. 3. 2013: „BUNTE GÖTTER“, Kunsthistorisches Museum, 1010 Wien. Führung durch die Sonderausstellung

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zentrale•infos in der Antikensammlung: Frau Dr. Rotraut Krall. Treffpunkt: 10.45 Uhr, Führung: 11 Uhr. Eintritt und Führung: 17 Euro. Bitte um Anmeldung unter Tel. 01/5450437, 02236/34296 oder 0676/5094722. Di., 19. 3. 2013: BAROCKREZEPTION IN ÖSTERREICH, Unteres Belvedere, 1030 Wien, Rennweg 6. Sonderausstellung. Treffpunkt: 10.45 Uhr, Führung: 11 Uhr. Eintritt und Führung: 15 Euro. Bitte um Anmeldung unter Tel. 01/5450437, 02236/34296 oder 0676/5094722. Di., 26. 3. 2013: WANDERUNG von Stammersdorf nach Hagenbrunn über Bisamberg. Treffpunkt 10 Uhr bei der Endstelle Linie 31 in Stammersdorf. Gehzeit: über Bisamberg nach Hagenbrunn retour durch die Weingärten nach Stammersdorf ca. 3 Std. 2. Variante: Treffpunkt 10.30 Uhr U/S-Bhf. Floridsdorf, Weiterfahrt mit Bus 228, Abfahrt 10.50 Uhr bis Stadtgrenze – Gehzeit zum Heurigen ca. 1/2 Std., oder Fahrt bis Hagenbrunn Gemeindezentrum – gemeinsames Mittagessen beim Heurigen (Adresse bei der Anmeldung). Rückfahrt Bus 228: 14.15 Uhr oder 15.15 Uhr ab Hagenbrunn Gemeindezentrum. Bitte um Anmeldung (auch für Tischreservierung): Tel. 01/5450437, 01/2805470 oder 0676/5094722. Do., 4. 4. 2013: „NIEDERLÄNDISCHE ZEICHNUNGEN“; Albertina; 1010 Wien. Sonderausstellung: Bosch, Bruegel, Rubens, Rembrandt. Treffpunkt: 10.45 Uhr, Führung: 11 Uhr. Eintritt und Führung: 14 Euro. Bitte um Anmeldung unter Tel. 01/5450437, 02236/34296 oder 0676/5094722. Do., 11. 4. 2013: KUNSTKAMMER, Kunsthistorisches Museum, 1010 Wien. Frau Dr. Rotraut Krall führt uns durch die neugestaltete Kunstkammer. Treffpunkt: ausnahmsweise um 13.45 Uhr, Führung: 14 Uhr. Eintritt und Führung: 17 Euro. Bitte um Anmeldung unter Tel. 01/5450437, 02236/34296 oder 0676/5094722. Mi., 17. 4. 2013: BESUCH UND FÜHRUNG DURCH DAS MARKTAMTSMUSEUM, Wien 1210, Floridsdorfer Markt 5. Verkehrsmittel: U 6 bis Floridsdorf, dann Straßenbahn Linie 30 oder 31 bis Station Florisdorfer Markt. Treffpunkt: 10.15 Uhr Endstation U 6, bei der Straßenbahnhaltestelle Linie 30 od. 31 (Franz-Jonas-Platz) oder um 10.45 Uhr direkt vorm Museum. Eintritt und Führung: 2 Euro (für Trinkgeld). Bitte um Anmeldung: Tel. 01/5450437, 01/2805470 oder 0676/5094722. Do., 25. 4. 2013: WANDERUNG – STADTWANDERWEG 4, Jubiläumswarte–Satzberg–Dehnepark. Mittagsrast: Kleines Schutzhaus Rosental. Treffpunkt: 10.30 Uhr Straßenbahnlinie 49, Richtung Hütteldorf: Haltestelle „Bahnhofstraße“. Gehzeit: ca. 3 Stunden. Bitte um Anmeldung: Tel. 01/5450437, 01/2805470 oder 0676/5094722. Di., 30. 4. 2013: FÜHRUNG DURCH DIE WERKBUNDSIEDLUNG in Hietzing, mit Frau Mag. Christine Strahner. Führungsdauer: ca. 1 Stunde, anschließend bei Wunsch Spaziergang auf den Roten Berg oder in den Lainzer Tiergarten. Treffpunkt: 13.30 Uhr bei der Endstation der Straßenbahnlinie 62, Wolkersbergenstraße. Führungsbeginn um 14 Uhr in der Veitingergasse 87. Führung: 3 Euro. Bitte um Anmeldung: Tel. 01/5450437, 01/2805470 oder 0676/5094722.


