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Ausgabe 2 / 2012

hallertau

Leben und Urlauben in einer einzigartigen europäischen Kulturlandschaft

magazin

HOPFEN-NESTOR:

Heiner Barth

Monique Sonnenschein und ihr Kinder-Paradies Wildenberg

Beer Star-Sieger aus der Hallertau

Schmecken!

Genießen!

Erleben!

European Beer Star Gewinner

Hallertauer Spezialitäten

Hallertauer Klettergarten


Wir bringen Botschaften auf den Weg!

VERANSTALTUNGEN

AUSSTELLUNGSBAU

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PRESSEARBEIT

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KONZEPTION

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BERATUNG

IMAGO87 IMAGO87 GmbH, Agentur für Öffentlichkeitsarbeit und Mediengestaltung Hauptstraße 22, D-85395 Attenkirchen/Hopfenland Hallertau · Tel. +49 8168 42999-50 · www.imago87.de


PORTRAIT 06 10 19

Heinrich Johannes Barth Der Nestor der Deutschen Hopfenwirtschaft Pippi Langstrumpf kommt aus der Hallertau Zauber-Mitlach-Theater von Monique Sonnenschein Queen Elisabeth Interview mit Elisabeth Fuß, Hopfenkönigin 2012

SERVICE

Foto: Privat

Lehmann

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Hallertauer Immobilien-Barometer, von Immobilien-Experte Peter Stanglmaier

TOURISTIK 21 34 35

Nachrichten vom Tourismusverband Hallertau Hopfenmekka Mainburg Interview mit Mainburgs 1. Bürgermeister Josef Reiser Impressionen vom 7. Hopfakranzlfest 2012

KULINARIK 18 36

Stefans Kochkurse im Gasthaus Spitzer „Heit abend gibt’s a Rehragout ...“ Gasthaus Randlkofer in Leibersdorf

BIERLAND HALLERTAU 09 12 16 41

Weltenburger sind Weltmeister! Hallertauer Hopfen für die besten Biere der Welt European Beer Star: Die Stars der Hallertau! Hallertauer Biere im Test Das Bier-Terzett Willi Abele, Alexander Herzog und Thilo Steindorf verkosten besondere Hallertauer Biere

HALLERTAUER UNTERNEHMEN 28

Zielgruppe: Helden Wie das Mainburger Unternehmen HAIX zum Global Player wurde

FREIZEITANGEBOT 30

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Wipfelglück 48.441° Nord, 11.419° Ost ... und dann nach oben: Waldklettern in der Hallertau Verkauft und versteigert ... Dramatisches Geisenfeld – szenische Stadtführungen

RUBRIKEN

Herzog

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Editorial Schenken Sie die Hallertau! Festliche Biere für festliche Tage Termine & Festkalender Festlicher Rahmen für Ihre Feier Museums-Informationen Ein Bild und seine Geschichte

IMPRESSUM: Hrsg.: IMAGO87 GmbH in Kooperation mit dem Tourismusverband Hallertau e.V., Türltorstraße 16-20, 85276 Pfaffenhofen a.d. Ilm · www.tourismusverband-hallertau.de Konzept, Design: IMAGO87 GmbH, Agentur für Öffentlichkeitsarbeit und Mediengestaltung, Hauptstr. 22, 85395 Attenkirchen/Hallertau · Tel: 08168-42999-0 · www.imago87.de Redaktionsleitung: Alexander Herzog Druck: Druckhaus Kastner, Wolnzach · Titelbild: Monique Sonnenschein Autoren dieser Ausgabe (alphabetisch): Alexander Herzog, Maité Herzog, Rainer-Bülent Nowak


unser Wochenmagazin für die ganze Hallertau mit den lokalen Zusatzmedien

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EDITORIAL

HALLERTAU-Herausgeber Alexander Herzog bei der Hopfenkönigin-Wahl mit den strahlenden Eltern der neuen Hallertauer „Queen“, Franziska und Josef Fuß (l.). Bericht Seite 19

L

iebe Leserinnen, liebe Leser, wenn Sie diese 4. Ausgabe des Magazins HALLERTAU in Händen halten, dann ist das Hopfenanbaugebiet Hallertau saisonbedingt um seine herausragende Attraktion ärmer: den Hopfen. Herbst-Nebel liegt jetzt über den imposanten Gerüstanlagen, in denen bis September der wichtigste Grundstoff für die Biere in aller Welt heranwachsen. „Hopfen aus der Hallertau – für die besten Biere der Welt“ ist auch der Titel eines Films, der im Auftrag des Hallertauer Hopfenpflanzerverbandes in über 15-monatiger Produktionszeit entstanden ist. Ein Film, der für Beteiligte wie Laien gleichermaßen Aufschlussreiches über das „Grüne Gold“ liefert. Wussten Sie, dass der Hopfenanbau 40 mal mehr Stunden Arbeitseinsatz pro Hektar erfordert als der Weizenanbau? Oder dass der Hopfen – bei entsprechend günstigen klimatischen Bedingungen – bis zu 30 cm pro Tag wächst? Mehr über den Film und das sogenannte Making-of erzählen wir Ihnen in diesem Magazin. Apropos Filmbeiträge. Von Heidi Deml („Heidi und die Hunde“, HALLERTAU Magazin 3/2012) erreichte uns folgende Zuschrift: Hallo Maite und Alexander Herzog, am Mittwoch, den 4.7.12 war ich mit meinen Hunden als Gast live in der Abendschau und einen Tag zuvor drehten sie den Einspieler bei uns zu Hause. Sie sind aufgrund eures „hallertau magazins“ auf mich aufmerksam geworden. Anbei der Link: www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/abendschau/ heidi- deml-hunde -hundetrainerinhund100.html Viel Spaß beim Anschauen! Heidi

Das freut uns natürlich aufrichtig, wenn wir mit unserem Magazin eine solche Resonanz auslösen und Beiträge in anderen Medien anstoßen. Vielleicht wird ja der eine oder andere Kollege auch in diesem Heft fündig, bei Monique Sonnenschein, Franz Haimerl oder Heiner Barth beispielsweise. Ganz besondere Menschen, die in dieser ganz besonderen Kulturlandschaft leben, diese mit geprägt und eine ganze Menge bewegt haben. Wir wünschen Ihnen nun viel Spaß mit dieser Ausgabe der HALLERTAU und schon heute frohe und erholsame Festtage sowie einen guten Start ins Neue Jahr!

Ihr Alexander T. Herzog, Redaktionsleiter/Herausgeber, Stellvertretender Vorsitzender des Tourismusverbandes Hallertau Kontakt: alexander.herzog@imago87.de

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PORTRAIT

Heinrich Johannes Barth Der NESTOR der Deutschen Hopfenwirtschaft von Alexander Herzog


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ürnberg/Hallertau – Beginnen wir mit einem Blick in die Zukunft. Beispielsweise ins Jahr 2050. Die internationale Pharmaindustrie hat inzwischen das Know-How über die vielfältigen, heilenden Wirkungen des Humulus lupulus längst in zahlreichen Medikamenten umgesetzt. Von anfänglich homöopathischen Mengen Hopfen, die Pfizer und Co. in der Hallertau bezogen hatten, sind inzwischen Tonnen geworden. Die Pharmaindustrie hat den Bierbrauern seit einigen Jahren sogar den Rang als wichtigster Abnehmer des Hopfens abgelaufen. Ja, die Einkäufer der Brauereien haben ihre liebe Not, jedes Jahr ihren Bedarf zu decken, was oft nur über den völlig überhitzten Freimarkt möglich ist, weil sich die Pharmaunternehmen über langfristige Verträge mit den

Hopfenhändlern Jahr für Jahr den Großteil der Ernte gesichert haben. Brauereien, die bisher den Großteil der Hopfenernte abgenommen haben, müssen nun mit Käufern außerhalb ihrer Industrie um den Rohstoff Hopfen konkurrieren. Allenthalben spricht man wieder vom „Grünen Gold“. Familienunternehmen seit 1794 Mein Gesprächspartner schmunzelt über dieses Szenario. „Zu utopisch“, meint er, so weit könne man unmöglich in die Zukunft schauen. „Wissen wir denn überhaupt, ob dann z. B. der Klimawandel einen Hopfenanbau im bisherigen Ausmaß in der Hallertau überhaupt noch ermöglicht?“ Und ob aus dem 5-10-prozentigen Anteil der Hopfenproduktion, die heute außerhalb der Brauwirtschaft

zum Einsatz komme, signifikant mehr werden, sei mit vielen Fragezeichen versehen. Ich bin zu Gast beim „Nestor“ der Deutschen Hopfenwirtschaft, Heinrich Johannes Barth, der über mehr als 50 Jahre den Aufstieg der internationalen Unternehmensgruppe Joh. Barth & Sohn zum Weltmarktführer in Sachen Hopfenveredelung und -handel maßgeblich begleitet hat. Heinrich Johannes Barth, der die sechste Generation eines Familienunternehmens repräsentiert, das 1794 gegründet wurde, empfängt mich an seinem Wohnsitz in Nürnberg. Die 86 Lebensjahre sieht man dem groß gewachsenen, schlanken Mann überhaupt nicht an. Nicht, wenn man weiß, dass er er noch regelmäßig Golf spielt. Schon gar nicht, wenn er mit großer Leidenschaft und profundem Sachwissen

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über die Hopfenwirtschaft erzählt. Bis 1997 war er noch operativ im Unternehmen tätig. Jetzt genießt er den Ruhestand in seinem mittelalterlichen Patrizierhaus mitten in Nürnberg. Wenngleich ihn das Thema Hopfen natürlich nicht loslässt. „Ich werde schon noch auf dem Laufenden gehalten und auch mal um meine Meinung gefragt.“ Kein Wunder bei der Erfahrung. Und bei der Barthschen Tradition, die Unternehmensführung immer auf mehrere Schultern meist zweier Generationen der Familie zu verteilen. Beim Hopfenzupfen dabei Bereits im Mai 1945 tritt der vom Krieg zurückgekehrte „Heiner“ Barth in die Firma ein, um diese zusammen mit seinem Vater nach den verheerenden Kriegsjahren wieder zu alter Bedeutung zu führen. Den Hopfen lernt er schon früh kennen auf dem familieneigenen Hopfenbetrieb Barthhof bei Wolnzach, den seine Mutter leitet. „Ich lebte bereits seit 1934 während der großen Ferien auf unserem Hopfengut und wurde beim Hopfenpflücken, Messen, Stangeln bis zum Darren eingesetzt“, erinnert sich Barth. Und er lernt früh die Menschen kennen, die mit Hopfen zu tun haben: die Hopfeneinkäufer oder Schmuser („schmusen“ ist jüdisch und bedeutet „schön reden“/ Anm.d.Red.), die Hopfentreter, die Bonitierer, die Waagmeister. Und natürlich die Hopfenpflanzer. Mit der Familie Bogensberger, die den Barthhof 1978 erwirbt, verbindet ihn noch heute ein freundschaftliches Verhältnis. In den 50er Jahren – nach einigen sehr schlechten Hopfenernten – ist der junge Barth wochenlang im Gebiet unterwegs, um für seine Idee der langjährigen Hopfenkontrakte zu werben, über die heute ca. 70-80 % der Ernte erfasst sind und so Produzenten, Handel wie Abnehmer Planungssicherheit verschaffen. „Wir haben uns damals wirklich bemüht, waren allerdings nur bedingt erfolgreich“, erzählt Barth, „viele Bauern argumentierten, wir können doch nicht verkaufen, was wir noch gar nicht haben!“ Diese Anfangskontrakte liefen auf fünf Jahre zu DM 500 je Zentner. Die rollenden Hügel der Hallertau Im Jahre 1977, seine Firma war längst vom reinen Handelsunternehmen zum internationalen Mischkonzern für Hopfenhandel und Hopfenverarbeitung geworden, geht Heinrich Barth in die Vereinigten Staaten, wo Joh. Barth & Sohn das große US-Un-

Bis 1977 unterhielt die Familie Barth einen eigenen Hopfenbaubetrieb bei Wolnzach.

