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1

Kulturinitiativen in Vorarlberg 2009-2012

Bregenzerwald:

1

1

Thalsaal

kontinuierlich

2

Kulturverein Bahnhof

kontinuierlich

1

Bezau Beatz

Saison, Festival

8

3

2

Angelika Kauffmann Saal

kontinuierlich

3

Frauenmuseum

kontinuierlich

1

Provinztheater/Parkhalle

kontinuierlich

2

Gebhard Wölflesaal

kontinuierlich

1

Philosophicum Lech

Saison, Festival

1

Werkraum Bregenzer Wald

sporadisch

13 2 12 3 7 12 1 12 56 4 9 3

3 5 24 3 2 46 5 4 11 8 4 75 8 9 1141 11 9 3 6 4 10 15 13 1 6 12 10 12 10 11 12 5 13 14 2 7 13 14 15 16 7 3 17 15 16 2 1918 18 6 17 20 5 16 20 19 17

Juliane Alton

4

6

22

2

1

2

1 2

IG Kultur Vorarlberg Interessengemeinschaft für 21 autonome Kulturarbeit

23 2018 1 1 22 25 23 21 8 7 21 19 242622 24 1

5 2

1

4

25

26

1

1

27

32 1 2 2 3

16 1 7

2

Spielstätten der Kultur Vielfältiges Programm Musik

IG Kultur Vorarlberg Interessengemeinschaft für autonome Kulturarbeit

Bildende Kunst Theater Film/Kino Jugendkultur Diskurs Design/Architektur Literatur Quelle:

0

2,5 km

Stand: September 2012


Spielstätten der Kultur Legende: Vielfältiges Programm

Freier Träger, Initiative

Musik

Saal, mietbar

Bildende Kunst

Intendanz

Theater Fim/Kino Jugendkultur Diskurs Design/Architektur Literatur

Rheintal: 1

Kulturwerkstatt Kammgarn

kontinuierlich

2

Kulturforum Berneck

kontinuierlich

3

Reichshofsaal

kontinuierlich

4

Freudenhaus im Millenniumspark

Saison, Festival

5

Spielboden

kontinuierlich

6

Kulturhaus Dornbirn

kontinuierlich

7

TiK Theater im Kopfbau

kontinuierlich

8

Kinotheater Madlen

kontinuierlich

9

Kulturverein Widnau

sporadisch

10

Kleintheater Lumière

kontinuierlich

11

Bühne Marbach

kontinuierlich

12

Pro Cultura Rebstein

sporadisch

13

Kultur uf dr Rhyinsel

kontinuierlich

14

Diogenes Theater

kontinuierlich

15

Löwensaal

kontinuierlich

16

Barcamp

kontinuierlich

17

ProKonTra

kontinuierlich

18

Otten Gravour

sporadisch

Kulturinitiativen in Vorarlberg 2009 – 2012 Juliane Alton


19

Haus der Kulturen

kontinuierlich

20

Kulturbühne Ambach

kontinuierlich

21

Kultur z'Sulz

kontinuierlich

22

Altes Kino Rankweil

kontinuierlich

23

Theater am Saumarkt

kontinuierlich

24

Montforthaus

kontinuierlich

25

Alte Mühle Gams

kontinuierlich

26

Schloss Werdenberg

Saison, Festival

27

Fabriggli

kontinuierlich

1

Bregenzer Festspielhaus

kontinuierlich

2

Freudenhaus

Saison, Festival

3

Quo Vadis Stadel

kontinuierlich

4

Jazzhuus

kontinuierlich

Inhaltsverzeichnis Vorwort _ 4 Einleitung _ 6 Zusammenfassung _ 9 Vorstände,Programmverantwortliche_ 12 Veranstaltungslokal _ 13 Kulturinitiativen als Mieter und Gastgeberinnen _ 15 Veranstaltungen Entwicklung _ 16 Programmschwerpunkte _ 18 Veranstaltungen Résumé _ 21

5

Carinisaal

sporadisch

Kooperationen _ 22

6

Musikverein Lustenau

kontinuierlich

Besucher/innenfrequenz _ 23

7

Die Wirtschaft

kontinuierlich

Künstlerinnen und Künstler _ 27

8

Jazzseminar

sporadisch

Medien und Werbung _ 29

9

Jazzclub Dornbirn, Rest. Piazza

kontinuierlich

Eigene Informationsmedien _ 32

10

Funkhaus Dornbirn

kontinuierlich

Budget _ 34

11

Schlosskonzerte Heerbrugg

Saison, Festival

Eigenaufbringung _ 40

12

Orchesterverein Widnau

sporadisch

Ausgabenstruktur _ 42

13

Szene Lustenau

Saison, Festival

Subvention pro Besucher/in _ 44

14

Conrad Sohm

kontinuierlich

Kulturinitiativen und ihre Mitarbeiter/innen _ 45

15

Schrott Rock Lokal

kontinuierlich

Unbezahlte Arbeitsstunden _ 47

16

Altstätter Konzertzyklus

sporadisch

Bezahlte Arbeitsstunden _ 48

17

Salomon-Sulzer-Saal

kontinuierlich

Ausblick _ 49

18

Rittersaal im Palast Hohenems

sporadisch

19

Markus-Sittikus-Saal / Schubertiade Hohenems

Saison, Festival

20

Jonas Schlössle

kontinuierlich

21

Rauch Club

kontinuierlich

22

Pförtnerhaus

kontinuierlich

Anhang 1.Fragebogen 2009-2011 _ 52 2.Liste der befragten Kulturinitiativen _ 53 Impressum


4

5

Vorwort Zum vierten Mal hat die IG Kultur Vorarlberg grundlegende Daten über die Arbeits-

Die IG Kultur Vorarlberg möchte gerne den Stellenwert von Kultur und auch Kunst

weise und die Produktivität der Vorarlberger Kulturinitiativen zusammengetragen.

für die Lebensqualität und das Glücksempfinden von Menschen betonen und dafür

Die vorliegende Publikation gibt einen Einblick in verschiedene Aspekte wie Be-

als besonders eindrucksvollen Beleg nicht zuletzt die Leistungen der Kulturinitiativen

sucherInnenzuspruch, Finanzierung, bezahlte und unbezahlte Kulturarbeit,

in Vorarlberg herausstreichen. Sie tragen wesentlich dazu bei,dass es auch in Zu-

Medienpräsenz usw. für die Jahre 2009 bis 2011.Sie schließt damit lückenlos an die

kunft niederschwellige,intensive,partizipative Auseinandersetzung mit Kunst und

Untersuchungen der letzten Jahre seit 2000 an.

Kultur in diesem Land geben wird.

Aufgrund dieser Fülle an gewonnenen Daten der vergangenen Jahre bleibt ihr Ver-

Mein Dank gilt Thomas Mazzurana für den sozialwissenschaftlichen Teil der Arbeit

gleich natürlich ganz besonders spannend,belegt er doch deutlich wie viel ehren-

und Juliane Alton für die Interpretation und Redaktion sowie den beteiligten Kultur-

amtliches Engagement, wie viel (Kultur)Arbeit, wie viel Vermittlung die Kultur-

initiativen,die das Datenmaterial erhoben und zur Verfügung gestellt haben.

initiativen der Region in die Gesellschaft und ihre Bedürfnisse investieren. Feldkirch,im Dezember 2012 Die Basisdatenerhebung gibt mit ihren Daten über Kulturschaffende,partizipieren-

Sabine Benzer

de Menschen,involvierte Bevölkerungsgruppen durchaus auch einen Hinweis dar-

Obfrau der IG Kultur Vorarlberg

auf wie motivierend und befriedigend die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur für viele Menschen sein kann und welchen Beitrag sie damit zu einer „glücklichen“ Gesellschaft leistet.Vor dem Hintergrund mehrerer Krisen und angesichts einer notwendigen Debatte über eine gesellschaftliche Neuorientierung in Bezug auf Wirtschaftszyklen,Ökonomie und (materielle) Werte ist es der IG Kultur Vorarlberg ein besonderes Anliegen den aktuellen Diskurs mit einem vehementen Plädoyer für Kunst und Kultur mitzugestalten. Die Frage ist daher, welche Rolle Kunst und Kultur für ein individuell gelungenes Leben,für eine zufriedene Gemeinschaft oder gar eine „glückliche“ Gesellschaft spielt? Und welche Bedeutung kommt dabei der Teilhabe und Partizipation in Kulturinitiativen und -einrichtungen zu?


6

7

Einleitung Den Umschlag dieses Berichts ziert eine Kulturlandkarte,welche Spielstätten der

grammverantwortliche wurde hingegen konkret erhoben.Ihr Anteil liegt bei fast

Kultur in Vorarlberg und westlich des Rheins zeigt. Entstanden ist die Kulturland-

46 %,ist also seit der letzten Erhebung wiederum etwas gestiegen.

karte in Zusammenarbeit mit Vision Rheintal und V-Ticket mit dem Ziel,einen optischen Eindruck von der Vielfarbigkeit des Kulturlebens unserer Region zu geben und

37 Mitgliedsvereine zählt die IG Kultur Vorarlberg derzeit,davon 35 aktive. 2 Einige

die Serie der „Rheintalkarten“ zu ergänzen.Eine spezifische Kulturkarte fehlte noch.

haben in den letzten Jahren ihre Tätigkeit ruhend gestellt,ein weiteres Mitglied (AJZ

Enthalten sind Spielstätten aller Sparten,von Architektur und Design bis zu Theater

Konkret) kann seine Tätigkeit mangels Veranstaltungslokal nicht entfalten und ver-

und vielfältigem Programm, nicht jedoch Museen, die in einer Online-Karte der

anstaltet daher im vormaligen „Emsigen Beisl“ (das seinen neuen Namen noch nicht

Kulturabteilung des Landes zu finden sind. Die Legende gibt Aufschluss über die

festgelegt hat).

Organisationsform der Spielstätten und über die Dichte ihres Programms.Wo die Farbe orange dominiert,sind die Kulturinitiativen mit zu Hause,die mehr als eine

Etliche haben ihre Veranstaltungstätigkeit vorübergehend reduziert.Von den be-

Kultursparte anbieten.Von diesen wird in der Folge die Rede sein.

fragten Kulturinitiativen konnten 26 ausgefüllte Fragebögen ausgewertet werden, was einem Rücklauf von 74,3% entspricht. 3 Damit ist der Rücklauf gegenüber dem

Der Fragebogen ( Anhang 1) enthält Fragen zur finanziellen Situation,zur Besucher/-

letzten Erhebungszeitraum wieder kräftig gestiegen, was wohl der einfacheren

innenfrequenz,zu inhaltlichen Schwerpunkten,zum Ausmaß der ehrenamtlichen

Form des Ausfüllens mittels Online-Fragebogen und dem Verzicht auf einige Fragen

Tätigkeit und zur Werbe- sowie Medienarbeit.Auf den Gewinn von genderspezifi-

zu verdanken ist.

schen Daten wurde Wert gelegt. Auf die Erhebung der aktiven Beteiligung von Vorarlberger/innen migrantischer Herkunft an der Arbeit in den Vereinen wurde die-

Die Aussagekraft der erhobenen Daten ist sehr konkret – bezogen auf diesen Sektor

ses Mal verzichtet,obwohl sie zunächst geplant war.Dass sich in dieser Frage seit

der Kulturarbeit.Vergleichbares ist in den anderen Bundesländern – derzeit noch – in

2009 wenig bewegt,war mit freiem Auge zu erkennen.Hier besteht eher kulturpoli-

dieser Genauigkeit nicht zu finden.Neu an diesen Ergebnissen ist,dass zwar Mittel-

tischer Handlungsbedarf als Datenmangel,zumal in Vorarlberg mit dem Interkultu-

werte berechnet wurden,für allgemein zutreffende Aussagen über den größten Teil

rellen Verein Motif eine Initiative tätig ist,die weit über Vorarlberg Anerkennung gefunden und entsprechende Würdigung erfahren hat. Und damit ist nur der am deutlichsten sichtbare Teil der Kulturarbeit von Migrant/innen genannt. Der Anteil des weiblichen Publikums wurde diesmal nicht erhoben,es gibt ausrei-

1 Siehe dazu die von FH Vorarlberg und IG Kultur Vorarlberg erstellte „Kulturstudie Vorarlberg 2010“, http: //igkultur-vbg.at/index.php?tpl=text&id_cat=19&id_sector=0&id_doc=192

chend Belege dafür,dass Frauen – nicht nur in Vorarlberg – grundsätzlich stärker an Kultur interessiert sind als Männer, besonders trifft dies auf Frauen mit höheren Bildungsabschlüssen 1 zu.Die aktive Mitwirkung von Frauen in den Vereinen als Pro-

2 Manche liefern keine Daten,weil sie – wie Proton,das freie Radio,andere Ziele verfolgen als die klassische Kulturinitiative. 3 Für den Zeitraum 2000-2002 wurde ein Rücklauf von 93% erzielt,für den Zeitraum 2003-2005 waren es immerhin noch 84%. 2006-2008 kamen 58% der Fragebögen zurück.


