

Kultur vermitteln mit und für junge Menschen
Das Internationale Symposium Kulturvermittlung in St. Pölten ist das einzige Symposium im deutschsprachigen Raum, das alle Sparten der Kulturvermittlung vereint und in einem transdisziplinären Rahmen zusammenführt: von bildender Kunst über Musik, Tanz, Film und Theater bis hin zu Geschichte, Natur und Technik.
Bei der 7. Ausgabe treffen Expert:innen aus allen Bereichen der Kulturvermittlung sowie aus der Regionalkultur zusammen, um über aktuelle Fragestellungen, Zukunftsvisionen und Positionierungen für die Arbeit mit jungen Menschen zu sprechen
Unser Anliegen lautet: Wie kann Kulturvermittlung transformativ wirken und gesellschaftliche Veränderungsprozesse unterstützen?
Wie können Institutionen mit jungen Menschen gemeinsam Teilhabe- und
Mitgestaltungsprozesse entwickeln?
Welche Räume kann Kulturvermittlung für sinnhafte Erfahrungen öffnen?
Wie kann Kulturvermittlung die Förderung, Beteiligung und den Schutz junger Menschen in Institutionen ermöglichen?
Welche Rolle übernimmt Kulturvermittlung hier in einer sich schnell verändernden Welt, die von Krisen geprägt ist?
Die Teilnehmenden des Symposiums erwarten zwei spannende Tage mit einer Bandbreite an Ideen und Anregungen aus einem differenzierten Kompetenzspektrum.
Neben renommierten Keynotes, Vorträgen, partizipativen Performances und Best-Practice-Beispielen bietet die Tagung auch diesmal wieder mit einer Reihe an Workshops sowie Hands-On-Stationen viel Gelegenheit zum fachlichen Austausch.
Wir möchten mit dieser Tagung Erwachsene ermutigen, beim eigenen Denken und Handeln immer wieder einen Perspektivenwechsel vorzunehmen, Gelerntes in Frage zu stellen und Alternativen zuzulassen
Das 7. Internationale KulturvermittlungsSymposium der NÖKU-Gruppe findet in Kooperation mit der Kultur.Region.Niederösterreich statt.
KinderKunstLabor in St. Pölten
Tagungsgebühr:
2-Tages-Ticket: EUR 55,1-Tages-Ticket: EUR 35,-
Tickets (limitiert & nur Vorverkauf): http://shop kinderkunstlaborat
Fragen: symposium@kulturvermittlung info
Für den Inhalt verantwortlich: Die Kunst- und Kulturinstitutionen der NÖKU-Gruppe in Zusammenarbeit mit der KulturRegion Niederösterreich
Detailliertes Programm demnächst auf: www.noeku.at/symposium

Programmübersicht
Donnerstag, 19.02.2026
8 00–8 40 Ankunft, Akkreditierung & Frühstück
8 40–9 00 Bewegter Start mit Christina Ebner, Leonie Humitsch (Festspielhaus St Pölten)
9.00–9.15 Begrüßung und Einleitung
9.15–10.00 Keynote Wer hat hier eigentlich Recht(e)? Kinderrechte in der Kulturvermittlung mit Luise Meergans, Q&A mit Mona Jas
10.00–11.15 Demokratie & Gesellschaft Mit Beiträgen von: MAK, Museum Arbeitswelt, Museum Ostarrichi Neuhofen/Ybbs, Museum Traiskirchen, Architekturzentrum Wien
11 15–12 00 PAUSE & Hands-On-Stationen*
12 00–13 10 Co-Creation mit Communities Mit Beiträgen von: BeyondBühne Baden, Jugend- und Kulturhaus TRIEBWERK, TU Wien Transformer, KZ-Gedenkstätte Gusen, HLW Haag
13 10–14 40 MITTAGSPAUSE & Hands-On-Stationen*
14 40–15 35 Empowerment
Mit Beiträgen von: Potpourri Dance, Stadtmuseum Korneuburg, Yingying Chen, OeAD - Abteilung Bildung & Gesellschaft
15 35–16 20 Workshops & Dialogwerkstätten Teilnahme an einem von fünf Formaten
Mit: Asena Boyadzhieva, inn wien ensemble, Luise Meergans & Mona Jas, Claudia Pitnik, Kultur St Pölten & Jeunesse St Pölten
16.20–17.00 PAUSE & Hands-On-Stationen*
17 00–17 15 Wrap-up
17 15–18 15 Leben mit Krisen Mit Beiträgen von: Niederösterreichische Landesausstellung, TU Wien, mumok & Technisches Museum Wien, Festspielhaus St Pölten
18 15–19 30 AUSKLANG bei Tanz & Drinks
*BEIDE TAGE: HANDS-ON-STATIONEN verteilt im Ausstellungsraum, mit Beiträgen von:
Römerstadt Carnuntum, Schallaburg, Kunstmeile Krems, Amt der OÖ Landesregierung, Künstlerhaus Wien, mumok, Stadttheater Wiener Neustadt, Volkskultur Niederösterreich, Haus für Natur im Museum Niederösterreich, Haus der Wildnis
Freitag, 20.02.2026
8 15–8 40 Ankunft, Akkreditierung & Frühstück
8 40–9 00 Bewegter Start mit Christina Ebner, Leonie Humitsch (Festspielhaus St Pölten)
9.00–9.10 Begrüßung und Einleitung
9.10–9.40 Keynote Listening to Babies: From Programming Activities to Creating Spaces for Free Play mit Graziela Kunsch
9.40–9.55 Impuls: Durch Musik Kunst Kultur wachsen mit Musik & Kunst Schulen Management Niederösterreich
9 55–10 15 Q&A
10 15–11 00 Kulturbegegnung & Räume
Mit Beiträgen von: contakt Musikvermittlung, Kinderbuchhaus im Schneiderhäusl, Zeit Punkt Lesen BHW, Stadtmuseum Hollabrunn, Katharina Osztovics
11 00–11 45 PAUSE & Hands-On-Stationen*
11 45–12 30 Workshops & Dialogwerkstätten Teilnahme an einem von sechs Formaten Mit: Lia Quirina & Larissa Schwaiger, Magdalena Chowaniec, Graziela Kunsch & Mona Jas, Stadtmuseum St Pölten, KinderKunstLabor & Kunstmeile Krems, Musik & Kunst Schulen Management Niederösterreich
12.30–14.00 MITTAGSPAUSE & Hands-On-Stationen*
14 00–14 15 Wrap-up
14.15–15.30 Medien & Trends
Mit Beiträgen von: Stiftung Haus der Kunst München, kunstgeschichten manufaktur, Susi Hinterberger, Anna Netouschek & Lia Quirina, Verein ZOOM Kindermuseum, USTP Hochschule St Pölten & Krahuletz-Museum
15 30–16 15 Lecture Performance: youAI-I3-03 mitH A U S , anschließend Q&A
16 15–16 30 WRAP-UP & Verabschiedung
BEIDE TAGE: Moderation und interaktive Begleitung
GEHEIME DRAMATURGISCHE GESELLSCHAFT
Thematische Schwerpunkte
Die Anzahl und die Qualität an Einreichungen zum Symposium waren geradezu überwältigend Wir als NÖKU-Kulturvermittlungsteam haben uns daher gemeinsam mit der Kultur.Region.Niederösterreich für eine Vielfalt an Sichtweisen entschieden Statt einige weniger Streiflichter zur Kulturvermittlung mit und für junge Menschen vor den Vorhang zu holen, können wir das Feld auf diese Weise umfassend beleuchten.
