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’ k nam Herzlich willkommen – Witajce Liebe Leserinnen und Leser,

Im Redaktionsbeirat des Ferienmagazins Oberlausitz, hier bei einem Treffen im Haus Schminke in Löbau (s. S. 41), hat jeder inhaltliche Ideen, Erfahrungen und Fertigkeiten mit eingebracht. Im Bild, stehend von links: Rainer Große, Journalist und Ferienmagazin-Herausgeber; Heiko Harig von der TGG Oberlausitzer Bergland; Olaf Franke, Geschäftsführer der Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH und Marketingleiter Tourismus Tobias Haidan; sitzend von links: Ferienmagazin-Reporter Anett Böttger und Jens Rümmler sowie Aline Förster, Leiterin des Vereins Naturpark Zittauer Gebirge e.V.

Die Gütesiegel und Marken stehen für besondere Angebote bzw. Leistungen und sind bei den Kontakt-Adressen angegeben: „ServiceQualität Deutschland”, „Familienurlaub in Sachsen”, „Via Sacra”, „Oberlausitz per Rad”, „Freizeitknüller der Oberlausitz“, „Oberlausitzer Wanderhotel”, „Urlaub im Umgebindehaus”, „Oberlausitz genießen®” und „Lausitzer Fischwochen®”

mit dem Ferienmagazin geben wir Ihnen ein Heft mit vielen Informationen, Empfehlungen und Anregungen für einen Besuch in der Oberlausitz in die Hand. Sie werden garantiert viel Neues erfahren, denn auf „Geheimtipps” legen wir Wert. Hunderte wunderschöner Ausflugsziele erwarten Sie und Begegnungen mit freundlichen Menschen, die ihre Heimat „Äberlausitzer Heemt” nennen, traditionsbewusst leben und Gäste gern daran teilhaben lassen. Dieses Ferienmagazin hilft vor allem auch Eltern, die mit den Kindern etwas auf die Beine stellen und neue Erfahrungen in Familie genießen wollen. Wir freuen uns, wenn Sie uns im Ferienmagazin-Leserwettbewerb von Ihren Erlebnissen berichten. So wie Michael und Silke Reiner aus Ulm in Baden-Württemberg, sie schrieben nach ihrem Besuch: „Es bieten die kleinen Ortschaften und die oft liebevoll restaurierten Gasthäuser das, was man in manch anderen touristisch erschlossenen Gebieten vergeblich sucht und einfach nicht mehr findet: echte und authentische Gastfreundschaft! Wir hatten überall und jederzeit(!) das Gefühl, äußerst willkommen zu sein und durften somit jeden Tag mit netten Gesprächen, freundlichen Menschen und einer traditionell bodenständigen Oberlausitzer Küche perfekt ausklingen lassen. Man könnte sagen, die Oberlausitz ist zusammengefasst ein Genuss fürs Auge, den Magen und die Seele.” In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Schmökern, bei der Reiseplanung und schließlich bei erlebnisreichen Urlaubs- und Ferientagen! Ihr gesamtes Team des Ferienmagazins und der Marketing-Gesellschaft OberlausitzNiederschlesien mbH (MGO) sowie des Redaktionsbeirates

Anfragen und Infos über:

Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH Humboldtstraße 25, 02625 Bautzen Tel. +49 3591 48770 Fax +49 3591 487748 info@oberlausitz.com www.oberlausitz.com

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Inhalt 2017 Immer aktuell:

FerienmagazinLeserwettbewerb

Die schönsten Seiten der Oberlausitz 04 Ausgezeichnet Wo sich drei bedeutende UNESCOWelterbestätten der Oberlausitz befinden.

08 Zauberhaft Warum es so viele Parks, Gärten und Schlösser beiderseits der Neiße gibt.

10 Besinnlich Entdeckungsreisen auf der touristischen Route Via Sacra. Warum die Begegnungen berühren.

14 Bezaubernd Der Oberlausitzer Sechsstädtebund. Warum sich Reisen in die historischen Städte lohnen – einige Geheimtipps.

18 Zweisprachig Die Sorben in der Oberlausitz. Wie das kleinste slawische Volk seine Sprache, Kultur und Brauchtum bewahrt.

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Schreiben Sie uns in Wort und Bild von Ihren Erlebnissen aus dem Oberlausitz-Urlaub.

22 Einladend Warum Umgebindehäuser Meisterwerke sind, eine „Seele” haben, wo man sie sehen und darin wohnen kann.

Wir veröffentlichen die schönsten Geschichten unter

26 Kunstfertig Von den Herrnhuter Sternen bis zu Europas einziger Kokosweberei: Wo traditionelles Handwerk gepflegt wird.

28 Abenteuerlich Warum sich Familien im Urlaub bei den Freizeitknüllern der Oberlausitz besonders wohl fühlen.

30 Abgefahren Wie Radler auf den gut ausgebauten Themen- und Fernradwanderwegen die schönsten Ausflugsziele erreichen.

32 Wanderbar Warum die Oberlausitz besonders für Wanderer ein lukratives Ziel mit den besten Aussichten ist.

www.ferienmagazin.de und www.facebook.com/Ferienmagazin

Siehe auch Seite 55!

34 Erfrischend Die Oberlausitzer Wasserwelten: Wo Wassersportler und Badefreudige auf ihre Kosten kommen.

36 Köstlich Die Lausitz schmeckt: Wie die Lausitzer Fischwochen tausende Besucher an die Teiche locken.

38 Facettenreich Warum die Oberlausitz so bunt und vielfältig wie kaum eine andere Ferienregion in Deutschland ist.


Verwirrendes Vergnügen Deutschlands größtes Labyrinth liegt neben dem Saurierpark „Bin ich auf dem richtigen Weg?“ Nicht nur einmal stellt sich Besuchern diese Frage, wenn sie sich in Kleinwelka durch den größten Irrgarten Deutschlands tasten. Das verwinkelte Gelände vor den Toren von Bautzen teilt sich in Hecken-, Rätsel- und Abenteuerirrgarten, wobei jeder für sich ein Erlebnis ist. Das Ziel im Heckenlabyrinth ist eine große Brücke. Wer es dorthin geschafft hat, darf anderen auf ihrem Irrweg zuschauen, sie von oben anfeuern oder durchaus auch in eine Sackgasse schicken. Der Rätselirrgarten ist eine gute Gelegenheit, sein Wissen zu testen – gerade so wie bei „Wer wird Millionär“. In 13 Feldern gibt es verschiedene Fragen zu lösen, auch auf Polnisch und Tschechisch sowie getrennt für Erwachsene und Kinder. Im Abenteuerirrgarten mit allerlei Hindernissen ist Sportlichkeit gefragt. Auf ca. 10.000 m² können Sie mit Ihrer ganzen Familie ein großes Spiel spielen. Und bei einer Seilbahnfahrt können mutige Irrläufer über die gesamte Anlage schweben.

Mathias und Teresa Kreyßig sind mit den Kindern Hannah, Lina, Tim und Florian regelmäßig im Irrgarten

Irrgarten Kleinwelka Inh. Regina Frenzel Am Saurierpark 2, 02625 Bautzen, OT Kleinwelka C3 C/ Tel. +49 35935 20575 C/3 info@irrgarten-kleinwelka.de www.irrgarten-kleinwelka.de

Land und Leute – eine Tour durch die Feriengebiete 40 Naturpark Zittauer Gebirge Löbau 40-41 Zittau 42-43 Lückendorf • Bertsdorf-Hörnitz 43 Naturpark 44 Großschönau 45 Erholungsort Waltersdorf 46-47 Großschönau 48 Luftkurort Jonsdorf 49 Oybin 50 Zittau, Olbersdorf 51 Seifhennersdorf • Eibau 52 Oderwitz 53 Herrnhut 54 Die neue Umgebindehausstraße 56

57 Oberlausitzer Bergland Kottmar • Obercunnersdorf, Eibau 57 Neusalza-Spremberg 58 Oberlausitzer Bergland 59 Cunewalde • Sohland 60 Oppach • Tautewalde 61 Wilthen • Schirgiswalde-Kirschau 62 Neukirch 63

64 Bautzen Bautzen Kleinwelka • Lehndorf

83 Lausitzer NEISSELAND 64-69 68-69

Hornow Bad Muskau Weißwasser Rietschen • Niesky Görlitzer Land • Thräna

70 Oberlausitzer Heideund Teichlandschaft UNESCO-Biosphärenreservat 70-71 Krabat-Radweg 72

88 Görlitz

73 Westlausitz Die Westlausitz Großröhrsdorf Rammenau Bischofswerda Pulsnitz Kleinröhrsdorf

Görlitz 73 74 75 76 77 76-77

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Veranstaltungen 92-95 Kinder- & Jugendeinrichtungen 96

78 Dresdner Heidebogen Der Heidebogen Kamenz

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80 Lausitzer Seenland Lausitzer Seenland • Geierswalde 80 Hoyerswerda 81 Boxberg/OL • Klein Partwitz 82

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Tipps: E Kniffliges Schatzsuchespiel für alle Altersstufen E Suche nach dem Irrgartenjackpot (Juli und August) E Gruppenveranstaltungen & Kindergeburtstage E Ende September/Anfang Oktober: Geisternächte E geöffnet: von Anfang April bis zum ersten November-Wochenende.


Ausgezeichnet Welterbe in der Lausitz Ein Prädikat der UNESCO verspricht weltweite Anerkennung. Gleich drei Ausflugsziele in der Oberlausitz und Südbrandenburg tragen den viel beachteten Titel der UN-Organisation: der Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau als Welterbestätte, der Muskauer Faltenbogen als Geopark und die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft als Biosphärenreservat.

Schloss im Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau


„Wer mich ganz kennenlernen will, muß meinen Garten kennen, denn mein Garten ist mein Herz”. Hermann (Ludwig Heinrich) Fürst von Pückler-Muskau

Weltreisender, Schriftsteller, Frauenverehrer, Lebemann – Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785-1871) war eine schillernde und äußerst kreative Persönlichkeit. Arkadien gleich, sollte sich das karge Muskau an der Neiße in ein Gartenreich verwandeln. Mit einem ehrgeizigen Plan wandte sich der Standesherr deshalb am 1. Mai 1815 an die Bevölkerung. Er bat darum, ihm die nötigen Grundstücke zu „vernünftigen Bedingungen“ zu überlassen. Der Aufruf gilt als Geburtsurkunde für den berühmten Park. Im englischen Stil angelegt, erstreckt sich der 830 Hektar große Landschaftsgarten heute zu zwei Dritteln auf polnischem Gebiet. Im Neuen Schloss des Muskauer Parks widmet sich die Ausstellung „Pückler! Pückler? Einfach nicht zu fassen!” dem facettenreichen Fürsten. Überaus unterhaltsam ist die Schau gestaltet, in der auch ein Liebesbrief-o-mat steht. Wer sich des mechanischen Sekretärs bedient, gewinnt einen Eindruck, wie der wortgewandte Standesherr romantische Schreiben zu formulieren vermochte. Geräuschvoll stellt die Maschine für einen Brief die Textpassagen zusammen, die man zuvor ganz nach persönlicher Stimmungslage ausgewählt hat, egal ob frisch verliebt oder eifersüchtig.

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er den Muskauer Park besucht, begibt sich mit allen Sinnen in ein dreidimensionales Kunstwerk. Oberhalb des Eichsees schweift der Blick hinauf zur Gloriette. Von der pavillonartigen Plattform öffnet sich eine bezaubernde Aussicht über die Tränenwiese zum Neuen Schloss. Lenkt der Spaziergänger seine Schritte in die andere Richtung, gelangt er über die Englische Brücke ans östliche Ufer der Neiße und damit auf polnischen Boden. Auf dem Weg durch den Park betonen Steinbänke immer wieder faszinierende Sichtachsen. Über Jahrzehnte zugewachsen, wurden viele davon nach 1990 schrittweise wieder freigelegt, vor allem im polnischen Teil. Das in Vanille- und Himbeertönen neu erstrahlte Schloss sorgt immer wieder für einen markanten Blickpunkt in der Landschaftskomposition. Der Park kam 2004 durch einen deutsch-polnischen Antrag auf die Liste des UNESCO-Welterbes. Seit 1945 zieht sich durch Pücklers Meisterwerk die Staatsgrenze. Seit Mitte der 1990er Jahre wurden wichtige Bauwerke mit Millionenaufwand wiederhergestellt, darunter auch die Doppelbrücke an der Jeanetteninsel. Kaum mehr zu glau-

ben, wie es war, als die Verbindungen ans andere Ufer abgeschnitten waren und der Parkspaziergang notgedrungen am Fluss endete. * Land der Tausend Teiche wird das Gebiet zwischen Bautzen, Hoyerswerda und Niesky genannt. Wie ein smaragdener Teppich breiten sich stille Teiche, undurchdringliche Röhrichte und einsame Wälder über das flache Land aus. Sie bilden die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft – einen in Mitteleuropa einmaligen Naturraum. Deshalb stehen rund 30.000 Hektar dieses Gebietes seit 1994 unter dem besonderen Schutz der UNESCO: als Biosphärenreservat „Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft“. Diese Schutzgebiete sind Modellregionen, in denen die Menschen im Einklang mit der Natur wirtschaften sollen. Im Informationszentrum des Biosphärenreservates, dem „Haus der Tausend Teiche“ werden die Besucher nicht nur über das Gebiet informiert, sondern auch über die naturnahe Teichbewirtschaftung als wichtiger Erwerbszweig in der Region. Das UNESCO Schutzgebiet in der Oberlausitz ist Sachsens einziges Biosphärenreservat. Es ist ein Refugium für mehr als 5.200 Pflanzen-

Blick vom Bergpark zum Schloss im UNESCO-Welterbe Muskauer Park/Park Mużakowski

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Auch der scheue Kranich kann in der Teichlandschaft des UNESCO Biosphärenreservates in der Oberlausitz beobachtet werden und Tierarten. Naturliebhaber können hier wie nirgendwo sonst Arten, die teilweise als bedroht gelten, leicht beobachten. Dazu zählen beispielsweise die majestätischen Seeadler, die schillernden Moorfrösche, der geheimnisvolle Sumpfporst und viele mehr. * Der Muskauer Faltenbogen bekam im Mai 2015 offiziell den Status eines UNESCO Global Geoparks. Er ist eine Altbergbaulandschaft voller Gewässer und ein waldreicher Naturraum mit bedeutender ökologischer Vielfalt. Trockene, sandige Hochebenen wechseln mit kilometerlangen Talrinnen ab. Unterschiedliche Mineralien sorgen für herrlich bunte Seen.

Als Europa vor etwa 350.000 Jahren unter einer kilometerdicken Eisschicht lag, stauchte ein Gletscher den Untergrund bis in eine Tiefe von 300 Metern und türmte die Erdmassen vor sich auf. Es entstand eine Stauchendmoräne, die in Form eines großen Hufeisens grenzüberschreitend von Brandenburg über Sachsen bis nach Polen verläuft. Mitten hindurch fließt die Neiße, die sich bis zu 30 Meter tief ins L and einschneidet. Mit erfahrenen Geoparkführern können Besucher auf Tour gehen, um mehr über die Phänomene des Muskauer Faltenbogens sowie seine 200-jährige Bergbau- und Industriegeschichte zu erfahren.

Ihr Gastgeber vor Ort: L Kulturhotel Fürst Pückler Park**** Therapeutisches Zentrum Moorbad Bad Muskau GmbH D/1 Schlossstraße 8, 02953 Bad Muskau Tel. +49 35771 5330 info@kulturhotel-fuerst-pueckler-park.de www.kulturhotel-fuerst-pueckler-park.de

Tipps: E großzügiger Wellness-Bereich „Machbuba-Oase“ E Restaurant „Grüner Fürst“ E hausgemachtes Fürst-Pückler-Eis nach traditionellem Rezept E Kochkurse

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Blick vom Bergpark zum Kulturhotel

Tipps zum Weiterlesen:: L Stiftung „Fürst-Pückler-Park Bad Muskau” in Bad Muskau, www.muskauer-park.de (S. 84) D/1 Tourismuszentrum, Tel. +49 35771 63100 L Besucherzentrum Geopark Muskauer Faltenbogen in Döbern (S. 85) www.muskauer-faltenbogen.de D/0 L Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide und Teiche und Haus der Tausend Teiche in Malschwitz OT Wartha (S. 70ff) D/2-3 www.biosphaerenreservat-oberlausitz.de Mehr Informationen: Grube Proventia im UNESCO-Geopark Muskauer Faltenbogen

www.oberlausitz.com

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Zauberhaft Reich an Schlössern, Parks und Geschichte Einmalig in Europa! Es ist ein Karneval für die Augen – denn im Findlingspark Nochten kann man sich nie satt sehen! Irgendwas blüht immer. Über 100.000 Pflanzen und Gehölze finden Gäste hier. Doch „Hauptdarsteller“ sind eigentlich 7.000 Gesteinsbrocken, die wirken, als habe jemand einen riesigen Steintrog über die Landschaft gekippt. Eine weitere Besonderheit in der Oberlausitz: Über 600 historische Parks und Gärten gibt es beiderseits der Neiße, die seit 1945 die Grenze zwischen Deutschland und Polen markiert. Mit dieser Dichte an gartenkünstlerischen Anlagen gilt die Region als touristischer Geheimtipp.

Findlingspark in Nochten


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Das Schloss in Krobnitz (www.oberlausitz-museum.de) Architekturformen ließe sich die Geschichte des zusammenhängenden Kulturraumes ablesen. Die Oberlausitz – bis 1635 böhmisch – habe ähnliche Wurzeln wie ein großer Teil Schlesiens. Mangelnde Pflege, Vandalismus oder Brände haben den einst stolzen Bauwerken im Laufe der Zeit zugesetzt. Manche der architektonischen Perlen gleichen versteckten Juwelen, die verwunschen im Dornröschenschlaf liegen und voller Geheimnisse stecken. Andere wurden wieder aufwändig herausgeputzt und stehen heute als Hotel offen, mitunter auch als Museum. 28 Schlösser mit ihren Parks sind durch einen grenzüberschreitenden Gartenkulturpfad miteinander verbunden worden, um das öffentliche Bewusstsein für den Reichtum der Kulturlandschaft zu schärfen. Für einen Besuch empfiehlt Arne Franke unter anderem den auf polnischer Seite gelegenen Park von Schloss Iłowa/Halbau oder auf deutscher Seite Schloss Krobnitz bei Reichenbach. Albrecht Graf von Roon (1803-1879), Preußens einstiger Kriegsminister, wählte den Ort für seinen Altersruhesitz aus. Das vorhandene Gutshaus ließ er zum Schloss umbauen, das in seinem Stil an preußische Ministeriumsbauten erinnert. An das gräfliche Anwesen grenzt ein Park an, der in den zurückliegenden Jahren sein ursprüngliches Aussehen wiedererhielt.

Tipps zum Weiterlesen: E Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau (S. 4ff., 84) E Barockschloss in Rammenau (S. 75) E Herrnhut (S. 54) E Bischheim (S. 78) Ihr Gastgeber vor Ort: L Findlingspark Nochten e.V. (Bild linke Seite) OT Nochten, Parkstraße 7, 02943 Boxberg D/1 Tel. +49 35774 556351 info@findlingspark-nochten.de www.findlingspark-nochten.de Die Findlinge stammen aus Skandinavien, von wo sie Eismassen in der Eiszeit bis in die Lausitz schoben. Auf dem Geo-Pfad „Klein Skandinavien“ erfahren Besucher die genaue Herkunft der Steinbrocken. Vom Gipfel bietet sich ein Panoramablick: über den noch aktiven Bergbau bis zum Riesengebirge. Außerdem: E Für Kinder gibt es einen echt coolen Spielplatz E Besucherzentrum E Bistro E Veranstaltungen E Pflanzenverkauf L Schloss und Park Neschwitz Tourismusbüro (April bis Oktober geöffnet) Park 4, 02699 Neschwitz C/3 Tel. + 49 35933 32669 tourismus@neschwitz.de, www.neschwitz.de Das barocke alte Schloss ließ Herzog von Württemberg für seine Gemahlin Reichsfürstin von Teschen 1721-1723 errichten. Es diente der Mätresse Augusts des Starken mit ihrem Gemahl als Sommerresidenz. Charakteristisch ist die Harmonie zwischen Barockpark und Landschaftsgarten. Der geometrisch angelegte Ehrenhof mit Pavillons, spiegelnden Wassergräben und geschnittenen Hainbuchen lädt zum Verweilen ein. In den Schlosspavillons befinden sich Tourismusbüro, Standesamt, Naturschutzstation, Sächsische Vogelschutzwarte und ein Eiscafé. Das Schloss wird für Trauungen, Konzerte und Ausstellungen genutzt.

Weitere Informationen: Barockschloss und Park Neschwitz (www.neschwitz.de)

www.oberlausitz.com/Gartenkultur www.gartenkulturpfad-neisse.org

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aum eine andere Region in Europa hat eine solche Dichte an Schlössern, Herrenhäusern und Parks aufzuweisen wie die Oberlausitz und das angrenzende Schlesien. Die Frage, warum der Landstrich so reich an Bauten dieser Art ist, beschäftigt Arne Franke (im Bild) inzwischen seit mehr als 20 Jahren. Der Berliner Kunsthistoriker hat akribisch zu diesem Thema geforscht und eine umfangreiche Datenbank für Schlesien angelegt. Das dabei erfasste Gebiet reicht von Hoyerswerda über Görlitz und Breslau bis Kattowitz in Polen und schließt damit auch den Teil der Oberlausitz ein, der nach 1815 zu Preußen kam. Mehr als 3.000 Schlösser und Herrenhäuser hat der Bauforscher gezählt. Etwa 160 davon liegen heute auf deutschem Boden: in der einstigen preußischen Oberlausitz. „Meine Bestandsaufnahme ist noch nicht abgeschlossen, vor allem was Oberschlesien betrifft“, sagt Arne Franke. „Es gibt viele kleine bescheidene Gutshäuser, die bisher nirgendwo in der Literatur aufgetaucht sind.“ Und südlich des Gebietes, für das er seine Dokumentation geschrieben hat, sind ebenfalls herrschaftliche Häuser in großer Zahl zu finden. Dass so reichlich repräsentative Bauten entstanden, hat mit der Geschichte des einst dünn besiedelten Landes zu tun. Herrscherdynastien in Polen und Böhmen luden im Mittelalter Bewohner aus westlichen Gebieten zu sich ein, die im slawischen Raum siedeln und auch dort bleiben sollten. „Das war ein ganz bewusster Prozess und hatte sowohl politische als auch wirtschaftliche Hintergründe.“ Die Schlösser haben vielfach mittelalterlichen Ursprung. „An einigen Standorten befand sich zunächst ein Wohnturm, der später in die Bausubstanz integriert wurde“, erläutert Arne Franke. Oft seien die Adelssitze in der Zeit der Renaissance oder im Barock umgebaut worden. An den


Besinnlich Via Sacra –Begegnungen, die berühren Die touristische Route Via Sacra verbindet sakrale Stätten verschiedener Konfessionen und bietet kulturelle Schätze von europäischem Rang. Sie macht Lust auf eine Entdeckungsreise. 18 Stationen liegen an der etwa 550 Kilometer langen Strecke ohne Grenzen durch die Oberlausitz, Nordböhmen und Niederschlesien.

Kloster St. Marienthal in Ostritz


D „Durch die Zeiten reisen, Geschichte spüren, alte Meisterwerke auf sich wirken lassen – auf der Via Sacra ist das möglich. Man kann eine Tour an jeder beliebigen Stelle beginnen.” Dr. Volker Dudeck, Initiator der touristischen Route Via Sacra

ass Ordensschwestern abgeschieden von der Außenwelt leben, ist ein Trugschluss. Mutter Elisabeth jedenfalls beschäftigen allerlei irdische Probleme. Oft ist die Äbtissin des Klosters St. Marienthal in Ostritz unterwegs, um neue Bauvorhaben in der barocken Anlage zu besprechen. Die Abtei im Tal der Neiße ist seit 1234 ohne Unterbrechung bewohnt und damit das älteste Zisterzienserinnenkloster in Deutschland. Seit der verheerenden Neißeflut von 2010 koordiniert Elisabeth Vaterodt den Wiederaufbau des damals komplett überschwemmten Abteigeländes. Die gelernte Altenpflegerin war 1985 dem Zisterzienserinnenorden in Ostritz beigetreten. 2016 wurde die 60-Jährige zur Nachfolgerin von Regina Wollmann gewählt. Sie gab das Amt mit Vollendung ihres 75. Lebensjahres auf und wohnt fortan als Altäbtissin in St. Marienthal. 15 Schwestern leben in dem Kloster an der deutsch-polnischen Grenze – nach dem Grundsatz „Ora et labora” (bete und arbeite). Sechs Mal täglich kommen sie zum Gebet zusammen: wochentags erstmals um 4.45 Uhr, sonntags um 5.30 Uhr. Jede der frommen Frauen hat ihre Aufgabe im oder für den Stiftsbetrieb, der von jeher so angelegt war, dass er sich selbst trug. Über Jahre lenkte Elisabeth Vaterodt als Cellarin (Ökonomin) die Geschäfte des Klosters. Nach wie vor leitet sie die 1997 gegründete Wirtschaftsverwaltungsgesellschaft. Zum Unternehmen gehören unter anderem Bäckerei, Klosterschenke, Wäscherei, Klostermarkt, Nähstube und Gästebetrieb, denn mehrere Räume im Konvent stehen Besuchern offen für Einkehr und Übernachtung. Zimmer dafür sind auch direkt neben der Klausur eingerichtet, wo die Schwestern wohnen.

St. Marienthal ist Teil der Via Sacra – einer touristischen Route, die sakrale Orte und Kunstschätze im deutsch-tschechisch-polnischen Dreiländereck verbindet. An der rund 550 Kilometer langen Strecke durch die Oberlausitz, Nordböhmen und Niederschlesien liegen 18 Stationen. Dazu zählt Kloster St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau, mit dem nur knapp 80 Kilometer von Ostritz entfernt eine zweite ohne Unterbrechung tätige Zisterzienserinnenabtei in der Oberlausitz existiert. * Die Via Sacra führt auch durch Zittau, wo gleich zwei Fastentücher zu besichtigen sind. Das große mit 90 biblischen Szenen stammt von 1472, das kleine von 1573. Die beiden kostbaren Leinwände wurden einst dafür verwendet, um Kirchenaltäre in der Fastenzeit zu verhüllen. Zu empfehlen ist weiterhin ein Besuch in Cunewalde mit der größten Dorfkirche Deutschlands, auf dem Berg Oybin mit der gleichnamigen Burg- und Klosteranlage oder im Bautzener Petri-Dom als älteste und größte Simultankirche Deutschlands. * Wer sich auf die vorgeschlagene Via Sacra-Route begibt, kann kulturelle Einmaligkeiten entdecken. Selbstverständlich muss niemand diese Route Punkt für Punkt abfahren. Jede Station kann einzeln aufgesucht werden und als Ausgangspunkt für Ausflüge am jeweiligen Ort dienen (siehe Karte auf Seite 13). Sicher ist aber: Jede Station lohnt sich. Viel gibt es zu schauen wie auch Gelegenheit zur Besinnung und inneren Einkehr. Deshalb wundert es nicht, wenn immer mehr Besucher Jahr für Jahr der Via Sacra in ihrer vollen Länge folgen. Das ist ohne Eile in 10 bis 14 Tagen möglich.

Der ehemalige Zittauer Museumsdirektor ist der „geistige Vater” der Via Sacra und touristischer Botschafter der Oberlausitz. Volker Dudeck steht hier vor der Museumskirche zum Heiligen Kreuz, in der das Große Fastentuch von 1472 ausgestellt ist. In Zittau wird noch das kleine Fastentuch präsentiert. Jahr für Jahr pilgern Besucher aus aller Welt hierher, um diese Tücher zu sehen.

Mutter Elisabeth (1. Reihe ganz links) und die Schwestern von St. Marienthal

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Stationen und Partner auf der Via Sacra

Beschreibungen der einzelnen Stationen und Partner sowie die Broschüren „Via Sacra“ und „Via Sacra – Buchbare Gruppenangebote“ (als Download verfügbar) unter www.via-sacra.info

Das Freilichtmuseum Burg und Kloster Oybin ist eine Station auf dem Weg der Via Sacra

Tipps zum Weiterlesen: Erfahren Sie mehr über einzelne Via Sacra-Stationen: E Oybin (S. 50) E Cunewalde (S. 60) E Bautzen (S. 64) E Kamenz (S. 79) E Görlitz (S. 88) Buchtipp: Der handliche Reiseführer „Unterwegs auf der Via Sacra”, herausgegeben von Dr. Volker Dudeck und Prof. Dr. Holm Große im Bautzener Lusatia-Verlag, ist in Tourist-Informationen, im Buchhandel sowie über den www.oberlausitz.com/shop erhältlich; ISBN 978-3-936758-71-9, Preis: 14,90 Euro Die Karte aller Stationen und weitere Infos:

www.via-sacra.info Ihre Gastgeber vor Ort: Übernachten & Tagen Zisterzienserinnenabtei Klosterstift St. Marienthal St. Marienthal 1, 02899 Ostritz E/4 Tel. +49 35823 77300 info@kloster-marienthal.de www.kloster-marienthal.de

Das große Fastentuch, 8,20 Meter hoch und 6,80 Meter breit, einzigartig in Deutschland

Internationales Begegnungszentrum St. Marienthal, St. Marienthal 10 Tel. +49 35823 770 (Zentrale) www.ibz-marienthal.de

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Bezaubernd Zeitreise durch sechs Städte eines starken Bundes

Blick auf die Bautzener Altstadt


Prächtige Rat- und Bürgerhäuser, mittelalterlich anmutende Gassen, reich ausgestattete Kirchen, wehrhafte Befestigungsanlagen – mit einzigartigem Flair empfangen Oberlausitzer Städte ihre Besucher. Allgegenwärtiges Leben pulsiert in einer Kulisse, die unverkennbar die Spuren wechselvoller Geschichte trägt. Sechs Orte kamen durch ein starkes Bündnis – den Oberlausitzer Sechsstädtebund – zu wirtschaftlicher und n kultureller Blüte: Bautzen, Kamenz, Löbau, Görlitz, Zittau und Luba´


„Einst trafen sich die Stadtväter zu Beratungen in Löbau, das war der Drehund Angelpunkt der Oberlausitzer Allianz. In diesem Jahr wird dort der ‘Tag der Sachsen’ gefeiert. Das ist eine gute Gelegenheit, mal wieder das Oberlausitzer Sechsstädtebundund Handwerksmuseum zu besichtigen!” Franziska Henke, Reiseführerin

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m Jahre 1346 hoben sechs Städte in der Oberlausitz ein Bünd nis aus der Taufe, um sich gegen räuberische Angriffe zu wappnen. Der Pakt zwischen Bautzen, Kamenz, Löbau, Görlitz, Zittau und Lauban hielt fast ein halbes Jahrhundert lang. Aus der Zeit des Sechsstädtebundes stammt so manches Zeugnis, das noch heute zu bewundern ist. Das Ferienmagazin hat für jede Stadt einen Geheimtipp ausgewählt:

Löbau Die Stadt war über Jahrhunderte Konventssitz des Bündnisses. Dort trafen sich die Abgesandten der sechs Städte, nicht nur um zu verhandeln, sondern auch um zu zechen. Wer erstmals einer Beratung beiwohnte, musste nach altem Brauch einen gläsernen Pokal mit Wein leeren. Keine leichte Aufgabe, denn immerhin drei Liter fasste das kunstvoll verzierte Gefäß. Die Rarität wird heute im Oberlausitzer Sechsstädtebund- und Handwerkermuseum in der Stadt aufbewahrt. Bautzen Die Alte Wasserkunst zählt nicht nur zu den Wahrzeichen der tausendjährigen Stadt. Der 1558 errichtete Turm prägt zugleich ihre imposante Silhouette. Der sieben-

88 Jahre Erfahrungen als Stadtführer und Reiseleiter verkörpern diese Drei! Maria Henke (Mitte) ist die Bautzener Türmerin und offiziell ernannte Botschafterin der Oberlausitz. Ihre Tochter Franziska führt in der Gestalt der Tuchhändlerin Teda die Besucher in ganz ureigenster Weise und mit vielen Verblüffungen bei Stadtführungen und Reisen durch die Oberlausitz. Die Städte mit urigen Ecken und lauschigen Winkeln kennt sie aus dem Effeff und weiß Sagenhaftes darüber zu berichten… Heinz Henke, der Dritte aus dieser F amilie, ist Kenner aller simultanen Kirchenverhältnisse in Deutschland. Er stellte u. a. fest, dass der Dom St. Petri zu Bautzen die früheste aller deutschen Simultankirchen (seit 1524/30 de facto, seit 1543 de jure) ist und als größte von ihnen circa 1.200 Sitzplätze hat. Der Bautzener Dom ist ein besonderes Zeugnis für 500 Jahre Reformation. Auf dem Görlitzer Untermarkt

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geschossige Steinbau gilt als technische Meisterleistung von Wenzel Röhrscheidt, die Bautzen eine verlässliche Wasserversorgung sicherte. In dem 50 Meter hohen Rundturm wurde mit Wasserkraft der Spree Trinkwasser nach oben gepumpt und von dort durch Rohre über ein Röhrensystem in 86 Tröge geleitet, die in der Stadt verteilt waren. Die 1965 stillgelegte Anlage ist heute technisches Museum. Görlitz Eine spannende Entdeckungsreise verspricht die Betrachtung des Rathauses in der Neißestadt zu werden. Der Komplex mit Gebäuden aus verschiedenen Epochen nimmt die gesamte westliche Front des Untermarktes ein. Der ursprüngliche Hauptzugang führte über eine geschwungene Treppe mit Verkündigungskanzel, ein Werk von Stadtbaumeister Wendel Roskopf (1480-1544) aus der Renaissancezeit. In der unteren Uhr des Rathausturmes sollten Besucher den Blick auf einen Kriegerkopf richten, dessen Kinnlade jede Minute nach unten klappt. Und an der Fassade des 1903 fertiggestellten Neubaus sind die Wappen aller sechs Städte des Bündnisses verewigt. Kamenz Als Museum und Gotteshaus unter einem Dach steht die Klosterkirche St. Annen in der Lessing-


Blick zur Johanniskirche und zum Rathaus in Zittau. Dahinter der Naturpark Zittauer Gebirge stadt offen. In dem spätgotischen Bau sind fünf geschnitzte Flügelaltäre aus dem ersten Viertel des 16. Jahrhunderts und weitere sakrale Kunstschätze zu bewundern, darunter ein böhmisches Reliquienaltärchen (um 1380). Die Kirche gehörte zum Franziskanerorden, der kurz vor der Reformation nur wenige Jahrzehnte in Kamenz existierte. Die Ausstellung im Sakralmuseum erzählt nicht nur von dieser Geschichte, sondern auch von Heiligenverehrung, Besonderheiten der Reformation sowie von den evangelischen Sorben.

schaft, in denen sächsische, böhmische, brandenburgische oder schlesische Fürsten einander an der Macht ablösten. Der zylindrische Turm war Teil der Stadtbefestigung. Von der einstigen Wehrhaftigkeit Laubans künden heute noch beachtliche Reste der 1318 errichteten Ringmauern aus Basalt.

Zittau Die Stadt am Dreiländereck kam durch den Handel mit Salz zu großem Reichtum. Der böhmische König Karl IV. hatte Zittau 1389 das Salzstapelrecht verliehen. Daraufhin entstand in der Stadt die erste Salzkammer. Das bedeutende Gut kam aus Halle sowie Wieliszka und Bochnia bei Krakau, seinerzeit sehr bedeutende Salzlagerstätten. Das Handwerk blühte auf, die Geschäfte florierten, so dass 1511 die Erweiterung des Salzhauses nötig wurde. Noch heute thront das knapp 30 Meter hohe Gebäude mit 53 Metern Länge und 25 Metern Breite auf der Neustadt, einem zentralen Platz im historischen Kern. Luban’ 45 Meter ragt der Brüderturm über der Stadt empor, die mit deutschem Namen Lauban heißt und seit der Grenzziehung 1945 auf polnischem Boden liegt. Das Bauwerk aus dem 14. Jahrhundert überstand Zeiten stetig wechselnder Herr- Madonnenbildnis, Kirche St. Annen in Kamenz

Besuchertipp: Oberlausitzer Sechsstädtebund- und Handwerksmuseum Löbau Johannisstraße 3, Tel. + 49 3585 450363 Führungen & Reisebegleitung: Incoming Agentur Sagenhaftes Bautzen Franziska Henke, Tel. +49 3591 596395 erlebe@sagenhaftes-bautzen.de www.sagenhaftes-bautzen.de Reiseangebot: Städtereise E Angebot gilt ganzjährig, Anreise: freitags E 4 Ü/F – Übernachtungen sind in Görlitz, Zittau oder Bautzen möglich E Programm nach Angebot und Öffnungszeiten individuell für Ihren Reisetermin gestaltet, je nach Übernachtungsort sind Tagesprogramme austauschbar E Anreise und Fahrten zu Besichtigungsorten erfolgen im eigenen Pkw E Preis: ab 339 Euro pro Person im DZ, EZ-Zuschlag 20 Euro pro Nacht E Buchung in Görlitz (Tel. +49 3581 47570) und Zittau (Tel. +49 3583 752200) Mehr Infos unter www.sechsstaedtebund.de Wichtiger Termin 2017: E 1. bis 3. September: Tag der Sachsen in Löbau (s. S. 40ff) Tipps zum Weiterlesen: Erfahren Sie mehr über Sehenswertes in den Städten E Löbau (S. 40f.) E Zittau (S. 51) E Bautzen (S. 64ff.) E Kamenz (S. 79) E Görlitz (S. 88ff.) E Luban (www.luban-pl) Mehr Informationen:

www.sechsstaedtebund.de

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Zweisprachig

Pilgergottesdienst in Rosenthal in den Trachten der Brautjungfern (Druˇzkas)

In der Gegend zwischen Kamenz und Cottbus lebt das kleinste slawische Volk – die Sorben. Schätzungsweise 60.000 Sorben gehören der Minderheit an, die ein reiches kulturelles und künstlerisches Erbe hat. Sie haben sich bis heute Sprache, Lebensweise, Kultur und Brauchtum in einer deutschen Umgebung erhalten. So ist auch die öffentliche Beschilderung (Ortsschilder, Wegweiser) in der Region zweisprachig, sorbisch und deutsch.


Die Sorben und ihr reiches Brauchtum


„Krabat ist wie ein roter Faden, der die gesamte Region zwischen Kamenz, Bautzen und Hoyerswerda miteinander verbindet.” KRABAT alias Wolfgang Kraus

In der heutigen Zeit haben mich meine bösen Zauberkräfte verlassen. Verzaubern möchte ich unsere Besucher dennoch mit vielen unvergesslichen Überraschungen…” Schwarzer Müller alias Dieter Klimek

Wolfgang Kraus (rechts) und Dieter Klimek arbeiten im Verein Krabat e.V. und beide sind touristische Botschafter der Oberlausitz. Der eine verkörpert den Krabat, der andere den Schwarzen Müller. Auf zahlreichen Festen und Veranstaltungen bringen sie so die sorbische KrabatSage einem großen Publikum näher: Nach langer und beschwerlicher Wanderung erreichte Krabat eine Mühle und begegnete dort dem Schwarzen Müller, einem bösen Zauberer…

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Wir sind Sorben, keine Schauspieler

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us tiefer religiöser Überzeugung setzt sich Rafael Ledschbor alljährlich zu Ostern in den Sattel. In Frack und Zylinder reitet der Sorbe aus Ralbitz von seinem Heimatort nach Wittichenau, in einem langen Zug mit anderen festlich gekleideten Männern hoch zu Ross. „Wir haben den Auftrag, die Botschaft von der Auferstehung Jesu Christi zu verkünden“, sagt der Katholik. Den Weg der Osterreiter in die benachbarte Pfarrgemeinde säumen stets zahlreiche Schaulustige. Ledschbor freut sich darüber, denn gerade andere sollen doch die frohe Botschaft erfahren. „Je mehr Leute kommen, desto besser“, sagt der 1966 geborene Vater dreier Kinder. Seit seinem 16. Lebensjahr singt und betet er – abgesehen von einer fünfjährigen Pause – alljährlich am Ostersonntag vom Rücken eines Pferdes aus. Im Gebiet der katholischen Sorben zwischen Kamenz, Hoyerswerda und Bautzen gibt es neun Prozessionen von Osterreitern durch insgesamt mehr als 30 Orte. Paarweise ziehen die Männer auf ihren prächtig herausgeputzten Pferden übers Land. Allein rund 300 Reiter schlagen den Weg von Ralbitz nach Wittichenau ein. An Ledschbors Seite reitet seit 2013 sein einziger Sohn Jakub, der damit die jahrhundertealte Tradition wie in vielen Familien fortsetzt. Den ganzen Tag über sind die Männer auf der rund 25 Kilometer langen Strecke unterwegs. Zu Beginn der Prozession umrunden sie drei Mal die Kirche auf dem Friedhof von Ralbitz. Dieser ist einmalig in der Oberlausitz. Durchweg schlichte weiße Holzkreuze auf den Gräbern symbolisieren, dass vor Gott alle Menschen gleich sind. Weiß gilt dabei im slawischen Raum als Farbe der Trauer.

Rafael Ledschbor (vorn rechts) während einer Osterprozession Privat wie beruflich ist Rafael Ledschbor eng mit dem christlichen Glauben verbunden. Er arbeitet in Bautzen als Redakteur beim „Katolski Posol“, der Wochenzeitschrift für die katholischen Sorben. Mehrfach im Jahr pilgert er zu Fuß von Ralbitz nach Rosenthal. Der Wallfahrtsort ist Katholiken vor allem in Sachsen überaus heilig, maßgeblich wegen einer kleinen Marienstatue in der Gnadenkirche. Rosenthal und Ralbitz liegen am Themenweg „Sorbische Impressionen“, auf dem man viel über Geschichte und Kultur des kleinsten slawischen Volkes erfährt. Die Sorben sind deutsche Staatsbürger mit eigener Muttersprache und einem reichen Brauchtum. Einen guten Einblick dazu erhalten Besucher im Sorbischen Museum auf der Bautzener Ortenburg.


E Besucher erhalten Einblick in Besonderheiten der sorbischen Kultur im Kirchspiel Schleife. Eine ständige Ausstellung zeigt die Trachtenpuppensammlung zur Schleifer sorbischen Tracht, nimmt Besucher mit in die sorbische Sagenwelt, veranschaulicht Techniken des Ostereierverzierens. Veranstaltungstipps: E 1./2. April: 20. Sorbischer Ostereiermarkt E 15. Oktober: Herbstmarkt mit Apfelsortenschau E Veranstaltungsreihe: Bräuche-Trachten-Traditionen

Das Verzieren von Ostereiern ist ein fester Bestandteil der Osterbräuche der Sorben

Als Anlaufpunkte seien auch das Sorbische Kulturzentrum in Schleife oder die Sorbische Kulturinformation im Bautzener Haus der Sorben sowie das Sorbische Museum in Bautzen empfohlen. * In der Lausitz zu Hause sind die lebendigen Sitten und Bräuche Quelle der Inspiration für das Sorbische National-Ensemble. Ein Höhepunkt im jährlichen Spielplan ist der wohl bekannteste sorbische Brauch: die Vogelhochzeit. In jeder Spielzeit gilt es, das altbekannte Thema neu zu inszenieren. Sowohl für Kinder als

auch für Erwachsene bringt das Ensemble mit Ballett, Chor und Orchester zwei Inszenierungen auf die Bühne, um damit an verschiedenen Orten der zweisprachigen Lausitz aufzutreten. Darüber hinaus stehen Ballett, Konzerte, Tanztheater und Folklore auf dem Programm, die sprachlich für Sorben und Deutsche gleichermaßen zugänglich sind. Das 1952 gegründete Ensemble steht für das Zusammenleben von zwei Kulturen in der Region und ist gerade deshalb zu Recht als Botschafter der Oberlausitz unterwegs – in und außerhalb Sachsens.

Begrüßung der Gäste mit Brot und Salz L Sorbisches National-Ensemble Äußere Lauenstraße 2, 02625 Bautzen Tel. +49 3591 358111 info@sne-gmbh.com, www.sne-bautzen.de Ausgewählte Kontakte: E Sorbischer Kulturtourismus e.v. (www.tourismus-sorben.com) E Sorbisches Museum in Bautzen (www.museum.sorben.com) E Themenweg „Sorbische Impressionen” (www.oberlausitz.com, PDF-Download) E Krabatmühle in Schwarzkollm (www.krabatmuehle.de) Tipps zum Weiterlesen: Erfahren Sie mehr über: E einen sorbischen Gastwirt, der mit seinen Gästen geheimnisvolle Orte aufsucht (S. 69) E ein sorbisches Restaurant im Herzen Bautzens (S. 65) E Erlebnisse auf dem Krabat-Radweg (S. 72) Wichtiger Termin: E 22. bis 25. Juni: Das XII. Internationales Folklorefestival „Łužica/Lausitz”, mehr Infos unter: www.folklorefestival-lausitz.de

Das Sorbische National-Ensemble stellt seine phantasievollen Inszenierungen auf Lausitzer- und Weltbühnen vor und wird dafür gefeiert (Kontakt: s. Spalte rechts)

Mehr Informationen:

www.oberlausitz.com/Sorben

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Ihre Gastgeber vor Ort: L Sorbisches Kulturzentrum Schleife Serbski kulturny centrum Slepo Friedensstraße 65, 02959 Schleife D/1 Tel. +49 35773 77230 schleife@sorbisches-kulturzentrum.de www.sorbisches-kulturzentrum.de


Einladend Häuser mit „Seele”

Umgebindehäuser prägen vielerorts die dörfliche Landschaft in der südlichen Oberlausitz. Auf rund 19.000 wird ihre Zahl in dieser Region sowie in den angrenzenden Gegenden Nordböhmens und Niederschlesiens geschätzt. Die urigen Bauten strahlen Behaglichkeit aus und haben eine faszinierende Wirkung auf Besucher.

