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Multikosmos 45

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Coverstory:

50 Jahre Pioniergeist Innovation mitten in der Natur Seite 06

Effizienz statt Wachstum Im Gespräch mit Prof. Dr. Wilhelm Windisch Seite 10

Hoffnung durch Mikroorganismen

Neue Ansätze im Umgang mit langlebigen Fungizid-Rückständen Seite 30

Nr. 45 BESTÄNDIGKEIT

03_ VORWORT // Lukas Hader zum Thema „Beständigkeit“

05_EM GEMEINSCHAFT

06_ COVERSTORY // 50 Jahre Pioniergeist

10_ IM GESPRÄCH // Prof. Dr. Wilhelm Windisch, Agrarwissenschaftler und Professor für Tierernährung

14_ BEST OF MULTIWISSEN // DI Dr. Barbara Enengel

16_ LORCH & SCHÜTZ // Was zählt ist Beständigkeit

18_ RASENPFLEGE // Natürlich zum perfekten Rasen

20_ERFOLGSGESCHICHTE // In der Not rücken wir enger zusammen

22_ MOORBEETPFLANZEN

24_ LAND SCHAFFT LEBEN // Beständigkeit regional

26 ZIERPFLANZENBAU // Wo der Lavendel blüht

22_ GEMÜSEBAU // Ein Familienbetrieb im Wandel

30_ZIERPFLANZENBAU // Hoffnung durch Mikroorganismen

32_ TIERHALTUNG // In der Erfahrung liegt die Kraft

34_ MARKTPLATZ // MEHR WISSEN

36_ WOHLBEFINDEN // Wenn der Bauch mitredet

38_ BIOEMSAN // PFAS in der Kosmetik

40_ KLEINE HELFER // MULTIWISSEN

42_ INFOS & TERMINE

Impressum

HERAUSGEBER: Lukas Hader, MEDIENINHABER: Multikraft Produktions- und HandelsgmbH, Sulzbach 17, 4632 Pichl/Wels, Austria, Tel. +43 7247 50 250-100, info@multikraft.at, www.multikraft.com, KONTAKT & CHEFREDAKTION: Bianca Hader, REDAKTION: Golden Nugget Communications, Barbara Enengel, LAYOUT: Melanie Dobler, LEKTORAT: Bianca Hader, DRUCK: Gugler Medien GmbH, Auf der Schön 2, 3390 Melk/Donau

Produkt wurde nach den

Fotos: Multikraft,
Privat, Patrick Bätz
// 26 Mareike van Adrichem // 20 St. Anton am Arlberg
// 28 Familie Kirchgatterer // 32 Familie Weiermair
// 10 Prof. Dr. Wilhelm Windisch // 14 DI Dr. Barbara Enengel

Beständigkeit ist kein Stillstand, sondern die Grundlage für alles, was wachsen soll.

Liebe Leserinnen und Leser,

Beständigkeit ist ein Begriff, der heute fast aus der Zeit gefallen scheint. In einer Welt, die auf Geschwindigkeit, ständige Optimierung und kurzfristige Erfolge ausgerichtet ist, wirkt Beständigkeit beinahe leise. Und doch ist sie es, die trägt – in der Natur ebenso wie in der Landwirtschaft, im Unternehmertum und in unserem täglichen Handeln.

Beständigkeit bedeutet nicht Stillstand. Sie entsteht dort, wo wir bereit sind, Prozesse zu verstehen, ihnen Zeit zu geben und Verantwortung zu übernehmen. Gerade in ökologischen Zusammenhängen zeigt sich immer wieder: Nachhaltige Lösungen lassen sich nicht erzwingen, sie müssen wachsen dürfen. Diese Haltung prägt auch die Beiträge dieser Multikosmos-Ausgabe.

Besonders deutlich wird das im Gespräch mit Prof. Wilhelm Windisch. Er spricht über Landwirtschaft im Spannungsfeld von Effizienz, Ressourcenknappheit und Verantwortung – und darüber, warum echte Kreislaufwirtschaft nur dort funktioniert, wo langfristig gedacht wird. Seine Ausführungen machen klar, dass Beständigkeit nicht nur eine ethische Haltung ist, sondern eine fachliche Notwendigkeit, wenn wir saubere Böden, gesunde Tiere und sichere Ernährungssysteme erhalten wollen.

Auch in den Praxisberichten dieser Ausgabe begegnet uns dieses Prinzip immer wieder. Ob im Lavendelanbau, im Gemüsebau oder in der Tierhaltung: Die Betriebe, die wir vorstellen, verbindet die Bereitschaft, hinzuschauen, aus Rückschlägen zu lernen und ihren Weg konsequent weiterzugehen – oft über Jahre hinweg. Lösungen entstehen hier nicht über Nacht, sondern durch Beobachtung, Erfahrung und das Vertrauen in natürliche Prozesse.

Ein weiteres zentrales Thema dieser Ausgabe ist der Umgang mit Belastungen – seien es PFAS in unserem Alltag oder die Folgen von Extremwetterereignissen. Auch hier zeigt sich: Beständigkeit bedeutet, Verantwortung nicht auszulagern, sondern sich ihr zu stellen. Gemeinschaft, Wissen und ein achtsamer Umgang mit Ressourcen sind dabei entscheidende Faktoren.

Als Familienunternehmen blicken wir bei Multikraft auf bald fünf Jahrzehnte Erfahrung zurück. Diese Zeit hat uns gelehrt, dass nachhaltiger Erfolg nicht aus schnellen Antworten entsteht, sondern aus Konsequenz, Lernbereitschaft und dem Mut, langfristige Wege zu gehen. Beständigkeit ist für uns kein Ziel, sondern eine Haltung.

Ich wünsche Ihnen eine inspirierende Lektüre – und Gedanken, die bleiben dürfen.

Ulrike Hader, Gründerin von Multikraft, fasst in ihrem neuen Buch ihr Wissen und ihre Erfahrungen aus über vier Jahrzehnten

Arbeit mit Mikroorganismen zusammen.

Jetzt bestellen auf

www.multikraft.com

Ein Buch für alle, die natürliche Zusammenhänge besser verstehen und Verantwortung für Umwelt und Zukunft übernehmen möchten.

Beständigkeit ist wertvoll

Liebe Mitglieder der EM-Gemeinschaft, liebe Leserinnen und Leser,

Wir leben in Zeiten, in denen Wandel zur Norm geworden ist.

Doch wer nachhaltig leben will, entscheidet sich für bleiben statt wegwerfen, pflegen statt ersetzen – und für das Vertrauen in das, was wächst, wenn man ihm Zeit lässt.

In einer Welt, die sich ständig erneuert, wirkt Beständigkeit fast ein wenig altmodisch, bedeutet aber keineswegs Stillstand.

Während Trends kommen und gehen, bleibt Beständigkeit das, was uns trägt: in Beziehungen, in Werten, in der Art, wie wir leben und konsumieren.

Nachhaltigkeit beginnt genau hier. Ein repariertes Fahrrad, geflickte Socken oder andere Kleidungsstücke oder das Pflegen eines Gartens – all das sind Ausdrucksformen einer Haltung, die dem schnellen Austausch etwas entgegensetzt: Wertschätzung. Dinge, die bleiben dürfen, erzählen Geschichten. Sie wachsen mit uns, statt ersetzt zu werden.

Doch Beständigkeit betrifft nicht nur das Äußere. Auch innerlich suchen viele nach etwas, das verlässlich bleibt. Rituale, Überzeugungen, Freundschaften – sie geben Halt in einer Welt, die immer schneller wird.

Die Natur zeigt uns, wie Beständigkeit und Wandel sich ergänzen können. Jahreszeiten wechseln, Pflanzen vergehen und kehren zurück – Veränderung geschieht auf Basis von Wiederkehr. Ein Baum oder ein Strauch bleibt derselbe, auch wenn er sich jedes Jahr erneuert.

Beständigkeit ist kein Rückschritt. Sie ist Widerstand gegen das Flüchtige, eine leise Form des Fortschritts. Wer bleibt, statt ständig neu zu beginnen, vertieft Beziehungen, stärkt Vertrauen und lebt nachhaltiger – im Außen wie im Inneren. In Zeiten, in denen Wandel gefeiert wird, erinnert uns Beständigkeit daran, dass das Wesentliche Zeit braucht, um zu wachsen. Wer beständig lebt, entscheidet sich bewusst gegen die Oberflächlichkeit des Sofortigen und für das Vertrauen in Prozesse, die Zeit brauchen. So auch unsere EM-Gemeinschaft. Wir leben die

Beständigkeit seit mehr als zwei Jahrzehnten, wir wertschätzen, was uns die Natur zur Verfügung stellt, und wir trachten danach, dies zu erhalten. Wir werden durch die Effektiven Mikroorganismen tagtäglich dabei unterstützt – ganz unaufgeregt und ganz selbstverständlich.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Frühling, Ihre Eva-Maria Feistauer Obfrau der EM-Gemeinschaft Österreich

Werden Sie Mitglied der EM-Gemeinschaft Österreich!

Die EM-Gemeinschaft Österreich ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung von Natur und Umwelt mittels regenerativer Mikroorganismen und wurde 2002 gegründet. Bisher wurden besondere Gartengemeinschaftsprojekte gefördert, zukünftig soll vor allem Kindern und Jugendlichen das Verständnis für ökologisches Gärtnern und das Wissen rund um den Einsatz der Effektiven Mikroorganismen nähergebracht werden. Informieren Sie sich auf der Website www.em-gemeinschaft.at und kontaktieren Sie uns jederzeit gerne!

50 Jahre Pioniergeist: Innovation mitten in der Natur

Veränderung funktioniert nicht von heute auf morgen: Als Ulrike Hader begann, nach natürlichen Alternativen für die Landwirtschaft und den Alltag zu suchen, waren viele der Erkenntnisse und Wirkungsweisen noch nicht wissenschaftlich erklärbar. Doch sie vertraute auf ihre Beobachtungen, Erfahrungen und ihren Mut, eigene Wege zu gehen. Was als Idee begann, entwickelte sich über Jahrzehnte hinweg Schritt für Schritt weiter – getragen von Neugier, Zusammenhalt und dem Verlass auf natürliche Prozesse.

Heute ist Multikraft ein oberösterreichisches Familienunternehmen, das Natur und Wissenschaft miteinander verbindet. Die eigene Forschung, langjährige Praxis und der Anspruch, ökologische Lösungen konsequent weiterzudenken, prägen dessen Weg. Das Ziel war und ist es, den Einsatz antimikrobieller Substanzen auf ein Minimum zu reduzieren und natürliche Kreisläufe dort zu stärken, wo sie langfristig wirken können. Dass nachhaltige Lösungen nicht nur gut für die Umwelt und den Menschen sind, sondern auch funktionieren, zeigte sich nicht über Nacht. Es war ein weiter, manchmal auch ein herausfordernder, aber beständiger Weg dahin, wo das Unternehmen und seine

Lösungen heute stehen.

Die Vision: Landwirtschaft betreiben ohne Raubbau an der Natur Multikraft ist heute in unterschiedlichen Bereichen der Landwirtschaft tätig – von der Tierhaltung über den Pflanzenbau bis hin zum Bodenaufbau und geschätzten Anbau. Das alles begann mit einem klaren Ziel: Futtermittel ohne antibiotische Zusätze zu entwickeln.

Die Unternehmens-Gründerin Ulrike Hader wuchs bereits im Geschäftsleben auf. Der elterliche Betrieb umfasste ein Gasthaus, eine Bäckerei, ein Futtermischwerk und verschiedene Nutztiere. Hier half sie schon in ihrer Jugend mit, entschied sich später aber für ein Studium an der heutigen Wirtschaftsuniversität Wien. Doch schon während des Studiums zog es sie zurück zu ihren Wurzeln. Ihre Geschäftstüchtigkeit, ihr Sinn für Ökologie und das Streben nach einer antibiotikafreien Futtermittel-Alternative sorgten schließlich dafür, dass sie 1977 mit ihrem Mann Karl Hader Multikraft, damals als reines Futtermittelunternehmen, gründete. „Die Gründung fiel direkt in die Zeit meiner Abschlussprüfung, das war eine der schwierigsten Zeiten in meinem Leben“, erinnert sie sich heute zurück.

Fotos:
Gruppe
am Park

Und obwohl die Unternehmensgründung komplex genug war, reichte es den beiden nicht, einfach „nur“ Futtermittel herzustellen: Der Pioniergeist trieb sie an und sie machten schon in den 80er Jahren Tests mit Pansenbakterien, um Antibiotikazusätze in Futtermitteln zu ersetzen. Und das in einer Zeit, zu der dieses Thema in der Landwirtschaft fernab jeglicher Beachtung stand. Der erste Durchbruch gelang ihnen aber schließlich, als sie es in der eigenen Produktion schafften, Bakterien zu isolieren. So wurde 1986 aus der Vision schließlich Realität und sie brachten das erste Schweine-Futtermittel ohne antibiotische Leistungsförderer auf den Markt. Die Geburtsstunde der Biotechnologie bei Multikraft.

Pioniergeist und Naturverbundenheit

In der Landwirtschaft weiß man: auf Lorbeeren ausruhen, funktioniert nicht und ist auch nicht die Art von tatkräftigen Landwirtinnen und Landwirten. So war bereits nach den ersten Erfolgen klar, dass es an vielen Stellen in der Landwirtschaft neue Lösungen für bestehende Probleme braucht. Neben den Anfängen in der antibiotikafreien Futtermittelherstellung machte es sich Ulrike Hader zur persönlichen Aufgabe, natürliche Lösungen in mehreren Lebensbereichen zu etablieren – in der Landwirtschaft ebenso wie später im Haushalt und in der Pflege. Das war nicht immer einfach, denn ihre Ideen und Produkte wurden nicht sofort mit offenen Armen empfangen. „Wir wurden zu Beginn vor allem vom Mitbewerb eher belächelt“, erinnert sich Ulrike Hader zurück. Doch davon ließ sie sich nicht unterkriegen. Sie machte immer weiter und auf der Suche nach unkonventionellen Lösungen stieß sie schließlich bei Recherchen auf die Mikroorganismen-Technologie. Hörensagen reicht bei den Haders natürlich nicht – es brauchte persönliche Reisen nach Kopenhagen und später zahlreiche nach Asien, damit sie sich wirklich überzeugen konnte. Forschung und handfeste Ergebnisse waren schon damals das Um und Auf für das junge Biotechnologie-Unternehmen. Schließlich sah Ulrike Hader im Einsatz von Mikroorganismen die Lösung, um ökologische Ungleichgewichte in Balance zu bringen, fäulnisbildende Prozesse zu verhindern und das Bodenleben zu aktivieren. Sie bilden seither den Grundstein der Multikraft-Produkte – und damit eine natürliche Alternative zu konventionellen Mitteln.

Laufende Forschung und Qualitätssicherung

Was folgte, sind mittlerweile fast 50 Jahre Unternehmensgeschichte und zahlreiche, wissenschaftlich fundierte Produkte für drängende Herausforderungen in der Landwirtschaft. In den vergangenen 15 Jahren intensivierte Multikraft die Forschung, erweiterte und professionalisierte das Angebot. In den unternehmenseigenen Anlagen lagern mehr als 300 verschiedene Mikroorganismenstämme – viele davon selbst entdeckt – bei minus 80 °C. Sie bilden die Basis aller Produkte. Im hauseigenen Mikrobiologie-Labor werden die Produkte hergestellt und die Qualitätssicherung durchgeführt. Dr. nat. techn. Katharina Kraxberger, Leiterin der Abteilung Forschung und Entwicklung, weiß um die Vorteile von Mikroorganismen: „Die Multikraft-Technologie nutzt das Wissen, dass Mikroorganismen einen wesentlichen Einfluss

auf das Mikrobiom von Mensch und Tier, auf die Widerstandskraft und Stärke von Pflanzen als auch die Biodiversität im Boden haben. So entstehen Lösungen für Garten, Landwirtschaft, Haushalt und Körperpflege – denn alles Gute braucht eine fundierte Basis.“

Innovationen von heute für morgen Nicht jede Lösung zeigt gleich von Anfang an ihre volle Wirkung, erklärt Lukas Hader, Geschäftsführer von Multikraft in zweiter Generation. Wie in natürlichen Kreisläufen, wo alles seine Zeit hat und braucht, ist es auch bei natürlichen Produkten der Fall, erzählt er weiter: „Die Technologien, die wir hier entwickeln, sind sehr einfach anzuwenden aber vielfältig im Nutzen. Viele Vorteile sieht man nicht gleich in der ersten Saison, sondern erst in der zweiten und dritten. Der Hauptnutzen, den man sofort merkt, ist die gute Stärkung gegen Krankheiten, egal ob im Tier, im Boden oder in der Pflanze, und auch die bessere Nährstoffeffizienz“. Neueste Forschungsergebnisse gibt es dazu aus der Tierhaltung, wie Katharina Kraxberger, berichtet: „Unsere neuesten Studien zeigen herausragende Entwicklungen in der Tierhaltung; beispielsweise konnten wir durch den Einsatz von unserem Fermentierten Kräuterextrakt das Schwanzbeißen bei Mastschweinen um etwa 90 % reduzieren“. Solche Ergebnisse sind es, die dafür sorgen, dass die meisten Betriebe bei den Produkten bleiben, wenn sie sie erst einmal ausprobiert haben.

„Pionierdenken zeichnet uns aus“

Der Innovationsgeist trägt Früchte und gilt bis heute als Grundpfeiler. Mit dem Leitziel, einen aktiven Beitrag zu Klima- und Umweltschutz zu leisten, ist es seit fast 50 Jahren die Stärke des Unternehmens, natürliche Alternativen zu konventionellen Inhaltsstoffen in den Produkten einzusetzen. Das Vertrauen in die Mikroorganismen-Technologie, auf die Multikraft heute setzt, steigt stetig, aber auch darauf möchte man sich nicht ausruhen: „Das

Lukas und Ulrike Hader

Pionierdenken zeichnet nicht nur meine Eltern, sondern das gesamte Denken und Handeln unseres Unternehmens aus. Es war der Start und ist noch immer der Motivator für unsere laufendeForschungundProduktentwicklung“, erzählt Lukas Hader. Und das kommt auch extern gut an: Kürzlich wurden neueste Ergebnisse aus dem Pflanzenbau in zwei renommierten wissenschaftlichen Fachjournals veröffentlicht. Diese zeigen neue Möglichkeiten auf, um mit entdeckten Mikroben-Stämmen hartnäckige FungizidRückstände im Boden abzubauen. (Anmerkung der Redaktion: Mehr dazu erfahren Sie auf Seite 30 im Beitrag „Hoffnung durch Mikroorganismen: neue Ansätze im Umgang mit langlebigen Fungizid-Rückständen“.)

Der Weg von Pichl bei Wels in die Welt Dass Multikraft heute weit über Österreich hinaus tätig ist, war kein ursprüngliches Ziel, sondern eine Entwicklung. In vielen Regionen stehen ähnliche Fragen im Raum wie: Wie lassen sich Böden regenerieren? Oder: Wie können Betriebe widerstandsfähiger werden? Der Austausch mit internationalen Partnern brachte neue Perspektiven – und zugleich die Bestätigung, dass ökologische Grundprinzipien unabhängig von Klima und Kultur gelten. Derzeit kümmern sie sich um die Abwicklung in 35 Ländern weltweit, darunter mit Tochterfirmen in Italien und Australien. Damit alles rund läuft, braucht es auch gute Planung und Flexibilität, weiß Prokuristin Christine Siegetsleitner: „Unsere Produkte verlassen binnen 24 Stunden unseren Standort hier in Oberösterreich. Die gesamte Materialbeschaffung, Produktion, Abfüllung, Logistik und Qualitätssicherung finden hier bei uns im Haus statt. So sichern wir unsere Qualität und schnelle Abwicklungen.“

Starke Partner in der Forschung und Umsetzung

Den Weg des globalen Ausbaus und der Vision für eine grünere

Zukunft geht man zusammen: „Wir haben uns starke Partner gesucht und gefunden, die zu uns und unseren Werten passen. Gemeinsam mit Forschungseinrichtungen in Schottland, England, Japan und Australien entwickeln wir bereits heute die Lösungen von morgen. Unsere Produkte werden dabei unter Labor- und Praxisbedingungen intensiv getestet und stetig weiterentwickelt, um sie für zukünftige Herausforderungen zu optimieren. Egal, ob bei uns zu Hause oder international“, erzählt Lukas Hader. Das Ziel ist dabei immer das gleiche: den Einsatz von Pestiziden und Antibiotika zu reduzieren und dabei die Umwelt aktiv schützen.

