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Der richtige Job – Tipps für die Entscheidungsfindung

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Mit individueller Bewerbungsmappe punkten

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Die Zukunftsbranchen in der Oberlausitz

Hier sind Sie zu Hause.


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Inhalt

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Azubi´xtra 18

Schnupperkurs für den Beruf

4 Grußwort 5 Oberlausitz. Hier geht's lang 6 Schlüsselbranchen in der Oberlausitz

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Werbung in eigener Sache

8 Mhhh... -Ernährungswirtschaft 14 Viel Neues bei den Kaufleuten 18 Schnupperkurs für den Beruf

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Erzieher/in: Job mit Perspektive

20 Flexibel bleiben, oder Ziele haben 28 Werbung in eigener Sache 30 Welcher Beruf passt wirklich zu mir? 31 Erzieher/in: Job mit Perspektive

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Fit für das wichtigste Gespräch

36 Fit für das wichtigste Gespräch 38 zweigleisig zum Erfolg: Duales Studium 42 Wenn die Ausbildung vorzeitig endet Impressum

Herausgeber + Verlag: KG WochenKurier Verlagsgesellschaft mbH & Co. Dresden, Wettiner Platz 10, 001068 Dresden Geschäftsführer: Martina Schmitz / Oliver Nothelfer Verlagsleiterin: Sina Häse, Verkaufsleitung: Peter Hatzirakleos, Projektleitung: Jörg Herzog Redaktion: Regine Eberlein (verantw.) und WEISS INTERMEDIA GmbH & Co.KG

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zweigleisig zum Erfolg: Duales Studium Satz: DVH Weiss-Druck GmbH & Co. KG Elsterheide Druck: Weiss Druck GmbH & Co.KG Monschau, Titelfoto: Fotolia Auflage: 6.000 Exemplare, Verteilung an Schulen der Landkreise Bautzen und Görlitz Nachdruck verboten. Für die Richtigkeit der abgedruckten Anzeigen übernimmt der Verlag keine Gewähr. Die vom WochenKurier eingesetzten, gestalteten und veröffentlichten Texte und Anzeigen dürfen nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Verlages reproduziert oder nachgedruckt werden.

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Grußwort „Es hängt von dir selbst ab, ob du das neue Jahr als Bremse oder als Motor benutzen willst.“ Henry Ford Liebe Schülerinnen und Schüler, jetzt wird es spannend! Ab diesem Schuljahr steht für euch nicht mehr nur der Schulalltag im Vordergrund. Nun entscheidet ihr über euren weiteren Werdegang, sicherlich eine der wichtigsten und schwierigsten Entscheidungen bisher. Fragen, ob ihr nun an eine weiterführende Schule gehen, einen Beruf erlernen oder studieren wollt, kommen jetzt auf euch zu. Warum wir das wissen? Weil wir für uns die Fragen auch schon einmal beantworten mussten – bei dem ein oder anderen ist das auch noch gar nicht so lange her. Mit der vorliegenden Sonderausgabe des WOCHENKURIER laden wir euch liebe Schüler und Sie, sehr geehrte Eltern und Lehrer, herzlich ein, sich 4

über Karrierewege in eurer beziehungsweise Ihrer Heimat zu informieren. Die Jugend – ja ihr, seid ein kostbares Gut, unsere Zukunft! Die Region Oberlausitz-Niederschlesien birgt Chancen, die ihr erkennen und schätzen werdet. Warum? Berechtige Frage. Die Oberlausitz ist ein Wirtschaftsstandort mit gut aufgestellten Unternehmen in den verschiedensten Christoph Pilz

Branchen, wie Maschinenbau, Tourismus, Kunststofftechnik, Textilindustrie, Ernährungswirtschaft und Energietechnik oder Informationstechnik. Und genau deshalb sind euch ein vielseitiger statt einspuriger Berufsstart und sehr gute Aufstiegsmöglichkeiten garantiert. Außerdem ist die Oberlausitz als Region einzigartig und äußerst lebens- und liebenswert! Oder?

Viele gute Gründe also, sich eine Karriere in der Heimat aufzubauen, denn wir brauchen euch in der Oberlausitz. Mehr Informationen findet ihr unter dem Slogan „Zukunft Oberlausitz – Karriere machen am Anfang Deutschlands“ der MGO und auf www.oberlausitz.com/zukunft. Da könnt ihr euch übrigens auch an 12 Beispielen anschauen, wer wo wie Karriere gemacht hat. Oder schreibt uns einfach mal eine EMail bzw. ruft an.

Ich wünsche euch, unseren „Fachkräften von Morgen“, viel Glück für die Zukunft – hoffentlich hier in der Oberlausitz!

Christoph Pilz Geschäftsführer der Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH (MGO)


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Oberlausitz.

FÜRS ALLGEMEINWISSEN:

Hier bist Du richtig. Wer die Oberlausitz richtig kennenlernen will, muss in viele Gesichter blicken: Sie ist eine erfolgreiche Wirtschaftsregion, Heimat zahlreicher innovativer Unternehmen und Unternehmer, aber genauso eine authentische Tourismusregion mit einer charmanten Kulturlandschaft. Die Nähe zu den Wirtschaftszentren Dresden, Berlin, Breslau und Prag macht die Oberlausitz für Konzerne, aber auch für kleine und mittelständische Unternehmen attraktiv. Engagierte und qualifizierte Mitarbeiter, klare Kostenvorteile, gute überregionale Verkehrsanbindung und hohe Produktivität zeichnen die Oberlausitz aus. Viele Oberlausitzer Firmen unterstützen sich gegenseitig bei der Beschaffung, im Service, in Forschung und Entwicklung, in Ausbildungsfragen und im Marketing und kooperieren in branchenorientierten Netzwerken.

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Doch die Oberlausitz punktet auch als vielfältige Ferienregion. Faszinierenden Landschaften, zahlreiche Aktiv- und kulinarische Angebote, einzigartige sorbische Kultur und reiche Geschichte sind ein Grund, dass die Oberlausitzer Tourismuswirtschaft ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist. Die Symbiose aus Wirtschaftskraft und vielgestaltigen Freizeitangeboten ist es, die die hohe Lebensqualität der Region ausmacht. Nur gemeinsam sind wir stark und Gemeinsamkeit ist seit jeher das Potential dieses Landstrichs. Die Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH

Fakten zur Oberlausitz: • Landkreise Bautzen (BZ) und Görlitz (GR) • Einwohner: 568.756 • Fläche: 4.496 km² • Gemeinden: 112 (davon 29 Städte) Wirtschaft: • ca. 2.500 produzierende Unternehmen • mehr als 160 Unternehmen mit über 100 Beschäftigten • Bildungseinrichtungen: 4 Hochschulen, 1 Universität Tourismus: • Übernachtungen 2014:1,88 Mio. • Ankünfte 2014: 0,65 Mio. • 381 Beherbergungsbetriebe Mehr Informationen zur Oberlausitz auf www.oberlausitz.com

wirbt national wie international für den Wirtschafts- und Tourismusstandort, professionell und unabhängig von Landes- und Landkreisgrenzen. Mit Freude wird eine Region präsentiert, auf die man mit Fug und Recht stolz sein kann.