ternehmen John I. Haas, Washington, übernommen hatte. Rund 26 Jahre lebt er mit seiner Familie in Washington D.C. und leitet bis zu seinem Ruhestand 1997 die Geschäfte in Nordamerika. So gern er in den USA gelebt hätte, so sehr habe er sich über seine Rückkehr 2003 in seine Heimatstadt, die ehemalige Hopfenmetropole Nürnberg und die nahe Hallertau gefreut, die er regelmäßig bereist. Um Freunde zu besuchen oder an der Hopfenrundfahrt teilzunehmen. „Ich bin gerne hier. Die rollenden Hügel und die wohlbestellten Hopfengärten und Felder sind eine Attraktion der Hallertau. Ein Land im Wohlstand mit schönen Dörfern, angenehmer Gastlichkeit und weltoffenen Menschen“, schwärmt Heinrich Barth. Dabei habe die Region und die Hopfenwirtschaft während der letzten 50 Jahre ganz erhebliche Veränderungen erfahren. Die Bedeutendste war die Mechanisierung der Landwirtschaft. So haben Pflückmaschinen Tausende von Erntehelfern ersetzt, die während der „Pflücke“ die Hallertau bevölkerten. Oder die Bedeutung der Hopfenveredelungswerke, den Aufbau moderner Lager- und Kühlhäuser sowie die Einführung von Quadratpackungen anstelle der alten Originalballen und eine Flexibilisierung der Siegelung. „Kaum ein Gebiet des Hopfenweltmarktes ist besser für die Zukunft aufgestellt als die Hallertau. Ich bin stolz darauf, dass Joh. Barth & Sohn stets an der Spitze des Fortschrittes steht.“ Und Barth sieht für die Zukunft zunehmende Konzentrationstendenzen: „Es werde immer weniger, dafür größere Hopfenbaubetriebe geben“, prognostiziert der Hopfenmarktkenner. „In den USA bewirtschaften 60 Pflanzer die gleiche Fläche wie bei uns 1.100 Landwirte!“ Die Handelsunternehmen haben diese Entwicklung bereits hinter sich. Am meisten Kopfzerbrechen macht Barth aber die „maßlose Konzentration auf

Brauereiseite, wo heute fünf Braukonzerne den Weltmarkt dominieren“ und damit natürlich eine enorme Marktmacht besitzen. Vertrag ist Vertrag Hopfenpreise waren und sind ein Ergebnis von Angebot und Nachfrage. Und auch von Ernteerträgen. Drei große (1949/1981/ 2007) und mehrere kleinere Haussen hat Barth in seiner Berufslaufbahn erlebt, wie zuletzt 2007, als zwei Minderernten den Hopfenpreis nach oben trieben. „So mancher Vertrag stand da im Feuer“, erinnert sich der Hopfenkaufmann, „wer seinerzeit langfristige Kontrakte abgeschlossen hatte, war der Gewinner. Heute ist wieder zuviel Hopfen am Markt. Aber es wird sich wieder einpendeln.“ Unabhängig von der Marktsituation gibt es bei Barth von jeher eine goldene Regel: Vertrag ist Vertrag. Was die Zukunft betrifft, ist für Heinrich Barth die Entwicklung sogenannter „Craft Breweries“ in den USA interessant (kleinere, handwerklich geprägte Brauereien/ Anm.d.Red.), von denen es inzwischen mehr als 3.000 gibt, die zum Teil rasant wachsen und gegenüber den Großbrauereien ein Vielfaches an Hopfen verwenden, um charaktervolle Biere zu brauen. Inzwischen seien ähnliche Entwicklungen auch in skandinavischen Ländern, Österreich oder Italien feststellbar, weiß Barth. In Italien kennt er sich besonders gut aus. Er ist in Meran/Südtirol geboren und seine Ehefrau ist Mitinhaberin der größten Privatbrauerei Italiens, der Brauerei Forst, in Algund/Meran. Die Haushälterin, die mich am Tor des Hauses abgeholt hat, trägt Kaffee auf. Auf dem mächtigen Tisch im geschmackvoll möblierten Salon stehen Lkw-Miniaturen. Ja, er sei leidenschaftlicher Sammler und Verehrer von Goethe und Schiller. Das Sammeln von Hopfenverträgen machen heute seine Söhne. www.barthhaasgroup.com


BIERLAND HALLERTAU

Weltenburger sind

Weltmeister! Im US-amerikanischen San Diego waren 3921 Biere von 799 Brauereien aus 54 Ländern in 95 Kategorien eingereicht und von 211 Juroren aus 27 Nationen verkostet worden. Insgesamt 292 Biere kamen aus deutschen Brauereien, 23 errangen eine der Gold-, Silberoder Bronzemedaillen. Die Prämierung der europäischen World Beer Cup-Gewinner fand im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg im Beisein des Präsidenten der amerikanischen Brauer, Charlie Papazian, der Hallertauer Hopfenkönigin Veronika Springer sowie der Sponsoren Stephan Barth und Michael Sahm statt.

Geyer

Das „Weltenburger Kloster Barock Dunkel“ hat beim World Beer Cup, einer Art Weltmeisterschaft der Brauereien, zum 3. Mal die Goldmedaille in der Kategorie „Münchner Dunkel“ geholt.

(v.l.n.r.) Stephan Barth (Barth-Haas Group), Charlie Papazian (Präsident der Brewers Association), Ludwig Mederer (Braumeister bei Weltenburger), Leonhard Resch (technischer Betriebsleiter bei Weltenburger), Veronika Springer (Hallertauer Hopfenkönigin 2011), Michael Sahm (Sahm – Gläser für Marken)

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PORTRAIT

Zauber-MitlachTheater von MONIQUE SONNENSCHEIN

i p Pip Langstrumpf Foto: Privat

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kommt aus der Hallertau!


PORTRAIT

W

ildenberg – Eine Geschäftspartnerin aus Abensberg hatte mir den Tipp gegeben. Da müsse man einfach mal hinfahren. Das sei eine ganz eigene, zauberhafte Welt. Und sie hätte dort schon mehrfach den Geburtstag ihres Sohnes gefeiert. Oder besser feiern lassen. In Wildenberg. Nur ein paar Kilometer östlich von der Hallertauer Siegelgemeinde Siegenburg entfernt. Der bekannte CSUPolitiker und EU-Parlamentarier Manfred Weber lebt in dem 1.300 Einwohner zählenden niederbayerischen Ort, der von einer weithin sichtbaren, mächtigen Burganlage gleichen Namens überragt wird. Diekt am Burghang haben sich Monique und Jürgen Menzel-Ummenhofer einen alten Bauernhof gekauft und „einen Traum erfüllt“, der so gar nichts zu tun hat mit dem Lebensentwurf typisch niederbayerischer Familien. „Unterm Regenbogen“ verkündet ein Schild am Eingang zu diesem 4-HektarIdyll mit skurrilen, bunten Gebäuden, Wohnanhängern, Bühnen, Zelten, Fischteichen und Tiergehegen. Zwölf Künstler und Kunsthandwerker leben hier ihren Traum. „Liebe ihres Lebens“ Monique Sonnenschein – so der Künstlername der Hausherrin – empfängt mich zu dem Gespräch auf der Terrasse. Der Name ist Programm. Sie strahlt eine Fröhlichkeit aus, die regelrecht ansteckend wirkt: in ihrer gelben Latzhose über dem Bikini, mit den ausladenden Rastazöpfen und den auffälligen Tattoos. Wirklich nichts, was man in dem beschaulichen Wildenberg erwartet hätte. Eine bewegte Kindheit hat die gebürtige Braunschweiger Waldorf- Schülerin hinter sich. Früh schon machte sie sich auf, die Welt zu entdecken. Als Händlerin auf Märkten, wo sie ausgeflippte Klamotten anbietet. Sie bereist mehrmals Spanien und Nordafrika und wäre in Marokko fast sesshaft geworden. Ihr damaliger Mann hatte bereits ein Haus in dem Königreich erworben, ehe sie auf einer Reise durch Bayern, genauer beim Schierlinger Open-Air-Konzert, die „Liebe ihres Lebens“ kennenlernte: Jürgen, den sie „Umi“ nennt, und mit dem sie inzwischen seit 12 Jahren verheiratet ist. Umi, der Maschinenbauer und Schweißtechniker, hat auf dem Wildenberger Bauernhof seine Werkstatt eingerichtet, wo er von der Treppe bis zum Drachen alles macht, was mit Metallen hergestellt werden kann. Und er macht Musik, spielt Gitarre. Zusammen mit Monique am Lagerfeuer entstandene Improvisationsmusik hielten die beiden jüngst auf CD fest:

„Einfach Liebe“, so der Titel. Mittlerweile ist auch dieses Projekt gewachsen und man kann die beiden für Hochzeiten, Ausstellungen etc. buchen. Vier-Generationenhaus mit Streichelzoo Dann gibt es da noch ein musikalisches Projekt: „Weißwurscht is“ nennt sich die bayerische Kultband, bei der Monique die Geige spielt und wo sie mit weiteren sieben Musikern nicht nur auf bayerischen Bühnen steht. Über die „Weißwurscht is“ hat die Süddeutsche Zeitung einmal geschrieben, ein Konzertbesuch sei das Rezept gegen Lustlosigkeit und Depressionen. So wie das Leben von Monique. Im Wortsinne. „Ich fühle mich in der Hallertau daheim“, erzählt die „Wildenberger-Zugereiste“, „mein Leben ist jetzt rund“.

Kinderparadies in Wildenberg

Die 42jährige lebt mit ihrer Mutter, den beiden erwachsenen Töchtern und ihrem Enkelkind (!) in „unserem Vier-Generationenhaus“ und hat sichtlich Freude dabei. Genauso wie in ihrem Job. Neben der Musik hat Monique sich längst einen Namen gemacht mit ihrem Unterhaltungsprogramm für Kinder, das Kindergeburtstage unvergesslich macht und das zunehmend auch Firmen nachfragen, um Besucher zu gewinnen. Bunt, schrill und lustig. Die Pippi Langstrumpf der Hallertau. „Morgen habe ich erstmals eine Gruppe geistig behinderter Jugendlichen bei uns“, erzählt sie voller froher Erwartung. Mit denen zieht sie dann das volle „WildenbergProgramm“ durch: Musik, Zauberei, Geschichten erzählen im Indianer-Tipi, Floßund Kanufahren im Fischteich und natürlich macht sie die Kinder mit den vielen Tieren auf dem Hof vertraut: den Pferden, den Hängebauchschweinen, den Pfauen,

den Gänsen, Hühnern und Enten sowie dem zehnjährigen Mischlingshund „Wolf“, der sie auf Schritt und Tritt begleitet. Abschluss an der Zauber-Akademie Mit Kinderschminken hatte alles vor rund acht Jahren begonnen. Ein bisschen wenig wie sie fand. Deshalb hat sie sich nach und nach ein größeres Unterhaltungsrepertoire angeeignet. Sie erinnerte sich an ihre SchulAusbildung an der Geige, die sie mit viel Aufwand („ich habe bis zu sechs Stunden täglich geübt“) – gerade auch wegen der „Weißwurscht is“ – perfektionierte, machte nach zwei Jahren ihren Abschluss an der Zauber-Akademie in München, lernte Ballon-Tiere modellieren, und, und, und. „Zauber-Mitlach-Theater mit Musik“ nennt sie ihr Programm, das sie mit großer Leidenschaft auf ihrem Hof und an anderen Orten der Region aufführt und das mehr und mehr Kinderaugen zum Glänzen bringt. Wie passt das alles zusammen mit dem beschaulichen Wildenberg? Einem durchaus typischen niederbayerischen Dorf mit Kirche, Sparkasse, ein paar Bauernhöfen, einer vor Jahren aufgelassenen Brauerei und vielen adretten Einfamilienhäusern? Werden da so schrille Typen wie Monique und Co. nicht eher argwöhnisch beobachtet? Reggae statt Zwiefacher Weit gefehlt! Gleich im Jahr des Einzugs 2003 lud die Wildenberg-WG zu einer großen Kennenlern-Party und ganz Wildenberg strömt auf das Gelände am Burgberg. 800–1.000 Personen kommen inzwischen zu dem etablierten Fest und feiern ein ganz besonderes Dorffest: Karibische Küche statt Schweinshaxn, Reggae-Musik statt Zwiefachem. Überraschend anders. Wie Monique eben. In diesem Jahr hat sie eine Ausbildung zur Sterbebegleiterin im Hospizverein in Regensburg absolviert und auch bereits den ersten „Einsatz“ hinter sich. Sterben gehöre eben zum Leben und dürfe nicht so tabuisiert werden, findet Monique, die keinen Widerspruch sieht zwischen Kinderanimation und Sterbebegleitung. Künftig möchte Monique auch als Musik-Clown krebskranke Kinder begleiten. Vielleicht ist Monique dann schon Bauchrednerin. Diese Fähigkeit will sie sich nämlich demnächst auf einer Schule aneignen. „Es entstehen gerade große Sachen“, strahlt sie. Sie ist längst angekommen in der Hallertau. Auf ihre ganz eigene Art. ah www.moniquesonnenschein.de

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BIERLAND HALLERTAU

von ALEXANDER HERZOG

Wolnzach/Hallertau – Die Rede war seit Jahren davon, einen Film über die bedeutendste Hopfenanbauregion der Welt, die Hallertau, zu machen – einen Film, der aufzeigt, weshalb in der Region zwischen München und Nürnberg die besten Hopfen wachsen. Warum beinahe jedes zweite Bier, das zwischen Kapstadt und Spitzbergen, zwischen Kalifornien und Tokio mit Hallertauer Hopfen gebraut wird. Der Vorsitzende der Hallertauer Hopfenpflanzer, Josef Wittmann, ergriff schließlich die Initiative. Am Rande der Brau-Beviale in Nürnberg meinte er vor zwei Jahren zu mir: Wir machen das jetzt! Bitte schreib uns ein Drehbuch und finde uns ein gutes Kamerateam.“ Zusammen mit Werner Brunner, dem stellvertretenden Geschäftsführer des Hallertauer Hopfenpflanzerverbandes und der BR- Journalistin Andrea Koeppler machte ich mich gleich begeistert an die Arbeit. Ideen hatten wir viele, eines stand fest: Es sollte kein Film werden, der nüchtern über Daten, Fakten und Wertschöpfungskette des Hopfenanbaus in der Region berichtet. Vielmehr sollte es ein Film werden, der begeistert von der Arbeit im Hopfengarten und vom Engagement in der Hopfenforschung erzählt, von der Freude am Produkt, von der

