Issuu on Google+

Fit & Gesund FREITAG, 14. DEZEMBER 2012

VORARLBERGER NACHRICHTEN

GESUNDHEITSBEILAGE DER VORARLBERGER NACHRICHTEN

SCHWANGERSCHAFT

LESESPASS

VORFREUDE GENIESSEN

BÜCHER ALS GESCHENK

Eine entspannte Schwangerschaft tut der Mutter und dem Ungeborenen gut. Und sie kann auch die Geburt wesentlich erleichtern.

Weihnachten ist das Fest, zu dem man gerne auch Bücher schenkt. Eine kleine Auswahl an empfehlenswerter Lektüre finden Sie in diesem Journal.


FREITAG, 14. DEZEMBER 2012

2 Fit & Gesund

VORARLBERGER NACHRICHTEN

„Grippeimpfung ist praktisch eine Lebensversicherung“

Kommentar

Marlies Mohr

Zeit des Wartens und der Hoffnung Advent: die Zeit des Wartens und der Hoffnung. Die Wartenden sind meist die Kinder, die es bis zum Christkind oft kaum erwarten können. Die Hoffenden jene, die mit Weihnachten mehr als nur einen Geschenkesegen verbinden. Werdende Eltern beispielsweise fallen in diese Kategorie. Wer selbst Nachwuchs hat, kann die emotionalen Höhen und Tiefen nachvollziehen, die eine Schwangerschaft mit sich bringt. Doch über allem steht die Hoffnung auf ein gesundes Baby. Denn Gesundheit lässt sich, und das müssen wir immer wieder erfahren, in letzter Konsequenz mit allem Geld der Welt nicht bezahlen. Aber zurück zu den schönen Dingen. Schwanger zu sein, guter Hoffnung zu sein, ist schön. Wir haben diesem Thema deshalb einen kleinen Schwerpunkt gewidmet. Ein bisschen Lesestoff für alle Mütter und Väter, die hoffen und warten. Obwohl: Wenn sich das Jahr dem Ende zuneigt, scheinen die Tage nur so dahin zu fliegen. Was Wunder bei allem, was wir meinen noch erledigen zu müssen. Dabei läuft einem das meiste davon ohnehin nicht weg. Deshalb gönnen Sie sich doch hin und wieder ein bisschen Ruhe. Mit einem Buch zum Beispiel. Ausgesuchte Vorschläge finden Sie auf Seite 4 des Journals. Und wenn Sie schon an der Menüplanung für die Feiertage sind, wären auch Vorkehrungen für den Fall angezeigt, dass der Magen drückt. Was ja leicht vorkommen kann. Das vielgerühmte Schnäpschen ist allerdings keine Lösung. Es gibt eine bessere, wie auf Seite 14 zu lesen steht. Was ich Ihnen wünsche? Alles Gute und frohe Festtage.

Wir meinen, noch so viel erledigen zu müssen. Dabei läuft einem nichts davon weg.

Besonders immungeschwächte und chronisch kranke Personen sollten sich impfen lassen. Noch halten sich die Grippefälle in überschaubaren Grenzen. Denn die „echte Saison“ für Influenzaviren kommt erst. Das heißt, es ist genug Zeit, mittels Schutzimpfung vorzusorgen. Auch an Impfstoff mangelt es nicht mehr, wie der Präsident der Vorarlberger Apothekerkammer, Mag. Jürgen Rehak, versichert.

VORSORGEN.

Warum ist die Grippeschutzimpfung wichtig und für wen besonders? REHAK: Eine echte Virusgrippe, die Influenza, ist eine schwere Erkrankung, die fatal enden, ja sogar tödlich sein kann. Zudem ist das Grippevirus in der Lage, sehr viele Menschen zu infizieren und so eine ganze Epidemie auszulösen. Personen, die ein schwächeres Immunsystem haben (ältere Menschen), oder solche, die an anderen

Grunderkrankungen leiden (Herz- und Kreislauf, Lunge, Diabetes), sind bei einer Influenza besonders gefährdet, nachhaltigen Schaden zu nehmen oder zu sterben. Für diese ist eine Grippeimpfung

Eine echte Virusgrippe kann fatal, ja sogar tödlich enden. MAG. JÜRGEN REHAK, APOTHEKERKAMMER

praktisch eine Lebensversicherung. Lässt sich bezüglich „Grippewelle“ bereits eine Entwicklung abschätzen? REHAK: Derzeit gibt es nur ganz wenige Infektionsfälle in Österreich. Die „Hauptsaison“ beginnt im Jänner, da wird es sicher zu einem deutlichen Anstieg kommen. Ist genügend Impfstoff vorhanden? REHAK: Impfstoff ist jetzt wieder genügend

vorhanden. Wir können alle Arten von Impfstoff liefern. Wie viel kostet das Serum? REHAK: Der Impfstoff ist bis zum 31. Dezember 2012 noch in Aktion. Er kostet bis zu diesem Zeitpunkt 13 Euro. Was kann man für sein Immunsystem zusätzlich zur Impfung selbst noch tun? REHAK: Allgemeine Maßnahmen wären ausreichend Bewegung an der frischen Luft, gut angezogen, auch wenn es kalt ist draußen, und darauf achten, dass beim Essen Obst und Gemüse nicht zu kurz kommen. Wer die Möglichkeit hat, soll regelmäßige Dampfbad- und Saunabesuche einplanen. Ein hoher Vitaminstatus, welcher mit entsprechenden Produkten erreichbar ist, ist ebenfalls eine gute Grundlage. Ein Tipp für ein „hochmotiviertes“ Immunsystem: 15 mg reines Zink am Tag. Daneben gibt es noch Immunstimulantien aus dem Bereich der Homöopathie.

marlies.mohr@vorarlbergernachrichten.at

Impressum Redaktion Marlies Mohr Tel. 0676 88005-385, E-Mail: marlies.mohr@vorarlbergernachrichten.at

Verkauf Patrick Fleisch Tel. 05572 501-818, E-Mail: patrick.fleisch@russmedia.at

Beiträge, Fotos und Quellen: Marlies Mohr, Heidemarie Netzer, Roland Paulitsch, Bernd Hofmeister, Shutterstock Verleger (Eigentümer), Herausgeber, Medieninhaber und Hersteller: Eugen Russ Vorarlberger Zeitungsverlag und Druckerei Gesellschaft mbH, Herstellungs- und Verlagsort, alle 6858 Schwarzach, Gutenbergstraße 1, Redaktion und Anzeigen: Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach

Gemeinsame Spaziergänge in einer schönen Winterlandschaft tun auch dem Immunsystem gut.


365

Tage

f체r

Ihre Gesundheit! Mehr dazu auf der n채chsten Seite!


FREITAG, 14. DEZEMBER 2012

4 Fit & Gesund

VORARLBERGER NACHRICHTEN

Buchtipps zu Weihnachten

Dem Diätwahn abgeschworen In ihrem Buch gibt Angelika Diem ihre Erfahrungen und ihr Expertenwissen weiter. Das Buchcover strahlt gute Laune aus. Die Autorin auch. Zu lange hat sich die Mittelschullehrerin aus Bludenz mit den unterschiedlichsten Diäten abgeplagt. Jetzt steht nicht mehr das Gewicht, sondern die Lebensqualität an erster Stelle. Diese Botschaft möchte die 44-Jährige auch mit ihrem neuen Buch „Nicht schlank? Na und!“ vermitteln. „Ziel ist nicht abzunehmen, sondern sich wohlzufühlen“, betont Angelika Diem. Denn: „Wenn wir uns nicht wertschätzen, wer dann?“ Sie selbst hat lange gebraucht, um zu dieser Einsicht zu gelangen. Dass sie praktisch von Kindheit

an so auf ihr Gewicht fixiert war, schreibt die junge Frau dem gesellschaftlichen Druck zu, der nach attraktiven und schlanken Menschen verlangt. Doch keine Diät funktionierte. Warum nicht? Angelika Diem kann es nicht sagen. Auch, weil sie nie die gewesen sei, die „mit drei Packungen Chips vor dem Fernseher saß“. Irgendwann war sie es dann leid und begann, sich mit der Problematik intensiv zu beschäftigen. Im Internet wurde sie auf einen kleinen deutschen Sachbuchverlag aufmerksam, der nach Buchideen suchte. Angelika Diem reichte ihr Konzept ein und wurde angenommen. Ein Jahr hat sie „mit viel Spaß“ an dem Buch gearbeitet. „Es war nur schwer, sich kurz zu fassen“, meint sie. Je tiefer sie in die Materie eintauchte, umso mehr schien ihr wichtig. Der nun vorliegende Ratgeber vereint Erfahrungswerte und Tipps der Autorin mit Interviews von Schulmedizinern, Naturheilkundigen sowie Ernährungs- und Stilberatern. Vor allem zeigt Diem auf, wie es sich mit kleinen Umstellungen ohne Hungerkur und Fitnesswahn gut leben lässt. Wobei sie keinesfalls sportlich untätig ist. „Ich halte meine Kilos schon in Bewegung, aber eben so, wie es mir gut tut“, sagt Angelika Diem. Als Lehrerin für Englisch und Biologie redet sie auch mit ihren