Ein Praxisbeispiel dafür, wie Schritt für Schritt Veränderungen passieren, ist die Arbeit in Australien. Lukas Hader erinnert sich gut daran, wie hierhin 2014 die Expansion startete: „Wir haben zwei Macadamia-Bauern in Australien gezeigt, wie sie auf günstige Weise Kompost für ihre Pflanzen produzieren können. Dieser wird einfach unter den Bäumen eingebracht und mindert die Bodenerosion wesentlich. Durch dieses Verfahren erzielten sie eine Arbeitsersparnis von 90 % beim Kompostieren. Während das Verfahren anfangs nur von zwei Betrieben genutzt wurde, ist es heute in der gesamten Branche Usus.“

Naturverbundenheit und Innovationskraft für die Zukunft Es ist wichtig, Werte nicht nur vorzubeten und niederzuschreiben, sondern auch täglich vorzuleben. Das steht täglich an der Tagesordnung: „Wir sind ein Familienunternehmen und das spürt man hier überall. Neben der zuverlässigen Arbeit, die wir leisten, ist unsere Naturverbundenheit und Innovationskraft sehr ausgeprägt. Wir verbinden moderne Techniken mit unserem tiefen Verständnis für die Natur“, erzählt Bianca Hader, die die Leitung des Marketings innehat. Die unmittelbare Nähe zur Natur des Firmenstandorts gibt dem Team Tag für Tag Motivation, Bodenhaftung und verstärkt nochmal das Verantwortungsgefühl der Produkte und der Natur gegenüber. „Mir ist wichtig, wie unsere Produkte entwickelt, produziert und genutzt werden – nicht nur aus unternehmerischer Verantwortung gegenüber der Umwelt, sondern besonders auch als Mutter mit Blick auf die Zukunft der nächsten Generationen.“, erzählt sie weiter. „Wir haben aus einem ‚Ur-Produkt‘ viele weitere Produkte entwickelt und sind noch lange nicht fertig. Unser Ziel ist es, für fast alle Lebenslagen ein passendes, natürliches Produkt anzubieten, das eine echte Alternative zu herkömmlichen bietet“, so Bianca Hader. 2025 waren es neue Reiniger, heuer warten schon neue Gartenprodukte und vieles mehr.

Beständigkeit und Innovation gehen Hand in Hand Beständigkeit zeigt sich nicht in schnellen Antworten, sondern im Dranbleiben. In der Bereitschaft, Prozesse zu begleiten, Rückschläge auszuhalten und Wissen über Jahre hinweg wachsen zu lassen. Die Geschichte von Multikraft ist keine von kurzfristigen Lösungen, sondern von einem Weg, der sich über Jahrzehnte entwickelt hat – im Dialog mit der Natur, mit der Praxis und mit den Menschen, die ihn mitgehen. Vielleicht ist genau das heutzutage wichtiger denn je: sich Zeit zu nehmen für das, was Bestand haben soll.

Exkurs: Aus dem Multikraft-Leben gegriffen Multikraft beschäftigt mehr als 50 Mitarbeitende in verschiedenen Bereichen. Wir haben mit Geschäftsführer Lukas Hader über die Entwicklung und die Werte des Unternehmens gesprochen. Wir wollen seinen Alltag besser verstehen und seine Vision für die Landwirtschaft näher kennenlernen.

Beständigkeit ist der Titel dieser Ausgabe. Lukas, woran zeigt sie sich für dich ganz konkret im Alltag von Multikraft? Als Familienunternehmen würdigen wir Beständigkeit. Auch in unseren Partnerschaften, mit unseren Händlern und Lieferanten, schätzen wir die Zusammenarbeit mit verwurzelten Familienunternehmen. Regional, wo wir mit zahlreichen eigentümergeführten Betrieben zusammenarbeiten und International, wo wir zum Beispiel in Australien mit der Familie OBrien seit elf und in Neuseeland seit drei Jahren zusammenarbeiten. Wir, die Familie Hader, stehen für die Beständigkeit der Marke Multikraft. Wir leben unsere Philosophie, die maßgeblich durch meine Eltern geprägt wurde, im ganzen Unternehmen weiter. Das stärkt auch die Beziehung zu unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie können sich auf uns und wir uns auf sie verlassen – das schätzen wir alle sehr.

Multikraft entwickelt sich laufend weiter. Wo braucht es aus deiner Sicht Innovation – und wo ganz bewusst Geduld und Zurückhaltung?

Innovation leben wir alle in dem, wie wir gewisse Dinge tun – unter dem Motto „Das Bessere ist der Feind des Guten“ entwickeln wir uns stetig weiter und versuchen so den Service für unsere Kundinnen und Kunden und die Qualität unserer Lösungen weiterzuentwickeln. Wir versuchen dabei aber, Bewährtes nicht zu verändern. Mutige Entscheidungen müssen trotzdem getroffen werden, dabei freuen wir uns immer über Kritik – im Positiven als auch wenn Verbesserungen notwendig sind, denn auch daran orientieren wir uns sehr stark.

Nicht jeder Weg verläuft geradlinig. Gab es in der Geschichte von Multikraft auch Rückschläge oder Zweifel – und was hast du persönlich daraus gelernt?

Die Zeit vor mir, als meine Eltern von einem reinen Futtermittelunternehmen zu einem Produzenten von Mikroorganismen umgestiegen sind, war voller Rückschläge und Learnings. Auch hier war uns das Feedback unserer Kundinnen und Kunden, sowohl im vertrauten Landwirtschafts-Bereich als auch im neuen Haus, Garten und Wohlbefinden Bereich, sehr wichtig. Dadurch konnten wir viel lernen und uns verbessern. Diese ersten 10 Jahre „Effektive Mikroorganismen“, aus denen der Grundstein für unseren heutigen Erfolg gelegt wurde, waren nicht immer leicht, haben sich aber gelohnt.

der Landwirtschaft international mitgeprägt hat. Die Transformation hin zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft, die mit deutlich weniger Pestiziden und Antibiotika auskommen muss. Außerdem, dass Biotechnologie auf Basis von Mikroorganismen Nährstoffkreise schließen konnte und fast kein Abfall mehr aus unserer landwirtschaftlichen und gärtnerischen Praxis anfällt. Und damit auch die weltweit kleinstrukturierte Landwirtschaft den regionalen Nahrungsmittelbedarf ohne viele Verluste decken kann.

Scannen Sie den QR-Code und lernen Sie in einem kurzen Video das Unternehmen Multikraft kennen:

Wenn du in die Zukunft blickst: Was wünschst du dir, dass Multikraft in 20 oder 30 Jahren auszeichnet – unabhängig von Produkten oder Wachstum?

Ich wünsche mir, dass der Pioniergeist meiner Eltern gemeinsam mit der Innovationskraft meiner Generation die Transformation

Lukas und Bianca Hader mit Tochter Romy

Effizienz statt Wachstum: ein neuer Blick auf die Zukunft der Landwirtschaft«

Im Gespräch mit Prof. Dr. Wilhelm Windisch, Agrarwissenschaftler und Professor für Tierernährung.

Die Vorstellung, dass Fortschritt unweigerlich mit Wachstum gleichzusetzen wäre, ist in vielen Köpfen tief verankert. Doch angesichts einer Landwirtschaft mit knapper werdenden Ressourcen, steigendem Klimadruck und der Konfrontation mit ökologischen Grenzen macht sich immer stärker ein Umdenken breit: Landwirtschaften im Einklang mit der Natur. Prof. Dr. Wilhelm Windisch, Agrarwissenschaftler und Professor für Tierernährung, erzählt in unserem Gespräch, warum Beständigkeit nicht aus Wachstum entsteht, sondern aus einem bewussten Umgang mit Ressourcen und natürlichen Kreisläufen. „Wir müssen nicht wachsen, wir müssen effizienter werden“, ist er überzeugt. Seine Sichtweise eröffnet einen menschlichen, hoffnungsvollen Blick auf die Landwirtschaft von morgen; eine, in der wir weniger nehmen müssen, um langfristig mehr herauszubekommen.

Lieber Herr Windisch, was bedeutet für Sie Beständigkeit in der Landwirtschaft?

Es gibt drei Betrachtungsweisen von Beständigkeit: Für die Bevölkerung, die von den Erzeugnissen der Landwirtschaft lebt, heißt das, dass die Versorgung mit Lebensmitteln nie ausgeht. Sie müssen sich keine Gedanken darüber machen, ob ihre Lebens-

mittel morgen auch noch in den Regalen stehen. Für Landwirtinnen und Landwirte ist Beständigkeit per se kein Ziel, sondern sie leben davon. Beständigkeit ist die Grundvoraussetzung für beispielsweise einen neuen Stall oder die Wahl der Fruchtfolge. Jede Investition wirkt sich auf die kommenden Jahrzehnte aus. Die Dritte ist die Beständigkeit der Ressourcen. Aus menschlicher Sicht sind Ressourcen theoretisch unendlich. Aber wir müssen Sorge tragen, dass das auch so bleibt und beispielsweise fruchtbare Böden erhalten werden. Für echte Beständigkeit müssen alle drei Sichtweisen im Einklang stehen.

Ist dieser Einklang bedroht? Nicht bedroht, aber keine Selbstverständlichkeit. Es dauert ewig,

bis ein Stück Land fruchtbar ist. Haben wir beispielsweise zu wenige Rinder und damit zu niedrigen Fraßdruck auf den Almen, verwalden sie, wenn nicht maschinell nachgeholfen wird. Diese Flächen können wir nicht einfach bei Bedarf roden und sofort wieder nutzen. Das sind jahrzehntelange Prozesse. Auch der Klimawandel raubt im Grunde genommen so unsere Ressourcen. Die Sahara breitet sich enorm aus, gleichzeitig tauen die Böden in Sibirien auf und Flächen werden freigelegt. Das sind aber keine Ackerböden. Wenn sich Nutzflächen nur verschieben würden, hätten wir nicht das große Problem. Das Problem ist, dass wir Nutzfläche komplett verlieren – und das sorgt für Unbeständigkeit von globalem Ausmaß. Die Sahara und Sibirien sind zwar weit weg, aber die neuen Klimabedingungen sorgen dafür, dass sich auch bei uns beispielsweise neue Schädlinge breit machen. Und das ist eine Katastrophe für die heimische Landwirtschaft.

Wie steht es dann um die Beständigkeit unserer Landwirtschaft? Wir haben über die Fruchtfolge hinweg, absolut gesehen, steigende Ernten. Aber der Ertrag pro Hektar steht seit 15 bis 20 Jahren still. Also wir haben einen gleichbleibenden Ertrag trotz deutlicher Zuchtfortschritte. Warum? - Weil Umweltfaktoren wie anhaltender Starkregen für Qualitätsverluste sorgen und diesen Fortschritt zunichtemachen. Unser derzeitiges System ist eine Rolltreppe nach unten. Um auf der gleichen Höhe zu bleiben, müssen wir umso schneller nach oben laufen, je schneller sie nach unten fährt. Das ist nicht nachhaltig und endet in Erschöpfung und Untergang. Wir sind es normalerweise gewohnt, dass Katastrophen über das Land schwappen und wenn sie zurückgehen, bauen wir neu auf. Das ist beim Klimawandel nicht der Fall. Die Kosten un-

seres Handelns zahlen unzählige nachkommende Generationen. Um einzulenken, gäbe es nur eine Lösung, die aber so radikal ist, dass sie niemand machen möchte: echte Kreislaufwirtschaft.

Was bedeutet echte Kreislaufwirtschaft?

Echte Kreislaufwirtschaft kann man sich so vorstellen: Wir sind auf einem Segelboot und können nie wieder einen Hafen ansteuern. Alles, was wir wegwerfen, ist unwiederbringlich verloren – deshalb müssen wir Ressourcen so wählen und nutzen, dass sie in der Kaskade wiederverwendet oder recycelt werden können. Es geht darum, nur das Nötigste mitzunehmen, Abfall zu vermeiden und maximale Effizienz zu erreichen. Dazu zählt auch die Energie. Fossile Energie produziert auch Abfall in Form von CO2, das wir in der Atmosphäre „deponieren“ – deshalb dürften wir nur Sonne und Wind verwenden. Im Gegensatz dazu leben wir heute aber so, als könnten wir jederzeit neue Ressourcen „im nächsten Hafen“ holen – was der Idee echter Kreislaufwirtschaft widerspricht.

Wo könnten wir im Kleinen ansetzen?

Pflanzliche Nahrung produziert immer auch nicht essbare Biomasse. Wir müssen überlegen: Was machen wir damit? Das ist wertvolles Material, das wir nur nicht selbst essen können. Wenn wir uns die Nutzungsmöglichkeiten der gesamten Pflanze ansehen, haben wir eine Nutzungskaskade von Teller zu Trog zu Tank. Die primäre Nutzung ist immer der direkte Weg auf den menschlichen Teller, also der Verzehr von pflanzlicher Nahrung. Die sekundäre ist die Transformation beispielsweise zu Nutztierfutter, wodurch wiederum Lebensmittel entstehen. Erst am Ende der Biomasse-Nutzung steht die Verwertung zur Energiegewinnung.

Kurz gesagt: Fakt ist, wir haben Biomasse, die nicht auf unseren Tellern landet und Nutztiere sind die nächstbeste Möglichkeit, um diese effizient weiterzuverwerten.

Wenn wir uns den Umgang mit Nutztieren ansehen: wie können wir diesen „effizienter“ gestalten?

Die größten Hebel sind Tiergesundheit und Tierwohl. Wir müssen uns eingestehen: unsere Tiere leben nicht so lange, wie sie könnten. Schauen wir uns die Abgangsursachen an: Mastitis, Klauen und Pansenazidose. Der Grund ist meist ein zu hoher Kraftfutteranteil. Das liegt an der Leistung, die sie bringen müssen. Das heißt nicht, dass eine Kuh mit einer Leistung von 12.000 Liter Milch schlecht ist, aber sie kann nicht doppelt so viel fressen, wie eine mit 7.000. Deshalb werden sie mit Kraftfutter ernährt. Aber die Kuh muss auch gesund sein, damit sie die Leistung körperlich schafft.

Die Krux ist, dass bei einem hohen Kraftfutteranteil der Faseranteil gering ist, also das, wofür ihr Verdauungstrakt „gebaut“ ist. Das sorgt für Schwierigkeiten in den Vormägen. Und die führen wiederum zu den genannten Abgangsursachen. Heumilchbäuerinnen und -bauern machen es zum Beispiel anders: sie begrenzen den Kraftfutteranteil sehr stark, füttern aber hochqualitatives Heu, das so faser-, nährstoff- und eiweißreich ist, dass es schon

fast als halbes Kraftfutter durchgehen könnte. Das Ergebnis: die Kühe haben weniger Krankheiten, leben länger und es braucht weniger Nachzucht. Das System ist auf einmal effizienter.

Können wir sagen, Landwirtinnen und Landwirte müssten einfach weniger Kraftfutter füttern, um effizienter zu werden? Nicht unbedingt, aber sie müssten die Fütterung gezielt ausrichten. Kraftfutter ist nicht grundsätzlich schlecht – es liefert wichtige Nährstoffe, die im Grobfutter oft fehlen, insbesondere essenzielle Aminosäuren. Entscheidend ist das Verhältnis: Nur wenn die Tiere genau das bekommen, was ihr Stoffwechsel benötigt, bleiben sie gesund und die Nährstoffverwertung effizient. Eine unausgewogene Fütterung führt dagegen zu erhöhten Stickstoffemissionen und mindert die Effizienz. Nur auf die Steigerung der Milchleistung, anstatt auf die Tiergesundheit zu achten, ist also problematisch. Das heißt, wir müssen den Tieren nicht einfach mehr füttern, sondern mehr von dem, was sie wirklich benötigen. Zusätzliche Aminosäuren haben in der industriellen Herstellung zwar einen relativ hohen Fußabdruck, aber schon in kleinen Mengen einen großen Effekt. So machen sie das System in Summe effizienter. Die meisten können heute aber größtenteils biologisch über Mikroorganismen hergestellt werden, nur Methionin wird chemisch produziert. Durch eine gezielte Ergänzung lässt sich der Futtereinsatz also bei gleicher Leistung reduzieren. Qualität statt Menge ist also der Schlüssel.

Wenn wir uns in diesem Zusammenhang den Boden anschauen: Wie achten wir darauf, diesen gesund und effizient zu halten? Ein gesunder Boden braucht vor allem Schutz vor Verdichtung und Erosion sowie mehr Resilienz gegenüber Trockenheit, Hitze und Überschwemmungen. Entscheidend sind dauerhaft bedeckte Flächen, vielfältige Fruchtfolgen und Zwischenfrüchte, die den Boden kühlen, Wasser speichern und die Biodiversität fördern – damit bekommt man auch die Stickstoffsammlung in den Griff. Dabei kann der Ertrag zwar über die Jahre der Fruchtfolge sinken, aber die Böden bleiben langfristig fruchtbarer und ertragssicherer.

Nutztiere spielen in diesem Kreislauf eine wichtige, aber oft missverstandene Rolle. Dass es sie für die Düngung der Äcker braucht, ist ein verkürzter Ansatz. In der nicht essbaren Biomasse stecken Nährstoffe, die wieder auf den Acker zurückgeführt werden müssen. Dazu haben wir drei Möglichkeiten: wir können die Biomasse verrotten lassen, in eine Biogasanlage bringen und die Gärreste verteilen oder sie an Nutztiere verfüttern und den Wirtschaftsdünger ausbringen. Am effizientesten ist die Düngewirkung dann, wenn sie zum Zyklus des Pflanzenwachstums passt. Das heißt, wir brauchen lagerbaren Dünger. Biogasanlagen liefern dabei Energie, Nutztiere zusätzlich Lebensmittel – beides erzeugt wertvollen Dünger.

Insofern sind beide Quellen gleichwertig wertvoll. Aber es gibt einen Unterschied im Output: In der Biogasanlage gewinnen wir Strom, aus den Nutztieren zusätzliche Lebensmittel. Effizienter ist damit die Verfütterung. Aktuell nutzen wir weltweit etwa 40 %,

in Deutschland knapp 60 % und in Österreich etwa 50 % der Ackerflächen für den Anbau von Futtermitteln. Wir verfüttern quasi von jedem Kilo Brot die Hälfte an Nutztiere. Effizienter wäre, nur so viel Milch und Fleisch zu produzieren, wie dieses eine Kilo Brot an nicht essbarer Biomasse abwirft. So ergäbe sich automatisch ein ausgewogener Mix aus pflanzlichem und tierischem Lebensmittel – angepasst an Standort und Bodenbedingungen.

Also die Gesundheit unserer Böden und Nutztiere ist eng mit deren Leistung verbunden?

Ja, wir haben eine falsche Idee von Effizienz verinnerlicht. Denken wir an unsere Autos, sie werden immer effizienter – gleichzeitig immer schwerer und größer. Das heißt, sie sind nur theoretisch effizienter, konsumieren aber in Summe gleich viel Sprit. Und so machen wir es auch bei Nutztieren, weil die Ressourcen für die Produktion nicht limitiert sind. Das ist unser aktuelles System: lineare Wirtschaft, das Gegenstück zu Kreislaufwirtschaft. Bei Kreislaufwirtschaft gehen wir von einer begrenzten Menge an primären Ressourcen aus. Wir würden überlegen, wie maximieren wir den Gewinn oder den Output – dann würden die Autos mit besserer Effizienz trotzdem nicht größer werden. Unser Gedanke von Effizienz ist durch die lineare Wirtschaft total verschoben.

Das heißt, wir können durch Kreislaufwirtschaft unsere Produk tion sichern, ohne zusätzliche Flächen zu erschließen?

Genau, wir müssen nicht wachsen, aber effizienter werden. Ein SUV ist nicht per se „böse“, wenn er beispielsweise mit Solar strom vom eigenen Dach betrieben wird. Effizienz geht immer mit dem Gedanken der Limitiertheit einher. In der Landwirtschaft gibt es eine Rechnung: 70 % der weltweit gehaltenen Nutztiere stehen in Entwicklungsländern, dieser enorme Anteil produziert in Summe aber nur 30 % der weltweiten Lebensmittel. Der Un terschied liegt weitreichend an der Tiergesundheit und -manage ment. Deshalb „verschwenden“ sie enorm viele Ressourcen und den CO₂-Fußabdruck pro Kilo Fleisch stark erhöht. Die Abgänge und Nachzucht sind dort einfach enorm.

Wieso setzt man nicht hier an?

