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swiss knife 2013; Jubil채umsausgabe 100 Jahre SGC


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Chirurginnen und Chirurgen der Schweiz stehen zusammen im Ring der Landsgemeinde Die Medizin befindet sich in einem grossen Strukturwandel, der auch die meisten chirurgischen Fächer betrifft. Die ökonomischen Rahmenbedingungen verändern unser Berufsleben stark und die Veränderungen schreiten in einem früher unbekannten Tempo voran. Es ist wohl das erste Mal in der Geschichte der Chirurgie, dass die Gefahr droht, dass nichtmedizinische Berufsgruppen mit Administration, Reglementierungen und Verordnungen über unsere Berufsausübung bestimmen. Was gilt es aktuell zu tun? Ich denke, dass wir als Chirurgengemeinschaft wieder weniger die Unterschiede der Fachrichtungen betonen, sondern die Stärke unserer Gemeinsamkeiten unterstreichen sollten. Fachlich sind Spezialisierungen und Subspezialisierungen eine Folge des Fortschrittes in der Chirurgie und nicht umkehrbar. Dieser Fortschritt liegt zu einem grossen Teil in der interdisziplinären Zusammenarbeit mit nicht-chirurgischen Fachgebieten, die unseren Beruf erweitern und bereichern. Standespolitisch jedoch gilt es zusammenzustehen und unsere Anliegen gemeinsam zu vertreten. Gewisse Kerngebiete der Chirurgie und der Medizin im Allgemeinen, wie zum Beispiel die Qualitätssicherung, müssen in ärztlicher Hand bleiben. In anderen Bereichen, wo der Staat zunehmend ordnend eingreifen will, zum Beispiel bei der Zentralisierung der Versorgung im hochspezialisierten Bereich, muss die Vertretung der Chirurgen gestärkt und politisch klug interveniert werden. Am Jubiläumskongress zum 100-jährigen Jubiläum stehen die Chirurginnen und Chirurgen der Schweiz symbolisch im Ring einer «Chirurgen-Landsgemeinde» zusammen, um diesem neuen Selbstverständnis Ausdruck zu geben.

100 Jahre SGC, 10 Jahre swiss knife Als vor zehn Jahren unter dem Dach der SGC eine Nachfolge für die Zeitschrift «Swiss Surgery» entstand, war die Idee, ein vierteljährlich erscheinendes Journal zu konzipieren, das rasch auf Entwicklungen und sich wandelnde Stimmungslagen in der Schweizer Chirurgie reagieren sollte. In wechselnden Besetzungen – anfangs unter der Leitung von Markus Zuber und René Vonlanthen, dann unter Jürg Metzger und Kuno Lehmann – hat «swiss knife» Veränderungen in der Spitallandschaft und die Rolle der Chirurgie begleitet und kommentiert. Gleich der erste Beitrag der ersten Ausgabe – «La chirurgie de demain: science, art ou business?» – zeigte das Spannungsfeld auf, in dem wir uns heute noch bewegen. swiss knife hat mit einer Mischung aus sachlicher Information und teils pointierten Stellungnahmen existierende Diskussionen aufgegriffen. Wir haben dafür eine gesunde Mischung aus Zustimmung und Kritik erhalten und gelegentlich auch emotionale Reaktionen evoziert. Dies scheinen mir die besten Voraussetzungen zu sein, den Schweizer Chirurginnen und Chirurgen eine Plattform für fachliche und standespolitische Diskussionen zu bieten. Diese sind essenziell, denn politische und ökonomische Einflüsse stellen uns schwierige, aber auch spannende Aufgaben, die unsere Arbeit massgeblich beeinflussen. In diesem Sinne wünsche ich unserem Organ weiterhin regen Zuspruch und Ihnen einen anregenden Jubiläumskongress. PD Dr. Med. Stefan Breitenstein Senior Editor swiss knife

Prof. Dr. med. Ralph Alexander Schmid, Präsident SGC

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Endo GIA™ Radial Reload With Tri-Staple™ Technology:

Providing Deeper Access And Enhanced Visibility During LAR With its proprietary design, the Endo GIA™ radial reload with Tri-Staple™ technology sets a new standard for performance deep in the pelvis, providing better visibility and enabling surgeons to get 1-2 cm lower compared to industry standard1. To learn more, visit www.covidien.com/tristaple

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Gemeinsam besser werden

Die Schweizerische Gesellschaft für Chirurgie SGC feiert dieses Jahr das 100jährige Bestehen – herzliche Gratulation zu diesem stolzen Geburtstag. Die Geschichte Ihres Berufs ist aber viel älter. Und sie ist reich an Geschichten und Legenden: So wurde angeblich bereits vor 50‘000 Jahren einem Neandertaler ein Arm abgenommen. Und Dominique Jean Larrey, der Leibarzt Napoleons, soll auf den Feldzügen des Generals 200 Amputationen pro Tag durchgeführt haben – dies alles Nota bene noch ohne Narkose. Heute führen Sie als Chirurginnen und Chirurgen ein etwas geordneteres Leben … In unserer bewährten und sehr gut funktionierenden Gesundheitsversorgung kommt Ihnen eine wichtige Rolle zu. Mit Ihrer Arbeit retten Sie Tag für Tag Menschenleben und sorgen dafür, dass wir auch nach einem schweren Unfall oder einer gravierenden Krankheit geheilt werden – oder ein Optimum an Lebensqualität zurückerhalten. Der Bund hat in Zusammenarbeit mit allen wichtigen Partnern eine Strategie verabschiedet, um die Qualität in der Gesundheitsversorgung weiter zu erhöhen. Zentrales Element ist dabei die Lancierung von Nationalen Programmen zur Erhöhung der Patientensicherheit. Die SGC war auch massgeblich an der Erarbeitung des Pilotprogramms «progress! Sichere Chirurgie» beteiligt. Durch die konsequente Verwendung von Checklisten im Operationssaal soll die Patientensicherheit weiter erhöht werden. Wir wissen aus zahlreichen Studien, dass die Häufigkeit von Todesfällen, Komplikationen und Fehlern auf diese Weise reduziert werden kann. Diese Zusammenarbeit von Behörden und SGC ist beispielhaft und erfolgreich. Das motiviert, weitere gemeinsame Schritte zu machen. Hin zu einem noch besseren Gesundheitssystem. Ich danke Ihnen für die tatkräftige Unterstützung.