Achtsamkeit im Umgang mit den wertvollen Dolden und letztendlich vom Anteil, den die mystische Pflanze an jedem wahrlich guten Bier hat. Für dieses Vorhaben brauchten wir neben eindrucksvollen Aufnahmen vor allem auch Repräsentanten jener Menschen vor der Kamera, die für den Hallertauer Hopfen „brennen“ – Menschen, die von den Mühen des Hopfenanbaus berichten, den Zielen des Züchtens und Forschens und – unbedingt auch Menschen, die von den Freuden des Brauens mit Hallertauer Hopfen erzählen. Einen Hopfenpflanzer, einen Züchter und einen Brauer. Und die waren schnell gefunden und gewonnen: Hopfenpflanzer Erwin Graßl aus Rohr, Züchter Anton Lutz vom Hopfenforschungzentrum Hüll der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, und der renommierte Braumeister Hans-Peter Drexler vom Weissen Brauhaus in Kelheim erklärten sich bereit diese Rollen zu übernehmen. Nachdem das Storyboard erstellt war, brauchte es noch eine Produktionsgesellschaft, die das umzusetzen in der Lage war. Wir entschieden uns für die in Sachen Hopfen und Bier bereits erfahrene Abensberger Firma „Rapunzel“. Um es vorweg zu nehmen: Ein Glücksfall! Ich brauchte zwar

eine geraume Zeit, bis sich mir der Namen der Produzentin, Meada Mounajed, eingeprägt hatte. Aber die Zusammenarbeit klappte dafür vom ersten Tag hervorragend. Und es sollten viele Tage werden ... Hüll, Nabel der Hopfenwelt Die ersten Drehtage fanden im Hopfenforschungszentrum in Hüll statt, wo Züchter Anton Lutz die Ziele der Hopfenforschung und -Züchtung auch für Laien verständlich erläuterte. Das Thema ist komplex. Die Entwicklung einer Hopfensorte nimmt bis zu 20 Jahre in Anspruch. Es gilt die Anforderungen an die Inhaltsstoffe einer Sorte – spezielle Aroma- und Bitterkomponenten sowie Gerbstoffe – mit den Anforderungen an die Resistenz und den Ertrag im optimalen Verhältnis zu balancieren. In Hüll stehen für die Züchtung beinahe 20.000 Zuchtstämme zur Verfügung sowie die wohl umfangreichste Wildhopfensammlung der Welt. An die 100 Kreuzungen werden im Jahr durchgeführt. Hüll ist sozusagen der Nabel der Hopfenwelt, was Zucht und Forschung betrifft. Hier in den Gewächshäusern der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft


BIERLAND HALLERTAU

in Hüll entstanden auch eindrucksvolle Zeitraffer-Aufnahmen vom Wachstum der Hopfenpflanzen. Bis zu 30 Zentimeter am Tag wächst diese Pflanze, die dann zur Ernte, Ende August, sieben Meter hoch, alle anderen Kulturpflanzen überragt. Die Gerüstanlagen haben dann bis zu 20 Tonnen Gewicht zu tragen! Viele Stunden Filmmaterial entstanden schließlich draußen in den Hopfengärten, um die verschiedenen Wachstumsstadien einzufangen, und um zu vermitteln, wie viel Arbeitsleistung der Landwirt dafür investiert: Obgleich die Hallertauer Landwirte über modernste Agrartechnik verfügen, verlangt ein Hektar Hopfen 40 mal mehr Einsatz als ein Hektar Getreide. Wir drehten während der Saison im Hopfengarten von Erwin Graßl und die Erntearbeiten bei Adolf Schapfl in Grubwinn bei Wolnzach. Wir drehten vom Fesselballon aus und mit einer Kamera, die auf einem kleinen Hubschrauber montiert worden war, dem so genannten Oktocopter. Ich lernte, das schönes Wetter nicht gleich schönes Wetter ist. War es auch nur leicht diesig, konnte nicht gedreht werden. Mounajed wollte stahlblauen Himmel. Aber auch wenn alles passte, zogen sich die Aufnahmen am Set oft lange hin, wurde Einstellung um Einstellung immer wieder neu gedreht, bis Produzentin Mounajed und Regisseurin Daniela Römgens endlich zufrieden nickten. Bis zur Ernte waren schließlich alle Außenaufnahmen „im Kasten“. Und auch die Drehs bei der Weißbierbrauerei Schneider, im Labor von Agrolab zum Thema Qualitätssicherung mit dem Präsidenten des Deutschen Hopfenpflanzerverbandes, Dr. Johann Pichlmaier, bei

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der Verkostung anlässlich des EuropeanBeer-Star-Wettbewerbs, beim Galli-Markt in Mainburg und im Hopfenverarbeitungswerk St. Johann mit dem Vorsitzenden des Deutschen Hopfenwirtschaftsverbandes waren erfolgreich abgeschlossen. Im Frühjahr und Sommer 2012 wurden die letzten fehlenden Szenen gedreht: Im Haus des Hopfens, im Deutschen Hopfenmuseum Wolnzach und in den Hopfengärten zum Thema künstliche Bewässerung. Inzwischen hatte der Hallertauer Komponist Stefan Pellmaier die Filmmusik arrangiert: eine Neu-Interpretation alter Hallertauer Volksmusikstücke. Anfang Oktober erfolgten endlich die Sprachaufnahmen in Deutsch und Englisch und gleich danach die restlichen Arbeiten im Studio. Zur Brau-Beviale in Nürnberg ist nun erstmals die rund 16 minütige Version (sowie ein Kurzfilm mit dreieinhalb Minuten) in deutsch und englisch zu sehen. Vertonungen in Russisch, Spanisch und Mandarin werden folgen. Meine Bilanz: Es war eine spannende Zeit. Alle Beteiligten haben mit großem Einsatz und Engagement dazu beigetragen, das der Film „Hopfen aus der Hallertau – für die besten Biere der Welt“ entstehen konnte. Die professionelle Film-Crew, die vielen Mitwirkenden und nicht zuletzt Werner Brunner, ein umsichtiger, stets ansprechbarer Koordinator auf Seiten des Hopfenpflanzerverbandes, der für einen reibungslosen Ablauf der Produktion sorgte. Machen Sie sich selbst ein Bild davon: Die Film-CD ist ab sofort beim Deutschen Hopfenpflanzerverband erhältlich: www.deutscher-hopfen.de

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Mit Gold und Bronze die erfolgreichste bayerische Brauerei 2012: Müllerbräu Pfaffenhofen

München/Nürnberg – Seit Jahrzehnten blickt die internationale Brauwelt im November nach Nürnberg, wo auf der Brau Beviale die neuesten Technologien präsentiert werden. Und zunehmend auf einen Wettbewerb, der eine sensationelle Entwicklung genommen hat: den European Beer Star der Privaten Brauereien. Denn in nur neun Jahren ist die Beteiligung von 271 Bieren (2004) auf 1.366 Biere gestiegen. „Als wir die Idee vor zehn Jahren entwickelt haben, hätte sich keiner von uns träumen lassen, dass der European Beer Star eine solche

Erfolgsgeschichte wird“, erinnert sich Dr. Werner Gloßner, Geschäftsführer des Ausrichters Private Brauereien. Ganz besonders freuen dürfte Gloßner, dass die deutschen – und hier vor allem die bayerischen Brauereien – so erfolgreich wie nie abschneiden: Von den 63 deutschen Medaillen gehen 41 an Brauereien südlich des Mains, darunter 15 Gold-, 11 Silber- und 15 Bronzemedaillen. Das erklärt sich auch nicht durch den Zuwachs von 17 % deutscher Biere gegenüber 2011, denn die internationalen Biere haben demgegenüber sogar um 28% zugenommen. Trotzdem: Erstmals konnten die deutschen Braustätten Goldmedaillen in allen typischen deutschen Bierkategorien erringen. Die erfolgreichste Brauerei beim European Beer Star 2012 kommt allerdings aus den USA: die Pelican Pub & Brewery aus Pacific City in Oregon mit zwei Gold- und zwei Silbermedaillen.


Zwei Tage benötigte die Verkosterrunde, insgesamt 102 Braumeister, Bier-Sommeliers und Fachjournalisten aus 25 Ländern, um in einer Blindverkostung die besten Biere der Welt in erstmals 50 Bierkategorien (Vorjahr 49) zu küren. Nach rein sensorischen Kriterien, wie sie jeder Biertrinker kennt: Farbe, Geruch, Schaum und natürlich Geschmack. Mit Gold, Silber und Bronze wurden Biere europäischer Brauart aus insgesamt 45 Ländern am 14. November auf der Brau Beviale in Nürnberg ausgezeichnet. „Der Wettbewerb wird härter“ Bei der Betrachtung der Siegerliste fällt vor allem auf, dass – anders als noch in den Vorjahren – nur wenige Brauereien gleich reihenweise Medaillen erringen konnten. Die erfolgreichsten deutschen Brauereien, das Bürgerliche Brauhaus

Der Herrnbräu Weizenbock gewann die Goldmedaille Kategorie South German-Style Weizenbock Dunkel

Saalfeld (Thüringen, Märzen und Heller Bock) und die Kronenbrauerei Schimpf (Baden-Württemberg, Hefeweizen Hell und Kristallweizen) können sich über je eine Gold- und Silbermedaille freuen. Dicht „gefolgt“ von den bayerischen Brauereien Müller (Pfaffenhofen, Gold für Leichtes Weizen, Bronze für Helles/Lager) sowie dem European Beer Star-Newcomer Guts- und Brauereigenossenschaft Taufkirchen, die für Helles/Lager mit Gold und für Märzen mit Bronze ausgezeichnet wurden. Dabei zählen die deutschen Brauereien mit 63 Medaillen (2011: 52), je 21 mal Gold, Silber und Bronze, zu den großen Gewinnern des European Beer Star 2012. „Der European Beer Star ist in der Breite angekommen“, erläutert Roland Demleitner vom Bundesverband der Privaten Brauereien, „unsere Auszeichnung

ist längst ein anerkanntes Qualitätssiegel und damit wird der Wettbewerb natürlich jedes Jahr härter!“ Die zweiterfolgreichste Nation beim European Beer Star 2012 sind erwartungsgemäss die USA. Die dortige innovative Craft-Brewer-Szene („Handwerks-Brauereien“) konnte 37 Medaillen erringen, darunter 14 Goldmedaillen (2011: 12) für die in den USA besonders populären Bierstile wie Golden Ale, Indian Pale Ale, Stout oder Ultra Strong. Erstmalig Gold für 21 deutsche Brauereien Bei der Analyse der deutschen Preisträger 2012 sticht heraus, dass erstmals in der Geschichte des European Beer Stars 21 verschiedene Brauereien eine Goldmedaille erringen konnten und dass die Medaillengewinner vor allem im Süden beheimatet sind: 8 Medaillen gehen nach Baden-Württemberg, darunter einmal mehr die Goldmedaille für Kristallweizen (zum dritten Mal in Folge für die Biermanufaktur Baisinger). Nach Bayern vergaben die Juroren sogar 41 Medaillen. Eine deutliche Massierung von Auszeichnungen findet sich von Augsburg bis Ingolstadt (Riegele, Schwarzbräu, Müllerbräu, Herrnbräu), vom Münchner Nord-Osten bis zum Chiemgau (Eittinger Fischerbäu, Genossenschaftsbrauerei Taufkirchen, Aying, Camba Bavaria, Brauerei Schönram, Klosterbrauerei Baumburg) und rund um Erlangen (Brauerei Kitzmann, ElchBräu, u.a.). „Besondere handwerkliche Qualität und die Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem“, zieht Gerhard Ilgenfritz, Präsident der Privaten Brauereien, als Erklärung dafür heran, „dass die Erfolgsgeschichte des European Beer Stars eine Erfolgsgeschichte der eher kleineren Brauereien ist, wobei die Siegerlisten zeigen, dass auch Großbrauereien hervorragende Biere brauen können.“ Brau-Tradition Eine mittelständische, inhabergeführte Brauerei ist der Müllerbräu in Pfaffenhofen. Die Geschäftsleitung teilen sich Fritz Müller und Manuel Müller. Der Müllerbräu im bayerischen Pfaffenhofen, im Herzen des Hopfenlands, blickt auf eine 350-jährige Brautradition zurück. Bereits als der Dreißigjährige Krieg tobte, wurde am Hauptplatz in einer kleinen „Braubehausung“ Bier gebraut. Auf den Pfaffenhofener Müllermeister in der Zeit um

