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Programmheft | 16.03. Beethoven/Webern/Shin

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Tänzerische Melodien von Pjotr Iljitsch Tschaikowski, symphonische Klänge von Ludwig van Beethoven, Paul Dukas’ populäre Vertonung von Goethes Zauberlehrling: Willkommen zur Konzertsaison 2026/2027 mit dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich!

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2026/2027

Informationen zum gesamten Tonkünstler-Programm auf www.festspielhaus.at

TONKÜNSTLERORCHESTER

Amihai Grosz . Fabien Gabel

mo 16/03

19.30 Uhr

Großer Saal

Festspielhaus St. Pölten

Dauer: ca. 2 Std. (inkl. Pause)

Einführung mit Ute van der Sanden

18.30 Uhr, Kleiner Saal

Künstlerische Leiterin Festspielhaus St. Pölten: Bettina Masuch

PROGRAMM

ANTON WEBERN (1883 – 1945)

«Im Sommerwind»

Idyll für großes Orchester (1904) Ruhig bewegt

15’

DONGHOON SHIN (*1983)

«Threadsuns» Konzert für Viola und Orchester (2024)

I. Tempo rubato, sempre cantabile e fluente –

II. Feroce

23’

Auftragswerk der Berliner Philharmoniker, des Minnesota Orchestra, des Gyeonggi Philharmonic Orchestra und des Tonkünstler-Orchesters

Österreichische Erstaufführung am 14. März 2026 im Musikverein Wien

PAUSE

LUDWIG VAN BEETHOVEN (1770 – 1827)

Symphonie Nr. 6 F-Dur op. 68 «Pastorale» (1807/08)

I. Angenehme, heitere Empfindungen, welche bei der Ankunft auf dem Lande im Menschen erwachen. Allegro ma non troppo

II. Szene am Bach. Andante molto moto

III. Lustiges Zusammensein der Landleute. Allegro –

IV. Donner. Sturm. Allegro –

V. Hirtengesang. Wohltätige, mit Dank an die Gottheit verbundene Gefühle nach dem Sturm. Allegretto

43’

Bitte beachten Sie, dass die tatsächliche Spieldauer von diesen Angaben geringfügig abweichen kann.

AMIHAI GROSZ Viola
FABIEN GABEL Dirigent
AMIHAI GROSZ
© Peter Adamik

ROMANTIK TRIFFT

SCHÖNBERG-SCHULE

Anton Webern beschließt mit «Im Sommerwind» eine Schaffensphase

Mit Anton Weberns Namen verbindet man vieles:

Atonalität, Zwölftonmusik, totale Konstruktion von Musik, ein Schüler Schönbergs. Nur selten wird Webern in Verbindung mit den postromantisch-expressiven Klangwelten eines Richard Wagner, Franz Liszt oder Richard Strauss genannt – in «Im Sommerwind» trifft romantische Monumentalität in einzigartiger Weise auf die reduzierte Klanglichkeit und die klaren Konstruktionsprinzipien der Schönberg-Schule.

Webern komponierte «Im Sommerwind» 1904 während eines Sommerferienaufenthalts in Preglhof in Kärnten. Zu dieser Zeit beschäftigten ihn besonders die Gedichte des norddeutschen Lyrikers Bruno Wille, die auch die Grundlage für seine Komposition bildeten. Das Gedicht «Im Sommerwind» stammt aus Willes «Offenbarungen des Wacholderbaums» –eines von Weberns Lieblingsbüchern – und schildert einen Sommertag in Wald und Flur in all seinen Farben und unterschiedlichen Stimmungen.

Webern ergeht sich allerdings in dieser spätromantisch anmutenden Komposition nicht in frei-programmatischen Schilderungen, sondern bedient sich einer strengen symphonischen Struktur, die voll und ganz den Gesetzen der musikalischen Proportion unterworfen ist. Diese Vorgangsweise stellte sich im Hinblick auf Weberns Gesamtschaffen als richtungsweisend heraus, da im Besonderen seine dodekafonen Kompositionen diesen strengen Konstruktionsprinzipien unterworfen sind.

«Im Sommerwind» war die letzte Komposition Weberns vor seiner Lehrzeit bei Arnold Schönberg in Wien – auf den ersten Blick der Abschluss einer Schaffensphase, in die er nicht zurückkehren sollte. Dennoch weist das Werk einige Tendenzen auf, die charakteristisch für Weberns weitere kompositorische Entwicklung sein sollten. Nuancierte Artikulationsanweisungen, eine höchst differenzierte Dynamik und die kammermusikalische Behandlung einzelner Orchesterinstrumente: Das sind Charakteristika des Schönberg-Schülers Webern, wie er einer breiten Öffentlichkeit bekannt ist.

Webern selbst erlebte die Uraufführung von «Im Sommerwind» nicht mehr. Sie fand erst am 25. Mai 1962 in Seattle mit dem Philadelphia Orchestra unter Eugene Ormandy anlässlich des ersten Internationalen Webern-Forums statt. Obwohl sich Webern zu Lebzeiten ausdrücklich von diesem Werk distanzierte – und ihm deshalb auch keine Opuszahl zuwies –, ist überliefert, dass er es einigen seiner Schüler zeigte, um zu demonstrieren, dass auch seine kompositorische Entwicklung auf der Tradition basierte. Denn eine wesentliche Prämisse für Webers Theorien war der Denkansatz, dass alles Neue nur aus Vergangenem entstehen könne, und dass ohne das Alte, in der Tradition Verwurzelte, kein Fortschritt möglich sei.

