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COVERSHOT Andreas Rohrmoser Michael Marte

ISSUE 001 04 EDITORIAL

06 Featured Rider // ANDREAS ROHRMOSER

Freerider Andi Rohrmoser steht auf sicke Lines und dicke Drops

20 Nature Ride Freeride

Der legendäre Freeridecontest für Rookies und Pro´s geht im Februar 2011 in die 4. Runde

26 Featured Rider // Sven Capelli

Der Motocross-Rider der Wicked Ruffneck Crew erzählt über seine Teilnahme beim RedBull Hare Scramble

40 GALLERY

Die besten Wintershots der Wicked Ruffneck Crew Fotografen in der Winter Gallery

62 TRAVELSTORY // SPOT CHECK

Mache mit Harry Pollak einen Abstecher nach Brasilien, um vor dem Winter zu flüchten

74 SUPPORTED RIDER: David Loibl

Die Wicked Ruffneck Crew unterstützt junge Talente und begrüßt den Snowboarder David Loibl im Team

82 Ride the night - snowdownhill

Mountainbike-Downhillrennen auf einer Skipiste

88 OPFER DES MONATS

Und wieder hats mal einer zu bunt getrieben

90 WHAT´s NEXT? 92 IMPRESSUM


Johannes Rauch

Michael Marte


EDITORIAL Here it is! Die erste Ausgabe des WICKED Magazines, dem Online-Magazin der Wicked Ruffneck Crew.

Die Wicked Ruffneck Crew ist ein Verein aus Vorarlberg, bei dem sich alles um Rand- und Extremsportarten dreht. Die Crew, die bereits im Jahre 2001 geboren wurde, setzt sich mittlerweile aus über 20 Sportlern zusammen, die versuchen, ihre Sportarten zu leben und die eigenen Limits zu pushen. Die Bandbreite dabei ist groß: Von den Crew-Mitgliedern werden Sportarten wie Wind- und Kitesurfen, Freeskiing, Snowboarden, Klettern, Motocross oder Downhill-Mountainbiken ausgeübt. In dieser ersten Ausgabe des WICKED Magazines, die wir mit Stolz präsentieren dürfen, wollen wir euch das Leben der Wicked Ruffneck Crew etwas näher bringen. Es wird in jeder Ausgabe Rider Profiles geben, die euch Teamrider unserer Crew näher vorstellen. Einblicke in die Reisen der Rider bekommt ihr bei der Travel-Story, die ebenfalls in jeder Ausgabe einen Stammplatz bekommt. In dieser Ausgabe gibt es außerdem ein Special zum Nature Ride Freeride Contest, der am 26. Februar 2011 bereits zum 4. Mal über die Bühne gehen wird.

Viel Spaß mit der ersten Ausgabe des WICKED Magazines! Mike Wicked Ruffneck Crew


Andi Rohrmoser

Michael Marte


andi rohrmoser FEATURED RIDER


FREERIDE JIBBING

Im Snowpark wirst du Andi nie treffen. Seine Obstacles wurden von keinem Shaper geschaffen, sondern von plattentektonischen Aktivit채ten und bestehen zumeist aus Fels. Andi Rohrmoser Michael Marte


POWDER FREAK

Andi verschmäht Mama´s Essen wegen ein paar kleinen Happen gefrorenem Wasser. Andi Rohrmoser Michael Marte


DICKE DINGER

gehören zu Andi´s Spezialitäten. Wo andere Höhenangst bekommen, fängt für Rohri der Spaß erst an. Andi Rohrmoser Michael Marte


ggressiv ist wohl das Adjektiv, das Andi´s Fahrweise treffend beschreibt. Dabei ist es weitgehend egal, was gerade für Bedingungen herrschen. Klar, wie jeder Freerider freut er sich über jeden Zentimeter der weißen Pracht, denn was gibt es schöneres, als eine frisch verschneite Winterlandschaft mit einer soliden Line zu signieren. Doch auch bei wenig Schnee und nicht wirklich idealen Bedingungen kann es Andi nicht lassen, seine Bretter zu rocken. Spätestens wenn man sieht, wie „Rohri“ eine schmale, mit Fels durchsetzte Rinne bei pickelharten Verhältnissen hinunter donnert, kann man verstehen, dass

