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Ausgabe 56 - Januar 2014 www.megawelle.fm

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GESCHICHTLICHE SPURENSUCHE

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Liebe Leser und Hörer der Megawelle, eine neue Liebe ist wie ein neues Leben trällerte vor langer, langer Zeit der Schlagersänger Jürgen Marcus. Ein neues Jahr hingegen wird vielfach mit einem Neubeginn verbunden. Gehören Sie auch zu den Leuten, die stets mit einem ganzen Stapel guter Vorsätze in den Januar starten ? Erfahrungsgemäss macht es Sinn, diese Vorhaben zuvor auf ihre Machbarkeit abzuklopfen, um das neue Jahr nicht mit einer Enttäuschung zu beginnen. Rückblicke sind notwendig, um zu einer realistischen Einschätzung zu gelangen. Vielleicht ist das ja der Grund, warum viele Beiträge der vorliegenden Ausgabe der MEGAWELLE ein eher nostalgisches Flair versprühen. Ein schönes und erfolgreiches 2014 sowie viel Spass beim Lesen und Hören der MEGAWELLE - auch im Internet unter „www.megawelle.fm“ - wünscht Ihnen

Elmar Wellenkamp

aus dem inhalt

Magazin 4 Forschungsinseln 28

Öl vom Baum 36 Klassik-Vorschau 44

Lucha Canaria: Teneriffas Traditionssport 14

Schuhmacher-Tradition in La Orotava 22

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impressum

Herausgeber: Clever Comunicación Tenerife S.L. Avda. Claudio Delgado, 91 38639 Las Chafiras CIF: B 76565530 Geschäftszeiten: Mo- Fr 9 – 15 h Geschäftsführer u. Chefredakteur: Hans-Georg Scholz Büro: Angeles Fernandez Robayna Tel. : (+34) 922 736 118 Fax : (+34) 922 736 119 Mob: (+34) 603 796 067 AB: (+34) 922 736 433

oficina@cctenerife.net Redaktion: Elmar Wellenkamp redaktion-megawelle@cctenerife.net Tel.: (+34) 603 796 003 Anzeigen Süden, Norden: Manfred Funk: manfred.funk@cctenerife.net Tel.: (+ 34) 634 370 683 Carlos Hernández: comercial@cctenerife.net Te.: (+34) 620 017 979 Presseinfos: prensa@cctenerife.net Radio: studio@megawelle.fm Deposito legal: TF-303/2002 ISSN: 1699 - 3071 Fotos: Archiv Megawelle, ew, Manfred Funk, Cabildo Tenerife, Rathäuser, Presseagenturen,

Druck: Graficas Sabater Prüfung der Auflage durch: Difusión controlada por:

Spurensuche: Ruinen als stumme Zeugen 40 Anzeigenschluss für Ausgabe FEBRUAR 2014: 15. JANUAR

Wir übernehmen keine Haftung für unverlangt eingereichte Manuskripte und Fotos. Alle Artikel, Informationen, Hintergrundwissen und Empfehlungen wurden nach bestem Wissen und Recherchen der einzelnen Redakteure und freien Mitarbeiter erstellt. Für Fehler und Irrtümer wird nicht gehaftet. Beiträge der freien Mitarbeiter, Leserbriefe und Anzeigentexte geben nicht unbedingt die Meinung von Clever Comunicación Canarias s.l. wieder. Ein Nachdruck, auch auszugsweise, ist nur nach schriftlicher Genehmigung mit dem Herausgeber bzw. mit den freien Mitarbeitern möglich. Das Kopieren, Speichern und Wiederverwenden in elektronischer Form, auch auszugsweise, ist ebenfalls nur nach schriftlicher Genehmigung mit dem Herausgeber bzw. mit den freien Mitarbeitern möglich.

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AufbruchstiMmung

Ein neues Jahr bietet die Möglichkeit, alles besser zu machen. Oder zumindest das, was in der Vergangenheit schief gelaufen ist, wieder geradezurücken. Das gilt nicht nur für Spaniens Wirtschaft, auch für den Badeort Bajamar. Da schickte die zuständige Stadtverwaltung von La Laguna im Herbst letzten Jahres mal kurz einen Mega-Bagger vorbei, um die Betonblocks, die die Flut aus dem Schutzdamm gerissen hatte, wieder aus dem Wasserbecken herauszufischen. In diesem Jahr soll der Wall dann instandgesetzt werden. Das kostet nicht nur Millionen. Nein, auch Wind und Wetter müssen dabei mitspielen!

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magazin NICHT AUF DEM TITEL

wissenschaft

Der Brunnen auf der Plaza del Adelantado ist renoviert worden. In mühevoller Handarbeit besserten Restauratoren unter der Leitung von Kunstprofessorin Maribel Sanchez defekte Stellen an der Fontäne aus. Da Temperaturwechsel und Verunreinigungen des Wassers dem Kunstwerk zu schaffen machen, ist eine regelmässige Wartung ist erforderlich.

Diese beiden Motive standen auch als Titelbilder zur Wahl. Sie haben es nicht aufs Cover geschafft. Wir wollen sie unseren Lesern aber trotzdem nicht vorenthalten.

Volkssport Versicherungsbetrug Im Jahre 2012 stieg die Zahl der Fälle im Bereich des Versicherungsbetrugs auf den Kanarischen Inseln um 25 Prozent an. Im Vergleich zum Jahr 2008 haben sich die Betrugsfälle annähernd verdoppelt. In der Provinz Las Palmas de Gran Canaria wurden 2.627 Fälle verzeichnet, fast doppelt so viele wie in der Provinz Santa Cruz de Tenerife. Das hat eine Untersuchung des Assekuranzverbandes ICEA ergeben. Ursache dafür sind die Wirtschaftskrise

der letzten Jahre und ihre Folgen. Insbesondere Menschen unter 26 Jahren und die „pymes“ genannten Kleinunternehmen versuchen auf Kosten der Versicherungen ihren schmalen Geldbeutel aufzubessern. Am meisten verbreitet ist es, Schäden, die bereits vor einem Unfall vorhanden waren, mit im Schadensbericht anzugeben. In 24 Prozent der Fälle wurden ein Schaden oder Diebstahl vorgetäuscht oder absichtsvoll herbeigeführt.

El Médano: Neue Strandordnung Im Badeort El Médano ist eine Strandordnung in Kraft getreten, mit der die Nutzung der Strände geregelt wird. Durch die neue Ordnung wird den Badegästen Vorrang vor den Sportlern eingeräumt. Der Strand von El Médano

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Wassersport darf nur in den dafür ausgewiesenen Zonen betrieben werden. El Médano ist das Paradies der Wind- und Kitesurfer. Auch Flugdrachen-Fans zieht es in die, im wahrsten Wortsinne, meist sehr windige Region. Im neuen Regelwerk sind auch die Konzessionen der Fischerboote und ihre Liegeplätze aufgeführt. Ziel der Gemeinde ist es, den Besuchern saubere und sichere Strände bieten zu können. Alles was dem im Wege steht ist darum verboten. Dazu zählen unter anderem das Grillen bei offenem Feuer, Musikgeräte sowie das Mitführen von Musikapparaten und Tieren. Wer einen eher ungezwungenen Badespass bevorzugt, sollte den nahegelegenen Strand La Tejita ansteuern.

Uhr zur Kur

Auch die Stadtverwaltung von Santa Cruz weiss deutsche Wertarbeit zu schätzen. Vermutlich deshalb hat sie die „reloj de flores“, die Blumenuhr des Stadtparks Parque García Sanabria zur Instandsetzung der Mechanik nach Deutschland geschickt. Schadensursache sollen übereifrige Väter gewesen sein, die ihre Söhne im Kleinkindalter dazu aufgefordert haben sollen, den Lauf der Zeiger durch festzuhalten zu stoppen. Seit 54 Jahren zeigt die Blumenuhr die Zeit im Parque García Sanabria an, dessen Einrichtung 1926 von dem Bürgermeister anregt wurde, nach dem die Gartenanlage später benannt wurde.


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. . . die „comunidad“

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rsula hat entschieden, das Haus fremden Mächten auszuliefern. Passender kann man es nicht ausdrücken. Sie hat irgendwann den einseitigen Entschluss gefasst, dem Fernsehsender Canal Capital zu erlauben, die Cabalgata de Reyes, den Umzug der Heiligen Drei Könige, von ihrem Balkon aus zu übertragen; dem Balkon, der auch ihrer Schwester gehört, die sie aber wie immer ohnehin nicht gefragt hat. Seit dem frühen Morgen haben die Techniker unser Haus in Beschlag genommen und Kabel auf die Strasse gezogen, um die Verbindung für die Live-Übertragung am frühen Abend einzurichten. Alle Bewohner ausser dem Taxifahrer zwitschern hier umher. Ausgerechnet heute, wo es unabdingbar ist, dass Fahrstuhl und Treppen frei sind, da die Weisen aus dem Morgenland erwartet werden. Carmela hatte deshalb den ganzen Tag damit zu tun, jede einzelne Treppenstufe blank zu scheuern, damit selbst Kaspar nichts zu meckern hat. Denn der ist, wie es heisst, der strengste der drei Könige. Aber jetzt, mit diesem ganzen technischen Equipment oben wie unten, bleibt die Erinnerung das einzig Unbefleckte. Arme Carmela, glaubt sie doch, das sei alles eine weitere Schikane der Präsidentin, nur um sie los zu werden und die 20 Euro, die sie wöchentlich erhält, einzusparen. Auch die Frau des Schatzmeisters geht die Wände hoch, denn Úrsula hat – ohne sie zu fragen – ihr Badezimmer den Moderatoren des „Cabalgata“Specials zum Schminken vor der Übertragung zur Verfügung gestellt. „Wir brauchen es. Also, keine Widerrede. Es ist sehr gross und hat Strahler in den Spiegeln, “sagte sie, als sie den Raum ohne viel Federlesens in Besitz nahm. Die arme Schatzmeistergattin, die auf Formalitäten so grossen Wert legt und vor innerer Anspannung fast geplatzt wäre, zuckte vor Schreck zusammen, als sie sah als wie ihr Bad mit hochmodernen Rasierpinseln, Bürsten für jeden Haartyp, Farben zum Übertünchen von Flecken und wundersamen Pul-

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Die Live-Übertragung vern vollgestopft wurde. Die Oma der Padilla erzählt schon herum, dass der Kassenwart aus diesem Grund seinen Posten zum 16. Mal in diesem Jahr zur Verfügung stellen will. Was noch hinzukommt: in die Wohnung der beiden Schwestern stürmen pausenlos Leute hinein: der Produzent der Sendung, der Toningenieur, der Gaslieferant, der Taxifahrer. Úrsula hat Brigida damit beauftragt, dass sie ihnen ein Tablett mit ein paar weichen Stücken Turron und fünf Stücken des Schmalzgebäcks „polvrón“ mit Zitronengeschmack zubereitet, während sie selbst das Drehbuch durchgeht, nachdem sie den

Regisseur davon überzeugen konnte, dass sie grosse Erfahrung im Kommentieren von Umzügen der Heiligen Drei Könige hat. Man kann sogar sagen, dass sie es sogar noch mehr liebt, vor der Kamera zu stehen, als auf den Nerven der Hausbewohner herumzutrampeln. Ich hoffe nicht, dass sie zum Schminken in die Wohnung des Kassenwarts hinuntergehen muss, denn da könnten dann so richtig Funken sprühen, die in Verbindung mit der inneren Hochspannung von besagter Schatzmeistergattin eine Explosion auslösen könnten. (Irma Cervino)

Die Mehrheit der Menschen in Spanien wohnt in der eigenen Wohnung und gehört damit automatisch der Gemeinschaft der Eigentümer an. Auf Spanisch kurz „comunidad“ genannt. Diese per Gesetz verankerte Institution regelt alle Angelegenheiten, die die Immobilie in ihrer Gesamtheit betreffen. Der Präsident des Gremiums wird von den Miteigentümern bestimmt. Weitere Funktionen im Bereich der Verwaltung können mit Mitgliedern der „comunidad“ besetzt, aber auch von externen, in der Regel zu bezahlenden Experten wahrgenommen werden. Die Journalistin IRMA CERVINO nimmt das Zusammenleben in einer „comunidad“ mit spitzer Feder aufs Korn und würzt ihre Beobachtungen mit Bezügen zur aktuellen politischen Situation.


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Sehr geehrte Damen und Herren, das Weihnachtsfest und der Jahreswechsel stehen vor der Tür. Als Präsident der Inselregierung Teneriffas möchte ich Ihnen darum Zuversicht vermitteln. Angesichts der komplizierten wirtschaftlichen Lage hat die Inselregierung Massnahmen zur Schaffung von Arbeitsplätzen ergriffen. Wir sehen es als unsere Pflicht an, soziale Ausgrenzung zu verhindern. Wir arbeiten an Programmen zur Förderung der Wirtschaft und des Ausbaus der Regenerativen Energien. Vielleicht ist jetzt auch der Moment, alle Bürger dazu einzuladen, sich und ihre Ideen mit einzubringen und so zu einer offenen und transparenten Verwaltung, die allen dient, beizutragen. Ich wünsche von ganzem Herzen, dass aus der Summe der Wünsche jedes Einzelnen ein gemeinsames Projekt entsteht, das allen Menschen in unserer Region eine glückliche Zukunft beschert. Frohe Weihnachten und das Beste fürs Neue Jahr!!! Carlos Alonso - Präsident der Inselregierung leckt im internationalen Geschäft ist das Unternehmen nicht. Auf der Website „www.wawi.com“ erfährt man, dass der einst als Familienunternehmen gegründete Süssigkeitenproduzent unter anderem Werke in Pirmasens und Kempen sowie in Kanada, Rumänien, China und Australien betreibt. Auf der Rückseite des vieltürigen Schnöker-Pakets gibt es nicht nur Vorlagen der Reyes Magos zum Ausmalen und Ausschneiden als Schmuck für den „Árbol de Navidad“, die Produkt-Informaionen wurden vorausschauenderweise in Spanisch, Katalan, Englisch und Portugiesisch verfasst. Umsichtigerweise prangt auf der Packung so etwas wie eine Gebrauchsanweisung „Una chocolatina para cada día“ (Eine Schokolade für jeden Tag). Denn einen Kalender zur Monatsmitte anzufangen, ist schon gewagt. Immerhin ist der Inhalt bis 30.06.2015 haltbar.

EXPORTGUT TRADITION Für wahre Völkerverständigung ist auf Teneriffa das Einkaufszentrum „Alcampo“ im Gewerbegebiet der Universitätsstadt La Laguna zuständig. Dort gibt es den „Calendario De Reyes Hasta 6 De Enero“ mit 24 Türchen und garantiert glutenfreiem Inhalt für nur 89 Cent. Das ist deshalb bemerkenswert, weil es so etwas wie die deutsche Adventszeit, also den Countdown bis zum Tag der Bescherung, im spanischen Kulturkreis

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eigentlich nicht gibt. Dort sehnen gross und klein stattdessen den Tag der Heiligen Drei Könige herbei. Darum ist der „Calendario de Reyes“ auch kein spanisches Produkt. Hergestellt wurde er von der Schokoladenfabrik „Müller & Müller Gmbh“ im Industriegebiet Im Geierspiel in D-66981 Münchweiler. Dort hatte man wohl genug unbedruckte Kartons und haltbare Schokolade übrig, um das Abenteuer „Spanien“ zu wagen. Ganz unbe-

Die Nummern der Türen sind zum Teil etwas gewöhnungsbedürftig


umwelt

wohin mit alten kleidern, schuhen, bratöl . . . ? Seit Teneriffa mit der Mülltrennung so richtig Ernst macht, hat die Zahl der unterschiedlichen Container stark zu genommen. Einige sind an jeder Ecke zu finden, etwa der gelbe Sammelbehälter für Verpackungen oder der blaue Container für Pappe und Papier. Seltener dagegen ist obige, orangefarbene Entsorgungsbox, in der ausschliesslich „Pflanzenöl in Plastikflaschen“

entsorgt werden soll. Im hellen Behälter mit der Aufschrift „ROPA Y CALAZADO“ werden aufgetragene Kleidungsstücke und ausgetretene Schuhe gesammelt. Dazu sollen die Abfälle zuvor in Tüten verpackt werden. Dann werden sie in die Aussparung gelegt und anschliessend durch Anheben des Griffs ins Containerinnere befördert.

