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Österreichische Touristenzeitung ÖTZ

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5/2014 september oktober

berge

• Tat.Flucht.Legende • Wege-Serie • Sektionen • Infos • Termine

erleben


nr.5/2014

inhalt/impressum

Inhalt: Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 Tat.Flucht.Legende . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4–6 90 Jahre Hochmölbinghütte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 Bundesjugendzeltlager 2014 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Wege-Serie: Wanderwege Sektion Eschenau – St. Pölten . . . . . . . . 9–11 Kinder und Jugend . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12–13 Hüfttaschen-Test . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14–15 Sektionen: Baden, Dölsach . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 Dresden, Graz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17–18 Hainfeld, Kienthaler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18–19 Klosterneuburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19–20 Langenlois . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 Neunkirchen, Rosalia . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22–23 Triestingtal . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 Waldheimat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 Zentrale . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 Sektionen-Infos, Termine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25–28 Büchertipps . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 Zentrale-Infos, Termine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29–30 Hüttenwirt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31 Vorteile der ÖTK-Mitgliedschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32 Offenlegung nach § 25 des Mediengesetzes:

Grundlegende Richtung der „Österreichischen Touristenzeitung“: Unabhängige Zeitschrift für alpine Belange und Mitteilungsorgan für Vereinsmitglieder laut Satzung. Eigentumsverhältnisse: Österreichischer Touristenklub, 1010 Wien, Bäckerstraße 16: 100 % Geschäftsführung: Dipl.-Päd. Ing. Franz Zehetmayer (Präsident), Mag. Peter Huber (2. Präsident), Dr. Gerald Kranawetter (3. Präsident) und Ing. Hannes Resch (Klubsekretär) Alle: 1010 Wien, Bäckerstraße 16 Bankverbindung: BAWAG, BLZ 14000, Kto.-Nr. 02010607666 BIC: BAWAATWW • IBAN: AT41 1400 0020 1060 7666

Redaktionsschluss ÖTK-Magazin:

Ausgabe November/Dezember: 26. September Hochauflösende Bilder sind unabdingbar für eine gute Druckqualität. Senden Sie uns Ihre Fotos gerne über WeTransfer.com. Das ist kostenlos, bequem und transportiert mehr Daten als eine E-Mail.

Impressum:

ÖTK-Magazin – Österreichische Touristenzeitung 127. Jahrgang, Heft 5, September/Oktober 2014 Medieninhaber und Herausgeber: Österreichischer Touristenklub, Bäckerstraße 16, 1010 Wien Telefon 01/512 38 44, Fax 01/512 16 57/DW 74 ZVR-Zahl: 407915695 • DVR-Nr.: 0486281 Homepage: www.oetk.at • E-Mail: zentrale@oetk.at Redaktion: Barbara Steininger (Chefredaktion), Dipl.-Päd. Barbara Fuchs, Josef Fuchs, DI Franz Lehner. Lektorat: Brigitta Scherzer, Andrea Petra Jurenda. Texte an: redaktion@oetk.at Grafik: www.hiasl.at Herstellung: AV+Astoria Druckzentrum GmbH, Faradaygasse 6, 1030 Wien UZ24 „Schadstoffarme Druckerzeugnisse“ UW 734

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Die Hauptversammlung 2014 der Zentrale Wien des Österreichischen Touristenklubs findet am Mittwoch, dem 12. Nov. 2014 um 18 Uhr im großen Festsaal unseres Klubhauses, 1010 Wien, Bäckerstraße 16, 1. Stock, statt. Ist die Hauptversammlung um 18 Uhr wegen zu geringer Zahl der Anwesenden nicht be­ schlussfähig, findet gemäß § 35 Abs. 4 der Sta­ tuten sofort eine weitere Hauptversammlung mit derselben Tagesordnung statt, die ohne Rücksicht auf die Zahl der Anwesenden be­ schlussfähig ist. Tagesordnung: 1. Bericht und Beschlussfas­ sung über den Rechnungsabschluss 2013 mit Entlastung der Leitung der Zentrale Wien, 2. Tätigkeitsbericht 2014, 3. Mitgliedsbeiträge 2016, 4. Finanz­ voranschlag 2015, 5. Wahl der Delegierten der Zentrale Wien für die Generalversamm­lung 2014 des ÖTK, 6. Wahlen (Zentralausschuss und Beschlussfassung über den Vorschlag zur Wahl dieser Mitglieder in den Erweiterten Zentralausschuss an die General­ versammlung, Wahlvorschläge für die organ­ schaftlichen Vertreter an die Generalversamm­ lung, Rechnungsprüfer), 7. Beschlussfassung über sonstige rechtzeitig eingelangte Anträge. Das Protokoll der Hauptversammlung 2013 liegt ab 28. 10. in der ÖTK-Geschäftsstelle zur Einsicht­ nahme auf. Gelegenheit zur Stellungnahme dazu besteht bis 11. November 2014, 12 Uhr. Dipl.-Päd. Ing. Franz Zehetmayer, Präsident

Titelseite:

Haindlkarhütte im Gesäuse

Die Generalversammlung 2014 des Öster­reichischen Touristenklubs findet am Sonntag, dem 23. Nov. 2014 um 9.30 Uhr im großen Festsaal unseres Klubhauses, 1010 Wien, Bäcker­straße 16, 1. Stock, statt. Ist die Generalversammlung um 9.30 Uhr we­ gen zu geringer Zahl der Anwesenden nicht beschlussfähig, findet gemäß § 25 Abs. 5 der Statuten eine Viertelstunde später eine weitere Generalversammlung mit derselben Tages­ ordnung statt, die ohne Rücksicht auf die Zahl der Anwesenden beschlussfähig ist. Stimm­ berechtigt sind die Vertreter der Sektionen sowie die Delegierten der Zentrale. Tagesordnung: 1. Bericht und Beschlussfassung über den Rechnungsabschluss 2013, 2. Bericht der Rechnungsprüfer und Entlastung der Ver­ einsleitung, 3. Vortrag und Genehmigung des Tätigkeitsberichtes 2014, 4. Mitgliedsbeiträge und Abfuhrbeiträge an die Zentrale 2016, 5. Vortrag und Beschlussfassung über den Finanz­ voranschlag 2015, 6. Wahlen (Mitglieder des Er­ weiterten Zentralausschusses, organschaftliche Vertreter, Rechnungsprüfer), 7. Beschlussfas­ sung über sonstige rechtzeitig gestellte An­ träge, 8. Allfälliges Das Protokoll der Generalversammlung 2013 liegt ab 7. 11. in der Klubgeschäftsstelle der Zentrale auf bzw. wird an die Sektionen ver­ sandt. Gelegenheit zur Stellungnahme hiezu besteht bis Freitag, 21. 11. 2014, 12 Uhr. Dipl.-Päd. Ing. Franz Zehetmayer, Präsident


vorwort

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Liebe Klubmitglieder und Freunde des ÖTK! Das große Abenteuer – und viel, viel Freude! Und: Klass war’s! Kaum jemand konnte uns nachdrücklicher davon überzeu­ gen, das Leben und sich selber nicht so ernst zu nehmen, als der leider am 13. Juni im 91. Lebensjahr von der Erdenbühne abgetretene Karl Lukan, Extrembergsteiger und Doyen der humorvollen Bergliteratur. In seinen vielen Büchern öffnete er zugleich aber auch das Tor zu etruskischen Welten und war ein leuchtendes Beispiel dafür, wie breit gestreut die In­ teressen der Bergsteiger sein können. Unser umfangreiches Jahresprogramm trägt dem wahrlich Rechnung, und dank unseres kompetenten Ausbildungsteams und einiger neuer Kursleiter und Wanderführer zeichnet sich ein sehr positi­ ves Ausbildungs- und Führungsjahr ab.

Hoher Rettungsbedarf

Haben Sie Ihren Urlaub sportlich aktiv oder eher in ent­ spannter Klubatmosphäre am Meer verbracht? Viele waren offenbar sehr aktiv unterwegs, so wie auch die Unfallstatis­ tiken „aktiver“ als sonst ausfielen. Interessant dabei sind die fast unglaublichen Unterschiede bei den Bergungskosten, die ja durch unsere Versicherung abgedeckt werden.

So lagen heuer zum Beispiel die Kosten einer Bergung aus der Matterhorn-Nordwand bei rund 2.000 Euro, während für eine Totenbergung im Schneeberggebiet mit vorausge­ gangener Suche von der Bergrettung rund 67.000 Euro (!) verrechnet wurden. Auffallend war zuletzt die Zunahme von Hubschrauberbergungen aus Bergnot, wenn beispielsweise Kinder nicht mehr weiterwollten oder sich Personen in un­ wegsames Gelände verirrten und wegen Erschöpfung oder Schwindelanfällen nicht mehr weiterkonnten. Es stellt sich oftmals die Frage, ob die Allgemeinheit immer für alles und jegliches Tun von Einzelnen in Form erhöhter Prämienzah­ lungen für die Versicherungen aufkommen soll.

Auch bei der Hüttenerhaltung sind wir heuer wieder sehr ak­ tiv. So stand hauptsächlich der Ausbau der Übernachtungs­ bereiche mit Sanitäranlagen im Hans-Prosl-Schutzhaus auf der Mugel am Programm. Am Schnittpunkt mehrerer Wege und als lohnender Aussichtspunkt sondergleichen fasziniert die tolle Lage oberhalb von Leoben und Bruck an der Mur als Wanderziel, das auch herrliche Überschreitungsmöglich­ keiten bietet. Eine gemeinsame Wanderung wird uns vom 6. zum 7. September dorthin führen; die Ausgangspunkte der Mugel-Wanderwege sind auch öffentlich sehr gut erreichbar. Vielleicht gehen Sie mit? Anmeldung über die Zentrale. Ein besonderes Problem stellt derzeit die Energieversor­ gung einiger Hütten dar, wo fast zeitgleich Solarpaneele und Speicherbatterien den Dienst aufgeben, Ersatzsysteme deswegen überlastet sind und einer kostspieligen Sanierung

entgegensehen. Unsere Hüttenreferenten mit Roland Ladik an der Spitze stehen im Dauereinsatz, wöchentliche Baube­ sprechungen verlangen seinen vollen (ehrenamtlichen) Ein­ satz.

Weg-Paten gesucht

Ähnliches gibt’s von der Wegeerhaltungsseite zu berichten. Mehrere Seilsicherungen an Wegen zwischen der Hohen Wand und der Tiroler Zugspitze mussten erneuert werden, und in den waldreichen Gebieten Ostösterreichs, wo vie­ le Wege anscheinend im Dickicht verschwinden, mutieren unsere viel zu wenigen ehrenamtlichen Wegesanierer zu Dschungelkämpfern und bahnen sich mühsam mit Motor­ sense und Heckenschere den Weg, bevor es ans eigentliche Markieren geht und außerdem die Hinweistafeln an zuvor gesetzten Stangen befestigt werden müssen. An dieser Stel­ le eine dringende Bitte an unsere Mitglieder, unsere Wege­ erhaltungsteams zu verstärken. Vielleicht übernehmen Sie einen bestimmten Weg gewissermaßen als Pate, helfen fall­ weise bei Wegeausschneidearbeiten oder Markierungsein­ sätzen mit? Über Ihr Hilfeangebot unter zentrale@oetk.at würden wir uns sehr freuen. Anfang August fand wieder unser traditionelles Bundesju­ gendzeltlager statt, das diesmal von unserer Sektion Ober­ drauburg veranstaltet wurde. Die Lage am Fuße der Lienzer Dolomiten, neben tollen Klettersteigen, inmitten histori­ scher Kulturlandschaft, versprach eine interessante Lager­ woche für alle Teilnehmer. Siehe Seite 8. Gerade erst geht der Hochsommer zu Ende, für Touren al­ ler Art ist also genügend Zeit, und ein hoffentlich schöner Herbst steht ja noch bevor, das wünsche ich Ihnen von gan­ zem Herzen! Herzlichst, Ihr

Dipl.-Päd. Ing. Franz Zehetmayer

Ausflüge, Wanderungen, hochalpine Touren und das vielfältige Ausbildungsprogramm finden Sie im Jahresprogramm zum Nachblättern oder online auf www.oetk.at

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reportage

Tat.Flucht.Legende Vom Kriminalfall zum Alpinklassiker

Von Ernst Kren

Peternpfad-Ausstieg mit Blick in die Peternscharte

Die Kronprinz-Rudolf-Bahn schnauft dampfend gen Westen, die Rauchschwaden der Lokomotive umhüllen den Gstader Boden, drunter gesäuselt die Enns, und die am Fuße des Felswalles ausgesetzten Passagiere aus ferner Kaiserstadt sind gekommen, um zu bleiben. Man frischt hier unter Stan­ desgleichen den Sommer auf. Am Nebengleis, das von der Veranda des noblen Hospizes gut einsehbar ist, steht des Grafen Festetics ebenso nobler Privatwaggon – seine Durch­ laucht hat den Grünen Rock übergestreift und sich in sein Johnsbachtal zurückgezogen, um hier dem Waidwerk zu frö­ nen. Derweil rekognosziert ein Fahrgast auf der Panorama­ bank des neu erbauten Bahnhofes akribisch das umliegen­ de Terrain. Der junge Mann namens Heinrich ist Spross aus der Wiener Metallwarenfabrikations-Dynastie Hess. Weißer Stehkragen, Gamaschen, auch einen Pickel führt der distin­ guierte Herr mit sich ... Einen Steinwurf davon entfernt lärmen die Sägen am Holz­ platz der Innerberger Gewerke, Heerscharen von Holz­ knechten barabern hier allerorts, um den Gesäusewald per Kahlschlag im Zuge der Industrierevolution dem Kaiserhaus dienlich zu machen. Allesamt Tagelöhner und Habenicht­ se, die erst vor Kurzem von Leibeigenen zu gnädigsten Un­ tertanen Ihrer Majestät aufgestiegen sind. Einer davon ist Schichtmeister. Seine Keusche liegt drüber der Enns, auf der feuchten Schattseiten. Die Holzknechte sprechen ihn mit „Herr“ an und auch seine Vorgesetzten entbieten dem fachlich Versierten entsprechende Würdigung. Darüber hin­ aus genießt der schnauzbärtige Mann den Ruf hervorragen­ der Gebietskenntnisse. So urlaubende Herrschaften Fragen zur umliegenden Gebirgswelt haben, verweist man auf ihn: „Gehn S’, gnä’ Frau, fragen S’ den Anderl, den Kleinen dort, Rodlauer heißt er ...“

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In den 1870er-Jahren ist die Welt der Monarchie noch in Ord­ nung. Zumindest für die Wohlbetuchten, denen im Hospiz zu Gstatterboden von weit her gebrachte Getränke aus dem Kolonialwarenladen kredenzt wurden, während die Minder­ bemittelten dankbar zu sein hatten, wenn sie die üppige Kin­ derschar mit trockenem Sterz über den Tag brachten. Und hat’s auch dieses einfache Mahl nicht derlitten, musste die Flinte aus dem Versteck geholt werden. Man wilderte ja nicht aus Lust an der Jagd – diese blieb lediglich dem durchlauch­ ten Geldadel vorbehalten! Dem Wild wurde trotz bekannter Konsequenzen nachgestellt: die Strafen für Wilderei fielen drakonisch aus – noch in den 1920er-Jahren wurde ein blut­ junger Bursch vom Aufsichtsjäger an der Silberreitmauer gestellt und mit einem aufgesetzten Kopfschuss prozesslos hingerichtet. Wegen eines Rehbocks! Normalerweise aber kümmerten sich die Gäste der feinen Absteige in Gstatter­ boden kaum um die prekären Lebensumstände derer vom Holzplatz, doch las man nun in den kaiserlichen Gazetten, dass die Idylle der Sommerfrische gestört sei, da sich die besten Stücke des Wildes ein besonders dreister Falott holte. Es herrschte also Aufregung unter der spektakulären Gipfel­ parade der öden Mauern. Als Tatort wurden die kargen Weiden der Ebnesangeralm ausgemacht, oben im Seekar sei es gewesen, so die Augen­ zeugen: Ein ohrenbetäubender Schuss hallt, von mehrfachem Echo vorangetrieben, durch die steilen Latschenfluchten zwischen dem Zinödl und der Kölblplanspitze. Die aus dem Johnsbachtal heraufgestiegene, unterm Ennsecksattel lau­ ernde Jagdgesellschaft schreckt auf, erblickt durchs Spektiv den Rußgeschwärzten beim Ausnehmen des Gamsbocks. Die Hatz nimmt ihren Lauf, hastig hetzen die Häscher der Herr­ scher über Stock und Stein, die Büchsen im Anschlag parat. Des illegalen Waidmannes Vorsprung schmilzt rasch – „Halt,


reportage

Ennstalerschritt damals ...

... und heute

bleib stehn, du Lump!“ – einem ersten Schuss folgen ganze Salven, doch die bleiernen Kugeln verfehlen ihr Ziel. Gerade noch der letzte Rücken der Seeleiten trennt die wütenden Verfolger, es wird eng für den Gejagten, ringsum steilen sich die Sperrfelsen auf, der Ausweg endet im luftvollen Raum. Bald erreichen auch die atemlosen Grünröcke den Horizont, stehen in der Felsscharte und blicken hinab in die dräuen­ de Tiefe. Nur noch einen Schritt voraus und hunderte Meter schreien dem freien Fall entgegen. Vom Täter keine Spur. Abgestürzt, davongekommen? Der „Schwarze“ bleibt spurlos verschwunden. Mehrfach wiederholt sich später die Szene, die Jäger und deren Herrschaft sind erzürnt, des Monarchen Exekutive ratlos. Nur das einfache Volk nimmt den juristisch nie aufgeklärten Kriminalfall mit verhaltenem Wohlwollen zur Kenntnis und findet auch einen Namen für das Phantom: „Der Schwarze Peter“. Den frustrierten Verfolgern hingegen blieb auch der Hohn im Wirtshaus nicht erspart, wo gemeine Bauernburschen und Holzknechte über deren Versagen Wit­ ze reißen, darunter auch der schmächtige Rodlauer Anderl, gewandet im feinen Zwirn des nur an feierlichen Tagen ge­ tragenen Steireranzuges ... Dem jungen Hess war die Causa wohl bekannt, galt er doch schon als Stammgast in der Region. Erst kürzlich hatte er in Wien die „Alpine Sektion D’Ennsthaler“ gegründet, zu deren

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Im Mittelteil der Peternpfadrampe

Aufgabengebiet die Ennstaler Alpen auserkoren wurden. Der fürderhin „Gesäusevater“ Benannte kannte Land und Leute bereits gut, auch den wegen seiner Kletterkunst ge­ rühmten Schichtmeister vom Holzplatz: „Bei diesem wacke­ ren Landessohn fand mein bergsteigerisches Sehnen vollstes Verständnis“, schrieb er in seiner Eigenschaft als Schriftlei­ ter der Alpenvereinsschriften. Schon Tage vor seiner An­ kunft telegrafierte er an den Innerberger’schen Forstmeister Josef Pachmayer, um eine gefällige Freistellung Rodlauers zu erwirken. Denn der hatte sich wenige Wochen zuvor als her­ vorragender Führer erwiesen, als es galt, auf nordseitigem Wege die Ebnesangeralm zu erreichen. Eine Schwachstelle sollte Rodlauer beim Gämsentreiben schon ausgemacht ha­ ben, im Bereich des Kummers, in der baum- und latschenbe­ standenen Wandzone nahe des imposanten Wasserfalles sei das Wild aufwärts geflüchtet. Seine prophezeiten „schiachn Örtl“ wurden anlässlich dieses Begehungsversuches eben­ so überwunden wie der orakelte „zwidere Riss“. Der erste Nordwand-Durchstieg ward geglückt, man labte sich am Butterbrünndl der Alm. Später sollte der Steig als Wasser­ fallweg zu den beliebtesten Hüttenanstiegen der Ostalpen gezählt werden. Gelegentlich dieser Tour ermutigte der Eingeborene seinen Gast in dessen Ansinnen, auch im zen­ tralen Teil der Riesenwand einen Aufstieg zu wagen, denn: „er wisse eine Möglichkeit, die Wand zwischen Planspitze Haindlkarhütte als Ausgangspunkt

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reportage

und Rosskuppe zu durchklettern, und zwar auf dem schon von Jägern, aber nur im Tone überzeugten Unglaubens erwähnten Petern­ pfad“. Die Umwidmung des Schichtmeisters zum Bergführer wurde bewilligt, tags zuvor traf auch Alfred Heinzel mit dem Abendzug in der felsreichen Provinz ein, um an denk­ würdigem Tage mit seiner Anwesenheit zu glänzen. Noch zu später Stunde wurde das Vorhaben in Rodlauers Keusche besprochen, umringt von einer Horde barfüßiger Kinder, bewirtet von Anderls kränklicher Frau, die in Bälde der Sensenmann holen wird.