Encore meilleurs, ensemble

Cette année, la Société suisse de chirurgie (SSC) fête ses 100 ans et nous lui adressons tous nos vœux à cette occasion. Riche de petites anecdotes et de grandes légendes, l’histoire de la chirurgie remonte bien loin puisqu’il semble que les Hommes de Néandertal connaissaient déjà l’amputation. Plus récemment, Dominique-Jean Larrey, chirurgien de la Grande armée de Napoléon, aurait procédé à quelque 200 amputations en une seule journée lors d’une bataille, le tout bien sûr sans anesthésie. Aujourd’hui, heureusement pour vous comme pour nous, il en va autrement. Vous jouez un rôle majeur dans le système de santé éprouvé et efficace qui est le nôtre. Jour après jour, après un accident ou une maladie, vous sauvez des vies et permettez à vos patientes et patients de guérir ou d’avoir une meilleure qualité de vie. En collaboration avec tous les partenaires importants du domaine de la santé, la Confédération a élaboré une stratégie visant à améliorer encore la qualité de notre système de soins. L’un de ses piliers est un programme national de promotion de la sécurité des patients. La SSC a apporté une contribution notable à l’élaboration du programme pilote «progress! La sécurité en chirurgie». L’utilisation systématique de listes de vérification en salle d’opération doit renforcer la sécurité des patients, ce qui permettra, de nombreuses études en attestent, de réduire la fréquence des décès, des complications et des erreurs médicales. Cette collaboration exemplaire entre les autorités et la SSC est un succès et ne peut que nous encourager à poursuivre cette coopération. Nous œuvrons tous pour un système de santé encore meilleur. Merci pour votre précieux soutien ! Conseiller fédéral Alain Berset Chef du Département fédéral de l’intérieur

Bundesrat Alain Berset Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern

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Professionalität im Grenzbereich Ueli Steck wurde am 4.Oktober 1976 im Emmental geboren. Schon früh beginnt er, intensiv Eishockey zu spielen, hört aber damit auf, als er das Klettern und Bergsteigen für sich entdeckt. Es dauert nicht lange, da wird klar, dass er nicht nur über ein ausserordentliches Talent verfügt, sondern auch über eine Risikobereitschaft, was ihn in der Kletterszene schnell bekannt macht.

Dass diese Risikobereitschaft ihn nie in ernsthafte Schwierigkeiten brachte, hat er in erster Linie seiner Selbstkontrolle zu verdanken. Und in zweiter Linie seiner Fähigkeit, sich auf den Moment, auf das Jetzt, auf den nächsten Atemzug konzentrieren zu können. Und zu guter Letzt wohl der Tatsache, dass er, der gerne mit dem Kopf durch die Wand geht, erkennt, wann es besser ist, den Kopf einzuziehen. Auch dann, wenn das Umkehren tausendmal schwieriger ist als das Weitergehen. Schon kurz nachdem er seine Lehre als Zimmermann abgeschlossen hatte, entschied sich Ueli Steck, seine Passion zum Beruf zu machen. Er wurde Bergsteiger und ist Opinion Leader der Firma New Rock. Für Ueli Steck ist Klettern und Bergsteigen nicht nur ein Sport. Für ihn ist es ein Lebensstil. Dass er heute als einer der weltweit besten Alpinisten gilt, hat er folgenden Leistungen zu verdanken: Januar 2012: Lesueur, freie Begehung der Route Les Drus zusammen mit Jonathan Griffith. 20. Mai 2011: 100 m vor dem Everest-Gipfel beschliesst Steck umzukehren: zu kalte Füsse. Er ist ohne Sauerstoffflasche unterwegs. Juli 2010: Steck gewinnt den erstmals verliehenen Karl-Unterkircher-Award 2010 für seine ausserordentlichen polivalenten alpinistischen Leistungen. 25. April 2009: Steck und Simon Anthamatten werden mit den «Piolets d’Or 2009» ausgezeichnet für ihre Erstbegehung im April 2008 im Alpinstil der Tengkampoche-Nordwand (6500 m) im Khumbu Valley, Nepal. Die «Piolets d’Or» ist wahrscheinlich die berühmteste Bergsteigerauszeichnung in der Welt und wird auch als «Oscar des Alpinismus» bezeichnet. 13. Januar 2009: 1 h und 56 min Kletterzeit braucht Steck für die SchmidRoute am Matterhorn. Steck beendet damit erfolgreich sein Projekt, alle drei grossen Nordwände der Alpen (Eigernordwand, Grandes Jorasses und Matterhorn) in Rekordzeit zu klettern. 28. Dezember 2008: Steck klettert in 2 h 21 min die Grand-Jorasse-Nordwand. Neuer Speedrekord. Jetzt hat Steck alle drei grossen Nordwände in den Alpen in Rekorzeit erklettert. 26. September 2008: Steck und Simon Anthamatten werden mit dem Prix Courage 2008 ausgezeichnet für ihren Mut und selbstlose Rettungsaktion an der Annapurna im Mai dieses Jahres, bei der sie zwei Bergsteigerkameraden ohne zu zögern zur Hilfe geeilt sind. 29./30. August 2008: Steck schafft die erste freie Begehung der Route «Paciencia», die schwierigste Sportkletterroute in der Eigernordwand. Länge 900 m, 23 Seillängen, Schwierigkeitsgrad 8a.

30. Mai 2008: Steck wird mit dem erstmals verliehenen «Eiger-Award» ausgezeichnet. April 2008: Steck und Simon Anthamatten gelingt, was in den letzten Jahren von vielen ausländischen Alpinisten immer wieder versucht wurde: die Erstbegehung der technisch schwierigen Tengkampoche-Nordwand (6500 m) im Khumbu Valley, Nepal. 2000 m Höhenmeter, Schwierigkeitsgrad VI/85 Grad, Eis M7+/6A0. Februar 2008: Steck bricht seinen eigenen Eiger-Speed-Rekord auf der klassischen Heckmair-Route und stellt mit 2 h und 47 min eine neue Bestzeit auf. Februar 2008: Psychischer und körperlicher Perfektionismus. Mehrere Routen Free Solo, unter anderem Hot Tuna 7c, Schweizerhalle 7b+, Kombination Hot Tuna/Quasar 8a. Alle Routen im Klettergebiet Leen bei Interlaken. Mai 2007: Der Versuch, im Alleingang die 8091 m hohe Annapurna-Südwand auf einer bisher unvollendeten Route zu begehen, scheitert. Ein einzelner herabfallender Stein traf Steck direkt am Kopf, er verlor das Bewusstsein und stürzte ab. Februar 2007: Eiger-Speed-Rekord in einer Solobegehung, vom Fusse der Eigernordwand über die klassische Heckmair-Route in nur 3 h 54 min. Juli 2006: erfolgreiche Erstbegehung der Magic Line auf den Ostgipfel des Gasherbrum II (7710 m). Frühling 2005: Solo-Erstbesteigung der 1500 m hohen Cholatse-Nordwand (6640 m) in nur 37 h. 2004: Nordwände Eiger, Mönch und Jungfrau in nur 25 h zusammen mit dem Alpinisten Stephan Siegrist. 2003: Erste freie Begehung von La Vida e Silbar, Eiger-Nordwand. 900 m/7c. 2002: 28 Seillängen von Blood from the Stone (5.9, A1/M7+, Wi6+) Erstbegehung am Mount Dickey in Alaska. 2001: Erstbegehung Eiger-Nordwand «The Young Spider», eine der anspruchvollsten Routen durch die Eigerwand, eine Superdiretissima.