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Die Schlüsselbranchen in der Oberlausitz viele Möglichkeiten für Deine Karriere in der Region Maschinenbau und Metallbearbeitung • Der Maschinenbau und die Metallbearbeitung sind starke Wachstumsmotoren in der Oberlausitz. • In den Bereichen Sondermaschinen- und Werkzeugbau sowie Vorrichtungs-, Anlagen- und Metallbau sind in unserer Region rund ein Drittel aller sächsischen Maschinenbau- und Metallfirmen tätig. Oberlausitzer Kunststofftechnik • Die Kunststofftechnik ist eine Branche mit langer Tradition und über 90 Betrieben in der Region. • Individuelle Lösungen, Serienfertigungen und Komplettsysteme gibt es aus einer Hand. • Das POLYSAX Bildungszentrum

ist die bundesweit einzigartige, professionelle Aus- und Weiterbildung. Energietechnik • In der Energieregion Lausitz erfolgt die Energiegewinnung aus Braunkohle und alternativen Quellen. • Zukunftsorientierte Entwicklungen in den Bereichen der Solarwirtschaft, der „sauberen Energien“ und der Energiespeicherung beschreiben diese Branche. Informationstechnik • Vom Standort Oberlausitz aus agieren spezialisierte IT-Dienstleister inzwischen weltweit bei der Programmierung, Beratung, Implementierung und Wartung von Softwarelösungen. • Einen besonderen Schwerpunkt bildet die hier vorhandene kom-

Foto: Anne Hasselbach

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plette SAP-Produktkompetenz. Ernährungswirtschaft • Die Ernährungswirtschaft ist geprägt durch traditionelle Handwerksbetriebe und moderne Industrieunternehmen. • Über 100 regionale Erzeuger und Direktvermarkter von land- und teichwirtschaftlichen Produkten sorgen für Frische auf unseren Tischen. Textilindustrie • Die Textilindustrie besticht durch Innovationskraft, Vielseitigkeit und Modernität. • In den Oberlausitzer Unternehmen entstehen z.B. technische Textilien, Frottierwaren, Bekleidungsstoffe, Wäsche, Berufsbekleidung und Heimtextilien. Tourismus- und Freizeitwirtschaft • Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft ist in der Oberlausitz, als Sachsens Ferienregion Nr. 2, sehr stark ausgeprägt. • Mit jährlich steigenden Gästezahlen hat sie sich zum beschäftigungs-relevanten Wirtschaftszweig entwickelt. Informiert Euch auch unter www.oberlausitz.com/wirtschaft


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Mhhh … Leckeres auf den Tisch aus der Oberlausitz Hallo Teens, was steht denn bei euch so auf dem Frühstücks- oder Abendbrottisch? Sicherlich jede Menge Lebensmittel-Markenware, angefangen von den Getränken über Brotaufstriche bis hin zu Käse und Wurst und allerlei anderen Delikatessen. Habt ihr euch schon mal Gedanken gemacht, wo das eine oder andere Lebensmittel herkommt, ob es sogar aus unserer Region stammen könnte?

unternehmen prägen die Branche, deren Produkte auch weit über die Grenzen der Oberlausitz hinaus bekannt sind: darunter Bautz’ner Senf, Wilthener Weinbrand, Neukircher Zwieback, Pulsnitzer Pfefferkuchen, Produkte der Marke Sachsenmilch, Mineralwasser sowie alkoholfreie Erfrischungs- und Wellnessgetränke der Oppacher Mineralquellen, Lausitzer Fruchtsäfte oder die verschiedenen Biere der ansässigen Brauereien.

Foto: IHK

Das kann gut sein, denn die Ernährungswirtschaft in der Oberlausitz zählt zu den wichtigsten Branchen der Region. Eine Vielzahl traditioneller Handwerksbetriebe, kleine und mittelständische Produzenten, aber auch moderne Industrie8

Zudem sorgen zahlreiche landund teichwirtschaftliche Erzeuger – vielfach Direktvermarkter und Bioproduzenten – für köstliche regionale Spezialitäten, wie zum Beispiel Fleisch, Fisch, Käse, Obst, Gemüse und Kräuter. Regionalität von Produkten spielt für Verbraucher heute viel-

fach eine entscheidende Rolle bei der Kaufentscheidung von Lebensmitteln. Trotz allem sind die jeweiligen Herkunftsregionen noch zu wenigen bekannt. Für überregionale Marketingmaßnahmen fehlt den vorwiegend klein- und mittelständisch aufgestellten Unternehmen der Nahrungsmittelindustrie oft das nötige Budget. Deshalb schlossen sich Unternehmen der Oberlausitz zum Netzwerk “Oberlausitz genießen” und die in Sachsen zum “Netzwerk Ernährungsgewerbe Sachsen” zusammen. Lobbyarbeit, gemeinsames Marketing und regelmäßiger Erfahrungsaustausch der Branchenvertreter stehen im Mittelpunkt der Arbeit der Netzwerker. Und: Unterstützung beim Meistern der demografischen Herausforderungen. Auch hier gilt es, Fachkräfte zu gewinnen und die Weiterbildung für Mitarbeiter zu organisieren. Wollt ihr mehr Infos zur Ernährungswirtschaft in der Oberlausitz, dann schaut mal auf www. oberlausitz.com/wirtschaft. Oder ihr stöbert nach Unternehmen der Ernährungswirtschaft in unserer Firmendatenbank. www.ernaehrungsgewerbesachsen.de


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Wir bilden aus:

Industriekauffrau/-mann 3 Jahre Zerspanungsmechaniker(in) 3,5 Jahre Industriemechaniker(in) 3,5 Jahre Mechatroniker(in) 3,5 Jahre Technische(r) Produktdesigner(in) 3,5 Jahre Ausbildungsbeginn: 01. September Bewerbungsschluss: Ende Februar des Jahres Bewerbungsunterlagen richten Sie an folgende Adresse: MBN Maschinenbaubetriebe Neugersdorf GmbH Dr.-Robert-KochStraße 2-4 02727 EbersbachNeugersdorf

www.Drogin.de

Wir bilden aus

Bau- und Möbeltischler (männliche und weibliche Bewerber/innen) Ihre schriftliche Bewerbung richten Sie bitte an:

Tischlerei Gerhard Drogoin GmbH • Personalabteilung 02957 Krauschwitz · Buchenweg 55

WIR BILDEN AUS!

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Frühzeitig bewerben und Lehrstelle sichern Der frühe Vogel fängt den Wurm – das gilt auch bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz Das Ende der Schulzeit wird meist heiß ersehnt, ist aber nur der erste Schritt ins Leben als Erwachsener. Denn um in der Jobwelt Fuß zu fassen, braucht es eine gute Ausbildung. Und dafür gilt es, sich rechtzeitig zu bewerben. Nach der Schulzeit möchten Jugendliche gern nahtlos mit einer Ausbildung beginnen. Damit dies auch klappt, sollte am besten schon ein Jahr vor dem Schulabschluss mit der Suche und Bewerbung für eine Ausbildung begonnen werden. Denn es gibt hier klare Fristen und Termine für die Platzvergabe.