8

9

Zusammenfassung der Kulturinitiativen aber oft die Medianwerte herangezogen werden,weil sie das

Die älteste der befragten Kulturinitiativen gibt das Jahr 1972 als Gründungsjahr an.

stimmigere Bild ergeben. 4

Noch immer entstehen neue Initiativen und Vereine,die sich der vermittelnden und der emanzipatorischen Kulturarbeit in allen Sparten der Kunst und Kultur widmen,

Ab 2013 wird die Befragung insgesamt auf neue Beine gestellt und auf die anderen

obschon der Arbeitsdruck und der finanzieller Druck auf die Kulturinitiativen zuneh-

Bundesländer ausgeweitet. Dafür werden zwei Versionen eines Online-Frage-

men (siehe Abschnitte Budget und ehrenamtliche Arbeit).Gleichzeitig stellen immer

bogens von der IG Kultur Ländervertretung gemeinsam entwickelt:Eine Bedarfs-

wieder Kulturinitiativen aus unterschiedlichsten Gründen ihre Tätigkeit ein.Dieses

erhebung_basic und eine Bedarfserhebung_plus.Beide Versionen werden weniger

Kulturfeld bleibt also in Bewegung und reagiert auf Bedürfnisse.

Daten erheben als die vorliegende Befragung.Sie wird dafür jährlich Aussagen von einer viel größeren Zahl an Kulturinitiativen sammeln und Vergleichsmöglichkeiten

Die Kulturinitiativen sind das Rückgrat der kulturellen Versorgung in Vorarlberg.Die

zwischen den Bundesländern schaffen können.Dies darf auch als Erfolg der hier vor-

Landeskultureinrichtungen konzentrieren sich alle in der Landeshauptstadt Bre-

liegenden Erhebung betrachtet werden,die von den Kolleg/innen in den anderen

genz.Viele Gemeinden sehen Kulturförderung nicht als ihre Aufgabe an,was nach

Bundesländern stets mit Interesse rezipiert wurde.

dem Buchstaben des Gesetzes auch zutrifft. Da der gesellschaftliche Nutzen der Kultur längst bekannt ist,fördern viele Gemeinden die lokalen Kulturinitiativen und sind so zu wichtigen Partnern geworden. Während viele Gemeinden ansässige Kulturinitiativen und damit bürgerschaftliches Engagement unterstützen, beschreiten andere den Weg,selbst Kulturangebote zu organisieren.Einzelne beschreiten einen Mittelweg,in dem sie einen Kulturverein gründen,dessen Vorstand mit verdienten Bürger/innen (einschließlich Ex-Bürgermeistern) der Gemeinde besetzt ist und stellen für die Programm- und Organisationsarbeit von der Gemeinde bezahltes Personal zur Verfügung. Diese Form der „Halbautonomie“ von Kulturvereinen wirft eine Reihe von Problemen auch für die IG Kultur auf, die in ihrer Satzung die statutarische Unabhängigkeit ihrer Mitglieder von Gebietskörperschaften fordert.Diese ist in den genannten Fällen zwar gegeben,doch muss eine gewisse Möglichkeit der Einflussnahme durch die Gemeinde unter solchen Um-

4 Der Median einer Anzahl von Werten ist die Zahl,welche an der mittleren Stelle steht,wenn man die Werte nach Größe sortiert. So verlieren „Ausreißer“ an Gewicht.

ständen angenommen werden. Der Bund beschränkt sich auf die finanzielle Unterstützung von einzelnen Kulturinitiativen,wobei seine Beträge seit einem Jahrzehnt anteilig sinken.Der Anteil des Kulturinitiativen-Budgets des Bundes,der nach Vorarlberg fließt,liegt knapp über


10

11

dem entsprechenden BevÜlkerungsanteil,was zäh erkämpft und schwer zu halten

Dabei ist zu bedenken,dass rund 182.000 Euro dieses Budgetpostens (gut 16%) fĂźr

ist. 5 Fßr das gesamte Bundesgebiet beträgt das Budget der Abteilung V/7 keine

Gemeinden,fßr Ausgaben der Kulturabteilung des Landes und ähnliches verwendet



fĂźnf Millionen.

werden und nicht der freien Kulturarbeit zugute kommen. Addiert man zu den FÜrderungen fßr Kulturinitiativen und Zentren jene fßr einzelne Kßnstler/innen und Verbände so ergibt sich fßr das Kapitel FÜrderung „freier



Kulturarbeit“ (statutarisch von GebietskĂśrperschaften,Parteien und Kirchen unab

hängige Vereine und einzelne Kßnstler/innen) eine FÜrdersumme von 3,8 Millionen  # !"$ #

Euro oder 8,9 % des Landeskulturbudgets bzw.0,25 % des Landesbudgets. 6 Hier wird fĂźr wenig Geld viel Kultur geboten.Das zeigt der Vergleich mit den Angeboten anderer Kultureinrichtungen in Vorarlberg (siehe Abschnitt Subvention pro

Besucher/in).Die Kulturinitiativen finanzieren sich zu einem Drittel aus eigenen Ein 













nahmen,zu einem Drittel aus ehrenamtlicher Arbeit und nur zu einem Drittel aus Ăśffentlicher FĂśrderungen.

VERHĂ„LTNIS BUNDESFĂ–RDERUNG / BEVĂ–LKERUNG PRO BUNDESLAND

Eine interessante Frage wäre,nach welchen Kriterien Üffentliche FÜrderungen verDie finanzielle Zuwendung des Landes an die Kulturinitiativen ist im Verlauf der

geben werden. Wie sinnvoll ist es, wenn „Staatskunst“, also die Angebote von

Jahre wichtiger geworden, spiegelt aber nicht die Tatsache, dass die kulturelle

Bundes-, Landes- und Gemeindeeinrichtungen besser gefĂśrdert werden als die

Grundversorgung verfassungsmäĂ&#x;ige Aufgabe des Landes ist und im Vorarlberger

Angebote von privaten,zivilgesellschaftlichen Einrichtungen und die Arbeit der frei-

KulturfĂśrderungsgesetz an vorderster Stelle steht.Der Anteil der Kulturinitiativen

schaffenden KĂźnstler/innen?

(Kapitel „Kulturinitiativen,Zentren“) am operativen Kulturbudget des Landes (2011 knapp 16,5 Millionen) macht nominell 1,13 Millionen aus, das entspricht 6,86 %.

Nicht vergessen und vor allem nicht unterschätzt werden sollte die Rolle der Kultur als Faktor fĂźr die regionale Entwicklung, 7 der weniger an den Einrichtungen der „bĂźrgerlichen Hochkultur“ festzumachen ist als an der Vielfalt, Modernität und

5 Salzburg und die Steiermark liegen wesentlich besser.

Flexibilität,welche die Kulturinitiativen bieten.Ihre wesentliche Rolle fßr eine nach-

6 Quellen:Landesvoranschlag 2011,Vorarlberger Kulturbericht 2011.

haltige gesellschaftliche Entwicklung wird von Gemeinden und Gemeindever-

7 Wirtschaftswissenschaftler/innen sprechen vom „Standortfaktor“ Kultur, Sozialwissenschaftler/innen vom gesteigerten „Sozialkapital“.

bänden erkannt und genutzt, 8 doch scheint die Qualität der Zusammenarbeit vieler-

8 Economy in Culture 2006,Study on the Contribution of Culture to Local and Regional Development - Evidence from the Structural Funds ,2010.

orts noch ausbaufähig zu sein.


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Vorstände,Programmverantwortliche Auf die Erhebung von Mitgliederzahlen wurde dieses mal verzichtet,sie ändert sich

am meisten ehrenamtliche Arbeit geleistet wird,zeigt der „Freiwilligenbericht“ des

nur wenig,bisher ist sie stetig leicht gestiegen.Dieses Ergebnis stimmt überein mit

Bundesministeriums für Arbeit,Soziales und Konsumentenschutz von 2009.

dem Faktum,dass speziell für jüngere Menschen Kultur ein wichtiger Aspekt ihrer Lebensgestaltung ist.Das geht über die (passive) Teilnahme an Kulturveranstaltun-

Im Erhebungszeitraum waren 181 Personen als Programmverantwortliche in Kultur-

gen weit hinaus. 9 Gerade partizipative Formen des Kulturlebens gewinnen beim

initiativen engagiert.Das sind jene Personen,die als Kurator/innen,als Mitglieder

jüngeren Kulturpublikum an Bedeutung.Darauf reagieren die Initiativen mit einer

von Programmgruppen eine bestimmte Sparte oder eine bestimmte Programm-

Vielfalt an Beteiligungsmöglichkeiten.

schiene einer Kulturinitiative inhaltlich gestalten.Pro Kulturinitiative sind meistens fünf bis sechs Personen damit befasst,davon sind zwei Frauen (Medianwerte).Hier

Für die Kulturinitiativen sind die Mitglieder ein wichtiges Potenzial: –

Sie sind ein Besucher/innenreservoir,das sich zur Arbeit und

Sie zahlen Mitgliedsbeiträge,die eine beachtliche finanzielle Einnahme

hat sich also kaum etwas verändert gegenüber 2006-2008.Eine leichte Aufwärtstendenz ist feststellbar.

Programmgestaltung dieser Initiative bekennt. darstellen (siehe Abschnitt Budget). –

Manche Mitglieder helfen ehrenamtlich mit,wenn besondere

Veranstaltungslokal

Anforderungen an die Initiative gestellt werden ( bis hin zu schweren Arbeitseinsätzen bei Umbauten).Nicht wenige übernehmen

Mittlerweile verfügen etwa zwei Drittel der Kulturinitiativen über ein eigenes Lokal,

regelmäßig Kassa- oder Abenddienste,verbreiten das Programm

sie können somit flexibel Proben und Veranstaltungen planen und administrative

oder helfen einfach mit,wo Bedarf ist.

Arbeit erledigen.Diese Zahl ergibt sich,wenn auch nicht permanente Spielstätten wie Zelte und Bühnenelemente,die regelmäßig genutzt werden,mit gezählt wer-

Für die Öffentlichkeit hat die Zahl der Mitglieder hingegen keine besondere Bedeu-

den,ebenso Lokale,die für öffentliche Aufführungen weniger geeignet sind,jedoch

tung.Dass gerade in Vorarlberg das ehrenamtliche Engagement groß ist,wurde hin-

für Proben und Administration genutzt werden können. Es hat nunmehr also ein

länglich durch die „Sozialkapitalstudie“ des Landes belegt.10 Dass im Kulturbereich

größerer Anteil an Kulturinitiativen eine räumliche Basis als früher.2006-2008 war noch von gut der Hälfte die Rede.Diese Steigerung ergibt sich,weil Mitglieder dazu

9 Kulturstudie Vorarlberg 2010: http://igkultur-vbg.at/index.php?tpl=text&id_cat=19&id_sector=0&id_doc=192, abgerufen am 17. 10. 2012 10 Empirische Erhebung 2010: http://www.vorarlberg.at/vorarlberg/umwelt_zukunft/zukunft/buerofuerzukunftsfragen/ weitereinformationen/sozialkapital/sozialkapitalstudien/freiwilligesengagementund.htm, abgerufen am 17. 10. 2012

gekommen sind,die bereits über eigenen Räume verfügten,weil zwei Mitglieder einen Raum „erobern“ konnten und die regelmäßigen Veranstaltungen in Zelten (z.B.Freudenhaus/Lusthaus) diesmal als eigene Veranstaltungslokale mitgezählt werden. Die anderen sind auf das Anmieten von Räumlichkeiten sowie auf Absprachen mit öffentlichen und privaten Anbietern von Veranstaltungsräumen ange-


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wiesen.Das erhĂśht naturgemäĂ&#x; den Organisationsaufwand und behindert tendenziell Eigenproduktionen,fĂźr die Proben durchgefĂźhrt werden mĂźssen.

