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Festival Imago Dei 2026 - Programmheft

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LIEBES PUBLIKUM!

Die Kraft der Poesie inspiriert Imago Dei 2026. Sie wird in den Tangotexten des Duos Piano Canción aus Argentinien spürbar und leuchtet aus dem KarfreitagsProgramm des korsischen Ensembles A Filetta. Berührende mittelalterliche Grabsprüche aus Bosnien prägen das Programm „Heretical Angels“. Ein Essay über die Melancholie aus dem England der Renaissance begleitet „Lachrimae“ von John Dowland, interpretiert vom verzaubernden Klang des Blockflötenquintetts Element of Prime. Das Ensemble ist auch bei unserem Kinderkonzert im Einsatz. Das mitreißende Solo-Programm der Koto-Spielerin Karin Nakagawa wird durch Worte aus dem Japan des 13. Jahrhunderts ergänzt. Ingeborg Bachmann, deren Geburtstag sich 2026 zum 100. Mal jährt, wird im Laufe des Festivals mehrmals zu Wort kommen. So liegt eine ihrer Geschichten an der Basis der Uraufführung von „Frühling. Leeres Land.“, einem musikalischen Szenario in außergewöhnlicher Besetzung. Bachmanns Text „Ein Blatt für Mozart“ wird zur Gran Partita, der abendfüllenden Serenade zum Festivalabschluss, zu hören sein.

Auf den Film „Amadeus“ folgt Mozart live, gespielt vom L'Orfeo Bläserensemble mit 13 Instrumenten. Nur Mandoline und Stimme genügen hingegen dem gefeierten Singer-Songwriter Chris Thile, um unvergleichliche Lyrics und Sounds zu entfalten. In Lesungen und Konzerteinführungen sind die Schauspieler:innen Dörte Lyssewski, Markus Meyer sowie Studierende der Musik und Privatuniversität der Stadt Wien, weiters der Diplomat Valentin Inzko und der Musiker Ernst Molden zu Gast. Zur Eröffnung wird der Klangraum auch zum Lichtraum. Bei der Uraufführung von „apsu“ gesellt sich die Videokunst von Lillevan als vierte Stimme zum Trio Brot & Sterne. An diesem ersten Abend von Imago Dei erklingt auch eine weitere große dichterische Stimme Österreichs: Julian Schutting verfasst für Imago Dei einen neuen Text zu den Themen Wasser und Vergänglichkeit. Ingeborg Bachmann fragt: „Was ist dieser Klang, der dir Heimweh macht … was ist diese Musik, die dich freundlich und stark macht an allen Tagen …?“ Wir wünschen Ihnen die eine oder andere Antwort darauf.

WILLKOMMEN!

ALBERT HOSP FÜR DAS FESTIVALTEAM

IMAGO DEI FESTIVAL

WASSER ERZÄHLT

13.3. 28.3.

Musik, Visuelle Kunst und Texte als organisches Ganzes

Brot & Sterne, Lillevan

FR 19.00 SA 18.00

14.3. SA 18.00

DIE ANATOMIE DER MELANCHOLIE

Die Krankheit der Seele und ihre Heilung durch Musik

Element of Prime, Dörte Lyssewski

URAUFFÜHRUNG URAUFFÜHRUNG

CHRIS THILE (SOLO)

Musik von J. S. Bach und eigene Songs

29.3. SO 18.00

15.3.

SO 11.00

20.3.

FR 19.00

VIOLA – DAS SCHLOSSFEST

Konzert für alle ab drei Jahren

Judith Koblmüller, Element of Prime

PIANO CANCIÓN

Die glühende Poesie des Tangos

Alejandro Guyot, Elbi Olalla

2.4.

DO 19.00

KARIN NAKAGAWA

Nachhall der Tradition – Vom Wert der Vergänglichkeit

In Kooperation mit AIR – Artist in Residence Niederösterreich

HERETICAL ANGELS

Mittelalterliche Rituale aus Bosnien und Herzegowina

Ensemble Dialogos, Kantaduri

ÖSTERREICHISCHE ERSTAUFFÜHRUNG

3.4. FR 19.00

22.3. 6.4.

A FILETTA: PASSIONE

Ein Karfreitags-Programm aus Korsika

FRÜHLING. LEERES LAND. GRAN PARTITA

Zwischen Abschied und Aufbruch

SO 18.00 MO 18.00

Amadeus‘ rahmensprengende Serenade

Chorus sine nomine, Mobilis Saxophonquartett, Johannes Hiemetsberger u.a. L’Orfeo Bläserenemble, Dörte Lyssewski

URAUFFÜHRUNG

14.00 FILMVORFÜHRUNG „AMADEUS“

KLANGRAUM KREMS MINORITENKIRCHE

WASSER ERZÄHLT

MUSIK, VISUELLE KUNST UND TEXTE ALS ORGANISCHES GANZES

apsu

URAUFFÜHRUNG

FESTIVALERÖFFNUNG

Julian Schutting

Im Schöpfungsmythos des antiken Babylons steht apsu für frisches Wasser sowie einen „kosmischen Süßwasserozean“. In der Produktion „apsu“ entsteht nun mit neuen, von Matthias Loibner verfassten Texten eine Geschichte. Diese hat allerdings keine lineare Handlung. Das Wasser erzählt gewissermaßen von sich selbst, den unterschiedlichen Aggregatzuständen, seiner Bedeutung für die Lebewesen, seiner Gefährdung. Wasser hat eine ganz eigene Vielfalt an Rhythmen, Melodien, ja sogar Akkorden.

Die ideale tönende Besetzung dazu gibt das Trio Brot & Sterne, das seit gut einem Jahrzehnt zauberhafte Klangreisen unternimmt, sei es in puren Konzerten oder genreübergreifenden Projekten wie Hörbüchern oder dieser Uraufführung. Die sehr charakteristischen Klangkörper von Trompete und Drehleier werden durch behutsame Elektronik gleichsam in andere SoundWelten transportiert. Die Perkussion steuert dazu viele leuchtende Farben bei.

Der irische, in Berlin ansässige Video- und Medienkünstler Lillevan – er ist im Klangraum bereits wiederholt aufgetreten – kann durchaus als vierter Musiker des Abends bezeichnet werden. Intensität und Struktur sind ihm wichtiger als eine Story oder eine Figur. Lillevan versteht seinen Beitrag als Instrument, das die akustischen Klänge weder bloß begleitet noch überdeckt, sondern ihnen als Partner zur Seite steht.

