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A u s z u g a u s d e m S i t z u n g s p r o t o k o l l 3 4 . S i t z u n g d e r G e m e i n d e v e r t r e t u n g v o m 1 9 . M a i 2 0 0 8

1.

Berichte/Mitteilungen 1. Eintragung ins Gewerberegister für Jakob Berchtold, Bersbuch 448 für Metalltechnik für Metall und Maschinenbau 2. Versammlungen a) Sennerei Andelsbuch am 22.04.2008 – JA 2007 b) Wälderversicherung am 22.04.2008 in Bezau – JA 2007 – Bericht über ein sehr erfolgreiches Jahr – Geschäftsführerwechsel von Wolfgang Schwärzler zu Stefan Fritz c) Bienenzuchtverein am 16.05.2008 3. Veranstaltungen / Besuche a) Frühjahrskonzert des Musikvereines am 18./19.04.2008 - Gratulation b) Goldene Hochzeiten von Hans und Hilda Fink, Grunholz am 24.04.2008 und Ludwig und Irmgard Schedler am 02.05.2008 mit dem Gemeindevorstand bwz. Musikverein c) Viehausstellung am 26.04.2008 – 225 aufgetriebene Tiere d) Besuch und Firmenbesichtigungen durch Landeshauptmann Dr. Herbert Sausgruber bei Mevo, Steurer, Natter und Giselbrecht in Bersbuch am 29.04.2008 4. Kollaudierung der Wildbach- und Lawinenverbauung am 07.05. zu den Baumaßnahmen 1998 bis 2002 5. Gründung der Flurbereinigungsgemeinschaft Bühel am 09.05. 6. Fertigstellung und Übergabe der Brücke beim Ausgleichsbecken Ach am 24. bzw. 28.04.2008 11. Gratulation an Gottfried Feurstein zur Wiederwahl als Landesobmann des Seniorenbundes 14. Gemeindevorstand: Grundtrennungen, Förderungen an Tennisclub, MOHI, Verein Regenbogen, Änderungen des Güter- und Seilwegegesetzes

2.

Nochmalige Beratung und Beschlussfassung zum Thema „Parkplatz SPAR – direkte Ausfahrt auf die L200 – Eingabe von Spar Meusburger und anderen Nachbarn Bereits im Vorjahr wurde über dieses Thema beraten. Damals wurde die Erweiterung des Parkplatzes befürwortet, die direkte Ausfahrt auf die L200 wurde mit der Begründung abgelehnt, dass der durchgängige Radweg nicht unterbrochen werden soll und der PKW-Verkehr eine Gefahrenquelle darstelle. Auch die gestalterischen Maßnahmen wurden damals schon besprochen. Für die Spar-Zentrale erschien die Parkplatzerweiterung ohne die Ausfahrt aber zu teuer und somit wurde das Projekt damals nicht weiter betrieben. Nun liegt ein Schreiben einiger Anrainer und des Betreibers des Spargeschäftes für die Parkplatzerweiterung mit Ausfahrt vor und das Anliegen wird von der Gemeindevertretung nochmals diskutiert. Nach ausführlicher Beratung wird vereinbart, dass sich ein kleines Gremium zusammen mit Vertretern von Spar dieser Thematik stellt, eine evt. Beschlussfassung erfolgt in einer der nächsten Sitzungen.

3.

Beratung und Beschlussfassung zu einem Umwidmungsansuchen von Jos Geser, Bühel auf GSTNR 1347/12 zur Erstellung eines Wohnhauses Jos Geser, Bühel beabsichtigt den Bau eines Wohnhauses auf GSTNR 1347/12.


Damit der Bauplatz eine akzeptable Form und Größe erhält, wird die Einfahrt zur Tischlerei Geser nach Norden verlegt. Es ist somit eine Fläche von ca. 800 m² in Baumischgebiet umzuwidmen. Die Umwidmung von 800 m² in Baumischgebiet wird einstimmig befürwortet.

4.