Ein strahlender Morgen im Juni 1877 sah das Trio frohgemut auf spärlichen Jagd­ spuren in das sich weit öffnende Haindlkar aufsteigen. „Rodlauer kannte das Gelände vortrefflich und führte uns in flotter Gangart der kalkgrauen Felsbastion zu“, protokolliert Hess. Höher gekommen standen die alpinen Kundschafter erstmals Aug in Aug mit den völlig unverhüllten Riesenwänden, und der Wiener Industrielle empfand „seligkeits­ trunken die Größe dieser Stunde“. Ungemach bereitete jedoch die ausgedehnte Krumm­ holzstufe, nur mühsam kämpften sich die As­ piranten vorwärts und endlich am Wandfuß angekommen, musste Heinzel seinem kon­ ditionellen Unvermögen Tribut zollen. Der bevorstehenden Kletterpartie sah er sich nimmer gewachsen und musste von Rod­ lauer durchs Latschengewirr hinab begleitet werden. Bald aber stand man wieder vereint am Schluchtgrund vor sperriger Steinmau­ er, Aufbruch ins vermeintlich Unbekannte. Ohne Seil, denn „dem einfachen Mann war dieses bergsteigerische Hilfsmittel gänzlich unbekannt!“ Rasch wurde die linke Schrofen­ wand erklettert, woraufhin mit einem Male der Pfeiler zurücktrat und sich ein dachar­ tig abfallender Schutthang öffnete. Doch plötzlich wurde das Duo von hernieder pras­ selndem Steinschlag aufgeschreckt. Die ge­ fahrvollen Grüße sandten Gämsen, „die ver­ grämt seien, weil wir uns ihren Futtergärten näherten“ erläuterte Rodlauer weissagend. Den Geschossen vorsichtig ausweichend wurde an der folgenden Rampe hin und her traversiert, bis ganz hinaus an die Ab­ bruchkante, von dort über Stufen aufwärts zum entscheidenden Wandteil. Mit flotten Klimmzügen gewannen sie ein nach rechts leitendes schmales Band, wandten sich um einen Block herum, wobei Rodlauer meinte, „man könne hier das Gesäuse einmal zwi­ schen den Beinen durch anschauen“. Später sollte diese Passage als „Ennstalerschritt“, also als Schlüsselstelle des Peternpfades Ein­ gang in die lokale Alpinliteratur finden. Es folgten noch ein seichter, griffarmer Riss und Rasen durchzogene Felsen, und bald wurde auf bequemem Bande zur Peternscharte ge­ stürmt, wo man sich froh bewegt zur wohltu­ enden Rast niederließ. Der sagenumwobene Fluchtweg wurde – bar jedweder Probleme einer Erstbegehung – in knapp vier Stunden durchschritten. Rodlauer kaute an seinem

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Heinrich Hess

Andreas Rodlauer

Erlesenes Gesäuse. Ernst Kren, Adolf Mokrejs, Josef Hasitschka. Schall-Verlag. 39,80 Euro.

in der Rocktasche mitgeführten Mundvor­ rat, einer Handvoll Trockenfrüchte, während reine Freude die Hess’sche Brust schwellte. Dem weiteren Wunsche, nun noch die Bestei­ gung der nahen Kölblplanspitze anzuhängen, musste der Führer jedoch eine Absage er­ teilen; berufliches Pflichtgefühl zwang ihn, noch am selben Abend in Gstatterboden zu sein, um die Schicht für den kommenden Tag einzuteilen. Hess aber reiste bald wieder in sein geliebtes Gesäuse, wo er – diesmal mit Heinzel – erneut den Peternpfad meisterte, und bestieg hernach als erster Tourist zahl­ reiche weitere Routen und Gipfel in den Enns­ taler Alpen, darunter auch die wild umfehdete Zinne des Kleinen Buchsteines, geführt vom Anderl ...

Die alpinhistorischen Dokumentationen des Heinrich Hess werfen ein erhellendes Licht auf den aktenkundigen Fall des dortigen il­ legalen Waidwerks, eröffnen des Weiteren eine geschlossene Indizienkette und lassen eine durchaus nachvollziehbare Tatrekon­ struktion wie folgt zu: Ausgangspunkt war demnach die fremden Auges entzogene Schattseiten-Keusche, Aufstieg auf leisen Sohlen zur Ebnesangeralm über den Wasser­ fallweg. Tatort: Das überaus einsame Seekar: Pirsch – Bock – Schuss! Einfall des gamsbart­ tragenden Jagdrudels vom südlich gelegenen Ennsecksattel her und Verfolgung in die of­ fene Peternscharte. Flucht des Defraudanten über die mit Steilstufen durchzogene Rampe entlang der Rosskuppe. Uneinsehbare Heim­ kehr mit abendlichem Fleischgenuss. Die hernach entstandene Legende berichtet ab­ schließend von einer Beichte am Sterbebett; vor dem Antlitz des Herrn soll ein Geständ­ nis abgelegt worden sein, die priesterliche Schweigepflicht hält jedoch bis dato den Mythos des „unbekannten Täters“ aufrecht. Andreas Rodlauer hauchte im Jahre 1914 sein bescheidenes Leben aus. Ob sein letztes Mahl Wildbret war, ist nicht überliefert. Heinrich Hess indes stieg zum viel beachteten Gesäu­ se-Erschließer auf, publizierte den weltweit ersten Gebirgsführer, wirkte buchstäblich als Wegbereiter des touristischen Fortschrittes im Gesäuse und förderte damit maßgeblich die Entwicklung des Alpinismus in den Ostal­ pen. Seinem Freund gewordenen Führer hielt er stets ein würdiges Andenken, ehe er selbst im Jahre 1944 den Weg alles Irdischen ging. Bis dahin waren die Zeiten noch voller Not, weshalb einerseits weiterhin gewildert wer­ den musste, während sich andererseits die sommerfrischende Gesellschaft im mittler­ weile stattlich ausgebauten Hotel von den Unbilden des zweifachen Völkerringens erholte. Über die kriegsdienstleistenden Tagelöhner vom Holzplatz wölbte sich der­ weil ein Hügel aus fremder Erde ... Und der Peternpfad? Der avancierte vom Fluchtweg zum viel begangenen Alpinklassiker.


hüttenjubiläum

1924–2014 90 Jahre Hochmölbinghütte Die Hochmölbinghütte (1683 m) ist eine Schutzhütte der ÖTK-Sektion Graz, an den Ausläufern der Warscheneckgrup­ pe im Toten Gebirge. Sie ist in den Monaten Juni bis Septem­ ber durchgehend bewirtschaftet.

Die Hütte (Trempl) 1923

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9. 1. 1924 In der ÖTK-Hauptversammlung wurde über Antrag des Herrn Hofrat Dr. Kutschera-Aichbergen beschlossen, auf der Niederhüttenalm eine Sennhütte von der damals Körner’schen Forstverwaltung auf 50 Jahre zu pachten.

Ausbau der Sennhütte durch den Zimmermeister Sölkner aus Tauplitz unter der Aufsicht des damaligen Obmannes Max Blank. Sie war lange Zeit auch als Max-Blank- bzw. Grazerhütte bekannt.

8. 9. 1924 Feierliche Eröffnung der Hochmölbinghütte durch den Präsidenten F. E. Matras und Vorstand Max Blank. Erste Ausbaustufe 1932 Die Hochmölbinghütte wird nach den Plänen von Ing.

Muhri, ein im Schutzhüttenbau versierter Mann, durch einen Zubau erweitert.

1950

Wiederherstellung der reparaturbedürftigen Hoch­ mölbinghütte nach dem 2. Weltkrieg. Installation des elekt­ rischen Lichtes in der Hütte durch Vorstand Franz Messner. Ein 24-V-Aggregat war der Stromlieferant.

Zweite Ausbaustufe 1954 Erweiterung der Hütte durch einen östlichen Zubau,

Die adaptierte Hütte 1924

der mit einem freundlichen Gastzimmer für 30 Personen, dem Sektionszimmer und einem Pächterzimmer ausgestat­ tet wurde. Dem Bemühen des allseits beliebten Vorstandes Franz Messner und seinem Verhandlungsgeschick ist es zu danken, dass die Hütte nunmehr auf sektionseigenem Grund und Boden steht.

1961

1924 Hütteneröffnung

Ein Motorenhaus wurde erbaut und darin für die Stromerzeugung ein 6-PS-Dieselmotor auf wuchtigem Be­ tonfundament montiert. Durch die räumliche Trennung vom Schutzhaus war dort der Motor kaum hörbar. Und die Hoch­ mölbinghütte wurde dadurch feuersicherer.

1964 Einem alten Wunsch unseres Vorstandes Messner ent­ sprechend wurde ein Almkreuz auf einem Hügel am Ausgang des Brunngrabens errichtet.

1969 Errichtung eines Kreuzes am Hochmölbinggipfel. Dritte Ausbaustufe 1979 Zubau für die sanitären

1932 erste Ausbaustufe

Anlagen mit Waschräumen und WC-Anlagen. Bau einer mechanischen Kläranlage außerhalb des Hüttenareals.

1954 zweite Ausbaustufe

1984 Die gesamten Dachflächen wurden mit einem Alumi­ niumschindeldach gedeckt. Damit wurde ein dauerhafter Schutz für unsere Hütte erreicht. Ein gasbetriebenes 220-VNotstromaggregat wurde angeschafft und die bestehende 24-V-Elektroinstallation für den 220-V-Betrieb umgebaut.

1990 Brand im neuen Gastraum. Der Gastraum musste kom­ plett renoviert werden.

2001–2003 Renovierung des „Grazersteiges“ durch unse­ ren Hüttennachbarn Franz Burian mit Gattin Sibylle. 2007 Bau und Fertigstellung einer Kläranlage zur biologi­ schen Abwasserentsorgung.

1979 dritte Ausbaustufe

2008 Installation einer Solarstromanlage. 2009 Gemeinsam mit dem ÖAV Stainach wurde der „Karl-

Kronsteiner-Steig“ als Wanderweg vom „Gottseidankban­ kerl“ auf den Raidling angelegt.

2013 Fluchtweg aus dem Bettenlager im 2. OG eingebaut.

Gerhard Petritsch, Hüttenwart

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kinder•jugend

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Bundesjugendzeltlager 2014 in Oberdrauburg Bei der Eröffnung durch unseren Bundesjugendleiter Mar­ kus Artner durften wir die Vizebürgermeisterin Mag. Chris­ tine Ruggenthaler, den stellvertretenden Obmann Wilfried Manhart der Sektion Oberdrauburg, den 3. Präsidenten des ÖTK Gerald Kranawetter, den Jugendleiter der Sektion Oberdrauburg Günther Feil und die beiden Bundesjugend­ leiterstellvertreter Helmut Münzer und Barbara Fuchs auf das Herzlichste begrüßen. Insgesamt 8 Sektionen haben sich heuer für das Zeltlager angemeldet und wieder eine schöne Woche in der Natur, den Bergen und mit vielen Gemeinschaftserlebnissen verbracht.

Zeltlager 2014 in Oberdrauburg

Einige Impressionen vom Bundesjugendzeltlager:

Große Lagerwiese, Schwimmbad, Gemeinschaftswanderung, Lagerfeuer, Singen, Steckerlbrot, Großglockner mit Führung durch Nationalparkranger, Gipfelsiege, Klettersteige ... Es war wieder eine schöne Woche für die Kinder und Ju­ gendlichen. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr (Termin 1. bis 8. August 2015) Die Bundesjugendleitung

Unsere Holzwürmer, Jugendgruppe der Sektion D´Höllentaler Holzknecht, war heuer das 15. Mal wieder mit dabei. 21 Kin­ der, Jugendliche und Betreuungsteam hatten wieder sehr viel Spaß und freuen sich schon auf kommendes Jahr, in dem das Zeltlager von unserer Sektion ausgerichtet wird. Was es zu erleben, zu entdecken und zu erobern gab: • eine große Wiese zum Spielen und für das Lagerfeuer • ein Schwimmbad gleich neben dem Lagerplatz • die Gemeinschaftswanderung auf den Zwickenberg • Outdoorspiele am und um den Lagerplatz • eine kleine Wanderung von der Leppner Alm über Ochs­ nerhütte zu einem kleinen See • einen Gipfelsieg am Hochstadl • herrliche Lagerfeuer mit Steckerlbrot, Singen … • verschiedene Klettersteige – und alle, die wollten, haben es geschafft. Wir könnten hier noch so viel mehr aufzählen, was unsere Holzwürmer alles erlebt haben. Ein herzliches Danke an Bundesjugendleiter Markus Artner und an die Sektion Oberdrauburg, die dieses Lager organi­ siert und vorbereitet haben. Gerhard Fuchs und Babsi Fuchs

Einzigartiges Naturerlebnis im Nationalpark Hohe Tauern Haben Sie schon einmal einen Bartgeier im Flug gesehen? Eine Reise in die Arktis unternommen? Oder Spuren von Gämsen, Steinböcken oder Schneehasen richtig gedeutet? Der Nationalpark Hohe Tauern bietet Menschen, die eine faszinierende Hochgebirgslandschaft erleben wollen, eine ungeahnte Vielfalt an Möglichkeiten: Lehr- und Wanderwege, geführte halb- oder eintägige Touren mit Rangern, toll aufbereitete Ausstellungen und informative Besucherzentren. Es gibt 60 Lehrwege im Schutzgebiet, die eine Wanderung mit gut und interessant aufbereiteter Information über Flora, Fauna, Geologie oder Lebensräume verbinden. Die Vielfalt zeigen ein paar Beispiele: Gletscherweg Pasterze, Naturlehrweg

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Rauriser Urwald oder Blumenweg Sajatmähder. Informationsstellen und Besucherzentren an neuralgischen Punkten des Nationalparks sind Anlaufstellen für Menschen, die mehr über das Schutzgebiet wissen wollen. Das reicht von Einrichtungen entlang der Großglockner Hochalpenstraße über das Haus „Könige der Lüfte“ in Rauris bis zur WasserWunderWelt in Krimml. Bildungs- und Seminarangebote für naturinteressierte Besucher und unterschiedliche Zielgruppen bieten die Nationalpark-Akademie oder Bildungseinrichtungen des Schutzgebiets, wie das ScienceCenter, das BIOS Nationalparkzentrum Mallnitz oder das „Haus des Wassers“. www.nationalparkerlebnis.at


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Die Wanderwege im Gebiet der Sektion Eschenau – St. Pölten Alle Wege führen auf die Kaiserkogel-Hütte Im Zentrum der Vereinstätigkeit der Sektion Eschenau – St. Pölten stand und steht die Kaiserkogel-Hütte – und damit die Wege, die zur Hütte führen. Hüttenbau und Sektionsgrün­ dung fanden 1919 statt. 1935 vernichtete ein Brand die Hüt­ te, die kurz danach wieder aufgebaut wurde. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges stand der Kaiserkogel (Foto 1) einige Wochen in der Hauptkampflinie. Bis heute zeugen Granatsplitter von dieser schrecklichen Zeit. An ein anderes schmerzlichen Ereignis erinnert ein Wegkreuz, ca. 150 m westlich der Hütte: das „Sepp-Vogrin-Gedenkkreuz“: Es wurde von der Sektion im Gedenken an den 1986 tödlich verunglückten dritten Präsidenten des ÖTK und ÜbergangsObmann der Sektion, Sepp Vogrin, errichtet. Alljährlich wird am 1. Sonntag im September eine Messe beim Gedenkkreuz für ihn und den 3. Präsidenten Gernot Gapp (er starb bei einem Verkehrsunfall auf der Fahrt zu dieser Bergmesse im Jahre 2006) gelesen (Foto 2).

Foto 1–Blick von Eschenau zum Kaiserkogel.

Neben der Hütte (Foto 3) – sie liegt auf einer Höhe von 716 Metern – befindet sich ein Sendemast, der vom Österreichi­ schen Versuchssenderverband, Ortsstelle ADL304 – St. Pölten (http://adl304.oevsv.at/) betrieben wird und auf dem eine Wetterkamera montiert ist; diese ist nach St. Pölten gerichtet, zeigt die aktuellen Messwerte (Temperatur, Regenmenge, etc. an) und ist live auf der Homepage der Sektion (http://www. oetk-eschenau.at/) abzulesen. Zum Kaiserkogel, der auch „Hausberg von St. Pölten“ genannt wird, führen, ne­ ben den lokalen Wegen, u. a. die Weitwanderwege 04 und 06, der Pielachtaler Rundwanderweg 652, der Waldmarkweg 622 und der Niederösterreichische Mariazellerweg sowie eine Mountainbikestrecke.

Foto 2–Sepp-Vogrin-Gedenkreuz.

Die Kaiserkogel-Hütte – von hier und der nächsten Um­ gebung aus bietet sich ein herrlicher Rundblick zum

Foto 3–Kaiserkogel-Hütte.

Stift Melk, über die Kletterfelsen des Peilsteins bis hin zum Öt­ scher – ist ganzjährig bewirtschaftet, Ruhetage sind Montag und Dienstag. Für unsere Wandergäste stehen 3 Gästezimmer und ein Lager zu Verfügung. Details sind auf der Homepage der Sektion nachzulesen.

