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INHALT

GRÜSS GOTT AUS BAYERN JAHRE

LIBERALE MITTELSTANDSNACHRICHTEN

1982-2012

AUSGABE: MAI 2012 Vorwort _ 1 Termine _ 2 AUS DER VORSTANDSCHAFT Zeitarbeit – sozial fair? _ 3 FRÜHJAHRS-UMFRAGE _ 3

AUS DEN BEZIRKEN Erfolgreiche Kick-Off Veranstaltung zur Gründung des Bezirksverbandes Unterfranken _ 4 Die Gründung _ 4 Mitglieder stellen sich vor _5 AUS DEM BUNDESTAG Klaus Breil, MdB _ 5

Dr. Daniel Volk, MdB _ 6 Stephan Thomae, MdB _ 6 AUS DEN MINISTERIEN Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft sichert die Zukunft des Standortes Bayern _ 7 Impressum _ 8

Liebe Leserinnen und Leser, mutig, entschlossen und leidenschaftlich führen wir Mittelständler über Jahrzehnte unsere Unternehmen, stehen immer zu unserer Verantwortung und gehen auch in Krisen nie von Bord. Mutig, entschlossen und leidenschaftlich kämpfen wir liberale Mittelständler deshalb auch für unsere VLM, unbeirrt der aktuellen Krise der Liberalen. „Jetzt erst recht“ – das ist die Philosophie vieler von uns und so könnte auch der Titel unserer Erfolgsgeschichte in den vergangenen Monaten heißen. Denn trotz schwieriger Zeiten für die FDP zeichnet sich bei der VLM Bayern seit Wochen ein starker Mitgliederzuwachs ab. Wir wachsen und wollen zukünftig im gesamten Freistaat eine Plattform zwischen Politik und Mittelstand bieten. Auf unserer Mitgliederversammlung am 17. März in Augsburg haben wir deshalb eine neue Satzung beschlossen und uns zum Ziel gesetzt, in ganz Bayern Bezirksund Kreisverbände zu gründen. Und wie man es von Unternehmern kennt, zählt bei uns die Praxis und nicht die Theorie. Bereits im April ging deshalb nach den schon bestehenden Bezirksverbänden in Niederbayern, Mittelfranken und Oberfranken auch in Unterfranken ein weiterer Bezirksverband der VLM Bayern an den Start. Dabei wurde der 37-jährige Rechtsanwalt Markus Krebs zum neuen Bezirksvorsitzenden gewählt. Ihm zur Seite stehen als Stellvertreter der Steuerberater Erhard Stadtmüller

sowie als Schriftführerin Sandra Krebs. Als Beisitzer wurden in das neue Team der Zahnarzt Jörg Barth und der Aschaffenburger FDP-Landtagsabgeordnete Karsten Klein MdL gewählt. Diese Erfolgsgeschichte muss nun fortgesetzt werden. Noch in diesem Jahr wollen wir auch in Oberbayern, Schwaben und in der Oberpfalz Bezirksverbände der VLM gründen. Einen weiteren großen Erfolg konnte die VLM Bayern auf dem Landesparteitag der FDP Bayern in Lindau erringen. Denn fortan diskutiert der Liberale Mittelstand nicht mehr nur mit – auf allen zukünftigen Landesparteitagen der FDP sind wir durch die auf dem Parteitag beschlossenen Satzungsänderungen in

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AKTUELLE TERMINE: 16.06.2012 Kick off Veranstaltung zur Gründung des Bezirksverbandes Oberbayern

07.07.2012 Gründungsveranstaltung des Bezirksverbandes Oberbayern

BITTE NOTIEREN: „Landesvorsitzende on Tour in Bayern“ beginnend mit den FDP-Kreisverbänden in Oberbayern gefolgt von Schwaben und der Oberpfalz anschließend Mittelfranken, Ober- und Unterfranken und zum Abschluss Niederbayern ab Ende Juni.

IM HERBST: Bayerischer Mittelstandskongress in Planung.