Schülerinnen über das Thema Diäten und Schlankheitswahn. „Gegen Supermodels anzureden, ist allerdings enorm schwierig“, hat sie festgestellt. Angelika Diem: Nicht schlank? Na und!, 131 Seiten, BC Publications, Preis: 15 Euro

Räuber Flocke sucht den Schatz im Silberwald Wie bringe ich mein Kind dazu, mehr Gemüse zu essen? Die Kunstpädagogin Anja Mohr und die Autorin Lydia Nehring bieten mit ihrem neuen Werk einen kreativen und ungewöhnlichen Weg an: Sie nehmen Kinder mit auf eine literarische Reise quer durch das Gemüsebeet. Das Kinderbuch „Räuber Flocke sucht den Schatz im Silberwald – oder: den Nahrungsmitteln auf der Spur“ verbindet fantasievollen Text mit neuen und ungewohnten visuellen Eindrücken. Kinder können sich auf diese Weise ideenreich mit verschiedenen Nahrungsmitteln auseinandersetzen und auch bisher Unbekanntes kennenlernen. Die Bilder bleiben offen für vielfältige Assoziationen - so vielfältig wie der Inhalt einer kunterbunten Gemüsekiste. Autoren: Anja Mohr und Lydia Nehring, 114 Seiten, Autumnus Verlag, Preis: 14,90 Euro

Der mit dem Wald spricht Nach einer Zeit als Förster in einem sehr abgelegenen Tal des Karwendelgebirges beschließt Erwin Thoma, auch weil sein Sohn auf diverse Chemikalien allergisch reagiert, sein eigenes Unternehmen zu gründen und Häuser aus reinem Holz zu bauen. Dabei wendet er konsequent die Prinzipien an, die er durch Beobachtungen in seiner Kindheit und im Wald gemacht hat, entdeckt jahrhunderte altes Wissen neu und entwickelt daraus Weltpatente. Nun hat Thoma „Die geheime Sprache der Bäume“ und wie die Wissenschaft sie entschlüsselt in Buchform gegossen. Diese Erkenntnisse sind überaus spannend. So lehrte ihn schon sein Großvater, die Geheimnisse des Mondholzes zu nützen. Inzwischen wurde es von der renommierten ETH Zürich

bestätigt. Grazer Wissenschafter wiederum wiesen plötzlich nach, dass hölzerne Räume das Herz stärken, die Herzvariabilität verbessern, den Pulsschlag im Schlaf beruhigend senken, das Immunsystem stärken und so die Gesundheit erhalten. Darüber hinaus beschäftigt sich Erwin Thoma mit Bionik, die auf „natürlichem“ Wissen zur menschlichen Anwendung beruht. Kurz und gut: Erwin Thoma lädt seine Leser zu einer ungewöhnlichen Reise durch die Natur ein. Ein Buch, das für kuschlige Winterabende geradezu prädestiniert ist. Erwin Thoma: Die geheime Sprache der Bäume, 208 Seiten, ecowin Verlag, Preis: 21,90 Euro

Süßer Genuss ohne Reue Beim Duft von selbstgebackenen Keksen kann kaum jemand widerstehen – und das muss man ab sofort auch nicht mehr. Dank Stevia kommen Weihnachtskekse neuerdings fast ohne Kalorien aus. Im „Stevia Weihachtsbackbuch“ warten über 45 weihnachtliche Backtipps für kalorienarme Kekse, verführerische Pralinen und weihnachtliches Früchtebrot darauf, entdeckt zu werden. Stevia Weihnachtsbackbuch, Weltbild Buchverlag, 96 Seiten, Preis: 9,99 Euro

EXPERTENTIPP: Mag. Sabine Fleisch, Psychologische und Psychotherapeutische Praxis, Klaus

Sehnsucht hält unsere Träume am Leben Sie ist Ausdruck tiefster innerer Wünsche, die auf dem Boden des Mangels gedeihen. RÜCKBLICK. Das alte Jahr neigt sich dem Ende zu und viele von uns überdenken die Ereignisse der letzten Monate. Freudiges, Heiteres, aber auch Berührendes, sowie Schwieriges und Trauriges haben wir erlebt. Auch etwas offen geblieben ist bei jedem. Die Unerfülltheit gehört zum Wesen des Lebens und ist gleichzeitig Triebfeder für Sehnsüchte und Träume.

Grundbedürfnisse Die Sehnsüchte der Menschen sind sich bei ge-

nauerer Betrachtung sehr ähnlich. Zu den Grundbedürfnissen zählen jene nach Zugehörigkeit, Zuwendung, Akzeptanz, Wertschätzung und Liebe, sowie für etwas – im Sinne einer sinnstiftenden Aufgabe – gut und wichtig sein. Dennoch leben viele alleine und in Einsamkeit und sehnen sich nach Begegnung. Andere wiederum scheinen zumindest nach außen hin in ein familiäres Netz eingebunden, fühlen sich aber als „Insel“, emotional isoliert, oftmals als Folge von Verletzungen und Kränkungen. Auch Streitigkeiten vergiften das Beziehungsleben. Entwertungen am Arbeitsplatz bis hin zum Mobbing ma-

tiefster innerer Wünsche sind. Sie halten Träume am Leben und konfrontieren uns damit, was uns fehlt und was wir eigentlich brauchen.

Psychologin Sabine Fleisch.

chen es vielen schwer in ihrer Arbeit noch Sinn zu finden. Kommen diese basalen Bedürfnisse zu kurz, erleben wir ein Defizit, das sich in Unzufriedenheit, Spannungszuständen und Unwohlsein zeigt. Auf dem Boden des Mangels entstehen dann Sehnsüchte, die Ausdruck

Auf der Suche So machen sich viele auf den Weg und suchen nach Vollendung. Wo, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Das Ablenken von der eigenen inneren Leere kommt vor allem der Konsum- und Schönheitsindustrie gelegen, die glauben lassen, dass der Besitz gewisser Statussymbole unsere tiefsten Sehnsüchte zu stillen vermag. Viele dieser Wege stellen sich als Irrwege heraus und nähren unsere tiefsten Wünsche und Bedürfnisse umso mehr.

Aber: Sind wir es nicht uns und unseren Mitmenschen schuldig zu fragen, welchen Beitrag jeder einzelne für das Wohlergehen der Gesellschaft leisten kann? Wo können wir selbst zu Lichtern in der Einsamkeit werden, wo unsere Hände sinnvoll einsetzen? Wo können wir verzeihen und erlebte Ungerechtigkeiten hinter uns lassen? Wo können wir Liebe und Wertschätzung ausdrücken und dadurch den Sehnsüchten vieler gerecht werden? Indem wir auf diese Fragen mit Taten antworten. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit verbunden mit den besten Wünschen fürs neue Jahr.


www.kurzentrum.com

Gesundheitswoche

7 Nächte im 4-Sterne -Hotel mit Vollpension, 2 kurär ztliche Beratungsgesp räche mit Arztbrief, 14 wohltuende Th erapien, freie Nutzung der großzügigen Sauna- und Badelandsc haft mit beheiztem Au ßen schwimmbecken, u.v.m. Kurzentrum Bad Härin Telefon 05332 90500 g Kurzentrum Umhause Telefon 05255 50160 n im Ötztal p. P. im

DZ ab

€ 599, gültig im Jahr 2013

el 4-Sterne-Hot 7 Nächte im e h c o de w en n e ltu Basenfast mit basischer Ernährung, woh n und ension , Wassertrete inklusive Vollp sagesprudelbad as M erl, ke ic w eber che, 1 Blutunt Therapien (L eratungsgesprä B e ch ng tli zu rz ut rä N 2 ku freie vieles mehr), ngsberatung, sung, Ernähru es -M it beheiztem IA m B t g, af suchun adelandsch B d un aun n Sa der großzügige . becken, u.v.m m im hw sc Außen