Die einzelnen Tage sind in Sessions mit sieben Themenbereichen unterteilt:
An erster Stelle steht der Themenbereich der Kinderrechte, mit den Kernfeldern der Förderung, Beteiligung und des Schutzes junger Menschen Inwieweit können – und sollen – sich die Kinderrechte als Basis einer Institution zu einem sinnstiftenden Leitbild aller entwickeln?
Hieran anschließend bieten Impulse zu aktuellen Entwicklungen unserer Demokratie und Gesellschaft Raum zur Diskussion. Inwiefern ist Kulturvermittlung zentrales Werkzeug, Demokratie zu leben? Wie können Institutionen jungen Menschen aus allen gesellschaftlichen Gruppen Räume für Dialog und Meinungsaustausch bieten? Welche Rolle spielen Kultur und Wissenschaft dabei?
Gleichzeitig soll es in dem Themenbereich Leben mit Krisen auch darum gehen, gemeinsam Antworten auf aktuelle Herausforderungen zu finden. Wie kann gerade Kulturvermittlung hier jungen Menschen in nicht simulierten Settings neue Wege aufweisen?
Das solidarische Miteinander spielt auch bei den Beiträgen eine große Rolle, die sich mit dem vieldiskutierten Ansatz der Co-Creation mit Communities auseinandersetzen
Welche Formate eignen sich hier für die unterschiedlichen Institutionen? Inwiefern bieten sie Möglichkeiten, insbesondere einem jungen Publikum, Mitgestaltung und Teilhabe zu ermöglichen?
Daran anknüpfend werden im Themenbereich Empowerment kritisch aktuelle Ansätze der Kulturvermittlung präsentiert Inwieweit können junge Menschen durch Kulturvermittlung in ihrer Selbstwirksamkeit gefördert werden? Kann das überhaupt funktionieren, ohne dass junge Menschen auch selbst an Entscheidungen im Kulturvermittlungsbereich mitwirken können? Welche Formate „funktionieren“, und welche sollten wir dringend neu erfinden?
In Medien und Trends werden Fragestellungen dieser Art unter dem Aspekt der Digitalität genauer unter die Lupe genommen Inwieweit kann Digitalität in der Kulturvermittlung Tools zur Mitgestaltung junger Menschen schaffen? Was gibt es in diesem Bereich, und was fehlt?
Für den Themenbereich Kulturkontakte & Raum zeigen Projekte, was Kulturvermittlung bewirken kann, wenn erste Begegnungen mit Kultur ermöglicht werden. Wie können sich für Kinder somit neue kreative Räume erschließen? Inwieweit sind Kooperationen hilfreich, um zeitgemäße Konzepte der Kulturvermittlung zu entwickeln? Welche Möglichkeiten der Beteiligung ergeben sich dabei für eine heranwachsende Generation?
Details zu den einzelnen Beiträgen finden sich demnächst auf: wwwnoeku at/symposium
Programm im Detail
Donnerstag 19.02.2026
TAGUNG & WORKSHOPS
Moderation & interaktive Begleitung: GEHEIME DRAMATURGISCHE GESELLSCHAFT
8.00–8.40 Ankunft, Akkreditierung & Frühstück / Ausstellungsraum
8.40–9.00 Bewegter Start / Ausstellungsraum mit Christina Ebner, Leonie Humitsch (Festspielhaus St. Pölten)
9.00–9.15 Begrüßung und Einleitung / Ausstellungsraum mit Matthias Pacher (NÖ Museum Betriebs GmbH), Martin Lammerhuber (Kulturregion NÖ), Mona Jas (KinderKunstLabor)
9.15–10.00 Keynote / Ausstellungsraum
Wer hat hier eigentlich Recht(e)? Kinderrechte in der Kulturvermittlung Luise Meergans (Deutsches Kinderhilfswerk)
Q&A mit Mona Jas (KinderKunstLabor)
Kinder haben Rechte. Das weiß nur kaum jemand wirklich, vor allen Dingen nicht die Kinder
Wer trägt dafür eigentlich die Verantwortung und welche Rolle fällt dabei der Kulturvermittlung zu? Und: Warum brauchen wir eigentlich Kinderrechte?
Die Keynote vermittelt einen ersten Einblick in die UN-Kinderrechtskonvention und zeigt auf, dass Kinderrechte kein Nice-to-Have sind, sondern auch eine Antwort darauf, wie wir heute unsere Gesellschaft und unsere Demokratie weiterentwickeln und erhalten können.
Luise Meergans studierte Kulturarbeit mit den Schwerpunkten Kulturvermittlung und kulturell-ästhetische Bildung. Sie hat unter anderem in der kulturellen Bildungspraxis und im Kultur- und
Künstler:innen-Management gearbeitet sowie Maßnahmen und Projekte im Feld politischer Bildung initiiert und begleitet.
Als Leiterin der Abteilung Programme des Deutschen Kinderhilfswerkes verantwortet Luise Meergans die Entwicklung und Umsetzung der programmatischen und projektbezogenen Arbeit der Kinderrechtsorganisation. Im Rahmen ihrer langjährigen Tätigkeit liegt ihr Fokus insbesondere auf der fachlichen Entwicklung der Themenfelder kinderrechtsbasierte Demokratiebildung, Kinderrechte und Beteiligung in der kulturellen Kinder- und Jugendbildung sowie Kinderrechte im digitalen Raum.
