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SEITE 8 - VG Lalo / Bürgermeisterwahl Nahe-News 05.06.2013 - KW 23

Bürgermeisterwahl am Sonntag: Wer leitet künftig die Verbandsgemeinde Langenlonsheim?

Die Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in der VG Langenlonsheim: Amtsinhaber Wolfgang Zimmer (Mi.) Christine Sutter (re.) und Michael Cyfka. Foto: M.Wolf

VG LANGENLONSHEIM. Der Countdown läuft. Am kommenden Sonntag, 9. Juni entscheiden die Bürger in der Verbandsgemeinde in einer Wahl, wer künftig die Verbandsgemeinde mit ihren 13 000 Einwohnern leitet. Neben Amtsinhaber Wolfgang Zimmer (56) stellen sich auch der CDU-Kandidat Michael Cyfka (36) und die parteilose Christine Sutter (40) zur Wahl.

I n d e r Ve r b a n d s g e m e i n d e rechnet kaum einer damit, dass bereits im ersten Wahlgang ein Kandidat die absolute Mehrheit erhält. Sollte es zu einer Stichwahl kommen, dann findet diese am Sonntag, 23. Juni statt. Mit allen drei Kandidaten haben wir zur bevorstehenden Wahl ein Interview geführt. Alle bekamen von uns die gleichen Fragen. Die Veröffentlichung haben wir in alphabetischer Reihenfolge vorgenommen. pdw

Nahe-News: Wenn es gilt sind WIR vor Ort

NAHE-NEWS LIVE VOR ORT! Über den Ausgang der Bürgermeisterwahl in der Verbandsgemeinde Langenlonsheim werden wir am Sonntag, 9. Juni ab 18 Uhr AKTUELL auf www.nahe-news.de berichten!

Mit www.nahe-news.de rund um die Uhr informiert.


Nahe-News 05.06.2013 - KW 23 VG Lalo / Bürgermeisterwahl Seite 9

„Kommunalpolitiker mit ganzem Herzen und stelle das Wohl der Bürger und der Gemeinde über jegliche Parteipolitik!“

Kandidat Michael Cyfka vor dem Rathaus der Verbandsgemeinde Langenlonsheim. Foto: M.Wolf

Warum sollten die Bürger der VG Langenlonsheim gerade Sie als künftigen Bürgermeister wählen? Cyfka: „Seit 14 Jahren habe ich kommunalpolitische Erfahrungen unter anderem als Ortsbürgermeister und Mitglied in unserem VG-Rat gesammelt. Ferner arbeite ich bereits seit Jahren vertrauensvoll mit den Mitarbeitern unserer VG-Verwaltung zusammen. Meine persönlichen Kontakte helfen mir sehr und dadurch weiß ich, wo bei den Menschen „der Schuh drückt”. Zudem habe ich die notwendige Qualifikation durch mein Studium der Politikwissenschaften und meine berufliche Erfahrung in einer Verwaltung. Ich bin Kommunal-politiker mit ganzem Herzen und stelle d a s Wo h l d e r B ü r g e r u n d der Gemeinde über jegliche Parteipolitik!“ Welche Stärken und Schwächen hat die Verbandsgemeinde Langenlonsheim? Cyfka: „Unsere VG ist ein starker Gewerbestandort und zeichnet sich durch eine hervorragende Infrastruktur aus, was Investitionen ermöglicht. Für Familien sind unsere Ortsgemeinden attraktive

Wohn- und Lebensmittelpunkte. Ferner zeichnet sich unsere VG als schöne Wein- und Kulturlandschaft aus. Die Entwicklung des Tourismus muss die VG gemeinsam mit den Ortsgemeinden weiter vorantreiben. Wir brauchen

Michael Cyfka beim diesjährigen Neujahrsempfang des CDUKreisverbandes in Langenlonsheim. Foto: M.Wolf

können wir unter anderem weiter in unsere Kernaufgaben Bildung und Feuerwehrwesen investieren. Unser Ziel muss sein, mittelfristig schuldenfrei zu werden. Durch eine dauerhaft niedrige VG-Umlage können wir unsere Ortsgemeinden entlasten, damit diese für die

Sie die Ortsgemeinden der VG besucht. Welche Eindrücke haben Sie bekommen und was bewegt die Bürger? Cyfka: „Die Bürgerinnen und Bürger möchten in erster Linie, dass die Interessen ihrer Ortsgemeinden mehr in den Mittelpunkt rücken. Das

Bitte vervollständigen Sie folgende Sätze mit einem Satz: - Der 9. Juni ist ein besonderer Tag... da hier die Weichen für die Zukunft unserer Verbandsgemeinde für die kommenden acht Jahre gestellt werden. - Christine Sutter ist... eine engagierte Frau.