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spor t-tradition

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s ist immer schwer, sich in einem fremden Umfeld zurecht zu finden. Das ist im Ambiente der „Lucha Canaria“ nicht anders. Da bildet bereits der Dress des Traditionssportes das erste Hindernis. Die sogenannte „ropa de brega“ wird aus reissfesten Stoffen hergestellt. Für den Oberkörper gibt es das Hemd mit Kragen und kurzen Ärmeln. Die kurze Hose erinnert ein wenig an die Basketballshorts, denn die Hosenbeine reichen bis zum Knie. Sie sind relativ eng, doch man kann sie mehrmals umkrempeln. Das muss man auch und zwar mit Sorgfalt, denn sie dienen dem Gegner während der „agarrada“ genannten Runde als Griff. Ein Anfänger wie ich braucht sogar bei einer derartigen Kleinigkeit fachliche Unterstützung. Jetzt stehe ich barfuss auf dem „terrero“ der Sportanlage des „Club de Lucha Rosario“ in Valle de Guerra. Die „terrero“ genannten Sandplätze bilden das Herz der Hallen der Lucha Canaria, deren Inneres von runden, weithin sichtbaren Dächern bedeckt ist. Um den runden Kampfplatz in Valle de Guerra ziehen sich fünf Sitzreihen, die rund dreihundert Zuschauern Platz bieten. Oberhalb der Köpfe des Publikums hängen die Werbetransparente der Sponsoren an der Wand, ebenso an der Bande, die den Sandplatz von der ersten Reihe des Zuschauerraums trennt. Die Mehrheit dieser Schirmherren sind

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örtliche Gewerbetreibende oder Unternehmer mit Wohnsitz in der Region. Wie in allen Kampfsportarten gibt es in der Lucha Canaria verschiedene Rituale, die den Ablauf einer Begegnung regeln. Vor Kampfbeginn wie nach jeder Unterbrechung durch den Schiedsrichter nehmen die Kämpfer die Ausgangsposition ein. Sie stehen sich mit gebeugtem Rücken, Kopf an Kopf, gegenüber. Das Gewicht ruht auf den Füssen, die im Abstand von einem guten halben Meter hintereinander in den Sand gesetzt werden, die linke Hand umklammert den Saum des rechten Hosenbeins des Gegners, während die linken Arme zwischen den Oberkörpern herabhängen. Nach dem Pfiff des Unparteischen ergreifen die Kämpfer dann den Rücken des Anderen, beginnen sich gegenseitig zu belauern, um im geeigneten Moment zu versuchen, das Gegenüber zu Fall zu bringen. Dafür gibt es eine ganze Palette an „mañas“, genannten Techniken, die „zum Teil den Würfen im Judo“ sehr ähneln“, wie Eusebio Ledesma sagt, der an diesem Abend mein Gegner im „terrero“ ist. Ich greife einen Schenkel von ihm und drücke mit aller Kraft gegen seinen Körper, aber es gelingt mir nicht, ihn aufs Kreuz zu legen. Er bleibt stehen, still und stur wie eine Festungsmauer. Wie es scheint, ist Kraft pur nicht das geeignete Erfolgsrezept.


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Vor Kampfbeginn müssen die Hosenbeine sauber hochgekrempelt werden. Dadurch entsteht ein Wulst, den der Gegner beim Einnehmen der Ausgangshaltung vor Beginn des Kampfes ergreift

Die Lucha Canaria hat, wie fast alle Kampfsportarten, eine lange Tradition. Sie entstammt der Hirtenkultur der Ureinwohner. Dort wurden Konflikte, die vielfach ihre Ursache in Streitigkeiten um Vieh und Weiden hatten, auf diese Weise gelöst. Oft fiel die Entscheidung im Duell der stärksten Männer der Streitparteien. Strategisches Denken war mindestens ebenso wichtig wie Körperkraft, um den Sieg davon zu tragen. Die aus dieser Zeit stammenden Kampftechniken sind so etwas wie Relikte der prehispanischen Epoche, die die Eroberung überstanden, um später die Grundlagen eines Volkssportes zu bilden. Die Lucha Canaria in ihrer heutigen Form entstand Ende des 19. Jahrhunderts und gewann schnell viele Anhänger. Die goldene Epoche erlebte die Lucha Canaria vor rund siebzig Jahren. Da wurden die wichtigsten Kämpfe in der ausverkauften Stierkampfarena in Santa Cruz ausgetragen. Dieser Zeit entstammen viele Idole dieses „autoktonen“ kanarischen Sportes. Sie prägen diese Disziplin bis heute. Das „terrero“ des Club Rosario, das vor zwei Jahrzehnten eingeweiht wurde, verdankt seinen Namen „El Chaval“, Javier Gutierrez, einem Sportstar der vierziger Jahre. Die Fotos der Asse von einst, der sogenannten „pollo“, hängen in den Gaststätten und Fanartikel-Shops wie in den Gängen und Vorhallen der Lucha Canaria-Sportanlagen. Sicherlich, Fussball, Basketball, Boxen und eine Handvoll andere Disziplinen sind für die Medien einfacher zu vermarkten und haben auch auf den Kanaren zahlreiche Anhänger, aber die Lucha Canaria verfügt weiterhin über eine breite Basis. Rund 5.000 Menschen, Männer wie Frauen, üben diesen Sport aus, vor allem in den ländlichen Gebieten. Die lokalen und regionalen Medien räumen den Aktivitäten in den rund dreissig über ganz Teneriffa verteilten „terrero“ weiten Raum ein. Es gibt Verbände. Regelwerke legen jede Einzelheit rund um den Sport bis ins Detail fest.

Bei Wettkämpfen bilden die Kämpfer eine Mannschaft und messen ihre Kräfte in drei Minuten langen, „agarrada“ genannten, Runden. Ziel ist es, den Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen. Wer fällt oder den Sand mit einem anderen Körperteil als den Füssen berührt, hat verloren. Im Unterschied zu anderen Kampfsportarten sind Schläge, Tritte oder Würgen nicht erlaubt. Darum schieben und drücken sich die Gegner über den Sandplatz, um den passenden Momente für einen Angriff abzuwarten. Die Folge ist, dass taktische Bewegungsabläufe grosse Teile des Kampfes prägen. Es ist eine Art Ruhe vor dem Sturm, die Kennern das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt, aber nicht unbedingt den Geschmack der Zuschauer trifft, deren Erwartungshaltung von Action-Filmen geprägt ist. „Kraft, Standfestigkeit und Beweglichkeit sind die wichtigsten Qualitäten, die ein Lucha Canaria Athlet benötigt“, sagt Marcos Ledesma, Eusebios Bruder und der vermutliche beste Athlet, den die Sportart in den letzten Jahren hervorgebracht hat. „Kraft ist wichtig, aber Du kannst nicht gewinnen, wenn Dir die Beweglichkeit fehlt“. Das Geheimnis bei der Lucha Canaria ist es, die Bewegungen des Gegners zu nutzen, ihre Dynamik umzukehren und sie für die eigenen Aktionen zu nutzen. Als Lucha Canaria-Kämpfer wird „man geboren“, meint Eusebio, wobei die Ledesma-Brüder zu den Ausnahmen zählen, von denen sagen kann, dass die Wiege durchaus einem grossen Anteil am Erfolg hat. Sie begannen ihren Sport bereits im Alter von fünf Jahren. Bis heute werden sie von ihrem Vater trainiert. Der kanarische Traditionssport und sein Umfeld waren von Kindesbeinen an Teil ihres Lebens. Bei der Lucha Canaria ist die Fähigkeit zur Analyse und zur Improvisation wichtig. Es gibt keine klar definierten Wurftechniken wie sie beispielsweise im Judo zu finden

sport-tradition

Anfangs hängen die linken Arme der Kämpfer herab. Nach Pfiff des Schiedsrichters greifen die Hände zum Rücken

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Die Kämpfer belauern sich, versuchen den Gegner zu Fall zu bringen. Etwa, in dem sie ein Bein ergreifen und versuchen, den anderen umzukippen. Das sieht bei Anfängern eher unbeholfen und tollpatschig aus

sind.“ Du musst deinen eigenen Stil im „terreo“ entwickeln. Es gibt keine festgelegten Normen, die zu befolgen sind. Darum ist es die Aufgabe des Trainers, dein Kampfverhalten zu beobachten und Dir Ratschläge zu geben, wie Du besser und effektiver agieren kannst“, sagt Marcos Ledesma ein Mann mit der Statur eines Bären, der im „terrero“ erstaunlich schnell und gewandt agiert. Das Training setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Ziele sind die Steigerung der der körperlichen Form und die Verbesserung des Kampfverhaltens. Vormittags machen die Kämpfer, die ihren Sport unter semiprofessionellen Bedingungen ausüben, Konditionstraining und gymnastische Übungen. Sie trainieren auch mit Hanteln im Kraftraum. Am Nachmittag steht „pantalón“, auf Deutsch „Hose“, auf dem Programm. Damit ist im Lucha CanariaSlang das Kampftraining auf dem Sandplatz gemeint. An

den Tagen vor den Wettkämpfen, die zumeist am Wochenende stattfinden, werden spezielle Trainingseinheiten absolviert. Am Montag steht oftmals Fussball im Sand als Regeneration an. Derzeit ist der Club de Lucha Rosario eine feste Grösse in seiner Disziplin. Im vergangenen Jahr gewann der Verein nicht nur alle Wettbewerbe. Er blieb sogar in allen fünfundzwanzig Kämpfen der Saison ungeschlagen. Die Kämpfer holten den Pokal, setzten sich in der, aus sieben Teams bestehenden, ersten Liga des Cabildos durch und gewannen die kanarische Meisterschaft. Erfolge dieser Art ermutigen natürlich auch den Nachwuchs, der mit viel Eifer auf dem „terreo“ in der Anlage trainiert, dessen markantes Dach sich im Tal zwischen den weiten Feldern unterhalb der Landstrasse von Tacoronte nach Tejina weithin sichtbar abzeichnet. (ew)

Lucha Canaria-Athleten sind in der Regel schwere Kerle mit der Statur eines Bären. Auf dem Sandplatz agieren sie sehr schnell und gewandt. Man merkt, dass jahrelanges Training hinter ihren Bewegungen steckt

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„Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.“ Neues im Skulpturenpark Los Cardones

Dieser Spruch von dem berühmten Comedien Karl Valentin ist schon fast 100 Jahre alt und meint damit „gute“ Kunst. Anzutreffen ist die hier auf der Insel im Skulpturenpark der Gernot HuberStiftung in San Isidro. Gerade verließ der Kärntner Künstler Klaus Brandner Teneriffa und hinterließ eine spektakuläre Arbeit, den “Ideenfänger“. Dazu verarbeitete er mit Hilfe seiner Lebensgefährtin, Katharina, eine Menge Vulkansteine, Stahl und 30 Sack Zement. Er vereinte darin die Berufe Architekt, Statiker, Maurer und Stuckateur mit seinem eigentlichen Beruf und ist damit das beste Beispiel für Karl Valentins Ausspruch. Der schließt „Werke“ wie einen ausgespuckten Kaugummi, der im DOCUMENTAKunstkatalog mit einer ganzen Seite geehrt wurde, von Kunst aus, und das ist nur ein Beispiel für die immer mehr um sich greifende Nonsenskunst. Nun ragt Brandners bunt bemalte Skulptur 5 Meter in den Horizont vor der Weite des Atlantiks. Sie ist geradezu ein Beweis, auch für die Definition „Kunst“ des Parkgründers Gernot Huber: „Kunst ist die Umsetzung einer kreativen Idee durch handwerkliches Können.“ Unter diesem Motto entstand in den vergangenen 25 Jahren die ansehnliche Sammlung von 100 Werken, 36 davon vom Gründer selbst, 64 von begabten Nachwuchskünstlern mit Hilfe von Stipendien, die die Stiftung vergibt. Sie fügen sich wie selbstverständlich in die Urnatur der kanarischen Landschaft ein und bilden damit den einzigen Themenpark auf den 7 Inseln, in dem die Landschaft mit vielen endemischen und inzwischen auch selten gewordenen Pflanzen so belassen wurde, wie sie einst der liebe Gott erschaffen hat. Hubers Anliegen, unterstützt von seiner inzwischen verstorbenen Frau Gisela, war, junge Begabungen zu fördern. Unterstützt wird er darin inzwischen von seiner zweiten Frau Ina, die nicht nur die Bewahrerin dieses Parks ist, sondern selbst schon gestaltend wirkte. 100 Skulpturen machen nicht nur bei der Entstehung Arbeit, sie erfordern auf der Insel durch die aggressive Salzluft und die enorme UV-Strahlung ständige Restauration. Der hier entstandene Kunstpark und sein Gegenstück in Deutschland haben inzwischen länderübergreifende Aufmerksamkeit erworben. Kein Wunder, dass sich nun Künstler aus der

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ganzen internationalen Szene um eine Arbeit hier bewerben. So auch Klaus Brandner, dessen Vater Reinhard schon vor 9 Jahren im Park seine riesige Sonnenuhr aus Vulkanmaterial hinterließ. Alle Arbeiten haben eines gemeinsam – es liegt ihnen eine kreative Idee zu Grunde. Nonsenskunst, siehe oben, ist hier nicht anzutreffen. So beschreibt der eben abgereiste Künstler seine Arbeit wie folgt: „Es war einmal ein Ideenfänger. Er lebte auf der Insel Teneriffa, Verwandtschaft von ihm im fernen Österreich. Prinzipiell aber war seine Heimat die ganze große weite Welt- ein Ideenfänger existiert nämlich überall und am liebsten dort, wo Kreativität in der Luft liegt und Menschen bereit sind, diese Schwingungen aufzunehmen und umzusetzen. Als Symbol für die Freiheit und Vielfalt der Gedanken ragt der „Ideenfänger“ hoch in den Himmel, den Körper fest am Boden verankert als Symbol für das Element Erde. Die wellenartigen blaugrünen Strukturen stehen für das Element Wasser im Sinne von Leben und Wachstum, aber auch für den freien Fluss der Energie in uns. Der Kopf als Zwischenglied symbolisiert die kognitive Verarbeitung und verknüpft den Körper mit mehreren Antennen, die –dem Element Luft verbunden- Gedanken und Ideen aller Art zum eintreten einladen und einfangen. Bereits Platon war der Ansicht, dass alles Wissen, alle Ideen bereits im Kosmos vorhanden sind und demjenigen zufliegen, der bereit und offen für sie ist.“ Haben Sie noch Fragen? Die können Sie am traditionellen Treff der Kunstfreunde auf der Insel am Sonntag, dem 2. Februar an ihn selbst richten. Er lässt es sich nicht nehmen, aus diesem Anlass wieder einzufliegen. Auch Ina und Gernot Huber stehen den Gästen an diesem Tag zur Verfügung. Tag der offenen Tür: SO 2. Februar 2014 14.00 bis 18.00 Uhr. Anfahrt: Südautobahn Richtung Granadilla. Einfahrt: 300 m nach Ortsende von San Isidro, LINKS beim weißen Stein. Anfahrtsplan: www.gernot-huberstiftung.de. Die Stiftung erbittet eine Spende von 10,-- Euro für den künstlerischen Nachwuchs von Erwachsenen.


