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DAS FERIENMAGAZIN 2018


Im Redaktionsbeirat des Ferienmagazins Oberlausitz,

www.waldstrand-hotel.de

AB APRIL 2018

NEU LAND ENTDECKEN

Wo könnte unser Waldstrand-Hotel wohnen? In der Einflugschneise eines Großflughafens? An einem von LKW umtosten Autobahnkreuz? Oder in Riechweite waldreicher Erhebungen und ungefähr drei Freudensprünge vom quellfrischen Naturwasser eines traumhaften Strandbades entfernt? Wir tippen mal auf Lösung drei. Gleich vor der Fußmatte der Hoteltür gehen herrliche Wanderwege los, auf denen man auch prima radeln kann, wenn gerade kein Schnee liegt. Dann empfehlen wir, Langlaufski unterzuschnallen.

WEITER LESE N AU F SEITE 34


Der Redaktionsbeirat des Ferienmagazins Oberlausitz traf sich regelmäßig zur Absprache von Ideen für die neue Ausgabe, hier in der Schauwerkstatt der Herrnhuter Sterne GmbH. Im Bild von links: Marketingleiter Tourismus der Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH (MGO) Tobias Haidan, Heiko Harig von der TGG Oberlausitzer Bergland; Olaf Franke, Geschäftsführer der MGO; Aline Förster, Leiterin des Vereins Naturpark Zittauer Gebirge e.V.; Rainer Große, Journalist und Ferienmagazin-Herausgeber, und Ferienmagazin-Reporterin Anett Böttger

’ k nam Herzlich willkommen – Witajce Liebe Leserinnen und Leser, wir möchten Sie mitnehmen auf eine Reise durch die Oberlausitz und legen Ihnen dafür unser Ferienmagazin ans Herz. In dem vor Ihnen liegenden Heft ist die Urlaubsregion mit all ihren Facetten, sehenswerten Orten und Besonderheiten abgebildet. Schon seit 2004 bringen wir alljährlich eine aktualisierte Ausgabe heraus. Mitarbeiter in den Tourist-Informationen nut-

zen das Ferienmagazin besonders gern, um Gästen Empfehlungen für den Aufenthalt in der Oberlausitz zu geben. Sie bekommen hiermit einen Ferien- und Freizeitplaner in die Hand, der Ihnen Lust machen möge, die verschiedenen Seiten der zauberhaften Region kennenzulernen. Zwischen Hoyerswerda und Zittau sowie Radeberg und Görlitz erwarten Sie wunderschöne Ausflugsziele und passionierte Gastgeber. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim

Die Gütesiegel und Marken stehen für besondere Angebote bzw. Leistungen und sind bei den Kontakt-Adressen angegeben:

Blättern und Schmökern und bei Ihrer Reisevorbereitung, auf dass Sie unvergessliche Tage in der Oberlausitz erleben. Wenn Sie Lust haben, beteiligen Sie sich doch am Ferienmagazin-Leserwettbewerb (siehe Seite 3). Wir würden uns jedenfalls freuen, wenn Sie uns in Wort und Bild von Ihren Erlebnissen und Begegnungen in der Oberlausitz berichten. Ihr Redaktionsbeirat vom Ferienmagazin

Anfragen und Infos über:

Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH

Tipp: Was bedeuten die Buchstaben und Zahlen wie B/2 oder C/7? Diese Koordinaten an den jeweiligen Adressen dienen der Orientierung – so finden Sie den Ort ganz schnell in der Karte auf der Umschlagseite.

Humboldtstraße 25, 02625 Bautzen Tel. +49 3591 48770 Fax +49 3591 487748 info@oberlausitz.com www.oberlausitz.com

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Inhalt 2018 22 Tour durch die Feriengebiete in der Oberlausitz

06 Städtereisen Via Sacra Umgebindehäuser Schlösser, Parks, Gärten Handwerk Lausitzer Fischwochen®

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Radfahren Wandern

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18 18 Freizeitknüller der Oberlausitz 20-21 und Jugendeinrichtungen

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24 Naturpark Zittauer Gebirge Naturpark 24-27 Zittau 27-28 Oybin 29-30 Ostritz • Olbersdorf Lückendorf 31 Luftkurort Jonsdorf 32-33 Großschönau 34-35 36-37 Erholungsort Waltersdorf Großschönau 38 Kathrin & Peter 39 Seifhennersdorf 40 Maik Petzold • O-See-Challenge 41 Herrnhut 42-43 Märchenhafte Bräuche 42-43 Die Umgebindehausstraße 44 Oderwitz 45 Löbau 46-47

48 Oberlausitzer Bergland Das Oberlausitzer Bergland 48 Ebersbach-Neugersdorf • Oppach 49 Kottmar / Obercunnersdorf 50-51 Eibau 50-51 Sohland • Cunewalde 52 Tautewalde 53 Schirgiswalde-Kirschau 53 54-55 Berge und Bauden Seifhennersdorf • Eibau 55 Wilthen • Schirgiswalde-Kirschau 56 Der „Holzer” – Jürgen Spottke 57

58 Bautzen Bautzen 58-65 Die Sorben in der Oberlausitz 62 Lehndorf 63 Kleinwelka 64-65 Grubschütz • Göda 66 Der Pumphut – Heiko Harig 67


Ferienmagazin Leserwettbewerb Sie haben in unserem Ferienmagazin geschmökert? Und sind dann auf Tour gegangen? Was haben Sie entdeckt und erlebt? Berichten Sie uns in Wort und Bild von Ihrem schönsten Ferienerlebnis. Wir suchen interessante, originelle Geschichten, die wir – mit Ihrem Einverständnis – im nächsten Heft und auf www.ferienmagazin.de veröffentlichen. Es gibt attraktive Preise zu gewinnen, die von den Inserenten des Ferienmagazins zur Verfügung gestellt werden. Senden Sie bitte Ihre Lieblings-Ferienfotos und -geschichten per E-Mail an info@ferienmagazin.de

Lesen Sie mehr über DAS FERIENMAGAZIN auf Seite 99!

79 68 Oberlausitzer Heideund Teichlandschaft UNESCO-Biosphärenreservat Heide- und Teichlandschaft Teichwirtschaft Weißig

84 Lausitzer NEISSELAND 68-69 70-71 71

72 Westlausitz Die Westlausitz Bischofswerda Großröhrsdorf Rammenau Kleinröhrsdorf • Elstra/Talpenberg Radeberg Pulsnitz • Miltitz Kamenz

72 73 74 75 76 77 78 79

Das Lausitzer NEISSELAND 84 Rothenburg/O.L. 85 Görlitz • Markersdorf • Krobnitz 85 Bad Muskau 86-88 Weißwasser 88-89 Schleife 89 Rietschen • Niesky 90 Thräna • Görlitzer Land 91 Der Radel-Martin • Weicha 92 Radtouren mit AugustusTours 93 Hornow 93

94 Görlitz Görlitz

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99 Service

80 Lausitzer Seenland Lausitzer Seenland Elsterheide/Geierswalde Boxberg/O.L. • Nochten Hoyerswerda Tätzschwitz • Zeißig

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Das Ferienmagazin Verkehrsverbindungen Veranstaltungen Impressum

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Bunt und faceenreich: die Ferienregion Oberlausitz


Stadtzentrum in Görlitz

Tipps zum Weiterlesen: E Zittau (S. 27) E Löbau (S. 46ff.) EBautzen (S. 58ff.) E Kamenz (S. 79) EGörlitz (S. 94ff.) E Luban’ (www.luban.pl) Reiseangebot: Städtereise E Angebot gilt ganzjährig, Anreise: freitags E 4 Ü/F – Übernachtungen sind in Görlitz, Zittau oder Bautzen möglich E Programm nach Angebot und Öffnungszeiten individuell für Ihren Reisetermin gestaltet, je nach Übernachtungsort sind Tagesprogramme austauschbar: Anreise und Fahrten zu Besichtigungsorten erfolgen im eigenen Pkw E Preis: ab 339 Euro pro Person im DZ, EZZuschlag ab 20 Euro pro Nacht E Buchung: Tourist-Information Görlitz Obermarkt 32, 02826 Görlitz E/3 Tel. +49 3581 47570 willkommen@europastadt-goerlitz.de Mehr Informationen und Imageclip: www.sechsstaedtebund.de

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Geschichtsträchtig Entdeckerstädte der Oberlausitz Geschichte, Kultur und Architektur treffen in der Oberlausitz auf eindrucksvolle Weise aufeinander. Das zeigt sich gerade in den Orten des Oberlausitzer Sechsstädtebundes. Bautzen, Zittau, Kamenz, Görlitz, Löbau und Lauban, das heutige Luban’ in Polen, hatten sich 1346 zusammengeschlossen, um mit vereinten Kräften die Handelswege gegen den räuberischen Landadel zu schützen und gemeinsam Recht zu sprechen. Das fast 500 Jahre bestehende Bündnis verhalf den Städten zu wirtschaftlichem Aufschwung und kultureller Blüte. Löbau war über Jahrhunderte Konventssitz des mächtigen Bundes. Abgesandte aus den einzelnen Orten trafen sich dort nicht nur zum Verhandeln, sondern auch zum gemeinsamen Essen. Wer erstmals dabei war, musste nach altem Brauch einen gläsernen Pokal mit Wein leeren. Das kunstvoll verzierte Gefäß fasste immerhin drei Liter. Heute wird die Rarität im Lö-

bauer Handwerker- und Sechsstädtebundmuseum aufbewahrt. Dort ist auch mehr über die Geschichte des Bündnisses zu erfahren. Der Reichtum der Städte lässt sich an der Fülle historischer Gebäude und Baustile ablesen. Schöne Rathäuser, stolze Kirchen, prächtige Bürgerhäuser und wehrhafte Befestigungsanlagen künden von jener Zeit. Die gut erhaltenen und sorgsam sanierten alten Stadtkerne schaffen ein einzigartiges Flair, das zum Bummeln, Staunen und Verweilen einlädt. Mancher Ort mit prächtiger Architektur ist Kulisse für faszinierende Veranstaltungen, etwa die Görlitzer Altstadt zum Internationalen Straßentheaterfestival „ViaThea“, die Bautzener Ortenburg während des Theatersommers, Kamenz mit dem Umzug der Schüler beim jährlichen Forstfest oder Straßen und Plätze in Zittau beim mittelalterlichen Spektakel „Spectaculum Citaviae“.


Kloster St. Marienthal

Besinnlich Auf den Spuren einer trinationalen touristischen Route Reisen ohne Grenzen. Durch Jahrhunderte. Zur Besinnung. Entlang der Via Sacra. Unter diesem Namen führt ein grenzübergreifendes Netz zu religiösen Stätten und Kunstschätzen von europäischem Rang im deutsch-tschechisch-polnischen Dreiländereck. Die „Heilige Straße” verbindet sakrale Architektur, Kunst, Legenden, Ereignisse und Persönlichkeiten. Diese zeugen dort vom jahrhundertelangen Miteinander von Deutschen, Sorben, Polen und Tschechen. Kultur und Frömmigkeit lassen sich an 18 Stationen erspüren. Sie liegen entlang einer insgesamt rund 550 Kilometer langen Strecke in der Oberlausitz, in Nordböhmen und Niederschlesien. So gibt es in der Oberlausitz gleich zwei Frauenklöster, die Zisterzienserinnen seit dem 13. Jahrhundert ohne Unterbrechung bewohnen: St. Marienthal an der Neiße in Ostritz sowie St. Marienstern in Panschwitz-

Kuckau, nur rund 80 Kilometer davon entfernt. Zwei in Deutschland einzigartige Kostbarkeiten birgt Zittau mit seinem Großen und Kleinen Fastentuch. In Bautzen steht der Dom St. Petri, den evangelische und katholische Christen seit der Reformationszeit als Simultankirche gemeinsam nutzen. An der Via Sacra sind auch die norwegische Stabholzkirche Wang im polnischen Karpacz (Krummhübel), die zum Weltkulturerbe zählende Friedenskirche in Jawor (Jauer) oder die Kirche Maria Heimsuchung im tschechischen Hejnice (Haindorf) zu finden. Jeder Ort an der „Heiligen Straße“ kann einzeln aufgesucht werden und als Ausgangspunkt für Ausflüge dienen. Wer sich auf die grenzüberschreitende Reise einlässt, findet zweifellos Ruhe, Gelassenheit und innere Einkehr.

Tipps zum Weiterlesen: E Fastentücher und Epitaphien (S. 27) E Burg und Klosteranlage Oybin (S. 29ff.) E Kloster St. Marienthal (S. 31) E Evangelische Brüderunität Herrnhut (S. 42) E Dorfkirche Cunewalde (S. 52) E Dom St. Petri in Bautzen (S. 58ff.) E Kloster St. Marienstern in PanschwitzKuckau (S. 78) E Kamenzer Altäre (S. 79) E Kirche St. Peter und Paul in Görlitz (S. 94ff.) E Reisepakete über: Görlitz-Tourist Klosterplatz 4, 02826 Görlitz E/3 Tel. +49 3581 764747 m.buchwald@goerlitz-tourist.de www.goerlitz-tourist.de (s. auch S. 95) Mehr Informationen: www.via-sacra.info

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Umgebindehaus – das „Haus der Sinne” – in Obercunnersdorf

Alle Partner mit Qualitätssiegel „Urlaub im Umgebindehaus”: www.oberlausitz.com/Umgebindehaus Tipps zum Weiterlesen: E Naturparkhaus Waltersdorf (S. 36ff.) E Quirle-Häusl (S. 37, 39) E Die Oberlausitzer Umgebindehausstraße (S. 44) E Alte Mangel in Ebersbach (S. 49) E Museumsdorf Obercunnersdorf und Faktorenhof Eibau (S. 50ff.) E Cunewalde (S. 52ff.) E Windmühle Seifhennersdorf (S. 55) Termin: E 27. Mai: Tag des offenen Umgebindehauses mit Veranstaltungen, Führungen und Ausstellungen in zahlreichen Orten Ansprechpartner: Stiftung Umgebindehaus – Arnd Matthes Tel. +49 03586 3695815 a.matthes@stiftung-umgebindehaus.de www.stiftung-umgebindehaus.de

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Unverwechselbar Umgebindehäuser sind einzigartige „Häuser mit Seele” Schmal, breit, klein, groß, schlicht oder prunkvoll: Umgebindehäuser können ausgesprochen verschieden aussehen. Ihre ländliche Architektur prägt die Oberlausitz. Charakteristisch ist dabei eine hölzerne Stützkonstruktion, die eigenständig vor den Wänden der Blockstube steht. Die Bögen des sogenannten Umgebindes tragen das Obergeschoss und das Dach. Aus Holz, Lehm, Stroh und Steinen errichtet, gleicht kein Haus dem anderen. Die vielgestaltigen und oft jahrhundertealten Bauten wirken urgemütlich und behaglich. Mit steinernen Türstöcken, schmiedeeisernen Fenstergittern, kunstvollen Verschieferungen an der Fassade und meisterlich gefügten Hölzern sind sie oft ein schöner Blickfang in der Landschaft. In der südlichen Oberlausitz, in Teilen der Sächsischen Schweiz sowie in Böhmen und

Niederschlesien sind schätzungsweise 19.000 Umgebindehäuser verbreitet. Der Denkmalort Obercunnersdorf und das Textildorf Großschönau weisen die eindrucksvollsten Ensembles dieser urigen Gebäude auf. So manches Umgebindehaus hat als Museum, Gaststätte oder Herberge geöffnet, beispielsweise das Reiterhaus in NeusalzaSpremberg, das Schunkelhaus in Obercunnersdorf, das Heimatmuseum in Sohland, der Faktorenhof in Eibau und der Museumshof mit Kaffeerösterei in Ebersbach-Neugersdorf. Durch sieben Gemeinden der Region führt die Oberlausitzer Umgebindehausstraße als Teil der Deutschen Fachwerkstraße. Wer das besondere, authentische Ferienerlebnis sucht, nutzt am besten das Angebot zertifizierter Vermieter bei „Urlaub im Umgebindehaus”.


Barockschloss Rammenau

Zauberhaft Schlösser, Parks und Gärten sind Schmuckstücke für die Sinne Das Kulturentdeckerland Oberlausitz wartet mit einer besonderen Dichte an gartenkünstlerischen Anlagen auf. Sehenswerte Parks gibt es beispielsweise rund um die Schlösser in Rammenau, Königswartha, Schmochtitz, Neschwitz, Königshain, Krobnitz und Hainewalde. Lohnenswerte Ziele sind auch das Heilige Grab in Görlitz, der Polenzpark Cunewalde, die Herrnhuter Gärten und das Seifersdorfer Tal. Zeugnisse eiszeitlicher Formung präsentiert der Lausitzer Findlingspark Nochten im Farbenspiel saisonaler Blütenpracht. Zahlreiche Landschaftskünstler ließen sich von der Handschrift eines „Parkomanen” inspirieren, der den Muskauer Park an der Neiße schuf: Hermann Fürst von PücklerMuskau (1785-1871). Das Meisterwerk von internationalem Rang ist Sachsens einzige UNESCO-Welterbestätte.

Der grüne Fürst schaute sich die Mittel in der Landschaft ab, um eine künstliche Szenerie zu gestalten, die natürlich wirkt. In der Oberlausitz wurden beispielsweise der Landschaftsgarten in Rothenburg oder der Rhododendronpark in Kromlau nach Pücklers Vorbild gestaltet. Der Gartenkulturpfad beiderseits der Neiße vernetzt Perlen des landschaftskünstlerischen Erbes. Grenzüberschreitend führt er nach Polen ins Hirschberger Tal, wo sich herrschaftliche Anlagen dicht aneinanderreihen. Darunter sind mit Mysłakowice (Erdmannsdorf), Karpniki (Fischbach) und Wojanów (Schildau) sogar drei frühere königlich-preußische Sommerresidenzen zu entdecken. Auch Baumeister und Landschaftsarchitekten wie Karl Friedrich Schinkel oder Peter Joseph Lenné hinterließen dort ihre Spuren.

Tipps zum Weiterlesen: E Gärten des Klosters St. Marienthal (S. 31) E Gartenhäuser in Herrnhut (S. 42) E Schlösser & Gärten der Westlausitz (S. 72) E Barockschloss Rammenau (S. 75) E Klostergarten in St. Marienstern (S. 78) E Findlingspark Nochten (S. 81) E Landschaftspark in Rothenburg (S. 85) E Fürst-Pückler-Park Bad Muskau (S. 86ff.) Mehr Informationen: www.oberlausitz.com www.gartenkulturpfad-neisse.org Parkverbund: E Unter dem Dach des Europäischen Parkverbundes Lausitz sind der Muskauer Park, der Branitzer Park in Cottbus, der Rosengarten in Forst sowie der Schlosspark im polnischen Brody (Pförten) zusammengeschlossen. Mit der Erweiterung kommen 2018 fünf Mitglieder in der Oberlausitz, Südbrandenburg und Polen hinzu: der Schlosspark Altdöbern, der Park in Neschwitz, der Rhododendronpark Kromlau, der Park Zatonie in Zielona Gora und der Schlosspark Zagan.

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Töpferwaren von der Töpferei Lehmann aus Neukirch

Traditionsreich Alte Handwerkskünste über Jahrhunderte erhalten Tipps zum Weiterlesen: E Europas einzige Kokosweberei (S. 31) E Textiltradition in Großschönau (S. 38) E Herrnhuter Sterne (S. 43) E Aufbau der Umgebindehäuser (S. 44) E Bäckerei Otto (S. 45) E Bergquell-Brauerei Löbau (S. 47) E Der Holzer (S. 57) E Bäckerei Fehrmann (S. 66) E Kunsthandwerk in der Westlausitz (S. 72) E Bandweberei Großröhrsdorf (S. 74) E Radeberger (S. 77) E Pulsnitzer Pfefferkuchen (S. 78) E Glas aus Weißwasser (S. 89) E Landskron Brau-Manufaktur (S. 97, U3) Mehr Informationen: www.handwerk-erleben.com

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Pfefferküchlerei, Blaudruck, Töpferei, Leinenherstellung – in der Oberlausitz haben alte Handwerkskünste eine lange Tradition. Pulsnitz ist weithin für würzige Leckerbissen bekannt, die acht Pfefferküchler und eine Lebkuchenfabrik das ganze Jahr über produzieren. 1558 hatten die Pulsnitzer das Privileg erhalten, Pfefferkuchen backen zu dürfen. Bis 1633 reichen die Anfänge der Blaudruckwerkstatt in Pulsnitz zurück, die damit als älteste in Deutschland gilt. Eine andere textile Kunst, die Damastweberei, führten zwei Leineweber 1666 in Großschönau ein, nachdem sie die Technik in Holland erlernt hatten. Mit dem edlen Bildgewebe wurde der Ort berühmt. Daran erinnert heute das Deutsche Damast- und Frottiermuseum. Einzigartige Schmuckstücke für die Adventszeit entstehen in Herrnhut, dem Ursprungsort der Evangelischen Brüdergemei-

ne. In filigraner Handarbeit werden die Herrnhuter Sterne gefertigt. Dabei schauen Besucher fasziniert zu. Auch andernorts lassen sich Handwerksmeister bei der Arbeit über die Schulter schauen, etwa in Olbersdorf, wo eine der letzten Kokoswebereien in Deutschland gern ihre Tür öffnet. Zum alteingesessenen Handwerk in der Oberlausitz gehört freilich auch die Töpferei. Die irdene Ware wird in einer bunten Vielfalt an Farben, Formen und Mustern angeboten. Typisches Dekor erzeugen die Meister durch Schwämmeltechnik, indem sie gewünschte Muster in einen Schwamm schneiden und damit behutsam Farbe auf das Gefäß bringen. Auf Märkten werden die Facetten alter Handwerkskunst präsentiert, etwa bei den Internationalen Leinentagen im Barockschloss Rammenau, auf dem Pfefferkuchenmarkt in Pulsnitz oder beim Töpferfest in Neukirch.


Karsten Ringpfeil von der Teichwirtschaft Wartha

Köstlich Spiegelkarpfen sind Akteure bei den Lausitzer Fischwochen® Der Herbst ist die Zeit, in der die Lausitzer Teichwirte ihre Ernte aus dem Wasser holen. Sie lassen dazu die Teiche ab, um mit ihren großen Netzen Karpfen, Schleie, Hecht, Wels und Zander ans Ufer zu ziehen. Fasziniert beobachten Schaulustige die Fischzüge, die vielerorts in der Oberlausitz gefeiert werden. Die Abfischfeste gehören zum Programm der Lausitzer Fischwochen®, bei denen Gäste alljährlich zwischen Mitte September und Anfang November auf eine kulinarische Entdeckungsreise durch die Genussregion gehen. Leckerbissen aus einheimischen Teichen rücken dabei verstärkt in den Blickpunkt und das aus gutem Grund. In der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, die zu den größten Teichgebieten in Deutschland zählt, hat die Aufzucht von Fischen eine lange Tradition. Schon im 13. Jahrhundert wurden dafür die ersten Gewäs-

ser in der Gegend angelegt. In den Teichen wachsen vor allem Karpfen heran, die innerhalb von drei Sommern die richtige Größe erreichen, um verspeist zu werden. Während der Lausitzer Fischwochen® erwarten Teichwirtschaften, Restaurants, Hotels, Pensionen, Naturschutzeinrichtungen und Gästeführer Interessierte. Beteiligte Gastronomen haben in der Zeit mindestens drei Gerichte aus einheimischem Fisch auf der Karte. Kulinarische Abende und Fischbüfetts bereichern zusätzlich das Angebot. Das bunte Veranstaltungsprogramm hält spannende Teichwanderungen, geführte Exkursionen und Ausstellungen bereit. In den Hofläden der Teichwirtschaften erhalten Kunden ganzjährig eine breite Palette an frischem und geräucherten Fisch. Und keine Angst vor Gräten: längst sind auch küchenfertige Karpfenfilets zu haben.

Tipps zum Weiterlesen: E Biosphärenreservat (S. 68ff.) E Heide- und Teichlandschaft (70ff.) E Teichwirtschaft Weißig (S. 71) Mehr Informationen: www.lausitzer-fischwochen.de Termine Schaufischen und Fischerfeste: E 22. September bis 4. November: 17. Lausitzer Fischwochen® E 8. September: Kirschauer Fischerfest, www.kirschauer-aquakulturen.com E 29. September: Natur- und Fischerfest Rietschen, www.fischzucht-rietschen.de E 6. Oktober: Abfischfest am Inselteich Radibor, www.insel-radibor.de E 6. Oktober: 29. Schaufischen am Altteich Weigersdorf, + 49 162 2815986 E 13. Oktober: 28. Fischerfest der Teichwirtschaft Klitten, www.fischerei-klitten.de E 14. Oktober: Schaufischen und Fischerfest am Altteich Weißig (bei Oßling), www.teichhaus1.de E 20. Oktober: Schaufischen am Großen Ballackteich Litschen, www.ringpfeil.de E 20. Oktober: Schaufischen mit Fischerfest, Schwarze Lache, Kreba www.kreba-fisch.de E 31. Oktober: Schaufischen am Schlossteich Petershain, www.teichwirtschaft-kittner.de

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Tipps zum Weiterlesen: E Radtouren in der Heide- und Teichlandschaft (S. 70ff.) E Vier Radrouten in der Westlausitz (S. 72) E Black Mountain Bike Park in Elstra (S. 76) E Radtouren im NEISSELAND (S. 84, 91) E Der Radel-Martin (S. 92) App zur Tourenplanung: Oberlausitz.Touren für Android und iOS im Web bei outdooractive Tipp: E Der Rundradweg OL 100 lässt Sie die Oberlausitz radherum erleben. Mehr Informationen: www.oberlausitz.com/aktiv www.radwandern-oberlausitz.de Buchbare Touren in der Oberlausitz: E über: AugustusTours Turnerweg 6, 01097 Dresden (A/4) Tel. +49 351 5634820 aktiv@augustustours.de, www.augustustours.de

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Abgefahren Oder-Neiße-Radweg, Spreeradweg und spannende Themenwege Sieben Fernradwege, zahlreiche Thementouren und Rundwege zählen zu den schönsten Radwegen in der Oberlausitz – gut ausgebaut und ausgeschildert, mit wunderbaren Ausflugszielen. Zu bekannten Routen zählen der Oder-Neiße-Radweg und der Spreeradweg, sie haben ihren Ausgangspunkt in Zittau bzw. an den Spreequellen. Beliebte Fernradwege sind auch die Sächsische Städteroute, der Froschradweg, die Niederlausitzer Bergbautour, der Fürst-PücklerWeg oder die Seenland- und die MittellandRoute. Thematisch angelegte Strecken sind unter anderem der Wolfsradweg, der Seeadler-Rundweg, eine Route mit sorbischen Impressionen und der Krabatrundweg. An den Touren liegende Hotels, Pensionen, Gaststätten, Fahrradgeschäfte und Verleihstationen treten dabei als Partner des Radtourismus auf. Buchbare Pauschalangebote zum Rad-

wandern in der Oberlausitz bietet der Reiseveranstalter AugustusTours an. Besonders der Spreeradweg und die Strecken entlang der Neiße sind Publikumslieblinge. Ab 639 Euro p. P. folgen Sie in 9 Tagen dem Flusslauf der Spree von Bautzen bis nach Berlin. Zittau ist der Startpunkt für eine 6-tägige Radreise entlang der Neiße nach Frankfurt/Oder (ab 339 Euro pro Person) bzw. eine 11-tägige Tour zur Sonneninsel Usedom (ab 909 Euro pro Person.). 2018 ist erstmals eine 8tägige Rundtour am Froschradweg im Programm (ab 499 Euro pro Person). Zum Rundum-Service gehören: individuelle Etappenplanung, Buchung radfreundlicher Unterkünfte, Gepäcktransport von Unterkunft zu Unterkunft, Mieträder sowie ausführliche Reiseunterlagen mit Streckenbeschreibungen und Besichtigungstipps. Mehr über AugustusTours auf Seite 93!


Wanderbar Die Oberlausitz ist ein abwechslungsreiches Wanderparadies Der als Qualitätsweg „Wanderbares Deutschland” zertifizierte Oberlausitzer Bergweg ist Teil des deutschen Fernwanderweges WernigerodeHarz-Zittau. Durch die Oberlausitz führt er über 6 Etappen mit insgesamt 107 Kilometern von Neukirch im Oberlausitzer Bergland über Valtenberg (587 m), Bieleboh (499 m) und Kottmar (583 m), Lausche (793 m) und Hochwald (749 m) durch den Naturpark Zittauer Gebirge bis Zittau, die Stadt der Fastentücher im Dreiländereck. Neben diesen traditionellen Wandergebieten finden sich auch in der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft mit dem UNESCO Biosphärenreservat, im Lausitzer NEISSELAND, in der Westlausitz und dem Dresdner Heidebogen lohnende Ziele. Tagestouren ent-

lang der vielfältigen Naturlehrpfade sind ideal für Familien. So führt der „Naturerlebnispfad Guttauer Teiche und Olbasee” im Biosphärenreservat vom „Haus der Tausend Teiche” in Wartha als 8,3 Kilometer langer Rundweg entlang der Teiche nach Guttau, an Aussichtstürmen vorbei zum Olbasee und zurück nach Wartha. Unterwegs gibt es 30 Tierbeobachtungsstationen. Und in den Königshainer Bergen lädt der „Granitabbau-Lehrpfad” ein. Der Weg ist nur 2,5 Kilometer lang und dennoch spannend. Er veranschaulicht, wie die Steinbrecher im 16. Jahrhundert Granit abbauten. Auf eine Besonderheit treffen Wanderer in der Oberlausitz: Viele Gipfel haben eine Bergwirtschaft, Pensions- oder Hotelzimmer und ihren eigenen Aussichtsturm. Der Älteste wurde vor 167 Jahren auf dem Czorneboh bei Cunewalde erbaut.

Reiseangebot „Oberlausitzer Bergweg”: E Buchbares Angebot zum Wandern ohne Gepäck auf dem „Oberlausitzer Bergweg” (mit 4 oder 7 Übernachtungen) – Mehr Infos: Tourismuszentrum Naturpark Zittauer Gebirge Tel. +49 3583 752200 (s. auch S. 26) tourismuszentrum@zittauer-gebirge.com www.oberlausitzer-bergweg.de Tipps: Wandertouren auf einen Blick: EOberlausitz.Touren für iOs und Android im Web bei outdooractive unter www.oberlausitz.com/aktiv Wandertipps zum Weiterlesen: E Im Naturpark Zittauer Gebirge (S. 24 ff.) E Die Mühlsteinbrüche in Jonsdorf (32 ff.) E Karasek-Wanderweg (S. 40) E Im Oberlausitzer Bergland (S. 48ff.) E Auf den Spuren von Pegasus in Oppach (49) E Auf dem Kottmar (50) E Berge und Bauden (S. 54ff.) E Der Pumphutsteig in Wilthen (56) E Im Biosphärenreservat (S. 68ff.) E Im NEISSELAND (S. 84, 91)

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Spiel und Spaß – Action und Abenteuer – 38 Freizeitknüller bieten für jeden etwas

Was machen wir heute? Ob im Urlaub oder am Wochenende, ob bei Sonnenschein oder Regen, ob im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter – in der Oberlausitz lässt sich diese Frage leicht beantworten. 38 Anbieter von Freizeitaktivitäten haben sich zusammengetan, um ihre „Freizeitknüller der D Oberlausitz” zu präsentieren. Von A wie Abenteuerkletterwald bis Z wie Zittauer Brandenburg Schmalspurbahn reichen die Offerten dieses Netzwerks gegen die Langeweile. 156 Ob Badespaß oder sportliche Herausforderung, Museums14 Spremberg Halbendo 96 besuch oder Konzert, ob Zoo oder Saurierpark, ob BootsWelzow 96 tour oder abendliches Sternengucken – es ist für jede und Schwarze Pumpe 15 169 Schleife jeden etwas dabei. Auch die Kleinsten kommen auf ihre 3 156 Senftenberg Spreetal Klein Kosten, und das nicht nur in den verschiedenen KinP Partwitz L ausi derspielparks. Manchmal haben die Großen dann 13 96 t z e r 97 auch ein bisschen Zeit für sich. In jedem Fall sind 169 Geierswalde Seen Großkoschen diese Angebote eine gute Gelegenheit, den südElsterheide l a n d No 5 östlichen Zipfel Deutschlands in seiner ganzen Lauta 4 Hoyerswerda Ruhland/OL 6 Schwarzkollm Vielfalt zu entdecken. Knappenrode Ganz bewusst setzt dieses Netzwerk auf Lohsa Bernsdorf/OL Koblenz Uhy Familienfreundlichkeit, hohe Qualitäts8 Groß Särchen Oßling standards und faire Preise. Fast immer Grüngräbchen Lieske Wartha aus auden d de e i t uRaRRauden a UNESCOl Weißig r 97 e ist auch die Anfahrt schon ein Erlebnis b 96O Schwepnitz Weißig Biosphä iosp ärr en e rese e n e g als Entdeckungstour durch die Obero Schönteichen b Königswartha i c hSäl e lausitz. T i de Schönfeld d e n 10 7 u Ralbitz H Die Vielfältigkeit der Neschwitz 156 Deutschbaselitz Pu Crosta Neukirch lsn Kamenz itz 98 Nebelschütz Angebote präsentiert auch Großdubrau Königsbrück Radibor Crostwitz der neue Imageclip unter Miltitz Elstra 11 Großräschen

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Den Flyer „Freizeitknüller der Oberlausitz” gibt’s in Tourist-Informationen oder zum Bestellen sowie als Download bei www.oberlausitz.com

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Die Freizeitknüller der Oberlausitz

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Die Kinder- und Jugendeinrichtungen

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1 Erlebniswelt Krauschwitz 2 Waldeisenbahn Muskau (S. 88) 3 Quadcenter Klein Partwitz 4 KRABAT-Mühle Schwarzkollm 5 Zoo und Schloß Hoyerswerda (S. 82) 6 Sächsisches Industriemuseum Energiefabrik Knappenrode 7 Museum der Westlausitz / Elementarium (S. 79) 8 Herrnhuter Sterne GmbH (S. 12, 18, 43) 9 Saurierpark (S. 64) 10 Irrgarten Kleinwelka (S. 65) 11 Minigolfpark Bautzen 12 Kindercafé Valentin 13 Freizeit- und Campingpark Thräna (S. 91) 14 Neiße-Tours 15 Kinderspielpark Kaltwasser 16 Kulturinsel Einsiedel – Die geheime Welt von Turisede (Rücktitel) 17 Kinder-Spiel-Land Görlitz 18 Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec (S. 96) 19 Schlesisch-Oberlausitzer Museumsverbund (S. 85) 20 Freizeitbad Reichenbach 21 Massenei-Bad Großröhrsdorf (S. 74) 22 Camping- & Freizeitpark LuxOase (S. 76) 23 Körse-Therme Kirschau (S. 56) 24 Waldbühne und Sternwarte Sohland (S. 52) 25 Tier- und Kulturpark Bischofswerda (S. 73) 26 Rodelpark Oberoderwitz (S. 45) 27 Kartbahn Löbau 28 HAUS DER TAUSEND TEICHE (S. 69) 29 Abenteuer-Kletterwald Zittauer Gebirge (S. 35) 30 TRIXI-Bad Großschönau (U2, S. 34ff.) 31 Tierpark Zittau (S. 27) 32 Zittauer Schmalspurbahn B(S. 28) 33 Freizeit-Oase Olbersdorfer See (S. 41) 34 Burg und Kloster Oybin (S. 29ff.) 35 Schmetterlingshaus Jonsdorf (S. 33) 36 Kindertobeland/ Eissport-Arena Jonsdorf (S. 32ff.) 37 Landskron BRAU-MANU-FAKTUR GÖRLITZ (S. 97, U3) 38 Hochseilgarten am Stausee Bautzen (S. 58)

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Vielfältig Die Landschaften der Oberlausitz Vielgestaltig und überraschend wie kaum eine andere Ferienregion in Deutschland – das ist die Oberlausitz im Dreiländereck zu Polen und Tschechien. Wer von Hoyerswerda im wachsenden Lausitzer Seenland mit dem Auto nach Zittau vor die Tore des Naturparks Zittauer Gebirge fährt, ist nonstop gut 90 Minuten unterwegs. Auf den rund 90 Kilometern wird die wundervolle Tourismusregion mit ihren prägenden Landschaftskulissen durchquert. Sanfte, fließend ineinander verlaufende Hügelketten, weite, in blaugrünen Tönen leuchtende Seen, tausend arten- und fischreiche Teiche, mittelterlich-romantische Städte und charakteristische, schmucke Orte verleihen der Oberlausitz ihren unvergleichlichen Reiz und lieblichen Charme. Die traditionellen Umgebindehäuser, ein farbenfrohes Kunst- und Kulturleben, schmackhafte kulinarische Köstlichkeiten und nicht zuletzt die Oberlausitzer selbst heißen Gäste von ganzem Herzen willkommen.


Naturpark Zittauer Gebirge

Im Naturpark Zittauer Gebirge Die faszinierende Kulturlandschaft lässt sich behutsam entdecken

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Kaum größer als 50 Quadratkilometer ist das Zittauer Gebirge in der südöstlichen Oberlausitz, lieblich und markant zugleich. Es liegt genau am Dreiländereck zu Tschechien und Polen, bildet mit dem auf tschechischer Seite angrenzenden Lausitzer Gebirge sowie dem Jeschkenkamm einen Landschaftsraum und gehört zur Naturpark-Familie. Die Mittelgebirgslandschaft zeigt sich sehr abwechslungsreich, sie liegt inmitten einer urwüchsigen Natur – granitene Bergrücken und vulkanische Kuppen, markante Sandsteinberge, tiefe Wälder und malerische Täler, durch die sich wie ein blaues Band die Mandau schlängelt, prägen das Bild. „Drinnen erfahren – draußen entdecken” Das Naturparkhaus Zittauer Gebirge im Erholungsort Waltersdorf gibt mit der Erlebnisausstellung das nötige Rüstzeug für Erkundungen für die ganze Familie. Oberlausitzer Querxe, das sind kleine Sagengestalten, führen durch die Räume, wo Kinder an Spielgeräten, Hörstationen, Film-Einspielern und beim Quiz Spaß haben und allerhand erfahren. Erwachsene staunen über die große elektronische Landkarte, an der sich jeder sein Gebirgs-

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Highlight herauspicken kann. Die Ausstellung verdeutlicht den Einklang von Naturpark, Gebirge, Olbersdorfer See mit dem historischen Zittau und den schönen Dörfern mit den einzigartigen und faszi-

nierenden Umgebindehäusern ringsum. Inmitten einer phantastischen Fauna und Flora: Denn an den Berghängen blühen bunte Wiesen, es finden sich seltene und geschützte Pflanzen wie rundblättriger

Die Mandau durchfließt hier Großschönau

Die Rufe des Uhus sind in den Wäldern zu hören


Naturpark Zittauer Gebirge

Steinzoo in freier Wildbahn Drei Familienwanderwege helfen auf der Suche nach Steintieren Ein wahres Wunderwerk der Natur finden Besucher im so genannten Steinzoo, bestehend aus unglaublichen und witzigen Steinformationen. „Geschaffen hat sie Mutter Natur – in einer Häufung, die man bundesweit kein zweites Mal findet“, erklärt Aline Förster das Phänomen. Bildhauer dieser Sandsteingebilde waren Wind, Wasser, Wärme und Kälte, die Figuren sind durch Verwitterung entstanden, über Jahrhunderte, Jahrmillionen. Bester Wegbegleiter dabei sind Broschüren für Kinder, die es in den Tourist-Informationen oder übers Internet gibt. Mit etwas Fantasie können Ausflügler in den einzigartigen Steingebilden beispielsweise Nashorn, Krokodil, Löwe, Bernhardiner, Dackel, Papa-

Bernhardiner in Jonsdorf

Die Broschüren gibt’s in allen Tourist-Infos

Klar zu erkennen: der Papagei auf dem Töpfer. Mit Fantasie ist noch ein Tier auszumachen

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Sonnentau, Orchideen und Torfmoose. 13 Lehrpfade führen durch die Naturpark-Landschaft und ermöglichen, die Natur intensiv zu erleben und von Pflanzen und Tieren des Waldes zu erfahren. Scheue Schwarzstörche klappern mit ihren roten Schnäbeln. Ein Uhu „singt“, ruft in den Abend sein Abendlied – die Wasseramsel stimmt hier und da mit ein. All diese in Deutschland selten gewordenen Tierarten können Besucher des Naturparks Zittauer Gebirge wahrnehmen. Auch Luchse durchstreifen das Revier. Rebhühner, Kreuzotter und Glattnatter sind weitere Bewohner des Landstrichs. Schwarzstörche lassen sich besonders morgens und abends zwischen Olbersdorfer See und Töpfer blicken. Nicht immer sehen, aber hören kann man den Uhu – mit einer beachtlichen Spannweite von bis zu 1,60 Metern ist er die größte heimische Eule. Nistplätze liegen häufig in den kleinen Höhlen der Sandsteinmassive. Insgesamt lassen sich im Naturpark Zittauer Gebirge um die 40 Säugetierarten sowie über 100 Vogelarten beobachten. „Unsere Gegend eignet sich hervorragend, um teils seltene Tiere und Pflanzen zu entdecken. Mal innehalten und einen Gang zurückschalten geht bei uns ganz leicht“, so Aline Förster vom Naturpark Zittauer Gebirge e.V. Einen Tipp für spannende Familienwanderungen hat sie noch parat: Entlang der Wanderwege sind im Wald an vielen Stellen versteckte und wie Fabelwesen und Tiere anmutende Felsgebilde zu sehen – das aber sind Kunstwerke der Natur (siehe rechts).

gei oder eine brütende Henne sehen. Auch eine Stein-Taube rastet hier seit Jahrtausenden. Zu finden sind diese Natur-Unikate und Fabelwesen auf drei Familienwanderwegen, die zu den Tierfiguren führen – in den Jonsdorfer Mühlsteinbrüchen, rund um den Töpfer im Kurort Oybin und um die Fuchskanzel im Luftkurort Lückendorf. Markierungen (siehe oben) weisen jeweils den Weg dorthin. Kaum zu glauben, wie schnell Kinder in den Schuhen sind, wenn es zum „Steinzoo” geht.

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Naturpark Zittauer Gebirge niswelt nach Herzenslust klettern, rutschen und Sterne basteln können. Räuberhauptmann Karasek begegnet man im Seifhennersdorfer Museum und seinen Spuren bei einer zünftigen Familienwanderung. Ein unvergessliches Erlebnis zu jeder Jahreszeit ist eine Fahrt mit der Zittauer Schmalspurbahn in die Gebirgsorte Oybin und Jonsdorf.

Wohin zuerst? Das Zittauer Gebirge lädt ein zum Wandern, Radfahren, Klettern, Skifahren, Rodeln, Schwimmen, Basteln… Das landschaftlich schöne und gleichzeitig abenteuerlich anmutende Zittauer Gebirge lässt sich hervorragend zu Fuß und mit dem Rad erkunden. Es gibt eine Fülle von tollen Ausflugszielen, da fragt man sich: wohin zuerst? Freizeitknüller in der Nähe Radtouristen erkunden die Gegend gern auf dem Umgebindehausradweg, unternehmen Abstecher vom Oder-Neiße- oder Spreeradweg. 14 Themenradwege und vier Fernradwege stehen zur Wahl. Das ganze Jahr über locken Wanderwege zu herrlichen Ausflügen. Gefragte Ziele sind Lausche (793 Meter), Hochwald (749 Meter) und Oybin (514 Meter).

Gleich 11 Freizeitknüller der Oberlausitz (s. S. 2021) liegen ganz in der Nähe und erwarten Besucher. Im Schmetterlingshaus und im Kindertobeland in Jonsdorf werden Kinderwünsche wahr. Beim Besuch der Naturparkausstellung und im Abenteuer-Kletterwald in Großschönau vergeht die Zeit wie im Fluge. Begegnungen mit dem Walroß TRIXI im Großschönauer Erlebnisbad lassen Kinderaugen strahlen, im Zittauer Gebirge locken in fast allen Orten wunderschöne Freibäder. Die Oderwitzer Rodelbahn bietet rasante Abfahrten und das Wetterkabinett lustige Schnappschüsse im Wetterhäus’l. „Sterneland in Kinderland” heißt es bei den Herrnhuter Sternen, wo Kinder in der neuen Erleb-

Und wenn es schneit… … locken Winter-Vergnügen direkt zum Skiareal Lausche. Dort ist alles vor Ort, was kleine und große Wintersportler sich wünschen – drei Lifte, Abfahrtsund Rodelhänge, Skischule und -ausleihe, Skifasching und Bergbauden. Allein im Zittauer Gebirge gibt es 40 Kilometer gut beschilderte und gespurte Skiwanderwege, teilweise mit Abstechern ins benachbarte Tschechien. Eine Skitour auf dem Kamm des gesamten Gebirges ist auf dem Skiwanderweg „Zittauer Gebirge” möglich. Abfahrtsläufer, Anfänger wie Fortgeschrittene, finden entsprechende Abfahrten u. a. in Waltersdorf, Jonsdorf, Oybin/Hain. Schlittschuhlaufen lässt es sich in der SparkassenARENA im Luftkurort Jonsdorf. Lesen Sie mehr über die Angebote im Naturpark Zittauer Gebirge auf den Seiten 27 bis 47! Mehr Informationen Tourismuszentrum Naturpark Zittauer Gebirge Markt 1, 02763 Zittau E/5 Tel. +49 3583 752200 tourismuszentrum@zittauer-gebirge.com www.zittauer-gebirge.com Mehr Informationen zum Naturpark Naturpark Zittauer Gebirge e. V. Naturparkhaus Zittauer Gebirge Ansprechpartnerin Aline Förster Hauptstraße 28, OT Erholungsort Waltersdorf 02799 Großschönau Tel. +49 35841 2146 oder 38696 zittauergebirge@naturpark-verein.de www.naturpark-zittauer-gebirge.de

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Kletterfans finden im Naturpark auf kleinem Raum um die 120 (Kletter-)Gipfel (links). Zum Wintersport im Zittauer Gebirge locken Abfahrten, Skiwanderwege und Rodelhänge wie hier am Lauschehang (rechts)

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Zittau

Einblick in die Geschichte eines einzigartigen Schatzes: die neue Dauerausstellung in der Klosterkirche zeigt Epitaphien und erläutert Hintergründe dazu

Legendärer Rundgang Durch Zittaus Altstadt führt ein Sagenpfad zum Malzmönch oder Ascheweib

Epitaphien zeugen vom Bürgerstolz Ein anderer Rundgang, der Kultur- und Denkmalpfad, verbindet zahlreiche Sehenswürdigkeiten Zittaus. Dazu zählen der Marktplatz mit dem imposanten Rathaus, das siebenstöckige Salzhaus von 1511 oder das Stadtbad am grünen Ring. An der Fleischerbastei mit der Blumenuhr erklingt zu jeder Viertelstunde wieder das Glockenspiel. Es war 2017

nach einem Spendenaufruf repariert worden. Zum Franziskanerkloster gehörte einst die jüngste restaurierte Kirche St. Peter und Paul, in der heute ein kostbares Gut präsentiert wird. Etwa 50 Epitaphien sind dort seit Sommer 2017 zu bewundern. Neben den beiden Fastentüchern von 1472 und 1573 gehören die Kostbarkeiten zu den bedeutendsten Kunstschätzen, die Zittau besitzt. In der Stadt haben sich mehr als 80 Epitaphien aus dem 16. und 17. Jahrhundert erhalten – Denkmäler, die mit Inschriften, Bildern und Skulpturen an Verstorbene erinnern. An den Kunstwerken aus

der Zeit von der Renaissance bis zum Barock lassen sich Geschichten ablesen, da sie Handwerkern und Händlern, wichtigen Bürgerfamilien, Bürgermeistern, Richtern und Gelehrten gewidmet wurden.

Marktplatz in Zittau Tipp: Tierpark im Weinaupark E begehbare Gehege E Kamelreiten E Lamawanderungen E Erlebnisspielplätze (www.tierpark-zittau.de)

Figuren an der Sagentour 7: Die Wasserfrau und der Fleischerbursche zu Zittau

Kulturhistorisches Museum Franziskanerkloster und Kleines Zittauer Fastentuch (1573) Klosterstraße 3, 02763 Zittau E/5 Tel. +49 3583 554790 museum@zittau.de, www.zittau.de

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„Fürstin Zittavia“ gilt als Begründerin von Zittau und als guter Geist, der über die Stadt wacht. Es heißt, dass sie einmal im Jahr ihre Gruft auf dem Johanniskirchhof verlässt, um in Zittaus Innenstadt nach dem Rechten zu sehen. An die Geschichte über die Wohltäterin, die sich um das Wohlergehen des von ihr gegründeten Ortes sorgt, erinnert eine Station entlang des Zittauer Sagenpfades. Dieser schlängelt sich kreuz und quer durch den historischen Kern der Stadt am Dreiländereck. Auf dem Rundgang werden 14 fantastische, mystische und historische Geschichten vorgestellt, die sich im Laufe der Jahrhunderte meist mündlich verbreiteten. Objekte und Figuren am Wegesrand weisen auf die einzelnen Legenden hin, etwa auf den tollen Junker, das Ascheweibchen, den Malzmönch oder den wunderbaren Brotvorrat. Auf diese Weise lässt sich Zittau ausgesprochen originell entdecken, entweder mit einer Führung entlang des Sagenpfades oder selbstständig mit einem Faltblatt, das die Stationen beschreibt (www.zittau.de/de/sagenpfad).

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Naturpark Zittauer Gebirge Ohne jede Eile dampft eine Bahn auf schmalen Gleisen durch malerische Landschaft. Schnaufend und pfeifend nähert sich der Zug dem Kurort Oybin. An Bord sorgt eine Dixieland-Kapelle für beschwingte Rhythmen. Die Musiker spielen während der Fahrt live im offenen Wagen, und das nicht nur zur

Unterhaltung der Passagiere im Zug. Auch Passanten an der Strecke oder in den Bahnhöfen freuen sich über die Musikzüge, die an ausgewählten Samstagen zwischen Zittau und Oybin pendeln.

Zittauer Schmalspurbahn ist eine Attraktion an der DAMPFBAHN-ROUTE Sachsen

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Geruhsame Zugfahrt ins Gebirge Auf den insgesamt 16 Kilometer langen Strecken der Zittauer Schmalspurbahn lässt sich eine faszinierende Tradition erleben. Wer im Speisewagen oder offenen Aussichtswagen auf Tour geht, kann unterwegs einzigartige Eindrücke genießen – kulinarisch oder optisch mit freiem Blick in die vorbeiziehende Landschaft. Nostalgischer Charme längst vergangener Zeiten kommt auf, wenn man für die Reise durchs Zittauer Gebirge den Reichsbahnzug oder einen 1937 gebauten Triebwagen wählt. In den historischen Waggons des Sachsenzuges fühlt man sich um 100 Jahre zurückversetzt. Schauwert hat immer die Doppelausfahrt zweier Dampfzüge in Bertsdorf, wo sich die Strecke teilt. Von dort fährt die Bimmelbahn entweder in den Kurort Oybin oder in den Kurort Jonsdorf. Bei einem längeren Stopp in Bertsdorf kommt keinerlei Langeweile auf, denn der offene Museumsbahnhof gibt Einblick, wie früher eine Fahrkartenausgabe oder eine Gepäckaufbewahrung aussahen.

Wasserhäuschen gleich daneben ist auch eine Ferienwohnung eingerichtet, ebenso wie im Empfangsgebäude auf dem Bertsdorfer Bahnhof. Und als Pension „Zum Bahnel“ empfiehlt sich der Bahnhof in Jonsdorf.

Besondere Urlaubsquartiere: Auf originelle Art können sich Urlauber bei der Zittauer Schmalspurbahn einquartieren. Seit Sommer 2017 stehen am Bahnhof in Oybin zwei Waggons als Ferienwohnungen bereit. Die umgebauten Personenwagen mit Platz für zwei Personen bieten modernen Komfort in bester Lage. Im historischen

Kontakt DAMPFBAHN-ROUTE Sachsen Am Alten Güterboden 4, 01445 Radebeul Tel. +49 351 2134440 info@dampfbahn-route.de www.dampfbahn-route.de www.facebook.com/dbrsachsen

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Kontakt Kundenbüro: Zittauer Schmalspurbahn – SOEG mbH Bahnhofstraße 41, 02763 Zittau E/5 Öffnungszeiten und Erreichbarkeit: täglich von 8.30 bis 13.30 Uhr Tel. +49 3583 540540 info@soeg-zittau.de, www.soeg-zittau.de

DAMPFBAHN-ROUTE Sachsen Die Zittauer Schmalspurbahn ist Teil der DAMPFBAHN-ROUTE Sachsen. Die einzigartige Ferienstraße verbindet fünf täglich verkehrende Schmalspurbahnen, drei ehrenamtlich mit Dampfzügen betriebene Museumsbahnen, zahlreiche Eisenbahnmuseen sowie Standorte von Modellbahnen in bezaubernden Regionen. Hinzu kommen einzigartige Bergbahnen sowie die weltweit älteste und größte Schaufelraddampferflotte, die auf der Elbe im Einsatz ist. Die DAMPFBAHN-ROUTE Sachsen vernetzt die Landeshauptstadt Dresden auf drei Strängen mit der Messestadt Leipzig, dem Vogtland und dem Zittauer Gebirge. Von dort führt die Tour weiter bis in die Muskauer Heide. Östlich des Lausitzer Seelandes können Fahrgäste mit der Muskauer Waldeisenbahn in den Landschaftspark Kromlau und bis nach Bad Muskau in den Fürst-Pückler-Park reisen, der zum UNESCOWeltkulturerbe gehört (Lesen Sie dazu mehr auf Seite 88!). Unter dem Dach der DAMPFBAHN-ROUTE Sachsen arbeiten seit 2010 rund 170 Partner zusammen. Sie bringen Gäste in Kontakt mit Kunst und Kultur, weltberühmtem Traditionshandwerk, hochwertigen Wellnessangeboten oder unverwechselbaren Naturschönheiten. Links und rechts des Schienenstranges finden sie vielfältige Möglichkeiten für Aktivurlaub, Übernachtungen mit Ambiente, Gastronomie zum Genießen und Freizeitspaß für die ganze Familie.