INGEBORG ZECHNER

Die Autorin studierte in Graz Musikologie und Betriebswirtschaftslehre und promovierte am Institut für Musikwissenschaft der Universität Graz. 2023 folgte ihre Habilitation im Fach Musikwissenschaft an ihrer Alma Mater. Neben Forschungsprojekten ist sie Herausgeberin der Reihe «Musik und Medialität».

Entstehung • 1904

Uraufführung • am 25. Mai 1962 in Seattle mit dem Philadelphia Orchestra, Dirigent: Eugene Ormandy Vom Tonkünstler-Orchester zuletzt aufgeführt • im Juli 2013 in Grafenegg, Dirigent: David Afkham

VERZWEIFLUNG, DOCH OHNE

HOFFNUNGSLOSIGKEIT

Das neue Violakonzert des Südkoreaners Donghoon Shin wurde vom Tonkünstler-Orchester mitbeauftragt und erklingt nun als Österreichische Erstaufführung

Die «Fadensonnen» des Lyrikers Paul Celan faszinieren nicht nur Literaturfans, auch zahlreiche Kompositionen setzen sich mit den rätselhaften Versen auseinander. Donghoon Shin ist mit seiner Version erfolgreich, die hörbar an Gustav Mahler geschult ist und an dessen Liebe zur schillernden Polystilistik. Sie pendelt zwischen romantischer Sanglichkeit und verschachtelten Strukturen, zwischen leicht fasslichen Harmonien und alptraumhaften Dissonanzen.

Wie so vieles aus der Feder des Lyrikers Paul Celan bergen auch seine «Fadensonnen» Geheimnisse. 1967, drei Jahre vor seinem Tod, hat der deutschsprachige Autor aus Czernowitz das Gedicht veröffentlicht. Es ist nur sieben Zeilen lang und wird von vier rätselhaften Worten eröffnet: «Fadensonnen / über der grauschwarzen Ödnis.» Was hat es mit diesem merkwürdigen Beginn auf sich? Manche Leserinnen und Leser hat es an die Apokalypse denken lassen, andere an das biblische Chaos am Beginn des Schöpfungsmythos. Möglich aber auch, dass Celan damit ein ganz alltägliches Wetterphänomen beschrieben hat – nämlich Lichtstrahlen, die durch eine lückenhafte Wolkendecke blitzen.

Noch rätselhafter allerdings die knappen, seltsam abgetrennten fünf Zeilen, die in dem Gedicht noch folgen: «Ein Baum- /  hoher Gedanke / greift sich den Lichtton: Es sind / noch Lieder zu singen jenseits / der Menschen.» Etwas Positives, so darf man jedenfalls annehmen, zeichnet sich am

Ende dieser Verse ab, ein Aufbruch, ein Neubeginn. Nur: Wohin führt er? Es gibt Menschen, die haben diese Worte an Celans frühe Jahre denken lassen – an das Elend, das er als jüdischer Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg durchmachen musste. Und an den Ekel, den es ihm bereitet haben muss, dass die von ihm benutzte deutsche Sprache auch jene der Nazis gewesen war, die für den Tod seiner Eltern verantwortlich waren. Wäre es möglich, dass sich der HolocaustÜberlebende Celan anstelle des historisch belasteten Deutsch neue «Lieder» wünschte? Es ist zumindest eine Lesart von vielen.

Trotz – oder vielmehr gerade wegen – dieser Mysterien geht von den «Fadensonnen» eine fesselnde Wirkung aus. Das Gedicht hat nicht nur Literaturfans in seinen Bann gezogen, sondern auch Musiker: Komponisten wie Aribert Reimann und Wolfgang Rihm haben aus den Zeilen avancierte Kunstlieder geschaffen.

Nun gesellt sich diesem Kreis der Südkoreaner Donghoon Shin hinzu: Im Auftrag der Berliner Philharmoniker, des Minnesota Orchestra, des Gyeonggi Philharmonic Orchestra und des Tonkünstler-Orchesters Niederösterreich hat er unter dem Eindruck von Celans Worten eine Orchesterpartitur komponiert. Donghoon Shin hat allerdings kein Lied verfasst, sondern versucht, die Stimmung des Gedichts in Instrumentalmusik zu übertragen, genauer: in ein Konzert für Viola und Orchester. Im Vorjahr ist es in Berlin zur Uraufführung gelangt und wurde mit einhelligem Applaus gefeiert. Die Musik, die hörbar an Gustav Mahler geschult ist und an dessen Liebe zu einer bunt schillernden Polystilistik anknüpft, pendelt gekonnt zwischen einer romantischen, sinnlichen Sanglichkeit und verschachtelten Strukturen, zwischen leicht fasslichen Harmonien und beklemmenden, alptraumhaften Dissonanzen.