Ueli Steck, professioneller Bergsteiger, liebt die Herausforderung. Er versucht alles, um körperlich und mental bereit zu sein, um die Grenzen des Machbaren zu verschieben. In seinen Augen sind z. B. Speedbegehungen mit dem Eingehen von Risiko, das notwendig ist, verbunden, jedoch absolut abhängig von Fitness, Technik und Taktik. Absolute Konzentration und Fokussierung sind zudem unabdingbar, um das Unfallrisiko zu vermindern. In der Chirurgie ist es ähnlich, auch wenn auf den ersten Blick kaum vergleichbar. Für grössere, komplexe Operationen ist ein Mass an Risikobereitschaft Bedingung. Die chirurgische Fitness und Technik ist Conditio sine qua non und nicht zuletzt ist viel Taktik im Spiel, für den Fall, dass Plan B oder ein rechtzeitiger Rückzug notwendig wird. Wir hoffen, dass wir durch den Vortrag von Ueli Steck Anregungen aus einem auf den ersten Blick gänzlich anderen Gebiet auch für unsere tägliche Arbeit erhalten!

Ueli Steck, Speedbegehung Grandes Jorasses (Copyright: Jonathan Griffith/ Jon@alpineexposures.com)

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Hochspezialisierte Medizin (HSM) und Chirurgie in der Schweiz: Stand der Planung Nach den Beschlüssen für die Bereiche der Transplantationen, für gewisse neurochirurgische und kinderchirurgische Interventionen stand in den letzten 24 Monaten die komplexe Viszeralchirurgie im Fokus der Planung der Hochspezialisierten Medizin (HSM). Das Fachorgan (FO) für HSM wurde mit der wissenschaftlich-fachlichen Analyse von fünf komplexen Eingriffen beauftragt und erarbeitete Grundlagen für die Diskussion einer verstärkten Konzentration und/oder Koordination in diesen Gebieten. 7Zii^cVLVe[!Egd_Z`iaZ^iZg^c=HBYZg<ZhjcY]Z^ihY^gZ`idgZc`dc[ZgZco EZiZgHjiZg!Eg~h^YZciYZh=HB";VX]dg\Vch Erste Vorschläge wurden allen Kantonen und Spitälern sowie den betroffenen Fachkreisen zu einer breiten Anhörung vorgelegt. Die Resultate der Anhörung wurden mit den Leitungen der betroffenen Fachgesellschaften, anderen Experten und politischen Kreisen diskutiert. In der Folge kam ein überarbeiteter Vorschlag des Fachorgans in eine zweite Anhörung, deren Echo wiederum zu Adaptierungen und Präzisierungen Anlass gab. Schliesslich wurden die vom FO mit den Fachgesellschaften erarbeiteten Vorschläge an das politische Beschlussorgan weitergeleitet.Der vorliegende Artikel soll Aufschluss geben über die Rahmenbedingungen und Hintergründe des HSMPlanungsprozesses, den aktuellen Stand der Arbeiten sowie einen Ausblick auf kommende Planungsetappen vermitteln. Spitalplanung und HSM-Auftrag der Kantone Das Schweizer Gesundheitssystem und seine Steuerung sind komplex und durch eine sehr grosse Zahl von Instanzen und Partnern gekennzeichnet. Zudem weist unser Land eine ausgesprochen hohe Dichte von Akutspitälern auf. Dieses liberale und föderalistische System hat den Vorteil, dass einzelne Leistungserbringer oder Kantone die Initiative ergreifen können, neue Entwicklungen in Technik oder Organisation schnell einzuführen und damit Erfahrungen zu sammeln, ohne dass der zeitaufwendigere Prozess über nationale Instanzen und Regelmechanismen durchgegangen werden muss. Diese individuellen Wege können innovativen Techniken und dem Wettbewerbsprinzip förderlich sein; der damit verbundene finanzielle und personelle Aufwand ist aber für unser doch kleines Land nicht immer zu rechtfertigen, noch nachhaltig tragbar. Zudem kann dies auch zu deutlichen Unterschieden in der Qualität der Patientenbetreuung zwischen Kantonen und Spitälern führen, besonders für seltenere Diagnosen und komplexe Therapien. So setzen

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sich seit einigen Jahren starke Bemühungen für eine bessere Koordination, sinnvolle Leistungsaufteilungen und vermehrte Zusammenarbeit von Spitälern durch, sowohl innerhalb der Kantone wie auch interkantonal und auf Bundesebene. Dies hat zum Beispiel zu kantonalen Spitallisten für die Anerkennung von spezifischen, spezialisierten Leistungen geführt, die so nur noch in den designierten Zentren von der Grundversicherung (und den Kantonen) vergütet werden. Für den Bereich der Hochspezialisierten Medizin (HSM) sind die Kantone vom Bund beauftragt worden, eine gemeinsame gesamtschweizerische Planung vorzunehmen (Art. 39, Abs. 2bis KVG). Für die Umsetzung dieses Gesetzesauftrages haben alle 26 Kantone per 1.1.2009 die Interkantonale Vereinbarung zur Hochspezialisierten Medizin (IVHSM) unterzeichnet und sich damit zur gemeinsamen Planung und Zuteilung von hochspezialisierten Leistungen verpflichtet. Für die HSM gibt es somit anstelle von 26 kantonalen Planungen nur noch eine einzige, von allen Kantonen gemeinsam getragene Planung. Falls die Kantone dieser Aufgabe bis 2015 nicht nachkommen, geht die Planung in die Bundeskompetenz über (Bundesamt für Gesundheit, BAG). HSM: was gehört dazu, wie funktioniert der Prozess? Unter die Hochspezialisierte Medizin fallen diejenigen medizinischen Bereiche und Leistungen, die durch ihre Seltenheit, ihr markantes Innovationspotenzial, einen grossen personellen oder technischen Aufwand oder komplexe Behandlungsverfahren und nicht zuletzt durch hohe Behandlungskosten gekennzeichnet sind. Die gesamtschweizerische Planung der HSM soll im Sinne einer bedarfsgerechten, qualitativ hochstehenden und wirtschaftlich erbrachten medizinischen Versorgung erfolgen. Dabei stehen insbesondere eine gute Behandlungsqualität und der gerechte Zugang aller Patientinnen und Patienten zu hochspezialisierten Leistungen im Fokus. Die Zuteilungsentscheide des HSM-Beschlussorgans haben einen schweizweit rechtsverbindlichen Charakter. Für den Vollzug haben die Kantone ihre Planungskompetenz und die Zuteilungsentscheide für die HSM einem politischen Entscheidorgan – dem HSM-Beschlussorgan – übertragen. Das Gremium setzt sich aus den Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren der Kantone Aargau, Basel-Stadt, Bern, Fribourg, Genf, Graubünden, Luzern, Waadt, St.Gallen und Zürich zusammen und wird von der St. Galler Regierungsrätin Heidi Hanselmann präsidiert. Die medizinisch-wissenschaftliche Aufarbeitung der Bereiche der HSM wird vom HSM-Fachorgan (FO) vorgenommen, welches von Prof. Peter Suter präsidiert wird. Das zwölfköpfige Expertengremium setzt sich aus in- und


