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Sommer 2014

Das Bremer Citymagazin

Durchs Schaufenster

Im Mittelpunkt

Unterwegs mit …

Wilder Westen und Städtebau

Statt Land: Fluss

Heini macht den Dreck weg

Zu Gast in Deutschlands einziger Architekturschule

Seite 6

Die Weser als Bremens Lebensader

Seite 10

Bremens bekanntester Straßenfeger im Porträt

Seite 18


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Editorial / Inhalt

Liebe Leserinnen und Leser! Bremen ohne Weser – das wäre wie Grünkohl ohne Pinkel, wie Marktplatz ohne Roland. Oder können Sie sich unsere Stadt ohne Fluss vorstellen? Eben. Insbesondere jetzt, wo die warme Jahreszeit vor der Tür steht, bildet der Fluss die Lebensader der Hansestadt.

Inhalt Mittendrin Tipps von Bremern für Bremer

Seite 04

Im Quartier

Stadtplanung, das ist eher was für Erwachsene – dachten wir jedenfalls. Das Gegenteil beweist der »Baukasten« mitten in der City. Bewaffnet mit Schere und Kleber warfen wir einen Blick hinter die Kulissen der ersten und einzigen Architekturschule Deutschlands. Wie Lernen und Spaß hier kombiniert werden, lesen Sie ab Seite 6.

Revitalisierendes Beispiel für Bremens Mitte?

Domshof 2.0

Seite 10

Breminent

Interview mit Tim Fischer

Seite 16

Seite 05

Mittach!

Durchs Schaufenster

Der Lenz ist da!

Was der Wilde Westen mit Städtebau zu tun hat

Die Kolumne

Seite 17

Unterwegs mit … Heini macht den Dreck weg

Zu Gast im »Baukasten«

Seite 06

Mitbringsel Tipps und Bestseller

Ihr Mitte-Magazin-Team

Seite 08

Von Verkäufern und Produkten

Unterwegs mit Bremens bekanntestem Straßenfeger

Seite 18

Seinerzeit Unverstandenes Türmlein

Impressum

Bildnachweise: Kay Michalak/Fotoetage (Titel, S. 3, 6-7, 10-14, 20), Bremer Landesbank (S. 3, 5), Kerstin Rolfes (S. 3, 18-19), Alasdair Jardine/Fotoetage (S. 4, 22), Böttcher+Tiensch (S. 4), Bremer Touristik-Zentrale BTZ (S. 4), GEWOBA City Triathlon Bremen (S. 4), Kiehl‘s (S. 8), Laura Mercier (S. 8), Wolford (S. 9), Ilona Habben (S. 16), Staatsarchiv Bremen/Torsten Kellner (S. 21)

Die Weser als Bremens Lebensader

„Bremen ist meine künstlerische Heimat“

Viel Freude beim Lesen – am besten im Freien, direkt an der Weser!

Herausgeber: Daniel Günther Redaktion: DIALOG Public Relations Daniel Günther e.K. Altenwall 24, 28195 Bremen www.dialog-pr.com Chefredaktion: Bastian Korte redaktion@mitte-magazin.de Telefon 0421 32 88 110 Gestaltung: Karsten Flämig karsten.flaemig@dialog-pr.com

Statt Land: Fluss

Highlights in der City

Grund genug, sich einmal auf einen besonderen Spaziergang zwischen Stadion und Überseestadt zu begeben. Hierbei standen wir mit hinterm Ruder, saßen im Café und machten die Betten auf einem Hotelschiff. Denn die Weser ist zwar Bremens Flaniermeile Nummer eins, aber auch noch viel mehr – überzeugen Sie sich ab Seite 10.

Shoppen bei schönem Ambiente, dazu gehören auch saubere Passagen. Was für uns selbstverständlich klingt, ist Heini Menkes täglich Brot. Bremens wohl beliebtester Straßenfeger ist ein echtes Unikum in der Lloyd Passage. Ab Seite 18 erfahren Sie, was er so alles aus Bremer Mülleimern fischt.

Im Mittelpunkt

Der Wachturm an der Domsheide Druck: Druckhaus Breyer GmbH Anzeigeninformationen erhalten Sie im Internet unter www.mitte-magazin.de oder telefonisch unter 0421 244 69 700 Auflage: 45.000 Die Ausgabe 3/2014 erscheint in der Kalenderwoche 34

Seite 20

www.facebook.com/mittemagazin

Gespräch mit Peter Schöler, Inhaber vom Schuhhaus Wachendorf

Kooperationspartner:

Seite 3

Zu guter Letzt „Ich plädiere für eine wirklich große Lösung“

Seite 22

Mitte – Das Bremer Citymagazin


Mittendrin

Highlights in der City Von für Bremern Bremer Die Termintipps für den Bremer Sommer gibt an dieser Stelle Peter Schöler, Inhaber vom Schuhhaus Wachendorf, Vizepräses der Handelskammer und Vorstandsmitglied der CityInitiative Bremen. Wie er darüber hinaus die zukünftigen Potenziale der Innenstadt beurteilt, lesen Sie im Interview auf Seite 22.

„Für die 14. Lange Nacht der Museen öffnen 22 Häuser ihre Türen von 18 bis 1 Uhr unter dem Motto ‚Schönheitsideale’ und bieten Führungen, Musik, Theaterstücke, Lesungen und vieles mehr. Ich werde die Gelegenheit nutzen und das Übersee-Museum besuchen. Da war ich schon so lange nicht mehr, da wird es mal wieder Zeit.“ www.museeninbremen.de

06.07.2014

Verkaufsoffener Sonntag „Wer nach dem Kultur-Erlebnis La Strada Lust hat auf ein Konsum-Erlebnis, dem empfehle ich den Verkaufsoffenen Sonntag von 13 bis 18 Uhr. Viele Geschäfte lassen sich wieder einige Überraschungen einfallen.“ www.bremen-city.de

18.05.2014

07.06.2014

Bürgerfest zum Europäischen Tag der Meere

Lange Shopping-Nacht

23.07. bis 27.07.2014

Breminale

„Bis in die Puppen einkaufen gehen und ganz nebenbei noch ein sommerliches Programm auf den Plätzen und in den Passagen erleben – was will man mehr? Ich selber kann natürlich nicht auf Shopping-Tour gehen, sondern freue mich bis 24 Uhr auf Gäste in meinem Geschäft.“ www.bremen-city.de

„Dieses europäische Fest ausrichten zu dürfen – für Bremen eine große Ehre. Vom Weserbahnhof bis zum Martinianleger warten deshalb 1.000 Meter Veranstaltungsfläche an der Schlachte mit maritimem Infotainment, einer Forschungsmeile, Live-Musik, Open Ship, Gastronomie und vielen weiteren Angeboten für die ganze Familie. Ich persönlich freue mich auf ein gemütliches Glas Wein an der Weser – bei hoffentlich tollem Wetter.“

28.06.2014

Bremen Oldtimer Classics „Ein tolles Event und ein absoluter Pflichttermin für mich. Allein die Aufstellung der historischen Boliden auf dem Marktplatz ist schon ein Hingucker. Außerdem passt das Thema Automobile sehr gut zum Standort Bremen.“

www.bremen-city.de/emd-buergerfest-18-mai www.bremen-oldtimer-classics.de

24.05.2014

Lange Nacht der Museen

„Die Breminale muss man keinem Bremer groß erklären: einfach auf den Weserwiesen bei Bier und Bratwurst entspannen – und vor allem gute Musik genießen! Ich freue mich wieder sehr darauf, schließlich liegt das Festivalgelände direkt vor meiner Haustür.“ www.breminale.de

09.08. und 10.08.2014

3. GEWOBA City Triathlon

04.07. bis 06.07.2014

La Strada „Schon zum 20. Mal verzaubern Künstler aus aller Welt die Plätze rund ums Rathaus in eine riesige Manege aus Artistik, Poesie, Jonglage und Tanz. Das sorgt natürlich für eine größere Aufenthaltsqualität, deswegen würde ich mich freuen, wenn die Veranstaltung noch etwas mehr zu uns ans Ansgariquartier heranrückt.“