sowas auch Spaß machen kann. Wenn man selbst Freerider ist. Schitouristen, die gerade auf dem Heimweg von der Schirmbar sind, kommentieren eine solche Aktion eher als verrückt, halsbrecherisch oder schweigen kopfschüttelnd. Seit 1985 ist der Entwicklungsmechaniker dem Schifahren treu geblieben. Auch in seiner Schikarriere entwickelt er, nämlich sich selbst. Andi konnte mit jedem Jahr mehr Erfahrung sammeln und seine Skills verbessern. Als Schirennläufer in seiner Jugendzeit lernte er, wie man sich möglichst schnell auf Schiern bewegt und was ein aggressiver Fahrstil ist. Schon als pubertierender Lehrling wurde Andi auf der Piste gefürchtet: Gerüchten zu-


RIDER PROFILE folge verwechselte er damals von Zeit zu Zeit Schitouristen mit Torstangen, wobei man dazu erwähnen muss: Andi ist echt gut im Kippstangenfahren. Doch nachdem er von seiner Rennkarriere die Nase voll hatte, organisierte er sich ein Paar breite Latten, und transferierte sein Können von der Piste in den Powder. Mittlerweile interessiert Andi nur noch eins: Freeriden. Ständig auf der Suche nach spektakulären Lines, die Außenstehende als unfahrbar einstufen würden. Ob es nun tiefer Pulverschnee oder felsiges Gelände ist - Andi wohnt zwar in Nüziders, daheim ist er aber abseits der Piste Text & Fotos: Michael Marte

Andreas Rohrmoser 07.06.1981

Homebase Nüziders Spot

Hochjoch

Skis

Dynastar Legend Pro Rider Völkl Gotama (Touring)

Boot

Garmont Shaman

Poles

Leki Trigger S Poles Leki Rodeo Pro Leki Venom Vario

STYLE

aggressiv hohe Cliffs und schnelle Lines

HOBBIES

FreerideMTB, Windsurfen, Parties

JOB

Entwicklungsmechaniker, Materialwart bei der Wicked Ruffneck Crew


Andreas Rohrmoser

Michael Marte


take off

airtime


FRĂœHSPORT Vor den 2 Hikes an diesem Tag musste sich Andi noch schnell ein wenig in Stimmung bringen. Dieser Drop mit schwierigem 2-step Absprung schien Andi dafĂźr bestens geeignet. Yeah!

landing

Andreas Rohrmoser

Michael Marte


Minuten hat es gedauert danach war die Riderslist des Nature Ride Freeride Contests 2011 vollständig ausgebucht. Im ersten Jahr dauerte dieser Prozess noch 3 Wochen, 2010 waren die heißbegehrten Startplätze innerhalb von 3 Stunden ausverkauft. Mittlerweile kann man getrost behaupten, dass die Startnummern für unseren Contest besser weggehen wie warme Semmeln. Da stellt sich natürlich die Frage, warum soviele Freerider darauf brennen, bei diesem Event dabei zu sein. Viele glauben, es liegt an der mittlerweile legendären Afterparty. Andere behaupten wiederum, dass die Preisverteilung - oder besser gesagt die Preise an

sich, die es zu gewinnen gibt - an dem großen Andrang schuld sind. Ein Rider sagte einmal, es gehe ihm nur darum, die anderen Locals alt aussehen zu lassen. Wir denken, dass von all dem ein bisschen dafür verantwortlich ist, dass der Nature Ride mittlerweile zu einem Fixtermin für viele heimische aber auch anreisende Freerider geworden ist. Der einzigartige Flair, den die Veranstaltung mit sich bringt, das Zusammentreffen von Gleichgesinnten in entspannter Atmosphäre und die Freude am Sport. Fakt ist, dass die Anmeldung, die ausschließlich online von statten geht, schon


INFOS wieder geschlossen werden musste, bevor viele überhaupt realisierten, dass sie bereits geöffnet ist.

