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Editorial

Liebe LeserInnen, gleich mit dem allerersten Satz dieses Magazins möchte ich ein ganz großes Dankeschön aussprechen: Danke, liebe LeserInnen, für das viele Lob, das Sie uns nach der letzten Ausgabe ausgesprochen haben! Es freut uns sehr, dass wir unser Anliegen, mit unserem Magazin positive Impulse zu geben, offensichtlich umsetzen konnten. Außerdem möchte ich auch allen unseren Kunden von Herzen danken, die uns trotz der unsicheren Zeit nach wie vor die Treue halten und das Erscheinen dieses Hefts damit überhaupt erst ermöglichen. Dieser Zusammenhalt und Zuspruch sind es, die das Leben lebenswert machen und das Arbeiten mit Sinn erfüllen! Und genau auf diese Dinge gilt es sich vor allem auch dann zu besinnen, wenn die Tage wieder kürzer, die Nächte länger und das Wetter trüber werden. In diesem Sinne haben wir Ihnen für die Herbst- und Winterzeit ein Magazin mit herzerfrischenden Geschichten über inspirierende Menschen und Themen aus dem Tegernseer Tal und seiner Umgebung zusammengestellt. Beispielsweise durften wir die beiden Designer Jan und Jörg Ankenbrand-Kirschke (Tegernseer Manufaktur) zu Hause besuchen; wir konnten mit Tamara Comolli persönlich über ihre neue Kollektion sprechen und gleich mehrere in Tegernsee ansässige Künstler porträtieren. Auch die Kulinarik findet gebührend Platz. Blättern Sie gleich los und lassen Sie sich beflügeln von all den schönen Seiten des Lebens, die wir hier für Sie zusammengestellt haben!

Herzlichst Ihre Monika Graf mit Team

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Boutique Tegernsee Seestraße 59 · 83700 Rottach-Egern T: 08022 8597780 · www.tamaracomolli.com


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Inhalt

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Winter 2020 4

Editorial

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Inhalt Mode im Tal

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Es wird kuschlig und chic Interview

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Tamara Comolli Die Königin der Schmuckdesignerinnen Homestory

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Rhapsodie in noblem Grau Besuch bei den Interieurdesignern Jan und Jörg, Tegernseer Manufaktur Fotografie

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Mit Geschichten im Herzen und der Kamera im Anschlag Der Fotograf York Hovest Gesundheit

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Geht es den Zellen gut, fühlt sich auch der Mensch wohl Prof. Dr. Dr. Bernd Steckmeier im Portrait Kunst

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Die Magie des meisterlichen Malens Das Künstlerpaar Herdin Radke und Valerie Schreiber Musik

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Der Dionyso vom Busheisl Beni Hafner, der „Oimara“ Essen & Trinken

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Kulinarische Reise um den See Inside

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ab 167

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Was war los am Tegernsee Impressum

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MODE

Es wird kuschlig und chic, Ladys! Text: Sabine Schreiber / Fotos: Jacqueline Krause-Burberg / Model: Jessica Dörr

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ür unsere Modestrecke haben wir diesmal in den fantastischen Räumlichkeiten der GMUND Papierfabrik und des Fabrikrestaurants Mangfallblau schicke Fashion-Outfits aus lokalen Boutiquen fotografieren dürfen! Bloggerin Jessica machte sich hervorragend als Model für die von unseren Modespezialistinnen aus dem Tegernseer Tal zusammengestellten Looks. Die Mode in Herbst und Winter 2020/2021 steht ganz im Zeichen der selbstbewussten Frau: Die eher diskreten Trendfarben Beige, Karamell, Braun, Schwarz und Camel werden mit einzelnen farbstarken Elementen in Hellblau, Pink, Orange oder sattem Violett kombiniert. Im Winter kommen Kiwi und Smaragdgrün dazu. Kuschlige Strickpullover und -kleider mit Ballonärmeln, oversized oder im Retrolook dürfen uns diesen Winter ebenso wärmen wie lange Mäntel. Darunter trägt Frau weißes Hemd oder Bluse – gerne auch mit markantem Kragen! Unsere Beine stecken wir in Jeans im Classic-Blue-Pan-

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tone-Farbton oder aber unbedingt in extra weite Hosen, die auch gerne knöchelumschmeichelnde Bündchen haben dürfen oder im Stiefel getragen werden – Hauptsache viel Platz für Oberschenkel, Knie und Wade. Eine Ausnahme gilt natürlich, falls wir statt Stiefeletten die ebenfalls angesagten Overknees tragen. Auch unsere heiß geliebten Sneaker bleiben en vouge: Am besten mit Akzent in Blau, Orange, Pink oder Animalprint. Während wir als nostalgisches Accessoire Omis Handtasche wieder herausholen können, dürfen modebewusste Köpfe in der aktuellen Saison neben der beliebten Beanie-Mütze auch von Hüten geziert werden.

Support your local Fashion-Store! Besuchen Sie unsere inhabergeführten Modegeschäfte, lassen Sie sich inspirieren und persönlich, freundlich und fachkundig beraten.


ER B O GN e r n h c Eg R ot t a


Die BOGNER Man-Kollektion wurde aufgrund der großen Nachfrage für Sie erweitert.

Mit welchen Kollektionen wir Ihnen ein stylisches Update für BOGNER Woman empfehlen, zeigen wir Ihnen gerne… BOGNER . ARMA LEDER . ANNECLAIRE . ALLUDE . ALBEROTANZA HAWICO . INSIEME . MUCHO GUSTO . PAMELA HENSON . RAFFAELLO ROSSI


Wir freuen uns auf Sie.

Hannelore Santen und das Bogner-Team

BOGNER Rottach-Egern | Nรถrdl. Hauptstr. 2 | 83700 Rottach-Egern T 08022 6357 | bogner-moden@t-online.de | bogner_rottach_egern www.bogner-rottach-egern.de


MODE

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ER`S BI T T N ge r n E h c R ot t a


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EXKLUSIVE DAMENMODE AM TEGERNSEE Bittner‘s Damenmoden Tegernsee . Seestraße 35 83700 Rottach-Egern . Telefon 08022 | 24841 www.bittnersmoden.de Öffnungszeiten: Mo - Fr 10 - 18:30 Uhr, Samstag 10 - 17 Uhr


U M IL O e r n E ch g R ot t a


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U M IL O e r n -Eg h c a t R ot

e Ta sch ER`S BI T T N


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Jagdfieber

Öffnungszeiten

Nördliche Hauptstr 30 Rottach–Egern

Mo. bis Fr. 10:30 bis 18:00 Sa. 10:30 bis 15:00

Tel.: 08022 66 07 072 info@jagdfieber-rottach.de

www.jagdfieber-rottach.de


MODE Por t rät

Lieblingsstücke der besonderen Art Christis Fashion und Lifestyle Conceptstore ist ein Newcomer in der Rottacher Seestraße. Mit einem handverlesenen Mix aus Fashion von edlen, exklusiven Labels und luxuriösem Lifestyle ist Christis eine Anlaufstelle für alle Liebhaber des Besonderen.

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er zu Christis kommt, will zu Christina. Deroder diejenige möchte die von der Modespezialistin sensibel ausgewählten Styles und Kollektionen im eleganten Flair ihrer Boutique entdecken und von der erfrischenden und kompetenten Beratung profitieren. Kleine, extravagante Labels mit hohem Anspruch an Qualität, Stil und Herstellung sorgen in Christinas Conceptstore für eine facettenreiche Auswahl an außergewöhnlicher, trendiger sowie zeitlos klassischer Mode.

Traditionsmarke Rettl in ihrer Boutique. Seit über 150 Jahren erregt Rettl 1868 mit exklusiven Kärntner KaroStoffen und Kilts in der Modewelt und der High Society international Aufmerksamkeit. Christis ist bisher die einzige Boutique, die die ausgefallenen Kombinationen – für Damen ebenso wie für Herren – in Süddeutschland anbietet (mehr über Rettl 1868 lesen Sie auf den Seiten 28–31). Termingerecht mit den ersten kalten Tagen erwartet Christina ihre eigene Cashmere-Kollektion für Sie und Ihn. Leuchtende Farben und kuschlig weiches Material sorgen für maximalen Tragekomfort in der winterlichen Tristesse. Die vielen Besucher, die nach ihrem Aufenthalt am Tegernsee nicht auf die Mode von Christis verzichten wollen, können von nun an auch in Christinas neuem Onlineshop fündig werden!

Besonders, einzigartig und beständig Christis Fashion & Lifestyle Conceptstore Die ebenso kompetente wie leidenschaftliche Inhaberin legt sehr großen Wert auf hochwertige Qualität wie Cashmere, reine Seide, Lammfell oder Baumwolle. Stilsicher komponiert Christina ein sich ständig erweiterndes und partiell neu formierendes Sortiment an Mode und Accessoires für Sie und Ihn. So unterschiedlich die diversen Kollektionen in Christis Fashion & Lifestyle Conceptstore auch sind, eines haben alle gemeinsam: Sie strahlen sowohl etwas Besonderes, Einzigartiges als auch etwas Beständiges aus. Unter anderem führt Christina die

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Christina Thalhammer, Seestraße 37 83700 Rottach-Egern, Tel.: 08022 85 97 930 shop@christis-tegernsee.de Instagram: @christis.tegernsee Öffnungszeiten Mo. bis Fr. 10:00 bis 18:00 Sa. 10:00 bis 16:00


ST IS C H R I ge r n -E h c R ot t a


MODE Por t rät

Stylisches Landei – mach dir dein Leben schön

Farben, Schnitte, Stoffe, Accessoires – mehr braucht die Bloggerin Jessica Dörr nicht, um tagtäglich ihre Ode an die Mode zu komponieren.

Text: Sabine Schreiber / Fotos: Jessica Dörr

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ie ist zierlich, aber tough. Ihr Lachen einnehmend, ihre Augen wach, und es umgibt sie ein erfrischender Esprit, der jeglicher Überheblichkeit entbehrt. Jessica Dörr ist eine leuchtend schöne junge Frau Anfang dreißig und eine echte Erscheinung: Denn mit ihrem Spleen für bis ins kleinste Detail ausgetüftelte und dennoch alltagstaugliche Outfits plus perfekt passgenauer Accessoires kommt sie nicht einfach in einen Raum – nein, sie erscheint. Und zwar so, als sei sie soeben einem Fashion-Magazin entstiegen. Ihr Geheimnis klingt banal, aber man kommt nicht umhin, ihr unwillkürlich recht zu geben: „Ich versuche, meine Lebensfreude, meinen Willen und Mut und die Lust am Dasein nach außen zu tragen … und dazu immer das passende Outfit zu finden.“ Sie lacht ihr helles Lachen und zupft an ihrem

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aquamarinblauen Kleid. „Das innere Mindset ist dabei entscheidend“, erklärt sie. „Ich hatte das Glück einer wundervollen, behüteten Kindheit und konnte mir mein ‚inneres Kind‘ bis heute bewahren. Ich bin keine Psychologin, aber ich versuche, meinen Teil zum Glück der Menschen beizutragen, indem ich das tue, was ich besonders gut kann: Frauen dazu zu inspirieren, mit ihrem Aussehen zu spielen. Und dabei geht es nicht um festgelegte Ideale, sondern darum, die ganz individuelle Schönheit spürbar zu machen … Das beste Rezept, um besonders zu strahlen, ist, mit sich selbst zufrieden und im Reinen zu sein. Dann leuchtet man von innen. Und dieses Leuchten kann Frau ganz einfach durch einen passenden Look veredeln.“ Und dass es bei dieser Veredeldung nicht unbedingt um steifes Kaschieren oder forciertes Verstellen


noch viele wirksame Kooperationen zu schließen!“ Und noch etwas beweist Jessica mit ihrer beruflichen Leidenschaft: Dass man nicht notwendigerweise in einem urbanen Umfeld zu Hause sein muss, um eine hippe Influencerin zu sein. Das von ihr heiß geliebte Tegernseer Tal und das Oberland mit seinen Bergen und der unverbrauchten Natur liefern zum einen die perfekte Kulisse für ihre Shootings und zum anderen die Grundlage für ihr sonniges Auftreten: „Es ist für mich das Größte, in der Natur sein zu dürfen. Dort sammle ich Kraft und Energie, um neue Ideen voranzubringen. Eben auch deshalb bin ich das ‚stylische Landei‘ geworden.“

geht, wird klar, sobald man sich mit Jessicas Blog und ihren Social-Media-Accounts auseinandersetzt. Schon ihr Titel verrät eine große Portion gesunde Selbstironie: Jessica bloggt und firmiert unter dem Label ‚Stylisches Landei‘ und legt großen Wert darauf, dass bei den Postings keine unterkühlt-abgehobenen Fashion-Narratives erzählt werden. Ganz im Gegenteil: Herrlich frisch und schon auch mal mit schräg-spaßiger Pose zeigt sie ein schillerndes Portfolio an gelebter Lust am modischen Dasein. Bei der Auswahl ihrer Outfits und Accessoires bedient sie sich an allem, was ihr in die Quere kommt – vom bunten Teil aus dem Secondhand-Stübchen bis hin zum Einzelstück aus der Nobelboutique. Alles, was zählt, ist der finale, lebensbejahende Look.

„Ich habe nicht einmal einen Kleiderschrank.“ Ein breites Lächeln lässt ihre Grübchen tanzen. „Mein Schlafzimmer wird ausschließlich von einer langen Kleiderstange geziert“, verrät sie. „Damit ich den Überblick über meine Schätze behalte, ist alles farblich sortiert – damit ist es ein Leichtes, immer wieder eine neue Kombi zusammenzustellen.“ Besonders am Herzen liegen ihr kreative Labels und inhabergeführte Boutiquen. „Gerade in der jetzigen Zeit ist es exorbitant wichtig, die Mädels zum ‚Real-Shopping‘ zu motivieren. Durch die Aufmerksamkeit über meinen Mode-Blog gelingt mir dies erfahrungsgemäß sehr gut. Ich würde mich freuen,

Jessica Dörr / Bloggerin Blog: www.stylischeslandei.de

Für unsere Modestrecke (S. 8–23) stand Jessica nicht nur vor der Kamera, sondern hat auch bei einer Tour durch die Tegernseer Boutiquen die Outfits zusammengestellt!

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SCHMUCK

Funkelnde VerfĂźhrung Die Kollektionen von Tamara Comolli sind eine Befreiung fĂźr edle Steine.


RA TA M A LI L O C OM chR ot t a Ege r n

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SCHMUCK Inter v iew

Tamara Comollis großartige Erfindung: Die Form des kleinen Kegels mit der dezenten Fassung lässt die Edelsteine besonders strahlen.

Ein Gespräch mit der Königin unter den Schmuckdesignerinnen Kurz vor dem Launch ihrer neuen Kampagne durften wir noch mit der Designerin sprechen, bevor sie in den Flieger nach Mexico stieg. Text: Sabine Schreiber / Fotos: Tamara Comolli

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Wie haben Sie dies konkret geschafft?

Frau Comolli, können Sie uns schon ein bisschen etwas über Ihre neue Linie erzählen? Tamara Comolli: Unserer Philosophie entsprechend verweilen wir in der Welt der Edelsteine und ergänzen das Bestehende durch neue, damit harmonisierende Akzente. Die neue Kollektion wird von meinen Erinnerungen als kleines Mädchen an meine Kindheit in Spanien, von der Leichtigkeit vom Aufwachsen am Meer und fröhlichem Tanzen gespeist. Mein SonntagsOutfit damals, da war ich vier, war ein Flamenco-Kleid …

Da denke ich spontan an Armreifen, Creolen, stolze und freie Frauen … TC: Ja, genau in diese Richtung wird es gehen. Wir schließen an das MIKDADO-FLAMENCO-Armband an, aber erweitern das Spektrum – so viel kann ich vielleicht verraten – um das Element des Armreifs. Das Besondere wird sein, dass der neue Schmuck die Nonchalance des lebensfrohen, freiheitlichen Gypsy Spirit mit der hohen Wertigkeit ausgesuchter Materialien verbindet.

Ihre Designs vermitteln dieses mühelos Spielerische – haben Sie sich diese Leichtigkeit aus Ihrer Kindheit bewahrt? TC: Auch. Es ist eine Mischung. Zum einen habe ich mir die kindliche Faszination an Edelsteinen im Herzen bewahrt. Ich habe als Kind viel Zeit am Strand verbracht und oft mit diesen glatten, bunten Glassteinchen gespielt, die man dort findet. Das war in Gibraltar, wo mein Vater im Casino gearbeitet hat. Dort habe ich zum anderen viele wohlhabende Frauen mit unglaublichen Schmuckstücken gesehen, die mich durchaus fasziniert haben. Gefallen hat mir dieser rein anlassbezogene Schmuck allerdings nie besonders. Ich vermisste die Leichtigkeit und Freude beim Tragen von Echtschmuck. Und da habe ich begonnen, das für mich selbst neu zu interpretieren, und versucht, eine fröhliche Unbekümmertheit in die Welt der Fine Jewelry zu bringen.

TC: Ich habe zum Beispiel echte Steine an Lederbandl gehängt. (Sie spricht „Bandl“ betont bayerisch aus und lacht dabei vergnügt ins Telefon.) Und ich habe mich selbst in Jeans und Pulli oder mit Beach-Tunika in die Werbung gestellt und dazu Echtschmuck getragen. Das hat die Branche revolutioniert damals. Schließlich war es vor ca. 20 Jahren noch Usus, den teuren Schmuck mit manierierten Posen, viel Make-up und in Abendroben zu präsentieren.

Aber der Marketing-Coup und das Lederband waren doch nicht das alleinig Revolutionäre an Ihrem Schmuck … TC: Das stimmt. Wobei man sagen muss, dass man diese lässige Haltung, Echtschmuck als modisches Accessoire aus alltäglicher Freude am Schmuck an sich selbst zu tragen, nicht kannte. Dazu kam dann natürlich noch mein Anspruch, Edelsteine in ihrem So-Sein wirken lassen zu können.

Mit Ihrem Schliff haben Sie die Steine ja quasi befreit. TC: Sie sagen es! Ich wollte, dass der Stein rundherum schön anzusehen ist und nicht flach in einer Fassung gefangen sitzt. Darum habe ich den Kegel entwickelt, der dem Stein und dem Spiel des Lichts Freiheit gibt. Und in diese Kombination aus der neuen Haltung des selbstverständlichen Tragens von Echtschmuck und der spielerischen Befreiung der Steine haben sich dann viele Menschen verliebt …

Boutique Tamara Comolli Seestraße 59, 83700 Rottach-Egern Tel.: (+49) 0800 82 777 82 www.tamaracomolli.com

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MODE Por t rät

Karos, Kilts und keine Kompromisse


Kärnten und kleinkariert? Von wegen: Der Villacher Thomas Rettl sorgt mit seinen Kollektionen für anhaltend frischen Wind in der Trachtenund Modeszene. Text: Sabine Schreiber / Fotos: Rettl 1868

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ie dachten, Karo ist gleich Karo? Weit gefehlt. Dieses Muster gibt es bereits seit dem Zeitpunkt, als der Mensch begonnen hat, mit verschiedenfarbigen Fäden zu weben – und da das Weben zu den ältesten Handwerken der Menschheitsgeschichte zählt, hatte man mehrere Jahrtausende Zeit, die unterschiedlichsten Ausformungen und Stile zu entwickeln. Wer Anspruch auf die Erfindung eines bestimmten Karo-Stils erhob, benannte das Dessin kurzerhand nach sich: Natürlich legt der Begriff „Schottenkaro” nahe, dass es auch die Schotten gewesen sein müssen, die diese spezielle Art, bunte Garne zu rhythmisch ineinander verschränkten Karos zu verweben, entwickelt haben. Mit Variationen dieses Musters, den sogenannten Tartans, wurde seit der Neuzeit auch die Zugehörigkeit zu einem bestimmten schottischen Clan ausgewiesen.