„Wie jedes Jahr heißt es in der Überseestadt: ab ins Wasser, rauf auf’s Rad und rein in die Laufschuhe. Ich selbst habe da auch mal auf dem Rennrad mitgemacht. In diesem Jahr bin ich wieder dabei, aber nur zum Anfeuern.“

www.strassenzirkus.de

www.citytriathlonbremen.de

Mitte – Das Bremer Citymagazin

Seite 4


Im Quartier

Domshof 2.0 Revitalisierendes Beispiel für Bremens Mitte? Text Jörn Petersen

N

irgends im Bremer Zentrum ist der Wandel so deutlich erkennbar wie auf dem geschichtsträchtigen Domshof. Die »Mitte der Stadtmitte« ist zu einer ehrgeizigen Verjüngungskur aufgebrochen. Von Binnenund Buten-Bremern wurde er in den vergangenen Jahren vor allem als hanseatischer Bankenplatz und bodenständig funktionierender Wochenmarkt wahrgenommen. Heute ist die Revitalisierung historischer Bausubstanz in vollem Gange rund um den Domshof. Ein Signal für die umliegenden Areale? Wie wild knipsen staunende Besucher das aktuelle Großprojekt der Innenstadt – insbesondere die denkmalgeschützte Fassade der Bremer Landesbank zieht an. Bis zur geplanten Eröffnung im Sommer 2016 wird der Neubau hier Etage für Etage wachsen. Gegenwärtig blickt man förmlich „durch die Kulissen“. Deutlich spürbar ist bereits jetzt, welcher Impuls für den Domshof gesetzt wird. Jürgen Elbin, Geschäftsführer der BLB Immobilien GmbH und verantwortlich für den Neubau der Bank, sieht den Domshof in seiner Gestaltung und traditionellen Nutzung als Besonderheit im Bremer Stadtbild. „Der Domshof trägt die Individualität aus hanseatisch kaufmännischem Ambiente und traditionellem Marktgeschehen.“ Das bedeute Lebensqualität und diesen Wiedererkennungswert sollte man nicht infrage stellen. „Eine Sogwirkung für die umliegenden Areale – beispielsweise den Wall oder die Violenstraße – dürfe nicht unmittelbar erwartet werden, hier muss eine eigene Strahlkraft wirken.“ In der facettenreichen Struktur der Bremer Innenstadt sei eine weitere Aufwertung des Domshofs allerdings ein wünschenswerter Beitrag zur Innenstadtentwicklung. Prominenz aus Politik und Bankenwelt war vertreten, als auch die Deutsche Bank im Februar 2014 ihr modernisiertes Beratungscenter in ihrer ältesten deutschen Inlandsfiliale am Domshof präsentierte. Sieben Monate lang wurde das Bekenntnis zum traditio-

Der Domshof – Heimat des zentralsten Wochenmarktes der Stadt und Bremer Bankenplatz. Doch nicht nur der Neubau der Bremer Landesbank sorgt für Wandel, an vielen Stellen ist Bewegung drin.

nellen Standort Bremen erneuert. Investitionen im siebenstelligen Bereich wurden eingesetzt, um sich den immerhin 80.000 Bremer Privat- und Firmenkunden einladender und offener zu präsentieren. Von dieser zeitgemäßen Philosophie erhofft man sich positive Zeichen für den gesamten angrenzenden Bereich – geschäftlich, optisch und gefühlt.

rofläche seine Kanzlei eröffnet. Eines von vielen Statements für die funktionierende Revitalisierung eines ganz besonderen Standorts.

Konsortium plant Einzelhandel und Gastronomie

Auf Sand gebaut

Auch vom Gebäude Domshof 8-12 gibt es zukunftsweisende Neuigkeiten: Die neuen Eigentümer, ein Konsortium um Bauunternehmer und Investor Thomas Steves, haben sich auf die engagierte Fahne geschrieben, das Gebäude der früheren Bremer Bank selbst und den gesamten Standort zu beleben. Angebote mit Geschäften und Gastronomie für Publikumsverkehr halte man für durchaus sinnvoll. Inzwischen sind neben Bestandsmietern wie der Commerzbank und der Barmer Ersatzkasse die ersten Neumieter eingezogen: Uwe Schoolmann, Fachanwalt für Arbeits- und Medizinrecht, hat auf 200 Quadratmetern repräsentativer Bü-

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Wussten Sie, dass der Domshof und die umliegenden Gebäude auf Sand gebaut sind? Der Untergrund besteht aus einer etwa 10 Meter hohen Düne. Die Ablagerungen wurden vor ungefähr 10.000 Jahren vom Wind getragen und rieselten förmlich vom Himmel. Standsicherheit auf der „Weserdüne“ geben eine circa 50 cm dicke Lehmschicht und eine darunter liegende 100 Meter tiefe Tonschicht. Keine Angst also, der Domshof wird nicht „vom Winde verweht“. Mitte – Das Bremer Citymagazin


Durchs Schaufenster

Was der Wilde Westen mit Städtebau zu tun hat Der »Baukasten« vermittelt Kindern und Jugendlichen Grundlagen der Architektur Text Anne-Katrin Wehrmann

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er große Holztisch in der Mitte des Werkraums ist vollgepackt mit Bastel-Utensilien: Scheren, Stifte und Schaschlikstäbchen liegen bunt verstreut zwischen Klebepistolen, Pappe und kleinen Steinen. Auf knallroten Bänken neben dem Tisch und auf dem Fußboden hocken acht Jungen, die allesamt tief konzentriert in ihre Arbeit versunken sind. Im »Baukasten« von Luise Lübke in der Pieperstraße 7 entsteht gerade eine Westernstadt. Mitten in der Bremer City betreibt die 36-Jährige seit zwei Jahren Deutschlands einzige Architekturschule für Kinder und Jugendliche. Dass die Gruppe von Nachwuchsarchitekten nur aus Jungen besteht, ist eher die Regel als die Ausnahme. „Das ist meistens so“, erzählt Luise Lübke. „Nur bei DesignThemen kommt es vor, dass die Mädchen in der Überzahl sind.“ An diesem Tag aber

dreht sich alles um den Wilden Westen – reine Männersache. Lübke hat ihren sechsbis neunjährigen Schülern vorab erklärt, warum der Westen damals wild war und wie die europäischen Siedler die Indianer vertrieben haben. Jetzt setzen sie ihr neues Wissen in ein Stadtbild um: mit Saloon, SheriffBüro, Wohnhäusern und, natürlich, vielen Soldaten. Sogar einen Galgen und Schienen für die Zuganbindung gibt es schon.

Egal, ob es im »Baukasten« um mittelalterliche Ritter geht, um das Design von Möbeln oder um den berühmten brasilianischen Architekten Oscar Niemeyer: Grundsätzlich bekommen die Kursteilnehmer zuerst Theorie und historische Hintergründe vermittelt, bevor es ans praktische Arbeiten geht. „Nur so kann man verstehen, warum Städte so sind wie sie sind“, erläutert Lübke. „Das ist das Spannende an Architektur: Es lässt sich so viel aus ihr ablesen.“

Der Großvater einer der bekanntesten Architekten der ehemaligen DDR, sie selbst Gründerin der ersten Architekturschule Deutschlands: Luise Lübke.

Mitte – Das Bremer Citymagazin

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Durchs Schaufenster

Bremer Bauprojekte Im »Baukasten« entstehen Städte aus Kindervisionen, in der Bremer City werden viele markante Bauprojekte derzeit Wirklichkeit. Das GOP VarietéTheater und das Steigenberger in der Überseestadt sind bereits fertig, das Motel One im Stephaniquartier sowie die Landesbank am Domshof wachsen täglich, und auf dem Bahnhofsvorplatz rollen im Sommer die Bagger an.

Hoch konzentriert bei der Arbeit. Die sechs- bis neunjährigen Kinder bauen ihre eigene Westernstadt.