Das „Blumenhaus” in Waltersdorf


D „Sommers wie winters lohnt ein Urlaub in einem echten Oberlausitzer Umgebindehaus. Da herrscht angenehme Atmosphäre in den Räumen, Gemütlichkeit wird noch echt gelebt.” Kathrin & Peter, Schlagersänger und Hotelbetreiber

er Grünsteinhof in Ebersbach ist ein enwohnungen aus – in einer „Symbiose aus stattliches Bauern- und Faktorenhaus. denkmalgeschützter Substanz und Komfort des Mehr als 20 Jahre lang stand der schwer 21. Jahrhunderts“, wie Thomas Kipke es ausgeschädigte Fachwerkbau leer. Stefanie drückt. „Der Grünsteinhof hat im Vergleich zu einem und Thomas Kipke hauchten dem Denkmal wieder Leben ein, mit viel Fingerspitzengefühl und durchschnittlich großen Umgebindehaus eine beSorgfalt. Für ihren Einsatz wurden sie 2015 be- achtliche Dimension“, schätzt Arnd Matthes ein. Er lohnt: mit dem 1. Preis für Sanierung im Sächsi- leitet die Geschäftsstelle der Stiftung Umgebindehaus in Ebersbach-Neugersdorf. Der historische schen Landeswettbewerb Ländliches Bauen. „Aus dem gefährdeten Erbe ist wieder ein sehr Bau sei zeitgemäß saniert worden, ohne dass Subwohnlicher, von Mensch und Tier belebter Ort ge- stanz verloren ging oder gar zerstört wurde. Die worden“, urteilte die Jury. Sie bescheinigte dem jungen Eigentümer, die ihr Haus noch dazu öfEhepaar nicht nur eine mustergültige denkmalpflegerische Konzeption für das aufwendige Vorhaben, sondern würdigte auch die Wiederverwendung historischer Baustoffe und das ökologische Energiekonzept. So sorgt eine Holzhackschnitzelheizung in dem von 1799 datierten Haus für behagliche Wärme. „Wir haben ganz bewusst entschieden, uns in dieser Gegend niederzulassen, die uns sehr gut gefällt“, sagt Stefanie Kipke. Lange suchte das Paar nach einem Umgebindehaus mit Ge- Familie Kipke vor ihrem Grünsteinhof schichte und fand den Grünsteinhof, der das Flair vergangener Jahrhunderte ausstrahlt. fentlich zugänglich gemacht haben, seien zu In seinem versteinerten Umgebindeteil zeigt sich Recht für ihre „großartige Leistung“ ausgezeichnet der fortschreitende Wohlstand des 19. Jahrhun- worden. Unweit vom Grünsteinhof befindet sich ein dert. Ursprünglich als Bauernhaus gebaut, wurde ähnlich schönes Beispiel für die gelungene Saniedarin vermutlich sogar mit Leinewand gehandelt. 2006 kauften Kipkes das seit 1984 verwaiste rung eines Umgebindehauses, sagt Matthes und Haus. Bei der behutsamen Sanierung schufen sie verweist auf das Kaffeemuseum in Ebersbachfür sich und ihre drei Söhne „Wohnraum zum Neugersdorf. Der Ort liegt wie Seifhennersdorf, Wohlfühlen mit gesundem Raumklima“. Außer- Herrnhut, Oderwitz, Großschönau und die Gedem bauten sie vier individuell geschnittene Feri- meinde Kottmar an der Oberlausitzer Umgebin-

Das beliebte Gesangsduo und die TV-Moderatoren Kathrin & Peter versäumen keine Gelegenheit, von der Attraktivität ihrer Heimat zu schwärmen. Dank der Bemühungen der beiden Botschafter der Oberlausitz entstanden schon viele erfolgreiche Unterhaltungssendungen, welche Millionen Zuschauer sahen. Die beiden Musiker sind oft in ihrem Landhotel& Restaurant „QuirleHäusl“ in Waltersdorf anzutreffen – einem typischen Umgebindehaus, welches sie 1999 liebevoll restauriert und zu einem urigen Hotel umgebaut haben. (www.quirle.de, s. auch S. 47) Jedes der etwa 250 denkmalgeschützten Weber- und Bauernhäuser im Denkmalort Obercunnersdorf ist ein Unikat

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Alle Partner mit Qualitätssiegel „Urlaub im Umgebindehaus”:

www.oberlausitz.com/Umgebindehaus Ansprechpartner: Stiftung Umgebindehaus – Arnd Matthes Tel. +49 03586 3695815 a.matthes@stiftung-umgebindehaus.de Weitere Informationen:

www.stiftung-umgebindehaus.de

Schnittdarstellung eines typischen Umgebindehauses. Aquarell von Klaus Herzog dehausstraße, die seit 2016 in die Deutsche Fachwerkstraße eingebettet ist. Mehr als 6.000 Umgebindehäuser gibt es allein in den Landkreisen Bautzen und Görlitz. Viele davon stehen Besuchern offen: als Gaststätten, Pensionen, Ferienhaus oder Museum. Wer das besondere, authentische Ferienerlebnis sucht, nutzt am besten das Angebot zertifizierter Vermieter: „Urlaub im Umgebindehaus”. Die urigen Holzbauten machen den Landstrich im Dreiländereck unverwechselbar. Prachtvolle Türgewände, schmiedeeiserne Fenstergitter, kunstvolle Verschieferungen an der Fassade, meisterlich gefügte Hölzer – mit vielen Details sind sie oft eine Augenweide. Ob groß, klein, schmal, breit, schlicht oder prunkvoll: kein Haus gleicht dabei dem anderen. Wer auf einem der beiden Denkmalswege durch Obercunnersdorf spaziert, kann sich davon überzeugen. In einem spitzen Winkel am Wasser steht dort ein recht eigenwilliger Bau: das Schunkelhäu-

sel. Nur 2,50 Meter misst der Westgiebel in der Breite, und das gerade einmal 1,65 Meter hohe Zimmer im Erdgeschoss war Küche und Wohnraum in einem. Auch Großschönau sei wegen der Dichte an sehenswerten Denkmälern für eine Besichtigung empfohlen. Stefanie Kipke begleitet Besucher gern auf Touren durch die Oberlausitz, denn sie ist auch geprüfte Gästeführerin. Herausgepickt: Umgebindehaus-Park in Cunewalde Wer sich mal wie Gulliver fühlen will – Umgebindehäuser aus dem Bergland haben auf der Wiese am Trutzmühlteich einen baulich identischen Ableger im Miniformat gefunden: 19 Modelle im Maßstab 1:5. Auch die kleinen Gärten rund um die Häuser der Mini-Siedlung sind eine Augenweide. Gegenüber thront Deutschlands größte evangelische Dorfkirche mit ihren 2.632 Sitzplätzen (lesen Sie mehr auf S. 60).

Tipps zum Weiterlesen: E Quirle-Häusl von Kathrin & Peter (S. 24, 47) und Naturparkhaus Waltersdorf (S. 47) E Oberlausitzer Umgebindehausstraße (S. 56) E Museumsdorf Obercunnersdorf und Faktorenhof Eibau (S. 57) E Museum Reiterhaus Neusalza-Spremberg (S. 58) Termin 2017: E 28. Mai: Tag des offenen Umgebindehauses mit Veranstaltungen, Führungen und Ausstellungen in zahlreichen Orten Ihre Gastgeber vor Ort: L Grünsteinhof Stefanie Kipke, Oberer Kirchweg 25 02730 Ebersbach-Neugersdorf D/4 Tel./Fax +49 3586 310182 Handy +49 172 3587132 urlaub@gruensteinhof.de, www.gruensteinhof.de Tipps: E 4 Ferienwohnungen auf dem Land mit vielen Bauernhoftieren E Gästebetreung und Beratung E Gästeführungen E Familienfeiern im Kreuzgewölbe E Campingmöglichkeit auf der Streuobstwiese L Kaffeemuseum und Rösterei Oberer Kirchweg 26 02730 Ebersbach-Neugersdorf D/4 Tel. +49 3586 3677222 Handy +49 160 4621566 spree-museumshof@t-online.de www.spree-museumshof.de (geöffnet: 1. April bis 22. Dezember Sa.-Di. 11-17 Uhr)

Der Ebersbacher Museumshof ist ein Umgebinde-Vierseithof und einmalig in der Oberlausitz: 14 Umgebindebögen an Fenstern auf einen Blick. Ein Ambiente mit viel Flair erwartet Gäste zum Besuch

Weitere Tipps: E originalgetreu rekonstruierte Dächer, Fassaden, Blockstuben und Gewölbe mit schönen Details E Kaffee-Verkostung & Schaurösten E Ferienzimmer „Grüne” und „Blaue Stube”

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E Über 300 Exponate hat Simone Scholz in ihrem beeindruckenden Kaffeemuseum mit Rösterei ausgestellt. Im Mittelpunkt steht aber eigentlich der Kaffeegenuss selbst. Museums-Führungen sowie Rundgänge mit Verkostung und Schaurösten ab 6 Personen (ganzjährig nach Anmeldung) stehen bei Gästen hoch im Kurs – Familienfeiern und Kaffeekränzchen ebenso.


Kunstfertig Traditionelles Handwerk

Seit 1897 wird der Herrnhuter Stern in Handarbeit gefertigt. Gäste können sich davon in der Schauwerkstatt der Manufaktur in Herrnhut mit eigenen Augen überzeugen. Mitarbeiterinnen fertigen die Einzelteile für die Originale, die traditionell 17 viereckige und 8 dreieckige Zacken besitzen. In zahlreichen Familien ist es eine gute Tradition, sich zu Beginn der Adventszeit zu versammeln und gemeinsam das Schmuckstück zusammenzusetzen.

Schauwerkstadt der Herrnhuter Sterne GmbH


H

andgefertigte Unikate liegen im Trend. Als schönes Beispiel für filigrane Manufakturarbeit sind Herrnhuter Sterne weithin ein Begriff. Acht Pfefferküchler in Pulsnitz bilden Deutschlands einzige Innung dieser Art. Eine der bundesweit letzten Kokoswebereien ist im südöstlichsten Zipfel Sachsens noch in Betrieb. Töpfer und Blaudrucker arbeiten an verschiedenen Orten der Oberlausitz nach alter Tradition. Und nicht zuletzt zählt die Leinenweberei zum alteingesessenen Handwerk in der Region. * Langlebig, atmungsaktiv, antistatisch – Leinen hat eine ganze Reihe von Vorzügen, auf die sich immer mehr Leute besinnen. Mit Geschirr- und Handtüchern, edler Tisch- und Bettwäsche oder Kleidung aus dem scheinbar derben Gewebe holen sie sich ein Stück der „guten alten Zeit“ wieder in ihre modernen Lebensräume. Die Leinenweberei breitete sich einst aus dem Orient und Asien kommend nach Europa aus. Auch in der Oberlausitz blühte dieser Handwerkszweig zu Beginn des 17. Jahrhunderts auf. In vielen Umgebindehäusern ratterten damals Webstühle. Leinenhändler, auch Faktoren genannt, verkauften die Textilien in alle Welt. 1666 führten die Leinenweber Friedrich und Christoph Lange in Großschönau die Damastweberei ein. Sie hatten diese Kunst in Holland erlernt, die dem Dorf zu ungeahntem Aufschwung verhalf. Um 1830 lebten etwa drei Viertel seiner Einwohner von diesem Handwerk. Bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde nirgendwo anders in Deutschland so viel und so lange Damast gewebt wie in diesem Ort. Die Jaquardtechnik – benannt nach ihrem Erfinder JosephMarie Jacquard – brachte die Damastweberei Anfang des 20. Jahrhunderts zum Erliegen. Das Deutsche Damast- und Frottiermuseum in Großschönau gibt anschaulich Einblick in die Tradition der Textilherstellung an diesem Ort, auch mit Schauvorführungen. Andernorts können Besucher ebenfalls erfahren und zuschauen, wie Leinen von Hand gewebt wurde, etwa in der Weberstube im Kurort Jonsdorf. Das Haus „Spinnwe-

Die Pulsnitzer Blaudruck-Werkstatt ist heute vermutlich die älteste noch in Deutschland arbeitende Blaudruck-Manufaktur und praktiziert das Verfahren in ursprünglicher Art und Weise be“ in Walddorf, einem Ortsteil der Gemeinde Kottmar, bietet neben Führungen durch die Schauwerkstatt sogar Kurse an. Dabei lässt sich ausprobieren, wie ein Handwebstuhl oder ein Spinnrad funktioniert. Als einziger verbliebener Produzent in der Oberlausitz stellt die Hoffmann GmbH & Co. KG in Neukirch heute noch Leinen her. Die Firma fertigt hochwertiges Damastgewebe, das zu Tafel-, Tisch-, Bad- und Bettwäsche weiterverarbeitet wird. Zu haben sind die edlen Produkte aus Neukirch unter anderem im Leinenkontor in der Görlitzer Altstadt. Das Geschäft auf der Nikolaistraße hat sich auf Produkte aus Naturfasern spezialisiert, die weiter im Kommen sind. Dass sich Kunden wieder auf traditionell und handwerklich gefertigte Textilien besinnen, beweist alljährlich der Andrang bei den Oberlausitzer Leinentagen Ende August auf Schloss Rammenau. Besucher können dabei zusehen, wie aus Flachs Leinen entsteht. Zum Programm gehört auch die Vorführung alter Techniken wie Filzen, Spinnen, Weben, Korbflechten und Blaudruck. * Die vermutlich älteste Blaudruckwerkstatt Deutschlands existiert nach wie vor in Pulsnitz. Ihre Ursprünge reichen bis 1633 zurück. Die Herstellung des blau-weißen Stoffes braucht Zeit. Zunächst bringen die Handwerker das gewünschte Muster mit Druckstöcken auf den Baumwollstoff. Holzmodeln werden dazu in eine grünliche Masse getaucht. Papp nennt sich das Farbe abweisende Gemisch in der Blaudruckersprache. Bis etwa eine Blumenbordüre fertig ist, muss der Druckstock immer wieder neu angesetzt werden. Später erscheinen die abgedeckten Stellen weiß, wenn der Papp wieder ausgewaschen ist. Zuvor erhält der Stoff in mehreren Tauchgängen seine typisch sattblaue Farbe. Pulsnitz ist mit einem weiteren Handwerk weit über die Grenzen der Oberlausitz hinaus bekannt: In der Stadt produzieren acht Pfefferküchler und eine Lebkuchenfabrik das ganze Jahr über

ihre würzigen Leckerbissen. 1558 erhielten die Pulsnitzer das Privileg, Pfefferkuchen backen zu dürfen. Die Pfefferküchler der Stadt zählten einst sogar zu den sächsisch-königlichen Hoflieferanten. Immer am ersten Wochenende im November lockt der Pulsnitzer Pfefferkuchenmarkt Zehntausende Besucher an.

Einzigartig in Europa: ein noch funktionierender Damasthandzugwebstuhl im Damast- und Frottiermuseum Großschönau Tipps zum Weiterlesen: E Herrnhuter Sterne (S. 54) E Europas einzige Kokosweberei Hilger in Olbersdorf (S. 51) E jahrhundertealte Textiltradition in Großschönau (S. 48) E Geschichte der Bandweberei in Großröhrsdorf (S. 74) E die Pulsnitzer Pfefferküchlerei (S. 77) E Kunsttöpferei Lehmann in Neukirch (S. 63) Termine 2017: E 30. September-1. Oktober: Töpferfest, Neukirch E 26./27. August: Internationale Oberlausitzer Leinentage, Rammenau Mehr Informationen

www.handwerk-erleben.com

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Abenteuerlich Urlaub in Familie

Im Saurierpark Bautzen Speziell auf die Bedürfnisse von Familien haben sich die Freizeitknüller der Oberlausitz und Kinder-und Jugendeinrichtungen mit ihren begeisternden, erlebnisorientierten und qualitativ hochwertigen Angeboten eingestellt. Viele Einrichtungen sind Träger der Qualitätsmarke „Familienurlaub in Sachsen“.


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Fast immer ist auch die Anfahrt schon ein Erlebnis als Entdeckungstour durch die Oberlausitz, die mit großen Attraktionen punktet. Die Freizeitknüller der Oberlausitz gehören unbedingt dazu.

er Saurierpark ist ein einzigartiges Abenteuerland. Besucher erleben, wie Dinosaurus Rex & Co. vor Jahrmillionen das Leben auf Mutter Erde bestimmten – und wieder verschwanden. Mehr als 200 lebensgroße Modelle zeigen 130 Arten von Dinosauriern. Außerdem gibt es die „vergessene Welt”, das Forschercamp mit Ausgrabungsstätte, den Kletterurwald, das Dinorama, eine acht Meter hohe Kletterwand oder die Raumstation mit einer virtuellen Fahrt zum Mittelpunkt der Erde.

Viele Oberlausitzer Freizeitknüller werden auf den angegebenen Seiten im Heft (s. Spalte rechts) näher vorgestellt! Mehr über die Kinder- und Jugendeinrichtungen lesen Sie auf Seite 96f.

Im Freizeitbad Trixi Alle Freizeitknüller auf einen Blick:

www.freizeitknueller.de

Döbern

Brandenburg

UNESCO-Welterbe M uskauer Park

1 Erlebniswelt Krauschwitz 2 Waldeisenbahn Muskau (S. 43, 85) 3 Senft f en ft nberg 3 Quadcenter Klein Partwitz (S. 82) Laus Ne Weißwasser/O.L. 4 KRABAT-Mühle Schwarzkollm itzer iß 5 Zoo Hoyerswerda el Seen an 5 Lauta l 6 Sächsisches Industriemuseum: d a nd 4 Hoyerswerda Energiefabrik Knappenrode 6 7 Elementarium/Museum der Bernsdorf Wittichenau eide14 H r e z t i s u Westlausitz (S. 79) Rothenburg/O.L. O b e r l aUNESCO- vatt 8 Bibelland Oberlichtenau 9 Saurierpark (S. 68) 16 Niesky N Ni ies ie esk k 15 f a t h c s d n e g n o a b l e 10 Irrgarten Kleinwelka (S. 69) h d 7 Hei Kamenz d Te i c n u 13 11 Minigolfpark am Stausee Bautzen Königsbrück 38 12 Kindercafé Valentin 9 Elstra 11 10 8 13 Freizeit- & Campingpark 19 We Sachsen Bautzen Thräna (S. 87) stla Görlitz/ Pulsnitz 12 18 Zgorzelec us 20 14 Neiße-Tours itz 21 17 37 Obe Reichenbach/O.L. Großröhrsdorf 22 15 Kinderspielpark Kaltwasser r 27 lau Radeberg 25 Löbau 28 Bischofswerda Wilthen 23 s i 16 Kulturinsel Einsiedel (U 2) tze rB Bernstadt Schirgiswalde17 Kinder-Spiel-Land Görlitz erg 24 Kirschau la 18 Naturschutz-Tierpark ntmtmar Herrnhut Dresden Stolpen Kottmar Görlitz-Zgorzelec (S. 91) 173 Ebersbach172 Neustadt 19 Schlesisch-Oberlausitzer Neugersdorf 26 Museumsverbund gGmbH (S. 9) Die Karte zeigtSebnitz die Standorte der Tschechische Pirna N at t u r p a rk Seifhennersdorf Republik 20 Freizeitbad Reichenbach Freizeitknüller der Oberlausitz 29 30 31 21 Massenei-Bad Großröhrsdorf (S. 74) 33 Zittau 32 Der Saurierpark ist einer von 38 Freizeitknüllern 22 Camping- & Freizeitpark LuxOase (S. 76ff.) 37 36 34 der Oberlausitz. Die ziehen besonders Familien 23 Körse-Therme Kirschau (S. 62) an, die sich fragen: Was machen wir heute? Ob im 24 Waldbühne & Sternwarte Sohland (S. 60) Urlaub oder am Wochenende, ob bei Sonnen25 Tier- und Kulturpark Bischofswerda Liberec schein oder Regen, ob im Frühling, Sommer, (S. 76) Herbst oder Winter. Von A wie Abenteuerkletter26 Rodelpark Oberoderwitz (S. 55) wald bis Z wie Zittauer Schmalspurbahn reichen 27 Kartbahn Löbau (S. 40ff.) die Offerten dieses Netzwerks gegen die Lange28 Gusseiserner Turm Löbau (S. 40ff.) weile. Ob Badespaß oder sportliche Herausforde29 Abenteuer-Kletterwald Zittauer Gebirge rung, Museumsbesuch oder Konzert, ob der Zoo 30 TRIXI-Bad Großschönau (S. 45, Rücktitel) mit Tieren von heute oder ein ganzer Park mit 31 Tierpark Zittau Saurierfiguren in Originalgröße, ob Bootstour 32 Zittauer Schmalspurbahn (SOEG) (S. 43ff.) oder abendliches Sternengucken – es ist für jede 33 Freizeit-Oase Olbersdorfer See e.V. (S. 37) und jeden etwas dabei. Auch die Kleinsten kom34 Burg und Kloster Oybin (S. 13, 50) men auf ihre Kosten, und das nicht nur in den 35 Schmetterlingshaus Jonsdorf (S. 49) verschiedenen Kinderspielparks. Manchmal ha36 Kindertobeland/Eissport-Arena Jonsdorf (S. 49) ben die Großen dann auch Zeit für sich. Ganz be37 Landskron BRAU-MANUFAKTUR Görlitz – wusst setzt dieses Netzwerk auf FamilienfreundBesucherzentrum Führungen & Kulturbrauerei lichkeit, hohe Qualitätsstandards und faire Preise. 38 Hochseilgarten geo-trail GbR am Stausee Bautzen Spremberg

Großräschen

Bad Muskau

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Abgefahren Oberlausitz per Rad

Radler im Biosphärenreservat

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Die Oberlausitz macht der Bezeichnung „Radlerparadies” alle Ehre – mit gut ausgebauten, ausgeschilderten Radwegen von insgesamt 5.000 Kilometern. 40 thematische Radwanderwege und sieben bekannte Radfernwege führen durch das Gebiet – und überall locken wunderschöne Ausflugsziele. Der Clou: Oder-Neiße-Radweg und Spree-Radfernwanderweg beginnen in Zittau bzw. an den Spreequellen.


Tipps zum Weiterlesen: Erfahren Sie mehr über interessante Radtouren: E im Naturpark Zittauer Gebirge (S. 44, 56, 70-73, 78, 80, 82, 86-87) Flyer: „Radwandern in der Oberlausitz”. Regionale Radwanderkarten und -touren gibt es in den TouristInformationen! App zur Tourenplanung: Oberlausitz.Touren für Android und iOS

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s hat etwas Abenteuerliches, auf dem Wolfsradweg durch den Nordosten Sachsens zu fahren. Die thematisch angelegte Route durchquert das Gebiet, in dem sich Isegrim wieder angesiedelt hat. Dass die einst viel gejagte Raubtierart nach Deutschland zurückkehrte und sich in der dünn besiedelten Lausitz niederließ, galt als Sensation. Seit 2000 haben sich die Lausitzer Wölfe spürbar ausgebreitet und jährlich Nachwuchs bekommen. Mindestens 14 Rudel waren 2015 allein in Sachsen registriert. Der Wolfsweg beginnt an der deutsch-polnischen Grenze nördlich von Rothenburg und führt über den Erlichthof in Rietschen (s. S. 86), vorbei am Bärwalder See bis zum Findlingspark Nochten. Das Signet einer Wolfspfote gibt Radlern Orientierung entlang der rund 45 Kilometer langen Strecke. Auf 18 Info-Tafeln an der Route ist mehr über die geschützte Tierart zu erfahren, auch über Märchen, Mythen und Legenden, die sich um Isegrim ranken. „Es ist eher unwahrscheinlich, dass man den scheuen Raubtieren begegnet, jedoch nicht ausgeschlossen“, sagt Vanessa Ludwig, die das Kontaktbüro „Wolfsregion Lausitz“ leitet. Der Wolf steht als Indikator für intakte, unberührte Natur. „Vor allem Gäste aus westdeutschen Ballungsgebieten sind geradezu verzückt, dass die Gegend nicht so überlaufen ist“, sagt Marion Girth von der Touristinformation der Erlichthofsiedlung in Rietschen (www.wolfsradweg.de). Der Wolfsweg verläuft linear. Ganz im Osten schließt er an den Oder-Neiße-Radweg an. In der Gegenrichtung, am Bärwalder See, kreuzt mit dem Spreeradweg ein anderer Fernradweg die Strecke. Anschluss an die Seenlandroute hat man in Boxberg. In Rietschen kann man auf die Holzhaustour wechseln, einen Themenweg, der sich speziell der Holzarchitektur in der Gegend zwischen Weißwasser und Markersdorf bei Görlitz widmet. * Überhaupt ist die Lausitz ein Paradies für Radler, mit Fernradwegen wie der Sächsischen Städteroute, dem Froschradweg oder der Niederlausitzer Bergbautour und dem Fürst-Pückler-Weg, die beide auch über brandenburgisches Terrain ver-

laufen. Hinzu kommen eine Reihe thematisch angelegter Strecken. Dazu gehören der SeeadlerRundweg oder die Route mit sorbischen Impressionen. Der Krabatrundweg im Städtedreieck zwischen Hoyerswerda, Kamenz und Bautzen folgt gezielt den Spuren einer der bekanntesten sorbischen Sagenfiguren (s. S. 72). * Hotels, Pensionen, Gaststätten, Fahrradgeschäfte und Verleihstationen haben sich längst gut auf Radtouristen eingestellt. Unter dem Gütesiegel „Oberlausitz per Rad” entwickelte die Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien (MGO) ein Service-Netzwerk mit zahlreichen Partnern in der Region. Einer davon ist der Radreiseveranstalter Augustus Tours in Dresden. „Die Oberlausitz bietet Radreisenden wunderbare Möglichkeiten zur aktiven Erholung“, schätzt Inhaberin Anke Herrmann ein. Sie findet, dass der Verlauf der Radwege an Spree und Neiße besonders schön ist. Jeder sollte es selbst erkunden und sich seine eigene Meinung bilden.

Die Skizzen verdeutlichen die Streckenverläufe. Links: Spreeradweg (Länge: ca. 420 km, Gebiet Oberlausitz: ca. 120 km); rechts: Oder-Neiße-Radweg (Länge: ca. 665 km, Gebiet Oberlausitz: ca. 120 km)

Übersichtskarte, alle Partner und mehr Informationen über „Oberlausitz per Rad”:

www.oberlausitz.com/aktiv www.radwandern-oberlausitz.de

Tipps für eine perfekte Radreise geben die Dresdner AugustusTours-Spezialisten Ihr Partner für Radtouren: AugustusTours E Der Radreise-Spezialist feiert 2017 sein 20-jähriges Jubiläum und bietet individuelle Radreisen in der Oberlausitz an. Dabei sind besonders der Spreeradweg und die Strecken entlang der Neiße Publikumslieblinge. Ab 499 Euro p. P. folgen Sie z. B. in 9 Tagen dem Flusslauf der Spree von Bautzen bis nach Berlin. Zittau ist der Startpunkt für eine 6-tägige Radreise entlang der Neiße nach Frankfurt/ Oder (ab 339 Euro p. P.) bzw. eine 11-tägige Tour zur Sonneninsel Usedom (ab 739 Euro p. P.). Neben der individuellen Etappenplanung umfasst der Rund-um-Service von AugustusTours die Buchung radfreundlicher Unterkünfte, den Gepäcktransport von Unterkunft zu Unterkunft, Mieträder sowie ausführliche Reiseunterlagen mit Streckenbeschreibungen und Besichtigungstipps. Angebote und Buchung unter: AugustusTours Turnerweg 6, 01097 Dresden A/4 Tel. +49 351 5634820 aktiv@augustustours.de, www.augustustours.de

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Radlerparkplatz im Erlichthof Rietschen, direkt am Rakotzbrücke in Deutschlands beeindruckendsWolfsradweg gelegen tem Azaleen- und Rhododendronpark Kromlau


Wanderbar Auf Schusters Rappen 5.000 Kilometer lang sind die Wanderwege in der Oberlausitz, die sich im Dreiländereck DeutschlandTschechien-Polen miteinander vernetzen und beste Bedingungen fßr einen abwechslungsreichen und aktiven Aufenthalt bieten. Der Weg mit den spektakulärsten Ausblicken ist der Oberlausitzer Bergweg.

Wanderer im Oberlausitzer Bergland


Reiseangebot „Oberlausitzer Bergweg”: E Sie können auf dem „Oberlausitzer Bergweg” (mit 4 oder 7 Übernachtungen) als buchbares Angebot wandern. Genaue Informationen über: Tourist-Information Zittau Tel. +49 3583 752200, tourist-info@zittau.de www.oberlausitzer-bergweg.de Tipps zum Weiterlesen: E Umgebindehausstraße (S. 56) E Wandern im Naturpark Zittauer Gebirge (S. 44, 46ff, 49) E Wandern im Oberlausitzer Bergland (S. 59, 60, 61, 62) E Wandern im Biosphärenreservat (S. 70, 71, 72) E Wandern im Dresdner Heidebogen (S. 78) Mehr Informationen:

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chmucke Dörfer im Tal und die Lausche vor der Nase: So stehen Feriengäste abmarschbereit vorm beliebten Oberlausitzer Wanderhotel Sonnebergbaude. Chef Alexander Fichte hat den Rucksack geschultert und seine Wanderstiefel geschnürt. Ganz klar, dass er hier jeden Winkel kennt. Da liegt es nahe, dass er gleich mit auf Schusters Rappen kommt – heute auf den „Oberlausitzer Bergweg“, der über 107 Kilometer durch die Oberlausitz bis in den Naturpark Zittauer Gebirge führt. Der zertifizierte Wanderweg ist bestens ausgeschildert und verläuft teilweise entlang der deutsch-tschechischen Grenze. „Man hat unterwegs kaum finsteren Wald, dafür spektakuläre Fernsichten. Bänke und Schutzhütten laden zur Rast ein. Bauden, Gastschänken und Wanderhotels, alle sind speziell auf Wanderer eingerichtet“, so schwärmt Lokalpatriot Alexander Fichte. * Traditionelle Wandergebiete sind das Oberlausitzer Bergland und der Naturpark Zittauer Gebirge. Allein die Auswahl der regionalen Wandertouren ist riesengroß. Gerade Familien erleben richtige Hits, wie beim „Steinzoo-Familienwandern” im Naturpark Zittauer Gebirge (s. S. 44). Ein „Pumphut-Steig” im Oberlausitzer Bergland führt rund um Wilthen, mit Schau- und Spieltafeln versehen, ist er dem Hexenmeister Pumphut gewidmet (s. S. 62). Und ein „Karasek-Rundweg” bei Seifhennersdorf führt auf die Spuren von Räuberhauptmann Johannes Karasek (17641809) und zu einstigen Schauplätzen (s. S. 53). Doch nicht nur das bergige Land lädt zu Wanderungen ein. In der Oberlausitzer Heide- und

Teichlandschaft mit dem UNESCO-Biosphärenreservat, im Lausitzer Neißeland und in der Westlausitz mit dem Dresdner Heidebogen finden Wanderer lohnende Ziele, beispielsweise auf Naturlehrpfaden – ideal für Tagestouren ganz in Familie. So führt der „Naturerlebnispfad Guttauer Teiche und Olbasee” im Biosphärenreservat vom

www.oberlausitzer-bergweg.de www.oberlausitz.com

Gastgeber Ines und Alexander Fichte vom Wanderhotel Sonnebergbaude in Waltersdorf

„Haus der Tausend Teiche” in Wartha als 8,3 Kilometer langer Rundweg entlang der Teiche nach Guttau, an Aussichtstürmen vorbei zum Olbasee und zurück nach Wartha. Unterwegs gibt es 30 Stationen, wo man Tiere beobachten kann. Und in den Königshainer Bergen lädt der „Granitabbau-Lehrpfad” ein. Der Weg ist nur 2,5 Kilometer lang und dennoch spannend. Er veranschaulicht, wie die Steinbrecher im 16. Jahrhundert Granit abbauten. * Auf eine Besonderheit treffen Wanderer in der Oberlausitz: Fast jeder Berg hat eine Baude, einige mit Schankwirtschaft, Pensions- oder Hotelzimmern, und seinen eigenen Aussichtsturm. Der Älteste steht auf dem Czorneboh bei Cunewalde und wurde vor 166 Jahren erbaut. Tipp: Für alle Bergweg-Wanderer von Neukirch bis Zittau (107 km) gibts eine Urkunde

Oberlausitzer Wanderhotel: Das über 350 Jahre alte Haus ist heute Drehund Angelpunkt für Wandersleute, Kletterer und Mountainbiker. Sogar Urlauber aus Österreich, dem Land der Alpen-Gipfel, waren schon da. „Unsere 3.000er Gipfel schön und gut. Aber in der Oberlausitz wandert sich’s einfach gemütlicher. Lieber Walken statt Kraxeln“, so ein Salzburger kürzlich. Der interessierte sich auch für Deutschlands ersten „8.000er im Naturpark Zittauer Gebirge“. Wandersmann Alexander erklärt es: „14 Berge halten am Gipfel Zahlencodes bereit. Wer die sammelt, erhält von uns am Ende den ersten deutschen 8.000er Bergpass.“ Überraschungen warten auf Ausflügler schon an der Strecke. Denn bei den Gipfeln sind auch solche dabei, die unkundige Wanderer oft leicht übersehen. Sonnebergbaude Waltersdorf Inh. Alexander Fichte Hauptstraße 154, 02799 Waltersdorf D/5 Tel. +49 35841 3300 rezeption@sonnebergbaude.de www.sonnebergbaude.de

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Erfrischend Lausitzer Wasserwelten Wo einst riesige Bagger Braunkohle aus der Erde holten, dehnt sich heute die größte künstliche Wasserlandschaft Europas aus. Durch die Flutung früherer Tagebaue entstehen mehr als 20 neue Seen, die nicht nur Wassersportler begeistern. Überhaupt gibt es in der Lausitz reichlich Raum für Badenixen, Freizeitkapitäne, Flusspaddler und all jene, die sich am oder im kühlen Nass pudelwohl fühlen.

Schleuse im Koschener Kanal, der den Senftenberger See mit dem Geierswalder See verbindet


Im Trixi-Ferienpark gibt es kristallklares Gebirgswasser im historischen Waldstrandbad, außerdem noch die populäre Walrossrutsche

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as Lausitzer Seenland wirkt faszinierend auf Besucher. In kurzer Zeit hat sich das frühere Bergbaugebiet zu einem Eldorado für Freizeit- und Wassersportler entwickelt. Radfahrer, Inline-Skater und Läufer drehen an den Seen im Süden Brandenburgs und Osten Sachsens ihre Runden. Auf dem Wasser können Segler, Surfer, Motorbootfahrer sowie Aktive etwa am Geierswalder oder am Bärwalder See, dem größte Binnensee Sachsens, mit Jetski auf dem Partwitzer See und Wasserski oder Wakeboard auf dem Geierswalder und Halbendorfer See ihrer Leidenschaft frönen. Wer lieber passiv bleibt, kann an Bord eines Ausflugsdampfers gehen. Auf dem Senftenberger See werden Rundfahrten angeboten. Zwischen Senftenberg und Geierswalde ist ein Panoramaschiff im Linienverkehr unterwegs. Für Erkundungen an Land seien Radwege wie die „SeenlandRoute” oder die „Niederlausitzer Bergbautour” empfohlen. Auf geführten Erlebnistouren mit Quad oder Geländewagen lassen sich Landschaften entdecken, die der Tagebau hinterlassen hat. Gelegenheit zum Baden unter freiem Himmel gibt es nicht nur an vielen Gewässern im Lausitzer Seenland, sondern auch in den zahlreichen

Frei-, Wald- und Gebirgsbädern der Region. Ein besonders schönes Flair hat das denkmalgeschützte Waldbad in Wehrsdorf, einem Ortsteil von Sohland. In Kirschau, Krauschwitz, Großschönau und Hoyerswerda stehen ganzjährig Einrichtungen mit Bade- und Saunalandschaft offen. Beliebt bei Einheimischen und Gästen sind Erholungsgebiete wie die Talsperre Bautzen, der Stausee Quitzdorf, der Olbasee in Kleinsaubernitz und der Berzdorfer See im Süden von Görlitz. Der Olbersdorfer See bei Zittau bildet alljährlich die Kulisse für den internationalen Cross-Triathlon „O-See Challenge“. Für Schlauchboottouren auf der Neiße können Paddler an verschiedenen Stellen der deutschpolnischen Grenze ablegen. Neben ruhigen Abschnitten, die für Familien mit Kindern ideal sind, hat der Fluss auch Strecken mit mehreren kleinen Stromschnellen zu bieten. Ideal sind auch Paddeltouren auf der Spree. An Neiße und Spree sind ebenso wie an anderen Flüssen, Seen und Teichen in der Lausitz ruhige Plätze zum Angeln zu finden. Allein in der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft gehören mehr als 30 Fischarten zum Besatz, darunter Karpfen, Hecht, Barsch, Plötze und Schleie.

Aus aller Herren Länder (30 Nationen!) kommen Crosstriathleten zur O-See Challenge jedes Jahr an den Olbersdorfer See. Die O-See Challenge gehört auf der „X-Terra-Tour”, einer Art Weltcup-Serie, zu den gefragtesten Stationen Europas. Maik Petzold, erfolgreicher Triathlet und Botschafter der Oberlausitz sagt: „Wettkämpfe in dieser Kulisse sind einfach spitze”. Lesen Sie mehr auf Seite 44!

Mit Paddelbooten auf der Spree

Tipps für Wassersportangebote: www.baerwalder-see.eu, www.olbersdorfersee.com, www.info-berzdorfer-see.eu, www.neissetours.de, www.aktiv-erlebnis-lausitz.de Tipps zum Weiterlesen: Erfahren Sie mehr über: E das Lausitzer Seenland und Touren dort per Quad, Flugzeug und Rad (S. 82) E den Trixi-Ferienpark (S. 45 und Rückseite) E den LeuchtTurm der Lausitz (S. 80) und den größten Binnensee Sachsens (S. 82) Herausgepickt: E Seen und Teiche: Bärwalder See (S. 82), Erholungsgebiet FREIZEIT-OASE Olbersdorfer See (siehe u. l., S. 44), Talsperre Bautzen (S. 69), Berzdorfer See (S. 88), Olbasee, Guttau/Kleinsaubernitz (S. 70ff.), Schenkteich Rietschen (S. 86) Wald-, Natur- und Gebirgsbäder (Auswahl): Großschönau (s. o., S. 45), Jonsdorf (S. 49), Seifhennersdorf (S. 52), Obercunnersdorf (S. 57), Neusalza-Spremberg (S. 58), Cunewalde (S. 60), Sohland (S. 60), Oppach (S. 61), Niesdorf (S. 72), Großröhrsdorf (S. 74) Auswahl Mehr Informationen über:

www.lausitzerseenland.de

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Köstlich

Die Lausitz schmeckt Der Spiegelkarpfen ist der Brotfisch der Teichwirte in der Oberlausitz. Bevor er auf den Tisch kommt, wächst er drei Sommer lang in Oberlausitzer Gewässern heran. Darüber hinaus können Besucher allerlei andere Spezialitäten in der Region genießen.

Karsten Ringpfeil, Chef des Familienbetriebes Teichwirtschaft Wartha


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Sorbische Gastlichkeit genießen Grubschütz liegt nur zwei Kilometer vor der Stadt Bautzen, dem Zentrum der Sorben. Es liegt im Tal der Spree und ist ein Tor zum Oberlausitzer Bergland. In Grubschütz befinden sich die beiden familiengeführten Häuser auf einem Anwesen – das Landhotel, ein Vierseitgehöft mit 17 Zimmern in ländlicher

Jörg Daubner, Chef der Obermühle in Görlitz, kocht hier beim Küchenfest in Bad Muskau Besucher regionale Köstlichkeiten kaufen und verkosten können. * „Die Lausitz schmeckt“ versprechen die Mitglieder eines gleichnamigen Netzwerkes, das seit 2007 in der Region besteht. Mehr als 40 Unternehmen aus der Land- und Ernährungswirtschaft gehören dem Verbund an, der zu möglichst kleinen Warenkreisläufen anregen will. Das Räucherhäus’l im Herrnhuter Ortsteil Ruppersdorf etwa verwendet für seine Spezialitäten vorrangig Fleisch, Fisch und Käse von einheimischen Lieferanten. Karaseks Schmugglerschinken aus dem Sortiment der preisgekrönten Firma hat eindeutigen Bezug zu einer legendären Figur aus der Oberlausitz: dem Räuberhauptmann Johannes Karasek. Quark aus der Krabat-Milchwelt in Kotten bei Wittichenau lässt sich wunderbar mit Leinöl aus der Ölmühle in Hoyerswerda vermengen. Auf Speisekarten ist diese schmackhafte Mischung oft in Kombination zu „Abern“ zu finden, wie Kartoffeln in Oberlausitzer Mundart heißen. Andere typische Gerichte der Region sind „Teichelmauke“, bestehend aus Kartoffelbrei mit Rindfleisch und einer kräftigen Fleischbrühe, oder Stupperle (Klöße aus gekochten Kartoffeln). Bleibt uns nur, Ihnen guten Appetit auf Ihrem Weg durch die Oberlausitz zu wünschen!

Ruhe und die traditionsreiche Gaststätte „Spreetal”. Diese Gaststube und der angrenzende Saal laden seit fast 100 Jahren zum Speisen und Feiern ein. Besonderes Augenmerk legt Familie Haidan auf regionale sächsisch-sorbische Küche. Die Rohstoffe dafür liefern Bauern und Produzenten aus der Region. Tipps: E direkt am Spreeradweg und am sächsischen Pilgerweg gelegen E Restaurant: 50 Plätze, Ballsaal: 250 Plätze E Parkmöglichkeiten sind ausreichend vorhanden E W-LAN in beiden Häusern E Empfehlung an trüben Tagen: die Kräutersauna Landhotel und Spreetal Grubschütz Familie Haidan Techritzer Straße 2, 02692 Grubschütz C/3 Tel. +49 3591 270409 info@landhotel-grubschuetz.de www.landhotel-grubschuetz.de Termine zum Vormerken! E 23. September bis 5. November: Lausitzer Fischwochen®, Schaufischen, Fischerfeste (S. 94f.) Tipps zum Weiterlesen: E Die Slow-Food-Küche von Jörg Daubner in der Obermühle Görlitz (S. 89) E Enrico Schulz aus Tautewalde und sein neuer Spezialitätenladen (S. 61) E Was den Bautz’ner Senf so scharf macht (S. 65, 67) E Geheimnisvoller Mönchshof (S. 66) E Beckenbergbaude mit Spitzenkoch (S. 52) E Leckeres von Bäcker Otto (S. 53) und Conditor Brumme (S. 57) Mehr Informationen:

Spezialitäten aus der Krabat-Milchwelt

Bautz’ner in allen Variationen

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as Dithmarschen in Schleswig-Holstein mit den Kohltagen und die Insel Usedom mit den Heringswochen haben, das bedeuten die Fischwochen für die Lausitz. Hier wie dort wird eine typische kulinarische Spezialität der Region einmal im Jahr gebührend gefeiert. Im Osten Sachsens sind es Karpfen, Hecht, Schleie, Zander und Wels, denn die Produktion von Speisefischen hat im „Land der Tausend Teiche“ schon seit dem 13. Jahrhundert Tradition. Immer von Ende September bis Anfang November rücken die Leckerbissen aus heimischen Gewässern besonders in den Blickpunkt. Gastwirte und Köche zaubern bei den Lausitzer Fischwochen® eine Vielfalt an Gerichten auf den Teller. Neben speziellen Menüs oder kulinarischen Abenden bereichern Teichwanderungen und Naturführungen das prall gefüllte Programm. Bei Abfischfesten können Schaulustige zusehen, wie die Teichwirte ihre Jahresernte aus dem Wasser holen. Das Unternehmen Ringpfeil in Königswartha hat sogar Biokarpfen im Sortiment. * In Bautzen zeigen Gastronomen alljährlich im Spätsommer, wie kreativ sie mit Senf umgehen. Für Suppen, Fleischgerichte, Brot und sogar für Eiskreationen oder Cocktails verwenden sie die würzige Zutat. Bei den Bautzener Senfwochen können Gäste die scharfen Sachen ausgiebig probieren. Die Idee kommt nicht von ungefähr. Senf aus der Spreestadt ist schließlich deutschlandweit bekannt. 1953 wurde er als mittelscharfe Variante erstmals im VEB Lebensmittelbetriebe Bautzen abgefüllt. * Bei der kulinarischen Entdeckungsreise durch die Oberlausitz stoßen Gäste oft auf Köche, die immer wieder ihre Experimentierfreude unter Beweis stellen und gern mit neuen Kreationen überraschen. Wirten wie Enrico Schulz aus Tautewalde, André Meyer aus Eibau oder Jörg Daubner aus Görlitz liegt es dabei am Herzen, möglichst saisonale Produkte aus der Region zu verwenden – ganz nach dem Motto „Oberlausitz genießen“. Dieser Idee folgen das Jahr über auch verschiedene Hof- und Naturmärkte, auf denen

www.lausitzer-fischwochen.de www.lausitz-schmeckt.de www.genuss-tour.com

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Facettenreich Vielfalt an Landschaften

Blick auf Schirgiswalde im Oberlausitzer Bergland, eine Perle der Oberlausitz


Bunt und vielfältig wie kaum eine andere Ferienregion in Deutschland – das ist die Oberlausitz. Wer von Hoyerswerda mit dem Auto nach Zittau fährt, ist nonstop gut anderthalb Stunden unterwegs. Auf den rund 90 Kilometern durchquert man ganz unterschiedliche Landschaften. Sanfte Hügelketten, die sich wie an einer Perlenschnur aneinanderreihen, bizarre Kletterfelsen, tiefe Seen, fischreiche Teiche, schmucke Dörfer und historische Städte liegen im Südosten Sachsens dicht und einladend beieinander. Als bekannteste Flüsse schlängeln sich Spree und Neiße durch die Oberlausitz. An ihren Ufern erheben sich geschichtsträchtige Orte wie Bautzen oder Görlitz. Auf den folgenden Seiten lesen Sie mehr über Städte, Dörfer, Landschaften und die Menschen der Oberlausitz.


Löbau

„Friedrich” ruft

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Mit Volldampf nach Löbau zum Tag der Sachsen 2017 Nach der Landesgartenschau 2012 richtet Löbau wieder ein Top-Event aus: Den „Tag der Sachsen“ vom 1. bis 3. September, unter dem Motto „Mit Volldampf nach Löbau“ – das ist eine Anspielung auf die Eisenbahn-Historie der Kommune, die der Verein „Ostsächsische Eisenbahn-

Stadt auf eigene Gerichtsbarkeit. Über der Uhr zeigt eine goldene Mondphasenkugel genau den Stand des Mondes an. Am „Goldenen Schiff“ zeugen die Symbole des Bürgerhauses (Anker und Schiff) vom einst weltweiten Handel Löbauer Leinenweber. Heute beherbergt das restaurierte Gemäuer die Stadtbibliothek. Davor schlendern Menschen übern Markt und schauen auf, wenn das Klackern der Pferdehufe vom Löbauer Bierwagen zu hören ist. Immer dienstags und donnerstags ruckelt er übers historische Straßenpflaster, um die Kundschaft zu beliefern.

freunde“ u. a. mit Pflege und Wartung alter Bahnen und Dampfloks wachhält. Dazu kommen das bunte Treiben und viele Bühnenauftritte. Der Eintritt ist frei! www.tagdersachsen2017.de

Der Gusseiserne Riese Nur einen Katzensprung vom Altmarkt entfernt liegt das Stadtmuseum, wo man den originalen Konvent-Pokal des Sechsstädtebundes bestaunen, viel über Löbauer Handwerk erfahren, eine komplett aufgebaute Biedermeierstube und andere Wohnräume aus alten Zeiten sehen kann. Aus vielen Straßenwinkeln der Altstadt heraus bieten sich immer wieder Blicke zum Löbauer Berg – dort thront seit 1854 der König-FriedrichAugust-Turm. 120 Stufen führen auf die höchstgelegene Plattform in 28 Metern Höhe. Jedem Stadtbesucher sei empfohlen: Nichts wie hin! Spazierwege führen zum berühmtesten aller gusseisernen Aussichtstürme der Welt, den auch schon Bergsteiger-Legende Reinhold Messner erklomm. Er trug sich 2015 als Erster ins neue Gipfelbuch ein. Beim Blick vom „Gusseisernen“ schwärmte er von der Schönheit Löbaus und den Reizen der Oberlausitz. Das will was heißen: Der Mann, der als Erster alle 14 Achttausender der Welt bestieg, outet sich als Oberlausitz-Fan! Bis zum heutigen Tag wurden sieben Gipfelbücher mit rund 4.000 Sprüchen und Signaturen gefüllt.