Kurzentrum Ötztal Umhausen im 0 Tel 05255 5016

p. P. im DZ ab

€ 599,

13 .2013 – 01.09.20 € 599,– 03.03 13 p.P. im DZ .20 .03 03 – 13 06.01.20

9,– p.P. im DZ € 62

F.X.-Mayr-Ku r

Bad Härin 7 Nächte g mit VP im 4-Stern auf Basis e Kurzentr Beratungsg der F.X.-M um espräche, a yr -D iä 3 t, kurärztl Bauchbeh 15 Therap iche andlungen ien nach D durch den iagnose d behandun Arzt, es Arztes, g, 5 x Mo 1 kosmeti rgenturne Sauna- un sche Körp n, freie N d Badelan erutzung de d sc haft mit b r großzüg becken, u igen eheiztem .v.m. Außensch wimmKurze

Seniorenrabatt ab 60 Jahren minus € 15,– pro Woche Verlängerungswoche minus € 25,– pro Woche

ntru Bad Härin m g Tel 05332 90500

p. P. im DZ

€ 822,

gültig im Ja hr 2013

Kurzentrum Bad Häring Telefon 05332 90500

Kurzentrum Umhausen im Ötztal Telefon 05255 50160


FREITAG, 14. DEZEMBER 2012

6 Fit & Gesund

VORARLBERGER NACHRICHTEN

Vorarlberger Landeszentrum für Hörgeschädigte mit 35-Jahr-Jubiläum Mutter gründete die Einrichtung aus eigener Betroffenheit. Vor 35 Jahren gründete Ferdinanda Mathis, Mutter von zwei gehörlosen Kindern, das Vorarlberger Gehörlosenheim. Heute arbeitet ein Team von Psychologen, Sozialarbeitern und Gebärdensprachdolmetschern in der Betreuung individueller Anliegen.

DORNBIRN.

„Bling Bling“ auch am Ohr Zahnspangen haben durch Glitzerdesigns an Gesellschaftsfähigkeit gewonnen. Nun gibt es auch Hörgeräte in Bling-Bling-Ausführung. Für die Schauspielerin und Kabarettistin Dolores Schmidinger fertigte Hansaton spezielle Hörgeräte an, die alle Stücke in Sachen „Bling Bling“ spielen. Das rechte Ohr ist nun mit einer glitzernden Rose, das linke mit einem brennenden Totenkopf verziert. „Mit Frau Schmidinger haben wir jetzt ein prominentes Aushängeschild, das eindrücklich aufzeigt, dass man sich keineswegs schämen muss, ein Hörgerät zu tragen“, freut sich HansatonGeschäftsführer Oliver Lux.

Wichtige Frühförderung Dazu zählt unter anderem die Frühförderung von Kindern. 1989 wurde das LHZ durch eine audiopädagogische Abteilung sowie eine Schule ergänzt. „In den ersten zwei Lebensjahren entwickeln sich die Sprachgrundlagen, daher ist die frühe Förderung wichtig“, erklärt LHZ-Geschäftsführer Johannes Mathis. Zusätz-

liche therapeutische Angebote wie Logopädie, Ergotherapie und Musiktherapie unterstützen die Kinder in ihrer ganzheitlichen Entwicklung. Neu ist der Reittherapiestall. Beim heilpädagogischen Reiten geht es darum, das Pferd ganzheitlich zu erfahren. Das Kind wird getragen, und durch dieses Gefühl des Getragenseins entsteht ein Urvertrauen. Für sportliche Aktivitäten und die Geselligkeit werden eine Kegelbahn sowie ein Festsaal geschaffen.

und Röthis sieht sich als zentrale Anlaufstelle für alle, die Unterstützung und Rat zum Thema ,Hören‘ suchen“, so Johannes Mathis. Und Stefan Mathis, Geschäftsführer der LZH-Hörtechnik ergänzt: „Die Chancen, Menschen mit Hörproblemen den Weg zurück in die Welt der Hörenden zu ermöglichen, stehen dank der heutigen Technik sehr gut.“ Allerdings nütze das beste Hörgerät nichts, wenn es nicht optimal auf die Ansprüche der Betroffenen abgestimmt werde.

Gratis-Hörtest Daneben bietet das LZH auch kostenlose Hörtests, Beratungen über technische Hilfsmittel sowie eine HNO-ärztliche Betreuung an. „Das Landeszentrum für Hörgeschädigte in Dornbirn mit Außenstellen in Bludenz

Durch Hören das Reden lernen.

Sturzprophylaxe im Alter Statistisch gesehen stürzt etwa ein Drittel der über 65-Jährigen mindestens einmal pro Jahr. Die Folgen nach einem Sturz sind vielfältig: das Vertrauen in das eigene Können ist geschädigt und die Angst, wieder zu fallen, vergrößert sich. Auch bestimmte Bewegungen werden vermieden und Alltagsbewegungen sind ohne Hilfe nicht mehr gut möglich. Damit nimmt die Abhängigkeit von Angehörigen zu und die Selbstständigkeit ab. Kraft und Beweglichkeit werden hier-

Alida Oorburg Physiotherapeutin

Durch gezielte Bewegungsübungen, Kraftaufbau- und Gleichgewichtstraining kann die Rückkehr in den Alltag ermöglicht werden.

nicht berühren (Kräftigung der Oberschenkel). - Setzen oder legen Sie sich regelmäßig auf den Teppichboden (so bleiben Sie fit und im Fall eines Sturzes sind Sie darin geübt, wieder hoch zu kommen). - Gehen Sie mit großen Schritten rückwärts an einer Anrichte entlang. - Legen Sie sich im Bett 5 Minuten auf den Bauch – das hält den Rücken und die Hüfte beweglich.

durch beeinflusst, die Gefahr, erneut zu stürzen, wird erhöht. Die Ursachen Die meisten Stürze im Alter sind multifaktoriell bedingt. Wichtigste Teilursache ist dabei eine Gangunsicherheit bei unspezifischer Gleichgewichtsstörung, allgemeiner Muskelschwäche sowie verlangsamten Abstütz- und Abwehrreflexen. Hinzu kommen natürlich altersbedingte Veränderungen wie das Sehvermögen, die Balancefähigkeit oder auch einfache äußere Faktoren wie rutschige Untergründe oder schlechtes Licht. Sturzprävention Physiotherapeuten sind ausgebildete Fachkräfte, die durch gezielte Bewegungsübungen, Kraftaufbauund Gleichgewichtstraining den Patienten nach einem Sturz die Rückkehr in den Alltag und in die Selbstständigkeit ermöglichen können. Die veränderten Geh- und Balancefähigkeiten sowie der reduzierte Trainingszustand werden durch Gleichgewichts- und Mobilitätsprogramme verbessert. Zusätzlich sollten ältere Menschen

Die Übung Kniebeuge, gezeigt von Physiotherapeutin Susanne Hagen. bei gutem Gesundheitszustand dazu ermuntert werden, regelmäßige Fußmärsche von 30–45 Minuten pro Tag zu machen. Eine aktive Vorbeugung, z. B. mittels Tanzen, Qigong-Übungen oder ein durch Fachkräfte geführtes Gleichgewichtstraining, macht Spaß, hält fit, fördert die Selbstständigkeit und damit die Lebensqualität. Sehr wirksame Übungen im Alltag: - Achten Sie beim Aufstehen vom Stuhl, dass die Knie einander

Übung: Kniebeuge (s. Foto) - Aufrecht auf einen Stuhl setzen, Blick nach vorne, hüftbreite Fußstellung flach am Boden. - Vom Stuhl aufstehen, bei zwei Drittel des Weges Position halten. - Rücken gerade, Knie befinden sich direkt über Sprunggelenk. - Position 3–5 Sekunden halten, langsam in die AusgangspoANZEIGE sition zurückkehren.


FREITAG, 14. DEZEMBER 2012

Fit & Gesund 7

VORARLBERGER NACHRICHTEN

Das Ohr – vergessener Sinn Bei ersten Anzeichen von Hörschwäche sollte man prompt reagieren. Wer hört, gehört dazu. So sehr der Sehsinn auch zur Wahrnehmung von Informationen und Bildern beiträgt, so sehr sind wir auf unser Gehör angewiesen, wenn es um den Aufbau von Freundschaften und Beziehungen geht. Reden und Zuhören vernetzt uns mit dem Rest der Welt. Aber auch die Melodie unserer Gespräche hören zu können, führt uns in die Tiefe zwischenmenschlicher Beziehungen. Neben den unzähligen Möglichkeiten der Kommunikation schützt und unterstützt uns unser Gehör immer und überall. Es hilft bei der Orientierung, vor allem in dunklen Räumen, und schafft es auch, aus einer Menge von Stimmen und Geräuschen eine wichtige Quelle herauszufiltern und die anderen einfach auszublenden. Durch diesen „Cocktail PartyEffekt“ gelingt es uns etwa, am turbulenten Flughafen die Durchsage zu verstehen. Hörminderung ist allerdings

Vbg. Landeszentrum für Hörgeschädigte

6850 Dornbirn Feldgasse 24 05572 257 33-21

VERNETZUNG.