Respekt vor Großvaters Fußstapfen Das Interesse für dieses Thema ist der gebürtigen Berlinerin praktisch schon in die Wiege gelegt worden, stammt sie doch aus einer architekturbegeisterten Familie mit einem Opa, der als einer der bedeutendsten Architekten der DDR galt. Studieren wollte sie dieses Fach jedoch nicht. „Ehrlich gesagt habe ich mich nicht getraut, weil ich mich nicht mit meinem Großvater vergleichbar machen wollte“, räumt sie ein. Stattdessen kam sie 2004 nach einigen Jahren Mitarbeit beim Landesverband Berlin des Bundes Deutscher Architekten nach Bremen und schrieb sich hier für Kulturwissenschaft, Kunstwissenschaft und Soziologie ein. Ihre alte Leidenschaft verlor sie dabei nie aus den Augen. Im Rahmen ihrer Abschlussarbeit entwickelte sie schließlich ein Konzept zur Vermittlung von Architektur an Kinder und Jugendliche: „Kinder gehen noch ganz unbelastet an das Thema ran“, sagt sie. „Es ist total spannend zu sehen, welche Ideen sie haben und was sich daraus entwickeln kann.“ Schnell war klar, dass sie in diesem Bereich auch arbeiten wollte – allerdings gab es in ganz Deutschland keine entsprechenden Jobs. Nur in Finnland fand Lübke eine Kinderarchitekturschule, von der sie sich für ihren »Baukasten« inspirieren ließ, den sie dann im Mai 2012 offi ziell eröffnete.

Schulklassen bei sich empfangen kann. Für dieses Jahr hat sie sich aber erst einmal vorgenommen, Honorarkräfte einzuarbeiten, die bei Bedarf die Gruppenarbeit übernehmen können. Immer häufiger wird Luise Lübke nämlich bundesweit für Vorträge und Vermittlungsprojekte gebucht, in denen sie von ihren Erfahrungen berichten soll. „Und dann muss der Laden hier ja schließlich weiterlaufen.“

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Anfragen aus ganz Deutschland Seitdem hat sie neben festen Kursen, die einmal in der Woche stattfi nden, auch mehrwöchige „Schnupperkurse“ sowie Wochenend-Workshops im Angebot. Viele der Teilnehmer seien Akademikerkinder, berichtet die 36-Jährige. „Im Großen und Ganzen sind die Gruppen aber bunt gemischt, gerade an den Wochenenden.“ Darüber hinaus arbeitet sie inzwischen vermehrt auch mit Schulen zusammen: So hat sie zum Beispiel für die Bremerhavener Astrid-LindgrenGrundschule den Lehrplan für einen Architekturunterricht erstellt. Perspektivisch wünscht sich die »Baukasten«-Chefin einen größeren Werkraum, damit sie in Zukunft auch Seite 7

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Mitbringsel

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Mitte – Das Bremer Citymagazin

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Im Mittelpunkt

Statt Land: Fluss Die Weser als Bremens Lebensader Text Lars Kattner

Gemütlich bahnen sich die Wassermassen ihren Weg Richtung Bremerhaven. Mit vier, vielleicht fünf Kilometern pro Stunde fließt die Weser am Osterdeich entlang, passiert die Schlachte, erreicht die Überseestadt, bevor es weiter gen Küste geht. Längst hat das satte Grün am Ufer das winterliche Grau abgelöst, die Menschen strömen an „ihren“ Fluss – die Lebensader Bremens. Frische Luft, Inspiration, Entspannung oder die Suche nach einem kleinen Abenteuer: Die Gründe für einen Abstecher an die Weser sind genau so vielfältig wie das Angebot und die Menschen, die hier ihren Arbeitsplatz haben. Höchste Zeit für einen Spaziergang.

Sicherheit muss sein: Ausbilder Klaus Schlösser legt Fahrschülerin Isabel Rotschies die Schwimmweste an, bevor die »Mary« ablegt.

A

uf dem Weg von der Stephanibrücke flussaufwärts Richtung WeserStadion trifft unser Blick zunächst auf den kleinen Anleger unterhalb der Bürgermeister-Smidt-Brücke. Hier, am äußersten Zipfel des Teerhofs gegenüber der Weserburg, haben sich Klaus Schlösser und Isabel Rotschies getroffen. Mit einem Handkompass peilt die 19-jährige Studentin gerade die Kirchtürme der Stadt an. Denn wer mit Fahrlehrer Schlösser eine Probestunde an Bord der „Mary“ auf der Weser drehen möchte, kommt um die theoretischen Basics nicht herum. Und ganz egal, ob man sich nun für den Sportbootführerschein See, den Sportbootführerschein Binnen oder einen Segelschein ent-

scheidet: Die Kunst der Navigation gehört in Theorie und Praxis immer dazu. Wie übrigens auch die Knotenkunde. Kreuzknoten, Palstek und Co. sind fester Bestandteil einer jeden Prüfung. Für Isabel Rotschies dürfte das jedoch kein Problem sein. Auf Anhieb setzt sie die Vorgaben ihres Lehrers um. Der Ausfahrt steht also nichts mehr im Wege. Und weil noch Platz an Bord ist, steigen wir gleich mit ein.

Kurs: 90 Grad Richtung Domtürme „Und dann nimmst du Fahrt auf“, gibt Klaus Schlösser das erste Kommando, nachdem er die Novizin mit den In-

Mitte – Das Bremer Citymagazin

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strumenten vertraut gemacht hat. „Echt jetzt?“, fragt sie etwas zögerlich. Zwar sei sie im Vorfeld nicht sonderlich aufgeregt gewesen, doch die Sicherheit scheint jetzt doch passé. „Ja, ich mein’ das ernst“, erwidert der 44-Jährige. Und schon tuckert der 18-PS-Motor des ehemaligen OstseeFischerboots los. Sorgen um die Sicherheit auf der Weser muss sich allerdings niemand machen, schließlich ist Klaus Schlösser ein echter Fachmann. Bereits seit 14 Jahren bildet er aus, vor elf Jahren hat er sich selbstständig gemacht und ist Geschäftsführer von bootsausbildung. com. „Als Jugendlicher bin ich auf Motorbooten durch Holland gefahren, damals ist meine Leidenschaft für meinen


Im Mittelpunkt

Die Mittagspause im Freien genießen, nirgendwo tun die Bremer dies lieber als an der Schlachte.

jetzigen Beruf entstanden“, sagt er, während er mit prüfendem Blick das Wasser beobachtet. Gefahr droht jedoch keine, weder Binnenschiffe noch andere Verkehrsteilnehmer sind in Sicht. Außerdem macht Isabel Rotschies einen hervorragenden Job. Kerzengerade sitzt sie am Steuer

Qual der Wahl Gut zwei Millionen Besucher flanieren pro Jahr die Schlachte entlang, ob zum SchlachteFamilienfest (dieses Jahr am 18. Mai) oder einfach nur, um den Feierabend in den Biergärten und Außenterrassen zu genießen. Und hierfür ist die Auswahl groß: ob Luv, Feldmann’s Bierhaus, Red Rock, Paulaner’s, Kangaroo Island, Enchilada, Bolero oder viele weitere.

und hält den Kurs 90 Grad in Richtung der Domtürme. „Das ist keine Selbstverständlichkeit, viele Anfänger haben damit Probleme und fahren zunächst in Schlangenlinien“, weiß Schlösser. Spätestens vor den strengen Augen des Prüfers sollte es aber klappen, deswegen bietet er im Laufe der Ausbildung auch zwei Praxiseinheiten je zwei Stunden an. Ebenfalls Teil der Prüfung: das Bojeüber-Bord-Manöver. Auch hier beweist Isabel Rotschies ihr Talent. Gang raus, zur richtigen Seite lenken, Kommandos geben, wenden und die Boje wieder einsammeln. Klappt bereits im zweiten Versuch tadellos. „Es macht auf jeden Fall Spaß“, sagt Rotschies, nachdem sie nach etwa einer Stunde wieder den Steg erreicht hat, auf dem sonst die Schüler von bootsausbildung.com, Der Verklicker und den anderen Ausbildern mit oft wackeligen Knien stehen. Jetzt wartet dort allerdings die Frau von Klaus Schlösser mit ihren beiden Kindern. Und »Mary« muss Überstunden machen.