  

Dass groĂ&#x;e Anstrengungen unternommen wurden,ein eigenes Lokal zu bekommen,



ist ein Beleg fßr den Druck,der mittlerweile auf den Veranstaltungsräumen lastet.



Wßnschenswert wären bessere NutzungsmÜglichkeiten von vorhandenen Räumen,



am besten von Räumen,die im Üffentlichen Besitz sind,wie z.B.Gemeindesäle.Dass

 

viele Gemeinden ihre Räume in Firmenkonstruktionen auslagern,um steuerliche



Vorteile zu nutzen,macht die Situation fĂźr die Kulturinitiativen schwieriger.Gemein-



den fordern ßblicherweise Mieten samt Steuern ein.Kosten,die Gemeinden sich zu ersparen hoffen,mßssen die Vereine als Mieter zusätzlich bezahlen,z.B.in Form der

      



 





EIGENE VERANSTALTUNGEN UND FREMDVERANSTULTUNGEN

Mehrwertsteuer,wenn die Mieter selbst nicht vorsteuerabzugberechtigt sind. Die GrĂśĂ&#x;e der Veranstaltungslokale ist mit einer Spannbreite zwischen 30 und 600 (unbestuhlt) bzw. 350 (bestuhlt) Personen Fassungsraum hĂśchst unterschiedlich. 11

Kulturinitiativen als Mieter und Gastgeberinnen

In allen Veranstaltungsräumen der Kulturinitiativen zusammen kÜnnten ungefähr 3.000 Besucher/innen untergebracht werden. Zählt man temporäre Veranstal-

Drei Viertel der Veranstaltungen fanden in den eigenen Veranstaltungsräumen der

tungsräume wie Zelte oder regelmäĂ&#x;ig fix gebuchte Lokale wie das alte Hallenbad in

Kulturinitiativen statt. Zu etwa einem Viertel sind sie also auf das Anmieten von

Feldkirch mit,sind es ßber 4.000 Plätze.

Veranstaltungsräumen angewiesen.Das betrifft nicht nur die Auffßhrungen son-

Viele Kulturinitiativen mieten allerdings grĂśĂ&#x;ere Räume an (bis hin zu Tennishallen)

dern auch notwendige Proben.Das kann sehr belastend sein,nicht allein wegen der

oder veranstalten Open Air.Bei solchen Events werden Besucher/innen in vierstelli-

anfallenden Kosten sondern auch in organisatorischer Hinsicht.Die Knappheit der

ger GrĂśĂ&#x;enordnung pro Veranstaltung erreicht (diese sind in den obigen Berech-

verfßgbaren Räume wird weiterhin ein kulturpolitisches Thema der kommenden

nungen nicht enthalten).

Jahre sein.

Im aktuellen Erhebungszeitraum ist die Zahl von Veranstaltungen im eigenen Lokal

Die Kulturinitiativen sind aber auch Gastgeber und stellen ihre Räume Kultur-

von 2009 auf 2010 gleich geblieben,2011 angestiegen.Veranstaltungen in Fremd-

schaffenden und Gruppen zur VerfĂźgung,die nichtTeil des eigenen Veranstaltungs-

lokalen sind durchgehend gestiegen,ebenso konnten die Initiativen in ihren eigenen

programms sind, und das in steigender Tendenz: 2009 fanden in Räumen von

Veranstaltungslokalen mehr Fremdveranstaltungen unterbringen.

Kulturinitiativen 361 Fremdveranstaltungen statt,2010 waren es 365 und 2011 373 Kulturveranstaltungen Dritter in den Räumen der Kulturinitiativen. Das Bereitstellen von Räumen (neben dem Entdecken und neu Schaffen) ist also eine wichtige

11 Zum Vergleich :Festspielhaus Bregenz:1.690 Sitzplätze,Kulturhaus Dornbirn,groĂ&#x;er Saal:474 Sitzplätze.

Aufgabe von Kulturinitiativen.


16

17

Veranstaltungen Entwicklung Die Frage nach der Zahl der durchgefĂźhrten Veranstaltungen haben im aktuellen Er-



hebungszeitraum 26 Kulturinitiativen beantwortet,fĂźr die vorige Befragung nur 19.

 

Diese 26 Kulturinitiativen fĂźhrten im Jahr 2011 genau 1.508 Veranstaltungen durch,



2009 waren es 1.399, im Jahr 2010 1.432. Die absoluten Zahlen sind mit dem Vor-



erhebungszeitraum (Kulturinitiativen 2006-2008) schwer vergleichbar.Betrachtet



man die Mittelwerte,liegt die Zahl der Veranstaltungen pro Initiative im Erhebungs-



zeitraum etwas niedriger als im Vorerhebungszeitraum. Das kann erklärbar sein durch den Ausschnitt der antwortenden Initiativen:Im aktuellen Erhebungszeit-

          

 

 





raum haben mehr kleinere Initiativen geantwortet.Es ist allerdings sichtbar,dass auch die grĂśĂ&#x;eren Initiativen (z.B.Spielboden,Saumarkt) nicht mehr stetige Steige-

VERANSTALTUNGEN IM EIGENEN ODER ANGEMIETETEN LOKAL

rungen der Veranstaltungszahl aufweisen.Eine mÜgliche Erklärung hierfßr kann die Kßrzung der LandesfÜrderung im Jahr 2010 sein.

Einzige kurzfristige EinsparungsmÜglichkeit war die Zahl der Veranstaltungen.2011 blieben die Subventionen auf dem gekßrzten Niveau,die Zahl der Veranstaltungen nahm jedoch wieder zu. Dabei wurde die Art der Veranstaltungen angepasst, es musste auf kostengßnstigere Formate ausgewichen werden.Der Geldmangel wirkt sich auch immer auf die Struktur der Kulturinitiative selbst aus (es wird am Personalaufwand gespart) und auf die Honorare fßr die engagierten Kßnstler/innen. 12 Im Mittel brachte die einzelne Kulturinitiative im Jahr 2009 53,8 Veranstaltungen pro Jahr, 2010 55,1 und 2011 58,0 heraus.Dieser Wert ist im Durchschnitt um etwa 2 Veranstaltungen pro Jahr gestiegen. Da die Kulturinitiativen jedoch sehr unterschiedlich sind und neben solchen mit mehreren Angestellten auch solche aktiv sind,die sich lediglich auf ehrenamtliche Mitarbeit stßtzen,ist hier der Median vielleicht aussagekräftiger.Während der Spitzenreiter (Spielboden) 2011 338 Veran-

„GUTEN APPETIT!“

Foto:Benzer

12 Die sind allerdings schon erschreckend niedrig,wie die Erhebung „Zur sozialen Lage der Kßnstlerinnen und Kßnstler des BMUKK zeigt.


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19

staltungen durchfĂźhrte (2009 waren 358), gab es Einrichtungen, die im selben

Die Zahl der TanzauffĂźhrungen hat spĂźrbar zugenommen von 41 im Jahr 2009 auf 55

Zeitraum nur drei organisierten.Der Medianwert bezogen auf die Zahl der Veran-

im Jahr 2011.Das dßrfte teilweise auf die Aktivitäten von Netzwerk Tanz Vorarlberg

staltungen im Jahr liegt 2009 bei 34,5, im Jahr 2010 bei nur 25 und im Jahr 2011 bei

zurĂźck zu fĂźhren sein,das mit neuen Formaten und konsequenter Vermittlungs-

32,5 Veranstaltungen.

tätigkeit neben den bereits bestehenden Tanzinitiativen FuĂ&#x; gefasst hat. Das Veranstaltungsformat„Vortrag,Bildung,Diskussion“ ist wesentlich präsenter geworden.Seit 2006,als es zum ersten Mal abgefragt wurde,ist es stetig gestiegen

Programmschwerpunkte

von etwa 20 Veranstaltungen im Jahr 2006 zunächst langsam auf etwa 40 im Jahr 2008.Dann in einem Sprung auf 98 im Jahr 2009 und auf 113 Veranstaltungen im Jahr

Die Entwicklung der Veranstaltungen nach unterschiedlichen Sparten lässt erken-

2011. Hier trifft vermutlich ein verstärktes Bildungsinteresse der BevÜlkerung

nen,dass nur drei Bereiche stetig angewachsen sind:Performatives (Theater/Son-

(Stichwort:lebenslanges Lernen) auf das inhaltliche BedĂźrfnis der Kulturinitiativen

stiges) bereits von hohem Niveau ausgehend,Literaturveranstaltungen,Architektur

nach Auseinandersetzung und Diskurs.

(von relativ niedrigem Niveau aus) sowie Vorträge und Bildungsveranstaltungen. Die stärksten Sparten sind Performatives (Theater/Sonstiges) mit 512 Veranstaltun-

Die Knappheit der Geldmittel dĂźrfte ein weiterer Faktor sein.Ein schĂśpferischer Um-

gen 2011,Film mit 491 Veranstaltungen 2011 (etwas weniger im Vergleich zu 541 im

gang mit Interesse einerseits und Mangel andererseits fĂźhrt hier zu einem kurzzeitig

Jahr 2009) und Musik mit 418 Veranstaltungen 2011 (leicht gestiegen mit Delle von

durchaus akzeptablen Ergebnis.So etwas gelingt jedoch nur selten,auf längere Sicht

414 im Jahr 2009). In frĂźheren Umfragen wurde die Sparte Musik unterteilt in verschiedene Genres (Pop, Weltmusik, Klassik etc.). So interessant diese Unterteilung fĂźr die Kulturinitiativen selbst sein mag,da jede ihr eigenes Profil betreffend Musik aufweist (von der „LiederbĂźhne“ Ăźber spezielle klassische Konzerte weitab vom klassischen Mainstream bis hin zu Pop), so wenig Sinn macht diese Unterteilung fĂźr die statistische Erhebung in Bezug auf Veranstaltungsdichte und Zahl der Besucher/innen.Schon in der „Kulturstudie Vorarlberg 2010“ wurde Musik als Sparte abgefragt, ohne die unterschiedlichen Genres zu bewerten,konsequenterweise wird dieses Prinzip auch

   





   

 



 



fßr die vorliegende Untersuchung angewandt.Die Kulturinitiativen legen fßr jedes Musikgenre ihre eigenen Qualitätskriterien bei der Programmierung an.

PROGRAMMSCHWERPUNKTE


20

21

Veranstaltungen Résumé würden nämlich solche Formate die reichhaltigeren verdrängen,wo z.B.eine größere

2008 hat sich zum ersten Mal nach achtjähriger Beobachtung eine Tendenz gezeigt,

Anzahl von Schauspieler/innen oder eine große Band gebraucht werden. Eine

die Zahl der Veranstaltungen nicht mehr zu steigern oder sogar sie zu senken.Das

Beschränkung der Kulturinitiativen auf „arme Kultur“ würde im Kampf um öffent-

musste Anlass sein, nach den Gründen zu fragen. Noch immer gibt es inhaltliche

liche und private Aufmerksamkeit einen weiteren Wettbewerbsnachteil bedeuten.