„Wenn du etwas Schräges machst, dann mach es mit hoher Qualität!“ Thomas Rettl

es nicht nur eine Behauptung gewesen sein soll, sondern durch die Forschungsergebnisse von Experten fundiert. Schließlich wiesen Funde von keltischen Webstühlen und Stoffen, gefunden in einer Salzmine, darauf hin, dass dieses wilde Volk, bevor es auf schottischem Boden siedelte, bereits in österreichischen Breiten diesem speziellen Karo, dem Tartan, frönte. Und dem nicht genug: Man munkelt sogar, dass der „Kilt“ sich vom alpenländisch bekannten „Kittl“ ableite … Während die Mode- und Trachtenwelt europaweit entsetzt die Luft anhielt, lachte sich Thomas Rettl eins und begann selbstbewusst, das Kärntner Karo und sogar Kärntner Kilts zu entwickeln, die sich bis heute ungetrübter Beliebtheit – vor allem in gut betuchten Kennerkreisen – erfreuen. Sogar das britische Königshaus und Sir Sean Connery sind inzwischen Liebhaber der karierten Stücke aus dem Hause „Rettl 1868”. Tatsächlich ist das Karo nie komplett aus der Mode gekommen, zumindest nicht die komplexeren Webformen. Die Mischung aus filigranen Details, die im Ganzen ein rhythmisches Gesamtgefüge mit harmonischen Symmetrien ergeben, steht seit jeher ebenso für zeitlose Eleganz wie auch für souverän erwachsenen Chic. Richtig kombiniert oder eingesetzt, erzeugt man mit Tartans jeden Eindruck – von stilbewusster Klasse bis zu provokantem Punk. Der couragierte Freigeist Thomas Rettl erkannte intuitiv die Möglichkeit dieser Pattern-Palette und lotet sie seit den späten Neunzigern kontinuierlich und bisher nie ohne neues Spannungsfeld aus. Das Geheimnis liegt vermutlich im grundlegenden Narrativ der Rettl-Dynastie zum einen und der von Thomas Rettl ins Leben gerufenen Marke zum anderen. Alles begann 1868 mit der soge-

Mit der medienwirksam präsentierten Feststellung, dass ausgerechnet das Schottenkaro überhaupt nicht schottischen Ursprungs, sondern eine Erfindung der Österreicher sei, landete Thomas Rettl Ende der 90er-Jahre seinen ersten Coup. Was für eine freche Behauptung! Wobei

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nannten Uniformierungsanstalt, gegründet von Thomas Rettls Ur-Ur-Großvater Josef. Anfangs hieß es noch „Jegliche Uniform prompt und billigst adjustiert“, doch es dauerte nicht lange, bis sich schon damals die hohe Qualität der Schneiderei durchsetzte und man hauptsächlich hochrangige Offiziere und Würdenträger der k.u.k-Monarchie ausstattete. Sogar der Waffenrock für Thronfolger Franz Ferdinand d‘Este stammte aus dem Hause Rettl.

„Was bei uns ein großer Vorteil war und ist, ist die Weltoffenheit.“ Thomas Rettl Die Erfolgsgeschichte des Familienunternehmens wurde von Generation zu Generation weitergetragen und auch international ausgebaut. Als in den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts allerdings die Massenproduktion auf dem Textilmarkt um sich zu greifen begann, wurde die Luft dünn für viele kleine und mittlere Betriebe. Just da trat die rebellische Künstlernatur Thomas Rettl aufs Tapet, der eigentlich gar nicht im Sinn gehabt hatte, das Familienunternehmen zu übernehmen. Er tat es trotzdem und krempelte erst einmal alles auf links. Eine Zeitenwende bahnte sich an. Und die Lösung für den Traditionsbetrieb, der schon seit Generationen darauf setzte, durch die hohe Qualität seiner Maßarbeiten und unverkennbar persönlichem Rettl-Stil zu überzeugen,

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klingt so simpel wie genial: Da es keine Nische auf dem Markt zu finden gab, in die Thomas Rettl schlüpfen konnte, schuf er sich einfach eine. Er tastete frech und medienwirksam ein Tabu an und revolutionierte kurzerhand den österreichischen Trachtenbegriff. Er kombinierte für sich selbst das Sakko des Kärntner Trachtenanzugs mit einem selbst geschneiderten Tartan-Kilt. Grund: Aus Jux und Freundschaft engagiert er sich regelmäßig mit ein paar Jugendfreunden in einem Verein, der einer Art schottischen Lebensart huldigt. Mit der Zeit wurde der „Schottenclub“ aber immer fundierter, aus dem Spaß wurde echtes Interesse an der schottischen Kultur. Und der gelernte Schneider Rettl fertigte sich eines Tages einen echten Kilt zur Kärntner Joppe. Was ihm als üble Diskreditierung des Kärntner Anzugs ausgelegt wurde, tat er eigentlich aus Leidenschaft. Die verstaubte Borniertheit und der steif-altbackene Konformismus seiner Kritiker sporten Rettl aber nur erst recht an und spülten ihm all die Jungen und Junggebliebenen zu, die sehnsüchtig auf eine neue Form von weltgewandter Heimatliebe mit Verve warteten. Sein inzwischen geschütztes und im schottischen Tartanverzeichnis einge-

Egal ob steil am Berg (u. l.), er mutig maskulin im Kilt (u. r.) oder beide leger beim Tier im Kärntner Edel-Jogger (nä. S. oben) – Rettl ist leiwand (zu deutsch: großartig, toll).


tragenes Karo-Muster „Kärnten Karo“ kombiniert auf unpathetische, aber ehrlich und zeitlose Weise Heimatverbundenheit mit kosmopolitischem Charme. Vom Punk leiht er sich für seine Modelinien den Mut zum Auffälligen, von den Highlandern das Erdige, von der Upper Class die Noblesse und von der k.u.kMonarchie – als Reminiszenz an das Österreich vergangener Tage – die Lust an Prunk und Pracht. All diese Facetten zusammen speisen einen schier unerschöpflichen Quell an Möglichkeiten für fundiert modische, extravagante und dennoch zeitlose Kollektionen. In Kombination mit dem Dauerbrenner der merkantilen Faustregel „Klasse statt Masse“ setzt „Rettl 1868“ auf kleine Serien, Maßanfertigungen und Einzelstücke. Hochwertige Materialien, Produktion im Inland, Verankerung im echten Handwerk und tradiertem Know-how sowie eine konsequent eigensinnige Inszenierung im positiven Sinne komplettieren die zukunftstaugliche Rettl-(steampunk-)Maschi-

nerie. Besonders sympathisch am Puls der Zeit: Egal, ob Sie in Hosen oder Er mit Taft, ob verspielt feminin oder tough maskulin, die Grenzen beginnen an manchen Stellen bei den Rettl-Modellen zu verschwimmen. Man versucht, Klischees zu hinterfragen, das Besondere dem Konformen vorzuziehen. Und da Rettl an dieser Idee festhält und sie in bekannt innovativer Manier noch weitertreibt, werden sie auch noch weiterhin – getreu ihres Mottos – „Persönlichkeiten bekleiden“ und begleiten.

Erhältlich bei: Christis Fashion & Lifestyle Conceptstore Rottach-Egern

RETTL 1868 KILTS & FASHION Freihausgasse 12, 9500 Villach, Österreich Tel.: +43 4242 268 55, www.rettl.com

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MODE

Klein, aber oho! Diesen Winter verleihen die Designer den Kindern stylische Souveränität: Ganz klar, wer hier den Chefposten bekleidet!

IS N IC K e r n -Eg h c a t R ot

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Vielleicht liegt es am Ernst der Lage dieses Jahr: Auf jeden Fall ist die Kindermode diesen Winter oftmals daran orientiert, sehr erwachsen auszusehen. Solange sich die Kleinen gut darin bewegen können, hat das auch durchaus seinen Reiz! Die halblangen Mäntel halten auf jeden Fall schön warm, und die eher gedeckten Farben kommen etwaigen kindlich-übermütigen Eskapaden in der Natur sehr entgegen. Nix mehr Neon – Kastanie, Ocker, vielleicht noch Blau und Orange sind angesagt!

Indoor wird es gemütlich. Der sportive Dauerbrenner Jogging bleibt uns diesen Winter noch erhalten, gerne auch im kuscheligen Onesie-Style. Wenn es festlicher wird, dürfen auch Prints wieder sein: entweder im niedlichen Retrolook oder aber frech-plakativ mit Comic-Touch. Aber Achtung: Lama, Eule und Einhorn sind leider out.

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Im Übrigen gilt als zeitgemäß, wer nicht mehr streng nach Blau und Pink trennt. Während die Jungs sattes Bordeaux tragen, sind Mädchen nicht nur auf den Blumenprint festgelegt, der seit dem Frühling dieses Jahres ununterbrochen angesagt ist. Auch die kleine Sie trägt Dunkelblau und Sportliches – wenn sie denn will ...

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Lassen Sie sich von exklusiven Designermarken fĂźr Kinder inspirieren. Besuchen Sie uns im NICKIS Concept Store, in der SeestraĂ&#x;e 5, 83700 Rot tach-Egern oder online auf www.nickis.com.

Tel .: + 49 8022 26 96 0 | E - M ai l : i n f o @ n i ck i s . co m M on t a g - Frei t a g : 10:30 - 13:00 / 14 : 3 0 - 18 : 0 0 U h r | S ams t ag: 10 : 3 0 - 16 : 0 0 U h r

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Der See. Dein Duft. Erhältlich als body & space Variante (50ml) und als Raumduft mit Aromasticks (50ml) in allen Tourist-Informationen und bei ausgewählten Leistungspartnern. 38

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MODE

„Frauen sollten Dirndl tragen, das macht sie schöner.“ Vivienne Westwood

BE T H EL IS A N I EUGE e r n ch-Eg t o R ta

Ob bald wieder Wiesn in München, Waldfest am schönen Tegernsee, Almrausch in Kitzbühel, Salzburger Festspiele oder zahlreiche Anlässe über das ganze Jahr hinweg – immer mehr Frauen sagen Ja zum Dirndl. Auch die Herren kommen nicht zu kurz und können sich passend zur Dame ihres Herzens einkleiden.

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B E AU T Y Eröf f nung

Präziser Support für die Haut Im frisch in Gmund eröffneten Institut REVIDERM skinmedics Tegernsee erreicht die schon seit Jahren im Tegernseer Tal erfolgreiche Kosmetikspezialistin Desiree Renaud ein neues Niveau der kosmetischen Hautbehandlung. Text: Sabine Schreiber Fotos: Reviderm Skinmedics Tegernsee

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as für sie zählt, ist der direkte, sicht- und spürbare Effekt – in diesem Punkt macht Desiree Renaud keinerlei Kompromisse. „Es ist für mich elementar wichtig, dass meine KundInnen schon nach der ersten Sitzung eine erhebliche Verbesserung wahrnehmen“, erklärt die Spezialistin für dermatologische Kosmetik. „Ich setze in meinem Institut auf die Unterstützung von hochtechnisierten Geräten. Nach jahrelanger Erfahrung weiß ich, dass diese Apparate mich in meinem Ansinnen, schnelle, spür- und sichtbare sowie nachhaltige Erfolge zu erzielen, perfekt unterstützen.“ Mit reinen Wellness- oder Spa-Behandlungen kann dieser Anspruch natürlich nicht erreicht werden, aber daraus macht Desiree auch keinerlei Hehl: Im REVIDERM skinmedics Institut Tegernsee setzt man auf konkret medizinisch orientierte, dermo-kosmetische Behandlungen


der Haut mittels innovativster Technologie in Kombination mit effektiver Wirkstoff-Kosmetik. Die Spezialistinnen kümmern sich explizit und konsequent mit der Anwendung von kosmetischem Fachwissen um die Verbesserung von Hautbildern und setzen auf die Ausrichtung an medizinisch-wissenschaftlichen Standards. „Natürlich liegen uns ein gepflegtes, zeitgemäßes Ambiente und das Wohlbefinden unserer KlientInnen am Herzen, im Zentrum stehen aber die wirksamen Behandlungen und das damit verbundene gesteigerte Wohlfühlen in der eigenen Haut“, erklärt Desiree und führt durch das elegante Institut. Zwar glänzen die stilvollen Räume mittels durchdachten Design- und Lichtkonzepts, im Mittelpunkt stehen jedoch die Apparate. So kann bei einem Erstbesuch anhand bildbasierter und computergestützter Analyse der diversen Hautschichten der individuelle Hautzustand ermittelt und ein dementsprechend effektiver Pflegeplan entworfen werden. Die visuelle Dokumentation ermöglicht den KundInnen, die akuten Insuffizienzen der Haut und deren Behandlung nachzuvollziehen. Zur Verfügung stehen neben Mikrodermabrasion auch Micro-Needling und präzise Ultraschall-Therapie. Mikrokristalle werden auf die Haut gestrahlt, um abgestorbene Schichten schmerzfrei, aber äußerst effektiv zu entfernen; mit ultrafeinen Nadeln wird für tiefenwirksame Optimierung des kollagenen Gewebes gesorgt, und exakt

konfigurierte Ultraschall-Technologie regt die Haut zu aktiven Regenerationsprozessen an. Vor allem auch KlientInnen mit problematischen Hautbildern (wie Narben, Akne, Rosacea oder Couperose) finden hier bei den exzellent ausgebildeten Spezialistinnen eine Anlaufstelle für akute und nachhaltige Linderung. „Eigentlich verfügt die Haut über fantastische und natürliche Prozesse der Regeneration – aber manchmal braucht sie Unterstützung. Veranlagung, Alter, Umwelteinflüsse und Lebensstil prägen und belasten die Haut. Mit sensibler, individueller und medizinisch orientierter Pflege kann man aber sehr viele Defizite wieder ausgleichen.“ Desiree Renaud weiß, wovon sie spricht. Tagtäglich versorgt sie in ihrem Institut einen mehr als zufriedenen Kundenstamm mit Behandlungen nach der ganzheitlichen, auf Biomimetik basierenden REVIDERMMethodik, bei der Analyse, Treatment und Finish Hand in Hand gehen.

REVIDERM skinmedics Tegernseer Str. 14 83703 Gmund a. Tegernsee Tel.: +49 (0) 176 32 85 78 64 info@reviderm-skinmedics-tegernsee.de www.reviderm-skinmedics-tegernsee.de

Öffnungszeiten Mo. bis Fr. 9:00 bis 18:00 Sa. nach Vereinbarung

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LEBEN

Was fürs Auge Groß, sportlich, ein gewinnendes Lächeln – Tassilo Lermann ist eine durch und durch sympathische Person. Aber das ist freilich nicht alles, was der Haushamer Optikermeister zu bieten hat – er nimmt sich viel Zeit für jeden Kunden, und das mit Einzelterminen.

Text und Fotos: Sabine Schreiber

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enn man die Räumlichkeiten von Tassilo Lermann in der Alten Tegernseer Straße 4 betritt, hat man ein komplett ausgestattetes Optiker-Fachgeschäft – inklusive neuester Technik und handverlesener Brillenkollektionen – ganz für sich allein. Na gut, nicht ganz, denn der staatlich geprüfte Meister ist freilich auch noch da. Gott sei dank – denn mit ihm steht und fällt natürlich eine erfolgreiche Brillen- oder Kontaktlinsenanpassung. Was es bedeutet, eine perfekt abgestimmte oder eben eine mitunter schlecht zugeschnittene Sehhilfe aufs Auge gedrückt zu bekommen, habe ich schon am eigenen Leib erfahren. Heute begleite ich Katharina, die eine neue Brille samt Gläsern und auch eine Sonnenbrille braucht. Ein Optiker, der mit Einzelterminen arbeitet und sich im Schnitt 90 Minuten Zeit für seine Kundschaft nimmt – das hat mich – schon seit Kindertagen kurzsichtig – neugierig gemacht. Im ersten

Stock des Hauses winkt uns der Optikermeister in einen hellen, ateliergleichen Raum. Ein wunderschöner Holztisch prangt in der Mitte, Brillen funkeln an der Wand, eine moderne Couch ziert die Rückwand, und gegenüber warten die neuesten Zeiss-Messgeräte auf ihren Einsatz.

„Eine Anpassung ist von der Messung bis zur Auswahl des Brillenrahmens eine durchaus intime Angelegenheit, die Aufmerksamkeit und Zeit benötigt.“

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Schon seit neun Jahren betreibt Lermann sein Geschäft in Hausham nach dem Einzeltermin-Prinzip. Mit großem Erfolg. Nach einem kurzen Gespräch über ihre Wünsche, Bedürfnisse und ihre persönlichen Ansprüche an die Brille darf Katharina hinter den Gerätschaften zur Messung Platz nehmen. Der Optikermeister ist hochkonzentriert und widmet sich ihr uneingeschränkt: Im Zusammenspiel von zwischenmenschlicher Sensibilität und hochpräziser Technik leitet er Katharina durch eine detailgenaue SehAnalyse beider Augen, die final dazu führt, dass Katharina ein überraschter Freudenschrei entfährt: Als die Maschine ihr die zukünftige Sicht durch ihre zu erstellenden Brillengläser simuliert, kann sie die Qualität und Schärfe ihres neuen Durchblicks kaum fassen. Mittels der Erstellung eines Sehprofils, bei der mit der sogenannten Wellenfront-Technologie das komplette Auge analysiert wird, erzielt Lermann mithilfe eines speziellen Zeiss-Geräts bis zu 25-mal genauere Ergebnisse als mit herkömmlichen Optik-Messgeräten. Der Vorteil: Man sieht auch nachts klarer, nimmt mehr Kontraste und natürlichere Farben wahr. Noch bevor es überhaupt an die Auswahl des Rahmens für die Brille geht, ist Katharina schon überglücklich. Damit auch dieser für viele nicht ganz unkomplizierte Schritt gelingt, nippen wir an einem Espresso und widmen uns geruhsam der Auswahl von aktuellen Brillenmodellen. Damit die leider auch etwas kurzsichtige Katharina sich auch beim Ausprobieren des neuen Gestells betrachten kann, bekommt sie vom aufmerksamen Optiker Tageslinsen für die Anprobe. Clever – denn wie soll man sonst beurteilen können, ob man sich mit der neuen Brille gefällt, wenn man sich nicht in einem

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sinnvollen Abstand im Spiegel betrachten kann? Aufmerksam betrachtet Tassilo Lermann die Physiognomie von Katharina und hört genau zu, was sie sich wünscht: Groß solle die Brille sein und keine abgesetzten Nasenauflagen haben, da die sich gerne in den langen Haaren verheddern, wenn sie sich die Brille einmal nach oben schiebt. In Nullkommanichts hat sie sich in ein angebotenes Modell verliebt. Es passt perfekt. Noch nicht fertig? Nein, Lermann setzt die Brille in ein futuristisches Gestell und bittet Katharina wiederum vor ein Gerät. „Dieses Gerät ermittelt, wie die Gläser perfekt in den Rahmen eingesetzt werden – damit es mit der individuellen Augen- und Blickkonstellation zusammenpasst. Das ist für alle wichtig, aber vor allem bei Gleitsichtbrillen von Belang!“, erklärt Lermann.

„Gut zu sehen und sich mit einer Sehhilfe wohlzufühlen, beeinflusst unsere Lebensqualität enorm.“ Schließlich nimmt er sich noch Zeit, um Katharina bei der Auswahl ihrer Sonnenbrille zu helfen, die beiden fachsimpeln noch ein wenig über die perfekte, individuell angepasste Kontaktlinse, und schließlich verlassen wir beschwingt, entspannt und Katharina mehr als zufrieden Tassilo Lermann und sein Geschäft. Da der Aufenthalt und die Beratung so sympathisch und kompetent waren, werden wir Optik Lermann gerne weiterempfehlen.

Optik Lermann, Tassilo Lermann Alte Tegernseer Straße 4, 83734 Hausham Terminvereinbarung unter Tel.: 08026 92 92 154, Mobil: 0171 80 60 572 www.tassilo-lermann.de

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HOMESTORY

Rhapsodie in noblem Grau So leben unsere Tegernseer Einrichter

Ein Besuch im Bad Wiesseer Domizil von Jan und Jörg Ankenbrand-Kirschke – Gründer der Tegernseer Manufaktur in Rottach-Egern. Text: Sabine Schreiber / Fotos: York Hovest


Stairway to Style – schon beim Betreten des schmucken Landhauses taucht der Gast tief in die Welt der JJs ein: Hier wird kein Winkel dem Zufall ßberlassen.

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Auch wenn es nicht so aussehen mag, aber hier wird oft und fleißig gekocht, gebacken, geschmort. Als Beweis dafür kredenzt uns Jörg einen selbst gemachten Apfelkuchen. Die Fotografie des Malerwinkels in Schwarzweiß von York Hovest fügt sich perfekt in die dunkel gestaltete, aber äußerst heimelige Küche ein.


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HOMESTORY

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s ist einer der letzten wirklich schönen Spätsommertage im September, und die Sonne schickt noch einmal alles, was sie an Wärme noch übrig zu haben scheint, direkt zu dem schmucken Landhaus mit den grünen Fensterläden und dem wunderschönen Garten rundherum. Auf den ersten Blick ist es ein typisches, sehr gepflegtes Haus, das sich in seine gewachsene Umgebung artig bis sympathisch unprätentiös einfügt. Doch dann öffnet sich die Haustür, und man betritt ein raffiniertes Interiordesign-Refugium. Die Wände sind stilsicher in aufeinander abgestimmten Schattierungen von mattem Schwarz (Küche) bis lichtem Grau gehalten, die Decken weiß abgesetzt, die Holzdielen der Böden elegant noir lasiert. Helle Akzente brechen rhythmisierend aus dem dezenten Tonus des sonoren Farbfundaments aus und erzielen durch gekonnte Platzierung den Eindruck schwebend-changierender Räumlichkeit. Vor dem souverän zurückhaltenden Hintergrund wird Farbtupfern wie frischfloralem Dekor oder Lieblingsstücken aus der Kunstwelt die perfekte Bühne für große Auftritte geboten. Diverse Stoffe, Materialien und Muster – variantenreich, aber stets in engem stilistischen Dialog kombiniert – sind die charmanten Sidekicks dieses herrlich ausgewogenen, aber dennoch spannungsreichen Interior-Narrativs.