NATURE RIDE FREERIDE DATE

26.02.2011

Beim diesjährigen Contest werden wieder viele altbekannte Gesichter, Titelverteidiger und Nature-Ride-Neulinge vertreten sein. Damit ist ein spannender Contest bereits vorprogrammiert. Der Contesthang, der für motivierte Einsteiger fahrbar ist, auf dem aber auch Pro´s ihre Skills entfalten können, wird auch dieses Jahr wieder, je nach Schneelage, mit einigen geshapten Elementen gewürzt werden, um die Show noch spektakulärer zu machen. Moderiert wird der Event von Chisi Speckle, der seit Jahren die Top-Snow-

PLACE PARTY

Brandnertal Join Nenzing Riders Lounge (ab 16:00) Bergi & Flow Pricegiving (ab 20:00) Rebel Musig Dj EM Martin Pfanner Thomas Grey Patrick Grasser VVK: in allen ländleTICKET Verkaufsstellen

WEB

www.nature-ride.at www.facebook.com/natureride www.chisispeckle.at


SIEGEREHRUNG Die Rider nach dem Absahnen von fetten Geld- und Sachpreisen. Der Sieger nimmt die traditionelle Echtbaum-Trophäe mit nach Hause.

boardevents weltweit moderiert. TTR 6+5 Star Events, der FIS Snowboard Weltcup, die FIS Snowboard Weltmeisterschaft, der Red Bull Upside Down oder die Nissan Freeride Quest wurden schon von Chisi moderiert. Moderation auf höchstem Niveau ist also auch heuer wieder garantiert! Auch die Afterparty scheint in bereits gewohnter Nature Ride Manier wieder eine Party der Sonderklasse zu werden. Dieses Jahr wird das „Join“ in Nenzing mit einem abwechslungsreichen Lineup zum Kochen gebracht: Der „einzige freilebende Tiroler Berglöwe“ John Dere wird mit seiner Band Rebel Musig in einer Live-Show feinste Reggae Tunes in

Tiroler Dialekt performen, gefolgt von Dj EM, der die Crowd in die Welt der elektronischen Beats von Thomas Grey und Patrick Grasser führen wird. Einer ausgedehnten Party steht also nichts im Wege. Rider, die einen weiten Anreiseweg hinter sich haben, und nach dem Contest nicht heimfahren können, aber natürlich auch alle anderen, die nicht heimfahren wollen, erwartet dieses Jahr ein weiters Special, denn das Join in Nenzing ist am Contesttag bereits ab 16:00 geöffnet. Dort kann man sich in gemütlicher Atmosphäre bei LiveAcoustic-Sound von Bergi & Flow auf den Abend vorbereiten Text: Marte; Fotos: Marte, Salzgeber, Scheunig.


th don ´t eat trees


FEATURED RIDER

Sven Capelli


Sven Capelli

Michael Marte


WINTERTRAINING

Wer denkt, dass auf Schnee wenig Grip vorhanden ist, der irrt sich. Sven hat im Winter mindestens so viel SpaĂ&#x; mit seiner Maschine wie im Sommer. Sven Capelli Michael Marte


n

ach monatelanger Vorbereitung war der Tag der Abreise endlich gekommen. Da das Hare Scramble für mich das wichtigste Rennen im Jahr darstellt, war die Anspannung extrem hoch, obwohl ich das Rennen nicht zum ersten Mal mitfuhr. Vielleicht lag es auch daran, dass ich bei diesem Rennen die Möglichkeit hatte ein einzelangefertigtes Motorrad zu fahren. Eine KTM 530EXC-R mit hydraulischem Allradantrieb. Ich war gespannt ob der Vorteil des Allradantriebes das Mehrgewicht des Motorrades kompensieren würde. Mal sehen. Also: Ausrüstung und Motorrad in den Transporter und ab auf die Autobahn. 6 Stunden und einige Red Bulls später taucht an der Ortseinfahrt Eisenerz der riesige Berg aus Eisen am Horizont auf.

hare Scramble

Langsam schlägt das Herz auf Höchstdrehzahl und die Kampfszenen aus den vorangegangenen Rennen schießen durch den Kopf. Dann die übliche Prozedur: Fahrerlager beziehen, Zelte aufstellen, Motorrad vorbereiten, und so weiter. Mittlerweile sind auch die restlichen Fahrer aus dem Ländle eingetroffen und man vollendet den Anreisetag im Partyzelt. That rocks!

