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BYPAD in der Übersicht Wie gut ist die Radverkehrspolitik in Ihrer Gemeinde, Stadt oder Region? Ist sie effektiv? Und effizient? Wie können Sie sie verbessern? Das Instrument dafür ist vorhanden. Es heißt BYPAD (Bicycle Policy Audit) und wurde zwischen 1999 und 2001 im Rahmen eines EU-Projekts von einem internationalen Experten-Konsortium entwickelt. BYPAD basiert auf europäischer Best-Practice, d.h. Maßnahmen, die in BYPAD empfohlen werden, sind in europäischen Städten erfolgreich angewandt worden. Die BYPAD-Plattform weitet das Auditverfahren sowohl räumlich als auch inhaltlich aus: Weitere EULänder wenden BYPAD an (Estland, Polen, Griechenland und Spanien) und die Methode wurde erweitert, sodass das Audit nun auch in Gemeinden und Regionen durchgeführt werden kann. BYPAD untersucht in einer Qualitätskette aus neun Modulen, wie eine ausgewogene Radverkehrspolitik gewährleistet werden kann. Jedes Modul wird einer der vier BYPAD-Entwicklungsstufen zugeordnet. Ausgehend von diesen Entwicklungsstufen definiert eine Gemeinde, Stadt oder Region verbindliche Qualitätsziele in einem Qualitätsplan. So wird es möglich, die Entwicklung der Radverkehrspolitik in jedem einzelnen Modul systematisch zu beobachten und laufend zu verbessern. Über 100 Städte und Regionen in 20 Ländern haben sich bereits von den Vorteilen von BYPAD überzeugt und haben angefangen, die Qualität ihrer Radverkehrspolitik zu verbessern. Mit einfachen, schnell wirksamen und vor allem kostengünstigen Maßnahmen. Davon profitieren alle in der Stadt: durch bessere Erreichbarkeit und mehr Lebensqualität.

Überreichung von BYPADZertifikaten an neun Städte und Regionen im Rahmen der Velo-cityKonferenz in München Neun Städte und Regionen, die ihre Radverkehrspolitik im vergangenem Jahr einem BYPAD-Audit unterzogen hatten, erhielten am 14. Juni 2007 von ECFPräsident Manfred Neun und den beteiligten Auditorinnen und


Auditoren vor über 950 Teilnehmenden aus 50 Ländern ihr BYPADZertifikat. Die Zertifikatübergabe war Teil des offiziellen Empfangs der Velo-city-Stadt München im Alten Rathaus. Unter Beifall der Velo-city-Teilnehmenden nahmen Vertreterinnen und Vertreter der folgenden Städte und Regionen Ihr BYPADZertifikat entgegen:

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Bundesland Steiermark (AT)

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Stadt Feldkirch (AT)

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Hauptstadt region Brüssel (BE)

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Region SüdBöhmen (CZ)

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Region Olomouc (CZ)

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Region Zlin (CZ)

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Kreis Borken (DE)

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Stadt Zürich (CH)

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Provinz Zeeland (NL)

Ein herzliches Willkommen allen Städten und Regionen im BYPADNetzwerk , in dem nun europaweit mehr als 100 Städte, Gemeinden und Regionen aus 20 Ländern vertreten sind! Bilder finden Sie online unter

www.bypad.org

BYPAD in Liechtenstein steht im Zeichen des Europäischen Jahres der Chancengleichheit für alle Im Europäischen Jahr der Chancengleichheit für alle 2007 ergriff der VCL (Verkehrsclub Liechtenstein,


Georg Sele) die Initiative und startete zusammen mit der Leiterin der Stabsstelle für Chancengleichheit (Bernadette Kubik-Risch) und dem Tiefbauamt der Landesverwaltung Liechtenstein (Philipp Patsch) den BYPAD-Prozess in 3 Gemeinden: Balzers, Mauren und Schaan. Während für gewöhnlich die BYPADGruppe aus Frauen und Männern besteht (normalerweise viel mehr Männern als Frauen), beschritt das BYPAD-Team der FGM einen neuen Weg: Als NutzerInnen wurden ausschließlich Frauen in die Evaluationsgruppe einbezogen, die die lokale Radverkehrspolitik in 3 Treffen bewertete. Ein Schwerpunkt war die Befahrung in den jeweiligen Gemeinden, bei denen die Frauen die Gelegenheit hatten, den zuständigen Bürgermeister, den Radverkehrskoordinator und den VCL auf Schwachstellen und gefährliche Situationen in der örtlichen Infrastruktur aufmerksam zu machen. Die Frauen erarbeiteten und präsentierten selbst ihre Ergebnisse, Verbesserungsvorschläge und Projektideen in der Gemeinderatssitzung. Für manche von ihnen war es das erste Mal, dass sie vor einem öffentlichen Publikum sprachen. Die Ergebnisse können in zweierlei Hinsicht gesehen werden: Was BYPAD betrifft, sind die Verbesserungen eindrucksvoll: Seit BYPAD hat jede der teilnehmenden Gemeinden einen Radverkehrskoordinator. Es wurde ein Radforum eingerichtet und die aufgenommenen Mängel an der Infrastruktur werden sukzessive behoben. Betrachtet man / frau auf der anderen Seite den gendergerechten Aspekt des BYPAD-Prozesses, so sehen wir große Fortschritte, da der


Radverkehr aus der Perspektive von Frauen wahrgenommen und beurteilt wurde. Darüber hinaus wurden die Frauen darin bestärkt, ihr Wissen und ihre Meinung auf selbstbewusste Weise kund zu tun. Die Zertifizierung der Gemeinden Balzers, Mauren und Schaan fand Ende Juni 2007 statt – die Landesverwaltung Liechtenstein begann gleich darauf, ein BYAPD-RegionenAudit durchzuführen, das Ende dieses Jahres abgeschlossen sein wird. Weitere Gemeindeaudits sollen 2008 folgen. Nähere Informationen bei

Gudrun Uranitsch und Ursula Witzmann Fürstentum Liechtenstein erhält als erstes Land Europas das BYPADZertifikat Am 7. Dezember 2007 wurde die Zertifizierung des Fürstentums Liechtenstein abgeschlossen und das BYPAD-Zertifikat überreicht. Das Fürstentum Liechtenstein ist somit das erste Land Europas, das die BYPADZertifizierung durchlaufen hat. Schwerpunkt in Liechtenstein war die Einbettung von BYPAD in die neue Radverkehrsstrategie, die im Rahmen des Gesamtverkehrskonzepts „Mobiles Liechtenstein 2015“ entwickelt wird. BYPAD wird somit auch auf strategischer Ebene in der Radverkehrspolitik des Fürstentums Liechtenstein wirksam. Ein herzliches Willkommen im BYPAD-Netzwerk dem Fürstentum Liechtenstein, das sich als erstes Land in die europaweit mehr als 100 Städte, Gemeinden und Regionen einreiht!


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