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Während im Esszimmer die Kult-Rehe von Malerin Christin Beck über dem Hering Berlin Porzellan mit dem Tegernseer Seelaub (beides exklusiv nur in der Tegernseer Manufaktur erhältlich) wachen, stehen im Herrenzimmer bereits Secco und Kristall auf schwarzem Lack parat.


Auch im Wohnzimmer von Jan und Jörg dominieren elegantes Schwarz, kosmopolitisches Grau und samtige Blautöne. Das wertvolle Klavier, das sich hier so wunderbar ins Gesamtensemble einfügt, wurde behutsam aus Jans Elternhaus in Franken an den Tegernsee transferiert. Einen Fernseher wird man hier dagegen umsonst suchen. Auch dieser Raum ist in erster Linie für Gastlichkeit, Dialog und Begegnung reserviert.


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HOMESTORY So weltmännisch-urban die Einrichtung bei Jan und Jörg auf den ersten Blick wirken mag, im Detail erkennt man eindeutig die große Faszination der beiden an allem, was die alpenländische Kultur an dekorativen Objekten zu bieten hat. Zweites Faible: exklusives Porzellan, wertvolles Tafelsilber, ausgefeilte Tischdekorationen.

Unter dem majestätischen Geweihstangenlüster und mit samtigen Kissen im Rücken im Erker des AnkenbrandKirschkeschen Anwesens zu dinieren – ein echter CandleLight-Festtagstraum ...

Bevor sie ins Tal kamen, lebten Jan und Jörg das großstädtische, unabhängige und vom Jetset geprägte Leben eines Fotomodellagenten und eines international agierenden Geschäftsführers. Den Versuch, einen gemeinsamen Hausstand in München zu gründen, legten sie bald – vom leergefegten Wohnungsmarkt enttäuscht – ad acta. Stattdessen beschlossen sie, Jans Stadtwohnung zu behalten und für die gemeinsamen Wochenenden – Jörg arbeitete hauptsächlich in Stockholm – ein Domizil am Tegernsee zu beziehen. Diese kleine Stadtfluchtresidenz in Tegernsee Süd statteten sie im Überschwang zum

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Prototypen eines herzig-modernen Alpenchalets aus. Freunde nannten die mit Altholz und Alpenchic dekorierte Bleibe bald liebevoll „Etagenalm“. Nur temporär als Wochenendwohnung genutzt, konnten JJ dieses Übermaß an hippem Hüttencharme durchaus genießen. Doch dann sollte Jörg nach Amerika und entschied sich statt für die Staaten für Jan, fürs Bleiben und für einen beruflichen Spurwechsel. Kurzerhand beendete er seinen lukrativen Job als Geschäftsführer eines großen Baumaschinenkonzerns und gründete – einem lang gehegten Traum folgend – die Tegernseer Manufaktur. Am Anfang


Während indoor das MarkantMaskuline regiert, darf es auf den vielen Sonnenplätzen rund ums Haus etwas verspielt-ländlicher sein. Dackel Kaspar fühlt sich in beiden Welten wohl: Hauptsache, der Premiumplatz auf Herrchens Schoß ist frei.


HOMESTORY

ging es nur um die Produktion der besonders wertigen Kissen mit Stickerei fürs B2B-Geschäft. Daraus wurde aber rasch eine Boutique mit größer angelegten Einrichtungskonzepten, große Händler von der Schweiz bis nach Japan kamen mit ins Boot, viele Firmenkunden folgten und schließlich Aufträge für Komplettausstattungen von Privathäusern, Hotels, Residenzen. Auch Jan verließ seinerseits sowohl die Modebranche als auch München und wurde Teil des neu gegründeten, von Beginn an höchst erfolgreichen neuen Business. Als sie schließlich die als Hauptwohnsitz zu kleine „Etagenalm“ aufgaben und auf die andere Seite des Sees zogen, war aber eines ganz klar: In dem Haus, in dem sie sich täglich aufhalten, darf der Alpenchic nur noch eine Facette unter vielen im großen Spiel eines ausdifferenzierten Interieurs sein – aber gerne eine allgegenwärtige.

Tegernseer Manufaktur Nördliche Hauptstraße 2 83700 Rottach-Egern Tel.: 08022 91 53 410 info@tegernseer-manufaktur.de www.tegernseer-manufaktur.de Öffnungszeiten Mo. bis Fr. 10:00 bis 18:00 Sa. 10:00 bis 16:00 Exklusiver Vertrieb von Meissen und Hering Berlin Porzellan, Christofle Silber Paris und Giobagnara Lederwaren

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FOTOGR A FIE Por t rät


Mit Geschichten im Herzen und der Kamera im Anschlag

York getting ready

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FOTOGR A FIE Por t rät

Text: Sabine Schreiber / Fotos: York Hovest

York Hovest ist in München daheim und in der weiten Welt zu Hause: Um mit seinen Mitteln das Ungesehene sichtbar zu machen und damit nichts Geringeres zu tun, als etwas zur Rettung der Welt beizutragen, reist er auch mal undercover, taucht im Eismeer, jagt illegale Fischer oder überquert den Atlantik in einem Ruderboot.

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ür uns hat er die Homestory dieser Ausgabe fotografiert – auch wenn Dackel Kaspar das Haus bewachte und der Tegernsee durchaus unfreundlich erscheinen kann, war das bestimmt nicht so gefährlich wie seine sonstigen Abenteuer. Alles an Yorks Leben scheint eine eigene Geschichte wert zu sein. Mindestens eine. Schon als junger Mensch kam er in den Genuss, mit seinen weltoffenen Eltern viel zu reisen und bereits eine Menge schöner Fleckchen entdecken zu können. Nachdem der gut aussehende Azubi bei RWE dem Drängen seiner Freunde nachgegeben hatte, bei einem Model-Contest teilzunehmen, gewann er diesen glatt und fand Gefallen am Jetset. Also wurde er kein Energie-Anlagenelektriker. Weil er allerdings nicht nur schön sein wollte, begann er erst, den Modefotografen auf die Finger zu schauen, um final selbst hinter der Kamera zu agieren. Natürlich mit Erfolg. Aber auch hier fehlte ihm die tiefere Sinnhaftigkeit in seinem Tun – die Flüchtigkeit der Modebilder und die Freude an der reinen Oberfläche ließen ihn weiter suchen. Fündig wurde er bei der Lektüre von Harrers Buch „7 Jahre in Tibet“. Die traurige Geschichte des tibetischen Volks und ihres Oberhaupts berührte ihn so sehr, dass er einen handschriftlichen Brief an den Dalai Lama aufsetzte und abschickte. Er bat darum, ihn ehrenamtlich bei einem Deutschlandbesuch fotografisch porträtieren zu dürfen – und wider aller Erwartungen seines Umfelds wurde er eingeladen. Und hier begann ein neues Leben für York. Denn die Tage mit dem Dalai Lama, an denen der Fotograf ihn begleiten durfte, wurden zu einer derart intensiven Erfahrung, dass York beschloss, sich nicht in die Reihe derer einzugliedern, die den Lama um etwas bitten. Sondern etwas für ihn zu tun. Und so gab er ihm das Versprechen, nach Tibet zu reisen und für ihn zu dokumentieren, wie die Menschen dort derzeit leben und glauben. Aus einer unglaublich kompliziert zu organisierenden Reise in ein von der chinesischen Regierung besetztes und mi-


Save our ocean

litärisch streng überwachtes Land entstand dank York Hovests Mut und Geschick der Bildband „Hundert Tage Tibet“. Die Fotos hatte er unter erheblicher Gefahr heimlich geschossen und aus dem Land geschmuggelt. Nichts hatte ihn aufhalten können: kein Militär, nicht der harte himalayische Winter, nicht die Qualen der Höhenkrankheit. Jetzt gab es für York kein Halten mehr. Er hatte seine Berufung gefunden. Er wollte weitere solche Gesamtkunstwerke schaffen: Angefangen bei der Organisation über die komplexe Akquise von Geldern für die Finanzierung bis hin zum körperlichen Einsatz, gekonnter Fotografie und final – der glücklichen Heimkehr zu Frau

und Kind und die Entwicklung von Büchern und Vorträgen, damit die Welt sehen, hören und lesen könne, was der Welt an manchen Orten widerfährt. Darum machte er sich in seiner nächsten Expedition auf zum Amazonas, um indigene Völker zu (be)suchen, die Zerstörung des Regenwalds zu erkunden und illegale Machenschaften aufzudecken. Trotz erneuter extremer Belastungen, Gefahren und zwei schweren durchlittenen Krankheiten verzeichnete er erneut Erfolge: Regierungen wurden aktiv, um die Urwaldbewohner zu schützen und illegale Rodungen zu stoppen. Und ein weiteres Buch wurde gedruckt: Hundert Tage Amazonien. Ein Jahr lang musste

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umrundete dafür 1,5-mal die Welt, um alle Destinationen zu erreichen. Film, Vortrag, Buch und Ozeanretter-Datenbank (www.heroesofthesea.com) wurden verwirklicht. Final sollte noch ein Marketing-Gag die Aufmerksamkeit für „Heroes of the Sea“ steigern: Mit zwei Mitstreitern ruderte Hovest von Gran Canaria nach Barbados. 5000 km über den Atlantik. Zu dritt, ohne Beiboot, im Drei-Stunden-Wechsel rudernd. Sie brauchten 50 Tage, acht Stunden und ein paar Minuten. Obwohl sie 5000 kcal pro Tag zu sich nahmen, verloren sie im Schnitt 15 kg Gewicht. Niemand von den dreien hatte relevante Blauwasser-Erfahrung, trainiert haben sie auf dem Starnberger See. Von ihrem Erfolg und ihren Erfahrungen wollte York dieses Jahr erzählen. Auf großen Bühnen, in großen Sälen vor vielen Menschen. Corona verhinderte dies. Darum: Lesen Sie seine Bücher, zum Beispiel „Helden der Meere – Unterwegs mit den Hütern eines einzigartigen Lebensraums“ (beeindruckender Bildband, erschienen bei teNeues, 50 €). Besuchen Sie die Seite www.heroesofthesea.com. Und bleiben Sie aufmerksam, was York Hovest, den Abenteuer und Weltenretter, betrifft. Als Nächstes will er in die Wüste.

er gegen einen Parasiten kämpfen, aber nach einer darauffolgenden kurzen Rekonvaleszenz wuchs schon sein nächster konkreter Abenteuerwunsch in ihm. Sein Kindheitsheld war nicht Superman, sondern Moby Dick. Nachdem er schwimmen gelernt hatte, war er mehr unter als über Wasser anzutreffen – und diese Passion für das Tauchen im Allgemeinen und die Meere inklusive ihrer Bewohner im Besonderen ließen in ihm den Wunsch wachsen, sich auch für die Erhaltung maritimer Naturräume einzusetzen. Ein neuer Bildband, ein Film, bildgewaltige Vorträge und eine Internetdatenbank sollten entstehen – bei einer weltumspannenden Reise zu den Heroes of the Sea. Also zu diversen Individuen und Organisationen, die sich auf die verschiedensten Weisen für die Rettung der Ozeane engagieren. Aber wie finanzieren? Aber das kann doch einen York Hovest nicht erschüttern: Crowdfunding, fleißige Akquise und der beiläufige Strandfund eines wertvollen Auswurfs aus dem Gedärm eines Wals (Ambra; unverdauliche Hornreste von Kraken; äußerst selten; findet Verwendung in der Produktion teurer Parfums) machten das Projekt möglich. Hovest

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Helden der Meere – York Hovest Unterwegs mit den Hütern eines einzigartigen Lebensraums Verlag: teNeues Autor: York Hovest ISBN: 978-3-96171-214-4 Ausführung: 25 x 32 cm, 224 Seiten, 180 Farbfotografien

www.yorkhovest.com


FOTOGR A FIE

Fragen an York Hovest York Hovest hat nicht nur die Homestory fotografiert, sondern ist auch ein guter, langjähriger Freund von Jörg und Jan – seine Verbindung zum Tegernsee. Wir haben ihm noch ein paar Fragen gestellt.

Du bist ja notorischer Abenteurer und Weltenbummler – welche Verbindung hast du zum Tegernseer Tal? Vor vielen Jahren war der Tegernsee nur ein sporadisches Ausflugsziel für mich, doch dann zogen meine beiden Freunde Jan und Jörg dorthin. Über sie lernte ich viele neue, liebenswerte Menschen rund um RottachEgern kennen und genoss es, auf vielen Anlässen zu Gast am See zu sein. Für mich ist der Tegernsee ein Tal der Ruhe und der Besinnlichkeit, aus dem ich neue Energie für die impulsive Stadt München schöpfen kann. Woher kennst du Jan und Jörg – welchen Anknüpfungspunkt gibt es zwischen euch? Jan kenne ich schon seit gefühlten 100 Jahren. Aus unserer gemeinsamen Vergangenheit der „Modebranche" pflegen wir bis heute ein inniges Verhältnis. Ich denke, es ist nun mindestens 15 Jahre her, dass wir gemeinsam durch das Nachtleben in München zogen. Meinen Namensvetter und Jans Ehemann Jörg lernte ich dann im Laufe ihrer Beziehung kennen. Die beiden sind ein tolles Paar, und ich finde es beeindruckend, mitzuerleben, wie sich die zwei mit der Tegernseer Manufaktur etabliert und entwickelt haben.


LEBEN

Die SanderBeckers Für diese Familie zählt vor allem eins: Zusammenhalt! Gemeinsam haben sie in Gmund eine Oase für Mensch und Tier geschaffen – und es gibt sogar Frühstück!

Text: Iris Hüttner Fotos: Sabine Schreiber; Sara Becker

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ntstanden ist alles aus dem ganzheitlichen Konzept für die Tierpraxis von Dr. Marion SanderBecker. Zu jedem Tier gehört ein Mensch, jeder Mensch hat das Bedürfnis nach Wohlbefinden, und für Herrchen und Frauchen gilt das in besonderem Maße auch für ihre vierbeinigen Lieblinge. Und so führte eins

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zum anderen: Zur Tierpraxis gesellte sich eine Verkaufsfläche für gesunde Tiernahrung, und wenn die Tiere schon vorzüglich versorgt werden, so sollte das auch für die Menschen gelten – die Ideen für das Kaffee und Bistro und fürs Ladl nahmen Form an.

Alles, außer gewöhnlich Das Motto des Familienbetriebs trifft nicht nur auf die eigene Entstehungsgeschichte zu, es beschreibt auch die Produkte und die Menschen, die hinter diesen stehen. Die Familienmitglieder – eine Tierärztin, ein Betriebswirtschaftler, ein Gastronom und eine Modemanagerin – be-


Wer sich an der stilvollen Theke im Becker‘s Café niederlässt, kommt in den Genuss einer Spezialität, die wir aus Italien kennen und lieben: den Espresso für 1 Euro!

Sander-Becker Tierkonzept Telefon 08022 / 980 96 04 By Sara Becker Telefon 08022 / 980 95 77 Di. bis Fr. 10:00 bis 13:00 und 14:00 bis 18:00, Sa. 10:00 bis 14:00 Das Becker’s Telefon 08022 / 980 88 40 Di. bis Sa. 8:00 bis 19:00 Sonntagsfrühstück 10:00 bis 14:00

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fanden sich alle in völlig verschiedenen Lebenssituationen. Während bei Dominik Becker eine berufliche Veränderung anstand, befand sich Sara Becker in einer guten Position, Hans Becker hatte sich aus seinem erfolgreichen Unternehmen operativ bereits weitestgehend zurückgezogen, und letztlich war es das Bedürfnis von Marion Sander-Becker, den Anfahrtsweg zwischen Wohnort und dem früheren Standort ihrer Tierpraxis zu verkürzen, das den Ausschlag für die berufliche Veränderung der ganzen Familie gab. Auf ihrem Arbeitsweg hatte sie über Monate den Neubau an der Tegernseer Straße in Gmund mitverfolgen können. „Schließlich nahm ich Kontakt auf“, sagt Marion Sander-Becker, ”und als klar war, dass wir die Räume anmieten werden, formten sich unsere Ideen.“

Ankommen, entspannen und genießen Das Konzept für die ganzheitliche Tierpraxis zieht sich wie ein roter Faden durch alle Unternehmensbereiche. Im Behandlungsraum steht eine anziehend rote Coach,


LEBEN die von Herrchen oder Frauchen zielstrebig angesteuert wird, während ihr Vierbeiner den Raum inspizieren darf. Dabei erfährt die Tierärztin bereits einiges über „Herr und Hund“ (und über Frau und Hund). Ihre Diagnose bezieht neben dem Körper auch das Tierverhalten mit ein, und bevor mit „chemischen Keulen“ gearbeitet wird, stehen auf ihrem Behandlungsplan natürliche Methoden, allen voran die Ernährung. Viele Tierkrankheiten wie Zahnbeläge, Fettleibigkeit, Diabetes gehen auf schlechtes Tierfutter zurück. Und weil gutes Tierfutter nicht leicht zu bekommen ist, war ihr wichtig, es ihren KundInnen bei der Suche einfach zu machen und es gleich im Haus anzubieten. Im angrenzenden Ladl von Tochter Sara finden sich hochwertiges und gesundes Tierfutter und Leckerli aus kleinen Manufakturen in Deutschland. Anstelle von Zusatzstoffen, Zucker und Getreide, das auch bei Tieren zu Unverträglichkeiten führen kann, verfügen sie über einen hohen Anteil an Fleisch, Gemüse und Obst. „Eine gute Tierernährung erspart viele Wege zum Tierarzt“, sagt Marion Sander-Becker. „Am Ende gleichen sich die Kosten zwar aus, doch das Tier bleibt gesund, und beiden, Tier und Besitzer, geht es damit insgesamt besser.“ Die passionierte Reiterin wendet ihr Tierkonzept auch bei Großtieren an.

S’Ladl – für Zwei- und Vierbeiner Sara Becker, Modemanagerin mit jahrelanger Vertriebserfahrung, erweiterte in ihrem Ladl BY SARA BECKER das Tiersortiment um hochwertige und bequeme, teilweise nachhaltig hergestellte Damen- und Herrenkollektionen. Außer Tierfutter führt sie von regionalen Produzenten hergestellte kreative Produkte rund ums Tier. Zum Beispiel von Hand hergestellte faltbare Trinknäpfe, aufrollbare Unterlagen für den Restaurantbesuch, Katzenspielzeug aus Filz oder dezente Kratzflächen – eine schöne Alternative zu den monströsen Kratzbäumen. Fürs Gassigehen finden sich strapazierfähige und wetterbeständige Kollektionen, darunter Capes aus Wolle mit Lederfransen, die ein echter Hingucker sind. Legeres, sportliches und modernes Casual Design, Kleider, Röcke, anschmiegsame Kaschmirpullis und Herrenfreizeitmode runden das Sortiment ab. „Ich konzentriere mich ausschließlich auf kleine Firmen und Labels, die in Deutschland oder in Europa produzieren und noch am Anfang stehen“, sagt Sara Becker. Wer auf der Suche nach Geschenken ist, wird bei den Raumdüften, filigranen Schmuckkollektionen und in der Papeterie fündig.

Dort warten Notizbücher und die für allerlei Anlässe von der Münchner Designerin Rike entworfenen Karten auf ihren Einsatz. Geschmacksüberraschungen sind sicher beim Heumilchlikör von Liedschreiber aus Gmund und beim Popkorn aus Erdnussbutter und Salzkaramell. Das Popkorn wiederum ist auch im DAS BECKER‘S eine Besonderheit.