Die genauen Termine werden rechtzeitig vorher angekündigt.

der Landessatzung der bayerischen FDP auch antragsberechtigt. Der Aufbruch der VLM Bayern passt in die Zeit. Denn es wird Zeit, dass der Mittelstand in Deutschland wieder stärker seine Stimme gegen die von Grünen und Sozialdemokraten zunehmenden wirtschafts- und wachstumsfeindlichen Plattitüden erhebt. Nein, wir Mittelständler wollen nicht ständig in der öffentlichen Kapitalismuskritik von linken Zeitgenossen für das Fehlverhalten einiger Spekulanten auf den Finanzmärkten in Haftung genommen werden. Nein, wir brauchen in diesem Land keine grün gelenkte Volkswirtschaft, in der Investitionen in Technologien und Produkte nicht in den Unternehmen, sondern am grünen Kabinettstisch beschlossen werden. Und nein, grüne Wachstumskritik und sozialdemokratische Umverteilungspolitik mit höheren Steuern und Belastungen für den Mittelstand tragen nicht zur sozialen Gerechtigkeit in der Bundesrepublik bei. Über 81 % aller Ausbildungsplätze und über 79 % der Arbeitsplätze in der Bundesrepublik stellen mittelständische Betriebe. Wir sind die Unternehmen, die mit ihren Steuern am meisten zu einem funktionierenden Gemeinwesen mit beitragen, statt wie andere in den vergangenen Jahren ihre Verluste zu sozialisieren. Unser Wachstum bringt Aufstiegschancen für Millionen. Kein Sozialprogramm des Staates kann den Wohlstand ersetzen, den mittelständische Unternehmen als Arbeitgeber und Steuerzahler in diesem Land schaffen. Darum brauchen wir weiter liberale Wirtschaftspolitik in München und Berlin, statt wachstumskritische und wirtschaftsfeindliche Parolen von SPD und Grünen. Lassen Sie uns gemeinsam dafür kämpfen! Ihre Jutta Herzner-Tomei

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AUS DER VORSTANDSCHAFT

FRÜHJAHRS-UMFRAGE

Zeitarbeit – sozial fair?

Das Klima für den Mittelstand ist positiv:

Die Zeitarbeit boomt. Das bejubeln einige und andere fordern Mindestlöhne für Zeitarbeiter. Die einzigen Profiteure dieses Phänomens sind Zeitarbeitsunternehmen zu Lasten der Arbeitnehmer und letztlich auch der Arbeitgeber. Lesen Sie meine Gedanken hierzu:

68,42 Prozent erwarten für 2012 höhere Umsätze. 26,32 Prozent rechnen mit gleich bleibenden Umsätzen wie 2011, nur 5,26 Prozent prognostizieren sinkende Umsatzzahlen.

Warum eigentlich boomt die Zeitarbeit in so exorbitantem Ausmaß? Ich behaupte aus einem simplen Grund. Unser Arbeitsmarkt ist zu unflexibel. Werden wohl all die vielen Unternehmen teure Leiharbeiter beschäftigen, wenn es andere Wege gäbe, flexibel auf wechselnden Arbeitskräftebedarf einzugehen? Sicher nicht. Das Ungerechte daran ist, dass die politisch und gewerkschaftlich motivierte Starrheit genau denen schadet, denen es eigentlich nutzen sollte: den Arbeitnehmern, Denn diese müssen sich als relativ schlecht bezahlte Leiharbeiter verdingen, obwohl die Unternehmen für sie eigentlich einen durchaus fairen Stundenlohn an die Zeitarbeitsfirmen bezahlen. Ist das fair? Nein, ist es nicht! Ich kritisiere hierbei am wenigsten die Zeitarbeitsunternehmen, die unter den gegebenen Bedingungen größtenteils einen ordentlichen und fairen Job machen. Nein, ich kritisiere die Bundesregierung und insbesondere die Union, die sich den Gewerkschaften und der versammelten Linken immer wieder beugen und keinen Mut hatten und haben, den Arbeitsmarkt in der notwendigen Weise zu flexibilisieren. Lasst uns den Arbeitsmarkt flexibilisieren. Dann könnten Unternehmen Menschen direkt beschäftigen und vernünftig bezahlen. Sie bräuchten nicht den Umweg über Leiharbeit gehen. Das wäre sozial wirklich gerecht. Denn dann würden diejenigen von ihrer Arbeit am meisten profitieren, die sie auch leisten!

