Skip to main content

pflege4

Page 1

Bartenstein und Buchinger beenden Streit um Pflege Wien (APA) - Sozialminister Buchinger und Wirtschaftsminister Bartenstein haben ihren Streit in der Pflegedebatte beendet. Im Ministerrat haben sie eine gemeinsame Punktation vorgelegt. Festgehalten wird darin, dass mit Auslaufen der Amnestieregelung für illegale Pfleger mit 1. Juli diesen Jahres. ein neues Gesetz in Kraft treten soll. Inhaltlich gibt es jedoch noch nicht viel Neues. Arbeitsrechtliche Basis bleibt, wie von Bartenstein angekündigt, das Hausangestelltengesetz, das für die Pfleger eine Arbeit von 128 Stunden in zwei Wochen ermöglicht. Die Pflege soll damit nicht nur auf selbstständiger sondern auch auf unselbstständiger Basis möglich werden. Es soll auch die Möglichkeit, ein freies Gewerbe anzumelden, geschaffen werden. Damit soll die Betreuung zu Hause genau so möglich sein, wie in einem Heim. Buchinger wird sich federführend um sozialrechtliche Fragen und um die Förderung kümmern. Die Verhandlungen wollen beide Minister gemeinsam mit Ländern und Gemeinden sowie mit den Hilfsorganisationen führen. Die Finanzierung der geplanten Neuregelung für die Pflege zu Hause ist nach wie vor offen. Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V) gestand nach dem Ministerrat zu, dass die von ihm genannten Kosten von bis zu 3000 Euro ein Problem seien. Jetzt werde aber die Betreuung zu Hause mit jener in Heimen vergleichbar. Die Fördermöglichkeiten müssten jetzt entwickelt werden. Diese sollen an die Qualitätssicherung gebunden werden. Auch Sozialminister Erwin Buchinger (S) bekräftigte, dass der Bereich der öffentlichen Förderung neu zu regeln sei, es mache keinen Sinn, in den Bundesländern verschieden Regelungen zu haben. Die detaillierte Finanzierung werde noch mit den Ländern zu verhandeln sein. Der Geltungsbereich für das neue Gesetz werde an die bisherige Regelung von Betroffenen in der häuslichen Pflege ab der Pflegestufe drei anknüpfen, kündigte der Sozialminister an. Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (S) betonte, dass dieses Thema für Österreich von zentraler Bedeutung sei. Viele Menschen hätten die Befürchtung, dass für sie im fortgeschrittenen Alter Pflege nicht mehr in ausreichendem Maß zur Verfügung stehen werde. Jetzt gehe es darum, Pflege legal finanzierbar zu machen. Die nunmehr vorliegende gemeinsame Position der Bundesregierung diene als Grundlage für die Verhandlungen mit den Ländern. Auch Vizekanzler Wilhelm Molterer (V) bezeichnete es als wichtig, dass diese „wesentliche Frage“ außer Streit gestellt werde. Damit werde ein Altern in Würde zu Hause ermöglicht. Um den Menschen Sicherheit zu geben, solle die gesetzliche Grundlage unmittelbar nach Auslaufen der Amnestieregelung mit 1. Juli in Kraft treten.


help.gv.at - Pflegevorsorge - Höhe des Pflegegeldes

Seite 1 von 1

Sie sind hier: Startseite (Bürger/in) » Pflegevorsorge » Pflegegeld » Höhe des Pflegegeldes

Höhe des Pflegegeldes Derzeit gelten beim Pflegegeld folgende Werte: Plegebedarf in Stunden pro Monat

Stufe Betrag in EUR monatlich

mehr als 50 Stunden

1

EUR 148,30

mehr als 75 Stunden

2

EUR 273,40

mehr als 120 Stunden

3

EUR 421,80

mehr als 160 Stunden

4

EUR 632,70

mehr als 180 Stunden, wenn z ein außergewöhnlicher Pflegeaufwand erforderlich ist

5

EUR 859,30

mehr als 180 Stunden, wenn z zeitlich unkoordinierbare Betreuungsmaßnahmen erforderlich sind und diese regelmäßig während des Tages und der Nacht zu erbringen sind oder

6

EUR 1.171,70

7

EUR 1.562,10

z die dauernde Anwesenheit einer Pflegeperson während des Tages und der Nacht erforderlich ist, weil die Wahrscheinlichkeit einer Eigen- oder Fremdgefährdung gegeben ist

mehr als 180 Stunden, wenn z keine zielgerichteten Bewegungen der vier Extremitäten mit funktioneller Umsetzung möglich sind oder z ein gleich zu achtender Zustand vorliegt