hüttenwirt

kolumne

Essen Sie bei mir, dann müssen wir beide nicht verhungern!“ Diesen Spruch habe ich letzthin bei einem Ausflug auf die Berghütte eines Freundes gelesen. Es hat sich daraufhin ein Gespräch unter Kollegen entsponnen, in dem es um Uneinsichtigkeit, Vandalismus, überkommene Vorstellungen und vor allem darum gegangen ist, dass es uns Wirten oft nicht leicht gemacht wird, freundlich zu bleiben. Bevor ich hier weiterschreibe, muss ich euch, liebe Leser, warnen: Ich bin nicht sicher, ob ich es schaffen werde, mit dem von mir normalerweise erwarteten Augenzwinkern über die Inhalte unseres Gesprächs zu berichten. Ganz ehrlich: Mein Kollege und ich haben uns ganz schön den Frust von der Leber geredet. Und ich würde gerne wissen, wie ihr darüber denkt. Mein Kollege hat mir von einer Begebenheit berichtet, die ihn besonders geärgert hat: Als an einem schönen Tag der gefühlt zweiunddreißigste Selbstversorger gemütlich seine Jause in der Gaststube konsumiert hat, hat ihn mein Kollege gefragt: „Gut, dass es Hütten gibt, oder?“ Der etwas verdutzt aus der Wäsche schauende Gast antwortete mit einem verlegenen Lächeln und einem gemurmelten „Ja, schon“. Darauf mein Kollege: „Nun, mein Lieber, nur ist es leider so, dass, wenn jeder sich so wie du verhalten würde, es diese und wahrscheinlich auch viele andere Hütten nicht mehr lange geben wird. Ich will kein Geld von dir, aber ich möchte dich bitten, bis zu deinem nächsten Hüttenbesuch über dein Verhalten nachzudenken. Und jetzt wünsche ich dir noch einen schönen Tag!“ Bei einem späteren Kontrollgang in Richtung Toiletten entdeckte mein Kollege nicht nur den zurückgelassenen Müll jenes Bergfreundes, sondern auch ein recht unschönes Kugelschreiber-Graffiti an der Wand mit dem Inhalt „Unverschämte Wirtsleut“.

Ich frage euch: Wer ist da unverschämt?

Worum geht es? Es geht um die vielen Wanderer und Bergsteiger, die noch immer glauben, dass eine alpine Schutzhütte eine Wärmestube ist, die gratis benutzt werden kann. Ist ja auch praktisch, wenn einem kalt ist, es regnet oder man einfach nur müde ist. Da sitzt es sich doch in der gemütlichen Gaststube oder dem Gastgarten deutlich besser als auf einem Felsen in der Pampa. Und praktischerweise haben diese Hütten auch immer ein Klo, um die Notdurft zu verrichten, und seinen Müll kann man dort auch gratis liegen lassen, und man muss die immens schweren Verpackungen seiner Jause nicht wieder mühsam ins Tal schleppen. Einfach nur praktisch. Und schlechtes Gewissen muss man deswegen auch keines haben, weil erstens hat man das ja immer schon so gemacht und zweitens ist man ja vielleicht sogar Mitglied in einem alpinen Verein, und mit dem einbezahlten Mitgliedsbeitrag hat man ja wohl das Recht, die Annehmlichkeiten einer Schutzhütte gratis in Anspruch zu nehmen, ohne etwas zu konsumieren.