Wann bewirbt man sich? Die betriebliche Ausbildung beginnt meist zum 1. August oder 1. September. Doch gerade größere Betriebe oder Arbeitgeber im öffentlichen Dienst suchen sich ihre Azubis gern langfristig, also meist bereits ein Jahr vor dem Schulabschluss, aus, manche Firmen oder Banken sogar noch eher. Es gilt daher, nicht erst kurz vor dem Abschluss, sondern bereits ein Schuljahr zuvor die Bewerbungsphase einzuleiten. Diesen Termin schon verpasst? Keine Panik. Besonders kleinere Betriebe wählen ihre Azubis auch

Wer seine Chancen auf die Lehrstelle seiner Träume wahren will, sollte rechtzeitig anfangen, sich zu bewerben. Foto: Fotolia

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zeitnäher aus. Und wer sich für einen weniger gefragten Beruf bewerben möchte, kann mit einer Last-minute-Bewerbung Erfolg haben. Nicht selten klappt es in diesem Fall sogar noch wenige Wochen vor Ausbildungsbeginn, eine Zusage zu ergattern. Ausbildung an Berufsfachschulen Berufe im Dienstleistungsbereich oder Sozial- und Gesundheitswesen erfordern oft eine Ausbildung an einer Berufsfachschule. Wer sich dafür entscheidet, sollte sich konkret bei der anvisierten Berufsfachschule nach deren konkreten Fristen und Terminen erkundigen. Denn sie können von Fachschule zu Fachschule sehr verschieden sein. Aber auch hier gilt: Am besten ein Jahr vor Ausbildungsstart bewerben oder zumindest diesbezüglich nachfragen. Zu beachten ist, dass man zu den eigentlichen Bewerbungsunterlagen auch stets ein Anmedeformular mitschicken muss. Das Formular einfach bei der Berufsfachschule anfordern. Wer unsicher ist, kann die genauen Fristen und Termine der einzelnen Berufsfachschulen auch bei seiner örtlichen Agentur für Arbeit erfragen.


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So gelingt der Berufseinstieg Der erste Eindruck zählt – goldene Regeln für den perfekten Ausbildungsbeginn Mit der Zusage zu einem neuen Job überwiegen nach der ersten Freude die Fragen: Welche Firmenkultur herrscht dort? Wie sollte auf Kollegen zugegangen und was umgangen werden? In der Tat gilt es für Berufseinsteiger einiges zu beachten und zu vermeiden. Der erste Eindruck zählt, eine gepflegte Erscheinung und gute Umgangsformen am neuen Ausbildungsplatz sind wichtig. Wer folgende Tipps beachtet, kann beim Ausbildungsstart punkten: Pünktlichkeit ist oberstes Gebot. Daher vor allem am ersten Tag lieber einen Zeitpuffer einkalkulieren, um Verspätung zu vermeiden.

Ordentliche und saubere Kleidung ist ein Muss. Wichtig ist, dass man sich wohlfühlt und das Outfit zum Betrieb passt. Freundlichkeit ist Trumpf Werden die neuen Kollegen vorgestellt, gilt es, sympathisch zu lächeln und die Hand zu geben. Sich selbst sollte man immer mit Vor- und Nachnamen vorstellen. Kollegen im Ausbildungsbetrieb sollten zunächst grundsätzlich mit „Sie“ angesprochen werden. Nur wenn Azubis das „Du“ angeboten wird, können sie ihr Gegenüber duzen. Azubis untereinander duzen sich. Höflichkeit ist Trumpf – lieber einmal zu viel grüßen als zu wenig. Viele Berufseinsteiger sind übermotiviert und nerven da-

Sympathisches, interessiertes Auftreten ist für Berufseinsteiger das A und O für den gelungenen Start in der neuen Firma. Foto: randstad/fotolia

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mit die Kollegen. Auch divenhaftes Gehabe lässt den erfolgreichen Berufsstart scheitern, denn übertriebene Ansprüche schaffen nur Antipathie. Daher sollten sich Berufseinsteiger auch mit Kritik und Verbesserungsvorschlägen zurückhalten. Neue Aufgaben und Arbeitsanweisungen erdrücken den Unternehmensneuling in den ersten Tagen. Notizen schaffen Ordnung im Kopf und symbolisieren Lernbereitschaft. Interesse zeigen: Niemand weiß trotz moderner Medien alles über die neue Firma. Am besten interessiert auf die Kollegen zugehen und alles Wissenswerte in Erfahrung bringen. Private Telefongespräche und TRatsch sind Tabu Privates Telefonieren oder Surfen im Internet sind zu vermeiden. Und natürlich sind fremde Schreibtische tabu. Außerdem sollten Handys in einer Besprechung immer auf lautlos gestellt werden. Ein absolutes No-Go sind Kommentare und Tratsch über Mitarbeiter, insbesondere über den Chef. Für Azubis, die sich an diese Regeln halten, steht einem gelungenen Start in der neuen Firma nichts mehr im Wege.


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Viel Neues bei den Kaufleuten Vor allem im Freizeit- und Tourismusbereich entstehen innovative kaufmännische Berufe Mehr Vielfalt im Büro: Nicht nur die Klassiker wie Industrie- oder Groß- und Außenhandelskaufmann/frau bieten Karrierechancen, sondern auch Spezialisierungen in attraktiven Branchen. Der Trend zu mehr Gesundheitsbewusstsein und Fitness hält an. Auch Freizeitangebote werden wichtiger, der Tourismus hat sich in Deutschland zu einer der Leit-

branchen entwickelt. Damit einher geht die Entwicklung neuer Berufsbilder, zum Beispiel das des Sport- und Fitnesskaufmanns oder -kauffrau. Wer gut in Sport ist, Lust zum Reisen oder Spaß an trendigen Events hat und zugleich gut rechnen kann, der ist in diesen neuen Berufen am richtigen Platz. Denn es geht darum, neue Angebote zu entwerfen und zu kalkulieren so-

In neuen kaufmännischen Berufen zählt nicht nur das Business-Outfit, sondern auch das Sportdress. Foto: Fotolia

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wie dafür geeignete Marketingstrategien zu konzipieren. Bürojob mit Fitnessfaktor Arbeitgeber und Ausbilder sind unter anderem Fitness-Studios, Wellness-Hotels, Sportvereine, Gesundheitszentren oder auch die öffentliche Verwaltung, wenn die entsprechende Kommune gesundheitstouristische Initiativen ergreift. Die dreijährige Ausbildung kann entweder auf dualem Weg mit betrieblichen und überbetrieblichen Elementen oder rein berufsschulisch erfolgen. In der Regel ist ein Abitur oder die Mittlere Reife die Zugangsvoraussetzung. Und: selbst aktiv werden wollen! Denn praktisch mithelfen bei Trainingsanleitungen und anderes mehr gehört dazu. Das heißt: Man sitzt nicht nur im Büro, sondern arbeitet auch oft genug draußen etwa an Sportstätten, Wochenend- und Abendeinsätze inbegriffen, wenn andere eben ihre Freizeit genießen. Außerdem geht es nicht allein um Kostenkalkulationen von Fitnessoder Sportangeboten sowie von Veranstaltungen, sondern auch um Grundkenntnisse in Physiologie, Ernährung und Anatomie. Schließlich müssen neue Trends auch treffend beworben werden.