Donnerstag – Rocket Ride: Um mich auf den Berg und auf das neue Motorrad einzuschießen hatte ich mich zu einem zusätzlichen Sideevent angemeldet: Dem Rocket Ride. Der Rocketride ist ein Hillclimbing, bei dem 550 Fahrer starten durften. Zuerst Ausscheidung, dann Finalläufe für die besten 48 Fahrer. Ich konnte mich dabei als zwanzigster direkt für das Finale qualifizieren. Das war natürlich der Hammer. So stand ich also am Start der Finalläufe neben Freestyle Profi Jimmy Verbourgh, Trialweltmeister Dougie Lampkin, WM Fahrer Chris Birch, MotoX Staatsmeistern und sonstigen Profis aus aller Welt. Die Finalläufe wurden dann als Ausscheidungsläufe mit je 6 Startern durchgeführt. Mit zwei zweiten Plätzen konnte ich mich bis ins Viertelfinale durcharbeiten. Leider bin ich beim Start des Viertelfinales am Start-


RIDER PROFILE SVEN CAPELLI #83

13.10.1983

Homebase N端ziders Spot

Erzberg

BIKE KTM 250 EXC Six Days RESULTS 4x Vereinsmeister ECO 3. KTM Alpencup InterClass 2010 1. 2-Tages-Enduro Bechtal 2009 2. 2-Tages-Enduro Bechtal 2010 1. Morscher Cup Heinrichswil 08 67. Red Bull Iron Road Prolog 2010 Checkpoint 12 Red Bull Hare Scramble 2010 Goals

Teilnahme an einer W端stenrallye, Top50 Red Bull Hare Scramble, das Maximum aus dem Leben herausholen

STYLE

smooth but fast

HOBBIES

Hardenduro, Downhill MTB, Skiing


SPERRZONE

Zwischen abgefeuerten Sturmgewehr-Patronenhülsen und Stacheldrahtzaun macht das Shredden doppelt so viel Spaß. Sven Capelli Michael Marte


gatter hängengeblieben und bin dann ausgeschieden. Trotzdem ein mehr als perfektes Ergebnis für mich.

Freitag – Prolog Heat 1 Der Prolog ist das Qualifikationsrennen für das Hare Scramble. 1500 Starter müssen den Prolog, eine Highspeed Schotterstrecke 13,5km lang, 2 mal fahren. Die schnellsten 500 daraus qualifizieren sich für das Hare Scramble. Vor dem Prolog hatte ich riesigen Respekt. Zum einen aufgrund der hohen Geschwindigkeit die gefahren wurde, und zum zweiten wegen des schlechten Wetters, welches halbmetertiefe Wasserlöcher in die Strecke gewaschen hatte. Nach den morgendlichen Aufwärmübungen ging es dann zum Start. Ich versuchte vom Start weg einen perfekten Lauf hinzulegen und fuhr voll auf Angriff. Jedoch war ich die enorme Motorleistung der 530iger KTM nicht gewohnt und so musste ich nach der halben Distanz ein wenig Tempo rausnehmen. Trotzdem gelang mir ein fehlerfreier Lauf und ich war überaus zufrieden mit dem Run. Leider musste ich dann aufgrund der niedrigen Startnummer extrem lange warten, bis die Ergebnisse bekanntgegeben wurden. Aber das Warten hatte sich gelohnt. Rang 57! Strike!

Sekunde schneller als am Vortag. Perfekte Voraussetzung fürs Hare Scramble: zweite Startreihe!