Die Gemeinde Eschenau, in welcher die Kaiserkogel-Hütte an der Nordwest-Grenze liegt, zählt ca. 1400 Einwohner und liegt in einem Seitental des Traisentales, ca. 20 km südlich der niederösterreichischen Landeshauptstadt St. Pölten. Die besiedelten Gebiete konzentrieren sich auf die Ortsteile Ro­ theau (Bundestraße 20), am Eingang des Tales gelegen, Steu­ bach, Eschenau und Wehrabach. Im Rahmen eines umfassenden Dorferneuerungsprojektes wurde Eschenau im Jahre 1988 von einer Expertenkommis­ sion zum ersten „Ökodorf“ Österreichs ernannt. Ziel dieses Projektes war und ist die Förderung ökologischer und ökono­ mischer Entwicklung der Gemeinde unter Nutzung der natür­ lichen Kreisläufe, die Wahrung des dörflichen Charakters und die Erhöhung der Wertschöpfung durch Produktveredelung in der Land- und Forstwirtschaft. Die so erzeugten Produkte können direkt auf den Bauernhöfen (Ab-Hof-Verkauf) erwor­ ben werden. Auch Lebensmittelgeschäfte und Gastronomie­ betriebe werden von den Landwirten beliefert. Das größte Kapital der Gemeinde ist die intakte Natur mit einem reich gegliederten Landschaftsbild. Über 30 km mar­ kierte Wanderwege bieten den Gästen Entspannung und Er­ holung. Eine Besonderheit des Wandergebietes ist die Bärntaler La­ cke, die sich im Südwesten des Kaiserkogels befindet (mehre­ re Wege führen daran vorbei, z. B. die Weitwanderwege und der lokale Weg Geiseben–Kaiserkogel). Dieses Naturdenkmal ist von mächtigen Linden umgeben, deren Alter auf 600 Jahre geschätzt wird. Heimatforscher vermuten dort eine alte, heid­ nische Kultstätte, wofür auch drei danebenstehende Eiben sprechen, die fast auf einer geraden Linie stehen. Ein Beweis für die Annahme hat sich noch nicht gefunden. Die Bärnta­

Foto 4–Bärntaler Lacke.

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ler Lacke (manchmal auch Bärnthal mit „h“ geschrieben) hat auch Niederschlag in der Literatur gefunden, wie etwa in der Sage „Die ewigen Tränen“ (Foto 4).

Diese Sage erzählt, die „Ewigen Tränen“ würden von der Trauer des Schöpfers über seine durch die Untaten der Men­ schen zerstörte Welt herrühren: Über die kleinen Lacken auf den Kammhöhen um Eschenau, die nie versiegen, auch wenn ringsum alles in Trockenheit schmachtet, erzählt die Sage: Der Geist der Schöpfung musste sehen, wie Hass, Raub und Mord den Frieden der Menschen und Tiere zerstörten, dass sogar die Erde vergletscherte und unter Eis erstarrte. Da überflog er noch einmal sein einstiges Reich, ein paar Tränen lösten sich aus seinen Augen und fielen auf die Erde. Wo diese den Boden trafen, bildeten sich kleine Weiher – die „ewigen Tränen“. Kein Zu- und Abfluss ist zu finden, nur der Wind und unruhiges Wassergetier lässt leichte Wellen über die Oberflä­ che laufen. Neben der Bärntaler Lacke sind u. a. auch die Karllacke am Aigelsreit zwischen Geiseben und der Moribachhöhe, die Wasserlacke am westlichen Ende des Ehrenecker Kogels (der Eschenauer Rundwanderweg führt daran vorbei), die Mauer­ hoflacke am Windbichl sowie eine kleine Lacke am Sommer­ kogel bekannt.

schätze unter unseren füßen Die lokalen Wanderwege Die Erreichbarkeit der Kaiserkogel-Hütte zusammengefasst: • vom nächsten Parkplatz (Hof Hagelbauer) 20 Minuten • von der Meiselhöhe 3/4 Stunde • von Geiseben 1 3/4 Stunden • von Eschenau 1 Stunde • von Rotheau 2 1/4 Stunden • von Hofstetten oder Rabenstein 2 1/2 Stunden • von Wilhelmsburg 2 1/2 Stunden. Die Wanderwege sind öffentlich erreichbar, Bus- und Bahnhaltestellen gibt es in Rotheau. Parkplätze • in Eschenau von Rotheau kommend, ca. 500 m nach der Ortstafel Eschenau, auf der linken Seite oder bei der Gemeinde • in Rotheau: gegenüber Gasthof Wochner/Lindenhof • beim Hof Hagelbauer: Zufahrt von Eschenau, auf der Landesstraße L 107 ist die Abzweigung nach ca. 200 m vom Ortsanfang Eschenau, von Rotheau kommend). • auf der Meiselhöhe: neben der Straße • auf der Geiseben: neben der Straße Wegbeschaffenheit

Eschenau auf den Kaiserkogel über den Sonnleitgraben und Kaiserberg

Wenn nicht anders angegeben (Asphaltstraßen, Güterwege), dann handelt es sich um Wald- und Wiesenwege. Die Höhendifferenz der Wege auf den Kaiserkogel beträgt rd. 300 Meter (Eschenau liegt auf 406 m, der Kaiserkogel, so wie die Kaiserkogel-Hütte, auf 716 m); diese sind auch für Kinder leicht zu bewältigen, allerdings sind feste Wanderschuhe (vor allem nach einer Regenperiode) empfehlenswert. Mit einem Kinderwagen kommt man auf den Kaiserkogel allerdings eher nur vom Parkplatz Hagelbauer: es handelt sich hier um einen Güterweg. Die Wege sind auch bei großer Hitze angenehm zu begehen, weil immer wieder Bäume und Sträucher Schatten spenden.

Ausgangspunkt: Eschenau, Gemeinde

Wegweiser

Wegmarkierung: weiß-rot-weiß und weiß-grün-weiß

Nicht alle Wegweiser sind mit einem ÖTK-Logo versehen, denn aufgrund der guten Zusammenarbeit mit der Gemeinde und dem Dorferneuerungsverein wurden der Sektion auch Wegweiser zur Verfügung gestellt.

Das Markierungsgebiet umfasst die Gemeinde Eschenau, in welcher der Kaiserkogel liegt, sowie eine Wegroute in das Pielachtal, in das Traisental und nach Wilhelmsburg. Beschauliche Herbstwanderungen wünscht Ihnen vom Kaiserkogel, der über den Dächern der Landeshauptstadt St. Pölten liegt, die Sektion Eschenau – St. Pölten.

Gehzeit: 2 Stunden Wegbeschreibung: Gemeinde auf der Straße ca. 100 m Richtung Westen, dann rechts über den Erlenwiesenweg (Wegweiser Kaiserkogel); nach ca. 300 m steht auf einer Asphaltstraße ein Wegweiser (Kaiserkogel über Sonnleitgraben, Markierung weiß-grün-weiß). Der Weg führt ca. 20 Minuten über eine Asphaltstraße, dann geht es bei einer Brücke und Kapelle rechts in Richtung Nordwesten über einen teilweisen steileren Weg zum Kaiserberg. Dort führt der Weg nach rechts zum Kaiserkogel, Markierung weiß-rot-weiß. (Nach links geht es zur Geiseben, ebenfalls rote Markierung.) Nach ein paar hundert Metern führt der Weg nach rechts zum Kaiserkogel, nach links geht es ins Pielachtal.

Plan der lokalen Wege Unter diesem Link ist ein Übersichtsplan der Eschenauer Wege zu finden: www.eschenau.at/eschenau/fileadmin/ user_upload/pdf-dateien/Ortsplan-Wanderkarte.pdf

Eschenau auf den Kaiserkogel über die Sonnleiten Ausgangspunkt: Eschenau, Gemeinde Wegmarkierung: weiß-rot-weiß Gehzeit: 1 Stunde Wegbeschreibung:

Rotheau auf den Kaiserkogel über die Meiselhöhe Ausgangspunkt: Rotheau, Gasthaus Wochner/Lindenhof Wegmarkierung: weiß-rot-weiß Gehzeit: 2 1/4 Stunden Wegbeschreibung: Rotheau über die „Huber-Wiese“ (neue Siedlung) zur Meiselhöhe, vorbei an der Kapelle beim Ehrenecker Kogel, weiter zum Hof Hagelbauer (dort ist der Parkplatz wie rechts beschrieben) und dann zum Kaiserkogel.

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Gemeinde auf der Straße ca. 100 m Richtung Westen, dann rechts über den Erlenwiesenweg (Wegweiser Kaiserkogel); nach ca. 300 m steht auf einer Asphaltstraße ein Wegweiser (Kaiserkogel über Sonnleiten). Das erste Wegstück verläuft über einen Güterweg, dann über Wiesen- und Waldwege, bis abermals ein Güterweg erreicht wird: das ist die Zufahrt auf die Kaiserkogel-Hütte, welche nur für Hüttenpächter und Lieferanten befahrbar ist. Geradeaus geht es weiter zu Hütte (ca. 20 Minuten). Geht man nach rechts, kommt man zum Parkplatz beim Hof Hagelbauer.


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Steubach auf den Kaiserkogel über Hof Kopetzöd

Traisen über Eschenau auf den Kaiserkogel

Ausgangspunkt: Steubach, bei der Vitus-Kapelle

Ausgangspunkt: Traisen

Wegmarkierung: weiß-rot-weiß

Wegmarkierung: lokale Markierung der Naturfreunde, ab Tarschberg weiß-rot-weiß

Gehzeit: 1 1/2 Stunden Wegbeschreibung: Steubach bis zum Hof Kopetzöd (Blick ins Eschenauer Tal), von dort über eine Asphaltstraße (ca. 10 Minuten) weiter zum Hof Hagelbauer (dort ist der Parkplatz wie vorher beschrieben) und dann zur Kaiserkogelhütte.

Gehzeit: 3 1/2 oder 4 1/2 Stunden (2 1/2 Stunden nach Eschenau) Wegbeschreibung: Von Traisen über den Taurer Sattel und den Tarschberg (818 m) weiter nach Eschenau über die Inzenreithstraße (ca. 10 Minuten Asphaltstraße); in Eschenau auf den Kaiserkogel über die Sonnleiten oder durch den Sonnleitgraben (s. o.).

Geiseben auf den Kaiserkogel über den Kaiserberg Ausgangspunkt: Geiseben, L 107 (Verbindungsstraße Traisental mit Pielachtal und Bezirksgrenze Lilienfeld/ St. Pölten-Land)

Ausgangspunkt: Rotheau, Gasthaus Pils

Wegmarkierung: weiß-rot-weiß

Wegmarkierung: weiß-grün-weiß

Gehzeit: 1 1/2 Stunden

Gehzeit: 8 Stunden bzw. 4 Stunden

Wegbeschreibung:

Streckenlänge: 24 km bzw. 10 km

Geiseben in Richtung Norden, vorbei an einen Steinbruch (linker Hand – Panoramablick ins Pielachtal und auf die umliegenden Berge) bis zum Naturdenkmal Bärntaler Lacke (ca. 40 Minuten, 683 m). Nach weiteren 30 Minuten erreicht man den Kaiserberg (Abzweigung nach rechts nach Eschenau durch den Sonnleitgraben), nach einigen Minuten Gehzeit zweigt der Weg nach rechts ab (nach links kommt man über den Deutschbach nach Rabenstein) zum Kaiserkogel, wo sich ein herrlicher Ausblick auf das Alpenvorland bietet, ein Bankerl lädt zum Verweilen ein. Vorbei am Sepp-Vogrin-Gedenkkreuz erreicht man die Kaiserkogel-Hütte.

Wegbeschreibung:

Hofstetten über Plambach und Meiselhöhe auf den Kaiserkogel

Most-Obst-Wanderweg Eschenau

Ausgangspunkt: Hofstetten, Bahnhof Wegmarkierung: weiß-rot-weiß

Eschenauer Rundwanderweg

Route – längere Strecke: Sportliche, anstrengende Tour mit sehr schönen Landschaftseindrücken rund um das Eschenauer Tal. Rotheau – Buchberg – Inzenreith – Lorenzipechkogel (883 m) – Gruberstiegel – Pechberg – Morigrabensattel – Gaiseben – Bärntaler Lacke – Kaiserkogel-Hütte – Meiselhöhe – Ehrenecker Kogel – Rotheau. Route – kürzere Strecke: Rotheau – Buchberg – Inzenreith – Eschenau – Sonnleiten – Kaiserkogel-Hütte – Meiselhöhe – Rotheau.

Ausgangspunkt: Eschenau, Gemeinde Es stehen drei Routen zu Auswahl:

Gehzeit: 2 1/2 Stunden

Route Rot: gesamter Verlauf des Most-Obst-Wanderweges; Gehzeit ca. 3 3/4 Stunden

Wegbeschreibung:

Route Gelb: Gehzeit ca. 3 1/4 Stunden

Hofstetten (nach der Brücke über die Pielach) führt der Weg nach Plambach und weiter zur Meiselhöhe (ca. 45 Minuten auf einer Asphaltstraße). Hier gibt es eine Parkmöglichkeit; dann vorbei beim Hof Hagelbauer zur Kaiserkogel-Hütte.

Route Grün: Gehzeit ca. 2 1/2 Stunden

Schrambach/Lilienfeld über Eschenau auf den Kaiserkogel Ausgangspunkt: Schrambach oder Lilienfeld Wegmarkierung: weiß-rot-weiß Gehzeit: 4 oder 5 Stunden (3 Stunden nach Eschenau) Wegbeschreibung: Von Schrambach oder Lilienfeld auf den Lorenzipechkogel (883 m), vorbei an der Schneerosenwarte, weiter nach Eschenau durch den Prinzbach (ca. 1 km Asphaltstraße, 2 km Güterweg), in Eschenau auf der L 107 geht es nach der Brücke über den Steubach nach rechts; nach ca. 200 m nach links über den Erlenwiesenweg weiter auf den Kaiserkogel über die Sonnleiten oder durch den Sonnleitgraben (s. o.).

Der Wanderweg führt bei nur mäßiger Steigung in die landschaftlich reizvolle Umgebung von Eschenau. Der höchste Punkt wird mit dem Kaiserkogel (716 m) erreicht. Auf dem Weg sind verschiedene Aspekte des in diesem Gebiet traditionell betriebenen Obstbaues beschrieben, wie Most- und Schnapserzeugung, Baumpflege, Obstgarten und Ökologie der Obstgärten. Lokale Spezialitäten an Obst- und Obstproduktion werden ebenso vorgestellt wie die reichhaltige Vogelwelt dieses Lebensraumes. Ein Stück des Weges ist dem heimischen Beerenobst gewidmet. Zahlreiche Sortentafeln und 14 Schaukästen informieren den Wanderer über die Bedeutung der Obstbäume für Mensch und Umwelt. Im Frühjahr, am letzten Sonntag im April, gibt es eine geführte Wanderung zur Zeit der Mostobst-Blüte.

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Hi, liebe Kids!

Heute findet ihr wieder etwas zum Basteln, Spielen und Denken für drinnen und draußen: Wenn euch unsere Seiten gefallen und ihr auch gute Ideen habt – schreibt mir ein Mail an: redaktion@oetk.at. Vielleicht ist dann das nächste Mal etwas von euch in der Zeitung! Selbstverständlich mit eurem Namen! Melden werde ich mich auf jeden Fall bei euch. Ich freue mich schon, wenn ich etwas von euch höre! Eure Babsi

Outdoorspiele!

Auf dem ÖTK-Bundesjugendzeltlager haben Julia, Christiane und Konstantin ein paar Spiele vorbereitet. Eines möchte ich euch hier erklären.

Der Golem Man braucht dafür eine gerade Anzahl an Mitspielern!

Folgende Dinge musst du zuvor herrichten:

• Augenbinden (für je 2 Spieler eine) • Schätze (pro 2 Spieler 14 Steine, Bockerl oder Ähnliches) • Ein Absperrband, um das Spielfeld zu markieren

Spielanleitung:

1. Zuerst bildet ihr Paare und bestimmt ein Paar als Golem und seinen Führer. 2. Dann solltet ihr das Spielfeld markieren (das Absperrband hilft dabei). 3. Jedes Schatzsucherpaar bekommt 14 Schätze; die vom Golem sind als Reserve, falls ihr welche verliert. 4. Nun stellen sich die Paare am Rand des Spielfeldes im Kreis auf und legen die Schätze vor sich auf den Boden. Der Golem und sein Führer stehen in der Mitte. 5. Der Golem, der von seinem Führer mit den Händen auf den Schultern gelenkt wird, hat nun die Aufgabe, die anderen Schätzesuchenden abzufangen und ihnen die Schätze abzunehmen. 6. Die Paare haben den Auftrag, so viele Schätze wie möglich zu ihrem Platz zu bringen und zu sammeln. ➜ Der Schatzsucher mit den verbundenen Augen wird von seinem Partner, dem Schatzwächter, nur durch Zurufen zu den anderen Schatzwächtern hingelotst, um Schätze vom Boden zu holen. Der Schatzwächter muss auch vor dem Golem warnen und versuchen, seinen Partner zu retten und sicher „nach Hause“ zu lotsen, außerdem verwahrt er die eroberten Schätze für sein Team. 7. Wenn der Golem einen Schatzsucher gefangen hat, muss dieser seinen Schatz dem Golem geben und sich einen neuen holen, um ihn heimzubringen. 8. Gewonnen hat das Spielerpaar, das am Schluss, wenn es keine Schätze am Boden mehr gibt, die meisten gesammelt hat!

Auflösung Silbenrätsel:

1) Leseratte

2) Fledermaus

3) Bodensee

4) Marmelade

5) Pisa

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kinder•jugend

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Stifte-Box für den Schulanfang Damit du dir deinen Schreibtisch für den Schulanfang gut herrichten kannst!

Das brauchst du dazu: • • • • • •

Schere Klebstoff Schuhkarton Klorollen buntes Einpackpapier Bastelunterlage

So einfach geht es:

1. Wenn du dich für einen Schuhkarton entschieden hast, suchst du dir ein passendes Einpackpapier aus. Du kannst auch jede Seite in einer anderen Farbe bekleben. 2. Wenn du deinen Schuhkarton fertig hast, brauchst du nur mehr innen die Klorollen festkleben und deine Stifte einräumen.

Urlaubssteine–eine nette Erinnerung! Das brauchst du dazu:

• Viele verschiedene Steine in verschiedenen Größen • Malfarbe, Ölkreide oder Filzstifte

So einfach geht es:

1. Zuerst musst du die Steine gut waschen. 2. Jetzt solltest du dir überlegen, was für ein Motiv du gestalten möchtest. 3. Wenn du die passenden Steine gefunden hast, kannst du loslegen. Viel Spaß dabei!

Silbenrätsel

für kluge Köpfe!