Oybin

Naturpark Zittauer Gebirge

Oybin – ein Fels in der Weltgeschichte Rund ums Jahr zu erleben: Kultur, Architektur & Romantik Das einzigartige Bauensemble auf dem wohl bekanntesten Felsmassiv im Zittauer Gebirge fasziniert alljährlich Tausende Besucher. Die Ruinen der böhmischen Königsburg und des Cölestinerklosters hatten schon in der Romantik Maler wie Caspar David Friedrich und Carl Gustav Carus inspiriert. In ihren Werken hielten sie Motive der mystisch-bezaubernden Kulisse fest und verhalfen Oybin gewissermaßen zu Weltruhm. Es ist wohl die Verschmelzung von Gotik und Romantik, die den besonderen Reiz des Ortes ausmacht. Anfang des 14. Jahrhunderts wurde die ursprünglich nur einfache Burg auf dem imposanten Fels zu einer wehrhaften Anlage ausgebaut. Am Bau der gotischen Kirche wirkten Meister der Prager Dombauhütte mit. Nachdem die Mönche das Kloster verlassen hatten, bemächtigen sich Naturgewalten der Gemäuer. Blitzschlag und Felssturz führten später zu Zerstörungen. Die romantisch wirkenden Ruinen von Burg und Kloster sind inzwischen weitgehend saniert. Auf dem Berg verbinden sich Architektur und Natur, wie es sich entlang des Rundweges immer wieder eindrucksvoll zeigt. Jeder Besucher wird sicher seinen Lieblingsplatz finden, ob im Kreuzgang, auf dem

Bergfriedhof oder bei der Aussicht vom Südplateau auf den malerischen Ort und die Gebirgszüge. Am Fuße des Oybin schmiegt sich die Bergkirche an den Fels. Sie ist ein Kleinod des Barock mit prächtigen Malereien und regelmäßig Kulisse für Klassikkonzerte unter dem Motto „Abendmusik bei Kerzenschein“. Gegenüber vom Haus des Gastes, in der historischen Klosterhof-Scheune, entsteht gerade ein Modell vom Oybin – 5 mal 5 Meter groß, es nimmt die gesamte Fläche der Schauwerkstatt der Oberlausitzer Miniwelt ein. Seit fünf Jahren arbeitet Sebastian Sonsalla an seinem Meisterwerk. Er hat dafür viele Bücher studiert, Gespräche mit Historikern geführt und so die „Originaldaten“ zusammengetragen. Besucher können das Modell und ca. 50 weitere sowie ein Märchenzimmer mit beweglichen Figuren Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr bestaunen. Mehr Informationen unter Haus des Gastes / Tourist-Information Hauptstraße 15, 02797 Kurort Oybin E/5 Tel. +49 35844 73311 info@oybin.com, www.oybin.com www.burgundkloster-oybin.com

Oberlausitzer Miniwelt Sebastian Sonsalla Hauptstraße 28a, 02797 Kurort Oybin E/5 Tel. +49 35844 762476, Funk +49 152 21659600 info@oberlausitz-miniwelt.de www.oberlausitz-miniwelt.de

Ein Paradies für Geist & Seele Ferienapartmentanlage direkt an der Schmalspurbahn

die 200 Jahre alte Brettmühle nachhaltig und ökologisch saniert, und zu einer Ferienapartmentanlage umgebaut, in der sich Gäste wohlfühlen. In allen Zimmern sorgen Kaminöfen für kuschelige Wärme und romantische Abende. Genau richtig nach einem erlebnisreichen Tag. Wer müde vom Wandern ist, kann sich auch im großen Garten ausruhen. Auf Wunsch wird Frühstück aufs Zimmer gebracht, mit Leckereien aus eigener Herstellung zubereitet.

Tipps: E kostenfreies WLAN E kostenfreie Parkplätze E Apartments mit Blick auf die Berge oder mit Gartenblick E Familienzimmer E Restaurant mit 25 Sitzplätzen: Frühstück ab 8 Uhr; mittags gibt es kleine Gerichte; ab 14.30 Uhr Kaffee & Kuchen; ab 18 Uhr Abendessen E Feinkostladen im Haus – biogerecht mit hausgebackenem Brot und Keksen, Honig, Marmeladen, Weinen u.v.m. Holzwerk Oybin Friedrich-Engels-Straße 22, 02797 Kurort Oybin E/5 Tel. +49 35844 762390 wowra@t-online.de, www.holzwerk-oybin.de

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Ist das schön: Der Blick aus dem Fenster zu den Bergen und mit einem Mal zischt zum Greifen nah eine Dampflok vorbei. Der Lokführer grüßt mit einer Handbewegung. Man muss kein Eisenbahnfan sein, um daran Gefallen zu finden… Gäste schwärmen nicht nur von der Lage des Hotels, so dicht an der Schmalspurbahn und freuen sich über die liebevolle Ausstattung – Wände sind aus Lehmputz und mit Lehmfarben gestrichen, Fensterrahmen und Fußböden sind aus Naturholz, Bücher und moderne Kunst schaffen noch mehr Atmosphäre. Familie Wowra hat


Oybin

Naturpark Zittauer Gebirge

Oybin zeigt Buchschätze

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Bücher aus dem Mittelalter, die Klosternacht und Mönchszüge locken Besucher an Schreibstube, Buchbinderwerkstatt, Bibliothek: Klöster waren im Mittelalter Orte der Gelehrsamkeit und der Schreibkunst. Immerhin rund 400 Bücher umfasste einst die Sammlung der Mönche auf dem Berg Oybin. Das Kloster wurde 1369 begründet, gestiftet von Karl IV., dem deutschen Kaiser. Als der Cölestiner-Orden die Abtei nach der Reformation aufgab, gelangte ein großer Teil der Schriften nach Prag. Zwei mittelalterliche Bücher kehren im Sommer 2018 wieder nach Oybin zurück, zumindest vorübergehend. Das eine ist ein handgeschriebenes Messbuch aus dem 14. Jahrhundert, das Texte und Gesänge für die Stundengebete enthält. Die zweite Kostbarkeit ist ein gedrucktes Gebetsbuch von 1492 mit geprägtem Ledereinband und Stempelverzierungen. Klosternacht auf dem Oybin Bücher gehörten einst zur Grundausstattung des Klosters. Die Zittauer ChristianZur Klosternacht dürfen sich Besucher in Weise-Bibliothek bewahrt die Schätdie Zeit des Mittelalters versetzen lassen. ze in ihrem Wissenschaftlichen und Klosterapotheke, Schreibstube oder BuchHeimatgeschichtlichen Altbestand binderei sind nur einige Stationen, die extra auf und zeigt sie nach der Restauriefür den Anlass auf dem markanten Plateau rung einmalig im Original auf dem eingerichtet werden. Doch auch an anderen Oybin. Anlass dafür ist am 7. Juli Tagen ist der Oybin ein magischer Anzie2018 die Klosternacht, die im jährlihungspunkt und Kulisse für ganz unterchen Wechsel mit dem Burg- und schiedliche Veranstaltungen, etwa die histoKlosterfest veranstaltet wird. rischen Mönchszüge, Ausflüge in die RoIm Zuge der Restaurierung wird mantik oder die Kaiserweihnacht am 25. von einem Band auch eine EinbandDezember. kopie angefertigt, die künftig im früheren Wohnturm auf dem Oybin Mehr Informationen unter zu sehen ist: als Ergänzung der DauHaus des Gastes / Tourist-Information erausstellung in der Burg- und KlosHauptstraße 15, 02797 Kurort Oybin E/5 teranlage. Diese zeugt bis heute von Tel. +49 35844 73311 Pracht und Macht auf dem 514 Meinfo@oybin.com, www.oybin.com ter hohen Sandsteinmassiv, das eiMissale (Messbuch, ganz oben) und Gebetbuch vom Oybin www.burgundkloster-oybin.com nem Bienenkorb ähnelt.

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Kaffeehaus-Atmosphäre

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Die Auswahl ist verlockend: Sanddorn-Sahnetorte, Apfelgourmetkuchen, Stachelbeer-QuarkBaiser, Jogurt-Torte mit Birne oder Herrentorte mit Rum. Fast 20 verschiedene Torten, geschmackvoll dekoriert mit Schokoladenblättchen oder Früchten, füllen die große Vitrine im Café Meier. Es fällt schwer, sich zu entscheiden. Spezialität des Hauses ist eine Torte mit Marzipan, Nugat und Baiser, schlicht Haustorte genannt, wie Inhaberin Thea Meier verrät. Die Vielfalt an

eigenen Konditoreikreationen sowie an Kaffee- und Schokoladenspezialitäten kommt an. „Die Leute danken es uns“, sagt die charmante Wirtin. Mit Liebe zum Detail und Herzblut führt sie ihr Café im Wiener Stil. Die gediegene und familiäre Kaffeehaus-Atmosphäre lädt zur Einkehr am Fuße des Berges Oybin ein. Für einen längeren Aufenthalt bietet sich das angeschlossene Hotel mit 30 Zimmern, Bowlingbahn, Fittnessraum und Sauna. Land-gut-Hotel Café Meier Inh.: Thea Meier Hauptstraße 1, 02797 Oybin E/5 Tel. +49 35844 7140 info@hotelcafemeier.de, www.hotelcafemeier.de


Ostritz • Lückendorf • Olbersdorf

Das Kloster an der Neiße

An der deutsch-polnischen Grenze gibt es eine Zisterzienserinnenabtei, die seit ihrer Gründung im Jahre 1234 ununterbrochen besteht. Die Schwestern in St. Marienthal leben nach der Regel des Heiligen Benedikt „Ora et labora“ (bete und arbeite) im ältesten Frauenkloster des Zisterzienseror-

Naturpark Zittauer Gebirge gehören unter anderem Bäckerei, Klosterschenke, Wäscherei, Klostermarkt, Nähstube und Gästebetrieb, denn mehrere Räume stehen Besuchern offen für Einkehr und Übernachtung. Zimmer dafür sind auch neben der Klausur eingerichtet, wo die Schwestern wohnen. Die reizvolle Anlage können Besucher individuell oder mit einer Führung besichtigen und dabei allerhand entdecken. St. Marienthal ist eine Station der Via Sacra (s. S. 9).

dens Deutschlands. Heute kommen hier 15 Schwestern sechs Mal täglich zum Gebet zusammen: wochentags erstmals um 4.45 Uhr, sonntags um 5.30 Uhr. Jede der frommen Frauen hat ihre Aufgabe im oder für den Stiftsbetrieb, der von jeher so angelegt war, dass er sich selbst trug. Zum Unternehmen

Zisterzienserinnenabtei Klosterstift St. Marienthal St. Marienthal 1, 02899 Ostritz E/4 Tel. +49 35823 77300 info@kloster-marienthal.de www.kloster-marienthal.de

Fußmatten aus Fasern der Kokosnussschale? Mini-Teppiche für Teddybären? Das gibt’s in Olbersdorf, in der letzten Kokos-Handweberei Europas. Ein über 100 Jahre altes Maschinchen spult ohrenbetäubend das Garn auf. Danach wird per Hand gewebt. „Bis zu 16 Tonnen Fasern indischer Kokospalmen verarbeiten wir jährlich in unserem Familienbetrieb“, so Chef Mario Hilger. Für einen einfachen Türvorleger braucht der 55-Jährige gerade mal 20 Minuten. Die guten Stücke lieferte er schon bis nach Venezuela und Kanada. Aber auch in Oberbayern und Österreich sind seine Unikate beliebt. Kein Wunder. Trotzen doch die robusten aber leichten Kokosfasern Wind und Wetter. Das Schöne: Jeder kann in das faszinierende Handwerk Hilgers rein-

schnuppern – bis zu 50 Gäste finden in der Schauwerkstatt Platz. Auf Wunsch können sich Besucher eine Fußmatte als besonderes Erinnerungsstück herstellen.

Idylle pur Lückendorf, ein Ortsteil von Oybin, liegt in Nachbarschaft zum Hochwald und am einzigen Südhang des Zittauer Gebirges. Hier ist es besonders ruhig und naturbelassen. An der familiär geführten VierSterne-Pension „Altes Kurhaus Lückendorf” starten viele Ski- und Wanderwege. Die meisten der 17 individuell und liebevoll eingerichteten Zimmer bieten einen Fernblick in die weite nordböhmische Ebene bis zum benachbarten Iser- und Jeschkengebirge. Im Restaurant wird frische Küche serviert, die großen Wert auf regionale Anbieter und saisonbedingte Gourmetfreuden legt. Nach Wanderungen können Sie in der hauseigenen Kriminalbibliothek und im Wellnessbereich entspannen, Innenpool, Sauna sowie Massage- und Kosmetikprogramme nutzen.

Tipps: E Gruppen, Schulklassen, Busse willkommen E Privat- & Firmenfeiern E Online-Shop Kokosweberei Hilger August-Bebel-Straße 127, 02785 Olbersdorf E/5 Tel. +49 3583 690160 kontakt@kokosweberei.de www.kokosweberei-hilger.de Betriebsverkauf: Mo., Die. 9-12 und 13.30-16 Uhr Führungen & Besichtigungen bitte auf Anfrage!

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Besuch in der Schauwerkstatt


Naturpark Zittauer Gebirge Im Kurort Jonsdorf im Naturpark Zittauer Gebirge ist man ganz auf den Familienurlaub eingerichtet. Klare Gebirgsluft, viel Wald und Wiesen, gemütliche und kinderfreundliche Unterkünfte und vor allem ideenreiche Gastgeber garantieren Kurzweil und Erholung für alle – ob Dreikäsehoch und seine älteren Geschwister, Mama und Papa oder die Großeltern. Nur ein Katzensprung ist es mit den Kindern in die Jonsdorfer Mühlsteinbrüche. Auf dem Naturpfad warten jede Menge Überraschungen. Aus dem Sandstein gewann man seit dem 16. Jahrhundert tatsächlich Mühlsteine und verschickte sie bis nach Russland oder England. Üben Sie sich mit den Kindern darin, im Sandstein geformte Gebilde wie die „Teekanne“, das „Nashorn“ oder den „Löwen“ wiederzuerkennen (s. auch S. 25). Von Schmalspurbahn bis Kindertobeland Hinauf zu den Nonnenfelsen führt ein Klettersteig ebenso wie der Wanderweg durch die Felsengasse oder durch die Zigeunerstuben. Wagemutige Kletterer betätigen sich dort an der Schluchtwand oder Barbarine. In der Baude kann man nicht nur einkehren, von dort bietet sich auch ein toller Blick, wie auf eine kleine Spielzeugwelt. Im Tal wartet eine besondere Wohltat für heiß gelaufene Füße: das Wasser-Tretbecken auf der großen Wiese nahe dem Hotel „Gondelfahrt”. Staksen Sie wie die Störche mit den Kleinen durchs Quellwasser. Das ist gesund und die Kinder werden Spaß daran haben. Bei einer Fahrt mit der Schmalspurbahn, zum Beispiel in den Nachbarort Oybin, kann man aus nächster Nähe beobachten, wie eine Dampflok arbeitet. Da staunen nicht nur die Kleinen, sondern da werden auch (Groß-)Väter wieder zu Kindern. Ein Abstecher in die Weberstube gefällt bestimmt allen. Denn dort geht’s nicht nur um schöne Stoffe

Luftkurort Jonsdorf

Ausblick wie auf eine Spielzeugwelt Zwischen Fels- und Freizeitwelt – im familienfreundlichen Luftkurort Jonsdorf wird’s nie langweilig Vom Nonnenfelsen schaut man auf Jonsdorf und seine Bergwelt. Im Tal liegt die „Gondelfahrt” und ein Handwerk, in der Schauwerkstatt erlebt man auch Technik in Aktion. Das Leineweben kam zu Beginn des 18. Jahrhunderts nach Jonsdorf. Bald gab es im Ort und in der ganzen Oberlausitz unzählige Weber. Sie waren arm und lebten ganz einfach in ihren Umgebindehäusern. Ihre Kinder mussten sehr oft mithelfen, reich verzierte Leinentücher herzustellen; das dauerte Monate. Nur wohlhabende Bürger und Adelige konnten sich so etwas leisten. Ein Sonnentag – das Badezeug geschnappt und ab ins wunderbare solarbeheizte Gebirgsbad. Die blaue Riesenrutsche nehmen die Kinder nur zu gern in Beschlag. Väter oder Mütter dürfen auch, kommen auf dem Plastikkanal richtig in Fahrt. Und ist das Wetter mal regnerisch – gerade richtig fürs Kindertobeland. Wo im Winter Eisläufer ihre

Pirouetten drehen, dick eingepackte Jungs dem Puck hinterherjagen und sich Hobbykletterer an der 15-Meter-Wand auf ihre Sommertour vorbereiten, können Riesenrutsche, Hüpfburg, Trampolin und viele weitere Spiele erprobt werden (Bild oben).

Das Ausflugsziel „Gondelfahrt”

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Nonnenfelsen, Mühlsteinbrüche und Felsenstadt liegen gleich um die Ecke „Wir haben in unserem schönen Urlaubsort eine traumhaft idyllische Lage“, schwärmt Katrin Jungmichel zu Recht. Sie führt mit ihrem Bruder Robert Schwerdtner in vierter Generation das Hotel mit 35 Komfortzimmern, einige mit Sonnenterrasse am Gondelteich und fast alle mit malerischem Blick hinauf zu den Nonnenfelsen. Das Haus, schon zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts ein beliebtes Ausflugsziel, verfügt über ein Schwimmbad, finnische Sauna, eine Physiotherm Infrarotkabine und Solarium. Angeschlossen ist die beliebte Ausflugsgaststätte „Gondelfahrt“. Die Eltern Gisela und Peter Schwerdtner hatten die Ausflugsgaststätte 1990 wieder in Familienbesitz übernommen und daraus eines der schönsten und gepflegtesten Häuser der Oberlausitz gemacht. Ausflügler, Urlauber und Sportler kehren gern ein, sitzen im herrlichen Biergarten am Gondelteich beim kühlen Blonden und gutem Essen.

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Über dem Hotel in Sichtweite die Nonnenfelsen

Gastgeber Katrin Jungmichel, Robert Schwerdtner

Leicht oder deftig, mit Fleisch oder ohne, traditionell oder modern – auf der Karte ist Platz für jeden Geschmack. So mancher will, umgeben von der traumhaften Naturkulisse und umsorgt von Leuten, die ihr Handwerk verstehen, einen schönen Anlass gebührend feiern. Hotelgäste preisen das vielfältige Frühstücksbuffet. An der „Gondelfahrt“ liegt eine Art Wanderdrehkreuz der Region. Die Nonnenfelsen sind in Sichtweite, die Mühlsteinbrüche ganz in der Nähe. „Bis zur tschechischen Grenze läuft man nur eine Viertelstunde, von da geht’s ins Böhmische“, sagen die Schwerdtners. Ausflugsgaststätte & Hotel „Gondelfahrt” Großschönauer Straße 38 02796 Luftkurort Jonsdorf E/5 Tel. +49 35844 7360, info@hotel-gondelfahrt.de www.hotel-gondelfahrt.de


Naturpark Zittauer Gebirge

Im Jonsdorfer „Regenwald“ Tropische Schmetterlinge sind die große Leidenschaft von Frithjof Helle

Tipps: E Kurpark E Ortsführungen E ca. 40 Kilometer Ski- und Wanderwege E Bhf. Schmalspurbahn Tourist-Information Jonsdorf Auf der Heide 11 02796 Luftkurort Jonsdorf E/5 Tel. +49 35844 70616 tourist@jonsdorf.de www.jonsdorf.de Eishalle/Kindertobeland Sparkassen-ARENA Jonsdorf Zittauer Straße 20, Tel. +49 35844 72277 Jonsdorfer Schmetterlingshaus GmbH Zittauer Straße 24, Tel. +49 35844 76420 mail@schmetterlingshaus.info www.schmetterlingshaus.info ganzjährig 10-18 Uhr geöffnet Tipps: E an 365 Tagen im Jahr geöffnet E Souvenirs und Caféteria laden ein E Barrierefreie Anlage u. a. mit Treppenlift E Ab 10 Personen Führungen im Schmetterlingshaus ohne Extra-Kosten, Kindergeburtstage

Frithjof Helle

Vom Quakenstürmer ins Tropenreich „Das ist auch für mich der Reiz, dass tropische Schmetterlinge keine Angst vor Menschen haben“, erklärt Chef Frithjof Helle. Bei ihm „verpuppen“ sich monatlich um die 500 Raupen, ehe sie zu Faltern wachsen. Apropos Entwicklung vom Ei zur Raupe und von der „Puppe“ zum Schmetterling: „Wir bieten nicht nur was fürs Auge, sondern vermitteln auch Wissen über ein Schmetterlingsleben“, sagt der Mann, der die Anlage seit deren Eröffnung 2004 leitet. Rund 60.000 Besucher kommen jährlich. Besonders Kinder lieben das außergewöhnliche Ausflugsziel. „Viele Gäste kommen im Winter. Auch dann ist es bei uns schön grün und warm und man kann die Seele auftanken“, wirbt Frithjof Helle. Dessen Vorname stammt zwar aus dem Altnordischen, doch Frithjof Helle ist ein waschechter Oberlausitzer, wie er beteuert. „Ich bin wirklich ein Eingeborener, zur Welt gekommen hier in Jonsdorf“, lacht der Mittfünfziger. Schon als Kind kletterte er auf Felsen der Umgebung. „Quackenstürmer nennt man das hier.“ (Quacke ist in Sachsen der geläufige Begriff für einen

Felsen). Die Mühlsteinbrüche mochte er besonders. Gelernt hat Helle später Möbeltischler, doch Naturbursche blieb der drahtige Mann bis zum heutigen Tag. Sein Anliegen sei es, Naturwissen zu vermitteln, beispielsweise, wenn es um Landschaftserhalt und Lebensraum für Schmetterlinge geht. „Was der Mensch nicht kennt, kann er nicht schützen. Lassen wir doch den Rasen hier und da wachsen und geben so Raupen bessere Chancen.“ Die

Raupe an sich sei nicht schädlich, betont der Naturfan. Deren (Pflanzen-)Fraß animiere Pflanzen vielmehr zum Wachsen. „Ich versuche, das den Gästen zu erklären”. Dort arbeiten, wo andere Urlaub machen Dann führt Frithjof Helle, seit den 70er Jahren ehrenamtlich im Naturschutz aktiv, durch sein „Tropen-Reich“. Außer Schmetterlingen leben hier u. a. ein Grüner Baumpython, Pfeilgiftfrösche und blaue Felsenleguane in Terrarien. Aus einem Gehege schauen wiederum Weißbüffeläffchen neugierig auf Besucher – und umgekehrt. Dorthin, wo seine Tier herstammen, zieht es den Jonsdorfer übrigens nicht. „Ich bin froh, wenn ich daheeme bin“, lacht der Sachse, dessen Frau ebenfalls im Tourismus tätig ist. „Ich arbeite doch schon da, wo andere Urlaub machen”. Frithjof Helle war früher mal Eisschnellläufer – die Jonsdorfer Eishalle liegt gleich nebenan. Chef der Jonsdorfer Sternwarte ist Helle auch noch – durch ein riesiges Spiegelteleskop können Gäste dort die Sonne beobachten!

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Gleich nebenan sind mit dem Schmetterlingshaus die Tropen vor der Haustür (s. Beitrag rechts)! Ein Abstecher zur Hänischmühe ist noch drin, der Kulturpfad Bleichcolonie hat einige der reizvollsten Umgebindehäuser des Ortes zu bieten. Ist Jonsdorf erkundet, der Wanderpass gut gefüllt, die Schatzsuche im Ort erfolgreich abgeschlossen, gibt’s eine Urkunde und ein Schoko-Schäfchen zur Belohnung für die Jüngsten. Das wollig-kuschelige Tier trifft man hier auf Schritt und Tritt. Ein Schäfer namens Jonas soll es auch gewesen sein, der das Dorf einst gründete. Die Krönung des Urlaubs wartet dann auf der Waldbühne von Jonsdorf – im Sommer gibt es dort Vorstellungen für Klein und Groß.

Der rot glänzende Schmetterling flattert auf eine Bananenstaude. In violett und smaragdgrün schimmernde Tiere folgen. Luftfeuchte wie im Regenwald, dazu angenehm warme 25 Grad: Das Schmetterlingshaus von Jonsdorf wirkt wie eine tropische Enklave mitten im Zittauer Gebirge. Das riesige Wandpanorama mit Regenwald-Motiven lässt einen glauben, wirklich im Dschungel zu stehen. Die grüne Oase ist zwar nur 500 Quadratmeter groß. Doch Gäste werden hier von 20 außergewöhnlichen Schmetterlingsarten umschwirrt. Ein Falter ist schöner als der andere. Normalerweise flattern die Tiere – meist bedeutend größer als mitteleuropäische Exemplare – durch südamerikanische sowie afrikanische Gefilde. In Jonsdorf kommt man ihnen so nah wie sonst nirgendwo.


Großschönau

Der große Trixi-Traum vom Urlaub Neues „Waldstrand-Hotel“ komplettiert das fantastische Trixi-Abenteuerland Naturbad mit Gebirgsquellwasser. Der Wald um die Ecke. Gipfel, die aus dem Morgennebel ragen und Sterne, die nachts über der Lausche leuchten. Inmitten dieser Idylle des Zittauer Gebirges liegt die bunte Erlebniswelt von Trixi, Sachsens familienfreundlichster Ferienpark. Hier gibt’s nicht nur Ferienhäuser, Camping, Wellness und viel frische Luft,

Perle der Oberlausitz – so einmalig wie die Region selbst. „Architektonisch verschreibt sich das Hotel unserem schönen Landstrich. Das Zittauer Gebirge und seine reizvolle Landschaft sollen sich im Haus widerspiegeln“, so Trixi-Chefin Annette Scheibe. Wo Historie, Moderne und Natur in Einklang kommen, finden Besucher z. B. das urgemütliche Restaurant „Gute Stube“ – in Anlehnung an die Stuben Oberlausitzer Umgebindehäuser. „Kämmerchen” stehe im Hotel für Bar & Café, verrät Annette Scheibe.

sondern auch Platz zum Toben und Relaxen. Im Waldstrandbad lockt „Walross“ Trixi, dem kleine Gäste mit Vorliebe den Buckel runterrutschen. Das Wasser ringsum spiegelt Träume von Abenteuer und Erholung. Im Einklang mit der Natur Gleich drei Jubiläen (!) lassen 2018 alle Trixi-Gäste zu Geburtstagsgästen werden. Zuerst „20 Jahre Trixi-Ferienpark“, gefolgt von „40 Jahre WalrossRutsche“ und „85 Jahre Waldstrandbad“. Da werden Erinnerungen wach: Wer weiß schon noch, dass hier mal Olympioniken vom Zehn-Meter-Turm für ihren Wettkampf trainierten? Doch 2018 kommt es noch besser: Das neue „Waldstrand-Hotel“, ein Vier-Sterne-Haus mit 30 Junior-Suiten, öffnet seine Pforten! Es wird eine neue

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Du kannst hier alles – musst du aber nicht Man staunt, was hier alles los ist: Trike-Radler kommen entgegen. Andere zieht es zum Kraxeln auf den Kletterberg. Ponyreiten, Fußball-Kick, Volleyball, witzige Spielplätze inklusive Wassermatschplatz, Kochkurse oder der Sprung ins erfrischende Nass: Langweilig wird’s hier garantiert nie! Gleich am Waldstrandbad breitet sich die Ferienhaussiedlung aus: 96 schicke Ferienhäuser liegen ruhig am Waldrand. Abends ruft der Kuckuck, morgens zwitschern Spatzen. In den schicken Herbergen ist übrigens viel Platz. Wenn sich Regenwolken vor die Sonne mogeln und man mal drinnen bleibt, geht man sich nicht gleich auf „den Zeiger“. Gegliedert sind die komfortablen Herbergen in vier Kategorien. Auch Gruppen und Vereine kommen immer wieder gerne – gerade auch in der Vor- und Nachsaison.


Neu Land Entdecken k ke

Naturpark Zittauer Gebirge tut den Atemwegen gut. Oder ist ein Trixi-Trip nach Finnland gefällig? Dann nichts wie hinein in die finnische Kelo-Sauna im Blockhausstil. Insgesamt laden auf 1.700 Quadratmetern drei Saunen, Soletherme und Infrarotkabine zum Relaxen ein. Eine Schneekammer für Abgehärtete gibt es aber auch. Im Saunagarten atmen Sie saubere Gebirgsluft, an der Sauna-Bar finden Gäste Erfrischung und kulinarische Stärkung.

www.waldstrand-hotel.de

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Unsere vier Sterne halten uns ä llii h bbewiesen i ganz schön auf Trab, weil sie täglich werden wollen. Unsere 30 Juniorsuiten sind echte Jungbrunnen. In unserem Konferenzraum kann man heimlich aus dem Fenster gucken. An unserer Bar muss man nicht bar zahlen. Unser Buffet macht Fasten ganz schwer. Unsere WLAN-Kabel haben wir sehr gut versteckt. Unser Hallenbad ist überdacht. Und bevor Sie denken, dass wir zu lange in unserer gewaltigen Saunalandschaft waren, kommt hier die Wahrheit: Wir sind allesamt nacheinander jubelnd von unserem 10-Meter-Sprungturm gehüpft, dann die Walrossrutsche runter gesaust, haben uns durch den Kletterwald gehangelt, an einem unserer Wohlfühlkurse teilgenommen, die Sole im Seelebad, nee, andersrum, aber baumeln lassen. Dann war der Tag rum und wir wunderbar müde.

JJu Junior unior Suite Suite 30m² 30m² ⁄ 36m² 36m² Zi me mer m err mit miit Doppelbett, Doppelbett Do oppppeelbe bettttt,, Sitzecke, Sitzecke Si ttzzeecckkee Schreib- Zimmer tisch, Minibar, iibar, bar, Bad Baad mit B miit Föhn, Föhn Fö öhn WC und Rainshower-Dusche, cche, he, Flat-TV, FFlat-T lat-T -T VV,, Radio, Telefon, W-LAN, möblierter Terrasse Terrra Te r - inklusive hochwertigem Pflegeset und Spa-Bag (Bademantel, Handtuch) - täglich eine Flasche Mineralwasser - ganztägig freier Eintritt in das Freizeitbad, Saunalandschaft & Solebad

Etwas rasanter geht es im Freizeitbad gleich um die Ecke zu – mit 25-Meter-Becken und atemberaubender 60-Meter-Black-Hole-Rutsche. Wer mal rauskommen möchte aus dem Alltag, aber nicht gleich bis sonst wohin düsen mag, der ist im Trixi Ferienpark genau richtig! Wozu in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah!?

Auf Wunsch und Verfügbarkeit können zwei Suiten nebeneinanderliegend mit Verbindungstür zusammengeschalten werden.

Tipps Ferienpark: E Trixi auch für Tagesgäste E Urlaub für Aktive: Ponyreiten, Wandern, Ski, Klettern, Mountainbiken E Spezielle Übernachtungsangebote für Firmen, Vereine und Teams

Essen & Trinken Was sollen wir sagen, Ihr Herz wird Purzelbäume schlagen. Buffet-Restaurant mit 180 Sitzplätzen, Bar & Café und Terrasse.

Es gibt eine „textile Skipiste“. Der Gag: Die 35 Meter lange und zehn Meter breite Anlage können Aktive auch bei plus 30 Grad im Sommer nutzen. Per „Rodelreifen“! Eine Rampe gibt’s auch – und jede Menge Gaudi. Im Winter liegen echte Loipen übrigens gleich um die Ecke. In der Wellness-Welt gibt es wohlige Wärme, gedämpftes Licht und die angenehm prickelnde dreiprozentige Sole aus Bad Muskau. Im acht mal acht Meter großen Mineralbecken entsteht kein RemmiDemmi, sondern Entspannung. Nur ein paar Schritte entfernt liegt das wohltuende Gradierwerk, eine Art Dampfbad mit Salineneffekt: Salzwasser träufelt auf Reisigzweige, ehe es verdunstet. Das Einatmen

Neben der Ferienhaussiedlung ist der romantische Campingplatz mit 70 Stellplätzen

Tipps Trixi-Bad E Kinder-Planschbecken mit Wasser-Matsch-Spielplatz im Freibad E Wassersprudel, Strömungskanal und Dampfkammer im Freizeitbad E Massagen, Ayurveda oder Ganzkörperkosmetik: Ausgebildete Therapeuten beherrschen die ganze Palette E Kindergeburtstage feiern E Gutscheine online bestellen Trixi Ferienpark Zittauer-Gebirge Jonsdorfer Straße 40, 02779 Großschönau D/5 Tel. +49 35841 631420 info@trixi-ferienpark.de www.trixi-ferienpark.de (s. auch Umschlagseite 2) Trixi-Bad Großschönau Tel. +49 35841 6310 bad@trixi-ferienpark.de, www.trixi-bad.de Siehe auch S. 20ff.! Kletterwald

Campingplatz

Ferienhäuser Gondelteich

Wellness-Tempel

Wikinger-Spielplatz

Sauna-Landschaft Freizeitbad

Rezeption Waldstrandbad Sport & Spiel Boutique

Waldstrand-Hotel

Parkplatz

Restaurant

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Trixi-Club


Naturpark Zittauer Gebirge

Erholungsort Waltersdorf

Mutter Natur auf der Spur Erst ins Naturparkhaus, dann hinein ins Gebirge!

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Ein Gast schwärmt vom Mandau-Fluss, ein anderer Besucher von Lausche-Blick und Umgebindehäusern. Der kleine Max will in den Naturparkgarten, Mama aber noch ein Souvenir und Wanderkarten ordern. Manchmal geht es in der Tourist-Information im Naturparkhaus Zittauer Gebirge zu wie in einem Taubenschlag. „An der richtigen Adresse sind Ausflügler bei uns aber in jedem Fall“, ist Leiterin Aline Förster sicher. Denn bevor Ausflügler ins östlichste Mittelgebirge Deutschlands starten, kommen sie gern in die spannende und kindgerechte Ausstellung des Naturparkhauses. Begegnung mit Hurvinek & Spejbl „Alles, was unser herrlicher Landstrich im Naturpark Zittauer Gebirge bietet, gibt es hier sozusagen aus einem Guss und im Kleinformat“, sagt Aline Förster. Hörstationen und Filmeinspieler vermitteln Historie und Naturwissen in appetitlichen touristischen Häppchen. Natürlich spielen auch die rund 19.000 Umgebindehäuser im Dreiländereck Deutschland, Tschechien und Polen eine wichtige Rolle. Das größte Ensemble dieser Bauweise liegt malerisch in der Gemeinde Großschönau mit dem Erholungsort Waltersdorf. Vor allem Kinder zieht es in den Naturparkgarten hinterm „Quirle“-Häusl ganz in der Nähe. Dort erfahren junge Besucher, aber auch Mama und Papa, wie man aus Naturkräutern leckere vegetarische Gerichte „zaubert“. Kinder besuchen ein Insekten-Hotel und laufen über einen BarfußPfad auf Moos, Tannenzweigen, Kieselsteinen und Mulch, und sie können einen Naturpark-RangerPass erwerben. Dazu müssen die kleinen Schlaumeier auch das Naturparkhaus sowie die Stationen „Wissen rund um den Naturpark“ besuchen. Auf Rundwegen und Verweilorten des Naturgartens gibt

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es aber noch viel mehr zu entdecken: zum Beispiel Sitzgruppen aus Sandstein und Granit sowie einen Kompasstisch. Oder darf es ein „Mensch ärgere Dich nicht“-Spiel für die ganze Familie sein? Dazu eignet sich der große „Würfeltisch“. Dass auf Teilen des knapp zwei Hektar großen Areals früher mal Schrebergärten standen, merken Besucher an den großen Streuobstwiesen. Naschen und Selberpflücken sind hier ausdrücklich erlaubt! Mit Aline Förster blicken wir schließlich schon mal in die Zukunft. Da wirft ein ganz besonderes Projekt seine Schatten voraus: Der Lausche-Gipfel soll einen Aussichtsturm aus Porphyrelementen und eine Schutzhütte erhalten. „ Unser höchster Berg wird noch ein Stück höher – dann genau 800

In der Erlebnisausstellung (o.), Wanderer (u.)

Meter“, schmunzelt Aline Förster, und berichtet zudem, dass der Erholungsort 2016 den zweiten Platz im bundesweiten Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ holte. Gerade den Vereinen des Ortes ist es zu verdanken, dass die Jury vom Erholungsort einen so wunderbaren Eindruck bekommen hat und die Silbermedaille verlieh. Gibt es eine bessere Empfehlung für Gäste nach Waltersdorf zu kommen? Tipps: E thematische Führungen (für Gruppen ab 10 Personen, auch nach Vereinbarung) E Angebote für Schulklassen und Kindergärten E Kombi-Ticket für Erlebnisausstellung im Naturparkhaus, Volkskunde- und Mühlenmuseum, Deutsches Damast- und Frottiermuseum E Winter-Vergnügen am Skiareal Lausche mit Skischule und -verleih E Denkmalpfad entlang der Umgebindehäuser E Motorrad-Veteranen und Technikmuseum E Wanderung in Großschönau entlang der Flussauen von Mandau und Lausur und auf den höchsten Berg Deutschlands östlich der Elbe – die Lausche (793 m) E Veranstaltungssaal im Naturparkhaus E Rangerpass mit Querxenmedaille E Trixi-Freizeitbad und Waldstrandbad (s. S. 34ff.) Naturparkhaus Zittauer Gebirge mit Tourist-Information Hauptstraße 28, 02799 Großschönau OT Erholungsort Waltersdorf D/5 Tel. +49 35841 2146 naturparkhaus@grossschoenau.de www.grossschoenau.de


Erholungsort Waltersdorf

Naturpark Zittauer Gebirge

Gipfelsturm mit E-Bike Die Bergwelt mit Elektro-Mountainbikes erkunden

Lausche, Hochwald und Oybin: Die Bergwelt des Zittauer Gebirges gilt als wahres Wanderparadies. Doch die Gipfel der Region lassen sich neuerdings auch mit sogenannten Elektro-Mountainbikes erreichen. Ein echtes Ausflugs-Abenteuer – von steil bergauf bis ganz relaxt. Einige der schönsten Touren beginnen an der Waltersdorfer Sonnebergbaude. Hotelier Alexander Fichte kennt hier jeden Winkel. Der Wandersmann ist auch E-Bike-Fan. In seinem ur-

gemütlichen Landgasthof kann man die Stahlrösser auch gleich ausleihen. „Radeln mit Akku-Unterstützung lässt nicht nur Distanzen schrumpfen, sondern ist auch eine Art Aufstiegshilfe“, erklärt Alex, der schon als Kind durch die Sonnebergbaude tobte. Zu bedienen sind die Räder kinderleicht. Die Reichweite liegt bei rund 100 Kilometern. „Urlauber haben es von uns aus mit E-Bikes schon bis zum tschechischen Jeschken (1.012 m) geschafft. Andere nutzen die Bikewege an der Lausche und im Zittauer Gebirge.“ Wo die schönsten Ecken sind, weiß der Waltersdorfer ganz genau. Kaum ein Hotel-Frühstück vergeht ohne seine Tipps. „Das geht beim Kaffee einschenken los und endet später an der Rezeption“, lacht der sympathische Oberlausitzer, der auch selbst Wandertouren führt. Apropos Gastlichkeit und gute Küche. Die bietet Gastgeber Alex Fichte

mit seiner Ines genauso an: Von Oberlausitzer „Teichlmauke“ bis zu Wildgerichten. Wir kommen immer wieder gern! Tipps: E Schöne Zimmer E Biergarten E Wanderkarten, Lunchpakete, Gepäcktransfer E Zwischenstopp für Radler & Motorradfahrer E Skiausleihe / Lift vor der Haustür Sonnebergbaude Waltersdorf Inh. Alexander Fichte Hauptstraße 154, 02799 Waltersdorf D/5 Tel. +49 35841 3300 rezeption@sonnebergbaude.de www.sonnebergbaude.de

Insidertipp Landhotel „Quirle-Häusl“ Würzige Bergluft, herrliche Landschaft, freundliche Gastgeber – hier fühl ich mich wohl! sich in unserem Sandsteingewölbe-Weinkeller bei einem guten Glas Wein traumhaft entspannen. In unserer einzigartigen Salz-Oase können Sie

durch das vorhandene Mikroklima und die salzhaltige Luft nicht nur herrlich entspannen, sondern auch Ihre Atemwege umsorgen sowie Ihre Selbstheilungskräfte aktivieren. (www.salzoase-waltersdorf.de) Kuschelige Daunenbetten, verstellbare Liegepositionen und hochwertige Matratzen lassen Sie in tiefe Träume versinken und ermöglichen erholsamen Schlaf in gesunder Gebirgsluft. Komfortable Zimmer erwarten Sie sowohl im „Quirle-Häusl“ als auch im gegenüberliegenden Hotel „Kaiserliches Postamt“. Weitere Angebote für Sie: E Geschenkboutique „Eenfuftsch“ E Grünster Biergarten der Oberlausitz E Wellness-Shuttle E Abholservice Lesen Sie auch Seite 39!

***Superior Landhotel „Quirle-Häusl“ und „Kaiserliches Postamt“ D/5 Hotel – Restaurant – Boutique Waltersdorf, Hauptstr. 51, 02799 Großschönau Tel. +49 35841 606060 hotel@quirle.de www.quirle.de

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Sommers wie winters lohnt ein Urlaub in unserem Verwöhnhotel im historischen Oberlausitzer Umgebindehaus. Hier herrscht angenehme Atmosphäre in allen Räumen und Hotelzimmern, es wird Gemütlichkeit noch echt gelebt. Während Ihres Aufenthaltes können Sie individuell oder bei einer organisierten Kräuterwanderung die reizvolle Landschaft der Oberlausitz erkunden. Wir laden Sie ein, gemeinsam mit uns in lockerer Atmosphäre die schönsten Wanderrouten, die geheimsten Flecken sowie die gesündesten Kräuter unserer Heimat zu entdecken. Wir sind bestens auf Wandergäste und Biker eingestellt. Erleben Sie humorvolle Themenabende und Konzerte Ihrer Gastgeber Kathrin & Peter. Wir organisieren Ihren Erlebnisurlaub mit abwechslungsreichen Arrangements (aktuelle Termine erfahren Sie unter www.quirle.de). Unsere über die Grenzen der Oberlausitz hinaus geschätzte Küche freut sich schon jetzt, Ihnen mit regionalen Zutaten von sorgfältig ausgewählten Lieferanten Geschmackserlebnisse zu bescheren. In der urigen Holzblockstube können Sie in das flackernde Feuer eines Holzbackofens blicken, welcher je nach Jahreszeit den Raum mit dem Duft von frisch gebackenem Brot, knuspriger Gans oder würzigem Bratapfel erfüllt. Danach lässt es


Großschönau

Naturpark Zittauer Gebirge

Ausblick von der Aussicht des Hutberges auf Großschönau – im Hintergrund das Zittauer Gebirge mit der Lausche (links)

Großschönau webt Geschichte

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Schatzkammer der Damaste, Textilpfad und originelle Mitbringsel Stadtansichten, Wappen, biblische Szenen, Blumen, Jagdszenen – detailreich und fein eingewebt. Nur beim richtigen Lichteinfall zeigen sich die Motive gut erkennbar im edlen Tuch. Damast – mit solchem Bildgewebe ist Großschönau weithin bekannt geworden. Europäische Adelshäuser ließen sich die Luxusware aus dem Ort in der Oberlausitz kommen. In keinem anderen Ort Deutschlands wurde so viel und so lange Damast gewebt. Alles darüber erfährt man im Deutschen Damast- und Frottiermuseum. Eine „Schatzkammer der Damaste“ verdeutlicht mit einer festlich gedeckten Tafel, wie edle Tischwäsche bei Hofe oder in vornehmen Häusern eingesetzt wurde. Zauberhafte Raritäten und Motivvarianten sind in Schauvitrinen zu bestaunen. Zudem ist die Ausstellung interaktiv gestaltet und lädt zum Selbsterkunden ein. Das Museum gibt einzigartige Einblicke in Großschönaus Textilgeschichte. Es kündet von Sternstunden, beherbergt bis zu 5.000 Damaste und ebensoviele Frottierwaren aus vergangenen Jahrhunderten. 1666 wurde in Großschönau erstmals Damast gewebt und 1856 nahm die deutsche Frottierindustrie hier ihren Anfang. Zu sehen sind historische funktionstüchtige Webstühle und einige von 6.000 Musterzeichnungen und -p atronen, die hier lagern. Besucher erfahren von Musterzeichnern, wie Johann Eleazar Zeissig (17371806), der sich nach seinem Geburtsort Schenau nannte. Als Maler zählte er seinerzeit zu den be-

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deutendsten Künstlern, wirkte in der Meißner Porzellanmanufaktur, als Direktor der Dresdner Kunstakademie, und er bildete Großschönauer Musterzeichner aus. Herausgepickt: E Zwei ortsansässige Betriebe setzen die Tradition der Textilindustrie fort und stehen mit einem Fabrikverkauf offen. E Textilpfad mit 29 Stationen, u. a. die frühere Webschule, Fabrikantenvillen, ehemalige Produktionsstandorte, Umgebindehäuser, in denen Handwebstühle ratterten, und natürlich das Museum…. Termine: E 2018 – 666 Jahre Großschönau! E 31. August bis 2. September: großes Bürgerstraßenfest

Deutsches Damast- und Frottiermuseum Schenaustraße 3, 02779 Großschönau Tel. +49 35841 35469 info@ddfm.de, www.ddfm.de

Souvenirs: Abbildung auf einem Handtuch (o.), das Panoramamotiv gibt’s auf einem Duschtuch

Naturparkhaus Zittauer Gebirge mit Tourist-Information Hauptstraße 28, 02799 Großschönau OT Erholungsort Waltersdorf Tel. +49 35841 2146 naturparkhaus@grossschoenau.de www.grossschoenau.de

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Zwischen Hits und Heimat Kathrin & Peter sind beliebte Sänger und Hoteliers Eine launige Begrüßung hier, ein Handschlag dort. Kathrin winkt kurz von der Rezeption, Peter empfängt Gäste aus Spaß in norddeutschem Dialekt. Dabei rollt er das „R“ normalerweise so geschmeidig wie so viele Oberlausitzer. „Auch Dialekt ist a Stück’l Heimat. Unterwegs denken manche aber auch, wir sind Amerikaner, die versuchen Deutsch zu reden“, lacht Peter. Im MDR-Fernsehen liefen seine Interview-Antworten sogar mal mit Untertiteln. Kochen ist wie ein Lied komponieren Wer es nicht weiß, der kann es kaum glauben: Kathrin & Peter, das beliebte Schlagerduo, das deutschlandweit Triumphe feiert, ist gleichzeitig auch ein erfolgreiches Hoteliers-Duett. Im gemütlichen Waltersdorfer „Quirle-Häusl“ ist Peter der leidenschaftliche Koch, Kathrin die Managerin im Hintergrund. Auf der Bühne werben wiederum beide als „Botschafter der Oberlausitz“ für ihre Heimat, eine Konstellation, die es bundesweit so kein zweites Mal gibt. Dass Peter manchmal vormittags in der Hotelküche und abends vor tausenden Schlagerfans steht, ist für ihn die normalste Sache der Welt. „Kochen ist für mich wie ein Lied komponieren: Das Gericht komponiere ich mit Zutaten, das Lied mit Tönen.“ Titel mit Hitpotential Gerade erschien das 10. Studioalbum der zwei Publikumslieblinge. Die CD namens „Glücksgefühl“ versprüht eben dieses. Es sind 17 Songs voller guter Laune und Liebesbekundungen der beiden zueinander. Songs von gefühlvoll bis poppig – mit absolutem Hitpotential! Drei Titel tragen die Handschrift von Schlagerstar G.G. Anderson, ein Freund der beiden. „Eingespielt wurde das Album in drei Tonstudios: in München, Mainz und Itzehoe“, plaudert Peter über die Aufnahmen. Er selbst und seine Kathrin hören gern Popmusik und lieben modernen Schlager sowie Klassik, Rockmusik, wenn es passt. „Im Vorjahr wäre ich um ein Haar zu einem AC/DC-Konzert gegangen. Dann hatte ich aber Küchendienst“, lacht Ulknudel Peter. Dann springt er kurz rüber in die Küche, kümmert sich mit seinem Küchenteam um Rouladen, original Oberlausitzer Stupperle (Oberlausitzer Kartoffelknödel mit Sauerkraut und Speck) und sein fantastisches Beeren-Tiramisu. „QuirleHäusl“-Gäste kommen schon mal aus Norwegen, Schweden oder Kalifornien. Oberlausitzer Gastlichkeit à la Kathrin & Peter hat sich herumgesprochen – seit mehr als 18 Jahren. „Im Vorjahr wurden wir volljährig“, lächelt Kathrin, die gerade das nächste „Quirle“-Schlager-Event mit einem Auftritt der beiden plant.

Herausgepickt: E „Kathrin & Peter“, bürgerlich Kathrin und Peter Kunze, traten seit Veröffentlichung ihrer ersten Single 1999 in über 160 TV-Sendungen auf: u. a. in „ZDF-Fernsehgarten“, „Immer wieder sonntags“ und „Lustige Musikanten“. Parallel mauserten sich beide zum gefragten Moderatoren-Paar. Einem Millionenpublikum sind Sendungen in Erinnerung, in denen „Kathrin & Peter“ ihre geliebte Oberlausitz vorstellen. Das Steckenpferd sind und bleiben aber Live-Auftritte als Gesangsduo. Bis zum heutigen Tag gaben sie über 1.000 Konzerte. Von Bautzen bis Brasilien! Kathrin & Peter vor ihrem Quirle-Häus’l So oft es geht, erkunden die zwei gefragten Künstler, die in Cunewalde leben, ihre zauberhafte Heimat. „Wir können doch in alle Himmelsrichtungen ausschwärmen, haben alles vor der Nase“, so Peter Kunze. Gerade Waltersdorf mit seinen picobello restaurierten Umgebindehäusern, den schmucken Vorgärten und einzigartigen Sandsteintürstöcken strahle eine ganz besondere Atmosphäre aus. Alles scheint so überschaubar und schön, ein bisschen wie in einer Puppenstube. Dann erzählt er die eigene rührende Liebesgeschichte von sich und seiner Kathrin. Zehn Jahre nach dem ersten Liebesbrief „Alles begann in der 7. Klasse“, schmunzelt Peter, gelernter Bäcker und Moderator. Schon damals verfasste er den ersten Liebesbrief an Kathrin. Sie wohnten im selben Ort und gingen in dieselbe Schule. Als Peter eines Tages vor Kathrins Haustür stand, öffnete der Vater, der ihn mit den Worten

wegschickte: „Komm’ in zehn Jahren wieder.“ Zunächst trennten sich die Wege der beiden. Kathrin wurde Konstruktions-Ingenieurin. Da spielte sie längst auf Events Gitarre und sang dazu. Ähnlich lief es bei Peter: Bereits als Sechsjähriger sang er für Feriengäste des Urlauberortes und später im Schulchor. Oft stellte er sich waghalsig auf die drei Meter hohe Gartenmauer und unterhielt die vorbeilaufenden Feriengäste mit seinem Gesang. Eine fundierte Ausbildung und den Feinschliff zum Moderator erhielt er an der Kulturakademie Dresden. „So richtig gefunkt hat es dann tatsächlich zehn Jahre nach dem ersten Liebesbrief“, erinnert sich Kathrin. Inzwischen ist sie mit ihrem Peter längst verheiratet. Bereits Ende der 80er Jahre gründeten sie die Band „Oberlausitzer Quirle“. Seit 1992 flimmern Kathrin & Peter als Gesangsduo über die Bildschirme. Ihr erster Hit: „Mein Herz macht bum budi bum“. * Dann überrascht Musikus Peter noch mit einer kleinen Geschichte aus den 70er Jahren: Direkt vor seiner Haustür wurde einmal Fernsehgeschichte geschrieben. Keine Geringere als Schauspielstar Agnes Kraus sauste im Kultfilm „Schwester Agnes“ mit ihrem legendären Schwalbe-Motorroller direkt vorm „QuirleHäusl“ übers Straßenpflaster. Im Haus schräg gegenüber lag das „Gemeindezimmer“ des Film-Bürgermeisters (Jochen Thomas), amüsiert sich Peter noch heute. Wer mehr erfahren möchte, der begebe sich ins urige „Quirle-Häusl“ in einem der schönsten Flecken Deutschlands. Mehr übers Quirle-Häus’l auf Seite 37!

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Seifhennersdorf

Naturpark Zittauer Gebirge

Pilzvielfalt in Karaseks Revier Der legendäre Räuberhauptmann lädt am 16. September zum 20. Leinewebers Pilzwochenende ein Über 50 sächsische und nordböhmische Direktvermarkter und Naturproduktehändler bieten rund um das Karasek-Museum ihre Waren an: Wild-, Geflügel-, Pferde-, Lamm und Ziegenspezialitäten, deftige Grillhaxen, knuspriges Karasekbrot und Karasektee, geräucherte Saiblinge und Forellen, frische Kräuter, Obst und Gemüse, Edelpilze und Pilzpuffer, Keramikpilze, Seilerwaren, Holzspielzeug aus dem Isergebirge, originellen Textilhanddruck, Schmuck, seltene Minerale und Gesteine, Bücher von Nordböhmischen und Oberlausitzer Verlagen und vieles mehr. Nebenan im Ratskeller gibt es leckere Pilzgerichte. Auch der Bulnheimsche Hof, ein Faktorenumgebindehaus gleich hinter dem Karasek-Museum, lädt mit seinen wertvollen Deckenmalereien und einer Leinen-Stoff-Börse zum Besuch ein. Der Räuberhauptmann wacht höchstpersönlich darüber, dass an diesem Tag alles seine Ordnung hat. Pfiffige Kinder können bei dem bunten Treiben auch so manchen „Beutetaler“ erhaschen. Wissenswertes über das bewegtes Leben des Räuberhauptmanns Johannes Karasek (1764-1809) erfahren Besucher vor Ort im Karasek-Museum. Wanderfreunde können auf dem 4,5 Kilometer langen Karasek-Ringwanderweg einstige Schauplätze

Die Gegend um Seifhennersdorf war das Gebiet, wo Karasek einst auf Beutezug ging. Mit seiner Bande nutzte er die verworrenen Grenzverhältnisse der böhmischen Enklave Niederleutersdorf aus, die eine Insel inmitten der sächsischen Dörfer der Oberlausitz bildete. Vor allem auf habgierige, geizige Leute hatten es die Räuber abgesehen. Nach einem leichtsinnigen Einbruch 1800 wurde Karasek festgenommen und in Bautzen zum Tode verurteilt. Auf ein Gnadengesuch hin wandelte die Obrigkeit die Strafe in lebenslange Kerkerhaft um. Seit vielen Jahren verkörpert Heiner Haschke in originalgetreuem Gewand den Räuberhauptmann als Botschafter der Oberlausitz.