Speisekarte

STRAUSSEN FARM

LEDERWAREN Suppen Straussen-Pastete

Gegrilltes vom Strauss

Geräuchertes vom Strauss

RESTAURANT Pudding aus Strausseneier

Kartoffeln mit Mojo

RESTAURANT DAS BESTE FILET DER WELT

Grosse Wein-Auswahl

EL MEJOR ENTRECOT DEL MUNDO

ÖFFNUNGSZEITEN: Mai bis Sept. 12 bis 22 Uhr Okt. bis April

12 bis 20 Uhr

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Die Referenten: Eva Sainero Martín (ZEC), Jerónimo Falcón López (PROEXCA), Pedro Martín Domínguez (Bürgermeister von Guia de Isora), Andreas Fischer (Cabildo Tenerife), Thorsten Wrage ( Genesis Consulting SLP) (v. lks.)

Eva Sainero Martín, die Vertreterin des Konsortiums der ZEC, der Wirtschaftssonderzone der Kanaren, und direkte Ansprechpartnerin für deutschsprachige Investoren auf Teneriffa, verwies auf die grossen Vorteile, die eine Aufnahme in die ZEC mit sich bringen.

wirtschaftsforum der megawelle

A

m 28. November 2013 hat die Megawelle zusammen mit Genesis Consulting im Auditorio vom Guia de Isora das Forum zu Investitionsmöglichkeiten auf Teneriffa organisiert. Hochrangige Vertreter von staatlichen Stellen haben die Zuhörer über Businessmöglichkeiten auf Teneriffa aus erster Hand informiert. Den Auftakt machte der Bürgermeister von Guia de Isora, Pedro Manuel Martín Domínguez, der seit vielen Jahren die Geschicke der Gemeinde lenkt. Martín hob die politische Stabilität hervor und präsentierte Guía de Isora als wirtschaftsfreund-lichen Standort, dessen Verwaltung zusammen mit Investoren nach Möglichkeiten für eine Ansiedlung sucht und alles in ihrer Macht stehende tut, um die Einrichtung einer Niederlassung zu erleichtern. Der Bürgermeister verwies darauf, dass Guía de Isora derzeit die einzige Gemeinde auf Teneriffa mit einem gültigen Bebauungsplan ist, so dass neue Bauten schnell genehmigt werden können. Bei strategisch wichtigen Projekten, etwa Hotels im 5 Sterne SegThorsten Wrage

Diplom-Kaufmann

www.genesis-consulting.eu

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ment, kann sogar über die Minderung der Gebühren der Baugenehmigung verhandelt werden. Ein weiterer Schwerpunkt der lokalen Wirtschaftspolitik ist die ökologische Landwirtschaft. Jerónimo Falcón López von der Kanarischen Wirtschaftförderungsgesellschaft PROEXCA, die dem kanarischen Finanzamt angegliedert ist, hob die gute strategische Lage der Kanaren als Handelsplattform und die regionalen Steuervorteile hervor. Der Vertreter der Inselregierung Teneriffas und Why Teneriffa, Andreas Fischer, stellte eindrucksvoll die Vorteile einer Unternehmensansiedlung auf Teneriffa dar und verwies dabei auf die gut ausgebildeten Arbeitskräfte, die Rechtssicherheit und die gute Infrastruktur, die die Insel bietet. Er informierte detailliert über die Transportverbindungen zwischen den Kontinenten und den hiesigen Freihandelshafen sowie die exzellente Anbindung Teneriffas an den weltweiten Datentransfer sowie die in der Entwiklung befindlichen Forschungs- und Gründerzentren.

Staatlich geprüfter Steuerberater auf den Kanaren Mitglied der Vereinigung der Steuerberater Spaniens

email: twrage@economistas.org

Tel.: 922 73 58 57 oder 928 380 018

Die ZEC ist eines der attraktivsten Investitionsförderungsinstrumente mit einer niedrigen Besteuerung von 4% (siehe vorherige Artikel in der Megawelle). Derzeit operieren in der Sonderzone mehr als 400 Unternehmen. Den größten Anteil der ausländischen Investoren stellen deutsche Unternehmen. Besonders beliebt ist die Sonderzone der Kanaren bei Unternehmen aus dem Bereich der Dienstleistungen, der Telekommunikation und dem Internet sowie aus Handel und Transport und Logistik. Thorsten Wrage von der Unternehmensberatung Genesis Consulting gab praktische Tipps für die Gründung von Unternehmen auf den Kanaren. Dabei wurden unter anderem Themen zum Arbeitsrecht, neue Vertragstypen, Nachlässe von Sozialversicherungsabgaben, niedrige Sozialabgaben für Unternehmensgründer, Steuervorteile, staatliche Unterstützungen und die Wahl der richtigen Unternehmensform behandelt. Anhand eines praktischen Beispiels stellte er anschaulich dar, wie man Kostenersparnisse und Steuervorteile gegenüber Deutschland erzielen kann und illustrierte den Sprung in die Selbstständigkeit auf den Kanaren mit eindrucksvollen Fallbeispielen. Anschliessend erörterten viele Zuhörer im persönlichen Gespräch mit den Vortragsrednern ihre Vorhaben und erhielten viele praktische Tipps und nützliche Ratschläge Am Ende des Abends bekundeten drei Besucher sogar, dass die erhaltenen Informationen sie bestärkt hätten, auf Teneriffa wirtschaftlich aktiv zu werden.


Weihnachtskrippen, die sogenannten „belenes“, sind auf Teneriffa richtig Kult. Stilistisch orientieren sie sich an der Biblischen Geschichte wie an der hiesigen Folklore. Für die Szenerie im Sitz des Kanarischen Parlamentes in Santa Cruz wurden Teile der Landschaft und wichtige Gebäude von El Hierro im Miniaturformat nachgebaut.

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stiefmütterchen

ensamientos, „Gedanken“, haben die Spanier die Pflanzen getauft, die im Deutschen als „Stiefmütterchen” bezeichnet werden. Sie werden aufgrund ihrer Färbung und Vielfalt gerne in öffentlichen Gartenanlagen angepflanzt. Hinzukommt, dass sie niedrige Temperaturen gut vertragen. Zumindest im Frühjahr und Herbst. Denn eisigem Klima haben sie nichts entgegenzusetzen. Die „pensamientos” werden von den Gemeinden gerne für die Bepflanzung von Plätzen und Verkehrskreiseln sowie die Umsäumung von Gräben verwendet, doch auch bei privaten Gartenbesitzern sind Stiefmütterchen sehr beliebt. Sie sind als saisonale Zierpflanze im Freiluftgarten aufgrund ihrer vielfältigen Farben und relativen Klimaunempfindlichkeit gut geeignet. Sie ereichen eine Ausdehnung zwischen fünfzehn und dreissig Zentimetern in Länge wie Breite und haben samtartige Blüten. Die einfachen Blätter sind herzförmig und gezackt. Ihre Farbvielfalt und ihre unterschiedlichen Erscheinungsformen gehen auf die ursprüngliche Artenvielfalt wie spätere Züchtungen zurück. Die Pflanze blüht in den kältesten Monaten; mit dem Ansteigen der Temperaturen beginnen die Blütenblätter zu welken. Darum müssen die Blüten jetzt am untersten Teil des Stiels abgeschnitten und die verbleibende Pflanze gepflegt werden bis die nächste Blüte nachwächst.

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Die Stiefmütterchen brauchen viel Licht. Darum werden sie bevorzugt im Freien angepflanzt, in Blumentöpfen, zur Umrahmung oder einfach dort, wo sie ins Auge fallen. Sie werden im Frühling gesetzt, vorzugsweise in humusreiche Erde, wo das Wasser gut versickert, denn Pfützen und Wasserlachen mögen sie überhaupt nicht. Es sind anspruchslose Pflanzen, was Nährstoffe betrifft. Wenn der Boden vorbereitet wurde, reicht die Zugabe von etwas Substrat vor dem Einpflanzen. Die Pflanze sollte mit vorgefertigten Substraten gedüngt werden, die der Bewässerung hinzugegeben werden. Dabei sollte man sich stets und strikt an die Anweisungen des Herstellers halten. Es gibt zahlreichen Stiefmütterchensorten. Im Spanischen heissen sie unter anderem: Super Gigante Variado Suizo, Prima Bella, Ondulado variado, Anaranjado Escarlata, Amarillo… Aber aufgepasst! Die “pensamientos” ziehen viele Schädlinge an. Etwa Blattläuse und die Erreger der MonillaKrankheit oder auch den fiesen Käfer “arána roja”. Darum sollte man Schutzmittel zur Hand haben, um Schädlingsbefall vorbeugen zu können. Tatiana Moreno Gartenbauingenieurin Jardeco: 922 732 587 www.jardeco.es


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vorbeugen vermeidet schäden

S

eit dem Jahre 2000 gibt es das Gebäudeordnungsgesetz, das Ley de Ordenación de la Edificación (LOE). Dort wurde einerseits der rechtliche Schutz der Bewohner in Bezug auf die Mindestanfordungen an die Wohnqualität gestärkt, es wurden ihnen aber auch Pflichten bezüglich der Instandhaltung auferlegt. Während der Lebensdauer eines Gebäudes, oder besser gesagt, während der Dauer der vereinbarten Nutzung, ist der Nutzer einer Räumlichkeit der Verantwortliche in Bezug auf die NUTZUNG und INSTANDHALTUNG zur Sicherung des Fortbestandes des ganzen Gebäudes, was allerdings die Durchführung grösserer Reparaturen, die im Laufe der Zeit anfallen können, nicht mit einschliesst. Bei Wohnungseigentümern bedeutet das, dass sie automatisch Miteigentümer der gemeinschaftlich genutzten Bereiche des Gebäudes sind, in dem sich ihre Wohnung befindet. Das reflektiert sich auch in der Urkunde der Horizontalen Teilung. Zum Gemeinschaftseigentum gehören unter anderem die Fundamente, das Tragwerk, das Dach, die Fassaden, Höfe, Zugänge, Treppen, Gartenanlagen, die Hausanschlussräume, gemeinschaftlich genutzte Installationen (Antennen, Abwasserleitungen, das Belüftungs- und Ventilationssystem, die elektrische Schliessanlage am Hauseingang, die Wasserleitungen und Stromleitungen bis zum Zähler etc). Das hat zur Folge, dass im Fall eines Schadens oder bei mangelhafter Beschaffenheit der im gemeinsamen Besitz befindlichen Elemente, die Kosten einer Instandsetzung von der Gemeinschaft der Eigentümer getragen werden müssen. In allen Gebäuden muss ein sogenanntes Libro del Edificio, ein Protokollbuch zum Gebäude, geführt werden, in dem sämtliche Materialien, Fenstertypen, Installationspläne etc., mit denen das Gebäude errichtet wurde, aufgeführt sind. Es enthält auch eine Liste mit Anweisungen - Handlungsanleitungen samt Kalender - für die Nutzung und Instandhaltung, die von den Eigentümern und Nutzern in den einzelnen Wohnungen wie im gesamten Gebäude in Bezug auf das Gemeinschaftseigentum durchzuführen sind.

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Der Zweck ist, Schadensfällen vorzubeugen, um Ausgaben für Reparaturen und die Kosten möglicher Folgen von Schäden, die durch Nachlässigkeit, fehlende Sorgfalt oder falsche Nutzung entstehen können, zu vermeiden oder möglichst gering zu halten. Allerdings kann ein Libro del Edificio nur seinen Sinn erfüllen, wenn es sorgfältig geführt wird und alle Prüfungen, die durchgeführt wurden, dort ebenso vermerkt werden, wie die baulichen Veränderungen, die das Gebäude im Laufe seines Bestandes erfährt. Ausserdem ist es sinnvoll, vor allen Ausgaben im baulichen Bereich fachlichen Rat hinzuziehen, beispielsweise von Architekten mit nachgewiesener Erfahrung und Qualifikation, die sich mit der sachkundigen Behandlung von baulichen Elementen, etwa Fassaden, Installationen oder dem Tragwerk, auskennen. Auf diese Weise kann man nicht nur viel Geld sparen, sondern auch bei Versammlungen der Eigentümergemeinschaft die Anwesenden von der Notwendigkeit der anstehenden Massnahmen mit fundierten, sachkundigen Argumenten überzeugen. Besay D. García Rodríguez (Architekt) 922 633 159 / 635 573 640 (Deutsch & Spanisch) www.a-cid.es


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tradition

schusters rappen

D

ie kleine Schusterei liegt recht versteckt in der hintersten Ecke des dreieckigen Platzes gegenüber vom Hospital de Santísima Trinidad im oberen Teil des Ortskerns von La Orotava. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Nachdem man durch die kleine Holztür eingetreten ist, wird man einem riesigen Stapel begrüsst, den Schuhe verschiedenster Art bilden. Auch einige Ledertaschen liegen zwischen den Sandalen, Latschen, Halbschuhen, Stiefeln und Stöckelschuhe. Sogar die Regale an den Wänden sind bis obenhin mit Schuhen vollgepackt. Von der Decke hängen kleine Körbe, MiniFässer, und andere Gegenstände im Miniaturformat herab, die einst das tägliche Leben prägten. Während die Dekoration einem Mini- Museum für örtliche Traditionen gleicht, zeigen die an den Wänden hängenden und auf dem Tisch liegenden Werkzeuge, dass die Besitzer der Werkstatt sich dem traditionellen Schusterhandwerk widmen. Rechts steht die Nähmaschine, im hinterem Teil des Raumes eine weitere Apparatur, die die vollendeten Werke poliert und ihnen den letzten Glanz verleiht.