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Ergotherapeut/-in Physiotherapeut/-in

Senioren- und Pflegeheim Niederoderwitz Tel. 03 58 42 / 23 30

Wir bilden aus: - Altenpfleger/Altenpflegerin - Koch/Köchin Sie haben Interesse und möchten Ihre gesicherte Zukunft vor Ort ansehen? Bei Interesse oder Fragen stehen wir Ihnen auch telefonisch zur Verfügung.

Senioren- und Pflegeheim Niederoderwitz zu Hd. Herrn Zöllner Am Seniorenheim 2 02791 Oderwitz 15


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Soziale Stärke, Karriere garantiert Pflegeberufe bieten beste Berufsaussichten – Qualitativer Mehrwert mit dem dualen Studium Pflege Die demografische Entwicklung bringt es mit sich, dass Pflegekräfte in ganz Deutschland händeringend gesucht werden. Für Berufseinsteiger, die menschliche Kontakte und Verantwortung lieben, ist die Pflege ein ideales Feld. Die Arbeit in Pflegeberufen ist körperlich, geistig und oft auch zeitlich anspruchsvoll. Doch wer sich für eine Laufbahn in diesem Bereich entscheidet, kann sicher sein, unter vielen Arbeitgebern

den besten auswählen zu können und später einen dauerhaft sicheren Arbeitsplatz zu haben. Wer entsprechende Sprachkenntnisse mitbringt, hat beispielsweise auch im Nachbarland Luxemburg sehr attraktive Arbeitsbedingungen. Denn viele EU-Staaten sind bereits jetzt und in der Zukunft noch stärker von der Alterung weiter Teile der Bevölkerung betroffen. Bedarf herrscht in Einrichtungen der Altenpflege ebenso wie in Krankenhäusern oder Hospizen.

Offen sein für die Bedürfnisse anderer gehört zur Kernkompetenz in der Pflege. Foto: Fotolia

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Keine Scheu vor Nähe Wer von vornherein eine Führungsposition anstrebt, ist mit einem dualen Studium Pflege genau richtig. Es wird mittlerweile an etlichen Hochschulen in Deutschland angeboten. Hier werden das praktische Können und das notwendige akademische Wissen parallel vermittelt, so dass sich die Ausbildungszeit bis zum Bachelor-Abschluss insgesamt verkürzt. In leitenden Jobs nimmt der unmittelbare Kontakt zu den Pflegebedürftigen ab, das Management steht im Vordergrund. Doch Grundvoraussetzung ist auch hier die Fähigkeit, liebevoll und angemessen mit anderen Menschen umzugehen. Attraktiver Beruf für Frauen und Männer Waren es in früheren Jahrzehnten vor allem junge Frauen, die in die Pflegeberufe strebten, so ist eine Aufweichung des Rollenklischees zu beobachten. Gerade weil ihre Bedeutung immer klarer zu Tage tritt, ist das Prestige der Branche gestiegen. Dank der großen Nachfrage können bessere Verdienstmöglichkeiten als früher ausgehandelt werden.


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Ihr Partner seit 1958

Elektro - Elektronik GmbH

ERF Elektro-Elektronik GmbH, Lutherstraße 9, PF. 1156, 02943 Weißwasser

Wir bilden aus: Elektroniker/in in der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik Ihre schriftliche Bewerbung bitte an obige Anschrift z. Hd. Hr. A. Schultze oder per E-Mail an: E-Mail: a.schultze@erf-weisswasser.de, Internet: www.erf-weisswasser.de Telefon: +49 3576 282741 Telefax: +49 3576 282740

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Schnupperkurs für den Beruf Welche Rechten und Pflichten sind mit einem Praktikum verbunden? Gibt es einen Mindestlohn? Praktika sind unverzichtbare Bausteine zur beruflichen Orientierung. Doch Praktikanten sollten sich nicht ausnutzen lassen und auf das Kleingedruckte achten.

Anspruch auf ein Entgelt, ebenso wenig wie bei Praktika, die studienbegleitend das theoretische Wissen praktisch ergänzen. Auch eine Sozialversicherungspflicht besteht hier nicht.

Längst ist es selbstverständlicher Teil des Lehrplans, noch während der Schulzeit erste Praktikumserfahrungen zu sammeln. Sie umfassen insgesamt nur wenige Wochen und helfen vor allem dabei, eine realistische Einschätzung von bestimmten Berufsbildern zu bekommen. Darum besteht kein

Sich nicht ausnutzen lassen! Aber es gibt auch Praktika für Volljährige, die nach dem Berufsbildungsgesetz angemessen vergütet und entsprechend sozialversichert werden müssen – ab 2015 teils nach dem Mindestlohn. Auch wer ein dem Arbeitsverhältnis vergleichbares Praktikum absol-

Praktika sind die beste Möglichkeit, die berufliche Wirklichkeit zu testen. Foto: Fotolia

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viert, hat Anspruch auf Entgelt und Versicherung. Viele Praktikumsanbieter haben in der Vergangenheit jedoch die Motivation der Praktikanten ausgenutzt, eigenes Know-how anzusammeln oder Kontakte zu knüpfen, und für die Arbeitsleistung nichts gezahlt. Oft mit der Konsequenz von mehreren Praktika in Folge, ohne daraus eine echte berufliche oder ausbildungstechnische Perspektive zu entwickeln. Das soll nun unmöglich werden. Die Chancen des Networkings nutzen Wer ein Praktikum plant, sollte sich vorab gut beraten lassen, ob und welche Entgelthöhen oder Versicherungspflichten bestehen. Und während des Praktikums sollte jeder darauf achten, möglichst breitgefächertes Branchenwissen kennenzulernen. „Dumme“ Fragen gibt es nicht! Vor allem ist es wichtig für das spätere Berufsleben, die Einbindung in ein Unternehmen zum intensiven Networking zu nutzen. Das bedeutet, die Personalverantwortlichen kennenzulernen, vielleicht auch wichtige Ansprechpartner bei Kunden oder Lieferanten. Dann wird das Praktikum oftmals zum Sprungbrett in den Beruf.


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Was wir mitbringen: Ein eingespieltes und freundliches Team Faire Arbeitskonditionen Die Verbindung von Handwerk und moderner Technik Vielseitige und interessante Aufgaben Regionales und europaweites Arbeiten bei Privat- und Industriekunden Namhafte und langjährige Auftraggeber aus der Industrie Ständige Wissenserweiterung und Fortbildung in neuen Technologien

Was ihr mitbringt: Freude an handwerklicher Arbeit Verantwortungsbewusstsein Kreativität und Planungsfähigkeit Freundlichkeit im Kundenkontakt und im Umgang mit Kollegen Offenheit für neue Technologien und Bereitschaft zu Fortbildungen

Schickt Eure Bewerbung an: G&K Gebäudetechnik GmbH Zittau Brückenstraße 10 | 02763 Zittau Telefon (03583) 57570 info@gebaeudetechnik-zittau.de