102 Verkoster wählten die Medaillengewinner beim European Beer Star 2012.

1770, den Stammhalter des Braugeschlechts, geht der Name der Brauerei zurück. Heute ist aus diesen Anfängen ein moderner Brauereibetrieb gewachsen, der mit hoher Qualität seiner regelmäßig prämierten Biere und alkoholfreien Getränke überzeugt. Traditionelles Wissen über die hohe Kunst des Bierbrauens wird hier mit innovativem Geist verknüpft und beschert dem treuen Kreis der Kunden Jahr für Jahr beste Biere. • Aktienbrauerei Kaufbeuren • Auerbräu, Rosenheim • Brauerei Aying • Brauerei Gasthof Eck, Böbrach • Brauerei Greif, Forchheim • Brauerei Leonhard Schübel, Stadtsteinach • Brauerei S. Riegele, Augsburg • Brauerei-Gasthof Kundmüller, Viereth-Trunstadt • Brauhaus Altenkunstadt Andreas Leikeim • Bürgerliches Brauhaus Wiesen • Eittinger Fischerbräu • Felsenbräu Thalmannsfeld • Flötzinger Bräu, Rosenheim • Gansbrauerei, Neumarkt • Guts- und Brauereigenossenschaft Taufkirchen • Herrnbräu, Ingolstadt • Kapplerbräu Hans Wiedemann, Altomünster • Kitzmann Bräu, Erlangen • Klosterbrauerei Baumburg, Altenmarkt A.d. Alz • Klosterbrauerei Weltenburg, Kelheim • Landshuter Brauhaus, Landshut • Lindenbräu Gräfenberg • Müllerbräu, Pfaffenhofen • Privatbrauerei Alwin Märkl, Freudenberg • Privatbrauerei Camba Bavaria, Truchtlaching • Privatbrauerei Hofmann, Pahres • Privatbrauerei Hofmühl, Eichstätt • Privatbrauerei Schnitzlbaumer, Traunstein • Private Landbrauerei Schönram • Schlossbrauerei Autenried, Ichenhausen • Schwarzbräu, Zusmarshausen • Thuisbrunner Elch-Bräu, Gräfenberg • Weissbräu Schwendl, Tacherting • Weißbräu Unertl, Mühldorf am Inn • Weisses Bräuhaus G. Schneider & Sohn, Kelheim Alle bayerischen Gewinner beim European Beer Star 2012 in der Übersicht.


Stefans Kochkurse im Gasthaus Spitzer In Bayern aufgewachsen und von klein auf schon den Kochlöffel im elterlichen Gasthaus schwingend, war für Stefan Spitzer schnell klar: „Ich werde Koch!“ Als solcher ist er 12 Jahre lang durch die Welt gereist und hat dabei die unterschiedlichsten Küchen und Menschen kennen gelernt, unter anderem in England, USA und Japan. Dabei wurde ihm immer bewusster, welch enormen Einfluss die Ernährung auf unseren Körper hat. Wenn falsche Ernährung krank macht, so muss doch die richtige Ernährung der Gesundheit dienen.

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Also machte er die Ausbildung zum „Fachberater für holistische Gesundheit®“ (vom griechischen holon = das Ganze). Die Ernährung nicht getrennt vom Menschen zu sehen und seine ganze Situation in die Beratung einfließen zu lassen, ist daher der Grundstein seiner Beratung.

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Queen Elisabeth Interview mit ELISABETH FUSS aus Lutzmannsdorf/Pfeffenhausen, Hallertauer Hopfenkönigin 2012

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eit über 50 Jahren wählen die Hallertauer jedes Jahr auf dem Volksfest in Wolnzach eine Hopfenkönigin. Kandidieren dürfen traditionell nur junge Frauen aus Hopfenpflanzerfamilien. Im Rahmen einer Vorstellungsrunde müssen die Bewerberinnen nachweisen, wie gut sie sich mit Hopfen auskennen. Eine leichte Aufgabe für Elisabeth Fuß: die 21-jährige mit Einser-Abitur studiert im 5. Semester Agrarwissenschaften an der Technischen Universität München am Wissenschaftsstandort Weihenstephan. Gab es den Wunsch, Hopfenkönigin zu werden, schon länger? Ja, eigentlich schon seit meiner Kindheit. 2004/2005 war meine Schwester Maria Hopfenprinzessin – damals war ich als Begleitung schon bei einigen Auftritten dabei – und seitdem hatte ich beschlossen, einmal bei der Wahl anzutreten. Dieses Jahr war es dann soweit. Du bist jetzt seit Ende August im Amt. Wahrscheinlich gab es schon zahlreiche Termine. Hast Du Dir die Regentschaft so vorgestellt? Ja, wobei meine positiven Erwartungen zum Teil sogar übertroffen werden. Jeder Auftritt ist etwas Besonderes- man lernt interessante Persönlichkeiten kennen und wird überall herzlich empfangen. Manchmal ist das Amt angesichts der vielen Termine ein bisschen stressig, aber es ist auf jeden Fall angenehmer Stress. Ich versuche, jeden Termin wahrzunehmen und somit für ein Jahr das verantwortungsund ehrenvolle Amt der Hallertauer Hopfenkönigin möglichst gut zu tragen. Was war Dein bislang eindrucksvollstes Erlebnis? Schwierige Frage, jeder Auftritt ist etwas Besonderes. Ein „Highlight“ war für mich

schon die Wahl am 13. August in Wolnzach. Einzigartig war sicherlich das Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel im Rahmen des politischen Gillamoos, die Eröffnung der Bioerdgasanlage Oberlauterbach mit Ministerpräsident Horst Seehofer sowie mehrere Treffen mit Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (Antrittsbesuch, Hopfenrundfahrt, Zentrales Landwirtschaftsfest München (ZLF), Hopfakranzlfest Mainburg). Besonders in diesem Jahr ist auch das Zentrale Landwirtschaftsfest in München. Ich durfte am Eröffnungstag Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner kennen lernen und war beim traditionellen Produktköniginnentreffen sowie beim „Tag der bayerischen Sparkassen“ im ZLF. Besonders sind aber auch die hiesigen Volksfeste – es ist schön, die verschiedenen Städte der Hallertau mit ihren Volksfesten und Hopfenfesten aus der Nähe zu sehen, z. B. der Festzug in Rahmen der Moosburger Herbstschau mit einer Kutschenfahrt für uns Hopfenhoheiten. Du siehst, es ist echt schwierig, das eindrucksvollste Erlebnis zu bestimmen ... Worauf freust Du Dich am meisten? Ebenso schwierige Frage ... wahrscheinlich wird die Amerikareise eine ganz

besondere Erfahrung werden. Spontan fällt mir dann noch die Grüne Woche in Berlin ein. In naher Zukunft freue ich mich auf morgen, weil ich zur Übergabe eines Hopfenkranzes an Bundespräsident Joachim Gauck nach Berlin fahren darf und auf den bevorstehenden Gallimarkt. Wie schaffst Du es, Dein Studium mit den vielen Repräsentationsaufgaben zu vereinen? Das Semester beginnt erst Mitte Oktober wieder. Dass heißt, bis jetzt konnte ich (fast) alle Termine problemlos annehmen. Ich denke aber, dass es sich schon mit dem Studium vereinbaren lässt. In den Prüfungszeiträumen wird es mit Sicherheit stressiger – aber ich bin zuversichtlich, dass ich sowohl das Studium als auch das Amt der Hopfenkönigin nicht vernachlässigen werde. Die Fragen stellte Alexander Herzog Elisabeth Fuß - Steckbrief • Geburtstag: 02. Mai 1991 • Geburtsort: Mainburg • Sternzeichen: Stier • Wohnort: Lutzmannsdorf bei Pfeffenhausen • Beruf: Studium der Agrarwissenschaften im 5. Semester • Eltern: Josef und Franziska Fuß


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N NACHRICHTEN ACHRICHTEN V VOM OM T TOURISMUSVERBAND OURISMUSVERBAND HALLER HALLERTAU TAU ¡ NO NOV. V. 2012 7. GROSSES HALLER HALLERTAUER TAUER HOPFAKRANZLFEST HOPFAKRANZLFEST RUNDUM GELUNGEN Die Stadt Mainburg präsentierte sich als perfekter Gastgeber fßr die (\ÅHNLKLY/H\W[]LYHUZ[HS[\UNKLZ;V\YPZT\Z]LYIHUKLZ/HSSLY[H\ KHZQpOYSPJOPULPULYHUKLYLU/HSSLY[H\LY.LTLPUKLZ[H[[ÄUKL[

To ourismusverband e Hallertau e.V V.. Rainer-Bßlent Nowak (1. Vorsitzender) Tßrltorstr. 20 ¡ 85276 Pfaffenhofen Tel. e 08441 789916 7 info@hallertau.by ¡ www.hallertau.by www.facebook.com/hallertau.by

Landwirtschaftsminister Helmut Brunner erÜffnete als Schirmherr das Fest auf dem Griesplatz. Besseres Wetter hätten sich die Veranstalter nicht wßnschen kÜnnen. Herrlicher Spätsommer-Sonnenschein lockte Tausende a von Besucher im Laufe des Taages nach Mainburg.

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Der Griesplatz war fĂźr diesen Anlass zu einem riesigen Biergarten umfunktioniert worden, den rund 30 wunderschĂśn mit Hopfen geschmĂźckte Stände zierten. Dort wurden den Besuchern neben Essen und Getränken vor allem Delikatessen und Produkte rund um den Hopfen, wie Hopfakranzl, LikĂśrr, Baste Bastelarbeiten, Schmuck und Keramik, angeboten, die reiĂ&#x;enden Absatz fanden.

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Auf der BĂźhne sorgte während des ganzen Tages ein abwechslungsreiches und unterhaltsames ProNYHTTMÂ&#x2026;Y<U[LYOHS[\UN+PL(\Ă&#x2026;Â&#x20AC;Z\UNKLZ]VT Tourismusv o erband Hallertau initiieren Gewinnspiels fand am Abend statt. Es ging dabei darum, beim â&#x20AC;&#x17E;Hopfensack-Schätzenâ&#x20AC;&#x153; durch Anheben das richtige Gewicht eines Hopfensacks zu ermitteln. Die Gastgebergemeinden fĂźr die nächsten beiden Jahre stehen bereits fest. So wird am :LW[LTILYKPL:[HK[=VOI\YN zusammen mit dem To ourismusverband Hallertau das 8. Hallertauer Hopfenkranzlfest ausrichten. Am :LW[LTILY MYL\[ZPJO>VSUaHJO bereits darauf, als Gastgeber fungieren zu dĂźrfen.

4,+0,5),;9,<<5.(3::,9=0*, 4 ,+0,5),;9,<<5.(3::,9=0*, >PYRÂ&#x2026;TTLYU\UZ\T(UMYHNLU]VU4LKPLU]LY[YL[LYU\UKOLSMLUK\YJO KPL)LYLP[Z[LSS\UN]VU0UMVYTH[PVULUNLaPLS[H\MKPL)LKÂ&#x2026;YMUPZZLKLY QL^LPSPNLU4LKPLULPUa\NLOLU Dieses Jahr entstand die Sendung â&#x20AC;&#x153;Kulturgut Bierâ&#x20AC;&#x153;, die der Sender Phoenix u. a. in der Hallertau gedreht hat. Von uns kamen viele Tipps und Empfehlungen fĂźr die Drehorte. Auch ein Redaktionsteam des Ăśsterreichischen Magazins â&#x20AC;&#x17E;Servusâ&#x20AC;&#x153; hat bereits Ăźber die Highlights unserer schĂśnen Hallertau berichtet. FĂźr September kommenden Jahres plant das Magazin einen Sonderbeitrag, der sich Ăźber mehrere Doppelseiten erstrecken wird und eine groĂ&#x;artige MĂśglichkeit bietet, unsere Region Ăźber die Grenzen Deutschlands hinaus bekannter zu machen. Wir freuen uns schon auf die September-Ausgabe 2013.

Aktuell kĂśnnen wir auf unserer Facebook-Seite Â&#x2026;ILY-HUZ zählen, Tendenz enden e steigend. Haben Sie interessante Neuigkeiten, von denen Sie denken, dass diese unbedingt auf der Facebook-Seite des TVH erscheinen sollen? Aber Sie haben noch keine Erfahrung mit Facebook? Kein Problem, schicken Sie uns Ihre Informationen, Bilder usw., wir posten diese fĂźr Sie. Wenn Sie FacebookNeueinsteiger sind und mit diesem Medium so rein gar nichts anfangen kĂśnnen, wir Sie aber jetzt neugierig gemacht haben, dann zĂśgern Sie nicht, sich bei uns zu melden, wir beraten Sie gerne.


5,<,05-6)96:*/l9, 5,<,05-6)96:*/l9, )(3+,9/f3;30*/ (3+,9/f3; 3;30*/ Unter nter der Rubrik „Ha „Hallertauer Hopfenreise“ gt der To ourismusverband Hallertau eine eue Broschüre mit interessanten To ouren urch die Hallertau auf. Dieses Medium i ient auch dazu, unsere Gästeführer einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen und das Interesse – auch bei Einheimischen – nach mehr Informationen über unserer Region zu wecken. Das Faltblatt bietet Vorschläge für vielfältige Freizeitaktivitäten, die für alle Altersgruppen geeignet sind. Es gibt sowohl Vorschläge für Fahrradgruppen als auch die Möglichkeit, mit Kutsche und Pferd die Hallertau zu erkunden. Fragen Sie nach den Möglichkeiten und Preisen an.