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ausländischen Ärztinnen und Ärzten aus verschiedenen medizinischen Fachbereichen zusammen. Zurzeit gehören dem FO die folgenden Personen an: Professoren Verena Briner, Luzern, Jörg Debatin, Hamburg, Richard Frackowiak, Lausanne, Aron Goldhirsch, Mailand/Lugano, Christa Meyenberger, St.Gallen, Manuel Pascual, Lausanne, Luca Regli, Zürich, Daniel Scheidegger, Basel, Felix Sennhauser, Zürich, Martin Täuber, Bern, Ernst Wolner, Wien. Das FO erarbeitet Vorschläge für eine verstärkte Koordination und Konzentration der untersuchten Leistungsbereiche. Es legt die Voraussetzungen für die Leistungserbringung fest und verabschiedet Empfehlungen für die Leistungszuteilung, die dem Beschlussgremium als Entscheidungsgrundlage dienen. Welche Bereiche wurden seit 2009 analysiert und seither konzentriert? In den letzten drei Jahren wurden vom (politischen) HSM-Beschlussorgan insgesamt 27 Leistungszuteilungen verabschiedet, unter anderem im Bereich der Organtransplantationen, der Behandlung von Hirnschlägen und von Schwerverletzten, in der Neurochirurgie sowie in der Pädiatrie und der Kinderchirurgie. In einigen dieser Gebiete wurde von den direkt betroffenen Fachspezialisten, den fünf Universitätsspitälern und Medizinischen Fakultäten, sowie besonders von den Fachgesellschaften für Neurochirurgie und für Pädiatrie viel Vorarbeit geleistet. Allerdings war die Umsetzung von gemeinsam festgelegten Grundsätzen zur sinnvollen Konzentration und Aufteilung zwischen betroffenen Zentren nicht immer einfach. Aktuell befassen sich die IVHSM-Organe mit einer verstärkten Leistungskoordination und -konzentration im Bereich der hochspezialisierten Viszeralchirurgie, der pädiatrischen Onkologie und der Behandlung seltener Krebserkrankungen beim Erwachsenen. Die hochspezialisierte Viszeralchirurgie im Fokus der interkantonalen Planung Hintergrund für den prinzipiellen Entscheid, eine Anzahl komplexer Interventionen in der Viszeralchirurgie im Rahmen der Umsetzung der IVHSM schweizweit stärker zu koordinieren und konzentrieren, war einerseits die Erkenntnis, dass solide wissenschaftliche Evidenz dafür vorliegt, dass Spitäler mit höheren Behandlungsvolumina in der Regel eine bessere Behandlungsqualität erzielen und andererseits in unserem Lande in einer grossen Zahl eher kleiner Spitäler nur ein- oder zweimal pro Jahr grosse, komplexe Interventionen wie Oesophagus- oder Pankreasresektionen durchgeführt werden. Dies ist für eine optimale Expertise des Teams, eine Kompetenzsicherung und eine gute Patientenbetreuung nicht ideal, und darüber sind sich scheinbar alle einig. Ebenso ist heute klar, dass es nicht nur um den operativen Eingriff geht, der

ja häufig dank einem kompetenten Chirurgen gut geleistet werden kann, sondern um eine optimale Vor- und Nachbehandlung im Spital, inklusive der frühen Erkennung und korrekten Behandlung von Komplikationen (Vonlanthen, R., K. Slankamenac, et al. (2011). The Impact of Complications on Costs of Major Surgical Procedures. Annals of Surgery 2011; 00: 1-7). Zusätzlich zum Ziel, allen Patienten, die sich einer komplexen Behandlung unterziehen müssen, die besten Voraussetzungen für eine optimale Betreuung durch ein Team mit der nötigen Expertise und Disponibilität bieten zu können, darf eine andere Problematik nicht aus den Augen gelassen werden: der zunehmende Mangel an Gesundheitsfachleuten. Schon heute muss die Schweiz rund zwei Drittel der jährlich neu eingestellten Ärzte und die Hälfte der Pflegefachpersonen aus anderen Ländern rekrutieren, um unser Gesundheitssystem zu betreiben. Für die Sicherung einer nachhaltigen und guten Patientenbetreuung ist dementsprechend die vermehrte Konzentration und Koordination einer der wichtigen Schritte zur Erhaltung von kompetenten Fachteams in den Spitälern. Diese Zentrenbildung soll auch die dringend notwendige Motivierung und Weiterbildung des Nachwuchses in speziellen Gebieten fördern und verstärken. Die ärztliche und pflegerische Weiter- und Fortbildung kann nur in einem genügend grossen Team mit entsprechend hohen Fallzahlen in der notwendigen Qualität angeboten werden. Gewisse Adaptionen der Weiterbildungskataloge können notwendig werden. Alle diese Elemente machen die komplexen viszeralchirurgischen Eingriffe zu einem klassischen Bereich der Hochspezialisierten Medizin. Diese Interventionen sollten nur an Spitälern und Kliniken durchgeführt werden, welche über die entsprechende Infrastruktur, die für den Erhalt der Expertise und der Behandlungsqualität erforderlichen Behandlungsvolumina sowie die notwendigen Personalressourcen verfügen. Vor diesem Hintergrund beauftragte das Beschlussgremium im Januar 2011 das HSM-Fachorgan mit der Ausarbeitung von Empfehlungen für eine verstärkte Leistungskonzentration von ausgedehnten Interventionen im Bereich der Oesophagus- und Pankreasresektion, für die grosse resezierende Leberchirurgie sowie für ausgewählte Eingriffe der resezierenden tiefen Rektumchirurgie und in der komplexen bariatrischen Chirurgie. Die Leistungserbringer und Fachgesellschaften erhielten im Sommer 2012 Gelegenheit, zu den Empfehlungen Stellung zu nehmen. Ausgehend von den Rückmeldungen aus dieser ersten Anhörung und intensiven Gesprächen mit den Leitungen der Schweizerischen Gesellschaft für Chirurgie (SGC), der Schweizerischen Gesellschaft für Viszeralchirurgie (SGVC) und der Schweizerischen Arbeitsgruppe für Morbid Obesity (SMOB) überarbeitete das HSM-Fachorgan seine Empfehlungen. Es nahm einerseits eine noch stärkere Abgrenzung der hochspezialisierten von den speziali-