Felder im Kulturbereich,die unbestellt sind,noch immer gibt es unzählige Ideen für neue Themen und Bereiche,noch immer gibt es Gegenden mit einem bescheidenen

Die Kulturinitiativen decken eine breite Vielfalt an unterschiedlichen Kunstsparten

lokalen Kulturangebot.Dennoch scheint sich bei den etablierten Kulturinitiativen

und kulturellen Richtungen ab und erfinden stets Neues.Der Großteil der älteren

ein Trend einzustellen,weniger Wert auf quantitatives Wachstum zu legen.Einige

Kulturinitiativen hat von Anfang an bewusst darauf gesetzt, Kultur in all ihren

halten am erreichten Niveau fest,die jüngeren Kulturinitiativen steigern weiter die

Erscheinungsformen zu praktizieren und anzubieten,um so die vorgefundene „kul-

Zahl ihrer Veranstaltungen.

turelle Wüste“ in Grasland zu verwandeln.Dass Kulturinitiativen sich auf bestimmte

2009 wurden von 26 Kulturinitiativen 1.399 Veranstaltungen organisiert.2010 stieg

Sparten und sogar Genres spezialisieren,ist eine Erscheinung neueren Datums,die

diese Zahl leicht auf 1.432.2011 stieg sie auf beachtliche 1.508 Termine.

aufgrund der mittlerweile bestehenden kulturellen Vielfalt nicht nur legitim sondern auch wünschenswert ist. Schließlich bestehen noch immer inhaltliche und

Ganz allgemein jedoch äußern die Kulturinitiativen, dass mit den vorhandenen

lokale Lücken in der kulturellen Grundversorgung.

Mitteln der strukturelle Rahmen für die Veranstaltungstätigkeit (Personal,Räume) nicht mehr zu halten sein wird.Die Grenze der Belastung ist längst erreicht.Schon länger findet eine inhaltliche Konzentration auf Kernbereiche statt. Das ist eine etwas zwiespältige Entwicklung.Einerseits sind die Konzentration auf die eigenen Stärken und die inhaltliche Schärfung eine gute Sache.Andererseits ist es nicht unbedingt eine vorteilhafte Marketingstrategie.Denn einige „Marktteilnehmer“ generieren weiterhin Zuwächse und Aufmerksamkeit über eine zunehmende Zahl von Veranstaltungen.Das gilt insbesondere für Einrichtungen,die einen „Neustart“ hinter sich zu bringen haben aufgrund einer neuen Intendanz, eines neuen Hauses oder ähnlichem. Es besteht also die Gefahr einer Verdrängung,die ähnlich funktioniert wie die „Kannibalisierung“ im Wirtschaftsbereich.


22

23

Kooperationen

Besucher/innenfrequenz

Kooperationen zwischen Kulturinitiativen nehmen zu,auch die Zusammenarbeit

Im Jahr 2011 haben 200.906 Menschen Veranstaltungen der 26 befragten Kultur-

mit der IG Kultur.Die Vernetzungsarbeit trägt hier sichtbare Früchte.Deutlich ist,

initiativen besucht,das sind im Schnitt 117 Besucher/innen pro Veranstaltung.Im

dass,wer einmal mit Kooperationen begonnen hat,diese stetig ausweitet,was auf

Jahr 2010 waren es sogar 121 Besucher/innen pro Veranstaltung, nach 117 im Jahr

die positive Rückwirkung schließen lässt. Sind die Kooperationen innerhalb von

2009.Im Erhebungszeitraum davor waren es 112 Besucher/innen pro Veranstaltung.

Vorarlberg auf einem stabilen Niveau, kommt überregionale Zusammenarbeit

Es wurden also reale Publikumszuwächse erzielt:2009 waren es 193.591 Besucher/-

dazu: vor allem mit Einrichtungen in Deutschland, in Wien und darüber hinaus.

innen, 2010 199.765, ein Plus von 3,2%. 2011 wurde ein weiteres Plus von 0,6%

Dabei sind Kooperationen mit öffentlichen Einrichtungen (z.B.Frauenmuseen) nicht

Besucher/innen erzielt.

selten. Jüngeren Kulturinitiativen, die noch an ihrer eigenen Festigung arbeiten, gelingt der erste Schritt zur Kooperation nicht so ohne weiteres,das braucht Zeit.

Der Zuwachs ist nicht nur einer steigenden Zahl an Veranstaltungen zu verdanken.

Jüngere Initiativen ohne eigenen Veranstaltungsraum sind hingegen von Anfang an

Einerseits hat das Programm überzeugt,andererseits nimmt allgemein das Inter-

zu Kooperationen gezwungen und machen aus der Not eine Tugend.

esse an Kultur zu,besonders bei der jüngeren Bevölkerung.Dabei stehen die Kultur-

Die Hindernisse in der Praxis scheinen mittlerweile bewältigbar:Vereinbarungs-

initiativen in Konkurrenz zu allen anderen,immer vielfältiger werdenden Möglich-

kultur, Abrechnungen,gemeinsame Werbung – all dies gelingt und bezeugt eine

keiten der Freizeitgestaltung, der Bildung, der Unterhaltung, des Sports. Die

steigende Professionalisierung.

Möglichkeiten des professionellen Marketings der Kulturinitiativen ist gegenüber jenem der konkurrierenden Bereichen eher bescheiden. Nur einzelne Kulturinitiativen können ihre Veranstaltungen adäquat bewerben (siehe dazu die Abschnitte Medien und Budget). Das Publikum kommt zu knapp 80% aus Vorarlberg, gut 20% kommen aus den Nachbarländern Schweiz,Liechtenstein und Deutschland,Tendenz leicht steigend. Möglicherweise wirken Vorarlberger Kulturkalender, die in der benachbarten Schweiz verwendet werden,sich hier positiv aus.13 Insgesamt schwankt der Anteil

13 Im St.Galler Rheintal werden Programmangebote des Vorarlberger Web-Service Kultur Online verbreitet,die natürlich auch die Veranstaltungen diesseits des Rheins enthalten.


24

25

der ausländischen Besucher/innen bei den einzelnen Kulturinitiativen beträchtlich.



Hier wären noch etliche Forschungsfragen offen, die hoffentlich in nächster Zeit



beantwortet werden kĂśnnen: Welche Wege nehmen Kulturinteressierte auf sich,



damit sie die gewĂźnschten Veranstaltungen besuchen kĂśnnen, und welche Ver-



kehrsmittel wählen sie?



Vereinzelt gibt es auch Besucher/innen aus den anderen Ăśsterreichischen Bundes-

 



ländern und aus ferneren Gegenden. 

Besondere Zielgruppen werden von mehr als der Hälfte der Kulturinitiativen (52,2%)

 N=26

 





mit spezifischer Programmierung explizit angesprochen. Es gibt auch Kulturinitiativen,die sich nur an eine einzige Gruppe wenden,z.B.an Jugendliche.Doch auch

ENTWICKLUNG BESUCHER/INNEN

Kulturinitiativen mit breitem Programm sprechen mit spezifischen Veranstaltungen bestimmte Zielgruppen an. Im Erhebungszeitraum 2006-2008 waren Migrant/-

Folge hat sie im Rahmen eines EU-gefĂśrderten Arbeitsmarktprojektes den Kultur-

innen die Zielgruppe,die am intensivsten mit Veranstaltungen umworben wurde,

bereich als Arbeitsmarkt fĂźr Migrant/innen untersucht, 14 2005 und 2006 organi-

weil sie relativ neu als groĂ&#x;es,zu gewinnendes Publikumssegment wahrgenommen

sierte die IG Kultur Vorarlberg Podiumsdiskussionen und Workshops im Themenfeld

wurden.Im aktuellen Erhebungszeitraum wurde nicht mehr explizit nach bestimm-

Kulturarbeit und Migration.2007 wählte die Mitgliederversammlung der IG Kultur

ten Zielgruppen gefragt, weil diese Frage schon in der Vergangenheit die Auf-

Vorarlberg mit Yener Polat (Interkultureller Verein Motif ) einen Migranten in ihr

merksamkeit auf bestimmte Potenziale gelenkt hat.

Leitungsgremium. 2005 fĂźhrte das Land Vorarlberg einen neuen Budgetposten „Kultur und Migrant/innen“ ein,der mit 25.000 Euro dotiert war. Diesen Budget-

Im RĂźckblick zeigt sich eine interessante Entwicklung:2003 verĂśffentlichte die IG

posten gab es bis 2009.Nunmehr soll dieser Bereich integriert sein und keines spe-

Kultur Ă–sterreich erstmals ihr Positionspapier zum politischen Antirassismus.In der

ziellen Platzhalters im Budget mehr bedĂźrfen. 15 Ein StĂźck weit ist die Sensibilisierung wohl gelungen.Das Bewusstsein fĂźr die groĂ&#x;e Zahl an Migrant/innen ist gestiegen,die in Vorarlberg rund ein Viertel des potenziellen Publikums darstellen.

14 Fields of Transfer:http://igkultur.at/projekte/transfer/news/fields-of-transfer 15 Tatsächlich kämpft Motif ebenso wie andere Vereine in diesem Feld um finanzielle Anerkennung fßr die Arbeit im Verein.Eine teilzeitangestellte Kraft lässt sich noch nicht finanzieren.

Dass Frauen als Zielpublikum schon frĂźher „entdeckt“ und angesprochen wurden, kĂśnnte ebenfalls mit kultursoziologischer Arbeit zusammen hängen,welche die IG

16 Zuletzt vor allem in der Kulturstudie Vorarlberg 2010 gemeinsam mit der FH Vorarlberg,aber auch im Rahmen der „Frauenstudie“ Creating the Change

Kultur Vorarlberg leistet. 16


26

27

KĂźnstlerinnen und KĂźnstler Kulturinitiativen sind wichtige Arbeit- und Auftraggeber fĂźr KĂźnstler/innen. Die FĂźr Jugendliche gibt es eine Reihe von Initiativen,die spezifisch auf sie ausgerichtet

Zahl der von Vorarlberger Kulturinitiativen engagierten KĂźnstler/innen steigt seit

sind und im Rahmen ihrer Programme keine extra Jugendschwerpunkte mehr legen.

Jahren und liegt mittlerweile bei fast 3.000 im Jahr.2009 wurden 2.715 KĂźnstler/-

Dass Kinder spezifische Angebote brauchen,ist bekannt und wird von den Kultur-

innen engagiert,im Jahr 2010 waren es 2.913,im Jahr 2011 sank die Zahl geringfĂźgig

initiativen schon lange berĂźcksichtigt. Die Studie zur Kulturvermittlung des Landes

auf 2.876.Ăœber den Erhebungszeitraum ergibt sich eine Steigerung von 5,9%.



Vorarlberg hat allerdings zutage gebracht,dass fĂźr kleinere Kinder (vor dem Schulalter) vergleichsweise wenige Angebote gemacht werden. 17 Sie werden von allen Altersgruppen am seltensten angesprochen (nur 39 % aller Kulturanbieter tun dies aktiv).Einzelne Kulturinitiativen sind hier Vorreiter,beispielsweise wenn sie dieser Altersgruppe eine neue Sparte erĂśffnen (etwa das Theater der Figur mit Tanzproduktionen fĂźr Kleinkinder).

  

     

   



 





ZAHL DER ENGAGIERTEN KĂœNSTLERINNEN UND KĂœNSTLER

Die Zahl der engagierten Frauen liegt bei etwas mehr als einem Viertel mit leicht steigender Tendenz:2009 waren es 26%,im Jahr darauf 27%,im Jahr 2011 schlieĂ&#x;lich 27,5%. Die Herkunft der engagierten KĂźnstler/innen wurde im aktuellen Erhebungszeitraum nicht mehr abgefragt.In den frĂźheren Jahren lag der Anteil der Vorarlberger/17 Kulturvermittlung.Eine Studie zur Bedeutung und zum Umfang kulturvermittelnder Initiativen in Vorarlberg . FH Vorarlberg 2012,Seite 27.

innen bei etwa einem Drittel mit schwer deutbaren Schwankungen. Kulturinitiativen haben die Aufgabe,sowohl Arbeits- und AuftrittsmĂśglichkeiten fĂźr lokale und regionale KĂźnstler/innen zu bieten,als auch den Austausch mit der national und international agierenden Szene zu pflegen und KĂźnstler/innen von auĂ&#x;erhalb zu präsentieren.Das Publikum legt ebenfalls Wert darauf,sowohl lokale/regio-


28

29

Medien und Werbung nale Künstler/innen zu sehen als auch solche,die überregional unterwegs sind.Die

Jede Kulturinitiative muss einen Teil ihrer knappen Ressourcen in die aufreibende

Kulturstudie 2010 zeigt hier eine gleich hohe Zufriedenheit mit lokalen und überre-

Arbeit der Bewerbung ihrer Aktivitäten stecken. Haben in der Konsumgüter-

gionalen Angeboten ( je 44 %). Das kann so gedeutet werden, dass die Kultur-

produktion sowie im Bereich der kommerziellen Kultur die Aufwendungen für

initiativen diese Erwartungen zufriedenstellend erfüllen.