MARKT HOHENW HOHENWART WAR A T UND .,4,05+,:*/,@,955,<, . ,4,05+,:*/,@,955,<, MITGLIEDER :LP[(\N\Z[ILNY…LU^PYKPL.LTLPUKL :JOL`LYU\UK:LW[LTILYKLU4HYR[ /VOLU^HY[HSZUL\L4P[NSLPKLY Die Mitglieder des To ourismusverband Hallertau setzten sich nun zusammen aus 2 Landkreisen, 13 Gemeinden sowie 92 Einzelmitgliedern. Insgesamt geht es uns in unserer Zusammenarbeit mit den einzelnen Landkreisen und Gemeinden darum, den Erwartungen der Mitglieder gerecht zu werden, vor allem im Hinblick auf eine Steigerung der touristischen Aktivitäten.

=69:*/3f.,-l9(2;0=0;f;,5! = 69:*/3f.,-l9(2;0=0;f;,5! Q Busrundfahrt durch die Hallertau mit Gästeführer Q Besuch des Deutschen Hopfenmuseums in Wolnzach Q Bierseminar mit Biersommeliers Q Besichtigung eines Hopfenbaubetriebes Q und vieles mehr ... Susan Deckner

Gisela Ermeier

+0,+,<;:*/,/67-,5 +0,+,<;:*/,/67-,5 STRASSE MIT NEUEM M FORMA FORMAT AT

Veronika Klinkenberg

Hans Neumayr

Heribert Reiter

Anton Willkofer

;6<90:4<:=,9)(5+/(33,9;(<(<-+,9 ;6<90:4<:=,9)(5+/(33,9;(<(<-+,9 FREIZEITMESSE „F „F.RE.E“ F.RE.E“ . Der Tourismusv o erband Hallertau wird nächstes Jahr im Februar auf der Freizeitmesse „f.re.e“, der ehemaligen „Caravan und Boot“, in München das Hopfenland Hallertau mit einem Informationsstand vertreten. Wir möchten hier u. a. unsere Nähe zum Ballungsraum München nutzen und um ;HNLZH\ZŅNSLY\UK2\Ya\YSH\ILY^LYILU

Ziel des neuen Projektes “Deutsche Hopfenstraße“ ist es, für den Gast ein buchbares Produkt zu schaffen. Hier wollen wir versuchen, für die Gäste eine Art Eventtourismus ins Leben zu rufen. Wir möchten es den Gästen ermöglichen, ein buchbares Produkt zur Hand zu haben, bei dem sie die Auswahl zwischen diversen Aktivitäten treffen können. Es geht darum, den Gästen die bayerische Brautradition nahe zu bringen, echte hallertauer Gastfreundlichkeit kennen zu lernen und nebenbei allerhand Wissenswertes um das Thema Bier zu erfahren. Natürlich darf bei so einem Erlebnis der Geschmack nicht zu kurz kommen und es soll die Möglichkeit bestehen, diverse Biersorten kennenlernen und probieren zu können.

= ,9(5:;(3;<5.:2(3,5+,9 =,9(5:;(3;<5.:2(3,5+,9 < 5+.(:;.,),9=,9A,0*/50: <5+.(:;.,),9=,9A,0*/50: NEUE UNTERSTÜTZUNG Seit Oktober 2012 hat der To ourismusverband Hallertau e.V V. neue Verstärkung bekommen, Frau Petra Haunsperger. Sie übernimmt die Aufgaben von Frau Roel. Neben der Betreuung unserer Mitglieder kümmert sich Frau Haunsperger um Mailingaktionen, wird den TVH-Internetauftritt regelTpPNWÅLNLU\UKPZ[TP[KLY0UZ[HUKOHS[\UN und Aktualisierung des neuen Gastgeberverzeichnisses beschäftigt. Wenn Sie Anregungen oder Fragen haben, erreichen Sie Frau Haunsperger unter info@tourismusverbandhallertau.de.

Wie möchten Sie auf unseren =LYHUstaltungskalender und das Gastgeber]LYaLPJOUPZ aufmerksam machen. Unter www.hallertau.by können Sie Ihre Veranstaltung oder Ihren Betrieb kostenlos eintragen und somit einem breiten Publikum mitteilen. Unsere Website erfreut sich großer Beliebtheit und ^PYKOp\ÄNNLU\[a[\TZPJOLPULUlILYISPJRa\ verschaffen.


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/V[LS9LZ[H\YHU[([OVZ Stadtplatz 3 08452 734189 www.hr-athos.de

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11,;A,5+69,;A,5+693HUKNHZ[OVM6[[SPUNLY Hauptstraße 18 08137 7121

33(5.,5)9<*2 (5.,5)9<*2 .HZ[OVM/V[LS-Y€OSPJO Pörnbacher Straße 29 08453 346-0 www.gasthof-froehlich.de 7LUZPVU/HTTLYZJOTPK Pörnbacher Straße 8 08453 7084 7LUZPVU>VSRLUZ[LPU Hochweg 3 08453 1630 www.pension-wolkenstein.de /V[LS9LZ[H\YHU[*HML/p\SLr Pörnbacher Straße 28 08453 7284 www.hotel-haeussler.de

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>635A(*/ > 635A(*/ /V[LS/VWMLUNVSK PreysingstraĂ&#x;e 53 08442 959555 www.hotel-hopfengold.de 7LUZPVU3LWWTHPLY Zur Ebene 1 08442 964103 www.pension-leppmaier.de /V[LS:JOSVZZOVMHUUV SchlossstraĂ&#x;e 12 08442 962606-0 www.schlosshof-wolnzach.de /V[LS/HSSLY[H\ ZiegelstraĂ&#x;e 4 08442 96810 www.hotel-hallertau.de .HZ[OVMa\Y7VZ[ Marktplatz 5 08442 60607 www.zur-post-wolnzach.de /HPTLYSOVM/V[LS.TI/ PreysingstraĂ&#x;e 7 08442 956910 www.haimerlhof.de /H\ZHT:LL -HTPSPL2HTWMLY:JOHLMLY Stadelhof 4 08452 7359059 www.haus-am-see.kknet.de 7LUZPVU2H[OHYPUH.TLSJO Wilhelm 28 08442 1786

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Alle Angaben in diesem Verzeichnis wurden mit besten Wissen erhoben. Sie beruht auf den Angaben der Vermieter und Anbieter. Der To ou ourismusv erband Hallertau ßbernimmt fßr die Richtigkeit der Angaben keine Gewähr. Irrtum bleibt vorbehalten. Stand November 2012.

4(5*/05. 4(5*/05.


SERVICE

Hallertauer ImmobilienBarometer

Mainburg

Au/Hallertau

von Immobilien-Experte PETER STANGLMAIER

A

u/Mainburg – Immobilienboom in der Hallertau!? Soweit sind wir leider noch nicht.

Sicherlich wird aber gerade auch die südliche Hallertau von den Kapriolen der Immobilienpreise im Ballungsgebiet München profitieren. Bis heraus zu den S-Bahn- Endstationen, gerade auch in Freising, dem Tor zur Hallertau, haben die Preise innerhalb der vergangenen 18 Monate bis zu 25 % angezogen. Während der letzten Jahre hat sich durch die steigenden Benzinpreise der Fokus beim Immobilienerwerb stark auf das Thema öffentliche Verkehrsanbindung und Infrastruktur konzentriert. Ballungsgebiete waren gegenüber den ländlichen Regionen daher im Vorteil. Steigende Immobilienpreise in Verbindung mit immer verbrauchseffizienteren Kraftfahrzeugen werden dazu beitragen, auch die ländlicheren Räume wieder attraktiv zu machen. Aber nicht nur diese harten Faktoren, sondern landschaftliche Schönheit, ein attraktives Ortsbild, Lebensqualität und ein familiengerechtes Umfeld können den Standort Hallertau zusätzlich attraktiv machen. Wie gesagt sind Immobilieninteressenten bei schlechterer Verkehrsanbindung wieder vermehrt kompromissbereit, wenn zumin-

dest die Leistungsfähigkeit der Internetanbindung zufriedenstellend ist. Dieser Sachverhalt ist für alle Standorte der Hallertau von drastisch zunehmender Bedeutung. Der Münchner Norden mit seinem Flughafen hat eine ständig steigende Zahl von Interessenten, welche über ein sogenanntes „Homeoffice“ verfügen, nur noch zwei bis drei Tage pro Woche in ihren eigentlichen Büros sind und die Nähe zum Flughafen brauchen. Aus diesem Umfeld ergeben sich zahlreiche Immobiliensuchende, welche auch im ländlichen Umfeld schlechte Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Kauf nehmen und bereit sind, für ein attraktives Umfeld durchaus Beträge von € 400.000 bis € 500.000 und darüber zu bezahlen. In dieser Rubrik werden wir in den folgenden Monaten einzelne Orte der Hallertau hinsichtlich ihres Potenzials näher betrachten. Die Marktgemeinde Au i. d. Hallertau mit ihren ca. 11.000 Einwohnern ist einer der wichtigsten Kernorte der südlichen Hallertau. Viele Leser werden den Ort noch als verkehrstechnisches Nadelöhr in schlechter Erinnerung haben. Wie in vielen Orten in der Hallertau führte die Bundesstraße den kompletten Durchgangsverkehr direkt durch die Gemeinde. Dadurch konnte sich kein

attraktiver Ortskern entwickeln. Seit einem Jahr ist in Au i. d. Hallertau nun die Umgehungsstraße fertig gestellt und alle Vorraussetzungen für die Entwicklung eines richtigen Ortskerns sind gegeben. Im Gegensatz zu den Ballungsgebieten sind hier Häuser und Grundstücke noch in guter Anzahl und zu äußerst befriedigenden Preisen zu erhalten. Im Wohngebiet „Hansl am Berg“ gibt es z. B. durchaus attraktive Einfamilienhäuser auf respektablen Grundstücken und hin und wieder unverbaubarem Blick immer noch zu erschwinglichen Preisen zu haben. Für solche Objekte müssen Sie im nahegelegenen Freising bereits siebenstellige Summen auf den Tisch des Hauses legen. Die Wohnqualität, gerade für Familien, ist durchaus als gut zu bezeichnen. Es gibt ein breites Angebot an Supermärkten, Ärzten und Kindergärten. Die Schulbusanbindung an weiterführende Schulen ist zufriedenstellend. Die öffentliche Verkehrsanbindung über Linienbusse ist leider nach wie vor etwas dürftig. Man ist hier immer noch stark vom eigenen Pkw abhängig, dafür verfügt der Ort aber über ein leistungsfähiges Internet. Die Marktgemeinde Au i. d. Hallertau ist deshalb nach unserem Dafürhalten auf einem guten Weg, sich wieder einem größeren Interessentenkreis zu erschließen.