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sierten Eingriffen vor, andererseits empfahl es im Sinne einer stufenweisen Planung für eine Übergangsfrist von zwei Jahren die Erteilung von provisorischen Leistungsaufträgen an Spitäler, welche zurzeit die meisten, aber nicht alle der gestellten Anforderungen (d. h. bzgl. der mittelfristig anvisierten Mindestfallzahlen, Anerkennung als Weiterbildungsstätte) erfüllen.

nicht nur zu unterstützen, sondern auch verbindlich umzusetzen. Wenn dieses Vorgehen in vielen anspruchsvollen medizinischen Bereichen gelingt, werden die Fachgesellschaften in Zukunft eine Hauptverantwortung für die Regulierung von Konzentrations- und Koordinationsbedarf in der stationären Gesundheitsversorgung übernehmen können. Somit könnte die jetzige IVHSM-Vereinbarung der Kantone überflüssig werden.

Leistungserbringer, die alle gestellten Anforderungen erfüllen, erhalten einen auf vier Jahre befristeten Leistungsauftrag. Die von den HSM-Leistungserbringern verbindlich zu erfüllenden Bedingungen schliessen eine Beteiligung an der Weiterbildung und klinischen Forschung ein. Zudem müssen sich die Leistungserbringer verpflichten, für alle durchgeführten Eingriffe ein Minimaldatenset in der Datenbank der Arbeitsgemeinschaft für Qualität in der Chirurgie (AQC) zu erheben. Dies beinhaltet auch Indikatoren zur Messung der Ergebnisqualität. Die erhobenen Daten werden für ein systematisches, jährliches Benchmarking der HSM-Leistungserbringer verwendet werden und bilden die Grundlage für die Re-Evaluation der HSM-Leistungsaufträge nach zwei Jahren für die provisorisch erteilten Leistungsaufträge bzw. nach vier Jahren für die definitiv erteilten Leistungsaufträge. HSM – Quo vadis? Das HSM-Fachorgan will in erster Linie eine hohe Qualität der Patientenbetreuung und der Versorgung fördern sowie allen Einwohnern auch für die Zukunft einen guten und gerechten Zugang zu einer hochspezialisierten Medizin sichern. Um dies zu erreichen, müssen erstens die Mittel im System effizient eingesetzt werden; zweitens ist die Verbesserung der Datengrundlagen, insbesondere betreffend die Ergebnisqualität, dringend notwendig; drittens muss die Zusammenarbeit zwischen der Basis der Versorgung und den Governance-Strukturen intensiviert werden. Eine gewisse Konzentration komplexer Diagnosen und Behandlungen ist im Gange und für die Beibehaltung von effizienten, kompetenten Teams und Zentren unerlässlich. Die verbindliche Datenerfassung in allen HSM-Gebieten wird es zukünftig erlauben, bessere Aussagen zur Behandlungsqualität in der Schweiz machen zu können. Die Fachgesellschaften sind ein wichtiger Partner bei der Umsetzung dieser Vision, da es ihre Rolle ist, die wichtigsten Kriterien zur Qualitätskontrolle festzulegen sowie die Bedingungen zur Anerkennung der Kompetenzzentren zu definieren. Diese Rolle der Fachspezialisten ist in den HSM-Bereichen der Organ- und Stammzelltransplantation sowie der Neurologie/Neurochirurgie zu einem grossen Teil schon realisiert, indem die betroffenen Fachkreise interdisziplinäre Gremien geschaffen haben, welche teilweise mit einem Mandat des HSM FO Anerkennungs- und Akkreditierungsprozesse der Zentren umgesetzt haben sowie die Outcome-Daten sammeln. Der HSM-Prozess ist eine gute Gelegenheit, fachspezifische Initiativen zur Qualitätssicherung

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Prof. Dr. med. Peter M. Suter Vize-Präsident der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften, Präsident des Fachorgans «Hochspezialisierte Medizin» der Gesundheitsdirektorenkonferenz. Spezialarzttitel FMH in Innerer Medizin und in Intensivmedizin. Ehem. Chefarzt der Division für Chirurgische Intensivmedizin, Universitätsspital Genf, 1982–2005. Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Genf, 1995–2003, Präsident der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften 2004–2011, Präsident der Akademien der Wissenschaften Schweiz 2009–2010. Interessens- und Forschungsschwerpunkte: Lungenversagen, Infektionen und Sepsis; Reformen im Medizinstudium, Evaluation der Forschung, der Medizin, Ethik, Zukunft des Gesundheitssystems.


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Gewebeversiegelung in der Thorax- und Viszeralchirurgie mit TachoSil® TachoSil® ist eine Fixkombination eines kollagenen Trägermaterials mit den humanen gerinnungsaktiven Substanzen Fibrinogen und Thrombin, das sowohl eine hämostatische als auch eine versiegelnde Wirkung hat1. Der versiegelnde und abdichtende Effekt von TachoSil® wird in der Thoraxchirurgie2, Herz- und Gefässchirurgie3 sowie nach Lymphadenektomien4 und in der viszeralen Chirurgie5 genutzt, um Leckagen abzudich-

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der Einsatzbereiche von TachoSil® zur Gewebeversiegelung.

Abb. 1 Versiegelung einer Leberresektionsfläche

Abb. 2 Versiegelung am Lungenparenchym

Abb. 3 Cardovaskulärer Eingriff

TachoSil® in der Viszeralchirurgie • Versiegelung nach Leberresektionen7 • Stichkanalblutungen8 • Lymphostase nach Lymphadenektomien 9

TachoSil® in der Thoraxchirurgie • Luftdichter Verschlus an Lungenresektionsrändern2 • Atraumatisch bei Emphysem-Gewebe10 • Lymphostase nach mediastinaler Lymphadenektomie9 • Sicherung von Staplernähten11

TachoSil® in der Herz- und Gefässchirurgie • Protektion von Gefäss-Anastomosen8 und Gefäss-Prothesen12