insgesamt einen fairen Finanzausgleich vor allem im Sinne unserer finanzschwächeren Gemeinden. Die Verwaltung muss sich neuen Herausforderungen und der Erwartungshaltung der Bürger stellen.“ Sollten Sie die Wahl gewinnen, welche Projekte stehen für Sie an oberster Stelle die Sie anpacken werden? Cyfka: „Aktuell haben wir in der VG eine stabile Einnahmesituation vor allem bei der G e w e r b e s t e u e r. D a d u r c h

- Wolfgang Zimmer... wünsche ich in erster Linie, dass er wieder ganz gesund wird. - Die Verbandsgemeinde Langenlonsheim... ist der Lebensmittelpunkt von mir und meiner Familie und unsere Heimat, in der wir zu Hause sind. Zukunft handlungsfähig bleiben. Durch die Ausweisung von Neubaugebieten in unseren Ortsgemeinden sollten wir für junge Familien attraktiv bleiben. Ein Seniorenbeirat könnte sich um die Belange unserer älteren Mitbürger kümmern und Konzepte entwickeln.“ In den letzten Wochen haben

Thema Dorferneuerung spielt hierbei eine wesentliche Rolle. Aber auch das Thema Schule und Bildung wird von vielen Menschen aktuell heiß diskutiert. Ich denke, dass ich mit den angesprochenen Themen klare Kante gezeigt habe. Die Bürger erkennen mein verbindliches Programm und meine Aussagen durchaus an.“ pdw


SEITE 10 - VG Lalo / Bürgermeisterwahl Nahe-News 05.06.2013 - KW 23

„Als Kind der Region weiß ich, wo die Bürgerinnen und Bürger der Schuh drückt.“

Warum sollten die Bürger der VG Langenlonsheim gerade Sie als künftige Bürgermeisterin wählen? Sutter: „Ich will Menschen zusammenführen, um mit ihnen gemeinsam die Herausforderungen in der Verbandsgemeinde Langenlonsheim mit all ihren Ortsgemeinden zu gestalten. Ich möchte mit neuen Ideen etwas bewegen. Ich weiß, wie kommunale Selbstverwaltung funktioniert. Ich bringe 17 Jahre vielseitige Verwaltungspraxis mit. Seit 12 Jahren trage ich Führungserfahrung als geschäftsleitende Beamtin für 50 Mitarbeiter/Innen. Nun möchte ich selbst das Ruder in die Hand nehmen. Und das Wichtigste: Als Kind der Region weiß ich, wo die Bürgerinnen und Bürger der Schuh drückt. Deshalb bewerbe ich mich um das Bürgermeisteramt.“ Welche Stärken und Schwächen hat die Verbandsgemeinde Langenlonsheim? Sutter: „Stärken: 1. Die günstige geografische Lage und die gute Verkehrsanbindung. 2. Wir haben eine Vielzahl von leistungsfähigen Handwerksbetrieben, eine innovative mittelständische Industrie und moderne Dienstleistungsbetriebe, die für gute Arbeitsplätze direkt vor der Haustür sorgen. 3. Die Verbandsgemeinde Langenlonsheim ist

liebens- und lebenswert. Sie hat touristisch viel zu bieten. Und die Produkte der heimischen Winzer sind ein wichtiges Pfund - mit dem wir wuchern können. Schwächen Sogenannte Schwächen sind für mich auch immer eine Chance für Veränderungen: Wir brauchen zum Beispiel ein Gesamtkonzept „Tourismus & We i n “ z u r O p t i m i e r u n g d e r V G - Ve r m a r k t u n g . U n d beim Gemeinschaftsgeist zwischen den Ortsgemeinden und einzelnen Gruppierungen sehe ich grundsätzlich Verbesserungspotenziale. Hier kann die Bürgermeisterin auch etwas anstoßen.“ Sollten Sie die Wahl gewinnen, welche Projekte stehen für Sie an oberster Stelle die Sie anpacken werden? Sutter: „Zuerst werde ich mir einen Überblick verschaffen. Sicherlich gilt es, dann zu gegebener Zeit in enger Abstimmung und im Meinungsaustausch mit den Gremien Priorisierungen der wichtigen Projekte vorzunehmen. Die Zukunft bringt Herausforderungen mit sich – hier wäre alleine das Thema Demografie zu nennen. Wie geht eine Kommune, eine Region in den nächsten Jahren damit um? Welche Lösungsansätze werden gefunden und realisiert? Wobei kann eine Bürgermeisterin unterstützend tätig werden?