Abgenommen durch: Bundesministerium für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz Stand: 13.6.2006

http://www.help.gv.at/Content.Node/36/Seite.360516.html

06.08.2006


Pflegegeld kostet 1,9 Milliarden Euro Insgesamt gibt Österreich jährlich fast 1,9 Milliarden Euro für Pflegegeld aus. Mit Ausnahme der Jahre 1996 und 1997 ist der Aufwand jährlich gestiegen, obwohl die Höhe des Pflegegeldes von 1996 bis 2005 nicht erhöht wurde, zeigen Statistiken des Sozialministeriums. Die größte Steigerung gab es von 2004 auf 2005 mit 4,9 Prozent. Für 2006 liegen die Zahlen noch nicht vor, doch ist davon auszugehen, dass die Zwei-Milliarden-Euro-Marke erreicht wird. Den weitaus größeren Anteil am Aufwand für Pflegegeld trägt der Bund: Im Jahr 2005 waren es 1,57 Milliarden Euro. Die Bundesländer gaben im selben Zeitraum 294 Millionen Euro für Pflegegeld aus. Vergleicht man die Gesamtkosten für das Pflegegeld von 1994 mit jenen von 2005 ergibt sich eine Kostensteigerung von 17,2 Prozent. Nachfolgend die Entwicklung der Aufwendungen für Pflegegeld von Bund und Ländern von 1994 bis 2005 (in Millionen Euro):

Jahr

1994 * 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005

Pflegegeldaufwand des Bundes (inkl. Verwaltungskosten) 1.340,9 1.379,4 1.321,6 1.266,3 1.299,5 1.355,6 1.397,6 1.426,9 1.432,5 1.470,6 1.489,3 1.566,4

Pflegegeld aufwand der Länder 246,2 255,4 269,3 248,2 247,4 256,9 273,3 267,5 274,3 277,3 284,6 294,0

Gesamt

Veränderung zum Vorjahr

1.587,1 1.634,8 1.590,9 1.514,5 1.546,9 1.612,5 1.670,9 1.694,4 1.706,8 1.747,9 1.773,9 1.860,4

3,0 Prozent -2,7 -4,8 2,1 4,2 3,6 1,4 0,7 2,4 1,5 4,9


"Strategien zur langfristigen Sicherung der Betreuung alter Menschen in Vorarlberg" Regionale Poollösung Installierung Vermittlungs-/Koordinationspool zur Unterstützung bzw. Ergänzung der lokalen ambulanten Dienste mit unterschiedlichsten Beschäftigungsverhältnissen für intensive Betreuungsbedürfnisse Vermittlung von Betreuerinnen, die von Familien angestellt werden, Unterstützung bei der administrativen Abwicklung usw. Vollangestellte – aus Pilot „Betreuungshilfe“ neue Selbständige, freie Dienstnehmerinnen, Ehrenamtliche usw. Zusatzangebot Nachtbetreuung in einigen Vorarlberger Pilotgemeinden sollen über die Mobilen Hilfsdienste zusätzliche Nachtdienste angeboten werden, die pflegenden Angehörigen zur Entlastung fallweise zur Verfügung stehen. Kosten rund 50 € pro Nacht Weiterentwicklung von Wohnmodellen – speziell für demente Menschen und Menschen in niederen Pflegestufen Derzeit gibt es in Vorarlberg 19 Angebote für ambulant betreute Wohnungen, in denen insgesamt 197 Menschen wohnen und 9 Angebote von Seniorenwohngemeinschaften in denen 81 Menschen betreut werden. Diese unterschiedlichen Modelle werden durch die FH Vorarlberg evaluiert und sollen dann konsequent weiterentwickelt werden. Fallbezogene Zusammenarbeit und Koordination aller Angebote Vorort Tritt eine Pflegebedürftigkeit ein, muss sichergestellt sein, dass der Betroffene aber auch die Angehörigen „aus einer Hand“ begleitet werden um die bestmögliche Betreuungslösung zu finden. Intensivierung der Übergangs- und Urlaubspflege in Pflegeheimen und Sozialzentren parallel dazu Umsetzung eines wirkungsvollen Entlassungs- und Übernahmemanagements, damit einerseits die Betreuung zu Hause besser vorbereitet werden kann und pflegende Angehörige zwischendurch Entlastung finden; "Unabhängig leben im Alter" - Hausbesuche zur Gesundheitserhaltung und Gesundheitsförderung Menschen über 70 werden von einer Krankenschwester besucht um allfällige Probleme festzustellen und zu beheben. Modell wurde erfolgreich in der Gemeinde Hard durchgeführt und wird jetzt in weiteren Gemeinden erprobt (Rankweil, Nenzing, Vorderwald, Feldkirch-Tosters, Lustenau, Hörbranz, Nüziders und Götzis) Ausweitung des bürgerlichen Engagements auf regionaler und überregionaler Ebene – 1. Ausbau des ehrenamtlichen Engagements in den bestehenden Einrichtungen der Altenbetreuung 2. Stärkung des Seniorenengagements auf Gemeindeebene 3. Breite Bewusstseinsbildung zum Thema „Aktiv im Alter“ bzw. „Neue Kultur des Alters“ Schmid 07.01.2007