Wüste. körner durch die Laufen zwei Sand rn ins de an m de rt das eine Auf einmal flüste aber ich zt bitte nicht um, Ohr: „Dreh dich jet verfolgt!!!“ glaube, wir werden

1. Ein Nagetier mit Interesse an Büchern: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2. Ein fliegendes Säugetier: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3. Dieser See liegt in drei Ländern: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

4. Süßer Brotaufstrich:

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

5. Hier kannst du den schiefen Turm besuchen: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bilde aus den Silben die passenden Wörter. Die Auflösung findest du auf der vorigen Seite! BO DE DEN DER FLE LA LE MAR MAUS ME PI RAT SA SE SEE TE

Fragt der Deutschlehr er sei­ ne Schüler: „Wer kan n mir sagen, ob es der Mo nitor oder das Monitor heißt? “ Antwortet Fritzchen: „W enn Moni ein Tor schießt, dann heißt es DAS Monitor.“ du eigentlich, „Mutti, wo warst rde?“ als ich geboren wu s.“ au nh ke „Im Kran „Und Papi?“ Arbeit!“ „Der war auf der ­ Da war also über ll! to ja „Na das ist !“ m ka an ich haupt keiner da, als

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test

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Hüfttaschen – aus dem ÖTK Alpinshop Accessoires für draußen

Von Martin Grabner

Bei den diversen Outdoor-Aktivitäten braucht es manchmal den schnellen Griff in die Tasche. Zusätzlich sollen die Beutel die Wertsachen vor Langfingern schützen. Wir haben ein paar Hüfttaschen testweise umgeschnallt. Worauf es ankommt: Die Hüfttaschen sollen als nützlicher Stauraum für Wertsachen, Handy oder andere Dinge dienen, die man schnell einmal griffbereit braucht. Praktisch verwend­ bar sind sie beim Wandern zusätzlich zum Rucksack oder als kleine Packtasche beim Joggen, Nordic Walking oder Spazieren. Je nach Größe legt sich dabei mehr oder weniger Gewicht um die Hüften, und das sollte auch an­ genehm zu tragen sein.

Die Kriterien: 1. Der Stauraum: Er muss gut unterteilt sein und am besten über mehrere Fächer verfügen. Immer verschließbar mit Zippver­ schluss. Ein Klettverschluss ist der reinste Unfug und lässt sich auch von Dieben leicht öffnen. Sehr gut sind dafür auch die geschützten Wertsachenfächer an der Rückseite und extra Schlüsselhalterungen. 2. Der Tragekomfort: Der Beutel muss gut an den Hüften liegen, darf nicht drücken oder scheuern. Polsterungen oder eine Be­ lüftung machen da den besonderen Komfort aus. Das Material spielt dabei auch eine Rolle. Neopren trägt sich zum Beispiel besonders angenehm am Körper. 3. Der Preis, das Material und zusätzliche Funktionen, wie Trinkflaschenhalterungen oder ein drahtkabelverstärkter Bauchgurt oder Schlösser gegen Diebstahl sind weitere wichtige Kriterien.

Mammut Classic Bumbag

Lowe alpine Mesa

Die Hüfttasche von Mammut ist ein einfacher, klassischer Beutel. 2 Liter beträgt ihr Fassungsvermögen, aufgeteilt auf ein großes Hauptfach und drei weitere kleinere Fächer. Zwei an der Frontseite und ein körperseitig geschütztes Wertsachenfach für Geld, Reisepass etc. auf der Rückseite. Alles ist mit dem Zipp verschließbar. Die Tasche trägt sich sehr angenehm und passt sich durch den leicht verstellbaren Gurt gut an den Körper an. Besondere Funktionen gibt es keine, aber insgesamt ein solides Produkt.

Die Hüfttasche von Lowe Alpine ist ein echtes Raumwunder. 6 Liter Fassungsvermögen können schon fast den Rucksack bei kleinen Touren ersetzen. Das große Hauptfach verfügt über eine eigene kleine, mit Zipp verschließbare Innentasche für Wertgegenstände und über eine Schlüsselhalterung. Zusätzlich gibt es ein kleines Vorderfach und Kompressionsriemen zur Stabilisierung des Inhalts. Der Tragekomfort ist wegen des gepolsterten Rückens trotz der Größe auch bei mehr Gewicht großartig. Stauraum: gigantisch

Stauraum: ordentlich

Tragekomfort: sehr gut

Tragekomfort: gut

Deuter Neo Belt

Pacsafe Stashsafe 100

Ein sehr kleines, aber extrem feines Beutelchen ist der Neo Belt von Deuter. Nur 90 Gramm schwer, hat er natürlich nicht allzu viel Fassungsvermögen. Aber das weiche Neopren-Material schmiegt sich so richtig um die Taille und sorgt für tollen Tragekomfort. Es gibt ein Haupt- und ein kleines Vorderfach und jede Menge tolle Zusatz­ funktionen. Das Hauptfach hat zwei Netzinnenfächer und eine Schlüsselhalterung. Sehr praktisch sind außerdem der Kabelausgang für Kopfhörer und der reflektierende Aufdruck.

Eine echte Antidiebstahl-Hüfttasche ist der Beutel von Pacsafe. Hier hat man Fort Knox um die Hüften mit einem Volumen von 2,2 Litern. Ein eingearbeitetes Drahtnetz verhindert das Aufschlitzen der Tasche, zusätzlich zur Schlüsselhalterung gibt es ein Vorhängeschloss. Weitere Fächer für die Wertsachen sind im Haupt- und Vorderfach und auf der Rückseite. Der Beutel trägt sich wegen der Polsterung sehr gut, der Gurt ist mit einem Edelstahlkabel verstärkt, und das Material schützt vor dem Auslesen der Kreditkartendaten.

Stauraum: klein, aber fein

Stauraum: übersichtlich

Tragekomfort: super

Tragekomfort: sehr gut

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Tatonka Funny Bag

Osprey Talon 4

Der Beutel von Tatonka verfügt über ein großes Hauptfach, ein mit Klettverschluss verschließbares unpraktisches Vorderfach und zwei Mini-Seitenfächer mit Zipp. Wofür? Zwei Liter beträgt das Fassungsvermögen, leider nicht allzu praktisch strukturiert. Ein zusätzliches Fach an der Körperseite gibt es auch nicht, und so erweist sich die Hüfttasche gegenüber den anderen Produkten deutlich im Nachteil. Sie trägt sich aber mit dem verstellbaren Hüftgurt sehr angenehm und ist mit 150 Gramm auch nicht allzu schwer.

Ideal fürs Nordic Walking oder zum Trail Running ist der mächtige Beutel von Osprey mit 4 Liter Volumen. Die Tasche verfügt über ein recht großes Haupt- und Vorderfach mit Zipp plus eine praktische Schlüsselhalterung und über zwei zusätzliche Fächer am gepolsterten und belüfteten Hüftgurt. Besonderes Highlight sind aber die beiden Trinkflaschen-Halterungen. Die Hüfttasche bietet super Bewegungsfreiheit, lässt sich gut verstellen und trägt sich trotz ihrer Größe auch wegen der Lüftungsfunktion sehr angenehm.

Stauraum: geht so

Stauraum: aufgeräumt

Tragekomfort: gut

Tragekomfort: super

Ortlieb Wertsachengürtel Der Hüftgürtel von Ortlieb verfügt gerade einmal über die notwendigsten Eigenschaften wie ein großes, mit Klettverschluss versehenes Staufach. Da passt relativ viel hinein, nur leider kugelt der Inhalt in Ermangelung kleinerer Abteilungen oder Fächer im Beutel herum. Es gibt aber auch Positives. Der Beutel ist absolut wasserfest, schützt vor Staub und Schmutz und legt sich, mit dem Gurt fest verzurrt, gut und vor allem unauffällig um die Taille. Solange man halt nicht zu viel hineinpackt. Ein Produkt für Puristen. Stauraum: puristisch Tragekomfort: gut

ÖTK-Shop Der „Neo Belt“ ist auch direkt im ÖTK-Shop erhältlich. Darüber hinaus findet man im ÖTK-Shop noch viele andere praktische körpernah zu tragende Täschchen (mit und ohne Trinkfläschchen) und Wertsachengürtel aller Größen zu äußerst günstigen Preisen.

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sektionen•berichte

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sektion baden

... und extrem steil.

Klafferkessel Mitte Juli schnallten 2 ältere, nein alte Bergsteiger – 78, 73, beide Diplomkaufleute – ihre Hochgebirgsschuhe an. Der Jüngere wollte die Klafferkessel in den Schladminger Tauern sehen, die der Schreiber dieser Zeilen schon kannte. Damit’s lustiger wird, machten sie die Riesen-Tour in einem Tag: Untertal-Parkplatz (1079) – Gollinghütte, Frühstück – Greifenberg (2618) – Preintalerhütte – Untertal. Dazu brauchten die beiden netto 11 h, rund 1650 Hm (mit Gegensteigungen). Prokopp will sich wegen der jetzt deut­ lich längeren und steileren Wege beschweren, weiß aber nicht wo. Das Wetter war günstig, im Anstieg nicht viel Son­ ne, wenig Regen. Großer langer Durst. Einige Seen noch mit Schnee und Eis. Was für eine großarti­ ge Landschaft! Große Glücksgefühle, trotz etwas Schmerzen. Peter Prokopp

sektion dölsach Extrem gemütlich ... Kultur und Natur, das sieht der traditionelle Kulturausflug der Sektion Dölsach vor – und führte heuer auf die SilvrettaHochalpenstraße. 26 Mitglieder reisten am 20. Juni mit dem Reisebüro Alpenland über den Felbertauern. Den ersten „Boxenstopp“ gab es bei einem hervorragenden Frühstück im Hotel Plattlhof in Going am Wilden Kaiser, dann ging es weiter über die Silvretta-Hochalpenstraße.

Sportklettern am ÖTK-Felsen

Alte Tradition für die ganz Jungen beim ÖTK Dölsach ist es, die dritte Ferienwoche auf der Karlsbader Hütte in den Li­ enzer Dolomiten zu verbringen. Trotz der schlechten Wet­ terprognose fanden sich heuer besonders viele berg- und kletterbegeisterte Kinder und Jugendliche (insgesamt 15 plus fünf Betreuer und Bergführer) im Laserz ein. Den ers­ ten, komplett verregneten Tag verbrachten wir gemeinsam am Seeklettersteig und anschließend rund um die Blöcke des Karlsbader Sees. Die nächsten Tage taten sich vormit­ tags meist Wetterfenster auf und wir konnten diese für di­ verse Alpintouren nutzen. Die Klassiker wie Bügeleisenkan­ te, Egerländerkante, Törlspitz-W-Grat, diverse Anstiege auf den Roten Turm sowie eine Wiederholung der „Jahrtag“ am Ellerturm wurden erklettert. Einen Tag verbrachten wir alle gemeinsam am ÖTK-Felsen im Mohammedaner-Kar. Hier stand Sportklettern und Seil­ technik am Programm. Als besonderes Highlight der Woche entpuppte sich ein abendliches Tischbouldern, das binnen kürzester Zeit zu einem nahezu alle Hüttengäste einbezie­ hendem Wettbewerb wurde. Um den Tag trotz des schlech­ ten Wetters nachmittags noch bestmöglich zu nutzen, bau­ ten wir gemeinsam mit Bergführer Hannes Wallensteiner einen Flying Fox über den See, mit dem nicht nur unsere Kin­ der Spaß hatten. Insgesamt war’s trotz des mäßigen Wetters eine echt lässige Woche. Jakob Troger

Während des Kulturausflugs vor dem Hotel Post in Lech

In Blons im Großen Walsertal wurde dann das Lawinen­ dokumentationszentrum besichtigt, und nach zweimali­ ger Übernachtung im Klostertalerhof in Klösterle ging es nach Faschina, wo eine geführte Alpenblumen-Wanderung wartete. Nächster Halt war das Hotel Post in Lech, wo die Dölsacher einen formidablen Tafelspitz verzehrten, in dem Bewusstsein, dass sich in dem Haus im Winter auch gern die europäischen Königsfamilien einfinden, etwa die hol­ ländische. Nach der Besichtigung des Walsermuseums und des alten „Huber-Hus“, ging es am Sonntag, den 22. Juni, mit einem Halt in der Innsbrucker Altstadt weiter nach Brixen und dann wieder nach Hause. Dank an Obmann Peter Wein­ garten und vor allem an Organisator Peter Mair für diese ge­ lungene Kulturrreise. Hanni Oehy

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Tischboulderwettbewerb


sektionen•berichte

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sektion dresden

sektion graz

Eisenbahnlückenschluss zwischen Böhmen und Sachsen im Schluckenauer Zipfel am 5. Juli 2014

Sektionsausflug 2014 der Sektion Graz Heuer führte unser Sektionsausflug in die Tier- und Abenteu­ erwelt bei Mautern im Liesingtal. Der Bus war mit 52 Personen (Kinder, Jugend und Erwachse­ ne, bunt gemischt) voll besetzt. Bei der bequemen Bergfahrt mit dem Doppelsessellift konnten wir bereits, darüber schwe­ bend, majestätische Hirsche beobachten, aber auch das herr­ liche Panorama ringsum genießen. Nach Erreichen der Bergstation wanderten wir bergab, vorbei an Wildtieren. Bei dem elektrisch gesicherten Bärengehege konnten wir fast hautnah die Bären beobachten. Besonders die Kinder erfreuten sich daran, wo doch so manches Kind daheim noch das Bett mit einem Teddybären teilt. Ganz nahe vorbei an Steinböcken und Bären ging es dann zu den Greif­ vögeln. Viel Applaus gab es bei der anschließenden Greifvogelschau für die spannende Vorführung in der Arena, wobei mehrere Adler, wenn auch nur für kurze Zeit, sich ein wenig Flugfrei­ heit herausnahmen, verspätet dann jedoch wieder in ihre Kä­ fige zurückkehrten.

1899 wurde per Staatsvertrag zwischen Österreich-Ungarn und Sachsen die Bahnstrecke von Dolni Poustova (Böhmen) nach Sebnitz (Sachsen) vorgesehen. 1905 fuhren erstmals Züge über die Grenze. Am 8. Mai 1945 verließ der letzte Zug auf dieser Strecke den Bahnhof Rumburg in Richtung Seb­ nitz. Dann wurde die Strecke durch eine Gleislücke unter­ brochen. Nach vielen Jahren, mit finanzieller Unterstützung der EU und vieler privater Eisenbahnfreunde, gibt es diese grenz­ überschreitende Linie wieder. Die Strecke von Bad Schandau nach Sebnitz wird auch als „Sächsische Semmeringbahn“ bezeichnet, mit der Brücke über die Elbe, 7 Tunneln, 2 Viadukten und 32 weiteren Brü­ cken, Durchlässen, Dämmen und Einschnitten. Wir sind mitgefahren, am Samstag, dem 12. Juli 2014, mit der neuen Linie U28 von Decin (Böhmen), Bad Schandau (Sachsen) über Sebnitz (Sachsen) in den Schluckenauer Zip­ fel (Böhmisches Niederland) bis Rumburk (Böhmen).

Wir waren also in Rumburk, haben uns die 1690 errichtete Loretokapelle angeschaut und waren Knödelessen. Der Ju­ litag fing, wie auf dem Bild zu erkennen, etwas grau an. Es zeigt uns an der Barockkapelle des hl. Johannes des Täufers auf dem Hutberg. Unsere Wanderfreundin Gudrun hat uns umfangreich über die Sehenswürdigkeiten der Stadt infor­ miert. Sowohl Tschechen als auch Deutsche werden die Linie gern einerseits für Ausflüge in die Natur und zur Besichtigung von kulturellen Besonderheiten, andererseits auch für den Berufsverkehr nutzen. Übrigens, im böhmischen Niederland ist die Nordsee-Ost­ see-Wasserscheide, die Mandau fließt über die Neiße in die Ostsee und die Sebnitz über die Elbe in die Nordsee. Böhmen ist immer eine Reise wert, auch wegen Sophie von Chotek, der Ehefrau des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand. Gabriele Schippers

Nach dem Mittagessen nutzte die Jugend mit den Jugendführern das reiche Angebot des Erlebnis­ parks. Die Erwachsenen und später auch die Ju­ gend besichtigten den integrierten Kinderbau­ ernhof mit vielen Haus­ tieren zum Kuscheln und wanderten dann vorbei an Wildtiergehegen berg­ abwärts bis zur Mittelsta­ tion. Dort hatte man die Auswahl, mit dem Sessel­ lift, mit der Sommerrodel­ bahn, oder zu Fuß das Tal zu erreichen.

Nachdem alle Mitglieder gesund beim Bus angekommen wa­ ren, fuhren wir über Leoben, wo wir uns noch ein wenig stärk­ ten, nach einem erlebnisreichen Tag wieder nach Hause. Gerd Sitzenfrey

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sektion graz Ausflug der Sektion Graz nach Mautern Hallo, wir sind Florian und Jakob von der ÖTKSektion Graz und wollen euch heute von unserem Ausflug nach Mautern erzählen. Am 15. Juni um 8 Uhr ging es in Graz mit einem Reisebus nach Mautern los. Um 10 Uhr fuhren wir mit dem Sessellift auf den Berg. Als wir oben angekommen waren, gingen wir an Bären, Steinböcken usw. vorbei und schauten uns die spannende Greifvogelschau an. Mittags waren wir in einem Gasthaus, danach spazierten wir zum Vergnügungspark. Dort gibt es ganz coole Geräte, mit denen wir viel Spaß hatten. Kurz darauf machten wir einen Abstecher zum Streichelzoo, dort sind ganz süße Tiere, wie zum Beispiel Hasen, Ziegen und Schweine. Voller Freude liefen wir dann zur Mittelstation des Sesselliftes, dort gab es Roller und eine Sommerrodelbahn zur Auswahl. Nachdem wir im Tal angekommen waren, fuhren wir mit dem Bus nach Leoben und genossen noch ein leckeres Eis. Und das alles machte uns sehr viel Spaß. Euer Florian und Jakob

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sektion kienthaler

Göller

Kienthaler Radwochenende

Unsere zweite Sektionswanderung fand am 22. Juni statt. Ziel war diesmal der Göller. Wir freuen uns, dass bereits über 20 begeisterte Wanderer der Einladung unserer Sek­ tion gefolgt sind. Elisabeth Marhold-Wallner hatte diesmal eine fordernde Route über den Göller vorbereitet, die von Gscheid bei der Kapelle bis zum Gsenger und durch den Lat­ schenbestand zum Gipfel des Göllers führte. Für die rund 800 Hm benötigte die Gruppe gut zwei Stunden. Dann ging es über den Kamm und Sattel zum kleinen Göller und weiter zur Göllerhütte. Lustige Wirtsleute versorgten uns mit sehr gutem Schweinsbraten und Bauernschmaus und wir wurden bei unserem Abmarsch sogar wieder musikalisch begleitet. Über die Göllerwiese ging es dann weiter zum Waldhüttsat­ tel und durch steile Waldabschnitte zurück zum Bahnhofsge­ bäude in Kernhof. Für die rund 1100 Hm Abstieg benötigten wir gute 3 Stunden. Eine sehr schöne Wanderung mit Ver­ einskameraden, und wir freuen uns schon auf die nächste!