Worte eines außergewöhnlichen Dichters eröffnen den Abend und damit das Festival: Julian Schutting hat einen neuen Text zu den Themen Wasser und Vergänglichkeit vorbereitet.

13.3.

FREITAG

19.00 UHR

KLANGRAUM KREMS

MINORITENKIRCHE

Kat 1 € 36

Kat 2 € 31 erm. € 32 erm. € 28

BROT & STERNE

FRANZ HAUTZINGER Trompete, Electronics

MATTHIAS LOIBNER Drehleier, Electronics, Texte

PETER ROSMANITH Perkussion

LILLEVAN Visuals

BROT & STERNE

CHRIS THILE (SOLO)

MUSIK VON J. S. BACH UND EIGENE SONGS

Musik von unter anderem

Johann Sebastian Bach, aus den „Sonaten und Partiten für Violine solo“, bearbeitet für Mandoline von Chris Thile, sowie eigene Songs.

Sein erstes Album brachte er 1994 heraus. Er war 13, ein Wunderknabe mit der Mandoline, ein junger Star des Bluegrass. Diese Spielart der Country- & WesternMusik ist aber nur eines von vielen Genres, in denen der in Oceanside, Kalifornien, geborene Chris Thile Maßstäbe setzte.

2006 gründete er die Band Punch Brothers, mit der er, „gleichermaßen vom Verstand wie vom Herzen inspiriert“, nicht nur den Bluegrass „auf die nächste Evolutionsstufe hob“, wie die Washington Post schwärmte.

In den USA wurde er vollends zur landesweiten Berühmtheit, als er vier Jahre lang die Radiosendung „Live From Here“ (ehemals der legendäre „Prairie Home Companion“) präsentierte, in der Musiker:innen wie Paul Simon ihre neuen Songs vorstellten. Vor allem eigene Songs mit fantasievollen, literarisch anspruchsvollen Lyrics, aber auch außergewöhnliche Coverversionen von Bach bis Nirvana und Radiohead zeichnen Thile als Bandleader und Solisten aus.

Apropos Bach. Dessen Solostücke für Violine bearbeitet Thile kunstvoll, brillant und überzeugend für Mandoline. In seinen Solokonzerten dient ihm Bachs tänzerische, höchst virtuose polyphone Musik als Sprungbrett für Ausflüge in den eigenen Songkatalog.

CHRIS THILE

Mandoline, Stimme

KONZERTEINFÜHRUNG

Gespräch mit Ernst Molden

14.3.

Thile ist Besitzer mehrerer Mandolinen aus den 1920er Jahren, unterrichtet in Meisterkursen wie dem „Chris Thile's Acousticamp“ und hebt gerne ab, wenn Leute wie Brad Mehldau oder Fast! Yo-Yo Ma anrufen, um ihn zu einem Duo einzuladen.

SAMSTAG 18.00 UHR

KLANGRAUM KREMS

CHRIS THILE

VIOLADAS SCHLOSSFEST

KONZERT FÜR ALLE AB DREI JAHREN

LIEDER:

Judith Koblmüller: Schloss Hopsassa traditionell: Bruder Jakob

INSTRUMENTALSTÜCKE:

Christopher Tye: In nomine trust

Antony Holborne: The Nightwatch

Francois Caroubel: Gaillarden

Antony Holborne: Gaillard

John Wilbye:

Weep, weep, mine eyes

Claude Le Jeune:

Revoici venir du printemps

Pierre Bonnet:

Francion vint l’autre jour

Viola ist ein Instrument. Sie ist ein bisschen größer als die Violine, aber immer noch recht klein. Da ist es schon ziemlich aufregend, dass sie die Einladung zu einem Fest erhält. Es soll in einem Schloss stattfinden, und dort soll es auch eine richtige königliche Musik geben. Viola macht sich auf den Weg und trifft gleich eine ganze Familie von Instrumenten, lauter Blockflöten:

Manche sind kleiner und manche größer als sie selbst. Ohne viele Kulissen, einfach mit Fantasie und vor allem mit viel herrlicher Musik erzählen die sechs Künstlerinnen eine Geschichte aus alter Zeit, von vor 400 Jahren!

Schon damals wurden rauschende Feste gefeiert. Für das Publikum gilt: zuhören, zuschauen und vor allem auch mitsingen und mittanzen.

Judith Koblmüller spielt nicht nur die Viola, sie ist auch Musik- und Theaterpädagogin. Im Brucknerhaus Linz war sie einige Jahre lang die mini.music.Heldin Antonella und außerdem taucht sie immer wieder als CliniClownin Dr. Bella Probella auf.

Element of Prime ist ein Blockflötenconsort aus Oberösterreich, das schon seit über zehn Jahren besteht und 2025 eine wunderschöne CD herausgebracht hat.

Ein Programm der Jeunesse Wels (2017) in Kooperation mit dem Studienlehrgang

„Musikvermittlung“ an der Anton Bruckner

Privatuniversität Linz

Manche Erwachsene werden das Wortspiel erkennen, es gibt nämlich auch eine Band namens Element of Crime! „Prime“ bedeutet „Höhepunkt“ oder „Krönung“ – also sozusagen echt prima! Und ein Consort ist eine Gruppe von Instrumenten der gleichen Art. Hier sind es eben Blockflöten. An die zwölf Stück werden beim Schlossfest dabei sein.

15.3. SONNTAG 11.00 UHR

ELEMENT OF PRIME

CARIN VAN HEERDEN Blockflöte

MAGDALENA RATH Blockflöte

DOMENIKA THANNER Blockflöte

VERONIKA TRAXLER Blockflöte

MICHAELA VAUGHT Blockflöte

JUDITH KOBLMÜLLER

Viola

KLANGRAUM KREMS

MINORITENKIRCHE

Freie Platzwahl

Einheitspreis € 10

ELEMENT OF PRIME, JUDITH KOBLMÜLLER

PIANO CANCIÓN

DIE GLÜHENDE POESIE DES TANGOS

Tangos von den 1920er Jahren bis heute, eigene Stücke und Coverversionen.

Esclavo

La Cerveza del Pescador

Schiltigheim

La Viajera perdida Dos Ladrones sowie eigene Stücke wie

Viejo Bar Cínicas Promesos Sangre Negra de Los Corazones und Coverversionen.