Das Problem ist das Motto der linearen Wirtschaft: Wachse oder weiche. Felder und Maschinen werden immer größer, weil das Produkt selbst nichts mehr kostet. Bei den billigen Preisen müssen die Landwirtinnen und Landwirte also die Output-Menge erhöhen. Das führt dazu, dass sie immer weiter wachsen müssen. Lineare Wirtschaft schafft weltweite Standards – damit gibt es am Ende nur noch einen einzigen, großen Produzenten; einen „Bill Gates oder Elon Musk“, wenn man so möchte. Das ist die „Effizienz“ der linearen Wirtschaft. Der Effizienzgedanke der Kreislaufwirtschaft

hingegen arbeitet gegen Monopole und fokussiert sich darauf, dass es viele kleine lokale Produzenten gibt.

Das heißt, Kreislaufwirtschaft ist der Weg zu mehr Unabhängigkeit in der Landwirtschaft?

Die Produktion wird immer lokal angepasst sein. Es kommt nur auf die Steigerung der Gesamteffizienz an. Und die lineare Wirtschaft lagert die Gesamteffizienz und -wirkung immer auf die Umwelt aus. Es bräuchte mehr Selbstverständnis für Kreislaufwirtschaft, um Beständigkeit zu erlangen. Wir müssen Effizienz so sehen, dass das Gesamtsystem besser wird, nicht nur Teilbereiche. Wir sehen uns aktuell nur an, wie effizient die einzelne Milchkuh ist, aber nicht den gesamten Betrieb. Die lineare Wirtschaft bringt uns dazu, immer mehr Kühe in immer höhere Leistungen zu selektieren. Das ist ineffizient, denn effizient können auch Nicht-Leistungsträger in ihrer eigenen Ebene sein, aber das blenden wir aus.

Und das führt vielleicht dazu, dass andere Bereiche nicht mehr effizient sind oder bestehen können?

Ja, genau. Dass wir uns den Klimawandel eingehandelt haben, mit all seinen Folgen für die nächsten Generationen, ist ja Ausdruck einer Fehlentwicklung. Und das, weil sich die lineare Wirtschaft nur auf einen Teil fokussiert, aber die globalen Folgen ignoriert. Und es kann durchaus sein, dass wir im Sinne der Kreislaufwirtschaft bestimmte Prozesse vermeintlich ineffizienter machen, aber zugunsten von anderen Prozessen und in Summe kommt im Gesamtsystem mehr heraus.

Kurz zusammengefasst: Wie zahlt Kreislaufwirtschaft auf die

MultiwissenBarbaras effektive Tipps für jedes Zuhause

In unserer Blog-Reihe „Multiwissen – Barbaras effektive Tipps für jedes Zuhause“ teilt unsere Expertin DI Dr. Barbara Enengel ihr Wissen rund um ein nachhaltiges Zuhause und einen lebendigen Garten. Aus der Multikraft-Schatzkiste schöpfend, gibt sie praxisnahe Anregungen – von der ökologischen Reinigung im Haushalt bis hin zur naturnahen Gestaltung des Gartens. Das gesammelte Multiwissen zeigt, wie kleine Veränderungen im Alltag zu mehr Natürlichkeit, Vielfalt und Wohlbefinden beitragen können.

Barbara Enengel ist Absolventin der Universität für Bodenkultur Wien und beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit natürlichen Kreisläufen und ökologischen Zusammenhängen in Natur und Garten. Ihr besonderer Fokus liegt auf der Förderung eines vielfältigen, gesunden Lebensraums für Mensch, Tier und Pflanze – ein Anspruch, den sie auch in ihrem eigenen, ökologisch bewirtschafteten Garten lebt. Für Multikosmos haben wir eine Auswahl ihrer besten Multiwissen-Tipps zusammengestellt. Alle Beiträge aus der Kolumne finden Sie gesammelt auf unserer Website (QR-Code).

Erdäpfelanbau im Naturgarten:

Der Pflanzguide für eine reiche Ernte

Der beste Zeitpunkt für das Pflanzen von Erdäpfeln ist, wenn der Boden nicht mehr gefroren und nicht zu nass ist – also Mitte April bis Anfang Mai. Die Saatkartoffeln werden idealerweise zwei Wochen vor dem Pflanzen vorgezogen. An einem kühlen, hellen Ort, bestreut mit EM Keramikpulver, bilden sie bereits kleine Triebe aus. Das erleichtert den Pflanzenstart im Garten. ZeoBas ultrafein in die gezogenen Erdrillen gestreut, fördert die Bodenfruchtbarkeit und unterstützt die Widerstandskraft der Pflanzen gegen Pilzkrankheiten. Für ein kräftiges Anwurzeln sorgt Multikraft Roots: dazu die Pflanzen mit 100 ml Roots (verdünnt auf 10 Liter Wasser) angießen. Regelmäßiges Bewässern von 10 ml Roots auf 10 L Gießwasser unterstützt das Wurzelwachstum, vorhandene Dünger im Boden werden besser aufgenommen und das Bodenleben gefördert.

Chilis anbauen: Scharfes für Teller und Garten Schädlinge wie Blattläuse können den Pfefferoni zu schaffen machen. Bei Blattlausbefall hilft das regelmäßige Besprühen mit Fermentiertem Brennnesselextrakt. Dazu 10 bis 20 ml Extrakt auf 1 L Wasser in einer Sprühflasche verdünnen und die Blätter einsprühen. Der extrastarke Fermentierte Knoblauch- und Chiliextrakt hält ebenso unliebsame Schädlinge fern. Nützlinge –etwa Marienkäfer, Florfliegenlarven oder Schwebfliegenlarven –fördern zudem das natürliche Gleichgewicht im Garten.

DI Dr. Barbara Enengel

Cleveres Regenwassermanagement im klimafitten Garten

Ein wichtiger Baustein des Regenwassermanagements ist das Mulchen. Eine Schicht aus organischem Material – z. B. Grasschnitt, Ernterückständen, Laub, Stroh oder Schafwolle – schützt den Boden vor Verdunstung, hält ihn feucht und verhindert Erosion. Gleichzeitig dient Mulch dem Bodenleben als Nahrung – und trägt so zum Humusaufbau bei. Humusreiche Böden speichern nicht nur mehr Wasser, sondern auch mehr Nährstoffe – und das über längere Zeiträume. Kompost, Urgesteinsmehle, Pflanzenkohle und fermentierte organische Materialien (z. B. Bokashi) verbessern die Bodenstruktur, erhöhen die Wasserspeicherfähigkeit und fördern das Bodenleben. Ein lebendiger Boden ist die Grundlage für gesunde, resiliente Pflanzen – und essenziell für jedes Regenwassermanagement.

Saubere Wäsche – gesunde Haut

Was wir täglich tragen, kommt direkt mit unserer Haut in Kontakt –umso wichtiger ist eine schonende Wäschepflege. Der Multikraft Textilreiniger eignet sich zur gezielten Fleckenbehandlung: Einfach eine verdünnte Lösung auf den Fleck sprühen, kurz einwirken lassen und anschließend wie gewohnt waschen. Der angenehm nach Lemongras und Orange duftende Reiniger kann zudem bei Waschtemperaturen bis 40 Grad auch als alleiniges Waschmittel verwendet werden. Besonders praktisch im Alltag: Er hilft, Geruchsbildung in der Waschmaschine und in der Wäsche zu reduzieren – auch dann, wenn frisch gewaschene Kleidung einmal etwas länger feucht in der Trommel bleibt.

Gründüngung – Erholung für den Boden

Praktisch – besonders im Hausgarten – sind nicht winterharte, abfrierende Gründüngungspflanzen. Ihre abgestorbenen Pflanzen-

teile bilden eine schützende Mulchschicht, die den Boden bedeckt und schützt. Die abgefrorenen Pflanzenreste werden entweder im Frühjahr beiseite gerecht und kompostiert, am Beet zerkleinert und oberflächlich eingearbeitet oder als Mulch bereitgelegt. So ist das Beet im Frühjahr sofort bereit für die nächste Aussaat. Geeignete Arten für die Spätsommer-Aussaat sind Phacelia (Bienenfreund), Buchweizen, Gelbsenf, Ackerbohnen und Ringelblumen.

Gemüse fermentieren – einfach und unkompliziert Fermentiertes Gemüse enthält Probiotika – lebende Mikroorganismen, die die Vielfalt der guten Bakterien im Darm fördern, zu einer gesunden Verdauung beitragen und das Immunsystem stärken. Vitamin C, B-Vitamine und Mineralien wie Eisen und Magnesium werden durch den Fermentationsprozess leichter für den Körper aufnehmbar. Die Zutaten für fermentiertes Gemüse sind frisches Gemüse und hochwertiges Salz: Besonders geeignet für den Einstieg sind Weißkraut, Karotten, Kohlrabi oder Sellerie – sie sind einfach zu verarbeiten und fermentieren zuverlässig. Salz sorgt dafür, dass die Bakterien wachsen, die das Gemüse in die gewünschten probiotischen Kulturen umwandeln. Jodiertes Salz kann die Fermentation beeinträchtigen, deshalb besser ein gutes Steinsalz oder das Manju Meersalz verwenden.

EM Keramik Baumanstrich –Winterschutz und Rindenpflege für gesunde Bäume

Ein Baumanstrich mit EM Keramik bietet eine Schutzschicht, die Risse in der Rinde verschließt, in denen Schädlinge sonst leicht überwintern könnten. Diese Risse stellen häufig Eintrittspforten für Pilze und Bakterien dar, die zu Baumkrankheiten führen können. Ein gut aufgetragener Baumanstrich versiegelt solche Schwachstellen und erhöht die Widerstandsfähigkeit der Bäume. EM Keramik Baumanstrich und EM Aktiv werden im Verhältnis 1:1 zu einer cremigen, streichfähigen Paste angerührt und großzügig auf die Rinde des Baums aufgetragen. Der beste Zeitpunkt für den Anstrich ist der Spätherbst, sodass der Baum optimal auf die Wintermonate vorbereitet ist.

Was zählt, ist die Beständigkeit

Der Wandel auf allen Ebenen rast rund um den Erdball mit vielerlei bestürzenden Ergebnissen. Neue Ideen für Lösungen des Dilemmas tauchen auf, die Vertrauen in einfache und positive Umsetzungen erfordern. Der Einsatz von Effektiven Mikroorganismen hat sich als eine der beständigen Unterstützungen für eine lebensfreundlichere Umwelt etabliert.

Indigene Völker leben mit dem Naturgesetz, dass ihre Lebensgewohnheiten einer ständigen Wandlung unterliegen, und passen sich den Folgen von gravierenden Veränderungen an, um zu überleben. Heraklit beobachtete bereits 500 v. Chr., dass Beständigkeit einen steten Wandel beinhaltet und nichts „in Stein gemeißelt“ bleibt.

Wo wären wir heute, wenn wir seit Jahrtausenden ohne die vielen Entdeckungen lebten? Dreitausend Jahre nach dem griechischen Philosophen blicken wir auf Zeiten zurück, in denen uns bemerkenswerte Erkenntnisse lebenserleichternd überrumpelten und die wir seither fleißig nutzen. Wir, als beharrliche, leistungsfähige Spezies, haben in der zivilisierten Welt großartige Ziele erreicht und können stolz darauf sein. Das technische Zeitalter eröffnete uns bahnbrechende Wissenshorizonte. Wir nahmen sie dankbar an.

Ist alles Gold, was glänzt?

Unsere vorgängigen Generationen feierten ihre Errungenschaften und Erfolge. Das Wirtschaftswachstum erblühte. Es führte unseren Planeten bedenkenlos in den unwiederbringlichen Abbau fast aller Naturschätze. Das nahmen wir über Jahrzehnte als unumgänglich hin. Nun zeigen die Umweltschäden die Kehrseite der wunderbaren Fortschritte. Zu erkennen, dass die

Ressourcen der Natur oft zum Nulltarif geraubt wurden und im mer noch werden, ist eine bittere Pille, die wir nun schlucken müssen. Die entstandenen Schäden sind unglaublich vielfältig. Kreativ, wie der Mensch ist, entwickelte er flugs hilfeversprechende Maßnahmen, die „lukrativ“ das Wirtschaftswachstum weiterhin in Gang halten. Das setzt Fragezeichen und zeigt, dass das blanke Gold des Wirtschaftsaufbaus stumpf geworden ist.

Aktiv das Ruder neu ausrichten Im Bauch vieler aufmerksamer Köpfe grummelt es und sie sorgen sich darum, die mannigfaltigen Umweltbelastungen zu lindern. Effektive Mikroorganismen (EM) sind da ein sehr vielseitiges, ja fast unlimitiertes Thema, das auf nahezu allen Ebenen unseres Daseins eingesetzt werden kann. So können z. B. die Folgen von zerstörenden Naturereignissen mit erhöhtem EM-Einsatz gemildert oder Schäden sogar ganz behoben werden.

Einer der Wege in die Kehrtwende

Bioanbaupionierin Susanne Schütz regt in ihren Gartenkursen die Teilnehmenden an, sich Gedanken zu machen, im Alltag für die Umwelt und für sich – auch ohne großen Garten – aktiv zu werden. In der Mittagspause sind leckere Salate aus Susannes EM-Anbau ein „Aha“-Erlebnis. Es wird realisiert, dass die EM-Kost einen viel intensiveren Geschmack hat als das übliche Marktangebot. Es fehlen eben die Zutaten wie Geschmacksverstärker, künstliche Aroma- und Konservierungsstoffe.

Einen Mosaikstein im großen Umweltgefüge setzen und ein persönliches kleines Gartenparadies gestalten, in dem die Effektiven Mikroorganismen das Sagen haben und wir nur Ausführende sind. Es macht Sinn und Spaß, am Umweltschutz mitzuwirken, sich als ein Mosaikstein im großen Umweltgefüge zu fühlen. Es beflügelt, wenn unsere unentwegte Entschlossenheit, mit EM zu arbeiten, zum Gartennachbarn überspringt, die Kommunikation über den Zaun hinweg sogar zum regelrechten Erntewettlauf ausartet und „so ganz nebenbei“ unser Areal wieder in geordnete Bahnen lenkt.

Fotos:
Anne Lorch
Susanne Schütz und Anne Lorch

Aus Susannes Erfahrungsschatz

Mit Beharrlichkeit rät Susanne seit fast 50 Jahren in Bio-Gartenkursen, was umweltdienend und sehr effektiv ist, z. B. Gemüserüstabfälle vom Markt oder Supermarkt weiter zu Bokashi zu verarbeiten, statt sie in die grüne Tonne zu entsorgen. Mit EM-Zusatz werden die verschiedensten Stoffe aus Kunstdüngern und Pflanzenschutzmitteln durch die EM-eigenen Bakterien, Hefen und Pilze zerlegt und abgebaut. Das so „gereinigte“ Bokashi aus konventionell angebautem Gemüse kann dann bedenkenlos im Garten oder über eine Kompostmiete wieder in den Naturkreislauf zurückgegeben werden.

„Guten Appetit!“ Eine Ernte im Februar ist möglich, weil ein EM-gepflegtes Gemüse viel widerstandsfähiger ist und der Winterkälte trotzt. Es landet direkt vom Beet ohne Zwischenlagerung in den Kochtopf.

01 Ohne eigenen Garten die Rüstabfälle statt in die Grüntonne zu entsorgen, in einem Bokashi-Eimer mit Kompost Starter besprühen, EM Keramikpulver und Pflanzenkohle überstäuben, leicht verfestigen (Luft herauspressen) und einen anderen Gartenbesitzer damit erfreuen.

04 Schorfbefall an Apfelbäumen löst das Laub vorzeitig und entzieht der Fruchtreife Energie, weil eine ausreichende Photosynthese fehlt. Die Qualität leidet. Befallenes Laub bokashieren. Zusätzlich vor Blüten- und Blattaustrieb Bäume und ihren Bodenbereich mit Fermentiertem Schachtelhalmextrakt besprühen oder Fermentiertem Brennnesselextrakt gießen.

02 Viel Bokashi-Sickersaft entsteht vor allem bei wässrigen Abfällen von Gurken, Zucchini und Kürbis. Die Flüssigkeit abziehen und als hochwertige Pflanzennahrung (verdünnt) verwenden, solange es noch angenehm riecht.

05 Pflanzknoblauch im Fachhandel beziehen. Knollen vom Supermarkt vertragen keine Kälteperioden. Knoblauchzehen zwischen Gemüse gesetzt, vertreiben Läuse und zwischen Erdbeerreihen den Grauschimmel. Frühjahrspflanzung kann länger gelagert werden als der Sommeranbau.

03 Küchenbokashi an warmen Tagen im aufgelockerten Beet reihenweise einstreuen. Bis zur Pflanzzeit ist das grobe Bokashi-Material vererdet, erwärmt den kalten Boden und ist ein „Kuschelbett“ für frühe Pflanzungen.

06 Vergrünende Rübenköpfe sind 1. bitter und werden 2. von Möhrenfliegen befallen, wenn die Wurzelköpfe aus dem Boden herausragen. Erde immer wieder bis zum Blattgrün anhäufeln. So versteckt finden auch Möhrenfliegen keinen Platz für die Eiablage.

Rasend gute Rasenpflege –Natürlich zum perfekten Rasen

Ein gesunder, grüner Rasen ist nicht nur eine wunderschöne Spielfläche und Liegewiese, sondern auch ein bedeutendes Gartengestaltungselement. Damit er robust, weich und in einem satten Grün erstrahlt, benötigt er regelmäßige Pflege. Eine sattgrüne Rasenfläche ist häufig mit einem erhöhten Einsatz von Wasser, Düngemitteln und Pflanzenschutzmaßnahmen verbunden. Gleichzeitig wächst das Interesse an schonenderen und nachhaltigeren Pflegemethoden. Mit ökologischen Methoden und natürlichen Hilfsmitteln wird nicht nur ein schöner, sondern auch ein ökologisch wertvoller Garten geschaffen. Wie Sie Ihren Rasen nachhaltig in Topform bringen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Der perfekte Standort Ein schöner, gepflegter Rasen benötigt einen sonnigen und luftigen Standort. Im Schatten kümmern die meisten Rasengräser, Moos und Pilze breiten sich aus, während die Grasnarbe dünn wird. Ein belebter, durchlässiger Boden, der Wasser und Nährstoffe gut speichern kann, schafft ideale Bedingungen für sattes Grün. Auf schweren Böden hilft es, diese einmal jährlich zu besanden. Eine Mischung aus einem Teil Quarzsand (Korngröße 0,2-2 mm) und einem Teil unkrautfreiem Reifekompost sorgt für eine bessere Belüftung und Nährstoffversorgung des

Rasens. Optimal ist der Zeitpunkt zwischen Mitte März und Anfang Mai, um die Sand-Kompost-Mischung in einer Menge von 2 bis 5 Litern pro Quadratmeter auszubringen.

Belüften und Vertikutieren

Ist der Boden – etwa durch schwere Maschinen – verdichtet und die Grasnarbe sehr verfilzt, bekommen die Wurzeln der Rasengräser keine Luft mehr. Wenn der Rasen müde und träge wirkt, ist es Zeit, das zu ändern! Rasenfilz und Moos werden durch Vertikutieren oder Ausrechen entfernt. Ideal ist es, nach der zweiten Mahd im Jahr zu vertikutieren, denn zu diesem Zeitpunkt ist meist die Grasnarbe gut eingewachsen. Nach dem Vertikutieren können kahle Stellen gleich mit frischem Saatgut nachgesät werden. Diese Maßnahmen fördern das gesunde Wachstum und sorgen für einen robusten Rasen.

Richtiges Mähen

Regelmäßiges Mähen ist entscheidend für eine kräftige und gesunde Grasnarbe. Einmal pro Woche ist die ideale Frequenz, um den Rasen in Form zu halten. Dabei sollte die Schnitthöhe etwa vier bis fünf cm betragen, damit er widerstandsfähig bleibt und schnell nachwächst. Die Klingen des Mähers sollten stets scharf sein, um saubere Schnitte zu gewährleisten.

Effizientes Wässern

Das Gießen sollte idealerweise früh morgens und spät abends erfolgen, um die Verdunstung des wertvollen Wassers zu minimieren. Aus ökologischen und ökonomischen Gründen ist empfehlenswert, Regenwasser statt Trinkwasser zu verwenden. Besser ist es, seltener und dafür durchdringend zu gießen, damit das Wasser in tiefere Bodenschichten vordringt.