10 10–11 15 Demokratie & Gesellschaft / Ausstellungsraum Vorträge und Impulse
- Vortrag: Tools for Democracy
Janina Falkner (MAK)
Das MAK vermittelt – insbesondere in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen – Design als Lösungsansatz für Veränderung und demokratisches Zusammenleben. Gestaltung wird dabei nicht nur als ästhetische Praxis verstanden, sondern als Werkzeug zur Teilhabe, zur Mitbestimmung und zur aktiven Auseinandersetzung mit der eigenen Umwelt. Der Zugang von Design als Tool und das Verständnis von Museum als Toolbox für Gestaltung können die demokratische Relevanz kultureller Institutionen stärken.
- Impuls: Wie Demokratie am Museum vermitteln?
Tanja Witzmann (Museum Traiskirchen)
Wie kann in einem Museum Raum entstehen, in dem Jugendliche aktuelle Fragestellungen verhandeln können? Am Beispiel der Sonderausstellung: „ZUSAMMEN – Flucht & Alltag in Traiskirchen“.
- Impuls: Solidarität erleben: Das LABOUR LAB – Spielraum für gerechte Arbeit
Felix Fröschl (Museum Arbeitswelt)
Der Vortrag „Solidarität erleben! LabourLab –Spielraum für gerechte Arbeit“ präsentiert das LABOUR LAB als interaktiven, gamifizierten Lernraum, in dem junge Menschen ab der 7. Schulstufe Solidarität und gerechte Arbeitswelten durch digitale Medien, VR und kooperative Spiele erleben. Das partizipative Konzept, mitentwickelt von Schüler:innen, verbindet politische Bildung mit Spaß und aktuellen Debatten.
- Vortrag: Jugend Enquete Ostarrichi
Anna Mikesch, Paul Schlechter (Museum Ostarrichi Neuhofen/Ybbs)
Mit dem Vermittlungsformat Jugend Enquete Ostarrichi bietet ein regionales Museum im Mostviertel seit 10 Jahren eine Diskussionsplattform für Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren an. Im Museum Ostarrichi in Neuhofen an der Ybbs werden einmal im Jahr aktuelle gesellschaftspolitische Themen zwischen Expert:innen und jungen Menschen verhandelt. In 5 Diskussionsrunden begegnen sich Wissenschaftler:innen, Fach- und Medienleute mit jungen Menschen, um bestimmte Fragestellungen zu erörtern und zu diskutieren. Ziel ist es, Jugendlichen diese Begegnungen mit interessanten Menschen zu ermöglichen und eine respektvolle Diskussionskultur zu fördern. Seit 2015 haben 1350 junge Menschen dieses Vermittlungsformat besucht.
- Vortrag: Vor Ort Räume & Narrative Stadtkarte
Anne Wübben (Architekturzentrum Wien)
Demokratie wird besonders in der Gestaltung und Nutzung des öffentlichen Raums sichtbar Daher sind wir mit den Schüler:innen des Bernoulligymnasiums der Frage nachgegangen, wie sich dieser Raum angesichts der Urbanisierung und des Klimawandels verändern sollte.
Q&A und Moderation: Geheime Dramaturgische Gesellschaft
11.15–12.00 PAUSE & Hands-On-Stationen / Ausstellungsraum Zeit, aktiv zu werden! In der Pause sind die Teilnehmenden herzlich eingeladen, die im und vor dem Ausstellungsraum verteilten Hands-On-Stationen zu besuchen.
- Römischer Alltag Römerstadt Carnuntum
An der Hands-On Station der Römerstadt Carnuntum können Besucher Gegenstände aus dem Führungsalltag entdecken und selbst erleben. Die Station regt zur Diskussion darüber an, wie Geschichte und Kultur auf spannende Weise an Kinder und Jugendliche vermittelt werden können. Ein interaktiver Austausch ermöglicht neue Perspektiven auf die Präsentation der antiken Vergangenheit.
- Tierstimmenquiz Haus für Natur & Haus der Wildnis
Das Wissen um ökologische Zusammenhänge verortet uns in der Welt. Das Haus für Natur und das Haus der Wildnis bringen uns die Welt der Amphibien und Reptilien spielerisch näher und öffnen unsere Ohren für die Stimmen der Wildnis.
- Best of Schallaburg Hands on Schallaburg Kulturbetriebsges m b H
- Interaktives Kunstwerk und digitales Empowerment mumok
Rapid Prototyping mit Makey Makey Physical Computing: Digitale Grundbildung kreativ erlebbar machen – analog & digital! Inspiriert von einem Werk aus der mumok Sammlung gestalten wir einen analogen Controller mit leitfähigen Alltagsmaterialien, Obst, Alufolie und/oder bunter Knete und entwickeln ihn mit dem Erfinderbaukasten-System Makey Makey, Krokodilklemmen und der Computersprache Scratch in ein interaktives Kunstwerk weiter!
- Unterstützte Kommunikation Stadttheater Wr. Neustadt
Unterstützte Kommunikation erleichtert Menschen, für die Sprache eine Barriere ist die Teilhabe an sozialen Events wie Theatererlebnisse, in diesem Fall die Führung. Dazu haben wir ein Begleitbuch produziert, das zum Durchblättern aufliegt.
- My Museum Box Kunstmeile Krems
Hineinschnuppern und ausprobieren!
Die MY MUSEUM BOX macht den Museumsbesuch für Familien mit Kindern auf der Kunstmeile Krems zu einem spannenden, individuellen und kreativen Erlebnis. Die Box enthält verschiedene künstlerische Materialien und spielerische Impulse, die Kinder und ihre Begleitpersonen zum Entdecken, Ausprobieren und Gestalten anregen. So wird die Kunst nicht nur betrachtet, sondern das Museum aktiv erlebt. Die Box gibt es in den Museen der Kunstmeile Krems kostenfrei zur Ausleihe an der Kassa.