Aber lesen wir, was Donghoon Shin selbst über «Threadsuns» sagt – seine Worte sind hier leicht gekürzt wiedergegeben: «Durch die wehmütig traurige, aber etwas rätselhafte Schreibweise von Celan höre ich imaginäre Musik in Des-Dur, eine ganz besondere Tonart für mein Ohr, die mich an den Klang der Bratsche erinnert und die vielleicht komplexesten Emotionen hervorruft – Trauer, ohne zu weinen, Verzweiflung, doch ohne Hoffnungslosigkeit. Das Stück besitzt eine harmonische und melodische Zelle, die auf der Beziehung zwischen zwei Durdreiklängen mit völlig unterschiedlichen Charakteren, Des und A, aufgebaut ist.»

Sein Werk, so Donghoon Shin weiter, folgt strukturell der Sonatensatzform und besteht aus zwei Sätzen, die ineinander übergehen. Der erste Satz – «Tempo rubato, sempre cantabile e fluente» überschrieben – bildet dabei die Exposition, der zweite die Durchführung und die Reprise. «Im ersten Satz», erläutert der Komponist, «beginnt das Orchester nach einer langen melodischen Einleitung der Solo-Viola eine eher schüchterne kontrapunktische Unterhaltung mit dem Solisten. Die Musik weitet sich langsam zu einer kurzen, aber heftigen und dissonanten Tutti-Passage aus, die eine Variation der Solo-Einleitung am Anfang ist und des darauffolgenden, arienartigen ersten Themas in Des-Dur. Die Solo-Viola und das Orchester setzen ihre kontrapunktische Unterhaltung in tonalem und atonalem Kontext fort, die Atmosphäre der Musik ändert sich plötzlich, wenn das zweite Thema einsetzt. Die Viola und das Orchester tanzen nun einen anmutigen, aber sarkastischen Walzer.»

Der zweite Satz, begonnen mit der Anweisung «Feroce» für «wild», variiert die melodische Einleitung des Kopfsatzes: Die bereits bekannten Themen erhalten eine verzerrte,

veränderte Gestalt. Nach einer langen Reise kehrt in der Reprise schließlich, so Donghoon Shin, «das erste Thema zurück, aber in A-Dur, was völlig andere Emotionen hervorruft – viel offener und leidenschaftlicher als in der ursprünglichen Tonart Des-Dur. Die Solo-Viola und das Orchester singen leidenschaftlich im Einklang und erreichen den Höhepunkt des Stücks. Doch schließlich, als würde man um den Tod eines Menschen trauern, verblasst die Musik allmählich.»

CHRISTOPH IRRGEHER

Der Autor studierte Publizistik- und Kommunikationswissenschaft in Wien und schloss mit einer Diplomarbeit über Musikkritik ab. Von 2004 bis 2023 war er Musikredakteur der «Wiener Zeitung», derzeit arbeitet er vor allem für die Tageszeitung «Der Standard». Zudem verfasst der gebürtige Wiener Beiträge für Kulturmagazine, Programmhefte und andere Publikationen.

Entstehung • 2024

Uraufführung • am 9. Jänner 2025 in Berlin mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Tugan Sokhiev, Solist: Amihai Grosz Erstmals im Abonnementprogramm des Tonkünstler-Orchesters

Amihai Grosz beim Tonkünstler-Orchester

«Dieses Stück ist meinem lieben Freund Amihai Grosz gewidmet, dem Solobratschisten der Berliner Philharmoniker», schrieb Donghoon Shin 2024 über sein Violakonzert «Threadsuns». Logisch, dass der Widmungsträger damit auch der Solist der Uraufführung in Berlin war. Nachdem Chefdirigent Fabien Gabel die jüngsten zwei Aufführungen des Konzerts am 30. und 31. Jänner 2026 mit Rebecca Albers als Solistin und dem Minnesota Orchestra in der Orchestra Hall in Minneapolis dirigiert hatte, steht Amihai Grosz nun wieder im Fokus. Er debütiert mit diesem Werk beim Tonkünstler-Orchester.

DONGHOON SHIN

Komponistenporträt

1983 in Südkorea geboren, studierte Donghoon Shin Komposition an der Seoul National University und übersiedelte 2014 nach London, um sich an der Guildhall School of Music & Drama und am King’s College London weiterzubilden.

Donghoon Shin gewann 2010 den ersten Preis beim Internationalen Kompositionswettbewerb des Auditorio Nacional de Música in Madrid und der BBVA-Stiftung sowie 2013 den vom Goethe-Institut und Tongyeong International Music Festival gemeinsam verliehenen Goethe-Preis. Zu seinen weiteren Auszeichnungen zählen der Kompositionspreis der Royal Philharmonic Society, der britische Critics’ Circle Music Award für junge Talente und der Claudio-Abbado-Kompositionspreis 2022. In der Saison 17–18 war er Young Composer in Residence bei der Birmingham Contemporary Music Group.

2019 wurde Donghoon Shin von RicordiLab für ein dreijähriges Komponistenlaureat ausgewählt. In dieser Zeit wurde sein 2019 entstandenes «Of Rats and Men» für Kammerorchester von der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker und Peter Eötvös uraufgeführt. «Kafka’s Dream», basierend auf einem Essay des argentinischen Schriftstellers Jorge Luis Borges, gelangte mit dem London Symphony Orchestra zur Uraufführung. Das Cellokonzert «Nachtergebung», das Bruno Delepelaire und der Karajan-Akademie gewidmet ist, wurde unter der Leitung von Kirill Petrenko in Berlin vorgestellt.