Die für zukünftige Umsätze wichtige Investitionsbereitschaft ist weiterhin hoch: 36,84 Prozent der liberalen Mittelständler wollen 2012 stärker investieren als im Vorjahr. Gleichviel werden genauso stark investierten wie 2011. Etwa ein Viertel (26,32 Prozent) zeigt sich weniger investitionsbereit. Erfreulich ist die Bereitschaft der Mittelständler, die Belegschaft weiter aufzubauen: 47,37 Prozent wollen neue Arbeitsplätze schaffen. 42,10 Prozent halten den Personalbestand unverändert. Nur 10,53 Prozent sehen sich gezwungen, Arbeitsplätze abzubauen. Das Risiko der Altersarmut betrifft Selbstständige überproportional stark. Deshalb ist da ausreichende Vorsorge wichtig: 81,58 Prozent der Umfrageteilnehmer haben bereits Vorsorge getroffen. 13,16 Prozent planen gerade die Vorsorge, 5,26 Prozent stellen zur Vorsorge (noch) keine Überlegungen an. Gerade Freiberufler, Selbstständige und Unternehmer sind enormen Risiken ausgesetzt. Nur gut jeder Zehnte (10,53 Prozent) der Umfrageteilnehmer spricht sich für eine gesetzliche Rentenversicherung für Selbstständige aus. 5,26 Prozent hielten eine solche Absicherung für wichtig. 84,21 Prozent halten sie für irrelevant.

Eine Flexibilisierung hätte noch einen Effekt. Es würden zusätzliche Arbeitsplätze entstehen, weil die Risiken für Arbeitgeber geringer wären. Außerdem würden Arbeitnehmer viel schneller und einfacher neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhalten – aus genau demselben Grund. Weil das Risiko einer Einstellung geringer wäre. Ihr Andreas Keck

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AUS DEN BEZIRKEN Erfolgreiche Kick-Off Veranstaltung zur Gründung des Bezirksverbandes Unterfranken Nach langer Planung war es endlich soweit: Am 27.02.2012 fand die Kick-Off Veranstaltung in Würzburg (Veranstaltungsort Greifensteiner Hof) für die Gründung des Bezirksverbandes Unterfranken statt. Dies war der erste Schritt zur Vorbereitung auf die Gründungsveranstaltung am 24.03.2012. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch die Landesvorsitzende des „liberalen mittelstand Bayern“, Frau HerznerTomei, mit einer kurzen Ansprache. Hierbei betonte sie, dass sie sich sehr darüber freue, dass der Landesverband nun auch zukünftig in Unterfranken vertreten sei. Anschließend wurde das Programm des „liberalen mittelstand Bayern“ durch den Würzburger und designierten Bezirksvorsitzenden, Herrn Markus Krebs, vorgestellt. Herr Markus Krebs stand im Nachgang noch für offene Fragen zur Verfügung. Das Schlusswort wurde freundlicherweise von Herrn MdL Karsten Klein ausgeführt. Er sprach von einem Aufbruch in Unterfranken und von einer Neuorientierung in Richtung Mittelstand. Der Bezirksverband Unterfranken bildet eine Schnittstelle zwischen Mittelstand und Politik. Mittels der Politik können die Belange des Mittelstandes noch schneller durchgesetzt werden. Zudem zeichnete sich die Kick-Off Veranstaltung dadurch aus, dass abweichend von der Agenda bereits in dieser Sitzung in Bezug auf den Bezirksverband Unterfranken konkrete Themen besprochen wurden. Dabei zeichnete es sich ab, dass bezüglich des „liberalen Mittelstand Bayern“ in naher Zukunft einige wichtige Themen zu behandeln sind. Aus dieser Veranstaltung konnte abschließend ein positives Ergebnis, welches ein gutes Gelingen für die Gründung

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des Bezirksverbandes Unterfranken verspricht, erzielt werden. Die Veranstaltung war mit ca. 11 Personen gut besucht und es kann davon ausgegangen werden, dass bei der Gründungsveranstaltung am 24.03.2012 in Würzburg am gleichen Veranstaltungsort um 16 Uhr eine zunehmende Teilnehmerzahl zu erwarten ist. Durch die Gründung des Bezirksverbandes Unterfranken wird der Landesverband Bayern in seiner Struktur enorm gestärkt. Ihr Markus Krebs