- Museum in a Box Amt der oberösterreichischen Landesregierung
- Volkskultur Kinderhandwerksmarkt Volkskultur Niederösterreich
- Kunst für die Sinne Künstlerhaus Wien
Die multisensorische Museumstasche stellt ein innovatives kunstpädagogisches Angebot des Künstlerhauses Wien dar, das Familien –insbesondere Kindern – einen vielseitigen, interaktiven Zugang zu aktuellen Ausstellungen ermöglicht. Die Tasche beinhaltet ausgewählte Materialien sowie methodische Anleitungen, die es den Besucher:innen erlauben, Objekte zu berühren, Gerüche wahrzunehmen und sich spielerisch mit den Ausstellungsinhalten auseinanderzusetzen. So entsteht ein Museumsbesuch, der gleichermaßen informativ, erfahrungsorientiert und nachhaltig eindrucksvoll ist.
12.00–13.10 Co-Creation mit Communities / Ausstellungsraum Vorträge und Impulse
- Vortrag: Von der Bühne in den Beirat –wenn junge Menschen Kulturvermittlung mitgestalten
Gregor Ruttner, Klara Schwarzott (BeyondBühne Baden)
Wie kann Kulturvermittlung von einem Angebot für junge Menschen zu einem Prozess mit jungen Menschen werden? Diese Frage steht im Zentrum der Arbeit der BeyondBühne Baden, die seit über zwanzig Jahren Kinder und Jugendliche in Schauspiel-, Tanz- und Filmprojekten begleitet. In den letzten Jahren wurde dieser partizipative Ansatz systematisch weiterentwickelt – hin zu echter Mitgestaltung auf struktureller Ebene.
- Vortrag: Von der Bühne ins Digitale: Kulturvermittlung mit Jugendlichen im Triebwerk Wiener Neustadt
Conrad Heßler (Jugend- und Kulturhaus TRIEBWERK)
- Impuls: Transformer. Kulturvermittlung als Co-Creation-Space zwischen Wissenschaft, Technik und Kunst Bianca Köck (TU Wien Transformer)
Wissenschaft, Technik und Kunst treffen im Transformer der TU Wien aufeinander – einem außerschulischen Co-Creation-Space, der Kulturvermittlung neu denkt. Durch Partnerschaften mit Institutionen wie MUK und MAK werden Kinder und Jugendliche nicht zu Konsument:innen, sondern zu aktiven Gestalter:innen von Wissen und Zukunft.
- Vortrag: Objekte erzählen Geschichte(n) – Gusen Version. Partizipative Erinnerungskultur mit und für junge Menschen Bernhard Mühleder (KZ-Gedenkstätte Gusen)
Das Projekt „Objekte erzählen Geschichte(n) –Gusen Version“ erprobte partizipative Geschichtsvermittlung, indem Schüler:innen anhand von Fundstücken des ehemaligen KZ Gusen in Workshops recherchierten, kreativ arbeiteten und eigene Formen der Erinnerungskultur entwickelten. Ziel war es, junge Menschen aktiv in die Gedenkarbeit einzubinden, emotional anzusprechen und auf Basis der Erfahrungen neue pädagogische Programme für die KZ-Gedenkstätte Gusen zu entwickeln.
- Impuls: [stadt:erleben@haag] Florian Helperstorfer, Sarah Hammelmüller (HLW Haag)
Die HLW Haag bietet im Rahmen der schulautonomen Vertiefung „KIMD – Kommunikation – Innovation – Motivation & Design“ die Zusatzqualifikation „BASISDIPLOM KULTURVERMITTLUNG“ an.
In mehreren Modulen erwerben die Schüler:innen Kenntnisse in Vermittlungs- und Präsentationsmethoden und entwickeln als Abschluss ein eigenständiges Kulturvermittlungsprojekt – eine fundierte Basis für eine erfolgreiche Berufslaufbahn im Kunst- und Kulturbereich.
Q&A und Moderation: Geheime Dramaturgische Gesellschaft
13.10–14.40 MITTAGSPAUSE & Hands-On-Stationen
14.10–14.40 Yin Yoga mit Christina Ebner / Das andere Labor
14.40–15.35 Empowerment / Ausstellungsraum Vorträge und Impulse
- Vortrag: "Build your own club"! Olivia Mitterhuemer, Farah Deen (Potpourri Dance)
„Build Your Own Club!“ inspiriert Kinder und Jugendliche durch die Bewegungssprache des House Dance – zugänglich, energiegeladen und getragen von mitreißender Musik.
Mit Basic Steps, Groove-Übungen und Rhythmusspielen entsteht ein imaginärer Clubraum, in dem sich die Teilnehmenden frei ausdrücken können, während Farah und Olivia Einblicke in ihr Leben als professionelle Tänzerinnen geben und zu kreativen Berufswegen ermutigen.
- Impuls: STOPOVER Korneuburg: Kunst und Kultur als Zwischenstation Karin Böhm (Stadtmuseum Korneuburg)
Das Projekt STOPOVER Korneuburg brachte junge Menschen unterschiedlicher Herkunft und Sprache zusammen. Durch die gemeinsame Arbeit an einem Fotoprojekt entstanden Ausstellungen im Stadtmuseum Korneuburg und im öffentlichen Raum sowie wertschätzende Begegnungen und neue Sichtweisen.
- Vortrag: My World, Our World Chen Yingying
My World, Our World explores language through children’s creative expression. It reimagines language as a playful, diverse tool for identity and connection.
15.35–16.20 Workshops & Dialogwerkstätten Teilnahme an einem von fünf Formaten
- Workshop: Embodied Resilience: In Bewegung mit Unsicherheit
Asena Boyadzhieva / Das eine Labor
- Workshop: What on Earth! Xenia Rubin (inn wien ensemble) / Das andere Labor
Ausgehend von der Oorkaan-Methode sowie der Arbeit mit Regisseurin Cornelia Voglmayr entwickelte das Ensemble inn.wien einen Zugang zur Musikvermittlung, bei dem Bilder aus der Musik heraus entstehen und zu einem künstlerischen und pädagogischen Element werden. Im Rahmen des ca 45-minütigen körperlich-musikalischen Workshops wird das staged concert “What on Earth” des Ensembles vorgestellt, und Teilnehmende können gemeinsam mit drei Musikerinnen jene Arbeitsweisen ausprobieren, aus denen das Konzert entstanden ist.