Auch die Frage nach der Gestaltung einer bürgernahen Verwaltung ist sicherlich ein Thema. Sicherstellung und Ausbau der Infrastruktur im ländlichen Raum ebenso – hierzu gehört auch die Breitbandversorgung, aber auch beispielsweise die ÄrzteVersorgung, die Versorgung mit Einkaufsmöglichkeiten.

bewegt die Bürger? Sutter: „Mir ist es wichtig, dass ich mich bei den Bürgerinnen und Bürgern der Verbandsgemeinde Langenlonsheim persönlich vorstelle. Es ist für mich ein Gebot der Höflichkeit und der Wertschätzung – und mir wird dabei viel Sympathie entgegengebracht. Von Anfang an – und ich bin

Bitte vervollständigen Sie folgende Sätze mit einem Satz: - Der 9. Juni ist ein besonderer Tag... Nun entscheiden die Bürgerinnen und Bürger über ihre neue Bürgermeisterin beziehungsweise ihren neuen Bürgermeister – hoffentlich mit Herz und Verstand! - Michael Cyfka ist... ist ein Bürgermeisterkandidat und derzeit Ortsbürgermeister von Langenlonsheim. - Wolfgang Zimmer... ist seit 16 Jahren Bürgermeister der Verbandsgemeinde Langenlonsheim und leitet die Verwaltung. - Die Verbandsgemeinde Langenlonsheim... ist eine aus sieben Ortsgemeinden bestehende wirtschaftlich starke, liebens- und lebenswerte Region Im Ergebnis soll es so sein, dass Projekte angestoßen und begleitet werden, die letzten Endes dazu dienen, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger hier wohlfühlen und gerne hier leben und auch hier bleiben. Und vielleicht Neue hinzuziehen.“ In den letzten Wochen haben Sie die Ortsgemeinden der VG besucht. Welche Eindrücke haben Sie bekommen und was

ja schon viele, viele Wochen unterwegs, um mich den Bürgerinnen und Bürgern persönlich vorzustellen – hat mir dies sehr viel Spaß gemacht. Die Menschen erkennen, dass ich mich engagiert für sie einsetzen möchte und das Wort „Bürgernähe“ nicht nur ein leerer Begriff ist. So kann jeder einen persönlichen Eindruck von mir gewinnen. Eben eine Kandidatin mit Herz und Verstand!“ pdw


Nahe-News 05.06.2013 - KW 23VG Lalo / Bürgermeisterwahl Seite 11

„Wer Wolfgang Zimmer wählt, weiß, wie Wolfgang Zimmer wirkt, was er will und kann!“ Warum sollten die Bürger der VG Langenlonsheim gerade Sie wieder als künftigen Bürgermeister wählen? Wolfgang Zimmer: „Weil ich in den vergangenen 15 ½ Jahren die VG Langenlonsheim gut und wirtschaftlich geführt und trotz ständiger Weiterentwicklung für einen deutlichen Schuldenabbau und wesentlich für stabile Finanzen gesorgt habe. Ich verfüge über reichhaltige Erfahrung sowohl als Verwaltungsfachmann als auch als VG-Bürgermeister und weiß, die leistungsfähige Verwaltung gezielt einzusetzen. Mit diesen Kenntnissen und Fähigkeiten will ich unsere VG auch in der Zukunft solide führen sowie nachhaltig und zukunftsfähig weiter entwickeln. Ich gehe darüber hinaus davon aus, dass die Bürgerinnen und Bürger der VG meine Arbeit kennen und schätzen. Wer mich wählt, weiß was und wen er wählt! Ich setze meine verfügbare Kraft und mein Wissen nicht für persönliche Öffentlichkeitsdarstellungen ein. Ich habe auch bei der nunmehr anstehenden Bürgermeisterwahl im Vorfeld zugunsten meiner Gesundheit und meiner Arbeit als Bürgermeister auf einen aktiven Wahlkampf verzichtet. Ich bin darüber hinaus der festen Überzeugung, dass die überwiegende Zahl der Bürgerinnen und Bürger in der VG meine Arbeit schätzen und wissen: Wer Wolfgang Zimmer wählt, weiß, wie Wolfgang Zimmer wirkt, was er will und kann!“ Welche Stärken und Schwächen hat die Verbandsgemeinde Langenlonsheim? Zimmer: „Die größte Stärke der VG Langenlonsheim sehe ich in ihrer gesunden Struktur: Wirtschaftlich und vor allen Dingen finanziell solide aufgestellt, zentrale Anbindungen, kompakte Größe und mit 13 600 Einwohnern in sieben Gemeinden nicht zu groß und nicht zu klein. Die VG bietet

gute Lebensbedingungen, unter anderem auch für unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger, die zuletzt durch den Einsatz des Bürgerbusses verbessert wurden. Eine weitere wichtige Stärke sehe ich in dem vielfältigen ehrenamtlichen Engagement zahlreicher Bürgerinnen und Bürgern in den Gemeinden und den unterschiedlichen Vereinen, wovon unser ganzes Gemeinwesen getragen wird und profitiert.