„Eintauchen, in den Ozean der Taschen eines alten Mantels, auf der Suche nach Hoffnung. Vielleicht findest du einen zerfledderten Geldschein und bist willkommen, in der alten Bar.“ „In einer Flasche habe ich vergangene Küsse aufbewahrt. Ich trage sie nahe am Herzen…“ Der Tango ist gleichermaßen Poesie wie Tanz, ebenso Text wie Musik. An diesem Abend steht der erzählerische, kammermusikalische Aspekt im Mittelpunkt, wobei die Musik nichts von der dem Tango eigenen glühenden Dramatik vermissen lässt. Herzzerreißend schöne Szenen werden beschrieben oder solche von großer Traurigkeit. Aber bevor diese ins Manierierte kippen, hält eine gute Dosis bittere Ironie die Poetik in Balance.

Alejandro Guyot lebt und arbeitet in seiner Geburtsstadt Buenos Aires. Bekannt wurde er ab den späten 1990er Jahren mit den Ensembles 34 Puñaladas, später bekannt als Bombay Buenos Aires. 2021 veröffentlichte er das Soloalbum „La Guerra es Adentro“ und den Roman „Sangre“, eine comedia negra. An der Opera National du Rhin hat er in Piazzollas „Maria de Buenos Aires“ in der Rolle des Geists El Duende mitgewirkt. In Buenos Aires leitet er am Konservatorium eine Canto Tango-Klasse.

ALEJANDRO GUYOT Stimme, Gitarre

ELBI OLALLA Klavier

TANGO-TANZPAAR

Marcelo Atria & Fanni Laurinyecz

KONZERTEINFÜHRUNG

Tara Michelsen, Lesung

Texte von José Luis Borges u. a.

Elbi Olalla, die seit 2019 in Barcelona lebt, kommt aus der westargentinischen Stadt Mendoza, in der es eine reichhaltige, spezifische Tangoszene gab. Olalla hat dieser seit der Jahrtausendwende mit der Band Altertango, aber auch bei Festivals und innovativen Workshop-Projekten neue inspiratorische Kraft verliehen.

20.3.

FREITAG 19.00 UHR

KLANGRAUM KREMS

MINORITENKIRCHE

Kat 1 € 36

Kat 2 € 31 erm. € 32 erm. € 28

ALEJANDRO GUYOT & ELBI OLALLA

FRÜHLING. LEERES LAND.

ZWISCHEN ABSCHIED UND AUFBRUCH

Musikalisches Szenario nach der Erzählung „Die Karawane und die Auferstehung“ von Ingeborg Bachmann, ergänzt um lateinische Texte

LIBRETTO

Elisabeth Vera Rathenböck

MUSIK

Wolfgang Sauseng

URAUFFÜHRUNG

BESETZUNG

Knabe, Sopran

Alte Frau, Mezzosopran

Mädchen, Altus

Invalide, Tenor

Alter Mann, Bariton

Gemischter Chor (auch Handglocken), Saxophon Quartett, Klavier, Kontrabass, Schlagwerk

Es ist Frühlingsbeginn. Die Osterzeit steht unmittelbar bevor. Nach christlichem Brauch werden die Glocken bald schweigen. Da passt diese Uraufführung wie maßgeschneidert. Denn die Thematik von „Frühling. Leeres Land.“ berührt viele Emotionen dieser Zeit: Angst vor der Vergänglichkeit. Lebensbilanz. Vorfreude auf einen möglichen Aufbruch. Schmerzliche Verluste, aber auch Hoffnung in düsteren Tagen.

In einer Zwischenwelt, einem Land im Zwielicht, ist eine kleine Gruppe sich Erinnernder unterwegs. Sie befinden sich zwischen Leben und Tod – oder zwischen Tod und Leben. Wie eine kindlich-messianische Lichtgestalt versucht die Sopranstimme des Knaben die anderen Wandernden aus ihrer Apathie zu befreien. Am Ende leuchtet aus „unermesslichem Dunkel“ eine kleine Flamme, die neues Leben bringen wird.

Mit außergewöhnlicher Instrumentation und komponiert in seiner vielfältigen, höchst individuellen und intensiven Klangsprache vertont Wolfgang Sauseng ein Libretto, das auf einer Erzählung der 22-jährigen Ingeborg Bachmann beruht.

KATHARINA LINHARD Sopran | JOHANNA ZACHHUBER Mezzosopran | BERNHARD LANDAUER Altus

SEBASTIAN TASCHNER Tenor

KORBINIAN SCHLAG Bariton

CHORUS SINE NOMINE

MOBILIS SAXOPHONQUARTETT

GORAN JURKOVIĆ | MICHAEL KRENN

YUKIKO KRENN | GEORG PALMANSHOFER

GYÖRGY HANDL Klavier | TOMMASO HUBER Kontrabass

IGOR GROSS Schlagwerk

JOHANNES HIEMETSBERGER Leitung

KONZERTEINFÜHRUNG

Gespräch mit Wolfgang Sauseng und Elisabeth Vera Rathenböck

Damit schließt sich bei Imago Dei ein Kreis: Sauseng (*1956), profilierter Kirchenmusiker und emeritierter Universitätsprofessor, erfüllt einen weiteren großen Kompositionsauftrag des Chorus sine nomine unter Johannes Hiemetsberger. Bereits 2003 haben sie im Klangraum Sausengs „Passio Iesu“ zur Uraufführung gebracht.