Die „Liebliche” lädt ein Die Stadt zu entdecken ist reizvoll. Immerhin bedeutet das slawische Wort „lubij” – „die Liebliche”. Gerade jetzt, wo altehrwürdige Häuser am Altmarkt saniert sind, bietet Löbau über 500 denkmalgeschützte Objekte! Von restaurierten Giebelhäusern bis zum schmalen Handtuchhaus mit nur zwei Fenstern. Im fast 800 Jahre alten Löbau faszinieren mit Ornamenten verzierte Patrizier- und Giebelhäuser, die vom Reichtum früherer Geschäftsleute zeugen. Auch vorm wunderschönen Rathaus bleiben viele stehen. An der Sonnenuhr auf der historischen Fassade rät eine Inschrift: „Carpe Diem“ (Nutze den Tag). Zum Staunen der Besucher öffnet ein Judutekopf in der Rathausuhr zu jeder viertel und vollen Stunde den Mund. Es ist eine Gesichtsmaske mit beweglichem Kinn, sie gilt als Symbol für das Recht der

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Löbau

Der „Nudeldampfer” Menschen aus aller Welt fasziniert dieses Denkmal der Moderne

Tipps und Termine 2017: E Besichtigungen des historischen, 150 Jahre alten Maschinenhauses mit Lokhalle am Löbauer Bahnhof sowie der „Schätze“ – darunter mehrere Diesel-Kleinlokomotiven, ein Preußischer Packwagen – sind mittwochs von 9-13 Uhr oder nach Anmeldung möglich (www. osef.de). E Flügel und Pianos von Friedrich August Förster genießen in der Welt einen guten Ruf. 1859 baute er in Löbau sein erstes Klavier. Giacomo Puccini komponierte auf einem Löbauer Instrument. Stars wie Elton John oder Katja Ebstein schwören auf Klaviere aus dem Hause Förster. E Stadtführungen u. a. mit Besichtigung von Nikolai- und Johanniskirche, Altmarkt und Rathaus. Hier steht ein Modell Löbaus. Der sanierte Ratssaal mit seiner Vertäfelung ist ein echter Hingucker. E Messehalle, wo sich Stars die Klinke in die Hand geben – von Rock bis Pop, von Schlager bis Klassik. E 1. bis 3. September: Tag der Sachsen! Mehr Informationen Tourist-Information Löbau Altmarkt 1, 02708 Löbau D/4 Tel. +49 3585 450140 tourist-info@loebau.de www.loebau.de

Hans Scharoun nannte sein Haus Schminke „das Haus, was mir das Liebste war.” Stiftung Haus Schminke Löbau Kirschallee 1b, 02708 Löbau D/4 Tel. +49 3585 862133 info@stiftung-hausschminke.eu www.stiftung-hausschminke.eu

Geöffnet: April bis Oktober, Do.-So. 12-17 Uhr, individuelle Führungen sind auch an anderen Tagen möglich. Im Haus informiert das Zentrum des Netzwerks „TOPOMOMO-Topographie der Bauten der Moderne“ zu den modernen Bauten der Region.

Fantastische Sicht, grandioser Turm und das beliebte Gasthaus mit Biergarten am Turm und solider Hausmannskost: Der Löbauer Berg ist seit Jahrhunderten in aller Munde. Zuletzt kam sogar Bergsteiger-Legende Reinhold Messner vorbei und trug sich in das Gipfelbuch ein.

Seit 1913 gibt es das beliebte, familiengeführte Hotel schon. Es bietet 35 komfortable und moderne Zimmer, eine exzellente Küche und einen hervorragenden Service: Das Hotel Stadt Löbau zählt nicht nur zu den Top-Adressen vor Ort. Es ist ein Aushängeschild Oberlausitzer Gastlichkeit.

Tipps: E 3 gemütliche Doppelzimmer (darunter 1 Hochzeitszimmer) E Hochzeiten, Geburtstage, Familienfeiern E Behinderten-Parkplatz gegenüber Gaststätte E Busse willkommen, Parken am Turm E Löbauer Turmfest im August 2017 E Panoramakarten sind erhältlich!

Tipps: E Großer Parkplatz am Hotel – auch ideal für Busse E Kurze Anfahrt nach Bautzen, Görlitz, Zittauer Gebirge E Veranstaltungen, Feierlichkeiten, Tagungen E Nur fünf Minuten Fußweg zur Veranstaltungshalle/Messegelände

Turmgaststätte Löbauer Berg Inh. Ines Koch, 02708 Löbau D/4 Tel./Fax +49 3585 832590 loebauer-berg@gmx.de, www.loebauer-berg.de

Hotel Stadt Löbau Inh. Günter Zimmerling Elisenstraße 1, 02708 Löbau D/4 Tel. +49 3585 861830 hotel-stadt-loebau@t-online.de www.hotel-stadt-loebau.de

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Vor rund 100 Jahren entstand die einmalige Denkmallandschaft der Moderne, die Wohnhäuser, Schulen, Theater, Industriebauten und Rathäuser umfasst. Die Architekten jener Zeit beantworteten die Ansprüche des neuen modernen Selbstverständnisses der Unternehmer mit Neubauten, die heute zeitlos wirken und zum Teil weltberühmt sind. Das spektakulärste ist das Haus Schminke von Hans Scharoun. Der Stahlskelettbau von 1933 gilt heute als eines der weltweit bedeutendsten Wohnhäuser seiner Zeit. Dabei begeistert es nicht nur das internationale Fachpublikum, sondern vor allem auch Laien, die sonst wenig mit moderner Architektur in Berührung kommen. Hans Scharoun schuf ein individuelles Wohnhaus für eine sechsköpfige Familie ganz in der Nähe der Nudelfabrik seines Bauherrn, Fritz Schminke. Dessen Vorliebe für die Seefahrt und die Liebe seiner Frau zum Garten ließen einen schiffsartigen Bau entstehen, der mit seiner Offenheit zum Garten und den vielen, speziell auf das Familienleben zugeschnittenen Details bis heute viele Bauschaffende beeinflusst. Ein Highlight: das komplette Haus Schminke ist für Übernachtungen buchbar!


Zittau

Naturpark Zittauer Gebirge

Mit Dampf durch die Zeit reisen Historische Dampfbahnen bringen besonders viele Feriengäste in die schönsten Gegenden Schauwert hat die nur dort zu erlebende Doppelausfahrt zweier Dampfzüge aus dem Museumsbahnhof Bertsdorf. Wer länger im südöstlichsten Zipfel Sachsens bleiben möchte, bucht am besten eine „DampfZauber-Woche“ in der Pension „Zum Bahnel“ und bekommt dafür in dem historischen Bahnhof des Kurortes Jonsdorf die perfekt passende Unterkunft. Die traumhafte Landschaft lässt sich wunderbar aktiv erleben, etwa bei einem zünftigen Wanderurlaub in der Oybiner Hochwaldbaude. Einer zünftigen Entdeckungsreise im Land der Dampfeisenbahnen dürfte also nic hts im Wege stehen. Ein Erlebnis für die ganze Familie ist eine Zeitreise zurück in die Vergangenheit. Zuggarnituren aus vier Epochen, wie der „Sachsenzug“ oder der „Reichsbahnzug“, zeichnen die Bahn im Zittauer Gebirge aus, auch Barwagen und Aussichtswagen bieten einen besonderen Reisegenuss.

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Eine Waldeisenbahn-Tour nach Bad Muskau Eine einzigartige Facette sächsischer Industriekultur ist die Fülle an gut erhaltenen Dampfbahnen aus mehr als 175 Jahren Eisenbahn- und Verkehrsgeschichte. Der Charme der faszinierenden Tradition lässt sich entlang der DAMPFBAHNROUTE Sachsen wunderbar erleben. Die Ferienstraße verbindet fünf täglich verkehrende Schmalspurbahnen, drei ehrenamtlich mit Dampfzügen betriebene Museumsbahnen, zahlreiche Eisenbahnmuseen sowie Standorte von Modellbahnen in bezaubernden Regionen. Hinzu kommen einzigartige Bergbahnen sowie die weltweit älteste und größte Schaufelraddampferflotte, die auf der Elbe im Einsatz ist. Unter dem Dach der DAMPFBAHN-ROUTE Sachsen arbeiten seit 2010 rund 150 Partner zusammen. Sie bringen Gäste in Kontakt mit Kunst und Kultur, weltberühmtem Traditionshandwerk, hochwertigen Wellnessangeboten oder unverwechselbaren Naturschönheiten. Links und rechts des Schienenstranges finden sie vielfältige Möglichkeiten für Aktivurlaub, Übernachtungen mit Ambiente, Gastronomie zum Genießen und Freizeitspaß für die ganze Familie. Die DAMPFBAHNROUTE Sachsen vernetzt die Landeshauptstadt Dresden auf drei Strängen mit der Messestadt Leipzig, dem Vogtland und dem Zittauer Gebirge. Von dort führt die Tour weiter bis in die Muskauer Heide. Östlich des Lausitzer Seelandes können Fahrgäste mit der Muskauer Waldeisenbahn in den Landschaftspark Kromlau und bis nach Bad Muskau in den Fürst-Pückler-Park reisen, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört (s. Seite 85). Als Eisenbahnmuseum steht das Löbauer Maschinenhaus offen. Ein Besuch darin ist sicher für alle technisch Interessierten ein Höhepunkt. Der

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Verein Ostsächsische Eisenbahnfreunde e.V. bietet auch erlebnisreiche Sonderfahrten an, die von Löbau zu verschiedenen Zielen in Sachsen und darüber hinaus führen. Mit der Zittauer Schmalspurbahn gelangen Besucher täglich stilvoll unter Volldampf in Deutschlands kleinsten Naturpark, das Zittauer Gebirge. Nach der Abfahrt in Zittau dampft der Zug am Olbersdorfer See vorbei, bevor sich die Strecke nach dem Kurort Jonsdorf und dem Kurort Oybin teilt.

Tipps: E Zeitreise-Züge bei der Zittauer Schmalspurbahn jedes Wochenende Ostern bis Oktober E Historik-Mobil im Zittauer Gebirge am ersten August-Wochenende – besondere Dampfzüge und Oldtimer E Waldeisenbahnfahrten zum Blütenfest in Kromlau zu Pfingsten E Löbauer Maschinenhaustage am zweiten Mai-Wochenende E Waldbahnfest in Weißwasser am ersten September-Wochenende

Die Doppelausfahrt in Bertsdorf im Naturpark Zittauer Gebirge Kontakt DAMPFBAHN-ROUTE Sachsen Am Alten Güterboden 4, 01445 Radebeul Tel. +49 351 2134440 info@dampfbahn-route.de www.dampfbahn-route.de www.facebook.com/dbrsachsen

Kontakt Kundenbüro: Zittauer Schmalspurbahn – SOEG mbH Bahnhofstraße 41, 02763 Zittau E/5 Öffnungszeiten und Erreichbarkeit: täglich von 8.30 bis 13.30 Uhr Tel. +49 3583 540540 info@soeg-zittau.de, www.soeg-zittau.de


Lückendorf • Bertsdorf-Hörnitz

Naturpark Zittauer Gebirge

Ferienmagazin-Tipp: Ein romantisches Erlebnis für die ganze Familie ist eine Zeitreise zurück in die Vergangenheit. Einzigartige Zuggarnituren aus vier Epochen zeichnen die Bahn aus. Den genauen Ablauf einer solchen Zeitreise erfahren Sie bei der Sächsisch-Oberlausitzer Eisenbahngesellschaft mbH (SOEG). Sie lädt neben den regulären Fahrten in den Naturpark Zittauer Gebirge auch zu solchen Erlebnis-Fahrten ein

Für Entdecker, Genießer, Wohlfühler An der familiär geführten Vier-Sterne-Pension am einzigen Südhang des Zittauer Gebirges starten viele Skiund Wanderwege. Die meisten der 17 individuell und liebevoll eingerichteten Zimmer bieten einen Fernblick bis auf das benachbarte Iser- und Jeschkengebirge. Im Restaurant wird frische Küche serviert, die großen Wert auf regionale Anbieter und saisonbedingte Gourmetfreuden legt.

Nach Wanderungen können Sie in der hauseigenen Kriminalbibliothek und im Wellnessbereich entspannen (Innenpool, Sauna sowie vielfältiges Massage- und Kosmetikprogramm zur Auswahl). Tipps: E Zimmer mit Dusche, WC, Föhn, Sat-TV, Telefon, Schreibtisch, Minibar, Kaffee-/Tee-Station, Laptop-Tresor, Internet und W-LAN E Liegewiese neben Schwimmbad Wellness-Pension „Altes Kurhaus Lückendorf“ Kammstraße 28-30, 02797 Kurort Oybin D/5 OT Luftkurort Lückendorf, Tel. +49 35844 76430 kontakt@altes-kurhaus-lueckendorf.de www.altes-kurhaus-lueckendorf.de

Wie aus einem Märchen gestohlen steht es da: Halb versteckt hinter uralten Ulmen, ragen verträumt die zwei Renaissance-Türme des Schlosshotels Althörnitz gen Himmel. Doch hier sieht es nicht nur so aus, als würde Dornröschen gleich erwachen, hier darf jedermann nächtigen. Einst wurde um 1707 in einem Labor im Turmzimmer an der ersten Porzellanherstellung geforscht. Heute ist das Schloss mit moder-

Tipps: E Schloss für Märchenhochzeiten E umgeben von 14 Hektar großem Park E historischer Rahmen für Tagungen & Meetings E idealer Ausgangspunkt und Mußeort für Wanderer Schlosshotel Althörnitz Zittauer Straße 9 02763 Bertsdorf-Hörnitz E/5 Tel. +49 3583 5500 info@schlosshotel-althoernitz.com www.schlosshotel-althoernitz.com

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Einst wurde hier Porzellan erforscht

nem Anbau ein Hotel, das Gäste zurück in die Zeit der Schlossherren reisen lässt. Dabei bietet es aber den Komfort, den man sich heute wünscht: ruhige und helle Zimmer sowie eine frische Küche, spezialisiert auf Oberlausitzer Kulinarik.

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Naturpark Zittauer Gebirge

Schnell in die Schuhe und los geht’s Familien zieht es in den Steinzoo und Spitzensportler aus aller Welt zum Olbersdorfer See

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Sie heißen Brütende Henne, Schildkröte, Krokodil, Nashorn, Löwe, Dackel, Papagei … Die Steintiere sind hier in großer Zahl zu Hause und haben ihren Platz seit ewigen Zeiten. Bildhauer dieser Sandsteingebilde waren Wind, Wasser, Wärme und Kälte, die Figuren sind durch Verwitterung entstanden. Kaum zu glauben, wie schnell Kinder in den Schuhen sind, wenn es zum „Steinzoo” geht. Drei Familienwanderwege führen zu Tierfiguren – in den Jonsdorfer Mühlsteinbrüchen, rund um den Töpfer im Kurort Oybin und um die Fuchskanzel im Luftkurort Lückendorf. Markierungen weisen jeweils den Weg dorthin. Wanderer und Radler (und im Winter die Skiläufer!) erwartet ein umfangreiches grenzenloses Streckennetz im Naturpark Zittauer Gebirge, denn im Dreiländereck sind Tschechien und Po-

len ganz nah. So lieblich und markant sich der Naturpark darbietet – als stolzer Gebirgszug der Sudeten mit seinen gewaltigen Sandsteinfelsen und hohen vulkanischen Restbergen –, so herrlich lässt sich auf Wanderwegen die Natur genießen, ganz viel erleben und entdecken (lesen Sie dazu mehr auf den folgenden Seiten).

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Auf dem Töpfer – zwei Steintiere auf einem Fleck: Papagei und Schildköte (links). Am Olbersdorfer See treffen sich Spitzensportler wie Maik Petzold, hier während der O-See Challenge 2014 (rechts) Immer öfter sieht man im Gebirge ElektroFahrräder. Mit Akku-Unterstützung werden hohe Berge zu kleinen Hügeln. Was viele Urlauberherzen (im doppelten Sinne) höherschlagen lässt, ist für Sportfreaks und sogar Profis ein Jahreshöhepunkt im Zittauer Gebirge: die legendäre „O-SeeChallenge“, ein Cross-Triathlon in der herrlichen Landschaftskulisse am Olbersdorfer See. Zu bewältigen sind 1,5 Kilometer Schwimmen, rund 30 Kilometer Mountainbike-Rennen sowie der finale 9-Kilometer-Lauf. Das entspricht der MaximumDistanz der XTERRA-Strecke, dem international führenden Crosstriathlon-Wettkampf. Bis zu 15.000 Menschen feuern die Aktiven an der Strecke an – vom Fan bis zum Urlauber. „Mittlerweile kommen die Teilnehmer aus bis zu 30 Ländern, darunter waren Australier und Neuseeländer“, so der gebürtige Bautzener Maik Petzold, selbst Deutscher Triathlon-Meister und Olympionike in Athen und London. Als Botschafter der Oberlausitz schwärmt er von seiner schö-

nen Heimat: „Ob Radeln, Schwimmen, Paddeln oder Laufen – bei uns kann man all das in dieser herrlichen Naturkulisse machen“. Mehr Informationen über: Touristische Gebietsgemeinschaft Naturpark Zittauer Gebirge/Oberlausitz e.V. Markt 1, 02763 Zittau E/5 Tel. +49 3583 752139 info@zittauer-gebirge.com www.zittauer-gebirge.com Mehr Informationen zum Naturpark über: Naturpark Zittauer Gebirge e. V. Naturparkhaus Zittauer Gebirge Ansprechpartnerin Aline Förster Hauptstraße 28, OT Erholungsort Waltersdorf 02799 Großschönau Tel. +49 35841 2146 oder 38696 zittauergebirge@naturpark-verein.de www.naturpark-zittauer-gebirge.de


Großschönau

Naturpark Zittauer Gebirge

Wo alle zum Zuge kommen Von Strandbad, Sport bis Wellnesstempel – im faszinierenden Trixi werden Urlaubsträume wahr

Das Trixi-Bad steht allen Feriengästen offen

Yoga-Wandern im Naturpark Zittauer Gebirge

Intakte Natur und das Zittauer Gebirge vor der Haustür. Gipfelblicke und frische Bergluft. Mal einen Gang runterschalten und den Stress dieser Welt vergessen: Im Trixi Ferienpark findet jeder sein Wohlfühl-Level – mit einer Vielfalt, die hierzulande ihresgleichen sucht. Schwimmen oder YogaWandern, Klettern oder eine entspannte Bootspartie: Erholung definiert jeder anders – zum Zuge kommen dort alle. Gäste haben das Trixi beim „ITS Red Star Award“ zu einem der 40 besten Ressorts der Welt gekürt. Kein Wunder, denn: „Du kannst hier alles. Musst Du aber nicht“, so die simple wie erfolgreiche Trixi-Formel. Als wir die Urlauberoase kürzlich besuchten, kamen uns Beachvolleyballer, Camper und kleine Ponyreiter entgegen. Einige Familien starteten gerade zu einer Rollertour. Genau genommen beginnt die Fahrt auf der Lausche, dem höchsten Berg der Oberlausitz. „Wir fahren kleine und große Gäste samt Leih-Rollern hinauf und von oben geht’s dann ab ins Tal“, erklärt Trixi-Marketing-Chefin Steffi Richter. Das Ganze ist aber keine rasante Schussfahrt, sondern eine relaxte Run-

de über den Erholungsort Waltersdorf und den Kurort Jonsdorf (1 Stunde). Hier dürfen auch Große wieder Kind sein! Die Erholungs-Kontraste sind augenscheinlich erlebbar. Einerseits das große Waldstrandbad mit spektakulärem 10-Meter-Sprungturm, der Rutsche auf dem Buckel einer Walross-Figur (Trixi). Dazu Kletterwald, Sportanlagen und WikingerSpielplatz. Im großzügigen Freizeitbad mit 25-Meter-Becken, atemberaubender 60-Meter-BlackHole-Rutsche, Babybecken, Whirlpool gibt es andererseits das Gradierwerk, eine Art Dampfbad mit Saline-Effekt. Das 32 Grad warme Wasser der Soletherme kommt übrigens aus der Solequelle in Bad Muskau. Dazu Entspannung in mehreren Saunen, in Wellnesstempel und Spa-Bereich. Eine Schneekammer für Abgehärtete gibt es aber auch. Die saubere Gebirgsluft im Saunagarten ist gratis dazu. Genau richtig, wer rechtzeitig den Urlaub bei Trixi anmeldet – Feriengäste wohnen auf dem Campingplatz mit 70 Stellplätzen oder in einem der 96 großzügig angelegten, schicken Ferienhäusern, ausgestattet mit allem Komfort, den man sich wünscht.

Tipps Ferienpark: E Trixi auch für Tagesgäste E Urlaub für Aktive: Ponyreiten, Wandern, Ski, Klettern, Mountainbiken E Spezielle Übernachtungsangebote für Firmen, Vereine und Teams Tipps Trixi-Bad E Kinder-Planschbecken mit Wasser-Matsch-Spielplatz im Freibad E Wassersprudel, Strömungskanal und Dampfkammer im Freizeitbad E Massagen, Ayurveda oder Ganzkörperkosmetik: AusgebildeteTherapeuten beherrschen die ganze Palette E Kindergeburtstage feiern E Gutscheine online bestellen Trixi Ferienpark Zittauer-Gebirge Jonsdorfer Straße 40, 02779 Großschönau D/5 Tel. +49 35841 631420 info@trixi-ferienpark.de www.trixi-ferienpark.de (s. auch Rückseite) Trixi-Bad Großschönau Jonsdorfer Str. 40, 02779 Großschönau D/5 Tel. +49 35841 6310 bad@trixi-ferienpark.de www.trixi-ferienpark.de

Kletterwald Ferienhäuser Gondelteich

Wellness-Tempel

Campingplatz

Villa Quirrle Qualle

Wikinger-Spielplatz

Sauna-Landschaft Freizeitbad

Rezeption Waldstrandbad

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Sport & Spiel

Restaurant Boutique

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Naturpark Zittauer Gebirge

Erholungsort Waltersdorf

Vom Wanderweg zur Lausche, dem mit 793 Metern höchsten Berg der Oberlausitz, bieten sich herrliche Ausblicke über Waltersdorf ins Oberlausitzer Land Sanfte Bergkuppen und bizarre Felstürme, mehr als 120 Klettergipfel, verschlungene Wanderpfade und idyllische Radwege, faszinierende Tier- und Pflanzenwelt, zahlreiche Umgebindehäuser und historische Stätten: Was man im östlichsten Mittelgebirge Deutschlands alles findet, bietet die interaktive Ausstellung im Naturparkhaus Zittauer Gebirge in Waltersdorf sozusagen im Kleinformat. Sie gibt Einblicke in diese über 1.000-jährige Kulturlandschaft. Die Schau vermittelt nicht nur Wissen, sondern locker-leichte Info-Häppchen an Hörstationen, Filmeinspielern und bizarr funkelndem Gestein. Feriengäste holen sich hier gern ihr Rüstzeug für den Urlaub. Einheimische sehen ihre Heimat mal mit anderen Augen. „Pferdestall, alte Gewölbe und Steinwassertröge machen die Ausstellung zum authentischen Ort“, sagt Aline Förster aus der Tourist-Information im gleichen Haus. Die Kaffeerösterei Zittauer Gebirge, direkt im Haus gelegen, bietet eine Auswahl guter Kaffeesorten, kleiner Snacks sowie selbst kreierter Kuchen und Torten. Im Sommer lockt ein schöner Biergarten. Gleich hinterm Quirle-Häusl liegt der Naturparkgarten. Er wurde aus einer alten Fabrikbrache zu einer bezaubernden familiären Parklandschaft gestaltet und vermittelt auf vergnügliche Weise Natur- und Umweltwissen. Kinder, die Quiz-Fragen richtig beantworten, werden JUNIOR-Ranger

„Löwenzahn” lässt grüßen Immer was los: Naturparkhaus, Kaffeerösterei und Naturgarten

Wanderer können im Naturgarten nicht nur rasten, sondern eine Portion Bildung erwerben

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des Naturparks. Dazu müssen die kleinen „Schlaumeier“ aber auch das Naturparkhaus und die Station „Wissen rund um den Naturpark“ besuchen. Im Naturparkgarten sticht der neue „Spiel- und Lernwagen“ ins Auge (links). Ein ausrangierter Bauwagen, der zu einem kleinen Entdeckerort für Kids aufgemöbelt wurde. „Löwenzahn“ und Peter Lustig lassen grüßen. Ausgestattet ist das witzige Gefährt mit original Oberlausitzer Fensterläden, Ofen und Ofenrohr – natürlich ist das alles funktionstüchtig. In Holzregalen stehen Konfitüren, Oberlausitzer Leckereien und Outdoor-Geschirr hübsch aufgereiht. Bis zu zehn Kinder können

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hier werkeln und kochen. Draußen ist Bogenschießen möglich. Mama und Papa erfreuen sich an den schönen Streuobstwiesen, ein Überbleibsel früherer Schrebergärten. Das picobello saubere und gepflegte Waltersdorf, ein Ortsteil von Großschönau, holte im vergangenen Jahr den 2. Platz im bundesweiten Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ – unter 2.400 Bewerbern! Herausgepickt: E Ladestation für E-Bikes am Naturparkhaus E Wenn es schneit, locken Abfahrts- und Rodelhänge, Skischule- & -ausleihe, Skifasching, Wettkämpfe, Bergbauden. Am Lauschelift führt der Skiwanderweg „Zittauer Gebirge” vorbei Lesen Sie über Umgebindehäuser auf den Seiten 22 ff. und 56. Auch das Titelfoto wurde in Waltersdorf aufgenommen!


Naturpark Zittauer Gebirge

Naturparkhaus Zittauer Gebirge mit Tourist-Information Hauptstraße 28, 02799 Großschönau OT Erholungsort Waltersdorf D/5 Tel. +49 35841 2146 naturparkhaus@grossschoenau.de www.grossschoenau.de

Tipps: E thematische Führungen zu festen Terminen (für Gruppen ab 10 Personen auch nach Vereinbarung) E Angebote für Schulklassen und Kindergärten E Kombi-Ticket für Erlebnisausstellung im Naturparkhaus, Volkskunde- und Mühlenmuseum, Deutsches Damastund Frottiermuseum (S. 48) E Waldstrandbad und Trixi-Freizeitbad (S. 45 und U4)

E Winter-Vergnügen am Skiareal Lausche mit Skischule und -verleih E Denkmalpfad entlang der Umgebindehäuser E Motorrad-Veteranen- und Technikmuseum E Wanderung entlang der Flussauen von Mandau und Lausur (Großschönau) und zur Lausche E Veranstaltungssaal im Naturparkhaus E JUNIOR-Rangerpass, Querxenmedaille für Kids Übernachtungs-Tipp: E Wanderhotel Sonnebergbaude (S. 32 f.)

Insidertipp Landhotel „Quirle-Häusl“ Würzige Bergluft, herrliche Landschaft, freundliche Gastgeber – hier fühl ich mich wohl! nach lässt es sich in unserem SandsteingewölbeWeinkeller bei einem guten Glas Wein traumhaft entspannen.

In unserer einzigartigen Salz-Oase können Sie durch das vorhandene Mikroklima und die salzhaltige Luft nicht nur herrlich entspannen, sondern auch Ihre Atemwege umsorgen sowie Ihre Selbstheilungskräfte aktivieren. (www.salzoasewaltersdorf.de) Kuschelige Daunenbetten, verstellbare Liegepositionen und hochwertige Matratzen lassen Sie in tiefe Träume versinken und ermöglichen erholsamen Schlaf in gesunder Gebirgsluft. Komfortable Zimmer erwarten Sie sowohl im „Quirle-Häusl“ als auch im gegenüberliegenden Hotel „Kaiserliches Postamt“. Weitere Angebote für Sie: E Geschenkboutique „Eenfuftsch“ E Grünster Biergarten der Oberlausitz E Wellness-Shuttle E Abholservice Lesen Sie auch Seite 24!

***Superior Landhotel „Quirle-Häusl“ und „Kaiserliches Postamt“ D/5 Hotel – Restaurant – Boutique Waltersdorf, Hauptstr. 51, 02799 Großschönau Tel. +49 35841 606060 hotel@quirle.de www.quirle.de

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Sommers wie winters lohnt ein Urlaub in Ihrem Verwöhnhotel im historischen Oberlausitzer Umgebindehaus. Hier herrscht angenehme Atmosphäre in allen Räumen und Hotelzimmern, es wird Gemütlichkeit noch echt gelebt. Während Ihres Aufenthaltes können Sie individuell oder bei einer organisierten Kräuterwanderung die reizvolle Landschaft der Oberlausitz erkunden. Wir laden Sie ein, gemeinsam mit uns in lockerer Atmosphäre die schönsten Wanderrouten, die geheimsten Flecken sowie die gesündesten Kräuter unserer Heimat zu entdecken. Wir sind bestens auf Wandergäste und Biker eingestellt. Erleben Sie humorvolle Themenabende und Konzerte Ihrer Gastgeber Kathrin & Peter. Wir organisieren Ihren Erlebnisurlaub mit abwechslungsreichen Arrangements (aktuelle Termine erfahren Sie unter www.quirle.de) Unsere über die Grenzen der Oberlausitz hinaus geschätzte Küche freut sich schon jetzt, Ihnen mit regionalen Zutaten von sorgfältig ausgewählten Lieferanten Geschmackserlebnisse zu bescheren. In der urigen Holzblockstube können Sie in das flackernde Feuer eines Holzbackofens blicken, welcher je nach Jahreszeit den Raum mit dem Duft von frisch gebackenem Brot, knuspriger Gans oder würzigem Bratapfel erfüllt. Da-


Großschönau

Naturpark Zittauer Gebirge

Schatzkammer für Damaste Großschönau profiliert sich immer stärker mit einmaliger Textilgeschichte Stadtansichten, Wappen, biblische Szenen, Blumen, Jagdszenen – detailreich und fein eingewebt in edlem Material. Nur beim richtigen Lichteinfall zeigen sich die Motive gut erkennbar im edlen Tuch. Damast – mit solchem Bildgewebe ist Großschönau weithin bekannt geworden. Europäische Adelshäuser ließen sich die Luxusware aus dem Ort in der Oberlausitz kommen. „In keinem anderen Ort Deutschlands wurde so viel und so lange Damast gewebt“, sagt Ute Hultsch. Sie leitet das Deutsche Damast- und Frottiermuseum, das im früheren Wohn- und Geschäftshaus eines Damastfabrikanten sein repräsentatives Domizil an der Mandau hat. Ein Raum darin ist ganz neu als „Schatzkammer der Damaste“ eingerichtet. Die spannende Inszenierung soll zeigen, wie edle Tischwäsche bei Hofe oder in vornehmen Häusern eingesetzt wurde. Dazu ist in der Mitte eine Tafel festlich gedeckt. Wunderbare Raritäten und Motivvarianten aus dem reichen Fundus des Hauses sind in Schauvitrinen zu bestaunen. Zudem ist die Ausstellung interaktiv gestaltet und lädt zum Selbsterkunden ein. Die Schatzkammer ist ein Schritt auf dem Weg zur neuen Dauerausstellung, mit der sich das Museum als einzigartiger Ort der Textilgeschichte profilieren will. Der Bogen soll sich von den Sternstunden des Ortes über die Arbeiten der Musterzeichner und die Herstellung der besonderen Stoffe bis hin zum Gebrauch der Textilwaren spannen.

Aus der Schatzkiste: eine Damastweberei aus dem 18. Jahrhundert Unter dem Motto „Großschönau webt Geschichte“ feierte die Gemeinde 2016 ein Doppeljubiläum. 1666 wurde in diesem Ort erstmals Damast gewebt. 1856 nahm die deutsche Frottierindustrie hier ihren Anfang. Nicht nur die historischen Superlative rechtfertigen den Beinamen „Textildorf“, den Großschönau seit einigen Jahren trägt. Zwei ortsansässige Betriebe setzen die Tradition der Textilindustrie nach wie vor fort und stehen mit einem Fabrikverkauf offen.

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Schauwerkstatt (o.), Frottierwebautomat (u.)

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Herausgepickt: Führungen über Tourist-Info E Auf einem Textilpfad können Besucher den Spuren der vielschichtigen Geschichte Großschönaus nachgehen. Die 29 Stationen sind auf Deutsch und Tschechisch (Englisch als QR-Code) beschriftet. Die Route führt zur früheren Webschule, zu ehemaligen Fabrikantenvillen, existierenden und stillgelegten Produktionsstandorten sowie einfachen Umgebindehäusern, in denen früher Handwebstühle ratterten. Und das Da-

mast- und Frottiermuseum liegt selbstverständlich auch am Weg. Deutsches Damast- und Frottiermuseum Schenaustraße 3, 02779 Großschönau Tel. +49 35841 35469 info@ddfm.de, www.ddfm.de Öffnungszeiten (Mo. geschlossen): Nov.-Apr.: Die.-Fr. 10-16, Sa., So., Feiert. 14-17 Uhr; MaiOkt:. Di.-Fr. 10-17, Sa., So., Feiert. 14-17 Uhr

Naturparkhaus Zittauer Gebirge mit Tourist-Information Hauptstraße 28, 02799 Großschönau OT Erholungsort Waltersdorf Tel. +49 35841 2146 naturparkhaus@grossschoenau.de www.grossschoenau.de

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Naturpark Zittauer Gebirge

Luftkurort Jonsdorf

Luftkurort Jonsdorf empfiehlt sich für familienfreundlichen Urlaub

Theater im Wald Blick vom Nonnenfelsen auf Jonsdorf, unterhalb liegt das Ausflugsziel „Gondelfahrt” – mit Gondelteich, Biergarten und Hotelzimmern legt wurde. Viel Raum für Bewegung und Vergnügen auf gefrorenem Grund bietet die Sparkassenarena, die von Oktober bis März mehrmals in der Woche für freies Eislaufen offen steht. Ab April verwandelt sich die Arena in einen riesigen Spielplatz: das Kindertobeland. Und in unmittelbarer Nähe der Eishalle steht das Schmetterlingshaus offen, wo Besucher nicht nur exotische Falter in den schönsten Farben bewundern können, sondern auch Reptilien, Schlangen und Spinnen. Kindertobeland (o.) und Schmetterlingshaus (u.)

Über der „Gondelfahrt” thront der Nonnenfelsen Wanderungen durch das Zittauer Gebirge. „Wir haben eine traumhaft idyllische Lage“, schwärmt Katrin Jungmichel zu Recht. Mit ihrem Bruder Robert Schwerdtner führt sie das gastliche Haus in vierter Generation – mit den Eltern Peter und Gisela Schwerdtner helfend an der Seite. Die beiden hatten die frühere HO-Gaststätte 1990 wieder in Familienbesitz übernommen. Neben den Annehmlichkeiten des Hotels und den Köstlichkeiten aus der Küche können Gäste der „Gondelfahrt“ auf kurzem Wege all die Schönheiten in der nahen Umgebung genießen. Direkt vor der Tür bietet sich eine Runde im Ruder- oder Akkuboot auf dem Gondelteich an. Ein paar Hundert Meter weiter gelangen Wanderer auf den Naturlehrpfad durch die Jonsdorfer Mühlsteinbrüche. Das etwa 35 Hektar große Gebiet wird als geologische Sensation im Zittauer Gebirge beschrieben. Merkwürdige und bizarre Felsformatio-

nen sind hier im Laufe von Jahrmillionen entstanden (siehe auch S. 44). Sie heißen Drei Tische, Teekanne, kleine und große Orgel, Taube, Nashorn, Bernhardiner, Löwe oder Mönch. Mit mehr oder weniger Phantasie lässt sich die jeweilige Form tatsächlich im Gestein erkennen. Vor der reizvollen Kulisse des Zittauer Gebirges wird auch Theater gespielt: auf der Waldbühne von Jonsdorf. Im Sommer 2017 bringt das Zittauer Schauspielensemble des Gerhart-HauptmannTheaters dort wieder eine Abenteuergeschichte heraus. Sie dreht sich um den legendären Pascher Friedel, der mit seiner Schmugglertruppe einst die Oberlausitz unsicher machte. Von der Bühne im Wald führt der Weg durch den familienfreundlichen Ort zum Kurpark, der auf dem Gelände des früheren Eisstadions ange-

Tourist-Information Jonsdorf Auf der Heide 11 02796 Luftkurort Jonsdorf E/5 Tel. +49 35844 70616 tourist@jonsdorf.de www.jonsdorf.de Tipps: E Gebirgsbad E Kurpark E Wassertretbecken E Ortsführungen E ca. 40 Kilometer Skiund Wanderwege E Ab 10 Pers. Führungen im Schmetterlingshaus ohne Extra-Kosten, Kindergeburtstage E Sternwarte E Kulturpfad Bleichcolonie (Hänischmühe) E Bhf. Schmalspurbahn Eishalle/Kindertobeland Sparkassen-ARENA Jonsdorf Zittauer Straße 20, Tel. +49 35844 72277 Ausflugsgaststätte & Hotel „Gondelfahrt” Großschönauer Straße 38 02796 Luftkurort Jonsdorf E/5 Tel. +49 35844 7360, info@hotel-gondelfahrt.de www.hotel-gondelfahrt.de Jonsdorfer Schmetterlingshaus GmbH Zittauer Straße 24, Tel. +49 35844 76420 mail@schmetterlingshaus.info www.schmetterlingshaus.info ganzjährig 10-18 Uhr geöffnet (s. auch S. 11!)

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Der Nonnenfelsen liegt in Sichtweite. Schon vor Hunderten Jahren regte er die Phantasie der Menschen an, denn mancher wollte in den Umrissen der steinernen Gebilde Nonnen im Habit erkannt haben. Nur etwa 20 Minuten dauert es, um von der „Gondelfahrt“ im Kurort Jonsdorf aus den markanten Klettergipfel zu erklimmen. Das Hotel mit der beliebten Ausflugsgaststätte und 35 Komfortzimmern ist ein idealer Ausgangspunkt für


Oybin

Naturpark Zittauer Gebirge

Landurlaub mit Kultur & Romantik Faszinierende Veranstaltungen in einer mystisch-märchenhaften Kulisse Der Fels Oybin ist ein malerisches Motiv. Kein Wunder, dass Künstler den formschönen Sandsteinmonolithen in der Zeit der Romantik oft im Bild verewigten. Die Burg- und Klosteranlage auf dem markanten Plateau, das einem Bienenkorb ähnelt, zeugt bis heute von der einstigen Pracht und Herrlichkeit. Der deutsche Kaiser Karl IV. hatte dem Orden der Cölestiner 1369 ein Kloster auf dem Oybin gestiftet. Der Bau wuchs in die Zeit der Hochgotik hinein. Die Reformation allerdings sorgte für das Ende des Mönchslebens. Und danach bemächtigten sich die Naturgewalten der Gemäuer.

Die mystisch-romantisch wirkenden Gebäudereste sind inzwi- Fee beim Burgfest auf dem Berg schen saniert und heute eindrucksvolle Kulisse für Filme und viele Veranstaltungen. bei den historischen Mönchszügen oder beim An jedem 1. und 3. Samstag von Mai bis Oktober abendlichen Ausflug in die Romantik eine fasziniebegrüßt die Burgherrschaft Besucher zu Burg- und rende Atmosphäre. Klosterzügen. Dahinter verbirgt sich ein ErlebnisZum Burg- und Klosterfest Mitte Juli 2017 erlerundgang mit Bahnfahrt, Waffenkunde und Wein- ben Besucher ein Spektakel mit alter Handwerksgenuss. Chorgesang und Fackelschein erzeugen kunst, historischem Markttreiben, Ritterlager,

Schokolade mit Aussicht genießen

Schwertkämpfen, Feuershow und Gaukeleien. In der barocken Bergkirche am Oybin gibt es regelmäßig hochkarätige Klassikkonzerte zur „Abendmusik bei Kerzenschein“. In der Werkstatt der Oberlausitzer Miniwelt lässt sich verfolgen, wie ein Modell von Burg und Kloster zu seiner Blütezeit um 1500 entsteht. Miniaturen ganz anderer Art sind in den Märchenspielen am Bahnhof zu bestaunen. Auf der Naturbühne am Fuße des Berges können Kinder und Erwachsene das intuitive Bogenschießen erlernen und sich einen eigenen Bogen bauen. Auch Greifvogelshows finden dort in den Sommermonaten statt. Jährlich am 3. Oktober wird entlang der Hauptstraße der „längste Pflaumenkuchen“ angeschnitten. Am Ende des Jahres verwandelt sich die Straße zur Kirche in einen märchenhaft romantischen Adventsmarkt. Und mit der Kaiserweihnacht wird alljährlich daran erinnert, dass Kaiser Karl am 25. Dezember 1369 den Ort besuchte. Zahlreiche Schaulustige empfangen am ersten Weihnachtsfeiertag die herrschaftliche Gesellschaft, um sie hinauf auf den Oybin zu begleiten. Mehr Informationen unter Haus des Gastes / Tourist-Information Hauptstraße 15 02797 Kurort Oybin E/5 Tel. +49 35844 73311 info@oybin.com, www.oybin.com www.burgundkloster-oybin.com

Das Signal der nahen „Bimmelboane” im Oybiner Bahnhof kündigt die nächsten Gäste an. Im „Café Meier” schaut das Schokoladenmädchen von der Wand herunter, aus dem Lautsprecher klingt Musik von Mozart. Die Einrichtung erinnert an ein Wiener Café und die Liste der verführerischen Köstlichkeiten in der Karte ist lang… Zum Haus gehört ein Hotel mit 30 Zimmern, großzügig und komfortabel eingerichtet, mit Bowlingbahn, Fitnessraum, Sauna. Busse willkommen!

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Land-gut-Hotel Café Meier Inh.: Thea Meier, Hauptstraße 1, 02797 Oybin E/5 Tel. +49 35844 7140, info@hotelcafemeier.de, www.hotelcafemeier.de

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Olbersdorf

Zittau

Zeugnisse des Bürgerstolzes Zittau präsentiert Inschriften, Bilder, Skulpturen aus dem 16. und 17. Jahrhundert in Kirchenräumen

Fußmatten aus Fasern der Kokosnussschale? Mini-Teppiche für Teddybären? Das gibt’s in Olbersdorf, in der letzten Kokos-Handweberei Europas. Ein über 100 Jahre altes Maschinchen spult ohrenbetäubend das Garn auf. Danach wird per Hand gewebt. „Bis zu 16 Tonnen Fasern indischer Kokospalmen verarbeiten wir jährlich in unserem Familienbetrieb“, so Chef Mario Hilger. Für einen einfachen Türvorleger braucht der 54-Jährige gerade mal 20 Minuten. Die guten Stücke lieferte er schon bis nach Venezuela und Kanada. Aber auch in Oberbayern und Österreich sind seine Unikate beliebt. Kein Wunder. Trotzen doch die robusten aber leichten Kokosfasern Wind und Wetter.

in eine Ausstellung über die vielfältige Reformationsgeschichte der Oberlausitz. Die Schau bezieht bewusst auch andere Orte Zittaus ein, etwa den Klosterhof mit seinen wertvollen Grufthäusern oder die Kreuzkirche, wo das Große Fastentuch von 1472 zu sehen ist. Ebenso wie das Kleine Fastentuch von 1573, das im Franziskanerkloster ausgestellt ist, besitzt Zittau damit bundesweit einmalige Kunstschätze. Die neue Ausstellung soll Besucher zu Rundgängen in der Stadt animieren. Nur wenige Schritte von der Klosterkirche entfernt erhebt sich ein klassizistischer Bau, der nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel zwischen 1834 und 1837 entstand: die Johanniskirche. Wer auf ihren Turm steigt, hat einen wunderbaren Blick über die Dächer der Stadt bis ins Zittauer Gebirge, bei guter Sicht sogar weit darüber hinaus. Lesen Sie mehr über Sehenswertes in Zittau auf den Seiten 12 f. und 16f.! Epitaphienbild in der Klosterkirche

Handgefertigt

Tourist-Information Zittau Markt 1 (Rathaus), 02763 Zittau E/5 Tel. +49 3583 752200 tourist-info@zittau.de www.zittau.de, facebook.com/StadtZittau

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Mit großzügiger Unterstützung verschiedener Geldgeber begann 2013 die Rettung der Zittauer Gedächtnisbilder. Rund 50 Fachleute waren an dem Projekt beteiligt. Die zweischiffige Klosterkirche wurde ebenfalls für die dauerhafte Präsentation der Epitaphien restauriert. Sie sind eingebettet

Das Schöne: Jeder kann in das faszinierende Handwerk Hilgers reinschnuppern – bis zu 25 Gäste finden in der Schauwerkstatt Platz und können sich auf Wunsch selbst eine Fußmatte als besonderes Erinnerungsstück herstellen. Tipps: E Gruppen, Schulklassen, Busse willkommen E Privat- & Firmenfeiern Kokosweberei Hilger August-Bebel-Straße 127 02785 Olbersdorf/Sachsen E/5 Tel./Fax. +49 3583 690160 kontakt@kokosweberei.de www.kokosweberei-hilger.de

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Es war ein Großprojekt von nationaler Bedeutung: die Rettung des kostbaren Zittauer Epitaphienschatzes. Mehr als 80 solcher Werke aus dem 16. und 17. Jahrhundert sind in der Stadt am Dreiländereck erhalten. Etwa 50 der jüngst restaurierten Denkmäler werden ab Juli 2017 in der Kirche St. Peter und Paul gezeigt. Sie gehörte zum Franziskanerkloster, das heute als Museum offen steht. Epitaphien sind Denkmäler, die mit Inschriften, Bildern und Skulpturen an Verstorbene erinnern. Im Gegensatz zu Grabmälern werden sie nicht direkt am Ort der Beisetzung, sondern an anderer Stelle im Kirchenraum angebracht. In Zittau blieb ein einzigartig reicher Bestand an Kunstwerken aus der Zeit nach der Reformation bewahrt, mehr als in beinahe jeder vergleichbaren Stadt Mitteleuropas. Es sind zudem besonders schöne Exemplare: von der Renaissance bis zum Barock. Aus Holz, Leinwand, Kupfer und Pappmaché hergestellt, erinnern sie an Handwerker und Händler, wichtige Zittauer Bürgerfamilien, Bürgermeister, Richter und Gelehrte. In den Darstellungen spiegeln sich Alltagskultur, Bürgerstolz, Glauben, Hoffnung und Nöte der Menschen in der damaligen Zeit wider, oft auf anrührende Weise. Die Kunstwerke zeugen auch von den internationalen Verbindungen Zittaus, die im 16., 17. und 18. Jahrhundert bis in die Niederlande, nach Italien, Süddeutschland und Osteuropa reichten.