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Bremens Flaniermeile Nummer eins Zurück am Ufer herrscht bereits reges Treiben an der Schlachte. Bremens Gastro- und Flaniermeile Nummer eins lockt nämlich längst nicht nur am Abend die Besucher an. Auch mittags nutzen Touristen das vielfältige Angebot für einen Sightseeing-Zwischenstopp und gesellen sich zu den zahlreichen Menschen, die hier ihre Mittagspause verbringen. Ob im „Bolero“, „Feldmann‘s Bierhaus“, „Camarillo“ oder dem „Luv“ – an Auswahl mangelt es nicht. Und wer es zünftig-deftig mag, ist im „Paulaner‘s“ richtig aufgehoben. Eine bayerische Oase inmitten der Hansestadt – frisch aufgehübschter Biergarten inklusive. Überhaupt sind es die Plätze im Freien, die der Schlachte ihren ganz speziellen Charme verleihen. Die Möwen kreischen, und im Wasser schaukeln ganz leicht die Boote, die am Schlachte-Anleger festgemacht haben. Ein echter Hingucker ist dabei das Hotelschiff Nedeva. Petra Biermann, die gute

Mitte – Das Bremer Citymagazin


Im Mittelpunkt

BUZ

Ist Mädchen für alles auf dem Hotelschiff und nennt es „mein zweites Zuhause“ – Petra Biermann.

Die Nedeva: 1930 erbaut, lag sie lange Jahre vor Miami in den USA. Heute dient sie, frisch restauriert, als maritime Übernachtungsgelegenheit an der Schlachte.

Seele des Schiffs, lädt uns zu einer Besichtigung ein – und die gerät unweigerlich zu einer kleinen Zeitreise. Vor vier Jahren hat der Inhaber der PAPP Werbeagentur, Georg Papp, die 1930 erbaute Motoryacht aus den USA nach Bremen geholt – in einem katastrophalen Zustand. Lediglich der Rumpf sei noch in Ordnung gewesen. Vom Glanz vergangener Zeiten, als sich an Bord die Schönen und Reichen vor Miami vergnügten, war rein gar nichts geblieben. Doch heute, nachdem der gelernte Schiffbauer Papp die Yacht gemeinsam mit Bootsmann Marian Chmielecki von Grund auf restauriert hat, lebt das Flair vergangener Tage wieder auf. Ein maritimer Traum aus Teak und Mahagoni, jedes noch so kleine Detail entspricht dem Original. Auf der gesamten Länge von mehr als 23 Metern spürt der Besucher Zentimeter um Zentimeter die Leidenschaft, mit der Georg Papp dieses Kleinod vor dem Verfall gerettet hat. Und mit ebensolcher Leidenschaft geht auch Petra Biermann ihrem Job als Mädchen für alles nach. „Für mich

ist das hier wie ein zweites Zuhause“, sagt die gebürtige Ostwestfälin. Gäste empfangen, Frühstück vorbereiten, aufräumen, putzen – an einem so malerischen Arbeitsplatz geht alles viel leichter von der Hand. „Inseln und Wasser, das war schon immer mein Ding“, sagt sie im Brustton der Überzeugung. Dabei war ihr der Umzug in den Norden zunächst gar nicht recht. „Ich war 15 Jahre alt, als mich meine Eltern von Paderborn nach Bremen verschleppt haben. Für einen Teenager bricht da natürlich eine Welt zusammen.“ Doch wer, wenn nicht sie, sollte sich mit der neuen Situation arrangieren? Schließlich seien ihre Eltern nie sonderlich lange an einem Ort geblieben. „15 verschiedene Schulen habe ich besucht.“ Nach einer kurzen Pause fügt sie mit einem verschmitzten Lachen hinzu: „Aber ich bin nie sitzengeblieben!“

Orkan »Xaver« hält auf Schiff gefangen Die Geschichten scheinen Petra Biermann nie auszugehen. Sie gehört zu den

Mitte – Das Bremer Citymagazin

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Menschen, die immer etwas erleben. So, wie an ihrem ersten Arbeitstag auf der Nedeva. Es war der 6. Dezember des vergangenen Jahres. Orkan »Xaver« hatte den Pegel der Weser gerade auf fast drei Meter über das mittlere Hochwasser ansteigen lassen. „Ich war an Bord und konnte nicht weg. Da habe ich schon etwas Panik bekommen“, erinnert sich Biermann. Zwar konnte ihr Georg Papp auch nicht direkt weiterhelfen, aber er verließ seinen Posten als moralische Stütze am Liegeplatz Schlachte, Anleger 3b, nicht. „Vier Stunden hat er da bei Wind und Wetter gestanden und auf mich aufgepasst. Wahnsinn, welcher Chef macht das schon?“ Aber auch sonst ist Georg Papp oft vor Ort. Seine Gäste, für die insgesamt zwölf Schlafplätze in der Superior Suite, der Deluxe Suite und im Familienzimmer zur Verfügung stehen, begrüßt er gerne persönlich. Das Angebot der Nedeva geht zudem weit über den reinen Schiffshotelbetrieb hinaus. Bis zu 44 Personen dürfen an Bord feiern. Geburtstage, Trauungen, Hochzeiten, Weihnachtsfeiern oder Business-Meetings – die Liste ist lang. Je nach Wunsch kann ein Catering organisiert werden. Eine frühzeitige Reservierung ist ratsam, denn die Nachfrage ist groß. Übrigens auch sehr zur Freude von Petra Biermann. Schließlich freut sie sich über jeden Tag, den sie auf der Weser arbeiten darf. Doch für heute ist Feierabend, wir gehen wieder von Bord und weiter Richtung Stadion.


Im Mittelpunkt

Seit 22 Jahren bringt Harald Becker Bremer wie Touristen sicher über die Weser, dabei wollte er bereits nach einem Tag wieder hinschmeißen.

Sielwallfähre – eine Bremer Institution Nach ein paar Metern kreuzt eine echte Bremer Institution die Weser. Die Sielwallfähre pendelt im Minutentakt zwischen Punkendeich und Café Sand. In weniger als einer Minute setzt Kapitän Harald Becker die Passagiere über den Fluss. Und das bereits seit 1992. Ein Service, der bei Einheimischen wie Touristen gleichermaßen gut ankommt. „Wir übernachten auf dem Wohnmobilparkplatz am

Kuhhirten und wollen ins Viertel“, sagt etwa Astrid Keller aus Braunschweig. „Der Weg über die Brücke wäre da schon ganz schön weit. Außerdem liebe ich Fähren.“ Wie oft Fährmann Becker die etwa 150 Meter täglich zurücklegt? Er wollte es schon oft zählen, aber immer kommt etwas dazwischen. Meistens ein kurzer Klönschnack, denn als Kapitän hat Becker natürlich jede Menge Seemannsgarn parat. Bei Hochbetrieb hat er dazu freilich wenig Zeit, dann wird es voll auf dem Schiff. Und auch, wenn die Strecke

nur kurz ist: Höchste Vorsicht ist stets geboten. Schließlich ist er nicht alleine auf der Weser unterwegs. Ruderboote, Motorjachten und Binnenschiffer kreuzen seinen Weg. Apropos Binnenschiffer: Bevor Becker beim Betreiber Hal över angeheuert hat, war er mit seinem eigenen Binnenschiff mehr als 20 Jahre auf den Wasserstraßen zwischen Berlin, Basel und Rotterdam unterwegs. Dass er nun „nur noch“ quer statt längs fährt, stört ihn nicht im Ge-

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Mitte – Das Bremer Citymagazin


Im Mittelpunkt

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Arbeiten Hand in Hand in der Gastronomie – Weserblick inklusive: Alina Carapinha-Hesse und Torsten Pape.

ringsten. „Langweilig wird es hier nie. Es gibt immer jemanden, mit dem ich schnacken kann.“ Und das tut er. Entweder beim Kassieren, oder, auf seinem Holzsitz hoch über der Wasseroberfläche thronend, die Füße auf einen kleinen Schemel gestellt, beim Manövrieren. Und das ist gar nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick aussieht. „Das Schiff hat kein klassisches Ruderblatt“, erklärt Becker, „sondern einen Schottel-Ruderpropeller. Das bedeutet, dass die Steuerung direkt über die Schraube läuft. Nach meinem ersten Tag wollte ich gleich wieder hinschmeißen. Ich dachte: Ich kapier‘ das sowieso nicht.“ Hat er dann aber doch.