2. Anegg U, Lindenmann J, Matzi V, et al: Efficiency of fleece-bound sealing (TachoSil) of air leaks in lung surgery: a prospective randomised trial. Eur J Cardiothorac Surg 31:198-202, 2007 3. Maisano F, Kjaergard H, Bauernschmitt R, et al: TachoSil surgical patch versus conventional haemostatic fleece material for control of bleeding in cardiovascular surgery: A randomized controlled trial. Eur J Cardiothorac Surg 2009, article in press 4. Simonato A, Varca V, Esposito M, et al: The Use of a Surgical Patch in the Prevention of Lymphoceles After Extraperitoneal Pelvic Lymphadenectomy for Prostate Cancer: A Randomized Prospective Pilot Study. THE J Urology 182:2285-2290, 2009 5. Kleeff J, Diener M, Wagner M, et al: Distal Pancreatectomy: Risk factors for surgical failure in 302 consecutive cases. Annals of Surg 245:573-82, 2007 6. Kalinowski F, Pfeil T, Ulbrich W, et al. Qualitäsmanagement in der chirurgischen Intervention – eine prospektive Versorgungsforschungsstudie zu vliesgebundener Gewebeklebung. Gesundh ökon Qaul manag 10:151-60, 2005

7. Briceno J et al. A Prospective Study of the Efficacy of Clinical Application of a New Carrier-Bound Fibrin Sealant After Liver Resection. Arch Surg. 2010;145(5):482-488 8. Joseph T et al. Randomised controlled trial to evaluate the efficacy of TachoComb H patches in controlling PTFE suture-hole bleeding. Eur J Vasc Endovasc Surg. 2004; 27(5):549-52. 9. Czerny M et al. Sealing of the mediastinum with a local hemostyptic agent reduces chest tube duration after complete mediastinal lymph node dissection for stage I and II non-small cell lung carcinoma. Ann Thorac Surg 2004; 77(3):1028-32. 10. Droghetti A et al. A prospective randomized trial comparing completion technique of fissures for lobectomy: Stapler versus precision dissection and sealant. J Thorac Cardiovasc Surg 2008; 136:383-91. 11. Muramatsu T et al. Staple Line Reinforcement with Fleece-Coated Fibrin Glue (TachoComb) After Thoracoscopic Bullectomy for the Treatment of Spontaneous Pneumothorax. Surgery Today 2007; 3(9):745-9. 12. Onorati F et al. Aortic tube grafts wrapping with hemostatic fleeces reduces postoperative pericardialeffusions. J Cardiovasc Surg 2008; 49:393-7.

Kurzfachinformation TACHOSIL® Z: Wirkstoffe: humanes Fibrinogen, humanes Thrombin. Hilfsstoffe: Kollagen vom Pferd, humanes Albumin, Riboflavin (E 101), Natriumchlorid, Natriumcitrat, L-Argininhydrochlorid. I: Unterstützende Behandlung in der Chirurgie zur Verbesserung der Hämostase, zur Förderung der Gewebeversiegelung und zur Nahtsicherung in der Gefässchirurgie, wenn Standardtechniken insuffizient sind. D: Die Anzahl der zu verwendenden TachoSil®-Schwämme sollte sich stets nach der zugrunde liegenden klinischen Situation des Patienten richten. Die Anzahl der zu verwendenden TachoSil®-Schwämme hängt von der Grösse der Wundfläche ab. K: Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung. V: Nur zur lokalen Anwendung. Nicht intravaskulär anwenden. IA: Es wurden keine formalen Interaktionsstudien durchgeführt. Der Schwamm kann durch alkohol-, jod- oder schwermetallhaltige Lösungen (z.B. antiseptische Lösungen) denaturiert werden. SS/St: Anwendung bei Schwangeren und Stillenden nur bei strenger Indikationsstellung. UAW: Hypersensitivität oder allergische Reaktionen. Bei versehentlicher intravaskulärer Anwendung kann es zu thromboembolischen Komplikationen kommen. Antikörper gegen Komponenten von Fibrinkleberprodukten können in seltenen Fällen auftreten. P: 1 Schwamm zu 9,5 cm x 4,8 cm; 2 Schwämme zu je 4,8 cm x 4,8 cm, 1 Schwamm zu 3,0 cm x 2,5 cm. Abgabekategorie: B. Vertrieb: Takeda Pharma AG, Freienbach. Ausführlichere Informationen: vgl. www.swissmedicinfo.ch.

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1. www.swissmedicinfo.ch

ten, Nähte zu sichern und Insuffizienzraten zu reduzieren. Gesundheitsökonomische Berechnungen6 zeigen dabei einen positiven Einfluss auf die Gesamtkosten, da Komplikationen reduziert, Re-Interventionen vermieden und Liegezeiten verkürzt werden können.

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Die Sonderveranstaltungen am Jubiläumskongress der Schweizerischen Gesellschaft für Chirurgie vom 12. bis 14. Juni 2013 im Kursaal Bern Generalversammlung Mittwoch, 12.6.2013, 12.00-13.15 Uhr, Kursaal Arena Die Generalversammlung findet zum ersten Mal am 1. Kongresstag statt.

Eröffnungsfeier und Eröffnungsapéro Mittwoch, 12.6.2013, 16.50-18.20 Uhr Die Eröffnungsfeier findet am Mittwoch, 12. Juni von 16.45-18.15 Uhr statt. Zu diesem Anlass konnten wir den Extremkletterer, Ueli Steck, gewinnen, welcher seinen faszinierenden multimedialen Vortrag zum Thema «Professionalität im Grenzbereich» halten wird. Im Anschluss sind Sie herzlich willkommen, den Apéro mit den Firmenvertretern in der Industrieausstellung zu geniessen.

British Journal of Surgery Lecture Donnerstag, 13.6.2013, ab 12.00 Uhr Health Care Policy and Surgery by Professor Sir Bruce Keogh, Director National Health Service in England since 2007 The National Health Service in England treats a million patients every day. There are 14.5 million hospital admissions a year of which only 50,000 relate to cardiac surgery so policies for improving care need to be generic. We have recently restructured the service to make clinical outcomes the currency of the service, to embed clinical leadership at all levels of the service and to give patients more influence over their treatment. To ensure that there is a focus on outcomes we have developed a national outcomes framework to assess progress in five areas: reduction in premature mortality, improving lives of people with long term conditions, improving outcomes for short episodes of care, improving safety and improving patient service and satisfaction. These all fit within a legally binding definition of clinical quality using the three domains of effectiveness, safety and patient experience. A good service must be good in all three domains. In a tax funded system, ensuring appropriateness of care whilst promoting innovation is a challenge. For cardiovascular and thoracic surgery, this means adherence to evidence based guidelines and making more data on outcomes available to the public at an institutional and surgeon level using outcomes defined by the profession. Current challenges remain the rapid uptake of new technologies and the configuration of paediatric cardiac surgery. Im Anschluss: SGC-PolitTalk – Was meint der Stammtisch? Moderation: G. Staudenmann, santémedia AG Podiumsdiskussion mit Gesundheitspolitikern, Vertretern der SGC und weiteren Akteuren rund um gesundheitspolitische Themen.