Bergbahnen Andelsbuch – Bericht zur aktuellen Situation und Beschlussfassung eines finanziellen Beitrages zur Abdeckung von Verlusten bzw. Senkung der Bankverbindlichkeiten Bernhard Kleber, Geschäftsführer der Bergbahnen, berichtet über die momentane Situation der Bergbahnen. Der vergangene Winter was zwar besser als der Vorwinter und im Schigebiet herrschten beste Pistenverhältnisse. Da aber im Tal kein Schnee lag und eine Talabfahrt so auch nicht möglich war, war leider wenig Frequenz im Schigebiet. Aufgrund der daraus resultierenden fehlenden Umsätze können verschiedene Fixkosten nicht gedeckt werden, für Investitionen vorgesehene Gelder müssen dazu herangezogen werden. Bernhard Kleber berichtet weiter, dass es Wunsch der Geschäftsführung der Bergbahnen wäre, dass die Gemeinde die bereits budgetierten € 100.000,-- zur Abdeckung (Verminderung) der Verbindlichkeiten zur Verfügung stellt. Nach kurzer Beratung wird mit 16 von 17 Stimmen (1 Enthaltung) beschlossen, die budgetierten € 100.000,-- den Bergbahnen zur Verbesserung der Liquidität zu genehmigen.

5.

Stellungnahme der Gemeinde zur geplanten Bodenaushubdeponie auf dem Grund der Viehweide Bersbuch Der Vorsitzende berichtet, dass am 24. April die Verhandlung zur Erweiterung der Bodenaushubdeponie hinter dem neuen Betriebsgebiet in Bersbuch stattgefunden hat. Zwischenzeitlich ist die Verhandlungsschrift eingetroffen und grundsätzlich kann der Stellungnahme von Dr. Niederl, dem Sachverständigen für Naturschutz und Landschaftsentwicklung, die vom Vorsitzenden verlesen wird, zugestimmt werden. Die Gemeinde wird allerdings noch eine schriftliche Stellungnahme nachreichen, welche bereits vom Vorsitzenden vorbereitet wurde und nun zur Beratung vorliegt. Martin Kleber als Obmann der Viehweide Bersbuch informiert umfassend über die Geschichte und die derzeitige Situation der Viehweide.

Kaspanaze Simma gibt zu Protokoll: Stellungnahme: Die „Kultivierung“ der Bersbucher Viehweide ist nur ein, wenn auch besonders massiver Eingriff in die gewachsene Natur- und Kulturlandschaft unserer Gemeinde. Um diesen Landschaftsverlust „auszugleichen“, scheint es angemessen, bei anderen Entscheidungen im Wirkungsbereich der Gemeinde kompensatorisch zugunsten der Landschaft zu wirken. Ein kleines Beispiel hiefür wäre die Sicherstellung des mäandrischen Bachverlaufs mit bestehendem Ufergehölz im Bereich der neuen Siedlung Infang durch Beachtung entsprechender Eigentumsverhältnisse. Die starke Bautätigkeit, insbesondere im Bereich von Wirtschaftsbauten und öffentlichen Bauten (FC-Platz,…) führte in den letzten Jahren zu einem enormen Bedarf an Aushubdeponievolumen. Die Lösung dieser Aufgabe kann sich nicht in der Ausnivellierung weiterer wertvoller


und immer knapper werdender extensiv genutzter Landschaften erschöpfen. Als besseren Ausweg sehen wir eine intensivere Befassung der öffentlichen Hände und der verantwortlichen Experten mit dieser Thematik. Antrag: Analog zum Thema allgemeiner Abfall/Müll werden wir uns auch im Bereich „Aushübe/Bodenabtrag“ intensiver mit Vermeidung, Trennung und sinnvoller Wiederverwertung befassen müssen, um zu umweltgerechteren + sozialverträglicheren Lösungen zu kommen. Auch fiskalische Akzente sind möglicherweise zur Unterstützung der Lösungsansätze hilfreich und wichtig.

5 von 17 Gemeindevertretern stimmen für die Aufnahme dieses Antrages in die Stellungnahme der Gemeinde.

Bei der Diskussion ergeben sich dann noch folgende Ergänzungen zur Stellungnahme: • Neben dem Antragsteller sollen auch weitere Firmen der Region die Deponie nutzen können. • Weitere Bewilligungen von Aushubdeponien während des Zeitraumes bis 2014 sollen restriktiv gehandhabt werden. Für die beiden obigen Ergänzungen zur Stellungnahmen stimmen 15 von 17 Gemeindevertreter (2 Enthaltungen). Für die übrigen Punkte der vorgelegten Stellungnahme stimmen 12 von 17 Gemeindevertreter (2 Enthaltungen).

6.

Allfälliges • Ein Gemeindevertreter wünscht sich, dass beim Brandschrofen Akzente in Richtung Begrünung bzw. Rekultivierung gesetzt werden. Ein anderer Gemeindevertreter teilt mit, dass bereits im vergangenen Jahr im oberen Teil des Brandschrofens sog. Pionierpflanzen gesetzt wurden und im Laufe dieses Jahres eine Bepflanzung im mittleren Bereich erfolgen wird.

Der Bürgermeister:

(Anton Wirth)


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