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Filmfestival AusnahmeZustand: Depression und psychische Erkrankungen Die Psychosoziale Gesundheitsdienste Vorarlberg und der Spielboden zeigen vier Dokumentarfilme – Start am 13. Oktober Vier Filme, eine Botschaft: Seelische Erkrankungen haben gute Chancen auf Heilung, wenn sie frühzeitig erkannt und von einem Facharzt behandelt werden. Am Spielboden findet in Zusammenarbeit mit den psychosozialen Gesundheitsdiensten einer vierteilige Filmreihe statt, deren Ziel es ist, über seelische Erkrankungen aufzuklären. Psychische Krankheiten und Suizid gehören zu den verbliebenen Tabuthemen in der Gesellschaft. Fast immer stoßen Betroffene und Angehörige auf eine Mauer des Schweigens - über psychische Gesundheitsprobleme wird nicht gern gesprochen. Dabei treten sie nicht selten auf. Jeder dritte Europäer durchlebt einmal in seinem Leben eine psychische Krise, bei etwa vierzig Prozent der Betroffenen besteht die Gefahr eines langjährigen, chronischen Verlaufs. Mit vier Dokumentarfilmen will die Filmreihe „AusnahmeZustand“ auf die Situation von Menschen mit psychischen Erkrankungen aufmerksam machen. Die Parallelwelt psychisch Kranker Zum Auftakt der Reihe wird am 13. Oktober „Raum 4070“ gezeigt. Zu sehen sind Menschen, die sich im Psychoseminar Potsdam treffen. Sie sprechen miteinander über das, was in Psychosen erlebt haben. Schönes, Unglaubliches – Dinge, die man eigentlich nicht erzählt, weil sie kaum einer versteht. Am 18. Oktober steht "Ohne Gewicht" ("Weightless", Norwegen, 2002) auf dem Programm. Sigve Endresen lässt die Sängerin Kari Iveland zu Wort kommen, die auf ihre überwundene Magersucht zurückblickt. Mit Seelenschatten am 25. Oktober wird eine Krankheit ins Blickfeld gerückt, von der rund 800.000 Menschen in Österreich betroffen sind. Zwei Jahre hat Dieter Gränicher zwei Männer und zwei Frauen mit der Kamera begleitet, die unter schwersten Depressionen leiden und dokumentiert, wie schwer es für Betroffene ist, frischen Mut zu schöpfen. Die Reihe schließt am 27. Oktober mit „Tarnation“. Gezeigt wird das Leben des Filmemachers Jonathan Caouette, das von einer traumatischen Kindheit sowie einer trotz schrecklicher Erfahrungen nie verlorener Liebe zur psychisch kranken Mutter geprägt ist. Der virtuos monierte Film verlangt dem Zuschauer viel ab, belohnt aber mit vielschichtigen Einblicken in die verletzte Psyche und deren Selbstherapie mit Hilfe des Films. Das Schweigen brechen Das Schlimme an seelischen Erkrankungen ist die noch immer vorhandene Stigmatisierung der Betroffenen. Mit dieser Filmreihe wollen die Psychosozialen Gesundheitsdienste seelische Erkrankungen zum Gesprächsthema machen. Informieren, aufklären, sensibilisieren, das ist das Ziel. Im Anschluss an die einzelnen Filme haben Interessierte die Möglichkeit, mit ExpertInnen aus Psychiatrie und Psychotherapie in Gespräch zu kommen. Termine auf einen Blick 13. Oktober: „Raum 4070“ 18. Oktober: „Ohne Gewicht“


25. Oktober: Seelenschatten 27. Oktober: Tarnation Alle Filme finden am Spielboden in Dornbirn statt und beginnen um 20.30 Kartenreservierung: www.spielboden.at/karten, t 0043-5572-21933 Der Eintritt kostet pro Filmvorf端hrung 6 Euro, Mitglieder des Spielbodens, StudentInnen und Sch端lerInnen bezahlen 3 Euro.


Filmfestival_Ausnahmezustand  

http://cdn2.vol.at/2006/10/Filmfestival_Ausnahmezustand.pdf

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