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Der Besuch der Schusterei gleicht einer Zeitreise. Hier gibt es weder Computer noch elektronische Kasse. Die Atmosphäre erinnert an Filme, die das Leben der sechziger Jahre widerspiegeln. Vor 62 Jahren richtete der Vater der heutigen Besitzer in dem Flachbau mit dem Wellblechdach die Schusterei ein. Zuvor hatte der Grossvater die Räumlichkeiten für seine Schlosserei genutzt. Natürlich: Die Schusterwerkstatt von Juan Pedro y Tomas Chávez Méndez ist ein Überbleibsel, ein Relikt vergangener Zeiten, die durch die einst gut gefüllten Schaufenster der Geschäfte an der Hauptstrasse des Städtchens geprägt wurden; eine Zeit an die nur noch die herabgelassenen Rollläden an den Hausfassaden erinnern. Das Verschwinden der kleinen, von Familien betriebenen Geschäfte und Unternehmen ist ein kein neues Phänomen. Das Sterben der sogenannten “pymes” begann in La Orotava bereits Ende der siebziger Jahre und änderte in der Folge schleichend das Stadtbild. Darum fällt die kleine Schusterei in der hintersten Ecke des dreieckigen Platzes San Francisco schon dadurch aus dem Rahmen, dass es sie überhaupt noch gibt.


tradition Die Betreiber haben von verschiedenen Institutionen Preise und Auszeichnungen erhalten, vor allem deshalb, weil sie es geschafft haben, den Strömungen und Moden von Markt und Wirtschaft zu widerstehen. Juan Pedro und Tomas leben von der Stammkundschaft. Darum fällt es ihnen auch leicht, jeden Schuh des riesigen Haufens auf den ersten Blick dem jeweiligen Besitzer zuzuordnen. Im Fünfzehnminutentakt kommen die Kunden und bringen ihre Schuhe, die kurz darauf - nachdem der Name auf der Sohle notiert wurde - in dem riesigen Stapel verschwinden. Nach einigen Tagen können die Stücke dann wieder abgeholt werden. Was ist das Besondere des traditionellen Schusterhandwerk? Was macht seinen Reiz aus? „Wir machen einfach alles“, sagt Juan Pedro. Während sich die Dienstleistungen in den Einkaufszentren auf wenige, geringfügige Reparaturen beschränken, kümmert sich der Traditionshandwerker um jede Art von Beschädigung: er näht, flickt, ersetzt kaputte Laschen und auch in Bezug auf Absätze, Sohlen und Einlagen erfüllt er jeden Wunsch. Ausserdem kennt er sich im Bereich des Materials gut aus und hat verschiedene Ledersorten vorrätig. Während Juan Pedro eine zuvor abgemessenen Lederstreifen passend schneidet, um eine Flicken auf eine Tasche zu setzen, näht sein Bruder Tomas den Riss in einem Stiefel. Im Anschluss daran streicht er den Treter mit einer Grundierung ein, auf die Farbe aufgetragen wird. Die Brüder fertigen sogar auf Bestellung Schuhe an. Ihre Spezialität sind ·die „botas de maga“, das zur kanarischen

Tracht gehörende Schuhwerk. Auch die „polainas“, die Übersocken aus Leder, fertigen die beiden an. Auch wenn sie sich dem traditionellen Handwerk verschrieben haben, so leben Juan Pedro und Tomas nicht der Vergangenheit. Zeichen dafür sind die Motive ihre T-Shirts, die auf ein Interesse an hartem Heavy Metal Rock und Motorrädern verweisen. Trotz der guten Nachfrage und der grossen Zahl der erhaltenen Auszeichnungen ist die Zukunft des traditionellen Schusterhandwerks ungewiss, denn der wirtschaftliche Rahmen der Branche hat sich in den letzten Jahrzehnten komplett geändert. Einst besassen die Menschen auf Teneriffa kaum Kleidung und Schuhe und das, was sie hatten, pflegten sie sorgfältig, damit es ein Leben lang hielt. Auf diese Weise hatte der Handwerker, der ihr Schuhwerk flickte, sein Auskommen. In der heutigen Konsumgesellschaft zählt nicht die handwerkliche Qualität eines Produktes, sondern sein Umsatzvolumen. Die niedrigen Kosten eines automatisierten Herstellungsprozesses ermöglichen hohe Gewinne, handwerkliche Herstellung und Reparatur werden als vermeidbare Kosten betrachtet. Als Folge davon legen die Hersteller eines Produktes seine Lebensdauer bereits fest, bevor es in Serie geht. „Die Qualität von Lederprodukten ist erheblich gesunken“ sagt Juan Pedro und betrachtet diesen Fakt als ein Indiz dafür, dass er und sein Bruder Tomas vermutlich „die letzte Generation ist, die unseren Beruf ausübt.“ (ew) MO-FR: 09.00 bis 13.00 & 15.30 bis 19.30. SA: morgens

Im traditonellen Schuhhandwerk kommen verschiedene Werkzeuge zum Einsatz. Auch mechanische Nähmaschinen

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KATHOLISCHE KIRCHE Puerto de la Cruz

Kapelle SAN TELMO nahe „Lago Martiánez“ GOTTESDIENSTE SA 18:30 & SO 10:00 & 11:30 / MI 18:30 (Liturgie von Taizé) Die Kapelle ist geöffnet: DI & DO 11:00 - 13:00 Uhr Gemeindereferentin Andrea Bolz & Diakon Bertram Bolz Tel.: 922-384829 /609 054 492! www.katholische-gemeinde-teneriffa.de. Bitte beachten Sie die Aushänge in San Telmo

Los Cristianos

Deutschsprachige Gottesdiense in der Pfarrkirche von Oktober bis Ende April: SA 17:30 Uhr

La Matanza Parroquia El Salvador Plaza de la Iglesia. La Matanza Traditionelle katholische Messe in Latein SO & Feiertage: 12:30 Uhr

EVANGELISCHE KIRCHE (www.ev-kirche-teneriffa.de) Gemeinde Süd - PLAYA DE LAS AMERICAS, Gemeindezentrum „Haus der Begegnung“: Centro Comercial Salytíen (Untergeschoss) nahe Hotel Tinerfe. Pfarrbüro: Residencia Chayofa Park, Barranco del Verodal 23 App 50/1, 38652 Chayofa, Tel/Fax: 922 72 93 34. Email: ev-gemeinde.tfs@telefonica.net. GOTTESDIENSTE: Jeden Sonntag 12:00 Uhr in der Kirche San Eugenio im Pueblo Canario, Costa Adeje / Playa de las Américas Gemeinde Nord - Puerto de la Cruz Gottesdienste & Veranstaltungen in der Anglikanischen Kirche im Taoro-Park Sprechzeit: MO & FR: 12:00 – 14:00. Tel: 922 38 48 15 Pfarrer Johann Weingärtner. Tel.: 922 38 55 24

GOTTESDIENSTE

Jeden Sonntag 17:00 Uhr in der Anglikanischen Kirche Sprechzeit: MO & FR: 12:00 – 14:00. Tel: 922 38 48 15 (Büro) Gottesdienst . Danach: Gemütliches Beisammensein.

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95,7 MHZ

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EV. FREIE GEMEINDE

Skandinavische Touristenkirche Puerto Colón (1.OG) vor dem Motorboothafen. Pastor Olaf Wulff Tel. 922 78 10 69 / Email: EFG-Teneriffa@hotmail.de Infos: www.efg-teneriffa.org SO 14:00 Uhr: Gottesdienst.

GEMEINSCHAFT EV. CHRISTEN

SKANDINAVISCHE TOURISTENKIRCHE Calle del Pozo / PUERTO DE LA CRUZ SO, 17.30 Uhr: Gottesdienst auf Deutsch. Jeden 1. SO Abendmahl und Möglichkeit persönlicher Segnung. Email: gec-teneriffa@gmx.com. www.gec-teneriffa.com

SERVICE TELEFON : 012

Unter dieser Telefonnummer sind verschiedene Ämter und Behörden zu erreichen. Es gibt deutschsprachige Ansprechpartner.

NOTRUF: 112

(FEUERWEHR / POLIZEI/NOTARZT)

Policia Nacional:

091

Flughafen Nord (TFN): 922 63 59 98 Flughafen Süd (TFS):

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922 75 92 00

Konsulat der Bundesrepublik Deutschland C / Abareda 3-2 º / 35007 Las Palmas de Gran Canaria Öffnungszeiten: Mo - Fr: 9:00 - 12:00 Tel. +34 928 49 18 80 Fax: 928 26 27 31 Tel.: + 34 928 49 18 70 (Pass-Stelle, nicht von 9:00 - 12:00) email: info@las-palmas.diplo.de

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Honorarkonsulat Teneriffa

MO Alcalá 09:0 MI Playa San Ju FR San Isidro 1 SO: Los Cristia DO, SA, SO To

C / Costa y Grijalba 18 / 38004 Santa Cruz de Tenerife Öffnungszeiten Mo - Do: 10:00 - 13:00 Tel.: + 34 922 24 88 20 Fax: 922 15 15 55 email: santa-cruz-de-tenerife@hk-diplo.de

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BAUERNMARKT TÄGLICH Santa Cruz, La Laguna: Bis 14: 00 . Icod de los Vinos: 09:00 - 13:00 & 16:00 - 19:00 DI El Médano DO Granadilla (Rathausplatz) MI, SA & SO Arico (El Poris), Las Chafiras: 08:00 - 14:00 (Mi: 16.oo - 20.00)

SA & SO Adeje, Tegueste, Tacoronte, La Matanza, Santiago del Teide: Bis 14:00. El Rosario & Candelaria: Bis 17:00 SALa Orotava, Puerto de la Cruz, Punta Larga, Candelaria: Bis 14: 00. San Isidro: Von früh bis 20:00 SO Güimar: Bis 1300

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E

in Mann ist mit dem Zug unterwegs. Bei jeder Station, die dieser anfährt, steht er auf, schaut zum Fenster hinaus, liest den Ortsnamen – und stöhnt! So geht das ein paar Stationen, bis ihn sein Nachbar im Abteil ganz besorgt anschaut und fragt: „Was haben Sie denn? Tut Ihnen irgendetwas weh? Kann ich Ihnen in irgendeiner Form behilflich sein?“ – „Nein, nein, vielen Dank. Aber Sie können mir nicht helfen. Eigentlich müsste ich schon längst aussteigen, weil ich in die völlig falsche Richtung fahre. Aber wissen Sie: Es ist so schön warm hier drinnen und da kann ich mich nicht aufraffen.“ Geht es Ihnen manchmal auch so? Also ich kann es mit jeder Faser meines Körpers nachfühlen: „Es ist so schön warm hier drinnen. So angenehm. Hier fühl ich mich wohl; hier kenn ich mich aus; hier hab ich mich so richtig gemütlich eingerichtet – mit meinen Gewohnheiten, meinem Lebensstil.“ Oder wie sagte mir unlängst jemand: „Manches in meinem Leben ist halt so geworden; mit meinem Job, meiner Ehe, meinem Freundeskreis – und auch mit mir selbst. Es läuft irgendwie!“ Oh ja, hier drinnen ist es ja so schön warm. „10 Kilo weniger würden mir mehr als gut tun“, weiß ein Freund mir zu berichten, „aber ich esse halt so gerne.“ – „Wann wissen Sie es nicht nur, wann fühlen Sie wirklich, was Ihnen Ihre Rückenschmerzen sagen?“, fragt die Krankengymnastin. – „Wie es meinem Partner wirklich geht, kann ich nicht genau sagen. Wir haben nicht mehr so viel Zeit füreinander. Wissen Sie, die Kinder, die Arbeit, dann das neue Haus und was da noch alles gemacht werden muss...“ „Ich müsste eigentlich längst aussteigen! Ich fahre komplett in die falsche Richtung“, das erkennt der Reisende in der Geschichte. Das für mich verblüffende an der Geschichte ist, dass wir es ja meist wirklich wissen, dass da was verkehrt läuft. Man spürt es, erkennt es für sich selber und könnte eigentlich aus tiefem Herzen heraus sagen: Ich fahre und weiß darum, dass es die falsche Richtung ist. Das passiert einem im Blick auf das eigene Leben und man weiß es auch um

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Richtige Richtung? Blick auf die größeren Zusammenhänge in unserer Gesellschaft. Beispiele gefällig? Seit Jahren ist uns bekannt, dass unser Rentensystem angesichts der demographischen Entwicklung so nicht weitergeführt werden kann, sondern erheblicher Korrekturen bedarf. Allein: Man weiß darum, aber es gibt keine herzhaften Bestrebungen, das Problem von Grund auf neu anzugehen, sondern es wird Flickschusterei betrieben bzw. noch kräftig dazugeklotzt. Oder: Man weiß darum, dass unser Lebensstil auf die Kosten der nachfolgenden Generationen geht, der Generationen unserer Kinder und Enkelkinder – und was passiert? Es wird mal hier oder dort unter dem Deckmäntelchen des Umweltschutzes wieder etwas diskutiert – aber der wirkliche Umkehrschritt bleibt aus; obwohl die klimatischen Veränderungen nicht mehr wegzudiskutieren sind. Oder: Man weiß, dass ein Krieg immer der falsche Weg ist ... - was könnte man nicht alles weiter ausführen! Wenn man erkennt, dass der Weg in die falsche Richtung geht, dann müsste man logischerweise umdrehen und die andere Richtung einschlagen. Die Bibel nennt das „Umkehr“ – nur: sie liefert kein Patentrezept, wie das gehen kann. Aber genau das ist mir so sympathisch, denn alles andere wäre verlogen. Für Richtungswechsel, die mein Leben betreffen, gibt es keine Rezepte. Sie fallen schwer, kosten Kraft und sind mitunter nur durch persönliche Krisen tatsächlich zu erkennen. Zum Glück zeigt mir die Bibel, dass Menschen, die um die Kraft zu einem solchen Richtungswechsel

ringen, sich wirklich voll und ganz auf die Unterstützung Gottes verlassen können. Denn Gott lockt seit jeher den Menschen hinaus ins Weite, in die Fülle des Lebens. Wann aber fühle ich das? Umkehr ist für mich immer ein kleines Wunder. Aber es geschieht auch heute – im Kleinen des persönlichen Lebens und im großen des gesellschaftlichen Alltags. Da hat z.B. vor ein paar Jahren ein amerikanischer Gouverneur, eifriger Verfechter der Todesstrafe, alle Todeskandidaten zwei Tage vor seiner Pensionierung begnadigt, weil zu viele Justizirrtümer Zweifel in ihm aufkommen ließen. Die deutsche Bundesregierung stieg nach Fukushima Knall auf Fall aus der Atomenergie aus, obwohl die beteiligten Parteien noch Monate zuvor ganz anders gesprochen und geplant hatten. Und wie viele Beispiele eines gelungenen Richtungswechsels gibt es im ganz persönlichen Bereich? Das alles sollte uns Mut machen, bei sich selber „dran zu bleiben“, sich nicht für einen aussichtslosen Fall zu halten, wenn es mit der Richtungsänderung beim Jahreswechsel noch nicht geklappt hat. Wir haben Tag für Tag aufs Neue die Chance und die Möglichkeit dazu. Sicher ist: Wann immer mir diese Umkehr gelingt, werde ich erfahren, wie befreiend sie auf mich wirkt. Dann weiß ich: Jetzt stimmt’s. Das Leben ist doch viel zu kostbar, um stöhnend täglich in die falsche Richtung zu fahren. Herzlichst Ihr Bertram Bolz, Diakon Kath. Touristen- und Residentenseelsorger


nachrichten Monats-Horoskop JANUAR präsentiert von „kostenlos-Horoskop.de“ Widder

21.03.-20.04. Die Ärmel hochkrempeln

So schön die Gammelei über die Feiertage war, den Widder kribbelt es jetzt in allen Gliedern. Er muss irgendwas tun. Er braucht sich nur mal umzuschauen, was in der letzten Zeit alles liegengeblieben ist, da sollte er genug Anregungen finden. Trubel braucht er nicht, besser macht er sich alleine ans Werk und lässt seine Gedanken schweifen. Dabei kommen ihm tolle Ideen Stier

21.04.-20.05. Zarte Versuchungen

Nein zu sagen gehört nicht zu den Stärken des Stiers, jedenfalls wenn er verlockende Angebote erhält. Er sollte sich nicht Hals über Kopf in ein Abenteuer stürzen, sondern sich ein wenig Zeit nehmen, um über die möglichen Konsequenzen nachzudenken. Die Gefahr ist groß, dass er etwas macht, was er später arg bereut. Die Arbeit kommt ihm nebensächlich vor, ist sie aber nicht. Zwllinge

21.05.-20.06. Alleinunterhalter gesucht

Während die Zwillinge normalerweise vor Ideen sprühen, jammern sie jetzt dauernd herum und wissen sich nicht zu beschäftigen. Sie sollten diese Phase der Langeweile akzeptieren. Ihr Geist braucht einfach mal Zeit, um die vielen Eindrücke zu verarbeiten, die sie ihm zumuten. Nach einer Weile werden sie merken, dass sich so viele lose Enden verknüpfen. Krebs

22.06.-22.07. Wie Puzzle-Teile

Was der Krebs in den letzten Wochen und Monaten begonnen hat, kommt nun zu einem günstigen Ende bzw. entwickelt sich in der gewünschten Richtung. Er muss dafür gar nichts tun, sondern kann die Zeit nutzen, um Dinge zu tun, die ihm einfach Spaß machen. Der Partner ist nicht abgeneigt, sich von ihm öfter verführen zu lassen. Er sollte keine falsche Scham an den Tag legen. Löwe

23.07.-23.08. Verblüffung

Wie konnte es dem Löwen passieren, dass er einen Menschen so dermaßen falsch eingeschätzt hat? Er muss akzeptieren, dass jemand nicht mit offenen Karten gespielt und ihn hinters Licht geführt hat. Seine Enttäuschung ist verständlich, er sollte die Erfahrung jetzt aber nicht auf alle anderen Menschen übertragen, mit denen er zu tun hat. Das wäre mehr als unfair. Jungfrau

24.08.-23.09. Genug ist genug

Einmal etwas Falsches gesagt oder getan und schon gibt es Leute, die das der Jungfrau ständig aufs Butterbrot schmieren müssen und ständig lästern. Sie denkt, da müsse sie jetzt einfach durch, aber sie muss sich nicht alles gefallen lassen. Ist es genug, sollte sie deutlich ansprechen, dass sie die Faxen dicke hat.