Das Becker’s Kaffee und Bistro Das Popcorn ziert nämlich frische Waffeln und krönt Eisspezialitäten. Hans und Dominik Becker arbeiten hier Hand in Hand. Der Sohn, Gastroprofi, an der Front, der Vater in der Küche und im Büro. Verstärkung finden sie in Lisa, die aus den selbst hergestellten Brotaufstrichen, Salumerien, Fisch oder rein vegan üppig belegten Broten wahre Augenweiden zaubert. Das Kaffee und Bistro bietet selbst gebackene Kuchen und Frühstück, das der Gast sich frei selbst zusammenstellt und schon jetzt ein Renner ist. „Wir vermeiden damit viel übrig Gebliebenes, und unsere Gäste finden die freie Auswahl super“, sagt Dominik Becker. „Super kommen auch der Sprizz nach einem geheimen Hausrezept und der Espresso an der Theke für einen Euro an.“ Ein Barerlebnis fast wie in Italien. Für die Qualität der Zutaten bürgen die Lieferanten aus dem Tal oder nahen Umkreis, und eine Mikrowelle in der Küche ist tabu. DAS BECKER‘S bietet zwei Terrassen und einen großzügigen hellen Innenbereich. „Die Gmunder sind sehr offen, und unser Konzept scheint ihnen zu gefallen“, sagt Hans Becker, ”Zu 80 Prozent kommen unsere Gäste von hier.“

Sander-Becker GmbH Tegernseer Straße 8 83703 Gmund am Tegernsee www.sanderbecker.de

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GESUNDHEIT Por t rät

„Geht es den Zellen gut, fühlt sich auch der Mensch wohl.“ Die Reihe seiner Titel ist ebenso lang wie seine erfolgreiche Karriere als Arzt und Chirurg: Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Bernd Steckmeier sprach mit mir über sein Buch, über das Alter und worauf es dabei ankommt, wenn man nicht nur einfach lange, sondern auch lange gesund leben möchte Text und Foto: Sabine Schreiber

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s ist erstaunlich, wie agil und energetisch, quasi behende, Prof. Steckmeier die steile Anhöhe zu unserem Sitzplatz in seinem Garten oberhalb des Tegernsees erklimmt. Definitiv eleganter und gewandter als ich – und dabei kann ich gerade mal auf die Hälfte an Lebensdauer zurückblicken. Vielleicht muss man es auch so sehen: Er hatte ja doppelt so lang Zeit zu trainieren und sich fit zu halten! Der Arzt, der immer noch leiden-

schaftlich mit dem Mountainbike in den Bergen unterwegs ist, lacht schallend, er hat Humor. Was er noch hat, ist eine faszinierende Fähigkeit, bildhaft und eindringlich zu erklären und zu schildern. Komplexe Stoffwechselvorgänge und zelluläre Abläufe weiß er derart detailliert und lebendig zu beschreiben, dass ich gebannt an seinen Lippen hänge und all das von ihm Ausgeführte wie einen Lehrfilm vor meinem inneren Auge ablaufen sehe. „Grundsätzlich ist es ganz einfach: Wenn es der Zelle gutgeht, fühlt sich auch der Mensch wohl. Versteht man einmal, wie die Prozesse im Kleinen funktionieren und warum genau man manches meiden und anderes intensivieren sollte, ist – meiner Erfahrung nach – schon

„Nicht für immer jung, aber später alt!“ der erste Schritt getan.“ Darum habe er auch das Buch geschrieben, damit, wer will, verstehen und gesünder leben könne. 400 Seiten stark ist sein angenehm lesbares, ja fast vergnügliches Werk „LebensAder. Weckruf für den Körper – nicht für immer jung, aber später alt“. Auf Grundlage seiner langjährigen Erfahrungen und wissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Praxis als renommierter (Gefäß-)Chirurg und Venenspezialist führt Prof. Steckmeier darin eine lange Reihe an äußerst lebenszugewandten und pragmatischen Empfehlungen auf, wie man ohne schmerzhafte Kompromisse gesund dem körperlichen Alterungsprozess begegnen kann. Natürlich ist er damit nicht allein im großen Feld der Ratgeber-

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literatur. Was sein Buch jedoch gegenüber dem breiten Durchschnitt hervorhebt, ist die sympathische Mischung aus fundiert fachlichem Wissen, die Bevorzugung von philosophischem Nachdenken gegenüber esoterischen Drohgebärden und dem versöhnlichen Ton, der zwar die Nachteile diverser Genüsse nicht beschönigt, aber den Genuss per se auch nicht verteufelt. So heißt es etwa: „Wir sollten uns daran erinnern, dass manchmal ein kleines Stück eines guten Käse, langsam und mit Genuss gegessen, mehr Gaumenfreude bereiten kann als ein sündteures Sieben-Gänge-Menü. [...] Genießen wir das Leben

„Obst, Gemüse, Fisch, Nüsse, Knoblauch und ein wenig Wein.“ in Maßen und machen uns kein schlechtes Gewissen, wenn wir einmal über die Stränge schlagen. Bedenken wir aber, dass sich alles, was wir tun oder nicht tun, [...] widerspiegelt in der Funktion unseres Herzens, der Qualität unserer Gefäße und all unserer Organe.“ Und ein gutes Stück weiter: „Obst, Gemüse, Fisch, Getreide, Nüsse, Knoblauch und ein wenig Wein sollten auf dem Tisch stehen. Damit erkranken wir seltener an Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes, Krebs und Demenz und leben länger als der Durchschnitt. Na dann – guten Appetit!“ Ebenso positiv begegnet einem der Autor in persona: „Neben all dem, was es heutzutage zu beachten gibt, muss man ja auch noch leben und genießen. Diäten und übermäßiger Sport werden ebenfalls ungesund, wenn man es übertreibt. Und die gute Laune darf man als

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gesundheitlichen Faktor keinesfalls außer Acht lassen.“ Nachdem wir lange über Epikurs Philosophie, gutes und schlechtes Cholesterin, die Selbstreinigungsprozesse in den Zellen und essenzielle Aminosäuren gesprochen haben, frage ich ihn noch nach seiner Zeit als praktizierender Chirurg und warum er sich auf das kardio-vaskuläre System, speziell Arterien und Venen, spezialisiert habe. Der Grund ist simpel, die weiteren Ausführungen aber äußerst spannend: Er habe nach seinem Studium der Humanmedizin an der LMU in München in einem herzchirurgischen Forschungslabor Mitte/Ende der 60er-Jahre als Doktorand begonnen, dort 1972 promoviert und damals den Beginn der großen Erfolge in diesem Gebiet miterlebt. Somit sei die Spezialisierung von alleine passiert. Wenn Prof. Steckmeier davon erzählt, was es bedeutet, die Verantwortung eines Chirurgen zu tragen, der Aneurysmen behandelt, verkalkte Gefäße ausschabt, abgetrennte Gliedmaßen wieder annäht oder Schlagadern repariert, wird aus dem salopp-lässigen Dozenten ein kerzengerade sitzender, hellwacher Arzt, der – während er sich in diverse Situationen zurückversetzt – die sensiblen und feinmotorisch höchst begabten Hände bewegt, als führten sie OP-Besteck. Manche Gefäßwände seien so zart wie Seidenpapier und ebenso schwer zu vernähen, die blumenkohlartig wuchernden Verkalkungen dagegen tatsächlich betonhart, sodass feine, chirurgische Nadeln daran abbrechen könne. Alles käme beim Operieren darauf an, dass man die unterschiedlichen Beschaffenheiten, Viskositäten oder Widerstände des Gewebes spüren könne und man mit dem Instrumentarium verschmelze. Und natürlich müsse man hart im Nehmen sein, denn nicht alle, die mit einem arteriellen oder venösen Notfall in die Klinik kämen, einem Schlaganfall beispielsweise, könnten gerettet werden. Darum hoffe er auch in diesem Sinne auf die Prävention im Privaten durch eine achtsame Lebensführung. Nüsse essen, unbedingt aktiv bleiben – physisch, aber auch sozial – und ab und zu ein bisschen Rotwein trinken und so weiter ... Das klingt doch gar nicht so übel!


„Genießen wir das Leben in Maßen – ohne schlechtes Gewissen!“

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s n e g i br Prof. Steckmeier schreibt derzeit schon an einem weiteren Buch. Wer allerdings seinen konkreten Rat sucht, kann sich an Praxis „Gefäßchirurgie Schwabing“ wenden:

Bernd Steckmeier LebensAder: Weckruf für den Körper – nicht für immer jung, aber später alt 400 Seiten, KVM – Der Medizinverlag, 14,80 €

Gefäßmedizin Schwabing Dr. med. Romy Schumann Prof. Dr. Steckmeier Leopoldstraße 67, 80802 München Tel.: (089) 33 03 70 66 Mail: info@angiologie-schwabing.de Weitere Informationen und Sprechzeiten unter: www.angiologie-schwabing.de

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KUNST

Augenblick, verweile doch …

Mit vielen seiner Gemälde feiert der Künstler und Bergliebhaber Hans Piotrowiak den flüchtigen, frei flottierenden Augenblick. Text: Sabine Schreiber / Fotos: Andreas Leder

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as Betrachten der Gemälde von Hans Piotrowiak inspiriert. Und zwar auf eine im positiven Sinne hemdsärmelige, herrlich lebensbejahende und kraftvolle Art und Weise. Die Bandbreite ist groß, die Hans Piotrowiak mit seinen Bildern in emotional-assoziativer Hinsicht abdeckt. Aber wen wundert‘s, schließlich wurde diesem Künstler im Lauf seines Werdegangs alles zuteil, was seine vermutlich angeborene Begabung kontinuierlich unterstützte: 1938 im westfälischen Herten geboren, hing er schon als Grundschüler seinem Onkel, dem Architekten, an den Hacken, wenn dieser durch die Viertel zog und skizzierte, und beobachtete genau dessen Tun. Aber denselben Beruf ergreifen, das wäre zu einfach gewesen: Er sah als junger Mann – er hatte soeben die Lehre bei einem herrischen Schreinermeister alter Schule abgebrochen – ein handgemaltes Plakat, das ihn faszinierte, und entschied sich daraufhin für eine Ausbildung in ebenjenem Betrieb, der dieses wirkmächtige Produkt geschaffen hatte. Er lernte Schriften- und Wandmalerei im Atelier Dujardin in Recklinghausen. Nach dem erfolgreichen Abschluss schrieb

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KUNST

sich Hans Piotrowiak 1957 schnurstracks an der renommierten Folkwang Hochschule in Essen-Werden für die Fächer Malerei, Grafik und Fotografie ein und kam in den Genuss einer bis dato einmaligen, ganzheitlich künstlerischen Ausbildung. Jeder Student wurde angehalten und motiviert, auch in anderen Fächern als den präferierten Kurse zu belegen. Tanz. Schauspiel. Architektur. Ganzheitlichkeit in Kombination mit Denken – der Inbegriff dessen, wie man Menschen den Genuss der Erfahrung von Selbstwirksamkeit und -ermächtigung ermögli-

chen kann. Pina Bausch war eine Kommilitonin, Jürgen Prochnow der Mitbewohner von Piotrowiak. Die Professoren Schardt (Grafik), Burchartz (Gestaltungslehre) und Steinert (Fotografie) waren Piotrowiaks prägende Lehrmeister. Nach dem Studium gründete 1963 Hans Piotrowiak mit einem Studienfreund eine Design– und Werbeagentur, die er im Anschluss 50 Jahre lang sehr erfolgreich führte. Außerdem knüpfte er enge Kontakte zu dem Grafikkünstler Frank Gianninoto (Entwickler des

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zu fungieren, sich zu großen Teilen seiner Malerei zu widmen und in New York, Shanghai und Europa auszustellen. Weltweit schätzen seither Kunstinteressierte und Sammler seine Werke – und tun gut daran. Einen Piotrowiak dauerhaft im Lebensumfeld zu haben, bedeutet nämlich, eine Art Zeitmaschine zu besitzen. Nicht, um die Vergangenheit oder Zukunft zu bereisen, sondern um Gegenwart zu leben. Beim Betrachten seiner Bilder, oft nach erlebten, ephemeren Situationen entworfen, werden autoritäre Strukturen wie die stur ablaufende Zeit außer Kraft gesetzt und der Raum geschaffen für echtes Erleben, Wahrnehmen, Erinnern, Vergessen, Versinken, Versäumen – kurz: leben, also Augenblicke, die verweilen.

legendären Marlboro-Logos) und verweilte zwei Jahre in dessen Nähe – also in New York, wo Piotrowiak eine prägende Zeit, angereichert mit Bekanntschaften wie mit Andy Warhol, erfuhr. Da seine Werbeagentur in Europa boomte, konnte er sie bald mit kreativen und genialen Köpfen füllen und es sich leisten, sich selbst darauf zu beschränken, als Ideengeber und Mentor im Hintergrund

www.pio-bilder.de

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ER HOLUNG

Ein Herbst am See. Wie im Bilderbuch. Text: Catharina Niggemeier / Fotos: Günter Standl


Herbst ist der Moment des Innehaltens. Die kostbar kurze Zeit zwischen Sommer und Winter. Genau der richtige Moment, um zu sich zu kommen, Kraft zu tanken, durchzuatmen: Das erlaubt das Boutiquehotel Relais-Chalet Wilhelmy in Bad Wiesseee am Tegernsee in exklusiver Wohlfßhlatmosphäre. 81


ER HOLUNG

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enn die Badesaison vorbei ist, wird es am Tegernsee spürbar ruhiger. Und auch auf den Wanderwegen sind weniger Gäste unterwegs als im geschäftig pulsierenden Sommer. Gerade deshalb ist der Herbst ein wahres Highlight, um sich einen erholsamen Aufenthalt im Relais-Chalet Wilhelmy zu gönnen. In dieser Jahreszeit strahlen die Farben rund um das familiengeführte Boutique-Hotel in Bad Wiessee besonders intensiv, weil sich die Blätter der Laubbäume Rot, Ocker und Orange verfärben und der Himmel tiefblau leuchtet; wegen der klaren Luft kann der Blick weit schweifen, sobald man unterwegs in den nahen Bergen an Höhe gewinnt.

len. Neuzugang seit dem Frühsommer sind fünf zusätzliche Zimmer „mit Berg- und Weideglück“, die nebeneinander auf Gartenniveau liegen. Jedes von ihnen ziert eine Wandtapete mit großformatigen, floralen Motiven, auf die sowohl die 1,60 Meter breiten Boxspringbetten als auch die Wohntextilien farblich abgestimmt sind. Die Stirnseite der hellen Zimmer nehmen bodentiefe Sprossenfenster ein, durch die eine Tür auf die Gartenterrasse führt. Zarte Holzschreibtische, glänzend weiße Einbauschränke, Kitchenettes und moderne Bäder komplettieren die Einrichtung.

Vor oder nach einem Ausflug tut es gut, es sich je nach Wetter im Garten, auf der neu angelegten Sonnenterrasse oder im lichten Wintergarten gemütlich zu machen. Abends flackert in der Brennerei ein Kaminfeuer, vor dem Polstersessel zum Lesen oder Plaudern bei einem Glas Wein einladen. Gute Tropfen von Winzern, die die Inhaberfamilie Ziegelbauer persönlich kennt, warten in der Weinerei nebenan in raumhohen Regalen.

Vor dem Endspurt zum Jahresende noch einmal durchatmen, zu sich kommen und Kraft tanken: Das erlaubt das Relais-Chalet Wilhelmy mit einem Ambiente, dessen Wohlfühlatmosphäre bewusst wie ein zweites Zuhause wirkt. Übrigens auch hervorragend geeignet, um zu feiern, zu tagen oder zu heiraten. Denn das RelaisChalet Wilhelmy bietet auch hierfür alles, was man sich erträumt.

Erholung pur zum Jahresende

Lassen Sie sich in unserer Spa-Oase mit Aromaölen und Kosmetik verwöhnen Fallen lassen kann man sich außerdem in der Spa-Oase, die Anfang 2020 erweitert wurde. Außer Thermium, Aroma-Dampfbad, Bio- und Außensaunen sowie einem ganzjährig beheizten Pool im Freien gibt es hier Anwendungen zum Entspannen – egal ob wohltuende Massagen, Aromaöl-Bäder, Lymphdränagen oder Kosmetikbehandlungen, die in verschiedenen Paketen für eine Person oder zwei Personen kombiniert werden können. Behagliche Rückzugsmöglichkeiten bieten 24 Zimmer, zwei Suiten und zwei Ferienwohnungen. In ihnen sorgen bequeme Boxspringbetten, maßgeschneiderte Polstermöbel sowie Antiquitäten für Charme im eleganten Landhausstil. Hingucker sind ausgesuchte Details wie passende Gardinen, Decken und Kissen in Tönen von Aubergine bis Pistazie, gerahmte OriginalKunstwerke an den Wänden, frische Blumensträuße, silberne Kerzenleuchter und stimmungsvolle Lichtquel-

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Boutiquehotel Relais-Chalet Wilhelmy Freihausstraße 15 83707 Bad Wiessee am Tegernsee Tel.: +49 (0)8022 98 68 info@relais-chalet.com, www.relais-chalet.com


ESSEN & TRINK EN Inter v iew

Für kurze Zeit: Dinnieren im Bootshaus Das Bootshaus in Bad Wiessee gilt als eine der außergewöhnlichsten Locations am Tegernsee. Direkt am Wasser und mit einmaligem Blick, kann man dort unvergessliche Momente erleben.

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Werden Sie direkt im Bootshaus kochen? Ja, ich werde direkt vor Ort, zusammen mit einem kleinen Team, alles frisch zubereiten und auch persönlich für die Gäste greifbar sein.

Welchen besonderen Anspruch haben Sie an die Abende im Pop-up-Restaurant „Bootshaus“? Den Gästen vom Aperitif in besonderer Umgebung bis zum Dessert ein entspanntes Dinner ohne Zeitdruck und mit viel Ruhe und Zeit für den Moment ermöglichen. Deshalb wird auch jeden Abend nur eine begrenzte Anzahl von Reservierungen angenommen, max. 30, und jeder Tisch wird auch nur einmal besetzt.

isher stand das Bootshaus mit seinem Flair allerdings nur für geschlossene Gesellschaften zur Verfügung. Das soll sich nun für kurze Zeit ändern: Von Mitte November bis Ende Februar verwandelt sich das Bootshaus in ein exklusives Restaurant. An den Abenden von Donnerstag bis Sonntag wird der neue Souschef des Hotels Terrassenhof, Daniel Böttinger, ein speziell für das Pop-up-Restaurant entworfene Fünf-Gang-Menü servieren. Wir durften ihm vorab schon ein paar Fragen stellen:

Welche Menüs dürfen die Gäste denn erwarten? Es gibt jeden Monat ein neues Fünf-Gang-Menü. Ich interpretiere die regionale bayerische Küche gerne so, dass die Aromen im Vordergrund stehen und man sich auch nach den fünf Gängen noch wohlfühlt. Bayerische Küche ist ja klassischerweise eher deftig ...

Also darf man sich auf klassisch Bayerisches freuen? Mit Sicherheit. Aber ich möchte meine Gäste gerne auch ein bisschen herausfordern. Zwar werde ich nichts Skurriles aus der Molekularküche auftischen, aber besondere Kombinationen und geschmacklich-aromatische Aha-Effekte für die Besucher kreieren.

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Pop-up-Restaurant Öffnungszeiten Mitte November 2020 bis Februar 2021 Do., Fr., Sa., So. ab 18:00 Reservierung erforderlich unter 08022 863 145 oder reservierung@popup-tegernsee.de


Das Bootshaus bittet zu Tisch …ein Erlebnis . exklusiv . geschmackvoll . intensiv

w w w . p o p u p -t eg e r n s e e . d e Ab November . Bootshaus Pop-Up . Adrian-Stoop-Str. 50 . 83707 Bad Wiessee . Do-So ab 18:00 . Reservieren: 08022 863-145


GENUSS


Tegernseerhof

Der Wachau ursprünglichstes Weingut Die Wurzeln des Tegernseerhofs reichen zurück ins Tegernseer Tal. Das ursprünglichste Weingut in der Wachau ging aus einer kaiserlichen Schenkung an das Tegernseer Kloster hervor. Auf steilen Terrassen aus massivem Urgestein reifen die Reben über der Donau in einer der schönsten Weinlandschaften Österreichs.

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trag“, sagt Martin Mittelbach. „Manche Rebsorte lesen wir mehrmals von Hand, jeweils dann, wenn der perfekte Erntezeitpunkt erreicht ist. So kann sich beim Keltern das Potenzial der Trauben optimal entfalten und der Wein seinen unverwechselbaren Charakter entwickeln.“

Qualitätsversprechen „Codex Wachau“

Text: Iris Hüttner / Fotos: Pamela Schmatz

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aiser Heinrich II. schenkte dem Tegernseer Kloster „zwei Huben Land“ zwischen Melk und Krems, das 1176 darauf den Tegernseerhof als Lesehof errichtete. Seit 1253 werden am Loibenberg Rebstöcke angebaut. Seit dem 19. Jahrhundert in Privatbesitz, wird das Weingut heute in sechster Generation von Familie Mittelbach bewirtschaftet. Geprägt von der über 1000-jährigen Geschichte und mit dem seit Generationen erworbenen Wissensschatz über Wein, keltert Winzer Martin Mittelbach auf 28 Hektar in Dürnstein und Weißenkirchen bestbewertete, trinkbereite und über Jahrzehnte lagerfähige Weißweine.