© Lee Tae Kyung

Nach Donghoon Shins Wechsel zu Boosey & Hawkes kam dort das Doppelkonzert «Double Act» für Sheng, Akkordeon und Orchester heraus und wurde 2022 uraufgeführt. Osmo

Vänskä dirigierte 2023 mit dem Los Angeles Philharmonic und den Bamberger Symphonikern die ersten Aufführungen von «Upon His Ghostly Solitude», die asiatische Premiere des Stücks gestaltete das Seoul Philharmonic Orchestra.

Das Violakonzert «Threadsuns» schrieb Shin für Amihai Grosz, der es 2025 mit den Berliner Philharmonikern uraufführte. Mit der «Winter Sonata» gingen der Geiger Christian Tetzlaff und der Pianist Leif Ove Andsnes international auf Tournee.

Die Idee für Shins jüngstes Werk, ein Klavierkonzert für seinen Landsmann Seong-Jin Cho, geht auf Robert Schumann zurück. Das Werk gelangte 2025 mit dem London Symphony Orchestra zur Weltpremiere.

Donghoon Shins Werke werden von namhaften Orchestern und Ensembles sowie bei Festivals aufgeführt und von ihnen auch in Auftrag gegeben, darunter das London Symphony Orchestra, das Philharmonia Orchestra, das Philharmonische Orchester Helsinki, die Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker, die Dresdner Philharmonie, das Spanische Nationalorchester und Los Angeles Philharmonic, das Seoul Philharmonic Orchestra, das Ensemble Intercontemporain, das Ensemble Recherche, das Festival d’Automne in Paris und das Tongyeong International Music Festival.

Seit 2025 lebt Donghoon Shin in Berlin und London.

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Boosey & Hawkes

Ausführliche Porträts über Donghoon Shin und weitere zeitgenössische Komponisten aus dem Saisonprogramm im Onlinemagazin OrchestERleben

GLÜCKLICHE STUNDEN

IN DER NATUR

Beethovens «Pastorale» als Bekenntnis zum freien Leben

Ludwig van Beethoven suchte und fand bei öffentlichen Auseinandersetzungen wie privaten Problemen immer Zuflucht in der Natur. In der Zurückgezogenheit und Abgeschiedenheit, fern von der Gesellschaft und den Menschen, machte ihm zudem seine zunehmende Erkrankung des Gehörs nicht so zu schaffen. Die Bäume, die Blumen, die Farben, die Sonnenstrahlen – sie schienen Beethoven, wie er in Aufzeichnungen und Briefen immer wieder vermerkte, zu verstehen. Und wie gut er sie verstand, davon legt nicht zuletzt seine «Pastorale» ein wunderschönes Zeugnis ab.

«Wie froh bin ich, einmal in Gebüschen, Wäldern, unter Bäumen, Kräutern, Felsen wandeln zu können, kein Mensch kann das Land so lieben wie ich. Geben doch Wälder, Bäume, Felsen den Widerhall, den der Mensch wünscht!», schrieb Beethoven einmal. Und an einer anderen Stelle heißt es:

«Mein Dekret: nur im Lande bleiben. Mein unglückseliges Gehör plagt mich hier nicht. Ist es doch, als ob jeder Baum zu mir spräche auf dem Lande: heilig, heilig!» Die Symphonie Nr. 6 F-Dur op. 68 ist freilich keineswegs eine Beschreibung der Natur – sie ist eine Besprechung mit der Natur, ein Dialog des Menschen mit ihr.

«Mehr Ausdruck der Empfindung als Malerei» hatte Beethoven ausdrücklich zu diesem Werk erklärt. Das emotionale, expressive Element also ist entscheidend, nicht das deskriptive. Es werden musikalisch Stimmungen hervorgerufen, die der Mensch in der Natur und im Leben empfindet. Beethoven dringt als Komponist, so wie als Mensch, ein in die Natur, in

den Wald, in die Wiesen, in die Lichtspiele, in die Farbenwelt  – und gibt wieder, was er in dieser Umgebung spürt und fühlt.

«Angenehme, heitere Empfindungen, welche bei der Ankunft auf dem Lande im Menschen erwachen» steht über dem ersten Satz. Hier streift ein Mensch durch die Natur, einsam, aber erfüllt von den Eindrücken. Immer wieder klopft der Pulsschlag in der organisch sich wiederholenden, anwachsenden und abebbenden Melodie, irgendwann in der Durchführung ergreift er ganz von ihr Besitz und verwandelt sie in puren Rhythmus. Crescendo poco a poco. Später, im dritten Satz, treten dann mehrere Menschen in Erscheinung. Die Bauern stampfen und drehen sich zu den Klängen eines Deutschen Tanzes, der zur Entstehungszeit der Symphonie als Vergnügung der sozial eher unteren Gesellschaftsschichten galt. «Lustiges Zusammensein der Landleute». Allegro. Und die Spielleut’ (Oboen und Klarinetten) treiben dazu ihre Späße mit Abweichungen von Grundrhythmus und Melodie.