Amerikaner zahlten für Extrarunden auf der Weser Und trotz seiner 67 Jahre denkt er noch lange nicht ans Aufhören. Nicht zuletzt, weil ihm immer wieder kuriose Dinge passieren. „Vor einem Werder-Spiel habe ich mal einen Bremer Fan gerettet, der den Mund etwas zu weit aufgerissen hatte. Zehn Mann waren hinter dem her, als er an Bord gerannt kam. Ich habe dann gleich die Klappe hochgemacht und ihn mitgenommen.“ Unvergessen bleiben ihm auch fünf Amerikaner, für die er zu später Stunde einige Extra-Runden in der Mitte der Weser gedreht hatte. „Die haben gejohlt, als wäre das ganze Schiff voll besetzt. Und 50 Dollar Trinkgeld habe ich bekommen.“ Mit johlenden und jubelnden Menschen kennt man sich auch an unserer letzten Station bestens aus. Weniger vielleicht, wenn die Lesereihe »LiteraTour Nord« zu Gast ist. Umso mehr, wenn Werder Bremen ein

Mitte – Das Bremer Citymagazin

Ein beliebter Treffpunkt im Grünen, nicht nur bei Werder-Spielen – das Café Ambiente.

Heimspiel hat. Denn das Café Ambiente ist ein beliebter Anlaufpunkt der Fans, bevor es ins Stadion geht. „Vom Punk bis zum Geschäftsmann ist alles dabei“, sagt Betriebsleiter Torsten Pape. „Wir waren nie so ein ausschließliches Szene-Ding, sondern haben für alle etwas zu bieten.“ Und weil genau das bei den Gästen sehr gut ankommt, hat er sich jetzt Verstärkung gesucht. Im März hat Alina Carapinha-Hesse ihren Status als Aushilfe abgelegt und arbeitet seitdem als seine Kollegin. Noch sind die organisatorischen Abläufe für die 24-Jährige Neuland, doch demnächst möchte sie gemeinsam mit Torsten Pape die Führungsaufgaben erledigen, Personalpläne aufstellen und das ganze natürlich mit dem Service unter einen Hut bringen. Gerade als Quereinsteigerin keine ganz leichte Aufgabe. „Ich habe Friseurin gelernt, wollte aber immer lieber eigenständig arbeiten“, sorgt Alina Carapinha-Hesse für Aufklärung. Und eine Gemeinsamkeit hätten beide Berufe ja schließlich: „Ich arbeite immer noch mit Menschen zusammen, habe engen Kontakt zum Kunden.“ Frühstück, Mittagstisch, Kaffee und Kuchen – das Programm ist stramm

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und gewährt nur wenig Zeit zum Verschnaufen. Die aber weiß die gebürtige Delmenhorsterin zu nutzen: „Es gibt nichts schöneres, als in der Pause auf die Weser zu blicken.“ Eine Einschätzung, mit der sie ganz sicher nicht alleine dasteht. Und ein schönes Schlusswort für unseren Spaziergang allemal. Dabei hätten wir eigentlich allen Grund, direkt wieder umzudrehen. Denn die Liste der Attraktionen entlang der Weser ist so umfangreich, dass es Wochen bräuchte, alles zu erkunden. Zumal auch zu späterer Stunde einiges geboten wird. In der Spielbank das Glück herausfordern, Kultur und Musik auf dem Theaterschiff oder der MS Treue genießen, spektakuläre Shows im GOP VarietéTheater erleben oder im angeschlossenen Adiamo Dance-Club die Nacht zum Tag machen – immer getreu dem Motto: Statt Land: Fluss.


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Breminent mit Tim Fischer

„Bremen ist meine künstlerische Heimat“ Sänger, Schauspieler und Musicalstar in Personalunion – das ist Tim Fischer. Gerade einmal 41 Jahre alt, hat der gebürtige Delmenhorster 25 Jahre Bühnenpräsenz, 20 veröffentlichte Alben sowie Rollen in TV und Kino vorzuweisen. Die Neue Zürcher Zeitung feierte ihn als „Entertainer von Weltformat“, während die FAZ feststellt: „Ihm gelingt, was mittlerweile fast unmöglich geworden ist: zu singen, ohne zu lügen.“ Nach seinen Hommagen an Zarah Leander, Hildegard Knef und Georg Kreisler ist Fischer seit einigen Monaten mit „Geliebte Lieder“ auf deutschsprachigen Bühnen unterwegs. Dazwischen blieb dennoch Zeit für einen Plausch über Lili Marleen, Drogen im Musikmilieu und neue CD-Projekte.

Interview Bastian Korte

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err Fischer, welche musikalische Intention steckt hinter Ihrem neuen Programm? Im Laufe meiner Karriere sind mir bestimmte Lieder ans Herz gewachsen, die ich aber aus unerfindlichen Gründen nie selbst auf der Bühne gesungen habe. Dies holen wir nun zum 25-jährigen Bühnenjubiläum nach. Zum Repertoire des Abends zählen aber auch jene Klassiker, die man schon seit jeher untrennbar mit mir in Verbindung bringt – etwa die Rinnsteinprinzessin. Die Songauswahl orientiert sich an Themen, die uns alle beschäftigen: Liebe, Tod und Teufel. So soll ein gemeinsamer Geist, eine Einheit zwischen Publikum und Interpret geschaffen werden. Ihre ersten Auftritte haben Sie sich im Alter von 15 Jahren in Lokalen von Oldenburg bis Bremen selbst organisiert. Was begeisterte Sie in so jungen Jahren am Gesang in der Öffentlichkeit? Die Initialzündung war das Lied Lili Marleen, das ich immer mit meiner norwegischen Großtante sang. Aber auch bei meinen Großmüttern habe ich viele Chansons zu hören bekommen – von Édith Piaf bis Jacques Brel.

Mitte – Das Bremer Citymagazin

Die musikalisch verpackten Geschichten haben mich begeistert. Ich entdeckte Musik als einen Weg, meine verborgensten Gefühle zu verbalisieren. Diese Emotionen wollte ich auch bei anderen wecken. Außerdem faszinierte mich, dass die Liedtexte immer viel Interpretationsspielraum bieten, während beim Schlager die Aussage meist exakt so gemeint ist, wie sie auf dem Papier steht. Schnell wurden Sie zum deutschen „Wunderknaben des Chansons“ ernannt. Birgt ein solch rapider Aufstieg auch Gefahren der Überforderung? Definitiv. Ich bin relativ schnell nach Hamburg und Berlin gegangen und dort in einen Mix aus Drogensumpf und Dauerdepression gestrudelt. Mich da allein rauszukämpfen, seit langer Zeit wieder clean zu leben und ich selbst zu sein – darauf bin ich stolz. Sie wurden in Delmenhorst geboren, wuchsen nahe Oldenburg auf und sind heute Wahl-Berliner. Dennoch weist Ihre Biographie auch eine spezielle Beziehung zu Bremen auf. Absolut, Bremen ist meine künstlerische Heimat! Modernes, Moments, Schwankhalle, Stadionbad – es gibt kaum einen Bremer Fleck, an dem ich noch nicht aufgetreten bin. Im Jungen Theater, früher noch in der Friesenstraße beheimatet, erlebte ich eine ultrakreative Zeit, die ich nie vergessen werde. Dank Peter Schulze (Musikjournalist und Produzent; Anm. d. Red.) nahm ich zahlreiche meiner CDs im Sendesaal von Radio Bremen auf. Und auch privat ist die Stadt immer wieSeite 16

der Bezugspunkt: Meine Mutter, mein Bruder und meine beiden Patenkinder leben hier. Am 27. Mai kommen Sie nun also wieder nach Hause. Was erwarten Sie vom Abend im Theater am Goetheplatz? Erwarten tue ich gar nichts. Ich komme ja, um zu geben (grinst). Ich freue mich einfach wahnsinnig auf die Bremer, die mich als singenden Jungspund kennen und zu denen ich jetzt als alter Chanson-Pop-Knacker wiederkehre. Auf das Urteil des Bremer Publikums lege ich deshalb größten Wert. Und obwohl das Programm ernste Themen bereithält, soll es die Gäste aus dem Alltag reißen und unterhalten. Sie sagten einmal: „In meinem Beruf kann man nie genug arbeiten.“ Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus? Im Sommer steht für eine neue CD eine Kreativphase an, in der ich mich mehr Richtung Pop orientieren und auch ein jüngeres Publikum ansprechen werde. Ich möchte nicht nur in die Chanson-Schublade gesteckt werden, Glitter und Schminke waren gestern. Je älter ich werde, desto eher komme ich in der Gegenwart an. Ich entdecke zunehmend einen neuen Tim – und den möchte ich auch zeigen.