Ein Bild von einem Weingarten Gneis und Lössböden, Südostlagen direkt im Fels und auf Urgestein, optimale Wetterbedingungen von Wind und Sonne – das sind hier die natürlichen Bedingungen der Rebstöcke. Zu den Hanglagen des Weinguts zählen Terrassen an Österreichs berühmtesten und erstem Weinberg, dem Kellerberg und dem Loibenberg. Inmitten felsigen Hochlands hat die Familie vor 60 Jahren von Hand die Weinbergterrassen am Höhereck angelegt. Die östlichste Lage ist das Steinertal, wo die Reben an Südosthängen wie in einem Amphitheater am blanken Fels wachsen. Die westlichste liegt auf dem Gemeindegebiet von Weißenkirchen – am Steinriegl klettern die Rebstöcke in schwindelerregende Höhen. In der Nähe befindet sich auch der Zwerithaler (zwischen den Tälern, Anm. d. Red.), ein ganz kleiner Weinberg über der Donau und mittendrin ein massiver Felsen. „Wir kultivieren unsere eigene Rebselektion angepasst an die jeweilige Lage und legen dabei mehr Wert auf Qualität als auf den Er-

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Der Tegernseerhof ist Mitglied bei der 1983 gegründeten Vereinigung „Vinea Wachau Nobilis Districtus“, die dazu verpflichtet, ausschließlich Weine aus dem gesetzlich abgegrenzten Weinbaugebiet der Weingüter zu keltern und Qualität ohne Kompromisse zu erzeugen. Ihr „Codex Wachau“ garantiert eine naturbelassene Weinproduktion und strengste Selbstkontrolle bei den registrierten Weinmarken „Steinfeder“, „Federspiel“ und „Smaragd“, die bei nationalen und internationalen Wettbewerben regelmäßig vordere Plätze belegen. Das Fachmagazin Falstaff attestiert den Weinen vom Tegernseerhof „eine unglaubliche Dichte an Aromen, die sich in den Smaragden des Weinguts auf unterschiedlichste Weise zu erkennen geben“. Im Falstaff-Weinführer erreichen seine Grünen Veltliner und Rieslinge bis zu 97 Punkte.

In den Tegernsee Arkaden sind die Weine vom Tegernseerhof an ihrem eleganten Etikett mit dem markanten T sofort erkennbar. Erhältlich ist beispielsweise ein Riesling Ried Loibenberg Smaragd 2017, lagerfähig bis 2029, der 96 Punkte von Falstaff und 95 Punkte von A la Carte vorweist. Außerdem eine Selektion an Grünen Veltlinern und Rieslingen sowie Blauer Zweigelt und Rosé. Die Preise liegen zwischen 12,90 Euro und 29,90 Euro.

Weingut Tegernseerhof Unterloiben 12, A-3601 Dürnstein Österreich, Tel.: +43 2732 85 362 www.tegernseerhof.at


St. Quirinus

eine biodynamische Tenuta Das Weingut St. Quirinus liegt oberhalb des Kalterer Sees inmitten des alten Weinbaugebiets „Planties superior“, das die Mönche des ehemaligen Benediktinerklosters Tegernsee per Schenkung erhielten. Heute wird hier biodynamischer Weinbau betrieben, und „Planties“ heißen die Cuvées.


Text: Iris Hüttner / Fotos: St. Quirinus

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t. Quirin ist der Patron des ehemaligen Tegernseer Klosters. Unter seinem Schutz stehen seit der Schenkung im Jahr 1530 auch die Weinberge der heutigen Tenuta St. Quirinus in „Planties superior“, wie das kleine Dorf Oberplanitzing auf dem Gemeindegebiet von Kaltern einst hieß. Die Mönche bewirtschafteten die Hänge bis zur Säkularisation 1803 und bauten ausschließlich die Vernatschrebe an. Wie schon damals wird der Schutzheilige bei seiner Arbeit von einem besonderen Mikroklima und mineralreichen Böden unterstützt. Die Mittelgebirge im Osten und Westen entlang des Etschtals garantieren mit südländischen Temperaturen am Tag – hier wachsen Olivenbäume und Palmen – und mit kühlenden Fallwinden in der Nacht optimale Wärme und Luftaustausch für die Reben. Auf lehmig-sandigen und steinigen Böden wachsen sie in sonnenverwöhnten Südostund Südwestlagen, was den Weintrauben ein reichhaltiges Aroma und Süße und den Weinen Vollmundigkeit und im Glas funkelnde Farbtöne schenkt.

Eine Winzerfamilie im Einklang mit der Natur Diese günstigen Voraussetzungen der Natur führen die drei Generationen der Familie Sinn mit einem biodynamischen Landbau konsequent fort. In ihren Weinbergen auf 250 bis 440 Höhenmetern kultivieren sie vermehrt pilzresistente Rebsorten wie Bronner, Johanniter, Prior und Cabernet Cortis neben den klassischen Sorten Merlot, Blauburgunder, Lagrein, Vernatsch, Chardonnay, Weißburgunder und Sauvignon Blanc. Seit dem Jahr 2011 keltern sie ihre sortenreinen Weine und Cuvées im neuen Weinkeller und verbinden altes Winzerhandwerk mit neuer Technik. „Wir legen Wert auf natürliche Weine, die mit schonender Verarbeitung und mit wenig Eingriff im Ausbau die handwerkliche Tradition unserer Arbeit widerspiegeln“, sagt Michael Sinn. Beispielsweise lässt der Önologe die Maische des „Planties Amphora“ in der Tonamphore vergären und baut den Wein auch in ihr aus. Beim Ausbau von „Merlot Quirinus“ und „Merlot Riserva“ bringt er das Barriquefaß, beim „Blauburgunder“ das Tonneau zum Einsatz. „In diesem Jahr sind wir besonders stolz auf die vier Gold- und zwei Silbermedaillen, mit denen unsere Weine beim internationalen Bioweinpreis ausgezeichnet wurden. Man merkt, dass man den richtigen Weg eingeschlagen hat, dass die Qualität stimmt, und man bekommt dafür Anerkennung, und das ist eine große

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Genugtuung“, sagt Robert Sinn, der die Verantwortung für den Betrieb Schritt für Schritt seinem Sohn Michael überträgt.

Mehr als Weine Auf Initiative von Robert Sinn entstand zusammen mit einem Winzerkollegen „Die Weinschmiede“, ein gemütliches Weinlokal mitten in Kaltern, das vom Weingut in einer halben Stunde bergab fußläufig zu erreichen ist. Die Gäste kommen zum Aperitif mit Weinen aus eigener und Fremdproduktion und treffen sich selbst im Winter gerne an den Weinfässern vor dem Lokal zum geselligen Beisammensein. Auf dem Weingut St. Quirinus führen Birgit Sinn und die Seniorin Anna den Hofladen, der außer Weinen und ihrer Verkostung auch Säfte, Obst, Gemüse, Honig und Marmeladen anbietet – alles aus eigenem biodynamischen Anbau und eigener Produktion. Zudem laden vier Ferienwohnungen, eine Sauna im Weinfass und ein Pool dazu ein, sich mit dem Weingut und der Gegend vertraut zu machen oder einfach ein paar Tage am Kalterer See zu genießen und zu relaxen.


Die Weine von der Tenuta St. Quirinus sind in den Tegernseer Arkaden zu erhalten. Das Sortiment umfasst eine Auswahl an Weißweinen ab dem Jahrgang 2018, Rotweine ab den Jahrgängen 2015 und die beiden Cuvées „Planties Weiss“ und „Planties Rosé“. Die Preise liegen zwischen 9,90 Euro und 17,90 Euro.

Bio-Weingut St. Quirinus Oberplanitzing 4b, I-39052 Kaltern, Südtirol Tel.: +39 329 808 5003, www.st-quirinus.it

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GENUSS Inter v iew Herr Hitzelberger, wie kam es dazu, dass Sie sich neben Ihrer zeitintensiven Arbeit als Bauplaner dem Weinhandel widmeten?

„Bei der Auswahl eines Weinguts ist mir Nachhaltigkeit sehr wichtig.“ Seine meiste Zeit verbringt Karl Hitzelberger mit Bauplanungen und Bauleitung im Landkreis. Die verbleibende Zeit widmet er seinem Weinhandel. Dafür geht er auch schon mal auf die Suche nach Weingütern mit einer besonderen Geschichte, die über ihn dann den Weg ins Tegernseer Tal finden. Im Interview erzählt er, was für ihn außerdem bei der Auswahl zählt. Text: Iris Hüttner

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In meiner damaligen Funktion als Tegernseer Stadtrat hatte ich den Festzug zur 1250-Jahrfeier mitgestaltet. Zu diesem Anlass steuerte das Weingut Tegernseerhof aus der Wachau, das ja im 12. Jahrhundert aus einer Schenkung an das Tegernseer Kloster hervorging, für die Feierlichkeiten seinen Wein bei, den es während des Umzugs an die Zuschauer und Gäste kostenlos ausschenkte. Noch Wochen später fragten mich die Leute, wo der Wein erhältlich sei. Das gab den Anstoß für meinen Weinhandel.

Indirekt geht Ihr Weinhandel also auf das Tegernseer Kloster zurück. Wie ging es nach dem Start mit dem Tegernseerhof dann weiter? Einige Jahre später wurde ich bei einer Begegnung mit einer Delegation aus Kaltern auf das Weingut St. Quirinus aufmerksam. Zufällig bestand auch hier wieder ein Bezug zum Tegernseer Kloster. Was für mich aber den Ausschlag gab, waren der biodynamische Anbau und die Verbindung von traditionellem Handwerk mit neuen önologischen Techniken auf dem Weingut.

Inzwischen vertreiben Sie Weine von deutschen, österreichischen, französischen, spanischen und italienischen Weingütern. Wie gingen Sie bei der Erweiterung Ihres Sortiments vor? Da spielen zwei Faktoren eine Rolle. Der eine ist, dass ich mich in den Weingegenden umsah und in Gesprächen mit Winzern und Zwischenhändlern von interessanten Weingütern erfuhr. Der zweite Faktor war und ist die Qualität.

Welche Kriterien legen Sie der Qualität zugrunde? Mich interessiert vor allem, mit welcher Philosophie ein Winzer oder ein Weingut arbeitet. Für mich spielen dabei die Pflege und der Umgang mit der Natur eine bedeutende Rolle. Außer der Pflege der Böden und der Reben achte ich auf die Verarbeitungsmethoden. Ich gehe den Fragen nach, ob eine Offenheit vielleicht für


alte Rebsorten, neue Verfahren beim Keltern und dem Ausbau der Weine besteht und ob alte Techniken gepflegt und eventuell weiterentwickelt werden.

Was spielt die entscheidende Rolle, damit Sie einen Wein in Ihr Sortiment aufnehmen? Man versucht natürlich immer, den aktuellen Trend zu berücksichtigen. Ich probiere auch gern Neues aus und beobachte, ob es bei der Kundschaft ankommt. Natürlich schaue ich auch auf das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Wo sind Ihre Weine zu erwerben? In den Tegernsee Arkaden findet sich eine Auswahl von den Weingütern Tegernseerhof und St. Quirinus. Darüber hinausgehende Wünsche bespreche ich nach telefonischer Vereinbarung.

Tegernseer Weinhandel, Karl Hitzelberger

Foto links oben: Karl Hitzelberger; rechts unten: Tegernseer Arkaden, A. Leder

Prinzenweg 14, 83684 Tegernsee, Mobil +49 (0)175 59 41 578 tegernseerweinhandel@t-online.de

er e s n r Tege den a Ark

Weine und viel Regionales

In den Tegernsee Arkaden können Weinliebhaber und Kenner einige der Weine vom Tegernseerhof und St. Quirinus im offenen Ausschank verkosten. Ihnen sind manche Geschmacksüberraschung und Entdeckung sicher. Begleitend zu den Weinen gibt es Spezialitäten aus der Region. Außerdem bieten die Tegernsee Arkaden Kaffeespezialitäten und feine Kuchen und Torten an. Darüber hinaus ist die exklusive Markthalle bekannt für ihre Produkte von regionalen Manufakturen – von Lebensmitteln und Feinkost, Kaffee, Biersorten, Spirituosen, Schokoladen bis hin zu Kosmetik, Parfums, Büchern und Papeterie. Kurz: Ein Ort, an dem man sich selbst und andere verwöhnen kann und ausgefallene Geschenke findet.

Tegernsee Arkaden Seestraße 20, 83684 Tegernsee Tel.: 08022 66 39 009 www.tegernsee-arkaden.de Öffnungszeiten Mo. bis Sa. 10:00 bis 18:00 Sonn- und Feiertage 11:30 bis 18:00

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Angekommen im Olymp der Destillateure Die beste Destillerie Deutschlands heißt seit dem 7. Juli 2020 Lantenhammer und ist im oberbayerischen Hausham beheimatet. Damit nicht genug: Auch der „Likör des Jahres 2020“, der Kaffeeliqueur, und der „Fruchtlikör des Jahres 2020 national“, der Williams Liqueur, stammen aus dem Hause Lantenhammer.

Text: Iris Hüttner / Fotos: Lantenhammer (Andreas Leder)

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in langer Weg bis zur Auszeichnung. „Destillateur des Jahres 2020 national“ lautet offiziell die Auszeichnung, die im Rahmen des „International Spirit Award“ (ISW) an eine Destillerie nur dann vergeben wird, wenn diese bereits mindestens zehn Auszeichnungen vorweisen kann. Lantenhammer blickt auf ein Großes Gold, sieben Gold und zwei Silber. „Damit haben sich unsere langjährige Erfahrung, handwerkliches Können und Experimentierfreude sowie unser kompromissloses Qualitätsversprechen gelohnt“, sagt sichtlich erfreut Tobias Maier, Master Distiller und Geschäftsführer von Lantenhammer. Der unter den bedeutendsten internationalen sSpirituosenwettbewerben rangierende ISW wurde vor 17 Jahren vom Meininger Fachverlag ins

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Leben gerufen, der auch den renommierten Weinpreis MUNDUS VINI ausschreibt. „An insgesamt vier Tagen in diesem Jahr haben unsere knapp 50 Spirituosenexperten sich durch die großartige und vielfältige Welt der Spirituosen verkostet, um am Ende nur die besten mit einer Medaille auszuzeichnen“, sagte Verkostungsleiter Christian Wolf anlässlich der Preisverleihung. Zur Bewertung standen in 24 Kategorien rund 1000 Spirituosen aus der ganzen Welt. Die Juroren stammen aus der Forschung, von Herstellern, aus dem Handel und der Gastronomie. Die Experten beurteilen die Spirituosen in deren jeweiligen Kategorie nach Sensorik, Geschmack, Ausgewogenheit und vielen weiteren Kriterien. Am Ende bewerten sie den Gesamteindruck und die Harmonie der Aromen


Oben: Brennkessel in der Lantenhammer Destillerie

Rechts: Destillateure Adrian, Benedikt, Christina, Josef, Tobias

es ör d k i L res Jah Wussten Sie, dass der Kaffeelikör aus der Destillerie Lantenhammer, der Kaffeeliqueur „Likör des Jahres 2020“ auch als Zutat bei Mischgetränken und Speisen sein feines Aroma von Arabica- und Robusta-Kaffeebohnen verströmt und der Williams Liqueur „Fruchtlikör des Jahres 2020 national“ aus dem Saft vollreifer Südtiroler Birnen und dem Williamsbrand bis zu seiner vollen Geschmacksreife mehrere Jahre braucht?

und des Alkohols. Das Produkt mit der höchsten und der niedrigsten Punktzahl scheidet aus. Diese international gängige Regel stellt einen Ausgleich gegenüber Jurymitgliedern sicher, die eventuell die eigenen Produkte favorisieren und die von Mitbewerbern unterbewerten würden. Nachdem Lantenhammer nun in den Olymp der Destillateure eingegangen ist, wollen Tobias Maier und sein junges vierköpfiges Team von Ausruhen nichts wissen. „Wir brennen für unser Handwerk. Die Auszeichnung zum „Destillateur des Jahres 2020 national“ feuert uns zu noch mehr Bestleistung an“, sagt der Meisterdestillateur. Bleibt die spannende Frage: Womit überraschen sie bei Lantenhammer wohl als Nächstes?

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Am Anfang war das Fass

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lt Ru mu s k C l a Mezca ion c S el e t

Text: Iris Hüttner / Fotos: Andreas Leder

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ieder so ein Highlight von Lantenhammer: Rumult Mezcal Cask Selection. Klingt spanisch? Ist es auch (fast). Genauer gesagt, mexikanisch und bayerisch. Was es bedeutet? Die Vereinigung mexikanischer und bayerischer Destillateurskunst, Kultur und Lebensfreude. Abgefüllt in einer streng limitierten Edition von 847 Flaschen – jede nummeriert und in einer kunstvoll gestalteten Holzkiste mit Hologramm als Original erkennbar.

Zwei Mezcal-Fässer und ein UNESCO-Welterbe Für seine Rum-Raritäten ist Lantenhammer weltweit auf der Suche nach seltenen Holzfässern. Über ein internationales Netzwerk wurden der Haushamer Destillerie zwei 225-Liter-Mezcal-Fässer aus der mexikanischen Region Oaxaca zum Kauf angeboten. Eine kleine Sensation, denn solche Fässer sind eigentlich überhaupt nicht erhältlich. Mezcal ist quasi der Bruder des Tequila und wird aus dem Herzstück wilder Agavensorten hergestellt. Bei der Herstellung entsteht sein typisches Erd- und Raucharoma, welches das Destillat während seiner Reife an die Fässer abgibt. Das war Master Distiller Tobias Maier und seinen experimentierfreudigen Destillateuren den Versuch wert, einen Teil ihres wertvollen Rumults in den

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Geschäftsführer und Master Distiller Tobias Maier

beiden Mezcal-Fässern zu reifen. Nach drei Jahren hatte der bayerische Rum darin ein einzigartiges und komplexes Aroma nach feinen Rauch- und leicht süßen Honignoten sowie nach Fruchtbouquets und würzigen Anklängen entwickelt und erfüllte die hohen Qualitätsansprüche der Lantenhammer Destillateure. Die kulturelle Verbundenheit beider Regionen zeigt sich über die Assimilation der Aromen hinaus in der Tradition des Totengedenkens, bei uns Allerheiligen, in Mexiko der „Dia de Muertos“, der von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt ist. Hier wie dort wird der Ahnen gedacht und auf sie angestoßen. Nach mexikanischem Verständnis beginnt mit dem Tod ein neues Leben, was in besonders farbenprächtigen Feiern seinen Ausdruck findet.

Lantenhammer Destillerie Josef-Lantenhammer-Platz 1, 83734 Hausham Tel.: 08026 92 48 -33, www.lantenhammer.de Öffnungszeiten Mo. bis Sa. 10:00 bis 18:00


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KUNST

Die Magie des meisterlichen Malens

Im verwunschenen Garten der Villa Adolphine, gleich bei den in den Himmel ragenden Wurzeln des im Garten ruhenden Baumriesens, führt eine Treppe in das farbenfrohe Reich von Valerie und Herdin: Es ist Atelier und Malschule in einem. Text: Sabine Schreiber Fotos: Sabine Schreiber; Herdin Radke; Valerie Schreiber

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erdin ist der Begründer der pomponistischen Schule der Malerei, Verfechter altmeisterlicher Maltechniken und eine echte Erscheinung. Valerie ist behutsame Pädagogin, Kunsttherapeutin und ein ebenso zartes wie vor stiller Souveränität strahlendes Wesen. Getroffen haben sie sich 2012, in einem Malerei-Kurs, den Herdin leitete. Gemeinsam bereisten sie Deutschland und Frankreich und

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unterrichteten unablässig Herdins ausgefeilte Methode, in die Technik der Ölmalerei einzutauchen. Über 50 Unterrichtsfilme und zwei Bücher entstanden, und Land auf, Land ab begeisterten sie im Duett interessierte MalerInnen unterschiedlichster Erfahrung und Couleur. Jetzt haben sie sich im Gartenhaus der Villa Adolphine niedergelassen – mit all ihren märchenhaften Kunst- und Fundstücken, mit musikalischem Frohsinn, herrlich nonchalantem Esprit, lebensbejahend und mit ihrer freien Fachakademie für moderne Ölmalerei.