In der Pilzschau werden Prachtexemplare aus den Wäldern des sächsisch-böhmischen Grenzlandes präsentiert. Gesammelt von Karasek sowie seinen Spießgesellen und Kräuterweibleins. Im vergangenen Jahr waren es 216 Arten! erkunden und Radsportbegeisterte auf dem 21 Kilometer langem Karasek-Radweg auch Spuren des legendären Räuberhauptmannes folgen.

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Da, wo die Abenteuer sind Gemeinsam um ein Feuer sitzen, Abenteuer planen, den Wald unsicher machen oder einfach in den „Silberteich“ gleich nebenan springen: Im KiEZ „Querxenland“ ist immer was los. Von Flirtdisko bis Filmabend. Fernab der Heimat toben, Mathe und Bio mal ausblenden – das können Ferienlagergruppen hier schon seit Jahrzehnten. Auch immer mehr Familien entdecken das Seifhennersdorfer „Querxenland” für sich. „Bei uns schont man den Geldbeutel, bei gutem Komfort mit Halb- oder Vollpension“, so KiEZ-Leiter Rüdiger Schaper. Mit der Familie angereist, können Mädchen und Jungen am FerienRahmenprogramm der Gruppen teilnehmen. Das

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Sommerferienprogramm bietet darüber hinaus Veranstaltungen für die ganze Familie. Oma und Opa mit Enkel sowie Alleinerziehende fühlen sich hier übrigens genauso wohl. Neben Spiel und Spaß ist die gute Küche ein weiteres schlagendes Argument fürs „Querxenland“. „Zu den Favoriten zählen natürlich Nudelgerichte in allen Variationen. Aber auch vitaminreiche und vegetarische Kost steht auf dem Speiseplan. Auch in kulinarischen Dingen ist bei uns Vielfalt Trumpf“, so Rüdiger Schaper, seit unglaublichen 37 Jahren (!) Leiter der beliebten Einrichtung. Damit zählt er bundesweit zu den dienstältesten Ferienlager-Chefs. An

Termine: E 18. März: 22. Oberlausitzer Leinewebertag mit Karaseks Naturmarkt (11-17 Uhr) E 16. September: 20. Leinewebers Pilzwochenende mit Karaseks Naturmarkt (11-17 Uhr) Karasek-Museum/Tourist-Information Nordstraße 21a, 02782 Seifhennersdorf D/5 Tel. +49 3586 451567 tourismus@seifhennersdorf.de www.karaseks-revier.de www.seifhennersdorf.de

die große Glocke hängt er das nicht. Der sympathische Sachse meint nur: „Ohne mein Team würde hier nichts laufen. Nur gemeinsam sind wir stark!“ Den Wandel der Zeit erlebte Rüdiger Schaper hautnah mit: „Lautete die Frage am 1. Tag früher: ‘Habt ihr Fernsehen?’, so heißt sie heute ‘Habt ihr WLAN?’“ Doch TV und Handy sind im „Querxenland“ oft nach einem Tag vergessen – wenn Kinder merken, dass miteinander spielen und reden viel cooler ist, als im Internet zu surfen. Tipps: E Für Gruppen und Vereine: Ferienlager 2018 mit dem Thema U.S.A. (Unglaubliche Sommer Abenteuer): Alter 7-13 Jahre; Vollpension, Freier Eintritt im Freibad nebenan; umfangreiches Programm u. a. mit „Movie-Night”, „College-Disco” und „Hollywood-Casting” E Querxe sind Zwerge & Heinzelmännchen, die der Sage nach in der Oberlausitz leben. Siehe auch Seiten 20 und 21! Querxenland Seifhennersdorf Viebigstraße 1, 02782 Seifhennersdorf D/5 Tel. +49 3586 45110 info@querxenland.de, www.querxenland.de


Am Olbersdorfer See wird die O-See-Challenge seit 2000 ausgetragen. Der erste Wettkampf hatte fünf Teilnehmer, im vergangenen Jahr kamen über 1.200

Sport-Event von Weltrang Maik Petzolds Studie belegt Bedeutung der O-See-Challenge für die Oberlausitz Das Thermometer zeigt gerade mal 15 Grad, doch Maik Petzold kommt uns in Bautzen mit dünnem Shirt und Shorthose entgegen. Der Familienvater mit dem gewinnenden Lachen ist anscheinend ein echter Naturbursche. Und Naturburschen sind bekanntlich nicht nur abgehärtet, sondern auch sportlich. Dieser Schein trügt nicht. Maik Petzold zählte in seiner aktiven Zeit zu den Top-Triathleten der Welt. Und auch heute mit 39 Jahren wirkt er fit wie ein Turnschuh. Eine seiner großen Leidenschaften ist die O-See-Challenge, das sportliche Top-Triathlon-Ereignis der Oberlausitz am Olbersdorfer See. Achtmal nahm der deutsche Cross-TriathlonMeister selbst teil. Jetzt belegte der frühere SportProfi mit einer Studie erstmals die Strahlkraft der Veranstaltung auf die ganze Region. Die Untersuchungen waren Teil seiner Diplomarbeit über die Wertschöpfung von Sportereignissen. Maik studiert in Bautzen „Öffentliches Marketing“ und absolvierte den Praxisteil in der MarketingGesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien (MGO). Ein Sportereignis von Weltrang „Dass unsere O-See-Challenge der Oberlausitz was bringt, spüre ich seit Jahren als Teilnehmer. Ich wollte diese positiven Effekte aber auch endlich fundiert belegen“, erklärt der Olympionike von Athen und London. Dazu startete er 2016 eine Umfrage: Von rund 900 jugendlichen und erwachsenen Aktiven der O-See-Challenge nahmen 318 Triathleten teil (Stichprobe nach dem Zufallsprinzip). Das Ergebnis: „Die Challenge spült richtig Geld in die Region, mindestens 300.000 Euro allein 2016.“ Aktive schwitzen schließlich nicht nur während des Mehrkampfes aus Schwimmen, Radfahren und Laufen. Sie kaufen in der Region auch ein, besuchen Mu-

Maik Petzold (links und oben) bei der O-See Challenge 2017. Er ist einer der erfolgreichsten Triathleten Deutschlands und nahm an 12 Weltmeisterschaften teil. Reporter und Triathleten bescheinigten dem gebürtigen Bautzener, einer der Konstantesten seiner Disziplin zu sein. Nach 15 Jahren als Hochleistungssportler beendete er 2013 seine beeindruckende Karriere. Maik Petzold ist immer auch als offizieller Botschafter der Oberlausitz unterwegs seen und Freizeiteinrichtungen, bringen Familien und Fans mit. Was die ausgeben, ist in der Studie noch nicht mal enthalten. 98 Prozent der Teilnehmer würden den Landstrich laut Umfrage weiterempfehlen. Etwa die Hälfte der Sportler wäre ohne den Wettkampf gar nicht auf bzw. in die Oberlausitz gekommen. Die O-See-Challenge mauserte sich so nicht nur zum Cross-Triathlon Nummer eins weltweit, sondern zur Sport-Veranstaltung mit Volksfestcharakter. „Dafür sorgen u. a. Bands, Pasta-Party und VIPEmpfang“, so Sportass Maik. Bis zu 150.000 Gäste besuchen die Challenge seinen Worten nach jährlich. Doch auch bei den Mehrkämpfern selbst genießt sie einen hohen Status. Der Wettstreit am Olbersdorfer See dient schließlich gleichzeitig als Qualifikation für die Meisterschaften von Hawai, einem weltweiten Triathlon-Top-Event. Zuletzt waren Teilnehmer aus 23 Nationen am Start, darunter Neu-

seeländer, US-Amerikaner und Franzosen. „Die stärkste Fraktion kam aber selbstverständlich aus Sachsen“, schmunzelt der Lokalpatriot. Das Sportereignis entwickelte sich damit zum Impulsgeber für einen ganzen Landstrich. * Maik Petzold wird das alles im Auge behalten, auch wenn er sich nun eine Auszeit gönnt, um mit Frau Nadine und den Kindern ein wenig die Welt zu beschnuppern. Es geht nach Neuseeland. Doch der blaue Himmel dort wiege seine Oberlausitz nicht auf, sagt der WM-Bronzemedaillengewinner von 2009 in Australien. „Hier rund um Bautzen habe ich meine Freunde und ein schönes Zuhause. Hier finde ich herrliche Naturkulissen wie das Zittauer Gebirge. Das alles bedeutet für mich Heimat.“ Termin: E 17.-19. August: O-See-Challenge www.o-see-challenge.de

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Herrnhut

Naturpark Zittauer Gebirge

Rückzugsorte im Grünen

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Herrnhut weist eine ungewöhnliche Dichte an Gartenhäusern auf

Ruheplätze zur Einkehr und Besinnung, überdacht, geschlossen, eingerichtet mit Tisch und Stühlen – Gartenhäuser sind Rückzugsorte zum Lesen, Kulisse für gemütlichen Kaffeeplausch oder Raum zum Gespräch mit Freunden. In Herrnhut sind rund 30 dieser „Zimmer im Grünen“ erhalten – nirgendwo in Sachsen sonst soll es so viele geben. Ein Grund ist wohl die günstige wirtschaftliche Entwicklung des Ortes nach seiner Gründung. Am 17. Juni 1722 fällten mährische Glaubensflüchtlinge den ersten Baum, um sich eine neue Heimat unter der Hut des Herrn zu schaffen. Graf Nikolaus Ludwig von Zinzendorf, Gutsherr im benachbarten Berthelsdorf, gab ihnen dazu Land ab. Er ermöglichte damit die Geburtsstunde der Herrnhuter Brüdergemeine, eine aus der böhmischen Reformation herkommende Glaubensbewegung, die sich später weithin ausbreitete. Missionare trugen den Namen der Stadt in die

ganze Welt. Sie zogen aus, um fremden Völkern den christlichen Glauben nahezubringen. Bis heute werden in Herrnhut alljährlich im Frühling die berühmten Losungen gezogen. Das Andachtsbuch mit Bibelworten für jeden Tag lesen Christen in aller Welt. Auf dem Friedhof der Brüdergemeine, dem Gottesacker, sind in gleichmäßigen Reihen mehr als 6.000 Gräber mit einheitlichen, flachen Steinen angeordnet. Sie sollen die Gleichheit aller Menschen nach dem Tode symbolisieren. Die Gartenhäuser in Herrnhut werden als kulturelles Erbe von Eigentümern und Nutzern bis heute geschätzt und gepflegt. Die meisten der kleinen Bauwerke stehen auf Privatgrundstücken. Gut zugänglich ist das rund 250 Jahre alte Häuschen im Garten des Heimatmuseums (im Bild) an der Comeniusstraße 6. Zwei weitere Gartenhäuser stehen im ehemaligen Schwesternhausgarten, dem heutigen Herrschaftsgarten.

Zinzendorf-Büste vor dem Herrnhuter Kirchsaal Tipps: E Völkerkundemuseum E Stadtführungen E Skulpturenpfad Gastgeber vor Ort KOMENSKÝ Gäste- und Tagungshaus Comeniusstraße 8 + 10, 02747 Herrnhut Tel. +49 35873 33840 E/4 info@komensky.de, www.komensky.de Kultur- und Fremdenverkehrsamt Herrnhut Comeniusstr. 6, 02747 Herrnhut E/4 Tel. +49 35873 2288 und 30733 tourismus@herrnhut.de www.herrnhut.de

Märchenhafte Bräuche In einem Ort zwischen Löbau und Zittau scheint 365 Tage lang Weihnachten zu sein. Zumindest fühlt es sich in der Schauwerkstatt der Herrnhuter Sterne GmbH täglich für die Besucher so an. Die Weihnachtsbotschafter aus der Oberlausitz senden in dunklen Tagen ihr Licht aus, schmücken Märkte, Kirchen, Rathäuser, Balkone und Wohnstuben in der Oberlausitz – auch in vielen Orten Deutschlands und der Welt. Acht Pfefferküchler und die Lebkuchenfabrik in Pulsnitz stellen das ganze Jahr über ihre Spezialitäten her, die sie vor allem im Weihnachtsgeschäft

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verkaufen, etwa auf dem Pfefferkuchenmarkt. Die Tradition des Pulsnitzer Handwerks reicht bis 1558 zurück. Die letzten Wochen eines Jahres versprechen im Dreiländereck märchenhafte Momente. Vielerorts öffnen schöne Weihnachtsmärkte, so der SanktBarbara-Adventsmarkt Wilthen. Es locken kulinarische Leckerbissen, sächsische Handwerkskunst mit Schauschmieden oder Backen im Holzofen – vor der schönen Kulisse der Wilthener Weinbrennerei, die zu Sonderführungen einlädt. Gäste bewundern die Krippenausstellung in der St. Barbara Kapelle.


Herrnhut

Naturpark Zittauer Gebirge

Sterneland in Kinderhand Wo Herrnhuter Sterne hergestellt werden, laden Schauwerkstatt und Entdeckerwelt ein Vor über 160 Jahren im Schoß der Herrnhuter Brüdergemeine entstanden, gilt der Herrnhuter Stern als Ursprung aller Weihnachtssterne. Anfang des 19. Jahrhunderts leuchtete der erste Stern aus Papier und Pappe in den Internatsstuben der Herrnhuter Brüdergemeine. Von einem Erzieher im Mathematikunterricht erdacht, diente er zum Vermitteln eines besseren geometrischen Verständnisses. Fortan bastelten die Kinder am 1. Sonntag im Advent ihre Sterne und trugen diesen Brauch in ihre Familien. Bis heute ist es eine schöne Tradition, die besinnliche Weihnachtszeit mit einem Herrnhuter Stern zu beginnen.

Tipp: E Persönliche Bastelstunden sind buchbar ab 10 Personen unter: Tel. +49 35873 3640

Herrnhuter Sterne Manufaktur Oderwitzer Straße 8, 02747 Herrnhut E/4 Tel. +49 35873 3640 info@herrnhuter-sterne.de www.herrnhuter-sterne.de Schauwerkstatt: Mo.-Fr: 9-18 Uhr, Sa. 10-17 Uhr, Führungen kostenfrei, ab 10 Personen buchbar Siehe auch S. 12, 18 bis 21!

In der malerischen Kulisse der Rammenauer Landbarockanlage findet das Lichterfest mit traditionellem Handwerksmarkt auf Schloss Rammenau statt. Höhepunkte zum Lichterfest sind das Adventsingen und die Märchenstunde. Beim weihnachtlichen Markttreiben an der deutsch-polnischen Grenze begegnet das Christkindel den Besuchern, wie es nach altem Brauch auf vielen Märkten in der Adventszeit erschien. Bis in die zwanziger Jahre des 19. Jahrhunderts hinein soll es auch in Görlitz einen Christkindelmarkt gegeben haben. Es gibt ihn wieder zwischen den prächtigen historischen Handelshäusern, im Duft von Gewürzen, von Mandeln und Weihrauch. Händler und Kunsthandwerker bieten Waren an.

Der Weihnachtsmarkt in Bautzen erinnert dem Namen nach an König Wenzel IV (1361-1419). Er soll der Stadt 1384 das Recht verliehen haben, einen freien Fleischmarkt in der Vorweihnachtszeit abzuhalten. Bautzen rühmt sich, den vermutlich ältesten Weihnachtsmarkt Deutschlands zu haben. Ein Lichterzug stimmt Besucher der Christnacht in Cunewalde auf Weihnachten ein. In der größten evangelischen Dorfkirche Deutschlands ist es am Heiligen Abend Brauch, dass Konfirmanden und ältere Kinder dreistöckige Leuchter zum Altar tragen. Etwa 600 Kerzen erhellen das abgedunkelte Gotteshaus, 50 Lichterpyramiden sind in Cunewalde noch erhalten. Sie ersetzten in Weberstuben der Oberlausitz einst den teuren Weihnachtsbaum.

Herrschaftlicher Besuch wird am Ende jedes Jahres im Kurort Oybin erwartet. Auf dem gleichnamigen Berg hatte Kaiser Karl IV. dem Orden der Cölestiner einst ein Kloster gestiftet. Am 25. Dezember 1369 besuchte er die Mönche. Am ersten Weihnachtsfeiertag wird diese Geschichte nachgespielt. Am 25. Januar jeden Jahres feiern die Kinder in vielen Oberlausitzer Orten die Vogelhochzeit. Der Sage nach vermählen sich an diesem Tage bei den Deutschen die Amsel mit der Drossel, bei den Sorben die Elster mit dem Raben. Die Kinder stellen am Vorabend Teller auf Fensterbretter oder Türschwellen und die Vögel füllen die Teller mit Süßigkeiten und bedanken sich für das Futter, das sie im kalten Winter von den Kindern bekommen.

Den Sternekindern folgen In der neuen Entdeckerwelt heißt es ab 2018 „Sterneland in Kinderhand”. Mit den Sternekindern Emmi und Jonas geht es spielerisch auf Entdeckungsreise durch die Welt der Sterne. Ob klettern, rutschen und entdecken in dem zweistöckigen Kletterspielplatz oder Basteln und Gestalten von eigenen Papierzacken – für die Kinder gibt es viel zu erleben.

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Und wer einen der schlichten farbigen Sterne erwirbt, gehört zu den zahlreichen Gästen aus aller Welt, die das Symbol des Lichtes von Bethlehem mit sich nach Hause nehmen und so das besinnliche Leuchten in ihre Familie tragen.

Handarbeit in der Manufaktur erleben In der modernen Manufaktur kleben und falzen fleißige Hände, um kleine und große Zacken für die berühmten Herrnhuter Sterne entstehen zu lassen. Unter dem Thema „Schauen Sie uns auf die Hände” erleben Sie in der Schauwerkstatt nicht nur die traditionelle Herstellung der kleinen und großen Papiersterne, sondern können sich gern einmal selbst ausprobieren. Einen kleinen Stern kleben oder eine „Spitze drehen“ – das ist gar nicht so einfach! Auch die Geschichte findet ihren Platz – begeben Sie sich in das Innere eines großen Herrnhuter Sterns und entdecken Sie in den einzelnen Spitzen die Historie und Brauchtümer der Herrnhuter Brüdergemeine und der Herrnhuter Sterne. Ein Besuch im Restaurant „Bei Sterns” rundet das Erlebnis ab.


Oberlausitzer Umgebindehausstraße Deutschlands östlichste Fachwerkstraße verbindet Orte in der südlichen Oberlausitz „Wir sind vom Fachwerk“ dürfen sieben Gemeinden im südöstlichsten Zipfel Sachsens zu Recht von sich behaupten. Umgebindehäuser, eine architektonische Besonderheit in dieser Region, prägen Ebersbach-Neugersdorf, Seifhennersdorf, Großschönau, Mittelherwigsdorf, Oderwitz, Herrnhut und Kottmar. Miteinander bilden die Orte deshalb die Oberlausitzer Umgebindehausstraße.

matische Routen in Oderwitz. Am Weg liegen drei noch erhaltene Bockwindmühlen. Herrnhut ist weithin bekannt als der Ort, an dem die Evangelische Brüdergemeine neu entstand. Auch die berühmten Herrnhuter Sterne kommen aus der „kleinen Stadt von Welt“. Und in Oberseifersdorf, einem Ortsteil von Mittelherwigsdorf, öffnet sich ein herrlicher Panoramablick vom Steinbruch aus über das Land. * Die Oberlausitzer Umgebindehausstraße ist als siebte Teilstrecke in die Deutsche Fachwerkstraße eingebunden. Mit rund 3.500 Kilometern Länge zieht sich die touristische Route quer durch Deutschland: von Stade in Niedersachsen bis an den Bodensee. Am Weg liegen Harz, Spessart, Schwarzwald und seit 2016 auch die Oberlausitz. Das bundesweite Netzwerk vereint etwa 130 Orte.

Herrnhut (E/4) Kottmar (D/4)

Ebersbach-Neugersdorf (D/4)

Oderwitz (E/5)

Seifhennersdorf (D/5) Mittelherwigsdorf (E/5)

Großschönau (D/5)

Bei der Erkundung der mehr als 100 Kilometer langen Route hilft eine Straßenkarte, die 2017 erschien. Jeder Ort wird darin mit seinen Sehenswürdigkeiten und jährlichen Veranstaltungshöhepunkten vorgestellt. Zudem sind Geschichte und charakteristische Besonderheiten der einzigartigen Volksbauweise beschrieben, so dass die Karte ein unentbehrlicher Begleiter entlang der Umgebindehäuser sein dürfte. In Obercunnersdorf, einem Ortsteil von Kottmar, reihen sich die Gebäude mit der typischen Holzkonstruktion besonders dicht aneinander. Alte

Blick auf Umgebindehäuschen in Obercunnersdorf Mangel, Grünsteinhof und Kaffeemuseum zählen zu den sehenswerten Denkmalen in EbersbachNeugersdorf. Der Bulnheim’sche Hof in Seifhennersdorf, ein prächtiger Vier-Seiten-Hof, ist mehrfach im Jahr Kulisse für Karaseks Naturmärkte. In der Dorfmitte von Großschönau fasziniert das wunderschöne Ensemble mit Umgebindehäusern an der Mandau. Ein Textilpfad erinnert an die einzigartige Handwerks- und Industriegeschichte des Ortes. Im Großschönauer Ortsteil Waltersdorf steht eines der größten Fachwerkhäuser der Region, das Naturparkhaus Zittauer Gebirge. Keineswegs nur die Umgebindehäuser machen den Besuch in den einzelnen Orten zum Erlebnis. Bewegter Mühlengeschichte widmen sich zwei the-

Kontakt: Gemeinde Kottmar / Touristinformation Hauptstraße 214a, 02739 Kottmar Te.: +49 3586 702051 info@faktorenhof-eibau.de www.deutsche-fachwerkstrasse.de Lesen Sie zum Thema Umgebinde auch Seite 10! Tipps- und Termine: E Museenbesuche E Erlebnisführungen in den einzelnen Orten E 27. Mai: Tag des offenen Umgebindehauses mit Veranstaltungen, Führungen und Ausstellungen in zahlreichen Orten Herausgepickt: Bauweise E Umgebindehäuser künden vom Können der Dorfhandwerker – Zimmerer, Steinmetze, Tischler, Schmiede, Dach- und Schieferdecker. Historisch gesehen ist die Blockstube (aus behauenen Baumstämmen) in den Umgebindehäusern zugleich Wohn- und Arbeitsstätte. Flur- und Stallteil sind meist aus Stein errichtet. Schlaf und Vorratskammern liegen im Obergeschoss und sind aus Fachwerk und Lehm gefertigt. Darstellungen von Karl Bernert

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Mauerwerk Maurer, Steinmetze

Blockstube Zimmerer

Umgebinde Zimmerer

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Fachwerk Zimmerer zum Teil Kleiber Aquarell von Klaus Herzog

Schnittdarstellung eines typischen Umgebindehauses

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Fertiges Haus Zimmerer, Dachdecker, Kleiber, Tischler, Schmiede, Maurer, Ofensetzer (Putz, Weißen)

Prinzipschema der Entstehungsschritte von Umgebindehäusern in Stockwerksbauweise (beteiligte Gewerke)


Oderwitz

Naturpark Zittauer Gebirge

Böhmischer Wind Meteorologische Phänomene im Wetterkabinett Oderwitz Vom Oderwitzer Spitzberg hat man einen weiten Blick über die Oberlausitz und nach Tschechien. Böhmischer Wind ist spürbar, der oft und heftig in Oderwitz übers Land bläst und einst Bockwindmühlen im Ort antrieb. Dank des aus Südost einziehenden Wetterphänomens regnet es im Sommer weniger als anderswo, da der Wind den Regen, der meist aus West kommt, wegdrückt. Mehr darüber erfahren Besucher in dem einzigartigen „Wetterkabinett”. Seit die Schweizer Firma Meteomedia hier vor Jahren ihr Wetterstudio „Ost-Zittauer Gebirge“ eröffnete, taucht Oderwitz auf wichtigen Wetterkarten Deutschlands auf, Messwerte fließen insbesondere in ARD- und MDR-Wettervorhersagen ein. Immer Dienstag und Donnerstag um 10.30 Uhr gibt es im Wetterkabinett einen öffentlichen Wettervortrag (für Gruppen nach Anmeldung jederzeit), inmitten spannender Utensilien wie Wetterballons und Meßgeräten. Bärbel Reich, Tourismus-Chefin und „Wetterfee von Oderwitz“, gibt amüsant Einblick in die Welt der Meteorologie, zeigt, wie ein Sonnenschein-Autograph funktioniert und plaudert über Bauernregeln, Hundertjährigen Kalender und Wetterballons. Diese steigen innerhalb von zwei bis drei Stunden rund 20 Kilometer bis in die Stratosphäre auf.…

Nach dem spannenden Wettervortrag bietet sich ein Besuch im Café der Feinbäckerei Otto an, wo es leckeren Kuchen und Torten gibt… Regionale Verbundenheit unterstreicht die Feinbäckerei, indem sie Roggen- und Weizenmehl direkt aus der ortsansässigen Berthold-Mühle bezieht. Der Betrieb am Oderwitzer Wasser hält eine alte Tradition im Ort lebendig, in dem es früher allein sieben Bockwindmühlen gab. Immerhin drei davon sind heute noch erhalten. Lange Zeit vernachlässigt, sind sie inzwischen wieder aufgebaut. Die technischen Denkmale liegen am Mühlenweg, der durch Oderwitz führt. Zwei Routen sind mit unverkennbarem Signet ausgeschildert. Nicht nur zur Besichtigung, sondern auch für Trauungen steht die Birkmühle offen. Im Wohnhaus direkt daneben ist eine Gaststätte eingerichtet. Tipps: E Spitzberg mit Baude & Kletterfelsen E Reiterhöfe mit Pony-Ranch, Country-Camp & Kutschfahrten E Kinderlernwerkstatt „Erfinderkiste“ E Sachsens größte HO-Digital-Modelleisenbahn E Kathleen Schokoladenfabrik mit Fabrikverkauf E Rodelpark E Freibad

Bärbel Reich erklärt den Wetterballon

Wetterkabinett Tourist-Information Oderwitz Hintere Dorfstraße 15, 02791 Oderwitz E/5 Tel. +49 35842 20790 wetterkabinett@oderwitz.de, www.oderwitz.de

Natürlich aus Tradition Im Holzbackofen werden die Brote besonders aromatisch

1970 übernahm Wolfgang Otto das Geschäft. Sein Sohn Roman wuchs mit dem Handwerk auf und führt den Familienbetrieb seit 2008. Er trat damit in die Fußstapfen seiner Vorfahren, denn bereits Urgroßvater und Großvater waren Bäcker. Ihre Existenz in Zirlau, einem kleinen Ort in Schlesien, mussten sie durch die Vertreibung jedoch aufgeben. Die Traditionen aus der ursprünglichen Heimat der Familie haben die Ottos aber all die Jahre sorgsam gehütet. So backen sie im eigenen Betrieb mindestens fünf Spezialitäten nach Rezepten aus Schlesien, etwa Mohnstrietzel. Feinbäckerei Otto Inh. Roman Otto Hauptstraße 106, 02791 Oderwitz E/5 Tel. +49 35842 2110 info@otto-baecker.de, www.otto-baecker.de

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„Wir wollen die Lust fördern, handwerklich gefertigte Ware bewusst und mit Genuss zu essen“, sagt Geschäftsinhaber Roman Otto. Der Bäckermeister aus Oderwitz legt großen Wert darauf, dass seine Ware natürlich nach bewährter Tradition und mit überwiegend regionalen Zutaten hergestellt wird. Nach gleichem Prinzip sorgt seine Frau Babett in der Konditorei für leckere Tortenund Kuchenkreationen. Eine große Auswahl an Brot hat die Feinbäckerei Otto für verschiedene Anlässe und nahezu jeden Geschmack im Angebot. Mit etwas Glück oder bei Voranmeldung können Kunden den Ottos bei der Arbeit am Holzbackofen über die Schulter schauen. Dieser steht in der stilvoll eingerichteten Blockstube des schönen Umgebindehauses, in dem Bäckereimeister Roman Otto und seine Frau Babett sich auch Laden und Café befinden. Das Gebäude stammt aus dem Jahre 1795. Auf der Poststraße zwischen Zittau und Bischofswerda eine historische Besonderheit verweist eine Tafel an abkassierte. Nachdem diese Art Maut für Sachsen der schmucken Fassade. Ab 1840 wohnte in dem abgeschafft worden war, öffnete 1894 eine Bäckerei Haus ein „Chausseegeld-Einnehmer“, der Nutzer in dem früheren Chausseehaus.

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Löbau

Löbau macht Vergnügen Phantastische Ausblicke ins Land und auf eine Stadt, die zu feiern versteht Löbau zu entdecken ist reizvoll. Immerhin bedeutet das slawische Wort „lubij” – „die Liebliche”. Die fast 800-jährige Stadt bietet über 500 denkmalgeschützte Objekte! Restaurierte, mit Ornamenten verzierte Patrizier- und Giebelhäuser faszinieren und zeugen vom Reichtum früherer Kaufleute, die mit Garn und Leinwand handelten. Auch vor dem wunderschönen Rathaus bleiben viele stehen. Zum Staunen der Besucher öffnet ein Judutekopf in der Rathausuhr zu jeder viertel und vollen Stunde den Mund – die Gesichtsmaske mit beweglichem Kinn gilt als Symbol für das Recht der Stadt auf eigene Gerichtsbarkeit. Löbau war Mitglied im Sechsstädtebund, das Stadtmuseum bewahrt den Pokal. Einzigartig: der „Eiserne” Auf dem Löbauer Berg thront der 28 Meter hohe und 70 Tonnen schwere gusseiserne Aussichtsturm, den es in dieser Art nicht noch einmal gibt. Der Löbauer Bäckermeister Friedrich August Bretschneider, von dem der überlieferte Spruch „Je weiter der Blick, desto freier das Herz” stammt, hat den grazilen Riesen 1853/54 vom Bernsdorfer Eisenwerk errichten lassen und seinem Namensvetter König Friedrich August gewidmet. 120 Stufen führen zur obersten Plattform, von der sich ein unübertroffener Panoramablick auf die Oberlausitz bietet (s. S. 55). Der Gigant begeistert jeden Besucher. Nach einem Flockenwirbel wirkt er wie „verzuckert“, schwärmt Ines Koch, die den Berggasthof betreibt. Auch Prominente waren hier, der in Löbau geborene „Meisterfälscher” Konrad Kujau oder Hans-Joachim Wolfram von „Außenseiter-Spitzenreiter“. Der war neugierig auf den einzigen gusseisernen Aussichtsturm der Welt. Schließlich ließ auch Extrembergsteiger Reinhold Messner seinen Blick vom Turm schweifen. Seit er da war, gibt es sogar ein Gipfelbuch. Weithin beliebt: Löbau macht Vergnügen Überhaupt zieht es zahlreiche Künstler in die Stadt am Berge, denn hier versteht man zu feiern. Als wunderbare Gastgeber meisterten die Löbauer die Sächsische Landesgartenschau 2012, das Sächsische Landeserntedankfest 2015 und den Tag der Sachsen im vergangenen Jahr. Und der Messe- & Veranstaltungspark holt nun nach dem Motto „Wir machen Vergnügen” tolle Veranstaltungen ins Haus. Stars geben sich die Klinke in die Hand. Zum bunten Mix an Veranstaltungen zählen Konzerte, Partys,

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Musicals & Shows, ebenso Kinderveranstaltungen, Oberlausitzer Gesundheitstage, Nachtflohmärkte oder Ausstellungen (www.messepark-loebau.de). Weltberühmt: Förster-Klaviere & ein „Klabier” Wer hat Appetit auf ein Bier aus dem Klavier? Die Piano-Manufaktur AUGUST FÖRSTER aus Löbau stellte zum Tag der Sachsen ein ungewöhnliches Instrument vor (auch ausleihbar). Das Piano ist zweifarbig lackiert und mit zwei Zapfhähnen versehen, aus denen sich dunkles und helles Pils zapfen lässt. Das „Klabier“ basiert auf dem AUGUST FÖRSTERModell 116E, ist für diesen Zweck gefertigt, ohne Einschränkungen spielbar und soll auf Messen für die Traditionsmarke werben. 40 Mitarbeiter stellen etwa 80 Fügel und 120 Pianos im Jahr in liebevoller Handarbeit und komplett in deutscher Produktion her – für Kunden in Asien, Russland, Deutschland

und weiteren europäischen Ländern. Instrumente aus Löbau stehen u. a. bei der Scottish Opera in Glasgow, der Moscow State Opera und dem Ballet Theatre in Moskau. Der Firmenstandort blickt auf eine fast 160-jährige Tradition zurück. Annekatrin Förster führt das Unternehmen in fünfter Generation. www.august-foerster.de

Tipps: E Stadtführungen E Maschinenhaus mit Lokhalle (www.osef.de) Tourist-Information Löbau Altmarkt 1, 02708 Löbau D/4 Tel. +49 3585 450140 tourist-info@loebau.de, www.loebau.de


Löbau

Haus Schminke – der „Nudeldampfer”

Heimat des „Lausitzer Porter“ Wir leben Bier im Herzen der Oberlausitz

Prachtgespann der Brauerei mit den „stärksten Mitarbeitern der Bergquell-Brauerei“ Ein überaus geräumiges Wohnzimmer, in das durch große Fenster viel Licht flutet, ein Balkon, der einer Schiffsbrücke nachempfunden ist, und eine Einbauküche mit genügend Stauraum – das Haus, das der Löbauer Nudelfabrikant Fritz Schminke einst in Auftrag gab, weist jede Menge Vorzüge und modernen Komfort auf. Der Stil war zweifellos ungewöhnlich modern für die Zeit, in der das Landhaus nach einem Entwurf des berühmten Architekten Hans Scharoun (18931972) entstand. Er offenbarte einmal: „Das Haus, das mir das liebste war, ließ sich der Fabrikant Schminke in Löbau bauen.“ 1933 fertig gestellt, zählt es heute zu den weltweit bedeutendsten Wohnbauten der klassischen Moderne. www.stiftung-hausschminke.eu

„Lausitzer Porter“, „Kirsch-Porter“ und „ErdbeerPorter“ – die sagenhaft süffigen dunklen Sorten aus der Porterfamilie sind die bekanntesten Spezialitäten von Bergquell in Löbau. Unverwechselbar im Erscheinungsbild, sind sie längst in ganz Deutschland zu haben. Insgesamt 18 verschiedene Produkte hat das Familienunternehmen im Angebot, darunter fünf saisonale Biere. Ob traditionell oder neu entwickelt: Bergquell legt großen Wert auf die Verwendung natürlicher einheimischer Rohstoffe. Für Aufsehen bei Messen und Festen sorgt immer wieder die einzigartige „Porter“-Trabi-Ausschankflotte. Die Fahrzeuge – mit viel Liebe zum Detail aufgebaut – haben längst Kultstatus. Einem schönen Brauch folgend, setzt die Brauerei zudem

auf die Stärke von zehn Percheron-Kaltblütern. Die Brauereipferde beliefern traditionell einmal pro Woche die Löbauer Gastronomen mit edlem Bergquell-Gerstensaft. Termin: E 25. bis 26 Mai: Bergquell-Brauerei-Fest Bergquell-Brauerei Löbau GmbH Weststraße 7 02708 Löbau D/4 Tel. +49 3585 47470 kontakt@bergquell-porter.de www.bergquell-porter.de

Der neue Balkon der Oberlausitz Tipps: E 3 DZ (+4 Aufbettungen) im Gasthof und 4 DZ + 1 EZ (+4 Aufbettungen) im Berghäus’l für insgesamt 30 Gäste E Hochzeiten, Geburtstage, Familienfeiern E Behinderten-Parkplatz E Busse willkommen, Parken am Turm E Turmfest im August 2018 E Panoramakarten sind erhältlich! Turmgaststätte Löbauer Berg Inh. Ines Koch, 02708 Löbau D/4 Tel./Fax +49 3585 832590 loebauer-berg@gmx.de, www.loebauer-berg.de

Über 100 Jahre gepflegte Gastlichkeit Seit 1913 gibt es das beliebte, familiengeführte Hotel „Stadt Löbau” schon. Der Chef Günter Zimmerling ist hier quasi aufgewachsen. Er kam 1970 ins Haus. Als die Eltern das Hotel übernahmen, war er gerade mal sechs. Damals spielte er mit GästeKindern in den Fluren oft Versteck. Seit 1982 arbeitete er dann im „Stadt Löbau” – mit seiner Frau Marita führt er seit 1993 die Geschäfte. Das Hotel bietet 35 komfortable und moderne Zimmer und eine exzellente Küche. Es ist ein Aushängeschild Oberlausitzer Gastlichkeit.

Tipps: E Großer Parkplatz am Hotel – auch ideal für Busse E Kurze Anfahrt nach Bautzen, Görlitz, Zittauer Gebirge E Veranstaltungen, Feierlichkeiten, Tagungen E Nur fünf Minuten Fußweg zur Veranstaltungshalle/Messegelände Hotel Stadt Löbau Inh. Günter Zimmerling Elisenstraße 1, 02708 Löbau D/4 Tel. +49 3585 861830 hotel-stadt-loebau@t-online.de www.hotel-stadt-loebau.de

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Der Löbauer Berg ist in aller Munde. Der grandiose Turm, darunter das beliebte traditionelle Gasthaus von Ines Koch (im Bild) mit dem Biergarten, wo Bergquell-Biere und solide Hausmannskost serviert werden. Schon kurz vor der Turmeinweihung 1854 gab es die Gaststätte. 2017 konnte die „Türmerin” ihr liebevoll saniertes Berghäusl einweihen, es liegt nur 200 Meter entfernt. Dort können Gäste in angenehmem Bauden-Ambiente feiern und übernachten – den herrlichen Ausblick vom neuen „Balkon der Oberlausitz” gibt’s gratis dazu.


Oberlausitzer Bergland

Blick auf Schirgiswalde

Wie aus einem Bilderbuch Von drei Spreequellen, warum das Wasser ein Kompass ist und einem „Radl a dr Gurgel” Im deutsch-tschechischen Grenzgebiet – und nicht etwa im Spreewald – entspringt die Spree: am Westhang des Kottmar sprudelt in 478 Metern Höhe die Walddorfer „Spraa”quelle. Ein fast 400 Kilometer langer Weg liegt vor dem Wässerchen, bevor sich in der Berliner Spree Dom und Museen spiegeln. Die Kraft der Walddorfer Quelle allein reichte dafür wohl nicht aus. Noch zwei Quellen haben den früheren Streit um die Gunst, eine Spreequelle zu sein, gewonnen. Die eine sprudelt als Neugersdorfer Quelle gleich am Eingang des Volksbades hervor, umgeben von einem im Jahre 1888 errichteten gusseisernen Geländer. Die andere tritt als Ebersbacher Quelle in einem 1895 erbauten Pavillon zutage. Das ganze Jahr über kommen Berliner, um die Quelle der Spree aufzusuchen. Manche A4

Bautzen

nach Bischofswerda

Ihre Gastgeber: die Mitgliedsorte der Touristischen Gebietsgemeinschaft (grün) SchmöllnPutzkau

Spree

B 96

Obergurig Tautewalde

nach Bischofswerda

Links und rechts vom Spreeradweg Von Anfang an schlängelt sich der Spreeradweg wie ein Zwilling neben dem munteren Bächlein – durch eine Landschaft voll sanfter Harmonie. Bergrücken schmiegen sich entlang des Wassers und liebliche Täler gewähren wunderschöne Blicke. Diese Landschaft, die heute im Sommer mit Wald und Erlebnisbädern und im Winter mit Ski- und Rodelhängen lockt, erobern Sie am besten auf den Radund Wanderpfaden. Die Spree ist Ihr Kompass, denn links und rechts vom Wasser führen Wanderund Radwege zu den schönsten Fleckchen: Zu Gipfeln wie dem Valtenberg (587 m), wo der Oberlausitzer Bergweg beginnt oder den Kälbersteinen nach Görlitz (447 m) hoch über der Spree. Zu BergB6 bauden mit Aussichtstürmen und in Orte, die mit ihren Umgebindehäusern wie in einem

WeigsdorfKöblitz

Wilthen Kirschau

Cunewalde

Löbau

Crostau

Oppach

Schirgiswalde Steinigtwolmsdorf

Wehrsdorf

B 98

Sohland a.d. Spree

nach Neustadt

Taubenheim

Neusalza-Spremberg

Spree Kottmarsdorf

Niedercunnersdorf

Kottmar

B 96

Obercunnersdorf

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Spreequelle

Tschechische Republik

Spreequelle

Ebersbach- Eibau Neugersdorf

,

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Velky Senov

Bilderbuch erscheinen. Zu den ältesten noch bestehenden Umgebindehäusern zählt das Reiterhaus in Neusalza-Spremberg, eine Kostbarkeit des ländlichen Wohnhausbaus. Die anmutige Kulturlandschaft wartet im Oberlausitzer Bergland mit wertvollen Schätzen auf, wie Deutschlands größter Dorfkirche oder der einzigen Silbermannorgel der Oberlausitz, einem Dorf voller Sonnenuhren, mit Waldbühne und kleinen Heimatmuseen, aber auch prächtigen Villen, die vom industriellen Aufschwung im 19. und 20. Jahrhundert künden… Die Bewohner, herzliche Leute, pflegen vielerorts noch ihre ganz eigene Mundart mit dem auffällig „gerollten Rrrrr“, als hätten sie „a Radl a dr Gurgel” (ein Rad im Hals). Im Kulturzentrum „Alte Mangel“, einem der ältesten Umgebindehäuser in Ebersbach, wird die Tradition unter anderem bei MundartNachmittagen am Leben gehalten. Was Sie alles im Oberlausitzer Bergland entdecken und erleben können, lesen Sie auf den folgenden Seiten 49 bis 57 und 67!

Großpostwitz

SchirgiswaldeKirschau

Neukirch/L.

bleiben dann auch gleich länger, wenn sie von den drei Spreequellen erfahren.

Slucknov Rumburk

Spreequelle

zum Naturpark Zittauer Gebirge

Touristische Gebietsgemeinschaft „Feriengebiet Oberlausitzer Bergland” e. V. Bahnhofstraße 8, 02681 Wilthen C/4 Tel. +49 3592 385416 info@oberlausitzer-bergland.de www.oberlausitzer-bergland.de


Ebersbach-Neugersdorf • Oppach

Oberlausitzer Bergland

Sieben gute Gründe für einen Besuch Stadt mit zwei Spreequellen und über 700 Umgebindehäusern Ebersbach und Neugersdorf schlossen sich 2011 zu einer Stadt zusammen. Dass die Fusion inzwischen sieben Jahre hält, war für das Ferienmagazin Anlass, sieben Gründe für einen Besuch zu benennen: Die Alte Mangel ist eines von rund 700 Umgebindehäusern in der Spreequellstadt, und ein besonders prächtiges dazu. 1782 als Faktorenhaus erbaut, ist es seit der umfassenden Sanierung öffentlich zugänglich. Das Schmuckstück in Ebersbach wird als Das Faktorenhaus „Alte Mangel“ bietet das ganze Jahr über Veranstaltungen Kultur- und Bildungsstätte genutzt. An der zweithöchstgelegenen Stelle bach errichtet. Sie beeindruckt mit Ursprung des Flusses, der die Oberlauder Stadt entstand 1904 der Bismarck- reich verzierter Himmelsdecke, prächti- sitz mit Berlin verbindet, gilt der Spreeturm. Er erinnert an Otto Fürst von Bis- gem Orgelprospekt und drei umlau- born in Ebersbach (s. auch S. 48). marck. Zu Ehren des ersten deutschen fenden Emporen. Die untere Etage In überaus passendem Ambiente hat Reichskanzler wurden nach 1868 vie- zeigt in 54 Bildern die Heilsgeschichte. die Stiftung Umgebindehaus in Neulerorts Denkmale errichtet. In Neugers- Nicht nur zu Gottesdiensten steht die gersdorf ihren Sitz. Sie ist in einem Gedorf steht es unmittelbar an der heuti- Kirche offen, sondern auch bei Konzer- bäude aus dem 18. Jahrhundert untergen Grenze zu Tschechien und ermög- ten und Führungen. gebracht, das für einen Textilfabrikanlicht einen herrlichen Blick ins Land. Im Stadtgebiet liegen zwei der drei ten erbaut wurde. Das prächtige UmIm böhmischen Bauernbarock wur- Spreequellen. Die wasserreichste ha- gebindehaus ist Zeitzeuge für die Entde die evangelische Kirche in Ebers- be Neugersdorf, heißt es. Als schönster faltung der Textilindustrie. Es gehörte

Weithin bekannt ist das „Oppacher” – köstliches Getränk und für Kenner der kühle Wundertrank. Seine Quellen liegen in der waldreichen Gegend des Landschaftsschutzgebietes Oberlausitzer Bergland. Elf Brunnen der Oppacher Mineralquellen GmbH & Co. KG reichen bis in 300 Meter Tiefe, wo das Wasser durch kristallines Granitgestein rinnt, das seine wertvollen Mineralien abgibt. Über das Oppacher Mineralwasser und die umgebende Landschaft informieren Schautafeln auf einem 4,4 Kilometer langen „Brunnenpfad”, der ver-

gnüglich auf den Spuren des geflügelten Sagenwesens Pegasus über sanfte Höhen verläuft. Es ist einer von mehreren markierten und gut ausgebauten Wegen, auf denen Wanderer und Radfahrer die Gegend um Oppach erkunden können. Weitere Touren führen auf den Bieleboh, zu den Kälbersteinen, zum Pickaberg oder über den gut zehn Kilometer langen Ringweg um die Gemeinde. Belohnt wird man unterwegs immerzu mit herrlichen Panoramablicken. Wissenswertes über die heimische Flora und Fau-

Gästebüro Fremdenverkehrsverein Weberstraße 22 02730 Ebersbach-Neugersdorf D/4 Tel. +49 3586 763175 tourismus@ebersbach-neugersdorf.de www.ebersbach-neugersdorf.de

na vermittelt ein Lehrpfad, der durch den Schlosspark und um den Gondelteich verläuft. Ins benachbarte Sonnenuhrendorf Taubenheim (s. S. 52) führt eine schöne Wanderung, vorbei an Dammmühlteich und Grenzmühlteich. Tipps und Termine: E Freibad mit 50-m-Schwimmerbecken, 3-m-Sprungturm, Röhrenrutsche, Liegewiese, Beachvolleyballplatz E Skihang mit Lift E 26. Mai: Depotfest, Feuerwehrdepot E 16. Juni: Taktgefühl Open Air, Freibad E 24. Juni: Parksingen, Schlosspark E 26. August: 39. Bielebohlauf E 2. Dezember: Weihnachtsmarkt Gemeindeverwaltung Oppach August-Bebel-Straße 32, 02736 Oppach Tel. +49 35872 3830 D/4 rathaus@oppach.de, www.oppach.de

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Panoramablicke genießen und Frisches schmecken

zum Hauptsitz der früheren VEB Oberlausitzer Textilbetriebe (Lautex). Sechs Tage in jedem Sommer zieht der Jacobimarkt Zehntausende Besucher nach Neugersdorf. Das „Gierschdurfer Schissn“ gilt als größtes Volksfest der Oberlausitz (27. Juli bis 1. August). Seinen Ursprung hat es 1728, als die ortsansässige privilegierte Schützengesellschaft begründet wurde. Immer am Freitag vor dem 4. Advent öffnet der Ruprechtmarkt in Ebersbach. Rund um das Rathaus laden historische Stände zum Bummeln ein. Mittelalterlich anmutendes Hausund Hofgesinde, Gaukler und Feuerschlucker unterhalten die Besucher (21. bis 23. Dezember).

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Kottmar

Oberlausitzer Bergland

Rings um den „Kupper” Eine märchenhafte Häuserpracht und ein barocker Faktorenhof verzaubern Besucher

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Touristen aus aller Herren Länder, Reisebusse und Fachexkursionen, ja selbst Fernsehen und Film zieht es in das Umgebindedorf Obercunnersdorf. Verwundert und am Ende begeistert fühlen sich Besucher in ein Märchenland versetzt. Die berühmten und schmucken Umgebindehäuser aus alter Weberzeit reihen sich vielgestaltig und mit fotogenen Details entlang der Dorfstraße, gruppieren sich wie aus einer Spielzeugschachtel ausgeschüttet malerisch im Gewirr der Gassen und Gässchen. 260 dieser originellen Baudenkmale gibt es allein in diesem Ortsteil zu bewundern, viele davon mit blumenreichen Vorgärten. Lesen Sie auch Seite 36! Vom Schunkelhaus zur Windmühle Hilfe beim Entdecken bieten zwei ausgewiesene Denkmalswege, Schau- und Informationstafeln wie auch Ortsführungen. Die „Schunkelhaustour” ist eine kurzweilige zum Museum Schunkelhaus, welches sich in einem uralten, winzigen und total schiefen Häuschen befindet, das sich auf einem Landzipfelchen hart an den Dorfbach drängt. Auf ganz andere Weise schön ist die große Dorfkirche in ihrem prächtigen Bauernbarock. Eine weitere Attraktion ist das Freizeit- und Erlebnisbad: beheizte Becken dehnen die Badesaison aus. Rutschen, Massagedüsen, Sprudelsitze, Dampfbad und gepflegte Liegewiesen lohnen den Besuch. Am Bad vorbei führt die Straße nach dem auf einsamer

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Höhe gelegenen Ortsteil Kottmarsdorf mit einer Bockwindmühle. Sie kann nicht nur besichtigt werden, sondern ist nach über 150 Jahren noch voll funktionstüchtig. Den „Kupper” besteigen Sieben Dörfer haben sich zur Gemeinde Kottmar zusammengeschlossen. Sie alle liegen um den gleichnamigen Kottmar oder „Kupper”, wie ihn Einheimische nennen. Die bewaldeten Bergflanken mit ihren markierten Wanderwegen und gelegentlichen Ausblicken weit ins Land lohnen den Aufstieg. Nicht umsonst führt der Oberlausitzer Bergweg über den Berg, der Mittelpunkt der Oberlausitz sein soll. Auch ein Sagenpfad zieht sich auf halber Höhe rundherum und erfreut mit seinen vielen Tafeln und Nachbildungen nicht nur Kinderherzen. An seiner Südseite sprudelt eine der drei Spreequellen hervor. Eine Perle ländlichen Barocks Dort liegt der Eibauer Drei-Seiten-Hof (Bild unten) mit dem Faktorenhaus. Leinenhändler Christian Zentsch ließ das herrschaftliche Gehöft zwi-

schen 1708 und 1717 errichten. Filigran bemalte Paneele und Delfter Malerei sowie mit floralen Ornamenten verzierte Holzbalkendecken – der Reichtum des früheren Besitzers lässt sich an Details ablesen. Perle ländlichen Barocks wird der repräsentative Bau an der B 96 oft genannt. In der geräumigen Blockstube des Herrenhauses hat die Tourist-Information ein stilvolles Domizil. Für feierliche Atmosphäre bei Trauungen sorgt das Prunkzimmer im Obergeschoss. Im historischen Festsaal daneben finden Buchlesungen, Kabarett, Mundarttheater, Konzerte und Vorträge statt. Auch bei Führungen können sich Besucher diese Räume anschauen. Auch ist im Haus Platz für Sonder- und Dauerausstellungen wie in den Max-Langer-Stuben im Heimat- und Humboldtmuseum (s. Seite 51). Termine: E 27. Mai: Tag des offenen Umgebindehauses E 22.-24. Juni: 26. „Eibauer Bierzug” Veranstaltungen unter www.gemeinde-kottmar.de Tourist-Information Obercunnersdorf OT Obercunnersdorf, Hauptstraße 65 02708 Kottmar, Tel. +49 35875 60954 info@obercunnersdorf.de www.gemeinde-kottmar.de

D/4

Touristinformation „Spreequell-Land” Im Faktorenhof Eibau OT Eibau, Hauptstraße 214 a, 02739 Kottmar D/4 Tel. +49 3586 702051 info@faktorenhof-eibau.de www.faktorenhof-eibau.de


Kottmar

Oberlausitzer Bergland

Der Oberlausitzer Künstler Max Langer wurde 1897 in Spitzkunnersdorf geboren und fand Anerkennung besonders durch seinen Zyklus „Ein Oberlausitzer Weberleben”, der heute im Kupferstichkabinett des Dresdner Schlosses ausgestellt ist. Bekannt sind auch „Der Labensboam” und der „Lausitzer Guckkasten”. Langers Themen befassten sich mit den sozialen Verhältnissen in seiner Oberlausitzer Heimat und der traditionellen Volkskultur. Max Langer lebte mit und unter seinen Leuten vom Dorfe, malte ihnen noch mit 70 Jahren die Stuben. Doch er war auch ein Malerpoet. Seine Bilder preisen in duftigem Farbklang die Oberlausitzer Berge und Dörfer, liebevoll oder auch kauzig ihre Menschen und deren oft schweres Leben. Schlichteste Blumen vom Feld oder aus dem Bauerngarten im irdenen Krug wandelten sich durch seine Kunst zum farbstrahlenden Ölgemälde. In humorvoll-dekorativ bemalten Flaschen, Gläsern und Spanschachteln lebte alte Volkskunst wieder auf. „Heimat! Meine kleine und große Welt” schrieb er auf eines seiner Hinterglasbilder. Und genau so findet man es auch in der

Repro-Fotografie: Roland Langer

Max-Langer-Stuben

Max-Langer-Gemälde „Niederoderwitz mit Lausche”; im Besitz des Deutschen Damast- und Frottiermuseums Großschönau Dauerausstellung zum Lebenswerk des Künstlers, der 1985 starb, in den Max-Langer-Stuben im Heimatmuseum Faktorenhof Eibau. Wer aber die Ursprünge solch heimatverbunde-

nen Kunstschaffens kennenlernen möchte, dem seien eine Wanderung im Herzen der Oberlausitz und ein Bummel durch die Ortsteile der Gemeinde Kottmar empfohlen.