Index

Au/Hallertau

3

2

3

3

2

2

2,50

Mainburg

2

3

1

3

4

1

2,33

Bewertungs-Kriterien

Preisgefüge

Wohnqualität

Freizeit, Sport

Benotung:

Verkehrsanbindung

Infrastruktur

Verfügbarkeit von Immobilien

von 1 (sehr gut) bis 6 (ungenügend)

25


26

TERMINE & FESTKALENDER

Christkindl-Märkte in der Hallertau „Wichtelzeit und Weihnachtszauber“ 29. November - 23. Dezember · Pfaffenhofen „Niklasmarkt“ Abensberg 07. - 09. Dezember · Schlossgarten „Weihnachtsmarkt am Kuchlbauer Turm“ Abensberg 29.11. - 02.12. / 05.12. - 09.12. / 12.12. - 15.12. / 19.12. - 23.12. „Orientalischer Wintermarkt“ Ergoldsbach 08. - 09. Dezember · Kapellenberg Wald-Christkindlmarkt Jetzendorf 08. - 09. Dezember · Gelände Waldkletterpark Christkindlmarkt Schweitenkirchen 08. Dezember · im Garten des FFW-Haus Günterdorf Hofweihnacht Baar-Ebenhausen 15. Dezember · Familie Ettinger, Ringstr. 1 Christkindlmarkt Pörnbach (Puch) 16. Dezember Stallweihnacht Baar-Ebenhausen 16. Dezember · Kirche St. Maria Himmelfahrt, Baar TERMINE & VERANSTALTUNGEN Bierseminar/Bierverkostung „Bier und Schokolade“ 11. Dezember · Deutsches Hopfenmuseum Wolnzach · Infos: www.hopfenmuseum.de Mother Africa – Circus der Sinne 09. Januar 2013 · 20:00 Uhr · Stadttheater Ingolstadt Großartige Artistik, mitreißende Musik, traditionelle afrikanische und moderne Zirkus- und Showelemente Infos: www.ingolstadt-tourismus.de/veranstaltungen Bierseminar/Bierverkostung „Edelbier aus Bayern “ 15. Januar 2013 · Deutsches Hopfenmuseum Wolnzach · Infos: www.hopfenmuseum.de Erlebnisführung: Herrschaftszeiten! – und plötzlich war man Residenz! · 27. Januar + 24. Februar 2013 · 14:00 Uhr · Gästeführer/-innen schlüpfen in die Rollen historischer Persönlichkeiten und lassen die Geschichte des Herzogtums Bayern-Ingolstadt wieder lebendig werden. Infos: www.ingolstadt-tourismus.de/veranstaltungen miba – Mittelbayerische Ausstellung 16. – 24. März 2013 · Festplatz an der Dreizehnerstraße Ingolstadt · In 16 Hallen und einem großen Freigelände präsentiert sich auf der Verbrauchermesse Altbewährtes und Neues, Informatives, Innovatives und Unterhaltsames für Groß und Klein. Infos: www.miba-online.de

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Ewald Haimerl, Schuhmachermeister und Unternehmer

Zielgruppe: Helden Wie das Mainburger Unternehmen HAIX zum Global Player wurde

Ihr Unternehmen HAIX ist fast 65 Jahre alt. Doch der Durchbruch zum Weltmarktführer liegt nicht noch nicht so lange zurück? 1948 gründete mein Vater den Schuhmacherbetrieb in der Ebrantshauser Straße, dort wo heute der Outlet Store zum Besuchermagneten in Mainburg wurde. Mein Einstieg in die Firma datiert auf das Jahr 1982, als ich begann, erst einmal das Schuhmacherhandwerk von der Pike auf zu lernen. Damals arbeiteten wir in Lohnfertigung für andere Schuhfirmen. Das war eine harte Zeit, vor allem als wir den Deutschen Sieg 1974 im WM-Finale gegen Holland feierten und unser holländischer Großabnehmer im Gegenzug mit der Stornierung der Aufträge konterte. 1992 übernahm ich die Geschäftsführung von meinem Vater und hatte eine Vision: Ich wollte die Marke HAIX auf dem Weltmarkt platzieren. 20 Jahre später sind wir dort angekommen. Sie fertigen immer noch (auch) in Mainburg. Gibt es außer HAIX überhaupt noch Schuhhersteller, die in Deutschland fertigen? Mainburg wird definitiv der Stammsitz von HAIX bleiben! Hier haben wir angefangen, hier sind wir gewachsen und groß geworden. Wir sind Hallertauer. Unser Knowhow ist hier zu Hause. Das Headquarter in Mainburg beherbergt die Ideenschmiede mit der kompletten

Schuhentwicklung und einem wichtigen Teil der Produktion von HAIX. In unseren modernen Labors hier können wir unsere Schuhe allen Tests unterziehen, um sämt-

Wer durch Feuer geht, braucht ganz besonderes Schuhwerk. Bei Haix in Mainburg werden Sicherheitsschuhe gefertigt, auf die sich Rettungskräfte verlassen können. So lautet der Slogan des Unternehmens auch treffend „Heroes wear Haix“ (Helden tragen Haix).

liche internationalen und nationalen Normen zu erfüllen. Das kann kaum ein anderer Funktionsschuhhersteller auf der ganzen Welt – und auch nicht in Deutschland.

In Ihrer Firmengeschichte steht, dass Sie selbst Feuerwehrmann waren und Ihnen – aus Unzufriedenheit über das verfügbare Schuhwerk – die Idee kam, einen besonderen Feuerwehrstiefel zu entwickeln. Was macht diesen Feuerwehrstiefel so besonders, dass Feuerwehrmänner „feuchte Augen“ bekommen, wenn sie den Namen HAIX hören? Das liegt an der Praxisnähe unserer Schuhentwicklung. Nicht umsonst lautet unser Slogan in diesem Bereich: Entwickelt vom Feuerwehrmann für den Feuerwehrmann. Als stellvertretender Kommandant der Feuerwehr in Mainburg habe ich selbst die Gummistiefel für viele Einsätze übergestülpt. Einfache Gummistiefel, die damals jeder Feuerwehrmann bei jedem Einsatz trug. Für einen gelernten Schuhmachermeister ist das ungefähr so, wie für einen Seemann den Atlantik auf einer Luftmatratze zu überqueren. Bereits der erste HAIX Feuerwehrstiefel integrierte Schutz und Komfort in den Schuh. Das war der Anfang unserer bemerkenswerten Erfolgsstory. Der aktuelle HAIX FIRE HERO gilt als der sicherste und innovativste Feuerwehrstiefel der Welt. Zu seiner Präsentation auf der Interschutz in Leipzig stürmten 40.000 Besucher auf unseren Messestand, trugen Fire Hero Caps und -T-Shirts und waren begeistert von dem Fire Hero Song, den ich übrigens selbst geschrieben habe. Das ist Teil unseres Geheimnisses der World of HAIX.


HALLERTAUER UNTERNEHMEN VORGESTELLT

Der Feuerwehrstiefel begründete also die Erfolgsgeschichte von HAIX. Längst rüsten Sie auch Polizisten, Soldaten, Sanitäter, Jäger und Forstarbeiter mit  dem passenden Schuhwerk aus. Was kommt als nächstes? Mit dem BLACK EAGLE haben wir soeben eine Produktlinie vorgestellt, die Profis auch in der Freizeit tragen. Dieser sportive Allrounder vereint Aufschuhtechnologie mit unserer genialen HAIX-Funktionalität: Er ist leicht, multifunktional und für jeden Bedarf in verschiedenen Versionen aus Microfaser (Athletic) oder hydrophobiertem Leder (Tactical) aufgebaut. Wir wären nicht HAIX, wenn wir nicht auch jeweils drei unterschiedliche Höhen anbieten würden. Für jede Anforderung eben der perfekte Schuh. Neben der Erweiterung unserer hochwertigen Accessoire-Palette ist das die Richtung, wohin es geht. HAIX ist längst ein Global Player mit Vertriebsniederlassungen in vielen Ländern. Ihre Produkte tragen alle englische Namen und sogar beim Slogan setzen Sie auf Internationalität („Heroes wear HAIX“). Wie wichtig ist Ihnen der deutsche Markt, der heimische Standort in der Hallertau? Wir sind ein bayerisches Unternehmen und als solches fest auf dem deutschen Markt verankert. Aber wir haben rechtzeitig auch unsere Fühler in die weite Welt ausgestreckt. 2003 wurde HAIX North America gegründet. Seit 2008 arbeitet HAIX® France im europäischen Nachbarland. 2009 wurde der Grundstein für ein Werk in Kroatien gelegt. 2011 nahm HAIX ASIA Ltd. mit Sitz in Hongkong und dem Ziel, die Zugänge zu den asiatischen Märkten noch besser zu erschließen, seine Arbeit auf. Weitere Niederlassungen sind geplant. Weltweit arbeiten heute über 800 Mitarbeiter für HAIX. Unsere Außendienstmitarbeiter treffen Sie auf allen Kontinenten an. Von Mexiko City über New York bis Moskau und von Helsinki über Kabul bis Tokyo sind unsere Funktionsschuhe zuverlässige Begleiter. Und wenn manchmal Dankesschreiben von Einsatz-Profis aus Haiti, Chile, Fukushima oder von einem Einsatz in Elsendorf kommen, wo Leben gerettet und die eigene Gesundheit durch unsere Schuhe geschützt wurden, dann ist das die größte Freude für mich.

Ewald Haimerl erläutert die Produktion im Mainburger Betrieb. Weltweit beschäftigt der Hallertauer Unternehmer inzwischen 900 Mitarbeiter.

Zahlen und Fakten

· Vor über 60 Jahren fügte der Firmengründer Xaver Haimerl das X seines Vornamens an die ersten drei Buchstaben des Nachnamens und gründet die Haimerl Xaver Schuhfertigung, kurz: HAIX. Das Unternehmen im bayerischen Mainburg macht sich mit Wander- und Arbeitsstiefeln, die unter diversen Markennamen vertrieben werden, schnell einen guten Namen. · 1992: Ewald Haimerl ist nicht nur Schuhmachermeister in der väterlichen Fabrik, sondern auch stellvertretender Kommandant der Mainburger Feuerwehr. Mit den Gummistiefeln, die der Feuerwehrmann zu jener Zeit im Einsatz trägt, ist er so unzufrieden wie seine Kameraden. Der Schuhprofi nimmt sich der Sache an und entwickelt völlig neuartige, funktionelle Feuerwehrstiefel aus Leder. · 1993: Die Idee zündet. HAIX Feuerwehrstiefel finden Anerkennung und Lob. Ewald Haimerl entwickelt ebenso Schuhe für Rettungsdienst und Polizei. · 1999: HAIX produziert mehr als 100.000 Paar Schuhe im Jahr.

· 2003: Gründung der HAIX North America Inc. in Lexington im US-Staat Kentucky; sie bedient den US-amerikanischen und kanadischen Markt. · 2006: Die Produktionsmarke übersteigt 400.000 Paar Schuhe pro Jahr. · 2008: HAIX entwickelt auf vielfache Kundennachfrage spezielle Jagdstiefel. · 2009: In Kroatien entsteht eine HighTech Produktionsstätte mit einer täglichen Kapazität von bis zu 3.000 Paar Schuhen. Die neue Vertriebstochter HAIX France mit Sitz in Straßburg wird gegründet. · 2010: Das Unternehmen investiert 4,7 Millionen in den Ausbau der Firmenzentrale. · 2011: HAIX investiert weiter in Millionenhöhe. Das neue 700 QuadratmeterHochregallager wird fertig gestellt. Die Produktionszahl nähert sich der 700.000-Paar-Grenze. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 900 Mitarbeiter weltweit.

Kontakt: Susanne Hauke, Hanno Meier Unternehmenskommunikation HAIX-Schuhe Produktionsund Vertriebs GmbH Auhofstrasse 10 · 84048 Mainburg Tel.: 08751 86 25 271 Fax: 08751 86 25 25 s.hauke@haix.de · www.haix.com

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FREIZEIT

Wipfelgl체ck 48.441째 Nord, 11.419째 Ost ... und dann nach oben: WALDKLETTERN IN DER HALLERTAU


FREIZEIT

Wer gerne klettert und schon immer einmal einen Wald aus der Eichhörnchenperspektive kennen lernen wollte, kann sich in der Hallertau bei Jetzendorf diesen Traum erfüllen: Zwischen mächtigen Eichen, Buchen und Fichten schlängeln sich in luftiger Höhe Stege und Hängebrücken durch den idyllischen Wald. Elf Parcours unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade mit einer Gesamtlänge von fast 1,5 Kilometer lassen sich im Kletterpark absolvieren. Mit Höhen von 1 bis zu 23 Metern ist für jeden die passende Herausforderung dabei. Bevor man sich jedoch in die luftigen Wipfel begeben darf, steht erst einmal Trockentraining an: Die Seil- und Sicherungstechnik wird von ausgebildeten Kletterexperten erklärt und anschließend unter Aufsicht geübt. Dann kann es losgehen. Nach den ersten einfachen Touren wächst das Zutrauen und der Kletterspaß beginnt. Manch einem Besucher, den man in der Einweisungsrunde schüchtern hantieren sah, begegnet man später an der „großen“ Seilinstallation, wo er sich mit einem Freudenschrei lockere 250 Meter durch die Lüfte schwingen lässt ...! „Nur Fliegen ist schöner“, lacht Jürgen Edinger, Gründer und Betreiber des Kletterparks, „unser Seilbahnparcours ist der höchste und längste in Bayern!“ Vor vier Jahren eröffnete der sportliche Naturfreund seinen Kletterpark in der Hallertau. Bäume wurden durch die Installationen nicht beschädigt, das von Edinger gewählte Umspannsystem kommt ohne Bohrungen aus. Mit der Sicherheit der Klettergäste sind Spezialisten betraut. Baumbestand und Anlage werden laufend von Sachverständigen und Gutachtern überwacht. Waldkletterpark Jetzendorf Schrobenhausener Straße 1 85305 Jetzendorf Tel.: 0170 3267297 www.waldkletterpark-oberbayern.de

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FREIZEIT

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Ein KletterspaĂ&#x; fĂźr die ganze Familie oder nur etwas fĂźr die ganz Sportlichen unter uns? Die 12-jährige Lucca Steindorf aus Attenkirchen hat den Waldkletterpark in Jetzendorf fĂźr die Leser des HallertauMagazin getestet.

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Der erste Parcours kostet wohl jedem etwas Ă&#x153;berwindung...

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Applaus: Lucca hat alle fĂźr ihre KĂśrpergrĂśĂ&#x;e freigegebenen Parcours absolviert. Ihr Fazit: Es macht riesig SpaĂ&#x;! Am liebsten gleich noch einmal!