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Seifhennersdorf • Eibau

Naturpark Zittauer Gebirge

In Karaseks Revier Neue DVD hält Historie des Räuberhauptmanns lebendig Grünes Gewand, zackiger Dreispitz und die Flinte hoch geschultert: So steht Räuberhauptmann Johannes Karasek leibhaftig vor uns. Nicht der echte, versteht sich. Der wohl beliebteste Oberlausitzer Räuber des Landstrichs segnete schließlich schon vor über 200 Jahren das Zeitliche. Heiner Haschke steckt in der Montur des Rebellen, der mit seiner Bande einst in der südlichen Oberlausitz und Nordböhmen sein Unwesen trieb. „Er überfiel aber nur Reiche und Gierige, nie arme Leute“, berichtet Heiner Haschke bei Wanderungen sowie Führungen durchs Karasek-Museum. Das 20-jährige Bestehen des Hauses war nun Anlass für eine DVD über Karasek. Mit dabei sind Laiendarsteller des Kinder- und Jugendvereines Seifhennersdorf. Wer Karasek spielt? Natürlich Heiner Haschke. Bei seinen Touren sind alle ganz Ohr. Der Museums-Initiator erzählt über Oberlausitzer Granitschädel, holde Mägde oder über Räuberlatein. Gäste erfahren aber auch, dass frühere Wirte hiesiger Gerichts-„Kretschams” auch Bürgermeister und Gefängniswärter in einer Person waren. Aus Heiner Haschke sprudeln die Geschichten nur so heraus. Am Leutersdorfer, eigentlich mal Heimatkunde-Lehrer, ist wohl ein Schauspieler verlorengegangen. Irgendwann glaubt man, Haschke sei bei den Raubzügen selbst dabei gewesen. Dabei ist es genau umgekehrt: Im richtigen Leben ist der Sachse ein echter Ehrenmann, ausgezeichnet mit der Ehrenurkunde der Stadt und Botschafter der Oberlausitz. Das Museum, von 1977 bis 1996 Stadtmuseum, bietet aber noch viel mehr. Zu sehen sind u. a. drei originale Heimatstuben von 1800 und die beeindruckende DDR-Ausstellung. Um alte Junost-TVGeräte, Spielzeug aus dem Osten, Praktica-Fotoapparate, Puhdys-LPs und vieles mehr zu sehen, kommen Gäste schon mal von weiter her. Beim

Karasek erzählt von Beutezügen gegen Garnhändler und Geldwechsler, die wegen ihres Geizes und Großtuns verhasst waren. Es war die Zeit, als Arme immer ärmer, die Reichen immer reicher wurden. Ferienmagazin-Besuch sind sogar Holländer da. Doch nochmal zurück zu Karasek: Nachdem er 1800 auf frischer Tat gestellt wurde, verurteilte ihn die Obrigkeit zum Tode. „Auf ein Gnadengesuch hin wandelte der sächsische Kurfürst die Strafe in lebenslange Kerkerhaft um. Damals war eine Begnadigung sehr selten“, so Heiner Haschke. Doch Karasek wäre nicht Karasek, hätte er nicht seine Flucht geplant. Viele Male versuchte er es – und scheiterte jedes Mal. Zuletzt musste er bei Wasser und Brot im dunkelsten Verlies schmachten. Tipps: E DVD über Wahrheit und Legende Johannes Karaseks (1764-1809), 45 Minuten E 4,5 Kilometer langer Rundweg, auf dem sich

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Tolles Ausflugsziel mit Spitzenkoch Auf dem schönen Beckenberg kehrten schon Anfang des vergangenen Jahrhunderts Ausflügler gern ein. Heute kommen sie vom vorbeiführenden Berg- oder Spreeradweg, viele Stammgäste schätzen das Essen und die Atmosphäre. Hier ist Spitzenkoch André Meyer (im Bild) am Wirken, bei ihm sind Regionalität, Frische und Bio-Siegel Standards. Sein Credo: „Wir achten auf die Tierhaltung der Erzeuger, verwenden ausschließlich ,saubere’ Le-

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Karaseks Spuren an Originalschauplätzen vorbei im früheren Räuberrevier verfolgen lassen. Termine: E 19. März: 21. Oberlausitzer Leinewebertag mit Karaseks Naturmarkt (11-17 Uhr) E 17. September: 19. Leinewebers Pilz-Wochenende mit Karaseks Naturmarkt (11-17 Uhr) E 3. Dezember: Karaseks Naturmarkt – Weihnachtsmarkt der besonderen Art (13-18 Uhr) Karasek-Museum/Tourist-Information Nordstraße 21a, 02782 Seifhennersdorf D/5 Tel. +49 3586 451567 tourismus@seifhennersdorf.de www.karaseks-revier.de, www.seifhennersdorf.de bensmittel“. Gäste freuen sich über die traditionellen Gerichte wie „Teichelmauke“ oder „Stupperchl“, die original Oberlausitzer Kartoffelklöße. Auch der Service kann sich sehen lassen. In der Beckenbergbaude gibt’s aber nicht nur gastronomische „Überraschungen”. Freunde halfen bei der Verschönerung des Berges – originelle Holzskulpturen, mit Kettensägen „geschnitzt”, heißen die Gäste auf dem Weg zur Baude willkommen. Tipps: E 4 Zimmer E Familien- & Vereinsfeiern Berggasthof Beckenbergbaude OT Eibau, Beckenbergstraße 5, 02739 Kottmar D/4 Tel. +49 3586 387673 info@beckenbergbaude.de www.beckenbergbaude.de


Oderwitz

Naturpark Zittauer Gebirge

Natürlich – aus Tradition! Familienbetrieb im Windmühlendorf Oderwitz verwöhnt Kunden mit Backwaren zum Genießen Nussig, kräftig, würzig – Brot kann sehr unterschiedlich munden. Eine große Auswahl davon hat die Feinbäckerei Otto für verschiedene Anlässe und nahezu jeden Geschmack im Angebot. „Wir wollen die Lust fördern, handwerklich gefertigte Ware bewusst und mit Genuss zu essen“, sagt Geschäftsinhaber Roman Otto. Er legt großen Wert darauf, dass seine Ware natürlich nach bewährter Tradition und mit überwiegend regionalen Zuta-

schofswerda abkassierte. Nachdem diese Art Maut für Sachsen abgeschafft worden war, öffnete 1894 eine Bäckerei in dem früheren Chausseehaus. 1970 übernahm Wolfgang Otto das Geschäft. Sein Sohn Roman wuchs mit dem Handwerk auf und trat später in die Fußstapfen seiner Vorfahren, denn bereits Urgroßvater und Großvater waren Bäcker. Ihre Existenz in Zirlau, einem kleinen Ort in Schlesien, mussten sie durch die Vertreibung

Roman Otto beim Ausbacken der Brote am Holzbackofen

Babett Otto mit Hauskuchen vor der Bäckerei

ten hergestellt wird. Nach gleichem jedoch aufgeben. Die Traditionen Prinzip sorgt seine Frau Babett in aus der ursprünglichen Heimat der der Konditorei für leckere TortenFamilie haben die Ottos aber all und Kuchenkreationen. die Jahre sorgsam gehütet. So Der Kundenzuspruch gibt den backen sie im eigenen Betrieb beiden recht: Der Laden an der nach mindestens fünf Rezepten Oderwitzer Hauptstraße scheint nie aus Schlesien, etwa Mohnstrietzel. leer zu sein. „Wir haben das Gefühl, Und für die Weihnachtskekse holt dass die Leute den Wert von gutem die Chefin in der Adventszeit alte Brot wieder zu schätzen wissen“, Ausstechformen hervor, die Vorfreut sich Bäckermeister Otto. Seit fahren ihres Mannes im Vertrei2008 führt er den Familienbetrieb. bungsgepäck in die Oberlausitz Optisch auffälliger wurde das Gemitgebracht hatten. schäft durch einen hellroten Anbau, Regionale Verbundenheit unterstreicht die Feinbäckerei, indem in dem ein Café zur Einkehr einlädt. sie Roggen- und Weizenmehl diMit etwas Glück oder bei Voranrekt aus der ortsansässigen Bertmeldung können Kunden den Ottos bei der Arbeit am Holzbackofen Ein Markenzeichen: origi- hold-Mühle bezieht. Der Betrieb über die Schulter schauen. Dieser nell bedruckte Papiertüten am Oderwitzer Wasser hält eine alte Tradition im Ort lebendig, in steht in der stilvoll eingerichteten Blockstube des Umgebindehauses, in dem sich dem es früher allein sieben Bockwindmühlen gab. Immerhin drei davon sind heute noch erhalauch Laden und Café befinden. Das Gebäude stammt aus dem Jahre 1795. Auf ten. Lange Zeit vernachlässigt, sind sie inzwischen eine historische Besonderheit verweist eine Tafel wieder aufgebaut. an der schmucken Fassade. Ab 1840 wohnte in Die technischen Denkmale liegen am Mühlendem Haus ein „Chausseegeld-Einnehmer“, der weg, der durch Oderwitz führt. Zwei Routen sind Nutzer der Poststraße zwischen Zittau und Bi- mit unverkennbarem Signet ausgeschildert. Nicht

nur zur Besichtigung, sondern auch für Trauungen steht die Birkmühle offen. Im Wohnhaus direkt daneben ist eine Gaststätte eingerichtet. Sehenswert im Windmühlendorf ist auch das Wetterkabinett mit einer Ausstellung historischer Messgeräte. Feinbäckerei Otto Inh. Roman Otto Hauptstraße 106, 02791 Oderwitz E/5 Tel. +49 35842 2110 info@otto-baecker.de, www.otto-baecker.de Tipps im Ort: E Wetterkabinett in Tourist-Information E Spitzberg mit Baude & Klettergarten E Reiterhöfe mit Pony-Ranch, Country-Camp & Kutschfahrten E Kinderlernwerkstatt „Erfinderkiste“ E Sachsens größte HO-Digital-Modelleisenbahn E Kathleen Schokoladenfabrik mit FabrikLesen Sie auch Seite 56! verkauf E Rodelpark

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Wetterkabinett Tourist-Information Oderwitz Hintere Dorfstr. 15, 02791 Oderwitz E/5 Tel. +49 35842 20790 wetterkabinett@oderwitz.de www.oderwitz.de

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Herrnhut

Naturpark Zittauer Gebirge

Ausflug in die Biedermeierzeit Herrnhut zeigt sich mit allerlei Attraktionen sehr gastlich Dreidimensionale Bilder aus kunstvoll geflochtenem Menschenhaar – aus heutiger Sicht mag das „etwas schräg“ anmuten. Doch in der Biedermeierzeit waren solche filigranen Stücke Ausdruck von Freundschaft und Liebe sowie ein wichtiger Teil persönlicher Erinnerung. Mit Armbändern, Halsschmuck, Uhrketten oder Bildern, bei denen Haare von Verstorbenen verarbeitet wurden, bewahrten sich Hinterbliebene das Andenken an Verwandte oder Freunde. Das Heimatmuseum in Herrnhut zeigt solche Raritäten in einem prachtvollen barocken Bürgerhaus von 1764. 2016 frisch saniert, können sich Besu- Alt-Herrnhuter Stube mit Biedermeier-Mobiliar cher dort ins 19. Jahrhundert zurückversetzt fühlen, wenn sie durch drei original erhalteMuseumsbesucher dürfen auch den im bane Wohnräume einer gut betuchten Familie ge- rocken Stil angelegten Garten und das fast 250 hen. Möbel, aber auch aparte Details wie bemal- Jahre alte Gartenhaus darin besichtigen. Damit ist tes Porzellan, bestickte Kissen, gehäkelte Deck- die Stadt eingebunden in den grenzüberschreichen, Prunkvasen, Gemälde, Uhren oder gemus- tenden Gartenkulturpfad beiderseits der Neiße – terte Papiertapeten vermitteln einen Eindruck von ebenso wie mit dem Gottesacker, der traditionelder Lebenskultur jener Zeit, vor allem im soge- len Begräbnisstelle der Herrnhuter Brüdergemeinannten Biedermeierzimmer. ne. Rund 6.000 Gräber sind dort in gleichmäßi-

gen Reihen mit einheitlichen, flachen Steinen angeordnet. Graf Nikolaus Ludwig von Zinzendorf (1700-1760) hatte Glaubensflüchtlingen aus Mähren und Böhmen einst Land in der Oberlausitz zur Verfügung gestellt. Er ermöglichte damit die Geburtsstunde der Herrnhuter Brüdergemeine, die sich später weltweit ausbreitete. 1722 war der Ort „unter des Herrn Hut“ gegründet worden. In der Stadt werden alljährlich im Frühling die berühmten Losungen gezogen. Das Andachtsbuch mit Bibelworten für jeden Tag lesen Christen in aller Welt. Tipps: E Völkerkundemuseum E Stadtführungen E Skulpturenpfad Kultur- und Fremdenverkehrsamt Herrnhut Comeniusstr. 6, 02747 Herrnhut E/4 Tel. +49 35873 2288 und 30733 tourismus@herrnhut.de www.herrnhut.de

Strahlende Schmuckstücke

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Es ist die Weihnachtsgeschichte, welcher der Herrnhuter Stern seine überragende Bedeutung verdankt – symbolisiert er doch den Stern von Bethlehem. Seine Botschaft verkündet er seit 2014 auch im Rahmen der hochkarätigen Ausstel-

lung „Handmade in Germany” in der ganzen Welt. Immerhin 180 Manufakturen, Kunsthandwerker und Designer sind in der internationalen Ausstellung vertreten. In Weltstädten wie Peking, New York und Rom sollen die handgefertigten Qualitätsprodukte aus Deutschland künftig zu sehen sein. Die Geburtsstunde des heute so berühmten Sterns schlug im 19. Jahrhundert in den Internatsstuben der Herrnhuter Brüdergemeine.

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Ein Erzieher wollte seinen Schülern ein besseres geometrisches Verständnis vermitteln und baute mit ihnen im Mathematikunterricht Sterne aus verschiedenen Formen. Die Idee verbreitete sich rasch, gerade um in der Adventszeit Schmuckstücke mit besonderer Symbol- und Strahlkraft zu basteln. 25 Zacken – 17 viereckige und 8 dreieckige – machen einen echten Herrnhuter Stern aus. Seit 1897 werden die Sterne in Handarbeit hergestellt und verkauft. Auch heute noch kann in der Schauwerkstatt der Herrnhuter Sterne GmbH die traditionelle Herstellung der Papiersterne bewundert werden. Eine umfangreiche Ausstellung mit Film gewährt einen Einblick in die Geschichte der Herrnhuter Brüdergemeine und deren Verbindung zum Herrnhuter Stern. Abgerundet wird Ihr Besuch durch eine Auszeit im Restaurant „Bei Sterns”. Erfahren Sie mehr über die Schauwerkstatt auf Seite 26!

Herrnhuter Sterne Manufaktur Oderwitzer Straße 8, 02747 Herrnhut E/4 Tel. +49 35873 3640, info@herrnhuter-sterne.de www.herrnhuter-sterne.de

Beliebtes Gästehaus Die beiden barrierefreien Gästehäuser in Kirchenträgerschaft stehen jedermann offen. Urlauber, darunter viele Familien, schätzen Herzlichkeit und individuelle Betreuung der Gastgeber. Viele kommen, um vom KOMENSKÝ aus Herrnhut und die schöne Umgebung zu erkunden. Das Gebäude-Ensemble bietet beste Bedingungen für Tagungen und Sitzungen aller Art. Zur Verfügung stehen ein Saal, zwei Konferenz- und vier Seminarräume. Natürlich kann das alles auch von Vereinen, Gruppen und Privatgesellschaften genutzt werden. Beliebt ist die schöne Terrasse. Tipp: E Übernachtung auch mit Frühstück oder Vollpension buchbar E Kostenloses W-Lan, Bibliothek, Billard E Viele eigene Veranstaltungen KOMENSKÝ Gäste- und Tagungshaus Comeniusstraße 8 + 10, 02747 Herrnhut Tel. +49 35873 33840 E/4 info@komensky.de, www.komensky.de


Das Ferienmagazin Wussten Sie das schon?

Aneinandergereiht füllen die bedruckten Seiten der gesamten Auflage des Ferienmagazins „Oberlausitz” 2017 einen Weg von Königs Wusterhausen bis nach Rom – und zurück! Erst schmökern, dann starten… Wer im Osten Deutschlands Neues entdecken, sich dabei erholen oder gut unterhalten will, für den lohnt sich ein Blick ins Ferienmagazin. An die 100 Ferienmagazin-Ausgaben sind seit 2002 im Verlag erschienen. Das Oberlausitz-Heft entsteht in Zusammenarbeit mit der MarketingGesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien und ist seit 2004 die Visitenkarte der Ferienregion auf Messen im In- und Ausland. Außerdem dient es als beliebtes Gästemagazin vor Ort – in TouristInfos, Hotels, Pensionen, Reisebüros, Stadtverwaltungen, Museen und Freizeiteinrichtungen. Es ist auch in vielen unserer Partner-Einrichtungen im brandenburgischen Seenland zwischen Oder, Spreewald und Berlin sowie im Fläming und bis nach Sachsen-Anhalt in der Altmark zu haben. Das Erscheinungsbild unserer Ferienmagazine variiert. So wurde der Titel der Oberlausitz-Ausgabe den Marketing-Produkten der Oberlausitz angepasst. Alle Hefte haben eines gemeinsam: Ein Team von Journalisten recherchiert vor Ort die Besonderheiten der Region und schreibt sie auf. Dadurch erfreuen sich die Ferienmagazine großer Beliebtheit unter den Lesern, weil sie sich als zu- Auslage am Infostand im A10-Shopping-Center Wildau bei Berlin. Das ganze Jahr über sind die Feriverlässiger und inspirierender enmagazine an der Kundeninformation sowie in der Lounge verfügbar. Die Hefte gehen dort weg Begleiter erweisen. „wie warme Semmeln”. Damit sie auch zu ihren Ferienmagazin-Leserwettbewerb Lesern kommen, erschliewww.ferienmagazin.de Sie haben in unserem Ferienmagazin geßen wir immer wieder schmökert? Und sind dann auf Tour gegangen? neue Vertriebswege. Große Verlag DAS FERIENMAGAZIN Was haben Sie entdeckt und erlebt? Unterstützt werden wir Bahnhofstraße 7 A Berichten Sie uns in Wort und Bild von von unseren Lesern, Ihrem schönsten Ferienerlebnis. Wir suchen inTouristikern, Buch15711 Königs Wusterhausen teressante, originelle Geschichten, um Sie auf händlern, Reiseleitern, K Tel. +49 3375 277960 www.ferienmagazin.de zu veröffentlichen. Es Busunternehmern, MuK Fax +49 321 21271175 gibt attraktive Preise zu gewinnen. Ihre Liebseumsleitern, Hoteliers, K Funk +49 172 3130783 lings-Ferienfotos und -geschichten senden Sie von Reiseservice-EinrichtunE info@ferienmagazin.de bitte per E-Mail an info@ferienmagazin.de gen, Wandervereinen usw. oder per Post an nebenstehende Adresse. Dafür sagen wir Danke! www.facebook.com/Ferienmagazin


Naturpark Zittauer Gebirge

Von Haus zu Haus Auf einer Rundtour entlang der Oberlausitzer Umgebindehausstraße „Fachwerk verbindet“ – unter diesem Motto Ein prächtiges Ensemble mit Umgebindehaus zieht sich eine touristische Route quer durch ist der Bulnheim’sche Hof in Seifhennersdorf – Deutschland: mit rund 3.000 Kilometern Länge mehrfach im Jahr Kulisse für Karaseks Naturmärkvon Stade in Niedersachsen bis an den Boden- te. Unweit des Drei-Seiten-Hofes steht das Musesee. Am Weg liegen Harz, Spessart, Schwarzwald um offen, das nach dem legendären Räuberund seit 2016 auch die Oberlausitz. Mit ihren Umgebindehäusern ist die Region inzwischen als siebte Teilstrecke in die Deutsche Fachwerkstraße eingebunden. Das bundesweite Netzwerk vereint etwa 130 Orte, darunter 7 Gemeinden im Osten Sachsens entlang der Umgebindehausstraße. Die Reise auf der mehr als 100 Kilometer langen Rundtour beginnen wir in Ebersbach-Neugersdorf. In der Stadt mit dem Doppelnamen finden wir gleich mehrere besonders sehenswerte Gebäude mit dem typischen Umgebinde aus Holz: die Alte Stammhaus mit Sitz der Stiftung in Ebersbach-Neugersdorf Mangel, den Grünsteinhof und das Kaffeemuseum (s. S. 24f.) oder das Stammhaus hauptmann benannt und ihm maßgeblich gewiddes Textilfabrikanten Carl Gottlieb Hoffmann, met ist (s. S. 52). Am Weißeweg 23 ist auch ein 400-jähriges Umgebindehaus, eines der ältesten heute Sitz der Stiftung Umgebindehaus. In Neugersdorf am Volksbad entspringt auch in der Region, zu besichtigen. Der Weg führt weiter nach Großschönau, wo die wasserreichste der drei Spreequellen. Als am schönsten gestalteter Ursprung des Flusses gilt ein Textilpfad an die einzigartige Handwerks- und der Spreeborn, ein gusseiserner Pavillon in Ebers- Industriegeschichte des Ortes erinnert. Konzenbach. Am Kottmar befindet sich die höchstgelege- triert erfahren Besucher vieles darüber im Deutne Quelle der Spree, die sich über 400 Kilometer schen Damast- und Frottiermuseum (s. S. 48). Länge bis nach Berlin schlängelt. In der Dorfmitte fasziniert das wunderschöne EnHerrnhut (E/4) Kottmar (D/4) EbersbachNeugersdorf (D/4)

Oderwitz (E/5)

Seifhennersdorf (D/5)

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Großschönau (D/5)

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Umgebindehäuser in Großschönau entlang der Theodor-Haebler-Straße

Mittelherwigsdorf

(E/5)

semble von Umgebindehäusern an der Mandau. Ein herrlicher Panoramablick übers Land öffnet sich vom Steinbruch in Oberseifersdorf, einem Ortsteil von Mittelherwigsdorf. Die Gemeinde lässt sich auf verschiedenen Touren zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Entlang eines Barfußweges etwa können Wanderer testen, wie unterschiedlich sich der Untergrund anfühlt, wenn man ohne Schuhe darüber läuft. Oderwitz kann auf eine bewegte Mü hlengeschichte verweisen. Zwei thematische Routen durch den Ort sind dazu ausgeschildert. Am Weg liegen auch die drei noch erhaltenen Bockwindmühlen und das Wetterkabinett (s. S. 53). Herrnhut ist weithin bekannt als der Ort, an dem die Evangelische Brüdergemeine neu entstand. Auch die berühmten Herrnhuter Sterne kommen aus der „kleinen Stadt von Welt“ (s. S. 54). In Kottmar beenden wir die Reise auf der Oberlausitzer Umgebindehausstraße. Mit Obercunnersdorf hat die Gemeinde einen besonders reizvollen Ortsteil, in dem sich die Zeugnisse der hölzernen Volksbauweise dicht entlang der Dorfstraße drängen (s. S. 57). Tipps: E Museenbesuche E Erlebnisführungen in den einzelnen Orten. Mehr Informationen: www.deutsche-fachwerkstrasse.de


Kottmar

Oberlausitzer Bergland

Schönes auf engstem Raum Rings um den Kottmar verzaubern Häuserpracht, ein barocker Faktorenhof und kulinarische Leckereien cunnersdorf sucht, ist im Haus der Sinne genau richtig. Stühle und Tische im Garten laden bei gutem Wetter regelrecht dazu ein, sich auf einen Kaffee unterm Apfelbaum niederzulassen. Gäste können selbstverständlich auch in der stilvoll eingerichteten Caféstube des Umgebindehauses Platz nehmen, um selbst gebackenen Kuchen und andere Leckereien zu probieren. Das Sortiment im kleinen Laden reicht von Schokoladen über Weine und Gewürze bis hin zu dekorativen Artikeln aus Seide, Holz und Glas. Ein anderes gemütliches Kaffeestübchen führt Konditormeister Thomas Brumme, seine Kreatio-

Café Brumme (oben), Haus der Sinne (unten)

nen an Kuchen und Torten sind ausgesprochen lecker. Das behutsam sanierte Umgebindehaus ist mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Bemalte Schiebeläden, Scheibengardinen, Holztüren mit Rosenmotiven oder ein Wandbord mit altem Geschirr sorgen für behagliche Atmosphäre beim Kaffeetrinken. In einer der beiden Blockstuben dürfen Gäste auf weißen Kaffeehausstühlen Platz nehmen, in der anderen wie zu Großmutters Zeiten in urigen Polstermöbeln – ganz wie es beliebt. Wer möchte, kann länger bleiben – vorausgesetzt, eine der drei Ferienwohnungen mit den Namen „Steffi“, „Melina“ und „Annett“ ist frei. Conditorei-Café & Ferienwohnungen Inh. Thomas Brumme, Hauptstraße 80 OT Obercunnersdorf, 02708 Kottmar D/4 Tel. +49 3586 4080250 info@konditorei-brumme.de www.konditorei-brumme.de Haus der Sinne Inh. Ingrid Fischer, Hauptstraße 28 OT Obercunnersdorf, 02708 Kottmar D/4 Tel. +49 35875 67488 haus-der-Sinne@web.de www.haus-der-Sinne.biz Tourist-Information Obercunnersdorf OT Obercunnersdorf, Hauptstraße 65 02708 Kottmar D/4 Tel. +49 35875 60954 info@obercunnersdorf.de www.gemeinde-kottmar.de Touristinformation „Spreequell-Land” Im Faktorenhof Eibau OT Eibau, Hauptstraße 214 a, 02739 Kottmar D/4 Tel. +49 3586 702051 info@faktorenhof-eibau.de www.faktorenhof-eibau.de

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Obercunnersdorf, einer von sieben Ortsteilen der Gemeinde Kottmar, ist eine architektonische Perle in der Oberlausitz. Etwa 250 Umgebindehäuser stehen dort dicht gedrängt beieinander und bilden ein einzigartiges Ensemble. Besucher sollten sich Zeit für einen Spaziergang durch die verwinkelten Gassen nehmen und die Grundstücke mit den sorgsam gepflegten Gärten auf sich wirken lassen. Zwei Denkmalwege durch den Ort sind dafür ausgeschildert. Egal, für welchen man sich entscheidet: Zu bestaunen gibt es überall wunderbar erhaltene Häuser mit vielen schönen Details. Dazu zählen Türstöcke aus Granit, kunstvoll vergitterte Haus- und Gewölbefenster, Dachgauben, abwechslungsreich gestaltete Verschieferungen am Giebel und an den Fassaden sowie reich verzierte Fensterverkleidungen und Umgebindesäulen. Umgebinde- und Faktorenhäuser mit Elementen des ländlichen Barocks prägen vielerorts das Bild der Dörfer am Kottmar. Ein besonders prächtiges Beispiel mit Prunkzimmer und Festsaal ist der Faktorenhof in Eibau. Der Leinenhändler Christian Zentsch ließ sich das herrschaftliche Gehöft errichten. 1717, also vor 300 Jahren, wurde der Bau vollendet. Neben der Tourist-Information des Spreequell-Landes befindet sich heute darin das Eibauer Heimat- und Humboldtmuseum mit den Max-Langer-Stuben. Diese erinnern an einen bekannten Oberlausitzer Kunstmaler. Sehenswert sind auch die fünf Dorfkirchen in der Gemeinde am Kottmar. Neben den Faktorenhäusern zeugen die Gotteshäuser in Eibau, Kottmarsdorf, Niedercunnersdorf, Obercunnersdorf und Walddorf vom Reichtum, den der einst blühende Handel mit Leinwand der Gegend brachte. Europaweit gefragt war die gewebte Ware aus der Oberlausitz. Wer einen reizvollen Ort zur Einkehr in Ober-


Oberlausitzer Bergland

Neusalza-Spremberg

Stadt im Dorf – überraschend anders Reiterhaus, Waldbad und Wanderrouten locken Gäste nach Neusalza-Spremberg Zwei Damen steuern zielstrebig das Reiterhaus an. Das faszinierende Zeugnis Oberlausitzer Zimmermannskunst darf in ihrer Ausflugsliste freilich nicht fehlen. Immerhin ist es eines der ältesten Umgebindehäuser in der Region. Das Museum darin informiert anschaulich über die einzigartige Volksbauweise. Im Haupthaus von 1670 sind Wohn- und Arbeitsräume früherer Handweber zu besichtigen. Nicht nur wegen des markanten Denkmals an der B 96 zieht die schmucke Gemeinde immer mehr Urlauber an. Ihr Slogan „Stadt im Dorf – überraschend anders“ ist keine Übertreibung. Ober- und Niedermarkt wirken im Dämmerschein der Laternen wie eine italienische Piazza. Im Sommer kommen Ausflügler mit Kind und Kegel ins idyllische Waldbad. Besucher finden dort ein großes Naturbecken mit Sprungturm sowie einen Strömungskanal. Schwimmer können über 50 Meter ihre Bahnen ziehen. Durch die Größe von rund 30.000 Quadratmetern scheint das Bad nie überfüllt zu sein. „Selbst an heißen Tagen verläuft es sich“, sagt Matthias Lehmann, der engagierte Bürgermeister der Stadt. Camper und Caravan-Fans finden auf und neben der Anlage Stellplätze. Auf Volleyball- und Bolzplätzen kann man nach Herzenslust Sport treiben und Spaß haben. In seiner Freizeit geht der Rathaus-Chef selbst gern wandern. „In diesem Punkt haben Gäste bei uns die Qual der Wahl“, sagt er. Für jeden ist etwas dabei, ob Jung oder Alt, egal, ob er eine große oder kleine Runde drehen möchte. Ausgangspunkt für viele Touren ist der „Wanderparkplatz“ im Ortsteil Friedersdorf. Ein Dresdener Holzkünstler schuf dort einen wunderbaren Spielplatz mit „Burg“, Mini-Seilbahn und Sitzbänken. Ein Weg führt ins Wildgehege.

Das Reiterhaus zählt zu den Kostbarkeiten des ländlichen Wohnhausbaus in der Oberlausitz. Es ist eines der ältesten noch bestehenden Umgebindehäuser, erzählt uns Bürgermeister Matthias Lehmann (im Bild links) beim Rundgang durch den Ort Neusalza-Spremberg ist auch an etliche Radstrecken angeschlossen. So liegt die Gemeinde direkt am Spreeradweg. Ausflügler mit Elektrorad dürfte es besonders freuen, dass es am Obermarkt zwei Akku-Ladestellen gibt. „60 bis 70 Kilometer schafft man mit den E-Bikes locker, und wer mag, kommt so bis ins Zittauer Gebirge“, schwärmt der Bürgermeister. Und weil die Ladestellen einmal da waren, wurde fürs Rathaus auch gleich ein Elektroauto angeschafft. Bevor Matthias Lehmann 2008 sein Amt antrat, kam er berufsbedingt in der Welt herum. Dabei lernte er, über den Tellerrand zu schauen, was heute seinem Heimatort zugute kommt. Schließlich kehrte er zurück zu seinen Wurzeln und rührt heute auf Messen und Events tüchtig die Werbetrommel für die Region. „Meine Heimat ist so schön. Das möchte ich mehr Menschen zeigen.“ 2017 steht ein Jubiläum an. „In den Sommermonaten feiern wir 775. Geburtstag“, kündigt der Amtschef an. Zu den Veranstaltungen, etwa Konzerten auf dem Marktplatz, sind auch die Urlauber herzlich willkommen. Tipps: E Zwei schöne Kirchen im Ort – die Dorfkirche von Spremberg sowie die Exulantenkirche Neusalza E aktuelle Veranstaltungen und ein tolles Imagevideo auf der Internet-Seite

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Mehr Informationen: Stadtverwaltung Neusalza-Spremberg Kirchstraße 17, 02742 Neusalza-Spremberg Tel. +49 35872 36110 D/4 stadt@neusalza-spremberg.de www.neusalza-spremberg.de

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Oberlausitzer Bergland

Ein Fluss wie ein Kompass Wer dem Flusslauf der Spree folgt, sieht die schönsten Seiten des Oberlausitzer Berglands Unberührte Wiesentäler, schmucke Dörfer, fantastische Gipfel-Blicke und urige Bergbauden: Wer das Oberlausitzer Bergland erstmals besucht, ist oft überrascht angesichts der lieblichen Landschaft. Die Spree ist in der Idylle gewissermaßen der Ausflugs-Kompass. Wer dem Flusslauf etwa

Die Kälbersteine (487 m), ein Granitfelsen, sind ein beliebtes Ziel der Wanderer

Stausee in Sohland, direkt am Spreeradweg (o.), Radweg in Cunewalde (u.)

dorf, kann man es sich auf einer Bank bequem machen, auf der immerhin 20 Wanderer Platz finden. Wahrzeichen von Obergurig ist die 1724 erbaute „Böhmische Brücke“. Zur Entspannung bietet sich die Körse-Therme in Kirschau an. Das Oberlausitzer Bergland wirkt wie ein kleines Eldorado für Wanderfreunde. So lässt sich Oppach entlang des Brunnenpfades erkunden. Pumphut, dem „Hexenmeister der Oberlausitz“, ist ein Weg rund um Wilthen gewidmet. Wer etwas höher hinaus will, erklimmt einen Berg. Nach den Mühen des Aufstiegs darf man oft einen fantastischen Blick von Aussichtstürmen oder die Einkehr in eine urige Baude genießen. Als lohnenswerte Ziele seien Valtenberg (587 m), Czorneboh (556 m), die Prinz-Friedrich-August-Baude (469 m) oder der Mönchswalder Berg (447 m) empfohlen. Lesen Sie mehr auf den folgenden Seiten!

Touristische Gebietsgemeinschaft „Feriengebiet Oberlausitzer Bergland” e. V. Bahnhofstraße 8, 02681 Wilthen C/4 Tel. +49 3592 385416 info@oberlausitzer-bergland.de www.oberlausitzer-bergland.de

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auf dem Rad folgt, gelangt zu schönen Urlaubszielen im Oberlausitzer Bergland. Mancher Neuankömmling staunt, dass die Spree nicht im Spreewald entspringt, sondern am Kottmar, in Ebersbach und Neugersdorf. Erst als kleines Bächlein, in Sohland schon einige Meter breit, rauscht sie bald rasant um den Kälberstein. „Mach es wie die Sonnenuhr, zähl’ die schönen Stunden nur“ – dieses Sprichwort lässt sich in Sohlands Ortsteil Taubenheim auf Schritt und Tritt nachvollziehen. Der Ort ist als Sonnenuhrendorf nicht nur bekannt, sondern ausgesprochen sehenswert. In Cunewalde sollten Besucher an Deutschlands größter evangelischer Dorfkirche und am Umgebindehaus-Park anhalten. Der Klang der einzigen Silbermannorgel in der Oberlausitz lässt in Crostau aufhorchen. Mit Töpfereien und Leineweber-Manufaktur lockt Neukirch. In Schirgiswalde weisen lustige geschnitzte Schilder den Weg zu Sehenswürdigkeiten. In Weifa, einem Ortsteil von Steinigtwolms-


Cunewalde • Sohland

Oberlausitzer Bergland

Einkehr am Umgebindehaus-Park „Staatlich anerkannter Erholungsort“ zeigt sich mit allerlei Attraktionen sehr gastlich Wer in der Tourist-Information von Cunewalde nach Ausflugstipps fragt, bekommt von Simone Bergmann überaus freundlich und kompetent Auskunft. Die sympathische blonde Frau hinterm Tresen weiß detailreich zu beschreiben, was Gäs-

te im schönsten Tal der Oberlausitz keinesfalls verpassen sollten. „Ein Gewinn für das Ensemble am Kirchberg ist die Kleene Schänke“, sagt sie. Das gastliche Umgebindehaus steht seit 2016 an bestimmten Tagen offen: als Laden, Koch- und Kulturwerkstatt sowie zu Veranstaltungen. „Ein Kulturgut im Ort ist wieder mit Leben erfüllt worden“, freut sich Simone Bergmann (im

Bild links). Immerhin stammt das Gebäude mit doppelseitiger Blockstube aus dem Jahre 1780. In Miniaturform ist es sogar im nahegelegenen Umgebindehaus-Park zu finden. Das sehr informativ angelegte Modelldorf zeigt 19 für die Gegend typische Bauten im Maßstab 1:5. „Umgebindehäuser aus der Region sind in unserem Park originalgetreu nachgebildet.“ Die entzückende Anlage ist von Ostern bis Oktober zugänglich. Oberhalb des kleinen Parks erhebt sich Deutschlands größte evangelische Dorfkirche, ein imposanter Barockbau mit 2632 Plätzen, gelegen an der touristischen Route „Via Sacra“. Unweit davon verläuft der Umgebindehaus-Radweg, auf dem man bis Löbau radeln kann. Die Strecke führt entlang der

früheren Bahntrasse, die 1998 stillgelegt wurde. An der asphaltierten Piste, die auch Skater gern nutzen, liegt das Erlebnisbad von Cunewalde. Es bietet ganz speziell für Radler ein Ticket zum erfrischenden Zwischenstopp im solarbeheizten Wasserbecken. Technikbegeisterte Besucher kommen im Kraftfahrzeug- und Technik-Museum sicher auf ihre Kosten. Es befindet sich in der großen Scheune des Dreiseitenhofes nicht weit entfernt vom Haus des Gastes „Blaue Kugel”. Aktiven Urlaubern empfiehlt Simone Bergmann einen Abstecher zum Czorneboh (561 m) und Bieleboh (499 m) mit ihren gastlichen Bergbauden. Für all jene, die nicht allein auf Tour gehen wollen, gibt es monatlich geführte Wanderungen. Nachfragen in der Tourist-Information lohnen sich in jedem Fall. Haus des Gastes „Blaue Kugel & Dreiseitenhof“ Tourist-Information Hauptstraße 97, 02733 Cunewalde D/4 Tel. +49 35877 80888 touristinfo@cunewalde.de www.cunewalde.de

Reizvolle Plätze an der Sonne

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Sohland fasziniert mit einmaliger Dichte an Sonnenuhren und anderen Phänomenen Sohland an der Spree hat ein ganz besonderes Verhältnis zur Sonne. Der Ortsteil Taubenheim ist weithin bekannt als Sonnenuhrendorf. Auf 37 ist die Zahl dieser Zeitmesser mittlerweile angewachsen. „Sie erzählen nicht nur etwas über die Häuser und Gärten, die sie schmücken, sondern auch über die Menschen, die dort leben“, berichtet Christine Herold (im Bild rechts) aus der TouristInformation der Gemeinde. So ziert das Bild des legendären Räuberhauptmanns Karasek ein Haus in Taubenheim, weil dieser sich darin versteckt haben soll. Christine Herold kann Gästen nur empfehlen, bei Wanderungen die Kostbarkeiten am Wegesrand zu entdecken. Stolz verweist sie auf die einmalige Dichte an Sonnenuhren. Für ein grenzüberschreitendes Projekt hat die Gemeinde in den zurückliegenden Jahren erstmals genau erfassen lassen, wo es derartige Zeitmesser in Sohland, Taubenheim, Wehrsdorf und im tschechischen Nachbarort Schluckenau gibt. Ein dazu entstandener Katalog listet immerhin mehr als 50 Exemplare auf. In deutlicher Beziehung zur Sonne steht unverkennbar die Sternwarte in Sohland. Sie ist zu-

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nen beschreibt sie das Phänomen, dass dort die Sonne zur Sommersonnenwende durch eine Spalte im Felsen lugt (www.goetterhand.de). So mancher reizvolle Sonnen- und Schattenplatz findet sich in der Oberland-Gemeinde. Abkühlung an heißen Tagen finden Besucher entweder im Erlebnisbad Taubenheim oder im Waldbad von Wehrsdorf, das sogar unter Denkmalschutz steht. Lohnenswerte Ausflugsziele sind zudem der Stausee und die Waldbühne in Sohland. gleich Ausgangspunkt des Planetenweges durch den Ort. „Gäste bekommen Einblicke in die schier unendlichen Dimensionen unseres Sonnensystems“, sagt Christine Herold. An den Kälberstei-

Touristinformation Sohland Bahnhofstraße 26, 02689 Sohland D/4 Tel. +49 35936 39821 touristinfo@sohland.de, www.sohland.de


Oppach • Tautewalde

Oberlausitzer Bergland

Auf den Spuren von Pegasus Pegasus, das geflügelte Pferd, weist Wanderern den Weg. Die Sagengestalt markiert den mehr als vier Kilometer langen Brunnenpfad, der durch eines der Quellgebiete des Oppacher Mineralwassers führt. Acht Schautafeln entlang der Route informieren über Landschaft und Natur sowie über die Herkunft und Förderung des kühlen Lebenselixiers. Die Quellen liegen in der waldreichen Gegend des Landschaftsschutzgebietes Oberlausitzer Bergland. Die elf Brunnen der Oppacher Mineralquellen GmbH & Co. KG reichen bis in 300 Meter Tiefe. Das Wasser rinnt dort durch das kristalline Granitgestein, das wertvolle Mineralien an das kostbare Nass abgibt. Die Strecke „Auf den Spuren des Pegasus“ ist nur einer von mehreren markierten und gut ausgebauten Wegen, auf denen Wanderer und Radfahrer die Gegend um Oppach erkunden können. Das 1336 erstmals erwähnte Waldhufendorf liegt

Oppach empfiehlt sich mit Brunnenpfad und Ringweg für Wanderungen wunderbar eingebettet in einem Talkessel zwischen sanften Bergen. Beliebte Wanderziele in nicht allzu großer Entfernung sind der Pickaer Berg, die Kälbersteine, der Bieleboh und die Steinklunsen. Herrliche Aussichten lassen sich von der Wilhelmshöhe (378 m), vom Galgenberg (414 m), vom Bergweg (374 m) oder von der Heidelbergstraße (357 m) genießen. Die schönsten Winkel von Oppach verbindet ein Ringweg. Die zehn Kilometer lange Route ist mit einem grünen Punkt markiert. Wissenswertes über die heimische Flora und Fauna der Teichlandschaft „Am Alten Graben“ vermittelt ein Lehrpfad, der durch den Schlosspark und rund um den Gondelteich verläuft. Eine schöne Wanderung führt vorbei

an Dammmühlteich und Grenzmühlteich ins benachbarte Sonnenuhrendorf Taubenheim. Von Mitte Mai bis Mitte September ist das Freibad geöffnet. Mit 50-Meter-Schwimmbahnen, Dreimeter- und Einmeterturm sowie Röhrenrutsche bietet es reichlich Platz für Bewegung und Spaß. Am Gondelteich gibt es einen Bootsverleih, im Haus des Gastes „Schützenhaus“ eine Kegelbahn. Bei guten Schneeverhältnissen im Winter lockt ein Skihang mit Lift. Und nicht zuletzt laden gemütliche Gaststätten in Oppach zur Einkehr ein. Tipps und Termine: E 9.-11. Juni: Heimatfest E 27. August: 38. Bielebohlauf E 26. November: Weihnachtsmarkt Gemeindeverwaltung Oppach August-Bebel-Straße 32, 02736 Oppach Tel. +49 35872 3830 D/4 rathaus@oppach.de, www.oppach.de

Raffiniert südländisch Hotelbesitzer aus Tautewalde führen Italienisches Eck in Bautzen

aus Italien“, sagt der Chef. Auf Regionalität wird dennoch größter Wert gelegt. Bei einem Partner in Kubschütz etwa lässt er italienische Brotsorten wie Ciabatta oder Vinschgauer backen. Das Geschäft im Herzen von Bautzen bringt auch den schönen Effekt mit sich, stärker für sein Landidyll-Hotel in Tautewalde zu werben, sagt Enrico Schulz. 2006 übernahm der gelernte Koch das „Erbgericht“ mit seiner Frau Nadine – zu-

nächst als Pächter. Inzwischen sind beide Eigentümer des Vier-Sterne-Hauses, das 31 Zimmer hat. Familienfreundlichkeit ist in dem stilvollen Refugium gehobener Gastlichkeit überall zu spüren. Die beiden Kinder von Ehepaar Schulz wachsen ganz selbstverständlich im Hotelbetrieb auf. Wenn ausnahmsweise niemand an der Rezeption ist, kümmert sich Tochter Lili fürsorglich um die Gäste, erzählt Vater Enrico. Landidyll Hotel Erbgericht Tautewalde**** Tautewalde 61, Tautewalde, 02681 Wilthen C/4 Tel. +49 3592 38300, Fax 383299 erbgericht@tautewalde.de www.tautewalde.de, www.landidyll.com

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Beruhigend und schön – so empfindet Enrico Schulz die italienische Lebensart. „Das Mediterrane liegt mir sehr“, gibt der Inhaber des Hotels „Erbgericht“ in Tautewalde unumwunden zu. Er hat mehrere Jahre als Küchenchef eines 5-Sterne-Hauses im Dreiländereck zwischen Schweiz, Frankreich und Italien gearbeitet. „Die Italiener legen Wert auf das, was sie zu sich nehmen“, sagt Enrico Schulz. Die Affinität für das Land und seine Küche brachte er mit in die Oberlausitz. So ist es nicht verwunderlich, dass sein Familienbetrieb 2016 das „Italienische Eck“ in Bautzen in der Wendischen Straße 7 übernommen hat (im Bild oben). Kulinarisches von Südtirol bis Sizilien können die Gäste dort verkosten und kaufen oder in der dazugehörigen „Trattoria“ zum Mittagstisch genießen. Für die Mittagsgerichte wechselt die Karte wöchentlich. Im Laden gibt es eine große Auswahl an Salami, Käse, Nudeln, frischer Pasta und Antipasti. „So viel wie möglich davon beziehen wir direkt


Wilthen • Schirgiswalde-Kirschau

Oberlausitzer Bergland

Auf Tour mit dem Pumphut Wo sogar Abc-Schützen die Filzkappe des „Zaubermeisters“ tragen Spitzer Hut, grauer Rauschebart und den Schalk im Nacken: So taucht der Pumphut urplötzlich am Waldrand auf. Noch ehe wir über den fröhlichen Gesellen im roten Gewand staunen können, stimmt er ein Lied an: „Das Waaandern ist des Müüüllers Lust ….“ In der Montur des Pumphut steckt Heiko Harig, bundesweit bekannter Sänger und Komödiant, Mitarbeiter in der Wilthener Tourist-Information – und ein Botschafter der Oberlausitz. Ganz klar, dass er die Gegend aus dem Effeff kennt. Er führt die kleine Wandergruppe über seinen „Pumphutsteig”, den familienfreundlichen Wanderweg hinauf zum Mönchswalder Berg, wo man herrliche Talblicke genießen kann. Unterwegs sprudeln Sagen und Storys aus dem „Zaubermeister“, der Sage nach Müllerbursche mit magischen Talenten, nur so heraus. Pumphut alias Wanderführer Heiko empfiehlt noch weitere seiner Lieblingstouren, etwa auf

Pfaden wie Kirchsteig und Böhmischem Steig. In Wilthen darf die Weinbrand-Route nicht fehlen. Der 32Kilometer-Rundkurs über Gaußig und Neukirch führt an der Weinbrennerei vorbei und die kann besichtigt werden.

2017 besteht die bekannte Marke genau 175 Jahre. Die „Geburtstagsparty“ steigt zum Wilthener Stadtfest vom 16. bis 18. Juni. Besinnlich geht’s dagegen beim Adventsmarkt am 16. Dezember auf dem St. Barbara-Platz zu. Handwerkskunst statt Kommerz heißt dort die Devise. Zwei sympathische Aktionen des PumphutFreundeskreises seien noch genannt: Zum einen können Einheimische und Urlauber die Kopfbedeckung des Pumphut, eine Kappe aus Filz, kaufen und so Flagge für Heimat bzw. Ferienregion zeigen. Zum anderen erhalten Erstklässler bei der Einschulung die witzige Kopfbedeckung. „800 Hutträger sollen es bis zur 800-Jahr-Feier im Jahr 2022 werden“, verrät Heiko Harig. Tipps: E Freitag ab 13 Uhr Führungen durch die Weinbrennerei ohne Voranmeldung: Tel. +49 3592 3840 (www. hardenberg-wilthen.de) E Geführte Segway-Touren E Heimatstube Tourist-Information Bahnhofstraße 8, 02681 Wilthen C/4 Tel. +49 3592 385416 touristinfo@wilthen.de, www.wilthen.de

Schwimmen, schwitzen, entspannen – eine Wohltat Wenn in der Saunalandschaft der Körse-Therme das Glöckchen bimmelt, weiß das Stammpublikum sofort: Es ist Zeit für einen Aufguss in der Finnischen Sauna. Dann sitzen die Gäste am liebsten auf den Holzbänken, um so richtig ins Schwitzen zu kommen. Einmal in der Stunde zelebriert ein Bademeister das Ritual

mit immer anderen Düften. Er sich die Gäste unter duftendem Heu mischt die Essenzen ins Wasser, das ausstrecken. Ruhig geht es auch im er auf heißen Steinen zum Verdamp- gut beheizten Solebad zu, an das fen bringt und wedelnd in der Block- sich das Gradierwerk anschließt. Viel hütte verteilt. Neben Finnischer Sau- Raum für Bewegung bietet die große na sorgen Bio- oder Kräutersauna, Badehalle mit Schwimmbahnen, Steinbad, Regendusche oder Sand- Strömungskanal, Whirlpool, PlanschLicht-Therapie für entspannende Ab- ecke für Kleinkinder und angrenzenwechslung. Zum Ausruhen dürfen dem Außenbecken.