Kaffeestübchen

Vor einigen Jahren baute Ingrid Fischer gemeinsam mit ihrer Schwester Petra Lemke ihr Elternhaus, ein bildschönes Umgebindegebäude, um. Nun haben die kleinen, feinen Dinge, die das Leben versüßen, darin ihren Platz und können gleich an Ort und Stelle in gemütlicher heimischer Atmosphäre verkostet werden: gute Schokolade, duftende Tees, erlesene Weine. Auch Dekoratives aus Seide, Holz und Glas für ein anheimelndes Zuhause hat seinen Platz, Gewürze, Keramik und noch viel mehr. Urlauber und Ausflügler finden hier nicht nur schöne Mitbringsel, sie können

Das Haus der Sinne sich auch an liebevoll gedeckten Tischen zu einer Kaffee- oder Teerunde mit herrlichem selbst gebackenen Kuchen niederlassen. So gestärkt, neh-

Conditorei-Café & Ferienwohnungen Inh. Thomas Brumme, Hauptstraße 80 OT Obercunnersdorf, 02708 Kottmar D/4 Tel. +49 35875-240064 info@konditorei-brumme.de www.konditorei-brumme.de

men sie gern die Einladung zu einem Spaziergang an. Ingrid Fischer hat für kleine Gruppen einen Gästeführer parat, der sie mit Sachkenntnis und Humor zu den schönsten Umgebindehäusern des Dorfes führt. Die Leute erleben erholsame, spannende Stunden, fühlen sich willkommen. Zu verdanken haben sie das der strahlenden Frau mit einem Händchen fürs Organisieren. Eine Botschafterin der Oberlausitz, wie sie im Buche steht! Geöffnet ist Di. 14-18 Uhr, Mi., Do. und Fr. 14-19 Uhr, Sa. 10-16 Uhr sowie nach Vereinbarung. Haus der Sinne Inh. Ingrid Fischer, Hauptstraße 28 OT Obercunnersdorf, 02708 Kottmar D/4 Tel. +49 35875 67488, haus-der-Sinne@web.de www.haus-der-Sinne.biz Siehe auch S. 10!

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Verführerisch lecker sehen die Köstlichkeiten von Konditormeister Thomas Brumme aus. Wofür soll man sich nur entscheiden: für Mohnkuchen, Apfelbienenstich oder Erdbeertorte, bei der die saftigen Früchte auf cremigem Quarkbelag arrangiert sind? Die Kreationen aus der hauseigenen Backstube variieren je nach saisonalem Angebot der Zutaten.

Das farbig leuchtend und behutsam sanierte Umgebindehaus – schräg vis-à-vis von der TouristInformation – ist mit Liebe zum Detail eingerichtet. Bemalte Schiebeläden, Scheibengardinen, Holztüren mit Rosenmotiven oder ein Wandbord mit altem Geschirr sorgen für behagliche Atmosphäre beim Kaffeetrinken. In einer der beiden Blockstuben dürfen die Gäste auf weißen Kaffeehausstühlen Platz nehmen, in der anderen wie zu Großmutters Zeiten in urigen Polstermöbeln. Bei schönem Wetter lockt die neue Gartenterrasse (Bild rechts). Wer mag, der kann auch länger bleiben – Ferienwohnungen mit den Namen „Steffi“, „Melina“ und „Annett“ sind im Umgebindehaus eingerichtet.


Cunewalde • Sohland

Oberlausitzer Bergland

„Durf“ mit „fuffzn Zippln“ Stausee, Sternwarte, Skipiste und Sonnenuhren: Sohland punktet mit Ausflugsvielfalt Mit Übertreibungen soll man bekanntlich vorsichtig sein: Doch Sohland bietet wirklich eine ungewöhnliche Dichte spannender Ausflugsziele: Sternwarte, Sonnenuhrendorf, Stausee, Himmelsbrücke und im Winter ein beachtliches Skiareal. Aber von vorn: „Durf” mit „fuffzn Zippln” wird Sohland auch genannt. Die Rede ist von 15 („Fuffzn”) Dörfern, Ecken und Weilern, die zur Ortschaft zählen. Alle sind mit schönen Radund Wanderwegen verbunden. Der Oberlausitzer Bergweg führt beispielsweise zum Stausee mit Gaststätte, Bootsverleih und großer Wiese. Nicht verpassen sollten Gäste das „Sonnenuhrendorf” in Taubenheim, einem Ortsteil der Gemeinde. Hier zeigen mittlerweile 38 Sonnenuhren die Zeit an – natürlich nur, wenn Klärchen vom Himmel lacht. Bereits 1795 ließ ein Goldschmied namens Herbrig für seinen Sohn an dessen Wohnhaus (heute Straße der Jugend 1) eine

Sonnenuhr anbringen. Ob die Uhr von ihm selbst stammte, ist unklar. Sicher ist, dass der Oberlausitzer Martin Hölzel die Historie aufgriff und den in die Jahre gekommenen Zeitanzeiger 1977 erfolgreich restaurierte. Daraufhin avancierte der Grafiker zum „Vater der Sonnenuhren“. Mehr als 30 weitere Zeitmesser schuf Hölzel, bis er 1994 starb. Ein anderer Hingucker ist die Sohlander Stern-

Zauberhafte „Blaue Kugel”

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Haus des Gastes lockt mit Kulinarik und buntem Programm Ob für Karneval, Kabarett, Reisevortrag, Unterhaltungsshow, Lesung oder Familienfeier: das Veranstaltungs-, Kultur- und Tagungszentrum „Blaue Kugel“ in Cunewalde empfängt Besucher zu verschiedenen Anlässen. 2018 feiert das Haus des Gastes sein 20-jähriges Bestehen. Im Jubiläumsjahr treten dort u. a. der Schauspieler Walter Plathe, der Kabarettist Uwe Steimle sowie das Gesandsduo Monika Hauff und KlausDieter Henkel auf. Im Oktober 2017 hat das Restaurant in der „Blauen Kugel“ neu eröffnet. Die jungen Betreiber bevorzugen frische regionale Produkte für ihre gehobene Gastronomie. Die kulinarische Betreuung während der Veranstaltungen übernimmt dagegen das Hotel „Best Western“ aus Bautzen. Tickets für Veranstaltungen erhalten Besucher online oder direkt vor Ort: in der Tourist-Information, die ihren Sitz im Haus hat. Im Foyer werden wechselnde Ausstellungen gezeigt. Außerdem zieht eine große, blau schimmernde

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Kugel die Blicke auf sich (im Bild). Sie erinnert an die Legende, die von einem Blitzschlag erzählt, der Granitsäulen im Lustschlösschen auf dem nahegelegenem Weinberg zum Bersten brachte. Die blau leuchtenden Gesteine, die umher kullerten, wurden später beim Bau eines Gasthauses verwendet. Es erhielt daraufhin den Namen „Blaue Kugel”.

warte. Ein fantastisches Teleskop ermöglicht Himmelsbeobachtungen bis zum Mars! Doch auch anderswo greift man im Ort nach den Sternen: Beim Projekt „Götterhand“ sind Hobby-Forscher rätselhaften Sonnen-Sichtfenstern in den Kälbersteinen auf der Spur. Vor Jahren entdeckten findige Oberlausitzer, dass Felsformationen einst so verändert wurden, dass sie Sonnenuhren für das Jahr darstellen und quasi funktionstüchtige Kalender zur Bestimmung der Jahreszeiten sind. Ein ganz anderes Ausflugsthema ist die Waldbühne. Die Aufführungen der Schirgiswalder Spielgemeinschaft und von Gastspielgruppen locken jährlich rund 4.000 Besucher an. Oder kommen Sie mal im Winter: Bei ausreichender Schneedecke bietet der „Zippl“ Tännicht zwei Abfahrtsstrecken, drei Schanzen nach Oberstdorfer Vorbild und 60 Kilometer Loipe. Ein wahres Wintersportparadies! Touristinformation Sohland Bahnhofstraße 26, 02689 Sohland D/4 Tel. +49 35936 39821 touristinfo@sohland.de www.sohland.de

Unweit davon ist das Kraftfahrzeug- und TechnikMuseum auf einem schönen Dreiseitenhof eingerichtet. Am Kirchberg empfängt die „Kleene Schänke“ ihre Gäste: als Laden, Koch- und Kulturwerkstatt sowie zu Veranstaltungen. In Miniaturform steht das Gebäude sogar im nahegelegenen Umgebindehaus-Park. Das Modelldorf zeigt 19 originalgetreu nachgebaute Häuser aus der Gegend im Maßstab 1:5. Oberhalb des kleinen Parks erhebt sich Deutschlands größte evangelische Dorfkirche, ein imposanter Barockbau mit 2632 Plätzen, gelegen an der touristischen Route „Via Sacra“. Durch das Cunewalder Tal führt auch der Bahnradweg Oberlausitz, der den Spreeradweg mit der Sächsischen Städteroute verbindet. Allemal einen Abstecher für Wanderer lohnen der Czorneboh (561 m) und der Bieleboh (499 m) mit gastlichen Bergbauden. Tipps: E 400 Umgebindehäuser unter Denkmalschutz E Geführte Wanderungen, Führungen im Umgebindehaus-Park und Kirche (Anfrage TouristInfo) E Erlebnisbad (solarbeheizt, behindertenfreundliches Schwimmbecken, Riesenrutsche) Gemeindeverwaltung Cunewalde Eigenbetrieb „Blaue Kugel“ Veranstaltungshaus / Tourist-Information Hauptstraße 97, 02733 Cunewalde D/4 Tel. +49 35877 80888 touristinfo@cunewalde.de www.cunewalde.de


Tautewalde • Schirgiswalde-Kirschau

Oberlausitzer Bergland

Sorglos-Motorrad-Woche Hotelchef aus Tautewalde fährt mit Bikern persönlich durch die Oberlausitz

Heißer Rauch und Atmosphäre Die Bikerwoche startet mit einem zünftigen Smokerabend. Der Hotelchef bereitet selbst die Spezialitäten zu, die im Barbecue-Grill eine feine, rauchige Note erhalten (Bild unten). Verschiedene Sorten

herr schätzt die kommunikative Atmosphäre, die entsteht, wenn er mit Gästen über die Zubereitung der Speisen im heißen Rauch philosophiert. „Man kann sehr kreativ sein“, sagt der gelernte Koch, der mehrere Jahre als Küchenchef eines 5-Sterne-Hauses im Dreiländereck zwischen Schweiz, Frankreich und Italien gearbeitet hat.

Fleisch oder Fisch werden dafür mit hauseigenen Marinaden intensiv gewürzt, bevor sie mehr als acht Stunden bei geringer Temperatur garen. Überhaupt zählen Smokerabende zu den beliebtesten Veranstaltungen im „Erbgericht“. Der Haus-

Familienfreundlichkeit garantiert 2006 stiegen Enrico Schulz und seine Frau Nadine als Pächter im „Erbgericht“ ein. Längst ist das Ehepaar Eigentümer des heutigen Landidyll-Hauses mit 31 Zimmern. Tochter Lili und Sohn Max (Bild rechts) wachsen ganz selbstverständlich im Hotelbetrieb auf, der mit Familienfreundlichkeit und gehobener Gastlichkeit in stilvollem Ambiente überzeugt. 2016 übernahmen Schulzes auch das „Italienische Eck“ in Bautzen. Kulinarisches von Südtirol bis Sizilien können die Gäste dort verkosten und kaufen. Für die Mittagsgerichte wechselt die Karte wöchentlich. Das Geschäft im Herzen der Spreestadt bringt den schönen Effekt mit sich, Gäste gezielt nach Tautewalde zu locken.

Straßenkehrer weist Gästen den Weg Farbenfrohe Wegweiser zeigen in Schirgiswalde, oft Perle der Oberlausitz genannt, den Besuchern die Richtung an. Im malerischen Spree-Flusstal gibt es 13 davon, die stadtbekannte Personen und originelle Gestalten aus früheren Zeiten zeigen. Wer nach den nützlichen Markenzeichen in Schirgiswalde Ausschau hält, trifft auf Straßenkehrer, Amtsgerichtsrat, Oberlehrer, Schutzmann, Musikus, Heimatforscher und Semmelfrau. Ein Fleischermeister weist den Weg zum Gondelteich, der direkt am Spreeradweg liegt. Radler machen dort oder am Café KloßMühle gerne Station, die Spree rauscht keine fünf Meter an den Tischen vorbei. Bei einer Stippvisite in dem höher gelegenen

Landidyll Hotel Erbgericht Tautewalde**** Tautewalde 61, 02681 Wilthen C/4 Tel. +49 3592 38300 erbgericht@tautewalde.de www.tautewalde.de, www.landidyll.com

Ortsteil Crostau lohnt sich ein Besuch der Dorfkirche, in der regelmäßig die von Gottfried Silbermann erbaute Orgel aus dem Jahre 1732 erklingt. In Kirschau schlängelt sich der Spreeradweg unterhalb des Burgberges entlang, auf dem die Reste einer um 1250 errichteten Steinburg zu finden sind. Einst belagerten Raubritter die „Körse“. Tipps: E Körse-Therme (s. S. 56) E Museum Siehe auch Foto auf Seite 48! Tourist-Information Schirgiswalde-Kirschau Rathausstraße 4, 02681 Schirgiswalde-Kirschau C/4 Tel. +49 3592 386636 tourismusinfo@schirgiswalde-kirschau.de www.stadt-schirgiswalde-kirschau.de

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„Motorradfahren liegt mir sehr am Herzen“, gesteht Enrico Schulz. Der Inhaber des Hotels „Erbgericht“ in Tautewalde dreht nicht nur gern privat mit dem Zweirad eine Runde. Wann immer es zeitlich passt, geht er mit Gästen auf Tour, die auf dem Motorrad anreisen. Das 4-Sterne-Haus hat sich mit verschiedenen Arrangements auf diese spezielle Zielgruppe eingestellt. Wer etwa eine Bikerwoche bucht, braucht sich um nichts zu kümmern. In diesem Wochenangebot sind fünf geführte Touren enthalten. „Wir fahren 200 bis 300 Kilometer pro Tag, etwa ins Elbsandsteingebirge, ins Osterzgebirge und ins Riesengebirge“, erzählt Enrico Schulz. Bei der Streckenplanung achtet er auf Vorlieben, denn er weiß aus eigener Erfahrung, dass Motorradfahrer kurvenreiche Strecken mögen.


Hinauf zum Gipfel, hinab ins Tal Oberlausitzer mögen lockende Ziele auf den Bergen – mit Bauden und historischen Türmen Neben dem König-Friedrich-August-Turm auf dem Löbauer Berg erinnert eine Gedenktafel an den Stifter, den Bäckermeister Friedrich August Bretschneider (1805-1863), und sein Lebensmotto „Je weiter der Blick, desto freier das Herz“. Auch der Reiseschriftsteller Edgar Hahnewald (1884-1961) schwärmte in einem Oberlausitzer Büchlein von einer herzerfrischenden schönen Sicht, die sich ihm vom Kottmarberg bot: „ …von den Steinen der Sächsischen Schweiz, den Basaltund Phonithkegeln Böhmens bis zum Jeschken, dessen beschneite Spitze aus dem kommenden und gehenden Schatten der Wolken aufragte, und bis zum Riesengebirge, das weiß beschneit im Sonnenlicht…wie eine ungeheure Schneewehe leuchtete.” Sein Rat: Wer sich die Oberlausitz erwandert, „wird mehr sehen”.

Die Tradition, Berggipfel als Ausflugsziel zu wählen, geht in der Oberlausitz zurück in jene Zeit, als sich Bewohner der Städte zur Erholung in Berge aufmachten, um weite Ausblicke von den Höhen zu genießen. Stadträte, Wander- und Gebirgsvereine, Förster und der Bäckermeister kümmerten sich rührig darum, dass auf markanten Bergen Aussichtstürme mit Bauden als Gasthäuser entstehen konnten. Der erste Aussichtsturm wurde 1851 aus heimischem Granit auf dem Czorneboh errichtet und ein Jahr später mit dem Wirtshaus eröffnet. 1856 öffnete ein Turm auf dem Valtenberg, 1860 auf dem Butterberg, 1881 auf dem Kottmar, 1884 auf dem KaAuf dem Hochwald (749 Meter) verläuft die menzer Hutberg. Als König der Aussichtstürme gilt deutsch-tschechische Grenze. Der 25 Meter hohe der 1854 aus Gusseisen errichtete Turm auf dem Aussichtsturm von 1892 hat unter sich gleich zwei Löbauer Berg, der mit seinen drei Aussichtsgalerien die weiteste Rundumsicht bietet (s. auch S. 46). Bergbauden

Berge mit Bauden und Aussichtstürmen E Keulenberg (413 m) bei Oberlichtenau (Pulsnitz): Aussichtsturm E Schwedenstein (420 m) bei Steina: Bergrestaurant und Aussichtsturm E Hutberg (294 m) in Kamenz: „Lessing-Turm” und Berggaststätte E Butterberg (385 m) in Bischofswerda: Aussichtsturm und Berggaststätte (s. S. 73) E Valtenberg (587 m) bei Neukirch und Putzkau: Aussichtsturm & Bergwirtschaft E Großer Picho (499 m) bei Tautewalde und Wilthen: Aussichtspodest & „Picho-Baude” E Mönchswalder Berg (449 m) bei Großpostwitz: Bergbaude und Aussichtsturm E Prinz-Friedrich-August-Turm (480 m) bei Sohland/Spree: Turm und Bergbaude E Czorneboh (561 m) und Bieleboh (499 m) bei Cunewalde: Aussichtstürme und Berggaststätten E Rotstein (455 m) bei Löbau: Aussichtsturm und Berghotel E Beckenberg (409 m) bei Eibau: Beckenbergbaude (s. S. 55) E Löbauer Berg (448 m) in Löbau: Gusseiserner

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Aussichtsturm, Turmgaststätte (s. S. 46ff.), BergGasthof „Honigbrunnen” E Kottmar (583 m) bei Kottmarsdorf und Obercunnersdorf: Kottmarbaude und Aussichtsturm (geschlossen) (s. S. 50ff.) E Spitzberg (510 m) bei Oberoderwitz: Aussichtsplattform und Bergbaude (s. S. 45) E Breiteberg (510 m) zwischen Großschönau und Bertsdorf: Aussichtsturm & Baude E Lausche (793 m) bei Waltersdorf, höchste Erhebung des Naturparkes Zittauer Gebirge (s. S. 36) E Nonnenfelsen (537 m) bei Jonsdorf: Aussichtsplateau und Bergbaude (s. S. 32) E Berg Oybin (514 m): Burg- und Klosteranlage, Ring-Aussichtsweg sowie Bergbaude (s. S. 29, 30) E Hochwald (749 m) bei Oybin: Aussichtsplattform, Turm und zwei Bauden (s. Bild oben) E Töpfer (582 m) bei Lückendorf: Aussichtsplattformen und „Töpferbaude” (s. S. 25) E Hochstein (406 m) in den Königshainer Bergen: Aussichtsturm & Hochsteinbaude (s. S. 84) E Landeskrone (420 m) in Görlitz: Aussichtsturm und „Burghotel Landeskrone” (Auswahl)

Die Beckenbergbaude, 1905 errichtet, war seither ein beliebtes Ausflugsziel


Panoramakarte Oberlausitz Tipp: Vom Löbauer Turm (s. S. 46) erleben Sie den herrlichsten Ausblick über die Oberlausitz. Sie können sich diesen Blick mit nach Hause nehmen – auf einer ein Meter langen Panorama-Faltkarte. Mit Entfernungs- und Höhenangaben zu den Bergen. Erhältlich zum Preis von 4,95 Euro in Tourist-Informationen oder per Mail über info@ferienmagazin.de

Vom Seifhennersdorfer Windmühlberg bietet sich eine herrliche Aussicht auf das Gebirge. Grund genug, sich das Anwesen näher anzuschauen. Es umfasst fünf Häuser: das denkmalgeschützte Umgebindehaus im Zentrum, ein Seminarhaus mit einem Tagungsraum für 80 Gäste und Bibliothek sowie Speisesaal und der Gaststube, zwei Gästehäuser mit 60 Betten für eine ruhige Nacht und ein klei-

Die Panorama-Karte gibt es gefaltet und aufklappbar oder auch ungefaltet als Poster für die Wand.

Herzlichkeit auf dem Windmühlenberg nes Haus mit Kreativwerkstatt und weiteren Seminarräumen – alles mit den Annehmlichkeiten von drei Hotelsternen. Der gemeinnützige Verein Windmühle Seifhennersdorf e.V. sorgt dafür, dass in dieser Bildungsstätte alles läuft. Die Windmühle ist ein besonderer Ort, denn die Herzlichkeit, mit der Gästen hier begegnet wird, ist allen besonders wichtig. Beste Bedingungen für einen Familienurlaub. Die behindertengerecht ausgestattete Begegnungsstätte bietet Gruppen bis 50 Personen ideale Bedingungen für Tagungen, Seminare und Erholung. Es stehen 26 Doppelzimmer mit Dusche/WC, TV, WLAN, Tagungs- und

Seminarräumen, Naturgarten, Spiel- und Bolzplatz u. a. zur Verfügung. Tipps: E ideal für Familientreffen E idyllisches Quartier für Durchreisende und Urlauber E perfekt für Gruppen mit Rollstuhlfahrern E Probenmöglichkeiten für Chöre und Instrumentalisten E Förster-Flügel im Tagungshaus Sächsische Bildungs- und Begegnungsstätte Windmühle Seifhennersdorf e.V. Neugersdorfer Straße 7 02782 Seifhennersdorf D/5 Tel. +49 3586 340 98-0 info@windmuehle-seifhennersdorf.de www.windmuehle-seifhennersdorf.de

Bio-Berggasthof auf dem Beckenberg In der Eibauer Beckenbergbaude kehrten schon Anfang des vergangenen Jahrhunderts Ausflügler gern ein (s. links). Heute kommen sie vom vorbeiführenden Berg- oder Spreeradweg. Viele Stammgäste schätzen Qualität und Atmosphäre vom ersten Bio-Berggasthof Sachsens auf dem Beckenberg. André Meyer (im Bild) und sein Team bieten Regionalität, Frische und Bio-Siegel- Standards. Sein Credo: „Wir achten auf die Tierhaltung der Erzeuger, verwenden ausschließlich ,saubere’ Lebensmittel“. Es gibt auch traditionelle Gerichte wie „Teichelmauke“ oder „Stupperchl“, die original Oberlausitzer Kartoffelklöße. Doch nicht nur über gastronomische „Überraschungen” freuen sich Besucher. Freunde halfen bei der Verschönerung des

Berges – originelle Holzskulpturen heißen Gäste auf dem Weg hinauf zur Baude willkommen. So ein Ausflug lohnt sich. Tipps: E 4 Zimmer E Familien- und Vereinsfeiern E Hochzeiten E Veranstaltungen (siehe Homepage)

Berggasthof Beckenbergbaude OT Eibau, Beckenbergstraße 5, 02739 Kottmar D/4 Tel. +49 3586 387673 info@beckenbergbaude.de, www.beckenbergbaude.de

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Wilthen • Schirgiswalde-Kirschau

Oberlausitzer Bergland

Sagenhafter Weg Auf dem Pumphutsteig gibt der Hexenmeister Richtung an

Pumphut ist das Wahrzeichen der Stadt Wilthen und eine der originellsten Sagengestalten der Oberlausitz. Gäste, die ihm begegnen, staunen über den großen Zauberhut, berühren den Bart und hören gebannt seine unglaublichen Geschichten, die auch in Jürgen Spottkes (s. S. 57) Büchlein „Geschichten von Pumphut” festgehalten sind. Eine ist auf einer Tafel am Pumphutsteig nachzulesen: Einmal soll Pumphut Rast an einer Bank eingelegt haben, auf der bereits Leute saßen. Er speiste mit ihnen, und als sie gehen wollten, legte er seinen spitzen Hut auf die Bank, weil er noch nicht satt war. Die anderen blieben daraufhin wie angeklebt sitzen. An der gleichen Stelle oberhalb von Wilthen spürt mancher noch heute den Klebstoff, der es schwer macht, nach Hause zu gehen, wohl wegen der herrlichen Aussicht. „Hier an diesem Sonnen-

blick soll später mal eine Hütte entstehen“, hatte Pumphut beim Verabschieden noch in seinen Bart gebrummelt, „eine Hütte für Wanderer, in der GEMÜTLICHKEIT groß geschrieben wird.” Tatsächlich steht heute an dem Platz eine Naturfreundehütte, in der Wanderer im „Hüttenraum” feiern und bis zu 18 Personen auch übernachten können. Sie ist eine von acht Stationen entlang des 17 Kilometer langen Pumphutsteiges rund um Wilthen, ein wunderbarer Familienwanderweg. Als kleines Signet gibt der Hexenmeister eindeutig die Richtung an. Die Route führt unter anderem auf den Mönchswalder Berg, zur Baude auf dem Großen Picho oder nach Tautewalde. Wanderer finden unterwegs Sagentafeln, Aussichtspunkte, Schutzhütten und Bänke zum Ausruhen. Wilthen ist voll auf Wanderer eingestellt, die Naturfreunde laden im Oktober zum Oberlausitzer Hunderter, wo es auf 10 bis 100 Kilometer-Strecken durch die Berge und Täler geht. Ebenso fühlen sich Radler in der Ge-

gend zuhause. Beliebt ist der Wilthener Radwandertag im September, mit Touren bis in die Böhmische Schweiz. An drei Stellen zeigt Pumphut mit seinen weit ausgebreiteten Armen in Wilthen Präsenz als hölzerne Figur – vor der Waldgaststätte „Jägerhaus“, auf einer Verkehrsinsel unweit des Bahnhofs, sowie in der Tourist-Information – hier gibt es Pumphut neuerdings sogar als Souvenir-Räucher-Männ’l zum Mitnehmen.

Tipps: E Freitag ab 13 Uhr Führungen durch die Weinbrennerei ohne Voranmeldung: Tel. +49 3592 3840 (www. hardenbergwilthen.de) E Wandern für Gruppen – Begegnung mit Pumphut (auf Anfrage schlüpft Heiko Harig, Chef der Tourist-Information, in das Pumphut-Kostüm (s. S. 67) E Heimatstube E 30. April: Hexenbrennen E 5./6. Oktober: Oberlausitzer Hunderter E 15. Dezember: Adventsmarkt Tourist-Information Bahnhofstraße 8, 02681 Wilthen C/4 Tel. +49 3592 385416 touristinfo@wilthen.de, www.wilthen.de www.facebook.com/Stadt.Wilthen

Schwimmen, schwitzen, entspannen – eine Wohltat Wenn in der Saunalandschaft der Körse-Therme das Glöckchen bimmelt, weiß das Stammpublikum sofort: Es ist Zeit für einen Aufguss in der Finnischen Sauna. Dann sitzen die Gäste am liebsten auf den Holzbänken, um so richtig ins Schwitzen zu kommen. Einmal in der Stunde zelebriert ein Bademeister das Ritual

mit immer anderen Düften. Er mischt die Essenzen ins Wasser, das er auf heißen Steinen zum Verdampfen bringt und wedelnd in der Blockhütte verteilt. Neben Finnischer Sauna sorgen Bio- oder Kräutersauna, Steinbad, Regendusche oder Sand-LichtTherapie für entspannende Abwechslung. Zum Ausruhen dürfen sich die

Gäste unter duftendem Heu ausstrecken. Ruhig geht es auch im gut beheizten Solebad zu, an das sich das Gradierwerk anschließt. Viel Raum für Bewegung bietet die große Badehalle mit Schwimmbahnen, Strömungskanal, Whirlpool, Planschecke für Kleinkinder und angrenzendem Außenbecken.

Service: E kostenloser WLAN-Zugang E Gratis-Wasserspender in der Saunalandschaft E Frisches Obst bei jedem Aufguss E monatlich Themenabende in der Sauna von September bis Mai E Verschiedene Massage- und Wellnessbehandlungen Siehe auch S. 20-21!

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Freizeit- und Gesundheitsbad Körse-Therme Ortsteil Kirschau, Badweg 3 02681 Schirgiswalde-Kirschau C/4 Tel. +49 3592 515830 info@koerse-therme.de www.koerse-therme.de

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Ein Herz fürs Holz Von Pumphut bis Spielzeug: Jürgen Spottke, der „Holzer“, ist so originell wie seine Skulpturen Von außen wirkt das frühere Umgebindehaus eher unscheinbar. Doch drinnen staunen wir über die geballte Ladung Holzkunst. Mit grauem Bart, Stoffmütze und dem Schalk im Nacken kommt uns Hausherr Jürgen Spottke entgegen. Die meisten kennen den kauzigen Sachsen nur als den „Holzer“. Holz ist der Rohstoff des Oberlausitzers. Unter den Händen des früheren Forstarbeiters verwandeln sich kaum behauene Stämme und raue Bretter in Kunstwerke. Linde sei sein liebstes Holz, wie er sagt: „Weil es so gut mitmacht.“ Doch auch mit Robinie und Eiche könne er sehr viel anfangen. Ideen kämen ihm dabei zu jeder Tag- und Nachtzeit. Aus einer Eingebung resultiert zunächst eine Skizze. „Dann hab‘ ich so ein Kribbeln in den Händen, lege los und will zügig fertig werden.“ So originell wie der Künstler sind auch die Figuren Unzählige Skulpturen, Reliefs, ja ganze farbenfrohe Spielplatzlandschaften hat der Wilthener in den letzten 50 Jahren aus Holz geschaffen. Kaum ein Ort im Oberlausitzer Bergland, an dem er nicht seine Spuren hinterlassen hätte. Zu seinen aufwändigsten Arbeiten gehören Reliefs im Ratskeller Bautzen, die er innerhalb von nur fünf Monaten kreierte, erinnert sich der heute 76Jährige. In Wilthen stechen seine witzigen Pumphut-Figuren ins Auge. Ein originelles Unikat ist der Lange Sachse, unübersehbar mit seinen drei Metern Sitzhöhe. Jürgen Spottke gestaltete den Hünen aus Holz einst zum Tag der Sachsen; heute ist er ein Wahrzeichen der Stadt Sebnitz. Jedes Jahr dreht sich eine acht Meter hohe Weihnachtspyramide auf dem Bautzner Adventsmarkt. „Die baute ich zu Weihnachten 1989. Von der Wende bekam ich wegen des Aufwands so gut wie nichts mit“, lacht der virtuose Holzkünstler. Sein jüngstes Werk ist in der Wilthener Sporthalle zu bestaunen: eine 4,50 Meter lange Wanddekoration aus Douglasie mit Skulpturen aus Lindenholz. „12 Piktogramme aus Edelstahl zeigen Sportdisziplinen wie Fußball, Handball, Turnen und Boxen“, erläutert Jürgen Spottke, der in den 70er Jahren die Hochschule für Bildende Künste in Dresden und später die Spezialschule für Holzgestaltung Schneeberg besuchte.

Sein besonderes Talent bekam der Holzbildhauer wohl schon in die Wiege gelegt. Der Vater liebte das Schnitzen und er schrieb „Tippelbücher”, in denen er seine Erlebnisse auf Wanderschaft festhielt. Womöglich die Quelle für eine Eigenart des Holzers: Er sammelt unentwegt Spruchweisheiten und macht sich selbst seinen – vorwiegend heiteren – Reim auf das Leben. Wie in der Arbeit im Bild oben: „Für das Können gibt es nur einen Beweis – das Tun!” Zu seinen ausgefallensten Arbeiten zählen Stühle, die Jürgen Spottke für ein Restaurant anfertigte. Die jeweiligen Stuhllehnen zeigen Promis wie Tina Turner, Mireille Mathieu oder Amy Winehouse – in Holz geschnitzt, versteht sich. Selbstverständlich kann man gut darauf sitzen. Beim Betrachter kommt unweigerlich Heiterkeit auf. Ihren Ursprung aber hat sie beim Schöpfer all der schönen Dinge. Große Wünsche sind noch offen – die Slawenburg und ein Karussell Wer sein Handwerk dermaßen gut beherrscht und vor Ideen immer nur so sprüht, der bleibt nach einem halben Jahrhundert künstlerischen Schaffens auch Funk und Fernsehen nicht verborgen. Jürgen Spottke, übrigens verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Söhnen, wurde schon in den 60er Jahren von Reporterlegende Heinz Florian Oertel in „Schlager einer kleinen Stadt“ interviewt. Natürlich gibt es über den „Holzer“ unzählige Zeitungsartikel, aber auch ein Buch!

Projekte und Wünsche sind noch genug da? „Eine Slawenburg wollte ich immer bauen – was ich aber erst im nächsten Leben schaffe“, schmunzelt der Oberlausitzer. Das Gestell für ein Karussell liege schon seit 20 Jahren im Schuppen. „Aus Zeitmangel habe ich es nie fertiggestellt.“ Das verwundert kaum. Denn Jürgen Spottke hält nicht nur die Wilthener Pumphut-Figuren und Ortseingangstafeln in Schuss. In seinem Atelier veranstaltet er auch Lesungen und Vorträge. Einmal jährlich steigt bei ihm die „Pumphut-Fachtagung“, ein Treffen aller Darsteller der Oberlausitzer Sagengestalt. * Künstlerisch blickt der „Holzer“, der die meiste Zeit des Lebens im Atelier steht, ohnehin gern über den Tellerrand. Sein Sehnsuchtsziel heißt Norwegen, das er demnächst wieder bereisen möchte. Gäste sind beim Wilthener übrigens immer willkommen. Wer ein besonderes Souvenir oder ein ausgefallenes Geschenk sucht, wird hier garantiert fündig! Kontakt: +49 3592 500393 Prominenten-StuhlParade: Zauberer Krabat, Räuberhauptmann Karasek, Zauberer r r re Pumphut, Berggeist Rübezahl (v.l.n.r.) – solche lch lc che Stühle hat er auch schon on fü ffürr Feriengäste gestaltet.

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Bautzen

Unvergessliches Flair 1.000-jährige Stadt bezaubert mit romantischen Orten und Angeboten „Bautzen zum Fühlen, Sehen und Begreifen“ – das lässt sich mitten auf dem Hauptmarkt der Spreestadt im wahrsten Sinne des Wortes erleben. An zentraler Stelle vor der TouristInformation steht seit 2017 ein Stadtmodell, das extra für Blinde gefertigt wurde. Die plastische Ansicht der Altstadt von Bautzen ist jedoch für alle interessant, die sich einen Überblick über Sehenswürdigkeiten, Straßenverläufe und Plätze verschaffen wollen. Dass die 1 Meter mal 1,5 Meter große Platte mit winzigen Häusern und Türmen jeden Tag dicht umlagert ist, scheint daher nicht verwunderlich.

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Mit den Fingerspitzen auf Tour gehen Die Altstadt in Miniaturform fasziniert alle Altersgruppen gleichermaßen, und keinesfalls nur Blinde gehen mit dem Finger auf Tour. Stadtführer nutzen das Bronzemodell, um Gästen den Rundgang zu erklären oder auf die bedeutendsten Bauwerke der mehr als 1.000 Jahre alten Stadt hinzuweisen. Namen von Straßen und Plätzen sind in deutscher und sorbischer Sprache beschriftet – so wie man es in der gesamten Stadt vorfindet. Das weist auf eine Besonderheit in der Umgebung von Bautzen hin,

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nur Gutes essen, sondern auch ein herrlicher Blick auf die Altstadt genießen. Und wer das besondere Ambiente länger als einen Tag erleben möchte, kann in Bautzen in der Mühlbastei oder in der Jugendherberge mit der Gerberbastei übernachten. Eindruck hinterlässt zweifellos ein Besuch beim Bautzener Theatersommer. Im Hof der Ortenburg, die bei Dunkelheit angestrahlt ist, heißt es 2018: „Die Olsenbande hebt ab“. Zur „Romantica“ sind alljährlich am ersten Samstag im November Geschäfte bis in die Initiatoren des Stadtmodells mit dem Bildhauer Egbert Broerken (vorn) Nachtstunden hinein geöffnet. Dann können Besucher im Lichterwo sich die Sorben als nationale Minderheit seit glanz durch die Innenstadt bummeln. Jahrhunderten heimisch fühlen. Herausgepickt: Hochseilgarten Romantische Ecken in Hülle und Fülle E Abenteuerliches Freizeitvergnügen verspricht ein Die verwinkelten Straßen im Modell lassen nur Besuch im Hochseilgarten am Bautzener Stausee. In erahnen, wie bezaubernd Bautzen tatsächlich wirkt. mehreren Ebenen zwischen drei und elf Metern Die Stadt mit ihren vielen roman- können sich Gäste auf schaukelnden Stegen, Leitischen Ecken will in jedem Fall tern, Hölzern, Seilen und Brettern durch luftige entdeckt werden. Dazu gehören Höhen bewegen. Es gibt sechs unterschiedliche Pardie Nicolai-Kirchruine mit dem cours mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen. Bei sorbisch-katholischen Friedhof, mehr als 50 Kletterübungen lassen sich Geschickder Osterweg und der Rey- lichkeit, Standvermögen und Ideenreichtum testen. mannweg entlang der alten Eine besondere Attraktion ist der 230 Meter lange Stadtmauer oder der Platz vor Seilrutschenparcours. der Alten Wasserkunst mit der Aussicht ins Tal, wo sich die Veranstaltungen (Auswahl): Spree entlangschlängelt. Un- E 25.-27. Mai: 1016. Bautzener Frühling vergesslich wirken auch der E 3.-5. August: 15 Jahre Bautzener Flugtage Blick vom Protschenberg auf E 14. Juni bis 22. Juli: Bautzener Theatersommer die Ortenburg oder die Rund- E 14. August bis 9. Sept.: Bautz’ner Senfwochen umsicht vom Reichenturm, E 3. November: Romantica (Einkaufs- und Erlebder sich 1,44 Meter nach nisabend) Nordwesten neigt und damit E 30. November bis 23. Dezember: 635. WenzelsBautzens schiefer Turm ist. markt (s. S. 43) Mit immer wieder schönen Eindrücken wird be- Herzlich willkommen – Witaj´ c e k nam lohnt, wer vom Aussichts- in Bautzen/Budyˇsin! punkt am Schützenplatz zur Gerberstraße hinunter und über die Nicolaistufen hinauf in die Altstadt spaziert. Überhaupt ist es das romantische Flair im historischen Kern von Baut- Tourist-Information Bautzen-Budyšin zen, das Einheimische Hauptmarkt 1 und Gäste am stärksten 02625 Bautzen D/3 anspricht. Auf den Ter- Tel. +49 3591 42016 rassen mehrerer Res- touristinfo@bautzen.de taurants lässt sich nicht www.tourismus-bautzen.de


Bautzen

Zwischen Mägden und Mönchen Im „Mönchshof” kocht man nach überlieferten Original-Rezepturen

Hier können Gäste feiernd in „Klausur” gehen

Augenzwinkern. Kulinarische Speisen sind u. a. „Fillte Junghenner Bartolomeo“ (gefülltes Huhn nach Art des päpstlichen Hofkochs um 1560), „Stelze vonn Swine“ (Schweinshaxe) oder Rippchen mit hausgemachtem Honig-Sauerkraut und – selbstverständlich – Bautz’ner Senf. Und ein ganz spezieller Tipp: unbedingt das hausgebackene Brot mit Schmalz probieren! „Egal, ob historisch oder modern – unsere Küche setzt auf Frische und Regionalität“, verspricht Gerald Friese, einer der Chefs des Hauses. Das Leinöl kommt aus Hoyerswerda, Fisch aus Königswartha, Spargel und Kräuter vom Landwirt um die Ecke. Berühmt ist das geschichtsträchtige Gasthaus aber auch für seine eigene Biermarke „Roter Abt“,

Tipps: E Stadtrundgang mit Mönch „Eusebius“ (Di. und Do.) vom „Mönchshof“ aus. Ca. 1,5 Stunden Zeitreise durchs Mittelalter: Geschichten um Glaube und Aberglaube, Liebe und Hass sowie über die Historie des altehrwürdigen Bautzen E Führung mit „Meister Hans“ (Bautzener Scharfrichter) Historisches Gasthaus Mönchshof Burglehn 1, 02625 Bautzen C/3 Ruf aus der Ferne: +49 3591 490141 info@moenchshof.de www.moenchshof.de

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Der Blick vom lauschigen Biergarten zählt zu den schönsten Aussichten Bautzens. Über den Köpfen der Gäste gedeihen Weintrauben. Unten fließt wildromantisch die Spree durch die Stadt. Am Horizont sind oft die Ausläufer des Oberlausitzer Berglands zu sehen. Im „Mönchshof“ wird aber vor allem Geschichte lebendig. Mächtige Gewölbe im Haus unweit des einstigen Franziskanerklosters. Ausgestellte Krüge und Trinkbecher von anno dazumal – dazu der urige Kamin im Gastraum. Kellner bewirten in historischen Kostümen. Regelmäßig musizieren Gaukler und Spielleute. Doch das Beste: Hier schmeckt’s auch richtig gut. Die Speisekarte kommt als Lehnsbrief mit Siegel daher. Darin findet man Gerichte, die die Köche teils nach originalen Klosterrezepten, u. a. aus dem Kloster Tegernsee, zubereiten. Die Depesche enthält etliche Mittelalter-Infos, dargereicht aber immer mit

ein unfiltriertes rotblondes Pilsner, extra im Bautzener Brauhaus angesetzt. Es ist weniger herb, weshalb es auch der holden Weiblichkeit wunderbar süffig durch die Kehlen fließt, sagt uns eine Magd, ähm Pardon, eine Kellnerin. Im „Mönchshof“ wird Traditionspflege groß geschrieben! Gerald Friese ist da, wie so viele Bautzener, echter Lokalpatriot. Er kennt etliche Anekdoten und Geschichten. Apropos: „Unser Bautzen ist ein idealer Startpunkt für Touren in die Umgebung. „In kürzester Zeit erreichen unsere Gäste von Bautzen aus das Zittauer Gebirge, die Sächsische Schweiz, Görlitz, Dresden und vieles mehr.“

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Bautzen

Mit Anekdoten und Geschichten durch Bautzen „Stadtverführer” bieten besondere Touren durch die Altstadt Dom und Kirchen, Basteien und Wehrtürme, schmale Gassen und große Plätze: Bautzen fasziniert mit Architektur, Historie und Atmosphäre. Bei Streifzügen über das historische Straßenpflaster helfen die Bautzener Stadtverführer. Sie bringen ihre Gäste zu den schönsten und romantischsten Ecken der mehr als 1.000 Jahre alten Stadt. Besucher lernen den Petri-Dom als Deutschlands älteste Simultankirche kennen, schlendern über den geschichtsträchtigen Hauptmarkt und spazieren zur Ortenburg. Sie thront auf einem Felsplateau über der Spree, dort hat das Sorbische Museum sein Domizil. Auf den Rundgängen durch die verwinkelte Altstadt dürfen sie staunen, wie schön Bautzen in den vergangenen Jahren geworden ist. Zu etwa 95 Prozent ist die Sanierung des historischen Kerns mittlerweile abgeschlossen. Für stimmungsvolle Stadtverführungen stehen rund 30 kompetente Guides bereit. Thematisch

Johanna von Burglehn und der Nachwächter reicht das Spektrum von der „Türmerführung” über „Bautzener Altstadtansichten” bis hin zur Führung in sorbischer Tracht. Bei der „Torwächtertour” geht es um mittelalterliche Stadtbefestigungen, den Zwinger, das Leben in einer Garnisonsstadt und die Rechtsprechung im Mittelalter. Der Rundgang mit

dem Titel „Unter dem Pflaster von Bautzen” führt in einen geheimen Gang unter dem Rathaus. Die „scharfe Stadtverführung“ beinhaltet eine Stadtführung mit einem 3-Gang-Menü in der Bautzener Senfstube und einer Verkostung im Senfmuseum. Für Touren schlüpfen Guides in historische Kostüme – Elisa, die Geschichtenerzählerin; Johanna von Burglehn, Ehefrau eines Ritters, sowie Nachtwächter, Stadtschreiber oder Türmerin sind nur einige der „Verführer” (www.stadtverfuehrer-bautzen.de), mit denen Sie wundersame und vergnügliche Stadtführungen erleben. Zudem erfüllen die Guides ganz individuelle Wünsche, indem sie Gruppen vom Hotel oder in einer Gaststätte abholen. Führungen in Fremdsprachen sind selbstverständlich auch möglich. Sogar Reiseleitungen in die Sächsische Schweiz, ins Riesengebirge oder nach Dresden können bei den Stadtverführern gebucht werden. Dass ihnen rund 18.000 Menschen im Jahr folgen, ist daher kein Wunder. Übrigens: Als Incoming-Büro koordinieren die „Stadtverführer“ gemeinsam mit Veranstaltern und Reisebüros ganz verschiedene Reise- und Touristikdienstleistungen in und um Bautzen. DIE Stadtverführer Fleischmarkt 9, 02625 Bautzen D/3 Tel. +49 3591 5282898 kontakt@bautzen-stadt.de www.stadtverfuehrer-bautzen.de

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Kulinarische Entdeckungen im Senfladen …

Senföl an Salat, Honigsenf zum Steak, Senfkörner pur oder Biersenf: Der Bautz’ner Senfladen ist ein Eldorado für Leute, die Mostrich in seinen zahlreichen Varianten lieben. Ob süßlich oder scharf: in dem Geschäft am Fleischmarkt 5 gibt es alles rund um die Speisenwürze. „Senfkörner schonend auf Stein zu vermahlen ist das Geheimnis guten Senfs“, erklärt eine Mitarbeiterin. Gleich 17 auf diese Weise hergestellte Sorten können Kunden im Laden finden – von Kümmel- bis zum Orangensenf. Ähnlich wie Honig ist Senf bei kühler Lagerung sehr lange haltbar. Neben der gelben Köstlichkeit sind historische Senftöpfe, Senfspender oder Reklame aus längst vergangenen Zeiten zu bestaunen. Die freundlichen Verkäuferinnen stehen hinter dem Tresen eines ori-

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ginalen Kolonialwarenladens von 1864. Abgerechnet wird an einer gusseisernen Kasse aus dem Jahre 1911. Wer mehr über die Bautzener Senf-Historie erfahren möchte, schaue sich am besten die kleine Ausstellung an. Mit rund 400 Exponaten ist sie in Ostdeutschland einmalig. Ein 1.000-Liter-Bottich zum Ansetzen der Senf-Maische sticht sofort ins Auge, ebenso wie der große Senfspender des VEB Bautzener Lebensmittelbetriebe aus den 1950er Jahren. Vielerorts ist Bautz’ner Senf beliebt. Fast könnte

man sogar sagen: weltweit. So mundete der kulinarische Alleskönner 2010 den Olympioniken im kanadischen Vancouver. An einer New Yorker Würstchenbude ist er auch nicht mehr wegzudenken. Tipps: E Online-Shop E viele Veranstaltungen Fleischmarkt 5 02625 Bautzen D/3 Tel. +49 3591 597118 www.senf-stube.de C/3


Bautzen

Wo Camping zum m Erlebnis wird Ein Idyll am Bautzner Stausee Sie suchen Ruhe und Entspannung, dann sind Sie bei uns richtig, auf einem der Fünf-Sterne-Plätze Sachsens! Bewaldete Ufer, ein glasklarer See, schmucke Holzhäuser, mediterranes Ambiente und ein Park für Naturfreunde. Auf dem idyllischen Na-

tur- und Abenteuercampingplatz Bautzen erinnert vieles an skandinavische Wildnis. Sogar die Ferienhäuschen heißen hier „Oslo“, „Bergen“ und „Lathi“. Mal wie Skandinavier leben können Gäste auch in der Finn-Kota. In den Westernhäusern „Saloon“ und „Sheriff“ sowie in den Indianer Hogans können Sie vom wilden Westen träumen. Im spektakulären vier Meter hohen Stelzenhaus mit Seeblick, beginnt das

Abenteuer schon beim Einstieg über eine Leiter. Das Gepäck kommt über einen Seilzug nach. Ein Kochpavillon und kleines Sanitärgebäude in unmittelbarer Nähe sorgen für den nötigen Komfort, auch für Camper, die mit Zelten anreisen. Die Stellflächen mit bis zu 150 m² großzügig bemessen, liegen nicht dicht an dicht, sondern in Nischen oder auf kleinen Anhöhen. „Man kann für sich sein oder Kontakte knüpfen, jeder wie er mag“, so Inhaberin Birgit Haubner. Dass hier ein Campingplatz von Campern für Camper kreiert wurde, spürt man. Solch ein Urlaubs-Kleinod spricht sich herum und lässt CamperHerzen höher schlagen. Es lohnt sich immer wieder, hier Gast zu sein. Die zentrale Lage schätzen die inund ausländischen Gäste besonders. Die Heideund Teichlandschaft, das Lausitzer Bergland, Zittau und sein Gebirge, Görlitz und Dresden sind schnell zu erreichen.

Ferienhäuschen und mediterane Wand (unten)

Tipps: E 94 Caravan/Wohnmobil- & 50 Zeltstellplätze E Radler willkommen: Spreeradweg direkt am Campingplatz E Radverleih E Minigolf, Kletterpark, Bootsanleger am Badestrand

Camping Bautzen***** Nimschützer Straße 41 02625 Bautzen D/3 Tel. +49 3591 271267 camping-bautzen@web.de www.camping-bautzen.de

und im Restaurant Bautzener Senfstube

Darin ist manch Interessantes über den Namensgeber des Restaurants zu erfahren. Seinen Siegeszug trat Senf schon im Altertum an: nicht nur als Würz-, sondern auch als Heilmittel. In unseren Breiten wird diese würzige Zutat seit dem 13. Jahrhundert verwendet. kommt die charakteristische Speisenwürze in die Pfanne oder in den Topf. So gibt es Pfifferlinge, Steinpilze, Martinsgans oder Spargel sowie etliche Hauptgerichte und Desserts ganz ohne Senf. Beliebt sind beispielsweise die Hechtbouletten mit dem hier typischen Kartoffel-Gurken-Salat und das Original Bautzener Senfschnitzel. Unbedingt probieren sollten Gäste den Oberlausitzer Brotpudding, eine süße Köstlichkeit aus der Region! Während man auf sein Essen wartet, lohnt es sich, die Speisekarte etwas intensiver zu studieren.

Tipps: E 14. August bis 9. September: Bautzener Senfwochen mit bis zu 22 teilnehmenden Lokalen E Stadtführung „Bautzen is(s)t scharf“ (ab 10. Personen) mit Verkostung im Senfladen und einem Drei-Gänge-Menü in der Bautzener Senfstube.

Schlossstraße 3, 02625 Bautzen C/3 Tel. +49 3591 598015, www.senf-stube.de

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Wer auf Senf und gutes Essen steht, findet in der urigen Altstadt von Bautzen eine absolut passende und erstklassige Adresse: die Bautzener Senfstube. Das 1. Senf-Restaurant der Spreestadt besitzt längst Kultstatus. Schon beim Blick in die Karte dürfte manchem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Das Angebot an deftigen Speisen reicht von Bautzener Senfschnitzel und Wurstpfanne mit Chilisenf über Bratwur stschnecken mit KartoffelSenf-Püree bis hin zu Lausitzer Krüstchen aus Senfbrot, Schnitzel, Schinken und Spiegelei. Da ist es nicht verwunderlich, dass Gäste extra von weiter her anreisen. Für seine Kreationen verwendet das Küchenteam des gemütlichen Lokals sowohl den berühmten Bautzener Senf als auch Mostrich, der eigens für das Restaurant in der Bautz’ner Senf-Manufaktur hergestellt wird. Je nach Jahreszeit und saisonalem Angebot wechselt die Karte. Und nicht in jedem Fall

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Die Zahl der Sorben, die seit etwa 1.500 Jahren in der Lausitz siedeln, wird heute auf rund 60.000 geschätzt. Zwei Drittel davon leben in Sachsen. In Bautzen wie auch andernorts sind daher Ortseingänge, Bahnhöfe und Straßen sowohl deutsch als auch sorbisch beschildert. Wer dem kleinsten slawischen Volk angehören will, kann sich frei dazu bekennen.