Die Wirkung des regelmäßigen Wässerns kann durch den Einsatz von Royal Green unterstützt werden. Royal Green enthält Eisen, das zur Erhaltung einer gleichmäßigen Grünfärbung des Rasens beiträgt und im Rahmen einer ausgewogenen Pflege auch bei Moosproblemen eingesetzt wird. Darüber hinaus begleitet die Anwendung die Entwicklung der Rasengräser und des Bodenlebens und unterstützt eine ausgewogene Nährstoffversorgung. Royal Green wird dreimal jährlich angewendet, idealerweise im Frühjahr, Frühsommer und Herbst. Pro Anwendung werden 100 ml Royal Green mit 5 Litern Wasser pro m² Rasen verdünnt und gleichmäßig ausgebracht. Die Anwendung mit dem AquamixDosiergerät bei einer Einstellung von 2 % wird empfohlen.

Nährstoffe zuführen

Mineralische Dünger belasten das Grundwasser und können sich negativ auf das Bodenleben auswirken. Besser ist es, auf organische Dünger wie Kompost oder spezielle Bio-Rasendünger zurückzugreifen. Diese aktivieren das Bodenleben, fördern die Fruchtbarkeit und den Humusaufbau, und versorgen den Boden langfristig mit wichtigen Nährstoffen. Denn ein gesunder Boden bildet das Fundament für einen vitalen Rasen!

Für eine optimale Nährstoffversorgung sollte der Rasen zwei- bis dreimal im Jahr gedüngt werden. Im Frühling und Sommer ist eine stickstoffbetonte Düngung erforderlich, um das Wachstum zu fördern. Im Herbst sollte der Dünger einen höheren Kaliumgehalt aufweisen, damit der Rasen gestärkt in den Winter geht.

Beikräuter mechanisch entfernen

Viele Beikräuter, die sich im Rasen ausbreiten, zeigen den Zustand des Bodens an. Auf verdichteten Böden wachsen vermehrt Breit-Wegerich und Gänsefingerkraut und auf staunassen Böden der Kriechende Hahnenfuß. Weißklee wiederum wächst verstärkt auf nährstoffarmen Böden. Er bindet mithilfe der sogenannten Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft im Boden. Wird der Klee gemäht und gemulcht, steht dieser gesammelte Stickstoff dem Bodenleben und den Pflanzen zur Verfügung und trägt damit zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit bei.

Eine gute Pflege, organische Düngung und natürliche Pflanzenstärkung fördern kräftige Rasengräser, sodass sich eine dichte Grasnarbe bildet, die das Durchdringen von unerwünschtem Grünzeug von selbst verhindert. Es ist ratsam, chemische Mittel zu vermeiden, da diese den Boden schädigen und das ökologische Gleichgewicht stören können. Unerwünschte Beikräuter sollten rein mechanisch durch Jäten entfernt werden.

Royal Green mit Eisen

Sattgrüner, dichter Rasen durch optimale Eisenversorgung bei regelmäßiger Anwendung

Weniger Moos durch kräftigen und widerstandsfähigen Rasen Dauerhaft gleichmäßiges Wachstum über die ganze Saison Starke, tiefreichende Wurzeln für mehr Widerstandskraft

Maximale Trockenstressresistenz im Sommer

Pflegeleichter Kräuterrasen

Ein einheitlich grüner Garten mag etwas eintönig wirken. Für einen abwechslungsreicheren und naturnahen Garten ist es sinnvoll, neben dem klassischen Rasen auch Blumenwiesen oder Blumenwieseninseln anzulegen. Diese bieten nicht nur einen optischen Ausgleich zum einheitlichen Grün, sondern sind auch ein wertvoller Lebensraum für zahlreiche Insekten und fördern so die Biodiversität im Garten. Auf einem Kräuterrasen, der nicht gedüngt und seltener gemäht wird, sorgen Kriechender Günsel, Braunelle, Gänseblümchen und Co für bunte Farbtupfer und Abwechslung im Naturgarten.

Fazit:

Ein sattgrüner Rasen lässt sich auch ohne den routinemäßigen Einsatz mineralischer Dünger oder Pestizide pflegen. Organische Düngung, regelmäßiges Mähen und eine ergänzende natürliche Pflanzenstärkung mit Royal Green können dazu beitragen, die Vitalität des Rasens zu unterstützen. Die Grundlage dafür bildet ein gesunder Boden mit einem aktiven Bodenleben.

Erfolgsgeschichte: „In

rücken

der Not
wir enger zusammen“

St. Anton am Arlberg ist weit über Österreich hinaus als legendäres Skigebiet bekannt. Sattgrüne Wiesen im Sommer oder weiße Berge im Winter sind das, woran die meisten bei dem Namen als Erstes denken. Doch im August 2024 erschütterten schwere Unwetter das idyllische Gebiet. Starkregen verursachte in Teilen der Bezirke Landeck und Innsbruck-Land Murenabgänge, die für großflächige Überschwemmungen sorgten. St. Anton (Bezirk Landeck) sperrte Bergbahnen und Straßen, wodurch das alltägliche Leben für einen Moment zum Stillstand kam. In diesen Tagen wurde deutlich, wie rasch aus einem vertrauten Lebensraum ein Krisengebiet werden kann – und wie entscheidend Zusammenhalt ist, wenn Gewohntes plötzlich zusammenbricht.

Murenabgänge rund um St. Anton am Arlberg Muren sind für St. Anton kein neues Phänomen. Bereits in den Jahren 1986, 2005 und 2018 löste anhaltender Starkregen Murenabgänge aus.1 Jene Abgänge von 2024 erreichten jedoch neue Dimensionen. Videoaufnahmen zeigten, wie der Pegel der Rosanna – ein Fluss in den österreichischen Alpen – dramatisch anstieg. Die Murenabgänge und die dadurch entstandenen Wassermassen trafen die Bevölkerung des Dorfes völlig unvorbereitet.

Martin Ebster, Direktor des Tourismusverbands St. Anton am Arlberg, berichtet in einem Schreiben an Multikraft darüber: „Erstmals seit Jahrzehnten wurde die Fußgängerzone überflutet. Außerdem sind circa 100.000 Kubikmeter Schutt und Geröll in landschaftliche Zonen eingedrungen. Besonders starke Schäden gab es an touristischen, gemeindeeigenen und privaten Infrastrukturen.“ Das westliche Ortsgebiet traf es besonders verheerend. Durch das in Bewegung gebrachte Sediment einer großen Mure traten zwei Bäche über die Ufer. Das führte zu überfluteten Kellern und Straßen sowie zu reißenden Bächen im Ort. Rund 350 Helfende der Feuerwehr, der Bergrettung und des Roten Kreuzes waren im Einsatz. Sie pumpten Keller aus, entfernten Geröll und sicherten Verkehrswege.2

Beeindruckend schnelle Schadensbegrenzung

Bei solchen Katastrophen zeigt sich, wie entscheidend Zusammenhalt und Solidarität sind. Durch den Einsatz der Bevölkerung und Ersthelferinnen und Ersthelfer konnte der Normalbetrieb im Dorf erstaunlich schnell wieder aufgenommen werden. Nicht nur die Gäste, sondern auch die Medien waren von der Schnelligkeit beeindruckt. Bereits eine Woche nach der Katastrophe konnte

Fotos: Patrick Bätz

St. Anton wieder aufatmen, der Großteil der Ortschaft war von den Erdmassen befreit. Auch wenn sich das Gebiet schnell erholte, war dem Krisenstab und den Verantwortlichen klar, dass es einen gewaltigen finanziellen Schaden gab.3 Um diesen Schaden möglichst abzudämpfen, stand Maria Egger rasch zur Hilfe. Die Tirolerin, die ihr eigenes Kaufhaus Egger in Inzig betreibt, setzte ein Zeichen der Unterstützung, in dem sie eine spontane Hilfsaktion initiierte. Multikraft stellte die dazu benötigten Produkte zur Verfügung, die in dieser Ausnahmesituation vielen Betroffenen spürbare Hoffnung und Erleichterung brachten. In ihrem Kaufhaus vertreibt Maria Egger seit über 30 Jahren Multikraft-Produkte. Sie war von Anfang an von der Wirkung der Effektiven Mikroorganismen überzeugt und setzt sich seit jeher dafür ein, dass für effektive Lösungen keine schädlichen Chemikalien benötigt.

Rasche, unbürokratische Hilfe in einer Ausnahmesituation

In einer Situation, in der viele Keller und Garagen von Wasser, Schlamm und Feuchtigkeit betroffen waren, war rasche Unterstützung gefragt. Multikraft stellte in diesem Zusammenhang eMB Aktiv zur Verfügung, das in den betroffenen Bereichen zum Einsatz kam. Das Produkt eignet sich hier, da es organische Rückstände abbaut, Geruchsbelastungen reduziert und sich die Behandlung feuchter Oberflächen nach Überschwemmungen damit positiv auswirkt – wie etwa in Kellern und Garagen. Martin Ebster erhielt dazu viele positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung und von den Betrieben aus der Region. „Wir haben die Menge an rund 30 Betriebe verteilt, unter anderem an ein großes 4-Sterne-Hotel in St. Anton am Arlberg. Die positiven Rückmeldungen freuen uns sehr, da so den Betroffenen zumindest ein wenig geholfen war“, erzählt er im Gespräch.

Gesammelte Erfahrungswerte kamen wieder zum Einsatz Dass die Hilfsleistungen an die richtigen Personen gelangten, war schließlich Maria Egger zu verdanken, die sich um die Verteilung kümmerte. Mit ihrem fundierten Wissen, ihrem Enthusiasmus und ihrer großen Empathie stand sie als tatkräftige Expertin der Multikraft-Produkte den Betroffenen zur Seite. Und das nicht zum ersten Mal. Maria Egger erinnert sich, dass sie schon damals im Jahr 2005, nach dem großen Hochwasser, gemeinsam mit Multikraft eMB Aktiv an Betroffene vermittelte. Die Verteilung der kostenlos und unbürokratisch zur Verfügung gestellten Produkte erfolgte in Kooperation mit der Gemeinde und der Feuerwehr Inzing.

Dieser Einsatz hat einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen, so dass Maria Egger im Jahr 2024 bei der Murenkatastrophe in St. Anton am Arlberg erneut auf diese Weise Hilfe leistete. Der Einsatz von eMB Aktiv war in dieser Situation für sie selbstverständlich.

Zusammenhalt, Mut und gegenseitiger Beistand

Auch diese Krise ging vorüber und die Tiroler Gemeinde erholte sich schließlich in Rekordzeit und kehrte zur Normalität zurück. Das ist vor allem der tatkräftigen Unterstützung, dem engen Zusammenhalt und der raschen Hilfe der Menschen und Betriebe aus der Region, aber auch über diese hinaus, zu danken. „Multikraft hat in einer Zeit, in der vieles unklar blieb, einiges zutiefst schockierte und manches in Hoffnungslosigkeit versank, ein Zeichen von Aufmerksamkeit, Hilfsbereitschaft und Menschlichkeit gezeigt. Das hat sowohl in der Bevölkerung als auch im Krisenstab bleibenden Eindruck hinterlassen.“, bedankt sich Martin Ebster abschließend herzlich.

Solche Gesten stehen stellvertretend für das, was in solchen Ausnahmesituationen den entscheidenden Unterschied macht: eine Gemeinschaft, die zusammensteht, Verantwortung übernimmt und einander Halt gibt.

Maria Egger
Martin Ebster

Moorbeetpflanzen: Farbenpracht, Bodenleben und die Kunst des sauren Gartens

Moorbeetpflanzen haben etwas Zauberhaftes. Die leuchtenden Blüten von Hortensien, die zarten Formen von Azaleen oder die fruchtigen Beeren der Heidelbeeren bringen eine besondere Atmosphäre in jeden Garten. Doch hinter dieser Pracht steckt ein besonderer Lebensraum, der auf bestimmte Bedingungen angewiesen ist – ein Boden, der anders arbeitet als der Großteil unserer Gartenerde. Wer ihn versteht, kann jedoch Jahr für Jahr üppige Blüten und aromatische Ernten erwarten.

Moorbeetpflanzen bringen ein besonderes Flair in jeden Garten. Sie zeichnen sich durch ihre leuchtenden Blüten und schmackhafte Beeren aus, die für eine zauberhafte Abwechslung sorgen. Zu ihnen zählen unterschiedliche Stauden und Gehölze wie Rhododendren, Azaleen, Kamelien, Hortensien und auch Heidelbeeren. Sie alle haben vor allem eines gemeinsam: sie wachsen gerne in sauren Böden – die hierzulande aber eher unüblich sind. In unseren heimischen Gärten finden sich oft sehr kalkreiche Böden, in denen diese Pflanzen nicht so gut gedeihen, wie sie könnten. Ohne die richtige Aufbereitung folgen gelbe Blätter und ein schlechterer Wuchs. Wie Sie das vermeiden und Ihren Moorbeetpflanzen die besten Grundvoraussetzungen bieten, damit sie prächtig gedeihen können, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Das richtige Plätzchen finden Viele Gärtnerinnen und Gärtner kennen es: wunderschöne blaue Hortensien werden liebevoll ausgesucht und sorgfältig eingesetzt, aber nach kurzer Zeit wird die Farbe blasser und rosa. Die Pflanze setzt damit ein klares Zeichen: der Boden ist zu basisch. Ähnliche Symptome zeigen sich auch bei den anderen blühenden Moorbeetpflanzen. Die Heidelbeerpflanze warnt mit gelben Blättern vor, bevor sie letztendlich verkümmert. Alle Kosten und Mühen sind damit dahin. Um dem entgegenzuwirken, hilft es, schon von Anfang an auf die richtige Erde und einen passenden Standort zu achten. Die Säure-Liebhaber bevorzugen meist leicht halbschattige Plätzchen, in denen sie zwar ausreichend Sonnenlicht bekommen, aber nicht in der prallen Mittagshitze stehen.

Beet und Erde vorbereiten

Ist der passende Platz für den neuen Gartenbewohner gefunden, geht es an die Vorbereitung des Beets. Den Boden dazu etwa 50 bis 80 cm tief ausgraben und bestenfalls mit einem Vlies auslegen. In das ausgehobene Beet kommt nun die saure Moorbeeterde, mit einem möglichst geringen Torfanteil, hinein. Ein zusätzlich hoher Humusanteil sorgt dafür, dass die meist feinen Moorbeetpflanzenwurzeln gut durchwurzeln können. Damit ist die optimale

MoorKraft mit Mangan

Für Moorbeetpflanzen wie Hortensien, Rhododendren, Azaleen und Heidelbeeren

Satteres Blattgrün und kräftige

Pflanzen dank optimaler ManganVersorgung

Mehr Energie für Blüten durch verbesserte Photosynthese

Bessere Nährstoffaufnahme durch niedrigen pH-Wert Starker Fruchtansatz bei Heidelbeeren

Grundlage zum kräftigen Gedeihen für die sensiblen Moorbeetpflanzen geschaffen. Tipp: Heidelbeeren mögen es, wenn mehrere Sträucher, auch unterschiedlicher Heidelbeersorten, zusammengesetzt werden. Dadurch tragen sie wesentlich mehr Früchte; denn auch wenn sie Selbstbefruchter sind, mögen sie Gesellschaft. Wer nicht so viel Platz für seine Moorbeet-Lieblinge hat, kann sie auch in einen großen Topf setzen.

Gießen ist nicht gleich gießen Moorbeetpflanzen sind zwar wunderschön anzusehen, aber auch anspruchsvolle Gartenbewohner, die spezielle Pflege und Hingabe verlangen. Das beginnt schon beim Gießen. Die Pflanzen vertragen unser meist kalkhaltiges Leitungswasser nicht besonders gut – es empfiehlt sich daher, sie lieber mit gesammeltem Regenwasser zu bewässern. Denn: Zu viel Kalk im Boden trägt zu einem höheren pH-Wert bei, wodurch Eisen eine feste Verbindung mit dem vorhandenen Kalzium eingeht. Dadurch können die Pflanzen den Nährstoff nicht mehr aufnehmen. Achtung: Staunässe verkraften die Pflanzen ebenfalls schlecht, einmal in der Woche gießen reicht vollkommen. Um das gesunde Wachstum und das Gedeihen der Pflanzen zu unterstützen, wird MoorKraft bei jedem Gießvorgang eingesetzt. Denn eine weitere Besonderheit von Moorbeetpflanzen ist, dass sie zusätzliches Mangan für eine optimale Photosynthese benötigen. MoorKraft enthält neben dem speziellen Mix von Mikroorganismen und fermentierten Pflanzenextrakten eine angepasste Menge Mangan für zusätzliche Unterstützung. Es gelangt über das Gießwasser vom Wurzelbereich bis in die Blattspitzen. Es stärkt so die Pflanzen ganzheitlich und sorgt dafür, dass sie optimal versorgt sind.

Altes Gehölz gegen frische Triebe

Die meisten Moorbeetpflanzen lieben regelmäßiges Ausdünnen oder Zurückschneiden. Bei Bauernhortensien empfiehlt es sich, sie sparsam im zeitigen Frühjahr zu schneiden – dazu die abgestorbenen Triebe bis zum gesunden Holz abschneiden, da sie an den Trieben des Vorjahres blühen. Schneeball- und Rispenhortensien ebenfalls im Frühjahr auf etwa 20 cm über den Boden zurückschneiden. Rhododendren hingegen brauchen meist keinen Schnitt, um wieder in voller Pracht zu gedeihen. Bei bestehenden Heidelbeersträuchern einfach die ältesten Triebe bis kurz über dem Boden zurückschneiden, damit neue, frische Triebe noch stärker nachwachsen können. Generell gilt: Das Schneiden der Pflanzen regt die Verzweigung an, die Pflanze wächst kräftiger und dichter und alte Triebe machen Platz für neue.

Sauer muss es sein

Neben dem Stutzen der Sträucher und Triebe verlangt auch der Boden nach der passenden Zuwendung. Ist er optimal mit Nährstoffen versorgt, unterstützt er die Pflanzen gleich mit. Moorbeetpflanzen sollen regelmäßig gedüngt werden, dabei ist es wichtig zu beachten, einen „sauren Dünger“ zu verwenden. Dieser hat den richtigen pH-Wert und bringt die Erde nicht aus dem Gleichgewicht. Bei einem zu hohen pH-Wert können die Pflanzen kein Eisen mehr aufnehmen und die Blätter verfärben sich gelb, während sich dunkelgrüne Blattadern abzeichnen. Der richtige pHWert ist also das A und O für gesunde Moorbeetpflanzen.

Von innen stärken

Neben dem Düngen mögen Moorbeetpflanzen auch das Mulchen sehr gerne – wenn auch hier auf die richtige Art geachtet wird. Am besten eignet sich dazu ab dem zweiten oder dritten Standjahr eine feine Lage Nadelkompost, hergestellt aus gehäckselten Fichten- und Tannenzweigen oder aus separat kompostiertem Eichen- beziehungsweise Walnusslaub. Durch die natürliche Gerbsäure versorgt er das Moorbeet optimal. Denn Bodenlebewesen wie Mikroorganismen vererden die Materialien der Mulchschicht so, dass der niedrige pH-Wert erhalten bleibt.

Anwendung leicht gemacht

Nicht alle Gärtnerinnen und Gärtner bewässern ihren Garten heute noch mit einer Gießkanne. Gerade bei der Bewässerung mit dem Gartenschlauch gestaltet sich die Dosierung zusätzlicher Mittel häufig umständlich. Um das zu vermeiden, eignen sich Dosiergeräte wie der Aquamix, die das Ausbringen von Pflanzenstärkung & Co in einem Schritt ermöglichen. Der Aufsatz für den Gartenschlauch verbindet Gießen und Ausbringen ohne vorheriges Abmessen, da sich verschiedene Mischverhältnisse kinderleicht einstellen lassen. Dafür den Aquamix mit MoorKraft befüllen, das Verhältnis nach Anwendungsempfehlung einstellen, an den Gartenschlauch stecken und losgießen. Die Kombination macht die Pflanzenpflege nicht nur effektiv, sondern ganz einfach in den Alltag integrierbar.

Tipp: Heidelbeeren sind ein echtes Superfood und enthalten viele Antioxidantien – direkt aus dem Garten genascht, sind sie besonders wohltuend. Also am besten gleich ein nettes Plätzchen suchen und unsere Tipps ausprobieren!

Beständig regional: Wie Österreich sich selbst versorgt

Die heimische Landwirtschaft kann die verschiedenen Lebensmittel, die Österreicherinnen und Österreicher für eine ausgewogene Ernährung brauchen, zum größten Teil selbst produzieren. Theoretisch zumindest. Denn unsere Versorgungssicherheit ist eng verknüpft mit nachhaltiger, stabiler Lebensmittelproduktion – und diese hängt schlussendlich auch davon ab, was wir kaufen.