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Flexibel bleiben, aber Ziele haben Karriereplanung ist auch in Zeiten großer Veränderungen notwendig, nicht aufs Zufallsprinzip vertrauen So rasant, wie sich die Gesellschaft wandelt, verändern sich auch die Berufe und Jobs. Doch gerade darum ist es notwendig, selbst das Ruder in der Hand zu halten. Noch immer gibt es Jubiläen von zwanzig-, dreißig- oder gar vierzigjähriger Betriebszugehörigkeit. Doch solche konstanten Lebensläufe sind längst die Ausnahme. Heute kann niemand, der eine Ausbildung bei Firma X beginnt,

sicher sein, fünf Jahre später immer noch im Betrieb zu sein… oft auch aus eigenem Antrieb, mehr kennenlernen zu wollen. Und jemand, der heute einen bestimmten Beruf erlernt, kann und muss davon ausgehen, mindestens noch ein Mal oder öfter umzusatteln und etwas ganz anderes zu tun. Coaches helfen bei der Entscheidung Dennoch sollte man keine Ausbil-

Nicht immer geht es nur steil bergauf im Beruf – eine gute Planung schützt vor Brüchen. Foto: Fotolia

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dung mit dem Hintergedanken beginnen, dass es ja sowieso nur ein Provisorium ist. Der Start ins Berufsleben ist die erste Stufe einer Leiter, aus der sich alle anderen ergeben. Faule Kompromisse führen da in die Irre. Karriereplanung ist trotz aller Flexibilisierung nicht überflüssig, im Gegenteil. Dreh- und Angelpunkt sind die eigenen Fähigkeiten und Neigungen, denn die bleiben im Prinzip bestehen, ganz gleich wie turbulent die Märkte und damit die erfolgversprechenden Berufsperspektiven sind. Karrierecoaches helfen bei der Orientierung. Die Balance zwischen Beruf und Privatem Sie können aus ihrer Erfahrung und emotionalen Distanz heraus besser einschätzen als ein Laie, wie sich die individuelle Persönlichkeit und wie sich der Arbeitsmarkt entwickeln werden. Wichtig ist es auch, sich möglichst früh über die privaten Aspekte des Lebenslaufs klar zu werden: Will man Familie oder nicht, will man auf dem Land leben oder nur in der Stadt, will man viel Zeit für sich oder ist man ein echter Workaholic? Auch das beeinflusst, ob eine Berufswahl sinnvoll ist oder nicht.


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Der Weg zum Traumberuf … bei SSL Maschinenbau

Arbeiten auf dem „Balkon der Oberlausitz“ …auf zum Honigbrunnen!

Als eines der größten Maschinenbauunternehmen in Ostsachsen suchen wir junge, engagierte Menschen, die Interesse an technischen Berufen haben oder einen kaufmännischen Beruf erlernen wollen – mit dem Ziel, erfolgreich ins Berufsleben zu starten.

Eines der schönsten Restaurants in der Umgebung von Löbau erwartet Dich! Als motivierter, aufgeschlossener Azubi bist Du genau richtig in unserem Berggasthof! Hier lernst Du nicht nur die Grundlagen der Gastronomie kennen, sondern auch was es heißt, in einem gut funktionierenden Team mitzuarbeiten.

Wir bilden aus: Zerspanungsmechaniker/-in Bürokauffrau/-mann

Wir bilden aus: Koch/Köchin Hotelfachfrau/-mann Restaurantfachfrau/-mann

Kontaktdaten unter: www.ssl-eibau.de Telefon: 03586 78350

Kontaktdaten unter: www.honigbrunnen.de Telefon: 03585 4139130

Wir suchen zum Ausbildungsbeginn 2016 Auszubildende in folgenden Berufen:

Bauingenieurwesen

Wir bieten dir einen spannenden Ausbildungsplatz mit interessanten Karrierechancen. und leistungsbereit bist, freuen wir uns über deine Bewerbung.

SCHNEIDER SYSTEMBAU GmbH Schneiderstraße 1 + 3 01471 Radeburg Tel.: 035208/858-0 Fax: 035208/858-28 www.schneidersystembau.de ssysbau@schneidersystembau.de

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Beste Perspektiven in der IT-Branche IT-Spezialisten werden weiterhin gesucht, weibliche Fachkräfte sind nach wie vor unterrepräsentiert Berufe in der Informationsund Kommunikationstechnik bieten sehr gute Zukunftsperspektiven, vielerorts werden Nachwuchskräfte dringend gesucht. Besonders an weiblichen Fachkräften besteht hier nach wie vor ein großer Bedarf. Obwohl heute viele junge Frauen die Schule mit optimalen Qualifikationen für informationstechnische Berufe verlassen, ist ihr Anteil in dem Bereich weiterhin niedrig: Auf sechs

männliche IT-Spezialisten kam im März 2014 laut Hightech-Verband BITKOM nur eine Frau mit entsprechender Fachkenntnis. Die Berufsaussichten in der schnell wachsenden IT-Branche sind wegen des Fachkräftemangels also hervorragend. Girls'Day bietet Einblick in It-Berufe Der seit 2001 alljährlich stattfindende Girls‘ Day ist eine gute Möglichkeit für alle jungen Frauen, sich über die Chancen in der

Der Frauenanteil an den Informatik-Studierenden und Auszubildenden in IT-Berufen ist immer noch gering. Foto: Fotolia

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Informatik oder einem anderen technischen Beruf zu informieren. Am 23. April 2015 öffnen Unternehmen und Organisationen ihre Türen für Schülerinnen ab der fünften Klasse. Sie haben die Gelegenheit, Berufsbilder in Technik und IT hautnah kennenzulernen. Am Mädchen-Zukunftstag können sie frühzeitig Kontakte zu Ausbildungsverantwortlichen aufnehmen und werden motiviert, vielfältige Wahlmöglichkeiten zu nutzen. Vielseitiger Tätigkeitsbereich Als Querschnittstechnologie geht es in der Informatik längst nicht mehr nur darum, Programmiersprachen zu lernen. Es geht ebenso um das Design von Benutzeroberflächen, das Entwickeln umfassender mobiler Lösungen und um die Beratung professioneller IT- Anwender. Kommunikation, Kreativität und der Kontakt mit Menschen gewinnen in der IT immer mehr an Bedeutung. In Deutschland wurden im November 2014 rund 41.000 IT- Spezialisten gesucht. Damit ist die Zahl der offenen Stellen im Vergleich zum Vorjahr um rund fünf Prozent gestiegen, wie eine BITKOM-Studie zum Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte ergab.