- Impuls: Inklusives Kunstprojekt „Alle gleich verschieden“ Susanne Windischbauer, Sabine Widter (OeAD - Abteilung Bildung & Gesellschaft)
Das inklusive Kunstvermittlungsprojekt „Alle gleich verschieden“ ist ein Kooperationsprojekt der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich und des OeAD - Agentur für Bildung und Internationalisierung. Im Rahmen der Berufspraktischen Studien im 5. und 6. Semester setzten Lehramtsstudierende des Primarstufen-Instituts der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich impulsgebende Projekte in Zusammenarbeit mit Künstler:innen an sechs verschiedenen Schulstandorten (Allgemeinen Sonderschulen, Integrativen Schulzentren und Volksschulen mit Integrationsklassen) in Oberösterreich um. Die Kunstschaffenden kamen aus unterschiedlichen Kunstsparten und unterstützten die angehenden Lehrpersonen bei der Entwicklung standortspezifischer Projektkonzepte und der jeweiligen Umsetzung vor Ort. Die Projektkosten wurden durch die Initiative „Kultur:Bildung“ des OeAD übernommen.
Q&A und Moderation: Geheime Dramaturgische Gesellschaft
- Dialogwerkstatt: Glück und Pech: Kein Haus für junges Publikum Elisabeth Pöcksteiner (Kultur St Pölten & Jeunesse St Pölten) / Bibliothek
Seit 2021/22 wächst das Konzertprogramm für junges Publikum in St. Pölten stetig – zwischen urbanem Drive und ländlicher Realität. Ohne eigenes Haus sind wir während der ganzen Saison zu Gast bei etablierten Bühnen, bis hin zu Off-Spaces und temporären Locations.
Die Diskussionswerkstatt bietet Raum für das Teilen von Erfolgen, sowie den Austausch über Erfahrungen, Learnings und gemeinsame Lösungsansätze für aktuelle Herausforderungen bei Veranstaltungen für junges Publikum.
- Dialogwerkstatt: Wer hat hier eigentlich Recht(e)? - Kinderrechte in der Kulturvermittlung
Luise Meergans, Mona Jas (KinderKunstLabor) / Ausstellungsraum
16.20–17.00 PAUSE & Hands-On-Stationen
17.00–17.15 Wrap-up
- Dialogwerkstatt: Wie Kulturinstitutionen zu Kompliz:innen junger Zukunftsgestalter:innen werden
– Offenes Gespräch mit zwei jungen Aktivist:innen
Claudia Pitnik (Kunstmeile Krems) / Archipelago
17.15–18.15 Leben mit Krisen / Ausstellungsraum Vorträge und Tanz
- Vortrag: Vorstellung innovativer Ansätze zur Familienspur und zum Schulprojekt für die Gestaltung der Ausstellung „Wenn die Welt Kopf steht“ zum Thema psychische Gesundheit
Birgit Stransky (Niederösterreichische Landesausstellung)
In einem Impulsvortrag reflektieren Maria Prantl, Joanna Wiseman (Die Ausstellungsmacherinnen) und Birgit Stransky (Niederösterreichische Landesausstellung Kulturvermittlung) gemeinsam über die Idee und Realisierung eines Schulprojekts für die Gestaltung, über die Herausforderungen, zum Thema psychische Gesundheit ein gelungenes Vermittlungsangebot für alle zu schaffen und über die Zusammenarbeit mit dem Klinikum Mauer zur Niederösterreichischen Landesausstellung 2026 „Wenn die Welt Kopf steht“ 27.3-8.11.2026
- Vortrag: "Cultural Collisions": Mit interdisziplinären Synergien Räume der Teilhabe öffnen Theresa Unger-Gülcher, Benedikt Hochwartner (TU Wien, mumok & Technisches Museum Wien)
Cultural Collisions ist ein interdisziplinäres Bildungsprojekt in Kooperation zwischen der TU Wien, der Angewandten, PH Wien, mumok und dem Technischen Museum Wien. Es bietet Schüler:innen zwischen 12 und 14 Jahren die Gelegenheit sich dem so brandaktuellen wie komplexen Thema Klimawandel aus wissenschaftlicher, künstlerischer sowie emotionaler Sicht zu nähern, eigene Perspektiven zu entwickeln und am gesellschaftlichen Gestaltungsprozess teilzuhaben. Durch aufeinander abgestimmte Erlebnisse mit und bei den unterschiedlichen Institutionen entsteht ein offener Gesprächsraum, der eine Basis für selbstermächtigte Entscheidungsfindung, individuellen künstlerischem Ausdruck und Mitgestaltung gemeinsamer Zukunftsthemen legt
- Vortrag und Tanz: Holding on & Letting go
Leonie Humitsch (Festspielhaus St Pölten)
Q&A und Moderation: Geheime Dramaturgische Gesellschaft
18 15–19 30 AUSKLANG bei Tanz & Drinks
Freitag 20.02.2026
TAGUNG & WORKSHOPS
Moderation & interaktive Begleitung: GEHEIME DRAMATURGISCHE GESELLSCHAFT
8 15–8 40 Ankunft, Akkreditierung & Frühstück / Foyer
8.40–9.00 Bewegter Start / Ausstellungsraum mit Christina Ebner, Leonie Humitsch (Festspielhaus St. Pölten)
9.00–9.10 Begrüßung und Einleitung / Ausstellungsraum mit Matthias Pacher (NÖ Museum Betriebs GmbH), Mona Jas (KinderKunstLabor)
9.10–9.40 Keynote / Ausstellungsraum
Listening to Babies: From Programming Activities to Creating Spaces for Free Play Graziela Kunsch
Even institutions that already engage children and young people as subjects often struggle to engage babies, toddlers, and very young children as subjects, because they cannot rely on verbal language.
Learning from babies and listening to them therefore happens primarily through observation observing them at play This play does not need to be limited to sensory activities in which adults place babies in a seated circle and offer them different materials to touch.
Allowing babies free movement makes autonomy possible. Based on Emmi Pikler’s approach, free motor development enables babies to explore their environment at their own pace, to solve physical and spatial problems independently, and to develop confidence in their own abilities.
In her lectures, Graziela Kunsch shows how allowing free movement supports this process.