Eine sichere Lebensmittelversorgung muss ebenso kultiviert werden wie Pflanzen- und Tierbestände selbst. Wie die österreichische Lebensmittelproduktion in Zukunft aussieht, hängt aber auch von den Konsumentscheidungen jeder und jedes Einzelnen ab. Mit jedem Griff ins Supermarktregal beeinflussen wir, was auf dem Feld und im Stall passiert.

Die Nachfrage bestimmt das Angebot Beständigkeit heißt für die Landwirtschaft: sich anpassen und dennoch verlässlich bleiben. Österreich zeigt hier mit einem hohen Selbstversorgungsgrad Stärke, besonders Milch mit 177 Prozent und Rindfleisch mit 148 Prozent. Aber auch bei Käse, Eiern und Getreide könnte Österreich den Bedarf weitgehend selbst stemmen. Bei Obst, Kartoffeln und pflanzlichen Ölen ist der Selbstversorgungsgrad in den vergangenen Jahrzehnten allerdings gesunken.

Der Selbstversorgungsgrad gibt an, wie viel des Bedarfs bestimmter landwirtschaftlicher Produkte aus pflanzlicher und tierischer Erzeugung Österreich aus eigener Produktion theoretisch decken könnte. Wird in Österreich weniger von einem landwirtschaftlichen Rohstoff erzeugt als verbraucht, liegt der Selbstversorgungsgrad unter 100. Wird mehr produziert als im eigenen Land benötigt wird, liegt er über 100 Prozent. Wichtig: Die in Österreich verwendete Menge ist nicht nur das, was gegessen wird. Dazu zählen auch Futtermittel für Tiere und alle Rohstoffe, die in der Industrie verbraucht werden.

Wie viel tatsächlich in Österreich erzeugt wird, bestimmt unter anderem die Nachfrage. Hannes Royer, Biobauer und Gründer von Land schafft Leben, bringt es auf den Punkt: „Mit jedem Griff ins Regal geben wir einen Produktionsauftrag – und gestalten so die Zukunft unserer heimischen Lebensmittelproduktion mit. Das muss uns bewusst sein.“ Dieser Auftrag geht über die Händler und Lieferanten an jene, die Lebensmittel produzieren: die österreichischen Bäuerinnen und Bauern.

Kleinstruktur als Stärke

Der Großteil der landwirtschaftlichen Flächen Österreichs liegt in den Bergen. „Hier kann es nur eine kleinstrukturierte Landwirt schaft geben. Dadurch werden wir zwar nie so billig produzieren können wie Mega-Betriebe im Ausland, haben aber viele andere Vorteile“, sagt Royer. „Ein für mich besonders wichtiger ist die Krisenbeständigkeit. Viele kleine Betriebe sind zusammenge nommen viel widerstandsfähiger als wenige große.“ Die Vielfältig keit der Betriebsformen bildet die Grundlage für Beständigkeit: Bäuerinnen und Bauern sollen ihre Höfe so führen können, dass sie diese in die Hände der nächsten Generation weitergeben können.

Klimafittes Futter

Beim nachhaltigen Wirtschaften darf der Blick aufs Klima nicht fehlen. Tierische Lebensmittel aus Österreich schneiden im euro päischen Vergleich oft klimafreundlicher ab. So etwa das Rind fleisch: Der Ausstoß von Treibhausgasen liegt hier deutlich unter dem EU-Schnitt. Gründe sind unter anderem moderne Produk tionsmethoden: Viele Betriebe bauen den Großteil ihres Futters selbst an oder beziehen dieses aus der Region. Ein weiterer Faktor ist das Zweitnutzungsrind „Fleckvieh“. Diese Rasse hat einerseits eine starke Milchleistung, eignet sich aber anderer seits auch für die Fleischproduktion. Das bedeutet weniger Emis sionen pro Kilogramm Rindfleisch. Kurze Transportwege tragen zusätzlich zu einem geringeren CO₂-Ausstoß bei.

Tierwohl an der Kassa fördern

Auch beim Tierwohl punktet Österreich mit hohen Standards. Die Haltungsform von Hennen und Puten etwa ist noch strenger reguliert als in anderen EU-Ländern: Einstreu, Futter und Platz pro Tier im Stall sind vorgegeben. Bei Mastgänsen ist zusätzlich ein Zugang ins Freie verpflichtend. Zahlen zum Einkaufsverhalten zeigen aber, dass zwischen dem Wunsch nach mehr Tierwohl und unserem tatsächlichen Einkaufsverhalten eine große Lücke klafft, beispielsweise bei Schweinefleisch. Viele fordern mehr Tierwohl in der österreichischen Landwirtschaft, wählen im Supermarkt aber das günstigere Importfleisch. „Wenn wir beim Einkaufen zu ausländischem Fleisch greifen, wird auch genau jenes nachgeschlichtet. Wir sollten uns fragen, welche Produktionsbedingungen wir mit unserem Kauf unterstützen möchten“, appelliert Hannes Royer.

Einkaufen für die Zukunft

Land schafft Leben: Österreichischen Lebensmitteln auf der Spur Multikraft ist seit mehreren Jahren Förderer von Land schafft Leben, einem unabhängigen und unpolitischen Verein, der transparent zeigt, wie Lebensmittel in Österreich entlang der gesamten Wertschöpfungskette produziert werden.

Das Team recherchiert vor Ort, spricht mit Bäuerinnen und Bauern, Betrieben und Experten und bereitet die gewonnenen Informationen verständlich und ohne zu werten auf. So entsteht ein realistisches Bild der Produktionsprozesse – frei zugänglich auf www.landschafftleben.at.

Eine sichere Versorgung endet nicht am Hoftor – sie setzt sich im Einkaufswagen fort. Wer im Supermarkt bewusst österreichische Produkte wählt, entscheidet sich für regionale Wertschöpfung. Beständigkeit ist damit kein Produkt der Nostalgie, sondern ein Zukunftsversprechen für die österreichische Landwirtschaft.

MK Start

Biostimulanzien zur Steigerung der positiven Boden- und Substratbiologie

∙ Schnellere Keimung und stärkere Jugendentwicklung

∙ Förderung der Wurzelbildung

∙ Steigerung der Wasserund Nährstoffaufnahme

Ohne MK-Produkte nach

Mit MK Start nach Gülleschaden

Wo der Lavendel blüht: Eine Geschichte über Mut, Wandel und die Kraft der Natur

Wer Lavendel kultiviert, weiß: Hinter der scheinbaren Robustheit dieser Pflanze verbirgt sich eine empfindsame Seele. Hitze, Nässe, Stress – Kleinigkeiten genügen, um den violetten Duftwundern die Kraft zu nehmen. Für die Familie van Adrichem aus Deutschland ist Lavendel längst mehr als ein Produkt. Seit mehr als 65 Jahren kultivieren sie nun mit Leidenschaft Zierpflanzen. Der Lavendel steht für sie für Tradition, Duft, Sommer – und das Wissen, dass Natur und Handwerk im Einklang miteinander stehen können. Unser Gespräch mit Geschäftsführerin Mareike van Adrichem erlaubt uns einen Einblick in die Historie des Unternehmens, dessen Erfolg und wie das Team schließlich auch in herausfordernden Zeiten eine natürliche Lösung findet.

Mareike van Adrichem, die 2021 den Gartenbaubetrieb van Adrichem von ihren Eltern übernahm, spricht stolz über die Geschichte ihres Familienunternehmens. Ihr Großvater gründete das Unternehmen 1958 noch als reinen Gemüsebaubetrieb. Damals, so erzählt sie, war es schon ein großer Schritt, als er auch noch Zierpflanzen dazu nahm, aber es habe sich definitiv gelohnt – und das über Generationen. Knapp 20 Jahre nach der Gründung übernahmen ihre Eltern, Toni und Gerda van Adrichem, den Betrieb und fokussierten sich rund ein Vierteljahrhundert lang ausschließlich auf die Produktion von Azaleen. Bis es 2002 zu einer großen Umstellung der Kulturen mit einem starken Fokus auf die Lavendelkultur kam. Und das mit Erfolg: Der Be-

Familie van Adrichem

trieb wuchs seit der Gründung von 2.000 Quadratmeter Anbaufläche auf eine Produktionsfläche von 1,7 Hektar im Gewächshaus und 1,7 Hektar im Freiland. Auf dieser Fläche produzieren sie mit lediglich fünf festen Angestellten fast eine Million Töpfe verschiedener Größen und Kulturen. Eine Leistung, die gute Planung und kluges Handeln erfordert.

Gegebenheiten schlau genutzt

Beim Bewässern der vielen Pflanzen kommt Familie van Adrichem ein Vorteil besonders zugute: das natürliche Gefälle des Geländes. Wo immer möglich, wird dieses für das Anschauverfahren genutzt. Im hinteren Bereich des Gewächshauses fließt das Wasser hinein, läuft – je nach Kultur – rund eine halbe Stunde unter den Pflanzen hindurch und wird anschließend wieder aufgefangen. Die Freilandflächen werden vollständig mit Gießwagen bewässert. So lassen sich die Gegebenheiten optimal nutzen und der Arbeitsaufwand möglichst gering gehalten.

Erste Probleme: „Eine braune Pflanze ist keine gute Pflanze“

Der Betrieb läuft also gut und das Team ist eingespielt. Im Jahr 2023 verschärfte sich jedoch ein Problem, das sich bereits seit einigen Jahren immer wieder bemerkbar machte: Die Lavendelkulturen sahen anfangs prächtig und vital aus, aber etwa zwei bis drei Wochen vor dem Verkauf sind sie „zusammengebrochen“. Sie wurden ohne ersichtlichen Grund braun. Und: „Eine braune Pflanze ist keine gute Pflanze“, erzählt Mareike van Adrichem aus der damaligen Situation, die den Betrieb deutlich unter Druck setzte. Die wirtschaftlichen Einbußen trafen den Familienbetrieb stark. Immer wieder stellte die Familie Überlegungen zu möglichen Ursachen wie Wurzelfäule oder Blattfleckenkrankheiten an. Unterschiedliche Desinfektionsmaßnahmen und Pflanzenschutzmaßnahmen wurden ausprobiert – doch keine davon brachte den gewünschten Erfolg. Weder ließ sich das Absterben der Pflanzen verhindern, noch zeigte sich eine nachhaltige Stärkung der Bestände. Ganze Chargen oder Sorten fielen weiterhin unvorhersehbar aus. Das belastete die Mitarbeitenden zunehmend, und auch die hinzugezogenen Beraterinnen und Berater standen schließlich vor einem großen Fragezeichen.

Langfristige Erfolge mit Biostimulanzien

Mareike van Adrichem machte sich also auf die Suche nach einer wirkungsvollen aber gleichzeitig möglichst natürlichen Lösung. Auf chemische Pflanzenschutzmittel zu verzichten, war ihr dabei wichtig, da sie zum einen allesamt keine Wirkung zeigten – weder gegen die bestehenden Probleme noch zur Stärkung der Pflanzen – und zum anderen sie die Zukunft in der Reduzierung von chemischen Mitteln sieht. Das ist ihr auch ein persönliches Anliegen: „Meine Tochter läuft auch jeden Tag im Betrieb herum, da ist es nicht immer möglich zu sagen, ‚lauf hier bitte nicht durch‘, das ist bei kleinen Kindern einfach schwierig. Das ist mit ein Grund, warum ich nach und nach Chemie aus unserem Betrieb raus bekommen möchte“, erklärt sie. Auf ihrer Suche lernte sie schließlich Klaus Bongartz kennen – einen der gefragtesten GartenbauExperten Deutschlands, der Betriebe in ganz Europa begleitet. In seiner Arbeit empfiehlt er das Multikraft-System als Grundlage

für eine gesunde Pflanzenproduktion, weil es sich in vielen Praxisbetrieben bewährt und zu Verbesserungen geführt hat. Mareike van Adrichem schilderte ihm ihre Situation, und er riet ihr, den Fokus konsequent auf die Stärkung der Pflanzen und des Wurzelraums zu legen. „Er hat uns erzählt, es kann uns oder den Pflanzen erst einmal nicht weh tun und auch die Kosten können, sollte es nicht klappen, nicht schlimmer sein als unsere Ausfälle“, erzählt die Geschäftsführerin rückblickend.

Nach kurzer Abwägung begann der Betrieb mit 2 bis 3 Prozent MK Start im Gießwasser zu bewässern, um die Pflanzen wieder zu stabilisieren und weiße Wurzeln zu bekommen. Parallel dazu begann der Betrieb mit regelmäßigen Sprühbehandlungen mit speziell für die Blattanwendung vorgesehenen Multikraft-Produkten. Ziel war es, die Pflanzen nicht nur im Wurzelbereich, sondern auch über das Blatt ganzheitlich zu unterstützen. Der anfängliche Test wurde schnell zur Routine und das seit nun mehr als zwei Jahren. Schon nach Kurzem erkannten die Mitarbeitenden des Betriebs deutlich mehr und kräftigere Wurzeln und das spiegelte sich auch in der Qualität der Pflanzen wider. Erleichtertes Aufatmen im Betrieb.

Eine Investition, die sich lohnt

Die Ergebnisse überzeugten so sehr, dass die Familie die Anwendung auf die weiteren Kulturen ausweitete. „IchwollteaufNummer sicher gehen und keine braunen Pflanzen mehr haben. Ich mache lieber eine Behandlung mehr und habe dafür wirklich gute, starke Wurzeln“, erzählt Mareike van Adrichem. Die Anwendung wurde im Laufe der Zeit weiter vereinfacht und auf Empfehlung der Multikraft-Beratung durch das Vernebeln ergänzt. Dank eines bereits vorhandenen Nebelgeräts war eine großflächige Behandlung zunächst ohne zusätzlichen Arbeitsaufwand möglich. Mittlerweile hat der Betrieb in ein neues Gerät investiert. „Im Schnitt bringt ein Mitarbeiter jede Woche rund acht Stunden für Pflanzenschutzmaßnahmen auf. Rechnet man diese Kosten gegen die 5.500 Euro für das neue Gerät, ist das eine einfache Rechnung – nach ein bis eineinhalb Jahren hat sich die Investition amortisiert“, erklärt die Geschäftsführerin. Und auch Zeit ist Geld: Einen weiteren Vorteil des Vernebelns sieht sie darin, dass das Gerät in der Nacht und, im Gegensatz zu konventionellen Mitteln, planbar einmal pro Woche beziehungsweise in der Saison täglich läuft.

Mit Bravour durch Krisen Probleme mit braunen Pflanzen treten im Gartenbaubetrieb van Adrichem heute kaum noch auf. Die Bestände sind stabil und die Produktion verlässlich. Umso einschneidender war die Situation im Jahr 2024, als ein starkes Hagelgewitter ein ganzes Feld junger Pflanzen beschädigte und ein Ausfall drohte. Für das Familienunternehmen ist eine gesicherte Produktion essenziell – das Kernteam ist eng zusammengeschweißt und trägt Verantwortung füreinander. Entsprechend groß war die Erleichterung, als sich die betroffenen Pflanzen nach einer Behandlung mit MK Start rasch erholten und neue Vitalität zeigten. Solche Erfahrungen bestätigen den eingeschlagenen Weg: aufmerksam beobachten, gemeinsam handeln und auch in herausfordernden Momenten auf langfristig bewährte Lösungen setzen.

Beständigkeit im Gemüsebau

Ein Familienbetrieb im Wandel

Im Traunviertel, unweit von Gmunden, wird Gemüse nicht nach Trends angebaut, sondern nach Erfahrung. Der Familienbetrieb Kirchgatterer steht seit Jahrzehnten für eine Landwirtschaft, die auf sorgfältige Pflege, Nähe zur Natur und Verantwortungsbewusstsein gegenüber Boden und Menschen steht. Generationenübergreifend gewachsen, lebt der Betrieb von dem Vertrauen, dass Beständigkeit dort entsteht, wo man genau hinschaut, Geduld mitbringt und bereit ist, neue Wege behutsam in bestehende Strukturen zu integrieren. Ein Blick hinter die Kulissen eines Gemüsehofs, der Tradition und Entwicklung miteinander verbindet. Die kleine Gemeinde Ohlsdorf liegt inmitten des schönen Traunviertels – sie ist das Zuhause des familiengeführten Traditionsbetriebs Gemüse Kirchgatterer. Auf 536 Metern Seehöhe wird hier eine bunte Vielfalt an frischen Gemüsesorten und Kartoffeln angebaut. Dabei kann der Familienbetrieb eine lange Geschichte vorweisen – bereits 1967 wurde hochwertiges Frischgemüse angebaut und geerntet. Vor rund 40 Jahren starteten Gottfried und Claudia Kirchgatterer mit der Direktvermarktung, die sie bis heute in Form eines Hofladens führen. Mittlerweile hat Sohn Michael, der seit 2013 hauptberuflich im Betrieb arbeitet, gemeinsam mit seiner Frau Verena das Steuer übernommen und bewirtschaftet eine rund 52 Hektar große landwirtschaftliche Fläche. Das Ergebnis: eine Vielfalt, die sich sehen lassen kann. „Wir bauen um die 45, 50 verschiedenen Gemüsearten an, und das in circa 100 Variationen. Bei den Tomaten haben wir rund 13 Sorten, bei den Salaten sind es rund 15 – ich habe schon aufgehört zu zählen“, erzählt Michael Kirchgatterer mit einem Lächeln. Obwohl Michael 2020 die Leitung übernahm, unterstützen seine Eltern Gottfried und Claudia nach wie vor den Familienbetrieb. „Gott sei Dank“, freut sich Michael über die gemeinsame Arbeit.

„Wir brennen für unsere Sache“ Gemüse Kirchgatterer legt großen Wert auf Qualität und setzt ebenso auf Beständigkeit: Das Team erntet täglich, das Motto „frisch, knackig und gesund“ steht an oberster Stelle. Kundinnen und Kunden steht der Hofladen im Selbstbedienungsformat 24/7 zur Verfügung, Freitag und Samstag gibt es einen aktiven Verkauf, zusätzlich werden fünf bis sechs weitere Märkte bespielt. Für Vielbeschäftigte gibt es auch ein Abo-Modell: Das Vitalsackerl wird Endkundinnen und Endkunden direkt vor die Haustüre zugestellt – oder das Bürokisterl, mit dem Schulen und Büros unter der Woche beliefert werden.

Für Michael Kirchgatterer ist es ganz selbstverständlich, Chemie, so gut es geht, außen vor zu lassen. „Wir sind nicht offiziell biozertifiziert, aber ich glaube, dass wir biologischer arbeiten als so manche Bio-Verordnung vorschreibt. Wir setzen uns sehr intensiv mit unseren Kulturen auseinander und pflegen sie. Wir brennen einfach für unsere Sache, und das schmeckt man am Ende des Tages“. Ein großer Schritt in Sachen Qualität war auch die Einführung des Multikraft-Systems: „Seit wir mit Multikraft und deren Technologie arbeiten, sehen wir einen großen Unterschied – alles funktioniert noch besser: von der Stressresistenz der Pflanzen über die Haltbarkeit bis hin zum Geschmack des Endprodukts“, zeigt er sich von der Wirkung begeistert. „Ich sage immer zu meinen Kindern, wenn sie durch die Folienhäuser oder den Hofladen laufen, können sie alles essen. Das muss noch nicht einmal gewaschen werden, weil das von Haus aus so gesund ist.“

Großvater Kirchgatterer als Pionier und Vorbild

Die erste Verwendung von generellen Biostimulanzien reicht weit zurück. Michael Kirchgatterers Großvater war der Erste im Betrieb, der sich mit dem Thema der natürlichen Pflanzenstärkung auseinandersetzte und auch einen ersten Einsatz über einen längeren Zeitraum ausprobierte. Aufgrund der hohen Arbeitsintensität musste dieses Projekt damals auf Eis gelegt werden. Michael Kirchgatterer wagte sich 2015 selbst wieder an die Anwendung. Auch er musste aufgrund des Arbeitspensums pausieren, denn die Folienhäuser müssen jede Woche besprüht werden.

Der entscheidende Schritt war schlussendlich ein Messebesuch, wo Michael wieder auf Multikraft traf – und auch auf ein Unternehmen, das ein Kaltnebelgerät vertreibt. Diese Maschine zerstäubt Flüssigkeit und füllt die Gewächshäuser mit Nebel, sodass

die Biostimulanzien flächendeckend versprüht werden. Ein erster Test fiel positiv aus, das war der Startschuss für die endgültige Einführung des Multikraft-Systems. „Das Nebelgerät wird programmiert und läuft in der Nacht, was eine erhebliche Arbeitserleichterung darstellt. Seit vergangenem Jahr arbeiten wir ganz intensiv mit Multikraft-Produkten und produzieren damit sehr, sehr erfolgreich Gemüse“, erzählt Michael Kirchgatterer.