22.3. SONNTAG 18.00 UHR

KLANGRAUM KREMS

MINORITENKIRCHE

Kat 1 € 36

Kat 2 € 31 erm. € 32 erm. € 28

WOLFGANG SAUSENG
JOHANNES HIEMETSBERGER

DIE ANATOMIE DER MELANCHOLIE

DIE KRANKHEIT DER SEELE UND IHRE HEILUNG DURCH MUSIK

John Dowland zum

400. Todestag:

"Lachrimae, or Seven Teares"

figured in seven passionate Pavans (1604)

Lachrimae Antiquae

Lachrimae Antiquae Novae

Lachrimae Gementes

Lachrimae Tristes

Lachrimae Coactae

Lachrimae Amantis

Lachrimae Verae

außerdem Musik von Antony Holborne und Improvisationen der Musikerinnen

Texte aus Robert Burton:

„Die Anatomie der Melancholie“ (1621)

URAUFFÜHRUNG

KONZERTEINFÜHRUNG

Albert Hosp

Der englische Lautenist und Komponist John Dowland (1563 – 1626) wurde schon als Bob Dylan, Nick Drake oder auch Neil Young der Renaissance bezeichnet. Das dürfte mit der gewandten Poesie, aber auch mit der feinen Ironie und dunklen Melancholie seiner Musik zu tun haben. Dowland unternahm ausgedehnte Tourneen durch Europa, wurde in Kopenhagen als königlicher Lautenist engagiert und war später auch Mitglied am englischen Hof. Zu seinen beliebtesten Songs gehören „In darkness let me dwell“ und „Flow my tears“. Aus letzterem destilliert Dowland die ersten vier Noten und macht sie zum Ausgangspunkt eines einzigartigen Instrumentalzyklus: „Lachrimae, or Seaven Teares“ porträtiert in kompromissloser, düsterer Meisterschaft sieben Arten von Tränen, darunter „seufzende“, „wahre“ oder gar „erzwungene“. Sie sind für ein Consort von gleichen Instrumenten gedacht. Bei uns erklingt der Zyklus im betörenden Klang der Blockflöten. Kurz nachdem Dowland dem Thema Träne eine Vielfalt an Betrachtungen schenkt, widmet sich sein Zeitgenosse Robert Burton der Melancholie in mehr als üppigem Ausmaß: Auf über 1000 Seiten (oder in etwa einer halben Million Worten) werden deren Ursache, Heilung und spezielle Formen wie religiöse oder Liebesmelancholie erörtert. Nach dem beeindruckenden Folianten, den er fünf Mal überarbeitete, sollte Burton nichts mehr veröffentlichen, aber mit „The Anatomy of Melancholy“ hat er nicht nur ein eindringliches Werk zu diesem Motiv verfasst, sondern auch ein Panorama seiner Zeit.

28.3. SAMSTAG 18.00 UHR

ELEMENT OF PRIME

CARIN VAN HEERDEN Blockflöte

MAGDALENA RATH Blockflöte

DOMENIKA THANNER Blockflöte

VERONIKA TRAXLER Blockflöte

MICHAELA VAUGHT Blockflöte

DÖRTE LYSSEWSKI Lesung

KARIN NAKAGAWA

NACHHALL

DER

TRADITION – VOM WERT DER VERGÄNGLICHKEIT

AUS DEM PROGRAMM

Storm in the Darkness

Michi - The Way Of The Wind

Jikan wo noseta hune -

The Boat Song

Shin Sōma Bushi und andere Kompositionen von Karin Nakagawa

MUSIKALISCHES KONZEPT

Manfred Bernard

Bereits im 6. Jahrhundert erwähnt, ist die Koto ein mächtiges Instrument mit elegant gewölbtem Klangkörper, über den die Saiten gespannt werden. Jede einzelne Saite läuft über einen kleinen weißen Steg, der verschoben werden kann und damit die Stimmung der Töne verändert.

Im Konzert wird Karin Nakagawa eins mit dem Instrument. Ab ihrem zwölften Lebensjahr hat sie unter anderem bei der legendären Pädagogin und Kotospielerin Keiko Nosaka studiert. Die ganz eigentümliche, scheinbar einfache, ja karge, aber mit ihren vielen Details ungemein reichhaltige japanische Volksmusik lässt sich ebenso aus Nakagawas Kompositionen herausspüren wie Jazz und sogar Funk oder Blues, wenn sie mit einer Hand einen packenden Riff spielt und die andere Hand in inspirierter Improvisation über die Saiten fliegen lässt. Aber auch Naturgeräusche und außermusikalische Ideen sind unabdingbare Bestandteile ihrer Kunst. Sie nennt in diesem Zusammenhang das Konzept „Ma“ 間, einen „leeren Raum, der Dinge nicht trennt, sondern verbindet“, und generell die Stille als Teil der Performance: vor der Musik, in ihren Pausen, und am Ende als, wie sie sagt, „emotionaler Nachhall“.

In Kooperation mit AIR – Artist in Residence Niederösterreich.

KONZERTEINFÜHRUNG

Markus Meyer, Lesung

Texte von Kamo no Chōmei u.a. KLANGRAUM

Karin Nakagawa wuchs in der japanischen Präfektur Ibaraki auf. 2024 spielte sie bei der Verleihung des Friedensnobelpreises. 2026 verbringen Karin Nakagawa und ihr Partner, der Kameramann und künstlerische Dramaturg Manfred Bernard als Artists in Residence einige Wochen in Krems, erarbeiten neue Werke und Konzepte, so auch die Auswahl für dieses Konzert.

KARIN NAKAGAWA

25-saitige Koto, Stimme

SONNTAG 18.00 UHR

KARIN NAKAGAWA

HERETICAL ANGELS

MITTELALTERLICHE RITUALE AUS BOSNIEN UND HERZEGOWINA

Musikalische Rekonstruktion und Neu-Komposition:

Katarina Livljanić

Joško Ćaleta

Inszenierung:

Sanda Herzic

Sprachwissenschaftliche

Beratung:

Marina Šimić

Marija Ana Dürrigl

Dramaturgie und Text-Adaption:

Katarina Livljanić

ÖSTERREICHISCHE ERSTAUFFÜHRUNG

Auf einem mittelalterlichen Grabstein in Bosnien steht: „Kadhi hti biti, tgdi ne bih“ – „Ich wollte existieren, konnte es aber nicht.“ Als Katarina Livljanić diese Inschrift las, kam ihr in den Sinn, wie viele Menschen während des Kriegs in den 1990er Jahren wohl genau dasselbe von sich sagen mussten.

So nahm das Projekt „Heretical Angels“ (ketzerische Engel) seinen Anfang. Es sind Engel, die keiner Religion oder gar Ideologie angehören, gute und gefallene, helle und dunkle Engel, deren Stimmen hier erklingen.

ENSEMBLE DIALOGOS

KATARINA LIVLJANIĆ Leitung, Stimme, musikalische Rekonstruktion

ALBRECHT MAURER Fidel, Rebec

NORBERT RODENKIRCHEN Flöten

KANTADURI

JOŠKO ĆALETA Stimme und Leitung

NIKOLA DAMJANOVIĆ Stimme

SRECKO DAMJANOVIĆ Stimme

KONZERTEINFÜHRUNG

Gespräch mit Valentin

Inzko, ehemals Österreichischer Botschafter und Hoher

Repräsentant für Bosnien und Herzegowina.