Ein Schwätzchen beim Osterreiten (obersorbisch Jutrowne jěchanje) – einem alten religiösen Ritual der Sorben

Spaziergang auf sorbischen Spuren Bautzen gilt als kulturelles Zentrum des kleinsten slawischen Volkes „Hauptstadt der Sorben“ – so wird Bautzen gern auch genannt. Zu Recht, denn in der 1.000-jährigen Stadt lässt sich besonders viel über die nationale Minderheit erfahren, die in Ostsachsen und Südbrandenburg ihre Heimat hat. Vielerorts in Bautzen sind Spuren zu finden, die mit dem kleinsten slawischen Volk in Verbindung stehen. Auf der Ortenburg informiert das Sorbische Museum seine Besucher umfassend zu dem Thema. Die Ausstellung gibt auf knapp 1.000 Quadratmetern Einblick in Geschichte, Volkskunst, Traditionen, Literatur und bildende Kunst der Minderheit. Zu sehen sind auch sorbische Trachten, die aller- Schmerlitzer Volkstanzgruppe dings nur noch selten im Alltag getragen werden. In der Lausitz haben sich fünf Trachtenre- haus an der Seminarstraße stehen gelegentlich Insgionen erhalten: im Siedlungsgebiet der katholi- zenierungen in sorbischer Sprache auf dem Spielschen Sorben, im Gebiet um Bautzen, Hoyerswerda plan – mit Simultanübersetzung. Das Sorbische Naund um Schleife sowie in der Niederlausitz. Dabei tional-Ensemble hat am Lauenturm in Bautzen sein gibt es Trachten für unterschiedliche Anlässe, etwa Stammdomizil. Alljährlich im Januar inszeniert es für die Arbeit, für die Hochzeit oder den Kirchgang. den Brauch der sorbischen Vogelhochzeit neu. Die Die Ortenburg ist ein guter Ausgangspunkt für ei- Programme für Kinder und Erwachsene werden an nen Spaziergang auf sorbischen Spuren, auch des- mehreren Orten der zweisprachigen Lausitz aufgehalb, weil der westslawische Stamm der Milzener führt. Am Bautzener Postplatz steht das Haus der Soreinst seine Hauptburg auf dem Granitfelsen hoch über der Spree hatte. Die Entwicklung der Stadt ben mit der Sorbischen Kulturinformation. Sie ist nahm damit ihren Anfang. Zudem hat das Deutsch- nicht nur Anlaufstelle für alle Fragen zur slawischen Sorbische Volkstheater eine Spielstätte auf der Or- Minderheit, sondern hat auch Literatur, Kunsthandtenburg. Sowohl im Burgtheater als auch im Haupt- werk oder andere Souvenirs im Angebot.

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Auch der Domowina-Verlag mit der Smoler’schen Buchhandlung sowie das Sorbische Institut sind in Bautzen ansässig. Nicht zuletzt beginnt in der Spreestadt an jedem Ostersonntag eine von neun Prozessionen, bei denen Osterreiter im sorbischen Siedlungsgebiet die Botschaft von der Auferstehung Jesu Christi verkünden. Tipp: E 24./25. Februar: Sorbischer Ostereiermarkt im Haus der Sorben Sorbische Gastgeber in Bautzen: E Sorbische Kulturinformation/Serbska kulturna informacija Postplatz 2, ski.sorben.com E Smoler’sche Verlagsbuchhandlung/ Smolerjec kniharnja Tuchmacherstraße 27 www.domowinaverlag.de E Sorbisches National-Ensemble/Serbski ludowy ansambl Äußere Lauenstraße 2, www.sne-gmbh.com E Deutsch-Sorbisches Volkstheater/ Němsko-Serbske ludowe d´ ziwadło Seminarstraße 12, www.theater-bautzen.de E Sorbisches Museum Bautzen/ Serbski muzej Budyšin Ortenburg 3-5, museum.sorben.com Sorbische Gastgeber in Schleife: E Sorbisches Kulturzentrum Schleife/Serbski kulturny centrum Slepo Friedensstraße 65 D/1 www.sorbisches-kulturzentrum.de (s. auch S. 89)


Lehndorf

Bautzen

Kulinarischer Genuss im Gewölbe Sorbische Tradition und erlesene Speisen verbinden sich im „Wjelbik“ Schlangenkönig, Mittagsfrau und Wassermann – das farbenfrohe Fensterbild im Restaurant „Wjelbik“ zeigt wundersame Gestalten. Sie stammen aus der sorbischen Sagenwelt und sind ein schöner Blickfang im eindrucksvollen Gewölbe aus Granitsteinen. Der Maler Martin Nowak-Neumann illustrierte die Geschichten einst in unverwechselbarem Stil. Nach seinen Vorlagen ließen die Wirtsleute des „Wjelbik” das bezaubernde Bild entwerfen, das seit 2012 ein halbrundes Fenster in der Gaststube schmückt. Zusammen mit der stilvoll-modernen Einrichtung verleihen die Ganz in Familie: Stefan Mahling mit Enkelin Matilda, Schwiegersagenhaften Darstellungen dem sohn Thomas Lukasch und Tochter Monika (v.l.n.r) Raum ein stimmungsvolles Ambiente. Es passt zum Konzept des Hauses, das tradi- zusammen mit ihrem Mann führt. Als Küchenchef des Restaurants kreiert Thomas Lukasch mit vortionsbewusst mit ausgezeichneter Küche lockt. Restaurantleiterin Monika Lukasch serviert in sor- zugsweise regionalen Zutaten erlesene Speisen, um bischer Tracht. Ihr Erscheinungsbild ist keineswegs den Gästen unvergessliche Gaumenfreuden zu bezur Schau gestellt, da sie von Geburt an Sorbin ist. reiten. Traditionelle Spezialitäten wie das Sorbische Von ihren Eltern übernahm sie das „Wjelbik”, das sie Hochzeitsessen finden sich auch auf der Karte. Da-

Sorbisches Restaurant „Wjelbik” Kornstraße 7, 02625 Bautzen-Budysˇin D/3 Tel./Fax +49 3591 42060 Sorbisches Hotel „Dom-Eck“ Breitengasse 2, 02625 Bautzen-Budys dysin ˇin Tel. +49 3591 501330 info@wjelbik.de, www.wjelbik.de

„Ich kenne hier jeden Baum” Wie Rainer Kubitz aus Lehndorf sorbische Historie lebendig macht zen war.“ Eine weitere Schranke vor dem Haus ist mit einer Zollbeamten-Figur Markenzeichen der Gaststätte. „Ist die Schranke oben, haben wir geöffnet“, schmunzelt der Wirt, der die „Linde“ in 3. Generation führt. Viele seiner Geschichten klingen nach heiler Welt. „So heil ist die Welt hier nicht immer. Aber unsere Gäste sagen auch, dass die Menschen in der Oberlausitz anders sind. Und dazu stehe ich!“ Tipps: E 14 Fremdenzimmer E Vereinszimmer E Biergarten E Saal für Hochzeiten, Reisegesellschaften, Tagungen E Anlage rollstuhlgerecht E Sorbischer Nachmittag für Gruppen ab 35 Personen mit Rundfahrt, traditionellem Essen sowie Bauernkuchen und Kaffee E Ostereiermalerin in sorbischer Tracht

Christine und Rainer Kubitz an der Zollschranke Zollschranke. Das ist kein Zufall: „Sie erinnert an die Zeit, als unser Gasthaus vor über 100 Jahren Zollstation zwischen den Amtsbezirken Kamenz und Baut-

Familienhotel „Zur Linde” OT Lehndorf, 01920 Panschwitz-Kuckau C/3 Bautzener Straße 1 (ca. 15 km vor Bautzen), Tel. +49 35796 96328 info@gasthaus-lehndorf.de www.gasthaus-lehndorf.de

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Weißes Trachtenhemd, strahlendes Lachen und ein fröhliches „Witaj´ ce k nam“, zu deutsch: Herzlich willkommen! – so begrüßt Rainer Kubitz Gäste seines Sorbischen Nachmittags. Wohl kein Zweiter kann Tradition und Historie der Sorben so lebendig vermitteln, wie der Wirt des Familienhotels „Zur Linde“ in Lehndorf. „Ich ging hier zur Schule, kenne jeden Apfelbaum und jede Kirchturmspitze – da möchte dann schon was rüberkommen“, lacht der sympathische Sachse. Ganz nach altem Sorben-Brauch empfängt er zum Traditionsnachmittag mit Brot und Salz. Der nächste Höhepunkt folgt sogleich: „Wir tischen das Hochzeitsmenü, sozusagen unser sorbisches Nationalgericht, auf: Eierstandsuppe, gekochte Rinderbrust mit frisch geriebenem Spreewaldmeerrettich und Brot“, verrät Rainer Kubitz. Dann startet eine zweistündige Bustour durch die sorbische Lausitz, auf der Gäste Geschichten erfahren, die in keinem Reiseführer stehen! Die zwei Stunden vergehen wie im Flug. Auch weil Rainer Kubitz keine steifen Referate hält, sondern locker plaudert, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Doch nicht nur der Sorbische Nachmittag, auch das Wirtshaus selbst lohnt den Besuch. Da wäre zum einen die Speisekarte, die original zubereitete sächsische Hausmannskost verspricht. Zum anderen überraschen Gäste Grammophon, Spinnrad und Öfen von anno dazumal. Schräg überm Tresen hängt eine original erhaltene

bei kommt gekochtes Rindfleisch mit Meerrettichsoße, Gemüse und Kartoffeln auf den Tisch. Einen kleinen Einblick in die sorbische Sprache geben die Servietten, die an jedem Platz liegen. Einige Worte mit deutscher Bedeutung lassen sich darauf nachlesen. „Wjelbik“ heißt im Sorbischen so viel wie „Gewölbe“. Die rund 600 Jahre alten Grundmauern des tonnenförmigen Gastraumes gehörten einst zum Haus eines wohlhabenden Bürgers, der wohl das Recht zum Bierbrauen besaß. Monikas Vater Stefan Mahling führt das Hotel „Dom-Eck“. Das Haus mit zwölf Einzel- und Doppelzimmern liegt nur wenige Schritte vom Restaurant entfernt.

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Bautzen

Dinos auf der Spur Der größte Saurierpark Deutschlands fasziniert die ganze Familie Die große Silberkuppel sticht schon von Weitem ins Auge. Wer das sogenannte „Mitoseum“ betritt, ist baff. Ein Dinosaurier, groß wie zwei Häuser, reißt im neuen Besucherzentrum des Saurierparks bei Bautzen sein Maul auf. Bloß gut, dass das respekteinflößende Urvieh schon vor 65 Millionen Jahren ausstarb. Dann geht’s in den Park. Beim Betreten der Forschungsstation „Vergessene Welt” vibriert hinter dicken Mauern erst die Erde, dann brüllt ein Dino, zum Glück aus der gut getarnten Tonbox. Hollywood-Regisseure hätten das Saurier-Spektakel nicht besser inszenieren können. Überhaupt dürfen sich Besucher des Saurierparks in die Zeit vor 80 oder 100 Millionen Jahren zurückversetzen lassen. Die familienfreundliche Freizeitanlage gibt Einblick in die Welt der Urzeitechsen von den Anfängen im Perm bis hin zum Aussterben am Ende der Kreidezeit. Mehr als 200 lebensgroße Modelle zeigen etwa 130 Arten von Dinosauriern. Die größten Exemplare

acht Meter hohe Kletterwand oder die Raumstation mit einer virtuellen Fahrt zum Mittelpunkt der Erde. Wissen, Spaß und Abenteuer sind im Saurierpark auf geheimnisvolle Weise miteinander verbunden. Wer Stunden im Park verbracht hat, ist schlauer. Auf dem Rückweg weiß man – dieses „Mitoseum“ ist die Nachbildung einer Urzelle, dem Ursprung des Lebens. Im zukünftigen und sich anschließenden Themenbereich „Ursuppe“ sollen Besucher bald auch in die Entstehungszeit unseres Planeten eintauchen können. Geplant ist beispielsweise ein zwölf Meter hoher Vulkan! Tipps: E Riesenrutsche auf Augenhöhe mit den Dinos E 8-Meter-Kletterwand, Wasserspiel mit 6 Meter hohem Geysir, Wissensrallye E Angebote für Kitas, Schulen und Familien Siehe auch S. 20-21!

sind ein 15 Meter hoher Brachiosaurus und ein Diplodocus mit 30 Metern Länge. In einen gehörnten Triceratops lässt sich sogar ein Blick hineinwerfen. Außerdem gibt es das Forschercamp mit Ausgrabungsstätte, den Kletterurwald, das Dinorama, eine

Saurierpark Saurierpark 1 OT Kleinwelka, 02625 Bautzen Tel. +4935935 3036 C/3 k.de info@saurierpark.de, www.saurierpark.de www.facebook.de/saurierpark Öffnungszeiten: 26. März bis 4. November 2018

Hotel mit Herz

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Das Best Western Plus Hotel punktet mit Familienservice und Toplage Donnerstag in den Saurierpark, Freitag Radausflug und am Wochenende zum „Bergsteigen“ ins Gebirge. Tim hat schon recht genaue Vorstellungen von den kommenden Urlaubstagen. Mit Mama und Papa ist er da an der Rezeption des Best Western Plus Hotels genau richtig. Denn das Vier-SterneHaus, nur ein paar Schritte von der barocken Bautzener Altstadt entfernt, punktet mit seiner ausgesprochenen Familienfreundlichkeit und guten Ferientipps. Für Tim gibt’s erst einmal einen speziellen Kinder-Check-In. Der achtjährige Knirps erhält u. a. den eigens kreierten Anmeldeschein, ein Rätselheft, vor allem aber die ganz besondere Aufmerksamkeit aller Mitarbeiter! „Wir sind zu kleinen und großen Gästen gleichermaßen herzlich und verbindlich. Das spürt der Gast sofort“, betont Hotelchef Holger Thieme. Der sympathische Hotelier kommt nochmal aufs Thema Saurierpark zu sprechen. Kinder zieht das Dino-Revier scheinbar magisch an. Da trifft es sich gut, dass das Best Western Plus ein besonderes Ausflugspaket schnürt: mit kostenfreier FamilienEintrittskarte und prall gefülltem Picknick-Korb. Aber nicht nur Familien fühlen sich im Vier-Sterne-Haus mit 157 Komfortzimmern und Suiten wohl.

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Radtouristen schätzen „Garagen“ und Service für ihre „Stahlrösser“, Aktive den Fitnessraum und Wellnessbereich. Das Hotel ist Ausgangspunkt für unzählige Ausflüge in die Region. Von Zittauer Gebirge bis Dresden und Görlitz. Das Best Western Plus, 2009 auch zum besten Gruppenhotel Deutschlands gekürt, punktet trotz seiner Größe mit persönlichem Service. „Wir gehen

Gerade erst freute sich das Team über den 3. Platz beim europaweiten Service-Ideen-Wettbewerb 2017 individuell auf unsere Gäste ein – egal, ob Single, Gruppen, Familien oder Dienstreisende“, so Holger Thieme. Gruppen sind hier bestens aufgehoben. Es gibt einen einzigen Ansprechpartner vom ersten Anruf bis zur Rechnungslegung. Tipps: E umfassende Betreuung für Bus- und Gruppenreisen E Caterings E Tagungsmöglichkeiten E Angebot „Familie pur“ (April-Oktober) u. a. zwei Nächte im Familienzimmer mit Frühstück Best Western Plus Hotel Bautzen Obotritia Hotel- Betriebsgesellschaft mbH Wendischer Graben 20 02625 Bautzen C/3 Tel. +49 3591 4920 info@bwbautzen.de, www.bwbautzen.de


Verwirrendes Vergnügen

Bautzen

In Deutschlands größtem Labyrinth kann die ganze Familie ein großes Spiel erleben

„Bin ich auf dem richtigen Weg?“ Nicht nur einmal stellt sich Besuchern diese Frage, wenn sie sich in Kleinwelka durch den größten Irrgarten Deutschlands tasten. Das verwinkelte Gelände teilt sich in Hecken-, Rätsel- und Abenteuerirrgarten, wobei jeder für sich ein Erlebnis ist. Das Ziel im Heckenlabyrinth ist eine große Brücke. Wer es dorthin geschafft hat, darf anderen auf ihrem Irrweg zuschauen, sie von oben anfeuern oder durchaus auch in eine Sackgasse schicken. Im Rätselirrgarten kann man sein Wissen testen – gerade so wie bei „Wer wird Millionär“. Es gilt Fragen zu lösen. Der Abenteuerirrgarten mit Hindernissen erfordert Sportlichkeit.

Tipps: E Schatzsuchespiel E Irrgartenjackpot (Juli und August) E Gruppenveranstaltungen & Kindergeburtstage E Geisternächte E geöffnet: von Ostern bis zum ersten NovemberWochenende Siehe auch S. 20-21!

Irrgarten Kleinwelka Inh. Regina Frenzel Am Saurierpark 2, 02625 Bautzen, OT Kleinwelka Tel. +49 35935 20575 C/3 info@irrgarten-kleinwelka.de www.irrgarten-kleinwelka.de

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Verirren Sie sich in Deutschlands größtem Irrgarten. Auf ca. 6.000 Quadratmetern sind Spaß und Spannung angesagt. Nach einer lustigen Suche durch geheimnisvolle Gänge ist das Ziel in der Mitte erreicht. Danach gibt’s eine interessante Fahrt mit der Seilbahn über alle Umherirrenden. Anschließend kann man im Abenteuerlabyrinth sein Wissen testen.

Mögen Dinos Senf zum Frühstück? Jugendherberge lädt zu Abenteuerlichem ein bestens für Tagungen, Seminare und individuelle Workshops. Flexibel und individuell wird dabei auf die Wünsche der Gäste eingegangen, die vom Jugendherbergsteam vor Ort kompetent und herzlich betreut werden. Siehe auch S. 20-21! Tipps: E Übernachtung, inkl. Frühstück und Bettwäsche: ab 22 Euro pro Person (mit 50 Prozent Kinderermäßigung ab 2018)

Jugendherberge Bautzen „Gerberbastei” Am Zwinger 1, 02625 Bautzen C/3 Tel. +49 3591 40347 bautzen@jugendherberge.de www.bautzen.jugendherberge.de

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Eine bezaubernde Altstadt mit gemütlichen Plätzen und engen Gassen, über 20 Senfsorten, die nicht nur Freunde des scharfen Gewürzes erfreuen, acht Theater, 200 Dinosaurier und zwei Sprachen – wer nach Bautzen reist, wird überrascht. Das rund 1.000 Jahre alte Zentrum der Oberlausitz blickt auf eine wechselhafte Geschichte zurück, die auch heute noch an vielen Stellen lebendig erscheint. In der „Stadt der Türme“ kann man zu jeder Jahreszeit deutsche und sorbische Kultur erleben, so etwa auf dem sorbischen Ostereiermarkt, zum Theatersommer oder auf Deutschlands ältestem Weihnachtsmarkt. Kleine und auch große Entdecker ziehen der nahegelegene Saurierpark, der Irrgarten oder die älteste und größte Schulsternwarte geradezu magisch an.

Im Herzen der mittelalterlichen Stadt befindet sich in einem alten Wehrturm und zwei modern ausgebauten Bürgerhäusern heute die Jugendherberge Bautzen „Gerberbastei“ (Bild links). Das charmante Haus mit 112 Betten ist durch die Zertifizierung für Familien besonders gut geeignet und auch bei Schulklassen und Gruppen seit vielen Jahren gleichermaßen beliebt. Da Jugendherbergen von jeher Gruppenhäuser sind, eignet sich auch das Bautzener Haus


Oberlausitzer Bergland

Grubschütz • Göda

Sorbische Gastlichkeit genießen Herzlich Willkommen! Witajće k nam!

Diese Gaststube und der angrenzende Saal laden seit fast 100 Jahren zum Speisen und Feiern ein. Besonderes Augenmerk legt Familie Haidan auf regionale sächsisch-sorbische Küche. Die Rohstoffe dafür liefern Bauern und Produzenten aus der Region.

Grubschütz liegt nur zwei Kilometer vor der Stadt Bautzen, dem Zentrum der Sorben. Es liegt im Tal der Spree und ist ein Tor zum Oberlausitzer Bergland. In Grubschütz befinden sich die beiden familiengeführten Häuser auf einem Anwesen – das Landhotel, ein Vierseitgehöft mit 17 Zimmern in ländlicher Ruhe und die traditionsreiche Gaststätte „Spreetal”.

Leckereien nach Uropas Rezept

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Bäckerei Fehrmann – Backtradition seit über 100 Jahren 10.000 Brötchen und 1.000 Brote an einem einzigen Tag. Dazu 80 bis 90 Blechkuchen sowie Torten, die ein Blickfang sind. Klassiker ist die Sachsensemmel. Mühlenbrot geht sowieso immer. Am Imbiss gleich neben der Kuchentheke duftet es aber genauso verführerisch – nach frisch gebratenen Schnitzeln und Würsten: In den Cafés der Bäckerei Fehrmann werden nicht Cindy und André Fehrmann in ihrem Backstuben-Café in Göda nur Süßmäuler fündig. Der renommierte Gödaer Backbetrieb, der schon führt. Heraus kommt Backtradition, die jeder seit über 100 Jahren existiert, punktet bei Kunden schmecken kann. Doch auch bei den Weihnachtsstollen liegen die aber nicht nur mit Vielfalt, sondern in erster Linie mit Qualität. Das Mehl kommt beispielsweise aus Fehrmanns ganz vorn. „Wir können uns mit Sicherder Mühle in Spittwitz, die meisten anderen Zutaten heit mit Dresdner Christstollen messen“, so der 38aus der Region. Fleißige Bäcker verzichten hier auf Jährige. Der Gödaer Butterstollen holte bei einem Fertigteige und Konservierungsstoffe. „Wir backen Wettstreit die Goldmedaille! Für die werte Kundnach Uropas Rezept. Jedes Produkt geht bei uns schaft stehen die Bäcker mitten in der Nacht auf. Da noch durch Menschenhand“, betont André Fehr- sind die Natursauerteige längst angesetzt und hamann, der die Bäckerei bereits in vierter Generation ben Zeit zu reifen, je nach Backware bis zu 20 Stun-

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Tipps: E direkt am Spreeradweg und am sächsischen Pilgerweg gelegen E Restaurant: 50 Plätze, Ballsaal: 250 Plätze E Parkmöglichkeiten sind ausreichend vorhanden E W-LAN in beiden Häusern E Empfehlung an trüben Tagen: die Kräutersauna E Partner der Lausitzer Fischwochen Landhotel und Spreetal Grubschütz Techritzer Straße 2, 02692 Grubschütz C/3 Fam. Haidan, Tel. +49 3591 270409 info@landhotel-grubschuetz.de www.landhotel-grubschuetz.de www.kraeutersauna-grubschuetz.de

den. Die Mutter des Chefs kümmert sich nach wie vor um die Hochzeitstorten. André Fehrmann selbst managt heute den Betrieb, der auf 18 Fachgeschäfte wuchs. 160 Mitarbeiter sind hier tätig, darunter viele Azubis. Schon längst kauft man bei Fehrmanns nicht nur ein, sondern verweilt in gemütlichen Cafés länger. Was am besten geht, wissen die charmanten Verkäuferinnen: „Das hängt u. a. von Wetter, Schulferien und Gehaltstagen ab“, so Familienvater André Fehrmann. Der steht privat übrigens selten am Backherd. „Das macht meine Frau, da halte ich mich lieber raus“, lacht der Geschäftsführer. Wenn er von Süßkram mal genug hat, beißt er am liebsten in eine Knacker oder Wiener. An freien Wochenenden geht’s mit Kind und Kegel oft hinaus in die schöne Heimat. „Wir lassen aber auch gern mal alle Viere gerade sein.“ Spätestens ab Montag dreht sich dann wieder alles um Semmeln, Brote, Eierlikörtorten und anderes Naschwerk.

Tipps: E Stammsitz in Nähe des Saurierparks – Backstuben-Café in Göda und Fehrmann-Café in Bautzen E Busse willkommen Bäckerei Fehrmann André Fehrmann Bautzener Straße 24, 02633 Göda C/3 Tel. +49 35930 55604 0 info@baecker-fehrmann.de www.baecker-fehrmann.de


Von Las Vegas bis Löbau Heiko Harig ist mehr als nur Pumphut-Darsteller und Entertainer Im Auto-Display stehen über 300.000 Kilometer. Auf der Rückbank sind Kostüme, im Heck Boxen und Tontechnik verstaut. Heiko Harigs große schwarze Limousine ist bis zum Rand gefüllt. Am Vorabend noch die Show in Stuttgart, am nächsten Morgen schon wieder der Auftritt als Sagengestalt Pumphut an der Mönchswalder Bergbaude. Dieser Mann scheint die Power von drei Leuten zu haben: Heiko Harig ist nicht nur ein Oberlausitzer Original, sondern ein echtes Phänomen. An rund 300 Tagen im Jahr ist er unterwegs – als Humorist, Schlagersänger und Fernseh-Unterhalter. Seine Bühnenfigur „Oma Gertrud“ genießt mittlerweile Kultstatus. Weinen vor Lachen ist angesagt, wenn die plötzlich im Leder-Outfit vorm Publikum erscheint und mit der E-Gitarre AC/DC spielt. „Gertruds“ Kommentar: „Herrlich, wie früher in der Volkskunstgruppe.“ Sein Heimatgefühl In der Vorwoche noch Bahamas oder Las Vegas, heute schon wieder zwischen Bautzen und Löbau auf Tour. Zwischendrin ein Plauderstündchen in der Mönchswalder Baude mit dem Ferienmagazin – der Crostauer atmet durch und kommt bei Gänsebraten mit Klößen einen Moment zur Ruhe. „Genau das erdet mich: die herrliche Gegend des Oberlausitzer Berglands ringsum sowie Freunde und Bekannte. Das ist mein Heimatgefühl.“ Kein Wunder, dass er seine „Äberlausitz“ auch auf Reisen immer im Gepäck hat. Egal, ob auf der Donau-Flusstour mit Tony Marschall, der „Schlagerreise Mallorca“ oder bei großen Auftritten am Gardasee – Oberlausitzer Mundart und Anekdoten über seine schöne Heimat dürfen nicht fehlen. „Mit dabei ist natürlich auch immer das Ferienmagazin. Der lockere Mix aus Ausflugstipps, Porträts und Terminen kommt überall gut an. Viele staunen, was es bei uns alles gibt.“ Seine privaten Empfehlungen sprudeln aus Heiko nur so heraus: Kirchsteig, Böhmischer Steig und die Kälbersteine heißen seine Tipps. In Wilthen darf die Weinbrand-Route nicht fehlen. In seiner Heimat verkörpert er den „Zaubermeister“ Pumphut. Mit spitzem Hut, langem Rauschebart und in rotem Gewand steht Pumphut oft im Wald vor seinen Wandergästen. Immer fröhlich lächelnd, was gleich Vertrauen schafft. Erst ist man überrascht, dann ganz schnell fasziniert vom ulkigen Wald-

Heiko Harig ist immer auch als offizieller Botschafter der Oberlausitz unterwegs

männlein. Oft geht’s mit dem „Langbart“ über die acht Stationen des Pumphut-Steigs. Auf der Tour kraxeln Wanderer unter anderem auf den Mönchswalder Berg und sehen Tautewalde. S. auch S. 56! Pumphut-Lied und neue CD Zuletzt sorgte auch Heikos Pumphut-Lied für Furore. Der Entertainer singt und führt es augenblicklich vor. Bei großen Veranstaltungen stimmt sogleich der Kinderchor der Pumphut-Grundschule Wilthen ein. Der Pumphut steht dann natürlich

höchstpersönlich mit auf der Bühne. Die neue CD heißt „Ciao, da bin ich“, ein Motto, das zu Heikos Leben passt. „Auf der einen Seite muss ich oft ‘Tschüss’ sagen, bei Familie, Freunden und Bekannten, um kurz darauf bei meinem Publikum oder Künstlerkollegen zu sein.“ Die zwölf neuen Songs sind Stimmungs- und Spaßlieder, ein Medley bekannter Hits sowie Titel über Liebe und Urlaub. Einen „richtigen Beruf“ habe er auch, wie Heiko Harig augenzwinkernd erklärt: Er ist Chef der Tourist-Information Wilthen. Das enorme Pensum zu bewältigen sei nur eine Frage der Planung. Dabei helfe Lebensgefährtin Antje, die ihn managt. „Nur zu Hause auf dem Sofa hocken, wäre nicht unser Ding. Wir müssen raus“, lacht der Tausendsassa. Wenn einer oft reist, dann kann er viel erleben. Das gilt auch für Tourneen. So verschwand der Oberlausitzer bei einem Auftritt vor 3.000 Leuten einmal im Boden. „Die Bretter des Bühnengerüsts hatten sich verschoben. Ich krachte ein und brach mir die Schulter“, lacht der 50-Jährige. Für einen Auftrit t fuhr er morgens nach Kroatien und nach dem Event wieder zurück. * Das Schönste an Heiko Harig ist, dass er trotz des Erfolgs immer auf dem Teppich blieb. Wenn es Heiko Harig nicht schon gäbe, müsste man ihn erfinden! www.heiko-harig.de

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Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft

Wartha

Deutschlands Naturwunder

Geflecktes Knabenkraut auf der Gladiolenwiese

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Gladiolen kennt man hierzulande als farbenprächtige Sommerblumen aus dem Garten, doch aus der Natur eher nicht. Die Sumpfgladiole ist schon seit 1916 in Sachsen ausgestorben. Dagegen hat die Wiesengladiole auf einer Wiese in Thüringen sowie im UNESCO-Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft überlebt. 2017 wurde die botanische Einmaligkeit im Osten Sachsens sogar zum Naturwunder Deutschlands gekürt. Die Heinz Sielmann Stiftung und der Dachverband der Nationalen Naturlandschafen EUROPARC Deutschland e.V. hatten den Wettbewerb zum Thema „Wilde Wiesen und Weiden“ gemeinsam ausgerufen. Die Wildgladiolenwiese im Daubaner Wald erhielt dabei deutschlandweit die meisten Stimmen.

Wildgladiole Dachziegelige Siegwurz (Gladiolus imbricatus) im Daubaner Wald

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Wildgladiole und andere Schätze gedeihen im Biosphärenreservat

Natur leben. „Durch naturnahe Bewirtschaftung ist es gelungen, vielen gefährdeten Tieren und Pflanzen im Biosphärenreservat dauerhaft eine Heimat zu geben.“ So ist die wasserreiche Gegend Lebensraum für Seeadler, Fischotter, Wölfe, Rohrdommel oder Moorveilchen. „Biosphärenreservat ist mehr als nur Verwaltung“, betont Roch. Auch Bewohner, Gastwirte und Firmen tragen dazu bei, die Grundsätze zum Erhalt der einmaligen Kulturlandschaft umzusetzen, indem sie regionale Wirtschaftskreisläufe fördern. Mit der Auszeichnung Biosphärenreservats-Partner konnten so bereits 29 Betriebe gewürdigt werden, bei denen Gäste übernachten, einkehren oder einkaufen können.

Naturwacht-Mitarbeiter Peter Ulbrich kontrolliert regelmäßig das Vorkommen

Nähere Informationen unter www.biosphaerenreservat-oberlausitz.de

Am Rande einer idyllischen Lichtung, versteckt auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz, wächst die stark gefährdete Art. Im Mai und Juni blüht die Pflanze zart violett, und nur in dieser Farbe. „Alles andere ist Züchtung“, macht Peter Ulbrich deutlich. Er ist Mitarbeiter der Naturwacht in Sachsens einzigem Biosphärenreservat und kontrolliert mit seinen Kollegen jedes Jahr das seltene Vorkommen. 2017 wurden 1.350 Wildgladiolen und dazu mehr als 2.000 Orchideen gezählt.

Tipp: E „Mit dem Ranger unterwegs“ heißt es von Februar bis Dezember an jedem 3. Sonntag im Monat. Mitarbeiter der Naturwacht nehmen Besucher dabei mit auf eine naturkundliche Wanderung durch das Biosphärenreservat. Unter fachkundiger Führung lassen sich beispielsweise der winterliche Olbasee, die Welt der heimischen Amphibien, das Naturwunder der Gladiolenwiese oder die Insekten zur Heideblüte entdecken.

Grünes Herz der Oberlausitz „Man kann hier Schätze finden“, sagt Torsten Roch, Leiter der Biosphärenreservatsverwaltung. Das rund 30.000 Hektar große Schutzgebiet mit UNESCO-Status bezeichnet er als „grünes Herz der Oberlausitz“, in dem Menschen im Einklang mit der

Staatsbetrieb Sachsenforst Biosphärenreservatsverwaltung Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft OT Wartha, Warthaer Dorfstraße 29, 02694 Malschwitz Tel. +49 35932 3650 D/2-3 poststelle.sbs-broht@smul.sachsen.de www.biosphaerenreservat-oberlausitz.de


Wartha

Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft

Erlebnisort für die ganze Familie Besucherinformationszentrum des Biosphärenreservates ist ein besonderer Freizeitknüller Ob im Supermarkt, im Wissenslabor oder in Fischers Küche: die multimediale Ausstellung unterhält und informiert, vor allem über die Karpfenaufzucht im Wechsel der vier Jahreszeiten. So zeigt ein Film, wie sich die Teichwirte in der Oberlausitz auf ihre alljährliche Ernte im Herbst vorbereiten, indem sie Netze flicken oder Teiche ablassen. An einem alten Küchenbüfett liegen Rezepte zum Mitnehmen aus, wie sich Karpfen zubereiten lässt, etwa nach russischer, böhmischer oder jüdischer Art. Spannende Einblicke – drinnen und draußen Das Besucherzentrum des Biosphärenreservates Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft ist überhaupt ein Erlebnisort für die ganze Familie, sei es um Informationen über Natur und Landschaft des UNESCO-Schutzgebietes zu erfahren oder einfach eine Tasse Kaffee mit einem Stück Kuchen zu genießen. Das Wissen lässt sich entlang des Naturerleb-

Das passende Karpfenrezept gibt es in Fischers Küche im Herbst können Besucher an mehr als 70 Ständen nach Herzenslust einkaufen. Bauern, Gärtner, Teichwirte, Bäcker, Fleischer, Händler und Handwerke bieten frische, leckere und zum Teil selbst erzeugte Ware an. Tipps und Termine: E 28. April und 8. September: Naturmärkte E 28. Juli: Das Biosphärenreservat lädt zum Rangertag ein. Kinder können dabei rund um das HAUS DER TAUSEND TEICHE sowie auf dem angrenzenden Naturerlebnispfad „Guttauer Teiche und Olba-

Einheimische Fische lassen sich in einem riesigen Aquarium am Ende der Ausstellung beobachten Der Vier-Seiten-Hof mit dem Informationszentrum in Wartha liegt auch am Seeadler-Rundweg, der die 11 Gemeinden des Biosphärenreservates miteinander verbindet. Über 13 Stationen leitet er durch Lebensräume seltener Tier- und Pflanzenarten, die das Revier des Seeadlers charakterisieren. Zweimal im Jahr ist das Gelände Schauplatz für die beliebten Naturmärkte. Immer im Frühjahr und see“ auf Entdeckungstour gehen. Verschiedene Mitmach-Stationen sind eingerichtet, um für den Schutz von Tier- und Pflanzenarten zu sensibilisieren. Am Ende lockt eine kleine Belohnung. HAUS DER TAUSEND TEICHE Warthaer Dorfstraße 29 D/2-3 02694 Malschwitz OT Wartha Tel. +49 35932 36560 kontakt@haus-der-tausend-teiche.de www.haus-der-tausend-teiche.de Das HAUS DER TAUSEND TEICHE ist von Februar bis Dezember von Dienstag bis Sonntag zwischen 9 und 17 Uhr geöffnet (Montag Ruhetag)

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nispfades weiter vertiefen, der gleich hinter dem HAUS DER TAUSEND TEICHE beginnt. Er führt durch die Guttauer Teiche, die bereits seit Jahrhunderten für die Fischaufzucht genutzt werden. Zugleich ist das Teichgebiet internationaler Rastplatz für Zugvögel und Lebensraum für manch seltene Art. 30 Stationen laden zum Erkunden, Beobachten, Lauschen, Lernen und Rasten ein.


Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft

Tradition inmitten reizvoller Natur

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Eine neue Aktiv- und Naturbroschüre zeigt schöne Rad- und Wanderwege im „Land der tausend Teiche“

Erhältlich ist die Broschüre in Tourist-Informationen

Wer Natur liebt, Ruhe sucht oder an Geschichte interessiert ist, findet in der Oberlausitzer Heideund Teichlandschaft einen idealen Erholungsort. Zahlreiche Wanderwege und befestigte Radstrecken führen durch das überwiegend ebene Land. Beim aktiven Erkunden des vielerorts idyllischen Urlaubsgebietes helfen Empfehlungen wie in einer neu erschienenen Broschüre (im Bild links), in der mehrere interessante Routen zusammengefasst sind. Sorben.Glaube.Brauchtum Der Titel der Radtour (31,6 km) nimmt Bezug auf die Glaubenskultur der sorbischen Minderheit, die seit Jahrhunderten in der Oberlausitz lebt. Kreuze und Betsäulen (im Bild oben) an Wegen und Straßenkreuzungen oder in Vorgärten zeugen von der tiefen religiösen Verwurzelung der Menschen im Städtedreieck zwischen Hoyerswerda, Kamenz und Bautzen. Sehenswerte Orte in der Gegend sind das Kloster St. Marienstern, die katholische Wallfahrtskirche in Rosenthal oder der Friedhof in Ralbitz, auf dem einheitliche weiße Kreuze die Gleichheit aller Menschen vor Gott symbolisieren.

Stadt.Land.Fluss Mit rund 1.000 Teichen ist die Oberlausitz das größte Binnenfischgebiet Deutschlands. Die Tour lässt Radler eintauchen in eine jahrhundertealte Tradition der Region, in der um 1248 die ersten Teiche erwähnt wurden. Die Menschen, die sie bewirtschaften, haben sich auf die Karpfenaufzucht spezialisiert – im Einklang mit der Natur, wie es den Grundsätzen des Biosphärenreservats entspricht. An der knapp 39 Kilometer langen Strecke liegen die Talsperre Bautzen, idyllische Teichgruppen, hübsche Schlösser wie in Spreewiese und Milkel sowie gastliche Orte zur Einkehr, darunter das Scheunencafé in Malschwitz oder der Spreehof in Göbeln. Kranich. Karpfen. Rotbauchunke Diese Radroute ermöglicht nicht nur fantastische Naturerlebnisse und Begegnungen mit Seeadler, Kranich oder Moorfrosch. Die Strecke (43 km) verbindet zugleich mehrere Teichwirtschaften, etwa in Radibor oder Königswartha. In ihren Hofläden bieten die Betriebe frischen Fisch und teilweise auch regionale Produkte an. Besonders reizvoll dürfte die Tour während der Lausitzer Fischwochen im Herbst

Entdeckungen unterschiedlichster Art unterwegs: der Friedhof in Ralbitz, zweisprachige Wegweiser und ein Frosch mit Gefolge

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Weißig

Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft

sein, wenn die Fischer ihre Ernte aus dem Wasser holen und Gastwirte schmackhafte Fischgerichte auf den Tisch zaubern (s. auch S. 9). Grenzsteine aufspüren Auch wandern lässt es sich wunderbar, und dafür werden zwei Routen empfohlen. Auf einer Tour geht es rund um Weicha, dort liegt der Weichaer Hof, Gästeliebling 2017. Ein Teilstück führt auf einem Naturerlebnispfad durch die Gröditzer Skala, mit ihrer einzigartigen Flora und Fauna entlang des Löbauer Wassers. Oft unter prächtigen Bäumen, wie Eschen, Buchen, Eichen und Ahorn. Eine Tour folgt den Spuren von Kaiser Napoleon, König Karl XII. und Meister Krabat. Was Napoleon mit diesem Landstrich zu tun hatte? Als der Kaiser mit seinem Heer im Mai 1813 die russisch-preußischen Truppen bei Bautzen angriff, bevölkerten um die 250.000 Soldaten die Gegend. Schlösser in Wurschen und Könisgwartha wurden als Unterkünfte genutzt. Orte erinnern z. B. in ihren Museen an die historischen Ereignisse. In der Teichlandschaft finden sich auch sehr viele Grenzsteine – ein Relikt des Wiener Kongresses (1814-1815), der nach der Niederlage Napoleons zahlreiche Grenzen neu festlegte, so u. a. auch die Grenze zwischen Sachsen und Preußen. Die Broschüre gibt es online unter www.oberlausitz-heide.de und in hiesigen Tourist-Informationen.

Die Gröditzer Skala lässt sich am besten von den romantischen Holzbrücken aus genießen

Grenzstein bei Königswartha

Tipps: E Freibäder: Nießendorf und Wittichenau, Badeseen: Blaue Adria, Olbasee, Stausee Bautzen E historische Dorfanlagen mit ehemaligen Gutsund Herrenhäusern, Schlösser und Parks, Museen und Ausstellungen E Die Sagengestalten KRABAT und der Schwarze Müller arbeiten im Verein Krabat e.V. (www.krabatregion.de). Radler können entlang des 90 Kilometer langen Krabat-Radweges Orte und historische Stätten erkunden, an denen Krabat den Menschen viel Gutes tat, wo Zweisprachigkeit, Kultur und Brauchtum der Sorben erlebbar wird (s. S. 62, 103). Regionale Tourismusentwicklung des OHTL e. V. www.oberlausitz-heide.de Unsere Tourist-Informationen L Stadt- und Tourismusinformation Wittichenau Tel. +49 35725 70338 L HAUS DER TAUSEND TEICHE, Wartha: Tel. +49 35932 365-60 L Tourismusbüro Neschwitz : Tel. +49 35933 32669 / 386-0

Zu Gast in Cunnewitz: Beim Imker im Bienenhof Regina kommen Gäste den Flügelwesen ganz nah

Ein Leben im Takt der Wassertiere Hofladen im Familienbetrieb lädt ein Die Arbeit sei ein Leben im Takt der Wassertiere, schmunzelt Fischmeister Markus Stecher. „Wir bewirtschaften an die 40 Teiche, ernten jährlich bis zu 75 Tonnen Fisch. Wir fischen innerhalb von zehn Stunden drei Teiche ab. Ein echter Kraftakt“, erklärt der Fischer, der mit seiner Frau Grit Bräuer die Familientradition aufrecht hält. Kurz nach Sonnenaufgang steht er mit seinen Helfern knietief im Wasser zum Abfischen. Die Teiche dampfen noch. Die frische Ware wird dann bundesweit ausgeliefert, von Schleswig-Holstein bis Thüringen. Aber natürlich auch in den eigenen Hofladen – für die beliebten Fischessen nach Art des Hauses: Karpfenfilet mit Rotkraut und

Kartoffeln, Fischsoljanka, Forellenfilet mit Meerrettich, Lachsforelle oder knuspriges grätenfreies Karpfenfilet mit frisch geschnittenem Rotkraut . Klasse statt Masse betont Markus Stecher seine Devise. Bestimmten früher Karpfen, Hecht und Schleie die Zucht, so gibt es heute 17 Arten, darunter Aal, Zander, Wels und Steinbeißer. Hofladen: E ganzjährig geöffnet: Di.-Fr. 9-18/Sa. 9-12 Uhr, geräuchert wird täglich (Aal donnerstags) E Fischplatten nach Ihren Wünschen E 3 Radwege führen vorbei (u. a. Froschradweg) E Fischerfest: mit traditionellem Schaufischen, 13. Oktober Teichwirtschaft Weißig Am Teichhaus 1, 01920 Weißig B/2 Tel. +49 35792 50411 fischmeister@t-online.de, www.teichhaus1.de

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Rast am Spreehof in Göbeln, mit Ferienwohnungen und einem Hofladen mit Naturprodukten


Westlausitz

Radeln und viel sehen Auf vier Radrouten erleben Gäste in der Westlausitz Überraschungen

Mal kreuzen sie sich, laufen parallel nebenher und oft auch gemeinsam auf einem Weg – die vier Radrouten „Naturroute”, „Kulturroute”, „Produktroute” und „Röderradroute” führen zu den schönsten Sehenswürdigkeiten in der Westlausitz.

Pfefferkuchen, Keramik und Holzkunst Handwerklichen und kulinarischen Spezialitäten der Westlausitz kommen Radler entlang der „Produktroute“ auf die Spur. Pulsnitz ist ja durch das alte Handwerk der Pfefferküchler weithin bekannt. Im Ort findet sich auch die vermutlich älteste noch produzierende Blaudruckwerkstatt Deutschlands. Feine, eigene Gebrauchsware bieten die Töpfer an, die in Elstra, Steina, Bischofswerda und Pulsnitz ihrem Handwerk nachgehen. Das Technische Museum in Großröhrsdorf gibt Einblick in die Bandweberei, die einst im Rödertal stark verbreitet war. In Rammenau steht Besuchern die Alte Schmiede mit Schauwerkstatt und Laden offen. Im Erlebnismuseum „Alte Steinsäge“ in Demitz-Thumitz erhalten Besucher einen Einblick in die technische Entwicklung des Granitabbaus. Auch zwei Holzkunstwerkstätten, eine Kelterei und verschiedene Hofläden gehören zu den Stationen der Touren. Unvergesslich ist ein Besuch in der Radeberger Brauerei, wo seit 1872 eines der beliebtesten Biere Deutschlands gebraut wird.

Schlösser, Parks und Galerien So liegen auf der „Kulturroute” imposante Schlösser und Parks wie in Seifersdorf, Wachau, Großharthau und Rammenau mit einer der schönsten Landbarockanlagen Sachsens sowie die Burg in Stolpen, wo Gräfin Cosel, eine Mätresse von August dem Starken, einst gefangen gehalten wurde. Das Heimatmuseum im Bürgerhaus von Ohorn zählt wie die Prietitzer und die Boderitzer Schanze, zwei mittelalterliche Schutzwälle in Elstra, zu den von Radlern angefahren Stationen. Kunstfreunde steuern in Bischofswerda eine Galerie an, die der Expressionist Carl Lohse (1895-1965) als Wohnund Arbeitsort wählte. Ein Kleinod in Radeberg ist das Schloss Klippenstein, einst als Burg auf einer Felsklippe errichtet. Das Stadtmuseum darin gewährt Einblicke in die Geschichte. Zur Schlösserrundfahrt begegnet man schon mal Gespannen wie der historischen Postkutsche

Familienspaß ist garantiert An vielen Orten kommen Familien mit Kindern ganz auf ihre Kosten. So in Sachsens kleinstem Tierpark in Bischofswerda oder im Pulsnitzer Pfefferkuchen-Museum mit Schauwerkstatt. Dort können Sie sich als Pfefferküchler ausprobieren. Sieben Freibäder sorgen im Feriengebiet für Spaß und Abkühlung, darunter das Massenei-Bad in Großröhrsdorf, Stadtbäder in Radeberg und Bischofswerda und das Naturbad Buschmühle in Bretnig. Am Schwarzenberg in Elstra, wo in schneereichen Wintern Ski gefahren wird, treffen sich in der wärmeren Jahreszeit die Mountainbiker. „Aktiv-Ferien“, Klassen- und Bildungsfahrten bietet das Team „aktiv-erlebnis-lausitz” im Abenteuercamp Deutschbaselitz.

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Lesen Sie mehr auf den Seiten 73 bis 79!

Den Freizeitplaner gibt’s in Tourist-Informationen

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Wanderfreunde kommen in der Westlausitz natürlich auch zum Zuge, so auf Wanderwegen wie von der Luchsenburg zum Hochstein. Von dort oben bieten sich herrliche Aussichten über das Ohorner Hochland (oben)

Touristische Gebietsgemeinschaft Westlausitz e.V. Tel. +49 3528 41961039 post@westlausitz.de, www.westlausitz.de


Westlausitz

Bischofswerda

Bärenstarker Tierpark Bischofswerda ist für Familienabenteuer bestens gerüstet Im Tier- und Kulturpark Bischofswerda geht’s entspannt zu. Über 200 Tiere leben hier: Von Schneeeule „Flecki“, die meist keine Miene verzieht, bis zum schlauen Polarfuchs. Die Stars sind Grizzlybärin Jane und Braunbär Balu. Auch Stachelschweine flitzen durchs Revier. Und der Nasenbär hangelt sich übers Seil (im Bild oben). Wie süß. Eine witzige Idee ist der Tier-Weitsprung: Besucher sollen in einer Sprunggrube nachmachen, was Tiere können. 2,50 Meter etwa entsprechen laut der Markierung dem Sprungvermögen eines Luchses. Rehe haben sogar sechs Meter drauf.

Marktplatz mit den schubkarrenähnlichen Gefährten, die gaben der Stadt den Spitznamen „Schiebock” Herausgepickt: Carl-Lohse-Galerie Im sogenannten Bischofssitz in der Dresdner Straße 1 – in dem übrigens nie ein Bischof residierte – befindet sich die Carl-Lohse-Galerie. Die Dauerausstellung zeigt Werke und würdigt das Leben des Malers Carl Lohse (1895-1965), der eng mit der Stadt verbunden war. Auch Wechselausstellungen regionaler Künstler sind zu sehen.

Braunbär Balu

Tipps und Termine: E 28. April bis 1. Mai: Frühlingsfest & Hexenbrennen E 8.-10. Juni: Schiebocker Tage – 25-jähriges Jubiläum E17. Juni bis 1. Juli: Karl-May-Spiele E 9. September: Herbstmarkt und Tag der offenen Hinterhöfe E 6. bis 9. Dezember: Weihnachtsmarkt

Es sind die kleinsten Karl-May-Festspiele in Deutschland mit den jüngsten Akteuren

Veranstaltungen des Tier- und Kulturparks: E 1. April: Osterfest E 24. Juni: Kinderfest E 19. August: Tierparkfest E 31. Oktober: HalloweenParty E 24. Dezember: Weihnachten im Tier- und Kulturpark

Abenteuerlich wird es bei den Vorstellungen der Karl-May-Spiele mit Winnetou und Old Shatterhand auf der Waldbühne. Jedes Jahr führen Kinder und Jugendliche ein Stück des sächsischen Autors auf (Karten gibt’s ab April 2018, www.karl-may-spielebischofswerda.de).

Stadt Bischofswerda Bürger- und Tourismusservice Altmarkt 1, 01877 Bischofswerda B/4 Tel. +49 3594 786217 touristinfo@bischofswerda.de www.bischofswerda.de

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Kinder freuen sich über den Streichelzoo mit Zwergziegen und Minischweinen sowie die vielen Spielgelegenheiten auf dem Areal. Große Gäste können im Rad- und Wanderzentrum Fahrräder, E-Bikes, Nordic-Walking-Stöcke und GPS-Geräte ausleihen. Wie wär’s mit einer Wanderung oder Radtour zum Butterberg mit seinem Gasthof, dem Hausberg Bischofswerdas? Oder doch erstmal in die Stadt? Gleich um die Ecke liegt nämlich der Spielplatz im Lutherpark und der historische Altmarkt mit dem im klassizistischen Stil errichteten Rathaus, dem Paradiesbrunnen und stolzen Bürgerhäusern. In seiner Mitte thront der futuristisch anmutende Mediaturm – 12,27 Meter hoch, erinnert er an die erste urkundliche Erwähnung der Stadt im Jahre 1227. Nur fünf Gehminuten vom Zentrum entfernt verspricht das Freibad an heißen Sommertagen wohltuende Abkühlung sowie eine Menge Spaß – mit weitläufigen Liegewiesen, einem Kinderbecken mit Piratenschiff, Erlebnis- und Schwimmerbecken, großer Rutsche und Sportanlage.

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Westlausitz

Im Museum der Bandweberei in Großöhrsdorf. Einst begehrt: Socken- und Strumpfhalter (2. v. l.), Mitarbeiter Gunter Tille webt ein Band (rechts)

Wandel am laufenden Band Geschichte der Bandweberei in Großröhrsdorf vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart einsräume. In einem sorgsam sanierten Umgebindehaus unweit davon ist das Heimatmuseum untergebracht. Mit viel Liebe zum Detail sind darin ein historischer Kaufmannsladen sowie Weber- und Bauernstuben ausgestattet, die die Besucher in längst vergangene Zeiten versetzen.

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Solche kunstvoll gewebten Stoffbänder wurden 1839 zur Eröffnung der Eisenbahnstrecke zwischen Dresden und Leipzig in der Firma von Carl Gottlob Boden hergestellt. Jahre zuvor hatte der Unternehmer den ersten Jacquardwebstuhl in Großröhrsdorf aufgestellt, um fortan Bänder mit komplizierten Mustern und Ornamenten weben zu können. Spannende Bandweberei-Geschichten Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war die Stadt an der Großen Röder zu einem der größten Zentren der Band- und Gurtweberei in Deutschland aufgestiegen. In 32 Fabriken ratterten dafür mehr als 1.000 Webstühle. Die Anfänge dieses Industriezweiges in Großröhrsdorf liegen sogar im Jahre 1680. Daran erinnert auch das Technische Museum der Bandweberei. Die Ausstellung ist in einer früheren Fabrik eingerichtet. An voll funktionstüchtigen Webstühlen lässt sich nachvollziehen, wie sich das spezielle Handwerk vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart entwickelt hat. Besucher erhalten Einblicke in die Vielfalt historischer Bänder, Bandmuster und Konfektionsartikel und sind überrascht, wie breit die Palette war. Die reichte vom Hosenträger und Treibriemen bis hin zu Sockenhaltern und Taschentüchern. Von Großröhrsdorf gingen später auch Autosicherheitsgurte in die ganze Welt. Schmuckbänder sind zu sehen, aber auch Pflasterhalter und Feuerwehrschläuche. Noch heute gibt es fünf Bandwebereien im Ort. Ihre Produktpalette reicht von Geschenkbändern bis zu Hebe- und Zurrgurten. Das ehemalige Webereigebäude heißt heute „Kulturfabrik“. Neben dem Museum beherbergt es die Stadtbibliothek sowie Ausstellungs- und Ver-

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Beliebter Freizeitort für junge Familien Für eine Abkühlung an warmen Tagen empfiehlt sich das Massenei-Bad. Mit großzügigen Liegewiesen, Kinderspielplatz, Mutter-Kind-Bereich, Planschund Nichtschwimmerbecken ist es gerade für junge

Familien ein beliebter Freizeitort. Fortgeschrittene tummeln sich im Strömungskanal, in den 50-MeterWettkampfbahnen oder springen vom Turm (1, 3 und 5 Meter). Zwei Rutschen führen 61 und 65 Meter kurvenreich hinab ins Wasser. Das Wasser wird im Massenei-Bad nie zu kalt: Eine Solaranlage erwärmt Quellwasser, das die Edelstahlbecken speist. * Spaziergänge bieten sich durch das weitläufige Waldgebiet Massenei an, so auf einem Sagenpfad, der Einblick in wundersame Geschichten aus der Gegend gibt. Am Weg stehen 10 Tafeln mit Legenden, die unter anderem von einer weißen Frau, von einem Geizhals oder von Steinteichnixen erzählen. Technisches Museum der Bandweberei Schulstraße 2, 01900 Großröhrsdorf Tel. +49 35952 48247 bandweberei-museum@stadt-grossroehrsdorf.de www.grossroehrsdorf.de Siehe auch S. 20-21! Geöffnet: Di.-Do. 14-18 Uhr; 1. So. im Monat 14-17 Uhr; 3. So. im Monat 14-17 Uhr. Nach Anm. auch außerhalb dieser Zeiten Führungen mögl.

