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Mag. Franz Fort Äußere Liebera 5 A - 6972 Fußach An die Gemeindevertretung Fußach und Bürgermeister Ernst Blum Baumgarten 2 6972 Fußach

Betreff: Familiengerechte Gemeinde, Projekt Jugendtreff - Bilanz Sehr geehrte Damen und Herren, Herr Bürgermeister! Nun ist es Sommer 2006, für mich Zeit, eine Bilanz als Mentor dieses Projekts zu ziehen. Ich hatte ein kleines, aber kompaktes Kernteam, in dem leitende Mitglieder des Jugendausschusses mithalfen. Ihre Ideen, aber auch jene befragter Jugendlicher wie Erwachsener sind schließlich ins Konzept eingeflossen. Dieses Konzept wurde in der Präsentation vor Ausschüssen der Gemeinde verworfen: Im März dieses Jahres hatten wir vom Land Vorarlberg die offizielle Abschlussveranstaltung zu oben genanntem Projekt, bei dem das Interesse führender Gemeindepolitiker „schwach“ war. Erst nach dieser Veranstaltung durfte ich das Projekt vor einigen Ausschüssen der Gemeinde präsentieren. Zuvor habe ich mich mehrfach bemüht, das Projekt als Thema in die Gemeindevertretung zu bringen – denn ich hielt es für eine übergreifende Angelegenheit, die der Diskussion bedarf. Das ist mir nicht gelungen. Als es ... schließlich ... zu der vom Bürgermeister gewünschten Vorstellung eines „fertigen Konzepts“ kam, waren die Meinungen vorgefasst und kein Spielraum sichtbar: Diese Präsentation zeigte eine eindeutige und massive Ablehnung des Konzepts von Seiten vieler Fraktionskollegen unseres Bürgermeisters wie auch seine eigene. Diese Ablehnung war so stark, dass aus meiner Sicht für die nächste Zeit auch mit starken Argumenten kein Gesinnungswandel zu erwarten ist. - Die weitere Beauftragung des Jugendausschusses mit Recherchen wirkte wie einige Regentropfen in der Wüste. Ich lege mein Amt als Mentor dieses Projekts nieder. Ich bin der Meinung, dass ich und wir wertvolle Vorarbeit geleistet haben. Vielleicht ist jetzt die Zeit noch nicht reif gewesen. Wohl aber braucht es Euer aktives Tätigwerden. Aber nicht nur das, es braucht mehr Freiwillige zur Mithilfe an der Umsetzung. Abschließend möchte ich nochmals bemerken, dass Fußach seine eigene Rahmenbedingungen hat, auf die es sich lohnt, genauer einzugehen – wirklich unabhängig von dem, was die anderen Gemeinden umgesetzt haben! Und - ganz eng damit zusammen hängend geht es darum, herauszuarbeiten, was den „familiengerecht“ bedeuten könnte: auch das ist bereits in unserem Konzept angedacht. Wenn also mit der Eröffnung irgendeines Jugendtreffs jemals ein „Wahlzuckerl“ verwirklicht wird, so sollte es schließlich doch „familiengerecht“ sein. Schließlich hat die Gemeindevertretung einstimmig die Teilnahme am Projekt beschlossen. Unterbleibt die weitere aktive und konstruktive Auseinandersetzung mit diesem Thema, ist die Politik unglaubwürdig. Mit freundlichen Grüßen Mag. Franz Fort


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