Marketing und Werbung längst jene der Produktion überflügelt, können sich die Kulturinitiativen vergleichsweise wenig Werbeaufwand leisten und sind stark auf

Vernachlässigt eine Region das eigene künstlerische Potential,läuft sie Gefahr,zur

die Kooperationswilligkeit von Medien und Journalist/innen angewiesen.

reinen Abspielstätte für die internationale Kulturkarawane zu werden ohne eigenes kulturelles Profil.Das sehen mittlerweile auch Repräsentant/innen des Tourismus

Es ist schwierig zu sagen,welche Medien für die Kulturinitiativen am wichtigsten

so. Obschon deren Augenmerk noch hauptsächlich auf die kulturellen „Leucht-

sind.Schließlich sind sie auf die vorhandene Medienlandschaft angewiesen,die sie

türme“ gerichtet ist,beginnt sich die Erkenntnis durchzusetzen,dass ein regionales

bestmöglich für sich zu nutzen suchen. Eigene Druckmedien der Szene, wie sie

kulturelles Profil für die Zukunft des Tourismus notwendig sein wird.Dieses Profil

immer wieder angedacht wurden (z.B.in Form einer Sommer-Kulturzeitung) wur-

prägen regionale Kulturinitiativen mit ihrer partizipativen Kulturarbeit gemeinsam

den bislang nie realisiert.Das freie Radio Proton – selbst eine Initiative der Szene –

mit den Künstler/innen aus der Region.Nur eine stabile oder besser noch:wachsende

hat durch seine kulturspezifischen Sendungen an Profil gewonnen. Die – derzeit

Alltagskulturarbeit,die weite Kreise in der Bevölkerung zieht,kann einer Region eine

noch – eingeschränkte Reichweite, speziell im Unterland, stellt allerdings ein

im Tourismus „verkäufliche“ Kulturalität 18 verleihen.Regionale kreative Produktion

Handicap dar. 19

bleibt also auch aus dieser Perspektive wichtig und muss intensiv gefördert werden. Auf die größte regionale Tageszeitung, die Vorarlberger Nachrichten, verzichtet keine Kulturinitiative. 77,3% nutzen sie regelmäßig, zumindest für die Veranstaltungsankündigungen,wenn möglich auch für redaktionelle Berichte.22,7 % nutzen sie nur manchmal. 10,7 % sind bereit,für Werbung in der VN Geld auszugeben. Das VN-Pluspaket ist nach wie vor nicht sonderlich beliebt,75 % schalten nie,das ist der höchste Ablehnungsgrad von allen Werbeträgern.Nur 5 % schalten es regelmäßig,20% manchmal.Allerdings hat das Pluspaket das klassische Inserat in den VN mittlerweile überflügelt,das war im vorigen Erhebungszeitraum noch anders. 18 Siehe dazu: Kulturrisse 2/12 „Kunst und Kohle“ Seite 36. 19 Im Ballungsraum unteres Rheintal ist Proton bislang nur per Webstream verfügbar, eine terrestrischen Sendefrequenz soll es in absehbarer Zeit geben.

Auf ORF Radio und Fernsehen verzichten nur 4,5%. 63,6% nutzen die ORF-Programmangebote regelmäßig für die Bekanntmachung ihrer Vorhaben,31,8% nutzen sie manchmal.Bezahlte Werbung im ORF ist kein Thema.


30

31

.

Nur 5% verzichten auf Werbung und Berichterstattung in der Kulturzeitschrift. 80%

&  

nutzen sie regelmäĂ&#x;ig,das ist der hĂśchste Wert (noch vor den VN ).15% nutzen sie

 %

  

manchmal,immerhin 25% schalten bezahlte Werbung.

$  

Auf Berichterstattung und Werbung in Gemeindeblättern verzichten 9,5%. 61,9% manchmal, 10,7 % schalten bezahlte Anzeigen. 10% verzichten auf Ankßndigungen in der Neuen Vorarlberger Tageszeitung.65%

                 

 

nutzen sie regelmäĂ&#x;ig,die restlichen 25% manchmal.Nur 3,6 % schalten bezahlte Anzeigen.Damit hat die Neue fĂźr die Kulturinitiativen an Bedeutung verloren seit

1  

 .    23

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dem letzten Erhebungszeitraum.

  

Die Zeitungen der Nachbarregionen sind nach wie vor wichtige Medien fĂźr Vorarl-

 

berger Kulturinitiativen.Nur 20% verzichten auf ihre Berichterstattung, 30% nut-



/)0

'(' )'(' *'(' +'(' ,'(' -''('-)'('-*'('

zen sie regelmäĂ&#x;ig und 50% gelegentlich. Auch bezahlte Werbung gibt es, 3,6% schalten Anzeigen.

4

nutzen Gemeindeblätter regelmäĂ&#x;ig fĂźr die AnkĂźndigung ihrer Vorhaben,28,6%

MEDIENNUTZUNG

Interessant ist,dass die Online-Medien bzw.Kalender „Kultur Online“ und „huet.at“ exakt gleiche Daten aufweisen,bis auf den Bereich der bezahlten Werbung. 27,8% verzichten auf AnkĂźndigungen durch sie, 44,4% nutzen sie regelmäĂ&#x;ig, 27,8%

Die geringste Rolle spielen Privatradios.Bezahlte Werbung gibt’s dort ßberhaupt

manchmal.Kultur Online kann allerdings mehr Anzeigen lukrieren: 14,3% bezahlen

nicht. 66,7% verzichten Ăźberhaupt,nur 27,8% nutzen Privatradios regelmäĂ&#x;ig, 5,6%

fĂźr AnkĂźndigungen,bei huet.at sind es nur 3,6%.

gelegentlich.

42,1% verzichten auf AnkĂźndigungen in Radio Proton.Das kann auch an der begrenzten Reichweite liegen. 31,6% nutzen Radio Proton hingegen schon regelmäĂ&#x;ig und

Nach Medien wie Falter,Kurier,Der Standard,Presse,Salzburger Nachrichten und

immerhin 26,3% gelegentlich.Bezahlte Werbung gibt es im freien Radio naturge-

Tiroler Tageszeitung wurde diesmal nicht gefragt.Die Kulturinitiativen bringen dort

mäĂ&#x; nicht.

regelmäĂ&#x;ig AnkĂźndigungen,selten auch redaktionelle Beiträge unter,am wichtig-

23,8% verzichten auf „Wann & Wo“. 47,6% nutzen es regelmäĂ&#x;ig, 28,6% gelegentlich.

sten von diesen ist Der Standard.

Niemand schaltet bezahlte Werbung.Andere Gratiszeitungen liegen nicht weit entfernt von diesen Daten: 26,3% verzichten, 52,6% nutzen sie regelmäĂ&#x;ig,mehr also als „Wann & Wo“, 21,1% nutzen sie manchmal, und hier gibt es sogar 3,5%, die bezahlte Anzeigen schalten.


32

33

Eigene Informationsmedien Das Erstellen eigener gedruckter Werbemedien ist zwar kostspielig aber unumgäng-

Folgende Aktivitäten im interaktiven Web 2.0 sind verbreitet:Kartenreservierung

lich.Die elektronische Kommunikation kann die herkĂśmmlichen Werbemedien nicht

und Kartenverkauf,Youtube-Channel fĂźr Clips,Dokumentationen und Workshops.

ersetzen,sie bindet zusätzlich Geld und vor allem Arbeitszeit in den Kulturinitiativen.

Auch SelbstdarstellungsmĂśglichkeiten fĂźr das Publikum bieten einige Kulturinitiativen an.



Am wichtigsten sind natßrlich Einladungskarten,die verschickt und auch als Flyer aufgelegt sowie verteilt werden.Die Gesamtauflage 2011 beträgt fßr alle befragten Kulturinitiativen 468.500.Das sind durchschnittlich 22.310 Flyer pro Kulturinitiative und Jahr,obwohl die meisten mit einer Auflage von 10.000 (Median) pro Jahr das Auslangen finden (mßssen).Die Spitzenreiter drucken und verbreiten bis zu 140.000 Flyer.Die Gesamtauflage an Plakaten im Jahr 2011 betrug 27.500 Stßck,obwohl nur 15, also etwas mehr als die Hälfte,von den befragten Initiativen ßberhaupt Plakate drucken. Das Plakat ist ein relativ teures Medium,das nicht nur gedruckt sondern meistens auch kostenpflichtig affichiert werden muss,wenn auch viele Gemeinden

          

fßr ihre Kultureinrichtungen bestimmte Plakatflächen bereit stellen.Die meisten



Kulturinitiativen produzieren etwa 500 Plakate im Jahr,einzelne Kulturinitiativen drucken bis 8.000 StĂźck. Gerade Festivals sind besonders auf diese Methode, im

Kulturinitiativen versenden fĂźr jede Veranstaltung an etwa 500 Mailadressen

       

!

EIGENE MEDIEN



Üffentlichen Raum zum richtigen Zeitpunkt sichtbar zu sein,angewiesen. Unumgänglich ist die Veranstaltungsinformation mittels E-Mail. Die meisten

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(Median) Informationen.Insgesamt lassen sich fast 35.000 Menschen in Vorarlberg auf diesem Weg mit Kulturinformationen beliefern.



  



59,1% der befragten Kulturinitiativen nutzen Social Media fĂźr ihre Zwecke.Der Aktivitätsgrad ist zweifellos sehr unterschiedlich,doch gibt es je nach Alter der Kulturinitiative und ihres Publikums gute MĂśglichkeiten der Ăśffentlichen Präsenz. In Kulturinitiativen,wo „Digital Natives“ mitarbeiten,flieĂ&#x;t das Erzeugen der notwen-

  

   

 

   

digen Aktivität in die alltäglich Arbeit ein. Andere empfinden das als zusätzliche Arbeitsbelastung.

SOCIAL MEDIA UND EXTERNER TICKETVERKAUF


34

35

 Fast 46% der Kulturinitiativen verkaufen Eintrittskarten ßber Online-Vertriebe wie V-Ticket (Zusammenschluss der Stadtmarketingabteilungen der Vorarlberger Städte) und Ländleticket bzw.Ö-Ticket (Online-Verkaufsplattform von Banken und





   

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GroĂ&#x;veranstaltern). FĂźr 54% der Kulturinitiativen erscheint dies (noch) nicht als attraktiv,vor allem aufgrund der zu entrichtenden Provision. Der Verkauf von Eintrittskarten Ăźber Banken (am Schalter) und Geschäfte wird immerhin von 35% der Kulturinitiativen betrieben.Bei den Geschäften,die Tickets verkaufen,handelt es sich nicht nur um einschlägige Branchen wie z.B.den Musik-



laden sondern auch um klassische Nahversorger wie Bäckereien.  KAPITAL DER KULTURINITIATIVEN

Budget

vorgesehen ist.Das war nicht immer so.Bis zum Jahr 2006 waren in Vorarlberg die Gemeinden die wichtigsten FĂśrderer der Kulturinitiativen. 2007 Ăźberstiegen die

Bewertet man die Arbeitsleistung der ehrenamtlich Tätigen in den Kulturinitiativen

Beiträge des Landes jene der Gemeinden.Das hat sich seither nicht mehr geändert.

mit 28,20 Euro pro Stunde,20 lässt sich sagen,dass Kulturinitiativen sich zu 66,7%,

2011 hat das Land 48,51% der Finanzierungsbeiträge bereitgestellt,die Gemeinden

also zu zwei Dritteln selbst finanzieren.

33,81%, der Bund 16,57% und die EU 1,11%.