6832 Röthis Walgaustraße 37 05522 43 129 6700 Bludenz Werdenbergerstraße 40 05552 68 117 Sicherheit durch regelmäßige Kontrolle.

keine Frage des Alters. Wenn man bedenkt, dass 3 von 1000 Neugeborenen bereits mit einer Hörminderung zur Welt kommen und Tausende Kinder von einer Hörminderung betroffen sind, wird rasch sichtbar, dass viele Menschen Unterstützung beim Hören benötigen. Einmal jährlich sollte man deshalb seinem Gehör einen Hörtest gönnen. Ein Termin beim HNO-Arzt lohnt sich vor allem dann, wenn man noch kein Problem hat. Aber auch Hörgeräteakustiker helfen weiter. Weitere Infos: Gratis-Service-Telefon: 00800 8001 8001 und www.neuroth.at

UNSER SERVICE FÜR SIE IM ÜBERBLICK · Individuelle, unverbindliche Beratung rund ums Hören · Kostenloser Hörtest · Kostenloses Probe tragen der modernsten Hörsysteme · große Auswahl an Zuberhörartikeln wie Funk- Kopfhörer, Telefone, Lichtsignalanlagen und vieles mehr · Wartungsarbeiten für alle Hörsysteme · technische Unterstützung bei Ohrgeräuschen (Tinnitus) · Gehörschutz maßgefertigt zum Schutz vor Lärm und Wasser akustik@lzh.at www.lzh.at

k

ik@l h

Winzig klein & kaum zu sehen

Klein,

Individuell für Sie angepasst

kleiner,

Natürlicher Klang & gutes Sprachverstehen

Neuroth-Hörgeräte.

Die Im-Ohr-Hörgeräte von Neuroth.

14

Tage

gratis Probe tragen

Kassendirektverrechnung!

BLUDENZ, Mühlgasse 11, Tel. 05552/314 69 BREGENZ, Kaiserstr. 18, Tel. 05574/544 76 FELDKIRCH, Mühletorplatz 4 - 6, Tel. 05522/793 00 DORNBIRN, Riedgasse 2, Tel. 05572/344 11 GÖTZIS, Hauptstraße 11, Tel. 05523/901 00

www.neuroth.at


FREITAG, 14. DEZEMBER 2012

8 Fit & Gesund

VORARLBERGER NACHRICHTEN

Fördert ein Schnaps die Verdauung? Nein. Hochprozentiges hilft wenig bis gar nicht, wenn der Magen drückt.

Fonduekäse mit speziellen Marker-Molekülen.

MYTHOS. Dass ein Gläschen Schnaps keine Verdauungshilfe ist, haben Wissenschafter des Universitätsspitals Zürich anhand eines kleinen Käsefondue-Experiments gezeigt: Zwanzig Testpersonen aßen jeweils 200 Gramm geschmolzenen Käse mit 100 Gramm Weißbrot. Ein Teil der Probanden trank dazu ein Glas Weißwein, den anderen Teilnehmern wurde eine Tasse Schwarztee gereicht. Eineinhalb Stunden nach der fettreichen Mahlzeit konsumierten die Weintrinker ein Gläschen Schnaps. Die Schwarztee-Trinker nahmen Wasser als „Digestif“ zu sich. Um herauszufinden, ob Alkohol die Verdauung ankurbelt, markierten die Forscher den

30

Fa

hr

m

u in

n te

ab

F

d el

ki

rc

Verlangsamte Verdauung Mittels Atemtests verfolgten sie den Abbau der Moleküle in Magen und Darm und erfassten so die Geschwindigkeit, mit der die Mahlzeit verdaut wurde. Interessantes Ergebnis: Wein- bzw. Schnapstrinkern machte die Verdauung des Käsefondues wesentlich mehr zu schaffen, als den Tee- bzw. Wassertrinkern. Der Alkohol des Digestifs verlangsamte die Verdauung und die Teilnehmer klagten über Völlegefühl. Sie verdauten den Käse langsamer als die Testpersonen, die Tee und Wasser zum Fondue tranken. Entspannendes Gefühl Obwohl lediglich zwanzig Personen getestet wurden, weisen die Ergebnisse in eine eindeutige

Richtung: Hochprozentiger Alkohol verzögert die Verdauung. Dennoch vermittelt Hochprozentiges nach einem deftigen Essen ein wohliges und entspannendes Gefühl. Der Grund: Alkohol erweitert die Blutgefäße und übt eine entspannende Wirkung auf Muskelzellen aus. Da der Magen ein Muskel „par excellence“ ist, entspannt er sich, das unangenehme Völlegefühl wird dadurch weniger und ein trügerisches Gefühl der Erleichterung setzt ein. Die magenstimulierende Wirkung des hochprozentigen Digestifs ist also ein Mythos. Alkohol regt nur in geringen Konzentrationen (<5 Vol. Prozent den Verdauungsvorgang an. Ein Glas Bier oder Wein bewirkt, dass die Schleimhautzellen im Magen mehr Säure produzieren. Dadurch wird die Ver-

Ein Cognac in Ehren dient allerhöchstens dem Genuss.

wertung der Nahrung gefördert. Hätten die Weintrinker im Käsefondue-Experiment auf den Digestif verzichtet, wäre die Verdauung eher in Schwung geblieben. Doch das wurde nicht untersucht. Frische Luft Damit der Hosenbund nach einem üppigen Mahl nicht spannt, bietet

sich eine Tasse Tee an. Ideal sind zum Beispiel Salbei-, Fenchel- oder Pfefferminztee, denn die ätherischen Öle der Kräuter wirken verdauungsfördernd. Auch Kaffee ist ein Magensäure-Kitzler, der positiv auf die Verdauung wirkt. Ein Spaziergang an der frischen Luft regt den Kreislauf sowie die Verdauung zusätzlich an und entspannt den Bauch.

h

Ein Quell der Kraft Das öffentliche Thermalheilbad in Bad Ragaz ist ein Ort zur Regeneration für Körper, Geist und Seele. Tauchen Sie ein in die Thermalwasserwelt und erleben Sie die heilende Wirkung des 36.5° C warmen Thermalwassers.

36.5°, weil es mir gut tut. Öffentliches Thermalheilbad Bad Ragaz, Schweiz Ihr Badeerlebnis in einzigartiger Architektur mit Saunalandschaft, Beauty- und Massage-Angebot

Tamina Therme AG 7310 Bad Ragaz, Switzerland

Tel. +41 (0)81 303 27 40 Fax +41 (0)81 303 27 46

taminatherme@taminatherme.ch www.taminatherme.ch

Auf 7300 m² entfaltet sich eine Wohlfühl-Oase. Die großzügige Thermalwasserwelt bietet im Innenbereich verschiedene Wasserattraktionen. Das großzügige Außenbad ist vor allem in kalten Wintermonaten ein Ort tiefgehender Entspannung. Die stilvolle Saunalandschaft lädt dazu ein, verspannte Muskeln zu lockern, Abwehrkräfte zu stärken und sich zu erholen. Einen Tag nach dem Ende des Mayakalenders werden Saunagäste am 22. Dezember ab 16 Uhr in eine mystische Welt entführt. Darüber hinaus wird einmal im Monat das Saunieren bei Vollmond zelebriert und jeden Mittwoch findet der Damensauna-Abend

Gönnen Sie sich Entspannung. statt. Das vielfältige Angebot bietet auch in Sachen Beauty und Massagen Qualität auf höchstem Niveau.

Daten & Fakten Eintrittspreise Ab € 21,70 bis 2 Sunden Montag–Freitag Ab € 26,70 bis 2 Stunden Samstag/Sonntag/Feiertage Schenken Sie wohltuende Stunden. Weitere Infos finden Sie online unter: www.taminatherme.ch ANZEIGE


FREITAG, 14. DEZEMBER 2012

Anzeigen 9

VORARLBERGER NACHRICHTEN

Kampf den Krankheitserregern Das körpereigene Abwehrsystem ist für den Erhalt unserer Gesundheit verantwortlich.