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Ohne sie läuft im Büro gar nichts Einer der beliebtesten Ausbildungsberufe wurde nach mehr als 20 Jahren neu geregelt Aus drei mach‘ eins: So lautete das Motto bei der Neuordnung des dreijährigen Ausbildungsberufs „Kaufmann/-frau für Büromanagement“, in dem seit dem 1. August 2014 ausgebildet wird. So gut wie keine Branche kann heute auf Bürokaufleute verzichten. Sie verarbeiten Texte, kümmern sich um Steuer- und Versicherungsfragen, stellen Bestands- und Verkaufszahlen zusammen, schreiben Rechnungen und überwachen Zahlungen. Auch in den Bereichen Ein- und Verkauf sowie im Vertrieb sind die Kaufleute eine wichtige

Verstärkung. Um für diese vielfältigen Einsatzgebiete geeignete Mitarbeiter zu finden, wurde ab 1. August 2014 ein neuer Ausbildungsberuf mit der Bezeichnung „Kauffrau/-mann für Büromanagement“ eingeführt. Hier wurden die bis dato bestehenden Büroberufe „Bürokaufmann“, „Kaufmann für Bürokommunikation“ und „Fachangestellter für Bürokommunikation“ zusammengeführt. Mit der Modernisierung hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) zusammen mit Bund und Ländern auf die sinkenden Schulabgängerzahlen und die Arbeits-

Die neue Ausbildung kann in allen Bereichen der Wirtschaft und des öffentlichen Dienstes durchgeführt werden. Foto: Fotolia

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marktanforderungen reagiert. Unterschiedliche Berufe mit gleichem oder ähnlichem Inhalt werden so gemeinsam unterrichtet. Auszubildende haben dadurch die Chance, durch gemeinsame Schnittstellen berufsübergreifend eingesetzt zu werden. Durch eine breiter angelegte Berufsausbildung mit Differenzierungsmöglichkeiten erhöht sich die Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt für die Auszubildenden und die Unternehmen gleichermaßen. Spezialisierung durch Wahlqualifikationen Spezialisieren können sich Auszubildende künftig durch Wahlqualifikationen. Aus zehn verschiedenen Modulen, die je fünf Monate dauern, müssen zwei gewählt werden. Wer mehr belegt, kann die Spezialisierungen nach der Ausbildung als Zusatzqualifikation angeben. Das erhöht die Chancen bei späteren Bewerbungen. Novelliert wurde auch die Prüfungsform. Die Absolventen der dreijährigen Ausbildung erwartet eine zweiteilige Abschlussprüfung – eine Zwischen- und eine Endprüfung. Ein Schwerpunkt ist dabei die Technikkompetenz, da fast jede Bürotätigkeit heute EDV-unterstützt ausgeführt wird.


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Werbung in eigener Sache Eine inhaltlich und formal gute Bewerbung ist ein Sprungbrett in den Job Wer seine Chancen auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhöhen möchte, sollte bei der Bewerbung einiges beachten. Die Wirkung einer Bewerbungsmappe auf den zukünftigen Arbeitgeber sollte keinesfalls unterschätzt werden. Denn schließlich ist doch gerade das Anschreiben in erster Linie eins: Werbung für die eigene Person. Die schriftlichen Bewerbungsunterlagen vermitteln einen ersten Eindruck von der Arbeitseinstellung und -genauigkeit des Bewerbers. Wichtig ist, dass das Anschreiben kurz, aber aussagekräftig, gut strukturiert, vollständig und individuell ist. Außerdem kommt es auch auf die Reihenfolge der Unterlagen in der Bewerbungsmappe an: Den Anfang macht das Deckblatt: mit Überschrift, Ausbildungsberuf, Namen, Adresse und Foto des Bewerbers. Es folgen ein durchdachtes Anschreiben, der lückenlose Lebenslauf und die Zeugnisse sowie vorhandene Beurteilungen, beispielsweise aus Praktika. Die Bewerbungsmappe sollte so gestaltet sein, dass sie sich von Mitbewerbern positiv abhebt. Die äußere Form ist entscheidend: Eselsohren, 28

Fettflecken oder ein unpassendes Foto können je nach Arbeitgeber schon ein Ausschlusskriterium sein. Nicht nach Schema F Viele Bewerber machen es im Prinzip richtig und holen sich Tipps aus dem Internet. Leider kopiert ein Großteil einfach nur die Satzvorschläge der recherchierten Bewerbungsanschreiben. Damit haben sie praktisch keine Chance mehr, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Denn nichts ist für Personalverantwortliche frustrierender als standardisierte und dazu noch oft fehlerhafte Anschreiben zu lesen. Beson-

ders überzeugend wirken Bewerber, wenn sie konkret darlegen können, warum sie sich gerade für diese Ausbildungsstelle in der jeweiligen Firma entschieden haben. Qualifikation und Motivation sollten authentisch zum Ausdruck gebracht werden. Das Anschreiben sollte sich stets auf die ausgeschriebene Stelle beziehen und aktiv formuliert sein, ohne Konjunktiv und Verneinung. Da das Anschreiben darüber entscheidet, ob die Bewerbungsmappe durchgelesen wird, ist korrekte Rechtschreibung das A und O. Von einem seitenlangen Anschreiben sollten Bewerber absehen, sondern sich in kurzen Sätzen auf das Wesentliche konzentrieren.

Um einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen, sollten Schulabgänger besonderen Wert auf die Bewerbungsunterlagen legen. Foto: Fotolia


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Dein Ausbildungsplatz als Altenpfleger/in: • Bethlehemstift Eichgraben • Wichernhaus Mittelherwigsdorf • Haus Sonnenblick Oppach • Sozialstation Löbau und Hochkirch Kontakt und Info: Johannisstr. 14, 02708 Löbau Tel. 03585 4766-0 www.dwlz.de · info@dwlz.de

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Welcher Beruf passt wirklich zu mir? Die Qual der Wahl am Ende der Schulzeit – Praktika oder Berufsberatung von Profis geben Orientierung Manche Menschen haben ganz eindeutige Talente oder Neigungen, die sich auch in Schulnoten widerspiegeln. Doch was tun, wenn man überall durchschnittlich ist? Nicht jeder hat das Glück, ein Mathegenie zu sein, ein Sprachentalent zu haben, handwerklich begabt zu sein oder aber eine ausgeprägte soziale Ader zu haben. Wer überall im Mittelfeld

liegt, hat es schwer mit der Entscheidung, welcher Beruf der richtige ist. Außerdem sinken die Karrierechancen in den Berufen, die massenhaft Nachwuchs anziehen, weil eben keine außergewöhnlichen Talente benötigt werden. Hier herrscht kein Fachkräftemangel, die Arbeitsplätze bleiben vergleichsweise unsicher.

einem Beruf ist natürlich ein unterrichtsbegleitendes Praktikum. Zugleich entstehen erste Praxiskontakte, so dass das Berufsbild realistisch wird. Auch die von den Arbeitsagenturen angebotenen Berufsberatungen helfen und haben im Blick, in welchen Branchen voraussichtlich Nachfrage nach Azubis und Nachwuchs besteht.

Querdenken und ausprobieren Erster Schritt auf der Suche nach

Auch ein Freiwilliges Soziales oder Ökologisches Jahr nach dem Schulabschluss kann sinnvoll sein, um auszuprobieren, ob etwa ein betreuender oder ein naturnaher Beruf in Frage kommt. Doch vor allem Querdenken lohnt sich.

Wer nicht weiß, welcher Beruf geeignet ist, sollte sich gut beraten oder coachen lassen. Foto: Fotolia

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Austausch mit „alten Hasen“ Denn wer nicht im Mainstream schwimmt, sondern sich über die häufigsten Ausbildungsgänge hinaus informiert, findet leichter eine Nische, die erstens Erfolg und zweitens Zufriedenheit verspricht. Das kann durchaus ein seltener Beruf sein. Sehr hilfreich und inspirierend ist es auch, sich etwa in einem sozialen Netzwerk oder im Bekanntenkreis über die berufliche Praxis auszutauschen. Schließlich ist auf Informationen aus erster Hand in der Regel Verlass, und gute Vorbilder machen Mut, sich auf einen Berufsweg einzulassen.