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Landsgemeinde der Chirurgen und Chirurgenabend Donnerstag, 13.6.2013, 19.00 Uhr, Münsterplatz Bern Der Chirurgenabend beginnt um 19.00 Uhr mit der «Landsgemeinde der Chirurgen» und dem Aperitif auf dem Münsterplatz Bern. Grussworte von: Jürg Schlup, Präsident FMH, Bern; Andreas Rickenbacher, Volkswirtschaftsdirektor Bern; Ralph A. Schmid, Präsident SGC, Bern Festredner: Prof. Giovanni Maio*, Medizinethiker, Freiburg i.B./DE, «Chirurgie als Business?» Wer heute zum Chirurgen geht, hat hohe Erwartungen an ihn. Der Eingriff muss in höchster Präzision und Perfektion erfolgen. Da ist man angewiesen auf perfekte Abläufe, auf eine Logistik, die ähnlich wie in der Industrie keine Unwägbarkeit und Unsicherheit zulassen darf. Und so übernimmt man das industrielle Denken und stülpt es komplett der Medizin über, so als ginge es auch in der Medizin um die Produktion von perfekten Produkten. Für die Medizin, und erst recht für die Chirurgie, ist diese Übertragung bis zu einem gewissen Grad auch berechtigt. Aber die Industrialisierung der Chirurgie hat Grenzen, vor allem dann, wenn die Industrialisierung mit ökonomischen Anreizsystemen in Form von Bonuszahlungen gekoppelt wird. Über die Gefährdung ärztlicher Prinzipien durch die sich etablierenden Bonuszahlungen muss näher nachgedacht werden, im Interesse des Patienten und im Interesse der Vertrauenswürdigkeit der ärztlichen Profession. *Giovanni Maio ist Philosoph und Arzt mit langjähriger klinischer Erfahrung. Er hat den Lehrstuhl für Medizinethik an der Universität Freiburg i. Br. inne und untersucht die Veränderungen der Medizin durch den Trend zur Ökonomisierung. Sein Augenmerk gilt den ethischen Grundlagen der ärztlichen Profession, die ohne eine Mitimplementierung der Sorge um den Kranken nicht verwirklicht werden kann. Maios jüngstes Buch «Mittelpunkt Mensch – Ethik in der Medizin» hat eine grosse Aufmerksamkeit erfahren.

Fortsetzung des Abends im Kornhauskeller Bern Neben den Preisverleihungen werden drei Ehrenmitglieder geehrt. Es sind dies: Prof. Dr. Markus Büchler (Heidelberg/DE), Laudator: Prof. Dr. Ralph A. Schmid (Bern) Prof. Dr. Jacques Maréscaux (Strasbourg/FR), Laudator: Prof. Dr. Philippe Morel (Genève) Dr. Dominic Scharplatz (Thusis), Laudator: Prof. Dr. Markus Furrer


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Mehrere Künstler werden den Abend bereichern: Renato Kaiser – der slam poetry star der Schweiz – zeigt, wie eine Laudatio aufgefrischt und ein traditioneller Chirurgenabend belebt werden kann. Antonello Messina zählt zu den gefragtesten Musikern der neuen internationalen Jazzszene. Er ist Akkordeonist, Pianist, Komponist, war Leader und Sideman in mehr als 40 Musik- und Theateraufführungen, komponiert und spielt Musik für Filme und Kurzfilme. Messina und seine Band werden an der Landsgemeinde den atmosphärischen Rahmen bilden und Sie im Anschluss an den offiziellen Teil des Chirurgenabends an der Bar im Kornhauskeller in die Nacht hineinbegleiten. The Soulmaniacs – die engagierte Zürcher Soulband «The Soulmaniacs» wird Sie mit einem grossartigen Mix aus Soul und Rythm‘n’Blues unterhalten und zum Mittanzen locken.

LOW TECH – Humanitärer Einsatz von Schweizer Chirurgen Freitag, 14.6.2013, 09.00-10.00 Uhr Vorsitz: P. Nussbaumer (Lachen), R. A. Schmid (Bern) Medizinisches Hilfsprojekt Moldawien – Schlüsselfaktoren zur Nachhaltigkeit B. Wicky, K. Leemann (Zug) Improving Surgical Care in Low- and Middle-Income Countries: A Coordinated Effort in Cooperation with Surgeons of a Developed Country S. Orgoi (Ulaanbaatar/MON), G. Lundeg (Ulaanbaatar/MON), B. Kehrer (St.Gallen), A. Rotzer (Glarus) 15 Years of Swiss Surgical Team: Lessons Learned A. Rotzer (Glarus) How to improve surgical capacity in a district hospital in rural Nigeria P. Nussbaumer (Lachen), C. Beerle (Lachen) Reversed Followship: Luzerner Chirurgen begleiten das STAR-Projekt in Äthiopien R. Babst (Luzern)

HIGH TECH – Neue Technologien Freitag, 14.6.2013, 09.00-10.00 Uhr Vorsitz: Ph. Morel (Genéve), St. Schmid (Bern) The latest in new surgical technologies R. M. Satava (Washington/USA) Recent advances in computer assisted and augmented reality surgery F. Volonte (Geneva) Robotic surgery: fake or reality in 2013? N. Buchs (Geneva)

Theodor Kocher Memorial Lecture Freitag, 14.6.2013, 10.15-11.45 Uhr Chirurgie und Kunst auf höchstem Niveau Akademische Chirurgie ist das wichtigste Element jeder grossen chirurgischen Karriere. Eine der wichtigsten Aufgaben in der Ausbildung von Chirurgen ist es, die Begeisterung für die Forschung zu wecken und weiterzugeben. Ohne die elementare Neugier und den Willen, die Grundlagen unseres Faches zu erweitern, um den Patienten in Zukunft besser zu heilen, besteht auch in unserem Beruf die Gefahr, in Routine und Administration zu versinken. Anlässlich dieser Festvorlesungen zum 100-JahrJubiläum der schweizerischen Gesellschaft für Chirurgie möchten wir die Spitzenleistungen der europäischen Chirurgen der virtuosen Kunst von Oliver Schnyder auf dem Piano gegenüberstellen und entsprechend würdigen. Theodor Kocher war Nobelpreisträger und der erste Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Chirurgie und einer der Ersten, die die Chirurgie als akademisches Fach verstanden und die klinische Forschung mit der Grundlagenforschung verbunden haben. Ihm zu Ehren haben wir diese Sitzung «Theodor Kocher Memorial lecture» genannt. Vier der prominentesten Chirurgen Europas haben wir eingeladen, eine ihrer wissenschaftlichen Arbeiten vorzustellen. Wir wollten aber nicht unbedingt ihre Arbeit mit dem höchsten impact factor, sondern die ganz persönliche Lieblingspublikation, die in ihrer eigenen Karriere einen hohen Stellenwert hat. Daher der Titel «My best paper and why I like it». Es ist überflüssig, die einzelnen Redner vorzustellen, da sie alle sehr bekannt sind. Die Vorlesungen werden abwechselnd mit dem Klavierspiel von dem jungen Starpianisten Oliver Schnyder gehalten (siehe Box am Schluss). Er hat die Stücke passend zu den Vorlesungen und der Festlichkeit des Anlasses gewählt. Schnyder und die eingeladenen Chirurgen Henri Bismuth, Markus Büchler und Tom Treasure waren von der Einmaligkeit dieser Veranstaltung begeistert und haben zu unserer grossen Freude sofort zugesagt. Leider musste der Schweizer Teilnehmer wegen anderen Verpflichtungen absagen.