9.40–9.55 Impuls: Durch Musik.Kunst.Kultur wachsen / Ausstellungsraum
Tamara Ofenauer-Haas (Musik & Kunst Schulen Management Niederösterreich)
9.55–10.15 Q&A / Ausstellungsraum zur Keynote und zum Impuls, Moderation: Geheime Dramaturgische Gesellschaft
10.15–11.00 Kulturbegegnung & Räume / Ausstellungsraum Vorträge und Impulse
- Vortrag: Musikvermittlung im Kontext
Blasmusik | Gestaltungsraum Formatvielfalt als Türenöffner für musikalisch-künstlerische Erlebniswelten
Elisabeth Waroschitz, Michaela Gasser (contakt Musikvermittlung)
Elisabeth Waroschitz und Michaela Gasser sind erfahrene Musikpädagoginnen und Musikvermittlerinnen, die seit über zehn Jahren kreative musikvermittelnde Formate für Kinder- und Familienkonzerte entwickeln. In enger Zusammenarbeit mit regionalen Musikvereinen und anderen Bildungsinstitutionen wie Musikschulen, Kindergärten und Pflichtschulen passen sie ihre Konzepte gezielt an lokale Bedürfnisse an. Ihr Anliegen ist es, das kulturelle Leben vor Ort zu stärken, Nachwuchs zu fördern und lebendige Zugänge zu Musik, Kunst und Kultur zu eröffnen.
- Impuls: Die kunterbunte Comic-Challenge Katharina Schwabl (Zeit Punkt Lesen BHW)
Am Beispiel des Kreativwettbewerbs „Die kunterbunte Comic-Challenge“ demonstriert das Projekt Zeit Punkt Lesen, wie Lesekultur freudvoll und unter aktiver Beteiligung junger Menschen gefördert werden kann – die Ergebnisse sprechen für sich.
- Impuls: Stadtlabor Patrizia Mantler-Stockinger (Stadtmuseum Hollabrunn)
Das Stadtlabor im Stadtmuseum Hollabrunn wird als partizipatives Kulturvermittlungsprogramm für Schulklassen eingesetzt und bietet unterschiedliche Themen im Baukastensystem an.
- Impuls: Lesen ist schön –Best-Practice-Beispiele aus dem Kinderbuchhaus
Hana Križanová (Kinderbuchhaus im Schneiderhäusl)
Anhand ausgewählter Beispiele aus unseren Mitmach-Ausstellungen, die seit 2015 von der KBH-Gründerin Renate Habinger und dem KBH-Team entwickelt und erprobt werden, zeigen wir verschiedene kreative Strategien und Ansätze auf. Zum Schluss wird der neue Lehrgang „Kinderliteratur im Spiel – Interaktive Ausstellungen gestalten” kurz vorgestellt, der in Kooperation mit dem Institut für Jugendliteratur Wien und dem Erwin Moser Museum schon im April 2026 startet.
- Impuls: Jazz macht Schule Katharina Osztovics (Stadtmuseum Hollabrunn)
musizieren, gestalten, schreiben, bewegen, performen, erfinden, texten... und Jazz aus verschiedenen kreativen Blickwinkeln erleben. Ein Projekt realisiert durch die OEAD Förderung "Kunst ist Klasse" in Kooperation mit Verein Swingin Sirs & Sisters, BRG Gröhrmühlgasse Wiener Neustadt und BORG Wiener Neustadt.
Q&A und Moderation: Geheime Dramaturgische Gesellschaft
11.00–11.45 PAUSE & Hands-On-Stationen / Ausstellungsraum Zeit, aktiv zu werden! In der Pause sind die Teilnehmenden herzlich eingeladen, die im und vor dem Ausstellungsraum verteilten Hands-On-Stationen zu besuchen
- Römischer Alltag Römerstadt Carnuntum
An der Hands-On Station der Römerstadt Carnuntum können Besucher Gegenstände aus dem Führungsalltag entdecken und selbst erleben. Die Station regt zur Diskussion darüber an, wie Geschichte und Kultur auf spannende Weise an Kinder und Jugendliche vermittelt werden können. Ein interaktiver Austausch ermöglicht neue Perspektiven auf die Präsentation der antiken Vergangenheit.
- Best of Schallaburg Hands on Schallaburg
- Tierstimmenquiz Haus für Natur & Haus der Wildnis
Das Wissen um ökologische Zusammenhänge verortet uns in der Welt. Das Haus für Natur und das Haus der Wildnis bringen uns die Welt der Amphibien und Reptilien spielerisch näher und öffnen unsere Ohren für die Stimmen der Wildnis.
- My Museum Box Kunstmeile Krems
Hineinschnuppern und ausprobieren! Die MY MUSEUM BOX macht den Museumsbesuch für Familien mit Kindern auf der Kunstmeile Krems zu einem spannenden, individuellen und kreativen Erlebnis. Die Box enthält verschiedene künstlerische Materialien und spielerische Impulse, die Kinder und ihre Begleitpersonen zum Entdecken, Ausprobieren und Gestalten anregen. So wird die Kunst nicht nur betrachtet, sondern das Museum aktiv erlebt. Die Box gibt es in den Museen der Kunstmeile Krems kostenfrei zur Ausleihe an der Kassa.
- Museum in a Box Amt der oberösterreichischen Landesregierung
- Interaktives Kunstwerk und digitales Empowerment mumok
Rapid Prototyping mit Makey Makey Physical Computing: Digitale Grundbildung kreativ erlebbar machen – analog & digital! Inspiriert von einem Werk aus der mumok Sammlung gestalten wir einen analogen Controller mit leitfähigen Alltagsmaterialien, Obst, Alufolie und/oder bunter Knete und entwickeln ihn mit dem Erfinderbaukasten-System Makey Makey, Krokodilklemmen und der Computersprache Scratch in ein interaktives Kunstwerk weiter!
- Unterstützte Kommunikation Stadttheater Wr. Neustadt
Unterstützte Kommunikation erleichtert Menschen, für die Sprache eine Barriere ist, die Teilhabe an sozialen Events wie Theatererlebnisse, in diesem Fall die Führung. Dazu haben wir ein Begleitbuch produziert, das zum Durchblättern aufliegt.
- Volkskultur Kinderhandwerksmarkt Volkskultur Niederösterreich
- Kunst für die Sinne Künstlerhaus Wien
Die multisensorische Museumstasche stellt ein innovatives kunstpädagogisches Angebot des Künstlerhauses Wien dar, das Familien –insbesondere Kindern – einen vielseitigen, interaktiven Zugang zu aktuellen Ausstellungen ermöglicht. Die Tasche beinhaltet ausgewählte Materialien sowie methodische Anleitungen, die es den Besucher:innen erlauben, Objekte zu berühren, Gerüche wahrzunehmen und sich spielerisch mit den Ausstellungsinhalten auseinanderzusetzen. So entsteht ein Museumsbesuch, der gleichermaßen informativ, erfahrungsorientiert und nachhaltig eindrucksvoll ist.