Idylle und Kapriolen

Dazwischen aber, in der «Szene am Bach» im zweiten Satz, und danach, im «Sturm» des vierten Satzes, tanzt die Natur selbst: Der Bach sprudelt, die Vögel tirilieren, der Donner stampft, der Regen prasselt, die Blitze zucken. Da ist der Mensch Beobachter der Idylle und später der Kapriolen der Natur. Das Staunen über deren Wunder und Erschütterungen kommt in diesen beiden Sätzen zum Ausdruck. Im zweiten Satz klingt in den Violinen die berühmt gewordene Kadenz der Vögel noch einmal nach: Nachtigall, Wachtel und Kuckuck sind in der Partitur ausdrücklich vermerkt. Der Mensch nimmt den Gesang der Tiere in sich auf und als besondere Stimmung wahr. Im vierten Satz, wenn das Gewitter

abklingt, taucht aus den Wolken der Musik ein Choral auf: Der Mensch findet im Glauben Halt und Zuversicht. Heilig, heilig.

So wie in ihrer fast zeitgleich entstandenen und mit ihr gemeinsam in einer gigantischen, vierstündigen Akademie Beethovens im Dezember 1808 im Theater an der Wien uraufgeführten Symphonie Nr. 5 c-Moll-Symphonie op. 67, ist auch die «Pastorale» auf das Finale hin konzipiert. Doch nicht in der Überwindung des Dunklen, nicht im Sieghaften, wie in der Fünften, wird der Schlusssatz zum erfüllenden Ziel des Werkes, sondern im friedlichen, kontemplativen Tonfall. Es ist ein stiller Jubel und inniger Hymnus, in dem der Mensch den Einklang mit der Natur findet: «Wohltätige, mit Dank an die Gottheit verbundene Gefühle».

Auch der ungewöhnliche Aufbau und die tiefgreifende thematische Gestaltung der «Pastorale» erscheinen naturhaft entstanden. Die großen melodischen, harmonischen und rhythmischen Gestalten wachsen aus kleinsten Motivteilen zu einem wundersamen musikalischen Leben zusammen. Durch den gesamten ersten Satz zieht sich ein feines Geflecht von Motivteilen, die alle aufeinander bezogen sind und damit zu einem organischen Ganzen werden. Bereits im zweiten Takt des Hauptthemas ist der Rhythmus verankert, aus dem sodann die weit ausholenden Bewegungen des Satzes entstehen.

Auch wenn die grundlegende Arbeit an der «Pastorale» wohl erst im Jahre 1807 begann, so reichen die ersten Ideen und Entwürfe weiter zurück. In einem Skizzenbuch Beethovens, das er in den Jahren 1802 und 1803 verwendete, kann man die Begleitfigur des langsamen Satzes und dazu die Bemerkung «Murmeln des Baches» finden. Anregungen zu einem «pastoralen» Werk empfing Beethoven zweifellos aus den

beiden großen Oratorien «Die Schöpfung» und «Die Jahreszeiten» von Joseph Haydn, die um die Jahrhundertwende in Wien uraufgeführt worden waren.

Tonmalerei als Ausdruck der Empfindung

Freilich gab sich Beethoven nicht mit einer drastischen Naturschilderung zufrieden, sondern verlagerte das Geschehen eben in den Bereich der «Empfindung» und der absoluten symphonischen Musik. Selbst der einzig wirklich «tonmalerische» Moment mit den Vogelstimmen wird in den Bereich der abstrakten Musik übertragen, wenn der Kuckuck, der in der Natur in der kleinen Terz singt, bei Beethoven von der Klarinette mit der großen Terz stilisiert wird. Im «Gewitter»Satz verzichtet Beethoven dann überhaupt auf konkrete Themen und bestreitet das dramatische Geschehen mit Motivpartikeln, Tonskalen, Dreiklängen und Klangeffekten wie Tremoli, Paukenwirbel und extrem hohen Einsätzen der Pikkoloflöte. Zu hören sind nicht die Donnerschläge und Sturmböen selbst, sondern die erschreckende Wirkung auf den Menschen. Auch das erleichterte Gefühl, das man verspürt, wenn sich ein Gewitter wieder verzieht, hat Beethoven eindringlich in Töne gesetzt.

Zum ersten und auch einzigen Mal legte Beethoven in der «Pastorale» eine Symphonie fünfsätzig an, zudem gehen der dritte, vierte und fünfte Satz ohne Unterbrechung ineinander über. Diese direkte Verbindung von Sätzen wandte Beethoven allerdings auch in der zeitgleich entstandenen c-Moll-Symphonie an, in der das Finale auch direkt aus dem Scherzo hervorgeht. In der «Pastorale» kommt noch – als Einschub – der «Sturm»-Satz dazwischen, der aber gleichzeitig auch an die Stelle des Schlussteils des vorangehenden Tanzsatzes tritt. Denn üblicherweise ordnete Beethoven seine Scherzosätze in fünf Teilen an, doch in der «Pastorale» fehlt

der fünfte Teil, stattdessen braut sich der Sturm zusammen, ehe sich das Donnerwetter mit aller Gewalt entlädt. Der Wetterbericht für das Finale: Heiter. Der «Hirtengesang» ist ein «Rundgesang», ein Rondo, in dem das beschauliche und gleichermaßen befreiende Hauptthema durch verschiedene Regionen wandert, unterbrochen von volkstümlichen Couplets. Schalmeienklänge und Hornrufe lassen keinen Zweifel an der naturhaften Umgebung.