Weiterentwicklung der Tagesbetreuung Intensivierung auch von Transportdiensten Intensivierung des Pilotprojektes "Betreuungshilfe". In Kooperation mit Land und AMS stehen die ersten 9 Mitarbeiterinnen für längerfristige Einsätze zur Verfügung. Im Februar 2007 startet das AMS mit 12 Frauen den 2. Ausbildungslehrgang im Rahmen des Pilotprojektes. Die Ausbildungskosten übernimmt das AMS Unterstützung pflegender Angehöriger in kleinen Gruppen speziell zum Thema Demenz Im Rahmen von "Rund um die Pflege daheim" sollen vermehrt kleine Angehörigengruppen mit einer1 Fachkraft initiiert werden Praktische Handlungsempfehlungen/Tipps vor allem bei Verwirrtheit Dezentrales, wohnortnahes Angebot

Schmid 07.01.2007


„Betreuungspool Vorarlberg“ Noch bessere Unterstützung für Menschen mit hohem Betreuungsbedarf Aufbauend auf die guten Erfahrungen des Pilotprojektes „Betreuungshilfe“ soll in enger Kooperation mit den bewährten Partnern Land, Krankenpflegevereine, Mobile Hilfsdienste und Aqua Mühle ein „Betreuungspool“ aufgebaut werden. Damit soll Menschen mit einem hohen Betreuungsbedarf in Ergänzung zu den lokalen ambulanten Diensten zusätzliche Unterstützung und Leistung angeboten werden.

Pilotprojekt Betreuungshilfe im Bezirk Feldkirch gut angelaufen Das seit Oktober 2006 in Kooperation mit Land, AMS, Aqua Mühle, Krankenpflege und Mobilem Hilfsdienst bestehende Angebot für Menschen mit erhöhtem Betreuungsbedarf wird sehr gut angenommen. Erste Erfahrungen zeigen, dass sich der Bedarf wie folgt gliedert: rund 50% der Dienste werden am Vormittag, rund 25% am Nachmittag und Abend und rund 25% in der Nacht benötigt. Aufbauend auf diese Erfahrungen soll bis März 2007 in Kooperation mit Haukrankenpflege, Mobiler Hilfsdienst und Aqua Mühle ein „Betreuungspool“ eingerichtet werden. Zudem wird im Februar in Kooperation mit AMS ein weiterer Ausbildungslehrgang starten. Betreuungspool Vorarlberg Tritt bei einem älteren Menschen eine Pflegebedürftigkeit bzw. ein höherer Betreuungsbedarf auf, so sind die flächendeckend organisierten Pflege-Betreuungsbzw. Serviceeinrichtungen in unseren Gemeinden erste Anlaufstelle. Ergänzend bzw. unterstützend dazu soll für intensiveren Betreuungsbedarf der „Betreuungspool Vorarlberg“ eingerichtet werden. Aufgaben des „Betreuungspool Vorarlberg“ sind: Errichtung einer Datei mit allen professionellen und ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer, die für längerfristige Einsätze zur Verfügung stehen. Qualifizierung von geeigneten Arbeit suchenden Personen, die zu dieser Arbeit befähigt werden. Unterstützung bei der Abklärung des ganzheitlichen Bedarfs Vermittlung von Betreuerinnen und Betreuern Dienstleistung der Lohnverrechnung, der An- und Abmeldung von Personen, die direkt bei den Familien angestellt sind. Unterstützung bei der Vertragsgestaltung zwischen Kundinnen und Kunden und Dienstleisterinnen Beschwerdemanagement Krisenmanagement bei Ausfällen, bei plötzlichen Bedarf und plötzlichen Mehrbedarf durch Anstellung von ausgebildeten Personen, die als Springerinnen eingesetzt werden können


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook