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JUNI 2012 | DE

Technologiewende

Modern Times in Reims

Neuer Messeauftritt

Nahverkehrskonzepte verlangen flexible Lösungen

Champagner-Metropole fährt Straßenbahn – mit Frauscher

Innovative Entwicklungen auf der InnoTrans 2012


IN SIDE IMPRESSUM Medieninhaber u. Herausgeber: Frauscher Sensortechnik GmbH Gewerbestraße 1 4774 St. Marienkirchen, Austria T: +43 7711 2920-0 F: +43 7711 2920-25 E: office@frauscher.com Internet: www.frauscher.com Chefredaktion: Christian Pucher Text/Design: Schuller & Kneidinger Kommunikationsberatung GmbH, 4020 Linz, Austria Fotos: ÖBB Holding, Wiener Linien, Viennaslide, Shutterstock, Foto Eder, Foto Resch, Frauscher Druck: Wambacher Vees e.U.

Frauscher liefert Raddetektionsund Achszählsysteme für die Strecke Wien-Salzburg

Innovation Herausforderung Nahverkehr

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Praxis Zuverlässiges Straßenbahnnetz für Reims

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Innovation Vorschau auf die InnoTrans 2012

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Produktion Rücklieferungen unter der Lupe

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Aktuelles Wertvolle Kontakte auf der IRSTE Erster FAdC-Auftrag im Nahverkehr RDSO-Zulassung für ACS2000

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Überblick Bei Frauscher zählt Manpower Ausbildungsangebot, Termine

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EDITORIAL

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Liebe Leserin, lieber Leser! Induktive Raddetektion und darauf basierende Achszählung wird in der Regel mit sicheren und hoch verfügbaren Anwendungen, vor allem im Bereich Main Line, in Verbindung gebracht. Aber auch der schnell wachsende Markt des Nahverkehrs verlangt zunehmend nach ähnlichen Lösungen. Erstaunlicherweise – aber für Experten wenig überraschend – stellt der Einsatz dieser Technologien im Bereich Straßenbahnen eine besondere Herausforderung dar. Dies betrifft nicht nur die Infrastruktur (z. B. Rillenschienen), sondern ganz markant die Drehgestellgeometrien der neuen Fahrzeuggenerationen aller etablierten Hersteller. Der Schwerpunkt Nahverkehr in dieser Ausgabe soll zeigen, warum und wie sich die Frauscher-Systemphilosophie gerade hier besonders vorteilhaft auswirkt. Modulare Systeme, extreme Beeinflussungsfestigkeit der Sensorik sowie der Einsatz von umfangreichen Messund Analysewerkzeugen und -methoden gewährleisten auch in diesem Umfeld die sichere und zuverlässige Raddetektion und Achszählung made by Frauscher. Allerdings ist der Erfolg immer ein gemeinsam erarbeiteter – zwischen Betreiber, Systemintegratoren und dem Lieferanten der Raddetektion.

Die für Mitte September angesetzte InnoTrans wirft wie immer ihre Schatten weit voraus. In dieser Ausgabe geben wir Ihnen bereits einen kleinen Ausblick auf unseren Ausstellungsschwerpunkt unter dem Motto „Global markets, customized solutions“. Interessante Technologien, ein neuer Messestand und ein motiviertes FrauscherTeam sollen Ihr Interesse wecken. Wir werden uns diesmal an einem neuen Standort in Halle 25 etwas größer und moderner präsentieren und laden Sie hiermit recht herzlich dorthin ein! Für kostenfreie Eintrittskarten, Informationen über unsere ausgestellten Produkte und persönliche Terminvereinbarungen besuchen Sie bitte unsere eigens eingerichtete Website: www.frauscher.com/innotrans Wir freuen uns auf Sie, Ihr Michael Thiel


I N N O VAT I O N

Im Nahverkehr zählt Wachsende urbane Räume, zunehmende Parkraumbewirtschaftung und nicht zuletzt steigende Benzinpreise rücken Straßenbahn und U-Bahnlinien stärker denn je ins Zentrum städtischer Verkehrsinfrastrukturen. Dem Wunsch nach maximaler Betriebssicherheit und Effizienz Rechnung tragen zu können, erweist sich bei näherem Hinsehen als Auftrag für absolute Spezialisten. Umfassendes Know-how und weitreichende Dienstleistungen (Beratungen, Labortests, Trials und Schulungen) sowie spezifisch angepasste Hard- und Software-Versionen machen Frauscher seit Jahren auch in diesem Segment zu einem Garanten für hocheffiziente Lösungen.

Kompakte Anordnung und einfache Justierung des Radsensors dank der Frauscher-Rillenschienenklaue

Im spurgeführten Nahverkehr vollzieht sich derzeit eine klare Technologiewende von Gleisstromkreisen oder induktiven Schleifen hin zur Raddetektion und Achszählung, da hier die Vorteile hinsichtlich Funktionalität und Betriebskosten bei Weitem überwiegen. Zahlreiche Anwendungsoptionen und überaus unterschiedliche Rahmenbedingungen erfordern allerdings ganz spezifische Lösungen, die von Betreibern, System-Integratoren und -Herstellern gemeinsam zum individuellen Optimum entwickelt werden müssen.

typen und ihren Magnetschienenbremsen auf Radsensoren dar. Durch die Analyse der analogen Signalwerte ist man bei Frauscher in der Lage, die Auswerte-Algorithmen bzw. die Triggerschwellen individuell anzupassen, eine klare Differenzierung zwischen Achse und Magnetschienenbremse vorzunehmen und so eine zuverlässige und sichere Raddetektion zu gewährleisten. Das Angebot spezifischer Hard- und Software-Komponenten für derartige Anwendungen weist bei Frauscher mittlerweile eine beachtliche Breite auf.

Software meets Hardware

Intelligent platziert

Das Anwendungspektrum reicht von Gleisfreimeldung für den Zugfolgeverkehr, Weichenumstellschutz, Zugannäherung (Indikation für Haltestellen), Störsignallöschung bis zur CBTCRückfallebene. Frauscher ist mit seinem breiten Produktportfolio erstklassig dafür aufgestellt.

Neben der Beherrschung von Störspektren sind auch individuelle Lösungen für die Montage der Radsensoren gefragt. Oftmals steht in Gleisnähe nur sehr wenig Platz zur Verfügung, oder der Sensor muss überhaupt in die Straßenfahrbahn integriert werden. Hier bewähren sich sowohl die überaus geringen Abmessungen der Frauscher-Produkte als auch die für unterschiedliche Schienenprofile speziell entwickelten Schienenklauen in geklemmter, geschraubter oder geschweißter Ausführung mit entsprechenden Kästen und Abdeckungen.

Als grundentscheidendes Kriterium erweist sich allerdings die Implementierung dieser HighTech in den jeweils vorhandenen Fahrzeugund Schienenbestand. Besonders im Nahverkehr sind weltweit die unterschiedlichsten Rad- und Drehgestellgeometrien, Spurkranzabmessungen, Magnetschienenbremsen oder IGBT-Umrichter im Einsatz. Zusätzliche Anforderungen hinsichtlich Bahnkörper, Traktion, Kommuntierungen, Schienenprofil (Rillen-, Bullhead- bzw. Vignolschiene) oder EMV-Beeinflussungen runden das Bild davon ab, was bei der praktischen Umsetzung tatsächlich alles beherrscht werden muss. Kundenspezifische Algorithmen Eine zentrale Herausforderung stellen die Beeinflussungen der verschiedenen Fahrzeug-

Konfigurierbares Pendelmanagement Da Frauscher-Radsensoren aus zwei Sensorsystemen bestehen, ist es möglich, eine nicht vollständige Überfahrt als Pendeln zu erkennen. Im Regelfall wird bei einer nachfolgenden vollständigen Überfahrt das Pendeln zurückgesetzt. Folgt keine Überfahrt, verbleibt der Abschnitt im „Besetzt“-Zustand und muss vom Stellwerkssystem in die Grundstellung gebracht werden. Unter bestimmten Bedingungen ist es aus ope-

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Flexibilität

Die Praxiserfahrung aus Nahverkehrsprojekten in vielen Ländern weltweit zeigt, dass die Vorteile moderner Raddetektions- und Achszählsysteme auch in diesem Segment überwiegen

Darstellung analoges Sensorsignal aufgrund Drehgestellgeometrie und Magnetschienenbremse

rativer Sicht von Vorteil bzw. notwendig, dass Achszählsysteme mehrere Pendelvorgänge unterdrücken können. Bei Frauscher-Produkten kann die Anzahl der zulässigen Pendelvorgänge bedarfsgerecht konfiguriert werden. Zählpunktsteuerung maximiert Verfügbarkeit Mit der Funktion „Zählpunktsteuerung“ kann die Verfügbarkeit zusätzlich gesteigert werden, indem Radsensoren in eine Art Standby-Modus versetzt werden – etwa wenn angrenzende Freimeldeabschnitte „Frei“ sind. In diesem Ruhezustand kann eine konfigurierbare Anzahl an unzulässigen Bedämpfungen unterdrückt werden. Auf diese Weise wird keine „Besetzt“Meldung generiert, wodurch die sonst erforderliche Grundstellung entfällt. Herannahende Fahrzeuge deaktivieren den Stand-by-Modus und werden daher völlig einwandfrei detektiert und ausgegeben. Detaillierte Informationen Ein aktuelles und ausführliches Whitepaper mit dem Titel „Raddetektion und Achszählung im Nahverkehr“ beleuchtet die Anwendungsmög-

lichkeiten, die Anforderungen sowie unterschiedliche kundenspezifische Lösungen und zeigt Best-Practice-Beispiele auf. Darüber hinaus stehen Case-Studies von ausgewählten Projekten zur Verfügung.

Fordern Sie detailliertes Informationsmaterial einfach unter marketing@frauscher.com an bzw. besuchen Sie die FrauscherWebsite unter: www.frauscher.com/de/metro_trams/


PRAXIS

Herausforderung Know-how bedeutet mehr als nur die Bereitstellung technologisch höchstwertiger Produkte, wie es am kürzlich abgeschlossenen Straßenbahnprojekt Reims offensichtlich wird. Erst die Integration spezifisch angepasster Komponenten und das perfekte Zusammenspiel von Betreiber und Auftragnehmern hat es in der französischen Champagner-Metropole möglich gemacht, dass aus einem Wunschkonzept im Nahverkehr täglich lückenlos funktionierende Praxis werden konnte – mit Gleisfreimeldung aus dem Hause Frauscher.

Rudolf Thalbauer, Leiter Forschung und Entwicklung von Frauscher, beim „UnterflurEinsatz“ in Reims

Im April 2011 konnte „le tramway de Reims“ nach drei Jahren Bauzeit in Betrieb genommen werden. Auf elf Kilometern Netzlänge steuern zwei Linien insgesamt 23 Haltestellen an, in deren Einzugsbereich rund 70 000 Menschen wohnen und etwa 26 500 Arbeitsplätze angesiedelt sind.

ausgeführt. Nur in der historisch wertvollen Innenstadt von Reims verkehrt die Straßenbahn auf zwei Kilometern Länge ohne Oberleitung. Hier kommt die erforderliche Energie über APS-Stromschienen, die nur dann versorgt werden, wenn der Streckenabschnitt tatsächlich befahren wird.

Der Großteil der Strecke ist mit einer 750-VGleichspannungstraktion über Oberleitung

Der Zuschlag für die Lieferung von Fahrzeugpark und Signaltechnik ging an den französischen Ausstatter Alstom, der sich bezüglich Gleisfreimeldung seinerseits für High-Tech made in Austria entschied. Aus gutem Grund, denn mit Frauscher verbindet Alstom eine mehrjährige Geschäftsbeziehung samt zahlreichen gemeinsam realisierten Projekten. Theorie und Praxis Im Zuge einer ausgiebigen gemeinsamen Testphase mit Versuchsinstallation wurden sämtliche möglichen Überfahrt- bzw. Betriebsszenarien mit verschiedenen Geschwindigkeiten, Brems- bzw. Beschleunigungssituationen etc. simuliert und die passenden Frauscher-Komponenten nach CENELEC SIL4 ausgewählt. Bei der Implementierung in das reale Umfeld zeigte sich jedoch, dass die theoretischen Vorgaben von den tatsächlichen, in Bereichen wie Einbau- und Umgebungsbedingungen sowie Geometrie und Aufhängung der Magnetschienenbremsen, Abweichungen aufwiesen. Unregelmäßigkeiten in der Startphase waren demnach unvermeidlich. In enger Zusammenarbeit mit Betreiber Transdev und Projektpartner Alstom wurden detaillierte Messungen an neuralgischen Punkten sowie Analysen im Labor von Frauscher durchgeführt. Basierend auf diesen Ergebnissen konnten die Komponenten der Innenanlage hinsichtlich Softwareparameter und Montage endgültig adaptiert, abgenommen und unverzüglich ausgetauscht werden.

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Straßenbahn

Seit einem Jahr elegant, modern und zuverlässig in Reims unterwegs: die bunten Alstom-Modelle „Citadis“

Erkannt und gelöst Das Ergebnis spricht für sich. „Le tramway de Reims“ läuft seither zur vollsten Zufriedenheit von Transdev und natürlich zu jener der Zehntausenden Fahrgäste, für die optimaler Nahverkehr seit einem Jahr mehr als nur ein Schlagwort ist.

Frauscher-Produkte im Einsatz für Reims Projektumfang: Radsensor: Klaue:

45 Gleisfreimeldeabschnitte mit 70 Zählpunkten RSR180 SK420 Klaue für Rillenschienenmontage SK140 Klaue für Vignolschienenmontage Achszählsystem: ACS2000 Auswertebaugruppe: IMC inkl. Algorithmus für Magnetschienenbremsenunterdrückung und Ausgabe der Überfahrtrichtung Achszählbaugruppe: ACB mit angepasster Diagnose

Der Verlauf des analogen Radsensorstroms zeigt die Bedämpfung von Radund Magnetschienenbremse in Reims


I N N O VAT I O N

Neuer Messeauftritt „Global markets, customized solutions“ – unter diesem Motto wird Frauscher auf der InnoTrans in Berlin den State of the Art im Bereich Raddetektionsund Achszählsysteme präsentieren. Dem hohen Innovationsanspruch und der steigenden Kundennachfrage entsprechend sollen die jüngsten Eigenentwicklungen und aussagekräftige Praxisbeispiele diesmal noch moderner, großzügiger und informativer positioniert werden. Die umfassenden Vorbereitungen dazu laufen bei Frauscher bereits auf Hochtouren!

Seit Jahren auf der InnoTrans vertreten, wird das österreichische High-Tech-Unternehmen zwischen 18. und 21. September 2012 seinem stetig wachsenden Stellenwert in vollem Umfang gerecht werden. Vom neuen Stand über perfekt aufbereitete Infotools bis zur bereits im Vorfeld verfügbaren Landing-Page (siehe Screenshot) wird alles bis ins Detail durchgestylt. Denn die international zunehmende Nachfrage in Bezug auf die Entwicklungs- und Lösungskompetenz von Frauscher benötigt ausreichend Zeit und Raum zu fachlichem Dialog und eingehender Kundenbetreuung.

enter Projektierung, Konfiguration, Instandhaltung und Adaptierungsmöglichkeiten. FAdC® – Frauscher Advanced Counter Die Praxiserfahrungen mit der seriellen Schnittstelle des FAdC® unterstreichen die enormen Einsparpotenziale seitens Systemintegratoren und Betreiber. Als einziger Hersteller bietet Frauscher sowohl kundenspezifische Protokolle für verschiedene Stellwerkstypen als auch ein eigenes Standardprotokoll für jene Anwendungen, die bisher noch keine sichere Ethernetschnittstelle implementiert haben.

Individuell auf den Punkt bringen

Nahverkehr

Die weltweite Praxiserfahrung verdeutlicht immer mehr, dass kundenspezifische Adaptierungen eine wesentliche Voraussetzung für eine hohe Verfügbarkeit und Effizienz von Raddetektions- und Achszählsystemen darstellen. Verschiedene Bahnsegmente, Märkte und projektspezifische Rahmenbedingungen individuell abzustimmen ist eine unabdingbare Voraussetzung für optimale Lösungen – und nachhaltige Kundenzufriedenheit.

Zu diesem Thema wird man am Stand 303 eine ganze Reihe an individuellen Soft- und Hardwarelösungen und Best-Practice-Beispielen für international durchgeführte Anwendungen zeigen. Beachten Sie dazu auch die Seiten 4–7 dieser Ausgabe!

„Global markets, customized solutions“ lautet daher auch das Motto, unter dem das Frauscher-Team die jüngsten Highlights zeigen wird. Hier ein kleiner Vorgeschmack: Software-Tools Highlight der Präsentation werden neue Software-Tools für Diagnose, Konfiguration und Simulation sein. Auf Basis von umfangreichen Usability-Tests und Designstudien wurden für alle Achszählsysteme ausgesprochen benutzerfreundliche und intuitiv bedienbare User-Interface-Oberflächen gestaltet und zusätzliche Funktionalitäten entwickelt und implementiert. Mit diesen Tools setzt Frauscher einen weiteren Meilenstein in puncto einfacher und effizi-

FAdC®i – Frauscher Advanced Counter industrial Der FAdC®i ist die kostengünstige Variante der neuesten Achszählgeneration Frauscher Advanced Counter (FAdC®) für reduziertere Anforderungen. Dieses System wurde speziell für Bahnanwendungen gemäß den Standards CENELEC-Normen bis zu SIL 3 und für eine Maximalgeschwindigkeit von 80 km/h konzipiert. Systemlieferanten und Betreiber können sämtliche Vorteile des FAdC® hinsichtlich Funktionalität, Flexibilität und optimaler Integration dank optionaler serieller Schnittstelle nutzen. Geschwindigkeitsmesssystem VEB Neue Möglichkeiten zur Ermittlung der Geschwindigkeit gewinnen für verschiedenste Aufgabenstellungen immer mehr an Bedeu-

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auf der InnoTrans

tung. Das Frauscher-Messsystem VEB stellt die Geschwindigkeits- sowie Status- und Diagnoseinformationen einfach und kostengünstig über eine serielle Schnittstelle in Echtzeit zur Verfügung. Mithilfe unserer Radsensorfamilien kann diese Auswertung über einen einzigen Sensor erfolgen. Alles in allem darf die InnoTrans jedenfalls mit Spannung erwartet werden. Und Frauscher wird mit vollem Engagement für Sie dabei sein!

Für weiterführende Informationen rund um den Frauscher-Messeauftritt auf der InnoTrans 2012 sowie zur Terminvereinbarung oder für Eintrittsgutscheine besuchen Sie die Website: www.frauscher.com/innotrans

Neuer Standort: Halle 25, direkt beim Eingang vom Freigelände, Stand 303


PRODUKTION

Kundenservice als Win-win-Story Mit rund 80 000 Radsensoren und mehr als 180 000 eingesetzten Baugruppen hat die Frauscher Sensortechnik GmbH weltweit Erfolg – und überdurchschnittlich hohe Verantwortung. So ist natürlich auch dafür gesorgt, dass die auftretenden Reklamationsfälle professionell und schnellstmöglich abgewickelt werden. Oberstes Gebot dabei ist eine lückenlose Fehleranalyse und die rasche Rückmeldung an den Kunden.

Service

Schäden und Defekte von Komponenten können verschiedenste Ursachen haben: Das kann ein Blitzschlag, eine mechanische Beschädigung oder aber ein interner Mangel sein. Aufgrund des hohen Sicherheitsund Qualitätsanspruchs sowie der Komplexität der umfangreichen Prüfschritte müssen bzw. können erforderliche Reparaturen im Fall des Falles ausschließlich von Frauscher durchgeführt werden. Hierfür steht einem speziell geschulten Team direkt in der Unternehmenszentrale modernstes Labor- und MessEquipment zur Verfügung. Jede retournierte Komponente wird umfassend analysiert, Fehlermeldungen werden nachgestellt, um Fehlfunktionen vollständig und lückenlos abzuklären. Dies erfolgt oft auch in direktem Dialog mit dem Kunden, der abschließend einen Analysebericht erhält. Die Aufklärung jedes Einzelfalles ist dabei nicht nur Ausdruck der Service-Philosophie des Hauses, sie stellt auch eine wesentliche Grundlage für die Weiterentwicklung und Optimierung des gesamten Produktportfolios dar. Die durchschnittliche Bearbeitungszeit von Reklamationen liegt übrigens bei nur 15 Werktagen Bei Fragen zu Reparaturabwicklung oder Kundenrücklieferungen wenden Sie sich bitte jederzeit an E: support@frauscher.com

(ohne Transport), womit eine größtmögliche Verfügbarkeit von Anlagen und Applikationen gewährleistet werden kann. Erwähnenswert ist an dieser Stelle, dass mehr als die Hälfte der retournierten Komponenten überhaupt keinen Fehler aufweist; ein Umstand, der in erster Line darin gründet, dass das Wartungspersonal im Feld zumeist mit unterschiedlichsten Produkten und Systemen konfrontiert ist und Störungen durch Komponentenaustausch wesentlich schneller zu beheben sind, als durch das Studium verschiedener Gebrauchsanweisungen vor Ort. Werden Bauteile ohne nachweisbaren Fehler retourniert, stellt Frauscher diese mit entsprechenden Tipps und Hinweisen zur richtigen Handhabung wieder zur Verfügung. Es muss auch gesagt werden, dass mitunter Jahre vergehen, bis es zu eventuellen Unregelmäßigkeiten bei Frauscher-Komponenten kommt – und dann sind wichtige Details zur Bedienung meist schon in Vergessenheit geraten.

Defekte Komponenten senden Sie zur Reparatur bitte an: Frauscher Sensortechnik GmbH Service & Support Gewerbestraße 1 | 4774 St. Marienkirchen | AUSTRIA

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AKTUELLES

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Hochrangiger Besuch auf der IRSTE Frauscher beteiligte sich auf der IRSTE-Convention „Modern Train Control“ Ende April in New Delhi, Indien, als Diamond-Sponsor. Aufgrund des aktuellen Projekts bei MRVC, der Zulassung des Achszählsystems ACS2000 für Indien sowie des Fachvortrags zum Thema „State-of-the-art Axle Counting Systems“ von Martin Rosenberger war das Interesse sehr groß. Selbst hochrangige Vertreter des indischen Eisenbahnministeriums und Mitglieder des Railway Boards wie Kul Bhushan oder Arun Saksena und ließen sich die Frauscher-Technologien aus erster Hand erläutern und vorführen.

Erster FAdC-Auftrag im Nahverkehr Siemens AG Transportation Systems und Frauscher führten im Auftrag der Wiener Linien eine Serie von Trials am Matzleinsdorfer Platz durch, um Verfügbarkeit und Effizienz der Freimeldung für dieses Gleisdreieck zu erhöhen. Die besondere Herausforderung bestand darin, dass dieser Abschnitt sowohl von Straßenbahnen, U-Bahnen als auch einer Lokalbahn befahren wird. Die Garnituren des Typs ULF (Ultra Low Floor) erfordern einen speziell angepassten Auswerte-Algorithmus, der sich maßgeblich von anderen Fahrzeugtypen unterscheidet. Dank der Flexibilität und neuer Funktionalitäten des Achszählsystems FAdC gelang es, deutliche Verbesserungen für diesen neuralgischen Punkt zu erzielen.

ACS2000 erhält RDSO-Zulassung in Indien Am 16.02.2012 erteilte die Research Design & Standard Organisation (RDSO) der Indischen Eisenbahn die Zulassung für das Frauscher-Achszählsystem ACS2000. Der Zulassungsprozess basiert auf dem Prinzip der „Cross Acceptance“ gemäß den Regularien des RDSO der Indischen Eisenbahn und dauerte rund ein Jahr. Anfang Mai besuchten Akilesh Yadav, Director/Signal-Research von RDSO, sowie Sanjay Kumar Singh, Chief Signal Tele Comn Engineer von Mumbai Railway Vikas Corporation Ltd (MVRC), die Unternehmenszentrale in St. Marienkirchen und konnten erste Simulationstests und Materialinspektionen erfolgreich abnehmen. Im Rahmen des Projekts für MRVC rüstet Frauscher rund 1 400 Freimeldeabschnitte mit dem Achszählsystem ACS2000 sowie mit den Radsensoren RSR180 bei Central Railway und Western Railway in Mumbai aus. Diese Zulassung ist eine entscheidende Grundlage für die Kooperation mit der Indischen Bahn.


ÜBERBLICK

Know-how ist menschlich … Dass die Mitarbeiter den wahren Wert eines Unternehmens ausmachen, ist eine alte Business-Weisheit. Und bei Frauscher gelebte Tradition. Denn die Basisfaktoren, auf denen die heutige Technologieführerschaft erst möglich wurde, sind hochspezialisierte Teamworker, gezielte Nachwuchsarbeit und nachhaltige Aus- und Weiterbildungskonzepte. Gerade im Bereich der induktiven Sensorik bedarf es langjähriger Praxiserfahrung in unterschiedlichen Anwendungsbereichen, um Grundlagen und vielschichtige Wirkprinzipien vollständig erfassen und spezifisch anwenden zu können. Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnis wurde das Unternehmen aufgebaut. Und um seine international anerkannte Position absichern und ausbauen zu können, wird auch weiterhin mit hoher Intensität in den Faktor Mitarbeiter investiert. Hauseigene Academy

Melanie Gangl sieht China als Herausforderung

Die Frauscher-Academy wurde gegründet, um hochgradigen Wissenstransfer im Unternehmen sicherzustellen. Hier werden regelmäßig Expertenwissen und Erfahrungswerte abteilungsübergreifend an andere Mitarbeiter weitergegeben. Dies ist ein Know-how, das bei externen Schulungsanbietern in dieser Tiefe und Spezialisierung nicht verfügbar ist.

rationen mit FHs, HTLs und Universitäten stärken diese wertvolle Nachwuchsarbeit. Und die Möglichkeit, auf internationalem Parkett Erfahrung zu sammeln, wird gerne angenommen. Ein aktuelles Beispiel dafür ist Melanie Gangl, die derzeit in der Niederlassung China an einem Projekt zur Prozessoptimierung mitarbeitet: „Eine auf allen Ebenen spannende Herausforderung, die man an Ort und Stelle erleben muss!“ Facharbeiter Um den hohen Qualitätsstandard auch in der Produktion sicherstellen zu können, werden bei Frauscher auf Basis eines innovativen Lehrlingskonzepts permanent auch Facharbeiter ausgebildet, die später durchaus in Schlüsselpositionen wiederzufinden sind, wie die Praxis zeigt. Facharbeiter aufzubauen und auch langfristig ans Unternehmen zu binden ist bei Frauscher Anliegen und Erfolgsgeheimnis zugleich. Überdurchschnittlich lange Beschäftigungsverhältnisse stellen Betriebsklima, Sozialleistungen und Karriereperspektiven jedenfalls ein ausgezeichnetes Zeugnis aus.

Diplom-, Master- und Projektarbeiten Sie werden sowohl für Frauscher-Mitarbeiter als auch für Studenten berufs- bzw. ausbildungsbegleitend angeboten. Gezielte Koope-

Eindrücke von der Messe InfraRail in Birimingham im Mai 2012

Frauscher-Termine Messen / Konferenzen:

Produktschulungen:

ASPECT IRSE in London: 10. – 12. September 2012

10. – 12. Oktober 2012 (Deutsch)

CORE in Brisbane: 10. – 12. September 2012 InnoTrans in Berlin: 18. – 21. September 2012, Halle 25, Stand 303

17. – 19. Oktober 2012 (Englisch) Gerne informieren wir Sie über die Details zu unseren Schulungen oder stimmen einen individuellen Termin mit Ihnen ab. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: Elke Gimplinger, T: +43 7711 2920-9284 oder E: training@frauscher.com

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Frauscher Kundenzeitung 06-2012