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Shakespeare das Theater spielt "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" von Eric-Emmanuel Schmitt am Fr., 5.12.2008, 20.00 Uhr, Pfarrzentrum Höchst

Mit: Martin Sommerlechner und der Stimme von Bruno Felix Regie: Renate Bauer Ein poetisches, philosophisches und humorvolles Stück über das Leben und die Liebe, über Toleranz, über die eigentliche Nähe der Religionen, erzählt mit den Mitteln der Comedy von Eric-Emmanuel Schmitt Zum Inhalt In Paris lebt Moses, der Sohn eines jüdischen Anwalts „ohne Fälle und ohne Frau“ in bedrückender Enge des väterlichen Hauses, ungeliebt und unbeachtet – „Momo, störe mich nicht ich arbeite“ Dabei hatte ich nur leise gehustet. In derselben Straße führt Monsieur Ibrahim seinen Krämerladen, unverrückbar mit seinem kleinen Schemel und seinem Lächeln festgewachsen zwischen seinen Konservenbüchsen, und zwischen diesen beiden ungleichen Lebensmodellen entwickelt sich eine Vater – Sohn – Beziehung über alle Grenzen der Religion und Einsamkeit hinweg. „... denn ich weiß, was in meinem Koran steht.“ Nach dem Selbstmord seines Vaters, der nicht damit fertig werden konnte, als einziger seiner Familie den Konzentrationslagern entkommen zu sein, adoptiert er Moses und bringt ihm viel von seiner „Inneren Versenkung“ bei, von seinem Geheimnis der Langsamkeit, von seinem lächelnden, regungslosen Sufismus. Wie aus Momo ein Mann und später ein Araber, der Araber in der Straße wird, auch wenn er gar kein Araber ist, – denn Araber bedeutet in der Branche auch sonntags und bis 24 Uhr geöffnet –erzählt Schmitt mit leichter und doch tief philosophischer Feder in diesem Ein-Personenstück. Es geht hier letztlich darum, daß es immer auf die betreffenden Menschen ankommt, weniger auf die großen Systeme oder Glaubensfragen. Es zählt das Wie. Die Aktualität von Schmitts Parabel drängt sich auf. Ihm ist ein menschliches Stück über die Nähe der scheinbar so unnahbaren Religionen oder der darin lebenden Menschen gelungen, oder darüber, wie das tägliche Leben Grenzen der Religion und der Kultur letztlich überwindet. Weitere Informationen: www.shakespearedastheater.com


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