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Justiz-Regeln

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Übersicht über die anlässlich der Testamentsaffäre gesetzten Maßnahmen

ausschließlich bezogen auf das BG Dornbirn •

sofortige Sonderrevisionen beim BG Dornbirn: alle Abteilungen wurden überprüft

•

vielfältige

Maßnahmen

zur

Organisationsentwicklung

zum

Zwecke

der

Wiederherstellung und Sicherung völlig korrekter Verlassenschaftsverfahren •

Einsetzung eines Spitzenmanagers der Justiz als "troubleshooter"

•

best-practice-Vergleich mit den "bench-marker" im Verlassenschaftsverfahren

•

intensive Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen

•

Installierung eines neuen Führungsduos im Management des Bezirksgerichtes

•

Verstärkte Dienstaufsicht

•

Intensivierung des Austausches im gesamten Haus

•

Auswechseln der gesamten Schließanlage (alle Schlösser wurden gewechselt)

•

Die Archive wurden sofort versperrt (zeitweilig nur mehr für den Gerichtsvorsteher und den Geschäftsstellenleiter zugänglich)

•

Anweisung, dass sich pensionierte Gerichtsbedienstete nach Dienstschluss nicht mehr im Gerichtsgebäude, insbesondere nicht mehr in den Kellerräumlichkeiten und im Sozialraum aufzuhalten haben;

•

kein Konsum alkoholischer Getränke mehr (außer bei offiziell genehmigten Feiern);

•

personelle Änderungen: so wurde zB die Funktion des "Beglaubigungsbeamten" neu besetzt

und

werden

Beglaubigungen

ausschließlich

von

zwei

Bediensteten

durchgeführt; •

Tresorschlüssel (zB für Testamente) werden seit 2009 ausschließlich bei der Rechnungsführein verwahrt - und nicht mehr wie früher in der Außerstreitabteilung;

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über das BG Dornbirn hinausgehende Maßnahmen: •

Einrichtung der „Informationsstelle – Testamentsaffäre“ am Landesgericht Feldkirch (seit Oktober 2010)

•

Gerichtsbedienstete dürfen nicht mehr als Sachwalter und / oder Kuratoren fungieren

•

Register (Beglaubigungs- und Testamentsregister) werden nicht mehr händisch, sondern digital geführt: Die im Zuge der Testamentsaffäre zu Tage getretenen Manipulationen und Fälschungen (Überklebungen und Auslassungen bei den Registern) sind daher nicht mehr möglich.

•

österreichweite ad-hoc-Überprüfungen der gerichtlichen Testamentsregister (UVRegister)

•

Innenrevision der Gerichte - Revisionsschwerpunkte: österreichweite Prüfung der ordnungsgemäßen Meldung der bei Gericht verwahrten Testamente an das Österreichische Zentrale Testamentsregister sowie der sicheren Aufbewahrung und Dokumentation der bei Gericht hinterlegten Testamente und Urkunden

•

Einbringung zahlreicher legistischer Anregungen im Interesse und zur Sicherung der wahren Erben

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