Text und Fotos: MaitĂŠ Herzog


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TOURISTIK

Hopfenmekka Mainburg Machten mit beim „Hopfazupfa“ im Schaugarten: Mainburgs 1. Bürgermeister JOSEF REISER, und der Vorsitzende des Hallertauer Hopfenpflanzerverbandes JOSEF WITTMANN

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err Bürgermeister Reiser, im (und Bier) ist ein Alleinstellungsmerkmal lertau sowie nicht zuletzt unserer BauhofSeptember fand das 7. Hopfa- für die Hallertau und das interessiert die mitarbeiter war es möglich, dieses Fest kranzlfest des Tourismusver- Menschen. Wir merken das an vielen An- vorzubereiten und durchzuführen. Die Rebandes Hallertau bei Ihnen in Mainburg fragen in der Saison oder zuletzt bei unse- sonanz war großartig. Wir haben von allen statt. Nach einhelliger Meinung der rem Messeauftritt bei der Grünen Woche Seiten großes Lob bekommen. Das HopfaBeobachter und auch der Medien hat in Berlin. kranzlfest war sicher ein Image-Gewinn die Stadt Mainburg das bisher größte für Mainburg – dem „Herzen der Hallerund eindrucksvollste Hopfakranzl- Hat sich der doch große Aufwand ge- tau“. Klar würden wir die Veranstaltung fest ausgerichtet. Wie haben Sie es in lohnt? Würden Sie das Hopfakranzlfest wieder ausrichten – aber diese Frage stellt Erinnerung? wieder ausrichten? sich nicht, denn das Hopfakranzlfest findet „Mainburg wird zum Hopfenjedes Jahr in einer anderen mekka“ hat die Hallertauer Mitgliedsgemeinde des TourisZeitung geschrieben. Es war in musverbandes statt. So heißt der Tat ein sehr eindrucksvolim kommenden Jahr die Stadt les Fest, das rund 10.000 BesuVohburg alle Freunde des cher erlebt haben, darunter „Grünen Goldes“ willkommen. unser Schirmherr, Bayerns Landwirtschaftsminister ManWas können Sie aus Ihrer fred Brunner, drei Landräte Erfahrung dem nächsten und viele BürgermeisterkolleAusrichter 2013, der Stadt gen der Nachbargemeinden. Vohburg, mit auf den Weg Sogar aus Österreich kam ein geben? ganzer Bus Besucher! Und Aus unserer Erfahrung heraus allen hat es gefallen! kann ich nur dazu raten, baldWir hatten den ganzen Tag möglichst mit den Vorbeüber ein abwechslungsreiches reitungen zu beginnen. Ein Bühnen- und Rahmenprosolches Fest lebt von dem Mitgramm und an mehr als 30 Ein Prost auf ein gelungenes Fest: Landwirtschaftsminister Manfred Brunner, einander von Vereinen und InMarktständen gab es ein viel- Chef-Organisatorin Hanelore Langwieser, HALLERTAU-Chefredakteur stitutionen in einer Gemeinde fältiges Angebot rund um das Alexander Herzog, Mainburgs Bürgermeister Josef Reiser (3. v. l.) sowie die als auch vom ehrenamtlichen Hopfenhoheiten. Thema Hopfen. Engagement vieler. Dies erfordert natürlich viel Zeit in der Was machte das Besondere des Hopfa- Es war schon ein ganz erheblicher Auf- Abstimmung und Organisation. kranzlfestes aus, dass Besucher weit wand, diese Veranstaltung auf die Beine Das Hopfakranzlfest ist jedoch eine über die Grenzen der Hallertau hinaus zu stellen. Vor allem dank meiner Bürger- hervorragende Möglichkeit für eine zu diesem Fest kommen? meister-Kollegin Hannelore Langwieser, Gemeinde sich zu präsentieren – nach Beim Hopfakranzlfest dreht sich alles um den vielen Mitwirkenden der örtlichen außen wie nach innen! Das Gespräch das Thema Hopfen. Das Thema Hopfen Vereine und des Tourismusverbandes Hal- führte Alexander Herzog


Fotos: Nowak, Gebendorfer

IMPRESSIONEN vom 7. HOPFAKRANZLFEST 2012


„Heit abend gibt’s a Rehragout ...“

GASTHAUS RANDLKOFER in Leibersdorf

Leibersdorf/Tegernbach – Leibersdorf ist ein kleiner Ort innerhalb der Hallertauer Gemeinde Volkenschwand (Landkreis Kelheim). Googelt man Leibersdorf, dann erhält man zu allererst den Sportverein FC Leibersdorf, dann das Freibad Leibersdorf (!) und an dritter Stelle den Gasthof Randlkofer. In der Ortsmitte findet man den eher unauffälligen Gasthof als zentrales Gebäude einer Hofstelle. Und in Sichtweite des rosa-weiß getünchten, barocken Kirchturms von St. Jakobus. Ja, genau hier soll der legendäre Jakobsweg verlaufen. Angesichts der Kochkünste von Wirtin Gabi Randlkofer ist es gut vorstellbar, dass Wallfahrer hier gerne Station machen und dann verweilen, statt den langen Weg nach Santiago de Compostela auf sich zu nehmen. Und lieber vor dem Randlkoferschem Rehragout niederknien. Aber dazu später. Bereits 1725 gab es die „Tafernwirtschaft“, die seit 1930 im Besitz der Familie Randlkofer ist. Der Morgenstern im Familienwappen geht auf ein ehemaliges Rittergeschlecht aus Ratzenhofen zurück. Seit

1990 führen Gabi und Werner Randlkofer nun das Wirtshaus, das sie sehr behutsam und mit viel Geschmack renoviert haben: Dunkles Holz dominiert die gemütliche Wirtsstube um den Kachelofen. Auch das freundlich-helle Nebenzimmer entbehrt glücklicherweise jeder Jodel-Ornamentik. Hier konzentriert man sich auf das Wesentliche: den Gast mit gehobener bayerischer Küche glücklich zu machen. Aufgetischt werden ganz überwiegend Produkte aus der Region, darunter häufig Wild- und Geflügelspezialitäten. Die Randlkofers zählen zu den Pionieren, die den Hopfenspargel wieder entdeckt und salonfähig gemacht haben. „Unseren kleinen Hopfenbaubetrieb führen wir nicht zuletzt, um ausreichend Hopfenspargel zu gewinnen“, verrät Gabi augenzwinkernd. Und die Köchin „aus Leidenschaft“ weckt den Hopfenspargel sogar ein, um ihren Gästen die allzu kurze Saison zu verlängern. „Im vergangenen Jahr“, erzählt die Wirtin stolz“, „war sogar die Familie Randlkofer zum Hopfensparge-

lessen bei uns.“ Die Münchner Randlkofers, die das gleiche Wappen im Schilde führen (!) sind Gesellschafter der Münchner Gourmet-Kathedrale Dallmayr. Ansonsten kämen die Gäste üblicherweise aus einem Einzugsgebiet von rund 30 Kilometer um Leibersdorf, mehr aus Mainburg oder Freising als aus Landshut. Gäste, die die frische, saisonale Küche der Randlkofers zu schätzen wissen. Jetzt im Herbst/Winter stehen regelmäßig Wildgerichte auf der Sonntags-Karte; wochentags gibt es keine Karte, da empfiehlt die Chefin dem Gast eben, was gerade frisch zubereitet wird. Was Sie denn für den Beitrag im Magazin „HALLERTAU“ kochen sollte, fragte Gabi bei der Terminvereinbarung. „Rehragout, natürlich!“ Qualität statt Quantität Nicht ganz so glücklich über diese Festlegung ist Beatrice Anneser. Die einzige Wein-Sommelière der Hallertau erklärt, dass die gewünschte Weinempfehlung zu


KULINARIK

Zu Wild passt am besten Rotwein. Wein-Sommeliére Beatrice Anneser (links) empfiehlt einen Wein mit wenig Säure, die Rebsorte „Teroldego“ aus dem Trentino ist ihr persönlicher Favorit.

einem Rehragout äußerst schwierig sei: „Die Säure im Rehragout braucht einen Wein, der selbst wenig Säure und wenig Tannine aufweist.“ Die autochtone rote Rebsorte „Teroldego“ aus dem Trentino (Norditalien) sei so ein Wein. Eine alte Rebsorte, die gerade eine Renaissance erlebe. Beatrice versteht was von Weinen. Seit 2004 führt sie das „Weinkontor Hallertau“ in Tegernbach. Ein Jahr später machte sie ihren Abschluss an der Deutschen Wein-und Sommelière-Schule in Koblenz. „Ich bin immer schon an Aromen interessiert und das finde ich so faszinierend am Wein“. Beatrices Sortiment umfasst vorrangig Weine aus Deutschland, Österreich und Italien, die sie alle direkt bei Winzern bezieht, die sie persönlich kennt. Die meisten der Weine des Weinkontors gibt es daher auch in ganz Oberbayern exklusiv nur in Tegernbach. Zu ihren wichtigsten Kunden zählen Fachhandel und Gastronomie. Seit sieben Jahren beliefert Beatrice das Gasthaus Randlkofer. Alle paar Monate kommt sie ins Haus und berät Kunden wie die Randlkofers bei der Zusammenstellung des Weinangebotes. Auf Wunsch übernimmt sie auch die Schulung des Personals, beispielsweise im Rahmen eines Sensorik-Seminares. Dabei ist Beatrice keine dieser versnobten WeinGurus, die einem selbst Leder- und Humusnoten noch als Vorzug beim Weinverkosten preisen. Beatrice eint mit Gabi die Leidenschaft für Wein und gutes Essen: „Die Konsumenten sollten beim Essen und Trinken wieder stärker auf Qualität statt Quantität setzen“. Deshalb planen die beiden nun auch eine gemeinsame Veranstaltung am 18. Januar: „Wild auf Wein“ – Ein Wild-Kochkurs mit Weindegustation in der Show-Küche Niederreiter in Mainburg. Genauere Informationen können direkt erfragt werden (Anmeldung erforderlich). Den „Teroldego“ wird Gabi künftig auf der Karte haben. Er passt wirklich vorzüglich zu dem Rehragout. Ach ja, das Rehragout. Würde es in Wannen serviert, man wollte sich reinlegen ... ah

Gasthaus Randlkofer Gabi und Werner Randlkofer Bischof-Zeller-Str. 5, 84106 Leibersdorf Telefon 08754 233 www.gasthaus-randlkofer.de info@gasthaus-randlkofer.de täglich ab 17.00 Uhr geöffnet, Fr. bis So. ganztägig; Do. Ruhetag

Weinkontor HallertauWeinimport/Fachgroßhandel, Beatrice Anneser Mainburgerstr. 32, 84104 Tegernbach, Telefon 08752 869707, weinkontor-hallertau@t-online.de

Rehragout - so haben wir das Rezept für Sie abgeschaut: Als erstes brauchen Sie einen großen Topf. Rehragout eignet sich hervorragend für größere Tafelrunden und auch zum Einfrieren. Die angegebene Menge reicht, um 12–15 Personen zu verköstigen – je nach Appetit und Beilagen. Wenn Sie weniger kochen wollen, rechnen Sie die Mengenangaben bitte entsprechend zurück. 3,5 – 4 kg (je nach Knochenanteil) gemischtes Fleisch vom Reh (Schulter, Hals, Bauchlappen) Für die Beize: 1l Wasser, 1l Weinessig, 2l Rotwein, 2 Karotten, 2 Zwiebeln (gespickt mit Lorbeer und Nelken), 8 Wacholderbeeren, 1/4 Knolle Sellerie, 1/2 Stange Lauch, 1 Zweig Thymian, 1 Zweig Rosmarin (einfach alles zusammen in ein Gefäß geben) Für die dunkle Einbrenne: 100g Fett , 2 TL Zucker, 150g Mehl Zum Verfeinern: Salz, Pfeffer, Wildgewürz, Zitronensaft, Preiselbeermarmelade, Sahne

1. Das Fleisch ca. 2 Tage in die Beize legen. 2. Das Fleisch in der Beize weichkochen (ca. 45–60 Minuten), anschließend Knochen entfernen und in mundgerechte Stücke teilen. 3. Die Einbrenne herstellen und mit etwas Sud mehrmals aufgießen; dann ca. 20 Minuten köcheln lassen. Dunkle Einbrenne geht so: Fett (Butterschmalz, Butter) zerlassen, dann Mehl und Zucker einstreuen, eine Minute lang braun rühren – fertig. Kalt ablöschen: Das Zugeben von etwas kalter Flüssigkeit verhindert die Klümpchenbildung. Danach kann heiße Flüssigkeit (Sud) zugegeben werden. 4. Mit Salz, Pfeffer, Wildgewürz, Zitronensaft, Preiselbeermarmelade und Sahne nach Belieben verfeinern. Dazu passen Semmelknödel (klassisch) aber auch Bandnudeln oder Kartoffeln. Was man halt gerne mag. Wenn es in großer Runde unkompliziert sein soll, dann ganz einfach ein gutes frisches Holledauer Bauernbrot dazu reichen! Gutes Gelingen und guten Appetit!

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Verkauft und versteigert ... ... f端r 52 666 Gulden und 7 Kreuzer ...