Natürliche Wege zu stabilen Erträgen Eingesetzt wird eine breite Palette an Multikraft-Produkten: Von MK Boden bei der Jungpflanzenproduktion über MK Start bis hin zu MK Gemüse bei der Vollspritzung. Für harte Fälle – „wenn es einmal brennt“ – kommt der Fermentierte Knoblauch- und Chiliextrakt zum Einsatz.

Die Ergebnisse sprechen für sich. Früher, so Michael Kirchgat terer, war viel mehr Pflanzenschutz notwendig, was den Ertrag negativ beeinflusste. Dank Multikraft-Produkten sparte die Fami lie in den Gewächshäusern über 80 Prozent der Pflanzenschutz maßnahmen, dadurch stieg auch der Besatz an Nützlingen. Die Jungpflanzen sind zudem deutlich stabiler und stressresistenter. Die Blätter sind grüner, die Pflanzen wachsen effizienter und auch geschmacklich lässt sich ein deutlicher Unterschied feststellen, erzählt er. „Ein Großteil unserer Stammkundschaft sagt uns, dass die Ernte heuer noch besser schmeckt. Die Karotten sind süßer, die roten Rüben sind auffällig besser, die Tomaten kräftiger im Geschmack“, berichtet er über das Feedback der Kundschaft. Besonders die Tomatenernte heuer sei rekordverdächtig. Die Paprikaernte ist auch ein gutes Beispiel: wir bis zum 31. Dezember Paprika geerntet und das, obwohl nicht geheizt war“, so Michael Kirchgatterer.

2024 führte er gemeinsam mit einer damals angestellten Prakti kantin sogar ein kleines Experiment mit seinen Kopfsalaten durch und hielt alles fotografisch fest. Intensive Unterschiede konnte er bei Farbe und Gewicht feststellen. „Da war teilweise wirklich 30, 35 Prozent mehr Gewicht als bei Pflanzen ohne BiostimulanzienBehandlung. Die behandelten Pflanzen waren stressresistenter und hatten ein sehr ausgeprägtes Wurzelwerk“, gatterer begeistert von den Ergebnissen.

Große Zukunftspläne

MK Gemüse

Natürliche Blattstärkung für Gemüsekulturen

∙ Stabilere und gesündere Gemüsepflanzen

∙ Aktivierung der pflanzen eigenen Abwehrkräfte gegen Schädlinge und Pilzkrankheiten

∙ Optimales Pflanzenmikrobiom

Für die kommenden Jahre gibt es auf dem Gemüsehof Kirchgatterer einige konkrete Pläne: Geplant sind eine Erweiterung des Hofladens, eine mobile Variante für den regionalen Vertrieb sowie zusätzliche Gewächshausflächen. Gleichzeitig möchte der Betrieb weiterhin für neue Ansätze im Pflanzenbau offenbleiben und gezielt beobachten, wie sich unterschiedliche Methoden auf die Kulturen auswirken. Es ist auch ein Versuch geplant, bei dem gemeinsam mit Multikraft untersucht wird, wie sich verschiedene Intensitäten biologischer Pflanzenstärkung auf den Umgang mit Schädlingen auswirken. Im Fokus steht bei der Feldstudie weniger der kurzfristige Ertrag als die Frage, wie sich Qualität, Bodenleben und Pflanzen langfristig in Balance halten lassen.

Familie Kirchgatterer

Hoffnung durch Mikroorganismen:

neue Ansätze im Umgang mit langlebigen Fungizid-Rückständen

Wetterextreme stellen die Landwirtschaft zunehmend vor Herausforderungen – nicht zuletzt durch Pilzkrankheiten in wassergesättigten Böden. In der Landwirtschaft reagierte man darauf insbesondere mit dem Wirstoff Azoxystrobin. Das Problem dabei: Der Wirkstoff gilt als langlebig und steht im Verdacht, die Umwelt, Biodiversität und Gesundheit zu beeinflussen. Jetzt lassen Studienergebnisse von unserer Mikrobiologin Dr. Katharina Kraxberger MSc, Leiterin für Forschung und Entwicklung bei Multikraft, aufhorchen. Sie zeigen, dass spezielle Mikroorganismen Fungizide abbauen können. Ihre Forschung bringt damit Hoffnung auf biobasierte Lösungsansätze für die Behandlung von fungizid-belasteten Böden und Lebensmitteln.

Pestizide lassen sich nahezu überall in der Umwelt nachweisen. Laut Berichten der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) befinden sich Rückstände verschiedener Wirkstoffe in Lebensmitteln, Wasser und Böden. Sie kontaminieren ganze Ökosysteme und verursachen Resistenzen im Boden. Die Folge: potenzielle Gesundheitsrisiken wie Krebs, Entwicklungsstörungen und Nervenerkrankungen – so-

wie massiver Biodiversitätsverlust. Das schadet uns Menschen und der Umwelt. Und dennoch gibt es aktuell keine Lösungen, diese schneller abzubauen.

Rasches Handeln ist gefragt

Das Problem verschärft sich: Der Pestizideinsatz hat sich seit 1990 weltweit verdoppelt und selbst Rückstände früherer Jahrzehnte sind bis heute in heimischen Böden nachweisbar. „Wenn wirweitermachen,wiebisher,könntederGroßteilunsererBöden in zirka zehn Jahren unbenutzbar sein. Gepaart mit Wetterextremen könnten die Erträge in Österreich um knapp 50 % zurückgehen – das betrifft vor allem fruchtbare Böden, wie aktuelle Prognosen zeigen“, so Katharina Kraxberger, die sich hierbei auf Zahlen der AGES bezieht. Kraxberger widmete sich dieser Herausforderung deshalb in ihrer Doktorarbeit zum Thema „Fungizid-abbauende Bakterien: von der Isolation zur Produktentwicklung“. Bei ihrer Forschung unterstützte sie die Universität für Bodenkultur Wien, Projektpartner Austrian Institute of Technology (Competence Unit Bioresources) sowie der Fördergeber FFG (Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft). Fotos: Werner Dedl

Dr. Katharina Kraxberger MSc

Herausforderungen beim Abbau langlebiger Pestizide

Die Kontroversen bei diesem Thema sind groß: In der EU sind aktuell 450 aktive Wirkstoffe von Pestiziden zugelassen, gleichzeitig herrscht ein großes Umdenken in der Gesellschaft. „Supermärkte und Lebensmittelproduzenten lehnen pestizidbelastete Waren immer häufiger ab, da der Druck von Seiten der Konsumentinnen und Konsumenten steigt. Landwirte brauchen aber Alternativen, die funktionieren, um ihren Pestizideinsatz zu reduzieren. Hier ist also nicht die Bäuerin oder der Bauer am Zug, auch wenn es in ihrem Sinne und im Sinne der Erhaltung ihrer Äcker und der Gesundheit ihrer Tiere ist, sondern die Forschung“, erklärt Kraxberger.

Obwohl Azoxystrobin eines der am häufigsten eingesetzten Fungizide in der Landwirtschaft ist, ist der Abbau kaum erforscht. Das Fungizid wirkt, in dem es in die ATP-Produktion von Pilzen eingreift und diese absterben lässt. ATP ist der Energieträger von Pilzen, der überwiegend durch die Zellatmung entsteht. Es steht aber auch im Verdacht, dabei Umwelt, Biodiversität und die Gesundheit negativ zu beeinflussen. Gleichzeitig gilt es mit einer Halbwertszeit von bis zu 300 Tagen als besonders langlebig. Dies sah Katharina Kraxberger als dringenden Anlass, nach einer Lösung zu forschen.

„Azoxystrobin greift Pilze und menschliche Zellen an – und trotzdem wird das kaum beachtet.“

Rund 25 % des weltweiten Fungizid-Einsatzes fallen in die Gruppe, zu der auch Azoxystrobin gehört – ob bei Obst, Gemüse oder Getreide. Das verursacht einen besonders großen Zugzwang. „Ich habe mich einem Problem gewidmet, das den meisten gar nicht bewusst ist: Die Wirkstoffe, die heute in unserer Umwelt, in den Böden und im Wasser, schlummern, sind immer noch jene, die oft schon vor Jahrzehnten ausgebracht wurden. Darunteräußerstbedenkliche,diemitihrerWirkungsweisenicht nur Pilze, sondern auch menschliche Zellen und andere Organismen angreifen können. Und trotzdem wird das kaum beachtet“, erklärt Kraxberger. „Es gibt Probleme, denen man in der inten-

siven Produktion nicht Herr wird. Hier helfen weder Pestizide noch Dünger, da braucht es einfach Biologie. Sind die biologischen Prozesse dahinter erforscht, könnten auch bereits aufgegebene Flächen wieder aufgebaut werden“, ergänzt Lukas Hader, Geschäftsführer von Multikraft.

Damit gewinnen Ansätze, die auf natürlichen Abbauprozessen basieren, zunehmend an Bedeutung. Deshalb hat Katharina Kraxberger ein Modell erstellt, das aufzeigt, wie ein potenzieller Abbau dieses Fungizids mittels Mikroorganismen stattfinden kann. Mikroorganismen deshalb, weil sie von Natur aus vielfältige Funktionen, wie den Abbau organischer und anorganischer Substanzen oder die Verbesserung der Nährstoffverfügbarkeit in Böden und auf Pflanzen haben. Diese kommen der Landwirtschaft und damit uns allen zugute.

Entdeckte Bakterienstämme: Azoxystrobin-abbauende sowie pflanzenwachstumsfördernde Effekte

Bei ihrer Arbeit identifizierte Katharina Kraxberger auf Blättern, in der Rhizosphäre und in Multikraft-Produkten geeignete Bakterienstämme, die nicht nur das Fungizid abbauen, sondern das Pflanzenwachstum verbessern können. Ein doppelter Gewinn. Die effizientesten Stämme zeigten dabei eine Abbauleistung von 29 bis 71 Prozent. Außerdem brachte ihre Arbeit Ergebnisse, die mit weiterer Forschung eine Grundlage für praktische Anwendungen bilden. DI Dr. Angela Sessitsch, Head of Center, Center for Health & Bioresources und Betreuerin der Dissertation an der BOKU Wien, erklärt: „Diese Arbeit ist besonders spannend, da sie die ideale Verbindung zwischen Grundlagenforschung und praktischer Anwendung darstellt. In Zusammenarbeit mit unserem Industriepartner Multikraft konnten wir nicht nur mikrobiologische Fragen auf wissenschaftlichem Niveau bearbeiten, sondern auch erste Schritte in Richtung Produktentwicklung gehen.“

„Wir sehen uns in der Verantwortung, nachhaltige Lösungen voranzutreiben“

„Als europäischer Pionier im Bereich der Mikroorganismen unterstützen wir zahlreiche Forschungen und bieten unterschiedlichste Lösungen zur Pflanzenstärkung, Nährstoffeinsparung in Boden sowie Wirtschaftsdünger und vieles mehr, die Landwirtinnen und Landwirten eine natürliche Alternative zu chemischen Mitteln bieten“, erklärt Lukas Hader. „Biologische Lösungen sind für fast jedes Problem erforsch- und produzierbar, wenn sich jemand diesen Herausforderungen annimmt. Wir sehen uns in genau dieser Verantwortung, nachhaltige Lösungen in diesem Gebiet voranzutreiben“, erklärt er weiter.

Nun muss laut Kraxberger weitere, praxisorientierte Forschung in der Produktentwicklung stattfinden, um zeitnah eine Lösung zu entwickeln, die nicht nur funktioniert, sondern auch natürlich und nachhaltig ist.

DI Dr. Angela Sessitsch

Familienbetrieb im Umbruch: In der Erfahrung liegt die Kraft

Der Familienbetrieb Weiermair liegt im idyllischen Adlwang in Oberösterreich und beherbergt heute rund 320 Schweine. Johannes Weiermair übernahm 2011 den elterlichen Bio-Hof und hat seitdem einige Veränderungen angestoßen. Der ehemalige Mischbetrieb ist seit 2020 eine reine Bio-Schweinemast. Mit so einer Umstellung sind, wie so häufig im Leben, immer Höhen und Tiefen verbunden. Mit welchen Herausforderungen die Familie dabei konfrontiert war und wie er ihnen bis heute mit Hausverstand entgegenwirkt, berichtet der passionierte Bio-Landwirt im Gespräch.

Johannes Weiermair führt den Familienbetrieb mit Leib und Seele. Bereits 2011 übernahm er den von seiner Großmutter gegründeten Betrieb von seinen Eltern, Hermine und Karl Weiermair. „Die Übernahme lief eigentlich reibungslos, erst mit den Veränderungen am Betrieb wurde es turbulenter“, erinnert er sich. Schon kurz nach dem Krieg übernahm seine Großmutter den Hof. Kühe und Schweine fanden hier jahrzehntelang ihr Zuhause. Später übergab sie den Betrieb an ihren Sohn, der ihn gemeinsam mit seiner Frau als Mischbetrieb mit Mutterkühen und Schweinemast auf rund 16 Hektar weiterführte. Johannes Weiermair arbeitete bereits als Kind und junger Erwachsener regelmäßig am Hof mit. Mit dem Antritt der Pension seiner Eltern ging der Betrieb schließlich an ihn über. Der Übergang markierte den Beginn einer neuen Phase.

Große Veränderungen: von 50 auf 320 Schweine

Die Veränderungen am Hof waren vor allem eine wirtschaftliche, aber auch persönliche Entscheidung: Zum einen war die Rinderhaltung damals nicht besonders rentabel, erzählt Weiermair, zum anderen, erinnert er sich liebevoll zurück: „Die Schweine liegen uns einfach mehr, auch meine Frau wurde mit den Kühen damals nicht besonders warm. Das ist auch ein Anstoß, sich als Familienbetrieb etwas zu überlegen. Wir sollen ja alle unsere Arbeit gerne

machen“. Damit fiel schließlich die Entscheidung, auf eine reine Schweinemast umzusteigen. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen und so erneuerte er allerlei am Hof - 2017 baute er dazu eine neue Halle mit 170 Plätzen für die Tiere. 2020 verkaufte er die letzten noch vorhandenen Kühe und stockte auf 260 Plätze für seine Schweine auf. Im vergangenen Jahr wagte er nochmals einen großen Schritt, bei dem er den bestehenden Stall im Haus erneuerte. Damit bietet der Hof nun Raum für 320 Tiere. Neben der Schweinemast baut die Familie zusätzlich Kartoffeln an und 70 Hühner produzieren Eier für die Direktvermarktung – auch die fünf Hasen des Sohnes finden auf dem nun rund 28 Hektar großen Betrieb ein Zuhause. „Wir sind ein klassischer Familienbetrieb, wir versuchen, alles, was der Betrieb hergibt und sich richtig anfühlt, auch zu nutzen“, erzählt Johannes Weiermair.

Mehr Schweine verursachten stärkere Geruchsbelastung Familie Weiermair fühlte sich mit der Entscheidung für den Umstieg auf die Schweinemast von Beginn an wohl – aber mit der Aufstockung seiner Schweinezahl im Betrieb merkte sie 2017, dass die Geruchsbelästigung beim Ausführen der Gülle oder Jauche deutlich gestiegen ist. Das war nicht nur für die Familie, sondern auch für die umliegende Nachbarschaft eine unangenehme Angelegenheit. Deshalb war der Bio-Bauer auf der Suche nach einer natürlichen Lösung, um dem Problem entgegenzuwirken. Nach einer Empfehlung vereinbarte er sich einen persönlichen Termin mit einem Multikraft-Fachberater, um dem Geruch Herr zu werden. Nach dem ausführlichen Beratungsgespräch begann er, Fermentierten Kräuterextrakt (FKE) dem Schweinefutter beizumengen. Und das mit Erfolg – neben den Vorteilen, die ihm geschildert wurden, wurde vor allem sein Hauptproblem gelöst: der starke Güllegeruch. „Wenn man heute auf unseren Hof kommt, riecht man einfach weniger. Und mein Hausverstand sagt mir: wenn man weniger riecht, haben wir wahrscheinlich auch weniger Nährstoffverluste“, so Weiermair über seine Erfahrung. Seit mehr

Familie Weiermair

als fünf Jahren setzt er nun den FKE ein, auch nach dem Stallreinigen, bevor er seine Schweine wieder einstellt. „Unser Gedanke dahinter ist, dass immer Bakterien im Stall sein werden, weil wir nach der Reinigung nicht desinfizieren, aber wenn wir den Stall mit positiven Mikroorganismen benetzen, bleibt weniger Platz für negative Bakterien“, erklärt er. Seine positiven Erfahrungen seien der Grund, dass er immer noch dabei geblieben ist.

Weiermair heute: „Dass wir keine großen Probleme haben, ist für uns schon alltäglich“ Grundsätzlich kann der Bio-Landwirt zum Glück nicht über viele Probleme bei seinen Schweinen klagen. „Wir verwenden den FKE schon so lange, dass wir keine großen Probleme haben, das ist für uns einfach schon alltäglich“, erzählt er. Aufhorchen ließ Johannes Weiermair eine Studie der Firma Hütthaler und von Multikraft, die sich mit den Auswirkungen von FKE auf das Schwanzbeißen befasste. Obwohl er keine Probleme damit hatte, habe ihn das Ergebnis positiv überrascht und in der Verwendung nochmals bestärkt. „Natürlich schwanke ich hin und wieder, ob ich mir den FKE finanziell gerade leisten will, aber dann sehe ich wieder, dass da schon Sinn dahintersteckt. Und eine Reduktion von 71 auf 5 Prozent Schwanzbeißen ist nicht wenig. Somit erkauft man sich auch seinen Frieden; Unruhe im Stall kostet auch Geld“, erklärt er.

„Wenn mein Gefühl sagt, das es passt, passt’s“ Wirtschaftlichkeit spielt in der Landwirtschaft eine zentrale Rolle – so auch für Johannes Weiermair, wenn es um Entscheidungen für seinen Betrieb geht. Gleichzeitig verlässt er sich auf langjährige Beobachtungen und praktische Erfahrungen. Beim Einsatz von FKE ist er überzeugt, dass sich dieser positiv auf den Nährstoffverlust bei der Ausbringung von Jauche und Mist auswirkt. „Beweisen kann ich es nicht, aber mein Gefühl sagt mir, dass es so ist“, erklärt der Schweinehalter. „Und letztlich ist es auch eine logische Überlegung: Ich erwarte mir etwas von dem Einsatz und der Investition – sonst würde ich ihn nicht über so viele Jahre hinweg anwenden.“ Ähnlich geht Weiermair auch beim Einsatz von Pflanzenkohle vor, die er ergänzend im Mist verwendet. Auch hier stützt er sich auf seine Erfahrungen aus dem Betriebsalltag und beobachtete Effekte. Für ihn gilt dabei derselbe Zugang wie beim FKE: „Wenn mein Gefühl bei der Anwendung sagt, es passt, dann passt’s.“

Anwendungstipp vom Profi Für die Zumischung des FKE ins Futter überlegte sich Johannes Weiermair eine praktische Lösung – schließlich soll der Arbeitsaufwand so gering wie möglich bleiben. Mit einem Kanister samt Ablaufventil und einem einfachen Bypass am Mischer dosiert er das Mittel automatisch direkt in den Gutstrom. Und das lohnt sich: „So habe ich in keine extra Technik investieren müssen. Es bleibt nur der relativ geringe Arbeitsaufwand, den FKE beim Container runterzulassen und dann dazuzustellen“, so Weiermair. Er sprüht zwar den FKE auch beim Ausmisten aus, ist sich aber sicher, dass er über die Fütterung einen doppelten Nutzen hat: „Damit ist der FKE im Tier selbst, aber auch überall anders, weil er automatisch

über den Urin und den Kot auch verteilt wird. Und wenn sich der FKE positiv im Darm auswirkt, beim Verhalten der Schweine und auch im Stall, dann ist das für mich eigentlich der optimale Weg“, so der Landwirt. Für Johannes Weiermair ist genau dieses Zusammenspiel entscheidend – ein Ansatz, der sich im Betriebsalltag bewährt hat und für ihn die optimale Lösung darstellt.