Service: E kostenloser W-LAN-Zugang E Gratis-Wasserspender in der Saunalandschaft E Frisches Obst bei jedem Aufguss E monatlich Themenabende in der Sauna von September bis Mai E Verschiedene Massage- und Wellnessbehandlungen

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Freizeit- und Gesundheitsbad Körse-Therme Ortsteil Kirschau, Badweg 3 02681 Schirgiswalde-Kirschau C/4 Tel. +49 3592 515830 info@koerse-therme.de www.koerse-therme.de

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Neukirch

Oberlausitzer Bergland

Fahrvergnügen auf dicken Reifen Trendsport mit Monsterrollern etabliert sich in der Oberlausitz Breite Ballonreifen, giftgrünes Fahrgestell, rutschfestes Trittbrett – Monsterroller fallen einfach auf. Schon seit mehreren Jahren begeistern sie Groß und Klein am Fichtelberg in Oberwiesenthal. Ab April 2017 wird es auch in der Oberlausitz möglich sein, auf solchen Rollern ins Tal zu rauschen. Für den in Mitteldeutschland einzigartigen Fahrspaß steht dann eine zweite Station in Neukirch offen.

Der frühere Handball-Star Stefan Kretzschmar fährt auf Monsterroller ab fahrt in Empfang zu nehmen. Bequemer ist die Variante, sich im Kleinbus nach oben bringen zu lassen. Das Besondere an den Rollern sind die breiten Ballonreifen und die Scheibenbremsen, die selbst eine Fahrt über Schotterpisten und Waldwege zum Vergnügen machen. Die ausgewiesenen Roller-Strecken enden an touristisch interessanten Punkten in Neukirch, etwa an der Keramikscheune der Töpferei Karl Louis Lehmann. Dort können Gäste zum Kaffeetrinken einkehren, beim Schautöpfern zusehen oder handgefertigte Unikate erwerben. Auf dem Hochplateau des Valtenberges lädt die Bergbaude mit Aussichtsturm ein – Startpunkt für die Monsterroller.

Herausgepickt: E Die Monsterroller-App ist nicht nur für die Buchung von Vorteil. Neben der Möglichkeit zum Gutschein-Kauf und zur TourBewertung bietet sie auch eine Live-Hilfefunktion. „Mit der App navigiert man sicher ans Ziel, da man seine Tour auf der Karte mitverfolgen kann“, erläutert Lizenzinhaber Torsten Kürbis. „In Notfällen lässt sich der Standort schnell durchgeben, indem man über den Hilfe-Button den direkten Draht zur Basisstation herstellt.“ Download der Monsterroller-App im iOS Store: https://itunes.apple.com/WebObjects/MZStore.w oa/wa/viewSoftware?id=1046053187&mt=8

Lohnender Abstecher zur Kunsttöpferei Informationen unter: www.monsterroller-oberlausitz.de info@monsterroller-oberlausitz.de Tel. +49 351 48433970 Termin 2017: E 30. September bis 1. Oktober: 28. Töpferfest in Neukirch/Lausitz über 80 Töpfer erwarten Ihren Besuch um die Töpferei Lehmann Karl Louis Lehmann GmbH – Kunsttöpferei Dammweg 26, 01904 Neukirch C/4 Tel. +49 35951 3690 info@toepferei-lehmann.de www.toepferei-lehmann.de

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Torsten Kürbis, Geschäftsführer des k1-Sporthotels in Oberwiesenthal, hatte das Projekt 2012 im Erzgebirge ins Rollen gebracht. „Als Lizenznehmer importiert ein ehemaliger Neukircher die Idee nun in seinen alten Oberlausitzer Heimatort.“ 25 Roller sollen dort zum Einsatz kommen. Start ist auf dem Valtenberg, der mit 587 Metern die höchste Erhebung im Lausitzer Bergland ist. Für die Abfahrt stehen vorerst drei Strecken mit einer Länge von zwei bis sechs Kilometern zur Auswahl. „Nach Wandern, Radfahren und Langlauf können wir mit den Monsterrollern nun einen neuen Trendsport anbieten“, freut sich Neukirchs Bürgermeister Jens Zeiler. „Wir wollen somit den Tourismus in der Region weiter beleben.“ Firmen, Gruppen, Familien oder Tagestouristen sollen sich durch den sportlichen Fahrspaß angesprochen fühlen. In jedem Fall empfiehlt sich eine Voranmeldung – entweder über eine Monsterroller-App, direkt vor Ort und im Internet. Wer ganz aktiv sein will, wandert auf den Berg hinauf, um einen der trendigen Roller für die Ab-

Der 1834 gegründete Handwerksbetrieb besteht mittlerweile in der sechsten Generation. Sein Markenzeichen ist in Schwämmeltechnik hergestellte Töpferware nach Bunzlauer Art. Die Muster werden dabei mit Schwämmchen auf die Tongefäße getupft. In immerhin 14 verschiedenen Dekoren bietet das Familienunternehmen Tassen, Teller, Schüsseln, Krüge und andere Produkte an.


Bautzen

Vier auf einen Streich

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Spezielle Führungen bringen Gästen die Tausendjährige näher Bautzen – das sind 2 Sprachen, 8 Museen, 17 Türme, 20 Senfsorten, 80 Innenstadt-Kneipen, rund 200 Saurier und eine mehr als 1.000-jährige Geschichte. So lässt sich die Stadt an der Spree mit ein paar der wichtigsten Fakten äußerst kurz beschreiben. Ein guter Einstieg, um den Ort mit seiner deutsch-sorbischen Volkskultur kennenzulernen, ist eine Führung. Für den ersten Überblick eignen sich die Variante zu Fuß auf „1.000 Schritten durch 1.000 Jahre“ oder eine Rundfahrt im Kleinbus durch „Bautzen in 60 Minuten“. Spezieller wird es auf Kunstspaziergang mit der Malerin Adele oder beim Rundgang durch eine der größten privaten Rolling-Stones-Sammlungen. Das kleine Museum mitten in Bautzen zeigt Raritäten von Olaf Böhme. Er trug Schätze aus 50 Jahren Musikgeschichte zusammen, darunter Poster, goldene Schallplatten bis hin zu persönlichen Dingen von Bandmitgliedern. Diese besondere Ausstellung im Stones-Pavillon ist mit einer Führung zu erleben und kann in der Tourist-Information gebucht werden. Hinter der Bezeichnung „Vier auf einen Streich“ verbirgt sich eine Kombikarte, die Eintritt in zwei Türme und zwei Museen der Stadt gewährt. Das Vorteilsticket gilt ab dem Kauf eine Woche und berechtigt unter anderem zum Besuch der Alten Wasserkunst. 1558 erbaut, stellt der Turm ein eindrucksvolles Zeugnis der früheren Wasserversorgung Bautzens dar. Zudem dürfen Inhaber der Kombikarte das Museum Bautzen besichtigen. Ein spezieller Kinder-Lehrpfad lädt dort ein, an 13 Stationen Kunst und Geschichte der Oberlausitz zu erkunden. „Vier auf einen Streich“ schließt auch das Sorbische Muse-

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um auf der Ortenburg ein. Das Haus gibt auf drei Etagen Einblick in die reiche Kultur und das Brauchtum des kleinsten slawischen Volkes. Auf knapp 1.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche werden dem Besucher sorbische Geschichte, Volkskunst, Trachten und Traditionen, Literatur und bildende Kunst näher gebracht.

Das Museum Bautzen kennenlernen

Tipp für Radfahrer E Die Tourist-Information hält einen Faltplan mit sechs verschiedenen Vorschlägen für Radtouren bereit. Schöne und interessante Ecken in und um Bautzen lassen sich beispielsweise auf dem Stauseeradweg oder bei einem E-Bike-Ausflug ansteuern. Überhaupt ist die Spreestadt strategisch gut an der Kreuzung von Spreeradweg und Sächsischer Städteroute gelegen. Sternförmig kann man Ausflüge im dichten Radwegenetz der Oberlausitz unternehmen. Herzlich willkommen – Witaj´ c e k nam in Bautzen/Budyˇsin!

Einen Geheimgang unterm Rathaus erkunden

Den schiefen Reichenturm ersteigen

Auf den Seiten 14-17 erfahren Sie mehr über die Stadt Bautzen und den Sechsstädtebund!

Tourist-Information Bautzen-Budyšin Hauptmarkt 1, 02625 Bautzen D/3 Tel. +49 3591 42016 touristinfo@bautzen.de www.tourismus-bautzen.de


Bautzen

Alles rund um den Senf Kenner, Köche, aber auch Laien schwören auf Bautz’ner Senf und kommen am Senfladen nicht vorbei Senföl am Salat, Honigsenf zum Steak, Senfkörner pur oder Biersenf: Der Bautz’ner Senfladen am Fleischmarkt 5 ist ein kleines El Dorado für Fans des süßlich bis scharfen Mostrichs. Hier scheint es in Sachen Senf nichts zu geben, was es nicht gibt. Doch nicht nur die gelbe Oberlausitzer Köstlichkeit, auch historische Senftöpfe, Senfspender oder Reklame von anno dazumal sind hier echte Hingucker. Die freundlichen Verkäuferinnen stehen hinterm Tresen eines originalen Kolonialwarenladens von 1864. Abgerechnet wird an einer gusseiser-

ebenso nicht zu übersehen. Das Geheimnis guten Senfs? „Wenn Senfkörner schonend auf Stein vermahlen werden“, erklärt eine Mitarbeiterin. Da passt es, dass Kunden im Laden gleich 17 steinvermahlene Sorten finden. Von Kapern- bis Lebkuchensenf. Senf sei, ähnlich wie Honig, bei kühler Lagerung sehr lange haltbar, erfahren wir noch. Wo es Bautz’ner Senf überall gibt? Eigentlich rund um den Globus: Unseren Olympioniken mundete der kulinarische Alleskönner beispielsweise 2010 im kanadischen Vancouver. Von einer New Yorker Würstchenbude ist er ebenso nicht mehr wegzudenken.

Gut essen in sorbischem Ambiente Familienbetrieb verbindet Kultur mit Natur in speziellem Angebot „Wjelbik” heißt auf Sorbisch Gewölbe – gerade Sorbische Gastlichkeit empfängt jeden, der ins Bautzener Restaurant „Wjelbik“ einkehrt. Die Wir- so wie der tonnenförmige Raum, in dem die Gasttin begrüßt die Gäste in einer typischen Tracht, wie stätte eingerichtet ist. Die Grundmauern halten sie die Frauen bei den katholischen Sorben zur Ar- schon rund 600 Jahre und gehörten einst zum beit tragen. An jedem Platz liegen Servietten be- Haus eines wohlhabenden Bürgers, der wohl das reit, auf denen sich sorbische Worte mit ihrer Recht zum Bierbrauen besaß. Die jungen Wirtsleute Monika und Thomas Ludeutschen Bedeutung nachlesen lassen. Und in der Speisekarte finden sich Gerichte, die Tradition kasch sind selbst Sorben. Miteinander verständiim kleinsten slawischen Volk haben, etwa die Sor- gen sie sich in ihrer Muttersprache, auch im beruflichen Alltag. bische Hochzeitssuppe.

Fleischmarkt 5 02625 Bautzen D/3 Tel. +49 3591 597118 www.senf-stube.de C/3

Die Aufgaben in der Familie sind gut verteilt. Monika Lukasch leitet das Restaurant. Ihr Mann sorgt als Küchenchef für eine abwechslungsreiche und sich saisonal ändernde Speisekarte. Er kocht mit frischen Zutaten, die er sich – soweit möglich – aus der Region liefern lässt. Alljährlich beteiligt sich das „Wjelbik“ an regionalen Aktionen wie den Lausitzer Fischwochen oder den Bautzener Senfwochen. Und immer im November lädt das Restaurant zum traditionellen Gänseessen ein. Stefan Mahling, der Vater von Monika Lukasch, führt das Hotel „Dom-Eck“. Das Haus mit zwölf gemütlich eingerichteten Einzelund Doppelzimmern liegt nur wenige Schritte vom „Wjelbik“ entfernt. Zusammen mit dem Forsthaus in Rietschen hat das „Dom-Eck“ ein spezielles Reiseangebot arrangiert. Es richtet sich an kulturinteressierte Naturfreunde oder naturliebende Kulturtouristen, die sowohl sorbische Gastlichkeit erleben als auch Wolfsspuren entdecken wollen. Sorbisches Restaurant Wjelbik Kornstraße 7, 02625 Bautzen-Budysˇin D/3 Tel./Fax +49 3591 42060 Sorbisches Hotel „Dom-Eck“ Breitengasse 2, 02625 Bautzen-Budys d ˇiin Tel. +49 3591 501330 info@wjelbik.de, www.wjelbik.de

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nen Kasse aus dem Jahre 1911. Wer möchte, kann sich in einer kleinen Ausstellung über die Bautzener Senf-Historie informieren. Mit ihren rund 400 Exponaten ist die Schau in Ostdeutschland einmalig! Ein 1.000-Liter-Bottich zum Ansetzen der Senf-Maische sticht uns sofort ins Auge. Der große Senfspender des VEB Bautzener Lebensmittelbetriebe aus den 1950er Jahren ist

Tipps: E 22. Juli-10. September: 12. Bautzener Senfwochen mit bis zu 22 teilnehmenden Lokalen E Stadtführung „Bautzen is(s)t scharf“ (ab 10. Pers.) mit Verkostung im Senfladen und einem Drei-Gänge-Menü in der Bautzener Senfstube.

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Bautzen

Schmausen unterm Steingewölbe Gekocht wird hier nach überlieferten Original-Rezepturen

Hier können Gäste feiernd in „Klausur” gehen

Der Blick vom schattigen Biergarten zählt zu den schönsten Aussichten Bautzens. Über den Köpfen der Gäste gedeihen Weintrauben. Unten fließt wildromantisch die Spree durch die Stadt. Am Horizont sind oft die Ausläufer des Oberlausitzer Berglands zu sehen. Im „Mönchshof“ wird aber vor allem Geschichte lebendig. Wir bestaunen zuerst die mächtigen Gewölbe im Haus unweit des einstigen Franziskanerklosters, machen es uns dann am urigen Kamin gemütlich. Kellner bewirten uns in historischen Kostümen. Regelmäßig musizieren hier Gaukler und Spielleute. Die Speisekarte kommt natürlich als Lehnsbrief mit Siegel. Gekocht wird nicht irgendwas, sondern nach originalen Klosterrezepturen, u. a. aus dem Kloster Tegernsee. Darf es beispielsweise ein „Fillte Junghenner Bartolomeo“ (gefülltes Huhn

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nach Art des päpstlichen Hofkochs um 1560) sein? Oder doch lieber Rippchen mit hausgemachtem Honig-Sauerkraut und Bautz’ner Senf. „Egal, ob historisch angehaucht oder modern – unsere Küche setzt auf Frische und Regionalität“, so das Versprechen von Gerald Friese, einem der Chefs des Hauses. Das Leinöl kommt aus Hoyerswerda, Fisch aus Königswartha, Spargel und Kräuter vom Landwirt um die Ecke. Berühmt ist das geschichtsträchtige Gasthaus aber auch für seine eigene Biermarke: „Gebraut wird unser „Roter Abt“, ein unfiltriertes rotblondes Pilsner, im Bautzener Brauhaus.“ Es ist weniger herb, weshalb es auch der holden Weiblich-

keit süffig durch die Kehlen fließt, sagt uns eine Magd, ähm Pardon, eine Kellnerin. Was uns noch auffiel: Im „Mönchshof“ wird Traditionspflege groß geschrieben! Gerald Friese ist da, wie so viele Bautzener, echter Lokalpatriot. Er kennt etliche Anekdoten und Geschichten – von Senf-Historie, Altstadt bis zum Ausflug. „Apropos: Unser Bautzen ist idealer Startpunkt für Touren. In kürzester Zeit erreichen Gäste Zittauer Gebirge, Sächsische Schweiz, Görlitz, Dresden und vieles mehr.“ Klingt nicht schlecht. Da bleibt man gern gleich ein paar Tage länger. Tipp: E Stadtrundgang mit Mönch „Eusebius“ (Di. und Do.) vom „Mönchshof“ aus. Ca. 1,5 Stunden Zeitreise durchs Mittelalter: Geschichten um Glaube und Aberglaube, Liebe und Hass sowie über die Historie des altehrwürdigen Bautzen. E Führung mit „Meister Hans“ (Bautzener Scharfrichter) Historisches Gasthaus Mönchshof Burglehn 1, 02625 Bautzen C/3 Ruf aus der Ferne: +49 3591 490141 info@moenchshof.de www.moenchshof.de


Bautzen und Umgebung

„Stadtverführer” Besondere Touren durch die mehr als 1.000-jährige Stadt Kleine Gassen, historisches Straßenpflaster, Dom und Kirchen sowie imposante Wehrtürme. Im 1.000-jährigen Bautzen gibt’s so viel zu entdecken. Doch wo anfangen und wo aufhören? Die Bautzener Stadtverführer können da helfen. Rund 30 Guides bieten mehrere thematische Führungen. Es sind stimmungsvolle Stadtverführungen zu den schönsten und romantischsten Plätzen. Genießen Sie das Flair dieser alten Stadt, mit ihrer Stadtmauer und ihren Türmen, ihrer Burg und ihren Gassen in der verwinkelten Altstadt. Sie lernen Deutschlands älteste Simultankirche kennen und schlendern über den geschichtsträchtigen Marktplatz. Dass sich das lohnt, liegt auf der Hand: Denn etwa 95 Prozent der Altstadtsanierung sind mittlerweile abgeschlossen. Der Bautzener Stadtkern war noch nie so schön wie heute! Kein Wunder, dass rund 18.000 Menschen im Jahr den Stadtverführern folgen. Von „Bautzener Altstadtansichten” bis zur „Abendlichen Stadtführung”. Bei einer „Torwächtertour” führt der Torwächter in seiner historischen Uniform durch die historische Altstadt, erzählt über die mittelalterlichen Stadtbefestigungen und den Zwinger,

über das Leben in einer Garnisonsstadt und die Rechtsprechung im Mittelalter. „Unter dem Pflaster von Bautzen” entdecken und erkunden Sie mit einem Stadtverführer einen geheimen Gang unterm Rathaus… Neben der „Türmerführung” steht die Runde „Scharfe Stadtverführung“ im Programm. Der Stadtführung folgt ein Drei-Gänge-Menü und eine Verkostung im Senfmuseum. Die Guides erfüllen ganz individuelle Wünsche, holen Gruppen beispielsweise auch vom Hotel oder einer Gaststätte ab. Führungen in Fremdsprachen sind kein Problem. Auch Ausflüge in die Sächsische Schweiz, ins schlesische Riesengebirge oder nach Dresden können gebucht werden. Übrigens: Als Incoming-Büro koordinieren die „Stadtverführer“ gemeinsam mit Veranstaltern und Reisebüros ganz verschiedene Reise- und Touristikdienstleistungen in und um Bautzen.

Türmerpaar Maria und Heinz Henke. Die Türmerin ist Botschafterin der Oberlausitz (s. Seite 14!)

DIE Stadtverführer Fleischmarkt 9, 02625 Bautzen D/3 Tel. +49 3591 5282898 kontakt@stadtführer-bautzen.de www.stadtverfuehrer-bautzen.de

Bautzen is(s)t scharf Kulinarische Entdeckungen von Senf-Püree bis Senf-Schnitzel

spräch mit den Wirtsleuten, spielt das Einmaleins des Senfgenusses eine Rolle. So erfahren wir im gemütlichen Lokal, dass der Senf-Siegeszug schon im Altertum begann – als Würz-, aber auch Heilmittel. In unseren Breitengraden wird Senf übrigens seit dem 13. Jahrhundert verwendet. Doch nochmal zurück zum 1. Bautzener Senfrestaurant: Hier kredenzt die freundliche Bedienung selbstverständlich auch Desserts und etliche Hauptgerichte ohne Senf. Beliebt ist beispielsweise die Hechtbulette mit Kartoffel-Gurken-Salat und Oberlausitzer Schmorgurke. Oder schon einmal etwas von Oberlausitzer Brotpudding gehört? Diese regionale süße Köstlichkeit sollten Sie mal probieren!

Schlossstraße 3, 02625 Bautzen C/3 Tel. +49 3591 598015, www.senf-stube.de

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Bratwurstschnecken mit Kartoffel-Senf-Püree, Original Bautzener Senfschnitzel oder Lausitzer Krüstchen auf besenftem Senfbrot, Schnitzel, Bacon und Spiegelei. Wer auf Senf und gutes Essen steht, der ist hier richtig: Hereinspaziert in die Bautzener Senfstube, das 1. Senf-Restaurant der Stadt, das fast schon Kultstatus besitzt. Da trifft man oft Gäste, die von weiter her anreisen. Denn Wurstpfanne mit Chilisenf oder Schweinshaxe mit Senfbrot findet man hierzulande nicht so häufig. „Dennoch wechselt natürlich unsere Saisonkarte“, gibt der Küchenchef gern seinen Senf dazu. Je nach Jahreszeit stehen u. a. Pfifferlinge, Steinpilze, Martinsgans oder Spargel auf der Karte – auch mal ohne Senf, versteht sich. Ziel des Küchenteams ist es, mit dem berühmten Bautzener Senf, aber auch eigens für das Lokal produziertem Mostrich der Bautz’ner Senf-Manufaktur verschiedene Leckereien auf die Teller zu zaubern. Auf der Speisekarte, aber auch im Ge-

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Kleinwelka

Bautzen

Eldorado für Dino-Fans Sagenhafter Saurierpark fasziniert mit über 200 Dino-Modellen Gierige Mäuler, scharfe Zähne und riesige Pranken: Wer diese Urzeit-Giganten zum ersten Mal sieht, dem verschlägt es oft die Sprache. Bloß gut, dass uns die Urviecher nicht in echt begegnen können. Im Saurierpark in Kleinwelka scheint es allerdings so, als ob die Tiere aus grauer Vorzeit hier gerade wirklich vorbeitapsen. Hereinspaziert in Deutschlands größtes und aufregendstes Saurier-Domizil! Kleine und große Dino-Fans können hier nicht nur Riesen-Echsen bestaunen, sondern auch viel über sie lernen. Das über 16 Hektar große Areal punktet mit etlichen Attraktionen, Erlebnisstationen und Spielwelten. Forschen, Klettern, Schlemmen – langweilig wird’s hier nie. Mehr als 200 lebensechte Modelle zeigen rund 130 Dino-Arten. Die größten Exemplare sind ein 15 Meter hoher Brachiosaurus und ein Diplodocus mit 30 Metern Länge. Dann entdecken wir eine geheimnisumwitterte „Forschungsstation“, die hier „Vergessene Welt“ heißt. Erst vibriert die Erde, dann faucht uns ein Dino an. Gott sei Dank nur aus der versteckten Tonbox. Der neue Hingucker im Saurierpark ist das ko-

der Zellteilung ab. Von April 2017 an tauchen Besucher hier noch tiefer in die faszinierende UrzeitWelt ein. Gäste können dann auf einer großzügigen Galerie flanieren und eine Multimedia-Show bestaunen. Ein gewaltiger Dinosaurier wird Neuankömmlinge „begrüßen“. Doch Vorsicht – der Dino bewegt sich. Gut zu wissen, dass er vor rund 65 Millionen Jahren ausstarb. Siehe auch S. 28ff. Tipps: E Riesenrutsche auf Augenhöhe mit den Dinos E Darstellung von 130 Dinosaurierarten, darunter ein 15 Meter großer Brachiosaurus E 8Meter-Kletterwand, Wasserspiel mit 6 Meter hohem Geysir, Wissensrallye E Angebote für Kitas, Schulen und Familien E An der Kasse HörspielParkführer für Kinder und Erwachsene (3 Euro / auch für zwei Besucher gleichzeitig)

lossale elliptische „Mitoseum“. Der Name des neuen Eingangsgebäudes leitet sich von „Mitose“,

Saurierpark Saurierpark 1 OT Kleinwelka, 02625 Bautzen Tel. +4935935 3036 C/3 rk.de info@saurierpark.de, www.saurierpark.de www.facebook.de/saurierpark Öffnungszeiten: 8. April bis 5. November 2017

Check-In für Kinder

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A & O ist die Familienfreundlichkeit Lächelnde Kinder, entspannte Eltern, ein netter Smalltalk an der Rezeption. Das hat man in großen Hotels auch schon anders gesehen. Doch statt quengelnder Kids und genervten Mamas und Papas erlebten wir im Best Western Plus Hotel beim Empfang relaxte junge Familien. Ein spezieller KinderCheck-In machts möglich. Da gibt es für die lieben Kleinen erst mal einen eigens kreierten Anmeldeschein, Rätselheft und ganz besondere Aufmerksamkeit. „Stressige Anreise und Stau auf der Autobahn – man kennt das doch von sich selbst. Da tut besondere Wertschätzung beim ersten Kontakt an der Rezeption besonders gut“, so Hotelchef Holger Thieme. Diese besondere Fürsorge der überaus höflichen und umsichtigen Mitarbeiter gibt es nicht nur am ersten Tag. „Freundlichkeit ist für uns das A und O. Wir sind mit Leib und Seele bei der Sache. Gäste spüren das“, sagt er. Doch nicht nur Familien fühlen sich im Vier-Sterne-Haus mit 157 Komfortzimmern und Suiten wohl. Radtouristen schätzen „Gara-

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Service. „Wir gehen individuell auf unsere Gäste ein – egal, ob Single, Gruppen, Familien oder Dienstreisende“, so Holger Thieme. Für Gruppen gibt es einen einzigen Ansprechpartner vom ersten Anruf bis zur Rechnungslegung. Der Mitarbeiter bzw. die Mitarbeiterin kümmert sich um Ausflüge, Museumsbesuche, Mittagessen und nutzt den kurzen Draht zu touristischen Akteuren vor Ort. gen“ und Service für ihre Stahlrösser, Aktive Fitnessraum und Wellnessbereich. Zu Stammgästen zählen Inder und Amerikaner. Asiaten sind vor allem von der barocken Bautzener Altstadt angetan. Das Hotel ist Ausgangspunkt für unzählige Ausflüge in die Region. Angefangen vom Saurierpark Kleinwelka mit speziellem Familien-Angebot (freier Eintritt und Picknickkorb) bis hin zum Zittauer Gebirge und Dresden. Das Best Western Plus, 2009 auch zum besten Gruppenhotel Deutschlands gekürt, punktet trotz seiner Größe mit verbindlichem persönlichem

Tipps: E umfassende Betreuung für Bus- und Gruppenreisen E Caterings E Tagungsmöglichkeiten E Angebot „Familie pur“ (April-Oktober) u. a. 2 Nächte im Familienzimmer mit Frühstück BEST WESTERN PLUS Hotel Bautzen HGG oHG Wendischer Graben 20 02625 Bautzen C/3 Tel. +49 3591 4920 info@bwbautzen.de, www.bwbautzen.de


Lehndorf

Bautzen

„Ich kenne hier jeden Baum” Wie Rainer Kubitz aus Lehndorf sorbische Historie lebendig macht Weißes Trachtenhemd, strahlendes Lachen und ein fröhliches „Witaj´ ce k nam“, zu deutsch: Herzlich willkommen! – so begrüßt Rainer Kubitz Gäste seines Sorbischen Nachmittags. Wohl kein Zweiter kann Tradition und Historie der Sorben so lebendig vermitteln, wie der Wirt des Familienhotels „Zur Linde“ in Lehndorf. „Ich ging hier zur Schule, kenne jeden Apfelbaum und jede Kirchturmspitze – da möchte dann schon was rüberkommen“, lacht der sympathische Sachse. Ganz nach altem Sorben-Brauch empfängt er zum Traditionsnachmittag mit Brot und Salz. Der nächste Höhepunkt folgt sogleich: „Wir tischen das Hochzeitsmenü, sozusagen unser sorbisches Nationalgericht, auf: Eierstandsuppe, gekochte Rinderbrust mit frisch geriebenem Spreewaldmeerrettich und Brot“, verrät Rainer Kubitz. Dann startet eine zweistündige Bustour durch die sorbische Lausitz, auf der Gäste Geschichten erfahren, die in keinem Reiseführer stehen! Die zwei Stunden vergehen wie im Flug. Auch weil Rainer Kubitz keine steifen Referate hält, sondern locker plaudert, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Doch nicht nur der Sorbische Nachmittag, auch

ser Gasthaus vor über 100 Jahren Zollstation zwischen den Amtsbezirken Kamenz und Bautzen war.“ Eine weitere Schranke vor dem Haus ist mit einer Zollbeamten-Figur Markenzeichen der Gaststätte. „Ist die Schranke oben, haben wir geöffnet“, schmunzelt der Wirt, der die „Linde“ in 3. Generation führt. Viele seiner Geschichten klingen nach heiler Welt. „So heil ist die Welt hier nicht immer. Aber unsere Gäste sagen auch, dass die Menschen in der Oberlausitz anders sind. Und dazu stehe ich!“

Christine und Rainer Kubitz an der Zollschranke das Wirtshaus selbst lohnt den Besuch. Da wäre zum einen die Speisekarte, die original zubereitete sächsische Hausmannskost verspricht. Zum anderen überraschen Gäste Grammophon, Spinnrad und Öfen von anno dazumal. Schräg überm Tresen hängt eine original erhaltene Zollschranke. Das ist kein Zufall: „Sie erinnert an die Zeit, als un-

Tipps: E 14 Fremdenzimmer E Vereinszimmer E Biergarten E Saal für Hochzeiten, Reisegesellschaften, Tagungen E Anlage rollstuhlgerecht E Sorbischer Nachmittag für Gruppen ab 35 Personen mit Rundfahrt, traditionellem Essen sowie Bauernkuchen und Kaffee E Ostereiermalerin in sorbischer Tracht Familienhotel „Zur Linde” OT Lehndorf Bautzener Str.1, 01920 Panschwitz-Kuckau C/3 Tel. +49 35796 96328, info@gasthaus-lehndorf.de www.gasthaus-lehndorf.de

Wo Camping zum m Erlebnis wird Ein Idyll am Bautzener Stausee „Man kann für sich sein oder Kontakte knüpfen. Jeder wie er mag“, so Birgit Haubner. Dass hier ein Campingplatz von Campern für Camper kreiert wurde, spürt man. Solch ein Urlaubs-Kleinod spricht sich herum und lässt Camper-Herzen höher schlagen. Die zentrale Lage schätzen die inund ausländischen Gäste besonders. Die Heideund Teichlandschaft, das Lausitzer Bergland, Zittau und sein Gebirge, Görlitz und Dresden sind schnell zu erreichen. Ferienhäuschen (ganz o.) und neues Sanitärgebäude

Tipps: E 94 Caravan/Wohnmobil- & 50 Zeltstellplätze E Radler willkommen: Spreeradweg direkt am Campingplatz E Kanu- und Radverleih E Minigolf, Kletterpark, Bootsanleger am Badestrand

Camping Bautzen***** Nimschützer Straße 41, 02625 Bautzen D/3 Tel.+49 3591 271267 camping-bautzen@web.de www.camping-bautzen.de

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Bewaldete Ufer, ein glasklarer See, schmucke Holzhäuser, mediterranes Ambiente und ein Park für Naturfreunde. Auf dem idyllischen Natur- und Abenteuercampingplatz Bautzen erinnert vieles an skandinavische Wildnis. Sogar die Ferienhäuschen heißen hier „Oslo“, „Bergen“ und „Lathi“. Mal wie Skandinavier leben können Gäste auch in der Finn-Kota. Zum hohen Norden gehören natürlich auch Schwitzbäder. Dafür gibt’s auf der schönen Anlage, einer der Fünf-Sterne-Campingplätze Sachsens, das Saunahäusl. In den Westernhäusern „Saloon“ und „Sheriff“ sowie in den Indianer Hogans können Gäste vom wilden Westen träumen. Im spektakulären vier Meter hohen Stelzenhaus mit Seeblick beginnt das Abenteuer schon beim Einstieg über eine Leiter. Das Gepäck kommt über einen Seilzug nach. Ein Kochpavillon und das neue Sanitärgebäude in unmittelbarer Nähe sorgen für den nötigen Komfort. Die Stellflächen, mit bis zu 120 m² großzügig bemessen, liegen bei Haubners nicht dicht an dicht, sondern in Nischen oder auf kleinen Anhöhen.


Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft

Auf ein Schäferstündchen Urlaub im Einklang mit Natur und Umwelt im Biosphärenreservat „Auf ein Schäferstündchen“ – nein, da wird keinesfalls geschlafen. Vielmehr heißt es schmecken, riechen, fühlen, wenn Ina Schmidt unter diesem Motto auf den Spreehof Göbeln einlädt. Sie lässt Gäste ökologische Landwirtschaft hautnah erleben, indem sie Einblick in die Arbeit einer Schäferei gibt und über die Aufzucht der wuscheligen Nutztiere erzählt. Auch Fledermausexkursionen, Naturführungen, Grillabende am Lagerfeuer oder Kurse in Kräuterkunde macht die Inhaberin eines Bauernhofes möglich. Zudem dürfen sich Gäste in gemütlichen Ferienwohnungen einmieten oder können im hauseigenen Hofladen einkaufen. Ina Schmidt ist zertifizierte Partnerin des Biosphärenreservats Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. Eine solche Anerkennung erhalten gastliche Unternehmen und Vermieter, die regionale Wirtschaftskreisläufe fördern und mit Blick auf die Umwelt zum Erhalt der Kulturlandschaft

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Feriengäste können „Biosphärenreservats-Partner” wie Landhotel, Gaststätte, Naturcampingplatz, Jugendherberge und Ferienwohnung an einem speziellen Logo erkennen beitragen. 29 nachhaltig wirtschaftende Partner sorgen auf diese Weise im UNESCO-Schutzgebiet dafür, dass Besucher einen Urlaub im Einklang mit der Natur verleben können. Das „Partner“-Projekt löste 2016 die regionale Marke „Biosphärenwirte“ ab, die seit 2002 auf nachhaltig wirtschaftende Gastgeber verwies. Damit schloss sich die Verwaltung von Sachsens einzigem Biosphärenreservat einem Modell unter dem Dach der gemeinnützigen Organisation EUROPARC Deutschland e.V. an. Diese koordiniert die Aktivitäten von mehr als 100 Nationalen Naturlandschaften, zu denen Biosphärenreservate, Nationalparks und Naturparke zählen – vom Wattenmeer bis zu den Alpen. Die Partnerbetriebe werden nach bundesweit einheitlichen Qualitäts- und Umweltstandards ausgezeichnet. Sie verwenden beispielsweise ein-

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heimische Produkte, gehen sparsam mit Wasser und Energie um, vermeiden Abfall, setzen weder Streusalz im Hof noch Pestizide im Garten ein. Auch beim Schutz gefährdeter Arten wie der Fledermaus helfen sie. Zu Partnern des Biosphärenreservats in der Oberlausitz gehören auch das behindertengerecht ausgebaute Waldschulheim in Halbendorf oder der Fischereihof Kleinholscha. Bei beiden werden Kinder und Jugendliche gezielt an Natur- und Umweltthemen herangeführt. Schloss Spreewiese ist ein großzügiges Urlaubsdomizil für Individualisten, die Kunst, Kultur und Architektur schätzen. Wer die Ferienwohnung dort bucht, wohnt in einem Park mit alten Bäumen und Teichen. 4-Sterne-Ferienwohnungen und ein Heuhotel hat der mehrfach prämierte und unter Denkmalschutz stehende Ferienhof Erlengrund in Tauer zu bieten. Urlaub auf dem Bauernhof bietet auch Familie Ladusch mit Ferienwohnungen und Hofladen in Kreba-Neudorf. Alle Partner sind ausführlich vorgestellt unter www.biosphaerenreservat-oberlausitz.de

Staatsbetrieb Sachsenforst Biosphärenreservatsverwaltung Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft OT Wartha, Warthaer Dorfstraße 29, 02694 Malschwitz Tel. +49 35932 3650 D/2-3 poststelle.sbs-broht@smul.sachsen.de www.biosphaerenreservat-oberlausitz.de


Wartha

Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft

Rund 270 Vogelarten – auch 25 Seeadlerpaare – fühlen sich im Gebiet heimisch. Am Seeadlerradweg gibt es viele Beobachtungsmöglichkeiten

Rendezvous mit seltenen Tieren Idylle, Naturerlebnis und überraschende Einblicke rund ums „Haus der Tausend Teiche” Abschalten in der Natur, Ruhe finden, Kraft tanken – beim Spaziergang an den Guttauer Teichen lässt sich die Hektik des Alltags einfach vergessen. Wir beginnen unsere Wanderung am besten am „Haus der Tausend Teiche”, dem Informationszen-

tisch zur Fischaufzucht genutzt, ist jedoch zugleich auch internationaler Rastplatz für Zugvögel und Lebensraum für manch seltene Art. Mit ein bisschen Glück kann man seltene Libellen, Amphibien oder Reptilien entdecken.

testen können. Das Schauaquarium mit heimischen Fischen bietet am Ende des Rundgangs Einblicke in die Unterwasserwelt der Teiche. Direkt am Haus dürfen sich Kinder verschiedener Altersgruppen auf einem Wassererlebnisgelände austoben. Der Vier-Seiten-Hof liegt zudem am Seeadler-Rundweg, der acht Gemeinden des UNESCO-Schutzgebietes miteinander verbindet. Tipps und Termine 2017: E Am 29. April und 9. September ist das Gelände in Wartha Schauplatz für die beliebten Naturmärkte. Besucher können an mehr als 70 Ständen nach Herzenslust regionale Produkte einkaufen und Handwerkern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Mitmachangebote, sorbische Kulturbeiträge und ein reichhaltiges gastronomisches Angebot laden Groß und Klein zum Verweilen ein.

trum des Biosphärenreservates „Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft”. Der Begriff „Biosphäre” stammt übrigens aus dem Griechischen und bedeutet „Ort des Lebens”. Ein Naturerlebnispfad führt über eine kleine Brücke hinein in ein Waldstück und weiter ins Teichgebiet. Vor uns liegt ein Wasserlabyrinth, wo sich Teich an Teich reiht. An mehreren Stellen führen Holzstege und Plattformen ein Stück abseits des Weges. Am Großteich und am Brösaer Teich stehen Beobachtungstürme, es lohnt sich, die Augen entlang des Naturerlebnispfades weit offen zu halten. Tafeln an den verschiedenen Erlebnis-Stationen informieren über Besonderheiten im Teichgebiet zwischen Wartha und Guttau. Es wird ganz prak-

Wer sich ausgiebig in der Naturidylle umgesehen hat, kann im „Haus der Tausend Teiche“ weitere Informationen zur Natur und Landschaft erfahren oder einfach eine Tasse Kaffee genießen. Die multimediale Ausstellung im Haus informiert über die Karpfenaufzucht im Wechsel der Jahreszeiten. Mit Kranich, Fischotter, Ringelnatter, Rohrdommel, Hecht, Karpfen, Seeadler, Kormoran oder dem Wolf begegnen Besuchern dort auch typischen Vertretern der Tierwelt im Biosphärenreservat. Eine einmalige Gelegenheit, selten sichtbare Tiere – zumindest als Präparate – ganz nah zu erleben. Der anregende Rundgang führt zudem durch ein Labor, in eine Schauküche oder in einen Supermarkt, wo Besucher ihr Einkaufsverhalten

Haus der Tausend Teiche Warthaer Dorfstraße 29 D/2-3 02694 Malschwitz OT Wartha Tel. +49 35932 36560 kontakt@haus-der-tausend-teiche.de www.haus-der-tausend-teiche.de geöffnet: vom 1.2.-30.12.2017, Di.-So. 9 bis 17 Uhr (Montag Ruhetag, Oster- und Pfingstmontag sowie am 1. Mai geöffnet) Lesen Sie auch die Seiten 4ff!

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Überraschende Einblicke in der Ausstellung


Schwarzkollm

Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft

Verlauf Krabat-Radweg Wittichenau Zeissholz Groß Särchen

Weissig

Kotten

Wartha Commerau

Ralbitz Deutschbaselitz

Königswartha

Eutrich Niesendorf

Rosenthal

Kamenz

Nebelschütz Räckelwitz

An einem der unzählig vielen Teiche Halt machen, schauen und lauschen, wer da trällert, quakt oder pfeift… Panschwitz-Kuckau

Crostwitz

Von Sorben und Sagen Auf dem KRABAT-Radweg durch das faszinierende „Land der tausend Teiche“ Wir sind unterwegs auf dem KRABAT-Radweg mitten im Siedlungsgebiet der Lausitzer Sorben. Er führt auf 90 Kilometern Länge durch die Heideund Teichlandschaft. Wegweiser und Schilder sind zweisprachig. Mancherorts wird man die Sorbische Sprache auch hören können, denn entlang des Radweges durchreist man viele Orte, in denen Sorbisch die Muttersprache ihrer Bewohner ist. Bei einem Rundgang durch den im englischen Stil angelegten Königswarthaer Schlosspark gibt uns Claudia Maria Steglich von der Touristischen Gebietsgemeinschaft Tipps und eine Radwanderkarte für unsere bevorstehende Tour. Gut informiert starten wir nun und radeln vorbei an Niesendorf mit seinem lauschigen Waldbad nach Eutrich – dort wurde der Sage nach Krabat als Sohn eines Hirten geboren. Ein kleiner Zwischenstopp am Friedhof in Ralbitz beeindruckt uns sehr. Als Symbol für die Gleichheit vor Gott stehen dort an jedem Grab weiße Holzkreuze. Bei einem Abstecher nach Rosenthal besuchen wir die Wallfahrtsstätte mit der barocken Kirche und dem Marienquell. Die große Wiese mit Altar unter freiem Himmel ist mehrmals im Jahr Ziel für katholische Christen zu verschiedenen Wallfahrten. Als schmuckes Dorf hinterlässt Crostwitz bei uns Eindruck. Aller zwei Jahre öffnen sich

dort festlich geschmückte Bauernhöfe zu Musik, Tanz und kulinarischen Genüssen: beim Internationalen Folklore-Festival „Łužica/Lausitz“. Am 24. und 25. Juni 2017 präsentieren sich in diesem Jahr wieder 10 Ensembles aus aller Welt.

Radelstopp, Besuch in der Schaukäserei in Kotten Das Kloster St. Marienstern ist der Blickfang in Panschwitz-Kuckau. Ein Stopp lohnt sich dort nicht nur wegen des Ernährungs- und Kräuterzentrums im Umwelt- und Lehrgarten. In Kamenz angekommen, können wir Lessings Spuren folgen. Ab Deutschbaselitz führt der Kurs dann wieder oft am Wasser entlang. Natürlich auch zur sagenumwobenen „Schwarzen Mühle“, wo Krabat als Mül-

lerbursche das Zauberhandwerk erlernte. Auf dem Mühlenhof in Schwarzkollm lässt sich die Atmosphäre durchaus nachvollziehen. Auf dem Marktplatz in Wittichenau weisen Figuren der Krabat-Stele auf Episoden der sorbischen Sage hin. In der katholischen Pfarrkirche finden wir das Grab des Volkshelden Johann von Schadowitz. Er ist das historische Vorbild für Krabat, dem ab September 2017 eine Ausstellung im Sorbischen Museum Bautzen gewidmet ist. Köstlichkeiten erwarten uns in der KRABATMilchwelt in Kotten. Dort können Besucher Milch, Käse und andere regionale Leckereien nicht nur kaufen und probieren, sondern auch ihre Herstellung in der gläsernen Produktion erleben. KRABATs Neues Vorwerk in Groß Särchen ist ein neues Touristen- und Begegnungszentrum und wir informieren uns dort über die Region und die guten Taten des Zauberers der Sorben. Auf dem Rückweg nach Königswartha erinnern wir uns an den Tipp von Claudia Maria Steglich und besuchen kurz vor dem Ziel auch noch den Totholzpark im Biotopverbund Caminau. Er kann täglich von 8 bis 20 Uhr zu Fuß oder per Rad besichtigt werden. Auch ein Ausflug mit Kindern zum dortigen Spielplatz ist auf jeden Fall lohnenswert. Tipp zur Tourenplanung: E www.radwandern-oberlausitz.de/radwege/ krabat-radweg.asp und App auf S. 31

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Lesen Sie auch die Seiten 70, 71 und 79.