Waage

24.09.-23.10. Räumkommando

In dem Bereich der Wohnung, in den Gäste kommen, ist bei der Waage alles top. Aber sogar sie hat in Keller, Garage oder Dachboden Gerümpel. Muss wirklich jedes alte Schulheft aufgehoben werden oder reicht eins als Erinnerung? Sie sollte alles gründlich durchforsten und bei jedem Stück fragen, ob sie nicht auch ohne auskommen kann. Der Geist wird gleich mit entrümpelt. Skorpion

24.10.-22.11. Alles fliesst

Wie schön, mag mancher denken, wenn alles friedlich seinen Gang geht. Wie öde, denkt sich dagegen der Skorpion. Lieber soll etwas Negatives passieren, was ihn zum Handeln zwingt, als dass gar nichts los ist. Es muss doch nicht von außen erzwungen werden, er sollte sich einfach selber ein neues Projekt suchen, was ihn richtig fordert – gerne ehrenamtlich. Schütze

23.11.-21.12. Mieses Mobbimg

Haut jemand immer wieder drauf, wenn dem Schützen etwas (vermeintlich) Dummes passiert ist, darf er sich keinesfalls ducken und das widerspruchslos hinnehmen. Auch wenn manchmal die Schlagfertigkeit zu einer direkten Entgegnung fehlt, sollte er mit Zeugen darüber sprechen, damit andere auf seiner Seite stehen und ihn stärken, und sich fürs nächste Mal wappnen. Steinbock

22.12.-20.01. Nicht abwarten

Es wäre dem Steinbock recht, wenn man ihm neue Bekanntschaften auf dem Silbertablett servieren würde, ohne dass er viel dazu tun muss. Er hat solche Angst vor einer Zurückweisung, dass er lieber darauf verzichtet, jemanden anzusprechen. Er muss doch nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen. Ein bisschen Small Talk, dabei die Reaktion abchecken, und dann mutig weiter. Wassermann

21.01.-19.02. Deal?

Es wird den Wassermännern nicht gefallen, aber es kann nicht immer nach ihrem Kopf gehen. An manchen Orten haben einfach andere Leute das Sagen und sie müssen sich unterordnen und am besten auch die Klappe halten. Sie sollten offen für Verhandlungen sein, auch wenn sie dabei Abstriche machen müssen. Wenigstens im Bett kommen sie tüchtig auf ihre Kosten. Fische

20.02.-20.03. Happy Konfetti

Das sind doch mal gute Neuigkeiten! Freudig beginnen die Fische das neue Jahr und können sich glücklich schätzen, noch eine Weile auf einer Glückswelle zu reiten. Ein bisschen müssen sie dazu beitragen, damit es so bleibt: Sie müssen selbstbewusster auftreten, um nicht in die zweite Reihe zu rutschen. Missverständnisse sollten sie schnell ausräumen.

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Frequenzwechsel Von Los Cristianos bis nach Los Gigantes sendet Radio Megawelle seit dem 30. November auf 95,7 – statt 104,7. Hintergrund des Wechsels ist das Frequenzvergabeverfahren. Dort ist die 104,7 für die Gemeinde Vilaflor vorgesehen. Um in Zukunft Unwegbarkeiten aus dem Wege zu gehen und von vornherein die Auflagen der spanischen Kontrollbehörden zu erfüllen haben wir uns zu diesem Schritt entschieden. 95,7 – eine neue Frequenz mit gleichem Inhalt – für Sie als Hörer ändert sich nichts, sie müssen nur einmalig die Frequenz neu einstellen. Wir sorgen dafür das diese Information per RDS (Radio Data System) automatisch in ihrem Autoradio gespeichert wird.

Was ist los auf Teneriffa

Jeden Vormittag von Montag bis Freitag präsentiert Ihnen Sylke Sewing den „Veranstaltungskalender“ und den „Kunst und Kultur Tip“ in unserem Programm. Wir informieren Sie umfassend über das kulturelle Angebot auf Teneriffa. Hier finden Sie auch Informationen zu vielen kanarischen Veranstaltungen.

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wissenschaft

forschungsinseln

F

ür die meisten Menschen sind die Kanarischen Inseln wegen ihres angenehmen Klimas ein Begriff. Sie schätzen die Freizeitmöglichkeiten, die ihnen eine wundervolle Naturlandschaft bietet. Der Fremdenverkehr ist der Hauptwirtschaftsfaktor. Um eine völlige Abhängigkeit vom Tourismus zu vermeiden, bemühen sich die hiesigen Behörden, die Palette der wirtschaftlichen Aktivitäten zu erweitern. Dabei setzen sie auf den Ausbau von Wissenschaft und Forschung. Die Agencia Canaria de Investigación, Innovación y Sociedad de la Información (ACIISI), die kanarische Agentur für Forschung, Innovation und den Ausbau der Informationsgesellschaft, spielt dabei eine Schlüsselrolle. Die Einrichtung Öffentlichen Rechts untersteht direkt dem kanarischen Präsidenten. „Die wichtigsten Forschungsvorhaben auf den Kanaren haben ihren Ursprung in der geographischen Lage der Inseln und in den Besonderheiten der Natur“, sagt Juan Ruiz de Alzola, der Direktor von ASIISI. Weit von den Kontinenten entfernt, mitten im Atlantik gelegen, sind Kanaren ein geeigneter Standort für die Ozeanographie; ihre hohen Berge machen sie für die Astrophysiker interessant. Das Klima, die starken Winde und die grosse Zahl der Sonnenstunden bieten einzigartige Bedingungen für den Bereich der Erneuerbaren Energien. Ein Grund dafür, dass das namhafte Instituto de Energías Renovables (ITER) seinen Sitz im Süden Teneriffas hat. Die Wissenschaftler dort widmen sich der Erforschung, der Herstellung sowie der

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Anwendung von Sonnenkraft und eolischer Energie in all ihren Spielarten. Die ITER ist in vielen internationalen Projekten vertreten, beispielsweise bei der Planung und Realisierung von Solarsystemen in Südamerika. Die Prototypen der „Bioklimatischen Häuser“ sind ein Musterbeispiel dafür, wie umfangreich die Palette der konstruktiven Lösungen im Bereich der Energieeinsparung auf dem Gebiet der Architektur sein kann. Die Abteilung INVOLCAN beteiligt sich an Forschungsprojekten in aller Welt, um durch die Verbesserung der Präventionsmassnahmen die Risiken im Falle von Vulkanausbrüchen zu verringern. Teneriffa ist der Sitz des Instituto Astrofísica de Canarias (IAC), eines astrophysischen Institutes von Weltgeltung. In den Sternwarten auf Teneriffa und La Palma sind einige der wichtigsten und ausgereiftesten Teleskope der Welt im Einsatz. Dazu zählt auch das Gran Tecan, das grösste Teleskop auf diesem Planeten. Viele dieser Apparaturen sind als Produkte einer Zusammenarbeit von Wissenschaftler und Instituten aus verschiedenen Ländern, unter anderem des deutschen Fraunhofer-Instituts, entstanden. Für die Zukunft setzt, die kanarische Regierung auf ein intelligentes, nachhaltiges Wachstum. Ziel ist eine wettbewerbsorientierte Wirtschaft mit gut ausgebildeten Arbeitskräften und einer wachsenden Zahl hochwertiger, umweltkompatibler Arbeitsplätze, flankiert von effizienten öffentlichen Dienstleistungen, vor allem im Bereich der Gesundheit und Erziehung. Auch die Schaffung neuer wissenschaftlicher Einrichtungen steht auf dem Programm.


wissenschaft Derzeit laufen die Planungen für den Bau von Technologie Parks auf Hochtouren, die im Jahre 2015 in Betrieb genommen werden sollen, unter anderem in der Inselhauptstadt. Durch diese Einrichtungen, mit denen die Entwicklung und Vermarktung zukunftsweisender Produkte optimiert werden soll, sollen nicht nur hochwertige Arbeitsplätze geschaffen sondern auch Synergie-Effekte zwischen den einzelnen Bereichen genutzt werden. Beispielhaft dafür ist die Entwicklung der Teleskope: zwei Hochleistungsapparaturen soll im Rahmen von internationalen Kooperationen entwickelt werden. Dafür steht ein Etat von 300 Millionen Euro zur Verfügung. Natürlich, für viele Normalbürger ist die Entwicklung eines Hochleistungsteleskops vermutlich nicht anderes als der Bau eines Riesenfernrohrs, mit dem sich ein paar Durchgeknallte, die Sterne mal von ganz nah angucken wollen. Vom wissenschaftlichen wie wirtschaftlichen Standpunkt aus betrachtet, handelt es sich um Projekte im Bereich der Hochleistungstechnologie, bei der Experten aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen, unter anderem der Elektronik und Optik, Hand in Hand arbeiten. Doch nicht nur die Astrophysik profitiert von den Früchte der technologischen Entwicklung, die sich auf die Erforschung von Lichtjahren weit entfernten Galaxien gründet, die gewonnenen Erkenntnisse werden in den verschiedensten Bereichen genutzt: „Die gläsernen Keramikkochplatten in den Küchen haben ihren Ursprung in der astrophysikalischen Forschung“, sagt Juan Ruiz Alzola und fügt

hinzu, dass eine Ansiedlung nahe der Forschungsstätten von grossem Nutzen für Unternehmen im Bereich der Herstellung und Wartung von Apparaten und Geräten sei, die von den Forschern der Astrophysik verwendet werden. Ein Vorschlag, der einen Hauch von Silicon Valley versprüht. Laut Ruiz Alzola kann sogar der Fremdenverkehr ein Motor der Forschung sein. In einer Welt, in der der Umwelt im öffentlichen Bewusstsein ein immer grösserer Stellenwert zukommt, gewinnen nachhaltige Konzepte immer mehr an Gewicht. Von diesem Standpunkt aus betrachtet schonen intelligente Energiesysteme in den Hotels nicht nur die Ressourcen und reduzieren die Kosten. Sie heben auch das Image. Neu ist die Materie nicht: kanarische Unternehmen waren etwa im Bereich der Trinkwasseraufbreitung schon immer führend. Erste Apparaturen dieser Art wurden zu einer Zeit entwickelt, als den Inseln aufgrund der explosionsartig anwachsenden Bevölkerung eine Trinkwasserknappheit drohte. Noch heute sei, so Ruiz Alzola, der „Anteil des Wassers an den Energiekosten sehr hoch“. Die Tatsache, dass die Kanarischen Inseln ein beliebtes Ferienziel sind, soll auch dazu genutzt werden, die Möglichkeiten, die die Region Forschern bietet, publik zu machen. Rund zwölf Millionen Feriengäste, die alljährlich auf den Archipel kommen, können bei ihrem Aufenthalt die Innovationen, die die Kanarischen Inseln im Bereich der Nachhaltigkeit, der Wissenschaft sowie in der Entwicklung und dem Ausbau der Informationsgesellschaft zu bieten haben, kennenlernen und weitertragen. (ew)

Alteingesessenes, erfolgreiches Medienunternehmen auf den Kanarischen Inseln

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Nachfolger Zur ersten Kontaktaufnahme senden Sie Ihre Anfrage an die MEGAWELLE unter: medien.tenerife@cctenerife.net Wir leiten die Email an den Inserenten weiter. Alle Zuschriften werden vertraulich behandelt.

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SPRACHSCHULEN

Reflexiv-Verben

Sothis

Die reflexiven Verben (rückbezüglichen Verben) werden eigentlich ganz ähnlich wie im Deutschen verwendet. Lediglich die Anordnung verändert sich.

Wir sollten uns erst einmal die Reflexivpronomen (rückbezügliche Fürworter) anschauen: me - mich / te - dich / se - sich

/ nos - uns / os - euch

/ se - sich

Und nun mit Verb im Vergleich:

Er duscht sich

sich duschen

Wir duschen uns nos duchamos

Ich dusche mich me ducho

Ihr duscht euch os ducháis

Du duschst dich te duchas

Sie duschen sich se duchan

ducharse

se ducha

Wissenswert: Merken Sie sich, dass das Reflexivpronomen immer direkt vor dem gebeugten Verb steht! In der Grundform aber wird es angehängt! Konjugieren Sie bitte folgende Verben: llamarse (heißen), bañarse (sich baden), desnudarse (sich ausziehen), afeitarse (sich rasieren)

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Lach mal wieder . . . Zwei Neunzigjährige sitzen auf der Bank und malen mit ihren Stöcken Kreise in den Sand. Fragt der eine: „Wann hattest Du zu letzem Mal Sex? “

„ 19-45?“ sagt andere.

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„Solange ist das her?“ Schaut der Gefragte zur Uhr:

„Wieso, jetzt ist es 20-15!!“

„ . . . vergesst Weihrauch, Myrre und Gold! Ich will eine Play Station, einen iPad und ein „Playboy“Jahres-Abo für Papi . . .“

Ein schüchterner junger Mann hält um die Hand der Tochter eines reichen Farmers an. Er nimmt einen Freund mit, der seine Worte hervorheben soll: Fragt der Farmer: „Sie haben Land?“ Darauf der Freund: „Bis zum Horizont!“ „Und Vieh?“ “Tausende von Rinder?“ Der Brauwerber hüstelt leicht. Fragt der Farmer: „ Sind Sie erkältet?“. Darauf der Freund: „

Was heisst hier erkältet? TUBERKULOSE hat er!!!!“

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Sie wollen Ihren „Swing“ verbessern, ein höheres Handicap erreichen und

dabei schmerzfrei Golf spielen ... WIE GEHT DAS? Das Problem: „Ich bemühe mich so gut ich kann, aber auch mit IntensivSystem Golftraining komme ich einfach nicht weiter“ ! Die aktuelle Situation : Ich kann den Ball beim Durchschwung nicht gut nachverfolgen, mein Hals / Nacken / Schulter ist blockiert. Oder . . . Ich habe Rückenschmerzen beim Spiel. Oder: Meine Hüfte lässt nicht mehr Drehbewegung zu. Oder: Meine Knie tun mir weh, ob beim Swing oder nur schon beim Gehen. Bei meinen Abschlägen könnte die Schlägerkopfgeschwindigkeit höher sein, um einer längeren Ball zu schlagen. Manchmal begleiten mich auch Kopfschmerzen, Schwindelgefühl oder andere Unpässlichkeiten. Dies sind einige wenige Behinderungen warum wir nicht weiterkommen im Golfspiel. Die Ursache hierfür ist einfach zu erklären, aber auch einfach zu beseitigen.

Wir haben nicht nur beim Golfspiel ein Handicap, sondern seit vor unserer Geburt schon ein anatomisches „Handicap“ das beseitigt werden sollte . Unser erster Halswirbel, der „Atlas“, sitzt oft nicht an seinem anatomisch richtigen Platz, er ist bei vielen Menschen am Kopfgelenk fehlrotiert. Das wird selten festgestellt und ist auch nicht mit normalen Röntgenaufnahmen darzustellen. Die meisten Menschen wissen das gar nicht. Sogar selbst die Schulmedizin tappt hier noch im Dunkeln, warum das so ist. Und in dieser Position sind die kurzen Nackenmuskeln ungleich lang, eine Disharmonie, die sich über die Rückenmuskulatur, die Pomuskeln, die Knie, ja sogar bis in die letzte Zehe fortpflanzen kann; der Bewegungsablauf ist gestört. Das dies ebenfalls zu einer Reihe von körperlichen Störungen und Erkrankungen führen kann, dürfte jedem einleuchten.