Sie wollen dabei sein, wenn Tim Fischer sein Programm »Geliebten Lieder« am 27. Mai im Bremer Theater am Goetheplatz aufführt? Unter 0421 36 53 333 können Kurzentschlossene noch Resttickets ergattern.


Mittach!

Der Lenz ist da! Eine Kolumne von Thorsten Nordberg

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llerorten findet man es zur Zeit wieder, das blaue Frühlingsband, das jährlich durch unsere Lüfte flattert. So beschrieb es zumindest der Lyriker Eduard Mörike vor fast 200 Jahren. Willkommen im Wonnemonat Mai! Spätestens jetzt haben alle die Winterreifen gewechselt und den Nerzmantel in den Keller gehängt. Und man kann endlich wieder draußen sitzen, beim gepflegten Alster im Litfass zum Beispiel. Den Flaneuren im Lenz zuzusehen ist doch immer eine besondere Freude. Neueste Trendfarben an juvenilen Artgenossen, enges Beinkleid in Mint oder Ocker, gern kombiniert mit Neontönen – ohne Sonnenbrille geht jetzt keiner mehr aus dem Haus. Knutschende Menschen zuhauf scheinen die These zu untermauern, dass die grüne Jahreszeit das Paarungsverhalten tatsächlich beeinflusst. Auch die Partnerbörsen werben mit Frühlingsgefühlen per Mitgliedszahlung.

Sehnendes Hecheln nach Sonne und Grün Bei der WC-Lektüre klärte mich die Apotheken-Umschau über die frühlingshaften Begleitumstände auf: Simple Naturgewalt in Form von weniger Melatonin (macht müde und begünstigt Depressionen) und mehr Serotonin (macht glücklicher) durch vermehrte Lichteinstrahlung sorgen angeblich dafür, dass dem Mensch nach Bäume ausreißen zumute ist. Oder zumindest nach Balkonpflanzen umtopfen. Dazu kommt schnöde Konditionierung: Die Erinnerung an frühere Frühlinge und der Duft nach Gras sorgen – ähnlich wie beim Pawlowschen Hund – für ein sehnendes Hecheln nach Sonne und Grün. Wer hingegen unter Frühjahrsmüdigkeit leidet, hat einen unflexiblen Körper, der mit den veränderten Melatonin- und Serotoninpegeln schlechter umgehen kann. Hier empfehlen Experten am besten schon im Winter die auch

in skandinavischen Nordlagen erprobte Lichttherapie. Dann hat der Körper schon an Weihnachten Zeit, sich innerlich auf Ostern einzustellen. Der viel beschriebene Klimawandel könnte diese körperlichen Metamorphosen jedoch schon bald obsolet machen. Schon der letzte Winter war nicht mehr als ein laues Lüftchen. In ein paar Jahren fällt das Glühwein-Trinken bestimmt gänzlich aus, aber im Februar Rasen zu mähen entzückt die Gartenbesitzer sicher umso mehr. Statt Schlittschuhen legen wir den Kindern Paddelboote unter den Tannenbaum und definieren die Semkenfahrt einfach zum Wassersportrevier um. Wobei: Was wird dann aus den hormonellen Vorboten eines zu nassen /zu kalten/ zu trockenen Sommers? Egal, Melatonin und Serotonin gibt’s ja auch schon in Tablettenform.

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Cie l’Homme debout und die bremer shakespeare company bei LA STRADA

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lljährlich schenkt die Sparkasse Bremen den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt eine spektakuläre Platzinszenierung zum LA STRADA-Festival. Anlässlich des 20. Jubiläums des Festivals und der 30. Spielzeit der bremer shakespeare company wurde erstmals eine gemeinsame Inszenierung entwickelt. Die französische Straßentheatergruppe Cie l’Homme debout hat mit der bremer shakespeare company zum Thema Aufbruch, Flucht und Suche gearbeitet. Herausgekommen ist eine imposante Inszenierung entlang der zarten Grenzen zwischen Phantasie und Realität. In übergroßen träumerischen Bildern wird die Begegnung zweier phantastischer Giganten in Szene gesetzt. Die WeidenroutenFigur Lièdo der Cie l’Homme debout trifft auf den Bremer Roland. Kann die Bremer Freiheit zum Leben erweckt werden? Bringt der fremde Riese Hoffnung oder gar Erlösung? Eine Suche ohne Illusionen … Am 4. und 5.7.2014 beim Internationalen Festival der Straßenkünste LA STRADA in Bremens Innenstadt

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Mitte – Das Bremer Citymagazin


Unterwegs mit …

Heini macht den Dreck weg Unterwegs mit Bremens bekanntestem Straßenfeger Text Jessica Renziehausen

Neue Armbanduhr im Mülleimer Heini in seinem Element, mitten in der Lloyd Passage. Mit den hier ansässigen Geschäftsleuten versteht er sich so gut, dass sie ihm sogar etwas zum Geburtstag schenken.

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einer kennt ihn mit Nachnamen, doch gekannt wird er von allen in der Lloyd Passage: Heini Menke ist seit über 24 Jahren für die Sauberkeit in der Bremer Innenstadt verantwortlich. „Früher war ich auch in der KatharinenPassage und am Domshof tätig, aber jetzt nur noch in der Lloyd Passage“, steckt der drahtige 58-Jährige seinen „Kehrbezirk“ ab. Heinis Arbeitstag ist lang: Um 6:30 Uhr beginnt er seinen Dienst. Versteckt hinter einer Stahltür im ersten Stock des Parkhauses der Lloyd Passage haben Heini

und seine Kollegen der DSS GmbH ihre Räumlichkeiten. Duschraum, Pausenraum, Arbeitsmaterialien. Auch wenn die Geschäfte erst um 10 Uhr ihre Türen öffnen, gibt es genug zu tun. „Die Leute lassen überall ihren Dreck liegen, das glaubt man gar nicht.“ Mehrmals am Tag läuft der Reiniger mit Besen, Wischmop und Schaufel durch die Passage. „Nö, einen festen Plan hab ich dabei nicht, ich geh mal so oder so herum“, sagt Heini und marschiert schon forschen Schrittes auf eine Eislache neben einem Mülleimer zu. Nach all den Dienstjahren hat er einen Adlerblick für Müll und Dreck entwickelt.

Mitte – Das Bremer Citymagazin

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Kurios findet er, dass die Menschen auch manchmal neuwertige Dinge wegwerfen. „Ich habe schon neue Armbanduhren, CDs und einmal sogar einen 20-Euro-Schein in der Klarsichthülle einer Zigarettenschachtel gefunden. Die hab ich natürlich behalten“, berichtet der gebürtige Bassumer grinsend. Man wundert sich, welche Müllmengen in einer auf den ersten Blick sauberen Passage anfallen können. Wenn die Lange Shopping-Nacht ansteht, legt der bekannte Saubermacher auch schon mal ein paar Überstunden bis 1 Uhr nachts ein. Von allen Seiten wird er gegrüßt oder angesprochen. Ein Obdachloser bittet ihn um Feuer, doch Heini hat das Rauchen aufgegeben. „Zu teuer“, sagt er lapidar, aber er hat trotzdem meist ein Feuerzeug dabei, „für die anderen“. Das größte Problem, auch in der


Unterwegs mit …

Auch das muss sein: Heini bei einer kurzen Kaffee-Pause vor einer Südsee-Fototapete.