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Radler in Ralbitz. Das rechte Bild zeigt ein Mädchen in sorbischer Festtracht

Mehr Informationen über Gastgeber vor Ort erhalten Sie bei der Touristischen Gebietsgemeinschaft Heide und Teiche im Bautzener Land e.V. Gutsstraße 4c, 02699 Königswartha C/2 Tel. +49 35931 21220 info@oberlausitz-heide.de www.oberlausitz-heide.de


Westlausitz

Vielfalt ist Trumpf Mit dem Skilift hinauf und auf dem eigenen Mountainbike ins Tal sausen: So etwas geht nicht nur in den Alpen, sondern neuerdings auch in der schönen Westlausitz. Im neuen Black Mountain BikePark am 413 m hohen Schwarzenberg in Elstra, um genau zu sein. Wo im Winter Ski fahren angesagt ist, tummeln sich in der warmen Jahreszeit Mountainbiker am Nordosthang des Schwarzenbergs. Insgesamt vier Abfahrten wurden hier im vergangenen Jahr geschaffen. Zur Auswahl stehen Streckenprofile wie „rough & fast“, „flow & style“, „flowig & smooth“. Aber nicht nur Profis und erfahrene Biker können die Strecken nutzen, eine Strecke eignet sich auch für größere Kinder und Einsteiger. Die ganze Vielfalt der Westlausitz erleben Ausflügler auf vier thematischen Radrunden. Hier gibt es so viel zu entdecken: verwunschene Schlösser, die älteste noch produzierende Töpferei Deutschlands in Pulsnitz, Wallrodaer Kunstblumen, die u. a. Hüte der Queen oder Kopfbedeckungen anderer Promis im englischen Königshaus schmücken, und einen der kleinsten Tierparks Sachsens, Der Black Mountain BikePark – ein abwechslungsreiches Eldorado für Mountainbike-Begeisterte den Tier- und Kulturpark in Bischofswerda. Der zeigt und können mit GPS-Empbezaubernde Landstrich birgt etliche Überrafänger gesucht werden. Bislang schungen. gibt es in der Westlausitz zwei Eine der spannendsten Radsolcher Geocaching-Routen zum strecken ist die Produktroute, die Thema „Geschichte der Westlauan ca. 16 Stationen zum Thema sitz“. Beide sind als Rundkurse für Handwerk vorbeiführt. Auf der 62Radfahrer konzipiert und haben eiKilometer-Distanz können Gäste ne Gesamtstrecke von jeweils ca. 35 u. a. filigrane Holzkunst, Blaudruckbis 40 km. Weitere Caches zu verarbeiten und natürlich Pfefferkuschiedenen Themen sollen 2017 entchenwerkstatt und Pfefferküchlereiwickelt werden. en in Pulsnitz bestaunen. Die 56 KiSelbstverständlich kommen in der lometer lange Kulturroute führt wieWestlausitz nicht nur Radler auf ihre derum an historischen Schlössern, Kosten. Wanderer können hier ihre StieParks, Gärten und Museen vorbei. So fel oder Sportschuhe schnüren und in der am Barockschloss Rammenau oder Massenei, der Luchsenburg und im Karsam verwunschenen Seifersdorfer Tal, einem der frühesten LandschaftsgärEine ganz andere Art, die Gegend zu ent- wald die Natur genießen. Paddler gleiten fast lautten Deutschlands. Die 73 Kilometer lange Natur- decken, ist Geocaching, eine Art elektronische los auf der Wesenitz zwischen Bischofswerda und erlebnisroute ist faszinierend und anspruchsvoll Schatzsuche. „Caches“ (Verstecke) werden an- dem Schlosspark Großharthau entlang. Naherhozugleich. Durch eine reizvolle Landschaft geht es hand geographischer Koordinaten im Internet ge- lung auf diesem schönen Fleckchen Erde zwischen Dresden und Bautzen verspricht nicht nur hinauf auf Butterberg, Steinberg und Schwedenintakte Natur und freundliche Gastgeber, sondern stein, die höchsten Berge der Westlausitz. Fantastiauch eine touristische Vielfalt, die viele hier nicht sche Panoramablicke entschädigen für kleine erwarten würden. Mühen. Die überregionale Röderradroute startet Erfahren Sie mehr auf den folgenden Seiten! an der Quelle der Großen Röder in Röderbrunn (Gemeinde Rammenau). Sie verläuft über Großröhrsdorf, Radeberg und Großenhain bis nach Brandenburg. Diese schöne Tour ist unser Ferienmagazin-Geheimtipp für Genießer! Die Erlebnis-Radtour durch die Westlausitz, die jedes Touristische Gebietsgemeinschaft Westlausitz e.V. Jahr im Sommer zu einem anderen Thema stattc/o Stadtverwaltung Bischofswerda findet, findet immer wieder große Resonanz bei Altmarkt 1, 01877 Bischofswerda Tel. +49 3528 41961039, www.westlausitz.de Radlern. Geocaching – Start zur digitalen Schatzsuche

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Wilde Abfahrten und Radtouren für Genießer – wie die Westlausitz Gäste überrascht


Großröhrsdorf

Westlausitz

Ratternde Webstühle und kühles Nass Erst die Geschichte der Bandweberei erleben, dann im Massenei-Bad relaxen Diesel-Duft liegt in der Luft. Dazu weht Holz-, Färbemittel- und Ölgeruch um die Nase: Im Technischen Museum der Bandweberei Großröhrsdorf reicht die Bandbreite der Ausstellung vom einfachen Handwebstuhl von 1680 bis zum modernen Webautomaten. Die meisten Unikate funktionieren auch noch. Das kommt einem Wunder gleich, bedenkt man, dass die Exponate oft Jahrhunderte alt sind. Ehrenamtler haben sie flott gemacht. „Diese Mitstreiter unseres Fördervereins sind gelernte Bandweber und sogar Webmeister“, erklärt uns Museumsmitarbeiter Gunter Tille. 34 Bandwebereien gab es in der Region einmal – ganze vier blieben übrig. Das Museum, ab 1910 eine Bandweberei, erinnert an diesen einst wichtigen Industriezweig. Die Schau in Großröhrsdorf gilt als europaweit einzigartig! Neueste Errungenschaft ist ein Dieselmotor der Marke „Christoph & Unmack“, 1934 im Motorenwerk Niesky hergestellt. Einst kam er auch in kleineren Handwerksbetrieben zum Einsatz und erzeugte Strom. Großen Wartungsbedarf gebe es nicht. Der „Christoph“ könne problemlos einen ganzen Tag lang laufen. Dann wirft Museumsmitarbeiter Reno Pusch einen Schubstuhl von 1750 an. Der Lärm ist ohren-

Anschaulich wird die Bandweberei vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart dargestellt betäubend. Wie hielten das Arbeiter früher nur aus? Unvorstellbar. Die Großröhrsdorfer Produktionspalette war breit: Hosenträger, Treibriemen, Militärgurte und Autosicherheitsgurte, die von hier aus in die ganze Welt gingen. Kein Wunder, dass das Publikum mittlerweile international ist: „Wir hatten schon Gäste aus New York, Dänemark und Schweden“, so Gunter Tille stolz. Ein kleiner Gast entdeckt gerade eine Rarität: Fabrikanten-

spielzeug für Kinder früherer Weberei-Chefs, zum Beispiel Dampfmaschinen im Miniformat… Nach so viel Technik und aufregender Handwerkshistorie lockt die Abkühlung im MasseneiBad quasi um die Ecke. Das Freibad im MasseneiWald zählt zu den schönsten Sachsens. Auf rund 60.000 Quadratmetern (!) ist viel Platz und es gibt tolle Attraktionen: beispielsweise den Strömungskanal, die 50-Meter-Wettkampfbahnen mit angeschlossener Sprunggrube und Sprungturm (1-, 3und 5-Meter). Zwei Mega-Rutschen führen 61 und 66 Meter kurvenreich hinab. „Wer’s ruhiger mag, nutzt lieber die Breitrutsche“, so Bademeister Mario Gneuß. Die großzügigen Liegewiesen, der Kinderspielplatz und der separate Mutter-Kind-Bereich mit Wickelraum und sanitären Anlagen empfehlen das Massenei-Bad gerade auch für junge Familien. Die ersten Schwimmversuche wagen Kinder im separaten Planschbecken und im Nichtschwimmerbecken. Besonders attraktiv erscheinen die Wasser speiende „Pusteblume“ aus Edelstahl und Wasserfontänen. Pilze schießen hier nicht aus dem Boden, sondern aus dem Becken. Gemeint sind Pilzskulpturen, die in Intervallen kühles Nass von oben spenden. Ob Weberei oder Bad in der Massenei: Ein Besuch in Großröhrsdorf lohnt sich immer! Tipps: E kostenlose Parkplätze E Heimatmuseum im Umgebindehaus E Sagenpfad durch den Massenei-Wald (7,6 km)

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Technisches Museum der Bandweberei Schulstraße 2, 01900 Großröhrsdorf Tel. +49 35952 48247 bandweberei-museum@stadt-grossroehrsdorf.de www.grossroehrsdorf.de Geöffnet: Di.-Do. 14-18 Uhr; 1. So. im Monat 1417 Uhr; 3. So. im Monat 14-17 Uhr. Nach Anm. auch außerhalb dieser Zeiten Führungen mögl.

Reno Pusch führt Feriengästen vor, wie ein Band gewebt wird. Die waren gefragt: Schmuckbänder, starke Bänder zum Festzurren oder Socken- und Strumpfhalter sowie Hosenträger

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Massenei-Bad Großröhrsdorf Stolpener Straße 100, 01900 Großröhrsdorf B/3 Tel. +49 35952 329-25/26 www.massenei-bad.de Öffnungszeiten: Mai bis September: 9-20 Uhr


Rammenau

Westlausitz

Preisgekrönter Fichte-Geburtsort Rammenau fasziniert mit barocker Schlossanlage und schmuckem Ortskern Am Schloss Rammenau fährt eine Kutsche mit vornehmem Besuch aus Dresden vor. Der Gutsverwalter empfängt die Herrschaften, umgeben von einer Menschenmenge, die vor der Pforte wartet. Die illustre Gesellschaft geht zum Meierhof, wo das Gesinde mit allerlei Arbeiten beschäftigt ist: Wäsche waschen, Sense dengeln, Mais für die Küche vorbereiten. Den Weg beleuchten brennende Holzscheite in Eisengestellen. So beginnt eine Nachtführung auf Schloss Rammenau. Vor dem Rundgang durch Sachsens schönste Landbarockanlage dürfen sich die Besucher an langen Tafeln stärken: mit Kartoffeln, Quark, Salat und Napfkuchen zum Nachtisch. Im prunkvollen Spiegelsaal, der regelmäßig Kulisse für Konzerte ist, treffen die Gäste später auf festlich gekleidete Damen und Herren mit opulenten Perücken. Sie zeigen, wie man in der Zeit des Barocks bei Hofe grazil tanzte.

Die ehemalige Sommerresidenz – die schönste Landbarockanlage Sachsens

hin führt vom Schloss vorbei am Oberteich und am Alten Gefängnis. In dem kleinen Museum öffnet am 14. April die Ausstellung „Gedanken über das Leben: Johann Gottlieb Fichte und wir“. Bis Ende Oktober 2017 wird sie zu sehen sein. Seit nunmehr zehn Jahren empfängt die Alte Schmiede im schmucken Ortskern die Gäste von Rammenau. In dem sorgsam sanierten Umgebindehaus sind Touristinformation, Schauwerkstatt und ein Laden eingerichtet, wo es allerlei Oberlausitzer Produkte zu kaufen gibt. Die Gemeinde liegt auch an vier thematischen Radtouren, die durch die Westlausitz führen (siehe S. 73). Dazu

Termine: E 21. Mai: 20. Landpartie mit Schlossrundfahrt der Pferdegespanne E 21.-28. Mai: Hobbyschau der LEADER-Region Westlausitz im Barockschloss E 26. Mai: 6. Rammenauer FichteLauf E 26./27. August: Internationale Leinentage Gemeinde und Tourismusinformation Rammenau Hauptstraße 16, 01877 Rammenau B/3 Tel. +49 3594 703406, Fax 705981 info@rammenau.de www.rammenau.de Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH Barockschloss Rammenau Am Schloss 4, 01877 Rammenau Tel. +49 3594 703559, Fax 705983 rammenau@schloesserland-sachsen.de www.barockschloss-rammenau.com

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Die Nachtführung ist eine durchaus gefragte Veranstaltung im Rammenauer Jahresprogramm. Besucher hören dabei manch spannende Geschichte über die Historie des Schlosses und seine Bewohner. Im Pompejanischen Zimmer erleben sie, wie Ernst Ferdinand von Knoch mit dem Teufel „zockt“. Die Szene erinnert an den Pakt, den der Erbauer des Schlosses mit Luzifer geschlossen haben soll. Als von Knoch in Geldnot geriet und 1744 aus Rammenau verschwand, hieß es, der Teufel habe ihn geholt. Eine kleine Gedenkstätte im Barockschloss ist dem berühmtesten Sohn des Ortes gewidmet. Johann Gottlieb Fichte (Bild oben), einer der wichtigsten Philosophen des 18./19. Jahrhunderts, kam 1762 in Rammenau zur Welt. Auch im Ort steht ein Denkmal des großen Denkers. Der Weg dort-

gehören eine Kultur- und eine Naturerlebnisroute. 2016 erhielt Rammenau den Europäischen Dorferneuerungspreis für besondere Leistungen in der Dorfentwicklung. Die fast ausschließlich landwirtschaftlich geprägte Gemeinde habe sich zu einem attraktiven Wohn- und Wirtschaftsstandort gewandelt, hob die Jury hervor. Gelobt wurde unter anderem das ganzheitliche touristische Entwicklungskonzept, auch im Sinne von mehr Lebensqualität für die Einwohner. „Die Gemeinde darf als Beispiel dafür genannt werden, dass Kooperationen und ein gesellschaftliches Miteinander für ein Dorf von essenzieller Bedeutung sein können“, hieß es in der Begründung.

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Bischofswerda • Kleinröhrsdorf

Westlausitz

Hinterhof-Party & Handwerkermarkt Bischofswerda feiert den 790. Geburtstag und lädt zum Festwochenende vom 9. bis 10. September ein Mit zahlreichen und vielseitigen Veranstaltungen während des gesamten Jubiläumsjahres begehen sie diesen Stadtgeburtstag. Den Höhepunkt der Feierlichkeiten bildet das Festwochenende vom 9. bis 10. September 2017 mit großem Festumzug, Hinterhof-Partys und Handwerkermarkt. Besuchen auch Sie eine der zahlreichen Veranstaltungen!

Traditionelles Handwerk und eine sanfte Hügellandschaft, die ideal für Wanderer und Radfahrer geeignet ist, prägen Bischofswerda und seine Umgebung. Echte Hingucker wie das klassizistische Rathaus, der ehemalige Bischofssitz und der historische Altstadtkern sprechen Geschichte und nehmen einen mit in die 790-jährige Vergangenheit der charmanten Kleinstadt.

790 Jahre – diesen stolzen Geburtstag feiert die Stadt Bischofswerda im Jahr 2017. Das Jubiläum geht zurück auf die erste urkundliche Erwähnung der Stadt Bischofswerda im Jahr 1227. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, den Vereinen und allen, die das Leben in Bischofswerda gestalten und ausmachen, möchten die „Schiebocker” ihre Stadt gebührend feiern.

Tipps und Termine: E Der Tier- und Kulturpark lädt zu einem tierischen Erlebnis für die ganze Familie ein. Dort tummeln sich mehr als 60 verschiedene Tierarten, allen voran die Nasenbären sowie Braunbär Balu und Grizzly-Bärin Jane. E 9. bis 11. Juni: Schiebocker Tage E 11. bis 25. Juni: 25. Karl-May-Spiele E 13. August: 60 Jahre Tierpark, Familienfest E 9./10. September: Festumzug, Herbstmarkt und Tag der offenen Hinterhöfe Mehr Infos: www.bischofswerda.de/790-jahre Stadt Bischofswerda Bürger- und Tourismusservice Altmarkt 1, 01877 Bischofswerda B/4 Tel. +49 3594 786-140 touristinfo@bischofswerda.de www.bischofswerda.de

Wohlfühlort mit Charme Die LuxOase zählt zu den besten Campingplätzen Europas! as!

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Kinder spielen Fangen. Mama und Papa aalen sich in der Sonne. Einige schlendern gemütlich zum See. Andere starten Radausflüge in die herrliche Umgebung. In der LuxOase am schönen Stausee Wallroda geht’s entspannt zu. Der Campingplatz zählt zu den gefragtesten Europas. Ruhe

und Animation sind da kein Widerspruch. Hier kommt sich keiner in die Quere. Quere Zu den Annehmlichkeiten des Fünf-Sterne-Resorts gehören Wellness, Pool und Massagen. Den Indoorspielplatz mit zweistöckiger Kletterburg und Rutschen nehmen Kinder sogar bei Sommer-

Indoorspielplatz (l.), Seifenblasendampfer (o.)

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Pulsnitz • Kleinröhrsdorf

Westlausitz

Stadt der Pfefferkuchen In der Schauwerkstatt die Atmosphäre einer Pfefferküchlerei um 1900 erleben Pfefferkuchen für die Verkostung direkt von den Pfefferküchlern.

Wo gibt es das noch einmal: frische Pfefferkuchen das ganze Jahr über? Eigentlich nur in Pulsnitz. Hier sind noch acht Handwerksbetriebe und eine Lebkuchen GmbH Monat für Monat dabei, das schmackhafte Gebäck aus langgelagertem Honig- und Sirupteig herzustellen. Hochsaison ist natürlich ab September bis zum Weihnachtsfest. Gemeinsam präsentieren sich dann alle zum Pfefferkuchenmarkt. Durch die überlieferten traditionellen Familienrezepte gibt es feine geschmackliche Unterschiede bei den beliebten gefüllten oder ungefüllten Spitzen, Pflastersteinen oder Makronen und natürlich den speziellen Hausmarken. Bereits auf das Jahr 1558 geht die Tradition der Pulsnitzer Pfefferküchler zurück. Damals erhielten die Bäcker des Ortes das Privileg, neben Brot auch Pfefferkuchen backen zu dürfen. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts spezialisierten sich einige Bäcker und stellten nur noch Pfefferkuchen her. Damit begründeten sie den Ruf als Pfefferkuchenstadt Pulsnitz. Mehr darüber ist im Museum „PfefferkuchenSchauwerkstatt” im Haus des Gastes am Markt zu erfahren. Es vermittelt die Atmosphäre einer Pfefferküchlerei um 1900 mit Maschinenbetrieb und

Handausstattung. In der Backstube können Besucher nach Voranmeldung selbst Pfefferkuchen backen: den von den Pfefferküchlern vorbereiteten Teig ausrollen, mit unterschiedlichen Formen ausstechen und nach dem Backen nach eigener Fantasie garnieren. Auch Verkostungen sind bei Voranmeldung möglich. Das Museum bezieht die

Wellnessbereich mit kleinem Schwimmbecken

hitze in Beschlag. Abends versammeln sich die lieben Kleinen mit Vergnügen am originellen „Waschtisch-Dampfer“. Wenn der Seifenblasen „spuckt“, macht sogar Zähneputzen Spaß. Familien schätzen das umfangreiche Animationsprogramm mit Spielnachmittagen, Fußball-Golf und Nachtwanderungen (inklusive Gespenstern). Die örtliche Feuerwehr kommt manchmal zu Löschübungen, die Polizei demonstriert, wie sie Gaunern auf die Schliche kommt. So stellen sich Kids Abenteuerurlaub vor! Langweilig wird’s hier jedenfalls nie. Dabei hat die Idylle am See gerade mal 240 Stellplätze. „Das gefällt uns ja: Alles ist überschaubar und hat Komfort. Die Themen Freizeit und Aktivität werden dennoch groß geschrieben“, lobt eine Thüringerin das Urlaubsparadies, das schon mehrfach Auszeichnungen für Familienfreundlichkeit und hohe Standards einheimste. Was uns bei Besuchen in der LuxOase immer wieder auffiel, sind die überaus freundlichen Mitarbeiter. Ein „Das geht nicht.“ hörten wir noch nie. Man ist nah am Gast dran und erfüllt mit Empathie möglichst jeden Wunsch. Da machen übrigens die Chefs der Anlage, Dagmar und Thomas Lux, keine Ausnahme. Man kann das sympathische Paar an der Rezeption, aber auch beim Reinigen im Wellnessbereich antreffen.

Herausgepickt: ETöpferei und Blaudruck gehören ebenso zu den Handwerkstraditionen in Pulsnitz. Im Stadtmuseum können sich Besucher informieren und Textildruck ausprobieren. Lesen Sie mehr zum Handwerk auf Seite 27!

Pulsnitz-Information Haus des Gastes, Am Markt 3, 01896 Pulsnitz Tel. +49 35955 44246 B/3 info@kultur-tourismus-pulsnitz.de www.kultur-tourismus-pulsnitz.de

Zum Schluss laufen uns noch Gäste über den Weg, die gerade mit dem Bus aus Prag wiederkommen. Die Touren nach Dresden und in die Radeberger Brauerei – Startplatz LuxOase – sind sehr gefragt. 2017 feiert die beliebte Anlage 20jähriges Bestehen. Herzlichen Glückwunsch! Tipps: E 4 komfortable Ferienwohnungen und -zimmer E abwechslungsreiche Restaurant-Speisekarte E Stadtrundfahrten nach Dresden & weitere Busausflüge direkt vom Platz E Baden, Minigolf, umfangreiche Spiel- & Sportanlagen und Indoorspielplatz E Für Vierbeiner: Hundeagilityplatz, Hundesitter und Hundedusche

Camping- und Freizeitpark LuxOase Arnsdorfer Straße 1, 01900 Kleinröhrsdorf B/4 Tel. +49 35952 56666 info@luxoase.de www.luxoase.de

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Lena und Maxi in der Pfefferkuchenwerkstatt

Tipps und Termine: E Schlosspark E Die Ostsächsische Kunsthalle und Galerie im Geburtshaus Ernst Rietschels (bedeutendster Bildhauer des 19. Jahrhunderts) mit wechselnden Ausstellungen E Barockschloss mit Park in Oberlichtenau (Privatbesitz, öffentliche Konzerte), nebenan Bibelgarten E Wander- und Radwandertouren, z. B. zum Keulenberg (413 m) E 12. bis 15. Mai: 23. Stadtfest E 3. bis 5. November: 15. Pfefferkuchenmarkt E 1. bis 3. Dezember: 54. Nikolausfest


Dresdner Heidebogen

Der Park in Bischheim, ein „Sächsischer Parktraum“, im 18. Jahrhundert im Rokoko-Stil entstanden

Nordic-Walking am Keulenberg

Eine Landschaft wie im Märchen Von „Aschenbrödel“ bis Ausflugsrevier – wie der Dresdner Heidebogen Gäste fasziniert Das verliebte Aschenbrödel und ihr Prinz. Dazu die berittene Schutzgarde des Königssohns vorm wildromantischen Schloss. Das alles gibt’s doch eigentlich nur im Märchen – und hier. Denn der Filmklassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ wurde am Schloss Moritzburg gedreht. Eine Winterausstellung erinnert auch in diesem Jahr wieder an den Kultstreifen von 1973. Millionen Märchenfans ließen sich nicht nur von Aschenbrödel, sondern auch vom Schloss und der Landschaft ringsum verzaubern. Der Landstrich liegt am Dresdner Heidebogen, zwischen der sächsischen Landeshauptstadt und der Ruhlander Heide. Grünes Herz des Heidebogens ist die Königsbrücker Heide. Besucher können hier seit Jahrzehnten beobachten, wie sich Wildnis einen früheren Truppenübungsplatz zurückerobert. Ein echtes Naturschauspiel. Im gefragten Freizeitrevier existieren schon heute um die 800 Kilometer ausgeschilderte Wege für Touristen. Beliebte Radpfade sind die „Schönteichtour“ sowie der „Rundweg Königsbrücker Heide“. Wer gern wandert, ist am Keulenberg richtig. Dort gibt es den größten Nordic-Walking & Fitnesspark Sachsens. Familien mit Kindern stehen auf „Biberpfad“ und „Turmpfad“ direkt im Naturschutzgebiet Königsbrücker Heide. Liebe und Zuneigung zu einer Region gehen bekanntlich auch durch den Magen. Lecker sind

Pulsnitzer Pfefferkuchenmarkt ein. Besondere Adventsstimmung kommt auf den Weihnachtsmärkten in Kamenz, Großenhain und Radeburg auf.

Radler vor dem Schloss Moritzburg die weltberühmte Dresdner Eierschecke, sächsischer Wein, regionale Wurstwaren und Fisch aus heimischen Gewässern. In Hofläden, etwa in Thiendorf, Großenhain, Bärnsdorf, in der Besenwirtschaft Niederau sowie bei den Teichwirten von Moritzburg bis Schwepnitz, wird der Gast ebenso fündig, wie bei Striezel-Bäckern, Pulsnitzer Pfefferküchlern oder den Wildfleischern aus Welxande. Kennen Sie die „Original Kamenzer“? Die herzhaft leckere Alternative zu Bockwurst oder Wiener sollten Sie probieren! Natürlich wird im Dresdner Heidebogen auch gefeiert: Spontan fallen einem das Kamenzer Forstfest, der Schaf- und Wollmarkt in Reichenbach, das Fisch- und Waldfest Moritzburg oder der

Herausgepickt: E So nah bei Dresden ließen sich einst viele Höflinge und Bedienstete der sächsischen Fürsten und Könige nieder. So strahlen viele kulturelle, aber auch architektonische Einflüsse bis heute auf den Heidebogen aus. Über 20 Schloss- und Parkanlagen zwischen Kamenz und Moritzburg, zwischen Bischheim und Zabeltitz erstrahlen anno 2017 wieder in alter Pracht. Interessierte können sich in Museen, wie dem Museum der Westlausitz in Kamenz, im Museum Alte Lateinschule Großenhain oder im BibelLand Oberlichtenau informieren. Tipps: E alle Ausflugsmöglichkeiten der Region übersichtlich sortiert unter: www.heidebogen.eu/freizeit E fertige Ausflugspakete buchen unter: www.heidebogen.eu/angebot

Dresdner Heidebogen e.V. c/o Regionalmanagement August-Bebel-Straße 2, 01471 Radeburg A/3 Tel. +49 35208 34781 info@heidebogen.eu, www.heidebogen.eu

Safaris im Jeep führen ins Waldgebiet am Begeisterung Natur Tauerwiesenteich bei Förstgen und in die BergRangerfürmit Herzblut

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Auf seinen Führungen im Biosphärenreservat und anderen Landschaften der Oberlausitz weiht der ausgebildete Ranger und zertifizierte Waldpädagoge Gisbert Hiller Gäste in die Geheimnisse der faszinierenden Natur ein. Als ein Wolfs-Beauftragter begibt er sich mit Interessierten auf die Spuren der Wölfe – mit Vorträgen und bei Spurenexkursionen.

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bauregion. Tipp: Umweltbildungsangebote für Schulklassen und Senioren-Vereine/ Verbände und behindertengerechte Naturführungen. Ranger Gisbert Hiller Angebote für Gruppen ab 4 Personen Tel. +49 3591 44869, +49 170 1968072 oder info@oberlausitz-ranger.de www.oberlausitz-ranger.de


Kamenz

Schulweg durch das Klostertor Auf Lessings Spuren durch Kamenz mehr als 50 Jahre als Pastor wirkte und wo der berühmte Sohn auch getauft wurde. Die Tauffeier fand im Hotel „Goldener Hirsch” statt. Wer im ältesten Gasthof der Stadt einkehrt, kann sich ein Menü aus dem Rezeptbuch von Eva König, der Ehefrau des Dichters, servieren lassen.

Tipps und Termine 2017: E 21. Januar bis 3. März: Lessing-Tage E 7. Mai: Lausitzer Blütenlauf E 21. Juni: Fête de la Musique E 18. bis 24. August: Forstfest E 16. bis 17. Dezember: Advents-Spectaculum

Im Lessing-Museum

Die Lausitz von Anfang an Sieben Themenwelten erzählen die Geschichte der Lausitz – vom Ursprung unseres Planeten bis hinein in die Gegenwart. Die Besucher können auf ihrer Entdeckungsreise die Tierwelt der Lausitz kennenlernen, im Baumarkt der Geologie in den Steinen stöbern, sich auf dem Erdbebensimulator durchrütteln lassen oder über archäologische Grabungsfunde staunen. Anfassen ist oft ausdrücklich erlaubt – willkommen im FamiliAm Erdbebensimulator fängt der Boden an zu „schwimmen” enmuseum in Kamenz.

L Kamenz-Information Schulplatz 5, 01917 Kamenz B/3 Tel. +49 3578 379205 kamenzinformation@kamenz.de www.kamenz.de/tourismus L Klosterkirche und Sakralmuseum St. Annen (gleicher Eingang) L Lessing-Museum Lessing-Platz 1-3, 01917 Kamenz Tel. +49 3578 379111 kontakt@lessingmuseum.de www.lessingmuseum.de

Termine 2017: Sonderausstellungen E bis 28. Mai: „Von Bergkristall bis Smartphone“ E 16. Juni bis 12. November: „Die Kunst der Steinzeit” Extratipp für Ferienkinder: E 24. Juni bis 3. September: Mirakulum – Das Sommerrätsel für Ferienkinder im Elementarium Geheimtipp: E Führung durch die zoologische Präparationswerkstatt im Sammelsurium, Macherstraße 140 L ELEMENTARIUM – Museum der Westlausitz Pulsnitzer Straße 16, 01917 Kamenz B/3 Tel. +49 3578 78830 elementarium@museum-westlausitz.de www.museum-westlausitz-kamenz.de Di. bis So., feiertags 10-18 Uhr

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„Nathan der Weise“, „Emilia Galotti“ oder „Minna von Barnhelm“ - wer hat nicht schon einmal von einem dieser Bühnenstücke gehört, die aus der Feder von Gotthold Ephraim Lessing (1729 – 1781) stammen. In Kamenz erblickte der Dichter nicht nur das Licht der Welt. Dort verbrachte er auch seine Kindheit, bevor er 1741 an die Fürstenschule St. Afra nach Meißen ging. Besucher können sich bei einem Streifzug durch Kamenz selbst auf Lessings Spuren begeben. Ein Stadtplan mit Hinweisen für die Entdeckungsreise ist im Lessing-Museum und in der Kamenz-Information erhältlich. Der Rundgang beginnt am Lessing-Haus mit dem 1931 eröffneten Literaturmuseum. Seine Dauerausstellung gibt einen umfassenden Einblick in Leben und Werk des berühmtesten Sohnes der Stadt. Erste Bekanntschaft mit dem Theater machte Lessing in der Ratslateinschule neben der Klosterkirche. Sie steht heute als Sakralmuseum offen. Der Schulweg des Knaben führte durch das Klostertor. Das Ponickau-Haus war zu Lessings Zeit eines der höchsten Wohngebäude in der Stadt. Heute ist darin das Museum der Westlausitz mit seinem „Elementarium“ untergebracht. Am Malzhaus beobachtete Lessing, wie aus Gerste frisches Malz hergestellt wurde. An den Fleischbänken unweit des Rathauses erlebte er den wöchentlichen Fleischmarkt. Lessings Schwester Dorothea Salome gab in den alten Gewölben an der Kirchstraße 3 Handarbeitsunterricht. An das Geburtshaus des Dichters, das 1842 abbrannte, erinnert heute eine Gedenkstätte. Ganz in der Nähe davon steht die spätgotische Hallenkirche St. Marien, in der Lessings Vater

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Lausitzer Seenland

Auf zu neuen Ufern Im Lausitzer Seenland entsteht eine spektakuläre Wasserwelt Allein schon dieser Ausblick, Maria schaut mit großen Augen auf den halbvollen See: Wasser, schroffe Ufer, bizarre Sandinseln. Noch fehlen einige Meter, aber schon heute ist zu erahnen, was für ein beträchtlicher See das einmal werden wird. Anne steigt begeistert vom Fahrrad: „So was gibt’s wohl nur hier.“ Im Lausitzer Seenland. Inmitten der Lausitz wächst durch die Flutung ehemaliger Braunkohletagebaue eine spektakuläre Wasserwelt mit mehr als 20 neuen Seen heran. Die Geburtsstunde der größten von Menschenhand geschaffenen Wasserlandschaft Europas wird am besten mit dem Fahrrad erlebbar. Ein gut ausgebautes Wegenetz bietet ideale Voraussetzungen. Vom aktiven Tagebau bis zum vollendeten Berg-

bausee: Unterwegs auf der 50 Kilometer langen Radtour „Vom Bergmann zum Seemann“ lässt sich die Landschaft im Wandel in all ihren Facetten entdecken. Anne und Maria fahren vom Großräschener See in die bergbauliche Vergangenheit. Ungewohnte Perspektive: Tief zu ihren Füßen liegt der Tagebau in vielen Erdfarben offen. Die Blicke wandern über die Giganten aus Stahl. „Die sehen von hier oben ganz winzig aus“, sagt Maria. Beide rollen weiter über breite und flache Wege vorbei an neuen Seen, Landmarken und künftigen Kanälen. Zwei Stunden später stehen sie lächelnd am Senftenberger Stadthafen. Boote wiegen im Takt der Wellen, Mastengeklingel weht herüber. Am Senftenberger See ist die Zukunft schon ange-

kommen. Lange dauert es nicht, bis die Entscheidung fällt: „Jetzt ein Eis!“ Anne deutet auf das gerade anlegende Fahrgastschiff: „Morgen gehen wir an Bord.“ Diese und weitere Radtourenvorschläge sowie weitere Tipps für die aktive Erholung an und auf den neuen Seen gibt es unter www.lausitzerseenland.de. Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V. Galerie am Schloss, Steindamm 22 B/1 01968 Senftenberg Tel. +49 3573 7253000 info@lausitzerseenland.de www.lausitzerseenland.de

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„LeuchtTurm“ der Lausitz

Radler und Skater drehen am Uferweg ihre Runden. Auf dem Geierswalder See setzen Freizeitkapitäne die Segel in den Wind. Eine Bikertruppe genießt am Pier 1 im „Grill & Chill“ die fantastische Seesicht. Zur Landseite mampfen ein paar Kühe friedlich vor sich hin. Doch der eigentliche Hingucker ist das Hotel und Restaurant „Der LeuchtTurm“. Ein klein wenig Fischerdorf, ein Tick Sylt, ein Hauch von großer weiter Welt: Im gemütlichen Lokal kann man es auch länger aushalten. Wie ein Mix aus Hafenmuseum, Bar und Schiffsrestaurant. Ledercouch, nachgebaute alte Whisky-

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Kisten und ein Steuerrad an der Decke – dieser maritime Retro-Look hat was. Übertroffen wird das Ganze nur noch vom Panoramablick auf den Geierswalder See. „LeuchtTurm“-Chefin Heike Struthoff setzte die extravagante Idee um. „Ich sehe den LeuchtTurm auch als Symbol für das entstehende Lausitzer Seenland“, so die gebürtige Vogtländerin.

Sie möchte in Hotel und Restaurant eine stilvolle, aber legere Atmosphäre bieten. Einzigartig ist das dreietagige „TurmAtelier“. Zwei Gäste können hier 22 Meter überm Wasser übernachten. Traumhafte Sonnenuntergänge sind inklusive. Tipps: E Übernachtungen: Turmzimmer, Admiralssuite, 20 gemütliche Doppelzimmer und 4 Ferienwohnungen E Lokal „MehrSeen“ über 2 Etagen mit Seeterrasse E „Bootshaus“ für Feierlichkeiten und Seminare bis 100 Pers. E Küche bietet u. a. „LeuchtTurmBurger“, regionale und internationale Gerichte DerLeuchtTurm-Gastro GmbH Geierswalde, Windspitze 15, 02979 Elsterheide Tel. +49 35722 95000 B/1 ahoi@leuchtturm-lausitz.de www.leuchtturm-lausitz.de


Hoyerswerda

Lausitzer Seenland

Von Altstadt bis Zuse Cornelia Schnippa führt als „Reichsfürstin Teschen“ durch Hoyerswerda Rotes Samtkleid, Dreispitz, Fächer und Pompadour-Täschchen: Reichsfürstin Ursula Katharina von Teschen (1680-1743) kommt sehr apart daher und ist eine echte Augenweide. Cornelia Schnippa schlüpft in Hoyerswerda regelmäßig in die Montur der ehemaligen Mätresse von August dem Starken. Die Stadtführerin erzählt Gästen über das aufregende Leben der Frau, die in 32 Jahren Regentschaft einst dafür sorgte, dass die Stadt regelrecht aufblühte. Cornelia Schnippa stammt aus Lieske und führt authentisch durch das historische Hoyerswerda – vorbei an der Johanniskirche, dem sorbischen Trachtenhaus Jatzwauk und der Fleischerei Sinapius, wo eine beeindruckende Ahnentafel die Geschäftsgründung im Jahre 1714 ausweist. Das ist durchaus auch ein Verdienst von Reichsfürstin Teschen, die Handel und Handwerk seinerzeit stark förderte. Sie ließ dazu ihre Beziehungen nach Dresden spielen. So verdienten mehr als 100 der rund 800 Einwohner in dieser Zeit ihr Brot als Schuster. Sie lieferten Schuhe an den Dresdner Hof. August der Starke hatte Ursula von Teschen Cornelia Schnippa alias „Reichsfürstin Teschen“ die Herrschaft Hoyerswerda überlassen, nachdem Auch über die jüngere Historie von Hoyerswerer die Gräfin Cosel zu seiner Geliebten gemacht hatte. Die Liaison zwischen der aus Polen stam- da weiß Cornelia Schnippa viel zu berichten. Der menden Ursula Katharina Lubomirska und dem Schriftstellerin Brigitte Reimann, die von 1960 bis sächsischen Kurfürsten begann 1697. 1705, ein 1968 in der Neustadt lebte, ist dort eine BegegJahr nach der Geburt des gemeinsamen Sohnes, nungsstätte gewidmet. Das ZCOM Zuse-Computer-Museum erinnert an Konrad Zuse (1910endete das Verhältnis. Anders als später die schwer in Ungnade gefal- 1995), der 1941 den ersten vollautomatischen lene Cosel, fügte sich die Teschen in ihr Schicksal und frei programmierbaren Rechner der Welt erund wandte sich dem ihr zugesprochenen neuen fand. Aus einem breiten Veranstaltungsangebot dürBesitz in Hoyerswerda zu. Die Reichsfürstin ließ das Schloss umbauen. Der schlichte Renaissance- fen Besucher der Lausitzhalle im Herzen der Neubau erhielt damals ein barockes Eingangsgebäu- stadt auswählen. Am historischen Marktplatz ist de, ein Türmchen, acht Vordergiebel und einen das Bürgerzentrum „Braugasse 1“ zu finden, das Toilettentrakt – für damalige Verhältnisse revolu- viel Platz für Theater, Kleinkunst, Musik und kultutionär. Außerdem wies die Fürstin an, das kreisför- relle Bildung hat. In Knappenrode, einem von mige Schloss nach Süden hin zu öffnen und dort fünf Ortsteilen, steht die Energiefabrik, ein seeinen großen Garten anzulegen, der heute zum henswertes Bergbaumuseum. Und Schwarzkollm lockt mit der geheimnisvollen Krabat-Mühle. Zoo gehört.

Herausgepickt: „Lausitzleben“ Cornelia Schnippa, zertifizierte Stadt- und Seenlandführerin, offeriert Gästen Erlebnisführungen in sorbischer Alltagstracht (auch für Busreisende), tiergestützte Therapien und Wanderungen mit Alpakas, die Ausrichtung von Partys und Kindergeburtstagen sowie Lernerlebnistage auf ihrem Bauernhof. LAUSITZleben Cornelia Schnippa Elsterstraße 16,OT Tätzschwitz, 02979 Elsterheide Tel. +49 35722 37401, Mobil +49 157 850938 69 info@lausitzleben.de, www.lausitzleben.de B/1 Tipps und Termine: E 23. April bis 14. Mai: 52. Hoyerswerdaer Musikfesttage, Lausitzhalle & weitere Spielorte E 21. Juni bis 9. Juli: Krabatfestspiele in Schwarzkollm E 9. Juli: Straßentheaterfest, Altstadt E 8. bis 10. September: Stadtfest in der Lausitzhalle Mehr Informationen unter: E www.hoyerswerda.de E www.lausitzhalle.de E www.zuse-computer-museum.com E www.kufa-hoyerswerda.de E www.kunstverein-hoyerswerda.de E www.krabat-muehle.de

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Die Lange Straße, die unter Denkmalschutz stehende Handwerkergasse (l.), und das Schloss (r.)

Tourist-Information Hoyerswerda Braugasse 1, 02977 Hoyerswerda Tel. +49 3571 209 6170 B-C/2 hoyerswerda@lausitzerseenland.de www.hoyerswerda.de

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Lausitzer Seenland

„Bärwalde Beach“

Boxberg/OL. • Klein Partwitz

Boot fahren, radeln oder einfach nur faul sein – die große Vielfalt am Bärwalder See

Am Horizont die Ausläufer des Oberlausitzer Berglands. Doch direkt vor den Füßen die herrlich großen Sandstrände des Bärwalder Sees, in dem Sonnenstrahlen glitzern. Es ist das größte Gewässer Sachsens! Das ist ja wie Ostsee. Sand und Feeling können mit Binz & Co. mithalten. Doch in „Bärwalde Beach“ und Umgebung sind auch Surfen, Segeln und Bootstouren angesagt. Die Wege ringsum laden zum Radeln und Skaten ein. Allein die Route um den Bärwalder See misst schlappe 23 Kilometer und liegt direkt am Spreeradweg. Am Bärwalder See, noch bis 1992 Tagebaurevier, gibt es drei schöne Strände – mit Imbissangebot, sauberen Toiletten und ausreichend Parkplätzen. Rund 100 Boote liegen allein im Hafen

des Boxberger Ortsteils Klitten. Es gibt dort auch eine Marina, Segelschule, Kiosk und Sanitäreinrichtungen. Blickfang ist der Leuchtturm am Klittener Hafen. Der wurde nicht nur „fürs Auge“ gebaut, sondern hat eine Funktion: Mit Sturmwarnlampe und Richtfeuer kann er bei Bedarf die Hafeneinfahrt sichern. Und noch ein Besucher-Highlight sticht ins Auge: das „Bärwalder Ohr“, eine künstlich geformte Hügellandschaft – aus der Luft ähnelt sie einem Menschenohr und sie bietet traumhaften Ausblick. Im Sommer lädt ein Amphitheater in der Ohrmuschel zu Kulturveranstaltungen ein („Landschaftsbauwerk Ohr“). Ein weiteres Spektakel am See ist das Licht-Klang-Festival transNATURALE.

Das Seenland hautnah erleben Per Bus, Quad, Rad auf Tour oder im urigen Buschflugzeug!

Gäste mit Elektro-Pkw (E-Mobil) aufgepasst: Ab sofort können Sie Ihr Fahrzeug an der Ladesäule vor der Tourist-Info Bärwalder See mit Strom betanken! Tipps: E Campingplatz „Sternencamp am Bärwalder See“, Boxberg/O.L. und ein Campingplatz im Uferbereich Klitten E Der Bärwalder See verfügt über Textil-, FKK- und Hundestrände und zwei Surfstrände E Safari-Wildrevier mit Rehen, Hirschen, Lamas E Findlingspark (s. S. 8-9) Tourist-Info Bärwalder See (Apr.-Okt.) Zur Strandpromenade 1, 02943 Boxberg/OL D/2 Tel. +49 35774 489579 info@baerwalder-see.eu, www.baerwalder-see.eu

weise Bruder Andreas, der Mann für die Quadtouren. 15 Flitzer stehen in seinem Klein Partwitzer Fuhrpark. Dann geht’s auf große Seenland-Safari. Mit Tempo oder gemächlich – jeder wie er mag. Zu den neuen Gewässern zwischen Senftenberg, Hoyerswerda und Spremberg. Ob Bars, Bootsstege oder Strände. Man sieht das Lausitzer Seenland so mit anderen Augen. Einen grandiosen Blick bietet der „Rostige Nagel“, ein 30-MeterTurm am Sedlitzer See. Die Ausflüge können kürzer oder länger sein – ganz nach Kundenwunsch.

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Tipps: E Quad-Touren mit Übernachtung (zehn Holz-Ferienhäuser für bis zu 60 Pers.) E Touren auch im Winter und bei Regen E Wichtig: Wechselkleidung & Auto-Führerschein nicht vergessen! E Rundflüge auch mit Cessna (2 Personen)

Bus- und Bootstouren, Quad fahren und Städte-Touren. Oder darf es ein Rundflug im australischen Buschflugzeug sein? Das alles stellt Reiseexpertin Anja Ittmann auf die Beine, wenn sie Gästen ihre schöne Heimat zeigt. Wer zum ersten Mal ins Lausitzer Seenland kommt, ist oft überrascht, was es hier alles gibt. Tagebaue, die zu idyllischen Seen wurden, Wälder, stille Dörfer, quicklebendige Städtchen und verschlungene Radpfade, die mitten durchs Ausflugsparadies führen.

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„Ich zeig’ Gästen mein Zuhause, unverfälscht und authentisch“, bringt es Anja auf den Punkt. Die sympathische Sächsin bietet Besuchern dabei Ausflugsplanung aus einem Guss: Von vier Stunden bis vier Tage. Anja bastelt Ausflüglern (nach Wunsch und Budget) ein schickes und kurzweiliges Programm. Alles hat Hand und Fuß. „Wir bieten Rundum-Sorglos-Pakete“, erklärt uns Anja. Touristische Akteure hat die 31-Jährige alle an der Hand – einige gleich in der Familie. Beispiels-

Lausitzer Seenland Touren – Anja Ittmann Lindenallee 3, 02979 Elsterheide OT Klein Partwitz B/1 Mobil +49 174 206590 5 info@lausitzer-seenland-touren.de www.lausitzer-seenland-touren.de Quadcenter Klein Partwitz – Andreas Ittmann Lindenallee 3, 02979 Elsterheide OT Klein Partwitz B/1 Tel. +49 162 4067381 info@quadcenter-klein-partwitz.de www.quadcenter-klein-partwitz.de


Lausitzer NEISSELAND

Hornow

Alles für Schleckermäuler Im SchokoLadenLand aus einer Vielfalt an Produkten wählen oder eigene Schokofiguren gießen

In der Mitmach-Schauwerkstatt kann sich jeder bei einer Schoko-Malerei oder dem Gießen einer Hohlfigur als Chocolatier ausprobieren

Goedele Matthyssen und Peter Bienstman (im Bild oben) können stolz sein. Ihr SchokoLadenLand Felicitas erinnert ein wenig an Schokoladenmanufakturen in Belgien, der europäischen Hochburg in Sachen Pralinen und Schokolade. In dem kleinen gemütlichen Kino läuft ein Film mit Hintergrundwissen zu Felicitas. Feinschmecker genießen im Café Torten, Patisserie und herzhafte Kleinigkeiten aus der hauseigenen Konditorei. Mit Streichelzoo, Holz-Spielplatz und Spielwiese wird der Besuch des SchokoLadenLandes auch für die Kleinsten zum Erlebnis.

Pralinenherstellung erfahren will, kann sich in die Geheimnisse der Chocolatierkunst einweihen lassen. Alle Produkte werden in liebevoller Handarbeit gefertigt. Dabei ist Fingerspitzengefühl gefragt, betont Goedele Matthyssen: „Um belgische Qualität zu erzielen, kommt es besonders auf das Verhältnis von Zucker und Kakaobutter und das richtige Temperieren an.“ Von Anfang an waren belgische Original-Rezepturen aus Antwerpen die Grundlage. Aber Goedele Matthyssen ist nicht nur Belgierin, sondern inzwischen auch in ihrer Wahlheimat voll angekommen: „Über die Jahre hinweg haben wir unsere Schokolade weiterentwickelt und dem Geschmack der Region angepasst.“ Der Verkaufsladen ist immer gut besucht. Hohlfiguren, Tafeln, Aufstrich, Pralinen, Trinkschokolade und Grußkarten aus Schokolade: alle von den kreativen Lausitzer Mitarbeitern in aufwändiger Handarbeit hergestellt, da fällt die Auswahl schwer.

Herausgepickt: E Mitmach-Schauwerkstatt E individuelle Schokoladengestaltung nach Wunsch in der Schauwerkstatt vor Ort E Pralinenseminare E Schokoladen-Workshops E Werksverkauf E SchokoKino E Felicitas-Café E hauseigene Konditorei und Eisproduktion E Kindergeburtstage, Schokomalerei E Auch für Tagungen, Firmen- oder Familienfeiern buchbar E Streichelzoo und Spielewiese

Confiserie Felicitas & SchokoLadenLand Hornow Schokoladenweg 1, 03130 Spremberg OT Hornow D/0 Tel. +49 35698 80555 49 info@confiserie-felicitas.de www.confiserie-felicitas.de Gruppenanfragen: event@confiserie-felicitas.de Öffnungszeiten, ganzjährig: Montag bis Samstag von 8 bis 18 Uhr, Sonntag von 14 bis 18 Uhr Nicht geöffnet an Brandenburger Feiertagen. Filialen: Dresden: Neumarkt 2 & Altmarkt-Galerie, Altmarkt 25; Potsdam: Gutenbergstraße 26

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Ein Hauch Nostalgie liegt in der Luft – und feiner Schokoladenduft. In der Confiserie „Felicitas” fühlt man sich wie in die Kindheit zurückversetzt und in ein süßes Schlaraffenland. Hohlkörper aus bester belgischer Schokolade sind in den schönen Holzregalen aufgereiht, stellen Sportler, Tiere oder Märchengestalten dar. Feinste Pralinen mit Nuss, Nugat oder Trüffel locken hinter Glas. Zum Reinbeißen und Dahinschmelzen! Diesen Gedanken hat wohl eine der freundlichen Verkäuferinnen erraten, jedem Gast des Ladens bietet sie kleine Schoko-Kostproben an. Und schon zergeht ein Stückchen auf der Zunge. „Ein Qualitätsmerkmal für handwerklich hergestellte Schokolade aus besten Zutaten”, erklärt Goedele Matthyssen das Geschmackserlebnis. Sie und ihr Ehemann Peter Bienstman stammen aus Belgien, das berühmt ist für seine ausgezeichnete Schokolade. Das Ehepaar erfüllte sich vor 25 Jahren einen Traum: die eigene Schokoladenfabrik nach belgischem Vorbild, und zwar im idyllischen HornowWadelsdorf! Zunächst erlernte Goedele Matthyssen das süße Handwerk bei dem renommierten Meisterchocolatier Goossens in Antwerpen. 1992 mietete das Ehepaar eine leerstehende LPG-Küche in Hornow und begann auf 35 Quadratmetern mit der Produktion. Nach und nach wuchs das Unternehmen auf mehr als 70 Mitarbeiter, Ladengeschäfte und die Hornower Schauwerkstatt SchokoLadenLand – sie ist ein einzigartiges Erlebnis. Wer selbst Schokoladenfiguren gießen, sich in der Schokomalerei ausprobieren oder etwas über


Lausitzer NEISSELAND

Entspannt und aktiv

Drei Landschaften tragen in der Oberlausitz einen Unesco-Titel (s. S. 6-7), sie befinden sich alle im NEISSELAND. Das sagt schon viel über das Feriengebiet aus. Die Neiße als deutsch-polnischer Grenzfluss gab diesem östlichsten Teil der Oberlausitz den Namen. Zwischen Weißwasser und Görlitz können Gäste zahlreiche Sehenswürdigkeiten ansteuern und einmalige Kultur erleben, wie etwa im Fürst-Pückler-Park Bad Muskau. Im NEISSELAND lässt sich die Zeit entspannt und aktiv verbringen. So an oder auf dem Wasser bei einer Bootstour auf der Neiße, beim Wakeboarden auf der Wake & Beach Anlage am Halbendorfer See, beim Surfen auf dem Bärwalder See oder bei Spaziergängen am Quitzdorfer See und beim Baden im Berzdorfer See. Ein ausgedehntes und gut beschildertes Streckennetz hält für Radfahrer viel Abwechslung bereit (s. Seite 31). Durchs NEISSELAND führen der

Vielfalt für Familien, Radler, Wanderer, Wasser- und Naturfreunde ist garantiert Frosch- und der Oder-Neiße-Radweg, ein bundesweit beliebter Fernradweg entlang der deutsch-polnischen Grenze. Wer zur heimischen Neisseland-Tour im Freizeit- und Campingpark Trähna startet, lernt unterwegs das NEISSELAND mit all seinen Facetten und freundlichen Gastgebern kennen. Ein Erlebnis versprechen die Tour auf dem Wolfsradweg mit Besuch im Erlichthof Rietschen oder ein Abstecher zu Europas einmaligem Findlingspark in Nochten. Der gehört zu den wunderschönen Park- und Gartenanlagen, die sich für Spaziergänge und Wanderungen anbieten – genauso wie der Fürst-Pückler-Park, die Schlossparkanlage in Krobnitz oder der Kromlauer Park.