DIE GRÜNDUNG Markus Krebs ist erster Bezirksvorsitzender des Liberaler Mittelstandes (VLM) in Unterfranken. Der 37-jährige Würzburger Rechtsanwalt wurde von den Mitgliedern einstimmig an die Spitze der FDP-Vorfeldorganisation gewählt. Der neue VLM-Bezirksvorsitzende Markus Krebs will den Zusammenschluss von mittelständischen Unternehmern, Handwerkern, Freiberuflern sowie Angestellten, die sich dem liberalen Gedankengut verpflichtet fühlen, weiter vorantreiben. Ziel sei es, in den Kreisen Unterfrankens Untergliederungen aufzubauen, so der neue Bezirksvorsitzende. Markus Krebs ist seit 2004 FDPMitglied und seit 2006 Mitglied des Liberalen Mittelstandes in Hessen. Seit April 2011 ist er Partner der Rechtsanwalts-, Wirtschaftsprüfer- und Steuerberater-Kanzlei DECENIA. Als sein Stellvertreter wurde der 54-jährige Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Erhard Stadtmüller (Bad Mergentheim) gewählt. Als Schriftführerin fungiert die 34-jährige Bankangestellte Sandra Krebs. Als Beisitzer amtieren der Aschaffenburger FDP-Landtagsabgeordnete Karsten Klein und der Zahnarzt Jörg Barth aus Erlenbach (Lkr. Miltenberg).


MITGLIEDER STELLEN SICH VOR Terra Nostra GmbH aus Geisenfeld Die Terra Nostra GmbH ist Hersteller des natürlichen Wirkstoffes Margosa Extrakt. Dieser, mittels eines High-Tech Verfahrens (CO²Extraktion) aus dem Samen des Neembaumes gewonnene, hochreine und sterile Wirkstoff, wirkt höchst abschreckend auf viele Insekten und Spinnentiere. Die Produktion erfolgt in Deutschland auf Basis eines patentierten Verfahrens. Margosa Extrakt wird z.B. verwendet um Zecken, Flöhe, Motten oder Fliegen fernzuhalten. Neben der Lieferung des Wirkstoffes haben wir auch ausgewählte Endprodukte entwickelt wie z.B. BIONEEM einen Spray für Textilien zur Bekämpfung von Hausstaubmilben und damit eine einfache und wirksame Hilfe für viele Hausstauballergiker.

Braun, der seinerzeit weit weniger formal handelte. „Es ist nämlich wichtig, Investitionsphasen angemessen beurteilen zu können“, so Breil. Dr. Heribert Metzler, Geschäftsführer des Bernrieder Biotechnologiezentrums, ging auf die Ursprünge der Biotech-Firma ein: Dr. Wolfgang Mutter hatte 1996 die Idee, eine Spin-Off-Firma zu gründen. Inzwischen existieren sieben Firmen am Standort und der Expansionsgedanke ist gerade jetzt besonders ausgeprägt. Die Firmen dort beschäftigen sich unter anderem mit der biotechnologischen Anwendung von Proteinen. In einem politischen Exkurs erklärte anschließend Dr. Wolfgang Mutter, Geschäftsführer der Biotech-Firma Hyglos, warum alle großen Biotech-Firmen in den USA angesiedelt sind. Als Gründe nannte er, dass dort die Translation von der Industrie getrieben wird. Der Zugang zu Kapital ist einfacher als in Deutschland und es herrschen bessere Managementkompetenzen vor.

Mit einem für ein mittelständisches Unternehmen enormen Aufwand haben wir den Wirkstoff entsprechend der EU-Biozidrichtlinie notifiziert. Der Wirkstoff entspricht damit voll und ganz der neuen EU-Biozidgesetzgebung. Als leistungsfähiger Lieferant von Industrie- und Großkunden, sowohl im Bereich Wirkstoff als auch im Bereich der fertigen Produkte, bedienen wir Kunden seit fast 20 Jahren weltweit. Aufgrund der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Wirkstoffes kommen unsere Kunden aus den verschiedensten Branchen, angefangen von der Pharmaindustrie, über Hersteller von Tierhygieneprodukten bis hin zur klassischen Biozid-Industrie. Weitere Informationen finden Sie auch im Internet unter www.terra-nostra.info.

AUS DEM BUNDESTAG Klaus Breil bei „Bernried Event“ Im Februar besuchte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr Bernried. Er kam auf Einladung des energiepolitischen Sprechers der FDP-Bundestagsfraktion Klaus Breil. Dort zeigte der Bundestagsabgeordnete aus dem Kreis Weilheim dem Gesundheitsminister das ansässige Biotechnologiezentrum.