„Es geht darum, das Licht zu dirigieren.“ Tritt man durch die roten Vorhänge, die das Tor zur zauberhaften Welt des Ateliers markieren, glaubt man im ersten Moment, sich im facettierten Inneren eines Kaleidoskops wiederzufinden. Überall stehen, hängen, lehnen die unterschiedlichsten Bilder in allen Größen und Schattierungen. Farben purzeln über die Netzhaut, die Augen wissen gar nicht, wo sie anfangen sollen, die mannigfachen Eindrücke einzusammeln. Ein altes Schaukelpferd nickt uns, ungeachtet seiner Blessuren, fröhlich zu, glänzende Früchte türmen sich auf Leinwänden, aus


KUNST

„Kunst muss jeder aus sich selbst heraus kreieren, man kann sie nicht lehren.“

einer Vielzahl von Portraits beobachten scheinbar wache Augen die Besucher, überall gibt es kleine faszinierende Absurditäten, die es wirklich zu entdecken lohnt. Und allerorts sieht man: Äpfel. Gemalte Äpfel – denn am Urbild des Apfels lässt sich Herdins Methode am besten erklären. Ein runder, organischer Körper im Raum, mit kleinen Abweichungen von der Idealform einer Kugel, jedem bekannt, ein Allgemeinplatz mit viel Raum für individuelle und sortenspezifische Abweichungen – und somit eines der am einfachsten und schwierigsten umzusetzenden Objekte schlechthin. Aufgeladen mit einem ganzen Universum an mythischen und kulturgeschichtlichen Bedeutungen, taucht der Apfel in der Kunstgeschichte ebenso zuverlässig wie unablässig auf. Ganze Epochen wurden auf seiner Abbildung begründet – man denke nur an Cézanne mit seinen wegweisenden Stillleben. „Wo Cézanne mehrere Äpfel brauchte, benötige ich nur einen!“, konstatiert Herdin mit großem Gestus und mit sympathisch ironischem Blitzen in den Augen. Am Apfel könne man das Wesentliche der Malerei erlernen, erklärt er und fügt mit großem Ernst in der Stimme hinzu: „Eines ist mir sehr wichtig: Bei uns kann man die Malerei

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lernen, nicht ‚die Kunst‘. Ich maße mir nicht an, ‚Kunst‘ lehren zu wollen. Ich zeige den Menschen nur, wie man in Öl auf Leinwand arbeiten kann. Kunst muss jeder aus sich selbst heraus kreieren, das kann man nicht lernen oder lehren.“ So eine Aussage ist freilich schnell getroffen und leicht gesagt, aber aus dem Mund von jemandem wie Herdin, der an einer Theaterschule gelernt, Erfolge als Musiker erlebt und sich dann aber für den größten Teil seines Lebens der Malerei verschrieben hat, kann man solchen Worten durchaus Gewicht beimessen. Und er ist nicht den leichtesten Weg gegangen, sondern den lebensweltlichsten: Er begann auf der Piazza Navona in Rom als Straßenmaler und studierte dort die alten Meister. Reiste mit seinem Bus durch Europa und lernte im spanischen Cadaques Ende der 70er-Jahre den alternden Großmeister des Surrealen Salvador Dalí kennen. Anfangs war dieser hauptsächlich an der weiblichen Gefolgschaft von Herdin interessiert, aber als er das handwerkliche Geschick des jungen Künstlers erkannte, engagierte er ihn kurzerhand, und Herdin restaurierte daraufhin einige der frühen Gemälde von Dalí. Als Bezahlung wollte Herdin kein Geld, sondern Lithografien.

Nachdem er sich in den 90er-Jahren im kleinen Ort Saint Pompon niedergelassen hatte, entwickelte er seine nach dem heißgeliebten Örtchen benannte Lehrmethodik: Basierend auf den Elementen Linie, Fläche und fließender Kontrast beschreibt Herdin damit sehr nachvollziehbar und detailliert, auf welche Weise man zur/zum „DirigentIn des Lichts“ werden kann.

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chließlich ist laut Herdin das Licht noch vor der Farbe das bestimmende Moment beim Versuch der malerischen Darstellung von jedweder Räumlichkeit und dreidimensionaler Bildwirkung. Aber nicht nur die Fähigkeit, das Licht zu dirigieren und die Ölfarben auf der Leinwand in bildhafte Botschaften zu verwandeln, kann man bei Herdin und Valerie erlernen: Die sensibel und humorvoll gestalteten Malklassen haben noch einen ganz anderen, vielleicht sogar noch elementareren Wert für die Teilnehmenden. Die beiden LehrerInnen nehmen ihre Schüler empathisch an die Hand – die Vielsprachigkeit der beiden lässt auch sprachliche Barriere verpuffen – und führen sie in kleinen Schritten rasch zu ersten persönlichen Erfolgen.

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„ Am Apfel kann man das Wesentliche der Malerei erlernen.“ Diese positiven Erlebnisse steigern das Gefühl von Selbstwirksamkeit, ermöglichen ein Sich-Fallenlassen in den malerischen Prozess, das Erleben der sinnlichen Kommunikation von Auge, Kopf und Hand und damit eine erfüllende Erfahrung des eigenen kreativen Schaffens. Fast müsste man einen Kurs bei Herdin oder Valerie als zu empfehlende, gesundheitliche Maßnahme kategorisieren und auf Rezept verordnen lassen. Vor allem auch Kinder, einzeln, in Gruppen oder aber zusammen mit den Eltern sind im Atelier Herdin hervorragend aufgehoben: Die erfahrene Pädagogin und Kunsttherapeutin Valerie nimmt sich den kleinen KünslterInnen an, und nicht selten sorgen schon der allerersten Ergebnisse für Verblüffung und Glücksgefühle. Konzentriert und zu sich selbst findend, vertiefen sich die Kinder, genauso wie die Erwachsenen, innerhalb kürzester Zeit im Atelier Herdin in den Dialog mit Leinwand, Licht und Farbe. Und erleben zeitlos magische Momente des meisterlichen Malens.

Atelier Herdin Malschule und offenes Atelier Kisslingerstrasse 24, 83700 Rottach-Egern www.atelier-herdin.com

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CHARMANTE HOTELS UND VERANSTALTUNGSORTE AM TEGERNSEE Mitten in Rottach-Egern, nur wenige Meter vom Tegernsee entfernt liegen diese beiden bezaubernden Boutique Hotels VILLA ADOLPHINE & ADOLPHINE GARDEN. Ein Ort, an dem Tradition, modernes Design und Gastfreundschaft liebevoll zelebriert werden.

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Der Dionysos vom Busheisl Im Pass steht Hafner, Benedikt. Auf seinen Alben steht: Da Oimara. Er ist der Hafner Beni von der Hafner Alm, Ende zwanzig, mit Groove in der Gitarre, Soul in der Stimme und unendlich vielen Liedern auf dem Herzen. Diesen Herbst erscheint sein neues Album „A Quantum Prost“. Text: Sabine Schreiber / Fotos: Beni Hafner

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uch wenn er es selber nicht so recht zugeben will: Innerhalb der letzten zwei Jahre, seit er von der elterlichen Alm herabgestiegen ist, den Koch-Beruf an den Nagel gehängt und sich komplett dem Musikerdasein hingegeben hat, hat er es zielstrebig doch zu recht beachtlicher Bekanntheit gebracht. Kein Wunder, schließlich hat er seine Zeit nicht nur in baye-

rischen und Schweizer Studios verbracht, sondern eben auch mit einer Vielzahl von Auftritten bei diversen Festivals, im Münchner Vereinsheim, bei „Nuhr ab 18“ sowie als Support von Größen wie LaBrassBanda, Deschowieda und Martin Frank. Aber wahrscheinlich muss man einfach unterscheiden zwischen dem Hafner Beni auf der einen Seite und dem Oimara auf der anderen. Denn

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MUSIK

während der Beni sich als nachdenklicher, scheuer, ja dezenter junger Bursch mit höflich sanfter, leiser Sprechstimme gibt, erscheint Da Oimara als ein frecher Hallodri, ein kesser Filou, der schlagfertig von jeder Bühne herunterfrotzelt, und wenn er singt, klingt er wie ein süffisant-belustigter Soul-Altmeister, der schon so einiges gesehen hat von der Welt und den auf ihr umherstrauchelnden Menschen.

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as kommt natürlich nicht von ungefähr. Er ist ein Wirtskind, aufgewachsen in diversen Gaststuben. An seiner Erziehung war der Stammtisch sozusagen nicht ganz unbeteiligt. Es wuchs also ein hellwacher Strizi mit eigenem Kopf heran, der einige Haken in seiner Schullaufbahn schlug – nicht mangels Intellekt, sondern aufgrund übermäßigen Eigensinns. Und so hat er das Gymnasium einfach mal bleiben lassen, um spontan für ein halbes Jahr auf Mallorca ein Praktikum in der Küche eines Sternekochs zu machen. Daraus wurde dann eine Ausbildung, und ganz nebenher, quasi zum Runterkommen nach den teils schweißtreibenden 16-Stunden-Schichten in der Gastronomie, sang der junge Gourmetkoch en privée, heimlich und nur für sich zur Gitarre. Heimweh, (enttäuschte) Liebe, Stress, Euphorie, Schalk, philosophische Grübeleien, Feierlaune und dergleichen verwandelt er seither in Musik – ohne jemals wirklich Instrumentalunterricht genommen zu haben, geschweige denn Gesangsstunden. Und inzwischen lässt er ja Gott sei Dank seit zwei Jahren auch die Öffentlichkeit daran teilhaben. Sein erstes Album „Bierle in da Sun“ ist ein überschwängliches, buntes Erstlingswerk, ein großzügiger Griff ins Sammelsurium eines Musikers, der gerade dabei ist, staunend die Qualität der eigenen Fähigkeiten und allerlei Möglichkeiten zu entdecken. Kurzum: Wer nur einheitliche, von strenger Hand geplante Konzeptalben ohne Überraschungen und Stimmungswechsel hören mag, sollte tunlichst die Finger davon lassen. Allen Enthusiasten, Kniewippern, Mitpfeifern, Lautloslachern, Ohrwurmbeherbergern und neugierigen Entdeckerfreunden sei schon Album Nummer 1 mehr als ans Herz gelegt.

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ls Vorbote für das zweite Album, von welchem er selber sagt, es sei „nicht ganz so aufgeblasen“ wie das erste, „von der Instrumentierung her reduzierter“, irgendwie aber auch „variantenreicher“ und vor allem: „kompositorisch ausgecheckter“, gibt es im Netz schon die Single-Auskopplung „Busheislparty“ samt super schräg launigem Video zu bestaunen. Eine zweite Single mit dem herzigen Titel „Lieblingsdepp“ darf man auch erwarten. Der Titel des kommenden Albums „A Quantum Prost“ ist übrigens nicht nur eine James-Bond-Referenz, sondern auch eine Hommage an den Rottacher Kultclub „Quantum“ – seines Zeichens Stammkneipe vom Hafner Beni. Mit dem „Prost“ als Trost bezieht er sich cum grano salis auf die nicht nachhaltig gesunde, aber bewährte Kulturpraxis des Stimmungssteigerns durch einen tröstlichen Drink. Oder zwei. Acht, zehn, dreiazwanzg … Bierle in da Sunn. Auch wenn man dem Oimara einen gewissen Hang zum Fröhlich-Orgiastischen nicht absprechen kann, weil er es durchaus genüsslich in seinen Texten und Songs fast leitmotivisch wiederholt, wäre es allerdings zu einfach, den Beni samt seines Werks ins Reich der eindimensionalen Besäufnis-Schlager zu verdammen. Verstrubbelt, verschmitzt, sprachlich gewieft und künstlerisch vielgesichtig, ist er eher ein lebensbejahender, bayerischer Dionysos.

Oimara live erleben

06.11. Stroblwirt, Oberhausen 10.11. Schlachthof, München 12.11. Stadthalle Grafing 06.12. Paulaner am Nockherberg, Bavariasaal Mehr unter www.oimara-musik.de


WO H N E N

e d n e f a l h c S t i e h n รถ h c S

Ein historisches Bauernhaus, traumhaft und verborgen zwischen Tegernsee und Starnberger See gelegen, wartet freudig darauf, von einem neuen Besitzer entdeckt und ins Herz geschlossen zu werden.

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Text: Sabine Schreiber / Fotos: Sabine Schreiber; Ingmar Schmidt in Berg taucht am Horizont hinter den Bäumen eines entfernten Feldgehölzes auf, als sich die Wolken vom auffrischenden Wind beiseiteschieben lassen. Groß, mächtig und schneebedeckt thront er vor dem bayerischen Königsblau des Oktoberhimmels. Die Zugspitze. Man kann von hier aus tatsächlich die Zugspitze sehen …! Eine üppige, wilde Karde präsentiert vorwitzig ihre stacheligen Fruchtstände und erinnert an einen von Bienen und Hummeln umsummten Sommer, an die Ruhe eines friedlichen Ortes inmitten geschützter Natur und an Designpreis-würdig dezente Gestecke. Gleich dahinter zieht kaum hörbar ein Bach seine schlanken Bahnen. Kristallklar und in stiller Eleganz kämmt sein Wasser liebevoll die unterwasserwüchsigen Halme zu sanft synchron wogenden Mandalas. Die Luft schmeckt würzig, und der Blick fliegt förmlich über die zum Grund des Hauses gehörige Streuwiese bis zu den ersten Bäumen des zugehörigen Holzes. Über einem jahrhundertealten Steintrog taumelt ein Admiral. Was für ein Wunder, dass es solcherlei Orte gibt, die ohne viel Aufhebens jeden Besucher in ihren Bann schlagen.

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Das Haus kuschelt sich in die Landschaft, der Blick vom Balkon folgt dem klaren Bach bis zu den Bergen, und jeder Atemzug schmeckt wie frisches Quellwasser.


„Derjenige, der das Haus erbaute, wusste sehr genau, was er tat.“

Die lustig geschwungene Klinke ist kühl, und ein beherzter Ruck öffnet die freundlich knarrende Holztür des Hauses. Während sich die Augen erst an das matte Licht im Inneren gewöhnen müssen, spürt der Rest schon die souveräne Aura eines Gebäudes, das schon seit sehr vielen Generationen die Stellung an diesem Ort hält. Spezialisten datieren die Erbauung des Hauses auf die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts. Früher – damals! – war hier ein Moor gewesen. Warum genau man dieses Bauernhaus, das vor allem als Weberei genutzt wurde, an einem Platz wie diesem errichtete, darüber kann man heute nur noch mutmaßen. Eines aber ist sicher: Derjenige, der es erbaute, wusste sehr genau, was er tat. Heute ist das ehemalige Feuchtgebiet weitgehend trocken. Im Moor ein Haus zu erbauen, das Jahrhunderte übersteht, sogar die Trockenlegung des Bodens, ist allerdings eine Kunst für sich. Auch der besichtigende

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Restaurator zog vor der Kenntnis und Handwerkskunst der Bauherren noch nachträglich den Hut. Gleich hier im Eingangsbereich zeigt sich charmant, was gemeint ist: Beherrscht von einer majestätischen offenen Feuerstelle im Originalzustand, beeindruckt diese Grand Dame von einer Diele mit einem in eine extravagante Raute gelegten Türstock zur Speisekammer. Hätte man es so entworfen, wäre man sicher vor keinem Designpreis sicher. Aber hier war die Natur die Künstlerin, und die Erbauer waren anno dazumal die fachkundigen Assistenten: Das Gebäude wurde mit jedem Zoll Holz und Stein dazu erbaut, sich in liebevollem Dialog mit dem Mutterboden zu akkommodieren.

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n der angrenzenden Küche spürt man den Einfluss von sensiblen Renovierungsarbeiten: Während die Dielen des Holzbodens wohl aus dem 19. Jahrhundert stammen, ist der mächtige Gasherd ein Liebhaberstück jüngeren Datums, das die Herzen von GourmetköchInnen höher schlagen lässt. Durch liebevoll erneuerte Fenster schickt die Herbstsonne ihr goldenes Licht einladend in die Sitzecke der heimeligen Küche und weist gleichzeitig den Weg hinüber in den nächsten Raum. Dort thront ein opalgrüner, behaglicher Kachelofen in einer Zimmerecke, während von zwei Seiten Licht das Zimmer flutet. Schließt man die Augen, hört man das Lachen und riecht den Duft verschiedenster,

wohlverdienter Speisen in großer Runde … die Hand auf den hölzernen Simsen der in den rundbebogten Nischen liegenden Fenster, pulst die Sympathie für dieses Haus, diese Schönheit, schon jetzt durch jede Faser.

„Das Glück, einen solchen Ort zu besuchen.“ Und dann erst die „gute Stube“: Im ersten Stock, mit offenem Kamin. Vier Meter Raumhöhe im offenen Gebälk des zu Recht denkmalgeschützten Hauses. Panoramafenster mit Zugspitzblick … dazu ein ausgebautes Maisonette mit eigenem kleinen Reich – vielleicht für Gäste? Ein adrettes Zimmer mit angeschlossenem kleinen Bad und Balkon im Giebel legt dies nahe. Und während man noch über die Kunstfertigkeit der Bauherren aus längst vergangener Zeit staunt und sich in dem hellen, repräsentativen Wohnraum nicht sattsehen kann an dem herrlichen Pas de deux aus zeitgenössischem Wohnflair und historischem Bestand, warten noch weitere sechs Räume,

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zwei Bäder und eine kleine, aber feine Sauna darauf, ihren stillen Charme zeigen zu dürfen.

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ngmar Schmidt führt souverän durch dieses verträumte Kleinod. Er kennt die faszinierend handgearbeiteten Verdübelungen und das Alter der Holzböden, weiß, welcher Balken in den 70er-Jahren sandgestrahlt wurde und welcher noch die Schwärze der offenen Feuer zur Zeit des Barocks – der Geburtsstunde dieses Hauses – trägt, und weiß auch, wer sich schon seit Jahren liebevoll und unkompliziert um die Mahd der großen Streuwiese kümmert. Während man noch staunt und mit jeder Pore die heilsam ruhige Atmosphäre aufsaugt, kann der große, charismatische Makler fast beiläufig verblüffende Details aus der Baugeschichte des Hauses oder Geschichten über einstige reputable Bewohner erzählen. Obwohl Ingmar Schmidt eigentlich dank seiner langjährigen Tätigkeit im Finanz- und Immobiliensektor hauptsächlich ein ebenso geschätzter wie bewährter und erfolgreicher Ansprechpartner hinsichtlich urbaner Objekte im nationalen und intenationalen Kontext für Kapitalanleger ist, brilliert er auch als Vermittler für besondere Fundstücke und außergewöhnliche Objekte wie diese schlafende Schönheit. Er weiß: Gewisse Domi-

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zile brauchen mehr als nur einen Besitzer, und findet daher mit viel Einfühlungsvermögen und Erfahrung den passgenauen Liebhaber für solcherlei diskrete Schätze des Immobilienmarkts. Schließlich steht man gemeinsam auf dem umlaufenden Balkon des Hauses, blickt gen Süden und kann das Glück kaum fassen, einen solchen Ort allein überhaupt besucht haben zu dürfen. Noch während man am liebsten sogleich damit beginnen würde, das Haus aus seinem kurzen Dornröschenschlaf zu wecken und erneut mit Leben zu füllen, taucht die milde Nachmittagssonne die Zugspitze in ein phänomenales Licht. Und über allem hängen der Duft des Holzes und der Zeit, der Klang der Ruhe und der Geschmack eines zufriedenen Fleckchens Erde.

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Was KĂźchen kĂśnnen 2020/ 2021


Die KĂźche ist heute kaum mehr aus dem zentralen Wohn- und Lebensbereich unserer Häuser und Wohnungen wegzudenken. Man nutzt sie nicht mehr als rein pragmatischen, abgetrennten Wirtschaftsraum â&#x20AC;&#x201C; heute isst man dort auch oder trinkt einen guten Wein mit Freunden.

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n der Küche starten wir rituell unseren Tag mit dem heiß geliebten Kaffee. Abends, zum Abschluss des Tages und um den stressigen Alltag hinter uns zu lassen, bekochen wir hier unsere Lieben, genießen gemeinsame Zeit, reden und lachen miteinander. Von allen Räumen im Haus ist die Küche der komplexeste und gleichzeitig der faszinierendste. Es ist der Platz, an dem Kochen auf Gastlichkeit trifft, die Urelemente Feuer und Wasser sich vereinen und moderne Materialien mit innovativer Technik verschmelzen. Das alles macht die Küche im Jahr 2019 zum Lebensraum und setzt den Trend der Kombination von Küche und Wohnraum fort. Bei der Beantwortung der Frage, was Küche kann, geht es also nicht nur um Farbe, Möbel und Geräte, es geht vielmehr um die Nachhaltigkeit in Gestaltung und Technologie, es geht um Qualität, und es geht um Werte.

