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Wirtschaft Sponsored Content für Lombard Odier

NZZ am Sonntag 18. November 2018

FOTO: MICHELE LIMINA

«Wir haben eine Verantwortung für die nächste Generation»

Dominique Wohnlich, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Lombard Odier & Co in Zürich.

Nachhaltiges Investieren ist Teil einer allumfassenden Denkweise. Besonders die nächste Generation will sich aktiver einbringen – und auch beim Anlegen ihre Verantwortung als Aktionär wahrnehmen. Der heisse Sommer hat es uns vor Augen geführt: Der Klimawandel ist Realität. Die durchschnittliche globale Temperatur steigt und steigt. Obwohl im Dezember 2015 die internationale Staatengemeinschaft im Pariser Klimaabkommen beschlossen hat, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen. Doch wie der im Oktober 2018 publizierte Sonderbericht des Weltklimarats zeigt, tun die meisten Länder bisher zu wenig, um dieses hehre Ziel zu erreichen. Um solche Vorgaben Realität werden zu lassen, soll künftig nicht nur das Konsum-, sondern auch das Anlageverhalten nachhaltiger werden. So hat die EU-Kommission diesen Frühling einen Aktionsplan zum Thema «Sustainable Finance» lanciert. Damit sollen Kapitalflüsse umweltfreundlicher werden. Zudem nimmt der politische Druck im Bereich der Regulierung von Firmen und Banken zu.

Ein wachsendes Bedürfnis Alles bloss Schönfärberei fürs gute Gewissen, damit die Öffentlichkeit beruhigt ist? «Nein», erklärt Dominique Wohnlich, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Zürcher Niederlassung der Genfer Privatbank Lombard Odier & Co. Wobei man Nachhaltigkeit nicht isoliert als Synonym für Umweltschutz betrachten dürfe. Neben der Ökologie spiele die Ökonomie die zentrale Hauptrolle. «Nachhaltigkeit ist eine allumfassende Denkweise und stellt gleichzeitig eine Anlageopportunität dar.» Als gesellschaftliche Treiber nennt Wohnlich die fünf Megatrends demografische Entwicklung, Klimawandel, natürliche Ressourcen, digitale Revolution sowie Ungleichheit. Ihm zufolge findet bei den Anlegern bereits ein Umdenken statt: «Wir sehen immer mehr wohlhabende Menschen, die ihr Vermögen bewusst nachhaltig investieren wollen.» Er ist sich gar sicher, dass momentan ein Paradigmenwechsel auf den Kapitalmärkten vollzogen wird. «Es

kommt eine neue Anlegergeneration, die ihre Verantwortung als Aktionär wahrnehmen will», sagt Wohnlich. «Sie geht an Generalversammlungen, um sich einzubringen, und stellt ihrem Finanzberater kritische Fragen, um auch Antworten zu erhalten.» Wie eine von Lombard Odier durchgeführte Analyse von rund 1700 Aktien zeigt, wurden in den vergangenen drei Jahren – also seit der Ratifizierung des Pariser Klimaabkommens – Unternehmen mit schlechten Umwelt-, Gesellschafts- und Führungsstandards an der Börse zunehmend abgestraft. Im Fachjargon nennt man diese Kriterien ESG. Die internationale Abkürzung steht für «Environmental, Social & Governance». Förderer dieses S-ROIs («Sustainable return on investment») sind vor allem schon beschlossene oder umgesetzte regulatorische Gründe, die sich beachtlich beschleunigen. Beispielsweise müssen Pensionskassen in Grossbritannien spätestens Ende nächsten Jahres begründen, warum sie ESG-Standards bei ihren Anlagekriterien nicht berücksichtigen. Und in Frankreich müssen Vermögensverwalter seit bald zwei Jahren ESG-kompatible Berichte ihrer Anlagen ausweisen.

Wir alle stehen in der Pflicht, unser Verhalten zu überdenken.

Ebenso kritische Aspekte Laut der «Swiss Sustainable Investment Market Study 2018» sind nachhaltige Vermögenswerte hierzulande auf mehr als 390 Milliarden Franken angewachsen. Eine klare Definition, was nachhaltig ist, existiert aber nicht. Meist liegt dies im Ermessen des Betrachters. Dessen ungeachtet schliessen etliche Finanzdienstleister und Fondsanbieter bei ihren Produkten ressourcenintensive Industriezweige wie Erdöl oder Bergbau per se nicht aus. Eher versuchen sie, die Klassenbesten aus allen Sektoren herauszufiltern. Ist das nicht scheinheilig? «Unsere Kunden können ihre Ausschlusskriterien frei wählen. Gruppenweite Tabus betreffen lediglich Anlagen

FOTO: DEKA INVESTMENTS

Utoschloss beim Opernhaus: Lombard Odier ist seit bald 30 Jahren in Zürich präsent.

in den Bereichen kontroverse Waffen und Nahrungsmittelspekulation», sagt Dominique Wohnlich. Weitere anwählbare Ausschlusskriterien seien beispielsweise die Alkohol- und Tabakindustrie, Nuklearenergie oder fossile Treibstoffe im Allgemeinen.