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Da das Radfahren bei den Kienthalern zum fixen Bestandteil des Jahresprogramms gehört, wurde heuer für 28. und 29. Juni ein Radwochenende im Raum Stegersbach organisiert. 8 Kienthaler und 2 „Gastradler“ trafen sich am Samstagvor­ mittag beim Quartier, dem Landhotel Novosel-Wagner in Stegersbach. Nach dem Ausladen der Räder ging es bei son­ nigem Wetter auch schon los. Geplant für den ersten Tag war der 41 km lange „Streuobstwiesenradweg“. Da auch rund 420 Höhenmeter zu überwinden waren, ist diese Radtour nicht zu unterschätzen. Nach rund zwei Drittel der Strecken­ länge und einigem Auf und Ab durch die schöne Landschaft des Südburgenlands gab es in Wörterberg ein ausgiebiges Mittagessen. Zurück in Stegersbach entschloss man sich, den restlichen Nachmittag in Rauchwart beim Badesee aus­ klingen zu lassen. Da Michaela aus gesundheitlichen Grün­ den nicht mitradeln konnte, wartete sie am See bereits auf die anderen. Am Abend gab’s noch einen 2 km langen Fuß­ marsch zu „Monikas Buschenschank“, wo noch einmal für das leibliche Wohl gesorgt wurde.


sektionen•berichte Am Sonntag wurde etwas früher losgeradelt, da der mit 40 km lange „Berghäuser Radweg“ angesagt war, auf dem 610 Hm zu überwinden sind. Aufgrund der Hitze und dem ständigen Hinauf und Hinunter und wegen der Strapazen des Vortages konnte dieser Radweg nicht gänzlich fertig ge­ fahren werden. Nach ca. drei Viertel der Strecke wurde der direkte Straßenverlauf zurück nach Stegersbach eingeschla­ gen. Da die Höhenmeter aber die gleichen blieben, gab es auch auf dieser Strecke ein paar steile Straßenabschnitte zu überwinden. Am Ende kamen alle mehr oder weniger müde beim Quar­ tier an. Nach einer Stärkung in Form von Pizza und kalten Getränken ging es auf die Heimreise. Für die Teilnahme möchte ich allen Beteiligten danken. Es ist immer wieder lustig, ein Wochenende mit den Bergkamera­ den und -kameradinnen zu verbringen.

nr.5/2014 Heli-Kraft-Steig am Hochkar Trotz welchselhaft angekündigtem Wet­ ter wagten wir uns am 12. Juli zu fünft an den Aufstieg zum Heli-Kraft-Kletter­ steig am Hochkar. Nachdem der Regen bis zum Einstieg ausgeblieben war, ging es an den doch recht fordernden Einstieg und die anschließende abenteuerliche Überquerung von Klampfen, Stiften und wackeligen Seilbrücken. Nach Nebelfetzen, Wind­ böen und leichtem Nieseln zwischendurch wurden wir am Gipfel von strahlendem Sonnenschein begrüßt. Eine Jause in einer Hütte bei der Talstation stärkte uns Ursula Mroczkowski wieder für die Heimreise.

sektion klosterneuburg Familien-Bergwoche in den Lienzer Dolomiten 9.–13. Juli. Zum ersten Mal hat uns bei un­ serer Bergwoche das Wetter im Stich gelas­ sen. Nachdem wir wegen einer Kaltfront unsere Anreise auf die Karlsbader Hütte schon um einen Tag nach hinten verscho­ ben hatten, sind wir – als Belohnung – nur bei leichtem Regen (und nicht bei starkem wie am Vortag) von der Dolomitenhütte zu unserem Stützpunkt Karlsbader Hütte aufgestiegen. Trotz Regens war es einfach schön, die Straßen zu verlassen und mit so vielen Freunden in die Berge aufzusteigen – nicht eines der Kinder wollte beim Gepäck­ transport mitfahren. Am Donnerstag ist das Wetter dann schon ein klein wenig besser, und bei mäßigem Schneefall haben alle 15 Kinder und 13 Erwachsenen gemeinsam den hüttennächsten Gipfel (Laserzkopf, 2614 m) bestiegen – der Abstieg wurde uns durch ein Schneefeld erleichtert. Nach­ mittags haben die Sportlichsten schon den Seekofel-Klettersteig in Angriff genommen, die anderen haben den Hütten-Klettersteig zuerst ausgewintert und dann bestiegen. Er heißt zu Recht „Wet-Foot“, denn nicht alle Füße blieben trocken. An den beiden letzten Tagen wurde das Wetter schon fast früh­ lingshaft. In unterschiedlichen Gruppen ha­ ben wir die schönen Klettersteige (Madon­ nensteig, Panoramasteig, Seekofel), Törln und Scharten der Umgebung bestiegen und uns dabei von den verschiedenen Gipfeln aus gegenseitig beobachten können. Spezi­ ell am Samstag haben wir den Kerschbau­ mer Kessel in 4 verschiedenen Gruppen re­ gelrecht eingenommen – das war allerdings nicht schwer, da außer uns kaum jemand unterwegs war. Ein – glücklicherweise dann doch nicht nötiger – Einsatz der Bergpoli­ zei hat des Abends dann noch für gute Un­ terhaltung der Kinder gesorgt: Polizeifunk mithören ist schon etwas Spannendes. Walter Vonach

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sektion klosterneuburg Climberfest 2014 am Rathausplatz Schon zum achten Mal hat der ÖTK Klosterneuburg mit dem Climberfest eine große Veranstaltung zum Abschluss des Schuljahres und Beginn der Ferien in Klosterneuburg orga­ nisiert. Wie die Jahre zuvor ist dieses Fest auch der Auftakt zum Ferienspiel der Stadt Klosterneuburg. Neben altbekann­ ten Attraktionen wie dem Monkey-Baumklettern, Highlines und einem reichhaltigen Kinderprogramm mit Hüpfburgen, Rodeoreiten und Kinderschminken gab es dieses Jahr einige zusätzliche Attraktionen. Allen voran konnte mit Unterstützung unseres Sponsors, der Raiffeisenbank Klosterneuburg, ein Blickfang, aber auch Ausblickspunkt auf dem Rathausplatz geschaffen werden: der Spider Rock ist ein 11 Meter hoher künstlicher Kletter­ felsen, von dem es auf einer 75 Meter langer Flying-Fox-Seil­ rutsche rasant über den Rathausplatz Richtung Stift bergab ging. Auch die Highline, eine Slackline in luftiger Höhe, wur­ de noch um einen halben Meter erhöht und so zum ersten „Baumkronen-Weg“ gegenüber dem Rathaus. Letztendlich haben wir auch mit dem Mountainbike-Parcours Platz ge­ funden, unser sommerliches Vereinsangebot vollständig zu präsentieren und den Teilnehmern Fun und Action zu bie­ ten. Die Kids konnten hier einen von unserem neuen Moun­ tainbikeguide gesetzten Geschicklichkeitskurs aus Paletten, Wippen und Hindernissen überwinden. Fast schon traditionell haben uns befreundete Vereine be­ sucht. Wie die letzten Jahre war wieder die Rettungshun­ debrigade Klosterneuburg mit 6 Vierbeinern dabei, die ihr hohes Können in einer Vorführung zur Schau stellten. Neu dieses Jahr war der Fußballclub Olympic Klosterneuburg 05 mit einer Streetsoccer-Station. Herzlichen Dank für diese Bereicherung des Festes! Unsere Kletterleistungsgruppe hat in einer fulminanten Vorführung ihr hohes Können im 2-mÜberhang des Kletterfelsens gezeigt. Ich denke mir aber, dass Bilder mehr als tausend Worte sprechen und die vielen tollen Impressionen, die gute Stimmung an diesem Nach­ mittag und den gelungenen Abend mit der Schrumplpati am besten wiedergeben. Einige Bilder sind hier abgedruckt, und mehr gibt es in der Bildgalerie auf unserer Homepage unter www.oetk-klosterneuburg.at.

Unser Dank gilt der Stadtgemeinde, die durch den Bürger­ meister Stefan Schmuckenschlager, LAbg. Stadtrat Willibald Eigner, Stadträtin Maria-Theresia Eder, Stadtrat Martin Czer­ ny, Stadtrat Roland Honeder, Gemeinderat Leopold Spitzbart, Gemeinderat Leopold Kerbl, Gemeinderat Wilhelm Müller, Gemeinderat Christoph Kaufmann, Gemeinderat Hans Kick­ maier, Gemeinderat Markus Presle und Franz Brenner (Ju­ gendreferat) vertreten waren, unseren Sponsoren, der Pres­ se und den Unterstützern, unserem Organisationsteam und ganz besonders unseren vielen Freiwilligen aus den Reihen des ÖTK Klosterneuburg, die sich für dieses gelungene Fest engagiert haben. Beinahe hätten wir noch jemanden verges­ sen: den Wettergott, der unsere Bestellung aus dem Vorjahr nach schönem, aber nicht zu heißem und regenfreien Wetter verlässlich geliefert hat. Albert Treytl, Obmann

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sektion langenlois Renovierung Kamptalwarte Es ist geschafft – unsere Kamptalwarte hat ein neues Dach. Mit den Arbeiten wurde Mitte Juli begonnen und trotz eini­ ger witterungsbedingter Unterbrechungen wurden die Ar­ beiten zügig vorangetrieben. Nachdem die Zimmerei Hauer die Dachschalung und die senkrechten Steher und das Ge­ länder an der westlichen Aussichtsplattform getauscht hat­ te, konnte die Spenglerei Völker mit der Arbeit beginnen. Parallel dazu wurde von uns in mehreren Abenden, oft bis zum Einbruch der Dunkelheit, die gesamte Holzkonstrukti­ on der Aussichtsplattform neu gestrichen und die Gesimse, soweit erforderlich, mit einem Spezialmörtel ausgebessert. Abschließend wurde noch ein Solarpaneel für die Warte­ beleuchtung installiert, sodass zukünftig unsere Warte in den Abendstunden wieder als markantes Wahrzeichen ins Kamptal leuchten wird. Herzlichen Dank an alle freiwilligen Helfer, die uns bei der Umsetzung des Projektes zur Seite ge­ standen sind, besonders an Gerhard Gschwanter für seinen Einsatz.

scharte war noch ein teilweise steiles Schneefeld zu queren. Endlich am Gipfel, zog es dann aber komplett zu und Niesel­ regen setzte ein. Es war uns daher nur eine kurze Gipfelrast vergönnt und wir machten uns rasch an den Abstieg zum Prielschutzhaus und ins Tal. Zwei erlebnisreiche und an­ strengende Tage am Berg mit 22 Kilometer Wegstrecke und rund 4200 Höhenmeter lagen hinter uns.

Radwanderung

Großer Priel

Der Große Priel, mit einer Höhe von 2515 m ü. A. der höchs­ te Gipfel Oberösterreichs, erwartete uns, und 5 Langenloiser stellten sich am 12. Juli dem Berg – trotz mäßiger Wettervor­ hersage. Von Hinterstoder aus ging es am ersten Tag nur bis zum Prielschutzhaus. Vorbei an rauschenden Wasserfällen hatten wir schnell unser Tagesziel erreicht und konnten un­ sere Füße für den zweiten Tag ausgiebig rasten lassen. Für den Sonntag hatte der Wetterbericht brauchbares Wetter für den Vormittag angekündigt und deshalb wurden dann auch bereits ab 7.30, nach einem ausgiebigen Frühstück, die rund 1100 Höhenmeter bis zum Gipfel in Angriff genommen. Im­ mer wieder gaben während des Aufstieges die Wolken den Gipfel des Priel und der Spitzmauer frei. Vor der Brotfall­

21 Pedalritter hatten sich am 15. Juni zu einer gemütlichen Radtour in Richtung Tullnerfeld zusammengefunden. Über Hadersdorf und Grafenwörth fuhren wir der Donau entge­ gen. Anschließend ging’s dann stromaufwärts – ohne Gegen­ wind – in Richtung EVN-Kraftwerk Theiss, wo wir bereits erwartet wurden. Nach einer kleinen Stärkung konnten wir einiges über die Energieproduktion und das Kraftwerk erfahren und die süßen Kaninchen, welche sich am Kraft­ werksgelände sichtlich wohl fühlen, ausgiebig streicheln. Ein Rundgang durch die Anlage mit seinen imposanten Maschi­ nen und Gebäuden bildete dann den gelungenen Abschluss. Herzlichen Dank an die EVN! Von Theiss aus radelten wir, meist dem Kamp-Fluss entlang, wieder zurück nach Langen­ lois. Schön war´s.

Sektionenwanderung „Johannesbachklamm nach Gutenmann“ Treffpunkt: 5. Oktober, 8.30 Uhr in Würflach – Autoumkehrplatz in der Johannesbachklamm (Parkplätze sind normalerweise in der Umgebung verfügbar). Wegbeschreibung: Würflach – Johannesbachklamm – Greith – Schrattenbach (Labungsstation) – Ruine Schrattenbach – Gutenmann (Jausenstation). Die Rückfahrt nach Würflach erfolgt mit Kleinbussen (Einladung der Sektion Wr. Neustadt). Rückwanderung über das Lärbaumkreuz nach Würflach ist auch möglich (Begleitung durch Mitglieder der Sektion bei Bedarf). Die einfache Strecke beträgt 9 km, ist nicht ausgesetzt und einfach begehbar. Nur ein paar hundert Meter geht es durch einen Hohlweg etwas steiler bergauf. Achtung: Zwecks Vorbestellung der Busse ist eine Anmeldung bis längstens Ende September unbedingt erforderlich!!! Anmeldungen bei zwickl@chello.at oder 0676/4095005. Die Sektion Wiener Neustadt freut sich auf eure Teilnahme!

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sektion neunkirchen Busfahrt des ÖTK Neunkirchen in die Ramsau

Am 28. Juni 2014 führte uns unsere jährliche Busfahrt nach Ramsau bei Schladming. Bei herrlichem Wetter begannen wir den Aufstieg vom Ortsteil Beach auf den Rittisberg über den Schwoagbründlweg zum Rittisstadel (1500 m) und nach kurzer Rast zum Gipfelkreuz (1582 m). Von dort genossen wir den wunderbaren Rundumblick in das Dachsteingebiet, die Schladminger Tauern, das Ennstal, das Hochkönig-Gebir­ ge bis zum Großglockner. Auf der Terrasse der Sonnenalm (1250 m) stärkten wir uns mittags. Der Hüttenwirt machte seine Späßchen mit uns und unter dem Klang der Harmoni­ ka eines jungen Musikanten zogen wir weiter zur Halseralm, einer 400 Jahre alten Hütte mit einer Rauchkuchl. Über den Rittisbergrundweg marschierten wir zurück zu unserem Ausgangspunkt in Ramsau, wo unser Busfahrer der Firma Schwarzott schon auf uns wartete, um uns sicher nach Neun­ kirchen zurückzubringen. An dieser Wanderung nahmen mehr als 30 Personen teil, darunter unser Ehrenobmann Arthur Membier, die Familien Bernhard, Wallner, Janisch mit Enkelkind Lea, Ebruster, Hai­ der, Spenger, Oszwald, Nossian, Gürtelbauer/Nechyba, Hans Stephanek, Franz Schmieda, Monika Bujak, Hermi Brenner mit Kolleginnen aus dem LKH usw. Ganz besonders freuten wir uns über die Teilnahme des in Österreich auf Heimatbesuch befindlichen Pepi Ehold mit Gattin Nelma, aus dem fernen Brasilien. Vielen Dank allen Teilnehmern! Die Planung für die Busfahrt 2015 hat schon begonnen.

Dachvorbau geschützt und dieser spendet zusätzlich Schat­ ten. Nach dem Schneebruch im vergangenen Winter muss­ ten auch ein paar Bäume rund um die Hütte gefällt werden (einige Bäume waren ja auf das Hüttendach gestürzt). Die Zimmerarbeiten wurden in gewohnter Qualität von der Zimmerei Adi Sagmeister aus Wartmannstetten durchge­ führt und die Hüttenwarte beseitigten die restlichen Spuren des Umbaus, damit die Hütte beim Alpkogelkirtag am 15. August in gewohnter Weise unsere Gäste bezaubern konnte. Herzlichen Dank dafür an die Familien Janisch und Handler und viel Vergnügen unseren Gästen! Gerhard Membier

sektion rosalia Sonnwendfeuer auf der Rosalia am 21. Juni Auch heuer konnten wir auf unserem schönen Aussichts­ berg, der Rosalia, das Sonnwendfeuer entzünden. Zahlreiche Mitglieder und Gäste fanden sich am höchsten Punkt des Rosaliengebirges ein, um einen stimmungsvollen Abend zu verbringen. Dank der vielen freiwilligen Helfer war dieser Fixpunkt unseres Vereinslebens wieder ein voller Erfolg. Text und Bild Brigitte Wiesinger

Zubau Alpkogelhütte

Vor der Sonnenwende

Wanderung auf die Sonnschienalm am 7. und 8. Juni Die im Sonnwendsteingebiet gelegene Alpkogelhütte (1314 m) des ÖTK Neunkirchen erhielt im Juni 2014 eine wunder­ bare Ergänzung: An die Hütte wurde eine große Terrasse aus Lärchenholz angebaut, das Dach wurde etwas verlängert und allen Besuchern steht nun ganzjährig eine massive Tisch­ garnitur zur Verfügung, welche zum Verweilen im Freien einlädt. Die Sitzgarnitur ist vor Niederschlag durch den

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Unsere Wanderung auf die Sonnschienalm fand bei idea­ lem Pfingstwetter statt. Diesmal waren wir 10 Teilnehmer: 5 Damen und 5 Herren. Wir fuhren mit 2 Autos zum Gast­ haus Bodenbauer, wo der Aufstieg begann. Bald erreichten wir die urige Heinzleralm und den malerischen Josersee. Dann ging es durch den Wald über den Schafmauersteig steil bergan zur Sackwiesenalm. Nun wanderten wir vorbei am


sektionen•berichte tiefer gelegenen Sackwiesensee und bald erreichten wir die Sonnschienalm. Nach einer Stärkung in der Hütte teilte sich unsere Gruppe, einige wanderten Richtung Ebenstein, wo allerdings noch recht viel Schnee lag. Die andere Gruppe er­ kundete ausgiebig das schöne Almgebiet der Sonnschienalm. Den nächsten Tag begannen wir mit einer Wanderung zur Androthalm, Bärnsbodenalm, Hörndlalm und wieder zurück zur Sonnschienalm. Diese Runde führte uns durch eine be­ eindruckende Landschaft mit schöner Aussicht, und in die­ sem Teil des Hochschwabgebietes begegneten wir nur we­ nigen Wanderern. Gegen Mittag waren wir wieder bei der stark frequentierten Sonnschienalm, dann ging es über die Häuslalm zurück zum Gasthof Bodenbauer.

nr.5/2014 131. Jahreshauptversammlung vom 1. Juni Wir durften diesmal Kassierstellvertreter Manfred Moravec von der Klubzentrale bei uns begrüßen. Auf die Schwierig­ keiten mit unserem Hocheck-Schutzhaus angesprochen, be­ richtete er uns anschaulich über die Probleme bei der Erhal­ tung von Schutzhütten im Allgemeinen. Anträge zur Entlastung der Berichte und zum Kassavoran­ schlag wurden einstimmig angenommen, Neu- und Ergän­ zungswahlen erfolgten ebenfalls einstimmig.