nr.10/2010

Zeichnung Jakob Kirchmayr

Griaß eich!„

nr.2/2013

Liebe Leute, soll ich euch sagen, wie’s in Wirklichkeit ausschaut? Die Erfüllung von Behördenauflagen, das Personal, der Wareneinkauf sind am Berg auch nicht billiger als im Tal. Die Transport- und Energiekosten sind jedoch weitaus höher; die Müllentsorgung zählt im alpinen Raum überhaupt zum Teuersten. Die meisten alpinen Vereine haben dem Rechnung getragen, und so heißt es in der Hüttenordnung: „Es wird vom Hüttenbewirtschafter geduldet, wenn Hüttenbesucher ihre mitgebrachten Speisen (keine alkoholischen Getränke) im Gastraum in einem eigens zugewiesenen Bereich verzehren, wir bitten aber um Verständnis, wenn dies gerade während der Hauptbetriebszeiten (morgens, mittags und abends) aus Platzgründen nicht möglich ist. Die Hüttenbewirtschafter sind auf die Einnahmen aus dem kostenpflichtigen Verzehr ihrer angebotenen Speisen und Getränke angewiesen.“ Wenn das sogar in der Hüttenordnung steht, warum hält sich dann niemand daran? Ich kann also nur im Namen aller Hüttenwirte und -Innen an das Verständnis unserer Gäste appellieren: Liebe Leute, wenn ihr der Ansicht seid, dass alpine Schutzhütten wichtig sind und weiter bestehen sollen, dann müsst ihr mit eurer Konsumation auch dafür sorgen, dass die Wirte Geld verdienen. Wir werden eh nicht reich und in unserem Job braucht man sowieso viel Idealismus. Aber ganz ohne Verdienst wird sich langfristig jeder Hüttenwirt einen anderen Job suchen müssen. Bitte überlegt also gut, ob ihr die Jause im Supermarkt kauft und damit einen großen Konzern fördert, oder ob es nicht gescheiter wäre, das Geld an einem Ort zu lassen, den ihr gerne wieder besuchen würdet. Ganz abgesehen davon, dass das zermatschte Semmerl aus dem Rucksack sicher nicht mit einem ofenfrischen Schweinsbraten konkurrieren kann.

Der-Huettenwirt@gmx.at

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Leben am Berg (wie auch im Tal) mit ein wenig mehr Rücksichtnahme und etwas weniger Egoismus für uns alle einfacher und schöner wäre!

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Österreichischer Touristenklub Bäckerstraße 16, 1010 Wien Telefon 01/512 38 44, Fax 01/512 16 57/DW 74

E-Mail: zentrale@oetk.at Homepage: www.oetk.at

ÖTK-MITGLIED WERDEN  und den Berg erleben! Der ÖTK ist der drittgrößte Alpinverein Österreichs. Er wurde im Jahr 1869 für aktive Wanderer und Bergsteiger gegründet.

Der Österreichische Touristenklub hat über 25.000 Mitglieder in seinen 37 Sektionen in fast allen Bundesländern und besitzt und unterhält 49 Schutzhütten mit über 3.500 Schlafplätzen. Der ÖTK betreut und unterhält mit ehrenamtlichen Mitgliedern ein Netz aus Wegen, Steigen und Klettersteigen von insgesamt ca. 20.000 Kilometer Länge und hat das größte Klettertrainingszentrum im Zentrum von Wien.

Das umfangreiche Kursprogramm des ÖTK ist auf der Website des ÖTK (www.oetk.at) zu finden. Es lohnt sich, Mitglied beim ÖTK zu werden: Zu den Vorteilen gehören u. a. ein weltweites Notfalls-Servicepaket; bis zu 50 % Rabatt bei Nächtigungen, gültig in den Schutzhütten ALLER alpinen Vereine in Österreich und dem benachbarten Ausland: Alpenverein, Naturfreunde, AVS, DAV, KCT, KST, LAV u. a.

ete r t i e b h Gleic Eine ÖT

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(Kinder bis 18 Jahre kostenlos)

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P.b.b. Österreichischer Touristenklub 1010 Wien, Bäckerstraße 16, DVR 0486281 Erscheinungsort Wien Verlagspostamt 1010 Wien Z.-Nr.: GZ 02Z030129 S Sponsoring Post

ÖTK-Magazin März/April 2013

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ÖTK Magazin 2/2013