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Erzieher/in: Job mit Perspektive Rechtsanspruch auf Betreuungsplatz sichert Arbeitsplätze Der Erzieherberuf ist eine spannende und abwechslungsreiche Tätigkeit mit sehr guten Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Denn durch den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für jedes Kind ab einem Jahr, der seit dem 1. August 2013 gilt, steigt die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften. Die Ausbildung zur Erzieherin / zum Erzieher ist bundesweit noch nicht einheitlich geregelt. Sie dauert zwischen zwei und vier Jahren. Zugangsvoraussetzung ist in der Regel der mittlere Bildungs-

abschluss. Ausbildungsstätten sind Fachschulen für Sozialpädagogik – in einigen Regionen auch Berufsakademien oder Berufskollegs. Auch besteht die Möglichkeit, die Erzieherausbildung in Form eines Fachhochschulstudiums zu durchlaufen. Erzieher/innen arbeiten hauptsächlich in Einrichtungen zur Kinderbetreuung, zum Beispiel in Kindertagesstätten, Kinderkrippen, Horten oder Heimen. Aufgrund des Aufbaus von Krippenangeboten ist der Bedarf an Fachkräften in der Frühpädagogik gestiegen. Denn seit dem 1. August 2013 haben Eltern einen

Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder, die älter als ein Jahr sind. Obwohl der Beruf also krisensicher ist und mit guten beruflichen Perspektiven, fehlen Erzieher und Erzieherinnen. Wer sich für den Beruf interessiert, der kann sich auf der Internetseite der Agentur für Arbeit auch über Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen informieren. Die dort angebotenen Lehrgänge bereiten Quereinsteiger, sozialpädagogische Assistenten und Kinderpfleger gezielt auf den Abschluss als staatlich anerkannte Erzieherin beziehungsweise Erzieher vor.

Ein verantwortungsvoller und abwechslungsreicher Beruf mit guter Zukunftsperspektive.

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Foto: Fotolia


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Infos: 03586 788610

Der Start ins Berufsleben ...

Arbeitsschutz und Industrietechnik

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Hygienic Disposables

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Auszubildende zum/zur Zerspanungsmechaniker/in BA-Studenten zum/zur Dipl.-Wirtschaftsingenieur/in Voraussetzung: erfolgreiches Abitur, eventuell bereits Ausbildung in der Metallbranche, Bereitschaft sich und seine/ihre Ideen in das Unternehmen einzubringen, Übernahme einer späteren Führungsposition.

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Voraussetzung: erfolgreicher Abschluss der 10. Klasse, gute Noten in Mathematik und Physik, Interesse an der Metallbearbeitung und im Umgang mit modernsten CNCMaschinen

Interessiert? Dann bewirb dich bei uns. Wir freuen uns auf deine aussagekräftige Bewerbung!


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‰ Kfz-Mechatroniker Fachrichtung Nutzfahrzeuge ‰ Berufskraftfahrer Fachrichtung Personenverkehr (Mindestalter 18 Jahre)

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Technischen Modellbauer m/w Voraussetzung: • Realschulabschluss • räumliches Vorstellungsvermögen CAD/CAM Technologie • Mathematik mindestens Note 3 Urmodellbau Formenbau Spezialformen (Feuerfestwerke) 3D-Messen

Ausbildungsbeginn: September

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Die schriftliche Bewerbung bitte an. Matthias & Roland Haase Röderstr. 22, 01896 Ohorn Telefon: 035955 - 8 45 31 www.modellbau-haase.de 35


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Fit für das wichtigste Gespräch Wenn sich Chefs und Azubis beschnuppern – Hier zählen die klassischen Tugenden Pünktlichkeit, Höflichkeit und gutes Aussehen sind die Basis für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch. Aber wirklich punkten kann man nur mit weiteren Regeln. Wer als Schüler oder Schulabsolvent die ersten Male in die reale Arbeitswelt hineinspaziert, der trifft auf eine fremde Welt. Kein Wunder, dass jeder bei Bewerbungsgesprächen nervös wird...

und bemühte Coolness zeigen macht es oft nur noch schlimmer. Selbstverständlich sollte es sein, dass der Bewerber oder die Bewerberin pünktlich zum vereinbarten Vorstellungstermin erscheint, angemessen gut gekleidet und nicht übertrieben gestylt ist sowie in Sprache und Körperhaltung die angebrachte Höflichkeit an den Tag legt. Sich lümmeln, Kaugummi kauen oder am Smartphone fummeln sind absolute „No gos“.

Nicht zu nervös machen lassen – die richtige Portion Gelassenheit hilft beim Bewerbungsgespräch. Foto: Fotolia

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Gut vorinformiert ist halb gewonnen Doch ein gutes Bewerbungsinterview braucht noch mehr Vorbereitung. Wer vom Chef oder Personalverantwortlichen unter die Lupe genommen wird, sollte sich vorher gut über die Firma und die Ausbildung, die man machen will, informieren. Wer durchblicken lässt, dass er keinen blassen Schimmer hat von den Aufgaben und Tätigkeiten, die auf einen zu kommen, hat keine Chance auf Erfolg. Außerdem sollte man gewappnet sein auch für persönliche Fragen, denn die potenziellen Ausbilder und Arbeitgeber wollen sich ein umfassendes Bild von ihrem künftigen Berufsnachwuchs machen. Es geht um Verantwortung Wer beispielsweise einen Beruf ergreifen will, der mit vielen sozialen Kontakten und Verantwortung verbunden ist, muss auf die Frage gefasst sein, wo und wie viel Verantwortung man bereits in Freizeit oder Schule übernommen hat oder wo man sich ehrenamtlich engagiert. Wichtig ist, sich nicht zu verstellen, sondern die eigenen Stärken und Schwachstellen zu kennen sowie die Motivation für den gewählten Beruf zu schildern.


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2. Ostsächsische Pflegemesse

Wer sich für einen Beruf im Bereich Pflege oder Medizin interessiert findet hier Tipps zu Aus- und Weiterbildung

14. und 15.11. 2015 in Löbau Ausbildung in einer Stadt voller Ideen Du suchst: – eine spannende und anspruchs-

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KFZ Mechatroniker/-in Voraussetzungen: guter Realschulabschluss, gute Auffassungsgabe und Teamfähigkeit Ihre schriftliche Bewerbung richten Sie bitte an Autohaus Löbau GmbH 02708 Löbau, An der Hohle 15 oder elektronisch awauer@autohaus-loebau-fsoc.de

Ihre

Adresse

... in der itz ! Oberlaus Frau Liebich

02708 LÖBAU, An der Hohle 15 (03585) 4795-0

02762 ZITTAU, Äußere Weberstraße 36 (03583) 5548-40

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Zweigleisig zum Erfolg: Duales Studium Duale Studiengänge sind sowohl bei Arbeitgebern als auch Schulabgängern beliebt Als Alternative zum klassischen Vollzeitstudium wird das duale Sudium für Schulabgänger immer beliebter. Das duale Studium verzahnt Ausbildung und Studium miteinander und führt in vergleichsweise kurzer Zeit zur Doppelqualifikation. Siegeszug einer Studienform Das duale Studium nahm seinen Anfang bereits in den 1970er Jahren mit einer Modellversuchsphase in Baden-Württemberg. Nach wenigen Jahren ist es zu einem bundesländerübergreifenden Erfolgsmodell geworden. Seit 1995 ist der Abschluss eines Dualen

Studiums als Hochschulabschluss anerkannt. Immer mehr Schulabgänger entscheiden sich heute für eine Kombination aus Praxisphasen in einem Unternehmen und theoretischen Vorlesungszeiten in einer Uni, Fachhoch- schule, dualen Hochschule oder Berufsakademie. Im Jahr 2010 waren über 50.000 Studierende in einem dualen Studiengang eingeschrieben, 2013 waren es mehr als 64.000 Studierende. Die Absolventen durchlaufen eine besonders innovative, attraktive und praxisnahe Studienform und werden so optimal auf ihr späteres Berufsleben vorbereitet.