Unsere Jubilare

Unsere Gruppe auf dem Weg zur Androthalm

Unsere abwechslungsreiche und auch blumenreiche Wan­ derung fand großen Anklang, unsere Gruppe harmonierte bestens. Brigitte Wiesinger

sektion triestingtal

! pächter gesucht steiner (1037 m) in den Guten ser Sch utzhaus am Hocheck inde Furth an der Triesting, Un me Ge , NÖ, Alpen, Bezirk Baden e sieben Kilometer Die Hütte ist über ein wird neu verpachtet. soll ganzjährig und r utstraße erreichba lange, asphaltierte Ma n. bewirtschaftet werde . (02672) 84070 ektion Triestingtal: Tel K-S ÖT der bei nft Ausku

„Kräuterin“-Tour vom 5. Juli Für die Teilnehmer gestaltete sich diese Wanderung zu einem eindrucksvollen Naturerlebnis. Die in die Almflora gestell­ ten Erwartungen wurden voll erfüllt: Enzian, Steinnelken, Trollblumen, Türkenbund und vieles mehr entfalteten ihre ganze Pracht. Der Himmel zeigte sich zwar teilweise stark bewölkt, aber es gab keinen Regen. Von der Kräuterin-Alm auf den Hochstadel, 1919 m, wechselten kurze Steilstücke mit sanften Almen. Über eine felsige Flanke wurde dann das Gipfel­ kreuz erreicht.

Vorstand Wolfgang Lang ehrte die anwe­ senden Mitglieder für ihre jahrzehntelange Treue zum Klub. Im Bild: Wolfgang Lang, Rudolfine Gress für 70 Jahre, Adolf Wladasch, Elfriede Schmidt und Horst Wladasch für je 65 Jahre, Helene Schießl und Ing. Adolf Schießl für je 50 Jahre. Ein Hut bezeugt die Geschichte einer überaus langen Mitgliedschaft Mit Klub-Abzeichen wurden weiters in Abwesenheit bedacht: für 60 Jahre: Edith Heimhilcher für 50 Jahre: Pfr. i. R. Franz Grabenweger, Hans Hörmann für 40 Jahre: Antonia Böhm, Mag. Gabriele Handl, Robert Hauer, Roswitha Koswan, Peter Schießl, Dr. Hans Schützen­ hofer, Alois Wanzenböck für 25 Jahre: Erich Marker.

Die für 11. Juni geplante Radtour auf dem Triesting-Radweg fiel leider der Hitzewelle zum Opfer und soll zu einem späte­ ren Zeitpunkt nachgeholt werden.

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nr.5/2014

sektionen•zentrale•berichte

sektion waldheimat Sommersonnwendfeier 2014 am Stausee Ottenstein Unsere diesjährige Som­ mersonnwendfeier fand wieder einmal am Cam­ pingplatz Lichtenfels am Stausee Ottenstein statt und stand unter

dem Motto „So wie frü­ her“, denn es gab bei der Waldheimat eine diesbe­ zügliche, jahrzehntelan­ ge Tradition. Wie war der Plan? An­ reise für die, die das wollen, bereits am 27. abends, was aber nur die „Obmann-Family“ so genutzt hat; am Samstag sind

zentrale square dance – vienna swingers

dann die anderen Teilnehmer dazugekommen, und schluss­ endlich sind 11 Erwachsene, 3 Jugendliche und 4 Kinder bis Sonntag, 29. Juni, vormittags geblieben. Die Voraussetzungen waren gut: naturbelassener Camping­ platz im Landschaftsschutzgebiet Kamptal auf der Halbinsel Lichtenfels direkt am Stausee Ottenstein, eigene Badeplät­ ze und Bootsanlegeplatz, Grillmöglichkeiten, und immerhin Warmwasserduschen. Wir gedachten auf der Blumenwiese „zu wohnen“, aber da die Vermieterin ein Durcheinander hat­ te, wurde es dann die Hasenwiese.

Und jetzt die Höhepunkte in Kurzform: Sommerwetter, Ba­ despaß, ein Bootsauflauf mit Tretboot und Kanu mit Mann­ schaftstausch, gleichzeitig Federball, Kinderfußball und eine 7-Meter-Torschuss-Übung, Schwemmholzsammeln, Profi­ grillen am Profigriller, Gitarrensongs von den beiden „Ms“ bis Mitternacht, ein kurzfristig verschwundener Maximilian, der bei den Glühwürmchen war, ein imposantes Feuer mit Feu­ erwache bis zum Frühstück – wie könnte man besser Schul­ Dr. K schluss feiern?

Clubabend (montags): 18–19 Uhr Plus, 19–20 Uhr Anfängerkurs, 20–21.30 Uhr Mainstream

Vier neu graduierte Tänzer

Seit Ende Mai haben wir vier neu graduierte Tänzer. Margit, Martina, Andrea und Harald (Foto) haben es knapp acht Mo­ nate lang durch die Class geschafft und sich bei der Gradu­ ation in Basic und Mainstream dann bravourös geschlagen. Bevor es zur feierlichen Überreichung u. a. der Diplome und Friendshipbooks gekommen ist, war es teilweise recht lo­ cker zugegangen. Mischte sich doch Besen Charlie als achter Tänzer in den Square und versuchte unter den „Frischlingen“ Verwirrung zu stiften. Da war er aber an den Falschen!

hatten wir mit dem US-Amerikaner Ken Ritucci und Reine Hjärtström – ein mit Vienna-Swingers-Badge ausgestatteter Schwede – Top-Caller. Ken callte in Österreich Tage vorher einige Events, Reine zusätzlich einige Tage nachher.

Brian Hotchkies: Fast schon Dauergast

Neben Reine Hjärtström ist auch Brian Hotchkies stolzer Besitzer eines unserer Badges. Der Australier hat bei fast jedem seiner Europa-Trips einen Besuch bei uns eingeplant, so auch zuletzt am 12. und 13. Mai. Wie immer sorgte er mit seinen unvergleichlichen Calls für Begeisterung bei den Tänzern. Der Abschied fiel diesmal nicht ganz so schwer, war doch Brians nächster Besuch absehbar. Denn er wird uns am 1. und 2. September erneut beehren, womit unsere neue Tanzsaison mit einem Höhepunkt eröffnet wird.

Im hohen Norden

Die neu Graduierten (von links): Harald, Andrea, Margit, Martina.

Nächster Kurs beginnt

Und schon bietet sich die nächste Möglichkeit, Square Dance zu erlernen. An den Montagen 15. und 22. September fin­ det im ÖTK-Festsaal der Bäckerstraße jeweils ab 19 Uhr ein Open House statt, zu dem jeder Interessierte – auch aus ÖTK-Kreisen – herzlich eingeladen ist. Ein Kurs würde am 29. September beginnen. Darüber hinaus sind wir am 20. September zum achten Mal am Wiener Heldenplatz beim „Tag des Sports“ dabei, und das in Folge. Da präsentieren wir Square Dance vor hunderttausenden Sport-Interessierten.

11. Ferris Wheel Party begeisterte

Der Höhepunkt der abgelaufenen Tanzsaison war wie immer unser Tanzfest „Ferris Wheel Party“. Vom 7. bis 9. Juni fand es zum bereits elften Mal statt, und das zum siebenten Mal in Folge im Bundessport- und Freizeitzentrum Südstadt süd­ lich von Wien. Neben unseren Club-Callern Heinz und Jirka

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Ein internationaler Fixpunkt in geraden Jahren ist die Eu­ ropean Convention. War sie 2010 nach Schweden und 2012 nach Tschechien vergeben, fand sie heuer in Dänemark statt. Angela und Thomas (Foto Mitte) haben uns in Ikast unter ins­ gesamt 1016 Tänzern vom 11. bis 13. Juli vertreten. Außer­ dem hatte unser Jirka die Ehre, unter europäischen Größen

European Convention: Angela und Thomas in der Bildmitte.

als Caller engagiert zu sein. Die nächste European Conventi­ on wurde für 22. bis 24. Juli 2016 an die Shakespeare-Stadt Stratford-upon-Avon nach England vergeben.

Thomas Blaschke


sektionen•infos sektion alpine gesellschaft kienthaler Vorstand: Gerhard Komenda, 2620 Neunkirchen, Vogelweg 11, office@kienthaler.at, www.kienthaler.at Geburtstage: Robert Mayerhofer (40), Heinz Wallisch (70), Matthias Berl (30), Stephan Berl (30), Günther Schmidt (50) Aktivitäten: Freitag, 5. September: Monatsversammlung Dienstag, 9. September: Radausflug – Franz Stangl Fr.-So. 12.-14. September: 2. Auftransport Kienthalerhütte Sonntag, 14. September: 55. Kienthaler Bergmesse Mo.-Fr. 15.-19. September: Mehrtägige Wanderung Senioren Sonntag, 21. September: Jugendtermin – Doris Spielbichler/Michaela Janisch Freitag, 3. Oktober: Monatsversammlung Montag, 6. Oktober: Konditionstraining – Fritz Schwarz Montag, 13. Oktober: Konditionstraining – Fritz Schwarz Montag, 20. Oktober: Konditionstraining – Fritz Schwarz Sa./So. 25./26. Oktober: Arbeitspartie Alpenrosehütte Montag, 3. November: Konditionstraining – Fritz Schwarz Freitag, 7. November: Monatsversammlung Sa./So. 8./9. November: Hüttenabschluss Kienthalerhütte

sektion dresden e. v. Vorstand: DI (FH) Eckhard Schippers, D-01809 Heidenau, Sporbitzer Str. 33, Tel. 0049(0)3529/523375, eschippers@gmx.de Geburtstag: Wir gratulieren unserem Wanderfreund Walter Luft ganz herzlich zum 80. Geburtstag und wünschen noch viele Wanderkilometer. Aktivitäten: Die Wanderwoche Biberacher Hütte fällt aus. Sonntag, 14. September: Auf dem Poetenweg zur Talsperre Klingenberg, 13 km. Treffpunkt: 9:29 Uhr, Bhf. Edle Krone, Leitung: Stephan Muder Samstag, 27. September: Von Sebuzin über den Dreikreuzberg zum Weinfest nach Velké Žernoseky, 14 km. Treffpunkt: 7:49 Uhr, Hbf. DD, BohemiaExpress, Leitung: Eckhard Schippers Samstag, 11. Oktober: Rund um die Grenzbaude bei Sohland, 15 km. Treffpunkt: 8:00 Uhr, DD, Wallotstraße 18, mit Pkw, Leitung: Walter Luft Sonntag, 19. Oktober: Rund um Tharandt. 14 km, Treffpunkt: 8:52 Uhr, Bhf. Hainsberg-West, Leitung: Marion Muder Sonntag, 26. Oktober: Von Pulsnitz über den Keulenberg nach Königsbrück, 14 km. Treffpunkt: 9:40 Uhr, Bhf. Pulsnitz, Leitung: Dietmar Knebel Freitag, 31. Oktober: Rund um die Galgenteiche, 18 km. Treffpunkt: 8:11 Uhr, Bhf. Altenberg, Leitung: Rainer Strohbach

sektion graz Vorstand: Gerd Sitzenfrey 8042 Graz, Köglerweg 33, gerd.sitzenfrey@gmx.at Geburtstag: Clement Trieb (70) Aktivitäten: Freitag, 12. September: Klubabend. 19 Uhr, Klublokal Sonntag, 14. September: Reloaded-Weg; Laßnitzhöhe. TP: 9 Uhr, Zentrum Laßnitzhöhe Freitag, 26. September: Klubabend. 19 Uhr, Klublokal

nr.5/2014 Sa.–Mo., 27.–29. September: Hochmölbinghütte, 90-jähriges Hüttenjubiläum. Am 28. September 2014 um 11 Uhr wird anlässlich des Jubiläums der Hochmölbinghütte beim Almkreuz eine Bergmesse gefeiert. Gestaltet wird diese Messe vom Spiritual Dietmar Grünwald aus Wörschach, (2x Nächtigung) TP: 27. 9., 9 Uhr, Café Brückler Sonntag, 5. Oktober: Sektionenwanderung! Freitag, 10. Oktober: Klubabend. 19 Uhr, Klublokal Freitag, 17. Oktober: St. Kathrein/Offeneck. TP: 9 Uhr, Autobahnparkplatz Arnwiesen Freitag, 24. Oktober: Klubabend. 19 Uhr, Klublokal Sonntag, 26. Oktober: Kastanienwanderung zur Reinischkogelhütte. TP: 9 Uhr, Graz-Ostbahnhof; 9.30 Uhr, Ligist Info und Anmeldung: Sophi Schelischansky 0664/4937538 Hütteninformationen: Hochmölbinghütte Die Hochmölbinghütte (1683 m) ist eine Schutzhütte an den Ausläufern der Warscheneckgruppe im Toten Gebirge. Sie ist in den Monaten Juni bis September durchgehend bewirtschaftet. Fragen und Informationen: Edgar Gritsch & Petra Schuster, 0676/9003909 bzw. www.hochmoelbinghuette.at, info@hochmoelbinghuette.at. Reinischkogelhütte (Selbstversorger): Die Reinischkogelhütte ist eine Selbstversorgerhütte. Sie steht sowohl Mitgliedern als auch Gästen für Wochenenden und natürlich auch für längere Aufenthalte zur Verfügung. Die Hütte ist gut eingerichtet und es bieten sich in der Umgebung sehr schöne Wandermöglichkeiten, die auch für Kleinkinder bestens geeignet sind. Auch zur Durchführung diverser Feiern ist die Hütte bestens geeignet. Anfragen und Anmeldungen bei Hüttenwart Grete Edler, 0316/409709, oder Ludmilla Exler.

sektion hainfeld Vorstand: Richard Jägersberger, 3170 Hainfeld, Badpromenade 51, Tel. 0664 303 93 93, www.hainfelderhuette.at Hüttendienste Hainfelder Hütte September/Oktober 2014 6./7. September: Schweiger/Führer 13./14. September: Florianis 20./21. September: Bergmesse 27./28. September: Koupilek/Mayr 4./5. Oktober: Muhr 11./12. Oktober: Kurzreiter/Berger 18./19. Oktober: Skarohlid/Schauderer 25./26. Oktober: Weissenböck/Vrzal

sektion klosterneuburg Vorstand: DI Albert Treytl, 3400 Klosterneuburg, Albrechtstraße 25. Geschäftsstelle: Blumen Schittenkopf, 3400 Klosterneuburg, Rathausplatz 15, Tel./Fax: 02243/322 69 office@oetk-klosterneuburg.at, www.oetk-klosterneuburg.at Geburtstage: Med.-Rat Dr. Wilhelm Fliedl, Ingrid Czernuschäk, Mag. Dr. Eduard M. Frank, Isabella Beier, KR Fritz Kaufmann, Mag. Gisela Polte, Fritz Mardetschläger, Ursula Ockermüller, Mag. Peter Loske. Herzlichen Glückwunsch! Aktivitäten: Jeden Dienstag Wander-Jour fixe, Paul Schabner, Lucia Prank Jeden Mittwoch Hey Climber (ab Okt.), Walter Vonach Jeden Mittwoch Nordic Walking, Helga Bauer

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sektionen•infos

Jeden Donnerstag Eltern-Kind-Klettern (ab Okt.), Heidi Heinrich

19. Oktober: Welterbesteig – von Maria Laach nach Aggstein. Treffpunkt ist um 9 Uhr am Holzplatz. Anreise mit Fahrgemeinschaften.

Jeden Donnerstag Sportklettern Erwachsene (ab Okt.), Albert Treytl

26. Oktober: Jungweinverkostung des Weinbauvereins Zöbing. Beginn ist um 14 Uhr bei der Kamptalwarte am Heiligenstein.

Jeden Samstag Klettertechnik-Spezialkurs (4.–25. Okt.), Christoph Habersam 1. September: Senioren besuchen Heeresgeschichtliches Museum, Helga Bauer

8. Oktober: Klettern Wien Zentrale. Treffpunkt ist um 9 Uhr am Bahnhof in Hadersdorf. Anreise mit den ÖBB.

Jeden Mittwoch Laufen, Erich Bauer

7. September: Alpinklettern Kienthalerhütte, Schneeberg, Christian Prehsler 13. September: Familienklettersteig, Klaus Kronsteiner 14. September: Mountainbiken, Bernd Schittenkopf 20. September: Climbers Outdoor, Walter Vonach 21. September: Sternwanderung Hadersfeld 4. Oktober: Markierungswanderung, Klaus Kronsteiner 5. Oktober: Sektionenwandertag, Helga Bauer 9. Oktober: Seniorenwanderung Herbstliches Weidling, Helga Bauer

Details und alle weiteren Aktivitäten sind auf unserer Website www.oetk-langenlois.at.tf bzw. in unserem Schaukasten am Holzplatz ersichtlich. Anmeldungen zu unseren Veranstaltungen bitte bei Franz Lehner (Tel. 0664/5066868) bzw. per E-Mail an fralehner@aon.at.

sektion neunkirchen Vorstand: Gerhard Membier, 2620 Neunkirchen, Brabetzgasse 8, office@oetk-neunkirchen.at, www.oetk-neunkirchen.at Geburtstage:

10. Oktober: Filmabend „Radler in den Bergen“, Albert Treytl

Erhard Trinkl, Brigitte Kaliwoda, Karl Heissenberger, Franz Baumgartner, Herbert Preuhs, Johann Haselbacher, Franz Füby, Hermann Wallner, Markus Tobler, Susi Rab, Susanne Haberler, Andrea Witasek, Karoline Schmuck, Rupert Rathner

11. Oktober: Alt-Eisen-Partie, Rax, Erich Bauer

Aktivitäten:

12. Oktober: Herbst im Strudengau (bis 15. 10.), Helga Bauer

Sonntag, 14. September: Zirbitzkogel – Sabathyhütte; Abfahrt: 7 Uhr vom Parkplatz Penny-Markt, B 17, Ternitz; Info und Anmeldung: Max Haider, 0664/73428989 Sonntag, 28. September: Über versteckte Pfade zur Kienthalerhütte; Abfahrt: 8.30 Uhr, Parkplatz Penny-Markt, B 17, Ternitz; Info und Anmeldung: Alfred Janisch, 0664/5868321

15. Oktober: Sicher sichern, Irmi Forkert, Walter Vonach 19. Oktober: Familien-Geocaching, Heidi Heinrich, Klaus Kronsteiner Details auf unserer Website www.oetk-klosterneuburg.at und im Sektions-Programmheft. Auch Mitglieder anderer Sektionen sind bei unseren Touren herzlich willkommen. Anmeldungen bitte jeweils beim Tourenführer vorname.name@oetk-klosterneuburg.at

sektion langenlois Vorstand: Franz Lehner, 3550 Langenlois, Birkenweg 3, fralehner@aon.at, www.oetk-langenlois.at.tf Neumitglieder:

Sonntag, 5. Oktober: Graf-Meran-Haus – Veitsch; Abfahrt: 8.30 Uhr, Parkplatz Penny-Markt, B 17, Ternitz; Info und Anmeldung: Max Haider, 0664/73428989 Seniorenaktivitäten: Mittwoch, 10. September: Wechsel – Süd; Treffpunkt: 9 Uhr, Neunkirchen, Linke Bahnzeile 41 ( Bernhard); Gehzeit: 3 Std. Anmeldung: Anton Bernhard, 02635/66579, Otto Kräftner, 02622/82684

Lisa-Caren Hauer, Mag. Rainer Samek, Dr. Eva Samek, Iona Samek, Timo Samek, Liesbeth Engelbrecht – herzlich willkommen beim ÖTK Langenlois!