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WO H N E N

Einer, der sich dieser Verantwortlichkeit seit jeher verpflichtet, ist der Architekt und Designer Antonio Citterio. In Sachen Küchen arbeitet er seit vielen Jahren mit der italienischen Küchenmanufaktur Arclinea zusammen. Hier hat man das Ziel, nicht nur Equipment und Möbel zu produzieren, sondern vor allem, neue Konzepte für die Küche als Lebensraum zu kreieren. Die Innovationen von Citterio nehmen die Evolution der Küche vorweg. In Hinblick auf Form und Funktionalität stellt sich jeder ein-

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zelne Design-Gedanke immer wieder dem Wandel. Und Arclinea besteht als italienisches Traditionsunternehmen, indem für jedes Design Funktion, Material und Form immer wieder überdacht und präzise überarbeitet werden. Diese Kombination ist großartig und auf dem Küchenmarkt etwas Besonderes. Unschlagbar wird das Team Citterio Arclinea jetzt aber durch einen neuen Partner.


Ihre Wünsche rund um die Immobilie stehen im Mittelpunkt unseres täglichen Handelns. Jeder einzelne setzt seine persönlichen Stärken zielgerichtet ein, um ein perfektes Zusammenwirken zu erreichen.

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Der international bekannte Hersteller von Designermöbeln B&B Italia hat die Küchenmanufaktur Arclinea gekauft. Die perfekte Ergänzung! Zum einen, weil Citterio schon seit Jahrzehnten auch für B&B Italia designt, dort sogar seine eigene Design-Linie Maxxalto hat, zum anderen aber, weil B&B Italia so sein Portfolio in Sachen Einrichtung optimal erweitert. Erstmals auf der Möbelmesse in Mailand präsentieren sich B&B Italia und Arclinea zusammen auf einem MegaMessestand. In der Mailänder Innenstadt hat Arclinea gleich gegenüber von B&B Italia einen Flagship Store eröffnet, den man unbedingt besuchen sollte. Denn hier wird in voller Gänze sichtbar und spürbar, was das Besondere an Küchen von Arclinea ist: Sie sind zum Lebensmittelpunkt unseres Zuhauses geworden und stehen für ein zeitgemäßes Lebensgefühl, das die Ganzheitlichkeit unseres Wohlbefindens als Mensch im Blick behält. Das müssen Küchen 2020/2021 können.

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Nach seinem Abitur am Tölzer Gymnasium verpflichtete sich der Jachenauer zunächst für drei Jahre Dienst als Offiziersanwärter bei den Gebirgsjägern in Mittenwald mit viermonatigem Auslandseinsatz im Kosovo. Nach dieser Zeit begann er ein Studium der Meteorologie – Wetterkunde war zu dieser Zeit sein Steckenpferd. Als er feststellte, dass dieser Studiengang nicht das Richtige war, wechselte er an die TU München und belegte das Fach Umweltingenieurwesen. Besonders interessant fand Jost dabei das Fach Vermessung. Schließlich entschloss sich der junge Mann zu einem erneuten Studienfachwechsel und fand an der FH mit der Ausbildung zum Vermessungsingenieur schließlich seine Berufung. Als Thema für seine Bachelorarbeit wählte er eine herausfordernde Aufgabenstellung: die Vermessung beider Gipfel der Benediktenwand. „Das war schon ziem-


A NZEIGE male Ausnutzung von Baugrundstücken. Mit einem sogenannten Tachymeter und der dazugehörigen Software kann der Fachmann Grundstücke und Bauplätze vor Ort dreidimensional erfassen und Planungsgrundlagen schaffen. „Das Bauland wird immer knapper und teurer, weshalb die Bauträger versuchen, vorhandene Grundstücke so gut wie möglich auszureizen. Mein Job als Vermessungsingenieur ist es dabei, einen exakten Plan für den ausführenden Architekten oder Bauplaner zu erstellen“, erklärt Gudelius. In der Sparte GIS fertigt er für Städte und Gemeinden unter anderem Leitungsdokumentationen von Ver- und Entsorgungsleitungen für Wasser, Fernwärme und den Glasfaserausbau an.

Vermessung von Lawinen- und Murenverbauung

lich aufwendig“, erinnert er sich. „Zwei Wochen lang schleppten meine Frau und ich das ganze Equipment auf den Berg und bewegten uns in schwierigem Gelände.“ Die Mühe hat sich gelohnt, und das 71 Seiten starke Werk fand in Expertenkreisen breite Anerkennung. Ein Holzkirchner Vermessungsbüro nahm den frisch gebackenen Ingenieur unmittelbar nach seinem Abschluss im Jahr 2013 unter Vertrag. Im Februar 2020 wagte der Familienvater dann den Sprung in die Selbstständigkeit. Zum Leistungsspektrum des jungen Unternehmens gehören baubegleitende Vermessungen aller Art inklusive der Ausstellung der behördlich geforderten Bescheinigungen. Mithilfe modernster technischer Geräte bietet er in den Bereichen Ingenieurvermessung, GIS (Geoinformationssystem) und Bauvermessung eine große Bandbreite an verschiedensten Dienstleistungen an. Bauträger und Architekten finden in dem Ingenieur den richtigen Ansprechpartner beispielsweise für die opti-

Ein wichtiger Aspekt im Tätigkeitsbereich des Unternehmers ist auch die Bauvermessung. Hier wird er gerne bei Tiefbaumaßnahmen, beispielsweise beim Hochwasserschutz oder Lawinen- und Murenverbaung, zurate gezogen. Auch beim Straßenbau ist meist eine baubegleitende Vermessung erforderlich. Jost Gudelius' bisher aufwendigsten Aufträge durfte er noch während seiner Tätigkeit als Angestellter projektleitend bearbeiten: Mehrere Großbaustellen der Firma Roche in Penzberg und die Untertunnelung der B 318 im Ortsbereich Warngau im Landkreis Miesbach. „An meinem Beruf mag ich die Vielseitigkeit und den Umstand, dass ich mich viel in der Natur aufhalten kann“, erzählt er mit Begeisterung. Soweit es möglich ist, legt er seine Außentermine auf Schönwettertage. Bei Regen und in den Wintermonaten steht die Arbeit am PC an. Für die Zukunft hat Jost Gudelius viele Ideen und Pläne. „Drohnenvermessung wird immer mehr zum Thema“, erklärt er. Dank dieser neuartigen Technik wird beispielsweise die Vermessung von Fassaden und Großflächen deutlich erleichtert und beschleunigt. Technisch versiert und persönlich engagiert, ist die Firma GudeliusVermessung in der Jachenau ein kompetenter und zuverlässiger Partner für Vermessungslösungen bei Ihren Bauvorhaben.

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Gelebte Gastfreundschaft

Ein Ausflug zum schmucken Gasthof „Zur Mühle“ im kleinen Weiler Holzham. Was man hier neben rührigen Wirtsleuten und bester Wirtshaustradition außerdem noch entdeckt? Ein Traumdomizil für Hochzeiten ... und Pferde.


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ESSEN & TRINK EN

Text: Sabine Schreiber / Fotos: Sabine Schreiber; Fotoundliebe

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twas nördlich von Bruckmühl, hineingekuschelt in sattgrüne Wiesen, geschmeidig durch die Landschaft wogende Hügelkämme und im Wind wiegende Wälder, liegt das kleine Dorf Holzham mit seinen traditionellen Landwirtschaften, Höfen, Betrieben und Weilern. Eines der letzten gemütlichen, weil derart locker besiedelten Fleckchen Land, wo die Straße noch keinen Namen braucht. So auch beim Gasthof „Zur Mühle“. Der hat die sympathisch einfache Adresse: Unterholzham 64. Empfangen wird man von einem überraschend mediterranen Flair: ein mächtiger Eisentisch mit Natursteinplatte, darauf wunderschöne große Windlichter, umkränzt von saftig grünen Lorbeerbäumchen. Herausgeputzt scheint ein jeder Winkel dem Gast ein freundliches „Griaß Di“ zuzuraunen. Heute fegt der Herbstwind schon recht frisch um die Wirtshausecken und jagt buntes Laub über die Sonnenterrasse und den dazugehörigen Spielplatz. Gemütliche Stuben und kuschelige Ecken, allesamt liebevoll ausstaffiert und geschmackvoll von der Chefin des Hauses dekoriert, finden sich im geräumigen Erdgeschoss des renovierten Bauernhauses. „Unser Gasthaus gibt es nun schon seit 50 Jahren – früher noch mit angeschlossenem Bauernhof mit Milchkühen im Stall. Und der Stammtisch sitzt auch allweil bei uns herin.“

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epp Obermaier, der freundliche Wirt hat ursprünglich Landwirtschaft gelernt. Aber schon vor gut 30 Jahren wurden ihm und seiner Frau Maria klar, dass ein Umsatteln für sie als Familienbetrieb mehr Zukunft haben wird. Mutig verabschiedeten sie sich von der Milchwirtschaft, bauten den Stall für Pferde um, den Gasthof aus und krönten das neue Heim für die Vierbeiner mit einem Juwel von einem Festsaal. „Das war mein großer Wunsch!“, strahlt Maria, die herzliche Wirtin und kraftvolle Seele des Hauses. Auf ihren Einsatz geht die Idee mit dem Festsaal zurück. „Ich habe mich damals eigentlich nur in Stuhlhussen verliebt gehabt – aber in der Gaststube hatten wir keine passenden Stühle. Also brauchte ich ein neues Projekt“, erzählt sie und muss selber dabei lachen. Der Erfolg seither spricht für sich: Der Saal ist bezaubernd. Die historischen Balken des Hofs wurden erhalten, und in sensibler

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Zimmermannsarbeit wurde ein neues, solides Gebäude errichtet. Ein atmosphärisches Lichtkonzept, viel Holz, die durchdachte Aufteilung des großen Raums und Besonderheiten wie ein gläserner Durchblick in den darunterliegenden Pferdestall machen seither den Saal zu einem Wunscherfüllungsort für Traumhochzeitliebhaber. Mittlerweile hat sich der Gasthof weit über die Grenzen Rosenheims hinaus als beliebte Hochzeits-Location etabliert, und „fast bei jeder Hochzeit kommt ein Termin für eine neue dazu!“, so Maria sichtlich stolz. Der rustikale Stadl nebenan wird als „Weinstadl“ genutzt. Chef der Küche ist der Herr des Hauses höchstselbst. Auch Maria springt bei, wenn es viel zu tun gibt. Auf der von der Chefin handgeschriebenen Karte steht in geschwungener Schrift Lukullisches wie „Kalbsrahmbraten mit Spätzle und Gemüse“ oder „Rehgulasch vom Maxlrainer Forst-Wild mit Preiselbeeren und Spätzle“.

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ie Wahl fällt heute allerdings auf den „Bunten Wildkräutersalat mit gegrillten Rinderlendenstreifen und Beeren“ sowie auf „Lachsforellenfilet in Kartoffelkruste auf Grillgemüse“. Die Wirtsleute servieren Heimisches auf Höhe der Zeit. „Bei uns muss es auch ohne Hummer oder Känguruh gehen“, sagt Sepp augenzwinkernd. Hauptsache frisch, am liebsten aus der Umgebung und qualitativ hochwertig. Die Teller kommen duftend und warm aus der Küche, gekonnt arrangiert und mit pfiffigen Geschirrideen. Der Salat wird in der flachen Holzschale, der Fisch auf Gmundner Keramik serviert. Tochter Mia, die viele Jahre bei einem bekannten Münchner Gastronomen gearbeitet hat und schon vor geraumer Zeit wieder zurück in den elterlichen Betrieb gekommen ist, unterstützt die Eltern in jedem Bereich die Eltern in jedem Bereich. Als passionierte Reiterin ist sie für die Reitanlage verantwortlich. Mia wird mit ihrem Mann Franz – einem tüchtigen Handwerker – einmal den Gasthof „Zur Mühle“ übernehmen. Vor vier Monaten sind sie glückliche Eltern geworden, und die süße kleine Marie hält die ganze Familie im Moment auf Trab. Hier herrscht ein großer Zusammenhalt, und das Glück und die Herzlichkeit der Familie sind in jedem Winkel zu spüren.


r eime h e G pp Ti Wirtshaus & Hochzeitsdomizil »ZUR MÜHLE« Unterholzham 64, 83052 Bruckmühl Tel.: 08062 13 69, info@holzham.de Reservierungen nur telefonisch möglich Öffnungszeiten Do. bis Sa. 17:00 bis 24:00, So. 10:00 bis 21:00 Mo. bis Mi. Ruhetag


Kochgeschichten aus dem

Tegernseer Tal Das gastronomische Angebot ist vielfältig am Tegernsee. Wir stellen in unserer Serie „Kochgeschichten aus dem Tegernseer Tal“ weitere hervorragende Köche vor, die täglich mit ihrem Team Großartiges leisten, um die Gäste kulinarisch auf höchster Ebene zu verwöhnen. Viele von Ihnen halten bereits viele Jahre ihren Arbeitgebern die Treue, und einige haben große Karriere am Tegernsee gemacht, wie Akwasi Yeboah aus der Talentschmiede von Küchendirektor Walter Leufen Seehotel Überfahrt.


Gericht: Seehotel Ă&#x153;berfahrt, Egerner Bucht Geschirr: Tegernseer Manufaktur

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KO C H G E S C H I C H T E N

Knusprige niederbayrische Ente mit Kartoffelknödel & Blaukraut

MAX JÄGER Jahrgang: 1985 Sternzeichen: Krebs Stationen: Altes Fährhaus Bad Tölz Freihaus Brenner Arlberg Hospiz Alm Zürserhof Arlberg Schloss Fuschl Do&Co Eventcatering Brauereigasthof Aying Lanserhof Tegernsee (Eröffnung) Jägerwirt Bad Tölz (elterl. Betrieb) Seit 2015 Geschäftsführer/Pächter Freihaus Brenner Eigenschaften: Zielstrebig, ehrlich, produkt- und qualitätsorientiert, offen für Neues, Familienmensch

Sashimi vom Ora-Lachs mit süßsaurer Mango auf WakameAlgen und Miso-Mayonnaise

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Lieblingsgerichte: Rindercarpaccio mit gebratenen Steinpilzen


Die Küche im Freihaus Brenner ist regional betont mit asiatischen und internationalen Einflüssen. Abwechslungsreich, und die Produkte stammen, so weit möglich, von heimischen Anbietern, vorzugsweise aus dem Tegernseer Tal und Umgebung. Besonders beliebt sind auch die Themenwochen wie z. B. Hummer und Krustentierwochen im November.

DIRK WELKER Jahrgang: 1975 Sternzeichen: Fische Stationen: Hotel Maximilian Bad Griesbach Parkhotel Egerner Höfe Rottach-Egern Seit 1997 Freihaus Brenner Seit 1999 Küchenchef Freihaus Brenner Eigenschaften: Ruhig, sachlich, teamorientiert, professionell, flexibel, zuvorkommend Lieblingsgerichte: Liebt die asiatische Küche

Freihaus Brenner am Tegernsee Freihaus 4, 83707 Bad Wiessee Täglich geöffnet von 11:00 bis 23:00 Dienstag Ruhetag Tel.: 08022 86 560, info@freihaus-brenner.de www.freihaus-brenner.de

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KO C H G E S C H I C H T E N

Gebratene Tranchen vom Spanferkelrücken, Senf, Schalotten-Zwetschgen-Kompott, Waldpilz-Duxelles, Creme von weißen Bohnen und Chorizo

AKWASI YEBOAH Jahrgang: 1986 in Ghana, aufgewachsen im Rheinland Sternzeichen: Widder Stationen: Berens am Kai Düsseldorf Rosenmeer Mönchengladbach (Lehre) Restaurant Nagaya Düsseldorf Restaurant Hase und Igel Düsseldorf Restaurant Winelive Meerbusch Restaurant Merk Mahl Erkrath Restaurant Entenfang Fürstenhof Seit 2018 Executive Sous Chef im Seehotel Überfahrt (hauptsächlich verantwortlich für die beiden Restaurants Egerner Bucht und Bayernstube sowie einer der „rechten Hände“ von Küchendirektor Walter Leufen) Eigenschaften: Zielstrebig, zurückhaltend, eigenwillig, gewissenhaft, kantig (stellenweise ...), leistungsorientiert, verantwortungsbewusst, fleißig, leidenschaftlicher Koch Lieblingsgerichte: Fufu (typisches ghanaisches Gericht), „Himmel un Ääd“ (typisches rheinländisches Gericht)

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Restaurant Egerner Bucht Alpine Küche, modern interpretiert. Alpine Spitzenprodukte verarbeitet Küchendirektor Walter Leufen mit seinem Team zu klassischen Gerichten, die nie einen modernen Twist vermissen lassen. Der fangfrische Saibling aus dem Tegernsee – wird übrigens täglich am eigenen Steg angeliefert. Restaurant Bayernstube Bodenständig, klassisch, gut. Zünftig geht es in der Bayernstube zu. Auf dem Teller: bayerische Klassiker wie Weißwürste und Hax’n, ofenfrische Ente und gebratene Forelle oder der legendäre Kaiserschmarrn.

Gebackener WaldbeerStrudel mit frisch gedrehtem Sauerrahmeis

1. PLATZ IN DER KATEGORIE „GOURMET HOTELS 2020“

Althoff Seehotel Überfahrt Überfahrtstraße 10, 83700 Rottach-Egern Tel.: +49 (0)8022 66 90 info@seehotel-ueberfahrt.com www.seehotel-ueberfahrt.com Mit dem 1. Platz in der Kategorie „Gourmet Hotels 2020“ des Connoisseur Circle wurde das Althoff Seehotel Überfahrt mit seinen fünf exzellenten Restaurants (Restaurant Überfahrt, Il Barcaiolo, Egerner Bucht, Bayernstube, Fährhütte14), ausgezeichnet!

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KO C H G E S C H I C H T E N

UWE SCHÖTTL Jahrgang: 1967 Sternzeichen: Jungfrau Stationen: Ehem. Hotel Franzen Restaurant Pfeffermühle, Rottach-Egern (Lehre) Berghotel Wallberg Gasthof Wassner Bad Birnbach Max Geigerhaus Hypo Vereinsbank Bad Wiessee Gaststätte Schießstätte Tegernsee Seit 2006 Bräustüberl Tegernsee Seit 2012 Küchenchef Bräustüberl Tegernsee Eigenschaften: Zuversichtlich, optimistisch, gewissenhaft, hilfsbereit, verantwortungsbewusst, fair, zielstrebig, leistungsorientiert, fleißig, geduldig Lieblingsgerichte: Saisonale Gerichte wie Schwammerl mit Semmelknödl, Schweinsbraten

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Die Küche ist gutbürgerlich bayerisch mit regionalen Spezialitäten – natürlich Weißwürst’ (vom einheimischen Metzger), Schweinshaxn und Bierbratl, frisches Rindertartar, hausgemachte Bratensülze, Bauernpressack oder auch ein geräuchertes Saiblingsfilet. Brotzeiten für den „kloanan Hunger“, wie Miesbacher mit Zwiebeln oder einfach nur ein Butterbrot mit frischem Schnittlauch runden das Angebot ab. Und dazu ein frisch gezapftes Bier aus der hauseigenen Brauerei!

Saiblingsfilet aus der herzoglichen Schlossfischerei mit Ofenkartoffel und Kräuterquark

Kroß gebratene Schweinshaxe mit Kartoffelsalat

Herzogliches Bräustüberl Tegernsee Schlossplatz 1, 83684 Tegernsee Geöffnet tägl. von 10:00 bis 23:00 warme Küche bis 22:00 Tel.: 08022 41 41 reservierung@braustuberl.de www.braustuberl.de

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Italienische Leichtigkeit im

La Vela

Direkt am See, in mediterran-freundlichem Ambiente ein leichtes Mittagessen genießen oder abends gediegen und lustvoll dinieren – im La Vela wird jeder noch so kleine Appetit gestillt. Mit ein bisschen Fantasie kann man sich in diesem herrlich charmanten Lokal mir nichts, dir nichts auf Italienreise begeben. Draußen plätschert das Wasser, drinnen duftet es nach frischer Pasta, ein Prosecco perlt im Glas, und Kinder freuen sich über ihre eigene kleine Pizza. Auch im La Vela ist man mehr als dankbar, dass die Gäste nicht ausgeblieben sind und zuverlässig auf einen typischen Aperitif, einen Apocena, ein Mittag- oder Abendessen vorbeikommen. Salvatore führt ein italienisches Küchenteam, das die beliebten Spezialitäten aus ihrer Heimat mit liebevollem Raffinement zubereitet und damit die Gaumen der Gäste auf eine geschmackliche Reise mit nach Italien nimmt. Regelmäßig können die Gäste hier italienische Live Musik mit Angelo Palazzotto erleben und so ist es ein Leichtes, den Alltag für ein paar italienische Augenblicke getrost zu vergessen.