Abwehrkräfte 3-fach gestärkt

Zink

Zink spielt eine Rolle im Zellteilungsprozess.

vitamin

C

D3 ho

he

ko n

n

vitamin

Vitamin C fördert das körpereigene Immunsystem.

tio

langzei t-

pot e d

ra

Können Sie es sich leisten, krank zu werden? Täglich sind Sie Stress, körperlicher Anstrengung und verschiedensten Belastungen ausgesetzt – Ihren Abwehrkräften geht die Luft aus. Ein starkes Immunsystem braucht Vitamine und Spurenelemente, um den Körper auf vielfältige Weise vor Mikroorganismen wie Viren und Bakterien zu schützen. Vor allem Vitamin C, Vitamin D3 und Zink unterstützen die körpereigene Abwehr besonders effektiv. Vitamin C (Ascorbinsäure) unterstützt die körpereigene Erstabwehr unspezifisch. Weiters fördert Vitamin C die Aufnahme von Zink. Enthalten ist Vitamin C vor allem in frischem Obst und Gemüse, ganz besonders in Zitrusfrüchten. Je länger diese Le-

in gluco n

m for at

Das Immunsystem des Menschen wird oft auch als „Polizei des Körpers“ bezeichnet – und das völlig zurecht, schließlich „patrouillieren“ die Abwehrzellen ständig durch den Körper, um Krankheitserreger oder Fremdstoffe abzuwehren und den Körper vor Infektionen zu schützen. Egal ob feindliche Bakterien, Viren, Parasiten oder andere Mikroorganismen: Ein intaktes Abwehrsystem erkennt Eindringlinge bzw. beschädigte oder entartete Körperzellen und macht sie unschädlich. Zu unterscheiden sind dabei die unspezifische und die spezifische Abwehr. Erstere ist uns schon als Neugeborenes mitgegeben. Die spezifische Abwehr ist wesentlich effektiver, muss jedoch erst „lernen“, gegen wen sie vorgeht.

t zen

mechanismus superimmun d3 bensmittel jedoch gekocht werden, desto geringer ist der verbleibende Vitaminanteil, da das Vitamin wasserlöslich ist. Der Körper kann Vitamin C zudem nicht speichern, deshalb ist es wichtig, ihn regelmäßig und über den ganzen Tag verteilt damit zu versorgen. Das Spurenelement Zink erschwert Krankheitserregern das Eindringen in den Körper, da es für die Vermehrung und Leistungsfähigkeit der Abwehrzellen entscheidend ist. Auch an der Entwicklung

von T-Lymphozyten ist Zink beteiligt. So kann es Neuinfektionen verhindern oder die Dauer einer Erkältung verkürzen. Darüber hinaus balanciert Zink das Verhältnis der verschiedenen Abwehrzellen untereinander aus. Gute Zinkquellen sind Rindfleisch, Schweinefleisch, Geflügel, Fisch, Eier, Milch und Käse sowie Vollkornprodukte. Auch Vitamin D3 hat eine positive Wirkung auf die unspezifische Immunabwehr. Bei ausreichender Bestrahlung der Haut mit UV-

Vitamin D3 unterstützt das Immunsystem und den Zellteilungsprozess.

Licht, kann der Körper Vitamin D selbst herstellen. Werden Sie super immun Die einzigartige 3-fach-Formel von Superimmun D3 unterstützt die Abwehrkräfte des Körpers und hält fit. Superimmun D3 weist einen hohen Gehalt an Vitamin C sowie Vitamin D3 auf und ist eine Zinkquelle. Superimmun D3 ist nur in Apotheken erhältlich. Dann heißt es für Sie: Super immun dank Superimmun! ANZEIGE

Mit dem Extra-Vitamin DD exklus

iv

in apotihrer h eke

ex

Abwehrkräfte 3-fach gestärkt

kl

usiv

Super immun dank Superimmun In idealer Kombination: Vitamin C - in Langzeitdepotform

Zink - in Gluconatform

Vitamin D3 - hochkonzentriert

Vorbeugen und rascher wieder fit werden waren noch nie einfacher!

www.superimmun.at


FREITAG, 14. DEZEMBER 2012

10 Fit & Gesund

VORARLBERGER NACHRICHTEN

Entspannen, atmen und vertrauen In Geburtsvorbereitungskursen vermitteln Hebammen Wissen und Zuversicht. Erst ist es die Nachricht, die Frauenherzen höherschlagen lässt. Dann der wachsende Bauchumfang, der von kommenden Ereignissen kündet: die Schwangerschaft, die Geburt und die Zeit danach – die Zeit als Mutter, als Vater, als Eltern. Gefühle und Hormone schlagen Purzelbäume, Fragen und Ängste tauchen auf. Antworten werden gesucht: bei Bekannten, im Internet, beim Arzt. Die Informationsflut ist groß. Doch: die Wochen und Monate einer Schwangerschaft sind individuelle, jede Geburt einzigartig.

URVERTRAUEN.

Wissen und Verstehen Geburtsvorbereitungskurse bieten in diesem Sinne konkrete Infos und persönliche Betreuung: in geschlossenem Rahmen können schwangere Frauen gemeinsam die „freudige Zeit“ erleben, sich austauschen und finden dabei kompetente Ansprechpartner. Denn nur ausgebildete Hebammen dürfen solche Kurse leiten, begleiten. „Im Verlaufe der sechs bis acht Kursabende hören wir den Frauen zu, geben Antworten, räumen mit Mythen auf. Wir erinnern an

die Urkraft der Frau, gebären zu können, und geben ihnen die Zuversicht dafür. Wir schaffen Raum für Bewegung und Entspannung, zeigen Möglichkeiten auf, Kraft zu tanken, und geben einen Einblick in alle Abläufe rund um die Geburt“, sagt Helga Hartmann, Hebamme und Kursleiterin. Bildliche Erklärungen Acht werdende Mütter sitzen im Turnsaal des BIFANG-Zentrums in Rankweil im Kreis. Helga Hartmann bildet den Mittelpunkt. Sie fasst ein De-

Jede Frau soll Zuversicht und Vertrauen in ihre Urkraft, gebären zu können, erfahren. HELGA HARTMANN, HEBAMME

mo-Bild nach dem anderen. Es sind Illustrationen, die das Winden des Babys durch den Geburtskanal – vorbei an Harnblase, Darm und Steißbeinbogen – beschreiben. Bewegungen, die das Baby instinktiv macht und durch die Unterstützung der Mutter gelingen. „Auch wir Frauen verfügen über eine Urkraft“, gibt die versierte

An Infos rund um Schwangerschaft, Geburt und Co. mangelt es nicht – konkret wird’s jedoch mit persönlicher Ansprache.

In den Kursen erfahren werdende Mütter auch den „technischen“ Ablauf der bevorstehenden Geburt. FOTOS: HP

Hebamme den künftigen Müttern Zuversicht für eine gelingende Geburt. Zeit für sich und das Baby Bettina Wetz hat das Vertrauen. Die 34-Jährige aus Frastanz weiß, dass „Geburt“ zu schaffen ist. Sie freut sich auf ihr zweites Kind, hat das „Wunder“ schon einmal erlebt. Trotz allem nimmt sie sich einmal in der Woche zwei Stunden Zeit für sich und ihr Baby. „Ich sehe diesen Kurs als Einstimmungszeit. Genieße einfach das Zusammensein mit den anderen Frauen und schätze die Gespräche, vor allem auch mit der Hebamme“, sagt sie und zieht die Turnmatte zurecht. Die Frauen kreisen Becken, Schultern, strecken mit gezielten Übun-

gen ihren Körper. Ergänzt werden die Bewegungen durch gezielte Atemtechniken. „Atmet tief durch die Nase ein. Umhüllt euer Baby mit guten, positiven Gedanken. Atmet durch den Mund aus.“ Die Hebamme und Elternberaterin legt anschaulich ihre Hände auf den Babybauch einer Kursteilnehmerin. Präventionsarbeit Unterstützen, begleiten, informieren heißt das Ziel der Geburtsvorbereitungskurse. Neben den klassischen Abenden gibt es für werdende Mütter in Vorarlberg noch Wassergymnastik, Bauchtanz, Akkupunktur oder Yoga. In Paarkursen finden auch Väter Antworten auf Fragen und lernen das Erlebnis „Geburt“

mit all seinen Erscheinungen besser kennen. „Wir versuchen so gut als möglich, auf die Geburt und das Leben danach vorzubereiten. Wir sehen unsere Arbeit verstärkt als Prävention“, ergänzt Helga Hartmann, die seit 20 Jahren Hebamme und im Hebammengremium tätig ist. Denn mit den Kursinhalten sollen vor allem die Chancen auf eine unkomplizierte Geburt, eine sichere Bindung zwischen Mutter, Vater und Kind, ein gutes Wochenbett sowie eine liebevolle, fachkundige Säuglingspflege erhöht werden. „Schade nur, dass diese Vorbereitung immer noch privat bezahlt werden muss.“

In Bewegung bleiben – durch moderates Kreisen des Beckens und der Schultern.

Durch gezielte Übungen für den ganzen Körper schaffen sich Schwangere Raum für Entspannung.


FREITAG, 14. DEZEMBER 2012

Fit & Gesund 11

VORARLBERGER NACHRICHTEN

Mit Sicherheit fest am Boden handzuhaben: Der große Vorteil gegenüber herkömmlichen Grödeln ist, dass sich SNOWLINE SPIKES in Sekunden ohne Gurten oder Schnallen montieren lassen!