11.45–12.30 Workshops & Dialogwerkstätten
Teilnahme an einem von sechs Formaten
- Workshop:
Pop-Up-Performance-Musical Lia Quirina, Larissa Schwaiger / Das eine Labor
Ausgehend von der Frage, wie selbstorganisierte Kulturvermittlung von und für junge Menschen aussehen kann, laden Larissa Schwaiger (Musikerin) und Lia Quirina (Performancekünstlerin*) zu einem kollektiven, interdisziplinären
Pop-Up-Performance-Musical ein. Gemeinsam wird über Ressourcen, Bedürfnisse und Handlungsspielräume junger Menschen nachgedacht und in eine kollektive, künstlerische Praxis übersetzt. Mit verschiedenen Materialien, performativen Scores und Musik entsteht Raum für Improvisation. Im Fokus stehen Austausch, Selbstermächtigung und gemeinsames Handeln.
- Workshop: iChoreography - Körper und Sinne zurückerobern. - Tanz als Werkzeug zur Erforschung alternativer Zukunftsentwürfe Magdalena Chowaniec / Das andere Labor
Tanz als Werkzeug zur Erforschung alternativer Zukunftsentwürfe
In diesem Workshop gebe ich Einblicke in meine bewegungsbasierte Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Im Mittelpunkt stehen analoge Zugänge, die uns dabei unterstützen, wieder in Kontakt mit unseren Sinnen, mit uns selbst und miteinander zu kommen. Für einen fühlenden und sich bewegenden Körper beginnt Zukunft im Hier und Jetzt – und eröffnet sinnliche, bewusste und mutige Möglichkeitsräume.
Gemeinsam erkunden wir leicht zugängliche Bewegungsimpulse und Übungen: zur Reaktivierung, zum bewussten Zurückkehren aus der digitalen Welt und zur Resonanz mit anderen Körpern. Ziel ist es, neue Erfahrungsräume für überreizte Körper zu öffnen und gewohnte Muster sanft zu verändern.
Die Übungen erweitern unser sinnliches Spektrum und lassen sich mühelos in den Alltag integrieren – im Schulkontext, zu Hause in der Freizeit oder in der Arbeit mit jungen Menschen.
Der Workshop richtet sich an Fachkräfte der Jugendarbeit, Lehrpersonen, Kunst- und Kulturvermittler:innen sowie an Eltern und Jugendliche.
- Dialogwerkstatt: Blick in den Schatten. Über Erinnern der Gegenwart begegnen Martina Luef, Nicole Fuchs-Sommer (Stadtmuseum St Pölten) / Bibliothek
- Dialogwerkstatt: Co-Creation: Kinderund Jugendbeiräte als Basis für Kulturarbeit?!
Lelaf Majid Aldin, Evi Leutgeb, Claudia Pitnik (KinderKunstLabor & Kunstmeile Krems) / Archipelago
Wie wird Beteiligung Bestandteil und gelebte Praxis in der eigenen Arbeitskultur – und nicht nur eine wohlklingende Formel? Genau hier setzen wir an. Beteiligung soll nicht als zeitlich begrenztes Format, sondern als Motor für institutionelle Veränderung betrachtet werden. Denn echte Teilhabe bedeutet, Entscheidungsräume zu öffnen, Macht zu teilen und das ernsthafte Interesse daran, Perspektiven junger Menschen als relevante Expertise einzubeziehen. Kinder- und Jugendbeiräte werden in Museen und Kulturinstitutionen immer häufiger als Instrumente der Partizipation eingesetzt. Doch oft bleibt unklar:
Wie viel Mitbestimmung ist möglich? Wie gelingt es, junge Menschen nicht zu adressieren, sondern ihnen zuzuhören? Welche Bedingungen braucht es, damit solche Gremien mehr sind als museumspädagogische Zusatzangebote? Welche Strukturen sind notwendig, damit Co Creation gelebt und institutionell verankert werden kann? Und wie stellen wir sicher, dass deren Beiträge nicht abgetan oder zur Legitimation schon getroffener Entscheidungen instrumentalisiert werden?
Eine junge Museumsmitarbeiterin erzählt, wie sie selbst als Jugendliche in einem Kinderbeirat mitgearbeitet hat – und wie diese Erfahrung sie geprägt hat. Heute ist sie Teil des Teams jener Institution, deren Entscheidungen sie damals mitgestaltete.
Die Dialogwerkstatt eröffnet einen Raum, um gemeinsam zu diskutieren, wie Zugehörigkeit in Kulturarbeit entsteht und welches Potenzial Kinderund Jugendbeiräte entfalten können, wenn sie ernst genommen werden und nicht als symbolisches Format begrenzt bleiben.
- Workshop: Wenn Sand kein Schloss wird
Graziela Kunsch, Mona Jas / Ausstellungsraum
Was wäre, wenn wir uns darin üben würden, bewusst wahrzunehmen und das Leben wie Kinder zu erleben? Was wäre, wenn wir durch diese Erfahrungen das Spiel tiefer verstehen würden, Kinder tiefer verstehen würden und uns selbst tiefer verstehen würden? In diesem Workshop wird die Künstlerin und Kunstpädagogin Graziela Kunsch, inspiriert von der Arbeit von Ute Strub, Erwachsene dazu anregen, mit trockenem Sand und anderen Elementen zu spielen und diese Erfahrung individuell und kollektiv zu reflektieren.
- Dialogwerkstatt: Angebote und Projekte für frühkindliche, kulturelle Bildung
Tamara Ofenauer-Haas, Elisabeth Waroschitz (Musik & Kunst Schulen Management Niederösterreich) / Café
Die Musik- und Kunstschulen NÖ verfügen über ein vielfältiges Angebot im Bereich der frühkindlichen kulturellen Bildung. Sie bereichern mit einer Vielfalt an Vermittlungsformaten der vielen Musik- und Kunstschullehrenden die musikalisch-kreative Auseinandersetzung vieler Kinder In der Dialogwerkstatt wird die kreative Bandbreite an Formaten näher beleuchtet und besprochen.