Samstag – Prolog Heat 2

Sonntag – Red Bull Hare Scramble:

Da ich am Freitag bereits ein super Ergebnis eingefahren hatte, konnte ich den zweiten Lauf ein wenig relaxter angehen. Trotzdem war es mir wichtig, nicht mehr allzu viele Plätze zu verlieren, da es beim Hare Scramble sehr von Vorteil ist, wenn man eine niedrigere Startnummer ergattert. Nachdem sich das Wetter gebessert hatte und ich mich sehr gut fühlte, habe ich vom Start weg wieder gepusht. Doch wieder war es die Power der KTM, die mich zwang, ein wenig zurückzuschrauben. Das Ding schob aus den Kurven heraus einfach unglaublich an. Bei der Geschwindigkeitsmessung war ich sogar mit 169km/h unterwegs, was auf Schotter doch ein wenig hurtig ist. Das Motorrad hatte also perfekt funktioniert. Ich brachte den zweiten Lauf wieder fehlerfrei ins Ziel und war sogar noch über eine

„Herzlich Willkommen in der unbarmherzigen Realität des Red Bull Hare Scramble, dem härtesten Offroad Single-Race der Welt! Nur die 500 schnellsten Fahrer des Iron Road Prologs qualifizieren sich für die Teilnahme am anspruchsvollsten Offroad-Motorradbewerb der Szene“. Soviel zur Ausschreibung des Rennens. Wenn man am Renntag am Morgen aufwacht, stellt man sich dann doch die Frage, ob man sich das wirklich antun will. Während der Vorbereitung des Motorrades ging diese Nervosität dann aber schnell vorbei. Um 11:00 Uhr ging es bei schönstem Wetter und sehr heißen Temperaturen in den Startkessel, wo zehn Reihen a 50 Starter Aufstellung nahmen. Von der darauffolgenden Flugshow und den 30.000 Zuschauern bekam ich wegen der


Anspannung nichts mit. 12:00 Uhr: Startschuss für die erste Startreihe. 1 Minute später fiel der Startschuss für meine Startreihe. Ich erwischte aber einen schlechten Start und musste in den Steilhängen direkt nach dem Start mit vielen herumfliegenden Motorrädern und Fahrern kämpfen. Wer diese Steilhänge schon einmal gesehen hat der weiß, was ich meine. Zum Glück kam ich recht gut durch. Lediglich nach einer Steilabfahrt musste ich mich nach einem versehentlichen Frontflip kurz sammeln. Danach ging alles sehr schnell. Die ersten 5 Checkpoints hatte ich ziemlich schnell absolviert. Als ich dann kurz pausiert hatte um kurz etwas zu trinken, sprang das Motorrad leider nicht mehr mit dem Elektrostarter an. Auch mit dem Kickstarter konnte ich das Motorrad kaum starten. Und dann begann der Kampf. Wegen der Startprobleme hatte ich mich nach 2 Stunden schon so ausgepowert, dass ich aufgrund von Krämpfen immer wieder Pausen einlegen musste und somit Platz um Platz verlor. Irgendwie konnte ich meinen inneren Schweinehund dann trotzdem noch einige Male überlisten und habe

mich dann noch bis Checkpoint 12 durchgekämpft. Rang: 106. Ein Hammerergebnis für mich. Irgendwie stellt man sich nach diesem Rennen immer wieder die Frage, warum man sich das eigentlich antut. Wahrscheinlich ist es die Herausforderung, den Berg bezwingen zu wollen. Vielleicht schaffe auch ich es irgendwann. I‘ll be back Text: Sven Capelli Fotos: Michael Marte


Sven Capelli

Dominik Hartmann


DAMN WAKE UP

www.wicked-ruffneck-crew.com facebook.com/wickedruffneckcrew


Andi Rohrmoser

Michael Marte


Gallery

OHNE WORTE - LEAN BACK AND ENJOY


Hannes Stoss

Michael Marte


Hannes Stoss

Michael Marte


Daniel Jenny

Michael Marte


Hannes Stoss

Michael Marte


Manfred Schallert

Michael Marte


Johannes Rauch

Michael Marte


Jackson Lane

Michael Marte


Sandro Gebhart

Michael Marte


Christoph Geiger

Dominik Hartmann


Christoph Geiger

Dominik Hartmann


Daniel Nigsch

Dominik Hartmann


Daniel Nigsch

Dominik Hartmann


TRAVEL

Harry Pollak checkt


Text & Fotos: Harald Pollak Wenn man die PWA Rangliste im Waveriding der letzten Jahre betrachtet, befindet sich Kauli Seadi fast immer unter den Top drei. Die meiste Zeit seines Trainings verbringt er zu Hause in Brasilien oder auf Hawaii. Hawaii muss auf uns, meinen Bruder und mich noch warten und so machten wir uns auf, die Qualität der Windsurfbedingungen von Südbrasilien, genauer gesagt in Ibiraquera, dem Homespot von Kauli Seadi, zu testen. Der Strand von Ibiraquera befindet sich etwa 90 Minuten südlich von Florianopolis. Am verlässlichsten ist der Wind von September bis November. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich die Ortschaft im Winterschlaf. Die Hauptreisezeit für Durchschnittstouristen ist zur Weihnachtszeit. Im Winter und Frühjahr sind die