Lloyd Passage, ist laut Heini Hundekot. Er ist einigermaßen fassungslos über die Rücksichtslosigkeit der Hundehalter, die ihre Tiere überall ihre Notdurft verrichten lassen. Zwei Mal am Tag leert Heini die insgesamt elf Mülleimer der Passage. Ärger gibt es selten, dafür sind in der Lloyd Passage die Sicherheitsleute zuständig. Dann müssen sie, wie neulich, jugendliche Fahrradfahrer zum Absteigen ermahnen – nachdem einer von ihnen mit Heini kollidiert war und auch noch das Pöbeln anfing. Die Ladenbesitzer kennen und schätzen durchweg die wohlvertraute Reinigungskraft vor ihren Türen. „Das ist nett, ich kenn’ die ja auch alle. Viele schenken mir was, von einem habe ich heute sogar ein Geburtstagsgeschenk bekommen“, freut sich Heini und erzählt von

seiner anstehenden Feier. „Da hab ich mir natürlich freigenommen.“

Unersetzliches Unikat Unter der Treppe auf der Rückseite des Parkhauses lagert weiteres Arbeitsmaterial. Heini ärgert sich über das klemmende Türschloss, als er Besen und Schaufel herausholen will. Sechs Tage die Woche ist er in der Lloyd Passage tätig. „Aber ich bin froh, dass ich diesen Job machen kann, es ist besser als Hartz IV. Und es macht mir Spaß, weil ich die Leute hier mag“, so der aufgrund von Krankheit leicht gehandicapte Reiniger. Früher ist er 22 Jahre lang mit den Schaustellern von Freimarkt und Osterwiese

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herumgereist und arbeitete an der riesigen Schiffschaukel. „Das war aber irgendwann zu schlecht bezahlt“, sagt Heini und kramt neue Müllsäcke für die Eimer hervor. Unauffällig und freundlich erledigt er die täglichen Handgriffe, weicht dabei Passanten aus und sondiert nebenbei die Sonderangebote in den Schaufenstern. Beim Süßwarengeschäft von arko gibt es auch öfter ein Geschenk für ihn. Filialleiterin Annika Mutke sagt lächelnd: „Der Heini – das ist unsere Putzfee! Er kümmert sich immer um unsere Mülltonnen. Wir merken das sofort, wenn er nicht da ist. Wenn der mal in Rente geht, wird er uns ganz gewiss fehlen.“

Big in Japan Die Lloyd Passage ist Deutschlands erste überdachte öffentliche Straße. Ausschließlich mit privaten Mitteln finanziert, wurde sie zwischen 1987 und 1990 für etwa 11,5 Millionen D-Mark errichtet. Besonderen Charme versprüht die Shoppingmeile nicht nur wegen der 18 Prominenten, die bisher ihren goldenen Handabdruck hier verewigt haben. So besteht seit 1991 auch eine freundschaftliche Partnerschaft mit der Moto-SumiBremen-Straße – einer Fußgängerzone im japanischen Kawasaki, deren Logo die Bremer Stadtmusikanten zieren. Mitte – Das Bremer Citymagazin


Seinerzeit

Unverstandenes Türmlein Seit Sommer 1988 ziert der rote Backsteinturm die Ecke Domsheide / Balgebrückstraße. Er sollte sowohl Verkehrsturm der BSAG wie auch einmaliges Kunstwerk sein. Verkehrsturm ist er nicht mehr und als Kunstwerk wurde er kaum verstanden. Text Gerrit Reichert

Mitte – Das Bremer Citymagazin

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ie Schienen über den Domshof sollten weg, stattdessen die Straßenbahn via Domsheide durch die Violenstraße geführt werden. 1988 war es so weit. Für das Bauprojekt musste jedoch der alte Verkehrsturm vor der Glocke weichen. Als neuer Standort wurde die Ecke Domsheide / Balgebrückstraße gewählt. Die Stadtplaner befanden: Die Bremer City charakterisiere die „typische Abfolge von Straßen- und kleineren Platzräumen“, die Domsheide erinnere zu stark „an einen großen Verkehrsknotenpunkt oder eine große Kreuzung“. Bewusst sollte der neue Standort des Turms die gefühlte Weite der Domsheide optisch begrenzen, ihr „Halt geben“.

Die mit dem Umbau der Domsheide betraute Essener Stadtplanerin Marlene Zlonicky entwarf zunächst einen schlichten, technisch orientierten Verkehrsturm. Der zuständige Bremer Senatsdirektor, Eberhard Kulenkampff, entschied im kleinen Kreis aber eine andere Idee. Bei einem Besuch seiner Tochter in Düsseldorf hatte er eine Ausstellung des dänischen Rotklinker-Künstlers Per Kirkeby besucht. Kulenkampff nahm Kontakt auf und schlug dem Dänen vor, im Rahmen des Bremer Programms „Kunst im öffentlichen Raum“ einen Verkehrsturm als Kunstwerk zu errichten. Für Bremen entwarf der international renommierte Kirkeby so sein einziges Kunstwerk, das zugleich eine technische Funktion erfüllte. Äußerlich sollte sein

Die Domsheide im Jahr 1980. Links zu sehen: der Vorgänger-Turm der BSAG, architektonisch deutlich nüchterner gehalten.

Kunstobjekt keinen Bezug zur Umgebung herstellen: Es sollte autonom wirken, indem es mittelalterliche Architekturmotive mit normannischen verknüpfte, die sich in der gotischen Fensterform andeuten. Im Inneren war es der Arbeitsplatz eines Verkehrsmeisters der BSAG. Von hier wurden Durchsagen gemacht, auch mal der gesamte Fahrstrom abgeschaltet sowie die An- und Abfahrt der Straßenbahnen und Busse geregelt – Süd-Ost hatte immer Vorfahrt vor Nord-West. Vor allem aber wurden die Weichen auf der Domsheide gestellt, über 100 Mal am Tag.

„Kulis Rache“ oder der „Schuldenturm“ Der Bremer Volksmund verstand diese Symbiose nicht. Als „Kulis Rache“ wurde der Turm alsbald verspottet, auch als „Schuldenturm“, „Rapunzelschloß“, „Pranger der Moderne“ oder „Mäuseturm“. Mit dem Ende des Kirchentages 2009 verlor der backsteinrote Verkehrsturm seine technische Funktion. Seitdem bleibt der Arbeitsplatz des Verkehrsmeis-

Wegweiser

was steckt hinter Bezeichnungen wie zum Beispiel »Marterburg«?

Die Bremer Innenstadt – das ist nicht nur Shopping-Zentrum, sondern auch historisch gewachsener Stadtkern. Zahlreiche Straßennamen sind Zeugen dieser langen Geschichte. Doch

Diese Straße verläuft in einem südwestlichen Bogen durch das Schnoor-Viertel, die an ihr gelegenen Häuser lagen direkt an der damaligen, östlichen Stadtmauer. Ihren Namen verdankt die kleine Gasse aber nicht dieser Mauer, sondern den früher dort ansässigen Müllern. Diese lagerten ihr Mehl und Korn an dieser Stelle in den sogenannten Matten (»Mattenburg«). Eine andere

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ters über den Köpfen der Passanten leer. Im Keller des Turms befindet sich immer noch die Steuerungstechnik für die meistbedienten Weichen der Hansestadt. Noch eine Etage darunter, von einer Glasplatte getrennt, befindet sich eine der drei Süßwasser-Quellen, aus denen Bremen einst genährt wurde. Äußerlich deutet nur eine MiniaturPlakette an, dass es sich bei dem Backstein-Verkehrsturm um ein AusnahmeKunstwerk des nunmehr 75-jährigen Per Kirkeby handelt. Weil sich die Akzeptanz der Öffentlichkeit bis heute in Grenzen hält, überlegte der Beirat Mitte zuletzt öffentlich, es mit dem einst geplanten siebengeschossigen Neubau der Volksbank abreißen zu lassen. Es wäre durchaus im Sinne des Künstlers. Per Kirkeby schrieb dazu: „Es gab einen Augenblick, in dem ich sagte, dass eine Arbeit gut sei. Dann aber war mir plötzlich klar, dass dieses nicht stimmt. Der Prozess besteht nun darin, dass man den Mut hat, das zu erkennen.“

Interpretation liefert eine bremische Sage, der zufolge Eindringlinge im 10. Jahrhundert in diese enge Straße gedrängt und aus den Häuserfenstern mit siedendem Öl und Wasser übergossen wurden, bis sie einen „martervollen“ Tod starben. Heutzutage werden Besucher hier natürlich freundlich empfangen und genießen Künstlerisches bei der Galerie Afro-Asiatica, Leckeres bei der Konditorei & Café im Schnoor oder Schmuckvolles bei der Goldschmiede Antje Obreiter. Mitte – Das Bremer Citymagazin


Zu guter Letzt

„Ich plädiere für eine wirklich große Lösung“ Gespräch mit Peter Schöler, Inhaber vom Schuhhaus Wachendorf im Ansgari Quartier Interview Daniel Günther

Herr Schöler, was sind die Schuhtrends 2014? Für Frauen sind es die flachen Sandaletten, gern auch mit Glitzer. Zudem sind Sommerstiefeletten sehr gefragt. Auch die Ballerinen sind weiterhin angesagt, vor allem in hellen Farben: Beige, Natur und Blau von Marine bis Azurblau. Für den Abend High Heels, verrundet und auch wieder spitz. Bei den Herren sind es vor allem Sneaker – im dunklen verwaschenen Blau sowie schlankere Boots für die jüngere Generation in Cognac oder Dunkelbraun sowie in Grau und Blau. Sie führen das Schuhhaus Wachendorf in vierter Generation. Sie haben Schuhe quasi in die Wiege gelegt bekommen.