Der Winter bringt nicht nur Freude. Eis- und schneeglatter Untergrund führen zu ungewollten Rutschpartien, die nicht selten mit schweren Verletzungen enden. Doch solche Stürze sind mit SNOWLINE SPIKES vermeidbar. Während beim Autofahren auf die Gefahren bei eis- und schneeglatten Fahrbahnen jedes Jahr zu Winterbeginn hingewiesen und das Heil in Schneeketten und Spikes gesucht wird, werden die Gefahren für Wanderer oft vernachlässigt. Doch auch hier gibt es eine einfache Lösung: Für das Outdoor-Freizeitvergnügen oder den Berufsalltag im Winter geben SNOWLINE SPIKES dank elf gehärteten Edelstahlspitzen sicheren Halt auf Eis, hartem Schnee und gefrorenem Boden und passen auf jede Art von Sport- oder Bergschuh. Sicherheit Selbst bei schwierigen Einsätzen, die dem Material einiges abverlangen, sind sie äußerst robust, bleiben sicher am Schuh und gewährleisten ein angenehmes rutsch-

Hochwertiger Gleitschutz Zeigen Sie dem Winter auf einfache und günstige Art die Zähne und verzichten Sie bei Ihrem Freizeitvergnügen oder beruflichen Alltag nicht auf das „Mehr“ an SiANZEIGE cherheit!

Daten & Fakten Einfach montiert garantieren SNOWLINE SPIKES sicheren Tritt.

Foto: Snowline

freies und damit kraftschonendes Gehen. Auch im täglichen Arbeitseinsatz bei Schnee und Eis geben SNOWLINE SPIKES ein hohes Maß an Sicherheit. Hier reicht der Einsatzbereich von der Forst- und Jagdwirtschaft über den Straßendienst bis zu Feuerwehr und Bergrettung.

Aufstieg mit der Rodel, Trail-Running, Nordic-Walking, Queren von Altschneefeldern usw. zu schätzen wissen, und nicht mehr missen wollen. Dank des geringen Gewichts (ca. 320 g) und des kleinen Packmaßes finden SNOWLINE SPIKES in jeder Tasche oder jedem Rucksack Platz!

Zeigen Sie dem Winter die Zähne Freizeitsportler werden SNOWLINE SPIKES beim Winterwandern,

Handhabung So leicht die SNOWLINE SPIKES sind, so einfach sind sie auch

SNOWLINE SPIKES sind weltweit bewährt und haben bei Tests führender Fachmagazine hervorragende Ergebnisse erzielt. Erhältlich in 4 Größen: S (32–36), M (36–40), L (40–44), XL (44–48) beim Sport- und Schuhfachhändler Ihres Vertrauens. Händlerübersicht unter www.kochalpin.at Der empfohlene Verkaufspreis beträgt 39,90 Euro.

es k i p S e n i Snowl

ee, und Schn is E f u a h lt eren Ha nderschu h a ic W s n d e n ! u b ge n Bergchtsbaum e a d n je ih f e u a W passen unter den kt0 9 e , f r 9 e p 3 h c € undnuar u empf. Verkaufspreis Erhältlich im guten Sport- und Schuhfachhandel. Infos: www.kochalpin.at, Tel. (05223) 45594-0


FREITAG, 14. DEZEMBER 2012

12 Fit & Gesund

VORARLBERGER NACHRICHTEN

Bei Mama schmeckt es am besten Stillen führt Mutter und Kind eng zusammen. Erste Phase ist für das Gelingen wichtig. UNTERSTÜTZUNG. Henri hat, obwohl erst einige Tage alt, den Dreh schon raus. Zufrieden liegt er in den Armen seiner Mutter und stillt den Hunger an deren Brust. Auch Martina Rauter ist glücklich, dass es mit dem Stillen funktioniert. Was nicht immer der Fall ist. Manche Frauen tun sich schwer, andere wollen bewusst nicht. „Wir sehen unsere Aufgabe darin, auf die individuellen Bedürfnisse der Mütter einzugehen“, betont der Leiter der Gynäkologie und Geburtshilfe im Landeskrankenhaus Bregenz, Primar Dr. Michael Rohde. In erster Linie sind in dieser sehr persönlichen Sache die Hebammen und Pflegepersonen gefordert. Braucht es eine ärztliche Fachexpertise, kommt der Chef zum Zug. Denn Rohde ist auch geprüfter Stillund Laktationsberater.

Bessere Information In allen Spitälern des Landes mit Geburtshilfeabteilungen erhalten Frauen entsprechende Unterstützung. Es gilt, mit den vielfältigen Ängsten der Wöchnerinnen gut umzugehen und Emotionen abzufangen. „Es ändert sich viel während der Wochenbetttage“, weiß Dr. Michael Rohde. Was vor allem hormonell bedingt ist. Wissen braucht es auch, wenn es mit dem Stillen losgeht. Schwangere,

Dr. Michael Rohde ist mit guten Tipps gerne zur Stelle – bei Martina Rauter klappt das Stillen aber auch ohne Unterstützung.

hat Rohde festgestellt, konzentrieren sich stark auf die Geburt hin. An das, was danach kommt, etwa das Stillen, denken werdende Mütter kaum. Deshalb würde er sich eine bessere Einbindung dieser Thematik in die Geburtsvorbereitung wünschen. In der ärztlichen Betreuung sollte seiner Ansicht nach ebenfalls mehr dazu getan werden, auch, um „falsche Vorstellungen auszuräumen“. Mit einem Mythos räumt Michael Rohde selbst auf. „Stillen verändert die Brustform in keinster Weise“, stellt er klar. Die von

Vorarlberger Stilltelefon: Hilfe unter 0664 1512000 Im letzten Jahr stand die bis dahin vom Arbeitskreis für Vorsorge- und Sozialmedizin (aks) betriebene Stillhotline kurz vor dem Aus. Ein Machtwort des damaligen Gesundheitslandesrates Markus Wallner verhinderte das Ende. Inzwischen haben die bei der Stillhotline tätig gewesenen Stillberaterinnen die Sache selbst in die Hand genommen. „Bei Stillproblemen muss Frauen schnell geholfen werden“, weiß Sandra Mohilla. Das ist jetzt gewährleistet. „Seit dem 1. Juli 2012 sind wir ein eigenständiger gemeinnütziger Verein, der vom Land finanziell gefördert wird“,

NEUAUSRICHTUNG.

freut sich Mohilla über eine gute Lösung. Und wenn schon neu, dann gründlich. Deshalb wurde aus der Stillhotline das Vorarlberger Stilltelefon. Sieben qualifizierte IBCLC-Stillberaterinnen aus dem ganzen Land sind Montag bis Sonntag sowie an Feiertagen täglich zwischen 8 und 20 Uhr erreichbar. „Wir bieten Hausbesuche an und führen bei Bedarf auch Weiterleitungen an andere Institutionen durch“, beschreibt Sandra Mohilla das Angebot des Vorarlberger Stilltelefons. Was die Krankenschwester und Stillberaterin freut: Es wird gut genützt.

Dass Säuglinge in den ersten Tagen abnehmen, ist ganz normal. PRIMAR DR. MICHAEL ROHDE, LANDESKRANKENHAUS BREGENZ

Frauen gefürchteten Veränderungen würden schon in der Schwangerschaft entstehen. Voraussetzungen schaffen Die meisten Frauen möchten stillen, so die Erfahrungen des Primars. In diesen Fällen ist man bemüht, bestmögliche Voraussetzungen zu schaffen. „Mutter und

Kind bleiben noch bis zwei Stunden nach der Geburt im Kreißsaal zusammen“, erklärt Michael Rohde. Innerhalb von 50 bis 60 Minuten findet ein gesundes Neugeborenes von selbst den Weg zur Brust. Für das erste Anlegen gibt es, wenn nötig, fachkundige Hilfe. Rohde: „Je besser diese Phase gelingt, umso leichter geht es mit dem Stillen.“ Fixe Stillzeiten haben übrigens längst ausgedient. Das Motto heißt jetzt: Stillen nach Bedarf des Kindes und der Mutter. Bei der Stillberatung geht es oft auch darum, Müttern die Angst zu nehmen, ihr Baby könnte in den ersten Tagen zu wenig abbekom-

Michael Rohde im Stillzimmer: Hier haben weder Väter noch Kinder noch Besucher Zutritt. Diese Rückzugsinsel gehört alleine den Müttern und ihren Babys.