Mittwoch, 8. Oktober: Erlachgraben; Treffpunkt: 9 Uhr, Neunkirchen, Linke Bahnzeile 41 ( Bernhard); Gehzeit: 3 1/2 Std. Anmeldung: Anton Bernhard, 02635/66579, Otto Kräftner, 02622/82684

Kamptalwarte:

Jugendaktivitäten:

Die Kamptalwarte ist nach Abschluss der Renovierungsarbeiten wieder für Besucher geöffnet – wir freuen uns auf deinen Besuch!

Sa./So. 18./19. Oktober: Alpkogelhütte; Info und Anmeldung: Markus Artner, 0650/9300770, Thomas Seidl, 0650/6605570

Aktivitäten: 6.–7. September: Kinder-/Jugendklettern am Peilstein. Treffpunkt ist um 9 Uhr am Holzplatz. Die Anreise erfolgt mit Fahrgemeinschaften. Bitte bis 28. August per E-Mail anmelden. 12. September: Klettersteigtraining, Teil 1. Treffpunkt ist um 18 Uhr beim Turnsaal der Hauptschule Langenlois. Bitte bis 8. September per E-Mail anmelden. 21. September: Wanderung Hermannskogel – der höchste Wiener „Gipfel“. Treffpunkt ist um 9 Uhr am Holzplatz. Anreise mit Fahrgemeinschaften. GPS-Geräte mitnehmen! 27. September: Klettersteigtraining, Teil 2 – Hohe Wand. Treffpunkt ist um 7 Uhr am Holzplatz. Anreise mit Fahrgemeinschaften. 11. Oktober: Klettern Dürnstein oder Halle Klosterneuburg. Treffpunkt ist um 9 Uhr am Holzplatz. Anreise mit Fahrgemeinschaften.

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sektion rosalia Vorstand: Josef Herzog, 7212 Forchtenstein, Hochrieglgasse 13, rosalia@oetk.at Geburtstage: Johann Tatar (70) und Johann Resch (80) – wir gratulieren herzlichst. Aktivitäten: Freitag, 12. September: 19.30 Uhr, Mitgliederversammlung im GH Lore Schreiner Samstag, 13. September: Wanderung Neckenmarkt Sonntag, 5. Oktober: Sektionenwandertag Freitag, 10. Oktober: 19.30 Uhr, Mitgliederversammlung im GH Lore Schreiner


sektionen•infos sektion scheibbs Vorstand: Peter Frosch, 3270 Scheibbs, Schmelzergasse 5, p.v.frosch@aon.at, www.oetk-scheibbs.at Geburtstage: Edith Eibner (60), Josef Fischer (70), Franz Kaltenbrunner (70), Engelbert Fahrnberger (70), Johann Fallmann (75), Ludmilla Gruber (75), Karl Punz (80), Karl Waldinger (80), Hubert Zeller (80), Maria Jäger (90). Herzlichen Glückwunsch! Neumitglieder: Gerlinde Zeilinger und Lukas Wippl. Herzlich willkommen beim ÖTK Scheibbs! Aktivitäten: Samstag, 13. September: Kinder- und Jugendklettern in Dürnstein in der Wachau mit Martin Resel, Werner Butter, Günther Kührer und Hans Hörhan. Treffpunkt beim Allwetterbad in Scheibbs. Abfahrtszeit wird bei der Anmeldung bekanntgegeben. Info und Anmeldung bei Werner Butter, 0664/5420837 Sonntag, 21. September: Wanderung – Schrankenlehen – Hochmeierhof – Klausbauer. Gehzeit: 2,5 Std., Treffpunkt: 13 Uhr, Bhf. Scheibbs. Anmeldung bzw. Info bei S. Gudra, 07489/30184 oder 0664/73852933 Sonntag, 12. Oktober: Wanderung – Höhensteinrunde (Lunz/ See). Windhag – Egger Berg – Höhensteineck – Höhenstein. Gehzeit: 2,5 Std., Treffpunkt: 13 Uhr, Bahnhof Scheibbs. Anmeldung bzw. Info bei S. Gudra, 07489/30184 oder 0664/73852933 29. Oktober bis 3. Dezember: Sportkletterkurs für Anfänger; Nähere Info dazu auf der Kletterseite von Markus Tutschek im Sommerprogramm. Sonntag, 16. November: Wanderung – Gaminggraben – Schleierfall – Polzberg – Grubberg. Gehzeit: 2,5 Std., Treffpunkt: 13 Uhr Bahnhof Scheibbs. Anmeldung bzw. Info bei S. Gudra, 07489/30184 oder 0664/73852933 Details und nähere Info auf www.oetk-scheibbs.at und im aktuellen Sektions-Sommerprogramm 2014

sektion ternitz Vorstand: Ing. Alfred Metzner, 2630 Ternitz, Franz-Dinhobl-Straße 61 Hüttendienst am Adolf-Kögler-Haus: 6./7. September: Martin Langegger 13./14. September: Florian Seelhofer 20./21. September: Thomas Perz (Vereinsausflug!) 27./28. September: Hans Karner jun. (Schneeberglauf!) 4./5. Oktober: Markus Böhm 11./12. Oktober: Alfred Mezner (Hüttenreinigung!) 18./19. Oktober: Edwin Hecher 25./26. Oktober: Anneliese Schmid (Familienwanderung!) Am 21. September veranstalten wir den Vereinsausflug nach Langenlois; Treffpunkt bei der Mehrzweckhalle Ternitz um 7.30 Uhr. Wanderung von Langenlois nach Mittelberg, mit Führung durch die Kellergasse von Mittelberg und mit Weinverkostung. Anschließend geht es zurück nach Langenlois zum Heurigen. Die Wegstrecke beträgt 15,5 km, die Wanderung dauert 4 Stunden. Rückkehr nach Ternitz um 18.30 Uhr. Kosten: 15 Euro (Bus) und rund 10 Euro (Kellergassenführung mit Weinverkostung); Kinder bis 15 Jahre frei. Anmeldung bis spätestens 20. September bei Alfred Metzner, 02630/36824 oder 0664/2139952. 11./12. Oktober: Hüttenreinigung und Holzpartie! Alle Mitglieder sind zum Mitmachen dazu recht herzlich eingeladen. Am 26. Oktober 2014 findet die Familienwanderung statt. Die Informationen für diesen Wandertag werden im Schaukas-

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sektion triestingtal Vorstand: Wolfgang Lang, Hauptstraße 57/3/9, 2560 Berndorf Postanschrift: Pottensteiner Straße 15 (Adlerhof), 2560 Berndorf, triestingtal@oetk.at Veranstaltungen: 25. September: Rundwanderung Bucklige Welt Abfahrt um 8 Uhr am Centrelax-Parkplatz in Berndorf mit Privatautos. Wanderung ab Haßbach bei Seebenstein über die Urbankapelle nach Ödenkirchen, Mittagsrast im Gasthaus Fally. Dauer der Rundwanderung: 4,5 Stunden, geringer Höhenunterschied von nur 350 m. Auskünfte und Anmeldung unter 02672/84070, W. Lang 5. Oktober: Teilnahme an der Sektionenwanderung Hocheck-Schutzhaus: Die Hütte ist ab sofort bis auf Weiteres geschlossen. Ein neuer Pächter wird gesucht.

sektion waldheimat Vorstand: Dr. Kurt Marhardt, Bahnstraße 9, A-2213 Bockfließ, waldheimat@oetk.at; Post: Elisabeth Ball, 1190 Wien, Boschstraße 41/4/37, josef.zetl@chello.at oder robert.schmoelz@chello.at Geburtstage: Liselotte Schinner (75), Charlotte Seliansky (75), Dr. Hanspeter Puschmann (76), Oskar Dampf (82), Max Pechinger (83) Ehrungen: Unsere Jubilare im Jahr 2014 sind: 25 Jahre: Susanne Horatschek; Thomas Resch 40 Jahre: Hans Grilnberger; Maria Zellner 50 Jahre: Margareta Protze 60 Jahre: Valerie Schmölz Die Einladungen an unsere Jubilare zur Ehrung bei unserem Gründungstreffen im Oktober ergehen natürlich noch persönlich. Aktivitäten: Mittwoch, 3. September: Ausschusssitzung im Café Wild, Linke Wienzeile 60, Beginn: 19 Uhr. Donnerstag, 11. September (oder – je nach Wetterlage – 25. Sept.) Ausflug zum Lebensbaumkreis: für die „junggebliebenen Senioren“ der Waldheimat: Treffpunkt: 10.30 Uhr, Bahnhof Heiligenstadt, mit dem Bus zum Cobenzl. Von dort gemütlicher Fußmarsch – Bankerln – zum Lebensbaumkreis am Himmel und zur Sisi-Kapelle. Mittag – je nach Lust und Laune: Oktogon; Häuserl am Himmel oder Waldgrill am Cobenzl. Evtl. kleine Rundwanderung um den Latisberg (Kreuz­eiche). Führung: Liesl Ball, 0664/4790027. Ich freue mich schon auf euch! Fr.–So., 19.–21. September: Herbstmarkierungstour auf der Hauereckhütte: Für alle, die gerne mithelfen wollen, aber noch nicht wissen, wie man sich anmeldet, bringen wir hier nochmals die Kontaktmöglichkeiten: Martin Rinder, Otto-Herschmann-Gasse 4/2/28, 1110 Wien. 0681/10732971, post@mf-rinder.net Samstag, 27. September: Hochseilklettern im Weinviertel: Treffpunkt: 14.30 Uhr, Beginn 15 Uhr. Am Ochsenberg, 2124 Oberkreuzstetten. Samstag, 4. Oktober: Sektionswanderung der Sektion Waldheimat durch die Ötschergräben. Von und mit Kurt Marhardt: kurt@marhardt.at Sonntag, 5. Oktober: Waldheimattreffen 2014: Wir treffen einander um 17 Uhr im Restaurant „Hopfen & Malz“, Kaiser­ ebersdorfer Straße 277, 1110 Wien (Endstation StraßenbahnLinie 6). Wir wollen in gemütlicher Atmosphäre unsere Jubilare ehren und den Geburtstag unserer Sektion feiern.

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sektion wiener neustadt Vorstand: Mag. Josef Zwickl, Schulgasse 2a/2/9, 2700 Wiener Neustadt, zwickl@chello.at, www.oetkneustadt.at Geburtstage: Dieter Fink (55), Gerhard Scheidl (55), Anneliese Eibensteiner (60), Horst Hansch (70), Peter Kwech (70), Hannelore Regel (70), Ingrid Zach (70), Karl Neusiedler (75), Otto Ulrich (75). Herzlichen Glückwunsch! Aktivitäten: Samstag, 20. September: Gutensteiner Panoramaweg Unser Herbstspaziergang führt uns von Pernitz-Raimundviertel leicht ansteigend (ca. 100 Hm) über schöne Waldwege und Wiesen mit herrlichem Panoramablick zurück zum Ausgangspunkt. Gehzeit: 3 Stunden inkl. Rast. Anschließend Mittagessen und Ausklang in einem guten Gasthof. Treffpunkt: Autofahrer um 10.30 Uhr bei der Bahnstation Pernitz-Raimundviertel; Bahnfahrer in Wiener NeustadtGutenstein, Abfahrt 9.33 Uhr, Ankunft Pernitz-Raimundviertel 10.23 Uhr Anmeldung bei Martina Holczer, 0699/18282386, oder mit E-Mail an martina.holczer@gmail.com Gäste sind herzlich willkommen. Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Website www.oetkneustadt.at

Irmgard Braun

sektionen•infos•rezensionen sektion wienerwald Obmann Stellvertr.: Johann Popelka, 3052 Innermanzing, Hauptstraße 98, wienerwald@oetk.at

Hans-Georg Kassler verstorben! Wir trauern um unseren Obmann und Freund Hans Kassler, der uns am 12. Juli 2014 im 70. Lebensjahr für immer verlassen hat. Ein langes, mit bewundernswerter Geduld ertragenes Leiden hat für ihn ein Ende gefunden. Hans war seit 2004 Obmann der Sektion gewesen. Unter seiner Führung wurden auf der Schöpfl­ hütte viele Investitionen getätigt, ebenso wurde die MatrasWarte generalsaniert. In all den Jahren der Zusammenarbeit haben wir die aufrichtige und menschliche Art sowie die fachliche Kompetenz unseres Obmannes sehr geschätzt. Als ehemaliger Direktor der Pensionsversicherungsanstalt hat er auch vielen Mitbürgern geholfen, sei es bei Bewilligungen von Kuraufenthalten, Pensionsproblemen, oder bei beruflichen Aufnahmen in der PVA. Lieber Hans! Wir alle werden Dir ein ehrendes Andenken bewahren und schicken Dir noch ein allerletztes Berg Heil. Unser Beileid gilt vor allem seiner Gattin Helga und seinen Kindern und Enkelkindern.

Nie wieder tot. Mord am Gardasee. 220 Seiten, Bergverlag Rother, München 2014: 13,30 Euro. Alpin-Journalistin und Schriftstellerin Irmgard Braun klettert seit 30 Jahren in der Fränkischen Schweiz, in den Dolomiten, aber auch in den Felsen um Arco. Diesen Krimi hat sie in den ihr vertrauten Klettergebieten an­ gesiedelt. Titelheldin Romy liebt die Herausforderung im Fels. Als sie während einer Tour erfährt, was ihr Ehemann Philipp so „hinter den Kulissen“ treibt, lässt sie ihn an einem Überhang baumeln und flüchtet voll Wut in das Klettergebiet Arco. Gespannt, wie es weiter geht ...? Nur noch eines zu diesem Bergkrimi: Eine unterhaltsame Lektüre, geeignet für den verregneten Urlaubstag, an dem ans Klettern nicht zu denken ist. Gerhard Schirmer

Peter Backé

Mit Bahn und Bus in die Wiener Hausberge. 50 Touren zwischen Donau, Mur und Enns. 176 Seiten mit 90 Farbfotos, 50 Höhenprofilen, 50 Wanderkärtchen (1:50.000) sowie einer Übersichtskarte: 17,40 Euro. Die nähere und weitere Umgebung von Wien ist verkehrsmäßig sehr gut er­ schlossen, weshalb es eigentlich bereits „höchste Eisenbahn“ ist, dass sich ein Wanderführer diesen Umstand zu Nutze macht. Dieses neue Werk, dessen Autor sich als guter Gebietskenner erweist, füllt diese Lücke. Er führt uns auf 50 verschiedenen Routen, vom einfachen Halbtagsausflug bis hin zu anspruchsvollen Berg­ touren. Die Vorschläge werden ergänzt durch gutes Bildma­ terial, Wanderkarten mit Routenverlauf und aussagekräftigen Höhenprofilen. Selbstverständlich gibt es Tipps zu Einkehr, Varianten und Abstechern. GPS-Tracks stehen zum Download bereit. Ein anspruchsvolles Führerwerk, das bei allen gut an­ kommen wird, die sich einen Beitrag zur Schonung der Natur an ihre Fahnen geheftet haben. Gerhard Schirmer

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Brigitte Krizsanits, Manfred Horvath

Das Leithagebirge. Grenze und Verbindung. 232 Seiten mit zahlreichen, meist großformatigen Abbildungen in Farbe, Verlag Bibliothek der Provinz, 2012: 34 Euro. Nachdem die Erstauflage so rasch vergriffen war, gibt es das Buch schon in der zweiten (Nov. 2013) Auflage. Die Autoren bringen dem Leser das Leithagebirge in seiner stillen Schön­ heit näher. In dieser eher unscheinbaren Hügellandschaft ging es nicht immer so ruhig zu – an der österreichisch-ungarischen Grenze wurde gekämpft, geschmuggelt, auch Blut wurde ver­ gossen, es gab aber auch gemeinsame Feiern und gegenseitige Hilfe. Das Buch widmet sich nicht nur den landschaftlichen Besonderheiten, es beschäftigt sich auch mit den Bewohnern und manchen in Vergessenheit geratenen Zeugnissen einer bewegten Vergangenheit. Einfühlsame, exakt recherchierte Texte und ein hervorragendes Bildmaterial machen diesen Bildband zu etwas ganz Besonderem. Gerhard Schirmer

Patrick Matros und Dicki Korb

Gimme Kraft! Das handliche Buch (223 Seiten/ Deutsch/Englisch) mit DVD ist im ÖTK-Shop um 29,90 Euro erhältlich. Das Trainingsbuch ist produ­ ziert von und im Café Kraft! Zeigt über 80 Übungen an Boul­ derwand, Campusboard, Steckbrett, Slingtrainer, Ringen, Sloperails, Klimmzugstange, Boden und Minibarren. Präsen­ tiert werden sie von keinen Geringeren als Sasha DiGiu­lian, Fred Nicole, Barbara Zangerl, Melissa le Nevé, Bernd Zangerl und Alex Megos. Darüber hinaus geben die Stars Einblicke in ihre Trainingsweisheiten. Wie werde ich stärker? Wie trainiere ich effektiv? Welche Trainingsübung ist sinnvoll? Die Übungen können via DVD nachvollzogen werden. Hannes Resch


zentrale•infos zentrale wien Rudolf Smekal † Am 12. Juli ist unser Freund und BGKamerad Rudolf Smekal gestorben. Rudi wurde am 25. Februar 1931 in Wien geboren. Dem ÖTK trat er bereits im Jahr 1946 bei und 1973 wurde aufgrund seiner alpinen Leistungen in die Bergsteigergruppe aufgenommen. Im Klub war Rudi über viele Jahrzehnte hinweg auf den verschiedensten Gebieten tätig, so etwa hat er unter der Leitung von Ernst Kulhavy im Rahmen der Bergsteigerschule als Führer gewirkt, auch bei einem Eiskurs konnte er seine großen bergsteigerischen Erfahrungen weitergeben. Ein ganz besonderes Interesse hatte Rudi an unserer Klubbibliothek, die er beinahe an jedem Donnerstag besuchte. Auch hier war er ein von allen sehr geschätzter und kompetenter Mitarbeiter, der seine Arbeitskraft in uneigennütziger Weise zur Verfügung stellte. Als Bergsteiger war er für seine ruhige und besonnene Art bekannt, mit der er besonders schwierige oder gefährliche Passagen meisterte. An bedeutenden Bergfahrten sind ihm die Ödsteinkante, der Steinerweg in der Dachstein-Südwand, die Hochtor-Nordwand und andere schwierige Felstouren gelungen. Er belegte mit Erfolg den staatlichen Tourenwart-Lehrgang für Bergsteigen sowie einen Ausbildungskurs zum Schilehrwart. 1977 erstieg er im Rahmen einer ÖTK-Sommerführung den Erciyes Dağı in Anatolien. Ich selbst habe Rudi bereits zu Beginn der Sechzigerjahre kennengelernt. Gemeinsam haben wir so manchen Viertausender in den Walliser Alpen bestiegen – doch als eine der schönsten Touren mit ihm ist mir bis heute der Ostgrat auf den Salbitschijen in Erinnerung geblieben. Lieber Rudi, Du fehlst uns sehr. Unser ganzes Mitgefühl gilt seiner Frau Karoline, die ihm auch auf so mancher Bergfahrt eine treue Begleiterin gewesen ist. Gerhard Schirmer (im Namen aller Deiner Freunde)

zentrale bergsteigergruppe Leitung: Josef Schrom, Vortragsleiter: Fritz Krügler Der erste Vortrag im Rahmen der Bergsteigergruppe nach der Sommerpause findet am Donnerstag, 9. Oktober, um 19 Uhr im Klubhaus statt. Gernot Resch bringt unter dem Titel „Schluchten und Wüsten des Oman“ eine MultimediaShow mit vielen interessanten Ansichten. Der Oman ist ja bis heute ein arabisches Land, das seine Tore erst vor knapp zwei Jahrzehnten dem Fremdenverkehr geöffnet hat und das daher noch viel Geheimnisvolles bieten kann. In diesem Zusammenhang wollen wir auf einen weiteren Termin aufmerksam machen: Am Donnerstag, 13. November, wird uns Sonja Steger vom Verband Österreichischer FilmAutoren gleich drei Filme zeigen, und zwar: „Im Regenwald der Berggorillas“, „Wo die Zeit stehen blieb – Myanmar“ und „Das Vermächtnis – Krüger Nationalpark“. Mehr dazu in der nächsten Ausgabe.

zentrale bibliothek und archiv Leitung: Fritz Krügler, bibliothek@oetk.at oder archiv@oetk.at Rund 50 Bücher aus dem Nachlass von Hilde Six wurden in die Bibliotheksbestände eingegliedert. Unsere Klubbibliothek ist nach wie vor an jedem Donnerstag (ausgenommen an Feiertagen) von 16 bis 19 Uhr geöffnet. Wir freuen uns über jeden Besuch. Bitte beachten Sie, dass Sie bei uns zu außergewöhnlich günstigen Konditionen Dubletten erwerben können. Der Erlös daraus dient ausschließlich dem Neuerwerb von Büchern.