Sehr beliebt zum Klettern und Kraxeln sind die Königshainer Berge. Und geheimnisvolle Labyrinthe, unterirdische Gänge, Höhenpfade und abenteuerliche Spielmöglichkeiten finden Gäste auf der Kulturinsel Einsiedel. Familien fühlen sich auch im Kinder-Spiel-Land Görlitz, im Naturschutz-Tierpark Görlitz, im Badeparadies der Erlebniswelt Krauschwitz sowie bei einer Fahrt mit der Waldeisenbahn Muskau wohl. Lesen Sie mehr auf der Umschlagseite 2, den Seiten 4ff., 8ff, 30ff. und auf den folgenden Seiten! Touristische Gebietsgemeinschaft NEISSELAND e.V. Elisabethstraße 40, 02826 Görlitz E/3 Tel. +49 3581 3290121 info@neisseland.de, www.neisseland.de Ihre Gastgeber für Übernachtungen: L Kulturhotel Fürst Pückler Park**** (s. S. 7) L Parkstadthotel Schulstraße 45, 02953 Bad Muskau D/1 Tel. +49 35771 686-0, info@parkstadthotel.de www.Parkstadthotel.de www.Ferienhaus-Bad-Muskau.de

Tipp: E Dauerausstellung im Neuen Schloss (geöffnet vom 24.3.-31.10., tägl. 10-18 Uhr)

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Tourist-Information im Alten Schloss Bei der Bad Muskau Touristik GmbH mit Sitz im Alten Schloss (im Bild rechts) können sich Besucher über Kuren und Freizeitangebote, Boots& Kutschfahrten, Stadt- & Parkführungen, Ausflugsziele, Rad- & Wanderwege sowie Einkehr- & Übernachtungsmöglichkeiten informieren. Ebenso über Kulturveranstaltungen wie Theater, Kabarett, Konzerte oder Ausstellungen, in Einrichtungen der Stiftung „Fürst-Pückler-Park Bad Muskau”, der Stadtbibliothek, im Kulturhaus Lindenhof, in

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den beiden Kirchen oder im Kulturhotel Fürst Pückler Park. Bad Muskau Touristik GmbH Altes Schloss, Schlossstraße 6 02953 Bad Muskau Tel. +49 35771 50492, info@badmuskau.info D/1 www.badmuskau.info, www.badmuskau.de Geöffnet: Apr.-Okt.: Mo.-Fr. 9-18 Uhr & Sa./So./ Feiertag 10-17 Uhr, Nov.-März: Mo.-Fr. 9-16 Uhr

L Hotel & Gasthof „Am Schlossbrunnen“ Inh. Familie Wieczorek Köbelner Str. 68, 02953 Bad Muskau D/1 Tel. +49 35771 5230, hotel@schlossbrunnen.de www.schlossbrunnen.de


Bad Muskau • Weißwasser

Lausitzer NEISSELAND

Die Magie der „Bunten Seen“ Mit dem „Fossil der Bahngeschichte” eine zauberhafte Landschaft entdecken Zugführer höchstpersönlich. „Wir sind sozusagen ein Fossil der Bahngeschichte“, schmunzelt Bahnchef Heiko Lichnok. Fahrgäste sind nah dran am Geschehen und können auch mal einen zwanglosen Plausch mit dem Lokführer halten. Jeder der umgebauten Güterwaggons ist heute ein Unikat. Die Wagen sind auch für Kinderwagen und Rollstühle geeignet.

zeitgletschers, der einst Tone und Glassande an die Oberfläche drückte. Mineralien und organische Stoffe lassen das Wasser alter Tongruben bis heute in wechselnden Farben schimmern. Die Muskauer Waldeisenbahn fährt mitten durch dieses geheimnisvolle Revier des Faltenbo-

Große helle Zimmer, vorzügliche Küche und die Herzlichkeit der Gastgeber: Das Hotel Kristall in Weißwasser zählt seit Jahren zu den Top-Adressen der Oberlausitz! Wer einmal da war, kommt immer wieder. Service und Fürsorge des Hotelteams um Chefin Christina Piche und Junior-Chef Daniel Piche (im Bild) werden geschätzt. Der sympatische Sachse ist übrigens auch ein gefragter Hochzeitsplaner. Weit über 1.000 Hochzeitsgäste betreut er und sein Team jedes Jahr im Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau. Der

gens, das unter UNESCO-Schirmherrschaft steht. Insgesamt können Fahrgäste jedoch drei Landschaften auf drei Routen erleben: Eine führt zur Blütenpracht des Azaleen- und RhododendronParks in Kromlau, die zweite nach Bad Muskau in den Fürst-Pückler-Park, dem Gartenkunstwerk von Weltrang. Eine dritte ganz neue Strecke zum Aussichtsturm „Am Schweren Berg“. Vom Ausguck dort genießen Besucher fantastische Ausblicke. Die mehr als einstündige Fahrt ist auf der Länge von 11 Kilometern ein Abenteuer für sich. „Im offenen Waggon fahren wir Gäste sowohl am aktiven Tagebau Nochten als auch an Bergbaufolgelandschaften mit den ungewöhnlich schimmernden Teichen vorbei – einmal monatlich sowie nach Anmeldung für Gru ppen“, beschreibt Susann Lichnok von der Waldeisenbahn-Geschäftsstelle die Strecke. Die neue Tour wurde möglich, weil man die Gleise der „Ur-Strecke“ am Tagebau Nochten abtrug und neu verlegte. Einst diente das insgesamt 75 Kilometer lange Streckennetz ausschließlich dem Güterverkehr (siehe Info rechts). Zwar haben sich Zeiten und Zweck der Touren geändert, nicht aber die Technik alter Loks und Weichen. Hier wird noch per Hand gebremst. Die Schranken auf der Muskauer Strecke bedient der

Tipps: E Die Fahrpläne sind so konzipiert, dass man an einem Tag beide Strecken sowie Spaziergänge durch die Parks in Bad Muskau und Kromlau schafft. E Sonderfahrten, u. a. Mondscheinfahrten, sowie spezielle Touren für Kinder E Imbiss und Abenteuerspielplatz an der zentralen Abfahrt Teichstraße in Weißwasser Veranstaltungen: E14.-17. April: Osterdampf, Einweihung Tonbahn/Dampfzüge Kromlau E 5. Mai: Einweihung Bahnhof Bad Muskau E 3.-5. Juni: Pfingstdampf (Park- und Blütenfest in Kromlau) E16. Juni: Mondscheinfahrt für Kinder (Karten im VVK) E 1. September: Mondscheinfahrt für Romantiker (Karten im VVK) E 9./10. Dezember: Weihnachtsmannfahrten Waldeisenbahn Muskau GmbH Geschäftsstelle Jahnstraße 5, 02943 Weißwasser Zentrale Abfahrt Bhf. Weißwasser, Teichstraße D/1 Tel. +49 3576 207472 wem.gmbh@waldeisenbahn.de www.waldeisenbahn.de

Piches Kristall Hotelname bezieht sich übrigens auf die Historie Weißwassers als Glasmacherstadt. Dazu passt schön der gleich gegenüberliegende Werksverkauf des Glasherstellers Stölzle. Tipps: E 39 komfortable Zimmer E 4 Ferienwohnungen im Muskauer Park E Speisekarte mit regionalen, frischen Produkten/Catering Hotel Kristall ***Superior Karl-Liebknecht-Straße 34, 02943 Weißwasser D/1 Tel. +49 3576 2640, Fax 264 102 info@hotelkristall.de, www.hotelkristall.de

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Teiche schimmern grün, rot und sogar türkisblau. An manchen Tagen kann man dieses Naturschauspiel tatsächlich beobachten! Die geheimnisvoll funkelnden Gewässer gehören zum Muskauer Faltenbogen, dem „Fußabdruck“ eines Eis-

Info: Schon seit über 150 Jahren wird in der Region Braunkohle abgebaut. Allein ab 1843 waren im „Faltenbogen“ über 60 Gruben aktiv. Mit dem großflächigen Abbau in Tagebauen verlor der Muskauer Faltenbogen als Rohstofflieferant seine Bedeutung. Beeindruckende Restseen, die in allen Farben schimmern, sind Relikte dieser Zeit.


Lausitzer NEISSELAND

Rietschen • Niesky

Altes Holz mit neuem Leben

Im Erlichthof Rietschen erwartet Besucher ein historisches Holzhausensemble mit Museumsgehöft, Wolfsausstellung, deftiger Gastronomie und traditionellen Werkstätten und Läden inmitten einer idyllischen Heide- und Teichlandschaft. Wohnlich und behaglich wirken die urigen Schrotholzhäuser am Ortsrand von Rietschen. Die denkmalgeschützten Blockbauten stammen aus Dörfern, die dem Braunkohleabbau weichen mussten. Behutsam wurden die bis 300 Jahre alten Gebäude abgetragen und am Erlichtteich or-

ste geöffnet sind. Besucher erleben traditionelles Handwerk zum Anfassen sowie Handel und Gastronomie in den ehemaligen Wohnhäusern und Scheunen. Dauerausstellungen sind den Lausitzer Wölfen und der Flußbettverlegung des Weißen Schöps gewidmet. In mehreren Häusern können Urlauber Quartier beziehen.

Auch Kunsthandwerk erwartet die Gäste ginalgetreu wieder zusammengesetzt. Das reizvolle Ensemble vermittelt das Bild eines Lausitzer Heidedorfes, wie es im 19. Jahrhundert ausgesehen haben könnte. Zum kleinen Dorf am Wolfsradweg gehören neben dem Museumsgehöft „Erlichthof“ 26 weitere Schrotholzhäuser, die für Gä-

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Schlicht schön: Architektur-Denkmal Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Niesky das führende Zentrum des modernen Holzhausbaus. Davon zeugen noch heute fast 100 Holzhäuser in Fertigbauweise, die von der Firma Christoph & Unmack als Werkswohnungen und Musterhäuser im Stadtgebiet errichtet wurden. Das berühmteste ist das Konrad-Wachsmann-Haus (im Bild). Es beeindruckt durch sachliche, am Bauhaus orientierte Formsprache. Die Fassade ist streng und gradlinig, große Fenster lassen viel Licht, Luft und Sonne in Gartenansicht (o.), Ausstellung im Herrenzimmer (u.) das Haus. Konrad Wachsmann, der später als Pionier des industriellen Bauens weltbekannt wurde, entwarf 1927 das Wohnhaus für einen Direktor. Originalgetreu saniert lädt es heute zum Erkunden ein. Eine Ausstellung zur Geschichte des industrialisierten Holzhausbaus lässt die Zeit des Fort-

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Erlichthofsiedlung Natur- und Touristinformation Turnerweg 6, 02956 Rietschen E/2 Tel. +49 35772 40235 kontakt@erlichthof.de, www.erlichthof.de Di.-So., Feiertage 10-17 Uhr (Gaststätte bis 23 Uhr) Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ Tel. +49 35772 46762, www.wolfsregion-lausitz.de Lesen Sie über den Wolfsradweg auf Seite 31!

schritts und der Moderne nacherleben. Originale Zeitdokumente, Fotos, Filme und Informationen vermitteln dazu einen umfassenden Überblick. Besucher können den Wachsmann-Knoten zusammensetzen und in alten Musterhauskatalogen blättern. Im Anschluss sollte man es nicht verpassen, zu Fuß oder mit dem Fahrrad die anderen Nieskyer Holzhäuser zu erkunden. Eine Entdeckungsroute entlang des Holzhauspfades erleichtert die Orientierung. Diese führt an weiteren Nieskyer Sehenswürdigkeiten vorbei. Die 275-jährige Geschichte des Ortes ist maßgeblich durch die Herrnhuter Brüdergemeine geprägt. Darüber informiert eine Ausstellung im ältesten Nieskyer Haus, dem Johann-Raschke-Haus am Zinzendorfplatz. Museum Niesky Konrad-Wachsmann-Haus Niesky Goethestraße 2, 02906 Niesky D/2 Tel. +49 3588 2239793 www.wachsmannhaus.niesky.de Öffnungszeiten: So.-Do.10-16 Uhr Johann-Raschke-Haus Museum und Touristinformation Zinzendorfplatz 8, Tel. +49 3588 25580 touristinfo@niesky.de, www.museum.niesky.de


Thräna

Lausitzer usitzer NEISSELAND

Gaudigolf am Wildgehege Familie Mitschke empfängt Gäste in seinem Freizeit- und Campingpark Esel Willy und Pony Bruno sind Zaungäste, wenn Gäste in Thräna Gaudigolf spielen (Bild unten). Historische landwirtschaftliche Geräte bilden dazu einen ungewöhnlichen Parcours. An 15 Stationen gilt es, den Ball einzulochen, etwa an einer Egge, einem Pflug oder einer alten Schubkarre. „Wir haben intensiv gesammelt“, sagt Marlies Mitschke über die Entstehung der Anlage.

ne der zahlreichen Grillstellen nutzen. Den selbstgebackenen Kuchen der Chefin sollte man jedoch unbedingt probieren. Auch die Gerichte in der Wiesenhütte werden nach Hausfrauenart liebevoll zubereitet. Ein separater Wohnmobilhafen, bis zu 60 Stellplätze auf dem Campingplatz und Mietobjekte stehen in Thräna zur Verfügung. Campinggäste, die Erfrischung und Bewegung brauchen, können im angrenzenden Teich eine Runde schwimmen.

Freundliche Gastgeber: Marlies und Joachim Mitschke

Das Wasserschloss in Döbschütz ist im wahrsten Sinne ein Geheimtipp. Es zählt zu den ältesten Anlagen in der Oberlausitz. Ein kleines Spielzeugmuseum kann nach Voranmeldung besichtigt werden. Die unmittelbar in der Nähe liegenden Schlossanlagen in Krobnitz und Königshain sind jederzeit für Gäste zugängig. Alle drei sind Station an der Neißelandtour, die auf rund 150 Kilometer Länge durch das Görlitzer Land führt und als Rundkurs mehr als 40 Sehenswürdigkeiten, Freizeiteinrichtungen und gastliche Häuser miteinander verbindet. Die Ferienregion erstreckt sich zwischen Reichenbach und Rietschen sowie Rothenburg und Weißenberg. Im Norden prägen Teiche, Heide und Kiefernwälder die dünn besiedelte Idylle. Sanftes Hügelland mit herrlichen Mischwäldern dominiert die Landschaft im Süden. Wandern und Radfahren abseits des Alltagstrubels ist in der Gegend wunderbar möglich, etwa bei einer Tour durch die Königshainer Berge, vorbei an früheren Steinbrüchen, die sich längst mit Wasser gefüllt haben. Eine fast unberührte Tier- und Pflanzenwelt zeigt sich in der Teichlandschaft um Niederspree. Mehr als 500 Pflanzenarten gedeihen im ältesten Naturschutzgebiet Sachsen, am Rotstein bei Sohland. Wassersportfreunde werden sich am Stausee Quitzdorf oder bei einer Schlauchboottour auf der Neiße wohl fühlen. Das Spektrum der Ausflugsziele für Familien reicht von der Kulturinsel Einsiedel in Zentendorf über den Kinderspiel-

Freizeit- & Campingpark Thräna Zum Wildgehege, 02906 Hohendubrau D/3 Tel. +49 35876 41238, Mobil: +49 174 9152380 freizeitcamp-thraena@t-online.de www.freizeitcamp-thraena.de

Görlitzer Land zu Füßen der Landeskrone

das schöne Marktplatzensemble in Diehsa. Die Besucher bewegen sich in jedem Fall auf geschichtsträchtigem Boden, schon weil das Gebiet abwechselnd zu Böhmen, Sachsen oder Schlesien gehörte. Einflüsse der Vergangenheit sind bis heute im Handwerk, Brauchtum oder in der Küche zu spüren. Beispielhaft genannt sei nur der schlesische Streuselkuchen. Mehr auf den Seiten 8, 9, 86 und der U2! Wehrkirche in Horka, Landeskrone (oben) park in Kaltwasser bis hin zu den Freibädern in Niesky und Reichenbach oder der ganzjährig offenen Erlebniswelt in Krauschwitz. Das Görlitzer Land ist auch kulturhistorisch hochinteressant, betrachtet man etwa die Holzhäuser in Niesky, die Wehrkirche in Horka oder

Fremdenverkehrsverein Schlesische Oberlausitz e. V. c/o Joachim Mitschke Buchholzer Straße 15 02906 Hohendubrau / OT Thräna D/3 Tel. +49 174 9152380 goerlitzer-land@t-online.de www.goerlitzer-land.de

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Der Freizeit- und Campingpark ist überhaupt ein Ort zum Vergnügen, Erholen und Entspannen. Anfang der 1990-er Jahre entstand die Oase in der Natur neben einem Betrieb für landwirtschaftliche Wildtierhaltung. „Hier war nichts außer grüner Wiese“, schaut Joachim Mitschke an die

Anfänge zurück. Mit Herzblut haben er und seine Frau die Einrichtung schrittweise aufgebaut, die ganz auf Familien eingestellt ist – mit Streichelgehege, großem Spielplatz und Kletterwand. Außerdem lassen sich im Gelände Kaninchen, Meerschweinchen, Rot-, Dam- und Muffelwild beobachten. Eltern finden reichlich Sitzgelegenheiten, um ihre Kinder beim Spielen und Herumtollen im Auge zu behalten. Gäste dürfen sich durchaus Verpflegung mitbringen und im Park ei-

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Görlitz

Aus der Altstadt direkt ans Wasser

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Görlitz lockt mit einzigartiger Architektur und erfrischender Seeatmosphäre Görlitz bezaubert auf den ersten Blick. Wer vom Reichenbacher Turm über den Obermarkt zur Altstadtbrücke läuft, durchschreitet mit wenigen Schritten 500 Jahre Architekturgeschichte. Angesichts der original erhaltenen Kulisse kommen Besucher aus dem Staunen nicht heraus: Rund 4.000 Denkmäler aus der Zeit der Gotik, der Renaissance, des Barocks, des Jugendstils und der Gründerzeit bilden in Görlitz ein bauhistorisch einzigartiges Ensemble. Viel Kultur und gastliche Atmosphäre machen den Charme der Stadt an der deutsch-polnischen Grenze zusätzlich aus. Durchaus Welterbepotenzial haben die Hallenhäuser in der Görlitzer Altstadt. Mit Zentralhalle und verwinkelten Treppenhäusern wurden sie einst an der Via Regia errichtet. Die alte Handelsstraße verband Ost- mit Westeuropa. Die baulichen Unikate aus der Spätgotik und Frührenaissance zeugen vom Reichtum ihrer früheren Besitzer. Einige der prachtvollen Häuser sind öffentlich zugänglich, beispielsweise das Schlesische Museum im Schönhof. Überhaupt bietet die Stadt unerwartet viel für einen entspannten, anregenden Urlaub. Familien mit Kindern können kurzweilige Stunden im Senckenberg-Museum für Naturkunde oder im Naturschutz-Tierpark verbringen. Zudem lässt sich Kultur in Görlitz wunderbar mit aktiver Erholung kombinieren. Wer reichlich Architektur, Kultur und Geschichte genossen hat, kann zum bewegenden Ausgleich durch den Stadtpark an die Neiße spazieren. Beim Bummel entlang des Flusses ist das Flair der Europastadt grenzüberschreitend zu spüren, sowohl am westlichen als auch am östlichen Ufer. Der Radweg an der Neiße führt flussaufwärts geradewegs zum Berzdorfer See. Vor den Toren

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Segler tummeln sich gern auf dem knapp 1.000 Hektar großen Gewässer. Badenixen, Wasserratten und Sonnenanbeter kommen an verschiedenen Stränden auf ihre Kosten. Und auf dem 18 Kilometer langen und größtenteils asphaltierten Rundweg sind Wanderer, Radfahrer, Jogger und Inline-Skater unterwegs. In Sichtweite des Sees erhebt sich die Landeskrone. Der Aufstieg auf den 420 Meter hohen Hausberg von Görlitz wird mit einer wunderbaren Sicht belohnt – auf die Stadt, Umgebung und bis ins Iser- und Riesengebirge.

Berliner Straße im Gründerzeitviertel der Stadt (oben), Berzdorfer See mit Landeskrone (unten) der geschichtsträchtigen Stadt entstand er aus einem früheren Braunkohletagebau. Längst hat sich die Grube in eine äußerst beliebte Freizeit- und Erholungsoase verwandelt. Wenn eine frische Brise weht und die Wellen ans Ufer schlagen, kommt sogar etwas Meeresstimmung auf.

Tipps und Termine: E 6. bis 8. Juli: Straßentheaterfestival „ViaThea“ E 15./16. Juli: Schlesischer Tippelmarkt E 25. bis 27. August: Altstadtfest E 1. bis 17. Dezember: Schlesischer Christkindelmarkt (Auswahl) Tourist-Information Görlitz Stadtführungen – Übernachtungen – Reiseangebote – Souvenirs Obermarkt 32, 02826 Görlitz E/3 Tel. +49 3581 47570 willkommen@europastadt-goerlitz.de www.goerlitz.de


Görlitz

Grüner Strom für Slow-Food-Küche Küche mit Geist und Pfiff: Jörg Daubner setzt auf kreative regionale Kost Eigenes Bier brauen, frisches Brot backen, Nudeln selbst herstellen und eigenhändig die Äpfel ernten, die zu Saft für den Ausschank im Lokal verarbeitet werden – autarke Versorgung, wo es geht, hat sich Jörg Daubner zum Ziel gesetzt. Seit 2016 bezieht der Wirt der Görlitzer

Jörg Daubner (2.v.r.) und Team

Obermühle grünen Strom, der sogar auf seinem Grundstück erzeugt wird. Dafür ließ er die Wasserkraftanlage der stillgelegten Mühle wieder aufbauen. „Das passt perfekt ins Konzept“, findet der gelernte Koch. Die Turbine bringt es auf eine Leistung von 90 Kilowatt. „Etwa die Hälfte des damit erzeugten Stromes verbrauchen wir selbst – Tendenz steigend“, sagt der Wirt. Seit 2016 produziert die idyllisch an der Neiße gelegene Gaststätte ihr Eis selbst. Und die Zahl der Pensionszimmer erhöhte sich um drei auf 13. Sie sind nach Mühlengeistern benannt und tragen Namen wie „Zum Piepenkerl“ oder „Zum kleinen Fiet“. Die Unterkünfte sind gefragt, vor allem von Urlaubern, die entlang des Oder-Neiße-Radweges

fahren. „Spontanbuchungen werden immer schwieriger, vor allem in der Saison“, sagt Jörg Daubner. Er empfiehlt deshalb, gerade im Sommer rechtzeitig in der Obermühle zu reservieren. Bis 1994 war sie noch als Getreidemühle in Betrieb. Längst hat sich das Lokal als Geheimtipp für Feinschmecker entwickelt. Erfahrungen aus der Arbeit in einem Berliner Gourmet-Restaurant und auf Reisen durch die Welt haben Jörg Daubner geprägt. Außerdem kommt dem Chef von 12 Mitarbeitern zugute, dass er sowohl Wirtschaft als auch Philosophie studiert hat. Der Slow-Food-Gedanke liegt ihm sehr am Herzen – wie schon seiner Mutter, von der er den Betrieb 2016 übernahm. „Wir veredeln regionale und saisonale Produkte“, sagt der junge Wirt. Frische Zutaten für seine Küche holt er sich

zunehmend von Produzenten aus der Region. Die Speisekarte ändert er regelmäßig und lässt sich dabei gern auch durch Ideen aus alten Rezeptbüchern inspirieren. Lesen Sie auch Seite 36!

Obermühle Görlitz An der Obermühle 5, 02826 Görlitz E/3 Tel.+ 49 3581 879832 info@obermuehle-goerlitz.de www.obermuehle-goerlitz.de

Touren abseits ausgetretener Pfade Görlitz-Tourist schnürt individuelle Reisepakete Ob Stadtführung für zwei Gäste oder Gruppenreise: die Stärke von Görlitz-Tourist liegt darin, Programme ganz auf Wunsch der Kunden zusammenzustellen. „Wir gehen dabei auf die konkreten Anforderungen der Gäste ein“, sagt Inhaber Matthias Buchwald. Vereine, Firmen, Familien oder kleine Gesellschaften nehmen den Service gern in Anspruch.

Klosterplatz 4, 02826 Görlitz E/3 Tel. +49 3581 764747 m.buchwald@goerlitz-tourist.de www.goerlitz-tourist.de

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Den Charme der mittelalterlich wirkenden Altstadt im Abendlicht entdecken – bei einer Laternentour zeigt sich Görlitz besonders zauberhaft. Der etwas andere Stadtrundgang führt in Gassen und Winkel, in die Touristen eher selten kommen. Die kleinen Leuchten in der Hand jedes Teilnehmers sorgen zusätzlich für eine unvergessliche Atmosphäre. Bei Görlitz-Tourist können Gäste diese und andere besondere Führungen durch die fast 950jährige Stadt an der Neiße buchen. Das Büro für individuelle Reiseplanung bietet zudem Tagesfahrten, Wandertouren und thematische Ausflüge über mehrere Tage an. Dabei lassen sich reizvolle Ziele in der gesamten Oberlausitz, im Dreiländereck und darüber hinaus erkunden.

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Görlitz

Duroc ist immer gegenwärtig In gastlicher Atmosphäre erinnert Hotel in Holtendorf an historische Episode Carsten Hartig hinterlässt Eindruck, wenn er mit Säbel und Zweispitz neu angereiste Gäste seines Hotels „Marschall Duroc“ in Holtendorf empfängt. Der Inhaber des Hauses trägt eine Offiziersuniform der Napoleonischen Armee, die er sich nach originalem Vorbild extra schneidern ließ. Der Auftritt als Marschall Duroc soll keineswegs Ehrfurcht einflößen. Vielmehr möchte der Hotelchef unterhaltsam auf den Aufenthalt an geschichtsträchtiger Stelle einstimmen.

Wandbild des Künstlers Siegfried Kaden aus Markersdorf im Restaurant

Marschall Duroc alias Hotelchef Hartig Allerdings ist die Episode eher tragisch, die sich im Mai 1813 am Hoterberg vor den Toren von Görlitz zutrug. Bei Gefechten gegen Preußen und Russen war der französische Großmarschall Duroc schwer verwundet worden. Einen Tag später starb der engste Vertraute Napoleons auf einem Bauernhof im nahegelegenen Markersdorf. Gleich im Foyer des Komforthotels begrüßt ein

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Ihr Reisepartner für Görlitz! Das Touristbüro i-vent empfiehlt sich als kompetenter Partner vor Ort, um die Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Zu Beginn Ihres Aufenthaltes empfehlen wir eine Stadtführung durch die wunderschöne Altstadt, mit zahlreichen, liebevoll sanierten Baudenkmälern. Fast 4.000 (!) Objekte stehen in Görlitz unter Denkmalschutz, so dass der Bummel durch den historischen Kern zu einer Zeitreise durch 500 Jahre europäische Baugeschichte wird. Erleben Sie als Individualtourist eine der öffentlichen Stadtführungen, ganzjährig mindestens

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Porträt Durocs die Gäste. „Es ist das letzte Bild von Günter Hain“, sagt Carsten Hartig. Er hatte es 1996 bei dem bekannten Görlitzer Heimatmaler in Auftrag gegeben. Ein weiteres Gemälde eines heimischen Künstlers im Restaurant zeigt den Marschall, wie er von der Kugel getroffen am Boden liegt. Auf der Informationstafel neben einer Kanone im Garten sind die dramatischen Ereignisse von 1813 beschrieben. An all diese Stationen führt „Marschall Duroc“ die Gäste, wenn er über den Namensgeber des Drei-Sterne-Hauses erzählt. „Duroc war eine diplomatische Figur, gebildet und wohlhabend“, weiß der Hotelbesitzer aus historischen Überlieferungen. Auf Napoleon soll der Großmarschall einen vermittelnden und mäßigenden Einfluss ausgeübt haben. Seine letzte Ruhestätte fand er im Pariser Invalidendom. So verbindet sich in dem Holtendorfer Hotel Geschichte mit gastlicher Atmosphäre. Das Haus mit seinen 52 Zimmern eignet sich für all jene, die sich im Grünen einquartieren wollen und doch die Nähe einer Stadt nicht missen möchten.

Tipps: E Zimmer mit kostenfreiem W-Lan E Beliebtes Restaurant mit frischer regionaler Küche E Kinderspielplatz E Schöne Terrasse mit Teichlandschaft E Sauna E Radverleih E kostenfreie Parkplätze ***Superior Hotel Marschall DuRoc Girbigsdorfer Straße 3, 02829 Holtendorf/Görlitz Tel. +49 3581 7344 E/3 info@hotelmarschallduroc.de www.hotelmarschallduroc.de

zweimal pro Tag ohne Voranmeldung, von April bis Oktober täglich um 10, 12 und 17 Uhr. Gruppenreisende können die Rundgänge auch „exklusiv“ mit eigenem Stadtführer vorbestellen (alle Angebote unter www.goerlitz-tourismus.de), wie Sonderführungen mit historischen Figuren aus der Görlitzer Stadtgeschichte, Rundgänge durch die Gründerzeit & Jugendstilviertel, den polnischen Teil der Europastadt Görlitz-Zgorzelec, die Nikolaivorstadt… Über diese Seite können Sie auch unkompliziert Ihre Anfrage starten. Touristbüro i-vent Obermarkt 33, 02826 Görlitz E/3 Tel. +49 3581 421362 info@goerlitz-tourismus.de www.goerlitz-tourismus.de


Görlitz

Stachelschwein auf Augenhöhe Nah dran an Kamel, Känguru, Kuh, Esel und Co. Schweine mit der Bürste massieren, zu den Kaninchen ins Gehege steigen, Stachelschweinen auf Augenhöhe begegnen – Besucher dürfen den Bewohnern im Görlitzer Naturschutz-Tierpark ausgesprochen nahe kommen. Gänse watscheln in einer Reihe auf Parkwegen entlang und Schweinenachwuchs flitzt über die Wiese. Die Besucher sollen nicht nur sehen, was und wie viel bestimmte Tierarten fressen, sondern dürfen an einigen Stellen sogar mithelfen: Mit vom Tierpark bereitgestellten Grünfutter dürfen beispielsweise Kamel, Kuh oder Esel gefüttert werden. Im Bauernhof können Besucher für Küken Möhren raspeln oder ihnen beim Schlupf zuschauen. Neben den Tibetschweinen haben Kinder die Möglichkeit, sich „wie ein Schwein” zu fühlen und nach versteckten Schätzen zu suchen. Im Görlitzer Tierpark lässt sich wahrlich viel erkunden und ausprobieren. Schaufenster und Nischen ermöglichen es immer wieder, dicht an die Tiere heranzurücken. Plattformen gestatten von oben einen Blick auf das tierische Treiben, etwa in Deutschlands einzigem Tibetdorf. Im Lausitz-Tal führen Brücken und Stege durch den Lebensraum von Fischotter und Waschbär. Auf gut fünf Hektar Fläche werden etwa 110 Arten mit insgesamt rund 500 Tieren gezeigt. Großes Augenmerk liegt dabei auf der Erhaltung gefährdeter Haustierrassen und bedrohter Arten wie dem Roten Panda oder den Goldkopflöwenaffen. Jungtiere erfreuen das ganze Jahr – die Grauen Riesenkängurus bekamen 2016 erstmals Nachwuchs.

schmiede gab“, erzählt Wirt Michael Hoffmann. Mit der jüngsten Erweiterung des Lokals knüpft er ein Stück mehr an regionale Handwerksgeschichte an. In einem angrenzenden Gebäude, wo sich früher eine Stellmacherei befand, entstand ein kleiner „Marktplatz“. Der urige Raum bietet sich

Naturschutz-Tierpark Görlitz e.V. Zittauer Straße 43, 02826 Görlitz Tel. +49 3581 6693000 info@tierpark-goerlitz.de E/3 www.zoo-goerlitz.de

Sagenhaft gastlich

für Familienfeiern oder Konferenzen mit knapp 50 Gästen an. Für zünftiges Ambiente sorgen originale Teile aus einer ehemaligen Wassermühle oder andere überraschende Details. Generell wird im „Dreibeinigen Hund“ Wert auf Individualität gelegt. Die Einrichtung des Hotels,

dessen Namen an eine Görlitzer Sage erinnert, wurde über Jahre hinweg sorgsam zusammengetragen. Die 15 Zimmer sind mit Mobiliar aus der Zeit des Biedermeier, der Gründerzeit und des Jugendstil ausgestattet. Im Restaurant sorgen Gewölbe, Holzbalkendecken, Treppen, Gänge und Keller auf vier Ebenen für ein beeindruckende Flair. Im Sommer dürfen Gäste im lauschigen Biergarten mit Blick auf den Nikolaiturm Platz nehmen. Hotel und Gasthof Dreibeiniger Hund Büttnerstr. 13, 02826 Görlitz E/3 Tel. +49 3581 423980 info@dreibeinigerhund.de www.dreibeinigerhund.de

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Kamin an der Theke, Schmiedewerkzeuge an der Wand, ein Amboss zur rustikalen Dekoration – im Hotel und Gasthof „Dreibeiniger Hund“ deutet vieles auf die Vergangenheit des Hauses hin. „Es ist belegt, dass es darin eine Kupfer-

2017 feiert der Naturschutz-Tierpark mit zahlreichen Veranstaltungen 60-jähriges Bestehen!

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Die Idylle in der Stadt

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Der „Dresdner Hof“ wurde in einer Gästebewertung zum „Besten Hotel der Oberlausitz“ gekürt

Einige Gäste genießen ihr Abendmenü im viktorianischen Wintergarten, andere die Ruhe unter einer über 100 Jahre alten Rotbuche direkt davor. Was für eine Idylle – und das keine zehn Minuten vom Zittauer Marktplatz entfernt! Wir sind zu Gast im familiengeführten Stadthotel „Dresdner Hof“. Hotel und Restaurant zählen nicht nur zu den ersten Häusern am Platz. Vom Landestourismusverband Sachsen wurde das schöne und einladende Domizil zum „Besten Hotel der Oberlausitz“ gekürt. Gestützt auf die Bewertung von Gästen („Gästeliebling 2016“)! Chefin Kathrin Scholz empfängt uns herzlich und zeigt das schicke Business- und Komfort-

Veranstaltungen 2017 Januar bis Dezember E 790 Jahre Bischofswerda, Tel. +49 3594 786216, www.bischofswerda.de/790-jahre E Jeden 1. u. 3. Sa.: Oybiner Burg & Kloster-Züge ab Zittau und Jonsdorf im Mai und Oktober mit Ritterspielen möglich, Tel. +49 3583 540540, www.soegzittau.de

Mai bis September E Jeden 2. Sa. im Monat: Musik-Züge (Dixieland) ab Zittau, Tel. +49 3583 540540, www.soeg-zittau.de E Aufführungen auf der Waldbühne Sohland, Tel. +49 35936 39821, www. sohland.de E Historische Mönchszüge Oybin, Tel. +49 35844 7330, www.oybin.com

Januar E 1.1.: Neujahrsdampf-Glühweinexpress der Waldeisenbahn Muskau, Weißwasser-Kromlau, Tel. +49 3576 207472, www.waldeisenbahn.de E 15.1.: Neujahrskonzert Muskauer/Park Neues Schloss, www.badmuskau.de E 21./ 22.1.: Regionalmeisterschaften Ski-Nordisch, Alpine und Biathlon, Sohland, Tel. +49 35936 429012, www.skiclub-sohland.de E 25.1.: Vogelhochzeit (Ptači kwas), Sorbischer Brauch, viele Veranstaltungen, Tel. +49 3591 42016, www. bautzen.de E 28.1.: Ptači kwas – Sorbische Vogelhochzeit – Dejmantje a hinaše ptački – 60 Jahre Vogelhochzeit, Sorbisches Nationalensemble im Sorbischen Kulturzentrum Schleife, Tel. +49 35773 77230, www.sorbisches-kulturzentrum.de E 29.1.: Textiler Mitmachtag im Dorfmuseum Markersdorf, Tel. +49 35829 60329, www.oberlausitz-museum.de

Februar E 1.-28.2.: Kinderland im Naturparkhaus Zittauer Gebirge im Erholungsort Waltersdorf, Tel. +49 35841 2146, www.grossschoenau.de E 4./5.2.: Alfred-Lebelt-Skicup Ski-Nordisch, Alpine, Sohland, Tel. +49 35936 429012, www.skiclub-sohland.de E 18.2.: Vom Schaf zur Wolle, Dorfmuseum Markersdorf, Tel. +49 35329 60329, www.oberlausitz-museum.de E 18.2.: Winterlichtfest, Muskauer Park, Tel. +49 35771 63100, www.badmuskau.de E 25.2.: Weiberfaschingsumzug, Wittichenau, Tel. +49 35725 7550. www.witti-

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hotel. Die „Herberge“ hat sich besonders bei Geschäftsleuten herumgesprochen. Doch zuletzt entdeckten immer mehr Urlauber die entspannte Atmosphäre des Hauses. Alle Zimmer sind modern eingerichtet, freundlich und sauber. Als Startpunkt für Ausflüge eignet sich der „Dresdner Hof“ bestens – egal, ob Görlitz, Dresden oder Zittauer Gebirge. Kathrin Scholz' Tipp heißt Liberec: mit vielen Cafés, Restaurants und dem Hausberg Jeschken (1012 Meter). Bei den Städten gehört ihre ganze Liebe allerdings Dresden: „Nach New York ziehts mich nicht unbedingt – da lieber Dresden“, schmunzelt die gebürtige Zittauerin. Deren Eltern führten bereits seit 1977 eine Zittauer Gaststätte, eröffneten später den „Dresdner Hof“. 2008 übernahm Tochter Kathrin. Deren Ehemann sowie die Söhne arbeiten heute ebenfalls im Haus. Sohn Johannes zaubert beispielsweise im Restaurant „scholek“ seine leichte,

schmackhafte deutsche Küche auf die Teller. Wir probierten Vorspeisen und Wolfsbarsch. Köstlich! Danach zeigt uns Kathrin Scholz noch das hoteleigene Eventhaus. Das eignet sich nicht nur für Familienpartys und Firmenveranstaltungen, sondern auch für Tagungen (Kapazität bis 80 Personen). Dass der „Dresdner Hof“ rund 90 Prozent Stammgäste hat, glauben wir sofort. Der Slogan „Als Gast kommen und als Freund gehen“ stimmt hier aufs Wort. Wir schauen garantiert auch mal wieder rein.

chenau.de E 25.2.: Großer Karnevalsumzug, Stadt Bad Muskau, Tel. +49 35771 50220, www.badmuskau.de E 26.2.: Großer Faschingsumzug, Schirgiswalde-Kirschau, Tel. +49 3592 38780, www.stadt-schirgiswalde-kirschau.de E 27.2.: Rosenmontagsumzug, Wittichenau, Tel. +49 35725 7550, www.wittichenau.de

hy.de E 14.-17.4.: Feierliche Einweihung Tonbahn, Waldeisenbahn Muskau, Tel. +49 3576 207472, www.waldeisenbahn.de E 15.4.: Ostermarkt, Bischofswerda beim Aktiv für Kids e.V., Tel. +49 1577 5827379, www.aktivfuerkids.de E 40. Langstreckenlauf des TV 1848 Bischofswerda e.V., Tel. +49 3594 716062, www. kv1848bischofswerda.de E 15.-16.4.: Ostern Barockschloss Rammenau, Tel. +49 3594 703559, www.barockschloss-rammenau. com E 16.4.: Saatreiterprozession, Kloster St. Marienthal Ostritz, Tel. +49 35823 77300, www.kloster-marienthal.de E 16.4.: Die Osterhasen im Zug (in Zusammenarbeit mit dem Querxenland Seifhennersdorf), Tel. +49 3583 540540, www.soeg-zittau.de E 16.4.: Osterfest Tier- und Kulturpark Bischofswerda, Tel. +49 3594 703467, www.tierpark.bischofswerda.de E 16.4.: Ostersonntag auf dem Bauernhof, Dorfmuseum Markersdorf, Tel. +49 35829 60329, www.oberlausitz-museum.de E 17.4.: Osterfest mit Ostereiersuche und Eröffnung der Känguru-Anlage im Naturschutz-Tierpark Görlitz, Tel. +49 3581 6693000, www.zoogoerlitz.de E 21.4.: Tag der offenen Tür SOEG/ Komm ’rum Tag, ZVON, Tel. +49 3583 540540, www.soeg-zittau.de E 22.23.6.: Seenlandtage – Saisonstart im Lausitzer Seenland, Tel. +49 3573 7253000, www.seenlandtage.de E 23.4.: Saisonauftakt Granitabbaumuseum, Königshain, Tel. +49 35826 60127, www.oberlausitz-museum.de E 23.4.-14.5.: 52. Musikfesttage Hoyerswerda, Tel. +49 3571 904105, www. musikfesttage-hoyerswerda.de E 29.4.: Frühjahrsmarkt im Biosphärenreservatszentrum Wartha/Malschwitz, Tel. +49 35932 3650, www.biosphaerenreservat-oberlausitz.de E 29.-30.4.: 44. Zittauer Gebirgslauf und Wandertreff, Sportplatz Olbersdorf, www.zittauer-gebirgslauf.de E 29.4.-1.5.: Saisoneröffnung am O-See mit Fahrgeschäften, Olbersdorfer See, www.olbersdorfersee.com E 30.4.: 2. Bautzener Erlebnistag, Tel. +49 3591 42016, www.bautzen.de E 30.4.: Walpurgisund Hexenfeuer in Orten der Oberlausitz, Tel. +49 3591 48770, www.oberlausitz.com E 30.4.: Maifeuer, Olbersdorfer See, www.olbersdorfer-see.com

März E 5.3.: Internationaler Flegeldrusch, Dorfmuseum Markersdorf, Tel. +49 35829 60329, www.oberlausitz-museum.de E Black Mountain Bike Park Elstra, Tel. +49 173 5792439, www.black-mountain-bikepark.de E 11. und 12.3.: 26. Bunter Sorbischer Ostereiermarkt mit der Ausstellung „Schönstes Sorbisches Osterei“, Bautzen, Tel. +49 3591 42016, www.bautzen.de E 11.-12.3.: Tag der offenen Töpferei (sachsenweit), www.tag-der-offenen-toepferei.de E Saison-Abschluss 2er-Team-Lauf, Spezialsprunglauf, Sohland 1928 e.V., Tel. +49 35936 429012, www.skiclub-sohland.de E 19. März: 21. Oberlausitzer Leinewebertag mit Karaseks Naturmarkt, Seifhennersdorf, Tel. +49 3586 451567, www.karaseks-revier.de E 24.3.: Weckerrasseln, Rummtata-die Inselgeister sind wieder da!, Kulturinsel Einsiedel, Zentendorf, Tel. +49 35891 49113, www.kulturinsel.com E 25.-26.3.: Großer Ostermarkt, Lausitzhalle Hoyerswerda, Tel. +49 3571 904105, www.lausitzhalle.de E 26.3.: Auftaktveranstaltung zum Festjahr 790 Jahre Bischofswerda, Tel. +49 3594 786216, www.bischofswerda.de

April E 1.-2.4.: Eröffnung Mitoseum im Saurierpark, Tel.