Schöner Swell im Anmarsch: Let´s go and surf!

meisten Lokale und Pousadas – Appartements, geschlossen (mit Ausnahme an den Wochenenden). Auf Anfrage kann man die Pousadas aber auch zu dieser Zeit relativ günstig mieten. Vor Ort benötigt man kein Auto, da Ibiraquera direkt am Strand liegt. Der Wind kommt zu 80% aus nördlicher Richtung, zu einem weitaus geringeren Prozentsatz kann man mit Südwind rechnen. Eine Nordwindperiode hält meist 4 Tage an. Der erste Tag ist dabei qualitativ am Hochwertigsten, auch wenn der Wind noch etwas schwach ist. Dafür sind die Wellen größtenteils clean und laufen perfekt. Durch die vorgelagerte Insel wird die Qualität der Wellen nochmals aufgewertet. In den darauf folgenden Tagen wird der Wind meist stärker und dreht auf Offshore. Die Wellen werden jedoch chaotisch und durch den starken Wind verblasen. Eine Nordwindperiode ist meist mit schlechtem Wetter verbunden. Die kommenden Tage sind meist windstill und eignen sich ideal zum Wellenreiten. Nach Stabilisation des Wetters kommt Südwind auf. Dieser


Mit ein bisschen Sonne schaut das Wasser gleich anders aus. Welcome to Brasil!

ist meist onshore und eher schwach. Doch mit ein wenig Glück kann man auch bei Südwind eine gute Session haben. Sollte der Wind einmal zu schwach für das Waveboard sein, lohnt sich ein Abstecher in die nahegelegene Lagune zum Freestylen. Wir verbrachten den ganzen September vor Ort und hatten nahezu 40% Wind. Den Rest der Zeit verbrachten wir mit Wellenreiten. Zum Surfen gibt es im Umkreis von 30 Gehminuten mehrere verschiedene Spots. Die Gefahren im Wasser halten sich in Grenzen. Die Wellen brechen immer auf sandigem Untergrund. Abgesehen von einigen bis zu 15 m langen und 50 t schweren Walen, die zum Kalben in die Bucht von Ibiraquera kommen, wird man von niemanden beim Wellenreiten gestört. Die Spots sind unter der Woche wirklich fast menschenleer. Das Wetter machte uns oft einen Strich durch die Rechnung. Es gab einige Tage, die wir bei strömenden Regen im Haus verbringen mussten. Diese Zeit wurde sinnvoll mit Lesen und chillen genutzt. Da wir ja zum ersten Mal in Brasilien


No wind - no problem: Wellen reiten ohne Segel ist angesagt aber immer schĂśn groĂ&#x; machen, damit dich die Wale nicht mit Plankton verwechseln


ein bisschen chillen nach einer ausgedehnten Surfsession ist mindestens so wichtig wie der darauffolgende Caipirinha

waren, war es uns ein großes Anliegen, heraus zu finden, ob denn der Rum wirklich besser schmeckt als in Europa. An diesem Abend tranken wir deutlich einen über den Durst hinaus und können uns somit leider nicht mehr erinnern, ob er nun wirklich besser schmeckt. Dafür wäre dann unsere nächste Reise nach Brasilien geplant. Wenn wir einmal zum Wellenreiten keine Lust hatten, verbrachte wir die Zeit mit dem Erkunden der Dünen von Ibi, wie die Brasilianer ihre Gegend liebevoll bezeichnen. Diese eigneten sich hervorragend zum Dünenboarden und zum Looptraining. Im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass die abwechslungsreichen Bedingungen (Wetter, Wellen, Flora & Fauna) wunderschön waren. Die Ruhe und Einsamkeit auf dem Wasser und das Entdecken eines neuen Surfspots waren wieder einmal eine atemberaubende Erfahrung und die Reise hat alle Erwartungen übertroffen


Airtime.