FREITAG, 14. DEZEMBER 2012 VORARLBERGER NACHRICHTEN

men, da die eigentliche Milchbildung erst ab dem zweiten Tag nach der Entbindung einsetzt. „Dass Kinder in den ersten Tagen abnehmen, ist ganz normal“, beruhigt der erfahrene Mediziner. Keine Gewissenskonflikte Obwohl die gesundheitlichen Vorteile des Stillens bekannt sind, will oder kann nicht jede Mutter ihrem Kind die Brust geben. Um keine Gewissenskonflikte aufkommen zu lassen, brauche es Offenheit im Gespräch sowie das Aufzeigen von Alternativen, so Rohde. Es gebe heutzutage sehr gute Ersatznahrung und der Hautkontakt sei auch ohne Stillen möglich. Was Michael Rohde noch sagen kann: „In einem stillfreundlichen Krankenhaus fühlen sich auch nicht stillende Frauen wohler. Das Stillen ist aber nur ein Baustein auf dem Weg zu einer guten Entwicklung des Kindes. Der beginnt nämlich schon in der Schwangerschaft. Dazu hat die Gebietskrankenkasse (GKK) ein Projekt entwickelt, das sich „Richtig essen von Anfang an“ nennt und Mütter in diesem Bemühen durch kostenlose Workshops unterstützt. Das Programm beinhaltet Ernährungsberatung für Schwangere mit vielen Tipps für den Alltag sowie Bald-MamaTreffs, bei dem sich werdende Mütter austauschen und vernetzen können.

Ein weiteres Thema sind Stillen und Beikost. Dabei geht es unter anderem um Ernährung während der Stillzeit, den richtigen Zeitpunkt für die Einführung der Beikost und die Lebensmittelauswahl für die Beikosteinführung. Infos und Anmeldung: Vorarlberger Gebietskrankenkasse, Tel. 0508455-1113, E-Mail: richtigessen@vgkk.at

Vorteile für Mütter – Stillen reduziert das Osteoporoserisiko – Stillen mindert das Brust- sowie Eierstockkrebsrisiko – Frauen, die gestillt haben, erkranken weniger oft an Diabetes Typ 2 – Stillende Mütter sind weniger gestresst

Vorteile für Kinder – Stillen schützt vor Infektionen mit Rotaviren – Stillen wird zur Schmerzlinderung bei Neugeborenen angewendet – Gestillte Kinder haben weniger Atemwegserkrankungen und Mittelohrentzündungen – Volles Stillen reduziert infektionsbedingte Krankenhausaufenthalte – Stillen gilt als Prävention von Zahnkaries – Gestillte Kinder zeigen ein besseres Sehvermögen – Längeres Stillen senkt das Risiko für Zöliakie und entzündliche Darmerkrankungen – Stillen schützt vor Allergien und Asthma – Stilldauer beeinflusst Schulerfolg positiv – Positive Entwicklungseffekte durch Muttermilch bei extremen Frühgeburten

Die Sozialversicherung bezahlt Hebammenbetreuung auch danach Hebammen sind nicht nur im Rahmen der Geburt aktiv. Sie können auch vorher und danach in Anspruch genommen werden. Bei Vertragshebammen übernimmt die Gebietskrankenkasse die gesamten Kosten, bei Wahlhebammen erfolgt eine Rückerstattung der Kosten von 80 Prozent des Vertragstarifs. Im letzten Jahr hat die GKK im Rahmen von Mutterschaftsleistungen für Arzt und Hebammenhilfe immerhin 1,2 Millionen Euro ausgegeben. Im Jahr davor waren es knapp 1,3 Millionen. Übernommen werden die Betreuungskosten durch eine Hebamme bei einer Hausgeburt, einer ambulanten Entbindung sowie einer vorzeitigen Entlassung der Mutter aus dem Spital. Auch bei Frühgeburt, Mehrlingsgeburt und Kaiserschnittentbindung ist ein Hebammenbeistand verrechen-

LEISTUNGEN.

bar. Im Rahmen der Nachbetreuung sind nach einer Hausgeburt vom 6. Tag bis zu 8 Wochen nach der Geburt sieben Hebammenbeistände möglich, wenn besondere Probleme auftreten. Gleiches gilt bei Frühgeburt, Mehrlingsgeburt und Kaiserschnitt. Ausgenommen von einer verrechenbaren Nachbetreuung sind ambulante Entbindungen sowie vorzeitige Entlassungen. Für andere Leistungen der Hebammen wie Geburtsvorbereitung, Geburt im Krankenhaus, Rückbildungsgymnastik usw. gibt es keine Rückerstattung durch die Krankenkasse.

Fit & Gesund 13

Ärzte-Tipp

Bewegung und Licht sind die besten Antidepressiva Bei einer „Winterdepression“ rechtzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. JAHRESZEIT. Rund fünf Prozent der Bevölkerung leiden hierzulande unter der saisonal abhängigen Depression (SAD). 75 Prozent der Betroffenen sind Frauen. In südlicheren Ländern ist die Zahl geringer, am Mittelmeer kennt man diese Krankheit kaum. Mit zunehmendem Lebensalter werden die Beschwerden stärker.

Zusammenhänge Charakteristisch ist der Zusammenhang mit Tageslicht, das wichtige Funktionen für den Körper erfüllt. Es reguliert die innere Uhr, fördert die Ausschüttung des „Glückshormons“ Serotonin und hemmt die Produktion des Schlafhormons Melatonin. Zwischen Erkrankung und Jahreszeit besteht somit ein klarer Zusammenhang. Der wiederkehrende Rhythmus der Beschwerden in der dunklen Jahreszeit ist typisch. Die SAD beginnt in den Herbst- und verschwindet in den Frühjahrsmonaten. Mittlerweile steht Betroffenen eine große Auswahl an therapeutischen Maßnahmen zur Verfügung. Je nach Ausprägung der Depression wird vom behandelnden Arzt die Behandlung bestimmt. Lichttherapie Eine Behandlungsmöglichkeit ist die Lichttherapie. Hierbei werden Tageslichtlampen mit einer Beleuchtungsstärke von 2500 bis 10.000 Lux verwendet. Das

entspricht etwa einem sonnigen Frühlingstag und ist 5 bis 20 Mal stärker als normale Raumbeleuchtung. „Dabei ist es wichtig, dass die Augen geöffnet bleiben. Das Licht der Geräte muss die Netzhaut des Auges erreichen, damit der Impuls zur Steigerung der Serotonin-Produktion tatsächlich an das Gehirn weitergeleitet wird“, erklärt der Allgemeinmediziner Dr. Harald Schlocker. Bereits nach einigen Tagen kann es zur Stimmungsaufhellung kommen. Aktivitäten im Freien Bewegung und Licht sind generell die besten Antidepressiva bei Herbst- und Winterdepressionen. Aktivitäten im Freien helfen. Menschen, die unter dem winterlichen Stimmungstief leiden, sollten zudem beim Hausarzt ihren Vitamin D-Status prüfen lassen. Studien haben gezeigt, dass ein zu niedriger Vitamin D-Spiegel ebenfalls eine gedrückte Stimmung verursachen kann. Natürliche Heilmittel Man sollte auch gesellig bleiben und sozialen Rückzug vermeiden. Abends rechtzeitig ins Bett, morgens nicht zu lange schlafen. Die Nahrungsmenge dem tatsächlichen Energiebedarf anpassen. Eine Verbesserung der Stimmung kann auch durch natürliche Heilmittel wie Johanniskraut erzielt werden. Sinnvoll ist, sich beim Arzt über die richtige Dosis beraten zu lassen. Wichtig ist vor allem, rechtzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Tarife Pro Hausbesuch: 35 Euro; Sonnund Feiertagszuschlag 5,25 Euro. Pro Inanspruchnahme in der Ordination: 25 Euro Geburtspauschale: 390 Euro Kilometergeld: 0,42 Euro/Kilometer

Auch an trüben Tagen kann ein Aufenthalt im Freien die Stimmung aufheitern.