RAINER LEPUSCHITZ

Der Autor, geboren in Salzburg, lebt in Graz. Als Dramaturg und Publizist war er unter anderem für das Wiener Konzerthaus, die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, die Salzburger Festspiele, das Festspielhaus St. Pölten sowie für das Grafenegg Festival und das Tonkünstler-Orchester tätig.

Entstehung • 1807/08

Uraufführung • am 22. Dezember 1808 im Theater an der Wien unter der Leitung des Komponisten

Vom Tonkünstler-Orchester zuletzt aufgeführt • im April und Mai 2022 in Baden und im Musikverein Wien, Dirigent: Gabriel Bebeșelea

AMIHAI GROSZ

Viola

Amihai Grosz begann als Elfjähriger mit dem Violaspiel und wurde von David Chen, Tabea Zimmermann und Chaim Taub unterrichtet. Er war Mitglied der Young Musicians Group des Jerusalem Music Center, einem Programm für herausragende Talente. 1995 gründete er das Jerusalem Quartet. 2010 trat er seine Position als Solobratschist der Berliner Philharmoniker an, wo er solistisch mit Dirigentinnen und Dirigenten wie Klaus Mäkelä, Zubin Mehta, Daniel Barenboim, Sir Simon Rattle, Tugan Sokhiev und Nathalie Stutzmann zusammenarbeitete. Er konzertierte mit zahlreichen weiteren Orchestern wie dem Finnish Radio Symphony Orchestra, dem Danish National Symphony Orchestra, den Warschauer Philharmonikern, dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra und dem Zürcher Kammerorchester. Als gefragter Kammermusiker ist er in den großen Konzertsälen und bei renommierten Festivals präsent.

Zu den Höhepunkten der Saison 25–26 zählen die Erstaufführungen von Donghoon Shins «Threadsuns» in Österreich und Israel, Konzerte mit Sir Simon Rattle und dem Jugendorchester der Tschechischen Philharmonie sowie ein Recital und ein Konzert in Japan mit dem Yomiuri Nippon Symphony Orchestra. Amihai Grosz hat mit den Berliner Philharmonikern die Violakonzerte von William Walton und Bohuslav Martinů mit Sir Simon Rattle und Matthias Pintscher vorgelegt sowie das Bratschenkonzert von Béla Bartók mit dem Orchestre National de Lille und Alexander Bloch. Er lebt in Berlin und spielt eine Viola von Gasparo da Salò aus dem Jahr 1570, eine Leihgabe auf Lebenszeit aus einer Privatsammlung.

© Marco Borggreve

FABIEN GABEL

Dirigent

Fabien Gabel ist Chefdirigent des Tonkünstler-Orchesters, eine Position, die er mit der Sommernachtsgala Grafenegg im Juni 2025 angetreten hat. Seine internationale Karriere führte ihn zu Spitzenorchestern auf der ganzen Welt, unter anderem zum London Philharmonic, Chicago Symphony, Royal Stockholm Philharmonic und Cleveland Orchestra, zum Orchestre symphonique de Montréal, Seoul Philharmonic und zum Melbourne Symphony Orchestra. Bis 2021 war er Chefdirigent des Orchestre Symphonique de Québec und des Orchestre Français des Jeunes. 2022 feierte er sein Debüt an der Opéra national de Paris. In Frankreich steht er am Pult aller führenden Orchester. So spielte er in Paris mit dem Orchestre National de France und dem Orchestre Philharmonique de Radio France die Musik zum Stummfilm-Epos «Napoléon» von Abel Gance ein. Im Oktober 2025 debütierte er an der Metropolitan Opera in New York, wo er acht Vorstellungen von Georges Bizets «Carmen» dirigierte.

Fabien Gabel wurde in eine Pariser Musikerfamilie geboren. Mit sechs Jahren begann er Trompete zu spielen und studierte am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris, später an der Hochschule für Musik in Karlsruhe. Erste internationale Aufmerksamkeit erhielt er bereits 2004 als Gewinner des Donatella Flick Dirigierwettbewerbs in London. Daraus folgte seine Ernennung zum Assistenzdirigenten beim London Symphony Orchestra. 2020 wurde er von der französischen Regierung zum «Chevalier des Arts et des Lettres» ernannt. Beim Tonkünstler-Orchester debütierte er im Frühjahr 2019, unter anderem mit Erich Wolfgang Korngolds «Sinfonietta für großes Orchester». Seinen Vertrag als Chefdirigent über zunächst vier Jahre unterzeichnete Gabel bereits im Juni 2023 in Wien.

Als Nächstes dirigiert Fabien Gabel diese Konzerte mit dem Tonkünstler-Orchester:

GULDA & MOZART

Sa 21 MÄRZ 2026 19.30

Stadttheater Wiener Neustadt

So 22 MÄRZ 2026 15.00

Stadttheater Baden

KENNEN SIE MARX?