Peter Schöler (65) ging nach seiner Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann in Lübeck zunächst nach England und später nach Italien, um die weite Welt der Schuhmode kennenzulernen. Mit 28 Jahren kam er zurück an die Weser und übernahm mit Anfang 30 das elterliche Schuhgeschäft, das er bis heute in vierter Generation führt. Neben Schuhen begeistert sich Schöler für Sport: Er segelt, fährt Rennrad und Ski.

Das kann man so sagen. Mein Urgroßvater war Schuhmacher in Harpstedt und ist nach Bremen eingewandert, wofür er damals noch einen Staatsbürgereid ablegen musste, in dem er sich verpflichtete, sich für das Gemeinwohl der Stadt einzubringen. 1877 eröffnete er in der Knochenhauerstraße das erste Geschäft. Später war der Laden dann im Ostertorsteinweg 49 und Ende der 1970er Jahre zogen wir hierher in die Ansgaritorstraße.

ist das größte Bauprojekt in der City nach dem Zweiten Weltkrieg. In Bremen befinden sich nur 16 Prozent der Einzelhandelsflächen in der Innenstadt, in Hannover sind es 30 Prozent. Wir werden also unserer Rolle als Oberzentrum der Region nicht gerecht und müssen mehr Fläche generieren. Es hilft nicht, sich über die Flächen am Stadtrand zu beklagen, vielmehr müssen wir unsere Stärken wie das historische Ambiente, die Gastronomie und die Kulturangebote in den Vordergrund stellen. Dazu gehört in meinen Augen auch das Ostertor, das keine Konkurrenz für die City ist, sondern eine optimale Ergänzung. Für das große City Center läuft es nicht optimal, große Investoren haben bereits abgewunken. Wie sehen Sie die Entwicklung? Das war natürlich zunächst traurig, aber ich habe keine Zweifel daran, dass auch die verbleibenden Investoren das hinkriegen. Wichtig ist mir dabei jedoch vor allem, dass es eine wirklich große Lösung wird. Anfangs sahen Studien einen Bedarf von 60.000 Quadratmetern. Das war wohl zu groß gedacht und nicht stadtverträglich, dann waren es 30.000 und nun redet man nur noch von 15.000 Quadratmetern. Das ist in meinen Augen viel zu wenig und wird nicht die Wirkung entfalten, die wir brauchen. Darum plädiere ich für eine wirklich große Lösung.

„Viel Potenzial, das es zu entwickeln gilt“

Sie gehören zu den wenigen noch familiengeführten Schuhhäusern Bremens. Wie haben Sie es geschafft, die Familientradition fortzuführen? Wir haben viele Stammkunden, weil wir auf ihre individuellen Wünsche eingehen, unser Sortiment daran ausrichten und weil uns die Beratung wichtig ist. Besonders günstige Schuhe finden Sie bei uns nicht, weil das andere besser können. Zudem ist es so, dass wir vom Internet eher profitieren, denn 80 Prozent informieren sich online, kaufen dann aber im Einzelhandel. Unser großes Plus im Vergleich zum Internet sind die Beratung und die sofortige Verfügbarkeit. Sie sind unter anderem Vizepräses der Handelskammer Bremen und engagieren sich in der CityInitiative. Wie steht es in Ihren Augen um die Bremer City? Die Innenstadt hat noch viel Potenzial, das es zu entwickeln gilt. Das Projekt Ansgari Quartier

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Das Center soll ja auch dazu beitragen, dass in der City künftig mehr gewohnt wird. Das ist der Wunsch der Politik. Aber meine Bitte ist, das Projekt nicht zu überfordern. Es soll ja Wohnen, Parken, Einkaufen verbinden und noch Energieeinsparverordnungen unterschreiten. So ein Projekt kann nicht die eierlegende Wollmilchsau sein. Es soll ein Leuchtturmprojekt werden und ein Grund nach Bremen zu kommen. Dafür ist es besonders wichtig, dass die Innenstadt auch in Zukunft für den Individualverkehr gut erreichbar ist. Samstags kommen viele Menschen aus dem Umland, 60 bis 70 Prozent mit dem Auto. Barrieren für den Autoverkehr werden eher dazu führen, dass die Menschen dann eben nicht nach Bremen, sondern in andere Städte fahren.


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Großes Jubiläum des Café Knigge Das traditionsreiche Familienunternehmen feiert 125-jähriges Bestehen und lädt zur Festwoche vom 19. bis 24. Mai

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or genau 125 Jahren eröffnete der Konditormeister Friedrich Emil Knigge ein kleines Café in der Sögestraße mit zwei Tischen und sechs Stühlen. Schnell wurde der Platz zu klein: Im Jahr 1905 zog das Café auf die gegenüberliegende Straßenseite und befindet sich seitdem im Gebäude mit der Hausnummer 42/44. Eines hat sich über all die Jahre jedoch nie geändert – die herausragende Qualität der hausgemachten Produkte.

Damit Harald und Andreas Knigge stets die beste Qualität ihrer Waren garantieren können, werden hier seit jeher alle Kuchen und Torten sowie das Speiseeis selbst hergestellt. Um das Angebot der exklusiven Produkte noch zu erweitern, entschieden sich die Brüder im Jahr 2009 dazu, eine hauseigene Kaffeerösterei zu eröffnen. Besonders gut passt ein Kännchen dieses Kaffees zur beliebten Kapuzinertorte – dem Klassiker im Café Knigge.

Vor 25 Jahren sind die Brüder Harald und Andreas Knigge als gelernte Konditoren in das Unternehmen eingetreten, gut zehn Jahre danach übernahmen sie schließlich die Geschäftsführung. Unter ihrer Leitung wurde das Café im Jahre 2008 komplett saniert. Seitdem verfügt es über 300 Innenund 100 Außenplätze und bietet damit allen Bremern und auch den Touristen eine Anlaufstelle, die zum Erholen und Entspannen einlädt – und das mitten in der City!

Eineinviertel Jahrhundert Café Knigge – eine Erfolgsgeschichte, die gefeiert werden muss! Vom Montag, 19. Mai, bis Samstag, 24. Mai, laden die Geschäftsführer daher zu einer großen Festwoche! Die Besucher können sich auf zahlreiche Aufmerksamkeiten, wie Give-aways und eine Tombola sowie eine exklusive Festtagstorte freuen. Den Höhepunkt findet die Festwoche am 21. Mai – die Geburtsstunde des Café Knigge im Jahre 1889.

Die Besucher des Café Knigge können aus über 50 verschiedenen Torten wählen. Darüber hinaus gibt es weitere Spezialitäten, wie zum Beispiel Baumkuchen, Teegebäck, Bremer Klaben und feinste Pralinen. Besonders bei den kleinen Besuchern beliebt ist die große Auswahl an Speiseeis. Auf den aufwändig gestalteten Eisbechern darf eine Extraportion Streusel natürlich nie fehlen.

Mit einer riesigen Torte mitten auf der Sögestraße feiern Harald und Andreas Knigge sowie alle Angestellten des Traditionshauses ihr Jubiläum. Hierzu sind auch Sie herzlich eingeladen! Die Stücke der extra großen Geburtstagstorte werden für einen kleinen Betrag verkauft. Der Erlös wird an die Welthungerhilfe gespendet.

Zukunft basiert auf Vergangenheit Unsere Produkte werden seit 125 Jahren per Hand frisch und liebevoll in unserer Backstube in der Sögestraße hergestellt. Gern senden wir Ihnen unser Programm zu. Nutzen Sie auch unseren zuverlässigen Lieferservice – weltweit! Konditorei Knigge OHG Sögestraße 42/44 28195 Bremen Telefon (0421) 1 30 60 www.knigge-shop.de


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Mitte Sommer 2014