+ 49 35935 3036, www.saurierpark.de E 1.-2.4.: 20. Sorbischer Ostereiermarkt, Schleife, Tel. +49 35773 77230, www.sorbisches-kulturzentrum.de E 2.4.: Osterhasenwerkstatt, KiEZ Querxenland, Seifhennersdorf, Tel. +49 3586 45110, www.querxenland.de E 3.4.: Tulpen- und Narzissenfest, Findlingspark Nochten, Tel. +49 35774 556351, www.findlingspark-nochten.de E 8.–9.4.: Mittelalterfest, Schloss Hoyerswerda, Tel. +49 3571 603530, www.museumhy.de E 8.-9.4.: Sorbischer Ostereiermarkt, Landhotel Neuwiese, Tel. +49 3571 42980, www.neuwiese.de E 13.-17.4.: Ostern in Bautzen, Tel. +49 3591 42016, www.bautzen.de E 14.4.: Osterschießen am Gusseiserner Turm, Löbau, Tel. +49 3585 450140, www.loebau.de E 14.4.: Osterführung im Zoo Hoyerswerda, Tel. +49 3571 4763700, www.kulturzoo-

Info: Das herrliche Grundstück des „Dresdner Hof“ wurde bereits 1898 angelegt. Zum Hotel gehört eine Stadtpension – eine Straße weiter. „Dresdner Hof“ Hotel & Restaurant Äußere Oybiner Str. 9/12, 02763 Zittau E/5 Tel. +49 3583 57300 info@hotel-dresdner-hof.de www.hotel-dresdner-hof.de

Mai E 1.5.: Familientag Bauernhof Helm, Tel, +49 162

2841911, www.westernreiten-lausitz.de E 5.5.: Feierliche Einweihung Bahnhof Bad Muskau, Waldeisenbahn Muskau, Tel. +49 3576 207472, www.waldeisenbahn.de E 6.5.: KneipenLive Bautzen, Tel. +49 3591 42016, www.feiern-in-bautzen.de


Im „Klein-Paris“ der Lausitz

E 6.-7.5.: 16. Gewerbemesse KONVENTA, Löbau, Tel. +49 3585 450140, www.loebau.de E 7.5.: Lausitzer Blütenlauf/ Anradeln, Kamenz, Tel. +49 3578 379205, www.lausitzer-bluetenlauf.de E 7.5.: Großer Bauernmarkt in der Milchwelt Kotten, Tel. +49 35725 929012, www.krabat-milchwelt.de E 7.5.: Ostsächsisches Chortreffen, Marktplatz Zittau, Tel. +49 3583 752140, www.zittau.de E 7.5.: 20. Car & Fun, Bischofswerda, Tel. +49 3594 702454, www.bischofswerda.de E 7.5.: „Motoren an“ KFZ- & Veteranenmuseum, Cunewalde, Tel. +49 35877 80888, www.cunewalde.de E 7.5.: Neiße-AdventureRace, Kulturinsel Einsiedel, Tel. +49 35891 49115, www.kulturinsel.com/folklorum-feste E 9.-14.5: 14. Neisse Filmfestival, Tel. +49 35873 36132, www.neissefilmfestival.de E 10.14. Mai: 22. Jazztage, Görlitz, Tel. +49 3581 314811, www. jazztage-goerlitz.de E 11.-13.5.: 25. Stadtfest Pulsnitz, Tel. +49 35955 44246, www.pulsnitz.de E 12.5.: Premiere Krönum Theater zum Essen, Kulturinsel Einsiedel, Tel. +49 35891 49113, www.kulturinsel.com E 13.5.: Konzert zum Muttertag, Sorbisches Kulturzentrum Schleife, Tel. +49 35773 77230, www.sorbisches-kulturzentrum.de E 13.5.: Sternradfahrt des Landkreises Görlitz nach Herrnhut & „Tag der offenen Türen“, Tel. +49 3581 3290121, www.sternradfahrt.de/ E 13.-14.5.: Maschinenhaustage Lokschuppen Löbau, Tel. +49 3585 450140, www.loebau.de E 13.-15.5.: Elstraer Töpfermarkt, Tel. +49 3579 35281, www.toepferei-holland.de E 14.5.: Konzert zum Muttertag, Schloss Krobnitz, Tel. +49 35828 88700, www.oberlausitz-museum.de E 14.5.: Muttertagskonzert, Kaffee König Bad Muskau, Tel. +49 35771 60326, www.badmuskau.de E 14.5.: Muttertags- und Frühlingsfest, Tierpark Zittau, Tel. +49 3583 701122, www.tierpark-zittau.de E 17.21.5.: 22. Jazztage plus Sonderkonzerte, Görlitz, Tel. +49 3581 421362, www.jazztage-goerlitz.de E 19.-21.5.: Frühlingsfest, Wehrsdorf, Tel. +49 35936 39821, www.sohland.de E 20.5.: Jazz im Muskauer Park, www.badmuskau.de E 21.5.: 20. Schlossrundfahrt der Pferdegespanne und Großes Kinderfest, Rammenau, Tel. +49 3594 703559, www.barockschloss-rammenau.com E 24.5.: Spectaculum Zittau, Mittelalterfest in der Innenstadt, Tel. +49 3583 752137, www.zittau.de E 25.5.: „Vogelscheuchenfest“, TRIXI Ferienpark Zittauer Gebirge, Tel. +49 35841 6310, www.trixi-ferienpark.de E 25.5.: Familientag auf der Insel Radibor mit Livemusik (ab 12 Uhr), Tel, +49 173 9025365, www.insel-radibor.de E 25.5.: Dampf-

Wie Tina Weßollek mit regionalen Zutaten französische Delikatessen zaubert

Tipps: E Elsässer Flammkuchen aus dem Holzbackofen E Weine von französischen Chateaus E Feierrestaurant „La Stub“ (40 Perso-

wenn sie am Herd steht. Außerdem weiß sie ganz genau, was sie da alles kredenzt. Schließlich lernte die Sächsin ihr Handwerk von der Pike auf – in Frankreich! Sie startete die Ausbildung an einer französischen Fachschule im Elsass und kam vor lokbetrieb zu Christi Himmelfahrt, Bad Muskau-WeißwasserKromlau, Tel. +49 3576 207472, www.waldeisenbahn.de E 26.-27.5.: Brauereifest, Bergquell Brauerei Löbau, Tel. +49 3585 4500, www.loebau.de E 27. 5.: Deutsch-Polnisches Parkfest, Muskauer Park, Tel. +49 35771 63100, www.badmuskau.de E 26.-28.5.: 1015. Bautzener Frühling, Tel. +49 3591 42016, www.bautzen.de E 27.5.: Aufführung der Friedensmesse von Karl Jenkins, The Armed Man – A mass for Peace, Hoyerswerda, Tel. +49 3571 411988, www. grosser-chorhoyerswerda.de E 28.5.: Tag des offenen Umgebindehauses, Tel. +49 3586 3695815, www.stiftung-umgebindehaus.de

Juni E Juni bis August: Sommertheater des Gerhart Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau, Görlitz, Tel. +49 3581 474747, www.g-h-t.de E 1.-4.6.: VW-Pfingsttreffen, Bautzen, Tel. +49 341 3034750, www.idecon-team.de E 3.-4.6.: Einigkeitsfest, Großröhrsdorf, Tel. +49 35952 2830, www.verein-einigkeit.de E 3.-5.6.: Pfingstums-Feierei, Kulturinsel Einsiedel, Tel. +49 35891 49113, www.kulturinsel.com E 3.-5.6.: Pfingstdampf der Waldeisenbahn Muskau, Bad Muskau-WeißwasserKromlau, Tel. +49 3576 207472, www.waldeisenbahn.de E 3.-5.6.: 53. Park- und Blütenfest, Kromlau, Tel. +49 3576 223284, www.kromlau-online.de E 4.6.: Roland Kaiser live, Hutbergbühne Kamenz, Tel. +49 3578 379205, www.hutbergbuehne-kamenz.de E 5.6.: Mühlentag, z. B. in Oderwitz, Tel. +49 35842 20790, www.oderwitz.de E 5.6.: Tag zum Zootier des Jahres im Naturschutz-Tierpark Görlitz, Tel. +49 3581 6693000, www.zoo-goerlitz.de E 5.6.: Pfingstfest und Kinderfest, Tier- und Kulturpark Bischofswerda, Tel. +49 3594 703467, www.tierpark.bischofswerda.de E 5.6.: Stadtkindertag, Zoo Hoyerswerda, Tel. +49 3571 4763700, www.kulturzoo-hy.de E 5.6.: Tag der Steine, Findlingspark Nochten, Tel. +49 35774 556351, www.findlingspark-nochten.de E 8.6.16.7.: 22. Bautzener Theatersommer, Burgtheater Bautzen „Die Olsenbande wandert aus“, Tel. +49 3591 584225, www.theater-bautzen.de E 9.-11.6.: Kfz- und Oldtimer-Treffen, Strahwalde, Tel. +49 35873 2274, www.oldtimertreffenstrahwalde.de E 9.-11.6.: Schiebocker Tage, mit dem einzigartigen Schiebock-Rennen, Bischofswerda, Tel. +49 3594 786150, www.bischofswerda.de E 9.-11.6.: Landskron BRAUfest der Sinne, Görlitz, Tel. +49 3581 465230, www. landskron.de E 10.6.: Lange Nacht der Kultur, Bautzen, Tel.

Logis L’ Auberge „Gutshof” GbR Tina & Barbara Weßollek, Alte Belmsdorfer Straße 33, 01877 Bischofswerda E/5 Tel. +49 3594 70520-0 info@auberge-gutshof.de www.auberge-gutshof.de www.facebook.com/auberge.gutshof/

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Unterm historischen Gewölbe des Logis L’Auberge „Gutshof“ fühlen wir uns sofort gut aufgehoben. Das Restaurant „Le Bonjour“ (Der gute Tag) könnte auch im Elsass oder in der Provence stehen. Doch das Beste kommt erst noch: Mit frischen regionalen Zutaten zaubert Chefköchin Tina Weßollek (im Bild) ihren Gästen französische Küchen-Bonmots auf die Teller. „Von der Nudel über Eis und Pralinen bis hin zur Frühstückskonfitüre stellen wir alles selber her“, so Tina Weßollek. Die Zutaten kommen von Anbietern, die sie meist persönlich kennt, aus dem eigenen Garten oder aus Frankreich: „Auf der Speisekarte steht nur, was mir auch selber schmeckt“. Bei unserem Besuch im Sommer finden wir auf der Karte das „Duett von der Hasenschulter und Hasenfilet in Tomaten-Lavendelsoße mit Orangenbandnudeln, Lavendelbohnenmus und Wildkräutersalat“. Um es vorweg zu nehmen – es schmeckt genau so lecker, wie es beim lauten Vorlesen klingt. Mit Quarkkäulchen – diesmal sächsisch – sowie „Quark-Sahne-Eis nach Laune der Köchin“ geht es weiter. Tina Weßollek hat offenbar sehr gute Laune,

16 Jahren als Köchin und Restaurantfachfrau aus dem Mutterland der guten Küche in ihre Heimat zurück. Letztlich sei sie aber über den Genuss zum Kochberuf gekommen. „Ich habe schon immer gern gegessen.“ Rezeptideen schwirren ihr ständig im Kopf herum. Wenn sie Zeit und Muße hat, probiert sie Neues aus oder schreibt Rezepte um. Das klingt einfacher als es ist. Denn der Wecker klingelt bei der Chefköchin, die von ihren Eltern rührig unterstützt wird, sehr früh am Morgen. Organisieren, telefonieren, Zutaten einkaufen und dann bald der Küchenstart. Das bedeutet auch Verzicht auf Freizeit und Hobby. Doch letzteres hat die Kochkünstlerin sowieso zum Beruf gemacht.

Veranstaltungen 2017 +49 3591 42016, www.bautzen.de E 11.-25.6.: Der Schatz im Silbersee, Spielgemeinschaft Gojko Mitic Bischofswerda e.V., www.karl-may-spiele-bischofswerda.de E 16.-18.6.: „Lebensart – Messe für Garten, Wohnen und Lifestyle“, Schlosspark Großharthau, Tel. +49 35954 51980, www. grossharthau.de E 16.-17.6.: Lausitzer Oldtimer- und Blaulichttreffen, Energiefabrik Knappenrode, Tel. +49 3571 6095540, www.energiefabrik-knappenrode.de E 17.6.: Neschwitzer Schlagernacht, www.neschwitzer-schlagernacht.de E 17.18.6.: Wilthener Stadtfest: 175 Jahre Wilthener Weinbrennerei, Tel. +49 3592 385416, www.wilthen.de E 17.6.-30.7.: Waldbühne Jonsdorf, Aufführung Schmugglerabenteuer nach Axel Stöcker – Der Pascher-Gaunerei in Jonsdorf, Tel. + 49 3583 770536, www.g-h-t.de E 18.6.: Gabler-StraßenSpektakel, Luftkurort Lückendorf, Tel. +49 35844 7330, www.lueckendorf.de E 18.6.: Sommerchorkonzert, Konrad Wachsmann Haus Niesky, Tel. +49 3588 2239793, www. wachsmannhaus.niesky.de E 18.6.: Fabrik. Fest. Spiele „252 Jahre“, Tel. +49 3571 6095540, www.energiefabrik-knappenrode.de E 21.6.: Fete de la Musique, Stadtzentrum Löbau, Tel. +49 3585 4500, www.loebau.de E 21.6.: Fete de la Musique, Kamenz, Tel. +49 3578 379205, www.kamenz.de/ fetedelamusique.html E 21.6.: Traditionelles Sonnenwendfeuer, Erholungsort Waltersdorf, Tel. +49 35841 2146, www.grossschoenau.de E 22.-25.6.: Internationales Folklorefestival Lausitz, Tel. +49 3591 550100, www.folklorefestivallausitz.de E 23.6.-15.7.: Immer Fr. und Sa. Sommerkino im Schloss Hoyerswerda, Tel. +49 3571 603530, www.museumhy.de E 23.-25.6.: Fest-Wochenende „700 Jahre Strahwalde“, Tel. +49 35873 34910, www.strahwalde. com E 23.26.6.: Bierzug Eibau, Tel. +49 3586 78040, www.eibauer-bierzug.de E 24.6.: Sommerfest an der „Alten Mühle“, Obergurig, Tel. +49 35938 58620, www.obergurig.de E 24.6.: SAMSmarkt, Innenstadt Zittau, Tel. +49 3583 752140, www. zittau.de E 24./25. 6: KunstBus Oberlausitz, Einladung zur Entdeckung der Oberlausitzer Kunst- und Kulturszene, Tel. +49 174 7076415, www.kunstbus-oberlausitz.de E 30.6.-1.7.: Menschel-Limo-Fest, Hainewalde, Tel. +49 35841 2100,

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Veranstaltungen 2017 www.menschel-limo.de E 30.6.-30.8.: Zittauer Filmnächte, Freilichtbühne Weinau, Tel. +49 3583 752140, www.zittau.de

Juli E 2.7.: Open Air und Picknick Muskauer Park, Tel.

+49 35771 63100, www.badmuskau.de E 6.-8.7.: 23. Internationales Straßentheaterfestival „Via Thea“, Görlitz, Tel. +49 3581 470531, www.viathea.de E 7.-9.7.: Stauseefest in Sohland, Tel. +49 35936 31071, www.sohland.de E 7.-9.7.: 23. Zittauer Stadtfest, Innenstadt, Tel. +49 3583 752140, www.zittau.de E 14.-17.7.: Grussschinner Schissn, Großschönau, Tel. +49 35841 2146, www.grossschoenau.de E 15.-16.7.: 19. Schlesischer Tippelmarkt, Görlitz, Tel. +49 35894 30269, www.tippelmarkt.de E 19.-23.7.: Sommer Open Air Kino, Erlebnishof KRABAT-Mühle in Schwarzkollm, Tel. +49 35722 951133, www.krabatmuehle.de E 22./23. 7.: Hoffest, Töpferei Holland, Elstra, Tel. +49 3579 35281, www.toepferei-holland.de E 28.-30.7.: 50. Lückendorfer Heimatfest, Tel. +49 35844 72812, www.lueckendorf.de E 29.7.: Oldie Rock Legenden (CCR, The Rattles, The Lords), Tel. +49 3578 379205, www.hutbergbuehne-kamenz.de E 30.7.: Märchenhafter Burgsommer, Jakubzburg Mortka, Tel. +49 35724 569216, www.jakubzburg.de E 30.7.: Ausstellungseröffnung Zittauer Etaphien, Schatz der Städtischen Museen Zittau, Tel. +49 3583 752137, www.zittau.de

August E 4.-6.8.: 11. Historik Mobil im Zittauer Gebirge,

Tel. +49 3583 540540, www.soeg-zittau.de E 4.-7.8.: Rothenburger Sommerfest, Rothenburg, Innenstadt, Marktplatz, Tel. +49 35891 7720, www.rothenburg-ol.de E 11.-13.8.: Flugtage Bautzen, Tel. +49 341 3034750, www.idecon-team.de E 11.-13.8.: Festwochenende „700 Jahre Berthelsdorf“, Tel. +49 35873 34910, www.700jahreberthelsdorf.de E 12.8.: Ring on Feier, Zittauer Stadtring, Tel. +49 3583 752140, www.zittau.de E 12.-13.8.: Museumsfest, Deutsches Damast- und Frottiermuseum Großschönau, Tel. +49 35841 2146, www.grossschoenau.de E 12.8.: 24. Löbauer Turmfest am Gusseisernen Turm, Tel. +49 3585 450140, www.loebau.de E 12.8.: Gundermann auf der Jakubzburg Mortka: Open air Konzert mit der „Seilschaft“, Tel. +49 35724 569216, www.jakubzsburg.de E 12.-13.8.: Töpferfest in Hoske (Wittichenau), Töpferei Storchenhof, Tel. +49 35725 71653 E 13.8.: Märchenhafter Burgsommer, Jakubzburg Mortka, Tel. +49 35724 569216, www.jakubzburg.de E 13.8.: Tierparkfest im Tierpark Zittau, Tel. +49 3583 701122, www.tierpark-zittau.de E 13.8.: Großes Tierparkfest, 60 Jahre Tierund Kulturpark Bischofswerda, Tel. +49 3594 703467, www.tierpark.bischofswerda.de E 13.8.: 21. Oppacher Parksingen, Tel. +49 35872 38355, www.oppach.de E 15.8.-10.9.: 12. Bautzener Senfwochen, Tel. +49 3591 42016, www. bautzen.de E 17.-20.8.: Tuning Sommertreffen, Tel. +49 341 3034750, www.idecon-team.de E 18.-24.8.: Forstfest Kamenz, Tel. +49 3578 379205, www.forstfest-kamenz.de E 19.-20.8.: O-See-Challenge – Internationaler Cross-Triathlon, Tel. +49 3583 752139, www.o-see-challenge.de E 21.8.: Tag der Oberlausitz, Tel. +49 3583 752174, www.zittauer-gebirge.com E 26.-27.8.: 22. Internationale Leinentage, Tel. +49 3594 703559, www.barockschloss-rammenau.com E 25.-27.8.: Görlitzer Altstadtfest und Jakuby-Fest Zgorzelec, Tel. +49 3581 47570, www.altstadtfest-goerlitz.de E 26.27.8.: 29. Sparkassen KnappenMan (Triathlon), Tel. +49 3571 60460, www.knappenman.de E 27.8.: Heidefest der Stars, Findlingspark Nochten, Tel. +49 35774 556351, www. findlingspark-nochten.de E 27.8.: 38. Bielebohlauf, Oppach, Tel. +49 35872 38355, www.oppach.de E 31. und 31. 8.: Der Glöckner von Notre-Dame: Gastspiel der Landesbühnen Sachsen mit Tom Pauls, Jakubzburg Mortka, Tel. +49 35724 569216, www.jakubzburg.de

September E 1.-3.9.: Tag der Sachsen in Löbau,

Tel. +49 3585450140 , www.loebau.de

E 1.-3.9.: Folklorum (Turisedische Festspiele), Kulturinsel Einsiedel, Tel. +49 35891 49113, www.kulturinsel.com E 2.9.: Dampfsonderzug Tonbahn Weißwasser-Schwerer Berg,

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Waldeisenbahn Muskau, Tel. +49 3576 207472, www.waldeisenbahn.de E 3.9.: Tag des offenen Gartens Bautzen, Tel. +49 3591 603084, www.a-bernstein.de E 8.-10.9.: Nieskyer Herbstfest, Niesky Festgelände, Tel. +49 3588 28260, www.niesky.de E 8.-10.9.: 22. Stadtfest Hoyerswerda, Tel. +49 3571 904105, www.stadtfest-hoyerswerda.de E 9.9.: 20. Herbstmarkt im Biosphärenreservatszentrum Wartha, Tel. +49 35932 3650, www.biosphaerenreservat-oberlausitz.de E 9.-10.9.: Bauernmarkt mit großer Pilzausstellung im Tierpark Zittau, Tel. +49 3583 701122, www.tierpark-zittau.de E 9.-10.9.: Saalendorf, Jonsdorf, Waltersdorf: Oberlausitzer Dreieckrennen des MSC Oberlausitz, Tel. +49 35841 2146, www.grossschoenau.de E 9.-10.9.: Herbstmarkt und Tag der offenen Hinterhöfe mit Festumzug und Handwerkermarkt, Bischofswerda, Tel. +49 3594 786150, www.bischofswerda.de E 9.-10.9.: Museumsfest Museumsbahnhof „Anlage Mitte“, Weißwasser, Waldeisenbahn Muskau, Tel. +49 3576 207472, www.waldeisenbahn.de E 10.9.: Tag des offenen Denkmals, Tel. +49 3591 48770, www.oberlausitz.com E 10.9.: Nieskyer Holzhauslauf für Familien und Sportler, Start: Zinzendorfplatz, Tel. +49 3588 25600, www.wachsmannhaus.niesky.de E 15.-17.9.: Oldtimertreffen Sohland, Tel. +49 35936 39821, www.sohland.de E 16.9.: 7. Kirschauer Fischerfest, Tel. +49 174 2192 553, www.kirschauer-aquakulturen.com E 16.9.: Traumhochzeit, Bahnhof Bertsdorf, Tel. +49 3583 540540, www.soeg-zittau.de E 17.9.: 19. Leinewebers Pilzwochenende mit Karaseks Naturmarkt, Seifhennersdorf, Tel. +49 3586 451567, www.karaseks-revier.de E 17.9.: Jahresfest „40 Jahre Herrnhuter Diakonie“ Herrnhut, Tel. 49 35873 460, www.herrnhuter-diakonie.de E 17.9.: Tierparkfest Naturschutz-Tierpark Görlitz, Tel. +49 3581 6693000, www.zoo-goerlitz.de E 22.–24.9.: XIII. Blasmusikfest Bautzen, Tel. +49 3591 272352, www.blasorchester-bautzen.de E 23.9.: Natur- und Fischerfest Rietschen, Tel. +49 35772 40873, www.fischzucht-rietschen.de E 23.9.-5.11.: Lausitzer Fischwochen, Tel. +49 3591 48770, www.lausitzerfischwochen.de E 24.9.: Herbstpflanzenbörse und 10. Chorsingen, Findlingspark Nochten, Tel. +49 35774 556351, www.findlingspark-nochten.de E 24.9.: Natur- & Erntefest, Wehrsdorf, Tel. +49 35936 39821 E 24.9.: Familienfest, Granitabbaumuseum Königshain, Tel. +49 35826 60127, www.oberlausitz-museum.de E 24.9.: Drachenfest, Windmühle Seifhennersdorf, Tel. +49 3586 340980, www.windmuehle-seifhennersdorf.de E 29.9.-8.10.: Mandau Jazz Festival, Tel. +49 3583 779660, www.mandaujazz.de E 29.9.-1.10.: Kirmes, Fischbach, www. kirmes-fischbach.de E 29.9.-1.10.: Mitteleuropäische Apfel- und Genusstage, Muskauer Park, Tel. +49 35771 63100, www.badmuskau.de E 30. 9.: Geisternacht Irrgarten Kleinwelka, Tel. +49 35935 20575, www.irrgarten-kleinwelka.de

Oktober E Zittauer Kulturnacht, Tel. +49 3583 752137,

www.zittau.de E 2.10.: Erntedank-Kneiperdank – Bautzener Wirte laden ein!, Tel. +49 3591 42016, www.bautzen.de E 3.10.: Schaufischen und Fischerfest am Großteich Deutschbaselitz, Tel. +49 3578 306444, www.teichwirtschaftzezschwitz.de E 3.10.: Oberlausitzer Familienfest, KiEZ Querxenland Seifhennersdorf, Tel. +49 3586 45110, www.querxenland.de E 3.10.: Hoffest/Betriebsjubiläum Bauernhof Helm, Tel. +49 162 2841911, www.westernreiten-lausitz.de E 3.10.: Tag der Begegnung, Tier- und Kulturpark Bischofswerda, Tel. +49 3594 703467, www.tierpark.bischofswerda.de E 7.10.: Abfischfest am Inselteich Radibor, Tel. +49 173 9025365, www.insel-radibor.de E 7.10.: 27. Schaufischen am Altteich Weigersdorf, Tel. +49 35932 30716 E 7.10.: Geisternacht Irrgarten Kleinwelka, Tel. +49 35935 20575, www.irrgarten-kleinwelka.de E 7.-8.10.: 32. Oberlausitzer Hunderter, Wilthen, Tel. +49 3592 385416, www.naturfreunde. wilthen.de E 7.-8.10.: Herbstdampf – Saisonabschluss, Bad Muskau-Weißwasser-Kromlau, Wald-eisenbahn Muskau, Tel. +49 3576 207472, www.waldeisenbahn.de E 8.10.: Erntefest, Dorfmuseum Markersdorf, Tel. +49 35829 60329, www.oberlausitz-museum.de E 8.10.: Herbstfest Fischereihof Kleinholscha, Tel. +49 35933 31900, www.naturschutzstation-neschwitz.org E 14.10.: Herbst.Feuer.Fest, Energiefabrik Knappenrode, Tel. +49 3571 6095540, www.energiefabrik-knappenrode.de E 14.10.: Erntedank- und Kirmesmarkt, KRABAT Milchwelt Kotten, Tel. +49 35725 929012, www.krabat-milchwelt.de E 14.10.: Fischerfest der

Impressum Das Ferienmagazin „Oberlausitz” 2017 Herausgeber: Große Verlag (s. Seite 55!) Rainer Große, Bahnhofstraße 7A 15711 Königs Wusterhausen Tel. +49 3375 277960, Funk +49 172 3130783 info@ferienmagazin.de, www.ferienmagazin.de in Zusammenarbeit mit der Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH (MGO) Humboldtstraße 25, 02625 Bautzen Tel. +49 3591 48770 info@oberlausitz.com, www.oberlausitz.com Redaktion/ Redaktionsbeirat Rainer Große (v.i.S.d.P.), Anett Böttger, Jens Rümmler vom Ferienmagazin; Olaf Franke und Tobias Haidan (MGO), Aline Förster, Leiterin des Naturpark Zittauer Gebirge e.V., Heiko Harig, Leiter der Touristischen Gebietsgemeinschaft „Feriengebiet Oberlausitzer Bergland” e.V. Texte: Ferienmagazin – Anett Böttger, Jens Rümmler (www.ruemmler-jens. de), Rainer Große, Kerstin Große, Inserenten Bildbearbeitung: Jan Scheffler/print professional Grafik/Layout: Rainer Große, Anna Große; Titel: Ö Grafik (www.oe-grafik.de) Vignetten/Zeichnungen: Lisa Struwe, Peter Isensee, Andreas Mücke, Aquarell Klaus Herzog (25) Karten: MARUNG+BÄHR Werbeagentur (29), Graphische Werkstätten Zittau GmbH (13), Ferienmagazin (31, 33), Ideenwerk Kroemke/MGO (Umschlag) Fotos Titelbild: Tobias Ritz (www.tobiasritz-photography. com) Innenteil: Inserenten, Archiv der MGO, Touristische Gebietsgemeinschaften, Tourist-Informationen, Ferienmagazin/Rainer Große (4-5, 9, 12, 13, 16, 20,22/ 23, 24, 25, 27, 36, 37, 40, 49, 51, 55, 56, 57, 62, 63, 69, 70, 72, 74, 78, 79, 81, 84, 86, 87, 90), Ronny Löchel (1), Regina Frenzel (3), Stiftung „Fürst Pückler Park Bad Muskau”/ Astrid Roscher (6), Peter Ratke (7, 85), Dirk Weis (7), Ralf M. Schreyer (7), Steffen Menzel (9), Stefan Gröschel (9), Steffen Stein (10/11), Torsten Fechner (12), René Egmond Pech (13, 33, 44, 46), TI Bautzen/ Jens-Michael Bierke (14-15, 59, 64, 65, 67), Wolfgang Wittchen (17, 20), Thomas Glaubitz (17, 35, 44, 46-47), Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH/ Rainer Weisflog (16, 80, 84, 88), Rafael Ledschbor (18-19, 21), Jan Scholze (20), Sylvia Panoscha (21), Sorbisches Nationalensemble (21), Birgitt Marusch (21), Peter Kunze (25), Herrnhuter Sterne (26, 54), TGG Westlausitz (27), Kultur- und Tourismus Pulsnitz gGmbH (27, 77), Tobias Ritz (28, 29, 35-Trixi Ferienpark, 45-Trixi Ferienpark, 68, 73), TMGS/Marcus Gloger / www. sachsen-tourismus.de (30, 32, 72, 84), Erlichthof Rietschen (31), TGG NEISSELAND (31), AugustusTours (31), Sonnebergbaude (32), TV Lausitzer Seenland/ Nada Quenzel (34, 35, 80), Mikus (35), Uwe Schwarz (38/39, 59), Jan Scheffler (41), Haus Schminke (41), Dampfbahn-Route Sachsen (42, 43), Mario England (42), TGG NP Zittauer Gebirge, Markus Balkow (44), Aline Förster (48), Frithjof Helle (49), TI Oybin (50), Jürgen Matschie (51), Bäckerei Otto (53), TI Herrnhut (54), Stiftung Umgebindehaus (56), Igir Semechin, Matthias Lehmann (58), TGG Oberlausitzer Bergland (59), Anett Böttger (60), Matthias Ludwig (61), TI Wilthen (62) Körse Therme (62), Lohse (64), k1 sporthotel/Torsten Kürbis (63), TL Consult & Solutions Dresden GmbH (63), Mönchshof (66), Senfladen & Senfstube (65, 67), Biosphärenreservat – Ralf M. Schreyer (70), Matthias Höhne (70), Jan Scheffler (70), Axel Gebauer (71), Karsten Nitsch (71), Bodo Hering (71), Melinda Gauss (71), Barockschloss Rammenau, Oliver Killig (75), LuxOase (76-77), Bürger-& Tourismusservice Bischofswerda (76), TGG Dresdner Heidebogen (78), Anne Hasselbach (79), Ingo Morgenstern (79), Lohse (79), Joachim Rehle (87), Primpke (81), TI Bärwalder See (82), Felicitas (83), Heiko Lichnok (85), Foto-Kreidler, Berlin (86), Peter Berwi (87), Marlies Mitschke (87), Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH/ Sabine Wenzel (91), Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec (91), A. Liebich (92), Querxenland (96) Auflage: 100.000 Exemplare Druck: Druckerei Vetters, Radeburg (www. druckerei-vetters.de) Es gilt die Anzeigenpreisliste „Mediadaten Oberlausitz 2016/2017”. Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Für den Inhalt der Anzeigen zeichnen die Inserenten verantwortlich. Verteilung der Ferienmagazine: kostenlos Nur für Bestellungen über www.ferienmagazin.de wird eine Schutzgebühr von 1,50 Euro erhoben.

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Oberlausitz


November E 3.-5.11.: 15. Pfefferkuchenmarkt, Pulsnitz, Tel. +49 35955 44246, www.pfefferkuchenmarkt.de E 4.5.11.: Tag der offenen Töpferei, Töpferei Karl Barchmann, Puschwitz, Tel. +49 35933 5386, www.toepferei-barchmann.de E 4.11.: Romantica Bautzen, Tel. +49 3591 42016, www.bautzen.de E 5.11: Winke Winke Augen zu, die Inselgeister gehen zur Ruh, Kulturinsel Einsiedel, Tel. +49 35891 49115, www.kulturinsel.com/folklorum-feste E 5.11.: Kartoffelfest Drehsa, Tel. +49 0160 1457438, www.kartoffelfestdrehsa.de E 5.11.: Tierisch gut! Schlachtfest, Dorfmuseum Mar-

kersdorf, Tel. +49 35829 60329, www.oberlausitz-museum.de E 22.11.: Tag des offenen Dorfes Weicha, Tel. +49 35876 46520, www.weichaer-hof.de E 26.11.: Weihnachtsmarkt Oppach, Tel. +49 35872 38355, www.oppach.de

Dezember E 1.-3.12.: 54. Nikolausfest in Pulsnitz, Tel.

+49 35955 44246, www.pulsnitz.de E 1.-17.12.: Görlitz Schlesischer Christkindelmarkt zu Görlitz, Tel. +49 3581 672420, www.schlesischer-christkindelmarkt-goerlitz.de E 1.23.12.: 634. Bautzener Wenzelsmarkt, Bautzen, Tel. +49 3591 42016, www.bautzen.de E 1.-24.12.: Lebendiger Adventskalender, Bischofswerda, Tel. +49 3594 786156, www.bischofswerda.de E 2.12.: Herrnhuter Weihnachtsmarkt, Tel. +49 35873 30733, www.herrnhut.de E 2.-3.12.: Große Weihnachtsausstellung Floristik und Keramik, Töpferei Holland Elstra, Tel. +49 3579 35281, www.toepfereiholland.de E 2.-3.12.: Weihnachtsmarkt, Großröhrsdorf, Tel. +49 35952 2830, www.grossroehrsdorf.de E 2.-3.12.: Adventsfest, Marktplatz Bad Muskau, Tel. +49 35771 5600, www.badmuskau.de E 3.12.: Adventskonzert im Naturparkhaus, Großschönau, Tel. +49 35841 2146, www.grossschoenau.de E 3.12.: Karaseks Naturmarkt, Seifhennersdorf – ein Weihnachtsmarkt der besonderen Art, Tel. +49 3586 451567, www.karaseks-revier.de E 6.12.: Nikolauszug mit Kaffee und Stollen, Tel. +49 3583 540540, www.soeg-zittau.de E 8.10.12.: Weihnachten auf dem Teschen-Markt, Altstadt Hoyerswerda, Tel. +49 3571 904105, www.lausitzhalle.de E 8.10.12.: Weihnachtlicher Hofzauber, Schloss Hoyerswerda, Tel. + 49 3571 603530, www.museum-hy.de E 8.-10.12.: Weihnachtsmarkt, Bischofswerda, Tel. +49 3594 786150, www.bischofswerda.de E 9.12.: Schlossweihnacht, Muskauer Park, Tel. +49 35771 63100, www.badmuskau.de E 9.–10.12.: Nieskyer Weihnachtsmarkt, Zinzendorfplatz, Tel. +49 3588 28260, www.niesky.de E 10.12.: „Ein Weihnachtsbaum für Tiere“ mit Kunsthandwerker-Adventsmarkt, Tel. +49 3583 701122, www.tierpark-zittau.de E 10.12.: Bescherung der Tiere im Naturschutz-Tierpark Görlitz, Tel. +49 3581 6693000, www.zoo-goerlitz.de E 10.12.: Nikolausmanufaktur im Barockschloss Rammenau, Tel. +49 3594 703559, www.www.barockschloss-rammenau.com E 13.-17.12.: Zittauer Weihnachtsmarkt, Innenstadt Zittau, Tel. +49 3583

Abenteuer ist einfach.

Veranstaltungen 2017 752140, www.zittau.de E 14.-17.12.: Weihnachtsmarkt Löbau, Tel. +49 3585 450140, www.loebau.de E 16.12.: St.Barbara-Adventsmarkt Wilthen, www.wilthener-kkv.de E 16.-17.12.: Advents-Spectaculum Kamenz, Tel. +49 3578 379205, www.kamenz.de/advents-spectaculum.html E 16.17.12.: Weihnachtsmarkt, Marktplatz Rothenburg, Tel. +49 35891 47163 E 17.12.: Weihnachtsmarkt in Großschönau, Tel. +49 35841 2146, www.grossschoe-nau.de E 24. 12.: Weihnachten, Tier- und Kulturpark Bischofswerda mit Tierfütterung, Tel. +49 3594 703467, www.tierpark.bischofswerda.de E 24.12.: Weihnachtsmann-Züge (Oybin-Züge/ Jordan’s Speisewagenteam/ Jonsdorf-Züge/ Interessenverband Bhf. Bertsdorf), Tel. +49 3583 540540, www.soeg-zittau.de E 24.12.: Der Weihnachtsmann fährt durch den Ort und bringt kleine Geschenke mit, Erholungsort Waltersdorf, Tel. +49 35841 2146, www.grossschoenau.de E 25.12.: Historische Kaiserweihnacht, Oybin, Tel. +49 35844 73311, www.burgundkloster-oybin.com E 27.12.: Weihnachtsführung im Zoo, Hoyerswerda, Tel. + 49 3571 476 3700, www.museum-hy.de E 31.12.: Silvesterzug mit Volldampf ins neue Jahr 2018, Tel. +49 3583 540540, www.soegzittau.de E 31.12.: „Kindersilvesterparty“ – Jahresausklang in Familie TRIXI Ferienpark Zittauer Gebirge, Tel. +49 35841 6310, www.trixi-ferienpark.de

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Erlebnisse für die Jüngsten in der Oberlausitz

Mit der Klasse auf großer Fahrt Erlebnis Oberlausitz – für Kinder, Jugendliche und Familien Berühmten Schauspielern, Regisseuren, Filmproduzenten oder Drehbuchautoren nacheifern das dürfen Schulklassen in „Görliwood“ ausprobieren. Die Jugendherberge in der Altstadt von Görlitz hat dafür ein spezielles Programm im Angebot. Die Kulisse für den eigenen kleinen Film liegt direkt vor der Tür. Überhaupt gibt es in der Oberlausitz reichlich Möglichkeiten, Klassenfahrten erlebnisreich zu gestalten. Zum Dreiländereck-Triathlon oder Kletterausflug in die Felsenwelt lädt die Naturpark-Jugendherberge in Jonsdorf ein. Bei einer Projektwoche in der Bautzener Jugendherberge „Gerberbastei“ können Schüler an originalen Schauplätzen der friedlichen Revolution von 1989 recherchieren und Zeitzeugen befragen. Schullandheime, Kinder- und Jugenderholungszentren sowie Einrichtungen freier Träger ergänzen die Programme der Jugendherbergen. Zur Palette der Angebote fernab des Unterrichtszimmers gehören Edelsteinsuche, Teichrallye, Schlauchboottouren, Geocaching oder das Ausprobieren alter Handwerkstechniken. Die Auswahl ist wahrlich groß, selbst in jeder einzelnen Einrichtung, etwa im Abenteuercamp Deutschbaselitz am Rande der Lessingstadt Kamenz.

Nachfragen lohnt sich in jedem Fall. Mehr Informationen gibt es bei der Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH Humboldtstraße 25, 02625 Bautzen Tel. +49 3591 48770, info@oberlausitz.com

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Lernen durch Erleben im Querxenland „Vom Korn zum Brot“, „Der Wald als Lebensraum“ oder „Mitten im Leben – Abenteuer ICH“ – hinter diesen Titeln verbergen sich Programme für unvergessliche Schulfahrten und Projektwochen im Seifhennersdorfer „Querxenland“. Immerhin 16 unterschiedliche Projekte stehen zur Auswahl, um erlebnis- und lehrreiche Tage in dem Kinder- und Jugenderholungszentrum unweit der deutsch-tschechischen Grenze zu verbringen. Wunderliche Sagengestalten aus der Oberlausitzer Bergwelt gaben der Einrichtung ihren Namen. Ein Angebot nimmt auf die Querxe (Zwerge und Heinzelmännchen, die der Sage nach in der Oberlausitz leben) Bezug, um Schülern landschaftliche und kulturelle Besonderheiten der Region nahezubringen. Sie lernen die Kobolde in verschiedenen Geschichten kennen und erfahren auch mehr über das Geheimnis, wie man die traditionelle Oberlausitzer Mundart spricht. Beim „Teamtraining“ geht es darum, Gemeinschaftssinn und soziale Kompetenz zu stärken. Unter dem Motto „Stärke zeigen“ animieren aus-

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Tipps: E unter www.oberlausitz.com/gruppen gibt es Broschüren und Faltblätter als PDF sowie Adressen der Kinder- und Jugendeinrichtungen E Lesen Sie auch den Beitrag unten, die Angebote auf der 3. Umschlagseite und auf S. 28ff.!

gebildete Trainer Kinder in Rollenspielen, selbstbewusst aufzutreten und sich bei Konflikten selbst zu verteidigen. Freude an körperlicher Bewegung soll das Projekt „Fit und aktiv durchs Leben“ vermitteln. Beim „Erlebnis Natur“ erwartet die Teilnehmer eine abenteuerliche Reise im Freien. Im Querxenland lassen sich auch Kletterspinne, Trimm-dich-Pfad, ein Sinnesgarten mit Barfußweg oder eine Spaßkegelbahn im Freien ausprobieren. Auf diese Weise können Kinder und Jugendliche in anderer Umgebung nicht nur gemeinsam lernen, sondern auch richtig Spaß haben. Infos: E Schulklassen, Familien, Vereine herzlich willkommen E Schon 1950 entstand auf dem Gelände ein Sommer-Zeltlager E Der VEB Waggonbau Bautzen war später Träger der Einrichtung

Querxenland Seifhennersdorf Viebigstraße 1, 02782 Seifhennersdorf D/5 Tel. +49 3586 45110 info@querxenland.de www.querxenland.de


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Bleiben Sie doch länger. Ihre Gastgeber in der Oberlausitz: www.oberlausitz.com/gastgeber A

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L Tourist-Information Bautzen-Budyšin Hauptmarkt 1, 02625 Bautzen D/3 Tel. +49 3591 42016 o. +49 3591 19433 touristinfo@bautzen.de www.bautzen.de (s. S. 64)

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L Bad Muskau Touristik GmbH Im Alten Schloss, Schlossstraße 6 02953 Bad Muskau Tel. +49 35771 50492 info@badmuskau.info www.badmuskau.info (s. S. 84) L Haus des Gastes „Blaue Kugel & Dreiseitenhof“ Tourist-Information Hauptstraße 97, 02733 Cunewalde Tel. +49 35877 80888 touristinfo@cunewalde.de www.cunewalde.de (s. S. 60)

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L Tourist-Information Niesky Zinzendorfplatz 8, 02906 Niesky Tel. +49 3588 25580 touristinfo@niesky.de www.niesky.de (s. S. 86)

L Tourist-Information Löbau Altmarkt 1, 02708 Löbau Tel. +49 3585 450140 D/2 tourist-info@loebau.de www.loebau.de (s. S. 40ff.) L Tourist-Information Obercunnersdorf Hauptstraße 65, 02708 Kottmar OT Obercunnersdorf D/4 Tel. +49 35 875 60954 info@obercunnersdorf.de www.obercunnersdorf.de (s. S. 57)

L Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH / Tourist-Information Obermarkt 32, 02826 Görlitz E/3 Tel. +49 3581 47570 willkommen@europastadt-goerlitz.de www.europastadt-goerlitz.de (s. S. 88) L Tourist-Information Hoyerswerda Braugasse 1, 02977 Hoyerswerda Tel. +49 3571 209 6170 B-C/2 hoyerswerda@lausitzerseenland.de www.hoyerswerda.de (s. S. 81)

L Kultur- und Fremdenverkehrsamt Herrnhut Comeniusstraße 6, 02747 Herrnhut Tel. +49 35873 2288 tourismus@herrnhut.de www.herrnhut.de (s. S. 54)

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L Tourist-Information Jonsdorf Auf der Heide 11, 02796 Kurort Jonsdorf Tel. +49 35844 70616 E/5 tourist@jonsdorf.de www.jonsdorf.de (s. S. 49) L Kamenz-Information Schulplatz 5, 01917 Kamenz B/3 Tel. +49 3578 379205 kamenzinformation@kamenz.de www.kamenz.de www.kamenz.de/tourismus (s. S. 79) L Königsbrück-Information Markt 19, 01936 Königsbrück Tel. +49 35795 42555 information@koenigsbrueck.de www.koenigsbrueck.de

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L Tourist-Information „Spreequell-Land” Hauptstraße 214 a, 02739 Kottmar OT Eibau Tel. +49 3586 702051 info@faktorenhof-eibau.de www.faktorenhof-eibau.de (s. S. 57)

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L Tourist-Information / Wetterkabinett Oderwitz Hintere Dorfstraße 15, 02791 Oderwitz Tel. +49 35842 20790 wetterkabinett@oderwitz.de www.oderwitz.de (s. S. 53)

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L Tourist-Information Oybin – Lückendorf Hauptstraße 15, 02797 Kurort Oybin Tel. +49 35844 7330 info@oybin.com www.oybin.com (s. S. 50)

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L Pulsnitz-Information Haus des Gastes, Am Markt 3 01896 Pulsnitz B/3 Tel. +49 35955 44246 info@kultur-tourismus-pulsnitz.de www.kultur-tourismus-pulsnitz.de (s. S. 77)

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L Bürger- und Tourismusservice Bischofswerda Rathaus, Altmarkt 1 B/4 01877 Bischofswerda Tel. +49 3594 786-140 touristinfo@bischofswerda.de www.bischofswerda.de (s. S. 76)

L Naturparkhaus Zittauer Gebirge mit Tourist-Information Hauptstraße 28, 02799 Großschönau OT Erholungsort Waltersdorf Tel. +49 35841 2146 touristinfo@grossschoenau.de www.grossschoenau.de (s. S. 46ff.) L Tourist-Information Zittau Markt 1 (Rathaus), 02763 Zittau Tel. +49 3583 752200 tourist-info@zittau.de www.zittau.de, www.zittau.eu (s. S. 51)

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ZENTRALE ANSPRECHPARTNER L Marketing Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH Humboldtstraße 25, 02625 Bautzen Tel. +49 3591 48770 info@oberlausitz.com www.oberlausitz.com

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L Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH Bautzner Straße 45/47, 01099 Dresden Tel. +49 351 491700 info@sachsen-tour.de www.sachsen-tourismus.de

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ABENTEUER! Familien|Jugendherberge

Ü/F ab 21,50 €

BAUTZEN „GERBERBASTEI“ ... und die liegen manchmal direkt vor der Haustür. Man muss nur die Augen aufmachen. Oder uns fragen.

Als Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung ist die Jugendherberge zentral gelegen. Ausgeschlafen entdecken Sie hier die 1000-jährige „Stadt der Türme“, sorbische Kultur oder Urzeitriesen im Saurierpark. Tel.: 03591 40347 · bautzen@jugendherberge.de

www.bautzen.jugendherberge.de

Unsere Jugendherbergen finden sich nicht nur überall dort, wo es in der Oberlausitz am schönsten ist. Sie haben durch ihr Angebot und ihre Ausstattung auch garantiert das Zeug dazu, Ihr neuer Lieblingsplatz zu werden. Mit Sorgfalt, Know-how und einem hohen Maß an Flexibilität erfüllen die Teams in den Jugendherbergen Ihre Reisewünsche und setzen getreu der Devise „Geht nicht gibt‘s nicht“ auf ein maßgeschneidertes Programmund Serviceangebot. So wird aus jeder Reise ein besonderes Erlebnis, aus dem bloßen „Wegfahren“ wirklich Urlaub!

Familien|Europa-Jugendherberge

Ü/F ab 23,50 €

GÖRLITZ „ALTSTADT“ Die komfortable Jugendherberge befindet sich im Herzen der Altstadt. Von hier aus tauchen Sie ganz bequem in das lebendige Kulturleben der Stadt ein und erkunden die begehrte Hollywood-Filmkulisse. Tel.: 03581 6490700 · goerlitz-city@jugendherberge.de

www.goerlitz-city.jugendherberge.de Naturpark-Jugendherberge

Ü/F ab 19,50 €

JONSDORF „DREILÄNDERECK“ Hier eröffnet sich dem Besucher eine besondere Gebirgslandschaft mit gutem Wanderwegenetz. Die Jugendherberge liegt inmitten des Naturparks in einem für die Region typischen Umgebindehaus. Tel.: 035844 72130 · jonsdorf@jugendherberge.de

#ECHT jugendherberge

www.jonsdorf.jugendherberge.de Jugendherberge

Ü/F ab 15,50 €

Kontakt für weiterführende Informationen

NESCHWITZ „AM JAGDPAVILLON“

DJH-Service-Center Sachsen

Die Gemeinde liegt im Biosphärenreservat „Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft“. Das lässt sich von der Jugendherberge aus wunderbar zu Fuß, per Rad oder auf dem Wasser erkunden.

Maternistraße 22 · 01067 Dresden servicecenter-sachsen@jugendherberge.de

Info-Telefon 0351 4942211

Tel.: 035933 30040 · info@jugendherberge-neschwitz.de

www.jugendherberge-neschwitz.de


TRIXI LÄDT DIE AKKUS AUF Der Trixi Ferienpark Zittauer Gebirge liegt idyllisch ruhig, direkt am Waldesrand. Lauthals zwitschern hier die Vögel. Diesem Konzert lauschen die Bewohner unserer 96 schmucken Ferienhäuser. Zur Ferienanlage gehören außerdem ein Campingplatz, ein Erlebnisbad, ein Naturbad mit Walrossrutsche und viele Freizeitmöglichkeiten. DU KANNST HIER ALLES. Musst du aber nicht.

Trixi Ferienpark Zittauer Gebirge Jonsdorfer Straße 40 02779 Großschönau Telefon 035841 631-420 e-Mail info@trixi-ferienpark.de facebook.com/trixipark

www.trixi-ferienpark.de

Ferienmagazin Oberlausitz 2017  

Die Ferienregion Oberlausitz bietet ihren Besuchern vielfältige Kultur- und Aktivangebote, jahrhundertlange Geschichte, einzigartiges Brauch...

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