Nach zwei wissenschaftlichen Vorträgen von Frau Dr. Leopoldseder und Herrn Dr. Wieser gab es schließlich für die Gäste aus der Politik eine Besichtigung der Laboratorien. Dort konnten sie tiefgreifende Einblicke in die Praxis des Biotechnologiezentrums Bernried gewinnen.

In seiner Eröffnungsansprache erklärte Breil, dass die Bernrieder Industrie leider einen Wermutstropfen zu schlucken hat: Der Hebesatz der Gewerbesteuer wurde von 330 % auf 380 % erhöht. Klaus Breil erinnerte an die Investitionsfreundlichkeit des früheren Landrates Luitpold

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Dr. Daniel Volk, MdB Das Gesetz zur Änderung des Gemeindefinanzreformgesetzes und von steuerlichen Vorschriften wurde am 29. Februar 2012 abschließend im Finanzausschuss des Bundestages beraten. Für Arbeitsnehmer war dabei besonders der Zusatz zur privaten Nutzung von betrieblicher Computer-Software des Arbeitgebers spannend. Der §3 Nr. 45 EStG wird dazu wie folgt geändert: Steuerfrei sind „die Vorteile des Arbeitnehmers aus der privaten Nutzung von betrieblichen Datenverarbeitungsgeräten und Telekommunikationsgeräten sowie deren Zubehör, aus zur privaten Nutzung überlassenen Systemund Anwendungsprogrammen, die der Arbeitgeber auch in seinem Betrieb einsetzt, und aus den im Zusammenhang mit diesen Zuwendungen erbrachten Dienstleistungen“. Durch diese Änderung können Arbeitgeber Ihren Mitarbeitern betriebliche Computer, Smartphones oder Tablets und die dazugehörige betriebliche Computer-Software steuerfrei zur Verfügung stellen. Dies erleichtert die steuerliche Abgrenzung zwischen privater und betrieblicher Sphäre ungemein und erlaubt es den Unternehmen z.B., dass ihre Mitarbeiter das neue Betriebssystem schon zu Hause ausprobieren können, bevor es im Unternehmen implementiert wird. Dies kann die Softwaremigrationskosten erheblich senken, da die Mitarbeiter die Software schon von zu Hause kennen und nicht erst aufwendig geschult werden müssen. Gleichzeitig wird durch diese Steuervereinfachung die Schaffung von Heimarbeitsplätzen erheblich erleichtert. Dies trägt nicht nur zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei, sondern wird auch einem sich wandelnden und modernen Arbeitsumfeld gerecht. Positiv lässt sich ebenfalls feststellen, dass diese vorteilhafte Regelung rückwirkend bis zum Jahr 2000 gilt und damit auf alle offenen Steuerveranlagungen anzuwenden ist, wenn das Gesetz auch den Bundesrat passiert hat.

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Stephan Thomae, MdB Besuch bei Bosch in Immenstadt Bei einem Gespräch an der Hochschule Kempten zum Thema „Energieforschung und Energietechnologie“ hatten sich Stephan Thomae, MdB, und Reinhold Speiser, Abteilungsleiter Betriebstechnik der Bosch-Werke Immenstadt und Blaichach, kennengelernt. Diese Begegnung nahm der Allgäuer Abgeordnete zum Anlass, das Bosch-Werk ImmenstadtSeifen zu besuchen. Im Vordergrund des Besuches stand die energieeffiziente Ausrichtung des Werkes. Der Energiebedarf für die Produktion beträgt 80 %. Um diesen Bedarf kostengünstig und zugleich umweltfreundlich zu decken bzw. zu reduzieren, erneuert das Unternehmen beispielsweise das Wasserkraftwerk sowie die Druckrohrleitung am Standort Blaichach, verbessert die Wärmeisolierung der Gebäude (Fassaden, Dächer) und errichtete 2010 eine Photovoltaik-Anlage am Standort Immenstadt. Besonders interessiert war Thomae am Thema Energiemanagement. So ist beispielsweise der Betrieb der Produktionsanlagen und der Versorgungsanlagen hinsichtlich Stromversorgung völlig entkoppelt. Absaugeinrichtungen, Beleuchtungskörper und Ölpumpen einer Produktionsmaschine sind auch dann in Betrieb, wenn die Produktionsmaschine gerade für mehrere Minuten, vielleicht sogar Stunden, stillsteht. „Solche energieverschwendenden Zusammenhänge aufzudecken und zu optimieren ist unser Ziel im Energiemanagement – und dabei sind wir sehr erfolgreich unterwegs“, erläuterte Speiser. Im Vergleich zu 2007 konnte in den beiden Werken der Energieverbrauch um rund 12 % reduziert werden.