Die Beseitigung der Ursache: ATLASPROFILAX® nach R.C. Schümperli ist eine weltweit einmalige Methode um die permanente Fehlrotation des Atlas mit einer einzigen Anwendung präzise, gefahrlos und vor allem endgültig zu beseitigen. Durch eine gezielte Massage der kurzen Nackenmuskulatur lösen sich die Verspannungen und der Atlas gleitet von selbst in seine natürliche Position und bleibt da auch für immer. Ab jetzt regeneriert sich u.a. die Muskulatur und der gesamte Bewegungsapparat, der Golfspieler kann bald so spielen, wovon er bislang nur träumte: Das Golfspiel macht wieder Spass, und das ist es, doch was wir alle wollen. Mehr Informationen: Wilhelm Kasper (ATLASPROF®) Tel. 678 848 770 (D, E, UK) C/ Tagoro 38 Tacoronte Hausbesuche möglich

Die Folgen des Fehldrucks auf Wirbelsäule, Arterien, Nerven und Muskeln sind schwere körperliche und psychische Störungen wie zum Beispiel: Migräne, Kopf-, Nacken, Hüft- und Knieschmerzen, Beckenschiefstand, Wirbelsäulenschäden, Organleiden, Schwindel, Ohrensausen und Störung des des Immunsystems, um nur einige zu nennen. ATLASPROFILAX nach von R.C. Schümperli kann hier helfen: es ist eine Methode, die den Atlas mit einer einzigen Anwendung präzise und gefahrlos in die natürliche Position bringt. Der Selbstheilungsprozess beginnt sofort. Anwendbar ohne Altersbeschränkung vom Kleinkind bis zum Senior - beim gesunden Menschen auch zur Vorbeugung.

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T E N E R I F FA S KO C H B U C H :

Croquetas rellenas de aceite de cilantro Zutaten (Für vier Personen) 50 gr. Butter 50 gr. Mehl ½ Liter Milch 200 gr. „papas bonitas“ 50 gr. „puerro“ (Porree) Salz, Pfeffer, Muskatnuss 3 Eier Geraspeltes Brot Korianderöl: 1/2 Bündel cilantro (Koriander) 1 Liter Olivenöl, 1 Knoblauchzehe, 1 Spitze Kümmel, Salz Mango-Essig-Sosse 100 gr. Mangomus, 0,15 Liter Apfelessig 1/2 Liter Olivenöl, Salz, Pfeffer

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Tapas heissen auf den Kanaren die kleinen hausgemachten Snacks, Dazu zählen auch die Kroketten, für die die Kartoffelsorte „papas bonitas” verwendet wird. Die Kartoffeln werden geschält und mit Salz in Wasser gekocht, bis sie weich sind und dann zu Püree zerstampft. Dann wird die Pfanne mit Butter vorsichtig grundiert. Dabei ist darauf zu achten, dass sie keine Farbe annimmt. Der sehr klein geschnittene Porree wird mit grosser Sorgfalt poschiert. Dann kommt das Mehl hinzu. Wenn es leicht angebraten ist, folgt die Milch. Alles wird gut durchgerührt, damit keine Klümpchen entstehen. Das Ganze wird zum Sieden gebracht, dann wird die Flamme kleiner gestellt. Die Bechamel-Sosse kocht weiter und wird so lange durchgerührt, bis sie dickflüsssig ist. Dann wird die zerstampfte Kartoffel hinzugegeben und alles weiter durchgerührt, bis ein einheitlicher Teig entsteht, der nach Gusto mit Salz, Pfeffer und Muskat gewürzt wird. Der Teig wird in ein flaches Gefäss gegossen und im Kühlschrank abgekühlt. Dann werden die runden Kroketten geformt. Mit einem Spiess wird eine kleine Öffnung in jede Kugel geschnitten. Dort wird etwas Korianderöl hinein gegeben. Beispielsweise mit einer Spritze. Dann wird Öffnung wieder mit etwas Teig bedeckt. Die Kugeln werden anschliessend mit einer Mischung aus geschlagenem Eiweiss und Brotkrumen paniert. Die Zutaten für das Korianderöl werden in einem Thermomix zerkleinert. Die Zutaten des Mango-Essig werden mit einem Schneebesen verrührt. Die Kroketten werden in sehr heissem Öl gebraten und zusammen mit der Mango-Essig-Sosse serviert.


Teneriffa ist die Insel des „Ewigen Frühlings“. Die Sonne scheint hier fast immer. Wenn sie mal nicht scheint, was sehr selten ist, dann kann es auch sehr heftig regnen. So heftig, dass sich ausgetrocknete Barranco-Schluchten in Bachbetten mit einer reissenden Strömung verwandeln können. So war es im Dezember letzten Jahres. Das Bild zeigt den Barranco Santos in Santa Cruz auf Höhe des Museo del Hombre y de la Naturaleza und des Kunstmuseums TEA.

MOTOR Auch für Motorrad-Fans hat Teneriffa eine Menge zu bieten. Sonn- und feiertags startet das Harley Davidson Chapter vom Einkaufszentrum Alcampo in La Laguna zu Ausflügen über die ganze Insel. Da sind manchmal zweihundert und mehr Maschinen unterwegs. Zum Teil werden gezielt Ausflugslokale angesteuert. Einige versprühen richtiges BikerFlair, etwa das Restaurant in La Vega oberhalb von Icod mit Traumblick über die gesamte Küste der Isla Baja.

BIKE

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TENERIFFAS FOTOALBUM

1910: Militärparade auf der Plaza de Candelaria im Herzen von Santa Cruz: Die höchste Flagge weht auf der Casa Carta.

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1963: Auf dem Schild steht „Rauchen verboten“! Ein Soldat tankt sein Fahrzeug


1963: Das einstige Kloster San Agustin im Herzen von La Orotava wurde vor sechzig Jahren vom Milit채r als Kaserne genutzt 1910: Strassenszene im Zentrum von Santa Cruz

1950: Teneriffas Hauptstadt empf채ngt Spaniens Diktator General Franco35.


N

Flüssiges Gold vom „Baum des Lebens“

ur durch eine Meerenge sind die Kanarischen Inseln von Afrika getrennt. Lanzarote ist von Marokko ca. 150 bis 200 km entfernt. Um diesen Meeresstreifen sind in letzter Zeit heftige Diskussionen zwischen den angrenzenden Ländern entbrannt – denn man glaubt fündig geworden zu sein von einem Schatz, der unter dem Meeresboden verborgen ist, einem Stoff der die ganze Welt in Atem hält – Erdöl. Von diesem wertvollen Reservoir will nun jeder profitieren. Doch nicht diesem Öl soll unsere Neugier gelten, sondern einem edlen Pflanzenöl, das in Marokkos Süden vom Baum geerntet und verarbeitet wird – dem Argan-Öl. So exotisch, orientalisch wie einen Marokko empfängt, klingt auch der Name des Öls. Die Legende besagt, dass Herkules einst, als er die Äpfel der Hesperiden stahl, unsere Inseln von Afrika getrennt hat. Geologisch betrachtet, erklärt sich so vielleicht die Entstehung völlig verschiedener ethnischer Kulturkreise. In Marokko taucht man in orientalische Bilder, fremde Düfte, leuchtende Farben und Instrumentenklänge ein. Man pendelt wie zwischen Traum und Realität: Prunkvolle Paläste, Gaukler, Schlangenbeschwörer, sinnenverwirrende Souks. Dort macht man gewiss die erste Bekanntschaft mit Arganöl, von Anbietern angelockt. Mit lebhaften

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Gesten wird die Einmaligkeit des Öls angepriesen. Tauchen wir doch ein in diese spannungsvolle Welt voller Überraschungen. Die Flugverbindungen sind von den Inseln jetzt günstig nach Marrakesch und Agadir geworden. Suchen wir den Ursprung des kostbarsten und teuersten Öls der Welt. Wo und wie wird es gewonnen, worin liegt seine fast sagenhafte Vielseitigkeit versteckt? Ursprung des Arganöls: Verlassen wir Agadir in Richtung Südwesten, dorthin, wo auf 800 Tausend Ha noch 20 Millionen Bäume wachsen. Sie gehören zu den ältesten Bäumen der Welt, werden als Terziär-Relikt eingestuft und sind absolut endemisch. Einst müssen sie große Flächen Nordafrikas und Südeuropa bedeckt haben. 1998 wurde die Arganeraie von der Unesco zum Biosphären-Reservat erklärt. Damit entstand ein Projekt, das mehr als 1000 Frauen, in 22 Kooperativen vereinigt, die traditionelle manuelle Ernte und Verarbeitung sichert. Dadurch können die Familien der Amazigh-Berber in ihren Dörfern und Familienverbänden bleiben und für den Lebensunterhalt sorgen. Unterstützt werden sie dabei vom marokkanischen Königshaus und der deutschen Entwicklungshilfsgesellschaft GTZ. Ebenso schützt die „Union des Cooperatives des femmes de l´Arganeraie“, UCFA die traditionelle manuelle Gewinnung vor der industriellen Methode.


natur Der Arganbaum - Sein Aussehen: „Argania spinosa“ aus der Familie der Sapotaceae treffen wir also nur im Süden Marokkos an. Doch auch vereinzelt an den Straßenrändern. So bot sich auf der Fahrt, kilometerweit von Mimosenbüschen gesäumt, ein seltsames Bild: Ziegen balancierten akrobatisch auf den Ästen unbekannter Bäume. Ein Touristengag? Attrappen? Nicht so, es waren die ersten Arganbäume, die wir sahen. Ziegen fraßen sich an den Blättern satt und ein wachsamer Berberjunge hoffte auf einen Bakschisch für die Attraktion. Bis zu 10 Metern hoch kann die Arganie wachsen, seine Wurzeln greifen 30 Meter tief in die Erde. Weit ausladend ist die Krone, mit einem Umfang bis zu 15 Metern und bleibt das ganze Jahr immergrün. Die Äste sind sehr dornig und neigen sich dem Boden zu. Kamele und Ziegen sind geschickt bei der Futtersuche, Dornen stören sie nicht. Dieser Baum verträgt Temperaturen über 40 Grad, auch lange Trockenperioden und gedeiht sogar in Höhenlagen über tausend Metern bei Kälte und Schnee. Seine Lebenserwartung? 200 bis 450 Jahre. Sein Holz ist sehr hart. „Eisenholzbaum“ und „Baum des Lebens“ wird wird er vielfach genannt. Die Arganfrüchte: Aus ihnen wird das kostbare Öl gewonnen. Ihr Aussehen ähnelt der Olive, doch es gibt auffallende Unterschiede. Nicht aus dem Fruchtfleisch wird das Öl gewonnen – sondern aus dem Samen. Erntezeit ist von Juli bis in den Herbst, wenn die Früchte von selbst abfallen und vom Boden aufgelesen werden. Um direkt vom Baum zu pflücken, sind die Stacheln zu gefährlich. Die Olive wird dagegen vom Baum abgeschlagen und mit Netzen aufgefangen. Die Arganfrucht enthält einen harten Kern, groß wie eine Haselnuss, in der 3 kleine Mandeln stecken, nicht größer als Kerne von Sonnenblumen. Die Kerne können über Jahre gelagert werden. Am Ziel angelangt werden wir von den freundlichen Berberfrauen, in farbenfrohe Kleider und Tücher gekleidet, zu einem erfrischenden „thé a la menthe“ mit Mandelgebäck eingeladen. Dabei sitzen wir auf den selbstgewebten, phantasievoll gemusterten Teppichen aus Ziegenwolle, oder auf bestickten Samtkissen. Männer und Frauen streng getrennt, so ist das üblich. Die spannende Öl-Herstellung ist reine Frauensache. Von ihnen erfahren wir, wie sie zu dem flüssigen Gold kommen. Auch die Arbeitsgänge können wir verfolgen - ein spannender Prozess. Teure Tropfen – Schlag auf Schlag: Jahrhunderte alt ist die Ölgewinnung der Berberfrauen. Mühselige Handarbeit, das sieht man den kräftigen Händen an. Um das Fruchtfleisch von den Kernen zu lösen, werden sie zunächst getrocknet, dann die harten Schalen zwischen zwei Steinen zerschlagen. Von Hand werden die freigelegten Mandeln in einer Steinmühle unter Zusatz von heißem Wasser zu einem Brei verrührt und geknetet. Langsam löst sich Tropfen für Tropfen aus dem Mandelmus zu einem Rinnsal in „flüssiges Gold“. Ein Liter Öl entsteht in 2 tägiger Handarbeit. Dazu werden 30 kg Früchte benötigt, meist die Ernte von 4-5 Bäumen. Die Wahl, ob man die Kerne vorher anröstet, was einen intensiveren nussigen Geschmack ergibt, oder ob man die naturbelassene, mildere Note bevorzugt, kommt auf den Zweck der Verwendung an. Dreimal wird

gefiltert, ehe die Köstlichkeit in formschönen Flaschen verschlossen wird. Was wird aus den Rückständen der nahrreichen Paste? Ein Leckerbissen für die Ziegen, Kamele und die in Marokko typischen schwarzen Schweine. Die getrockneten Schalen werden zu Brennmaterial verwendet. Diese Aufbereitung ist dann aber Männersache. Lebenselexier der Berber: Von Generation zu Generation nutzen die Marokkaner die positiven Eigenschaften ihres Schatzes. Die Inhaltsstoffe waren ihnen unbekannt. Noch heute reiben sie sich täglich mehrmals die Haut mit ihrem Öl ein und nehmen dazu noch 2 Teelöffel für die Gesundheit ein, auch als Nahrungsergänzung. Ohne medizinische Kenntnisse wenden sie das Öl als Heilmittel bei verschiedenen Krankheiten an. Wissenschaftler wurden aufmerksam, forschten, entschlüsselten die Inhaltsstoffe und erkannten die dreifache Wirkung bei der Ernährung, Kosmetik und als Heilmittel. Seitdem boomt bei den Anbietern das Geschäft in der ganzen Welt und sie schlagen natürlich Kapital daraus. Wissenschafts-Analyse: Arganöl hat positive Eigenschaften, die den gesamten Körper betreffen. Überraschend sind das Verhältnis von 80% ungesättigter zu 20 % gesättigter Fettsäure. Phytosterine reduzieren die Aufnahme von Colesterin im Darm. Schottenol und Spinasterol schreibt man Anti-Tumorwirkung zu. Triterpenoide und Antioxidantien wirken bei Galle,- Leber,- Herz- und Kreislaufstörungen. Freien Radikalen wird der Kampf angesagt. Besonders wirksam ist die äußerliche Anwendung bei fast allen Hautproblemen. Da sollten wir schon mal genauer auf die Ingredenzien schauen, wenn wir teure Arzneien und Kosmetika kaufen. Hilft nicht auch das pure, naturbelassene Arganöl? Kosmetik-Jungbrunnen: Dank des hohen Gehalts an Vitamin E und anderen Vitaminen, fördert Arganöl die Durchblutung, hat Anti-Aging Effekt bis ins hohe Alter. Feuchtigkeit spendende Polyphenole verleihen der Haut Frische und Elastizität. Caratonide bieten Sonnenschutz. Weitere kosmetische Eigenschaften zeigen sich bei der Behandlung von Neurodermitis, Akne und Narben. Zur Haarpflege wirkt eine Kur gegen Spliss und Haarbruch und verleiht dem Haar neuen Glanz und Fülle. Bei einer Kopfhautmassage dringen die Inhaltsstoffe bis in die Wurzeln der Haare ein. Das verspricht uns mehr Schönheit. Gastronomie und Küche: Bei Sterne- und Haubenköchen steht Arganöl so hoch im Kurs wie Trüffel und Kaviar. Sie stylen damit ihre raffinierten Speisekreationen hoch. Schon ab dem 10. Jahrhundert wird schriftlich das nussig schmeckende „Wunderöl“ in Luxusküchen erwähnt. Salat wird damit verfeinert, auch als Topping für Fisch, Fleisch und Gemüse verwendet. Im normalen Haushalt ist das Öl zum Braten fast zu schade. Aber man kann es wie die Berber pur zum Brot essen, oder leckere Salate damit verfeinern. Souveniers, Souveniers aus der großen, weiten Welt: Aus Marokko sollten es nicht nur Teppiche, Gewürze, Silberschmuck und Babouches sein, sondern mindestens zwei Fläschchen Arganöl. Probieren - von den Berbern lernen. Ihre Adelgund Renelt