Die für das Werk herangezogenen Quellen erzählen von der einzigartigen kulturellen Vielfalt der Region. Auf musikalischer Ebene gibt es in den Manuskripten vom 12. bis 15. Jahrhundert allerdings nur Andeutungen. So schufen die Künstler:innen, das renommierte Pariser Ensemble Dialogos und die kroatische Gruppe Kantaduri, ihr eigenes Klangbild. Pure Volksmusik aus der dalmatinischen Zagora und der westlichen Herzegowina vermischt sich mit der Chortradition antiker Theaterstücke. Formen aus dem mittelalterlichen Zentraleuropa treffen auf neue Kompositionen: eine faszinierende, manchmal raue, doch immer zu Herzen gehende Mischung. Auch die zum Einsatz kommenden Klangkörper drücken die Begegnung von Ländern und Zeiten aus: Die Streichinstrumente Fidel, Rebec und Gusle, der Dudelsack Diple oder verschiedene Flöten wie die Doppelflöte Dvojnice.

„Während wir dieses Mosaik geduldig zusammensetzten, tauchten langsam die beherrschenden Themen auf: Geburt und Tod, Visionen über die Entstehung der Welt – und ihr Ende.“ (K. Livljanić)

JURE MILOŠ Stimme, Gusle, Diple, Dvojnice

MILIVOJ RILOV Stimme

DONNERSTAG 19.00 UHR

ENSEMBLE DIALOGOS, KANTADURI

A FILETTA: PASSIONE

EIN KARFREITAGS-PROGRAMM AUS KORSIKA

Lamentazione

A l’alivetu

Ghmerto

L’orme sanguigne

E lode di u sipolcru

A sintenza

Figliolu d’ella

U lamentu di Maria

Stabat mater

Sub tuum

Requiem Lacrymosa

Rex tremendae

Perdono mio Dio

U sipolcru

U lamentu di Ghjesù

KONZERTEINFÜHRUNG

Una Nowak, Lesung

Sie klingt gleichzeitig kühl und sonnendurchglüht:

Paghjella, die jahrhundertealte dreistimmige A-capellaMusik aus Korsika. Sie bildet die Basis der Kunst von A Filetta. Die Segonda-Stimme in der Mitte des Klanges führt das Ensemble an. Bassu bildet das tönende Fundament und Terza legt reich verzierte Melodien darüber.

Der Paghjella-Männergesang wurde 2009 ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen und entstand vermutlich aus der Verbindung zweier sehr unterschiedlicher Formen: dem gregorianischen Choral, gesungen in kühlen Sakralräumen wie zum Beispiel der kleinen romanischen Kirche San Pietro e Paolo im Dorf Lumio, und der Volksmusik, sonnendurchflutet wie die Landschaft rund um Lumio. Dort, im Nordwesten Korsikas, befindet sich das Probelokal der seit 1978 bestehenden Gruppe

A Filetta. Mitbegründer Jean-Claude Acquaviva ist nach wie vor dabei. Er hat dem Ensemble viele Lieder auf den Leib geschrieben, auch für das Programm „Passione“, das zu den Klassikern im Repertoire von A Filetta gehört.

Weitere Texte stammen aus der lateinischen Liturgie zum Karfreitag. Die Musik wirkt wie spontan improvisiert. Dabei folgt sie in einer genauen Überlieferung mit vielen lokalen Besonderheiten, zum Beispiel aus Ruglianu ganz an der Nordspitze der Insel oder dem im Osten gelegenen Tagliu. „Passione“ ist damit auch eine innere Reise durch eine Region, die sich trotz Massentourismus eine sofort spürbare, von Religionen unabhängige Spiritualität erhalten hat.

3.4. FREITAG 19.00 UHR

A FILETTA

JEAN-CLAUDE ACQUAVIVA Segonda, Kompositionen

FRANÇOIS ARAGNI Bassu | JEAN-DO BIANCO Bassu

PETR'ANTÒ CASTA Segonda | PAUL GIANSILY Terza

JEAN-VINCENT SERVETTO Segonda

MAXIME VUILLAMIER Bassu

Kat

di Jeremiae

GRAN PARTITA

AMADEUS‘ RAHMENSPRENGENDE SERENADE

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 - 1791)

Serenade in B-Dur KV 361 „Gran Partita“

1. Largo – Molto allegro

2. Menuetto – Trio I – Trio II

3. Adagio

4. Menuetto. Allegretto –Trio I – Trio II

5. Romance. Adagio – Allegretto

6. Tema con variazioni

7. Finale. Molto allegro

Texte von Ingeborg Bachmann, Peter Shaffer sowie aus Briefen

W. A. Mozarts

FILMVORFÜHRUNG

14.00 Uhr Kino im Kesselhaus "Amadeus" (1984)

Film von Milos Forman

Kinoticket € 9,50

KONZERTEINFÜHRUNG

Albert Hosp

Im Anschluss lädt der Verein der Freunde der Kunstmeile Krems zu Brot und Wein.

Wien in den 1780er Jahren: Die Stadt pulsiert 24/7 von Musik, Konzerten, Messen, Opern, Bällen, Freiluft-Vergnügungen. Mozart ist mittendrin. Wer es sich leisten kann, engagiert sich zur abendlichen Festivität eine Live-Band, eine sogenannte „Harmoniemusik“. Diese besteht aus einer wechselnden Besetzung von Blasinstrumenten. Kaiser Joseph II. unterhält eine eigene Harmoniemusik am Hof. Der Adel tut es ihm gleich, und so geht es die sozialen Schichten hinunter bis zu den arbeitslosen Straßenmusikanten, die sich zusammentun und als Harmoniemusik der Laufkundschaft antragen. Und Mozart? Der sprengt gleich einmal den Rahmen des Genres. Die Serenade KV 361 dauert fast eine Stunde und bietet in sieben Sätzen nicht nur kompositorisches Handwerk allererster Güte, sondern auch eine emotionale Hochschaubahn sondergleichen, zum Weinen schön und zum Umfallen lustig und alles dazwischen.

Kein Wunder, dass Peter Shaffer in seinem Theaterstück „Amadeus“ ausgerechnet aus diesem Werk eine Passage auswählt, die den Konkurrenten Antonio Salieri staunend an „die Stimme Gottes“ denken lässt.

Mozart komponiert für 13 Instrumente, darunter erstmals die damals ganz neuen Bassetthörner. Er wird sie immer wieder verwenden, auch in seinem Requiem.

Das L’Orfeo Bläserensemble – formiert aus dem prominenten österreichischen Barockorchester gleichen Namens – spielt auf originalen bzw. nachgebauten Instrumenten der Mozart-Zeit. Ein Klang, der die Welt umarmt.

MONTAG 18.00 UHR 6.4.

KLANGRAUM KREMS

MINORITENKIRCHE

Kat

L’ORFEO BLÄSERENSEMBLE

CARIN VAN HEERDEN Oboe | PHILIPP WAGNER Oboe

MARKUS SPRINGER Klarinette | CHRISTINE FOIDL Klarinette

DANIELE LATINI Bassetthorn | ELISABETH RIENER Bassetthorn

KATRIN LAZAR Fagott | CHRISTINA HAHN Fagott

HERMANN EBNER Horn | MICHAEL SÖLLNER Horn

JOHANNES MAREHARD Horn

THOMAS FISCHER-KUHLMANN Horn

JOHANN WARZECHA Kontrabass

DÖRTE LYSSEWSKI Lesung

L’ORFEO BLÄSERENSEMBLE

EINFÜHRUNGEN

Jedem Konzert von Imago Dei geht eine Einführung, ein „Vorspiel“ von etwa 20 Minuten, voraus. Es gibt Gespräche mit den Musiker:innen des Abends oder mit Menschen, die zum Thema einen besonderen Bezug haben, sowie Lesungen. Hier stellen wir Ihnen einige unserer Gäste vor. 14.3. 29.3. 2.4. 13.3. 3.4. 20.3.

FESTIVALERÖFFNUNG

JULIAN SCHUTTING, geboren in Amstetten. Seit über 50 Jahren eine der bedeutendsten und markantesten Stimmen in der deutschsprachigen Literatur. Veröffentlichung von mehr als 60 Büchern, darunter „In der Sprache der Inseln“, „Das Eisherz sprengen“, „Metamorphosen auf Widerruf“, „Winterreise“ oder aktuell die drei Bände „Auf vertrauten Umwegen“. Zahlreiche Auszeichnungen, darunter Anton Wildgans-Preis, Georg-Trakl-Preis für Lyrik, Gert-Jonke-Preis und H.C.-Artmann-Preis. Aufmerksamer Spaziergänger und Beobachter sowie ausgebildeter Fotograf. Für Imago Dei hat sich Julian Schutting bereit erklärt, einen neuen Text zu schreiben, und dafür zwei der vielen Themen unseres Festivals als Ausgangspunkte gewählt: Wasser und Vergänglichkeit.

ERNST MOLDEN, geboren in Wien. Musiker, Dichter, Liedermacher. An die 30 Alben, darunter die Zyklen „Schdrom“ (2016) und „Fliagl“ (2024). Langjährige Band mit Willi Resetarits, Programme mit Der Nino aus Wien, Christoph Seiler, dem Frauenorchester und vielen anderen.

TARA MICHELSEN, geboren in Berlin. Schauspielstudierend an der MUK Wien. Erste Bühnenerfahrungen an der RADA in London und am Royal Conservatory in Schottland. Mitwirkung an mehreren TV- und Filmproduktionen (unter anderem „Pfau – bin ich echt?“) sowie im Theater der Jugend und Schauspielhaus Wien.

MARKUS MEYER, geboren in Cloppenburg. Ausbildung an der Hochschule Ernst Busch Berlin. Davor abgeschlossenes Studium zum Biochemiker. 1999–2004 festes Engagement am Berliner Ensemble. Seit 2004 Ensemblemitglied am Wiener Burgtheater. Gefragter Darsteller für TV und Film. Zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2015 „Schauspieler des Jahres“ (ORF-Hörspiel-Jury). Seit 2014 Professur an der MUK Wien.

VALENTIN INZKO, geboren in Suetschach/Sveće, Kärnten. Österreichischer Diplomat; 2009–2021 Hoher Repräsentant für Bosnien-Herzegowina; 2009-2011 EU-Sonderrepräsentant; 1996–1999 österreichischer Botschafter in BosnienHerzegowina und 2005–2009 in Slowenien; 1986–1989 Botschaftsrat bei der UNO.

UNA NOWAK, geboren in Wien. Schauspielstudium am Vienna's English Theatre sowie an der MUK Wien. Arbeiten für TV und Film (u.a. „Sexplanation“), sowie am Theater der Jugend („Der Junge mit dem längsten Schatten“), Schauspielhaus („Juices“), Burgtheater („Lecken 3000“).

Zwei außergewöhnliche Künstlerinnen arbeiten für uns erstmals zusammen, und das gleich an zwei speziellen Abenden: am 28. März und am 6. April 2026. Hier stellen wir die beiden etwas näher vor.

CARIN VAN HEERDEN DÖRTE LYSSEWSKI

Wenn sie auf der Blockflöte oder Barockoboe zu spielen anhebt, geht das direkt ins Herz, egal ob bei Mozart, John Dowland oder seltenerer Musik. Carin van Heerden betont zwar immer wieder, nicht die Chefin der Ensembles zu sein, mit denen sie bei uns gastiert. Und doch hat sie maßgeblichen Anteil an der dramaturgischen Gestaltung der Programme von Element of Prime, dem 2015 gegründeten Blockflötenconsort, und dem Bläserensemble des 1996 von ihr mitbegründeten L’Orfeo Barockorchesters. Carin van Heerden wurde in Kapstadt geboren und ging zum Studium nach Europa, wo sie noch während ihrer Ausbildung mehrere internationale Wettbewerbe gewann, unter anderem den ARD-Musikwettbewerb in Deutschland. Als Professorin hat sie an der Universität Mozarteum in Salzburg, an der Musikhochschule Köln und an der Anton Bruckner Privatuniversität unterrichtet. Ihr Spiel ist auf mehr als 50 CDs zu hören. Dass sie auch noch ein Standardwerk für die Barockoboe („Die gleichsam redende Hoboe“, 2018) übersetzt hat und in Linz die Konzertreihe „Alte Musik – Neu gelesen“ kuratiert, beweist vollends die Vielseitigkeit der Musikerin.

Ihre Stimme zieht alle sofort in den Bann, die Darstellung besticht durch Präzision und gleichzeitige Wandelbarkeit. Dörte Lyssewski bloß als gefragte Schauspielerin zu beschreiben, wäre gewaltig untertrieben. Bei den Salzburger Festspielen war sie als Buhlschaft im „Jedermann“ ebenso wie in Marathonlesungen sowie zahlreichen Musikproduktionen zu erleben. Derzeit wirkt sie etwa in einer neuen Fassung von Kraus’ „Die letzten Tage der Menschheit“ mit, einer Koproduktion der Salzburger Festspiele mit dem Wiener Burgtheater, an dem sie seit 2009 Ensemblemitglied ist. In Hamburg geboren und ausgebildet, spielte Dörte Lyssewski zunächst sieben Jahre an der Schaubühne Berlin. Gastspiele führten sie auf viele weitere Bühnen in Deutschland, nach Zürich oder ans Odéon in Paris. Zudem schreibt sie Bücher – ein aktueller Band mit Gedichten wurde bei der Leipziger Buchmesse 2025 präsentiert – und war auch als Regisseurin tätig, unter anderem von Mozarts „La Finta Gardiniera“ am Salzburger Landestheater. Lyssewski ist in zahlreichen Rundfunkproduktionen zu hören. 2025 wurde sie im Rahmen der Ö1-Hörspielgala als „Schauspielerin des Jahres“ ausgezeichnet. Die ständig auf spannende Projekte neugierige Künstlerin liebt die Verbindung zwischen Ideen aus der Musik und Literatur. Ach ja, und sie ist die deutsche Stimme von Cate Blanchett, zum Beispiel in „Der Herr der Ringe“.

Klangraum Krems Kapitelsaal KLANGKUNST

Aktuelle Filmhighlights / Kinderfilme / Schulvorstellungen / Filmfrühstücke / Open Air Kino / Spielfilme / Dokumentarfilme / Filmklassiker / Filmgespräche / Live-Konzerte u. v. m.

kinoimkesselhaus.at am campus krems | Dr.-Karl-Dorrek-Straße 30 | A-3500 Krems | T. 02732/90 80 00 | E-Mail: tickets@kinoimkesselhaus.at

Ulrike Königshofer

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IRIS ANDRASCHEK

WÜRDIGUNGSPREISTRÄGERIN 2025

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MOLDEN & SEILER

LITURGISCHE FEIERN

PFINGSTEN

Künstlerische Leitung: Michael Schade

22. – 25. MAI 2026 barocktagemelk.at [er]warten

PFINGSTEN

Sonntag, 22. März 2026 / 19:00 Uhr ÖKUMENISCHE FASTENVESPER

Evangelische Heilandskirche Krems Johann Sebastian Bach: Kantate „Himmelskönig, sei willkommen“ BWV 182

Chorus musica sacra Krems

Cappella musica sacra

Musikalische Leitung: Ronald Peter

KARWOCHE UND OSTERN in der Pfarrkirche Krems St. Veit

Palmsonntag, 29. März 2026 / 10:00 Uhr PALMSONNTAGSLITURGIE

Palmweihe am Dreifaltigkeitsplatz, Prozession, Gottesdienst

Gründonnerstag, 2. April 2026 / 19:00 Uhr ABENDMAHLFEIER

Gesänge aus Taizé

Karfreitag, 3. April 2026 / 19:00 Uhr KARFREITAGSLITURGIE

Gesänge aus Taizé u. a.

Chorus musica sacra Krems

Musikalische Leitung: Ronald Peter

Karsamstag, 4. April 2025 / 20:00 Uhr

OSTERNACHTSFEIER

Gesänge zur Osternacht von Ronald Peter u. a.

Chorus musica sacra Krems

Musikalische Leitung und Orgel: Ronald Peter

Ostersonntag, 5. April 2025 / 10:00 Uhr OSTERHOCHAMT

Wolfgang Amadeus Mozart: Missa in C „Krönungsmesse“ KV 317

Georg Friedrich Händel: Halleluja aus dem „Messiah“ HWV 56

Chorus musica sacra Krems

Cappella musica sacra

Musikalische Leitung: Ronald Peter

Musik & Literatur

LOISIUM Langenlois

Künstlerische Leitung

Christian Altenburger

SO: Kinderkonzert

Pfoten, Fell und Hörner | Ein Ausflug in die Welt der Tiere

19. – 22. März 2026 www.loisiarte.at

TICKETS & INFORMATIONEN

www.koechelgesellschaft. at

«Bei uns geht man nicht über den roten Teppich, sondern über den grünen Rasen – und das bereits seit 20 Jahren!»

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3500 Krems, Gewerbeparkstraße 26, Tel: 02732 891 3490 seat-krems@birngruber.at

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Ticketpreise finden Sie auf den jeweiligen Veranstaltungsseiten, Informationen zu den Ermäßigungen unter www.imagodei.at

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KINDER- UND JUGENDTARIFE

Jugend unter 27 Jahre: 30 % Ermäßigung Kinder 6 bis 16 Jahre: 50 % Ermäßigung

VORVERKAUF

Ticketbüro der NÖ Festival und Kino GmbH Landesgalerie Niederösterreich Museumsplatz 1, 3500 Krems

Ticket- und Infohotline:

+43 (0) 2732 / 90 80 33 tickets@noe-festival.at

Onlinetickets unter: www.imagodei.at

Heuer neu: Solidaritätsticket Für einkommensschwache Personen haben wir ein Kontingent an € 10 Tickets. Infos dazu finden Sie in den FAQs auf unser Website.

Öffnungszeiten:

Di – Fr 10 – 17 Uhr (an Werktagen)

An Festivaltagen außerhalb der Ticketbüro-Öffnungszeiten, ist die Tickethotline ab 11 Uhr bis Vorstellungsbeginn besetzt.

EXTERNE VORVERKAUFSSTELLEN

Tickets mit Ermäßigung für Raiffeisen Kontoinhaber:innen in allen Raiffeisenbanken in Wien und NÖ mit oeticketService auf shop.raiffeisenbank.at

sowie in den oeticket Geschäftsstellen unter: www.oeticket.com, +43 (0) 900 / 94 96 096 erhältlich (jeweils zzgl. Vorverkaufsgebühr / keine Ticketpakete und Bustickets erhältlich).

NÖKU TICKETS

Karten können auch in allen NÖKU Tickets Partnerbetrieben erworben werden: Bühne Baden, Grafenegg, St. Pölten (Rathausplatz), Kartenbüro Wachau Kultur Melk, Grafenegg & Tonkünstler Wien (Herrengasse, Wien). www.noeku.at/tickets

ABENDKASSA

Jeweils 1 1/2 Stunden vor Veranstaltungsbeginn im Klangraum Krems Minoritenkirche, Minoritenplatz 5, 3500 Krems.

SPIELORTE

Klangraum Krems Minoritenkirche Minoritenplatz 5 3500 Krems an der Donau

Kino im Kesselhaus

Dr.-Karl-Dorrek-Straße 30 3500 Krems an der Donau

ÖFFENTLICHE AN- UND ABREISE www.vor.at und www.oebb.at

Fußweg Bahnhof Krems – Klangraum Krems Minoritenkirche ca. 20 Minuten

Taxi (Vorbestellung empfohlen): Taxizentrale Krems +43 (0) 664 / 93 31 233

BUSTRANSFER KREMS / WIEN

Das Festival Imago Dei bietet einen Bustransfer 30 Minuten nach Ende des Konzertes von Krems (Abfahrt am Minoritenplatz) nach Wien (Karlsplatz / Künstlerhaus) an. Achtung: keine weiteren Haltestellen vorgesehen. Bitte sichern Sie sich rechtzeitig Ihr Ticket um € 15,- im Vorverkauf.

FREIER EINTRITT IN MUSEEN

Einmaliger freier Eintritt im laufenden Kalenderjahr mit Ihrem Imago Dei Ticket: Kunsthalle Krems, Forum Frohner, Karikaturmuseum Krems und Landesgalerie Niederösterreich.

NACHHALTIGKEIT UND BARRIEREFREIHEIT

Der Klangraum Krems Minoritenkirche ist mit dem österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet und barrierefrei zugänglich. Weitere Informationen unter www.imagodei.at

ÜBERNACHTUNG UND TIPPS

Sie erhalten als Gast des Festivals Imago Dei 15 % Ermäßigung auf den tagesaktuellen Zimmerpreis bei unserem Partnerhotel arte Hotel Krems.

arte Hotel Krems

Dr.-Karl-Dorrek-Straße 23 3500 Krems

Mit dem Buchungscode "festivalkrems2026" können Sie direkt auf der Website des Hotels www.arte-krems.at Ihr gewünschtes Zimmer buchen.

Weitere Informationen und Tipps erhalten Sie unter www.imagodei.at oder hier:

Tourismusinformation Krems

Wachau Info Center Krems Körnermarkt 14, 3500 Krems Tel: +43 (0) 2732 / 82 676 krems@donau.com www.krems.info

FESTIVAL CATERING

Sissy Heiss und ihr Team sind jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn und nach der Veranstaltung im Klangraum Krems Minoritenkirche für Sie da.

TONTRÄGERVERKAUF

Julian Schoenfeld, music&more, Wien Bei allen Veranstaltungen wird es die Möglichkeit geben, Tonträger der auftretenden Künstler:innen zu erwerben.

NEWSLETTER/SOCIAL MEDIA

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IMPRESSUM

NÖ FESTIVAL UND KINO GMBH

Minoritenplatz 4

3500 Krems an der Donau

Tel: +43 (0) 2732 / 90 80 33

Ticket-Hotline: +43 (0) 2732 / 90 80 33

PROGRAMMGESTALTUNG & TEXTE

Albert Hosp

REDAKTION PROGRAMMHEFT

Daniela Freistetter, Liselotte Grand, Paula Haslinger, Lukas Hofmann, Klaus Moser, Barbara Pluch, Joanna Schild, Elisabeth Stecker

VISUELLES KONZEPT UND GESTALTUNG

Studio Leichtfried (www.leichtfried.com)

Paul Leichtfried

ILLUSTRATIONEN

Joseph Töreki

DATENSCHUTZ

Die Veranstaltungen des Festivals Imago Dei werden auf Bild und Videomaterial dokumentiert. Wir veröffentlichen diese Fotos zur Berichterstattung und Information über die eigenen Leistungen im Internet, in SocialMedia-Kanälen oder Printmedien. Weitere Informationen dazu liegen bei der Veranstaltung auf oder finden Sie unter https://www. klangraum.at/datenschutzerklaerung. Wir verarbeiten Ihre Daten in der Unternehmensgruppe der NÖ Kulturwirtschaft GesmbH (siehe www.klangraum.at/datenschutzerklaerung) und verwenden diese auch zur Zusendung von Ifnromationen. Diese Daten haben wir unter Umständen von einem Betrieb unserer Unternehmensgruppe erhalten.

Wenn Sie das nicht wünschen, dann teilen Sie uns das per E-Mail an datenverwaltung@ noe-festival.at oder auf anderer Art und Weise mit (Widerspruchsrecht). Wir senden Ihnen daraufhin keine Informationen mehr zu. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung, die wir Ihnen auch gerne zusenden.

FOTOCREDITS

S. 6: Matthias Loibner, Peter Rosmanith, Franz Hautzinger © Lukas Beck

S. 8: Chris Thile © Josh Goleman

S. 10: Judith Koblmüller, Element of Prime © Christian Thanner

S. 12: Alejandro Guyot, Elbi Olalla © NYKOS

S. 14: Wolfgang Sauseng © Johannes Straßl, Johannes Hiemetsberger © Teresa Pewal

S. 16: Element of Prime © Reinhard Winkler

S. 18: Karin Nakagawa © Mori Hirotoshi

S. 20: Ensemble Dialogos, Kantaduri © Agathe Poupeney

S. 22: A Filetta © Olivier Sanchez

S. 24: L’Orfeo Bläserensemble © Richard Ziegler

S. 25: Julian Schutting © Gerhard Zeillinger

S. 27: Carin van Heerden © Reinhard Winkler, Dörte Lyssewski © Gavrich

Festival und Kino GmbH Minoritenplatz 4, 3500 Krems

Österreichische Post AG

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