Die ehrenamtliche Arbeitsleistung betrug 2011 72.289 Arbeitsstunden,multipliziert mit 28,20 ergibt das 2.038.550 Euro. Die Finanzierungsbeiträge der verschiedenen GebietskÜrperschaften (Gemeinden, Land,Bund,EU) betrugen 2011 insgesamt 1.895.118 Euro. Selbst erwirtschafteten die Kulturinitiativen 1.844.042 Euro aus Karteneinnahmen, Sponsoring,Mitgliedsbeiträgen etc. Von den Üffentlichen FÜrdergebern hat sich das Land zum bedeutendsten entwickelt wie das aufgrund der Kompetenzverteilung zwischen den GebietskÜrperschaften

20 Arbeitskosten laut Statistik Austria 2010 je geleistete Arbeitsstunde (inklusive Lehrlinge und sonstige Auszubildende)

ANTEILE DER FĂ–RDERGEBER


36

37

Während die Beiträge der Gemeinden in etwa stabil geblieben und jene des Landes

entspricht.Am mangelnden Engagement der Kulturinitiativen liegt dieses Absinken

gestiegen sind,hat die FĂśrderung durch den Bund von bereits niedrigem Niveau wei-

also nicht.Von 85 Millionen Euro des Bundes fĂźr die KunstfĂśrderung 21 sind nur fĂźnf

ter abgenommen.Trug der Bund 2005 noch 22% der Finanzierungsbeiträge,waren

Millionen den Kulturinitiativen gewidmet.

es 2008 17,4% und im Jahr 2011 nur noch 16,57%.Von einer drittel-paritätischen FÜrderung (alle drei GebietskÜrperschaften beteiligen sich mit je einem Drittel an ßber-

Die Beiträge der EU sind bescheiden, im Jahr 2011 hat sie 1,11% der Subventionen

regional bedeutsamen Kultureinrichtungen),ist zwar noch immer die Rede,tatsäch-

geschultert (immerhin mehr als im Vorerhebungszeitraum,als es 0,2% waren).Sie

lich lieĂ&#x;e sich die Drittelparität in der Form neu interpretieren, dass die Bundes-

sind auch sehr schwankend:2005 und 2007 konnte keine Kulturinitiative EU-Mittel

fĂśrderung nur mehr ein Drittel der LandesfĂśrderung ausmacht.

gewinnen,2006 und 2008 war es je eine,im aktuellen Erhebungszeitraum waren es insgesamt drei.

Dabei erzielen die Vorarlberger Kulturinitiativen hĂśhere Anteile an der Bundes-

Dass die IG Kultur auf der Bundesebene erreicht hat,dass Ăśsterreichische Projektein-

fĂśrderung fĂźr Kulturinitiativen als ihnen entsprechend dem Anteil der BevĂślkerung

reicher/innen nicht mehr an der HĂźrde der mangelnden nationalen Co-Finanzierung



scheitern, hilft in diesem Zusammenhang nicht weiter, denn das gilt nur fĂźr die KulturfĂśrderprogramme,konkret fĂźr Kultur 2007-2013.Die FĂśrderungen fĂźr Vorarlberger Kulturinitiativen kamen jedoch stets aus den Strukturfonds (Interreg,



Leader),niemals aus dem KulturfĂśrderungsprogramm der EU. 

    ! "# 

 

Betrachtet man die Qualität der FÜrderbeziehungen bezßglich Aufwand, Zuverlässigkeit und Transparenz schneiden die regionalen GebietskÜrperschaften Land und Gemeinden zweifellos besser ab als die ßbergeordneten Bund und EU.



ArbeitsmarktfĂśrderung spielte im Erhebungszeitraum eine bescheidene Rolle. 

 





ENTWICKLUNG DER Ă–FFENTLICHEN FĂ–RDERUNG 2009-2011

Offenbar ist die Kultur als Arbeitsmarkt noch wenig ins Bewusstsein gedrungen,was die IG Kultur zu ändern versucht.Tatsächlich stellt die unzureichende Ausstattung der Kulturinitiativen mit bezahlter Arbeit fĂźr die Inanspruchnahme von ArbeitsmarktfĂśrderinstrumenten paradoxerweise eine HĂźrde dar. SchlieĂ&#x;lich muss bei Wiedereingliederung ein hoher Aufwand an Betreuung geleistet werden,was vielen Kulturinitiativen aufgrund der personellen Situation schwer mĂśglich ist. Ob ein Projekt der IG Kultur auf der Bundesebene in diesem Feld Verbesserungen erzielen

21 Ohne Bundestheater,Bundesmuseen und Nationalbibliothek

wird,ist derzeit noch nicht abzusehen.


38

39

Gemeinden und Gemeindeverbände geben in vielen Fällen durch Sach- und Per-

Im Überblick über zwölf Jahre Kulturförderung in Vorarlberg (2000 - 2011) wird klar,

sonalleistungen Unterstützung,was bei den Subventionsgebern Land und Bund

dass es zwar nominelle Steigerungen der Subventionen im freien Bereich gibt,dass

nicht vorkommt. 22 Diese Leistungen der Gemeinden sind nicht beziffert und schei-

diese Steigerungen aber parallel zum Verbraucherpreisindex verlaufen und real somit

nen in keinem Diagramm auf.

ein Stagnieren oder Absinken bedeuten,weil immer wieder neue Kulturinitiativen dazu kommen.

Grundsätzlich bleiben die Gemeinden wichtige Partner für die Vorarlberger Kulturinitiativen,worin sich Vorarlberg von vielen anderen Regionen unterscheidet.In Tirol beispielsweise spielen die Gemeinden,was Subventionen betrifft,eine untergeordnete Rolle für die Kulturinitiativen (nicht was Unterstützung der Volkskultur betrifft).Offensichtlich ist der Wert zeitgenössischer Kulturarbeit von der Mehrzahl der Vorarlberger Gemeindepolitiker/innen aber längst erkannt worden. Wäre eine Kulturinitiative gezwungen aufzugeben,würde die Lücke am schmerzlichsten für die ansässige Bevölkerung in der betroffenen Gemeinde spürbar. „Der kulturelle und kreative Sektor ist ein essentielles Element der lokalen Entwicklung“,heißt es in einem im Oktober 2006 von der EU publizierten Forschungsbericht . 23

Zitiert wird darin auch eine amerikanische Erhebung,wonach für Standortent-

scheidungen von Unternehmen das kulturelle Angebot wichtiger ist als die folgenden Faktoren:Klima,Ausbildungsmöglichkeiten, Nähe zu technischen Universitäten sowie Eisenbahn- und Wasserweganbindung.

22 Es ist zwar schon vorgekommen,dass ein Künstler die Kantine des Landhauses nutzen konnte. Doch wertvolle Leistungen wie Räume,Personal und Werbeflächen werden von Gemeinden zur Verfügung gestellt. 23 „The Economy of Culture in Europe. A Study prepared for the European Commission“, Seite 203; http://ec.europa.eu/culture/eac/index_en.html


40

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Eigenaufbringung Ihre Mittel erwirtschaften die Kulturinitiativen 2011 zu zwei Dritteln selbst,ein Drittel

Der drittgrĂśĂ&#x;te Faktor in der Gesamtbetrachtung sind die Zuwendungen Ăźber Spon-

kommt aus Subventionen. Der wichtigste eigene Beitrag ist die ehrenamtliche

soring,Stiftungen und Spenden. 2011 wurden fast 310.000 Euro eingenommen –

Arbeit,die Jahr fĂźr Jahr geleistet wird.Sie macht einen Anteil von 35% an den Gesamt-

Tendenz stark steigend ! Waren es 2009 doch 235.049 und im Jahr 2010 bereits

mitteln aus,währen die selbst erwirtschafteten finanziellen Mittel 31,7% ausmachen.

270.514 Euro.Diese privaten Zuwendungen haben fĂźr die Kulturinitiativen durchgehend eine groĂ&#x;e Bedeutung. Ihr Durchschnitt lag 2011 bei Ăźber 19.000 Euro, im

Die Eintrittgelder sind der wichtigste Einnahmefaktor. 2011 wurde mehr als eine

Median (um die „AusreiĂ&#x;er“ bereinigt) waren es 2011 immerhin 8.500 Euro.Das ent-

Million Euro an Eintrittsgeldern eingenommen (1.000.997 Euro),Tendenz steigend.

spricht 8,2% des Finanzvolumens der Kulturinitiativen.Sie sind also äuĂ&#x;erst alert,

Interessant ist,dass bei den Eintrittsgeldern der besonders weit auseinander klaffen

wenn es darum geht,private Geldgeber/innen zu finden.

– der Faktor sechs liegt dazwischen (in den Jahren 2009 und 2010 sogar der Faktor zehn).Während die Eintrittsgelder 2011 durchschnittlich 62.562 Euro betrugen,lag

Die Mitgliedsbeiträge sind ebenfalls ein wichtiger Faktor. Praktisch alle Kultur-

der Median bei nur 11.478 Euro.Das weist darauf hin,dass die Bandbreite der Eintritts-

initiativen sind Mitgliedervereine oder sind mit FÜrder- bzw.Trägervereinen verbun-

preise insgesamt sehr groĂ&#x; ist und auch Veranstaltungen bei freiem Eintritt stattfin-

den.Dabei geht es natßrlich nicht nur um Mitgliedsbeiträge,obschon diese 2011 in

den.Es gibt natĂźrlich auch innerhalb einer einzigen Kulturinitiative verschiedene

Summe Ăźber 40.000 Euro ausmachten, Tendenz steigend: 2009 waren es Ăźber

Preise,je nach Sparte (z.B.Literatur und Film eher gĂźnstig,groĂ&#x;e Konzerte und Tanz

34.000, 2010 bereits Ăźber 36.000 Euro.Die Mitglieder sind auch als Stammpublikum

eher hochpreisig ),Zielgruppe (Kinder) und Credit der auftretenden KĂźnstler/innen

wichtig,das Ăźber ermäĂ&#x;igte Eintrittspreise und andere VergĂźnstigungen gepflegt

(entspricht oft dem erwartetem Publikumszuspruch).

und an die Kulturinitiative gebunden wird. Einige Kulturinitiativen setzen

Zudem haben die Kulturinitiativen die Eintrittspreise 2011 vorsichtig erhÜht – mÜgli-

Mitglieder,die sich dazu bereit erklären,fßr bestimmte Arten von Arbeit ein.Vom

cherweise als Reaktion auf den finanziellen Einschnitt bei der LandesfĂśrderung 2010. Betrachtet man den Median,ist der Anteil der Eintrittsgelder von 2009 bis 2011 langsam und stetig gewachsen.

  

Der zweitgrĂśĂ&#x;te Faktor der eigenen finanziellen Mittel ist – als Gesamtsumme



betrachtet – die Gastronomie.Rund 367.000 Euro wurden 2011 erwirtschaftet.Auch



hier gab es durchgehend Steigerungen. Doch auch hier unterscheiden sich die



Kulturinitiativen ganz beträchtlich.Während einige in der Gastronomie ein wichti-



ges Standbein haben,spielt fßr einige der Verkauf von Getränken oder gar Speisen ßberhaupt keine Rolle.Der Median liegt 2011 bei 500 Euro,der Durchschnitt liegt bei 24.457 Euro.Natßrlich habe nicht alle Kulturinitiativen die MÜglichkeit,ihr Publikum gastronomisch zu versorgen.

      !   " #  " $  % &  



  

 

EIGENE EINNAHMEN





# 


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43



Verteilen von Werbemitteln bis zu Diensten an der Abendkassa reicht die Palette.Im



Bereich Mitgliedsbeiträge zeigt sich an den Durchschnitts- und Medianwerten,dass



diese fßr alle einen ähnlichen Stellenwert haben,sie liegen nicht weit auseinander,



nicht einmal um den Faktor 2.



             !   !      