AUS DEN MINISTERIEN Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft sichert die Zukunft des Standortes Bayern Vom stellv. Ministerpräsidenten und Wirtschaftsminister Bayerns, Martin Zeil, MdL und Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch, MdL

Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu mehr Effizienz im Technologietransfer war die Gründung des Hauses der Forschung im Jahr 2009, das insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen bei der Einwerbung von EU-Forschungsgeldern unterstützt. Heute unterhält das Haus der Forschung sowohl einen Standort in München als auch in Nürnberg und ist somit aus allen Teilen Bayerns schnell zu erreichen. Dezentralisierung ist auch auf diesem Gebiet unbedingt notwendig, um jedem die gleichen Chancen zu bieten. Deshalb setzen wir bei all unseren Maßnahmen darauf, ganz Bayern zu berücksichtigen und auch den Unternehmern in den Regionen die Möglichkeit zu bieten, sich voll zu entfalten. Seit sowohl das Wirtschafts- als auch das Wissenschaftsministerium in Bayern von Liberalen geführt werden, haben beide Ressorts eine neue Dimension der Zusammenarbeit erfahren. Damit rüsten wir Bayerns Wirtschaft und insbesondere den Mittelstand für die Zukunft. Wettbewerbsfähigkeit entscheidet sich nicht zuletzt an Innovationen. Mittelmaß darf unser Anspruch nicht sein, Bayern muss auch in Zukunft zu den führenden Regionen in der Welt gehören. Mit den über den gesamten Freistaat verteilten über einem Dutzend Technologietransferzentren fördern wir den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft aktiv. Erst kürzlich haben wir in Kooperation mit der Hochschule Deggendorf im Bayerischen Wald, in Spiegelau, ein neues Technologietransferzentrum eröffnet. Für kleine und mittlere Unternehmen ist die Vernetzung mit externen Wissenschaftlern von besonderer Bedeutung: Während große Unternehmen die Ressourcen haben, eigene Abteilungen für Forschung und Entwicklung aufzubauen und zu unterhalten, sind die finanziellen und personellen Spielräume des Mittelstandes wesentlich kleiner. Doch der Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Bayern kann es sich nicht leisten, das Potential unserer innovativen Unternehmer ungenutzt zu lassen.

Dass Bayern heute trotz Wirtschafts- und Finanzkrise so gut da steht wie nie zuvor, ist in erster Linie der hervorragenden Leistung unserer Unternehmer und Arbeitnehmer zu verdanken. Als Verfechter der Sozialen Marktwirtschaft sind wir der festen Überzeugung, dass der Staat nicht ins Marktgeschehen eingreifen darf. Dass es diesem Land so hervorragend geht, ist aber auch ein Verdienst unserer liberalen Politik. Denn wir haben zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen, um das innovative Potential unserer Unternehmen voll auszuschöpfen. Deshalb werden wir auch in Zukunft weiter in den Technologietransfer investieren. Zukunftsinvestitionen stehen in Zeiten von Fachkräftemangel, demographischem Wandel und wachsendem internationalem Wettbewerbsdruck nicht in Widerspruch zu soliden Staatsfinanzen. Im Gegenteil: Wir investieren und sind gleichzeitig in den Schuldenabbau eingestiegen. Das ist verantwortungsvolle, liberale Politik, die die Gegenwart nicht aus dem Auge verliert und die Zukunft im Blick hat.

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Sie finden uns auch online unter www. liberaler-mittelstand-bayern.de

Herausgeber: Liberaler Mittelstand Bayern e.V. Verantwortlich: Jutta Herzner-Tomei Anschrift: Rindermarkt 6 · D-80331 München Fon/Fax 089 18 26 44 · info@vlm-bayern.de www.liberaler-mittelstand-bayern.de

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Liberaler Mittelstand Bayern Newsletter Mai/2012  

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