Die jahrhundertealte Tradition hat das Stadtbild von Großröhrsdorf geprägt. Das 1909 im Jugendstil errichtete Rathaus, prächtige Villen und frühere Herrenhäuser zeugen von der Blüte

Massenei-Bad Großröhrsdorf Stolpener Straße 100, 01900 Großröhrsdorf B/3 Tel. +49 35952 329-25/26 www.massenei-bad.de Öffnungszeiten: Mai bis September: 9-20 Uhr

Das familienfreundliche Massenei-Bad ist eines der größten und schönsten Freibäder in Sachsen


Rammenau

Westlausitz

Picknick vor dem Schloss Rammenau lockt mit exklusiven Veranstaltungen und Feier zum Ortsjubiläum „Picknick in Weiß“ – Besucher des Barockschlosses Rammenau dürfen am 1. Juli 2018 wieder ihre Decke im Meierhof ausbreiten. Seit 2016 gibt es alljährlich einmal Gelegenheit, sich mit der ganzen Familie oder mit Freunden vor schöner Kulisse zum Schmaus auf der Wiese niederzulassen. Unterhaltung und Abwechslung bringen historische Spiele aus der Barockzeit. Die Schlossgastronomie bietet kleine Snacks und Getränke an, um den Picknickkorb wieder aufzufüllen. Wer zur Tafelrunde unter freiem Himmel erscheint, wird gebeten, sich gemäß dem Motto ganz in Weiß zu kleiden.

Preisgekröntes Dorf Im prachtvollen Schloss ist eine Gedenkstätte eingerichtet, die an den berühmtesten Sohn des Ortes erinnert. Johann Gottlieb Fichte, einer der wichtigsten Philosophen des 18./19. Jahrhunderts, kam 1762 in dem idyllisch gelegenen Ort zur Welt. Rammenau ist eingebettet in eine reizvolle Landschaft mit großen und kleinen Gewässern, die sich wie Perlen an einer Schnur aneinanderreihen. Der frühere Rittergutbesitzer Tobias von Ponickau ließ dort zwischen 1586 und 1623 immerhin 23 Tei-

Die Idee vom „Picknick in Weiß“ hat sich von Paris aus weithin ausgebreitet Juni zünftig feiern. Auch an anderen Tagen ist die preisgekrönte Gemeinde eine Reise wert. Immerhin erhielt Rammenau 2016 den Europäischen Dorferneuerungspreis für besondere Leistungen in seiner Entwicklung.

che für die Karpfenaufzucht anlegen. 2018 feiert Rammenau sein 790jähriges Bestehen. Eigentlich ist der Ort viel älter, denn schon 1213 wurde erstmals unter dem Namen „Ramnou“ ein Herrensitz in einer Urkunde erwähnt. Das Original davon ist jedoch nicht mehr vorhanden, sondern nur ein Dokument von 1228, das die Existenz des Ortes nachweist. Damit sind 790 Jahre von Rammenau definitiv belegt. Mit einem Festwochenende und vielen Gästen will die Gemeinde das Jubiläum im

Spaziergang auf historischen Spuren Ein guter Ausgangspunkt für Spaziergänge ist die Alte Schmiede im schmucken Ortskern. Dort finden Gäste die Touristinformation und einen Laden mit Oberlausitzer Produkten, in dem sich herrlich stöbern lässt. In dem sorgsam sanierten Umgebindehaus ist auch eine Schauwerkstatt eingerichtet, in der hin und wieder das alte Schmiedehandwerk vorgeführt wird. Am Weg zum Barockschloss liegt das Alte Gefängnis, das als Museum offen steht. Termine: E 1. Juni: 7. Rammenauer Fichte-Lauf E 3. Juni: großes Kinderfest (mit Ponyreiten und Kutschfahrten) E 22. bis 24. Juni: Festwochenende zum 790. Ortsjubiläum E 25./26. August: Internationale Oberlausitzer Leinentage Gemeinde und Tourismusinformation Rammenau Hauptstraße 16, 01877 Rammenau B/3 Tel. +49 3594 703406 info@rammenau.de, www.rammenau.de Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH Barockschloss Rammenau Am Schloss 4, 01877 Rammenau Tel. +49 3594 703559 rammenau@schloesserland-sachsen.de www.barockschloss-rammenau.com

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Barockverführung und Märchenstunde Das „Picknick in Weiß“ auf Schloss Rammenau ergänzt das umfangreiche Programm mit exklusiven Angeboten. Bei der Auswahl orientieren sich die Schlossmitarbeiter oft an der Zeitepoche, in der die schmucke Anlage maßgeblich entstand. Barockverführung mit Tafelfreuden oder die allseits beliebte Nachtführung, bei der einstige Besitzer des Schlosses wieder zum Leben erwachen, sind Beispiele dafür. Auch während eines Kochabends in der Gesindeküche, bei Märchenstunden am Kamin, Konzerten im Spiegelsaal oder zum Sommernachtsball lässt sich das schöne Ensemble immer wieder anders erleben. Höhepunkt im Jahreskalender sind Ende August die Internationalen Leinentage. Das gesamte Areal mit Schloss, Meierhof, Stallgebäuden, Kavaliershäusern und Park verwandelt sich dann in einen stilvollen Marktplatz, auf dem rund 200 Designer, Leinenhersteller und Kunsthandwerker feine, edle Ware anbieten.

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Kleinröhrsdorf • Elstra/Talpenberg

Westlausitz

Spitzenklasse für Camping Die LuxOase wurde von Gästen zur besten Anlage Deutschlands gewählt, in Europa ist sie Vierter der als Publikumspreis vergeben wird. 2017 wurde der Campingplatz in Kleinröhrsdorf von Gästen zur besten Anlage Deutschlands gewählt. Tipps: E Neu: XXL-Stellplätze mit einer Größe von 200 Quadratmetern E 4 komfortable Ferienwohnungen und -zimmer E Wellness, Pool, Massagen, Fitnessraum und viele weitere Annehmlichkeiten E abwechslungsreiche Restaurant-Speisekarte E Stadtrundfahrten nach Dresden & weitere Busausflüge direkt vom Platz E Baden, Minigolf, Spiel- & Sportanlagen und Indoorspielplatz E Für Vierbeiner: Hundeagilityplatz, Hundesitter und Hundedusche Siehe auch S. 20-21!

Thomas und Dagmar Lux führen seit 1997 den Campingplatz in Kleinröhrsdorf. Nicht nur Landschaft und Angebote sind einmalig, sondern insbesondere die stets freundlichen und gut gelaunten Mitarbeiter. Das Motto von Anfang an: „Für unsere

Gäste stehen wir Kopf!” Zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen für Familienfreundlichkeit und vorbildlichen Standard haben sie erworben, u. a. das Superplatz-Prädikat von ADAC & ANWB und den europäischen Camping.info Award,

Camping- und Freizeitpark LuxOase Arnsdorfer Straße 1, 01900 Kleinröhrsdorf B/4 Tel. +49 35952 56666 info@luxoase.de www.luxoase.de

Je nach Wetter hat der Bike Park im Zeitraum von April bis November an Wochenenden, Feiertagen und Brückentagen geöffnet. Ein Schlepplift bringt die Biker(innen) zum Startpunkt auf den 413 Meter hohen Schwarzenberg. Besucher sollten vor ihrem Ausflug nach Elstra auf die Webseite schauen: Eine Ampel zeigt tagesaktuell an, ob die Witterungsbedingungen den Abfahrtsspaß zulassen und der Park geöffnet hat. Informationen zu Bikeverleih, Fahr-

technikkursen, Übernachtungsmöglichkeiten, Parken u.v.m. sind auf der Webseite zu finden.

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Abfahrtsspaß Ob Einsteiger oder Profi: das Areal am Schwarzenberg in Elstra dürfte Anhänger des Trendsports garantiert begeistern. Vier Strecken mit unterschiedlichen Ansprüchen sind für all jene präpariert, die den Abfahrtsspaß auf zwei Rädern lieben oder einfach ausprobieren wollen. Ob flowige Kurven, Steilkurven, Holzbrücken, Sprünge oder Drops – je nach Fahrkönnen und Streckenwahl sorgen im Black Mountain Bike Park unterschiedliche Hindernisse für Fahrspaß und sportliche Herausforderungen. Die Streckenlängen reichen von 800 bis 1.500 Metern, die jeweiligen Höhenunterschiede liegen zwischen 110 und 125 Metern. Mit dem Eldorado für Mountainbiker hat sich Robin Klinkert in Elstra einen Traum erfüllt. Der 38Jährige pachtete das Gelände von der Stadt und baute den Black Mountain Bikepark mit viel Insiderwissen, Aufwand und Sorgfalt in ungezählten Stunden mit seinen Helfern auf. Dass sich der Name der Freizeitattraktion von ihrer Lage am Schwarzenberg ableitet, ist nicht ganz zufällig. „Es freut mich sehr zu sehen, dass sowohl Eltern mit ihren Kindern als auch ältere Semester zu uns biken kommen und sehr viel Spaß daran haben“, offenbart der Diplomingenieur, der in der Dresdner Hügellandschaft aufwuchs.

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Black Mountain Bike Park Am Schwarzenberg/Berggäßchen, 01920 Elstra OT Talpenberg B/3, Mobil 0173 5792439 info@black-mountain-bikepark.de www.black-mountain-bikepark.de www.facebook.com/black.mountain.bikepark/


Radeberg

Erkunden Sie die über 145-jährige Brautradition direkt vor Ort

Bereit für Radeberger Pilsner? rund um die Herstellung und Abfüllung von Radeberger Pilsner. Gut 20.000 Interessierte im Jahr nutzen diese Gelegenheit. Der „Gesellige Zapferkurs“ steht unter dem Motto „Echte Genießer zapfen ihr Radeberger Pilsner selbst“. Dabei erfahren die Gäste alles Wissenswerte rund um den Fass- und Flaschenbierausschank und dürfen sogar selbst Hand anlegen. Ein Angebot, das sich hervorragend zum Erleben im Freundes- oder Kollegenkreis eignet. Jährlich im Dezember ist Zeit für die „Radeberger Adventsführung“ – eine spezielle Brauereibesichtigung mit Abschluss im weihnachtlich geschmückten Verkostungsraum. Alle drei Erlebnisse klingen mit einer unterhaltsamen, fachlich versierten Verkostung von Radeberger Pilsner und Zwickelbier (unfiltriertes Radeberger Pilsner) aus.

Von Fürst Otto von Bismarck zum Kanzlerbräu und vom sächsischen König Friedrich August III. gar zum Tafelgetränk Seiner Majestät erkoren, wurde es bereits vor 1900 erstmals nach Übersee exportiert. Nicht alltäglich zur damaligen Zeit, sondern ein Zeichen allerhöchster Qualität. Später ging Radeberger Pilsner auf die Reise in mehr als 80 Länder weltweit – und ist aktuell zum Beispiel in der Metropole New York in rund 500 Gastronomien im Ausschank. Im Sudhaus (o.), Seminar mit Bierkutscher Ernst (u.) Brauereibesichtigungen und mehr Heute können die Brauer der Radeberger Exportbierbrauerei aus über 145 Jahren Brauerfahrung schöpfen und das Unternehmen zählt zu den modernsten Brauereien Deutschlands. Seit 1999 sind in der Bierstadt Radeberg die Tore des Hauses auch für Besucher geöffnet, die mehr zum Bier im Allgemeinen und „ihrem“ Radeberger Pilsner im Speziellen erfahren möchten. Die „Brauereibesichtigung“ ist der Klassiker der Radeberger Erlebnisofferten. Besucher erhalten hinter den Kulissen des Betriebes Einblicke in Prozesse

Wer neben Radeberger Pilsner auch die Bierstadt Radeberg näher kennenlernen möchte, sollte nach Bierkutscher Ernst, dem Original mit Lederschürze und roter Schirmmütze, Ausschau halten. Erlebnistouren mit Bierkutscher Ernst Sympathisch schlüpft Michael Gregor in die Rolle des Bierkutschers, erzählt, wie Ernst im Dienst der Brauerei stand, mit seinem Fuhrwerk gut 50 Gaststätten belieferte und dabei so Vielerlei erlebte. Auch heute weiß er auf seiner „Radeberger Genuss- & KulTour“ manche Episode über die fast 800-jährige Bierstadt und ihre Bewohner zu berichten. Zudem lädt er zur Verkostung diverser Radeberger Speise- und Getränkespezialitäten ein. Beliebt ist das „Humoristische Bierseminar“, das im Radeberger Brauerei-Ausschank stattfindet. Dort gibt Bierkutscher Ernst kurzweilig sein umfangreiches Wissen über Hopfen, Malz und Radeberger Pilsner zum Besten und wartet zum Schluss noch augenzwinkernd mit einem Wissenstest auf. Sowohl Bierkenner als auch Laien fühlen sich bestens aufgehoben und gehen mit einer Teilnehmerurkunde nach Hause. Auch eine Tour auf dem „Radeberger Kremser“ ist mit ihm buchbar. Per Kutsche geht es dabei quer durch die Bierstadt, in die Dresdner Heide oder ins Radeberger Land. Tipps: E Für alle Erlebnisangebote wird herzlich um Voranmeldung gebeten E Kontakt für die Offerten in der Brauerei: Tel. +49 3528 454880 oder E-Mail: brauereibesichtigung@radeberger.de E Kontakt für die Erlebnisse mit Bierkutscher Ernst: Tel. +49 3501 6379709 oder E-Mail: info@bierkutscher-ernst.de E Weitere Veranstaltungen von und mit Radeberger Pilsner unter www.radeberger.de

Radeberger Exportbierbrauerei Dresdner Straße 2, 01454 Radeberg B/4 www.radeberger.de

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Helles Malz, ausgesuchter Aroma- und Bitterhopfen, weiches Wasser und feinste Hefe – das sind die vier Zutaten, aus denen vor den Toren von Dresden streng nach dem Reinheitsgebot köstliches Pilsner hergestellt wird. Denn mit dem Anspruch, stets das Beste seiner Zeit zu sein, begann dort schon im Jahr 1872 die bis heute andauernde Erfolgsgeschichte von Radeberger Pilsner.

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Westlausitz

Pulsnitz • Nebelschütz • Miltitz

Pfefferkuchen fürs ganze Jahr Pulsnitz ist bekannt durch würzige Backware und als Geburtsstadt von Rietschel Ein herrlicher Duft von Zimt, Kardamom und Anis weht durch die Straßen von Pulsnitz. Vielerorts riecht es nach frisch gebackenen Pfefferkuchen. Kein Wunder, denn in der kleinen Stadt östlich von Dresden stellen acht Handwerksbetriebe und eine Lebkuchenfabrik das ganze Jahr über die würzigen Spezialitäten her. Bekömmlich und schmackhaft, wie sie sind, werden sie zu Unrecht nur als Weihnachtsware angesehen. Ein Rundgang durch Pulsnitz gerät zur kulinarischen Entdeckungstour, wenn man sich die Zeit nimmt, von einer Pfefferküchlerei zur nächsten zu wandern. Jede hat ihr eigenes Lädchen mit oft nostalgisch wirkender Einrichtung und verführerischer Auslage. Dahinter befindet sich in der Regel die Backstube, in der vor allem von September bis Dezember der Betrieb auf Hochtouren läuft. Immer am ersten Novemberwochenende ist das vielfältige Sortiment der Pulsnitzer auf dem Pfefferkuchenmarkt zu haben, der alljährlich Tausende Schauund Kauflustige anzieht. Das verbriefte Recht zur Herstellung von Pfefferkuchen erhielten Bäcker der Stadt schon 1558. In

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Tipps: E Sachsens reizvolle Dörfer, imposante Burgen und Schlösser, stilvolle Herrenhäuser, spektakuläre Felsen, zwei exklusive Seenlandschaften, Natur pur und wunderschöne Landschaften bieten Aktivurlaubern und Erholungssuchenden vielfältigste Möglichkeiten. Die ländliche Region lädt das ganze Jahr über zu Festen, Märkten und Feierlichkeiten ein. Im Erlebnis- und Beherbergungsreiseführer „Mal wieder La nd sehen 2018“ finden Sie dazu über 1.000 Freizeit-, Beherbergungs- und Veranstaltungsangebote inkl. kulinarischer Besonderheiten, regionaler Produkte mit ausgewählten Rezepttipps aus allen ländlichen Ferienregionen Sachsens – für Tages-Ausflüge oder den nächsten Urlaub. Das Heft ist erhältlich bei allen Kooperationspartnern und bei Landurlaub in Sachsen e.V. sowie unter www.landurlaub-sachsen.de (Versandkosten: 4 Euro). Landurlaub in Sachsen e.V. Kurze Straße 8, 01920 Nebelschütz OT Miltitz, Tel. +49 35796 971-30

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der Schauwerkstatt direkt am Markt bekommen Besucher Einblick in die besondere Tradition. Das kleine Museum im Haus des Gastes vermittelt die Atmosphäre einer Pfefferküchlerei um 1900. In Pulsnitz existiert zudem die vermutlich älteste noch produzierende Blaudruckwerkstatt Deutschlands. Mit der Töpferei ist eine weitere Handwerkskunst in der Stadt beheimatet, wo der Bildhauer Ernst Rietschel (1804-1861) zur Welt kam. Eines seiner bekanntesten Werken ist das Goethe-SchillerDenkmal vor dem Nationaltheater in Weimar. In seinem Geburtsort ist ihm selbst ein Standbild auf dem historischen Marktplatz gewidmet. Tipps und Termine: E 2. bis 4. November: Pulsnitzer Pfefferkuchenmarkt E Führungen, Verkostung, Backen und Garnieren im Pfefferkuchenmuseum (nach Anmeldung)

Pfefferkuchenmuseum

Pulsnitz-Information / Haus des Gastes Am Markt 3, 01896 Pulsnitz B/3 Tel. +49 35955 44246 info@kultur-tourismus-pulsnitz.de www.kultur-tourismus-pulsnitz.de, www.pulsnitz.de

Besuch im Kloster Mit auffallender Aufgeschlossenheit begegnen die Ordensschwestern und die Mitarbeiter des Klosters St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau ihren Gästen, die bei geführten Rundgängen, in Abteikirche und Schatzkammer oder im Klosterladen Einblicke ins Klosterleben erhalten. Besonders spannend ist der Umwelt- und Lehrgarten des Ernährungs- und Kräuterzentrums im Kloster. Auf 6.000 Quadratmetern vereint er Traditionen und Erfahrungen mit modernsten Erkenntnissen des Gartenbaus. Über 500 verschiedene Pflanzenarten vermitteln einen Eindruck von der Vielfalt und Schönheit der Natur. In verschiedenen Gartenbereichen finden Besucher unter Anderem Ideen zur Verwendung von Kräutern oder zur Gestaltung des eigenen Bauern- oder

Kräutergartens. Auch Seminare zur ausgewogenen Ernährung mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln werden angeboten. Tipps: Wochenendveranstaltungen E 29. April: Saisoneröffnung E 17. Juni: Kloster- & Familienfest E 21. Juli: Gartennacht E 19. August: Kräutersonntag Christlich-Soziales Bildungswerk Sachsen e.V. Kurze Straße 8 01920 Nebelschütz, OT Miltitz Tel. +49 35796 971-0, +49 151 5241 3242 info@csb-miltitz.de, www.csb-miltitz.de


Kamenz

Lessing und die griechische Antike Was die Marmorplastik im Kamenzer Rathaus mit dem Dichter zu tun hat

Einen Erdbebensimulator testen, Waldtieren beim Konzert zuhören oder im Baumarkt der Gesteine stöbern – das und vieles mehr ist im Museum der Westlausitz möglich. Im Elementarium dürfen sich Besucher auf die Spur der bedeutendsten Landschaftsgestalter der Erde begeben: Natur und Mensch. Die Ausstellung nimmt sie mit auf eine spannende Reise durch Raum und Zeit zu den Ursprüngen des Lebens. Tipps: E vielfältige Veranstaltungs- und Museumspädagogische Programme für Schulen & Kitas (praktische, erlebnisreiche Projekte), Familien & Kinder (Ferienprogramm, Kindergeburtstage, Aktionstage) sowie Erwachsene & Gruppen (Exkursionen, Führungen) Siehe auch Seite 20-21!

Rathaus in Kamenz (l.) und die Laokoon-Gruppe (r.)

Ratslateinschule neben der Klosterkirche, heute zugleich ein Sakralmuseum. Für 2018 bereitet das Lessing-Museum eine Sonderausstellung vor, die sich dem Verhältnis des Dichters zu Johann Johannes Winckelmann (17171768) widmet. Der Altertumswissenschaftler gilt als Begründer der wissenschaftlichen Archäologie. Beide traten als Konkurrenten auf, als sie sich um die Bibliothekarsstelle am Hofe Friedrichs II. in Berlin bewarben. Die Laokoon-Gruppe bildet gewissermaßen die Klammer für die Ausstellung, die von Mitte Juni bis 4. November 2018 im Malzhaus gezeigt wird. Termine: E 21. Januar bis 15. Februar: LessingAkzente E 26. Mai: 10. Kamenzer Nacht der Kirchen und Museen, 18-24 Uhr E 6. Mai: Lausitzer Blütenlauf E 21. Juni: Fête de la Musique E 17. bis 26. August: Forstfest E 15. bis 16. Dezember: 15. Märchenhaftes Advents-Spectaculum

Lessingskulptur im Museum

gotische Hallenkirche St. Marien, in der Lessings Vater mehr als 50 Jahre als Pastor wirkte. Erste Bekanntschaft mit dem Theater machte Lessing in der

Stöbern & staunen

Wer kann ein Steinzeitfeuer anfachen?

L Kamenz-Information Schulplatz 5, 01917 Kamenz B/3 Tel. +49 3578 379205 kamenzinformation@kamenz.de www.kamenz.de/tourismus L Klosterkirche und Sakralmuseum St. Annen (gleicher Eingang) Tel. +493578379203 kontakt@sakralmuseumkamenz.de www.sakralmuseum-kamenz.de L Lessing-Museum Lessing-Platz 1-3, 01917 Kamenz Tel. +49 3578 379111 kontakt@lessingmuseum.de, www.lessingmuseum.de

Sonderausstellungen: „Amphibios – Vom Wunder der Verwandlung” E 5. Mai 2018 bis 31. März 2019 – die Ausstellung informiert über diese faszinierende und gefährdete Tiergruppe und ihren Lebensräume. Amphibien, u. a. Frosch-, Schwanz- und Schleichenlurche sind die am wenigsten bekannte Wirbeltierklasse. Aus Sachsen sind 18 Amphibienarten bekannt. 13 davon wurden in der Roten Liste in eine Gefährdungskategorie eingestuft, eine Art gilt als ausgestorben. L ELEMENTARIUM – Museum der Westlausitz Pulsnitzer Straße 16 01917 Kamenz B/3 Tel. +49 3578 78830 elementarium@museum-westlausitz.de www.museum-westlausitz-kamenz.de Di. bis So., feiertags 10-18 Uhr

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Rote Fassade, quadratischer Grundriss, graziler Turm, der 40 Meter in die Höhe ragt – im Stil eines venezianischen Palazzos ist das Rathaus erbaut, das den Marktplatz von Kamenz beherrscht. Als Vorlage dienten Entwürfe von Karl Friedrich Schinkel. Im Lichthof zieht eine antike Marmorplastik die Blicke auf sich: Es ist ein originalgetreuer Abguss der berühmten Laokoon-Gruppe, die in den Vatikanischen Museen in Rom gezeigt wird. Die Darstellung dreier männlicher Figuren aus der griechischen Mythologie steht seit 2011 mit gutem Grund auch im Kamenzer Rathaus. Der berühmteste Sohn der Stadt, Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781), beschäftigte sich in einer bekannten Schrift mit dem Kunstwerk. Unter dem Titel „Laokoon oder Über die Grenzen der Malerei und Poesie“ wurde sie 1766 veröffentlicht. Einem breiten Publikum sind eher seine Bühnenstücke wie „Nathan der Weise“, „Emilia Galotti“ oder „Minna von Barnhelm“ bekannt. In Kamenz verbrachte der Dichter und Kunsttheoretiker seine Kindheit. Lessings Spuren können Besucher bei einem Streifzug durch Kamenz folgen. Stadtpläne für die Entdeckungsreise sind im Lessing-Museum und in der Kamenz-Information erhältlich. Der Rundgang beginnt am Lessing-Haus mit dem 1931 eröffneten Literaturmuseum. Die Dauerausstellung darin gibt einen umfassenden Einblick in Leben und Werk des Aufklärers. An das Geburtshaus des Dichters erinnert heute eine Gedenkstätte. Ganz in der Nähe steht die spät-


Lausitzer Seenland

Hier taucht Glück auf Mit dem Boot von See zu See Inmitten der Lausitz wächst die größte von Menschenhand geschaffene Wasserlandschaft Europas heran. Durch die Flutung ehemaliger Tagebaue entsteht eine spektakuläre Wasserwelt mit mehr als 20 neuen Seen. Im Herzen des Lausitzer Seenlandes reihen sich gleich zehn Seen aneinander. Künftig werden sie durch Wasserstraßen miteinander verbunden sein. Ein Teil des Reviers ist bereits schiffbar: Senftenberger See und Geierswalder See sind wie gemacht für einen Ausflug mit dem Motorboot oder Floß. Das sind ungefähr 30 Kilometer, die man bequem in einem Tag schafft. Um Freizeitkapitän zu werden, ist keine seemännische Erfahrung nötig, denn die beiden Seen lassen sich auch mit Motorbooten ohne Führerschein befahren.

Im Stadthafen Senftenberg (Bild oben) schaukeln die Boote im Takt leichter Wellen und warten darauf auszufahren. Mit Badetaschen und Picknickkorb geht es an Bord. „Klar zum Ablegen!“ Die bunte Menschenmenge auf der Promenade wird immer kleiner. Gemütlich schippert man über den Senftenberger See vorbei an Badestränden und Naturschutzinsel. Segelboote, Kanus, Ausflugsschiffe und Sportboote kommen entgegen. Gesteuert wird in Richtung Koschener Kanal. Aufregend, vor allem für Fahranfänger, ist das Passieren der Schleuse im Kanal. Schaltet die Ampel auf Grün, heißt es Konzentration. Geschafft! Weit öffnet sich die Wasserfläche des Geierswalder Sees. Im typischen Rot-Weiß ist das Leuchtturm-Hotel bereits zu sehen, davor der

Wasserwanderrastplatz. Etwas weiter liegen die schwimmenden Ferienhäuser vorm Bug. Später dann auf dem See ankern. Faulenzen, sonnen oder zum Baden direkt vom Boot ins Wasser springen. Tipps für Touren auf und am Wasser gibt es unter www.lausitzerseenland.de.

Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V. Galerie am Schloss, Steindamm 22 B/1 01968 Senftenberg Tel. +49 3573 7253000 info@lausitzerseenland.de www.lausitzerseenland.de

„DerLeuchtTurm“ der Lausitz

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kal lässt es sich länger aushalten. Es ist ein Mix aus Hafenmuseum, Bar und Schiffsrestaurant. Ledercouch, nachgebaute alte Whisky-Kisten, ein Steuerrad an der Decke – dieser maritime Retro-Look hat was. Übertroffen wird das Ganze nur noch vom Terrassen-Panoramablick auf den Geierswalder See. „LeuchtTurm“-Chefin Heike Struthoff setzte die extravagante Idee um, sieht dabei den LeuchtTurm auch als Symbol für das entstehende Lausitzer Seenland. In Hotel und Restaurant herrscht eine stilGerade ist der Oldtimerclub zu Gast, gestern noch war es eine Hochzeitsgesellschaft. Radler und Skater drehen am Uferweg ihre Runden. Auf dem Geierswalder See setzen Freizeitkapitäne die Segel in den Wind. Zur Landseite mampfen ein paar Kühe friedlich vor sich hin. Doch der eigentliche Hingucker ist das Hotel und Restaurant „Der LeuchtTurm“. Ein klein wenig Fischerdorf, ein Tick Sylt, ein Hauch von großer weiter Welt: Im gemütlichen Lo-

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volle, aber legere Atmosphäre. Einzigartig ist das dreietagige „TurmAtelier“. Zwei Gäste können darin 22 Meter überm Wasser übernachten. Traumhafte Sonnenuntergänge sind inklusive. Tipps: E Übernachtungen: Turmzimmer, Admiralssuite, 20 gemütliche DZ und 4 Ferienwohnungen E Lokal „MehrSeen“ über 2 Etagen mit Seeterrasse E „Bootshaus“ für Feierlichkeiten und Seminare bis 100 Pers. E Küche bietet u. a. „LeuchtTurmBurger“, regionale und internationale Gerichte DerLeuchtTurm-Gastro GmbH Geierswalde, Windspitze 15 02979 Elsterheide Tel. +49 35722 95000 B/1 ahoi@leuchtturm-lausitz.de www.leuchtturm-lausitz.de


Boxberg/O.L. • Nochten

Am größten See Sachsens Surfen, Skaten, Schwimmen – am Bärwalder See das Leben genießen

Urlauber räkeln sich in Strandkörben. Von oben der blaue Himmel – am Horizont die Ausläufer des Oberlausitzer Berglands. Willkommen am Bärwalder See, dem größten Gewässer Sachsens! Auf dem Wasser kreuzen Surfer und Segler, aber auch Motorboote. An Land umkurven Radler, Skater und Wanderer das sächsische Meer, dessen Ufer komplett öffentlich begehbar ist. Bei einer Umrundung kommt man auf schlappe 23 Kilometer. Wer es ruhiger angehen lässt, der ist an drei herrlichen Sandstränden richtig. Besucher mit körperlicher Beeinträchtigung freuen sich über barrierefreie Strandzugänge, Freizeitkapitäne über 180 Liegeplätze. Nicht nur für Bootsführer ist der Leuchtturm am Klittener Hafen Blickfang. Der See ist ein Paradies auch für Familien:

Parkplatz, Tourist-Information, Imbiss, Schaukeln, Spielplätze, ordentliche Toiletten und Sauberkeit am Ufer. Viele fleißige Mitarbeiter und ehrenamtlich tätige Bürger der Gemeinde Boxberg/O.L. sorgen in der Saison dafür, dass alles picobello aussieht. Bald soll ein Fahrgastschiff über den Bärwalder See schippern – mit bis zu 650 Ausflüglern an Bord! Ein See-Hotel folgt. Zwei beliebte Campingplätze gibt es schon. Nicht nur dort vergleicht man die Gegend mit Kanada: „Wegen der Weite der Region“, liefert ein Camper seine Begründung. Ganz aus der Luft gegriffen scheint das nicht. Mit seinen 18 Ortsteilen und 217 Quadratkilometern ist Boxberg die viertgrößte Kommune Sachsens. Auf einen Quadratkilometer kommen gerade mal 20 Einwohner!

Findlinge & Blütenpracht Steinreich in Nochten: 7.000 Findlinge im Pflanzenparadies Rot, violett, grün, rosa, gelb – die Sommerheide im Findlingspark Nochten zeigt das ganze Jahr über ein faszinierendes Farbenspiel. Großzügig angeordnet und wohl durchdacht aufeinander abgestimmt, wachsen etwa 130 Sorten auf sanft ansteigenden

kohle gruben. Die Findlinge kamen mit der Eiszeit aus Skandinavien in die Lausitz und fanden in Nochten eine bis dahin nicht gekannte Verwendung – rund 7.000 wuchtige Schmuckstücke bilden zusammen mit ausgewählten Pflanzen einen europaweit

Die neue und angesagte Sommerfrische Sachsens ist auch ein hervorragendes Angelrevier. Tipps: E Textil-, FKK- und Hundestrände und ein Surfstrand E Safari-Wildrevier mit Rehen, Hirschen, Lamas E Lausitzer Findlingspark Nochten E Landschaftsbauwerk OHR mit Theater im OHR – einem menschlichen Ohr ähnelnde, künstliche Hügellandschaft mit einem Theater in der Ohrmuschel Tourist-Info Bärwalder See (Apr.-Okt.) Zur Strandpromenade 1, 02943 Boxberg/O.L. D/2 Tel. +49 35774 489579 info@baerwalder-see.eu www.baerwalder-see.eu

mer nur ein Ende der Wasserfläche sieht. Den geologischen Pfad „Klein Skandinavien“, wo sich erkunden lässt, aus welchen Regionen Nordeuropas die Schwergewichte stammen. Den Pfad der Sinne, wo Besucher gern barfuß erspüren, wie sich die Gesteine aus verschiedenen Erdzeitaltern anfühlen. Schließlich den Felsengarten, wo Pflanzen am Hang wie in der Steppe auf Sand ohne Bewässerung auskommen und auf dem es trotzdem blüht – im Frühjahr Wildtulpen, im April Adonis-Röschen, ab Mai Schwertliliengewächse wie Iris und im Herbst hohe Ziergräser. Überall finden sich ruhige Sitzecken zum Verweilen und Genießen. Ein Augenschmaus sind Gartenbereiche mit Wild- und Zierpflanzen, heimischen und exotischen Arten. Das Lavendelfeld im Heidegarten, der Sumpfporst im Moorbereich oder die Azaleen am Waldteich riecht man schon von Weitem! Tipps & Termine: E ein abenteuerlicher Spielplatz E Besucher- und Infozentrum E Pflanzenverkauf E Barrierenfrei E viele Veranstaltungen

einmaligen Landschaftsgarten, der seit 15 Jahren vom 15. März bis 15. November für Besucher offensteht. Ein drei Kilometer langer Rundweg verbindet die facettenreichen Teile des Parks: Den Teich, der nach japanischem Vorbild so angelegt ist, dass man im-

Förderverein Lausitzer Findlingspark Nochten e. V. / Tourist-Information OT Nochten, Parkstraße 7 02943 Boxberg/O.L. D/1 Tel. +49 35774 556352 info@findlingspark-nochten.de www.findlingspark-nochten.de

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Flächen. Passende Gehölze komplettieren das bezaubernde Bild ebenso wie große und kleine Steine, die aus dem Pflanzenmeer herausragen. Sie stellen den Bezug zu einem Industriezweig her, der die Region seit Jahrzehnten prägt. Bergleute förderten die Gesteinsbrocken zutage, während sie nach Braun-

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Unerwartete Kontraste Hoyerswerda ist eine Stadt im Wandel mit ungewöhnlichen Facetten Kunst zwischen Plattenbauten, ZCOM-Zuse-Computer-Museum, Brigitte-Reimann-Begegnungsstätte – in Hoyerswerda lässt sich kulturell Erstaunliches entdecken. Die Altstadt überrascht mit schmalen Straßen, Bürgerhäusern und Geschäften. Sehenswert sind das Alte Rathaus am Marktplatz, die Johanneskirche oder die „Lange Straße“, eine Handwerkergasse aus dem 18. Jahrhundert. Im Schloss, dem ältesten Gebäude von Hoyerswerda, ist das Museum untergebracht. Gleich daneben erstreckt sich der drittgrößte Zoo Sachsens mit rund 1.000 Tieren.

entstanden zwischen 1975 und 1989 innerhalb internationaler Bildhauersymposien, speziell geschaffen für den öffentlichen Raum. Mit Jürgen von Woyski leitete ein renommierter Bildhauer die künstlerischen Treffen. An den Ehrenbürger von Hoyerswerda erinnert eine ständige Ausstellung im Stadtmuseum. Gäste, die sich für DDR-Literatur interessieren, sollten der Spur von Brigitte Reimann folgen. Die früh an Krebs verstorbene Schriftstellerin lebte von 1960 bis 1968 in Hoyerswerda. Eindrücke vom ra-

führen. Die Sammlung des Museums reflektiert die revolutionäre Entwicklung der Informationstechnologie im 20. Jahrhundert. Tipps und Termine: E Lausitzhalle mit breitem Veranstaltungsangebot E Bürgerzentrum „Braugasse 1“ mit viel Platz für Theater, Kleinkunst, Musik und kulturelle Bildung E Energiefabrik Knappenrode – sehenswertes Bergbaumuseum E Krabat-Mühle in Schwarzkollm E Zeißighof – sorbischer Bauernhof, der sorbische Bräuche bei Hoffesten wachhält E Erlebnishof Kasper (s. S. 83) E Zum 750. Jubiläum 2018, der ersten Erwähnung der Stadt, bietet Hoyerswerda ein Festprogramm mit zahlreichen Veranstaltungen über das Jahr verteilt. Höhepunkt des Festjahres ist ein großes Festwochenende im September – aktuelle Informationen über Veranstaltungen dazu unter www.hoyerswerda.de

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Bürgerhäuser am Marktplatz in der Altstadt. Im Bild ganz oben ist Kunst in der Neustadt zu sehen Die einst beschauliche Stadt wuchs zu DDR-Zeiten beträchtlich, als ab 1955 Tausende Wohnungen für Menschen gebaut wurden, die im benachbarten Schwarze Pumpe arbeiteten. Östlich der Schwarzen Elster entstand seinerzeit ein neuer Stadtteil, die Neustadt. Sie zeigt sich heute erstaunlich grün und kunstvoll, denn zwischen farbenfroh sanierten Wohnblöcken tauchen immer wieder Sandsteinplastiken, Bronzefiguren oder Keramikarbeiten auf. Die „Spur der Steine“ durch Parks und Grünanlagen verbindet Hoyerswerda. Viele der Kunstwerke

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santen Aufbau der Stadt verarbeitete sie in ihrem Roman „Franziska Linkerhand“ sowie in ihren Tagebüchern und Briefen. Dem Computerpionier Konrad Zuse (19101995) ist das ZCOM-Zuse-Computer-Museum in der Neustadt von Hoyerswerda gewidmet. Er legte 1928 sein Abitur in der Stadt ab, bevor er zum Studium nach Berlin ging. 1941 erfand er den ersten vollautomatischen und frei programmierbaren Rechner der Welt. Die Rechenanlage konnte 30 bis 50 arithmetische Operationen pro Minute aus-

Mehr Informationen unter: E www.hoyerswerda.de E www.lausitzhalle.de E www.zuse-computer-museum.com E www.kufa-hoyerswerda.de E www.kunstverein-hoyerswerda.de E www.krabat-muehle.de Tourist-Information Hoyerswerda Braugasse 1 02977 Hoyerswerda Tel. +49 3571 209 6170 B-C/2 hoyerswerda@lausitzerseenland.de www.hoyerswerda.de


Hoyerswerda

Lausitzer Seenland

Gundermanns Schaltzentrale Kulturfabrik bewahrt Erbe des früh verstorbenen Liedermachers

Rotes Samtkleid, Dreispitz, Fächer und Pompadour-Täschchen: Reichsfürstin Ursula Katharina von Teschen (1680-1743) ist eine Augenweide. Cornelia Schnippa schlüpft regelmäßig in das Gewand für die ehemalige Mätresse von August dem Starken. Die Stadtführerin erzählt Gästen über das aufregende Leben der Frau, die in 32 Jahren Regentschaft Handel und Handwerk in Hoyerswerda stark förderte. Außerdem führt Cornelia Schnippa in sorbischer Arbeitstracht Gruppen authentisch durch das historische Hoyerswerda, u. a. zum Trachtenhaus Jatzwauk. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann mit ihr auch interessante Orte im Lausitzer Seenland erkunden. Erlebnisreich wird es auch jedesmal beim Besuch Cornelia Schnippas auf dem Hof – Familien, Vereine, Kindergruppen und Schulklassen erleben dort Spaziergänge mit den Alpakas und vieles mehr.

„Goldgrube“, „Sorbenstube“, „Seenland-Kajüte“ oder „Lutki-Kammer“ – auf dem Erlebnishof Kasper tragen die Zimmerstübchen phantasievolle Namen, die noch dazu Bezug zur Region haben. Ländlichen Charme und rustikales Flair strahlt die Idylle in Zeißig aus. Verschiedene Tiere wie Esel, Schafe, Ziegen und das Pony Mary bevölkern das behaglich wirkende Anwesen. „Gäste sollen bei uns erleben, wie Mensch und Natur im Miteinander harmonieren“, sagt Inhaberin Doris Kasper (im Bild rechts), die auch ein Kinderbuch mit dem Titel „Die Raupe und der Nasenbär“ geschrieben hat. Am Holzbackofen dürfen sich Gäste kulinarisch verführen lassen, etwa mit Dinkelwaffeln, sorbischen Plinsen oder selbstgemachtem Eis. Die gemütliche Kaffeeschänke steht von Dienstag bis Sonntag von 13 bis 18 Uhr offen.

oder Filmemacher Andreas Dresen Gundis Lieder auf der Bühne. Die Erinnerung an den Liedermacher wird in Hoyerswerda wach gehalten, etwa beim alljährlichen Gundermann-Treffen. In der Kulturfabrik existiert ein Archiv mit Zeugnissen aus dem Leben des gebürtigen Thüringers, darunter etwa 130 CDs, 50 DVDs und Fotos. Informationen aus seiner Biografie, Liedtexte und Musikvideos werden Besucher künftig auf einem Flachbildschirm in der Kulturfabrik aufrufen können: in der Gundermann-Schaltzentrale, die zum 20. Todestag des „singenden Baggerfahrers” öffnen soll. Im Juni 2018 sind in Hoyerswerda auch ein Symposium und die Aufführung des Kinder-Lied-Theaterstücks „Malvina” geplant, das der Rockpoet mit Alfons Förster schrieb. Regisseur Andreas Dresen verfilmt Gundis bewegtes Leben. Am 23. August soll die Kinoproduktion Premiere haben.

Tipp: E Gundis Lieder passen nicht zum Mainstream und in leiernde Musikschleifen der Radiosender. Wir empfehlen, auf Youtube Titel wie „Linda”, „Herzblatt”, „Keine Zeit mehr” zu hören. CDs gibt’s über www.buschfunk.com (Foto). KulturFabrik Braugasse 1, 02977 Hoyerswerda B/1 Tel. +49 03571 209 33 30 info@kufa-hoyerswerda.de www.kufa-hoyerswerda.de

Erlebnisreich

Tipps: E Cornelia Schnippa ist zertifizierte Stadtund Seenlandführerin E Hof-Besuche, verschiedene Vortragsveranstaltungen, Kindergeburtstage E Stadtführungen in Hoyerswerda E Lausitzer Seenland-Führungen E tiergestützte Therapien und Wanderungen mit Alpakas

LAUSITZleben Cornelia Schnippa Elsterstraße 16, OT Tätzschwitz B/1 02979 Elsterheide Tel. +49 35722 37401, Mobil +49 157 850938 69 info@lausitzleben.de, www.lausitzleben.de

Ländlich, behaglich

Tipps: E Seminare E Veranstaltungen E Eselwanderung E Naturscheune für Feierlichkeiten und Firmenevents

Erlebnishof Kasper / Pension & Kaffeeschänke Dorfaue 9, OT Zeißig, 02977 Hoyerswerda B/1 Tel. +49 3571 602876 oder +49 163 3476734 info@erlebnishof-kasper.de www.erlebnishof-kasper.de

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Als die Kulturfabrik (KuFa) in Hoyerswerda 1997 ihr erstes Liedermacherfestival „Hoyschrecke“ veranstaltete, spielte Gerhard Gundermann (19551998) im Begleitprogramm. Der Rockpoet hatte damals nur Zeit für einen kurzen Auftritt (siehe Foto). „Aber im nächsten Jahr helfe ich richtig mit, und wenn ich Stühle schleppe“, versprach der rastlose Mann, der jahrelang einen Bagger im Braunkohletagebau steuerte. Das zweite Treffen erlebte Gundi nicht mehr. Völlig überraschend starb er am 21. Juni 1998 mit nur 43 Jahren. Unweit von Hoyerswerda, in Spreetal, hatte der streitbare Musiker gewohnt. Die Schichtarbeit in Tagebauen der Lausitz gab er für die Kunst nie auf. Unermüdlich war er unterwegs, gab zu DDR-Zeiten Konzerte mit der „Brigade Feuerstein“, nach der Wende mit der „Seilschaft“, seiner neuen Band. Er schrieb Lieder für die Gruppe „Silly“, mit der er auch auftrat. Heute singen Schauspieler Axel Prahl

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Lausitzer NEISSELAND

NEISSELAND fasziniert mit vielfältiger Landschaft

Der Natur ganz nah

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Idyllische Ecken, ruhige Wege, herrliche Landschaften, überwältigende Ausblicke – im NEISSELAND lässt sich wunderbar ausspannen, abseits hektischen Großstadttrubels und stark frequentierter Straßen. Die Neiße als deutsch-polnischer Grenzfluss gab der Urlaubsregion ihren Namen. Rotstein mit herrlichen Ausblicken Der Landstrich im Osten Deutschlands steckt voller Geheimtipps. Ei ner davon ist der Rotstein, Sachsens ältestes Naturschutzgebiet. Das Basaltmassiv unweit von Löbau erhielt 1912 Schutzstatus. In den Mischwäldern rund um den Gipfel fühlen sich rund 530 Arten heimisch, darunter sehr seltene und gefährdete. Neben Leberblümchen und Weißtanne zählt dazu die Türkenbundlilie, die auch auf dem Berg Klic in der Gemeinde Svor, der tschechischen Partnerregion des NEISSELANDES, zu finden ist. Wer Besonderheiten in der Natur sucht, sollte durchaus einen Abstecher ins Nachbarland einplanen… Durch das artenreiche Paradies am Rotstein führen mehrere bequeme Wanderwege, so dass

Fotomotiv Rakotzbrücke im Kromlauer Park

Vier bunte Seen im Faltenbogen

man den Berg aus verschiedenen Richtungen erreichen kann. Zur Einkehr nach dem Aufstieg lädt der Berggasthof auf dem 455 Meter hohen Gipfel ein. Wer unweit davon die gut 100 Stufen des Aussichtsturms erklimmt, kann über die Oberlausitzer Berglandschaft bis hinein ins Iser- und Riesengebirge blicken.

Unterschiedliche Mineralien sorgen im Norden des NEISSELANDES für ein bezauberndes Farbenspiel im Wasser. Gruben, in denen einst verschiedene Rohstoffe aus dem Boden geholt wurden, verwandelten sich dort in herrliche bunte Seen. Sie sind eine Besonderheit im UNESCO-Geopark Muskauer Faltenbogen. Die geologisch interessante Altbergbaulandschaft erstreckt sich in Form eines Hufeisens von Brandenburg über Sachsen bis nach Polen. Einen UNESCO-Titel tragen auch die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft als Sachsens einziges Biosphärenreservat sowie der Fürst-PücklerPark in Bad Muskau. Der Landschaftsgarten an der Neiße kam 2004 durch einen deutsch-polnischen Antrag auf die Weltkulturerbe-Liste.

Felsen zum Klettern Auch die Königshainer Berge laden zu ausgiebigen Wanderungen und Mountainbike-Touren ein. Beliebte Ausflugsziele in dem kleinen Gebirge sind der Teufelsstein oder der Hochstein. Mehrere ehemalige Steinbrüche erinnern an die Zeit des Granitabbaus bei Königshain. Längst sind die Gruben mit Wasser gefüllt, und die darüber aufragenden Felsen haben inzwischen Kletterer für sich entdeckt.

Bizarre Ausblicke in den Königshainer Bergen

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Bunt schimmernde Seen Wer Erholung an oder auf dem Wasser sucht, findet im NEISSELAND reichlich Möglichkeiten, ob bei einer Bootstour auf der Neiße, einem Spaziergang am Quitzdorfer Stausee, beim Surfen auf dem Bärwalder See oder bei einem kühlen Bad im Halbendorfer See.

Lesen Sie mehr auf den Seiten 85 bis 93! Touristische Gebietsgemeinschaft NEISSELAND e.V. Elisabethstraße 40, 02826 Görlitz E/3 Tel. +49 3581 3290121 info@neisseland.de, www.neisseland.de


Rothenburg/O.L. • Görlitz • Markersdorf • Krobnitz

Lausitzer NEISSELAND

Stadtjubiläum an der Neiße Rothenburg feiert 750-jähriges Bestehen und ist Ziel für Sternradfahrt Immer am ersten Augustwochenende strömen Tausende Menschen nach Rothenburg, um beim Sommerfest in der Stadt an der Neiße ausgelassen zu feiern. Wann es entstand, lässt sich historisch nicht exakt belegen. Fest steht jedoch, dass es eine sehr lange Tradition hat, die wohl schon mehr als 270 Jahre alt ist. Seinen Ursprung hat das Spektakel im „Augustschießen“, einem Schützenfest. 2018 gibt es besonderen Anlass zum Feiern, wenn Rothenburg sein 750-jähriges Bestehen begeht. In einer Urkunde der Brandenburger Markgrafen wurde der Ort 1268 erstmals erwähnt. Die mittelalterlichen Strukturen sind rund um den Markt noch gut erhalten. Geprägt wird der Platz durch das um 1800 erbaute Rathaus mit neoklassizistischem Anbau. In einem der ältesten Häuser Rothenburgs hat das Stadtmuseum sein Domizil. Es steht in der Verbindungsgasse zwischen Markt und dem Eingang zum Stadtpark, der ab 1840 nach dem Vorbild von Fürst Pückler in einen Landschaftsgarten umgestaltet wurde. Charakteristisch für den Stadtpark sind die alten Rhododendrenbestände mit ihren markanten Blütenfarben. An das Schloss, das bis Ende der 1940-er Jahre im Park stand, erinnert heute nur

noch der Name des Platzes neben der stattlichen Stadtkirche. Dass Rothenburg sogar einen eigenen Flugplatz hat, verschafft Gästen die Möglichkeit, von dort zu einem Rundflug zu starten und die Stadt von oben zu betrachten. Sie liegt eingebettet in Wald- und Teichgebiete – ideal für Leute, die Ruhe und Entspannung in der Natur suchen. Zahlreiche Radwege umgeben die Stadt, so dass sich leicht ausschwärmen lässt, beispielsweise entlang des Oder-NeißeRadweges nach Görlitz oder Bad Muskau. Rundtouren führen vom Marktplatz der Stadt in die Königshainer Berge (65 km), ins Naturschutzgebiet der Teiche um Niederspree (45 km), zum Stau-

see Quitzdorf (55 km) oder in die polnische Stadt Przewoz/Priebus (45 km). Die gute Anbindung an das Oberlausitzer Radwegenetz war neben dem Stadtjubiläum Grund genug, dass Rothenburg für 2018 zum Zielpunkt der Sternradfahrt im Landkreis Görlitz auserkoren wurde. Termine: E 5. Mai: Sternradfahrt E 3.-5. August: Rothenburger Sommerfest Stadt Rothenburg/O.L. Marktplatz 1, 02929 Rothenburg/O.L. Tel. +49 (35891) 772-0 stadt@rothenburg-ol.de, www.rothenburg-ol.de

Wie zu Großmutters Zeiten Waschtag im Dorfmuseum Markersdorf Damals musste ein großer Kessel angefeuert werden. Die schmutzigen Sachen darin wurden kräftig gestampft und später auf dem Waschbrett einzeln geschrubbt. Unter dem Motto „Sauber…?! – Heute wird gewaschen“ lässt sich im Dorfmuseum Markersdorf nachvollziehen, wie anstrengend diese Arbeit war, mit der Frauen meist einen ganzen Tag beschäftigt waren. Teilnehmer des museumspädagogischen Projekts können beim Waschtag nicht nur selbst Hand anlegen, sondern auch die strengen Regeln für das Wäsche-Aufhängen kennen lernen. Überhaupt informiert das Dorfmuseum in Markersdorf sehr anschaulich über bäuerliche Lebensweise vor 100 Jahren. Der 250 Jahre alte Vier-Seiten-Hof gehört zum Schlesisch-Oberlausitzer Museumsverbund – zusammen mit drei weiteren Einrichtungen. Vom Tagwerk der kleinen Leute erzählt die Ausstellung im Reichenbacher Ackerbürgermuseum. Im Königshainer Granitabbaumuseum erfahren Besucher mehr über die schwere körperliche Arbeit im Steinbruch. Die Dauerausstellung auf Schloss Krobnitz erinnert an die Familie des ehemaligen Besitzers Albrecht Graf von Roon (1803-1879). Der preußische

Das Schloss in Krobnitz Kriegsminister ließ das Mitte des 18. Jahrhunderts erbaute Herrenhaus im Stil seiner Zeit umbauen, um dort fernab von Berlin seinen Altersruhesitz zu nehmen. In den zurückliegenden Jahren wurde der Landsitz aufwändig rekonstruiert. Neben dem weiß strahlenden Schlosskomplex mit Inspektorenhaus und alter Schmiede lädt ein Landschaftspark zum Spazieren ein. Schlesisch-Oberlausitzer Museumsverbund gGmbH Elisabethstraße 40, 02826 Görlitz D/3 Tel. +493581 32901-0 info@museumsverbund-ol.de www.oberlausitz-museum.de

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Ab in die Waschmaschine und fertig! So einfach wie heute war Wäschewaschen früher keineswegs.

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Muskauer Park Der Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau gehört seit 2004 zum Welterbe der UNESCO. Er ist geniale Gartenkunst und monumentale Landschaftskomposition zugleich. Ein Spaziergang im Muskauer Park gleicht dem Besuch einer Gemäldegalerie: alle paar Meter betrachtet man immer wieder neue Bilder. Im Weitergehen ändert sich ständig die Perspektive. Geschwungene Wege als stumme Führer leiten den Besucher zu neuen Sichtachsen und überraschenden Ausblicken. Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785–1871) war Standesherr, Reiseschriftsteller und vor allem Gartenkünstler von außergewöhnlicher Bedeutung. Dass sich durch Pücklers Kunstwerk heute die deutsch-polnische Grenze zieht, ist allenfalls an den Grenzpfosten erkennbar. Über zwei Brücken mitten im Park können die Besucher unbeschwert von einem Land ins andere wechseln. Rund zwei Drittel des 830 Hektar großen Landschaftsgartens liegen in Polen.