NatĂźrlich gibt es weitere Einnahmequellen,die in der Befragung unter „sonstigem“



zusammengefasst wurden.Dieser Posten setzt sich aus Vermietungen,erhaltenen



Preisen,Workshop-Beiträgen,Gutschriften,Zinsen und ähnlichem zusammen.In



Summe sind diese Einkßnfte nicht zu vernachlässigen.Ihrer HÜhe nach liegen sie mit 126.301 Euro im Jahr 2011 zwischen Sponsoring und Mitgliedsbeiträgen. Sie sind









AUSGABENSTRUKTUR

jedoch nicht weiter analysierbar,sie dĂźrfen als Hinweis auf die Findigkeit der Kulturinitiativen gelesen werden. Der Aufwand fĂźr Werbung und Vertrieb ist eher bescheiden mit 8,2% der Ausgaben. Das wäre eine wichtige Kennzahl,um festzustellen,Ăźber welche „Waffen“ Kulturinitiativen im Kampf um Aufmerksamkeit verfĂźgen – auch im Vergleich zu anderen

Ausgabenstruktur

Kultureinrichtungen. Hier wird deutlich, dass ein Lebensbereich, der vielen Menschen immer noch als ĂźberflĂźssiger „Luxus“ gilt,weniger MĂśglichkeiten hat,auf

2011 haben die befragten Kulturinitiativen gut drei Millionen Euro fĂźr Veran-

sich aufmerksam zu machen als tatsächliche Luxusgßter,die zu Zwecken der Distink-

staltungsaufwand, Betrieb und Werbung ausgegeben. 24 Den LĂśwenanteil der

tion eingesetzt werden.Das ist ein Grund mehr,dass sich Kulturinitiativen intensiv

Ausgaben macht der Veranstaltungsaufwand aus, er beträgt rund 60% der Aus-

um Kinder und Jugendliche bemßhen,um die Teilhabe an der Kultur als das „Lebens-

gaben. Der Betriebsaufwand macht mit 32,5% ein knappes Drittel des Aufwands

mittel“ darzustellen,das sie als Medium gesellschaftlicher Teilhabe auch wirklich ist.

aus,Personalaufwand und sonstige Arbeitskosten sind in diesem Betrag enthalten.

24 Das sind nicht ganz die Gesamtausgaben.Bauliche Investitionen,Anschaffungen,AKM,Steuern und Geldverkehrsspesen etc.sind nicht erfasst.Die Betriebsstruktur und GrĂśĂ&#x;e der Kulturinitiativen ist so unterschiedlich,dass eine vergleichbare Erfassung aller Ausgaben zu aufwändig fĂźr sie wäre.


44

45

Subvention pro Besucher/in Setzt man die Summe der öffentlichen Finanzierungsbeiträge mit der Zahl der Be-

Das Vorarlberger Landestheater erhielt 2011 Förderungen von Land und Bund in der

sucher/innen ins Verhältnis,lässt sich errechnen,mit welchem Betrag die öffentliche

Höhe von 2.755.100 und 191.850 Euro. Bei 43.141 Besucher/innen in der Spielzeit

Hand jeden Besuch einer Veranstaltung der Vorarlberger Kulturinitiativen unter-

2011/12 wird die Eintrittskarte also mit rund 68,3 Euro subventioniert.

stützt.Bei 200.906 Besucher/innen im Jahr 2011 und öffentlichen Finanzierungs-

Das Kunsthaus Bregenz erreichte mit 1.999.000 Euro Landesförderung 66.652 Be-

beiträgen von 1.895.118 Euro für alle befragten Kulturinitiativen von allen öffentlichen

sucher/innen,das entspricht 30 Euro pro Eintrittskarte. 26

Subventionsgebern (Gemeinden,Land,Bund und EU),ergibt sich 2011 ein Betrag von 9,43 Euro pro Besucher/in.Das ist ein wichtiger,im Vergleich mit anderen Kultureinrichtungen jedoch sehr mäßiger Beitrag der öffentlichen Hand. Im Erhebungszeitraum 2000-2002 war die Subvention pro Besucher/in 12,45 Euro,

Kulturinitiativen und ihre Mitarbeiter/innen

im Erhebungszeitraum 2003-2005 lag der Subventionsbetrag pro Besucher/in bei 10,49 Euro lag. 2006-2008 waren es 17 Euro.Durchschnittlich liegt der öffentliche

Die meisten Kulturinitiativen haben eine Person,die bezahlt Arbeit erledigen kann.

Beitrag also bei 10,80 Euro.In dieser Berechnung ist der Ausreißer nach oben nicht

Das ist das Ergebnis (Median),wenn nach der Zahl der angestellten Personen (auch

berücksichtigt.Er ist durch bauliche Investitionen zu erklären,die in jenem Zeitraum

geringfügig) gefragt wird.Im Durchschnitt sind es allerdings mehr:Bei den 26 be-

bei zwei größeren Kulturinitiativen zu Buche schlugen.

fragten Initiativen arbeiten 122 Personen angestellt (geringfügig Beschäftigte sind

In diesem Zusammenhang wären Überlegungen interessant, ob es eine „Ideal-

mitgezählt), die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter/innen liegt daher bei 5,3

größe“ für Kulturbetriebe gibt, in der die Produktivität am höchsten ist. Welche

Personen. 65 davon,also etwas mehr als die Hälfte sind Frauen.Von einer anderen

Größe fördert das Zusammenspiel von professionellen Kulturarbeiter/innen in Or-

Untersuchung ist bekannt,dass nur ein Viertel der angestellten Mitarbeiter/innen

ganisation und Technik mit ehrenamtlich engagierten Bürger/innen.Unter welchen

von Kulturinitiativen Vollzeit beschäftigt ist. 43,75% sind zu 50% oder weniger

Umständen identifizieren sich Menschen mit einer Kultureinrichtung so stark,dass

beschäftigt. 27

sie bereit sind,Zeit zu investieren. Da geht es natürlich nicht nur um die Frage der

Die Einkünfte der angestellten Mitarbeiter/innen liegen im Durchschnitt mehr als

Größe sondern auch um die Inhalte (das Programm) und den Einfluss von Ehren-

20% unter dem von der IG Kultur Österreich publizierten Gehaltsschema für Kultur-

amtlichen auf dieses Programm. Dass die Produktivität der Kulturinitiativen und der freien Kulturarbeit insgesamt sehr hoch ist,geht aus den Zahlen oben klar und deutlich hervor. Vergleicht man die Subvention pro Besucher/in mit anderen Kultureinrichtungen, wird klar,dass in keinem anderen Feld die öffentlichen Mittel so knapp bemessen werden.Die Bregenzer Festspiele,die als gut kalkulierendes Festival mit schmaler Infrastruktur gelten,erhielten im Jahr 2011 36,80 Euro pro Besucher/in aus öffentlichen Förderungen. 25

25 152.016 Besucher/innen (ohne Führungen) und 5.594.570 Euro Subvention (1.992.930 vom Bund, 2.277.640 vom Land,1.424.000 von der Stadt Bregenz). Quellen:http://presse.bregenzerfestspiele.com/de/abschlussbilanz-2011-20110821-0 und Kulturamt der Stadt Bregenz. 26 Das KUB hatte 2011 besonders viele Besucher/innen.Die Förderbeiträgen für Landestheater und KUB sind ohne die 540.000 Euro der Kulturhäuserbetriebsgesellschaft gerechnet. Das Landesmuseum war 2011 geschlossen und findet sich daher nicht in dieser Berechnung. Quellen:Landeskulturbericht 2011,Bundeskunstbericht 2011 und die Kulturhäuserbetriebsgesellschaft. 27 Fair Pay Befragung der IG Kultur Vorarlberg,2011, unveröffentlicht.


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Unbezahlte Arbeitsstunden arbeit. 28 Dem Gehaltsschema liegt jenes der Gewerkschaft der Privatangestellten

Hier sei, damit die Dimension noch einmal deutlich wird, die Zahl der unbezahlt

fßr die Mitarbeiter/innen von Vereinen zugrunde. Es wurde den Tätigkeiten im

geleisteten Arbeitsstunden explizit genannt:Im Jahr 2011 waren es 72.289 fĂźr 26

Kulturbereich angepasst,die Hierarchie wurde abgeflacht (fĂźnf statt neun Gehalts-

Kulturinitiativen.Im Durchschnitt pro Kulturinitiative sind dies also gut 3.000 Ar-

gruppen) und die VorrĂźckungen verlangsamt (alle fĂźnf statt alle zwei Jahre). Die

beitsstunden.Dies ist eine kräftige Steigerung gegenßber dem Erhebungszeitraum

Kulturinitiativen haben auf die Vorlage des Gehaltsschemas sehr positiv reagiert

2006-2008.

und bemĂźhen sich um dessen Einhaltung. Auf Dauer wird das nur mĂśglich sein,

Ăœber die ehrenamtlichen Arbeitsstunden werden keine Protokolle gefĂźhrt.Die An-

wenn der Zuwachs der Ermessensausgaben,aus denen die Arbeit der Kulturiniti-

gaben beruhen also auf der Summierung von regelmäĂ&#x;ig wiederkehrenden Tätig-

 ativen maĂ&#x;geblich finanziert wird,Ăźber der Inflationsrate liegt .

keiten (Programmsitzungen,Vorstandssitzungen,Material verteilen,Reparaturen, kulturpolitische Interventionen,Vernetzung ‌ ) einzelner Personen. Mittlerweile kommen vermehrt auch Arbeiten ins Bild, die eigentlich nicht von ehrenamtlich

       

Tätigen ßbernommen sondern professionell erledigt werden sollten (Ansuchen

       

     

           

schreiben,Abenddienste ‌ ). Die Kultur ist in Sachen ehrenamtliche Arbeit Spitzenreiter:

                         

ENTWICKLUNG DER LANDESFĂ–RDERUNGEN 2000-2011

„Laut Mikrozensus-Zusatzerhebung (2006) sind in diesem Bereich [Kultur in ganz Ă–sterreich] mehr als 517.000 Freiwillige tätig,die wĂśchentlich 1,8 Millionen Arbeitsstunden leisten.Damit ist Kultur der grĂśĂ&#x;te Bereich formeller Freiwilligenarbeit – sowohl in Bezug auf die Zahl der Freiwilligen als auch in Bezug auf die geleisteten

AuĂ&#x;erdem arbeiten 74 Personen auf Honorarbasis regelmäĂ&#x;ig fĂźr diese Kulturinitia-

Arbeitsstunden.“ 29

tiven.Auch fßr sie gibt es Mindesthonorarsätze,die federfßhrend von der TKI ( Tiroler Kulturinitiative) entwickelt und mit dem Gehaltsschema abgestimmt wurden.

Es ist keineswegs so,dass die ehrenamtliche Arbeit nur dort passiert,wo es keine professionellen Mitarbeiter/innen gibt – im Gegenteil.Gerade jene Einrichtungen,die ßber bezahlte Mitarbeiter/innen verfßgen, kÜnnen sich auch auf ehrenamtliche

28 http://igkultur.at/projekte/fairpay/materialien-fair-pay 29 1.Bericht zum freiwilligen Engagement in Österreich.Herausgegeben vom Institut fßr interdisziplinäre Non-Profit-Forschung an der WirtschaftsuniversitätWien im Auftrag des Bundesministeriums fßr Arbeit,Soziales und Konsumentenschutz,2009,Seite 38.

Kolleg/innen stßtzen.Das verweist auf zwei Fakten: –

Ehrenamtliche Arbeit gedeiht dort,wo sie durch Professionelle betreut und ergänzt wird.

–

Kultur ist ein Bereich,wo zum allgemeinen gesellschaftlichen Nutzen BĂźrgerinnen und BĂźrger sich selbst verwirklichen kĂśnnen.


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Fraglos ist die Voraussetzung für ehrenamtliches Engagement,dass die wirtschaftli-

Dass der Sparstift beim Personal angesetzt wird,wenn es knapp wird,zeugt einer-

che Situation der einzelnen Vereinsmitglieder sie überhaupt erlaubt:Ohne ausrei-

seits von hoher Identifikation mit der Aufgabe.Doch gleichzeitig ist es unbefriedi-

chendes Einkommen kann niemand ein nennenswertes ehrenamtliches Engage-

gend,dass Kulturarbeit,ebenso wie die künstlerische Arbeit,von gut ausgebildeten

ment betreiben.Die unbezahlte Arbeit ist das inhaltliche und strukturelle Rückgrat

Menschen geleistet wird, die für diese Leistungen in den meisten Fällen schlecht

der Tätigkeit der Kulturinitiativen.Ohne die ehrenamtliche Arbeit könnten sie ihre

bezahlt werden.

kulturellen Leistungen nicht erbringen.