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realistische tendenzen

Grosser Andrang herrschte bei der Vernissage der Ausstellung „Realistische Tendenzen“, bei der Roland Heyder, Nika Langer, Norbert Krienen, Günther Müller, Jeanette Müller, Krzysztof Jakubzyk, Magdalena Pierwocha und Rayco Rosenberg Fotographien, Gemälde und Skulpturen zeigen. Im Anschluss an die Laudatio wurden Songs der 60 ties & 70 ties im folkloristischen Gewand vorgetragen. Die Ausstellung in der ehemaligen „Policlínica Callao Salvaje“Avda. La Lava s/n – Edif. Perla Blanca, 65 in Callao Salvaje (Adeje) ist noch bis zum 26.01. 2014. geöffnet: (DO-So: 14:00 - 19:00).

klassik-tour Der Konzertpianist und Komponist Valerij Petasch stellt seine neue CD mit Werken von Mendelssohn-Bartholdy, Ravel, Scarlatti und Frédéric Chopin vor: MI 1.01. El Medano (Hotel Playa Sur), SA 11.01. Punta de Hidalgo (OCEANO), FR 17.01. Los Realejos (MARITIM), SA 18.01. El Medano (Hotel Playa Sur), SA 25.01. Los Cristianos (Auditorio) DI 18.02. El Medano (Hotel Playa Sur)

PIT für KIDS

Teneriffas grösster Spielplatz mit vielen Attraktionen, der Parque Infantil de Tenerife, im Messezentrum Recinto Ferial in Santa ist noch bis zum 7. Januar geöffnet.

LES MISERABLES Der Roman von Victor Hugo als beeindruckendes, herzzerreissendes Musical im AUDITORIO INFANTA LEONOR in LOS CRISTIANOS. MI 01.01.: 19.00, DO 02.01.: 20:30, FR 03.01.: 22.00, FR 04.01.: 18:00 & 22:00, SO 05.01.: 17:30. AUSSERDEM: ROBERTO DEVERAUX, Oper von Donizetti mit Celso Abelo, DO 09.01, 20:30

SOROLLA

Joaquín Sorolla ist ein spanischer Maler, der dem Impressionismus zugerechnet wird. Er gilt als „Meister des Lichts“. Die Ausstellung seiner Küstenbilder im Espacio Cultural der CajaCanarias (S/C) läuft bis zum 28.02.

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vorschau

„Vier Hände, zwei Herzen – eine Seele“ Klavierkonzert mit zwei bezaubernden Pianistinnen aus dem asiatischen Raum, die vierhändig am Klavier aufspielen. Yumi Tajima und Conny Mulawarma treten unter dem Namen UNICUM auf. Die beiden Konzerte des Duos mit Werken von W.A. Mozart, C. Debussy, F. Schubert, und E. Chabrier finden DO 16.01. & FR 17.014 jeweils um 17 Uhr im Haus Michael statt.

Liebe, Lust und Schweinsfüße Mörike geht ans Herz. Das weiß man und das wird auch im neuesten Programm des Rheinländers und selbsternannten „Kanaren-Rezitators“ Heinz-Josef Delissen so sein. Wer Lyrik liebt, wird sich dem Zauber der bildhaften Sprachkunst des eigentlichen Schwaben unter den vier ganz großen Schwabenpoeten – Schiller noch und Hölderlin sowie Hesse - nicht entziehen können. Naturpoesie in einer bis dahin nicht gekannten schlichten und zugleich genialen schöpferischen Gestaltungs-

KATHOLISCHE KIRCHE PUERTO DE LA CRUZ

kraft, die berührt, bewegt und lange nachklingt. Delissen wird Mörikes Klassiker in der seit sieben Jahren bewährten Weise vortragen, die ihn auf Teneriffa, seinem Winterquartier, zu einer festen Größe im Kulturbetrieb der deutschsprachigen Residentengemeinde gemacht hat: Einfühlsam und pointiert zugleich, mit sparsamer Gestik und ausgewogener Intonation. Dass Mörike aber auch zwei ganz andere Seelen in seiner Brust trug, erfahren die Zuhörer an diesem Abend wohl überwiegend zum ersten Mal: Der Herr Pfarrer – der eigentlich nie einer werden wollte – pflegte gelegentlich auch

SONDERGOTTESDIENSTE MI 01.01.: Neujahr 11:30 MO 06.01.: Heilige Drei Könige 10:00 & 11:30 Gottesdienste: SA: 18:30 Uhr SO: 10:00 & 11:30 Kapelle San Telmo (Am Meeresschwimmbad „Lago Martiánez“). Die Kapelle ist täglich geöffnet. Pfarrbücherei /Haus Michael: DI 14.30 – 17 Uhr geöffnet! MI 22.01. 15:00: Info-Seminar: Die Betreuung von Demenzkranken DO 09.01. & 23.12. Frauenfrühstück, 10.00 DO 16.01. & 30.01. Männerstammtisch 10:30 Wandergruppe: MO & FR (Treffpunkt etc.: Aushang San Telmo) DO 23.01: FILMABEND: „LINCOLN“ mit Daniel Day Lewis, 17.00

das erotische Gedicht. Naja… Aber mehr noch war er ein Spaßmacher, wie er im Buche steht. Fast könnte man ihn für den Ziehvater von Christian Morgenstern halten, Etwa wenn er die Wirtin zum Teufel wünscht, weil sie ihm tagein tagaus nur Schweinsfüße serviert, bis sie ihm zu den Ohren herauskommen! Beim Vortrag dieser Texte kann Delissens seine komödiantischen Qualitäten vol ausspielen. FR 24.02. , Haus Michael, 19:00

Zauberhafte Melodien Am Donnerstag, 30.01. und Freitag, 31.01., jeweils um 17 Uhr, verbreitet die tschechische Mezzosopranistin Tanja Janosova in Begleitung der spanischen Pianistin und Sopranistin Satomi Marimoto den „Zauber von Oper-, Operetten- und Musicalmelodien“ für alle Musikliebhaber im Zentrum der Deutschsprachigen Katholiken auf Teneriffa, im Haus Michael, in Puerto de la Cruz. Viele bekannte Stücke von Brahms, Mendelssohn und R. Schumann, von Bellini u.v.a. werden zu hören sein, natürlich auch die Arie von Carmen. Desweiteren werde die beiden Künstlerinnen erstmals gemeinsam Duette in der japanischen Sprache zu Gehör bringen. Beim Geistlichen Konzert am Sonntag, den 02.02. um 20.30 Uhr in San Telmo stehen dann vor allem Marienlieder auf dem Programm, da es ja das Fest der „Darstellung des Herrn“ ist.

JEDEN SONNTAG SONNTAG 8.00 8.00 BIS BIS 13.00 13.00 UHR UHR JEDEN

GOTTESDIENSTE IM SÜDEN SA 17.30, Pfarrkirche Los Cristianos (Auf Deutsch)

Weitere Informationen: Bertram & Andrea Bolz: TEl. 922 38 48 29 609 054 492 www.katholische-gemeindeteneriffa.de

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schlachten und meutereien

E

s gibt Orte, an denen eigentlich nie so richtig etwas passiert, die aber, ab und an, bei weltgeschichtlichen Ereignissen Mäuschen spielen dürfen. Das hat zur Folge, dass in besagten Orten über die Momente, an denen sie der trunkene Atem der Geschichte mit einem kaum spürbaren Hauch streifte, so laut geredet wird, dass das weltgeschichtliche Ereignis als solches völlig in den Hintergrund rückt. Die Kanarischen Inseln sind so ein Fall. Sie waren einst eine Kolonie, später eine Provinz. Und ausserdem für das Königreich Spanien so was von unwichtig, dass ein spanischer König, es war Alfonso XIII, erstmals im Jahre 1913 seinen Fuss auf kanarischen Boden setzte. Heute ist das natürlich ein wenig anders. Die Inseln sind im verwaltungsrechtlichen Verständnis der Europäischen Union eine „ultraperiphere Region“. Was im Prinzip nichts anderes als eine wohlklingende und politisch natürlich sehr korrekte Umschreibung für „weit vom Alten Kontinent entfernt gelegene Inselgruppe“ ist. Immerhin gibt es inzwischen Flugzeuge und Internet, so dass die Trends und Moden nicht mehr Jahrzehnte brauchen, um auf den Inseln anzukommen. Es ist aber auch nicht so, dass das Weltgeschehen spurlos an den Inseln vorbeigeht oder seine Protagonisten die kanarischen Gewässer meiden. Nur: Für mehr als eine Fussnote im - wahlweise - Prolog oder Epilog – reicht eigentlich nie. Und darum wird von den Einheimischen jedweder Kontakt mit der grossen weiten Welt akribisch notiert und anekdotisch verklärt. Wobei man inzwischen auch mit etwas Geld nachhilft. So zeigte Michael Jackson im Herbst seiner Karriere noch mal in Puerto de la Cruz den Moon Walk. Die irischen Rocker von U2 nutzten Teneriffas Carnaval für einen Video-Dreh. Das Skandalpaar Liz Taylor und Richard Burton waren ebenso hier wie Paul Newman. Wegen Filmprojekten, die nie realisiert wurden. Die Beatles schauten auf einen Kurz-

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urlaub vorbei. Kurz bevor sie berühmt wurden. Winston Churchill trank hier seinen Whisky. Aber da hatte er bereits seine Memoiren verfasst. Er wurde von seinem Zechkumpan, dem griechischen Reeder Aristoteles Onassis, begleitet. Der wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass es die Kennedy-Witwe Jaqueline überhaupt gab, da für ihren ersten Gatten John F. Mitte der fünfziger Jahre nicht einmal die Kandidatur für das Amt des amerikanischen Präsidenten so richtig zur Debatte stand. Grund für den Durchzug von so viel Prominenz ist vermutlich die Funktion der Kanaren als „logistische Drehscheibe“. Bereits vor ihrer endgültigen Eroberung durch die Spanier legte Kolumbus auf Teneriffas Nachbarinsel La Gomera einen Zwischenstopp ein. Nur, um kurz darauf Amerika zu entdecken. Wo er, das soll nicht verschwiegen werden, sich insbesondere bei späteren Reisen derart grausam aufführte, dass er von der spanischen Marine in Ketten in die Heimat zurückgebracht wurde und in den folgenden Prozessen nur knapp am Galgen vorbeischrammte. Auch in den Napoleonischen Kriegen hatte Teneriffa einen Kurzauftritt. Der Grund dafür war, dass die Franzosen Spanien zum Zwangsverbündeten gemacht hatten. Das wiederum fanden die Engländer nicht so schön und darum stattete der spätere Napoleon-Bezwinger Horatio Nelson Teneriffa einen Besuch ab. Das geschah viele, viele Jahre bevor er das Schlachtfeld bei Trafalgar als posthumer Sieger verliess, wofür er wurde mit einem Denkmal auf einer hohen Säule auf einem Platz in der britischen Hauptstadt geehrt wurde. Die Säule wurde übrigens aus Anlass der Olympischen Spiele im Jahre 2012 sogar generalgereinigt. Nelson kam einst mit sieben Fregatten nach Teneriffa. Mit dem Ziel, durch die Einnahme der Inseln den Schiffsverkehr zwischen Spanien und der Neuen Welt lahmzulegen. Das ging, wie gesagt, schief. Der Admiral verlor einen Arm, was wiederum nicht nur dazu führte, dass später eine Stras-


Das Castillo Negro neben dem Auditorio de Tenerife ist eines der wenigen gut erhaltenen Relikte der einstigen Festungsanlagen. In der nahegelegenen Casa de Polvora wurde, wie der Name bereits sagt, die Munition gelagert

se in einem gutbürgerlichen Viertel von Santa Cruz nach ihm benannt wurde, sondern auch, dass die Körperhaltung der Figur in den luftigen Höhen über dem Londoner Trafalgar Square etwas seltsam anmutet. Den „chicharerros“, den Einwohner von Santa Cruz, wiederum lieferte diese Episode, einen Mythos, den sie zu pflegen gelernt haben und darum alljährlich mit einer theatralen Inszenierung der Gefechte von einst huldigen. In den letzten Jahren wurde eine Route mit (derzeit) zwölf Stationen eingerichtet, die an der damaligen Verteidigungslinie entlang führt. Auf dem Weg liegt die Ruine des Castillo in San Andrés, einst ein abgelegener Flecken, in dem Fischer und Bauer lebten, heute der Badeort der Inselhauptstadt am beliebten Las Teresitas Strand. Fünf weitere Monolithen, die allesamt Ende letzten Jahres eingeweiht wurden, befinden sich im Umkreis des Auditorio de Tenerife. Die Casa de Polvora, das einstige Pulverhaus, und das Castillo Negro existieren noch, andere historische Gebäude wurden in den vergangenen Jahrhunderten abgerissen. Teils aus planerischen Erwägungen, teils, weil die marode Substanz keine andere Möglichkeit zuliess. Nicht ganz so bekannt wie besagte Schlacht um Santa Cruz ist die Rolle Teneriffas im Prolog der wohl bekanntesten Meuterei in der christlichen Seefahrt. Ein gutes Jahrzehnt vor Nelsons fehlgeschlagener Attacke ankerte die „HMS Bounty“ vor der Küste von Santa Cruz. Es war der

erste Zwischenstopp auf ihrer schicksalhaften Fahrt, die in Südseegewässern mit dem vielfach verfilmten späteren Aufstand an Bord endete. Doch davon war am 4. Januar des Jahres 1788 noch nichts zu spüren. Ein Beobachtungsposten in Bergen des Anaga-Gebirges signalisierte ihre Ankunft dem Wachposten auf dem Turm des Castillo Negro, der schon erwähnten, heute noch existierenden Festung neben dem Auditorio de Tenerife. Die Fregatte hatte am 23. Dezember 1787 im britischen Spithead die Anker gelichtet. Laut alten Dokumenten handelte es sich um ein, zu diesem Zeitpunkt vier Jahre altes Schiff, 27 Meter lang, mit einem Frachtraum, der 215 Tonnen Ladung fasste. Das ursprünglich auf den Namen „Bethia“ getaufte Schiff gehörte der britischen Marine und hatte den Auftrag, als eine Art schwimmendes Gewächshaus, die Pflanzenwelt der Südsee zu erkunden. Auf Tahiti wuchs in grossen Mengen der Brotbaum. die „fruta de pan“. Diese Pflanze wollte man auf den Antillen in grossem Stil anbauen, um die dortigen Sklaven kostengünstig und nahrhaft ernähren zu können. Kapitän William Bligh hatte dafür das Kommando erhalten. Er war bereits zuvor auf Tahiti gewesen war. Unter James Cook, der bei dieser Fahrt dummerweise von den Einheimischen erschlagen worden war. Kurz nach der Ankunft schickte Bligh seinen Stellvertreter Flechter Cristian zu den Behörden in Teneriffas Haupt-