12 30–14 00 MITTAGSPAUSE & Hands-On-Stationen
13 30–14 00 Stretching & Release mit Leonie Humitsch / Ausstellungsraum
14.00–14.15 Wrap-up / Ausstellungsraum zu den Workshops und Dialogwerkstätten
14.15–15.30 Medien & Trends / Ausstellungsraum Vorträge und Impulse
- Vortrag: Einblick in die Kooperation zwischen dem Jugendbeirat des Haus der Kunst und dem Radiosender „Radio 80K“
Camille Latreille, Lorenz Mayr (Stiftung Haus der Kunst München)
Der Entstehungsprozess der Ausstellung „Für Kinder Kunstgeschichte seit 1968.“ wurde ein Schuljahr lang vom Jugendbeirat des Haus der Kunst begleitet: 10 Jugendliche zwischen 13 und 19 Jahren haben ihre Impulse zur Ausstellungskonzeption formuliert. Ein wichtiges Ergebnis der Arbeit des Jugendbeirats ist in Kooperation mit dem lokalen Radiosender Radio 80K entstanden. Mit der persönlichen und technischen Unterstützung des Radiokollektivs haben die Jugendlichen Interviews mit den Künstler:innen der Ausstellung geführt, Musik-Playlists erstellt und schließlich eine Radiosendung als Begleitmedium zur Ausstellung produziert.
- Impuls: Selbstorganisierte Kulturvermittlung - Kunstjam & Pink Noise Camp Anna Netouschek, Lia Quirina
Anhand der Projekte Pink Noise Camp und Kunstjam Artist Camp erzählen Lia Quirina und Anna Netouschek, wie sie Teil selbstorganisierter Peer-to-Peer-Kulturvermittlung wurden. Dabei gehen sie der Frage nach, welche Faktoren ihren Weg geprägt haben und auf welche Herausforderungen sie als junge Menschen in der Selbstorganisation gestoßen sind.
- Impuls: Oh, Ophelia! Was wir von Popkultur lernen können Sofie Wünsch, Sophie Führer (kunstgeschichten manufaktur)
Am Beispiel des Musikvideos eines Popstars, das ein historisches Gemälde neu inszeniert und viral verbreitet, zeigt der Vortrag, wie Popkultur und Social Media junge Menschen ins Museum führen kann und zu einem Narrativ von Selbstermächtigung wird. Dabei wird deutlich, wie digitale Reproduzierbarkeit dem "Original" im Museum neue Aufmerksamkeit und Wirksamkeit verleihen kann.
- Impuls: Loving the Alien Susi Hinterberger
Die jährlich stattfindende MKH Filmschool des Medien Kultur Haus Wels stand 2025 unter dem Motto „Loving the Alien“. In verschiedenen nach Altersgruppe und teilweise nach Erfahrungsstand differenzierten Workshops entstanden Filme und filmische Fragmente, die sich mit Fragen von Identität und Zugehörigkeit auseinandersetzen. Die oft auf Motive der Science-Fiction zurückgreifenden Ergebnisse bieten einen faszinierenden Einblick in die Imaginationswelten junger Menschen.
- Vortrag: smART Krahuletz – Digitale Fossilien: XR als kreativer Möglichkeitsraum für junge Menschen Markus Wintersberger, Andrea Nagl (USTP Hochschule St Pölten & Krahuletz-Museum)
Wir geben Einblick in smART Data BRIDGE
- Impuls: ZOOM-Medienteam:
Workshopsemester für Kinder und Jugendliche von 10 bis 14 Jahren
Deniz Wolfersberger, Hannah Winkelbauer (Verein ZOOM Kindermuseum)
Im ZOOM Medienteam arbeiten wir mit unterschiedlichen Formaten. Jedes Semester setzt sich die Gruppe mit einem gemeinsam ausgewählten Thema auseinander Dabei werden Expert:innen kontaktiert, Interviews geführt und eigene Recherchen umgesetzt. Zum Abschluss präsentieren die Kinder und Jugendlichen ihre Ergebnisse in einer selbst kuratierten Ausstellung. Außerdem werden die Medienproduktionen auf unserer Website veröffentlicht und so einem breiten Publikum zugänglich gemacht.
Krahuletz: Aus Museumsobjekten werden durch XR und performative Zugänge lebendige Erfahrungsräume. Der Impuls zeigt, wie junge Menschen dabei nicht Publikum sind, sondern Mitgestalter:innen – im Dialog mit Daten, Dingen und eigenen Perspektiven.
Q&A und Moderation: Geheime Dramaturgische Gesellschaft
15 30–16 15 Lecture Performance: youAI-I3-03 / Ausstellungsraum mit H A U S
In der Tanz-und-Lecture Performance geht es um DICH. Denn DU bist ein Lebewesen unter den vielen anderen Entitäten, die gemeinsam ein künstliches Intelligenz System (AI) ausmachen. DEIN Verhalten in digitalen Medien wird genutzt, um AI immer genauer zu trainieren – manchmal ganz offensichtlich, meistens subtil. Wer trainiert wen? Wer passt sich an?
H.A.U.S. (Humanoids in Architecture and Urban Spaces) ist eine transdisziplinäre Gruppe von Forschern aus Wissenschaft und Kunst; AI-Forschung, Architektur, Choreografie, Tanz, Human-Robot-Interaction, Medienkunst und Philosophie. H.A.U.S. haben in einem 2-jährigen Forschungsprojekt (BMKÖS Förderung Innovation Kunst) ein AI-System namens DANCR-Tool selbst entwickelt.
DANCR ist auf der Basis von künstlerischen Prämissen als Kritik an den AI-Systemen der Big-Tech Industrien erdacht. Mit dem DANCR-Tool kann eine Tänzerin beliebig viele radikal individuelle AI-Modelle für ihre unterschiedlichen Recherchen erzeugen. DANCR ermöglicht der Tänzerin, mit einem humanoiden Roboter zeitgenössischen Tanz zu improvisieren. Über diesen arts-based Research, Kritik als Basis der AI-Entwicklung DANCR-Tool und eine daraus entwickelte Wort-und-Tanz-Performance hat H.A.U.S. das Buch „youAI“ veröffentlicht.
Choreographie, Tanz: Eva-Maria Kraft AI Supervision, Mensch-Roboter-Interaktion: Clara Haider
AI Kritik, Lecture: Oliver Schürer Musik: Rupert Huber
anschließend Q&A: Geheime Dramaturgische Gesellschaft
16.15–16.30 WRAP-UP & Verabschiedung / Ausstellungsraum mit Matthias Pacher (NÖ Museum Betriebs GmbH), Helga Steinacher (Kulturregion NÖ), Mona Jas (KinderKunstLabor)
Raumplan des KinderKunstLabors