Obschon von 122 angestellten Mitarbeiter/innen (auch geringfügig) bei den Vorarlberger Kulturinitiativen 65 Frauen sind,also 53,3%,ist das Verhältnis zwischen

Die Befragung macht jedoch auch deutlich,dass die Bereitschaft zu ehrenamtlichem

den Geschlechtern nicht ausgewogen.In Spitzenpositionen sind die Frauen unter-

Engagement nicht nur von der Anerkennung (dem Kommen) der Besucher/innen

repräsentiert.

abhängig ist,sondern auch stark von der Bereitschaft der Gebietskörperschaften,die geleistete Arbeit in Form von Finanzierungsbeiträgen zu ergänzen. Fehlt diese Anerkennung,stellt sich bei den Ehrenamtlichen über kurz oder lang das Gefühl der Ausbeutung ein,das die Bereitschaft sinken lässt.

Ausblick

Weiters ist professionelle Arbeit notwendig,um die ehrenamtliche Arbeit produktiv zu machen.Viele Basisarbeiten und viel Administratives muss von Profis erledigt

Das Land hat sich 2009 ein neues Kulturförderungsgesetz gegeben, in dem der

werden,damit die Ehrenamtlichen sich auf ihre inhaltlichen Aufgaben konzentrie-

Gegenstand der Förderung (§3 ) wie folgt definiert wird:

ren können. „ (1) Das Land fördert insbesondere a) kulturelle Einrichtungen und Verbände b) Projekte und Programme von Kulturveranstaltern

Bezahlte Arbeitsstunden

c) Leistungen von Personen,die künstlerisch oder wissenschaftlich arbeiten (2) Weiters fördert das Land das kulturelle Leben, indem es selbst kulturelle Ein-

Nur wenige Kulturinitiativen können sich Angestellte leisten.In Vorarlberg sind dies

richtungen betreibt oder sich an solchen beteiligt.“

das Jugendzentrum Between,Kammgarn,Spielboden,Saumarkt,Netzwerk Tanz Vorarlberg,Jüdisches Museum,Proton – das freie Radio,Theater der Figur und die IG

Ist es falsch aus den Formulierungen „insbesondere“ bzw.„weiters“ sowie aus der

Kultur Vorarlberg selbst.Die anderen haben keine oder nur geringfügig oder befri-

Reihung eine Priorität heraus zu lesen? Tatsächlich können sich die Kulturinitiativen,

stet angestellte Mitarbeiter/innen oder sie können nur auf Personal von Gemeinden

die ihren Tätigkeitsbereich unter „insbesondere“ einordnen,nur wünschen,die Vor-

oder Gemeindeverbänden zurückgreifen oder auf Honorarkräfte.

arlberger Kulturpolitik möge für sie eine ebenso starke Loyalität aufbringen wie für


50

die Landeseinrichtungen. Nicht zuletzt weil die kulturelle Lebendigkeit zu einem großen Teil ihnen zu verdanken ist,ebenso die starke aktive Teilhabe der Bevölkerung,das gilt speziell für die Zukunft: Als „Leistungsaspekt“ der Region Vorarlberg sehen Touristiker die „vielfarbigen Kreativleistungen sowie die vielfältigen Kunst- und Kulturinitiativen,die von den großen etablierten Institutionen über die Architektur bis zur freien Szene nicht nur etablierte Bestätigungen anerkannter Programme und Festivals darstellen und eine anregende Atmosphäre schaffen, die vor allem auch die besondere ästhetische Qualität des Lebensraums und eines Aufenthalts in der Region unterstreichen und hervorheben.Vor allem neue,vielfarbige,vernetzte Kreativareale,in denen sozialkulturelle Interaktion, Begegnung, Diskurs und damit die Fragen von morgen in anregender und auch für Gäste als Teilhaber spannender Weise in Kunst und Kultur, Wirtschaft, Bildung und Technologie aufbereitet und zugänglich stattfinden, machen die Region zu einem spannenden Zukunftsraum“. 30 Die Trennung in Hoch- und Subkultur ist inhaltlich obsolet,als nächster Schritt ist die Gleichstellung staatlicher und zivilgesellschaftlicher Initiativen in Bezug auf die öffentliche Fördertätigkeit anzustreben. Derzeit setzt die IG Kultur sich dafür ein,dass die offizielle Kulturstatistik nicht nur Besucher/innenzahlen und Finanzierungsdaten von Bundes,Landes- und einzelnen Gemeindeeinrichtungen sowie bestimmter kommerzieller Bereiche (Kinobesuch) wiedergibt sondern auch die Daten der freien Kulturszene. Denn nur eine solche umfassende Kulturstatistik kann das kulturelle Leben in Österreich seriös spiegeln.

30 Dies schreibt Franz Schmied von der Invent GmbH (www.invent.or.at),der die Tourismusregion Bodensee/Vorarlberg 20011/2012 beraten hat.

Anhang


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1.Fragebogen 2009-2011

2.Liste der befragten Kulturinitiativen

1.

Alpinale Altes Kino Rankweil ARTenne Autonomes Jugend- und Kulturzentrum Between Caravan Mobile Kulturprojekte Dixieland Jazzclub Dornbirn IG Kultur Vorarlberg Interkultureller Verein Motif Kult:pur Nüziders Kultur z’Sulz Kultur- und Jugendverein Szene Lustenau Kulturverein Bahnhof Andelsbuch Kulturverein Göfis Kulturwerkstatt Kammgarn Luaga & Losna Museumsverein Klostertal Netzwerk Tanz Vorarlberg Poolbar Quo Vadis Freizeit- und Kulturverein Spielboden Kulturveranstaltungs GmbH Tanzufer Theater am Saumarkt Theater der Figur/Minimus Maximus TiK Theater im Kopfbau Transmitter Villa Falkenhorst

Kulturinitiative Name,Gründungsjahr,Zahl der programmverantwortlichen Personen,davon Frauen 2. Veranstaltungen Zahl der durchgeführten Veranstaltungen Wie viele davon fanden im eigenen Lokal statt Wie viele an einem anderen Ort Wie viele Veranstaltungen Dritter fanden in eurem Lokal statt 3. Programmschwerpunkte Wie viele Veranstaltungen habt ihr durchgeführt in den Bereichen Musik,Film,Literatur,Tanz,Theater,Bildende Kunst,Foto,Architektur,Vortrag 4. Besucher/innenfrequenz Gesamtzahl der Besucher/innen Anteil der Besucher/innen von außerhalb Vorarlbergs (Schätzung) 5. Zielgruppen Wollt ihr bestimmte Zielgruppen ansprechen? Welche? 6. Künstler/innen Wie viel Künstler/innen (inkl.Techniker/innen) habt ihr engagiert? Wie viele davon Frauen? 7. Werbung und Medien regelmäßig,manchmal,nie,bezahlt VN,VN Pluspaket,Wann & Wo,Andere Gratiszeitungen,Gemeindeblatt, Neue,Kulturzeitschrift,Zeitungen der Nachbarregionen ORF TV + Radio,Proton,das freie Radio,Privatradios,Kultur Online,huet.at 8. Eigene Werbemittel Plakate:Gesamtauflage 2011 Flyer,Karten:Gesamtauflage 2011 E-Mail,Programminfos an wie viele Adressen 2011 Social Media (Facebook) ja nein Ticketverkauf über V-Ticket/Ländle Ticket/Ö-Ticket ja nein Ticketverkauf über Banken,Geschäfte ja nein 9. Einnahmen Förderungen Stadt/Gemeinde,Förderungen Land Förderungen Bund,Förderungen EU Eintritte,Mitgliedsbeiträge,Stiftungen/Sponsoring/Spenden Gastronomie,Anderes (was?) Zahl der ehrenamtlichen Arbeitsstunden im gesamten Betrieb 10. Aufwände Veranstaltungsaufwand, Aufwand für Werbung und Vertrieb,Betriebsaufwand 11. Mitarbeiter/innen Anzahl der Angestellten (auch geringfügig) davon Frauen Bezahlte Mitarbeiter/innen auf Honorarbasis 12. Kommentare


Impressum

23

Schattenburg

kontinuierlich

24

Landeskonservatorium

kontinuierlich

25

Altes Hallenbad

kontinuierlich

26

Musikschule

kontinuierlich

1

Kunsthaus Bregenz

kontinuierlich

2

Hospiz Galerie

kontinuierlich

3

Galerie Lisi Hämmerle

kontinuierlich

4

Magazin 4

kontinuierlich

5

Galerie Arthouse

kontinuierlich

6

K12 Galerie

kontinuierlich

7

Palais Thurn und Taxis

kontinuierlich

8

Galerie.Z

kontinuierlich

9

Rohnerhaus

kontinuierlich

10

Galerie Arthouse

kontinuierlich

11

Galerie Stephanie Hollenstein

kontinuierlich

12

Galerie C.Art, Prantl & Bloch

kontinuierlich

13

Kunstraum Dornbirn

Saison, Festival

14

QuadrART

kontinuierlich

15

Art Bodensee

Saison, Festival

16

Otten Kunstraum

kontinuierlich

17

Galerie Kurzemann

kontinuierlich

18

Galerie 60

kontinuierlich

19

Villa Claudia

kontinuierlich

20

Palais Liechtenstein

kontinuierlich

21

Johanniterkirche

kontinuierlich

22

Galerie Feurstein

kontinuierlich

1

Theater a. Kornmarkt/Landestheater

kontinuierlich

2

Interkultureller Verein Motif

kontinuierlich

3

Shed 8 / Theater Kosmos

kontinuierlich

4

Nostalgietheater Balgach

sporadisch

5

Schualhüsle/Spielkreis Götzis

kontinuierlich

Juliane Alton,Thomas Mazzurana „Kulturinitiativen in Vorarlberg 2009-2011” Herausgeberin: IG Kultur Vorarlberg – Interessengemeinschaft für autonome Kulturarbeit Bahnhofstraße 6/2,6800 Feldkirch T 0 55 22 - 35 383 E office@igkultur-vbg.at www.igkultur-vbg.at Juliane Alton:Interpretation,Text Statistische Aufbereitung:Thomas Mazzurana Gestaltung:Michael Mittermayer Quelle für die Kulturlandkarte:VOGIS-Daten Auflage:100 Exemplare Dezember 2012

Daten und Inhalte dieser Untersuchung sind unter folgenden Voraussetzungen frei verwendbar:attribution share alike http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


Walgau/Klostertal/Motafon/Gr. Walsertal: 6

Freilichtbühne Rüthi

Saison, Festival

1

Metrokino

kontinuierlich

2

Filmforum

kontinuierlich

3

Cineplexx Lauterach

kontinuierlich

4

Kinothek Lustenau

kontinuierlich

5

Cinema 2000

kontinuierlich

6

Filmkulturclub Dornbirn

kontinuierlich

7

Cineplexx Hohenems

kontinuierlich

8

Kino Rio

kontinuierlich

1

AJZ Between

kontinuierlich

2

Culture Factory

kontinuierlich

3

Full House / Roxy

kontinuierlich

4

Vismut

kontinuierlich

5

Kulturcafé Schlachthaus

kontinuierlich

6

Jugendhaus s'Kästle

kontinuierlich

7

Graf Hugo

kontinuierlich

1

Stadtmuseum Dornbirn

sporadisch

2

Federmann Kultursaal

kontinuierlich

3

Jüdisches Museum Hohenems

kontinuierlich

4

Bildungshaus St. Arbogast

kontinuierlich

1

Vorarlberger Architekturinstitut

kontinuierlich

2

Designforum

sporadisch

1

Flatzmuseum

sporadisch

1

Gemeindekeller

kontinuierlich

2

ARTenne

Saison, Festival

3

Kulturreferat

sporadisch

4

Villa Falkenhorst

kontinuierlich

5

Walserherbst

Saison, Festival

6

Remise

kontinuierlich

7

Museumsverein Klostertal

kontinuierlich

1

Vereinshaus

sporadisch

2

Probstei St. Gerold

kontinuierlich

1

LandArt Gurtis Skulpturenweg

kontinuierlich

2

Kunstforum Montafon

kontinuierlich

1

Adalbert-Welte-Saal

sporadisch

2

Provinzwerkstatt

sporadisch

1

Alpinale

Saison, Festival

2

Ramschwagsaal

kontinuierlich

3

Kino Bludenz

kontinuierlich

1

Schloss Gayenhofen

sporadisch

1

Jugend- und Kulturzentrum Villa K.

kontinuierlich


Kulturinitiativen