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Die Grundschule bleibt nach der Vorstellung der FDP-Landtagsfraktion das Fundament der schulischen Bildung. Die vierjährige Grundschule bietet gute Chancen für alle Kinder in Niedersachsen, die notwendigen Grundlagen für die weiterführenden Schulen zu erwerben. Einer Öffnung der Grundschulen nach unten – wie bereits mit dem Brückenjahr begonnen – steht die FDP positiv gegenüber. Auch mit der Einführung von Sprachstandsfeststellungen vor der Einschulung und der Gründung des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung hat die FDP immer wieder Schwerpunkte in der frühkindlichen Bildung gesetzt. Dieses soll weiterhin ausgebaut werden, damit noch mehr Kinder gestärkt in die Grundschule kommen.

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Bei der Weiterentwicklung der Schullandschaft in Niedersachsen ist aus Sicht der FDP darauf zu achten, dass die gymnasiale Oberstufe neu benannt wird. Durch die Einf端hrung des Abiturs nach 12 Jahren kam es zwar nicht zu einer inhaltlichen, aber zu einer formalen Dopplung der 10. Klasse. Hier setzt sich die FDP daf端r ein, zuk端nftig nur noch von der Einf端hrungsphase und der Qualifikationsphase der Oberstufe zu sprechen um eine weitere Verwirrung zu vermeiden.

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Das Gymnasium bleibt starke Säule des niedersächsischen Bildungssystems. Hier werden die Schülerinnen und Schüler erfolgreich von der 5. Klasse an zum Abitur nach 12 Jahren geführt. Die Gymnasien in Niedersachsen müssen weiter gestärkt werden. Dazu gehört aus Sicht der FDP mittelfristig die Absenkung der Klassenobergrenzen. Das Gymnasium wird auch zukünftig auf den propädeutischen Unterricht setzen und die Schülerinnen und Schüler gezielt auf ein wissenschaftliches Arbeiten vorbereiten.

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In der zweiten Säule des weiterführenden Schulsystems sind im Sekundarbereich I grundsätzlich die Klassen 5 bis 10 vorgesehen. Auch im Bereich des Anschlusses an den Sekundarbereich I wird es zukünftig die Einführungsphase und die Qualifikationsphase der Oberstufe geben.

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Die Niedersachsenschule bildet die zweite Säule in der Struktur der weiterführenden Schulen. Die Einführung der Niedersachsenschule soll langfristig erfolgen. Bei Umwandlungen von bestehenden Schulen und bei Neugründungen sollen die Schulträger zukünftig neben den Gymnasien die Niedersachsenschulen errichten können. Mit dem System der Niedersachsenschule erhalten die Schulträger eine hohe Flexibilität, da innerhalb der Niedersachsenschule vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten für die Schulträger und die Schulen möglich sein sollen.

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Für die Niedersachsenschule bieten sich verschiedene Möglichkeiten der Anbindung an eine Oberstufe. Sollte die Niedersachsenschule langfristig nachweisen können, dass sie mindestens 54 Schüler pro Jahrgang in die Oberstufe führt, kann sie eine eigene Oberstufe führen. Hierzu kann sie auch eine Kooperation mit einer weiteren Niedersachsenschule eingehen. Die Oberstufe kann dann jedoch nur an einem Standort geführt werden. Hierdurch bietet sich aber die Möglichkeit der Vergrößerung des gymnasialen Lehrkörpers. Eine Niedersachsenschule kann aber auch mit den Fachgymnasien der berufsbildenden Schulen oder einem örtlichen Gymnasium zusammenarbeiten. Die FDP begrüßt auch zukünftig die Zusammenarbeit verschiedener Schulformen und den inhaltlichen Austausch zum Wohle der Schülerinnen und Schüler.

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In der Niedersachsenschule soll nach den Vorstellungen der FDP auf drei Leistungsniveaus unterrichtet werden. Die Einrichtung der Leistungsniveaus h辰ngt jedoch von den Leistungen der Sch端lerinnen und Sch端ler ab, so dass nicht zwingend in jedem Jahrgang jedes Niveau angeboten werden muss. Unseres Erachtens wird es jedoch 端berwiegend zum Angebot aller drei Niveaus in jedem Jahrgang kommen.