Mit gutem Beispiel voran Lombard Odier lancierte bereits 1997 erste Nachhaltigkeitsprodukte. 20 Jahre später unterzeichnete die Privatbank darüber hinaus die Grundsätze für verantwortliches Investieren der Vereinten Nationen und ging eine Partnerschaft mit Generation Investment Management ein. Die britische Gruppe, die sich auf nachhaltige Anlagen spezialisiert hat, wurde 2004 unter anderem vom ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore gegründet. Zusätzlich unterscheidet Lombard Odier nachhaltige Anlagen von sogenannten Impact Investments. Auch wenn die Grenze nicht immer eindeutig zu ziehen ist, so charakterisiert Letzteres neben einer finanziellen Rendite eine eindeutig identifizierbare positive soziale Rendite. «Zudem erhalten die Kunden eine Analyse, wie CO2- und wasserintensiv ihr gewähltes Portfolio ist.» Für Dominique Wohnlich ist klar: «Wir übernehmen beim Thema Nachhaltigkeit eine führende Rolle. So ist bereits unsere Partnerstruktur auf ein nachhaltiges Geschäftsmodell ausgerichtet – dies ist und war auch immer unsere treuhänderische Pflicht.» Schon heute habe bei Lombard Odier der Grossteil der institutionellen Kunden nachhaltig investiert. Und auch bei den privaten Kunden nehme der Anteil stetig zu. «Wir alle stehen in der Pflicht, unser Verhalten zu überdenken», betont der Banker. «Schliesslich haben wir eine Verantwortung für die nächste Generation.» (mw/nb)

Dieser Artikel wurde von NZZ Content Solutions im Auftrag von Lombard Odier erstellt.

Drei-Säulen-Prinzip Bei der Festlegung, ob ein Unternehmen gemäss den eigenen Richt­ linien und den globalen Standards für «Environmental, Social & Gover­ nance» (ESG) nachhaltig positioniert ist oder nicht, stützt sich die Privatbank auf ihr Drei­Säulen­Prinzip: 1. Nachhaltigkeit des Finanzierungsmodells: In der ersten Säule werden Rendite und Solvenz der Firmen nach bestimmten Regeln kritisch begutachtet. «Ausgangspunkt für jegliche Investition ist die finanzielle Tragfähigkeit, unabhängig von der Anlageklasse», erklärt Dominique Wohnlich, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Lombard Odier & Co in Zürich. 2. Nachhaltigkeit der Geschäftspraktiken: In der zweiten Säule wird untersucht, ob die ESG­Kriterien eingehalten werden. «Weil es sich dabei aber um eine Bestandsaufnahme handelt, wenden wir noch ein zukunftsgerichtetes Screening an», sagt Wohnlich. Dabei werde geprüft, ob das Unternehmen sich auch künftig an Umwelt­, Gesell­ schafts­ und Führungsstandards halte oder diese gar verbessere. Insgesamt werden 115 verlässliche Datenpunkte bewertet. 3. Nachhaltigkeit eines Geschäftsmodells: In der dritten Säule rücken fünf gesellschaftliche Treiber in den langfristigen Fokus – demogra­ fische Entwicklung, Klimawandel, natürliche Ressourcen, digitale Revolution sowie Ungleichheit. «Bei jedem dieser Megatrends skiz­ zieren wir die Möglichkeiten, um besser zu verstehen, welche Sekto­ ren wie betroffen sein werden. So können wir die Chancen erkennen, die sich in Anlagethemen umsetzen lassen», ergänzt Wohnlich. Kunden offeriert Lombard Odier als führender Schweizer Finanzdienst­ leister für nachhaltige Anlagemandate in diesem Kontext folgende Servicepalette: diskretionäre Vermögensverwaltung; Impact Invest­ ments mittels Fondslösungen; Social Reporting Standards (SRI) als Beratung; in­house entwickelte Prozesse für Ist­Analysen; intern und/ oder extern gemanagte Sustainability­Anlageprodukte.

Privatbank seit 1796 Lombard Odier & Co ist ein weltweit führender Vermögensverwalter und Asset Manager. Seit 222 Jahren, in denen sie 40 Wirtschaftskrisen bewältigt hat, vereint die Gruppe Innovation und Umsicht, um den langfristigen Interessen ihrer privaten und institutionellen Kunden gerecht zu werden. Der Finanzdienstleister bietet eine umfassende Servicepalette, die unter anderem Nachfolgeplanung, Vermögens­ verwaltungs­ und Beratungsmandate sowie Depotdienstleistungen umfasst. Asset Management Services werden durch Lombard Odier Investment Managers erbracht. Das Schweizer Traditionshaus ist vollständig im Besitz seiner Teilhaber und verfügt über eine äusserst liquide Bilanz. Per 30. Juni 2018 belie­ fen sich die Kundenvermögen der Privatbank auf insgesamt 274 Milli­ arden Franken. Die Gruppe hat ihren Hauptsitz seit 1796 in Genf und beschäftigt in 27 Geschäftsstellen in 23 Ländern rund 2450 Mitarbei­ tende. In Zürich ist Lombard Odier seit 1989 präsent, aktuell mit rund 130 Angestellten. In ihrer Niederlassung im Utoschloss offeriert sie privaten und institutionellen Kunden die gesamte Servicepalette des Finanzdienstleisters. www.lombardodier.com

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