My best paper – and why I like it Begrüssung und Vorsitz: R. A. Schmid (Bern), A. Tuchmann (Wien/A) Der Schweizer Klavierpoet Oliver Schnyder untermahlt diese Jubiläumssitzung mit einem feierlich-beschwingt-aristokratischen Auftakt, gefolgt von einem nachdenklich-teuflischen Intermezzo und mit einem Kehraus mit Schweizer Bezug zum Schluss: Joseph Haydn (1732-1809): Sonate C-Dur Hob. XVI: 50, Allegro – Adagio – Allegro molto

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How liver surgery entered into liver transplantation H. Bismuth (Paris/FR) Thoracic Trauma Revisited – Might Lady Diana have been saved? T. Tresure (London/UK) Johann Sebastian Bach (1685-1750): «Schafe können sicher weiden» (art. Egon Petri) Sergei Rachmaninoff (1873-1943): Aus «Morceaux de fantaisie», op. 3: Prélude cis-Moll Sergei Prokoffiev (1891-1953): «Suggestion diabolique» (Teuflische Einflüsterung), op. 4

IVHSM Politics IVHSM – quo vadis? Freitag, 14.6.2013, 13.45-15.15 Uhr Vorsitz: R. A. Schmid (Bern), M. Weber (Zürich) Kurzreferate/Présentations courts: HSM – Mut zur Einsicht/Peter Suter (Genf) Transparenz für die IVHSM – Die technische Seite der IVHSM-Datenerfassung/Luzi Rageth (Zürich) und Dieter Hahnloser (Lausanne) Marktwirtschaft oder Planwirtschaft?/Urban Laffer (Biel) Fragen zum Thema und Diskussion

Pancreatic Surgery: Small (Sendai Negative) Branch Duct IPMNs: Not Harmless M. Büchler (Heidelberg/DE) Franz Liszt (1811-1886): Aus «Années de Pèlerinage» S. 160, Première année: Suisse – Chapelle de Guillaume Tell – Au Lac de Wallenstadt ��� Les cloches de Genève: Nocturne

IVHSM Science Multimodal Therapy in Surgical Oncology Freitag, 14.6.2013, 12.00-13.30 Uhr Vorsitz: D. Candinas (Bern), M. Zuber (Olten) Introduction into the session and presentation of the lecturers State of the art and new developments in the treatment of rectal cancer N. Mortensen (Oxford/UK) Panel discussion including the audience – Gastroenterology/C. Meyenberger (St.Gallen) – Radiology & NUC/N.N. – Patology/A. Zettl (Basel) – Medical Oncology/T. Ruhstaller (St.Gallen) – Radio-Oncology/St. Bodis (Aarau) State of the art and new developments in the treatment of oesophageal cancer Ch. Seiler (Bern) Panel discussion including the audience (same panelists) The present jubilee session is a scientific discussion on two hot oncological topics delivered by experts in the fields. The following session will be a political discourse dedicated to the High Specialized Medicine (HSM) controversies. The scientific session will enhance the background and should stimulate the dialogue for the political discussion.

Oliver Schnyder studierte in der Schweiz (Emmy HenzDiémand, Homero Francesch) und in den USA (Leon Fleisher). Von den Medien als «Klavierpoet» (ARD) und «Shooting-Star der Schweizer Pianisten» (Tagesschau des Schweizer Fernsehens) bezeichnet, verfolgt Schnyder seit seinem erfolgreichen Solodebüt beim Tonhalle-Orchester unter David Zinman 2002 eine intensive weltweite Konzerttätigkeit und zählt heute zu den gefragtesten klassischen Musikern seines Landes. Seinen Auftritten und CD-Aufnahmen bei Sony RCA Red Seal wurden Attribute wie «höchste Vollendung» (Frankfurter Allgemeine Zeitung), «eine Sensation des Musikalischen» (Süddeutsche Zeitung) oder «aristocratic musicianship» (Washington Post) verliehen. Oliver Schnyder tritt auf den wichtigsten Konzertbühnen (Amsterdam, Beijing, Brüssel, Hongkong, Lissabon, London, Luzern, Mailand, Montréal, Moskau, München, New York, Osaka, Oslo, Paris, Shanghai, Taipeh, Tokio, Washington, Zürich) und Festivals (Gstaad, Lucerne, Ruhr, Schwetzingen, Mecklenburg-Vorpommern) mit führenden Orchestern (Academy of Saint Martin in the Fields, Philharmonia Orchestra London, Tonhalle-Orchester Zürich, Tschaikowsky-Symphonieorchester des Moskauer Rundfunks, WDR Sinfonieorchester Köln) auf und arbeitet mit Dirigenten wie Semyon Bychkov, Vladimir Fedoseyev, Philippe Jordan, Mario Venzago oder David Zinman. Im letzten Jahr sind bei Sony RCA Red Seal CD-Alben von Franz Liszt (nominiert für den ICMA International Classical Music Award 2013 in Mailand) und Klavierkonzerte von Joseph Haydn mit der Academy of Saint Martin in the Fields (Auszeichnung «CHOC Classica» in Frankreich im September 2012) erschienen. 2013 kommen Live-Mitschnitte der drei Mendelssohn-Klavierkonzerte (Orchester Musikkollegium Winterthur/Douglas Boyd) auf den Markt. 2012 wurde mit dem Geiger Andreas Janke und dem Cellisten Benjamin Nyffenegger das Oliver Schnyder Trio gegründet. Das CD-Debut mit den Klaviertrios von Schubert ist im April erschienen, ebenfalls bei Sony RCA Red Seal. Weitere wichtige Kammermusikpartner Schnyders sind Julia Fischer, Veronika Eberle, Sol Gabetta und Daniel Behle. www.oliverschnyder.com, facebook.com/pianoliverschnyder

Markus Zuber & Daniel Candinas

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