Ein Tag ohne Wind und Wellen ist nicht unbedingt ein verlorener Tag - Man muss improvisieren und die Turns eben in den Sand schlitzen


Die Lagune ermรถglicht perfekte Freestylebedingungen bei Flachwasser - Das Heimweh an den Neusiedler See ist Geschichte

off the lip - Harry mag es bei seiner Freizeitgestaltung gerne feucht. Astreine Action Herr Pollak!


Harry spaltet die Welle per Cutback zwar bei schlechtem Wetter, daf端r mit ordentlich Druck in der T端te

Sommergewitter 端ber Ibiraquera


David Loibl

Michael Marte


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David Loibl


David Loibl

Michael Marte


RIDER PROFILE DAVID LOIBL 15.02.1990

Homebase

Nenzing

Snowboarding seit 8 Jahren / Regular

David Loibl ist der neueste Teamrider in den Reihen der Wicked Ruffneck Crew, die junge Talente unterstützt. Das Mag Team traf David im Snowpark Damüls zum Fotoshooting, wo der Vorarlberger Parkrider gleich mal demonstrierte, wo der Hammer hängt. Diesen Winter will David seine Trickpalette weiter ausbauen und Double Flips landen. Auf jeden Fall will er auch diesen Winter so viel Zeit wie möglich auf dem Snowboard verbringen, aber auch mehr im Backcountry shredden, sobald die Schneelage wieder ein bisschen besser ist. Go big Dave!

Homeresort

Silvretta Nova/Damüls

Sponsors

Alton, Electric, Wicked Ruffneck Crew

Riding Style

Park & Rails, Street, Backcountry

Favorite Tricks

Backflips, Rodeo 720

Like

Fresh Pow Pow, Jumps, Hip Hop

Don´t Like RESULTS 2008

Heavy Metal, Lackritze

RESULTS 2009

2. Kaunertal Opening 3. Bigair Brand

RESULTS 2010

1. Airtistics ARC Best Trick ARC Overall Winner

2. Nova Park / Best Walltrick 8. Burton AM Tour / Damüls


David Loibl

Michael Marte


David Loibl

Michael Marte


David Loibl

Michael Marte


Ride the Night Mountainbike Snowdownhill Race in Davos


Armin kann auch bei eisigen Temperaturen von -22째C Gas geben


Chris Held in Vollgas-Action

Ride the Night Text & Fotos: Michael Marte Minus 22°C, sternenklarer Nachthimmel, ein Parkplatz voller Downhill-Biker: Ein eher untypisches Bild, mit dem Downhill-Mountainbikesport verbindet man doch eher kurze Hosen und Temperaturen oberhalb der NullGrad-Grenze. In Davos gehört dieser Anblick mittlerweile schon zum jährlichen Fixprogramm - der „Ride the Night on Snow“ fand am 22. Januar 2011 bereits zum vierten Mal statt. In Davos angekommen, wurden bei eisigen Temperaturen die letzten Vorbereitungen für das Rennen getroffen. Um möglichst guten Grip auf dem Kurs zu erlangen, der auf einer Skipiste ausgesteckt war, wurden Schlammreifen montiert. Nach der Inscription ging es

mit der Parsennbahn auf über 2600 m Seehöhe auf das Weissfluhjoch, von wo die durch Flutlicht ausgeleuchtete Strecke mit einem eindrucksvollen Steilhang startete und bis zur Mittelstation der Parsennbahn führte. Andi Rohrmoser, Armin Wolf, Christopher Held und Lukas Klehenz waren für die Wicked Ruffneck Crew am Start. Um 18:30 Uhr hatte das Warten dann ein Ende, die Strecke wurde freigegeben. Die schnellsten Rider erreichten mit ihren Bikes Geschwindigkeiten über 75 km/h. Nachdem die schnellsten 2 Runden des Abends gewertet wurden, konnte die Rennstrecke beliebig oft befahren werden. Als Armin in der ersten Rennhälfte bereits