Beständigkeit ist Sicherheit

Beständigkeit klingt bei vielen Zeitgenossen schon als rückständig, veraltet, denn ein Trend und eine Neuerung jagt heutzutage die andere. Nun ist sicherlich der Fortschritt mit Verbesserungen verbunden und erstrebenswert. Aber ist deswegen das Bewährte schon minderwertig? Ein Blick in die Natur zeigt, was Beständigkeit bedeutet: Sie bietet das Bewährte, nicht verbesserungswürdige jedes Jahr aufs Neue dem Menschen an! Nicht dass die Natur sich auch durch Mutationen an neue Verhältnisse anpassen würde. Aber erst dann, wenn die alte Variante der Zukunft langfristig nicht mehr gewachsen und somit notwendig ist.

Ist das nicht auch ein Vorbild für unser menschliches Verhalten? Neues zu entwickeln ist doch erst dann sinnvoll und wirtschaftlich, wenn echte Verbesserungen anstehen. Also ist Beständigkeit nicht Rückständigkeit oder Mangel an Kreativität oder Stillstand, sondern genau das Gegenteil: Es bedeutet trotz vieler Möglichkeiten, bewusst erst dann etwas zu ändern, wenn eine echte Notwendigkeit, ein deutlich spürbarer Fortschritt, eine erkennbare Weiterentwicklung anstehen. Und so sind Menschen, Organisationen und Firmen bewundernswert, die jahrelang einem Konzept, einem Prinzip folgen und auch bei Gegenwind durchtragen, weil sie ihrer Überzeugung vertrauen und der Qualität ihrer Arbeit. Und damit ist Beständigkeit nicht Schwäche und Tatenlosigkeit, sondern Verlässlichkeit, Treue, Konstanz und Glaube an die aktuelle optimale Entscheidung, Arbeit oder Qualität seines Produkts.

Kolumne von Prof. Dr. Manfred Hoffmann – em. Professor der Fakultät Landwirtschaft, Ernährung und Versorgungsmanagement der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Weihenstephan (D).

von Prof. Dr. Manfred Hoffmann

Die Allrounder für jeden Raum Für viele ist der jährliche Frühjahrsputz ein Ritual. Während einige ihn als lästige Pflicht sehen, können andere die Zeit des Saubermachens und Entrümpelns kaum abwarten. Um das Beste aus der Putzaktion herauszuholen, benötigt es die richtigen Produkte. Bei Multikraft gibt es praktische Sets, um die neuen Lieblingsprodukte kennenzulernen.

Das Allzweck-Set „Frische Sauberkeit“ bringt eine umfassende Reinigung mit frischem Citrusduft fürs ganze Haus. Der Allzweckreiniger Citrus überzeugt mit frischem Duft und hoher Ergiebigkeit. Ergänzt durch die Foxy Plus Sprühflasche, für ein feines Auftragen, und dem praktischen ReinZeit Multituch für streifenfreie Ergebnisse.

Für ein strahlend sauberes Badezimmer sorgt das Bad-Set „Kalkfrei & Sauber“. Der probiotische Kalkreiniger entfernt Kalk, Seifenreste und Schmutz effektiv – ohne aggressive Chemie. Die Foxy Plus Sprühflasche sorgt für eine feine Vernebelung; der ReinZeit Bad Duo-Schwamm sowie das Badtuch garantieren streifenfreie Ergebnisse.

Das Küchen-Set „Kraftvoll & Natürlich“ löst zuverlässig Fett und hartnäckige Verschmutzungen – für hygienische Sauberkeit und Frische. Die Formulierung des Küchenreinigers mit probiotischen Mikroorganismen fördert ein gesundes Raumklima und lässt sich ideal mit der Foxy Plus Sprühflasche verteilen. Die Reinigung mit dem ReinZeit Küchenpad und Küchentuch liefert ein optimales Ergebnis und ist besonders für Edelstahl, Fronten und Geräte geeignet.

Ein bisschen mehr Natur, bitte

Wir stellen uns Tag für Tag die Frage, was auf unseren Tellern landet, aber nicht, womit sie gereinigt werden. Dabei können nach dem Spülgang Rückstände auf dem Geschirr verbleiben, die wir im Zweifel unbewusst mitessen. Das ökologische Spülmaschinenpulver von Multikraft hingegen entfernt kraftvoll Speisereste zuverlässig, restlos und hygienisch. Durch die 100 %-ige petrochemie-, gentechnik- und titandioxidfreie Rezeptur eignet sich das Spülmaschinenpulver auch für Babygeschirr. Es ist nicht nur natürlich, sondern auch ergiebig: 0,5 kg reichen für bis zu 50 Spülgänge.

Der natürliche Putzstein ist einfach anzuwenden und dank seiner wertvollen Inhaltsstoffe wie ätherische Öle und das ultrafeine EM Keramikpulver sorgt er für starke Schmutzlösekraft und kratzfreie Hochglanz-Politur – auch bei Chromstahl und Ceranfeldern. Gut zu wissen: Eine Dose Putzstein ersetzt etwa neun Flaschen

Einmal alles, bitte!

Auf natürliche Reiniger umzusteigen und ein gemütliches Zuhause zu schaffen, ist ein kleiner Liebesbeweis im Alltag –für die Umwelt und die Liebsten. Auf unserer MarktplatzSeite präsentieren wir die neuesten Produkte für Haus und Garten. Von Reinigungssets bis hin zur Pflanzenpflege gibt es spannende, natürliche Helfer zu entdecken.

Es grünt so grün – die Evergreen-Linie

Auch im Pflanzenbereich setzt Multikraft auf natürliche Prozesse und biologische Pflanzenstärkung. Mit der Evergreen-Linie werden gezielt Produkte für Cannabispflanzen entwickelt, die Wachstum und Vitalität auf natürliche Weise begleiten.

Everroots – Stärkung von innen

Eine gesunde Pflanze beginnt bei starken Wurzeln. Das Everroots unterstützt das Bodenleben und begleitet die Cannabispflanze von Beginn an in ihrer Entwicklung. Die speziell formulierte Kombination aus probiotischen Mikroorganismen, organischen Säuren und fermentierten Kräuterextrakten fördert stabile Wurzeln und eine ausgewogene Nährstoffaufnahme.

Evergrow: Vitalisierung über das Blatt

Evergrow wirkt von außen nach innen: Die praktische Blattspritzung ermöglicht eine rasche Aufnahme über die Blattoberfläche – so unterstützt es ein kräftiges, vitales Pflanzenwachstum. Besonders in Stresssituationen, wie etwa bei Hitze oder Schädlingsdruck, begleitet es die Pflanzen langfristig.

Ab in den Garten! Ran an die Beete! Pflanzen ziehen, Gemüse anbauen & den Garten gestalten

von Silke Bicker

Bildkarten-Set, 30 Karten, 2022

ISBN 978-3-8186-1570-8

In diesem liebevoll gestalteten Set präsentiert Silke Bicker eine Vielzahl kreativer Gartenprojekte und Rezepte, die speziell für Kinder konzipiert sind. Mit insgesamt 30 leicht umsetzbaren Ideen lädt es dazu ein, die Natur spielerisch zu entdecken – sei es beim Regenwürmer-Anlocken, beim Herstellen von Brennnesseldünger, Vogelfuttermachen oder beim Basteln für den Garten. Besonders praktisch: Die Projekte sind nach Jahreszeiten sortiert und dank anschaulicher Bildkarten schnell griffbereit. Viele lassen sich auch ohne großen Garten umsetzen – ein kleiner Topf auf dem Balkon reicht oft schon aus. Der Fokus liegt auf alltagstauglichen, einfachen Experimenten, die Spaß machen und alle Sinne ansprechen. So wird Gärtnern zu einer wertvollen Erfahrung –ob im Kindergarten, in der Schule oder zuhause. Gelungene Mitmachprojekte, die Kinder für Natur und Umwelt begeistern.

So

wird der Garten fit fürs Klima.

Die neue Gartenpraxis – bei Hitze, Wind und Starkregen

von Joachim Mayer

160 Seiten, 2024

ISBN 978-3-8186-1973-7

In diesem praktischen Ratgeber zeigt Gartenexperte Joachim Mayer, wie sich Gärten an den Klimawandel anpassen lassen. Er erklärt, wie Windschutzhecken und Teiche das Mikroklima verbessern, wie nachhaltige Bodenbearbeitung sowie wassersparende Maßnahmen helfen, Ressourcen zu schonen, und welche Pflanzen im Zier- und Nutzgarten den Klimaveränderungen standhalten. Zudem gibt er Tipps zu optimalen Standorten und Pflanzkombinationen, die die Resilienz der Pflanzen stärken. Auch Sträucher, Hausbäume, Rasen, Wiesen sowie Balkon- und Terrassengestaltung werden berücksichtigt. Ein hilfreicher Leitfaden für alle, die ihren Garten zukunftsfähig und klimafit gestalten möchten.

Drecksarbeit. Der Mikrokosmos unter unseren Füßen

von Veronika Straaß und Claus-Peter Lieckfeld

Mit Fotografien von Nicole Ottawa und Oliver Meckes

192 Seiten, 2025

ISBN 978-3-490-20035-1

Bis zu 10 Milliarden Lebewesen tummeln sich in einer Handvoll Erde. Spektakuläre Rasterelektronenmikroskop-Aufnahmen von Nicole Ottawa und Oliver Meckes machen diesen unsichtbaren Kosmos erstmals systematisch sichtbar: von Geißeltierchen, Amöben und Raubmilben über Hornmilben, Hundertfüßer und Bärtierchen bis hin zu Regenwürmern, Asseln und Schleimpilzen. Die begleitenden Texte von Veronika Straaß und Claus-Peter Lieckfeld vertiefen das Verständnis für diese belebte, lebenswichtige Welt. Das Buch ist ein eindrucksvolles Plädoyer für den Schutz des Bodens – Grundlage allen höheren Lebens – und zugleich ein visuelles Erlebnis. Bild- und argumentstark macht es deutlich, welche zentrale Rolle der Boden für unsere Zukunft spielt.

Geschmorte

Ochsenbackerl

Rezept für 4 Personen, Zutaten in Bioqualität

• 1 kg Rinderbackerl (ca. 5–6 Stück)

• ½ l Rotwein

• ½ l Portwein

• 1 kg Wurzelgemüse (Karotten, Sellerie, Lauch, Petersilienwurzeln, Zwiebeln)

Gewürze und Kräuter

• 2 Lorbeerblätter

• ½ TL Pfefferkörner

• 2 Wacholderbeeren

• 1 Zweig Rosmarin

• 1 Zweig Thymian

• 1 EL Tomatenmark

• ca. 2 l Rindsuppe oder Gemüsebrühe

Zubereitung

Die Rinderbackerl putzen (Haut und Sehnen entfernen) und mit Salz und Pfeffer würzen. In einem mittelgroßen Schmortopf von allen Seiten scharf anbraten, anschließend aus dem Topf nehmen und beiseitestellen.

Das grob gewürfelte Wurzelgemüse im Bratenrückstand anrösten, das Tomatenmark zugeben und weitere 10–15 Minuten mitrösten. Mit Rotwein und Portwein ablöschen (nach und nach zugeben). Wenn der Wein verkocht ist, mit Suppe oder Brühe aufgießen.

Die Rinderbackerl wieder in den Topf legen, Gewürze und Kräuter zugeben und zugedeckt im Rohr bei 140 °C ca. 2,5 Stunden schmoren. Anschließend die Rinderbackerl vorsichtig aus der Sauce heben und beiseitestellen. Die Sauce durch ein feines Sieb passieren und auf etwa die Hälfte einreduzieren.

Zum Abschmecken Preiselbeermarmelade, hochwertigen roten

Balsamico-Essig, Salz, Pfeffer und Honig verwenden. Falls die Sauce zu flüssig ist, optional mit Maisstärke binden (1 TL Maisstärke in 5–6 EL kaltem Wasser anrühren). Zum Schluss die Rinderbackerl wieder in die Sauce legen.

Beilagenempfehlung

Kartoffelpüree oder Kartoffelstampf, ergänzt mit frischem Gemüse, gebratenen Pilzen oder Röstzwiebeln. Nach Belieben mit frischen Kräutern und essbaren Blüten dekorieren.

Guten Appetit wünscht

Alexander Feichtinger

Multikraft-Küchenchef

Zentrum des Wohlbefindens –wenn der Bauch mitredet

Auf Okinawa, einer Insel im Süden Japans, spielt Ernährung seit Jahrhunderten eine besondere Rolle. Nicht ohne Grund ist Okinawa als eine der Regionen bekannt, in denen Menschen besonders alt werden. Die traditionelle Küche gilt als einfach, naturbelassen und ballaststoffreich. Gemüse, Algen, Naturreis und fermentierte Lebensmittel prägen den Speiseplan. Gesundheit und Wohlbefinden werden hier nicht als kurzfristiges Ziel verstanden, sondern als Ergebnis einer Lebensweise, die auf Ausgewogenheit und Beständigkeit setzt.

Einer, der sich intensiv mit diesen Zusammenhängen beschäftigt hat, ist Toichiro Nago, Gründer des Tropical Plant Resources Institute (TPR). Aufgewachsen mit den Ernährungsgewohnheiten Okinawas, begann er früh, sich wissenschaftlich mit der Frage auseinanderzusetzen, welchen Einfluss Nahrung, Fermentation und mikrobiologische Prozesse auf den menschlichen Körper haben. Seine Forschung bewegte sich lange Zeit abseits des Mainstreams – heute bestätigen viele weitere, externe wissenschaftliche Erkenntnisse genau diese Zusammenhänge.

Was im Darm passiert

Im Zentrum der Forschung steht dabei der Darm. Lange Zeit unterschätzt, rückt er heute zunehmend in den Fokus. Im menschlichen Darm lebt ein komplexes Ökosystem aus Milliarden von Mikroorganismen. Dieses Darmmikrobiom beeinflusst nicht nur die Verdauung, sondern ist auch in engem Austausch mit dem Immunsystem, dem Stoffwechsel und dem Nervensystem. Ohne

Mikroorganismen wäre menschliches Leben nicht möglich – rund 90 Prozent aller Zellen in und auf unserem Körper sind mikrobiellen Ursprungs.

Ohne Mikroorganismen kein Leben

Mikroorganismen übernehmen eine Vielzahl lebenswichtiger Aufgaben. Sie helfen bei der Aufspaltung von Nahrungsbestandteilen, schützen vor krankmachenden Keimen und produzieren Stoffwechselprodukte, die für den Körper essenziell sind. Sie tragen so zu einem stabilen Immunsystem bei und unterstützen die Verdauung. Besonders im Darm bilden sie ein fein abgestimmtes Netzwerk, das sensibel auf äußere Einflüsse reagiert – vor allem auf unsere Ernährung.

Die Darm-Hirn-Achse

Geht es dem Darm gut, wirkt sich das häufig auch auf das allgemeine Wohlbefinden aus. Forschende sprechen in diesem Zusammenhang von der Darm-Hirn-Achse. Über Nervenbahnen und Botenstoffe stehen Darm und Gehirn in ständigem Austausch. Stimmung, Stressverarbeitung, Energiehaushalt und sogar das Schlafverhalten werden davon beeinflusst. Nicht umsonst wird der Darm heute oft als „zweites Gehirn“ bezeichnet.

Traditionelles Wissen aus Okinawa

Was die moderne Wissenschaft heute belegt, wird auf Okinawa seit Generationen gelebt. Die traditionelle Ernährung ist reich an pflanzlichen Lebensmitteln und natürlichen Ballaststoffen. Ein be-

Toichiro Nago

sonderes Augenmerk gilt dabei der grünen Papaya. Sie ist seit dem 15. Jahrhundert fester Bestandteil der regionalen Küche. Neben ihrem milden Geschmack ist das enthaltene Verdauungsenzym Papain einer der Gründe, dass sie traditionell vielseitig in Verwendung ist.

Auch Kelp, eine Braunalge, spielt eine wichtige Rolle. Sie liefert Mineralstoffe und Spurenelemente und wird in Okinawa seit Jahrhunderten geschätzt. Naturreis und Reiskleie ergänzen den Speiseplan und sorgen für eine ballaststoffreiche Grundlage. Diese Kombination aus ausgewählten Lebensmitteln und traditionellem Wissen bildete die Basis für Nago’s Forschungsarbeit.

Fermentation als Brücke

Auf Basis seiner Erkenntnisse entwickelte Nago das Fermentationsgetränk Manju. Ziel war es, traditionelle Zutaten mit modernen Fermentationsprozessen zu verbinden. Grüne Papaya, Reis, Reiskleie und Kelp fermentierte er dabei mithilfe ausgewählter Mikroorganismen. Durch diesen Prozess entstehen neue Stoffwechselprodukte, die bewusst im Kontext einer ausgewogenen und darmbewussten Ernährung stehen. Fermentation ist ein Verfahren, das seit Jahrtausenden genutzt wird, um Lebensmittel haltbar zu machen und ihre Eigenschaften zu verändern. Während des Fermentationsprozesses werden Inhaltsstoffe aufgeschlossen, neue Verbindungen eingegangen und natürliche Prozesse in Gang gesetzt. Diese Prinzipien standen auch bei der Entwicklung von Manju im Mittelpunkt.

PAC – Nebenprodukt mit Bedeutung

Ein Bestandteil des natürlichen Prozesses ist die sogenannte PAC-Essenz, ein Nebenprodukt, das bei der Fermentation entsteht. Sie enthält sekundäre Pflanzenstoffe, mit deren Erforschung sich die Ernährungswissenschaft intensiv auseinandersetzt. Die enthaltenen Antioxidantien stehen im Zusammenhang mit natürlichen Schutzmechanismen des Körpers und finden sich ebenfalls seit vielen Jahren im Fokus der Forschung rund um die wertvolle Essenz.

Beständigkeit beginnt im Alltag

Manju versteht sich nicht als isolierte Maßnahme, sondern als Teil eines ganzheitlichen Ansatzes. Dabei ist die Ernährung nicht losgelöst zu betrachten, sondern als Bestandteil einer Lebensweise, die auf Ausgewogenheit, Vielfalt und Beständigkeit setzt. Entscheidend ist nicht der kurzfristige Effekt, sondern das Zusammenspiel vieler Faktoren über einen längeren Zeitraum. Damit schließt sich der Kreis zurück nach Okinawa. Gesundheit und Wohlbefinden entstehen dort nicht durch einzelne Eingriffe, sondern durch das bewusste Zusammenspiel von ausgewogener Ernährung, innerem Gleichgewicht und achtsamer Lebensweise. Oder anders gesagt: Beständigkeit beginnt im Alltag – und oft im Bauch.

Mehr dazu erfahren Sie auch im Buch „Das Geheimnis der Insel der Hundertjährigen“ von Ulrike Hader, das bei Multikraft erhältlich ist.

PFAS in der Kosmetik: Haltbarkeit mit Risiko

Hautpflege- und Kosmetikprodukte gibt es in einer riesigen Vielfalt. Egal welches Problem, der Markt bietet eine Lösung, um sich und seiner Haut etwas Gutes zu tun. Bei trockener Haut cremt man fleißig, bei Schuppen gibt es das passende Shampoo und bei Fältchen zahlreiche Formulierungen, die die Haut strahlen lassen sollen. Was gut gemeint ist, kann oft – auch bei teuren Produkten – bedenkliche Komponenten enthalten. Die Rede ist hier von PFAS, sogenannten „Ewigkeitschemikalien“. Sie kommen wegen ihrer Haltbarkeit häufig zum Einsatz in Kosmetika und Co., stehen aber aufgrund ihrer Wirkung auf den Menschen und die Umwelt zunehmend in der Kritik. Was sie sind, wie sie wirken, warum sie schaden können und weshalb Naturkosmetik eine echte Alternative bietet, zeigt dieser Beitrag.

Die Tücken der Haltbarkeit

Ob Cremes, Shampoos oder Make-up – selten vergeht ein Tag, ohne die Verwendung von Körperpflegeprodukten. Was als gute Tat für die Haut gedacht ist, kann jedoch unbemerkt schädliche Stoffe in den Körper und in weiterer Folge in die Umwelt bringen. Zu diesen Stoffen zählen unter anderem PFAS, kurz für per- und polyfluorierte Alkylverbindungen.