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Günther J. Wolf † 7. Juni 1941 – 21. März 2014 Mit Günther Wolf ist uns ein großer BGKamerad verloren gegangen. Ich habe „Quaxi“, so sein Spitzname, bereits um 1961 kennengelernt. Er war damals ein aufstrebender Kletterer der extremen Richtung, der unter anderem in den Felsen der Hohen Wand unterwegs war. Hier gelang ihm 1963 die erste Begehung des Sekundären Edelweißsteiges. Eine Reihe beachtlich schwieriger Touren hat er in den Gesäusebergen, im Bergell und anderen hochalpinen Gruppen unternommen. Da sich Günther Wolf aber auch für die Höhlenforschung zu interessieren begann, führte er im Jahr 1970 die Teilnehmer eines Eiskurses an einem Schlechtwettertag in die Spannagelhöhle, die damals bloß eine Gesamtlänge von 330 Metern hatte und in der nach Passieren einer Engstelle neue, ausgedehnte Teile entdeckt wurden. Damit war der Auftakt zu weiteren Forschungen gegeben, und schließlich erwies sich diese Höhle als ein mehr als zwölf Kilometer langes Objekt. Wolf lernte als Schriftsetzer bei Waldheim-Eberle Otto Wilhelm Steiner kennen, der ihm bald in väterlicher Freundschaft verbunden war. Wolf folgte Steiner als Schriftleiter unserer Vereinszeitung (ÖTZ) nach, eine Funktion, die er von 1976 bis 1979 ausübte. Unter ihm bekam sie allmählich ein moderneres, durch wesentlich mehr Bildmaterial illustriertes Aussehen. Wolf nahm sich aber auch der Gestaltung unserer Festschrift „50 Jahre Bergsteigergruppe (1929–1979)“ an, die bis heute eine der repräsentativsten Publikationen unseres Klubs ist. Als Steiner im Oktober 1979 gestorben war, hat ihm Wolf einen ausführlichen Nachruf gewidmet, der nicht nur Steiners alpine Verdienste, sondern seinen gesamten Lebenslauf wiedergab. Die Jänner-Ausgabe der ÖTZ 1980 hat Wolf dann noch fertig gestellt, doch die Klubleitung beurteilte die Veröffentlichung von Steiners Aktivitäten und Verdiensten, die nichts mit dessen alpinen Tätigkeiten zu tun hatten, als (Wolfs) „persönliche Meinungen über politische und historische Ereignisse“, weshalb er als Schriftleiter abgesetzt wurde. Im Klub bekleidete er seit damals keine Funktionen mehr – bergsteigerisch betätigte er sich jedoch noch bis in die jüngste Vergangenheit. Gerhard Schirmer

zentrale aktivitäten Neben den vielen anderen Aktivitäten möchten wir wieder einmal auf unsere nächsten Wanderungen und Radtouren aufmerksam machen. Zu allen Touren ist eine Anmeldung beim ÖTK erforderlich!! Nachteulentouren Leitung: Andrea Zacherl • Mittwoch, 8. Oktober, 19–21.30 Uhr: Elisabethhöhe am Bisamberg. Den Bisamberg über geheimnisvolle Pfade ersteigen und das abendliche Wien von oben einmal aus einem anderen Blickwinkel kennenlernen. FB: 4 Euro. Treffpunkt: Schnellbahnstation Langenzersdorf, 18.50 Uhr. Danach geht’s wohl noch zu einem Heurigen! • Donnerstag, 13. November, 18.30–22 Uhr: Stammersdorf mit Gansl-Essen: Über Stock und Stein entlang dem March­feldkanal nach Strebersdorf zum Heurigen auf ein knuspriges Ganserl und ein Achterl Jungwein (1,5 Stunden bei etwa 6 km). FB: 5 Euro. Treffpunkt: Endstelle der Linie 31 um 18.20 Uhr, Rückfahrt von Endstelle der Linie 26. Wegen der notwendigen Ganslvorbestellung bitte um verlässliche Anmeldung bis 10. November.

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nr.5/2014 Bergwanderungen • 6./7. September: Mugel. Wir steigen am Samstag von Leoben durch Wald und über freie Almwiesen auf den Gipfel des beherrschenden Ausläufers der Gleinalpe, nächtigen im neu gebauten Mugelschutzhaus des ÖTK in 1630 m Höhe, genießen die unglaublichen Rundblicke und wandern über die Höhenrücken. Am Sonntag stehen uns je nach Wetterlage mehrere landschaftlich sehr schöne Abstiegswege zur Verfügung. Wegen der erforderlichen Quartierreservierung bitte um rasche Anmeldung. FB: 25 Euro, Führung: Andrea Zacherl. • 13./20. September: Herbstwanderwoche um Schladming. Die Schladminger Tauern zählen wegen des Artenreichtums an Bergpflanzen und Wildtieren und des besonderen Flairs der umliegenden Bergwelt wohl zu den schönsten Wandergebieten im Alpenraum. Touren: Unzählige Gipfel, Almen, Wasserfälle, Schluchten und Bergseen stehen zur Auswahl. Die Touren werden jeweils am Vorabend besprochen, richten sich nach Wetter, körperlicher Verfassung und eventuellen Wunschzielen. Unterkunft im Raum Schladming ist ein Drei-Sterne-Hotel mit gutbürgerlicher Küche. Kosten: 690 Euro (Hotel, DZ, HP). Nicht inkludiert sind Anreisekosten, etwaige Seilbahn- und Busgebühren. Führung: Christl Eckart. • 27./28. September: Zwei-Tages-Tour in den Niederen Tauern – Planneralm. Je nach Wetter- und Stimmungslage wandern wir auf die tollen und aussichtsreichen Gipfel im Bereich der Planneralm, vorbei an einem Gebirgssee, und wahrscheinlich finden wir auch den einen oder anderen Halbedelstein, denn hier gibt’s den dunkelroten Granat. Führungsbeitrag: 33 Euro. Führung: Christl Eckart. Radtouren • Samstag, 13. September: Römerland-Tour. Entlang der Schwechat zum Schloss Rothmühle. Über weitgehend ebene Straßen und Feldwege erreichen wir die Fischa, nach Norden Richtung Fischamend. Nach der historischen Stadtrundfahrt rollen wir weiter nach Maria Ellend (Ende unserer Tour). Zum Ausklang können wir einkehren. Mit der S-Bahn geht’s nach Wien zurück. Treffpunkt: 9.50 Uhr, Praterstern beim Riesenrad, Streckenlänge: 45 km bei 270 Hm, teilweise auf Schotterstraßen. FB: 6 Euro. Führung: Andrea Zacherl. • Samstag, 11. Oktober: Auf Napoleons Spuren – historische Highlights durch Marchfeld und Lobau. Unsere Tour führt über flache Hügel auf historischen Wegen entlang des Donau-Radweges. Treffpunkt: 10 Uhr, U1-Donauinsel; Streckenlänge: 45 km bei rund 270 Hm, teilweise auf Schotterstraßen. FB: 6 Euro. Führung: Andrea Zacherl • Samstag, 25. Oktober: Zauberhaftes Rosaliengebirge. Mit Mountainbikes ein wunderbarer Anstieg von Bad Sauerbrunn auf die höchsten Punkte des Rosaliengebirges, erst flach, dann kurze steilere Passagen auf den Höhenrücken mit fantastischen Ausblicken, teilweise mit Singletrailabfahrten hinunter und vorbei an der Burg Forchtenstein, und über kleinere Hügel zurück nach Bad Sauerbrunn. Treffpunkt: 10 Uhr am Bahnhof Bad Sauerbrunn, Streckenlänge: 40–50 km mit rund 600 Hm, Fahrtdauer: 6 Stunden inkl. Pausen. FB: 10 Euro. Führung: Andrea Zacherl Höhlentouren • Sonntag, 31. August: Eisensteinhöhle. Die Eisensteinhöhle oberhalb von Bad Fischau-Brunn befindet sich auf der sogenannten Thermenlinie. Besonderheit: In der Höhle gibt es eine Thermalquelle, die das Klima in der Höhle bestimmt. Wegen der für eine Höhle überdurchschnittlichen Temperaturen wird sie daher als Thermalhöhle bezeichnet. Dauer der Führung: 1 Stunde. Ausrüstung: Falls vorhanden: Helm, Arbeitskleidung, z. B. Overall, Arbeitshandschuhe, Bergschuhe od. Gummistiefel mit Profilsohle, Stirnlampe. Fehlende Ausrüstung kann vor Ort beigestellt werden. FB: 5 Euro. Führung: Josef Posch, Treffpunkt: 11 Uhr beim Höhlenhaus.

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zentrale•infos • 1.–5. Oktober: Höhlenexkursion in den slowenischen Karst – Postojna. Gemeinsam besichtigen wir unter der Leitung von Peter Huber im Gebiet von Postojna Höhlen und Höhlenabschnitte, die für Besuchermassen nicht zugänglich sind, erkunden Kletterpassagen, folgen beeindruckenden Wasserläufen und begeben uns auf die Spuren der Höhlenforscher. Ausrüstung: Gutes, wasserabweisendes Schuhwerk/Stiefel, wärmere und strapazierfähige Bekleidung mit langen Ärmeln, lange Hose, warme Strümpfe, Ersatzkleidung, gummierte Schutzhandschuhe und wenigstens zwei verschiedene Lampen sind das absolute Ausrüstungsminimum! Letztere können im ÖTK-Shop gekauft werden. Spezielle Höhlen-Ausrüstung wird beigestellt. Kosten: 395 Euro inkl. Führung, Eintritte, Höhlen-Ausrüstung, Nächtigung auf Basis Halbpension. Anreise: in Fahrgemeinschaften, Treffpunkt Mittwochabend. Kulturaktivitäten • Samstag, 30. August, 10:30 Uhr: 1873: Wien und die Weltausstellung: WIEDERHOLUNG – Prädikat sehenswert! • Mittwoch, 10. September: Arnulf Rainer zum 85. Geburtstag. Große Retrospektive in der Albertina. 18.20 Uhr Kassenhalle Albertina. Führung: Petra Augustyn, Begleitung: Elke Doppler-Wagner. Eintritt und Führung: 19 Euro. Anschließend geselliger Ausklang • Samstag, 4. Oktober: St. Stephan – Wahrzeichen und Kulturgut. Über Hochzeiten, Geheimnisse und sakrale Mystik. Führung: Elke Doppler-Wagner. Treffpunkt: 14 Uhr Riesentor beim Dom. Eintritt und Führung: 19 Euro. Anschließend geselliger Ausklang • Samstag, 8. November: Exkursion in die Zuckerfabrik Tulln. Was haben Zuckerrüben mit Napoleon zu tun? Und wie entsteht unser Feinkristallzucker? Leitung: Elke DopplerWagner, Treffpunkt: 14 Uhr, Haupteinfahrt Zuckerfabrik Tulln, Josef-Reither-Straße 21–23. Anmeldung bitte bis 7. November! Nebenkosten: 10 Euro (Besichtigung inkl. Kaffee und Kuchen). Anschließend geselliger Ausklang beim Heurigen Fuhrgassl-Huber im 19. Bezirk. Zu allen Touren ist eine Anmeldung beim ÖTK erforderlich! Weitere Ausflüge, Wanderungen, hochalpine Touren und vor allem das vielfältige Ausbildungsprogramm entnehmen Sie bitte unserem Jahresprogramm oder unserer Website www.oetk.at unter Kurse und Touren.

Der ÖTK ist für Sie da! Schauen Sie vorbei. Lassen Sie sich beraten im hauseigenen Shop und in der Geschäftsstelle. • Öffnungszeiten Geschäftsstelle & Shop: Montag: 10.30 bis 17 Uhr, Dienstag: 9–19 Uhr, Mittwoch: 9–17 Uhr, Donnerstag: 9–19 Uhr, Freitag: 9–15 Uhr. • Bücherei und Archiv sind am Donnerstag von 16 bis 19 Uhr geöffnet (ausgenommen an Feiertagen). • Öffnungszeiten der Kletterhalle in der Bäckerstraße 16, 1010 Wien: Montag: 10.30–22 Uhr, Dienstag bis Freitag: 9–22 Uhr, Samstag, Sonn- und Feiertag: 13–20 Uhr. • Der ÖTK hat die günstigsten Eintrittspreise aller Wiener Kletterhallen: z. B. 3 Stunden für ÖTK-Mitglieder: 4,90 €, Kinder und Jugendliche des ÖTK: 3,90 €. Unser umfangreiches Kurs- und Ausbildungsangebot entnehmen Sie bitte unserem Jahresprogramm sowie unserer Website unter www.oetk.at.


kolumne

nr.5/2014

nr.10/2010

Zeichnung: Jakob Kirchmayr

hütten wirt

Griaß eich!

Darüber, wer die " Welt erschaffen hat, lässt sich streiten. Sicher ist nur, wer sie vernichten wird.“ Ein Zitat, das dem englischen Tierschützer und Umweltaktivisten George Adamson zugeschrieben wird. Leider aktueller denn je. Als ich noch ein Knabe war, wurde mir von meinen Eltern beigebracht, dass man seinen Müll selbstverständlich wieder von einer Bergwanderung mit ins Tal nimmt. Auch in der Schule wurde uns Gleiches gelehrt. Ich habe das immer verstanden und akzeptiert, warum auch nicht? Die Getränkeflaschen oder Dosen, die ich in vollem Zustand auf den Berg hinauftragen kann, sind ja beim Hinuntergehen um ihren Inhalt erleichtert und daher umso leichter zu tragen. Ganz abgesehen davon, dass es auf den meisten Bergen ja sowieso bewirtschaftete Hütten mit vollem Verpflegungsangebot gibt, da kann die Jause zu Hause bleiben. Wer aber unbedingt selbst etwas auf den Berg hinauftragen will, der muss den dabei anfallenden Müll eben wieder hinuntertragen. Logisch, oder?

Leider sehen das viele Bergfreunde anders. Das Müllproblem auf den Bergen (und damit auch auf den Hütten) wächst jedes Jahr. Dabei steht in jeder österreichischen Hüttenordnung, dass der Gast verpflichtet ist, seinen Müll im Tal selbst zu entsorgen. Aber Regeln gelten ja bekanntlich nur für die anderen. Das kann dann schon so weit führen, dass sich ein Kellner von einem Gast anschnauzen lassen muss, weil er das „Sackerl fürs Gackerl“ vom Hochzuchtwuffi nicht entgegennehmen will. Das Sackerl haben wir dann einen Tag darauf übrigens direkt am Wanderweg gefunden. Es geht aber sogar noch besser: Die städtischen Gipfelaspiranten lassen im Lager (neben einem Haufen anderen Mülls) auch etliche PET-Getränkeflaschen zurück. Nur um ein paar Stunden später durstig von der Wanderung nach Wasser zum Mitnehmen zu verlangen. Das können wir leider nicht in ihre Flaschen füllen, weil die haben sie ja weggeworfen.

Ich bin mir sicher, jeder meiner Kollegen und jede meiner Kolleginnen kennt die „Müllverstecke“ seiner oder ihrer Gäste ganz genau: Geschickt werden dunkle Winkel und Ritzen genutzt, mit Akribie werden Lagermatratzen wieder zurückgelegt, nachdem darunter die Überbleibsel der nächtlichen Jause versteckt worden sind, zum Trocknen aufgestapelte Brennholzscheiter werden ihrer Zwischenräume beraubt, indem man sie mit leeren Zigarettenpackungen ausstopft, und einmal habe ich in einem Hauspantoffel, die wir unseren Gästen gerne zur Verfügung stellen, eine benutzte Damenbinde gefunden. Manche Gäste verwenden so viel Energie darauf, ihren Müll in irgendwelchen Ecken zu verstecken, dass ich mich manchmal ernsthaft frage, ob man nicht mit einem Bruchteil des Aufwandes den Müll selbst hätte ins Tal tragen können. Leider kann ich auch meinen eigenen Berufsstand nicht ganz ungeschoren davonkommen lassen. Sind diese unsäglichen Portionsverpackungen mit zehn Gramm Marmelade oder Butter wirklich notwendig, liebe Kollegen? Muss der Zucker wirklich in Einzelportionen verpackt sein und muss jeder Teebeutel einsam in seiner eigenen Aluminiumfolie darauf warten, vom Gast konsumiert zu werden?

Ich bin und war immer der Ansicht, dass wir unsere Welt nicht von unseren Eltern geerbt, sondern von unseren Kindern geborgt haben. In diesem Sinne ist es an uns, selbst mit gutem Beispiel voranzugehen und bei uns selbst mit der Müllvermeidung zu beginnen. Gerade in den Bergen sollte es uns allen eine Selbstverständlichkeit sein, unsere Abfälle (so sie sich wirklich nicht vermeiden lassen) im Tal zu entsorgen und nicht dem Hüttenwirt als „Geschenk“ dazulassen.

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Leben am Berg (wie auch im Tal) mit ein wenig mehr Rücksichtnahme und etwas weniger Egoismus für uns alle einfacher und schöner wäre!

Der-Huettenwirt@gmx.at

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Fotos: ÖTK

Min.

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ÖTK Klubmagazin 5/2014  

Das Klubmagazin für ÖTK Mitglieder Ausgabe Sep-Okt 2014

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