die siebtbeste Rundenzeit herausfahren konnte, war schnell klar, dass ein TopTen Ergebnis möglich wäre. Christopher, Luki, Armin und Andi versuchten sich von Runde zu Runde zu steigern - doch für Andi war nach einem Reifenplatzer das Rennen schon nach kurzer Zeit vorbei. Die 445 Höhenmeter konnte Armin schlussendlich mit einer Rundenzeit von 2 Minuten und 11 Sekunden als bester österreichischer Teilnehmer überwinden und sicherte sich damit den 9. Gesamtrang. Christopher erreichte mit ebenfalls sehr schnellen

Rundenzeiten den guten 21. Rang in einem Gesamtstarterfeld von 150 Fahrern. Trotz den eisigen Temperaturen war der Snow Downhill ein super Erlebnis und die Schweizer können sich schon jetzt auf 2012 gefasst machen - wir sind wieder dabei! WRC Ranking: 9. Armin Wolf (02:11,11) 21. Christopher Held (02:16,31) 71. Lukas Klehenz (02:55,78) Web: http://www.ridethenight.ch/


Der schnellste Ăśsterreichische Teilnehmer Armin Wolf hatte viel SpaĂ&#x; auf der schnellen Strecke und zeigte sich nach dem Rennen sehr zufrieden mit seiner Leistung


Text

e el Mart a h c i M : & Foto

Opfer des Monats: Jänner Andi „wee“ Wulz Anfang des Winters gab es zwar einiges an Neuschnee, aber auch weniger erfreuliche Nachrichten für einen unserer Crew-Members. Beim Jibben im Snowpark Lech machte Andi´s Oberarm eine schmerzhafte Bekanntschaft mit einem Rail. Und das ausgerechnet schon am 2. Tag als stolzer Arlbergpass-Saisonkartenbesitzer. Irgendwie blöd, dachte sich Andi, und machte sich auf den Weg ins Krankenhaus, um sich durchchecken zu lassen. Dabei muss man wissen, das „Dee-a-gnose-Wee“ die Diagnosen bei seinen Kumpels und auch bei sich selbst

Abweichung vom Normalzustand Oberarmfraktur normalerweise in Eigenregie erstellt. Und meistens liegt er mit seinen Selfmade-Diagnosen gar nicht mal so falsch, was auf seinen breiten Erfahrungsschatz im Umgang mit Verletzungen zurückzuführen ist. Schließlich kann man nach geschätzten 20 Knochenbrüchen mit relativ hoher Sicherheit sagen, wo der Schuh drückt, wenns wieder mal geknackst hat. Nachdem der Gips jetzt wieder weg ist, kann Andi langsam wieder mit dem Training beginnen - für eine hoffentlich unfallfreie Saison. Gute Besserung!


WHAT´S NEXT? Die nächste Ausgabe des Magazines erscheint Anfang April und wird euch Motivation für den Wechsel der Jahreszeiten mitbringen!

2 Rider features SPRING GALLERY Reader´s Best

Die besten Fotos von Euch werden bei uns veröffentlicht! Schick deinen besten Shot an redaktion@wicked-mag.com

TRAVEL REPORT ...und vieles mehr! In der Zwischenzeit gibts Neuigkeiten, Pics und Videos auf unserer Website und auf unseren Facebook-Seiten: www.wicked-ruffneck-crew.com www.facebook.com/wickedruffneckcrew www.facebook.com/wickedmagazine


IMPRESSUM HERAUSGEBER

Extremsportverein Wicked Ruffneck Crew Tranglweg 10, 6714 N端ziders ZVR-Zahl: 139886939

REDAKTION & REALISIERUNG Michael Marte mike@wicked-mag.com

Fotografen Dominik Hartmann Michael Marte Harald Pollak Richard Salzgeber Ein Projekt der Wicked Ruffneck Crew zur Verbreitung von Vereinsnachrichten. www.wicked-mag.com www.facebook.com/wickedmagazine www.wicked-ruffneck-crew.com www.facebook.com/wickedruffneckcrew


Wicked Magazine Issue 1