FREIZEITANGEBOT

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uf eine Zeitreise entführt wird, wer an einer szenischen Stadtführung in Geisenfeld teilnimmt. Während man im Abendlicht durch die Gassen des über 1500 Jahre alten Ortes an der Ilm schlendert, fügt sich Bild an Bild und vor dem inneren Auge des Betrachters entsteht jene andere Welt, die wir heute Vergangenheit nennen. Wahre Begebenheiten, erzählt und gespielt von Laienschauspielern der Gruppe „Stadtstorch“, stimulieren die Vorstellungskraft. Themen scheinen unerschöpflich vorhanden zu sein ... Von Gründung, Herrschaft und Verfall eines mächtigen Frauenklosters, von adeligen Jagdgesellschaften und anständigen Bürgern, von Plünderung, Pest und Hexenprozessen, vom Dreißigjährigen Krieg bis zu Ausverkauf und Versteigerung des Benediktinerinnenklosters im Jahr 1803. Das Kloster Geisenfeld war einmal eines der wohlhabenderen Klöster Bayerns. Die adligen Benediktinerinnen wirtschafteten als die bedeutendsten Arbeitgeber am Ort: Sie zählten beinahe 200 Anwesen, eine Brauerei, eine Mühle, eine Bäckerei, eine Fischerei, eine Apotheke und ein Weingut zum Besitz ihres Klosters. Im Zuge der Säkularisation 1803 (Einziehung kirchlicher Besitztümer durch den bayrischen Staat, Anm. d. Red.) war Schluss mit der Geisenfelder Frauenpower: 29 Chorfrauen und 21 Laienschwestern standen vor dem Nichts ... arbeitslos und mittellos sozusagen. Ein Schweizer Fabrikant zahlte für Gebäude und Güter 52 666 Gulden und 7 Kreuzer an den Staat ... Die im Kern auf geschichtlichen Tatsachen und historischen Charakteren beruhenden Szenen kreisen um drei Themenkomplexe: die wechselvolle Geschichte des bedeutenden Klosters und seiner Ordensfrauen, die dunkle Seite der mittelalterlichen Zeiten in Form von gnadenlosen Hexenprozessen und leidvollen Pest-Epidemien als auch die heiteren, nostalgischen und kulinarischen Anekdoten des idyllischen früheren Marktes an der Ilm. Wer weiß zum Bei-

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spiel, dass der später im Zusammenhang mit dem Münchner Hofbräuhaus berühmt gewordene Braumeister Heimeran Pongraz ein waschechter Geisenfelder war? Pongraz lebte Ende des 16. Jahrhunderts und war Planer und erster Braumeister des Hofbräuhauses München. Für die Gruppe Stadtstorch Grund genug auch eine Führung zur Wirtshaus und Brauereigeschichte in Geisenfeld anzubieten. „Nostalgie und Kulinarik im nächtlichen Geisenfeld – Genießen mit allen Sinnen“ nennt sich das neueste Angebot der Stadtführer. Unterwegs durch die Gasthäuser erfährt man humorige Anekdoten aus dem Leben der Marktbevölkerung …und wird nebenher auch noch bestens verköstigt! Entwickelt wurde das Konzept der inszenierten Stadtführungen 2010 anlässlich des Jubiläums „700 Jahre Marktrechte“. „Wir hatten gleich einen solch großen Zuspruch, dass wir gar nicht anders konnten, als mit großer Begeisterung weiterzumachen“, erzählt die Initiatorin, Geisenfelds Kulturreferentin Henriette Staudter.

Abgebildete Darsteller: Bea Heidenkampf als Äbtissin Amanda Donabauer, Ludwig Diepold als Braumeister Heimeran Pongraz Text/Fotos: Maité Herzog

Szenische Stadtführungen „Stadtstorch“ Infos unter: www.geisenfeld.de Ticket-Hotline und Auskünfte: unter 0171 8275524


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MUSEUMS-INFORMATIONEN

Winterzeit, Ferienzeit, Museumszeit! Besuchen Sie auf Ihren Ausflügen eines der Hallertauer Museen und tauchen Sie ein in andere Zeiten und Welten. Hier eine Auswahl: Deutsches Hopfenmuseum Wissenswertes zum Thema Hopfen. Von der Botanik bis zum Bierbrauen, vom Anbau bis zum Hopfenhandel, von der Geschichte bis zur Gegenwart. Elsenheimerstraße 2 · 85283 Wolnzach Telefon: 08442 7574 · www.hopfenmuseum.de Kelten Römer Museum Funde des in unmittelbarer Nähe befindlichen keltischen Oppidums von Manching, unter anderem der größte im 20. Jahrhundert entdeckte keltische Goldfund. Im Erlet 2 · 85077 Manching Telefon: 08459 32373-0 · www.museum-manching.de Bulldog-Museum Jede Menge Motoren, Maschinen und Traktoren als auch landwirtschaftliche Geräte! Ottersried 22a, 85296 Rohrbach · Telefon: 08442 967027 Museum zur Kulturgeschichte der Hand Eine ungewöhnliche, absolut sehenswerte Sammlung zum Thema Hand. Anfassen erwünscht! Am Brunnen 1b, 85283 Wolnzach Telefon: 08442 1654 · www.museum-der-hand.de

Lebzelterei- und Wachszieherei-Museum Komplette Werkstatteinrichtung des 19./20. Jahrhunderts sowie ein großer Bestand von Modellen und Produkten, v. a. wächserne Votivgaben, teilweise noch aus dem 17. Jahrhundert. Hauptplatz 6, 85276 Pfaffenhofen Telefon: 08441 9787 · www.cafe-hipp.de/wachszieherei_ lebzelter_museum.html Hallertauer Heimat- und Hopfenmuseum Mainburg Fossilienfunde aus der Region, sakrale Skulpturen und Gemälde, Handwerk, Möbel, Hausrat, Bekleidung und Schmuck, landwirtschaftliche Geräte. Abensberger Str. 15 · 84048 Mainburg www.heimatmuseum-mainburg.de Hallertauer Hopfen- und Heimatmuseum Geisenfeld Hopfenanbau bis hin zur Bierbrauerei, die Seilerei, das Schäfflerhandwerk, traditionelle Hallertauer Trachten u.v.m. Rathausstr. 11 · 85290 Geisenfeld www.heimatmuseum-geisenfeld.de Museum im Mesnerhaus Pfaffenhofen Sammlung religiöser Gegenstände, vorwiegend aus der Barockzeit, aus Kirchen und Bürgerhäusern, sowie Skulpturen, Bilder und Gemälde zur Heiligenverehrung, zum Bruderschafts- und Wallfahrtswesen. Scheyerer Straße 5 · 85276 Pfaffenhofen www.webmuseen.de

Wir verführen Sie! Auf den Freisinger Stadt- und Museumsführungen erfahren Sie die Geschichte hinter der Geschichte und alles über Ihre Lieblingsorte der ältesten Stadt an der Isar:

Altstadtrundgang jeden Samstag um 11 Uhr, Treffpunkt: Touristinfo Marienplatz Kurzführung Dom jeden Sonntag nach der Heiligen Messe (Beginn Gottesdienst 10.30 Uhr), Treffpunkt: Vorhalle Dom Freising entdecken im Stadtmuseum jeden ersten Donnerstag im Monat um 15 Uhr (April - Oktober), Treffpunkt: Museumskasse Öffentliche Führungen ohne Anmeldung. Änderungen vorbehalten! Ausführliches Führungsprogramm auf Anfrage.

Touristinfo Freising • Marienplatz 7 • 85354 Freising Tel. 08161/54-44111 • Fax 08161/54-54100 touristinfo@freising.de • www.freising.de

Bierwelt


DAS BIER-TERZETT

Hallertauer Biere im Test WILLI ABELE, ALEXANDER HERZOG und THILO STEINDORF (v.r.n.l.) verkosten besondere Hallertauer Biere

In dieser Rubrik stellt die HALLERTAU künftig jeweils drei BierBesonderheiten vor: z. B. besonders gehopfte, temporär erhältliche, prämierte oder erstmals gebraute Biere. An der Verkostung

sind neben dem Herausgeber Alexander Herzog die beiden Brauer Willi Abele und Thilo Steindorf (li.) beteiligt. Die Bewertung ist absolut subjektiv, aber unbestechlich.

„Schneewalzer Winterweisse“ Herrnbräu Ingolstadt

„Cascade Hell“ Lampl Brauerei Larsbach

„Altbayrisch Hell“ Müllerbräu Pfaffenhofen

Bewertung:

Bewertung:

Bewertung:

Alkohol: 5,6 Vol. · Stammwürze: ca. 13 Besonderheit: saisonale Weißbierspezialität

Alkohol: 5 Vol · Stammwürze: ca. 12 Besonderheit: gebraut mit CascadeHopfen aus der Hallertau, Spezialhopfung während der Gärung

Alkohol: 4,9 Vol · Stammwürze: ca. 11,5 Besonderheit: Bronze-Medaille beim European Beer Star

Farbe/Optik: dunkel, bernsteinfarben mit leichter Hefetrübung Geruch: klar, frisch Hopfenaroma, -bittere: weißbiertypische dezente Hopfung Vollmundigkeit: sehr ausgeprägte Vollmundigkeit mit harmonischen Röstaromen, kräftig Rezenz: weißbiertypisch Gesamteindruck: Die Röstmalzaromen geben dem Schneewalzer eine individuelle Note

Farbe/Optik: kellertrüb, karamellfarben Geruch: fruchtaromatisch, nach Mango, Zitrone, Mandarine Hopfenaroma, -bittere: kräftige, ausbalancierte Hopfung Vollmundigkeit: harmonischer Körper Rezenz: angenehm prickelnd Gesamteindruck: Lampl-Cascade folgt dem Trend zu hopfenbetonten Bieren. Interessant. Bravo!

Farbe/Optik: goldfarben, klar, feinporiger Schaum Geruch: malzig-frisch Hopfenaroma, -bittere: dezent Vollmundigkeit: intensiver Malzcharakter, altbayerisch-süßlicher Akzent Rezenz: dezent Gesamteindruck: altbayerisch-malzbetontes Vollbier

Bewertungsskala: Sensation, ein Bier zum Niederknien!

Herausragendes Bier, unbedingt probieren!

Feines Bier, lohnt auch einen Umweg!

Gut trinkbares „Tafel-Bier“

Akzeptabel, hinterlässt wenig Eindruck

Der Braumeister sollte sich Rat holen

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EIN BILD UND SEINE GESCHICHTE

Gewinnen Sie ein Hallertau-Menü für 2 Personen

Wer kennt dieses Hallertauer BAUERNHAUS? Wer kann Angaben zur Identität der abgebildeten Personen machen? Unter allen Einsendern, die bis zum 15.02.2013 richtige Hinweise liefern, verlost „Hallertau“ eine Einladung für 2 Personen im Gasthaus Randlkofer in Leibersdorf (www.gasthaus-randlkofer.de). Die Auflösung gibt es dann in der nächsten Ausgabe des Magazins „Hallertau“ (Frühjahr 2013). Einsendungen an: alexander.herzog@imago87.de Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter des Magazins „Hallertau“ sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Teilnehmen und ein festliches Essen für 2 Personen gewinnen!

GEWINNER DER PREISFRAGE AUS DER LETZTEN AUSGABE

HALLERTAU-Leser Eva Satzl und Partner Heinrich Sedlmaier mit Sohn Georg wussten, dass es sich bei dem im Magazin Nr. 3/12 abgebildeten Gebäude um den „Fuß-Hof“ in Lutzmannsdorf handelte. Und das Los-Glück bescherte ihnen ein vorzügliches Gans-Essen im Huberhof in Airischschwand. Die beiden „Küchen-Chefs“ Johannes (r.) und Josef Selmayer ließen es sich nicht nehmen, die glücklichen Gewinner und den HALLERTAUHerausgeber, Alexander Herzog, persönlich auf dem Huberhof zu begrüßen.


„Eines der erfolgreichsten Ensembles im Bereich der Neuen Volksmusik“ (Süddeutsche Zeitung)

Die neue CD ab jetzt erhältlich!

Klassische Weihnachtslieder in neuer Interpretation aufgenommen in der Dorfkirche von Feldkirchen bei Moosburg: 01 OH HEILAND REISS DEN HIMMEL AUF 02 MARIA DURCH EIN DORNWALD GING 03 IN DULCI JUBILO 04 ES WIRD SCHO GLEI DUMPA 05 DES BIN ICH FROH 06 ES IST EIN ROS ENTSPRUNGEN 07 KOMMET, IHR HIRTEN 08 IM WOID IS SO STAAD 09 TOCHTER ZION 10 ABA HEIDSCHI BUMBEIDSCHI 11 VOM HIMMEL HOCH 12 STILL, STILL, STILL 13 ADESTE FIDELIS 14 ANDACHTSJODLER

Kontakt: Stefan Pellmaier · Abt-Danner-Straße 4 · 85406 Oberappersdorf stefan.pellmaier@gmx.de · www.luzamoi.de


Hallertau Magazin 2/2012  

Hallertau Magazin 2/2012 - Leben und Urlauben in einer einzigartigen europäischen Kulturlandschaft

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