Do 7 MAI 2026 15.30

Musikverein Wien

Sa 9 MAI 2026 18.30

Stadttheater Wiener Neustadt

SIRBA ORCHESTRA!

Do 28 MAI 2026 20.00

Musikverein Wien

Fr 29 MAI 2026 19.30

Festspielhaus St. Pölten

© Lyodoh Kaneko

TONKÜNSTLER-ORCHESTER

Chefdirigent Fabien Gabel

Das Tonkünstler-Orchester mit seinen fünf Residenzen im Musikverein Wien und in Niederösterreich zählt zu den größten und wichtigsten musikalischen Botschaftern Österreichs. Eine mehr als 75-jährige Tradition verbindet das Orchester mit den Sonntagnachmittags-Konzerten im Wiener Musikverein. In Grafenegg und im Festspielhaus St. Pölten treten die Tonkünstler als Residenzorchester auf, ebenso im Stadttheater Wiener Neustadt, das sie nach mehrjährigem Umbau im November 2024 wiedereröffneten. Die Konzertsaison 25–26 bringt sie ins traditionsreiche Stadttheater Baden zurück, wo sie Anfang 1946 erstmals als Landessymphonieorchester Niederösterreich konzertierten.

Im Mittelpunkt der künstlerischen Arbeit steht das Orchesterrepertoire von der Klassik bis zur Musik des 20. Jahrhunderts.

Alternative Programmwege der Tonkünstler werden von Musizierenden und Publikum geschätzt. Musikerpersönlichkeiten wie Walter Weller, Heinz Wallberg, Miltiades Caridis, Fabio Luisi, Kristjan Järvi und Andrés Orozco-Estrada waren Chefdirigenten des Orchesters. Seit der Saison 25–26 wird es von Fabien Gabel geleitet. Sein Vorgänger Yutaka Sado wurde nach zehnjähriger Tätigkeit als Chefdirigent zum ersten Ehrendirigenten der Tonkünstler ernannt.

Tourneen führten das Orchester zuletzt nach Großbritannien, Deutschland, Japan und Tschechien. Zahlreiche CD-Aufnahmen spiegeln sein vielseitiges künstlerisches Profil wider: Im orchestereigenen Label erscheinen bis zu vier Einspielungen pro Jahr, zumeist als Live-Mitschnitte aus dem Musikverein Wien.

Ausführliche Orchesterbiografie: tonkuenstler.at

TONKÜNSTLER-ORCHESTER NIEDERÖSTERREICH

Konzertmeister/in

Lieke te Winkel, **Kirill Maximov, Alexander Gheorghiu, Vahid Khadem-Missagh

1. Violine

Alois Wilflinger, Xuan Ni, Susanne Masetti, Gerhard Fechner, Ines Miklin, Teodora Sorokow, Maria Fomina, Sophie Gansch, Sophie Kolarz-Löschberger, Yaromyr Babskyy, Maria Winkler, Aleksandra Martinoska, Elisabeth Hois, Sandra Seržane, Marina Caputo, ASunniva Herland Monstad, AUgnė Katinskaitė

2. Violine

Julia Mann, Natalia Sagmeister, Kora Lemberg, Doğa Altınok

Zayranov, Liselotte Murawatz, Dora Huber, Gerald Hinterndorfer, Judith Steiner, Isabelle Reinisch, Yuka

Bartosch-Murakami, Noriko

Takenaka, Evelina Ivanova-Peham, Stephanie Grandpierre, Veronika Wincor, Angelika Wimmer, ABianca Montobbio, AJule Williams

Viola

*Gertrude Rossbacher, **Nikita Gerkusov, Philip Nolte, Martin Fuchs, Christian Knava, Peter Ritter, Susanne Stockhammer, Stefan Sinko, Victoria Fónyad-Eitzinger, Terez Brandl, Liudmila Kharitonova, AAnton Borusan, AAgnes Oberndorfer

Violoncello

*Georgy Goryunov, Eugene Lifschitz, Laura Szabó, Martin Först, Martin Dimov, Thomas Grandpierre, Sebastian Dozler, Iris-Meongwon Cho, Ion Storojenco, AMichael Sotriffer

Kontrabass

Michael Seifried, Ernő Rácz, Bernhard Binder, Mathias KawkaRona, Simon Pennetzdorfer, Johannes Knauer, Lukas PalfyStröcker, AMartin Wagner

Flöte

Walter Schober, Ana Kaličanin

Radivojević, Heidrun Lanzendörfer, Birgit Fluch-Latini

Oboe

Barbara Ritter, Andreas Gschmeidler, Johannes Strassl, Theresia Melichar, ATobias Gasché

Klarinette

Helmut Wiener, Christoph Moser, Kurt Franz Schmid, Stefan Vohla Fagott

Gottfried Pokorny, Szabolcs Szőke, Andor Csonka, Barbara Loewe Horn

Christoph Peham, Jonas Rudner, Sebastian Kolarz-Löschberger, Markus Hartner, Michel Gasciarino, Klaus Höpfler Trompete