PFAS werden häufig eingesetzt, um Produkte wasserfest, fettabweisend und besonders haltbar zu machen. Ihre Langlebigkeit in Kosmetik ist allerdings nicht der Grund, weshalb sie „Ewigkeitschemikalien“ heißen. Vielmehr liegt das daran, dass ihr Abbau sehr langsam verläuft – sie können bis zu 70 Jahre in der Umwelt verbleiben. Aber PFAS kommen nicht nur in Kosmetika vor, sondern auch in zahlreichen Alltagsprodukten. Dazu zählen unter anderem bestimmte Pflanzenschutzmittel, wasser- und schmutzabweisende Textilien wie Outdoor- und Funktionskleidung und weitere industriell behandelte Materialien.1,2

Praktisch, aber nicht unbedenklich

Auch wenn PFAS in manchen Anwendungen nützlich erscheinen, überwiegen die Risiken deutlich. Der menschliche Körper nimmt PFAS vor allem über Lebensmittel und Endverbraucherprodukte auf. Da sie nicht biologisch abbaubar sind, sammeln sie sich in der Umwelt, in Tieren und im Menschen an. Studien zeigen, dass bestimmte PFAS die Leber, den Hormonhaushalt und das Immunsystem schädigen, den Fettstoffwechsel stören oder Krebs fördern können.3 Da es zurzeit keine Kennzeichnungspflicht von PFAS gibt, ist es für Konsumentinnen und Konsumenten kaum zu erkennen, in welchen Produkten sie tatsächlich enthalten sind.

Naturkosmetik als schonende Alternative Die Antwort, wie es gelingt, weniger PFAS über Kosmetika aufzunehmen: zertifizierte Naturkosmetik. Sie bietet eine natürliche Alternative zu herkömmlichen, oft intransparenten, Pflegeprodukten – ganz ohne Ewigkeitschemikalien. Naturkosmetikerzeugnisse zeigen, dass wirksame Körperpflege nicht auf Kosten der Umwelt und Gesundheit gehen muss. Sie unterliegen klaren Regulierungen und Standards, wie beispielsweise, dass alle Inhaltsstoffe aus natürlichen Rohstoffen pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Ursprungs stammen müssen. Es reicht jedoch nicht, wenn nur das Ausgangsmaterial ein natürlicher Rohstoff ist, auch die weiteren Verarbeitungsschritte sind genau geregelt: die Bearbeitung der Naturstoffe darf nur durch physikalische, mikrobiologische oder enzymatische Methoden erfolgen und ist damit besonders schonend.4 Naturkosmetik ist jedoch nicht mit Bio-Kosmetik gleichzusetzen, da diese noch strengere Auflagen erfüllen muss.

PFAS erkennen und vermeiden

Ewigkeitschemikalien sind in Produkten nicht immer leicht und deutlich zu erkennen. Jedoch gibt es ein paar Merkmale, an denen man sich orientieren kann: Produkte, die als wasserfest oder wischfest gekennzeichnet sind, enthalten beispielsweise meist PFAS, daher empfiehlt es sich, diese möglichst zu vermeiden. Es gibt auch zahlreiche anerkannte Siegel für Naturkosmetik, die Konsumentinnen und Konsumenten als Orientierungshilfe dienen können – beispielsweise die Austria Bio Garantie. Dieses Siegel tragen alle Produkte der Biokosmetiklinie bioemsan. Austria Bio Garantie ist der heimische Marktführer für Kontrollen und Zertifizierungen von Bioerzeugnissen entlang der gesamten Wertschöpfungskette in Österreich. Um die Einhaltung der geltenden Standards sicherzustellen, werden Betriebe regelmäßig vor Ort kontrolliert und alle relevanten Unterlagen sorgfältig geprüft. Erst wenn sämtliche Vorgaben erfüllt sind, erhält ein Betrieb das Austria Bio Garantie Zertifikat.5

Bei einer raschen Inhaltsstoffüberprüfung helfen Apps oder das genaue Durchlesen der Produktverpackungen. So ist erkennbar, welche Körper und Umwelt wirklich guttun. Darüber hinaus kann der Körper durch Bewegung, Schwitzen oder eine ballaststoffreiche Ernährung seine natürliche Entgiftung unterstützen. Im Mittelpunkt steht jedoch, PFAS grundsätzlich so gut wie möglich zu vermeiden – in Kosmetik wie auch im Alltag.6

Schlüssel für eine natürliche Zukunft PFAS mögen funktional und praktisch erscheinen – doch das hat seinen Preis: sie belasten Mensch, Tier und Umwelt langfristig. Ein Umstieg auf zertifizierte Bio-Kosmetik leistet hingegen einen vielleicht kleinen, aber wertvollen Beitrag für eine nachhaltigere und gesündere Zukunft. Die Biokosmetiklinie bioemsan verzichtet selbstverständlich seit jeher auf PFAS – egal, ob bei Shampoo, Conditioner, Tages- oder Zahncreme. Bei ihren Produkten setzt sie auf die effektive und natürliche Wirkung von Mikroorganismen. Diese machen sie nicht nur besonders wirkungsvoll, sondern auch absolut außergewöhnlich – und das ist spürbar. bioemsan-

Produkte wirken antioxidativ, zellregenerierend und entzündungshemmend. Haut, Haare und Körper behalten so ihren natürlichen Schutzmantel bei. Das ist wichtig, denn die Haut ist von Billionen von Mikroorganismen besiedelt, die gemeinsam das Hautmikrobiom bilden. Ihr Zusammenspiel übernimmt eine zentrale Schutzfunktion für unser größtes Organ. Wird das Mikrobiom durch positive Mikroorganismen unterstützt, kann dieser natürliche Schutzmantel gestärkt werden und dazu beitragen, die Haut gegenüber äußeren Einflüssen widerstandsfähig zu halten.

Alte Traditionen vereint mit neuem Wissen

Der gezielte Einsatz von Mikroorganismen und Fermentationsprozessen ist Teil vieler traditioneller Kulturen weltweit. Moderne Naturkosmetik greift dieses Wissen wieder auf und verbindet es mit modernen Erkenntnissen aus der Hautmikrobiom-Forschung. So entsteht hier eine Reihe probiotischer Kosmetikprodukte, die von natürlichen Kreisläufen und Prozessen aus der Natur inspiriert ist. Durch die laufende Weiterentwicklung und die Verwendung ausschließlich biologischer Rohstoffe sind sie eine Wohltat für die Haut und das Wohlbefinden.

Beständigkeit braucht keine Ewigkeitschemikalien – sondern Lösungen, die Haut und Umwelt langfristig schonen und respektieren.

BUNTE SEEDBALLS

Was sind Seedballs?

Seedballs sind kleine Kugeln aus Erde und Samen. Man kann sie auf kahle oder ungenutzte Plätze werfen. Wenn es regnet, werden die Kugeln weich und die Samen beginnen zu keimen. So wachsen mit der Zeit Blumen oder Kräuter.

Das brauchst du:

• 5 Tassen Schwarzerde (gibt den Samen eine gute Grundlage zum Wachsen)

• 4 Tassen Zeobas (Steinmehl) (hilft dem Boden und speichert Feuchtigkeit)

• 1 Tasse EM-Keramikpulver (unterstützt ein gesundes Bodenleben)

• Samen

z. B. Wiesenblumen, Bienenweide oder Kräuter

• 1–2 Tassen Wasser (je nach Feuchtigkeit der Erde)

• Natürliche Farben

z. B. Rote-Bete-Pulver, Kurkuma oder Spirulina

Tipp:

Die Seedballs gut trocknen lassen. Danach können sie verschenkt oder draußen verteilt werden.

So geht‘s:

1. Erde, Zeobas, Keramikpulver und Samen gut vermischen.

2. Nach und nach Wasser zugeben, bis eine feuchte, formbare Masse entsteht.

3. Aus der Masse kleine Kugeln formen, etwa so groß wie eine Nuss.

4. Die Kugeln in den Naturfarben wälzen, um sie bunt zu gestalten.

Nachbasteln, Foto knipsen und gewinnen!

Schicke uns ein Foto von deinen selbst gemachten Seedballs und gewinne folgende Multikraft-Produkte: 1 x Bokashi Rub Oil, 1 x bioemsan Sonnencreme LSF 30, 2 x Manju Schokoladen. Jede Einsendung gewinnt einen Anerkennungspreis!

Einfach an marketing@multikraft.at senden oder per Post an: Multikraft Produktions- und HandelsgmbH, Sulzbach 17, 4632 Pichl/Wels

oder

Gewinner werden schriftlich verständigt. Die

können nicht in bar abgelöst werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Teilnehmer sind mit der elektronischen Erfassung und Verarbeitung ihrer Daten einverstanden, die ausschließlich für Betreuungszwecke der Firma Multikraft Produktions- und HandelsgmbH verwendet werden. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben und selbstverständlich können Sie jederzeit einer weiteren Verwendung Ihrer Daten zu Werbe- und Marketingzwecken – auch soweit dies rechtlich ohne Ihre Einwilligung zulässig ist – durch eine einfache Mitteilung an Multikraft Produktions- und HandelsgmbH widersprechen.

KINDERLEICHT GÄRTNERN –NATUR ENTDECKEN MIT ALLEN SINNEN

Ein Garten ist für Kinder ein besonderer Ort. Hier darf gebuddelt, gegossen, beobachtet und gestaunt werden. Beim Gärtnern erleben Kinder hautnah, wie aus einem kleinen Samen eine Pflanze wächst. Sie lernen, Verantwortung zu übernehmen, geduldig zu sein und die Natur mit neuen Augen zu sehen. Schon ein kleines Beet reicht aus, um große Freude zu bereiten.

Ein eigenes Beet gestalten

Für den Einstieg genügt ein überschaubares Beet von etwa einem Quadratmeter. Ob im Garten, im Hochbeet oder in einer großen Kiste – wichtig ist ein sonniger Platz, den Kinder gut erreichen können. Das Beet darf ganz nach den eigenen Vorstellungen gestaltet werden: mit Steinen, Holzstücken oder kleinen Fundstücken aus der Natur. So entsteht ein persönlicher Platz, um den man sich gerne kümmert.

Bevor gepflanzt wird, wird der Boden gelockert und von Beikräutern befreit. Eine gute Erde ist die wichtigste Grundlage für gesundes Wachstum. Kompost, Bioschwarzerde oder andere

natürliche Bodenverbesserer versorgen die Pflanzen mit Nährstoffen. Danach dürfen die Kinder entscheiden, was wachsen soll. Besonders geeignet sind robuste und schnell wachsende Pflanzen wie Radieschen, Zuckererbsen, Kohlrabi, Kräuter oder Sonnenblumen. Auch Erdbeeren sind beliebt – selbst geerntet schmecken sie besonders gut.

Pflegen, gießen, wachsen lassen

Regelmäßiges Gießen gehört zur wichtigsten Aufgabe im Kinderbeet. Dabei lernen Kinder schnell, wie sehr Pflanzen auf Wasser angewiesen sind. Unterstützend können Effektive Mikroorganismen eingesetzt werden, die das Bodenleben fördern und den Pflanzen helfen, Nährstoffe besser aufzunehmen. Gerade in kleinen Beeten sorgt eine gute Durchwurzelung dafür, dass Pflanzen kräftig wachsen und widerstandsfähiger sind. Wichtig ist dabei, dass die Pflege einfach bleibt und Freude macht.

Draußen sicher unterwegs

Beim Gärtnern und Spielen im Freien begegnen Kinder auch Insekten. Pflanzliche Hautöle wie Bokashi Rub Oil können dabei helfen, Stiche vorzubeugen. Zusätzlich schützen helle Kleidung und lange Ärmel. An sonnigen Tagen sollte auch an den Sonnenschutz gedacht werden: Eine Kopfbedeckung, luftige Kleidung und eine mineralische Sonnencreme schützen die Haut und ermöglichen unbeschwertes Spielen im Garten.

Lernen mit allen Sinnen

Gärtnern mit Kindern bedeutet mehr als Pflanzen zu pflegen. Kinder beobachten, riechen, fühlen und schmecken. Sie erleben Erfolge, lernen aus kleinen Fehlern und entwickeln ein Gespür für natürliche Zusammenhänge. So wird der Garten zu einem Ort, an dem Wissen spielerisch wächst – und an dem die Freude an der Natur lange erhalten bleibt.

Veranstaltungen 2026

Webinar – Teichwissen kompakt:

So bleibt Ihr Teich gesund und klar

19. 3. 2026

18:30 Uhr

In diesem Webinar erfahren Sie, wie Sie Ihren Teich optimal pflegen, Algen vermeiden und klares Wasser erhalten. Mit Robert Rotter, studierter Ökologe und Multikraft-Teichexperte.

Praxiseinblick –Teichpflege leicht gemacht

20. 3. 2026

14:00 – 16:00 Uhr

Lernen Sie in diesem Praxiskurs, wie Sie Ihren Gartenteich sauber und gesund halten, die richtige Bepflanzung wählen und Lebensräume für Tiere schaffen. Mit Robert Rotter am Stumpflhof.

Messe –Blühendes Österreich

27. – 29. 3. 2026

Entdecken Sie die neuesten Trends für Garten, Balkon und Terrasse. Besuchen Sie uns am Multikraft-Stand auf Österreichs größter Gartenmesse und lassen Sie sich inspirieren.

Praxiseinblick – Hoch hinaus: Meisterklasse für (Hoch)Beete

10. 4. 2026

14:00 – 16:00 Uhr

Tauchen Sie ein in die Welt der (Hoch)Beete mit Landesgärtnermeister Hannes Hofmüller und seiner Frau Bianka. Sie geben praxisnahe Tipps zur Gestaltung –für gesundes Wachstum und eine reiche Ernte.

Webinar – Klimafit gärtnern:

Die besten Tipps und Tricks

15. 4. 2026

18:30 Uhr

Machen Sie Ihren Garten widerstandsfähig gegen Wetterextreme. Erfahren Sie, wie naturnahe Gartengestaltung, Bokashi, Mulchen, Regenwassermanagement und Pflanzenstärkung Hand in Hand gehen. Mit Multikraft-Expertin Barbara Enengel.

Webinar – Rasenpflege leicht gemacht

6. 5. 2026

18:30 Uhr

Erfahren Sie, wie Sie Ihren Rasen mit organischer Pflege, cleverer Bewässerung und robusten Gräsern wieder dicht und vital machen – für ein dauerhaft schönes, ökologisches Grün. Mit Barbara Enengel.

Naturfestival am Stumpflhof: Streetfood, Musik & Naturfeeling

13. 6. 2026

10:00 – 17:00 Uhr

Ein Fest voller Naturgenuss mit regionalem Streetfood, Live-Musik und einem bunten Programm für Groß und Klein.

Webinar – Mini-Beet, Maxi-Spaß!

Gärtnern für Kinder leicht gemacht

24. 6. 2026

Mit einem eigenen Beet lernen Kinder spielerisch, wie Pflanzen wachsen –vom Anlegen über die Pflege mit Effektiven Mikroorganismen bis zur Ernte. Mit Barbara Enengel.

18:30 Uhr

Praxiseinblick Messe Fest

Praxiseinblick – Grünflüsterer: Die geheime Sprache der Kräuter

26. 6. 2026

14:00 – 16:00 Uhr

Mit Gärtnermeisterin Bernadette Schützenhofer in die faszinierende Welt der Kräuter eintauchen: vom Anbau über die Ernte bis hin zur Verarbeitung.

Praxiseinblick – Wintergemüse: Frische Ernte trotz Kälte

11. 9. 2026

14:00 – 16:00 Uhr

Mit der richtigen Sortenwahl, Pflanzzeit und Pflege lässt sich die Erntezeit bis in den Winter verlängern – für frisches Gemüse aus dem eigenen Garten. Mit Hannes und Bianka Hofmüller.

Webinar –Winterzauber im Gemüsebeet

16. 9. 2026

18:30 Uhr

Entdecken Sie, wie Sie mit frosttauglichen Sorten, natürlicher Pflanzenstärkung und guter Anbauplanung auch in der kalten Jahreszeit frisches Gemüse ernten können. Mit Barbara Enengel.

Praxiseinblick – Teichpflege im Herbst: Fit für die kalte Jahreszeit

18. 9. 2026

14:00 – 16:00 Uhr

Erhalten Sie praxisnahe Tipps, wie Sie Ihren Teich optimal auf Herbst und Winter vorbereiten, die Wasserqualität verbessern, Algen vorbeugen und das ökologische Gleichgewicht fördern. Mit Robert Rotter.

Praxiseinblick – Einführung in die Welt von Multikraft inkl. Hausführung

2. 10. 2026

14:00 – 16:00 Uhr

Erleben Sie unsere Philosophie hautnah – von der Produktentwicklung im Labor bis zur praktischen Anwendung im Garten, Haushalt und in der Kosmetik. Mit Multikraft-Expertin Martina Dunzinger und Bianca Hader.

Webinar –

Pflege die unter die Haut geht

11. 11. 2026

18:30 Uhr

Erfahren Sie, wie das Hautmikrobiom zur Hautgesundheit beiträgt und welche Rolle natürliche Inhaltsstoffe in der Kosmetik dabei spielen. Mit Barbara Enengel.

Multikraft Adventmarkt

28. – 29. 11. 2026

10:00 – 17:00 Uhr

Lassen Sie sich von der besinnlichen Atmosphäre am Multikraft Adventmarkt am Stumpflhof verzaubern.

Um eine optimale Planung zu ermöglichen, bitten wir um Anmeldung zu unseren Workshops unter veranstaltungen@multikraft.at. Selbstverständlich sind auch spontane Teilnehmerinnen und Teilnehmer herzlich willkommen!

Besuchen Sie unsere Website, um sich für unsere Webinare anzumelden, oder scannen Sie einfach den folgenden QR-Code:

Viele unserer Partner bieten Vorträge und Stammtische rund um Effektive Mikroorganismen an. Aktuelle Termine finden Sie auf unserer Website – ebenfalls erreichbar über den QR-Code!

Webinar

Von Natur aus effektiv –Ihr Besuch am Stumpflhof

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie planen mit Ihrem Verein, Ihren Freunden, dem Team oder für Ihre Schulklasse einen Ausflug, bei dem zukunftsorientierte, ökologische Themen in geselligem Rahmen im Mittelpunkt stehen sollen? Dann besuchen Sie uns am Stumpflhof in Pichl bei Wels!

Wir – die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Multikraft –produzieren mit viel Engagement und Freude seit mehr als 25 Jahren biologische, einzigartige Fermentationsprodukte auf Basis von Effektiven Mikroorganismen mit nachhaltigem Nutzen für Mensch, Tier und Umwelt. Diese mikroskopisch kleinen Lebewesen sind der Ursprung jeden Lebens und als solcher, logischer Bestandteil unserer Produkte. Mit der Natur als Vorbild bringen sie natürliche Prozesse wieder in ein Gleichgewicht, um so einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz zu leisten.

Bei Ihrem Besuch am Stumpflhof erwarten Sie:

• Gemütliches Ankommen bei köstlichen Mehlspeisen, Kaffee und kalten Getränken

• Ein informativer Vortrag im wunderschönen Ambiente des Multikraft-Gartenpavillons

• Rundgang durch unseren herrlichen, vielfältigen Schaugarten

• Persönliche Beratung und Einkaufsmöglichkeit im Shop

• € 10,00 Einkaufsgutschein plus kostenloses Infomaterial

Ab einer Gruppengröße von 20 Personen empfangen wir Sie am Stumpflhof. Bitte planen Sie für Ihren Besuch 2 bis 2,5 Stunden ein. Termine sind Montag – Donnerstag von 9:00 – 17:00 Uhr und Freitag von 9:00 – 12:00 Uhr möglich. Der Preis pro Person beträgt € 10,00 bei freiem Eintritt für Reiseleiter:in, Schüler:Innen und Student:Innen.

Mein Besuch bei Multikraft!

1.

Wählen Sie einen Vortrag für Ihre Gruppe aus!

Wie mache ich meinen Garten klimafit? Natürliche Pflanzenstärkung mit EM

Humusaufbau & Kreislaufwirtschaft: Kompostieren & Bokashieren leicht gemacht

Mein ökologisch gereinigtes Zuhause: Grüne Wohlfühloase für Mensch, Tier & Zimmerpflanzen

Auftanken und regenerieren: Gesundes Mikrobiom & natürliche Biokosmetik

Bitte von allem etwas: Effektive Mikroorganismen für Haus & Garten

Für Schulgruppen: Umweltschutz – Das kann ICH tun!

2. Kaffee & Kuchen? Oder lieber Brötchen?

3.

Genießen Sie den von Ihnen gewählten Vortrag

Nichts für Sie dabei?

Dann teilen Sie uns Ihre gewünschten Themenbereiche mit!

4.

Werfen Sie einen Blick in unseren Schaugarten & die Produktion

Sie wollen mehr erfahren?

Besuchen Sie unsere Website www.multikraft.com

5.

Lassen Sie sich persönlich im Shop beraten

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