Die Ruine der Festung in San Andrés in der Nähe von Las Teresitas, dem beliebten Strand auf dem Territorium der Inselhauptstadt. Hier wurden Ankömmlinge aus Richtung La Palma zuerst bemerkt

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In den grottenartigen Katakomben der einstigen Festung San Cristobal unter der Plaza de España in Santa Cruz wird auch die Kanone „El Tigre“ ausgestellt. Sie soll dem Admiral Nelson einst den Arm weggeschossen haben

stadt um die Genehmigung für einen Versorgungsaufenthalt einzuholen. Über die Zwischenlandung auf Teneriffa führte Bligh genau Buch. Er lobte den Wein der Insel in höchsten Tönen. Bei den restlichen Lebensmitteln war das anders: sie waren knapp und teuer. Es mangelte an Mais, Kartoffeln, Kürbissen und Zwiebeln. Selbst Rindfleisch minderer Qualität gab es kaum. Beim Geflügel war es nicht anders. Es gab auch kein frisches Obst, was so Bligh, „vermutlich daran lag, dass es Winter war“. Schließlich schaffte er es noch in grosser Menge getrocknete Feigen, eine kleine Menge Orangen und genügend Zitronen zu kaufen, um hinreichend gegen den Skorbut, eine Krankheit, die durch Vitamin C-Mangel verursacht wird, gerüstet zu sein. Da die Bebauung im Küstenbereich von Santa Cruz allein in den letzten hundert Jahren mehrfach ihre Ansicht komplett änderte, erfordert es viel Phantasie, um sich das Stadtbild zu jener Zeit vor Augen zu führen. Info-Stein an der Kirche San Telmo. Die Linie der Steine im Boden dahinter markieren den Verlauf der Mauer, die einst Teneriffas Inselhaupstadt umgab

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In Kapitän Blighs Schilderung nehmen das Hospiz San Carlos und seine Gründung weiten Raum ein. Auf der damaligen zentralen Plaza Fuerte residierten zahlreiche ausländische Kaufleute, zumeist irischer Herkunft, die es im Im- und Export zu Wohlstand gebracht hatten. Im Gegensatz dazu lebte die Mehrheit in Armut. Missernten und Hungersnöte trieben zudem noch grosse Teile der Bevölkerung anderer Inseln nach Teneriffa. Auf Fuerteventura etwa lebten im 17. Jahrhundert gerade mal 4.200 Menschen, doch nur fünf Prozent von ihnen konnten von den Lebensmitteln leben, die dort produziert wurden. Angesichts der Zuwanderer setzte Teneriffas Inselregierung setzte alles daran, die Auswanderung nach Amerika zu fördern. Da es an Mitteln fehlte, um den Armen zu helfen, gründeten vermögende Bürger die Junta de Caridad zur Verwaltung von Armenhäusern, die 1.400 Menschen Brot und Bett boten. Was allerdings nicht viel mehr als ein Tropfen auf den heissen Stein war. Ein weiteres Projekt war das Hospiz San Carlos, in dem ein Krankenhaus sowie Ausbildungs- und Produktionswerkstätten untergebracht waren. Es befand sich auf einem Gelände, das ein José Carta zur Verfügung gestellt. hatte. Die Fassade dieses Gebäudes, das später auch eine Kaserne beherbergte, steht noch heute an der Plaza de Candelaria. Es ist das eher unscheinbare Haus gegenüber von McDonalds, in dem, wie die verblichene Reklame andeutet, später auch eine Bank ihre Räumlichkeiten hatte. Heute steht das Gebäude zum Verkauf, da dem Eigentümer, der Stadtverwaltung von Santa Cruz, die Mittel fehlen, um es einer neuen Funktion entsprechend zu renovieren. Kapitän Bligh besichtigte einst die Einrichtung, in der Leinen und Seide hergestellt und gefärbt, aber auch Mäntel und Bänder hergestellt wurden: Die Zöglinge wurden den Statuten gemäss für fünf Jahre aufgenommen. Laut Bligh war es dieser „humanen Institution zu verdanken, dass viele Personen zu „emsige und nützlichen Personen in einem Land wurden, wo die Armen, durch das angenehme Klima animiert, es vorziehen, ein Leben im Untätigkeit zu verbringen.“ Das gelang auch deshalb, weil es neben geistlichem Beistand so etwas wie eine medizinische Versorgung


Die „Batería de San Francisco“. Die aus Quadersteinen errichtete Festung verfügte bei Nelsons Angriff über vier Kanonen, die von 16 Soldaten bedient wurden. 1886 wurde die Anlage erweitert. 38 Jahre später als nicht mehr verteidigungstauglich qualifiziert, diente sie bis 1965 noch als Lager. Inzwischen ist das Gelände Brachland

gab. Bligh beschreibt das damalige Santa Cruz als eine Siedlung „mit einer Ausdehnung von einem Kilometer in jede Richtung, die aus grosszügigen Häusern und schlecht gepflasterten Strassen bestand. Er erwähnt die grosse Angst der Einwohner vor eingeschleppten Krankheiten, was zur Folge hatte, dass nur Schiffsbesatzungen die Erlaubnis zum Landgang erhielten, wenn ein ärztliches Unbedenklichkeitszeugnis vorlag. Bligh hatte das Glück, dass man seine eidesstattliche Erklärung in Bezug auf den Gesundheitszustand seiner Besatzung akzeptierte, obwohl er kein diesbezügliches Dokument vorweisen konnte. Am 10. Januar verliess die „Bounty“ Teneriffa. Es gab keine Anzeichen von Ursachen für die spätere Meuterei. Allerdings kann die „Bounty“ aufgrund schwerer Stürme nicht Kap Hoorn umrunden und ist darum gezwungen, über das Kap der Guten Hoffnung und Australien in die Südsee zu gelangen. Tahiti erreicht sie Ende Oktober des Jahres 1788. Dort setzen die Meuterer Bligh und seine Getreuen in eine kleine Barkasse, die nach einer 44 Tage dauernden Seereise die Insel Timor erreicht. Nach seinem Kriegsgerichtsprozess im Jahre 1790 unternimmt Bligh eine zweite Reise nach Tahiti, um die Brotbäume zu holen und schafft es in späteren Jahren bis zum Admiral. Gut zehn Jahre nach dem „Bounty“-Zwischenfall muss er zwei weitere Meutereien überstehen. Die schlimmste Zeit für ihn beginnt im Jahre 1805, als er zum Gouverneur von Süd-Neuwales ernannt wird. Dort macht er sich bei den reichen Landbesitzern durch die Einführung von Steuern und ein Alkoholverbot unbeliebt. Er wird daraufhin für 18 Monate wie ein Gefangener auf die „HMS Porpoise“ verbannt. Nach seiner

Rückkehr nach England wird er zwar zum Konteradmiral befördert, aber erhält kein Kommando mehr und stirbt 1817 in London. Auch wenn es kaum Informationen gibt, die Aufschluss über den Charakter der in die Meuterei auf der „Bounty“ verwickelten Akteure geben, so ist doch klar, dass Roman-Autoren und Drehbuchschreiber erheblich nachgeholfen haben, um den Konflikt zwischen den Gegenspielern holzschnittartig nach der Devise „alter Seebär trifft auf jungen Heissporn“ zuzuspitzen. Richtig ist: William Bligh fuhr 1788 bereits seit anderthalb Jahrzehnten zur See. Trotzdem war er zum Zeitpunkt der Meuterei gerade mal 34 Jahre alt. Also jünger, als Clark Gable, Marlon Brando und Mel Gibson, die drei bekanntesten Darsteller seines jugendlichen Gegenspielers, Fletcher Christian, es zur Zeit der Dreharbeiten des jeweiligen Films waren. (ew) Die Mauer an der Seeseite. Ihre Steinstruktur wurde im unteren Teil des Auditorio aufgegriffen, um einen historischen Bezug herzustellen

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FEBRUAR Wie gewonnen so zerronnen. Das XXX. Festival De Música De Canarias begann mit einem Paukenschlag. Eröffnet von dem weltberühmten Chicago Symphony Orchestra unter dem Dirigat von Riccardo Muti. Das weitere Angebot internationaler Künstler war in diesem Festival auffällig sparsamer. Bevorzugt wurden nationale Interpreten. Jungen Künstlern wurden damit vielversprechende Chancen eingeräumt. Recht locker war die Konzertfolge. Die Krise zeigt uns die Zähne. Trotzdem gab es Glanzpunkte. Jetzt im Februar bleiben bis zum Finale nur noch 2 Konzerte im Audio Adán Martin. Glücklicherweise füllen die Lücke 2 Events aus dem parallel laufenden Programm „ JUNGES FESTIVAL“ im Teatro Guimerá in Santa Cruz. In Summa wird das XXX. Festival gegenüber anderen Jahren wohl als „Sparfestival“ in die Annalen eingehen. Nach dem 14. Februar bleibt uns die Hoffnung auf ein krisenfreies XXXI. Festival. Bis dahin startet unser OST wieder seine monatlichen Zykluskonzerte in Festivalqualität. Samstag, 1. Februar: ORCHESTA FILARMÒNICA DE GRAN CANARIA unter Leitung von Pedro Halffter. Ein Gastspiel von der Nachbarinsel. Das OFGC ist eins der ältesten Sinfonie-Orchester Spaniens, gegründet 1845 in Las Palmas. Seit 2004 ist Pedro Halffter Chefdirigent des Orchesters. Lang ist die Liste namhafter Elite-Dirigenten der Welt, die bisher bei den Musikern Gastrollen gaben. Welttourneen führten das OFGC auch durch Deutschland. Internationale Auszeichnungen und viele CD Einspielungen schmücken die Orchestergeschichte, dank der musikalischen Interpretationskraft und des in Madrid geborenen Dirigenten und Komponisten Pedro Halffter. SOLISTIN des Konzertes ist die Sopranistin RAQUEL LOJENDIO, in Santa Cruz geboren. Dort hatte sie ihre Ausbildung und verfügt heute über ein umfangreiches Opern- und Konzertgesangs-Repertoire. Zahlreich sind ihre Auszeichnungen in Spanien und Europa. IM PROGRAMM: Von Pedro Halffter die Tondichtung „Abadón“.

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Sie ist als Interludium zu einer geplanten Oper mit dem spanischen Regisseur Carlos Padrisa zu verstehen. Im Herbst 2011 war UA in Sevilla. Das Thema bezieht sich auf Vergänglichkeit, Tod und den Engel der Vernichtung aus der Offenbarung des Johannes. GUSTAV MAHLER (1860 – 1911) Symphonie Nr. 4 in G-Dur, UA 1901 in München. Ein Werk im Stil Haydnscher Sinfonik. Mit hellem Schellengeläut beginnt der 1. Satz, die 1. Violinen bringen das graziöse, gesangliche Thema. Die weiteren Sätze bleiben sehr eingängig, gelöst, aber auch rätselhaft. Doch kein „Mahler“ ohne die „Menschliche Stimme“. Im 3. Satz interpretiert die Solosopranistin den „Himmlischen Frieden“. Der Text stammt aus der Sammlung „Des Knaben Wunderhorn“ von 1806. (Der Himmel hängt voller Geigen, ein bayrisches Volkslied). Freitag, 7. & Samstag, 8. Februar im Teatro Guimerá, Santa Cruz: Im Rahmen von „Junges Festival“ ein sicher außergewöhnliches Konzert mit ARA MALIKIAN UND JUNGEN KÜNSTLERN. Als Solisten stellen sich vor : MARTIN GARCIA GARCIA, Klavier; PABLO DIAZ, Violine und JOSÈ FRAGUA, Violine. ARA MALIKIAN (45) ist libanesischer, klassisch ausgebildeter Geiger, mit armenischer Abstammung. Mit 14 Jahren studierte er in Berlin, darauf in London. Sein Wirken konzentriert sich auf Werke anderer Kulturen, assimiliert orientalische mit jüdischer, spanische mit argentinischer (Zigeuner, Klezmer, Tango und Flamenco) und deutscher Musikliteratur. Er versteht es, verschiedene Stilarten reizvoll zu mischen. Nach New York lebt er jetzt in Madrid und widmet sich dort in seinem Studio der Ausbildung junger Musiker. Sonntag, 9. & Montag 10. Februar, Teatro Guimerá, Santa Cruz: PRAGER SCHWARZLICHTTHEATER. Frühere Besucher der tschechischen Hauptstadt kennen dieses Ensemble unter der Firmierung „Schwarzes Theater“ (Cerné Divadlo). Eine Sensation in der Theaterwelt. Sein Programm ist eine weltberühmte Kom-

bination aus Comedie – Slapstick, Artistik und Neon-Lichteffekten. Die Takes und Episoden, in völlig abgedunkeltem Raum, schöpfen aus aktuellen Ereignissen, Historie und Illusionen. „Der farbige Traum von Mr. Frankenstein“ zeigt alle technischen Raffinessen des Ensembles. Freitag, 14. Februar: LES MUSICIENS DU LOUVRE unter Leitung von MARK MINOWSKI. Das Ensemble wurde 1982 gegründet und ist in Grenoble beheimatet. Es widmet sich ausschließlich der historischen Aufführungspraxis und entsprechenden Instrumenten. Nach ursprünglicher Orientierung nur auf Werke des Barock und Klassik, wendet es sich jetzt auch der Romantik zu. DER DIRIGENT: MARK MINKOWSKI stammt aus einer Arztfamilie, 1962 in Paris geboren. Er lernt französisches und deutsches Fagott und studiert in der Schweiz dann das Fach Dirigieren. 1982 gründete er das Ensemble für ALTE MUSIK. In der Stadt Halle erhielt er den Händelpreis als Operndirigent. Hier erleben wir ihn mit seinem Lieblingskomponisten CHRISTOPH WILLIBALD GLUCK ( 1714-1787): Auszüge aus der Oper „ORPHEUS und EURIDIKE. Den Text schrieb Ramiero Calzabigi und die Handlung spielt in der griechischen Mythenzeit. Gluck spart alle Nebenfiguren aus. So finden wir in der Aufführung nur 3 Solisten: Orpheus, Eurydike und Eros. Die Gesangspartien übernehmen OWEN WILLETS, (Contratenor), CHIARA SKERATH (Sopran) und ANA QUINTANS (Sopran). Natürlich darf der Chor nicht fehlen: Hier ist es der „KAMMERCHOR DES PALAU DE LA MUSICA“. Chorleiter ist JOSEP VILA I CASÀNS. Gluck, der große Opernreformer, zukunftsweisend für alle folgenden Komponisten bis zu Wagner, hat natürlich noch Ballett in der Originalfassung im Stil der Opera Seria. Die Anfangszeiten und Aufführungsort stehen auf Teneriffa noch nicht fest. Mit dieser Aufführung endet das 30. Festival de Musica 1913/14. Das OST übernimmt wieder seine Zykluskonzerte mit der 5. Folge. Freitag, 27. Februar: Nach den vielen klassischen Musikerlebnissen kommt das Ost mit einem lockeren Programm: Es bringt populäre Musik aus der schon bekannten Reihe „THE GOLDEN ERA OF HOLLYWOOD“ unter dem Titel: “MOVIES´ GREATEST MUSIC“. Das bedeutet Wiederhören erfolgreicher Songs, Titel-und Szenen-Tracks aus den weltbesten Kinoerlebnissen. Solisten und Präsentator sind noch nicht bekannt – doch NICK DAVIES wird wieder, nach letzten begeisterten Erfolgen, das Orchestra de Sinfónica de Tenerife durch diese charmante Musikwelt leiten. Bleibt nur noch ein herzliches Musica Viva an Sie , Ihr Heinz-Rodolf Renelt


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