Thomas Bachmair, Patrick Hofer, Josef Bammer, Thomas Lachtner, ASimon Oberthanner

Posaune

Andreas Eitzinger, Gabriel Antão, Wolfgang Gastager

Tuba

Michael Pircher Harfe

Miriam Ruf Pauke

Gunter Benedikt, Margit Schoberleitner

Schlagwerk

Bence Kulcsár, Joachim Murnig, AYehor Tereshchenko

A Orchesterakademie des Tonkünstler-Orchesters

Instrumente zur Verfügung gestellt von der *Dkfm. Angelika Prokopp Privatstiftung: Viola Giovanni Rota, 1809

Violoncello Joannes Florenus Guidantus, 1720

**Oesterreichischen Nationalbank:

Violine Antonio Stradivari, Cremona 1716, ex Baron Oppenheim

Viola Giovanni Paolo Maggini, Brescia, frühes 17. Jahrhundert

Orchesterlogistik

Emil Zitarevic (Leitung), Nenad Djordjevic, Christian Pehatschek

OSTERKLÄNGE UND TANZ AUF HÖCHSTEM NIVEAU

VALENTIN KUNERT . DOMKANTOREI ST. PÖLTEN

Osterkonzert

Vokal Mit Georg Philipp

Telemanns Oratorium Die Donnerode sowie Werken von Joseph Haydn und Johann Sebastian Bach stimmt die Domkantorei St. Pölten unter der Leitung von Valentin Kunert auf die Karwoche ein. Ein Osterkonzert mit hochkarätigen Solist:innen, das den musikalisch-spirituellen Blick weitet und zum Nachdenken über Natur und Klima anregt!

so 29/03

EUR 42

-50 % für alle unter 26

NEDERLANDS DANS THEATER NDT 2

Marco Goecke . Marcos Morau

Tanz Endlich ist das legendäre NDT 2 wieder in Österreich!

Zur Musik von Franz Schubert, Alfred Schnittke und der Rockband Placebo bringt Marco Goecke eine Choreografie rund um die verletzliche Seite des Menschen zur Aufführung.

Star-Choreograf Marcos Morau präsentiert eine pulsierende visuelle Landschaft, die über Gemeinschaft, Bräuche und Traditionen erzählt.

sa 09/05

EUR 12–52

-50 % für alle unter 26

SHUTTLE BUS aus Wien

März 2026

sa 21

1 TAG ALLE RÄUME

ab 10.00 Uhr alle Räume Ein Festival für Tanz und Gemeinsinn Tanz

do 26

DEKKER

19.30 Uhr Bühne Live 2026 Musik

so 29

VALENTIN KUNERT . DOMKANTOREI ST. PÖLTEN

18.00 Uhr Großer Saal Osterkonzert Klassik

April 2026

do 09

AMARO FREITAS

19.30 Uhr Kleiner Saal Y’Y Musik

fr 10

19.30 Uhr Großer Saal

mo 13

HESSISCHES STAATSBALLETT

Imre & Marne van Opstal . David Raymond & Tiffany Tregarthen Tanz

TONKÜNSTLER-ORCHESTER

19.30 Uhr Großer Saal Rachmaninow/Hindemith Klassik

sa 18

BIG BANG FESTIVAL

ab 11.00 Uhr diverse Räume Musikabenteuer für junges Publikum Musik/Familie

so 26

THOMAS GANSCH BLASMUSIK SUPERGROUP

18.30 Uhr Großer Saal Blasmusik goes Hollywood Musik

Unser Programm bis Juni 2026 finden Sie auf www.festspielhaus.at.

IMPRESSUM Herausgeber Niederösterreichische Kulturszene Betriebs GmbH, Kulturbezirk 2, 3100 St. Pölten, T: +43(0)2742/90 80 80, www.festspielhaus.at. Für den Inhalt verantwortlich Thomas Gludovatz, Andreas Gremel. Künstlerische Leiterin Bettina Masuch. Musikkuratorin Constanze Eiselt. Koordination Gülcan Simsek. Redaktion Kern Markus Hennerfeind, Ute van der Sanden. Redaktion Umschlag Laura Kisser, Marlene Jann. Gestaltung Kern parole, München. Fotos Dommusik St. Pölten (Osterkonzert), Rahi Rezvani (Marco Goecke: Wir sagen uns Dunkles). Druck Walla GmbH. Produziert in Wien. Termin-, Programm- und Besetzungsänderungen vorbehalten. Fotografieren, Ton- und Videoaufzeichnungen nicht gestattet.

Preis des Programmheftes: EUR 3,20.

Mit freundlicher Unterstützung

Ö1 Club. In guter Gesellschaft.

Mit Kunst, Kultur und Wissenschaft. Mit Menschen, die sich dafür interessieren. Mit Ermäßigungen für zwei bei 600 Kulturpartnern, dem monatlichen Ö1 Magazin gehört, Freikarten und exklusiven Veranstaltungen.

Alle Vorteile für Ö1 Club­Mitglieder auf oe1.ORF.at/club

Heinz Bachmann

Karten & Information

+43 (0) 2742/90 80 80 600 karten@festspielhaus.at www.festspielhaus.at

Hier geht’s zum Programm:

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