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Im 5. Jahrgang kann die Niedersachsenschule eigenverantwortlich entsprechend ihrem eigenen pädagogischem Konzept entscheiden, ob eine innere oder äußere Fachleistungsdifferenzierung erfolgen soll und ggfs. in welchen Fächern. Hierdurch ergibt sich eine hohe Flexibilität der Schulen in der Ausgestaltung des 5. Jahrgangs. Diese Gestaltungsmöglichkeiten sollten die Schulen nach Auffassung der FDP dafür nutzen, den Übergang in die weiterführende Schule für die Schülerinnen und Schüler fließend zu gestalten.

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Aus Sicht der FDP ist es jedoch erforderlich, sp채testens in der 6. Klasse in den F채chern Mathematik, Englisch und Deutsch nach den drei Leistungsniveaus zu differenzieren. Analog zur geltenden Erlasslage bei Integrierten Gesamtschulen soll die Einstufung in die verschiedenen Leistungsniveaus durch die Klassenkonferenz erfolgen. Die Niedersachsenschule soll zus채tzlich ab der 6. Klasse die 2. Fremdsprache anbieten.

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Ab dem 7. Jahrgang erfolgt dann die äußere Fachleistungsdifferenzierung in allen Fächern. Insbesondere die Angebote zur Berufsorientierung an den Hauptschulen und die Profilierung in den Realschulen sollen auch in die Niedersachsenschule integriert werden. Darüber hinaus werden die Schüler auch darauf vorbereitet das Abitur nach 12 bzw. 13 Jahren abzulegen. Das Abitur nach 12 Jahren soll für die Schülerinnen und Schüler in Betracht kommen, die auf dem zusätzlichen Niveau unterrichtet werden (ähnlich den Integrierten Gesamtschulen). Ein kombiniertes Angebot aus den verschiedenen Niveaus für einzelne Schüler sollte zur individuellen Förderung des Schülers möglich sein, sofern es sich innerhalb der Schule organisatorisch darstellen lässt. Eine solche Entscheidung ist von der Schule zu treffen.

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Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit auf der Niedersachsenschule den Hauptschulabschluss, den Sekundarabschluss und den erweiterten Sekundarabschluss I nach der 10. Klasse zu erwerben. Die Schülerinnen und Schüler die auf zusätzlichem Niveau unterrichtet worden sind, erhalten nach Jahrgang 9 die Versetzung in die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe.

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Nach der Grundschule steht den Schülerinnen und Schülern der Weg auf das Gymnasium oder auf die Niedersachsenschule offen. Nach dem Abschluss der Niedersachsenschule wählen die Schülerinnen und Schüler eine der sich bietenden Anschlussmöglichkeiten bspw. eine Berufsausbildung. Schülerinnen und Schüler mit einem erweiterten Sekundarabschluss I haben die Möglichkeit in die Einführungsphase eines Fachgymnasiums, der Oberstufe einer Niedersachsenschule oder eines Gymnasiums zu wechseln und dort das Abitur abzulegen. Die gleichen Möglichkeiten bieten sich für die Schülerinnen und Schüler der Niedersachsenschule, die nach Jahrgang 9 in die Einführungsphase versetzt worden sind.

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Nach Einführung der Niedersachsenschule bieten sich für die Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen vielfältige Möglichkeiten das Abitur zu erwerben. Nach 13 Jahren über die Niedersachsenschule mit Besuch der Oberstufe einer Niedersachsenschule, eines Fachgymnasiums oder der Oberstufe eines Gymnasiums, nach 12 Jahren über die Niedersachsenschule mit Besuch der Oberstufe einer Niedersachsenschule, eines Fachgymnasiums oder der Oberstufe eines Gymnasiums oder der Besuch des Gymnasium mit dem Abitur nach 12 Jahren. Damit werden die Chancen für alle Kinder in Niedersachsen erhöht, das Abitur zu erreichen.

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Mappe NDS macht Schule