Restaurant La Vela Am Strandbad 22, Bad Wiessee Tel.: 08022 66 44 07, info@lavela-tegernsee.com Öffnungszeiten Mo., Mi. bis So. 11:30 bis 14:30, 17:30 bis 22:00 Dienstag Ruhetag

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La Dolce Vita im

Rosso

Auch wenn das Leben nicht immer süß ist – wo kann man besser die Sorgen vergessen als bei einem guten Glas Vino und italienischen Delicatezze alla pugliese o alle calabrese bei Salvatore im Rosso? Auch in Zeiten, in denen viele lieber gerade zu Hause bleiben, sind die Plätze bei Salvatore nicht leer geblieben: „Ich möchte mich bei all meinen Gästen herzlich bedanken! Treue Gäste sind ein wirklich großes Geschenk.“ Aber wer schon einmal bei Salvatore in Gmund die herrlichen Pizze, die zarte Pasta oder vollmundig italienischen Caffè genossen hat, kann schlicht und ergreifend einfach nicht umhin, der Gmunder Enoteca regelmäßig einen Besuch abzustatten. Wirkliche Restaurantkenner wissen: Eine kleine, wöchentlich wechselnde Karte mit saisonalem Bezug ist ein Garant für vorzügliche Küche. Auf der handgeschriebenen Schiefertafel findet man z.B. hausgemachte Fettucine mit schwarzem Trüffel, Safranrisotto oder Profiterol für einen süßen Abschluss.

Enoteca Rosso

Take Away und Lieferservice

Tegernseer Str. 2a, Gmund info@myrosso.de

Gerne können Sie alle Speisen bei uns auch abholen oder liefern lassen

Öffnungszeiten

Catering

Mo., Mitt. bis Sa. 11:30 bis 14:30 und 17:30 bis 23:30 So. 17:30 bis 23:30, Dienstag Ruhetag

Wir empfehlen uns ebenfalls für das Catering Ihrer Familien- oder Weihnachtsfeier

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ESSEN & TRINK EN

Urlaubsgefühle wie auf einer griechischen Insel im

Nefeli

Schon beim Betreten des „Nefeli“ – der Name bedeutet „Göttin der Gastfreundschaft“ – werden Urlaubserinnerungen an Strand, blaues Meer und griechische Inseln wach. Mittlerweile hat sich das Lokal mitten in Rottach, am „Stachus”, gut etabliert und freut sich über regen Zulauf und viele Stammgäste. Mit seiner schönen großen Terrasse und ein wenig zurückgesetzt an der Nördlichen Hauptstraße gelegen, ist das Nefeli ein angesagter Treffpunkt. Die Einrichtung mit weißen Holzstühlen, dezent gestreiften Sitzpolstern, Holztischen und edlen Designobjekten und Lampen erinnert an eine griechische Taverne. Die Brüder Angelos und Dimitri Bouglas führen das Restaurant gemeinsam mit einem sympathischen griechischen Team. Sie pflegen einen freundschaftlichen Austausch mit ihren Gästen, die sich im Haus der „Göttin der Gastfreundschaft“ bei griechischem Essen und Wein für ein paar Stunden wie im Urlaub fühlen dürfen. Auf der Weinkarte findet der Gast neben Klassikern vor allem außergewöhnliche Rebsorten und Toplagen von Spitzenwinzern und kreativen Jungwinzern. Traditionelle Gerichte bestimmen die Speisenkarte und wecken mit Tsaziki, Gyros, Moussaka, Souflaki, Bifteki und Calamari die Erinnerungen an romantische Sonnenuntergänge über dem Meer und an warme griechische Sommerabende.

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Nefeli Nördliche Hauptstraße 30 83700 Rottach-Egern www.nefeli-rottach.de Öffnungszeiten Mo. bis Sa. 11:30 bis 14:30 und 17:00 bis 22:30 Sonntag und Feiertage durchgehend warme Küche von 12:00 bis 22:00

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Uni Exper WELLNESS

Dolce Vita und


ique rience Bergwerk-Spa

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WELLNESS

Dolce Vita trifft auf Almrausch, Alpingenuss auf Berg-Wellness. Auf 1.340 Metern hat die Gastfreundschaft ihre Heimat gefunden: den Plunhof.

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ie Gipfel strahlen in der Sonne, die frische Schneeluft beatmet die Seele. Aktiv- und Ruhegenuss fernab von Viren und Wirren. Und drinnen? Im Acqua Minera abtauchen, im Grottenreich aufwachen. Dazwischen original italienischen Cappuccino genießen, einen Aperitivo schlürfen, sich mit Bio- und Hightech-Kosmetik verwöhnen lassen …

In Europa gibt es kein Berg-Spa wie dieses. Die Perle im Südtiroler Urlaubsparadies sorgt mit ihrem außergewöhnlichen Spa-Konzept international für Furore. Das Spa Minera wurde bereits mehrfach prämiert: im Rahmen der HEALTH & SPA AWARDS 2017 zum „Best of Italy“ und 2019 im Rahmen der World Luxury Spa Awards zum „Best Unique Experience Spa“. Das Spa Minera wurde als Reminiszenz an die jahrhundertealte Bergbautradition rund um Ridnaun geschaffen und ist auch architektonisch einem Bergwerk nachempfunden. Ob Salzsee, Grottenreich, Stollensauna, Silber-Dampfkessel oder Bio-Ofenkammerl – hier lässt man sich im urigen Wohlfühlambiente verwöhnen und taucht in die faszinierende „Welt der Knappen“ ab. Anfang 2019 setzten die acht Volgger-Geschwister samt Mutter Paula noch einmal neue Maßstäbe: Das Destination Spa Minera wurde um das Acqua Minera auf über 4.000 m2 erweitert.

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Tiefenentspannt in der Natur und im Luxus: „Best Unique Experience Spa” 2019. Lassen Sie sich mit allen Sinnen verwöhnen in unserem Naturteich, Whirlppol oder dem Grottenbereich.


Neues Highlight Acqua Minera Die Indoor-Wasserwelt bereichern ein neues 20-MeterBecken sowie ein (ent)spannender Relax-Pool, der direkt mit der Outdoor-Wasserwelt verbunden ist. Der Außenbereich lockt mit einem neuen, ganzjährig beheizten 17-m-Außenpool sowie einem Whirlpool, umrahmt von einem Naturteich mit Relax-Liegen im Wasser. Rund um den Naturteich begeistert eine brandneue 500 m2 große Frischluft-Relax-Area mit begrünter Terrasse und großzügigen Liegeflächen. Weitere Entspannungs-Highlights setzen die Gastgeber mit der neuen Spa- und Fitness-Welt. Heilsam, entspannend, aber auch aktivierend wirkt die alpine Natur in den neuen Minera-Treatments mit Naturund Wirkstoffkosmetik, in der sich wertvolle Mineralien mit floralen Wirkstoffen verbinden. Maßgeschneidert für die persönlichen Bedürfnisse, fokussiert auf Anti-Aging, Aktivierung und Regeneration von Haut, Muskeln und Gelenken.

Frei sein in neuer Dimension Mediterran, alpin und naturnah Das naturnahe, ökologische Bewusstsein spiegelt sich auch in der Küchenphilosophie wider: Saisonale und regionale Südtiroler Spezialitäten treffen auf mediterrane Gourmetgerichte. Begleitet von rund 700 erlesenen Positionen aus dem Bacchus-Keller. Wer davor dem alpinen Outdoor-Vergnügen frönen will, nimmt am besten am Plunhof-Aktivwochenprogramm teil, das neben zahlreichen Outdoor- und Indoor-Aktivitäten wie AquaGymnastik, Yoga, Fitness und Klangschalenmeditation auch Kochkurse, Weinverkostungen und Weinseminare bereithält. Vor den Plunhof-Toren eröffnet sich ein gigantisches Panorama – die schneebedeckten Gipfel der Stubaier Alpen wechseln sich mit der sanften Idylle des Eisacktals ab. Pistenfans locken gleich drei Skigebiete in der Nähe, auf Skitouren, beim Schneeschuh- oder Winterwandern taucht man in die unvergleichliche Natur des Ridnauntals ein. Langläufern und Biathleten stehen 65 km Loipen zur Verfügung. Spritzige Rodelbahnen sorgen für Kufenspaß mit Hüttenzauber.

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NaturKraft Buchbar bis 15.11.2020

5 Nächte inkl. Genießer-Halbpension, Spa-Paket* NaturKraft: Südtiroler Heupackung, Alpenrausch-Treatment Dr. Spiller Facials, „Körper in Harmonie“ – Körperbehandlung mit wohltuendem Kräuterbad und sanfter Massage, Ultner Schafwollritual, Nutzung von Spa und Acqua Minera ab € 930 pro Person * Behandlungen nicht abwandelbar oder in bar ablösbar. Verlängerung möglich


Weiße Wochen 06.01. bis 31.01.2021

7 Nächte inkl. Genießer-Halbpension: 1 Kind bis 8 Jahre gratis im Zimmer der Eltern (bei 2 Vollzahlern), geführte Schneeschuhwanderung (je nach Schneelage), Nachtrodeln (je nach Schneelage), Gratis-Langlaufkarte, Gratis-Skibus nach Ratschings, Nutzung unseres Hauslifts Gasse: Kinder und Erwachsene fahren kostenlos, Nutzung von Spa und Acqua Minera ab € 959 pro Person

Hotel Plunhof OHG, Familie Volgger Obere Gasse 7, I-39040 Ridnaun–Ratschings Tel.: +39 0472 65 62 47 info@plunhof.it, www.plunhof.it

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Die BergBlume · Bahnhofstr. 21 · 83684 Tegernsee Tel.: 08022 93 253 · info@die-bergblume.de · www.die-bergblume.de Di. bis Fr. 9:00 bis 12:30 und 14:00 bis 18:00, Sa. 9:00 bis 13:00


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Und sie hat Ja gesagt! Katharina - die ältere Tochter unserer Herausgeberin hat im Sommer Ja zu ihrem Florian gesagt.

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Standesamtlich wurden sie im Rathaus Gmund getraut, anschließend ging es mit der Familie zum Leeberghof nach Tegernsee, wo die Hochzeitsgesellschaft vorzüglich kulinarisch vom Leeberghof-Team verwöhnt wurde. Bei traumhaftem Spätsommerwetter fand die kirchliche Trauungszeremonie zwei Wochen später in der Pfarrkirche St. Ägidius in Gmund statt.

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Mit einem Oldtimer fuhr das Brautpaar zum Hochzeitsfest ins traditionsreiche Wirtshaus und Hochzeitsdomizil „Zur Mühle“ nach Holzham. Familie Obermaier und das freundliche Serviceteam ließen keinen Wunsch offen, und so wurde mit Familie und Freunden bis spät in die Nacht ausgelassen gefeiert. Wir wünschen dem jungvermählten Paar alles Gute für die gemeinsame Zukunft!

Brautdirndl: Elisabeth Eugenie Braut-Make-up und Frisur: Desiree Renaud – Skinmedics Brautstrauß, Blumendeko: Bergblume Kropfkette: Schmuck Petra Hehl Brautschuhe: Schuh Schad Fotos: Standesamt: Sabine Schreiber und privat; kirchliche Trauung und Hochzeitsfeier: Silvia und Franz Stob, FotoundLiebe

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Foto & Liebe • Couple & Wedding Photographer • Silvia und Franz Stoib 83714 Miesbach, Bayern • Tel.: +49 0151 291 393 16 • hello@fotoundliebe.de • www.fotoundliebe.de


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Neueröffnung Reviderm Skinmedics Tegernsee Studio von Desireee Renaud im Hause Much mitten in Gmund. Zahlreiche Kunden, Freunde, Familie und Interessierte genossen die Haut-Treatmends und ließen sich mit REVIDERM-Produkten im neuen Schönheitstempel verwöhnen. 

Schauspielerin Stephanie Stumph

Unter ihnen zahlreiche Promis wie Schauspielerin Stephanie Stumph, Influencerin Nina Suess sowie Mister Bayern 2018 Marcel Haider.

Blogger Nina Schwichtenberg und Patrick Kahlo

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Dominik Bauermeister und Desiree Renaud

Influencerin Silke Untch und Tamara Cueva

DJ Alexander Drexler und Mister Bayern Marcel Halder

Influencerin Nina Suess und Stephanie Stumph

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Mode trifft Papier

F NG O M A K I ot i n g o h s Mo d e

Was für eine Location für ein Fotoshooting! Unverwechselbarer Fabrikcharme, traumhafte Farbkompositionen im Papierlager und Shabby Chic im Fabrikrestaurant Mangfallblau, mehr geht fast nicht. Model Jessica verstand es, sich perfekt in Szene zu setzen. Die Bilder, die unsere Fotografin Jaci geschossen hat, sprechen für sich und machen Lust auf Shoppen am See in den angesagten Modeboutiquen.

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Alles Gute! Der Regen konnte die gute Laune nicht trüben, als unsere Fotografin Jacqueline Krause-Burberg ihrem Sparta im Standesamt RottachEgern das Jawort gab. Mit der Kutsche ging's eingepackt in warme Decken von außen und Hochprozentigem von innen zum Voitlhof und anschließend zurück zum Restaurant Kirschner Stubn, wo die kleine Hochzeitsgesellschaft den Abend noch in gemütlicher Runde ausklingen ließ. Wir wünschen den beiden alles erdenklich Gute!

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DER AUFSCHWUNG-GIPFEL 21.-22.

Januar 2021 Wir. Gestalten. Zukunft.

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Wie wir jetzt mit Sozialer Marktwirtschaft aus der Krise kommen

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Anlagetrends


Eine Auswahl unserer Redner 2021

Ilse Aigner Präsidentin des Bayerischen Landtags

Dr. Dietmar Bartsch Fraktionsvorsitzender Die Linke im Bundestag

Dieter Becker Sprecher des Vorstandes der FAS

Hermann Binkert Leiter Insa Meinungsforschungsinstitut

Ralph Brinkhaus Vorsitzender CDU/CSU Bundestagsfraktion

Maxime Bouchard Managing Director Jetfly

Dr. Andrea Despot Vorstandsvorsitzende Stiftung EVZ

Dr. Michael Diederich Sprecher des Vorstands HypoVereinsbank

Alexander Dobrindt Vorsitzender der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag

Markus Duesmann Vorsitzender des Vorstands AUDI AG

Michael Ebling Präsident VKU

Oliver Engels Sprecher der Geschäftsführung BAT Germany

Fritz Esterer Vorstandsvorsitzender WTS Group AG

Prof. Dr. Gabriel Felbermayr Präsident Kieler Institut für Weltwirtschaft

Christiane Goetz-Weimer Verlegerin WEIMER MEDIA GROUP

Katrin Göring-Eckardt Fraktionschefin Bündnis 90/ Die Grünen im Dt. Bundestag

Matthias Hach Marketing- und Vertriebsvorstand comdirect bank AG

Greg Hands Minister of State for Trade Policy, GB

Dr. Florian Herrmann Bay. Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Medien

Melanie Huml Bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege

Aya Jaff Gründerin Finanzexpertin

Rolf Habben Jansen Vorsitzender des Vorstandes Hapag-Lloyd AG

Prof. Dr. Dr. Alexander S. Kekulé Virologe und Epidemiologe Universitätsklinikum Halle (Saale)

Lars Klingbeil Generalsekretär der SPD

Carsten Klude Chefvolkswirt M.M.Warburg & CO

Annegret Kramp-Karrenbauer Bundesministerin der Verteidigung

Prof. Dr. Karl Lauterbach Gesundheitsexperte der SPD

Christian Lindner Bundesvorsitzender und Fraktionsvorsitzender FDP

Prof. Dr. Jochen Maas Geschäftsführer Sanofi Deutschland

Dr. Robert Mayr Vorstandsvorsitzender DATEV eG

Prof. Dr. Christoph Meinel Direktor und Geschäftsführer Hasso-Plattner-Institut

Friedrich Merz Vizepräsident des Wirtschaftsrats der CDU e.V.

Dr. Martin Mihalovits Vorstandsvorsitzender Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee

Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery Vorstandsvorsitzender Weltärztebund

Emmerich Müller Partner, B. Metzler seel. Sohn & Co. Holding AG

Hildegard Müller Präsidentin des Verbandes der deutschen Automobilindustrie

Nico Nusmeier Vorsitzender des Vorstandes Schörghuber Unternehmensgruppe

Roland Obersteg Flottillenadmiral, Kommando Cyber-und Informationsraum

Dr. Stefan Oschmann Vorsitzender der Geschäftsleitung und CEO von Merck

Katherina Reiche Vorsitzende des Vorstands Westenergie

Olivier Reppert CEO Share Now

Hagen Rickmann Geschäftsführer Geschäftskunden Telekom Deutschland

Nina Ruge Fernsehmoderatorin Buchautorin und Journalistin

Dr. Jochen Schmitz Chief Financial Officer Siemens Healthineers

Prof. Dr. Monika Schnitzer LMU München Wirtschaftsweise

Katharina Schulze Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bayer. Landtag

Sonja Schwetje Chefredakteurin ntv

Dr. Markus Söder Bayerischer Ministerpräsident CSU

Dr. Christoph Specht Arzt und Medizinkorrespondent

Frank Thelen TechnologieInvestor

Dr. Frank Walthes Vorstandsvorsitzender Versicherungskammer Bayern

Matthias Weber Vorstand Finanzen Hexal

Dr. Wolfram Weimer Verleger WEIMER MEDIA GROUP

Prof. Dr. Otmar D. Wiestler Präsident Helmholtz-Gemeinschaft

Der Jahresauftakt für Entscheider


Impressum

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Herausgeber: Graf Media, Monika Graf Bergmannstraße 7a, 83734 Hausham

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Konzept, Projektleitung, Anzeigenverkauf Monika Graf, monika@graf-media.cc   Tel.: 0170 - 834 74 20 Art Direktion und Gestaltung: Designbüro Tina Dompert design@tinadompert.com www.tinadompert.com Redaktion: Sabine Schreiber, Iris Hüttner, Monika Graf Titelbild:  Jacqueline Krause-Burberg; Geschirr: Tegernseer Manufaktur; Gericht: Rehrücken in Pilzkruste, Reh Jus, Wirsing-Mousse, Kartoffel-Speck Praline, Seehotel Überfahrt/Egerner Bucht Fotos: Jacqueline Krause-Burberg, Sabine Schreiber, York Hovest (Homestory), Hochzeit Kathi und Flori: FotoundLiebe, www.fotoundliebe.de,  Andreas Leder (Kochgeschichten), Jessica Dörr, Günter Standl, shutterstock, Tegernseer Tal Tourismus, privat, von Werbepartnern und Veranstaltern   Für die Richtigkeit von Terminen, Daten und Angaben in Kundenanzeigen, Preise, redaktionelle Inhalte, sowie Adressen und Telefonnummern wird nicht gehaftet. Gesamtaufauflage: 10.000 Stk. Nächste Ausgabe: Frühjahr/Sommer 2021 erscheint Ostern Anzeigenschluß: 10. Februar 2021. Veröffentlichungen – auch auszugsweise – nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages.

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Jahresabo 2 Ausgaben zum Preis von 15,- EU inkl. Porto und Versand

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PREMIUM CARS ROSENHEIM

IHR JAGUAR & LAND ROVER HÄNDLER SÜDLICH VON MÜNCHEN

Premium Cars Rosenheim kann auf eine überaus erfolgreiche Firmenhistorie zurückblicken. Die Marke Jaguar ist seit langem als Hersteller von komfortablen, eleganten und sportlichen Automotiven bekannt. Sie war stets geprägt von unverwechselbaren Markenwerten und aufsehenerregenden Neueinführungen, die bis heute Einfluss auf jede neue Entwicklung nehmen. Geländefahrzeuge wiederum sind das Transportmittel der Wahl auf Terrain, das für gewöhnliche Fahrzeuge unzugänglich ist. Sobald Sie die asphaltierte Straße verlassen, erkennen Sie das unglaubliche Potenzial eines Land Rover. Seit der Einführung des ersten Land Rover im Jahr 1948 steht sein geniales Design für einzigartige Stärke und überragende Leistung. Heute, über 60

Jahre später, sind schätzungsweise zwei Drittel all dieser Fahrzeuge nach wie vor im Einsatz. Premium Cars Rosenheim vereinigt diese hochkarätigen Marken unter einem Dach. Wir sehen uns stets in der Verantwortung für den Kundennutzen und den Erfolg unseres Unternehmens. Wir vertrauen unseren Leistungen – und unsere Kunden vertrauen uns. Nutzen Sie unseren Hol- und Bringdienst. Bis 120 Kilometer Entfernung stellen wir Ihnen diesen beim Kundendienst sogar kostenlos zur Verfügung.

„Wir freuen uns auf Ihren Anruf!“ Benjamin Haas Verkaufsleiter

PREMIUM CARS ROSENHEIM GMBH Rosenheimer Str. 57 • 83059 Kolbermoor Tel.: 08031 9011-0 • Fax: 08031 9011-299 www.premiumcars-rosenheim.de


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Unser Tegernsee 14  

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