Die Parkanlage steht beispielhaft für eine künstlerische Ideallandschaft, die Gartendenkmalpfleger zweier Staaten nach kriegsbedingten Zerstörungen und jahrzehntelanger Teilung restauriert und erfolgreich wieder zu Einem zusammengeführt haben. Wie in der Landschaftsmalerei sind Vorder-, Mittel- und Hintergrund dabei harmonisch aufeinander abgestimmt. Die Architektur betrachtete Pückler lediglich als schmückendes Beiwerk. Manche der Pücklerschen Visionen wurden nie realisiert. Dennoch entstand in Bad Muskau der größte klassische Landschaftspark, den es außerhalb von Großbritannien auf dem europäischen Kontinent gibt. Gäste sollten in jedem Fall Zeit einplanen, um die Naturbilder des grünen Fürsten grenzüberschreitend zu bewundern. Siehe auch Seite 11!

Kuren und genießen –wie Fürst Pückler Urlaub oder Kur im UNESCO-Welterbe Muskauer Park – dafür empfiehlt sich das Kulturhotel am Marktplatz von Bad Muskau. Das Vier-Sterne-Haus mit 200 Betten ist nicht nur nach „Fürst Pückler“ benannt. Es orientiert sich bewusst an Traditionen, die auf den früheren Standesherrn zurückgehen. So begründete Hermann von Pückler-Muskau (1785-1871) das Kurwesen im Ort, indem er ab 1823 Mineralbäder und Trinkkuren anbot. Den Kurortstatus sichert heute das Kulturhotel für die Stadt. Gäste können sich bei Wellness-Behandlungen in der „Machbuba-Oase“ oder bei Anwendungen mit Naturmoor und Thermalsole im Moorbad verwöhnen lassen.

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Tipps: E Im Neuen Schloss von Bad Muskau ist die Dauerausstellung mit dem vielsagenden Titel „Pückler! Pückler? Einfach nicht zu fassen!“ zu sehen. Sie ermöglicht vergnügliche Begegnungen mit dem grünen Fürsten. E Schlossturm, Sonderausstellungen, Führungen, Veranstaltungen, Schlossgärtnerei E Anfahrt mit der Waldeisenbahn Muskau von Weißwasser aus (s. S. 88) E Cafébesuch, Kutschfahrten, Schlauchboottouren, Fahrradverleih Stiftung „Fürst-Pückler-Park Bad Muskau” Tourismuszentrum Muskauer Park Neues Schloss 02953 Bad Muskau D/1 Tel. +49 35771 63100 info@muskauer-park.de www.muskauer-park.de

Mit einer modernen Interpretation historisch überlieferter Speisen will das Hotelrestaurant an die Esskultur des grünen Fürsten erinnern. Er führte ab 1854 seine „Tafelbücher“, in denen er alle Menüs und Gäste seiner Tischgesellschaften aufzeichnete. Auf der Karte steht freilich auch hausgemachtes Fürst-Pückler-Eis.

Kulturhotel Fürst Pückler Park Therapeutisches Zentrum Moorbad Bad Muskau GmbH D/1 Schloßstraße 8, 02953 Bad Muskau Tel. +49 35771 5330 info@kulturhotel-fuerst-pueckler-park.de www.kulturhotel-fuerst-pueckler-park.de www.moorbad.de


Bad Muskau

Lausitzer NEISSELAND

Quartier am Park Weltende nannte Fürst Pückler den nördlichsten Punkt seiner Gartenlandschaft in Bad Muskau. Von diesem Platz mit bezauberndem Blick in die Neißeaue liegt der „Schlossbrunnen“ nur wenige

Schritte entfernt. Das Hotel ist sowohl bei Besuchern des UNESCO-Welterbes als auch bei Gästen gefragt, die auf dem Oder-Neiße-Radweg unterwegs sind. Diese Route führt direkt am Haus vorbei. Die 13 Zimmer mit gemütlichem Ambiente wurden erst 2017 rundherum modernisiert.

Touren im UNESCO-Welterbe empfiehlt sich der Weg über die frühere Bahnbrücke am Ortseingang. Wer der Route folgt, gelangt zum Geopfad an der alten Braunkohlegrube „Babina“. An verschiedenen Stationen ist mehr über Besonderheiten des UNESCO-Geoparks Muskauer Faltenbogen zu erfahren. Informationen über: Bad Muskau Touristik GmbH Kirchplatz 5 02953 Bad Muskau D/1 Tel. +49 35771 50492 info@badmuskau.info www.muskau.info geöffnet: Apr.-Okt.: Mo.-Fr. 9-18 Uhr & Sa./So./Feiert. 10-17 Uhr, Nov.-März: Mo.-Fr. 9-16 Uhr

Wo Hotelgäste den Preis festlegen Es ist kaum zu glauben, was das Parkstadthotel in Bad Muskau für eine Woche Aufenthalt anbietet: Wer sich von Samstag bis Samstag im Haus einquartiert und ohne täglichen Zimmerservice auskommt, darf am Ende selbst bestimmen, wieviel er für sieben Übernachtungen zahlt. Inhaber Holger Lauterbach sorgte mit diesem Konzept bundesweit für Schlagzeilen. Der studierte Betriebswirt aus Wuppertal hatte das leerstehende Hotel 2005 übernommen und betreibt es seither mit seiner Frau Lucia ausgesprochen erfolgreich. Der Fürst-Pückler-Park als UNESCO-Welterbe war für das Paar ein Anreiz, sich in Bad Muskau zu engagieren. „Wir haben uns in die Gegend verliebt“, ge-

steht Lauterbach. Freilich steht das Haus auch Gästen offen, die etwa nur für eine Nacht bleiben wollen, wenn sie auf dem am Haus vorbeiführenden Oder-Neiße-Radweg unterwegs sind. Das ruhig ge-

legene Hotel hat 36 Betten. Die Zimmer sind mit Naturteppichboden und Massivholzmöbeln ausgestattet. Als Unterkünfte stehen ferner fünf Ferienhäuser zur Verfügung. Auf der Abendkarte im hoteleigenen Restaurant finden sich durchaus ausgefallene Kreationen. „Alles wird frisch und mit guten Zutaten aus der Region gekocht“, betont der Hausherr. Auch biologischen Wein von der Nahe hat er im Angebot, von einem Weinberg, der seinem Schwager gehört. Parkstadthotel Schulstraße 45, 02953 Bad Muskau Tel. +49 35771 686-0 info@parkstadthotel.de D/1 www.Parkstadthotel.de www.Ferienhaus-Bad-Muskau.de

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Grenzen überschreiten wird in Bad Muskau leicht gemacht. Gleich mehrere Brücken führen in der idyllischen Kurstadt über die Neiße. Zwei Verbindungen auf die polnische Seite gibt es allein im Fürst-Pückler-Park, der seit 2004 zum UNESCOWelterbe gehört. Die Bad Muskau Touristik GmbH hält eine Karte für Radfahrer und Wanderer bereit, die in dem 830 Hektar großen Landschaftsgarten die Orientierung erleichtert. In dem handlichen Plan sind Vorschläge für vier Erkundungstouren eingezeichnet, etwa durch den Bergpark zur Kirchruine mit herrlichem Ausblick über die ins Grüne eingebettete Stadt. In der anerkannten Touristinformation von Bad Muskau können sich Besucher auch das passende Rad oder einen Bollerwagen ausleihen. Für einen Abstecher in die polnische Nachbarstadt Łęknica

Hotel & Gasthof „Am Schlossbrunnen“ Inh. Familie Wieczorek D/1 Köbelner Str. 68, 02953 Bad Muskau Tel. +49 35771 5230 hotel@schlossbrunnen.de www.schlossbrunnen.de

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Die Waldeisenbahn verbindet die Parks in Kromlau und Bad Muskau mit Weißwasser

Entdeckung der Langsamkeit „Bitte alle aussteigen! Zug aus Kromlau endet hier und fährt weiter nach Bad Muskau!“ – so ertönt es auf dem Bahnhof an der Teichstraße in Weißwasser. Die Station ist zentraler Ausgangspunkt für drei Touren der Waldeisenbahn Muskau. Eine Strecke führt direkt ins Weltkulturerbe, in den Fürst-Pückler-Park. Etwa 35 Minuten dauert die gemütliche Reise, auf der die Schmalspurbahn ihrem Namen alle Ehre macht, indem sie größtenteils durch Laub- und Mischwald fährt. Eine Tour in offenen oder geschlossenen Waggons ist in der heute oft hektischen Zeit ein absoluter Kontrast zum Geschwindigkeitsrausch. Während die nostalgische Bahn zeitweise an der Bundesstraße 156 entlangzuckelt, flitzen Autos in Sekunden vorbei. Selbst mancher Radfahrer ist schneller als der Zug. Das gemächliche Tempo ermöglicht es Passagieren dafür vielmehr, beim Blick aus den Wagen schöne Details zu erspähen. Seit Mai 2017 fährt die Waldeisenbahn direkt bis in das historische Zentrum des Muskauer Badeparks. Die Gleise wurden dazu um ein paar Hundert Meter verlängert. Touristen nutzen gern die etwas

andere Art der Fortbewegung, um ins Welterbe zu gelangen. Beliebt sind auch die 20-minütigen Fahrten von Weißwasser in den Rhododendronpark von Kromlau, gerade zur Blütezeit im Mai und Juni. „Die

Route eignet sich gut für einen Vormittagsausflug“, sagt Susann Lichnok, die sich um das Marketing bei der Waldeisenbahn kümmert. Neu im Angebot sind seit 2017 die Sonderfahrten mit der Tonbahn zum Aussichtsturm „Am Schweren Berg“ in Weißwasser. Die elf Kilometer lange Strecke führt durch die imposante Landschaft des Muskauer Faltenbogens, der als Geopark Unesco-Status hat. Die Hin- und Rückfahrt dauert insgesamt rund drei Stunden, einschließlich eines rustikalen Picknicks und beeindruckender Ausblicke in den Braunkohletagebau Nochten.

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Übernachten im Badepark Wer mit der Waldeisenbahn in Bad Muskau ankommt, steigt mitten im Badepark und nur wenige Schritte entfernt von der Turmvilla aus. Einst als Logierhaus für Kurgäste erbaut, ist das markante Fachwerkgebäude zusammen mit der benachbarten Villa Caroline heute Hotel. Es empfiehlt sich als erster touristischer Anlaufpunkt im UNESCO-Weltkulturerbe. Das Haus ist nicht nur perfekt gelegen für AktivReisende, die Station auf

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dem Oder-Neiße-Radweg einlegen. Es lädt zugleich ein, länger als nur einen Tag im Fürst-Pückler-Park zu verweilen, der sich keinesfalls in wenigen Stunden erkunden lässt.

Vor mehr als 100 Jahren hatte die Waldeisenbahn große wirtschaftliche Bedeutung. Die „Gräflich von Arnimsche Kleinbahn“ verband ab 1895 Kohlengruben, Sägewerke, Ziegeleien und Papierfabriken in der Standesherrschaft Muskau. Das Streckennetz erreichte eine Ausdehnung von immerhin 80 Kilometern. Heute ist die Schmalspurbahn vor allem eine touristische Attraktion, die an alte Zeiten erinnert. Zur Fahrzeugflotte gehört sogar ein Hochzeitswaggon, in dem sich Paare trauen lassen können. Veranstaltungen: E30. März bis 2. April: Osterdampf – Saisonstart der Waldeisenbahn E19. bis 21. Mai: Pfingstdampf (Park- und Blütenfest in Kromlau) E 1. und 2. September: Museumsfest, Festgelände Museumsbahnhof „Anlage Mitte“ E 7. September: Mondscheinfahrt für Romantiker (Karten im VVK) E 8. und 9. Dezember: Weihnachtsmannfahrten Waldeisenbahn Muskau GmbH Geschäftsstelle Jahnstraße 5 02943 Weißwasser Zentrale Abfahrt Bhf. Weißwasser, Teichstraße D/1 Tel. +49 3576 207472 wem.gmbh@waldeisenbahn.de www.waldeisenbahn.de (s. auch S. 20ff, 28!) Die 17 Hotelzimmer strahlen behagliche Atmosphäre z um Wohlfühlen aus, vor allem durch die Einrichtung mit vielen Naturmaterialien. Die Gebäude wurden ökologisch saniert, etwa mit Lehmputz auf den Wänden. Das Restaurant empfängt zum Gaumenschmaus mit Spezialitäten aus der regionalen und saisonalen Küche. Bei passendem Wetter sitzt es sich am besten draußen im urigen Biergarten unter hohen Bäumen. Der Kulturkeller der Turmvilla öffnet regelmäßig zu Veranstaltungen. Turmvilla Bad Muskau GmbH Hermannsbad 9, 02953 Bad Muskau D/1 Tel. +49 35771 50029 kontakt@turmvilla.de www.turmvilla.de


Weißwasser • Schleife

Lausitzer NEISSELAND

Für das besondere Trinkerlebnis

Willkommen

Hochwertige Gläser im firmeneigenen Werksverkauf

Begrüßung mit Brot und Salz

chen Preisen. Das Spektrum der Formen reicht dabei von klassisch-elegant über extravagant bis hin zu avantgardistisch. Ob für Weiß- oder Rotwein, Sekt, Bier, Spirituosen, Wasser oder Saft: Für jedes Getränk findet sich mit Sicherheit das passende Glas. Herausgepickt: Glas aus Weißwasser E Mit zerbrechlichem Gut ist Weißwasser groß geworden. Die Stadt entwickelte sich ab dem Ende des 19. Jahrhundert zu einer Hochburg der Glasindustrie. An diese Tradition erinnert der Glasmacherbrunnen direkt vor dem Bahnhof. Im denkmalgeschützten Empfangsgebäude gibt es heute eine Tourist-Information, in der sich Gäste Tipps für den Aufenthalt in der Stadt und ihrer Umgebung holen können. Vor dem Bahnhof fallen weiße Signets auf dem Boden ins Auge, die in regelmäßigen Abständen wiederkehren. So weist eine kleine Lokomotive den Weg zur Muskauer Waldeisenbahn. Wer dem weißen Weinglas folgt, gelangt zum Glasmuseum in der Forster Straße 12 (www.glasmuseum-weisswasser.de). Die Ausstellung mit zerbrechlichen Raritäten gibt Einblick in die besondere Industriegeschichte von Weißwasser.

Tipps und Termine: E 17./18. März: Sorbischer Ostereiermarkt E 14. Oktober: Kirmesmarkt mit Apfelsortenschau E 3. März & 2. Dezember: Bräuche-Trachten-Traditionen E Konzerte, Theater und Ferienprogramme

Stölzle Lausitz GmbH Berliner Straße 22-32, 02943 Weißwasser D/1 office@stoelzle-lausitz.de www.stoelzle-lausitz.com Öffnungszeiten Werksverkauf: Mo.-Fr. 10-18 Uhr, Sa. 10-13 Uhr

Sorbisches Kulturzentrum Schleife Serbski kulturny centrum Slepo Friedensstraße 65, 02959 Schleife D/1 Tel. +49 35773 77230 schleife@sorbisches-kulturzentrum.de www.sorbisches-kulturzentrum.de

Ein Sandstrand mitten in Weißwasser Umgeben von touristischen Leuchttürmen wie Muskauer und Kromlauer Park, Findlingspark Nochten oder Bärwalder See, zentral gelegen mitten in Weißwasser – das sind nur einige Vorteile des modernen Stadthotels „Kristall“. Hinzu kommen komfortable, helle Zimmer, vorzügliche Küche und erstklassiger Service. Obendrein ist das Team um Hotelchefin Christina Piche und ihren Sohn Daniel ausgesprochen kreativ, damit sich die Gäste rundherum wohlfühlen. Jedes Jahr laden sie direkt vor dem „Kristall“ an den Stadtstrand ein. Die Oase mit Liegestühlen im Sand und origineller Speisekarte ist von Mai

bis September geöffnet. „Im Sommer ein Publikumsmagnet, mit schöner Mischung aus Alt und Jung“, sagt der Juniorchef. Vermietet werden zudem vier Ferienwohnungen im Schlossvor-

Brotschneiden für die Begrüßung der Gäste

werk des nahegelegenen Fürst-Pückler-Parks. Überhaupt ist die Familie nicht nur bestens vernetzt, sondern tief verwurzelt in der Region. Im Winter mag es Daniel Piche, im verschneiten Muskauer Park mit seinen Kindern rodeln zu gehen. Der Hotelname verweist auf die Tradition der Glasindustrie in Weißwasser, zumal sich das „Kristall“ direkt gegenüber eines noch produzierenden Betriebes der Branche befindet (s. Beitrag oben links).

Tipps: E 40 komfortable Zimmer E Speisekarte mit regionalen, frischen Produkten/Catering Hotel Kristall ****Superior Karl-Liebknecht-Straße 34 02943 Weißwasser D/1 Tel. +49 3576 2640, Fax 264 102 info@hotelkristall.de, www.hotelkristall.de

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„Revolution“, „L’Amour“ “ oder „Power“ – die Serien des renommierten Trinkglasherstellers Stölzle Lausitz tragen vielsagende Namen. Das Unternehmen fertigt hochwertige, bleifreie Kristallgläser, die weltweit gefragt sind – auch in der 5-Sterne-Gastronomie. Immerhin 40 Millionen Stück verlassen jährlich den traditionsreichen Betrieb in Weißwasser. Obwohl maschinell hergestellt, wirken die Kelchgläser wie einst mundgeblasen. Im firmeneigenen Werksverkauf präsentiert Stölzle die große Vielfalt seiner Ware zu erschwingli-

Besucher erhalten Einblick in Besonderheiten der sorbischen Kultur im Kirchspiel Schleife. Eine ständige Ausstellung zeigt die Trachtenpuppensammlung zur Schleifer sorbischen Tracht, nimmt Besucher mit in die sorbische Sagenwelt und veranschaulicht Techniken des Ostereierverzierens. Auf Wunsch werden Reisegruppen mit Brot und Salz begrüßt und erfahren in einem Vortrag Wissenswertes über die sorbische Geschichte, Sprache, Brauchtum und Trachten.

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Rietschen • Niesky

Lausitzer NEISSELAND

Als wäre die Zeit stehengeblieben Schrotholzhäuser im Erlichthof vermitteln das Bild eines Heidedorfes im 19. Jahrhundert „Das Dörfchen hat etwas Anheimelndes“ - diese oder ähnliche Einschätzungen hört Marion Girth häufig. Sie leitet die Tourist-Information auf dem Erlichthof in Rietschen und beobachtet immer wieder, wie begeistert die Besucher von den urigen Schrotholzhäusern sind. „Die Leute fühlen sich wohl, weil sie hier abseits des hektischen Alltagslebens zur Ru-

he kommen“, sagt sie. Eingebettet in die Natur, gleicht die Siedlung tatsächlich einer Oase, wo Gäste bummeln und in kleinen Läden stöbern können. Fast 30 Häuser bilden die kleine Siedlung am Ortsrand von Rietschen. Steinofenbäckerei, Wolfsausstellung, Keramikscheune, Gasthäuser, Webhaus und SchokoLaden gehören zu dem reizvollen Ensemble. Mehrfach im Jahr ist es Kulisse für verschiedene Feste und Veranstaltungen. Großen Zuspruch finden Wolfsspuren-Exkursionen und Kräuterwanderungen, die über die Wiesen rund um den Erlichthof führen. Der unterhaltsame wie lehrreiche Spaziergang wird 2018 wieder sechs Mal angeboten, verrät Marion Girth. Erst 2017 ist das Museumsgehöft mit sechs bäuerlichen Ausstellungen am Erlichtteich um ein Gebäude erweitert worden. Es stand zuvor in Krauschwitz und wurde dort behutsam abgetragen, um es vor dem Verfall zu retten. Nun wurde es wieder aufgebaut, um darin eine Bauernküche einzurichten. Überhaupt stammen die denkmalgeschützten Gebäude größtenteils aus Dörfern, die dem Braunkohleabbau weichen mussten.

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Schlicht schön: Architektur-Denkmal Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Niesky das führende Zentrum des modernen Holzhausbaus. Davon zeugen noch heute fast 100 Holzhäuser in Fertigbauweise, die von der Firma Christoph & Unmack als Werkswohnungen und Musterhäuser im Stadtgebiet errichtet wurden. Das berühmteste ist das Konrad-Wachsmann-Haus (im Bild). Es beeindruckt durch sachliche, am Bauhaus orientierte Formensprache. Die Fassade ist streng und gradlinig, große Fenster lassen viel Licht, Luft und Sonne in das Haus. Konrad Wachsmann, der später als Pionier des industriellen Bauens weltbekannt wurde, entwarf 1927 das Wohnhaus für einen Direktor. Originalgetreu saniert lädt es heute zum Erkunden ein. Eine Ausstellung zur Geschichte des industrialisierten Holzhausbaus lässt die Zeit des Fortschritts und der Moderne nacherleben. Originale Zeitdokumente, Fotos, Filme und Informationen vermitteln dazu einen umfassenden Überblick. Besucher können den WachsmannKnoten zusammensetzen und in alten Musterhauskatalogen blättern. Im Anschluss sollte man es nicht verpassen, zu Fuß oder mit dem Fahrrad die anderen Nieskyer

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Holzhäuser zu erkunden. Eine Entdeckungsroute entlang des Holzhauspfades erleichtert die Orientierung. Diese führt an weiteren Nieskyer Sehenswürdigkeiten vorbei. Die 275-jährige Geschichte des Ortes ist maßgeblich durch die Herrnhuter Brüdergemeine geprägt. Darüber informiert eine Ausstellung

Schrotholzhäuser im Ortsbild sind inzwischen selten geworden. Umso beachtlicher, dass etliche Zeugnisse der einzigartigen Bauweise in Rietschen zu einer neuen Einheit zusammengeführt wurden. Sie vermittelt das Bild eines Lausitzer Heidedorfes, wie es im 19. Jahrhundert ausgesehen haben könnte. Wer länger als einen Tag verweilen will, kann im Erlichthof sogar übernachten. 30 Betten in Ferienhäusern und ein Wohnmobilstellplatz stehen bereit. Tipps & Termine: E 25. März: Töpferfest E 10. Juni: Holz-, Wald- und Leinenfest E 29. September: Natur- und Fischerfest E 2. Dezember: Wichtelfest E Theaterscheune ganzjährig Aufführungen Erlichthofsiedlung Natur- und Touristinformation Turnerweg 6, 02956 Rietschen E/2 Tel. +49 35772 40235 kontakt@erlichthof.de, www.erlichthof.de Di.-So., Feiertage 10-17 Uhr (Gaststätte bis 23 Uhr) Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ Tel. +49 35772 46762, www.wolfsregion-lausitz.de

im ältesten Nieskyer Haus, dem Johann-RaschkeHaus am Zinzendorfplatz. Herausgepickt: E Maskottchen CUNO, der kleiner Holzwurm, lädt zu Spiel und Spaß ein. Im „Labor“ kann der Besucher unterschiedliche Holzkonstruktionen zusammensetzen, in Musterhauskatalogen blättern oder in Kisten nach Werkzeug des Holzbaus suchen. E Experimentieren mit den Farben von Le Corbusier, auf die Wachsmann bei der Gestaltung seiner Innenräume zurückgriff, und dem Zusammensetzen des bekannten Wachsmann-Knotens. E Holzhauslauf – verschiedene Strecken durch die Holzhaussiedlungen laden zum Laufen, Wandern, Walken, Radeln oder Inlineskaten ein. Museum Niesky – Konrad-Wachsmann-Haus Niesky Goethestraße 2, 02906 Niesky D/2 Tel. +49 3588 2239793 www.wachsmannhaus.niesky.de Öffnungszeiten: So.-Do.10-16 Uhr Johann-Raschke-Haus Museum und Touristinformation Zinzendorfplatz 8, Tel. +49 3588 25580 touristinfo@niesky.de, www.museum.niesky.de Öffnungszeiten: Mo.-Fr.10-16 Uhr, So. 14-17 Uhr


Thräna

Radlerrast und Gaudigolf Der Freizeit- und Campingpark ist eine beliebte „Radlertankstelle” für Aktive auf dem Froschradweg oder der Neißelandradtour, ein Ort zum Vergnügen und Erholen. Mit Herzblut haben Marlies und Joachim Mitschke seit Anfang der 90er Jahre die Einrichtung schrittweise aufgebaut und ganz auf Familien eingestellt. In der Freizeitoase am Wildgehege lässt sich Rot-, Dam- und Muffelwild beobachten. Kinder können Freundschaft mit Esel Willy und Ponny Benno schließen, auf dem Kinderspielplatz mit Kletterwand toben und mit den Eltern Gaudigolf spielen (im Bild rechts). Historische landwirtschaftliche Geräte bilden den ungewöhnlichen Parcours:

Vielfalt für Familien, Radler, Wanderer, Wasserund Naturfreunde

Ganz auf Familien eingestellt Ein ruhiger Platz für Camper sowie Spielplatz, Gaudigolf und Grillplätze S für Tagesausflügler i il es, den Ball einzulochen, etwa An 18 Stationen gilt an einer Egge, einem Pflug oder einer alten Schubkarre.

Freizeit- & Campingpark Thräna Zum Wildgehege, 02906 Hohendubrau D/3 Tel. +49 35876 41238, Mobil: +49 174 9152380 freizeitcamp-thraena@t-online.de www.freizeitcamp-thraena.de

Reiches Görlitzer Land mit einigen Schatzkästchen der Hohen Dubrau und der Rotstein bei Sohland belohnen nach dem Aufstieg mit herrlichen Ausblicken von den Aussichtstürmen weit in die Oberlausitz bis hin zu Iser- und Riesengebirge (s. S. 84).

Kleine Dörfer prägen die dünn besiedelte ländliche Idylle. Historische Städte, wie Bautzen und Görlitz, umgeben dieses touristisch interessante Gebiet. Vielfalt ist der Reichtum des Görlitzer Landes. Wander- und Radelfreunde finden hier ein Netz gut ausgebauter Rad- und Wanderwege, um das alles zu erkunden. Ein traditionelles Wandergebiet sind die Niederspreeer Teichlandschaft mit einer fast unberührten Tier- und Pflanzenwelt sowie die Königshainer Berge mit den imposanten Felsgruppen, Steinbrüchen, Museen und einem Naturlehrpfad. Der Höhenzug

Familien können auch mit dem Bollerwagen losziehen, um die Gegend zu erkunden. Nur 10 Minuten Fußweg sind es zum Reiterhof in Jerchwitz. Gäste und Gruppen nutzen gern die mit viel Sitzgelegenheiten ausgestatteten Grillstellen. Man kann zwischen Varianten – vom einfachen Schwenkgrill bis zum modernen Kugelgrill – wählen. Die entsprechende Verpflegung darf gerne mitgebracht werden.

Die Neißelandradtour Für Radler gibt es zahlreiche thematische Radwege oder die große Runde der Neißelandtour, die zu allen schönen Sehenswürdigkeiten führt. Das Spektrum der Ausflugsziele für Familien reicht von der Kulturinsel Einsiedel in Zentendorf über den Kinderspielpark in Kaltwasser bis hin zu den Freibädern in Niesky und Reichenbach oder der Erlebniswelt in Krauschwitz. Wassersportfreunde werden sich am Stausee Quitzdorf oder bei einer Schlauchboottour auf der Neiße wohl fühlen. Für Kulturinteressierte gibt es so manches Schatzkästchen zu entdecken, betrachtet man die Museen und die Schlossanlagen in Königshain, Döbschütz sowie Krobnitz, die Holzhäuser in Niesky (s. S. 90), die Wehrkirche in Horka, die Fahrradkirche oder das historische Marktplatzensemble in Diehsa. Zwei holländische Touristen, Corry und Ines De Jong, die mit ihren Rädern im Freizeitcamp Thräna Station machten, schwärmten über ihre Ausflüge

„so viele Kilometer gut planierte Wege mit prächtiger Landschaft von Getreidefeldern, Wäldern, Seen und malerischen Dörfern. Das erblickt man nicht allein mit den Augen, sondern auch mit den Herzen. Hier verschwinden die lästigen Sorgen des Alltags, man wird Teil der Natur und kommt zu ungeahnter Entspannung.” Genießen Sie diese Region, die trotz der schnelllebigen Zeit noch Ruhe ausstrahlt. Gastgeber im Feriengebiet halten verschiedenste Übernachtungsmöglichkeiten bereit – von Campingplatz über Ferienwohnung und Pension bis zum Land-, Heu- oder Baumhaushotel. Gute Gasthäuser bieten typisch sächsische, Oberlausitzer und schlesische Küche mit Gerichten wie Lausitzer Karpfen, Quarkkäulchen und Schlesischen Streuselkuchen. Mehr Informationen Fremdenverkehrsverein Schlesische Oberlausitz e. V. c/o Joachim Mitschke Buchholzer Straße 15 02906 Hohendubrau / OT Thräna D/3 Tel. +49 174 9152380 goerlitzer-land@t-online.de www.goerlitzer-land.de

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Wer die Oberlausitz entdecken will, ein Zelt auf’s Rad gepackt hat oder mit einem Caravan anreist, der ist hier genau richtig. Ein separater Wohnmobilhafen und großzügige Stellplätze auf dem Naturcampingplatz sowie Mietobjekte wie Radlerhütte und Caravans zum Übernachten stehen zur Verfügung. Wer möchte, kann sich im Bereich 50+ oder auf der „Babywiese“ einen Platz reservieren lassen. Campinggäste, die Erfrischung ng und Bewegung brauchen, können im angrenzenden nzenden Teich eine Runde schwimmen, natürlich auch den ganzen Freizeitpark mit gastronoronomischem Angebot nutzen und nach einem aktiven Tag in Ruhe denn Abend genießen.

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Der „Radel-Martin” Martin Noack ist täglich mit dem Rad unterwegs und kennt sich bestens auf den Wegen durch die Oberlausitz aus

Martin Noack auf Tour

Anstiege in der Oberlausitz nimmt Martin Noack mit Leichtigkeit. Selbst wenn es steil bergan geht, tritt der Löbauer locker in die Pedale. Die 70 Jahre sieht man dem lebenslustigen Mann keineswegs an, der seit seiner Kindheit leidenschaftlich gern Fahrrad fährt. Aufgewachsen im Siedlungsgebiet der katholischen Sorben, war es für ihn unentbehrliches Fortbewegungsmittel, um von einem Dorf ins andere zu kommen. Außerdem räumt er ein: „Ich war zu faul zum Laufen.“ Nach 1990 hatte Martin Noack das Glück, sein Hobby zum Beruf zu machen, wie er selbst sagt. Er bekam eine Stelle beim neu gegründeten Tourismusverband Oberlausitz-Niederschlesien und kümmerte sich später bei der Marketing-Gesellschaft für diese Region um die Öffentlichkeitsarbeit. „Wir haben von Anfang an auf Radtourismus gesetzt“, erzählt der agile Rentner. In Millionenhöhe sei Geld in den Ausbau und die Beschilderung von Wegen investiert worden. So entstand in der Oberlausitz ein Streckennetz mit rund 5.000 Kilometern Länge, und Martin Noack hat wesentlichen Anteil daran. Er weiß, wovon er spricht, wenn er Radfahrern die Region im Osten Sachsens wärmstens empfiehlt. Viele Strecken hat er selbst getestet. „Ich durfte während der Arbeit Rad fahren und habe dafür Geld bekommen“, blickt er schmunzelnd zurück. Seine Leidenschaft brachte ihm letztlich auch den Spitznamen „Radel-Martin“ ein. Seit 2008 ist der Vater dreier erwachsener Kinder zwar im Ruhestand. Langeweile kommt bei ihm jedoch nie auf. Ehrenamtlich kümmert er sich als Radwegewart um das Streckennetz in der Verwaltungsgemeinschaft Löbau. Im Umkreis von zehn Kilometern gibt es dort 18 Radtouren. Im Auftrag der Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien hat er im Frühjahr 2017 fünf Etappen für den ge-

planten „Oberlausitzer 100“ auf Befahrbarkeit geprüft. Überhaupt ist Martin Noack jeden Tag mit dem Rad unterwegs. „Ich erledige fast alles damit“, sagt der Witwer. „Nur für Großeinkäufe nehme ich das Auto.“ Im Sommer schwingt er sich früh morgens in den Sattel und fährt bis zum Abend eine große Runde, oft mit Halt an einem Badesee. Verpflegung hat er meist im Gepäck, da er ein Picknick im Grünen der Einkehr in eine Gaststätte vorzieht. Radel-Martins Lieblingstour führt von Löbau nach Bad Muskau und zurück über den Bärwalder See. Dabei legt der durchtrainierte Senior immerhin bis zu 200 Kilometer zurück. (Kontakt: Martin Noack, Tel. +49 3585 402420 Radel-Martin@t-online.de) Tipp: E Von Mai bis September bietet Martin Noack jeden letzten Samstag im Monat eine geführte Radtour an. Treffpunkt und Start dazu ist 14 Uhr immer an der Tourist-Information auf dem Löbauer Marktplatz in Löbau (s. S. 46).

Neben seinen Radtouren ist er bei Festen auch als Granitschädel mit Souvenirs unterwegs

Die Oberlausitz unter einem Dach Familienfreundliche Urlaubs- und Gastronomie-Angebote Jugendherbergen, Pensionen, Ferienwohnungen und Hotels. Herzlicher Service war eins der wichtigsten Bewertungskriterien. Der Weichaer Hof wurde, aufgrund der lobenden Rückmeldungen seiner Gäste, vom Landestourismusverband Sachsen zum Oberlausitzer Gästeliebling 2017 gekürt. Zum 2. Mal in Folge wurde der Gästeliebling unter den sächsischen Beherbergungsbetrieben gesucht. Der in der Oberlausitz typische Dreiseithof beherbergt acht Wohnungen auf 4-Sterne-Niveau. Die unterschiedlich großen Wohnungen (von 32 bis 118 m2) bieten 2, 4 oder 6 Personen

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eine komfortable Übernachtungsmöglichkeit. Das Weichaer Hof-Catering mischt regionale Verbundenheit und höchsten Qualitätsanspruch mit landestypischer Gastlichkeit und kreativer Umsetzung. Dieses Credo wird bei Familienfeiern, Hochzeiten oder bei der Bewirtung der Hausgäste verwirklicht. Der große Garten mit Sandkasten, Trampolin, Klettergerüst und Schaukel lockt die Kinder zum Spielen, während die Eltern lesen und ihre Seele baumeln lassen können. Wie wäre es mit einer Reitstunde in der hofeigenen Reitschule oder einem Abenteuerspaziergang durch die Gröditzer Skala? In der näheren Umgebung findet sich eine

Vielzahl von Freizeitangeboten, u. a. der Saurierpark Kleinwelka, die Kulturinsel Einsiedel sowie die Kulturstädte Bautzen und Görlitz.


Hornow • Wittichenau

Lausitzer NEISSELAND

Paradies mit süßen Köstlichkeiten Bei „Felicitas“ können Gäste genussvoll einkaufen, feiern und kreativ werden süßen Produktion. Das Handwerk hatte Goedele Matthyssen zuvor bei dem renommierten Meisterchocolatier Goossens in Antwerpen erlernt. Die Firma ist seither enorm gewachsen und beschäftigt inzwischen mehr als 70 Mitarbeiter. Herausgepickt: E Werksverkauf EIndividuelle Schokoladenanfertigungen auf Wunsch vor Ort E Felicitas-Café mit Terrasse E Schauwerkstatt zum Mitmachen E Pralinenseminare und SchokoladenWorkshops E Kindergeburtstage E Raum für Tagungen, Firmen- oder Familienfeier E Frühstück nach Anmeldung E Streichelzoo und Holzspielplatz mit großer Wiese zum Toben

Tipps: E Reitkurse für Groß und Klein E Catering (regionale Küche, Themenbuffets, Außer-Haus- und Business Catering) E Außergewöhnliche Räumlichkeiten für Feiern und andere Veranstaltungen (bis zu 80 Personen) Weichaer Hof**** FBS Fritsch & Schmidt GbR Hauptstraße 24, 02627 Weißenberg Ortsteil Weicha D/3 Tel. +49 35876 46520 info@weichaer-hof.de www.weichaer-hof.de

Auch das Café im SchokoLadenLand ermöglicht einzigartige Geschmackserlebnisse. Dort lassen sich Eis, Konditorei- und Patisseriespezialitäten oder Crepes und Waffeln aus hauseigener Herstellung genießen. Die Schauwerkstatt gewährt durch große Glasscheiben Einblick, wie aufwändig Felicitas-Kreationen gefertigt werden. Gäste dürfen sich dort gern selbst ausprobieren, etwa beim Gießen von Schokoladenfiguren oder in der Schokomalerei (s. Foto). Im Schoko-Kino nebenan zeigt ein Film die Unternehmensgeschichte. Goedele Matthyssen und Peter Bienstman, zwei gebürtige Belgier, erfüllten sich mit „Felicitas“ vor mehr als 25 Jahren einen Traum, indem sie nach belgischem Vorbild eine Schokoladenfabrik in Südbrandenburg eröffneten. Das Ehepaar begann 1992 in einer leerstehenden LPG-Küche auf 35 Quadratmetern mit der

AugustusTours Tipps für eine perfekte Radreise geben die Dresdner AugustusTours-Spezialisten. Lesen Sie mehr auf Seite 16!

Confiserie Felicitas & SchokoLadenLand Hornow Schokoladenweg 1, 03130 Spremberg D/0 OT Hornow, Tel. +49 35698 80555 49 Gruppenanfragen: event@confiserie-felicitas.de info@confiserie-felicitas.de www.confiserie-felicitas.de Geöffnet: Mo.-Sa. 8-18 Uhr, So. 14-18 Uhr; nicht geöffnet an Feiertagen; Filialen: Dresden: Neumarkt 2; Potsdam: Gutenbergstraße 26

Buchbare Radtouren in der Oberlausitz: E über: AugustusTours Turnerweg 6 01097 Dresden (A/4), Tel. +49 351 5634820 aktiv@augustustours.de, www.augustustours.de

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Feinste Ware zum Anbeißen und Dahinschmelzen: die Confiserie „Felicitas” in Hornow-Wadelsdorf gleicht einem süßen Paradies. Wer ein besonderes Präsent sucht oder sich selbst etwas Leckeres gönnen möchte, ist im SchokoLadenLand genau richtig. Hohlfiguren, Tafeln, Aufstrich, Grußkarten und andere handgefertigte Kreationen aus ausgezeichneter belgischer Roh-Schokolade reihen sich in Holzregalen dicht aneinander. Eine riesige Auswahl an Trüffeln und feinen Pralinen mit Nuss, Nougat oder Marzipan füllt die Auslagen an der Glastheke. Dass die Spezialitäten von Felicitas auf der Zunge zergehen, ist ein Qualitätsmerkmal für handwerklich hergestellte Schokolade aus besten Zutaten. Dabei ist Fingerspitzengefühl gefragt, denn vor allem kommt es auf das Verhältnis von Zucker und Kakaobutter und das richtige Temperieren an.

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Görlitz

Sagenhaftes Görlitz Märchenhafte Erlebnisse für Kinder und Erwachsene

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Klötzelmönch, Nachtschmied, Dreibeiniger Hund, Verrätergasse, Schatz an der Landeskrone – in Görlitz lassen sich spannende Legenden erzählen, die sich in der Altstadt oder an anderen Orten zugetragen haben sollen. Wie es Sagen eigen ist, hören sich manche Geschichten schier unglaublich oder mystisch an. In der Stadt an der deutschpolnischen Grenze verstärken sie die zauberhafte Wirkung, die schon allein von der beeindruckenden Architektur ausgeht. Denn Görlitz fasziniert als Flächendenkmal mit einem einzigartigen geschlossenen Stadtbild. Die Bauwerke stammen aus der Zeit der Gotik, des Barock, der Renaissance, des Jugendstils und der Gründerzeit.

Geschichte und Geschichten in alten Mauern Viele Sagentitel finden sich auch heute noch im Stadtbild wieder, weil Gaststätten oder Hotels nach einer Legende benannt sind, etwa nach dem „Dreibeinigen Hund“. Manche sagenhafte Geschichte wird in geführte Stadtrundgänge eingebunden, so dass es garantiert nicht langweilig wird, wenn Kinder mit ihren Eltern die Stadt an der Neiße erkunden. Beim Blick in alte Gemäuer lässt sich erahnen, wie früher herrschaftliche Bürger lebten. Görlitz ist nicht zuletzt wegen seiner Lage an der „Via regia“ reich geworden. Tuchhändler bauten sich entlang der alten Ost-West-Handelsstraße stattliche Hallenhäuser, von denen mehr als 30 bis heute erhalten sind, etwa am Untermarkt oder in der Neißstraße. Direkt an der „Via regia“ steht der Kaisertrutz, eine alte Kanonenbastion. Sie ist heute Teil des Kul-

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Relief am Biblischen Haus, Neißstraße 29 turhistorischen Museums, wie auch das Barockhaus in der Neißstraße, das der reiche Tuchhändler Johann Christian Ameiß zwischen 1726 und 1729 erbauen ließ. Die Ausstellung gibt spannende Einblicke in das Leben der Barockzeit. Auch das Schlesische Museum und das Senckenberg-Museum für Naturkunde bieten eindrucksvolle Ausstellungen. Imposant ist zum Beispiel die über mehrere Etagen reichende Bodensäule im Naturkunde-Museum. 30-fach vergrößert, werden darin Modelle winziger Wesen sichtbar, die in der Erde leben und mit bloßen Auge oft nur schwer auszumachen sind.

Spaziergänge zu Türmen, Tierpark und Badesee Gegenüber dem Kaisertrutz ragt der Reichenbacher Turm in die Höhe. Ein Aufstieg auf den 49 Meter hohen Turm lohnt sich nicht nur wegen der wei-

ten Sicht über die Dächer der Stadt. Ganz oben lässt sich auch ein Eindruck gewinnen, wie es früher in der Türmerstube ausgesehen haben mag. Beim Bummel durch Görlitz laden viele Orte und Plätze zum Verweilen ein. Einer davon ist der Tierpark. Die liebevoll gestalteten und begehbaren Gehege auf nur 5 Hektar Fläche begeistern Groß und Klein. Besonders das Tibetische Dorf, die Entdeckerscheune oder der Haustierspielplatz machen den Besuch zum Abenteuer. Wer Wind, Wasser und Sandstrand liebt, kann an den 960 Hektar großen Berzdorfer See direkt vor den Toren der Stadt baden gehen. Rund um die frühere Braunkohlegrube führt ein etwa 18 Kilometer langer Weg, den Spaziergänger, Radfahrer, Läufer und streckenweise auch Inline-Skater gern nutzen. Termine: E 28. bis 30. Juni: ViaThea – Internationales Straßentheaterfestival E 21./22. Juli: Schlesischer Tippelmarkt E 24. bis 26. August: Altstadtfest Görlitz und Jakuby-Fest Zgorzelec E 30. November bis 16. Dezember: Schlesischer Christkindelmarkt (Auswahl) Tourist-Information Görlitz Stadtführungen – Übernachtungen – Reiseangebote – Souvenirs Obermarkt 32, 02826 Görlitz E/3 Tel. +49 3581 47570 willkommen@europastadt-goerlitz.de www.goerlitz.de


Görlitz Es erschien wie ein Märchen: Alljährlich seit 1995 erhielt Görlitz eine Million D-Mark, nach der Währungsumstellung dann 511.500 Euro. 2016 traf die letzte Zahlung ein. Woher das Geld kam, weiß bis heute niemand, nur dass es für den Erhalt von

benannte Hotel „Dreibeiniger Hund“ mit Gasthof. Mehrfach bedachte ihn das Kuratorium der Altstadtstiftung, wenn es die anonyme Spende verteilte. „Wir konnten bestimmte Details realisieren, die ansonsten finanziell nicht möglich gewesen wären,

Beteiligt an einem Wunder Hotel „Dreibeiniger Hund“ profitierte von der Altstadtmillion

zu bewahren, das andernfalls untergegangen wäre, wurde diese hervorragend umgesetzt.“ Michael Hoffmann kaufte 1990 ein baufälliges Haus in der Görlitzer Altstadt. „Irgendwie habe ich in dem Trümmerhaufen etwas blitzen sehen“, erzählt er. „Und dann kam die Schatzgräberzeit.“ Der Eigentümer fand heraus, dass sein Haus im späten Mittelalter und in der Renaissance umgebaut worden war. Versteckte Nischen, Wandmalereien oder sehr alte Türen mit historischen Farbfassungen und Schlössern kamen bei der Sanierung zum Vorschein. Mühe und Aufwand der Bauarbeiten haben sich gelohnt. Der „Dreibeinige Hund“ ist eine gastliche Adresse mit individuellem Charme. Im Restaurant sorgen Gewölbe, Holzbalkendecken, Treppen, Gänge und Keller auf vier Ebenen für ein beeindruckendes Flair. Die 15 Zimmer sind mit Mobiliar aus der Zeit des Biedermeier, der Gründerzeit und des Jugendstil eingerichtet. Im Sommer dürfen sich Gäste im lauschigen Biergarten mit Blick auf den Nikolaiturm niederlassen. Jüngst wurde das Hotel um einen kleinen „Marktplatz“ erweitert. Der urige Raum mit überraschenden Details entstand in einem angrenzenden Gebäude, wo sich früher eine Stellmacherei befand. Kleine Gesellschaften mit knapp 50 Gästen finden dort Platz, bei Familienfeiern oder Tagungen. Hotel und Gasthof Dreibeiniger Hund Büttnerstraße 13, 02826 Görlitz E/3 Tel. +49 3581 423980 info@dreibeinigerhund.de www.dreibeinigerhund.de

etwa die Überarbeitung historischer Türen, die Erhaltung von Dielenbrettern oder die farbliche Restaurierung einer Holzbalkendecke“, erzählt der Wirt. Dem unbekannten Gönner ist er überaus dankbar. „Wenn seine Idee war, mit dem Geld Kulturgut

Touren ganz nach Wunsch Görlitz-Tourist schafft individuelle Reiseerlebnisse Besichtigungen zwischen Mittelalter und Moderne: mit Görlitz-Tourist können Gäste die fast 950-jährige Stadt an der Neiße auf unvergessliche Weise erleben. Die Rundgänge gehen ins Detail, werden – soweit gewünscht – von einem Stadtführer in historischem Gewand begleitet oder starten zur abendlichen Stunde wie die Laternentour. Sie führt in Gassen und Winkel, in die Touristen eher selten kommen. Dabei zeigt sich die Görlitzer Altstadt ausgesprochen zauberhaft, gerade weil jeder Teilnehmer eine leuchtende Laterne in die Hand bekommt. Ob Stadtführung für kleine Gruppen oder größere Gesellschaften: die Stärke von Görlitz-Tourist liegt

Buchtipp: E In dem 2017 erschienenen Buch der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (l.) kommt auch Michael Hoffmann zu Wort. Die spannende Chronik über Bauvorhaben in Görlitz ist für 28 Euro erhältlich (u. a. im Kaisertrutz, in der Tourist-Information, im Buchhandel – ISBN: 978-3-86795-129-6)

und thematische Ausflüge über mehrere Tage an. Dabei lassen sich reizvolle Ziele in der gesamten Oberlausitz erkunden, etwa bei einer Schlössertour im Görlitzer Umland. Fahrten durch das Dreiländereck, in das Hirschberger Tal, zur Schneekoppe, nach Breslau und in weitere sehenswerte Regionen ergänzen das Ausflugsprogramm. Wir übernehmen die Reiseplanung Ihres Wunschprogramms: E Beratung E Konzipierung E Organisation E Durchführung aus einer Hand Ideal für: Familienfeiern und -ausflüge, Vereinsfahrten, Firmenveranstaltungen und touristische Dienstleistungen mit der Kompetenz und Erfahrung über 10-jähriger Firmenpräsenz!

darin, Programme ganz auf Wunsch der Kunden zusammenzustellen. „Wir gehen dabei auf die konkreten Anforderungen der Gäste ein“, sagt Inhaber Matthias Buchwald. Das Büro für individuelle Reiseplanung bietet Tagesfahrten, Wandertouren

Klosterplatz 4, 02826 Görlitz E/3 Tel. +49 3581 764747 m.buchwald@goerlitz-tourist.de www.goerlitz-tourist.de

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Kulturdenkmalen in der Stadt bestimmt war. Privaten Hausbesitzern, Vereinen, kirchlichen und kommunalen Bauherren kam der Geldsegen zugute, auch Michael Hoffmann (im Bild). Der gebürtige Görlitzer führt das nach einer Sage

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Görlitz

Mit Stachelschwein auf Augenhöhe Nah dran an Kamel, Känguru, Panda, Otter und Co. Im Naturschutz-Tierpark Görlitz begegnen sich Mensch und Tier ganz nah. Der Kontakt zwischen den unterschiedlichen „Spezies“ ist an vielen Stellen sogar ausgesprochen erwünscht. Schweine massieren, zu Kaninchen und Meerschweinchen ins Gehege steigen, Küken beim Schlüpfen zuschauen oder ein Stachelschwein auf Augenhöhe beim Futtern beobachten – Besucher im Görlitzer Naturschutz-Tierpark kommen ganz dicht an die Bewohner heran.

Selbst bei der Fütterung können die Tierpfleger tatkräftig unterstützt werden. Mit bereitgestelltem Grünfutter dürfen Kamel, Hirsch, Kuh oder Esel gefüttert werden. Dabei lernt man nicht nur etwas über die natürliche Nahrung dieser Tiere, so manch einer hat schon erstaunt feststellen müssen, wie lang eine Kuhzunge tatsächlich ist. Im Görlitzer Tierpark lässt sich viel entdecken und ausprobieren. Begehbare Anlagen wie für Steinböcke, verschiedene Einblicke, unterschiedliche Ebenen, Schaufenster und Nischen ermöglichen es, Tiere aus immer wieder anderen Perspektiven zu beobachten. Im Lausitz-Tal führen Brücken und Stege durch den Lebensraum von Fischotter und Waschbär . Im Zwitscherzimmer findet sich der Be-

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Ihr Reisepartner für Görlitz! Das Touristbüro i-vent empfiehlt sich als kompetenter Partner vor Ort, um die Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Zu Beginn Ihres Aufenthaltes empfehlen wir eine Stadtführung durch die wunderschöne Altstadt mit zahlreichen, liebevoll sanierten Baudenkmälern. Fast 4.000 (!) Objekte stehen in Görlitz unter Denkmalschutz, so dass der Bummel durch den historischen Kern zu einer Zeitreise durch 500 Jahre europäische Baugeschichte wird. Erleben Sie als Individualtourist eine der öffentlichen Stadtführungen, ganzjährig mindestens zweimal pro Tag ohne Voranmeldung, von April bis Ok-

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sucher inmitten einer munteren Schar frei umherfliegender Sittiche wieder. Auf gut fünf Hektar Fläche werden etwa 110 Arten mit insgesamt rund 500 Tieren gezeigt. Schwerpunkte sind der Lausitzer Bauernhof mit seinen gefährdeten Haustierrassen, Deutschlands einziges Tibetdorf mit zentralasiatischen Haus- und Wildtieren, sowie die Erhaltung bedrohter Arten wie Roter Panda, Goldkopflöwenaffen, Manul, Gänsegeier und Co., wo der Naturschutz-Tierpark Görlitz seit vielen Jahren erfolgreich an internationalen Zuchtprogrammen teilnimmt.

Naturschutz-Tierpark Görlitz e.V. Zittauer Straße 43, 02826 Görlitz Tel. +49 3581 6693000 info@tierpark-goerlitz.de E/3 www.zoo-goerlitz.de Siehe auch Seite 20-21!

tober täglich um 10, 12 und 17 Uhr. Gruppenreisende können die Rundgänge auch „exklusiv“ mit eigenem Stadtführer vorbestellen (alle Angebote unter www.goerlitz-tourismus.de), wie Sonderführungen mit historischen Figuren aus der Görlitzer Stadtgeschichte, Rundgänge durch die Gründerzeit & Jugendstilviertel, den polnischen Teil der Europastadt Görlitz-Zgorzelec, die Nikolaivorstadt… Über diese Seite können Sie auch unkompliziert Ihre Anfrage starten. Touristbüro i-vent Obermarkt 33 02826 Görlitz E/3 Tel. +49 3581 421362 info@goerlitz-tourismus.de www.goerlitz-tourismus.de


Görlitz

Gastlichkeit mit Niveau Eines der schönsten Görlitzer Hotels verbindet gekonnt Geschichte mit gastlicher Atmosphäre Aufenthalt an geschichtsträchtiger Stelle ein, wenn er mit einer Offiziersuniform der Napoleonischen Armee, die er sich nach originalem Vorbild extra schneidern ließ, neu angereiste Gäste vor seinem Hotel empfängt.