Das duale Studium bietet viele Vorteile – ist aber auch mit viel Arbeit verbunden. Foto: Fotolia

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Reihe von Pluspunkten Die Vorteile eines Dualen Studiums sind zahlreich: Dazu gehören beispielsweise der direkte Theorie-Praxis-Transfer und die Unterstützung durch die Arbeitgeber – häufig in Form einer Ausbildungsvergütung oder durch die Übernahme von Studiengebühren. Die Absolventen erwerben gleichzeitig zwei Abschlüsse und sparen dadurch Zeit. Nicht zu vergessen sind die guten Chancen auf eine spätere Übernahme. Und auch die Unternehmen profitieren, können sie doch qualifizierte Nachwuchskräfte gewinnen. Die Wirtschaft hat das Thema „duales Studium“ daher längst für sich entdeckt. Dies zeigt auch die stetig steigende Zahl der Unternehmen, die duale Studienplätze anbieten. Aktuell werden in Deutschland über 1.000 duale Studiengänge in verschiedenen Fachrichtungen angeboten. Obwohl das Angebot an dualen Studiengängen wächst, sind viele Studienplätze durch die große Nachfrage nach dualen Studienangeboten oftmals schon sehr früh im Jahr vergeben. Es ist daher wichtig, sich frühzeitig und nicht erst mit Erhalt des Abschlusszeugnisses aus der Schule zu informieren.


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Ausbildungsplätze für 2015 und 2016

Medizinische/r Dokumentationsassistent/in

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Wenn Berufe exotisch werden Sie sind absolute Nischenberufe mit Seltenheitswert: Uhrmacher, Glockengießer & Co. seine ganz eigenen Zeitvorgaben, die man nicht beschleunigen darf. Es ist eine sehr sinnliche und körperlich fordernde Angelegenheit mit Feuer, Metall und Erde. Doch gerade in derartigen Berufen finden Menschen ihre Erfüllung. Klassische Schuster, Schneider, Korbflechter, Töpfer oder Kürschner gibt es im Meisterrang nur noch wenige, die ausbilden und Nachwuchs suchen – umso intensiver und enger ist der Kontakt zwischen Azubi und Ausbilder. Wer sich auf solch ein seltenes Handwerk einlassen will, muss also bereit sein, dorthin zu ziehen, wo die Arbeit ist. „Immer mit der Ruhe“ heißt die Devise in traditionellen Gewerken. Foto: Fotolia

Wer etwas ganz Besonderes lernen will und bereit ist, sich seine eigene Nische zu erobern, der ist bei einem der uralten Handwerks- oder Kunsthandwerksberufe goldrichtig. Berufe wandeln sich so stark wie die gesamte Gesellschaft, neue kommen und alte sterben aus. Doch für kreative Individualisten haben gerade die traditionellen Handwerke, die es nur noch in 40

Einzelfällen und einer Handvoll Betriebe in ganz Deutschland gibt, eine echte Faszination. Denn hier ist oft noch etwas zu spüren von der Sorgfalt, Zeit und Hingabe, die früher ganz selbstverständlich zum Beruf gehörte. Ein Uhrmacher, der in der Lage ist, winzige Uhrwerksteile so zusammenzufügen, dass ein Präzisionsgerät entsteht, darf keine Hektik haben. Gut Ding will Weile haben Auch der Guss einer Glocke hat

Kammern entdecken alte Berufe neu Manchmal sind es auch die Handwerks- oder Industrie- und Handelskammern, die einen Trend hin zu Berufen erkennen, die lange Zeit als „ausgestorben“ galten. Sie reagieren mit entsprechenden Ausbildungs- und Prüfungsangeboten, wenn sich herausstellt, dass beispielsweise in einer bestimmten Region ein Beruf eine Renaissance erfährt. So ist es im Weinanbaugebiet Mosel nach jahrelanger Pause wieder möglich, den Beruf des Kellermeisters oder -meisterin zu absolvieren.


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Wenn die Ausbildung vorzeitig endet Es gibt viele Gründe, eine Ausbildung nicht bis zu Ende zu absolvieren – Verträge beachten! Nicht immer ist es selbstverständlich, das Ausbildungsverhältnis mit einer erfolgreichen Prüfung abzuschließen. Manchmal passen Ausbilder und Azubi nicht zusammen, manchmal gibt es betriebliche Gründe für ein frühes Aus. Jedes vierte Ausbildungsverhältnis in Deutschland wird vorzeitig abgebrochen. Es gibt dafür individuelle Gründe wie die Erfahrung, sich in der Berufswahl oder in der Wahl des Ausbildungsbetriebs geirrt zu haben. Auch Probleme in der Berufsschule, in der eigenen Familie, mit der Gesundheit, dem Ausbilder oder mit der Erreichbarkeit des Ausbildungsplatzes können zum Lehrabbruch führen. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten steigt überdies die Zahl der Betriebe, die sich aus finanziellen Gründen zur Kündigung des Ausbildungsverhältnisses gezwungen sehen. Sorgfältig entscheiden Bevor ein Azubi das „Handtuch wirft“, sollte er sich gut überlegt haben, ob der Schritt wirklich der einzig mögliche ist. Denn der Abbruch einer Lehre sollte nicht aus vorübergehender Unlust an einer Aufgabe oder Situation erfolgen, 42

sondern aus der fundierten Erkenntnis, dass der Beruf oder der Betrieb dauerhaft nicht zu einem passt. Oft geht es mit klärenden Gesprächen weiter und eine Krise kann gemeistert werden. Dafür kann man sich Hilfe beispielsweise vom Vertrauenslehrer der Berufsschule holen. Alternativen checken Ist klar, dass Gespräche nichts bringen und Veränderung notwendig ist, sollte auch geklärt sein, ob es prinzipiell der

falsche Beruf oder „nur“ ein ungeeigneter Ausbildungsbetrieb ist. Wer wechselt, um sich neu zu orientieren, kann dies mit gutem Gewissen tun, denn der Verbleib in einer dauerhaft unbefriedigenden Lage ist sowieso nicht tragbar. Gut wäre es, wenn das Aus bereits während der Probezeit – mindestens ein Monat, höchstens vier Monate – erfolgt. In der Regel ist eine Frist von vier Wochen und die schriftliche Form einzuhalten.

Bereits im Ausbildungsvertrag sind Kündigungsklauseln festgelegt. Foto: Fotolia


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Agentur für Arbeit Bautzen 44

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Zukunft oberlausitz 2015  
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