FREITAG, 14. DEZEMBER 2012

14 Fit & Gesund

VORARLBERGER NACHRICHTEN

Sportlich durch die Schwangerschaft Bei Bewegung und Sport im wahrsten Sinne des Wortes auf das „Bauchgefühl“ hören. MODERAT. Laufen, Schwim-

men, Tanzen, Yoga: Das sind Sportarten, die der werdenden Mutter gut tun. Sie bereiten auf das kommende Ereignis vor und machen für die Zeit danach fit. Bedenklich wird es, wenn die gewählten Fitnessübungen überanstrengen, einseitig belasten, Verletzungsrisiken in sich bergen, kurz Mutter und Kind gefährden. Kraftreserven „Handeln Sie mit Hausverstand, hören Sie auf ihren Bauch“, fasst Dr. Annett Putzger ihre Empfehlungen für werdende Mütter in wenigen Worten zusammen. Die Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe aus Thüringen weiß aus der Praxis nur allzu gut, dass mit der Nachricht des freudigen Ereignisses und der kommenden Schwangerschaft Tausende Fragen einhergehen. So auch nach Gesundheit und Fitness. Die Fachärztin rät jedenfalls zu Bewegung. Bewegung, die Ausgleich schafft, zum Verlauf der Schwangerschaft und zur

Kondition passt. Die Vorteile des Aktivseins liegen auf der Hand: das HerzKreislauf-System wird gestärkt, die Sauerstoffversorgung für Mutter und Kind verbessert, Thrombosen und Krampfadern vorgebeugt. Auch kann möglichen Schlafproblemen entgegengewirkt,

Frauen, die in Bewegung sind, verkraften die Anstrengung der Geburt besser und erholen sich schneller. DR. ANNETT PUTZGER, GYNÄKOLOGIN

Langeweile und Unzufriedenheit vermieden werden. „Bewegung schafft zudem Kraftreserven für die Geburt und die Monate danach“, so Putzger. Verletzungsgefahr meiden Gleichzeitig zeigt die versierte Ärztin eventuelles Gefahrenpotenzial auf. „Radeln ist erlaubt“, sagt sie, „extremes Beschleunigen und Bremsen oder waghalsige Abfahrten sollten werdende Mütter jedoch vermeiden.“ Gleiches gilt fürs Joggen. „Laufen ja, aber auf wei-

Skifahren ist definitiv nichts für werdende Mütter.

FOTO: HP

Schwimmen zählt zu jenen Sportarten, die für Schwangere besonders gut geeignet sind.

chem Untergrund und mit Bedacht.“ Zudem sollten Frauen während der Schwangerschaft auf allzu großen Ehrgeiz verzichten. „Betreiben Sie Krafttraining? Auch kein Problem. Allerdings: Stimmen Sie die Übungen auf den Verlauf Ihrer Schwangerschaft ab. Klären Sie das Fitnessprogramm mit dem Trainer ab“, rät Dr. Annett Putzger. Auch beim Thema Wintersport mit Ski fahren oder Rodeln gibt sich die Gynäkologin kritisch. „Das Verletzungsrisiko auf vollen Pisten ist zu groß“, stellt sie klar. Denn nicht nur das eigentliche Trauma, sondern vor allem die damit einhergehenden Untersuchungen können kompliziert werden. „Dann ist eventuell ein Röntgen erforderlich oder sind Schmerzmittel notwendig“, beschreibt Putzger. Behandlungen, die aufgrund der Gefährdung von Mutter u n d Kind

in der Schwangerschaft vermieden werden sollten. Spaßfaktor beachten Darum empfiehlt die Gynäkologin generell zu moderateren Bewegungsarten: „Wählen Sie einen Sport, der Spaß macht, Sie nicht überfordert und dem ganzen Körper gut tut.“ Schwimmen etwa wirkt optimal: Muskeln und Gelenke werden ent-

lastet, die Ausdauer auf schonende Weise verbessert. Laufen, Wandern, Nordic Walking zählen ebenfalls zu den empfehlenswerten rhythmischen Betätigungen. Einzig Höhenkontrolle ist anzuraten: Aufgrund des geringeren Sauerstoffanteils der Luft sollten schwangere Bergfexen über 2000 Höhenmeter keine anstrengenden Touren mehr unternehmen. Generell gilt: Schwangere Frauen sollten „am Boden bleiben“. Aktivsein und Anstrengung sind gewollt, Erschöpfung und Überanstrengung ungewollt.

Gegen angepasste Gymnastik ist nichts einzuwenden.


FREITAG, 14. DEZEMBER 2012 VORARLBERGER NACHRICHTEN

Anzeigen 15

SERVICELEISTUNG FÜR VORARLBERGER PATIENTEN: Spezialordination in 6850 Dornbirn, Moosmahdstraße 15. Als besondere Serviceleistung für unsere Vorarlberger Patienten hält Dr. Wolfgang Kreil (ärztliche Leiter der Bandscheiben Clinik Tirol) 14-tägig eine Spezialsprechstunde in Dornbirn ab. Wir hatten das große Glück im Dornbirner Stadtarzt Dr. Robert Spiegel einen Partner zu finden der uns für die Durchführung der Sprechstunden seine Ordinationsräume im Ärztehaus Spiegel zur Verfügung stellt. Termine werden über die Telefonnummer 05572/22 43 0 25 vereinbart.


FREITAG, 14. DEZEMBER 2012

16 Anzeigen

VORARLBERGER NACHRICHTEN

Gute Noten

für die Zahnambulatorien der VGKK

Manfred Brunner, VGKK-Obmann

Tipp Foto: pitopia/Christoph Haehnel

Die VGKK führt alle zwei Jahre eine repräsentative Befragung (rund 800 Fragebogen) hinsichtlich der Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten in den Zahnambulatorien durch. Ganz aktuell liegen die Zahlen für 2012 vor und sie bescheinigen den drei Einrichtungen in Bregenz, Dornbirn und Feldkirch durchwegs gute Werte (im Schnitt 1,39), die sich im Vergleich zu 2010 (im Schnitt 1,44) auf hohem Niveau weiter verbessert haben. Die Ergebnisse sehen im Detail so aus: Das Zahnambulatorium in Bregenz konnte sich von 1,41 im Jahr 2010 auf 1,37 verbessern. Ähnlich gut das Ambulatorium in Feldkirch: der Note 1,46 bei der Befragung vor zwei Jahren steht 2012 die Bewertung 1,41 gegenüber. Und in der Einrichtung in Dornbirn verbesserte sich die PatientInnenzufriedenheit von 1,45 auf 1,4. Gefragt wurden die Patientinnen und Patienten unter anderem hinsichtlich Termineinhaltung, Wartezeiten, Öffnungszeiten, Zufriedenheit mit der Aufklärung über ihren zahngesundheitlichen Zustand, die Ausführung der Behandlung und den Gesamteindruck, den die Ambulatorien hinterließen. „Für uns sind diese Werte Bestätigung und Auftrag zugleich“, analysieren Prim. Dr. Michael Grobner, zahnärztlicher Leiter und Werner Eisele, administrativer Leiter der Zahnambulatorien die Ergebnisse. „Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr bemüht um unsere Patientinnen und Patienten sind und Auftrag, nicht nachzulassen und in Bereichen, wo noch Bedarf besteht, nachzubessern.“ Verbesserungsbedarf sehen einige der befragten PatientInnen im Bereich der Wartezeit für Termine. Diese Wartezeiten ergeben sich aufgrund der großen Nachfrage und der damit verbundenen Vollauslastung der vorhandenen Behandlungsstühle. Die Zahnambulatoriumsleitung ist laufend bemüht, Behandlungsabläufe zu optimieren, um die Wartezeiten möglichst gering zu halten.

Schmerzdienste zwischen den Weihnachtsfeiertagen: Die Zahnambulatorien der VGKK stehen den PatientInnen zwischen den Weihnachtsfeiertagen bei Voranmeldung wie folgt zur Verfügung: Zahnambulatorium Bregenz, Dornbirn und Feldkirch: Do., 27. Dezember, und Fr., 28. Dezember 2012, sowie Mi., 2. Jänner, bis Fr., 4. Jänner 2013. Schmerzdienstzeiten: 7.30 bis 10 Uhr und 12.45 bis 14 Uhr ACHTUNG: Am Mittwochnachmittag sind die Zahnambulatorien geschlossen.

www.vgkk.at

Seit rund eineinhalb Jahren läuft das österreichweite Projekt „Richtig essen von Anfang an – Ernährungsberatung in der Schwangerschaft“. Die VGKK unterstützt im Rahmen des Projekts werdende Mütter bei der optimalen Ernährung in der Schwangerschaft. Es ist inzwischen hinlänglich bekannt, dass mit einer gesunden, ausgewogenen Ernährung der Grundstein für die optimale Entwicklung eines Kindes gelegt wird. Die VGKK kommt nunmehr dem Bedürfnis vieler Mütter nach und ergänzt die beiden bestehenden Workshops „Ernährungsberatung für Schwangere“ und „Bald-Mama-Treff für Schwangere“ um einen dritten zum Thema „Stillen und Beikost“. Dabei geht es um die Ernährung während der Stillzeit, aber auch um das Alter des Babys bei der Beikosteinführung, den Zeitpunkt der Beikostgabe, die Lebensmittelauswahl für die Beikosteinführung und den Beginn der Getränkegabe. Die Workshops sind kostenlos. Nutzen Sie die Gelegenheit und informieren Sie sich bei unserer Diätologin Kathrin Prantl. Sie erreichen Sie unter Tel. 050 84 55 – 1113 oder per E-Mail: richtigessen@vgkk.at


Fit-Gesund