„Leben Sie wohl, mein Freund“, sagte Napoleon zum Abschied von seinem engen Vertrauten, Großmarschall DuRoc. Der Weggefährte wurde 1813 im Gefecht um den Hoterberg bei Görlitz schwer verwundet. Bis hierher hatte Napoleon Preußen und Russen zurückgedrängt. DuRoc überlebte nicht. Tief erschüttert spendete Napoleon Markersdorf bei Görlitz 1.000 Taler. DuRoc ist immer gegenwärtig „DuRoc war eine diplomatische Figur, gebildet und wohlhabend“, weiß Hotelbesitzer Carsten Hartig aus historischen Überlieferungen. „Auf Napoleon soll der Großmarschall einen vermittelnden und mäßigenden Einfluss ausgeübt haben.” Carsten Hartig wählte geschichtsträchtigen Boden als Standort für das Komforthotel und verbindet für seine Gäste die Geschichte mit gastlicher Atmosphäre. Darauf weist schon der Name des Landhotels Marschall DuRoc hin, das verkehrsgünstig nahe der Bundesstraße 6 liegt. Ein Porträt DuRocs vom Maler Günter Hain empfängt den Gast gleich im Vestibül. Das „knisternde“ Feuer im gläsernen Kamin erzeugt heimelige Atmosphäre. Ein weiteres Gemälde eines heimischen

Künstlers im Restaurant zeigt den Marschall, wie er von der Kugel getroffen am Boden liegt. Schließlich informiert eine Tafel neben einer Kanone im Garten über die dramatischen Ereignisse von 1813. Manchmal stimmt Carsten Hartig unterhaltsam auf den

Herzliche Gastlichkeit mit Niveau Ein freundliches Team steht hinter seinem Chef. Das spüren die Gäste. „Anfangs lebten wir vor allem von Transitreisenden und Geschäftsleuten“, erzählt Hotelmanagerin Evelyn Rau, die von Anfang an dabei ist. „Längst hat das Drei-Sterne-Haus viele Stammgäste, die die Nähe zur Stadt schätzen und sich doch im Grünen einquartieren wollen.” Für Übernachtungen stehen 52 gemütliche Zimmer zur Verfügung, prominente Gäste waren u. a. Katja Ebstein, Ursula Karusseit und die Fußballer vom FC Bayern. Auch sie schätzen das Credo des Hauses: „Herzliche Gastlichkeit mit Niveau“, die schöne Lage im Grünen mit Liegewiese, Teichanlage und herrlicher Terrasse – hier kann der Gast ausgiebig entspannen und zugleich Görlitz entdecken. Tipps: E Zimmer mit kostenfreiem WLAN E Beliebtes Restaurant mit frischer regionaler Küche E Kinderspielplatz E Schöne Terrasse mit Teichlandschaft E Chill-Lounge im Garten E Sauna E Radverleih E E-Ladestation E Parkplätze

Herausgepickt: Brauereibesuch bei Landskron E Erleben Sie, wie hinter den denkmalgeschützten Backsteinmauern, am reizvollen Neiße-Ufer, nach traditionell handwerklichem Verfahren mit offener, handgeführter Gärung gebraut wird. Ist der Wissensdurst über die Görlitzer Braukunst gestillt, wird der Besuch mit einer zünftigen Verkostung abgerundet. Zum Abschied erhält jeder Gast ein Souvenir. E Busparkplätze direkt auf dem Gelände E Kontakt: www.landskron.de

Eine erlebnisreiche Tour mit dem Kellermeister. Im Lagerkeller, 12 Meter unter der Erdoberfläche, verkosten Sie das Landskron „Zwickelbier“.

Landskron Brau-Manufaktur An der Landskronbrauerei 116, 02826 Görlitz E/3 Kontakt: besuch@landskron.de www.landskron.de/besuch Tel. +49 3581 465218 (s. Umschlagseite 3)

Tipps: E Stadtrundgänge durch die Altstadt von Görlitz E Stadtrundfahrten durch Görlitz und Rundfahrten in Polen E Tagesfahrten E Taxifahrten Menzel Busreisen / Stadtschleicher / Taxi-Menzel Inhaber: Ingo Menzel Kundenbüro: Obermarkt 13, 02826 Görlitz E/3 (Postanschrift: Friesenstrasse 8) Tel. +49 3581 414163 info@stadtschleicher-goerlitz.de www.stadtschleicher.blogspot.de

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Wandbild des Künstlers Siegfried Kaden aus Markersdorf im Restaurant

***Superior Hotel Marschall DuRoc Girbigsdorfer Straße 3 02829 Holtendorf/Görlitz Tel. +49 3581 7344 E/3 info@hotelmarschallduroc.de www.hotelmarschallduroc.de


Görlitz

Frisch vom Feld auf den Teller Obermühlen-Wirt bevorzugt Zutaten aus eigener Herstellung

Am liebsten hat Jörg Daubner frische Ware, von der er weiß, woher sie kommt. Der leidenschaftliche Koch führt das Restaurant „Obermühle“ an der Neiße in Görlitz. Ein paar Kilometer flussaufwärts, in Leuba, wachsen Mangold, Kohlrabi, Grünkohl, Kürbis, Schmorgurken, Tomaten und Kräuter auf familieneigenem Grund und Boden. Das Gemüse verarbeitet der kreative Wirt nach dem Prinzip „Farm to table“, also vom Feld auf den Tisch. Aus selbst angebauten und anderen guten Zutaten zaubert er leckere Gerichte, um seine Gäste mit immer wieder neuen Geschmackserlebnissen zu überraschen.

Wo es möglich ist, setzt der Verfechter des Slowfood-Gedankens auf autarke Versorgung. Eigenes Bier brauen, frisches Brot backen, Nudeln selbst herstellen und eigenhändig die Äpfel ernten, die zu Saft für den Ausschank im Lokal verarbeitet werden: all das gehört zum Konzept. Kaffee bekommt das Lokal von einem Lieferanten, der Röstereien in Zürich und Berlin betreibt. Die Bohnen bezieht das Schweizer Unternehmen direkt von den Anbauplantagen – ein transparenter Herstellungsprozess, der Jörg Daubner überzeugte. Grünen Strom gewinnt die Görlitzer Gaststätte

inzwischen auch selbst. Dazu ließ der Wirt die Wasserkraftanlage der 1994 stillgelegten Mühle wieder aufbauen. Die Turbine bringt es auf eine Leistung von 90 Kilowatt. „Etwa die Hälfte des damit erzeugten Stromes verbrauchen wir selbst“, verrät der Vater einer kleinen Tochter. Er hatte zunächst Erfahrungen in einem Berliner Gourmet-Restaurant und auf Reisen durch die Welt gesammelt, bevor er den Familienbetrieb 2016 von seiner Mutter übernahm. In der Obermühle lässt sich nicht nur vorzüglich speisen, sondern auch gemütlich übernachten. Die 13 Hotelzimmer sind nach Mühlengeistern benannt und tragen phantasievolle Namen wie „Zum Piepenkerl“ oder „Zum kleinen Fiet“. Wer in dem idyllisch gelegenen Lokal direkt am Oder-Neiße-Radweg Quartier beziehen möchte, sollte rechtzeitig reservieren. „Spontanbuchungen werden immer schwieriger, vor allem in der Saison“, sagt Jörg Daubner.

Obermühle Görlitz An der Obermühle 5, 02826 Görlitz E/3 Tel.+ 49 3581 879832 info@obermuehle-goerlitz.de www.obermuehle-goerlitz.de

Ein besonderer Ort zwischen historischen Mauern

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Jugendherberge lädt Familien, Schulklassen und Gruppen ein

Wenn es einen Ort gibt, der seine „eigene“ Zeitrechnung hat, ist es wohl Görlitz. Hier ticken die Uhren gefühlt etwas langsamer und so genießt man die Zeit, die man hier verbringt, vielleicht ein wenig intensiver. Neue Gäste begeistert die Stadt an der Neiße mit ihrem lebendigen und internationalen Kulturleben, dem Zweiländerblick und der Erlebnisvielfalt in und um Görlitz. Die polnischen Nachbarn sind über die Neißebrücke erreichbar und die begehrte Hollywood-Filmkulisse für Werke wie „Der Vorleser“ oder „Grand Budapest Hotel“ lässt sich problemlos zu Fuß oder per Rad entdecken. Familien können zum Beispiel auf der nahen Kulturinsel Einsiedel (s. Bild rechts und Rückseite) auf Entdeckungsreise gehen, das Rübezahl-, Fotografie- und Spielzeugmuseum erkunden, und Sportbegeisterte finden neben zahlreichen Rad- und Wanderwegen am nahe gelegenen Berzdorfer See ein Eldorado für Wasser-

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ratten jeden Alters – oder wussten Sie, dass es sich in der Lausitz super segeln und surfen lässt? Inmitten der historischen Altstadt liegt die gleichnamige Jugendherberge. Sie ist gerade für Familien, Schulklassen und Gruppen der perfekte Ausgangsort für Ausflüge in die Umgebung. 2010 in einem ehemaligen Bürgerhaus eröffnet, bietet das moderne, als familienfreundlich zertifizierte Haus mit 172 Bet-

ten viel Raum zur Entfaltung und ist durch die Barrierefreiheit auch für Menschen mit Einschränkungen hervorragend geeignet. Beste Tagungsbedingungen mit entsprechender Technik, leckeres Essen und herzliche Lausitzer machen aus der östlichsten Jugendherberge Deutschlands einen Ort, an dem sich neben Kindern auch zunehmend Unternehmen, Vereine und Kulturbegeisterte wohlfühlen. Echt Jugendherberge eben! Tipps: E Übernachtung, inkl. Frühstück und Bettwäsche: ab 24 Euro pro Person (mit 50 Prozent Kinderermäßigung ab 2018)

Jugendherberge Görlitz „Altstadt“ dt“ Peterstraße 15 02826 Görlitz, Tel. +49 3581 6490700 goerlitz-city@jugendherberge.de www.goerlitz-city.jugendherberge.de (s. S. 20ff.)


Wussten Sie das schon? Aneinandergereiht füllen die bedruckten Seiten der gesamten Auflage des Ferienmagazins „Oberlausitz” 2018 einen Weg von Königs Wusterhausen bis nach Rom – und zurück!

Das Ferienmagazin Erst schmökern, dann starten: Wer im Osten Deutschlands Neues entdecken, sich dabei erholen oder gut unterhalten will, für den lohnt sich ein Blick ins Ferienmagazin. Die Journalisten vom Ferienmagazin recherchieren vor Ort, porträtieren interessante Leute und schreiben Geschichten über Besonderheiten der Region. Mit hohen Auflagen sind die Hefte stets eine große Hilfe, um eine Ferienregion kennen zu lernen – sowohl für interessierte Menschen auf Tourismusmessen als auch für Urlauber vor Ort. Allein das Magazin für die Oberlausitz kommt mit 100.000 Exemplaren heraus. „Die Aufmachung und der Inhalt sind 1a. Die Beschreibungen treffen stets den Punkt, ohne zu übertreiben. Einige der Ziele haben wir aufgesucht und unter Zuhilfenahme des entsprechenden Heftes neu angesehen.”, schrieb Hans-Peter Schneider aus Ragösen. „Noch lange haben wir nicht alles angesehen, aber seien Sie versichert, bei unseren ‘demnächst’-Touren werden wir das entsprechende Magazin dabei haben. Machen Sie weiter so schöne Berichte und Informationen.” Viele Leser beteiligen sich am Ferienmagazin-Leserwettbewerb, schauen Sie mal auf www.ferienmagazin.de, dort finden Sie eine Auswahl der Zuschriften (siehe auch Seite 3).

Ferienmagazin-Reporter Wer die Beiträge im Oberlausitz-Heft schreibt

Rainer Große, Journalist aus KW. Als gebürtiger Löbauer und Herausgeber des Ferienmagazins ist er stark in der Oberlausitz verwurzelt und häufig in der Region.

Anett Böttger, Journalistin aus Görlitz. Sie kennt Land und Leute vor Ort, ist nah dran an den aktuellen Themen, die sie anschaulich und prägnant aufschreibt.

Jens Rümmler, Journalist aus Berlin. Er ist unser Mann für Porträts von Petzold, Pumphut und Puhdys, auch Buchautor – mehr auf www.ruemmler-jens.de

www.ferienmagazin.de

Auslage am Infostand im A10-Shopping-Center Wildau bei Berlin. Das ganze Jahr über sind die Ferienmagazine an der Kundeninformation sowie in der Lounge verfügbar. Die Hefte gehen dort weg „wie warme Semmeln”.

Große Verlag DAS FERIENMAGAZIN Bahnhofstraße 7 A 15711 Königs Wusterhausen K Tel. +49 3375 277960 K Funk +49 172 3130783 E info@ferienmagazin.de www.facebook.com/Ferienmagazin


Löbau, die Stadt am Berge. Die ODEG-Bahn startet in Richtung Bautzen

Für alle, die auf regionale Vielfalt abfahren!

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Ein gutes Netz attraktiver Verbindungen von Bus, Bahn und Straßenbahn, dazu ein abgestimmter Takt und günstige Preise. Die Verkehrsverbünde der Region helfen Ihnen, eine der schönsten Regionen Sachsens zu entdecken. Egal, ob Sie Kultur erfahren, sportlich aktiv sein oder Erholung genießen möchten – mit den öffentlichen Verkehrsmitteln können Sie bequem die Oberlausitz erkunden!

Straßenbahn in Görlitz

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Auf den Hauptachsen Görlitz – Bautzen – Bischofswerda – Dresden, Zittau – Bischofswerda – Dresden, Kamenz – Dresden und Weißwasser – Zittau reisen Gäste stressfrei und bequem durch die Region. Ergänzend erschließen Regional- und Stadtbusse die gesamte Region. Der Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) erstreckt sich von Görlitz im Osten bis Bischofswerda im Westen. Den Anschluss bis Dresden ermöglicht der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO). Wem beim Anblick alter Lokomotiven und nostalgischen Wagen das Herz höher schlägt, der ist in der Oberlausitz genau richtig. Gleich zwei Traditionsbahnen sind Partner des Verkehrsverbundes ZVON: Zittauer Schmalspurbahn Seit 1890 schnaufen die Züge der Zittauer Schmalspurbahn von Zittau aus den Berg hinauf in die Kurorte Jonsdorf und Oybin. Auf der 12 bzw. 13 Kilometer langen Strecke durch die reizvolle Land-

schaft vermitteln die 14 historischen Lokomotiven und Triebwagen das Reisen wie zu Großvaters Zeiten. Nicht umsonst trug die Bahn früher im Volksmund den Beinamen „Zug ohne Eile“ (s. Seite 28). Waldeisenbahn Muskau Ganz im Norden des ZVON-Verbundgebietes lädt die Waldeisenbahn Muskau zur Fahrt mit historischen und teils denkmalgeschützten Dampf- und Dieselloks von Park zu Park ein. Seit 1895 fährt die Schmalspurbahn auf 600 mm Spurweite und gilt deutschlandweit als größte Museumseisenbahn. Die Fahrt führt von Weißwasser aus sowohl zur weltberühmten Gartenkunst von Fürst Pückler in Bad Muskau, als auch in den Kromlauer Park (s. Seite 88). Beide Traditionsbahnen bieten ein eigenes Fahrscheinsortiment an. EURO-NEISSE-Ticke ts und ZVON-Tagestickets werden anerkannt. Bei der Zittauer Schmalspurbahn ist zusätzlich ein Historikbeitrag pro Person zu zahlen.

Zittauer Schmalspurbahn in Bertsdorf, Naturpark Zittauer Gebirge


Fahrradbus in Hoyerswerda

Linienbus in Oybin

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COSWIG S1

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MOHORN WILSDRUFF 333

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Zugverbindung

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GEIERSWALDE

LAUTA ELSTERWERDA

Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) (0800) 9866-4636 kostenfrei www.zvon.de Ihre Auskunft für unterwegs: www.zvon-mobil.de

KROMLAU

GROSSKOSCHEN

5 E1

Verkehrsverbund Oberelbe GmbH (VVO) Tel. +49 351 8526555, www.vvo-online.de Ihre Auskunft für unterwegs: www.vvo-mobil.de

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Tarifempfehlungen ZVON-Tageskarten gelten einen Tag lang in allen Nahverkehrsmitteln im ZVON-Verbundgebiet. Sie werden zum Normalpreis für 1 bis 5 Personen ausgegeben. Schulpflichtige Kinder bis einschließlich 14 Jahre fahren mit einer ermäßigten Tageskarte. Ein spezieller Tipp für alle, die einen Ausflug nach Tschechien oder Polen machen möchten, sind die EURO-NEISSE-Tickets. Sie gelten in fast allen Nahverkehrsmitteln im ZVON-Verbundgebiet sowie in den grenznahen Gebieten in Tschechien und Polen einen Tag lang für 1-5 Personen.

EL

Mehr Informationen zu Fahrplan und Fahrpreisen erhalten Sie bei den Verkehrsverbünden VVO und ZVON.

VVO-Tageskarten für Einzelpersonen Auf Tageskarten für Einzelpersonen zum Normalpreis dürfen maximal zwei Schüler bis 15 Jahre mitgenommen werden. Ermäßigte Tageskarten können durch Schüler bis zum 15. Geburtstag und auch von Personen ab 60 Jahren genutzt werden. Kinder vor Schulantritt frei. VVO-Familientageskarten Die Familientageskarten gelten für zwei Erwachsene und maximal vier Schüler bis zum 15. Geburtstag. Kinder vor Schulantritt frei. VVO-Kleingruppenkarten Die Kleingruppenkarten gelten für bis zu fünf Personen. SachsenTickets können einen Tag lang in allen Nahverkehrsmitteln im VVO- und ZVON-gebiet und darüber hinaus genutzt werden. In den Zügen gelten die Fahrscheine Mo.-Fr. erst ab 9 Uhr. Sie sind für 1 bis 5 Personen erhältlich. Kinder unter 6 Jahren werden nicht mitgezählt. Weitere Bedingungen: www.bahn.de

OE 65

Mit dem FahrradBUS im Lausitzer Seenland unterwegs In der Tagebaufolgelandschaft sind aus den früheren Wirtschaftswegen erstklassige Seenrundwege entstanden. Mit dem FahrradBUS lassen sich längere Distanzen zurücklegen. Die Busse der Linie 150/166 nehmen Ihr Rad Huckepack. Sie sind regelmäßig von Ostern bis Ende Oktober zwischen Kamenz, Großkoschen und Hoyerswerda an Wochenenden und Feiertagen unterwegs.

Busverbindung Schmalspurbahn

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Veranstaltungen 2018 Januar E Januar bis Februar: Lessing-Akzente, Veranstaltungsreihe zu Ehren von Gotthold Ephraim Lessing, www.lessingmuseum.de, Tel. +49 3578 379111 E 1.1.: Neujahrsdampf der Waldeisenbahn Muskau, www.waldeisenbahn.de, +49 3576 207472 E 6.1.: Eisbaden im Waldstrandbad, www.trixi-bad.de, Tel. +49 35841 6310 E 13.1.: Galashow der Operette, www.oppach.de, Tel. +49 35872 3835 E 25.1.: Vogelhochzeit im Zoo Görlitz, www.zoo-goerlitz.de, Tel. +49 3581 6693000 E 25.1.: Vogelhochzeit – Ptaci kwas – Sorbischer Brauch mit vielen Veranstaltungen, www.bautzen.de, Tel. +49 3591 42016 E 28.1.: Textiler Mitmachtag im Dorfmuseum Markersdorf, www.oberlausitz-museum.de, Tel. +49 35829 60349

Februar E 3.2.: Finnische Saunanacht, www.trixi-bad.de, Tel. +49 35841 6310 E 10.2.: Weiberfaschingsumzug in Wittichenau, www.helau-wittichenau.de, Tel. +49 35725 71070 E 10.2.: Bad Muskauer Karnevalsumzug, www.badmuskau.de, Tel. +49 35771 50220 E 11.2.: Schirgiswalder Faschingsumzug, www.schirgiswalderfaschingsclub.de, Tel. +49 3592 542898 E 12.2.: Großer Rosenmontagsumzug, Wittichenau, www.helauwittichenau.de, Tel. +49 35725 71070 E 17.2.: Fasching im Kinderspielland Görlitz, www.kinder-spielland.de, Tel. +49 3581 7501030 E 18.2.: Kreativtag im Schloss Krobnitz, www.oberlausitz-museum.de, Tel. +49 35828 88700 E 24.-25.2.: 27. Bunter Sorbischer Ostereiermarkt mit der Ausstellung „Schönstes Sorbisches Osterei“, www.bautzen.de, Tel. +49 3591 42016

März E 4.3.: Flegeldrusch im Dorfmuseum Markersdorf, www.oberlausitz-museum.de, Tel. +49 35829 60349 E 10.–11.3.: Ostermarkt in der Lausitzhalle Hoyerswerda, www.hoyerswerda.de, Tel. +49 3571 904106 E 16.3.: Weckerrasseln, Rumtata – die Inselgeister sind wieder da!, www.kulturinsel.com, Tel. +49 35891 49113 E 18.3.: Frühlingsspaziergang & Fontäne, www.zoo-goerlitz.de, Tel. +49 3581 6693000 E 18.3.: 22. Oberlausitzer Leinewebertag, www.karaseks-revier.de, Tel. +49 3586 451567 E 18.3.: Osterhasenwerkstatt im KiEZ Querxenland, www.querxenland.de, Tel. +49 3586 45110 E 23.-25.3.: Europäische Tage des Kunsthandwerks, www.hwk.dresden.de, Tel. +49 351 4640949 E 29.3.-4.11.: Lokmitfahrt im Bahnhof Johnsdorf (17:05-17:20 Uhr täglich), www.zittauerschmalspurbahn.de, Tel. +49 3583 540540

www.oberlausitz.com

E 30.3.-2.4.: Ostern in der Oberlausitz, www.oberlausitz.com, Tel. +49 3591 48770 E 30.3.-2.4.: Ostern in Bautzen, www.bautzen.de, Tel. +49 3591 42016 E 30.3.-2.4.: Schlappohrs Ostereierei, www.kulturinsel. com, Tel. +49 35891 49113 E 31.3.: Ostern im Kinderspielland Görlitz, www.kinder-spiel-land.de, Tel. +49 3581 7501030

April E 1.4.: Der Osterhase im Zug, www.zittauer-schmalspurbahn.de, Tel. +49 3583 540540 E 1.4.: Ostersonntag auf dem Bauernhof im Dorfmuseum Markersdorf, www.oberlausitz-museum.de, Tel. +49 35829 60349 E 2.4.: Familientag im Findlingspark, www.findlingspark-nochten.de, Tel. +49 35774 556352 E 4.4.: Familienerlebnistag im Kloster St. Marienstern, www.ekzmarienstern.de, Tel. +49 35796 9710 E 6.4.: KOMMRum Tag des ZVON, www.komm-rum.de, Tel. +49 800 98664636 E 6.4.: Tag der offenen SOEG, www.zittauer-schmalspurbahn.de, Tel. +49 3583 540540 E 13.18.4.: Literaturtage an der Neiße, Görlitz, www.literaturtage.eu, Tel. +49 3581 672420 E 14.4.: 41. Bischofswerdaer Langstreckenlauf, www.wirinderlausitz.de, Tel. +49 3594 716062 E 15.4.: Deutsch-Polnisches Frühlingsfest, www.findlingspark-nochten.de, Tel. +49 35774 556352 E 15.4.-6.5.: 53. Musikfesttage in Hoyerswerda, www.lausitzhalle.de, Tel. +49 3571 904106 E 21.-22.4.: EURO FASHION AWARD – exklusiver Modedesignpreis, www.euro-fashion-award.eu, Tel. +49 3581 47570 E 21.-22.4.: 11. Tag der Baumhäuser mit BaumhausBauwettbewerb, www.kulturinsel.com, Tel. +49 35891 49113 E 28.-29.4.: 45. Zittauer Gebirgslauf & Wandertreff, www.zittauer-gebirgslauf.de, Tel. +49 3581 750080 E 28.-29.4.: 17. Gewerbemesse KONVENTA, www.loebau.de, Tel. +49 3585 450140 E 28.4.-1.5.: Funkelorum, www.kulturinsel.com, Tel. +49 35891 49113 E 28.4.: 17. Deutsch-Sorbischer Frühjahrsmarkt, www.biosphärenreservat.de, Tel. +49 35932 3650 E 28.4.-1.5.: Saisoneröffnung am O-See, www.olbersdorfer-see.com, Tel. +49 3583 5409971 E 29.4.: Saisoneröffnung im Ernährungs- und Kräuterzentrum, www.ekz-marienstern.de, Tel. +49 35796 9710 E 30.4.: Hexenfeuer – Brauch in der Oberlausitz, www.oberlausitz.com, Tel. +49 3591 48770.

Mai E Mai bis Oktober: Sonderausstellung “Expressionismus” in Görlitz , www.museum-goerlitz.de, Tel. +49 3581 671355 E 1.5.: Frühlingsspaziergang im Granitabbaumuseum Königshainer Berge, www.oberlausitzmuseum.de, Tel. +49 35829 60349 E 1.5.: Große Frühjahrspflanzenbörse und 15 Jahre Findlingspark Nochten, www.findlingspark-nochten.de, Tel. +49 35774 556352 E 4.5.: Premiere Krönum Theater zum Essen, www.kulturinsel.com, Tel. +49 35891 49113 E 5.5.: Niederschlesisches Oldtimertreffen, www.landskron.de, Tel. +49 3581 4650 E 5.5.: Tag der offenen Tür bei den Herrnhuter Sternen, www.herrnhuter-sterne.de, Tel. +49 35873 3640 E 5.5.: Kneipen-Live Bautzen, www.feiern-in-bautzen.de, Tel. +49 3591 42016

Voller Genuss aus der Region

Echt und gut – einfach ein Genuss – das sind die Produkte der Initiative „Die Lausitz schmeckt”

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E 6.5.: Neiße Adventure Race, www.kulturinsel.com, Tel. +49 35891 49113 E 6.5.: Theater unter der Burg, www.oybin.com, Tel. +49 35844 73311 E 6.5.: 20. Lausitzer Blütenlauf, www.lausitzer-bluetenlauf.de, Tel. +49 3578 379205 E 9.5.: XX. Spectaculum Citaviae, www.zittau.de, Tel. +49 3583 7520 E 10.5.: Vogelscheuchenfest im Trixi-Dorf, www.trixi-bad.de, Tel. +49 35841 6310 E 12.-13.5.: Mittelalterfest, www.museum-hy.de, Tel. +49 3571 603530 E 13.5.: Muttertagskonzert mit dem „Steffen-Peschel-Trio“ im Schloss Krobnitz, www.oberlausitz-museum.de, Tel. +49 35828 88700 E 13.5.: Mutti Spiel- & Tobesonntag, www.kulturinsel.com, Tel. +49 35891 49113 E 15.-20.5.: 15. Neiße Filmfestival Görlitz, www.neissefilmfestival.de, Tel. +49 35873 36132 E 17.-20.5.: 24. Internationales VW- Pfingstreffen, www.vw-treffen.com, Tel. +49 1805 552766 E 18.-21.5.: Orgelmarathon an 21 Orgeln der Lausitz, www.orgelarena.de, Tel. +49 3661 433330 E 19.-21.5.: Pfingstums-Feiertagsfeierei, www.kulturinsel.com, Tel. +49 35891 49113 E 19.–21.5.: Pfingstdampf, www.waldeisenbahn.de, Tel. +49 3576 207472 E 21.5.: Mühlentag in Oderwitz, www.oderwitz.de, Tel. +49 35842 20790 E 21.5.: Pfingstkonzert, www.zoo-goerlitz.de, Tel. +49 3581 6693000 E 23.-27.5.: 23. Jazztage Görlitz, www.jazztage-goerlitz.de, Tel. +49 176 21517543 E 25.-27.5.: 1016. Bautzener Frühling, www.bautzen.de, Tel. +49 3591 42016 E 27.5.: Tag des offenen Umgebindehauses, www.stiftung-umgebindehaus.de, Tel. +49 3586 3695815 E 27.5.: Vernissage „A la Mode“, Aktionstag und Parkpicknick im Schloss und Park Krobnitz, www.oberlausitz-museum.de, Tel. +49 35828 88700

Juni E Juni bis August: SommerTheater Open Air Görlitz, www.g-h-t.de, Tel. +49 3581 474747 E 1.-3.6.: Liedermacherfestival, Kronenkino Zittau, www.zittau.de, Tel. +49 3583 77960 E 1.6.: Großes Kulturinsel – Kinderspektakulum, www.kulturinsel.com, Tel. +49 35891 49113 E 1.6.: Mondscheinfahrt für Kinder, www.waldeisenbahn.de, Tel. +49 3576 207472 E 2.6.: Kinderfest in Burg und Kloster Oybin, www.oybin. com, Tel. +49 35844 7330 E 3.6.: 15. Europamarathon GörlitzZgorzelec, www.europamarathon.de, Tel. +49 3581 667800 E 3.6.: Stadtkindertag im Zoo Hoyerswerda, www.kulturzoo-hy.de, Tel. +49 3571 4763700 E 3.6.: Tag der Steine mit Mineralienbörse, www.findlingspark–nochten.de, Tel. +49 35774 556352 E 7.-8.6.: Fachtagung Spielwelten – Themenschwerpunkt „Ab nach draußen!“, www.kulturinsel.com, Tel. +49 35891 49113 E 8.-10.6.: Landskron BRAUfest der Sinne, www.lands-kron.de/kulturbrauerei, Tel. +49 3581 465157 E 9.6.: Lange Nacht der Kultur, www.bautzen.de, Tel. +49 3591 42016 E 9.6.: 15. Straßenfest am Klostertor, www.klitzekleinkunst.de, Tel. +49 3578 379207 E 9.6.: Nachtfahrt mit Aussichtswagen, www.zittauer-schmalspurbahn.de, Tel. +49 3583 540540 E 9.-10.6.: FabrikFestSpiele in der Energiefabrik Knappenrode, www.energiefabrik-knappenrode.de, Tel. +49 3571 6095540 E 15.6.: Jubiläumsstrandfest im Waldstrandbad, www.trixi-bad.de, Tel. +49 35841 6310

Brot aus Champagnerroggen, Oberlausitzer Honigwein, Jagdwurst mit Spargel, Lausitzer Leinöl, Sorbische Leberwurst – das ist nur eine Auswahl der Produkte, die unter dem Slogan „Die Lausitz schmeckt“ (DLS) vermarktet werden. Über 40 zumeist landwirtschaftliche Direktvermarkter und Betriebe des Ernährungshandwerks gehören der Initiative an. In den Jahren seit 2007 sind auch Gemeinschaftseditionen wie eine versandfähige DLS-Präsentbox oder DLS-RegionalRegale entstanden. Erfahren Sie mehr im Internet unter www.lausitz-schmeckt.de und bei Sebastian Klotsche vom Sächsisches Landeskuratorium Ländlicher Raum e.V., Tel. +49 35796 971-24.


Veranstaltungen 2018

Zaubern wie Pumphut und Krabat

3583 5409971 E 20.7.-5.8.: Lausitzer Musiksommer „Landschaften/Krajiny“, www. bautzen.de, Tel. +49 3591 42016 E 20.-23.7.: Grußschinner Schiss’n, www.grossschoenau.de, Tel. +49 35841 2146 E 21.7.: „Im Schein von 1.000 Lichtern“ – Gartennacht zu Christophorus, www.ekz-marienstern.de, Tel. +49 35796 9710 E 21.-22.7.: Schlesischer Tippelmarkt, www.tippelmarkt.de, Tel. +49 3581 672424 E 28.7.: 7. RangerTag im Biosphärenreservat, www.biosphärenreservat.de, Tel. +49 35932 3650

… können wir nicht. Aber wir können die Lausitz schmecken lassen! Die junge Urlaubsregion Lausitzer Seenland bezaubert nicht nur mit ihrer Wasserlandschaft. Wie gut und genussvoll die regionalen Produkte und Spezialitäten sein können, davon können Sie sich unter anderem an den drei Markttagen überzeugen.

August E 28. April: Markttag am Bärwalder See im Rahmen der Seenlandtage E 26. August: Markt zum Heidefest im Findlingspark Nochten E 6. und 7. Oktober: Markt zum Ernte-Dank-Fest in der Krabat-Mühle Schwarzkollm Weitere Infos: www.lausitz-schmeckt.de Extra Tipp von der Kinder- und Jugendfarm Hoyerswerda für Familien: E 10. Juli: „KRABAT-KULINARIK-KULTUR – ein Familienerlebnistag“ E 18. Oktober: „Der Bund der kulinarischen Geheimnisse – eine Schatzsuche für die ganze Familie“

E 14.6.–22.7.: 23. Bautzener Theatersommer, „Die Olsenbande hebt ab“, www.theater-bautzen.de, Tel. +49 3591 584225 E 15.-17.6.: Herrnhuter Stadtfest mit Kunsthandwerkermarkt am Samstag, www.herrnhut.de, Tel. +49 35873 34910 E 15.-17.6.: 8. Internationales Dudelsackfestival in Schleife, www.dudelsackfestivalschleife.com, Tel. +49 35773 76153 E 17.6.: Klosterund Familienfest in St. Marienstern, www.marienstern.de, Tel. +49 35796 99431 E 21.6.: Fête de la Musique Kamenz, www.kamenz.de/fetedelamusique. html, Tel. +49 3578 379205 E 22.-24.6.: Eibauer Bierzug , www.eibauer-bierzug.de, Tel. +49 3586 78040 E 23.6.: Sommersonnenwendfeier, www.kulturinsel.com, Tel. +49 35891 49113 E 28.-30.6.: 23. Internationales Straßentheaterfestival „ViaThea”, www.viathea.de, Tel. +49 3581 470531

Juli E Juli bis Oktober: Kunstausstellung ANTOINETTE „Mythos Europa – 20 Jahre Europastadt GörlitzZgorzelec“, www.goerlitz.de, Tel. +49 3581 670 E 6.7.: Stein-Mal-Tag, www.zoo-goerlitz.de, Tel. +49 3581 6693000 E 6.-7.7.: Zittauer Stadtfest, www.zittau.de, Tel. +49 3583 7520 E 6.-8.7.: Stauseefest Sohland, www.handball-sohland-spree.de, Tel. +49 35936 31071 E 6.-8.7.: Seenland 100, www.seenland100.de, Tel. +49 35756 63699 E 7.7.: Klosterfest, www.oybin.com, Tel. +49 35844 7330 E 9.7.: Tag zum Zootier des Jahres, www.zoo-goerlitz.de, Tel. +49 3581 6693000 E 14.7.: Nachtfahrt mit Aussichtswagen, www.zittauer-schmalspurbahn.de, Tel. +49 3583 540540 E 14.7.: O-See Festival, www.olbersdorfer-see.com, Tel. +49

Abenteuer ist einfach.

E 3.-5.8.: 15 Jahre Flugtage, Bautzen, www.bautzen.de, Tel. +49 3591 42016 E 3.-5.8.: 12. HISTORIK MOBIL, www.zittauer-schmalspurbahn.de, Tel. +49 3583 540540 E 4.-5.8.: 19. Lückendorfer Bergrennen, www.oybin.com, Tel. +49 35844 7330 E 11.8.: Schulklorum, www.kulturinsel.com, Tel. +49 35891 49113 E 14.8.-9.9.: 13. Bautzener Senfwochen, www.bautzen. de, Tel. +49 3591 42016 E 17.-19.8.: O-See Challenge, www.o-see-challenge.de, Tel. +49 3583 5409876 E 17.-23.8.: Kamenzer Forstfest, www.forstfest-kamenz.de, Tel. +49 3578 379305 E 24.-26.8.: 24. Altstadtfest / Jakuby Fest Görlitz, www.altstadtfest-goerlitz.de, Tel. +49 3581 47570 E 25.-26.8.: Knappenman, www.sportbund-lausitzer-seenland.de, Tel. +49 3571 604160 E 25.-26.8.: Oberlausitzer Leinentage – Barockschloss Rammenau, www.barockschloss-rammenau.com, Tel. +49 3594 703559 E 26.8.: 39. Bielebohlauf, www.oppach.de, Tel. +49 35872 3830 E 26.8.: Heidefest der Stars, www.findlingspark-nochten.de, Tel. +49 35774 556352 E 31.8.: Kastelruther Spatzen Open Air, www.landskron.de, Tel. +49 3581 4650 E 31.8.-2.9.: 666 Jahrfeier Großschönau, www.grossschoenau.de, Tel. +49 35841 2146 E 31.8.– 2.9.: 25. Folklorum – Turisedische Festspiele mit „Zweieinhalb Tage und Nächte Anderssein“, www.kulturinsel.com, Tel. +49 35891 49113

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Veranstaltungen 2018

35841 6310 E 31.10.: Halloween im Zoo Hoyerswerda, www.kulturzoo-hy.de, Tel. +49 3571 4763700

Impressum

Veranstaltungen Lausitzer Fischwochen – s. S. 13

November

September

E 1.-2.11.: Erlebnisinszenierungen – Die 23. Fachtagung der Querdenker, www.kulturinsel.com, Tel. +49 35891 49113 E 3.11.: Romantica, www.bautzen.de, Tel. +49 3591 42016 E 3.11.: Herbstlicher Familiennachmittag im HAUS DER TAUSEND TEICHE, www.biosphärenreservat.de, Tel. +49 35932 3650 E 3.11.: Halloween, www.kinder-spiel-land.de, Tel. +49 3581 7501030 E 4.11.: Winke Winke Augen zu, die Inselgeister geh‘n zur Ruh, www.kulturinsel.com, Tel. +49 35891 49113 E 4.11.: Kartoffelfest Drehsa, www.kartoffelfestdrehsa.de, Tel. +49 160 1457438 E 9.11.: Martinsspiel und Martinsumzug, www.zoogoerlitz.de, Tel. +49 3581 6693000 E 17.-18.11.: Kunsthandwerkermarkt, www.kulturinsel.com, Tel. +49 35891 49113 E 17.11.: Finnische Saunanacht, www.trixi-bad.de, Tel. +49 35841 6310 E 23.11.-23.12.: KRÖNUM Theater zum Essen, www.kulturinsel.com, Tel. +49 35891 49113 E 30.11.-23.12.: 635. Bautzener Wenzelsmarkt, www.bautzen.de, Tel. +49 3591 42016

Herausgeber: Große Verlag (s. auch Seite 99!) Rainer Große, Bahnhofstraße 7A 15711 Königs Wusterhausen Tel. +49 3375 277960, Funk +49 172 3130783 info@ferienmagazin.de, www.ferienmagazin.de

E 1.9.: Open Air mit Barclay James Harvest, www.landskron.de, Tel. +49 3581 4650 E 1.-2.9.: Museumsfest, www.waldeisenbahn.de, Tel. +49 3576 207472 E 2.9.: Tiergartenfest im Zoo Hoyerswerda, www.kulturzoohy.de, Tel. +49 3571 4763700 E 7.9.: Mondscheinfahrt für Romantiker, www.waldeisenbahn.de, Tel. +49 3576 207472 E 8.9.: 21. Deutsch-Sorbischer HerbstNaturmarkt, www.biosphärenreservat.de, Tel. +49 35932 3650 E 8.-9.9.: Bauernmarkt und Pilzausstellung, www.tierpark-zittau.de, Tel. +49 3583 701122 E 9.9.: Tag des offenen Denkmals, www.bautzen.de, Tel. +49 3591 42016 E 9.9.: Tierparkfest im Zoo Görlitz, www.zoo-goerlitz.de, Tel. +49 3581 6693000 E 14.-16.9.: Oldtimertreffen, www.oldtimerfreundesohland-ev.de, Tel. +49 35936 30381 E 15.9.: Red Panda Day + Zootier des Jahres, www.zoo-goerlitz.de, Tel. +49 3581 6693000 E 15.9.: Traumhochzeit-Standesamt im Bahnhof Bertsdorf, www.zittauer-schmalspurbahn.de, Tel. +49 3583 540540 E 15.9.: Herbstchorsingen, www.bautzen.de, Tel. +49 3591 42016 E 16.9.: 20. Leinewebers Pilzwochenende, www.karaseks-revier.de, Tel. +49 3586 451567 E 16.9.: Waldund Holzfest, www.olaho.de, Tel. +49 35936 33614 E 22.9-4.11.: 17. Lausitzer Fischwochen, www.oberlausitz.com, Tel. +49 3591 48770 E 23.9.: Große Herbst-Pflanzenbörse, www.findlingspark-nochten.de, Tel. +49 35774 556352 E 28.9.-3.10.: Bachwoche, www.innenstadtgemeinde-goerlitz.de, Tel. +49 3581 4287000

Alle Veranstaltungen im Terminkalender ohne Gewähr

Oktober E 3.10.: Erntedank – Kneiperdank – Bautzener Wirte laden ein!, www.bautzen.de, Tel. +49 3591 42016 E 3.10.: Tag des offenen Camps in Deutschbaselitz, www.aktiv-erlebnis-lausitz.de, Tel. +49 3594 707461 E 3.10.: 4. Oberlausitzer Familienfest, www.querxenland.de, Tel. +49 3586 45110 E 3.10.: Einheizfeierei, www.kulturinsel.com, Tel. +49 35891 49113 E 7.10.: Erntefest im Dorfmuseum Markersdorf, www.oberlausitz-museum.de, Tel. +49 35829 60349 E 13.10.: Höllowum mit Nachtgeländespiel, www.kulturinsel.com, Tel. +49 35891 49113 E 14.10.: Bastelfest im TrixiDorf, www.trixi-bad.de, Tel. +49 35841 6310 E 14.10.: Familientag auf Schloss Krobnitz, www.oberlausitzmuseum.de, Tel. +49 35828 88700 E 27.–28.10.: Kolloquium „Mode“ im Schloss Krobnitz, www.oberlausitz-museum.de, Tel. +49 35828 88700 E 30.10.: SZHalloween, www.zoo-goerlitz.de, Tel. +49 3581 6693000 E 30.10.: Flenntipplfest – die Oberlausitzer Gruselparty im Trixi-Dorf , www.trixi-bad.de, Tel. +49

Ausflugs-Tipp:

Dezember E 1.12.: Herrnhuter Weihnachtsmarkt, www.herrnhut.de, Tel. +49 35873 34910 E 1.-2.12.: Zittauer Lichterfest, www.zittau.de, Tel. +49 3583 7520 E 2.12./ 9.12./16.12./23.12: Adventsfahrten mit Kaffee und Stollen, www.zittauer-schmalspurbahn.de, Tel. +49 3583 540540 E 2.12.: Adventskonzert im Naturparkhaus, www.grossschoenau.de, Tel. +49 35841 2146 E 2.12.: Karaseks Naturmarkt, www.karaseksrevier.de, Tel. +49 3586 451567 E 4.-20.12.: Weihnachten auf dem Bauernhof im Dorfmuseum Markersdorf, www.oberlausitz-museum.de, Tel. +49 35829 60349 E 6.12.: Nikolauszug, www.zittauer-schmalspurbahn.de, Tel. +49 3583 540540 E 8.-9.12.: Weihnachtsmannfahrten, www.waldeisenbahn.de, Tel. +49 3576 207472 E 8.-16.12.: Zittauer Weihnachtsmarkt, www.zittau. de, Tel. +49 3583 7520 E 9.12.: Adventsmarkt, www.tierpark-zittau.de, Tel. +49 3583 701122 E 10.12.: Bescherung der Tiere, www.zoo- goerlitz.de, Tel. +49 3581 6693000 E 15.-16.12.: 15. Märchenhaftes Advents-Spectaculum, www.kamenz.de / adventsspectaculum.html, Tel. +49 3578 379205 E 16.12.: Weihnachtsoratorium, www.johannis-kirche-zittau.de, Tel. +49 3583 701122 E 24.12.: Weihnachtsmannzüge, www.zittauer-schmal- spurbahn.de, Tel. +49 3583 540540 E 25.12.: Kaiserweihnacht auf Burg und Kloster Oybin, www.burgundkloster-oybin.de, Tel. +49 35844 73311 E 31.12.: Kindersilvesterparty im TrixiDorf, www.trixi-bad.de, Tel. +49 35841 6310 E 31.12.: Silvesterzug „Mit Volldampf ins neue Jahr“ und Silvesterparty im Bahnhof Oybin, www.zittauer-schmalspurbahn.de, Tel. +49 3583 540540 (Auswahl)

Krabat-Milchwelt Kühe fühlen, Käse genießen und dabei Landluft schnuppern: In der KRABAT MILCHWELT in Kotten bei Wittichenau wird Landwirtschaft mit allen Sinnen erlebbar. Bei Führungen (nach Voranmeldung) über den gläsernen Hof können Besucher einen Blick in die Kuhställe und die Schaukäserei werfen. Außerdem gibt es im Hofladen handgemachte Käsespezialitäten zum Verkosten und Kaufen. KRABAT Milchwelt Kotten 2 02997 Wittichenau C/2 Tel. +49 35725 929012 info@krabat-milchwelt.de www.krabat-milchwelt.de

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Das Ferienmagazin „Oberlausitz” 2018

in Zusammenarbeit mit der Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH (MGO) Humboldtstraße 25, 02625 Bautzen Tel. +49 3591 48770, info@oberlausitz.com www.oberlausitz.com Redaktion/ Redaktionsbeirat Rainer Große (v.i.S.d.P.) und Anett Böttger vom Ferienmagazin; Olaf Franke und Tobias Haidan von der MGO, Aline Förster, Leiterin des Naturpark Zittauer Gebirge e.V., Heiko Harig, Leiter der Touristischen Gebietsgemeinschaft „Feriengebiet Oberlausitzer Bergland” e.V. Texte: Ferienmagazin – Anett Böttger, Jens Rümmler (www.ruemmler-jens.de), Rainer Große, Kerstin Große, Holger Becker, Inserenten Bildbearbeitung: Jan Scheffler/ print professional Grafik/Layout: Rainer Große, Anna Große Vignetten/Zeichnungen: Lisa Struwe, Peter Isensee, Andreas Mücke, Aquarell Klaus Herzog (44) Karten: MARUNG +BÄHR Werbeagentur (20-21), Ferienmagazin (44, 48), Ideenwerk Kroemke/MGO (20-21, Umschlag Karte) Fotos Titelbild: Philipp Herfort (http://ph-otography.de) Innenteil: Inserenten, Archiv der MGO, Touristische Gebietsgemeinschaften, Tourist-Informationen, Ferienmagazin/Rainer Große (2, 3, 8, 17, 18, 24, 25, 26, 28, 32, 36, 37, 38, 39, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 54-55, 57, 59, 62, 63, 66, 74, 79, 82, 84, 89, 99), TMGS/Fouad Vollmer Werbeagentur (4, 5, 6-7, 8, 10, 14-15, 16, 17, 40, 69, 94), Philipp Herfort (1, 21, 24-25), Sabine Wenzel (2), Laura Förster (2), www.augen-futter. com (2), Rainer Weisflog (3, 80, 84), Tourismusverband Lausitzer Seenland/Nada Quenzel (3, 80), Uwe Schwarz (4-5, 39, 48, 52, 53, 67), Juliane Mosterz (4), Anett Böttger (9, 92, 95), Barockschloss Rammenau (11), Töpferei Lehmann (12), Wolfgang Wittchen (13), Herrnhuter Sterne GmbH (18-19), Denise Arlt Photography (20), René Egmont Pech (22-23, 26), Naturparkzentrum und Tourismuszentrum Naturpark Zittauer Gebirge (24, 25, 26), Jan Gutzeit/TRIXI-Park (26), Jürgen Matschie (27, 31), Thomas Glaubitz (27), Dieter Weise (28), Michael Sperl (28), FVB Oybin (29, 30), Andreas Krone (29), Uwe Kahl (30), Steffen Stein (31), Tobias Rietz (20, 34, 35, 64, 76), TI Waltersdorf (36, 38), Michael Rimpler (36, 38), Sonnebergbaude (36, 37), Kunze Promotion (37, 39), Rainer Döring (40), www.augen-futter.com (41), TI Herrnhut (42), Herrnhuter Sterne GmbH (42-43), Kultur- und Landschaftspflegeverein e.V. (49), Matthias Ludwig (49), Holger Hinz (51), photoDesign Anett Scholz (51), Simone Bergmann (52), M. Hempel (52), Jürgen Walter (52), Hagen Pietsch (53), Michael Meyer (53), Beckenbergbaude (54, 55), Stefan Richter (56), KörseTherme (56), Jens-Michael Bierke (58, 62, 65), Mönchshof (59), FaMa GmbH, Jörg Bergmann (60, 61), Matej Zieschwauck (62), Regina Frenzel (65), DJH Landesverband Sachsen e.V. (65, 98), Dirk Weiß (68), Mario Trampenau (68), Melinda Gauss (69), Karsten Nitsch (69), Axel Gebauer (69), I. Wobad (70), TGG Heide und Teiche (71), TGG Westlausitz (72), Peter Tendler (72), Spielgemeinschaft „Gojko Mitic” (73), Tier- und Kulturpark, Stadt Bischofswerda (73), Stadt Großröhrsdorf (74), Holger Stein (75), Barockschloss und Gemeinde Rammenau, Göbel, Oliver Killig (75), LuxOase (76), Radeberger Exportbierbrauerei (77), Pulsnitz-Information (78), T. Kellermann (78), Ingo Morgenstern (79), Kamenz-Information (79), DRK Wasserwacht Chemnitz, Gemeinde Boxberg/O.L. (81), Findlingspark Nochten (81), Premke (83), KulturFabrik, Rico Hofmann (83), Haiko Schnippa (83), Tino Kittner (84), , Peter Radke (84), TGG NEISSELAND (84, 85), Iris Hamelmann (85), SchlesischOberlausitzer Museumsverbund gGmbH (85), Rudolf Grack (85), Stiftung „Fürst Pückler Park Bad Muskau”/ Astrid Roscher (86-87), Waldeisenbahn Bad Muskau GmbH (2, 88), A. Wuntke (89), Volker Kreidler (90), Confiserie Felicitas & SchokoLadenLand Hornow/Florian Bröcker (93), Katharina Behling (93), Ben Peters (93), Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH, EGZ (94), Naturschutz-Tierpark Görlitz e.V. (96), ZVON/Holger Hinz (100), Lars Neumann (101) Auflage: 100.000 Exemplare Druck: Druckerei Vetters, Radeburg (www. druckerei-vetters.de) Es gilt die Anzeigenpreisliste „Mediadaten Oberlausitz 2017”. Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Für den Inhalt der Anzeigen zeichnen die Inserenten verantwortlich. Verteilung der Ferienmagazine: kostenlos Nur für Bestellungen über www.ferienmagazin.de wird eine Schutzgebühr von 1,50 Euro erhoben.


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L ourist ormatio Bautze Bu i Hauptmarkt 1, 02625 Bautzen D/3 Tel. +49 3591 42016 o. +49 3591 19433 touristinfo@bautzen.de www.bautzen.de (s. S. 58ff.)

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L Ba us au ouristi mb Kirchplatz 5 02953 Bad Muskau Tel. +49 35771 50492 info@badmuskau.info www.muskau.info (s. S. 87ff.) L aus es astes Blaue ugel Dreiseite o ourist ormatio Hauptstraße 97, 02733 Cunewalde Tel. +49 35877 80888 touristinfo@cunewalde.de www.cunewalde.de (s. S. 52)

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L B rger u ourismusser4ice Bisc o swer a Rathaus, Altmarkt 1 01877 Bischofswerda Tel. +49 3594 786217 touristinfo@bischofswerda.de www.bischofswerda.de (s. S. 73)

L ourist ormatio ies D/2 Zinzendorfplatz 8, 02906 Niesky Tel. +49 3588 25580 touristinfo@niesky.de www.niesky.de (s. S. 90) L ourist ormatio bau Altmarkt 1, 02708 Löbau Tel. +49 3585 450140 D/4 tourist-info@loebau.de www.loebau.de (s. S. 46ff.)

L uro. asta t rlitz gorzelec mb / ourist ormatio Obermarkt 32, 02826 Görlitz E/3 Tel. +49 3581 47570 willkommen@europastadt-goerlitz.de www.europastadt-goerlitz.de (s. S. 94ff.) L ourist ormatio o erswer a Braugasse 1, 02977 Hoyerswerda Tel. +49 3571 209 6170 B-C/2 hoyerswerda@lausitzerseenland.de www.hoyerswerda.de (s. S. 82ff.)

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L ourist ormatio bercu ers or Hauptstraße 65, 02708 Kottmar OT Obercunnersdorf Tel. +49 35 875 60954 info@obercunnersdorf.de www.obercunnersdorf.de (s. S. 50ff.)

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L ourist ormatio . ree/ uell a Hauptstraße 214 a, 02739 Kottmar OT Eibau Tel. +49 3586 702051 info@faktorenhof-eibau.de www.faktorenhof-eibau.de (s. S. 50ff.)

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L ourist ormatio / etter abi ett erwitz Hintere Dorfstraße 15, 02791 Oderwitz Tel. +49 35842 20790 wetterkabinett@oderwitz.de www.oderwitz.de (s. S. 45)

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L uls itz ormatio Haus des Gastes, Am Markt 3 01896 Pulsnitz B/3 Tel. +49 35955 44246 info@kultur-tourismus-pulsnitz.de www.kultur-tourismus-pulsnitz.de (s. S. 78)

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L ourist o B rwal er ee Zur Strandpromenade 1 02943 Boxberg/Oberlausitz Tel. +49 35774 489579 info@baerwalder-see.eu www.baerwalder-see.eu (s. S. 81) L ultur u rem e 4er e rsamt err ut Comeniusstraße 6, 02747 Herrnhut Tel. +49 35873 2288 tourismus@herrnhut.de www.herrnhut.de (s. S. 42ff.)

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L ourist ormatio bi c e or Hauptstraße 15, 02797 Kurort Oybin Tel. +49 35844 7311 D/2 info@oybin.com www.oybin.com (s. S. 29ff.)

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L ourist ormatio o s or Auf der Heide 11, 02796 Kurort Jonsdorf Tel. +49 35844 70616 E/5 tourist@jonsdorf.de www.jonsdorf.de (s. S. 32ff.) L ame z ormatio Schulplatz 5, 01917 Kamenz B/3 Tel. +49 3578 379205 kamenzinformation@kamenz.de www.kamenz.de www.kamenz.de/tourismus (s. S. 79) L igsbr c ormatio Markt 19, 01936 Königsbrück Tel. +49 35795 42555 information@koenigsbrueck.de www.koenigsbrueck.de

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L atur. ar aus ittauer ebirge mit ourist ormatio Hauptstraße 28, 02799 Großschönau OT Erholungsort Waltersdorf Tel. +49 35841 2146 touristinfo@grossschoenau.de www.grossschoenau.de (s. S. 36ff.) L ourismusze trum atur. ar ittauer ebirge Markt 1 (Rathaus), 02763 Zittau Tel. +49 3583 752200 tourismuszentrum@zittauer-gebirge.com www.zittauer-gebirge.com (s. S. 26ff.)

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A A C A L ar eti g esellsc a t berlausitz ie ersc lesie mb Humboldtstraße 25, 02625 Bautzen D/3 Tel. +49 3591 48770 info@oberlausitz.com, www.oberlausitz.com L ourismus ar eti g esellsc a t ac se mb Bautzner Straße 45/47, 01099 Dresden A/4 Tel. +49 351 491700 info@sachsen-tour.de, www.sachsen-tourismus.de


Ferienmagazin Oberlausitz 2018  

Die Ferienregion Oberlausitz bietet ihren Besuchern vielfältige Kultur- und Aktivangebote, jahrhundertlange Geschichte, einzigartiges Brauch...

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