Bezogen auf unsere VG und den Zuständigkeitsbereich der VG sehe ich es als besonders positiv an, dass nicht nur unseren qualitativ hochwertige Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung bei stabilen und vergleichsweise niedrigen Gebühren bestens geregelt sind, sondern sich auch unsere Feuerwehren bezogen auf die Fahrzeug- und Geräteausstattung sowie dem Trainingsstand auf einem guten Niveau befinden. Im Bereich der Schulen sollten wir weiterhin große Anstrengungen zum Erhalt einer wohnortnahen Beschulung unternehmen. Hier sehe ich als gemeinsame Aufgabe, Eltern und Erziehungs-berechtigte mit ihren Kindern noch mehr davon zu überzeugen, dass ohne große Fahrtzeiten alle mittleren Bildungsabschlüsse vor Ort erreichbar sind und dies auch zukünftig gewährleistet sein kann, sofern eine ausreichende Zahl von Schülern unsere Schule besucht. Zwecks Deckung

d e r N a c h fr a g e n a c h e i n e r Ganztagsschulbetreuung im Grundschulbereich streben wir an, neben der Trollbachschule in Rümmelsheim noch einen zweiten GTS-Standort einrichten zu können. Zu beobachten ist ein Rückgang des Engagements in den Vereinen und auch im Bereich der Feuerwehr, wo trotz intensiver Nachwuchsbemühungen im Bereich Jugendfeuerwehr und Kinderfeuerwehr die Zahlen der Aktiven seit Jahren rückläufig sind. Sollten Sie die Wahl wieder gewinnen, welche Projekte stehen für Sie an oberster Stelle die Sie anpacken werden? Zimmer: „An vorderster Stelle steht für mich die Sicherung unserer Schulstandorte. Hierbei sehe ich vornehmlich auch die dringliche Einrichtung einer zweiten Ganztagsschule an dem Grundschulstandort Langenlonsheim oder dem Grundschulstandort Guldental. Die Entscheidung zwischen diesen Standorten sollte davon geprägt sein, wo ein größerer Nachfragebedarf besteht und wo das beste (aussichtsreichste) Konzept entwickelt wurde. Auch wenn sich die Realschule plus Langenlonsheim nicht mehr in unserer Trägerschaft befindet, muss mit Nachdruck unsere hiesige Schule

unterstützt werden, damit unser Schulstandort dauerhaft gesichert bleibt. Hier gilt es, die Schule in jeder Hinsicht zu unterstützen und für sie zu werben. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die anlaufende Nahedammertüchtigung zwischen Bretzenheim und Laubenheim. Ein Projekt in der Größenordnung von circa 11 Millionen Euro, wovon 1,1 Millionen Euro aus unserem VG-Haushalt in den kommenden Jahren „geschultert“ werden müssen. Gerade die momentanen Hochwasserprobleme in einigen Regionen unserer Republik zeigen auf, wie wichtig und ernst der Hochwasserschutz zu nehmen ist. In den letzten Wochen haben Sie die Ortsgemeinden der VG besucht. Welche Eindrücke haben Sie bekommen und was bewegt die Bürger? Zimmer: „Die Bürger bewegen – so mein Eindruck – vornehmlich die sie betreffenden Themen der Grundversorgung (wohnortnahe Einkaufsmöglichkeiten), die Schnelligkeit des Internets, günstige Gebühren im Bereich Wasser- und Abwasser, eine bürgerfreundliche Verwaltung. Alles Dinge, wo wir generell nicht schlecht aufgestellt sind, was aber sicherlich noch weiter verbessert werden kann. Daran gilt es zu arbeiten.“ pdw

Bitte vervollständigen Sie folgende Sätze mit einem Satz: - Der 9. Juni ist ein besonderer Tag... weil auch ich mich als Amtsinhaber zum dritten Male einer Bürgermeisterwahl stelle. - Michael Cyfka ist... ein junger aufstrebender Kommunalpolitiker, mit dem ich schon seit einigen Jahren eng als Ortsbürgermeister von Langenlonsheim zusammenarbeite. - Christine Sutter... eine erfahrene Verwaltungsfrau, deren Qualitäten ich schon aus ihrer langjährigen Funktion als Büroleiterin der VG BME kennenund schätzen gelernt habe. - Die Verbandsgemeinde Langenlonsheim... und ihre Menschen sind mir in meiner bisher 15 ½ jährigen Tätigkeit als Bürgermeister sozusagen „ans Herz gewachsen“ und ich bin stolz darauf, hier mit gestaltend zum Wohle unserer schönen Verbandsgemeinde wirken zu können.


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